Der exakte Beweis - So viele Menschen passen tatsächlich maximal auf die Straße des 17. Juni21.08.2020
PROTEST - ANALYSE MENSCH & MASSE
Abschrift
Abschrift des Videos vom 21.08.202032 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Schönen guten Tag, mein Name ist Uwe Loose vom Uwe Loose Faktencheck und Sie kennen mich schon von, vielleicht jedenfalls von meinen RKI-Videos. Da ging es seinerzeit darum, was das RKI-Dashboard für eine Aussagekraft hat und ob ich, wenn ich heute aus dem Haus gehe, Angst haben muss, mich mit SARS-CoV-2 zu infizieren oder kurzfristig zu versterben. Falls Sie die Videos noch nicht kennen, schauen Sie in meinem Kanal nach. Dort finden Sie die Videos in verschiedenen Editionen. Heute aber möchte ich mich mit einem ganz anderen Thema beschäftigen, was vor kurzem aktuell war und vielleicht in einer Woche oder in zehn Tagen wieder aktuell werden wird. Und zwar mit diesem. Wir haben am 1.8. in Berlin das größte Outdoor-Event des Jahres in Deutschland gehabt. Dort waren viele Menschen in Anführungsstrichen und diese Demonstration wurde dann aus Sicherheitsgründen von der Polizei abgesagt. Im Nachgang waren die Meinungen verschieden, wie viele denn nun dort da waren.
Es wurde darüber diskutiert und lamentiert. Ein Foto hat später die Runde gemacht, nämlich dieses ganz markante Foto, was wir hier haben. Da sagt also dieses Foto, die Straße des 17. Juni ist brechend voll und es sind mehr als eine Million Menschen, gemäß den Mainstream-Medien. So, dann 19 Jahre später ist die Straße auch wieder brechenvoll, zumindest laut diesem Foto. Und dann sind aber laut demselben Medien nur 20.000 Menschen dort. Die Frage ist, wie soll das gehen? Ist das machbar? Bevor wir anfangen, diese Frage zu untersuchen, was da geht und was da nicht geht, möchte ich noch mal zurückblicken, was denn am 1.8. überhaupt los war. Es ist ja schon fast drei Wochen her. Man hat ja schon der eine oder andere wieder vergessen, was da war.
Ja, schauen wir mal. Es war eine Veranstaltung, die von der Initiative Querdenken 711 initiiert wurde, die für den Tag der Freiheit dort feiern wollte, mit historischem Charakter. So weit, so gut. Die Veranstaltung wurde abgebrochen von der Polizei wegen Verletzung der Hygieneregeln. Und die Frage, die jetzt ist, welche objektiven Zahlenangaben haben wir von entsprechenden Quellen? Die ersten, die sich geäußert haben, waren die Berliner Polizei. Und was sagt die? In der Spitze zählte die Versammlung etwa 17.000. Eine exorbitant höhere Zahl können wir nicht bestätigen. Also maximal 17.000. Was sagt die Berliner Zeitung? Die Berliner Zeitung sagt, die Polizei teilt noch während der Demo mit 20.000.
So, ja, aber die hat doch gerade erst gesagt, die Polizei in der Spitze 17.000. Okay, da haben sie während der Demo 20.000 geschätzt. Das war dann wohl zu viel aus Sicht der Polizei und später auf 17.000 reduziert. So, dann werden Teilnehmer zitiert. Die spekulieren 500.000, 800.000, 3 Millionen. Veranstalter sprechen von 1,3 Millionen. Ja, das sind doch erhebliche Größenunterschiede. Da kann man jetzt nicht einfach sagen, okay, lass uns mal das arithmetische Mittel bilden und dann wird das da schon irgendwo in der Mitte passen. Das scheint mir erstmal zu weit auseinander zu sein. Damit die Gesundheit anderer Menschen aufspielen. Viele der etwa 20.000 Teilnehmer hatten sich gestern in Berlin nicht an Hygieneregeln gehalten. Gut, also ARD sagt eindeutig 20.000. Und was ist denn mit den Konkurrenzen der ZDF? Aus aller Appelle und Warnungen gibt es nach wie vor einige, die Maskenpflicht und Abstandsregeln für völligen Quatsch halten. In Berlin gingen heute nach Polizeiangaben rund 17.000 Demonstranten, darunter auch Rechtsextremisten, gegen die Corona-Auflagen auf die Straße.
17.000, gut. Also der eine nimmt die größere Zahl von der Polizei, da haben wir die kleinere, 17.000. Es gibt ja noch weitere Medien, ich nehme mal zwei der wichtigen, nämlich gucken wir uns mal an, als nächstes, was macht denn Sat.1? Das Ende der Corona-Pandemie hätten wir alle gern. Aber selbst mit größter Anstrengung ist es nicht herbeizuwünschen. 20.000 Demonstranten versuchten es heute dennoch und benahmen sich entsprechend. Ohne Abstand oder Mundschutz zogen sie durch Berlin. Dafür waren rechtsextreme Symbole und Verschwörungstheorien dabei. Thomas Fedder berichtet. 20.000, die Zahl hatten wir schon mal. Jetzt gehen wir mal zu RTL.
17.000. Das heißt, wir haben also jetzt das Ergebnis, dass wir zweimal 20.000, zweimal 17.000 haben. Offensichtlich sind das Beides Zahlen von der Polizei. Die Frage stellt sich, warum die Qualitätsmedien nicht mal eigene Recherchen machen. Aber nun gut. Der Punkt ist, Die Teilnehmerzahlen weichen so weit voneinander ab, dass man eigentlich damit nichts anfangen kann. Andere Zahlen gibt es bisher noch nicht. Es gab zwar zwischendurch mehrere YouTuber, die versucht haben, das auf andere Weise zu schätzen und zu belegen, wie viele hunderttausend Menschen auf die Straße des 17. Juni passen oder wie viele beim Aufzug dabei gewesen sind. Aber diese ganzen Schätzungen haben mich persönlich jetzt nicht so angesprochen. Also es ist mir zu ungenau. Damit kann ich nichts anfangen. Daher schätze ich jetzt einfach mal selbst.
Gut, wie möchte ich denn vorgehen? Zunächst einmal möchte ich das Gebiet einschränken, auf das ich überhaupt eine Aussage treffen kann. Ich kann nur dafür eine Aussage treffen als Faktenchecker, wenn ich auch Fakten habe. Mit Vermutung alleine komme ich nicht weit. Der nächste Schritt 2 ist... Mit welcher Methode will ich überhaupt vorgehen? Und Variante 3 ist, wenn ich schon das allgemeine Gebiet eingeschränkt habe, was ist denn eigentlich eine Demonstrationsfläche und gibt es da vielleicht Nebenflächen, die auch noch von Bedeutung sind? Wenn wir diese Vorarbeit gemacht haben, dann kann man sagen, wie viele Menschen passen dorthin? Aber da müssen wir erst mal feststellen, wie viel Fläche braucht denn ein Mensch überhaupt? Das müssen wir auch mal ermitteln. Wenn wir das dann ermittelt haben, dann können wir, die Menschenmengen dann auf diesen Flächen verteilen in einer möglichst optimalen Art und Weise. Und dann kann man herausfinden, wie viele Menschen maximal auf die Straße des 17. Juni gehen. Warum die Straße des 17. Juni? Weil, das werde ich gleich erklären, über mehr können wir hier nicht aussagen. Und zu guter Letzt möchte ich dann eben eine Würdigung machen. Was kann man aus diesen Verhältnissen alles lernen?
Ja, also was kann ich zum Beispiel schon mal nicht schätzen? Ich kann nicht schätzen, wie viele Menschen zusätzlich nach Berlin anlässlich der Demonstration überhaupt gekommen sind. Dafür gibt es gar keine Daten, die da vorliegen. Dann kann ich auch nicht feststellen, wie viele Menschen zwar Demonstranten waren, aber nicht auf der Demonstrationsfläche sich befunden haben, weil sie im Café waren, weil sie irgendwo anders standen, weil sie zum Beispiel in den Grünanlagen die links und rechts der Straße des 17. Juni sind, sich aufgehalten haben. Das kann ich nicht wissen. Das kann niemand wissen, der nicht genau zählt oder das eben ordentlich erhoben hat. Wir können auch nicht wissen, wie viele Demonstranten vielleicht zur Demonstration hinwollten, aber nicht hin konnten, weil sie aus irgendwelchen Gründen verhindert waren. Weil sie krank waren, Unfälle hatten, keine Lust hatten, Oder weil Straßensperren waren, zum Beispiel weil die Polizei aus Sicherheitsgründen dort niemanden lang gehen lassen wollte. Das alles weiß ich nicht, dazu kann ich nichts sagen. Und darum bleibt meine Aussage beschränkt auf den ganz kleinen Bereich der Straße des 17. Juni.
So, und dann ist die Frage, mit welcher Ermittlungsmethode möchte ich denn vorgehen? Ich möchte ja erst mal prüfen, hat es nicht schon mal jemanden gegeben, der sich Gedanken zu diesem Problem gemacht hat? Demonstrationen sind ja nicht neu. Es gab ja schon mal eine Vorbereitung. So und tatsächlich bin ich fündig geworden. Es gibt einen Herrn Herbert Jacobs und der hat mal vor ein paar Jahrzehnten sich Gedanken dazu gemacht. Das ist ein Wissenschaftler und Journalist und wie es scheint, ist diese Methode weltweit verbreitet. Also sprich nach der Methode geht eigentlich die Polizei oder die zuständige Gemeinde oder Stadt immer vor, um da einen ersten Eindruck zu gewinnen. Ja, wie geht die Methode? Jacobs hat eigentlich eine sehr kurze Methode, also die ist jetzt nicht Nobelpreiswürdig, sondern das ist eine ganz simple Angelegenheit. Ich habe das hier mal aus der Wikipedia-Darstellung entnommen. Und im Grunde genommen geht es darum, wie viele Menschen passen auf einen Quadratfuß oder auf zehn Quadratfuß. Und das ist eine Maßeinheit. Bei uns wäre das eben ein Quadratmeter. Also eine ganz simple Angelegenheit. So würde ja jeder das Problem versuchen zu lösen. Gut, aber Herr Jacobs hat eben als erster was dazu schriftlich verfasst. Und insofern können wir uns da mal im Groben anschließen.
Der nächste Schritt ist die Größe der Demonstrationsfläche. Wie wir hier auf dieser Darstellung, die vom Veranstalter, also vom Querdenken 711 veröffentlicht wurde seinerzeit, ist ja gar nicht die gesamte Straße des 17. Juni als Demonstrationsfläche zugelassen worden, sondern nur Drei Viertel davon, und zwar der westliche Teil davon. Der östliche Teil, da wo ich hier den roten Pfeil eingemalt habe, bis zum Brandenburger Tor, der ist ja gar keine genehmigte Demonstrationsfläche gewesen. Aber wir haben auf den Videos noch auf dem Eingangsfoto gesehen, dass dort auch Demonstranten waren. Insofern möchte ich die hier also auch mit berücksichtigen. Ja, und wie kann man nun die Fläche ermitteln? Es hat ja verschiedene Möglichkeiten gegeben. Manche haben das dann eben aus dem Internet irgendwie geschätzt. Da gibt es auch ein spezielles Tool, das aber so ungenau ist, dass es 20% von der präzisen Darstellung abweicht. Und das ist also nichts Sinnvolles, nichts Reales, sondern ich gehe mal nach den bestmöglichen Daten vor. Und wer hat die bestmöglichen Daten? Das ist das amtliche Katasteramt.
wo die Liegenschaften, also die Grundstücke, Flurstücke erfasst und vermessen werden. Die haben dort ein Online-Tool und dieses Online-Tool kann man sich das entsprechend vergrößern, so wie ich das hier gemacht habe. Und dann kann man hier oben mit einem Messinstrument Längen oder Breiten oder Flächen messen. Das habe ich gemacht und zwar genau an der Stelle, wo gemäß der Angabe der Demonstrationsfläche das westliche Ende war. Dort ist die Straße 40 Meter breit. So, am östlichen Ende, da ist sie ebenfalls 40 Meter breit. So, die Frage ist jetzt nur noch, wie viel ist denn die Distanz zwischen dem westlichen und östlichen Ende? Da ergibt sich eben durch die Anwendung der Längenmessung eine Distanz von 1000 Spuren auf 22 Metern. Ja, das Gleiche. Das werden wir nachher auch machen können für den anderen Bereich, aber jetzt rechnen wir erstmal. Also der Straßenaufschnitt hat eine bestimmte Länge, 1222 Meter, ist 40 Meter breit, ergibt 48.880 Quadratmeter Höhe.
Grundfläche. Ich nehme jetzt hier mal die Grundfläche Brutto, das heißt keine Bäume, kein Betennachstand, kein gar nichts, weil es kommt ja nicht darauf an, die Versäumnisse der Stadt oder vielleicht auch der Veranstalter, die Teilnehmer richtig und vollständig zu zählen, jetzt nachzuholen. Das ist nicht meine Aufgabe. Ich möchte eine Schätzung Das heißt eine Annäherung an eine richtige Größenordnung. Reden wir von 20.000 oder reden wir von einer Million? Dazwischen möchte ich eine hinreichend präzise Schätzung haben. Da kommt es nicht darauf an, ob wir noch 100 Quadratmeter mehr oder weniger wegen eines Rednerstands haben. Das ist maßgeblich. Bei der zusätzlichen Demonstrationsfläche können wir genauso vorgehen. Da habe ich jetzt die Breite nicht nochmal nachgemessen. Die ist offensichtlich auch 40 Meter. Die Straße ist also über die gesamte Strecke 40 Meter breit. Hier ist die Strecke 437 Meter lang.
Dementsprechend können wir hier auch die nächste Berechnung machen und feststellen 437 mal 40 mal 17.480 als Brutto-Grundfläche. Damit haben wir jetzt unsere Gesamtfläche auf der Straße des 17. Juni, die dann 100% Flächenanteil hat und davon fällt ungefähr 3 Viertel auf die genehmigte Fläche und ungefähr 1 Viertel auf die nicht genehmigte Fläche. Insgesamt sind es über 66.000 Quadratmeter. Ja, und damit haben wir schon mal die ersten Vorbereitungen getroffen. Das heißt, wir wissen jetzt, wie groß die Straße ist, von der Fläche her. Und jetzt müssen wir die nächste Aufgabe lösen, nämlich wie viele Menschen passen dorthin. Und die erste Voraussetzung, um das zu können, berechnen ist, wie viel Fläche braucht ein einzelner Mensch. Ich hatte vorhin erklärt, dass wir eine Vertikalachse quasi durch den Menschen durchziehen könnten und dann soll er sich einmal im Kreis drehen können um 360 Grad und dann weiß man, wie viel Standfläche er benötigt. Wenn er jetzt die Hände eng am Körper hat, ganz locker runter, also nicht eng, aber locker,
Dann ist die Frage, was ist denn eigentlich der breiteste Durchmesser von so einem menschlichen Körper? Wir würden mal sagen, wer nicht gerade einen überproportional großen Hintern hat, bei dem sind das mit Sicherheit die Schultern. Ob das tatsächlich so ist, werden wir gleich mal sehen. Ja, es hat nämlich schon jemand gegeben, der sich auch mit diesem Problem beschäftigt hat, nämlich zwecks Feststellung, wie groß Sitzarbeitsplätze sein müssen, habe ich hier mal recherchiert, hat jemand für die Kontinentalversicherung dort das ermittelt und hat den Menschen in verschiedene Breiten und Längenmaße eingeteilt und da sehen wir hier ganz deutlich, dass also die Schulter, das ist das Breiteste am Menschen. Ja, aber wie breit ist denn jetzt eine menschliche Schulter? Ja, auch das wurde festgestellt, nämlich einmal für Menschen in Europa, für Menschen in Deutschland und für Menschen in Korea. Und dann wurde das hier M für Männer und F für Frauen jeweils unterschieden. Und das jetzt für alle Maße. Wir gucken mal hier in Zeile 9, wo es um die Schulterbreite geht. Da stellen wir dann fest 440 bis 525, das sind Millimeter.
Bei Männern und bei Frauen 395 bis 485 mm. Damit haben wir also eine gewisse Größenordnung. Jetzt unterstelle ich einmal, dass wir genauso viele Frauen wie Männer in Deutschland haben. Dementsprechend können wir jetzt mit diesen zwei Minimal- und zwei Maximalmaßen ganz einfach ein Mittelmaß bilden, ein arithmetisches. Das geht wie folgt. Wir nehmen die vier Schulterbreiten, addieren sie, teilen sie dann durch vier. Dann haben wir die mittlere Schulterbreite, aber in Millimetern. Dann teilen wir sie nochmal durch zehn. Dann haben wir die mittlere Schulterbreite in Zentimetern. Und wir brauchen erstmal nur die halbe Schulterbreite. Teilen wir nochmal durch zwei, kommen wir auf 23 Zentimeter. Ich sage jetzt mal, lass uns nicht päpstlicher sein als der Papst. Und runden wir mal großzügig auf, auf 25 Zentimeter. Damit können wir jetzt was anfangen. Wenn wir jetzt also wissen, dass die mittlere Schulterbreite, halbe Schulterbreite eines deutschen Menschen bei 25 cm liegt, dann können wir jetzt auch die Fläche ermitteln, auf der er steht. Jetzt machen wir das mal hier und gucken uns das mal an. Wir haben jetzt eine Standfläche für einen Menschen,
ohne Sicherheitsabstand. Das heißt, er steht da alleine, hier wo das blaue ist, symbolisiert seine Mittelachse und dann geht es dann 25 cm nach links und 25 cm nach rechts. Und wenn er sich jetzt um 90° drehen würde, Dann hätte er 25 cm in die Richtung und 25 cm in die Richtung. Das heißt, wir haben hier also einen Kreis, der hat also einen Durchmesser von 25 plus 25 cm gleich 50 cm. So, und der wird umfasst von einem Quadrat, was 50 mal 50 Zentimeter groß ist. Das heißt, dieses Quadrat ist ein Viertel Quadratmeter groß, was zu deutsch heißt, auf ein Viertel Quadratmeter steht ein Mensch. Oder andersrum gesagt, auf einem Quadratmeter stehen vier Menschen. Vorausgesetzt, dass sie eben keinen Sicherheitsabstand haben. So, wie ist das aber, wenn wir den Sicherheitsabstand einhalten müssen?
So, dann erweitern wir mal die Grafik und sehen mal das, was wir vorhin schon hatten, nämlich dieses grüne Quadrat. Und jetzt muss ich ja von meiner Außenseite, also maximal von hier bis zum nächsten 1,5 Meter Sicherheitsabstand einhalten. Aber davon fällt ja nur die Hälfte auf mich, also 75 cm. Das aber in alle Richtungen. Dementsprechend habe ich also von meinem Körpermittelpunkt aus 25 cm, die meine halbe Schulterbreite ist, plus 75 cm, die mein Sicherheitsabstand ist. Und das dann auf beiden Seiten, also 2 mal 1 m. Das heißt, wir haben hier also einen Kreis mit einem Durchmesser von 2 m bzw. eine quadratische Standfläche von 2 mal 2 m gleich 4 m². Das ist doch schon mal ein ganz interessantes Ergebnis. Da wir mit Sicherheitsabstand einen Menschen auf vier Quadratmeter drücken, Vorhin hatten wir aber vier Menschen auf einen Quadratmeter. Oder andersrum gesagt, auf vier Quadratmeter mit Sicherheitsabstand ein Mensch. Und auf derselben Fläche würden aber 16 Menschen ohne Sicherheitsabstand passen. Also diese Relation 16 zu 1, die ist ja schon mal von Relevanz. Schauen wir mal weiter.
Nachdem wir also diese Frage geklärt haben, stellt sich nun die Frage, wie können wir denn jetzt diese Kreise am besten anordnen? Das ist ein klassisches mathematisches Problem, das Problem der sogenannten Kreispackung, und zwar wie man Kreise am dichtesten packen kann. Und man kann sich das vorstellen wie auf einem Kuchenblech, wo dann mit einer Form kreisförmige Plätzchen ausgestochen sind. Und die Frage ist, wenn ich ein bestimmtes Kuchenblech habe, wie viel passen da genau drauf? Das heißt, wie muss ich die so anordnen, dass die am besten drauf passen? So, und das gibt es auch in der dreidimensionalen Variante, zum Beispiel wie viele Ferrero Welche passen in meine Box rein? Wie muss man die anordnen, dass das maximal ist? Diese Frage hat zwei Hauptvarianten, soweit sie jetzt unsere Situation betrifft. Nämlich, da gibt es die sogenannte quadratische Kreispackung und die hexagonale. Was bedeutet das? Quadratisch heißt, dass also immer vier, wenn wir hier schauen, immer vier bilden quasi so ein Quadrat. Egal, welche vier ich nehme,
Insofern die mit einem inneren in Verbindung stehen, haben die immer ein Quadrat. Bei dem Hexagonal nehmen wir uns mal einen der beiden inneren Kreise. Warum heißt der Hexagonal? Weil er immer von sechs umgeben wird. Also hier ist der eine, dann ist erster Umgebung, zweiter Nachbar, dritter Nachbar, vierter Nachbar, fünfter Nachbar, sechster Nachbar. Und jeweils drei von diesen sechsten bilden zusammen mit dem mittleren immer so eine Art Dreieckskonstellation. Das schauen wir uns mal genauer an. So, was haben wir hier? Wir haben hier die Variante der Packung quadratisch und die Variante der Packung hexagonal. Wenn wir jetzt mal auf das Quadratische zuerst gehen, dann sehen wir also klar und deutlich, vier von diesen Kreisen bilden ein Quadrat. jeweils mit den Ecken im Mittelpunkt dieses Kreises, der jeweiligen Kreise. Und dann gibt es eben eine Leerfläche. Bei den Dreiecken, da sehen wir, gibt es auch eine Leerfläche, aber die ist viel kleiner.
Und jetzt ist die Frage, wie viel Kreisflächen werden da abgebildet und wie groß ist die Leerfläche? Jetzt können wir sehen, dass hier ja immer ein Viertelkreis ist, Viertelkreis, Viertelkreis, Viertelkreis. Vier Viertelkreise sind also ein ganzer Kreis oder eben die Fläche eines Kreises, nämlich Pi. Und hier haben wir ein gleichseitiges Dreieck. Alle drei Seiten sind gleich lang. Und wie wir in der Schule gelernt haben, hat ein gleichseitiges Dreieck jeweils drei Winkel a 60 Grad. Das heißt, hier haben wir also ein Sechstel von einer Kreisfläche. Also dreimal ein Sechstel ist ein Halb und deswegen steht hier auch Pi halbe. Und falls Sie fragen, was ist hier SQRT? Das heißt hier Quadratwurzel, Square Root aus 3. Das ist der Flächeninhalt dieses Dreiecks. Quadratwurzel 3 und hier ist der Flächeninhalt 4. Und der Flächen...
Inhalt, der jetzt jeweils gelb ist, wie viel macht denn der von dem gesamten Quadrat aus? Also ohne die weiße Fläche. Dann ist das hier, lässt sich das ausrechnen, ist es eben 78,5% und bei der hexagonalen Packung sind es 90,7%. Das heißt, die hexagonale Packung ist 15,5% effizienter als die quadratische Packung. Und insofern ist Wenn man es optimal machen will, macht man es dann eben hexagonal. So weit, so gut. Nun lassen wir uns mal rechnen. Fangen wir wieder an mit der quadratischen Packung. Bei der quadratischen Packung haben wir also... die Standfläche für einen Menschen, weil es ja vier mal ein Viertelkreis sind. So, und jetzt rechnen wir einmal, wie sieht es aus, wenn wir keinen Sicherheitsabstand haben? Dann ist ja der Durchmesser eben ein halber Meter, Länge mal Breite dieses Quadrates ist ein halber Meter und dementsprechend ist das Quadrat 0,25 Quadratmeter und mit Sicherheitsabstand sind es eben 2 mal 2 Meter gleich 4 Quadratmeter.
Das hatten wir schon auf andere Weise selbst festgestellt. Mit dieser Feststellung können wir aber jetzt ermitteln, wie viele Menschen auf den genehmigten Demonstrationsbereich passen und auf die zusätzliche Fläche. Fangen wir mal beispielsweise an hier mit dem Fall ohne Sicherheitsabstand und genehmigte Fläche. Das waren die 48.880. Und da passt ja immer auf ein Viertel Quadratmeter ein Mensch drauf. Also teilen wir das eben durch diese Viertel Quadratmeter. Dann sind das 195.520. Aber in einem Quadrat stehen ja auch immer nur ein Mensch, nämlich vier Viertel Menschen. Dementsprechend bleibt es bei den 195.520. Und das ergibt dann zusammen mit der gleichen Rechnung für die zusätzliche Fläche, von wo wir 69.920 dazukommen, umgerechnet etwa 265.000 Menschen.
Machen wir die andere Rechnung, nämlich mit der Abstandsfläche oder Sicherheitszone von 1,5 Metern. Dann gehen jetzt nicht die einzelnen Zahlen durch. Dann ergeben sich auf der genehmigten Fläche 12.200 etwa und auf der zusätzlichen rund 4.400. Macht eine Summe aufgerundet 16.600. Aha. Wir hatten nicht fast von der Polizei von 17.000 gehört. 16.600 ist ja so gut wie 17.000. Man weiß ja jetzt nicht genau, wo die die Länge gesehen haben. Vielleicht drei Meter weiter oder zehn Meter. 17.000 und 16.600 lässt sich hier gut vergleichen. in Verbindung bringen, nämlich dahingehend, die Zahl der Polizei, die 17.000 nennt, meint, das ist die Gesamtfläche der Straße des 17. Juni, aber betrachtet in der Kreispackung, also geteilt durch vier Quadratmeter.
So, wie sieht das nun bei der Hexagonalpackung aus? Da haben wir die gleiche Rechnung, nur eben, dass wir es eine Dreiecksrechnung machen. Die wollen wir uns im Detail jetzt gar nicht so genau angucken, weil das ist eben hier mit so einer Höhenrechnung hier benötigt. Wer das genau nachvollziehen will, warum da die Wurzel 3 ist und nicht was anderes, der möchte bitte hier mal bei Wikipedia gucken. Dort ist das ausführlich erklärt. Für uns ist hier das Ergebnis maßgeblich, dass wir für den Fall ohne Sicherheitsabstand eine Standfläche von ungefähr 0,11 Quadratmetern haben. Für einen halben Menschen, also für zwei Menschen 0,22 und bei der quadratischen hatten wir 0,25. Mit Sicherheitsabstand haben wir für einen halben Menschen eine Fläche von 1,7 Quadratmetern. Und in der quadratischen, also für den halben 1,7, für zwei macht es 3,4. Dementsprechend hatten wir ja vorher bei der quadratischen 4 Quadratmeter. Also die Zahlen stimmen insofern überein.
Also sie sind in der richtigen Relation. Ja, und dann können wir natürlich hier die Rechnung genauso machen. So, und was stellen wir hier fest? Ohne jetzt, dass wir in die Detailrechnung reingehen, dass wir hier natürlich nur die Menschen jetzt je Dreieck haben. Also da haben wir ja keine ganzen Menschen, sondern nur halbe Menschen. Und es ergibt sich dann in der Fläche eine bei der genehmigten Variante ohne Sicherheitsabstand von rund 226.000 Menschen. Und dann kommen noch mal rund 81.000 dazu auf der Zusatzfläche. Das ist dann aufgerundet, sind es 306.000 Menschen maximal. Die gleiche Variante können wir jetzt rechnen mit dem Sicherheitsabstand von 1,50 Meter für die genehmigte und die zusätzliche Fläche. Nachrechnen können Sie das selber. Im Ergebnis kommen wir auf eine Summe von 19.200. 19.200 ist ja nicht so weit weg von 20.000. Das heißt, jetzt können wir auch nachvollziehen, warum die zweite Angabe, die öffentlich genannt wird, 20.000 heißt.
So, denn 20.000 ist eben der Weg oder die Variante, wenn ich die Fläche der Straße des 17. Juni hexagonalen Menschen packe. So, das haben wir also schon mal an Vorteil gewonnen, dass wir feststellen, woher die amtlichen Zahlen stammen. Ich möchte vielleicht noch nachtragen, dass in beiden Berechnungen, die ich gemacht habe, ich jetzt nicht das Feintuning gemacht habe. Und was an den Rändern ist, ob das dann genau aufgeht oder ob da vielleicht mal die ein oder andere Kreispackung fehlt. Das habe ich nicht gemacht. Aber ich denke, die Unterschiede sind hier eh so minimal, dass es darauf nicht ankommt. So, damit können wir jetzt zu den Ergebnissen kommen, nämlich wie viele Menschen passen tatsächlich auf die Straße des 17. Juni und zwar maximal. Das hängt davon ab, wie man sie packt, nämlich entweder zwischen 265.000 bis 306.000, wenn sie ohne Sicherheitsabstand sind und zwischen 16.600 und 19.200, wenn sie mit Sicherheitsabstand sind.
Erinnern Sie sich daran, was ich vorhin gesagt habe mit dem Flächenverhältnis 16 zu 1? Das lässt sich hier auch deutlich nach in den Zahlenverhältnissen darstellen, dass die genau in dieser Größenordnung sind. Damit kommen wir auch zur Erwürdigung der Ergebnisse, nämlich Zurück zum Anfang. Was ist mit dem Foto los? Auf beiden Fotos ist klar, dass die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden. Alle stehen ganz dicht beieinander. Nur das Resultat ist verschieden. Einmal mehr als eine Million, einmal weniger als 20.000. Gehen wir mal zum ersten Bild. Da ja nur 306.000 Menschen auf der Straße maximal stehen können, stellt sich die Frage, wie mehr als eine Million dort hinkommen sollten. Denn eine Million ist ein Drittel mal mehr als 300.000. Also müssten die Menschen in drei Ein-Drittel-Etagen übereinander stehen, was sie wohl nicht getan haben laut FOTO.
Oder aber sie mussten statt mit vier Leuten auf einen Quadratmeter mit zwölf dort stehen. Das heißt, sie hätten eine Schulterbreite, die entsprechend kleiner wäre. Es könnten also nur Zwerge sein, irgendwelche Lilliputaner, die wir in unserem deutschen Schulterbreitenverhältnis nicht kennen. Oder aber es müssten vielleicht noch weitere Straßen existieren. Also zum Beispiel könnte ja die Straße des 17. Juni noch angebaut werden, auf die eine Seite und auf die andere Seite. Dann haben wir drei Straßen und wenn die alle gleich voll sind, dann haben wir 900.000 und dann fehlen uns immer noch 100.000. Also es könnte jetzt noch 50.000 vielleicht am Brandenburger Tor stehen und 50.000 bei der Siegessäule und dann wären wir bei einer Million. Also mit der 1 Million, das geht leider gar nicht. Das ist sowohl physikalisch unmöglich als auch mathematisch. Ja, bei einem unteren Foto mit den 20.000, ja natürlich geht das. Das haben wir ja in den Berechnungen gesehen. 20.000, wenn man die Sicherheitsabstände von 1,50 einhält. Die sind hier aber nicht eingehalten, was ganz klar ist. Also kann das ja so nicht wahr sein. Ja, was könnte denn nun wahr sein?
Fassen wir vielleicht nochmal kurz zusammen, was auf jeden Fall nicht wahr ist. Das, was die Polizei und Medien sagen, 17.000 bis 20.000, das ist schlichtweg grober Unfug. Das kann überhaupt gar nicht sein. Es ist viel zu niedrig und unrealistisch. Was die Veranstalter sagen, 500.000 bis 1,3 Millionen könnte sein, aber nicht auf dieser Straße. Auf dieser Straße 300.000 plus ein paar Zerquetschte. Aber nur im günstigsten Fall, plus noch ein paar, die am Rand sind, plus noch ein paar, die an den Enden der Straße sind. Also da geht nicht 500.000 oder 1,3 Millionen hin. So, mit anderen Teilnehmern, die in der Stadt noch sich befinden, da mag das vielleicht aufgehen, aber so nicht. Beide Parteien haben völlig falsche Zahlen genannt. Die Polizei hat sich sogar widersprochen, denn 19.000 wäre eine Zahl, die genau dorthin passt. Dann hätten ja alle die Sicherheitsabstände eingehalten, dann müssten sie ja die Versammlung noch nicht auflösen. Also müssen ja schon mal mehr als 19.000 da gewesen sein.
Es waren aber auch nicht 306.000 auf der Straße, jedenfalls nicht zu einem Zeitpunkt. Die Abstände zwischen den Teilnehmern waren, soweit ich das gesehen habe, von Fotos und Videos deutlich größer als die 50 cm von Schulterbreite, inklusive der beiden Schulterbreiten. Sie standen ja nicht so. Sie standen ja mit einem gewissen Abstand. Ja, nun wissen wir also, was alles nicht geht. Die Frage ist, was könnte denn nun die Wirklichkeit sein, die Realität? Und das schauen wir uns mal auf der nächsten Folie an. Ich habe hier jetzt mal ein Raster aufgebaut, mit dem Sie selber schätzen können. Sie müssen sich jetzt nicht auf mich verlassen, sondern wenden einfach nur die Formeln für die Hexagonalpackung an, die ich vorgestellt habe. So, und jetzt nehmen Sie einfach mal Ihre Erinnerung, wenn Sie dort waren, oder Ihre Einschätzung, wenn Sie Videos und Fotos gesehen haben, und schätzen Sie mal, was denn der durchschnittliche Sicherheitsabstand zwischen den Demonstranten war, über die gesamte Fläche. So, war das jetzt 0 cm oder 25 oder 50 oder eben 1,50? Und dementsprechend können Sie dann unten direkt das Ergebnis ablesen.
Das bleibt also ein offenes Thema. Wir können zumindest feststellen, dass die Zahlen, die die beteiligten Parteien genannt haben, ungeeignet sind. Vermutlich ist nach meinem Eindruck, werden da irgendwas um die 100.000 gewesen sein, plus minus und dementsprechend ist die Polizei zu niedrig. Teilnehmer, die selber sich äußern, beziehungsweise die Veranstalter viel zu hoch. Ich würde empfehlen, dass um solche Streitigkeiten zukünftig zu vermeiden, die Parteien einfach mal sich entsprechend vorbereiten und vernünftige Zielmaßnahmen machen. Und vor allen Dingen gehört es sich auch nicht, in einer Demokratie mit offensichtlich falschen Zeilen zu hantieren, weder für die eine Seite noch für die andere Seite. Es müsste für Interesse beider Parteien liegen, dass in der Lage sein, Besucherströme zu schätzen. Das kann man sicherlich auch in der Vorbereitung entsprechend so organisieren, sei es, dass es die Stadt Berlin ist, sei es, dass es der Veranstalter ist, dass man das eben so dokumentiert, dass nachher keine Zweifel mehr bestehen. Also hier ist nach meiner Meinung ein Versäumnis auf beiden Seiten. Das hätte gar nicht sein müssen. Dafür gibt es sicherlich Lösungsmöglichkeiten.
Damit möchte ich dieses Video beenden und hoffe in die Diskussion einen wichtigen Beitrag mitgeliefert zu haben. Das wir zumindest lernen, wenn das nächste Mal eine Demo auf der Straße des 17. Juni ist, dass wenn jemand danach erzählt, da waren mehr als 300.000 Leute, wer sofort anfangen mag, das geht aber gar nicht. Selbst wenn wir dann noch ein paar Nebenflächen nehmen, in grün und bei den Zufahrtsstraßen, das ist mit Sicherheit nicht das Doppelt oder Dreifache von dem, was auf die Straße geht. Ich möchte mich daher bei Ihnen bedanken, dass Sie bis hierhin zugehört haben und würde mich freuen, wenn Sie zukünftig bei weiteren Videos, die ich produziere, auch reinschauen. Abonnieren Sie einfach meinen Kanal. Vielen Dank!
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Der exakte Beweis - So viele Menschen passen tatsächlich maximal auf die Straße des 17. Juni“, Die Welt Klar Sehen, 21.08.2020.
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Methodische Maximalschätzung, wie viele Menschen gleichzeitig auf der Straße des 17. Juni stehen können. Uwe Loose prüft die widersprüchlichen Teilnehmerzahlen der Berliner Demo vom 01.08.2020 anhand von Flächenmessung, Schulterbreite und Kreispackung.
