dieBasis | Bund + Länder | Was hat sich getan seit der letzten Bundesvorstandswahl?23.06.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 23.06.202390 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Heute möchte ich mal wieder über die Basis reden. Die Basis, erinnern Sie sich noch? Das ist ja schon lange, lange her. Ich habe ja schon so einige Videos auf meinem Kanal gemacht. Da habe ich ja sogar schon eine eigene Playlist und ich glaube bald 20 Videos. Man glaubt es kaum, obwohl ich da ja gar nicht Mitglied bin. Das letzte, das war ja im März oder April, da ging es ja um die Neuwahl des Vorstandes und seitdem habe ich zwar viele, viele Informationen von meinen Vögelchen bekommen und manches fand ich auch interessant, aber glaube ich jetzt erst wird es in Anbetracht der aktuellen Entwicklung wieder neu interessant, dass wir auch mal Themen besprechen, die nicht Basismitglieder interessieren könnten. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Hallo Christoph, willkommen auf meinem Kanal. Ja, wir kennen uns ja im Prinzip noch gar nicht. Und ich habe dich ja kennengelernt über deinen eigenen YouTube-Kanal. So, den werde ich gleich mal kurz einblenden. Aber ich möchte sozusagen, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Und deswegen hatte ich dich ja angesprochen. Sprich, du bist zwar auch Mitglied bei Die Basis, aber wir kannten uns vorher noch nicht. Vielleicht erzählst du mal kurz, was du für jemand bist.
Gast
Hallo Uwe, ich danke dir für deine Einladung. Ich bin der Christoph und bin, wie du schon gesagt hattest, in der Partei die Basis. Und ja, sonst gibt es da eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Ich habe hauptsächlich im Hintergrund gearbeitet in den letzten zwei Jahren, ausgeholfen, wo ich konnte, in diversen Arbeitsgemeinschaften, in der IT vor allen Dingen. Und seit Anfang des Jahres habe ich mich aber dazu entschlossen, mein Tätigkeitsfeld ein bisschen zu verschieben und ein bisschen lauter einfach zu sein, weil in unserer Partei Dinge geschehen, die ich für nicht gut erachte oder Entwicklungen stattfinden, die für mich eindeutig in eine falsche Richtung gehen. Ja, man versucht halt, Altparteienstrukturen zu etablieren, in der Hoffnung, dass man dann vielleicht irgendwann auf Basisdemokratie umschwenken kann. Ich kann mir absolut nicht erklären, wie man auf so eine abwegige Idee kommen kann.
Uwe
Ja, und deswegen hast du ja auch unter anderem angefangen, deinen YouTube-Kanal zu machen, durch den ich ja erst mal aufmerksam gemacht wurde auf dich. Und da sehe ich also, du nennst dich hier Christoph von die Basis und hast 52 Abonnenten und 18 Videos. Das ist also alles noch eine relativ frische Angelegenheit bei dir auf dem Kanal. Da kannst du bestimmt noch ein paar Abonnenten gebrauchen. Vielleicht bekommst du die ja nach unserem Interview. Ja, und wenn ich also sehe, was du hier machst, dann hast du einmal die Schochen-Wau. Das ist ja wohl eben so eine Art Wochenschau. So, da hast du so einiges zu gemacht. Und dann gibt es noch die Schochen-Wau extra. Was genau ist der Unterschied zwischen den beiden?
Gast
Die Schochenbau-Extra ist normalerweise nur für parteiinterne Kanäle. Es gibt eine Schochenbau-Extra, da sind keine Parteiinterne so in der Form vorhanden, dass ich sagen würde, das kann nicht in die Öffentlichkeit.
Uwe
Okay, so und dann gibt es eben noch gemischtes Wahlwerbesturz aus Bayern und Bremen. Dann Werbung für m.wöhnig, Kommentare und Reaktionen. Ja, also ich würde sagen, man sieht aus all dem, dass du durchaus eben ein kritischer Mensch bist. Und tatsächlich hast du ja auch noch eine Homepage, nämlich Christoph von die Basis. Und dort hast du ja schon vorbereitet, diverse Multimedia-Sendungen. Angelegenheiten, ein paar laufen glaube ich schon, also eben YouTube hast du natürlich, Telegram hast du, was die anderen Sachen ist, das weiß ich jetzt nicht, wie der aktuelle Stand ist. Aber auf jeden Fall willst du also dein Anliegen ja in die, ja ich sag mal, in die Öffentlichkeit tragen. Ja, und da bist du ja im Prinzip auf meinem Kanal durchaus richtig. Und ich möchte ja mit dir mal über das Thema sprechen nach der Bufo, also Bundesvorstandswahl. Die war ja Ende März und ich hatte darüber ja auch ein Video gemacht. Das war ja so ein bisschen eigenartig, wie das da gelaufen ist, jedenfalls aus der Sichtweise, die ich jetzt hatte. Und seitdem ist ja einiges passiert. Und da würde ich gerne mit dir mal so drüber sprechen. So ein Thema ist eben, was die verschiedenen Landesverbände betrifft. Also wenn ich jetzt zum Beispiel mal schaue in den Landesvorstand von Baden-Württemberg, Da gab es ja eben einen Vorstand mit verschiedenen Vorständen, hier mehrfach eben Johanna Findeisen, Johanna Findeisen in der Doppelspitze als Säulenbeauftragte und ein paar, ich sag mal, Positionen, die vakant sind, dann kann man sagen, okay, ist nicht weiter schlimm. Es gibt immer mal Personalwechsel. Aber der Name Findeisen hat ja doch eine gewisse Berühmtheit schon erlangt. Im Dezember letzten Jahres, 9.12. gab es Razzia. So berichtet die Schwäbische Zeitung. Bundesweite Aktion gegen Reichsbürger, auch das Haus einer Basispolitikerin in Fricking wurde durchsucht. Einige Zeit später hat der Landesverband eine Pressemitteilung gemacht und erklärt eben, dass Joanna Findeisen eine überzeugte Demokratin ist, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht und so weiter und so fort. Verfassungsfeindliche oder extremistische Überzeugung haben wir von ihr kein einziges Mal gehört und und und. Das heißt also, der Landesvorstand oder Landesverband stand ganz klar hinter ihr. Das war eben kurz vor Weihnachten. Aber wenige Monate später, am 23.05. ist es dann so, dass sie festgenommen wird. Suchte Johanna Findeisen Kontakte zum Kreml. Umsturzpläne und Terrorverdacht. Drei mutmatliche Mitstreicher von Reichsbürger, Redelsführer, Reus festgenommen, darunter ist eine Bundestagskandidatin der Partei Die Basis. Auch hier gab es dann eine Pressemitteilung des Landesverbandes, diesmal ein bisschen schneller, schon nach nur zwei Tagen, nämlich am 25. Und da heißt es, wir distanzieren uns von den Thesen der Reichsbürger und sind fassungslos, dass eben Frau Findeisen so etwas unterstellt wird. Uns ist nichts von Beweisen bekannt und so weiter und so fort. Und jedenfalls bleibt es also bei demselben. Ich sage mal, der Landesverband erklärt, dass er davon nichts weiß und keine Ahnung hat. Und die Frage ist jetzt natürlich, die sich mir stellt, ja, was ist denn da eigentlich los im Landesverband Baden-Württemberg? Also ist sie nun eine Reichsbürgerin oder ist sie keine? Was ist deine Meinung? Ich meine, wissen kannst du es ja auch nicht. Aber was ist deine Meinung?
Gast
Ja, der Landesverband Baden-Württemberg ist auf jeden Fall eine der letzten Bastionen für Basisdemokratie in unserer Parteitatsache. Ich weiß, das war schon mal bei dem Thema, das fällt mir gerade ein, aber ich glaube, die Sachlage stellt sich Oder man kann es zumindest deutlich anders sehen, als es damals auch du dargestellt hattest. Aber die Johanna Findeisen persönlich kenne ich nicht. Ich habe sie zweimal getroffen. Also wie sie selbst tickt, weiß ich nicht. Aber ich gehe davon aus, dass sie natürlich eine solide Basisdemokratin ist. Zumal ich alle anderen aus dem Vorstand Baden-Württemberg kenne oder fast alle anderen und daher sagen kann, die arbeiten wirklich daran, ihre Kreise autark zu machen, ihnen zu helfen, dass sie die Mitglieder aktivieren und Und eben fähig machen, fit machen für Demokratie. Und ansonsten, was die Vorwürfe angeht, ich finde, das kann man an Lächerlichkeit kaum noch überbieten. Ich sage immer, ich bin ein Köln-Karker-Junge, ich kann dir genau sagen, die Unterwelt ist keine drei Minuten Autofahrt entfernt. Wenn ich irgendwas planen wollen würde, würde ich überall hingehen und bestimmt als allerletztes in die russische Botschaft. Also ich fasse mir an den Kopf, was soll der Blödsinn? Und abgesehen davon, wie das abgelaufen ist, grenzt das mehr an Psychoterror. Das war ja nicht, die Polizei ist mal vorbeigekommen und hat sie verhaftet oder die Polizei ist mal vorbeigekommen und hat mal in alle Schränke geguckt, sondern die haben ja wirklich die Wohnung verwüstet, die Kinderbilder, also die Sachen, die sie gemalt haben, am Kühlschrank hingen zerrissen und all solche Sachen. Das hatte... Das hatte einfach mehr von Psychoterror. Wenn du mich fragst und soweit ich weiß, ist es einfach so, dass Johanna an Sachen herumrecherchiert hat, wo sie besser nicht daran herumrecherchiert hätte. Also insbesondere ging es da wohl um irgendwelche Geschichten mit Kindern. Ich glaube, da war auch mal ein Flugzeugabsturz. Mehr weiß ich aber auch nicht.
Uwe
Okay, also natürlich kann ich dich da nicht festnageln, nur interessant das Thema natürlich für uns alle wäre, da mehr Klarheit zu bekommen. Aber es gibt ja eh viele kritische Meinungen, ob die ganze Reichsbürgerverfolgungs-Arie überhaupt eine reale Geschichte ist oder ob es ein reines Politikum ist. Das wird sich sicherlich früher oder später einmal offiziell für alle nachvollziehbar beweisen. Im Moment haben wir eben die konträren Meinungen dazu. Also ich meine jetzt nicht nur wegen Frau Findeisen, sondern überhaupt. Das ganze Thema, dass eben die Reichsbürger hier in Deutschland sehr schlechte Positionen haben. Ich habe ja mit dem Holger Gräf, der ja, ich sag mal, in seiner Freizeit- und Hobbytätigkeit mit mir dann hier ja auch schon ein paar Streams gemacht hat zum Thema Reichsbürger, was ja auch kontrovers auf meinem Kanal kommentiert wird. Und da vertritt er jedenfalls die These, dass es Reichsbürger eigentlich nicht gibt, jedenfalls nicht mehr gibt, sondern dass es eine reine, ich sag mal, gesteuerte Opposition sei.
Gast
Das halte ich für durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen, aber ich weiß es auch nicht mit Sicherheit. Aber dieses Thema ist so oder so eins, wo die Leute nicht drüber reden wollen. Und solange du in der Atmosphäre hast, wo das gegeben ist, wo du nicht über alles reden kannst, Macht's auch gar keinen Sinn. Ich habe auch kürzlich ein Video zu dem Thema noch veröffentlicht, da geht es um den Reichstagstreppensturm. Habe ich das auch noch mal so ein bisschen beleuchtet und ich halte da auch sehr viel für gesteuerte Opposition.
Uwe
Gut, also das werden wir sicherlich eben in der zukünftigen zeitgenössischen Geschichte noch erfahren, was was ist. Ich persönlich bin da jetzt auch nicht so davon überzeugt, weil ich sage mal, ich bin ja bekanntlich eher so ein Pragmatiker und sage, schnattern können sie alle viel. Die Frage ist, wo sind die Taten, wo sind die Ergebnisse? Und wenn ich also sehe, wer dann da verhaftet wird und was bei denen gefunden wird, muss ich sagen, da hätte ich ja noch nicht mal Angst, wenn ich Spaziergänger wäre. Also da sehe ich nicht, dass eine Gefährdungslage überhaupt existent wäre, weil die Personen, die man uns vorführt, die scheinen nach meiner Meinung harmlos bis bestenfalls Spinner zu sein, aber keine, die ich auch nur halbwegs für voll nehmen würde, dass sie Gefährder sein könnten. Gut, aber nun bin ich ja nicht der Verfassungsschutz, ich bin auch nicht irgendein Innenminister, vielleicht sehe ich das ja alles ganz falsch. Lass uns mal zum nächsten Thema kommen. Also was mir auf jeden Fall aufgefallen war, dass nach der Bundesvorstandswahl es einige Zeit gedauert hat, bis dann mir Dokumente zugespielt wurden, dass man doch ein neues Marketing für die nächsten Landtags- und Bundestagswahl benötigen würde. Und da gab es eben einen entsprechenden Bericht, der quasi sagte, das Marketing bisher war alles Käse und jetzt muss alles ganz neu. Ich möchte da gar nicht in diesen Bericht reingehen, das wäre jetzt viel zu langweilig für unsere Zuschauer. Aber es ist also wohl klar, dass es da verschiedene Arbeitsgruppen gegeben hat. Arbeitsgruppen Film und Funk, Arbeitsgruppe Basisradio, Arbeitsgruppe Basiszeitung. Und Arbeitsgruppe Social Media sollte dann neu gegründet werden. Ja, also die habe ich sogar mal hier gefunden. Die anderen scheinen ja ein bisschen diskreter zu sein. So, wo haben wir sie? Hier Arbeitsgruppe Social Media. Ein Team aus kreativen und engagierten Fachleuten mit unterschiedlichen Bereichen wie Marketing, Kommunikation, Grafik, Gemeinschaft. Grafikdesign, die gemeinsam am Auftritt der Partei und auf den Kanälen der sozialen Medien arbeiten. Die Gruppe ist dafür verantwortlich, die Social Media Strategie der Organisation zu entwickeln und umzusetzen. Das finde ich zunächst einmal alles nicht weiter bemerkenswert. Also eine logische Partei mit mehreren 10.000 Mitgliedern, die mal Realpolitik machen will, die muss ja auch mal ein bisschen in die Hufe kommen. Und wenn eben die alten Konzepte nicht funktioniert haben, muss man mal neue machen. Was mir aber aufgefallen ist, dass die mit diesem Paper sozusagen eine völlig neue Entwicklung, zumindest in einigen Landesverbänden, eingetreten ist. Und da möchte ich mal kommen auf das Thema, wer so alles sich für Wahlkampf dann am liebsten breit machen wollte. So, und wenn ich da mal gucke...
Gast
Lass mich mal ganz kurz reingrätschen. Also das Basisradio ist nicht von der Partei. Das ist tatsächlich von Fans sozusagen, beziehungsweise ist auch von Parteimitgliedern, aber privat betrieben. Okay. Und dass das Marketing bislang nicht funktioniert hätte, finde ich komisch, weil wir hatten bei der Bundestagswahl 1,5 Prozent aus dem Stand geholt. Ich kann die Schwarze ja immer nicht verstehen, also die es überall gibt, die sagen, das hat alles nichts gebracht. Das war ein fantastisches Ergebnis im Prinzip.
Uwe
Ja, also das ist natürlich eine Frage der Beurteilung. Was kann man jetzt von einer Newcomer-Partei tatsächlich erwarten? Ist 1,5 Prozent viel oder ist es wenig? Das überlasse ich den Fachleuten aus der Politikwissenschaft, das beurteilen zu können. Ich kann das nicht, weil ich eh... Nichtwähler und den ich eher als unpolitisch sehe, auch wenn wir über Politik manchmal reden auf meinem Kanal. Und ich möchte aber mal hier in den Landesverband Hessen mal reinschauen. Und da haben wir also zum Beispiel den Altvorstand gehabt, der eben hier aus verschiedenen Personen bestand. Und das ist mal ein archiviertes Bild. Wenn wir hier oben mal reingucken, das ist hier vom 15. Mai 2021 bis 29. März 2023 ist das hier so abgedatet worden. Es sah aber schon kurze Zeit danach anders aus. Also der Unterschied ist, dass hier der erste Vorsitzende, oder eine aus der Doppelspitze eben fehlt, nämlich Daniele Saracino. Und Daniele Saracino, das war ja auch derjenige, den ich in seinem Monolog nach der Bundesvorstandswahl ja in meinem Video auch aufgenommen hatte, wo er sich fürchterlich beklagt darüber hat, was alles schiefgelaufen ist bei der Wahl. Nun weiß ich, dass er selber durchaus eine kontrovers betrachtete Person ist, was aber jetzt nicht mein persönliches Thema ist, sondern was mich mehr interessiert oder was ich mehr festgestellt habe, ist, er wollte Wahlkampfleiter werden. So habe ich es jetzt mal recherchiert und wollte für sich bzw. vielleicht noch mit ein, zwei Kräften zusammen für vier Monate 50.000 Euro Honorierung haben, wobei mir nicht so ganz klar ist, ob da die Auslagen schon drin waren oder ob das eben nur das Gehalt, das Honorar für die Leistung sein sollten. Dann scheint es da ja offensichtlich Probleme mitgegeben zu haben mit den Basismitgliedern, teilweise wohl auch im Landesvorstand selbst. Moral von der Geschichte, es kam dann zu einem Rücktritt und seitdem ist ja irgendwie so ein bisschen Schlammschlacht. Saracino produziert alle paar Tage neue Jammer-Videos, so nenne ich das mal, wo er aufruft, seine Position zu ergreifen. Und andere wiederum beklagen sich über seinen mangelnden Führungsstil, dass er eben Wutanfälle bekommt, dass er gegen Leute, die ihn kritisieren, Schmutzkampagnen macht. Und alles fing damit an, dass er eben sein 15- oder 16-seitiges Wahlkampfpaper aufgeschrieben hat und da stand ja eigentlich Allgemeines drin. Nach dem Motto, dann machen wir eine Arbeitsgruppe und die sollen dann erarbeiten, was wir genau konkret tun wollen. Dazu ist es aber ja bisher nie gekommen. Und kritisiert wurde ja bei ihm auch, dass er eben nur eine vage Leistungsbeschreibung hat, dass er keinen Kostenplan hat, keine detaillierten Kostenaufstellungen, gar nichts. Also im Grunde genommen nach dem Motto, ich mache da mal was und dafür will ich Geld haben. So war der Eindruck, der aus meinen Informationen, die ich bekam, sich mir darstellte. Wie hast du das wahrgenommen?
Gast
Tja, also ich habe davon wohl tatsächlich gar nicht so viel mitbekommen wie du offenbar. Aber die Informationen, die ich habe, ist tatsächlich, also es sollte eine Social Media Kampagne gefahren werden über drei Monate. Und in der Zeit hätte der Daniele sozusagen seinen eigentlichen Hauptberuf ruhen lassen sozusagen und seinen Laden dicht gemacht und derweil dann sozusagen 24 7 für die Partei gearbeitet. Und so rechtfertigt er dann diesen Preis. Also für zwei Personen ist das schon ein stolzer Preis, denke ich. Er sagt, er ist halt studierter Politologe und man steht morgens auf, checkt Social Media und fängt dann an zu reagieren oder zu agieren. Ich kann es nicht genau sagen. Ich habe da wenig Ahnung von Social Media, muss ich ganz ehrlich gestehen. Und Tatsache ist dann letzten Endes hat man ihn ausgebotet, er hat diesen Vorschlag gemacht, man hat gesagt, oh ja, ist eine super Idee, das machen wir so, hat das auch tatsächlich beschlossen und als er dann den Vertrag vorgelegt hat, dann hat man dann gesagt, ach weißt du, eigentlich haben wir ja doch kein Geld. Aber er war schon zurückgetreten zu dem Zeitpunkt.
Uwe
Ja, aber das ist natürlich eigenartig. Wenn ich also gucke, es war ja doch schon einiges in Arbeit. Also zum Beispiel ist mir also aufgefallen, dass man eben wohl ein Filmteam zusammenstellen wollte für einen Wahlwerbespot. So mit einer professionellen Produktionsfirma, die AG Film und Ton Hessen irgendwie da beauftragt oder das war sogar angeblich die Firma, das habe ich nicht so genau verstanden. Die haben gedreht, glaube ich. Genau, die haben gedreht. Ein Drehtag war dann im Mai, wo es darum ging, dass man Demonstrationen quasi nachstellt, also Fake-Demonstrationen. Demo-Szenen macht, dazu wollte man 13 Darsteller haben, 20 Komparsen, einen professionellen Maskenbildner und eben für diesen einen Drehtag ein Budget von 20.000 Euro. Kann man sagen, okay, ist das jetzt viel oder wenig Geld? Also das würde ich gar nicht beurteilen, weil wenn das Ergebnis rauskommt...
Gast
Oder ist die Idee schon irgendwie Banane?
Uwe
Ja, das ist genau der Punkt, der mich stören würde. Mich würden noch nicht mal die 20.000 Euro stören. Die Frage ist nur, wen sollte eigentlich eine Demonstration begeistern? Also wir haben doch seit über anderthalb Jahren sehen wir, dass die Demos quasi rückläufig sind. dass das quasi immer weniger, noch nicht mal die Demonstranten interessiert. Wie sollte das dann Leute, die der Meinung sind, dass Demonstranten, also der normale, ich sag mal Mainstream-Bürger, der glaubt, dass Demonstranten alle Reichsbürger sind oder Rechtsradikale, warum sollte der sich für einen Demo-Szenen-Wahlspott interessieren? Also da scheint mir das Konzept in sich schon so ein bisschen fragwürdig, sag ich mal. Ja, also das wäre jetzt meine Meinung. Du sagtest, du hast keine Ahnung von Social Media. Und da wurde ja extra die Firma Evaton, die kam da ja auch ins Spiel. Also wenn wir uns die mal so kurz anschauen, die Firma Evaton. Hat also eine eigene Homepage, da steht drauf Coming Soon, also bald geht's los. Strategie, Marketing und Kampagne, komplexe Anforderungen benötigen individuelle... Also die hatten schon mal eine richtige Seite, wenn ich mich richtig erinnere. Ja, aber jedenfalls nicht diese hier, kontakt.evaton.de. Ja, und dann kann man daneben hinschreiben, ne? Das heißt also, Coming Soon bedeutet für mich, das ist eine leere Seite. Und das ist die Seite der Evaton, die ich gefunden habe. Nun kann man natürlich sagen, dass die Seite vielleicht in Veränderung ist. Aber dann müsste es ja eine andere Seite geben. Ich habe keine gefunden.
Gast
Also kann ich jetzt natürlich, ist jetzt natürlich ein bisschen schwierig, hätte ich das vorher gewusst, aber ich bin mir ziemlich sicher, die hatten schon mal eine komplette Seite.
Uwe
Na gut, jetzt haben Sie jedenfalls keine komplette Seite, jedenfalls nicht unter dieser URL. Und das heißt, selbst wenn Sie eine woanders hätten, wie würde es ja für eine professionelle Firma doch bedeuten, dass man diese Seite dann mal automatisch umleitet und nicht einfach dort stehen bleibt.
Gast
Ja, ich glaube, Ihnen ist vielleicht eher aufgefallen, dass Sie da was haben, was Sie so noch nicht publizieren können. Und deswegen haben Sie sich vielleicht gedacht, Machen wir da nochmal die Dummy-Seite hin oder so?
Uwe
Ja, aber es muss ja für eine gewerbliche Firma ein Impressum da sein. Das ist ja alles nicht da. Sprich, es ist ja schon mal ein Verstoß gegen die Vorschriften für das Wettbewerbsrecht.
Gast
Also ich könnte mich jetzt natürlich auch massiv irren, aber soweit ich mich erinnere, war da eine Seite mit dem Foto von David Claudio Sieber und noch zwei anderen Mitarbeitern oder dreien. Ich muss jetzt tiefer recherchieren und nochmal die Kollegen fragen.
Uwe
Was heißt tiefer recherchieren? Wenn eine Firma irgendeinen Namen hat, dann muss sie auch eine Rechtsform haben. Ich habe keine gefunden. Ich habe aber auch, als ich hier das vorbereitet habe, in entsprechende Unternehmensdatenbanken geguckt. Sprich, diese Firma ist allenfalls eine GbR oder ein Einzelunternehmen. Auf jeden Fall ist es keine GmbH oder GmbH. sonstige Unternehmensformen. Da stellt sich natürlich für mich die Frage, wie kann man einer solchen Firma, die quasi jetzt zumindest temporär keinen erreichbaren Inhalt hat, wie kann man der dann ja einen Auftrag erteilen wollen von sechs Monaten lang mit jeweils 11.000 Euro netto. So war es ja angedacht. Und das wie ja eben ein Kreisverband aus dem Landesverband dort kritisierte, ohne Ausschreibung. Also das hat ja ein Geschmäckle.
Gast
Ja, also der Landesverband Hessen hat das Angebot ja ausgeschlagen. Das war ihnen dann zu teuer und dann hatten sie sich ja gedacht, versuchen wir es mal mit Daniele Saracino oder... Oder sie haben eine Gelegenheit gewittert, ihnen loszuwerden. Das könnte ich mir auch noch vorstellen. Also das ist ja, ich weiß es nicht. Aber Evaton ist es dann wohl nicht geworden.
Uwe
Es gab ja noch das Angebot, ich weiß nicht, was daraus geworden ist, von der Kavemann Werbeagentur. So und die haben also eine vernünftige Homepage und da steht dann eben sinngemäß drauf, dass sie 15 Jahre lang schon tätig sind und dann wollten sie auch vielleicht für jedes Jahr dann eben 15.000 Euro netto pro Monat haben für ihre Kampagne, wenn sie die dann machen. So und um überhaupt erstmal ein Konzept zu erstellen, quasi den Kostenvoranschlag von 1500 Euro. So, wobei dann hier dann aber, ich weiß nicht, ob es klar oder unklar kommuniziert wurde, es kam dann über einen Kreisvorstand, sprich also wie jetzt, dieser Vorstand hatte irgendwie auch was mit der Gründung zu tun, sprich also da war auch eine personelle Verquickung drin. Ob die jetzt noch aktuell von Relevanz war, sei mal dahingestellt. Aber was ich ganz interessant fand, war, was denn eben diese Firma Kavemann so eigentlich anbietet. Also dann macht sie eben cleveres Guerilla-Marketing, sag ich mal. Und riesige Skulpturen bei Kavemann International und so weiter. Atemberaubende Aktionen. Guerilla-Marketing aus einer anderen Liga. Das lässt mich doch schon mal... Ja, den Mund offen halten. Launch im Weltall. Also ich glaube, da möchte ich noch nicht mal auf den Playlink drücken. Also wenn ich jetzt hier sehe, irgendwie so ein Püppchen ist da und da sind auch noch weitere Püppchen. Und hier oben sieht aus wie so ein Neandertaler im Businessanzug. Dann haben wir gigantische Bälle oder Produktnachbildung. Wir können Großskulpturen ab 1000 Kubikmeter produzieren. Und der Grünkohl macht dir einen Kopf. dann wieder Bra, Flashmob und Lichtprojektionen und so weiter. Auch das gefällt mir gut. Strandballhelden, Roboter der Humanität im Strandkorb oder so. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich will da gar nicht weiter rangucken. Da kriege ich ja das kalte Gruseln. Ich will ja nicht bestreiten, dass innovative Konzepte dass innovative Konzepte ja eine Bedeutung haben können. Aber doch mal ganz ehrlich, das ist doch nichts für eine Partei. Also eine Partei muss doch den Massengeschmack ansprechen und nicht Guerilla-Mentalität. Also das kann ich machen in einer Community von Künstlern, von Alternativen. Da kann ich sowas machen. Das kann ich für kommerzielle Unternehmen machen, die mal was Witziges machen wollen, aber doch nicht für eine Partei, die 80 Millionen Bürger ansprechen will, wo alle konservativ sind und am liebsten immer nur das Gleiche haben wollen. Da kann man auch solche machen. Oder ein Unternehmen, was so spezialisiert ist. Also da muss ich ganz ehrlich sagen, da hätte ich, ich persönlich hätte da schwerste Bedenken. Ich würde gar nicht auf den Gedanken kommen, so ein Unternehmen überhaupt in die nähere Auswahl zu ziehen. Aber da fehlt mir auch vielleicht die Weisheit eines Landesvorstandes. Wie siehst du das?
Gast
Was ist dein Eindruck? Ja. Ich denke, das ist so ein bisschen eine Frage nach der Strategie überhaupt. Also willst du denn überhaupt 80 Millionen Menschen ansprechen? Ist das dein Anspruch, den du jetzt in diesem Augenblick hast? Oder willst du nicht vielleicht, sag ich mal, ein paar... ja, ein paar Macher ansprechen, dass sie zu dir kommen und anfangen, so ein bisschen die Zugpferde zu machen. Ist halt die Frage, was für eine Strategie fährst du überhaupt? Und ich denke, Es gibt auch durchaus einen Unterschied in der Strategie der Vorgehensweise, insbesondere als Partei. Setze ich den Fokus darauf, ins Parlament zu kommen oder setze ich den Fokus darauf, die Menschen anzusprechen, die tatsächlich Demokratie leben wollen und umsetzen wollen? Und zwar auch außerhalb der Parlamente, immer, jeden Tag, im Alltag. Und das ist auch eine Frage von Persönlichkeitsentwicklung, meiner Meinung nach. Deswegen, klar, ich denke, du hast durchaus verschiedene Konzepte, die da in Frage kommen. Ob jetzt dieser, also ich kenne den ehrlich gesagt nicht, keine Ahnung, das habe ich jetzt zum ersten Mal gesehen und ich bin sehr erheitert, ob das das Richtige ist für irgendeine Strategie, wage ich jetzt auch erst einmal zu bezweifeln, sei es für mich nicht so aus, aber grundsätzlich ja, also ich halte viele Wege für gangbar. Und auch viele für gleichzeitig gegangen waren.
Uwe
Also okay, ich will da auch kein Urteil drüber fällen, sondern ich kann nur sagen, mich würde es dann eben nicht ansprechen. Also würde jetzt so eine Firma, wäre ich jetzt, würde ich mich in ihre Situation versetzen, ich wäre irgendwo Landesvorstand in Hamburg oder Mitglied dort oder auch nur normales Parteimitglied und dann würde jemand sagen, diese Firma, die so sich selbst präsentiert, die soll uns jetzt als Partei Ja, ein Konzept machen, würde ich sagen.
Gast
Hat die denn den Zuschlag bekommen?
Uwe
Nein, ich glaube nicht. Das war, soweit ich weiß, nur ein Angebot. Aber die Frage ist ja, selbst wenn es nur ein Angebot ist, du weißt ja, wie es läuft mit Angeboten. Nach dem Motto, man wählt drei Angebote und dann sind zwei so, dass man schon von vorher sagen kann, das wird abgelehnt, damit das dritte auf jeden Fall angenommen wird. Wenn ich also so etwas sehe, liegt für mich der Verdacht nahe, dass derjenige, der diese Firma wählt, entweder eine ganz eigenartige Denkart hat, Variante 1, Variante 2 ist, dass er ganz genau weiß, was er tut und eben etwas ganz anderes in Wirklichkeit erreichen will. Also wie auch immer, das ist jetzt rein spekulativ, das muss man ja klar sagen.
Gast
Aber ich würde mich der Theorie anschließen. Das ist tatsächlich etwas, was ich schon das ein oder andere Mal gesehen habe. Oder auch eine ganz beliebte Methode ist, du lädst drei Leute ein und veränderst sozusagen während deines Auswahlprozesses die Voraussetzungen, die du brauchst und fragst bei den ersten beiden gar nicht erst wieder nach und bei dem dritten passt es dann rein zufälligerweise.
Uwe
Ja, das kennt man ja mit diesen nachgeschobenen Kandidaten und all solchen Sachen.
Gast
Mit allen Tricks wird da gearbeitet und ganz ehrlich, im Marketingbereich sind hier einfach die Kassen aufgegangen. Kann man nicht anders sagen.
Uwe
Ja, den Eindruck hatte ich eben auch, weil das ja eben nicht nur jetzt in Hessen war, sondern im Grunde genommen, ich möchte mal ins nächste Bundesland gehen, nämlich nach Bremen, da haben wir ja ein ähnliches Thema. Und zwar haben wir dort eben auch den Landesvorstand, der jetzt unheimlich informativ ist. Also man weiß eigentlich nichts über die Leute. Man findet da auch nichts. Also wie man da jetzt Bürgernähe präsentieren will, die vielleicht eben digital orientiert sind. Also sprich, hier würde ja eine Multimedia-Kampagne stattfinden. wenig bringen, wenn dann die Werbeagentur tolle Arbeit macht, aber auf der Homepage eigentlich nichts zu finden ist über die Leute.
Gast
Was soll ich hier auch schreiben? Erich Sturm ist ein alteingesetzter Altparteiler, der schon bei der Piratenpartei ordentlich was an die Wand gefahren hat.
Uwe
Ja, also es gibt ja zum Beispiel, wenn ich hier mal durchgucke, es gibt ja gar keine Möglichkeit, irgendetwas über die Personen dort zu erfahren. Das ist eine Seite, die ist ja völlig aussagelos. Also Menschen mögen am liebsten andere Menschen. Und ich erfahre nichts über die Menschen. Ich sehe hier fast ein Dutzend Leute auf dem Bildchen. Ja, aber wer ist das? Was sind das für Leute? Nichts weiß man. Die Seite, die kann man gleich wieder aus seinem Gedächtnis streichen. Also zumindest geht mir das so. Wir haben also acht Vorstandsmitglieder und dann haben sie doch etwas gemacht. Das war dann eben die sogenannte Gurkenwerbung. Ja, die Gurkenwerbung. Leben muss bezahlbar sein, heißt es hier von der Kandidatin. Okay. Ja, natürlich sollte es bezahlbar sein. Ach so, Lebensmittel müssen bezahlbar sein. Das sind jetzt also dann Gurken, die bezahlbar sein sollen. Und genauer genommen ging es darum, dass Gurken mit 3,29 € wohl zu teuer sind. Wobei es da aber, wie sich im Nachgang herausstellte, Gurken kosten gar nicht 3,29 €. Man kann sie auch für 39 Cent erwerben. Das bringt mich jetzt zu der ganz einfachen Frage. Erstens, waren das hier statt 3,29 Euro auch 0,39 Euro? Sprich, ist das einfach ein Tippfehler oder aber ist es so gemeint, wenn Gurken mal 3,29 Euro kosten sollten, dann wählt ihr bitte die Basispartei oder am besten wählt ihr es schon vorher, damit es überhaupt nie dahin kommt. Man könnte natürlich sich auch die Frage stellen, die ich mir gestellt habe, nämlich an was denke ich eigentlich als erstes, wenn sich jemand mit Gurken präsentiert? Das geht mir dann genauso, wie wenn sich jemand mit einem Haufen Mist identifizieren würde. Da würde ich mal sagen, da ist doch eine Verbindung. Also meine Frage ist, sind diejenigen, die sich diese Kampagne ausgedacht haben, Sind die sich im Klaren darüber, dass jeder normale Mensch dann denkt, oh, das ist eine Gurkenpartei. Und mit Gurken meinen die jetzt nicht die Gurken, die im Laden sind. Also ich verstehe überhaupt gar nicht, wie man eine Marketingkampagne machen kann, die zu solchen Assoziationen einlädt. Wie ist deine Meinung?
Gast
Ich bin der Meinung, dass wir da noch massiv Glück gehabt haben, dass die Assoziation in Richtung Gurkentruppe gegangen ist. Wir haben einen Parteivorsitzenden gehabt, der sozusagen in Bremen durch die Gegend gelaufen ist, mit einer Gurke in der Hand und so getan hat, als wäre das ein Mikrofon. Und dann ganz lustig damit sozusagen die Kandidaten interviewt hat, wo ich mich gefragt habe, wie kommt man auf so eine wahnwitzige Idee? Und das ist das erste Mal, dass ich darauf aufmerksam wurde. und das dann halt auch ein bisschen satirisch aufgearbeitet habe. Aber schon, sag ich mal, vorsichtig, um nicht noch schlimmere Assoziationen zu wecken. Und wenn ich mir dann, also ich habe mir dann so ein bisschen die Leute aus der Marketing angeguckt. Also da haben wir eine Rauter Hesse, die hat ja auch einen Kanal auf YouTube. Und also irgendwie hat die Marketingabteilung mit Gemüse und auch so ein bisschen mit doppeldeutigen Botschaften. Und ich finde das völlig schrecklich, auch wenn das vielleicht unbeabsichtigt ist, oder ich gehe mir davon aus, dass es unbeabsichtigt ist, dann ist es halt einfach Unfähigkeit. Das ist schon schlimm genug. Und da war ja noch viel mehr geplant gewesen. Und ich bin froh, dass es nicht dazu gekommen ist. Also ich habe von so abstrusen Plänen gehört, wie auf dem Buchpaar Flashmob zu machen von Leuten, die im Gurkenkostüm eine Choreografie abtanzen.
Uwe
Ja, also es gibt ja natürlich die merkwürdigsten Sachen und das ist sicherlich, wo viele Leute auf dem Haufen sind, das ist bei einer großen Partei wie die Basis sicherlich nicht so ungewöhnlich. Da gibt es auch viele wirre Köpfe, die irgendwas wollen, irgendwas meinen. Aber die Frage ist, wo ist die Qualität, wo ist die Kompetenz?
Gast
Das sind Wenn ich kurz reingrätschen darf, entschuldige. Das sind Leute, die genau das allen anderen immerzu absprechen müssen. Ich habe also das ein oder andere Meeting gesehen von dieser Marketing-Truppe und sie haben ein ganz schlechtes Bild von allem, was bislang gemacht wurde in der Partei, finden alles wirklich kacke, großen Mist und das muss endlich professionalisiert werden und aus der Bedeutungslosigkeit herausgeholt werden. Das war auch immer so ein Frame, der stark gesetzt wurde. Wir müssen aus der Bedeutungslosigkeit raus. Ja, keine Ahnung. Und dann kommen solche Sachen um die Ecke, wo man sich fragt, wie kann es denn sein, dass ihr euch für die kompetenten Leute erhaltet? Auf der einen Seite sagen, das ist die Basis, das ist das Logo von die Basis und das darf nicht verändert werden. Es darf auch nicht sein, dass da 100 Varianten von durch die Gegend geistern. Und im nächsten Moment machen wir für Bremen eins mit den Bremer Stadtmusikanten. was absolut nicht CI ist. Oder wir machen ein extra Logo für unseren neuen Bundesvorstand, der jetzt nur noch mit diesem Logo rumläuft. Und die Leute fragen sich, was ist eigentlich Bufo? Und von die Basis hören die gar nichts.
Uwe
Also es ist natürlich wirklich eigenartig, aber es ist ja, das ist vielleicht eben die Bremer Variante, aber ich habe ja doch noch einen Ass im Ärmel sozusagen, nämlich Sachsen-Anhalt hat ja auch so ein Ding sich wohl geleistet, wenn ich das richtig sehe. Und wenn wir da mal reinschauen, da geht es hier um den Bundesvorstand mit den Vorsitzenden Tobias Otto und so weiter. Also es ist schon ein bisschen netter aufgebaut. Okay, ein Stellvertreter ist völlig gesichtslos, in Bearbeitung ist er. Also der hat überhaupt gar kein Foto. Das Gesicht ist noch in Bearbeitung. Ja, das ist wahrscheinlich ein weiser. Insgesamt weiß. Manche Leute haben ja sogar schon in Deutschland ein Handy. Man könnte ja zum Beispiel zumindest vorübergehend mal ein Handy machen, ein Handy-Selfie machen und dann könnte man es dorthin schicken. Und da es dort ja eine Marketing-Truppe gibt, könnte die sicherlich den Hintergrund entfernen. So mit einem Klick geht das ja heutzutage. Und schon hätte man nach einer Minute dort ein Foto.
Gast
Es gibt ja auch welche, die haben Schwarz-Weiß-Fotos.
Uwe
Also das muss man sich mal vorstellen. Gut, die Zeit der Farbe ist vielleicht vorbei, das neue bunt ist grau, das mag ja durchaus sein. Aber ich möchte hier auf diesen forschen jungen Mann, Historiker und Philosoph, ist mir schon gleich sympathisch, ich habe ja auch mal zehn Semester Philosophie studiert, allerdings ohne Abschluss, insofern kompletter Studienversager. Der ist dann aber auch nicht Philosoph geworden, auch nicht Historiker, nur selbstständiger Unternehmer. Schriftsteller, Ghostwriter, Lektor, Contentmarketer im Bereich CEO gearbeitet. Also sprich, wer in jungen Jahren so viel schon gemacht hat, da sag ich mal, der weiß ja nicht, was er will. Und mittlerweile hilft er ich-abhängigen Arbeitnehmern selbst den Weg in die Selbstständigkeit zu finden und so weiter und so fort. Das nehme ich ihm gerne ab. Also ich habe nichts dagegen, dass Menschen eine dynamische Biografie haben. Manchmal ist der Weg zur Selbstfindung ein weiterer. Und das Interessante ist aber bei ihm, dass er dann eben auch noch mit einer Firma zu tun hat, die dann auch zum Marketing empfohlen wurde, nämlich die Firma Prime Marketing. Und die Firma Prime Marketing, wenn wir uns die mal angucken, Was sagt die mir jetzt eigentlich? Da muss ich erst mal mich durchscrollen. Online-Marketing in Halle über uns. Da komme ich jetzt genau ein Fenster weiter nach unten. Ihre digitale Marketingagentur. Was können wir für Sie tun? Ein Beratungsgespräch können Sie vereinbaren. Ja, das hört sich gut an. Social Media Marketing, digitale Werbung, Webdesign, Content Creation und so weiter. Referenzen haben Sie wohl auch. Drei Referenzen und dann Lagenkunden auch etwas kostenlos und so weiter und so fort kontaktieren, kann man sie auch. Und wie meine Informationen sagen, ist jetzt das Interessante an dieser Angelegenheit, dass angeblich der Herr Tobias Otto mit dieser Firma liiert ist. Das heißt, hier haben wir auch wieder eine personelle Verknüpfung, sprich in dem Moment, wo diese Firma einen Auftrag bekommen würde, hängt der gute Herr Otto als Landesvorstand da womöglich mit drin. Das heißt, wir haben vielleicht so eine Art Interessenkonflikt, eine Art wirtschaftliches Interesse. Das haben wir jetzt in mehrfacher Weise gehabt, also im Hessen- In Bremen, will ich das jetzt vielleicht mal gar nicht sagen, aber in Bayern, Bayern war ja auch noch ganz interessant, da hatte ich noch ganz vergessen, die haben dann auch ein Filmteam zusammenstellen wollen, drei Filmteams. Tage drehen an drei verschiedenen Orten mit zwei Helfern, 20 Kandidaten und noch zwei Darstellern. Was es kosten sollte, keine Ahnung. Also sprich, es ist auf jeden Fall in der Summe, würde ich sagen, sehe ich, dass also nach der Wahl es plötzlich darum geht, dass die Partei vorankommen will, sie will Marketing machen, aber es besteht auch für mich der relativ unvermeidbare Verdacht, dass da einige Leute versuchen, sich ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, dass die schlichtweg versuchen, aus diesem Bedürfnis der Partei einen finanziellen Vorteil für sich zu generieren. Und wenn ich dann also noch so einige interne Postings dann sehe, auf die ich natürlich der Vertraulichkeit halber nicht detailliert eingehen kann, dann habe ich den Eindruck, dass es manchmal auch darum geht, sich einfach einen Posten zu schaffen. Einen Posten zu schaffen, wo man sagen kann, okay, wir bauen jetzt ein Team auf und da wird dann was gemacht. Und wenn aber dann das erfolgreich ist, dann schreibe ich mir das auf die Fahnen, ich habe das gemacht. Aber wenn man dann genauer guckt, sollen die Arbeit eigentlich ehrenamtlicher Parteimitglieder machen. Das ist so der übergreifende Tenor. Und das hat ja nun eigentlich relativ wenig, sag ich jetzt mal, so mit Basisdemokratie zu tun. Und da fällt ja auch noch rein, dass dann die Kandidaten ja auch noch gecoacht werden sollen. Und ich glaube, in Bayern war es, Oder in Sachsen-Anhalt, das weiß ich jetzt gar nicht, wo man dann noch ein Coaching machen wollte, zwei Tage für 6.000 Euro. Und die Frage ist, wem gehört eigentlich die Coaching-Firma? Also überall scheint jetzt so Andock-Position zu sein, sich ein finanzielles Polster zu sichern. Das ist mein Eindruck. Täuscht das?
Gast
Nee, das ist auch absolut der Eindruck, den ich habe. Es ist so, das hat tatsächlich jetzt angefangen mit dem neuen Bundesvorstand. Man hat jetzt halt jemanden an der Spitze, dem man vertraut, hauptsächlich von Seiten der Landesvorstände. Sie haben jetzt die totale Kontrolle über die Partei, nahezu auf jeden Fall. Und die Prime-Marketing-Seite, ich kenne die noch von vor ein paar Wochen. Da war der Herr Tobias Otto nämlich noch darauf aufgeführt tatsächlich als CEO-Schreiber. Und diese Unterseite scheint aber verschwunden zu sein. Auf jeden Fall muss man sich auch mal ein bisschen die Dreistigkeit der ganzen Geschichte auf der Zunge zergehen lassen. Tobias Otto ist nicht nur in der Firma Prime Marketing, die letzten Endes den Zuschlag bekommen hat, die Ausschreibung ist, auch wenn sie überhaupt gelaufen ist, ist sie total lächerlich gelaufen. Er war auch in der Kommission, die quasi bestimmt hat, welche, ja, welche, oder die die Auswahl getroffen hat. Welche Marketingfirma brauchen wir, welche Voraussetzungen muss die haben und, und, und. Also, und das hat er verheimlicht. Das hat er nicht offen kommuniziert und das ist halt erst hinterher irgendwann rausgekommen. Und das macht unser neuer Bundesvorstand, der zuckt mit den Schultern und geht halt weiter. Und Prime Marketing läuft durch sämtliche Landesverbände und unterbreitet ihre Vorschläge. Dann haben wir tatsächlich auch das Thema mit den Coachings. Das hat in Bayern angefangen. Das ist ein bayerisches Parteimitglied hauptsächlich, aber auch ein paar andere Parteimitglieder, die diese Coachings anbieten und zwar wirklich für teuer Geld. Das mit den 6000 Euro ist Hessen. Also mit dem neuen Bufo sind die Geldschleusen aufgegangen. Das kann man einfach nicht anders sagen. Und der Bufo schickt sich an, ansonsten einfach nur die Kontrolle in der Partei komplett an sich zu reißen. Das fängt mit seiner grandiosen GO an, gegen die er sogar schon verstoßen hat, die selbst wahrscheinlich ein Satzungsverstoß ist.
Uwe
Bevor wir über die GO reden, die würde ich mir gerne als letztes aufbewahren. Also insofern überspringen die mal und sag mal ruhig jetzt deine kleine Mängelliste.
Gast
Ja, sie haben im Prinzip das komplette Personal aus der IT rausgeekelt. Das erste, was passiert ist, nachdem der neue Bufo sozusagen an die Macht kam, war, dass man festgestellt hat, oh, es wurden ja keine Sozialabgaben getätigt für die Festangestellten. Das war ja groß bei T-Online. Tatsache ist aber, der jetzige Schatzmeister hat den vorherigen kommissarischen Schatzmeister die ganze Zeit schon tatkräftig unter die Arme gegriffen und hätte das eigentlich sehen müssen. Hat der aber nicht. Und kaum ist der neue Bufo im Amt, hat T-Online die Information, dass da was passiert ist. Und ich kann mir irgendwie nicht helfen, aber T-Online hat sich vorher nicht für uns interessiert. Und es hatte auch vorher niemanden Draht dazu gehabt. Ich glaube, dass diese Verbindung zu T-Online nur durch die Clique um den neuen Bufo überhaupt zustande gekommen ist, wenn du mich fragst. Und ja, jetzt wollen sie endgültig die Kontrolle. Es ist ein Drei-Mann-Vorstand, wo neulich erst in einem, ich denke mal, öffentlichen Video Landesvorstände gesagt wurde, er ist fürchterlich überfordert, er braucht jetzt ganz viel Hilfe. Das sind natürlich die Leute, die im letzten Jahr nicht aus der Deckung getraut hatten, weil ihnen der Vorstand nicht gepasst hat. Die kommen jetzt alle und wollen jetzt alle tatkräftig helfen. Rein zufälligerweise springt dann halt hier und da ein Auftrag ab und ja, es ist nur noch zum Haare raufen. Ich weiß gar nicht, ich weiß gar nicht, Ja, wie das alles noch zu kippen sein soll. Also dieses Foto, was du da gerade zeigst, das habe ich mich nicht getraut auf YouTube zu zeigen, ehrlich gesagt.
Uwe
Ja, das ist ja am 23. Mai oder am 26. Mai gemacht worden. Und da haben wir eben die drei Bundesvorstände. Du kannst ja mal von links nach rechts sagen, wer sie sind. Aber es sind ja vier Personen. Erzähl mal.
Gast
Ja, also ganz links, das ist Bernd Bremer, der Schatzmeister. Daneben Skadi Helmert, die Zweistoppelspitze. Dann haben wir den Hans-Joachim Maaz. Und dann Sven Lindgren.
Uwe
Das heißt also, wir haben jetzt hier den gesamten Bundesvorstand, der zu dem Zeitpunkt eben hier amtierend ist. Und was hat denn der Herr Maaz damit zu tun? Seit wann ist der denn Parteimitglied? Und was ist das denn überhaupt für einer?
Gast
Ich glaube nicht, dass der Partei, aber das weiß ich nicht mit Sicherheit. Der Herr Maaz ist eine Person, die kennt man schon länger in, wie soll ich sagen, in
Uwe
Naja, vielleicht unterstütze ich ja mal ein bisschen, was mit dem Herrn Maaz eigentlich los ist. Also der Herr Maaz, der ist eigentlich schon ein älterer Herr, Jahrgang 43, ein deutscher Psychiater, Psychoanalytiker und Autor. Er ist in Sachsen aufgewachsen, hat Medizin in Halle studiert, dann später Facharzt von Neurologie und Psychiatrie. So und so weiter. Dann ist er später im Radio eine Kolumne gehabt. Das war dann 1989 bis 91. Also im Prinzip war das ja noch Ostzone TV sozusagen oder Radio. So, und hat dann einige Bücher geschrieben. Ja, und dann hat er ab 2017 eben sich ja mit, gilt er jedenfalls laut Wikipedia als Pegida-Sympathisant im weitesten Sinne. So, scheint auch überhaupt kritische Meinungen zu haben. Wenn wir also gucken, was er publiziert hat zur Frage der Enzimorie und der Ratte bei experimenteller Neonschädigung. Okay, das ist jetzt rein medizinisch. So 2018, keine Mutter ist perfekt, der Umgang mit dem Lilit-Komplex, das gespaltene Land 2020, Corona-Angst, was mit unserer Psyche geschieht, Psychotherapie in Deutschland und so weiter. Und es ist so, dass er natürlich auch noch eine eigene Stiftung, hat ja die Hans-Joachim-Maaz-Stiftung so da geht es darum wie man seine lebensqualität besser erhöht so demnächst erscheint ein neues buch die angstgesellschaft und ja er spricht ja ist im grunde genommen ja ein maßnahmenkritiker so aber es gibt ich weiß dass aus von anderen leuten die halten ihn eigentlich eher für einen menschen den man ja nicht so ohne weiteres neben sich stehen haben sollte, weil er wohl einige Aussagen und Äußerungen macht, die frauenfeindlich bis sexistisch klingen sollen. Manche meinen, er sei rechts bis reaktionär, je nachdem, wen man fragt. Parteimitglied ist er meines Wissens nicht, aber ich bin nicht die Partei.
Gast
Das ist auch an der Stelle gar nicht so relevant. Also ich habe ihn irgendwann mal kennengelernt. Also ich bin ja schon in alternativen Medien schon lange vertraut und da ist er mir aufgefallen. Eigentlich relativ als vernünftiger Mensch, der den Begriff der Normopathie geprägt hat. Also das ist im Prinzip ja die Theorie oder These, dass sich Traumata sozusagen über die Generationen hinweg in dieser Gesellschaft breit gemacht haben und ein dysfunktionales Verhalten sozusagen bei den Menschen normal gemacht hat. Also so viele Menschen haben psychische Schädigungen, dass das nicht mehr als pathologisch betrachtet wird, sondern als ganz normal. Und das sind ja Theorien, die durchaus plausibel erscheinen. Das trifft einen ja auch manchmal an anderer Stelle. Manchmal wird es transgenerative Traumagesellschaft oder ähnliches genannt. So, und großartig weiterverfolgt habe ich den Hans-Joachim Maaz jetzt allerdings die ganze Zeit nicht. Und ja, abgesehen davon, gut, wer bei drei nicht auf dem Baum ist, wird rechts geframed.
Uwe
Das ist jetzt kein Kriterium, was mich aus dem Ofen hervorlockt. Aber dieses Foto hier, das hat doch ein gewisses Geschmäckle, ne? Das sind ja so einige in der Partei, von denen ich weiß, dass denen dieses Foto, wo der komplette Bundesvorstand mit Herrn Maaz steht, nicht so sehr gefallen hat. Kannst du dir vorstellen, warum? Oh ja, absolut.
Gast
Ich hatte mich, wie gesagt, mit dem Herrn Maaz ja nie großartig beschäftigt. Aber er scheint tatsächlich ein paar Dinge zu vertreten, die nicht unbedingt... Ja, oder die, die nicht unbedingt auf Gefallen stoßen, sagen wir mal so. Und dieses Bild, was wir da im Hintergrund sehen, soll wohl vom Patienten gemalt worden sein. Das kann man sich im Internet auf seiner Seite auch komplett angucken. Da kommen nämlich noch einige Symbole dazu, die jetzt nicht zu sehen sind, weil die Leute halt davor stehen. Aber das ist auch das eiserne Auge und das Dreieck und all solche Sachen. Das soll wohl Jesus Christus und Kreuz darstellen. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall, dieses Bild ist marketingtechnisch schon mal eine Riesenkatastrophe.
Uwe
Ja, also ich bin jetzt nun kein Marketingprofi, logischerweise, sondern nur ein Unternehmer. Aber wenn ich mir das angucke und sage, okay, da stehen die jetzt mit jemandem, okay, warum nicht mit einem Gast reden, der eine gewisse Prominenz hat, egal ob jetzt im Guten oder im Schlechten. Ja, aber dieses Bild hat natürlich schon etwas. Also was sehe ich hier? Es sind ja hier irgendwelche erotischen Szenen, irgendwelche Nacktheitsszenen. Was ist das hier? Ist das nun ein Sexakt? Also man weiß es nicht so genau. Es sieht so ein bisschen finster aus.
Gast
Ein bisschen traumatisch neben der Seite, das soll Promiskuität darstellen, im Gegensatz zur Mutterliebe und keine Ahnung. Es sind einige verstörende Szenen auf dem Bild, wenn du mich fragst.
Uwe
Also ich denke, man kann natürlich das, was jetzt der Autor oder die ersten Interpreten damit meinen, ist ja alles gut und schön, aber was ja im Grunde genommen immer kleben bleibt... ist ja immer das Bild. Das Bild, das bricht sich in den Kopf ein. Und die Frage ist natürlich, die ich mir jetzt stelle unter Marketinggesichtspunkten, die Basis ist jetzt was? Also vorhin hatte ich so den Eindruck, das ist eine Gurkenpartei, zumindest in Bremen. Und jetzt ist das eine Problempartei. Welche Psychopathen oder traumatisierten Menschen, da steht man vor und da lächelt man. Also das Trauma ist doch eigentlich eine traurige Angelegenheit. Und jetzt haben wir aber hier drei, vier Leute, die freundlich lächeln. Also was sollen wir damit meinen? Wollen wir damit sagen, dass die Basis für Trauma dass sie Trauma gut findet oder dass sie für Promiskuität ist und das eben darüber lächelt oder glaubt sie, dass Trauma irgendwie was Lachhaftes ist. Also es gibt doch eine ganze Menge Interpretationsmöglichkeiten, die aber alle nach meiner Meinung nicht dazu führen, die Basis positiv zu sehen. Also insofern würde ich sagen, das ist doch so eine Art Hiroshima-Selbstvernichtungsschlag, so einen Hintergrund in einem Gruppenfoto zu haben.
Gast
Ja, absolut. Und der Hans-Joachim Maaz war ja auch auf dem Bundesparteitag, hat da eine Rede gehalten, die eigentlich soweit ganz in Ordnung war oder ziemlich gut war und hat im Prinzip Verhaltensweisen angeprangert, wo so viele in unserer Partei sagen, ja, passt genau auf den neuen Bufo und er stellt sich dann halt daneben und lächelt. Und es gibt noch eine weitere Interpretation, also meine persönliche Interpretation ist, dem neuen Bufo fehlt so ein bisschen der Promi-Faktor, den der alte Bufo ja hatte. Also haben sie jetzt den Herrn Marz dafür, ja, okkupiert, wenn du so möchtest. Und er scheint es ja dankbar anzunehmen. Ich weiß auch nicht, tja, keine Ahnung.
Uwe
Ja, aber gut, vergessen wir mal den Herr Maaz und dieses merkwürdige Foto. Was mich jetzt noch an der Stelle interessiert, ist eigentlich, was hat denn der Bundesvorstand, außer dass er sich jetzt mit Leuten trifft, um seine Prominenz zu erhöhen, was hat er denn eigentlich getan? Also was mir damals so einfiel. nach der Bundesvorstandswahl, dass ja laut der Satzung doch mehr als drei Leute im Bundesvorstand sein sollten. Nun sind aber doch nur drei. Das heißt, es müssten doch jetzt die weiteren so und so viele Leute nachgewählt werden. Jetzt haben wir quasi Ende Juni. Wir sind also fast drei Monate weiter. Sind die schon nachgewählt worden? Meines Wissens ja nicht. Daher meine Frage an dich. Wann ist denn der Wahltermin für die Nachwahl der anderen Bundesvorstandsmitglieder?
Gast
Vermutlich, wobei ich das jetzt nicht mit Sicherheit sagen kann. Diese Bundesvorstandssitzungen sind irgendwie in letzter Zeit ja ein bisschen... wie soll ich sagen, verwirrend. Aber es ist das letzte Mal eine allgemeine Information gefallen, nach der der Bundesparteitag in Bonn am 8. bis 10.9. stattfinden soll, also September. Das ist noch eine Weile hin.
Uwe
Das ist tatsächlich noch ein Weilchen hin und das bedeutet natürlich, es hat ja seine Vor- und Nachteile. Also ich sage mal, der Nachteil ist, dass jetzt drei Leute die Arbeit von wie viel, von 15 machen müssen oder von 12. Und der Vorteil ist, dass die drei natürlich schalten können und walten, wie sie wollen. Je später der Termin ist, so ist ja eigentlich die Logik, desto mehr können die Strukturen in Gang setzen, die dann für die anderen als Gegebenheiten erstmal gelten. Ja, finde ich eigenartig, aber nun gut, ist eben so. Spricht aber jetzt auch nicht unbedingt dafür, dass dieser Bundesvorstand die optimale Wahl ist. Also wäre ich jetzt damals gewählt worden, also jetzt nicht, weil ich so toll wäre, sondern ich meine, wäre ich in einer x-beliebigen Organisation, wo eben der Vorstand unvollständig ist, würde ich es als meine allererste Pflicht ansehen, als nächstes, als allererste Tätigkeit den Termin festzusetzen, bald, möglichst zeitnah, um die anderen Mitglieder reinzuwählen, damit überhaupt die satzungsgemäße Funktionsfähigkeit oder Vollständigkeit des Vorstandes gegeben ist. Also das wäre meine Denkweise gewesen.
Gast
Ja, Uwe, das ehrt dich. Aber so ticken die nicht.
Uwe
Ja, so ticken die nicht. Und das bringt uns aber dann zu dem nächsten Punkt, der jetzt eigentlich von zentraler Bedeutung für dich ist. Also du hast ja auf deinem Kanal ein Video gemacht über die Geschäftsordnung des Bufos, also des Bundesvorstandes. Das ist ja fast eine Dreiviertelstunde lang, in der du doch so einiges ausgeführt hast. Ich fand das ganz interessant, habe da auch reingeguckt und würde dich mal bitten, ja mal zu erläutern, warum du der Meinung warst, dass du ein so langes Video zu der Geschäftsordnung machen musstest und was du eigentlich daran zu kritisieren hast.
Gast
Es zeigt ganz eindeutig auf, wes Geistes Kind dieser Bundesvorstand ist. Dass nur drei Personen gewählt wurden, das kommt ihnen super entgegen und es war auch, so wie ich das sehe, nie geplant gewesen, dass ein kompletter Bundesvorstand gewählt wird. Dass es nur drei geworden sind, war jetzt auch nicht in deren Sinne. Aber sie kommen mir offenbar ganz gut damit klar. Jetzt haben sie Also tatsächlich als oberste Priorität offenbar die Partei umzustrukturieren, dahingehend, dass ihre Fraktion jetzt die Macht festigt und wirklich dafür sorgt, dass alle anderen für immer draußen bleiben müssen. Man muss sagen, diese Spaltung innerhalb der Partei ist nicht unbedingt neu. In dem Moment, wo Reiner Fuellmich und Viviane Fischer ihre Kandidatur angekündigt hatten, da ging sofort ein Riss durch die Mitgliedschaft. Oder zumindest ein Teil hat sich dann abgespaltet und gesagt, das geht ja gar nicht. Und während der alte Bundesvorstand im Amt war, hat es allerdings nie Bestrebungen gegeben, irgendwie den anderen Flügel der Partei auszuschließen oder gar zu verhindern, dass die jemals wieder nach oben kommen können. Und schon gar nicht ist irgendwer versucht worden, rauszumobben und all solche Sachen. Und das sind jetzt aber alles Dinge, die wir jetzt ganz akut sehen können. Und diese GO ist meiner Meinung nach ein Steinchen in diesem Puzzle. Und wie gesagt, es ist sozusagen exemplarisch für die ganze Vorgehensweise dieses Bundesvorstandes. Wir hatten eben kurz das Thema der Satzung. Es ist sozusagen bei vielen Leuten der Usus, die sagen, ja, Wenn wir halt dagegen verstoßen, dann gibt es maximal ein Du-Du-Du. Und ansonsten könnt ihr euch ja gerne an die Schiedsgerichte wenden. Die Schiedsgerichte arbeiten im Großen und Ganzen nicht. Ja, gelaufen. Machen wir halt so weiter, wie wir wollen. Du blendest gerade ein, Paragraph 13 der Bundessatzung. Und das ist die Geschäftsordnung des Bundesvorstandes. Das ist ein Satz. Der dreht sich hier darum, um die Frage, wie wird die Tagesordnung festgesetzt und wieso wird sozusagen die Sitzung einberufen und dann steht da ein Punkt. Und das war es. Da steht nicht, dass der Bufo sich eine eigene GO geben kann.
Uwe
Ja, ich lese das mal kurz vor. Die Sitzungen des Bundesvorstandes werden mit einer von dem Bundesvorsitzenden festzusetzenden Tagesordnung von diesem Also von dem Bundesvorsitzenden oder durch sie auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern des Bundesvorstandes eingerufen. Also hier steht es nur, wie die Sitzung eingerufen werden. Und das ist der einzige Satz unter Geschäftsordnung.
Gast
Ja, das ist auch kurios. Tatsächlich finden die Sitzungen turnusmäßig statt, aber das war aber schon immer so. Ich meine, man kann ja auch mal Fehler machen, wenn man so eine Satzung schreibt, gar keine Frage.
Uwe
Ja, das ist natürlich so eine Geschichte. Nun ist aber doch die neue Geschäftsordnung, die eben gemacht wurde, ist ja durchaus nicht so kurz, dass man sie jetzt nicht unter den einen Satz passen könnte, sondern tatsächlich, wenn wir da mal reinschauen, ja. Dann haben wir was? Dann sehen wir hier also am 25. Mai die neue Geschäftsordnung hat jetzt also schon mal acht Paragraphen und besteht, wenn wir hier oben mal hingucken, das kann ich jetzt nicht vergrößern in meinem PDF-Dokument, ja im Prinzip aus acht Seiten. Also aus einem Satz in der Satzung wurden jetzt acht Seiten gemacht. So, und ja, nun kann man sagen, okay, da sind jetzt bestimmte formelle Regeln drin, die müssen wir im Detail uns nicht begucken. Jetzt ist also die Frage, ist das überhaupt jetzt rechtswirksam, jetzt also rein satzungsmäßig aus einem Satz acht Seiten zu machen, ist das da so impliziert? Also nach dem Wortlaut ja nicht, aber es könnte ja sein, dass das Parteiengesetz oder das Vereinsrecht, ja, oder... was auch immer für ein Recht jetzt geltend ist, dass dieses das zulassen würde und vielleicht sogar erfordert. Hast du darüber Erkenntnisse?
Gast
Nee, habe ich tatsächlich nicht. Also jedenfalls keine gesicherten Erkenntnisse. Ich habe schon mit dem einen oder anderen Anwalt gesprochen, das waren jetzt aber keine Vereinsrechtler, die sagten auch, wenn ich mir das grob überlege, das sieht so aus, als ob das tatsächlich so nicht gehen könnte. Aber ich weiß es ehrlich gesagt jetzt nicht mit Sicherheit. Aber ich sage mal ganz ehrlich, wenn man in die GO dann mal doch reingucken würde, würde man da ein paar Sachen feststellen, die definitiv gegen die Satzung verstoßen.
Uwe
Ja, und das machen wir einfach direkt jetzt mal. Nämlich, du hast ja für dein Video eine ausführliche PowerPoint-Präsentation gemacht. die du dann dort besprochen hast. Und ich möchte mal hier mit dir gemeinsam die wichtigsten Folien aus deiner Präsentation, die deinem eigenen Video zugrunde lagen, besprechen. Und da fängt es also schon damit an, der Bufo und seine GO. Da heißt es, die Kompetenzräume lassen grüßen, das KR-Regelwerk, KR heißt ja wohl Kompetenzräume, Regelwerk per Dekret, nur noch schlimmer, Ausrufezeichen. Was genau meinst du damit?
Gast
Also zu dem Team des neuen Bufos gehört die AG Struktur. Die AG Struktur war auch weitestgehend untätig. Das Einzige, was sie gemacht hat in den letzten Jahren, war eine Parteistruktur sich zu erdenken, die im Prinzip ja sehr hierarchisch ist, sehr technokratisch. Und das sind diese sogenannten Kompetenzräume. Diese Kompetenzräume sollten sozusagen über den AGs stehen und auch den AGs gegenüber mehr oder weniger weisungsbefugt sein bzw. in dem Kompetenzraum wird abgestimmt, worüber die AG sich, womit sie sich zu beschäftigen hat und welche Themen da aufgegriffen werden. Und dieses Konzept ist diverse Male von den aktiven Mitgliedern abgelehnt worden, weil es einfach aus unterschiedlichsten Gründen. Es schafft Regeln, auf die die Leute erstens keine Lust haben. Wenn du möchtest, dass Leute mitmachen, dann solltest du erst einmal nicht so viele Regeln etablieren. Und das nächste ist einfach, es schafft sozusagen Deep State Strukturen, es schafft Hierarchien und Gremien, die nicht gewählt werden. Und das ist halt einfach alles höchst bedenklich für eine Partei, die eigentlich Basisdemokratie anstrebt. Und der neue Bufo hat jetzt eben mal in seiner Geschäftsordnung bestimmt, dass er Fachausschüsse machen darf. Und diese Fachausschüsse, wenn man sich das anguckt, wie die arbeiten, dann kommt einfach die Assoziation direkt zu den Kompetenzräumen. Denn die AGs und Arbeitskreise müssen sich jetzt an die Fachausschüsse wenden und die Fachausschüsse dürfen sich dann an den Bufo wenden.
Uwe
Ja, das heißt also doch konkret, dass im Grunde genommen, wie schon in der ersten oder zweiten Folie gezeigt, eigentlich strukturell eine Zwischenebene eingeschoben wird zwischen dem Bundesvorstand und den Mitgliedern. Also sprich, der Bundesvorstand kommuniziert dann vermutlich gar nicht mehr direkt mit den Mitgliedern, sondern nur noch über Fachausschüsse und Arbeitskreise. Also das ist ja tatsächlich ein pyramidales System, was jetzt eigentlich nicht basisdemokratisch ist, oder?
Gast
Also erstens das. Und ich hatte in dem Bild, was du gerade gezeigt hast, das KR noch mit Fragezeichen versehen, denn diese Fachausschussgeschichte hat nicht komplett ausgeschlossen, dass das nicht trotzdem noch zusätzlich kommt. Und inzwischen weiß ich, dass das sogar tatsächlich geplant ist. Also aus dem Fragezeichen müsste man nach Stand jetzt eigentlich ein Ausrufezeichen rausmachen und das ist eine pyramidale Struktur, ganz definitiv. Und der Bundesvorstand hat weitreichende Befugnisse. Zum Beispiel genehmigt er sich sozusagen, die Mitglieder der Fachausschüsse zu bestimmen. Er genehmigt sich, die Sprecher der Arbeitskreise zu bestimmen. Und das hat noch nicht mal was mit Demokratie zu tun, wenn du mich fragst.
Uwe
Es fängt ja vielleicht sogar schon einen Schritt eher an. Es heißt ja, der Bundesvorstand für die laufenden Geschäfte und wichtige Entscheidungen müssen den Mitgliedern zwei Wochen vor Wirksamkeit zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. Das heißt also, eine Einführung einer solchen Geschäftsordnung wäre doch auf jeden Fall ein Punkt, der diese Kriterien erfüllt. Das heißt, die Mitglieder hätten doch jetzt darüber abstimmen müssen, wenn ich das richtig sehe, dass so eine Geschäftsordnung überhaupt beschlossen werden darf, oder?
Gast
Ja gut, wobei diese Regelung ja erst mit der Geschäftsordnung sozusagen in Kraft gesetzt wurde, könnte man sagen, ja gut, die GO regelt ja auch eigentlich nur die Arbeit des Bufos, wenn sie das denn tun würde, dann wäre es ja auch schön. Tatsächlich ist, glaube ich, gestern oder vorgestern bekannt gemacht worden, Sie haben schon den ersten Fachausschuss per Umlaufbeschluss sozusagen ins Leben gerufen. Sie arbeiten sowieso nur noch per Umlaufbeschluss, hat man den Eindruck. Und das ist ein Fachausschuss mit sehr weitreichenden Kompetenzen und Befugnissen. Und das wurde von heute auf morgen einfach mal so gemacht im Umlaufbeschluss und dann in einem Basiskanal sozusagen einfach mal verlautbart. Und es ist schon der erste Verstoß definitiv gegen diese fürchterliche GO.
Uwe
Ja, und ein anderer Punkt, der ist natürlich auch eigenartig, da heißt es, Vorstände, die angenommene Abstimmungsvorschläge mit acht und mehr Widerstandspunkten ablehnen, müssen diesen Widerstand schriftlich begründen und das ist dem Protokoll beizufügen. Da kommen wir auf ein Thema, was ich jetzt an der Stelle nicht so weit auslehnen möchte, nämlich wie die Abstimmung überhaupt erfolgen. Da habt ihr ja bei der Basis eben nicht das einfache Wahlabstimmungsprinzip und Mehrheitsprinzip, sondern ihr macht ja das dynamische Konsensieren. Und dann geht es ja darum... Das systemische Konsensieren. Und da geht es ja darum, dass man eben seinen Widerstand gegen bestimmte Aussagen formuliert. Das haben wir schon bei Eliathema gesehen. Er hat da mal so eine Szene aus irgendeinem Abstimmungskreis gebracht. Da hielt jeder so ein Täfelchen hoch nach dem Motto von 1 bis 10 geht das dann. 10 ist der meiste Widerstand, 1 ist der geringste Widerstand. Und jetzt unabhängig davon, was das systemische Kondensieren für Vor- und Nachteile haben mag, das wäre vielleicht mal ein separates eigenes Thema, das zu behandeln. Jetzt heißt es aber hier, dass Vorstände, die eben mit hohem Widerstand, also mit acht Widerstandspunkten von zehn abgelehnt haben oder mit mehr, müssen das begründen. Die Begründung sind im Protokoll beizuführen. Ich war selber schon in Gesellschaften, entweder als Mitglied oder als Vorstand, und das ist ja schon ein bisschen erstaunlich. Die Willensbeschlüsse sind ja in der Regel nicht zu begründen. Der Wille ist doch eigentlich frei, nicht wahr?
Gast
Ja, absolut. Das ist etwas, das verstößt in meinen Augen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Da fehlen mir die Worte. Ich bin entsetzt. Das ist ein demokratischer, also ein Vorstand einer demokratischen Partei. Im besten Fall sogar noch basisdemokratischen. Aber da fehlen mir die Worte.
Uwe
Gut, die Worte fehlen einem, aber das soll ja eigentlich immer alles konsensiert werden. Ich möchte hier nochmal aus der Bundessatzung den Passus zeigen, den du selber ausgewählt hast. Nämlich zum Thema Konsensierung. Da heißt es als Methode zur Erzählung des Konsenses soll vor dem Einbringen von Anträgen bzw. vor jeder Abstimmung das systemische Konsensieren angewendet werden. Es sei denn, die überwiegende Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer spricht sich ausdrücklich dagegen aus. Das heißt also, man kann theoretisch das auch komplett vergessen, wenn sich alle darüber einig sind. Wobei die Frage ist, was ist die überwiegende Anzahl? Ist das jetzt die einfache Mehrheit? Und dann steht es in Absatz 2 in der Phase der Einführung und Schulung mit dem Ablauf. Von systemischer Konsensierung wird diese Methode zur Entscheidungsfindung nur angewendet, wenn bereits alle Mitglieder schrägstrich Beteiligten der jeweiligen Gruppe geschult sind. Das heißt also, anders als wir in anderen Gesellschaftsformen es üblicherweise kennen, wo jeder seine Meinung einfach kundtun kann, ich bin dafür oder dagegen, muss man also hier geschult werden. Auch das möchte ich jetzt gar nicht weiter vertiefen, sondern wollte nur darauf hinweisen, dass es nicht ganz so einfach zu sein scheint mit dem Konsensieren. Also einerseits findet man das ganz toll, andererseits gibt es eine Ausnahmeregelung. Dann muss man aber auch noch geschult werden. Also das scheint mir ein komplizierteres Thema zu sein.
Gast
Das ist es definitiv. Ich sage jetzt mal für den Anwender am Ende gar nicht mal so kompliziert. Im Prinzip bezieht sich die Schulung im Großen und Ganzen darauf, dass man sich als begreiflich macht, dass es darum geht, dass man Widerstandspunkte angibt. Das ist ein bisschen ungewohnt für die Menschen. Normalerweise heißt es auf einer Skala von 1 bis 10, wie toll findest du dieses oder jenes. Hier heißt es auf einer Skala von 1 bis 10, wie groß ist dein Widerstand gegen folgende Idee. Hat einfach den Hintergrund, dass man sagt, der Minderheitenschutz in unserer Demokratie ist ein bisschen arg aufgeweicht und das Nein einer nicht marginalen Bevölkerungsgruppe wird einfach dennoch ignoriert. Man sagt hier, Demokratie ist mal eben die Diktatur der Mehrheit und das soll es auch eigentlich nicht sein. Das soll Demokratie per Definition eigentlich nicht sein. Und um da nochmal verstärkt den Fokus drauf zu legen, hat man halt gesagt, okay, wir konsensieren hier, wir machen nicht nur einfach Ja-Nein-Abstimmungen, sondern wir versuchen sozusagen eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird und zwar möglichst immer. Und dann gibt es aber auch natürlich Also das systemische Konsensieren, da arbeitest du dann halt mit Zahlen und Werten und rechnest das aus und das ist relativ empirisch, sage ich mal an der Stelle. Aber es gibt auch noch etwas, was ich persönlich den Konsens on the fly nenne oder nennen würde. Da merkst du einfach, es sind sich alle einig oder es können sich alle auf einem Nenner treffen, ohne dass du das jetzt in Zahlen ausdrücken müsstest. Das hast du, keine Ahnung, immer mal wieder. Was essen wir heute oder welchen Film gucken wir? Jetzt sage ich mal in banalen Alltagssituationen, aber das hast du auch immer wieder in irgendwelchen Situationen, wo man halt miteinander arbeitet. Und dann kann man auf sowas verzichten. Also dann muss man nicht unbedingt jetzt eine Tabelle aufmachen und gucken, wie viele Widerstandspunkte hat jeder einzelne. Klar, man kann sich immer vertun und immer mal eine falsche Entscheidung treffen. Aber das ist halt, denke ich mal, so im Großen und Ganzen der Hintergrund, warum man sagt, man kann auch darauf verzichten. Wenn jetzt aber einer da ist und der sagt, nee, ich möchte das aber unbedingt ausdiskutiert haben, denn ich habe begründeten Widerstand, dann wird das halt auch so gemacht. Und das ist eigentlich der Geist, der da dahinter steckt. Das zur Erklärung dazu. Und ansonsten sage ich mal, wir haben jetzt einen Drei-Personen-Vorstand und allein die Vorstellung davon, dass einer davon acht oder mehr Widerstandspunkte haben könnte, ist absurd, weil dann kann man nicht von einem Konsens sprechen. Und dann natürlich die Sache, dass man das schriftlich begründen muss. Das ist eine Teilnahmehürde. Das ist vielleicht sogar ein Stück weit Mobbing. Es widerspricht einfach gegen die demokratischen Grundsätze. Das kannst du nicht machen.
Uwe
Ja, also auf jeden Fall ist es sicherlich eine Angelegenheit, die juristisch mal geprüft werden müsste vermutlich, um zu gucken, ist das überhaupt zulässig, ja oder nein. Ich würde fast vermuten, dass es unzulässig ist, nach der Erkenntnis, die ich über Vereinsrechte habe und Gesellschaftsrecht. Ja, ich möchte noch mal kurz zurückkommen auf das Thema... mit diesen Arbeitskreisen und so weiter. Du hast das vorhin in einem Nebensatz gesagt, das möchte ich vielleicht noch ein bisschen weiter ausdifferenzieren, dass also der Bundesvorstand eben die Arbeitskreise da selber frei nach seinem Ermessen gründen kann. Das Gründen ist ja mal das eine. Sicherlich, ich denke jetzt manchmal, wenn ich jetzt Vereinsvorstand wäre oder Geschäftsführer in einer GmbH oder Vorstand in einer AG, Da möchte ich natürlich eine gewisse Handlungsfreiheit haben und warum nicht eben Arbeitsgruppen und so weiter gründen. Aber dieses Recht kann natürlich auch eine Spiegelseite haben, nämlich, dass wenn jetzt solche Arbeitsgruppen Ergebnisse produzieren, die mir nicht gefallen, dann könnte ich sie auch einfach auflösen. Siehst du dieses Risiko auch?
Gast
So in dieser Form nicht. Ich denke schon, dass da ein Filter installiert wurde. Die Arbeitsgruppen selbst sind ja sozusagen gar nicht in der Satzung erfasst und jeder kann einfach eine Arbeitsgruppe gründen. Aber wenn derjenige dann ein Anliegen hat oder irgendetwas erarbeitet hat, dann muss er halt einen Antrag einreichen. Und im Prinzip war der ursprüngliche Gedanke, die AGs erarbeiten Themen, schaffen einen Wissensstand und analysieren das auch und auch in politischer Hinsicht und präsentieren das dann sozusagen der Mitgliedschaft, damit diese dann darüber einen Konsens bilden kann, der dann wiederum über den Bundesvorstand unter anderem nach außen getragen werden kann. So wie wir es jetzt haben, erarbeitet die AG irgendetwas, schickt das an den Fachausschuss und der Fachausschuss überprüft, möchte ich das an den Bundesvorstand weiterleiten oder nicht. So offiziell überprüfen sie ja nur, ob die ganzen Formalien eingehalten wurden und ob eingehalten worden sind. Das ist das, was sie behaupten, woran ich nicht im geringsten glaube, wenn ich ehrlich bin. Und dann kommen auch noch die Kompetenzräume, wenn die tatsächlich jetzt auch noch dazu kommen. Dann geht eine AG grundsätzlich nur noch die Themen an, die der Kompetenzraum haben möchte. Und der Kompetenzraum wird natürlich auch nur das machen, was der Fachausschuss haben möchte. Mit anderen Worten, es wird ein Meinungskorridor geschaffen. Und alles, was da außerhalb ist, kommt einfach nicht mehr vor. Und dazu kommt dann noch eine Registrierung der Arbeitsgemeinschaften. Eine Arbeitsgemeinschaft, die nicht registriert ist, darf sowieso schon mal nicht mitmachen, registrieren, darf sich allerdings in Zukunft, das ist jetzt mal mein persönlicher Aluhut, registrieren wird es nicht in Zukunft nur noch dürfen, wer sich auch an bestimmte Regeln hält, dieses KR-Regelwerk zum Beispiel. Oder da gibt es noch ein anderes, ein CORA-Konzept, was auch Kompetenzraumkonzept heißt eigentlich. Und Ja, man verabschiedet sich hier eigentlich von der Idee der ergebnisoffenen Arbeit.
Uwe
Ja, also nicht nur das. Ich kann deine Ausführungen, deine Kommentierungen gut nachvollziehen, Christoph. Ich habe fast den Eindruck, dass wenn das so jetzt sich doch durchsetzen sollte, wobei man das ja auch immer nicht so genau weiß, was da tatsächlich dann Bestand hat. Die Partei besteht ja eben nicht nur aus dem Bundesvorstand, sondern hat ja noch ein paar weitere Mitgliederebenen. Oder Organisationsebenen. Aber das hört sich für mich alles wenig basisdemokratisch an. Also ich frage mich jetzt mal ganz ernsthaft, was ist eigentlich mit dieser Partei los, die ständig irgendwelche neuen Vorstände wählen und egal, wer da gewählt wird, man sieht eigentlich schon vom ersten oder zweiten Tag an, es geht wieder steil bergab. Also was ist denn das für ein Sauhaufen? Das ist meine persönliche Meinung. Was ist das für ein Sauhaufen? Wieso ist es nicht möglich, dass 30.000 Leute oder wie viele auch immer da sind, zu einer Lage sind, mal sich einen Vorstand zu wählen, der nicht schon vom ersten Tasch an Knüppel in die basisdemokratischen Beine wirft. Also es ist mir ein absolutes Rätsel.
Gast
Ich habe noch ein Bonbon mitgebracht. Und zwar ist das in meinem Video über die GO nicht enthalten. Das ist § 6 Absatz 2 oder 3. Ich glaube, du hast die GO da, nicht wahr?
Uwe
Ja, erzähl mal euch. Ich suche mir das mal raus hier.
Gast
Also wenn man ein Gefühl dafür kriegen möchte, wie sehr unser neuer Bundesvorstand auf Allmacht steht, dann kann ich nur diesen Paragrafen empfehlen, denn der sagt im Prinzip aus, also wenn der Bundesvorstand morgen Lust hat, dann kann er seinen Kompetenzbereich und seinen Aufgabenbereich beliebig erweitern oder verschieben. Und das ist ziemlich ungeheuerlich. Wir haben Paragraf 6, im ersten Teil wird halt gesagt, wo er zuständig ist. Das ist soweit noch alles satzungskonform, steht auch, glaube ich, in der Satzung selbst drin. Und in Absatz 2 sagt er, er kann das gerne ändern nach Beschluss. Also es ist der Wahnsinn.
Uwe
Ja, das heißt, er hat sich also eine Allmachtsklausel selber eingebaut, ein Freiheitsklausel und kann also sich beliebig ausdehnen. Also das finde ich doch mal jetzt so rein machtpolitisch gesehen, finde ich das interessant. Also ich würde fast sagen, die Basispartei scheint sich jetzt mit so einer Geschäftsordnung ja als Basis für ein Führungsgremium zu entpuppen, das sich jetzt konstituieren möchte, um eine Basis zu haben, wie man die Basis von oben herab im Grunde genommen regiert. Und ja, deswegen nochmal meine Verwunderung, das ist natürlich mit § 6 Absatz 2 GO sicherlich noch unterstrichen, schon eigenartig, was in eurer Partei passiert.
Gast
Das kann ich aber laut sagen. Aber ich sagte ja auch, auf der anderen Seite hat... jetzt diese besondere neue Situation auch sehr viele Mitglieder wieder aktiviert. Leider laufen uns auch viele Mitglieder in Scharen davon. Aber ich möchte an dieser Stelle einmal sagen, wir geben noch nicht auf. Diese Bestrebungen, denen setzen wir alles entgegen, was wir können. Ich mache diesen Kanal und die Videos aus dem Grund, um den Finger darauf zu zeigen und den Finger in die Wunde zu legen, wo es hier hängt, wo es hier hapert. Und wir müssen das so sehen, diese Probleme, die wir im Außen haben, diese Probleme, zu den restriktiven Maßnahmen geführt haben, die wir gesehen haben, die aber auch zu diversen anderen undemokratischen und unfreiheitlichen Phänomenen führt, die haben wir jetzt aktuell in der Partei. Und hier müssen wir sie als alle erstes irgendwie überwinden. Und wenn wir das schaffen, haben wir auch eine Chance, das vielleicht auch im Außen zu tun, beziehungsweise, ich sage mal, oder eine bedeutungsvolle Mitarbeit daran leisten zu können. Ansonsten haben wir bald ausgedient, wenn du mich fragst. Und deswegen kann ich nur allen Mitgliedern wärmstens ans Herz legen, informiert euch und macht euch selbstständig. Seht zu, wie ihr in die Eigenverantwortung kommt. Und dann werden wir auch diese fürchterlichen Dinge, die jetzt gerade stattfinden in der Partei, auch hoffentlich bald hinter uns gelassen haben.
Uwe
Christoph, da bist du bei der Frage zuvor gekommen, wie dein Resümee zu dieser Gesamtsituation der Basis nach der letzten Bundesvorstandswahl ist und was deine Zukunftsprognose ist. Du gehörst ja offensichtlich noch zu den Optimisten, die versuchen wollen, das Ruder rumzureißen. Mir liegen verschiedene Postings vor von Parteimitgliedern, die gesagt haben, jetzt habe ich die Faxen dicke. Ich bin zwar noch Parteimitglied, aber ich gucke mir das nur noch passiv an. Ich engagiere mich überhaupt nicht mehr. Das ist mir einfach alles zu aufwendig und und und. Wobei das natürlich nicht repräsentativ ist. Man darf ja nicht vergessen, diejenigen Mitglieder, die mich kontaktieren, sind ja schon Kritiker. Mich kontaktiert ja keiner als Whistleblower, der mit allem zufrieden ist. Das macht ja keiner. Nur die Unzufriedenen kommen zu mir. Und informieren mich. Das heißt, das ist ja auch eine einseitige Sichtweise sozusagen. Nämlich die kritische Sichtweise. Und von diesen Kritikern, von denen ich ja doch so einige in meiner Liste drin habe, haben einige mittlerweile die Füße nach oben gestreckt. Haben gesagt, hör mir auf mit die Basis, ich nicht mehr.
Gast
Aber das ist eben nicht repräsentativ. Wir haben da so viel Arbeit reingesteckt und das wirklich mit den besten Zielen und Absichten. Und dass da jetzt sowas dabei rauskommt, das kann ich gar nicht akzeptieren. Und da muss ich dir ganz ehrlich sagen, da würde ich eher den Antrag auf Auflösung der Partei stellen, als dass ich die Partei verlasse. Ich werde meine Arbeit doch nicht, ich werde doch nicht sagen, hier, bitteschön, und jetzt zieht mal bitte ins Europaparlament an und lasst euch dafür fürstlich bezahlen. Nee, auf gar keinen Fall.
Uwe
Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich denke, wir haben heute wirklich mal einen richtigen Rundumschlag gemacht. Hier ein Potpourri um das Thema, wie hat sich die Basis nach der Bundesvorschlagswahl entwickelt. Ich bin gespannt, wie viele Basistas mich jetzt dafür wieder schlachten werden, dass ich wieder alles falsch gesagt habe und alles falsch verstanden habe und dass ich ausgerechnet jemanden wie den Christoph hier reinhole, der ist ja sowieso so einer und so einer. Das alles werde ich und du werden wir natürlich überleben und in 14 Tagen ist das auch schon wieder alles vergessen und dann sind die nächsten Themen spruchreif. Ich denke, wir sollten es an der Stelle auch erstmal belassen. Ich bedanke mich, dass du auf meinem Kanal erstmalig zu Gast warst und doch einen für mich kompetenten, sprachgewandten Eindruck machst. Du weißt, wovon du redest. Auf deinem Kanal, den ich jedem nur dringend bedanke. anraten kann der eben mal was über die partei wissen möchte der soll man bitte hier hingehen beziehungsweise auf die homepage von christoph aber ich denke es sollten doch schon einige wissen aber ein bisschen mehr als 52 abonnenten Die hast du doch mit Sicherheit verdient. Also das meine ich doch mal ganz ehrlich. Und selbst wenn Leute kritisch sind, sollten sie doch deine Meinung mal zur Kenntnis nehmen und können ja in den Kommentaren dich gerne zur Sau machen. Dann kannst du ja erklären, warum du Unrecht hast und alle anderen haben Recht oder andersrum.
Gast
Ja, also Hauptsache, wir kommen in den Diskurs und Hauptsache, wir schaffen es gemeinsam, etwas sozusagen zu gestalten und dass das nicht von oben herabgestaltet wird. Das ist mir das Wichtigste. Und ansonsten verbreiten sich die Videos ja auch parteiintern und da bin ich ziemlich sicher, dass sie das tun. Und das Video mit der GO, ich hatte ja eine technische Panne und das ist ein ziemlich trockenes Thema. Aber das geht, sag ich mal, für die Verhältnisse von so einem kleinen YouTube-Kanal wie meinem, geht das schon durch die Decke. Es interessiert viele Leute.
Uwe
Du hast 522 Aufrufe bei 52 Abonnenten, also zehnmal so viele Aufrufe, wie du Abonnenten hast. Das ist also schon natürlich ein super Ergebnis, aber da kann noch mehr rauskommen. Und insofern ist es ja ganz gut, dass du heute mal bei mir zu Gast bist. Da kriegst du noch ein bisschen mehr Reichweite, wo du meinst. Kanal im Vergleich zu anderen ja auch nur ein winziges Kanälchen ist. Ja, ich bedanke mich und sage dann erstmal Tschüss und mache dann hier noch meine Abschlussworte und vielleicht finden wir ja zukünftig noch ein anderes Thema, über das wir gemeinsam reden können.
Gast
Also, Tschüssi.
Uwe
Zu uns zurück, liebe Zuschauer. Ich hoffe, das war für Sie diesmal mal ein bisschen abwechslungsreicher, dass ich nicht nur einen Monolog über die Basis führe, sondern tatsächlich mal einen Basister, so nennen wir sich ja selber, hier im Interview hatte und der dann auch seine Position gut darstellen kann und eben kritisch denkt, gleichzeitig aber eben kein Negativdenker ist, sondern eben das Beste für seine Partei will, also positive Kritik üben will. Und wir alle als Außenstehende sagen natürlich, okay, was ist mit Ihren 1% so und so viel Wahlergebnis gegenüber dem was anderes? Ja, aber jeder fängt ja mal klein an und wir wissen ja nicht, was die Zukunft bringt. Also Und zwar ist die Partei schon klein geredet worden nach dem Motto, nach dem letzten Desaster, da ist eigentlich der Exitus schon angesagt. Aber die Frage ist, ist das tatsächlich so? Denn eins gebe ich zu bedenken, alle Videos, die ich bisher gemacht habe, die haben sich doch nur befasst mit dem Bundesvorstand. Aber das ist doch nicht die Basis alleine. Also gucken Sie sich doch bitte mal deren Struktur an. Da gibt es die Bundespartei, da gibt es die Landespartei. Dann gibt es natürlich noch die Bezirke und die Kreise, sprich die sind ja unheimlich weit aufgestellt und nur weil ein paar schräge Vögel im Bundesvorstand versuchen, die Partei so zu modulieren, wie es ihnen gefällt, heißt das ja noch lange nicht, dass das für alle anderen auch gilt. Da sind die schon ein bisschen besser aufgestellt als die etablierten Parteien, dass eben die Basis schon Widerstand im inneren Bereich gegen ungeeignete oder eigennützige Bundesvorstände macht. Das heißt, verwechseln Sie bitte nicht, wenn Sie von die Basis reden, die Basis nur mit den paar Figuren im Bundesvorstand. Das ist so nicht. Ich selber habe sehr viele Kontakte über meine Vögelchen, die mir immer was zwitschern und das aus allen Bundesländern. Und die meisten von denen zwitschern mir nur deswegen etwas, weil sie große Fans ihrer Partei sind, weil sie positiv denken und weil sie glauben, dass die Basis als Bundespartei und auch in den Landesparteien noch nicht verloren ist, sondern gute Entwicklungsstaaten hat. Also beachten auch Sie das bitte, wenn Sie von die Basis reden. Das ist nicht nur eine Organisation, das sind viele Organisationen unter einem Dach. Damit möchte ich es an der Stelle belassen. Schreiben Sie wie immer Ihre Kommentare hier rein. Bleiben Sie höflich und freundlich, egal ob Sie froh oder kontra die Partei sind. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „dieBasis | Bund + Länder | Was hat sich getan seit der letzten Bundesvorstandswahl?“, Die Welt Klar Sehen, 23.06.2023.
iWas dabei übertragen wird
Erst der Klick startet das Video und baut dabei eine Verbindung zu YouTube auf. Bis dahin wird nichts von dort geladen — auch dieses Vorschaubild liegt auf dem Server von dieweltklarsehen.de. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung
Auch als Podcast: Spotify ·
Apple Podcasts ·
Amazon Music · Deezer ·
podcast.de · Podcast Index
Uwe Loose diskutiert mit dem Parteikritiker Christoph Jakob über die Lage der Partei dieBasis nach der Bundesvorstandswahl im März 2023. Im Zentrum stehen teure Marketing-Aufträge mit Interessenkonflikten, die neue Geschäftsordnung des Dreier-Vorstands und der Vorwurf, basisdemokratische Strukturen würden durch ein hierarchisches Machtsystem ersetzt.
