Schulschließungen - Bericht des Corona-Sachverständigenausschusses12.07.2022
Abschrift
Abschrift des Videos vom 12.07.202222 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Heute geht es weiter zum nächsten Teil der Teilanalyse aus dem Evaluierungsbericht der Corona-Kommission und zwar um das Thema Schulschließung. Damit schließen wir dann die Details aus Kapitel 6, wo es um die Besprechung der Maßnahmen geht, ab. Also bis gleich. Klar sehen, clever denken. handeln so weiter geht es nun auf seite 91 schulschließungen die auswirkung von kita und schulschließungen auf kinder wurden bereits in vielen stellungnahmen behandelt ok stellungnahmen sind immer gut außerdem die wurden für die Bewertung auch durch das Bundesverfassungsgericht eine Zahl von Stellungnahmen von Fachgesellschaften, Institutionen und Experten angefertigt. Das hört sich ja schon mal ganz gut an. Aber die Fülle von Stellungnahmen, wissenschaftlichen Publikationen, Literatur und Einschätzungen zum Thema Schulschließungen kann nicht abschließend und alleine durch die Evaluationskommission bearbeitet werden.
Es wird daher dringend geraten, dieses Thema einer weiteren evidenzbasierten externen Evaluation unter Einschluss usw. zu erarbeiten. Das heißt, hier sagen Sie klipp und klar, das Thema ist zu vielfältig, zu umfangreich. Das können Sie so nicht bearbeiten. Das möchte bitte jemand anders bearbeiten. Dennoch schreiben Sie jetzt ein paar Seiten dazu und dann stellt sich natürlich die Frage, welchen Wert jetzt diese nachfolgenden Seiten haben werden, wenn Sie doch eigentlich gar nicht so viel sagen können, weil Sie nicht genau genug reingeguckt haben. Aber schauen wir mal. Tja, zunächst einmal wird eben berichtet, wie ein Infektionsrisiko in den Räumen bestehen könnte und dass man stattdessen Webkonferenzen machte oder eben Fernlernen von zu Hause aus. Dann gab es teilweise auch Schließungen von Schulen und Kitas waren häufiger sogar komplett geschlossen.
Und wie es in anderen Ländern war. Für uns jetzt interessant ist die Frage, wie sieht es denn aus mit den Kindern? Sind die nun infektiöser als Erwachsene, ja oder nein? Hier gibt die Kommission eigentlich eine relativ klare Antwort und sagt, ja, es scheint die Physiologie entscheidend zu sein. Insbesondere, weil Kinder ja zum Beispiel eine kleinere Lunge haben. Und das bedeutet, dass die jüngeren Kinder sich deutlich seltener als Erwachsene infizieren. Und je älter sie werden, desto ähnlicher infektiös werden sie wie die Erwachsenen. So, es hängt aber eben tatsächlich vom Alter ab. Und auch noch von der Coronavirus-Variante und ist bei Omikron wahrscheinlich nicht mehr gegeben. Dennoch kann man daraus schließen, dass sich zumindest jüngere Kinder im Vergleich zu Erwachsenen weniger häufig infizieren. Also nicht nur, dass sie sich weniger infizieren, sondern auch die Übertragung von Kindern auf Erwachsene sind zwar vorhanden, scheinen jedoch weniger häufig vorzukommen.
als von Erwachsenen zu Kindern und als unter Erwachsenen selbst. Woran kann das liegen? Man weiß es noch nicht, aber es wurde diskutiert, dass die Virusabgabe deswegen bei Kindern geringer ist, weil sie unter anderem auch eine reduzierte Aerosolproduktion haben. Also sprich, sie haben einfach kleinere Lungen und da ist gar nicht so viel drin. So verstehe ich das jedenfalls. Also dennoch, vor allem jüngere Kinder infizieren sich weniger häufig und tragen das Virus seltener in die Familien. Bei neueren Varianten ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt. Also sprich, da könnten Kinder gefährlicher sein. So, bei den Schulschließungen. Es gibt also hier Berichte einer Datenanalysegruppe von der Universität München, die sich mit den Infektionen im Schulschließung vor Ostern oder nach Ostern 2021 beschäftigt hat.
Als ein Teil der Schulen Präsenz- oder Teilpräsenzunterricht mit Testpflicht durchgeführt hat und ein anderer zu Fernunterricht verpflichtet war, stellte man fest, die Zahl der Infektionen stieg unmittelbar nach den Osterferien. Das heißt, das Problem liegt also nicht im Unterricht, sondern auf die Freizeit, also auf die Ferienübertragung in den Osterferien. Ja, dann sollte man, sag ich jetzt mal sarkastisch, die Ferien abschaffen. Also wenn man nicht in Ferien fährt, dann kann man sich ja auch nicht infizieren. Gut, aber Spaß beiseite. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass die Testpflicht in Schulen auch einen Teil asymptomatischer Infektionen aufdeckt, was bei Kindern und Jugendlichen im Fernunterricht nicht der Fall ist. Ja, das ist natürlich immer der Punkt, wenn ich was teste in einer Zielgruppe, dann kann ich auch was finden. Teste ich nichts, dann finde ich nichts. Das heißt, durch das Testen wird das aufgedeckt, was zwar in der Gruppe da ist, aber was man vielleicht anders bewertet hätte, wenn man davon gar nichts gewusst hätte. Und da geht es eben um diese Dunkelziffer. So, laut dem Bericht
Sind die Übertragungen auf die Osterferien zurückzuführen? Das hatten wir schon. Nur ein möglicher Weg kann sein, dass Testen eben vor allem asymptomatische Infektionen bei Kindern erkennt und durch die frühe Erkennung zu reduzieren und damit gegebenenfalls zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Allerdings regelmäßiges anlassloses Testen in Schulen, das ein höheres Infektionsgeschehen darstellt, Ist im Grunde aber nur die Erfassung der Dunkelziffer, die besser ausgeleuchtet wird. Einen ähnlichen Effekt würde man also sehen, wenn man in gleichem Maße unter Erwachsenen testen würde. Ja, also genau was ich sagte. Wer testet, der findet auch was. Wer nichts testet, der findet nichts. Und wer viel testet, der findet viel. In einem weiteren Bericht... Dann gibt es eine vergleichsweise niedrige Übertragungsrate, insbesondere bei Grundschülern. Das konnte auch in anderen Ländern wohl nachgewiesen werden.
Teilweise aber wohl auch gegenläufige Studien, nämlich ein positiver Effekt von Schulschließungen, eine Modellierungsstudie kommt zu dem Schluss, dass Schulschließungen einen bedeutenden Effekt auf das Infektionsgeschehen haben. Nun sagen aber die Kommissionsprofessoren hier, man möge doch bedenken, dass man die einzelnen Effekte eben nicht rausrechnen konnte, weil wie bei allen anderen Maßnahmen eben komplette Maßnahmenpakete erfolgt sind. So auch der Blick auf andere europäische Länder bringt keine Evidenz, dass von Schulkindern aller Altersklassen eine erhöhte Übertragung im Vergleich zu Erwachsenen ausgegangen ist. Ja und da haben wir es wieder, nämlich es gibt keine Evidenz. da kein Evidenz heißt, es ist nicht bewiesen. Und da es doch so viele Studien und Berichte gibt, warum fällt ein solcher Beweis so schwer? Das ist doch vielleicht mal eine interessante Frage.
Ja, also obwohl sie jede Menge Untersuchungen haben, nämlich 7474 Publikationen, davon 40 mit Review-Verfahren, kommt man zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit auf die Stärke des Effekts von Schulschließungen auf das Infektionsgeschehen weithin unsicher ist. 4700 Studien. Und die Wirkung ist unsicher. Also Wenn ich mir jetzt vorstelle, jemand verkauft mir ein Auto und sagt, ich habe 7400 Studien gemacht, aber ob es fährt, ist unsicher. Wissen Sie, was ich dann machen würde? Ich würde das Auto nicht kaufen. Und hier geht es ja nicht ums Auto, was verkauft wird, sondern die Notwendigkeit der Schulschließung. Also dieses Produkt würde ich mit diesem Ergebnis auch nicht kaufen. Ich persönlich. Aber da ist ja jeder verschieden. Nicht beabsichtigte Wirkung von Schulschließung. Psychische und somatische Erkrankungen sind immens. Außerdem...
Weil die jüngeren Kinder zu Hause sind, werden die Eltern besonders gefordert. Außerdem sind die benachteiligten Stadtteile und ländlichen Regionen oft schlechter dran. Es gibt sogar physische Auswirkungen auf Schulschließungen bei den Kindern, nämlich Gewichtszunahme mit Übergewicht oder gar Fettsucht. Dann gibt es ein Anstieg des Bodymaßes in einer Studie. dann hat man festgestellt, dass sie auch weniger Sport treiben und dass man davon ausgehen muss, dass sich längere Schulschließungen ohne gezielte kompensatorische Programme zum Erhalt der physischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen negativ auf die Gesundheit auswirken. Ja, das ist ja kein Wunder. Also wir wissen ja, was Kinder eigentlich so rumrennen. Die können ja nicht still sitzen. Und die Kleinen, die flitzen wie die Weltmeister und die Größeren, die gehen mit ihrer Clique rum und was sie so alles machen. Und wenn die das jetzt nicht machen können, dann fehlt es ihnen natürlich an Bewegung. Und
Es gibt ja auch viel emotionale Energie, die man in Bewegung einsetzt. Wenn man das nicht tun kann, seine Freunde nicht hat, seine Clique nicht hat, das ist klar, dass man da vorhersehbar psychische und auch physische Probleme bekommen wird. Was wollen wir mal gucken? Was sind denn die psychosozialen Auswirkungen? Also erstmäßig Schule wichtig, nämlich für das Erlernen sozialer und emotionaler Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Die Schulen sind für die psychische Entwicklung von Kindern von entscheidender Bedeutung. Logisch, dann lernen sie mit anderen Menschen umzugehen. Viele Studien haben gezeigt, dass während der Schulschließung die psychischen Probleme der Kinder anstiegen. Schulschließungen und häusliche Quarantäne wurden klar als Ursachen für Angst und Einsamkeit mit negativen Auswirkungen auf das soziale Verhalten und das Schlafverhalten sowie ihr psychisches Wohlbefinden identifiziert.
Also die Kinder leiden offensichtlich psychisch noch mehr als die Erwachsenen. Und das, obwohl man nicht so genau weiß, ob die Schulschließungen funktionieren. Interessant, was wir unseren Kindern zumuten. Ja, dann wird das weiter differenziert, dass man jetzt nach Altersklassen 15- bis 17-Jährigen, 10- bis 14-Jährigen, Grundschülern, 5- bis 9-Jährigen untersucht, was denn so die häufigsten Sachen sind. Emotionale Störungen, multiple Suchtmittelmissbrauch, depressive Episoden, Essstörungen bei den Älteren. Depressive Episoden, Angststörungen, Essstörungen, emotionale Störungen bei den Schulkindern, Störungen sozialer Funktion, Entwicklungsstörungen, Sprach- und Sprechstörungen. Na, herzlichen Glückwunsch. Also bei den Großen, dass die jetzt leiden und depressiv werden, gut, ist nachvollziehbar. Aber diese Fehler lassen sich ja vielleicht psychotherapeutisch noch wieder gerade biegen oder wachsen sich einfach aus, wie man früher vermutet hat.
Dass aber die kleinen Kinder Entwicklungsstörungen haben und Sprach- und Sprechstörungen, also, ich bitte Sie, das ist auch gruselig, das heißt, da wächst ja eine Generation von Menschen heran, die grundlegende Fertigkeiten in ihrer biologischen Entwicklung nicht ansehen. erlangt haben. Ja, also das ist ja meines Erachtens noch schlimmer als was die mittleren und älteren Klasse dort angetan wird oder was sie zu erleiden hatten. Ja, also jedenfalls die psychische Belastung nimmt zu. So, aber nicht nur bei denen, auch bei den Eltern. Genauer genommen übertragen die wohl ihre psychischen Probleme auf die Kinder, insbesondere wenn diese Kinder jünger sind. Das ist klar, Kinder sind ja nicht isoliert im Familienleben. Wenn die Eltern schon unter Stress sind, dann müssen die Kinder das erleben und auch erleiden.
Ja, dann gibt es aber eine Teilgruppe, die quasi nicht untersucht wurde, nämlich körperlich und geistig Behinderte, die in entsprechenden Einrichtungen leben und dort versorgt, betreut und beschult werden. Das hat man gar nicht geprüft, aber man vermutet, dass diese Gruppe in bisher noch nicht abzuschätzenden Ausmaß von den Schulschließungen und anderen Maßnahmen gelitten hat. Ja, also auch unseren vulnerablen Kindergruppen geht es dann noch viel schlimmer, vermutlich, aber wissen tut man es nicht. Die psychische Bindung hat also im zweiten Lockdown, die Bindungsanbelastung hat im zweiten Lockdown im Vergleich zum ersten Lockdown nochmal zugenommen, wie eine Befragung des IFO-Instituts zeigt. Naja, mit den Befragungen ist das ja mal so eine Sache, das hatten wir schon bei anderen Themen, dass das nicht immer so die zuverlässigste Form der Datenerhebung ist. Nichtsdestotrotz, in der Summe ist es wohl so, dass 85% der befragten Eltern angaben, dass ihr Kind sich weniger mit Freunden trifft. 73% meinten, dass ihr Kind sehr belastet sei. Über die Hälfte meinten, dass die Schulschließungen die sozialen Fähigkeiten des Kindes geschadet hätten. Ja, also darüber sind sich zumindest die Eltern ebenso klar.
Der Lernerfolg. Digitaler Fernunterricht gibt neue Lernmethoden oder Lehrmethoden, kann aber auch zu Lernverlusten führen. Es gibt bisher ein paar internationale Studien und auch ein paar Studien in Deutschland von verschiedenen Bundesländern. Das ist mit wechselwirkenden oder widersprüchlichen Ergebnissen. Ein Deutschlandweitervergleich liegt nur für die Lesekompetenz vor. Das hat man also wohl festgestellt bei Viertklässlern, dass die im Vergleich zu 2016, fünf Jahre später, in 2021 statistisch signifikante und substanziell geringere Lesekompetenz aufrechterhalten. Ja, also wie bei den normalen Entwicklungsstörungen bei den kleinen Kindern. Lesen muss ja auch mal gelernt werden. Wenn das nicht genügend geübt und korrigiert wird, dann kann man es dann nicht. Was ist das Risiko? Haben wir dann nachher eine Generation von lese-schwachen Menschen aufgrund von Schulschließungen?
Dann hat man nochmal Befragungen durchgeführt. Da hat sich herausgestellt, dass die Schüler, die schon lernschwächer sind auch insgesamt weniger zu hause lernen das war bei beiden gruppen oder bei den leistungsstärkeren und bei den schwächeren wohl im ersten lockdown relativ schwach ist aber im zweiten lockdown dann ein bisschen anders gewesen sprich die lernstärkeren hatten sich dann wohl angepasst dass sie doch zu hause was machen sollen während die lernschwächeren das eher nicht machen Später hat man aber auch nicht mehr nach Leistungsstärke der Schüler in der zweiten Befragung unterschieden, also insofern man weiß es hier auch nicht. Dann gab es eine Befragung, wonach man feststellt, dass man
Alle Beteiligten, die Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler als auch Eltern betrachten die Qualifikation der Lehrer für digitale Kompetenzen insgesamt als positiv. Allerdings sagen auch 31 Prozent der Schüler, dass keine oder nur ein kleiner Teil der Lehrkräfte digitalen Unterricht organisiert hat. Im ersten Lockdown hatte man sogar noch Probleme mit den Videokonferenztools und 74% der Schüler meinten aber, dass sie dennoch auf Unterstützung der Lehrkräfte zurückgreifen könnten. Die Bereitschaft aber, das ist interessant, an Fördermaßnahmen teilzunehmen, um die entstandenen Lernrückstände wieder aufzuholen, bestand bei weniger als einem Viertel der Schüler und Schülerinnen. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Also ich war auch mal Schüler und ich war in einigen Fächern besser als in anderen und in manchen Grotten schlecht. Und dann hieß es auch, während andere in Urlaub fahren und schön in den Dolomiten in die Berge gehen, drei Wochen wandern, durfte ich dann zum Nachsitzen, zum Nachlernen zu Hause sitzen. Das hat ja Spaß gemacht.
Insofern kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man Lerndefizite nicht nachholen wird. Insofern wäre es ja vielleicht besser, wenn man dann einfach ein ganzes Schuljahr nochmal neu macht. Aber ich glaube, das geht organisatorisch auch nicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Covid-19-Pandemie negativ auf die Lerndauer, die Lernfähigkeit und den Lernerfolg sich ausgewirkt hat, insbesondere bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Jetzt kommen wir zum Positiven. Die Digitalisierung der Schulen wurde vorangetrieben. Da hat man eine erste Umfrage gemacht im April 2020. Da war es noch so, dass die Lehrkräfte häufig ihre privaten Geräte benutzen mussten und die waren schlechter ausgestattet als die Schüler. Denn 75% der Lehrkräfte meinen, dass sie nicht gut ausgestattet gewesen wären, während bei den Schülern und Eltern gaben das nur 10% an.
So, dann ist ein anderes Thema die Erreichbarkeit der Schüler und Schülerinnen. Nur 27% konnten alle Schüler digital erreichen, 14% konnten 25 bis 50% nicht erreichen und 8% weniger als 50% oder gar keine Schüler. Als Hauptgrund vor allem die Verfügbarkeit der Geräte. Ja, wenn ich kein Telefon habe, kann ich nicht telefonieren und habe ich kein Tablet, kann ich natürlich auf dem Tablet auch nichts machen. Das versteht sich ja von selbst. Ja, dann natürlich haben auch Eltern reklamiert, dass sie sich mit E-Learning Angeboten nicht auskennen und die Lehrer kritisieren, dass einige Eltern ihre Kinder nicht unterstützen und auch nicht beim Lernen in die Pflicht nehmen. Was empfiehlt jetzt also die Kommission? Der genaue Effekt von Schulschließung und die Eindämmung des Virus ist trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien weiterhin offen, weil im schulischen Bereich verschiedene nicht-pharmazeutische Interventionen eingesetzt wurden und damit die Effekte der einzelnen Maßnahmen nicht evaluiert werden können.
Auch hier haben wir wieder die Joker-Formulierung der Expertenkommission, nämlich biologische Plausibilität. Biologische Plausibilität, was soll mir das denn eigentlich sagen? Also soll das jetzt sagen, es ist plausibel oder es ist aufgrund von biologischen Prozessen plausibel? Aber welche genau sind das? Also ich habe den Text jetzt gelesen und kann nicht sehen, dass Sie jetzt diesen Begriff biologische Plausibilität irgendwie erklären. Das heißt, es ist also unplausibel für mich, dass Sie den hier überhaupt verwenden. Na gut. Ja, festzuhalten ist, Kinder sind besonders betroffen. Okay, physische und psychische Belastungen Und Kinder als auch ihre Eltern sind empirisch gut belegt. Die Betroffenheit unterscheidet sich nach dem sozioökonomischen Status der Familien. Das gleiche gilt für den Lernerfolg und so weiter. Hinweise auf die Wirksamkeiten nicht erwünschten Auswirkungen sollte eine Expertenkommission genauer evaluieren. Und zudem sollten klare und wissenschaftlich fundierte Handlungsrichtlinien zum zukünftigen Umgang bei Pandemien vorliegen.
erarbeitet werden, in dem die prioritäre Berücksichtigung des Kindeswohls liegen sollte. Ja, das ist natürlich einerseits ein ganz schöner Schluss, weil man sagt, okay, die sind besonders davon betroffen, aber was ja für mich jetzt nicht verständlich ist, warum man jetzt noch weiterer Studien bedarf. Also alles, was man bisher hat, 7500 Studien, beweisen mehrheitlich darauf hin, dass die Kinder stark unter den schulischen Einschränkungen leiden, also die Corona-bedingten. Die Eltern weisen darauf hin, die Lehrer weisen darauf hin, also alle weisen darauf hin, aber es gibt noch nicht genug Studien. Dann haben wir aber auch, dass die Kinder ja quasi deutlich weniger infektiös sind, und zwar je jünger sie sind. Was will man jetzt daran noch studieren? Und es gab eine andere Stelle, die hatten wir aber in der Gesamtexpertise mal gehabt. Da hatte ich das kurz erwähnt zu dem Thema, dass eben das gesamte Infektionsgeschehen an zwei Orten besonders niedrig war, nämlich in den Krankenhäusern und in den Schulen. Und dass die Schulen daran nur laut dem, was hier in diesem Bericht stand, mit ein Prozent beteiligt waren.
Das heißt also, wenn die Kinder, und wir haben ja wesentlich mehr als 1% der Bürger sind Kinder. Wir haben ja, ich glaube, 14 Millionen Kinder und 83 Millionen Erwachsene. Also mal überschlägig gesehen sind es ungefähr 17%. Also 17% der Bevölkerung sorgen nur für 1% des Infektionsgeschehens. Also das ist ja nun wirklich nicht so sonderlich viel. Und insofern sollte man sich vielleicht mal die Frage stellen, ob das überhaupt eine Maßnahme, überhaupt eine weitere Erforschung in dem Bereich nötig ist. Denn dafür, dass die Kinder relativ wenig dazu beitragen, sind sie doch extrem von diesen aufgehoben. Auflagen belastet. Und ob das so richtig ist, habe ich so meine Zweifel. Okay, aber da müssen dann die Fachleute darüber entscheiden. Ich denke, es ist relativ klar geworden, Schulschließungen sind jetzt nicht so eine tolle Sache.
Wenn Sie sich jetzt aber weiter informieren wollen, dann schauen Sie entweder hier in diesen ursprünglichen Bericht rein, den ich ja als Monolog gehalten habe, oder aber, was auch eine Möglichkeit ist, schauen Sie hier rein. Das ist ein Video mit Dialogformen. was ich auf dem Kanal von Eli neulich gemacht habe vor ein paar Tagen. So und dort gibt es dann auch noch ein Skript. Also das Ganze ist ein bisschen jetzt gestrafft, ein bisschen systematischer als der erste Langbericht. Ist zwar von der Zeit her fast genauso lang, aber trotzdem noch ein bisschen klarer fürs Verständnis. Also auch wenn Sie das erste gesehen haben, gucken Sie sich ruhig das zweite nochmal an. Kann nicht schaden. Wenn Sie das Thema interessant finden, verlinken Sie einfach an wen auch immer das zweite. Das ist besser als das erste. Also vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Mal. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Schulschließungen - Bericht des Corona-Sachverständigenausschusses“, Die Welt Klar Sehen, 12.07.2022.
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Uwe Loose bespricht den Abschnitt zu Schulschließungen aus dem Evaluierungsbericht des Corona-Sachverständigenausschusses. Trotz tausender Studien bleibt die Wirksamkeit von Schulschließungen unsicher, während die Schäden für Kinder empirisch klar belegt sind.
