Großoffensive der Ukraine schon gescheitert? | außerordentlich prekäre Lage für die Ukraine13.06.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 13.06.202354 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal Die Welt Klar Sehen. Heute möchte ich mal weiter zum Thema Ukraine mich äußern und zwar warum die Lage in der Ukraine nach der Ansicht des Militärhistorikers und Faschmanns Oberst des Generalstabes Dr. Markus Reisner prekär ist und zwar für die Ukraine. Also bis gleich. Ja, im Grunde genommen müssen wir uns mal so ein bisschen wieder zurückerinnern, was wir überhaupt wissen.
Denn der Krieg zwischen Russland und Ukraine oder Russland gegen Ukraine, der ist ja schon so lange in Gang, dass man aufgrund der ganzen Tagesereignisse vergisst, was eigentlich der große rote Faden ist. So und also wird zwar gesagt oder wird behauptet, dass Oberst Reisner sagt, außerordentlich prekäre Lage, aber wie war denn das eigentlich zum Jahreswechsel? Und da hatte derselbe gute Mann ja in einem Video, was ich besprochen habe, eben die Aussichten für die Ukraine kundgetan und im Grunde genommen ist ja eben beim österreichischen Bundesheer, also so einem Juniorpartner der NATO, also trotz aller Neutralität muss er natürlich die NATO-Position vertreten, logischerweise.
und ging im Grunde genommen davon aus, dass Gegenoffensiven wohl schon möglich sind, aber es eben nicht ganz so einfach wird, beziehungsweise sich der ganze Konflikt entsprechend länger hinziehen wird. So, und dann hatten wir Anfang März den Generalmajor AD Harald Kujat, der hatte sich auch mal geäußert und war der Meinung, dass eben Russland verhandeln will und die Ukraine überhaupt gar keine Chance hätte, am langen Ende zu gewinnen. So und im selben Monat kam dann eben die Leopard-Frage auf, nämlich wenn Deutschland Leopard-Panzer liefern würde, wäre Deutschland dann im Krieg. So und ich hatte das ja analysiert aufgrund der Expertise aus dem Deutschen Bundestag, ja von deren Rechtsinstitut dort, dass im Grunde genommen es solche Routenlinien überhaupt gar nicht gibt.
Sondern eigentlich kann alles geliefert werden, natürlich auch Kampfjets, die kommen dann vielleicht als nächstes und dann werden wir sehen. Aber nun gilt ja gerade der deutsche Leopard Panzer A2 neben dem britischen Bradley Panzer und dann gibt es noch den amerikanischen Abrams, das sind ja quasi die Kampfmaschinen per se auf dem Flächenland, was man in der Ukraine ja häufig hat. So und ja, da hat man also eine ganze Menge Hoffnung reingesteckt. Und wie kommt es nun dazu, dass der Oberst Reisner diese ja zu diesem Urteil kommt? So erinnern wir uns daran. Jetzt ist ja die große Offensive, die Gegenoffensive der Ukrainer, wo sie die Russen nun endlich mal zurückdrängen wollen, endlich aus ihrem Land schieben wollen.
ja die ist quasi in gang oder auch nicht da schauen wir doch einfach mal rein ja ich möchte mich beziehen bei meiner kommentierung auf das interview was dr markus reisner geführt hat bei ntv und zwar da war es am 12 6 23 also gestern um 15 35 da wurde es zumindest veröffentlicht Und in diesem Online-Text, da finden Sie auch verschiedene Grafiken, auf die ich jetzt allerdings nicht eingehen werde. Insofern, wenn Sie der genaue Frontverlauf etc. interessiert, dann sollten Sie dort reingucken.
sondern wir besprechen jetzt hier den PDF-Ausdruck dieses Interviews. Hier gibt es übrigens auch eine vorgelesene Version Artikel anhören, aber die können wir natürlich nicht anwenden, wenn ich das kommentieren will. Die Zusammenfassung gucken wir uns jetzt auch nicht an, das ist dann ein bisschen zu kurz, um das zu kommentieren. Also es fängt an mit der Frage, gibt es überhaupt eine Offensive oder sind es mehrere, also eine oder mehrere und ist schon eine Hauptwuchsrichtung erkennbar. Als Antwort in den letzten Tagen seit dem 4. Juni haben wir Vorstöße an mehreren Stellen
gesehen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die ukrainischen Streitkräfte so lange versuchen wollten, wie möglich zu verschleiern, wo das Schwergewicht ihrer Offensiv... Allerdings haben sich bei diesen Vorstößen leider bereits gezeigt, dass es dort für die Ukraine zu schweren Verlusten gekommen ist. Ja, also ich sage mal, zunächst einmal ist ja jeder, der angreift, muss ja theoretisch eine Überzahl sein, außer wenn der Gegner sehr schwach ist und insofern Verluste sind normal, aber hier heißt es schwere Verluste und da wollen wir mal gucken,
was der Reisner dort eigentlich damit meint. Auf den Bildern in den sozialen Netzwerken kursieren kann man erkennen dass vor allem spezialgerät ausgefallen ist wie soziale netzwerke die sonst tut ja doch immer so kund was er für tolle informationen werden auch schon ein paar videos von ihm gehört erinnern sich daran dass ich kritisiert habe dass er schwerpunkt mäßig sich wohl auf britische informationen verlässt wo die briten doch haupt ja ich sag mal unterstützer der ukraine sind zumindest von seiten der europäischen länder und insofern jetzt
Jetzt auf einmal kommt da nichts von den Briten und da muss man sich auf soziale Netzwerke berufen. Das finde ich ja erstaunlich. Sonst heißt es doch, soziale Netzwerke ist immer nur russische Propaganda und, und, und. Und jetzt bezieht sich Reisner selbst darauf. Interessant, nicht wahr? Also jedenfalls, dass vor allem Spezialgerät ausgefallen ist, das eine hohe Bedeutung hat, wenn es darum geht, die Verteidigungsstellung der Russen zu zerschlagen. Das ist schon ziemlich ernüchternd. Man hat also hier die Offensive oder die militärische Schlagkraft der Ukraine offensichtlich überschätzt. Dann muss ich es mal sagen, Herr Markus Reißner, Herr Oberst des Generalstabes, dann würde ich mir mal ernsthaft Gedanken machen über die Qualität meiner Quellen.
Wenn sie sich hier so ernüchtert erscheinen, ist ihre Expertise mangelhaft oder aber sind ihre Quellen mangelhaft und haben sie mit falschen Informationen verseucht. Das würde ich mal an ihrer Stelle mal ernsthaft bedenken. Wo finden die Vorstöße statt, ist die nächste Frage. Wir können die besetzten Gebiete grob in drei Räume einteilen. den Süden, also Chersom bis zum Dnipro, Knik bei Saposha, dann den Zentralraum zwischen Melitopol und Mariupol und schließlich den Nordostraum mit Donetsk und Luhansk bis hinauf nach Kupjansk.
Okay, wenn wir jetzt die Karte nicht vor uns haben, nützt uns das alles nichts. So, aus jetziger Sicht lassen sich mehrere Stoßrichtungen erkennen. Okay, das ist die zentrale Information. Das eine sind im Nordosten ukrainische Vorstöße bei Bachmut, wobei Bachmut ja neulich erst gefallen ist, obwohl ja wochenlang darum gekämpft wurde und auch dort hieß es ja immer alles kein problem die ukraine erobert das zurück obwohl sie nur 15 prozent da im nordwesten oder nordosten gehalten hatte
und nun ist aber doch vorbei zentral gibt es vorstöße nördlich von mariupol und hier versucht man insgesamt an drei stellen gleichzeitig vorzustoßen in den letzten 48 stunden haben die ukrainer nördlich von mariupol auch kleinere erfolge erzielt also das haben wir ja immer wieder dass die ukrainer ganz gut darin sind mit diesen kleineren erfolgen diesen guerilla vorstößen ja irgendwo wo keiner damit rechnet ja jedenfalls die russen nicht oder es sich für die gar nicht
lohnt dort irgendwie verteidigungslinien aufzubauen und so das können sie diese diese Nadelstichtaktik, aber was können sie denn noch, da wollen wir mal schauen. Also laut Reisner heißt es, sie konnten vier oder fünf Kilometer vorstoßen und drei Ortschaften einnehmen, aber sie haben immer noch nicht die erste Hauptverteidigungslinie der Russen erreicht. Ja logisch, weil ja in einem Krieg ist ja die Front, die ist ja nicht eine Linie und da steht zehn Meter hervor, auf der Links stehen die Ukrainer und rechts stehen die Russen.
Die Front ist ja eine fiktive Linie und da sind dann im Abstand von mehreren hundert Metern oder gar Kilometern in beide Richtungen staffeln sich die Angriffe bzw. Verteidigungskräfte. Und natürlich gibt es dann ganz vorne auch ein paar Verteidigungskräfte, die dann so ein Rückzugsgefecht machen, sich dann wieder einen Kilometer oder auch nur 500 Meter zurückziehen, dann neue Stellungen beziehen. Das heißt also, wie wir jetzt Reisner entnehmen, sind die noch gar nicht bei den Russen als Hauptverteidigungsstellungslinie angekommen,
so aber haben doch schon erhebliche Verluste, jedenfalls in der Gegend dort. Und die dritte Stoßrichtung wird dann jetzt gefragt. Die befindet sich ebenfalls im westlichen Zentralraum, nördlich vom Littopol, in der Gegend nördlich von Tokmak. Das ist die Gegend, bei der man davon ausgehen kann, dass sie möglicherweise der Schwergewichtsraum ist. Warum, ist jetzt die berechtigte Frage des Journalisten, weil man gerade in dieser Gegend massiv sieht, dass Spezialgerät verloren gegangen ist. Geräte, das einem den Rückschluss erlaubt, dass hier der Zentralstoß stattfindet.
Hier sehen wir auch die kampfkräftigen Leopard-Kampfpanzern, Bradley-Kampfschützenpanzer im Einsatz. Das heißt also, das ist eine logische Schlussfolgerung. Man sagt da, wo ein wichtiges Großgerät verloren gegangen ist, was auch immer jetzt verloren heißt. Verloren heißt ja eigentlich zerstört, denn es verliert sich ja nicht in einem Militär etwas, außer wenn die Soldaten, die solche Schwergeräte fahren, vor Panik aus dem Panzer springen und sich im nächsten Gebüsch verstecken bzw. nach Hause laufen zu ihrer Einheit.
Also insofern, verloren heißt, es ist zerstört, es ist wertlos geworden oder kampflos dem Feind, in dem Fall den Russen, überlassen worden. So, wollen wir mal weiter schauen. Also die kampfkräftigen Leopard und Bradley Kampfschützenpanzer, die sind da im Einsatz. Was ist mit der Region von Kherson? Der Südraum ist wegen der Sprengung des Staudamms vorerst für beide Seiten nicht nutzbar. Das hat für die Russen den Vorteil, dass sie Reserven aus diesem Raum abziehen können,
die sie dann für die Abwehr der ukrainischen Angriffe nördlich von Molitopol und Tokmak einsetzen. Ja, da sind wir bei dem Thema Staudammsprengung und man muss sich ja ernsthaft die Frage stellen, ähnlich wie bei der Pipelinesprengung, warum die Russen einen Staudamm sprengen sollten, wo sie hauptsächlich davon benachteiligt werden, weil ihre eigenen Stellungen überflutet werden. Dann wäre ja die ganze Arbeit umsonst gewesen. Also das ist keine plausible Argumentation, sondern das ist für mich reine Propaganda, so etwas zu behaupten. Ich vermute eher, dass entweder der Staudamm ja technisch nicht gewartet wurde während des Krieges und deswegen vielleicht überlastet wurde oder aber, wie es manch andere meinen, dass es doch die Ukrainer waren, die ihn gesprengt haben.
Und dann ist immer noch die Frage, da ja auch Zivilisten dort darunter leiden, ob sowas nicht gar ein Kriegsvölkerverbrechen sein könnte, wenn man das den Ukrainer nachweisen könnte. So, und jetzt sagt also der Reporter, Russland hat die Zerstörung von bis zu sieben Leopard-Kampfpanzern über zehn Brettlich-Schützenpanzern gemeldet. In Anbetracht dessen, dass ja gar nicht so viele Panzer aus dem Ausland, sprich Europa, geliefert wurden, sind das schon ganz ordentliche Zahlen.
Was sagt Meissner? Die Zahlen sind wahrscheinlich sogar noch höher und dazu kommt vor allem noch das Spezialgerät zur Minenräumung. Also Kampfpanzer und Minenräume und Schützenpanzer, das ist quasi das, was man im Flächenland benötigt, um einen Angriff zu fahren. Wenn eben der Verteidiger, in dem Fall ist es der Verteidiger die Russen, die ihre Stellung dort verteidigen und sich eingegraben haben, das heißt, die haben natürlich im Vorfeld alles vermint. Das heißt, um da jetzt von Landtruppen angegriffen werden zu können, müssen natürlich die Minen erstmal beseitigt werden.
Das heißt, die Minenräume, die Minenräumpanzer und früher, als ich noch beim Bund war, hat man das sogar noch mit der Hand gemacht. Da gab es Spezialisten, Minenräumtrupps. Und die müssen natürlich beschützt werden. Das heißt, die brauchen eben das Feuer von hinten, von ihren eigenen Leuten über ihre Köpfe hinweg, um auf die verteidigenden Russen, die ja angegriffen werden sollen, zu feuern, damit die Minenräume ihre Arbeit machen können. Und wenn die aber offensichtlich hier erfolgreich sind, dass also die Minenräumpanzer abgeschossen werden, dann kann man natürlich im Grunde genommen nicht weiter angreifen.
Was wir im Moment an Analysematerial zur Verfügung haben, sind Bilder von der russischen Seite, weil die Ukraine derzeit schweigt. Da muss ich jetzt aber mal laut lachen. Bisher hat doch der Dr. Oberst Reisner sich immer auf seine Quellen vom Strategischen Institut aus London berufen, sprich von den Briten, die ja einer der Hauptlieferanten oder zumindest Motivtreiber, Propagandisten pro Ukraine sind. Und dass die, das hatte ich in einem früheren Video auch mal kundgetan, womöglich nicht hundertprozentig saubere Informationen liefern, weil sie ein Eigeninteresse haben, nämlich das britische politische Interesse, das sollte man vielleicht in Betracht ziehen.
Und jetzt an dieser Situation, wo die Ukrainer offensichtlich Verluste erleiden, da kommt nichts. Da schweigt die Ukraine. Und von den Briten hört man auch nichts. Also nach dem Motto, wir berichten nur von zukünftigen Erfolgen und von tatsächlichen Erfolgen und von Verlusten berichten wir nicht. Oder wie? Und stattdessen Bilder von der russischen Seite und von sozialen Medien hatten wir vorhin. Das heißt, jetzt also sind die Russen noch die besten Bildlieferanten. Interessant, nicht wahr?
aber die qualität der bilder lässt den klaren rückschluss zu also ein offensichtlich nicht nur propagandistische bilder zu sein wenn sie klare rückschlüsse zu lassen als dieses gerät entweder zerstört wurde oder verloren gegangen ist er hier nochmal die frage was heißt in verloren gegangen das heißt doch die leute sind abgehauen denn zerstörte sich ja nicht also funktionsfähiges Dieses Gerät geht verloren, weil die Soldaten sind geflohen, das ist meine persönliche Interpretation und dieses Gerät ist dann jetzt in der Hand der Russen.
Was ja auch ganz interessant ist, dass also ein Teil der westlichen Schwerwaffenlieferung dann wegen Feigheit vor dem Feind bei den Russen landet und deren Kampfkraft natürlich noch verstärkt. Nördlich von Tokmak bei Oritschew gab es zwei Vorstöße an zwei verschiedenen Tagen mit Minenräumgerät. Einmal beim Malat Tokmatschka südlich von Oritschew und ein weiteres Mal südlich von Oritschew. Von den sechs Minenräumpanzern, die die Ukraine aus Finnland erhalten hat, sind mindestens drei zerstört worden.
Dazu kommen vermutlich noch zwei deutsche Bergepanzer vom Typ Büffel oder Wiesent. Hier hat die Ukraine offensichtlich wiederholt mit Unterstützung von Leopard-Kampfpanzern versucht, eine Gasse durch die russischen Minenfelder zu schlagen. Logisch, man muss nicht das gesamte Minenfeld wegräumen, es reicht man eben eine Gasse, quasi eine Art zweidimensionalen Tunnel dort gräbt, um da durchzukommen, aber der ist natürlich unter Beschuss. Das ist ein hochverlustreiches Unterfangen, solche Maßnahmen zu treffen, insbesondere wenn die jeweils unterstützenden Truppen, die Verteidiger, in dem Fall die eingegrabenen Russen, auf der einen Seite im Südosten und im Nordwesten, wenn die jetzt annähernd gleich stark sind, dann ist aber für die Minenräumer Spießrouten laufend.
Dabei sind rund sieben Leoparden zerstört worden, von den Bradley sogar noch mehr. Laut CNN 16 der in die Ukraine geschickten 109 Schützenpanzer. Das heißt also 15% der Schützenpanzer sind schon zerstört. Die Ukraine haben also schon in den ersten Kilometern ziemlich schwere Verluste erlitten. Ja, also die sind noch gar nicht bei der Hauptkampflinie und haben schon 15% ihres Gerätes verloren. Das heißt, was passiert denn erst, wenn sie direkt vor die Stellung kommen, vor die Befestigten?
welche art von waffen bräuchte die ukraine jetzt besonders was wir hier sehen ist ein d-day ohne luftwaffe und das ist genau das problem das durchbrechen einer verteidigungsstellung bedarf einer hohen synchronisation und vorbereitung ja und da sind wir bei dem thema dass die ukrainer natürlich nur gewohnt waren mit russischen panzern zu arbeiten weil die aus der sowjetzeit noch
stammten und die ja natürlich umgelernt werden müssen auf die westlichen Waffensysteme, die unterscheiden sich ja noch, also die Schützenpanzer und die Kampfgeräte, die Operator 2 sind ja zwei völlig verschiedene Sachen, jetzt rein technisch von der Bedienung her und dann muss natürlich auch die Fähigkeit dazu sein, diese Gerätschaften, diese unterschiedlichen Kampfstärken, die Möglichkeiten dieser Kriegsgeräte optimal zu koordinieren, Das heißt, das sogenannte Gefecht der verbundenen Waffen. Dann gibt es ja auch noch vielleicht Fußtruppen, die auch noch was machen.
Dann gibt es noch Fliegerabwehr und dann gibt es Raketen. Das alles muss ja koordiniert werden. Und uns ist bisher nicht bekannt geworden, dass die Ukrainer darin irgendwelche Erfahrung oder Expertise hätten, außer vielleicht akademischer Art. Und insofern, wenn sie auch noch mit fremdem Gerät reingeschult werden müssen, das trainieren müssen, Und haben sie da, ist ein bisschen schwierig. Und es gibt ja auch die Gerüchte, dass sie eben mit vielen Reservisten arbeiten. Die Frage ist, wie lange schafft man es, eine Reservistenarmee auf sowas zu trainieren, dass sie das in der Lage sind, ein Gefecht der verbundenen Waffen zu führen, im Angriff gegen befestigte Stellung.
Es scheint mir ein bisschen schwierig zu sein, wenn auf der anderen Seite eine komfortablere Situation ist, weil man eben eingegraben ist. Wenn es der Ukraine nicht gelingt, bei ihrer Offensive in irgendeiner Art und Weise die Luftherrschaft zu erringen und sei es durch mitfahrende Flugabwehrsysteme, damit die russische Luftwaffe hier nicht eingesetzt werden kann, dann wird es schwierig. Das ist ganz klar eine Empfehlung von Dr. Reisner, der sagt, die Ukraine braucht Luftwaffe. Das heißt, hier sind wir bei der nächsten roten Linie, die dann in Kürze überschritten wird, oder vielleicht schon überschritten ist, nämlich Kampfflugzeuge.
Die Ukraine hat zwar den einen oder anderen spektakulären Angriff durchgeführt, zum Beispiel mit Langstreckenraketen vom Typ Storm Shadow, die von SU-24-Bombern in die Tiefe abgefeuert wurden, hinter die Verteidigungslinie der Russen. Ja, aber einen Langstreckenbomber oder Langstreckenraketen zu schießen ist ja noch was ganz anderes, als persönlich jetzt mit der Luftwaffe navigieren zu müssen und das auch noch mit den Bodenkräften zu koordinieren.
Das sind ja zwei völlig verschiedene Kulturen. Damit versuchen sie ganz gezielt Logistik-Knotenpunkte und Gefechtsstände anzugreifen. Logisch, weil Krieg ist ja eine Sache des Geldes und des Nachschubes, sowohl an Material, an Munition, also Kriegsmaterial, Munition und natürlich auch an Personal. Es ist eine ganz große logistische Thematik, die im Krieg ist und man kann eigentlich immer sagen,
sofern nicht eine Seite deutlich der anderen Seite überlegen, es gewinnt immer die, die am Ende die bessere Logistik hat, sprich die am meisten Geld hat und die am meisten Nachschub liefern kann und egal wie lange der Krieg dauert, mit den besten logistischen Verhältnissen. Aber was fehlt, Hier ist die unmittelbare Luftnahunterstützung vor Ort, die den Gegner unter Feuer nimmt, während die Minenräumtrupps durchbrechen. Die Luftnahunterstützung ist natürlich einmal Luftwaffe mit Kampfluftzeugen, aber eben auch Kampfhubschrauber.
Ein weiterer Punkt, die ukrainische Fliegerabwehr, kurzer und mittlerer Reichweite, hat offensichtlich nicht die Wirkung erzeugt, die eigentlich nötig wäre. Unter anderem deshalb, weil die Russen elektronische Störer eingesetzt haben. Das heißt, hier sehen wir also, dass die Russen quasi die Lufthoheit haben, weil sie den Störsendern Paroli bieten können. Wenn wir immer in der Zeitung lesen, die Russen haben ja gar keine Kampfmoral, keine Ahnung, veraltete Technik. Dr. Reisner erklärt hier schlichtweg das Gegenteil, nämlich dass deren elektronische Technik besser ist als die der Ukrainer.
Die Folge ist, das hat dazu geführt, dass die Russen mit Kampfhubschraubern aus einer Distanz von bis zu 8 Kilometern ein Fahrzeug nach dem anderen abschießen konnten. Als ich bei der Bundeswehr war, haben wir auch im Kampf der verbundenen Waffen auf Fernziele geschossen. Und da kann ich nur sagen, die Ziele sind so klein, das ist eben ein sogenanntes Tontaubenschießen. Da sieht man nicht, dass es sich um Menschen handelt. Das sind einfach nur noch Punkte, nur noch ein Computerspiel, wo es darum geht, dieses Ziel zu zerstören. Und aus acht Kilometern Entfernung, da können sie den Menschen doch nichtmals mehr sehen. Also insofern, das ist für die Russen eine äußerst komfortabelste.
Und drittens ist die Artillerie zu nennen, wo es einen Mangel an verfügbarer Munition zu geben scheint, darunter auch Nebelgranaten, mit denen man eine Durchbruchstelle hätte tarnen können. Ja, auch hier sehen wir, die Ukraine ist ja angewiesen auf die Hilfslieferung aus den NATO-Ländern und könnte alleine ja eben das alles gar nicht produzieren. Sprich, also die ganzen NATO-Länder zusammen sind nicht dazu in der Lage, der Ukraine die nötige Munition zu liefern, um Offensive überhaupt wirklich durchführen zu können.
So, das heißt, hier lässt sich natürlich die Frage stellen, wohin soll denn das Ganze überhaupt führen? Aber der Reporter sagt, also er lenkt ja quasi selber ein, es ist vermutlich noch viel zu früh zu sagen, wer aus dieser Offensive der Ukraine als Sieger hervorgehen wird, oder? Ja, nun wird es ja spannend. Was sagt denn der Eisner dort? Ja, ich möchte an den Januar erinnern, als die Russen einen Vorstieß bei Wuledar versucht haben. Dort ist die 155. Marinebrigade der russischen Armee in ukrainische Minenfelder gelaufen. Also genau das, was jetzt die Ukrainer bei den Russen machen.
Viele Beobachter sagten damals, das sei eine Katastrophe für die Russen. Aber wenn man in den Angriff geht, ist so etwas zu erwarten. Ja, aber eben nicht so hohe Verluste. Der Angreifer hat immer das Dilemma, dass er eine Überlegenheit von 1 zu 3 braucht, 1 zu 4, wenn der Gegner eingegraben ist, im urbanen Gelände, also im Städtekampf, im Häuserkampf sogar 1 zu 8. Dass jetzt Verluste entstehen, ist nicht ungewöhnlich, logisch. Ungewöhnlich ist aber, dass diese Verluste schon in der Gefechtsvorpostenlinie passieren. Die schweren Verluste finden normalerweise erst
in der ersten Verteidigungslinie statt. Im Zentralraum hat die Ukraine von ihren zwölf Brigaden der Offensive mindestens vier eingesetzt, die auch signifikante Verluste erlitten haben. Vier von zwölf Brigaden, das sind ein Drittel der verfügbaren Offensivkräfte. Es ist also noch einiges an Material da. Die Frage ist jetzt, versucht die Ukraine nochmal an derselben stelle vorzustoßen oder waren das ablenkungsangriffe ja also was heißt denn ablenkungsangriffe wenn sie
abgeschossen werden wie tontauben dann sind das keine ablenkungsangriffe sondern es ist ein harakiri selbstmordkommando wozu schwache angreifer versuchen energie zu binden so denn die russen sind ja dort eingegraben ja die sind doch bereit angegriffen zu werden worin soll die ablenkung bestehen ja also das scheint mir jetzt ein bisschen schön geredet von doktor reisner zu sein oder aber ich habe es verstanden was glauben sie gegen die these von den ablenkungsangriffen
spricht dass die ukraine hier das beste gerät eingesetzt hat über das sie verfügt dem neopat oder bradley beispielsweise und die sehr kostbaren minenräumgeräte für ablenkungsangriffe wäre das das aus militärischer Sicht nicht klug, das Gerät, das die Ukraine bereits verbraucht hat, hätte eigentlich erst zum Einsatz kommen sollen, wenn ihre eher untergeordneten Kräfte bereits Lücken in die Gefechtsbordposten geschlagen haben. Ja, genau was ich gesagt habe. Also das kann kein Ablenkungsangriff sein,
sondern das ist einfach ein verlustreicher Angriff gewesen. Einerseits muss man jetzt abwarten, was die nächsten Tage und Wochen bringen. Die Offensive hat knapp vor zehn Tagen begonnen. die intensive Phase zeitlich gestaffelt an mehreren Stellen ab dem 4. Juni. Aber andererseits muss man sagen, dass die Offensive ernüchternd wenig gebracht hat. Aktuell ist die militärische Situation für die Ukraine außerordentlich prekär. Also nicht nur prekär, sondern außerordentlich prekär.
Also es ist ja eigentlich ein vernichtendes Urteil. Außerordentlich prekär heißt, es ist komplett gescheitert Und die zukünftigen Möglichkeiten sind nicht so gut, denn sonst hätten wir gesagt, das ist dann eben ein Anfangsverlust, aber daraus werden sie sicherlich lernen, aus diesen Fehlern. Nein, aber außerordentlich prekär heißt eigentlich, es ist ein Duster. So würde ich das mal interpretieren. Ich befürchte, dass die Ukraine bis zum NATO-Gipfel in Vilnius Erfolge vorweisen wollte, um die NATO-Staaten davon zu überzeugen, dass jetzt die nächsten Schritte nötig sind.
Das ist natürlich die Frage, was die NATO-Staaten wollen, wie sie argumentieren. Es gibt manche, die meinen, dass die NATO eigentlich die Ukraine unter Druck setzt, nach dem Motto, wenn ihr Erfolge erweist, dann kriegt ihr auch mehr Geld und mehr Waffen. Und wenn ihr keine Erfolge vorweist, dann gibt es eben nichts oder jedenfalls nicht so viel. Ob das tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt. Das wäre vielleicht Thema für ein eigenes Video und nicht an dieser Stelle unbedingt sinnvoll zu diskutieren.
Der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu will bis 1. Juli die privaten Militärfirmen in die russische Armee eingliedern. Was ist von diesem Vorstoß zu halten und was passiert, wenn Evgeny Prigozhin das nicht mitmacht? Ja, da haben wir immer von diesem komischen Streit gehört, von diesen privaten Militärfirmen, also nicht, dass wir die in Europa nicht auch hätten, die gibt es auch, ja, eben in den USA Firmen, die auf eigene Kosten Krieg führen und sich dann wie als Söldner irgendwo einsetzen lassen.
Dann hat man immer den Eindruck, dass Prigozhin jetzt hier gegen die russische Heeresführung polemisiert. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, warum sollte er das tun? Er verdient ja sein Geld damit. Warum sollte er gegen seinen Auftraggeber polemisieren, solange er Geld bekommt und seine Ziele erreicht? Ich bin nicht überzeugt, dass das, was wir hier sehen, ihm in der Realität entspricht. Das kann gut sein, dass der öffentliche Streit zwischen Prigozhin und der Armee rings um die Kämpfe in Bachmut eine riesige Täuschung war, eine klassische Maskirovia, eine Maskerade in der Tradition der sowjetischen Armee, die verschleiern sollte, dass man längst dabei war, die Verteidigungsstellung massiv auszubauen.
Also eben ein Ablenkungsmanöver, wo man quasi eine Schwäche vortäuscht, die in Wirklichkeit gar nicht da ist. Und wenn Sie mal an unsere Medien denken, was die so erzählen, die sind ja voll auf diesen Zug abgefahren und haben ja fast jeden Tag Berichte, was der Prigozhin gegen wen der alles schießt. Ja, also jetzt verbal gegen die russische Militärführung und und und, denn das wurde als ein Zeichen der Schwäche gedeutet. So, Markus Reisner sieht das aber anders.
Oh, denn? Grigoschin hat immer wieder Dinge gesagt, die sich als falsch herausgestellt haben. Während der Kämpfe in Bachmus hat er beispielsweise gesagt, seine Truppen hätten nicht genug Munition und nicht ausreichend Waffen. Tatsächlich hatte er aber immer die besten Waffensysteme erhalten. etwa diese verheerenden Mehrfachraketenwerber von Typ TOS-1. Und ganz grundsätzlich muss man bei diesem Streit sehen, dass Prigozhens Kritik nie auf Putin ziel, immer nur auf Shoigu oder den
russischen Generalstabschef Valery Gerasimov. Das ist in Russland seit Jahrhunderten so. Bezahr achtet darauf, dass die Boyaren untereinander streiten, wenn sie sich nicht gegen ihn verbünden. Also ich denke, Reisner sieht das ganz klar als ein militärisches Täuschungsmanöver und nicht mehr. Damit sind wir eigentlich auch am Ende dieser Besprechung. Was können wir denn nun sagen? Wenn die Aussage von Obersten Dr. Markus Reißner zutreffend ist und es sich um eine außerordentlich prekäre Lage handelt, dann stellt sich die Frage, wie wird jetzt die NATO damit umgehen?
Wird man den Ukrainern tatsächlich noch mehr Kriegsgerät an die Hand geben, wenn sie trotz zwölf Brigaden es nicht schaffen, sie haben zwar nur ein Dritteleingesetz, aber die dann schon in der Vorgefechtslinie schwere Verluste erleiden, das ist ja eigentlich ein Zeichen entweder für militärische Inkompetenz oder aber ein Zeichen für zu schwache Ausrüstung. Es könnte natürlich auch sein, dass Zelensky diese Verluste in Kauf genommen hat, ich will jetzt nicht sagen provoziert hat, um noch stärkere Waffensysteme wie die fehlende Luftwaffe, die Reisner quasi auch moniert hat, um die nun endlich genehmigt zu bekommen und dann eben per Luft gegen die Russen vorzugehen.
dann wird der Krieg in eine nächste Eskalationsstufe gehen und wir müssen einfach abwarten. Ich persönlich glaube, dass die Kunst für uns daran besteht, aus den Nachrichten, die wir bekommen, Lüge und Wahrheit genauer auseinanderzuhalten. Und da sind Leute wie der Dr. Reisner noch viel lieber als manch andere, die als Militärexperten in unseren Nachrichten und Zeitschriften auftauchen und die einfach nur Kinderkram verbreiten.
Also die sich an Kleinigkeiten festhalten und alles hochjubeln, wenn die Ukraine mal ein Dorf zurückerobert, aber überhaupt nicht bereit sind, mal in das größere Bild reinzugucken. Insofern danke, Dr. Reisner. Die Analyse fand ich gut, wobei sie allerdings auch ihre Schwächen hat, die sie geschickt verborgen haben. Aber das sei ihnen zugestanden, denn sie sind ja auch ein Angestellter, ein Beamter ihrer Armee und sind bestimmten moralischen und ideologischen Grundsätzen verpflichtet.
Ja, damit möchte ich nur weggeschließen und sage, liebe Zuschauer, kommentieren Sie doch mal, wie Sie die Kriegssituation einschätzen, ob der Dr. Reis nach Recht hat und was glauben Sie, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird. Bis zum nächsten Mal, Die Welt Klar Sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
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Kommentar zu einem N-TV-Interview mit dem österreichischen Militärexperten Markus Reisner, der die ukrainische Gegenoffensive im Juni 2023 als außerordentlich prekär einstuft. Uwe Loose ordnet die Aussagen kritisch ein und prüft sie auf Stringenz und Quellenlage.
