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Analyse Teil 2/1 - Wie effektiv sind Demonstrationen in anderen Ländern?24.09.2020

PROTEST - ANALYSE

Abschrift

Abschrift des Videos vom 24.09.202095 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen liebe Zuschauer, mein Name ist Uwe Loose von Faktencheck Uwe Loose. Worum geht es heute? Sie erinnern sich vielleicht daran, dass ich am 2. September in einem Livestream-Interview mit Eliathe auf seinem Kanal ET Video & Content ein längeres Interview geführt habe. Und wir besprochen haben, was sich für desolate Schlussfolgerungen aus den Demonstrationen am 29.08. in Berlin ergeben haben.

Und die Haupterkenntnis war, zumindest meine Erkenntnis, dass dort doch eine strategische Überlegenheit in der Berliner Polizei war. Aufgrund dieses Videos hat es so viele Nachfragen gegeben, dass wir uns entschlossen haben, nicht nur den Punkt der Kritiken anzusprechen, sondern auch Verbesserungsvorschläge oder zumindest Verbesserungsideen zu machen. Dafür wurde am letzten Donnerstag, den 17.09. ein zweiter Livestream gemacht, ebenfalls bei Eliathe.

und dieser Livestream hatte verschiedene Themen und diese Themen sind insgesamt drei Stück gewesen und auf meinem Kanal finden Sie nun einen Zusammenschnitt dieser drei Themen, aber jeweils in einem separaten Video. So, womit wollen wir uns beschäftigen? Wir beschäftigen uns zunächst einmal mit der Frage, wie effektiv sind Demonstrationen in anderen Ländern? Das heißt, wir schauen mal, was kann man dort für Leersätze gewinnen. In dem zweiten Teil geht es dann um die Frage, was kann die Protestbewegung von Militärstrategien lernen. Und im dritten Teil ist die Frage, die Strategie der Protestbewegung, wie kann sie optimiert werden. Dazu werden wir dann einige Vorschläge beibringen und zur Diskussion stellen.

Ja, lassen Sie sich überraschen. Jetzt geht es los mit Teil 1. Wie effektiv sind Demonstrationen in anderen Ländern? Vielen Dank. Wir haben ja sehr, sehr viele Nachfragen bekommen nach dem Video, was wir zusammen gemacht haben, das ursprünglich Lo Uwe nur als Gast hatte in der zweiten Hälfte des Videos. Ich glaube, das war Berlin Postmortem, wo wir uns eigentlich erstmal darüber unterhalten haben, wie Berlin gelaufen ist.

Und in der zweiten Hälfte haben wir dann Uwe dazugeholt und er hat seine Expertise geteilt und hat auch in sehr klarer Form und mit seiner typischen Hamburger Art, die wir alle inzwischen schätzen und leben gelernt haben, zumindest kann ich da für mich sprechen, haben wir da erfahren, welche Fehler wir denn gemacht haben, alle zusammen, kollektiv, inklusive mir, inklusive aller, die wir da jetzt beschäftigt waren, uns in irgendeiner Form nach Berlin bewegt haben, uns darauf gefreut haben und uns dort leider Gottes von der Polizei haben mal trittieren lassen, welche Fehler wir also begangen haben und wie wir diese hätten eventuell besser einordnen oder zumindest erkennen müssen.

Aber was wir damals nicht geschafft haben beim Livestream vor zwei Wochen, war halt zu sagen, okay, was können wir denn anders machen? Was konkret wir anders machen können, wollen wir auch hier, das will ich schon mal voranweg sagen, also nicht wirklich in Detailfülle ausbreiten, weil da würden wir unsere Strategie quasi herausposaunen und wir sind ja, wenn nicht in einem Krieg, dann mindestens in einem Gefecht. Ja, und da wäre es strategisch unklug, wirklich alle seine Ässe im Vorfeld halt dem Gegner zu präsentieren. Was wir aber machen werden, ist, wir werden uns in zwei Hälften ist dieses Gespräch aufgeteilt anschauen. Okay, was haben denn ähnliche Demonstrationen? Und derlei gibt es ja aktuell wirklich sehr, sehr viele auf der Welt. Ja, in jüngster Vergangenheit weltweit eigentlich überhaupt gebracht. Mit welchen Mitteln wird dort demonstriert und welche Erfolgsaussichten haben die gehabt oder oder haben die in Zukunft, wenn die noch andauern?

Das ist die erste Hälfte dessen, was wir uns anschauen werden. Und die zweite Hälfte wird dann sein, weshalb ihr alle jetzt wahrscheinlich hier seid. Wir werden uns langsam aber sicher herantasten in mehreren Gesprächen. Dafür ist dieses jetzt, sage ich mal, nicht mehr der Auftakt. Der Auftakt war das Interview vor zwei Wochen. Aber dies ist der Teil 2, deshalb habe ich es auch so betitelt. Und in diesem Teil 2 wollen wir uns herantasten an die Strategien, an die wir denken können, denken müssen, wenn wir wollen, dass wir nicht genauso enden wie die drei Beispiele, die wir bemühen werden am Anfang, die halt leider, das muss ich jetzt schon sagen, sehr erfolglos geblieben sind.

Und wir werden uns in Detail angucken, warum. Und wir werden uns in Detail angucken, mit welchen anderen Mitteln, die teilweise sehr, sehr viel weitergegangen sind als unsere Mittel, die wir bis jetzt, sage ich mal, in der deutschen Bewegung angewandt haben. Egal ob Querdenken, egal ob Nicht-Ohne-Uns, egal ob lokale kleine Gruppen irgendwo. Und wir werden uns danach in der zweiten Hälfte unterhalten, wenn wir nicht wollen, dass wir genauso bei Bagel, Zero, Donut rauskommen, wie die anderen Beispiele der Geschichte, die wir hier beleuchten werden. dass wir zumindest uns überlegen müssen, ob wir etwas anders machen wollen. Und dieses Gespräch dient dazu, dass wir uns im Prinzip darauf einstellen und den Weg zusammen dahin gehen. Und solange wir können, wollen wir euch diesen Weg mitgehen lassen, auch wenn wir nicht sagen, dass unser Weg richtig ist.

Wir möchten eine alternative Route vorschlagen, die wir zusammen beleuchten und wenn die Community sich dafür entscheidet, in den zu gehen, freuen wir uns. Wenn die Community meint, nein, ihr denkt komplett falsch und wir haben hier etwas Besseres an der Hand, dann schwenken wir sofort um. Wenn jemand meint, ihr seid zu 80% richtig, aber hier diese 20% haben noch Optimierungsbedarf, sind wir die Ersten, die die Hand heben und sagen, Mensch, wunderbar, klasse, das ist genau das, was uns noch gefehlt hat. Aber dazu müssen wir erstmal präsentieren, was wir haben und dazu müssen wir erstmal in dieses Gespräch einsteigen. Insofern zusammen mit dem Uwe, der uns ja, einen Moment, ich muss mal ganz kurz noch ein paar Sachen im Hintergrund hier schließen, zusammen mit dem Uwe, der uns hold ist heute und überhaupt in dieser Bewegung freue ich mich, ihn dabei zu haben, denn das ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand so tiefgründig Gedanken macht, wie das, was der Uwe hier gemacht hat.

Also, dazu hole ich ihn mal hervor aus den Untiefen des Zoom. Moment, da ist er. Und zeige ihn euch. So, liebe Freunde, genau, er winkt genau zur richtigen Zeit, denn ich habe gerade eben auf ihn umgeschaltet. Das schiebe ich mir mal kurz hier rüber, das können wir vielleicht im Nachgang nochmal verwenden. Liebe Freunde, Uwe muss ich euch nicht mehr lange vorstellen, deshalb werde ich es auch nicht lange tun. Ihr kennt ihn alle schon aus dem Video von vor einer Woche. Er ist derselbe Uwe geblieben, an ihm hat sich nichts verändert, er sieht nur noch ein bisschen jünger und noch ein bisschen besser aus.

Das muss das Hamburger Lüftchen sein, was da oben weht im Norden. Lieber Uwe, ganz kurz, ich danke dir dafür, dass du uns dieses Dokument auf Basis dessen, ich ja heute den Talk strukturieren kann, zur Verfügung gestellt hast. vielleicht noch mal ganz kurz. Das ist der erste Teil, den ich im Prinzip mit dir antriggern möchte. Lass uns doch mal, bevor wir wirklich einsteigen in die Sache selbst, noch mal ganz kurz darauf eingehen.

Wie waren denn im Prinzip aus deiner Perspektive die Reaktionen auf unser Interview vor zwei Wochen? Ja, also erst einmal schönen guten Abend an alle, die sich die Zeit genommen haben, jetzt mal reinzuschauen. Ich bin Uwe Loose aus Hamburg. Vor 14 Tagen haben Edi und ich uns ein paar Gedanken gemacht zur Großdemo am 29.08. in Berlin. Ich war der Meinung, da ist einiges schiefgelaufen und man konnte sehen, dass die Polizei in Berlin deutlich bessere strategische Kompetenzen hatte als die Demo-Bewegung.

Wir erinnern uns ja nur an den Reichstagsturm, was das für ein Desaster war. Ein Sturm im Wasserglas, der aber dazu geführt hat, dass die gesamte Demo-Bewegung in die rechte Ecke gestellt wurde und damit quasi eine Art von Vernichtungsschlag gegen die Demokratiebewegung versucht wurde, mit nichts in der Hand. Der Kaiser hat vernackte Kleider, aber alle namhaften Politiker haben in dieselbe Kerbe reingeschlagen.

Und die nicht informierten Bürger, also ich sage mal 95 bis 99 Prozent der 83 Millionen, sehen das ganz genauso. Nichtsdestotrotz hatten wir das Video oder den Livestream von 14 Tagen, der eine ganze Menge an Folgewirkung, Ich habe sehr viele Kommentare beantwortet und viele Leute waren der Meinung, ja, das, was wir geäußert haben, ist des Nachdenkens wert. Und es war so ein bisschen so Holzhammer-Methode auch absichtlich von mir, um mal so ein bisschen aufzuwecken, dass jemand, der außenstehend ist wie ich, die Dinge vielleicht ein bisschen anders sieht als jemand, der unmittelbar in der Situation drin ist.

zwar sehr intensiv dabei, aber der nicht so den Überblick hat. Das ist ja ganz normal. Wer in der Straßenschlucht steht, sieht nur 50 Meter vor und zurück, wenn die Menge voll ist. Aber wer auf dem Dach steht, der sieht vielleicht 500 Meter links und rechts. Der hat einfach eine andere Perspektive. Und viele Menschen haben dann auch mich persönlich kontaktiert und angerufen, auch andere Kanalbetreiber und haben gesagt, sagt, ja, Herr Lohse, Sie haben ja so recht, irgendwie stimmt da was nicht.

Also wir machen immer nur Halligalli und Party und Familienfest. Das kann es doch nicht sein. Es muss doch irgendwie auch mal ein Ergebnis rauskommen, außer dass die Demos immer größer werden. Und Sie haben da ganz zu Recht, so wurde mir jedenfalls mehrfach, vielfach, muss ich sagen, vielfach gesagt, Sie haben da recht, aber wie soll es denn besser gehen? Genau. Und das haben wir uns eben EG und IS da mal zu Herzen genommen, Okay, wir wollen ja nicht nur den Daumen in die schmerzende Wunde tun, sondern auch überlegen, wie es konstruktiv weitergeht kann. Und das soll ja heute mal angedacht werden.

Ja, korrekt. Und dazu wollen wir das sehr kompakt halten. Wir werden, wie gesagt, dieses Mysterium, was denn zu tun ist, heute nicht hundertprozentig lösen, aber wir haben einen Fahrplan uns vorbereitet und wir wollen den im Prinzip Stück für Stück hier abfahren. Aber wie gesagt, auch Uwes Feedback, was ihm zugekommen ist, deckt sich mit dem Feedback, das mir nicht nur per E-Mail, nicht nur im digitalen Umfeld zugetragen wurde, sondern was ich auch auf den Demos permanent höre und was auch nicht nur mir zuteil wird, sondern ich sehe auch ganz, ganz viele andere Streamer dieselben Fragen permanent aufwerfen. Speziell jetzt auch insbesondere nach München, das ja mal wieder eine sehr ernüchternde Inspiration war, also wo im Prinzip Teilnehmerzahlen inspirierend waren, war im Prinzip trotzdem die Reaktion der Polizei und überhaupt, was wir im Söderreich dort bewirken konnten, sehr, sehr ernüchternd.

Und wenn euch mehr dazu interessiert, guckt auch gerne auf den NoViso-Kanal. Weshalb gab es dieses Mal von mir kein Postmortem aus München, also im Sinne von keine Aufarbeitung dessen, was ich dort erlebt oder gestreamt habe, weil ich genau das alles in einem Gespräch von circa 90 Minuten auf dem NoViso-Kanal in einem Interview mit Robert Stein gemacht habe. Geht also bitte bei NoVisoTV vorbei und wenn er speziell interessiert, wie wir halt also oder ich in dem Sinne jetzt München erlebt habe oder was andere Streamer dort gesagt haben, dann guckt bitte in dieses Interview dort. dort. Abschließend, wie gesagt, sei

noch gesagt, es ist nicht nur eine Frage, die wir aufrufen oder die halt im Prinzip Uwe oder mir zugetragen wird, sondern die auch andere YouTuber permanent und prominent klären müssen. Und auch intern kann ich sagen, dass Querdenken sich diese Frage stellt und es finden auch im Hintergrund Strategie-Meetings statt, die jetzt zumindest halt wirklich halt anlaufen und wir hoffen, dass wir auch in diese selbe Kerbe einschlagen und sehr zeitgemäß, weil es halt unbedingt jetzt halt geschehen müsste und jeder tag dem es nicht machen ist fast einen tag zu

spät mit dieser devise lasst uns doch einsteigen lieber uwe in unser gespräch ja und der erste teil soll sein dass wir wie gesagt unseren horizont erweitern wir möchten uns anschauen wie wird aktuell in anderen ländern demonstriert ja und da habe ich ein beispiel gefunden ja das weit weit weg ist ja aber dennoch im prinzip sehr prominent zumindest schon vor über einem jahr gefeatured wurde und wir uns anschauen sollten und wir vielleicht erstmal im Nachgang besprechen, lieber Uwe, in einer kurzen Form, wie wir uns darauf geeinigt haben,

weil ich möchte einfach wirklich mal die Bilder auf die Leute wirken lassen. Ich möchte aber nur an eine Sache erinnern, liebe Leute. Die Leute kämpfen dort genauso für ihre Unabhängigkeit gegen einen despotischen Staat, der sie die ganze Zeit unterdrückt, gegen eine Polizei, die die ganze Zeit gegen die vorgeht und die kämpfen mit Mitteln, die sie auch für absolut legitim und richtig halten und zumindest teilweise ist diese Bewegung auch organisiert sie ist also nicht hundertprozentig dezentral und bevor ich jetzt noch mehr darüber erzähle zeige ich euch einfach mal und wir reden danach im nachhinein was wir uns darunter so

vorstellen und ob das okay ist so wie es ist entschuldigt liebe leute ich schalte mal auf

1080p damit das bisschen besser zu sehen ist so das soll mal reichen so viel also zum thema hong

kong also beziehungsweise ein video werde ich euch im nachgang noch zeigen aber ich wollte ich erstmal diese Szenen hier vorführen, damit das wirklich halt auf euch wirkt und gleich im Nachgang, Uwe, deine Reaktion einholen. Also Hongkong ist ein Konflikt, der schon seit Jahrzehnten brodelt. Hongkong hatte ja schon immer so eine Ausnahmesituation auf dem asiatischen Kontinent und halt in China als Land und das hat sich nicht verbessert, sondern im Prinzip wirklich einfach nur verstärkt und verstimmert und seit über einem Jahr brodelt dann im Prinzip

wirklich ein neuer Konflikt, dessen Feuer dieses Konflikts noch nicht gelöscht werden konnte. Wie ordnest du das ein, was wir dort jetzt gesehen haben? Ja, vielleicht müssen wir jetzt, damit wir uns mal klar machen, was die Rahmensituation ist. Im Grunde genommen geht es seit Sommer 2019 so in Hongkong schon los. Und zwar ist ja Hongkong eigentlich eine Sonderverwaltungszone von China. Die waren ja früher mal britische Sonderwirtschaftszone und dann nach 150 Jahren hat er in Vertragsgemäß das wieder zurückgegeben an China.

Und nun ist Hongkong quasi die westlichste Stadt in ganz Asien überhaupt, aber zumindest in China. Das heißt, niemand denkt kapitalistischer, niemand denkt freiheitlicher als die Hongkong-Chinesen. Und die haben sich eben in 150 Jahren den Kapitalismus und die Freiheit angewöhnt und wollen überhaupt gar keine Festland-Chinesen werden. Und nun befürchten sie aber, dass es so kommt. Und als dann im letzten Jahr eben die Regierung in Peking ein Gesetz vorgeschlagen hat, wo es um flüchtige Straftäter geht und Rechtshilfe in Strafsachen und Auslieferungen von Häftlingen.

So, da haben eben die Hongkong-Chinesen befürchtet, dass das der Anfang vom Ende ihrer Freiheit ist. So, und das wollten die eben nicht. So, und dann haben sie eben Demonstrationen gemacht. Ja, das fing dann im Juni an. Ja, und dann gab es zwei, drei große Demonstrationen mit jeweils mehr als einer Million Demonstranten, wobei Hongkong selber aber nur acht Millionen Einwohner hat. Das heißt, es haben hier zwischen 13 bis 27 Prozent der Gesamtbevölkerung dieser Stadt demonstriert.

Davon können wir in Deutschland natürlich nur einen Traum träumen. Mit Realität wäre das bei uns nicht so. Tatsache ist, dass zunächst einmal die Demonstrationen relativ friedlich waren. So, aber es passierte eigentlich nicht viel, außer dass die Polizei in durchaus asiatischer und chinesischer Manier ein bisschen härter durchgriff. Und dann hat man eben gesagt, ja, das wollen wir nicht. Und dann wurden die Demonstranten auch ein bisschen militanter.

Und letztendlich ist es eine Art von passiv-aktivem Widerstand. Wir haben jetzt gesehen, wie die Hongkong-Chinesen demonstrieren. Deren Demonstration ist kein Familienfest, sondern ist eine Art von Guerillakampf. Da sind also Truppen, die noch nicht mal eine strenge Führung haben, sondern die sich per Internet-App organisieren, spontan zu einzelnen Aktionen. Die springen in die U-Bahn, springen irgendwo raus, ziehen sich ihre Demoklamotten an, haben ihre Kampfausrüstung, Regenschirme, Gasmasken, um sich gegen die Polizei zu verteidigen.

Die sind sogar so geschickt, dass sie nicht davor wegrennen, sondern die Gasgranaten noch rechtzeitig ausmachen oder gar zurückwerfen. Sie machen Störaktionen, dass sie zum Beispiel mit Laserpointern die Aufklärungseinheiten der Polizei stören. So, sie machen Störaktionen in der Stadt, sie sperren Straßen, lassen aber die Krankenwagen alle durch. Das heißt, die Sympathie der Bevölkerung bleibt da erhalten. Das alles machen sie und dann ist die Aktion vorbei und zack, springen sie wieder in die U-Bahn, ziehen sich ganz andere Klamotten an und sind nicht mehr zu identifizieren.

Das heißt, hier haben wir eine Form von paramilitärischer Aktivität, aber es ist gar nicht so aggressiv. Es sind ja keine Steinschleudern, sie zünden keine Häuser an, sie zerstören keine Einzelhandelsgeschäfte. Das alles ist nicht der Fall. Für uns Deutsche scheint das irgendwie ein bisschen befremdlich. Nach dem Motto, das ist aber doch ein bisschen hart. Kann man so sehen. Zum Beispiel haben Politiker von dem Bündnis 90 der Grünen erklärt, dass Deutschland und die EU sich auf die Seite dieser friedlichen Demonstranten begeben müssten.

Das heißt, das, was dort in Hongkong die Demonstranten machen, wird von den grünen Politikern in Deutschland als friedliche Demonstration betrachtet. Also wenn wir das jetzt auch machen würden, unsere Demonstranten in Deutschland, wäre das ganz friedlich im Sinne der Grünen. So, nun haben allerdings die, ich sag mal, die Regierungspolitiker, die haben sich ein bisschen bedeckt gehalten und haben dann gesagt, nee, wollen wir uns nicht so äußern, haben aber letztendlich eben die diplomatischen Beziehungen ein bisschen einfrieren lassen in bestimmten Bereichen.

Das heißt, auch das ist ein Zeichen dafür, dass unsere Regierung, aus welchen Gründen auch immer, die Demonstranten unterstützt und nicht die chinesische Polizei. Also auch dort ist eine Sympathie für diese Art von Demonstrationen. Wenn wir uns jetzt aber fragen, was haben die denn erreicht? Was war denn ihr Ziel? Sie wollen ja nicht annektiert werden an das Festland China. haben sie das erreicht und sie wollten dass die stadtchefin abgesetzt wird die bürgermeisterin

haben sie das ereigneten werden sie alle werden sie annähert oder nicht natürlich werden sie annektiert das heißt obwohl die am anfang friedlich protestiert haben mit einer sehr hohen beteiligung von knapp 20 prozent der stadtbevölkerung und das war eine riesenstadt das war eine riesenstadt wohlgemerkt hongkong hongkong ist nicht buxtehude liebe freunde So ist es. Und obwohl sie diese starke Bevölkerungsunterstützung haben, obwohl sie extrem strategisch geschickt vorgehen und das noch relativ, ich sag mal, nicht militant, es erscheint nur für uns deutsche Kissenkuper, aggressiv und militant, aber wie schon gesagt, die Grünen sind das anders, die Grünen-Politiker, die Bundesregierung ist auch ein bisschen anders.

So, was haben Sie erreicht? Nichts. So seit einem Jahr demonstrieren die Verhältnisse sind nach wie vor unverändert. Also was lernen wir daraus? Man kann als Demonstrant fiffig sein, man kann schlau sein, man kann Guerillataktiken anwenden, aber das heißt noch lange nicht, dass der Staat in irgendeiner Weise dadurch Nachteile hat, außer dass ein bisschen öffentliche Unruhe ist. Aber an seiner Politik hat sich zumindest in China nichts geändert. Gut, man könnte mir sagen, ah, ist ja China, ist ja eine Diktatur. Da haben wir ja nichts mit zu tun. Und deswegen leiten wir mal über in ein anderes Land, was auch weit weg ist, aber was keine Diktatur ist.

Absolut, das wäre eine perfekte Überleitung. Aber bevor wir dazu gehen, ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, du hast einen sehr guten Diskurs, deshalb wollte ich dich nicht unterbrechen, damit wir wirklich kompakt bleiben. Bis jetzt perfekt, lieber Uwe. Ich habe eine Chronologie dieses Konflikts eingeblendet. Das ist ein Video, das im Prinzip von derselben Quelle, aus der ihr das erste Video gesehen habt, das wir uns zusammen angeschaut haben, habe ich ein zweites Video eingeblendet, was ein Jahr später von ähnlichen Redakteuren oder zumindest derselben Redaktion erstellt wurde. Das ist genauso ernüchternd, aber vielleicht sogar noch detaillierter, als der U bis jetzt zusammenfassen konnte, euch im Prinzip wirklich darstellt, was in diesem Land passiert ist und in dieser Stadt und alle Reaktionen und sehr, sehr viele andere weitere Momente, wo ich nur einen herauspicken möchte, weil der aktuell meiner Meinung nach wirklich sehr bezeichnend ist, weil einige von euch werden den eventuell wiedererkennen in dem, was wir jetzt in Zukunft vorhaben.

Seht ihr das hier schon, liebe Leute? Lieber Uwe, du wirst es nicht sehen im Stream, aber das ist im Prinzip eine Menschenkette. Das sind also streikende Studenten, die dann halt wirklich in einen stadtweiten Streik getreten sind und dann sich aber an der Hand gehalten haben, um das halt zu demonstrieren. Die haben dann auch diese kleinen Binden hier um, also diese kleinen Fähnchen oder wie man auch immer man das nennt. Aber genau, mich hat das sehr, sehr stark, sage ich mal, an etwas erinnert, was wir jetzt gerade alle vorhaben, worauf sich sehr, sehr viele Leute freuen. Und auch in dem Zusammenhang möchte ich hier nochmal ganz kurz zeigen, das ist auch etwas, was die gerade gemacht haben.

Seht ihr das? Also ich übersetze das mal. Am 23. August 2019, an estimated 210.000 people join hands in human chains, stretching some 60 kilometers, forming a Hong Kong way that also lights up the slopes of Lion Rock. Ich habe keine Ahnung, was Lion Rock ist. Ich nehme mal an, das ist irgendwie halt im Hintergrund eine Felsformation, die dort gerade halt geografisch liegt. Aber es kann sein, dass ich mich hier komplett blamiere. Was ich aber sagen möchte, ist, das sind also 210.000 Menschen, die am 23. August letzten Jahres aufgrund dieses Protests, weil dieser Protest wird halt teilweise, wie Uwe gesagt hat, per Guerillataktik geführt, teilweise mit absolut friedlichen Mitteln.

Ja, die Menschen sind dort wie alle Menschen überall. Man hat unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Herangehensweisen. Alle werden geprüft, alle werden gemacht. Ja, die probieren von allem etwas. Aber das Ergebnis am Endeffekt ist null, nada, niente. Und so muss man das ausdrücken. Und genau so hat der Uwe das auch ausgedrückt. Und falls ihr den Zusammenhang immer noch nicht seht, bei einer Menschenkette von 210.000 Menschen, dann möchte ich euch mal erinnern, und einige von euch werden mich kreuzigen, aber erinnert euch zurück, was jetzt geplant ist für, ich glaube, den 3. Oktober oder ich weiß schon gar nicht mehr welchen Oktober, zumindest in Bälde am Bodensee.

Eine Aktion, die auch bei uns, bei den Querdenkern, heiß debattiert wird, ob ihrer Signalwirkung, aber auch gleichzeitig ihrer Effektivität, den Gedanken, sich hinzustellen und irgendwo Händchen zu halten, hatten schon andere. Und was es hier vor über einem Jahr gebracht hat in Hongkong, als die mit denselben Heerenidealen da rangegangen sind, das wissen wir jetzt ein Jahr später, weil wir wissen, wie sich eine Null anfühlt, nämlich sehr, sehr leer und sehr, sehr kalt. Aber das waren schon mal 210.000 Menschen, die das probiert haben. Und wenn ihr euch das nochmal anschauen wollt, ich habe euch wie gesagt auch dieses Video, das heißt, wie ihr hier sehen könnt, A Year of Anti-Government Protests in Hongkong, in den Chat verlinkt.

So, Moment, ganz kurz, hier steht gerade was im Chat. Jemand schreibt, Rikki Sani schreibt, moin, kannst du Uwe etwas lauter machen, er ist ein wenig leise. Ich werde ihn auf jeden Fall lauter machen, noch lauter sogar, als er es ohnehin schon ist. Lieber Uwe, bevor ich das mache, beziehungsweise bevor wir fortfahren, mache ich das jetzt schnell. Deshalb liebe Freunde, vielen Dank für den Hinweis. Ich nehme mich der Sache sofort an und schalte den Uwe noch ein bisschen lauter. So gut, dann mache ich jetzt die Überleitung zu dem, was Uwe vorhin schon angeteasert hat. Und das ist, liebe Freunde, ein Land, das sich förmlich zumindest nicht Diktatur schimpft, sondern meint, sie wären Nummer eins, Nummer eins der Welt, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, als auch moralisch sowieso allen überlegen.

Und ihr wisst wahrscheinlich schon, von wem ich spreche. Es sind unsere angenehmen Partner, Verbündete, Allianzbrüder im Geiste und strategisch sowieso und militärisch sowieso, nämlich die USA, die Vereinigten Staaten von Amerika. Und viele von euch werden es mitbekommen haben, denn ein Teil ihrer Proteste ist ja auch zu uns genau einen Tag lang übergeschwappt. Ja, ihr werdet wissen, dass die Black Lives Matter infolge im Prinzip des Todes von George Floyd aufgeflammt sind. Aber Rassismus gab es schon vorher in den USA und wird es auch hoffentlich nicht ewig geben, aber gibt es aktuell immer noch.

Ja, also wer glaubt, dass eine Demo dieses Problem gelöst hat, der irrt auch dort gewaltig. Auch so viel schon mal vorneweg. Und auch in diesem Fall machen wir das genauso. Lieber Uwe, wir schauen uns zuerst das Video an. Das ist ja diesmal ein kürzeres und besprechen im Nachhinein. Das heißt, du kannst dich schon mal sammeln und deine Gedanken sammeln. Und ich blende kurz ein, damit die Leute die visuellen Eindrücke haben, die auch vorhin das so gut unterstützt haben. Also liebe Freunde, dieses Video heißt die Stunde der Randalierer, Unruhen in US-Metropolen reißen nicht ab. Das Video ist vom 1. Juni 2020, zugegebenermaßen gerade wahrscheinlich vom Höhepunkt dieser ganzen Demonstration. Aber nichtsdestotrotz ist es interessant, sich mal anzuschauen, was also im Prinzip in einem Land, das sich nicht Diktatur schimpft, sondern Demokratie ganz, ganz, aber ganz groß aufs Banner schreibt, was dort passiert und wie dort mit dem eigenen Volk auch umgegangen wird.

Wenn es dunkel wird, endet der friedliche Protest. Wie hier in Washington schlägt auch in der sechsten Nacht landesweit die Stunde der Randalierer, Plünderer und Kriminellen. Fahrräder, Autos, Häuser, alles geht in Flammen auf. Die Lust an Zerstörung und Gewalt ist für Beobachter schockierend. Die Situation eskaliert hier mehr und mehr, während es eigentlich eine Ausgangssperre gibt, an die sich aber hier keiner hält. Tränengas von Seiten der Polizei, von Seiten der Nationalgarde, die sich direkt vor dem

Weißen Haus platziert hat und dort versucht zumindest die Linie zu halten. Gleichzeitig, was wir hier erleben, sind brennende Gebäude direkt vor dem Weißen Haus. Das wurde gerade in Brand gesetzt und ein Stück weiter die Straße runter. Dort brennen ebenfalls Barrikaden. Eigentlich, wie gesagt, dürfte niemand mehr auf den Straßen sein, aber die Demonstranten, ich vermute 1000, 1500 vielleicht, die halten sich nicht daran. Liebe Leute, Uwe hat mir genau den richtigen Hinweis hingegeben, dass es passiert, wenn man immer noch nicht ganz auf dem Dampfer ist. Genau, ich weiß, das Bild fehlt.

Das ist genau das, was ich jetzt anmüren möchte. Ich entschuldige mich für den Fehler. Tut mir leid, dass ihr 50 Sekunden mir beim Sitzen zugeschaut habt. Das wird dann hoffentlich im Nachhinein irgendwie behebbar sein. Ich schalte jetzt um auf den Bildschirm, weil das ist das, was euch natürlich zur Vollständigkeit gefehlt hat. Jetzt also das Video und danach im Nachgang die Besprechung mit Uwe. Vielen lieben Dank für alle, die es im Chat gesagt haben und den Uwe, der mir auch hier Bescheid gegeben hat. Dunkel wird, endet der friedliche Protest, wie hier in Washington schlägt auch in der sechsten Nacht landesweit die Stunde der Randalierer, Plünderer und Kriminellen. Fahrräder, Autos, Häuser, alles geht in Flammen auf.

Die Lust an Zerstörung und Gewalt ist für Beobachter schockierend. Die Situation eskaliert hier mehr und mehr, während es eigentlich eine Ausgangssperre gibt, an die sich aber hier keiner hält. Tränengas vonseiten der Polizei, vonseiten der Nationalgarde, die sich direkt vor dem Weißen Haus platziert hat und dort versucht, zumindest die Linie zu halten. Gleichzeitig, was wir hier erleben, sind brennende Gebäude direkt vor dem Weißen Haus. Das wurde gerade in Brand gesetzt und ein Stück weiter die Straße runter. Dort brennen ebenfalls Barrikaden. Eigentlich, wie gesagt, dürfte niemand mehr auf den Straßen sein,

aber die Demonstranten, ich vermute 1000, 1500 vielleicht, die halten sich nicht daran. Und es gibt jetzt immer mehr Auseinandersetzungen und immer mehr Straßenschlachten zwischen der Polizei, Tränengas, das jetzt hier wieder eingesetzt wird. Wir müssen uns jetzt selber hier zurück bewegen. Also die Situation mehr und mehr außer Kontrolle. Das Chaos, das Gewaltbereite verursachen, überschattet immer mehr den Einsatz der vielen friedlichen Demonstranten, die auch gestern wieder in vielen Städten der USA auf die Straße gehen, um ihre Wut und Trauer nach dem brutalen Tod von George Floyd hinauszuschreien.

Der US-Präsident tut nichts, um die Lage verbal zu beruhigen, begleitet die Entwicklung mit Tweets, in denen er linksliberale Medien als Anstifter der Unruhen verunglimpft. Er fordert ein noch härteres Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Linksextremisten und verkündet, die Vereinigten Staaten von Amerika werden die Antifa als terroristische Organisation einstufen. In diesem Klima scheint Dialog nicht mehr möglich. In Minneapolis versucht ein Trucker, seinen LKW durch eine Demonstration zu fahren. Er wird gestoppt, verprügelt und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. In Denver schießt ein Polizist aus dem Kreis der Kollegen heraus auf einen Beobachter, der die Szenerie gerade filmt.

Ein kleiner Funke genügt, um die Situation eskalieren zu lassen. Hier bei einem Protest in Santa Monica bei Los Angeles. In der Westküstenmetropole zieht sich eine Spur der Verwüstung durch viele Stadtteile. Das Aufräumen wirkt hilflos. So, jetzt kommen die Interviews und die Berichterstattungen, die ersparen wir uns. Wichtig war für uns die Szenerie und vor allem auch das Resümee, das wir jetzt haben auf jeden Fall. Das ist ein Bild, das wurde gezeichnet am 1. Juni und wir wissen heute, also keine 1, 2, 3 Monate später, dass Rassismus immer noch mehr als präsent ist in den USA und dass auch dort immer noch demonstriert wird, auch wenn auch nur lokal.

der höhepunkt der demonstration scheint überstanden aber ihr habt selber gesehen mit welchen mitteln den dort demonstriert wird aber wie gesagt nehmt nicht nur mein wort dafür verlasst euch vor allen dingen auf das wort unseres brillanten rasiermesser scharfen analytikers uwe lose lieber uwe deine einschätzung zu der situation in den usa ich habe ja die videos vorausgewählt um so ein bisschen uns langsam an unsere deutsche mentalität anzunähern ja ich sehe hier im stream das ist ja alles nicht wie bei uns na logisch ist es nicht über uns uns deswegen fangen wir vom Allgemeinen an und kommen wir langsam zu uns näher so also China

sind wir nicht wir sind keine Ameisenmenschen ja und deswegen wollen wir vielleicht auch nicht wie Ameisen Krieg führen so aber wenn jemand sagt wir sind auch keine Moment ganz kurz lieber Uwe bevor die Trolls dann wieder daherkommen du vergleichst natürlich nicht Chinesen mit Ameisen er sagt nicht dass Chinesen Ameisen sind sondern er sagt einfach nur Ameisen sind sehr produktive die im Prinzip wirklich in der Masse ganz ganz viel machen können genau sie sind sehr organisiert aber aber sie sind eben nicht so stark individualisiert wie wir in Mitteleuropa oder auch in Nordamerika. So, das ist der Unterschied, der wesentliche, der kulturelle.

So, und in Amerika sind wir aber schon viel dichter. Ja, wir haben im Wesentlichen die gleiche Ursprungskultur mit dem Unterschied, dass die Amerikaner viel materialistischer sind als die Europäer. So, und auch viel energischer und viel militaristischer. So, also man sagt, wir sind keine Amerikaner, so stimmt das zwar, Aber wir sind auf jeden Fall mehr Amerikaner, als dass wir Chinesen sind. Und was sehen wir? Wir sehen in Amerika ein Problem, was seit ewigen Zeiten existiert, nämlich die Rassenproblematik. Da gab es ja sogar mal einen Martin Luther King, der dafür gestorben ist oder gestorben wurde, wie auch immer man es sieht,

um eben sich für die schwarzen Mitbürger einzusetzen und ihre Bürgerrechte. So, Tatsache ist, dass wir eben jetzt durch den Tod von George Floyd, der ja durchaus auch kritisch betrachtet werden kann, ist das wieder ausgelöst worden. Und was für eine Dimension hat das? In 40 Städten wurde monatelang demonstriert und zwar auf amerikanische Art und Weise. Man hat am Anfang auch friedlich demonstriert, dann wurde man relativ schnell gewalttätig. Warum? Weil der Amerikaner das Gefühl hat, friedlich demonstrieren bringt ja nichts, also muss ich ein bisschen Gewalt ausüben.

So, und wie diese Gewalt aussieht, haben wir ja gesehen. Also sobald die Nacht einbricht, spätestens geht das los mit Straßenbarrikaden, mit Autos anzünden, mit Molotow-Cocktails und, und, und. Und ja, die Frage ist, wie ist das jetzt im Vergleich zu Hongkong? Hongkong ist ja moderat, ja, also das ist ja mehr so Schachspiel, zack, zack, Einzug, Gegenzug, Einzug, Gegenzug, ja. So, in Amerika ist es mehr zwei Kräfte gegeneinander. Ja, und wir haben ja gehört, ja, der amerikanische Präsident will quasi die Anstifter oder die Meinungsführer der Demonstrantenbewegung zu Terroristen erklären.

So, ich glaube, vor ein, zwei Tagen hat er erklärt, dass er die Leute zu Straftätern erklären will. Also, dass eben Leute, die an diesen Demonstrationen teilnehmen und entsprechend sich verhalten, eben Straftaten begehen. Das in dem Land, was seit 200 Jahren verkündet, das freieste Land der Plätze sein. Was für Rechte? Die Absetzung des Präsidenten? Nein. Die Einführung des Kommunismus? Nein. Für Menschenrechte, dass Schwarze auch Menschen sind und gleich behandelt werden.

Das heißt für etwas, was eigentlich ganz trivial ist, werden dort in dem freiensten Land der Welt Demonstranten zunehmend kriminalisiert und Straftäter und haben nichts können. Denn was haben sie jetzt in den Monaten der Demonstration erreicht? Die Fronten haben sich verhärtet. Zunächst wird die Nationalgarde noch stärker eingesetzt und dann stehen dann Fußgänger womöglich gegen leicht gepanzerte Fahrzeuge. Ergebnis Null.

Lieber Uwe, ein Hinweis, sowohl aus dem Chat als auch von mir. Ich weiß nicht, inwieweit du da eingestiegen bist, aber Demonstrationen können ja auch von anderen Gruppen als die, die sie anführen, initiiert worden sein und finanziert schon lange. In diesem Zusammenhang, meinst du, ist es in irgendeiner Form denkbar, dass irgendjemand sich zum Beispiel einer politischen Gruppe, ich spiele auf die Antifa an, in den USA bedient, um zum Beispiel diese Proteste zu instrumentalisieren? Das ist eine ganz berechtigte Frage und man darf sicherlich, ich denke mal, wenn man mit wachen Augen durch die Welt geht und sich ein bisschen mit der globalen Welt, nicht nur der aktuellen, sondern auch der vergangenen auseinandersetzt, wird man nach meiner Meinung immer zu der Erkenntnis kommen, nichts, aber wirklich absolut nichts in der Politik passiert von alleine.

Das heißt, durch Zufall. Es gibt immer irgendjemand, der irgendwo hintersteht, der irgendwo Geld reinschiebt. Es gibt immer einen bestimmten Zweck. Also wenn jemand erklärt, das sei ja eine spontane Demonstration, dann kann ich hier nur sagen, träum mal weiter. Nichts ist spontan. Und gerade bei der Antifa gibt es, das ist jetzt nicht meine Meinung, aber das ist die Meinung, die viele Leute vertreten, scheint es deutliche Verbindungen zu geben in die Open Society von George Soros, sprich da geht es wohl darum, dass George Soros eben Demonstrantengruppen kauft, um bestimmte Unruhen zu erzeugen.

So, wenn man mal die politische Agenda von George Soros, der hat ja mal viel Geld verdient dadurch, dass er Währungsspekulationen erfolgreich gemacht hat, der scheint also mindestens in fünf oder sechs Ländern aktiv daran beteiligt gewesen zu sein, dass dort Regimewechsel durch Sturz stattgefunden haben. Das heißt, dort wurden Kutsche gemacht, wo man meint, dass George Soros dort mitspielt. Also es ist jemand, der das Monopoly-Spiel, das globale Pyramiden-Spiel, wer gewinnt die Welt, da spielt dieser Mensch mit.

Er ist natürlich ein guter Mensch, ein Philanthrop, der viel Gutes tut. Aber er scheint auch viel Gutes in seinem eigenen Interesse zu tun. Und das liegt jenseits des Humanitäts. Und insofern mag es durchaus sein, dass wenn Herr Trump in Amerika sagt, das ist die Antifa und die sind ja kriminell, kann sein, dass es so ist. Aber das können wir hier in Deutschland ohne tiefergehende Recherche der Sachverhalte nicht abschließend beurteilen. Aber denkbar ist das.

Absolut, genau. Aber es ist wichtig, dass wir diesen kurzen Exkurs gemacht haben, weil du hast wieder einen sehr richtigen Denkanstoß gegeben. Liebe Leute, wir müssen auch uns immer wieder kritisch prüfen. Nicht, dass mir mal jetzt wieder unterstellt, ich hätte irgendwas gesagt, was ich nicht gesagt habe. Ich weise nur darauf hin, dass es in jedem Zusammenhang, egal in welcher Sache, egal wie man an sie glaubt und egal wie idealistisch man meint, alle Menschen, die darin verfangen sind, zu kennen, hinterfragt wirklich alles. Ja, hinterfragt, seid kritisch und folgt dem Geld und folgt vor allem auch wirklich den einzelnen Interessen bei allen Bewegungen, inklusive unserer. Ja, unsere Bewegung wird eine kritische Masse schon sehr bald, das hoffe ich, erreichen. Ja, ob sie Erfolg haben wird, das steht auf einem anderen Blatt, das sehen wir jetzt in Bälde. Wir haben nur noch ein Land, das wir uns anschauen müssen, dann kommen wir zu den Strategien, die wir vorschlagen mit Uwe. Ja, aber wenn wir diese kritische Masse erreichen, werden auch wir ein gewisses Machtpotenzial damit, sage ich mal, aufbringen.

Und wer diese Macht dann im Prinzip verwaltet und was diese Person dann damit macht oder Gruppe oder wer auch immer. Das werden wir auch wir kritisch prüfen müssen, damit wir nicht zu den Monstern werden, die wir bekämpfen. Deshalb, das habe ich jetzt schon vorher gesagt, bevor wir es dann im Nachhinein, ich weiß es nicht, vielleicht in zwei Wochen, vielleicht in zwei Jahren, vielleicht in 20 Jahren nochmal hervorholen müssen, wenn wir wirklich so weit sind, dass wir hoffentlich bei dieser kritischen Masse sind. Okay, ich denke mal, zu den USA ist eigentlich wirklich genügend gesagt. Wir hatten jetzt sogar noch den zusätzlichen Exkurs, den du uns gerade geliefert hast, lieber Uwe. Lass uns weitergehen. Es gibt nämlich ein Beispiel, das ist unmittelbar viel, viel näher dran. Wer also jetzt um uns sagt, ja, ja, um Gottes Willen, mit China haben wir nichts zu tun und mit den USA haben wir auch nichts zu tun, das ist uns viel zu weit weg.

Da trennen uns ja gefühlt auf die eine Seite ein Ozean und auf die andere Seite ein Kontinent. Dann schauen wir doch jetzt einfach mal wirklich zu der deutschen fast liebster Nachbarnation. Und das ist Frankreich. In Frankreich, werdet ihr mitbekommen haben, gibt es schon seit mehreren Jahren inzwischen eine Bewegung, die sich dann nennt die Gelbwesten. Und viele von euch werden vielleicht sogar schon vergessen haben, weil es einfach so sehr zum Standard gehört inzwischen, weil wir uns so sehr daran gewöhnt haben, warum die überhaupt aufgekommen sind, was die überhaupt wollten. Und viele von euch werden, klebt das bitte offen zu, liebe Leute, aus dem Blick verloren haben, was diese Menschen denn überhaupt erreicht haben und ob sie etwas erreicht haben. Und um nochmal jetzt im Prinzip da reinzusteigen und diese Thematik besser zu begreifen, gucken wir uns jetzt also ein Video an von den Gelbwesten-Protesten. Und zwar eins, das da heißt Gelbwesten-Proteste, Bilanz der Wutbewegung.

Und liebe Leute, ich möchte euch auf eine Sache hinweisen. Dieses Video ist vom 15.11.2019. Seither ist noch mal ein Dreivierteljahr vergangen und alles, was Uwe sagt, wird im Prinzip nur noch dadurch bestätigt, weil wie gesagt auch neun Monate später diese Gelbwestenbewegung, sage ich mal, ähnlich wirkungslos geblieben ist, wie das, was wir jetzt hier schon in diesem Video sehen werden. Ihr seht also das Video und ihr hört es hoffentlich auch. Ich schalte es jetzt an und danach besprechen wir es wie schon vorhin mit Uwe. ... hat sich inzwischen Ernüchterung weitgemacht und ein Jahr nach den ersten Protesten der Geldwesten ist die Beteiligung massiv geschrumpft.

Am ersten landesweiten Protesttag, am 17. November 2018, gehen noch gut 280.000 Menschen auf die Straße. Zuletzt sind es nach Angaben der Behörden nur noch mehrere Tausend in ganz Frankreich. Unter dem Schlagwort Geburtstag auf dem Champs-Élysées rufen Aktivisten für Samstag zu neuen Protesten auf dem Pariser Boulevard auf, der seit März eigentlich für Demonstrationen gesperrt ist. Laut letzten Umfragen sympathisieren immer noch mehr als 50 Prozent der Franzosen mit der Bewegung gegenüber anfänglich mehr als 80 Prozent.

Allerdings wünscht sich eine deutliche Mehrheit ihr Ende. Das liegt vor allem an der Gewalt bei vielen Protestaktionen und dem Gefühl, dass die Bilanz mager ausfällt. Ihr Hauptziel haben die Gelbwesten nicht erreicht, den Rücktritt Macrons, der für sie ein Präsident der Reichen ist. Der Staatschef hat als Reaktion auf die Proteste Zugeständnisse gemacht, welche die Regierung auf 17 Milliarden Euro beziffert. Dazu zählen eine Senkung der Einkommenssteuer und ein höherer Mindestlohn. Die Gelbwesten kritisieren, davon sei bisher fast nichts bei den Sozialbenachteiligten angekommen.

Nach Beginn der Proteste brechen bei Macron die Zustimmungsraten zeitweise auf unter 20% ein. Seine Präsidentschaft steht auf der Kippe, vor allem als im Dezember 2018 Bilder von Krawallen in Paris um die Welt gehen. Nach einem Bürgerdialog und Auftritten in ganz Frankreich liegt die Popularität des 41-jährigen Staatschefs nun wieder bei knapp 40%. Aber wie geht es mit dem Geldwesten nun weiter? Die Aktivistin Priscilla Ludowski, die die Bewegung mit einer Online-Petition gegen hohe Kraftstoffpreise im November 2018 ins Rollen bringt, fordert mit anderen Mitstreitern zum Jahrestag ein Treffen mit Präsident Macron. Der Staatschef ist darauf allerdings bisher nicht eingegangen.

So liebe Leute, jetzt hört ihr mich auch und jetzt schalten wir auch direkt zu Uwe. Lieber Uwe, wir sind wieder bei dir. Das ist das Video, das wir uns zusammen angeschaut haben zu dem Thema. Für den einen oder anderen wird das ein kleiner Erfrischungskurs gewesen sein, was das alles, was diese Thematik betrifft. Denn lieber Uwe, bevor wir vielleicht in die Analyse einsteigen, sei doch bitte auch du ganz ehrlich, inwieweit hattest du denn die Gelbwesten überhaupt noch auf dem schirm ja also man hat die nur als irgendwelche merkwürdigen randalierer im schirm

auf dem schirm mehr die straßenschlacht machen man weiß gar nicht mehr warum also spricht hätte ich mich jetzt nicht für dieses video ein bisschen vorbereitet wäre das eigentlich so für mich vergessen ja und das liebe leute bei zumindest mir der wirklich auch mit ich muss mich absolut anschließen ja ich hatte sogar gelbwesten die bei mir hier übernachtet haben letztes jahr aber da Da war das natürlich alles gerade noch brandheiß und interessant und gerade im Prinzip eben sich entwickeln und man hat so gesprochen, wie als wenn man jetzt Widerständler bei sich aufnimmt, die haben nur zufällig in derselben Stadt gewohnt, wie halt einer der Epizentren, wo da gerade was ging.

Aber dennoch ist das alles Stück für Stück sukzessive wirklich halt in den Hintergrund gerückt und es kamen halt neue News dazu, ja, und die waren ja nicht mal so super signifikant, da stirbt irgendwie ein, was weiß ich, eine Berühmtheit oder irgendwie jemand anders kriegt ein Baby oder Gott weiß was, ihr kennt diese ganzen C-Promis, die dann permanent halt uns überfluten mit ihren angeblichen Neuigkeiten. Und Stück für Stück drückt das in den Hintergrund, besonders wenn man dann halt in so einem Schicksalsjahr gefangen ist, wie wir es waren Anfang dieses Jahres oder seit Anfang dieses Jahres mit der ganzen Corona-Thematik. Soviel also dazu. Es ist also im Prinzip in der Tat ein Schicksal, das den besten und den nobelsten Ideen widerfahren kann. Und mit diesem Vorwissen, das auch wir kurzzeitig vergessen hatten, wie es also den Gelbwesten ergangen ist, lieber Uwe, vielleicht deine Rekapitulation. Was ist denn dort wirklich vorgefallen?

Ja, also im Grunde genommen müssen wir mal überlegen, was da für ein Anlass ist. Also wenn wir das jetzt mal in Deutschland vergleichen. Unsere Demonstranten treten dafür ein, dass das Grundgesetz wiederhergestellt wird, weil sie der Meinung sind, dass die Grundrechte eingeschränkt sind. So dafür haben die Gelbwesten aber nicht demonstriert, sondern die haben wofür demonstriert? Die haben dagegen demonstriert, dass der Präsident Macron die Energiewende durchsetzen wollte und dafür braucht er eine Finanzierung. Und diese Finanzierung sollte eine höhere Besteuerung von Kraftstoffen, speziell von Diesel sein.

Das heißt also, es ging eigentlich darum, dass der Dieselkraftstoff teurer werden sollte. Und anlässlich dieser Tatsache, was ganz anders ist als eine Einschränkung von Grundrechten, sind die Leute auf die Straßen gegangen. Später wurden natürlich noch weitere Forderungen erhoben, die Steuern insgesamt zu senken, den Mindestlohn zu erhöhen, die Renten zu erhöhen, mehr Basisdemokratie zu machen und und und. Aber der Anfang war, dass es eigentlich nur um Benzin geht, also diese Kraftstoffe.

So, Tatsache ist, dass sie jede Woche demonstriert haben mit einer Erkennung der Gelben Westen. So, und da stellte sich heraus, dass die Politik das überhaupt gar nicht interessierte. Und deswegen fingen sie an, sich zu radikalisieren. Und die haben sogar eine sehr hohe Zustimmung gehabt. Ich muss mal gucken, ich hatte das irgendwo gelesen. Ich glaube, die hatten zeitweise im November schätzten Meinungsforscher, dass sie 70 Prozent der Bevölkerung stimmten dem zu, was die Geldwesten machten. Das muss man sich mal vorstellen. 70 Prozent waren dafür.

Und was haben sie erreicht? Sie haben erreicht, dass obwohl Herr Macron erstmal ein paar Schlappen einkassieren musste und seine Umfragewerte sanken, er hat ihnen ein paar Zugeständnisse gemacht, bezüglich der Finanzierung, aber an dem Grundthema hat sich rein gar nichts geändert. Was sehen wir hier? Wir sehen, dass eine Volkswut, ein Volkszorn sich langsam steigert, immer gewalttätiger wird,

Nicht so organisiert wie in Hongkong, vielleicht nicht ganz so gewalttätig wie in den USA, aber je gewalttätiger sie wurden, jetzt kommen wir in den Bereich Europa und Deutschland, desto weniger hatten sie Zustimmung in der Bevölkerung. Das heißt, die Gewalttätigkeit ist nicht etwas, was dem europäischen Volksgeist oder Kulturgeist entspricht. So, und jetzt sind dann eben bloß noch ein paar tausend Leute und die gehen dann auch noch immer hin und randalieren sozusagen. So, aber Ergebnis ist, dass sie nur ein paar Achtungserfolge haben, aber an dem Grundthema haben sie gar nichts.

So, und wenn man sich dann vorstellt, dass ein Präsident, der nur Zustimmungswerte von 20 Prozent hat, kurz danach wieder bei 40 Prozent ist, jetzt frage ich mal diejenigen, die in Deutschland fordern, dass unsere Bundeskanzlerin zurücktritt, welche Zustimmungswerte hat denn eigentlich Frau Merkel? Naja, angeblich, lieber Uwe, angeblich. Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefehlt hast. Das gilt für Frankreich auch. Es sind Meinungsforschungsinstitute. Und die Meinungsforschungsinstitute, wie unabhängig sind die, wissen wir nicht. Keine Ahnung, müsste man recherchieren. Wie auch immer, auf jeden Fall ist in Frankreich sichtbar, dass eben dort Gewalt gar nichts gebracht hat, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung am Anfang dafür waren.

Warum waren die 70% nachher weniger als 70%? Ich glaube, jetzt haben sie bloß noch 20% zustimmen oder 25%, weil ein Ermüdungseffekt eintrat. Es gab zwischenzeitlich Phasen, wo gar nicht mehr demonstriert wurde, weil dort das psychologische Phänomen war, dass jemand dagegen etwas ist, er strengt sich immer mehr an, immer mehr an und immer mehr an. Und wenn man reißt alle Kräfte, die er hat, um die letzte Anstrengung zu machen und wenn es mit der nicht mehr klappt, dann bricht er zusammen. So war das auch. Das heißt, das kann man auch bei deutschen Demonstrationen, wenn man das geschichtlich erfolgt, sehen, dass Demonstrationen, wenn sie nicht schnell zum Erfolg kommen, das tun übrigens wenig Demonstrationsbewegungen, sie haben so Wellenbewegungen.

Ja, mal stark und dann kommt eine Ermüdung, die mit wieder sagen, was soll das denn, es bringt doch nichts. Und dann schlafen sie wieder ein und dann wachen sie wieder auf und sagen, naja, also nichts tun ist ja auch nicht richtig, also lass uns wieder auf die Straße gehen. So, aber in Frankreich sehen wir hohe Zustimmung der Bevölkerung, niedrige Zustimmungswerte von den Präsidenten, Ergebnis einer Politik, paar kosmetische Änderungen, ansonsten immer im Gleichschritt voran. Ja, das muss man leider wirklich so klar sagen. Liebe Freunde, also jeder, ich habe ja immer noch Connections nach Frankreich, ich habe dort immer noch Freunde und Kollegen und die schätzen die Lage absolut genauso ein. Also die erinnern sich teilweise auch inzwischen nur noch mit Mühe an die Gelbwesten und fragen sich im Prinzip, was die ganze Sache denn überhaupt gebracht hat. Und dieselben Leute, die Gelbwesten damals unterstützt haben, die belächeln die ganze Sache heutzutage nur oder im Gegenteil, die ärgern sich darüber, weil sie sagen, wisst ihr noch, was die für einen Aufriss gemacht haben?

Ja, wisst ihr noch, wie die bei uns hier blockiert haben und da blockiert haben und letzten Endes hat es doch eh nichts gebracht. Und das bei einer Nation, liebe Freunde, ja, die ja wirklich sofort bei den allerersten Anzeichen von was weiß ich was, ja, also, vergebt es mir, ich bin immer noch nicht ganz auf der Höhe, sonst würde mir ein gutes Beispiel einfallen, aber zumindest die sofort in Streik treten, ja, oder die sofort demonstrieren, ja, da kann irgendwie, keine Ahnung, der Kaffee kann kalt gewesen sein am Morgen, da rufen die schon einen Generalstreik aus. Ja, jetzt ist mir jetzt doch was Gutes eingefallen. Aber, liebe Leute, das ist, wie gesagt, eine Nation, die man mit Revolution assoziiert. Das ist die französische Revolution. Da ist der Gedankensprung nicht weit. Und diese Menschen haben etwas bewegt. Auch wenn, lieber Uwe, vielleicht Tipp an dich, ist mir gerade spontan eingefallen, wie nachhaltig war oder wie tatsächlich und authentisch war denn die französische Revolution?

Ich weiß, du bist eigentlich gar kein Geschichtstheoretiker, aber es wäre vielleicht mal interessant zu betrachten, ob diese Revolution, die da permanent dahergeholt wird, wenn man über Revolutionen spricht, in der Tat das erreicht hat, was sie sich aufs Banner geschrieben hat. Ich bin kein großer Geschichtskundler, aber was ich so gelernt habe, ist, die Revolution frisst ihre Kinder, sprich also kaum das Königtum abgesetzt war, ging das Morden und Schlachten erst mal richtig los. Das heißt, diese Begriffe Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit waren also zumindest zum Zeitpunkt der Revolution reine Propaganda-Begriffe, die dazu missbraucht wurden für massenhafte Säuberungen und Hinrichtungen für die Leute, die die Revolution führten.

Ja, und insofern ist es schlichtweg eine Fake News, wenn man sagt, ja, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, das sei jetzt der europäischen Ideale, das war ein Schlachten und Morden ersten Grades, ja, ist nicht das, was wir uns unter Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vorstellen. Und das waren sozialistische, streng sozialistische Tendenzen, ja, wo jeder dann einmal Meinung hatte, auf die Biotine kam und das war es dann, zack. Ja, ich denke mal, was man trotzdem halt den Franzosen und dieser Revolution zugute halten muss, ja, und da kann man nicht sagen, also gesteuert vielleicht ja, aber dann zumindest halt nicht von den Leuten, die halt zu den Opfern dieser Revolution wurden. Die Königshäuser wurden damals gelehrt, ja, also es haben sich andere Könige dann positioniert, ne, also erinnert euch zurück, Napoleon kam dann als nächstes, der hat sowieso in ganz Europa aufgeräumt, aber ich würde mal sagen, alle Leute, die da geköpft wurden, vielleicht der prominenteste Vertreter, den jeder immer bemüht, ja, Marie Antoinette, die da auf der Guillotine ein Kopfkürzer gemacht worden ist,

Die war an der Speerspitze dessen, was damals die Monarchie hergegeben hat. Ich möchte direkt noch mal einschreiten. Entschuldigung. Wenn man die historischen Untergründe, soweit ich sie verfolgt habe, sieht, hat diese Revolution ja rein gar nichts mit dem Bürgertum und dem Volk zu tun gehabt. Es war eine Hungersnot. Absolut. Das war dadurch verursacht, dass der französische Staat durch die trinkreichen Schuldenvergaben eines namhaften Bankierhauses in den Ruinen getrieben wurde. Er wollte sein Geld zählen und der König konnte nicht zahlen.

Lieber Uwe, auch ich muss da zurück unterbrechen im Sinne der Zeit. Wir werden keinen Diskurs machen über die Ursachen. Was ich sagen wollte ist, es wurden Könige, die damals wirklich an der Speerspitze dessen waren, wo sich die Macht bündelte, einen Kopfkürzer gemacht. Könige, Königinnen, Prinzessinnen, Adel und alle möglichen anderen. Das heißt, selbst wenn das irgendjemand angesteuert hat oder die das angesteuert oder versucht haben zu instrumentalisieren, irgendwo ist es denen dann entglitten. Zumindest insofern, als dass viele ein Kopfkürzer gemacht worden sind. Das Panon dazu, wenn man das heute mal übertragen würde auf die deutsche Situation, das möchte ich nicht zeichnen. Das überlasse ich euch allen selbst.

Ja, aber nichtsdestotrotz wäre das einfach mal ein Exkurs wert. Vielleicht machen wir das gerne zusammen, wenn du möchtest. Also zum Thema halt, wie authentisch war die französische Revolution wirklich und inwieweit ist dieses Banner so blau weiß rot, wie es immer geschmückt wird. Gut, aber bei den Gelbwesten wollte ich eigentlich nur noch mal ganz kurz den meinen eigenen Kommentar und meine Perspektive mit euch teilen. Und die ist halt, dass ich immer noch aufgrund meiner Vergangenheit wirklich gute Connections habe nach Frankreich und die Franzosen selbst belächeln inzwischen diese Bewegung. Ja, das müsst ihr euch mal auf der Zunge zergehen lassen. Franzosen, die beim allerersten Anzeichen von Kopfweh sofort sagen, ich bin krank und sofort sagen, ich fühle mich unterdrückt oder sofort sagen, wir müssen auf die Straße oder wir müssen streiken. Diese Menschen, die teilweise damals selber halt die Tricolore hochgehalten haben für diese Menschen und die da die Nationalhymne gesungen haben, die belächeln diese Bewegung.

Und zumindest faktisch ist auf jeden Fall es so einzuordnen, dass sowohl Macron ist noch im Amt, als auch alle anderen Befehlsträger, die damals irgendwie das Sagen hatten. Und alle Maßnahmen, die damals die Leute zur Weißglut getrieben haben und die im Prinzip als Ursache angegeben werden für diese Demonstration, sind entweder in absolut identischer Form oder einfach nur etwas später oder maximal ein bisschen abgeschwächt. Ja, aber auf jeden Fall nie so, dass es die Reichen betrifft, sondern nur so, dass es in irgendeiner Form vielleicht die Armen betrifft, durchgeführt worden. Das ist auch sehr, sehr ernüchternd, aber das ist nun mal die Wahrheit, in der wir leben und die wahre Welt, in der wir leben, von der wir beide immer sagen, lieber Uwe, die Welt ist kein Ponyhof.

Gut, dann lass uns jetzt mal bitte nach diesen drei Beispielen, die wirklich meiner Meinung nach sehr eindrucksvoll waren, jetzt zu einem Fazit kommen, bevor wir dazu kommen, worauf die ganzen Leute hier nämlich warten, nämlich langsam aber sicher der Übergang zu den Strategien, zu denen wir überkommen müssen. Also dein Fazit zu diesen drei Beispielen. Das Fazit ist, obwohl es sich um drei völlig verschiedene Kulturen handelt und doch durchaus verschiedene Anlässe sind, die sehr unterschiedlich sind, dass die Strategien sich zumindest in Teilen unterscheiden, können wir sagen, es gibt da so eine Grenze zwischen milder Gewalttätigkeit,

also dieser passiven Strategie, Rinderkampf in Hongkong bis zu den brutalen Straßenschlachten in den USA und der Randalierertum in Frankreich, so Gewalt oder nicht Gewalt, Ergebnis ist, den Staat kümmert es nicht so wirklich. Das heißt, hier sehen wir sehr deutlich, dass es ein asymmetrisches Machtverhältnis ist, dass egal wie viele Hunderttausende oder gar in Hongkong, wo es ja bis zu 27 Prozent der Bevölkerung gewesen ist, die auf der Straße waren, selbst wenn also quasi ein Viertel der Bevölkerung auf die Straße geht, kümmert das den Staat nicht.

Und die Frage ist, warum kümmert ihn das nicht? Weil er es nicht leisten kann. Er hat die Machtmittel, diese Leute, die nicht militärisch bewaffnet sind, mit seinen relativ moderat bewaffneten Polizeikräften zurückzuhalten. Den Staat kümmert es nicht, wenn Demonstranten Geschäfte anzünden und Autos umwerfen. Das sind doch nicht seine Autos, das sind doch nicht seine Geschäfte. Da ist der Staat doch in seiner Position kein bisschen drin gefährdet, sondern niemand kommt auf den Gedanken, zum Beispiel den Präsidentenpalast in Frankreich anzuzünden.

So, das wäre ja vielleicht mal eine Aktion, wo der Präsident sagen würde, das gefällt mir aber nicht. Aber wenn irgendwo auf der Champs-Élysées ein Nutzungsgeschäft in Flammen aufgeht, ja, was interessiert das die Politik? Allenfalls hat das vielleicht Auswirkungen auf die öffentliche Meinung. Und da sehen wir übrigens auch einen ganz interessanten Punkt, dass eben in Frankreich ist das einzige von den drei Ländern jetzt, die vorgestellt haben, wo der Staat überhaupt irgendwelche Zugeständnisse gemacht hat. Und warum? Weil wir in Europa Wert auf die öffentliche Meinung legen. In Asien spielt die öffentliche Meinung keine Rolle. Da sagt der Staat, was die öffentliche Meinung ist.

In Amerika macht es mittlerweile der Präsident. Und bei uns in Europa, da glauben wir, es ist noch wichtig, was das Volk irgendwie denkt. Und hätte das Volk eben nicht so gedacht, wie eben die Gelbwesten, dann hätte Herr Macron noch nicht mal so mehr die Zugeständnisse machen brauchen. Das heißt, wir sehen also die Tendenz, erstens, Gewalt oder nicht Gewalt bei Demonstrationen ist völlig irrelevant. Zweitens, europäische Demonstranten wollen nicht gewalttätig sein, jedenfalls nicht langfristig, weil ihnen das auf Dauer nicht gefällt. Dafür sind wir einfach in Europa viel zu pazifistisch und viel zu friedfertig.

3. Ein markanter Punkt ist, der Staat lässt sich überhaupt nicht gegen das Bein treten, außer wenn es ihm unangenehm wird. Und unangenehm wird es ihm nur dann, wenn die öffentliche Meinung gegen ihn steht. Wenn die Umfragewerte sinken und die Wiederwahl in Gefahr steht, dann fängt der Staat in Europa an, tätig zu werden. Und das bedeutet, solange man als Demonstrantengruppe, als Protestgruppe nicht dazu in der Lage ist, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, solange beeinflusst man gar nichts.

absolut richtig und das ist auch einer der zweiten stichpunkte die ich mir hier gerade mache du inspiriert mich immer wieder aber zu jedem der punkte die ich hier auf schreibe die bei uwe könnte man einen separaten live stream machen deshalb gibt mir bitte nur ganz kurzen moment öffentliche meinung und das sind das muss ich dazu sagen auch so ideen ja die schwirren so ein bisschen gerade im zeitgeist umher du bist nicht alleine der mit denen daher kommt aber

Aber spätestens, wenn ich diese wiederholt höre von einem Uwe Loose, weiß ich, da muss was dahinter stecken. Und dann schreibe ich die mir auch auf auf den Zettel und versuche, da nachzuhaken. Gut, ich werde auch im Sinne der Zeit jetzt an dieser Stelle, sage ich mal, auch diesen Teil des Gesprächs beenden. Ich glaube, wir haben sehr eindrucksvoll bewiesen oder halt durchgeführt, was wir zeigen wollten und nämlich den Leuten halt mal zu illustrieren, was unsere unmittelbaren Nachbarn, unsere weit entfernten Nachbarn im Osten und unsere weit entfernten Nachbarn im Westen, also eigentlich die ganze Welt so macht und mit welchen Erfolgsaussichten wir aufgrund der Geschichte, die uns immer lehrt, was passiert, auch in Zukunft rechnen müssen.

Ja, liebe Zuschauer, das war nun Teil 1 aus der Trilogie zum Thema Kritik an der Demo-Bewegung bzw. Protestbewegung oder genauer genommen, wie man sie optimieren kann. Schalten Sie doch ein, wenn es dann beim nächsten Mal heißt, was kann die Protestbewegung von der Militärstrategie lernen? Das wird bestimmt ganz interessant, insbesondere für Pazifisten. Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Analyse Teil 2/1 - Wie effektiv sind Demonstrationen in anderen Ländern?“, Die Welt Klar Sehen, 24.09.2020.

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Uwe Loose und der YouTuber Elijah Tee analysieren im Live-Interview die Protestbewegungen in Hongkong, den USA und Frankreich und fragen, was die deutsche Demo-Bewegung daraus lernen kann. Kernbefund: Gewalt oder Gewaltlosigkeit ist für den Erfolg irrelevant, entscheidend ist allein die öffentliche Meinung.

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