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Lockdown - Heil oder Haft? - Bericht des Corona-Sachverständigenausschusses08.07.2022

CORONA-STORY

Abschrift

Abschrift des Videos vom 08.07.202225 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Es geht heute nochmal um den Evaluationsbericht, den ich ja schon mal in längerer Form besprochen hatte. So und da möchte ich, nachdem ich ja nun neulich das Thema Masken rausgezogen habe und ein bisschen ausführlicher besprochen habe, heute mal das Thema Lockdown besprechen. Nämlich, was wissen die Forscher der Corona-Kommission über den Lockdown? Was konnten sie herausfinden? Wo sind die Vor- und Nachteile? Schauen wir mal. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Fangen wir einfach mal an. Und zwar in dem 160-seitigen Papier haben wir ab der Seite 75 geht es da los. Was sind die wesentlichen Punkte? Zunächst einmal, dass man gar keinen systematischen Begriff für den Lockdown hat, der international anerkannt wäre.

Weder in Deutschland noch international. Und jeder hat seine eigene Lockdown-Kultur. Allerdings gibt es eine anekdotische Sammlung, also anekdotische Evidenz weiterer Fälle der WHO. Anekdotische Evidenz. Ja, also Anekdoten sind ja Erzählungen und Evidenz ist Beweis. Also es gibt einen erzählerischen Beweis, dass es aufgrund von Lockdown-Fällen eben Empfehlungen ausgesprochen werden von der WHO. So, und zwar was empfiehlt sie? Nämlich einschneidende Maßnahmen zur Erkennung und Isolierung von Fallpatienten zur Quarantäne der Kontaktpersonen und Einschränkung in der Bewegungsfreiheit in betroffenen Gemeinden. Okay, das können wir quasi jetzt als eine sinnvolle Definition akzeptieren. Es stellt sich allerdings heraus, dass nach einer weiteren Prüfung von nicht

pharmazeutischen Interventionen, den sogenannten NPIs, es auch Hinweise gibt, dass eine wissenschaftliche Evidenz für diese Maßnahme nicht eindeutig ist. Auch Die Einführung von Kontaktbeschränkungen wurde in der Gesamtevaluation vieler Untersuchungen und auch aufgrund von sozioökonomischer Folgen extrem kritisch gesehen oder eher kritisch gesehen. Das heißt also hier sehen wir, obwohl es schon Lockdowns gegeben hat, gibt es keine hinreichenden Untersuchungen, sondern nur, wie heißt es hier, anekdotische Fälle anekdotischer Evidenz. Fallerzählungen. Das hört sich für mich so an, wie wenn die Fischer vom Teich kommen und dann erzählen sie, ich habe den Fisch gefangen, der war drei Meter groß, ein anderer war zwei Meter groß, der nächste war fünf Meter groß. Also das ist jetzt für mich so unter dem Begriff Fälle anekdotischer Evidenz. Also das ist eigentlich ein Wort, was gar nichts sagt. Also man könnte es für kurz sagen, man weiß es nicht. Und

Ja, wissenschaftliche Evidenz nicht eindeutig. Also bei Beweisen ist es doch so, entweder ist etwas bewiesen oder etwas ist nicht bewiesen. Wenn es nicht eindeutig bewiesen ist, dann ist es doch eigentlich gar nicht bewiesen. Dann haben wir aber unabhängig von der Faktenlage heißt es in der Gesamtevaluation wurde auch aufgrund sozioökonomischer Folgen eher kritisch gesehen. Das heißt, was sind denn diese sozioökonomischen Folgen? Da werden wir bestimmt nachher noch was zu hören. Schauen wir mal an. Es gab also auch bei uns in den anderen Ländern, eben nach dem Auftreten von SARS-CoV-2, gab es Lockdown-Maßnahmen und zwar aufgrund wessen? Weil man sehr eindeutige Ergebnisse in Computersimulationsmodellen hatte. Und zwar, was von einem Wissenschaftler im Frühjahr 20 auf Grundlage eines nicht qualitätsgeprüften wissenschaftlichen Publikationen vorgelegt wurde und große Beachtung fand. Wie? Es war das einzige Modell, was existierte, war aber nicht wissenschaftlich, fand aber große Beachtung. Okay, kann man sagen, die Pandemie ist jetzt gerade, dann greifen wir darauf zu, was wir haben.

Aber nun kommt ja der Clou, dass diese Modelle in den einzelnen Ländern enorm hohe Opferzahlen durch die Pandemie verheuerten und zeigten deutlich positive Effekte von Veranstaltungsabsagen, Schul- und Geschäftsschließungen. Ja, also da muss ich mal sagen, Sie wissen ja, ich bin Immobilienbewerter und Immobilienbewertung hat auch was mit Modellen zu tun, nämlich mit Bewertungsmodellen, wie der Immobilienmarkt funktioniert. Insofern kann ich dazu auch was sagen, auch wenn ich kein Epidemiologe bin. Das heißt, wenn Sie jetzt so Modelle machen, dann müssen Sie ja Annahmen treffen. Und diese Annahmen Die müssen Sie sachverständig treffen, nicht irgendwelchen Unsinn erzählen oder Unsinn annehmen. Etwas, was plausibel erscheint. Ob es dann nachher tatsächlich plausibel ist, einmal dahingestellt. Aber wenn Sie jetzt anfangen, Berechnungen zu machen, zum Beispiel, dass Sie sagen, wie ist denn der R-Wert morgen und übermorgen und in 14 Tagen?

Wir stellen euch jetzt mal nur die einfache Frage, wenn sich jetzt zum Beispiel der R-Wert immer auf zwei beziehen würde, also die Ansteckungsquote verdoppeln würde, dann wären sie am ersten Tag von einem auf den zweiten, dann auf vier Infizierte, auf acht, 16 und so weiter. Das können wir einfach mal hochrechnen. Das heißt, nach zehn Tagen haben sie 1024 Infizierte. Nach 20 Tagen haben sie noch mal 1024 mal mehr, nämlich eine Million. Nach 30 Tagen haben Sie nochmal den Faktor 1000 mehr, dann sind Sie bei einer Milliarde. Und nach 33 Tagen sind Sie schon bei 2 Milliarden, 4 Milliarden, 8 Milliarden. Das heißt also, wenn Sie jetzt zum Beispiel ein Rechenmodell haben, wo der R-Wert mit dem Faktor 2 rechnet, dann sind Sie nach 33 Tagen, ist die gesamte Welt, jeder Mensch ist dann infiziert. So weit, so gut, wenn man es nicht besser weiß. Was passiert jetzt aber, wenn zum Beispiel der R-Wert am vorletzten Tag nur noch ein Halb ist und nicht mehr zwei? Dann haben Sie ja nicht mehr acht Milliarden Infizierte, sondern nur noch vier. Und was passiert, wenn ja zum Beispiel, wenn die Pandemie am zehnten Tag,

sagen wir am 20. Tag, das ist dann bei einer Million ungefähr, dann auf einmal fällt, dann hört es bei einer Million auf. Und man sagt, okay, eine Million Infizierte bei acht Milliarden, ist das jetzt viel oder ist das wenig? Worauf will ich hinaus? Ich kann jetzt die Modelle nicht beurteilen, sondern ich möchte nur sagen, wenn Sie solche Modelle haben, wird, gibt es ein bestimmtes Problem bei diesem Modell. Nämlich je weiter Sie in die Zukunft rechnen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass diese Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Wenn ich für morgen den Fall rechne, ist die Wahrscheinlichkeit 50-50, dass es trifft. Für übermorgen ist es bloß noch ein Viertel, für übermorgen nur noch ein Achtel und so weiter. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es am 32. Tag genauso ist wie am 31. Tag, ist bloß noch 1 zu 2 hoch 31. Das heißt, es ist nur noch ein 2 Milliardenstel oder 4 Milliardenstel.

Und das ist quasi unwahrscheinlich. Und dementsprechend sollte man Hochrechnungen, die länger als drei, vier, fünf Zeiteinheiten gehen, ganz, ganz kritisch betrachten. Jetzt sagen Sie, okay, das ist doch nur Theorie. Nein, denken Sie mal an Meteorologie. Wie? Da werden auch Hochrechnungen von hochkomplizierten Sachen gemacht. Und da stellen wir fest, dass wir das Wetter für drei Tage ziemlich genau vorhersagen können. Bei sieben fängt es an unseriös zu werden und 14 Tage ist schon Würfel. Dann gibt es Menschen, die sagen, okay, wir können zwar das Wetter in 14 Tagen nicht vorhersagen, wir können aber sagen, dass wir in 100 Jahren einen Meeresspiegel haben, der einen Meter höher ist. Also summa summarum, man muss Die Modelle mögen perfekt sein, mögen optimal konfiguriert sein und trotzdem wird ihre Aussagefähigkeit, ihre Prognosefähigkeit von jedem Zeitrhythmus, den sie länger in die Prognose geht, in die Zukunft, immer unsicherer. Und insofern ist mir diese Aussage, die da hieß...

Die Modelle sagten enorm hohe Opferzahlen vor und zeigten deutlich positive Effekte von Veranstaltungsabsagen oder Schulschließungen. Also das finde ich ein bisschen sehr dünn. Also das müsste eigentlich jeder, der ein bisschen Modelltheorie kann, der müsste das eigentlich selber wissen. Da braucht er gar kein Virologe zu sein. Gut, schauen wir mal weiter. So, dann hat man... einen Corona-Strengenindex aufgestellt, der im Grunde genommen darstellen soll, dass einzelne Länder oder Bundesländer eben bestimmte strenge Maßnahmen ergreifen und wie sich das jetzt auf die Entwicklung der Pandemie auswirkt. Ja und was haben wir da? Wir haben, dass es ein wissenschaftlich schwierig nutzbarer Wert ist, Warum? Weil es einen schwerwiegenden Nachteil hat. Die fehlende Interpretierbarkeit der Punkteskala mit fehlender Aussagekraft des Zahlenwertes selber. Was zu Deutsch heißt, das Ding taugt gar nichts, weil man ja noch nicht mal weiß, was die einzelnen Zahlen bedeuten. Die fehlende Aussagekraft des Zahlenwertes. Also wenn eine Aussagekraft fehlt, heißt es, da gibt es keine Aussagekraft.

Ja, so sieht dann dieser Maßnahmenindex aus, also eine wunderschöne Kurve. Und das dann, wenn man jetzt eben die Bundesländer zusammenpackt, dann sieht man, dass die ungefähr, so mal ganz grob gesehen, so ein bisschen parallel verlaufen, da wollen wir gar nicht weiter rein. Und jetzt ist also die Frage, die Maßnahmen und ihre beabsichtigten Wirkungen. Dann heißt es, einschränkend festzuhalten, dass die Meldeinzidenz von der aktuellen Testregime und der Verfügbarkeit von Tests, insbesondere PCR-Testkapazitäten abhängig ist. Ja, das ist klar. Wenn ich nicht testen kann, weil mir irgendwas fehlt, weil es nicht richtig organisiert ist, dann habe ich natürlich auch keine Zahlen, mit denen ich arbeiten kann. Das ist also ein organisatorisches, logistisches Problem. Dann stellt sich, was jetzt ganz interessant ist, dass diese Gegenüberstellung, die Gefahr von ökologischen Fehlschlüssen,

in sich trägt, da sich Zusammenhänge auf der Ebene von Aggregaten nicht im spezifischen Fall der Inzidenz und so weiter zeigen müssen. Das heißt also, die Übertragbarkeit der Daten oder die Schlussfolgerung ist noch nicht mal verifiziert. Gut, weiterhin ist der Zusammenhang zwischen Maßnahmen und 7-Tage-Inzidenz von politischen Interventionen wie Ministertreffen, Bundestagswahlen und Strategiewechseln der Bundesregierung abhängig. Ach. Die Entwicklung eines biologischen Prozesses wie eines Das Virus, das sich entwickelt, ist jetzt von Ministertreffen abhängig. Was gab es denn eigentlich früher, so die letzten zwei Milliarden Jahre? Was haben denn da eigentlich die biologischen Prozesse gemacht, wenn sich die Minister nicht getroffen haben? Also wenn das der Fall wäre, jetzt mal aus meiner Laiensicht,

dass politische Treffen irgendwelche Auswirkungen auf Naturprozesse unmittelbar haben, dann stellt sich ja die Frage, was ist eigentlich mit den Naturprozessen? Haben die keine eigene Kraft? Sind die so schwach, dass sie durch politische Maßnahmen einfach neutralisiert oder verändert werden können? Oder was ist mit denen? Also was ist jetzt eigentlich stärker? Ist die Natur stärker als die Politik? Die Politik reagiert auf die Natur oder ist es die Politik, die die Natur jetzt manipuliert und die Natur sagt, wie sie zu sein darf, nach dem Motto, sei bitte nicht so aggressiv, du böses Virus. Also das verstehe ich jetzt nicht. Gut. Die Gegenüberstellung von Maßnahmen, Index und Inzidenz ergibt kein eindeutiges Bild. Ja, wenn es kein eindeutiges Bild gibt, ist es also mindestens ein zweideutiges, also insofern auf jeden Fall ein mehrdeutiges. Und ein mehrdeutiges Bild ist eigentlich was?

Jetzt müssten wir natürlich mal wissen, was denn diese mehreren Bedeutungen sind. Vielleicht müsste man genauer gucken. Dann sagt man, okay, die blaue Linie ist die Inzidenz und dann ist die rote Linie sind die Maßnahmen. Also komischerweise ist die Inzidenz von März 2020 bis quasi September, Oktober 21 völlig unabhängig gewesen von dem, was die Maßnahmen sind. Also das würde ja jetzt meine Spekulation unterstützen, dass ich sage, ja, ist die Natur so schwach, dass sie sich von der Politik abhängig macht? So, und dann stellt sich natürlich die Frage, was jetzt in die Natur eingefahren ist, dass sie auf einmal ab Oktober, November 21... plötzlich so einen rapiden Aufschwung macht. Also was hat sich in der Natur geändert? Hat sich das Virus geändert? Irgendetwas im Virus oder was? Das ist doch mal eine interessante Frage. Also quasi anderthalb Jahre lang ist das Virus, die Inzidenz quasi konstant, jedenfalls in einer bestimmten Range, egal was für Maßnahmen getroffen werden, dann auf einmal explodiert es. Gut.

Ach, insgesamt ist ein Zusammenhang zwischen der Höhe der Inzidenz und der Maßnahmenstärke nicht erkennbar. Wenn ein Zusammenhang nicht erkennbar ist, was ist dann der Sinn einer solchen Maßnahme? Außerdem gibt es national und international viele multivariate Analysen und es zeigt sich, dass die Wendepunkte oft nicht mit der Einführung bestimmter Maßnahmenpunkte zusammenfallen und teilweise bereits vor den Maßnahmen erfolgten. Ja, das würde ja gerade für meine These oder Spekulation sprechen, dass das Virus sich durch Maßnahmen vielleicht gar nicht beeinflussen lässt. Die Entwicklung des Virus und einfach macht, was es will. So wie Mutter Natur, wer auch immer jetzt hinter Mutter Natur steht, der Zufall, Gott, die Umwelt, keine Ahnung. Wie Mutter Natur das so will und dass wir Menschen zwar rumstrampeln können, aber unsere Maßnahmen keine hinreichende Korrelation haben. Hier heißt es wie oft nicht mit dem Einführung von Maßnahmenpaketen zusammenfallen und teilweise bereits vor den Maßnahmen erfolgten. Das heißt, die Maßnahmen erfolgten nachdem,

die Virusentwicklung sich wieder rückwärts machte. Das heißt, wozu brauchte es dann die Maßnahme? Das mag jetzt aber damit zusammenhängen, dass bereits die Ankündigung oder Antizipation oder Vorwegnahme bestimmter Maßnahmen zu Verhaltensänderungen in der Bevölkerung führen würde. Das mag oder auch nicht. Die Größe und Zeitstabilität dieser Effekte lassen sich allerdings kaum abschätzen und werden in den bisherigen Studien auch nicht berücksichtigt. Gut, dass man sie nicht abschätzen kann, das kann ich ja noch verstehen. Aber warum werden sie in den NPI-Studien, also den nicht-pharmazeutischen Interventionen, warum werden die da nicht berücksichtigt? Gibt es da irgendeinen Grund für? Wir haben die weltweit größte Pandemie und dann rücksichtigen unsere Wissenschaftler bestimmte Dinge nicht. Warum?

Alle bislang vorgelegten Studien haben eine eingeschränkte Aussagefähigkeit, die von den jeweiligen Autoren auch klar benannt wird. Das ist sehr gut. Viele Analysen berücksichtigen beispielsweise nicht den saisonalen Effekt. Ja, warum nicht? Die sind doch Wissenschaftler. Ich meine, welche Wissenschaftler machen das? Das machen nur Epidemiologen, das machen Virologen und denen ist ein saisonaler Effekt nicht bekannt. Es werden tendenziell eher Länder mit sehr strikten Maßnahmen berücksichtigt, während etwas skandinavische Länder nicht einfließen. Also ich erinnere mich ja noch, ich glaube es war im März 20 und auch später noch, da haben wir doch hier in Deutschland immer gesagt, die Skandinavier, die sterben jetzt quasi alle aus, weil die viel weniger machen als wir. Und jetzt werden aber deren Ergebnisse gar nicht berücksichtigt. Also ich persönlich, wenn ich jetzt zum Pandemiebekämpfer wäre, ich würde sagen,

Gut, andere Länder, andere Sitten. Wir machen es ein bisschen strenger, andere machen es ein bisschen locker. Leider können wir uns nicht alle auf einen und demselben Weg einigen. Vielleicht ist es auch regional und lokale Unterschiede. Dann gucken wir doch mal, wie die verschiedenen Methoden wirken und warum die unterschiedlich wirken. Aber solche Studien gar nicht erst zu berücksichtigen. Das halte ich persönlich für eine wissenschaftliche grobe Fahrlässigkeit. Dann ist auch noch die Art des Modells inklusive der Parameter hat einen großen Effekt auf die Bewertung. Das hatte ich ja schon gesagt, Modelltheorie. Sie können sich Modelle, das sage ich jetzt nicht auf die Medizin bezogen, aber in meinem Beruf weiß jeder Fachmann, man kann sich Modelle basteln, wie man will. Das ist auch nicht weiter schlimm. Man muss nur den Bogen kriegen. Das heißt, man muss dazu in der Lage sein, das Modell mit irgendeinem Bindeglied an die Realität wieder anzuschließen. Und insofern, Sie können rechnen, wie Sie wollen. Aber es muss nachher einen Realitätsbezug haben. Aber wenn man...

dann sagt, sie haben einen großen Effekt auf die Bewertung der nicht-pharmazeutischen Interventionen, dann fehlt ja noch ein Vergleichsmaßstab. Das heißt, man hat verschiedene Modelle und hat gar keine Kriterien, wie aussagefähig die verschiedenen Modelle sind. Wie umfangreich die Auswirkungen sind oder zu spät erkannten oder unerkannten Erkrankungen wird sich erst in den nächsten Jahren abschätzen lassen. Ja, das ist natürlich insofern ganz interessant, weil wir wissen ja, dass Maßnahmen, die ein Gesetz trifft, insbesondere wenn es Verfassungsrechte einschränkt, das tut es ja, wenn man eben nicht mehr nach draußen gehen darf, dass da auch eben diese Kosten-Nutzen-Rechnung sein muss. Sprich, die Vorteile müssen größer sein als die Nachteile. Nun haben wir gesehen, dass die Vorteile, dafür gibt es gar keine validen Studien, keine Korrelation, man konnte keine Kausalität feststellen. Das heißt, man weiß ja gar nicht, ob ein Lockdown funktioniert. Aber die Nachteile, die sind offensichtlich, da gibt es viele Hinweise für und die werden sich noch Jahre hinziehen.

Gut, und welche haben wir da noch? Nämlich außer dem nationalen, da haben wir das, oder dem allgemeinen, geschätzte 270 Millionen Menschen weltweit, die Hunger leiden oder sich in der Gefahr einer Hungersnot befinden. Ja, also ich sag mal, man hört immer, die Leute leiden an Hunger, aber... Man leidet ja nicht allzu lange an Hunger. Irgendwann mal stirbt man ja auch am Hunger. Also insofern müsste man ja sagen, es sind nicht 276 Millionen, die an Hunger leiden, sondern 276 Millionen, die in Gefahr bestehen, durch Hunger zu sterben. Und das ist doch eine andere Geschichte, wenn man eben vielleicht nur noch vier Wochen vor sich hat, weil man nichts zu futtern in der Kiste hat. Und dann noch zwei Millionen Mädchen und junge Frauen, deren Genitalien beschnitten wurden. Die wurden ja eigentlich auch schon vorher beschnitten in bestimmten kulturellen Kreisen. Das verstehe ich jetzt nicht, warum das jetzt mehr ist, weil die Leute jetzt zu Hause sitzen und mehr Zeit dazu haben, diese rituellen sexuellen Maßnahmen zu ergreifen. Ich weiß es nicht. Eine erdrückende Zunahme an Kinderehen.

Okay, wäre dasselbe. Dann warnte UNICEF, dass rund 80 Millionen Kinder in mindestens 68 Ländern keine Schutzimpfung für Polio, Masern und Diphtherie hatten. Also wenn ich mir jetzt also vorstelle, 276 Millionen, ich sage es mal 280 Millionen und dann kommen noch die 80 Millionen, die nicht geimpft werden. Dann sind wir schon bald bei 350 Millionen Menschen, die jetzt durch Lockdowns, was am hungern sind, nicht geimpft werden. Jetzt im Ausland alleine, also vermutlich eben so dritte Weltländer. Und das ist jetzt so eine Folge von Maßnahmen, deren positive Wirkung auf die Pandemieentwicklung nicht nachgewiesen werden konnte. Ist das jetzt sozial verträglich und wissenschaftlich valide?

Eine positive, nicht beabsichtigte Wirkung, eine, immerhin eine gibt es ja, die verbesserte Luftqualität durch die verringerte Mobilität der Menschen. Ja, das ist doch schön, dass sie eben zu Hause sitzen konnten, machten die Fenster auf und es kam eine viel bessere Luft rein, als sie es sonst gewohnt waren. Bewertung der Lockdown-Maßnahmen und Handlungsempfehlungen. Aufgrund der biologischen und physikalischen Plausibilität gibt es keinen Zweifel, dass die Reduktion enger physischer Kontakte zur Reduktion von Infekten führt. Aufgrund von Plausibilität gibt es keinen Zweifel. Keinen Zweifel gibt es, wenn es einen Beweis gibt. Aber nicht aufgrund von Plausibilität. Also wenn ich zum Beispiel, ich sage jetzt mal, es kommt der Winter. Und die Meteorologen sind sich einig, im November, ab Dezember kommt hier ein Winter und da haben wir 30 Grad Minus. So und jetzt sage ich,

Da muss man doch was gegen machen. Und wissen Sie, was ich da mache? Ab dem 1. Dezember, jeden Morgen, wenn ich aufstehe um 6 Uhr, mache ich folgendes. Ich stelle mich auf ein Bein und halte die Hände über den Kopf und klatsche dreimal. Und dann, davon bin ich überzeugt, wird der Winter nicht kommen. Oder wenn er kommt, wird er nicht so schlimm. Oder er wird wieder gehen. Und dann stelle ich fest, am 2. Dezember, der Winter ist doch da. Macht nichts. Ich glaube an meine Methode. Ich mache es am 2., am 3., am 4. Ich mache es jeden Tag. Es ist immer noch Winter. Aber ich bin sicher, meine Methode, die funktioniert. Und wissen Sie was? Nach ungefähr 100 Tagen oder 120 Tagen, ich sage mal so, um Ostern herum, da ist der Winter weg, da kommt der Frühling. Und wissen Sie, was ich jetzt ganz plausibel finde? Dass es daran liegt, dass ich jeden Morgen ganz konstant auf einem Bein gestanden habe, die Hände in die Luft gehalten habe und dreimal geklatscht habe. Ist für mich plausibel, für Sie nicht? Ja, also je länger ein Lockdown dauert und je weniger Menschen bereit sind, die Maßnahme mitzutragen, desto geringer ist der Effekt.

Ja, das ist klar. Und umso schwerer wiegen die nicht intendierten Folgen. Ja, natürlich, diese Folgen, die beabsichtigt man ja nicht. Die sind ja eben ein Nebeneffekt. Einschränken. Einschränkung ist festzustellen, dass die Stärke des Effekts aufgrund fehlender wissenschaftlicher Begleitung, Kontrollgruppen und Erfahrungswerte nicht kausal und umfassend sich abschätzen lässt. Also keine Kontrollgruppen und keine Erfahrungswerte und keine wissenschaftliche Begleitung. Kausal lässt es sich nicht abschätzen. Das heißt, man kann Ursache und Wirkung nicht miteinander in Verbindung bringen. Aber wir hatten ja im Satz vorher, es gibt keinen Zweifel, dass die Reduktion physischer Kontakte zu Reduktion von Infektionen führt. Was zu Deutsch heißt, wenn ich jetzt alle physischen Kontakte reduzieren würde, das wäre ja Lockdown, dann führt das zu Reduktion von Infektionen. Aber... Weder haben wir die Untersuchung, noch haben die, die untersucht haben, irgendwelche Kausalität festgestellt. Und es gab ja noch nichtmals Kontrollgruppen. Und wenn ich mich so recht erinnere, also ich habe jetzt kein wissenschaftliches Studium, aber ich glaube, es ist in der Naturwissenschaft das Grundprinzip, immer Kontrollgruppen zu machen. Also Kontrollstudien, nicht sich nur auf einen...

Alles auf ein Pferd zu setzen, sondern eben auch mal eine Maßnahme zu treffen, wo dieses Instrument nicht benutzt wird und zu gucken, was dann daraus wird. Das ist also insofern ja eine Verletzung der wissenschaftlichen Mindestnorm. Keine Studien, keine Kontrollgruppen, keine Erfahrung. Okay, Erfahrung kriegt man, wenn man eben öfter mal solche Sachen hat. Ja, Moral von der Geschichte. Wir wissen nichts über den Lockdown. Wir wissen nur, dass es weltweit Lockdowns gegeben hat. Ein paar Länder, da hat man nichts gemacht. Wir haben keine Kausalität, ob er wirkt. Wir haben nur Annahmen, er könnte wirken. Keine Studien dazu. Aber es ist plausibel, dass Abstand halten sich positiv auf die Reduktion der Infektiosität auswirkt. Und weil das so plausibel ist, bin ich der Meinung,

Wenn wir nichts Besseres haben, wenn nach zwei Jahren haben wir immer noch keine Forschung, dann sollten wir uns bei der nächsten Pandemie auf jeden Fall auf den nächsten Lockdown einstellen. Das ist auf jeden Fall plausibel. Ich bin sicher, je länger wir im Lockdown sein werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Pandemie verschwindet. Also schauen wir mal. Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Lockdown - Heil oder Haft? - Bericht des Corona-Sachverständigenausschusses“, Die Welt Klar Sehen, 08.07.2022.

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Analyse des Lockdown-Kapitels (ab Seite 75) im 160-seitigen Evaluationsbericht des Corona-Sachverständigenausschusses. Uwe Loose zeigt, dass für die Wirksamkeit von Lockdowns weder belastbare Studien, Kontrollgruppen noch eine nachgewiesene Kausalität vorliegen, während die sozioökonomischen Folgen erheblich sind.

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