DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

Gruppenzwang | Wie man Individuen gefügig macht | Entmündigung durch massiven sozialen Druck10.06.2023

MENSCH & MASSE

Abschrift

Abschrift des Videos vom 10.06.202330 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Wir hatten ja neulich darüber gesprochen, wie Konformismus am Beispiel des untypischen Maskentragens, aber doch sehr weit verbreitet, in Japan ein schönes Beispiel für Konformismus ist. Ich hatte auch kurz angesprochen, was Konformismus eigentlich für eine Definition hat. Aber nun könnten wir natürlich sagen, was haben wir mit Japan zu tun, die sind weit weg, die haben eine andere Kultur. Bei uns gibt es das ja vielleicht auch, nur da heißt es nicht Konformismus, sondern da heißt es dann eben Gruppenzwang. Und was genau sich unter Gruppenzwang verbirgt? Mit welchen Methoden die Gruppe es schafft, das Individuum sich gefügig zu machen, einzuordnen, einzunorden, das möchte ich mal in diesem Video besprechen. Also bis gleich. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Ja, die erste Frage, die wir uns stellen müssen, was ist denn Gruppenzwang überhaupt? Und das ist ein bisschen komplexer. Diesmal ist ein bisschen vielfältiger, ein kleines Skript für vorbereitet. Und da gehen wir einfach mal so durch. Also Gruppenzwang ist sozialer Druck. Sozial ist ja eben, dass mehrere Menschen sind auf ein Individuum. Also das heißt, wir sehen hier schon mal, es hat was mit freien Willen nichts zu tun, sondern man wird gedrückt. Warum geht es ja, dass man eben...

sich in die Gruppe anpasst. Das heißt, die Gruppe möchte, dass das Individuum zur Gruppe gehört. Und das, finde ich, ist doch mal ein ganz interessanter Gesichtspunkt. Warum kann die Gruppe nicht sagen, mach doch einfach Individuum, was du willst. Aber nein, die Gruppe möchte eben, dass das Individuum dazu gehört. So und das kann verschiedenste Sachen betreffen, Werte, Einstellungen, Verhaltensweisen, wo wir hatten ja auch schon oder ich hatte angesprochen, dass ja auch Gesetze sind ja auch solche Gruppenzwänge. Straßenverkehr sagen wir, das ist wunderbar, wenn man sich dort einpasst. Jeder einfach über die Straße geht, wie er will. Wir hätten eine ganze Menge Unfallschäden und Personenschäden und das wollen wir ja gar nicht. Das heißt, Gruppenzwang ist nicht per se schlimm, sondern wenn es dann sehr einseitig wird. Die Methodik, wie die Gruppen das schaffen, das werden wir uns hier mal genauer angucken. Die Frage, gibt es da verschiedene Typen von? Ja, natürlich. Einmal die Gruppe kann direkt den Teilnehmer oder das Individuum ansprechen und sagen, du musst jetzt aber das und das machen. Du musst zum Beispiel der Gesetze immer bei Rot an der Ampel warten. Du darfst da nicht einfach rüber gehen. Oder aber natürlich auch im familiären Bereich. Das kennen wir, wenn dann

Die patriarchalischen Eltern sagen, solange du deine Füße unter meinem Tisch hast, solange machst du das, was wir hier wollen. Oder aber auch indirekt, nämlich das Individuum versucht, die Erwartungen zu erfüllen. Das ist also dieser vorauseilende Gehorsam nach dem Motto, was müsste ich denn eigentlich tun, um zu dieser Gruppe zu gehören, was erwarten die von mir? Und dann tut man das dann eben, ne? Also zum Beispiel, denken Sie mal an so Fans, die tragen alle dieselbe Kleidung, die gehen alle zu denselben Veranstaltungen hin. Das macht man eben so und wer eben zum Beispiel, so wie ich früher, ich habe ja Wenn man die Kindheit in Dortmund verbracht, da musste man BVB 09 Fan sein beim Fußball und eben sein schwarz-gelbes T-Shirt oder Schal oder sonst was tragen. Man musste auch ein Fußballfan sein, ansonsten war man als Junge gar kein vollwertiges Mitglied der Gruppe. Weil alle haben gesagt, wieso spielst du kein Fußball, wieso spielst du blau-weiß, die Farben des Todfeindes Schalke 04, das geht ja gar nicht.

Und warum ist das so? Warum geht das überhaupt so? Also rein wissenschaftlich gesehen ist es das Bedürfnis dazu zu gehören, vom Individuum Bedürfnis akzeptiert zu werden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit nach meiner Meinung. Denn die Gruppe, die hat auch ein Bedürfnis, nämlich das Bedürfnis, nicht gespalten zu sein. Das heißt, all diejenigen, die immer sagen würden, viele, wir müssen eins sein, alle Menschen sind Brüder, um was da so alles ist, das sind alles Gruppenzwänge, die sagen, sei bloß nicht Abweichler, sei bloß kein Individuum, denn wenn du das bist, dann schadest du dem Gemeinwohl. Und das Gemeinwohl ist aber eben das, was die Gruppe für das Richtige hält. Aber ob das objektiv von einer neutralen Sichtweise aus genauso sein würde, das sei mal noch dahingestellt. Und das führt eben dazu, dass man auch die Auswirkungen des Gruppenzwangs natürlich in einer Spannweite sehen kann. Das Gute daran ist, dass eben der Verkehr, also die Kommunikation und das Verhalten der Menschen untereinander,

geregelt ist, so wie zum Beispiel eben im Konfuzianismus, dass in Asien alles geregelt ist, wer wohin gehört in der Harmonie des gesamten Staates, gibt es für jeden einen Platz. Und natürlich, dass man, wenn man eben weiß, wo man ist, wenn man weiß, was man zu tun hat, dass man dann sein Verhalten produktiv macht. Das kann produktiv für die Gruppe sein, aber es kann auch produktiv für einen selbst sein. Das Interessante ist aber eben, dass es auch das Gegenteil gibt, nämlich, dass die Gruppe Ja, ein Zwang ausübt, der riskant und destruktive Auswirkungen haben kann. Stellen Sie sich mal zum Beispiel so einen Fall vor. Den hatten wir mal vor vielen Jahrzehnten in Deutschland. Da hieß es, wollt ihr den totalen Krieg? Und da hat die Gruppe gesagt, den wollen wir. Hatte ganz fatale Auswirkungen. Und so kann man das bei anderen Konflikten auch sehen, bei riskanten Sachen. Wollt ihr ohne Fallschirm vom Berg springen oder ohne Kletterseil den Berg hochgehen? Das haben doch schon andere gemacht. Müsst ihr doch auch machen. Wollt ihr auf einem Fahrrad mit vier Leuten fahren?

All diese Dinge, wo die Gruppe sagt, das musst du doch machen, das ist doch wichtig, das macht man doch als Mann oder macht man doch als junges Mädchen. Mit wie vielen Freunden hast du schon geschlafen? Du hast nur einen festen Freund, was bist du denn für eine langweilige Langweilerin? Das sind Dinge, die kennen wir doch alle. Wenn man sich dagegen wehren wollte, dann müsste man natürlich sein Selbstbewusstsein stärken. Man müsste erst mal sagen, ich bin meine Meinung als solches. Die zählt überhaupt. Ich darf überhaupt eine eigene Meinung haben. Also diese Aussage, was ich will, das ist auch wichtig, die können ja manche Leute schon gar nicht fällen. Und genau dasselbe gilt eben mit dem kritischen Denken. Das kritische Denken kann man ja nicht dadurch bekommen, dass man immer nur das denkt, was die anderen für angenehm halten. Sondern kritisch denken heißt, ich denke meine eigenen Gedanken und ich stelle die Gedanken und die Thesen und die Verhaltensweisen der Gruppe in Frage.

Das heißt, man geht auf einmal in Konfrontation zu einer Gruppe oder zumindest in einen kritischen Abstand und das bedarf Mut. Das heißt, Widerstand gegen Gruppenzwang heißt individuellen Mut aufbringen. Und wer diesen Mut nicht aufbringt, der wird eben das tun, was die Gruppe ihm sagt. Und was sind denn das jetzt zum Beispiel Widerstand? Für Beispiel, ich habe hier mal zehn Kategorien ausfindig gemacht. Die erste ist Alkohol- und Drogenkonsum. Das kennen wir, wenn junge Leute dann sagen, muss man dazugehören. Also zum Beispiel in der Generation meiner Eltern, da war es noch so, also ich sage mal so vor vielen Jahrzehnten, ich bin ja uralt, da war es noch so, dass ein Zeichen von Emanzipation war, wenn Frauen rauchten. Also das war vorher nur den Männern quasi zugestanden und eine Frau, die rauchte, die war emanzipiert. Und heutzutage sieht es ja schon ein bisschen anders aus. Da sehen wir das nicht ganz so. Natürlich ist es eben cool. Wer kann am meisten rauchen? Wer kann am meisten trinken? Und diese Sachen sind aber jetzt nicht nur bei jungen Leuten. Kennen Sie irgendeine Hochzeit, wo nicht getrunken wird?

Kennen Sie irgendeinen Geburtstag, wo nicht getrunken wird? Also ich rede jetzt nicht von Veganern und eingefleischten Vegetariern, sondern ich rede von dem Durchschnittsbürger. Kennen Sie irgendeine Fußball-Weltmeisterschaft, wo nicht getrunken wird? Kennen Sie irgendein Weihnachtsfest, wo nicht getrunken wird? Nein, überall gibt es den Alkohol. Überall wird gesoffen wie sonst nicht was. Und die Leute gehen da auch hin. Kennen Sie irgendeinen Kongress? der mehr als einen Tag dauert, wo die Leute übernachten, wo abends nicht die Leute essen gehen, saufen gehen, an der Bar sitzen bis nachts um drei. Kennen Sie sowas? Ich nicht. Und ein anderes Beispiel, akademischer Druck, das kennen wir ja aus den asiatischen Ländern, wo man also zwölf Stunden am Tag lernen muss, insbesondere in Japan. Korea und in China ist das glaube ich auch so, dass man also unheimlich viel dort pauken muss als Kind und man wird so ein richtiger Fachidiot, der dann

Unmengen von Wissen in sich reinpaukt. Und das hatten wir ja früher auch. Man muss bestimmte Fächer wählen. Zu meiner Zeit, da sagte man, das Beste ist, wenn man Zahnarzt wird. Aber da muss man ein numerus clausus haben von 1,1, um da hinzukommen als Zahnarzt. Oder aber man muss besonders gute Noten erzielen. Oder aber wenn Sie... Ja, bestimmte Aktivitäten machen. Also in meiner Stadt damals in Dortmund, da waren alle Fußballfans. Wer nicht am Wochenende zum Fußball ging, das war kein Mann, das war kein Junge. Das war, keine Ahnung, ein Popper, aber kein Mensch, den man für voll nehmen konnte. Wer nicht... am Wochenende in die Disco ging und dort rumtanzte, bis ihm der Schweiß aus den Schuhen kam, den nahm man nicht für voll, das war ein Langweiler. Oder wenn Sie heutzutage an Elite-Universitäten gucken, das muss jetzt nicht unbedingt Oxford oder Cambridge sein, das können auch andere hochwertige Schulen sein, die haben ein Vollzeitangebot von Hunderten von Kursen, wo man auf jeden Fall mitmachen muss. Man muss zum Rudern gehen, man muss zum Tanzen gehen, man muss zu diesem und zu jenem gehen.

aber jemand der nirgends wohin geht der ist unten durch ja dann gibt es natürlich was wir alle wissen mode körperbild ja man muss bestimmte dinge tragen also zum beispiel herren heutzutage sandalen zu tragen also offene sandalen und socken geht ja gar nicht ja oder früher hieß es ja, man muss immer eine Krawatte haben. Heute ist schon seit fünf Jahren oder so mindestens, ist Krawatten tragen völlig out. Das ist nur noch in ganz bestimmten Bereichen. Und überall woanders trägt man keine Krawatten mehr. Und dann soll man natürlich auch bestimmte Körpergrößen haben. Erinnern Sie sich, wie die Körpergrößen und das Aussehen von Topmodels sind? Am besten 1,80 Meter groß und 45 Kilo schwer. Und alle Frauen eifern dem hinterher, auch wenn sie gar nicht die Konstitution dazu haben und gar nicht diese Diät durchhalten können und gar nicht diese Fitness machen können. Aber auch die 1,60 Meter große Frau möchte aussehen wie die 1,80 Meter große. Flachbusig, heutzutage mit Silikon ausgepolstert und dann...

Nach Neuestem ja auch ein Hintern wie ein Brauereifert untergespritzt. Das findet man toll. Früher fand man das nicht so toll. Und wenn Sie dann aber in andere Länder gehen, ich war mal vor ein paar Jahren in Südafrika, da sind die Frauen also grundsätzlich schon mal so anderthalb mal so dick wie die Männer. Und das findet man dort also ganz gut. Risikoverhalten ist ein weiterer Punkt. Junge Männer mit ihren Freundinnen, was machen die immer? Diese illegalen Autorennen. Ich setze einen jungen Mann in ein Auto mit mehr als 100 PS und schon hast du aber ein Problem. Riskante sexuelle Aktivitäten. Ja, wer hat die meisten Liebespartner im Bett gehabt? Und wer hat mit Menschen schon Kontakt gehabt in irgendwelchen Swingerclubs und sonst nicht? Macht ja alles Spaß, kann man ja alles durchziehen. Wer ist schon mal auf einem spitzen Zaun balanciert und wunderte sich dann, dass wenn er runterfiel, das Auge an der Spitze hat hängen lassen. Wir kennen so viele gefährliche Mutpunkte. Das heißt, wenn du das nicht machst, dann bist du einfach ein Weichei.

Und dann kann man sagen, dass das alles nur die jungen Leute machen. Nein, das stimmt doch gar nicht. Sondern die riskanten Investments zum Beispiel. Kaufen Sie diesen Aktienfonds, kaufen Sie dieses Immobilieninvestment, kaufen Sie dieses Flugzeugtransportfonds. Alles mögliche. Oder kaufen Sie Profit Wallet, kaufen Sie sich dort ein. Und immer heißt es, es ist alles risikofrei, das Risiko ist überschaubar und Sie haben eine super tolle Rendite und Sie müssen überhaupt gar nichts tun. Ja, diese sogenannte Investment-Pornografie, wo große Gewinne ohne Arbeit versprochen werden, man muss nur zahlen, zahlen, zahlen und warten, warten, warten. solange bis das Geld weg ist und der, der das Geld eingesackt hat, auch weg ist. Das sind riskante Investments. Gehen Sie an die Börse und machen Sie Day Trading. Sie können mit 50 Euro anfangen. Ja, analogisch kann man mit 50 Euro anfangen. Mit einem Euro hört man dann auf. Oder wie sagte mal jemand...

Als ich anfing, war ich Milliardär und jetzt bin ich nur noch Millionär. Also man kann natürlich sich auch verschlechtern, aber die Risiken werden ja nirgends vor Grund getan und alles ist ganz praktisch. Dann haben wir natürlich auch am Arbeitsplatz und in anderen sozialen Gruppen die Menschen ausgegrenzt werden nach dem Motto, der hat ja ein Hinkebein, der hat nicht die richtige Kleidung an. Die Frau hat nicht die richtige Frisur, die hat ja viel zu kurze Röcke, das passt hier gar nicht. Und mit solchen Leuten reden wir gar nicht. Jetzt sagen Sie, so was gibt es doch gar nicht. Doch, wir reden zum Beispiel mit internationalen Politikern nicht, weil sie sagen, der hat zwar politische Immunität, aber trotzdem reden wir mit dem nicht. Oder wir reden mit jemandem nicht, weil er die falsche sexuelle Gesinnung hat, nach dem Motto, mit Schwulen rede ich nicht, die sind doch alle krank oder was auch immer. Oder mit Schwarzen rede ich nicht. All solche Meinungen gibt es im Volk. Und diese Meinungen

Wir sind eine Form von Ausgrenzung. Das Mobbing kennen wir doch, dass Menschen das Leben in der Schule schwer gemacht wird. Denken Sie mal daran, wie viele Kinder an Depressionen leiden, weil sie Angst haben, in die Schule zu gehen. In Japan gibt es eine ganze Generation von jungen Kindern, Männern und Frauen, die nicht mehr aus ihrem Zimmer rausgehen, da schaffen die Eltern es noch nicht einmal mehr, dass die das ins Wohnzimmer oder in die Küche kommen, sondern die bleiben von 24 Stunden am Tag in ihrem Zimmer. Die gehen nur noch aufs Klo und ansonsten darf die Mutter anklopfen und ihnen dreimal am Tag eine Schüssel Reis vor die Tür stellen. Aber man redet nicht mehr miteinander, weil die Leute Angst haben, weil sie in digitalen Welten versinken. Und warum tun sie das? Ja, weil sie Angst vor Mobbing haben, weil sie Angst vor dem Gruppendruck haben. Und warum wird gemobbt? Warum grenzt man andere Menschen aus? Ja, damit man selber aufsteigen kann. Ja, auf Kosten, auf den Schultern, auf dem Leid der anderen. Du bist ja da unten und ich bin ja da oben. Das heißt, das Mobbing ist eine ganz egoistische Angelegenheit, aber unheimlich weit verbreitet. Auch in unserem Breitenkran sagen wir doch mal Leute, die in

reinen Verwaltungsbetrieben arbeiten. Was da los ist, der Kampf um die Posten, der Kampf um die Karriere, das ist schlichtweg gruselig. Und ich bin froh, dass ich selbstständig bin und über mir nur einen habe. Und das ist einer, der ist bekanntlicherweise unsichtbar. Dann haben wir natürlich das Thema Diät und Fitness. Was gibt es nicht jedes Jahr für 100 neue Diäten? Und irgendein Professor kommt immer raus, der erklärt, aber diese Diät, die ist jetzt besonders gut. Und dann rennen Millionen von Frauen, kaufen sich das Buch, kaufen sich die Frauenzeitschrift und probieren diese Diät aus. Und haben aus den hunderten anderen Diäten, die sich schon angefangen und abgebrochen haben, erfolglosst. Nein, gar nichts gelernt. So Fitnessprogramme, das ist ja eher so eine Sache für die jüngeren Leute, wo man sagt, ja, du musst das machen, ja, und da gibt es immer wieder neue Trends, ja, und dann gibt es irgendwelche neuen Tänze, die man machen muss, ja, und da macht man irgendwelche neuen Kraftübungen und das, was funktioniert.

Vor zwei Jahren noch ganz in, war es heute ganz out und wird durch was völlig Neues. Also eine riesige Maschinerie, die aber ständig, ja ich sag mal im Jahrestag, spätestens im Zweijahrestag neue Trends generiert. Und natürlich muss man topfit sein und gesund. So denken ja die gesamte Gesundheitsindustrie, ich meine jetzt nicht die staatliche und die Krankenhäuser, sondern was wir alles für Vitamine zu uns nehmen, was wir alles machen. Wir kaufen Fitnesstrecker, um unsere 10.000 Schritte am Tag zu machen, ohne uns zu fragen, ob nicht 1.000 auch ausreichen würden. Wir ziehen uns die richtige Kleidung an. Früher rannte man los, heute geht man erstmal für 200 Euro in den Fitnessshop, um sich einzukleiden. Selbst wenn Sie zum Yoga gehen, kaufen Sie sich für 30 Euro oder für 50 Euro Ihre Yogamatte und Ihre Yogakleidung. Sie gehen ja nirgendwo mehr hin, ohne nicht erstmal das richtige Outfit zu haben. Also wenn da jemand sagt, ich komme da jetzt einfach in meine alten Schlabberhose an, dann wird da angeguckt nach dem Motto, was ist denn das für einer.

Ja, politische und religiöse Überzeugungen, bestimmte Überzeugungen zu teilen. Ja, natürlich. Reden Sie doch mal mit einem eingefleischten Kommunisten und Sozialisten, dass es noch nie in der Geschichte ein Land gegeben hat, wo das wirtschaftlich funktioniert hätte. Das sagen die immer. Ja, das war ja noch nicht der wahre Kommunismus, war ja noch nicht der wahre Sozialismus. Wenn erst mal meine Variante drankommt und da setze ich mich schon ein, dann wird ja alles viel, viel besser. Ja, was sind doch Millionen von Menschen arbeitslos geworden, Millionen von Menschen gestorben. Ja, das leiden ja nicht dieser Art von Menschen. Sozialismus, Kommunismus. Und denken Sie mal an die Glaubensfanatiker in manchen Religionen, die dann sagen, für meinen Glauben bombe ich mich und andere gleich mit in die Luft oder machen Giftgasattentate. Und dann sagen wir, naja, okay. Das haben wir ja in anderen Religionen, aber bei uns nicht. Politische Überzeugung. Wir reden nicht mit Kriegspartnern. Wir reden nicht mit Parteien, die gesetzlich legitimiert sind. Überlegen Sie sich das nochmal. Mit der AfD reden wir nicht. Moment mal, die sind doch nicht verboten. Die sind doch im Parlament. Und verfeigert man den politischen Diskurs,

Jeder, der mit denen redet, der wird gebranntmarkt, der wird ausgegrenzt, der wird gemobbt als Rechtsradikaler und als Nazi. Das nennt sich Parlamentarismus und Demokratie. Das ist ja schlichtweg eine Verbreitung. Angelegenheit, meine ich. Bestimmte Bräuche und Praktiken hat man früher gehabt, da hieß es zum Beispiel, als Frau muss man heiraten und dann Kinder kriegen und das war es dann. Küche, Kind und Herd oder wie es hieß. Dann hieß es auf einmal, als Frau heiratet man schon mal gar nicht und schon gar nicht nimmt man den Namen seines Mannes an, am besten irgendeinen komplizierten Doppel- und Dreifachnamen, den kein Mensch außer den beiden Eheleuten aussprechen kann. Und dann kann man sagen, ja, okay, ist eben Emanzipation. Aber es gibt aber auch andere Sitten und Gebräuche. Also nehmen wir mal solche einfachen Sachen. Wenn Sie zum Beispiel saunieren gehen. In Deutschland sitzen die Leute nackt in der Sauna auf dem Handtuch. In anderen Ländern, da müssen sie eine Badehose anziehen und die Frauen im Badeanzug sitzen.

Also das sind ja völlig verschiedene Sitten. Das Kleinkram bedeutet ja nichts, aber ist auch Gruppenzwang. Oder denken Sie mal an diese schlimmeren Sachen, jetzt aus unserer Sicht schlimmeren Sachen, eben der sexuellen Verstümmelung bei Frauen oder Mädchen in der Pubertät in bestimmten afrikanischen Gebieten. Wenn das dann bei uns passiert, in den Familienclans, immer Großholland in Not, Und wenn man dann guckt und die Reportagen sich anguckt, da stellt sich heraus, das sind die Frauen selber, die das wollen. Also jetzt nicht die jungen Frauen, sondern die Alten, die Großmütter, die Mütter. Das ist der soziale Druck. Die sagen, das haben wir schon immer so gemacht. Das machen wir seit 5000 Jahren, das machen wir seit 8000 Jahren so. Nur weil wir in Deutschland wohnen, deswegen machen wir es doch nicht anders. Das heißt, solche Dinge haben wir. Wir kennen auch religiöse Gebräuche. Wie viele von uns waren schon mal zur Adventszeit in einer Kirche und sind um die Krippe rummarschiert und haben sich beim Abendmahl eine Oblate in den Mund schieben lassen.

und haben dann das Gefühl gehabt, dass sie ganz fromm sind. Und wenn sie die dann fragen, was ist der Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament, dann taucht hier oben auf einmal eine große dunkle Wolke auf. Oder die Frage, wieso ist das und das in der Bibel so und so. Das können die Leute gar nicht beantworten. Das heißt, die kennen ja noch nicht einmal ihre eigene Religion. Aber sie sind ja dabei. Heiligabend sind sie dabei. Und machen dann Geschenke. Das ist ja auch unheimlich christlich. Jemanden, der als vierten Sohn geboren wurde, der gekommen ist, um die Welt zu befreien. Und was machen wir? Wir schütten uns gegenseitig und insbesondere unsere Kinder mit teuren Konsumballast voll. Und das nenne ich mal wirklich wahres Christentum. Ja, also mit der Religion haben wir es eigentlich auch nicht so, aber wir haben eben unsere Bräuche und Praktiken. Zum Prozess Arbeiten. Ja, das kennen wir. Arbeitskultur. Die Deutschen galten ja früher auch mal als besonders fleißig. Heutzutage hat man so den Eindruck, wir arbeiten theoretisch oder wunschgemäß mehr auf die 30-Stunden-Woche hin und möchten da gar nicht so viel machen.

Und das gibt aber doch bestimmte Betriebe, insbesondere auch im gewerblichen Bereich, da ist es üblich, dass man jeden Tag zwei Überstunden macht. Zumindest war das vor Corona-Zeiten noch so. Und es gibt auch Betriebe, wo es schief angesehen wird, wenn man seine regulären Pausen macht, die einem als Arbeitnehmer zustehen. Am liebsten keine Pausen machen. Und vor allen Dingen, was jetzt in den modernen Zeiten so seit ungefähr 15 Jahren mit dem Handy oder Smartphone sich ergeben hat, ist eben die universelle Erreichbarkeit. Also manche Chefs schaffen es ja und auch andere Kollegen aus der Firma, dass sie von ihren Mitkollegen und Mitarbeitern erwarten, dass die jederzeit erreichbar sind. Am besten auch noch im Urlaub. Also ich kenne das auch als Selbstständiger, als ich jetzt in Urlaub fuhr, habe ich doch tatsächlich hier Anfragen gehabt, wo Leute gesagt haben, ich möchte doch bitte noch vor dem Wochenende zurückrufen, obwohl mein Sekretariat denen erklärt hat, dass ich noch zehn Tage in Urlaub bin. Das heißt, die Leute sind sowas von dreist, manche, nicht alle, dass sie einfach ihre Normen,

mir aufs Auge drücken wollen und ich rufe dann aus 8000 Kilometer Entfernung für 10 Euro die Minute rufe ich den an, nur weil der eine dusselige Frage hat. Also es kann ja wohl echt nicht wahr sein. Ist es aber. Dann haben wir natürlich die traditionellen Geschlechterrollen. Geschlecht ist ja eh ein Thema. Gott sei Dank haben wir bisher nur zwei Geschlechter gehabt. Da hielt sich das noch einigermaßen in Grenzen. Aber da gab es eben Kleidung für Männer, da gab es Kleidung für Frauen. Da gibt es ein bestimmtes Verhalten, was Männer haben, ein bestimmtes Verhalten, was Frauen haben. Natürlich lässt sich das nicht auf jeder Mann übertragen. Aber so der Grundtenor, das Grundraster, das ist schon da. Also vom Mann erwartet man, hat man früher, also bevor es so ein bisschen aufgeweicht wurde und man heute manchmal so den Eindruck hat, dass die Frauen eigentlich, nicht alle Frauen, aber manche Frauen, müssten eigentlich so einen Bart tragen. Haare haben sie ja schon auf den Zähnen, die müssen nur noch jetzt aus dem Mund heraus, um den Mund herum. Bei manchen Männern würde ich sagen, die sollten wirklich mal anfangen, BH zu tragen, weil viele fangen an, derart feminin zu sein, dass ich mir die Frage stelle, ob das überhaupt biologisch Männer sind.

Weil irgendwo müssten doch die Hormone, müssten doch da entsprechend mitspielen. Also wir haben so eine Verwischung der Geschlechter. Man kann bald gar nicht mehr erkennen, wer ist Mann, wer ist Frau. Und dementsprechend haben sich natürlich auch diese Zielvorstellungen, wie man sich verhalten soll, was man für Karriereziele haben soll. Also denken wir mal an die Generationen. Z oder Generation Null oder wie sie heißt. Und ich habe ganz andere Ziele. Früher hieß es noch, lass uns mal für die Rente arbeiten, in eine tolle Firma reingehen, festen Posten haben und, und, und. Dann hat sich das irgendwann mal erledigt. Man muss flexibel sein, Teamwork, also die Gruppe, das ist wichtig. Und heutzutage, das heißt in Karriere, die Welt ist am Ende. Ich kann mich doch nicht arbeiten gehen, um mich Geld verdienen, Familie und Beruf. Ich muss die Welt retten. Also so ändern sich die Etikettsziele. Und das Gleiche gilt natürlich für Beziehungen. Also wenn man früher sagte, ja, okay, ich habe so meine Freunde. Ja, wer hat denn heute noch Freunde, die er physisch anfassen kann? Also wie viele haben Freunde, die sie nur vom Telefon, von sozialen Medien kennen?

oder von sozialen Veranstaltungen her kennen, aber die beste Freundin, der beste Freund, mit dem man alle Geheimnisse teilt, mit dem man am liebsten immer die Freizeit verbringt, gibt es das überhaupt noch? Früher gab es das mal. Ja, dann haben wir ja zu den traditionellen Geschlechtern gibt es eben die Alternative mittlerweile, die LGBTQ-Plus-Gemeinschaften. Also es ist ja ein Wortungetümen, was man kaum aussprechen kann, eben lesbisch, gay, bisexuell, transgender und queer. Die haben natürlich ihre eigenen Normen, nämlich... Da geht es immer darum, dass sie auch akzeptiert werden und auch eingegliedert werden. Dann natürlich, dass es wichtig ist, dass man die Geschlechtsidentität selbst bestimmt. Und dass man natürlich mit anderen, die schon ein festes Geschlecht haben, gleichberechtigt und gleichgestellt wird und nicht irgendwie unterberechtigt ist. Dann natürlich, weil man ja abweicht von der Mehrheit, fordert man Sicherheit und Schutz.

Und wichtig ist natürlich, dass es auch jeder sieht. Früher waren ja sexuelle Dinge eher privat. Und da hat man gesagt, geht anderen nichts an, was ich hinter meiner Haustür treibe und was ich für eine sexuelle Orientierung habe. Aber bei LGBTQ, da heißt es, guck hier, ich bin das, ich bin das. Das ist quasi zur Schaustellung der eigenen Sexualität oder der sexuellen Orientierung. Die Frage ist, warum haben die Leute das nötig? Warum können sie das nicht vermitteln? Für sich machen und für ihre Rechte natürlich kämpfen, das ist klar. Aber warum müssen sie anderen, zum Beispiel mir, damit auf den Keks gehen? Mich interessiert das nicht. Wenn ich mir vorstelle, jemand kommt an und hält mir seine Brüste und sagt, ich bin eine Frau, ich bin eine Frau, guck hier, wie ich eine Frau bin. Ich habe hier noch nicht mal Haare unter den Armen, ich bin eine Frau. Das würde ich doch auch nicht wollen. Und dann tanzt mir jemand da halb nackt was vor und ich weiß nicht, ob es Männchen oder Weibchen ist oder Beins gleichzeitig. Was soll das? Was soll diese aggressive sexuelle Zuschaustellung? Verstehe ich nicht, ist aber in bestimmten Kreisen die Norm.

Ja, dann denke ich, kann man natürlich auch noch die abschließende Frage stellen, wenn wir also schon sehen, dass wir eigentlich in unserer auch westlichen Welt unheimlich viel Gruppenzwang haben, Wo genau ist denn eigentlich der Unterschied? Wo genau ist der Unterschied zu den Maskentragenden Japanern, die, obwohl die Pandemie zwei Monate bei denen vorbei ist, freiwillig zu 90% noch Masken tragen und freiwillig Social Distancing machen? Wo denn? Ich persönlich sehe da jetzt keinen. Und das bringt mich natürlich zu der Frage, wenn der Gruppenzwang quasi unausweichlich ist. Wer bestimmt denn eigentlich, was so eine Gruppe überhaupt will? Also eigentlich zwingt ja die Gruppe, die Individuen, sich für irgendwas zu entscheiden. Also entweder ist man für die Gruppe oder man ist gegen die Gruppe. Ist man gegen die Gruppe, dann hat man Spießrutenlaufen und dann muss ich für eine andere Gruppe entscheiden und sich der anschließen. Wenn man jetzt aber für die Gruppe ist, dann muss man ja deren Norm erfüllen. Aber wo kommt denn diese Norm eigentlich her?

Wo kommt denn die vierteljährliche Mode her, die Frühjahrs-, aber Wintermode? Wo kommen die politischen Moden her? Denken Sie mal zum Beispiel zu unserer letzten aktuellen Politik, wo die ganzen roten Linien im Ukraine-Konflikt waren und alle vier Wochen wird dann die rote Linie, die unüberschreitbar ist, dann doch überschritten. Was sind denn das für Moden, die dann nur vier Wochen gelten, um was heute noch für undenkbar galt? morgen schon das absolute Minimum, ohne dem geht es gar nicht. Das heißt, wir sehen also, dass diese Gruppenzwänge, die dann natürlich auch durch die Medien kolportiert werden, natürlich auch durch die sozialen Medien, dass man zu bestimmten kanäle abonniert wie zum beispiel meinen also hier gibt es ja auch ein gruppenzwang ja wer nicht vernünftig redet wird hier rausgeschmissen ja dass die hausordnung die ich hier mal aufgesetzt hat ich will dir keine quatschköpfe haben und wer eben bestimmten idolen folgt der ist ganz toll ja wer sich als querdenker bezeichnet zum beispiel eben bei den anti corona maßnahmen

Oder manche Leute sagen, ich muss jetzt unbedingt den Start-up schaffen, Thema Reichsbürger. Also es gibt überall Grüppchen, Grüppchen, Grüppchen, Grüppchen. Und alle plappern etwas nach. Aber interessant ist eigentlich, wer die Vorplapperer sind und was die eigentlich wollen. Und was ich so sehe ist, dass das diejenigen, die in diesen Gruppen drin sind, in der Regel überhaupt nicht interessiert. Und diejenigen, die es interessiert, die sind bald aus dieser Gruppe draußen. Das heißt, was wir also haben, ist eigentlich das Phänomen, dass zwar der Gruppenzwang zu Harmonie in der Gruppe führt, aber gleichzeitig eben auch Idioten erwartet. Der Gruppenzwang möchte, dass Menschen gehorchen, aber nicht, dass Menschen selber denken. Sie dürfen denken, aber wo innerhalb der Parameter, innerhalb der Grenzen desjenigen, was in diesem Gruppengeist vorgegeben ist. Und das heißt eigentlich, diese Gruppenzwänge sind eine Form von mini-totalitärem Denken. Darüber haben wir nachgedacht.

Als ich noch bei der Bundeswehr war, vor vielen Jahrzehnten, da hieß es immer, wenn du es schaffst, einem Mann einen Stahlhelm auf den Kopf zu setzen, dann macht er alles für dich. Und wenn du es schaffst, jemandem eine Fußballuniform anzuziehen, dann ist auch klar, was der alles zu tun hat. Und so gilt das für viele andere Sachen auch. Das heißt also, Gruppenzwang und Harmonie und Ruhe und Frieden ist tatsächlich nur die Oberfläche. Im Grunde genommen ist es ein Zwangssystem, ein Herrschaftssystem, wo sich die Herrscher hinter den Gruppenidealen verstecken. Und wo gleichzeitig die Teilnehmer so dusselig sind, so denkfaul, so feige, das nicht zu hinterfragen und mitmarschieren, links zu, links zu, links zu, machen einfach mit, weil es ja so Ja, ich werde dieses Thema mit dem Gruppenzwang vielleicht nochmal an anderer Stelle weiter vertiefen, bevor wir zum Thema kommen, was eigentlich Individualität ist. Aber bevor wir das dann klären, würde ich sagen, sollten Sie tatsächlich...

natürlich den Kanal abonnieren, logischerweise. Aber Sie sollten auch Ihre Kommentare unten mal reinschreiben, wie Sie über Gruppenzwang denken und ob Gruppenzwang mehr nützlich oder schädlich ist, insgesamt und auch fürs Individuum. Was ist Ihre Meinung? Schildern Sie die mal. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Gruppenzwang | Wie man Individuen gefügig macht | Entmündigung durch massiven sozialen Druck“, Die Welt Klar Sehen, 10.06.2023.

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Analyse des Gruppenzwangs als sozialer Druck, der Individuen zur Anpassung an Gruppennormen bewegt. Anhand von zehn Lebensbereichen wird gezeigt, dass auch die westliche Gesellschaft stark von Konformität geprägt ist und Gruppenzwang letztlich als verstecktes Herrschaftssystem wirkt.

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