lDEALE in Zeiten des Krieges - Nach welchen Wertvorstellungen handeln wir, wenn es ernst wird?04.05.2022
Abschrift
Abschrift des Videos vom 04.05.202220 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Heute möchte ich mit Ihnen mal was ganz anderes machen als sonst. Sie wissen ja, dass ich sonst immer gerne mal Analysen mache von Texten und diesmal möchte ich mal eine Analyse von Videos machen. Und zwar möchte ich mal vergleichen, wie verschiedene moralische und ethische Vorstellungen miteinander vergleichbar sind. Einmal, was denken zum Beispiel in Kriegszeiten, und wir sind ja definitiv in Kriegszeiten, unsere politischen Führungskräfte, was sind ihre Ideale und wie Geht man damit um? Und dann möchte ich auf der anderen Seite mal in das Reich der Science Fiction, in das Reich der Fantasie eintauchen. Und das werde ich Ihnen erklären, warum ich das vielleicht für ganz informativ halte. Also bleiben Sie dran, gleich geht's los. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Ja, ich möchte dazu, dass wir einfach mal die Aussagen von den drei wichtigsten Vertretern der Ampel-Koalitionsparteien bzw. eben unserer Regierungsvertreter mal anhören. Und wir fangen einfach mal an mit dem, was in den letzten Tagen so gelaufen ist. Denn in der Ukraine wird auch gekämpft um die Werte, die uns wichtig sind. Und deshalb muss die Ukraine diesen Krieg gewinnen. Und die Ukraine wird diesen Krieg gewinnen. Die Ukraine benötigt militärische Hilfe und schwere Waffen. Die Ukraine benötigt militärische Unterstützung und sie benötigt, damit sie siegreich sein kann, auch schwere Waffen. dass wir es richtig finden, dass wir jetzt auch schwere Waffen zur Selbstverteidigung der Ukrainerinnen und Ukrainer jetzt gemeinsam liefern. Selbst mit diesen Waffenlieferungen wissen wir nicht, wann dieser Krieg zu Ende sein wird.
Denn die große, große Belastung, die wir glaube ich alle spüren, ist, dass dies letztendlich allein der russische Präsident entscheidet, der diesen brutalen Angriffskrieg überhaupt erst nach Europa gebracht hat. Ich respektiere jeden Pazifismus! Ja, äh... Die Marschrichtung ist ja klar. Also alle drei Spitzenpolitiker sind der festen Überzeugung, dass man der Ukraine, die eben Opfer einer russischen Aggression geworden ist, dass die mit Waffenlieferung in der Selbstverteidigung und zwecks Selbstverteidigung unterstützt werden muss. Das Dumme ist nur, dass die Ziele nicht so ganz klar sind.
Herr Lindner möchte also, dass die Ukraine siegreich wird. Was genau heißt jetzt siegreich? Soll jetzt die Ukraine Russland erobern oder Russland nur hinter die ukrainischen Grenzen zurückversetzen? Das müsste dann noch genauer geklärt werden. Herr Scholz findet es ethisch, man muss den Menschen helfen, das ist klar. Und Frau Baerbock sagt, ja, wir wissen ja nicht, trotz der Waffenlieferung, wie lange der Krieg dauern wird. Und wenn man an ihrer Rede weiter verfolgt, dass sie das weiß, nur Herr Putin. Das ist ja eine ganz interessante Vermutung. Also alle drei sind jetzt der Meinung, dass es gut für den Frieden ist, wenn jetzt der Verteidiger mehr bewaffnet wird. Hm, kann man so sehen. Aber muss man das so sehen? Könnte man nicht auch sagen, ja, wenn jetzt der Schwächere Waffen bekommt, dann dauert der Krieg doch eigentlich länger. Dann könnte es womöglich noch mehr Tote, noch mehr Verletzte, noch mehr Probleme geben. Aber offensichtlich ist das jetzt nicht die Motivation.
Und man hat es ja auch, insbesondere jetzt bei Herrn Scholz auf der Demo, wo er war oder auf der Rede zum 1. Mai, ja doch gesagt, Ja, Widerstand gegeben sind Kriegstreiber, Kriegstreiber. Bei Frau Baerbock war das dann auch nicht viel anders, als sie jetzt in Ahrensburg war. Ja, ist denn das jetzt Kriegstreiberei oder ist das nun Solidarität mit dem Unterlegenen, mit der Ukraine, die für die Werte steht, die wir auch stehen, wie Herr Lindner sagt? Ja, also insofern, was unsere Politiker denken, ist uns klar. Und was hat das jetzt nun mit meinem eigentlichen Thema zu tun, mit dem Vergleich von Videos? Also wenn Sie mal hier auf mein Video-Icon gucken, dann heißt es da die reale Welt, die Ampelkoalition oder auf andere Weise die fiktive Welt. Die Sternenflotte. Und auf der realen Welt steht dann unter Frau Baerbock Panzer für Kiew, Sondervermögen, da geht es ja um diese 100 Milliarden, Rüstungsaufstockung. Grüne tragen Kriegskurs der Ampel mit. Und auf der anderen Seite steht, wir alle müssen ein erhellendes Licht auf dem Pfad zu dauerhaften Frieden werden.
Warum habe ich das jetzt so in Polarität gestellt? Also für diejenigen, die so wie ich Science-Fiction-Fan sind und die auch alle Staffeln von Star Trek von Gene Roddenberry gesehen haben, die kennen vielleicht auch die letzte Staffel, die da heißt Star Trek 2. Raumschiff Discovery. Und da geht es wie immer um ja auch eine Koalition. Die heißt dann zwar nicht Ampelkoalition, sondern dann geht es um die Sternenföderation. Also wir leben so ein paar Jahrhunderte in der Zukunft und dann sind eben Die Planeten, die haben verschiedene Regierungen in der Milchstraße und die haben sich eben zu einer Konföderation zusammengeschlossen. Also es erinnert mich manchmal so ein bisschen an unsere UNO, wo eben ja auch viele Länder sind. Und dann haben sie natürlich eben überlichtschnelle, fahrende Raumschiffe und vertreten so eine Art sehr positives Menschenbild. Und in der vierten Staffel... Oder in der fünften, ich weiß gar nicht wievielte das ist, da haben die auch mal wieder mit Kriegen zu tun gehabt, haben gegen ein kriegerisches Volk, die Klingonen, gekämpft. Und dann war es so, dass eigentlich der Mainstream in der Sternenflotte, die haben gesagt, ja wir müssen jetzt mit Waffengewalt gegen die Klingonen gehen.
Und da war eine einzige Person, nur eine, nämlich die, die jetzt hier abgebildet ist. Das ist die Heldin jetzt dieser Staffel. Die hat den Befehl verweigert. Ganz im Gegenteil, sie wollte da eben verhindern, dass überhaupt die Sternenflotte den Krieg eröffnet. Denn das war eigentlich der Hintergrund. Wir greifen zuerst an, damit die Klingonen nicht ihren Hauptangriff machen können. Also Vernichtungsschlag, präventiver Krieg. Und sie war eben erst Offizierin auf einem Raumschiff auf der Discovery und hat sich eben diesem Befehl verweigert und daraufhin wurde sie, also natürlich gab es dann diese Schlacht und es wurden jede Menge Leute da auch getötet von beiden Seiten und dann wurde eben diese gute Frau der Befehlsverweigerung und Meuterei angeklagt und aus der Sternenflotte ausgeschlossen. Aber aufgrund weiterer Ereignisse hat sich dann nachher das Blatt gewendet, wie das manchmal so ist, in der Liebe, im Krieg, im Leben, dass der, der vorher ja ein Paria ist, nachher der große Sieger ist. Und hier ist eben die Story, wie eben diese Ausgestoßene, mit der kein Mensch was zu tun haben wollte, nachher als Kriegsheldin gefeiert wird. Und dann gibt es eine Vorgeschichte, wie sie mit zwei Leuten, nämlich ihren Eltern
Am Abend, wo sie und ihre Kameraden jetzt als Kriegshelden verehrt werden sollen, die eben eine andere Lösung als Gewalt aufzubieten hatten, wie die dann geehrt werden. Also erst kommt die Vorrede, erst die Mutter, dann der Vater und dann die Mutter. Eben ihre Rede vor dem Föderationsrat, so heißt es wohl. Und ich denke, das sollten wir uns einfach mal angucken und vielleicht besprechen wir dann nachher noch, was wir von diesen Inhalten halten können. Ist alles in Ordnung? Du hast mir mal gesagt, als ich jünger war, dass ich nie meine Menschlichkeit vergessen soll. Ich wusste nie, wie du das meinst. Wie mir das gelingen sollte oder warum ich das überhaupt wollen sollte. Jetzt verstehe ich es. Ich danke dir dafür, dass du mich nie aufgegeben hast. Dafür sind Mütter doch da. Michael? Vater? Wozu die Föderation sich auf Kronos entschieden hat, war prinzipienlos und ich war daran beteiligt.
Hier, das ist ganz interessant, also der Vater ist ein Vulkanier, er hat so spitze Ohren, er gehört einem besonderen Volk an, die sind also besonders bekannt, dass sie keine Gefühle zum Ausdruck bringen, sondern stattdessen rein logisch denken. Die Klingonen haben uns klar gemacht, dass sie uns auslöschen wollen. Du hast verzweifelt versucht, uns zu retten. Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Und dennoch ist es dir gelungen, einen anderen Weg zu finden. Hoppla, also die Auslöschung der gesamten Föderation stand bevor und das rechtfertigte eben diese kriegerische Maßnahme. Und das war für selbst für die reinen Logiker ganz logisch. Und trotzdem hat dann jetzt eine Person gesagt, nee, ich scheiße auf die Logik. Irgendwas stimmt da nicht. Das muss doch auch anders gehen.
Ich bin nicht der einzige, der deinen Kampf für die Ideale der Sternenflotte für rühmenswert hält. Ich habe darum gebeten, es dir geben zu dürfen. Dein Eintrag über Meuterei ist gelöscht worden. Der Föderationsrat hat dich offiziell begnadigt. Ach. Erst wurde sie ausgestoßen, kriegte sogar lebenslange Haft irgendwo auf dem Strafplaneten, war eigentlich vorgesehen. So, und jetzt aber auf einmal wird sie begnadigt und soll eine Ehre-Medaille bekommen. Commander Burnham, die Föderation ist dir gegenüber so dankbar wie ich gegenüber meiner Tochter. Der Vorabend der Schlacht ist vorbei. Und trotzdem stelle ich mir nun dieselbe Frage, die die junge Soldatin dem alten General vor vielen Jahren gestellt hat. Wie besiege ich die Angst?
Ja, das ist doch eine ganz interessante Frage. Wie besiege ich die Angst? Wovor haben wir denn eigentlich Angst? Also Angst ist ja bei uns in der letzten Zeit doch immer wieder ein großes Thema. Angst, Angst, Angst. Ich weiß gar nicht, vor was wir alles Angst haben können. In den letzten zwei Jahren hatten wir Angst, an Infektionen zu sterben. Plötzlich ist die Angst weg. Trotz hoher Inzidenzzahlen mehr oder minder weg. Jetzt auf einmal haben wir Angst vor dem Atomkrieg. Die Ukrainer haben Angst, ihre Identität zu verlieren. Die Russen haben Angst, dass die NATO zu dicht an ihr Land kommt. Die NATO hat Angst, dass Russland zu mächtig wird. Die EU hat Angst, dass Russland... zu dominant wird. Also alle haben sie Angst. Insofern ist es doch vielleicht mal ganz interessant herauszufinden, was jetzt so Filmemacher, so Künstler, was die für eine Vorstellung haben, wie man mit solchen Ängsten umgehen könnte. Natürlich rein künstlerisch. Die Antwort des Generals lautete, man kann die Angst nur dann besiegen, indem man ihr sagt, nein, nein, wir werden nicht abschweifen vom Pfad der Rechtschaffenheit.
Nein, wir werden nicht gegen jene Regeln verstoßen, die unser Schutzwall gegen niedere Instinkte sind. Nein, wir werden nicht zulassen, dass die Verzweiflung unsere moralische Autorität zerrüttet. Ich habe gegen all das verstoßen. Es heißt, das Leben gewährt keine zweiten Chancen. Ja, hier möchte ich nochmal unterbrechen. Also, dreimal nein. Nein, wir haben gegen unsere Prinzipien verstoßen, wir wollen nicht unsere moralischen Pflichten verletzen und und und. Das heißt, kann jetzt also, jetzt aus filmischer Sicht, ist es also nicht so empfehlenswert, wenn man seine Prinzipien verlässt, nur weil man Angst hat. So, und... Aber wir haben ja vielleicht gar keine Angst. Wir wollen ja, wie wir bei unseren drei Redebeiträgen ganz am Anfang gesehen haben, wir wollen ja auch einem schwachen Land helfen. Meine Erfahrung nach entspricht das der Wahrheit. Und deshalb müssen wir immer nach vorne sehen. Wir alle müssen zu Fackelträgern werden.
Wir alle müssen ein erhellendes Licht auf den Pfad zu dauerhaftem Frieden werfen und werden fremde Welten und neue Zivilisationen entdecken. Gut, mit den fremden Welten und neuen Zivilisationen, die werden wir sicherlich nicht entdecken. Aber Fackelträger auf dem Weg oder helle Fackeln auf dem Weg, langen Weg zur Freiheit und zu Frieden, so heißt es ja hier sinngemäß, das fühlt sich doch ganz gut an. Die Frage ist nur, kann man das, wenn man den Krieg mit Waffenlieferung unterstützt? Und siegreich sein will? Oder kann man das dadurch, dass man sagt, nein? Ja, das ist die Vereinigte Föderation der Planeten. Heute ehren wir Anson Sylvia Tilly. Nun werden jetzt noch ein paar Helden geehrt, die quasi sich dann später eben, sind dann mit dieser ausgestoßen und dann befreundet und haben tapfer eben gekämpft. Und nun folgen sie alle eben diesem Ideal und das wird nun nachträglich jetzt anerkannt. Sie sind aufgenommen in das Kommando-Trainingsprogramm der Sternenflotte. Ja.
Das ist die Sternenflotte. Lieutenant Commander Paul Stamets, Medical Officer Hugh Colbert. Ja, das sind wir. Commander Saru, Sie erhalten als erster Kelpiana die Ehrenmedaille. Und wer wir immer sein werden. Ja, das ist die Sternenflotte, wer wir sind. Also diese Ideale, nämlich dass wir uns nicht verbiegen lassen, auch dann nicht, wenn wir Angst haben. Und nicht umsonst hat man hier jetzt nur Einzelpersonen. Also es sind drei, vier Einzelpersonen hier geehrt werden insgesamt. Und das heißt, der Filmemacher oder die Drehbuchautoren sagen, es kommt auf den Einzelnen drauf an. Und das ist ja doch irgendwie eine andere Rede, als wir heutzutage gewohnt sind. Also wir hören immer, wir müssen alle zusammenstehen und nur gemeinsam sind wir stark. So und hier wird aber in dieser filmischen...
Darstellung proklamiert der Einzelne. Der Einzelne leistet Widerstand, sogar dass er bereit ist, sich aus seinem Beruf ausschließen zu lassen, ein Geächteter zu werden, weil er das Richtige tut, weil er nicht aus lauter Angst seine Prinzipien verrät. Und wenn der eine das macht, dann kommt dann vielleicht noch ein zweiter oder dritter oder vierter hinzu und am langen Ende mögen sie, ich meine im Film, Märchen gewinnen natürlich immer die Guten, das ist klar, ob das in der Realität so ist, das weiß man nicht. Ja, soweit erstmal eine bisschen gestückelte Version. Und da kann man sich natürlich die Frage stellen, ja und? Was geht uns das an, was irgendwelche Leute in irgendwelchen Filmen und dann auch in so Märchenfilmen, die in der Zukunft spielen, spielen sollen? Was die so denken und was die wollen, das sind doch nur irgendwelche Schreiberlinge. Ja, natürlich, das sind nur Schreiberlinge.
Aber wir haben doch mal gehört, das Narrativ und die Geschichten, das sind doch die Geschichten. Der Stoff, aus dem die Träume sind. Ja, und diese Narrative, die haben wir hier ja auch in dem Film gehabt. Nämlich einmal die Geschichte vom bösen Wolf, der die sieben kleinen Geißlein frisst. In dem Fall war der Wolf das Kriegervolk der Klingonen, was jetzt alle Föderationsvölker vernichten wollte. Ja. Und dann haben wir die andere Geschichte, nämlich die einsame Heldin, die sich gegen alle Widerstände zur Wehr setzt, die leiden muss, die zu Unrecht geächtet wird und dann nachher aber doch aufgrund ihrer moralischen Integrität, dann erfolgreich wird. Ja, und insofern ist das ja beides klassische Szenarien. Wobei eben hier der Punkt ist, dass die Geschichte vom bösen Wolf sich im Nachhinein eben als falsch herausgestellt hat. Es sind also Geschichten, die uns menschlich emotional berühren.
Und die Frage ist, wovon wollen wir uns als Individuen einzeln berühren lassen? Möchten wir uns von der Angst leiten lassen und möchten wir deswegen unsere Prinzipien alle aufgeben, für die wir bisher gestanden haben, von Friedfertigkeit, von Freundlichkeit, von Verständnis? Oder möchten wir sagen, weil wir Angst haben und die Ängste anderer zu ernst nehmen, Deswegen müssen wir standhaft sein, deswegen müssen wir wehrhaft sein, deswegen müssen wir die Wehrhaftigkeit von anderen unterstützen. Was wollen wir? Und ich persönlich denke, das ist eine Gewissensentscheidung, das lässt sich objektiv gar nicht klären. Und damit Sie vielleicht nochmal einen Eindruck haben, wie das im Gesamtbild ist, spiele ich Ihnen nochmal die gesamte Sequenz vor und lassen Sie sich das einfach mal auf sich wirken. Dann bis zum nächsten Mal. Ist alles in Ordnung? Du hast mir mal gesagt, als ich jünger war, dass ich nie meine Menschlichkeit vergessen soll. Ich wusste nie, wie du das meinst, wie mir das gelingen sollte oder
Warum ich das überhaupt wollen sollte. Jetzt verstehe ich es. Ich danke dir dafür, dass du mich nie aufgegeben hast. Dafür sind Mütter doch da. Michael? Vater. Wozu die Föderation sich auf Kronos entschieden hat, war prinzipienlos und ich war daran beteiligt. Die Klingonen haben uns klargemacht, dass sie uns auslöschen wollen. Du hast verzweifelt versucht, uns zu retten. Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Und dennoch ist es dir gelungen, einen anderen Weg zu finden. Ich bin nicht der Einzige, der deinen Kampf für die Ideale der Sternenflotte für rühmenswert hält. Ich habe darum gebeten, es dir geben zu dürfen. Dein Eintrag über Meuterei ist gelöscht worden. Der Föderationsrat hat dich offiziell begnadigt. Commander Burnham, die Föderation ist dir gegenüber so dankbar wie ich gegenüber meiner Tochter. Der Vorabend der Schlacht ist vorbei. Und trotzdem stelle ich mir nun dieselbe Frage, die die junge Soldatin dem alten General vor vielen Jahren gestellt hat. Wie besiege ich die Angst?
Die Antwort des Generals lautete, man kann die Angst nur dann besiegen, indem man ihr sagt, nein, nein, wir werden nicht abschweifen vom Pfad der Rechtschaffenheit. Nein, wir werden nicht gegen jene Regeln verstoßen, die unser Schutzwall gegen niedere Instinkte sind. Nein, wir werden nicht zulassen, dass die Verzweiflung unsere moralische Autorität zerrüttet. Ich habe gegen all das verstoßen. Es heißt, das Leben gewährt keine zweiten Chancen. Meiner Erfahrung nach entspricht das der Wahrheit. Und deshalb müssen wir immer nach vorne sehen. Wir alle müssen zu Fackelträgern werden. Wir alle müssen ein erhellendes Licht auf den Pfad zu dauerhaftem Frieden werfen und werden fremde Welten und neue Zivilisationen entdecken. Ja. Das ist die Vereinigte Föderation der Planeten. Heute ehren wir Anson Sylvia Tilly. Sie sind aufgenommen in das Kommando-Trainingsprogramm der Sternenflotte. Ja, das ist die Sternenflotte. Lieutenant Commander Paul Stamets, Medical Officer Hugh Colbert. Ja, das sind wir. Commander Saru, Sie erhalten als erster Kelpiana die Ehrenmedaille. Und wer wir immer sein werden.
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „lDEALE in Zeiten des Krieges - Nach welchen Wertvorstellungen handeln wir, wenn es ernst wird?“, Die Welt Klar Sehen, 04.05.2022.
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Uwe Loose stellt die Aussagen der drei Ampel-Spitzenpolitiker zur Waffenhilfe für die Ukraine den idealistischen Werten aus Star Trek Discovery gegenüber und fragt, nach welchen moralischen Prinzipien wir in Krisenzeiten handeln wollen.
