Antrag: Impfnebenwirkungen ernst nehmen und aufklären - Wie denken die Bundetagsparteien darüber?15.07.2022
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Abschrift des Videos vom 15.07.2022109 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal Die Welt Klar Sehen. Nachdem ich ja nun schon einige Folgen über den Corona-Evaluierungsbericht gemacht habe, war ja zum Schluss eben die Reklamation von drei der Experten, dass sie der Meinung seien, die Politik und die Medien würden ihren Bericht nicht richtig würdigen. Ich möchte heute noch nachtragen, dass am 6. Juli auf Antrag der AfD zu einem bestimmten Thema, nämlich Impfwirkung ernst nehmen und aufklären, wir eigentlich diese Frage, wie denkt die Politik aktuell rund um das Thema Impfen gut sehen können.
Denn erinnern Sie sich daran, im Expertenbericht selbst haben die Experten ja ausdrücklich ausgeschlossen, sich zum Thema Impfen zu äußern. Und jetzt können wir ja mal schauen, was denn die Politiker, wie sie diesen Bericht verarbeitet haben, ob sie da überhaupt in irgendeiner Weise drauf eingehen und wie sie mit dem Antrag der AfD umgehen.
So, als erstes schauen wir mal, was der Redner von der AfD überhaupt vorzutragen hat. Herr Präsident, meine Damen und Herren, zweieinhalb Millionen Patienten hatten 2021 so schwere Impfnebenwirkungen, dass sie ärztliche Hilfe gesucht haben. Das sind mehr als 30 Mal so viele wie in den Vorjahren, in denen es maximal 77.000 gab.
Von 77 000 auf 2,5 Millionen heißt, es war in den Vorjahren immer weniger, als Lüdenscheid Einwohner hat. Letztes Jahr hingegen waren es mehr Fälle, als Hamburg und Bremen zusammen an Einwohnern haben. 2,5 Millionen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das sind nur die erfassten Fälle von Kassenpatienten bei Kassenärzten. Die Nebenwirkungen von Privatpatienten oder die Nebenwirkungen, die in Krankenhäusern erfasst wurden, kommen obendrauf. Auch die vielen Fälle, in denen Patienten mit Impfnebenwirkungen nicht
ernst genommen wurden und die Ärzte den Patienten gesagt haben, es habe nichts mit der Impfung zu tun, fehlen. Bei zweieinhalb Millionen dokumentierten Fällen ist also noch von einer hohen Dunkelziffer weiterer Fälle auszugehen. Ja, ich weiß, und ich höre es jetzt auch gerade wieder hier, Sie versuchen, es kleinzureden. Das Standardargument wird sein, dass es mehr Impfungen gab. Ganz schwaches Argument. Denn es waren nur viermal so viele Impfungen wie im Vorjahr aber mehr als 30-mal so viele Nebenwirkungen. Das heißt, die Zahl der Nebenwirkungen, die so schwer waren, dass jemand deswegen beim Arzt war, ist um
800 Prozent gestiegen. Und noch mal, wir reden hier von Millionen Betroffenen. Das nächste Argument wird sein, dass die Impfung weniger erprobt ist. Ja, aber genau das ist doch das beste Argument dafür, endlich all die Daten zu den Nebenwirkungen zu erheben und auszuwerten. Genau weil diese Impfstoffe ein medizinisches Experiment sind, ist es unverantwortlich, weiter im Blindflug unterwegs zu sein. Dann wird kommen, die Nebenwirkungen seien wahrscheinlich alle harmlos. Wir alle wissen
nicht, was es für Nebenwirkungen sind. Es könnten 2,5 Millionen Fälle von Hautausschlag oder von Juckreiz sein. Es könnten aber auch 2,5 Millionen Fälle von Krebs und von Herzerkrankungen sein. Niemand weiß es. Das ist der eigentliche Skandal. Wir haben Wir haben Millionen Fälle von Impfnebenwirkungen, und die Daten dazu werden nicht ausgewertet. Letzten Freitag erst teilte mir die Bundesregierung mit, ich zitiere, eine Auswertung zur Angabe der Art der Nebenwirkung liegt nicht vor.
Dabei hat die Regierung gemäß Infektionsschutzgesetz sogar die Pflicht, die Daten der Kassenärztlichen Vereinigung auszuwerten. Diese Regierung tritt nicht nur den Rechtsstaat, sondern auch die Gesundheit von Millionen Bürger mit Füßen. Damit muss endlich Schluss sein. Es muss analysiert werden, welche Symptome und Krankheitsbilder die Menschen haben, die unter Impfnebenwirkungen leiden. Die Ergebnisse dieser Analyse müssen dann veröffentlicht und insbesondere den Ärzten mitgeteilt werden, damit die Impfgeschädigten endlich ernst genommen werden. Es muss eine Infrastruktur
aufgebaut werden, um Impfgeschädigten schnell zu helfen. Es ist unverantwortlich, dass dass Impfgeschädigte monatelang auf Termine bei Fachärzten warten müssen. Die Regierung hat hier eine besondere Verantwortung, denn sie hat den Menschen versprochen, dass die Impfung sicher ist. Zweieinhalb Millionen Impfgeschädigte sind ein deutlicher Beweis dafür, dass die Impfung eben nicht sicher ist. Ich möchte mit zwei emotionalen Einzelfällen enden. Ja, mit den zwei emotionalen Einzelfällen, die schaben uns jetzt nicht an.
Also auf jeden Fall stellen wir fest, dass also der AfD-Antrag, übrigens es gibt auch ein Papier dazu, das verlinke ich Ihnen unten, das können Sie sich dann im Detail genau angucken, was die AfD beantragt hat. So, aber zurück zum Thema. Es geht also um die zweieinhalb Millionen hochgerechneten oder tatsächlichen Impfnebenwirkungen und dass man das eben laut AfD eben als Folge der riskanten Impfung betrachtet.
Ja, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist manchmal schwierig, wenn populistische Reden vorab gehalten werden. Man muss das leider so sagen. Sie, nein, es sind keine Fakten. Nein, nein. Frau Baum, Sie sollten es besser wissen. Sie haben Medizin studiert. Sie sollten wissen, was Fakten sind. Und Sie sollten vor allen Dingen, nein, Sie weiß es nicht besser. Und Sie sollten vor allen Dingen, und Sie sollten vor allen Dingen den Unterschied zwischen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen mal differenziert betrachten.
kennen sie kennen sie die gebrüder krimm kennen sie die gebrüder krimm kennen sie das märchen vom rotkäppchen wissen sie wissen sie was der ganz klar der wolf gemeinde weise die mitglieder auf die fraktion hat daraufhin einige zwischenrufe sind ja gewünscht und erlaubt aber wenn das dazu ausartet den redner dauernd zu unterbrechen dann werde ich von ordnungsmaßnahmen gebrauchen ich drohe das jetzt an nein herr baumann in aller in aller ruhe mit mir nicht das würden sie sonst
überall auch erleben. Wir hören dem Redner jetzt zu, einige zwischen uns erlaubt, aber gerade bei Ihnen, Sie habe ich besonders im Auge, Herr Reinhardt, wird meine erste Ausmaßnahme landen, wenn Sie damit nicht aufhören. Ja, wissen Sie, als Chirurg wünscht man sich dann eine Kurznarkose. Dann ist Ruhe. Wissen Sie, was der Wolf gemacht hat, um seine Stimme zu verstellen? Ja, das wissen Sie, er hat Kreide gefressen. Die gleiche Kreide, mit der Sie von der AfD diesen Antrag formuliert haben. Impfnebenwirkungen aufklären und ernst nehmen, das klingt ja erst mal
so für einen praktizierenden Arzt ganz gut. Kennt man aber die Autoren des Antrags, dann wissen wir, dass die Kreide genau so sie benutzt haben, wie sie der Wolf benutzt hat. Sie täuschen, sie desinformieren und sie sehen Angst und Verunsicherung bei den Menschen. Sie verhalten verantwortungslos. In Betracht eines dermaßen irreführenden Antrages, der uns übrigens erst
vor knapp 24 Stunden vor der Debatte zugegangen ist, werde ich mich rein auf sachliche Erklärungen und Fakten des Robert-Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts konzentrieren. Den beiden Behörden in Deutschland, die seit Jahrzehnten die dafür nachgewiesene wissenschaftliche Expertise haben und die regelmäßig in ihren Wochenberichten dazu Auskunft geben. Meine Damen und Herren, wozu dient medizinische Forschung? Wozu dient medizinisches Handeln? Wozu dient politische Abwägung
zwischen notwendiger Intervention und freier Entscheidung? Immer haben alle Beteiligten in diesem komplizierten und verantwortlichen Prozess das Patientenwohl jedes Einzelnen und das Wohl aller im Auge. Ich beginne mit dem zweiten Aspekt im Titel Ihres Antrags, dem Ernstnehmen, denn der lässt sich leicht beantworten und entkräften. Mit dem Ausdruck tiefer Überzeugung kann ich für mich und für meinen Ärztestand sprechen, wenn ich sage, den Patienten ernst nehmen mit seinen
Problemen und Ängsten ist der Grundkonsens unserer Berufsauffassung und Ausgangsethik all unseres medizinischen Handels, man nennt das dann hippokratischen Eid. Dies überhaupt in Frage zu stellen von Ihnen, Herr Sichert, wie Sie das eben gemacht haben, ist eine haltlose Unterstellung und Frechheit. Für eine ernsthafte politische und exakte wissenschaftliche Auseinandersetzung ist eine korrekte Verwendung der Fachbegriffe eben nun mal notwendig. Es gibt Impfnebenwirkungen und Impfbegleiterscheinungen.
Und ja, ich betone es gerne, beides gibt es. Und kein Beteiligter in diesem genannten Abwägungsprozess bestreitet das. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung hat mir mein Pharma-Lehrer beigebracht. Oder anders gesagt, unterstützt man durch ein Medikament oder durch eine Impfung einen menschlichen Organismus, gibt es eben diese Wirkungen und Nebenwirkungen. Das Gute daran ist aber, aufgrund unserer Forschung und verantwortungsvoller medizinischer Anwendungen
sind die angestrebten Reaktionen in überwältigender Anzahl positiv. Sie schützen und verhindern schwere und tödliche Verläufe. Hohes Haus? Ja. Da die Impfbegleiterscheinungen wie eine Rötung an der Einstichstelle in den allermeisten Fällen unkritisch sind, konzentriere ich mich auf kurzzeitige bis langzeitige Nebenwirkungen. Die Erfahrungen mit vielen anderen Impfstoffen über nahezu ein Jahrhundert haben gezeigt,
dass Nebenwirkungen kurze Zeit, in der Regel innerhalb weniger Stunden oder bis einige Wochen nach der Impfung, auftreten können. Von diesen Erfahrungen profitieren wir auch bei den Covid- Impfungen und können sie modelliert anwenden. Da die Impfstoffe auch nach Zulassung und parallel zur Anwendung weiter durch das Paul-Ehrlich-Institut aktiv überwacht werden, haben wir auch zunehmend mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere zu sehr seltenen Nebenwirkungen. Herr Kollege, erlauben Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Sichert aus der AfD-Fraktion?
Nein. Ja, wir haben doch schon genug dazwischengerufen. Dies ist wichtig, da wir ja in der Tat von neuen Impfstoffentwicklungen sprechen, die allerdings in einer unvergleichbaren empirischen Breite angewendet werden. Bis zum heutigen Tag, so die WHO, sind über 12 Milliarden Impfdosen verabreicht worden. 4,8 Milliarden Menschen sind vollständig geimpft. Das sind 62 Prozent der Weltbevölkerung. Ich finde diese Leistung höchsten
medizinischen, volkswirtschaftlichen, politischen und nicht zuletzt persönlichen Respekt zu zollen. Sogenannte Langzeitnebenwirkungen, die unerwartet und erst teilweise mehrere Jahre nach Impfungen auftreten, sind bei sehr wenigen Impfungen bisher beobachtet worden und sind daher auch bei den Covid-19-Impfstoffen höchst selten zu erwarten. Als Mediziner werden wir diese Möglichkeit nicht ausschließen, können aber mit Bestimmtheit davon ausgehen, dass sie sich langfristig im Promillebereich bewegen
werden. Was sagen uns die Zahlen aus den Wochenberichten der renommierten Institute Robert Koch und Paul Ehrlich? Für das erste Quartal 2022 ist zu entnehmen, dass die Melderate für Nebenwirkungen in Bezug auf alle Anticovid-Impfstoffe zusammen bei 0,17 Prozent liegt. Für schwerwiegende Reaktionen ist ein Fall auf 5 000 Impfungen dokumentiert. Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss. Zusätzlich informiert das Paul-Ehrlich-Institut schon vor
Wochen über die Einrichtung eines digitalen Meldeportals für Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen für alle Bürgerinnen und Bürger. Es gibt kein Interesse, Nebenwirkungen zu verschleiern und unter dem Bild zu bleiben, wir brauchen die Kreide nicht. Wir haben ein Interesse, die Daten und Erkenntnisse zum Wohle aller zu nutzen und auszuwerten. Als SPD-Bundestagsfraktion und als Ampelkoalition setzen wir auf Transparenz, Ehrlichkeit und Aufklärung. Das schafft Vertrauen und Sie von der AfD schaffen Verunsicherung.
Der Wolf im Schafspelz. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ja, das war Herr Philippi von der SPD. Ja, sein Schwerpunkt endet also so, wie er angefangen hat, nämlich mit dem Wolf im Schafspelz, der bösen, bösen AfD, die eben die Menschen in Angst und Schrecken versetzen will. So seine Hauptargumentation ist ja, dass es schon eben Impfnebenwirkungen gibt, aber die sind eben so minimal, dass man sie vernachlässigen kann.
So gut, was mir jetzt dabei aufgefallen ist, die 0,17 Prozent, die das Paul-Ehrlich-Institut sagt, sind ja die Meldedaten. Die Frage ist, wie bei den anderen Pandemie-Daten, wie hoch ist eigentlich die Dunkelziffer? Und wenn es heißt, ja, einer von 5000 ist betroffen, dann wären das bei 83 Millionen, ich habe es gerade mal ausgerechnet, doch immerhin 16.600. Das ist ja auch keine unbeträchtliche Zahl. Gut, aber wollen wir es mal dabei belassen und schauen mal, wer als nächster kommt.
Verehrte Kolleginnen und Kollegen, dieser Antrag reiht sich in fast schon guter Tradition in die Reihe der Pamphlete der AfD zur Desinformation, Verunsicherung und zum Führen von Ängsten. Und das ist in dieser Lage jetzt zweieinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie unangebracht und politisch verantwortungslos. Wir haben die dringende Verpflichtung hier im Hohen Hause
für die Menschen überall in Deutschland, die sich in dieser Zeit mit der Coronapandemie auseinandersetzen und auch dauernd in der Hoffnung leben, dass medizinische Hilfsmittel, sei es nun entsprechende Therapien oder eben auch die Impfung, ihnen auf Dauer den Umgang mit dieser Pandemie ermöglichen bzw. Heilung verschaffen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass man in eine ständige Beobachtung dieser Impfkampagne, dieses Impfsystems, eintritt,
aber mit Sachlichkeit und vor allen Dingen mit einem wachen Auge. Und an der entscheidenden Stelle muss auch darauf Wert gelegt werden, dass den Menschen Beruhigung verschafft wird. Wir arbeiten mit wachen Augen, und wir haben ein System beim PAI, das sehr wohl geeignet ist, den Menschen die Gelegenheit zu verschaffen, in der Annahme von Nebenwirkungen ein etwas etwas unpräziser Ausdruck, dort Meldungen vorzunehmen. Direkt auf der ersten Seite der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter Top-Themen finden wir die Rubrik Nebenwirkungen melden.
Und von dort wird man zwanglos zu einem entsprechenden Meldeformular weitergeleitet. Was aber für die Diskussion am heutigen Tag, glaube ich, sehr wichtig ist, und Kollege Philippi hat es ja auch schon fachlich angerissen, die begriffliche Präzision. Wir sprechen oder Sie sprechen von Nebenwirkungen, was allerdings der tatsächlich notwendigen Unterscheidung nicht ausreichend gerecht wird. Wir müssen unterscheiden zwischen Impfreaktionen, die für das PAI auch nicht meldepflichtig sind, und Impfkomplikationen, die ihrerseits sehr wohl meldepflichtig sind.
sind. Ersteres sind physiologische Reaktionen des Immunsystems, wie etwa Schwellungen an der Einstelle oder auch eine erhöhte Temperatur als Immunantwort. Die müssen keineswegs als angenehm, sondern durchaus auch als unangenehm empfunden werden können. Aber sie sind keine Komplikationen und unterliegen deshalb nicht der Meldepflicht. Das, was Sie aber in Ihrem Antrag dargestellt haben, ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die Kodierung in der Auswertung der KBV mit den ICD-10 kennt sie von, orientiert sich zwar insgesamt am Thema der Covid-Impfung, aber nicht präzise an Komplikationen, sondern an allen denkbaren gesundheitlichen Auffälligkeiten.
Insbesondere der ICD-10-Code 12.9, Originaltext, wo der Wünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von Covid-19-Impfstoffen nicht näher bezeichnet, so der Text, ist keineswegs ein Rückschluss auf eine meldepflichtige Auffälligkeit. Vielmehr gibt es jede ärztliche Wahrnehmung im Gespräch mit den Patienten, die dort erfasst werden kann, und Rückschlüsse weder in Quantität noch in der Qualität sind in keiner Weise zulässig.
Ich gebe zu, dass es dann in der Diskussion auch im Vorfeld nicht besonders glücklich war, wenn Gesundheitsminister Lauterbach mal in einem Tweet von einer nahezu nebenwirkungsfreien Impfung gesprochen hat. Das erzeugt eine gewisse Erwartungshaltung bei den Impfwilligen, die vielleicht dann doch eher enttäuscht wird. Aber es hat mit der objektiven Sachlichkeit der Bewertung des Sachverhalts nichts zu tun. Natürlich ist auch nicht zu übersehen, dass wahrscheinlich die Menschen in Ansehung der Diskussion, die um die Impfung geführt wird,
eine höhere Sensibilität aufweisen und vielleicht eher und intensiver den Arzt ihres Vertrauens aufsuchen, um von diesem auch Beruhigung zu erfahren. Und bei der Codierung wird dann eben auch nicht zwischen Verdacht oder bestätigter Nebenwirkung unterschieden. Halten wir fest, wir haben dort keine vergleichbaren Parameter, die einer Untersuchung unterzogen werden dürfen. Und deshalb ist dieser Antrag unsinnig. Zum Schluss erlaube ich mir aber noch den Hinweis, dass es für die Aufarbeitung des Themas sicherlich hilfreich sein könnte, wenn man mit der Einrichtung des Impfregisters, das die CDU-CSU schon
gefordert hat, ein weiteres wirkungsvolles Instrument implementiert. Der Antrag ist jedenfalls abzulegen. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Ja, soweit Herr Dr. Kippels von der CDU, CSU. Auch er ist der Meinung, dass die AfD mal wieder desinformiert und dass das verantwortungslos sei. Und natürlich müsste man die Impfkampagne sachlich beobachten und die Menschen beruhigen. Logisch, wer möchte schon irgendwelche Risiken bei Impfnebenwirkungen eingehen.
Man könne ja auf dem Portal beim Paul-Ehrlich-Institut sich melden. Ob diese Vorgehensweise realistisch ist, frage ich mal ernsthaft zu bezweifeln. Denn wie viele Menschen haben gar keinen Zugang zum Internet, sind zu alt, zu dumm oder sonst nicht was. Geschweige denn, dass sie wissen, was sie dort tun sollten. Der übliche Weg ist doch eigentlich, dass man zum Arzt geht und sich nicht auf einer Webseite meldet, wenn man irgendwelche komplikationen hat so er kritisiert ähnlich wie der vorredner von spd das
begrifflich unterschieden werden muss zwischen reaktionen und komplikationen auf die impfung so und das eben dass diese zweieinhalb millionen jeder von der kbv kam dass die eben nicht begrifflich differenziert sind das zwischen verdachten und bestätigung so und dass man Wenn man einen Verdacht hat, dass er zum Arzt gehen möchte, kann er dann beruhigen. Vielleicht kann er aber auch bestätigen. Es gipfelt eben dann darin, das ist eine finale Aussage, dass es alles besser wird, wenn wir ein Impfregister haben.
haben. Ja, das ist jetzt die Frage, warum das Impfregister da besser sein soll. Aber nun gut, das ändert ja nichts an der Frage, ob denn Nebenwirkungen vorhanden sind und wenn ja, in welchem Umfang. Aber das ist seine Meinung. Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, schon wieder stehen wir hier und reden dank der AfD über die Corona-Impfung. Und langsam fällt es einem ja wirklich schwer,
etwas zu sagen, das nicht schon etliche Male gesagt wurde, sei es hier im Plenum oder im Gesundheitsausschuss. Dutzende kompetente Expertinnen aus der Wissenschaft haben Ihnen schon gefühlt hundertmal die Wirkungen und Nebenwirkungen der Impfung dargestellt. Woche für Woche stehen das Bundesgesundheitsministerium, das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut bereit, um Fragen zu klären. Doch bei Ihnen scheint die Hauptbotschaft nicht so so richtig anzukommen. Die Impfung wirkt. Denn wer geimpft ist, hat ein geringeres
Risiko, sich zu infizieren, gibt das Virus seltener an andere weiter und ist besser vor einem schweren Verlauf geschützt. Die Impfung hat 20 Millionen Menschen das Leben gerettet. 20 Millionen Menschen, die jetzt nicht mehr unter uns sein würden. Und diese 20 Millionen Menschen, egal ob Mutter, Arbeitskollege oder die Pflegenden in den Krankenhäusern, Sie sind es, die eben von diesem Impfschutz profitiert haben. Und jetzt erwähnen Sie in Ihrem Antrag die Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu den Impfnebenwirkungen
und unterstreichen, dass diese umfassend realitätsgenau sind. Doch zu dieser Realitätsgenauigkeit zählen eben auch die mit aufgenommenen Impfreaktionen. Hätten Sie diese Publikation einmal vollständig gelesen, hätten Sie es vielleicht auch gemerkt. Einfache Impfreaktionen wie Rötungen, Fieber, Kopf, wie Schwindel, da müssen klar unterschrieben werden. Und die hatten wir vielleicht alle mal. Diese gehen per Definition über das übliche Maß der Reaktionen hinaus. Um Angst zu schüren, reißen Sie aber die Zahlen aus dem wissenschaftlichen Kontext gezielt hinaus. Aber es sollte doch klar sein, dass eine Rötung zu unterscheiden ist zu einer Herzmuskelentzündung.
Und der Kollege Philippi hat es schon gesagt, es gibt Nebenwirkungen und wir nehmen sie wirklich ernst. Und es ist wichtig, dass diese Menschen mit ihren Symptomen auch eine angemessene Versorgung erhalten. halten. Doch was wir hier nicht hinnehmen werden, ist, dass Sie Einzelschicksale instrumentalisieren, um Ihre politische Agenda durchzusetzen. Denn ehrlich gesagt, das ist respektlos gegenüber den Betroffenen. Die Covid-Impfung hat Leben gerettet, Freiheiten zurückgegeben und viele Menschen vor Long-Covid bewahrt. Die Impfung ist eine wichtige Maßnahme in dieser Pandemie
und wird auch eine wichtige Maßnahme bleiben für den kommenden Herbst und Winter. Ihr Ihr Antrag beweist ein weiteres Mal, Sie können und wollen sich gar nicht einer ernsthaften Debatte stellen. Und letztlich geht es Ihnen auch 0,0 um die Menschen, die unter den Impfnebenwirkungen leiden. Dankeschön. Ja, was sagt nun diese nette Dame? Ja, offensichtlich ist die AfD zu dumm, um die medizinischen Verhältnisse zu verstehen,
obwohl ja, also die Vorteile der Impfung, obwohl ja Experten, Paul Ehrlich Institut und RKI das alles schon erklärt haben, nämlich die Vorteile sind weniger Infektionen, besserer Schutz, weniger Nebenwirkungen, Schutz vor Long Covid, also weniger schwere Nebenwirkungen und es sind 20 Millionen Menschen durch die Impfung gerettet worden. Ja, diese Zahl, die geistert ja rum, Aber woher will man das denn wissen? Denn wir wissen ja, dass ja keine Kontrollstudien gemacht werden. Woher weiß man, wie viele Menschen tatsächlich gestorben wären, wenn gar keine Impfungen gemacht worden wären? Das weiß man nicht.
Das heißt also, diese 20 Millionen, das ist ja eine populistische Aussage. Es wird hier ebenfalls von der dritten Rednerin kritisiert, dass die AfD bei ihren 2,5 Millionen behaupteten oder zitierten Nebenwirkungen nicht zwischen den Reaktionen und ernsthaften Komplikationen unterscheidet. Ja, da muss man sagen, das hätte die AfD vielleicht mal machen sollen. Ja, und dass die Impfung auf jeden Fall nützlich ist und sie uns auch im Herbst helfen wird. Woher will die gute Frau das wissen? Denn im Herbst kommen ja vielleicht ganz neue Varianten, vielleicht auch ganz neue Viren. Woher wollen wir wissen, dass für Impfstoffe, die wir jetzt noch nicht haben, dass die dann für zukünftige Pandemien wirken sollten? Das ist ja reine Spekulation.
Vielen Dank, Herr Präsident. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich muss an Churchill denken, der mal gesagt hat, ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe. Denn genau so agiert die AfD mit ihrem Antrag. Ihnen geht es darum, mit Fake News die Menschen maximal zu verunsichern. Und ich bin wirklich entsetzt, dass sich daran teilweise auch Medien beteiligen, die diese Erzählung kaum geprüft weiterverbreiten. Deshalb hier mal ein paar Fakten, die ich
weitgehend übrigens aus demselben Datenmaterial habe, das die AfD hier für ihre Stimmungsmacher missbrauchen will. Zunächst mal, Impfstoffe ohne Nebenwirkungen gibt es nicht. Aber nicht jede Nebenwirkung ist ein ernstzunehmender Impfschaden, wie das hier immer suggeriert wird. Wenn die AfD hier die wenigen Menschen, die tatsächlich schwere Impfschäden davontragen, für ihre ekelhafte Anti-Impf-Propaganda missbraucht, dann ist das einfach inakzeptabel.
Es schadet den Berechtigten Anliegen, über die Anerkennung von Impfschäden und die Entschädigung der Betroffenen eine seriöse Debatte zu führen und ihnen so gut wie möglich zu helfen. Richtig ist auch, im Jahr 2021 wurden auf 172 Millionen Corona-Impfungen fast 2,5 Millionen Nebenwirkungen von ArztInnen kodiert. Ja, das klingt dramatisch, ist es aber nicht. Wenn man nämlich mal nachrechnet, haben von 200 Geimpften nicht einmal drei mit Beschwerden nach der Impfung eine Arztpraxis aufgesucht.
Im gleichen Zeitraum gab es dann 1.219 Anträge auf staatliche Leistungen wegen Impfschäden. Das ist nicht einmal ein Fall pro 10.000 Impfungen. diese Zahlen muss man doch ins Verhältnis setzen, meine Damen und Herren. Und demgegenüber stehen inzwischen allein 500.000 bekannte Long-Covid-Fälle in Deutschland und Forschende gehen davon aus, dass ein bis zwei von zehn Erkrankten das Risiko haben, langwierige Gesundheitsschäden
zurückzubehalten, die sich teilweise dramatisch auf die Lebensqualität auswirken. Und auch Auch deswegen sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hoch renommierter Universitäten von der israelischen Kaleid Research Institute bis zur Harvard University ganz klar, lassen Sie sich impfen. Es ist sicher, die Risiken, die eine schwere Corona-Erkrankung mit sich bringt, sind unendlich viel gravierender. Zum Schluss nur noch eines. Wer die Gefahren durch Covid-19 leugnet und die Pandemie als ideologisches Schlachtfeld
missbraucht, Misstrauen gegen die Wissenschaft schürt, zum Hass gegen ImpfärztInnen aufstachelt, der macht sich mitverantwortlich für unnötiges Leid, vermeidbare Todesfälle und langfristige Gesundheitseinschränkungen gesunder Menschen. Man kann es ganz kurz sagen, wer so agiert, ist ein Menschenfeind. Diesen Menschenfeinden müssen wir uns alle entgegenstellen. Ja, die Rednerin hat also die ähnliche rhetorische Figur wie der Erste gehabt,
nämlich sagt man die sandwich methode am anfang wird die afd angegriffen und am ende wird sie angegriffen und zwischenzeitlich wird die frohe botschaft verkündet am anfang hieß das ist es wie afd verkündet fake news um die menschen zu ängstigen und zum schluss kommt das sogar noch zu einer steigerung nämlich dass die afd menschen feinde sind die man quasi das handwerk legen muss Ja, die Aussage ist jetzt von der sachlichen Seite her, Nebenwirkungen sind normal. Es gibt auch nur wenige Nebenwirkungen. Übrigens aber zwischendurch nochmal eingestreut in diese ekelhafte Anti-Impf-Propaganda der AfD und deren Misstrauen gegen Wissenschaft, was sie schüren und Hass gegen Impfärzte.
so also viele ich sag mal jetzt moralische bewertung was andere tun sollten oder was nicht so die fakten beschränken sich auf die aufzählung von dem verhältnis der impfung 172 millionen bezogen auf nebenwirkungen die bekannt sind die 2,5 millionen also drei von 200 das das heißt einer von 70 das sind also ungefähr anderthalb prozent wenn ich das richtig sehe und impfschäden schwererer art eben einer von 10.000 naja dann haben wir aber dann dennoch
ungefähr 8000 schwerer impfschäden wenn jetzt die gesamte bevölkerung geimpft würde so und 500.000 fälle von long covid ja wobei wir bis heute noch gar nicht wissen woher long covid kommt ob und wie es mit der impfung zusammenhängt oder ob es eine folge der viruserkrankung ist der infektion so weit man bisher annimmt ja das heißt was wir hier haben ist zu einem gleich noch mal ein mischmasch wieder aus das ist aus angriffen und fakteninterpretation was
nun die wahrheit ist wird uns vielleicht der nächste redner erzählen sehr geehrter herr Herr Präsident, meine Damen und Herren, als wir gestern Abend diesen Antrag der AfD erhalten haben, habe ich nur gedacht, oh weia, schon wieder so ein Antrag und man erkennt hier sehr klar eine Handschrift, hier fehlt in der AfD sicherlich auch medizinische, humanmedizinische Kompetenz und das ist in der GroKo, aber auch in der Union vorhanden, da merkt man schon den Unterschied und deshalb erlaube ich mir eine kleine Fortbildung medizinischer Art, damit Sie etwas verstehen.
Viele der Kolleginnen und Kollegen haben mir schon gesagt, es gibt Impfreaktionen, es gibt Impfnebenwirkungen, es gibt Komplikationen. Das ist übrigens normal. Wer meine Vorlesung in der Uni besucht hat, wenn ich über Impfungen spreche, sage ich, ein Impfstoff ohne Reaktion ist kein guter Impfstoff. Warum ist das so? Es gibt eine immunologische Reaktion. Das heißt, diese immunologische Reaktion ist ja auch gewollt. Medizinisch müssen wir darauf achten, dass es nicht zu schweren Komplikationen kommt. Und es gibt schwere Komplikationen,
auch bei der Covid-Impfung. Das verleugnen wir gar nicht. Und ein Beispiel zeigt die thromboembolischen Geschehnisse ganz zu Anfang, als die Impfstoffe zur Verfügung gestellt worden sind. Diese sind gemeldet worden, nicht verschleiert worden, wie die AfD immer hier gerne sagt. Und da sind die Indikationen der Impfstoffe und die Kontraindikationen geändert worden. Das System funktioniert. Wo ist denn eigentlich Ihr Problem? Diese Partei hier zu unseren Extremrechten tritt erneut als Heuchler auf. Sie tun alles,
um unsere Gesellschaft zu spalten. Sie will keinen Diskurs und auch schon gar nicht eine Verbesserung der medizinischen Versorgung. Sie verdreht und ignoriert die medizinischen Tatsachen. Sie neigt zu wilden Thesen, zum Beispiel im Ausschuss, ich habe da nicht richtig gehört, mit der Behauptung, dass die Affenpocken von einer Pharmafirma ausgelöst wurden. Ich meine, wo sind wir denn hier im Phantasieland oder in Deutschland? Sie ignoriert publizierte Fakten.
Desinformation ist ja schon wiederholt hier gesagt worden. Die Effektivität der Impfung wird infrage gestellt und sagt, die natürliche Infektion ist besser. Ich meine, wo sind wir denn hier, dass die Leute schwer krank werden? Übrigens, Herr Sichert, ich habe Freunde, die ihre Eltern, ihre Brüder, Schwestern verloren haben. Was soll ich denen sagen? Wir haben keine Impfstoffe gehabt. Wir hätten sie unter Umständen auch retten können. Das sind die Fälle, die wir hier in Deutschland gerettet haben. Da hat die Kollegin Frau Saskia
Paskoff absolut recht. Hier sind wir natürlich viel weiter oder noch besser. Herr Kollege Kollege Philippi hat es gerade noch gesagt. Die AfD mutet sich eine Impfempfehlung aus oder eine Nichtimpfempfehlung in ihrem Antrag ohne ärztliche Komponenz. Das geht gar nicht. Auch standesrechtlich funktioniert das nicht. Davon ist heute nicht das Thema. Sie zweifeln
an Effektivitätsdaten von therapeutischen Möglichkeiten. Sie versucht, mit ihrem Cherrypicking, mit diesem selektiven Datenauswahl und Datenmanipulation, die Impfung infrage zu stellen. Ich würde tatsächlich so weit gehen und sagen, die AfD stellt eine Gefahr für die Gesundheit unseres Landes dar. Das muss man hier mal ganz deutlich sagen. Es ist keine Frage, dass wir in der Digitalisierung besser werden müssen. Unsere Fortschrittskoalition will es ja auch machen,
dass die Digitalisierung im Gesundheitssystem besser wird, damit auch Versorgungsforschung vorankommt. Das ist unsere Aufgabe. Das kriegen wir auch hin. Das ist auch richtig so und wichtig so, gerade auch bei den Covid-Situationen. Aber wer die Einordnung von Impfreaktionen Impfnebenwirkung nicht versteht, sollte man die Literatur wirklich lesen. Ich gebe Ihnen das gleich mal. Hier von Lancet, einer der renommiertesten medizinisch-wissenschaftlichen Zeitschriften der Welt. Da steht explizit drin Real-Life-Data, echte Daten aus dem
Alltag. Hier wird dann gesagt, dass die Systemischen Nebenwirkungen sogar niedriger sind als in den Studien. Dann kommen Sie daher mit Einzelfällen und sagen, deswegen Deswegen ist das alles Mist. Sorry, Sie müssen begreifen, so funktioniert wissenschaftlich und so funktioniert auch die Versorgung nicht. Wiederholt wird auch gesagt, es gibt keine ärztliche Versorgung. Was für ein Schmarrn! Ja, die ärztliche Versorgung ist da, die Infektiologien gibt es, die werden auch sogar ausgebaut, damit diese Menschen versorgt
werden. Und zum Thema Impfnebenwirkungen, dann empfehle ich Ihnen sogar, wenn Sie schon keine Ärztin oder Humanmediziner oder Mediziner haben in Ihrer Fraktion, gucken Sie bei Google nach. Geben Sie mal unter Impfnebenwirkungen an. Was entdecken Sie da? Da entdecken Sie die Paul-Ehrlich-Institut, wo jede Bürgerin und Bürger ihre Nebenwirkungen und Reaktionen eingeben können. Sie sehen auch die Möglichkeit der ärztlichen Meldung, um dann eine Korrelation oder nicht Korrelation in den Nebenwirkungen zu bringen. Meine Damen und Herren, was wir brauchen, ist ein besseres Gesundheitssystem und was wir
nicht brauchen, ist ein Nonsensauftritt in der AfD hier in diesem Plenum. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Herr Herr Dr. Ullmann von der FDP, der reguliert nun mit seiner medizinischen Kompetenz und hält das also gleich mehrfach der AfD vor, dass sie quasi medizinisch völlig inkompetent sei und überhaupt nicht verstehen würde, wie das funktioniert. Sie sollen doch einfach mal ein bisschen rumgoogeln. Und Impfstoffe, die fehlerhaft sind,
das mag am Anfang so gewesen sein, aber die Die Impfstoffe wurden ja verbessert und wenn die AfD das nicht versteht, dann ist sie eben extrem rechtsheuchlerisch, spalterisch, fantasiert und ignoriert die Fakten. Denn das Faktum ist, Impfen rettet Leben und was die AfD macht, ist selektive Datenauswahl und im Grunde genommen sind sie gemeingefährlich, nämlich eine Gefahr für die Gesundheit des Landes, so hat er es wohl genannt.
Und ja, das Gesundheitssystem ist aber trotzdem verbesserungswürdig, nämlich insbesondere bezüglich der Digitalisierung. Und Tatsache ist, dass jetzt unabhängig von der Digitalisierung, das mit den Nebenwirkungen ja gar nicht so schlimm ist, wie man vermutet. Denn das führende Magazin Lancet hat ja festgestellt, dass die systemischen Nebenwirkungen niedriger sind als in den Studien. Also die systemischen Nebenwirkungen sind niedriger als in den Studien. Das heißt, die Studien, die Nebenwirkungen feststellen, sind also falsch. Während Lancet weiß das aufgrund von systemischen Betrachtungen. Auch eine interessante Überlegensweise.
Es haben ja viele Kolleginnen und Kollegen schon viel über Evidenz, über Korrelationen und Kausalitäten, also darüber geredet, wie eigentlich wissenschaftliche Erkenntnisse zustande kommen. Ich werde trotz der ein Minute Abzug den Versuch wagen, einen historischen Exkurs zu unternehmen, um das vielleicht an einem anderen Beispiel noch mal ein bisschen plastischer zu machen. Und zwar möchte ich Sie gerne mitnehmen in die Debatte der 70er Jahre, als die Gurtpflicht diskutiert wurde. Eine Debatte, die man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen kann, weil einfach so evident,
das heißt so wissenschaftlich belegt ist, dass ein Sicherheitsgurt im Auto sehr viel mehr schützt als kein Sicherheitsgurt zu haben. Und trotzdem muss man sich mal angucken, wie das damals in den 70ern diskutiert wurde. Weil auch damals gab es natürlich die Fälle, die wenigen Fälle, die man auch belegen kann, die man nicht verschweigen sollte, wo ein Sicherheitsgurt nicht schützt, sondern wo gerade der Sicherheitsgurt schadet, weil man nicht aus dem Auto rauskommt, genau wie das auch bei einem Airbag der Fall sein kann. Das sind Fälle, die man nicht unter den schiff fallen lassen darf und trotzdem war es damals falsch das aufbauschen zu wollen und zu suggerieren und das haben viele artikel und auch die presse hat das teilweise gemacht dass
das die mehrheit der fälle wäre also das sicherheitsgurt eigentlich mehr schaden würde und das ist genau das gleiche was die afd jetzt gerade versucht hier mit den corona impfungen zu suggerieren dass es eigentlich obwohl es ja nebenwirkungen gibt die man eben auch nicht verschweigen darf eine überwiegende anzahl an nebenwirkungen wären und das ist falsch und das ist keine redliche wissenschaftliche kommunikation und da müssen wir was entgegensetzen das ist die Frage, wie entsteht wissenschaftliche Evidenz, also wie kommen wir zu solchen Erkenntnissen? Naja, man guckt sich immer zwei Gruppen an. Man guckt sich an, wie sehen Dinge aus in
der Gruppe, die es betrifft, also in dem Fall Leute, die geimpft wurden, und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus in der Vergleichsgruppe. Und dann muss man gucken, ob da tatsächlich ein Effekt zu beobachten ist. Man kann nicht einfach nur die erste Gruppe nehmen. Und all das passiert. Wenn man Nebenwirkungen bei einer Corona-Impfung feststellt, dann ist Es ist sogar die Verpflichtung, das zu melden. Und es ist sogar, das haben Kolleginnen und Kollegen hier auch ausgeführt, möglich, dass das jede einzelne Privatperson oder die Angehörigen über das Power-Ehrlich-Institut machen. Das ist nicht versteckt, sondern es gibt das Portal, bei dem man das melden kann.
Das kann man per Post, per Telefon, auf alle erdenklichen Wege machen. Also man kann hier nicht konstatieren, dass es wirklich ein Hindernis gibt, diese Meldungen vorzunehmen. Das ist genau das, was Sie hier versuchen. Es stimmt nicht, das haben viele Kolleginnen und Kollegen gesagt, dass das möglich ist. Also, wir haben hier kein Problem, kein Defizit der Erfassung und deswegen auch eigentlich kein politisches Regelungsproblem. Ich würde die restliche Zeit gerne trotzdem nutzen. Also, viele Kolleginnen und Kollegen haben ja auch auf dieses Portal schon verwiesen. Was passiert denn mit den Daten danach? Danach macht das Paul-Ehrlich-Institut Folgendes. Die verfassen einen Risikobericht, einen Sicherheitsbericht. Eigentlich hätten Sie das in Vorbereitung auf
Ihren Antrag lesen müssen. Haben Sie anscheinend nicht gemacht. Ich habe das, wie viele Kolleginnen und Kollegen, heute noch mal gemacht. Nennt man dann parlamentarische Serviceleistung, glaube ich. Ich kann auf jeden Fall einen kleinen Lesetipp da noch anschließen. Auf Seite 23 zum Beispiel finden Sie auch noch mal die Einschätzung, wie schwerwiegende Nebenwirkungen im Sinne der Corona-Impfstoffe definiert werden, dass man da eine andere Definition nimmt, gerade weil man besonders vorsichtig ist im Vergleich zu früheren Impfstoffen und deswegen schon allein die Zahlen nicht vergleichbar sind. Aber auch hier ist wieder nicht das Problem, dass diese Informationen nicht da sind, sondern es ist einfach das Problem, dass Sie sich nicht die Mühe machen, diese Informationen zu
suchen und zu finden. Das heißt aber nicht, dass man behaupten darf, diese Informationen nicht existieren. Also Sicherheitsbericht des PR-Instituts auf Seite 23 einfach fürs nächste Mal. Jetzt noch einmal den Querverweis, den würde ich einfach auch noch mal machen, auch wenn das viele Kolleginnen und Kollegen auch schon gemacht haben. Warum ist das Ganze nicht mit den Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vergleichbar? Weil da eben alle Fälle eingegangen sind, dass jemand nach der Impfung beim Arzt war. Also auch, wenn man zwei Tage lang krank war und sich eben nicht so gut gefühlt hat, was nach einer Impfung einfach durchaus passieren kann. Und was nicht zu vergleichen ist mit wirklich
schwerwiegende Nebenwirkungen. Bei diesen schwerwiegenden Nebenwirkungen macht man eben genau diese Observed versus Expected-Analyse. Also man guckt, was würde in der Normalbevölkerung passieren und was tritt in dieser Gruppe auf. Und da sieht man eben nur für wenige Vorkommnisse, wie zum Beispiel die Lungenembolie, dass es tatsächlich ein gesteigertes Risiko gibt. Und das wird transparent ausgewiesen. Also zusammenfassend lässt sich sagen, wir haben kein Regelungsproblem. Es ist nicht das Problem, dass Nebenwirkungen nicht erfasst werden können, sondern das kann jede private Person machen. Da gibt es überhaupt kein Problem. Und wir Wir sollten einfach dazu kommen, dass wir wissenschaftlich
seriös kommunizieren, dass wir uns natürlich auch über Risiken austauschen und dass man wahrscheinlich auch dazu übergehen muss, dass man über solche Sachen, über medizinisches Wissen und Erkenntnisse insgesamt besser kommuniziert. Das machen wir gerne, aber es ist kein politisches Regelungsproblem. Hören Sie auf, so zu tun, zu einem solchen zu machen. Vielen Dank. Frau Ruder von der SPD kommt jetzt auch mit einer schönen Analogie, Analogie nehme ich die Gurtpflicht. Warum? Weil dort die Risiken größer gemacht wurden, als sie in Wirklichkeit waren. Und so ist es beim Impfen auch. Der Nutzen ist größer als der Schaden. Und außerdem sei ja eine Evidenz der Impfung gegeben, weil ja eben man zwei Gruppen hat.
Und jetzt habe ich allerdings vermisst, welche zwei Gruppen das sind, denn anstatt, dass sie jetzt darauf verweist, in welchen Studien jetzt welche Kontrollgruppen benannt wurden, also Geimpfte bzw. Nicht-Geimpfte, erzählt sie was von der Meldepflicht über das PEI. Also wenn sie meint, dass das die Kontrollgruppe sei, dann habe ich das entweder nicht verstanden oder sie hat das nicht verstanden oder zumindest hat sie es nicht richtig kommuniziert. Gut, aber man soll ja auch den Risikobericht des PEI lesen, was die AfD ja angeblich nicht getan hat. Und wir müssten quasi die Risiken insgesamt ja besser kommunizieren.
Okay, also ich hab's jedenfalls nicht verstanden, was sie mit ihren Kontrollgruppen sagen wollte. Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Das RKI unterscheidet zwischen Impfreaktionen, Impfkomplikationen sowie Impfschäden. Impfreaktionen, wurde heute schon ganz oft gesagt, sind Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen. Sie sind nichts Ungewöhnliches und es sind sogar erwünschte Reaktionen des Immunsystems. Dagegen sind Impfkomplikationen
oder gemeinhin auch als Impfnebenwirkung bezeichnend, schwerwiegende und vor allen Dingen unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Sie sind da, dürfen nicht ausgeblendet werden. Wir müssen uns sachlich damit beschäftigen, wie Sie heute auch schon gesagt haben. Und vor allem, Sie sind meldepflichtig. Impfnebenwirkungen sind seit Beginn der Pandemie immer wieder im Fokus, werden aber teilweise auch ignoriert und nicht ernst genommen. Das gehört zur Wahrheit dazu. So verwundert es nicht, dass viele Menschen teilweise verunsichert sind
und vor allem auch besorgt sind. Wir müssen diese Sorgen ernst nehmen. Impfnebenwirkungen sind teilweise noch zu wenig erforscht, und es herrscht keine ausreichende Sensibilität und Fachkenntnis darüber. Offensichtlich auch bei unserem Gesundheitsminister, der als Mediziner diese Impfnebenwirkungen anfangs ignoriert hat. Vor Kurzem hatte er seine Ansicht korrigiert und sagt jetzt, in sehr seltenen Fällen können doch Nebenwirkungen auftreten. Und genau deshalb ist Transparenz und Aufklärung
ja ganz wichtig. Und daran hat es in den vergangenen Monaten wirklich gehabert. Sehr geehrte Damen und Herren, ich befinde mich mit vielen Ärztinnen und Ärzten in einem sehr engen Austausch. Auch wird hier immer wieder von schwerwiegenden Impfnebenwirkungen berichtet. Und es wird auch davon Bericht, dass viele Kolleginnen und Kollegen nicht die Zeit für ein aufwändiges Meldeverfahren haben und nicht nur die Zeit, es wird ehrlicherweise auch nicht honoriert. Und in Vorbereitung auf den Herbst ist es wichtig, genügend Kapazitäten und Ressourcen für die aufmerksame und
sorgfältige Erfassung von Impfnebenwirkungen bereitzustellen. Der Gesundheitsminister muss sich endlich diesem Problem stellen und vor allem diesen Prozess stellen und er muss reagieren. Und Und da reicht auch nicht einfach ein Flyer zum Downloaden oder ein Meldeformular, wie es heute schon so oft genannt wurde, weil das muss man ausdrucken, ausfüllen, faxen und ähnliches. Und das ist kein vernünftiger Weg. Zur Transparenz und Glaubwürdigkeit gehört es, dass potenzielle Impfnebenwirkungen, die es ja nun mal gibt, und Impfschäden wirklich ernst genommen werden, sachlich ernst genommen werden,
nicht mehr ignoriert werden, besser erforscht werden und vor allen Dingen letztendlich ordentlich und unkompliziert erfasst werden. können. Und Panik machen und Ängste schüren hilft in diesen Zeiten auch nicht. Ganz im Gegenteil, Bezug nehmend auf den Herbst kann ich nur sagen, die einen Menschen haben Angst vor der Impfung und die anderen vor der Krankheit. Da wir alles mündige Bürger haben, soll bitte jeder selber entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen Dank, Frau Kollegin. Ja, Frau Borchardt von der CDU, CSU, sprich doch jetzt mal was ganz anderes. Also bisher haben die Politiker ja alle auf der AfD rumgehackt.
Mir erklärt sie ja, dass mit den Nebenwirkungen es vielleicht doch nicht ganz so toll ist, wie die anderen behauptet haben. Nämlich, dass sie ja teilweise, also gerade auch die Ernsthaften, ignoriert werden und nicht ernst genommen werden. Dass sie noch zu wenig erforscht sind, sodass selbst der Gesundheitsminister sich diesbezüglich korrigieren musste. Nach dem Motto, es gäbe ja gar keine. Sodass sie fordert mehr Transparenz und Aufklärung. Und die Ärzte müssten ein einfacheres Meldeverfahren haben. Und es müssten mehr Ressourcen bereitgestellt werden zur Erfassung von Impfnebenwirkungen.
Also jetzt mal ganz ehrlich, das ist doch eine ganz andere Argumentation. Hier sehen wir doch mal, dass jemand zumindest behauptet, dass da Unklarheiten bestehen, während alle anderen Vorredner quasi das abgebügelt haben und gesagt haben, nein, nein, es ist auch alles registriert. Und sie sagt, das ist eben nicht registriert, schon alleine wegen der bürokratischen Behörden bei den Ärzten, weil das zu umständlich ist und die dafür nicht ordentlich bezahlt werden. Also insofern haben wir doch mal eine ganz andere Betrachtungsweise.
Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Parteien, die Corona-Pandemie ist eine schreckliche Bürde für uns alle. Mehr als 140.000 Tote, in Deutschland viele Schwererkrankte, eine hohe Prävalenz von Long-Covid. Corona ist eine Zumutung für uns alle. Umso weniger haben wir es verdient, dass Sie von der AfD uns irreführende Anträge wie den vorliegenden zumuten. In diesen schweren Zeiten ist es ein Segen, dass wir so schnell hochwirksame Impfstoffe hatten.
Wissenschaftler aus London haben errechnet, dass weltweit im ersten Jahr der Pandemie der Impfstoffe rund 31 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu erwarten gewesen wären. Davon haben die Impfungen knapp 20 Millionen Todesfälle verhindert. Welch ein Glück für uns, diese Impfstoffe so schnell gehabt zu haben. Herr Kollege, erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der AfD-Fraktion?
Vielen Dank. Nein. Ich habe selbst als Arzt in der Klinik sehr schwere und tödliche Verläufe der Covid-Erkrankung erlebt und bin deswegen so dankbar, dass durch die Impfungen der Verlauf der Krankheit deutlich abgeschwächt und im Übrigen auch die Weitergabe der Krankheit reduziert werden konnte. Alles, was Wirkung in der Medizin erzielt, hat auch Nebenwirkungen. Das Prinzip Wasch mich, aber mach mich nicht nass gibt es leider auch in der Medizin nicht. Nach den Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hatten bei 172 Millionen Impfungen knapp
2,5 Millionen Patienten in Impfreaktionen berichtet. Sie von der AfD verwechseln aus purer Unkenntnis Nebenwirkungen von leichten Impfreaktionen, über die die Patienten berichtet haben. Die Rate dieser Impfreaktionen ist hier wirklich nicht hoch und kein Grund zur Dramatisierung. Anders als die AfD ausführt, sind die Daten des Paul-Ehrlich-Instituts, die wirklich Aussage kräftigen, da sie entsprechend dem Infektionsschutzgesetz auf den Verdacht einer
über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung beziehen. Was das übliche Maß ist, wurde auch klar definiert. Der Antrag der AfD suggeriert, es gäbe keine validen Daten zur Impfnebenwirkung. Sie sprechen von einem Blindflug, Herr Sichert. Dabei sind Sie es, die blind sind für die Daten und Fakten hier. Das Meldewesen in Deutschland funktioniert. Das Paul-Ehrlich-Institut meldet zu 2021 eine radisch schwerwiegende Reaktion von 0,02 Prozent.
Wirklich schwere Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündung oder eine generalisierte Nervenlähmung und Guillain-Barré-Syndrom sind glücklicherweise sehr, sehr selten. Alle Verantwortlichen haben ein waches Auge auf Impfnebwirkungen. Da wird nichts bagatellisiert, insbesondere nicht von der Ampelkoalition oder der Bundesregierung. Mir ist als Arzt und Wissenschaftler ein sachlicher Blick auf die Datenlage wichtig. Der vorliegende Antrag reiht sich leider nahtlos ein in die Desinformationskampagne bezüglich Impfungen seitens der AfD.
Dadurch nehmen Menschen indirekt Schaden, weil sie getäuscht werden und sich eventuell nicht impfen lassen. Kurzum, meine Damen und Herren der AfD-Fraktion, Ihr Antrag ist völlig deplatziert. Vielen Dank. Ja, Herr Grau von Bündnis 90 Die Grünen sagt, wir haben also 140.000 Tote durch Covid bisher gehabt und dass die EFD eben irreführende Anträge stellt und die Fakten leugnet. So in Wirklichkeit hätten
ja 31 Millionen Menschen an Covid sterben können laut einer Berechnung und dadurch wurden 20 Millionen verhindert. Das Argument hatten wir schon mal, der Nachweis durch Kontrollgruppe ist natürlich hier auch nicht erbracht, aber Gott sei Dank haben wir hier die schnellen Impfstoffe Und die Daten des PEI sind nicht zu kritisieren, weil sie ja eben aussagefähig sind und das Meldewesen funktioniert auch. Ja, Justament gerade vorher hat ja die Rednerin gesagt, dass das Meldewesen verbesserungsbedürftig ist.
Aber hier wird auch die AfD eben ja unlautere Absichten unterstellt, nämlich dass sie eine Desinformationskampagne betreiben würden. Ja, nun stellt die AfD aber noch eine Intervention, also eine Zwischenfrage und die lässt der Parlamentspräsident auch zu. Mal schauen, worum es da geht.
Vielen Dank, dass Sie die Zwischenintervention zulassen. Ich habe an Sie bitte nur eine Frage. Und zwar sagten Sie eben in Ihrer Anfangseinleitung zu Ihrer Rede, dass Sie die Impfung für sehr wirksam halten. und ich habe für Sie folgende Frage. Die Inzidenz heute beträgt 678 laut RKI. Vor einem Jahr war die Inzidenz zum selben Tag bei 4,9 und das Jahr davor war sie bei 2,9. Können Sie mir bitte aus medizinischen Gründen erklären, wie wir nach anderthalb Jahren
Impfkampagne zu so einer Inzidenz kommen und was das mit einer sicheren und zuverlässigen Impfung zu tun hat? Vielen Dank. Herr Prof. Grau, Sie können antworten, müssen aber nicht, aber Sie wollen antworten. Das verstehe ich. Das ist durchaus eine Antwort. Die Antwort ist ganz einfach. Und wer in den letzten Monaten die Fakten verfolgt hätte, die Presse und vor allem auch wissenschaftliche Publikationen ab und zu gelesen hätte, der wüsste die Antwort. Wir haben Immunescape-Varianten. Wir haben tatsächlich eine Situation, wo die Impfstoffe dann weniger gut wirken. Sie wirken aber nach Booster-Impfung sehr gut.
Und vor allem machen Sie eines, Sie vermindern schwere Verläufe und Sie mindern Todesraten in erheblichem Maße. Das ist wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis. Und Sie ignorieren sie die ganze Zeit über und das ist ganz falsch. So, damit ist das beantwortet. Ja, also die hohen Inzidenzen trotz Impfkampagne liegt eben daran, dass die Viren sich quasi weiterentwickelt haben,
Beziehungsweise die Impfstoffe dann nicht mehr so ganz wirken. Ist das jetzt eine befriedigende Antwort? Ich meine persönlich nicht. Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, man sieht hier in dieser Debatte, dass hier Menschen verunsichert werden. werden. Ich kann uns allen nur raten, dass wir verbal abrüsten, dass wir uns an Fakten halten, dass wir die Dinge, die es gibt, auch nennen. Die Dämonisierung einer Impfung
ist genauso falsch wie eine Verharmlosung. Deshalb ist es wichtig, dass wir beraten und dass wir aber jeden einzelnen Menschen die Möglichkeit geben, dass sie sich ordentlich beraten lässt und dass er dann für sich selbst entscheidet. Und es ist klar, dass es hier viele Menschen gegeben hat, die von der Impfung profitiert haben. Die schweren Verläufe wurden gerade auch angesprochen. Das ist nachgewiesen und das ist so. Aber natürlich
gibt es auch Menschen, die durch die Impfung auch Leid erlitten haben. Auch das gehört dazu. Und Und wenn Sie ein Betroffener sind, und ich habe da viele Anrufe auch bekommen, und Sie sind hier reingekommen und Sie sind hier erkrankt durch eine Impfung, dann sehen Sie es ganz anders. Und ich glaube, es ist notwendig, dass wir das auch ernst nehmen. Und ich glaube auch, dass wir uns immer wieder auch verbessern, was das Meldewesen betrifft.
Und wir brauchen, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir brauchen hier auf jeden Fall Transparenz. Transparenz ist der Schlüssel zum Erfolg, dass uns die Menschen glauben. Und ich glaube daran, und wir haben das ja auch gesehen, dass Wissenschaft und Forschung Impfstoffe in schneller Zeit auf den Markt bringen kann und dass sie vielen, vielen Millionen Menschen auch geholfen haben. Aber trotzdem dürfen wir das andere nicht aus den Augen verlieren. Das Palerlich-Institut hat eine
eine robuste epidemiologische Studie angekündigt, die Sie durchführen wollen. Und ich möchte da auch noch anfügen, sie muss flächendeckend sein, sie muss belastbar sein und sie muss transparent sein. Und egal ob Regierung oder Opposition, muss es unser Ziel sein, für Herbst und für Winter und auch danach und jetzt auch in dieser Welle zu schauen, dass die Menschen nicht zu Schaden kommen. Das ist unser politischer Auftrag. Dazu, glaube glaube ich, sind wir alle bereit. Herzlichen Dank.
Vielen Dank, Herr Kollege. Herr Engelsdorfer von der CDU-CSU möchte also jetzt eine neutrale Position bevorzugen. Weder Dämonisierung noch Verharmlosung. Das sei beides falsch, sondern richtig sei Transparenz und gute Beratung. Auch er sieht, dass Verbesserungsbedarf besteht im Meldewesen. Also jetzt der Zweite aus der Partei, der sagt, dass das Meldewesen nicht optimal ist. Und natürlich gibt es etwas ganz Interessantes. Die Daten scheinen doch nicht so ganz perfekt zu sein.
Wenn das PEI jetzt eine neue Studie, eine solide machen will, was hat es dann vorher für welche Studien gemacht? Gar keine oder unsolide? Man weiß es nicht. Aber auf jeden Fall ist es wichtig, dass wir Menschen helfen. Ja, soweit die Meinung der Politiker. Ja, und wie kann man denn nun aus meiner Sicht die ganzen Reden zusammenfassen? Also auffällig ist, dass eigentlich alle gegen die Argumentation der AfD sind, teilweise mit recht harschen Argumenten und Märchen vom bösen Wolf und Volksschädling oder nicht Volksschädling, sondern Gesundheitsfeind des Volkes herankommen.
Also das sind Sachen, die haben ja keinen Inhalt, sondern das ist ja reine Propaganda, Diffamierung einer anderen politischen Partei. Ich persönlich finde sowas nicht gut. Ich denke, das gehört nicht in ein Parlament, andere zu beschimpfen. Denn immerhin ist das Parlament doch dazu da, Meinung zu äußern und irgendwelche Absichten zu unterstellen, dass man verschleiern oder desinformieren will. Das sind ja alles nur Mutmaßungen. Wichtiger halte ich schon die Aufrufe für Klarheit und Präzision. Logisch, Die Welt Klar Sehen, warum nicht auch hier.
und insofern würde ich jetzt hier aus diesen beiträgen sehen es gibt eine daten unklarheit weil allein schon das meldewesen nicht optimal funktioniert denn sonst gäbe es ja kein verbesserungsbedarf das heißt sowohl die geschichte mit man melde sich bei dem p auf der webseite an als auch die ärzte werden nicht richtig bezahlt oder die impfgeschädigten werden Ich werde nicht für ernst genommen. Das alles sind ja Indizien und zwar deutliche, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Untererfassung der tatsächlichen Größe der Impfschäden gegeben ist, nicht auszuschließen ist.
Das heißt, hier bedarf es tatsächlich einer Klärung. So, ob das Paul-Ehrlich-Institut diese Klärung dann mit ihrer soliden neuen Studie herbeiführen wird, werden wir sicherlich mit Interesse sehen. Auch interessant ist, dass alle Parteien, die nicht AfD heißen, grundsätzlich uneingeschränkte Impfbefürworter sind und den Nutzen der Impfung größer sehen als die Risiken. Ich persönlich
denke, was war eigentlich mit dem Thema Herdenimmunität? Das wurde hier von keinem erwähnten also warum eigentlich nicht ja es bleibt also noch einiges am bedarf dort das heißt was mit dem impfen heutzutage ist wissen wir nicht nicht so hundertprozentig ein die einen glauben mehr dran die anderen eher weniger und deswegen werde ich wahrscheinlich noch ein nachtrag video machen zum thema wie waren eigentlich die erfolge von impfungen im
historischen verlauf und damit meine ich jetzt nicht in den 70er jahren wo man sich über autogurte gestritten hat das meine ich nicht sondern welche erfolge konnten impfkampagnen in früheren zeiten tatsächlich leisten das könnte vielleicht mal ganz informativ werden freue mich sie dann auf meinem kanal zu begrüßen und tschüss
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Antrag: Impfnebenwirkungen ernst nehmen und aufklären - Wie denken die Bundetagsparteien darüber?“, Die Welt Klar Sehen, 15.07.2022.
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Uwe Loose analysiert die Bundestagsdebatte vom 06.07.2022 zum AfD-Antrag, Impfnebenwirkungen ernst zu nehmen und auszuwerten. Er stellt die Reden aller Fraktionen gegenüber und arbeitet heraus, dass das Meldewesen nach eigener Aussage mehrerer Redner verbesserungsbedürftig ist und damit eine mögliche Untererfassung von Impfschäden nicht ausgeschlossen werden kann.
