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Was haben der berühmteste Militärstratege CLAUSEWITZ, NAPOLEON & die UKRAINE gemeinsam?16.06.2022

CLAUSEWITZ CLAUSEWITZ

Abschrift

Abschrift des Videos vom 16.06.2022153 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Nicht etwa, wer ist Clausewitz, sondern erstmal, wer ist Kladinger Uwe? Hallo Uwe, du bist natürlich unser Referent und du machst schon Arme Cäsar. Die Todgemeinden grüßen dich. Uwe, damit möchte ich eigentlich gleich an dich übergeben. Du wirst uns selber in Kürze erklären können, was du im Prinzip vorbereitet hast, warum wir uns Clausewitz widmen, warum wir uns Napoleon heute angucken im zweiten Teil dieses Streams und vor allen Dingen im dritten Teil werden wir dann analysieren, was das alles mit der Ukraine zu tun hat.

Ja, wir haben uns also heute eigentlich ein komplexes Thema vorgenommen und die Frage ist, Klausewitz und Napoleon, was haben die mit der Ukraine zu tun? Zunächst einmal ist das Gemeinsame, dass es um Krieg geht. Die Ukraine ist ja eben mit Russland im Krieg, wie wir wissen und wie Edi schon ganz richtig sagte, Russland ist bisher nicht so wirklich besiegt worden. Ja, zwar gab es auch Fälle, wo sie mal zurückgedrängt wurden, aber das war jetzt nicht unmittelbar vor ihrer eigenen Haustür, jedenfalls nicht in neuerer Zeit.

Und da gibt es eben den Russland-Feldzug, der von besonderem Interesse ist, weil er eben die Weltgeschichte verändert hat in gewisser Weise. Und das werden wir, um das besser zu verstehen, deswegen ein kurzer Exkurs zu Karl von Clausewitz. Und Karl von Clausewitz ist ein berühmter Soldat. Der ist mal 1780 in der Nähe von Magdeburg geboren und mit 51 Jahren gestorben. Und dieser gute Mann hat im Laufe seines Lebens ein Buch geschrieben vom Kriege. 900 Seiten Dicker Wälzer.

Und dieses Buch gilt als das bedeutendste Werk, was jemals über die Kriegsführung verfasst wurde. So jedenfalls die Eigenwerbung des Verlags. Warum? Weil Karl von Clausewitz der erste Mensch ist, der den Krieg versucht hat, wissenschaftlich in seinem Wesen und in seinen Strukturen zu begründen. So und die Theorien, die er dort dann festgestellt hat, die sind vielfach adaptiert worden. Die wurden von Marx, von Engels, von Lenin, also von den Kommunisten adaptiert. Sie wurden im Ersten Weltkrieg von General Moltke, im Zweiten von Ludendorff und Hitler teilweise angewendet.

Und sie werden insbesondere im englischsprachigen Bereich teilweise an Universitäten studiert oder sogar im Bereich Militärwissenschaften und natürlich an diversesten Militärschulen weltweit, auch heute noch und teilweise auch an Management-Schulen, weil Krieg und Liebe und Management, sprich Unternehmensführung, hat sehr viele Gemeinsamkeiten. So, ganz kurz zu seiner Biografie. Sein Vater war ein Möchtegernadeliger, der das aber nicht genau beweisen konnte, aus dem Oberschlesischen. So war er Offizier im Krieg gewesen, wurde dann aber später entlassen, weil er angeblich dann doch nicht adelig war.

so klausowitz hatte zwei ältere brüder die sind auch alle zum militär gegangen was damals nichts ungewöhnliches war so und als er zwölf jahre alt war 1792 ging er dann auch letztendlich zum militär wurde dazu infanterie eingeschult obwohl es eigentlich für ihn zunächst nicht vorgesehen war und kaum dass er da war mit 13 jahren ging es los mit verschiedensten kriegen und die nächsten jahre hat er quasi fast ununterbrochen ja im krieg gekämpft also wenn wir mal so daran denken was

heute so nur zwölf 13-jährigen ist ob man die außen so in krieg schicken würde damals war das nichts ungewöhnliches so und er hat gekämpft eben auf der seite der preußen gegen den europäischen eroberer napoleon und schließlich gab es dann ein ja historische schlacht in auerbach und jena wo eben napoleon siegreich war und die preußen verloren so und dann wurden die preußen quasi auch mit ins heer von napoleon eingegliedert so und dann hatte der klausewitz war offensichtlich

sehr darüber verwundert dass die preußen verloren hatten hatte sich gedanken gemacht er war auch eine zeit lang in gefangenschaft bei den franzosen so und hat darüber ein buch geschrieben und dieses Dieses Buch war so interessant, dass es wohl einige Zeit später im preußischen Generalstab Furore erregte und so kam es dazu, dass er dann letztendlich direkten Zugang eben auch zum obersten Militär hatte und zwar hauptsächlich eben aus im weitesten Sinne als Ausbilder für Strategie und Taktik.

Und er hat dann in der Berliner Heereschule später gelehrt. Und diese Heereschule, die gibt es im Grunde genommen heute noch. Das ist dann eben die Offiziersausbildungsstätte für Offiziere, die wir heutzutage in Deutschland haben. also sprich seit 200 jahren gibt es solche institute und die sind alle auf klausewitz im grunde genommen ja nicht begründet aber zumindest hat er sie mit geprägt so und er hat natürlich auch im krieg gegen napoleon gekämpft nicht nur an der stelle wo sie verloren hatten sondern eben

doch 1812 beim russland feldzug wobei er da aber auf der russischen seite gekämpft hat weil er hat Er hatte was gegen Napoleon und wollte nicht für den kämpfen, sondern ist dann nach Russland gegangen, wie übrigens viele andere Menschen auch, andere Offiziere. Es war nichts Ungewöhnliches, dass die Russen viele Offiziere aus anderen Ländern hatten. So und hat dann später, also im Zuge dieses Russland-Feldzuges war Klausewitz auch bei einem der Generäle in wichtiger Funktion, wurde später sogar bei den Russen in den Generalstab einberufen und hat dann ganz zum Schluss des Feldzuges, wo eben Napoleon, ich sage mal kurz vor dem Ende war, war ja einer der Hauptverhandler, der den Waffenstillstand mit initiiert hat.

Und nachher eben, wo daraus dann letztendlich ein Friedensvertrag kam. Das heißt, der Clausewitz hat Zeit seines Lebens sehr viel gekämpft. Also auch nach diesem Krieg ging es dann immer wieder weiter. Letztendlich ist er dann vermutlich in einer Cholera-Vergiftung. Da ging es dann auch wieder in Russland gegen die Russen diesmal dann wieder. Ist er dort wohl erkrankt und dann an seinem Einsatzort dann später verstorben. Und erst nach seinem Tod wurde dieser Dicker Wälzer, den er während seiner Dienstzeit geschrieben hat, der wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht, weil das hatte er so angeordnet.

Ja, und über diesen, die wichtigsten Inhalte, ich sage mal grundlegende Inhalte, die er in diesem dicken Wälzer geschrieben hat, darüber möchte ich dann auch ein paar Worte verlieren. Genau, aber gib mir einen Moment, an dieser Stelle einzuhaken. Ich werde versuchen, dich dieses Mal sogar noch weniger zu unterbrechen. Auf Gedeih und Verderb als letzten Donnerstag, liebe Freunde. Der eine mag das als Segen sehen, der andere wird sagen, nein, das ist ein Fluch, Eli. Schön, dass du dich zu Wort meldest. Aber Freunde, ich würde meine Moderationspflichten komplett vernachlässigen, wenn ich hier nicht an dieser Stelle eingreifen würde, um euch noch einmal vor Augen zu führen, warum wir denn uns jetzt also speziell über die Ausführungen von Uwe hinaus eben mit dem Thema Clausewitz auseinandersetzen.

Nicht nur, weil, wie der Uwe hoffentlich euch jetzt schon richtig mitgegeben hat, Klausewitz eigentlich das Standardwerk gemacht hat zum Thema Krieg. Eines der wenigen überhaupt, sage ich mal, literarischen Aufarbeitungen, eine der wenigen literarischen Aufarbeitungen, liebe Freunde, die uns noch überliefert ist. Die wirklich sich mit der Theorie, was ist Krieg, überhaupt auseinandergesetzt haben, weil er das so praktisch gemacht hat, liebe Freunde. Weil dieses Buch international, nicht nur in Deutschland, nicht nur bei der Bundeswehr, sondern überall und seine Theorien eben nicht einfach nur eine Popularität, sondern teilweise immer noch klare Anwendung findet. Und weil natürlich auch jetzt aktuell in Europa eben ein Krieg tobt, bei dessen, sage ich mal, Durchführungen auch Prinzipien, die von Clausewitz zuerst beschrieben worden sind, eben Anwendung finden.

Und deshalb widmen wir uns seiner Person. Wir haben jetzt zwei, drei Minuten, ich hoffe, ihr seht es uns nach, ja, wirklich halt seiner Biografie gewidmet. Aber jetzt kommen wir zu den Theorien, zu den Inhalten, was es eigentlich kriegt. Und dass das relevant ist, liebe Freunde, das sollte euch vielleicht auch ein Blick auf diese Webseite hier zeigen. Ihr seht es ganz hier oben. Ich muss dazu kurz den Uwe mal ausblenden. Das US Naval Institute, also im Prinzip das Marineinstitut der USA, hat hier selber gerade einen Artikel veröffentlicht. Ich habe es jetzt mal für uns alle übersetzt. Was würde Clausewitz zu Putins Krieg gegen die Ukraine sagen? Wie sieht es da tatsächlich aus?

Also WWCS steht an diesem Stelle Wortwort für Wortwort Clausewitz. Was würde also Clausewitz sagen? Falsch übersetzt vom Microsoft Edge Browser Übersetzer. Es steht hier allerdings um Weisheit über den Russlandskrieg gegen die Ukraine zu erfahren. Fragen Sie zunächst einen längst verstorbenen preußischen Soldaten, nämlich Karl von Clausewitz, der eine Karriere bei den Waffen im Kampf gegen das revolutionäre und napoleonische Frankreich verbrachte, auch während eines Einsatzes in der kaiserlich-russischen Armee, wie Uwe gerade referiert hat. Nach dem Sturz des kleinen Kaisers nahm er seine Feder in die Hand und hielt seine Einsichten in die Dynamik der Kriegsführung in seinem Meisterwerk On War, also vom Kriege fest.

Wäre er heute unter den Schnellen, könnte Clausewitz einige ätzende Worte über Moskaus Umgang mit dem Feldzug in der Ukraine vorbringen. Er würde Wladimir Putin und Co. dafür tadeln, dass sie alles von der Ukraine gefordert haben, während er offensichtlich kaum mehr als symbolischen Widerstand erwartet. Für die Annahme, dass die ukrainische Armee den Kampf Russlands führen würde, wenn sie allen Grund hatte, dies nicht zu tun. Für die Vernachlässigung der operativen Rhythmen des Schlachtfeldes und für das Ignorieren von langweiligen, aber wichtigen Aspekten der Kriegsführung, insbesondere der Logistik. Ihr seht also, so kann man sich irren. Sie werden nicht Amerikaner, wenn sie nicht grenzdebil werden. In diesem Sinne, alle Vorschusslobbyen für das Marineinstitut der Amerikaner, sie seien hinweggefegt oder hinweggespült, um in der Metapher der Marinesoldaten zu bleiben.

Tatsächlich wird uns Uwe nämlich jetzt gleich belegen, einer der beiden Kontrahenten beteiligten in diesem Krieg, tatsächlich sind es ja mehr als die zwei, mehr als nur Zelensky und Putin, aber einer von beiden scheint mehr von Clausewitz und seinen Prinzipien verstanden zu haben. Wer das ist, könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken. Das würde euch aber mehr als klar werden, wenn ihr jetzt dem Uwe zuhört, wenn er euch jetzt mit auf den Weg gibt, was denn, wie gesagt, die Essenz dieses wichtigen Nachschlagewerks vom Kriege zum Thema Krieg von Klauselz eben ist. An dieser Stelle, Uwe, the floor is yours. Also das Buch vom Kriege ist, wie schon gesagt, fast 900 Seiten dick. Das können wir natürlich hier nicht ausführlich besprechen. Wichtig ist aber zu wissen, dass es acht Unterbücher gibt. Das Wichtigste für den Anfänger ist eigentlich im ersten Buch drin. In den ersten ein, zwei, drei Kapiteln, die im ersten Buch sind.

Und davon werde ich jetzt mal wiederum die wichtigsten Grundsätze raussuchen. Ein bisschen genauer geht es dann in den Videos auf meinem Kanal. Da wird es dann ein bisschen detaillierter besprochen. Aber hier müssen wir uns mit einem Zusammenschnitt befassen. So, also die erste Frage ist eben, was ist eben Krieg überhaupt? Das ist ja die Grundzielsetzung, die Klaus Witzig stellt. Und er sagt, der Krieg ist eigentlich, bevor man den verstehen kann, muss man seine kleinste Einheit suchen.

Das heißt, man muss das kleinste Element im Kriege suchen und das kleinste Element ist, wenn zwei Leute gegeneinander kämpfen. Das ist Krieg. Das ist eben der Zweikampf. Alles andere leitet sich aus den Grundsätzen des Zweikampfes ab. Das ist die Grundidee, die Grunderleuchtung, die Clausewitz hat. Und was ist das Ziel des Zweikampfes? Was ist der Zweck des Zweikampfes? Dass der jeweils eine den anderen mit physischer Gewalt dazu bringen will, dass er seinen Willen erfüllt. Das heißt, er sagt, ich möchte, dass du das tust. Und wenn du das nicht freiwillig tust, dann zwinge ich dich mit meinem Körper dazu, mit physischer Gewalt.

So und dieser Zwang äußert sich dann in der Praxis darin, dass man eben versucht, den Gegner niederzuwerfen, um beim Zweitkampf zu bleiben. Und zwar so niederzuwerfen, dass er nicht wieder aufsteht. Das heißt auch zukünftig nicht wieder aufsteht. Also nicht Gentleman Fairplay, wie beim Boxen, Niederschlag und dann warten wir erstmal, bis der Trainer kommt und ihm noch Wasser reicht. Nein, wer auf dem Boden liegt, der muss richtig platt gemacht werden, damit er gar nicht wieder hochkommt. Das ist der Sinn des Zweikampfes. Und jetzt kann man natürlich sich die Frage stellen, muss denn das immer so gewaltsam sein? Könnte es denn nicht auch so sein, dass man irgendwie ein bisschen netter Krieg führt, so ein bisschen Gentleman-like?

So, und da sagt der Clausewitz, also zunächst einmal ist physische Gewalt keine Sache von Primitivität oder Intelligenz, weil die Intelligenz, die ist eher dazu geeignet, die Gewalt noch viel stärker zu machen. Also früher hat man mit den Fäusten gekämpft, da war man noch dumm und heute hat man Atomphysik, da kämpft man mit Atombomben. Also die Gewalt ist mit der Intelligenz hat die eigentlich zugenommen, das Gewaltpotenzial. Und um auf den Punkt zurückzukommen, wenn man physische Gewalt anwendet und jetzt die Wahl hat, soll ich doch lieber vorsichtig kämpfen oder lieber brutal, so sagt Clausewitz, wer sich dieser Gewalt rücksichtslos bedient und zwar ohne auf Blut zu gucken, also auf das Blut des anderen und auf sein eigenes Blut, der bekommt ein Übergewicht, wenn der andere es nicht genauso macht.

Das heißt, Clausewitz sagt aus, wenn zwei Leute gleich stark sind und gleich intelligent sind, gewinnt der, der brutaler ist. Und es ist notwendig, dass er brutaler ist, weil sonst kann er nicht gewinnen. Ja, die äußerste Anstrengung der Kräfte, damit ist gemeint, dass ja beide Parteien, die kämpfen, die haben einen Willen zu kämpfen. Beide wollen den anderen niederwerfen. Aber weil beide das wollen, fangen sie erst mal auch an, ja ich sag mal, Kräfte sparen zu arbeiten.

Also nach dem Motto, erst beschimpft man den einen, dann schimpft der zurück. Das heißt, schimpfen hat nicht funktioniert, dann bedroht man ihn, der droht zurück, hat auch nicht funktioniert, dann gibt es eine Ohrfeige und noch eine Ohrfeige, gibt es einen Faustschlag und noch einen Faustschlag. Das heißt, weil beide Parteien siegen wollen und nicht aufgeben wollen, hat der Krieg nach Clausewitz eine automatische Eskalation drin. Es wird immer wilder, immer wilder, immer wilder, bis einer nicht mehr kann.

Und natürlich haben wir heutzutage noch Menschenrechte und Kriegsvölkerrecht, aber das gab es ja damals nicht. Und vor allen Dingen hat das mit der Idee des Krieges als solche nicht zu tun. Das ist ja obendrauf, das ist ja Ethik und Moral, die von außen kommen. Die hat mit dem Wesen des Krieges nichts zu tun. Genauso wenig, wie die Fähigkeit eines Messers zu stechen oder zu schneiden, irgendetwas mit der Frage zu tun hat, ob man Menschen abstechen oder in die Hälse abschneiden sollte. Ein Messer ist ein Messer. Damit kann man schneiden und stechen. Aber wozu man das verwendet, ist eine andere Frage.

So, jedenfalls kommt es also, ist der Grundsatz des Zweikampfes, dass es eigentlich kein Ende gibt, solange bis einer besiegt ist. Und solange eskaliert das. Damit ist gemeint, dass es kein Zufall ist. Also es gibt ja manche Leute, die sagen, und da passierte dann der Krieg. Nee, der passiert nicht einfach so nach Clausewitz, sondern der hat eine Vorbereitung. Und diese Vorbereitung geht Schritt für Schritt für Schritt. Da sind nämlich bestimmte Spannungen in den Völkern oder zwischen den Politikern, die bauen sich auf und nachher entlädt sich diese Spannung im Krieg.

Aber das passiert nicht durch Zufall. Es gibt keine zufälligen Kriege. Der Krieg ist eben nicht eine einzige Aktion. Also wir würden uns das jetzt beim Atomschlag denken, nach dem Motto einmal ein Schlag und dann ist die Welt vorbei. Das mag vielleicht beim Atomschlag so gedacht sein, aber früher zu Klausowitz-Zeiten, also sprich in voratomaren Zeiten, da war das natürlich nicht so, sondern da war ein Krieg, den eröffnete man mit irgendeiner Aktion und dann gab es weitere Aktionen, die mehr oder minder lange dauerten.

Das heißt, Krieg ist nicht eine einzige Handlung, sondern es ist ein ganz komplexes Geschehen von ganz, ganz vielen Handlungen, die eben auf das Ziel streben, den Gegner eben zu bezwingen. So, und das Ergebnis der Bezwingung ist eben, dass in der Regel entweder es einen Friedensschluss gibt oder eine Partei gewinnt. Und die Partei, die gewinnt, freut sich natürlich, während die, die verliert, die hat schlechte Karten.

Jetzt könnte man sagen, oh, das ist aber ganz schlecht, jetzt den Krieg verloren zu haben. Und dann sagt der Klausewitz, ja, es ist aber nur eine temporäre Betrachtung. Im Grunde genommen ist es keine absolute Aussage, denn nach einer gewissen Zeit relativiert sich das. Also da Kriege immer politisch auch orientiert sind, kann sich die Meinung, was der Vor- und der Nachteil des Krieges war, irgendwann mal ändern. Wenn wir mal zum Beispiel daran denken, dass wir zum Beispiel in Deutschland hatten wir einen Krieg verloren, das ist genau die Situation, und das Land war zu nicht unbeträchtlichen Teilen zerbombt.

heutzutage sind wir eines der reichsten und mächtigsten länder der welt und das nicht erst seit gestern und das könnte man sich die frage stellen ja und was sind jetzt die negativen folgen des krieges also für uns waren die negativen folgen des krieges dass unser land aufgebaut wurde und und und ja das heißt letztendlich war zwar millionen tote in diesen sind alle sehr bedauernswert klarer fall auf militärischer sicht war es eine niederlage so

aber jetzt geschichtlich gesehen war es eine epoche von vielen in einer epoche wurde der krieg verloren und schon wenige jahrzehnte später wirtschaftswunder wachstum wachstum wachstum so das heißt genau so kann ein politiker auch denken kann sagen ja mag zwar sein dass im moment der krieg verloren ist aber lass mal fünf oder zehn jahre warten dann sieht die welt schon ganz anders aus. Und dementsprechend kann also der unterlegene Staat in der Zwischenphase zwischen diesem

Wiederauferblühen und der totalen Niederlage, die er vielleicht erlitten hat, kann sich ein Politiker oder der Staat und seine Vertreter denken, ja okay, jetzt haben wir im Moment erst mal verloren, aber die Dinge schwächen sich ja ab und wir werden dann nachverhandeln können und Schritt für Schritt werden wir uns wieder auch politisch von der Umklammerung befreien können oder von der Besatzung. Ja, in diesem Punkt ist eben auch wichtig zu verstehen, dass die treibenden Kräfte am Krieg

eben nicht die Generäle sind, sondern die treibenden Kräfte sind die Politiker. Das heißt, es ist nicht so, dass ein General in einem Land einem anderen General einen Krieg erklärt, sondern es sind Politiker, die Generäle dazu beauftragen, Krieg zu führen. Und in unseren Zeiten sind die Politiker in der Regel ja Zivilisten. Das heißt, die sind oftmals gar nicht bei der Bundeswehr gewesen oder bei uns zum Beispiel sind sie dann ja auch viele mit einer Frauenquote, die also vielleicht zum

Militärischen gar nicht so großen Bezug haben. Und trotzdem sind es diese Leute, die dann über über Waffengänge und Milliarden, Investitionen und Leben und Tod entscheiden. Und das bedeutet, dass man sich klar sein muss, der Soldat, der Krieger, der ist nur Dienstleister im weitesten Sinne. Der führt die Befehle aus, die Anweisungen, die er von den Politikern erhält. So und ob jetzt in einer konkreten Situation mehr das politische vorherrschend ist oder mehr das militärische vorherrschend ist, das hängt davon ab, wie stark die Spannungen sind, die den Krieg ausgelöst haben.

Wenn das Volk uninteressiert ist, dann sagt man nach dem Motto, mir ist doch völlig egal, was die Politiker machen, dann machen die Politiker, was sie wollen. Da sind die Zwecke politischer Art. Geht es aber um ethnische, religiöse Probleme, wo die Leute, die Volksmassen beteiligt sind, dann kann es viel gewalttätiger werden, weil die einzelnen Soldaten auch viel engagierter sind. Ich lese kurz vor, weil es ist teilweise überlagert. Sekunde. Angriff und Verteidigung sind Dinge von verschiedener Art und von ungleicher Stärke. Die Polarität kann also nicht auf sie angewendet werden. Was bedeutet das, liebe Uwe?

Ja, wir brauchen hier nicht den ganzen Satz zu nehmen, weil der kommt aus meinem anderen Video im Grunde genommen heraus und wird ein bisschen ausführlicher erläutert. Es geht zunächst einmal darum, dass eben Krieg mindestens zwei verschiedene Ausdrucksformen hat, nämlich man kann Angreifer oder man kann Verteidiger sein. so und der verteidiger ist hat andere möglichkeiten und andere risiken als der angreifer also nur mal als beispiel wenn der verteidiger sich in einem häuser kampf versteckt ja so da kann er

sich irgendwo in einem keller verschließen so und das ist mein wegen nur einer aber wie kann jetzt der angreifer den finden ja der muss ja viel mehr leute in gang setzen um die ganzen Straßen zu durchsuchen. Wenn ein Verteidiger, gehen wir die Grafik nochmal zurück, da haben wir die klassischen alten Waffen der Griechen, nämlich den Speer, das ist die Angriffswaffe und den Schild. Mit einem Schild, mit einem Speer muss man aktiv versuchen, die Verteidigung zu

durchschlagen. Aber ob das mit einem Schlag gelingt, also ein Schild kann vielleicht mehrere Schläge ab und dem Schildträger passiert gar nichts, während der andere verbraucht seine Munition, seine Speere, seine Pfeile, seine Hammerschläge. Das heißt, das Angreifen bedeutet in der Regel einen viel höheren Aufwand als das Verteidigen. Und deswegen ist die Frage, wenn man jetzt der Schwächere ist und sich eigentlich nicht verteidigen kann, was sollte man tun? Sollte man

einfach fliehen oder sollte man zum gegenangriff übergehen und nach klausewitz sinngemäß es ist eher besser sich nur zu verteidigen aber auf jeden fall sollte man nicht angreifen weil man so schwach ist dann kann das nur in die hose gehen spricht hat man total verlust so und zu fliehen oder in frieden zu schließen ist an der stelle auch ungünstig weil man dann bestimmte ressourcen verliert ja zum beispiel eben land und leute und waffen die man zurücklassen muss industrieanlagen Das heißt also auch, wenn man in der schwächeren Position ist, meint Clausewitz, ist es von Vorteil, sich zu verteidigen, aber nicht einfach abzuwarten.

Dann ist ein wichtiger Punkt, dass im Krieg immer Chaos ist, ein Informationsdefizit. Also gerade große Truppenverbände, die marschieren in Gegenden, die sie vielleicht vorher persönlich nie gesehen haben. Die müssen sich da orientieren, das ist schwierig. Ja, so dann haben die einzelnen Feldherren, die können also nur ihre eigene Lage übersehen und wissen, wo ihre Leute sind. Aber wo ist der Feind? Ja, was hat der vor? Das heißt, dadurch gibt es ein Informationsdefizit. Ja, was macht der Gegner überhaupt?

so und dadurch dass man das nicht weiß was der gegner macht ja kann man jetzt nur noch das schätzen spricht das sind wahrscheinlichkeit kalkulationen die die beiden parteien machen wird er nun angreifen wird dann nicht angreifen mit wie viel wird er angreifen wird er hier oder dort was machen das weiß man nicht so und also nicht nur dass es wahrscheinlichkeiten gibt ja wahrscheinlichkeit heißt ja man hat ja eine gewisse information sondern weil das ganze

Wenn das Ganze so komplex ist, ist es so, dass auch noch völlig undurchdachte oder unvorstellbare Dinge passieren können. Also nur mal als Beispiel, als Napoleon dann im Russland-Feldzug über die Weichsel gehen wollte, um anzugreifen, da gab es kurz vorher eine Anekdote von einem Unfall. Da ist er vom Pferd gefallen, weil ein Hase über den Weg lief. Das heißt, der Hase lief über den Weg, das Pferd scheute, der Mann fiel vom Pferd.

Was wäre gewesen, wenn er mit dem Kopf auf den Stein gefallen wäre? Dann wäre der Feldzug an der Stelle beendet gewesen. Und solche Zufälle, die passieren unendlich häufig, zum Guten, Glück, als auch zum Schlechten, nämlich Pech. So und deswegen ist also der Clausewitz zu der Kenntnis gekommen, dass der Zufall einen so großen Anteil am Krieg hat, wie in keinem anderen Lebensbereich und dass deswegen eigentlich eher ein Spiel ist, quasi ein Strategiespiel, wo man in gewisser Weise nach Wahrscheinlichkeitsregeln was plant und was handelt und alles andere ist nur Glück.

Das heißt, niemand kann den Ausgang eines Krieges vorhersagen, selbst die besten Experten nicht, weil eben der Zufall und das Pech dort reinspielen. So, und dann wird nochmal ausdrücklich, war eben betont, dieses politische Element, dass wir das wirklich auch uns völlig klar machen, dass der Krieg nicht einfach so ist. und er ist, nach Clausewitz, nichts anderes als Politik. Er sagt es, Fortführung des politischen

Verkehrs mit anderen Mitteln. Das heißt, Clausewitz sagt, Krieg ist Politik. Es ist ein ganz normales Mittel der Politik, was man aber eben nicht in Friedenszeiten anwendet. Das ist so wie finanzpolitik und steuerpolitik und da gibt es dann eben kriegspolitik kriegspolitik wendet man wandern wenn die andere partei nicht so will wie man selbst will dann kommt ihr das grundsatz des krieges ich zwinge dich mit physischer gewalt und zwar wenn du dich wärst noch mit mehr gewalt

ja nächste ach so dann kann man sagen okay ja dieses zwingen was kann man denn da eigentlich erzwingen wollen, was sind denn so legitime konkrete Ziele. Und dann sagt Clausewitz, eigentlich gibt es nur drei Hauptziele, die im Endergebnis dazu führen sollen, dass der Wille des Gegners gebrochen wird. Und der Wille des Gegners ist der politische Wille, der dann gebrochen ist, wenn es zu einem Friedensvertrag kommt oder wenn er sich freiwillig unterwirft,

weil er keine Chance mehr auf Sieg hat. Aber er argumentiert ja immer, jeder Staat mit dem Schutz seiner Bürger. Die Bürger wohnen aber eben auf dem Land, also quasi auf der Erdoberfläche. Und diese Erdoberfläche, damit die den Bürgern wohnhaft und Schutz bieten kann, muss sie natürlich selber beschützt werden. und dafür gibt es die Streitkräfte. Das heißt also, das erste Ziel ist, um den Willen der anderen

Partei zu brechen, ist seine Streitkraft zu vernichten. Partiell oder im Ganzen. In dem Moment, wo die Streitkraft an einer bestimmten Stelle vernichtet wird, entstehen Landgewinne. Und die Landgewinne, das ist eben die Eroberung von Land, die vergrößert jetzt wiederum die Die Ressourcen des Angreifers, der kann das Vieh, die Industrie und so weiter, was er dort hat, kann er für sich verwenden. Dem anderen geht es verloren. Der musste vielleicht bei seinem Rückzug sogar seine militärischen Gerätschaften dort stehen lassen.

Das heißt, die fallen dann auch dem Eroberer zu. Und letztendlich, egal ob die Streitkraft vernichtet wird oder genügend Land erobert wird oder nachher eben zu Friedensverträgen kommt, auf diese Weise kommt der Krieg zu einem Ende. Und Clausewitz definiert dieses Ende als Frieden. Das heißt, Frieden ist für ihn jetzt nicht ein ethisch-humanistisch-pazifistischer Zustand, sondern Frieden ist für ihn ganz klar die Abwesenheit von kriegerischen Handlungen. Nicht mehr und nicht weniger.

So, und wenn man sich jetzt eben fragt, ja, wie kann man denn nun auf so einen Friedensschluss oder so ein Kriegsende hinwirken, dann geht es darum, dass man einmal natürlich die Sachen machen kann, die wir schon vorher hatten, eben Streitkraft vernichten, Land erobern. Aber es gibt auch noch Maßnahmen, die unmittelbar politischer Art sind, nämlich der Gegner, der hat ja Bündnisse, der ist ja mit irgendjemandem militärisch oder politisch verbunden und man kann versuchen, diese Bündnisse zu trennen oder da irgendwelche Knüppel reinzuschmeißen, damit sie zumindest unwirksam gemacht werden.

gleichzeitig kann man auf seiner seite natürlich auch sich selber neue bundesgenossen erwerben ja spreche eigene bündnisse machen und was man natürlich auch machen kann in dem land des feindes politischen einfluss nehmen indem man zum beispiel auch politiker dort ein wirkt ja indem man dort störungen macht ja so propaganda politischer art ja medien manipulation und und und das alles würden machen natürlich beide parteien im rahmen ihrer möglichkeiten so und

da der krieg ja immer sich eskalieren würde ist die frage kann er sich unendlich eskalieren und dann sagt der klausowitz theoretisch ja praktisch nein so warum weil jedem nur begrenzte mittel zustehen und da kommen wir mal zum nächsten punkt die mittel die den feindlichen kraftaufwand erhöhen Das heißt, wie man den Krieg für die andere Partei teurer macht. Und dieses Verteuern bedeutet, dass man zum Beispiel seine Streitkräfte vernichtet. Die kosten ja viel Geld. Das Personal sind Menschen, die Waffen, die ganze Infrastruktur für die Versorgung der Armee oder der Streitkräfte.

So die Provinzen oder die Länder, die verloren gehen und die Ressourcen, die dort sind, wirtschaftlicher Art. Und was man auch machen kann, das ist Mittel Nummer drei, die einfache Invasion. Und die Invasion, die macht man, weil man diesen Bereich, in den man da eingedrungen ist, den will man gar nicht dauerhaft halten, sondern entweder möchte man den nur ausbeuten, zum Beispiel Kriegsteuern erheben, also sich wirtschaftliche Vorteile davon versprechen oder auch nur die Bürger dort ärgern und damit den Staat, in dem die Bürger dort leben.

Oder aber man will einfach nur Schaden zufügen, indem man eine reine Verwüstungsstrategie macht. Nach dem Motto verbrannte Erde, aber nicht hinter einem, sondern vor einem. Auf jeden Fall großen Schaden zufügen, damit der andere davon nicht profitieren kann. So und diese Schadenzufügungsgeschichte führt eben zum Punkt 4, der ist nicht speziell mit der Invasion zu tun hat, sondern eben mit der Sabotage. Das heißt, dass man eben gezielt bestimmte

Tätigkeiten macht, um ja einzelne Projekte eben zu zerstören. So und diese Zerstörung, das kennen wir ja, Eisenbahnlinien unterbrechen, Flughäfen außer Kraft setzen, Kraftwerke sprengen und und Das sind reine Sabotageakte, die oftmals auch von kleineren Spezialeinheiten bewerkstelligt werden können. Und das letzte Punkt 5 ist eben die Ermüdung. Das ist, was Clausewitz den reinen Widerstand nennt. Und mit reinem Widerstand meint er die Technik oder die Taktik, den Kampf zu verlängern. Also das ist jetzt nicht so, was wir meinen, wenn Bürger gegen Maßnahmen des Staates Widerstand leisten. Das ist was anderes.

Wir reden hier von Widerstand im Kriege, von bewaffneten Leuten gegeneinander. Wie geht dort Widerstand? Und da geht es darum, dass Widerstand sogar eine Erfolgsmethode sein kann. Man kann nach Clausewitz einen Krieg sogar mit reinem Widerstand gewinnen. Wodurch unterscheidet sich der Widerstand vom normalen Krieg, vom Angriff? Nämlich, dass man keine positive Absicht hat. Der Kriegseröffnende will in der Regel etwas Bestimmtes erreichen. Das heißt, er hat ein Ziel, das ist die positive Absicht.

Und der Widerständler, der hat kein eigenes Ziel, der will nicht etwas erreichen, sondern er will verhindern, dass sein Gegner sein Ziel erreicht. Also das Ziel, was der Gegner sich selbst gesetzt hat, das will er verhindern. Widerstand bedeutet für Klausewitz auch nicht, dass man einfach Augen und Ohren zumacht und den Feind machen lässt. Also zum Beispiel eben die Streitkräfte vernichten lässt, Land erobern lässt, Sabotageakte erduldet und dann sagt er, das ist eben so. Nein, das ist kein Widerstand,

sondern Widerstand ist gegen den Feind vorzugehen, aber in einer passiveren Weise, so dass er Schritt für Schritt immer mehr Ressourcen verliert und immer mehr Zeit aufwendet so und hier muss man auch klar sagen dass er hier den widerstand nicht für jede situation als sinnvoll erachtet sondern nur dann wenn die widerstehende partei annähernd so stark ist wie die angreifende partei und das muss man sich so vorstellen wenn jetzt hier eine partei

mit ich sag mal 50.000 kräften angreifen die andere hat 40.000 ja und die drücken jetzt gegeneinander und jede einzelne der 10.000 Kräfte wäre immer so stark, dann ist eins klar, die mit den 50.000 wird die andere Schritt für Schritt nach hinten drängen, aber langsam. Steht es aber 10.000 zu 50.000 oder 1 zu 5, dann geht das zack. Das heißt, eine solche Art von Widerstand, wo ein wesentlich schwächerer gegen einen wesentlich stärkeren antritt, würde Clausewitz sagen,

Nee, das ist kein Widerstand, das ist Selbstmord. Und da würde er mit Sicherheit den Rückzug empfehlen oder einen Friedensvertrag. Und dementsprechend gilt dieser Grundsatz nur für die annähernd gleichstarken Gegner. So und das führt dann eben dazu, weil der Verteidiger, der muss nicht so viel tun wie der Angreifer, dass der Angreifer Schritt für Schritt mehr Ressourcen verbraucht als er selber. Dadurch kommt er in einen logistischen Nachteil, personell und materiell und irgendwann mal sagt er, es lohnt der Aufwand nicht mehr.

Das heißt, das ist, was Clausewitz nach meiner Meinung meint, mit der Aussage, dass der Widerstand auch siegreich sein kann. Ja, und wer genau widersteht da? Da kommen wir zur letzten Folie. Wer widersteht da? Nämlich im Grunde genommen die, die da kämpfen. Und das kann dann entweder ein einzelner Soldat sein oder eine kleine Gruppe. Das heißt, es sind entweder Menschen, die sich in immer größeren Verbänden organisieren können oder aber es sind ganze militärische Gruppen. Hier mal dargestellt am Beispiel eines Flugzeugträgers, ein hochtechnisiertes Produkt mit vielen Begleitschiffen drumherum, Flugzeugen und, und, und.

Und diese Einheiten, das sind die, die kämpfen. Also die Streitkräfte. Was die Streitkräfte tun, während sie streiten, das ist der Krieg. Und alles, was drumherum ist, ist Politik oder Wirtschaft oder ähnliches. Aber im Krieg geht es immer um Kämpfen, und zwar um physische Gewaltanwendung. Das heißt, die kriegerische Tätigkeit ist natürlich nicht nur der Kampf selbst, sondern es ist ja auch die Vorbereitung der Kampfbereitschaft, die Ausbildung von Soldaten, das Einüben in Waffensysteme, das Einüben in Kooperationen mit Manövern,

Ja, die dann natürlich die Erhaltung der Kampfkraft. Ja, so das heißt, dass die, dass man ein Heer zum Beispiel unterhält, dass man die Waffen ständig erneuert und natürlich auch die Anwendung dieser Streitkräfte, eben der Krieg selbst. Ja, so und das darf man eben nicht vergessen, dass genau das der Sinn von Streitkräften ist, dass sie irgendwann mal eingesetzt werden, so wie der Sinn der Feuerwehr ist, dass sie eingesetzt wird, wenn es brennt. Dies macht man nicht einfach nur zum Spaß.

So und diese einzelnen Einheiten, ob das nun die Einzeleinheit oder die große ist, die machen quasi Gefechte, so nennt der Clausewitz das. Also jede kriegerische Handlung oder jede kriegerische Auseinandersetzung zwischen Einheiten, welcher Art auch immer, das ist ein Gefecht und da ein Krieg ein sehr komplexes Szenario ist, führt das dazu, dass es Unmengen von Gefechten gibt und man muss sich als Oberbefehlshaber natürlich Gedanken machen, welche Gefechte sind in welcher Reihenfolge und wie sind die miteinander zu koordinieren.

Und kommt es in jedem einzelnen Erfecht immer darauf an, den anderen komplett zu besiegen oder will man ihn nur aufhalten oder will man ihn nur beschäftigen? Und vor allen Dingen, wie viel Aufwand darf ich selber treiben, denn ich muss ja meine Streitkräfte auch erhalten. Das heißt, wir haben also hier auch ein ganz klares ökonomisches Element im Kriege. Wir dürfen nicht vergessen, nur weil irgendwelche x Milliarden pro Jahr in die Rüstung gesteckt werden, ist aber während der kriegerischen Aktivität sind die Ressourcen begrenzt.

Denn selbst wenn man heute jemandem eine Milliarde hinstellt, hat er deswegen morgen noch keine Panzer. Das dauert noch drei oder sechs oder zwölf Monate. Aber das, was jetzt gerade kämpft und was vielleicht in den nächsten vier Wochen oder vier Monaten kämpft, das sind Ressourcen, über die man verfügen kann, aber auch nicht über mehr. So und damit zeigt sich, komme ich jetzt zum Schluss, dass der Krieg nach Clausewitz eine völlig amoralische Angelegenheit ist. Die hat nichts mit Humanismus zu tun, die hat nichts mit Pazifismus und mit Freundlichkeit zu tun, sondern sie ist der Ausdruck der reinen,

brutalen Gewalttätigkeit mit dem Zwecke, dem anderen seinen Willen aufzuzwingen. Und das macht man völlig ohne Rücksicht auf Verluste, jedenfalls nicht aus emotionalen Gründen, Aus materiellen Gründen schon. Wie viele Leute brauche ich? Wie viele Militärgeräte brauche ich? Was kostet mich das? Das heißt, die Kriegsökonomie ist quasi unmenschlich in dem Sinne und rein zweckgebunden. Ja, und damit möchte ich es an der Stelle erstmal belassen.

Wow, Uwe, das war natürlich viel, was du uns hier mitten auf den Weg gegeben hast. Aber ich sage mal so, die Parallelen, die muss jeder eigentlich erkannt haben, liebe Freunde. Also ganz ehrlich, wie gesagt, wir sind hier nicht irgendwo bei Kanälen, die euch Klimm-Bimm-Musik zeigen und irgendwie gute Laune mit Katzen oder sowas heraufprovozieren wollen. Wir sind hier bei Leuten, die mitdenken. Und ich denke mal, ob ihr mitgedacht habt oder ob euch das heute denkbar einfach gefallen ist, Also die Parallelen zu der aktuellen Lage, sei es in der Ukraine oder aber unserem eigenen Widerstand, das sollte, denke ich mal, wirklich jedem mehr als gut aufgefallen sein.

Wenn ihr euch, wie gesagt, auch nur eine Sache gemerkt habt, eine Folie gemerkt habt, liebe Freunde, aus diesem ganzen Vortrag von Klausewitz, dann bitte die zwei, die ich jetzt gerade eben eingeblendet habe. Krieg ist also nichts weiter als erweiterter, wirklich bis zum Tode gehender physischer Zweikampf, um den Willen aufzuzwingen. Er ist amoralisch, er geht immer bis zum Äußersten, er hat die Tendenz zu eskalieren, er hat natürlich eine ökonomische Komponente und von den, sage ich mal, inhaltlichen Waffen, Methodiken, die im Prinzip zur Verfügung stehen, kann man das ganz gut runterbrechen, in Anführungszeichen, auf vielleicht wirklich diese fünf Punkte hier, die man anwenden kann.

Die Vernichtung, die Eroberung, die Invasion, die Sabotage und das Ermüden. In der Tat, es ist ein wenig, muss ich sagen, ein wenig haarströmend, dass so praktisch niedergeschrieben, diese Theorie wirklich so glasklar, aber auch irgendwie so gefühlsentfernt hier mitzuerleben. Eben nicht, dass dein Vortrag nicht spannend gewesen ist, wie du das rübergebracht hast. Dem zuzuhören hat Spaß gemacht und war wichtig. Aber wenn ich mir vorstelle, dass jemand wirklich dem Krieg wie Clausewitz sein ganzes Leben gewidmet hat und die Bilanz dessen ist dann so eine nüchterne Niederlegung von allem, was einem heutigen Menschen so ein bisschen die Nackenhaare aufstehen lässt, dann ist das doch eine erhebliche Diskrepanz, die ich hier auf jeden Fall mal den Leuten vor Auge geführt haben wollte.

sollte was nicht bedeutet ja das Klaus wird in letzter Instanz recht hat mit seiner Betrachtungsweise oder Arbeit dass wir die wir das moralische Wesen schimpfen nicht vielleicht doch eben ein Stück Empathie oder Wohlfühlvermögen ja eben Krieg zuschreiben aber ob es jetzt nur grundsätzlich halt in der einen oder anderen Ecke zu verorten ist das werden wir wie gesagt herausfinden und wir werden es rausfinden liebe Freunde indem wir uns die Anwendung dieser Theorie ein Stück weit angucken jetzt haben wir Uwe dich lange Zeit herum debattiert welchen welchen Krieg

nehmen wir denn da? Speziell vielleicht, Kriege sind ja auch sehr lang, ja, welches Teilstück eines Krieges, vielleicht auch nur eine einzige Schlacht, liebe Freunde, nehmen wir denn da, um euch mal ein bisschen vor Augen zu führen, eben die Anwendung dieser Theorie, wo hat ein General oder irgendwie jemand, der Oberkommandeur ist über solche Streitkräfte, besonders gut oder aber besonders schlecht, ja, in Anführungszeichen halt diese Methodiken von Clausewitz eben angewandt, um euch vor Augen zu führen, dass sie dann eben funktionieren oder aber ob sie dann überhaupt, sag ich mal, belegbar sind. Und wir haben lange hin und her debattiert, auf welchen Krieg wir uns einigen sollten,

auf welche Schlacht wir uns einigen sollten, auf welchem Kontinent das zugehen sollte, wie weit zurück wir gehen sollten. Und da sind wir relativ schnell eigentlich beim Zweiten Weltkrieg gelandet, bei Waterloo oder aber eben beim Russland-Feldzug. Und zumindest bei den letzten beiden ist ja Napoleon wahrscheinlich unumstritten einer der größten Feldherren der Geschichte, uns beiden im Prinzip hängen geblieben. Und wir haben uns gesagt, wenn wir uns schon Napoleon widmen, dann wahrscheinlich der Schlacht, nicht etwa der Schlacht, die jeder von uns zumindest namentlich kennt, von der aber die wenigsten irgendwas wissen, nämlich Waterloo, sondern dann halt doch lieber dem Russland-Feldzug, weil gerade wir hier in Deutschland sind, sage ich mal, mit der Geschichte von Russland und unmittelbar halt auch diesen kriegerischen Akt halt doch sehr sozialisiert worden. Ich weiß, wie genau wir den Russland-Feldzug in der Schule auseinandergenommen haben, im Gegensatz zu Waterloo, auch wenn das eine das andere bedingt und so weiter und so fort. Und deshalb, liebe Freunde, ohne jetzt sehr viel Zeit zu verschwenden darauf, ja, wir haben es euch ja hier schon angekündigt, heute gucken wir uns nicht einfach nur an, wer ist Clausewitz, das haben wir ein Stück weit jetzt getan, was ist also die graue Theorie, jetzt die historische Anwendung und möglichst dazu, liebe Freunde, eine schillernde, ja, einer, die hoffentlich

nicht in der Lage ist, eure Aufmerksamkeit noch festzuhalten, auch nach dieser ganzen langen Lektion, liebe Freunde. Ja, die Anwendung im Prinzip der klausewitzischen Theorie bei Napoleons Schlacht, nicht einfach nur irgendeiner Schlacht, nicht einfach nur der bedeutendsten, aber wahrscheinlich auch der populärsten, liebe Freunde, an die wir zwei uns auf jeden Fall erinnern konnten, nämlich den Russland-Feldzug. Lieber Uwe, damit übergebe ich an dich. Ja, die Russland-Feldzüge, es hat eigentlich schon drei Stück davon gegeben, quasi alle 100 Jahre eins ungefähr.

Alle haben die gemeinschaftliche Komponente, dass sie gescheitert sind. Der erste war der schwedische König Karl XII., dann eben Napoleon und nachher eben Hitler. Hat es auch nicht geklappt. So bei Karl XII. will ich nur ganz kurz darauf eingehen. Es war eben ein Teil eines Krieges, der sogenannten großen nordischen Kriege, die über 20 Jahre dort dauerten. Und da ging es letztendlich eben so aus, dass der gute Karl XII. seine Situation falsch eingeschätzt hatte.

Genauer genommen ist er eigentlich am Wetter gescheitert. Der Winter war so hart dort, dass er schlichtweg das unterschätzt hatte. Und das Ergebnis war, dass eben dann Russland gewonnen hatte. Und nicht nur das, sondern er hat die ganze schwedische Armee vernichtet. Und Karl XII., also der schwedische König, musste ins Exil gehen und das ganze Kriegsgeschehen war auf einmal gewendet. Und genau dasselbe haben wir bei Napoleon dann im Russlandfeldzug von 1812 im Prinzip auch so.

Also jetzt mal als kleiner Vorgriff. Napoleon wollte also unbedingt jetzt Moskau erobern und damit Russland und geendet hat es damit, dass es die erste große militärische Aktion war, wo sein Genie versagte, wo er verlor und das war dann historisch gesehen eigentlich auch der Wendepunkt seiner Karriere. Von da an ging es eigentlich nur noch abwärts mit ihm, also auch genauso wie Karl XII. Das war quasi sein Ende, wenn auch nicht am gleichen Tag.

Und wenn wir jetzt mal schauen bei dem Russland-Felsdorf von Napoleon 1812, auf der Karte, da haben wir eben die Situation, wie sah es damals aus. Eigentlich ist alles, was man so in West-, Mitteleuropa sieht, bis auf Portugal und England, ist eigentlich alles schon französisch. und schließlich es war so dass der gute napoleon eben schon seit 1792 eben kriege geführt hat ja

hat quasi europa schritt für schritt einverleibt ja und da gab es verschiedenste arten von kriegen nämlich die sogenannten koalitionskriege erst gab es die revolutionskriege dann gab es die napoleonischen kriege und im rahmen dieser napoleonischen kriege gab es wiederum sechs sechs Koalitionskriege und wir sind jetzt beim sechsten quasi in der letzten Phase ja das ist das wovon wir hier reden so und wenn wir mal auf die nächste Karte gucken wer sind die

Kriegsparteien worum ging es da bei den Koalitionskriegen eigentlich ging es um die Weltherrschaft nämlich um die Kolonialherrschaft und natürlich auch um Landgewinne also wenn wir hier sehen auf dieser karte rot und blau das sind alles alliierte also wir reden von russland feldzug ja und von napoleons kriegen und wenn wir mal gucken in südamerika und nordamerika in afrika in ozeanien selbst in australien gab es verbündete verbündete heißt die haben geld und

trocken gesendet für die jeweilige partei wo sie mit wirken so aber wie war es was war die Ausgangssituation, damit es überhaupt zum Russland-Feldzug kam. Es war im Prinzip so, dass Napoleon so stark war, dass er England, mit denen er vorher rumgestritten hatte, die konnte er aus dem Handel aussperren. Das war die Kontinentalsperre. Das lief auch eine Zeit lang so und alle haben sich daran gehalten, fast alle. Dann gab es also so ein bisschen Ausreißer

Und auch Russland, was ja zu dem Zeitpunkt eigentlich mit Frankreich koalierte, hat sich auch daran gehalten. Aber aus bestimmten Gründen haben sie dann noch teilweise diese Kontinentalstelle gebrochen. So und das war so im Prinzip die ganze Zeit zwischen 1806 und 1813. Und das konkrete Bündnis zwischen Russland und Frankreich war eben den Frieden von Tilsit. Das war 1807, haben wir auch ein Bildchen zu.

Und da haben eben die beiden Kaiser, der Czar ist ja der Kaiser Alexander der Erste und eben der Czar und der Kaiser Napoleon, die haben sich dort getroffen. Und es hätte, Napoleon war ja richtig im Aufwind, der hätte wahrscheinlich jetzt, um das Bündnis zu stärken, wollte er eine Ehe schließen. Und zwar mit einer Schwester von dem Alexander. Die war dann aber schon an jemand anders vergeben und dann war das natürlich ein Affront. Kann man ja so nicht machen. Und dann hat man versucht, ihm die jüngere Schwester zuzuschieben. Die war aber erst 15 Jahre alt und das gefiel dem Napoleon wiederum nicht.

Das heißt, es gelang ihm nicht, ein strategisches Ehebündnis mit Russland zu schließen. Vielleicht war es aber auch vom Zar Alexander absichtlich so, dass er das vielleicht gar nicht wollte, sich nicht von Napoleon unter Druck setzen lassen wollen. Ja, so kam es jedenfalls. Also er hat die Kontinentalsperre quasi unterbrochen. Er hat ihm nicht die richtige Ehefrau gegeben und irgendwann mal hat Napoleon die Faxen dicke gehabt und hat gesagt, okay, jetzt greife ich eben an, jetzt bereite ich mich vor.

So und dann haben wir eben die große Armee, die Grande Armee, die kaiserliche von Napoleon und die russische Armee. Wobei man sagen muss, Napoleon galt schon damals lange als militärisches, strategisches und taktisches Genie, hatte quasi noch nie nennenswerte Schlachten verloren. und der alexander der erste war aber kein großer strategie das heißt er wusste ganz genau dass wenn er gegen den napoleon antritt er womöglich schlechte karten hat wenn wir uns mal schauen

wird hat denn da eigentlich gegen wen angetreten so hatte die grande armee die hatte ja eine hauptgruppe von 475.000 mann plus noch mal zehn prozent die für die logistik zuständig waren so So und dann eine zweite Linie und dritte Linie, die dann wiederum den Nachschub abgesichert haben, das waren auch nochmal 100.000 Mann, das heißt insgesamt waren da über 600.000 Leute plus eben 200.000 Pferde. Die Hälfte davon waren aber Ausländer, sprich keine Franzosen. Das lag daran, dass ja Frankreich eben so viele Länder erobert hatte und dann eben von denen natürlich im Rahmen von militärischen Kooperationen und auch von Tributpflichten, die dann einfordern konnte.

Das hat Probleme mit der Sprache, mit der Verständigung und mit den verschiedenen Nationalitäten. Auf der russischen Seite, da war ungefähr ein Drittel der russischen Armee präsent für diese Aufrüstung. Also es war ja klar, dass Napoleon kommt, also haben die Russen angefangen sich vorzubereiten. Die haben ungefähr 420.000 Mann gehabt, waren nicht ganz so multikulturell, hatten aber, weil sie eben viele übergelaufene Offiziere hatten aus den Ländern, die mit Napoleon nichts zu tun haben wollten, die ja quasi geflüchtet sind, unter anderem auch der Herr Clausewitz, hat also eine ganze Menge ausländische Offiziere gehabt.

Die konnten sich natürlich untereinander schon ein bisschen besser verständigen als die einfachen Soldaten. Aber anders als Napoleon, der alles quasi auf einen Punkt konzentrierte, waren die russischen Armeen in mehreren Verbänden über den westlichen Teil von Russland verteilt. So und dann am 24.06.1812, da geht es dann los. Und zwar wo geht es los? Nämlich bei der Memel. So ist die Memel aber nicht gerade bei Paris, sondern ich habe hier mal die Fußstrecke nach heutigen Google-Karten eingezeichnet.

sind rund 1800 kilometer das heißt also zumindest der kaiser wenn er aus seinem regierungssitz da musste man 1800 kilometer mit der kutsche fahren und die anderen truppen mussten ja auch von ihren vorherkommen so und dann eben im juni 18 12 über überquert man also den fluss die memel und war dann eben in was ist das heutzutage litauen glaube ich dann ging es ging es relativ zu gerne was

weiß das ziel das ziel war eben dass man über die grenze geht in die russischen armeen zerschlägt beziehungsweise verfolgt der um eben bis nach moskau vorzubringen und den zart zu besiegen so das war das ziel quasi russland zu besiegen so und man muss dazu sagen die napoleonische armee war immer oftmals erfolgreich weil die mit relativ leichter kleidung das heißt ohne viel gepäck unterwegs waren also die einzelnen soldaten konnten also schnell marschieren so waren natürlich

auch kampferprobt ja und hatten eben gute strategische führer und insofern ja waren viel was man sich durchaus setzen konnte so dann haben sie in wilnius oder in wilna haben sie quasi ein bisschen technische gehabt sind da sofort eingezogen ja und wilnius ist dann quasi so knapp 100 kilometer hinter der flussüberquerung und dann wollten sie dann weiter nach minsk so das haben sie dann auch gemacht zuerst ebenso wie man das heutzutage auch macht artillerie

duelle ja wobei man aber sagen muss die haben hier schon in den ersten 14 tagen also schon bis sie zu minsk sind hatten sie leichte probleme warum weil es gab regenfälle ja so und die regen fälle führten dazu dass da alles aufgeweicht war und dass man die kanonen nicht richtig ziehen konnte und dass man die pferde nicht richtig ziehen konnte und und und danach gab es dann eine hitzewelle klausewitz schrieb er hat noch nie in seinem leben ohne hitze gehabt und andere

leute haben es ähnlich geschrieben und die folge davon war dass innerhalb der ersten 14 tage von den ungefähr 620.000 mann die napole mitgebracht hat 135.000 schon tot waren und zwar ohne viel kriegerei sondern einfach nur aufgrund der witterungsbedingungen wieso hier wieso steht hier verlust zu 700 tote und 180 tote wenn du gerade davon sprichst das 100 das war die einzeln das ist die schlacht bei bei mir gewesen ja nicht von der schlacht wenn ich rede von dem

was auf dem marsch passiert ist sagt doch mal den letzten satz also wie viele leute sind gestorben allein bei dem marsch bevor man ein wirklich großes technik möchte sich wirklich halt an der grenze überhaupt das liefern konnte alle vom 24 6 bis anfang juni sind 135.000 heute gestorben 24 6 bis anfang juni geht ja gar nicht um ans 24 julis anfang juli genau sind wir ja ja bis also erste woche juli spricht bis die in minsk waren ja so ist zur schlacht von mir hatten die die schon ein Drittel ihrer Kräfte verloren oder ein Viertel.

Ich wollte, dass du die Zahl nochmal sagst. 150.000 Mann. Wir haben ja vorhin gesehen. 135.000. Also schon alleine in den ersten paar Tagen haben wir 20.000 Pferde verloren. Also Frankreich, die mit 475.000 Mann plus 10% Nachschub plus 200.000 Pferde gestartet sind, haben innerhalb im Prinzip eigentlich zwei bis drei Wochen, unmittelbar was der Anfang dieser kriegerischen Aktivitäten sein sollte, eigentlich ein Viertel all ihrer Truppen bereits verloren. ja gut ja und das war natürlich so ein bisschen ärgerlich und wir wollen jetzt auf die einzelnen

geschlachten hier nicht eingehen das ist bringt uns hier nicht weiter sondern die sind jetzt nur zur illustration gedacht und einfach mal so ein bisschen auf die karten gucken damit wir sehen wo die lang marschieren ja das heißt sie kommen jetzt da oben davon will naja und gehen dann wo ich weiß nicht wo bist du jetzt gemeint das ist ja also ich weiß es sei denn du willst du genau Da sieht man das hier. Man sieht eben, dass die von Nordwesten, also von links oben kommen, da ist irgendwo Vilna. Dann geht es nach Minsk. Dann haben sie zwar in Minsk das schnell besetzen können, aber die entscheidende Schlacht war eben in Mir.

Das ist dann eben südwestlich von Minsk. Und die Folge davon war, dass eben Russland gewonnen hat und die Franzosen ihre Strategie überdenken mussten. Während die aber da kämpften, das war jetzt nur eine Armee der Russen, gab es noch eine weiter nördlich in Drussia oder wie es hieß, und noch eine weiter südlich. Und die sollten nach dem russischen Oberkommando, sollten die alle zurückgezogen werden nach Smolensk, da kommen wir dann gleich noch hin, das ist die nächste Karte.

Das heißt, wir haben quasi eine Bewegung, wo Napoleon, der will auch nach Smolensk, weil das muss er durchqueren, um nach Moskau zu kommen, aber genau dort wollen ihm die Russen entgegentreten und zwar mit drei Armeen. Eine, die er direkt vor sich hat und die er jetzt quasi versucht zu jagen, eine, die von Norden ihn einkesseln will und eine, die von Süden kommen will. So und jetzt ist es aber so, dass die Strecke bis dahin noch ein Weilchen ist und er wollte tatsächlich in Smolensk, wollte er gar nicht sofort hin, sondern sich in, wie heißt es hier, mal gucken, jetzt habe ich mich hier verdoppelt.

In Jetsk, das ist auf der Karte von Smolensk die linke Stadt dort oben. Dort wollte er eigentlich sich das Winterquartier einrichten. Das Problem war aber, dass wegen der Schlechtwetterkatastrophe er mit seinem Nachschub nicht hinterher kam. Der war noch 300 Kilometer weiter hinter ihm in Vilna oder heute Vilnius. Und dementsprechend wollte er eigentlich erst den Nachschub nachziehen, bevor er nach Smolensk vorstößt. Das haben die Russen aber erkannt. Und die Russen haben an Smolensk abgesichert, haben dort eine Stadtverteidigung gelassen und haben dann einen Teil ihrer Truppen auf die halbe Strecke ihm entgegengeschickt, nämlich zu der Stadt Rutschnia.

So und dort hat man eben quasi auch gekämpft und schließlich ist man aber zurückgedrängt worden und musste dann mit in Smolensk dann sich dem Napoleon ergeben oder quasi er hat mit seinen Hauptarmee dort sich siegreich durchgesetzt und danach ging es weiter gen Moskau. Und die Besetzung von Moskau, das ist jetzt nicht mehr allzu weit weg, die hatte eine besondere Eigenart, nämlich, dass die Russen haben sich zwar zurückgezogen, aber sie haben die Stadt nicht optimal verteidigt, sondern ganz im Gegenteil, sie haben versucht, sich aus der Stadt zurückzuziehen und bei diesen Rückzügen, da scheint es absichtlich oder unabsichtlich auch zu Brandherden gekommen zu sein.

So und das ist dann aber so gewesen, dass die ersten Brände gelöscht werden konnten, danach am nächsten Tag ging es aber richtig rund und dann wurde letztendlich die Stadt zu Dreiviertel zerstört. Die bestand ja damals eben überwiegend aus Holzhäusern und im Nachhinein scheint es so zu sein, die Historiker sind sich da wohl nicht ganz einig, dass die russische Militärführung da wohl doch was dran gedreht hat, sprich da fehlten die Feuerlöschmittel und und und. Und wie auch immer, Napoleon war jetzt mit seinen Truppen in Moskau und hatte sein Ziel eigentlich erreicht, aber die Stadt nützte ihm gar nichts, weil ja gar keiner da war. Das ist das Thema, jetzt sind die Truppen zurückgezogen, Land gewinnen und was nun? Den Zar hat er ja immer noch nicht in der Hand gehabt.

Jetzt hat er versucht, mit dem Zar zu verhandeln. Der Zar hat mehrere Verhandlungsversuche von Botschaftern abgelehnt. Der Zar wollte nicht verhandeln, sondern der Zar wollte Zeit schinden und hat versucht, den Napoleon so lange in der Stadt zu halten, bis der Zar aus anderen russischen Gebieten, er hatte ja noch zwei Drittel seiner Armeen woanders, an Moskau heranführen konnte. Das war dem Napoleon natürlich auch klar. Dementsprechend überlegte er sich, wie er nun weiter fortgehen soll. Während dieser ganzen Überlegenszeit haben die Soldaten dort in Saus und Braus gelebt in Moskau, also die französischen Soldaten.

Von dem, was die zurückgezogenen Russen nicht schon mitgenommen und mitgeplündert hatten, haben sich dann die französischen Besatzer und Eroberer bedient. Da gab es also exzessive Saufgelage, dass die militärische Disziplin wohl dort teilweise stark unterminiert war. So, nun musste aber, wir sind ja jetzt im September schon des Jahres, da war eins klar, wenn Napoleon nicht in Russland überwintern will und den Zar jetzt aber auch nicht habhaft werden kann, weil der sich ja zurückgezogen hat, gleichzeitig über Truppen heranbringt, dann läuft Napoleon Gefahr, in die Zange genommen zu werden und sein gesamtes Heer vernichtet zu werden.

Um das zu verhindern, hat er gesagt, okay, überwintern kann ich nicht, sonst werde ich hier platt gemacht, also muss ich wieder zurück. Und jetzt wollte er am liebsten über eine vergleichbare Route wieder zurück, aber möglichst nicht dieselbe, nicht über Smolensk, das sehen wir auf der nächsten Karte. russische armee versperrt westroute also wir sehen dass er selbst ja wo er eigentlich winterquartier machen wollte und smolensk ja dass die route wollte er nicht gehen und man muss auch verstehen

warum so die sind mit 600.000 mann gekommen aber wo haben die denn eigentlich ihr essen und ihr trinken her bekommen ja das muss man sich heute mal vorstellen da sind ja 600.000 leute die durch kleine orte und städte ziehen ja und quasi alles requirieren was dort an essen und trinken und so so weiter verfügbar ist. Das ist ja wie so ein Heuschreckenschwarm, der die gesamten Ressourcen der Gegend für sich verbraucht. Und nun ist es ja so, dass die Russen das ja auch schon gemacht haben. Die Russen waren ja auf dem

Rückzug. Die haben ja auch 400.000 Mann gehabt, die sich bewegten. Das heißt, auf dieser Teilstrecke waren zwar nicht die 400.000, die waren ja in drei Trauschen insgesamt. Aber da waren auch über 100.000, die quasi sich auch aus dem land ernähren mussten die haben was genommen dann kamen die rest truppen von dem napoleon und jetzt kann er doch nicht dieselbe strecke wieder zurückgehen dann würden ja seine leute verdursten und verhungern also musste er sich einen anderen weg zu und hat daneben eine nordroute gewählt aber

die geht natürlich nach westen deswegen habe ich sie mal westroute gemacht so das war den russen auch klar und deswegen haben sie dann versucht diesen weg aufzuhalten und die das vorgelegt Die vorgezogenen Kurs in Chiatizzi und in Polatsch, so heißt es wohl, hat man zwei Schlachten geschlagen. Im August schon, nach dem Motto, das war so bevor Napoleon überhaupt den Rückzugsbefehl gegeben hat. Aber schon vorsichtshalber haben die Russen gesagt, hier geht es schon mal nicht nach Hause, das kannst du dir sparen.

So, und dann hat dann Napoleon im Oktober versucht, ja, über eine Südostroute, nämlich bei Tarutino auszubrechen. So, und Tarutino ist dann auch wieder um 100 Kilometer vom Stadtzentrum Moskau ungefähr entfernt. So und auch dort haben die Russen dann gesiegt. Das heißt, das Korps, was dort von Napoleon vorgeschickt war, um den Weg frei zu kämpfen, wurde besiegt und damit war für Napoleon dann im Prinzip klar, jetzt kann man nicht mehr die Position halten, jetzt muss auf jeden Fall die gesamte Truppe zurück.

Also alle Wege, die er ausgetestet hat, sind erledigt. Nun geht es rückwärts. Definitiv. Und es gibt einen schönen Text, wie man sich das so vorstellen kann, wie dieser Rückzug läuft. Hinter einer miserablen Artillerie und einer noch miserableren Kavallerie zog sich eine ungeordnete, bizarre Menschenmenge entlang, die an seit Langem vergessene Bilder erinnerte, die fürchterlichen Horden von Mongolen, die Hab und Gut sowie Beutestücke mit sich getragen hatten. Es bewegte sich ein großer Tross von Kutschen und Wagen, da zogen lange Kolonnen, die mit sogenannten Trophäen beladen waren. Weiter marschierten bärtige russische Männer schwer atmend unter dem Gewicht des gesammelten Raubgutes. Dort trieben andere Gefangene zusammen mit den Soldaten ganze Herden von abgemagerten Kühen und Schafen. Dort fuhren auf den Wagen mit allen möglichen Schätzen beladen Tausende von Frauen, verletzte Soldaten, Offiziersburschen, Dienern und allerlei Gesinde.

Da hat man mal so einen Eindruck, dass da eben richtig was los war. Und das waren ja jetzt schon nicht mehr die 600.000, sondern schon wesentlich weniger. Nachdem er bei Tarutino die Schlacht verloren hat, hat er versucht, sich in der Mitte so ein bisschen durchzuschnengeln, um noch weiter nach Südwesten zu kommen. Aber diese Route wurde dann, die Schlacht bei Malo Jaroslavic, die wurde dann auch gesperrt. Das heißt, nun hatte er ganz schlechte Karten und musste seine Truppenteile, die beiden, die er hatte, wollte er dann doch wieder auf der alten Route vereinen. Das heißt, er hat sich jetzt entschieden, zum schlechtesten aller möglichen Wege, nämlich den Weg, den er mit seiner Haupttruppe gekommen war, auch wieder zurückzugehen.

Und da musste er die Truppe, die in Moskau noch war, heranholen. Das waren 73.000 Leute. Bis die dann zum Treffpunkt kamen, hatten die sich mal locker halbiert. Das heißt, hier war schon das Problem mit der Versorgung, mit der Hygiene und dann natürlich mit dem völlig überflüssigen Gerümpel, dem Schmuck und den Bildern und was sie so alles an Plündereien mit sich schleppten. Das brauchte man ja alles nicht. Aber es kostete Kraft, das eben zu transportieren. So, also nun will er über die alte Smolensk-Route wieder zurück. Und das schafft er dann auch nicht so unmittelbar. Warum? Weil er wieder eine andere Schlacht verliert. Und er war schon so weit zurück, dass er letztendlich ja quasi nur noch retten kann, retten muss, was er retten kann.

Und es kommt dann zu guter Letzt Ende November zu der letzten Schlacht an der Beressina. Und die Beressina ist auch ein Grenzfluss und den muss er überqueren. Und da hat er das Problem, dass auf der anderen Seite des Flusses, da sitzt schon eine Armee der Russen, dann kommt eine direkt hinter ihm her und eine kommt noch, ich glaube, aus dem nördlichen Bereich. Das heißt, er hat eigentlich drei Armeen gegen sich, hat aber selber insgesamt nur 50.000 Leute noch von 620.000. Von diesen 50.000 sind 10.000 Invaliden. Das heißt, er kann nur mit 40.000 kämpfen gegen eine Übermacht, wobei aber noch nicht alle russischen Einheiten dort sind.

Das wird in den verschiedenen Beschreibungen sehr interessant geschildert. Erst wollen sie da über den Fluss schwimmen, das geht aber nicht, weil das Ufer schon gefroren ist und versumpft ist. Das ist ja schon Winter, Ende November. Dann wollen ein paar Leute durchschwimmen, die gehen alle zugrunde, weil das Wasser zu kalt ist. Dann bauen sie letztendlich Behelfsbrücken und kämpfen sich mit den Behelfsbrücken dann auf die andere Seite rüber und schaffen es tatsächlich mit weiteren Verlusten von 10.000 Leuten ans andere Ufer.

und von dort aus eben hier an ihren Ausgangsort, an den ersten Siegpunkt, den sie hatten, nämlich nach Vilna oder Vilnius, zurückzukämpfen. Und da hat also ein späterer Militärhistoriker, auch ein Russe, der hat mal gesagt, kannst du ja mal vorlesen, was er gesagt hat, Eli? Man kann mit Gewissheit behaupten, dass Napoleon in diesem Fall seiner Rettung einzig und allein dem Einfluss seiner früheren Siege verdankte, wodurch seine Gegner veranlasst wurden, mit der größten Vorsicht zu operieren und sich dadurch die Gelegenheit, ihm eine vollständige Niederlage beizubringen, gänzlich entgehen ließen.

Ja, und das bezieht sich speziell eigentlich auf die Schlacht bei Beresina, weil eigentlich hätte er verlieren müssen. Er war von der Mannzahl her unterlegen, er hatte die schlechtere Karten insgesamt, aber er hatte den besseren Ruf und die bessere Ordnung. Also er war ja eben ein dynamischer, magnetischer Führer, der die Leute mit seinem Willen motivieren konnte. Und die Russen waren immer die ganze Zeit, waren die Generäle untereinander zerstritten und haben noch untereinander Intrigen gemacht. Und die waren vielleicht auch als Strategen nicht so gut. Und deswegen hatten die eigentlich Angst davor nach dem Motto, wer weiß, was dem jetzt einfällt.

Und tatsächlich ist ihm ja was eingefallen, nämlich Notbrücken zu bauen, um den Fluss zu überqueren. Aber man hätte, wenn die Russen sich besser koordiniert hätten und sich nicht hätten von seinem Ruf einschüchtern lassen, hätten sie ihn besiegen können. Und dieses Zitat, was dann Jahrzehnte später gemacht wurde, belegt eben typisch für andere Zitate oder Beurteilungen eine Situation, da hätten die Russen den Sack zumachen können und hätten Napoleon mit Gesamt dem Rest seines Heeres komplett vernichten können, haben es aber vergeicht.

ja das heißt sie sind nicht so die großen militärleute ja so und da kommen wir im grunde genommen ja auch zum resümee zumindest zum grafischen und wenn wir mal gucken wie er also marschiert ist ja also ist nur in dem bereich von litauen bis nach moskau also litauen mit dann eben sein angebliches geplantes winter quartier wie tschüss sodann die schlacht bei rutschen ja dann bei Smolensk, Borodino, Moskau. Das ist also 1200 Kilometer und das war in der Zeit von Ende Juni

bis Mitte September. Das heißt, die ganze Aktion hat noch nicht einmal drei Monate gedauert. Und wenn wir dann auf der nächsten Karte gucken, dann stellen wir fest, der Rückzug ist ja nicht viel anders ja so da ist bis auf den kleinen abstecher dabei im bereich moskau ist eigentlich fast alles dasselbe also genau das was er vermeiden wollte auf derselben route wieder zurückzukehren hat er hier fast genau gemacht bis auf den letzten teil nämlich vorher eben bei der bei der beresina ist

er dann vorher abgebogen und nicht bis nach minz gegangen und auch hier natürlich eben 1000 1000 Kilometer oder so, also eine ähnlich lange Strecke. Und wenn man sich jetzt fragt, was sind jetzt die Folgen daraus gewesen, welche Konsequenzen waren es? Zunächst einmal war es so, dass schon im Oktober hatte er ja den Rückzug beschlossen am 19.10. Und da gab es schon in Paris Gerüchte über den Putsch, weil die Post lief ja schnell, die haben ja ihre Spezialkuriere dort gehabt und man dachte, oh mein Gott, der große Kaiser, der verliert jetzt und jetzt muss man da was machen.

Tatsächlich, fünf Tage später gab es sogar auch einen Putschversuch, die Regierung eben zu putschen, ist aber dann wohl gescheitert. Faktisch gesehen ist es so, dass eben die gesamte Truppe inklusive Napoleon erstmal in Villeneuve sitzt. Das ist ja jetzt Ende November. Und kurz darauf, Anfang Dezember, verlässt Napoleon Wilner, aber quasi alleine, lässt seine Armee zurück, übergibt das seinem französischen General Murat, fährt nach Paris und ist eine Woche später in Paris.

Und während er jetzt unterwegs ist, sind da eigentlich schon Vorbereitungen für einen Waffenstillstand. Diese Vorbereitungen gehen von den Russen aus und einer der Verhandlungsführer ist eben unter anderem der Clausewitz. So und tatsächlich kommt es dann einen Tag vor Silvester am 30.12. kommt es zu einem Waffenstillstand der sogenannten Konvention von Tauroggen und das beinhaltet unter anderem das Preußen, das quasi nominal für die Franzosen gekämpft hat, jetzt aber das Bündnis mit den Franzosen aufgibt und ein Bündnis mit den Russen eingehen will.

Und weil ja die Preußen vorher durch den napoleonischen Sieg Gebietsverluste hatten, sollen ihnen dann im Rahmen dieses Bündnisses jetzt Gebiete an der Memel, entlang der Memel zugesprochen werden. Das heißt eine typisch politische Angelegenheit. Ich gebe dir Land, dafür gibst du mir den Waffenstillstand bzw. den Frieden. Ja, nachdem das dann da gemacht war, hat dann auch der General, der da zurückgeblieben ist, der hat dann auch die Fahnen fallen lassen und ist in seine Heimatstadt nach Neapel marschiert.

Und was mit den Truppen ist, da waren ja bloß noch ein paar tausend Leute. Wie viele darüber streiten die Historiker? Zwischen 10.000 bis 23.000 lauten wohl die Zahlen. Ja, das heißt von 625.000 sind also weniger als 5% lebend wieder zurückgekommen, ja. So und dann kaum, dass man eben diesen Waffenstillstand gemacht hat, gab es dann tatsächlich schon zwei Monate später den Bündnisvertrag zwischen Preußen und Russland.

Und als nächstes, was dann nicht allzu fern dazu kommt, aus der damaligen Zeit passiert, Preußen erklärt Frankreich den Krieg und sucht sich Bündnispartner. Und das war dann so langsam das Ende von Napoleon, weil jetzt beginnen die sogenannten Befreiungskriege. Punkt. Punkt kannst du jetzt noch nicht endgültig sagen, weil lieber Uwe, auch wenn du jetzt viel geredet hast, versuche es nochmal einzuordnen. Also ich finde ja, das schreit einen förmlich an, die Parallelen zu Clausewitz, die wir eingangs eben in diesem Stream schon erwähnt haben.

Wir haben auch gemerkt, dass er eine wirklich unmittelbare Rolle im Abschluss dieses kriegerischen Konflikts eben gespielt hat. Du hast ihn ja eben gerade erwähnt. Er hat maßgeblich, war er mit daran beteiligt, eben irgendeine Art von Waffenstillstand auszuhandeln nach diesem Debakel, das man ja als solches im Prinzip für Napoleon auf jeden Fall werten muss. Aber was sind für dich, sag ich mal, die offenkundigsten, wenn du es jetzt selber nochmal in deinen Worten zusammenfassen müsstest, die offenkundigsten Parallelen der Anwendung der klausewitzischen Theorie in eben diesem kriegerischen Konflikt, den du gerade beleuchtet hast?

Auf jeden Fall haben wir hier das Prinzip des Landgewinnes. Die Russen haben sich quasi geweigert, richtig zu kämpfen. Die haben nur so weit gekämpft, wie es nötig war und sobald die Verluste eine gewisse Größenordnung erreicht haben, haben die sich zurückgezogen. Und zwar so schnell zurückgezogen, dass der Napoleon den quasi hinterherjagen musste. Also die Strategie der Russen war offensichtlich, den aufs Territorium zu locken und ihn zu überwintern, zu verlocken. ja wohl wissen dass der winter in russland hat es denn die hatten ja die erfahrung mit 100 jahre

früher mit dem karl dem zwölften aus schweden der war ja auch schon darauf reingefallen ja und der napoleon das weiß man aber der wusste davon der wusste dass der russische winter hart sein kann und schwierig sein kann und er war eigentlich darauf vorbereitet weil er dachte Es geht schnell. Also das war seine Devise nach dem Motto, rein, raus, rein nach Russland, rein nach Moskau, den Zar besiegen, Friedensvertrag machen und wieder raus und Feierabend. Das war aber eben nicht der Fall.

So und hier kam eben der Kommissar Zufall in Form von Pech hinzu, dass gleich am Anfang, kaum dass sie in Vilnius gelandet waren, Siegreich, dass sie dann eben zwei Klimaprobleme hatten, nämlich einmal Regen und nachher eben die Hitze. Und dass das natürlich schon demoralisierend ist. Man muss sich vorstellen, die müssen ja ihr ganzes Kriegsgerät, die müssen das ja alles durch den Schlamm ziehen. Das heißt, der Vormarsch verlangsamt sich. Nicht umsonst wollte er ja dann einen Plan ändern und ein Winterquartier auf halber Strecke machen, weil er wusste, er schafft es ja so gar nicht.

Das heißt also, er hat hier im Grunde genommen den strategischen Fehler gemacht, sich von den Russen, die in Smolensk sich eingebunkert hatten, als sie ihre drei Armeen gesammelt haben, denen auf dem halben Weg in Rudnja entgegen zu kommen. Weil da hätte er sich jetzt entscheiden müssen, auf dieser halben Strecke. Entweder er zieht sie in seinen Versorgungsort 300 Kilometer westlich zurück nach Vulnia oder er gibt ganz auf oder er marschiert durch. Und was er gemacht hat, er hat gesagt, ich bin ja ein Genie, ich marschiere durch. Und dieses Durchmarschieren hat aber nichts genutzt, weil der Feind ja nicht da war. Das war ja das Problem. Das heißt, hier haben wir genau den Punkt, Land erobert, aber Truppen nicht vernichtet. Und solange die Truppen nicht vernichtet sind, solange können sie einem ja noch was tun. Das heißt, der Feind ist nicht besiegt.

Also ist die Taktik, die der Zar mit seinen, ich sag mal, vielleicht strategisch nicht so schlauen Generälen gemacht hat, die zerstritten waren, war im Großen und Ganzen aber schon richtig, nämlich den aggressiven Napoleon im weitesten Sinne ins Leere laufen zu lassen. Also wir haben ja gemerkt, oder du hast das gesagt, laut der klausewitzischen Theorie muss Krieg immer wieder eskalieren. Derjenige, der bereit ist, mehr Schaden zuzufügen, brutalere Mittel anzuwenden, der wird, wenn im Prinzip ansonsten die Streitkräfte identisch sind, entsprechend den Sieg davon tragen.

Wie bewertest du diese ganze Aktion? Also wenn viele Leute sich irgendwas gemerkt haben vom Russland-Feldzug, dann dass Moskau in Brand gesetzt worden ist, dass dieses Register gezogen worden ist, dass die Hauptstadt in Anführungszeichen geopfert worden ist, um im Nachgang diesen Sieg mutmaßlich dann halt eben herbeizuführen. Ist das jetzt eine logische Konsequenz dessen, dass man halt eben einfach mit allen Mitteln gewinnen musste? War das üblich für diese Zeit, dass man bereit war im Prinzip wirklich Hauptstädte zu opfern oder war das zu Recht wirklich ein phänomen das bis heute noch recht mal debattiert wird na ja also da muss man so sehen da ist ja

eben holzhäuser hauptsächlich waren war klar wenn da ein flächenbrand ist dann ist auch alles abgebrannt ja bis auf die die vielleicht gerade außerhalb der stadt ein bisschen stehen oder vielleicht aus stein sind so wenn jetzt aber dort fremde truppen sind die napoleonischen wo sollen die denn bitte übernächtigen da ist doch gar keine versorgung mehr in der stadt da ist doch gar nichts mehr ja die ganze infrastruktur ist auch zerstört das heißt das ist doch eine ganz klare strategische maßnahme den besatzer das leben schwer zu machen ihn zu zwingen sich zu bewegen der weiß ganz genau

selbst wenn keine drei armeen kommen würden würde er in moskau nicht überwintern können ja man hat ihm die ressourcen genommen hast du dich gleichzeitig gesagt die haben in saus und braus dort gelebt und hat man eigentlich keine russland ja die haben in saus und braus gelebt bezüglich der vorräte in denen noch nicht abgebrannten häuser ich meine russland moskau ist eine große stadt gewesen ja so und da ist ja ein viertel der häuser ist nicht zerstört gewesen so und es ist ja nicht jedes wirtschaftsgut automatisch zu 100 prozent verbrannt ja so ist

es ja auch nicht da gibt es ja auch noch viel und all solche sachen so das heißt also die überlebenden können schon in einem beschränkten maße ja da die große party feiern aber das reicht nicht aus, um da sechs Monate zu überwintern. Und wir merken auch die Parallelen, liebe Freunde, hoffentlich merkt ihr die auch, zum Ukraine-Konflikt, deshalb ging es auch Putin in Anführungszeichen nie vordergründig um Kiew, er war bereit, im Prinzip sogar Kiew links liegen zu lassen oder im Norden liegen zu lassen, in Anführungszeichen, um halt zu sagen, er konzentriert sich weiter auf den Donbass, weil wie gesagt, er muss nicht Kiew einnehmen, um Kiew zu Fall zu bringen

und andererseits ist Kiew natürlich auch nicht, ist gleich, im Prinzip die ukrainische Streitkräfte, sondern wenn die zu, was weiß ich, 80% gebunden sind im Donbass, Da muss der Krieg eben dort ausgeführt werden, ausgeübt werden, bis man halt eben den Gegner kampfunfähig gemacht hat und am besten so, dass er sogar in der Zukunft sich nicht wieder aufbäumen kann. Das ist wahrscheinlich dann die größte Parallele zu dem klausowitzischen Theorie, wo wir gesehen haben, die Russen haben es versäumt, den Sack zuzumachen, wie du es vorhin gesagt hast. Sie hätten im Prinzip sagen können, sie machen ihn wirklich kampfunfähig, aber so, obwohl sie so geschwächt waren, wie dieses Zitat hier im Prinzip suggeriert, haben sie einfach nur ob der Reputation von Napoleon als großer Stratege in der Vergangenheit gesagt, sie lassen sich von Emotionen als mehr von der analytischen Klarheit leiten, weil die hätte eigentlich unweigerlich dazu führen müssen, dass sie sagen, wenn wir sehen, wie wir den in Anführungszeichen dezimiert, vernichtet, ausgemergelt haben, dann ist jetzt auch der Moment zuzugreifen, ungeachtet dessen, was der Mann vielleicht ist.

der Vergangenheit bewerkstelligt haben mag, oder? Ja und wenn du fragst, wo ist jetzt zum Beispiel ein Unterschied zum Ukraine-Konflikt, also wenn man jetzt die Donbass-Geschichte betrachtet, also die Grenze zwischen den Donbass-Republiken und Krim zu Ukraine, also jetzt was die Herrschaftsbereiche betrifft, so ist das ja eine Grenzlinie, die ist glaube ich über 2000 Kilometer lang ja so das heißt wenn jetzt die ukraine sagt wir wollen diese grenzlinie zurückgewinnen sprich

wir wollen die in russland von der krim verjagen und aus dem donbass da müssen sie auf breiter front angreifen so der angreifer ist ja immer im nachteil ja weil er mehr aufwand treiben muss das heißt der braucht ja eigentlich viel eine viel größere menge an angriffsmaterial und nun wissen wissen wir aber, dass in der Ukraine traditionell die Ausrüstung ja schwach war, weil das war ja alles nur Sowjetbestände, bis auf das, was dann später vermutlich aus den USA nachgerüstet wurde.

Aber das ist sicherlich nicht etwas, um auf einer breiten Front einzugreifen. Das heißt, hier ist ja ganz klar, wie die Strategie der Russen sein wird. Die Russen werden genau, was ich vorhin zum Thema sagte, Verteidigung und Angriff, 50.000 gegen 10.000 oder gegen 50.000. Es ist völlig klar, dass an der Stelle die Ukrainer es niemals schaffen können, wenn sie nicht die quantitative Überlegenheit haben, über die Grenzen oder den Donbass und die Krim zurückzugewinnen. Das geht ja gar nicht. Da müssten die ja stärker sein als die Russen, was sie aller Voraussicht nach nicht sind.

Also brauchen die Russen nur warten, sprich die warten bis die Ukrainer sich totlaufen. Und die Ukrainer haben genau dasselbe Nachschubproblem wie der Napoleon, als er dann in seinem Winterquartier war. 300 Kilometer hinter ihm war die Logistik. Moment mal, wo kommt denn die Logistik für die kämpfenden Truppen der Ukrainer an der Ostfront vor? Wo denn? Die kommt doch aus dem Westen. Das heißt, die kommt entweder aus Kiew oder über die polnische Grenze. Von oben, von Weißrussland, kommt sie mit Sicherheit nicht.

So, das heißt also, da sind ja nochmal 1000 Kilometer, die zu überbrücken sind. So, und nun wissen wir, oder zumindest sieht es aus, als ob die Russen die Lufthoheit haben. Das heißt, was jetzt wer auch immer an die Ukraine liefert, wenn es nicht in nicht-militärischen Kanälen versickert, wozu es ja auch Gerüchte gibt nach dem Motto russische Mafia, Waffenhandel und und und. Sprich, wie viel von dem, was gesendet wird, landet tatsächlich bei denen.

Jetzt nehmen wir mal an, da würde es sowas nicht geben, sondern es würde alles legitim laufen. Dann bleibt trotzdem das logistische Phänomen, dass diese Waffen von der Westgrenze der Ukraine an die Ostgrenze transportiert werden müssen. Da die Russen die Luftruhe haben mit ihren Spezialraketen, mit Präzisionsschüssen, ist es für die relativ kostengünstig. eben ganze Wagenladung von Panzern und Munition und so weiter in die Luft zu sprengen, die andere für teures Geld bezahlt haben.

Das heißt, wie wollen die sich dagegen wehren? Dazu brauchten sie natürlich die Luftabwehrgeschütze. Also insofern ist das Nachschubproblem mit Sicherheit eine Parallele auch zu diesem Russland-Feldzug, nur dass es da eben die Ukraine betrifft. So Russland betrifft das auf der anderen Seite. Hätten die jemals vorgehabt, tatsächlich Kiew zu erobern, dann wären sie im Städtekampf gewesen. Das zu einer Jahreszeit, wo dort alles schlammig ist, wo die Panzer auf der Wiese stehen und sich nicht bewegen können. Wo man im Häuserkampf zehnmal so viel Personal braucht wie der Verteidiger. Und Kiew ist noch eine große Stadt. Also Kiew zu erobern, physisch schwierig nach meiner Meinung.

Also sprich, dass da hinten die Russen sagen können, okay, wenn es auf einen Schlag gelingt, nach dem Motto, wir dringen bis zum Präsidentenpalast vor, kapern die Fernsehsender und die Energiewerke und nehmen den Präsidenten gefangen, den ukrainischen. Und dann ist die Sache erledigt. Ja, aber so schnell ist es eben nicht gegangen. Das heißt, das ist wahrscheinlich auch eine Fehleinschätzung der Russen gewesen, ähnlich wie Napoleon. Er sagte schnell, schnell, schnell, hat aber nicht funktioniert. Also zieht er sich in die Bereiche zurück, wie es geht. Nur, dass die Russen jetzt da im Donbass in einer besseren Position stehen, denn die können Nachschub direkt aus der Ostseite des Donbass holen, nämlich aus Russland.

Die haben also keinen langen Nachschubwege, während die Ukrainer, die haben ein ganz schweres Nachschubproblem. Und wir sehen hier auch, viele Leute werden sich gefragt haben, anfangs, du hast das im Prinzip perfekt schon alles beschrieben, warum haben sie jetzt im Prinzip die Russen Kiew nicht eingenommen, aber sie haben sich auch gleichzeitig gefragt, zum Beispiel Stichwort Mariupol, aber auch andere im Prinzip Gebiete, die eingenommen worden sind, warum ist das so langsam? Das ist erstens der Häuserkampf, den Uwe ja beschrieben hat, zweitens der Versuch der Russen, so verrückt es klingt bei diesem Angriffskrieg, eben nicht die komplette Ukraine in Schutt und Asche zu legen, insbesondere nicht, weil sehr viele ethnische Russen halt eben mindestens im Donbassgebiet halt eben leben und als solche im wahrsten Sinne des Wortes zumindest aus den Augen der Russen eben befreit werden wollen.

Aber auch gleichzeitig sehen wir auch hier die Anwendung der Klausowitz-Theorie insofern, als dass der Angreifer, und das ist ja in diesem Falle Russland, halt eben wesentlich größeren Aufwand hat und natürlich wesentlich schwerer vorrücken kann als der Verteidiger, der eigentlich in der leichteren Position ist. Ja, noch dazu, wenn man weiß, dass auch wenn sie nicht in der NATO sind, die Ukraine die komplette Unterstützung der NATO hat. Und wenn man jetzt wiederum in der wirklich abschießenden Meta-Analyse, ja, sagen müsste, die Ukraine, die nichts anderes in Anführungszeichen zu tun hat, als sich zu verteidigen, noch dazu gestärkt im Rücken, ja, mit im Prinzip dem Waffenmaterial von wahrscheinlich gefühlt irgendwie mindestens acht, vielleicht wahrscheinlich aber auch mehr Ländern, ja, also immer, ne, dieser sogenannte Weltengemeinschaft, früher G8, jetzt G7 ohne Russland, plus wer auch immer in der NATO dumm genug ist, denen jetzt im Prinzip Sachen zu schicken.

Ja, wenn also die Ukraine es nicht mal schafft, einen Verteidigungskrieg, ja, in Anführungszeichen zu gewinnen, indem sie nur die Gewinne wieder zurückbekommen, die in Russland bereits jetzt abgenommen hat, Donbass, ja, und die nicht die Möglichkeit haben, ja, wirklich 5 zu 1 Russland jetzt zu überrennen und wenigstens diese zurückzugewinnen, was sie jetzt schon 10 zu 1 unterlegen sind, dann zeichnet das wahrscheinlich ein ganz, in Anführungszeichen, gutes Bild für die Chancen von Russland für eben die Zukunft, ja. Also wir wollten eigentlich einen separaten Stream drüber machen. Erstens, was sind die Kriegsziele der unterschiedlichen Parteien und dann die Chancen, wollten wir auch noch beleuchten, diese Ziele eben zu erreichen. Das werden wir in einem anderen Stream machen, aber ich denke mal jeder, der heute ein Stück weit aufgepasst hat, der gemerkt hat, wie gesagt, was hat Clausewitz uns beigebracht, wie ist schon selbst Napoleon an Russland gescheitert und inwieweit die Lage halt im Prinzip wirklich desaströs sich abzeichnet für die Ukraine, damit jeder im Prinzip, der diese drei Punkte verinnerlicht hat, selber zusammenzählen können, sich an drei Fingern so rum zusammenzählen können.

dass die Chancen der Ukraine denkbar schlecht stehen und die Russen wahrscheinlich eigentlich nur weiter das machen müssen, was sie bis jetzt gemacht haben, nämlich dranbleiben und dann wird sich die Ukraine-NATO-Weltengemeinschaft, nennst wie ihr wollt, an denen zerreiben. Uwe, ich danke dir für diese Analyse, für den Exkurs in die Biografie von Clausewitz, für den Exkurs in die Aufarbeitung aller seiner Thesen, die ja wirklich ein sehr, sehr starker Wälzer ist, den du heute versucht hast, auf unter 30 Minuten zusammenzuquetschen.

Ich danke dir für den sehr detaillierten, wenn auch ein wenig doch überlangen Exkurs in Richtung Russland-Feldzug. Es war ein wichtiger und deshalb bedauere ich nicht, ihn gemacht zu haben, aber ich weiß, wie schwer es den Leuten gefallen sein mag, dem heute hier zu folgen. Nichtsdestotrotz, ich habe das Gefühl, auch wenn es der kürzeste Anteil war an diesem Stream in den letzten zehn Minuten, haben wir die Parallelen zurechtgezogen und niemand wird uns vorwerfen können oder an den Kopf werfen können, dass wir nicht belegen können, was wir eben gerade gebracht haben. Wir werden natürlich auch weiterhin zusammenkommen und anhand von Fakten, die an der Tagesaktualität messbar sind, anhand auch von Meldungen, die heute produziert werden auf den ganzen Mainstream-Kanälen und hast du nicht gehört, werden wir belegen können, dass unsere Theorie in Anführungszeichen stimmt.

Stimmt, wir haben aber auch historisch zu unserer Methodik heute meiner Meinung nach ganz gut vor Augen führen können, warum Clausewitz erstens immer noch die unangefochtene Nummer 1 ist, was die Beschreibung der Theorie des Krieges angeht. Zweitens, dass selbst größere Menschen als Zelensky sich an Russland die Zähne ausgebissen haben, dass also historisch gesehen wiederum auch Zelenskys Chancen schlecht stehen. Und drittens, liebe Freunde, dass, wie gesagt, im Zusammenspiel von all diesen Fakten, Die Wahrscheinlichkeiten, und die sind ja auch bemüht worden in Klausewitzes Theorie, dass da die Wahrscheinlichkeiten auf eine Art und Weise ausgeprägt sind, die man als solche auch klar benennen sollte, weil alles andere wäre Ideologie und Wunschdenken.

Gut, ich möchte dir ein letztes Wort mit auf den Weg geben, beziehungsweise dich sagen lassen, als deine eigene abschließende Einschätzung zu unserer heutigen Sendung. Ich werde mich danach in den Bonus-Stream verabschieden, aber ich denke mal für die monumentale Leistung, die du jetzt hier schon an Mann gebracht hast, liebe Uwe, dafür gilt dir vorauseilend wirklich ganz, ganz großer Dank. Und auch wenn es seine Längen hatte, wir haben maximale Mühe reingesteckt, du insbesondere, und ich danke dir dafür und möchte dir, wie gesagt, nochmal den Raum bieten, hier einzuschätzen, wie wir die letzten anderthalb Stunden hier verbracht haben. Ja, also mir war wichtig, dass wir insbesondere mal verstehen, dass Krieg eben ein Tagesgeschäft der Politik ist und mit harten Bandagen gekämpft wird und dass das normal ist.

Und das alles, was man auf den Krieg aufsetzt, sei es das Kriegsvölkerrecht, das sind nur im weitesten Sinne politische Spielereien. Denn tatsächlich hält sich ja keiner dran. Man hält sich nur dann dran, wenn es einem angenehm ist, wenn es passt. Ansonsten interessiert es einen nicht. Das sieht man so an der Diskussion, sind wir kriegsführende Partei, wenn wir Geld schicken? Nein, sind wir nicht. Sind wir kriegsführende Partei, wenn Polen Panzer schicken? Nein, sind wir nicht. Es macht ja nicht die NATO, es macht ja Polen alleine. Das sind alles Märchengeschichten, die eigentlich nur sagen, wir brauchen solche Sachen nicht.

Wenn wir Krieg führen wollen, dann biegen wir sie uns so hin, dass sie uns gefallen. Und man kann auch sehen, dass Russland, auch wenn Russland vielleicht kein starr strategisches Land ist, es ist ein Land, was seine Besonderheiten hat, insbesondere eben seine Stärken im Rückzug hat und die Stellung halten. Darin sind die ganz gut und natürlich ist es ein großes Land und wer da also meint, er könne mit minderen Kräften eine stärkere Armee zurückdrängen, ich habe da so meine Zweifel, ob das eine realistische Einschätzung ist.

Alles klar. Gut, dann danke ich dir, Uwe, für dein klares Denken, deinen klaren Verstand, den du heute hier maximal gut für uns alle eingesetzt hast und wirklich dieses schwierige Thema, zwei schwierige Themen auf einmal plus Analyse, was es das alles bedeutet. maximalste grüße für maximalste leitung heute leistung heute mein guter danke dir dass du das heute mit mir gemacht hast und ich bin mir sicher dass wir das der vollständigkeit halber ja nicht bereuen werden dass eben rausgehauen zu haben weil wir werden immer darauf verweisen können und wir werden vor allen dingen uns unsere eigenen gedanken in bezug auf den verlauf des krieges in

zukunft fundierter machen können weil wir die geschichte so betrachtet haben in diesem sinne grüße in die nacht wir sehen uns wieder schon bald klar sehen clever denken bei handeln

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Was haben der berühmteste Militärstratege CLAUSEWITZ, NAPOLEON & die UKRAINE gemeinsam?“, Die Welt Klar Sehen, 16.06.2022.

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Uwe Loose und Eli besprechen in einem Drei-Teile-Stream die Kriegstheorie von Carl von Clausewitz, illustrieren sie am Russland-Feldzug Napoleons 1812 und übertragen die Prinzipien auf den Ukraine-Krieg. Zentrale These: Der Verteidiger ist im Vorteil, und die Logistik entscheidet.

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