100.000 auf der Straße - So beginnt der 'Heiße Herbst' (Edition LANG)14.09.2022
Abschrift
Abschrift des Videos vom 14.09.202293 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Mein Name ist Elijah T., ihr seid bei ET Video & Content und das Thema ist dasselbe geblieben. Vielen herzlichen Dank, dass ihr eingeschaltet habt. Wir haben heute Dienstag, den 13.09.2022 und der Dienstag folgt unmittelbar auf einen Montag. Irgendwas sagt mir, liebe Freunde, dass wir uns ab jetzt regelmäßig, vermutlich jeden Dienstag, zu einer sogenannten Montagsbilanz hier auf dem Kanal werden verabreden und vielleicht sogar auch treffen können. Denn der heiße Herbst, er hat begonnen, liebe Freunde, und er hat begonnen fulminant. Das muss man schon so sagen. Die Leute haben meine Erwartungen nicht unbedingt übertroffen, aber auf jeden Fall erfüllt. Und ich denke mal, wir werden uns sehr viel in nächster Zeit über Zahlen unterhalten müssen. Wie heiß es wird, das ist immer Interpretationssache, aber Zahlen, das ist eigentlich etwas, was kalte Fakten sind, Fakten, die man im Prinzip nachprüfen sollte. Man muss natürlich gucken, dass man die Richtigen erwischt. Und heute fangen wir an, so ein Stückchen diese Betrachtung hier zu machen. Ob der Zahlen, ob unserer Zahlenstärke, ob der Großflächigkeit dieses Großbrands, das ist ein einziges kleines Ahornblatt. vorzeitig hier schon ergoldet, liebe Freunde, eventuell entzünden könnte. Wir werden also heute schauen auf die Straßen in ganz Deutschland, speziell natürlich, es ist leider wie es ist, mit einem heftigen Fokus auf die östlichen Bundesländer, insbesondere natürlich das stabilste aller Bundesländer, Sachsen, wo wir die beste Zahlengrundlage haben. Aber ich will mit dieser neuen Sendereihe, die uns vermutlich jetzt... über den Winter hinaus beschäftigen wird, also über die nächsten mehreren Monate, liebe Freunde, sehr gerne Bilanz ziehen und damit auch ein wenig, ja, wie soll ich das sagen, ein Denkmal setzen vielleicht und ein Stück weit helfen, Klarheit zu schaffen über die tatsächliche eben Zahlenstärke, um den Leuten da draußen Mut zu machen, zu sagen, ja, ihr seid nicht allein. Egal wie klein euer kleiner Ort ist und wir werden heute auch die kleinen erwähnen, egal wie groß ihr gewesen sein mögt, am Montag, am Dienstag, dem folgenden Dienstag, jeder kommenden Woche über die nächsten Monate, so lange wie es halt eben dauert, so lange wie ihr aktiv bleibt, liebe Freunde, will ich regelmäßig mit euch auf Sendung gehen. Und auch heute mich mit nicht nur euch, sondern auch meinem Gast eben darüber unterhalten, wie wir am besten quantifizieren können, wie viele wir denn tatsächlich waren, warum das wichtig ist und vor allen Dingen, wie wir also in Zukunft uns so aufstellen können, dass wir einerseits eben mehr Menschen mobilisieren, aber andererseits auch besser erfahren, wie viele wir denn tatsächlich waren. Genug also der überlangen Vorrede, liebe Freunde. Ihr brennt wahrscheinlich schon lichterloh, wie dieses Ahornblatt hier, zu erfahren, wer mein Gast ist. Es ist kein riesengroßes Geheimnis. Es hat sich in Anführungszeichen schon angedeutet, dass es nur er machen könnte. Mein Zahlenchecker Extraordinär, der jetzt gerade im Untergrund auf dem Tablet rumklickt, anstatt seinen Ton anzuschalten. Ich möchte euch vorstellen und mit euch zusammen begrüßen, meinen Kompagnon auf Wahrheitssuche, immer mit mir am Start, wenn es darum geht, Dinge tiefgründig und ein Stück weit auch kaltherzig, aber zu Recht eben neutral zu analysieren. Heute rede ich also mit dem Uwe von Die Welt klar sehen, mein Klardenker, mein guter Freund. Hallo lieber Uwe, wie geht es dir heute?
Uwe
Ja, mir geht es im Prinzip soweit gut. Ich hatte zwar letzte Woche eine Augenoperation, deswegen immer noch Blut unterlaufen, so ein bisschen. Aber ich hoffe, zum Wochenende wird es dann weg sein. Aber ansonsten topfit.
Eli
Topfit, siehst gut aus, hörst dich gut an. Liebe Freunde, Carolin, danke dir. 3 Euro gerade reingekommen per PayPal. Eli, du machst gute Arbeit. Wenn ihr das auch findet, liebe Freunde, unterstützt gerne meinen Kanal. Dann können wir auch mehr Sendungen wie diese hier machen. Lieber Uwe, ich will dich nicht lange vorstellen, aber der Kanal ist stark gewachsen innerhalb der letzten drei Wochen. Wir haben, ich glaube, allein auf YouTube 500 neue Menschen dazugewinnen können. Deshalb wirklich nur in aller, aller Kürze. Warum bietest du dich gerade besonders gut an? Mit mir zusammen heute über die Zahlenstärke auf den Straßen. zu diskutieren. Was hast du im weitesten Sinne beruflich also mit Zahlen zu tun, mein guter?
Uwe
Ja, ich bin Sachverständiger für Immobilienbewertung, mache das hauptberuflich seit 1990. Naja, ich sag mal, ab 2000, vorher hatte ich auch mit Immobilien zu tun. Aber da musste ich nicht ganz so viel rechnen. Und insofern, vom Berufswegen muss ich neutral und sachlich sein, sehr präzise, bis zwei oder vier Stellen hinterm Komma. Insofern macht mir keiner so schnell ein X für ein U vor und ich gucke sehr genau hin. Und ich finde, die Zahlen zu den Demos, die sind von der einen Seite, werden sie mal runtergeschrieben, von anderen immer hochgeschrieben. Und da gibt es irgendwie noch gar keinen systematischen Überblick und trotz zwei Jahren, das müsste man doch irgendwie mal hinkriegen können.
Eli
Ja, das müsste man hinkriegen, aber man muss fairerweise sagen, es ist ja nicht so, als wenn wir nicht auch noch andere Probleme hätten. Also die Gegenseite, sie hat natürlich unendlich Budget, sie hat unendlich Mannstunden in diese Sache zu investieren. Bei uns ist es ganz oft so, dass es eigentlich nur an ein paar wenigen Individualisten und vor allen Dingen Enthusiasten hängen bleibt. Oft zum Beispiel wir beide, die wir für die gesamte Bewegung zum Beispiel dann uns aufbürden zu sagen, wir versuchen mal aus dem ganzen Zahlensalat, aus dem ganzen Wirrwarr mal ein bisschen halt was Klares, was Produktives, eine Linie eben herauszufinden. Die arbeiten wir dann selbstständig in der Regel heraus und präsentieren sie dann auch allen. Dafür werden wir beide ganz oft geschelten, weil die Leute in der Regel nicht mögen, was wir so zu Tage fördern. Wir waren zum Beispiel die Ersten, die gesagt haben, irgendwelche siebenstelligen Höhenflüge am 1.8. oder 29.8.2020. Davon waren wir meilenweit entfernt. Aber wir haben natürlich immer wieder belegt, was wir gesagt haben. Heute müssen wir uns eigentlich in Anführungszeichen, sage ich mal, dem positiveren Camp hier anschließen. Den Leuten, die sagen, ja, es war in der Tat ein Erfolg auf der Straße. Nur wir wollen ihn, wie gesagt, nicht überbewerten. Wir wollen ihn bewerten. Wir wollen regelmäßig jetzt jeden Dienstag auf Sendung gehen, um den Leuten einigermaßen konkret mit der Mithilfe der Leute eben sagen zu können, wie viele wir denn tatsächlich gewesen sein mögen. Okay, gut. Also ich will ganz kurz nochmal abschließend dich vorstellen, indem ich erwähne etwas, was du ausgelassen hast und zwar, dass du einen eigenen Kanal hast. Den Uwe, den findet man also auf YouTube, liebe Freunde, die Welt klar sehen. Das ist sein Kanal. Mannigfaltige Themen, unter anderem vielleicht das Wichtigste für euch an dieser Stelle thematisch. So haben wir schon vor zwei Jahren eben analysiert, wie viele Menschen auf der Straße des 17. Juni am ersten Nacht, Entschuldigung, eben zusammengekommen sein mögen. Und wenn ihr wollt, abonniert sehr gerne den Uwe und folgt dort den interessanten Themen, die er eben so euch mit auf den Weg gibt. Wir werden heute ein wenig über Sachsen reden müssen. Du bist grundsätzlich aus Hamburg. Wir betrachten beide immer wieder bundesweite Themen, aber die Datengrundlage, die jeder Analyst braucht, sie ist natürlich ein bisschen dürftig und sie ist am effizientesten befüllt. In einem Bundesland, das wirklich halt alle in Anführungszeichen Ansprüche übererfüllt, was das Demonstrieren gehen, was das Protestieren, was das Spazieren gehen angeht. Und das ist natürlich Sachsen. Das müssen wir vorne weg schicken. Aber wir müssen auch sagen, Ehre gebührt hätten wir nicht die Liste, das Ausgangsmaterial der Freien Sachsen, die hier im Prinzip von 40.000 Menschen in Sachsen auf der Straße gesprochen haben. hätten wir zwei eigentlich keine Grundlage, um überhaupt zu extrapolieren, um überhaupt sagen zu können, wie viele wir denn denken, deutschlandweit eben auf die Straße gegangen sind. Deshalb ganz kurz, liebe Freunde, bevor ich an Uwe ein bisschen übergebe und bevor wir dann auch im Hintergrund uns ein paar der Highlight-Videos angucken. Die Freien Sachsen, sie haben geschrieben und sie haben recht, die Zahl der protestierenden Bürger, sie explodiert regelrecht. Nach unserer Berechnung wurden heute erstmal die Marke 45, das ist schon mal so ein bisschen unverständlich für mich, heute erstmal die Marke. Heißt das, das allererste Mal überhaupt, seit es die Freien Sachsen gibt oder das erste Mal im heißen Herbst? Ich weiß es nicht. Aber es wurde heute erstmal die Marke von 40.000 Bürgern überschritten. Zwar gibt es noch nicht für alle Proteste Teilnehmerzahlen, doch selbst wenn man die großen Proteste, das sind die über 300 addiert und für die übrigen ca. 150 Städte einen Mittelwert von 100 nimmt. Wohlgemerkt, liebe Freunde, 150 Städte allein in Sachsen. Ja, so, was angesichts vieler Spaziergänge, die inzwischen 200 und 250 Teilnehmern legen, eher niedrig angesetzt ist, kommen wir auf eine Zahl über 40.000. Lieber Uwe, nur ganz kurz zwischen uns beiden, jetzt weiß ich auch, auf welche 40.000 du vorhin hinaus wolltest und das zeigt, wir werden immer mehr, nächste Woche fällt dann hoffentlich die 50.000. Oh, ich glaube, das ist sehr konservativ geschätzt. Die unterschätzen immer wieder, was für eine unglaubliche Sogwirkung diese Listen haben und vielleicht auch diese Sendungen. Ja, weil die Leute, die sind in der Regel dann wirklich halt Feuer und Flamme, das nächste Mal zu zeigen, dass da noch mehr geht in ihrer Stadt. Also, dass die 50.000 fallen nächste Woche. Ich glaube, das könnt ihr quasi schon als gesetzt betrachten. Nichtsdestotrotz, wie gesagt, Ehre, wem Ehre gebührt. Bisher bekannte Teilnehmerzahlen über 300. Hier seht ihr sie. Alles natürlich sächsische, ich sag's mal so, wie es ist. Natürlich keine Metropolen, auch wenn hier Dresden und so weiter und Chemnitz dabei sind. Aber hier sind auch kleinere Ortschaften dabei, wie Oschar, Stippolduswalde, wie ihr hier erkennen könnt. Ich selbst war in Freital, kann die 600 Menschen dort bestätigen. Eilenburg, Waldheim, Zschopau, Radebeul, Bischofswerda, Freunde, nicht unbedingt Orte ansonsten, die man deutschlandweit eben groß kennt oder irgendwie auf dem Zettel hat. Das wird spannend werden, liebe Freunde. Nachdem wir so ein bisschen halt heute etabliert haben werden mit dem Uwe, wie viele denn wir wahrscheinlich gewesen sein können und wie er zu dieser Zahl gekommen ist, laut der Berechnung, wie gesagt, von Uwe, wollen wir uns unterhalten, welche Methodik sollten wir eventuell in den Tag legen, um für die Zukunft noch bessere, noch verlässlichere Zahlen aufzunehmen. zu bekommen. Und hier schlagen zum Beispiel die Freien Sachsen bereits vor. Schreibt die Teilnehmerzahlen eurer lokalen Spaziergänge gerne in die Kommentare. Wir führen alle Städte über 300 auf und berücksichtigen die weiteren Angaben für unsere Berechnung, um möglichst genau herauszufinden, wie viele Bürger wir heute auf der Straße waren. Wohlgemerkt, dass alles aber Immer nur im Kontext von Sachsen, die Freien Sachsen, sie können jetzt nicht bundesweit, denke ich mal, die ganze Arbeit machen. Das kommt dann so ein bisschen halt wiederum den Individualisten, den Enthusiasten zu, den Verrückten zu, so wie mir und Uwe, die wir uns regelmäßig vermessen an solche Taten hier wagen. Okay, Uwe, während ich also im Hintergrund dann beginne, so ein Stück weit das alles zu untermalen, was wir gestern auf den Straßen hoffentlich alle selbst gesehen haben, möchte ich eigentlich an dich übergeben und möchte sehr gerne auf deine Tabelle dann zu sprechen kommen. Bevor wir das aber tun und du dann einen längeren Redeanteil hast, indem du uns das alles erklärst, Freunde, vergesst bitte nicht, es kommt auf euch alle an. Keine Sorge, kein Spendenaufruf, sondern eine Umfrage. Wenn ihr auf diesen Kanälen guckt, D-Live, Facebook oder YouTube, sagt es mir doch bitte. Ich will das auch in regelmäßigen Abständen, also sprich jede Woche mit euch diese Frage wiederholen, um auch zu sehen, wie hier sich das Stimmungsbild eben wandelt. Wart ihr gestern Montag demonstrieren? Warum ist das relevant? Weil ich natürlich so ein bisschen halt verstehen möchte, gucken die Leute nur? Wenn zum Beispiel die meisten sagen, nein, ich war nicht demonstrieren. Schauen Sie nur meine Sendungen an oder gucken Sie nur in die Livestreams oder sehen wir schon relativ bald an dieser Stelle zum Beispiel, dass immer mehr Menschen halt eben sagen, ja, ich war auf der Straße wie jedes Mal oder aber, dass wir zum Beispiel sehen. Neue Leute, ich weiß ja auch, mein eigener Kanal wächst, neue Leute, die vielleicht das erste Mal reinschalten, sind vielleicht auch das erste Mal auf die Straße gegangen und wenn das bei euch der Fall gewesen ist, dann Ausrufezeichen Vote2, diese Option hier bitte, in den Chat reinhauen, wenn ihr zum ersten Mal eben gelaufen seid. Vergesst nicht, ihr könnt diese Umfrage die ganze Zeit befüllen, auch wenn ich offline bin und auf jeden Fall über die heutigen Namen komplett hinweg. Wenn ihr die Frage nochmal nachlesen wollt, etvc.de slash Umfrage. Aber ansonsten, ihr seht es hier, viele Leute haben sich schon getraut, sich loszureißen und auf dem Handy mal hier ein bisschen mit abzustimmen. Würde mich freuen, wenn ihr wirklich halt ehrlich beantwortet. Hier seht ihr es, jemand hat sich schon getraut zu sagen, ob ihr eben demonstrieren wart oder ob ihr mehr halt Demo-Touristen seid, aber ganz weit aus der virtuellen Ferne. Gut, und damit zurück zu Uwe, beziehungsweise Uwe, übernehmen Sie. Du hast nämlich eine Tabelle auf die Beine gestellt. Ich lasse dich am besten selber mal erklären, wie du darauf gekommen bist, was deine Methodik war und warum diese Zahlen in erster Linie wahrscheinlich erstmal mit Vorsicht zu genießen sind und wie ich dann wiederum auf Basis deiner Zahlen dazu gekommen bin zu sagen, ich schreibe auf meinen Titel, wir waren 100.000. Also, das ist deine Tabelle, leg los. Ich bin dein Diener, wenn du willst, dass ich auf irgendwas zoome oder irgendwas unterstreiche. Ja.
Uwe
Also als erstes gehen wir mal bitte auf die linke Spaltung, vergrößern die mal so, den Rest brauchen wir an der Stelle erstmal noch nicht zu sehen.
Eli
Okay, warte, dann mache ich das mal permanent. So, hier an dieser Stelle, warte.
Uwe
Also, dass man ruhig die Titelkapsel sehen kann, dass wir erstmal sehen, was wir überhaupt für einen Gesamtaufbau haben.
Eli
Achso, na also dann doch wieder so. Also, das ist eine Schätzung der Anzahl von aktiven Demonstranten steht oben.
Uwe
Genau. So, und was wir haben ist auf der linken Seite eben Die Städte und das Bundesland, das heißt Bundesland ist jetzt hier für Sachsen erstmal natürlich immer nur eins, mit einer Stadt, die da ausnahmsweise ist, aber wenn wir jetzt ein bisschen Daten für die Zukunft dann sammeln, dann werden wir natürlich auch eben für alle 16 Bundesländer was haben, sprich die Tabelle wird dann entsprechend länger werden. So, und dann eben die Städte. So, und die Städte, da wissen wir ja, da haben wir zumindest jetzt vor den Freien Sachsen, gibt es da eben Demozahlen, die gemeldet wurden. So, die sind dann in einer Spalte eingetragen. Also Teilnehmerzahlen an diesen Demos geschätzt mit entsprechenden Unschärfen, ist klar. So, und die Frage ist, wie kann man jetzt damit vernünftig was anfangen? So, und meine Überlegung ist, man muss das in Verhältnis setzen zu der Stadt, in dem das stattfindet. So, und dementsprechend habe ich also mal ganz simpel bei Wikipedia recherchiert, ja, die aktuellen Einwohnerzahlen für die Städte. So, und diese Zahlen, die sind dann auf die drei Führungsziffern vorne, also die ersten drei Ziffern, genau, der Rest ist dann immer 0000. So, weil drei Führungsziffern vorne ist, dass man eigentlich eine Genauigkeit von einem Prozent hat. Alles andere ist dann eine Scheingenauigkeit. Das hilft einem nicht wirklich weiter.
Eli
Uwe, kann ich mal mit einer elementaren Frage vorne ab dich kurz unterbrechen? Wo kommt diese Tabelle her? Beziehst du dich auf irgendetwas, was du schon verwendet hast in der Vergangenheit? Wo kommt das überhaupt her? Die Leute fragen sich das bestimmt gerade.
Uwe
Wo sie herkommt, weil ich habe die heute Nachmittag gemacht, da kommt sie her.
Eli
Das ist das Wichtige, darauf wollte ich hinaus. Also liebe Freunde, was ihr gerade seht vom Uwe ist seine eigene Initiative. Ich habe ihn heute damit überfallen, habe gesagt, guck mal, es gibt ganz viele Demo-Kanäle, in denen sieht man unglaublich viele Schätzungen, unglaublich viele Videos. Lass uns mal eine Methodik aufarbeiten, beziehungsweise ich habe gesagt, mach das mal bitte oder könntest du mal bitte. Und Uwe hat angefangen, das im Prinzip jetzt hier selber in die Tasten zu hauen, eine Excel-Tabelle wahrscheinlich auch so aufzubauen, dass er sie für die Zukunft eben erweitern kann. Bezahl nichts. Vielen Dank, dass du auf die Live-Follower bist. Wie dem auch sei, also wenn ihr das haben wollt im Nachgang, wenn ihr es auch selber vielleicht überprüfen wollt, ob Excel oder PDF, wir stellen es bestimmt zur Verfügung, damit die Leute damit rumspielen können.
Uwe
Genau.
Eli
Gut, zurück zu dir.
Uwe
Also für die Teilnehmer reicht eigentlich PDF aus, denn ich werde die Tabelle, die wird ja wahrscheinlich immer wieder erweitert und geändert werden. So, nachher haben die Leute zehn verschiedene Versionen, das hilft nicht wirklich weiter. Also jedenfalls, im Prinzip ist es so, ich baue jetzt eine Tabelle auf und was wir heute jetzt hier haben, ist quasi so die Babystufe, die Grundstufe basieren auf den Daten, die in der eine Meldetabelle von Demonstranten von den Freien Sachsen sind. Diese 25 Städte, die habe ich jetzt einfach mal aufgelistet. In der einen Spalte die Städte, in der nächsten Spalte die Einwohner, in der nächsten Spalte die gemeldeten Demonstranten. Daraus kann man jetzt ein Verhältnis bilden, nämlich die Anzahl der Demonstranten geteilt. durch die Anzahl der Einwohner in der Stadt ergibt einen Prozentsatz. Kannst du mal die Spalte bitte mal zeigen? Ist das hier dieses?
Eli
Ja. Also wir sehen hier ganz kurz, ich muss dich darauf hinweisen, dass man mir im Chat gesagt hat, Zwickau habe keine 8600, sondern wesentlich mehr Einwohner. Also vielleicht hast du dich da an dieser Stelle vertippt, aber ich hoffe, es gibt keine zu große Ungenauigkeit. Also wir müssen auf jeden Fall die Basis der Einwohnerzahlen korrekt hinbekommen. Wie viele Leute wohnen denn in Zwickau, liebe Freunde? Könnt ihr uns das vielleicht sagen? Der Chat ist ja an. Das wäre vielleicht ganz interessant, dass wir das wissen.
Uwe
Dafür gibt es ein statistisches Bundesamt. Insofern sollte sich diese Frage relativ schnell klären lassen. Ich hatte es bei der Bevölkerung 91.000.
Eli
Siehst du, das ist mehr als das Zehnfache von dem, was du da eingetragen hast.
Uwe
Ja, dann ist aber die Zahl, die bei Zwickau ist, dann zu hoch. Dann ist natürlich ein kleinerer Prozentsatz. Sprich, dann habe ich hier irgendwie eine Spalte verwechselt. Das können wir aber ändern, das ist jetzt nicht das Problem.
Eli
Aber an dieser Stelle wollen wir das ruhig mal öffentlich so ins Internet sagen, weil die Leute sich im Chat gerade schon wieder echauffieren auf der allerersten Zeile gleich einen riesen Fehler. Ja, das kann in der Hektik mal passieren. Wir haben jetzt nie gesagt, dass das eine finale Tabelle ist. Wir haben gesagt, wir haben angefangen, eine Methodik zu entwickeln. Noch dazu hat der Uwe, der selber auch selbstständig ist, selber auch arbeiten muss, sich offensichtlich die Zeit genommen, das zu recherchieren, das da aufzusetzen, eine Excel-Tabelle zu planen, aufzusetzen, eben weiter zu bearbeiten in Zukunft. Da können schon mal natürlich Fehler zustande kommen. Jeder ist frei, selber sich hinzusetzen vor meinetwegen den Demo-Bilder Telegram-Kanal und dann halt selber seine Additionen dort zu machen. Wenn ihr wollt, liebe Leute, wenn ihr den Zahlen dort vertraut, könnt ihr das machen. An dieser Stelle bitte jetzt nicht als eine Bibel betrachten. Wir haben auch eine sehr konservative Zahl heute mit 100.000 insgesamt gewählt. Wie wir dazu dann nachher kommen, das werden wir sehen. Aber natürlich werden hier der ein oder andere Fehler noch drin sein. Deshalb stellen wir euch das ja gerne vor, damit wir zusammen, Stichwort Schwarmintelligenz, zum Beispiel zwei kleine Ungenauigkeiten erkennen, damit wir für die Zukunft, wenn es dann wirklich gilt, Stichwort, was weiß ich, wenn der Herbst dann weiter fortgeschritten ist und vielleicht von einem heißen Herbst in einen Wutwinter sich verwandelt haben wird, dass wir dann wirklich eine Methodik haben und ein Instrument haben, auf das wir uns verlassen können. Und ihr seid heute bei quasi der Geburtsstunde dabei.
Uwe
Genau, so muss man das sehen, Eli. Es gibt hier überhaupt gar keinen Grund zur Aufregung. Ich habe die Tabelle jetzt in einer halben Stunde mal kurz entworfen. Wer schneller machen kann und genauer machen kann, der soll mir das bitte gerne vormachen. Da habe ich überhaupt gar kein Problem mit. Wir wollen einfach bei der Sachlichkeit bleiben. Wer einen Fehler feststellt, der soll den bitte melden, dann wird der Fehler korrigiert.
Eli
Und wenn ihr das wollt, könnt ihr das auch sehr gerne auf dem Kanal von Uwe machen. Ich weiß nicht, ob du einen Telegram-Kanal hast, aber auf deinem YouTube-Kanal in den Kommentaren.
Uwe
Ja, ich habe auch einen Telegram-Kanal. Dann müssen wir mal gucken, wie der heißt.
Eli
Machen wir nachher. Genau, machen wir dann nach der Bundesliga. Okay, gut. Also weiter zum Thema.
Uwe
Du wolltest, dass ich hier... Also wir können auf jeden Fall eben hier in der Tabelle dann ein Verhältnis zwischen Demonstranten und Einwohnerzahl herstellen und daraus ergibt sich ein prozentualer Anteil von Demonstranten. Also sind das nur ein Prozent oder sind das 100 Prozent, die da demonstrieren?
Eli
Man sieht natürlich hier auf den ersten Blick schon ein bisschen, dass das ein Ausreißer wäre, wenn 20 Prozent von Zwickau demonstriert hätten.
Uwe
Genau, und deswegen, diese Ausreißer, die sind jetzt an der Stelle noch nicht mal schlimm, denn das werde ich gleich erklären, dass diese Ausreißer überhaupt gar nicht in dieser Statistik dann eine Auswirkung hat. Was hat man denn dann? Man hat jetzt 25 Werte. Und wie bei jeder Zahlenreihe gibt es jetzt verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Die einfachste Möglichkeit, die Menschen so sich denken, ist, dann nehme ich doch einfach mal den Mittelwert. Wo der Mittelwert heißt, man bildet aus allen Werten, in dem Fall jetzt die Prozentzahlen, weil das ist ja das, was uns interessiert, bildet man jetzt eine Summe und teilt die durch 25.
Eli
Diese Zahl hier, 1,048 meinst du?
Uwe
Genau, das ist die 1,048.
Eli
Und 25, weil du 25 Datensätze hast. Du hast von 25 Städten die Zahlen.
Uwe
So ist es. Unten sind ja eben die Summen in diesem ersten Zahlenblock. Dann kann man sagen, okay, wunderbar, aber sind diese Zahlen jetzt valide? Und das sind sie zunächst einmal nicht. Also in jeder simplen Statistik gibt es immer eine Spannweite von Zahlen, die sich um Mittelwerte herum bewegen. Es gibt zwei Arten von Mittelwerten. Es gibt einmal den arithmetischen Mittelwert, der ist jetzt hier mal dargestellt. Und es gibt den sogenannten Median. In dem Median ist, wenn man die Werte von dem Höchsten bis zum Niedersten in der Reihenfolge hat, also nicht nach Namen notiert, sondern eben nach Größe sortiert, entweder aufwärts oder abwärts und dann genau den mittleren nimmt. Das ist der Median. Und meistens sind der Median und der arithmetische Mittelwert verschieden. Und das kann man sich sehr einfach vorstellen. Also wenn wir jetzt mal eine Zahlenreihe hätten, die heißt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, ne ich sag mal so 1, 1, 1, 1, 1, das neunmal und das zehnte wäre auch eine 1, dann wäre der arithmetische Mittelwert die Summe von 10 mal 1 geteilt durch 10, nämlich 1. Wenn ich jetzt aber eine andere Zahlenreihe habe, wo neunmal die Eins ist und der nächste Wert ist eine Million, dann wäre die Summe eine Million neun. Der arithmetische Mittelwert wäre 500.000 4,5.
Eli
Ja, also du hast recht, das sind zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen. Warum ist die eine im Prinzip für uns jetzt relevanter?
Uwe
Um es mal abzukürzen. Es sind für uns beide relevant, sondern es sind zwei verschiedene Mittelwerte. Ich will nur zeigen, dass der arithmetische Mittelwert oft fehlerhaft ist. weil er eben die Ausreißer zu stark übergewichtet, sowohl die viel zu hoch sind, als auch die viel zu niedrig sind. Und deswegen ist es wichtig, diese Ausreißer auszusortieren. Dann gibt es ein ganz einfaches, simples Verfahren. Das habe ich hier angewendet.
Eli
Ist das die dritte Spalte hier?
Uwe
Ist die dritte Spalte dem gewidmet? Im Grunde genommen ist dieses Verfahren in dem Block rechts dargestellt. Da sind die ganzen Berechnungen für diejenigen, die sich genauer interessieren. Die können dann diese Fachbegriffe nachschlagen. Das wollen wir aber jetzt hier nicht in dem Spring machen, weil das ist eben Statistik-Grundseminar, sag ich mal. Das ist aber nichts für YouTube-Zuschauer. Das ist nur für die Leute, die sagen, wie kommt er denn auf die Zahlen? Die können dann, wenn sie Interesse haben, diese Begriffe nachschlagen, können die Zahlen nachrechnen und werden feststellen, das stimmt alles.
Eli
Nicht nur das, ganz kurz noch ein Hinweis, dass wir wirklich genau hingucken müssen. Sachsen-Bautzen ist hier zum Beispiel erwähnt, Bautzen immer eine der stabileren Städte. Da kann ich selber auch sagen, dass die 200 dort mit einer Null zu wenig irgendwie versehen sind. Also in Bautzen müssen mindestens 2000 Menschen gelaufen sein.
Uwe
Wenn das so ist, muss das gelendert werden, kein Thema.
Eli
Wir erklären aber bitte dann den Sinn hinter dieser dritten, diese dritte Spalte, die ich hier sehe.
Uwe
Was ist das denn? Wenn wir sehen, wir haben die Bruttowerte und dann eben die korrigierten Werte. Und die korrigierten Werte sind eben diejenigen Werte, wo die Ausreißer, die viel zu groß sind und viel zu niedrig sind, die sind rausgenommen. Das heißt, die kommen alle weg. Okay. dann bleiben in diesem Fall nach den Kriterien, wie ich die Ausreißerwerte definiert habe, also den Abstand, von den 25 Werten bleiben noch 20 übrig. Jetzt rechnet man mit diesen 20 Werten. Und diese 20 Werte habe ich jetzt keine so großen Ausreißer mehr. Also würde man da jetzt einen arithmetischen Mittelwert bilden, ist das viel geringer. Das heißt, Die großen Störfelder sind raus und damit hat man eine deutlich stabilere Datenbasis.
Eli
Aber inwieweit spielen sie denn jetzt trotzdem da noch mit rein? Wenn du sie komplett eliminierst, sind sie dann aus der Berechnung vollkommen verschwunden?
Uwe
Die spielen gar nicht mit rein. Gar nicht? Nein, deswegen sind die Zeilen dort ja an der Stelle leer. Deswegen sind es an der Stelle nur noch 20 Datensätze. Sondern sie spielen nur noch indirekt rein, weil das ja Ausreißer sind. sind die für eine statistische Aussage, die wir jetzt über das Gesamte machen wollen, nicht relevant. Denn für Ausreißer gibt es immer irreguläre Gründe, zum Beispiel eben einen Tippfehler. Und wir können auch nicht sagen, nur weil es ein Tippfehler ist, nehmen wir ihn doch rein. Nee, der kommt dann eben nicht rein. Und dementsprechend ist der raus und man sagt, okay, wir haben jetzt eben 20 Städte und versuchen jetzt aus 20 Städten den Anteil von Demonstranten an diesen An der Summe der Einwohner dieser 20 Städte festzumachen.
Eli
Und Freunde, da seht ihr schon mal hier an dieser Stelle Zwickau zum Beispiel, einer der Ausreißer, beziehungsweise wo halt dem Uwe ein Fehler unterlaufen ist und Bautzen an dieser Stelle eben auch. Diese beiden Felder sind zum Beispiel komplett rausgerechnet worden. Das bedeutet eigentlich ist es ja ein Hinweis darauf, dass man dem Rest der Berechnung dann doch wieder vertrauen kann. Auch wenn, sage ich mal, Städte, die nicht hätten Ausreißer oder als Ausreißer gewertet werden müssen, wären sie richtig eingepflegt gewesen, in Anführungszeichen jetzt eliminiert worden sind. Aber der Rest der Berechnung, er hat jetzt nicht komplett seine Grundlage verloren, sondern im Gegenteil, diese Maximalwerte sind halt eben jetzt rausgenommen worden, damit man dem Rest der Berechnung mehr vertrauen kann.
Uwe
Also wir haben vorher 25 Werte gehabt, jetzt haben wir 20. Was ist der Unterschied zwischen 25 und 20? Es sind 80 Prozent. Also insofern, es ist ja eine hinreichende Datenlage. Natürlich wäre die Datenlage wieder ein Stückchen besser, wenn jetzt für die beiden Städte da die richtigen Zahlen eingegeben werden. Aber man darf natürlich auch nicht vergessen, es sind ja insgesamt nur wenig Datensätze. Wir können jetzt allenfalls mit dieser Tabelle etwas über Sachsen aussagen und sagen, okay, wenn sie jetzt korrigiert ist, mag da jetzt vielleicht noch was sich um 5 oder 10 oder 20 Prozent ändern, aber die Grundrichtung, die ist ja schon mal richtig da. Welche Grundrichtung das ist, das sehen wir dann in dem Kasten rechts.
Eli
Dieser hier, genau.
Uwe
Genau, wo ich dann in Rot eben die beiden zentralen Grundbegriffe, eben den arithmetischen Mittelwert und den Median angegeben habe. Beide liegen quasi ganz dicht beieinander. Das ist ein Zeichen dafür, dass diese Zahlen eigentlich ganz gut sind. Das Rausschmeißen der Extremisten sozusagen, der Ausreißer, zu einem Ergebnis geführt hat, was jetzt schon an dieser Stelle relativ gut ist. Und es kann eigentlich nur noch besser werden, wenn mehr Zahlen dazukommen. Jetzt sehen wir also das bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl von Sachsen. Die ist ja hier gar nicht drin. Denn Sachsen hat ja, ich glaube, 4,8 oder 5,4 Millionen Einwohner. Wir haben aber nur 25 Städte gehabt mit 1,8 Millionen Einwohnern. Und durch die Ausreißer sind ja bestimmte Städte rausgefallen, ob jetzt nun zu Recht oder zu Unrecht aufgrund meines Fehlers. Und es sind dadurch von 1,8 Millionen 600 Tausend übrig geblieben. Jetzt kann man sich fragen, ja, welche Städte sind rausgefallen? Okay, bei den beiden, wo jetzt die Teilnehmer die Fehler erkannt haben, muss man sagen, okay, Fehler des Tabellenherstellers. Aber gucken wir doch mal in die Großstädte rein. Was ist denn zum Beispiel mit Leipzig?
Eli
Richtig. Wo ist denn hier Leipzig in dieser Liste? Ganz unten da. 602.000, 1.200 Demonstranten.
Uwe
0,2 Prozent. 0,2 Prozent. Das heißt, wir werden auch an den anderen Großstädten, Dresden ebenso, ist ja eine Seite drüber, hat 0,2 so und so viel Prozent. Das heißt, dieses Thema, das gibt uns jetzt schon den Hinweis darauf, dass wenn wir diese Tabelle durch mehr Daten, durch mehr Städte erweitern, Man muss auf jeden Fall differenzieren nach der Größe der Städte. Es müssen irgendwelche Klassen gebildet werden, die sich vielleicht auch durch die Daten selber ergeben, dass man sagt, okay, Städte bis 50.000 oder 70.000 Einwohner, die müssen in eine Gruppe rein und Ortschaften unter 10.000 müssen in eine Gruppe rein und Großstädte ab 100.000 müssen in eine Gruppe rein, weil die sich so ähnlich sind. Das heißt, das sehen wir schon, dass hier Indizien dafür sind, dass die Zahlen der Demonstranten auch abhängig sind von der Größe der Stadt. Je größer die Stadt ist, umso weniger Leute demonstrieren.
Eli
Moment, also ne, prozentual umso weniger Leute demonstrieren.
Uwe
Wir reden nur von Prozenten.
Eli
Also ich erkläre euch das mal, liebe Freunde, jetzt in einfachen Worten, weil Uwe hebt manchmal ab in seiner Fachkenntnisse halt eben. Also ihr seht es halt entsprechend Dresden und Leipzig haben sehr geringe Werte, 0,2 Prozent in beiden Fällen knapp. Ja, weil halt aber natürlich auch entsprechend 555.000 beziehungsweise sogar 600.000 Menschen in Leipzig eben wohnen. Und wenn man dann auch aus solchen Städten vierstellige Zahlen mitbekommt an Demonstranten, in diesem Falle stimmt es in beiden Fällen, da hat sich der Uwe nicht vertippt, 1200 oder 1300, dann ist das prozentual nichtsdestotrotz sehr, sehr wenig. Und warum ist das wieder relevant? Weil ihr gemerkt habt, damit eben aus dieser Berechnung bestimmte Städte nicht ausgeklammert werden müssen, wie das hier passiert ist bei den unteren Dreien, weil die halt Ausreißer dann bilden. Ja, will der Uwe? Ich glaube, das so habe ich dich richtig verstanden. Eine eigene, separate Tabelle, gruppiert eben nach anderen Städten, die ähnlich hohe prozentuale Bevölkerungsanteile haben, die demonstriert haben, aufbauen, damit wir sagen können Okay, in der Summe, wir addieren sie ja dennoch, aber damit sie eben nicht rausgefiltert werden müssen in dieser ganzen Überlegung von Median und Mittelwert, liebe Freunde, damit wir halt genauere Zahlen haben können, aber gruppiert. nach Städten, die nach Größenordnung im Prinzip noch untersortiert sind. Also da seht ihr jetzt schon, wie ambitioniert Uwe's Projekt ist, in diese Sache, sage ich mal, Klarheit reinzubringen. Aber gut, er heißt ja auch nicht zu Recht oder beziehungsweise zu Recht Klardenker.
Uwe
Okay, das muss man klar differenzieren. Und jetzt mal unabhängig davon, von den statistischen oder Zahlenfehlern, die jetzt hier drin sind. haben wir doch schon mal eine gewisse Größenordnung. Also wenn wir jetzt mal rechts in den Kasten der statistischen Auswertung gucken, da sehen wir das also schon bei den Bruttodaten, die allerdings auch schon nicht korrekt sind, dann eben ist irgendwo in der Größenordnung plus minus um die 3% beim Mittelwert und Median liegt. Der Mittelwert höher, der Median niedriger. Nach der Korrektur liegt es ziemlich dicht bei 3.
Eli
Also wir müssen sagen, 3% der Menschen in den 20 Städten, die betrachtet worden sind, sind auf die Straße gegangen.
Uwe
Nach Einwohnerzahl. Das ist doch schon mal eine ganz interessante Erkenntnis, dass wir also hier derzeit zumindest in Sachsen um 3% herumliegen. Plus, Minus. Man muss jetzt nicht zu eng mit dem Federstrich arbeiten und sagen, es sind aber noch 2,58. Nee, aufs Für uns ist doch interessant, reden wir von 0,5% oder reden wir von 2%. Also wir müssen quasi im Grunde genommen mal überhaupt eine Größenordnung auf ein halbes Prozent genau haben, aber nicht auf zwei oder drei Stellen in einem Komma. Das bringt uns hier überhaupt gar nicht weiter. Und das hängt ja auch schon damit zusammen, nicht schon, sondern es geistert ja seit einigen Zeiten in einigen Foren die Zahl, wenn wir 303,5% der Bevölkerung auf die Straße knicken, dann passiert was. Und diese Zahl, 303,5%, die resultiert aus einer wissenschaftlichen, populärwissenschaftlichen Veröffentlichung von zwei Frauen, die vor ein paar Jahren das mal erforscht haben. Dazu muss ich aus Vorgeschichte sagen, die Erforschung von Volkswiderständen und Protesten ist seit mehreren Jahrzehnten auch Bestandteil von bestimmten Soziologen, die sich das untersuchen. Da gibt es eben zum Beispiel aus den 80er Jahren den Gene Sharp, der 194 Methoden des friedlichen Protestes erforscht hat, nicht erfunden hat. Und diese Arbeit ist natürlich entsprechend jetzt alt. Und diese beiden Frauen haben jetzt mit neueren wissenschaftlichen Methoden ein dickes Buch geschrieben. Das ist mit Quellenangaben 370 Seiten dick in Englisch. Und wenn man sich das dann anguckt, dann studieren sie in verschiedenen Ländern, wie dort der Widerstand war mit Waffengewalt, ohne Waffengewalt, friedfertig oder sonst nicht was. Was war das Thema, wogegen man vorging. Und da gibt es dann im dritten Teil des Buches, also ziemlich weit hinten schon, da gibt es irgendwo eine Tabelle. Und in dieser Tabelle, da staucht unter anderem die Zahl 3% auf. Und diese 3% bezieht sich, ist also offensichtlich das, was eben dann in bestimmten Kreisen publiziert wurde, nämlich wenn es darum geht, dass man die Gesetzesnormen ändern will, also quasi Prozesse gegen gesetzliche Maßnahmen. Und da hat sich jetzt nach einem bestimmten Modell, und diese zwei Frauen haben sich sogar drei verschiedene Modelle ausgewirkt, nach einem bestimmten Modell ergeben sich dort diese drei Prozent. Ich hatte bisher noch nicht die Muße gefunden, herauszufinden und genau zu analysieren, auf welchen Parametern dieses Modell beruht. Das heißt, ob die Zahl 3, was sie überhaupt wirklich aussagt. Das kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt gar nicht sagen, weil ich es nicht überprüft habe. Aber diese Zahlen geistern einfach rum durch die Foren und man hat den Eindruck, der 3% sei genau das Ziel. Da müsste man hin. Dann könnte man sagen, guck mal, die Sachsen haben jetzt 3%. Dann sage ich, okay, aber trotzdem sind die Regierungen in Sachsen immer noch dran. Also insofern
Eli
Und sie haben, das verstehen die Leute falsch, also die Damen, ob die 3% jetzt nur stimmen oder nicht, du hast ein bisschen sehr weit ausgeholt, lieber Uwe, aber die beziehen sich ja nicht auf 3% von gerade mal 20 Städten in einem Bundesland, das ansonsten, was weiß ich, 200 Städte hat, sondern die meinen 3% der Gesamtbevölkerung eines bestimmten Raumes, einer Region oder meinetwegen zum Beispiel eines Landes, müssen in derselben Sache wahrscheinlich auch nicht ein einziges Mal, sondern mehrfach, ja, mobilisiert und inspiriert zusammen auftreten, um halt etwas historisch gesehen bewirkt zu haben. Wohlgemerkt historisch gesehen und nachhaltig und auf den ganzen Raum bezogen. Nicht auf eine Untergruppe von 20 Städten, von denen wir heute extrapolieren. Also deshalb Kirche mal im Dorf lassen, liebe Freunde, auch wenn wir nah bei den 3% sind. Wir sind bei 3% von 20 betrachteten Städten. Nicht von allen in Sachsen und schon gar nicht von allen in Deutschland und auch nicht auf die gesamte Bevölkerung bezogen.
Uwe
Genau. Und das ist ganz wichtig, dass man eben diese Einschränkung eben sieht. Ja, es ist mit Sicherheit eben landesweit zu sehen. So, und wenn wir 83 Millionen haben, 3 Prozent davon sind ja ungefähr wie viel? 2,5 Millionen. Das heißt, man sagt ja, es gehen einmal 2,5 Millionen Leute auf die Straße. Rein theoretisch. Ja, ändert sich da jetzt sofort am nächsten Tag was? Eher nicht. Ja, also man denke jetzt mal nur an Den Fall der Mauer, da wurde auch wochenlang demonstriert, bevor da irgendwas passierte. Das heißt, jetzt nehmen wir mal an, diese drei Prozent sind nicht nur historisch ermittelte Daten, sondern sie würden auch in die Gegenwart zu übertragen sein. Die würden auch heute für unsere Bedingungen gelten. Dann würde es ja bedeuten, dass regelmäßig in Deutschland flächendeckend 2,5 Millionen Leute auf die Straße gehen müssten. Das wäre die Konsequenz daraus.
Eli
Richtig und liebe Freunde, das ist noch ein weiter Weg dahin, aber wir haben ja auch gesagt, wenn überhaupt das ein heißer Herbst werden sollte, dann muss das, also ein Herbst ist ja nicht nur ein einziger Tag, meteorologisch hat der ja noch überhaupt nicht begonnen, das ist ja eigentlich erst immer am 23. September jeden Jahres vorgesehen, aber selbst wenn, er kann sich ja nicht auf einen einzigen Tag beschränken, so wie man in Irland sagt, Sommer sind die zwei schönsten Tage im Jahr. sondern, liebe Freunde, es muss halt wirklich eine Periode sein, eine Periode über halt eben, keine Ahnung, drei Monate, die nahtlos übergeht dann halt in einen Wutwinter oder was auch immer, damit es auch nur eine Chance gibt darauf, irgendetwas in diesem Land im Sinne der Menschen, die da auf die Straße gehen, zu bewegen. Ich möchte an dieser Stelle vielleicht mal reingrätschen, weil ich glaube, die Tabelle haben wir größtenteils jetzt erstmal abgearbeitet. Wir werden an ihr weiterarbeiten und werden auch gleich über Methoden sprechen, wo die Community uns mithelfen kann. Aber falls ihr euch fragt, wie komme ich denn jetzt also auf diese 100.000, liebe Freunde? Wir werden uns, bevor wir uns in dieser, sage ich mal, Bildern da verlieren, in dieser Flut, die da wirklich reingekommen ist, da habt ihr wahrscheinlich selber ganz, ganz viele Videos über die Kanäle flimmern sehen. haben wir, wir hätten einfach addieren können. Und wir haben ja Zahlen zum Beispiel, die wir selber jetzt belastbar finden, die vom Uwe, wo wir halt eben sagen, so und so viele Menschen sind halt auf der Straße gewesen. Da sieht man übrigens mal wieder, mit welcher Vorsicht Zahlen eben zu genießen sind, weil laut Uwe ist es meinetwegen auch ein Stück weit fehlerhafter Anzahl hier. Vielleicht müssten da noch ein paar tausend mit drauf, wenn man zum Beispiel, bei Bautzen aus 200, 2000 macht. Oder wenn man hier an dieser Stelle sagt, in Zwickau, die haben aber mehr Einwohner. Ja gut, davon werden es aber nicht mehr Demonstranten. Lange Rede, kurzer Sinn. Also allein nur die Betrachtungsweise von Uwes, wirklich halt analytische Herangehensweise, die, ich will nicht sagen, sie konterkariert, aber sie steht ja schon im Kontrast zu dem, was die Freien Sachsen von sich gegeben haben. Und die haben ja gesprochen, liebe Freunde, wenn ihr euch das mal anguckt, ich müsste hierzu mal hochscrollen, so geht das, die haben gesprochen von einer Zahl über 40.000. Gut, sie sind eine Mobilisierungsmaschine, laut eigenen Worten, die Freien Sachsen und als solches können die Zahlen bei denen auch schon mal so ein bisschen Ausreißer in der Regel nach oben sein. Aber angenommen, Sachsenweit wären auch 20.000 und das ist ja wirklich nur die Hälfte von 40.000 auf der Straße gewesen. Und man hält sich vor Augen, dass wir 16 Bundesländer insgesamt haben und meines Wissens nach wirklich in allen 16 Bundesländern gestern demonstriert worden ist. Dann ist meiner Meinung nach, wenn man sich auch sogar anschaut, dass im Westen, Freunde, in Düsseldorf zum Beispiel, in Köln und wo auch immer sonst noch, Und noch dazu teilweise in Orten, von denen ich nie gehört hatte. Aschersleben, Aschaffenburg und sonst was. Dass dort teilweise wirklich vierstellige Menschen nach Zahlen auf die Straße gegangen sind. Dann muss ich schon sagen, selbst wenn Sachsen signifikant wie es ist nur mit 20.000 vertreten gewesen sein mag, glaube ich, dass 15... Bundesländer zusammen, ja, entsprechend die, naja, notwendigen 100.000 oder 80.000 eben auf die Straße gebracht haben, dass wir wirklich mit einem gewissen Selbstvertrauen, das ist das Wort, nach dem ich gesucht habe, sagen können, wir waren gestern, liebe Leute, sechsstellig. Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, wir müssen jetzt nicht anfangen zu fabulieren von irgendwelchen siebenstelligen Beträgen. Und selbst wenn wir sechsstellig waren, dann waren wir wahrscheinlich wirklich im unteren Bereich. Aber ich glaube, das Argument ist auf jeden Fall da, dass wir sagen könnten, sechsstellig waren wir, wir waren das solide und wir waren das natürlich, nicht nur dank des Beitrags von Sachsen. Ohne Sachsen wäre es nicht möglich gewesen übrigens. Ich glaube, würde man Sachsen ausklammern aus dieser Betrachtung, wir wären nicht sechsstellig. Aber da wir ja auf Sachsen eben nicht verzichten müssen und auch nicht verzichten wollen, können wir sagen, in der Tat, eine sechsstellige Anzahl von Menschen ist ihm auf die Straße gegangen. An dieser Stelle machen wir mal ein ganz kurzes hypothetisches Spiel. Angenommen, die Zahlen von Uwe wären richtig.
Uwe
Darf ich kurz reingrätschen, Eli? Ich habe das mal hier kurz auf meinem Tablet, mal die Zahlen korrigiert. Beide Fehler, also vielen Dank für die, die es gemerkt haben. Ich habe ja geschrieben 8600 bei Zwickau. Richtig ist, 86600, das heißt, da fehlte eine 6, ein Tippfehler. Das habe ich korrigiert. Und bei Bautzen habe ich geschrieben 200 Demonstranten. Richtig ist 2000. Da fehlte eine Null. Dadurch kommen beide Städte, die Tabelle kann ich Ihnen nachher herunterschicken, kommen beide Städte auch in die korrigierte Tabelle rein. Das heißt, statt 20 sind das dann 22 Städte.
Eli
Also hier steht dann da was. Genau.
Uwe
Und unten in der Tabelle war ja der Durchschnittswert bei der alten Tabelle was. Das habe ich jetzt nicht mehr.
Eli
Also 1,048, wenn du dich auf den beziehst.
Uwe
Da steht 2,282. Rechts, ja. Und jetzt steht da 2,408. Also ein minimaler Unterschied.
Eli
Also hier müsste also quasi stehen 2,408, sagst du.
Uwe
Genau, da steht 2,408.
Eli
Auf Basis von dann 22 Städten. 22 wären das hier.
Uwe
Und in der rechten, in der statistischen Auswertung, da steht jetzt der Mittelwert in Rot bei korrigiert 3,15 und der Median bei 3,02.
Eli
Also seht ihr, liebe Freunde, Median hat sich überhaupt nicht verändert und der Mittelwert quasi 3,15, also nur um 0,05 Punkte. Also trotz der Fehler, die ihr euch jetzt wahrscheinlich, über die ihr euch da alle freut, dem Uwe ist da ein Fehler unterlaufen, selbst wenn er die ad hoc korrigiert, seht ihr... Seine Methodik ist halt die richtige. Und wenn man richtig denkt, auch wenn einem da kleinere, sag ich mal, irgendwie Schönheitsfehler unterlaufen, liebe Freunde, dann liegt man schon relativ nah an eben dem finalen Ergebnis. Insofern, da sieht man mal wieder, wie viel es wert ist, wenn man halt einen Profi ranlässt, einen Experten. Auch ein Experte kann sich mal vertippen, liebe Leute. Aber in der Regel verrechnet er sich nicht. Und das ist das Wichtige. Deshalb wollte ich halt den Uwe hier mit im Boot haben. Uwe, ich wollte eigentlich gerade dazu überleiten, dass wir eventuell mal nur rein hypothetisch, auf Basis dieser, wir wissen es, nicht vollständigen, nicht korrekt eingetippten Zahlen, wenn wir extrapolieren würden, und zwar ein Gedanke, liebe Freunde, ein Gedanke, der Hanebüchen ist, der aber vielleicht die Bundesländer inspirieren könnte. Und zwar, Uwe, du hast dir ja die Frage gestellt, was würde denn, wie viele Leute, hätten denn auf den Straßen gestern sein könnten oder können, wenn alle Länder, alle Bundesländer prozentual so stark auf der Straße vertreten gewesen wären wie Sachsen. Und dieses Gedankenspiel, das natürlich zu einer wahnwitzigen Zahl kommt, liebe Leute, das will ich dich mal ganz kurz hier also erklären lassen. Das ist nämlich auf deiner zweiten Tabelle.
Uwe
Ja, es ist im Grunde genommen ja ganz einfach. Man nimmt jetzt einfach diese Prozentzahl. die sich da aus den arithmetischen Mittelwerten gibt, das ist jetzt marginal unterschiedlich, weil die dicht beieinander liegen, und setzt das auf im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. So eine Gesamtbevölkerung habe ich jetzt mal mit der Zahl angegeben, wie das Statistische Bundesamt jetzt zum 01.01.2022 oder so veröffentlicht hat, mit 83,55 Millionen. Und dann kriegt man jetzt eine Hochrechnung heraus, die natürlich, das muss man ganz klar sagen, sehr in Fragezeichen zu stellen ist. Aber das Ergebnis ist dann eben, wie viel, was haben wir hier, 2,5 Millionen.
Eli
Also wenn 3 Millionen, Freunde, weil wir einfach für Sachsen errechnet haben, ich erkläre es nochmal in einfachen Worten, wenn man im Prinzip annehmen würde, dass dieselben 3,02 Median, nicht Mittelwert, sondern Median, der Menschen, die nicht nur in Sachsen auf die Straße gegangen sind, sondern in allen anderen 15 Bundesländern ebenfalls 3,02 vom Median her auf die Straße gegangen wären, Dann könnten wir natürlich sagen, wir gucken uns einfach an, wie viel sind denn diese 3,02 von der aktuellen Zahl an Menschen, die wir überhaupt in Deutschland haben. Und dann hätten gestern, das war nicht wirklich so, wir waren um Gottes Willen nicht siebenstellig, nicht falsch verstehen, aber dann hätten bis zu 2,5 Millionen Menschen sich gestern eben mobilisieren können, wenn wie gesagt dieses Gedankenspiel, dieses Konstrukt gestern so gegriffen hätte.
Uwe
Wenn alle Deutschen Sachsen wären, dann wäre das vielleicht so gewesen. Aber wir haben ja schon gesehen, dass es in den Großstädten wahrscheinlich schwächer ist. Wir haben zwar nicht so viele, aber dafür hauen sie dann doch rein, weil in Großstädten... Über 100.000 Einwohnern wohnt immerhin ein Drittel aller Deutschen und die anderen wohnen in den mittleren und kleinen Städten. Das heißt, die Großstädte, die ja sehr schwach sind, die ja quasi nur 10% so viel auf die Straße kriegen. Wenn wir also sagen, okay, im Mittelwert oder im Median sind es um die 3% in Sachsen, aber in Dresden und in Leipzig waren es ja deutlich weniger. Da waren es nur 0,2% oder 0,25%. Das heißt, es ist ja noch nicht einmal ein Zehntel davon. Das heißt also, Das bedeutet, dass der Einfluss der Großstädte, die ein Drittel der bundesrepublikanischen Einwohner ausmacht, das Ergebnis natürlich verschlechtert, weil dort in den Großstädten so wenig Leute demonstrieren.
Eli
Also es sind in absoluten Zahlen betrachtet natürlich vierstellige Beträge in Anführungszeichen. Chemnitz 3000, Bautzen 2000, Zwickau 1800. Das liest sich gut und das macht Eindruck. Aber prozentual sind es halt eben weniger Prozent, ja, an eben gemessen an der Einwohnerzahl der Städte, die hier aufgezählt werden. Also nochmal anders gesagt, ne, 335 Menschen für Weinböhler ist prozentual vermutlich, ohne jetzt Weinböhler zu kennen, liebe Freunde, ja, mehr in Prozent als 3000 für eben eine Stadt wie Chemnitz oder selbst 2000 in Bautzen. Also insofern ist es nicht so, dass die Großstädte schwächeln. Ich glaube, da muss ich nochmal dich korrigieren. Sie haben ja schon ein sehr großes Mobilisierungspotenzial, nur die meisten in diesen Großstädten, sie bewegen sich halt eben noch nicht. Und an dieser Stelle will ich noch einmal erinnern, liebe Freunde, an unsere Umfrage, die wir laufen haben. Nein, das ist der Chat, das ist die Umfrage. Und zwar möchte ich die regelmäßig jeden Dienstag mit euch wiederholen und ihr könnt sie sehr gerne jetzt nochmal beeinflussen, indem ihr wirklich ganz ehrlich sagt, wie es denn bei euch aussieht. Ihr seht es, nur die wenigsten stimmen hier ab, die anderen schlafen irgendwie vor ihren Endgeräten, trotz hunderten Zuschauern, die dabei sind. Danke, das ist nichtsdestotrotz für jeden Einzelnen. Aber es wäre spannend, dass mehr Menschen sich mobilisieren und sei es nicht mal auf die Straße, aber dass wir wirklich ein klares Meinungsbild haben. Wenn ihr also gestern demonstrieren wart, dann traut euch das zu sagen. Ihr seid in der Anonymität, keiner wird bei euch anklopfen, um euch zu sagen, wie konntest du nur entweder gehen oder eben nicht gehen. Aber versucht das bitte wirklich halt regelmäßig irgendwie zu machen, damit wir nächstes Mal auch sehen, okay, wie entwickelt sich das denn auf der Straße. Sind auch mehr unserer Zuschauer oder von Zuschauern überhaupt, sind die jetzt auch willens inzwischen endlich auf die Straße zu gehen oder sind das einfach nur Menschen, die auf vier Geräten irgendwie vier Streams gleichzeitig gucken, aber keiner von denen bewegt sich halt. Das wäre gut zu wissen. Insofern, wenn ihr demonstrieren wart, dann Ausrufezeichen Vote 1 jetzt in den Chat, wenn ihr zum ersten Mal demonstrieren wart. Auch das wäre spannend. Dann, liebe Freunde, es könnte sein, dass es in den nächsten Wochen nämlich an dieser Stelle wirklich nach oben geht, dann Ausrufezeichen Vote 2 und wenn ihr sagt, wie die meisten Freunde, seid aber bitte ehrlich, wirklich seid ehrlich, Ausrufezeichen Vote 3, ihr wart nicht demonstrieren, dann gebt das mit an, dann wissen wir so ein Stück weit eben, wie sich zumindest halt unsere Zuschauerschaft zusammensetzt und können uns auch vielleicht ein bisschen besser erklären, warum es denn länger dauert oder aber dann halt auch sehr schnell gehen kann. Also in diesem Sinne stimmt bitte mit ab und man sieht ja auch schon wieder ganz schnell, wie sehr sich im Prinzip an dieser Stelle eben die Menschen teilen in zwei Lager. Die, die jedes Mal demonstrieren gehen und die, die aber sagen, okay, ich gehe gar nicht. Da muss man sich natürlich dann die Frage stellen, warum ist das so? Aber zumindest haben wir schon mal eine Grundlage, mit der wir entsprechend arbeiten können. Und wenn ihr diese Umfrage auch nachher, nachdem ich offline gegangen bin, nochmal nachlesen wollt, liebe Leute, etvc.de slash Umfrage, ihr könnt sie sogar aus D-Live, dem permanenten Chat heraus, mit eurem Account entsprechend weiter übers Chatfenster beeinflussen, selbst wenn ich offline gegangen bin. Also da geht das dann permanent im Chat. Okay, zurück zu dir, zurück zu uns, lieber Uwe. Und zwar lass uns mal, also ursprünglich wollte ich hier an dieser Stelle mal ein bisschen halt die Telegram-Kanäle einblenden. Ich denke mal, das ist insofern jetzt relevant als das, um diese Zahlen zu bekommen. Bist du ja, lieber Uwe, auf eigentlich den Post eingegangen der Freien Sachsen. Die Freien Sachsen wiederum haben sich aber größtenteils bezogen auf eben diese Kanäle wie diesen hier, liebe Freunde, Demos, Deutschland, Bilder und Videos. Ja, ich glaube, der heißt einfach nur Demo Bilder, wenn ihr nach dem sucht, liebe Freunde. Und da sieht man ja von unglaublich vielen Orten hier an dieser Stelle zum Beispiel Salzwedel. Ich meine, um Gottes Willen, wo ist denn Salzwedel? Ich wüsste nicht mal, dass es in Deutschland ist. Ganz ehrlich. Ja, selbst dort waren 400 Leute auf der Straße freigelaufen. Da ist Thüringen, da ist Eisenach, da sind die auch auf der Straße. Hier steht jetzt nicht, wie viele das waren. Ach doch, zwischen 800 und 1000 Menschen. Waldheim, okay, es steht jetzt nicht dabei, wie viele es sind, aber es werden einige gewesen sein. Und wenn man sich das eigentlich genauer anguckt, da gibt es irgendwie eine andere Gruppe. Vermutlich stehe ich hier gerade auf dem Schlauch. Aber da werden wirklich nur Bilder und Zahlen gepostet. Also ein Bild, eine Stadt, eine Zahl und sonst nichts. Und da kann man sich immer in Anführungszeichen bedienen. Das sind jetzt natürlich keine verifizierten Zahlen, aber das ist ja schon mal ein Anfang. Deshalb lieber Uwe, lass uns mal an dieser Stelle vielleicht anfangen, so ein bisschen halt nachzudenken. Was könntest du denn brauchen für die Zukunft und auf welche Art und Weise kannst du dir vorstellen, könnte man das sammeln, diese Daten, damit wir eben nächste Woche nicht ganz so nackt dastehen, damit wir, Tippfehler mal rausgerechnet, mehr Daten haben, damit wir eben nicht von Sachsen aus hoch extrapolieren müssen, sondern sagen können, Uwe konnte sich bedienen an einem Katalog, an einem hoffentlichen Mehr aus Zahlen, dass die halt eben auch bessere Grundlage gegeben haben.
Uwe
Im Grunde genommen, was man braucht, sind ja eben drei Informationen. Erstens das Datum. Nicht, dass Leute mit irgendwelchen Zahlen kommen, die schon vor vier Wochen sind. Zweitens dann natürlich der Ort, logisch. Wenn der Ort auch in verschiedenen Bundesländern existieren könnte. Es gibt ja... so steht der Name, die an mehreren Orten, das Bundesland sollte dann natürlich auch dazu gegeben werden. Sodass Dresden in Sachsen ist, das werde ich schon wissen, aber es gibt manche Orte, die gibt es drei, vier, fünf, sechs Mal in Deutschland, da weiß ich aber nicht, wer das ist. Ich habe da keine Zeit, hinterher zu telefonieren, hinterher zu posten, wo ist dieser Ort. Also insofern Bundesland, Land, Datum, Stadt, diese zwei Daten, Bundesland, Stadt, Teilnehmer und Datum. Das sind vier Daten, mehr braucht man nicht. Bei den Zahlen, da muss ich mal sagen, wir haben nun in zwei Jahren Beobachtung und Demonstrationen gelernt, dass die meisten Leute sehr schlecht im Schätzen sind. Da schätzt der eine 100.000, wenn ich nachzähle, sind es aber nur 15.000. Das heißt also, irgendwelche Zahlen, wo jemand sagt, das war ja eine lange Kette, die ging bis hinten an die Straße. Das ist keine Aussage, sondern richtig zählen. Wir können später darüber sprechen, welche einfachen Zählmethoden man auch machen kann, ohne dass man jetzt einen Taschenrechner haben muss. Aber die Zahlen müssen hinreichend genau sein. Wenn jemand sagt, schickt jetzt aber 1000 hin, da würde ich auch gerne mal ein Foto oder ein Video sehen. Das heißt, dann mögen die Leute bitte auch an die entsprechende Adresse, darüber können wir noch reden, wo man sowas einrichtet, einen Videoclip senden oder sie können natürlich auch da in dieser Demo sonst nicht was gucken, was er gerade gezeigt hat. Aber da muss das auch aussagefähig sein. Also bitte keine Reden, die interessieren nicht, sondern ein Video und sei es nur 10 Sekunden lang, auf dem zu erkennen ist, die Hauptmasse der Demonstranten, nicht diejenigen, die noch in der Nebenstraße stehen und sich vor dem Geschäft einen neuen Demo-Hut besorgen, die nicht, sondern die Hauptmasse der Demonstranten, dass man die sehen kann, wo sie steht oder wo sie sich bewegt. Und das nicht stundenlang, denn wenn am Montag die Demonstration und wir am Dienstag hier fertig sein wollen, sondern will ich nicht am Dienstag, am Montagabend 10 Stunden lang Videos gucken. Das muss zack, zack, zack gehen. Ansonsten können wir so ein Projekt nicht machen. Es gibt viele Städte in Deutschland und ich kann nicht kostenlos mit 100.000 Demonstranten deren Zahlen sortieren. Da muss ich ja noch Hilfspersonal einstellen.
Eli
Richtig, ich werde an dieser Stelle nochmal ganz kurz erwähnt haben, es gibt ein Excel, wiederum natürlich erstellt vom lieben Uwe, das kann ich euch sehr gerne auf meinem Telegram-Kanal zur Verfügung stellen, dort oben anpinnen oder sonst was damit machen. Das hilft euch so ein bisschen, wie ihr hier erkennen könnt, eben bei der Schätzung der Anzahl von Demonstranten. Bewegungstempo spielt hier eine Rolle, die Strecke, die man pro Minute eben zurücklegt, die Anzahl der Reihen. die eben ein bestimmter Zug einnimmt und dann sieht man so ein bisschen die Anzahl der Personen plus sogar, also Uwe denkt wirklich an alles, wenn es einen Zeitraffer gibt, was manchmal vielleicht wirklich ganz hilfreich sein kann, damit man eben alles durchlaufen lassen kann, dann hat der Uwe an dieser Stelle auch daran gedacht, wie man den Faktor Zeitraffer entsprechend hier einarbeiten kann. Stichwort einarbeiten, ihr merkt es ist natürlich Arbeit, aber liebe Leute, wenn ihr genaue Zahlen haben wollt, anstatt einfach nur irgendwelche Fantasiewerte, die gut klingen, die aber vielleicht meilenweit an der Realität vorbeigehen, so wie wir waren 1,2 Millionen 2020 am 1.8., dann müsst ihr halt entsprechend dafür arbeiten und das können wir aber als Community gemeinsam leisten. So, während ich hier gleich mir eine Serviette hole, weil ich habe hier gerade gekleckert auf meinem eigenen Tisch und kann kaum bewegen. Uwe, ich gebe dir mal das große Mikrofon und was denkst du denn, ich höre auch nicht mit, ich muss kurz die Ohrstöpsel rausholen, ich vertraue dir da einfach mal, was denkst du denn, wie sollten wir das am besten organisieren? Telegram-Gruppe, eigene Webseite? Können wir da überhaupt auf die Teilnahme von ehrenamtlichen Menschen setzen oder müssen wir da irgendwie in Anführungszeichen bezahlte oder qualifizierte zumindest Menschen irgendwo besorgen, dass das halt eben nicht jeder machen kann? Also deine Gedanken diesbezüglich.
Uwe
Also zunächst einmal denke ich, aus Versuch wird man klug. Das heißt, jeder, der Zahlen liefern möchte, der kann das gerne tun. So, und dann kann man eben, so wie ich, so einen Katalog aufstellen, was benötigt wird, welche, wie man vielleicht auch überprüfen kann, wie ich überprüfen kann, ob die Angaben überhaupt stimmen. Ja, also wenn jemand sagt, ja, das waren tausend Leute, schickt aber kein Video dazu, tut mir leid, dann muss ich sagen, diese Zahl ist für mich wertlos, weil ich nicht nachprüfen kann, ob das wahr ist oder falsch. Ja, so alles muss schon ein Bildnachweis sein, ja, am besten ein Video, ein kurzes, für zehn Sekunden vom Handy oder so. Das reicht ja völlig aus, ja, dann kann ich das ungefähr überprüfen. So, dann kann man das natürlich am sinnvollsten machen, entweder per E-Mail oder aber viele Leute sind ja auf Telegram. Dann würde ich oder Eli einen entsprechenden Telegram-Kanal einrichten. Und dann können die Leute, die dann eben dort was posten wollen, die können sich dort eintragen, können dort Mitglied werden. Und dann machen wir eine geschlossene Gruppe draus. damit nicht jeder Hinz und Kunster irgendwas erzählt, sondern werden aber nur Beiträge zugelassen, die eben genau solche Informationen liefern. Kein, ich fand die Demo gut, kein, ich super, wer geredet hat, das alles ist völlig uninteressant, sondern Fakten, Fakten, Fakten, sonst nichts. Und alles, was anders ist, das kommt in die Tonne, ja, das ist Müll, der interessiert an der Stelle nicht.
Eli
Uwe, müssen wir da das Rad neu erfinden? Ich nehme mal an, du hast gesagt, wir brauchen eine Telegram-Gruppe. Müssen wir das Rad neu erfinden oder sollten wir an die Leute ran, die bereits jetzt schon 16.600 Mitglieder haben und vielleicht mit den Administratoren sprechen, dass die ihre Menschen da irgendwie ein bisschen besser erziehen?
Uwe
Also ich denke, das wäre sicherlich der sinnvollste Weg, dass man die eben anspricht als Erste. Die haben ja schon einige Leute. Und dass alle diejenigen, die noch nicht da in diesem Deutschland-Demo oder wie es heißt, Mitglied sind, die können dort natürlich auch Mitglied werden. Nur man muss jetzt natürlich gucken, dass diese Gruppe dort, die machen jetzt ausschließlich jetzt die Fotos.
Eli
Und es müssten natürlich die Zahlen... Naja, die machen die Zahlen, um die 1000 Menschen und so weiter und so fort. Also es ist schon einiges. Also das sagt das gar nicht hier.
Uwe
Demo, Bilder... sicherlich sprechen. Da muss man natürlich gucken. Die haben ja auch Interesse, ihren Kanal groß werden zu lassen. Ich bin nicht der Meinung, dass man das gegen die machen sollte und das gerade nochmal neu erfinden, wie du sagst, sondern wenn die Interesse haben, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten und sie liefern eben einen Teil der Masse dabei, wunderbar, dann können wir jetzt über unsere Kanäle mit diesem Video und auch zukünftigen Videos dann eben vielleicht noch zusätzliche Leute ansprechen, die eben
Eli
Also jetzt mal ein Beispiel, liebe Freunde, Gott sei Dank haben sie es hier nochmal dazu geschrieben, Spaziergang am Berg Opf und dann hier das Datum und dann die Teilnehmer, aber theoretisch wäre das jetzt hier nicht gewesen, könnte man eigentlich sagen, diese ganzen wunderschönen Fotos und ich kann wirklich bewerten, was ein schönes Foto ist, da hat sich jemand Mühe gegeben, das wird ein Fotograf sein, sind eigentlich alle wertlos. Weil ganz ehrlich, man erkennt ja hier weder die Masse, noch dazu sind das irgendwelche Details, die sind vollkommen wertlos für eben diese Annäherung an eine Schätzung, die halt möglichst akkurat sein soll. Also Gott sei Dank hat hier jemand über diese 280 Fotos wirklich das Relevante uns mit auf den Weg gegeben, nämlich Ort, Datum und Teilnehmerzahl. Bei dir war es noch irgendwas?
Uwe
Ja, aber trotzdem ist es ja nicht so relevant, weil der kann ja viel erzählen. Man sieht es nicht, man kann es nicht nachprüfen. Man sieht es nicht. Ich kann es nicht nachlesen. Das heißt, irgendwo zehn Leute zu fotografieren, wenn ich die zusammenzähle, die da auf den Bildern sind, sind das jetzt 248. Das weiß man nicht. Aussagekräftige Bilder braucht es. Eine aussagekräftige Bildseite. Also wenn es eine Standdemo ist, dann möchte ich ein Foto haben. wo ich die gesamte Standdemo in einem Bild habe oder maximal in zwei, wo sich dann die Bildflächen überschneiden, sodass man das dann später am Bildschirm zusammen sehen kann.
Eli
Also Freunde, uns ist vollkommen klar, dass hier natürlich alle ehrenamtlich, wenn überhaupt, arbeitet. Manche machen das eine Woche und dann die nächsten zehn Wochen nicht. Aber wenn ihr denn schon Bilder dann auswählt und sagt, ihr fühlt euch bemüßigt zu sagen, ihr wollt an diesem Projekt mitarbeiten, ihr wollt man deswegen auch einfach nur in diesem Demo-Bilder-Telegram-Kanal weiter im Prinzip Sachen reinladen. Dann bitte macht das auf eine Art und Weise, die halt ein bisschen produktiver ist, damit man das entsprechend wir, Uwe oder wer auch immer sich dann halt eben dementsprechend inspiriert fühlt, das zu tun, damit die das besser machen können. Achtet ein bisschen auch auf die Qualität der Bilder. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, das ist ganz klar, aber ein schlecht gemachtes Bild sagt halt eben nicht 1000 Worte, sondern maximal 200. So wie in diesem Fall hier. Also mit so einem Bild kann man auch, wenn es jetzt auf den ersten Blick beeindruckend aussehen mag, wenn man jetzt die Architektur von Görlitz kennt, kann man nicht wirklich viel anfangen. Also ich denke mal, wenn wir für die Zukunft alle zusammen mitarbeiten wollen an einer Art von Datengrundlage, die wir alle eben kollektiv schaffen und das können wir schaffen, Freunde, dann müssen wir ein bisschen halt auch auf die Feinheiten achten und dafür möchten wir euch heute sensibilisieren. Gut, Uwe, ich möchte an dieser Stelle aber noch einen Punkt, auf einen Punkt, nee, zwei Punkte möchte ich hinaus und das ist, dass die Medien natürlich eine Rolle spielen in dieser ganzen Sache. Wir werden uns fragen müssen, inwieweit können wir uns also zum Beispiel verlassen auf einfach nur die Angaben, die wir eben in den Medien bekommen. Aber obacht, natürlich ist es so, die Medien werden dieses Thema größtenteils totschweigen. Also besser ist es, liebe Freunde, Ihr geht selber hin, dann habt ihr nämlich zwei Vorteile, nicht nur habt ihr euch bewegt und habt damit selber, sag ich mal, eine Person mehr diesem Umzug hinzugefügt, sondern zweitens, ihr habt euch ein eigenes Bild gemacht, wo ansonsten Mainstream-Medien nicht auftauchen. Sie haben hier zwar schon gesprochen von einem heißen Herbst, der ZDF heute, wie Rechte und Linke den Unmut anheizen, das haben die noch geschrieben, aber vor dem heißen Herbst. Und ansonsten sieht man hier aber, wenn man Montagsdemonstrationen zum Beispiel bei Google eingibt, größtenteils eigentlich Schweigen im Walde. Also man hat hier gerade mal zwei Beiträge. Der eine, der ist jetzt speziell von Sachsenfernsehen, aber nur auf Leipzig bezogen. Und der andere, Montagsdemonstrationen, Linke wie Rechte rufen zu irgendwas auf, zum heißen Herbst auf. Ja, das ist halt eben so ein bisschen das Feigenblatt, um zu sagen, ja wie, wir haben doch darüber berichtet. Ansonsten sieht man ja hier am 6.9. unmittelbar nach Leipzig. Das war halt eben interessant für die Demo oder beziehungsweise für die Medien, weil es die erste Demo war, wo es eine Kundgebung gab von beiden Lagern am selben Ort. Aber damals haben die schon getitelt eher lauwarm und seither ist ein bisschen, sage ich mal, zwar das Konzept nicht kopiert worden, also noch hatten wir nicht die Chance dazu, zu sehen, ob die weiterhin sich dafür engagieren würden, die Medienmacher. Aber so wie ich sie kenne, denke ich mal, die Sensation für die ist vorbei. Ja, stattdessen müssen wir halt gucken, dass wir selber in die Gänge kommen, weil ansonsten seht ihr, was ihr hier erkennen könnt, mehr als oder könnt das als die Ausnahme von der Regel betrachten. Der heiße Herbst von rechts in der Provinz, dass hier zum Beispiel jemand Hendrik Lasch in, was ist das für ein Outlet, ja, ND, was auch immer das sein soll, ja, ausnahmsweise mal von einer Großdemonstration in Plauen berichtet und das an dieser Stelle, sei das aber gesagt, auch tatsächlich auf eine, Also relativ authentische Art und Weise. Die sprechen hier zu Recht von 5000 Menschen, die sich halt eben in Plauen versammelt haben und zwar bereits bei seiner zweiten Demonstration dieses Forums für Demokratie. Also das sind einfach stabile Leute aus Plauen, die gesagt haben vor zwei Wochen, wir kriegen schon mal 2500 Leute zusammen und ihr seht, sowas kann exponentiell wachsen. Hier nochmal ganz kurz zusammengefasst. Diesen Herrn habe ich persönlich sogar gesehen in Plauen. Der kam in Begleitung von drei weiteren Menschen, einem Kameramann, einem Tonmeister und einem Security. Zu viert hat der MDR dort einen Trupp hingeschickt für einen Beitrag, der ist unter einer Minute, auch wenn da gerade eine Minute steht. Und der ist natürlich inhaltlich längst nicht so ausführlich wie der stundenlange Stream, den ich euch zur Verfügung gestellt habe von dort. Aber wir gucken mal kurz rein.
Uwe
Und dort in Plauen ist unser Reporter Jens Hölzig. Wie sieht der Protest in der Vogtlandstadt aus?
Gast
Also ich stehe jetzt inmitten einer Veranstaltung, die das Forum für Demokratie und Freiheit angemeldet hat. Veranstaltungsleiter ist der Herr, der hier gerade zur rechten Hand spricht. Nach eigenen Angaben der Vorsitzende des Forums. Ein Forum, das auf Grundlage der sozialen Netzwerke entstanden ist. Die Versammlungsbehörde des Vogtlandkreises geht davon aus, dass hier momentan 4 bis 4,5, vielleicht auch 5.000 Teilnehmer sind. Das wären doppelt so viele wie vor 14 Tagen, als es die erste Kundgebung gegeben hat, an anderem Platz. Jetzt sind wir auf dem Neustadtplatz. Die Themenbreite reicht von Russland, Ende der Russland-Aktionen, Sicherung der Gaslieferungen, Sorge um den Mittelstand und um Enke. Gleichzeitig nicht so richtig die Abgrenzung gegen rechtsextreme Bewegungen wie Freie Sachsen, Freie Thüringer, Freie Kreize, die sind hiermit vertreten. Es ist also noch sehr diffus und möglicherweise nicht die letzte Veranstaltung dieser Art im Plan.
Eli
Einschätzungen von Jens Hölzig, danke. Ich mach blauen. weil am selben Tag in Plauen eben ein Stadtfest oder sowas stattgefunden haben soll. In Plauen haben am Sonntagnachmittag tausende Menschen an einer Kundgebung teilgenommen, um ihren Unmut über die aktuelle Politik der Bundesregierung auszudrücken. Unter anderem ging es um die Haltung zum Ukraine-Krieg. Jetzt habe ich es selber schon gesagt. Ukraine heißt das, nicht Ukraine. Also Ukraine-Krieg, die gestiegenen Energie- und Lebenserhaltungskosten und die Corona-Maßnahmen. Jan Meinel vom Landratsamt des Vogtlandkreises zufolge waren rund 5500 Menschen betroffen. Gekommen, aufgerufen hatte das sogenannte Forum. Als Redner trat unter anderem Markus Fuchs auf, der Mitbegründer von QD351. Nach Ende der Kundgebung zogen, und das ist das Wichtige, Freunde, nach Ende der Kundgebung zogen rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer spontan durch Plauen, so Jens Mittenswey von der Versammlungsbehörde. Mit dieser Größenordnung eines Umzugs hatte die Behörde laut seinen Angaben nicht gerechnet. Die hat nicht nur mit dem Umzug nicht gerechnet, also nicht dieser Größenordnung gerechnet, die hat mit dem ganzen Umzug nicht gerechnet. Denn die Polizei hatte da, ich will nicht sagen eine Panik, aber ihre gute Not, zu Beginn das überhaupt in irgendeiner Form unter Kontrolle zu kriegen. Das müssen wir uns anschauen und im Nachgang auswerten. Ja, da könnt ihr lange anschauen, insbesondere in meinem Stream, weil wenn ihr euch nur auf die MDR-Berichterstattung verlasst, da kommt wirklich nicht viel bei rum. Bei der einen Minute und den dürftigen hier zwei Paragraphen, Für eigentlich, Freunde, das, was der Auftakt gewesen sein wird, zu einem heißen Herbst. Und dass es wirklich heiß gewesen ist, das kann ich euch mal vielleicht stellvertretend hier an einem Video zeigen. Gebt mir eine Sekunde, das muss das hier gewesen sein. Das hier nämlich, Ehre wie Ehre gebührt, aus dem Stream von Herr Aber, der ist ein bisschen schneller gerannt als ich. So hat die Polizei nämlich reagiert an dem einzigen Kontaktpunkt, den sie zu Beginn mit der Demonstrationsmasse hatte, die wohlgemerkt organisch, unorganisiert einfach in die Straße, einfach in die Stadt gelaufen ist. Und wie die, ich habe sie damals Tick, Trick und Track genannt, die drei Polizisten, die ihr gleich sehen werdet, natürlich hilflos ausgeliefert waren, dieser Demonstrationsmasse, die nicht gewaltsam, sondern einfach nur motiviert an denen vorbeigelaufen ist. Da seht ihr sie, drei Polizisten. vor dieser Menge von 1500 Menschen, die wir gerade im MDR ablesen können.
Gast
Die sprechen dann also den Trommler ein bisschen an.
Eli
Versuchen das mit Worten zu lösen, sagt der Simon. Da hinten komme ich angerannt, da, das war ich. Aber die Leute laufen einfach an denen vorbei. Und in meiner Aufnahme hört man das sogar besser. Da sagt nämlich einfach irgendwann jemand, laufen, laufen. Und dann läuft man entsprechend halt an der Polizei vorbei. Und die Polizei hatte von da an, also mindestens die nächsten 45 Minuten, wirklich große Not, in irgendeiner Form Kontrolle unter die Sache zu bringen. Bis dahin hätten die Menschen eigentlich laufen können, wohin sie wollen. Und man sieht mal wieder, das sind eigentlich in Anführungszeichen Zustände. Die haben wir zwar schon mal erlebt, aber das war erst im tiefsten Winter gewesen. 2021 und dass der Winter 2021 bzw. Verhältnisse wie im Winter, sprechen vorher schon, begonnen haben mögen. Das stimmt mich in Anführungszeichen vielleicht nicht optimistisch, aber das zeigt mir, dass halt dieser heiße Herbst nicht nur herbeigeredet wird, sondern offensichtlich im Begriff ist zu beginnen. Ich mache mal ganz kurz den Uwe weg. Stellvertretend dafür das Ahornblatt, das da brennt. Also es kann durchaus sein, dass wir das System plauen oder das Modell plauen. vielleicht sogar bald ohne Kundgebung, man weiß es nicht, im Winter hat es ja auch keine Kundgebung gebraucht, dass wir die Deutschlandweit alle erblicken können. Und dann wird es natürlich noch schwieriger zu sagen, wie viele Leute waren es da, weil das muss an dieser Stelle gesagt werden, die meisten der Spaziergänge, die ihr jetzt gerade gesehen habt, von denen Uwe und ich die Zahlen versuchen werden zu jonglieren in den nächsten Wochen und Monaten. Das waren angemeldete Veranstaltungen, die meisten davon. Wenn es dann irgendwann unüberschaubar wird, sowohl von der Anzahl her, als auch einfach der Fakt reinspielen wird, dass die Menschen nicht mehr irgendwie auch noch von der Polizei gezählt werden, die dann ihre eigenen Auskünfte an MDR und so weiter weiterreicht, dann wird es wirklich sehr herausfordernd zu sagen, wie viele Menschen auf den Straßen gewesen sind. Uwe, das müssen wir an dieser Stelle mal gesagt haben. Gut, ansonsten, ich nehme mal an, du wirst gesagt haben, dass wir E-Mail-Adressen haben, dass die Leute sich bei uns auf Telegram melden können, dass wir an der Sache dranbleiben, dass wir versuchen werden, da irgendwas in die Gänge zu leiten, aber dass wir natürlich auch auf die Mitarbeit der Menschen pochen, weil alleine kriegen wir das nicht hin und wir brauchen, auch wenn es gut war, was wir jetzt in den Demo-Bildern schon haben, wir brauchen mehr und dann können wir auch mehr werden und dann können wir den Leuten auch sagen, wie viele sie waren.
Uwe
inwieweit denkst du das schläge ich richtig mit meiner schätzung vielleicht abschließen die 100.000 hättest du die für realistisch war ich zu konservativ was würdest du denn sagen wir haben in den bruttozahlen in sachsen ungefähr 20.000 ja laut der ersten tabelle ja da bin ich gerade die aktualisierte tabelle geschickt als datei so und das heißt wenn jetzt das news 1,8 millionen ja die dann Einwohner waren davon eben 20.000. Das waren die 2,4 Prozent oder so. Das heißt, wenn wir jetzt sagen, okay, wie viel ist denn jetzt diese 1,8 Millionen bezogen auf die 83 Millionen? Und die sind vielleicht nicht so stark wie Sachsen. Vielleicht sind die nur ein Drittel so stark oder nur ein Fünftel. Ich glaube schon, wenn Sachsen alleine schon 20.000 auf die Straße bringt, dass die anderen Bundesländer, die ja immerhin 16 sind, da müssten ja 16 Bundesländer 80.000 auf die Straße bringen oder 15 Bundesländer.
Eli
15 Bundesländer, ja genau, habe ich ja auch vorhin gesagt.
Uwe
15 Bundesländer, 80.000, teilen wir jetzt also mal 80.000 durch 15 Bundesländer. Gut, Sachsen ist vielleicht, Sachsen-Riessen-Saarland ist ein bisschen sehr klein, aber dafür haben wir noch ein paar Großstädte wie Bremen und Hamburg. Das sind ja bloß ein paar tausend Leute pro Bundesland.
Eli
Und das wird wohl sich bewegt haben, sagst du?
Uwe
Ja, also da denke ich, nach dem, was ich so den Eindruck habe, was so an Demo-Anmeldungen auf den verschiedenen Kanälen war, ja, ich glaube, da kommt man hin. Das halte ich nicht für unrealistisch.
Eli
Und abschließend, liebe Freunde, nur um noch einmal so ein bisschen Uwes Faktenchecker-Ehre hier zu retten. Also das war jetzt die falsche Zahl, die 3,1 und die 3,02, weil ihr eben ja richtigerweise dann berichtigt habt und gesagt habt, hier in Bautzen hast du die Null vergessen und in Zwickau, da fehlt irgendwie auch nochmal eine Null, aber bei der Einwohnerzahl. Nichtsdestotrotz ist der Mann auf 3,1% bzw. 3,02% der Menschen eben gekommen, die sich dort mobilisiert haben und in der korrigierten Fassung, die wir euch sehr gerne auch auf Telegram zur Verfügung stellen, hier seht ihr das, Zwickau ist korrigiert worden, Bautzen ist korrigiert worden und zwar da unten, Bautzen, die dritte Zahl hier an dieser Stelle bzw. die dritte Zeile. So, selbst mit der korrigierten Zahl, nämlich den 2000, weil er halt einfach richtig methodisch richtig gerechnet hat, kommt er eigentlich auf fast genau dieselbe Zahl. Ob es jetzt nun 3,10 oder 3,15 waren, der Median bleibt immer noch 3,0%, dass man sagen kann, halt eben 3% der Sachsen in diesem Fall, noch nicht 3% von Deutschland, aber immerhin 3% der Sachsen oder in Sachsen betrachteten Städte, dass die sich bewegt haben. Also insofern, wer wie gesagt von der Methodik her richtig legt, Dem macht auch ein kleiner Tippfehler nichts aus, weil der hat auch dafür in Anführungszeichen vorgesorgt. Gut, Uwe, da danke ich dir. Es ist wie gesagt ein zähes Thema. Mit Zahlen kannst du die Leute selten locken, weil das wollen die nicht. Die wollen mehr so ein bisschen dieses Bittelprogramm, wo man sich reihenweise irgendwie einfach nur Demonstrationszüge anguckt und gefühlt unter der Tischplatte sonst was an sich macht, weil das alles so wunderbar toll ist. Das ist zwar schön und gut, aber man muss, wie gesagt, auch noch was draus machen. Man muss vor allen Dingen auch Durchhaltevermögen zeigen. Wir müssen auch noch, weiß Gott, sehr viel mehr werden. Wir müssen länger an dieser ganzen Sache dranbleiben und wir müssen den heißen Herbst auch wirklich zu einem Herbst machen. Nicht einfach nur zu einem Stoßfeuer, so einem kleinen, nicht nur einem kleinen Funken, sondern es muss halt wirklich ein Großflächenbrand eigentlich werden. Metaphorisch gesprochen, liebe Freunde, ich will nicht, dass hier irgendjemand irgendwas anzündet. Und erst dann wird man sehen können, ob wirklich irgendetwas sich in diesem Land bewegen kann.
Gast
Ich danke dir schon mal für diese Analyse. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „100.000 auf der Straße - So beginnt der 'Heiße Herbst' (Edition LANG)“, Die Welt Klar Sehen, 14.09.2022.
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Uwe Loose und Eli (ET Video & Content) versuchen, die Teilnehmerzahlen der Montagsproteste des -Heißen Herbstes- 2022 mit einer statistischen Methode zu schätzen. Ausgehend von sächsischen Demozahlen extrapolieren sie eine bundesweite Größenordnung im sechsstelligen Bereich.
