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Wie tödlich sind Epidemien wirklich? Was kann man aus ALLEN Epidemien der Geschichte lernen?09.09.2020

CORONA-STORY

Abschrift

Abschrift des Videos vom 09.09.202090 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Ja, guten Tag, mein Name ist Uwe Loose, willkommen auf meinem Kanal Faktencheck Uwe Loose. Ich möchte Sie heute mit einem interessanten Thema unterhalten. Ja, und zwar möchte ich anschließen an ein Thema, was ich mal vor über zwei Monaten begonnen hatte. Da ging es ja um die einfache Frage, ob ich, Uwe Loose, Angst vor einer Infektion oder vor einer tödlichen Erkrankung haben müsste, wenn ich mein Haus verlasse und zum Supermarkt einkaufen gehe. So, das habe ich dann anhand der

RKI-Tabellen immer versucht zu analysieren. Wer das interessiert, schauen Sie sich bitte hier die Playlist an, da können Sie sich dort nachinformieren. Und heute möchte ich aber einen Schritt weiter gehen. Und zwar möchte ich mir nicht die Frage stellen, was ist mit Corona und Covid-19 los und SARS-CoV-2, das ist für mich erledigt, sondern mich interessiert heute die Frage, was ist denn eigentlich mit pandemien und epidemien überhaupt das heißt was hat es denn bisher in der geschichte

überhaupt für solchen gegeben wie gefährlich waren die wie lange haben die gedauert und was kann man für die gegenwart daraus lernen damit möchte ich mich heute beschäftigen ja und wie ich das machen werde das werden wir gleich sehen ich mache das hier wie schon bei einigen anderen Dann sage ich mal kurz mit einer kleinen PowerPoint-Präsentation, dann sind die Daten ein bisschen netter dargestellt. Meine Frage ist also, wie muss ich denn überhaupt vorgehen?

Also ich bin der Meinung, dass jeder Mensch, der einen normalen Intelligenzgrad hat, logisch denken kann und dass wenn er seine Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema konzentriert, dass er dann auch zu vernünftigen Schlussfolgerungen kommen kann, ohne dass er deswegen eine Fachwissenschaft speziell studieren müsste. So die Grundzüge von Problemen, die kann jeder verstehen, auch die Grundzüge von Lösungen, nur bei den Details. Dafür bedarf es natürlich immer der Experten. Das heißt, ich gehe mal hier vor wie ein medizinischer Laie und wie ein Laie als Geschichtswissenschaftler und frage mich, was würde ich denn als normaler Mensch eigentlich tun, wenn ich diese Frage beantworten möchte.

möchte. Und der normale Weg ist, dass ich natürlich ins Internet gehe. Nun wissen wir, im Internet ist vieles an Informationen nicht ganz sicher. Insofern ist von vornherein klar, dass das, was ich heute hier mache, mit Sicherheit keine wissenschaftliche Arbeit ist und diese Anforderungen nicht erfüllt. Aber das muss sie ja auch nicht. Mein Ziel ist ja nicht eine wissenschaftliche Expertise zu machen, sondern für mich persönlich eine Risikoeinschätzung und da reichen mir die wichtigsten Parameter und die Eckdaten, um da zu einer Annäherung zu kommen. Schauen wir mal.

Ja, wenn man dann im Internet recherchiert, stellt man fest, dass es eine ganze Menge an Informationen gibt. Allerdings ist vieles von dieser Information unvollständig. Ich habe nach Listen von Epidemien gesucht und festgestellt, da gibt es sehr viele, aber die sind nicht identisch miteinander. aneinander, unterschiedliche Zahlen für unterschiedliche Zeiträume und da habe ich gesagt, das gefällt mir nicht, du musst so eine Gesamtaufstellung finden. Dann habe ich auch zwei gefunden und da möchte ich Ihnen gleich mal erklären, wie ich mit denen umgegangen bin.

So, jetzt schauen wir uns als erstes mal die Seite von Wikipedia an, Liste von Epidemien und Pandemien. So, da haben wir also hier eine Liste, die hat hier verschiedene Spalten. Beginn und Zeitraum geht hier bei 3500 vor Christus los. Dann eine Krankheitserregende an betroffene Gebiete. Dann eine Spalte mit Erkrankte, Tote und Hinweise. Wollen wir mal einen groben Überblick machen. Das wird hier nach Zeitphasen sortiert.

Das geht hier relativ zügig durch und dann ist die Liste auch schon zu Ende. Das heißt, wenn ich jetzt mal hier so in die letzte Zeile reingucke, auf welche Fußnoten verwiesen wird, das ist Nummer 45 und hier in dem Bereich auf Nummer 49, die Fußnoten sind auch alle dargestellt, die Dokumente, ja, das scheint mir jetzt für einen Zeitraum von 3500 v. Chr. bis heute, also für einen Zeitraum von 5500 Jahren, eine relativ kurze Liste zu sein.

deswegen schaue ich doch mal was die englischsprachige seite bietet so als erstes machen wir mal folgendes weil ja nicht jeder perfekt englisch kann und schon gar nicht die krankheiten in englisch aus wenn ich weiß gehen wir mal hier bei google chrome oben in die menü taste in die menütaste und machen mal mit dem rechten mausklick übersetzen in deutsch und So, und schon haben wir dann hier das Ganze mal in einer Sprache, die wir alle gut verstehen können.

So, das ist eine ähnliche Spalten-Sortierung, aber wir sehen, dass hier schon in der zweiten Zeile gibt es schon zu einem, zu einer PES schon vier verschiedene Datenquellen. Das sehen wir auch im Folgenden. Wenn wir mal die Liste durchblättern, dann merkt man, die ist aber deutlich länger als die deutschsprachige. Und das nimmt ja gar kein Ende hier. Doch hier können wir jetzt mal schauen.

Letzte Zeile haben wir 276 Referenzquellen. Und wenn ich mir mal die Titel so angucke, dann wird hier auf alte Texte von 1891 bis auf moderne Quellen verwiesen. Also das macht hier eigentlich einen ganz soliden Eindruck. Offensichtlich gibt es auch für jede Zeile mindestens eine Quellenangabe. Das heißt, ich denke, dass ich mit dieser Tabelle arbeiten möchte. Als Ausgangslage vielleicht nochmal ein kurzer Überblick. Was haben wir also bei den Todesopfern? Unbekannte, dann wird hier geschätzt zum Beispiel 5 bis 10 Millionen. Gut, muss ich mir Gedanken machen, wie ich damit umgehe.

oder hier das natürlich auch eine große nummer 75 bis 200 millionen ja das ist ja eine ordentliche spannweite aber es gibt auch kleine zahlen 3000 1000 800 8000 also na das wird dann bestimmt ganz aufschlussreich wie sich zahlen mit diesen unterschiedlichen größenordnungen in ein gesamtbild fügen ob sie das überhaupt tun werden gut dass wir dann sehen also an der stelle denke

ich soll das jetzt hier für den ersten überblick reichen so und nun wollen wir mal schauen wie wir weitergehen also was machen wir mit den listen oder ich zumindest ich übernehme die ohne quellenprüfung das hatte ich schon gesagt wo dann wer über glaube ich auch einfach die zahlen die dort stehen also ich mache mir jetzt nicht die mühe zu überprüfen ob diese zahlen alle stimmen ob da zahlen schreibfehler drin sind ob die zahlen grob falsch sind das alles lasse ich

mal bleiben ich gehe mal von der vereinfachten annahme aus das stimmt alles und was ganz wichtig ist die corona epidemie oder pandemie wird bewusst nicht berücksichtigt weil ich möchte ja erst mal wissen, ob ich an Epidemien überhaupt ein hohes Todesrisiko habe, wenn ja, wie. Und das Thema Corona hatte ich ja schon vor zwei Monaten behandelt. Insofern brauchen wir das jetzt nicht noch mal machen. Ja, dann müssen als nächstes natürlich die Daten geordnet werden.

Und wie ich die geordnet habe, das können Sie mal hier ganz grob im Überblick sehen. Ich habe jetzt also die 276 Zeilen genommen und alle in Excel eingetragen, genauso wie sie da in der Tabelle stehen und habe im Altertum ein paar Lücken, die in der englischsprachigen Tabelle sind, durch die deutsche ausgefüllt, durch die deutschsprachige Tabelle. So und dann habe ich für bestimmte Zeiträume Listen gemacht. Und das sehen Sie jetzt mal im Gesamtüberblick und wir schauen uns mal diese Listen mal in einem zügigen, aber doch genügend genauen Überblick an. Also

bis 0 gab es insgesamt sieben epidemien aber nur eine wo die anzahl der toten bekannt ist und dann sind an dieser einen epidemie das sehen wir hier unten also vielleicht erkläre ich mal die zeile wenn hier steht fn in der spalte da meint das fußnote also das sind die verweise auf die nummerierung der fußnote in der englischen wikipedia liste und wenn ein kleines d vorsteht dann meint das, das ist aus der deutschen Liste. Also eigentlich ganz einfach. Und dann haben wir

eben hier im Jahr 429 bis 426 87 Tote, die sich auf vier Jahre verteilen. Warum? Weil ja das Anfangsjahr mit zählt und das Endjahr. Also 29, 28, 27, 26 sind vier Jahre. Und so ziehe ich das dann auch später bei den anderen Zeiträumen auch durch. Also Anfangsjahr und Endjahr wird immer als ein ganzes Epidemiejahr gezählt, vereinfacht. Also es gab die Pest von Athen, die hat 87.500 Tote angeblich gebracht. So, dann nehmen wir mal den nächsten Zeitraum. Das ist ein Zeitraum,

das ist nicht ganz so lang, knapp 900 Jahre. Und da haben wir immerhin 11 Epidemien, von denen aber nur vier bekannt sind. Und wenn wir uns hier jetzt mal nur die Zahlen angucken, haben wir 62 Millionen tote ist die höchste zahlenangabe auf zwei jahre das heißt da gab es hier tote pro jahr 31,2 millionen tote also bei den bevölkerungszahlen die man damals hatte ja im sechsten jahrhundert das muss schon ordentlich auswirkung gehabt haben aber es gab auch noch schon dicht nach dem nach der

Jahrtausendwende auch schon mal eine Epidemie mit 7,5 Millionen Toten. Und die kleinste Epidemie, also alle vier Epidemien sind relativ groß, habe ich jetzt so den Eindruck. Eine Million mindestens an Toten. Gut, gehen wir mal in den nächsten Zeitraum rein. Oh, von 900 bis 1345 ist gar nichts bekannt. Wissen wir nichts. Können wir nichts zu sagen. Ist also finsteres Mittelalter, Da können wir nur raten. Raten tue ich nicht. Bleiben wir bei den Fakten. Gehen einen Zeitraum weiter.

So Zeitraum Mitte 14. Jahrhundert bis Ende 15. Jahrhundert. Also in 150 Jahren nur drei Epidemien. Aber eine davon, nämlich der schwarze Tod, hat 137 Millionen Tote gebracht. 8. Vielleicht sage ich noch mal was zu den Totenzahlen. Sie werden, wenn Sie die Tabellen von Wikipedia im Deutschen wie im Englischen nachvollziehen, werden Sie feststellen, dass offensichtlich es unterschiedliche Zahlenangaben gibt bei den Todeszahlen. Da steht da zum

Beispiel 50.000 bis 100.000. Wenn das steht, habe ich immer das arithmetische Mittelwert genommen. Also statt 50.000 und 100.000 habe ich 75.000 genommen. Das ist denke ich ein legitimer Weg. Und wenn da steht mehr als 500.000, dann habe ich eben die 500.000 genommen. Denn wie viel ist denn mehr? 500.001 oder 599.000? Das kann ich ja nur raten. Also rate ich nicht, sondern dann nehme ich dort die Mindestwerte angegeben, mehr als. So und bei Spannweiten

nämlich genau das arithmetische Mittel. So, also hier haben wir dann einmal eine Riesenepidemie, den schwarzen Tod, und dann aber zwei kleinere, schauen Sie mal hier, die zweite von 1485 bis 1499, 2200 Tote in 15 Jahren. Das ist ja nicht so viel. So, dann gehen wir mal weiter ins 16. Jahrhundert, da haben wir zwölf Epidemien, von denen 7 mit bekannten Todeszahlen sind. Davon sind 3 durchaus mit großen Todeszahlen. Da haben

wir 6,5 Millionen, insgesamt 2 Millionen, alles aber in Mexiko. Da sind also innerhalb von 60 Jahren in Mexiko 8,6 Millionen Menschen gestorben. Das könnte ja womöglich die Bevölkerung von ganz Mexiko sein, zumindest eines größeren Teils. Dann gab es noch eine Beulenpest, die ist aber vier Jahre in Spanien gelaufen, mit insgesamt 650.000 Toten. Gehen wir ein Jahrhundert weiter,

17. Jahrhundert, haben wir 24 Epidemien, davon sind 18 mit bekannten Todeszahlen. Hier sind die Zahlen, die höchsten liegen bei über eine Million und dann gibt es aber auch ein paar kleinere mit deutlich unter 10.000. Wenn wir mal die Zeiträume angucken, gibt es ja eine Epidemie mit 51 Jahren, aber gar keine Toten angegeben. Also was das jetzt sein soll, weiß ich auch nicht. Oder hier mit zehn Jahren. Man weiß, dass es eine Epidemie gab, aber man kennt keine Toten. Gut, da sind

vielleicht die Aufzeichnungen verloren gegangen. Schauen wir mal ins nächste Jahrhundert. Das ist Das ist das 18. Jahrhundert. Da haben wir dann 33 Epidemien, davon ist etwa die Hälfte mit bekannten Todeszahlen. Wenn wir uns hier die Zahlen angucken, eine große Epidemie mit 2 Millionen und dann jede Menge kleinerer Epidemien. Das nächste ist 164.000 Tote und 100.000 und alles andere ist schon deutlich unter 50.000.

So, das heißt hier war die Persische Pest 1772-73, das war die herausragende Epidemie. So, dann kommen wir ins 19. Jahrhundert. Dann nimmt die Anzahl der Epidemien weiter zu auf 54, davon sind etwa 44, also 80% etwa mit bekannten Todeszahlen. und wenn wir mal schauen von 1800 bis 829 sind jetzt hier von mir keine in rot angezeichnet worden oder markiert worden, sprich da war es wohl mit dem in der Gesamtauflistung noch nicht

ganz so dramatisch. Jetzt schauen wir mal ein Jahr weiter und schauen mal hier eben fest, dass jetzt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, da ging es so richtig rund. Und Cholera, Pest, Cholera, Pocken, Grippe. So, und da haben wir also 5 Millionen Tote, 1 Million Tote. Gut, die verteilen sich hier auf 15 Jahre. Und übrigens hier die 5 Millionen verteilen sich auf 45 Jahre. So, und dann nochmal 600.000 auf 13 Jahre.

Ja, das ist aber schon ganz ordentlich trotzdem. So, schauen wir mal weiter. 20. Jahrhundert. Was haben wir im 20. Jahrhundert? Im 20. Jahrhundert haben wir, schau hier oben, 48 Epidemien, also fast so viel wie im 19. Jahrhundert. Davon sind die meisten auch mit bekannten Todeszahlen. Gut, das können wir verstehen, die Aufzeichnungen sind besser geworden. Und wenn wir jetzt mal schauen, gibt es hier also in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwei markante Epidemien. Einmal die Pest von 19 bis 1960, das heißt sie läuft 61 Jahre und hat fast 7 Millionen Tote. Und dann eben hier die Influenza-Epidemie, das ist eben die spanische Grippe. So mit 58 Millionen in drei Jahren.

Ja, was war denn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Da haben wir noch mal zwei größere Epidemien, nämlich einmal die Influenza-Epidemie, die in Asien war und eben die AIDS-Epidemie. Also man könnte natürlich die hier auch noch dazuzählen mit den zwei Nr. 170 und 171. Das ist jetzt hier in der Aufzeichnung nicht ganz richtig von mir gemacht. Und wollen wir mal gucken, vielleicht ganz interessant hier unten, da sehen wir ja die

Epidemiejahre. Das heißt so lange hat die Epidemie in Jahren gedauert. Also das Jahrhundert hat ja eigentlich nur 100 Jahre. Aber tatsächlich ist es so, dass ja mehrere Epidemien auch gleichzeitig sein können. Und wenn man die Epidemiejahre dann zählt, dann kommt dann gegebenenfalls auch mehr als 100 raus. Das gilt aber auch für das 18. bzw. 19. Jahrhundert und was für das 20. ist, gucken wir uns jetzt an. Da stellen wir fest, dass wir 70 Epidemien haben, also nochmals mehr

als im 20. Jahrhundert, von denen allerdings bei 67 die Toten bekannt sind. Da stellen wir fest, ist das also hier von 2000 bis 2008 sind hier 16,8 Millionen verstorben. Die meisten allerdings nur an einer Epidemie, nämlich an HIV-Aids. Okay, wie sieht das dann von 2009 bis 2019 aus? Da sind auch noch ein paar verstorben, 284.000, aber wir sehen auch hier viele kleine Zahlen.

Ja, und nun ist die Frage, wie soll es weitergehen? So, und nachdem wir jetzt mal den bisschen langatmigen Parcours durch die Jahrtausende gemacht haben, ist es die Frage, was genau können wir damit anfangen? Das heißt, jetzt müssen wir mal eine Auswertung machen. So, und die möchte ich aber eben auch rein quantitativ machen, nicht inhaltlich, sondern nur von den Zahlen her. So, dazu müssen wir mal die Zahlen jetzt mal im Gesamtüberblick uns anschauen,

Und dann stellen wir also fest, dass wir in den 5520 Jahren insgesamt 262 Epidemien hatten, von denen wir von 205 Todeszahlen haben. In diesen 5520 Jahren sind 347 Millionen Menschen verstorben und es gab ungefähr 1100 Epidemiejahre, also Jahre in denen eine Epidemie war. Also quasi jedes fünfte Jahr, zumindest nach den Aufzeichnungen, ist also eine Epidemie historisch gewesen.

Also die Toten pro Epidemiejahr sind erstaunlicherweise bei 7 Millionen über den historischen Zeitraum, beziehungsweise bei 8,4 Millionen, wenn man eben nur die Jahre nimmt, wo man auch Tote gezählt hat. Dann verteilen die sich natürlich ein bisschen anders. Es gibt aber auch einen Zeitraum von 450 Jahren, wo gar keine Epidemien bekannt sind.

So weit, so gut. Jetzt habe ich mal folgendes gemacht. Wie können wir jetzt mit den Zahlen konkret was anfangen? Jetzt habe ich mal so eine Gruppierung gemacht. Einmal, dass wir von allen Epidemien mal die rausnehmen, wo wir keine toten Zahlen haben. Das sind dann eben 58 und dann Gruppen gebildet. Also wenn jetzt hier steht 1, meint es, es sind Tote von 1 bis 10. Dann von 10 bis 100, 10 bis 1000 und so weiter und größer als 10 Millionen.

Und dann eben wie viele Epidemien liegen genau in dieser jeweiligen Klasse drin? Da stellen wir fest, also in 5520 Jahren bei 263 Epidemien gab es nur 9, die zwischen 1 und 10 Tote hatten. Es gab aber auch nur 5, die mehr als 10 Millionen hatten. Also die Masse liegt offensichtlich hier, so in der Mitte, also quasi hier. Schauen wir mal, also 40, 43, 45 und dazwischen mehr als 100 und

weniger als 100.000. Das ist so der langfristige historische Durchschnitt. Wenn wir mal hier schauen, wie viele Jahre dauern denn so die Epidemien? Da habe ich mal ein anderes Raster darauf gebaut ein jahr zwei jahre drei jahre 6 12 24 48 und 96 gibt es dann eine die länger als 96 jahre gedauert hat die nur vier die länger als 24 jahre gedauert haben und die meisten das sehen

wir hier liegen ganz unten also und den 263 epidemien sind 100 die nur ein jahr dauern ja Und dann vielleicht zwei, gegebenenfalls noch drei und dann wird das aber auch schon rapide weniger. Also Epidemien sind offensichtlich etwas, was relativ kurze Zeiträume beinhaltet. So, schauen wir uns mal die Toten verglichen auf die Epidemien und Epidemiejahre an.

Also das ist genau dieselbe Tabelle, die wir gerade hatten. Jetzt dehnen wir die aber mal ein bisschen aus, um mal einen optischen Eindruck zu bekommen, was hier eigentlich los ist. Also das sind die identischen Zahlen hier und dann sehen wir genau, hier ist die Häufung zwischen 100 und 100.000. Da sind die meisten Toten und hier sehen wir auch die Häufung zwischen ein Jahr, zwei, maximal drei Jahren. Das ist der längste Zeitraum. So, also können wir lernen, Epidemien haben im Durchschnitt überwiegend 100.000 bis 100.000 Tote und dauern ein bis drei Jahre.

Ja, nun wollen wir mal gucken, wie sich das mit der Anzahl der Epidemien verhält. Ich habe also hier einmal unsere Basisliste genommen und jetzt die vier Zeilen, die ich habe, jeweils werden wir mal kurz untersuchen. In dem Fall jetzt Anzahl der Epidemien und zwar sowohl für alle Epidemien als auch mit den bekannten Toten. So ganz deutlich sichtbar ist, dass also mal abgesehen von dieser Lücke hier und vielleicht in ein bisschen historischen dünnen Daten im Altertum, die Epidemien spätestens seit Beginn des 16. Jahrhunderts anfangen rapide zu steigen in der Anzahl.

Dann gibt es hier mal so eine Delle im 20. Jahrhundert und dann auf einmal gibt es die höchste Anzahl der Epidemien im 21. Jahrhundert. Da haben wir doch bloß 20 Jahre. Das heißt, wir haben jetzt im 21. Jahrhundert mit 70 Epidemien mehr, siehe hier oben rechts, als die 48 Epidemien im 20. Jahrhundert. Noch mehr als die 54 Epidemien im 19. Jahrhundert. Wie ist das möglich?

So, und wenn das jetzt in dem Tempo weitergehen würde, wenn wir also 70 Epidemien in 20 Jahren haben, haben wir ja in 100 Jahren fünfmal so viel. Dann hätten wir 350 Epidemien. Also historisch gab es insgesamt bisher 262. Das heißt, wenn jetzt also das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Epidemien wird, würde es bedeuten, es ist das Jahrhundert, in dem mehr Epidemien waren, als in 5500 Jahren Geschichte insgesamt bekannt geworden ist.

Ja, die Frage ist natürlich, warum ist das so? So, nun gucken wir mal, wie lange, wie sich das mit den Epidemienjahren verhält. Ja, denn manchmal sind große Epidemien auf viele Jahre verteilt, manchmal gibt es eine große Epidemie, die ist auf wenige Jahre verteilt und die Jahreszahlen, die sind ja für uns relevant in der Situation. Ebenfalls hier für die Variante alle Epidemien und diejenigen wo nur Totenzahlen bekannt sind. Dann sehen wir hier auch den ansteigenden Trend,

allerdings erst später, erst im 19. Jahrhundert und zumindest bei der unteren Liste. Und dann sehen wir aber auch wieder die Besonderheit im 21. Jahrhundert, dass also hier, obwohl ja nur 20 Jahre um sind, also ein Fünftel des Jahrhunderts, fast schon die Hälfte der Epidemiejahre sind wie wie im 20. Jahrhundert und fast drei Viertel so viele Epidemiejahre wie im 19. Jahrhundert.

Also das 21. Jahrhundert hat das wohl in sich, epidemiemäßig. Ja, warum, ist jetzt nicht das Thema dieser Besprechung. So, dann gucken wir nochmal, wie viele Leute sterben denn überhaupt bei Epidemien. So, im Vergleich sehen wir also hier ganz deutlich, wenn wir jetzt nach den Bruttozahlen gehen, gab es eigentlich in der gesamten Geschichte nur drei große Epidemien. Davon war eine im 20. Jahrhundert hauptsächlich. Oder drei Zeiträume, in denen große Epidemien waren, nicht drei Epidemien.

So, und wenn wir aber das mal begucken, dann haben wir hier auch das Verhältnis wieder mit dem 21. Jahrhundert. Das ist also die Anzahl der Toten. Da müsste man ja eigentlich mit fünfmal nehmen, um auf ein Jahrhundert zu kommen. ist dann wieder genauso hoch wie im 20. Jahrhundert. Also nicht genau, aber in etwa. Also das ist wundersam. Also die Todeszahlen des 20., der ersten 20 Jahre des 21. Jahrhunderts liegen im Verhältnis

in der Größenordnung des vorhergehenden Jahrhunderts. Das ist aber eigentlich viel zu viel im historischen Vergleich. Und wie viele sterben nun pro Jahr? Wenn wir uns mal hier oben die Liste angucken, also gehen wir mal hier nochmal rein, da sehen wir ja von 8750 bis 5 Millionen geht das hier, aber es gibt auch viele kleine Zahlen, 39.000, 100.000, 12.000. Wenn wir dann jetzt mal die Bruttoliste nehmen, also inklusive der leeren Jahre, dann stellen wir fest, dass die Toten pro Epidemie hier aber relativ

wenig sind. Das gilt also auch in der anderen Tabelle. Das heißt, wie geht denn das? Wie kann es sein, dass wir speziell im 21. Jahrhundert, in einem Fünfteljahrhundert im Verhältnis gesehen mehr Epidemien haben, mehr Tote haben, aber die Anzahl der Toten pro Jahr ist niedrig. Sogar niedriger als im letzten Jahrhundert im Verhältnis gesehen. Zunächst einmal, woran liegt das? Das liegt, wenn wir mal schauen, hier, gucken wir mal hier in der Tabelle, schauen wir mal an, was wir dort haben. Da haben wir zum Beispiel im 20. Jahrhundert

haben wir 337 Epidemiejahre. Ich hatte ja vorhin erklärt, das Jahrhundert hat zwar nur 100 Jahre, aber es können ja mehrere Epidemien gleichzeitig auftreten. Wenn jetzt jedes Jahr eine Epidemie wäre, hätten wir also in einem Zeitraum von 100 Jahren 100 Epidemien. Tauchen aber jedes Jahr 3 Epidemien auf, dann haben wir in 100 Jahren 300 Epidemiejahre. Und im 20. Jahrhundert gab es eben 337 Epidemiejahre.

Und im 21. Jahrhundert, im ersten Fünftel schon mal 171. Also halb so viel wie im 20. Jahrhundert. Und wenn wir jetzt aber die Toten, die wir haben, durch die Epidemiejahre teilen, dann kommen wir auf eine kleinere Zahl. Und das ist doch ganz interessant. Das heißt, obwohl wir brutto quasi eine höhere Zahl haben, ist aber durch die Vielzahl der Epidemijahre die Quote der Toten pro Jahr deutlich niedriger bisher als das, was wir im 20. Jahrhundert hatten.

Und wenn wir das mal hier bei all den anderen Zeiträumen begucken, liegen wir da also sogar, ich würde mal sagen, im moderaten Mittel. Also wenn wir jetzt mal die 5 Millionen und die, ich sag mal, eher vagen Zahlen aus der Vergangenheit mal in der Vergangenheit lassen, so wo bewegen wir uns denn? Mittelalter, die Katastrophe mit 5,7 Millionen, 134, 58, 58, 54, 295, Jahrhundert der spanischen Grippe, 100.000.

Also es ist ein bisschen eine andere Perspektive, als wir vorhin mit den Tabellen hatten. So, dann wollen wir mal gucken, wie wir so eine kleine Hitliste, eine Rankingliste der Top 20 der Epidemien machen. Und zwar einmal über den langen Zeitraum, die gesamte Historie, also 5520 Jahre. So, und da wollen wir mal diejenigen Epidemien auflisten mit den meisten Toten.

Und da stellen wir also fest, wenn wir hier in die Spalte gehen, dass von den 20 Epidemien jede mindestens eine Million Tote hatte. Und die größte hatte 137 Millionen Tote. Und wenn wir hier bei den Toten pro Jahr mal reinschauen, dann stellen wir fest, es gibt Epidemien, die haben 31 Millionen Tote pro Jahr, aber auch welche, die haben nur 58 pro Jahr. Aber dafür laufen die dann, so wie diese hier, 17 Jahre. Aber große Epidemien, die brutto insgesamt eine hohe Zahl haben, gab es in den letzten Jahren eigentlich nur vier.

So, wie ist es denn mit den kleinsten Epidemien? So, da sind natürlich sowohl die Toten pro Jahr als auch die Toten brutto insgesamt wenig. Interessant ist aber, dass die bis auf 1, 2, 3, 4, 5, 6 Zahlen alle im 21. Jahrhundert liegen. Und die anderen 6 Zahlen liegen im 20. Jahrhundert. Das heißt, wir können ganz klar feststellen, dass das 20. und das 21. Jahrhundert, obwohl sie viel mehr Epidemien haben, auch viel mehr Tote haben als in manchen Vorjahrhunderten, sie gleichzeitig auch die Jahrhunderte oder Zeiträume sind, wo die ganz viele kleine Epidemien sind.

Also wenn wir jetzt mal hier gucken, 20 Epidemien, das sind die Top 20 auf der rückwärtigen Seite, die minus 20 sozusagen, in 3500 Jahren vor Christus plus 2020, also in 5520 Jahren, haben wir es geschafft, dass von den 20 historisch wenigst tödlichen Epidemien 20 in zwei Jahrhunderten liegen, in 120 Jahren. Und in diesen 20 Jahren liegen wiederum 14 von diesen 20. Also die beiden Jahrzehnte im 21. Jahrhundert sind historisch einzigartig, weil es die schwächsten Epidemien sind, die es in 5520 Jahren Geschichte gegeben hat.

Ja, wie sieht das denn mit den Toten pro Jahr aus? Das ist ja diese Spalte hier. Dann stellen wir fest, Tote pro Jahr bei den Top 20 im Laufe von 5.520 Jahren mindestens 142.000 pro Jahr, maximal 31 Millionen. Ja und davon sind jetzt in den letzten 100 Jahren eigentlich nur vier Gruppen Aids, taucht hier zweimal auf, als einmal im 20. Jahrhundert und einmal im 21. Jahrhundert

mit berücksichtigt wird. Und insofern sind die meisten anderen sind eben älter als 100 Jahre und für uns jetzt in der praktischen Betrachtung vielleicht nicht ganz so markant. So wie ist es mit den kleinsten Zahlen, ähnlich wie vorhin, nur noch ein bisschen dynamischer. Auch hier sehen wir, es gibt keine Grippen oder keine Epidemien, die aus einem Zeitraum vor dem 20. Jahrhundert stammen und die meisten, in dem Fall 15 von 20, stammen ebenfalls auf dem 21. Jahrhundert. So, jetzt

haben wir mal die nächste Frage gestellt, zumindest für mich. Wir haben jetzt einen Eindruck, wie das das in der Vergangenheit wohl war und dass man eine Vorstellung hat, wie viele Menschen sterben, wie lange eine Epidemie dauert. Aber was ist denn mit der Zukunft? Also wir müssen ja auch eine Prognose machen, Prognose im Sinne von Risikoeinschätzung. Denn das war ja meine Frage. Wie groß ist mein Risiko, dass ich Uwe Loose im Jahr 2020 an einer Epidemie versterbe?

Außer Corona. So, und das kann man natürlich sagen, okay, man könnte statt mit statistischen Mitteln jetzt die gesamte Vergangenheit entsprechend dort ein Schätzwert in die Zukunft fortschreiben, wäre eine Variante, aber so geht man ja als normaler Bürger nicht vor, ist ein bisschen zu kompliziert und auch ein bisschen lebensfern. Also wenn wir sagen, okay, es gab mal die Pest von ein paar Jahrhunderten, wir glauben doch nicht im Ernst, dass wir hier nochmal die Pest kriegen mit 137 Millionen Toten oder

Also insofern, das ist ja unrealistisch und deswegen meine ich, das Risiko sollte bemessen werden auf einen beobachtbaren Zeitraum und das ist maximal die durchschnittliche Lebensspanne und die setze ich mal grob mit 80 Jahren an und sage, okay, wir gehen jetzt mal so vor, dass das Risiko, was ich in diesem Jahr haben soll, sich aus den Risikozahlen, aus den tatsächlichen Zahlen der letzten 80 Jahre ableiten lassen soll. So und wie kann man das jetzt machen? Jetzt gucken wir uns also die Tabellen an, nämlich die letzten

80 Jahre 2019 inklusive 80 Jahre rückwärts ist 1940 oder im Brutto sind wir 2020, weil wir heute gucken und dann stellen wir eben fest, dass wir 39 Millionen Tote haben, aber es gibt eigentlich nur drei Krankheiten. Also haben wir einmal Aids von 1981 mit zwei Teilabschnitten aufgeführt und dann zweimal die Asiengrippe in verschiedenen Varianten. Also diese beiden Krankheiten sind das Wesentliche,

so kann man sagen hier 1968 bis 70 und 1957 bis 58, die liegen ja weit auseinander, das sind völlig getrennte Krankheiten, so die haben nichts miteinander zu tun, aber hier Aids, das ist ist natürlich ein und dasselbe und da sind ja faktisch sind das ja schon 33 millionen der die nur jetzt zugeschrieben werden so sprich es gab also eigentlich nur drei nennenswerte epidemien wir hatten vorhin gesehen historisch mindestens eine million tote insgesamt wird das sind nur

diese drei und alle anderen haben wesentlich weniger 284 ist die nächste größenordnung dann Dann 68 und dann geht es aber schon in den mikroskopischen Bereich, denn wir reden ja von weltweit. So, und wie ist es mit den Epidemien mit den wenigsten Toten? Ja, da brauche ich jetzt, glaube ich, nicht weiter darauf einzugehen. Die Tabelle wird jetzt immer weiter ins 21. Jahrhundert verschoben. Das heißt, jetzt haben wir von den 20 niedrigsten Todeszahlen liegen 17 im 21. Jahrhundert.

So, gucken wir nur mal interessehalber, vielleicht noch mal in dieses Fenster rein mit dem 21. Jahrhundert, denn irgendwie scheint das ja besonders zu sein. Das lässt sich ja ganz eindeutig aus den Zahlen ableiten. Was ist denn da eigentlich? So, also dann haben wir also einmal eben zwei große Epidemien, wobei die größte eben Aids ist mit 16 Millionen. In dem Zeitraum insgesamt sind 16,8 Millionen verstorben nominal.

So, und dann gab es eben hier die Schweinegrippe und das war es dann. Das heißt, alles was da runterkommt weltweit, geht dann schon auf Position 5, sind wir schon mal unter 10.000 Toten insgesamt. Und wenn wir mal gucken hier bei den Jahreszahlen, da gibt es also Epidemien, die haben bloß noch 300 Tote pro Jahr und laufen aber 10 Jahre. Oder hier auch 10.000 Tote in 10 Jahren. So, während bei den wenigsten verschiebt sich das Verhältnis eben in die schon bekannte Richtung. Das heißt, wir können also feststellen, dass das, was wir schon bei den anderen Tabellen gesehen haben, im 21. Jahrhundert viele Epidemien, aber viel kleine mit wenig Toten.

So, aber ein, zwei auch größere, vorwiegend eben Aids. Und Aids macht hier definitiv 97,5% aller Toten aus. So, die meisten Epidemien, schauen Sie hier, ja, also das sind hier drei Viertel aller Epidemien, haben definitiv, ne, vier Fünftel sogar, haben weniger als 10.000 Tote. So, wenn wir jetzt diese drei Epochen, die ich mal genommen habe, einmal das Gesamtbild, 3500 v. Chr. bis heute, und dann die nächste Epoche, eben die letzten 80 Jahre, und dann die aktuellen letzten 20 Jahre miteinander vergleichen, was können wir dann sehen?

Machen wir das mal mit den Toten, mit den Quantitätsdiagrammen. Das hatten wir vorhin ja schon mal an einer anderen Stelle und dann sehen wir eben, was wir vorhin auch schon getrennt hatten, voneinander beobachtet, nämlich dass der Schwerpunkt bei 100.000 bis 100.000 Toten liegt. Das ist aber auch in den letzten 80 Jahren so gewesen und das ist jetzt auch im Prinzip so, so dass der Schwerpunkt dort liegt. Das heißt also, bezogen jetzt nur auf die 20 Jahre ist das,

was hier im 21. Jahrhundert passiert, von der Sterblichkeit her nicht größer als das, was die Annahme betrifft. Nur im Verhältnis zu, dass das eben 100 Jahre und das nur 20 Jahre da ist, ist das eine andere Hausnummer. Wie lange dauern denn die Epidemien? Früher dauerten sie ja immer nur ein jahr oder zwei maximal drei in den letzten 80 jahren dauerten sie ein jahr überwiegend manchmal auch zwei oder drei und jetzt in den letzten 20 jahren dauern sie überwiegend

ein jahr und manchmal auch zwei also auch da liegen wir durchaus im normalen rahmen ja jetzt kommen wir eigentlich zu dem punkt wo ich ja hin wollte nämlich jetzt haben wir doch alle daten zusammen. Und jetzt kann ich mein Sterberisiko mal versuchen zu ermitteln. Und zwar eben auf Basis der Daten der letzten 80 Jahre. Hier gibt es noch einen Punkt zu betrachten, dass in den letzten 80 Jahren sich die Bevölkerung erheblich vermehrt hat.

Denn 1940, das war etwa hier, da war die Bevölkerung, das sind die Zahlen in Milliarden, waren also deutlich unter 2,5 Milliarden Menschen. Jetzt sind wir aber im Jahr 2019 bei 7,7 Milliarden, haben uns also verdreifacht und deswegen muss das natürlich in der Risikowertung berücksichtigt werden. Denn wenn es zum Beispiel eine Million Menschen gäbe, von denen würden 1000 von einer Epidemie sterben im Jahr, dann wäre mein Risiko durchschnittlich 1000 durch eine Million, also ein Tausendstel.

Gibt es aber eine Milliarde Menschen, dann ist mein Risiko 1000 durch eine Milliarde, also nur noch ein Millionstel. Also das muss schon mit einbezogen werden, sonst können wir keine vernünftige Risikoabschätzung machen. Schauen wir mal. Ich habe also jetzt die Daten, die ja vorher entwickelt wurden, jetzt auf das Risiko umgerechnet und das Risiko meint also, wie viele Tote gibt es im Verhältnis zu den Einwohnern und dieses Verhältnis habe ich umgedreht, um daraus eben die Prozentzahl zu gewinnen.

Und diese Prozentzahl ist dann hier in dieser Tabelle aufgeführt. So, und jetzt sehen wir hier eigentlich eine ganz interessante Tabelle, die völlig gesplittet ist in zwei ganz unterschiedlichen Datenbereiche. Das sind jetzt hier Prozentbereiche, das sind die Jahre, die letzten 80 Jahre. Und da sehen wir, da gibt es hier unten, da krebsen diverse Jahre im Nullbereich an den Prozenten herum, an dem Sterberisiko. Und dann gibt es einen anderen Bereich, so eine degressiv fallende Kurve mit Lücken. Also da, wo die Lücken sind, ist klar, da sind die niedrigen Jahre oder gab es gar keine Sterbefälle. Und da, wo hier die Punkte sind, da gab es eben Jahre mit Epidemien.

So, und was ganz interessant ist, finde ich jedenfalls, ist, dass obwohl ich ja ausgegangen bin von einer nicht validierten Tabelle, nämlich irgendwelchen obskuren Angaben im Internet bei Wikipedia auf der englischsprachigen Seite, wo ich nicht die Zahlen geprüft habe, wir trotzdem am ende eine kurve kriegen die ja ein musterbild für eine ja ich sag mal solide dynamische entwicklung in eine richtung ist eine degressive überwiegend kontinuierliche kurve so

und das finde ich erstaunlich ja dass so was tatsächlich sich ergibt so hier haben wir mit 2009 2010 den ausreißer von der schweinegrippe so und dann hier 18 19 17 18 das weiß ich jetzt Ich müsste mal in der Tabelle nachgucken, aber wir sehen, dass eigentlich die Kurve so degressiv langsam weiterfällt und deswegen meine ich, ist es zulässig, dass wenn ich mein Risiko zu sterben an einer Epidemie im Jahr 2020 ermitteln möchte, ich mich durchaus ansetzen kann, die Zahlen von 2019, also die Bevölkerungszahlen insbesondere.

Ja und das machen wir mal. Also nun können wir zu dem Punkt kommen, wie wir mal das aktuelle Risiko in Deutschland an einer Epidemie zu versterben abschätzen können. Ich habe hier einmal genommen, wie viele Menschen versterben in der Welt nur an Epidemien. Da haben wir also 7,71 Milliarden Menschen und da sterben pro Jahr, zumindest im letzten Jahr, ungefähr 871.000.

Das heißt, es gibt ein Epidemie-Toten in 8.849 Menschen. Dem möchte ich mal die normal übliche Sterbequote, also ohne jetzt Besonderheiten von Epidemien, entgegenstellen. Und zwar in Deutschland, weil ich bin ja Deutscher und möchte ja mein globales, aber in Deutschland befindliches Risiko für mich mal abschätzen. So, wir haben 83 Millionen Einwohner, sterben üblicherweise 939.500, zumindest im Jahr 2019.

Das heißt, es stirbt ein Mensch durchschnittlich unter 89. So, das ist natürlich eine ganz andere Größenordnung. Also wenn wir hier jetzt mal schauen, dass bei den Einwohnerzahlen, da ist ja die Welt circa 93 mal größer als die Einwohnerzahl in Deutschland. So, es sterben in Deutschland allerdings mehr normal als weltweit an Epidemien und das äußert sich eben darin, dass die Menschengruppe, in der jetzt entweder Epidemietote weltweit auftreten oder eben Normaltote in Deutschland ja im Faktor 100 stehen.

Das heißt, es bedeutet ja nichts anderes, dass die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland auf normale Weise zu versterben, 100 Mal größer ist, als an einer Epidemie zu versterben. Ja, und das ist natürlich ganz interessant, denn da stellt sich natürlich die Frage, wie soll ich denn in der Praxis damit umgehen? So, also wenn ich mir jetzt vorstelle, wir haben jetzt Ende August, Anfang September, das heißt wir haben schon 8 Monate um, 8 mal 30 sind 240 Tage, dann kommen noch ein paar Tage dazu, also ich sage jetzt mal 250 Tage.

so was habe ich denn in den 250 tagen für eine angst gehabt dass ich normal sterbe arbeit gegangen einkaufen gegangen freizeitvermögen gehabt also mein ganz normales leben und ich kann jetzt nicht sagen dass ich persönlich angst hatte dass ich einer von diesen 89 sein würde der jetzt sterben würde. Also wenn ich jetzt in so ein Kino gehe zum Beispiel, wo 100 Leute sind, dann könnte ich

ja mit statistischer Sicherheit sagen, einer von diesen 100 wird in diesem Jahr sterben. Aber welcher weiß ich natürlich nicht. Vielleicht bin ich es ja auch selber. Aber dass ich es selber sein könnte, die Wahrscheinlichkeit ist zwar da, aber sie ist doch so klein, dass ich mir deswegen gar keine Sorgen mache. Ich wache ja nicht jeden Morgen auf und sage, heute könnte vielleicht der Tag sein, an dem ich einer von den 89 bin, der dieses Jahr verstirbt. So denke ich ja nicht. Und wenn ich so nicht denke, warum sollte ich dann Ohrlose Angst haben vor einer Todesursache, deren Wahrscheinlichkeits-

eintritt noch 100 mal niedriger ist. Kommen wir einfach mal zur Zusammenfassung, damit wir mal das Ganze in einen Rahmen kriegen. Also, die meisten Epidemien haben 100.000 bis 100.000 Tote und dauern ein bis drei Jahre. Die Epidemieanzahl nimmt seit Beginn des 16. Jahrhunderts zu und ist im 21. Jahrhundert weit überdurchschnittlich hoch. Es gibt viele Jahre auch ohne Epidemie,

aber es ist nicht so, dass es immer Epidemien gibt. Es gibt auch manchmal drei, vier, fünf Jahre, wo gar nichts passiert. Und es gab nur drei Epochen in der gesamten Menschheitsgeschichte, wo es sehr hochwertige Epidemien gab mit multimillionen Toten. Die Zeiträume, wenn Epidemien sind, also wo Epidemiejahre sind und die Anzahl der Toten, die dann feststellbar

oder zumindest benannt und klassifiziert werden, liegt historisch immer unter 300.000 Toten im Jahr, durchschnittlich. Und das Risiko, hatte ich ja in einer der letzten Tabellen gezeigt, nimmt regressiv ab. Das heißt, die Gefahr, an einer Epidemie zu versterben, wird von Jahr zu Jahr geringer. Im 21. Jahrhundert haben wir die Besonderheit, genauso wie übrigens auch im zwanzigsten dass wir einen sehr hohen anteil an hiv und aids haben und warum das so ist ja warum

aids angeblich so tödlich und gefährlich ist oder auch nachweislich das ist jetzt nicht thema dieser besprechung und wir hatten im zwanzigsten jahrhundert ja auch noch die spanische grippe die ja auch sehr viele tote brachte so zu beiden krankheiten wissen sie selber gibt es eine ganze menge kritische meinung ob sie überhaupt virus krankheiten sind ob sie überhaupt existieren und Und das alles interessiert mich aber nicht in dieser Untersuchung. Ich gehe hier davon aus, die gibt es und die sind existent. Und obwohl sie existent sind, ist die Kurve fallend.

Ja, und im 21. Jahrhundert, also mehrfach auffällig, sozusagen der schwarze Schaf der Jahrhunderte, wenn nicht der Jahrtausende, sozusagen die epidemischen Jahrzehnte, mit den meisten Epidemien, allerdings sind 67 von diesen 70, die es gab, haben weniger als 100.000 Tote. zählen also nicht zu den großen Epidemien und 65 sind auch noch mit weniger als 10.000 Tote.

Und wenn man sich das mal vorstellt, 10.000 Tote weltweit, bei einer Menschheitsbevölkerung von mehr als 7,8 Milliarden Menschen. Bei uns in Deutschland sterben jeden Tag, nicht jeden Tag, jedes jahr über 900.000 menschen im jahr 2019 waren das 940.000 menschen das sind durch 365 tage geteilt mehr als 2500 menschen pro tag die in deutschland sterben ganz normal an allen

möglichen sachen das heißt wenn in deutschland vier tage lang menschen sterben ganz normal sind sind das 10.000 Tote. Und genau diese vier normalen Sterbetage in Deutschland entsprechen 65 von 70 Epidemien weltweit an Sterbefällen. Ja, insofern ist die Epidemie- und Pandemiebeurteilung schon,

ja, hat für zu eigenartigen Ergebnissen. So, aber wie auch immer, Faktum ist, dass das Risiko in Deutschland ganz normal zu versterben, einer von den 89 zu sein, 100 mal höher ist, als durchschnittlich an einer Epidemie oder Pandemie aufgrund einer Virusinfektion zu sterben. Ja, mein Ergebnis ist also, dass ich persönlich keine Angst habe. Also wenn ich vom normalen Leben keine Angst habe, dann kann ich keine Angst davor haben vor einer Todesursache, die hundertmal weniger gefährlich ist als mein normales Leben.

Ja, ich bedanke mich, dass Sie mir zugeschaut haben und die Geduld bewiesen haben, dass Sie das Thema interessiert bis zum Ende und würde mich freuen, wenn ich Sie auch als Gast bei einem meiner nächsten Videos begrüßen könnte. Ja, und was wird denn als nächstes kommen? Also was ich in Eigenregie, so wie dieses hier, machen werde, wird mal ein ganz anderes Thema sein. Und denn jetzt möchte ich mit der Zahlenspielerei mal aufhören.

Wir haben über Corona geredet und RKI, jetzt habe ich über Epidemien geredet. Das heißt, das Thema rein medizinische Zahlen, was man daraus ableiten kann, das möchte ich mal abschließen. Jetzt möchte ich mal beim nächsten Mal übergehen, wie wir denn als Gesellschaft mit diesen Zahlen umgehen. Das heißt, ich möchte mich beschäftigen mit den Pandemieplänen. Beginnen mit dem deutschen Pandemieplan und mal schauen, was wir daraus gewinnen. Also, wenn Sie das interessiert, hier unten bitte buchen und abonnieren Sie meinen Kanal und lassen Sie sich überraschen, wenn es dann zu diesem Thema weitergeht. Dankeschön.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wie tödlich sind Epidemien wirklich? Was kann man aus ALLEN Epidemien der Geschichte lernen?“, Die Welt Klar Sehen, 09.09.2020.

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Uwe Loose wertet alle historisch bekannten Epidemien von 3500 v. Chr. bis heute rein quantitativ aus, um das persönliche Sterberisiko durch eine Epidemie nüchtern einzuordnen. Sein Ergebnis: In Deutschland normal zu sterben ist rund hundertmal wahrscheinlicher, als an einer Epidemie zu versterben.

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