Das Leben, das Universum...& der ganze Rest - Teil 211.01.2022
Abschrift
Abschrift des Videos vom 11.01.202267 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Lass uns mal lieber so ein bisschen zu etwas kommen, wo du meinst, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben. Was unumstößlich im Raum steht, da versuchst du mir das jedes einzelne Mal zu verkaufen. Ihr seht ihn hier schon klicken auf seinem Tablet. Er hat sich tolle Notizen dazu gemacht. Wir gucken mal, wie weit wir kommen, ohne dass uns alle Zuschauer hier abspringen. Aber du bist schon mal da und da will ich auf jeden Fall dir den Raum geben, dass du dir das und auch uns allen hier gönnst. Es geht natürlich um die... Erkenntnistheorie. Da geht es darum, wer ist der Mensch? Als wer sollten wir uns sehen? Wie erkennen wir uns? Und vor allen Dingen, na gut, so weit werden wir wahrscheinlich heute nicht kommen, was macht man mit dieser Erkenntnis? Aber der erste Teil ist hart genug. Das würde ich einfach mal erzählen lassen. Aber wenn ich etwas missverstehe oder nicht verstehe, werde ich mir natürlich trotzdem die Freiheit rausnehmen, dir da Paroli oder Kontrat zu geben.
Uwe
Also zunächst einmal für diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind. Wir haben immer mal wieder zu bestimmten Zeiten ansatzweise über solche Themen gesprochen. Ich neige dazu, mich ungern zu wiederholen. Das heißt, in jedem Gespräch kommen dann neue Teilbereiche meiner These auf den Tisch. Und wir haben da mindestens drei Sendungen gehabt, wo mal auch ausführlicher über solche Dinge geredet wurde. Sofern sie nicht bei Eli in den verschiedenen Streams verborgen sind, könnt ihr bei mir auf dem Kanal gucken. Da gibt es eine Playlist, die heißt irgendwie was mit Individualität und Mensch. Und dort drin, ja, und ab dem dritten, dritte, vierte, fünfte, sechste Video, da ist das zusammengeschnitten, ja, so was quasi so die Grundvoraussetzung meiner Denkart zu dem Thema ist. Ich fasse es jetzt hier aber, weil das sind ja zwei, drei Stunden, die es da insgesamt sind, mal kurz zusammen. Ich behaupte, dass die Probleme, die wir haben, sich eben dadurch unterscheiden, dass erstmal jemand ein Problem hat. Also hätten wir zum Beispiel kein Gehirn, wäre das Leben deutlich leichter. Zumindest hätten wir kein Problembewusstsein. Das heißt, wir haben also schon mal ein Bewusstsein, dass das, was wir wollen und das, was die Welt irgendwie mit uns macht oder was sie tut, irgendwie nicht passend ist. Und jetzt gibt es dann immer zwei Möglichkeiten, nämlich eben Kampf oder Flucht. Das ist der normale Weg. Wenn die Außenwelt mir gefährlich wird, dann schütze ich mich. Wenn es draußen schneit, mache ich mein Zelt zu, Fenster zu. Also ich gehe jetzt aber nicht nach draußen und demonstriere gegen den Schnee. Das würden wir jetzt nicht machen. Ist aber auch eine Möglichkeit. Und vor allen Dingen, die Möglichkeit funktioniert ja so. Sogar wenn ich das etwa drei Monate lang mache, wird es mit dem Wetter besser werden. Das garantiere ich. Und dann kann ich sagen, siehst du, einen Tag im Winter demonstrieren bringt gar nichts, aber 90 Tage demonstrieren, das bringt es. Und das haben die Indianer auch schon gemacht mit Rauchzeichen, da gibt es auch eine andere Story zu und den Wettervorhersagen, aber ein anderes Thema. Also das heißt, wir können also entweder uns schützen vor den Widrigkeiten der Außenwelt, das sind dann die Leute, die sagen, ich möchte das, was ich habe, sichern. Da muss man sich nicht fragen, warum eigentlich, wovor haben die Angst? Das meine ich jetzt ganz neutral. Warum muss ich mich vor allem sichern? Der zweite Aspekt ist, dass man sagt, mit mir bitte nicht. Du darfst das nicht. Und dann geht man dagegen an. Das heißt, das ist dann der Kampf. Und bei dieser Kampfsituation, da kann man sagen, siehst du, der Kämpfer, der blickt jetzt verächtlich auf den Sicherheitsorientierten zurück. Ich kämpfe doch für dich. Da sagt er, wieso, ich habe dich doch gar nicht beauftragt. Ja, aber ich muss doch für dich kämpfen, wenn du es selber nicht machst. Da sagt er, ich habe dich trotzdem nicht beauftragt.
Gast
Das ist ganz spannend, dass du an dieser Stelle nur mal kurz den Hinweis, liebe Leute, ohne dass ich den Uwe jetzt lang unterbrechen möchte. Das sind ja auch Parallelen, die sind übertragbar auf eigentlich jeden Konflikt, aber insbesondere vielleicht auch auf den Konflikt, von dem sich einige Leute jetzt erhofft hätten, wir hätten heute mehr über Corona zum Beispiel gesprochen. Also wie gesagt, reflektiert immer mal wieder, so ein bisschen kurz nachdenken, innehalten und dann werdet ihr schon merken, das hat einen Grund, weshalb auch Uwe jetzt heute insbesondere diese Sachen erzählt und ob das nicht irgendwie übertragbar ist auf das Unmittelbare, was euch vielleicht gerade so vorschwebt.
Uwe
Ich habe damals versucht darzustellen, dass Fliehen und Kämpfen eigentlich dasselbe ist. Nämlich insofern dasselbe, als es reagiert auf Umstände, die andere gesetzt haben. Die Außenwelt, andere Menschen, der Staat, die Politik, wer auch sonst immer. Der eine reagiert eben gemäß seiner besonderen Konstitution, dass er flieht und versucht auszuweichen oder sich zu schützen. Und der andere, dass er versucht, die Außenwelt zu ändern, den Täter dingfest zu machen, ihn zu verhaften, ihn zu töten, ihn aus dem Amt zu drängen, den Staat zu ändern, was auch immer. Je nachdem, um was er für eine Art von Problem es sich handelt. Ich sage, aus reiner Kenntnis theoretischen Gründen sind beide Methoden relativ ähnlich, auch wenn die beiden Die Passivisten, der Passive und der Aktive, empfinden sich gar nicht so ähnlich, weil der Aktive sagt, ich kann doch nicht einfach zu Hause sitzen. Und der Passive sagt, wieso soll ich aktiv werden, das bringt doch eh nichts. Das heißt, da gibt es ein Kommunikationsproblem, aber von der psychischen Struktur her ist es dasselbe. Und als Beispiel habe ich damals genannt, Meine Heimatstadt Dortmund, wo wir den BVB 09 hatten, die gegen Schalke 04 gespielt haben. Da sind auch immer zwei, die gegeneinander kämpfen. Und deren wichtigstes Ziel ist, den anderen mal so richtig eins auf die Fresse zu geben, am besten den aus der Liga zu jagen und dass er nie wiederkommt. Das Problem, dass die kämpfen, lässt sich nicht lösen, weil die per Definitionen, dass sie in der Fußballliga sind, ist es in ihren Genen drin, gegeneinander zu kämpfen.
Gast
Also sich zu vereinen und zum Beispiel die stärkste Fußballmannschaft aller Zeiten zu werden, die diesmal mit 22 Spielern gegen die nächsten elf kämpft, auf die kommen die gar nicht.
Uwe
Selbst wenn, das wäre dann in diesem Spielfeld, in diesem Spielrahmen von Wirklichkeit, wäre das ja gar nicht in der Regel. Wenn die jetzt sagen, wir sind elf Freunde, wie es mal früher bei Sepp Herberger oder wie er hieß war, sondern wir sind 22 Freunde. Wir 22 Freunde, BVB 0904, Schalke. Ja. Wir treten jetzt gemeinsam an in der Liga und gegen jemand anders. Da würde der Fußballverband sagen, so einen Quatsch machen wir nicht. Entweder ihr kämpft alleine oder ihr vereint euch unter einem Namen, aber so bitte nicht.
Gast
Und wohlgemerkt, diese Spielregeln, die du hier zitierst, die sind ja alle vollkommen willkürlich gewählt. In dem Fall sind sie willkürlich gewählt.
Uwe
So, und jetzt könnte man sagen, wie kann man diesen Konflikt zwischen diesen beiden Fußballvereinen lösen? Denn das ist ja für Leute, die Fußballfans sind, die so richtige Südkurvenfans sind, wie wir damals in Dortmund, wo man sich freut, dass man wieder, jedenfalls manche freuten sich, dass sie dem anderen blau-weißen Schal anzünden können, während die sich freuten, wenn sie nach Dortmund kamen, mit ihren Fahnen die Straßenbahndecken kaputt zu stampfen, so ein bisschen Randale zu machen. Ja, wie kann man das Problem lösen? Ja, es gibt eine Lösung, nicht zum Fußball zu gehen.
Gast
Also wenn ich im Prinzip, was auch immer ich als Problem empfinde, irgendwo draußen beobachte, nicht in mir selbst drin, sondern dass irgendetwas ist, was auf mich erst einwirken muss, ist eine Möglichkeit wirklich gar nichts damit zu tun zu haben, das aus meinem Leben entfernen zu können, dass ich das einfach nicht mehr beobachte. Die berühmte, ich stecke den Kopf in den Sand.
Uwe
Nicht den Kopf in den Sand, sondern die Position, die oberhalb der Problemebene steht. Denn wer innerhalb der Problemeebene ist, der sagt, es ist wichtig, den Kampf zu gewinnen. Und wer oberhalb der Problemeebene steht, sagt, der Kampf selber ist völlig unwichtig. Was spielt es für eine Rolle, ob BVB gewinnt oder Schalke gewinnt? Das interessiert doch überhaupt niemand, außer die Fans. Das heißt die Fans, Fans kommt ja übrigens von Fanatiker, also das sind ja nicht rational denkende Menschen, denn ein rational denkender Mensch wäre ja kein Fanatiker. Also nur Fanatiker, die wollen unbedingt siegen. Jungfrau von Orléans wollte unbedingt siegen. Napoleon wollte unbedingt Europa erobern. Hitler wollte die Welt erobern. Unbedingt. Fanatiker. Ob das vernünftig oder unvernünftig ist, das wird ja gar nicht gefragt. Ich will das, ich will das, ich will das. Also ich will und du musst. Der andere wird dann immer gezwungen, du musst doch. Das sind so die wichtigen Sprachformen, die Fanatiker haben. Ich will und du musst. Und Dann kann man natürlich aus diesem ganzen Denksystem, aus diesem Begriffssystem, Fußball ist wichtig, aussteigen. Zum Beispiel, wenn man heiratet und die Frau sagt, ich möchte aber lieber mit dem Wohnmobil durch die Welt reisen und schon ist vorbei mit Fußball, weil die fährt dann nicht mit dem Wohnmobil zu meinem Fußballstadion.
Gast
Und was Spannendes diesbezüglich ist, also Fanatiker denken ja eh nicht rational, aber so viele Leute meinen ja auch irgendetwas, was sie da draußen beobachten, was für die vielleicht wirklich unumstößlich ist, zum Beispiel Stichwort das Corona-Thema. Es ist alternativlos, dass wir jetzt alle darüber reden und wenn Eli und Uwe sich nicht darüber unterhalten, dann ist die Sendung langweilig. Aber gleichzeitig, es braucht sich nur eine Sache, die wir angenommen haben, wir haben ja vorhin von Annahmen gesprochen. ändern und schon ändert sich im Prinzip unsere ganze Perspektive. Und dieses riesengroße Ding, worum sich jemand hier sein Leben gebaut hat, diese Fans zum Beispiel von Fußball, aber auch Fans von Horrornachrichten zum Thema Corona, die meinen, oder das kann ich doch nicht leben. Doch, das können die. Es muss sich nur eine Prämisse geändert haben.
Uwe
Genau. Also jetzt nehmen wir mal an, man würde sagen, okay, ich steige jetzt aus dem Fußballleben aus, aus der Fußballwelt. Ich gehe zu keinem Spiel mehr, weil meine Frau mit dem Wohnmobil am Wochenende rumfahren will und nicht ins Stadion mit mir. Ja. So, dann muss ich mich entscheiden, Fußball oder Frau. Also, ich sage mal, ich gehöre dann zu denjenigen, die die Frau nehmen, ist für mich das Thema Fußball erledigt. So, und die Frage ist, was ändert sich jetzt in meinem Leben? Gar nichts, außer, dass ich dem Fußball hinterherjammere, aber nach zehn Jahren denke ich da auch nicht mehr dran, weil ich das gar nicht mehr verfolge. Ich kann nicht mehr alle Fußballspieler benennen, ich kenne nicht mehr die ganzen Saisonergebnisse, gar nichts. Sprich, es wird für mich unwichtig. Und genauso könnte das bei anderen Sachen auch sein. Also wenn wir mal gucken in der Geschichte, worüber Kriege geführt wurden, um Territorium zu gewinnen, was dann aber zehn Jahre später wieder zurückgewonnen wurde oder an den nächsten gefallen ist. Oder man heiratet, weil man eine Frau zur Ehe haben will, um Globalpolitik zu machen. Und plötzlich kommt aber ein Dritter und greift beide an. Das heißt, die Ziele, die man hat, warum man unbedingt etwas besiegen oder erreichen will, sind ja nur temporär. Und einige Jahre danach wechselt das Thema unter Umständen und ist überhaupt nicht mehr von Bedeutung. Und wenn wir jetzt gucken, was ist eigentlich die Schaltstelle? Was würde jetzt zum Beispiel passieren, wenn alle Menschen, die jetzt Corona-kritisch sind, sagen, ich gehe nicht mehr zum Fußball, sprich ich gehe nicht mehr zum Corona-Protest.
Gast
Was würde passieren? Oder anders gesagt, lieber Uwe, weil es ist ja schön und gut, wenn Sie zum Corona-Protest gehen, aber wenn Sie zum Beispiel sagen, nein, die Corona-ganzen Verordnungen, die interessieren mich einfach nicht mehr.
Uwe
Genau, das ist der Punkt. Das heißt, wenn die mich nicht interessieren, also wenn zum Beispiel alle Leute, die sagen, Corona ist ja so wichtig, ich muss jeden Tag dreimal die Nachrichten gucken. In dem Moment würde ich das nicht sagen. Ich sage, scheiß auf den Fernseher, da kommt eh nur Corona-Müll raus. Brauche ich nicht. Ja, und dann gehen sie irgendwo hin ohne Maske und da heißt es, ja, sie müssen aber ein Bußgeld bezahlen. So, da sagen die, ja, ich zahle jetzt aber nicht. Ja, okay, dann kriegen sie ein Bußgeldbescheid. Und dann kommt die Zwangsvollstreckung und irgendwann mal sind sie pleite und irgendwann mal kommen sie ins Gefängnis. Die Frage ist, passiert das wirklich so? Was passiert wirklich? So, denken wir mal an jemanden, der 20 Jahre oder noch länger im Gefängnis gesessen hat in Südafrika. Der hat mal einen Heiland-Priest-Nobelpreis bekommen. Ja. So, andere Leute wurden auch lange inhaftiert, wurden drangsaliert. Wir sind nachher auch in der Weltgeschichte belohnt worden für ihre Ausdauer. Was würde passieren, wenn der eine das macht, wenn der nächste das macht? Ja, es würde irgendwann mal, wie es so früher hieß, stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Und heute würde man sagen, stell dir vor, es ist Pandemie und keiner macht mit. Jetzt kommt aber der Punkt, die Demagogen sagen, Du musst mitmachen von der einen Seite, weil es ist ja so gefährlich. Und die anderen sagen, du musst dich dagegen wehren, weil sonst wird es noch viel schlimmer. Das heißt, beide Parteien wollen einen auf diese Spielebene ziehen und sagen, da musst du mitspielen, denn da geht es um die Wurst. Du darfst auf keinen Fall ein Bio-Roboter werden, du darfst auf keinen Fall den Hirn in den Chip setzen lassen. Warum eigentlich nicht? Hat das denn schon mal irgendjemand gemacht? Hat schon mal irgendjemand einen Chip im Hirn gehabt? Wo der Programmierer gesagt hat, mit dem Chip will ich deine Gedanken kontrollieren und deine Gefühle. Hat das schon mal irgendjemand gehabt? Nein. Das heißt, das ist ja reine Spekulation. Wo sind die 800 Millionen Toten, die manch ein pandemiekritischer Professor prognostiziert, aufgrund der desaströsen Folgen der Impfung?
Gast
Vielleicht sind sie noch nicht eingeführt. Wir haben ja vorhin darüber gesprochen. Aber auch der weiß es doch nicht.
Uwe
Es hat noch nie so eine Pandemie gegeben. Das heißt, auch diese Prognose beruht unter der Annahme, dass seine Einschätzung der Langzeitfolgen genauso sein würde, wie er das behauptet. Aber den Beweis kann er ja nicht antreten.
Gast
Er behauptet ihn. Und da sind wir wieder bei der Annahme, liebe Leute. Ihr werdet euch fragen, warum haben wir dieses Gespräch erst jetzt in diese Richtung bewegt. Aber ihr seht, das eine führt immer zum anderen. Also ein Gedanke jagt nicht nur bei Uwe den Nächsten, aber meistens hat das auch irgendwie dann einen Vorbau, Unterbau, wie auch immer, der es dann ermöglicht, dem auch nicht zu folgen. Also ich merke, was auch immer wir vorhin über Voraussagen oder Voraussetzungen gesprochen haben, das fruchtet jetzt. Auch das vielleicht eine Metapher fürs Leben, liebe Freunde. Ihr lernt in diesen Sendungen vielleicht irgendetwas, was ihr in einem Jahr, zwei Jahren oder wann auch immer einsetzen könnt.
Uwe
Naja, und ich meine also, weil du fragst ja, wie ich das denn nun sehe. Also ich glaube, dass man jedes Problem immer so betrachten kann, dass es ohne den, der das Problem hat, gar nicht existieren würde.
Gast
Vielleicht ein Wort über Uwe ganz kurz. Heute hast du etwas erwähnt. Was sind Probleme jetzt, wenn man das Wort auseinander nennt?
Uwe
Das Wort Problem kommt, glaube ich, aus dem Griechischen und heißt so viel wie das Vorgelegte. Also in Neudeutsch würde man sagen, es ist eine Aufgabe, die man zu lösen hat. Das ist ein Problem.
Gast
Das ist ganz lustig, dass die Sprache mir da auch recht gibt. Ich habe mir da auch Gedanken gemacht früher in meiner Jugend und ich weiß noch heute, ich habe mal einen Aufsatz geschrieben und der hieß Das Leben wäre ohne Probleme sinnlos. Weil Probleme können ja, es ist ja nicht definiert, ob ein Problem jetzt groß ist oder oder klein ist. Du hast heute auch zum Beispiel beim Autoverkäufer gesprochen. Wann verkauft er Autos? Du hast ein Mobilitätsproblem, dann wirst du das irgendwann mal lösen, weil du irgendwo hin musst. Aber die Entfernung, die kann sein fünf Meter bis um die Ecke. Die kann aber auch sein, ich möchte bis nach Südamerika mit dem Auto fahren. Das sind dann mehrere Mobilitätsprobleme. Und worauf ich hinaus möchte, hätte man nicht irgendeinen Antrieb in seinem Leben, der in der Regel damit einhergeht, dass man dann irgendwann merkt, okay, das ist schwierig, das muss ich jetzt irgendwie machen. Sondern das Aufstehen, da muss ich jetzt Muskeln betätigen und so weiter. Hätte man also keine Probleme, dann wäre man ja in einem permanenten Zustand von Glückseligkeit und man will dann schon immer glücklich sein. Also ohne Probleme wäre das Leben sinnlos.
Uwe
Genau, also das ist die Erkenntnis, die auch viele Weise im Laufe der Geschichte gefunden haben, auch in der europäischen Kulturgeschichte, dass eigentlich die Probleme des Lebens eigentlich erst die Würze ausmachen und dass der Wert von Leben umso höher wird, je größer die Probleme waren, die man vorher gelöst hat. Das heißt, wer den harten Winter übersteht, der weiß wirklich, was ein harter Winter ist. Wer immer nur im Sommer gelebt hat, der kann vom Winter nur schwafeln.
Gast
Ganz kurz, lieber Uwe, willst du darauf eingehen? Nebuka im V auf YouTube. Uwe geht von lauter falschen Prämissen aus. Ich kenne niemanden aus unserer Bewegung, der zu Maßnahmen beführt und dann sagt, du musst bei uns mitmachen. So ein Unsinn. Naja, wir sagen natürlich immer mal wieder, wir hätten schon gern, dass die ganze Welt bei uns mitmarschiert.
Uwe
Also wenn wir zum Beispiel, also so in der Form habe ich das natürlich nicht gemeint, sondern wenn wir zum Beispiel hören, wir sind viele oder wir müssen die 3,5% haben. Das war ja neulich so eine These, die irgendjemand meint in der Untersuchung bewiesen zu haben, wenn 3,5% der Bevölkerung auf der Straße ist. dann würde sich was tun. Alleine dieser Anspruch dass die Welt sich nur dann ändern könne, im Sozialen, wenn mehrere Leute in dieselbe Richtung marschieren. Das alleine ist schon ein dogmatischer Anspruch. Die Frage ist, warum soll denn das richtig sein? Natürlich hat es immer mal irgendwelche Revolutionen gegeben. Wir werden ja demnächst mal auch über so ein Thema sprechen, so viele Leute mitgemacht haben. Gut, aber zurück zum Thema. Also ich erwähne das deswegen mit den Problemen, dass und der Problemebene, dass nämlich eine Sache immer dabei ist, nämlich die Bewertung des Subjekts. Das heißt, das ganze Problem existiert nur innerhalb des Bewusstseins Horizontes dieses Menschen, der meint ein Problem zu haben. Also neulich war doch jemand da, der in der Presse oder Mainstream, der hatte das Problem, dass er in einem Kloster war für drei Monate zu Beginn der Pandemie oder irgendein Buch schreiben wollte oder was. Und dann auf einmal hat er nichts davon mitbekommen.
Gast
Geile Nummer.
Uwe
Und da kam er dann da wieder. Ich glaube, es war jemand, der ein Buch schreiben wollte. Und dann hatte er sich eingeschlossen zu Hause und erst als wir dann Ostern feierten und alle sagten Ja, wir können aber. Oder es war, glaube ich, zu Zeiten, wo die Schule geschlossen wurden. Die Enkelkinder sagten Nee, jetzt können wir aber nicht in die Schule gehen. Wieso das denn nicht? Ja, weil ja Pandemie ist, da wusste er gar nicht, was Pandemie ist. Das heißt, für den war das ja gar kein Problem. Das heißt, seine subjektive Welt lebte ohne Pandemie und erst als er sich der Welt der anderen wieder anschloss, da auf einmal musste er sich mit dem Thema auch beschäftigen. Das haben wir eigentlich überall. Also zum Beispiel... habe ich mir gerade ein Auto gebraucht, das gekauft. Es hat eine bestimmte Farbe, in dem Fall weiß. Ich habe mir früher weiße Autos nie so im Straßenverkehr angeguckt. Aber weil ich jetzt eines gekauft habe, sehe ich überall weiße Autos fahren. Wo kommen die eigentlich alle her?
Gast
Die waren die ganze Zeit schon da. Die waren die ganze Zeit schon da. Auch da sind wir bei Corona, liebe Leute. Wir sagen ja die ganze Zeit in der Testpandemie, warum entdecken wir überall Corona? Weil wir natürlich die ganze Zeit hinschauen. Weil wir das überall suchen, permanent davor Angst haben, an jeder Ecke das wittern. Selbst da, wo es nicht ist, natürlich sehen wir es da mehr. Obwohl es sich subjektiv nicht vermehrt hat, genauso wie die weißen Autos.
Uwe
Das heißt also, die Realität ist schon immer in einer gewissen Vielfalt da, aber da, wo wir unsere Aufmerksamkeit hinlenken, Da erscheint uns die Realität viel realer. Das heißt also, ob etwas ein Problem ist oder nicht, hat schon mal damit zu tun, ob ich überhaupt hingucke. Und dann ist das Zweite, wenn ich hingucke, welchen Wert ich dem beimesse. Also ich kann zum Beispiel in das Fußballspiel Schalke gucken und mich fürchterlich aufregen und womöglich, wenn ich ein schwaches Herz habe, vier Bier zu viel und zehn Zigaretten zu viel geraucht habe, mit dem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert werden und sterben. Dann bin ich emotional sehr beteiligt gewesen. Oder aber ich sage, oh, da ist ein Fußballspiel, gibt es noch sonst noch was im Programm, schalt mal weiter. Das heißt, die Realität selber, die da ist, die ist ja überhaupt nicht für sich ursächlich für das, wie wir die Realität bewerten. Wie heißt es doch so schön, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ein und derselbe Gegenstand kann für Leute, die unterschiedliche Sinneswahrnehmungsfähigkeiten haben und unterschiedliche Bewertungen haben, was schön oder hässlich ist, völlig unterschiedlich wahrgenommen werden. Das heißt, die Realität, die draußen ist, objektiv, die ist, wie sie ist. Aber wie wir sie bewerten, liegt alleine an uns. So, und es hat Leute gegeben, die sich in schlimme Situationen hineinbegeben haben. Zum Beispiel ein Herr Albert Schweitzer, der hat ja auch gesagt, oh, da ist ja ein Pandemiegebiet, da sind ja Leute schwer krank und wenn ich mich jetzt schwer kranken nähere, dann werde ich bestimmt bald sterben. So hat der nicht gedacht. Sondern seine Überlegung war ganz anders. Wo Kranke sind, muss ich als Arzt helfen. Das habe ich ja mal so definiert. Zweitens, mir wird schon nichts passieren. Ich kann mir ja helfen. Das heißt, der hat ja einen ganz anderen Denkansatz. Aber das waren doch trotzdem die Kranken dort.
Gast
Es gibt ganz kurz, das fällt mir bei der Gelegenheit ein, ich muss nochmal schamlos die Gelegenheit nutzen, um Werbung zu machen, ein anderer fällt mir ein, der war nicht mal Arzt, Napoleon. In Afrika ist er auch reingegangen, als da irgendeine Krankheit gewütet hat in seinen Legionen und dann hat er auch gesagt, hier, er geht da rein, symbolisch natürlich nur, er hat da nicht jeden geheilt, aber er hat den da rausgetragen und hat gezeigt, hey, ich habe eine andere Konstitution, ich glaube daran, dass ich dann im Prinzip guter Dinge da rauskomme und viele Sachen manifestiert man ja auch dadurch, dass man sie glaubt. Das ist aber beim Placebo-Effekt und anderen. Ja, und die Deshalb habe ich das eingeblendet, liebe Leute, ganz kurz. Morgen reden wir über Revolutionen, unter anderem die französische. Wer die Geschichte kennt, weiß, man wollte die eine Monarchie loswerden, hat dann kurz Revolte gemacht und ein paar Jahrzehnte später hatte man dann den nächsten Überimperator daher. Der nicht nur König, nein, der war Kaiser, nicht nur von Frankreich, der wollte ganz Europa erobern. Also sieht man auch, wie es mit den ganzen Revolten so geht. Haben wir alles morgen im Programm. Funktioniert, Uwe.
Uwe
Das heißt, wir sehen also schon an solchen einfachen Beispielen, dass die Bewertung von Situationen völlig subjektiv ist. Das heißt, jeder der sagt, das und das ist aber ganz schlimm, das und das muss ich unbedingt bekämpfen. der vergisst eines, dass diese Realität, über die er sich beschwert, die ist ja nicht gegen die Naturgesetze. Also würde zum Beispiel die Naturgesetze verbieten, dass Menschen einander töten können, dann wäre das gar nicht möglich. Es ist aber möglich. Und die Frage stellt sich doch, warum ist das eigentlich möglich? Warum hat die Natur nicht dafür gesorgt, dass es unmöglich ist? Und so ist es mit vielen anderen Sachen auch. Das heißt, worüber wir reden, sind ja Wertesysteme. Wir sagen, Frauen sollen nicht im Unterleib beschnitten werden. Wir sagen, der und der soll seine freie Meinung äußern dürfen. Das ist aber kein Naturgesetz. Wenn es ein Naturgesetz wäre, dass Menschen ihre freie Meinung äußern könnten, dann könnte niemand das verhindern. Das heißt also, wir reden nicht von Realitäten, von objektiven Realitäten, sondern wir reden von sozialen Realitäten. Das heißt von kulturellen Gegebenheiten, die man sich mal so antrainiert hat über die Jahrhunderte und Tausende. Die könnten aber genauso gut anders sein. Das heißt, das sind keine Realitäten. Die haben einen viel geringeren Realitätsgrad als zum Beispiel physikalische Gesetze oder astronomische Gesetze. Das sind also Dinge, die schwammig sind. Und wenn man jetzt diese schwammigen Dinge, die quasi durch Willkür gesetzt werden, wir finden Demokratie toll. Ja, okay. Der eine findet Demokratie toll. Und wenn man guckt, wie viele Leute diese Meinung noch toll finden und mal auch bei 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten guckt, wie viele sind es jetzt, die Demokratie toll finden? Sind das jetzt die Mehrheit oder die Minderheit? Und vor allen Dingen, warum sollte es wichtig sein, was die Mehrheit denkt?
Gast
Vor allen Dingen, wenn man weiß, dass die Mehrheit in der Regel immer falsch liegt. Da gibt es ja auch Untersuchungen dazu. Man schließt sich ja immer wieder zu so einer Masse zusammen, dann wird man immer weniger rational. Ist ja auch kein Wunder. Dann folgt man halt der Masse, die eben nie rational gedacht hat.
Uwe
Und vor allen Dingen die Experten, die ja mehr wissen, sind ja immer in der Minderheit. Also wenn wir sagen würden, es soll immer die Mehrheit herrschen, schließen wir alle Experten aus. Das heißt, dann einigen wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Und was die Intelligenz betrifft, haben dann die Superintelligenten, die besonders schlau sind, die haben da gar nichts mehr zu sagen, weil sie sind ja die absolute Minderheit.
Gast
Jetzt sagt hier jemand, lieber Uwe, ein Spruch, sagt Skycrack auf D-Live. Wir lesen übrigens wirklich, was ihr schreibt, wenn auch nur selektiv. Jemand hatte davor übrigens selektive Wahrnehmung eingeschrieben. Auch Skycrack hat hier geschrieben, Einspruch, freie Meinungsäußerung ist ein Naturgesetz. Ich kann reden, also kann ich Meinung aussprechen. Du kannst nicht mal reden. Du kannst Laute machen und irgendwann hat sich mit der Evolution eine Sprache etabliert, die hätte genauso gut auch irgendwie anders sein können. Es hätte irgendein Kauderwäsch sein können. Es gab einfach eine Norm, das war praktisch, die hat sich so ein bisschen herauskristallisiert, sodass wir jetzt sagen können, in Deutschland spricht man Deutsch. Aber geh mal mit Deutsch, meinetwegen in die Provinz, was weiß ich, Yangshu in Shumsham, China. Ja, ich habe jetzt einfach irgendwelche Laute gemacht, aber vielleicht gibt es das ja tatsächlich. Da kommst du mit Deutsch eben nicht so weit. Also deine Meinung zu äußern, ist nicht unbedingt ein Naturgesetz. Wir haben Glück, dass sich irgendwie bei uns auf dem Planeten, wie wir vorhin auch schon gesagt haben, auch auf den Kontinenten, dass da Umstände es gab, die das begünstigt haben, dass wir Sprache überhaupt haben. Aber ein Naturgesetz, dass wir Sprache nutzen können. Doch dazu entschuldige ein letzter Gedanke, dass wir meinungsfrei damit äußern können. Das ist ja wohl wirklich lächerlich und steht auf einem ganz anderen Blatt. Geh wie gesagt mal nach China und versuch dort mal deine Meinung frei zu äußern. Dann siehst du, inwieweit das kein Naturgesetz ist. Also hier, Einspruch abgelehnt.
Uwe
Also bestenfalls würde ich das modifizieren und sagen, wir haben das Potenzial für eine freie Meinungsäußerung. Aber die Aktivierung dieses Potenzials, nämlich ich äußere meine Meinung frei, das hängt von den Umständen ab. Es gibt Umstände, in denen das möglich ist und es gibt Umstände, in denen das nicht möglich ist. An dem Potenzial ändert es nichts. Aber man kann auch sagen, selbst wenn das Potenzial da ist, folgt daraus noch lange nicht, dass jeder Interesse an diesem Potenzial hat.
Gast
Da waren wir auch, also entschuldige, aber ein Gedanke jagt den nächsten bei dir hier. Da waren wir vorhin bei der Astrologie. Da reden wir auch nur von Potenzial. Wir haben ein Potenzial, das sich erfüllen kann, wenn man halt bestimmte Annahmen voraussetzt und aber darüber hinaus auch sagt, okay, man macht physisch etwas dafür, um halt das in Bewegung zu setzen, um dieses Potenzial auszuprobieren. Ansonsten bleibt das eine leere Versprechung.
Uwe
Genau, und deswegen wird ja jeder, der in dieser Welt real was erreichen will, sich nicht auf Prognosen verlassen, weil Prognosen sich immer auf die Zukunft beziehen und unsicher sind, und zwar höchst unsicher. Selbst wenn da drauf steht, ich garantiere Ihnen die Zukunft. Und die einzige Sicherheit, die wir haben, ist nach dem aktuellen Kenntnisstand, den wir haben, in der Gegenwart richtig zu handeln. Und in dem Moment, wo wir jeden Schritt richtig machen in der Gegenwart, kann in der Zukunft nichts Falsches daraus kommen, mal vereinfacht gesagt. Und insofern muss man sich gar nicht Gedanken über Prognosen machen, weder über gute noch über schlechte, insbesondere wenn sie weit weg sind. In 100 Jahren steigt der Meeresspiegel um drei Meter. Moment mal, wir können noch nicht mal das Wetter für sieben Tage richtig vorhersagen, aber dass das Meeresspiegel in 100 Jahren um drei Meter steigt, das können wir vorhersagen. Anhand wessen? Anhand von Modellen. Wie viele Parameter haben diese Modelle? Hunderte, Tausende. Und was passiert, wenn zehn der wichtigsten nicht funktionieren? Das heißt also, das können wir schon mal nicht machen. Das können wir aber feststellen, wenn wir sagen, der Mensch ist als subjektiver, wahrnehmender, ein Mitgestalter dessen, wie er die Außenwelt erlebt. Ein Fußballspiel muss mich nicht zum Herzinfarkt bringen. Jemand, der mich beleidigt und sagt, fick doch deine Mutter, muss nicht bei mir die Reaktion auslösen, dass ich ihm ein Stuhlbein über den Kopf schlage. Jemand, der sagt, ich will dich jetzt tot impfen mit einem gefährlichen Impfstoff. Muss mir das Angst machen? Es kann Angst machen, muss aber nicht. Denn auch dort unterliege ich einer bestimmten Annahme. Wenn ich zum Beispiel sage, das Impfen ist ja ganz gefährlich, dann werde ich bestimmt daran sterben. Ja, wer bestimmt das denn, dass das so ist? Weil ich die Annahme habe, wenn jemand mir in meinen Körper etwas injiziert, was aller Wahrscheinlichkeit, nicht aller Gewissheit nach, aller Wahrscheinlichkeit, gefährlich ist, dann trifft dieses Risiko auch bei mir zu. Was ist aber, wenn das Risiko bei mir nicht zutrifft, aber bei den anderen? Würde es mich dann wirklich stören? Stört es mich, dass das Risiko, dass der Herzkreislauf-Toten von 300.000 Leuten in Deutschland bei anderen zutrifft? Nein, es stört mich nicht. Stört es mich, dass 300.000 Leute das Risiko haben, im Jahr im Autoverkehr in Deutschland zu sterben? Nein, es stört mich nicht. Hat es uns gestört, dass durchschnittlich 20.000 Leute pro Jahr an der Wintergrippe starben? Bis vor zwei Jahren nicht. Das heißt also, dass andere Leute ein Risiko haben, was ich auch haben könnte, hat mich sonst im Leben eigentlich nie gestört.
Gast
Weil wir nicht hingesehen haben. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Uwe
Weil wir gesagt haben, selbst wenn dieses Risiko da ist, ich betrachte es für mich nicht als wichtig. Nur weil einem mein Nachbar stirbt, muss ich ja noch lange nicht sterben.
Gast
So, und wenn wir jetzt also zum Beispiel Entschuldigung, ganz kurz, aber das drängt sich so auf, dieser Gedanke. Und genau diese Perversion, die Umdrehung von dem, was du jetzt sagst, was objektiv gesehen ist, jeder, der das nachvollziehen kann, richtig ist, die beobachten wir jetzt. Ich hatte das mal neulich eingeblendet, da hat jemand ein Video gemacht, der hat das so schön zusammengefasst. Die Argumentation dieser Leute, die meinen wir, die Ungläubigen, wir hätten jetzt diese ganze Welle der Ungeimpften und so weiter ausgelöst, wir würden uns von Welle zu Welle hier im Prinzip die ganze Zeit reiten und so weiter. Die sagen, warum wirkt deren Impfung nicht Weil wir uns die nicht haben geben lassen. Deren Impfung wirkt nicht, weil wir uns nicht haben damit stechen lassen. Das ist ja genau das Gegenteil von dem, was du sagst. Und das ist ja auch beobachtbar, so sehen wir ja auch in der Welt. Uwe hat so viele Beispiele eben gerade zitiert. Andere Leute können sonst was für Risiken haben, solange wir die nicht als unsere Risiken anerkennen, werden die für uns nicht relevant sein. Und genau die Umkehrung dessen beobachten wir jetzt. Warum bitte schön soll eure Impfung weniger wirken, wenn wir sagen, die geht uns einen Scheißdreck an? Denn logisch macht das schon gar keinen Sinn, bevor wir erst bei den Zahlen angekommen sind und dem ganzen anderen Förderfonds, den wir auch noch zitieren könnten.
Uwe
Ja, das gilt aber auch genauso für die, die eben Angst vor der Impfung haben. Denn solange die Todesrate nicht 100 Prozent ist, sondern deutlich drunter, zum Beispiel, ich sage mal nur 3 Prozent oder sagen wir nur 1 Prozent, um mal eine einfache Zahl zu nehmen, Dann würde es uns ja sonst auch nicht stören. Wenn wir mal gucken, wir haben in Deutschland 83 Millionen Bürger, das Durchschnittsalter ist 80 im Schnitt. Ich sage jetzt mal vereinfacht 83. Das heißt, es müssen im Jahr, damit das überhaupt aufgeht, 83 Millionen Menschen müssen in 83 Jahren sterben. Also muss jedes Jahr eine Million sterben. So, wenn man sich jetzt fragt, ich bin jetzt einer von 83 Millionen, dann ist also meine Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr zu sterben 1,83. 1,83, das ist gar nicht so wenig. Das ist eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit.
Gast
Ja, das stimmt. Aber nichtsdestotrotz leben wir ja auch mit diesem Risiko und ich würde sogar noch weitergehen, es gäbe überhaupt kein Leben, wenn nicht permanent Menschen sich über ein Risiko hinweggesetzt hätten. Da waren wir beim Potenzial, das haben die irgendwie in sich gehabt. Das ist vielleicht wirklich das einzige Naturgesetz, dass wir alle mit einem Potenzial geboren werden, wenn wir überhaupt das Glück hatten, was wir überhaupt nicht kontrollieren können, geboren zu werden, weil keiner von uns hat sich das ja ausgesucht. Aber darüber hinaus, dass man halt eben sagen kann, weil man ein Risiko eingegangen ist, hat man irgendwann gesagt, man traut sich raus aus der Höhle. Ja, man traut sich überhaupt auch raus vom Baum runter und dann steht man irgendwann und dann verkriecht man sich in die Höhle, weil dort ist sicher und dann geht man aber raus und dort macht man dann Feuer und dann findet man Stein und dann kloppt man auf Dinos ein und so weiter. Also Risiken zu überkommen ist nicht ein Naturgesetz. Die meisten Leute machen das nicht, aber die paar wenigen, die das Leben formen und bestimmen. Das sind diejenigen, die das angenommen haben. Hätten wir nicht ein Risiko und lass es auch sehr viel höher als nur 1,83% sein. Wirklich mit unserem Leben irgendetwas zu bezahlen. Es hätte überhaupt keinen Fortschritt gegeben.
Uwe
Ja eben und 1,83% ist 1,2% oder sowas in dem Dreh oder 1,25%. Das heißt also, ich habe eine Sterbewahrscheinlichkeit pro Jahr von 1,25 Prozent. Jetzt kann man sich fragen, okay, wenn wir jetzt annehmen, dass die Impfung auch eine Sterbewahrscheinlichkeit von wie viel hat? Wir haben bei Omikron, nehmen wir jetzt als Beispiel 52.000 Infizierte, 15 Tote. Ja, also 0,03% oder was.
Gast
Das hat im Moment die Wahrscheinlichkeit, einfach nur sein Leben zu leben und dieses Jahr zu versterben, ist ein signifikantes höher als die Wahrscheinlichkeit,
Uwe
Gut, jetzt waren wir bei Omikron und der Infektion. Was wir jetzt wissen müssen ist, wie hoch die Sterbequote bei den Impfschäden ist.
Gast
Richtig, das müssen wir auch nochmal sagen.
Uwe
Also wenn die jetzt zum Beispiel deutlich kleiner ist als 1,2%, dann müsste man sagen, ja und? Sonst regen wir uns da auch nicht darüber auf. Es sind sogar 2700 Leute. Wenn man eben die Toten dann zusammenzählt, also in 2020 waren es, ich glaube, 950.000 oder in 2019 so, dann sind das 2700 pro Tag.
Gast
Ja, Uwe, willst du ganz kurz, das ist ganz witzig, die Leute, wir lesen ja immer wieder so ein bisschen aus dem Augenwinkel mit, die Leute fragen sich hier, einer, der heißt, sende sich auch Klardenker, so wie du, Uwe, also ihr seid dann Namensvettern, aber mit dem auch sein, vorhin fand er unser Gespräch gar nicht so spannend, er hat geschrieben, er ist vorhin eingenickt, jetzt ist er wieder da, nichtsdestotrotz, Klardenker, willkommen zurück, du hast vorhin geschrieben, denken die sich das live aus, oder muss man sich solche Gedankengänge vorab überlegen? Also ich habe meine Antwort, wie sieht es bei dir aus, Uwe?
Uwe
Also ich muss da nicht viel denken, aber manches überlege ich mir auch schon im Vorwege, und insofern, Beides trifft zu. Beides trifft zu.
Gast
Ja, bei mir ist es auch so, das kann man pauschal natürlich nicht so sagen. Einige Sachen sind natürlich Momente, die haben wir über unser Leben irgendwann gesammelt, abgespeichert, können wir dann entsprechend abgreifen. Aber unsere Konversation jetzt, um das vielleicht mal so ein bisschen zu benennen, liebe Leute, die ist jetzt spontan. Wir hatten ursprünglich heute, wie gesagt, ein ganz anderes Thema vor. Ein drittes Mal Werbung für morgen. Eigentlich wollten wir diesen Stream heute machen, den Stream, der da sagt, französische Revolution, englische Revolution, sowjetische Revolution, deutsche Revolution, was auch immer. Das wollten wir uns angucken, aber dann haben wir gesagt, weil uns heute der Bildregisseur fehlt und wir sehr gerne Quellen und so weiter eingeblendet hätten, reden wir mal spontan über, oh, ich muss in die Kamera gucken, über was auch immer uns heute so in den Sinn kommt. Und da zitieren wir und zehren natürlich von dem, was wir an Erfahrungen so aufgesammelt haben. Aber ja, das gehört übrigens auch zur Kunst der Konversation, dass man entsprechend sich durch ein inspirierendes Gespräch auch so schlängeln kann, ohne dass man sich das jetzt alles hat niederschreiben müssen. Ein Gedanke jagt bei Uwe und mir sowieso immer den Nächsten. Insofern lieber Klardenker, wenn du deinem Namen alle Ehre machst, dann bist du schon mal richtig hier auf dem Kanal und vielleicht inspiriert dich das ja auch, uns nachzutun. Darauf wollte ich nochmal kurz eingehen.
Uwe
Ja, also Moral von der Geschichte, ich denke, es ist relativ gut nachvollziehbar. dass eben die scheinbare Annahme, dass die Wirklichkeit einfach so ist, wie sie ist, nach dem Motto, die ist ja objektiv so da, diese Annahme ist grundlegend falsch. Sondern da ist zwar irgendetwas, aber das bewertet jeder Mensch völlig verschieden und nimmt es auch völlig verschieden wahr. Und insofern ist diese Annahme, alle müssten das Gleiche denken, alle müssten vor dem Angst haben oder alle müssten dagegen sein und deswegen müssten sich viele Leute versammeln, die ist schon in sich blödsinnig. Weil sie eine, das behaupte ich jetzt mal ganz arrogant, weil sie eine Verkennung der Realität ist. Das heißt gerade diese Behauptung, nur das ist die Realität, ist eine fanatische Aussage. Das ist eine Aussage, die in sich beinhaltet, dass dieser Mensch dir das sagt. keine Ahnung von Psychologie hat, keine Ahnung von Massenpsychologie hat, keine Ahnung von Kulturgeschichte hat, keine Ahnung von Philosophie hat. Das heißt, das ist nichts anderes als Bockmist. Insofern, das sollte man schon mal bleiben lassen. Wenn man dann auf den Punkt kommt, wo man sagt, was ist mein Anteil an dieser Wahrnehmung der Probleme, an der Wahrnehmung der Welt? Mein Anteil ist, wo ich meine Aufmerksamkeit hinlenke. Wenn ich zum Beispiel in Hamburg in der Großstadt bin und gehe auf dem Bürgersteig in der Innenstadt spazieren und gucke immer auf den Boden, dann finde ich immer irgendwelche Hundehaufen. Dann kann ich mich furchtbar nicht darüber aufregen, wenn ich immer nur dahin gucke. und sehe immer nur irgendwelche Wolken und die Wolken studieren, dann würden mir die Hundehaufen so gut wie gar nicht auffallen.
Gast
Naja, bis du in sie reintrittst und dann irgendwann sagen musst, okay, sie gab es tatsächlich.
Uwe
Und selbst dann sage ich, okay, ich bin in einen reingetreten, aber deswegen muss ich mich ja nicht die ganze Zeit darüber aufregen, dass diese scheiß Hundehalter, nichts gegen Hundehalter, ich habe selber Tiere, ja, ähm, dass diese scheiß Hundehalter ihre Hunde nicht richtig unter Kontrolle haben. Das heißt, dadurch, dass wir bestimmte Aufmerksamkeit irgendwo hinlenken, wird genau dieser Bereich, der wird verstärkt. Und wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich lenke jetzt meine Aufmerksamkeit auf den Bereich, der mir am meisten Angst hat, ist eins klar, dann habe ich auch am meisten Angst. Ich könnte ja auch sagen, ich lenke den dahin, wo es mir am meisten Freude macht. Oder in einem neutralen Bereich. Und das machen wir nicht. Das heißt, das ist etwas, was allen Beteiligten auch in der gegenwärtigen Pandemie völlig fehlt. Nämlich die Abstraktion, dass das Problem gar nicht so total einzigartig und allumfassend ist, dass der Rest der Welt nicht mehr existiert. Doch, es gibt noch viele andere Sachen, die man machen kann. Es gibt noch viele andere Probleme, die zu lösen sind. Und natürlich kann man eben sagen, ja, aber ich muss doch jetzt die Impfung und ich muss dieses und jenes, um bei dem Pandemie-Thema zu bleiben. Kann man so sagen, muss man aber nicht. Ganz im Gegenteil, man kann auch zum Beispiel sagen, ja, wenn ich doch schon so ein... persönlich starken Einfluss auf mein subjektives Erleben der Außenwelt habe, warum denke ich dann den Gedanken, und wenn ich dann geimpft werde, dann habe ich auf meinen Körper gar keinen Einfluss. Dann ist das quasi mein schlimmstes Urteil, was mir widerfährt gegen meinen Willen. Die Zwangsimpfung beispielsweise. Ja, aufgrund welcher Annahme? Was ist die Voraussetzung, die man dabei denkt? Man denkt, ich kann mich nicht gegen einen von außen injizierten Stoff wehren. Und warum kann ich das nicht? Weil wer das sagt, der und der Mediziner, es ist ja ein genetischer Impfstoff und pipapo, sind das jetzt alles die Weltweisen, die alles perfekt beherrschen? Nein, sie rätseln ja rum. Aber in dem Punkt, da glaube ich denen. Da glaube ich ihnen, dass sie recht haben. Also wenn es darum geht, dass es tödlich ist, dann glaube ich ihnen. Aber wenn es darum geht, dass es ungefährlich ist oder wie es genau funktioniert, dann glaube ich Ihnen nicht. Das heißt, wir haben also hier den Punkt, dass wir uns selber von uns selbst trennen und den Körper, unseren eigenen, gar nicht als Außenweltding betrachten, was genauso geschieht. zumindest teilweise beeinflusst werden kann durch die Art der Aufmerksamkeit, die wir dem Körper widmen und der Art, wie wir das, was mit dem Körper passiert, überhaupt bewerten und lenken. Beispiel. Früher war es so, wenn jemand Husten, Schnupfen, Heiserkeit hatte und er ging zum Arzt, der fragte, was haben Sie? Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Okay, haben Sie Mittel oder wollen Sie kein Mittel? In einer Woche ist es eh weg. Bei der Grippe hatte man noch ein bisschen Fieber und Schwitzen und dann legte man sich zu Hause hin und Feierabend. Heutzutage ist egal was passiert, es kann nur die eine Krankheit sein. Ja warum? Früher gab es irgendwie so Selbstheilungskräfte, früher konnte man sich gesund ernähren, man konnte Sport machen, man konnte unheimlich viele Dinge machen. die was Einfluss auf die Gesundheit des Körpers haben. Und nur weil man jetzt geimpft wird, hat man plötzlich keinen Einfluss mehr auf seinen eigenen Körper. Kann man keine Diät machen, die vielleicht auch ein Gen-Therapeutikum neutralisiert. Das ist unmöglich. Sagt wer? Wer hat das schon mal probiert? Mit welchen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde das bewiesen, dass es unmöglich ist, dass es alle Schwäne Weißen hat? Kann er das beweisen oder behauptet er das nur? Das heißt, wir wissen es doch gar nicht. Das heißt also, in dem Moment, wo ich sage, ich mache mir da eine Todesangst. Was passiert denn da? Ich habe Angst im Körper, ich habe psychische Probleme, ich schwäche meinen Körper. Kann das nicht vielleicht auch eine selbsterfüllende Prophezeiung sein? Wenn ich erstmal das und das kriege, dann falle ich gleich tot um. Zwar nicht sofort, aber innerhalb von 1, 2, 3 x Monaten oder Jahren.
Gast
Das ist natürlich alles möglich. Ich habe gerade bei dem Gedanken, den du über die Impfung gesagt hast, gedacht, die wissen noch nicht mal, also innerhalb der Kürze der Zeit, in der die das hier entwickeln und an neue Mutationen anpassen müssen, was die tun müssen, damit das tatsächlich das bewirkt, weshalb die das überhaupt auf den Markt bringen. Deshalb wissen die noch umso weniger, weil danach suchen die nicht mal, ob es nicht vielleicht gleichzeitig irgendwelche Methoden gibt, Biomethoden nenne ich sie einfach mal, um das alles im überspitzten Sinne, liebe Leute, rauszuschwitzen. Oder ob das vielleicht bei einigen Menschen überhaupt gar nicht erst greift, weil man in der Kürze der Zeit diese Langzeitstudien sowieso komplett übersieht und so weiter und so fort. Insofern alle Schwarzmaler, die da draußen sagen, ja, also Impfung wäre jetzt das Todesurteil. Also erstens, Gott sei Dank müssen wir das sagen, das ist es ja sowieso nicht. Wie viele Menschen haben sich ja teilweise schon bis zu viermal stechen lassen und die meisten, das muss man auch jetzt objektiv so festhalten, die springen ja immer noch irgendwo in der Kante rum. Und zweitens, es gibt ja immer diese Ausnahmefälle. Man weiß es nicht und vielleicht gibt es ja auch sogar sehr viel mehr Ausnahmefälle und vielleicht sind sie ja die Mehrheit. Denkt mal nach über Hashtag Einzelfall. Wie oft haben wir das schon gehört und wie oft ist der Hashtag Einzelfall dann doch ein Muster, was irgendwann zu einem beobachtbaren Verlauf wird.
Uwe
Also dazu fällt mir ein, es gab vor Jahren mal im BBC London, wir haben ja auch viele tolle Reportagen gemacht und tun es ja immer noch, gab es mal eine mehrteilige Serie, ich glaube aus zehn Folgen, wo sich Wissenschaftler Gedanken gemacht haben, wie man die Welt vernichten könnte. Also was man tun muss, damit die Welt, dass alle Menschen mal wegkommen und die Welt zugrunde geht. Wobei es also darum ging, alle Menschen auszurotten. Dann haben die alles Mögliche probiert, von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, anderen Naturkatastrophen, auch Viren oder Pandemien. Da hat man festgestellt, nein, es gibt immer genügend Leute, die immun sind, die eine Immunität schon haben, wo auch immer her, die genügend Abwehrkräfte haben oder die einfach nicht zu dem Virus passen. Das heißt, selbst mit den schlimmsten Pandemien würde man niemals alle Menschen aussorten können. Es würden immer 10, 15 Prozent oder wie viel auch immer übrig bleiben, sprich die Menschheit würde auf jeden Fall nicht aussterben. Selbst irgendwelche Sonneneruptionen würde man wahrscheinlich überstehen, außer wenn die so groß wären, dass die Atmosphäre brennt, wo man dann auf einmal aus dem Haus geht und bei 200 Grad verdampft oder so.
Gast
Und selbst dann, Uwe, würde ich sogar noch weiter gehen. Es ist ja gar nicht gesagt, dass wir das nicht schon mal hatten. Stichwort Zivilisationen, die gekommen sind und gegangen sind. Heute machen wir das fast mal nicht auf, aber dass Menschen zum Beispiel irgendeiner Art denkende Wesen auf diesem Planeten vielleicht sogar schon vor uns mal existiert haben, dann wieder gegangen sind, weil eine Naturkatastrophe gekommen ist, bedeutet ja nur, dass sie für den Moment weg sind. Das heißt ja nicht, dass vielleicht in zwei Millionen Jahren, wann auch immer, eine neue Art, eine neue Spezies sich entwickeln wird, die auch von sich behaupten wird, wir sind die einzigen Intelligenten, nicht nur auf diesem Planeten, vielleicht sogar im ganzen Universum. Aber woher wollen die denn das wissen, bei den Trilliarden Galaxien?
Uwe
Also jedenfalls, das ist relativ schwierig gewesen und ich glaube, die hatten letztendlich nur zwei Varianten, die die Erde oder die Menschheit ausrotten könnten, eben einen Sonnensturm. Und ein Asteroid oder Meteoroid, der die Erde zum Platzen bringt.
Gast
Das waren die einzigen beiden Varianten. Moment, das eine war ein Asteroid und das andere?
Uwe
Das andere war Sonnenstrahlung. Sonnenstrahlung, ja.
Gast
Also ja, der Planet müsste wirklich physisch zerstört werden, komplett. So ist es. Also wirklich auseinanderbrechen, dass man in irgendeiner Form...
Uwe
Beziehungsweise die Umweltbedingungen müssten sich so rapide, so schnell verschlechtern, dass der Mensch sich nicht anpassen kann. Also würde jetzt zum Beispiel die Sonnenstrahlung im Laufe von 100 Jahren zunehmen, würde man entsprechende Bunkersysteme und Abschirmungssysteme bauen können. So wie Bill Gates jetzt auch irgendwie Staubteilchen, Metallteilchen oder was in die Atmosphäre pumpen will demnächst, damit wir alle vor zu viel Sonne geschützt werden.
Gast
Ja, das ist ja die ganze Nummer mit, kann der Mensch überhaupt das Klima retten, sollte er überhaupt das Klima retten?
Uwe
Ja, aber nein, das jetzt als Idee. Also es gibt ja Leute, die eben global denken. So, und würde jetzt eben nachweislich sein, dass in 100 Jahren die Sonne, was bei sich um 2 Grad heißer wird, ja, was für uns dann vielleicht den Tod bedeuten würde, oder 20 Grad, keine Ahnung was, dann würden sich unsere Wissenschaftler die Gedanken machen, okay, wie viele Leute können wir maximal retten und würden feststellen, mit den Ressourcen, die wir in 100 Jahren auftreiben, voraussichtlich unter den und den werden wir aber nur 500 Millionen retten können. Dann würden sie Maßnahmen treffen für diese 500 Millionen und alle anderen würden dann eben bei Zeiten gebraten werden. Dann wäre es bedauerlich, dass eben neun Zehntel der Menschheit ausgerottet ist, aber gesichert wäre, dass die Menschheit als Gattung weiterlebt. Und sei es, dass sie in Bunkern lebt. Und irgendwann mal vielleicht passen sich sogar die Körper an höhere Temperaturen an. Es gibt ja niedere Wesen, die bei Vulkanquellen bei 200 Grad im Wasser schwimmen und auch nicht verdampfen. Oder aber vielleicht verschwindet ja auch die Sonnenstrahlung mal wieder und nach 1000 Jahren kommen sie aus ihrem Bunkern hervor und sagen, ach guck mal, da gibt es ja auch noch eine Oberwelt.
Gast
Und dann Leute, die da draußen sitzen und sagen, der Mensch ist nicht so wandlungsfähig. Also ich habe da mal, ich weiß nicht, ob das jetzt so stimmt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das funktionieren kann. Jetzt ist die Frage nach dem Zeitraum. Ich habe mal eine Dokumentation gesehen, das war alles Mainstream, das war noch N24 oder so was, glaube ich, oder NTV24, heißen die, glaube ich. was man denen noch vertrauen und glauben konnte und so weiter, als die auch noch andere Themen hatten, da haben die mal so ein bisschen in den Raum hinein spekuliert, Stichwort Raum, nennt man ja im Englischen Space, der Weltraum ist ja auch nur Raum, und dann haben die gedacht, wenn die Menschheit jetzt meinetwegen sich auf den Weg machen würde, es wären ja nicht alle sieben Milliarden gleichzeitig angenommen, was weiß ich, irgendeine ausgewählte Crew von Menschen würde sich jetzt auf den Weg machen nach einfach nur Alpha Centauri oder was auch immer. Das ist ja trotzdem eine unglaublich lange Reise, je nachdem, wie schnell die jetzt antreten. Und da müssten zum Beispiel auf diesem Raumschiff angenommen, die hätten tatsächlich die Möglichkeiten, dort so lange zu überleben und wirklich Generationen dort kommen und gehen zu sehen, würden sich die Menschen natürlich auch anpassen an Bord dieses Schiffes, weil die einfach zum Beispiel die Schwerkraft nicht erleben. Und ganz andere Gegebenheiten vorfinden in ihrem Leben, von Geburt bis zu ihrem Tod, die auf diesem Raumschiff werden verleben müssen, werden ganz andere Menschen in Alpha Centauri an, ich will jetzt gar keinen Zeitraum festlegen, weil es hängt immer davon ab, wie schnell sie sich in den Kreis, aber angenommen sie wären 1000 Jahre, wie viele Generationen, man sagt ja eine Generation ist ja Pi mal Daumen 20, 25 Jahre, wären also gekommen und gegangen, nicht dieselben Menschen, die ursprünglich gestartet sind von der Erde, mit der Mission zu sagen, wir exportieren jetzt so ein bisschen Menschheit ins Weltall, wären dann am Ort der Bestimmung. Und die hätten dann vielleicht auch aufgrund der fehlenden Schwerkraft, die hätten dann, die bräuchten ja gar keine Beine eigentlich. Viel praktischer wäre es dann dort, wenn die vier Arme hätten oder was auch immer. Und das alles ist nicht nur theoretisch denkbar, das alles beobachten wir hier bei uns auf der Erde. Wir extrapolieren natürlich, wir spekulieren ein bisschen, aber nichtsdestotrotz ist das Risiko, dass wir eingehen. Und das zeigt einfach nur, Menschen sind wandelbar. Deshalb selbst wenn Uwe jetzt beschreibt, da käme meinetwegen diese stärker werdende Solareinflussnahme, die Leute würden sich darauf entsprechend halt anpassen oder sie würden eben vergehen. Und das ist das Wichtige, lieber Uwe, denn wer rastet, rostet. Oder umgekehrt gesagt, wer sich halt nämlich anpasst, der hat sein Potenzial zu überleben nicht ausgeschlossen.
Uwe
Genau, und die Frage ist eben, wenn wir eben solche Sachen bedenken, man darf jetzt nicht zu weit in die Zukunft, in die Potenziale abschweifen, sondern die Frage ist, was kann man konkret jetzt tun? Und deswegen meine Ausführung, dass wir uns bewusst machen, dass die Welt zwar irgendwie objektiv da ist, aber nicht so gegenständig und so fest für jedermann in gleicher Weise ist. Weil jeder durch seine Art, wie er seine Psyche und seinen Körper konfiguriert hat, einen anderen Ausschnitt der Welt sieht, eine andere Komposition, ein anderes Empfinden hat und deswegen mit der Welt auch anders umgeht. Was wir also machen können, wir können quasi die Außenwelt als solche nur beschränkt ändern. Aber in dem Moment, wo wir unsere Komposition, unseren Montagepunkt, wie wir auf die Welt gucken und auch uns selbst, wenn wir den ändern, dann und zwar im Hier und Jetzt, dann können wir in einem kleinen Umfeld auch was ändern. Und was meine ich? Wenn wir vorhin gesagt haben, da ist ja die Angst auf der einen Seite und die Angst auf der anderen Seite. Was heißt denn Angst? Angst kommt von Angus. Das ist, glaube ich, sogar mal aus dem Indogermanischen und später Mittelhochdeutschen und Altmittelhochdeutschen, das hat was mit Enge zu tun, mit Beschränkung. Jeder, der Angst hat, vereinfacht gesagt, ist jemand, der einen Tunnelblick hat.
Gast
Ich gucke das jetzt mal nach Angus, sagst du.
Uwe
Jemand, der nicht die Welt in der Fülle sieht, sondern beschränkt. So sieht der die Welt. Und was bedeutet das? Es bedeutet, dass er nicht nur die Welt eng sieht, sondern dadurch, dass seine Welt jetzt kleiner ist, Da versteht er das, was außerhalb der Welt ist, gar nicht mehr, weil er das ja nicht sieht und hat vor diesem auch Angst, weil es dann das Unbekannte ist. So, und wer hat wenig Angst, der sein Horizont erweitert, der auf das 300 Meter hohe Haus geht und der sieht, oh, da hinten kommt ein Auto, vor dem brauche ich keine Angst zu haben, ist ja nur ein kleiner Fiat Uno, ja. Wenn aber da hinten auf einmal die amerikanische Armee mit 500.000 Mann ankommt und dann sagt, jetzt wird es aber langsam Zeit, Angst zu kriegen, dann sieht das schon anders aus. Das heißt, was wir also haben, ist der Punkt, dass wir etwas tun können und zwar zunächst einmal, bevor wir irgendwas in der Außenwelt tun, unsere eigene Angst zu beseitigen. So, und wenn wir feststellen, dass Angst, was mit Enge, mit Bewusstseinsverengung zu tun hat und damit mit temporärer geistiger Minderbemittlung, so sage ich das mal ganz drastisch, sollte man als allererstes seine Angst beseitigen. So, und das bedeutet, dass man auch eine unmittelbare Auswirkung hat, zwar nicht auf den Gang der Welt, aber auf seine Sichtweise der Welt, nämlich... Ich stehe morgens schon auf und habe keine Angst. Das ist doch was anderes als morgens aufzustehen und Angst zu haben. Denn mit dem Angstgefühl gehe ich mit der Welt, mit meinen Mitmenschen anders um. Ich mache meinen Mitmenschen auch Angst. Hast du schon diese schlechte Nachricht gehört? Hast du schon das gehört? Wir müssen uns jetzt auf den Stromausfall vorbereiten und auf das vorbereiten, auf das vorbereiten. Das heißt, alle um mich herum werden jetzt infiziert von meinem Angstvirus. Ist das, was ich meinen Mitmenschen geben möchte, dass sie ängstlicher sind als vorher? Ist das meine Aufgabe? Könnte ich nicht in dem Moment, wo ich... Sage, ich beseitige meine Angst und trage dazu bei, in mir, trotz aller äußeren Situationen, eine positive Geisteshaltung von Freude, nicht von Passivität und auch, wir erdulden das schon, wie ist der Herr, so ist Geschehe oder so. Nein, sondern egal was ist und wenn draußen der Sturm tobt, im Zentrum des Sturms, so heißt es ja, da ist Windstille. Und was ist, wenn wir so eine Windstille in uns selbst erzeugen? Wenn wir einen Ruhepol, ein Zentrum in uns haben, das ist egal. Und wenn links und rechts die Granaten explodieren, deswegen muss ich ja nicht nervös werden. Ganz im Gegenteil. Die großen Strategen sind diejenigen, die nicht anfangen zu weinen, wenn die Granaten geworfen werden, sondern die ruhig sind, kaltblütig, die die Kontrolle behalten. die nicht ihre Zentrum verlieren. Kampfsportmeister, Boxer, die sind in einer unheimlich dynamischen Situation. Haben die Angst, geschlagen zu werden? Nein. Haben sie Angst, zu Boden zu gehen? Nein. Haben sie Angst, Schmerzen zu erleiden? Nein. Warum werden sie siegreich? Weil sie in sich ruhen, in Bewegung, in Bewegung sein und gleichzeitig eben strategisch und taktisch richtig handeln. Und das könnten wir ja auch. Und wenn wir das tun würden, und dafür braucht man ja keine akademische Ausbildung, kein Fachwissen, was würde sich dann ändern? Als erstes würde sich für uns ändern, das Leben wird wieder angenehmer. Zweitens, wir würden auf unsere Mitmenschen, unsere Familienmitglieder, unsere Freunde, unsere Bekannten, unsere Kollegen bei der Arbeit, würden wir auch einen positiven Einfluss ausüben. Kennen wir doch, wenn da einer kommt, der kann einen den ganzen Tag versauen, wenn er noch lange genug um einen herum ist. Und es kommt aber jemand und ist immer fröhlich. Das heißt, er würde ja eine Auswirkung, ein Keim von Fröhlichkeit setzen. Und wenn man sich das vorstellt, dass ein fröhlicher Mensch, der kann den Virus der Fröhlichkeit verbreiten, Was würde das denn eigentlich in einer solchen Krisensituation bedeuten? Leute, die keine Angst haben, die keinen engen Horizont haben, die einen weiteren Horizont haben, lassen sich doch auch nicht so leicht beeinflussen. Weil die sagen, du willst mir Angst machen? Guck mal, da kommt der schwarze Mann um die Ecke. Ja, das mag sein, wenn man vier Jahre alt ist, dass man das glaubt. Aber wenn man dann so alt ist wie ich und schon viele angebliche schwarze Männer gesehen hat, Dann sage ich mal, weißt du, du erzählst mir was vom schwarzen Mann, bring ihn mal vorbei, ich lade ihn ein. Dann will ich ihn mal kennenlernen, dann soll er mir mal seine Geschichte erzählen und dann werde ich mal schauen, ob ich dann noch Angst vor ihm habe. Und wenn ja, danke, dass ich ihn kennenlernen durfte unter kontrollierter Bedingung, sonst wäre ich dem ja vielleicht unvorbereitet begegnet. Also lieber jetzt als später, lieber jetzt unter Kontrolle als später unkontrolliert. Also auch das tritt der Angst entgegen. Und die Leute, die dann keine Angst haben, kommen immer und sagen, wenn du das und das nicht machst, dann wirst du sterben. Entweder, weil du nicht geimpft bist und die anderen sagen, weil du doch geimpft bist. Egal was ich mache, ich werde ja immer sterben. Und wenn ich sage, ja und? Ich sterbe doch sowieso. Ich mache dir auch eine Prognose. Du wirst sterben, du wirst sterben, du wirst sterben. Ihr alle, ihr alle seid schon lebende Leichen. Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Meine Prognose geht zu 100%. Gewissheit wird die wahr. Ihr werdet alle sterben. Und stört das irgendjemand, dass irgendjemand im Laufe der nächsten 83 Jahre stirbt? Kein stört das. Aber jetzt auf einmal heißt es, du wirst sterben, du wirst sterben, du wirst sterben. Jetzt auf einmal haben wir Angst davor. Aber vorher sind wir auch alle gestorben, 2700 am Tag. Also mein Appell ist, wenn man versteht, wie Bewusstsein funktioniert, das heißt die Beziehung des Individuums zur Außenwelt, dann... Sollte man nicht über die Außenwelt lamentieren, ich sage nicht, dass man die Außenwelt gewähren lassen sollte, man kann natürlich die Außenwelt verändern. Denn wie Eli ganz richtig sagte, ohne Probleme wäre das Leben langweilig. Nur wenn jetzt ein bestimmtes Problem da ist, da gibt es noch viele andere, die denken so wie ich, okay, dann kann man doch gemeinsam versuchen, das Problem zu lösen. Aber deswegen muss man weder Angst haben, noch muss man Zorn haben, noch muss man Wut haben, weil die Kultivierung dieser seelischen Gefühle ist gar nicht förderlich fürs Umfeld. Wenn ich zornig bin und andere Zornige um mich herum versammle, was wird dabei Gutes rauskommen?
Gast
Ja, dann kommt, wie hast du das vorhin genannt, Borussia 04 und hast dich gehört. Genau. was du sagst, lieber Uwe, wenn ich jetzt mir in den Chat so ein bisschen reingucke, nicht um dir Zucker in den Arsch zu blasen, viele Leute haben jetzt inzwischen begriffen, dass du doch einiges selber im Leben begriffen hast, gute Worte von Uwe, finde ich satt, Stefano Kanditsch, Weirater Spundi sagt jetzt richtigerweise reflektieren, ich kann aus meiner Haut ohnehin nicht raus. Vorher, lieber Uwe, hatte ich jemand irgendwie sogar weise genannt. Das sind sie genau die Gründe, weshalb ich mit dir so gerne abhänge und diese Gespräche führe. Man merkt, du kannst wirklich ja selbst die Unbelehrbarsten, und dazu zähle ich auch mich mir so ein bisschen heute mit rein, für deine Sache gewinnen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Das Leben, das Universum...& der ganze Rest - Teil 2“, Die Welt Klar Sehen, 11.01.2022.
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Streamgespräch zwischen Uwe Loose und Eli über Erkenntnistheorie und die Frage, wie objektiv Realität wirklich ist. Kernthese: Probleme existieren nur im bewertenden Bewusstsein des Subjekts, und der wirksamste Hebel zur Veränderung der Welt ist die eigene innere Haltung, allen voran das Überwinden der Angst.
