Analyse der BERLIN-Demo 28.08./29.08.2021 - Erfolg, Niederlage oder Strohfeuer?07.09.2021
Abschrift
Abschrift des Videos vom 07.09.202164 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Aber auch das, was wir heute auseinandernehmen und damit jetzt also zum Thema, sollte für euch relevant sein, denn ihr seid alle oder die meisten von euch oder die wenigsten von euch, darum soll es ja gerade gehen, sind gelaufen in Berlin. Und wir möchten uns mit Uwe unterhalten, wie so oft, wie wir das eigentlich nach jeder größeren Demonstration in Deutschland machen, zumindest die, die unser Anliegen hier betrifft, die Corona-Demonstration. eigentlich sind es ja regierungskritischen, nicht coronakritischen Menschen, auf die Straße treibt, wie viele denn da gekommen sind, was es denn nun gebracht hat und wie es vor allen Dingen weitergeht. Ihr merkt, das ist für mich so ein bisschen Dreh- und Angelpunkt dieser ganzen Konversation. Kommt jetzt die Ruhe nach dem Sturm? War es überhaupt ein Sturm oder war es ein Stürmchen? Genauso wie der 29.8. letzten Jahres. Wie war die Außenwirkung? Wie bewerten wir die ganze Sache? Wie sollten wir sie bewerten? Stecken wir vielleicht zu tief drin? Brauchen wir vielleicht einen Außenseiter wie Uwe, um uns dieses ganze Thema eben so ein bisschen halt vor Augen zu führen, auf eben eine neutrale Art und Weise? Und deshalb, lange Rede, kurzer Sinn, ich hole ihn mir jetzt in den Stream. Ich habe die Anforderungen der Stummschaltung freigegeben. Genau, Uwe ist soweit, deshalb hole ich ihn mir jetzt rein. Lieber Uwe, willkommen im Stream. Technischer Check, wie so oft. Alles gut bei dir in Hamburg geblieben die letzten zwei Wochen?
Uwe
Ja, hallo Eli. Ja, bei mir ist soweit alles gut. Hatte zwar zehn Tage mit extremen Zahnschmerzen zu tun und einer Zahnextraktion und Bluterguss im Kiefer und viel Schmerztabletten, aber mittlerweile bin ich wieder auf dem Damm.
Gast
Ja.
Uwe
Und insofern ja, alles klar auf der Andrea Doria.
Gast
Wunderbar. Ich habe gehört, die Gorch Fock oder Gorch Fock oder wie auch immer man diesen Kahn da bei euch, der bei euch, glaube ich, in Hamburg steht, oder? Steht der in Hamburg oder bleibe ich mich gerade?
Uwe
Naja, also ich weiß nicht, wo der genau seinen Standort hat. Wir haben ihn schon auch in Hamburg gehabt mal vor vielen Jahren, bevor es dann in die Grundsanierung ging. Die sollte dann 10 Millionen Euro kosten. Darauf wollte ich hinaus. Auf 135 Millionen hochgegangen. Gut, man kann sich schon mal ein bisschen vertun.
Gast
Richtig.
Uwe
Und dann ist der Kahn leider bei der Probefahrt, ist der Motor abgesoffen und dann mussten wir ihn wieder nach Innenhafen reinschleppen.
Gast
Wohlgemerkt, dass dieses Ding überhaupt einen Motor hat, nachdem es ja eigentlich so ein bisschen der Inbegriff eines Segelschiffes sein sollte. Aber ich erwähne das nicht von ungefähr, ich erwähne das, weil du hast es mir schon vorweggenommen. Das ist ja ein Projekt, von dem man auch gesagt hat, na ja, mit Geld wird man das schon richten können. Geld hat es da nicht richten können. Auch die zehnfache Summe hat es nicht richten können. Und warum erwähne ich das im Zusammenhang mit unserem Gespräch? Weil wir dieses Mal für den 28. und 29. Nacht keine 120.000 Euro in die Hand genommen haben, gesagt haben, easy does it. Vielleicht kann man auch mit weniger manchmal mehr erreichen. Aber ob uns das eben gelungen ist oder ob wir auch im übertragenen Sinne vielleicht doch lieber die 120.000 in die Hand hätten nehmen sollen, darüber wollen wir uns unter anderem heute unterhalten. Vielleicht vorneweg, weil die Leute natürlich als allererstes sagen werden, wie kann es sein, dass du auf den Uwe hörst, wenn er doch gar nicht da gewesen ist, weil er mit Schmerzen halt eben zu Hause lag oder stand oder sitzte oder wie auch immer du da jetzt gerade zugegen warst. Wieso kann ein Außenstehender wie du und vielleicht in Kurzfassung, wer bist du überhaupt, beurteilen, was den Menschen in Berlin zugestoßen ist am Wochenende?
Uwe
Ja, also ich bin Sachverständiger für Immobilienbewertung seit 20 Jahren und Insofern berufsbedingt ist meine Aufgabe, eben Dinge neutral zu betrachten, ohne mich emotional beeinflussen zu lassen, weder von der einen noch von der anderen Seite. Insofern ist das sachliche Gucken und Denken eigentlich berufsbedingt bei mir. Und es ist ja nichts Ungewöhnliches, dass Außenstehende einen besseren Überblick haben. Der Schiedsrichter im Fußball spielt ja auch nicht mit. Und die Sportreporter, zum Beispiel Lothar Matthäus, Gestern, was zum Spiel Deutschland gegen Lichtenstein gesagt hat, hat ja auch nicht mitgespielt. Insofern ist es ganz normal, dass die Kommunikation über Kommentatoren und Analysten läuft und keiner von denen macht selber mit. Selbst die Corona-Kritiker sind ja in der Regel keine Mediziner und maßen sich trotzdem an, darüber zu kommentieren. Sie sind auch keine Politikwissenschaftler und meinen trotzdem, dass sie das können. Und wenn ich eben als Nicht-Demonstrant eine Meinung mir zu Demonstrationen bilde, Ist das mein gutes Recht als Bürger, meine Meinung zu äußern? Und wer was dagegen hat, der sollte mal sich hinterfragen, ob er weiß, was eigentlich Redefreiheit ist.
Gast
Hier kommen gerade viele Grüße an dich rein. Die Leute freuen sich, dich auf dem Kanal wieder begrüßen zu dürfen. Iris Mohn, Freiheitskatze und alle anderen, sie alle grüßen dich. Also schön, dass du inzwischen ein, ich sag mal so, doch kanalweit bekanntes und beliebtes Gesicht zunehmend wirst. Liebe Leute, nutzt auch die Gelegenheit, immer wieder den Uwe zu folgen, solange auch er noch einen YouTube-Kanal hat. Seiner heißt Die Welt klar sehen. Wenn euch jetzt schon gefällt, was er zu sagen hat, dann wartet nicht drauf, bis ich ihn das nächste Mal einlade, sondern guckt doch einfach, was er ansonsten dort auf YouTube fabriziert, euch zur Verfügung stellt. Er wird sich freuen, dass seine Ausführungen euer Gehör dort finden. Danke schön, lieber Uwe, dafür, dass du das so treffend zusammenfasst. In der Tat müssen sich da ganz, ganz viele Leute an die eigene Nase fassen. Und danke für das Beispiel Fußball. Das gibt mir mal wieder Gelegenheit, nahe zu bringen den Menschen, wie furchtbar langweilig ich diesen Sport finde. Der Vergleich ist in dem Sinne sehr relevant gewählt, als dass oft die Kommentatoren spannender sind und eine spannendere Show bieten, als dieses 90-minütige Hin- und Hergekicke, was dann mit einem 0 zu 0 unentschieden endet, was man oft leider Gottes beobachten darf in diesem sogenannten Sport. Wie dem auch sei, ein 0 zu 0 ist es glaube ich nicht geblieben in Berlin oder vielleicht doch. Ich weiß nicht, ob man das so überhaupt bewerten kann. Wir gucken einfach erstmal, bevor wir zu unseren eigenen Kommentaren kommen, in die Medien und die Menschen, die sich schon exponiert haben und gesagt haben, sie geben schon mal eine Bewertung ab zu dieser Situation, wie sie diese eben halt sehen. Du bleibst uns erhalten, oben links in der Ecke. Ihr könnt den Stream teilen, wenn ihr wollt. Ansonsten sind wir hier zugange auf dem Kanal von Alexander Ehrlich. Das seht ihr hier oben. Auch kein unbeschriebenes Blatt. Auch ihn hatte ich schon auf dem Kanal und zum Thema Berlin ein wenig befragen dürfen. Er hat ein Fazit veröffentlicht vor ein paar Tagen, das ist nur Teil 1 von 2, den zweiten Teil, den sparen wir uns an dieser Stelle. Spannend ist im Prinzip das Resümee, da wurde gesagt, war auch der heutige Tag, ich nehme also an, das muss also am Sonntag veröffentlicht worden sein, ein voller Erfolg laut Alexander Ehrlich. Das sehe nicht nur er so, sondern auch die überwiegende Menschheit an. die überwiegende Mehrheit der Menschen vor Ort zu Hause, siehe hier, und dann verweist er auf eine Umfrage, auf die wir gleich näher eingehen werden. Was haben wir erreicht? Vielleicht in Kurzform, ihr könnt das alle mitlesen, ich hoffe auch der Uwe, für ihn ist das scharf genug. Wir haben initiativenübergreifend kooperiert und jeder seine Position im Team eingenommen, wie noch nie zuvor. Wir haben sämtliche Reduktionen der letzten 18 Monate anschaulich in die Tat umgesetzt und alle unsere Ressourcen optimal genutzt. Wir sind abermals deutlicher als das aufgetreten, was wir sind. Freie, selbstbestimmte, gesetzestreue und friedliche Bürger ohne Organisation oder Labels. Also ohne Organisation, das ist schon mal das erste, woran ich so ein bisschen Anstoß finde. Wer zugehört hat vor zwei Tagen, als er selber im Stream war, um zu sagen, wie toll die Organisation geklappt hat, der müsste jetzt spätestens ein bisschen aufhorchen und sagen, ja wie denn nun? Labels, eine Sache, aber ohne Organisation, hat das wirklich ohne Organisation geklappt? Glaubt das irgendjemand noch da draußen? Wenn ja, dann liebe Leute, dann solltet ihr euch auch mal hinterfragen. Menschen für Menschen, die Vereinigte Freiheits- und Friedensbewegung, die außerparlamentarische Opposition ab 2021. Wir waren in Berlin so unübersehbar wie niemals zuvor und haben in zahlreichen Zügen durch Wohngebiete und Seitenstraßen viele Menschen erreicht, die sonst nur ein geframed Bild über die Konzern- und Regierungsmedien erhalten. Diese Menschen werden sich wundern, wenn die Fake News Medien ganz etwas anderes beschreiben, als sie selbst erlebt haben. Wir haben uns nicht provozieren lassen und im Staatsfunk keine Skandalbilder zum Ausschlachten geliefert. Was haben wir gelernt? Wie zu erwarten war, wurde die billige Polizei politisch abermals instrumentalisiert. Das passiert immer. Viele mutige Demokraten haben sich dadurch nicht daran hindern lassen, ihrer Kritik an der Regiempolitik Ausdruck zu verleihen. Den Standort der Umzüge live zu tickern hat mehr genützt als geschadet. Auch das eine Frage, die wir gleich aufgreifen werden, lieber Uwe. Die Polizei hat ohnehin ihre Luftbilder. Information scheint nicht entgegenzutreten. das Hemmnis für Polizeizugriff zu sein. Es wird seinen Grund haben, dass dies immer an Kreuzungen großer, breiter Straßen gelungen ist. Da ist im Prinzip dieser Zugriff gemeint. Diese sind leicht navigierbar, schnell anzufahren, aufgrund schneller fließenden Verkehrs in beiden Richtungen. Wie man bei einem frühen, erfolglosen Blockadeversuch gesehen hat, sind die Einsatzkräfte schon überfordert, wenn es eine Seitengasse gibt, mit der die Kreuzung umgangen werden kann. Das Begehen großer Straßen abseits von Kreuzungen war nach übereinstimmender Meinung vieler Beobachter dann am erfolgreichsten, wenn durch die gehenden Menschen der Verkehr blockiert wurde und auch die Polizei nicht vorwärtskam. Und jetzt kommen wir zum Wichtigsten, nämlich dem Fazit. In Zukunft sollten Kreuzungen großer Straßen grundsätzlich vermieden und immer über Seitenstraßen umgangen werden. Steht das nicht im direkten Konflikt zu dem, was er eben gerade gesagt hat, dass es dort am besten geklappt hat? So kann die Bewegung auch über Luftbilder weniger leicht vorhergesagt werden und die Zufahrt ausreichend vieler imperialer Sturmtruppen, gemeint sind Polizisten, wird so weit wie möglich erschwert. Das Betreiben einer Initiative übergreifender Leitstelle mit Beratung durch qualifizierte Techniker, Logistiker und Strategen ist ein entscheidender Faktor, Ich lese das nochmal ganz kurz vor. Das Betreiben einer Initiative übergreifenden Leitstelle mit Beratung durch qualifizierte Techniker, Logistiker und Strategen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Und dann lese ich noch eine Sache ganz kurz vor und zwar, wo war es? Tut mir leid, dich so vorführen zu müssen, lieber Alexander Ehrlich. Selbstbestimmte gesetzestreue und friedliche Bürger ohne Organisation. Gut, und abschließend noch, den größten Anteil am Erfolg macht jedoch die Schwarmintelligenz aus, in Form von aktiver Echtzeit-Info-Zuspielung und Puzzlestücken an die Leitstelle. Bevor wir uns jetzt weitere Kommentare geben, lieber Uwe, es ist gut, dass viele Leute beteiligt waren an dieser Sache. Ich glaube, so viel kann man festhalten. Waren die Richtigen beteiligt und haben sie alles richtig gemacht? Das sollte wahrscheinlich das sein, worauf wir uns heute konzentrieren. Und natürlich können wir da auch nicht pauschal im Vorfeld sagen, wir erwarten, dass alles richtig gelaufen ist. Aber meine Aufgabe heute, zumindest so ein bisschen meine Zielsetzung, ist hoffentlich, Miete zusammen zu gucken. Das und das hat funktioniert, aber auch gleichzeitig ein bisschen zu Recht Salz in die Wunde zu streuen, wo wir sagen, das kann noch besser werden. Es geht uns nicht darum, pauschal jetzt jeden auseinanderzunehmen und zu sagen, okay, wo war Ballweg, wo war Ludwig, wo war Eckart, wo war was auch immer, sondern zu gucken mit der Information, die uns zur Verfügung steht, die wir ja auch nur so aufnehmen können, wie sie jetzt Kanäle an uns bringen, wie wir das in Verbindung setzen mit dem, was eben ich vor Ort und du von außen gesehen hast und wie wir sagen können, produktiv können wir daraus Folgendes eventuell verbessern. Ja, aber auch hier muss den Leuten klar sein und darauf weise ich dich hin, lieber Uwe, solltest du wirklich irgendwelche Nuggets im Hinterkopf haben, die eventuell aufgrund einfach ihrer Brisanz oder Effizienz nicht unbedingt geteilt werden sollten mit der Öffentlichkeit, dann bitte ich dich eben davon abzusehen, weil... Das wäre der Sache nicht förderlich, wenn wir das hier publik machen, unter anderem auf die Art und Weise, wie Alexander Ehrlich das gerade gemacht hat, indem er gesagt hat, ja, ja, das und das und das haben wir jetzt gerade gelernt. Das ist zwar gut, um ein Statement abzugeben, aber vielleicht sollte man, wenn man im Krieg ist, auch ein bisschen darauf achten, dass man dem Gegner nicht unbedingt vermittelt, was man denn jetzt gerade alles Neues dazugelernt hat und was man alles weiß. Also unter diesem Gesichtspunkt, was kannst du mir als deinen Gesamteindruck erstmal mitgeben, bevor wir uns in das Auseinanderklamüsern von irgendwelchen kleinen Aspekten verlieren?
Uwe
Naja, also zunächst einmal ist es so, da ich ja selber nicht Mitglied der Demo-Bewegung bin, ist mir deren persönliche Zielsetzung auch gar nicht wichtig. Das heißt, ob eine Demo Erfolg hat oder nicht, ist für mich persönlich irrelevant. Mein Leben findet außerhalb von Demonstrationen statt und alles, was Demonstranten wollen, ist das, was sie wollen, aber nicht das, was ich will. Dem wollte ich das, würde ich ja mitmachen. Das muss man mal ganz klar so sehen. Und gerade deswegen habe ich also weder das Interesse, irgendwas schön zu reden, aber auch nicht das Interesse, irgendwas schlecht zu reden. Was ich dann als Außenstehender sehen kann, sind bestimmte strukturelle Bewegungen, bestimmte, ich sage mal im weitesten Sinne Schachzüge. Und da ist für mich eigentlich interessant, wie sich das gegenüber früheren Demonstrationen im Laufe der Zeit entwickelt hat. Ich erinnere dich, dass wir im letzten Monat darüber gesprochen haben, okay, da ist jetzt mal was Neues gewesen. Und da hatte ich ja gesagt, wenn das Bestand haben soll, dann müssen die Demonstranten das weiter praktizieren, damit sie diesen Impuls, der daraus entstanden ist, auch weiter pflegen können. Und die Frage ist also, ist das, was am 1.8. gewesen ist, wurde das jetzt am 29.8. weitergetragen, wurde es weiterentwickelt oder wurde es schwächer gegenüber dem 1.8.? Das ist also eine Vergleichsfrage, um zu sehen, in welche Bewegungsrichtung geht das Ganze. Und kann man daraus dann vielleicht eine Prognose ableiten, ob die Demonstrationsbewegung insgesamt stärker oder schwächer wird. Das ist für mich die Frage nicht, ob es eine Leitzentrale gibt und wie viele Leute da sind und was die genau gemacht haben. Das ist für mich eigentlich uninteressant, weil ich kenne die Leute nicht, kann mir darüber kein Urteil leisten. Aber man kann natürlich anhand der Informationen, die wir allgemein verfügbar haben, können wir bestimmte begründete Vermutungen treffen, begründete Annahmen und auf diesen können wir Schlussfolgerungen und auch Projektionen für die Zukunft machen.
Gast
Das ist richtig und das sollten wir auch so tun und natürlich können wir das in allererster Linie nur machen auf Basis der Daten, die uns halt eben öffentlich zugänglich sind. Also dafür möchte ich jetzt noch einmal die Leute sensibilisieren, auch wenn ich vor Ort war und manch einer mich irgendwie meinetwegen angesprochen hat, angerufen hat, irgendwie Gerüchte gestreut hat und sonst was, bestimmte Dinge, die ihr euch vielleicht auch erwartet von einer, sage ich mal, wirklich super tiefgehenden Analyse. müssen wir aus strategischen Gründen jetzt hier unerwähnt lassen. Das wäre einfältig von uns, die hier in irgendeiner Form publik zu machen. Deshalb können wir uns auch nur beziehen auf die Informationen, die von anderen Menschen bereits in die Öffentlichkeit getragen worden sind. Auf die und ausschließlich auf die werden wir heute Bezug nehmen. Aber wie der Uwe richtigerweise gesagt hat, um eben Tendenzen zu erkennen. Und die Tendenz, lieber Uwe, vielleicht noch einmal zusammenfassend aus deiner Sicht. Ist eine Kontinuität gelungen? Ist das, was angestoßen worden ist am 1.8., hat sich das fortgesetzt, hat sich das weiterentwickelt? Stagniert es auf demselben Niveau wie der 1.8. aus deiner Außenperspektive oder sind wir sogar zurückgegangen einen Schritt weit, dass wir noch desorganisierter eventuell geworden sind in deinen Augen?
Uwe
Also soweit ich sehe, hat der Organisationsgrad meines Erachtens zugenommen. Allerdings kann ich die euphorischen Erfolgsmeldungen von verschiedensten Teilnehmern, die auch Meinungsbildner sind, kundgetan haben, kann ich so nicht nachvollziehen, sondern ich glaube, in der Summe ist das eine Patt-Partie gewesen. Das heißt, ich glaube, das können wir vielleicht später begründen.
Gast
Also doch ein 0 zu 0, wie im Fußball.
Uwe
Genau, ein 0 zu 0. Also es ist dem Demonstranten gelungen, eben so ein bisschen Katz und Maus zu spielen, ähnlich wie am 1.8. Aber soweit ich das verfolgen konnte, hat eigentlich die Polizei im Großen aber die Führung behalten. Das heißt, die Polizei hat genau gesagt, wo man langgehen darf und wo nicht. Und es hat keine nennenswerten Durchbrüche von Polizeibarrikaden gegeben. Und dass man in einer Großstadt... in irgendwelchen Häusergassen mal schnell abbiegen kann, das ist klar. Das weiß jeder, der mal bei der Bundeswehr war. Das Häuserkampf ist schwer zu gewinnen, weil einfach zu viele Möglichkeiten da sind. Aber ich sehe lediglich, nicht lediglich, sondern ich sehe als den wesentlichen Aspekt, dass eben man... es geschafft hat, in die bewohnten Bereiche vorzudringen, um dort den Anwohnern Fragezeichen in den Kopf zu setzen. Und ich glaube, das ist sogar ausreichend für eine Eine Impulsgebung außerhalb der Blase der Demonstrationsbewegung, um die Leute zum Nachdenken zu bringen. Nur ob man das unbedingt in Berlin machen muss ständig oder ob es nicht auch andere Städte gibt, ob man überhaupt solche Zentralveranstaltungen mit bundesweiter Anreise machen muss. Da habe ich doch sehr meine Zweifel dran.
Gast
Ich glaube, da nimmst du schon so ein bisschen vorweg alle Leute, die da draußen jetzt warten, bis wir jetzt irgendwie zu einem riesengroßen, irgendwie spektakulären Schluss kommen. Wir haben das jetzt im Prinzip für euch schon vorne weggenommen, dass jeder, der mitdenkt, sollte das mitbekommen haben. Das ist eigentlich keine neue Idee. Wir haben zu Recht, glaube ich, die ganze Zeit darauf hingewiesen, braucht es diese Überorganisation, diese Überfixierung. Jetzt ganz speziell die Hauptstadt, ganz speziell auch Berlin, muss man wirklich halt aus der ganzen Land mobilisieren mit allem, was das auch so kostet. Auch mit allen Problemen, die dann einhergehen, wenn man wirklich über hunderte, manche ja sogar tausende Kilometer hinweg dann logistisch planen muss, wie bewegt man physisch seinen Körper, wie bewegt man was auch immer für ein Intensiv, man braucht, um überhaupt da hinzukommen. was bringt man eben mit, welche Konsequenz hat das, wenn das dann eine Standdemo wird, wenn das eine laufende Demo wird, pipapo. Und die ganz einfache Schlussfolgerung, um alles, wie gesagt, alle diese Problemchen zusammenzupacken und zu sagen, okay, warum probieren wir es denn nicht anders, ist, dass man zu Hause demonstriert, dass jeder vor seiner eigenen Haustüre kehrt, dass man das regelmäßiger macht, dass man das aber macht auf die Art und Weise, wie es geklappt hat in Berlin, mit den Lehrern aus Berlin. Aber natürlich ist das auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Das bedeutet, was auch immer wir dort vor Ort gesehen haben, kann man alles optimieren. Die Frage ist einfach nur, muss das in Berlin geschehen und sollte das weiterhin in Berlin geschehen oder wirft Berlin so einen großen Schatten voraus, dass wir im Prinzip einfach sagen könnten, wir können uns einfach umdrehen, wir können uns einfach anpassen und eben neu reagieren. Auf eine alteingesessene Situation, auf die sich die Polizei zunehmend besser einstellt. Jetzt hat sie immer noch eine Patt-Partie herbeigeführt. Aber wir kämpfen auch mehr oder weniger auf deren Terrain und mit Vorankündigungen. Insofern, das ist sie für mich, sage ich mal so, die Zusammenfassung dessen, was man vielleicht am Ende dann erst in einer Stunde sonst erwähnen würde. Aber für alle Leute, die nicht bis dahin bleiben, das ist das Rätsel ist Lösung aus meiner Sicht. Gut, lieber Uwe, du hast sie jetzt aber gesehen und du erwähnst, du bist ja auch ein Stück weit aus dem Militär, diese Taktiken, die man an den Tag gelegt hat und du erwähnst den Häuserkampf. Du erwähnst auch dieses Abbiegen der Demonstranten in Seitenstraßen und dieses Zusammenfließen. Für mich klingt das allem nach einer Sache und zwar während sich ganz viele Leute konzentrieren auf dieses Wir-Gefühl, das wir ganz oft moniert haben, dass wir gesagt haben, eigentlich ist das größtenteils wertlos, ist die eigentliche Stärke, so paradox es klingt, dieser Demonstration in eben diesem Zerbröseln zu finden, weil das sehr, sehr viel schwerer zu kontrollieren ist. Wo für dich ist dann irgendwie die Grenze erreicht, wo man sagt, okay, jetzt ist es ineffizient, jetzt machen zu viele Leute zu kleinteilig ihren eigenen Scheiß und man merkt nicht mehr, dass das im Prinzip für das Große aber eine ganze Arbeit ist. Gibt es diese Grenze überhaupt oder sollten wir das vielleicht sogar noch bestärken, dass wir sagen, nein, bröselt euch noch weiter auf in noch kleinere Gruppen, teilt euch auf, geht in die ganze Stadt, seid überall zugegen, weil so haben wir gesehen, kann die Polizei am wenigsten eingreifen.
Uwe
Ja, also auf jeden Fall ist natürlich klar, dass die Menge der Polizisten immer weniger ist als die Menge der Demonstranten. Und insofern, wenn jetzt alle immer nur im Zug hinterher rennen und die Frage stellen, ja, wo ist denn die Demo für diejenigen, die mal gerade beim Kaffee trinken waren oder auf Toilette und dann sagen, wo ist jetzt? Wo ist jetzt die Bewegung? Da sieht man, dass eben dieser Drang besteht nach dem Motto, wir sind in der Masse stark. Das ist aber gerade eigentlich, das sage ich jetzt mal zu meiner eigenen psychologischen Theorie, was der Nutzen und der Schaden von der ganzen Corona betrifft. Es geht ja gerade darum, die individuellen Freiheitsrechte zu beschränken. Das heißt, es geht um den Kampf gegen das Individuum als solches. Und deswegen kann auch nur das Individuum als solches diesen Kampf überhaupt führen. Und je weiter die Menschen sich individualisieren, desto stärker werden sie im Führen. Wir haben aber hier auch in Berlin am 28., 29. gesehen, dass trotzdem jetzt die große Masse sich schon aufgespalten hat in verschiedene Teilzüge und dass die dann wieder teilweise sich aufgesplittet haben. Das sind nach meiner Meinung richtige Tendenzen in dem Sinne, dass die Masse aufhört, ein Einheitsbrei zu sein. Aber das Ziel wird erst dann erreicht sein, wenn jeder einzelne Demonstrant seine eigene Demo macht. Wenn überhaupt niemand mehr irgendwas veranstalten muss, sondern wenn die Leute, die wirklich aktiv sein wollen, sagen, Ich mache, weil ich es jetzt will. Ich demonstriere für mich, nicht für die Grundrechte und nicht für den und nicht, weil der da mitmacht und nicht, weil der aufgerufen hat, sondern weil ich für mich stehe. Und ich mache das alles nicht mehr mit und ich sage jetzt meine Meinung. Und wenn ich alleine am U-Bahn-Eingang stehe in der Großstadt, das mache ich. Und wenn das aber 300.000 Leute machen, ist das genauso gut. Ob 300.000 Leute an einem Ort stehen oder 300.000 Leute an 300.000 verschiedenen Orten. Es hat in jedem Fall eine Auswirkung. Aber in dem Moment, wo es weiter individualisiert wird, ist es für den Staat quasi unmöglich, das zu kontrollieren. Weil er hat einfach gar nicht so viel Personal. Da müsste er alle Leute in die häusliche Quarantäne schicken und auch die müsste er dann noch kontrollieren. Das heißt, worauf es eigentlich hinausläuft oder laufen muss, nach meiner Meinung, jetzt von tiefem psychologischer Gesichtspunkt her, dass am Ende dieser Pandemieentwicklungskrise, das ist eine Bewusstseinskrise, eine kulturelle Krise und keine medizinische und auch keine politische, wird stehen müssen. Ein Spruch, der ungefähr so lautet, wie in den 60er oder 70er Jahren die Antikriegsbewegung gemacht hat, nach dem Motto, stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Genau so muss es heute auch sein. Stell dir vor, es ist Pandemie und keiner macht mit. Richtig. Und dafür bedarf es keiner Bewegung. Man macht einfach nicht mit. Und dieses nicht mitmachen hat Auswirkungen auf viele Lebensprozesse. Wenn man an einer zentralen Stelle sich versammelt, dann kann man eingekesselt werden. Das kennen wir doch. In dem Moment, wo alles an einer Stelle gebündelt ist und du sperrst die Zuwägung und die Energie ab, dann sind sie alle gefangen. Da kannst du sie theoretisch im Krieg auch alle an einer Stelle sofort vernichten. Aber wenn sie diversifiziert sind und noch nicht einmal mehr irgendeiner Leitzentrale unterliegen, noch nicht einmal mehr, Ich erwähne mal, wie in den 70er, 80er Jahren war einer der erfolgreichsten Geheimdienste, der Mossad, Und der Mossad hatte das Problem, dass anders als die westlichen Geheimdienste der anderen Industrienationen, hatten die viel zu wenig Leute, weil Israel ja so ein kleines Land ist. Das heißt, da konnten die nicht großartige Geheimdienstoperationen machen, sondern da haben die kleine Teams mit zwei Mann losgeschickt und ein Dritten, der Verbindungsoffizier war, und der hatte als einziger Verbindung zu der Zentrale. Und die beiden, die ihm unterstellt waren, die wussten gar nicht, wer die Zentrale war. Das heißt, es wurden mehrere Teams zu bestimmten geheimdienstlichen Aktivitäten angestiftet, zum Beispiel irgendeinen Funkmast zu sprengen, aber die wussten gar nicht, ob andere dazu beauftragt sind, wie viele dazu beauftragt sind, wie deren Stand ist, das wussten die alles nicht. Die hatten nur den Auftrag und dann konnten sie in völlig eigener Regie sich überlegen, wie sie das Ziel erreichen. Und dadurch war gewährleistet, dass der Feind, wer auch immer jetzt der Feind war, ja quasi gar nicht wusste, was die taten, weil die wussten es ja selber nicht. Es waren ja immer nur drei Leute, die wussten, was getan wurde. Und alle anderen waren uninformiert. Das heißt, hier hat man auf einem sehr kleinteiligen Level dieses kleine Land Israel zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der ganzen Welt gemacht mit dieser Methode. Und damit will ich sagen, dass diese Angst, die Leute haben, wir sind viele, wir sind in der Masse, das ist psychologisch nach meiner Meinung eine Selbstwertschwäche. Es ist ein mangelndes Selbstbewusstsein. Wer stark ist, hat keine Angst alleine zu sein. Der handelt auch.
Gast
Ja, im Gegenteil, das ist ein Zeichen von Stärke, wenn man eben keine Angst hat, alleine zu gehen, sondern sagt, bestenfalls, wenn man diese Angst wirklich komplett irgendwann abgelegt hat, man traut sich sogar ganz nach vorne, weil da vorne sind halt die Menschen, die eben nun mal führen und jeder muss auf seine eigene Art und Weise seinen eigenen Kampf in diesem Leben führen. Teilweise muss man ja sagen, wenn das eigene Leben bedroht ist, muss jeder selber gucken, ob das bis aufs Blut geht oder nicht.
Uwe
Ja, und es geht tatsächlich so weit, nicht nur, dass Leute, die selbstbewusst und selbst in sich verankert sind, dann nach vorne gehen mögen. Sie bedürfen noch gar keiner Unterstützung. Das heißt, sie stellen noch nicht einmal die Frage, wer kann mir helfen. Wenn ihnen andere Leute Hilfe anbieten, dann nehmen sie die zwar gerne an, aber sie suchen sie nicht erst. Aber sie machen keine Aufrufe, wer geht mit mir irgendwo hin.
Gast
Die machen das aus ihrer selbst und um ihrer selbst willen.
Uwe
Die gehen einfach irgendwo hin und dann machen sie etwas. Und wenn es scheitert, dann überlegen sie, was sie daraus lernen können. Und wenn es erfolgreich ist, dann gehen sie vielleicht wieder hin und es ist denen völlig piepstwurscht egal, ob andere Leute ihnen zustimmen oder ob sie denen nicht zustimmen, ob sie viele Anhänger haben oder keine Anhänger. Die machen einfach das, weil sie es für richtig halten.
Gast
Richtig. Und dieses Argument, liebe Leute, dass man das nur macht, wenn viele Leute mitmachen, das macht ja auch keinen Sinn. Also stellt euch vor, ihr seht euer Leben durch diese Maßnahmen meinetwegen in Gefahr. Das seht ihr ja nicht nur in Gefahr, wenn euch meinetwegen 20 Millionen Deutsche zustimmen, sondern ihr seid ja individuell zu der Erkenntnis gekommen, dass ihr sagt, meinetwegen, ich lasse meine Kinder nicht, ich lasse mich nicht impfen oder... Was auch immer. Ich kämpfe jetzt für meine Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, was auch immer. Das tut ihr ja nicht einfach nur, weil ihr jetzt sagt, okay, zu dieser Meinung bin ich gekommen, weil ich weiß, dass mein Nachbar und alle in meiner Straße und überhaupt alle in meiner Stadt und vielleicht sogar noch in meinem Bundesland so denken. Sondern ihr macht das Ganze individuell für euch und entsprechend solltet ihr, wenn ihr diesen Zustand weiterhin beobachtet draußen auf der Straße oder in dem Land, in dem ihr halt eben lebt, weil es ist ja nicht nur ein pures deutsches Problem. solltet ihr so lange auf die Straßen gehen, wie dieser Zustand eben in eurem eigenen Leben vorherrscht. Und nicht einfach nur, wenn ihr sagt, naja gut, aber das lohnt sich ja erst ab der und der kritischen Masse, die ja auch für jeden individuell immer wieder anders ist. Weil der eine sagt, ab 200 Mann ist er dabei, der nächste ab 2000 Mann und der nächste erst ab 20.000. Warum rede ich von 20.000? Weil einige Leute ja unter anderem jetzt dieses ganze Event bewerten und manch einer wertet das als Erfolg, die meisten sogar, wie wir gleich sehen werden. Aber einige sagen auch, es war ein Misserfolg, so unter anderem zum Beispiel das Team rundum, hier muss ich es kleiner machen, Corona ist nicht das Problem, die ihren eigenen Blog betreiben. Und jetzt lese ich einfach mal vor, was die hier geschrieben haben, ihr könnt hoffentlich ein Stück weit mitlesen, ich muss dazu ganz schön weit reinzoomen, oder einfach, ihr glaubt mir das, ja, dann muss ich hier nicht rumspielen mit dem Interface und lese den Teil ansonsten anders mit. Wenn 18 Millionen Menschen, und da geht es wirklich nur ums numerische Quantifizieren, ja, Wenn bei 18 Millionen ungeimpften Erwachsenen nur 20.000 auf die Straße in Berlin gehen und der Rest lieber einen Livestream guckt, dann kann die Angst vor immer weiter voranschreitenden gesellschaftlichen und beruflichen Anstrengungen nicht groß genug sein. Wenn die Menschen bei 3G, man lässt sich inzwischen für einen Restaurantbesuch testen, und bald kommenden 2G nicht bereit sind, auf die Straße zu gehen, dann ist den Ungeimpften auch nicht mehr zu helfen. Wer jetzt sagt, es geht eh nicht essen, hat wohl immer noch nicht verstanden, worum es geht. Wer jetzt sagt, es geht eh nicht essen... Ich verstehe das nicht. Hat nicht verstanden, worum es geht. Ich habe in dem Satz auch nicht verstanden, worum es geht. Wer nicht erkannt hat, dass sich hinter Ausflüchten zu verstecken bedeutet, dass Ungeimpfte nicht nur eigene ungeimpften Lockdowns haben werden, sondern aus dem Leben ausgeschlossen werden, da sollte sich fragen, was er eigentlich aktiv dagegen tut. Wie gesagt, Berlin heute maximal 20.000 Menschen bei 18 Millionen Ungeimpften. Ich glaube, die Dunkelziffer, die tatsächlich hier ist, ist sehr viel höher. Wir empfehlen allen Menschen, sich jetzt aktiv bei den Regionalgruppen zu engagieren und jeden Samstag, so wie wir es bereits letztes Jahr gemacht haben, vor den Ratshäusern zu versammeln. Uhrzeit war damals 15 Uhr, alles auf unserem Blog zu finden. Für uns war es erstmal die letzte Versammlung, denn Berlin war eine Enttäuschung. Die Wahrheit, auch wenn sie nicht gefällt, muss gesagt werden. Wir danken allen Menschen, die mit uns in Berlin waren und vor allem denen mit weiten Anreisen, trotz Ängste vor Polizeigewalt. Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. Also wie gesagt, Berlin heute maximal 20.000 Menschen bei 18 Millionen Ungeimpften. Wie bewertest du diese Zahlen? Also mir geht es nicht darum, wie viele Millionen Ungeimpfte wir haben, aber was hast du von außen gesehen? Du warst ja vor sehr viel mehr Kameraden vor Ort. Das war ja immer wieder dein Argument, dass du gesagt hast, du hast ein besseres Gefühl für eben die zahlmäßige Verteilung, weil du an mehreren Orten gleichzeitig sein kannst. Schätze einfach mal ab, wie viele Menschen du in Berlin gesehen hast.
Uwe
Also ich habe... Das ist ein bisschen schwierig gewesen, weil es keine vernünftigen Luftaufnahmen gab. Ich habe nur an einer Stelle mal Luftaufnahmen von einem Quadrokopter gesehen. Das war aber dann nur eine Straße. Und wenn ich mir den Zochtern angeguckt habe, in einer Dreiviertelstunde schnell durchlaufen, dann würde ich sagen 5.000 bis 8.000 Leute, aber höchstens. Und da stellt sich dann die Frage, wie viele von diesen Zügen gab es denn? Also hätten wir zum Beispiel vier Züge gehabt und die wären alle gleich groß, dann reden wir von 32.000 Leuten. Natürlich sieht das von unten auf der Straße vom Asphalt her immer ganz anders aus, weil man eben in der Froschperspektive ist. Und man macht sich eben nicht bewusst, auch wenn man hier guckt, schaut jetzt hier 10 Sekunden im Schnelldurchlauf, wie viele Leute marschieren da. Da marschieren mal gerade 100 oder 150. Und das heißt, es sind so große Lücken dazwischen, dass man schnell den Überblick verliert und eben den Eindruck gewinnt, es seien sehr, sehr viele. Also ich denke, es waren auf jeden Fall weniger als 50.000. Insgesamt.
Gast
Ich glaube, ganz ehrlich, diese Schätzung mit den 20.000, die kommt mir realistisch vor. Also erstens, ich glaube, das deckt sich auch mit den Zahlen, die die Polizei rausgibt und auch wenn die Leute mich jetzt dafür kritisieren werden. Wir zwei haben ja sehr kritisch drauf geguckt und ganz oft lagen die Schätzungen, die wir so an den Tag gelegt haben, nicht weit auseinander mit dem, was die Polizei publiziert hat. Also der Polizei wird immer wieder vorgeworfen und bestimmt hat sie das nicht. Ganz oft schon gemacht. Bei vielen Veranstaltungen, wo der politische Gegner da irgendwie kleingerechnet werden sollte, dass die eben gesagt haben, ja, wir zielen da mal einfach mal eine Null ab oder was auch immer. Aber in dem Fall, und das beobachte ich wirklich schon seit fast über einem Jahr, sind die Schätzungen der Polizei ziemlich, ich sag mal deckungsgleich. Ich sag nicht, sie sind korrekt, weil auch meine Einschätzung kann ja subjektiv falsch sein, aber dann ist sie genauso subjektiv falsch wie die der Polizei. Also ganz oft stimme ich da mit denen überein und ich glaube die Zahlen, die die publiziert haben, die man sporadisch hat erkennen können, die sind so ungefähr. Also von 10.000 mindestens muss man denke ich ausgehen, das auf jeden Fall, aber viel mehr als 20.000 habe ich nicht gesehen und ich habe mehrere dieser Momente gesehen, liebe Leute, wo Demo-Züge zusammenkommen. Hier seht ihr mich, das ist der Moment, der festgehalten wurde von Max Kitharn, einer von vielen Momenten, ganz oft ist das passiert, aber man hat auch wie gesagt gemerkt, auch wenn man nicht überall in Berlin an unterschiedlichen Orten gleichzeitig sein kann, man sieht immer wieder dieselben Menschen und ich war wirklich die ganze Zeit auf den Beinen, an beiden Tagen. Was man den Menschen zugute halten muss, und das ist ein Phänomen, damit habe ich fast nicht mehr gerechnet, nachdem der Sommer der Freiheit vorbei war nach nur einem Tag am 1.8. Und zwar mein subjektives Gefühl war, dass am 29.8. niemand abgereist ist. Da waren wahrscheinlich sogar noch mehr unterwegs. Das würde ich so nicht unterschreiben können. Aber mindestens genauso viele wie am 28.8. habe ich auch am 29.8. gesehen. Das heißt, die, die angereist sind, sind schon mal gekommen, offensichtlich mit der Absicht, weil es waren schon wieder dieselben Gesichter, zwei Tage am Stück zu demonstrieren. Das ist schon mal auch, wenn man das so nennen möchte, ein Fortschritt. Dass die Leute jetzt wirklich mit dieser Absicht gekommen sind und gesagt haben, okay, auch wenn es jetzt dieses Mal strategischer, günstiger auf ein Wochenende fällt, man nimmt sich halt die Zeit, da zu bleiben, dran zu bleiben an der Sache, wenn man sich richtigerweise nicht vorstellen kann, dass das an einem Tag geregelt ist. Aber nichtsdestotrotz, um jetzt mal den Bogen zu spannen, ich glaube nicht, dass es mehr als 20.000 Menschen waren. Es waren keine 2.000, es waren keine 5.000. Ich glaube auch nicht, dass es 10.000 waren. Dafür gab es wirklich zu viele Züge und zu viele gleichzeitige D-Life-Übertragungen, die von ganz unterschiedlichen Orten gesagt haben, hey, da geht noch was. Aber es waren eben nur 20.000. Und warum erwähne ich die nur 20.000? Weil es halt ja immer noch der Ruf von letztem Jahr nach. Und erinnere dich zurück, am 1.8. hieß es 1,3 Millionen. Wir zwei haben kritisch draufgeguckt, haben gesagt, na ja, vielleicht 130.000. Bestenfalls. Und am 29.8. vielleicht ein paar mehr, also vielleicht eine Viertelmillion, wenn man alle vier Augen zumacht. Aber selbst das, liebe Freunde, da werden wir nur ein Zehntel davon, jetzt gut ein Jahr später. Ist dieser zahlmäßige Rückgang, der zu verzeichnen ist, weil wir sprechen ja von Tendenzen, ist der überhaupt relevant, lieber Uwe? Oder ist das für die Bewegung, die sich jetzt neu finden muss, neu experimentieren muss mit eben diesen neuen Taktiken, vielleicht sogar besser, wenn nicht gerade 250.000 Demowütige Berlin in Anführungszeichen fluten?
Uwe
Naja, also ich glaube, die großen Demozahlen aus dem letzten Jahr, die resultierten eben aus dem naiven Überschwang der Unkenntnis, dass man glaubte, wenn viele Leute sich auf den Haufen stellen und dann erklären, was sie gerne alles nicht hätten, dass dann die Regierung sagt, jawohl, haben wir zur Kenntnis genommen, jetzt ändern wir das. Dem ist ja nun mittlerweile die Ernüchterung gewichen, dass eben die Regierung im Grunde genommen, außer dass sie in den Städten versucht, Ruhe zu halten und die mediale Präsenz der Demonstrationen zu unterdrücken, eigentlich sich nicht für die Aussagen der Demonstrationen interessiert. Und das führt natürlich zu einer Frustration, weil zu einer Demo hinzufahren, insbesondere wenn sie nicht in der eigenen Stadt ist, kostet Zeit, Geld und hat ein Preis. Es kann sein, dass nicht jeder in der Familie demonstrationswillig ist. Stell dir also vor, irgendeine Familie, die haben jetzt meinetwegen ein bis zwei Kinder, da können die nicht mit den Kindern ständig zu Demonstrationen gehen, wenn die Kinder klein sind. Also muss einer auf die Kinder aufpassen, zu Hause bleiben und der andere es demonstrieren. Das soll der jetzt jede Woche einmal machen. So, dann ist die Beziehung aber bald im Eimer. Das heißt also, es geht nicht nur um reine Logistik, nicht nur um reine Finanzen, es geht auch um soziale Beziehungen. dass Demonstrationen als Hobby, als Freizeitbeschäftigung auch Familienbeziehungen ganz stark belasten kann. Und wenn dann eben für dieses Investment, was man dann tut, dieses moralisch-seelische und finanzielle Investment, kein richtiger Rückfluss kommt im Sinne von, ja, wir haben jetzt sichtbare Erfolge, dann fängt man natürlich an, so ein bisschen frustriert zu werden und an der Stelle unterstehen, trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Das heißt, die ganzen schönen Wetterdemonstranten, die nur hingehen, weil sie sagen, ich mache da mal mit und dann wird schon alles besser. Wenn es denen dann nach drei, vier, fünfzehn Demonstrationen zu aufwendig wird, dann bleiben sie eben zu Hause. Das heißt, zum Schluss bleibt quasi der harte Kern übrig.
Gast
War das jetzt der harte Kern für dich? Naja, ich sage mal zumindest die erste Auswahl.
Uwe
Denn wenn die Staatsmacht bei nächsten Demonstrationen weiter dahin gehen wird, die sogenannten Redelsführer rauszugreifen und zumindest temporär zu befragen und auf die Polizeiwache zu nehmen und vielleicht noch irgendwelche Strafanzeigen zu stellen, wird auch der jetzt erste harte Kern noch weiter auf die Probe gestellt. Das heißt, es könnte also durchaus sein, dass wenn die Staatsmacht die Repressionsmaßnahmen gegen Demonstrationen weiter anzieht, die Demonstrationswilligkeit noch weiter zurückgefahren wird, personell, weil es eben riskanter wird. Manche Leute haben ja auch was zu verlieren. Die müssen vielleicht um ihre Arbeit fürchten und können nicht mit einem negativen Eintrag im Führungszeugnis leben, weil sobald sie die Stelle wechseln, kriegen sie keine mehr.
Gast
Die Frage war eigentlich, lieber Uwe, halte ganz kurz inne, die Frage, also ich stimme mit dir überein, das wird wahrscheinlich in der Tat der harte Kern sein, auf den die Bewegung jetzt, zumindest die Demo-Bewegung runtergeschrumpft ist, weil alle anderen sagen, aus den Gründen, die du genannt hast, logistisch, finanziell, auch sozial, muss man da vielleicht ein bisschen zurückstecken. Aber ist das vielleicht sogar effektiver, ist das vielleicht sogar produktiver, wenn eben wirklich nur die Harten, die offensichtlich hier in den Garten gekommen sind, sagen, sie probieren anstatt der Massen, die vielleicht anders unkoordiniert durch Berlin irren würden, jetzt mal neue Taktiken aus, in der Art und Weise, wie die Orga das jetzt offensichtlich versucht hat durchzusetzen.
Uwe
Ja, mit Sicherheit ist es immer besser, wenn zwei Leistungsträger gegenüber 20 Schlafmützen sind. Also Masse ist keine Klasse und deswegen bin ich persönlich ein strikter Gegner von solchen, nach meiner Meinung, Irrlehren wie Schwarmintelligenz. Ich wiederhole das, was ich schon mal vor einem Jahr gesagt habe, es hat noch nie eine intelligente Idee auf diesem Planeten gegeben, seitdem es Menschen gibt, der von einer Masse hervorgebracht wurde. Sondern es haben immer nur Individuen, die haben große Kunstwerke, große Bauten, große Projekte gemacht, große Musik gemacht, große Geschäfte gemacht. Es waren immer Individuen, die das angezettelt haben. Da haben nicht irgendwelche Schwärme dran gesessen. So Schwarmintelligenz ist ein Zeichen. trifft sich auf ein Mittelmaß, aber herausragende Leistungen erbringen ausschließlich Individuen. Und insofern muss man sich die Frage stellen, was man für eine Philosophie und Weltanschauung verfolgt. Wenn ich die Philosophie der Masse vertrete, dann bin ich eigentlich auf dem Spielplatz derjenigen Kräfte, gegen die ich antreten will. Denn die sind die Meister der Massenmanipulation. Und gegen die in ihrem eigenen Hinterhof gewinnen zu wollen, das halte ich für ein bisschen schwierig. Man muss etwas machen, was die nicht können. Und was die nicht können, ist Individualität. Davor haben die nämlich Angst. Sonst würden sie die nicht bekämpfen wollen. Das heißt, ich halte es mit Sicherheit für besser, dass lieber 20.000 oder auch vielleicht nur 2.000 Demonstranten wirklich hocheffizient arbeiten als 200.000, die nur rumeiern und nichts bewirken.
Gast
Und Stichwort Effizienz, umso besser wäre das ja sogar, weil die Leute immer wieder sagen, nur Masse ist klasse. wenn wirklich ganz wenig menschen oder weniger zumindest als was bis jetzt bewegt wurden musste bewegt werden musste sehr viel mehr eben bewegen können wäre das nicht besser weil man weiß okay man hat reserven in der hinterhand man hat eben ressourcen sparen gearbeitet und man hat das ist ja auch noch mal wichtig dem gegner nicht alle seine karten gezeigt weil angenommen das ist tatsächlich immer er, der ganze harte Kern von denen, die jetzt noch demowillig geblieben sind, die tatsächlich in diesem sogenannten Widerstand drin sind, dann waren die ja jetzt alle auf der Straße. Und seid nicht naiv, dass die Polizei nicht mit ihren ganzen Zoom-Objektiven, aus den ganzen Hubschraubern, was weiß ich wo, von jedem Fotos gemacht hat, von jedem irgendwelche Erkennungsmerkmale festgehalten hat, um eben zu wissen, ja, ja, dem ist das zuzutrauen, an dem und den Merkmalen erkennt man den eben jetzt und jetzt wissen wir ganz genau, das ist er, nicht nur der harte Kern, sondern die 100% von allen, die da sind, weil alle Reserven sind weggebrochen. Während wenn kleinere Aktionen stattfinden würden mit 2000 Mann, 200 Mann, 20 Mann, vielleicht sogar 2 Mann nur, kann der Staat dann wirklich realistisch davon ausgehen, dass er jetzt alles gesehen hat. Insbesondere wenn diese 2 Mann Aktionen, 20 Mann Aktionen zur gleichen Zeit überall, wie wir gesagt haben, man soll vor seiner eigenen Haustüre kehren. In Deutschland stattfinden, meinetwegen selbst an so einem traditionsreichen Datum wie dem 29.8. Aber selbst da, warum gibt man den Gegner so einen Vorlauf und projiziert so weit im Voraus eben alle seine Pläne und meint die halt bekannt geben zu müssen.
Uwe
Aber ich denke, Eli, das ist wirklich auch ein Entwicklungsprozess. Also da möchte ich vielleicht ein Thema anschneiden, zum Beispiel die negative Demokratie, die du vorhin vorgelesen hast. Da gibt es ja noch andere, die sich teilweise noch viel schärfer geäußert haben nach dem Motto, Also mit diesen Weichei-Demonstranten, da kannst du ja nichts anfangen in Deutschland. In anderen Ländern, da sind die ein bisschen tougher und die reden nicht immer nur vom Pazifismus. Das ist natürlich eine Schelte am Personal sozusagen. Und darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Das heißt, wenn man davon enttäuscht ist, dass der deutsche Demonstrant eben friedfertig ist, dann hat man im Grunde genommen, wie das Wort Enttäuschung sagt, eine falsche Vorstellung von der Realität. Denn Enttäuschung heißt ja, ich ziehe die Täuschung beiseite und dahinter kommt die Wahrheit zum Vorschein. Und wenn jemand sagt, ich hatte eigentlich immer gedacht, Demonstration heißt, wir nehmen die Mistforke in die Hand und den Boxhandschuh in die andere Hand, wir marschieren nur voran, dann muss man sagen, ja, das mag zwar zutreffend sein, aber nicht für Deutschland. In Deutschland ist eine andere Mentalität. Und wer hier etwas mit Demonstrationen bewegen will, der muss sich auf die Mentalität seiner potenziellen Demonstranten einlassen. Er muss die einfach akzeptieren, wie sie ist und er darf nicht daran rummäkeln und sagen, ich hätte mir eigentlich andere gewünscht. So als Beispiel. Wenn ich zum Beispiel jetzt ein General wäre und komme in eine Gegend, wo arme Bauern sind und die Männer sind alle im Krieg gefallen. Und jetzt sagen die Frauen, jetzt müssen wir aber mal irgendwie Widerstand machen. Die Frauen müssen ja kochen und müssen das Feld bestellen. Also, wen habe ich als Soldaten zur Verfügung? Die jungen Männer, Kinder. Also mache ich eine Kinder- und Jugendlichenarmee. Von denen kann ich nicht erwarten, dass die 40 Kilo Marschgepäck tragen können. Von denen kann ich nicht erwarten, dass die genau zielen und schießen können. Aber das ist das Einzige, was man dort hat. Und deswegen muss man zuschauen, was kann man mit diesen dann anfangen. Wenn ich also jetzt in Deutschland gucke und sage, wir haben pazifistische Demonstranten, für die Friedfertigkeit und Passivität das höchste Ideal ist. Die wollen keine Autos umschmeißen, die wollen keine Barrikaden anzünden, die wollen nicht wie in Hongkong mit Schutzschilden rumrennen. Das wollen die alles nicht. Was wollen sie denn dann? Sie wollen eben ihren Protest zeigen und sind bereit, auf eine weibliche Art und Weise, sprich das ist der Protest der weiblichen Energie, die männliche Energie sagt, hau weg, die Scheiße, geh mir aus dem Weg. Du bist Polizist, aber nicht mit mir, ich akzeptiere dich nicht mehr. Das sagt der männliche Demonstrant, die männliche Demonstrationsweise. Die weibliche sagt, wo soll ich mich bitte hinstellen, um mein Schild hochzuhalten? Und jetzt kann man sagen, die weibliche Variante ist aber erfolglos. Nein, das ist sie nicht. Sie hat eine andere Form von Energie und ihre Energie ist, dass sie sich nicht durch Leid und durch Schmerz niederkriegen lässt. Sie wird immer wieder umgeworfen und zurückgeschoben und sie steht immer wieder auf und sagt, ja, aber ich stehe immer noch. Und ich fange mir noch die zweite, dritte, vierte und fünfte Ohrfeige ein, solange bis eben entweder die angreifende Partei sagt, dem kann ich ja gar nicht schaden, weil der steckt ja alles ein, jeden Schlag steckt der ein und fällt trotzdem nicht um. Oder aber, dass dieses Erdulden von Leid, von Schmerz, von Schwäche bei anderen wiederum Bewunderung erzeugt bei Außenstehenden und die sagen, guck dir das mal an, wie leidensfähig diese Person ist, der muss sich unbedingt beistehen. Das heißt, da gibt es ein Geheimnis, nach meiner Meinung, in dieser passiven Widerstandsform. Und dieses Geheimnis ist eben, dass der Widerstand nicht zu einem schnellen Ergebnis führt, sondern er führt zu einem sehr langsamen Ergebnis. Aber wenn es dann zu einem Ergebnis kommt, dann ist es auch stabil, weil es eben größere Bevölkerungsmassen erfassen kann und nicht mehr eine Hauruck-Aktion ist, die heute so ist und morgen schon wieder umkippen kann.
Gast
Ja, in diesem Zusammenhang fällt mir ein, ich weiß nicht, ob es eine Legende ist oder einfach nur eine Geschichte, ob das eine Geschichte ist oder ob das auf einer wahren Begebenheit beruht, aber Lysistrata, ich weiß nicht, ob du das kennst, du hast gerade die Kinder erwähnt, man muss also gucken, mit welchen Mitteln macht man halt Protest, mit denen, die man eben hat. mit irgendwelchen fiktiven Helden, die sich da aufspielen könnten, kann man eben nicht in den Krieg ziehen, weil die sind eben nicht einfach da oder einfach nicht da. Deshalb guckt man, okay, mit den Mitteln, die man hat, was ist die effizienteste, vielleicht nicht unbedingt die schnellste, aber nichtsdestotrotz verfügbare Masse, Kraft, die man eben aufbauen kann. Es geht irgendwann darum, die kritische Masse zu erreichen, aber dafür muss man eventuell Geduld und vielleicht auch wirklich originelles Denken mitbringen. Und in dem Zusammenhang, wie gesagt, ohne jetzt zu lange darauf irgendwie auszuscheren, guckt einfach mal nach, Lysistrata, die Frauen, die du als sehr leidbereit dargestellt hast, was dünnes Eis ist, in Zeiten von Hashtag MeToo und so weiter, aber ich stimme dir inhaltlich dennoch zu, guckt mal nach, wie die Damen das in der Vergangenheit geregelt haben, stellt euch einfach mal vor, wenn die Frauen, Die Frauen der Männer, die hier entscheiden, wie uns Corona übergestülpt wird, auf einmal alle sich so verhalten würden wie die Damen in der Sage, Geschichte oder was auch immer von Lysistrata. Ob das nicht eventuell auch eine Form von Protest wäre, mit der wir ohne diese ganze riesengroße Klimbim und irgendwelche großen Taten leben. Im Gegenteil, sogar durch Nichtstouren vielleicht sogar noch bessere Erfolge herbeiführen könnten. Genauso wie wir diese ganze Pandemie schon von Anfang an hätten besiegt haben können, hätten wir einfach nichts getan, anstatt grundlos diese ganzen Maßnahmen zu erfinden. So, lasst uns weitergehen im Text. Es ist 22 Uhr, eine halbe Stunde haben wir noch, aber wir sind heute kompakt und das freut mich. Ihr merkt, es ist ein bisschen ein anderes Tempo heute hier. Wir bleiben bei der Bewertung, wie andere Menschen das hier alles einschätzen und wir bleiben erstmal bei Alexander Ehrlich, werden uns aber nachher vorarbeiten zu den etwas bekannteren Köpfen in dieser Bewegung und wie die das einschätzen und vor allen Dingen, ob wir uns dieser Einschätzung eben anschließen können. Hier ist diese besagte Umfrage den Menschen angeboten worden und was daran sehr beeindruckend ist, ist, dass in diesem Kanal, in dem nur 8700 Menschen, ich sage nur, mein eigener Kanal ist nur halb so groß, aber wie dem auch sei, bei 8700 Menschen, ich glaube über 20.000 abgestimmt haben, 20.200. Und hier mehrere Möglichkeiten hatten, eben zum Ausdruck zu bringen, wie sie denn diese ganze Sache in Berlin bewerten. Das ist die große Evaluierungsumfrage zum 28.8. und 29.8. in Berlin. Was ist dein Fazit? So, und liebe Leute, das Fazit ist eigentlich relevant, nur wenn man sich hier diese ersten drei Punkte anguckt, weil die anderen, das ist alles von Menschen, die entweder keine Meinung haben oder eben nicht dabei waren. Wobei, nein, auch das muss ich relativieren. Auch du, lieber Uwe, warst ja nicht dabei und deine Meinung ist dennoch valide. Insofern, man darf das nicht komplett rausnehmen. Aber man muss fairerweise auch dazu sagen, viele Menschen haben sich hier offensichtlich ein Urteil erlaubt, die meisten sogar, die gar nicht erst dabei waren. Also das muss man einfach, sag ich mal, im Hinterkopf behalten. So, glaube ich, ist das korrekt ausgerückt. Nichtsdestotrotz, 12% haben also gesagt, ich war dabei und habe ein gutes Gefühl. Wir haben einen Punktesieg davongetragen. 5% haben gesagt, ich war dabei und es war für mich okay. Nur 2% sagen, sie waren dabei und empfinden es als Flop. Der Vollständigkeit halber, was sagen die anderen? Und das ist auch bezeichnend, glaube ich. 41% sagen, ich war nicht dabei, aber finde, es war ein großartiger Erfolg. Gut, also die Mehrheit scheint das hier als einen Erfolg zu werten, auf jeden Fall von denen, die dabei waren. Und die meisten, die nicht dabei waren, sagen auch, was sie dort gesehen haben, ist für die auf jeden Fall ein Fortschritt gewesen, ist ein Erfolg gewesen. Warum spreche ich, warum hacke ich jetzt so darauf rum? Weil erinnere dich zurück über Uwe, eine Woche bevor es losging. Eine Woche bevor ich zumindest nach Berlin gereist bin, habe ich ja den Leuten versucht, ins Gewissen zu reden und zu sagen, setzt euch Ziele, macht eine Zielsetzung, fahrt hin, mit nicht einfach nur der Absicht zu demonstrieren, sondern auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu demonstrieren, um danach überprüfen zu können, war es denn in der Tat ein Erfolg, individuell zugeschnitten auf eure Zielsetzung oder eben nicht. Für dich, war eine Zielsetzung erkennbar in Berlin oder war es einfach nur Demonstration wie eh und je? Der Weg ist das Ziel. Hat man in irgendeiner Form dieses Mal irgendein Ziel vor Augen gehabt, sodass man überhaupt erst bewerten kann, ob es denn ein Erfolg war oder nicht?
Uwe
Ja, also soweit ich das aus den vorbereitenden Informationen mitbekommen hatte, wollte man ja auf jeden Fall vermeiden, dass noch ein Eklat beim Reichstag wie im letzten Jahr stattfindet, nach dem Motto bloß nicht da in dessen Nähe kommen. Gut, das hat die Polizei wohl eh nicht gesehen. Es war ja wohl die ganze, ich sag mal, Regierungsviertel und was da drum herum ist abgesperrt, mehr oder minder. Und insofern war klar, dass die Demonstration im Grunde genommen ja keine relevanten Punkte hat, außer wenn man jetzt zum Tiergarten hätte gewollt. Darüber haben wir auch schon gesprochen, ob das Sinn macht, da mitten in der Pampa, in der Großstadt Pampa, wo kein Mensch einen sehen kann, von Berlin aus, da zu demonstrieren. So, das heißt, hier habe ich schon den Eindruck, es war eine Organisation da, es waren Strukturen da, es waren Führungsfiguren im Hintergrund offensichtlich da und man hat versucht eigentlich den oder die Züge in Bewegung zu halten und genau das zu machen, was nach meiner Meinung auch sinnvoll ist, nämlich durch die Wohnviertel zu gehen. um auch Leute zu informieren, zumindest zu konfrontieren mit der Demonstration, die sonst davon überhaupt gar nichts mitkriegen würden.
Gast
Also Sichtbarkeit. In allererster Linie glaubst du, man hat sich Sorgen gemacht um die Sichtbarkeit und zumindest dieses Teilziel ist auf jeden Fall erreicht worden, oder? Das können wir feststellen.
Uwe
Das denke ich schon, dass das ein sehr guter Erfolg an der Stelle war. Was mir persönlich, soweit ich das aus den Streams sehen konnte, so ein bisschen gefehlt hat, war, dass an den Stellen, wo man mit Passanten hätte diskutieren können, man das eigentlich nicht, die Chance nicht genutzt hat. Es sind zu viele Leute, so wie jetzt auch in diesem Bild, die einfach nur geradeaus marschieren nach dem Motto, wir marschieren voran, voran, voran. Und wenn jetzt also so viele Menschen und seien es nur ein paar Tausend da langmarschieren, dann stellen sich natürlich die Passanten, die auf dem Bürgersteig sind, die in den Cafés sind, die stellen sich ja schon die Frage, was da los ist. Und da denke ich, müsste man eigentlich die Chance nutzen, solche Leute dann in einem ich sag mal, freundschaftlichen Gespräch mal in zwei Minuten zu informieren. Wenn dann eben 8.000 Leute auf einem Sieben-Stunden-Marsch jeder zehn Leute ansprechen. Da sind 80.000 Leute angesprochen worden. Und so machen das dann nur vereinzelt Menschen. Das heißt also, die Sichtbarkeit ist zwar da, Aber ich denke, optimieren könnte man an der Stelle eben noch die persönliche Ansprache. Es muss nicht so wichtig sein, dass die Züge lang und geschlossen sind. Es ist viel wichtiger, dass eben die allgemeine Öffentlichkeit davon was mitkriegt. Und die hat Fragen auch in dem Moment, denn wir sehen ja nicht so viele Plakate und keine Uniform und kein gar nichts. Das heißt, die fragen sich, was da los ist. Nur weil jetzt irgendwelche Parolen gesungen werden, erklärt sich das für den neutralen Beobachter noch gar nicht, worum es da geht.
Gast
Das ist immer wieder bei Frieden, Freiheit, Demokratie.
Uwe
Genau, Frieden, Freiheit, Demokratie. Da stellt sich jeder die Frage, was meint ihr denn damit? Da müsste doch mal jemand dann sagen, wir meinen das und das damit. Oder man fragt die Leute, wir singen immer Frieden, Freiheit, Demokratie, was halten Sie denn davon? Und dann sagt man, wieso, wir haben doch Frieden, Freiheit und Demokratie, was soll ich davon halten? Dann wäre man aber trotzdem schon mal im Gespräch. Das heißt, hier glaube ich, da besteht eine Verdichtungstiefe, eine Möglichkeit, das, was man jetzt schon erreicht hat an Organisationen, eben noch zu optimieren.
Gast
Alles klar. Gut, aber wir müssen festhalten, auch wenn du zu Recht, denke ich mal, kritisiert hast, ein Teilziel zumindest ist auf jeden Fall erreicht. Jetzt ist die Frage, war das das Ziel der Demonstranten oder war das das Ziel von den Leuten, die im Hintergrund gearbeitet haben? Über 100 Menschen hat ja, glaube ich, Alexander ehrlich erwähnt. die eben die Fäden in der Hand hatten und die gesagt haben, wir oktroyieren das einfach mal der Demomasse auf, ob die das wissen oder nicht. Das ist so ein bisschen noch etwas, wo ich sage, das würde ich mir die Frage stellen, aber darauf werden wir wahrscheinlich abschließend keine Antwort finden können. Jemand, der versucht hat, Antworten zu finden, und zwar auf die Frage, ob das alles ein Erfolg war. Das waren diese beiden Herrschaften, Michael Ballweg und Ralf Ludwig. Sie haben sich sehr schnell bemüht, die Sache einzuschätzen. Bevor wir uns diese 43 Minuten hier geben, liebe Leute, die ihr auf dem Kanal 20 für Media angucken könnt, ich glaube, ich hatte vielleicht irgendwie mehr Glück als Verstand, als dass ich auf einmal, am Sonntag zumindest, Michael und Ralf persönlich gegenüberstand. Sie liefen einfach in Pseudo-Inkognito, möchte man mal sagen. ohne das ansonsten typische Querdenken-Shirt nebenher und ich zeige euch einfach mal, diese Aufnahme geht zwei Minuten, die Aufnahme von Ralf geht auch zwei Minuten, deren Zusammenfassung, wie sie eben dieses Event bewerten und danach sollten wir bewerten, ob wir uns dem anschließen und ob wir überhaupt, und das ist ja im Prinzip so ein bisschen halt, Ja, der rote Faden, auf den ich letzten Endes hinauslaufen möchte, ob wir noch das nächste Mal wiederum auf eine Einladung von einem dieser beiden Herren warten müssen oder ob wir sagen müssen, nein, es kommt eben keine Ruhe nach dem Sturm, egal ob Querdenken sich aus der Organisation verabschiedet oder nicht, sondern wir gehen ihn weiter auf die Straße oder in den Untergrund oder in den Hintergrund oder in irgendetwas komplett Unerwartetes, was der Gegner gar nicht kommen sieht. Ja, vollkommen ungeachtet dessen, was ein Herr Ballweg oder ein Herr Ludwig eventuell von sich geben. ... lange genug geblieben zu sein. Genau, so sieht's aus. Hallo, Michael. Hallo, grüß dich. Hallo, lieber Ralf. Hallo. Ihr seid heute im Scouting-Team. Und falls ihr euch übrigens fragt, wo diese Aufnahmen her sind, einige von euch, wenige, aber immerhin, haben diese Aufnahmen schon vor über drei Tagen gesehen. Das sind diejenigen, die im Bonusprogramm unterwegs sind. Liebe Leute, wenn auch ihr diese Aufnahmen, meine exklusiven Aufnahmen, Schnipsel aus den langen Livestreams, so aufgearbeitete, bessere Qualität, vor anderen Leuten sehen wollt, dann folgt mir einfach unter dieser Adresse, die ich da eingeblendet habe. Entscheidet euch dort für ein Abo und dann könnt ihr eben auch vorher in den Genuss dieser Informationen kommen. So, weiter im Text. Hallo, ihr seid heute im Scouting-Team? Ne, wir sind heute überall unterwegs in Berlin und haben schon an verschiedenen Aufzügen teilgenommen und freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind. Wir wollen glückliche Menschen sehen. Genau, und dass sich alle so gute Laune haben. War gestern schon ein toller Erfolg und ich denke, es wird heute auch nochmal. Jetzt gucken wir mal, ob der Aufzug da vorne gestoppt wird. Falls er gestoppt wird, können wir umdrehen. Da hinten gibt es einen Gottesdienst, der aufgebaut ist, einen interreligiösen, genau. Die Kirche traut sich jetzt auch. Eine freie Kirche, die für alle Glaubensgemeinschaften steht. Und da sind wir sehr dankbar. Die waren ja das letzte Mal schon da, am 1.8. Da habe ich kurz mit denen gesprochen und trauen sich jetzt auch. Gut, wenn du jetzt zurückdenkst an den 29. nach dem letzten Jahr und vergleichst mit diesem Jahr, was bringt da bessere, höhere, stärkere Gefühle in dir hervor? Also ich glaube nach wie vor, dass beides wichtig ist. Unser Team hat es eigentlich schön gesagt, viele waren ja demonstrationsunerfahren und wir mussten erstmal demonstrieren lernen, auch damit, wie man mit der Polizei umgeht. Und dafür waren die Kundgebungen sehr, sehr gut und sehr, sehr wichtig, dass eben die Teilnehmer auch friedlich bleiben, was ja der Kern unserer Bewegung ist. Und jetzt machen wir mal viele Aufzüge, weil Freiheit lässt sich nicht verbieten. Du bist am ersten Tag dieses Jahres inkognito unterwegs gewesen. Heute kann man dich offen auf der Straße begrüßen. Irgendwelche Repressalien von Seiten des Staates gegen dich und deine Person. Ralf hat ja gestern schon zwei Stunden zugebracht in einer Polizeimaßnahme. Nein, alles gut. Ich sehe es ja, ich bin ein bisschen inkognito immer noch. Ich muss mich nicht provozieren. Und von daher bin ich auch einfach mal froh, an der Demo wieder teilzunehmen. Es war ja sowohl Kassel als auch Stuttgart, wunderschöne Aufzüge. Und schade natürlich, dass wir unser Sound-Equipment gar nicht mitbringen dürfen, weil das ja einkassiert werden würde. Wobei jetzt wäre es wahrscheinlich auch egal. Alles klar, gut. Bessere, höhere Stellen mit diesem her. So, Sekunde. Was bringt da bessere, höhere... Und trauen sich jetzt auch. Die waren ja das letzte Mal schon da am 1.8. Gemeinschaftensteht. Und da sind wir sehr dankbar. Die waren erst letztes Mal. Ich suche eine bestimmte Stelle. Die Freie Kirche, die für alle Glaubens... ...können den 29. nach den Ländern bessere, höhere... Bevor das beides wichtig ist, es war... Unser Team hat es eigentlich schön gesagt, viele waren ja demonstrationsunerfahren. Ja. Und wir mussten erstmal demonstrieren lernen. So, wir mussten erstmal demonstrieren lernen. Ja, warum wollte ich gerade nochmal auf diesen Satz hinaus? Also Herr Ballweg, man muss auch verstehen, der Mann ist... Immer noch von vielen angesehen als der Kopf dieser Demonstrationsbewegung. Er kann sich nicht vollkommen frei äußern. Er muss natürlich immer wieder den Fokus darauf legen, dass wir unglaublich friedlich sind, dass da glückliche Menschen vor Ort sind, obwohl meiner Meinung nach, also gut, friedlich muss man festhalten, natürlich, klar, das muss er unterstreichen, aber ist das Ziel einer Protestbewegung, dass man rausgeht und glücklich ist? Da protestiert man nicht eventuell gerade, demonstriert man nicht eventuell gerade, wenn man etwas unglücklich ist. Also hat man nicht schon etwas falsch gemacht, wenn man glückliche Menschen auf den Straßen sieht, die da demonstrieren. Aber auf eine Sache möchte ich ganz besonders hinweisen. Da sagt er nämlich, wir mussten erst mal das Demonstrieren lernen und er wertet das jetzt, was er jetzt sieht und was am 1.8. passiert ist, als einen Erfolg. Das hat er ja dann auch gesagt in diesem Livestream, der dann im Nachhinein hier veröffentlicht worden ist, nach meinem Interview. Was bedeutet das aber, wenn er das ganze Jahr zuvor das Querdenken-Manifest frei verteilt hat an alle möglichen Abnehmer, die es haben wollten, indem eben beigebracht worden ist, wie man nicht zu demonstrieren hat, weil das wäre ja eine komplette Niederlage, ein kompletter Misserfolg, weil es steht im kompletten Gegensatz zu dem, wie jetzt demonstriert worden ist. Also anders ausgedrückt, er hat ein Querdenken-Manifest verteilt, kostenlos allen mit Initiativen angeboten, die sich danach hätten entlanghangeln können, eventuell langhangeln sollen, die das mehr oder weniger getan haben, weil das war so ein bisschen halt, Ja, das Nonplusultra der Strategie, wie man eben Protest machen sollte in Deutschland, zumindest wenn man das unter dem Banner Querdenken ist, was die größte Marke des Protests ist. Und gleichzeitig sagt man jetzt aber, okay, die einzigen Erfolge, die jetzt er als solche auch erkennt, sind die Demonstrationen, sind die Events, nennt es wie ihr wollt, die sich eben komplett nicht an besagtes Manifest gehalten haben. Also das ist wie wenn man als Koch irgendwie eine Speisekarte rausgibt und sagt, hier, das ist das beste Gericht aller Zeiten, was ihr damit kredenzen könnt. Das schmeckt niemandem. Und dann macht man etwas, ohne eben sich an dieses Rezept zu halten. Das schmeckt allen. Aber man sagt, naja, das hat so wunderbar funktioniert, weil man eben sich ans Rezept gehalten hat. Beziehungsweise was war denn der Wert des Rezepts, das man über die letzten 18 Monate verbreitet hat? Wir mussten erstmal, inkapsuliert in die Worte, das Demonstrieren lernen. Ja, wir haben das Demonstrieren gelernt, aber eben nicht über das Querdenken-Manifest. So, und dann jetzt Ralf Ludwig weiter im Takt. Der einzige Wind, der gestern in einer Maßnahme war, nachdem sich die Polizei dann entschuldigt hat für die Maßnahme und gesagt hat, es war unverhältnismäßig. Okay. Ja, das hat die Maßnahme natürlich nicht aufgehalten oder in irgendeiner Form verhindert. Du weißt, worum es ging, dich einfach nur festzuhalten als Person, ne? Genau, genau. Es ging darum, vor allen Dingen unsere Streamer, wir wollten über 20 vier relativ viele Streamer ausstatten mit Presseausweis, Pressebeste und so weiter, damit klar ist, dass sie als Presse unterwegs sind, weil es ja auch Repressalien gegen die Presse gibt von der Polizei. Wir wollten das halt deutlich machen. Und das wollten sie letztlich verhindern. Das war zwei Stunden Maßnahme, um die Presse Westen und die Ausweise zu kontrollieren. Verdacht auf Urkundenfälschung, wurde mir gesagt. Ja, und das hat sich... Wie soll man denn Urkundenfälschung machen? Also Presseausweis ist Presseausweis, den kann sich theoretisch auch jeder selber ausstellen. Richtig, es geht ja um den Nachweis der journalistischen Tätigkeit. Genau, genau. Da sind wir ja mit Kanälen mit insgesamt mehr als 100.000 Zuschauern, also von daher kann man durchaus sagen, das ist schon eine journalistische Tätigkeit. Ja, absolut. Und für heute, was hast du heute beobachtet? In diesem Zusammenhang nur einen Hinweis, jetzt kommt das Relevante, aber nicht komplett irrelevant ist ein Hinweis, wie gesagt von meiner Seite. Ich war mehr oder weniger nicht involviert in diese Aktion, aber ich habe gewusst, dass man im Vorfeld, wie gesagt, dort Menschen ausstatten wollte, damit... Eben mehr Streamer unterwegs sein können und die Art und Weise, wie effizient und punktgenau und pünktlich die Polizei eben zur Stelle war mit mehreren Sixpacks. Ich war da vor Ort in Berlin an dieser Stelle, als ich meine eigene Kathi retten musste, weil die halt auch zwei Stunden neben Ralf Ludwig zugebracht hat in dieser Polizeimaßnahme. Aber die Art und Weise, wie die Polizei so punktuell genau vor Ort sein konnte, um diese Menschen eben zu desorientieren, desorganisieren und komplett zumindest diesen Punkt der Orga im Prinzip hinweg zu fegen, das deutet für mich darauf hin, dass die eben auch über die Telegram-Kanäle hinweg, die wir bemühen, weil wir meinen, die sind so schön abhörsicher, eben mit abhören oder schlimmer noch, eventuell Leute in eben unseren Reihen haben, was man auch nicht vergessen darf, wenn man jetzt solche Geschichten plant, dass der Feind clever genug ist, sich bei uns bereits etabliert zu haben und dass man das nicht aus den Augen verlieren darf, bei was auch immer man dann in Zukunft also plant. Beobachtet auf den Straßen von Berlin in deinen eigenen Worten, kurzen Worten, weil Ralf, du kannst lange reden. Die Leute finden sich, die Leute finden sich und es ist eben diese Selbstermächtigung, das ist eben das schöne Gefühl der Selbstermächtigung, dass die Menschen sich finden und einfach auf die Straße gehen und eben zeigen. Wir können das, dieses Gefühl, wir können das und wir können, auch wenn verboten ist, wenn der Staat versucht, das zu unterdrücken, können wir trotzdem auf die Straße gehen und zeigen, dass wir das nicht ertragen oder das nicht mittragen wollen, was der Staat hier macht. Also könnte man kurz gesagt sagen, das nicht vorhandene Demo-Prozept zu sagen, man gibt eben den Vorgang, den Ablauf der Demo in die Souveränität der Menschen ab, die hier protestieren, ist aufgegangen? Ja, das war ja von Anfang an auch die Idee, die dahinter stand. So, an dieser Stelle mache ich mal Schluss. Ich glaube, das reicht. Es war von Anfang an die Idee, die dahinter stand, dass man eben das nicht vorhandene Dämonenkonzept ersetzt gegen die Souveränität, die man eben abgibt in die Hand der Menschen, die sich selbst ermächtigen. Hat ja auch selber gesagt, das ist das Wunderschönste daran. Ja. Dass er diese Selbstermächtigung jetzt gerade sieht. Muss man fairerweise oder müssen diese Menschen jetzt, die Köpfe der Querdenkenbewegung oder die dafür gehalten werden, sich jetzt fairerweise den Schuh anziehen zu lassen, dass man sich hinterfragt, ja was habt ihr uns denn bitte schon die letzten 18 Monate an der Nase lang geführt, indem ihr gesagt habt, nur auf unsere, nur auf die Querdenkenart und Weise. Sollte demonstriert werden, unmittelbar immer unter diesem Mantra, unter diesen Gesichtspunkten, friedlich, bla bla bla, der ganze Kram, wenn jetzt offenkundig genau das Gegenteil, die Selbstermächtigung das ist, was sowohl Ballweg als auch Herr Ralf Ludwig als essentiell empfinden für den Erfolg dieser Veranstaltung. Ja, ich glaube, es ist eine rhetorische Frage, angesichts dessen, wie wir das gerade schon vorbereitet haben. Aber diese Schuhe müssen die sich jetzt anziehen lassen, dass die jetzt merken, jetzt, wo man vom Querdenken manifest abweicht, jetzt, wo man sagt, man entlässt die Leute in die Eigenständigkeit mehr oder weniger. Jetzt, wo man merkt, okay, ihr habt uns in Anführungszeichen so ein bisschen zu Unrecht gefolgt, weil ihr habt uns gar nicht gebraucht. Jetzt kommt der Erfolg, auf den ihr 18 Monate gewartet habt. Das müssen die sich schon erlauben, dass die Leute jetzt diese Frage stellen, oder? Oder ist das komplett aus der Luft gegriffen?
Uwe
Nein, ich denke, deine Argumentation ist schon logisch richtig. Also man kann nicht erst Hü sagen und nachher Hot als Erfolg verkaufen, wenn es genau die andere Strategie ist. So und insofern kann ich nur sagen, wir beide haben mit unseren Kritiken im September letzten Jahres, da deutlich waren wir unserer Zeit voraus, denn solche Sachen haben wir ja auch besprochen, sodass man eben mehr, ich erinnere mich in einem, In unserer Demo-Besprechung habe ich ja noch auf meinem Sofa gesessen oder Stuhl gesessen und habe gesagt, die Leute müssen sich doch mal fragen, wer ihre Zielgruppe ist, also die Demonstranten. Und habe damals auch gesagt, wir brauchen nicht über Medizin zu reden, der Staat interessiert sich nicht für medizinische Argumentation, der Staat will überhaupt nicht reden. Also ist es überhaupt unsinnig, den Staat als Zielgruppe anzusprechen. Das heißt, wenn ich eine Demonstration gegen die Regierung mache und die Regierung sagt, ich versetze mich in meinen Regierungsbunker, mache die Rollladen runter und ihr könnt da draußen machen, was ihr wollt, das interessiert mich nicht, dann kann ich mir diese Aktion sparen. Das heißt, jede Demonstration, die seit dem letzten 29.08., also dem vorletzten, muss man eher sagen, gemacht wurde mit der Zielsetzung, dass die Regierung doch bitte mal die Ohren aufmachen möchte, war von der Zielsetzung her strategisch grob falsch. Das ist meine Aussage. Ja, wer würde mir denn zuhören? Und für wen wäre es überhaupt nützlich, dass er mir zuhört? So, und da wird man schnell darauf kommen, es nützt nichts, wenn die Regierung nicht hören will und den eigenen Leuten, die alle schon wissen, die brauchen auch nicht zuzuhören. Also muss man noch diejenigen finden, die noch nicht informiert sind und die gegebenenfalls eine Bereitschaft zum Hören haben. Das heißt, da sind wir wieder bei all denjenigen Leuten, die nicht in der Protestbewegung sind. Das ist die Zielgruppe. So, und wenn man dann eben sagt, Der Uwe Loose erzählt ja Quatsch, ich kann doch nicht am Café vorbeigehen und dann rede ich mit irgendeinem Schlafschaf und der sagt, hau mir bloß ab, du bist ein Corona-Leugner. Nein, davon rede ich nicht. Ich rede nicht davon, dass man dem in drei Minuten seine Weltanschauung ins Gehirn reinpumpt und sagt, jetzt habe ich meine Arbeit getan. Es geht darum, ein Fragezeichen, nur ein Fragezeichen in den Kopf zu setzen. Und nicht sein gesamtes Wissen, was man sich in verschwörungstheoretischen Telegram-Kanälen als Hobby-Politologe und als Hobby-Coronologe angeeignet hat, dem das in zwei Minuten komprimiert zu geben. Darum geht das nicht. Es reicht nur eine einzige Frage. Denken Sie, dass das viele Leute hier sind auf der Straße? Ja, wie viele? Und was schätzen Sie, wie viel morgen davon im Berliner Tagesspiegel berichtet wird?
Gast
Ja, das wäre ein Beispiel. Ich suche gerade fieberhaft selber nach einem Beispiel, weil genau das habe ich gemacht. Ich hatte unmittelbar nach der Szene, die wir mit Ralf hier gesehen haben, in meinem Livestream eine Begegnung mit jemandem, der hat uns da kritisch hinterfragt. Und ich habe, glaube ich, genau das geschafft, ihm einen Zweifel in den Kopf reinzusetzen. Und eventuell ist das auch genau das, was es braucht. Massenhaft, muss man fairerweise dazu sagen. Aber es ist nicht allzu anstrengend, wie ihr gleich sehen werdet. Um eben eine Bewegung hier anstoßen zu können. Ich suche immer noch danach. Vielleicht kannst du in der Zwischenzeit, lieber Uwe, die Frage beantworten. Hast du das Gefühl gehabt, eigentlich ist die Frage auch, also die Antwort ist vorweggenommen, aber es ist ja viel gerufen worden. obwohl die Plakate jetzt wiederum gefehlt werden. Ist wenigstens das Richtige gerufen worden? Stichwort Kommunikation. Haben wir irgendwie das zugelernt? Haben die Leute im Vorgang dieser ganzen riesengroßen Veranstaltung dort jetzt gesagt, okay, sie legen einen besonderen Wert auf eine effizientere Kommunikation, damit die Leute einfacher erkennen können, warum wir auf der Straße sind? Hast du das von außen beobachten können?
Uwe
Also ich denke, soweit ich es mitgekriegt habe, sind die altbekannten Parolen produziert worden und die sagen eigentlich nur aus, was die Demonstranten wollen, aber sie sind nicht dafür geeignet, Unbeteiligte positiv zu beeinflussen, weil die wollen was anderes. Das heißt, was mich schon immer gestört hat an der Demonstrationsbewegung, dass sie so egozentriert ist, nach dem Motto, wir sehen das so und alle anderen müssen das auch so sehen. So funktioniert das Leben nicht. Wenn ich irgendwas erfolgreich tun will, muss ich die Bedürfnisse von anderen erfüllen. Dadurch mache ich mich sympathisch. Dadurch öffnen die ihre Ohren und ihre Augen. Das heißt, ich muss die Leute fragen, was wollt ihr? Nicht, was sollt ihr wissen? Was wollt ihr? Wenn ich irgendjemanden im Café sitze, fragen sie und sage, Ich frage den mal, haben wir schon mal gehört, dass diese ganzen Corona-Leugner alle Nazis sind? Und dann sagt er, ja klar. Okay, das hier sind alles Corona-Leugner. Welcher von denen ist jetzt ein Nazi?
Gast
Es ist spannend, dass du davon sprichst, weil genau diese Situation hatte ich mit einem jungen Menschen, den ich da wie gesagt getroffen habe. Ich suche fieberhaft immer noch nach dieser Stelle, aber mach mal gerne weiter.
Uwe
An der Stelle kann man das Gespräch schon beenden. Zwei Sätze und er hat ein Fragezeichen. Von da an im Café, bis die Rechnung kommt, wird er gucken, wo irgendwelche Nazis sind. Dann wird er keinen feststellen. Dann wird er sich wundern, selbst wenn er nicht darüber nachdenken möchte, dass er so viele Leute gesehen hat, die angeblich alle Nazis sind, aber die erfüllen gar nicht seine Kriterien, wie Nazis aussehen.
Gast
Richtig, also entweder wird er dann da rausgehen mit der Erkenntnis, Huch, Nazis haben einen modischen Wechsel durchgemacht und sehen jetzt ganz anders aus, als er sich die optisch vorstellt. Oder aber er wird merken, dass er inhaltlich belogen worden ist und zumindest die Menschen, die er dort sieht, offenkundig, wie eben auch deren Optik darauf hinweist, keine Nazis sein können. Hier seht ihr das, das ist die Stelle, die unmittelbar in dem Stream folgte auf mein Interview mit Ralf und ich habe dann etwas unverhoffter Art und Weise eben genau so ein Gespräch führen können mit einem jungen Herren, den ihr gleich im Livestream erkennen könnt. Ein voller Erfolg. Danke dir. Danke dir auch. Ciao, ciao. Alles gut. Das Interview mit Ralf. Es ist so peinlich, was ihr macht. Informiert euch mal. Worüber sollen wir uns informieren? Seid ihr auf der Seite? Auf welcher Seite? Querdenkerseite. Warum eine Querdenkerseite? Es ist vor allem peinlich, dass das in Berlin passiert. Was ist daran peinlich? Was ist eine Nazistadt? Und sind das also Nazis, deiner Meinung nach? Nicht richtig informiert und der Großteil sind schon Nazis. Das sind alles Nazis, die hier mitlaufen? Ein Großteil. Warst du mal da? Hast du mal mit den Leuten geredet? Ich hab mit den Leuten geredet. Und die waren Nazis? Wir waren bei Gerade Denken. Es sind Züge dabei, die schon in der Rechten... Selbst AfD sagt doch nicht, dass sie rechts sind, so. Die AfD ist rechts für dich? Die AfD ist zu 100% rechts für mich. Was ist rechts? Weil rechts ist ja für mich einfach nur das Gegenteil von links, also eine Orientierungshilfe. Genau, genau. Du meinst aber, wenn du rechts sagst, Nazi. Jeder ist also ein Nazi, der hier mitmarschiert oder zumindest der Großteil? Es geht in der Richtung, dass die Nazis genau so Politik gemacht haben. Aha. Was ist denn passiert 1933 bis 1945? Haben da nicht die wirklichen Nazis gesagt, es gibt jetzt Unterschiede zwischen Menschen? Auf Basis einer willkürlichen Eigenschaft, die man in den Raum stellt, gegen die man eben nichts kann, sagt man jetzt, wir teilen jetzt die Gesellschaft. Totale Blamage, was hier passiert. Warum ist das eine Blamage? Vor allem noch trauriger, dass ihr die zum Teil Regenbogenflagge missbraucht. Warum wird sie denn missbraucht? Für eure Gedanken, dieses Freiheitliche. Ach, das Freiheitliche ist schlecht. Das Freiheitliche ist gut, aber ihr seid für Freiheit und Demokratie. Deutschland ist einer der Länder mit... Mehr Freiheit geht gar nicht. Hast du noch Meinungsfreiheit in diesem Land? Der Mann, der gibt uns sowas von Recht. Als wenn wir nicht genügend uns gegenseitig Zucker in den Arsch blasen würden. Aber das ist genau das, was wir sagen. Wir rufen Frieden, Freiheit und Demokratie. Und die Leute, die uneingeweihten, die wir eigentlich erreichen sollten, das ist genau das, was die sich fragen. Warum rufen die das in Deutschland, im besten Deutschland aller Zeiten, das so freiheitlich, so friedlich ist. Aber wir hören mal weiter im Text. Sekunde, du kannst gleich, lieber Uwe. Ja, ja, genug. Hast du noch Reisefreiheit? Ihr könnt doch froh sein, dass ihr hier auf die Straße gehen könnt, oder? Ihr könnt doch gerade auf die Straße gehen und eure Meinung sagen, oder? Ja, weißt du warum? Weil sich die Leute dieses Recht genommen haben. Weil alle Versammlungen sind von diesem Staat, an den du so sehr zu glauben scheinst, untersagt worden. Als wir gesagt haben, wir melden legale Demonstrationen. Du, hör mal, es sind so viele Demos passiert, wenn das wirklich ein gesundheitliches Risiko wäre, meinst du nicht, hier würden schon irgendwelche Armee-Hubschrauber rumfliegen und Panzer aufgebaut werden? Das ist eine Polizei, die beobachten die Lage. Ja, aber Panzer, dann wären wir in keiner Demokratie mehr. Die Panzer stehen nicht hier, weil wir in einer fucking Demokratie leben. Aber kennst du den Spruch, während den Anfängen, dass sich sehr vieles geändert hat in den letzten 18 Monaten und wir diesen Anfängen gerade wehren? Kannst du dir nicht vorstellen, dass man sich inzwischen impfen lassen muss, um reisen zu dürfen. Impfen lassen muss, um in Geschäfte rein zu können. Dass man sich testen lassen muss auf eigene Kosten, nachdem der Staat eine Pandemie... Ja, bis zum 13. Oktober. Bist du informiert? Weißt du das? Wirst du dann dich testen lassen? Und wie lange wirst du noch diese Maske tragen, von der du weißt, gesundheitlich bringt sie nichts. Da steht auf den Packungen der Maske drauf, dass die nicht vor Infektionen von Viren schützen. Dass die Impfungen, Impfdurchbrüche, wo Leute krank geworden sind nach der Impfung, passieren häufiger inzwischen als bei Ungeimpften. Das sind Paul-Ehrlich-Institut. Das ist kein... Ja, was soll ich denn sonst machen? Ich bin von der Presse. Du bist auf einer öffentlichen Straße, du nimmst Teil an dieser Versammlung. Dann machst du mein Gesicht unkenntlich dazu. Entschuldige, aber dein Gesicht ist unkenntlich. Du hast doch die Maske auf. Das sind alles Rechte hier, ne? Das sind alles Nazis. Klar, ne? So, da habe ich mich von dem Mann verabschiedet. Aber ihr seht's, liebe Leute, ich quatsch das nicht einfach nur, was ich hier mit Uwe so sage, sondern wir versuchen das immer wieder. Ich kämpfe in Anführungszeichen um jede Seele. Und ich muss ganz ehrlich sagen, so toll dieses Wir-Gefühl auch ist, wenn die Züge zusammenkommen, und wenn man mal wieder sieht, hey, hey, schön, auf irgendeine magische Art und Weise hat das jetzt wieder zusammengefunden, was längst zusammengehört. Ja, war das nicht eventuell schon meine eigene kleine Demo? Genau das, so ein individuelles Gespräch mit einer Person, die jetzt nach Hause gehen wird und sich fragen wird, hm, jetzt habe ich die nicht einfach nur von außen beobachtet und habe mich über die lächerlich gemacht, weil ich so cool bin und von außen die halt jetzt irgendwie hier beurteilt habe, sondern nein. Jetzt bin ich in Kontakt gekommen mit einem von denen. Upsi, das habe ich aber gar nicht gewollt. Und jetzt muss ich eventuell meine Weltanschauung zumindest ein Stück weit hinterfragen. Und vielleicht stößt das einen Prozess an, dass vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, vielleicht nicht mal in einem Jahr, aber in zehn Jahren, ja, dieser Mensch sich sagt, wenn er mal so alt ist, dass er sagt, jetzt hat auch er etwas zu verlieren und wohnt nicht mehr bei seiner Mama zu Hause, wo ihm alles vorgekaut wird, dass er sagt, für das, was ich jetzt verloren habe oder vielleicht im Begriff bin zu verlieren oder noch verlieren kann, gehe ich auf die Straße. War das nicht vielleicht genau das, wovon der Uwe und ich gesprochen haben?
Uwe
Ja, also da gebe ich dir durchaus recht. Ich meine, du hast zwar eine bisschen aggressive, missionarische Form.
Gast
Na gut, aber da kennst du mich inzwischen. Die Leute müssen sich warm anziehen, wenn sie mir begegnen.
Uwe
Ich bewerte das jetzt nicht negativ. Ich stelle es jetzt einfach nur mal als einen speziellen Kommunikationsmodus vor. Das hat so ein bisschen was Missionarisches nach dem Motto, ich habe die Wahrheit und der andere soll sie jetzt aber schnell erkennen. Nichtsdestotrotz, dadurch, dass er sich nicht abwendet und mit dir weiterredet, zeigt er ja unbewusst, dass er das Gespräch führen möchte.
Gast
Er hat mich angesprochen.
Uwe
Er hat mich angesprochen. Umso besser. Wenn er dich anspricht, dann will er was von dir. Er hat einen Informationsbedarf. Das heißt, obwohl ihr eigentlich gegeneinander redet, in dem Moment überzeugt keiner den anderen. Es ist nur ein Austausch von Argumenten. Aber es bleibt in diesem Austausch, es führt nicht zu einer Trennung. Und solange etwas sich nicht trennt, sind die Bindungskräfte stärker als die Trennungskräfte. Das ist einfach per Definition so. Sprich, da gibt es etwas im Untergrund, was die beiden Sprecher miteinander verbindet. Insofern halte ich deine Interpretation, dass er doch da vielleicht...
Gast
Am Radern ist, am Zweifeln sein könnte.
Uwe
Ja, er muss ja noch nicht einmal das für gut befinden, sondern es reicht ja völlig aus, dass er sich einfach nur ärgert. So, der geht nach Hause und erzählt seiner Freundin oder seinen Freunden, ich habe da heute so einen Arschloch auf der Demo getroffen, einer, der angeblich von der Presse war, und er wollte mir ernsthaft einreden, dass diese ganzen scheiß Nazis in Wirklichkeit gar keine Nazis wären, sondern friedfertig. Und schon denkt er diesen Gedanken weiter, die bloße Tatsache, dass es ihn ärgert. Und dass er es anderen erzählen muss, führt dazu, dass bei ihm im Unterbewusstsein was rotiert. Und wo immer das auch hinführen wird, es ist ein anderer Zustand, als wenn niemand mit ihm geredet hätte. Und das meine ich, dass man auf die Leute einwirkt und dass man ihnen einen Impuls gibt. Es muss nicht sofort ein Ergebnis sein, es muss nur überhaupt ein Impuls sein, dass sie darüber nachdenken. Die müssen nicht zustimmen, die können auch dagegen sein, solange sie denn nur nachdenken und es in ihrem Gefühl und ihren Gedanken rumrühren.
Gast
Ja, richtig. Deshalb sage ich ja auch immer wieder, liebe Leute, ihr erkennt das, wenn ihr meine Streams bis zu Ende guckt, wir sind fast am Ende dieses Streams angekommen, wofür versuche ich die Leute immer wieder zu sensibilisieren. Nachdenken, liebe Leute. Wenn ihr nachdenkt, dann wird das für alle Beteiligten, die das tun, in der Regel wirklich produktive Ergebnisse hervorbringen. Und das müssen wir in den Leuten anstoßen. Mit Forke und Mistgabel kann man vielleicht jemanden im schlimmsten Fall sogar umbringen. Aber man wird ihn nicht zum Nachdenken gebracht haben. Im Gegenteil, dann wird es irgendwann Racheakte geben von den anderen, die wiederum nicht nachgedacht haben und nicht verstehen, wie es jetzt dazu kam, dass eine eine Seite die andere Seite überrumpelt hat. Und irgendjemand hat auch, glaube ich, vor ein paar Tagen gesagt, was man nur mit Gewalt erobern kann, das kann man auch nur mit Gewalt halten. Da bin ich mir nicht ganz so sicher, aber wie dem auch sei, das Denken, das ist uns abhandengekommen, liebe Leute, und wir müssen nicht unbedarft und unbedacht investieren. Jede weitere Demo gutheißen, auf jede weitere Demo springen, wenn wir dort keinen Fortschritt sehen, sondern im Gegenteil vielleicht auch auf die ein oder andere Demo verzichten, wenn wir nur dann im Moment, wenn es dann gilt, aus unseren Gedanken hoffentlich Profit geschlagen haben und dann etwas tun, was eben hoffentlich in den Vordergrund rückt, was auch immer wir uns da erdacht haben. Und in der Regel, liebe Leute, wird das zu besseren Resultaten führen. Wir haben es ja jetzt auch schon gemerkt. Es hat über ein Jahr gebraucht, aber offenkundig hat diese Bewegung jetzt hier, ob es orchestriert war, ob es gesteuert war oder ob es nur gottliche Fügung war, einen Weg nach vorne gemacht. Und ich garantiere, der Grundstein dafür wird gewesen sein, dass sich jemand hingesetzt hat, egoistisch bin ich, werde ich sagen, mir zugehört hat oder Uwe zugehört hat, aber auf jeden Fall nachgedacht hat, Um danach eben dazu zu kommen, zu sagen, okay, ob Selbstermächtigung oder eben von oben auf oktroyiert, die Leute denken nach und sie machen eben einen weiteren Schritt, nicht einfach nur, weil es das Traditionsdatum ist, sondern weil man halt eben jetzt angesichts dieser Situation, in der man sich befindet, etwas neu machen möchte. Gut, lieber Uwe, wir können uns in diesem Thema verlieren und es ist auch immer noch nicht abschließend alles gesagt, ja, ich könnte dir so viele Sachen fragen zum Thema eben für wie realistisch oder effizient du das hältst, ja, dass man eben gesagt hat, okay, man baut jetzt Kontrollzentralen und Kommandozentralen auf oder zumindest halt, dass man halt guckt, okay, man versucht, das ist ja spektakulär Baden gegangen, zum Beispiel bei 20.4, ne, aber man versucht... So ein Stream einzupflegen, in dem eben ganz viele andere eingebettet sind, dass man eben mit dem Gegner teilt, was man selbst alles sieht und so weiter und so fort. Über all das könnte man sich unterhalten, müssen wir wahrscheinlich zu anderer Gelegenheit tun. Aber weil ich jetzt unmittelbar bald schon in den nächsten Stream gehen muss und die Leute nicht komplett jetzt hier im luftkleinen Raum zurücklassen möchte. Ich glaube, wir können beide festhalten, dass diese Demo ein Fortschritt gewesen ist. Wir meinen auch zu erkennen, dass es in die richtige Richtung gegangen ist. Wir können definitiv festhalten, dass einige Teilziele sich immerhin gesetzt und auch erreicht worden sind. Aber lieber Uwe, gib ihn uns dennoch diesen einen Anstoß, wo du meinst, da können wir noch optimieren. Du hast eine Sache erwähnt. Man soll noch klarer, glaube ich, kommunizieren. An wen richtet man sich überhaupt? Man soll seine Kommunikation im Vorfeld sich zurechtlegen. Diese zwei Punkte habe ich schon auf dem Punkt. Du hattest vier Punkte, die du mir geschickt hast. Vielleicht die letzten beiden. Dafür möchte ich dir noch Gelegenheit geben, dass du die mal erwähnst.
Uwe
Ja, ich weiß, was waren denn die letzten beiden.
Gast
Ich habe jetzt meinen Zettel selber. Dann blende ich es kurz ein. Vielleicht hilft dir das. Dann siehst du die Stichpunkte. Also drittens, warum gelingt es Demonstranten in der Masse wieder nicht in eine aktive Kommunikation? Das haben wir. Ist die verhältnismäßig kleine Teilnehmerzahl ein Indiz dafür, dass die Demo-Bewegung totgelaufen hat? Das haben wir auch gesprochen. Wen wollte die Demo-Bewegung mit ihrer Aktion überhaupt aufmerksam machen? Das ist Stichwort Zielgruppe. Dann bleibt also eigentlich, glaube ich, nur ein Punkt. Macht es einen erkennbaren Sinn, wenn mehrere kleine Züge von vielleicht jeweils maximal 5000 Teilnehmern in einer Metropolstadt mit durchgängiger, mehrgeschossiger Bebauung hinter der nächsten Kurve aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwinden? Ist Demonstrieren in einer so großen Stadt überhaupt sinnvoll oder versinkt jede Demo unabdingbar im Großstadtgehäuse mehr? Angesichts dessen, dass man sagt, nur Berlin oder nur Stuttgart oder nur Hamburg oder nur München könnten ja demonstrieren, Wäre das vielleicht ganz sinnvoll, jetzt abschließend auch die Kleineren noch einmal zu engagieren und zu sagen, ihr könnt auch, wenn ihr kleiner seid, etwas erreichen.
Uwe
Ja, also auf jeden Fall denke ich, sollte man Berlin mal einfach ganz vom Radar nehmen, weil es schlichtweg dort politisch nichts zu gewinnen gibt. Die Polizei ist dort bestens vorbereitet. Sie hat ihre Erfahrungswerte. Es ist immer ein Heimspiel dort. Und es gibt noch viele andere Städte in Deutschland. Und man kriegt ja von dem, was in Berlin ist, überhaupt nichts mit. Also bei uns im Hamburger Abendblatt, hat man über das Wochenende nicht einen einzigen Satz verloren. Nicht einen. Und ich fragte meine Frau, weil die abonniert das Abendblatt, weil da eben der Regionalteil drin ist. Und da weiß man wenigstens, was in Hamburg passiert. Und dann sag ich, was steht denn zur Demo? Sagt sie ja nichts. Ja, hier in Hamburg hat man noch nichts gehört von der Demo in Berlin. An beiden Tagen habe ich ungefähr zwölf verschiedene Streams parallel geguckt, soweit sie parallel liefen. Es waren ja nicht immer alle gleichzeitig online. Und ich habe vier der großen Mainstream-Nachrichtensender geguckt. ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Und in nicht einem dieser Sender wurde irgendetwas Relevantes über Demonstrationen gesagt. Man hat über Afghanistan geredet. Man hat über Fußball geredet, man hat irgendwelche ganz anderen Sendungen gebracht. Das heißt, die Außenwirkung ist ja quasi null. Das muss man ganz klar sagen, die mediale Außenwirkung. Und ich glaube, das hängt eben auch damit zusammen, dass der EU ein Sonderbeauftragte in der Stadt war und man eben zeigen wollte, jawohl, in Deutschland kann frei demonstriert werden und die Polizei hält sich ja durchaus an die Regeln, bis auf ein paar Einzelne, die vielleicht über die Stränge schlagen, ja. sodass man eben kein Vermerk im Klassenbuch der UN kriegt. Das spielt da sicherlich auch mit rein. Aber ich glaube, die Protestbewegung sollte sich vom Thema Berlin verabschieden und sollte solche Art von Aktionen lieber parallel in vielen Städten gleichzeitig machen. Und in Sachsen zum Beispiel, wo es ja solche Spaziergänge gibt oder was haben wir jetzt nun am Wochenende gehabt in Irgendein Kuhkaf ist die Bürgermeisterin zurückgetreten, weil die Gemeinde gespalten ist.
Gast
Ja, ja, auch spannend.
Uwe
Ja, ja, wurde sogar heute im RTL Nachrichten kundgetan. Ich weiß nicht, wie viele Einwohner die haben. Und da haben die auch seit 18 Wochen demonstrieren, die dort jedes Wochenende. Und da hat dann die Bürgermeisterin erklärt, ja, das seien ja alles Nazis und Rechtsradikale. So, und dem müsste man das verbieten. So, und dieser Diese Zielsetzung, die hat aber dann zu einem Zwist innerhalb des Gemeinderates geführt. Und letztendlich hat der Gemeinderat sich entschieden, man lässt die einfach demonstrieren, wenn das alles Idioten sind, dann fällt das sowieso bald von alleine auf.
Gast
Aber es hat nicht aufgehört, weil es keine Idioten sind.
Uwe
Es hat nicht aufgehört, die Bürgermeisterin ist zurückgetreten. Wow.
Gast
Ja, das blüht eventuell auch irgendwann dem Bürgermeister von Zwönitz und vielleicht auch dem Bürgermeister von Berlin. Da muss man mal gucken, wie standhaft dieser Protest eben ist. Ursprünglich haben wir ja mal getitelt, die Ruhe nach dem Sturm. Du sagst es aber zu Recht, eigentlich gibt es keinen Grund davon auszugehen, dass jetzt wirklich eine Ruhe einkehrt. Ich weiß zumindest aus dem sächsischen Raum, morgen geht etwas. Ich weiß, dass am Montag regelmäßig etwas geht, sei es in Leipzig, sei es in Zwönitz, sei es in den 80 anderen Städten, die du in Sachsen eben erwähnt hast, ja. Ich weiß, dass am 11.9. wieder etwas geht. Da könnt ihr sogar bis nach Belgien, manch einer reist da bis nach Brüssel fahren, um euch weiterhin mit Protest anzuschließen. Ich habe in Berlin Franzosen getroffen, die mir erzählt haben, also 200.000 Menschen, sagt zumindest die Presse landesweit, wären dort auf der Straße. Jedes Wochenende steppt da im übertragenen Sinne der Bär. Die Leute finden originelle Arten und Weisen, um ihren Protest auf die Straße zu tragen. Da, wo sie mit Gesundheitspass nicht mehr reinkommen, in Lokale, in Cafés, in Restaurants, machen sie jetzt Picknicks auf der Straße vor besagten Cafés, in die sie dann sagen, da wollen wir gar nicht rein. Euer im Prinzip überbewertetes und unterkühltes Essen wollen wir uns sowieso gar nicht geben und machen eben auf ihre Art und Weise dort Rabatz. Ohne eben Rabatz machen zu müssen. Insofern, ich glaube, wir müssen nicht unbedingt jetzt Sorge haben, dass die Demonstration sich jetzt totgelaufen hat. Zu Recht, glaube ich, haben wir heute unsere Sorge in die Welt getragen, dass wir hoffen, dass sie sich weiterentwickelt. Ein Stück weit haben wir festgestellt, das hat sie schon getan. Aber wir müssen auch sagen, da ist natürlich noch viel Luft nach oben, weil Frau Merkel, der zittern immer noch nicht die Knie. Im Gegenteil, sie freut sich jetzt schon auf den baldigen Ruhestand. Und die Medien haben immer noch die Hoheit über uns. Es ist genau wie du sagst und es ist eigentlich fast sogar noch schlimmer, weil es ist eine Sache, dass die Medien über uns nicht berichten. Es ist eine andere Sache, wenn in diesem Großstadtdschungel, den du vorhin beschrieben hast, unmittelbar eine Seitenstraße neben dem eigentlichen Demo-Geschehen, wo die Züge zusammenkommen und hast du nicht gehört, man eben als Mensch, der physisch vor Ort ist, nichts davon mitbekommt. Und es ist in der Tat teilweise manchmal so.
Uwe
Und da möchte ich jetzt nochmal zu den Background-Infos. Also man sieht ja immer jetzt auf die Straße, wir reden auch nur von Demo, aber in der internationalen Politik, da geht es ja noch ein bisschen anders her. Und wenn wir es gerade sehen, zum 31.08. wurde jetzt der Grundstein gelegt oder zumindest die vertragliche Vereinbarung getroffen, dass Berlin in Berlin in der Charité oder Bisher ist es ja schon ein bisschen eine Charité, aber demnächst in Berlin so ein Pandemie-Vorwarnzentrum gemacht werden soll, in dem dann weltweit die ganzen Vorwarnungen einlaufen sollen. Deutschland hat ja schon 900 Millionen Euro an die WHO überwiesen, ist jetzt ein größerer Spender in diesem Jahr als die USA. Bill und Melinda Gates Foundation. Und das heißt, man versucht sich jetzt von Deutschland aus, das ist meine freie Interpretation, zum Weltmarktführer in der Pandemie-Prognose zu positionieren. Und im November soll ja eine entsprechende internationale Konferenz stattfinden. Und wenn sich dann Deutschland dort durchsetzt, ist egal, was hier auf der Straße passiert. ist Deutschland dann quasi der Schrittmacher für die weltweite Pandemie-Vorhersage. Sobald also irgendwo, ja, irgendeiner hustet, wird dann in Deutschland, werden die Prognosen von Herrn Drosten und wie sie alle heißen, ja, und den Leuten, die da in diesem Pandemie-Zentrum irgendwann mal sitzen werden, werden die dann Hochrechnungen machen und uns erklären, wie viele Millionen Menschen weltweit sterben werden. Und zack, da kriegen wir alle unsere Masken wieder auf und dieses und jenes. Das heißt, auch wenn wir jetzt in Deutschland sehen, dass die Protestbewegung anfängt, sich zu emanzipieren, sowohl von der Polizei als auch von ihren eigenen originären historischen Führern und selbstständiger wird, bedeutet das noch lange nicht, dass damit irgendetwas im großen Ziel erreicht ist. Die internationale Pandemiepolitik ist dabei, sich weiterhin zu zentralisieren und will ihren Schwerpunkt in Deutschland haben, in Berlin. Das heißt, Deutschland wird quasi zukünftig, wenn deren Pläne aufgehen, der Weltherrscher des Pandemiegeschehens sein. Das muss man sich mal klar machen.
Gast
Und das haben sich die wenigsten wahrscheinlich klargemacht und ich gebe ganz offen und transparent zu, selbst mir war das noch nicht klar bis jetzt. Es hat alles Hand und Fuß, da bin ich besichert, du würdest solche Gerüchte nicht in die Welt streuen, hätten sie nicht eben wirklich eine solide Basis. Und es geht wirklich Hand in Hand mit dem Narrativ und die Art und Weise, wie ich mir vorstelle, wie diese Menschen weiter auf unser Leben einwirken wollen und ihre Kontrolle, die sie jetzt offenkundig, weil die Leute es mit sich machen lassen, eben nicht hergeben, sondern festigen wollen. Und du hast absolut recht, das passiert auf einem ganz anderen Schlachtfeld, einem Schlachtfeld, auf dem wir aktuell überhaupt keinen Einblick haben, noch weniger gefeit sind, in irgendeiner Form zu demonstrieren oder irgendetwas davor zu tun. Aber die haben nicht untätig rumgesessen, während ihr alle Fußball geguckt habt, weil Europameisterschaft war ja so wichtig und Olympia war ja so wichtig, sondern die haben offenkundig hier ihre eigene Agenda vorangetrieben. Und auch dagegen werden wir im Nachhinein wahrscheinlich demonstrieren können, aber werden wir es damit verhindern können? Das ist die große Frage, die in den Köpfen der Leute zurückbleiben sollte. Gut, lieber Uwe, wir haben heute versucht, ein paar Antworten zu geben. Wie so oft haben wir damit wahrscheinlich mehr Fragen aufgeworfen. Aber so ist es halt, liebe Leute. Das ist die Hydra des Denkens. Ein Gedanken zu Ende gedacht und du hast sieben neue. Aber ich glaube, es ist dennoch wichtig, dass wir die Leute dafür sensibilisieren. Und ich hoffe, dass es für die Menschen da draußen wertvoll war. Ich muss dich unmittelbar jetzt rausspeisen. Ich bereite den nächsten Stream für 23 Uhr vor. Danke, dass du am Start gewesen bist. Und wir sehen uns bald wieder zu bestimmt einem nächsten spannenden Thema. Abonniert bis dahin den Uwe auf die Welt klar sehen auf YouTube. Er ist dort noch zensurfrei unterwegs und genießt es, solange das bei ihm so der Fall ist. Bis dann, lieber Uwe. Dankeschön, dass du da warst.
Uwe
Ciao. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Analyse der BERLIN-Demo 28.08./29.08.2021 - Erfolg, Niederlage oder Strohfeuer?“, Die Welt Klar Sehen, 07.09.2021.
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Uwe Loose und Moderator Eli werten im Stream das Berliner Demo-Wochenende 28./29.08.2021 aus: Teilnehmerzahlen, Polizeitaktik, Individualisierung statt Masse und die Frage, ob Berlin als Demo-Ort überhaupt noch sinnvoll ist.
