Strategien im Widerstand - Teil 1 - allgemeine Einführung02.10.2020
Abschrift
Abschrift des Videos vom 02.10.2020217 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Klar sehen, clever denken, reihandeln. Ja, hallo liebe Zuschauer, heute aus einer Wirtschaft hier in der Nähe der österreichisch-deutschen Grenze. Wir waren eben bis gerade noch in Österreich auf diesem Kongress der, sagen wir mal so, alternativen Ärzte. Und ein Rechtsanwalt war dabei und ein paar Journalisten waren auch dabei, ServusTV zum Beispiel.
Aber heute geht es jetzt eben um das Thema Widerstand und Strategien. Und da hat ja der Elia und der Uwe schon sehr schön Arbeit vorgelegt. Ich verweise gerne nochmal auf das Interview von Elia mit dem Uwe. Da gab es zwei Stück Interviews, muss ich sagen und das fand ich sehr motivierend und dann habe ich mir gedacht, okay, dann lade ich doch die beiden mal ein und ich fand eben auch sehr vorbildlich, dass der Geronimo seit ungefähr drei Wochen jetzt schon in Berlin ist und sich da eben vernetzen möchte,
weil er gesagt hat, in Berlin, da sollte der Widerstand zusammen sich fügen. Und außerdem hat mir der Elia noch gesagt, er hätte gerne den Jens mit dabei. Und vom Jens weiß ich jetzt noch nicht so viel, bloß dass der Bernd ihn schon eingeschaltet hat. Also diskutieren wir heute mit euch die Strategien. Ja, dann darf ich einfach mal alle miteinander begrüßen. Vielen Dank, dass ihr in die Runde gekommen seid.
Jens, möchtest du noch irgendwie ein bisschen was zu dir erzählen, deine Einstellung vielleicht? Das finde ich sehr gut. Entschuldigung, ich habe ja den Jens hinzugebracht zu dieser Runde. Er hat sich bei mir gemeldet, nachdem er die erste Sendung wahrscheinlich mit dem Uwe gesehen hat. Und das hat ihn inspiriert zu sagen, er möchte auch seine Erfahrungen teilen. Ich habe dann mehr präzisiert, nachdem ich ihn angerufen habe. Wochen später muss ich zu meiner Stande gehen. Jemand in seiner Familie kennt sich mit dieser Konfliktsituation und erfolgreichen Demos ein bisschen aus und das
fand ich, das ist sehr passend, wenn wir uns heute über Strategien unterhalten wollen. In die in erster Linie halt nicht nur erfolgsversprechend sind, sondern auch Erfolg gebracht haben auf irgendeine Linie irgendwo. Und deshalb wollte ich ihn zu dieser Runde hinzubringen, weil ich glaube, dass das zielförderlich ist, wenn wir etwas haben, worüber wir uns dann konkret unterhalten können. Also wenn wir sagen, wir müssen jetzt nicht mehr irgendwelche Luftschlösser bauen, sondern können ganz konkret sagen, das und das hat da und da funktioniert in der und der Zeit. Ist das für uns anwendbar auf unsere Situation oder nicht? Perfekt. Jens, erzähl doch mal, wo bist du her und welche erfolgreichen Strategien hast du denn schon miterlebt?
Also ich bin der Jens, wohne in einer kleinen Stadt neben Magdeburg in Sachsen-Anhalt und ich bin seit sieben Jahren mit einer armenischen Frau verheiratet. Daher weiß ich auch um die armenische Revolution, die vor zwei Jahren stattfand, ziemlich gut Bescheid, weil 24 Stunden nichts anderes lief bei uns zu Hause. Wie fing das Ganze an?
Vorgeschichtes, auch da waren die letzten drei Präsidenten alles Mafia-Putin-treue Präsidenten. und das Volk hatte da halt keine Lust mehr drauf. Und ein Oppositionist, der schon immer auch im Parlament war und immer schon dagegen gearbeitet hat, hat dann halt Folgendes gemacht. Er hat angefangen bis zu Fuß in irgendeinem Dorf und hat gesagt, ich mache jetzt einen langen Spaziergang,
Schritt für Schritt. Ich mache jetzt den ersten Schritt für das Volk, nicht für sich selber, sondern für das Volk und jeder, der möchte, kann ihn begleiten. Und das war alles live über Facebook sichtbar. Also auch nachts, wenn er im Zelt lag und geschlafen hat, auf seinem Weg nach der Hauptstadt in Yerevan, war das Volk immer dabei. Das hat dazu geführt, dass natürlich die Leute, die ihn begleitet haben, ähnlich wie bei Forrest Gump, seinen Marathonlauf, die Gruppe wurde immer mehr.
Und alles, was er sagte und absprach, war halt immer live über seinen Facebook-Seite zu verfolgen und das war ab März 2018 hat er damit angefangen. Die Bewegung hat sich dann bis im Mai so vergrößert, dass er eigentlich nur noch sagen musste, was machen wir jetzt und die Bevölkerung im ganzen Land hat sofort reagiert. Also die mussten jetzt nichts kaputt machen, er hat von Anfang an gesagt, wir machen nichts kaputt, wir schlagen nichts kaputt, wir setzen nur das öffentliche Leben lahm.
ohne gegen Gesetze zu verstoßen natürlich und da die Masse halt am Ende wirklich kompakt zusammengearbeitet hat, konnte er sagen, jetzt hindern wir, dass die Leute zum Flughafen kommen und mit dem Flugzeug wegfliegen können oder jetzt machen wir diese Straßen dicht und jene Straßen dicht, dass die Parlamentarier nicht mehr ins Parlament gehen. können. Und das hat dann eigentlich nur bis Mai gedauert, 2018. Und dann war die Sache durch,
dass die so wirklich geschafft haben, dass der Präsident, der Prime Minister von Armenien zurücktreten musste. Das ist jetzt so die kurze, schnelle Zusammenfassung. Was war denn überhaupt der Hintergrund des Konflikts? Was wurde den Menschen vorgeworfen? Also ist das in irgendeiner Form vergleichbar mit den Vorwürfen, die wir in unserer Regierung haben? Oder ist das ein komplett anderer Vorwurf gewesen, weshalb die Leute unzufrieden waren und überhaupt diesen Systemwechsel herbeiführen wollten?
Also das Leben in Armenien ist ähnlich wie in Russland. Es gibt einmal eine Mafia-Struktur wie in Russland. Also da hat keiner was zu sagen, der nicht auch irgendwie mit der Mafia verbunden ist, also wo das viele Geld steckt. Und die Bevölkerung ist eigentlich sehr arm. Muss man das zum Verständnis. Also da geht man quasi 15 Stunden am Tag arbeiten und bekommt etwa 10 bis 15 Euro dafür. Aber wenn man im Supermarkt einkaufen geht, bezahlst du schon 10, 15 Euro um dir zwei Brötchen, eine Milch und ein bisschen was zum Essen, also was für eine Mahlzeit reicht, dass man sich mal so die Verhältnisse vorstellen kann.
Da gibt es auch keinen Sonnabend-Söndag frei oder eine Mitternacht frei. Da ist 24 Stunden alles geöffnet, das ganze Jahr über. Und wenn da eine Frau mit ihren Kindern überleben will, muss sie quasi 15 Stunden arbeiten, gehen nach Hause, schlafen, aufstehen und wieder arbeiten. Und das den ganzen Monat durch. Die haben nichts von ihrer Familie. So kann man dann auch verstehen, wie da schon die soziale Lage ist. Und man bekommt auch nicht wirklich Arbeit. Das ist alles mehr oder weniger Schwarzarbeit, was die Bevölkerung über sich ergehen lassen muss. Und die Preise wären halt, weil die Wirtschaft ist da nicht wie bei uns.
Ich sage mal, für Bananen gibt es ein Mafia-Chef, der Bruder von dem Präsidenten. Nur der darf in Armenien die Bananen anbieten, der nächste darf nur das Öl anbieten von dem Bruder. Also das ist da wirklich alles familiell und mafiösisch so verstrickt, dass man eigentlich nicht wirklich eine Wahl hat, als Volk da irgendwas mit zu entscheiden. ja ja ja nikolai nicole passion ist jetzt auch der aktuelle prime minister ist wirklich eine
person die für das volk also ich mache jetzt den unterschied wenn man andere freiheitskämpfer sieht die rede ich werde für euch ich mache das machen ich werde das machen er sagt nicht ich mache das für mich sondern ich mache das was ihr wollt ja ich werde mich für das einsetzen was ihr mir sagt Ja, und wenn ihr sagt, wir machen das nicht, dann mache ich das nicht. Und wenn ihr sagt, wir machen das, wir wollen in die Richtung, dann mache ich das für euch. Ja, das ist so mal die kleine charakterische Unterschied zwischen anderen Freiheitskämpfern in anderen Ländern, dass er die Person wirklich sagt, ich riskiere das Leben für meine Familie, ja, für das Land, also patriotisch.
Also das ist wirklich ein Patriot, der sogar seine eigene Familie der Gefahr aussetzt, dass die von der Mafia wie auch immer beseitigt wird. Und dazu stand er von der ersten Minute und hat auch alles immer live gemacht. selbst wo es am ende hin gespräche mit den amtierenden präsidenten hat er nur unter die bedingungen angenommen dass es live läuft die rede war dann bloß eine minute lang weil der präsident der nicht sagen würde er denn das ganze folgt wieder mithilfe was er ihnen
wahrscheinlich 200 millionen angeboten dass er das also damit geld ja aber er hat sich halt nicht kaufen kannst du mal ein bisschen was sagen zur rolle der medien also inwieweit sind die medien ähnlich gleich die sind da genauso gleich geschaltet gewesen also aber das volk kennt das ja schon kennen also die lassen sich ja gar nicht mehr verarschen spätestens seit der
bankenkrise nicht wo der google oder google neu gemacht wurde und die meisten wird ihr geld verloren haben was zur bank getreten gebracht haben bringen die leute dort ihr geld nicht nicht mehr zur Bank und sie wissen auch das, was in den Medien läuft, das ist reinste Propaganda, weil die leben ja in diesem System, sie wissen ja, wie es funktioniert, ohne Nebenjobs, ohne Bestechung läuft da gar nichts, ja, bekommst du da auch nichts und die haben halt schon ein ganz anderes Grundverständnis wie wir hier, für uns ist ja vieles relativ einfach und friedlich, du musst hier um nichts kämpfen, du verhungerst nichts, auch wenn du gar nicht arbeiten gehst, ja, und da sind die halt schon länger mit dem System vertraut,
dass das halt alles Propaganda ist. Deswegen hat diese Revolution auch nur über Facebook-Seite Live-Chats und Live-Streams funktioniert. Also da hat schon keiner mal ans Fernsehen reingeguckt, was die da bringen. Wissen die schon, das ist alles bezahlte Propaganda und egal, wenn du ein Volk ansprichst, da weiß eigentlich jeder Bescheid. Da rennen wir nicht wie bei uns rum. Ach ja, sowas gibt es doch bestimmt nicht oder so. Nein, das weiß jeder. Und wenn ich jetzt meine Schwiegermutter frage, die weiß jetzt besser Bescheid, was da in dem aktuellen Krieg, der jetzt losgegangen ist, gerade wo, wie was passiert, wie wir hier in den Medien nie zu hören kriegen.
Da können wir noch so suchen, weil die den ganzen Tag so viel Zeit haben, sich wirklich mit dem Thema der Wahrheitsfindung zu beschäftigen, dass die alle wirklich aktuell immer ihre eigenen Wahrheiten raussuchen und auch rauskriegen. Also das hat dieses Volk wirklich uns voraus. Aber wie lässt sich das denn vereinbaren, wenn du jetzt einerseits sagst, die Leute müssen 16 Stunden am Tag arbeiten, dann komatös ins Bett fallen und dann wieder weiterarbeiten, um ihre 15 Euro am Tag zu verdienen und gleichzeitig Zeit zu haben, um in irgendeiner Form zu schauen, was da passiert, auf Wahrheitsfindung zu gehen und auch darüber hinaus, wenn man erstmal alle Fakten hat, zu sagen, okay, man beschäftigt sich jetzt nicht nur damit, sondern man geht auch nach draußen und macht halt die Aktionen, die erfolgsführend waren.
Also, wenn man in diesem Hamsterrad gefangen ist, dass dort umso schneller halt sich dreht, ja, wie konnte man das dann im Prinzip vereinbaren? Haben die Leute dann gehungert über Wochen oder was? Oder haben halt besonders viel riskiert, um zu sagen, wir gehen jetzt trotzdem raus und blockieren dort und blockieren da und so weiter? Also die Strukturen sind da halt doch schon ein bisschen komplizierter. Also wenn ich jetzt in den Supermarkt gehe, wo ich gesagt habe, das ist da riesig teuer. Das sind ja dann Firmenketten, die dann natürlich auch irgendwelchen Mafiosis gehören. Und andererseits, wenn ich denn um die Ecke in einen kleinen Stand gehe und hole mir sowas wie einen Döner, der kostet umgerechnet bloß einen Euro. Also die kaufen das natürlich dann in den Supermärkten, sondern von ihren Großfamilien, die haben also die Verwandtschaft da ist natürlich viel größer wie bei uns, da ist vier, fünf, sechs Kinder normal.
Ja, und die leben auch viel mehr auf dem Land als Selbstversorger, wo die denn natürlich auch ihre Familien, die in der Großstadt leben, mit unterstützen können. Bei meinem Schwiegervater kann ich sagen, wenn der 15 Stunden arbeiten geht, das macht er. Aber wenn ihm die Arbeit nicht gefällt, bleibt er auch zu Hause und geht dann nicht arbeiten, weil es sich nicht wirklich lohnt. Ja, der verdient dann halt auch sein Geld durch Vermietungen ein bisschen, weil er dann noch die ein oder ein, zwei Wohnungen von der Familie mal übernommen hat, die er noch vermieten kann. Ja, Aber ich sage mal, es gibt immer eine Hausfrau, die auch zu Hause bleibt von den Großfamilienkonstrukten, die dann quasi das Zuhause alles am Leben erhält und zwei, drei, vier, fünf Kinder, die dann natürlich arbeiten gehen können, holen dann für eine Hauswirtschaft alles rein.
Das ist also doch ein bisschen anders als bei uns. Bei uns versucht ja jeder für sich selbst zu leben und klar zu kommen, da ist der Familienzusammenhalt noch viel größer, sodass man, wenn man sowieso nichts zu verlieren hat, weil das Geld, was man da bekommt, reicht sowieso nicht, man muss sowieso mal andere Wege finden zu überleben, dann können wir auch gleich alle auf die Straße gehen und da hinsetzen und quasi einen Lockdown machen vom Volk aus, bis die Regierung abgetreten ist. Was meinst du denn mit Lockdown vom Volk? Meinst du einen Streik? Ist das ein Generalstreik?
Ja, also einfach mal das, was die Regierung mit uns gemacht hat, wegen des Virus. Einfach sagen, wir machen das jetzt nicht wegen dem Virus, sondern wegen der Regierung. Und erst wenn die Regierung weg ist, fangen wir wieder an zu arbeiten. Aber das Problem, was ich in Deutschland sehe, ist, den Leuten geht es zu gut. Sie verstehen die Zusammenhänge nicht, weil sie natürliche Friends sind. Da gibt es kein YouTube oder keine Verwandtschaft, mit der man offen über alles reden kann. Da ist das so, da kann jeder mit jedem reden, jeder kann eine andere Meinung haben, geht man sich trotzdem nicht an die Google oder so.
Also da funktioniert das, weil die eigentlich alle dasselbe Leid haben, unterm Strich. Hier ist die Tasche noch zu voll und jeder hat Angst, dass seine volle Tasche verloren geht, wenn er anfängt, jetzt dagegen zu wettern. Und deswegen sagt meine Frau auch, sie glaubt nicht, dass das so ohne weiteres in Deutschland funktioniert, weil es noch nicht an den Portemonnaies der Leute wirklich angekommen ist. Und aber zu wissen, wie es funktioniert, wenn es denn bei den Leuten angekommen ist, vielleicht nach dem zweiten Lockdown oder so, wäre natürlich schon mal vorteilhaft.
Kannst du bitte nochmal ganz konkret sagen, ich habe versucht, hier schon ein bisschen Notizen parallel zu machen, aber vielleicht habe ich auch irgendwas überhört, weil ich anfangs noch eine andere Sache nebenbei machen musste. Welche ganz, ganz konkreten Maßnahmen wirklich ganz konkret sind denn getroffen worden? Was ich jetzt gehört habe, ist, ein Mensch hat sich als Anführer herauskristallisiert und hat alles live streamt, was er getan hat. Was er konkret getan hat, klang für mich nicht sehr konkret. Also, er ist irgendwo hingelaufen. Genau, das war der Grobe Richtfaden. Also was er zum Beispiel nachher, wo denn das Volk so eine Masse groß genug bei ihm war. Also zum Beispiel, ich vergleiche das jetzt mal auch ein bisschen mit der Freidenker Camping, was die da vorhatten in Berlin.
sowas hat ja nur eine nacht versucht und hat dann gleich danach gesagt ne ne liebe leute abends um 9 gehen wir nach hause ihr guckt nur einen schönen film erholt euch und morgen früh um 9 sind wir wieder hier ja also das war dann wirklich eine aktion die dann tag für tag ununterbrochen lief und nachts sollten sie sich alle ausschlafen also nicht irgendwo campen weil es ist ja nicht die erste revolution gewesen es war jetzt die dritte in der geschichte und die ersten zwei sind daran daran gescheitert, dass denn Gewalt in der Nacht passiert ist, wo man auch nicht sagen
kann, die kamen unbedingt vom Volk, sondern von Staaten, bezahlte, ich sage jetzt mal Anführungsstriche Antifa bei uns, die dann irgendwo Randale und so machen sollen. Um das aus dem Weg zu gehen, hatte sie nachts alle nach Hause geschickt. Bei der einen Demo sind auch zehn Mann erschossen worden in der Nacht. Das war aber jetzt nicht bei der letzten, da ist nichts passiert. Die Polizei war natürlich brutal, aber das hat sich ja jetzt bei der dritten, wo alle friedlich geblieben sind und es dann wirklich hieß, wo die Demonstrierenden selber gesagt haben, du bist der Sohn von der und der, ich kenne dich, was machst du da? Du kämpfst jetzt gegen deine eigene Familie.
Und der zentrale Punkt von Pashinyan war wirklich, dass wenn die Polizei kam und sagt, in die Richtung darfst du jetzt nicht weiter spazieren, hat er gesagt, okay, dann gehe ich jetzt in die Richtung. Und dann kam die Polizei, in die Richtung darfst du auch nicht weiter spazieren, hat er gesagt, okay, dann zeig mir die Richtung, wo ich langgehen darf, dann gehe ich da lang. Aber damit hat er erstmal, ohne dem Staat wirklich Angriffspunkte zu geben, das Ganze aufzulösen. Die Leute sind ja einfach nur mit ihm gegangen. Er hat jetzt keine Demos angemeldet oder sonst was, hat jetzt auch nichts blockiert direkt. Er hat erst mal die Leute informiert und erst, wo die Masse groß genug war, um zu sagen, so jetzt müssen wir den Präsidenten zwingen zurückzutreten.
Dann fing es an, dass sich viele kleine Grüppchen gebildet haben. Spontan, in dem Sinne, dass es sagt, ihr geht jetzt in der Ecke von der Stadt, blockiert ihr die Kreuzung. Ihr geht bei Grün über der Ampel, bleibt dann mitten auf der Straße alle stehen, sodass die Autos nicht mehr weiterfahren können. Und wenn dann die Polizei ein Anmarsch ist, löst ihr das wieder auf und verteilt euch wieder und geht an die nächste Kreuzung. Oder wenn die Straße wieder rollt, die Autos wieder wechseln, blockiert ihr wieder die Straße. Und das haben die aber in der ganzen Stadt verteilt gemacht mit vielen kleinen Grüppchen, sodass die Polizei gar keine Chance hatte, alle Grüppchen gleichzeitig aufzulösen.
Ja, also das war wirklich ein Verkehrskollaps in der Stadt, verursachen an tausend kleinen Punkten gleichzeitig. Ein Grill auf der Straße gestellt, Musik gemacht und das erstmal so lange wie möglich blockiert. Ja, und wenn es dann doch irgendwie mal die Polizei da hingeschafft hat, dann waren sie wieder weiter oder waren dann vielleicht schon wieder weg, weil man natürlich dann seine Leute hat, die das sehen, so jetzt sind sie auf dem Weg. Ja, die Kommunikation untereinander war dann ja sehr gut vernetzt. Und dann ging das weiter und das haben die dann halt auch so mit dem Flughafen gemacht oder mit der Hauptbahnhof oder alle wichtigen Punkte, was das Leben wirklich lahmlegte, quasi den Lockdown damit erzwungen hat.
Und das hat zehn Tage gedauert und dann ist der 300.000. Gab es, also ich muss ja dazu sagen, also ich sympathisiere mit dem, weil das ist ja, das klingt nach einer Erfolgsstory, die fast in Glaube scheint. Ja, also es klingt nach einer Erfolgsstory, die sehr, sehr unglaublich scheint. Natürlich in unserem Sinne, aber man muss natürlich alles hinterfragen, auch die besten Erfolgsstories. Jetzt ist es natürlich kein Geheimnis, dass Russland sehr, sehr stark von, also ein Ex-Sowjetunion, Russland, Entschuldigung, aber da will ich sowieso hin.
Also Armenien natürlich als Land der Ex-Sowjetunion immer noch sehr, sehr stark beeinflusst wird von Russland und dass sich dort, wie du gesagt hast, korrupte Politiker im Prinzip die Klinke in die Hand gegeben haben, die manchmal halt im Prinzip quasi von Putin unterstützt waren und andererseits wiederum Russland halt nicht ganz so sehr gefallen haben. Auch wenn das jetzt eine provokante Frage ist, nach allem, was du jetzt im Prinzip so schön beschrieben hast, aber hältst du es für möglich, dass im Prinzip andere Gründe zum Erfolg dieser Revolution geführt haben? Stichwort Zwinker, Zwinker. Putin hat dieser Mensch da oben nicht gefallen, weil er sich ein bisschen zu korrupt aufgeführt hat. Oder glaubst du wirklich, es ist anzunehmen, dass diese kleinen Aktionen, die du jetzt beschrieben hast, dieser kleine Lockdown in einer Stadt dazu geführt haben, dass in einem gesamten Land so ein Systemwechsel herbeigeführt worden könnte?
Ja, Armenien ist jetzt kein großes Land, ist ja etwa so groß wie Sachsen-Anhalt. Und wenn jetzt Magdeburg, sage ich mal, nur Magdeburg als Sachsen-Anhalt-Hauptstadt jetzt das Zentrum wäre, wo man das durchsetzen müsste, ist das natürlich viel leichter, als wenn man ein Land wie Deutschland, wo es viel, viel mehr große Hauptstädte gibt, alles gleichzeitig laden möchte. Da braucht man wirklich schon das ganze Land hinter sich und nicht nur eine Stadt, auf die Frage zu Putin zu kommen. Also man erkennt daran, dass er nicht der Spiel-Lakei von Putin sein kann, weil die ersten drei Präsidenten waren alle Lakeien von Putin.
Und weil sie waren ja nicht mal rein Armenier, die haben in Baku studiert, im Feindesland, also gegen die, die den Krieg führen. Und die haben einfach nichts im Sinne des Volkes gemacht. Ja, aber genau darauf will ich hinaus, entschuldige ganz kurz, wenn ich unterbreche, aber das ist ja genau die Voraussetzung im Prinzip, die vielleicht dazu geführt hat, dass jetzt ein Quote-unquote Mann des Volkes am Start ist, während die anderen halt ein bisschen zu fremd waren, sich ein bisschen zu wenig integriert haben, ein wenig zu wenig im Prinzip vielleicht irgendwie an die Menschen gedacht haben und zu sehr ihre eigenen Taschen gefüllt haben, wenn sie schon mal an der Macht waren.
Aber woran erkennst du jetzt, dass der Problem anders ist? Und das würde ich dir gerade erklären. Er ist jetzt seit zwei Jahren am Kämpfen. All diese alten Mafia-Bosse, alte Präsidenten, versucht er ins Gefängnis zu kriegen, aufzuklären, wie sind die an ihr Geld gekommen. Er will wirklich, dass das Geld, wo sie nicht nachweisen können, wie sie das verdient haben, wieder zurück ans Volk geht. Da ist er am Kämpfen. Da geht jetzt aber das Problem los. Die Mafia-Strukturen sind ja nicht weg. Er ist jetzt zwar der Chef im Ring, aber die Mafia-Strukturen im Rechtssystem, in den Behörden, in der Polizei, die sind immer noch vorhanden, die ganzen Verstrickungen.
Ja, und das ist so wie wir jetzt. Wir wissen nicht, wie das da oben alles verstrickt ist bei uns, wer da wirklich die Fäden zieht. Und das aufzuklären, also er hat schon zigmal Polizeipräsidenten wieder erneuern müssen, weil der den einen, den er festgenommen hat, wo klar ist, was der gemacht hat, am nächsten Abend sogar freigelassen hat, ohne sein, ja, so, also der, man sieht den Kampf, man kann ihn wirklich verfolgen. Er ist auch sehr oft live, macht Vorschläge, wollen wir das jetzt so machen, guckt, wie reagieren die auf Facebook, die Leute und wenn er merkt, Mensch, da sind die total dahin, sagt er, okay, dann verwerfen wir das, dann lassen wir das. Also der spricht weiterhin noch mit dem Völk, drückt nichts durch, er macht vorher die Vorschläge und wenn die Leute sagen, nee, das gefällt uns jetzt ja auch nicht, dann lässt er das.
Und das ist wirklich, die Kommunikation ist nicht abgebrochen, seitdem er an der Macht ist. Und er versucht wirklich die Drahtzieher, die die letzten Jahrzehnte da an Macht war, wirklich generelle und und und wirklich alles aufzuklären. Was haben die jetzt für Vermögen? Da geht es wirklich um Milliarden. Ja, wie sind sie da rangekommen? Meistens durch Enteignung von anderen Kleinmölken, ja, durch Betrug, durch Bedrohungen und so weiter. Und wenn das denn, wenn die nicht nachweisen können, wie die an ihr Geld gekommen sind, soll das Geld wieder zurück an den Staat gehen.
Und ich sage jetzt nur mal, der Krieg ist jetzt wahrscheinlich nicht zufällig gerade am Wochenende losgegangen, die haben einen Tag vorher jemanden festgenommen, wo sie sagen, also wo rausgekommen ist, dass er ein Spion Russlands sei, da haben sie Dokumenten gefunden, das ist auch ein super reicher, sehr einflussreicher Mensch an der Politik, also so wie bei uns im Bundestag, wo sie jetzt festgestellt haben, das ist ein russischer Spion. Und ab dem Tag, wo er drinnen war, ging der Krieg los. Und einen Tag später sagt dann die Frau ganz öffentlich, wenn ihr meinen Mann wieder frei lasst, dann ist morgen der Krieg vorbei.
Also da kriegt man schon mal mit, wie das da so arbeitet, wie die Mafia-Strukturen mit den Superreichen auch in den ÖSLOG-Ländern wirklich die Geopolitik beeinflussen. müssen, greift jetzt Aserbaidschan an oder greift Aserbaidschan nicht an oder die Türkei oder so. Wie das da wirklich zusammenhängt, wer mit wem zusammenhängt, kann ich auch nicht sagen. Aber gerade wenn es um Festnahmen geht, ist sehr oft auch hier bei dem zweiten Präsidenten den
Hamseln festgenommen. Und immer wenn der Richter den plötzlich wieder freigelassen hat von Öltaufmungen, das ganze Volk wollte das nicht, die wollten das aufgeklärt haben, ging die Krise an der Grenze wieder los, wurde wieder geschlossen, ja, dann könnte der wieder agieren, dann könnte der wieder Probleme machen, ja, und das sind halt so die Probleme, die jetzt auch immer noch sind. Jens, zwei Sachen dazu, die werden wahrscheinlich nicht alle entpacken können, aber ganz kurz nur zum Verständnis, also du hast jetzt den neuen Präsidenten beschrieben und du hast
gemeint, der ist jetzt wirklich halt sehr vertraut dem Volk gegenüber und stellt sich eigentlich einigermaßen richtig an, das stelle ich überhaupt nicht in Frage. Meine Frage war eher, Meinst du der Fakt, dass dieser Präsident an die Macht gekommen ist? Meinst du, das ist wirklich dieser Revolution zu verdanken, wie du sie jetzt beschreibst, diesen konkreten Aktionen, den Schritten, die du beschrieben hast? Oder meinst du nicht eher, wie gesagt, weil sich die vorherigen Präsidenten so schlecht angestellt haben, ist das auch ihrem Krebbel aufgefallen und die haben einfach gesagt, jetzt muss ein im Prinzip Regime-Change her, weil uns das passt. Und deshalb ging das auch so revolutionär schnell, als dass du jetzt sagen könntest,
ja, das hat wirklich das Volk bewirkt. Das ist die Frage. Dass der neue Mensch sich besser anstellt, ist hundertprozentig klar. Das hast du jetzt zur Genüge dargelegt. Aber die Frage, so provokant wie sie ist, ist das eine Entscheidung vom Kreml gewesen, die einfach nur quasi durchgedrückt wurde unter dem Vorwand, ja, da gibt es diesen Forrest Gump, dem auf einmal mystischerweise alle folgen, der in zwei Wochen schafft, was andere nicht in zwei Jahrzehnten schaffen. Oder aber glaubst du tatsächlich, das waren diese Methoden, die darauf zurückzuführen sind, dass dieser Regime-Change in zwei Wochen herbeigeführt werden konnte? Also ich glaube nicht, dass der Kreml direkt im Gegenteil, weil meine Frau verfolgt ja auch die russischen Nachrichten, sie spricht ja auch perfekt russisch wie englisch und auch die Kommentare zu den aktuellen Situationen und Putin war Pashinyan immer ein Dorn im Auge.
Ja, so und dieses, wie soll ich sagen, bei den anderen Präsidenten war es immer so, immer wenn es ein Problem gab im Land, was zu klären gab, ist der Präsident erstmal nach Putin geflogen. Ja, so, Aserbaidschan greift an, Präsident fliegt nach Putin, kommt irgendwann wieder zurück und setzt irgendwas rum. Pachinjan ist ja so, der sagt, ich habe jetzt hier, Putin ladet ihn ein, Pachinjan sagt, nein, ich habe hier ein Problem im Land, ich habe keine Zeit für dich. Ja, oder wenn, dann rede ich nur live mit dir oder wie auch immer. Also so wie Heimspräche oder nein, ich kaufe jetzt die Waffen nicht bei dir. Das sind zu alte Waffen. Wenn ich kaufe, ist sie halt woanders. Also er sagt nicht, Putin, Russland ist böse. Das macht er nicht. Ja, er ist so wie, ich sage mal jetzt wie bei Quer, ich rede mit jedem. Ja, ich rede mit jedem, der mit mir reden will.
aber ich bin nicht mit jedem gleicher meinung und ich respektiere die andere meinung aber ich verteufelte ihn nicht aber ich übernehme nicht dass bloß weil jetzt sagt ich muss jetzt das öl von dir kaufen aber das kostet einmal so viel werde ich das nicht machen die anderen haben es gemacht mit langen verdrehen ja also das kommuniziert er auch alles offiziell so dass es für mich sehr unwahrscheinlich ist dass er wirklich hören macht dahingesetzte person ist Und das sieht man wahrscheinlich, erkennt man meistens daran, wenn er immer noch schwer zu kämpfen hat, für das Volk Sachen umzusetzen. Also jeder andere, der vielleicht wirklich in der Vergangenheit da hingesetzt wurde, ich sage nur, die Freiheitsdemo von DDR zu Westen wird ja immer noch gerne propagiert, dass das Volk es geschafft hat.
Aber wenn man jetzt von Thorsten Schulte das Buch sich noch durchhört, weiß man, dass das eigentlich geplant war, dass die Vereinigung kommt. Und da gibt es auch Dokumente dafür, die das belegen, dass da schon vorher feststand, dass die Einigung wieder kommt. Und da könnte man dann natürlich sagen, dann machen wir jetzt einen kleinen Volksaufstand, organisieren wir mal ein paar Leute, damit das dann nicht so plump aussieht. Die Gefahr besteht natürlich immer, dass das andere Hintergründe hat, wie wir jetzt zuerst sehen.
Und um das jetzt nochmal zu einem Abschluss zu bringen, wirklich als letztes, ich weiß gar nicht, ob es eine Frage ist, du musst jetzt nicht unbedingt darauf antworten, aber sollte Putin zum Beispiel sich vielleicht einfach nur verrechnet haben, da jemanden installiert haben, der ihm jetzt ein Dorn ins Auge zu sehr geworden ist, dann hat er ja prompt die Rechnung jetzt dafür bekommen, dieser Pashinyan, denn der Krieg, der jetzt vom Zaun gebrochen wurde, hat ja nichts mit den offiziellen Gründen zu tun, die du gerade erwähnt hast, garantiere ich dir hundertprozentig und ist sowieso nur ein Stellvertreterkrieg und hat, wie gesagt, ganz andere Motivationen. Und in dem Sinne sehe ich als allererstes im Prinzip die Motivation von Putin jetzt zu sagen, du, du hast jetzt zwei Jahre lang genug bewiesen, dass du nicht hörig bist. Und prompt greift natürlich nicht Russland an, sondern mit seinem starken Partner Türkei wird dann im Prinzip ein kleines Aserbaidschan finanziert, was auf einmal in einem sehr umkämpften Gebiet daherkommt und meint, okay, jetzt muss das Armenien mal ein bisschen auf die Klappe hauen.
Auf die Klappe hauen. Insofern, also nenn mich naiv, nenn mich Verschwörungstheoretiker. Es gibt mehr als genügend Beispiele dafür, was ich gerade beschrieben habe, in der nicht nur jüngeren Geschichte, sondern das war eigentlich meiner Meinung nach fast immer so. Und du hast es ja selber gerade erwähnt, in Berlin, Mauerfall und überhaupt Wiedervereinigung von Deutschland. Deutschland, ich bin auch sehr geneigt, den Dokumenten von Herrn Schulte zu glauben, die da auch, sage ich mal, ein ähnliches Vorgehen oder, sage ich mal, ganz andere Motivatoren im Hintergrund im Prinzip offenlegen, als die, die das Volk auch gemeinhin als solche hinnimmt.
Aber insofern, lieber Jens, ich danke dir trotzdem dafür. Ich habe jetzt, wie gesagt, wirklich fleißig mitgeschrieben und die Blockaden und so weiter, die dann zu diesem Sieg geführt haben, mir aufgeschrieben. Wir werden die, denke ich mal, mit den anderen Mitgliedern dieses Gespräch jetzt versuchen, so ein bisschen zu entpacken und zu gucken, ob die auf uns und auf Deutschland übertragbar sind. In dem Sinne, vielen lieben Dank, dass du dich bei mir gemeldet hast. Entschuldigung? Darf ich noch eine Empfehlung geben? Weil ich habe das Video erst heute gesehen. Ich habe das Video erst heute gesehen
von FrameTV, Video 37. Und da wurde, also die Rede habe ich noch nie gehört, auf die Querdenken. Kannst du mal kurz unseren Regisseur erklären, von welchem Video du sprichst? Kannst du unseren Regisseur bitte mal erklären, von welchem Video du sprichst? Ja, kannst du das bitte irgendwie mal einteilen?
Und daraufhin hat er dann mal ein Video rausgesucht, eine Rede von Adolf Hitler aus dieser Zeit. Ich kannte die vorher noch nicht, aber wenn man die hört, es erschreckt einen wirklich. Die hätte er gestern machen können und sie würde, wie es aufs Faust immer noch passen, jetzt. Und da kriegt man wirklich Angst, dass man merkt, wenn man die Rede von Adolf Hitler von damals hört, wie das jetzt mit der Zeit jetzt wirklich eins zu eins, Da könntest du jetzt bloß eine andere Person hinsetzen, der wiederholt die gleiche Rede nochmal und du verstehst, warum das Volk damals diese Person hinterhergerannt ist, ohne nachzudenken. Ich empfehle euch, die einfach mal anzusehen, die Folge. Die wird euch vielleicht auch noch ein paar neue Aspekte geben, nur das Gesamtbild.
Der Kanal heißt FrameTV 37? FrameTV heißt der Kanal und das 37. Video. Okay, gut, alles klar. Dann Uwe und Stefan sind auf diesem Kanal schon einigermaßen bekannt. Für uns, für mich und Uwe aber wiederum das etwas neuere Gesicht ist da oben rechts angesiedelt, da drüben. Das ist der Mann, den wir sonst ansonsten immer nur am Hut erkennen, der drinnen ihn jetzt nicht trägt. Magst du dir vielleicht kurz vorstellen, dass wir auch wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Okay, also herzlichen Dank erstmal, dass ihr mich hier in die Runde mit aufgenommen habt, das ist von da an. Ich fühle mich sehr geehrt. Einige Leute hier kenne ich ja schon, Stefan Bauer ein bisschen besser und E.T. habe ich auch einmal fotografieren dürfen. Das war damals mit Aktivist, meinem Brandenburger Tor. Da habe ich den Auslöser drücken dürfen auf E.T.'s Superkamera. Und ja, mein Name ist Jeronimo, bin jetzt seit einem Monat in Berlin und ziemlich erschöpft, muss ich ehrlich sagen. Also Aktivismus ist deutlich schwieriger, als es von der Haut aus aussieht und bin natürlich hier gewesen wegen dem 29.08, wegen diesem großen Ereignis.
Und ja, habe halt gehofft natürlich, dass da einiges in Gang gesetzt werden würde. Seitdem scheint das Ganze hier in Berlin ja wirklich verpufft zu sein. Und deswegen muss ich auch ehrlich sagen, bin ich erleichtert mittlerweile, dass ich dann am Sonntag voraussichtlich wieder abreisen kann, um mich ein bisschen zu erholen von diesen Schabazen hier. Das heißt, du bist gar nicht aus Berlin, du hast dort nur unterstützt und bist ansonsten von ganz weit her gekommen? Genau, also etwa 600 Kilometer Rhein-Main-Gebiet zwischen Frankfurt am Main und Koblenz residiere ich.
Das ist ja sehr, sehr löblich, von wie weit her du gekommen bist und dass dir die Sache oder das Anliegen aber wichtig genug war zu sagen, okay, das mache ich und das mache ich jetzt auch noch über einen Monat, nachdem das Event schon vorbei ist. Also du wirst wahrscheinlich deine Gründe dafür haben. Aber ich muss natürlich auch gleichzeitig erwähnen, gerade wenn du jetzt abreisen willst, am 10.10. ist ja wieder eine große Demo in Berlin. Wäre schade, wenn du die dann verpasst. Ja, das ist mir auch schon zugetragen worden heute. Und ich glaube, Heiko Schöning hat in London dazu aufgerufen. Und mir war das auf dem Plan. Ich dachte, das wird nur ein Schweigemarsch. Also hatte da jetzt überhaupt keine große Demo auf dem Plan. Ist interessant. Muss ich mir auf jeden Fall mal durch den Kopf gehen lassen.
Alles klar. Gut, ich fand es sehr interessant, Jens' Ausführungen dazu, gerade eben, weil er da auch eine persönliche Verbindung zu hat, durch seine liebe Gattin. Und im Grunde, ich habe das damals nicht weiter verfolgt, ich habe das auch nur so am Rande mitbekommen. Aber was er jetzt ausgeführt hat, ist im Grunde genau das, wie ich es mir auch vorgestellt habe. Also jedenfalls, wo waren wir? Armenien, genau. Also was unser Jens eben ausgeführt hat, das wechselt sich auch völlig mit meinen Vorstellungen und meinen Wahrnehmungen von Protestbewegungen.
Das Level an Verweiflung, an Armut und an Dringlichkeit in einer Bevölkerung muss, denke ich, ein gewisses kritisches Level erreichen, damit ein Protest wirklich nachhaltig und erfolgreich sein kann. Dieses Level haben wir leider noch nicht erreicht, noch bei Weitem nicht. Also das ist natürlich auch ein Symptom der Wohlstandsgesellschaft. Es geht uns einfach noch zu gut. Also wenn man eben sieht, die Leute ein Netflix-Abo haben und ein regelmäßiges Einkommen, dass sie dann, weiß ich nicht, vom Aldi oder beim Kaufland ihre Lebensmittel kaufen können. Also ich habe mal jemanden gehört, der hat gesagt, solange die Deutschen satt und dumm gehalten werden, ich glaube, das war Dirk Müller, solange kannst du praktisch jede Regierungspolitik durchdrücken und kannst sogar auch eine Mehrheit dafür bekommen, weil die Leute gar nicht wissen, dass sie ihre eigenen Wärter oder Henker wählen.
Und deswegen befürchte ich also, dass vielleicht selbst ein zweiter Lockdown nicht ausreichen würde, weil die Leute nicht auf dem Plan haben, wie das Finanzsystem in der Runde hier in Zustand von Leichenspläderei gemacht wird, diese verschobenen Insolvenzen und das so. Da müsste wirklich ein ähnlicher Zustand kommen wie 1929, wobei wir uns ja laut einigen Ökonomen wie Dr. Markus Stahl genau darauf gerade zu bewegen. Und ja, das ist natürlich sehr schade, weil ich fand es großartig, was die Protestbewegungen sich hier auf die Beine gestellt haben.
Ich hätte es niemals erwartet. Also ich habe vor vielen Jahren abgeschrieben und habe gesagt, warum stehen die nicht auf? Sie setzen sich für ihre Freiheit ein und 1989 war ja das Beispiel gewesen. Und dann der erste Achte hat mich also quasi völlig geschockt. Es war überwältigend vor Freude, ich war wirklich den Tränen nah, als ich das am Livestream von Stefan Bauer natürlich mitverfolgt habe. Und dann habe ich sechs Stunden völlig gebannt am Bildschirm gehangen und habe gedacht, Wahnsinn, das ist jetzt die deutsche Renaissance sozusagen, die jetzt begonnen hat.
Und deswegen habe ich dann auch gespürt, also der Ruf der Pflicht hat mich ja also nicht mehr beantwortet, weil ich beobachte die geopolitische Szene schon einige Jahre und habe auch immer überlegt, ob ich mich irgendwie einschalten soll, ob ich aufklärerisch werden soll und habe aber eben diese Dringlichkeiten und nicht gespürt in der Bevölkerung. Und am 1.8. habe ich es zum ersten Mal gespürt. Meine Hoffnung für den 29.8. war, dass zumindest bei den Protestlern, bei den Demonstranten, die kommen werden und die zwei abzusehen, dass es deutlich mehr sein würden als am 1.8., dass da eben diese kritische Masse,
die man braucht, um wirklich etwas zu bewegen, weil es so viel erreicht wurde und dass die Leute, die am 29.8. anreisen würden, dann auch wirklich konsequente Freiheitskämpfer sind. Also nicht nicht nur, wie ich das nenne, Kuschelrock-Aktivisten, sondern wirklich auch nachhaltig bereit sind, Opfer zu bringen, persönliche Opfer zu bringen, Einfluss zu bringen und zu leiden. Und deswegen habe ich mir mein Zelt geschnappt, obwohl ich Zelten hatte. Also habe ich das nie gemacht, vielleicht mal als Jugendlicher oder so mit der Familie, keine Ahnung. Aber ich habe das halt gemacht, weil ich gesagt habe, okay, Ballweg hat uns aufgerufen, wir kommen, um zu bleiben.
Und da habe ich ihn quasi wörtlich genommen. Und da habe ich zum ersten Mal auch von Querdeck, die 711, die einen tollen Job gemacht haben. Das sind keine Schmiede, die haben einen tollen Job gemacht, alleine so viele Leute auf die Straße zu bringen, davon träumen mache ich es nur und sie haben es als erste seit 1989 wieder geschafft, ruhig gemacht zu informieren. Also ein großartiges Kompliment von der Stelle aus. Nur ich habe dann wirklich gedacht, dass die Leute, die kommen werden, die gleiche Einstellung verfolgen, die dann auch reisen würden und leider ist das eben nicht passiert. Das heißt also, da habe ich dann die Situation, ich habe es sozusagen überwältigen lassen von meinem
wiedergewonnenen Optimismus am 1.8. und habe gedacht, jetzt gilt es nach dem Tag der Freude am 1.8. wie dem 29.8. den Tag der Entscheidung, habe ich gedacht. Und man hat ja auch in den den medialen Kanälen, von den Aktivisten, von den alternativen Medien, hat man immer wieder gespürt, auch diese Aufrufe, kommt alle am 29.8. Ich glaube nur im Hope-Wars, wie gesagt, es ist unsere letzte Chance vielleicht sogar. Und auch Heiko Schrang hat da also ziemlich viel positive Werbung dazu gemacht, dieses Event. Und ich glaube, ich war dann auch im Nachhinein Heiko Schrang ein bisschen enttäuscht und ein bisschen auch zurückgenommen
und sinngemäß so etwas gesagt wie, die Zeit ist vielleicht doch noch nicht reif. Und ich Ich bin dann nach dem 29.8. auch in ein kleines Loch gefallen oder auch in ein größeres Loch, muss ich sagen, weil ich auch wirklich mir viel mehr auspattet. Obwohl es natürlich ein Querdenken mit Sicherheit ein großer Erfolg war, ich meine, das zweite Mal solche Massen dort zusammenzubringen und das Ganze dann auch noch friedlich und zu Ende durchführen zu können. Das kann man natürlich als Erfolg verbuchen, nur ich definiere Erfolg anders. Also wenn ich ein konkretes Ziel habe, in dem Fall die Corona-Maßnahmen beenden, die Regierung zum Rücktritt zu zwingen, Neuwahlen, vielleicht sogar eine deutsche Verfassung einzuberufen und keines dieser Ziele wurde erreicht, dann würde ich das leider als schweren Misserfolg deuten.
Und ich habe auch das Gefühl, dass danach sozusagen die Luft raus war, hier in Berlin in den Protestbewegungen, denn da ist einfach noch gar nichts mehr passiert. Also jetzt mit drei, vier Wochen ist das völlig ausgetrocknet hier und ich sage mal, der Alltag ist zurück eingekehrt. Also ich sehe hier in Berlin so viele, ich nenne sie mal Maskenzombies. Ja, es ist wirklich unglaublich, hier teilweise bei Fußgängerampeln mehrere Leute, die dann freiwillig im Freien ohne jede Verordnung diese Dinger tragen. Und in Supermärkten natürlich auch, überall in Bahnen. Also Leute, teilweise junge Leute auf Fahrrädern oder auf diesen E-Scooters oder was das ist, die hier ausgegeben werden.
Also es ist völlig schockierend für mich, das hier zu sehen, dass hier also in der Stadt, wo normalerweise sollte man denken, die Aufsteherin am Rufspiel ist und in der Stadt, wo das Zentrum der Macht beheimatet ist, dass da hier quasi Spahn, Merkel und alle anderen im Regierungsbettel in ihren Minisinen beherrschutiert werden. werden. Und die Leute scheinen das überhaupt nicht zu suchen. Und auch auf der anderen Seite habe ich auch nicht das Gefühl, dass mir die Angst zusammengroß ist, dass diese paar völlig irrationalen Leute, die mir einen Feind machen, tragen. Aber ich habe wirklich das Gefühl, das habe ich auch von vielen Berliner jetzt gehört, dass Berlin so auch
das Epizentrum der Gleichgültigkeit sein soll. Und das ist sehr traurig. Und ich glaube, das kann man wirklich nur durch ein, ich weiß es nicht, durch ein kosmisches Event oder ich weiß nicht, ein episches Ereignis verändern. Und leider ist meistens gesellschaftlicher Wandel nur möglich durch bleibt. Und ja, das muss man jetzt eben abwarten, wie das passieren kann. Was da jetzt noch passieren muss, wir haben es in kleiner Aktion teilweise versucht in den letzten Wochen. Und ich habe immer die Hoffnung gehabt, dass irgendwo wieder so ein neuer Esprit, so ein neues Durchhaltevermögen
aufkeimen würde. Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass viele, die jetzt seit Monaten hier dabei sind, vielleicht auch mal eine Verkaufspause brauchen. Oktober soll es ja wieder losgehen. Morgen ist ja der Empfang von Christian Drosten vom Fluss Bellevue. Also dann hoffen wir mal, dass der Oktober dann ein goldener wird den uwe hätte ich jetzt am allerliebsten gerne mal zu der geschichte gehört weil ja uwe ja sag ich mal am meisten erfahrung hat unser dienst ältester ist unser
unteroffizier vom dienst oder wenig und offiz unser offizier vom dienst du bist unser haupt Hauptstratege. Sag doch du mal, was du von den Gedanken oder von der Geschichte vom Jens hältst und was deine Strategien für Deutschland, kann man sowas für Deutschland übertragen? Ja, also was der Jens erzählt hat, fand ich natürlich ganz interessant, eben auch wegen der persönlichen Verbindung in eben so ein Land hinein. Die Voraussetzung eben Volksarmut und eben großer Druck auf der Bevölkerung ist immer vorteilhaft für alle Formen von Revolution.
Ich sage mal, Führer, die dann auch wirklich volksnah sind, sind immer wichtig. Gut, was der Ely einwandt, ja, ist das denn überhaupt ein echter Führer oder nur eine Marionette? Gut, die Frage hat man immer. Interessant ist vielmehr, finde ich, die Frage, dass es nicht ausreicht, nur eine Führung zu ersetzen, weil ja die gesamte Bürokratie immer noch die alte ist. Das haben wir in allen Staaten, ja, dass wenn man alle Regierungen auswechselt, die Beamten trotzdem dieselben sind.
Und nur in den Diktaturen oder in den stark rechtsorientierten Systemen, nur dort werden auch die ganzen Beamten und Wissenschaftler usw. ausgewechselt. Das heißt, man muss sich schon auch immer die Frage stellen, ganz allgemein, was will man denn überhaupt für ein Ziel erreichen? Und wenn irgendjemand sagt, ja, wir wollen jetzt in Deutschland zum Beispiel die Regierung loswerden, dann muss ich sagen, ja, und wozu? Denn man muss doch mal gucken, wie es zu dieser Regierung gekommen ist, was da alles hinter steht.
Wenn man nur alleine schaut, dass ungefähr 20 Jahre systematische Vorbereitung seitens der EU, seitens Deutschland, seitens aller beteiligten Parlamentarier, ist man dabei, eben diese Krisenszenarien vorzubereiten. Das heißt, es gibt niemanden, keinen einzigen Politiker in Deutschland, der nicht schon immer dafür war, dass eben wenn eine Infektionskrise kommt, die Leute geimpft werden. Das ist schlichtweg so seit 20 Jahren. Das heißt, wen will man denn jetzt ersetzen?
Will man jetzt ersetzen Frau Merkel durch Herrn Müller? Herr Müller ist aber genau derselbe, der hat auch 20 Jahre genau dasselbe gemacht. So und dann stellt sich doch die andere Frage, sind denn die Revolutionen, die bisher passiert sind, jetzt nehmen wir mal an, sie wären auch korrekt passiert und nicht durch irgendwelche Fremdeinflüsse, sind die heutzutage überhaupt noch anwendbar? Ich stelle diese Frage ganz konkret, weil ich gerade zwei kleine tolle Bücher lese. Einmal dieses Buch, kann man das sehen?
Bisschen höher halten, Uwe. So, und Protest, wie man die Mächtigen das Fürchten lernt. Derjenige, der das geschrieben hat, war mit in der Widerstandsgruppe, die den Milosevic in Jugoslawien gestürzt haben. Das heißt, der erzählt eine ganze Menge, was man dort machen kann. Habe ich aber noch nicht allzu viel reingeguckt. Und interessant ist dieses kleine Büchlein von Gene Sharp, von der Diktatur zur Demokratie. Das ist ein Politologe, der eben studiert hat, in welchen Ländern man wie auf gewaltsame oder friedliche Diktaturen gestürzt hat.
So, und wenn ich da mal reingucke, dann schreibt er so sinngemäß, dass man auf keinen Fall mit Diktaturen verhandeln kann, weil die an Verhandlungen nicht interessiert sind. Dass sie auch an Argumenten nicht interessiert sind, dass sie nur an Macht interessiert sind und dass sie Verhandlungen allenfalls dafür nutzen, um eben ihre Feinde zu identifizieren und dann zu diskreditieren oder zu verhaften. dass sie zum Beispiel auch Widerstandsbewegung erzeugen, um eben ihren Feind besser unter Kontrolle zu haben.
So weit, so gut. Es gibt dann allerdings auch die Notwendigkeiten einer strategischen Planung. Das heißt, mit strategischer Planung meint er ganz klar eine Feindanalyse, nämlich zu wissen, wo sind die Schwachstellen des Feindes. Was? Alles klaro. Und da sagt also Klipp und klar, dass man eben eine klare Strategie planen muss, die aber eben auch berücksichtigt, wer eigentlich der Feind ist und wo seine Schwachteln sind. Und das natürlich auch die eigene Gruppe, sprich die Widerstandsgruppe stark sein muss und dass es nicht möglich ist, ohne Verluste von Leib und Leben solche Sachen durchzuführen.
Weil sobald es dann ernst wird, dann greift die Gegenseite nämlich zu harten Mitteln. Und es ist immer ein asymmetrischer Kampf, weil der Staat eben alle Machtmittel in der Hand hat. So, aber er findet eben noch eine ganze Menge Strategien. So, und im Anhang gibt es dann die Methoden gewaltlosen Vorgehens. Das könnt ihr jetzt nicht sehen, weil die Auflösung zu schlecht ist. Das sind alleine 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 Seiten.
Das sind 198 einzelne Methoden, die nach bestimmten Gruppen sortiert sind. Zum Beispiel politische Intervention, ökonomische Intervention, soziale Intervention und so weiter. Er hat also knapp 200 einzelne Taktiken und Strategien, die eben für eine friedliche Revolution anwendbar sind. Das heißt, das würde ich dieses kleine Büchlein mal allen, die sich weiter damit beschäftigen wollen, mal zu lesen, weil wir dann uns schon mal nicht den Kopf zerraufen müssen, was überhaupt alles denkbar ist.
Denn das, was da drin steht, das ist zwar jetzt nicht ganz aktuell, weil das Buch von 1993 stammt, aber es ist eben quasi das Substrat einer wissenschaftlichen Arbeit von dem, was weltweit mal gemacht wurde. So, das zu dem Punkt. Dann ist die nächste Frage, die ich mir persönlich stelle, ob diese Form von Totalitarismus, die wir jetzt haben oder die uns vorbesteht,
Mit irgendeiner Form, der früheren Zeiten vergleichbar ist. Warum? Weil Probleme löst man ja eigentlich nur, wenn man an die Wurzel geht. Und die Wurzel ist nicht Frau Merkel und auch nicht Herr Spahn. So, die Wurzel ist kein einziger von diesen Politikern, sondern die Wurzel sind mächtige, ich sag mal, graue Eminenzen, von denen wir wahrscheinlich noch nicht einmal alle kennen. So, und was würde es ändern, wenn jetzt in irgendeinem Staat, zum Beispiel in Deutschland, eine Partei beseitigt wird?
Das würde doch ein gar nichts ändern, wenn in den Nachbarländern alles beim selben bleibt. Nur wenn dort die Länder genauso ihre Beschränkung haben, dann kann man dort nicht einkaufen, dann kann man dort hinreisen, dann kann man dort dies und das nicht machen. Das heißt, was wir haben, ist doch gar kein nationales Problem, sondern wir haben ein globales Problem. Und die Frage ist, ob man mit irgendwelchen Methoden, die bisher nur auf nationaler Ebene angewendet wurden, überhaupt dazu in der Lage ist, auch nur ansatzweise ein globales Problem zu lösen. Das heißt, es stellt sich die Frage, ob solche Bücher, wie ich sie gerade vorgeschlagen habe, ob die überhaupt noch zeitgemäß sind.
Das ist sicherlich hochinteressant. Da kann man sich auch darüber vereinbaren. Man kann sich fragen, kann man das im Einzelnen machen, ja oder nein. Aber die Frage ist, die dahinter steht, nützt es denn überhaupt was, wenn die Ursache des Problems nicht im Nationalen liegt? Das ist eine unglaubliche Frage, weil das würde ja bedeuten, weitergedacht, dass keine einzelne Nation in irgendeiner Form irgendwas in diesem Konflikt reißen kann, sondern das vor dieser Mammutaufgabe, Deutschland zu bewegen, im Prinzip das alles untergeht, weil die eigentliche Aufgabe sein muss, die ganze Welt zu mobilisieren.
Und nicht nur dazu mobilisieren, sondern was du am Anfang eingangs gesagt hast, war ja nicht nur die Führungen austauschen, sondern jetzt hast du auch noch gesagt, okay, die tatsächlichen Drahtzieher identifizieren und irgendwie außer Gefecht setzen und noch dazu die ganze Bürokratie, ja, also im Prinzip diesen gesamten Staatsapparat zu ersetzen. Das sind also, sage ich mal, drei komplett neue Ebenen, von denen der Fakt, dass wir das auf globaler Ebene machen müssen, eigentlich vielleicht schon noch der kleinste ist. Aber das Problem wird dadurch, sage ich mal, mannigfaltig erweitert.
Und ich kann mir schon vorstellen, warum auch ein Journey, wo dann zum Beispiel sagt, dass er in ein Loch gefallen ist nach diesen relativ verhältnismäßig erfolglosen Demonstrationen, weil die Aufgabe, so klein, wie wir sie uns auch vorgestellt haben, ist auf dem kleineren Level bereits, in Anführungszeichen, zumindest temporär gescheitert. Aber wenn wir uns vor Augen halten, wie viel da eigentlich noch gemacht werden müsste, dann müsste eigentlich die kollektive Enttäuschung oder kollektive Depression noch immer ein weiteres größer sein. Das einzige Positive, was ich dem wiederum anziehen kann, ist, die Leute können kollektiv sowas von depressiv werden, ob dieses Zustands, dass das vielleicht genau das Leid provoziert, von dem wir anfangs gesprochen haben, dass es das braucht, damit sich die Leute wiederum erheben.
Da stimme ich euch insofern völlig zu, weil das Problem ist, dass das Leid nicht groß genug ist. Und das Leid wird aber in Mitteleuropa niemals groß genug werden. Es wird nicht so werden wie in Armenien. Selbst wenn hier die große Wirtschaftskrise kommt und wie Herr Wolf in ihrem Video meinte letzte Woche, dass 75 bis 80 Prozent aller Arbeitsplätze verloren gehen würden. Selbst wenn das passiert, wird es nach meiner Ansicht hier keine Unruhen geben, keine Kollektiven. Warum? Weil ja in dem Plan des Weltwirtschaftsforums das weltweite bedingungslose Grundeinkommen vorgesehen ist.
Das heißt, da der Staat ja das Geld aus dem Nichts schöpfen kann und das sogar, wie ich neulich in einer Analyse mal gelesen habe, auch unendlich so weitergehen kann, wenn es eben auf digitale Weise geht, sprich mit dem Thema Staatsverschuldung ist überhaupt gar kein Problem. Es ist lediglich ein Umverteilungsproblem von Arm zu Reich und nachher gibt es dann eben nur noch Arme und wenige Reiche. Das heißt, der Staat wird es sich leisten können, eben alle Arbeitslosen zu finanzieren. Und dadurch haben die alle ein Dach über dem Kopf. Keiner muss verhungern. Und die Frage ist, warum sollte irgendjemand auf die Straße gehen? Warum sollte irgendjemand irgendwas machen?
ja bitteschön jetzt sprich ich hatte hätte mal ein info als tipp geben können was ich vor ein zwei wochen zu getragen wurde das lastenabgabegesetz was 52 erbracht wurde quasi die enteignung des kleinen mannes in deutschland wurde kürzlich war ein zweier also und ich meine ja erinnert Da könnt ihr gucken bei gesetze-internet.de unter L, dann findet man schnell, dass LAG und Paragraf 16 bis 227 wurden geändert.
Ihr könnt es aber nicht sehen, was sie geändert haben. Da steht dann bloß nicht gedruckt, das ist einmalig in den Gesetzbüchern, dass ein Gesetz, was beschlossen wurde, der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird. Und das wäre vielleicht die notwendige Waffe, um die Leute jetzt genug Angst zu machen, die jetzt alle ihr Haus abbezahlt haben für die Rente, dass da der Staat wahrscheinlich jetzt ran will, wenn die ganze Sache durch ist. Und vielleicht kennt ihr irgendeinen Politiker, der die Chance hat, an diese Gesetze ranzukommen. Wahrscheinlich kann man nur, wenn man im Bundestag sitzt oder so, Einblick auf dieses Gesetz erlangen. Aber wenn er das rauskriegt, was die da ja noch haben, und ich denke mal, es ist nicht zum Besseren hier noch geworden, sondern eher zum Schlechteren, dass ihr denn natürlich den notwendigen Druck auf Angst des eigenen Portemonnaies und Vermögens auf die Leute aufbauen könnt.
Das ist, wollte ich noch mal so hinterher geben, diesen Tipp, wo man vielleicht als mögliche zusätzliche Waffe, um die Leute zu überzeugen, Leute, es geht auch an euer Portemonnaie, da ist was vorgesehen. Und wenn ihr rauskriegt, was die da geändert haben, das wäre natürlich Gold wert, wenn es denn wirklich erstmal einen Kampf in Deutschland geht, eine Waffe zu haben, womit man auch die, ich sag mal, die Sesselpuper noch überzeugen kann. Du, wenn du weiter darauf sitzen bleibst, sitzt du bald nicht mehr auf deinem Sessel. Ja, aber genau das ist ja genau die Schnittstelle. Wir können alle Informationen haben, wie wir wollen, wenn wir diejenigen, die nicht informiert sind, nicht informieren können. Das heißt, jetzt unabhängig von solchen Fragen, machen irgendwelche Protestbewegungen Sinn, ja oder nein?
So, sie machen immer dann Sinn, wenn die Bevölkerung mitmacht. Und ich glaube, sie macht aber zunächst einmal nicht zwangsläufig mit, nur weil irgendwann irgendwo mal Geld verloren gehen könnte. Es wird so viel Geld verschuldet. Ja, das hat noch keinen Bürger in Deutschland gestört. Ja, das heißt erst dann, wenn es... Bitte? Ja, wen denn? Es ist ja nicht nur dein Bargeld, es ist ja auch dein Haus. Du hast gerade deine Immobilie abgezahlt, die Schuldenfreiheit, dann können Sie uns sagen, 50 Prozent des Werts deiner Immobilie musst du jetzt an den Staat bezahlen.
Wie willst du das als Rentner von der Rente bezahlen? Das kannst du nicht. Also ich sag mal so, ich komme aus der Immobilienbranche, das ist so kompliziert. Also wenn es eins nicht geben wird, dann ist es eine Verstaatlichung von Häusern oder eine Zwangsabgabe darauf, weil der Arbeitsaufwand ist so hoch. Ich weiß, aber nicht in Westdeutschland. Nicht in diesen Zeiten, wo wir derartige Rechtssysteme haben, weil die Daten, die dafür nötig sind, die hat der Staat gar nicht.
Er hat sie gar nicht. Das heißt, er kann es gar nicht durchsetzen. Daran hapert es. Dieses Thema haben wir schon bei der Grundsteuerreform. Ich bin ja nun Sachverständiger für Immobilienbewertung, seit Jahren auf Kongressen durchdiskutiert, was der Staat tun kann und was er nicht tun kann. Ihm fehlen dafür schlichtweg die Ressourcen um Zugriff auf diese Grundbücher. Die kann er zwar sehen, weil er die Grundbuchämter in der Hand hat, aber er weiß nicht, was für Werte dahinter stehen. Und dieses Problem, was für Werte hinter den
Grundbüchern stehen, ist bis heute ungelöst. Das heißt, der Staat kann darauf faktisch nicht zielgerecht zugreifen. Er könnte bloß einen Gießkannen-Rundumschlag machen und dann würden einige Leute schlechte Karten haben und andere würden aber einen super Bonus dabei haben. Das heißt, das Ziel, alle Leute daraus zu kicken, das ist so gar nicht erreichbar. Also insofern, dass die Sache mit den Häusern, mit den Grundstücken, sag ich dir vom Fach, kannst du vergessen. Vorerst nicht, jedenfalls nicht in Deutschland. Aber also, ich kenne noch mal ganz kurz was.
Ja, okay, sorry Stefan, ja. Ja, danke. Also erst einmal wollte ich mich schon mal bei allen von euch bedanken. Das sind super tolle und wertvolle Informationen, die ihr da mitgebt. Ich glaube, wir sollten sowas regelmäßiger machen. Ich weiß nicht, vielleicht alle zwei Wochen oder so, wenn ihr da mit einverstanden seid. Und wir sollten uns zum Beispiel beim nächsten Mal auch schon alle diese zwei Bücher vom Uwe oder mindestens das eine, dieses dünne, da von dem Engländer oder Amerikaner durchgelesen haben, weil ich das denke, dass es unser Bewusstsein schon deutlich weiterhebt.
und ja also insofern könnte ich mir vorstellen und dann sollte man natürlich noch irgendwie überprüfen ob dieses wissen was du angesprochen hat schon veraltet ist aber das könnte man dann zum beispiel in der nächsten sitzung dann diskutieren was meint ihr dazu hättet ihr zeit und lust euch in zwei wochen wieder mal hier zu treffen von meiner seite ausspricht da nichts gegen. Ich denke, wenn man was bewegen will, muss man schon auch mal anfangen, sich
auszutauschen. Denn aus drei, vier Leuten können später dann auch mehr werden. Und ich habe auch noch jemanden in der Hinterhand, der sehr engagiert ist und auch sehr kompetent und der einige tolle Vorschläge hat. Und ich denke, es geht vielleicht auch ein bisschen einen Schritt weiter. Ich wollte nochmal ganz kurz, lieber Stefan, zu deiner Frage, die du in den Raum gestellt hast, auch meine Position mal darstellen. Und zwar natürlich bin auch ich für weitere Gespräche offen und stelle mich denen sehr gerne zur Verfügung.
Wir müssen nur aufpassen, dass wir, genau dasselbe wie bei den Demos, dass wir nicht irgendwie verfallen in einen Modus, wo wir sagen, wir wollen die besten Demos oder wir wollen die besten Gespräche auf YouTube liefern. Gelinde gesagt, mir könnten die Gespräche nicht egaler sein. Also eigentlich tatsächlich freue ich mich auf diese Utopie, die wir dann irgendwann hoffentlich irgendwann mal erreichen, wo wir sagen, auch nur 10 Prozent von dem, was wir uns vornehmen, kriegen wir tatsächlich umgesetzt. Und ich denke mal, wir müssen irgendwann wirklich handlungsorientiert nicht einfach nur Gespräche führen, sondern diese dann auch in die Tat umsetzen. Als solches, mir wäre viel, sag ich mal, mehr daran gelegen zu sagen, okay, wir nutzen auch diese Gelegenheiten, um zu erwähnen, dass es jetzt meines Wissens nach zum Beispiel wirklich in allen Städten, ja, selbst wenn es jetzt aktuell eine Flaute gibt, ja, sogenannte im Prinzip Bürgersprechstunden und wie das Ding heißt, gibt, also wo wirklich Bürger sich zusammentreffen, um nur zu sprechen, wo man gewaltlosen Widerstand diskutiert,
wo man im Prinzip diskutiert, was kann man denn machen, welche kleinen Aktionen kann man starten, sei es im Supermarkt, sei es in der Bahn, sei es irgendwo in der eigenen Familie und dass im Prinzip die Leute ins Handeln kommen, ja, weil, wie gesagt, wir können reden, Redebedarf gibt es immer, ja, selbst als wir keine Krisen hatten, haben sich ja die Redner im Prinzip davon nicht irgendwie die Butter vom Brot nehmen lassen. Also, Thema zum Reden findet man immer. Wichtig ist, dass wir darüber nicht vergessen, dass wir eigentlich hier sind, um was zu bewegen und dass wir auch in dem Sinne mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Einige von uns sind ja auf Demos unterwegs. Stefan Bauer, Geronimo weiß ich, ich selbst weiß ich. Bei Jens weiß ich nicht, ob er zu den Demos kommt. Aber wie dem auch sei, dass wir halt sagen, wir verkommen nicht nur im Reden, sondern dass wir auch immer mal wieder mit einem kleinen Augenzwinkern daran erinnern, liebe Leute, eigentlich muss auch noch was gemacht werden.
Ja, da möchte ich gerne noch was dazu beitragen und zwar eine persönliche Geschichte, wo ich glaube, das kann jeder machen und zwar habe ich einen Vater hier in Rosenheim gefunden oder besser gesagt, er hat mich gefunden und er hat eben wegen der Maskenpflicht gesagt, okay ich muss jetzt demonstrieren vor unserem gesundheitsamt und daraus sind dann eben fünf
videos geworden mit jeweils um die 10.000 klicks teilweise drunter teilweise drüber aber so im durchschnitt das heißt hier ist so eine richtige bewegung entstanden und daraus ist dann eine eine Demonstration entstanden. Und das heißt, hier ist es ganz leicht und dann nämlich, weil es nicht nur die Demonstration, die passiert ist, sondern dann hat auch noch tatsächlich die Presse darüber berichtet und sie haben die Zahlen plötzlich groß geschrieben.
Sie haben anstelle den tatsächlich vorhandenen, meiner Seite eingeschätzten 200 Demonstranten, haben Sie was von 500 Demonstranten geschrieben. Und wieso das Ganze? Sie wollten die Veranstalterin loben und haben mir quasi eine mir feindlich gesonnene Veranstalterin vor die Nase gesetzt. die es hätte mich irgendwie ich hätte da sowieso niemanden in zweifel gestellt ich wollte einfach
nur darüber berichten aber ich bin relativ überzeugt dass es sich da hier ganz von anfang anderem gehandelt hat quasi die eine person einzusetzen die ja die mir und dem dem initiator eben entgegen gestanden ist und um dann eben den den widerstand hier klein zu kriegen also
Also insofern sind wir schon auf diesem kleinen Level, fängt schon der Staat an, eben den Widerstand zu brechen. Also von daher, so könnte man vorgehen und also Gesundheitsämter vor Gesundheitsämtern demonstrieren, Videos machen dazu und dann eben die Eltern aufrufen. Ich glaube, das ist eine super Idee.
Ich begrüße grundsätzlich jede Idee, weil es gibt ja nicht die eine richtige Idee. Ich habe das Gefühl, wir müssen alle Leute abholen, jeder auf seine Art und Weise. Jeder hat sein eigenes Publikum, jeder hat seine eigenen Methoden und keine Methode ist an sich per se falsch. Und ich denke mal auch strategisch ist das richtig, dass wir uns jetzt nicht irgendwie, sage ich mal, festlegen auf zum Beispiel nur die Demo-Variante oder nur irgendwie Aktionismus oder sowas. Nein, es muss eine gesunde Mischung aus allem sein. Und vielleicht sogar je kleiner, desto besser. Also weniger im Prinzip auf die Großdemos oder die Großaktionen warten, sondern wie wir es nach dem Vorbild in Armenien gesehen haben, tausend Gruppen, die mit kleineren Gruppen im Prinzip eine ganze Stadt lahmleben können.
Da unterreichen schon zehn Leute auf einer Kreuzung und von diesen zehn Leutengruppen hatten wir, als wir in Berlin am 29.8. uns versammelt haben, mit den Hunderttausenden, die da waren, mehr als genug da, hätten wir einfach nur, sage ich mal, die Motivation und die Organisation, so etwas durchzusetzen, dann hätte man auf jeden Fall schon ganz Großes bewirken können. Uwe, du wolltest gerade was sagen. Ja, ich wollte dem auch zustimmen, dass also nach meiner Ansicht die Großdemonstration, das führt nicht wirklich weiter, weil die Zahlen werden eh runtergerechnet vom Mainstream. Und ob da nun 100.000 oder eine Million sind, spielt keine Rolle.
Und wenn dann aber nur 19.000 offiziell benannt werden, heißt es, dass 90 Prozent der Leute, die da hingegangen sind, ihren Einsatz im Grunde genommen umsonst gemacht haben. Das ist eine Verschwendung von Zeit, Geld und Personalressourcen. So, es ist nach meiner Ansicht viel sinnvoller, zwar schon zu demonstrieren, aber dann eben in vielen kleineren Gruppen, Vielleicht sogar eben auch unangemeldeten Demonstrationen, damit man nicht mal so brav ist im Rahmen dessen, was die Gesetze ermöglichen oder was vielleicht nur im Bereich von Bußgeldtatbestätigung ist. Das muss man dann gucken.
So in jedem Fall, egal wie groß die Hindernisse sind, alle Diktaturen lassen sich bei Zeiten kleinkriegen, wenn das Volk nicht mehr mitmacht. Das ist der Hauptschlüssel. Und dieser Hauptschlüssel setzt aber voraus, dass das Volk auch eben unzufrieden ist. Und diese Unzufriedenheit wird aber nicht erzeugt, wenn eben nur eine Kerngruppe von Protestlern unter sich bleibt. Das hatten wir im letzten Video aus dem Grund getan. Das heißt, wir müssen dafür sorgen, dass diejenigen, die noch nicht in der Protestbewegung drin sind, dass die davon angesprochen werden.
werden. Und dafür braucht es Maßnahmen. Und diese Maßnahmen, die müssen dazu führen, dass der normale Bürger interessiert wird. Und er braucht nicht so komplizierte Informationen, dass er alles über den PCR-Test weiß. Und er braucht auch nicht alles über Herrn Bill Gates und das Weltwirtschaftsforum wissen. Das alles interessiert den nicht. Der hat ganz andere Probleme. Das heißt, da müssen Dinge hin, die kommuniziert werden, die je nach Interessenlage der Zielgruppe interessant sind. Und wenn die Leute dann einmal angebissen haben, dann gehen die ja von alleine in die internen Kreise und dort können sie sich von alleine weiterbilden und alles lernen von Dr. Haditsch und von Professor Bakhti und wie sie alle heißen. Das können sie alles dann dort machen. Das muss aber nicht in der Außenaufklärung sein.
Das heißt, das Hauptziel sollte nach meiner Meinung sein, dass die Demonstrationen einerseits frei behalten werden, aber nicht mit dem Ziel Großdemonstrationen, weil das wird runtergedrückt, sondern in kleineren Einheiten, lieber die dann öfter und an mehreren Orten. Und dann eben als Hauptzielrichtung eben die Aufklärung der Unaufgeklärten. Das ist das Wesentliche. Dafür braucht man Strategien, um wenn die Leute dann erstmal halbwegs wach geworden sind, dann haben die auch Eigeninitiativen.
Dann setzen die sich so wie jetzt auch schon in den Querdenkenbewegungen in ihren Organ-Teams zusammen und überlegen, was sie machen können. Nur statt eine Demo zu organisieren, organisieren sie vielleicht eine Briefkastenzettelwerbung oder eine Flugblattverteilungsaktion oder eben eine Kreuzungsblockadeaktion oder eine Blockadeaktion eines Einkaufszentrums oder Parkhauses, was auch immer. Das heißt, da gibt es unendlich viele Möglichkeiten, nur man muss eben raus aus dieser Informationsblase. Wir brauchen eigentlich null Videos mehr im Netz, die noch irgendetwas erzählen zu dem Thema, was hat gestern die Kanzlerin gesagt oder was wird morgen Herr Spahn sagen. Das alles interessiert doch gar kein Schwein.
Das sind ja nur noch reaktive Verhaltensweisen. Das heißt, alle, die darüber berichten, verschwenden eigentlich ihre Zeit, weil sie das mitteilen, was überhaupt keinen Informationsmehrwert mehr hat. Es spielt keine Rolle, ob Frau Bundeskanzlerin sich mit dem Ministerpräsidenten trifft oder ob sie nicht trifft, weil an der Corona-Grundsituation ändert sich da gar nichts. Das heißt, deswegen müssen nicht 20 verschiedene Reporter darüber berichten und dann noch sich gegenseitig interviewen. Das ist Verschwendung von Ressourcen. Sondern die Frage ist, so wie der Jens sagte, in Armenien guckt ja gar keiner mehr Fernsehen. Ja, wir brauchen auch kein Fernsehen gucken.
Das heißt, unsere hunderte von Reportern, die im Netz sind, die brauchen auch kein Fernsehen gucken, weil da ist sowieso nur Scheiße. Es muss auch nicht der Dr. Schiffmann zweimal die Woche die RKI-Zahlen erklären. Das wissen wir schon seit Monaten, dass die nichts taugen. Es reicht aus, wenn man das einmal festgestellt hat, manchmal drei Monate noch einmal überprüft, aber bitte nicht jede Woche zweimal. Das heißt, wir produzieren unheimlich viel Datenmüll. Alle, alle, die YouTube-Kanäle machen und das meiste
ist deckungsgleich, das sind redundante Informationen. So, davon müssten wir mal 95 Prozent aussortieren. So, die Frage ist, wer ist dazu bereit? In der Regel kaum jemand, ja, so, weil eben eigene Interessen und Eigenheit, ich habe einen großen Kanal und viele Follower und, und, und, das spielt da alles rein, das ist menschlich und vernünftig nachvollziehbar, so, aber es ist nicht zielführend, ja. So, die Frage ist, Man könnte doch lieber auch öffentlich darüber diskutieren. Also so ein Gespräch, wie wir jetzt heute führen, das könnte man auch mal als Livestream machen. Und dann hat man eben nicht nur fünf Leute, die dabei sind, man hat auf einmal 5.000 oder 10.000 oder je nachdem noch mehr. Und die wiederum, die lernen ja was daraus.
So, also wenn ich nur sehe, aus dem Interview, was Eli und ich zuletzt gemacht haben, die Resonanzen, die daraus kamen, die zeigen, dass es einen Bedarf für dieses Thema gibt. Es sind so viele Leute, die nicht damit einverstanden sind, wie es in der Protestbewegung läuft. Aber denen geht es genauso wie den Bürgern im Mainstream. Sie glauben nicht, dass sie den Mund aufmachen dürfen. Das heißt, wir sind schon dabei, dass die Protestbewegung genauso dogmatisch und totalitär sich gegenüber ihren Mitgliedern verhält, wie der Staat, den sie bekämpfen wollen.
Ich stehe mit einigen, die in Orga-Teams sind, im persönlichen Kontakt. Was die mir erzählen, da kriege ich ja das kalte Grausen. oder oder sollen wir es ihm sagen ich ja ich ja ich erzähle es ihm ja du bist gerade im live stream ich habe ja nicht ja ich habe gedacht das wird ja bestimmt nein ich habe doch gestern hat genau
Hatten wir doch noch kurz gesprochen. Da war dieses nur telefonisch oder live oder was. Da hieß es ja Video, aber nicht live. Nun gut, sind wir live. Ist ja in Ordnung. Ach so, ich hätte gedacht, Elia hätte das mit dir schon abgesprochen. Das war dann meine Frage. Ja, okay. Ist doch kein Problem. Ist doch kein Kind in den Brunnen gefallen. Also auf jeden Fall passt alles.
Der Tenor ist eben, dass eine gewisse Unzulieferung da ist in der Protestbewegung. Und dann muss man sagen, wenn die da ist, warum ist die da? Jetzt haben wir den Geronimo noch gar nicht so richtig ins Gespräch reingebracht. Nur mal kurz, deswegen wollte ich ihn auch noch mal fragen. Du warst jetzt einen Monat lang in Berlin. Was wäre deiner Meinung nach so eine Aktion, die du meinst, könnte in Berlin sinnvoll sein?
Das ist ganz, ganz schwierig. Ich habe es vorhin schon mal angesprochen, ich habe selten so eine Apathie erlebt von der Masse der Bevölkerung wie hier in Berlin. Das hat also so weit geführt, die Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit, die mir entgegengebracht wurde, hat so weit geführt, dass ich auch meine Strategie oder unsere Strategie hier in den Protestbewegungen komplett überdacht habe. Und an dieser Stelle noch mal ein Kompliment an Herrn Lose. Die beiden Bücher, die er vorgestellt hat, die habe ich vor ungefähr zwei Wochen vor einem sehr engen Vertrauten auch schon in die Hand gedruckt bekommen. Und die wurde in unserem Team auch schon besprochen, diese
Konzepte. Und zwei meiner Mitleider haben auch wenig Zeit dazu, aber hat mir auf jeden Fall ganz groß auf die Liste gestellt. Das wären auch die nächsten beiden Bücher, die ich lesen werde. Und da sieht man mal wieder Great Minds, Think Alike. Ja, also das ist großartig. Ich denke, mit solchen Konzept muss man sich dringend beschäftigen und ein Konzept, über das ich gestolpert bin, weil es einfach auch ein Artikel war, der sehr oft gelesen wurde und auch in den alternativen Medien oft zitiert wurde, ist von Multipolar, der Artikel über schwarze Wahrheit. Ich glaube, das ist etwa eine
Woche her und das hat mich also so beeindruckt und ich war auch ein bisschen verärgert über mich selbst, dass ich nicht allein darauf gekommen bin, weil das Konzept ist mir schon länger bekannt, Aber aufgrund dessen, dass ich natürlich eigentlich ein Literativ bin, der an die Aufklärung glaubt, bin ich so weit noch nicht gegangen. Also Schwarze Wahrheiten ist ein Konzept, zu dem ich jetzt noch nicht weiß, ist verwandt mit dem schwarzen Humor, nur dass es nicht witzig sein soll. Das heißt also, man konfrontiert den Empfänger mit einer Botschaft, die im Grunde ihm den Spiegel vorhält und seine eigene dystopische Geisteshaltung entlarvt. Man
hat das zum Beispiel gesehen in dem Film Borat, ein amerikanischer Spielfilm, wo Sacha Baron Cohen, ein Amerikaner, ein Kasachenspiel, ein Mann aus Kasachstan, der in Amerika einreist und der ist schon ein paar Jahre älter, aber es ist eigentlich sehr derber Humor, also überhaupt nicht mein Ziel, aber da gibt es diese eine Szene, wo er über den Irak-Krieg spricht. Und damit quasi komplett die Intention dieses Kriegs und auch die Konsequenzen dieses Kriegs, die illegalen Invasionskriege, Das war es ja im Irak, das ist ja mittlerweile bewiesen, das schreitet ja nicht mehr mehr die Menschen in Presse, diese Intention und diese Konsequenz dort schon entlarvt.
Und am Anfang gibt es dann noch stürmischen Jubel von der amerikanischen Bevölkerung, die da ihm zusieht bei dieser Rede, wo er den Krieg lobt. Und dann, je mehr Wahrheiten er auf den Tisch bringt, desto weniger wird dann die Zustimmung und desto fragender werden die Blicke und desto irritierter ist das Publikum. Und so könnte man das auch machen. Also in dem Artikel wird zum Beispiel gesagt, man könnte ja eine Demo machen, wo dann niemand auf der Bühne steht. Oder stattdessen irgendwie nur, weiß ich nicht, schwarze Masken unten marschieren, fast schon so in gleichgeschalteter Soldatenmanier.
Und man könnte ein Mantra machen, habe ich auch gedacht, wie bei George Orwell, Big Brother. Ja, dass man sagt, irgendwie diese Maßnahmen dürfen niemals hinterfragt werden oder solche Sachen. Also einfach, meine Hoffnung ist halt, dass man über solche Methoden, weil Aufklärung ja offenbar zu nichts mehr führt. Ich meine, wer jetzt noch nicht aufgeklärt ist nach sechs Monaten, da hat Herr Lohse völlig recht. Also ich kann auch keine PCR-Zahlen mehr hören und all diese Dinge. Also wer es jetzt noch nicht begriffen hat, der wird es glaube ich auch nicht mehr begreifen, außer es kommt richtig dicke. Und deswegen denke ich, sollte man einen anderen Weg gehen und wenn halt mir hier Gleichgültigkeit entgegenkommt von allen Seiten,
wenn hier überhaupt kein Interesse ist an Aufklärung, dann kann man vielleicht durch Irritation, Agitation und Irritation mehr erreichen. Und zum Beispiel jetzt am vergangenen Samstag, aus Verzweiflung, weil hier nichts lief mit Demos, sind dann mein Team und ich einfach mal mit einer Kiste losgezogen und haben uns in eine Straßenecke gestellt. Und ich habe dann einfach versucht, diese schwarzen Wahrheiten mal zu verbreiten. Und es war leider nicht sehr viel Resonanz da, aber hier sieht man hier einen Einblick genau. Wir haben das dann im Video festgehalten und es war zumindest eine interessante Erfahrung.
Ja, weil zumindest ein paar Blicke habe ich entgegen bekommen und ein paar Kripser haben sich gedreht und ich glaube einer hat sich auch ein bisschen irritiert gefühlt und hat mich angesprochen oder zwei. Also es war halt nicht viel los, es war ein sehr verregneter Samstag, ja, grauenvolle Zustände, deswegen nicht sehr viel Publikumsverkehr, aber das ist halt so eine Idee einfach nur, die man machen könnte. Und in einem anderen Beitrag habe ich was gehört von Forumtheater, was glaube ich auch in der DDR mal gemacht wurde. Ich habe es nicht genau begrüßt, aber ich meine, so wird es gesagt. Wo man also eine Art Theateraufführung in einem öffentlichen Raum veranstaltet, wo dann auch einfach Zuschauer oder Leute, Passanten, die vorbeikommen, involviert werden können und dann in die Szenerie eingearbeitet werden.
Und das dann natürlich in einer politischen Botschaft, die so versteckt ist, dass wir gar nicht merken, dass sie quasi aufhören. Das sind nur so Inspirationen, die ich gesammelt habe in den letzten Tagen und Wochen, über die wir vielleicht nachdenken können. Ja, super tolle Anregung von dir. Was der Bernd gerade eingeblendet hat, war so ein bisschen auf meinen Impuls hin, weil das stimmt, dass Borat natürlich ein toller Film war, aber der ist jetzt schon, sage ich mal, in längerer
Vergangenheit. Es gibt ein jüngeres Beispiel dessen, was vielleicht so als schwarze Wahrheit auch bezeichnet werden kann, aus meiner Meinung nach dem letzten Werk von Sacha Baron Cohen, Der Diktator. Wir reden ja hier die ganze Zeit davon, dass eine Diktatur, Corona-Diktatur oder anderweitig halt uns übergestülpt wird. Und da hat er am Ende dieses Films eigentlich auch eine eine wunderbare Sequenz mit schwarzer Wahrheit eingepflochten. Und der Clip ist nur englischsprachig, aber er ist auch nur eine Minute 46 lang und er ist sehr, sehr bezeichnend und vielleicht wiederum als Inspiration für uns und Vorlage über unser weiteres Gespräch. Wenn Bernd den jetzt einspielen könnte, wäre das, glaube ich, ganz witzig
für sowohl uns als auch die Zuschauer. Es ist nichts, sondern eine Lizenz für Öl-Kompanien und freie Interessen, um meinen liebsten Wadia zu zerstören. Wadia wird ein Diktatorship bleiben.
Wuhu! Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Ich werde dir sagen, was Demokratie ist. Demokratie ist das Schlimmste. Endlich reden und hören zu jeder blöden Meinung. Und jeder Votier zählt, egal wie verpisslich, schwarz oder männlich sie sind. Demokratie. Demokratie. Also ich finde das sehr, sehr bezeichnend. Er ist gerade auf dem Weg, dann im Prinzip diesen Vertrag dazu zu zerreißen.
Und das ist sehr, sehr bezeichnend, wie er im Prinzip diese Leute eigentlich vorführt. Also er sagt halt auch, wenn wir in einer Diktatur leben würden oder die USA eine Diktatur wäre, dann könnten sie zum Beispiel diesen Zustand herbeiführen, den wir jetzt gerade beobachten. Denn die Medien schaffen sich, die alten Qualitätsmedien schaffen sich ja irgendwie selbstständig ab. Keiner vertraut ihnen ja mehr. Überall höre ich, Print ist tot. Aber nicht nur tot, wie gesagt, weil die Leute einfach ins Internet gehen, sondern auch wegen der Sachen, die die Printmedien drucken. Und die arbeiten gegen ihr eigenes Interesse, sind aber so im Prinzip beherrscht von einer Gruppe oder halt im Prinzip sowas von einem Gruppenzwang unterlegen, dass die nicht merken, dass die selber auf ihren eigenen Abgrund, sag ich mal, hinzumarschieren.
Und wir darüber hinaus, wir tragen natürlich alle diese Konsequenzen, aber wir müssen auch ganz offen sagen, wir leben halt tatsächlich in einer Diktatur. Und vielleicht könnte man mit dieser schwarzen Wahrheit erst mal den Leuten, wir reden ja immer davon, dass wir denen irgendwas beibringen müssen, die Augen öffnen, nicht dafür, wie ein PCR-Test funktioniert, sondern warum das eigentlich, was wir hier Demokratie nennen, tatsächlich ein Wolf im Schafspelz ist, das sich eigentlich Diktatur nennen müsste. Und ich finde, dafür war das ein sehr effektives Beispiel, das mir als sehr gut, als sehr förderlich in Erinnerung geblieben ist.
Ja, bloß für mich die Frage, diese schwarzen Wahrheiten. Wir wollen ja jetzt keinen Film machen. Wie bringen wir die ans Volk? Also das ist, glaube ich, zu um die Ecke gedacht. Für uns ist es unterhaltsam. Für uns ist es schön, dass der Herr Cohn da so weit gedacht hat und er hat es wirklich gut gemacht. Aber direkt, denke ich, hat es jetzt so für uns keine Möglichkeit.
Aber was zum Beispiel eine Möglichkeit ist, habe ich jetzt so am Wochenende halt jetzt mitbekommen, was hier in Österreich abgegangen ist. Das war eben, dass die Leute, also sprich die Gastronomen, die Journalisten und Rechtsanwälte und die Ärzte sich an einem Punkt versammelt haben und dann so eine Pressekonferenz gemacht haben.
Und ja, ich denke, sich zu vernetzen und jetzt das an vielen verschiedenen Punkten zu machen, dann auch eben alle Komponenten zusammenzubringen, wie Gandhi sie hatte. Weil Gandhi war auch erfolgreich. Das heißt, wir müssen von Gandhi lernen und dann werden wir auch erfolgreich. Das heißt, wir brauchen Medien, das Internet, wir brauchen Geld, das heißt Leute aus den Gastronomiebetrieben zum Beispiel oder andere, die an Geld rankommen können.
Und dann brauchen wir intelligente Aktionen, die eben gewaltfrei, aber durchdacht sind und die das System in Frage stellen. Das, denke ich, sollten die Möglichkeiten oder so sollte die Vorgehensweise sein. Ich höre die ganze Zeit das Wort gewaltfrei und ihr habt ja alle diese Bücher vor euch liegen und dann diese 198 Vorschläge, wie man gewaltfrei irgendwas erreichen kann. Ist das schon mal in irgendeinen Zusammenhang gesetzt worden, ob diese Methoden auch tatsächlich erfolgreich waren oder
ist eigentlich gewaltfrei allein dieser Aspekt unserer gesamten Bewegung vielleicht, sage ich mal, der Sargnadel in unserer, sage ich mal, in all unseren Ambitionen? Also dazu kann ich vielleicht etwas sagen? Ja, bitteschön. Ja, also ich hatte hier mal kurz in meine Büchlein reingeguckt, weil das natürlich ganz interessant ist. Man hat ja sonst nicht so den globalen historischen Überblick über solche Dinge. Und der Verfasser, also Gene Sharp, der meint jedenfalls, dass gewalttätige Demonstrationen oder Maßnahmen
gegen Diktaturen immer auf kurzen Beinen stünden, weil selbst wenn zwischenzeitliche Erfolge erlangt werden, führt dies nur zu doch größeren Repressalien gegenüber den passiven Leuten. Das heißt, er sagt, das ist zwar eine naheliegende Form, aber sie führt langfristig nur zu noch größerem Elend und deswegen meint er, dass man davon Abstand nehmen solle, wobei aber eben Und man natürlich auch gucken muss, was unter Gewalt dann zu verstehen ist.
Und wir wissen ja, dass wir in Deutschland ja schon ein sehr niedriges Level haben, was wir unter Gewalt verstehen, was in anderen Ländern aber ganz anders ist. Und insofern müsste man da vielleicht mal drüber diskutieren, welche Formen von Gewaltstufen für einen westeuropäischen Menschen, insbesondere für Wohlstandsbürger in Mitteleuropa und Deutschland, heutzutage noch akzeptabel sind. Wir hatten ja im Stream mit Eli vor drei Wochen das Thema, wie in anderen Ländern demonstriert wird, und das sind keine Sachen, die die Deutschen mögen. Also sprich, irgendwelche Geschäfte meistens anzünden, das mögen vielleicht ein paar Autonome machen.
So, aber der normale Bürger, der wird damit nicht identifiziert. Und insofern glaube ich, wir werden hier in Deutschland keine Akzeptanz finden. So, aber im Sinne von leicht Übertretung des Gesetzes, Widerstand, passiver Widerstand bei der Durchführung von amtlichen Maßnahmen, solche Dinge, die gehen wahrscheinlich grundsätzlich schon.
Darauf warte ich eigentlich auch hinaus. Also wir müssen für uns definieren, was Gewalt überhaupt ist und ob im Prinzip das, wofür Uwe und ich eigentlich schon seit Wochen uns aussprechen, nämlich einfach nur die Zuhilfenahme seines physischen Körpers, um sich halt mindestens in den Weg zu stellen, wenn da irgendwo Unrecht geschieht. Ja, ich finde, es ist richtig, dass man sagt, okay, das ist noch keine Gewalt. Das geht natürlich bei vielen schon weit darüber hinaus, was die bereit sind oder physisch auch nur imstande sind zu leisten. Aber tatsächlich müssen wir wirklich halt differenzieren, das ist keine Gewalt und das müsste eigentlich wirklich Teil unseres Repertoires sein, wenn wir sagen, wir machen gewaltlosen Widerstand.
Ja, nur wichtig ist, dass wir halt wirklich diese Definitionsfrage stellen und bemerken, dass, wie gesagt, das Spektrum an was tatsächlich Gewalt ist, eigentlich super, super breit ist, aber bei uns auch wirklich komplett darauf angewandt wird. Also dieses eine Wort Gewalt gilt für alles, ja, von irgendwie jemanden anpusten bis hin zu irgendwie jemanden ins Gesicht schlagen. Und das wiederum ist auch nicht richtig, ja, weil das ist einfach, das ist eine falsche Definition, die sich einfach kulturell bei uns aus allem, wodurch wir geprägt worden sind über die letzten Jahrhunderte, sage ich mal so, in unser kollektives Bewusstsein, sage ich mal, geprägt hat.
Und da müssen wir uns hinterfragen, alle unsere Vordenker, alle, denen wir jetzt im Prinzip Hurra hinterherrufen, sagen, genau das hinterfragt alles, hinterfragt jeden. Deshalb müssen wir auch diesen Punkt hinterfragen und müssen halt ganz klar sagen, okay, wo fängt Gewalt an für uns individuell in diesem Moment, was ist tolerierbar und was ist vielleicht sogar noch notwendig, ohne diese Grenze zu überschreiten. Nur wir müssen uns angucken, wo ist diese Grenze und nicht pauschal sagen, es gibt keine Grenze. Sobald du das Thema auch nur ansprichst, gehörst du im Prinzip schon aufs Abstellgleis, weil dann wiederum, liebe Leute, da sind wir ja in dieser Denksensur und zumindest am Anfang der Bewegung haben wir alle noch zusammen gesungen, die Gedanken sind frei. Mindestens die Gedanken und die Frage, wie definieren wir etwas, sollte uns eigentlich noch irgendwo erlaubt sein, egal, ob wir uns dann kollektiv dafür oder dagegen entscheiden.
Und deshalb will ich immer mal wieder an solchen Momenten, wenn ich so ein tolles, sag ich mal, Publikum in euch halt habe, diese, sag ich mal, Akzente setzen. Zu den drei Demonstrationen in Armenien kann ich sagen, die erste ist mit Gewalt versucht worden, beziehungsweise die zweite, wo sie auch über Nacht demonstriert haben, hat man dann die Möglichkeit gegeben, auch Gewalt gegen die Demonstranten ungesehen durchzuführen. sodass man dann auf alle Fälle auch die Gegengewalt vermeiden sollte,
also dem Staat nicht die Möglichkeit geben, ungesehen im Dunklen den Demonstranten auch Schaden zuzufügen, wie jetzt meinetwegen in der Nacht von Berlin, weil das verängstlicht doch, auch wenn man jetzt die Bilder sucht und das jeden zeigen will, guckt mal, wie weit tätig die geworden sind. Gerade das schreckt ja immer mehr ab, für die, die eigentlich keine Angst haben sollen, sich mitzubeteiligen. Und auch Gewalt in die andere Richtung, dass man sagt, wir besitzen jetzt ein Polizeirevier, was wir bei der nächsten Demo versucht haben, ist auch nach hinten losgegangen. Die Leute saßen in einem Knast und damit war die Sache auch wieder beendet.
Ja, also wirklich nur die dritte Variante, wo gewaltfrei nichts besetzen, nicht gegen die Polizei reden. Die Polizei ist unser Freund. Das machen wir jetzt auch schon so. Und halt in kleinen Gruppen sich verteilen, sodass die Polizei nicht die Chance hat, zentral Gewalt auszuüben, sondern wirklich so verteilt, dass die Polizei eigentlich kaum hinterherkommt, überall zu versuchen, mit Gewalt und Angst die Leute einzuschüchtern. Also das war in Armenien so der Punkt, was auch wenn es Massen waren am Ende auf einem Platz, die Aktionen waren in vielen kleinen, dass die Polizei auch nicht die Chance hat, zentral auf die Bevölkerung einzudurchschnitten, mit jeweil sie zu verängstigen.
Und das ist hier halt dann wahrscheinlich genauso gut, wenn man das hinkriegt. Ich hätte noch eine Frage zu dem Jens und dann hätte ich noch eine Frage an den Uwe. Jens, dieser Führer oder wie sollte man ihn nennen, der dann diesen Marsch gemacht hat, wo war der in der Nacht? Bei sich zu Hause? Und wie hat der das abgesichert?
Er ist auf dem Weg über die Straße gepilbert, quasi wie ein Pilger und wenn es denn dunkel wurde, hat er am Straßenrand, am Waldesrand sein Zelt aufgebaut, ist immer noch live geblieben in seinem Zelt, hat da noch mit den Leuten geredet und hat da auch geschlafen und am nächsten Tag ging es weiter. von leuten die das begrüßen unterwegs zu essen bekommen zu trinken bekommen man hat ihn unterstützt aber wenn er denn halt irgendwo von der wanderung an einem punkt war wo jetzt keine
stadt kein dorf ist hat er sein zelt aufgeschlagen hat sich da reingelegt denn weiter also man kann sagen alle präsidenten bereich willen alles er wohnt wirklich noch und seine wohnung mehr mehrfamilienhaus hat das auch von innen gezeigt wie er wohnt und alles ja also er ist immer auf dem boden der zart sachen geblieben so wie das allgemeine volk und hat das auch nach außen gezeigt er hat seine strategien vorgestellt er
hat sie nicht verheimlicht was er vorhat er hat offen gesprochen dass auch der staat mithören konnte was er macht als nächste schritte ja also das war wirklich nicht im geheimnis sondern der volk sondern in der puren offenheit ja Also er hat nicht mal was heimlich gemacht in der Hinsicht, aber halt immer sehr kurzfristig, so dass man da halt schlecht reagieren könnte als Staat, jetzt sofort Hundertschaften dahin oder dorthin, sondern wirklich, dass der Staat überlastet war mit der Situation.
Ja, aber sie hätte ihn auch einfach ausschalten können, oder? Gerade in der Anfangsphase hätte ich jetzt als Staatsführer gedacht, okay, dann schicke ich einfach mal ein paar Mörder in seine Richtung, oder? am anfang war es aber wie mit der querdenken bewegung auch am anfang haben sie über den medien über ihn gelacht gespöttet das bringt doch gar nichts ja aber dann wurde das halt
immer größer es waren nur mehr menschen ihn er war eigentlich nie wieder wirklich alleine ja man hat ihn auch einmal sogar festgenommen nachher ja aber das volk ist deswegen nicht weggegangen es hat weiter druck gemacht auch ohne ihn seine frau gab es ja auch noch und freunde also es gab auch denn schon ein paar prominente schauspieler die ihn unterstützt haben die den weg einfach mitgegangen sind ja und selbst wenn er denn nichts mehr sagen könnte war dahinter
natürlich schon eine organisation die das jetzt natürlich nicht am sterben gelassen hat dass der worden mehr wie ein tag wurde er nicht hintergibt und dann haben sie ihn doch freigelassen auf bund des druckes des völkes aber sie hätten sowieso zum märtyrer wahrscheinlich macht wenn den schlummer aus passiert wäre okay und dann habe ich die frage an den uwe uwe wenn du die geschichte jetzt hörst angenommen so eine aktion würde in deutschland jemand starten der also einfach irgendwie sagen wir mal eine
Eine Person, die politisch integer wäre, würde einfach quer durch Deutschland laufen, marschieren oder mit dem Fahrrad fahren, egal wie, und würde versuchen, immer mehr Leute aufzuwecken. Wäre diese Aktion zum Scheitern verurteilt, würde das kontraproduktiv laufen oder meinst du, das würde was bringen? Darf ich ganz kurz, lieber Uwe, bevor du antwortest, wollte ich dich nur darauf hinweisen, dass ein gewisser Herr Samuel Eckert und ein Bodo Schiffmann und ein Wolfgang, Name vergessen, der Dritte im Bunde, genau dasselbe gerade jetzt machen. Eine Tour durchs Land, wo sie versuchen, Leute aufzuwenden.
Ja, da wollte ich auch hinaus, dass im Grunde genommen das ja schon tatsächlich jetzt praktiziert wird. Und die Frage ist natürlich ganz interessant, was wird das in dieser Aktion sein? Nein, ich denke mal, ich erwarte mir persönlich nicht so viel davon, muss ich ganz ehrlich sagen, weil wir leben in einer Konsumgesellschaft und wir haben so viel Information und wenn irgendwo an der Ecke jemand steht und erzählt irgendetwas, dann ist das genauso, als ob irgendjemand mir ein Werbeschild vor die Nase hält und mir seinen Staubsauger verkaufen will.
Also da dürfte die Zahl der Leute, die sich wirklich begeistern lassen, wahrscheinlich klein sein. Aber trotzdem kann es ein Erfolg sein, weil jeder Einzelne, der neu gewonnen wird, wenn es nur zwei oder drei in einer Stadt sind, sind theoretisch wieder Multiplikatoren. Aber einen durchschlagenden Erfolg davon würde ich mir nicht versprechen, weil man sieht ja eben, Berlin hat es Großdemonstrationen gegeben, Aber Lethargie, die Bevölkerung interessiert es nicht. In Hamburg genau dasselbe, wie es in anderen Städten ist, weiß ich nicht. Das heißt, der normale Bürger ist ja ganz hervorragend zufrieden mit der Situation, wie sie ist. Und ist ja nach wie vor der Meinung, dass wir in Deutschland gut davon gekommen sind. Und das alles dank der weisen Maßnahmen unserer politischen Führung.
Ja, so und wenn man also so zufrieden ist, warum sollte man überhaupt hinhören, wenn irgendjemand erzählt, man solle nicht zufrieden sein? Also da müssten dann schon solche Informationen geliefert werden, die mich auch aufmerksam werden lassen. Und die Frage, welche Informationen könnten das sein? also insofern glaube ich das wird schwierig aber es sich sicherlich ein gangbarer weg wenn drei leute eben sich die zeit dafür nehmen ja so das hält es sicher jetzt auch von den
personalressourcen noch in grenzen und es trifft ja auch keinen namen bei denen also insofern alles alles im grünen bereich aber dass das jetzt das zaubertuch ist glaube ich nicht ok könnte es Kann es kontraproduktiv sein, dass Sie jetzt mit so einem, weil du gerade gesagt hast, trifft ja auch keinen Armen, dass Sie jetzt eben nicht als Arme unterwegs sind, sondern als Wohlhabende?
Nein, das glaube ich nicht. Also ich bin selber berufsbedingt in allen Gesellschaftsschichten unterwegs, vorwiegend aber mittel- bis wohlhabend und sehr wohlhabend. Und diese Vorstellung, dass Leute, die irgendwie wohlhabend sind, dass mit denen irgendwas nicht stimmt, das gibt es nur bei ganz wenigen Leuten. Das gibt es, ich sag mal, bei Menschen, die sehr ungebildet sind und von ein Körper staatlicher Fürsorge seit 20 Jahren leben. Die haben ein Hass auf Reiche.
Und dann gibt es das natürlich bei Anarchisten und bei eingeschworenen Kommunisten. Die haben auch ein Hass auf Reiche und Wohlhabende. Aber alle anderen Menschen, die ich kenne, und das sind einige Tausend im Laufe meines Berufslebens, die haben damit überhaupt gar kein Problem. Und insofern glaube ich nicht, dass diese drei Personen, die da auf Tour gehen und schwer denken, 711, wegen ihres persönlichen Hintergrundes benachteiligt sein können.
Das kann ich mir nicht vorstellen. Ja, dann noch eine Frage an den Elia. Du hast ja gestern auch schon das Video gemacht von dem Treffen. Allerdings habe ich da nur was von der Rede gesehen. Wahrscheinlich war da noch mehr. Darfst du darüber schon reden, was da sonst noch so abgelaufen ist? Wie muss man sich so ein Treffen vorstellen? Warum kommen die Leute dahin und was haben sie davon hinterher?
Also ich kann natürlich ein bisschen was darüber sagen. Ich muss respektieren, was der Veranstalter im Prinzip sich dabei gedacht hat und dass er das vielleicht irgendwie auch etwas anders gesehen hat und dass wir auch auf unterschiedlichen Wegen vielleicht das das, sag ich mal, in die Wege geleitet hätten, was dort geschehen ist. Aber was ich sagen kann, ist zumindest, dass es eine sehr spontane, meines Wissens nach, Einladung war, weil einfach auch klar war, dass Samuel und Bodo und Wolfgang, sein Nachname ist Gräulich, ist mir gerade eingefallen,
im Prinzip unterwegs wären, halt in Sachsen und unter anderem halt von dort aus, von Chemnitz, wo sie einen Zwischenstopp geplant hatten, auch Dresden, halt nur ein Katzensprung gewesen wäre. Und da Samuel und überhaupt die ganzen Tourbetreiber sehr nahbare Menschen sind und eben nicht in ihrem Elfenbeinturm hängen, trotzdem, dass sie in einem Reisebus unterwegs sind, der das ein bisschen suggeriert, haben die sich spontan beschlossen, okay, wir würden sehr gerne an einer Privatveranstaltung, wenn ihr uns denn einladet, bei euch zu sein, teilnehmen. Das war auch meines Wissens nach die erste ihrer Art. Das heißt, ob sie repräsentativ ist für den Rest der Tour, kann ich aktuell noch nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass der Veranstalter hier in Dresden natürlich auch Samuel und seine Arbeit und die Arbeit von Bodo längeren Zeit schon beobachtet und auch gemerkt hat, dass auch bei uns zum Beispiel dieselbe Verdrossenheit so ein bisschen in der Dresdner Demo-Community eingetreten ist, wie sie Geronimo zum Beispiel eingangs beschrieben hat.
Und dass die Leute einfach so einen kleinen Pick-me-up-Moment brauchen. Also so ein bisschen ein Moment, der halt wieder alle zusammenführt, motiviert und vielleicht auch mal wieder halt positive Energie in die ganze Sache reinbringt. Und dafür hat sich die Tour super angeboten, weil Samuel halt gerade in der Ecke war und er hat sehr spontan zugesagt. Es gab kein großes Konzept hinter diesem Treffen, anders als, dass man gesagt hat, man würde halt versuchen, in wirklich kleinem Rahmen, um halt sowohl die Location nicht zu überlasten, als auch im Prinzip die drei, die da auf Tour sind, nicht zu überlasten, dass man halt sagt, okay, man stellt was wirklich Kleines, aber halt Feines auf die Beine, und so durfte man sich halt dann entsprechend im Inneren treffen, einer kleinen Event-Location, die auch geheim bleiben sollte, weil auch wir hier wirklich halt mit der Antifa zu kämpfen haben,
Und die sofort, so wie die Videos draußen waren, ist genau das eingetreten, worauf mich die Veranstaltungsleiterin hingewiesen hat, bitte, bitte, bitte erwähne nicht den Veranstaltungsort, weil wir haben hier mit der Antifa Probleme. Kaum waren die Videos draußen, haben die auf Twitter angefangen rumzufragen, wer kennt diesen Veranstaltungsort, wer kann dieses blaue Fenster identifizieren, da versammeln sich Rechte, wir wollen unbedingt denen jetzt irgendwie böse Drohbriefe schreiben und sonst was. Also das hat dann sofort angefangen und das muss ich auch sagen, das folgt so ein bisschen dieser Tour auf Schritt und Tritt. Das Team rund um Samuel muss sich also auch im Prinzip um Sicherheitsvorkehrungen Gedanken machen und Sicherheitskonzepte überlegen, sowohl für den Bus als auch die Insassen. Deshalb wird immer sehr, sehr last minute kommuniziert, wo man denn gerade ankommt und deshalb ist man meistens in der Regel eigentlich wirklich nur kurz an einem Ort, um halt auch wirklich keine Angriffsfläche zu bieten.
Dass das relevant ist, haben wir allein heute Morgen in Leipzig gesehen, als nach gerade mal 45 Minuten die Information von der Polizei kam um Völkerschlachtdenkmal, dass sich da im Hintergrund irgendwie die Antifa bereits versammeln würde oder formieren würde. Und es kamen auch meines Erachtens das erste Mal wirklich Störer halt zu dieser Tour hinzu. Das waren dann irgendwie so zwei Biker, so zwei Rocker, die im Hintergrund halt mit ihren Motorrädern unbedingt Lärm und Geplärre machen mussten, sowohl mit den Geräten als auch selber dann verbal. Aber andererseits ist das auch Teil dieser Tour. Es geht ja halt darum, wirklich Leute zu konfrontieren mit der Wahrheit. Und das zeigt auch gleichermaßen, dass im Prinzip auch diese Gruppen, die uns eigentlich noch gar nicht so wohlgesonnen sind, diese Tour verfolgen und halt schauen, hey, was machen die eigentlich dort, wo sind die unterwegs und wo hat man vielleicht in irgendeiner Form Berührungspunkte, auch wenn die ganz andere Absichten haben.
Zumindest der Berührungspunkt in Dresden, um es vielleicht zu einem Abschluss zu bringen, war halt in einem kleinen Rahmen, eine kleinere Veranstaltung, wo halt ein Essen aufgetischt wurde, weil die Jungs ja auch wirklich halt die ganze Zeit unterwegs sind, weil es ihnen bestimmt sehr, sehr gut getan hat, unter Gleichgesinnten halt mal wirklich einen entspannten, in Anführungszeichen, Abend zu verbringen, auch wenn sie dann sofort ran mussten und wie gesagt ganz, ganz viele Reden gehalten haben. Also die drei, die ich jetzt online gestellt habe, das waren wahrscheinlich nur drei von insgesamt, ich glaube, zehn oder so, die da geschwungen wurden. Und es ist trotz allem wirklich ein sehr, sehr enormes Arbeitspensum und es ist auch ein Arbeitstermin für diese Crew. Also die kommen da hin und müssen halt wirklich überlegen, okay, trotz des Fakts, dass wir jetzt hier in irgendeiner Form angekommen sind für die Nacht oder halt für den Moment, müssen wir diese Leute halt in irgendeiner Form inspirieren, müssen denen was mitgeben.
Und genau unter diesem Aspekt habe ich das auch verstanden, auch, sage ich mal, als die Art und Weise, wie der Veranstalter, der Sabol eingeladen hat, das geplant hatte. Kommt doch bitte zu uns, wenn ihr ohnehin unterwegs seid. Wir möchten euch nicht überfrachten, wir möchten euch nicht einen weiteren öffentlichen Termin reindrücken, wo jetzt wieder tausend Leute sich in Dresden versammeln würden, sondern wir wollen euch im kleinen Rahmen halt bewirten und würden uns sehr freuen, wenn ihr uns halt ein bisschen Motivation mit da lasst. Und genau das ist gestern über Nacht in Dresden passiert.
Ja, spannend. Ja, toll. Und zu der Tour nochmal. Man möchte hier die großen Städte anfahren oder weiß man schon, weil das würde ich mir am sinnvollsten vorstellen, weil man da auch die infrastruktur mehr hat und und auch die leute dann eben inspirieren könnte dass das hier aus der aus dem dörflichen bereich dann halt mehr zusammen wächst für die zukunft
also bodo hat selber gesagt gestern ich glaube das hört man auch in dem video dass ich auf meinem kanal angestellt habe das aktuell noch experimentiert wird es gibt eine route die steht fest und die soll auch auf zwei tage im voraus im prinzip festgelegt so sein dass man man von ihr nicht mehr abweichen kann. Aber man experimentiert noch, man findet noch das richtige Format und versucht sich halt auch zu, so ein bisschen ad hoc zu überlegen, okay, wie bringt die Tour denn am meisten? Sowohl im Prinzip für die Leute, die sie da führen, als auch die Leute, die sie begleiten und die Leute, die halt da diese Berührungspunkte haben. Und es
gibt da kein in Stein gemeißeltes Konzept, was das angeht. Was es aber auch nicht gibt, ist im Prinzip der Beschluss zu sagen, In irgendeiner Stadt braucht eine Mindestgröße, dass die die ansteuern. Also im Gegenteil. Mir sagt zum Beispiel als geografisch unerfahrener Mensch in Deutschland die Stadt Passau sehr, sehr wenig. Aber nichtsdestotrotz war das eine der allerersten Stationen, die die angefahren sind. Ich glaube, in Linz hat sogar die ganze Tour begonnen und da kann man ja auch nicht von einer Großstadt sprechen. Dann weiß ich, dass die weitergefahren sind nach Regensburg, Magdeburg und so weiter. Sind jetzt klar irgendwo Großstädte, vielleicht per Definition, aber auch nicht unbedingt Städte, die man so auf dem Schirm hat. Natürlich denke ich mal nicht, dass die jetzt wirklich in den dörflichen Raum abdriften werden, aber die haben auch nie gesagt, dass sie wirklich nur halt Städte ab einer Million oder einer halben Million irgendwie anfahren möchten.
Im Gegenteil, sie werden gucken, wo ist die beste Resonanz da, wo ist man vielleicht am effektivsten, welche Erfahrungen macht man auch mit der Antifa oder anderen Störern, die halt entsprechend sich halt dort irgendwo versammeln und gleichsam auch, also die Sache, weil sie halt noch nicht in Stein gemeißelt ist, ist noch offen für eine gewisse Planung. Das heißt, wenn jemand die drei dort einladen möchte zu sich, um einen ähnlich schönen Abend irgendwie zu verbringen, nachdem das Rahmenprogramm des Tages geschafft ist, da werden auf jeden Fall die drei, denke ich, immer dämlich abgeneigt sein, zu sagen, sie folgen da einer Einladung, selbst wenn es irgendwo ins Ländliche ist, wenn man dann halt den Abend trotzdem nutzen kann, also eine gewisse, sage ich mal, Menge an Menschen dort motiviert und mobilisiert werden kann.
Ja, super spannend. Oder Geronimo, was hältst du von der Idee, würdest du zu so einem Treffen hingehen, wenn du davon erfahren würdest? Ja, sicher. Ich meine, wenn man sowieso in der Stadt wohnt und in der Nähe ist, dann ist das sicherlich eine tolle Möglichkeit, nicht nur, um zwei großartige Freiheitskämpfer kennenzulernen, sondern ich denke, es ist auch gerade, wie sie anmerkte, eine tolle Motivation. Das ist ein Moralboost für die Leute, die jetzt in den Protestbewegungen sind und vielleicht auch ein bisschen die Köpfe hängen lassen, verständlicherweise, nachdem jetzt die letzten Wochen in Berlin und in anderen Großstädten auch immer mehr, in Bayern ist es ja ganz extrem, dass Demonstrationsrecht eingeschränkt wird, wo man sieht, dass es kaum noch möglich ist.
Und natürlich nach diesen Groß-Demos im August fragt man sich jetzt, was wir auch gerade hier diskutieren, was muss denn noch passieren, damit es wirklich Veränderungen gibt, weil man spürt es ja nicht wirklich. Gerade wenn man, wie wir in den Proteste, diese Sensoren, da müsste man das ja spüren und das ist einfach nicht da. Und deswegen ist es eine tolle Aktion von uns und also wirklich gar nicht hoch genug anrechnen, weil es ja auch ein unheimlicher Kraftaufwand ist für die beiden. Und ja, ich hoffe, dass dann vielleicht ein paar Leute den Kopf nicht mehr so tief hängen lassen danach. ja aber was ist jetzt das ziel von der also die inspiration das heißt gibt es jetzt dann so ein
ziel aus zwei widerständlern mache 2000 oder so ist es oder uwe was was würdest du sagen was könntest du dir vorstellen wenn du jetzt dieser organisator von dieser bus tour wärst welches strategische ziel würdest du dann irgendwo anpeilen ja also ich würde so eine bus tour gar nicht machen. Insofern bin ich da eine falsche Person, die man fragt. Warum würde ich sie nicht machen? Weil ich eben ein Mensch bin, der lieber vorher denkt und dann handelt als andersrum. Das heißt,
für solche Projekte, wo es heißt, lasst uns das mal ausprobieren, mal gucken, was da rauskommt. Also da habe ich weder Lust noch Zeit für, sondern bei mir muss das Ergebnis vorher feststehen und Und wenn das Ergebnis nicht mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit erreicht werden kann, dann handle ich nicht. So, das heißt also, würde ich jetzt so eine Bustu planen, dann müsste ich mir erst mal einen Überblick verschaffen, wie hoch denn meine Resonanz üblicherweise ist, wenn ich als Volksredner auf die Bühne trete.
So, da können die natürlich sehr gute, haben die sehr gute Erfahrungswerte. Ja, und aus diesen Erfahrungswerten, da kann man Schlussfolgerung. okay, wir haben da und da mal geredet, da gab es so und so viele Leute und dann auf einmal am nächsten Mal waren ein paar mehr da. Sprich, man kann also von gewissen Zuwachsquoten rechnen, kalkulieren. Diese Erfahrungswerte, die würde ich mal hochrechnen und dann würde ich sagen, okay, wie viele Leute muss ich eigentlich ansprechen in einem Ort, zum Beispiel 100 muss ich meinetwegen ansprechen,
um davon drei zu einem näheren Interesse zu bringen. Ist das ein Aufwand, der sich für mich lohnt, ja oder nein? Aber was ich nicht machen würde, einfach auf Verdacht losfahren, mal gucken, was passiert. Ich glaube, die Jungs haben auf jeden Fall schon einen Plan, aber der Punkt ist, Pläne können sich halt auch ändern. Das heißt, man muss ja auch, du sagst ja selber Strategie, lieber Uwe, man geht vielleicht mit einer Strategie in einen Kampf oder in einen Krieg oder was auch immer, aber dann verändert sich die Lage, die Situation ändert sich und an die muss man sich anpassen können oder muss man sich anpassen,
Wenn man halt letzten Endes halt da erfolgreich herauskommen möchte. Und das heißt ja nicht, dass ein eingangs gesetztes Ziel gerissen werden muss, ja, komme, was wolle, weil man jetzt dieser einen festgelegten Strategie folgt, die man halt im Vorfeld definiert hat, sondern im Gegenteil, man muss flexibel genug sein, um zu sagen, okay, wenn ich jetzt merke, jetzt bin ich schon los, ja, Columbus zum Beispiel, okay, so, er steuert jetzt in seine Richtung, aber irgendwie kommen die Schiffe nicht an, wo ist es denn jetzt, ne? Und er muss jeden Tag aufs Neue prüfen, hinterfrage dich selbst, wie Samuel sagt, okay, folge ich noch meinem Gewissen, folge ich noch dem, was ich glaube, was richtig ist, ja, ist immer noch Amerika in dieser Richtung, weil es dort einfach sein muss, oder aber sollte ich jetzt umkehren, sollte ich jetzt versuchen, irgendwie meine Schäfchen wieder ins Trockene zu bringen.
Und in dem Sinne, es gibt vielleicht auch ungeahnte, sage ich mal, Nebenkonsequenzen, die sich aus dieser ganzen Tour ergeben können, von denen, weil sie halt ungeahnt sind, wir aktuell noch nichts wissen können. Ich glaube, in der Wissenschaft spricht man vom unknown unknown, also das Ungewisse, von dem man noch nicht mal weiß, dass man es nicht weiß und das kann hier eventuell zum Tragen kommen. Und insofern, selbst wenn das Konzept vielleicht noch nicht auf ganz soliden Weiten anfangs gestartet ist, kann ja sein, dass es jetzt gerade halt zu Gedanken führt, die dann halt einer zweiten Tour sehr, sehr förderlich sind oder auch, dass diese Tour bereits jetzt so angepasst wird, dass sie genau den Erfolgskriterien entspricht, die du da dir vorstellst.
Naja, es ist eben so, also ich habe ja kein Problem damit, dass Leute tun, was sie für richtig halten. Ganz im Gegenteil, ich befürworte, dass jeder nach seinem Gewissen und nach seiner Erkenntnis sich verhalten soll. So, aber meine persönliche Erkenntnis ist, dass 90 Prozent aller Handlungen, die Menschen machen, völlig unsinnig sind und ineffizient. So, dass man sehr viel Zeit und Geld und Personal sparen kann, wenn man statt einfach loszulegen mal drei Tage ernsthaft darüber nachdenkt.
Und dieses Nachdenken darf dann aber nicht darin enden, dass man sagt, ich glaube aber, dass es so sein müsste. Das ist dogmatisches Denken, das ist blindes Glauben an die eigene Mission, sondern mit Glauben im Sinne von einem wirklich nachhaltigen Glauben, der muss mit der Realität übereinstimmen. Das heißt, nur dann, wenn ich die Realität entsprechend weit genug voraus berechnen kann im Rahmen der normalen Unschärfen, dann rede ich wirklich von einer Realitätsbewältigung.
So, wenn ich zum Beispiel eben mit einem Flugzeug nach Amerika fliegen will, dann habe ich ein Ziel, das ich in Amerika ankommen will. So, ich kann berechnen, wie lange ich brauche und natürlich kann ein anderer Wind kommen. Es kann auch sein, dass das Wetter so schlecht ist, dass ich wieder umkehren muss. Es kann alles Mögliche passieren, aber eins ist gewiss, wo mein Ziel ist, das weiß ich vorher und ich fliege nicht einfach nur so los. Also so wie Kolumbus das gemacht hat, das mag vielleicht vor 500 Jahren eine Methode gewesen sein, aber heute machen wir das nicht mehr so.
Und wir dürfen nicht vergessen, dass die Leute, die auf der anderen Seite des Grabens stehen, wie arbeiten die denn? Machen die auch Versuche und Diätum? Nein, die haben ihre Hochleistungs-Universitätsabsolventen, die machen soziologische Studien über Jahre und Jahrzehnte. Und dann sortieren Sie nach jeder Demonstration und nach jedem Volksaufstand, machen Sie Ihre wissenschaftlichen Arbeiten, um für das nächste Mal wieder einen Schritt mehr zu wissen.
Und mit diesen tollen Erkenntnissen aus der Vergangenheit können Sie dann natürlich bei den nächsten Schritten umso besser Ihren Willen durchsetzen. Da ist aber nichts von, wir probieren das einfach mal so aus. Das Einzige, was vielleicht ausprobiert wird, ist die Intensität. Was kann ich jetzt gerade diesem Volk oder diesem Land zumuten? Und wenn die Leute zu sehr maulen, dann muss ich mal ein bisschen das Tempo langsamer machen. Das ist der Gegenwind, den Sie nicht genau einberechnen können. So wie der Flugkapitän den Gegenwind auf dem Atlantik nicht genau berechnen kann. Das ist eben das allgemeine Wetter. Aber außer diesem allgemeinen Wetter hat er alles andere unter Kontrolle.
So, und wenn man eben seine Pläne nicht so präzise machen kann, dass man sie in mathematische Formen fassen kann, dann hat man keinen Plan, sondern man ist in der Versuchung der Methode. Das sage ich ganz klipp und klar. Das, was man nicht richtig berechnen kann, hat man auch selber nicht richtig verstanden. Und wenn man sich dann mit frommen Worten und mit glühenden Herzen dann einbildet, dass man einen starken Willen hat, dann ist das zwar einerseits wahr, aber deswegen muss der Wunsch, den man verwirklichen will, noch lange nicht eintreffen.
Das heißt, für mich sind bei Plänen die Planbarkeit im Rahmen dessen, was möglich ist, das kann manchmal sogar sehr vage sein, weil die Datenlage schlecht ist, aber es muss so präzise geplant werden, dass man es in Zahlen fassen kann. Und wenn man seine Pläne nicht in Zahlen fassen kann, dann dient dieser Plan nach meinen Begriffen nicht den nahen, sondern allenfalls Absichtserklärung. Ja, jetzt möchte ich trotzdem ein bisschen Kontra geben, weil ich sage, Plan kann eins sein, aber Intuition kann ja auch irgendwie nützlich sein.
Und bevor wir vielleicht uns zu sehr verplanen und dann daraus oder deswegen dann gar nichts tun, wäre es vielleicht besser, einfach mal zu sagen, was habe ich denn, was spüre ich denn in mir drin und warum sollte ich das nicht einfach mal versuchen, dieser Intuition zu folgen. Wenn ich dazu was sagen darf? Jetzt halte ich mal die andere Variante dagegen. Wie wird etwas berühmt, bevor es groß ist? Nehmen wir mal das Beispiel Kelly Family. Bevor die im Fernsehen berühmt waren, kannte ich die schon, aber nur, weil die jeden Tag in einer anderen Kleinstadt waren, auf dem Marktplatz sich da präsentiert haben.
Das hat einen gefallen und irgendwann siehst du im Fernsehen, da sind sie. Also die Arbeit, einfach jetzt drauf loszufahren, seine Reden überall klein zu halten. Und das Ziel ist ja gerade nicht, die zu erreichen, die schon in Berlin waren, sondern die zu erreichen, die dich noch nie gesehen haben. Das heißt, ich gehe jetzt zu denen, die kommen nicht zu mir, sondern ich komme zu denen in den Städten. War kurz Hallo, dann habe ich zwar vielleicht bloß 50 neue Gesichter da um mich, Aber die gehen dann rum und sagen, Mensch, da war eh nur heute eine Stadt und lass uns mal bei YouTube gucken und es verbreitet sich erstmal. Und wenn das, was sie da waren, gut war, vergisst du das nicht. Und wenn du dann irgendwann wieder in den Medien von denen hörst, bist du eigentlich schon überzeugt von dem, was du in den Medien sagst, weil du diese Person persönlich schon gefühlt kennst, weil du sie ja schon live vor dir gesehen hast.
Es ist umgedreht, wenn dir jemand, den du noch nie gesehen hast, im Fernsehen vorgesetzt wird, das ist jetzt der neue Superstar, klappt bei dem wenigsten. Also da hat man nicht den Bezug, aber wenn man weiß, Mensch, den habe ich schon mal gesehen, live da in meiner Kleinstadt. Hast du ein ganz anderes Vertrauen zu dieser Person, als wenn du jetzt medial versuchst, jemanden groß zu machen? Also ich bestreite gar nicht, dass diese Methoden auch funktionieren. Ich sage nur, ich bin da nicht der Typ für, weil mich langweilt das, diese ganzen überflüssigen Nebeneffekte und Ergebnisse, die dabei rauskommen, sondern ich handle entweder gar nicht und beobachte so lange, bis ich eine perfekte oder halbwegs perfekte Lösung habe und dann handle ich und dann kriege ich auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Ergebnis, was ich haben will.
Das heißt, ich versuche effizient zu arbeiten und nicht so lange zu arbeiten, bis dann durch die Menge von Arbeit und vielen glücklichen Zufällen sich der Erfolg einstellt. Und was der Stefan sagt, Intuition, natürlich Intuition. Aber dann möchte ich mal daran erinnern, was die Psychologen und Bewusstseinsforscher zum Thema Intuition sagen. Intuition ist nicht ein bloßes Gefühl, ich könnte ja mal, sondern Intuition haben immer die Leute, die in den Bereichen sehr, sehr gut sind, in ihren Fachbereichen.
Zum Beispiel ein Albert Einstein, der kriegt eine tolle Intuition, wie es mit der Physik ist. Ein Künstler kriegt eine tolle Intuition, was seine spezielle Kunstrichtung betrifft, aber der kriegt keine Intuition, wie man das Weltwirtschaftssystem verbessert. Das heißt, die Basis für Intuition ist überhaupt erst mal Fachkenntnis zu haben in einem bestimmten Bereich. Und genau dort, wenn dort der Geist sehr konzentriert wird, der Verstand und das Gefühl, um man Probleme versucht zu beantworten, dann kommen dann im Schlafen oder beim Spazierengehen oder beim Gesprächen mit anderen Leuten, dann kommen die Intuitionen.
Aber jemand, der überhaupt nichts kann, jetzt mal grob gesagt, der kann sich hinsetzen, der kann auf Intuition warten, da kommt gar nichts außer dummes Zeug. Das heißt, auch die Intuition ist ein ganz wichtiges Arbeitsinstrument, was auch jeder, der logischen strategisch denkt, verwendet. Aber es ist eine, er setzt nicht hauptsächlich darauf, sondern es ist ein Nebeneffekt. Das ist ein Nebeneffekt, der sich ergibt, wenn man besonders intensiv und konzentriert an etwas arbeitet.
Und mehr noch, ich möchte dazu sagen, Intuition ist eigentlich wirklich halt meiner Meinung nach das Ziel, weil das bedeutet, du hast in was auch immer Bereich, auf welchem Bereich du dich da irgendwie konzentriert hast, eine Kompetenz erlangt, die jetzt auf ein Level quasi gehoben werden kann, das du eigentlich durch Unterricht, durch irgendwas, was man dir beibringen kann, gar nicht erreichen kannst. Nur so kommst du in eine Sphäre eines Albert Einstein zum Beispiel. Und man muss da nicht immer irgendwie eine Koryphäe hinstellen. Intuition passiert auch im kleinen Rahmen, aber dennoch. Die Voraussetzung dafür ist diese Fachkompetenz, die man dir anerziehen kann oder die man dir irgendwie beibringen kann.
Soweit kriegen wir in Anführungszeichen irgendwo jedes Kind. Mal länger, mal kürzer oder so, aber dieses intuitive Level zu erreichen, das ist halt dann wirklich da, wo sich die Spreu vom Weizen trennt und da gibt es auch ganz, ganz viele Arten und Weisen, das zu beschreiben, wenn man in diesem Geisteszustand ist, wenn einem wirklich halt diese Lösungen so zugeflogen kommen, da kann man auf diese Intuition natürlich bauen. Aber Uwe hat absolut recht. Dazu braucht man ein sehr, sehr großes Vorwissen, das man in sich kultiviert hat, das nicht von heute auf morgen meistens kommt. Und diese Intuition ist nie irgendwie von ungefähr. Das ist nie ein Glückstreffer oder sowas, sondern das ist eigentlich wirklich ein gezielt herbeigeführter Geisteszustand, der eine sehr große Vorarbeit benötigt.
Ja, es gibt aber trotzdem noch einen weiteren Gesichtspunkt dazu, der das so ein bisschen wieder relativiert, also auch meine eigene These, weil nämlich die Inklusion als Folge von vorheriger Fachkompetenz, in welchem Bereich auch immer, das ist die eine Variante. Die andere Variante ist eben die, ich möchte das mal nennen, die unbewusste Führung. Und es gibt immer in Lebensbereichen, und da hat ja der Jens eigentlich das ganz gut charakterisiert, es gibt immer in kleinen Gruppen, auch bei einzelnen Menschen oder bei großen Gruppen, gibt es so eine Art von, ich sag mal, unterschwelligen Kräften, die in den Leuten wirken, die vielleicht aus deren persönlichen oder kollektiven Unterbewusstsein kommen und die die Leute in Handlung bringen.
Das heißt, manche Leute tun etwas, sie wissen aber gar nicht, warum sie es tun, haben vielleicht im Tagesbewusstsein sogar eine ganz falsche Motivation und falsche Vorstellung von sich selbst und trotzdem ist das, was sie tun, dann am langen Ende doch richtig. Nur sie haben es selber nicht gemerkt. Und gerade bei kollektiven Bewegungen, bei Demonstrationen, bei überhaupt bei Volksgeistern in Anführungsstrichen, da hat man das. Da hat man das, dass eben auf einmal eine Stimmung im Volk ist und keiner weiß genau, wie die daherkommen.
Dass auf einmal die Leute sich zu etwas bewegen und keiner weiß warum. Und es gibt dann immer bestimmte Protagonisten, die besonders diesen Gruppengeist in sich manifestieren. Die dann entweder die Volksredner werden, die Anführer werden. Das kann man selbst im kleineren Bereich sehen. Wenn man eine Familie hat, die mittelgroß oder groß ist, dann gibt es immer einen, der ist der Vertreter, sag ich mal, des Familiengeistes. Das kann der Vater, die Mutter oder Großvater oder Großmutter sein. Irgendjemand, der immer bestimmt, was die ganze Familie macht. Der muss nicht immer der Lautstärkste sein, der muss nicht der Aktivste sein, aber das ist derjenige, nach dem sich alle richten. Und sobald der verstirbt, dauert es keine drei Monate, da übernimmt jemand den Posten von dem.
Das heißt, plötzlich gibt es jemand anders, der den Familiengeist repräsentiert und alle machen genau, was diese Person sagt. Wie ist das möglich, dass dann vor allen Dingen die Führung, die in dieser Familie dann durchgeführt wird, fast denselben Charakter hat wie der Verstorbene? Da gibt es also irgendwo ein Unterbewusstsein, Kräfte, die wirken. Und diese Wirkkräfte, die an den einzelnen Personen manifestieren, die können sehr, sehr stark sein.
Und wenn eine solche starke Wirkkraft da ist, dann kann die Dinge umsetzen, selbst wenn keiner von irgendetwas Verständnis hat. Das heißt, da sind so Leute wie ich, die jetzt intellektuell orientiert sind, die werden sich von solchen Wirkkräften natürlich nicht beeinflussen lassen. Aber sie können sich denen dann auch nicht widersetzen, weil die unter Umständen viel, viel stärker sind. Das heißt also, man weiß ja nicht jetzt bei dieser Bustour, welche Positionen die drei Leute dort vertreten. Es ist ja innerhalb der Querdenken 7.1.1 völlig unklar, was die überhaupt für eine Philosophie vertreten.
Ja, so ist das, was der Samuel Eckart von seinem erzählt und von seiner Wahrheit. Ja, ist das überhaupt rund? Ja, also mit dem würde ich gerne mal ein philosophisches Gespräch führen, um mal zu gucken, ob er eigentlich weiß, was er wirklich erzählt. Ja, das stelle ich jetzt mal so ein bisschen in Gänsefüßchen. Aber wie auch immer, er glaubt zumindest dran und davon ist er übertreut. Und andere haben was anderes. Aber es gibt ja kein Konzept. Das heißt, obwohl da kein gedankliches Einheitskonzept ist, existieren diese ganzen Bewegungen.
Es hat mal den Schwarmgedanken gegeben, dann gibt es den Parteigedanken. Das heißt, es gibt überhaupt noch gar keinen intellektuellen Überbau, der in dieser Demonstration oder Protestbewegung existiert. Es gibt nur viele Leute, die entweder alles einzeln machen oder die sich teilweise zu Arbeitsgemeinschaften zusammenschließen. Aber die Frage ist, warum ist es in der Protestbewegung bisher noch nicht gelungen, auch aus den kollektiven Unterbewusstseinskräften, dass sich mal ein gemeinsamer Protestbewegungsgeist einlädt.
Es gibt zum Beispiel kein Lied, kein einzelnes Lied, was alle Protestler ein. Es gibt kein Symbol, was alle Protestler ein. Es gibt keinen Handschlag oder irgendeine Gestik oder Mimik, die alle Protestler ein. Gibt es nicht. Ja, so das heißt, wir sind ja diesbezüglich, was die Symbolkraft betrifft, ja sogar noch hinter der Revolution von 1848, denn dort haben ja hundert verschiedene Lieder gegeneinander konkurriert und eines davon ist ja schließlich dann in Teilen davon bis zu unserer Zeit weitergetragen worden.
Das heißt, es fehlt ja in den tiefen Schichten der Protestbewegung das emotionale Bindeglied. Das gibt es noch gar nicht. Woran liegt das? Es liegt vielleicht daran, das ist meine Spekulation, dass diese Protestbewegung viel zu akademisch ist. Wir reden immer über Medizin. Alle sind jetzt Virologen geworden. Und alle reden über Wirtschaft und sonst etwas. Und alle reden darüber, was sie für ein neues Staatssystem einführen wollen. Das heißt, wir reden über Dinge, die irgendwie im akademischen Bereich liegen. Aber die meisten sind gar keine Akademiker. Das heißt, es reden Laien über akademische Dinge.
Und das, was aber im Untergrund die Leute zusammenschweißen könnte, das gibt es noch gar nicht. Vielleicht ist dieses fehlende Untergrund-Element auch der Grund dafür, warum die Protestbewegung noch nicht genügend Außenwirkung hat. Warum die nicht genügend auf andere Menschen wirkt. Also nur mal so ein Beispiel. Vorhin hatte der Geronimo was erzählt von den schwarzen Wahrheiten. Das ist ein komplexes Thema, da kann man auch kontrovers darüber diskutieren. Aber zumindest würde so eine Maßnahme mal dazu führen, dass alle ein selbes uniformes Äußeres haben.
Ja, so und wenn ich eben heutzutage auf eine Demo gehe und da gibt es 20 verschiedene Flacken und Fahnen, so alle haben verschiedene Kleidung, ja, alle haben verschiedene Schilder. Das heißt, da sind ja 100 verschiedene Meinungen. Und wenn ich jetzt als Außenstehender da bin und renne jetzt hier in Hamburg da an der Demo vorbei, dann frage ich mich, was wollen die denn eigentlich alle? Das sind doch mindestens zehn verschiedene Gruppen. Das heißt, es gibt ja noch gar keine Vereinigung im Geiste. Solange es die Vereinigung im Geiste nicht gibt, solange kann die Vereinigung in der Organisation nicht stattfinden. Und solange die nicht in der Organisation stattfindet, kann ja gar keine Schlagkraft erzeugt werden. Das heißt, es fehlt ja an den geistigen Vereinheitlichungen als allererstes.
Wenn ich auf Armenien, die hatten tatsächlich am Anfang auch ein gemeinsames Lied, wo dann auch der Herr Pershingjan, also der Präsident von Anfang, von dem ersten Schritt, also das hieß auch mein Schritt und so hieß auch später die Partei. Und er hat von Anfang an gesagt, das Volk muss ein klares Ziel setzen. Wenn ihr nicht wisst, was ihr wollt, brauche ich jetzt nicht losgehen. Das hat er klar so kommuniziert. Also ich gehe jetzt nicht los, ohne ein Ziel zu haben, aber dieses Ziel muss mir das Volk geben und das muss ein klares sein. Und dann setze ich mich für euch ein.
Nein, ich gebe recht, bei Querdenken sind tausend Ziele, alle sind im Verbund wahrscheinlich richtig, aber wenn ich nicht weiß, was ist denn nun wirklich das Ziel, warum sollte denn da mich einer begleiten, wenn der nicht weiß, wo ist denn das Ziel nachher, hier fehlt mir das Ziel oder nicht und das sehe ich schon wichtig, dass man sich wirklich mal auf ein gemeinsames Ziel, egal welche Gruppierung das ist, Uniform sehe ich übertrieben, weil das wirkt gleich wieder so militarisiert. Nur wenn ich das anziehe,
was die Gruppe anzieht, gehöre ich dazu. Würde wahrscheinlich den normalen Mittelstand abschrecken, aber das gemeinsame Nied ist was, zum Beispiel. Damit ich kurz reingrätsche, da habe ich mich falsch ausgerührt. Mit Uniform meine ich nicht, dass jetzt die Leute die selbe Trinkwoche haben. Nein, sondern die Maske, die wir tragen, ist ja jetzt auch eine Uniform. Die ist relativ relativ klein und ist sogar relativ flexibel. Es gibt noch nicht mal eine Schnittmusteranleitung, dass man nur eine bestimmte Form von Maske tragen darf, sondern ich kann mir selber eine
basteln. Das heißt also, wir sehen, dass selbst die momentane Maskenpflicht aus einem ganz kleinen Stück, was nur einen Teil des Körpers bedeckt, einen uniformen Charakter macht, obwohl die Maske selbst gar nicht uniformiert ist. Und so etwas meine ich. Dr. Schiffmann hat mal vor Monaten mit seinem Querdenkerbommel angefangen. Davon hört man jetzt ja nichts mehr. Solche Geschichten, irgendein Erkennungssignal, was auch nach außen wirksam ist. Und wenn man eben
eine Demonstration macht, dann kann es ja nicht sein, dass die einen dann für die neue Demokratie demonstrieren und die anderen sind aber dafür, dass wir unsere Grundrechte wieder zurückhaben wollen. Also das passt ja nicht. Also entweder will ich den Status quo oder ich will was Neues haben. Und gleichzeitig sagt der eine, ich bin dafür, dass meine Kinder keine Maske in der Schule tragen brauchen. Der dritte sagt, ich will aber keine Weltregierung. Also was denn nun? Also man muss doch mal sich überlegen, was das für eine Außenwirkung auf Außenstehende hat.
Das ist eine Meinungswirrwarr, von der ein Außenstehender sich nur noch abgestoßen fühlen kann. Der sagt, da bin ich ja verwirrt. Was soll ich denn damit? Das ist ja gar keine klare Botschaft. Das sind so Beispiele, die eben zeigen, dass die innere Struktur der Protestbewegung noch gar nicht gefestigt ist. Sie kann lediglich bisher bestimmte Dinge tun. Sie kann sehr gut informieren in ihren eigenen Kreisen mit sehr fachkundiger Information. Sie kann Leute auf die Straße bringen, aber sie hat noch keinen eigenen Charakter. Und dieser Charakter, der muss mal gebildet werden.
So und das könnten Theoretiker, die sehr viel Einfluss und Redemacht haben, die könnten das in Gang setzen, aber scheinbar können sie es denn doch nicht. Ja, denn dann ist genau diese Sache, ich fühle mich gut, ich mache das, was mein Gewissen mir sagt und dann wird schon irgendwas dabei rauskommen. Aber da muss mehr Substanz gelegt werden. ja leider ich weiß du hast noch zeit aber bei mir im auto wird es allmählich kalt und ich
würde sagen unsere zuschauer die haben es jetzt auch schon ganz cool durchgehalten gratulation an uns was wir hier ich glaube wirklich heute mal abgeliefert haben haben wir zwar einiges angerissen aber ich glaube das waren auch wirklich ziemlich gute gedanken dabei wir könnten es natürlich jetzt auch noch rausschreiben was wir als ja als exterpt
rausnehmen können und der leiter hat schon was gemacht ja perfekt meine und dann kann ich dann im kampf weitergeben dann kann er die irgendwie unter die unter das video packen wunderbar ausgezeichnet, so machen wir das, würde ich sagen. Und ja, vielleicht wäre das ganz schlimm, wenn ich jetzt sagen würde, vielen Dank, dass ihr da wart und wir machen jetzt in zwei Wochen weiter.
Ich muss sogar darauf bestehen, denn ich habe den nächsten Termin in drei Minuten. Alles klar, dann sage ich allen vielen Dank, dass ihr mitgemacht habt und bis in zwei Wochen. Also vielen, vielen Dank, dass ihr dabei wart und vielen Dank an die Zuschauer und ich weiß, ihr verzeiht mir alles, also danke euch nochmal. Bis dann. Ciao. Ciao. Tschüssi.
Klarsehen, clever denken, reihandeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Strategien im Widerstand - Teil 1 - allgemeine Einführung“, Die Welt Klar Sehen, 02.10.2020.
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Mehr-Sprecher-Gespräch über Strategien des gewaltfreien Protests: das Beispiel der armenischen Revolution 2018, die Grenzen von Großdemonstrationen und die Frage, ob ein national gedachter Widerstand ein global organisiertes Problem überhaupt lösen kann.
