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Revolutionen Teil 2 - Die (drei) französischen Revolutionen von 1789 - 1799 und Napoleon Bonaparte14.01.2022

FAKE-REVOLUTIONEN

Abschrift

Abschrift des Videos vom 14.01.202255 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Klar sehen, clever denken, reihandeln. Punkt wiederum, ich sag mal so der gewaltsame Höhepunkt, nicht dass ich darauf rumreiten möchte, nicht um sensationsgeil zu sein, aber was so dem klassischen Revolutionärsbild, das die Leute im Kopf haben, entspricht. In all dem, was du jetzt beschreibst, sind immerhin zwei Bürgerkriege von jeweils zwei Jahren Länge in einem sehr kurzen Zeitspanner und überhaupt viele Tumulte, die über Jahrhunderte im Prinzip so ein bisschen das Alltagsleben im Land bestimmt haben. Da sind Generationen gekommen und gegangen, die sich ihrer nicht sicher sein konnten, die nicht wussten, okay, jetzt in der Regel motiviert durch irgendwelche Glaubensfragen, aber es hätten auch wirtschaftliche Fragen sein können, es hätten auch irgendwelche diplomatische Fragen sein können, in die die null involviert sind, weil irgendwelche Eliten über deren Köpfe hinweg entscheiden, können die sich halt im Prinzip ihres Lebens nicht sicher sein, es kann permanent über sich hinweg entschieden werden.

Und wer dann am Ende ja in diesem Glücksrad da oben ankommt, die sitzen sowieso immer auf sehr wackeligen Posten. Und man muss aber festhalten, das war ja die erste große europäische Revolution, vor allen Dingen also ein Vorbild für die französische Revolution. Ja, also es war politisch gesehen eben ein Vorbild und die französische Revolution, die ja faktisch gesehen 100 Jahre danach stattgefunden hat, man fragt sich, wieso hat es 100 Jahre gedauert, also offensichtlich waren die Engländer weit voraus, obwohl es ja eigentlich eine Glaubensthematik gewesen war, die fand ja doch schon in einem gewissen anderen kulturellen Umfeld statt.

Weil ab 1700 gab es ja eben die Aufklärung, die ja vorwiegend auch in Frankreich, nicht vorwiegend, aber auch in Frankreich, insbesondere in literarischen Kreisen ja ihren Freigeist in die Welt trug. und da gab es eigentlich eine ganz gute Zeit. Da gab es einen König, den Ludwig den Fünfzehnten, das war der Sohn oder Urenkel von Ludwig dem Vierzehnten, den Sonnenkönig und der hatte eigentlich erst mal eine ganz gute Regierungszeit, da lief alles wunderbar. Beim Französischen haben

wir im Grunde genommen sogar drei verschiedene Phasen, drei verschiedene Revolutionsphasen, einmal von 1789 bis 91, da ging es eben darum, überhaupt sich bürgerliche Rechte zu erarbeiten, Und auch eine konstitutionelle Monarchie eben zu bauen. Und danach waren dann zwei Jahre, wo es sehr radikal-demokratisch zuging. Das waren die Geschichten mit der Guillotine und mit dem Terror. Und danach kamen nochmal vier Jahre eine Phase, wo auf einmal die Bourgeoisie anfing zu herrschen, also die Großbürger.

Und wenn wir mal gucken wollen, was die wichtigsten Etappen dort sind, dann muss man sagen, im Grunde genommen ging es Frankreich zu dem Zeitpunkt sehr gut. Zu dem Zeitpunkt, welcher Zeitpunkt? Wir reden hier jetzt von dem Zeitraum 1715 bis 1774, das war die Zeit, wo Ludwig XV. war, da lief alles sehr gut. Das ist er hier, den man nämlich hier sehen kann. Genau, den sieht man auch, das ist irgendwie sein Krönungsornat oder so. So und dann gab es eben zwischendurch, ja da war er wie alt für 46, gab es einen siebenjährigen Krieg und da hat so ziemlich jeder in Europa gegen jeden gekämpft.

So da hat Preußen und Großbritannien und Hannover haben gegen die Habsburger Frankreich, gegen das Heilige Römische Reich gekämpft. Ja und dann auf der anderen Seite kämpfte Portugal, Nordamerika, Indien und in der Karibik wurde gekämpft, sprich das war eigentlich ein Weltkrieg, der dort schon stattfand. Und das Ziel war, dass Frankreich die Vorherrschaft in Indien haben wollte und in Nordamerika. Das ist deswegen relevant, weil durch die Einbindung in diesen Weltkrieg musste Frankreich sich Geld ausgeben, insbesondere auch um die Kolonien zu halten und zu sichern.

Und dann gab es einen Konkurrenten, nämlich England. Und schließlich mussten sie, um die Engländer in Schach zu halten, haben sie die amerikanischen Widerständler unterstützt. Und das wurde so teuer, dass der nächste König kein Geld mehr hatte, sozusagen. Der nächste und übernächste. Die haben ein Problem gehabt mit der Staatsverschuldung. Das heißt, der Nachfolger von Ludwig XV. hatte einfach keine Kohle mehr. Man hatte gesehen, was zum Beispiel eine Inflation in England 100 Jahre zuvor auslösen konnte, hat sich gesagt, naja, das ist nicht ganz so gut und musste halt entsprechend jetzt auf einmal versuchen, sich da rauszuwischen.

Im Grunde genommen zog sich das dann also in 1775 bis zum Beginn der Revolution. Da ist dieser Ludwig XVI. eben König. Der hat also schon ein Erbe übernommen, weil er ganz schlechte Karten hat. Sein Vater, der eigentlich gut angefangen hatte, der hat dann aber während seiner Laufzeit aus seinem guten Königreich Frankreich durch seine Kriegsaktivitäten und Expansionsaktivitäten das ganze Geld verbraten und der Staat war stark überschuldet. Abgesehen davon, weil die sich ja auch gottgleich fühlten, stellte sich dann heraus, dass ungefähr 5% des Staatshaushaltes für Partys von den Adligen ausgegeben wurden.

Und für den Hofstaat. Und das war natürlich zu viel. Die standen also kurz vor dem Bankrott. Und das führte dazu, dass der Adel, dem ging es gut und die Landbevölkerung hungerte. Es gab also Unruhen und dann auch noch 1788, also ein Jahr vor der, ich wollte schon sagen, Inflation, vor der Revolution, gab es dann sogar noch einen harten Winter und eine Missernte im Herbst, sprich die Bauern, die hungerten. Und die Preise stiegen auf das Dreifache.

Und die anderen, dann hatten die auch politische Probleme, die wollten mehr Mitspracherecht haben, haben sie aber nicht gekriegt. Und das führte aber letztendlich dazu, dass eine große Versammlung stattfand, wo nämlich die sagte, wir wollen jetzt uns selbst zum Staat erklären, weil die anderen Stände, die können uns hier nicht richtig vertreten und hat der König gesagt, so geht das ja schon mal gar nicht und wollte diese Versammlung, diese Nationalversammlung, wo Vertreter aller Nationen drin sein sollten und wo die Bauern 95% der Bevölkerung darstellten, aber nicht 95% der Stimmen hatten, die wollte dann der König auflösen.

Also ähnliches hatten wir in England auch schon. Und dann hat sich aber der Sitzungsleiter da eben gegen entschieden. Es wurde nicht aufgelöst. Und daraufhin hat der König den Finanzminister, der für staatssaubere Finanzen sorgen wollte, entlassen. Und weil der so beliebt war, war das der letzte Funken, dass das Volk explodierte. Und dann hat sich ein Volkszorn entladen, der dann zehn Tage später dazu geführt hat, dass die Pariser Stadtverwaltung eine Bürgermiliz sogar organisieren wollte und das Volk war aber damit nicht zufrieden. Die wollten Waffen haben und haben irgendwelche Waffenlager geplündert und zu guter Letzt reichten ihnen diese Waffen nicht auf.

und da sagte irgendjemand, der bei der Bastille, bei dem Stadtgefängnis, da gibt es eben Waffen. Das war dann der berühmte Sturm auf die Bastille. Das war der Sturm auf die Bastille und die Folge davon war, dass der König, der hatte schon seine Truppen in die Stadt Paris geschickt, um den Aufstand niederzuschlagen, aber nachdem, da waren mehrere tausend Leute, die da revoltierten und hat dann aber seine Truppen zurückgezogen. Und dann gab es mehrere Wochen eine große Panik, dass dass jetzt eben der Adel zurückschlägt. Während die Bauern, die machten dann Aufstände auf dem Land,

Brandschätzten, Klöster, versuchten die Schlösser niederzubrennen und, und, und. Und dann haben einige Adelige freiwillig auf ihre Rechte verzichtet. Und dann gab es dann im Herbst 89 eine Nationalversammlung. Und dort hat man dann die Erklärung der Menschenrechte vorgebracht. Alles so, was wir heutzutage so kennen. Recht auf Eigentum, Sicherheit, Widerstand und so weiter. Wer hat das gemacht? Das hat die Nationalversammlung gemacht. Die Nationalversammlung ist quasi eine vom König nicht genehmigte Versammlung des Volkes. Es gab vorher eine Ständeversammlung, wo die drei Stände, der Adel, der Klerus und alle anderen, die nicht zu den ersten sogenannten privilegierten Ständen zählen, und da waren die Bauern der größte Anteil.

Die wollten mehr Mitspracherecht haben, weil sie es nicht gekriegt haben, haben sie sich dagegen gewehrt und haben ihre eigene Versammlung gesagt, wir machen unsere eigene Versammlung und dann sind da ein paar Liberale, Adlige sind dazu gestoßen und nachher auch ein paar Kleriker und nachher war das ein eigenes Institut und die haben gesagt, diese Versammlung, die soll jetzt die Staatsgewalt haben. Und da war klar, dass der König davon nicht begeistert ist. Das ist dieser Menschenrechtscharter quasi kann man sagen. Das ist die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte. Ich erwähne das nur deshalb, weil bis dahin, also relativ spät, 1789 sind wir, du erwähnst nie Daten, aber ich versuche das jetzt mal aus meinem Geschichtswissen zusammenzufassen, bis dahin gab es überhaupt gar keine Menschenrechte.

Zumindest gab es sie nicht auf dem Papier und was dieses Papier wert sein sollte, werden wir ja noch sehen in den zukünftigen Jahren. Genau, also diese Menschenrechte galten übrigens auch nicht für Frauen und Juden. Ah, auch spannend zu wissen. Das hat dann die Frauen noch auch gestört und daraufhin sind die Frauen zum Schloss des Kaisers gegangen, nach Versailles, des Königs, und haben aber Sympathisanten gehabt, 15.000 Nationalgardisten haben die gleich begleitet, sprich die haben den König gezwungen, bestimmte Dinge zu tun, nämlich unter anderem die Beschlüsse der Nationalversammlung anzuerkennen und seinen Regierungssitz nach Paris zu verlegen.

So und dann gab es im Folgejahr lief eigentlich soweit alles ganz gut, sprich man konnte da ein ganz gutes Leben führen in Paris und in Frankreich, aber die religiöse Spaltung entstand auch hier und zwar, weil die Priester auf die Verfassung schwören mussten. In England hatten wir, dass keiner ein Amt haben durfte, ohne dem Katholizismus abzuschwören. Und jetzt haben wir das Umgekehrte. Auf einmal hieß es ja, die Priester, die müssen die Verfassung anerkennen. Das heißt, der Staat steht oberhalb der Religion.

Und das war für die katholischen Priester, Frankreich war eben traditionell katholisch, war das also nicht so schön und der damalige Papst Pius VI., der hat verboten, dass die Päpste dieses Dekret in ihren Gemeinden verlesen und andere Priester dazu noch motivieren. Und wer das doch machen würde, der würde exkommuniziert werden. Die Hälfte der Leute, die haben das dann eben unterschrieben und die andere Hälfte hat es nicht unterschrieben. Und dadurch ist auch dort eine religiöse Spaltung entstanden. So die Unzufriedenheit im Volk war immer noch groß und der König weiter unter Druck, dann flieht er erstmal. Dann gab es Demonstrationen, letztendlich wollte man den König absetzen und es stellte sich heraus, dass bei den Großdemos gab es dann auch Tote, was dann zu weiteren inneren Zerwürfnissen führte und letztendlich trat dann im Juli 1791 die Verfassung in Kraft.

Es wurden die Juden auch noch gleichberechtigt und ein paar Monate später war die Verfassung dann auch so weit, dass die jetzt konstituierte Nationalversammlung auch Gesetze machen konnte. Und jetzt konnte man sagen, parallel hat der König die ganze Zeit nicht mehr weiterregiert, zumindest nicht allein weiterregiert. Er hatte auch weiterhin noch Einkünfte, er wurde weiterhin toleriert. Es ging eigentlich gar nicht pro forma nur darum, den König, die Monarchie jetzt abzuwenden. Man hat aber im Zuge dessen ein paar Adlige schon mal, hast du gesagt, rauskatapultiert.

Naja, also ein paar Adlige haben sich ja auf die Seite der anderen, auf die Seite des Volkes sozusagen gestellt. Das war ja das Problem, dass der König nicht mehr nur vom Adel unterstützt wurde, sondern eben Feinde sozusagen in den eigenen Reihen hatte, eben liberale Adlige. Und dann ist jetzt also die Nationalversammlung. Und was macht die Nationalversammlung? Als erstes, sie beschließt, einen Krieg zu führen. Sie brauchen einen Krieg. Jetzt müssen sie sich nur noch einen Gegner suchen. Warum brauchen sie einen Krieg? Weil sie der Meinung sind, dass ihre eigenen Truppen nicht stark genug sind, um dem König, falls er wiederkehrt und sie ausradieren will, dem entgegenzuhalten.

Und deswegen wollen sie das Militär stärken. Und dann würden die Generäle gestärkt werden. Um das zu erreichen, müssen sie gegen irgendjemanden Krieg führen. Und das machen sie. Also sprich, die Generäle dienen dazu, die Stabilisierung oder ein Krieg dient dazu, die Revolution, die man bisher schon betrieben hat. Man hat ja jetzt eine Nationalversammlung, man hat ja seine Menschenrechtscharakter, damit das auch so bleibt und nicht eine Konterrevolution kommt. Deswegen muss die Revolution jetzt militant werden, um stark zu sein.

So und dementsprechend, weil sie bis dahin eigentlich doch, muss man jetzt sagen, mit relativ friedlichen Mitteln, relativ friedlichen Mitteln, doch das erreicht hat, was sie eigentlich wollte. Genau, was machen sie? Kurz vor Weihnachten 1791 stellen sie, sagen sie als erstes, drohen wir dem König mit Krieg. So, und stellen ihm ein Ultimatum und der König wiederum sagt, ja, er würde sich ergeben, vorausgesetzt, dass sie dann im Gegenzug für ihn einen Krieg gegen Böhmen und Ungarn führen.

Ja, also, sprich, das sollte so ein Kungelgeschäft sein, wo er sich ein bisschen Einfluss noch bewahren kann. Und da beruft man jetzt Bürger ein, Freiwillige für diesen Kriegszug gegen Böhmen und Ungarn. Und der Punkt ist der, jetzt gibt es einen Oberbefehlshaber auf der anderen Seite, die das ahnen. Wer ist die andere Seite? Das sind in dem Fall die preußischen und österreichischen Truppen, weil die sind die Zweiten, die bedroht werden von der Nationalversammlung. Die Franzosen wollten erst den König bedrohen, so der sagt, ich mache auf eurer Seite mit, wenn ihr meine

anderen Feinde auslöscht. Dann sagen die, okay, dann nehmen wir mal die Österreicher und die Preußen. Es gibt bestimmte Gründe, warum es die und nicht gerade andere sind. Und dann sind die aber clever genug und wollen jetzt die französischen Truppen unterwerfen. Und Tatsache ist, dass letztendlich diese, ich sag mal, Drohung der Angreifer, dass sie den König aus der Geschenkschaft befreien werden, dass sie die französischen Truppen vernichten werden. Sie rufen die Nationalgarde

an und das Volk und drohen damit die Städte zu Brandschätzen, zu zerstören und für jeden, der sich widersetzt mit Kriegsgericht und Todesstrafe. Das wiederum finden also speziell die Pariser nicht so gut. Die Folge davon ist, dass es da zu einem Aufstand kommt nach dem Motto, also solche Beschlüsse von der gerade erst gewählten Nationalversammlung, das ist eine Folge dieser Beschlüsse, die wollen wir gar nicht haben, das möchten wir nicht. Du sagst jetzt also, das Volk hat grundsätzlich die ganzen Revolutionsbestrebungen unterstützt, aber nur so lange, wie die davon in Ruhe gelassen worden sind, solange das zumindest keinen Kriegrauch provoziert hat. Jetzt merkt man, das Geschehen oder das Gebaren der Nationalversammlung, die ja immer noch Druck ausüben auf den König, führt dazu, dass jetzt eine ausländische Macht dem Inland, den Franzosen selbst, mit Krieg drohen und die beschuldigen dafür die Nationalversammlung, dieselben, die sie vorher geholfen haben, überhaupt nicht.

ins Amt. Und das Volk konnte da jetzt nicht so für sein, weil die haben ja vorher eben aufgrund der Finanzkrise, da hatten die auch Hungersnöte da in Frankreich gehabt. Deswegen sind die ja losmarschiert, die Bauern, und haben da die Bastille gestürmt. Das war ja nur der Auslöser, also der Hintergrund war eben die Wirtschaftskrise, die Hungersnöte und der Auslöser waren dann die politischen Einzelereignisse. Und sie dachten, sie haben endlich Ruhe, hatten sie aber nicht, Sondern gerade ihre gewählten Volksvertreter wollen aus strategischen Gründen eben einen Krieg führen und verkalkulieren sich bezüglich ihres Gegners. Und der Gegner ist offensichtlich clever genug, solch gute Drohungen zu machen, dass das Volk Angst bekommt.

Und Tatsache ist, dass sie sogar dann vormarschieren. Sie dringen offensichtlich nach Frankreich ein und Frankreich muss nochmal 30.000 Leute extra einberufen, Sondererhebung von Soldaten machen, um sich überhaupt wehren zu können. Bei diesen ganzen Aktionen werden unter anderem, weil man noch im Inland Probleme befürchtete, insbesondere in den Gefängnissen, weil man zieht jetzt Leute aus den Gefängnissen ab von den Wächtern, die eben auch in den Krieg ziehen sollen, um eben Paris insbesondere zu verteidigen.

Und dann sind die Gefängnisse nicht so gut bewacht und dann könnten ja die Gefangenen einem in den Rücken fallen. Was macht man? Man ermordet etwa 1.100 bis 1.400 Gefangene mit diesen Franzosen. Aber wer ist Mann? Wer von diesen Franzosen kann die ermorden? Die Nationalversammlung. Das ist ja ein wichtiger Bestandteil. Also quasi das Parlament. Es gibt diese Friedensparlamente da draußen, die meinen, im Sinne des Volkes zu sein, die vielleicht sogar eine Revolution erst ins Amt hievt und die dann sehr menschenunfreundlich die allerersten Sachen, die sie machen, wenn sie im Amt sind, durchführen.

Wir haben es ja schon gesehen, die wollten einen Krieg anzetteln, einfach nur um das Militär zu stärken. Und wenn sie merken, sie können halt die Leute nicht mit ihrer Propaganda zu einem Krieg zwingen, dann haben die erst mal die Crème de la Crème, Gefangene, für sich quasi zwangsverpflichtet und wenn die nicht wollten, hat man die hingerichtet. Welche Art von Gefangene das ist, weiß ich nicht, ob das jetzt Kriegsgefangene waren oder Verbrecher oder so. Crème de la Crème, nicht Kriegsgebrecher, also die Besten der Besten nimmt man. Genau, auf jeden Fall sieht man das so mit den Menschenrechten, die sie gerade erst erfunden haben, war es dann an der Stelle noch nicht ganz so toll. Nach dem Motto, das Recht des Gefangenen auf Leben oder so, ja, wenn es dann gerade nicht passend ist, dann zack, weg damit.

So, und jetzt hatten sie also ihre 30.000 Extrasoldaten und ein paar Monate später gab es eine spezielle Schlacht, die Kanonade von Valmy, die war dann sehr erfolgreich, sprich es gelang doch wieder erwarten, eben den Vormarsch von Preußen Österreich aufzuhalten. Und damit hatte eben das Revolutionsheer gesiegt. Und jetzt konnte man eine neue Verfassung machen. Und das war dann eben September 1792. Und das ist dann die erste französische Republik.

Und jetzt geht es dann ähnlich wie in England, so eine der ersten Aktionen, die diese Republik macht. 1993, wir sind ungefähr vier Monate nach der Gründung der Republik. Also jetzt kommen wir quasi in die erste französische Republik. Und was machen die? Als erstes erklären sie, dass der König Hochverrat begangen hat und er kriegt die Todesstrafe. Als zweites wird eine Kriegserklärung gegen England gemacht. Und weil die Engländer aber eben auch stark sind, braucht man noch mal 300.000 neue Soldaten.

Dann gibt es natürlich Tribunale, quasi es werden die Feinde gejagt in eigenen Land, Gegner und Verdächtige, dann werden Zwangsanleihen erhoben, dann braucht man ein Exekutivorgan, dann will man doch wieder eine neue Verfassung machen, dann gibt es wieder Leute, die sind unzufrieden, dann gibt es Revolutionäre, die sich dagegen verwehren, die gegen dieses Institut vorgehen, die werden natürlich hingerichtet, dann werden Leute enteignet, dann werden Spekulanten, kriegen die Todesstrafe, werden mit Korn spekuliert, dann werden Verdächtige verhaftet,

man fordert immer mehr Todesurteile, dann kommt die Inflation und man setzt auf einmal Preis-Obergrenzen ein. Und dann gibt es also an verschiedenen Stellen in und um Frankreich jede Menge Fronten, wo es richtig kocht. Dann gibt es Gesetze, dass grundsätzlich alle Systemkritiker Verbrecher sind. Dann gibt es Gesetze, dass die Gemeinden sich von der Religion los sagen sollen, was also eine Entchristianisierung soll stattfinden. Und dann gibt es einen, den Herrn

Robespierre, der ist so ein Rechtsanwalt und der ist so ein Gemäßigter und sagt, man soll schon die Extreme vermeiden und dass man eben auch quasi, wenn man den Gott schon nicht hat, es gibt vielleicht irgendein höchstes Wesen und führt dann ein Fest ein, was man da in Paris feiert, auf dem Champs de Mars, ein großes Volksfest, wo man das Fest des höchsten Wesens und der Natur feiert, alles ist wunderbar.

Aber dann auf einmal, schon kurze Zeit später, heißt es dann, wir müssen die Volksfeinde in einen größeren Rahmen definieren. Das sind nämlich nicht nur die, die irgendwas tun, sondern es sind auch schon die Propagandisten. Das heißt also, wer jetzt schon gegen die derzeitige Regierung sich äußert, der ist schon ein Volksfeind Und der kriegt auch gar keine Strafverteidigung, sondern der wird sofort bestraft. Und es gibt nur eine Strafe und das ist die Hinrichtung. Wenn nicht für uns ist, ist es gegen uns. Genau. Und dann hat man also schon innerhalb von nur drei Wochen oder vier Wochen alleine 1300 Todesurteile in Frankreich ausgesprochen.

Es gab auch schon vorher Straf-Expeditionen gegen Städte, wo irgendwelche Städte der Meinung waren, dass sie sich gegen die Regierung auflehnen wollen. Da hat man gleich Soldaten hingeschickt. Es gab Komplotte, die dann dagegen waren. Moral von der Geschichte, alleine in dieser Phase wurden 50.000 Leute hingerichtet. Es gab in den Bürgerkriegen ungefähr 200.000 Tote. Es gab ungefähr 500.000 Verhaftungen und ungefähr 300.000 Leute, die Hausarrest bekommen haben. In welchem zeitlichen Rahmen bewegen wir uns? Wir bewegen uns in einem Rahmen von 1792, von September 92 bis Juli 93. Das heißt innerhalb von zehn Monaten. Also innerhalb von zwei Jahren eigentlich. Noch mal ganz kurz die Bilanz.

50.000 Tote, 50.000 Hinrichtungen, 200.000 Tote in Bürgerkriegen, 500.000 Verhaftungen, 300.000 Hausarreste. Also diese neue Regierung da, was ist denn das eigentlich? Das sind jetzt die Überbleibsel der ursprünglich sehr menschenfreundlichen... Das ist die eigentliche Revolutionsbewegung gewesen, die ursprüngliche. Ja, aber sie ist ja erwachsen aus dem Nationalrat und aus der Nationalversammlung. Und da müssen wir uns ja wieder vor Augen führen, das ist dieselbe, die vorher eigentlich Menschenrechte und so weiter eingeführt hat. Und dann hören wir, dass die zur Umsetzung von eigentlich gar nicht mal mehr dieser Charter oder irgendeiner Beziehung zum König, sondern eigentlich mehr so zum Selbsterhalt, muss man richtigerweise sagen, weil wir merken, die sind von außen immer weiter unter Druck, schlagen die wütend um sich und wüten dann im eigenen Volk, indem sie sagen, entweder ihr seid mit uns oder ihr seid gegen uns.

Und durch diese ganzen Säuberungsmaßnahmen und Hinrichtungen ist natürlich der Widerstand deutlich kleiner geworden, als er vorher war im Volk. Und jetzt kommt aber ein Komplott von einer bestimmten Teilgruppe, die Termidurianer, was das für welche sind, das ist so eine Art Gesellschaftsklub gewesen und da waren Republikaner drin, da waren Antikleriker drin, also quasi Antikirchler und da waren Wirtschaftsliberale drin. So und die gehen jetzt gegen den Robespierre vor und seine Kumpanen, weil die waren ja Gemäßigte. So und in dem Moment, wo man die auch verhaftet und hinrichtet, gab es keine nennenswerte Opposition mehr in dieser Phase.

Die hatten jetzt ihr Ziel erreicht, dass sie die Revolution keine Gegner mehr hat. Sie konnten jetzt quasi autokratisch regieren, obwohl sie ja eigentlich ein Parlament hatten. Aber es waren alle widersprechenden Meinungen ausgelöscht worden. Keiner traute sich mehr was zu machen, weil die sich trauten waren tot. So und was dann doch noch sich bewegte, wurde dann eben weiterhin unterdrückt. So und jetzt hatte man quasi gewonnen und alle weiteren Aufschläge niedergeschlagen und dann kam aber

der Punkt, dass es dann nur ein Jahr später ging es dann doch wieder weiter. Das heißt, es haben sich doch wieder Leute neu organisiert und haben gesagt, so wollen wir nicht, nämlich Nämlich es wurden die Royalisten, also die Königstreuen, die waren jetzt erstmal gar nicht betroffen gewesen, weil man gegen alle anderen gekämpft hat. Und die machten jetzt einen Aufstand und da musste man natürlich gegen vorgehen. Dieser Aufstand, der dort stattfand, der wurde eben von dem Anführer der Truppen und das war in dem Fall der Herr Bonaparte, Napoleon Bonaparte, der hat eben dafür gesorgt, dass es dafür gestoppt wird.

Und jetzt konnte also an der Stelle eine völlig neue Regierungsform angesetzt werden. Und man hat dann ein Direktorium quasi eingeführt. Und dieses Direktorium war jetzt aber anders zusammengesetzt. Weil die Adligen hatten ja ihre Position bezogen, die Priester hatten auch ihre Position bezogen und alles, was noch nicht tot und enteignet war, hatte jetzt aber doch sich neu organisiert und dann gab es Leute, die damit auch Geld verdienen konnten.

Ja, und das war jetzt ein Teil des Bürgertums, die überlebt hatten, Großbürger, und die haben Teile dieses Direktoriums gebildet. Das heißt, es waren sozusagen die lachenden Dritten, nachdem sich alle anderen die Schädel eingeschlagen haben, blieben die dann als Krisengewindler sozusagen übrig, ja. Jetzt hast du vielleicht ein wichtiges Detail übersprungen, wo ist denn Robespierre in dieser ganzen Nummer? Dieser Mann, der als Gemäldigter begonnen hat, der dann gesagt hat, wer nicht für uns ist, der ist ja eben von den Thermodirianern verhaftet und hingerichtet worden. Ja, das ist ein wichtiges Detail. Ich wusste das bereits. Die meisten Leuten wird das vielleicht sogar ein Begriff gewesen sein, aber diejenigen, die das doch noch nicht kannten oder wieder vergessen haben, es kann durchaus also auch sein, dass die Revolution ihre eigenen Kinder frisst. Daher kommt dieser Ausspruch, diejenigen, die sie maßgeblich nach vorne geführt haben, die vielleicht auch wirklich Idole, in Anführungszeichen, geworden sind dieser Bewegung, erliegen ihr dann ganz oft, wenn sie halt dementsprechend ihre Zeit so ein bisschen halt überstrapazieren, die Zeit, die sie nicht selbst angenommen haben.

Naja, jedenfalls ein neues Herrschaftssystem bricht jetzt an, das Direktorium. Das hat jetzt also mit den Verfassungsrechten, mit den Grundrechten nichts zu tun. Wir sind jetzt in 1795. Es gibt die Royalisten, die was machen wollten, das hatte ich ja erzählt. Und dann nachher gibt es aber von diesen Direktoren, die führen ja ein neues System ein und dann gibt es Wahlen. die führen dazu, dass die Royalisten, die eine Minderheit darstellen, so stark gestärkt werden,

dass schon wieder Gefahr besteht. Und zwar derart, das ist 1797, also wieder zwei Jahre später, dass sogar von den Direktoren, die haben nur fünf, drei mit den Royalisten paktieren. Das heißt, aus den Leuten, die sich vorher gegen die Royalisten verwehrt haben, sind drei, die jetzt mit denen zusammenarbeiten wollen. Und es geht jetzt darum, dass man einen Staatsstreich machen will, also mal wieder, Entschuldigung, das habe ich falsch gesagt, die drei der fünf Direktoren wollen mit dem Generalen einen Staatsstreich der Royalisten verhindern, so habe ich das falsch formuliert gehabt.

Ich habe das auch so im Gefühl gehabt, dass der Hang zum klassischen monarchisch dominierten System so stark war, dass trotz dieses massiven Drucks der Revolution, die mehrere Anläufe gebracht hat, um in Anführungszeichen dieses klassische Denken eben abzuschütten. Und dafür ist das jetzt ein weiteres Symptom oder Beispiel. Also es gibt einen Staatsstreich, der mal wieder geplant ist. Genau, wieder Staatsstreich getan. Also es gab insgesamt dann noch weitere Staatsstreiche. 98 gab es einen Versuch, 99 gab es einen Versuch. So und die Folge all dieser Staatsstreiche ist, dass am Ende der Herr Bonaparte, Oberbefehlshaber der Pariser Truppen ist und der hat dann die Faxen dicke, aus welchen Gründen auch immer und sagt, er zwingt jetzt das jetzige Parlament mit den zwei Kammern, die vorhandene Verfassung abzuschaffen.

Ja, und er wird jetzt, Herr Bonaparte, macht jetzt ein eigenes Kollegium auf mit drei Leuten und da ist er der Erste von. Das heißt, wir haben jetzt also innerhalb von wenigen Jahren mehrfache Regierungsformen dort, die alle immer nur mit Krieg und Gewalt und Umstürzen zu tun hatten. So und zu guter Letzt kommt also quasi ein Soldat oben auf und erklärt dann in der neuen Verfassung, die Revolution ist beendet. Das hatten ja schon seine Vorleute, die Thermodirianer gesagt, die Revolution ist beendet, aber sie war eben noch nicht beendet, weil eben die Königstreuen doch noch was versuchten.

Ja, so und jetzt aber wird sie für beendet erklärt, so und die normalen Bürger kann er auch für seine Seite gewinnen, weil er sagt, die ganzen Vermögensverhältnisse, die all diesen Wirren ergeben haben, die werden jetzt nicht wieder rückgetauscht, ja, kann man ja vielleicht auch gar nicht, weiß man gar nicht, wem was gehörte, wer verstorben ist und und und, sondern wir machen jetzt einen Status Quo, alles bleibt so wie es ist, wer was hat, der ist jetzt Eigentümer von dem, was er hat, ja, und da kann jetzt keiner sagen, du hast mir das geklaut oder so, ja, sprich, das ist alles, Das wird jetzt für nichtig erklärt. Und Herr Bonaparte ist jetzt quasi der oberste Politiker.

Er ist noch kein Alleinherrscher. Er ist noch kein Alleinherrscher. Formell gibt es zwei, die neben ihm sitzen. Genau, die neben ihm sitzen. Aber er hat sie ja eingesetzt, indem er die Herrschaft herbeigeführt hat. So ist es. Und hinter ihm steht das Militär. Und es war ja auch hier so, dass der Katholizismus ja teilweise in einer der Phasen abgeschafft werden sollte. Das hat ja schon die Nationalversammlung versucht. Und der Napoleon führt jetzt wieder den Katholizismus ein als Religion der Franzosen, aber nicht zwanghaft. Das heißt, man kann auch ein Protestant sein.

Aber noch ein paar Monate später sorgt er dafür, dass der Staat auch über die Religion jetzt endgültig herrscht und daraufhin folgt dann die nächste Aktion zwei Jahre später. Er führt ein bürgerliches Gesetzbuch ein, den Code Civil. Nachdem das dann eingeführt ist, dann ernennt er sich selbst zum Kaiser der Franzosen, Napoleon I. Welches Jahr ist das? Das ist 1804. Okay, Gut, also wir müssen jetzt sagen, in deiner Spanne, bist du am Ende von Frankreich?

Im Prinzip schon, ja. Na, dann führ es erstmal zu Ende und dann... Also im Prinzip kann man sagen, dass die Revolution aus wirtschaftlichen Gründen stattgefunden hat und auch weil der Zeitgeist sich verändert hatte, weil eben die Aufklärung ja da war, man will was besser machen, die Vernunft soll regieren und nicht nur die reine Macht und die Erbmonarchie. Das führte dann aber zu verschiedensten Bestrebungen revolutionärer Art. Und dieser Ständestaat, der wurde abgeschaffen. Es gab keine drei Stände mehr, Adel, Klerus und alle anderen. Das war weg.

So, der Aufklärungsgeist war da, die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte war vorhanden, auch wenn sie in diesen ganzen Revolutionswirren überhaupt keinerlei Bedeutung hatte. So, aber sie war die Grundlage für die Unabhängigkeitserklärung in den USA. Das darf man nicht vergessen. Und sie ist auch die Grundlage für die UN-Menschenrechtskonvention. Es hat also unheimlich starke gesellschaftliche Veränderungen gegeben in Frankreich, auch im wirtschaftlichen Bereich. Die Zünfte wurden abgeschafft, die Gilden wurden abgeschafft, das Leistungsprinzip wurde eingeführt. Und was auch jetzt endgültig war, dass Staat und Religion voneinander getrennt wurden.

Dann natürlich muss man sagen, es war ähnlich wie vorher mit England. England war ein Vorbild für andere Länder mit seiner Revolution und jetzt wurde Frankreich noch ein viel größeres Vorbild für alle anderen nach dem Motto, guck mal, hier hat ja das Volk die Revolution gemacht. Aber hat das Volk tatsächlich die Revolution gemacht? Das ist eine Frage, die wir vielleicht diskutieren können. Und vor allen Dingen unser Verständnis von moderner Demokratie, der resultiert genau daher, dass wir sagen, ja, das ist Demokratie. Was England macht, das ist Demokratie.

So, aber ist es das Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit, wenn schon allein in einer Phase 50.000 Leute in 10 Monaten umgebracht werden, wenn es Bürgerkriege sind mit mehreren hunderttausend Toten, wenn sich keiner an Gesetz und Ordnung hält, wenn das gerade gewählte Revolutionsparlament als erstes Krieg führen will, nur um seine Macht zu stärken, wenn die Meinung unterdrückt wird und und und und. Also das ist Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in französischer Geschichte.

Gut, also ich glaube, da greifst du schon etwas vor in die Analyse, aber es sollte, denke ich mal, jedem, der zwischen den Zeilen gelesen hat, klar gewesen sein, was sie sich auf die Fahnen schreiben, unter welchem Motto sie hier ihre Propaganda versprühen. Da müsst ihr immer ganz genau prüfen, ob es denn auch in der Realität tatsächlich so Bestand hat oder ob man sich das entsprechend nur aufs Werbebanner packt, um das dann schön zu reden, was ansonsten eine sehr blutige und turbulente Angelegenheit war. Ich glaube, das haben wir gesehen, ja, von 1789, als es noch eine Monarchie gab in Frankreich, ja, bis hin zu 1805, glaube ich, ne, ein eigentlich Soldat, ja, krönt sich selbst zum König, Kaiser ist er dann auch noch, zum Kaiser, ne, König war ihm nicht genug, er wollte Kaiser sein und das war nur der Anfang von Napoleon Bonaparte, ne, wir gehen jetzt nicht darauf ein, wie er zweimal ganz Europa quasi im Alleingang erobert hat, in Folge von all dem, aber nichtsdestotrotz, ich denke mal, man sollte erkannt haben, es war eine sehr tumultreiche Zeit,

Zeit und bis heute immer noch Vorbild für Revolutionen, die man so im Kopf hat, wenn man eben an Revolutionen denkt. Wohlgemerkt, Uwe hat richtigerweise aber differenziert. Es gab eine erste Phase, das ist dieser Vorlauf zu all dem, als man das vorgeplänkelt, das wirtschaftliche unter anderem auch, dann diese Zeit des Terrors, wo es wirklich um sich gewütet hat, das ist das, was die Leute klassischerweise mit Revolutionen verbinden, wobei die, wie gesagt, sehr viel länger gedauert hat als nur die Phase der Guillotine und im Nachgang Wie gesagt, dieses Etablieren von eigentlich einem Militärregime, aber unter dem Deckmantel von einer gewissen, sage ich mal, Volksgewollten, ja, wie sagt man da, Ruhe, die eingekehrt ist nach eben entsprechend dieser ganzen tumultartigen Zeit, haben wir auch heute immer noch. Heute nennt man das Hunter, die irgendwo einfach mal mit Waffen einmarschiert und dann sagt, wir bestimmen jetzt den Ton, weil was auch immer die hier demokratisch nicht hingekriegt haben, regeln wir jetzt einfach mit Waffengewalt.

Ja, also in Frankreich war das schon recht tumultartig. Und jetzt springen wir 100 Jahre.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Revolutionen Teil 2 - Die (drei) französischen Revolutionen von 1789 - 1799 und Napoleon Bonaparte“, Die Welt Klar Sehen, 14.01.2022.

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Zweiter Teil der Revolutions-Reihe (Säule 1, Welt & Macht): die Französische Revolution in drei Phasen von 1789 bis 1799 und der Aufstieg Napoleon Bonapartes bis zur Kaiserkrönung 1804. Im Mittelpunkt steht die These, dass das Revolutionsparlament rasch in Terror, Krieg und Selbsterhalt umschlug.

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