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Trucker-Konvoi in Kanada - erste Kommentare / Metaanalysen05.02.2022

PROTEST - ANALYSE

Abschrift

Abschrift des Videos vom 05.02.202257 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Gast

Klar sehen, clever denken, frei handeln. Der aus der Ferne jetzt gerade zugehört, ich muss dich nicht mal lange vorstellen, du bist Klardenker Uwe, du hast deinen eigenen Kanal, die Welt klar sehen, sieht man auch bei dir da oben rechts. Du bist Analyst, du bist mein strategischer Counterpart so ein bisschen. Was du jetzt gehört hast, was macht das für einen Eindruck? Macht das einen soliden Eindruck? Hast du das Gefühl, das ist jetzt keine Schnellschussaktion, hast du das Gefühl, das ist ernst zu nehmen, diese Bewegung, die sich da gerade entfaltet in Kanada?

Uwe

Ja, also erstmal schönen guten Abend, auch Gruß an Wolli nach Kanada. Ja, ich habe die Sendung natürlich verfolgt und ich finde, was beide kanadischen Kollegen gesagt haben, hört sich für mich doch recht substanziell an. Da scheint doch ein Punkt erreicht zu sein, der der kanadischen, ich sag mal, Volksseele sozusagen jetzt so ein bisschen auf dem Ja, auf der Haut brennt. Sprich, da ist jetzt ein Punkt erreicht, wo die Leute wohl anfangen aufzuwachen. Natürlich ist klar, dass der erste Widerstand, der auch wenn er jetzt groß ist, natürlich lange genug durchhalten muss, weil er sonst ja ausgehungert wird. Also insofern, die Frage, die du vorhin gestellt hast, ist jetzt nach der zweiten Woche oder am zweiten Wochenende, ist dann womöglich Feierabend oder nicht? Das ist sicherlich die Gretchenfrage.

Gast

Aber also einerseits natürlich, wir zwei, wir sind ja so ein bisschen berühmt-berüchtigt dafür, manch einer kritisiert uns ja auch, dass wir immer wieder so dazwischengrätschen, dass wir immer wieder aufkeimende Hoffnung zerstören müssen, weil wir sagen, Leute, ihr habt das nicht durchdacht, ihr habt das nicht durchgerechnet, ihr habt das im Prinzip wirklich leider Gottes nur so auf Enthusiasmus schwimmen lassen. Aber ist es jetzt verfrüht, schon zu sagen, das ist ein Make-or-Break-Moment, jetzt unbedingt dieses Wochenende? Oder brauchen diese Dinge einen Vorlauf, einen Anlauf, den wir vielleicht gerade jetzt beobachten? Was glaubst du?

Uwe

Also das, denke ich, ist schwer zu beantworten.

Gast

Lass mich, Uwe, ganz kurz, warte, ich habe eine bessere Form dieser Frage. Müssen damit solche Dinge, solche Bewegungen, solche Massenproteste erfolgreich sind, müssen die aus dem Stand zünden, um erfolgreich zu sein? Oder ist es teilweise denkbar und vielleicht sogar notwendig, dass die eine Vorlaufzeit brauchen? Das ist die Frage.

Uwe

Die Frage ist ja historisch schon beantwortet. Ich erinnere mich daran, als wir vor drei Wochen über die Revolution gesprochen haben. Gerade bei der russischen Revolution waren es ja die Werftarbeiterproteste, die in Leningrad angefangen haben und dann relativ schnell im Schneeballeffekt das ganze Land erfasst haben. Das heißt, da haben wir ein Beispiel. Ich glaube, bei der... In der polnischen Arbeiterbewegung war es ähnlich gewesen. Das waren übrigens ja auch Werftarbeiter. Das heißt, ich glaube, grundsätzlich ist es schon möglich, dass es aus dem Stand gehen kann. Aber es geht nur dann aus dem Stand, wenn auch breitere Bevölkerungsmassen erreicht werden. Da stellt sich die Frage, ist also die Triebkraft der Akteure, in dem Fall jetzt der Trucker, ist die groß genug, kriegen die genug Unterstützung und kann diese Unterstützung auch statt nur ein oder zwei Wochen auch vielleicht ein oder zwei Monate oder gar noch länger dauern. Oder tauchen dann Ermüdungserscheinungen auf und dann ist die Sache auch wieder erledigt.

Gast

Also was natürlich hilft, ist, wenn man den Rückhalt hat der Bevölkerung, weil genauso wie der Staat Ressourcen hat, auf die er zurückgreifen kann, um möglichst den längeren Atem zu haben, können jetzt auch die Leute im Land, in Kanada und vielleicht ja sogar auch über die Grenze hinaus Unterstützung finden. Was glaubst du, wer hat denn eigentlich die größeren Ressourcen? Ist so eine Frage, die sich mir gerade aufdrängt vor diesem Hintergrund. Also wer hat mehr Power oder was auch immer es braucht, um halt länger durchzuhalten? Sind das die, was weiß ich, Depots an Öl, zu denen irgendwie nur die Oligarchen im Land Zugang haben, die halt eben dann auf der Seite der Regierung verortet werden müssen? Oder sind da, meinetwegen muss man jetzt gucken, nein, eigentlich, was weiß ich, allein die Reserven in allen Tankstellen, wo man jetzt aufhören würde, Regierungsfahrzeugen, was weiß ich, Sprit rauszugeben. Allein was da gebunkert ist, das ist so viel mehr. Das ist jetzt eine hypothetische Frage, aber einfach nur, wie würdest du das verorten? Wer hat mehr Ressourcen im Land? Das Volk oder die Regierung?

Uwe

Also letztendlich hat die Regierung immer mehr Ressourcen. Das sehen wir ja in denjenigen Staaten, wo eben Diktaturen sind, wo irgendwelche Alleinpotentaten sind und mit knallharter Militär- und Geheimpolizeigewalt jeden Widerständler ausrotten. Und wenn irgendjemand dann dort mal einen Konvoi überfällt und sagt, ich brauche jetzt mal wieder 50.000 Liter Benzin oder drei LKWs mit Nahrungsmitteln, dann wird an der nächsten Ecke... gleich eine Gemeinschaft oder einen Ort mit 100 Häusern ausgelöscht, um dadurch die Widerstände zu diskreditieren. Man darf nicht vergessen, dass zum Staat eben auch das gesamte Militär gehört. Und das Militär ist von seiner Bestimmung her darauf ausgerichtet, in schlechten Zeiten gut klarzukommen. Das heißt, die haben ihre eigenen Depots, ihre eigene Nahrungsmittelversorgung, ihre eigene Kraftstoffversorgung. Die sind nicht darauf angewiesen, auf irgendwelche Tankstellen. Das heißt, ein Staat, wenn er sich auf seine militärischen Kompetenzen und seine Polizeikraftkompetenzen verlässt, kann er die Bevölkerung in Geiselhaft nehmen. Die Frage ist nur, ob... dass moderne westliche Staaten bereit sind, das zu tun. Ich glaube, technisch könnten sie es tun, aber ich bezweifle, dass der politische Wille dazu besteht.

Gast

Was du beschreibst, müsste eigentlich politischen Selbstmord signifizieren, weil mal eben so nebenbei irgendwie so zwei, drei Dörfer auszuruadieren oder auch nur eine Kleinstadt, um so ein bisschen den Breiten zu markieren, um mal wieder so einen Volksaufstand so richtig in die Schranken zu weisen. Ich glaube, das kann sich selbst so ein gut aussehender Premierminister wie Trump, wollte ich schon sagen, Trudeau wahrscheinlich gar nicht leisten. Aber daran sieht man mal wieder die Qualität an Fragen, die wir zusammen erörtern. Weil ganz viele Leute, die auch jetzt hier im Chat dazuschauen, die haben ja jetzt ganz viel Hopium getankt. Das nennt man dieses hoffnungsvolle Element, von dem man denkt, jetzt wird es auf jeden Fall kippen. Aber dazu, da müssen ja sehr, sehr viele Faktoren ineinander greifen.

Uwe

Das sehen wir noch ganz aktuell, zum Beispiel seit Jahrzehnten in der Türkei, wo ständig gegen irgendwelche Völker, die da im Osten wohnen, die Zentralregierung mit Kampfhubschraubern anrückt. Die Kurden meinst du, glaube ich? Die Kurden, genau. Die Kurden sind ein Staat, die sind auf drei verschiedene Länder verteilt und von allen dreien werden sie mehr oder minder bekämpft. Das heißt, die sind äußerst tapfer und können nur deswegen nicht besiegt werden, weil es eben gebirgiges Gelände ist, was man nicht erobern kann auf Dauer. Aber gewinnen können sie auch nicht, weil sie eben nicht über diese Ressourcen verfügen, weil der Staat es sich leisten kann, über Jahrzehnte hinweg Krieg zu führen.

Gast

Über Jahrzehnte, liebe Freunde, hat sich da nicht versprochen. Und das ist ein Staat wie die Türkei, die weiß Gott auch andere Probleme haben, also Stichwort Inflation. Ganz oft gewinnt man ja Kriege, da gibt es ja glaube ich auch so einen Ausspruch, gib mir nur Kontrolle über die Währung eines Landes und ich zwinge eben jedes Land in die Knie. Also die Türkei, die belehrt diesen Spruch gerade im Prinzip der Unwahrheit, weil die haben weiß Gott Probleme mit der Inflation. Und trotz allem ist, was Uwe sagt, bei denen immer noch möglich, dass die halt die Kurden da wirklich mit eiserner Faust eben niederschlagen. Und egal wie mutig die sind, es gibt einen Status Quo, der ist dort unbewegt. Und das schon, ja eigentlich seit ich von Kurdenkonflikt gehört habe, habe ich nie gehört, dass eine Seite irgendwie da die Oberhand gewonnen hätte.

Uwe

Ja, aber ich glaube nicht, dass das in den westlichen Staaten so ist. Also unsere West... Anders als in solchen Staaten, wo nur eine kleine Gruppe herrscht, beziehungsweise ein einzelner Mann, sind wir in den westlichen Ländern doch mehr auf Parlamentarismus gezwungen. eingenordet. Das heißt, es gibt sehr viele Leute, die gerne auch Posten behalten würden. Und in dem Moment, wo die sich derart unbeliebt machen bei der Bevölkerung, dann laufen sie Gefahr, ihre Posten nicht zu kriegen. Sprich, bei uns gibt es ja noch dieses Institut, dieses Wahlinstitut, man darf wählen gehen. Und dass eben alle Maßnahmen einen demokratischen Rahmen bekommen, ob das dann tatsächlich Demokratie ist oder nur eine Scheindemokratie. Das ist eigentlich jetzt mal dahingestellt. Bei uns muss es immer so sein, dass alles gesetzmäßig ist. Diktatoren, die sagen, mein Wort ist gesetzt und morgen ändere ich einfach meine Meinung und dann ist das eben Gesetz. So ähnlich, wie wir es jetzt neulich in Deutschland hatten, wo das RKI dann von einem Paar auf den anderen den Genesenenstatus ändert. So könnte das in der Diktatur über Nacht dann auch geschehen, dass dann der Potentat am Morgen aufwacht und sagt, ach, jetzt wollen wir mal alles ganz anders machen. Das geht in der Demokratie eigentlich nicht, sondern da müssen die ganzen Maßnahmen immer mit gesetzlicher Gewalt legitimiert werden.

Gast

Mit einer Rechtmäßigkeit auf Basis von existenten Gesetzen. Genau.

Uwe

Und in dem Moment, wo in den westlichen Ländern die Staaten so rabiat vorgehen würden, offenkundig rabiat, mit offener Militärgewalt im Inland, was ja meistens gar nicht erlaubt ist in den westlichen Ländern. dann würde man seine politische Popularität verlieren. Das heißt, dann würden diese Politiker ihr eigenes Narrativ, wir sind ja Demokraten, würden sie selber beerdigen. Und deswegen glaube ich, das wird man nicht machen. Theoretisch und technisch wäre das möglich, aber praktisch halte ich das nicht für wahrscheinlich.

Gast

Okay, jetzt muss ich den Kanadier hier im Raum oder den Wahlkanadier zumindest befragen, lieber Wally. Das war eine Frage, die kam die ganze Zeit auch aus dem Chat, also Stichwort auch Militär. Wir haben es jetzt eben gerade gehört, Uwe hat es angesprochen. Hast du das Gefühl, die sind drauf und dran, diesen Joker zu ziehen und zu sagen, die verhängen jetzt, weil die Legitimation, die rechtlich ja hätten sie ja. Die verhängen, glaube ich, zum dritten Mal in der Geschichte Kanadas eben das Kriegsrecht und holen dann das Militär auf die Straßen von Kanada. Siehst du das kommen? Siehst du das vielleicht schon dieses Wochenende passieren? Nee, glaube ich nicht. Also die werden es weiterhin versuchen, mit der lokalen Polizei und mit dem RCMP Druck auszuüben. Das Militär jetzt schon einzusetzen, glaube ich nicht. Ich denke, das letzte Mal, dass sie Militär eingesetzt haben innerhalb Kanadas, war irgendwann in den 80er Jahren in Quebec. gegen einen Indianerstamm jetzt noch mal kommt in ottawa gegen die truckfahrer und Mit Militär? Nee, halte ich für unwahrscheinlich.

Uwe

Ich habe auch noch eine Frage an den Wally. Bei uns in den Medien wird unter anderem auch besprochen, dass die Trucker-Bewegung aus den USA gesponsert wird. Also ihr habt ja da so einen Geldpott mit 10 Millionen Dollar oder so, und der ist ja, soweit ich gelesen habe, jetzt geschlossen worden. Was soll ich mir denn darunter vorstellen? Wo kommen denn 10 Millionen Dollar her? Und B, ist es tatsächlich auszuschließen, dass amerikanische Aktivisten oder Geldgeber Interesse an der kanadischen Widerstandspolitik haben?

Gast

Also letztendlich darf man die wirtschaftliche Vereinigung zwischen beiden Ländern nicht vergessen. Wir sind gegenseitig die größten Kunden, Lieferanten, wie auch immer. Unser Wirtschaftssystem beruht auf unseren eigenen Ländern. Sponsoren, ja. Jeder, der interessiert ist an der Wirtschaft, ist daran interessiert, dass diese Demonstration von den Truckfahrern Erfolg bringt. Ich weiß zum Beispiel, Elon Musk hat gespendet Ich glaube, es waren 46.700 Dollar. Für ihn ist das ja Taschengeld, nicht mal. Das verdient man ja an einem Tag, wenn überhaupt.

Uwe

Das ist ein Frühstücksgeld.

Gast

Ja, genau. Und so ein Trinkgeld für die Kellnerin fand ich grundsätzlich schon mal gut. Ich meine, dass überhaupt so eine Art von Geste kommt. Es spricht eigentlich für ihn. Er versteht den Sinn und den tieferen Sinn dahinter, warum genau die Truckfahrer das jetzt machen. Tja, was soll ich dir sagen? Also ich denke... Wir wissen nicht, ob es organisch ist, natürlich. Das ist ja auch die Frage, die ich vorhin hatte und auch an Martin gestellt habe. Es ist ja einmal unterwandert worden schon mal und man kann ja auch finanziell unterwandern, wenn man zum Beispiel dann merkt, hups, ja, auf einmal, selbst wenn dieses Geld dann irgendwann ausgezahlt wird, diese 10 Millionen, die hier eingesammelt worden sind, ja, und dann stellt sich heraus, meinetwegen der größte Geldgeber oder was weiß ich, alle Geldgeber sind auf einmal jetzt Nazis oder so. Die müssen ja nur auf irgendeine Art und Weise geframed werden von den Medien. dann ist das ja Dirty Money, dann darf man es ja nicht mehr anfassen und dann heißt das ja schon, schon allein aus ethischen Gründen ist dieses Geld in Anführungszeichen verpufft. Aber die nächste, sehr viel, sag ich mal, naheliegendere Frage ist ja offensichtlich, kann man hier durch politischen Druck diese Gelder eben einfrieren? Und jetzt muss man halt kreativ werden und muss andere Mittel und Wege finden, diesen Protest am Laufen zu halten. Und Uwe, bist du da überrascht, dass dieses, ich muss es doch so nennen, logistische Meisterwerk, 50.000 Trucks, ad hoc über Nacht jetzt so, sage ich mal, doch am Laufen zu erhalten, 7000 Dollar jeden Tag irgendwo aufzutreiben, dass das denen gelingt, dass man jetzt zum Beispiel auch Berichte hört, die Kriminalitätsrate ist gesunken, seit die in der Stadt sind, die Obdachlosen haben mehr zu essen als je zuvor, der Müll wird eingesammelt, pipapo, also bist du da wenigstens ein Stück weit, du bist ja sehr schwer zu beeindrucken, aber bist du da beeindruckt, dass die dieses logistische Meisterwerk hinbekommen?

Uwe

Ja, also das finde ich schon doch wirklich beeindruckend, dass das gelungen ist. Und die Tatsache, dass das gelungen ist, weist ja auf zwei Sachen hin. Erstens, dass eben ein weit verbreitetes Bedürfnis danach bestand, also eine weit verbreitete Unzufriedenheit zumindest in dieser Trucker-Szene vorhanden ist, die eben quasi darauf gewartet hat, dass irgendjemand mal einen Anfang macht. Und der zweite Aspekt ist, dass offensichtlich die Organisatoren da relativ pfiffig waren, dass sie wahrscheinlich das auch schon längere Zeit vorbereitet haben und ihre Pappenheimer, wie wir ja in Deutschland sagen, gut kennen. Man muss natürlich die Kommunikation aufrechterhalten. Okay, die haben natürlich die Funkverbindung untereinander, aber wenn mehrere hundert oder mehrere tausend oder gar zehntausende sich bewegen, muss doch trotzdem irgendjemand die strategische Führung haben. Das heißt, dieses Führungsteam, da würde ich sagen, da können sich die Protestler in Deutschland aber drei Scheiben von abschneiden.

Gast

Und vor allen Dingen, eines kriege ich immer noch nicht zusammen, Wally, vielleicht kannst du mir da helfen, weil einerseits hört man die ganze Zeit, vielleicht auch aus strategischen Gründen, man sagt, die ganze Sache wäre so dezentral wie möglich organisiert. Da gibt es keinen, der einen Hut auf hat. Dann sehe ich in meinem Stream den Martin und der hat jetzt im wortwörtlichen Sinne einen Hut auf und sagt auch, er muss zu einem Orga-Team, also zu einer Besprechung, zu einem Meeting hingehen. Also gibt es sie vielleicht doch im Hintergrund? Ich sage es ja mal nicht unbedingt irgendwie Anführer oder Organisatoren, aber Menschen, die sich mehr reinhängen als andere, die dann tatsächlich halt doch mehr bewegen, damit das nicht auseinanderfällt. Ich meine, Martin hat ja gerade schon das Beispiel gebracht, dass er fünf deutsche Fahrer zusammengezogen hat innerhalb von Ottawa, um die Statue zu schützen und auch wieder in Ordnung zu machen. Ob er sich selber als Leader bezeichnet, denke ich eher nicht. Ich würde eben auch dieses Prädikat nicht anhängen wollen. Es sind alles Freigeister, die sich zusammengeschlossen haben. Und das, denke ich, ist die Stärke. Du hast jede Menge Gewinner, die alle dasselbe Ziel verfolgen. Und du kannst kein einziges Ding festmachen und sagen, du bist da jetzt der Kopf der Bande. Das geht einfach nicht. Und das ist dieser große Vorteil der Bewegung. Gab es schon, also das ist auch schwierig, das wirst du aus der Ferne gar nicht beantworten können, aber vielleicht hast du es von Martin irgendwie mal gehört, lieber Wally, gab es Momente von Konflikten mit der Polizei, wo zum Beispiel auch andere Trucker sich stark gemacht haben für einen der ihren und vielleicht auch verhindert haben, dass einer da, weggezogen worden ist, dass er da irgendwie verhaftet worden ist. Also gibt es Momente der Solidarität, wo man sagt, wir stehen füreinander auf, weil meines Wissens oder meiner Meinung nach wird es das brauchen, weil ansonsten gerade hier in Deutschland, wir haben so ein bisschen diese Kultur, Leute stehen drumherum auf Demonstrationen und rufen schäm dich, schäm dich, dem Polizisten entgegen, aber keiner macht was. Also hast du gehört von Momenten von diesem Civil Disobedience, diesem zivilen Ungehorsam, wo Trucker füreinander aufstehen? Ich könnte dir kein explizites Beispiel nennen. Tut mir leid, also weiß ich nicht. Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Polizeibeamten, die im Einsatz sind, zu einem sehr, sehr großen Anteil sehr respektvoll mit den Demonstranten umgehen, auf eine sehr friedliche Art und Weise. Ich könnte aber kein Beispiel nennen, wo ein Übergriff stattgefunden hätte. Kann ich nicht. Das ist ja aber dann auch wiederum positiv zu werden. Das bedeutet, es gibt ja zumindest Hoffnung, dass die Polizei ja irgendwann mal vielleicht nicht überläuft, aber zumindest toleriert. Hast du das Gefühl, die Polizei toleriert, was da passiert? Oder hast du sogar das Gefühl, die wanken innerlich und könnten sich tatsächlich in ein, zwei Tagen anschließen? Ja, auf jeden Fall. Also es gibt mittlerweile auch hier Bewegungen, die nennt sich Stand for Weh. Das sind meist ehemalige Polizeibeamte, die aus dem Dienst genau wegen der Mandate rausgegangen sind oder schon allgemein berentet wurden, die sich halt gegen das System stellen und sich auf die Seite der Demonstranten stellen.

Uwe

Also diese Aussage finde ich gut nachvollziehbar. Ich meine, wir sitzen uns hier in der Ferne und nicht in Kanada, logisch. Aber wenn ich mir die Videos anschaue, wie es in Ottawa selber aussieht, sodass also dort an vielen Straßenkreuzungen im LKW stehen und nicht nur an den Straßenkreuzungen. Das heißt, alleine diese Tatsache, sodass die Stadt Ottawa das überhaupt zugelassen hat. Man hätte ja auch den Konvoi vor der Stadt stoppen können. Man hätte Straßensperren machen können und jeden, der die Straßensperre durchbricht, sofort entsprechend verhaften können. Kann man sicherlich tun. Sprich, man kann dann auch Barrikaden aufbauen, die auch von LKWs nicht durchfahren werden können, zum Beispiel, indem man doch die Schützenhilfe von Seiten des Militärs holt, wenn die dort ein paar... Spezialbarrikaden oder Panzer aufbauen und sei es nur als Hindernisse, dann werden da Tracker auch nicht mehr viel machen können. Das heißt, ich finde es signifikant, dass die Stadt Ottawa das überhaupt so weit hat kommen lassen. Und nun kann man sagen, okay, das mag vielleicht daran liegen, dass Herr Trudeau ein junger Mann ist und nicht so die richtige Erfahrung hat, was alles passieren könnte in Revolutionen und in Aufständen. Das mag sein, aber die Polizeiführung, die sollte das eigentlich schon wissen, was möglich ist und entsprechende Vorbereitung treffen. Und dass sie das nicht getan hat, glaube ich, könnte mal als Indiz deuten, dass die Polizei nicht ganz...

Gast

Also von den sogenannten Organisatoren nennen wir sie so. Es wurden von Anfang an schon Gespräche geführt im Vorfeld, bevor die überhaupt nach Ottawa reingefahren sind. Das heißt, die haben mit der lokalen Polizei als auch mit der RCMP schon zusammengeschlossen und haben deren Vorhaben geschildert, haben von ehemaligen Polizeibeamten sogar Rückendeckung bekommen, insoweit, dass sie sich mit den Organisatoren zusammengeschlossen haben und deren Rechte mitgeteilt haben. Was darfst du tun als Demonstrant? wenn du einen Konvoi führen möchtest. Das ist alles im Vorfeld geregelt worden. Die haben für alles eine Erlaubnis gehabt. Ich denke, was die Regierung unterschätzt hat, war, dass die Leute wirklich bleiben. Ich denke, dass die Regierung wirklich gedacht hat, ja, lasse reinkommen. Lasse kommen am Wochenende, da ist sowieso nichts los. Bis Sonntagabend oder Montagmorgen sind die alle wieder weg. Ich denke, dass die das unterschätzt haben, dass der Wille so stark ist, dass die Leute wirklich dort blieben. Das ist das, was die Unternehmen tun.

Uwe

Aber wie kann das sein, wenn der Konvoi, der aus dem Westen kam, der hat ja mehrere Tage gebraucht, um da hinzukommen.

Gast

Die hatten schon die Vorwarnung, genau, darauf wollte ich auch kommen.

Uwe

Also insofern hätte doch die Polizei sagen können, okay, wir haben zwar das eine und das andere besprochen, aber aufgrund der aktuellen Ereignisse befürchten wir, dass das eskalieren könnte.

Gast

Das ist, Wally, du musst das verstehen, das ist die Strategie, die die bei uns immer fahren. Wir haben diesen Pre-Crime-Moment erreicht, wo egal wie gut du dich bei einem Kooperationsgespräch, heißt das in Deutschland, anstellst, wo die Organisatoren von zukünftigen Demonstrationen sich absprechen, wirklich alles organisieren, hundertfach Ordner nachweisen, ein Hygienekonzept und alles mögliche, wo die dann im letzten Moment eben verboten werden, weil man sagt, naja, man kann nicht ausschließen, dass die Demonstranten sich an alle diese wunderbaren Regeln nicht halten. Und deshalb stößt das Uwe und uns ein bisschen komisch auf, zu hören, dass die Kanadier so blauäugig einfach davon ausgegangen sind, dass man sich da an alles hält.

Uwe

Ja, und deswegen meine ich eben, also der Einwand von Wolli war ja richtig, dass er gesagt hat, ja, die haben sich vorher abgesprochen. Das war auch meine Kenntnis. Nur das hatte ich jetzt nicht formuliert, weil ich das quasi stillschweigend jetzt nur im Kopf gedacht habe. So, natürlich, das wäre noch eine ganz andere Situation gewesen, wenn das völlig un... unabgesprochen wäre. So, es war ja abgesprochen, okay, so, aber trotzdem war bei dieser zunehmenden, bei dieser zunehmenden Länge der Konvois, ja, musste damit gerechnet werden, dass es Probleme gibt, ja, und alleine nur Probleme mit der, ja, mit der Abfahrt. Also ich bin ja früher mal bei der Bundeswehr gewesen und ich weiß, wenn Ich war bei den Panzergrenadieren. Ich weiß nicht, wie das auf Englisch heißt. Ich war bei den Tanks irgendwas. Aber nicht die Fulltanks, sondern eben die kleineren. Und wenn dort dann wir Übungen gemacht haben, bei Manövern, dann war es so, dass wenn ein... eine Einheit mit 600 Fahrzeugen durch einen Ort durchfuhr, dann dauerte das sechs bis acht Stunden, bis der erste reinfuhr und der letzte rausfuhr. Und in der Zwischenzeit fielen bei den Leuten, die an der Straße wohnten, wo die Panzer durchführen, die Gläser aus dem Schrank. Wegen der Vibrationen. Das heißt, alleine die Marschbewegung, voranzufahren, zu wenden, nach links oder nach rechts zu fahren, das dauert nicht nur Stunden, das kann Tage dauern. Und deswegen ist es eigentlich für jedermann klar vorhersehbar, wenn da jetzt mehrere Tausend in die Stadt fahren, Die brauchen erstmal lange Zeit, um reinzufahren und noch viel länger brauchen sie, um rauszufahren. Und wie kann man dann als Polizei oder als Stadtverwaltung dann nicht zu der Schlussfolgerung kommen, dass das negative Auswirkungen auf das städtische Leben hat?

Gast

Naja gut, ich wiederhole es nochmal. Es ist ja so, dass sie auch auf den Autobahnen abgestellt wurden, auf den Highways. Und wurden da blockiert. Also sind ja nicht alle Teilnehmer wirklich bis in den Innenstadtbereich reingekommen. Die haben das ja vorher schon gestoppt, weil es einfach zu viel wurde. Das darf man ja nun nicht vergessen. Trotzdem schaffen die es nicht, die Leute zu brechen und die rauszukriegen. Noch nicht, muss man fairerweise sagen. Es ist kalt. Es ist kalt und sobald eine Ressource wegbricht, die brauchen einen Plan B. Also ich will dich jetzt überhaupt nicht irgendwie so hinstellen, lieber Wally, als wenn du jetzt für alles Antworten haben müsstest. Ich habe ja gesagt, wenn du drin bleibst, dann bleibst du leider der Buhmann. Wieso bleibt der der Buhmann?

Uwe

Bleibt die tolle Informationsquelle, die Geräte aus der Ferne.

Gast

Das ist richtig, absolut. Aber du siehst einfach, wir hier in Deutschland, wir haben es einfach, in Anführungszeichen, wir sehen halt die ganzen potenziellen Logiklöcher, diese Plotholes und wenn man vor Ort ist und den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, dann ist man natürlich auch gefangen im ganzen Hier und Jetzt. Aber ich muss schon auch dem Uwe so ein Stück weit recht geben, ich hoffe... die haben einen Plan B. Es wäre unfair, dich jetzt zu fragen, ob sie einen Plan B haben, aber ich hoffe, was auch immer Martin jetzt beschreibt oder bespricht mit seiner ganzen Truppe da hinten, dass das irgendwie auch inkludieren wird, eben die Frage, was ist denn, wenn uns jetzt morgen tatsächlich der Sprit eben ausgeht? Was ist, wenn wir nicht mehr in den Kirchen schlafen können? Was ist, wenn wir wirklich ein Sanitärproblem bekommen oder einfach nur, was Uwe beschreibt, eintritt? Nämlich, dass die Leute in Ottawa sagen, hör mal, wir sind jetzt sämtliche Gläser inzwischen in meinem Schrank zersprungen, langsam muss die Sache hier mal kippen. Und das weiß ich einfach nicht, weil das wäre ja auch zu viel gefordert. Guck mal, das sind ganz normale Menschen, das sind Trucker. Das sind jetzt nicht unbedingt die cerebralsten Strategiker dieser Welt. Die sind on the road again, I just can't wait to get on the road again. Und dann fahren sie halt ihr Ding von A nach B, das sind jetzt nicht die größten Denker. Das finde ich sehr unverschämt, so was zu sagen. Nein, nein, bitte verstehe das nicht falsch. Walter, ich sage nicht, das sind dumme Menschen. Überhaupt nicht. Ich sage einfach nur, in dem Job, den Sie bis jetzt gemacht haben, haben Sie, und den haben Sie ja gut gemacht, mussten Sie ja keine Kriegsführung machen. Und Gott sei Dank, das ist ein friedlicher Job. Und ich freue mich darüber. Aber wir sind ja jetzt in einem Krieg. Du weißt gar nicht, wie viele Ex-Militär in diesem Bereich als Lkw-Fahrer tätig sind. Und das sind nicht wenig. Das ist gut zu wissen. Okay, das ist eine neue Info für mich. Also du sagst, bei diesen Truckern sind viele Menschen dabei, die haben eine Veteranengeschichte. Richtig. Wir haben da auch Leute bei, genauso wie man das aus den amerikanischen Filmen kennt oder von Geschichten her. Das waren ehemalige Ärzte, Millionäre, was auch immer, die alles verloren haben. Die haben keine Tellerwäsche gemacht. Die haben irgendwie die Möglichkeit gehabt, als LKW-Fahrer anzufangen und haben wieder von Null angefangen. Wie nennen wir das so schön in Englisch? All walk of life. Alle der sozialen Schichten sind darin vertreten. Du hast da wirklich hochintelligente Menschen zwischendurch. Wally, da muss ich mich entschuldigen. Mea culpa. Da hatte ich nicht den Einblick. Und da hast du absolut recht. Also was du auch beschreibst, auch Martin hat ja auch gesagt, zu immigrieren aus der Schweiz nach Kanada wird nicht einfach gewesen sein. Er war ja ein Unternehmer und hat dann jetzt diesen Job angefangen zu machen. Ich wusste einfach nur nicht, ob er nicht vielleicht die Ausnahme von der Regel ist. Wenn du sagst, die sind da weit verbreitet, dann umso besser. Das ist ja auch eine Stütze, dass man sagen kann, strategisch stellt man sich da auf. Aber lass mich dir die Frage dann so stellen, Wally. Und fühl dich bitte nicht als der Boomer. Ich habe jetzt einfach keinen anderen Repräsentanten da, den ich fragen könnte. Aber hast du das Gefühl, die Trucker verstehen, dass sie jetzt wirklich in einer Art Krieg sind? Das ist ja kein Konflikt. Das ist ja wirklich ein Krieg. Ja, ich denke schon, dass sie das sehr, sehr gut verstanden haben. Ich kann jetzt natürlich auch nicht so viel erzählen. Logisch. Absolut, ja. Geh mal davon aus, dass sie auf sehr viele Variationen, die da kommen können, vorbereitet sind. Das ist sehr gut zu wissen. Okay, gut, ich fasse mal zusammen. Du glaubst schon, das ist ein Make-or-Break-Moment. Dieses Wochenende wird vieles entscheiden, mindestens aber in der Berichterstattung werden wir sehen, schwenken die Medien um. Du sagst gleichzeitig, der Fakt, dass die Polizei das nicht von vornherein verhindert hat, gibt zumindest Grund zur Hoffnung, dass die vielleicht mindestens das weiter tolerieren werden, vielleicht sogar auch irgendwann überlaufen. Du sagst, ihr habt, oder die Trucker haben strategische Meetings, die sind dort, das ist nicht einfach nur Propaganda, wenn die sagen, die sind darauf eingestellt, lange dort zu bleiben. Uwe, wenn du das jetzt alles hörst, hast du das Gefühl... Das kann wirklich halt der Befreiungsschlag werden.

Uwe

Also ich sag mal so, wir hatten ja vorhin im ersten Teil ging es ja darum, eine Unterwanderung. Dann ist es aber gar nicht so einfach, eine Truckerbewegung zu unterwandern. Man muss ja mindestens erstmal einen eigenen Truck auch haben. Das heißt, das ist ja auch eine Gruppe von Menschen, die sich schon länger kennt. Das ist also anders als jetzt bei den Fußdemonstranten, wo dann Leute sagen, ich bin auch dafür, ich komme dann auch mal zum Treffen. Und man hat ihn vorher nie gesehen. So, und wir wissen, zumindest in Deutschland, ich weiß nicht, wie es in Kanada ist, dass also die Trucker ständig in Kommunikation miteinander sind und sich austauschen und Tipps geben. Das heißt, man kennt sich in gewissem Umfang. Und wenn dann jetzt ein völlig neuer dazu kommt, dann Weiß man, das ist ein Neujahr. Das heißt, der muss natürlich dann vielleicht auch gescheckt werden. Das heißt, hier ist also die Gefahr der Unterwanderung nach meiner Meinung deutlich kleiner, wenn auch nicht auszuschließen. als bei anderen Formen von Protestbewegungen, wo die Leute sich vorher nicht kannten und auch keine direkten Beziehungen zu anderen hatten oder auch indirekte Beziehungen. Und der zweite Aspekt ist, dass die Tatsache, dass es einer Teilbevölkerungsgruppe, die natürlich systemrelevant ist, gelungen ist, die Hauptstadt doch, ich sage mal, in gewissem Maße zu blockieren, Das hat ja eine internationale Symbolwirkung, weil viele Leute in anderen Ländern sagen können, ach, guck mal, bisher hat das und das alles nicht funktioniert. Aber wenn man dann mal die Straßen blockiert, das hat dann auf jeden Fall schon mal eine Achtungswirkung. Ob diese Achtungswirkung dauerhaft ist, das ist noch ein anderes Thema. Hier sehen wir etwas, wo tatsächlich eine reale Wirkung erzeugt wird, die alle, die in der Umgebung sind, mitkriegen. Es ist also anders, als wenn du in Berlin bist und streamst und sagst, ich bin da in der einen Ecke und werde eingekesselt und 100 Meter weiter auf der anderen Straßenseite am anderen Block, da trinken sie einen Cappuccino und wissen von gar nichts. Das funktioniert bei so einer Maßnahme nicht.

Gast

Ja, ich habe auch das Gefühl, das ist ein Kunststück, was den Leuten gelungen ist, wo ich hoffe, die Kanadier wissen, wie einzigartig das ist. Ich meine, guck mal, wir sind nicht ungeübte Demonstranten in Deutschland und ihr in Kanada wahrscheinlich auch nicht. Ich weiß nicht, ob ihr solche Großdemos auf die Beine gestellt habt wie wir, aber selbst wenn nicht, Wally, mach dir keine Sorgen, bei uns haben sie auch nichts gebracht. Aber lange Rede, kurzer Sinn. Das Kunststück ist uns nicht gelungen zu sagen, wir kriegen wirklich halt eine ganze Stadt hinter uns. Selbst bei den Spaziergängen, die bei uns ja jetzt zur Fahrt aufnehmen, das verändert nicht das Stadtbild. Das ist so momentär ein kurzes Aufflammen von irgendwie dunklen Gestalten im Dunkeln, die irgendwie was rufen und dann macht es halbwegs Sinn und halbwegs wieder nicht. Und dann sind die aber wieder weg. Und was denen hier gelungen ist, ist, dass es eine internationalen eine Beobachtung zumindest gab, dass ich jetzt auch zum Beispiel gesagt habe, hey, ich hatte bis zuletzt eigentlich mit Kanada, also Berichterstattung aus Kanada wenig am Hut, aber jetzt gucke ich da hinüber, weil die ganze Welt auch da hinguckt und ich bin sogar noch spät dran. Das ist einzigartig, habe ich das Gefühl, in den letzten 20 Monaten, seit dieser Konflikt entflammt ist. Und wir schauen wirklich, glaube ich, auch zu Recht alle nach Kanada, weil vor unseren Augen spielt sich da etwas ab, was wir weder bewusst noch mit ganz viel Glück, aber nur Zufall nicht hinbekommen haben. Und deshalb wissen wir alle nicht, wie wir es einzuschätzen haben, weil das ist so singulär, so ein Event. Man kann ja auch nicht sagen, in der Vergangenheit, es gäbe jemals, hat es, Wally, deiner Meinung nach oder deiner Kenntnis nach, hat es jemals so etwas schon mal gegeben, geschichtlich, so eine Blockade dieser Größenordnung? Nicht, dass ich wüsste. Also ich weiß, dass das in Europa ein bisschen was gewesen ist, aber noch nicht in diesem Umfang, nicht in dieser Masse. Also wir sehen jetzt wirklich eine Premiere eines neuen Demonstrationsmittels im Prinzip, von dem sich jetzt erst herausstellen wird. Ist das abwendbar oder ist das vielleicht sogar das Mittel, das Nonplusultra, was wir alle anwenden könnten?

Uwe

Naja, also auf jeden Fall wissen wir aus den historischen Revolutionsbewegungen, dass es schon immer von Bedeutung ist, wenn große Volksmassen aktiv werden. Wobei große Volksmassen sind meistens irgendwelche relevanten Volksmassen, das heißt irgendwelche Funktionsträger, irgendwelche... systemrelevanten, ob das nun die Werftarbeiter sind oder das könnten bei uns ja auch zum Beispiel die Betreiber von Kraftwerken sein. Das sind dann vielleicht nur 20 Leute, wenn die sagen, wir schalten unsere Kraftwerke ab, dann geht der Strom aus, dann ist auch Feierabend. Das dumme ist nur, die machen das nicht, weil die zur anderen Seite gehören. Also insofern, es gibt eine ganze Menge, das ist in diesen modernen Gesellschaften immer so, dass alles sehr stark vernetzt ist und wenn einer, der genügend Reichweite hat oder eine Gruppe, die ihre Tätigkeit einstellt, dann werden alle anderen davon betroffen. Das ist das, was wir schon vor anderthalb Jahren gesagt haben. Der wahre Widerstand besteht nicht dagegen zu kämpfen, sondern er besteht darin, das nicht mitzumachen und das zu blockieren, was von einem gefordert wird. Und in dem Moment, wo jetzt zum Beispiel eben die Logistik ihre Aktivität einstellt, was ja eben bei einem Trucker-Streik praktisch der Fall ist, dann liegt im Grunde genommen mittelfristig das ganze Leben lahm. Und dann muss sich ein solcher Staat sich überlegen, was will ich dagegen tun? Will ich die jetzt alle kriminalisieren und mit Waffengewalt von der Straße räumen und mit Strafanzeigen ins Gefängnis bringen? Oder will ich Zugeständnisse machen und dann irgendwie wie wir das ja seit Jahren kennen, mit irgendwelchen Rumtricks rein, macht Zugeständnisse und alle haben wieder Hoffnung. Nach drei Monaten geht es dann mit zwei Stufen schlimmer weiter voran.

Gast

Das stimmt. Also Wally, das muss euch ja auch klar sein, aber da bin ich mir sicher, das wisst ihr. Also ihr solltet, du kannst nicht für die ganze Bewegung sprechen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr so naiv seid, dass ihr dann gesagt habt, sobald dieser Wax-Tax fällt, meinetwegen auch wirklich landesweit, zieht ihr von dannen. Sondern ihr wisst, dass es auch strategische Zugeständnisse geben kann, wo man so tut als ob, ihr ruft die ganze Sache nach Hause und dann merkt man, sobald ihr alle weg seid, hups, wir haben uns das doch wieder anders überlegt. Also es muss eigentlich sogar in Anführungszeichen so eine Art, ich will nicht das Miliz nennen, aber was auch immer, es muss halt irgendwie etwas danach geben. Also das Ding ist nicht vorbei, wenn die Zugeständnisse kommen. Man muss auch sehen, dass die Gegenseiter, und damit meine ich dieses Mal die Regierung, dass die sich auch wirklich daran hält, was die hier euch zugestehen wollen.

Uwe

Warte mal, Uwe, Uwe, Uwe, lass mal den Wally reden. Entschuldigung.

Gast

Ja, kein Problem. Das kann ich dir natürlich nicht garantieren, was da jetzt im Anschluss genau von den Organisatoren schon alles irgendwo in petto in der Schublade liegt, was die durchbringen wollen. Das wären Details, die ich einfach nicht teilen würde, wenn ich selbst eine Liste hätte. Man verschießt nicht so ein Pulver von vornherein. Aber ich gehe da ganz schwer von aus, dass da was schon in Arbeit ist. Denn ich weiß, dass da verschiedene Anwälte auch mit involviert sind, die sich gerade mit den Organisatoren auch treffen. Okay. Gut. Noch eine Frage, die hätte ich wahrscheinlich auch lieber an Martin gestellt, aber ich weiß nicht, wann ich euch das nächste Mal erwische. War das jetzt ein Ausnahmetag, so wie wir ihn erlebt haben, dass er jetzt von Meeting zu Meeting rennt und sein Telefon dauernd klingelt? Oder ist der Mann wirklich 24-7 am Hustlen, also am Arbeiten? Er rennt wirklich, also der ist wirklich schwer beschäftigt. Ich habe einfach nur Glück, durch die Bekanntheit, die wir miteinander haben, er die Möglichkeit zu bekommen, mit ihm Kontakt herzustellen. Dass er sich die Zeit für uns genommen hat. Genau. Sodass wir dann halt nur Brunswick seinerzeit versucht haben, schon die ersten Konvois zu bilden. Da ist also eine Art von Vertrauens-Ebene da. Und diesen Vorschusslobären habe ich dir dann einfach mal aufgesetzt, dass er sich dann halt die Zeit nimmt, sich mit dir auseinanderzusetzen. Ja, da danke ich dir auch, ganz ehrlich. Also auch bei der einen Differenz, die wir vorhin hatten, für die ich mich ja schon mehrfach entschuldigt habe. Vielen lieben Dank für den Vertrauensvorschuss, weil wie gesagt, wir tasten uns alle so ein bisschen an das Thema ran, an uns personell auch ran. Und deshalb kann ich auch mir mal vielleicht einen Fehltritt vielleicht nicht unbedingt erlauben, aber zumindest erklären. Und insofern auch von meiner Seite vielen herzlichen Dank, dass ihr euch diese Zeit genommen habt. Wally, ich möchte noch eine Frage stellen. Für mich klingt das jetzt alles so, als wenn die Trucker on the ground, also wirklich die Leute, die da hingekommen sind, dass die sich jetzt darauf eingestellt haben, lange Zeit dort zu bleiben. Das heißt, deren Moment, dieser Point of No Return, wo die gesagt haben, jetzt oder nie, der ist schon gekommen. Ohne dich jetzt zu sehr on the spot, also zu sehr irgendwie indiskret befragen zu müssen. Aber was glaubst du, was braucht es, damit die Leute zum Beispiel auch aus New Brunswick sagen, wir merken, jetzt müssen auch wir aus unseren entlegensten Regionen, auch wenn wir keine Trucker sind, aufstehen und meinetwegen nach Ottawa gehen. Also ich weiß, du tust ja so viel du kannst, indem du halt zusammenführst, informierst, mit mir sprichst und so weiter und so fort. Aber was bräuchte es noch, glaubst du, um halt diese entfernten Regionen wirklich zu mobilisieren? Ist das überhaupt möglich in Kanada, bei so einem riesengroßen Land, wo meinetwegen die Action 5000 Kilometer weit weg ist? Das ist eine verdammt gute Frage. Weiß ich nicht. Ich kann es dir nicht sagen. Also wenn man überlegt, dass wir das jetzt schon seit zwei Jahren versuchen, die Leute zu mobilisieren und wach zu werden, genauso wie ihr das in Deutschland auch tut. Es ist ja nicht so, dass wir irgendwo in Dumsdorf leben oder so. Ich kann es dir nicht beantworten. Ich weiß es nicht. Ich meine, wir hoffen alle darauf, dass diese Bewegung mit den Truckern mehr und mehr Leute erreicht, mehr und mehr Leute aufweckt. Dass der Stein ins Rollen kommt, um die Gesetzgebung zu ändern, dass die Mandate abgeschafft werden, dass wir wieder unsere Freiheiten zurückbekommen, die wir vorher hatten. So wie du das gerade sagtest, dieses Land von wegen fließendem Milch und Honig. Es war ein wunderschönes Land. Ganz ehrlich, ich bin hier super gerne hingezogen. Ich kann eben nicht beantworten, weil wir selber nicht wissen, wie wir mehr Leute noch bekommen können. Ich kann es dir nicht beantworten. Ich weiß es nicht. Wir können nur hoffen, dass den Leuten mehr und mehr die Situation, die von der Regierung gebildet wird, einfach, um das auf Deutsch zu sagen, richtig auf den Piss geht. Was anderes kannst du nicht hoffen, dass die Leute dann mobil werden. Uns würde es ja schon ausreichen, dass wir die Leute lokal in unsere Provinzhauptstadt mehr reinbekommen können. Also in dem Falle nach Fredericton gehen. Fredericton ist unsere Provinzhauptstadt. Da zum Legislature gehen und uns da hinstellen können und diesmal nicht mit zwei, dreihundert Leuten, sondern mal mit zwei, drei, viertausend Leuten und dann die Innenstadt abriegeln. Was anderes Wally, bist du in deiner eigenen Blase, dass du denkst, oder nie anders gefragt, also oft hängt man ja in seiner eigenen Blase, auch mir passiert das ständig, weil ich mit diesen Informationen ja zugeschüttet werde, als Broadcaster kriegt man da immer so ein bisschen präferiert Zugang, die Leute sagen, hey, das musst du doch wissen und dann weißt du auf einmal 100 Millionen Sachen, aber dadurch, dass du das alles konsumierst, hast du das Gefühl, die ganze Welt spricht drüber. Sprecht jetzt New Brunswick, wo du herkommst, dein Ort. Hast du das Gefühl, dieses Thema ist jetzt the talk of the town? Da redet jetzt wirklich jeder drüber. Oder kommt dir das nur so vor, weil du jetzt in deiner Blase drinsteckst und tagtäglich damit zu tun hast? Nein. Ich bekomme Gespräche von den Nachbarn mit den Nachbarn. Ich gehe genauso wie jeder andere Mensch auch einkaufen. Auch hier reden die Leute beim Einkaufen untereinander und man hört schon, was die sprechen. Und ich bin ganz ehrlich, in dem Fall bin ich dann ab und zu auch mal neugierig und laufe den Leuten dann auch einfach länger mit meinem Einkaufswagen hinterher, um einfach mehr Input zu bekommen, was der eine oder andere sagt. Da bin ich ganz ehrlich, da bin ich halt eine kleine Ratte. Ich versuche, diese Informationen dann halt zu verwerten und für mich selber auszuwerten. Natürlich versuche ich das. Das ist die einzige Möglichkeit, die wir als Freiheitskämpfer, wie wir uns auch selber gerne bezeichnen, irgendetwas zu bewegen. Weil wir müssen die Meinung der Leute rausbekommen und das ungefädelt hat. Und da wir keine anderen Möglichkeiten haben, müssen wir halt auf verschiedene Arten und Weisen das rauskriegen. Und das ist eine der Möglichkeiten. Könntest du dir vorstellen, also du tust ja schon viel, aber mich würde ja zum Beispiel jetzt nicht überraschen und vielleicht kann man das ja irgendwie so ein bisschen in die Wege leiten oder zumindest die Idee zusammen hier gebären, dass es so eine Art Fundraiser geben könnte auf ganz lokaler Ebene, dass man sagt, kleinere Dörfer, die halt eben solche Sachen insgeheim gut finden oder vielleicht ganz öffentlich gut finden, kommen halt zusammen, schauen zusammen Livestreams von Ottawa und jeder, der halt hinkommt, Der bringt halt 10 Dollar mit zu jedem Public Viewing oder was auch immer, das mal hier ist, mal da ist, mal dort ist. Und dann spendet man halt pro einer dieser Abende, was weiß ich, 100 kanadische Dollar oder was auch immer da zusammenkommt, wenn Freunde halt eben so zusammenkommen. Und dann sagt man sich, okay, du wirst designiert und du schickst das jetzt meinetwegen weiter an irgendeinen Rezipient, der dann halt in Ottawa das verwerten kann, dass man sagt. Durch dieses kommunale Feeling rund um ein Thema, das ohnehin offensichtlich alle jetzt schon interessiert, schafft man es auch noch, zumindest finanzielle Unterstützung, wirklich von ganz weit weg bis hin nach Ottawa zu beamen. Glaubst du, das wäre vielleicht ein Modell für die Zukunft? Falls nicht, ich will einfach nur mal die Idee in den Raum gestellt haben. Also ich weiß, wie viele Leute Livestreams gerne gucken. Vielleicht könnte man da ja irgendwas bewegen. Möglich ist das. Ich will das nicht negieren. Das würde schon... Sicherlich eine Möglichkeit sein. Ob es die richtige ist? Keine Ahnung. Ich bin nicht Gott. Ich habe keine Löcher in der Hände, mir wächst kein Gras aus der Tasche. Eine Frage kannst du mir wahrscheinlich noch beantworten. Und zwar habt ihr diese Livestreamer? Also habt ihr eine florierende alternative Medienszene, wo man sagen kann, in Kanada hat man auch neben den Mainstreamern hat man genügend Auswahl, um zu gucken, auch in einem 5000 Kilometer langen Land, dass man halt irgendwo hier an der Ostküste die Streamer hat, im Midwest das da und halt an der Westküste wiederum andere. Ja. Wir haben eine übergeordnete Zeitung, eine Alternativzeitung, die nennt sich Brothers. Brothers? Wie die Brüder? Brothers. Nein, nein, nein. Dieter, Richard, Ulrich, Theodor, Heinrich, Emil, Richard. Da gibt es Streams, Livestreams. Wir haben Printed Media, die wir selbst finanzieren. Und die werden dann halt in die verschiedenen Regionen gebracht. Wir bekommen einmal im Monat kriegen wir eine Ladung in unsere Region hier rein. Ich nehme jeden Monat circa 300 Zeitungen, die ich dann mit Kollegen verteile in unserem Wohngebiet. Also das gibt es auch und das ist privat finanziert. Das tut gut zu wissen, weil wir sind in einem Informationskrieg. Du hast es ja selber nochmal beschrieben, wie wichtig es ist, dass wir die Medien auf unsere Seite bekommen, dass die anfangen, wenigstens mal authentisch zu berichten, wenn nicht schon positiv. Und dann sehen wir erst mal weiter. Gut, in Ordnung. Uwe? Also wir hören die ganze Zeit, wir haben sehr viel Input. Wie geht es eigentlich dir in Bezug auf diese ganze Thematik? Da habe ich dich ein bisschen mit überfallen heute. Habe ja gesagt, hast du Bock heute mal in den Stream dazuzukommen? Hast du das verfolgt? Was ist dein Kenntnisstand? Wie hast du dich informiert? Nur, dass die Leute vielleicht ein bisschen besser einschätzen können, warum du hier das eine oder andere vom Stapel gelassen hast heute.

Uwe

Ja gut, ich informiere mich natürlich über einmal die Mainstream-Medien und natürlich auch über die alternativen Medien und verschaffe mir da mal einen allgemeinen Überblick und versuche aus diesen Informationen mir dann eben eine eigene Meinung zu bilden Denn wir wissen ja, dass aus beiden Informationsquellen nicht alles, was da rauskommt, immer die reine Wahrheit ist. Und das fängt ja schon mit den Zahlen an, das fängt mit den Motiven an, das fängt mit den Beteiligten an. Das heißt, es ist ja doch in vielen Fällen immer so ein bisschen nebelig. Man muss versuchen, in diesem Nebel eine vernünftige Struktur zu gewinnen. Und ich glaube, das gelingt mir meistens doch einigermaßen gut.

Gast

Also ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass du dich mit dem Thema beschäftigt hast. Wir haben ja gesehen, in was für einer Kürze du dich in so einen komplexen Sachverhalt wie zum Beispiel die sowjetische Revolution eindenken kannst. Insofern, ich wollte einfach nur den ganzen Kritikern da draußen, die jedes Mal behaupten, was kann Eli denn schon wissen, was kann Uwe denn schon wissen, dass wir halt eben nicht einfach nur out of our ass, also quasi aus dem Arsch herausquatschen, sondern uns mit der Materie schon so gut es geht beschäftigen. Lass mich dir noch eine konkrete Frage stellen, lieber Uwe, und zwar sehen wir ja jetzt diese Copycats, also im positiven Sinne aber, nämlich Länder, die sagen, die wollen dieses Modell jetzt übernehmen und wollen das auch bei sich probieren. Ich sehe hier zum Beispiel, Martin hat das vorhin noch erwähnt, ein Convoy to DC, also ein Convoy aus den USA. der den Washington District Columbia, also deren Hauptstadt, ansteuert. Ich sehe hier zum Beispiel, dass Australien etwas ähnliches probiert. Australien, ein Land so groß wie ein ganzer Kontinent, vielleicht am ehesten vergleichbar mit Kanada, auch von der Weite und so weiter, die probieren das. Und die sind sehr stark gebeutelt, also die haben auch ihre verrückte Regierung. Ich sehe hier Informationen über einen Freiheitskonvoi in Austria, also Österreich, der da versucht, Wien anzusteuern. Man hört aber auch gleichzeitig zum Beispiel in Deutschland, und das witzigerweise schon vor ein paar Tagen, dass es da Informationen gab, Corona-Demo im Freedom-Konvoi. Deutsche Lkw-Fahrer wollen nach Berlin ziehen. Auf Facebook und Telegram wird derzeit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen per Lkw und Pkw aufgerufen. Vorbild ist Kanada. Also wenn du das jetzt alles siehst, ist das jetzt verfrüht, dass wir alle auf diesen Zug aufspringen? Weil wir wissen ja noch gar nicht, vielleicht scheitert das ja alles spektakulär und dann haben wir riesengroße Ressourcen verschwendet. Oder gilt es, das Eisen zu schmieden, solange es heiß ist? Wenn die das in Kanada nicht kontrollieren konnten, müssen wir sie jetzt in Anführungszeichen überlasten, überfordern, überall. Deshalb, warum nicht gleich mal probieren?

Uwe

Ja, also zunächst einmal spricht es ja dafür, dass diese kanadische Aktion ja einen sehr positiven Eindruck offensichtlich hinterlässt. Denn sonst würde man nicht in anderen Ländern versuchen, das zu kopieren. Das heißt, nur Dinge, die die Aussicht auf Erfolg haben, die sind kopierwürdig. Insofern ist das schon mal ein Qualitätsmerkmal für die Kanadier. Und dann ist natürlich die Frage, ist dass tatsächlich ist es überhaupt kopierbar. Denn solche Dinge sind ja auch eine Sache der jeweiligen Mentalität. Also ich denke, das Faktum politischen Demonstrationswillen motorisiert darzustellen, auf den Gedanken kann man eigentlich nur in einem Land wie Kanada oder USA kommen.

Gast

Weil es diese Weite braucht, weil es einfach auch.

Uwe

Weil einfach das das Autofahren dort einen anderen Stellenwert hat als in anderen Ländern.

Gast

Ja gut, aber Deutschland ist das Land der Autobahnen. Wir sind eines der wenigen Länder weltweit, wo man.

Uwe

Aber nicht das Land der Trucker.

Gast

Ja, das stimmt auch wieder. Ja, also mit LKW Fahrrad hier in Nordamerika ist ein ganz anderer.

Uwe

Genau das meine ich, dass eben diese Kultur, die Tracker-Mentalität ist in dem Sinne, würde ich sagen, ist nordamerikanisch geprägt. Dort ist ihre Heimat sozusagen. Und ob sich das auf andere Länder, die nicht ähnliche soziale und historische Strukturen haben, übertragen lässt, das muss sich noch zeigen. Also Australien als Flächenland könnte ich mir fast noch denken, dass das auch möglich ist, zumal es ja auch angelsächsische Prägung hat. und dadurch kulturell auch nahestehend ist. Für Deutschland, Österreich und ähnliche Länder oder Polen, würde ich sagen.

Gast

Niederlande auch.

Uwe

Niederlande, ja, da habe ich so meine Zweifel. Aber Zweifel haben ist was anderes als Gewissheit zu haben. Insofern, man muss es abwarten. Aber ich würde auf jeden Fall nicht zu dem Gedanken kommen, dass nur weil etwas in einem Land funktioniert, es automatisch deswegen auch woanders funktionieren muss. Denn man darf ja nicht vergessen, auch die Politiker und die Mr. Global ist ja lernfähig. Und wenn er merkt, dass an einem Land etwas passiert, was ihm nicht gefällt, dann wird er seine Soziologen und Politologen und seine Militärstrategen alle an einen Tisch holen und sich von denen neue Ratschläge geben lassen. wie man in einem anderen Land mit dieser, ich sag mal, bisher unbekannten Konfrontation zukünftig sinnvoller umgeht, aus Sicht von Mr. Global. Und insofern glaube ich nicht, dass eine Euphorie, oh, das hat da geklappt und sieht da gut aus, also klappt das bei uns auch. Das kann man so hoffen. Aber ob überhaupt der emotionale und völkische Hintergrund überhaupt da ist. Also der Hintergrund in der Gesellschaft, in der Geisteskultur dieses Landes, das muss sich dann noch zeigen.

Gast

Aber eine Sache, das muss man auf jeden Fall festhalten. Also wir meckern immer sehr, sehr viel auf sehr hohem Niveau hier. Wally, lass dich bitte davon nicht abschrecken. Ich finde trotzdem toll, was die Trucker da machen. Aber wir gehen halt jetzt so ein bisschen in die Meta-Analyse. Eine Sache muss man halt schon festhalten und das ist etwas, was wir die ganze Zeit, ich will nicht sagen gehofft hatten, aber wo wir Anstoß zugeben wollten oder wozu wir inspirieren wollten, Uwe, gerade du und ich, ist zu sagen, man kann nicht immer wieder dasselbe probieren und dann einen anderen eben Ausgang erwarten. Wir müssen auch mal versuchen, eben andere Methoden anzustoßen, um zu schauen, ob die eben zu anderen Resultaten führen. Die Regierung will das doch. Seid das normal, lieber Wally, wir haben es nicht gehört? Die Regierung machen es doch. Ja, richtig. Guck mal, das sind doch nie dagewesene Einschränkungen, Restriktionen, die wir alle erleben, mit eben nie dagewesenen Auswirkungen für den gesamten Planeten. Also das ist ja wirklich eine Zäsur, also in der Geschichtsschreibung auch, wenn man sich vor Covid, also das ist das Witzige, früher hieß es BC stand für Before Christ und dann AC stand halt für... nachher. Aber inzwischen ist es ja, muss man sagen, vor Corona und nach Corona. Ich glaube wirklich, die Geschichtsbücher werden dann irgendwann so geschrieben werden. Und das muss man wiederum sagen, das muss man den Kanadiern auf jeden Fall zugute halten. Ob spontan oder geboren als False Flag oder als großer Zufall oder eben aus kanadischer Intelligenz. die sie uns halt eben zu voraus haben, haben die jetzt geschafft, diesen allein intellektuellen Durchbruch zu sagen, nee, wir machen jetzt nicht einfach nur Straßenprotest, wie er klassisch zwei Jahre lang nicht funktioniert hat, sondern wir machen mal was Neues. Und da muss man ganz ehrlich sagen, Hut ab! Ja, zumindest lernen wir jetzt global alle, was in Kanada funktioniert. Und das muss man ja auch festhalten, selbst wenn es jetzt in Kanada spektakulär auf die Fresse fliegt und es sieht aktuell noch nicht danach aus. Heißt es ja nicht, dass zum Beispiel dasselbe nicht eben in Australien glücken könnte, weil... Also Regierungen sind inkompetent, Ressourcen sind unterschiedlich verteilt, vielleicht spielt das Wetter mit rein, vielleicht hat man an einer Stelle Glück, an einer anderen nicht, aber zumindest sehen wir jetzt auf globaler Ebene, dass jetzt mal eine neue Maßnahme zu Rate gezogen wird und wir schauen alle gebannt nach Kanada in der Hoffnung, dass es halt einen guten Ausgang hat. Ich bin, ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß, das war keine große Frage, das war jetzt ein Kommentar, ja, aber ich bin in der Euphorie und dazu stehe ich, gefangen, weil ich hier einfach etwas beobachte, was noch nie da gewesen ist. Wally hat das vorher gesagt, wir hatten noch nie einen massenhaften Trucker-Protest. der sich in eine Richtung bewegt hat, sternförmig dort getroffen hat, gefunden hat, eine Woche durchgehalten hat, von den Medien bombardiert wird, in einer Zeit, wo es eine Gesundheitsdiktatur auf globaler Ebene gibt, wo die Medien gegen einen verschworen sind, wo die versuchen, den Rückhalt der Bevölkerung zu gewinnen, trotz allem. Und ich schaue mit gebanntem Atem nach Kanada, in der Hoffnung natürlich, wie wir alle, dass es gut ausgeht. Aber natürlich... Das Beste hoffen, aber aufs Schlimmste vorbereiten.

Uwe

Ja, aber es gibt ja, wie ich gelesen habe, das weiß ich nicht, ob es stimmt, dass die Farmer, also die Bauern sich auch anschließen wollen. Ist das so?

Gast

Ist schon so, ja. Also in Alberta sind sie schon dabei, in Saskatoon auch. Die haben schon einige Grenzen geschlossen, hatte ich vorhin schon erzählt. Und da haben sich auch die Farbe angeheftet. Angeschlossen, ja. Es werden immer mehr.

Uwe

Ja, also das ist genau... Genau, das ist ja die Struktur eben von Volksaufständen, dass es eben mehr oder minder klein anfängt und dann wie so ein Lagerfeuer oder wie ein Waldbrand sich immer weiter ausdehnt und auch immer andere Bevölkerungsgruppen noch dazukommen. Da muss man mal schauen, ob das jetzt hier in Kanada tatsächlich... Also es ist auf jeden Fall eine Weltneuheit, das ist ganz klar. Keiner weiß, was daraus wird. Wir haben es jetzt ein bisschen spekulativ betrachtet. Aber egal, was daraus wird, es ist auf jeden Fall ein Versuch wert, so ganz klar. Und wenn es denn auch nur teilweise funktioniert, und sei es, dass zum Beispiel eben nur die der Impfzwang da abgeschafft wird, dann ist das ja ein Erfolg, der auf jeden Fall beachtenswert ist. Das muss man doch ganz klar sagen.

Gast

Uwe, da finde ich... Als Teilziel würde ich sogar mal sagen, wir sollten mal darüber nachdenken, wir müssen ja lokal erst mal gehen. Lokal heißt in dem Falle jetzt ja nur Kanada. Wenn wir das schon geschafft haben mit der Bewegung, einen Parteivorsitzenden, Erin O'Toole, mit dazu zu bewegen, dass der sein Amt oder sein Hut nimmt. Ich denke, das ist schon mal sehr, sehr aussagekräftig. Und das beziehen wir jetzt einfach mal mit darauf hinaus, dass die Demonstrationen stattgefunden haben. Das war für ihn mit Sicherheit ein, ich weiß nicht mehr, ein deutscher Pivot Point. Ja, also ein Drehmoment, also ein Moment, wo sich in seinem Leben was verändert hat. Ein Angelpunkt. Ein Angelpunkt, ja. Genau. Ich denke, da war die Bewegung sehr, sehr stark daran beteiligt ob man das nur glaubt oder nicht das bleibt jetzt jedem dahingestellt ich gehe davon aus dass ja denn er hat sich nicht gerade besonders freundlich geäußert auch wenn er im Parlament gesagt hat da draußen stehen die Tracker letztendlich hat er nichts getan getan wofür eigentlich einstehen sollte und er hat seine Meinung in den letzten zwei Jahren sehr sehr häufig gewechselt und das ist das was man von jemand erwartet der so hoch in der Politik ist Ich glaube, da stehen Uwe und ich so ein bisschen, da sind wir beide außen vor. Wir kennen nicht alle Persönlichkeiten der politischen Szene und der kanadischen schon gar nicht. Also mir sagt persönlich Erin O'Toole gar nichts.

Uwe

Aber gelesen habe ich das auch, dass das im unmittelbaren Zusammenhang mit diesen Protesten steht. Also insofern, das ist auch bei uns hier in Deutschland schon so weit angekommen. Und das war jetzt für mich... als ich das gelesen habe, jetzt auch durchaus glaubwürdig. Natürlich kann man sagen, es gibt noch einmal andere Gründe, aber die Korrelation zu solchen Aktivitäten, die ist dann eben da. Selbst wenn es dann nicht der kausale Ansatzpunkt ist, ist es dann doch zumindest der Anlass für jemanden, der vielleicht schon geschwächt war, durch eine Hofintrige dann vom Platz gejagt zu werden.

Gast

Das haben wir wiederum in Österreich gesehen, Uwe, erinnere dich zurück, die haben ja den Bundeskanzler dort schon mehrfach ausgetauscht, das waren angeschlagene Persönlichkeiten, vielleicht aber auch solche, die einfach ihre Rolle schon gespielt haben, Stichwort Kanzler Kurz und so weiter und dann kam der Neue, der Alexander, wie heißt er da, nicht Hofreiter, sondern Schallenberg, genau, und jetzt kommt der Nächste, der Nehammer. Also wir sehen auch, dass auch der Protest in Österreich zumindest, in Deutschland haben wir das irgendwie nie hinbekommen, aber in Österreich irgendwie mal fruchten kann, dass zumindest diese Puppets, diese Politpuppen ein bisschen ausgetauscht werden. Aber es muss halt nachhaltiger werden. Und da wollte ich wiederum dem Wally mit auf den Weg geben, bitte reiche das weiter an deine ganzen Truckerfreunde und Leute, die da in den Führungspositionen, sollte es sie geben, tatsächlich was zu bestimmen haben. Wenn ihr das hinbekommt, Ein Mandate, ja, oder sage ich mal, auf eine Sache so Einfluss zu nehmen, dass sie abgelöst wird, dass wirklich nachhaltig abgeschafft wird, dann habt ihr eigentlich, ihr habt eigentlich, ihr habt das Nonplusultra-Tool weiterzugehen, weil dann habt ihr gemerkt, guckt mal, wie sehr die an dieser Agenda hängen, diese New World Order. Die basiert doch im Prinzip auf diesen Bausteinen, die die aufeinander stapeln. Und jeder einzelne Baustein ist denen so wichtig, dass die bereit sind, die komplette alte Normalität dafür zu opfern. In der Hoffnung dieses Build Back Better, dass eben die Zukunft besser aufgebaut wird. Und wenn ihr tatsächlich einen Weg gefunden haben solltet, und das hoffe ich für uns alle, dass ihr meinetwegen nur diese Impfmandates, also diese Impfpflicht besiegt, dann habt ihr nicht nur die Impfpflicht besiegt. Sondern wenn ihr dann dranbleibt, dann habt ihr im Prinzip genau das Werkzeug, um den nächsten Punkt und den nächsten Punkt und den nächsten Punkt Stück für Stück sukzessive anzugreifen, solange ihr nur durchhaltet, um das Stück für Stück wieder zurückzubauen. Aber eben auf unsere Art und Weise zu einer alten Normalität und nicht einer neuen. Und das muss euch klar sein, was für eine unfassbare Verantwortung das ist, die ihr da in den Händen haltet. Also während ich einerseits das bewundere, was ihr da tut, muss ich auch sagen... Ich wünschte, ihr wärt nicht in der Situation. Ich bin froh, dass wir es nicht sind hier in Deutschland. Weil ganz ehrlich, das ist eine monumentale Herausforderung. Und wenn das jetzt katastrophal scheitert, dann werden die Leute sagen, ja, aber in Kanada hat es auch nicht funktioniert. Und dabei habt ihr, weiß Gott, das unterstelle ich jedem, das Beste versucht, nur wenn euch das gelingen sollte. Oder meinetwegen, ihr habt die Idee gegeben, bei euch scheitert es und in Australien funktioniert es. Dann wissen wir, noch nicht genau auf welche Art und Weise, aber zumindest mit dieser Methode, können wir diese Regierung in die Knie zwingen. Deshalb ein Sieg bedeutet praktisch den kompletten Sieg. Also wenn wir die Schlacht gewinnen, dann wissen wir, wie wir den Krieg gewinnen. Das Signal, was wir grundsätzlich geben, ist einfach, wir das Volk. Wir sind die Macht. Und wenn dem Volk das bewusst wird, welche Kraft, welche Macht eigentlich hinter dem Volk selber sitzt, dann ist es eigentlich ein leichtes. Wir müssen nur zusammenhalten und durchstehen. Nicht mehr und nicht weniger. Klingt einfach, ist hart. Ist aber so, wie irgendeine Werbung da mal gesagt hat in Deutschland. Okay, super. Wally, vielen herzlichen Dank. Das war klasse. Du bist ja schon länger in dem Gespräch dabei. Ich würde es eigentlich auch sehr gerne an dieser Stelle so ein Stück weit beenden, weil Uwe und ich, das wird sonst zu ausufernd. Vielleicht nehmen wir das als Anlass mal zu sagen, wir haben einen guten Aufschlag gemacht und wir müssen das Thema auf jeden Fall nochmal wieder besuchen, wie man im Englischen sagt, revisit the subject. Ich finde es genial. Also das muss ich auch sagen. Da geht der Dank übrigens raus in die Community. Also die Leute fragen sich und haben sich auch im Vorlauf zu dieser Sendung gefragt, wie kommt der Eli an Kontakte in Kanada? Dank euch, liebe Freunde. Also jemand aus der Community hat gesagt, er könnte den Kontakt zu Wally herstellen. Das ist die gute Freundin von Wally. Ich weiß jetzt nicht, ob sie namentlich genannt werden möchte, aber es gibt sie. Sie schaut meine Sendungen. Wally hat auch gemeint, der hat mal in der Vergangenheit so ein bisschen bei mir reingeguckt. Da war dann im Prinzip der Vertrauensvorschuss da. Dass er dann gesagt hat, okay, er fühlt sich da in guten Händen, er bringt sogar den Martin noch mit an Bord. Und das alles hat nur funktioniert, weil wir in unserer kleinen Community, ich habe ja nicht den größten Kanal, aber nichtsdestotrotz jetzt schon über den Ozean unsere Flügel ausspannen konnten, um zu sagen, wir finden da jemanden und wir können nicht einfach nur über diese Leute reden, sondern mit ihnen. Und nicht dazu einfach nur mit irgendjemandem, sondern mit Wally, der wunderbar vernetzt ist, wunderbar informiert ist, ein wundervoller Mensch ist und noch dazu Martin an Bord gebracht hat, der ja ein Trucker-Captain ist. Also so viel Glück kannst du eigentlich gar nicht haben, nur kannst du halt eben doch, wenn du dir das hart erarbeitest und daran arbeiten wir alle zusammen. Unsere Vernetzung, das ist unser größtes Hab und Gut in diesem Krieg, in diesem Kampf und solange wir das nur aufrechterhalten, haben wir zumindest eine Chance, das zu besiegen. Insofern danke an die Community, danke an Wally, danke an Uwe auch, dass du spontan dazugekommen bist. Es war inspirierend, es war ein Stück weit hart, aber ich habe das Gefühl, wir haben die Kurve wieder gekriegt, inspirierend zu werden. Es ist gut, auch so vom Storytelling her, für diese Sendung. Das Beste ist, es steht noch so viel bevor. Viele Leute werden jetzt in den nächsten Tagen rübergucken nach Kanada. Und ja, weil Wally vielleicht gerade gesprochen hat, Uwe, dein letztes Wort und dann ein letztes Wort für Wally und dann würde ich die Sache auch abrunden.

Uwe

Ja, also ich wünsche den Kanadiern auch alles Gute und dass sie, ich glaube, sie sind ganz gut aufgestellt und haben eine vernünftige Führungscrew, auch wenn es die nicht gibt. Und dass sie die richtigen taktischen Schritte auch für die Zukunft machen wollen und vielleicht ein leuchtendes Beispiel für andere Länder dann darstellen.

Gast

Genau. Und wenn ihr meint, der Uwe hat heute einen guten Job gemacht, dann könnt ihr sehr gerne mehr von ihm sehen. Er hat seinen eigenen YouTube-Kanal, den habe ich euch eben gerade in den Chat reingepackt. Der heißt Die Welt klar sehen. Also wie man es spricht, wie man es sagt. Hier 1810 Abonnenten. Er ist nicht jedermanns Geschmack, aber nichtsdestotrotz, wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, dann möchte man ihn nicht mehr missen. So geht es mir auf jeden Fall zumindest mit ihm. Vielen lieben Dank, lieber Uwe, dass du auch heute spontan dafür Zeit hattest. Und ich kann auf jeden Fall von mir behaupten, dass ich die Welt heute etwas klarer sehe, dank deinem Eingreifen hier. Vielen herzlichen Dank. Wir bleiben in Kontakt. Wir sehen uns wieder, aber bleibt gerne noch in der Sendung. Jetzt erst mal das Schlusswort von Wally. Lieber Wally, was hast du noch auf dem Herzen? gar nichts. Ich danke einfach dafür, dass du uns die Plattform geboten hast, unseren Standpunkt zu teilen. Ich kann nur jeden ermutigen, sprecht miteinander und tut etwas zusammen, um diese ganzen Mandate zu beenden. Denn das ist einfach nur eine große Farce, nicht mehr und nicht weniger. Vielen lieben Dank. Amen, so kann man das stehen lassen. Wally, vielen herzlichen Dank für die Spontanität, für wirklich das Menschsein, einwandfrei, wie das funktioniert hat mit der Kommunikation. Ich habe es dir ja im Vorgespräch schon gesagt, die Art und Weise, wie du operierst, wie du aufzack bist, das ist eine Wonne, das ist eine Freude. Ich glaube, da werden wir noch viel Kontakt miteinander halten und seid ihr versichert, wir halten alle fünf Daumen für euch gedrückt, dass das funktioniert. Und deshalb hoffe ich, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Insofern, was auch immer ihr sagt in Kanada, gibt es irgendwie ein Grußwort, das ihr zum Abschluss sagt in New Brunswick? Irgendwie ein Tschüss auf New Brunswick? Be safe. Be safe. All right. Be safe. Don't be sorry. Wir sehen uns. Tschüss, ihr beiden. Vielen lieben Dank. Und ja, bis zum nächsten Mal. Okay, gut. Da gehen sie hin, die beiden. Vielen herzlichen Dank für ihre Teilnahme.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Trucker-Konvoi in Kanada - erste Kommentare / Metaanalysen“, Die Welt Klar Sehen, 05.02.2022.

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Zweiter Teil einer Sondersendung von ET Video & Content zum kanadischen Trucker-Konvoi gegen die Covid-Mandate. Uwe Loose, Eli und ein Gast aus Kanada analysieren Erfolgsaussichten, Ressourcenfrage und Übertragbarkeit dieser neuartigen Protestform.

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