Analyse Teil 2/3 - Die Strategie der Protestbewegung - Vorschläge zur Optimierung27.09.2020
Abschrift
Abschrift des Videos vom 27.09.202037 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Uwe
Hallo liebe Zuschauer, mein Name ist Uwe Loose von Faktencheck Uwe Loose. Sie haben sich nun schon alle zwei vorhergehenden Teile aus der Trilogie zum Thema Kritik und Optimierung an der Protestbewegung angeschaut. Heute geht es um Teil 3. Nämlich die Strategie der Protestbewegung und meine bzw. unsere Vorschläge zur Optimierung. Ich würde mich freuen, wenn wir einige kreative Impulse zur Diskussion stellen könnten.
Gast
Viel Spaß beim Zuschauen.
Eli
Und das ist, dass wir jetzt uns zusammen anschauen, was denn die Grundzüge sind für eine Strategieoptimierung für die Protestbewegung. Wir möchten also wirklich halt Hinweise geben, wie man diese, wie man anfangen kann, strategisch zu denken. Oder wie man, weil das ist ja nicht, es ist ja nicht komplett abzustreiten, dass wir in irgendeiner Form strategisch schon denken. Es ist halt nur noch nicht strategisch genug, wie wir das also entsprechend optimieren können. damit wir alle effizienter werden. Denn das habe ich schon letztes Mal gesagt, wir wollen ja nicht die besten Demos Deutschland auf die Beine stellen, sondern wir wollen ja im besten Fall, so sehe ich das zumindest als Querdenker in der Form, wie mir das zusteht, eigentlich nicht nur die Corona-Diktatur abschaffen, sondern irgendwo auch einen Systemwandel herbeiführen. Das ist ein super nobles Ziel, das haben schon sehr, sehr viele versucht und alle sind so gescheitert. Aber das heißt ja nicht, dass wir es nicht wenigstens ein bisschen versuchen müssen, damit wir auch nur 10% davon erreichen. Und damit wir 10% davon schaffen und nicht 0,00001%, bei denen wir aktuell stehen, Dafür müssen wir jetzt Optimierungen vornehmen und zwar am besten jetzt, bevor wir uns komplett darin verrennen. Deshalb, lieber Uwe, fangen wir einfach mal an mit dem ersten von deinen zwei Zielen und zwar Demoverhalten überdenken.
Uwe
Genau, das Demoverhalten überdenken. Also wenn jemand denkt, ich sei ja nur kritisch und negativ, das ist nicht so der Fall, sondern ich möchte, das ist schlichtweg eine Form von wissenschaftlichem Vorgehen. Definition heißt zu erklären, was Dinge nicht sind, um herauszufinden, was sie denn sind. Da gibt es mal zwei Seiten. Das eine gehört dazu, das andere gehört nicht dazu. Und wenn einem die Grenzziehung nicht gefällt, dann ist es immer Käse, wenn man dann anfängt, schwammig zu denken. Das heißt, wir haben festgestellt bisher zumindest nach meiner These, was die Protestbewegung noch nicht kann. Das ist aber jetzt nicht negativ, das ist lediglich eine Feststellung. Denn sie kann ja tatsächlich sehr viel. Sie hat unheimlich viel geleistet. Demonstrationsorganisatoren, ganz vorneweg natürlich Michael Ballweg, nur einen roten Teppich für ausrollen, für dieses Engagement innerhalb so kurzer Zeit, das mit Privatvermögen, so viele Menschen zu begeistern, für Ideen, die auf die Straße zu bringen, die überhaupt aktiviert zu haben, das ist eine super Leistung. Wir sehen, dass diese Leistung ist jetzt an einer bestimmten Grenze angekommen. Wir haben es in Berlin gesehen und wir haben es in München gesehen. Jetzt ist die Demo-Bewegung so groß, dass der Staat sie nicht nur einfach wegdrückt, sondern aktiv den Deckel auf den Topf runterdrückt. Und das heißt, wenn jetzt die Demo-Bewegung größer wird, wird sie sich auf noch mehr Widerstände einstellen müssen. Und die Frage ist, will man das? Oder will man nicht die Ressourcen zusätzlich in andere Bereiche, in andere Dimensionen reinbringen? Eine Frage, die jetzt Direkt den Demo-Bereich betrifft es, will man tatsächlich der brave Partybürger sein. Ist das der Weisheit letzter Schluss? Ist dieser absolute Pazifismus tatsächlich ein Weg, der zielführend ist? So ist natürlich das, was unserer deutschen Mentalität gemäß ist. Aber Mentalität ist das eine, Effizienz und Effektivität ist das andere. Wir haben in den anderen Ländern gesehen, da sind die Leute schon ein bisschen rabiater. Das wollen die Deutschen sicherlich nicht. Aber es gibt ja auch die Varianten des zivilen Ungehorsams. Nur mal als Beispiel. Ziviler Ungehorsam meint eigentlich, dass der Bürger bestimmte Gesetze nicht befolgt. Ein Thema, was manche von Ihnen schon machen, ist, dass sie die Maske nur dann aufsetzen, wenn sie ausdrücklich aufgefordert werden. Das ist ziviler Ungehorsam. Ziviler Ungehorsam kann auch sein, dass man seine Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt und sagt der Krankenkasse, solange sie die PCR-Tests bezahlen, die ja überhaupt nichts bedeuten, so lange bin ich nicht bereit, dass sie meine Krankenkassengelder kriegen. Und übrigens überlege ich mir mal, ob ich den Vorstandschef nicht wegen missbräuchlicher Verwendung von Geldern verklage. Es gibt also viele Möglichkeiten. Sie können auch zum Beispiel Steuern statt per Überweisung persönlich vorbeibringen um zehn Raten.
Eli
In bar? In Münzen.
Uwe
Es gibt viele Möglichkeiten. Was bedeutet ziviler Ungehorsam? Ziviler Ungehorsam bedeutet, dass man Gesetze nicht einfach so befolgt, sondern nur widerwillig sie ein bisschen stört. Sand ins Getriebe streut, wenn jemand sagt, nun gehen Sie aber bitte nicht bei Rot über die Ampel, dann gehen Sie auf die Straße drauf. Nicht, dass man das jetzt tun sollte, aber nur als Beispiel. Gehen Sie auf die Straße und sagen, wen meinen Sie? Meinen Sie mich oder meinen Sie den Nachbarn? Das heißt, diese ganzen Verwaltungsprozesse, die der Staat benötigt, um seine Interessen durchzusetzen, auf allen Ebenen Schritt für Schritt zu sabotieren, im Sinne von nicht unmittelbar zu befolgen. Das kann man als Einzelperson machen, aber das ist ja nicht das, worum es geht. Für kollektive Bewegungen müsste es dann eine Art Strategiestraf geben, wo man ganz genau prüft, was ist juristisch zulässig, Was kann man tun, ohne selber ein Straftatbestand zu begehen? Und was ist nicht mehr zulässig? Also dürfen Sie zum Beispiel in Hongkong einfach Straßensperren machen? Dürfen Sie in Amerika einfach irgendwie Molotow-Cocktails auf Polizisten werfen? Ist das zulässig oder ist es nicht zulässig? Also da sind schon auch juristische Fragen zu klären. Aber welche Möglichkeiten da sind, wo man einfach nur sagt, der Staat, du willst zwar was von mir, aber das musst du dir schon erzwingen. Nehmen wir mal nur das Beispiel, ein ganz krasses Beispiel. Was wäre denn gewesen in der Friedrichstraße in Berlin, als die Polizei sagte, alle sollen die Masken aufsetzen oder die Demo wird abgebrochen. Nachdem aber die Menschenmasse erst mal zusammengedrängt worden wäre. So, dann sagt der Veranstalter, damit er sich nicht straffällig macht, ja, bitte setzt jetzt alle Masken auf. Und was wäre, wenn niemand eine Maske aufgesetzt hätte? Was wäre dann passiert? Da stehen da Zehntausende von Leuten, die alle Maskenverweigerer gewesen wären. Und was hätte jetzt die Polizei gemacht? Hätte jetzt die Polizei wie viele Bußgeldbescheide ausfüllen müssen? 20.000 Leute zum Verhör bitten, Personalien aufzunehmen, hätten die das gemacht?
Eli
Die hätten die Demo aufgelöst, lieber Uwe.
Uwe
Ja, wie auch immer, aber die haben die ja sowieso aufgelöst. Also insofern an der Stelle war das ja nicht das Problem. So, aber das wäre jetzt zum Beispiel ein Beispiel, wo man sagen kann, okay, da ist eine gewisse Masse von Menschen und wenn eine gewisse Masse von Menschen sagt, wir machen bestimmte Dinge nicht, dann muss ich die andere Seite die Frage stellen, lässt sich das gefallen oder wird sie jetzt die Zügel anziehen? So, das sind Dinge. So, dann hatte ich vor 14 Tagen gesagt, was ist denn mit dieser Geschichte, wo andere Leute Opfer von unzulässiger Polizeigewalt werden? Soll man sich das gefallen lassen? Ja oder nein? So, auch diese Frage ist zu diskutieren. Ich sage nicht, dass das, was ich behauptet habe, richtig sei und die einzig mögliche Variante, sondern es war ja nur mal ein Denkimpuls. Will man das? Will man mitschuldig werden an dem Leid eines anderen, dadurch, dass man nur zuguckt und ein Video macht? Oder will man in irgendeiner Weise das verhindern und von seinem Notwehrrecht nach § 32 StGB Gebrauch machen? Auch dort muss man natürlich juristisch genau aufpassen, wenn der Täter ein Polizist ist, was man dort darf und was man nicht darf. Also da kann man sich viele Fragen stellen. Und dann gibt es natürlich beim zivilen Ungehorsam auch die nächste Stufe, das ist der aktive Widerstand. Und der aktive Widerstand, das ist dann natürlich militant. Das heißt, dann fangen die Leute an, sich zu bewaffnen, mit Schlägern und mit Knüppeln und mit sonst nicht was. Und ich glaube, dieser Weg geht für die deutsche Mentalität gar nicht weiter. Das halte ich für weder erstrebenswert, noch glaube ich, dass selbst wenn jemand das wollte und das anführen wollte, dass er dafür viele Anhänger finden würde, glaube ich nicht dran. Und insofern Demoverhalten überdenken. Also einmal muss es wirklich immer mehr sein. Oder kann man nicht auf der Demo auch seine Verhaltensweisen ändern? Kann man nicht zum Beispiel Blöcke bilden, wo man verhindert, dass Polizisten einzelne Leute rausgreifen? Kann man verhindern, dass einzelne Leute von der Polizei unter Beschlag genommen werden? Gibt es da nicht Möglichkeiten? Da müsste man mal mit Leuten reden, die sich in diesen Bereichen auskennen.
Eli
Das Problem, lieber Uwe, wir werden es jetzt nicht zu weit analysieren, weil dazu brauchen wir einen separaten Livestream. Aber das Problem ist, vergiss wieder nicht, also dasselbe, was mich vorhin begeistert hat, dass wir wirklich hier mit Menschen es zu tun haben, die unsere Demos befüllen, die vor fünf Monaten noch komplett apolitisch waren. Während es auf der einen Seite wirklich halt Begeisterungsstürme bei mir innerlich auslöst, weil das ja bedeutet, Mensch, wie toll, das sind neue Leute, die wir jetzt erreicht haben, die aufgewacht sind, die sich jetzt damit beschäftigen. Da müssen wir auch gleichermaßen sagen, das sind aber halt wirklich die Leute, Also das ist auch deren Nachteil, denn das sind neue Leute, die sich das erste Mal im Leben mit so etwas beschäftigen. Die haben überhaupt keine militärische Vergangenheit, die sehen sich als Pazifisten, die haben sich ein Leben lang sehr wohl gefühlt in dieser sehr bequemen Rolle, die uns überall übergestülpt wird, dass man ja der brave, obrigkeitshörige... Deutsche oder Mensch ist. Und in dem Sinne, was also im Prinzip einerseits mich inspiriert, dass wir da sehr, sehr viele neue Leute ins Boot holen, ist auch unsere Achillesferse, denn wir holen neue Leute ins Boot. Es ist ja nicht so, dass reihenweise irgendwie Leute von der Polizeiakademie oder von was weiß ich was von der Militärakademie sich uns anschließen, die sonst wie viel Akademie, also gestandene Militärmänner, dass die halt unsere Fronten da irgendwie verstärken können, sondern Wir bauen nun mal auf die Menschen, die sich halt intellektuelle rufen, die aber auch aus der Mitte komplett kommen, die aber auf jeden Fall eines bis jetzt ganz klar geeint hat, nämlich der Ruf, alles friedlich zu machen und der Versuch, wirklich mit demokratischen Mitteln hier diese Demokratie nochmal wiederzubeleben. Dann ist ja schon längst irgendwo auf diesem Feld dieser Demokratie. Dieses Medien gemachten Hypes gestorben und was wir jetzt eigentlich versuchen, ist sie wirklich halt nochmal zu reanimieren. Aber das tun wir mit den aktuellen Leuten, die diese Demos besuchen, auf eine sehr friedliche Art und Weise. Und deshalb fällt uns das natürlich auch so schwer, Leute zu sensibilisieren dafür, dass vielleicht irgendwann mal ein passiver oder vielleicht auch ein aktiver Widerstand notwendig wird. Aber, um das jetzt zum Abschluss zu bringen, auch dafür gibt uns das Grundgesetz Recht. Das heißt, liebe Leute, guckt mal bitte rein ins Grundgesetz. Artikel 20 Absatz 4 sagt eindeutig, dass wir das Recht haben zum Widerstand und ist da auch nicht zimperlich in seiner Anwendung. Gut, lass uns weitergehen zu deinem nächsten Punkt.
Uwe
Ja, also der nächste Punkt. Also das war das Thema. Wir fangen mit dem an, was wir haben, nämlich hauptsächlich die Demonstrationen. Und das ist natürlich nur eine von mehreren Medaillenseiten, eine von mehreren Dimensionen, in denen die Protestbewegung in Deutschland sich abspielt. Und ein großer anderer Teil spielt sich eben in dem Internet ab. Wir haben verschiedene Zeitschriften von Anselm Benz und wie sie alle heißen. Und dann haben wir verschiedene professionellere Fernsehsender. Dann haben wir Reporter von der Demo-Front. Dann haben wir die Leute, Die viele Interviews machen und Livestreams und ich weiß nicht was alles. Das heißt, da gibt es sehr viel und es gibt auch sehr viel Expertise, insbesondere im medizinischen Bereich. Das haben wir alles. Das Interessante ist aber, dass diese Kräfte untereinander im Wesentlichen völlig unkoordiniert sind. Ich erinnere mich, vor ein paar Monaten, als es noch mit der Partei losging, da hieß man ja der Schwarm, der Schwarm, der Schwarm. Da hat man sich immer so vorgestellt, ja im Schwarm, wenn zehn Dumme auf einen Haufen sind, sind sie schlauer als ein Intelligenter. Ich persönlich sehe das jetzt nicht ganz so, aber zumindest war die Vorstellung, wenn man den Schwarm hat, dann wird alles besser. Der Schwarm, der existiert ja. Ich weiß nicht, wie viele Zehntausende oder Hunderttausende von Menschen bei YouTube und Facebook sich über die Corona-Krise aufregen. Aber die Frage ist, kennen die sich eigentlich untereinander? Handeln die eigentlich in irgendeiner Weise koordiniert? Nein, jeder macht so sein Ding. Das ist so wie in der freien Marktwirtschaft, in Ländern, wo die wo erst mal das freie Handeln ermöglicht ist, dann macht jeder seinen Bauchladen auf. Jeder macht hier was und da was und da was. Und dann nehmen sich noch womöglich gegenseitig die Kunden weg. Hauptsache, ich habe mehr Follower als der Follower, als der Follower hat. Andere befreunden sich auch und besuchen sich gegenseitig in ihren Live-Shows, machen dann Entertainment. Das alles ist da. Aber die Frage ist, warum wird das nicht koordiniert? Warum machen so viele von den YouTubern genau dieselben Bauchladen wie der einen Klick weiter? Es wird zehnmal an zehn verschiedenen Stellen über dieselbe Nachricht berichtet. Es wird darüber zehn verschiedene Videos gemacht. Alle reagieren hauptsächlich auf Input von Informationen, die von außen kommen. Wenn man sich also anguckt, wie viele Leute mal journalistisch recherchieren, Mal nach Fehlern suchen, die man publizieren kann. Das passiert kaum. Wir sind immer in der Sache und vorwiegend im medizinischen Bereich. Als ob wir alle jetzt Virologen werden wollten. Aber auch schon vorhin genannten Gründen, darauf kommt es gar nicht an. sondern es kommt darauf an, an den Ursachen zu arbeiten. Die Ursache ist nicht die medizinische Expertise, sondern die Ursache ist die Interpretation der medizinischen Expertise, dass nämlich die medizinischen Erkenntnisse ganz schlimm seien. Das heißt, wir müssen nicht an der medizinischen Erkenntnis etwas ändern, sondern an der Beurteilung. Und diese Beurteilung wird nicht dadurch geändert, dass wir uns selber zu Experten in Virologie machen. Da haben wir gar nichts von. Es ist zwar interessant und lustig, aber es bringt nichts. Und dementsprechend müsste also vielmehr eine Kooperation der Influencer und der Initiativen. Es gibt so viele Leute, die haben 20, 50, 100.000, teilweise bis zu 200.000 Follower. Das ist eine so große Meinungsmacht. Warum setzen diese Leute sich nicht mal zusammen und stimmen sich mal ab? Und jeder macht das, was er gut kann. Aber dabei sollte es dann nicht bleiben, denn wenn jeder macht, was er gut kann, dann sitzt ja doch wieder jeder nur in seiner Ecke. Da hat man zwar die Redundanzen, also da, wo sich die Tätigkeiten überschneiden und doppelte Energie verbraten wird, obwohl nur einfacher nötig wäre, das würde man beseitigen. Man sagt, du machst den Bereich, du machst den Bereich, du machst den Bereich. Nein, es muss ja auch koordiniert sein. Dann kommen wir zurück zum fünfdimensionalen Strategie in Amerika. Es muss koordiniert werden, es muss ein Ziel geben. Es müssen die Leute mal an einem Tisch sitzen, die müssen mal einen Koordinationsausschuss bilden, die müssen mal eine Interessengruppe bilden und müssen mal sagen, wir alle sind eine Demonstrationsbewegung, eine Protestbewegung. Was wollen wir eigentlich? Wollen wir nur unser Grundgesetz zurückhaben und dann? Wollen wir nur, dass die PCR-Tests wegkommen und dann? Das muss doch mal geklärt werden, sodass auch mal geklärt wird, mit welchen Mitteln wollen wir denn vorgehen? Wollen wir nur juristisch vorgehen? Wollen wir nur demonstrieren gehen? Wollen wir nur Ausschüsse bilden, um für spätere Strafverfolgungsverfahren Beweise zu sammeln? Was wollen wir eigentlich? Das heißt, da muss doch mal die ganzen Kompetenzen, die da sind, an vielen, vielen Ecken, die sind völlig isoliert. Und dementsprechend meine ich, müsste also die gesamte Organisation oder ich sag mal, dass die Influencer hauptsächlich, die müssen sich zusammenschließen in einer Interessengruppe, die ich mal jetzt spontan nennen würde, Demokratie erneuern. Denn ich glaube, darin sind sich alle einig, dass es um Demokratie geht und dass es besser sein sollte, als es vor der Corona-Krise war. Und nicht nur der Zustand vor der Corona-Krise. Also es müsste irgendwie neuer und besser werden.
Eli
Dazu möchte ich ganz kurz sagen, lieber Uwe, dass das im Hintergrund bereits teilweise nicht erst in Planung ist, sondern bereits geschieht, aber natürlich wie ganz viele andere Dinge optimiert und schneller und besser laufen muss.
Uwe
Ja, also worauf ich hinaus will, ist, dass man da jetzt nicht nur an einzelne Gruppen denken darf. Man darf zum Beispiel nicht an einzelne Redner denken, die ein großes Publikum haben oder man darf auch nicht an einzelne Organisationen wie Querdenken denken, die viele Leute auf die Straße bringen, sondern das sind bestimmte Kompetenzen. Der eine kann viele Leute bewegen, der andere kann viele Leute überzeugen durch sein Reden oder durch seine Expertise. Die müssen alle zusammenkommen, die müssen ein Zweckbündnis bilden. Und dieses Zweckbündnis ist ein solches, wo man an einem gemeinsamen Ziel arbeitet und trotzdem jeder seine Sache macht. Aber eben koordiniert und vor allen Dingen unter einer Dachmarke. Das heißt, diese Protestbewegung, die hat doch gar kein Gesicht. Wenn es heißt, ich habe mein Querdenken-Hemd an, das trifft aber doch nur für die Querdenken-Fans zu. Was ist mit allen anderen? Was haben die für ein Hemd an? Warum gibt es nicht eine Dachmarke, zum Beispiel eben Demokratie erneuern? Da müsste man sich überlegen, wie sieht sowas aus? Und tragen alle eben dieses T-Shirt. Auf jedem Flyer, der irgendwo jemand in die Hand gedrückt wird, steht dieses Logo drauf. Dann gibt es eine Marketingagentur, die genau für diese Bewegung die Öffentlichkeitsarbeit macht und nicht, dass jede einzelne Bewegung vor Ort sich die Stirn rauf und sagt, ja, eigentlich bin ich ja Krankenschwester, aber wie erreiche ich jetzt die Nicht-Informierten? Das kann doch nicht sein.
Eli
Da sprichst du aber natürlich etwas an, wo ich ein bisschen relativieren muss, auch wenn ich in vielen, vielen Punkten mit dir übereinstimme, lieber Uwe. Vergiss nicht, die Finanzierung ist immer meistens das Problem und nicht nur die Finanzierung, auch der Fakt, dass es sind nun mal Krankenschwestern, die hier in dieser Bewegung sich, sag ich mal, mobilisieren und aktivieren und die haben halt kein Verständnis für... gezwungenermaßen für Pressearbeit oder sowas oder Öffentlichkeitsarbeit oder medienwirksame Darstellung. Das sind Leute, die sind Bäcker, die sind was weiß ich was, Taxifahrer, die sind alles mögliche. Die sind aber erstens, die sind nicht geschult in diesen Sachen, die sind sowieso komplett mit aktuell wirklich der Situation sehr, sehr, ich will jetzt nicht sagen überfordert, aber gefordert. Allein emotional das alles auszuhalten ist sehr, sehr schwierig. Und das dritte, vergiss nicht, mein Lieber, diese ganzen Werbeagenturen, ich komme selber aus einer, beziehungsweise habe da mal gearbeitet, die arbeiten auch nicht für lau. Ja, das bedeutet, uns fehlt im Prinzip wirklich ja dieser riesengroße Staatsapparat, weshalb der Staat auch so schnell und so effizient und so durchgreifend im Prinzip agieren kann, weil der, ob des Geldes, was der ja wirklich ad infinitum drucken kann, ja, sich einfach die Kompetenzen einkauft und dann sich zurücklehnt. Ja, weil das sind ja der Staat, der Herr Spahn und wie sie alle heißen, ja, die müssen ja nicht die Arbeit machen, von der sie dann profitieren. sondern sie geben das nur in Auftrag. Irgendjemand anders macht die App, irgendjemand anders macht die Marketingagentur und und und.
Uwe
Diesen Pessimismus teile ich an der Stelle gar nicht. Wenn eine Bewegung 500.000 Leute hat, dann hat die, ich sage mal, wenn es 100 Berufe gibt, hat die für jeden Beruf hat die 50 bis 100 oder 1000 Leute. Wenn man die Leute aufruft und sagt, wer ist bereit, ehrenamtlich was zu tun, wer ist bereit, wer Vermögen, sich was reinzupacken und zu spenden. Wer ist bereit, sein Know-how aus seinem Beruf mit einzubringen? Bei so vielen Menschen ist das ein unerschöpfliches Reservoir von Know-how. Dieses Reservoir wird aber nicht abgerufen, sondern was wir haben, ist, wir haben ein paar Köpfe in den Organisationen, die angeben, wo es lang geht. Aber das Know-how wird nicht abgerufen. Das Delegieren fehlt. Die Leute sind doch bereit, etwas zu tun. Ich erinnere mich, als am Anfang noch die erste Partei gegründet war, da waren im einen Forum 40.000 Leute, im anderen waren 8.000 Leute drin. Da wurden jeden Tag Tausende von Beiträgen geschrieben. Das war einer der größten Kritikpunkte, dass die Partei überhaupt gar nicht geantwortet hat. Das heißt, da waren Tausende von Menschen, die tolle Ideen hatten, aber niemand hat sie gehört, niemand wollte sie hören, niemand wollte sich damit beschäftigen. Die Leute sind dann nachher teilweise frustriert abgesprungen. Also das Potenzial ist immer da. Die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt, wie viel Menschen bereit sind, ihren Arbeit zu tun, wie viel sie an Zeit und Geld bereit sind zu investieren. Die ganzen großen Kirchen wurden durch Spenden gebaut, nicht durch staatliche Gelder. Alle, aber die meisten. Da hat man über Jahrhunderte gebaut, man hat es noch nicht mal mehr erlebt und war trotzdem bereit, dafür zu spenden. Und das ist in der Neuzeit genauso. So ein Michael Ballweg spendet sein Privatvermögen in Demonstrationen, ohne zu wissen, was dabei rauskommt. Ja, wie viele gibt es denn noch, die Michael Ballweg wären, die vielleicht eine Null weniger ausgeben würden, aber die auch was investieren würden. Also da muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin mir zu 100% sicher, Würden sich die Führer der Initiativen zusammensetzen und mal eine vernünftige Koordinationsgruppe bilden und sich die Frage stellen, welche Kompetenzen benötigen wir und machen dann einen Aufruf in ihren jeweiligen Kontaktkreisen. Da können die sich aber nicht mehr retten vor Leuten, die ihnen helfen wollen.
Eli
Ich teile sehr gerne deinen Optimismus und irre mich sehr gerne in diesem Punkt. Aber es gibt, wie gesagt, da eine sehr zweigleisige Erfahrung, die ich nicht umhin kann, als im Prinzip zu beobachten. Und wir müssen diese Frage nicht heute klären. Lass uns lieber beim Thema bleiben. Aber vielen Dank für deinen Input.
Uwe
Ich meine jedenfalls, dass der wichtigste Punkt ist, die Bewegung ist im Moment ein völlig chaotischer Schwarm, völlig dezentralisiert, völlig unkoordiniert. Und deswegen fehlt es der Bewegung an effizienter Schlagkraft. Es fehlt ihr sogar an der Richtung. Die weiß ja gar nicht, was sie genau tun soll. Und dafür müsste eben eine Koordination stattfinden. Das heißt, die Leistungsträger, also diejenigen, die besonders engagiert sind, die Organisationen gebildet haben, große Kanäle haben, die müssten sich mal zusammentun und sich mal abstimmen, wie sie was machen können. Das heißt, der erste Punkt wäre, nachdem man eine solche Interessengemeinschaft gegründet hat, erstmal eine Faktenanalyse. Was ist der Ist-Zustand? Das heißt, welche Initiative, welcher Kanal hat eigentlich welche Kompetenzen? Müssen jetzt alle Kanäle immer dieselben Nachrichten berichten? Müssen alle darüber berichten über den Reichstagsturm? Oder reicht es nicht aus, wenn das drei Kanäle machen und alle anderen dann eben diese drei als Nachrichtenkanäle abonnieren? So, denn man darf ja nicht vergessen, dadurch, dass so viele Leute alle dasselbe berichten, nur von verschiedenen Perspektiven aus, entsteht ja eine Unmenge von Informationsspam, So, wenn man sich anguckt, wie die Durchklickraten bei den YouTube-Videos liegen, die liegen ja sehr niedrig. Also wenn ein Video eine halbe Stunde läuft, da gucken die Leute noch keine halbe Stunde rein, da hat doch gar keiner Zeit für, weil er sich ja am selben Tag noch 20 andere Videos angucken muss. Das heißt, die Leute zappen ja durch die Videos durch. Und woran liegt das? Weil die Betreiber, die Kanalbetreiber Videos produzieren wie Wasser aus dem Tarn. Das heißt, es wird auf Deutung kommen raus, wird Information produziert, ohne sich zu überlegen, dass man damit eine Informationsflut produziert, die niemand mehr verarbeiten kann. Wenn ich mir die Foren angucke, da laufen innerhalb von zwei Tagen 5000 Beiträge. Wer soll das lesen bitte? Soll jemand jetzt 24 Stunden lang Beiträge lesen oder was? Das sind doch Missstände, die man in anderen Lebensbereichen gar nicht bereit wäre zu akzeptieren. Also die Informationen, Auf Sachen zu reduzieren, die wesentlich sind und nicht immer wieder dasselbe zu erzählen. Ich war beim Arzt und ich musste die Maske tragen. Ich war im Supermarkt und musste die Maske tragen. Dafür kann man einzelne Gruppen bilden, wo die Leute in Selbsthilfemanier sagen, wie sie alle gelitten haben, weil sie unter der Maske leiden. Aber es muss auch andere Bereiche geben, wo ganz klar und zielstrebig gearbeitet wird, wo auch wirklich konstruktive Beiträge reinkommen. Aber das haben wir nicht. Wir haben solche Foren nicht. Früher gab es das mal zu meiner Zeit, da hatte man so Onboard-Foren, da konnte man das alles strukturieren. Jetzt läuft hier alles linear durch, durch dieses lineare Durchlaufen. gibt es ja nicht mehr die Möglichkeit, klare Gedanken und Themen zu bilden. Das heißt, der Erkenntnis- und Denkprozess ist erheblich eingeschränkt durch dieses lineare und immer schneller laufende Maß von Informationen. Wenn wir nur so ein Live-Chat gucken und schauen, wie schnell die Leute das schreiben, da frage ich mich, wozu schreiben die das? Das kann doch gar keiner mehr lesen. Mal ganz ehrlich, was soll das? Man hat ein Gefühl, das drückt man jetzt in die Tasten. Ja, wunderbar. Hurra, ich bin da, mich gibt es. Ja, um wen nützt das? Niemand. Das sind Dinge, die kann man optimieren. Wir sind fünf Menschen und normal. Da gibt es nichts daran zu kritisieren, aber man kann es besser machen. Besser machen heißt, wir müssen herausfinden, was für Kompetenzen haben wir, wie sind die aktivierbar, welche Finanzmittel sind verfügbar, welche Rechtsmittel sind verfügbar. Und wenn man das dann hat, wenn man eine Bestandsaufnahme gemacht hat, Dann ist die Frage, was ist der Gegner für einer? Wen wollen wir überhaupt als Gegner erklären? Müssen wir gleichzeitig gegen alle kämpfen? Müssen wir gegen Herrn Spahn und gegen Herrn Drosten und gegen Frau Merkel und gegen den und gegen alle gleichzeitig kämpfen? Ist das eine vernünftige Strategie? Oder sucht man sich vielleicht erst mal das schwächste Lied aus und überlegt sich dann, Moment mal, was passiert eigentlich, wenn ich den jetzt in Anführungsstrichen abschießen würde? Wenn ich also Mittel und Wege finden würde, diese Person unglaubwürdig zu machen, was ja ein durchaus gängiges Prinzip im Politikbetrieb ist, was passiert dann? Welche Auswirkungen hat das? Und wen nehme ich mir als nächstes vor? Das sind ja Fragen, die man sich immer stellen kann, aber diese Fragen werden ja nicht gestellt, weil man gar keine Zeit dafür hat. Also, das wäre die Situationsanalyse. Und wenn man dann sagt, okay, ja, aber wie wollen wir uns denn organisieren? muss man sagen, okay, da ja alle bundesweit verstreut sind, teilweise im Ausland, ist eine zentrale Struktur und Organisation mit Sicherheit nicht das beste Mittel der Wahl. Es muss schon dezentral sein. Es muss schon digital sein. Videokonferenzen nicht irgendwo hinfahren. Wir leben im 21. Jahrhundert. Wer zu einer Besprechung noch irgendwo hinfährt und seine 80 oder 60 oder 90 Kilo Körpergewicht mitnimmt, nur um mit dem Mund akustische Fällen zu produzieren, der hat irgendwas mit dem Körper zu tun. der glaubt, dass die physische Präsenz wichtig sei. Aber es ist in Wirklichkeit Zeitverschwendung. Man kann das machen, wenn man nette Kontakte haben will und sich mal in den Arm nehmen will und jemand unbedingt auch mal von hinten sehen will, statt nur von vorne. Aber für den Bereich der Kommunikation, für das effiziente Arbeiten ist das nicht benötigt. Braucht man nicht. Kann man darauf verzichten. Und dann kommt der nächste Punkt. Wenn man sich also schon dezentral organisiert, warum Haben wir denn solche Organisationsstrukturen, die technologisch fremdbestimmt sind? Wo findet denn die Kommunikation statt? Auf so Instituten wie YouTube, da jammert man rum, dass Videos gelöscht werden, teilweise ganze Kanäle. Auf Facebook genau dasselbe Theater, da wandert man ab nach Telegram, wer weiß in einem halben Jahr, wie es auf Telegram aussieht oder Bitshoot und wie sie alle heißen. Ja, kaputt. Was passiert eigentlich, wenn im nächsten Frühjahr dass das EU-Gesetzespaket zur Reinheit des Internets auf den Markt kommt. Die genauen Inhalte sind ja noch nicht bekannt. Aber nach dem, was man bisher gehört hat, geht es ja irgendwie darum, dass zukünftig Fake News nicht mehr erlaubt sind. Wer bestimmt denn jetzt, was Fake News sind? Das heißt, es könnte vielleicht sein, dass jetzt eins spekulativ, dass dann, wenn das neue Gesetz rauskommt, einmal alles das, was hier bei Facebook gegen Corona geredet wird, alles als Fake News definiert wird. Und dann werden die Kanäle abgeschaltet. Dann frage ich mal die ganzen Leute, die jetzt 10, 20, 50, 150.000 Follower haben, was machen die denn dann? Mit wem kommunizieren die denn dann, wenn die technologische Basis weg ist? Das heißt, dann bricht die ganze Bewegung in nichts zusammen. Und dann verlassen wir uns dann auf Telegram. Wer kennt irgendjemand Telegram? Sind die Leute zuverlässig? Ich habe noch nie jemanden gesehen. Das heißt, das ist ja eine Blackbox. Auf eine Blackbox zu setzen, eine Infrastruktur, ist ja ein Selbstmordkommando. Das heißt, die einzig vernünftige Art und Weise, diesem Problem zu entgehen, ist, eine völlig eigene technische Infrastruktur zu erstellen, die man dann zum Beispiel auch via Apps erstellt. dann natürlich mit kommunizieren kann. So, denn dass die Punktnetze aber abgeschaltet werden, das ist unwahrscheinlich. Das Internet abgeschaltet wird, ist unwahrscheinlich. Es werden allenfalls Plattformen für bestimmte Leute gesperrt. Aber die Datenströme als solche, die Datennetze als solche, die werden ja erhalten bleiben, weil die ja zur Kontrolle der Staatsinteressen notwendig sind. Das ist ja das große Ziel, alles zu digitalisieren. Also wird es ja nicht abgeschaltet. Das heißt, man muss sich also die Frage stellen, warum macht sich niemand Gedanken darüber, großflächig für die gesamte Protestbewegung dezentrale technische Strukturen zu schaffen. Server in Ausland, auf denen eigene Foren laufen, eigene Apps zu bauen und, und, und, und. Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, die man ausdenken kann. wo man dann unabhängig wird von Strukturen, die direkt oder indirekt der staatlichen Kontrolle unterliegen.
Eli
Lieber Uwe, der allererste Grund wird sein, was sowas kostet. So nobel die Absicht auch ist und so praktisch natürlich auch die Anwendung dessen wäre, umso schwieriger ist es zu finanzieren.
Uwe
Das ist völlig richtig, aber das ist eine Frage der Analyse. Also wenn ich an jedes Problem damit rangehe und sage, es ist ja schwierig, dann brauche ich jetzt gar nicht das anfangen zu lösen, sondern das Prinzip bei Strategien. Und da komme ich jetzt mal auf die Denkweise der Soldaten. Wie denkt der Soldat? Der Soldat, der eine Strategie hat, um einen anderen Gegner zu besiegen, der denkt von hinten. Das heißt, er fragt nicht, wie stark ist der Gegner, sondern er sagt, was ist mein Ziel, was will ich am Ende erreicht haben? Und dann fängt er an, von diesem, was er am Ende erreicht haben will, die Schritte rückwärts zu planen, um dieses Ziel zu erreichen, welche Vorstufung muss ich dann erreichen, um das zu erreichen, welche Vorstufung muss ich dann erreichen und, und, und. Das heißt, das riesengroße Problem, was unlösbar erscheint am Anfang, wird in so kleine Etappen wieder, dass es dann tatsächlich dankbar ist. Und deswegen ist der erste Schritt bei Problemen grundsätzlich immer zu finden, es gibt eine Lösung und nicht den Gedanken zu denken, es ist wahrscheinlich zu schwer, zu groß, zu teuer, ich habe zu wenig Leute. Den Gedanken darf man gar nicht denken. Man muss sagen, wenn ich den Gedanken denken kann, dann ist er auch möglich. Die Frage ist nur, ist er jetzt oder wann, in welcher Zukunft möglich? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Und dann fange ich an, mit diesen Bedingungen zu suchen. Zum Beispiel, dass man sich eben fragt, was muss ich für eine Organisationsstruktur haben? Wie vernetze ich die Leute untereinander? Wo kriege ich die einzelnen Leute her? Und was muss ich denen bieten, dass die zum Beispiel bereit sind, aus ihrer Privatschatulle da was zu investieren? Was muss ich denen für Vorteile anbieten? Das alles sind Dinge, die sind machbar, aber dafür muss man positiv an die Sache rangehen. Da darf man nicht von vornherein sagen, es ist eine zu große Aufgabe. Hätte Michael Ballweg vor ein paar Monaten gesagt, ich kriege nie eine Million Leute auf die Straße, dann wäre er auch nicht angefangen.
Eli
Gut, dann lasse ich mich sehr gerne des Besseren belehren und dafür bist du ja auch hier. Ich möchte ganz kurz für die Leute noch zusammenfassen. Wir haben uns gerade durch einen Fünf-Punkte-Plan bzw. eine in fünf Kategorien aufgeteilte Liste an Gedanken, die man im Prinzip, wie man unsere Bewegung optimieren könnte. Davon haben wir jetzt zwei geschafft. Das war zuerst die Situationsanalyse, nämlich die Eigenanalyse und die Gegneranalyse. Und dann vor allem halt, dass man sich überlegt, wie kann man denn eine gemeinsam nutzbare, dezentrale Organisation aufbauen? Auf Basis der vier Kompetenzen bzw. der vier Punkte, wie der Uwe es gerade sehr langatmig, aber dennoch im Prinzip kompetent in sich geschlossen dargestellt hat. Nämlich, ganz kurz für euch zusammengefasst, eine Kommunikationsstrategie, die Kompetenzbereiche, die man sich quasi überblickt und dann entsprechend anspielt, dass man die Organisationsstruktur überdenkt und entsprechend strafft, wo es halt notwendig ist. Und gleichzeitig halt sagt, okay, man nutzt alle Möglichkeiten, die man heutzutage zur Verfügung hat, zur Vernetzung und damit man halt Zeit- und Handlungspläne effektiver aufbauen kann. Wir kommen jetzt zum dritten von fünf Blocks aus der Reihe, was man denn tun kann. Und das ist die kreative Strategieentwicklung. Lieber Uwe, für dich bitte in halb so viel Zeit wie den vorherigen Punkt.
Uwe
Ein Teil haben wir schon besprochen, also zum Thema, was man bei Demonstrationen vielleicht optimieren kann und das, was man eben bei Demonstrationen machen kann, nämlich Maßnahmen, wie man Polizeigewalt besser umgeht, einfache Taktiken auch außerhalb des Demonstrationsbereiches, was zivilen Ungehorsam betrifft, da muss man natürlich mit Rechtsanwälten sprechen, was möglich ist und was nicht. Dann grundsätzlich Guerillataktiken, aber organisiert, also nicht in eigener Manier, nach dem Motto, was kann man eigentlich tun, um so ein bisschen Sand ins Getriebe der staatlichen Repressionsmaßnahmen reinzupacken. Da müssten sich mal Leute zusammensetzen, die auch vielleicht, ich sag mal, aus früheren Zeiten, aus der 68er-Zeit oder so, Demonstrationserfahrung haben. Vielleicht gibt es auch Fachliteratur, vielleicht gibt es auch Fachleute für solche Sachen, das müsste man mal prüfen. was dort machbar ist, was realisierbar ist. Nur mal so als Beispiel, was würde denn passieren, wenn an einem verkaufsoffenen Samstag in einer Großstadt 20 Demonstranten die Einfahrt zu Parkhäusern versperren. So, da haben sie auf einmal, selbst wenn das eine Maßnahme ist, die durch Zufall geschieht, weil alle genau in der Einfahrt gerade Platten haben und ihr Auto aber blockiert und sie es nicht zur Seite schieben können. Da steht jetzt eine halbe Stunde lang ein Auto in der Einfahrt. Da haben sie in der ganzen Stadt Kilometern. Da sind die Einzelhändler gar nicht von begeistert. Wenn jetzt eine Bewegung, die halb militant wäre, sagen würde, das waren wir und wir übernehmen die Verantwortung und wenn der Einzelhändler uns nicht unterstützt, dann machen wir das nächsten Samstag wieder. Was passiert dann? Das ist am Rande dessen, wo man Strafrecht überlegt. So ist aber nur eine Idee, um mal wegzukommen von diesen Gedanken, wir müssen immer nur demonstrieren. Es gibt viele Sachen, was man machen kann. Und das fällt also im Bereich Guerillatechnik um. Und diese Strategieentwicklung muss eben von Leuten gemacht werden, die wirklich auch Ahnung davon haben. Nicht von jemand wie mir. Ich bin da jetzt nicht der große Guerillat-Taktiker. Da muss man wirklich mal das analysieren. Wenn man solche Leute nicht findet, dann muss man sich informieren, recherchieren und sagen, was hat man in anderen Ländern zu anderen Zeiten in ähnlichen Situationen gemacht? Welche Techniken gab es und wie kann man das auch uns auf deutschen Verhältnissen und Bedürfnissen umsetzen? Das Thema kreative Strategieentwicklung.
Eli
Also nochmal kurz zusammengefasst, man müsste sich anschauen, die Taktiken gegen die Polizeigewalt, denn es ist nicht davon auszugehen, dass die Polizei in irgendeiner Form ein Umdenken quasi an den Tag legen wirkt. Und schon gar nicht, liebe Leute, egal wie sehr ihr mich dafür hasst, bitte schlagt euch das aus dem Kopf, dass die sich uns anschließen werden. Also das klingt immer toll, wenn das eine Million Menschen rufen, aber das hat bei diesen Menschen, die da hingesandt werden, zu diesen Einsätzen noch nie etwas bewirkt. Also Taktiken gegen die Polizeigewalt, auf die wir uns einstellen müssen, Taktiken für zivilen Ungehorsam und Guerillataktiken in der Art und Weise, wie Uwe sie gerade beschrieben hat. Ich finde ja fast der passendere Ausdruck dafür wäre nicht nur mit Guerillataktiken, sondern sowas wie Aktionen, kreative Aktionen.
Uwe
Ja, das wird dann unter zivilen Ungehorsam im Grunde genommen.
Eli
Genau, also im Prinzip ist das einigermaßen so miteinander kombinierbar. Kommen wir also zum vierten Block, der aus zwei Punkten diesmal besteht, nämlich die autarke Technologie. Was meinst du damit, Uwe?
Uwe
Ja, also mit der autarken Technologie hatte ich vorhin schon kurz angesprochen, also sich technologisch von bisherigen Strukturen unabhängig zu machen. Das heißt also nicht nur, dass jetzt eine Partei ihre eigenen Server hat und sagt, okay, wir haben unsere eigene Mitglieder-App und machen unsere eigene Mitglieder-Verwaltung per App. Nein, das muss für alle bereitgestellt werden. Es gibt genügend Leute, bei 500.000 oder bei einer Million Protestlern gibt es genügend, die auch bereit sind, Geld auszugeben, weil sie vermögend sind. Das behaupte ich und lege dafür meine Hand ins Feuer, dass es davon genügend gibt. Aber man muss diese Leute, die Geld haben, die verschenken ihr Geld nicht für sinnlose Projekte, die müssen überzeugt werden, die Projekte müssen Hand und Fuß haben. Das heißt, hier benötigt man entsprechende strategische IT-Planer, die man sich gegebenenfalls auch einkaufen muss, wenn man sie nicht schon im eigenen Mitgliederstamm rekrutieren kann.
Eli
Also ganz kurz, meines Wissens nach baut die Firma von einem gewissen Herrn Samuel Eckert, der einigen von euch vielleicht ein Begriff sein wird, Serverfarmen. Insofern hätten wir da in nicht allzu weiter Ferne jemanden, den wir dazu vielleicht befragen können.
Uwe
Ja, gut, das muss man dann eben gucken. Auf welche Plattformen geht man? Geht man dann nach Deutschland? Geht man ins Ausland? Und, und, und. Da gibt es ja viele Sachen zu beachten. Aber der Grundtenor sollte eben sein, sich technologisch unabhängig zu machen. Die Mitglieder müssten genauso schnell untereinander kommunizieren, so wie es der Staat jetzt auch. macht mit seinem Corona-App. Ich meine, kommunizieren jetzt die Mitglieder nicht persönlich, also die Bürger. Das machen dann eben die Handys untereinander und informieren sich. Aber solche Geschichten sind doch technologisch heute ohne weiteres möglich. Eine App zu schreiben, für welche Plattform macht man Handys, ist doch null Problem. Warum sind die können nicht die Mitglieder schnell informiert werden. Also stellt sich doch nur mal vor, was haben wir in Hongkong gesehen mit diesen Flash-Markt, die tauchen aus der U-Bahn auf. Was ist denn, wenn zum Beispiel eine Strategie-Koordinationsstelle der Proteste sagt, wir machen jetzt mal eine Demonstration, melden wir mal an mit 10.000 Leuten im Hamburger Rathauspark und dann kommen dann 10.000 Demonstranten und 2.000 Polizisten. Aber in Wirklichkeit kommen nicht 10.000 Demonstranten, sondern 2.000 und kurzfristig werden die anderen 8.000 demonstrieren ganz woanders und machen dort eine Aktion unangemeldet. Was passiert dann? Die Polizei hat keine Qualität, die kann da gar nicht hinkommen. Solche Dinge wo man also flexibel reagiert. Das geht aber nur dann, wenn die Mitglieder auch schnell informiert werden. Und wenn die Technik ausfällt, wenn Störsender da sind, haben wir doch gesehen in Hongkong, mit Handzeichen. Das gibt es beim Militär auch so. Wenn der Digitalfunk ausfällt, wird auch Analogfunk umgestellt. Wenn der Analogfunk ausfällt, dann wird mit Handzeichen geführt. Dazu müssen natürlich auch mal die Mitglieder mal Handzeichen lernen. Da muss man sich auch mal überlegen, was gibt es denn überhaupt für Signale, die man geben will. So, wenn alle nur hingehen, weil sie Party machen wollen und Musik hören wollen, dann gibt das natürlich nicht. Das heißt also, da muss die Kommunikation verbessert werden und das zeitgemäße Mittel ist eben heute, das mit Apps zu machen, mit den Apps. die dann über, wo die Information über entsprechende, ich sage mal, Server der Protestbewegung verbreitet wird und wo Leute im Hintergrund sitzen und sagen, okay, steuern wir mal so rum, steuern wir mal so rum. Und wenn von den 100 Leuten, die wir aufrufen, 20 das machen, dann ist der Erfolg schon gewährleistet. Punkt. So, das haben wir bisher nicht, sondern wir haben nur Aktionen mit Ankündigung. Ich möchte am 29.12. oder 29. August möchte ich mit 50.000 Leuten kommen. Damit einverstanden. So arbeiten wir im Moment. Also unabhängige Technologie.
Eli
Richtig. Und Mitgliedereinbindung via Apps. Damit haben wir Ziel Nummer 4 abgearbeitet und kommen zu Ziel Nummer 5, die dezentralen Beraterstäbe.
Uwe
Ja, also ich denke, alle Initiativen, die bisher existieren, die also Influencer sind, weil sie große Kanäle haben, weil sie Zeitschriften haben, weil sie alternative Fernsehsender haben, weil sie Demonstrationsveranstalter sind und so weiter, die sind alle super in dem, was sie machen, aber sie sind unkoordiniert. Das heißt, was man braucht, sind jetzt natürlich Expertisen, die diese Fachleute, das sind ja alles Fachleute, die diese Fachleute zusammenschweißen auf eine gemeinsame Zielsetzung hin. Jeder bleibt sein Individuum, macht sein Ding, aber man orientiert sich aneinander. Man wird ein koordinierter Schwarm. Nicht der eine geht vorwärts und der andere geht rückwärts. Nein, der eine geht links neben dem anderen, der andere geht rechts neben dem anderen, aber beide gehen nach vorne. Das ist Koordination. Das hat nicht mit Herrschaft zu tun. Das hat nichts mit Gewalt zu tun. Das ist Koordination. Die Ausrichtung von Kräften in eine gemeinsam gewünschte Richtung. Das ist keine Herrschaft. Das hat nichts mit Gewalt zu tun. Dafür ist die Frage, in welche Richtung man geht. Da braucht man sicherlich einen Beraterstab für die Technologie, also einen IT-Beraterstab. Das heißt nicht irgendein IT-Mensch, den man gerade kennt, sondern der muss auch die Qualifikation dafür haben. Wenn man sagt, wir wollen für 500.000 Leute eine IT-Infrastruktur aufbauen, da reicht es nicht aus, wenn jemand sagt, ich bin ja Netzwerkadministrator und arbeite für 20 Firmen. Nein. Diese Kompetenz ist nicht ausreichend. Da müssen Sie jemanden haben, der für Großkonzerne gearbeitet hat und der 10, 20, 50, 100.000 Leute schon mal vernetzt hat, mindestens einmal, der auch weiß, wovon er redet und nicht jemand, der sagt, das wäre mal eine interessante Aufgabe, die könnte ich ja auch mal machen. Sondern es müssen Leute sein, diese Berater müssen die Expertise schon mitbringen, nicht erst durch die Beratung erlernen. So, und das Gleiche gilt eben für den Beraterstab Marketing. So, weil ich habe vorhin gesagt, der einzige wirklich neue Ansatzpunkt zusätzlich zum Demonstrieren ist eben die Medienmacht anzugreifen. Es ist möglich, das behaupte ich, das Medienmonopol zwar nicht zu brechen, aber zu unterlaufen unterhalb des Radars. So, dazu muss man all die Leute, die bisher den Masken nicht haben, die müssen angesprochen werden. Medienkampagnen mit anderen Mitteln. Man kommt ja nicht an Fernsehsender ran, weil die ja in den Mainstream eingebunden sind. Man kommt ja nicht an die Zeitungs- Aber Sie können zum Beispiel mal einen Flashmob in Wochenzeitungen machen oder in Tageszeitungen. Sagen, okay, wir nehmen uns mal ein Thema vor und jetzt machen wir 100 Leute zu einem Thema in einer Tageszeitung alle einen vergleichbaren Leserbrief. Dann gibt es eine Agentur, die sagt, okay, ich schreibe mal als Ghostwriter 100 Leserbriefe. Aber ich habe keine Zeit, die da in der Zeitung zu veröffentlichen. Ich habe ja auch nicht 100 E-Mail-Adressen. So, und die verteile ich jetzt an 100 Leute und die machen das alle einzeln. So, was will dann die Zeitung machen? So will die Zeitung jetzt 100 Leute sperren und das machen sie dann vier Wochen lang und haben nachher gar keine Leseredaktion mehr. So kann man das mit vielen anderen Sachen auch machen. Aber was da alles denkbar ist und wie das machbar ist, das können nur Leute beurteilen, die aus der Medienbranche kommen. So Leute, die wissen, wie Texte gemacht werden müssen. Nicht, dass bei mir Leute anrufen und sagen, ich würde gerne mal eine Fettelaktion machen und ein Ein Flyer irgendwo im Briefkasten reinschmeißen. Haben Sie mal eine Idee, Herr Loose? Und übrigens, ich habe die Idee. Nein, das reicht nicht aus. Das sind ja Amateure. Wenn wir Leute ansprechen wollen, die bisher schlafen, weil sie nicht informiert sind oder falsch informiert, dann müsste auch eine Medienkampagne gemacht werden, die dazu geeignet ist, sie Schritt für Schritt aufzuwecken. Das heißt, da müssen Leute ran, die von der Psychologie, von Menschen Ahnung haben und genau beurteilen können, welche Schritte wann gemacht werden müssen an Informationen, wie häufig die gemacht werden müssen und auf welchen Kanälen die Information herangetragen werden kann. Nicht jeder macht da mal so etwas, weil er gerade eine gute Idee hat. Das stelle ich mir unter einem Beraterstab im Marketing vor. Also Fachleute aus Werbung, Marketing und Reklame. Die wissen, wie das Unterbewusstsein funktioniert, die das Timing kennen und die ganz genau wissen, um eine Information für ein Produkt rüberzubringen, ist der Werbeclip, braucht nur 10 bis 30 Sekunden sein. Der muss nicht vier Seiten Erklärung sein, wie der PCR-Test funktioniert. Das interessiert keinen.
Gast
Gut. Ja.
Eli
Also Beraterstäbe, die schon aus dem Fach kommen und die motiviert sind und die am besten ehrenamtlich arbeiten, aber dennoch eine Arbeit abliefern, die wirklich hochprozentig ist und die es in sich hat. Ich will das gar nicht so satirisch sagen, wie es jetzt gerade rüberkommt. Das ist tatsächlich, was es braucht und ich weiß, dass es ein kleines Wunder braucht, um das zu schaffen. Aber wir müssen unsere Ziele ja hochsetzen, wenn wir auch nur 10% davon erreicht wollen. Gut, dann lass uns doch mal wirklich zum Abschluss kommen und ich glaube, am Abschluss muss ein Aufruf stehen, lieber Uwe. Dieser Aufruf, den überlasse ich dir, denn du hast ihn ja auch geschrieben, aber er deckt sich sehr stark mit vielen Gefühlen, die auch ich in mir habe. Deshalb also auf Basis dieser fünf Ziele, die ich jetzt mal ganz kurz nochmal wiederhole, damit die Leute verstehen, was haben wir gerade überhaupt durchgemacht. Eine Situationsanalyse. Eine gemeinsam nutzbare dezentrale Organisation, eine kreative Strategieentwicklung, eine autarke Technologie und vor allem die gerade eben besprochenen dezentralen Beraterstäbe. Wenn man das alles in sich vereint, dann hat man eine Chance in irgendeiner Form... diesem Monstrum, was da wirklich uns gegenüber steht, gegenüber zu treten. Aber dazu braucht es eins, erstmal einen Aufruf, damit die Leute sich damit beschäftigen. Und den überlasse ich dem Uwe.
Uwe
Also ich möchte dann hiermit wirklich sagen, meine lieben Protestler, und dazu zähle ich uns alle mal mit rein, wir haben ein Interesse darauf, dass es in diesem Land besser wird. Und deswegen rufe ich ganz offiziell alle Influencer und Initiativen auf. Sie möchten sich doch bitte mal, nicht irgendwann, sondern ganz bald mal zusammensetzen und möchten mal sich in einer Interessengemeinschaft unter dem vorläufigen Namen, den ich mal vorschlage, Demokratie erneuern, zusammensetzen per Videokonferenz. Und in einer solchen Videokonferenz bin ich gerne bereit, noch ein paar weiterführende Gedanken und Ideen zu präsentieren, aber nur an dieser Zielgruppe. Wir sind ja in einer Situation, wo wir die Munition nicht komplett offenlegen wollen und dürfen. Wie heißt es so schön? Der Feind hört immer mit. Das heißt also, diejenigen, die verstehen, und akzeptieren, dass man nur gemeinsam stärker ist und gemeinsam heißt nicht nur das Wort gemeinsam zu sagen, es heißt auch gemeinsam sich tatsächlich zusammenzusetzen, gemeinsam zu diskutieren, gemeinsam Ziele zu setzen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, mal ein bisschen weiter zu denken. Ich habe da ein paar Ideen und auch ein paar Kontakte, die auch sehr kreativ sind und da würde für den Erststart als Ideen-Input schon mal einiges geboten werden, um überhaupt mal anzufangen. Mir ist klar, wenn man sich zusammensetzt und jeder sagt, das hört sich ja gut an, dann muss man erst mal Kreativität entwickeln. Also ein bisschen Input kann ich von meiner Seite aus liefern, wenn Interesse besteht. Liebe Influencer und Initiativleiter, geht mal bitte alle in euch und denkt mal ernsthaft darüber nach, ob ihr weiter nur in eurer Küche kochen wollt oder ob ihr zusammen mit allen gemeinsam ein Ziel erreichen wollt. Und alle, die nicht zu den Meinungsbildnern zählen und die nicht Initiatoren und Gründer von sonst nicht was sind, denken Sie bitte, was Sie tun können. Und was Sie tun können, ist nicht einfach wild irgendwas tun oder sich wild gegen irgendwas beschweren. Sprechen Sie mit den Leuten, die in Ihrer Kommunikationsgruppe was zu sagen haben. Sprechen Sie die an und weisen Sie darauf hin, dass es Sinn macht, sich zusammenzuschließen unter einer Dachmarke, einer Interessengemeinschaft, die nach außen auch für alle anderen Einnahmen zusammentritt, auch in dem Innenverhältnis aus vielen einzelnen Teilen besteht. Und auf diese Weise kann es Schritt für Schritt möglich werden, dass aus dem völlig chaotischen, desolaten und zerstreuten Schwarm ein koordinierter, zielgerichteter Schwarm wird, der in hoher Eigeninitiative mit viel Selbstständigkeit und Engagement seine Ziele auch erreichen kann. In diesem Sinne Hoffentlich, dass wir vielleicht einen kleinen Denkimpuls geben können. Ich bin gespannt, was daraus wird.
Eli
Genau, was daraus wird, das wird die Zeit zeigen. Aber weil wir die Leute immer noch hier gefesselt in deinem Bann halten, lieber Uwe, möchte ich den Leuten auch die Möglichkeit geben, jetzt dir konkret Fragen zu stellen. Das heißt, ihr fast 500 Zuschauer, die ihr immer noch in diesem Stream seid, wenn ihr die Möglichkeit nutzen wollt, könnt ihr jetzt fragen, was auch immer ihr den Uwe fragen wollt. Ich werde dieses Teilstück, den Aufruf, lieber Uwe, wo ich mich extra weggeschaltet habe, weil ich wollte, dass wirklich der ganze Raum ganz dir gehört, nochmal separat quasi anbieten auf meinem Kanal. Da bitte ich natürlich auch die Leute im Chat, den, wenn ihr denn wirklich zustimmt, dem, was der Uwe heute gesagt hat, den zu verbreiten, diesen Aufruf. Ich hoffe, dass dieser Aufruf so ein bisschen als Werbeblock dann dienen kann, damit die Leute angetriggert sind, sich auch die längere Fassung unseres Gesprächs dann anzuschauen. Und jetzt zum Abschluss die Frage an dich, die jetzt thematisch wieder passt, weil sie ist die logische Konsequenz von allem, was wir heute durchgesprochen haben. Man muss ja ins Handeln kommen. Dazu ermutigen wir ja die Leute die ganze Zeit. Und zwar fragt das UE Freiheit. Uwe, würdest du dich auch längerfristig als Berater zur Verfügung stellen, eventuell zusammen mit Samuel, Bodo und Michael als Köpfe der Bewegung? Und vielleicht fangen wir erst mal damit an. Also lieber Uwe, würdest du dich auch längerfristig als Berater zur Verfügung stellen mit den anderen Köpfen wie zum Beispiel Samuel, Bodo oder Michael?
Uwe
Also grundsätzlich bin ich für alle Gespräche offen, gebe aber klar zu bedenken, mein Leben besteht nicht aus Protestbewegung. Ich bin selbstständig und muss meine Brötchen verdienen. Ich habe auch einen 40-Stunden-Job und das wird ja nicht besser. Das heißt, mit Sicherheit werde ich nicht in irgendeiner Vollzeit- oder auch nur Halbzeit-Tätigkeit in einer Protesterlegung tätig sein können oder wollen, außer jemand würde mir eine Stelle anbieten, wo ich mehr verdiene, als ich jetzt habe, rein betriebswirtschaftlich egoistisch gedacht. Das wird aber nicht der Fall sein. Und insofern denke ich, es würde auch eine solche Bewegung bedarf nicht der Vollzeitkräfte. Also in dem Moment, wo Leute sagen, ich muss 20 Stunden am Tag arbeiten, dann hört sich das zwar einerseits mal gut an, wie man es zu tun hat, aber für mich jetzt als betriebswirtschaftlich denkende Menschen heißt es ja, da hat jemand ein Zeitmanagement-Problem, der weiß nicht, wo seine Prioritäten sind. Das Leben muss ausgewogen sein, es muss Freizeit sein, es muss Arbeit sein. Es kann nicht sein, dass nur weil die Welt in irgendwelche schlimmen politischen Umstände vielleicht stürzt, deswegen mein Leben außer Takt gerät. Das kann nicht richtig sein. Die Harmonie muss innen und außen sein. Also auch der Einsatz für Protestbewegung muss sich in einer vernünftigen, psychologischen, finanziellen und zeitlichen Grenze bewegen. Das kann man alles managen. Wir haben heutzutage die Technologien und insofern sage ich ja, ich bin gerne bereit, mit jedem zu reden. Ob es nötig ist, dass jemand wie ich, der eigentlich ein Außenbeiter ist, tatsächlich irgendeine Funktion dauerhaft erfüllt, das denke ich, muss man dann diskutieren. Man muss mal ganz klar sagen, es gibt so viele kompetente Leute. Sicherlich als erster Impulsgeber bin ich sicherlich gut geeignet. Ich habe auch vielleicht noch andere gute Ideen. Aber ob mich das dazu qualifiziert, dauerhaft eine Führungsposition in einer Protestbewegung einzunehmen, das kann ich gar nicht schnell entscheiden. wer kommt denn sonst noch in Frage? Was können die Leute? Was ist die bestmögliche Wahl? Da kann jetzt nicht auf persönlichen Egoismus ankommen.
Eli
Das machen wir auch nicht, aber für uns ist schon mal wichtig, dass du dich überhaupt, sage ich mal, der Sache zur Verfügung stellen würdest, für ein erstes Kennenlernen auf jeden Fall offen bist und auch dich nicht sträubst, das Gespräch zu suchen, sondern gerne, falls jemals auch von Zukunft, das hast du ja schon das letzte Mal gesagt, bereit bist, deine Expertise zur Verfügung zu stellen, auf welcher Basis das fortgeführt wird, wie das honoriert wird, ob es überhaupt honoriert wird und ob irgendwas davon umgesetzt wird. Das steht auf einem komplett anderen Blatt. Naja, zumindest wir sind dir auf jeden Fall ewig dankbar, lieber Uwe. Nicht nur für alles, was du heute gemacht hast, sondern für alles, was du in Zukunft tun wirst. Und du bleibst ja auch der Bewegung erhalten, aber zumindest deinem Kanal. Nur mich bei dir zu bedanken. Ich möchte an dieser Stelle das Gespräch mit dir beenden. Ich bleibe dem Chat noch ein bisschen erhalten. Die können sich noch ein bisschen mit mir unterhalten. Aber du hast einen wundervollen Job heute getan. Ich bedanke mich bei dir. Ich beende das Zoom-Gespräch an dieser Stelle und wünsche dir in die Nacht nach Hamburg einen wundervollen Gruß.
Uwe
Bleib uns erhalten. Vielen Dank, dass wir so lange zugehört haben. Tschüss, Eli.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Analyse Teil 2/3 - Die Strategie der Protestbewegung - Vorschläge zur Optimierung“, Die Welt Klar Sehen, 27.09.2020.
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Teil 3 der Trilogie zur Protestbewegung 2020: Uwe Loose und Elijah Tee (Eli) erörtern in einem Live-Interview konkrete Vorschläge zur strategischen Optimierung der Corona-Protestbewegung. Schwerpunkte sind Koordination der alternativen Medien, eine gemeinsame Dachmarke, autarke Technik und dezentrale Beraterstäbe.
