Sammelklage gegen Prof. Drosten (Charité): Ihre Kritiken - Meine Antworten13.10.2020
Abschrift
Abschrift des Videos vom 13.10.202023 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Klar sehen, clever denken, reihandeln. Hallo liebe Zuschauer, mein Name ist Uwe Loose. Ich möchte mich zu meinem eigenen Video äußern, was am Samstag hochgeladen wurde. Da ging es um das Thema Sammelklage gegen Professor Drosten in Klammern Charité. Es scheint, dass einige meiner Aussagen zu Irritationen geführt haben, Denn es gab so einige Reklamationen in den Kommentarbereichen, die über das Übliche hinausgehen.
Und deswegen möchte ich dazu mal kurz Stellung beziehen. Ja, eigentlich sind die ganzen Reklamationen, kopieren sich in nur wenige Bereiche, die offensichtlich unklar sind. Zum Beispiel geht es um die Frage meiner Kompetenz beziehungsweise Inkompetenz.
Was hat man mir hier für tolle Sachen geschrieben? Ich möchte nicht so einen relativierenden Scheiß labern. Ich habe ja kein Wissen und keine Kompetenz von juristischen Sachen. Ich Ich solle doch bitte mal die Videos vom Corona-Ausschuss ansehen. Das ganze Thema sei wohl eine Nummer zu groß für mich. Ich wüsste nicht, was eine Sammelklage ist, sehe den Sinn und Zweck des Class-Action nicht. Und ein Faktencheck sei ja sowieso immer zensurähnlich.
Zu dem Themenkomplex möchte ich mal sagen, warum sollte das Thema eine Nummer zu groß sein? Wir leben ja schließlich in einer Gesellschaft mit Meinungsfreiheit. Da darf sich jeder zu allem äußern, auch wenn er gar keine Ahnung hat. Tatsächlich aber habe ich ja beruflich viel mit juristischen Sachen zu tun und eine ganze Menge meiner Auftraggeber sind seit vielen Jahren mit mir bekannt und sind eben Juristen.
Was eine Sammelklage ist, weiß ich sicherlich und wüsste ich das nicht. Wie wäre es dann möglich gewesen, dass ich in meinem Video zweimal den Daumen hoch gehalten habe, um für die Sammelklage zu stimmen und sie zu empfehlen? Also das wäre ja irgendwie ein bisschen unsinnig. Also insofern, diese Einwände scheinen mir doch ein bisschen sehr emotional und an der Sache vorbeizugehen.
Was ist aber der Hintergrund solcher Einwände? Warum stört Menschen so etwas? Ich glaube, es liegt daran, dass ich zwei Aussagen gemacht habe, die manch einem ein bisschen aufgestoßen sind. Und die erste Aussage, um die es geht, ist, dass ich gesagt habe, dass eben keine Aktivität von Dr. Firmich in den USA feststellbar ist und dass ich daher der Meinung bin, dass er nicht die große Auslandserfahrung hat. Nun wurde mir jetzt entgegengehalten, dass das seien ja Zweifel an seiner Kompetenz, er hätte ja ein internationales Netzwerk von Experten, er sei in den USA zugelassen und ich solle nicht alles kleinreden.
Ja, das nehme ich jetzt mal so zur Kenntnis. Aber liebe Kritiker, was ist daran schlimm, wenn ich feststelle, dass jemand lediglich eine Zulassung an einer Rechtsanwaltskammer hat? Wissen Sie eigentlich, was eine rechtsanwaltliche Zulassung ist? Es ist wie im Gewerbebereich eine Arbeitserlaubnis. Sie dürfen in dem Bereich tätig werden als Rechtsanwalt. Die bloße Tatsache, dass sie irgendwann mal eine solche Zulassung erworben haben und dafür qualifiziert waren, sagt aber rein gar nichts darüber aus, ob sie jemals in dem Bereich, in dem diese Zulassung gilt, tätig geworden sind, ob sie dort erfolgreich tätig gewesen sind, erfolglos oder wie viel tätig sie dort geworden sind.
Ich kenne persönlich eine ganze Menge Rechtsanwälte, die nach Ablauf ihres Berufslebens als aktive Rechtsanwälte ihre Zulassung nicht aufheben lassen. Das heißt, sie sind 70 Jahre alt oder 75 Jahre, sind immer noch in der Anwaltskammer zugelassen, haben aber seit zehn Jahren nicht einen einzigen Prozess geführt. Das gleiche gilt für junge Anwälte, die oftmals andere Berufe ausüben, aber trotzdem die Rechtsanwaltszulassung haben. Was ich also festgestellt habe, ist, dass Dr. Füllmich eine Zulassung hat. Das kann man auch in Kalifornien in der Rechtsanwaltskammer auf deren Webseite prüfen.
So, was hat mich zu der Aussage bewogen? Dass dort seine Adresse die Adresse seines Büros in Deutschland ist. Also jemand, der regelmäßig in den USA tätig wäre, hätte sicherlich eine Büroadresse in den USA. Das ist eine bloße Feststellung. Warum man deswegen, ich sage mal, ein bisschen allergisch reagiert als Zuschauer, finde ich eigenartig. Warum? Weil es ganz normal ist in Deutschland, dass Rechtsanwälte, die mit Angelegenheiten im Ausland zu tun haben, sich Kollegen bedienen, die dort im Ausland die Erfahrung haben.
Das heißt, das sind Einzelanwälte oder Kanzleien, die in dem jeweiligen Bereich die örtlichen Geflogenheiten kennen, die die Richter kennen, die die einzelnen prozessualen Schritte kennen, die das ganze Prozedere dort aus dem FF kennen, weil sie jeden Tag dort zu tun haben. Und wenn ich sage, dass Herr Dr. Füllmich anscheinend, soweit ich es recherchiert habe, keine Aktivitäten im Ausland hat, keine persönlichen Kompetenzen, dann ist das schlichtweg eine Tatsache, die sich aus diesen Daten ergibt.
Und daraus folgt aber überhaupt nicht, dass ich der Meinung bin, dass Herr Dr. Füll mich inkompetent sei, dass er ein schlechter Anwalt sei oder dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg hat. Das alles hat doch damit überhaupt gar nichts zu tun. Insofern bitte ich Sie mal, das, was ich gesagt habe und das, was Sie dort meinen, herauslesen zu müssen, mal klar und deutlich in der Sache zu trennen. Ein zweiter Aspekt, der doch bei einigen wohl aufgestoßen ist, dass ich auch noch einen zweiten Daumen hatte, nämlich den Daumen runter.
Weil ich gesagt habe, dass ich nicht glaube, dass die Klage eine wesentliche Auswirkung auf die Corona-Politik haben würde. So, da wurde mir entgegengehalten. Es ging ja darum, die Öffentlichkeit zu informieren, dass der PCR-Test nicht funktioniert. Die freien Medien würden ja alles verbreiten. Außerdem ging es ja gar nicht darum, dass die Politiker irgendwie beschädigt werden, sondern dass der Schadenersatz für Unternehmen gezahlt wird, weil die mittelständischen Unternehmen, die seien wichtig. Außerdem würde durch so einen Prozess bewiesen, dass keine epidemische Lage nationaler Tragweite existieren würde und den Regierungen würde die Grundlage von Corona-Maßnahmen entzogen. Und außerdem, als letztes, könnte ja dieser Prozess auch als Vorlage für Rechtsprozesse in Deutschland gelten.
Das alles würde ich so unterschreiben. Ja, das kann so sein. Aber die Frage ist, wann? Wann kann das so sein? Und wie kann das so sein? Wenn ein Prozess hier in Amerika, also hier meine ich jetzt in diesem Fall, in Amerika beginnt, wie lange dauert es, bis der gewonnen wird? Da kann es durch ein, zwei oder wie viel auch immer Instanzen, die es in den USA gibt, ich kenne mich im USA-Rechtssystem nicht aus, sprich es kann ja längere Zeit dauern, mehrere Jahre.
Und dann ist die Frage, was würden denn die öffentlich-rechtlichen Medien in der Zwischenzeit in Deutschland davon berichten? Würden die so berichten, wie sie über die 19.000 Demonstranten in Berlin berichtet haben? Oder würden sie objektiv berichten? Könnte es nicht sein, dass sie vielleicht das Ganze runterspielen, dass zum Beispiel in den Mainstream-Medien dann drinsteht, amerikanische Covidioten versuchen renommierten Virologen und Bundesverdienstkreuzträger zu diskreditieren und bedienen sich obskurer sogenannter Beweise, die aber nur in verschwörungstheoretischen Kreisen anerkannt sind und keine wissenschaftliche Grundlage.
Grundlage haben. Und was glauben Sie, was die 82 Millionen Menschen, die nicht in der Protestbewegung drin sind, wenn die solche Nachrichten hören, inwieweit deren Bewusstsein gebildet wird durch den Prozess? Was glauben Sie, was die freien Medien alles erreichen können an Bewusstseinsbildung, nachdem sie nach sieben Monaten Tätigkeit in Deutschland
Und 82 Millionen Bürgern überhaupt gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Wieso glauben Sie, dass das jetzt bei einem Prozess, der 8000 Kilometer entfernt ist, dass es da besser werden würde? Das scheint mir ein bisschen unrealistisch und romantisch zu sein. Wieso glauben Sie, dass die Regierung in Deutschland oder in Europa in Zugzwang kommen würde, weil ein amerikanisches Gericht einen Schadenersatzprozess vielleicht zugunsten des Klägers entscheidet?
Was hat ein Schadenersatzprozess mit der nationalen Katastrophenrechtsprechung und Gesetzgebung zu tun? Gar nichts. So, und wenn Sie sagen, das hat vielleicht ja eine Vorbildwirkung, ja, dann muss der Prozess doch aber erstmal gewonnen werden. Wie viele Jahre dauert das? Und dann fangen Sie dann in Deutschland an, den nächsten Prozess aufzurollen. Wo sind denn die Urteile, die in Amerika im Schadenersatz gefällt werden, in irgendeiner Weise verbindlich für ein deutsches Gericht? Doch wohl eher nicht.
Das heißt, diese Vorstellung, dass weil jetzt dieses sehr interessante und wichtige Projekt von Dr. Füllmich da in Gang kommen soll, der sich dafür eben Kollegen vor Ort bedient in den USA, das alleine ist doch überhaupt noch gar kein Grund zu froh locken. Wir können doch nicht, also mit wir meine ich wir Menschen, die an diesem Prozess Interesse haben, wir können doch nicht jetzt schon das Ergebnis vorweg nehmen und sagen, das wird alles ganz toll, die Klage wird gewinnen, alle Mittelständler kriegen ihr Geld.
Ja, dann frage ich mal, wenn der Prozess jetzt drei Jahre dauert oder fünf, wie viele von diesen Mittelständlern, die dann einen Rechtsanspruch haben, sind dann schon längst abhängig von sozialen Hilfen und haben ihr Geschäft geschlossen? So, dann freuen die sich sicherlich über das Geld, aber nützen für den Geschäftsbetrieb tut ihnen das nichts mehr. Also insofern, so sehr ich der Meinung bin, und das wiederhole ich, diese Klage halte ich für unterstützenswert. Ich selber werde für mich prüfen, ob es sich für mich rentiert. Und das meine ich ganz konkret, weil meine Branche ist krisensicher. Ich habe da nicht so viele Nachteile durch die Corona-Krise.
Und gleichzeitig bleibe ich aber bei meiner Haltung, dass die Öffentlichkeitswirkung dieses Prozesses nach meiner Meinung nicht so hoch sein wird. So, aber da möchte ich zum letzten Punkt kommen. Es ist ja nur meine Meinung. Nur weil mein Kanal Faktencheck heißt, heißt das doch nicht, dass jede Aussage, die ich treffe, insbesondere dann, wenn da Meinung dran steht, ein Faktencheck ist, wo ich immer ein Heihäkchen nach dem nächsten abhake oder ein Kreuzchen mache.
Das ist doch damit gar nicht gemeint. Aber dieses Thema, dass man den Kanalnamen verwechselt mit irgendwelchen Faktenchecks, die es woanders gibt, das gibt es ab heute sowieso nicht mehr, weil mein Kanal im Laufe der Woche eh umbenannt wird. Der Grund liegt darin, dass eben in den letzten Monaten, wo der Kanal sich weiterentwickelt hat, doch eben Themenbereiche sind, für die die Bezeichnung Faktencheck nicht so geeignet ist. Also wenn da eben Gespräche sind über Widerstandsmaßnahmen und Diskussionen, so das ist ja nicht Faktencheck, das ist Diskussion, das ist Meinungsbildung. Das gleiche gilt auch für meine Vorträge über Menschenwürde. Das hat nichts mit Faktencheck zu tun. Das ist dann persönliche Interpretation von juristischen Begriffen.
Gut, also ich hoffe, dass ich soweit klargestellt habe, wie ich diese Kritiken würdige. Also ich finde es gut, dass die Kritiker das geäußert haben und ich nehme das auch in Zukunft zur Kenntnis. Aber ich bitte nicht immer gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten, sondern auch mal genau hinzugucken, was habe ich denn eigentlich gesagt. Und das, was ich sage und dann nachher sage, ja, ich bin dafür, dann kann man doch nicht ernsthaft sagen, ich will irgendwas kleinreden. Wie soll das gehen? Gut, also ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich, Sie dann auf meinem nächsten YouTube-Video als Besucher begrüßen zu dürfen. Vielen Dank und Tschüss.
Klar sehen, clever denken, reihandeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Sammelklage gegen Prof. Drosten (Charité): Ihre Kritiken - Meine Antworten“, Die Welt Klar Sehen, 13.10.2020.
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Uwe Loose antwortet auf vier zentrale Kritikpunkte aus den Kommentaren zu seinem vorherigen Video über die von Reiner Fuellmich vorbereitete Sammelklage gegen Christian Drosten. Er trennt dabei seine Sachfeststellungen von der unterstellten Aussage, die Klage sei aussichtslos.
