Berlin - War da was? | kleine Groß-Demo | kritische Nachbesprechung mit 7 Personen06.08.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 06.08.2023172 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Sven, du bist aus Berlin. Wie ist denn dein Gefühl von diesem historischen Tag?
Gast
Erstmal gebe ich dir eine mit, wenn du nochmal sagst, da gab es keinen Redner, der Tachelesi gesprochen hat, weil Ralf nicht da war. Dann hast du nicht richtig zugeguckt, weil ich war auch da oder wir waren alle da. Nämlich bei den Wittenbergern und haben uns mit denen zusammengeschlossen und wir haben Tachelesi gesprochen.
Eli
Ja, wunderbar. Also ich unterstreiche das noch ein viertes oder gerne auch fünftes Mal, solange wie es eben notwendig ist, liebe Freunde. Ich habe mich weder nach Berlin bewegt, noch habe ich in diese Streams geschaut. Darauf weise ich explizit hin. Ich mache die ganze Sache hier aus der Kalten auf einer halben Arschbacke und habe trotzdem mehr Recht als die meisten Streamer, die dort gewesen sind. Nichtsdestotrotz, die einzigen, die mir vielleicht das Wasser reichen können, seid ihr drei und deshalb seid ihr ja mit am Start. Also, gut zu wissen, dass du Tacheles geredet hast. Vor wem hast du denn gesprochen, lieber Sven? Wen konntest du erreichen?
Gast
Du siehst, ich stelle gleich die richtigen Fragen. Also das, was wir bis jetzt gesehen haben und du kannst von Glück reden, dass wir so ein bisschen mit einem Lächeln hier sitzen. Hätte ich vorher gewusst, was da alles abgelaufen wäre, wäre mir die Kinnlade runtergefallen, weil wir waren vorher mit so viel Vorbereitung beschäftigt und den Soundwagen hinzukriegen und die Technik hinzukriegen, weil wir ja wirklich dachten, okay, dann reihen wir uns mal ein und reden ein bisschen. Hätten wir mitgekriegt, was auf der Bühne so wirklich gesprochen wurde und was im Zug so los war. Ja, ich bin kurz nach vorne gegangen, habe es mir angeguckt. Dann hätten wir das auch sein lassen können. Mein einziger großer Kritikpunkt nach der Demo war, weil ich da auch schon gefragt worden bin, dort lang zu gehen, wo wir lang gegangen sind, hat so wenig Sinn wie Wacken bei Schlamm. Verstehst du? Da hätten wir auch stehen bleiben können.
Eli
Ja, in der Tat. Das stimmt. Also man darf auch nicht vergessen, nicht nur hat das an der denkbar ungünstigsten Position begonnen, es hat auch danach die denkbar ungünstigste Route genommen. Man hätte ja meinen können, okay, danach geht man wenigstens dorthin, wo die Touristen sind, wo es in Richtung irgendwie, keine Ahnung... Wo auch immer. Sogar Richtung Hauptbahnhof. Über die Seitenstraßen da und so weiter. Hätte ein bisschen belebter werden können. Aber nein, man bleibt im Hintergrund und man läuft da irgendwelche Quer- und Seitenstraßen. Gesperrte Straßen natürlich. Einerseits könnte man sagen, durchs Herz von Berlin, aber halt eben das tote, kalte Herz von Berlin, wo wirklich keine Sau war. Noch dazu an einem Samstag. Sven, ich meine ... Wir sind immer noch bei den Basics. An einem Samstag läuft man durch ein Geschäftsviertel, läuft man durch ein Büroviertel, ruft da irgendetwas, läuft da so ein bisschen impotent auf der Stelle oder vor sich hin, steht mal wieder, dann geht man mal wieder. Ich sehe keine großen Transparente, ich höre keine großen Redner, die währenddessen irgendwas da schwingen, irgendwas erzählen. Es ist das jämmerliche Einerlei, das wir schon so lange kennen.
Gast
Also in der Tat. Seit dreieinhalb Jahren nichts gelernt irgendwie. Du redest, ja natürlich, jetzt kann man sagen, und ich habe mir auch schon so oft jetzt anhören müssen nach der Demo an Sven und das wird doch und da und das werden doch wieder mehr und bla und so. Da musste mir dann auch mal rausrutschen, warte mal, wir haben alleine an einem Montagabend und ich glaube, du warst dabei, wo 2000 mit uns gelaufen sind. Wir haben an einem Montagabend um 18 Uhr 4.500 gehabt. Da freuen die sich über 4.600. Na, herzlichen Glückwunsch. Und das ein Großaufruf zu einer Großdemo, was andere Demos an einem Montag mit einem Montagsspaziergang machen. Ich weiß nicht, da kann man jetzt der Meinung sein oder der Meinung sein. Man kann der Meinung sein, es ist alles eingeschlafen und es wacht so langsam wieder auf. Aber wenn ich mir denn das auf der Bühne anhöre und das danach auf der Bühne anhöre, Und wir dann noch ankommen, Straße des 17. Junis, runtergelaufen zur Bühne und Herr Michael Ballweg wurde angekündigt und zu uns ruft man, könnt ihr jetzt mal leise sein, der Ballweg ist auf der Bühne oder haltet die Klappe, der Ballweg spricht jetzt. Dann fragen mich, okay, alles klar, ihr habt euren Messias und dem rennt ihr bis in den Tod hinterher und versteht überhaupt nicht, dass dieses Land jetzt gerade untergeht.
Eli
Ja, in der Tat, also beide Messiasse, ich weiß gar nicht, was der Plural ist von Messias, ich glaube, von dem sollte es eigentlich per Definition nur einen geben, aber beide waren sie mit am Start. Hier sehen wir die inbrünstige Rede von Michael Balwig, also in der Tat, musste man wirklich ganz, ganz still schweigen, auch keine Sekunde dieser wichtigen Redezeit. hier Besic zu verpassen. Und danach der zweite Messias, Ralf Ludwig, war auch mit am Start. Und das waren sie ja, witzigerweise, das war das Line-up des Highlights. Die hat man sich bis zum Schluss aufgehoben, weil man gesagt hat, hey, jetzt oder nie, die braucht's auf jeden Fall.
Gast
Hier, das Highlight, okay.
Eli
Gordon, wir sind gerade bei dir. Gordon, danke dir, dass du im Hintergrund den Link verteilt hast. Für eine Sekunde hat es der Philipp probiert, dann ist er irgendwie abgerutscht von der Taste, keine Ahnung, ob er es hinbekommt. Von daher musst du ihn jetzt mal würdig vertreten. Also, schön, dass du mit am Start bist. Ich zeige nochmal die ganze Mannschaft. Im Hintergrund kämpft der Uwe gerade noch mit der Technik und auch der Marc war für eine Sekunde drin und ist dann wieder raus. Aber ich hoffe, die kriegen wir alle mit rein. Wie gesagt, Jungs, keine falsche Scheu. Ich habe mich ohnehin heute hier schon unbeliebt gemacht. Schlimmer als ich kann es ja eigentlich nicht werden. Also, Gordon, wie ist denn ... Hey, Markus mit am Start. Marc-André von Augsburg, unmaskiert ehemals. Auf jeden Fall der Mann mit dem Stöckchen. Geil, dass du da bist. Also, Gordon, jetzt erst mal du. Du hast aus der Ferne die ganze Sache gelivetweetet, so ein bisschen wie Herr Haldenwang, bis ihm das vom Gericht untersagt worden ist, der Parteitag der AfD. Darüber darf er nichts mehr sagen. Aber du darfst auf deinem Kanal ordentlich vom Leder ziehen über diese Demo. Mach mal.
Gast
Ja, also das hast du ja schon zu Genüge getan, mein lieber Elia. Mit vielen hast du auch recht. Ich würde aber trotzdem ein bisschen differenzierter sagen. Also natürlich an die Aktivisten vielen Dank, alle, die da gewesen sind. Das muss man natürlich schon so sagen. Ich denke, einige Reden haben mir auch ganz gut gefallen. Zum Beispiel vom André Lenz, Anselm Lenz, vom Hendrik Suderkamp oder Ken FM war gut und teilweise auch der Kolonek.
Eli
Der Koranek, der hat in der Tat zuletzt gesprochen.
Gast
Ja, er hat dann nachher noch gesagt, demnächst alle in einer neuen bürgerlichen Partei. Also das weiß ich auch nicht, was das soll. Und die Moderatorin meinte dann auch noch, sie wählt ja immer ungültig. Also so kann man natürlich auch in der Blase bleiben, sage ich mal so. Ich habe ohnehin das Gefühl, das ist alles so eine Wohlfühlblase von Anfang an. Und natürlich, wenn wir das Thema Weltfrieden haben, dann ist es mittlerweile schwierig. Aber wenn, dann würde ich mich auf ein Thema fokussieren. Warum muss man dann die alten Querdenker wieder einladen? Die Spendenkönige, wie ich sie nenne. Und das hast du ja auch schon zu Genüge gesagt.
Eli
Ja, da ist ja noch was, was man rauspressen kann. Guck mal, selbst Jimmy Gerum haben sie noch mal irgendwie aus dem Ruhestand hervorgeholt. Ich weiß gar nicht, ob der spendenfinanziert ist, aber irgendwie will der immer was von mir. Jimmy! Und selbst der ist ja noch mal gekommen. Also ich hatte den ja gar nicht mehr auf dem Shop mit seiner ganzen Nummer da, von wegen, wir zahlen alle keine GZ mehr.
Gast
Jimmy Gerum, ja hier, er hier, von Widerstand mit hast du nicht gehört. Ja, bei Jimmy hatte ich ja auch eine besondere Begegnung. Ich war hier in Köln bei ... Leuchtturm ARD und wollte da was erzählen zu meinem Prozess gegen den WDR und meinen Kontakt mit dem Rundfunkrat. Nur wurde ich da nicht sprechen gelassen. Da wurde dann auch Werbung für ZARF gemacht und eine Düsseldorfer Aktivistin, die früher bei den Grünen war, die fand sich so wichtig, dass ich da nicht reden durfte, obwohl ich da natürlich Infos hatte. Und da habe ich mich mal beim Jimmy beschwert, was das eigentlich für ein Blödsinn ist. Und da meinte er, das interessiert ihn nicht, das muss ich mit den Leuten vor Ort ausmachen. Also von daher bin ich da auch bei Jimmy nicht so Gut gestimmt. Aber nein, diese Spendenleute, ich würde mal sagen, wenn die nicht da wären, warum will man die immer noch holen? Und ich glaube, das hat der Mitarbeiter der Letzte kapiert, dass diese Leute wohl offensichtlich nur da sind, um Geld zu machen. Du hast es ausführlich erklärt. Ja. Deswegen würde ich sagen, warum jetzt nicht mal neue Wege gehen, neue Leute holen, interessante Leute. Viele haben ja auch gute Reden gehalten.
Eli
Die, die man verbannt hat, genau, wie wäre es mal mit denen, mit den Aussätzigen, wie wäre es mal mit den Querdenkern, der Querdenker, wie wäre es, wenn man die mal auf die Bühne lässt.
Gast
Ja, oder wen auch. immer, Elia, ja, aber diesen alten Blödsinn da wieder und das waren ja auch die schlechtesten Reden, das war ja fast eine Werbeveranstaltung bei Ludwig für sein komisches ZARF, wo er ja gerichtsförmige Prozesse jetzt machen will nach den unglaublich erfolgreichen anderen Aktionen, die er bisher gemacht hat, die also außer Geld nichts gebracht haben, ja, für ihn. Von daher, also warum lädt man solche Leute immer wieder ein? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht und Und das ist eben das, was mir auch nicht gefallen hat. Und letztes Jahr war das ja diese Woche der Demokratie. Da wurde ich eingeladen, da wollte ich mich auch nochmal bei der Jessica bedanken, die mir gesagt hat, wenn Ralf Ludwig redet, sollte ich da nicht reden. Und genauso halte ich das auch. Solange diese alten Recken, nenne ich das mal, da sind die alten Abzocker, Abkäscher, wirst du mich da nicht mehr finden.
Eli
Und das ist eben das Problem. Ja, das macht es in der Tat sehr, sehr schwierig, diese ganze Sache halt nochmal aufzuladen in irgendeiner Form halt energetisch oder mit Inhalten, wenn wir immer wieder auf der Stelle treten. Ich freue mich, dass es in diesem Stream auf jeden Fall sehr viel Bewegung gibt und freue mich, euch verkünden zu dürfen, dass wir ganze sechs Teilnehmer hier inzwischen drin haben. Die siebte arbeitet noch an ihrem Video, aber ich hoffe, sie hört mich schon im Hintergrund. Sabine ist auch noch mit am Start. Sven ist also mit da. Gordon ist mit da. Uwe ist mit da. Marc-André von ehemals Augsburg unmaskiert. Philipp, du hast es geschafft. Auch dir ein wunderbares Hallo in die Runde. Danke, dass du uns auch horizontal beehrst. Und wie gesagt, Sabine, wenn du uns hörst, gib mal ein Lebenszeichen. Kurzes Huhu in die Runde.
Gast
Ich höre euch.
Eli
Ich sehe euch auch. Du siehst uns, kannst du uns auch dein Video zeigen? Wir wissen doch, wie wunderschön du bist, wenn ich das mal so sagen darf. Videostart beantragen.
Gast
Ach so, okay, muss ich drücken. Ja, alles klar. Ah, da ist sie, einmal drei.
Eli
Wunderbar. Also, liebe Freunde, ihr seht, wir haben hier das ganze Sextet, ja, der Corona-Querdenken-Kritiker am Start. Ja, Klammer auf, keine Ahnung, was Philipp Schur jetzt sagen wird, Fragezeichen, Klammer zu. Aber zumindest für die Menschen auf der rechten Seite da drüben kann ich mich ein Stück weit verbürgen. Gut, dann wollen wir es vielleicht gleich so mal angehen, bevor der Uwe uns hier... Uwe, bist du technisch zugeschaltet? Du hörst uns, du siehst uns. Ja, das habe ich leider befürchtet. Jetzt ist bei dir kein Ton da. Also du hörst uns, aber dein Mikrofon ist aus. Probier doch mal. Ansonsten war die Gäste schon mal am Start. Das war super. Sabine ist uns zugeschaltet von wo gerade? Sabine, hilf mir mal auf die Sprünge. Bei dir weiß ich es nie.
Gast
Wir sind in Key Biscayne auf dem Boot und es ist sehr heiß und tatsächlich auch so schwitzig aus.
Eli
Habt ihr wenigstens einen funktionierenden Hitzeschutzplan? Ist ja der Wahnsinn, wenn ich dich da auch zu leiten sehe.
Gast
Unser Hitzeschutzplan ist, wenn es zu warm ist, gehen wir ins Wasser.
Eli
Ach, um Gottes Willen, das ist viel zu einfach. Ihr müsst irgendetwas machen mit Potenzen und mit, das muss man durch fünf rechnen können, sonst nehme ich euch das nicht ab. Einwandfrei, gut. In Ordnung. Marc, ich komme gleich zu dir, aber ich möchte den Neuen im Bunde auch begrüßen. Lieber Philipp, du bist irgendwo, ich weiß nicht viel von dir, aber ich sehe dich regelmäßig am Rande der Veranstaltung Korrektur. Ich habe dich dort gesehen, als ich da hingegangen bin. Ich weiß gar nicht, ob du noch hingehst. Aber stell dich mal kurz vor, dass wir ein bisschen Gefühl bekommen, mit wem wir es zu tun haben.
Gast
Also ich bin der Philipp Schnur mit U, nicht mit O. Lass dich nicht aus dem Konzept bringen. Ich wollte dir erst mal sagen, Elia, ich habe nichts wirklich gegen dich oder so. Ich verfolge eigentlich auch deine Sendungen auch immer mit einem gewissen Amüsement. Du machst es auch sehr teilweise entertaining. Was ich nur manchmal bemängelt habe oder schade finde, dass du Du drückst halt manchmal so richtig tief in die Wunde rein. Teilweise ist es ein bisschen fies, sage ich jetzt mal.
Eli
Ja, aber habe ich recht? Habe ich recht oder bin ich einfach nur fies?
Gast
Ja, ich gebe dir in großen Teilen auch recht. Ja, also nicht so, dass ich da komplett gegen dich bin. Es ist nur manchmal so die Art und Weise, wie man es dann halt macht oder wie man mit dem Gesprächspartner umgeht. Das ist das, was ich so ein bisschen hin und wieder irgendwie... Ja, das ist mir schon bei Roger zum Verhängnis geworden.
Eli
Der hat auch schon danach gesagt, nachdem er geflohen ist aus unserem Gespräch, C'est le ton qui fait la musique.
Gast
Da habe ich zum Beispiel vermisst, ich glaube, dir ging es da gar nicht um Versöhnung. Also das ist halt so die Frage, geht es dir eigentlich überhaupt um Versöhnung oder bist du eigentlich mittlerweile im Klartext so abgefuckt auf die ganze Situation, dass es eigentlich eher alles scheißegal ist und jetzt kann man irgendwie den anderen... Ja, wie soll ich sagen, halt durch den Dreck ziehen, weil, ich weiß nicht, weil es Spaß macht oder weil es Entertaining ist.
Eli
Also ich glaube, das macht mir keinen Spaß, wenn ich das Entertaining mache, dann ist das nur meinem unnachahmlichen Talent zu verdanken. Aber an sich ist es ja natürlich eine traurige Angelegenheit, dass wir drei Jahre auf der Stelle treten und nicht wirklich vorwärts kommen. Aber danke dir schon mal für diese Einschätzung. Ich versuch, die anderen mal auch zu Wort kommen zu lassen, lieber Philipp. Und lass uns gerne in Kontakt bleiben, weil ich find's spannend, sowohl wie man deinen Namen schreibt, als auch wie viel Bewegung da gerade bei dir vor der Linse passiert. Also, zum Nächsten in der Runde, und zwar Marc, fühl dich mal bitte angesprochen, mein Guter. Also, erst mal schön, dich wiederzusehen. Long time no see. Anders als die ganzen Menschen hier ansonsten vor der Kamera, inklusive hier, scheinst du nicht zu altern. Einwandfrei. Also, was auch immer du machst, deine Antrennung grob möchte ich auf jeden Fall auch mal kosten. Sag mir mal, was du für ein Gefühl hattest nach dieser wunderbaren Veranstaltung in Berlin?
Gast
Nichts dazugelernt. Das ist alles beim Alten geblieben. Die Konzepte sind immer noch dieselben und der Effekt ist immer noch gleich null. Was wir schon seit drei Jahren kennen, wissen, ausprobiert haben und halt wissen, dass es dieses System zu keinem Effekt führen kann. Und neue Lösungsansätze bzw. Lösungsansätze vermisse ich ja eigentlich schon seit dem 1.8.
Eli
Hast du das Gefühl, bevor wir zu den Lösungsansätzen kommen, weil ich bin ja ansonsten der Meinung, Lösungsansätze für einen Widerstand sollte man vielleicht nicht medienwirksam in irgendeiner Form kommunizieren auf großen Kanälen. Aber hast du das Gefühl, dass wir produktiv waren in den letzten drei Jahren? Also ich meine, selbst einer auf der Stelle treten kann ja etwas bringen, wenn man zum Beispiel versucht, Weintrauben zu Wein zu verwandeln. Also ist das im Widerstand produktiv gewesen, dass wir drei Jahre lang so ein bisschen im Querdenken-Manifest gefolgt sind?
Gast
naja, also kommt drauf an, also aus welcher Sichtweise du das siehst, effektiv, dass wir uns ausgespalten und in Kleinigkeiten verrannt haben, darin waren wir effektiv, ja.
Eli
Genau, aber ansonsten so im Sinne des Widerstandes, dass wir irgendwas von unseren politischen Zielen auch nur formuliert hätten, geschweige denn erreicht haben, siehst du da, dass wir da gut vorne mit dabei sind?
Gast
Wir haben es einmal geschafft, dass irgendwie die Politiker sich mal für eine Sache vernünftig interessieren und mal mit ein bisschen Grips entscheiden. Dafür haben wir auch ganz schön gelitten und haben auch ganz schön viel Wasserwerfer abbekommen. Aber ja, das haben wir irgendwie hingekriegt. Und da hätten wir eigentlich weitermachen müssen an dem Ansatz. Entweder die Politiker bilden oder neue Politiker bilden. Oh, das ist ein guter Spruch.
Eli
Entweder die Politiker bilden oder neue Politiker bilden. Gut, einige Leute machen das aktuell im Land. Ich will jetzt gar nicht wissen, wo du dich da verortest, aber weil die Leute immer wieder fragen, ja Eli, was sind denn deine Gegenvorschläge? Ich interviewe sie, diese Gegenvorschläge. Geht zurück, zum Beispiel keine vier Stunden auf meinem Kanal, da könnt ihr euch mit fünf dieser Gegenvorschläge ein wenig auseinandersetzen oder zumindest ein wenig mal unterhalten. Also zumindest durch mich als euren Proxy. Gut, danke dir, lieber Marc. Bleib uns auf jeden Fall erhalten, weil du hattest ja, hast du mir im Vorgespräch erzählt, du hast ja da noch etwas gesagt zum Thema der IT-Systeme, den Gedanken, den ich vorhin gebracht habe, der ist ja gar nicht von mir, der ist ja eigentlich von dir. Also ich hab den dann nur eloquent geklaut und danke dir, dass du ihn mir ins Ohr gepflanzt hast. Sabine, ich möchte gerne zu dir kommen, weil bei Uwe war ich immer noch nicht zu fragen, ob die Technik mitspielt. Sabine, du bist weit weg, inwieweit interessiert dich überhaupt noch, was in Deutschland passiert?
Gast
Das interessiert mich natürlich brennend. Also ich bin ja, erstmal bin ich ja nicht wirklich dauerhaft weg. Das ist ja das Erste. Und zweitens, das ist meine Heimat. Natürlich interessiert mich, was da los ist. Also ich mache das seit jetzt dreieinhalb Jahren eigentlich, dass ich da mich nach Kräften irgendwie bemühe, da irgendwie mitzumachen. Und das ist meine Heimat und es interessiert mich brennend.
Eli
Und was hast du gesehen, wenn du heute brennend nach Berlin geschaut hast? Sven, warte mal, ich muss dich mal stumm schalten. Gib mir eine Sekunde. Ich muss die anderen mal stumm schalten, sonst geht das hier immer so ein bisschen halt mit mir durch. Also ich muss euch dann jeweils immer entstumm schalten, damit wir einigermaßen die Sprecher an sich durchkriegen. Probier es noch einmal, liebe Sabine. Also was hast du gesehen, wenn du heute nach Berlin geschaut hast?
Gast
Also das, was ich bei dir gesehen habe, ist das, was ich gesehen habe. Das andere habe ich mir gar nicht angeguckt. Und also ich finde es einfach irgendwie erschreckend. Also schade für mich natürlich, dass nicht so viele Leute da waren. Aber gut, ich war ja noch nicht da, da kann ich ja noch nicht meckern. Aber wenn ich mir so angucke, was die Leute so erzählen und dass dann auch so viel wirklich vom Blatt abgelesen wird, das fand ich, also Ken Jebsen, da war ich richtig geschockt. Also ich meine, das ist für mich das große Vorbild, wie der reden kann. Und dann liest er so eine 20-Minuten-Rede von so einem Zettel ab. Da war ich irgendwie geschockt, als wenn die irgendwie gar nicht mehr, als wenn sie es nicht mehr so richtig interessiert oder als wenn sie nicht mehr so richtig im Thema sind. Ich weiß es nicht, aber das... sind so Sachen. Und der Rest, was du da gezeigt hast, also war schon eher traurig. Auch diese Sachen, die auf der Bühne dann dieses mit dem Füße spüren und sowas. Ich bin ja auch Yoga-Lehrerin und finde das ja auch alles ganz toll. Aber auch so in einer politischen Demo, wo man eigentlich mit Kraft nach vorne gehen will, hat das, finde ich, nichts zu suchen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Eli
Naja, ich glaube, mit dieser Meinung stehst du nicht alleine da. Warte mal, ich hoffe, unser Stream ist nicht gerade demonetarisiert worden, weil Angelo Kelly so ein starkes Organ hat.
Gast
Und so möchte ich jetzt euch einladen, für einen Moment die Augen zu schließen. Wer das möchte, ist alles freiwillig.
Eli
Im Hintergrund, witzigerweise, fällt mir jetzt erst gerade auf, als sie das sagt, hört man im Hintergrund ganz, ganz laut und deutlich eigentlich jemanden Hahaha rufen. Also im Sinne von Lachen über diesen Schwachsinn, der da schon wieder von der Bühne kommt. Hört nochmal genau hin. Achtung. Hört ihr das? Wer das möchte, ist alles freiwillig. Ja gut, das ist in der Tat inzwischen so ein bisschen halt zum Lachen. Du bist jemand, liebe Sabine, da möchte ich dich mal dazu befragen, du bist selber Aktivistin, du bist wirklich halt durchs Feuer gegangen für eben dein Anliegen, den Tierschutz, der Veganismus, der dir auch am Herzen liegt. Du hast viele Demos selber initiiert, du hast durchgeführt, du bist mitgelaufen. Und wenn du zusammenpassen müsstest, wie eine motivierte Demoveranstalterin, vor was für einem Scherbenhaufen von Erfolgen, die danach steht, wie würdest du das tun? Ich meine, angesichts dessen, dass du dir ja so viel Mühe gegeben hast, da ... Was konntest du erreichen?
Gast
Ja, also Demos sind so eine Sache. Also ich habe so das Gefühl gehabt, am Anfang hatte ich schon das Gefühl, dass das irgendwie was bringt. Wenn man neu auf so Demos ist, dann hat man halt das Gefühl, es bringt was. Aber wenn man das halt lange macht, dann hat man schon das Gefühl und weiß es dann einfach auch, das ist ein Zusammenkommen. Einfach, dass die Leute sich nochmal treffen, die der gleichen Meinung sind, auch so gegenseitig bestätigen. Aber insgesamt muss ich sagen, hat kaum eine Demo richtig Außenwirkung. Also selbst wenn darüber in der Zeitung berichtet wird, das ist eigentlich selten so, dass es richtig Außenwirkung hat. Ich meine, selbst wenn du Flyer verteilst und wir haben immer viele Flyer verteilt und gemacht und getan, Aber es ist nicht so, dass du da wirklich dann tausende von Leuten irgendwie wirklich bekehrst oder die machen dann mit oder sagen, ja, das finden sie super. Das ist bei Demos, wo ich gewesen bin, wirklich nie gewesen. Das ist schon eigentlich auch ein bisschen deprimierend. Aber ich habe trotzdem natürlich damit nicht aufgehört, weil das Thema mir wichtig ist. Und ich kann auch verstehen, dass die Leute immer noch auf diese Demos gehen. Nur gerade wo das ja uns als Deutsche alle betrifft, ist es halt komisch, dass so wenig Resonanz trotzdem da ist. Also auch in Medien halt sowieso gut, die sind alle indoktriniert, aber auch von Leuten, weil das ist ja ein anderes Thema als Tierrecht. Tierrecht, da geht es um andere, da interessieren sich die Leute meistens nicht so wirklich für. Aber hier geht es ja um die Leute selber, die eigentlich betroffen sind. Deshalb ist es komisch, dass relativ wenig Leute da eigentlich sind.
Eli
Ich erwähne das nur in dem Zusammenhang. Ich will dich natürlich um Gottes Willen nicht vorführen, aber wir sind ja auf einem Kanal, wo wir Wahrheit sprechen wollen und hoffentlich auch sollen. Und da will ich einfach nur sagen, du hast, weiß Gott, mehr getan für dein Anliegen, als diese ganzen Querdenker, Spendenpäpster alle zusammen, die eigentlich zwei Demos abgefeuert haben und sich danach in den Vordergrund gesetzt haben. vor Ruhestand mehr oder weniger verabschiedet haben. Und kein Wunder, dass die im Prinzip keinen Fuß mehr auf die Straße bekommen und auf jeden Fall auch resultatetechnisch ein bisschen nackig dastehen. Und wenn du das nicht mal konntest, obwohl du wirklich über Jahre geschuftet und gemäht hast und getan hast, dann ist es leider Gottes nicht verwunderlich, dass man da ein bisschen auf der Stelle getreten hat. Stichwort auf der Stelle treten. Uwe, trittst du immer noch auf der Stelle oder bist du uns jetzt zugeschaltet? Sag mal Hallo. Uwe, Uwe, Uwe. Ach so, warte, ich muss dich ja noch freischalten. Warte, nee, das ist der Sven. Sven, ignorier das mal. Nee, nicht. Ah, jetzt hab ich dich wieder stumm geschaltet. Jetzt kriegen wir's hin, weil alle so stumm geschaltet sind im Hintergrund. So, probier's noch mal, Uwe. Noch einmal tippen und dann Luft anhalten. Jetzt! Wir hören was. Jetzt hört er mich. Ja, einwandfrei. Also, Uwe, der Klardenker. Was lange währt, wird endlich gut. Uwe, wie ist denn deine Einstellung, beziehungsweise was hast du denn heute gesehen in Berlin?
Uwe
Also ich habe längere Teile bei Klardenken TV mir angeguckt und habe aber irgendwann mal doch ausgemacht. Das war so noch bevor Ken Jebsen geredet hat. Also irgendwann mal war es mir zu langweilig. Und ich muss ganz ehrlich sagen, als ich da so reinguckte, also okay, zunächst einmal ging es ja bei der Beim Auftaktgespräch dachte ich, mein Gott, das kommt mir irgendwie vor, als ob ich so aktuelle Kamera aus 1970 gucke oder 1980. Das ist sowas von dröge, sowas von langweilig. Wen wollen die eigentlich damit erreichen?
Eli
Aber klar, denn Herr Uwe, da war doch Björn Banane, der ist doch aufgetreten. Hast du das nicht gesehen?
Uwe
Ja, also Björn Banane, den muss ich mir echt nicht antun. Also wenn der mal seine Stimme mit ein bisschen Öl versehen würde, dann könnte er vielleicht auch mal singen. Aber so gut wie der singt, kann ich auch. Aber ich habe nicht seinen Mut, mich auf die Bühne zu stellen. Wie auch immer, jedenfalls das fand ich äußerst dürftig und dann ging natürlich die Marschiererei los und ich hatte dann, weil ich nicht live geguckt habe, sondern im Zeitverzöger, mir dann drei Stellen angeguckt und zwar jeweils genau eine Minute und habe dann versucht, Die Hoffnung kam dann so auf 150 bis 200. Dann habe ich gedacht, okay, dann nimmst du mal 175. Und dann war dann die Frage, wie lange sind sie überhaupt gelaufen? Wie lang war der Zug? Und irgendwann mal kam die Information von dem Kamerateam, dass sie auf 25 Minuten gestanden hätten. Da habe ich mir überlegt, okay, 25 Minuten mal 175 macht wie viel? 4.375 oder so? Und dann dachte ich, ja komisch, die Zahl, die ich jetzt hier ermittelt habe, mal so als grobe Schätzung, ist aber ganz anders als das, was der Kommentator bei Klardenken TV macht. Der war ja begeistert. Wir sind viele, das ist nicht nur ein Spruch, sondern Er entschuldigt sich, dass er am Anfang ja so wenig geschätzt hat. In Wirklichkeit sind es ja viel mehr. Und er hat gehört, es seien fast 20.000. Dann dachte ich mir, mein Gott, wie kann man bloß so blind sein? Der steht auf der Straße, hat die Kamera in der Hand oder zumindest das Mikrofon, kann die Leute zählen und hat keine Ahnung, was dort passiert. Und das fand ich also schon sehr erstaunlich und auch seine Aussage, ja, ich bin ja ganz neutral, ich bin ja bloß der Reporter und sehe das ja ganz sachlich und ständig heißt es, ja, wer nicht zur Demo geht, der soll sich was schämen, ja, und man muss ja auf die Straße gehen und, und, und. Ja, und endlich sind wir wieder viele. Da dachte ich mir, mein Gott, das ist ja Propaganda der dümmsten Art und Weise. Wie kann jemand, ja, der meint, dass er in der Protestbewegung ist, so einen Müll erzählen? So, und als es dann eben zur Abschlusskundgebung kam, ja, ja, auch vielleicht noch am Anfang, als der, wie heißt der von dem Käseblatt da in Berlin? Ja, ja, der Anselm Lenz. Also auch der hat eine ganze Menge Mist erzählt, aber auch alles alte Kamellen. Und dann war ich natürlich interessiert, was denn Michael Ballweg sagt. Und Michael Ballweg, okay, der hat so geredet, wie er immer geredet hat, aber er hat auch logischen Unsinn geredet. Zum Beispiel, jetzt nur eine markante Stelle, Dann erzählte er, dass eben die Staatsanwaltschaft eben sein ganzes Vermögen gefendet hätte. Und im nächsten Satz sagt er, er geht aber immer einkaufen und zahlt mit Bitcoin. Ja, sind jetzt Bitcoin kein Vermögen, was gefendet wird oder wie? Ja, also wie kann man so ein Quatsch erzählen, ohne dass die Leute dastehen und sagen, willst du uns für dumm verkaufen? So, und ja, dann kam das nächste, was ich mir noch angehörte, war dann eben zu seinem Kumpel. Und der hat natürlich eigentlich schon gar nichts Neues erzählt. Das einzig Gute an ihm war, dass der Erste war, der mal frei geredet hat. Aber auch er erzählte eigentlich nur irgendwelche Hoffnungshypotheken, was wir irgendwann mal vielleicht tun werden und würden und klagen könnten, weil ja eben... Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht verjähren. Und dann kam irgendwann mal noch die Rednerin, die dann was erzählte von dem Krieg. Und das sei ja... Genau, der Krieg, der sei ja quasi gegen... Wir seien ja doch Kriegspartei, da kann ich nur sagen, da hat die Person schlichtweg keine Ahnung von der völkerrechtlichen Einordnung. Wir haben ein Gutachten von dem Bundestagssachverständigen, Das ist ein spezielles Gremium und wir haben ganz klar festgestellt, nicht zum ersten Mal, dass man Kriegspartei nur dann wird, wenn man selber in Uniform dort mit eigenen Geräten teilnimmt, aber nicht, wenn man den Gerätschaften gibt und auch nicht, wenn man den Rat oder Schulung gibt. Was sagst du zu Ken Jebsen? Ken Jebsen habe ich mir nur noch angeguckt, als ich deine Zusammenfassung vorhin gesehen habe, weil nach dieser Frau, die da mit dem Krieg redete, da kamen die Musikertruppe und das war mir dann, also da kam es mir langsam wirklich von ganz unten aus dem Magen hoch. Da habe ich gesagt, das kann ich mir jetzt nicht mehr antun, bevor ich hier auf den Tisch kotze. Und habe dann gesagt, jetzt mache ich aus. Also diese Trauerveranstaltung war, Die ja überhaupt, ich meine, ich hatte eh nicht erwartet, dass da noch irgendwas passiert, ja, also jetzt auch im Vorwege nicht, ja, war da schon kritisch eingestellt, aber meine, ich sag mal so, meine schlechten Erwartungen, fingen schon stark untertroffen an oder unter dem Niveau an und dann wurde es aber auch immer schlechter. Und ich habe gesagt, bevor ich damit voll auf den Boden knalle, mache ich jetzt den Sender aus.
Eli
Ich glaube, das kann man zusammenfassen mit dem süffisanten Spruch, das hat schwach angefangen und dann stark nachgelassen.
Uwe
Genau an den Spruch dachte ich, ja.
Eli
Ja, okay. Gut, nee, kein Wunder, dass du dann irgendwann gesagt hast, okay, den Mist willst du dir nicht mal anschauen, geschweige denn wirklich vor Ort sein. Also die ganze Zeit reden wir auch über Mobilisierungspotenzial. Man darf ja nicht vergessen, dass jede neue Demo eine Werbung ist für eben die nächste Demo. Ja, wenn bei einer Demo wirklich halt der Bär steppt oder wenigstens in irgendeiner Form ... nachweislich sich irgendetwas zum Besseren oder auch nur zum Schlechteren wandelt, dann kann man sagen, zumindest ist da irgendetwas passiert. Während hier dieses Auf-der-Stelle-Treten und sei es auch mit solchen Hochkarätern wie Ken Jebsen, die dann auch wieder nichts anderes tun, als vom Blatt abzulesen, das ist ja nun wahrlich wirklich Zeitverschwendung. Und mir blutet das Herz für die Menschen, die wirklich hingefahren sind.
Uwe
Ja, vor allen Dingen, was ich so dachte, weil ich bin ja nun eh schon kein Demo-Gänger mehr. Meine Demo-Desinformationierung war ja schon am 11. Juli 2020, als ich selber in Hamburg auf einer Demo war, habe ich gesagt, ab sofort betrachte ich mich nicht mehr als Mitglied irgendwas. welcher fiktiven Widerstände, sondern sehe es nur noch als eine reine Bespaßungsgesellschaft an und habe mich ja später auch immer auch in Streams, die wir gemeinsam gemacht haben, diesbezüglich geäußert. Und wenn ich mir jetzt heute das angucke, nachdem wir ja nun schon längere Zeit nichts Konstruktives mehr bei den Demonstrationen gesehen haben, wenn das jetzt irgendein Nicht-Demo-Blasen-Anhänger sieht, Was soll denn der davon glauben? Was soll denn der davon halten? Das ist ja eine derart lahmraschige, langweilige Truppe gewesen, die dort war, wo ich den Eindruck habe, das ist ja quasi wie so eine Art fanatische Sekte, die, wie sagte sogar schon der Kameramann hier bei Klardenken TV, sich schlendern dahin. Ein gemütliches Schlendern. Und dann sind sie völlig apathisch. Da gibt es so gut wie gar keine Emotionen. Das Einzige, wo die Leute mal emotional bewegt waren, waren, wenn dann die prominenten Redner zu Ende gesprochen hatten. Es stellt sich fast die ironische Frage, haben sie geklatscht, weil die Rede so gut war oder weil sie froh waren, dass der jetzt von der Bühne ging?
Eli
Ja, richtig. Ich habe dazu Gordon im Vorfeld geschrieben, die spazieren da vor sich hin. Eher ist es ein Schlendern und irgendwann bin ich dann wirklich bei Flanieren gelandet. Also ganz ehrlich, anders kann man das, glaube ich, hier nicht zusammenfassen. Ich möchte zu Sven wechseln. Sven ist einer der wenigen von uns, der einzige von uns, wenn wir ehrlich sind, der in der Tat halt eben in Berlin war und sich das Ganze aus der nächsten Nähe angeschaut hat.
Uwe
Und der auch geredet hat, ne?
Eli
Genau, darauf hat er Wert gelegt, dass er das nochmal unterschreicht. Aber Sven, da muss man auch wiederum sagen, so sehr gerne ich das vielleicht gehört hätte, ich habe das Gefühl, es ist untergegangen in der Berichterstattung. Ich habe das Gefühl, die meisten haben das nicht mitbekommen. Aber die Frage ist eine andere. Die Frage ist, täuscht unser Eindruck, weil wir alles hier so Sesselfurzer sind, die aus der Ferne gucken? Oder war das in der Tat so mutlos, so kraftlos, wie was wir hier in der Anzeit gesehen haben? Weil du warst ja da. Also wie war es denn vor Ort?
Gast
Wir waren über neun Stunden da und beim zweiten Teil sind wir dann auch gegangen und haben gesagt, das müssen wir uns nicht antun. Aber ja, das ist richtig, du hast mir vorweggenommen. Aber trotzdem, wenn wir uns kritisieren, möchte ich dann auch mal Kritik äußern. Keiner von euch war da. Keiner hat sich nicht ans Bein gebunden und keiner weiß, wie der Zug war. Keiner weiß, wie ich da war. Keiner weiß, wie ich hinter den Kulissen aussah. Das ist ja immer interessant. Und auch du, Eli, nimmst immer wieder Markus Fuchs in Schutz. Ich nehme ihn nicht mehr in Schutz. Wer so eine Blödsinnige... Blödsinnige Demos, laufend, Woche für Woche macht. Entweder er verdient damit richtig Kohle, damit er das macht, weil der war, wo wir um 22 Uhr nach Hause gegangen sind, immer noch da am abbauen. Oder das ist wirklich Enthusiasmus, was ich mir bei keinem bei Leibe vorstellen kann. So, jetzt zum Zug, nur zum Malen. Ja, natürlich waren wir im Zug mit den Wittenbergern, natürlich haben wir Tacheles Geredes und natürlich kamen Leute von der Straße zu uns und sagten, ihr passt hier gar nicht rein, ihr macht was ganz anderes. Ja, natürlich, na klar, man kann alles kritisieren, definitiv, um Gottes Willen. Ich kritisiere zum Beispiel... Die Bühnenshows davor, danach, ich kritisiere das dahinter. Aber ich kritisiere nicht diesmal, und das ist das erste Mal seit anderthalb Jahren, dass ich das mache, nachdem wir Björn in Eisenhüttenstadt so ein bisschen kontrovers begegnet sind, dass er doch so langsam, langsam in einzelnen Schritten sich zurückentsinnt, wo er mal vor dreieinhalb Jahren angefangen hat. Er macht, natürlich singt er seine Rotzlieder, da mag jemand das gut finden oder wir schlecht finden, weil er nicht singen kann. Aber ich mag von Anfang an seine trottelige Art, wenn er mit Herzblut dort steht und sagt, hier muss ich was ändern. Und da muss ich positiv bemerken, dass er langsam wieder zurückkommt. Denn dort haben die Menschen auch geguckt und sagten, der Björn spricht ja jetzt wieder, endlich spricht er. Aber sonst, das Große, habt ihr vollkommen recht, definitiv, wenn wir hier nicht in kürzester Zeit, in kürzester Zeit, und wir haben nicht mehr lange Zeit, ich sage immer, bis Januar nächsten Jahres haben wir Zeit, wenn wir bis dahin nichts hingekriegt haben, Dann werden wir Ende Januar, Anfang Februar sehen, was hier alles passiert. Weil wenn die Herren Bundestagsabgeordneten von ihrem Urlaub wiederkommen, sind so viele Sätze verabschiedet, dass die uns um die Ohren knallen werden und wir überhaupt keine Rolle mehr spielen. Ich gebe euch allen recht, natürlich, die Bullen gelangweilt. Wir hatten einen Wagen mit Staatsschutz dabei, die auch gelangweilt irgendwas gegessen haben. Da war nichts, wo man sagen könnte, wir haben den Nerv getroffen. Ja, aber wie denn auch? Wie denn auch, wenn man die ganzen Geschäftsmodelle dahin holt und die dürfen noch mal Geld sammeln. Also Herr Ballweg hat ja vor zwei Tagen erst seinen Aufruf gemacht und hat gesagt, ich bin pleite, ich habe noch nicht mal eine Wohnung, ihr müsst mir Geld geben. Ja bitte, wer denen denn immer noch hinterher rennt und nicht aus Deutschland rausjagt, dann sind wir selbst dran schuld. Ganz einfach. Aber dann muss ich auch allen da draußen recht schieben, die sagen, Alter, ihr seid so oft auf der Straße und versucht und macht und tut und holt euch trotzdem diese Menschen wieder auf die Bühne, vor allen Dingen Bühne. Wir haben seit dreieinhalb Jahren nicht verstanden, dass wir hier keine Bühne brauchen. Wir brauchen Herzblut, wir brauchen Fakten, wir brauchen ein bisschen Polemik, aber wir müssen bei der Sache bleiben. Und Entschuldigung, dass ich mich darüber aufrege, Eli, du weißt, was Silke und mir passiert ist in der letzten Zeit. Wir haben so einen Kopf, wir haben heute alle unsere Kraft zusammengenommen und haben gesagt, okay, die Wittenberger kommen nach Berlin, wir unterstützen die. Eine Stunde nach Demo-Ende war die Euphorie, die wir so ein bisschen hatten von den Menschen, die dort waren und die Menschen können ja nichts dafür, die nach Berlin kommen und wiederum denken, oh, jetzt passiert endlich was, war das komplett weg. Wir saßen und haben was gegessen und haben gesagt, So, und was jetzt? Wir haben rausgekickt unter den Linden, da tobte das Leben, alle haben wieder ihr Ding gemacht und haben kurz geguckt und haben gesagt, oh, 400 Meter, die sind immer noch da am Brandenburger Tor. Es hat gar keiner irgendwie davon Kenntnis bekommen, was da am Brandenburger Tor los war. Du warst selber mit uns am Montagsspaziergang dabei, vom Alexanderplatz, und hast uns noch gesagt, Mannometer, wo ihr lang geht. Ich wusste ja nicht, dass hier im Regierungstuttle so viele Menschen wohnen. Verstehst du, du selber hast gesehen, dass man noch nicht mal weit weg muss in die Stadt, um Menschen zu erreichen. Und das ist das, was ich denen vorwerfe. Und wir müssen jetzt langsam mal konkret 100 Prozent anfangen, diese Menschen zu besprechen und zu sagen, du bist ein Kreisdreher, du bist bezahlt, du bist bezahlt, hau ab, wir brauchen dich nicht mehr. Uns geht es schlecht, uns Menschen geht es schlecht und wir brauchen authentische Menschen auf der Straße. Und das machen wir seit dreieinhalb Jahren. Warum meinst du, warum wir das fünf Monate nicht machen? Weil wir darin keinen Sinn sehen, weil die Menschen uns nicht zuhören, nicht verstehen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist viel zu stark, die Medien sind zu stark und unsere Marionetten-Bundesregierung macht das super schlau. Deswegen kommen wir nicht ran. Und wer macht mit? Der gesamte Widerstand macht mit. Da können wir hier sechs Mann sein. Entschuldigung, Philipp, dich nehme ich da raus. Wundere mich sowieso, dass du hier im Stream bist und nicht bei der Aftershow-Party von Captain Futura. Aber gut, das ist ein eigenes Ding. Du hast dein eigenes Leben. Du wartest auch noch, bis die Aliens landen. Viel Spaß, bis du sie getroffen hast. Wir nicht, weil wir stehen mit beiden Beinen hier in diesem Deutschland und wir wollen unser Deutschland retten. Aber mit den Figuren, die wir dort haben, Sei es Ballweg, sei es Ken Jebsen, der sich jetzt Westergeier-Watt nennt, der genug Geld gesammelt hat, sei es Captain Futucha, sei es Superman mit seiner vollkommenen Blödsinnigen Maskierung. So einen Menschen brauchen wir nicht mehr. Wir brauchen die Menschen, die anständig die Menschen da draußen erreichen und sonst gar nichts mehr. Wenn wir nach dreieinhalb Jahren immer noch quatschen, was ist das richtige Konzept? Und wir könnten ja mal probieren, Nein, nein, vorbei, Ausende vorbei, da muss ich eh die Rechte geben, da muss man Prioritäten setzen, dann fährt man eben mal mit der Familie fünf Tage in Urlaub oder wie wir, wir kümmern uns um unsere Familie, weil da Probleme gibt durch diese scheiß Zeit hier und keiner sieht es. Und wenn man die Protagonisten auf der Bühne sieht, dann möchte man die am liebsten in den Arsch treten und sagen, verpisst euch jetzt endlich. Entschuldigung, dass das emotional war, aber so emotional war ich heute auf der Straße und habe mich auch mit dem Thorsten Kirschke angelegt, bin mit ihm in eine Gespräche gekommen, wo viele Kameras dabei waren. Du hättest ruhig den Beobachter live mal gucken müssen, weil unser Uwe ist ja jetzt auch umgeschwenkt und macht das, was du mal gut angefangen hast, auf der Straße die Menschen zu interviewen. Er will eigentlich das übernehmen, was du mal gemacht hast, Edi, weil du einen Kopf mit anderen Dingen voll hast. Da sind Leute da, die bei uns waren. Auch Klaus S. war bei uns. Sven, Sven, Sven, mach mal einen Punkt.
Eli
Mach mal einen Semikolon wenigstens. Ich muss die anderen auch nochmal rankommen lassen. Aber ich freue mich zu hören, dass der Beobachter in meine Fußstapfen versucht, da zu treten. Ich glaube nicht, dass er es schafft, weil die sind eben zu groß.
Gast
Nein, nein, er will nicht da treten. Er macht sein eigenes Ding. Aber er sagt, was der Eli gemacht hat oder was er angefangen hat, das ist schon super gewesen. Und wenn man dort ansetzen könnte, wäre das sehr gut.
Eli
Absolut. Technisch ist er auf einem sehr guten Weg. Kannst du ihm gerne ausrichten. Also ich bin froh, ihn da beraten zu haben. So, Gordon, jetzt mal Flipper aus dem Mund. Jetzt geht es nochmal um dich. Mein guter, du und ich, wir beide, ja, uns verbindet ja nicht nur eine innige Freundschaft, sondern auch, dass wir mit zu den Ersten gehört haben, die sich getraut haben, in diesem Widerstand unter anderem eben diese ganzen Spenden, sag ich mal, Netzwerke offen zu legen. Teilst du mit dem Sven zusammen die Einschätzung, dass es nur noch ums Geldverdienen geht? Ist es wirklich so simpel? Oder ist hier, das ist ja mein Vorwurf, den gebe ich jetzt mal mit in den Raum, geht es auch darum, in der Tat halt den Widerstand, den Kopf zu verdrehen, ihn auf der Stelle treten zu lassen? Geht das beides Hand in Hand? Was hat Vorrang in deinen Augen?
Gast
Ja, ich fand das schon etwas übertrieben, was der Sven gesagt hat. Und da würde ich auch dem Philipp recht geben. Also nur weil ein Ken Jepps mal ein bisschen vom Blatt abliest, heißt nicht, dass seine Rede schlecht war. Und die anderen, die genannt worden sind, Banane, Future oder auch Superman, der ja völlig ohne Spenden seine Nummern da im Hintergrund macht und sich vernetzt. Gegen die würde ich überhaupt nichts sagen. Das zum einen. Das andere ist, diese Spendengeier, da geht es einfach um die faire Verteilung der Gelder. Ich habe heute auch wieder zum Beispiel eine Anfrage jetzt hier. Meine Tochter hat kein Geld, sie braucht aber rechtliche Vertretung in Buxtehude irgendwo, ja. Und diese Leute haben einfach kein Geld. Und man hätte das eben so aufteilen können, zum Beispiel im Sinne eines Prozessfinanzierers, dass alle was davon gehabt hätten. Ludwig hat das versprochen mit Klagepartner, er hat das nie eingehalten.
Eli
Wollte ich ja sagen, da gab es doch mal so ein Konzept, dass das in irgendeiner Form angestellt hat.
Gast
Ja, er hat gesagt, spendet mir was und dann mache ich was. Aber was er getan hat, hat er ja nie publiziert oder nie veröffentlicht. Und jetzt ist das schon wieder beim nächsten Spendending, macht er praktisch wie eine Dauerwerbesendung. Und ja, also warum muss man diese Leute noch holen? Das andere, was Sabine gesagt hatte, wir kommen ja nie in den Medien. Ja, da können aber die Leute nichts dafür. Das ist ganz einfach so, dass wir da ausgeschlossen werden. Ich glaube, Sabine hat das gesagt. Das ist natürlich bösartig. Und wenn wir da vorkommen, dann nur als Rechte oder irgendwelche Randerscheinungen. Da können ja dann auch die Macher nichts dafür. Allerdings wusste ich nicht, von wem ist das jetzt eigentlich? Ist das eine Querdenken-Veranstaltung? Wer organisiert das?
Eli
Also das Banner ist von Querdenken. Also ich glaube nicht, dass das Querdenken 030 ist als Initiative. Ja, aber ich sehe hier das Banner und ich glaube, es ist auch in allererster Linie dort gelaufen. Lieber Chat, da könnt ihr uns sehr gerne eines Besseren belehren, wenn wir das falsch verstanden haben. Unseres Wissens nach war das eine Querdenken-Initiierte, nenne ich es mal Veranstaltung, weil organisieren tut es ja immer Markus Fuchs, der einzige Dumme, der sich bundesweit noch findet, diese massenhaften Demos wirklich halt
Gast
Okay, ich will ja mal inhaltliche Kritik üben, hatten wir ja auch schon gemacht, also zum Beispiel Meditation finde ich super, das sagt ja auch Sabine. Und das hat aber auf der Bühne nichts zu suchen, wo man dann sagt, wir sind jetzt mal alle eine Minute lang still und spüren unsere Füße. Das hat da nichts zu suchen. Das ist einfach Unsinn. Und dann die Vermischung der Themen. Also wir hatten ja, ich war bei Sarah Wagenknecht da, da waren es 13.000. Heute, ich weiß nicht, 3.500. Andere sagten 8.000. Na, 4.500 wären es vielleicht gewesen. Na, 4.500 macht ja nichts. Also auf jeden Fall waren bei Sarah dann dreimal so viele. Aber man muss sich auf ein Thema fokussieren. Und wenn da drauf steht Weltfrieden, dann muss es um den Frieden gehen. Aber es ging ja wieder auch um die Reflexion von Corona und Aufarbeitung und so. Also was denn nun? Das Problem haben wir natürlich alle. Aber ich würde wirklich sagen, macht wenn eine Demo wirklich zu einem konkreten Thema, wenn es zum Frieden geht, dann macht es Frieden und dann braucht ihr auch nicht mehr Ludwig oder Beiweg einzuladen. Dann macht es bitte zu dem Thema und holt dann auch geeignete Redner rein zu diesem Thema und ohne Meditation. So, das wären zum Beispiel so konstruktive Vorschläge, wo ich sage, das könnte man besser machen.
Eli
Wie hat man reagiert auf deine Vorschläge, lieber Gordon?
Gast
Ja, ich habe da ein bisschen was, also das ist ja dann auch so ein Ding, das mögen die Querdenker nicht, wenn man sie kritisiert. Sie sind ja für Meinungsfreiheit, aber wenn man sie kritisiert, dann mögen sie das überhaupt nicht. Das kennen wir ja schon, ne. Da wirst du dann aus dem Chat rausgeworfen. Ist auch nicht der einzige, wo ich da nichts sagen durfte. Bei anderen war ich grundsätzlich gesperrt. Ich bin da einfach ein Störfaktor gegen diese Spendensammler und deswegen wollen die mich dann nicht haben. Aber nochmal konstruktiv, bitte dann ein Thema und dann so Meditation, das hat natürlich keinen Sinn. Und trotzdem nochmal, das hast du ja auch gesagt, die Streamer oder die Leute, die da waren, die können ja als allerletzte was dafür. Die wollen wirklich was machen. Und dass wir dann wieder nicht in den Tagesschock kommen. Gut, da lief heute CSD in Hamburg, waren es 250.000 zum Thema Transfeindlichkeit. Das war natürlich heute irgendwie im Fokus. Da müssen wir einfach mit leben. Aber da können die Leute nichts dafür. Das muss man, glaube ich, hier nochmal festhalten. Spannend.
Eli
Spontane Idee, die mir gerade gekommen ist in deinem Redeschwein, weil die Leute immer wieder sagen, wir bringen keine Konzepte, ohne in irgendeiner Form eine Ahnung zu haben, ob das was bringt oder nicht. Aber stellt euch mal vor, wirklich die Querdenker Nummer eins, Ralf Ludwig, Michael Ballweg, ja, und sogar Bodo Schiffmann kämen aus Tansania zusammen, um eine Demo zu machen für Transfreundlichkeit. Da würden die Medien staunen, da würden sie drüber berichten. Ja.
Gast
Einfach nur mal in die Medien kommen. Einfach nur mal versuchen, etwas anders zu machen. Einfach nur um aufzufallen. Das Problem an der Sache ist doch so, wenn jetzt Leute auch für diese Ukraine-Sache jetzt sagen würden, dafür gehe ich auf die Straße auch mit den Leuten, dann würden sie aber deswegen nicht kommen, weil sie ja damals gegen diese Querdenker waren. Das heißt, diese Leute schrecken eigentlich Menschen davon ab. Zum Beispiel zum Thema Frieden zu einer Demo zu kommen. Das sehen wir auch an den Zahlen von der Sarah Wagenknecht, die dann dreimal so viele Leute da hat. Also lasst diese Leute einfach raus. Ich habe das auch bei Anwälte für Aufklärung gesagt, schmeißt doch die Querdenker einfach da raus, dann komme ich auch wieder zurück. Aber das will man ja nicht. Man will ja daran festhalten und man hält da an Sachen fest, die einfach nicht funktionieren. Das Personal selber. Entschuldige, das ist der Kern im Hintergrund. Letzter Satz. 21 war es ja so, dass der gute Michi seine Bühne nicht bekam, weil es wurde ja verboten. Und da weiß ich, dass er den Orga-Teams am Abend vorher gesagt hat, da machen wir jetzt Party und dann fahren wir alle nach Hause. Wenn er also eine Spendenbühne nicht hat, dann geht er nach Hause. Und die Aktivisten haben gesagt, nö, Micha, wir gehen trotzdem auf die Straße. Das muss man ja auch wissen, Michael Ballweg, er war schon lange weg. Und sein Argument dezentral, er fand das immer toll, kaufe ich ihm nicht ab. Nein, er fand es überhaupt nicht toll. Er wollte immer nur die großen Bühnen, wo er das Geld machen konnte. Meine Ansicht, ein großer Redner war er nie.
Eli
Perfekte Überleitung, die du mir hier an dieser Stelle... Danke dir. Ich muss auch dir hier mal kurz einen Riegel vorschieben. Ich möchte zu Marc-André übergehen. Marc, du hast mir diesen wunderbar eleganten Gedanken mit auf den Weg gegeben, dass es Michael Ballweg in diesem Fall sehr speziell um etwas anders geht, weil er möchte ja im Prinzip sein Geld dort wirklich gut angelegt wissen in einem Projekt, was schon mal nicht funktioniert hat. Also sehr gerne in deinen eigenen Worten, was du davon hältst, von der neuerlichen Methode von Ballweg jetzt das Geld der Querdenker zu verprassen.
Gast
Frau Ballweg hat ja diese Serverstruktur angesprochen, die er da aufgebaut hat, dass wir möglichst schnell und toll vorankommen. Und alles, was man als Benutzer gesehen hat, war eine Videoplattform, die funktioniert hat.
Eli
Ja, die er nicht gemacht hat, die er nie betreut hat, die er selber nicht befüllt hat, sondern von der er einfach nur ein Prinzip gewonnen hat, das eine Open-Source-Gruppe an französischen Programmierern über Jahre aufgebaut hat.
Gast
Ja, genau. Und da ist anscheinend Geld hingeflossen und anscheinend fließt da immer noch Geld hin. Und wenn da halt kein weiterer Geldfluss stattfindet, dann ist halt die Plattform weg. Was Michael da aufgebaut hat.
Eli
Hast du außer PeerTube auf Querdenken-Logo oder mit Querdenken-Logo irgendwas mitbekommen von diesen wunderbaren IT-Netzwerken, die uns damals geholfen haben, Geschwindigkeit zu gewinnen? Äh, Schwurbeltreff. Schwurbeltreff, ja gut, aber von Geschwindigkeit kann man da nicht sprechen, das hat drei Jahre gebraucht.
Gast
Jaja, aber ich glaube, Schwurbeltreff ist auch irgendwie so ein Ding, was Captain Future, glaube ich, so ziemlich alleine aufgezogen hat, aber da habe ich keine Ahnung drüber.
Eli
Aber dann hat es ja doch wieder nichts mit den Strukturen von Michael Ballweg zu tun.
Gast
Also wenn, vielleicht floss dann da irgendwas und irgendwer, weil, wie gesagt, wegen IT muss man ja nicht unbedingt zu Ballweg gehen, ne?
Eli
Ja. Da gibt es andere, die das besser können, sagst du, in diesem Feld, auch bei uns in der Gruppe.
Gast
Ich wollte mal mit Michael darüber reden, sag mal, wie funktioniert denn das eigentlich? Kann das jeder machen? Kann ich jetzt auch ziehen und sagen, hey, ich mache jetzt meinen Spirit-Treff? Aber gut, anderes Thema. Was hast du noch auf dem Herzen? Also wenn du schon mal dran bist, zieh ordentlich vom Leder, wenn du noch was hast. Es war halt wieder einfach nur eine Bühne, um am Ende zu sagen Hey Leute, ich brauche Geld für Dinge, die am Ende nichts bringen, weil ich eigentlich gar nicht vorankommen möchte mit euch, weil nichts Konstruktives meinerseits gibt, was wir machen könnten. Ja, supi, juhu, ich zahle jetzt alles in Bitcoin. Ja, Michael, aber du hast irgendwie den anderen Leuten gezeigt, wie man mit Bitcoin umgeht. Und für viele ist das noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wie ich schon sagte, wenn dann, Michael, bitte bilde deine Leute, die dir folgen, auch entsprechend so, dass sie dir auf deinem Weg folgen können.
Eli
Ja, du hast vorhin diesen wunderbaren Spruch gebracht, entweder wir müssen die Politiker bilden oder wir müssen neue Politiker bilden. Aber er ist ja komplett apolitisch. Also bis heute ist es ja so, dass Michael Ballweg meines Wissens nach der Politik abschwört. Er hat ja sogar in Dresden am 17.06. abgesagt, weil es da hieß, er würde sich nicht mit Carsten Hilse von der AfD auf dieselbe Bühne stellen, obwohl er das vor einem Monat noch getan hat in Hannover. Also insofern bis heute überhaupt keinen politischen Knochen in seinem ganzen Körper.
Gast
Ja, aber er wollte mal Bürgermeister werden, aber will mit Politik nichts am Hut haben. Ich verstehe schon die Logik dahinter und die Schizophrenie sehe ich dahinter auch.
Eli
Absolut. Da hast du recht, den Bürgermeister, den habe ich schon ganz vergessen. Wobei, den lasse ich ihm sogar noch durchgehen, weil er hat es ja im Nachgang erklärt. Als Bürgermeister hat er die Möglichkeit, da über einen bestimmten Etat eine bestimmte Menge an Wahlplakaten in seiner Stadt hoffentlich medienwirksam eben zu verbreiten. Und er hat darin eine Möglichkeit gesehen, in Anführungszeichen auf Kosten des Staates Werbung für Querdenken zu machen. Also an sich, da hat er tatsächlich mal um die Ecke gedacht, wenn das denn stimmen sollte.
Gast
Es gibt tatsächlich noch wahrscheinlich bessere, tollere, witzigere Methoden, um tatsächlich endlich mal was zu bewegen. Meiner Meinung nach. Ja, also man hat es nicht mit einer kompletten Partei geschafft, also muss man in noch kleinerem Maßstab anfangen und zwar eigentlich bei sich direkt vor der Haustür.
Eli
Das ist ja das Witzige, wo du gerade von Partei sprichst. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass sein Best Buddy Ralf Ludwig nicht nur eine, sondern zwei Parteien gegründet hat und auch Bodo Schiffmann, ich glaube, in Zweien seine Finger mit dem Spiel hatte. Und bei beiden hat er überhaupt kein Problem, sich mit denen zu assoziieren, obwohl er die ganze Zeit gesagt hat, nee, nee, das machen wir mal schön apolitisch hier und laden uns da auch niemanden ein, der ein politischer Redner ist. Übrigens auch, Fun Fact, eine Möglichkeit, eine Bewegung auf der Stelle treten zu lassen, die man halt eben nie politisch wird. Weil was kann in letzter Instanz irgendwas bewegen, wenn wir jetzt nicht gewalttätig werden wollen? Eine Veränderung der Politik. Aber wenn wir nie auch nur politisch sprechen, geschweige denn politische Forderungen etablieren, dann stehen wir halt eben auch nach drei Jahren immer noch da und lesen vom Blatt ab. Und ob das jetzt nur Michael Ballweg macht oder leider Gottes sogar zwischen Ken Jebsen. Also wenn Ken Jebsen vom Blatt abliest, muss ich ganz ehrlich sagen, dann weiß ich, dann ist dieser Widerstand gestorben. Dann muss er irgendwie unter anderem Namen ohne Querdenken und vielleicht sogar auch ohne Ken Jebsen wiedergeboren werden. Aber das ist dann wirklich endgültig tot.
Gast
Die Jungs haben auch ihr Leben und ihren Job und da jetzt mal schnell so eine Rede auswendig lernen, aha, die Zeiten sind doch vorbei.
Eli
Was heißt auswendig lernen, Marc? Also entschuldige, ich weiß nicht, jeder bin ich, ja, aber Ken Jebsen ist doch jemand, der könnte auf einer Viertelarschbarkeit dir so eine Rede aus dem Ärmel schütteln. Also weiß Gott, wenn es einer kann, dann der, entschuldige.
Gast
Jedes Wort exakt stimmen und so, nachher hat man wieder irgendwelche Anklagen am Popo.
Eli
Achso, das meinst du, mhm. Aber was ein Widerständler ist, der ist auch bereit, für seine Ansichten ins Gefängnis zu gehen oder was auch immer. Ansonsten ist es halt eben einfach nur ein Paragrafenreiter, der sich da rückversichern möchte, dass er ja nicht in irgendeiner Form was Falsches sagt. Gut, also, lass uns weitergehen im Bunde. Philipp, mein Guter, du hörst uns die ganze Zeit zu, bist du diese schweigende Mehrheit, die im Hintergrund eigentlich innerlich tobt, obwohl du äußerlich so ruhig bist, die eigentlich sagen möchte, Jungs, ihr habt das gar nicht gepeilt. Jungs, ihr müsst endlich mal auf den Trichter kommen und der Trichter sieht so und so aus.
Gast
Ich bin einfach nur ein aufmerksamer Zuhörer und ich gebe dem Sven eigentlich auch recht. Ich kann dir da voll nachfolgen, was du vorhin von dir gabst, Sven. Was in dieser Bewegung einfach fehlt, sind klare Forderungen. Meines Erachtens. Wir haben die junge Zielgruppe halt überhaupt gar nicht abgeholt. Du hast oft zu Recht bemängelt, wir sind 45 plus. Sorry, das ist halt Katastrophe. Wenn wir die 18 bis 35-Jährigen nicht erreichen, dann sind wir auch schon quasi totgesagt. Also uns fehlt irgendwie ein Konzept, eine richtige Kampagne. Und da hätten wir uns zum Beispiel halt mal was von den Klimakleber irgendwie mal ab. Da könnten wir uns im Prinzip eine Scheibe abschneiden. Natürlich kann man jetzt sagen, die werden von Soros finanziert und die kriegen alle Kohle, aber sie schaffen es wenigstens in die Medien mit ihren krassen Aktionen. Das hat halt bei uns völlig gefehlt. Wir laufen halt seit Jahren einfach zum Spazieren gehen im Kreis. Das ist keine Kampagne, das ist kein Konzept. Und ja, und Querdenken hat halt das einzige Netzwerk aufgebaut und ist halt völlig in den Sand versetzt. Und jetzt haben wir es nicht geschafft, nach Querdenken halt nochmal ein neues Label, ein neues Netzwerk aufzubauen. Damit ist die ganze Sache halt einfach. im Sande verlaufen und wir sehen jetzt halt nur noch irgendwie 4.000 Leute auf der Straße und das ist halt sehr traurig. Ich bin völlig frustriert und ich bin vor allem so frustriert über diesen Egoismus, der innerhalb dieser Bewegung einfach zu Tage kramt. Jeder macht sein eigenes Ding und es ist einfach, wo ist diese Menschheitsfamilie, von der Daniele Ganser immer spricht? Ich sehe sie zero, null. Wir sind keine Menschheitsfamilie. Es ist einfach es ist kein wirkliches Miteinander. Es ist einfach nur es ist einfach traurig. Deswegen bin ich auch Und letzten Endes steige ich da im Prinzip auch aus, weil solange wir unseren Egoismus nicht irgendwie überwinden können, können wir gegen die da oben überhaupt gar nichts bewirken. Und im Prinzip machen wir es denen nur gleich. Und der größte Feind in unserer Bewegung war nicht irgendwie ein V-Mann oder sonst was, sondern der eigene, sture Egoismus.
Eli
Okay, that's it. Du, Philipp, ich finde es gut, dass du das dir jetzt mal so von der Seele sprichst. Gehst du damit auch in die, sag ich mal, Öffentlichkeit zumindest um dich drumherum oder ist das das erste Mal, dass sich das so Bahn gebrochen hat hier bei mir?
Gast
Nö, das habe ich schon öfters formuliert auf meinen Kanälen. Und ja, es ist nicht das erste Mal, dass ich genau das erzähle. Ich meine, ich habe auch schon Konzepte und Kampagne erstellt. Ich komme ja aus der Werbebranche. Ich habe ja 20 Jahre Imagevideos gemacht und weiß, wie man Kampagnen umsetzt. Und bei uns fehlt die Kreativität. Und ich habe auch schon mal ein komplettes Konzept erstellt für eine neue Kampagne, neues Logo, neues Label inklusive Videos.
Eli
Videokonzept und wie wir zwischen dir und Querdenken irgendwann mal einen Kontakt. Hast du irgendwas davon jemals anbringen können?
Gast
Ich habe es diversen Leuten natürlich verteilt und inklusive Markus Heinz und so weiter und noch diverse andere Leute. Aber es fand halt einfach kein...
Eli
Kein Gehör. Zu sehr waren wir alle verfangen in diesem Egoismus, glauben zu wollen, dass nur Michael Ballweg und nur Querdenken in irgendeiner Form die Rettung hier bringen kann. Und ja, das Resultat davon, das ist die Suppe, die wir jetzt alle zusammen auslöffeln müssen. Stichwort Suppe. Ich möchte zur veganen Spezialistin zurückkehren im Hintergrund, nämlich der Sabine. Danke dir für den Moment, lieber Philipp. Ich schalte dich nochmal stumm. Sabine, du bist jetzt freigeschaltet. Sabine, wenn du das jetzt so alles hörst, ich meine, du hast wie gesagt einiges davon schon durch und ich will es jetzt nicht wieder irgendwie, sag mal was, da bist du hier im Vordergrund.
Gast
Aber mein Akku ist gleich leer, also frag schnell.
Eli
Okay, dann ganz, ganz schnell. Also ist das alles jetzt gesteuerte Opposition und ist das einfach nur Zufall, der sich so ergeben hat? Weil das gibt es ja auch und darüber redet keiner, dass sich vielleicht einfach nur die Welt und die Zeit gegen uns verschworen hat.
Gast
Also ich glaube nicht, dass das gesteuerte Opposition ist. Glaube ich einfach nicht. Ich weiß nicht, warum vom Bauchgefühl irgendwie. Ich denke, das Problem bei uns im Vergleich zu diesen Klimaklebern ist, die haben keine wirklichen Persönlichkeiten. Das sind einfach so eine Horde von Leuten und die machen einfach das, was ihnen gesagt wird. Bei uns gibt es vielleicht einfach zu viele. Vielleicht nicht unbedingt welche, die jetzt charismatisch sind oder so, aber bei uns haben zu viele Leute einfach eine Persönlichkeit und eine eigene Meinung, vielleicht auch, weil wir älter sind. Und deshalb ist es einfach schwieriger, irgendwie so eine gemeinsame Linie zu finden. Und wie auch schon gesagt wurde, ist ja ganz klar, wenn man so Demos macht oder irgendwas Politisches macht, braucht man doch einfach klare Forderungen. Also wirklich einfach formulierte, klare Forderungen. Wenn ich so eine Demo mache zum Beispiel, sage ich ja nicht irgendwie, ich demonstriere. demonstriere, sondern ich sage, ich demonstriere für die Abschaffung von Tierversuchen und dafür, dass tierversuchsfreie Methoden benutzt werden. Oder ich demonstriere dafür, dass Fleisch nicht mehr subventioniert wird. Also ich muss ja konkrete Forderungen haben. Ich kann ja nicht losgehen, jetzt auch bei unserem Widerstand und einfach nur, ich demonstriere jetzt für die Menschen. Das bringt ja nichts. Du musst eine konkrete Forderung haben. Und das ist irgendwie manchmal ein bisschen am Untergehen. Und wie du auch, also sagt man natürlich, wenn jemand wie Ken Jebsen, der wirklich einfach labern kann, also ich meine, du und ich, wir können labern, aber Ken Jebsen kann ja noch viel besser labern, der braucht eigentlich nicht so einen Zettel, um irgendwas abzulesen. Das finde ich dann irgendwie schon, weil jemand, der hat Charisma, der ist eine Persönlichkeit und hat Charisma, der muss eigentlich auch das nutzen, um die Leute ganz anders noch mitzureißen, weil das kann er. Und wenn er dann wirklich einfach nur so vom Blatt abliest, dann ist das wirklich so, dass ich denke, jetzt sind wir am Arsch.
Eli
Sabine, weißt du, wenn ich glaube, dass wir wirklich am Arsch sind, ist, wenn du und ich anfangen, vom Blatt abzulesen. Also dann weiß ich wirklich, dann ist Polen offen. Dann ist wirklich nichts mehr zu holen. Dann ist der allerletzte Funke Widerstand wirklich endgültig gestorben und dann kann man wirklich gar nichts mehr an irgendeiner Form wiederbeleben. Gut, Sabine, ich sehe dich schwitzen. Ich danke dir aber dafür, dass du deine Zeit uns geopfert hast. Ich hoffe, du kannst dich abkühlen. Das haben wir jetzt gerade gar nicht mitbekommen. Aber danke dir, dass du dazugekommen bist. Und abonniert die Sabine. Es gibt sie im Internet unter, hilf mir mal Sabine, Freedom for Future.
Gast
Freedom for Future.
Eli
Genau, Freedom for Future. Richtig. Danke dir, dass du mit am Start warst. Gut, lasst uns weitergehen in der illustren Runde. Könnt ihr noch, liebe Freunde, oder seid ihr langsam aber sicher durch? Ich meine, wir sind jetzt schon seit Stunden hier auf Sendung. Ich würde auch sehr gerne neben meinen Gästen, die im Stream sind, auch euch, die hier im Chat seid, zu Wort kommen lassen. Also wenn ihr vielleicht die eine oder andere spannende Replik habt oder was auch immer, können wir sehr gerne auch darauf eingehen. Aber es wäre spannend zu wissen, ob ihr, wie gesagt, immer noch am Start seid, ob wir weitermachen sollen oder nicht. Vielleicht, um das ein Stück weit wenigstens zu testen, können wir eine Sache machen, und zwar das hier. Wir machen das mal ganz kurz als Intermezzo, um zu testen, ob wir hier jetzt noch eine Viertelstunde nur oder vielleicht noch mal eine Stunde ausholen. Und zwar helft mal mit, helft uns mit, diese Umfrage hier zu befüllen. Ihr könnt das tun auf D-Live, auf Facebook, auf YouTube und auf Twitch, indem ihr im Chat jetzt etwas schreibt. Ja, ihr könnt es aber auch tun, wenn ich das jetzt gleich nochmal in den YouTube internen Abstimmungsmechanismus weitergebe. Die Frage wird aber dieselbe bleiben. Und zwar hat die Demo in Berlin heute etwas gebracht? Wenn ihr meint, ja, unbedingt, ohne dass ich euch jetzt konkret frage, was, dann bitte Ausrufezeichen Vote 1. Wenn ihr meint, keine Ahnung, das wird sich zeigen, ich frage mich im Hinterkopf, wann, aber wie dem auch sei, dann Ausrufezeichen Vote 2. Wenn ihr aber meint, nein, das war alles Zeitverschwendung, dann solltet ihr aber auch bitte eine Argumentation parat haben, weil einfach nur meckern kann ja jeder. Uns müsst ihr dann schon ein bisschen auch argumentativ erreichen. Für den Moment hat eine Person zumindest abgestimmt, auf welcher Plattform auch immer, und hat sich für die Option 3 entschieden. Wie bei FZ6, dir gebührt die Ehre. Also zeigt mal, ob ihr mit am Start seid, indem ihr hier entsprechend ein Lebenszeichen von euch gebt. Ich gebe im Hintergrund dieselbe Umfrage auch nochmal mit. Im YouTube-Chat, wir machen das jetzt einfach mal alle zusammen, hat die Demo in Berlin was gebracht? Also erstens ja, zweitens vielleicht und drittens ganz klares Nein. So, jetzt kann sich keiner wirklich drücken auf YouTube, wo wir viele Zuschauer haben. Dankeschön übrigens an alle, die nach der Sommerpause jetzt so unverhofft zurückgekommen sind. Dort könnt ihr jetzt auch einfach nur mit einem Tipp, ihr müsst nichts wirklich jetzt hier, keine zusammenhängenden Wörter, sondern ihr müsst einfach nur auf eurem Bildschirm tippen. Ihr habt das gemacht, um in diesen Stream zu kommen. Ich hoffe, ihr schafft das auch, um an dieser Umfrage hier teilzunehmen. Also lasst mich wissen, was ihr denkt und ob die Meinung, die wir hier auf dem Bildschirm sehen, von eben der Meinung abweicht, die ihr mir im Chat auf YouTube eben mit auf den Weg gebt. Für den Moment sieht es so aus, als wenn 85 Prozent, 86 Prozent der Menschen aktuell sagen, die Demo in Berlin hat leider Gottes nichts gebracht, war eine Zeitverschwendung. Nimra Tisbo auf YouTube sagt, das war ein alter Schuh, das hat nichts gebracht. Viele Leute sagen jetzt gerade Vote 3, aber Laterne, Laterne sagt Vote 1. Und er oder sie steht damit nicht alleine da. Das sind noch einige andere. C-Cell Mar, C-Cal Mar auf D-Live hat das jetzt gerade auch gevotet. Und ja, Laterne habe ich auch schon erwähnt. Es sind also nicht viele, es sind aber nichtsdestotrotz 15%, zumindest von denen, die hier mit teilgenommen haben. Ich gucke jetzt auch gleich nochmal in die Verteilung im YouTube-Chat. Und wir sehen dort, dass bei 44 Stimmen, alle anderen haben wir wahrscheinlich schon irgendwie hier dusselig gequatscht. Dass dort aber nichtsdestotrotz 64% sagen, nein, das hat leider gar nichts gebracht, 22% sagen vielleicht und immerhin 13%, also ähnlich wie hier oben, da sind wir gerade bei 15%, sagen, ja, das hat in der Tat in irgendeiner Form etwas gebracht. Gut. Also, damit seid ihr wach und eigentlich soll ich euch fragen, wollen wir noch weitermachen oder wollen wir es dabei bewenden lassen, weil liebe Freunde, es wird ja natürlich nicht besser. Also insofern, wenn ihr wollt, dass wir hier nochmal wirklich längere Zeit dranbleiben, dann solltet ihr uns das in irgendeiner Form mit auf den Weg geben, am besten jetzt im Chat. Ansonsten gucke ich weiter in der Runde und in der Runde sitzt zum Beispiel der Gordon, der ist noch motiviert und der Uwe. Also Uwe, du bist die stille Stimme, die graue Eminenz aus dem Hintergrund. Du hast Wolfgang Wodarg mal zu Recht so bezeichnet und du hast damals Recht behalten. Von daher, ich möchte zurück zu dir gehen. Mach dich bitte mal obenrum frei, da, wo das Mikrofon ist. Einwandfrei, jetzt hab ich dich. Sag mal was, da bist du auch groß. Ja, ich bin auf Sendung. Du bist auf Sendung, einwandfrei. So, lieber Uwe, die Frage ist ja natürlich eine ganz klare. Und zwar ist dieses Schiff, erinnere dich zurück, in diesem Stream hab ich das schon mal gesagt, ist dieses Schiff noch in irgendeiner Form zu bewegen? Also sind wir jetzt im Unrecht zu sagen, dieser Widerstand, so wie er jetzt ist, er muss sterben, er ist im Untergang geweiht, er ist vielleicht quasi schon tot. Oder kann man da noch irgendwie Kurs korrigieren?
Uwe
Nein, ich denke, man muss ja auf eine Metaebene mal gehen und mal schauen, was der Widerstand rein quantitativ geleistet hat. Das heißt, wir sehen jetzt nach dreieinhalb Jahren, dass eben der Widerstand von nominal 1,3 Millionen oder seien es auch nur 17.000 gewesen, selbst wenn es nur 17.000 gewesen wären, jetzt sind es dann 4.650, denn diese Zahl wurde heute genannt auf der Bühne. weil jemand gesagt hatte, du hattest doch ein Menschenzählgerät dabei, wie viele waren es? Und dann sagte er glaube ich 4.637 oder so. Gut, also das heißt selbst jetzt nach dreieinhalb Jahren ist die Anzahl der Protestler für die wichtigste Demo gerade möglich. mal ein Dritter von der minimalsten Anzahl, die wir früher waren.
Eli
Das heißt, wenn früher... Nee, nee, nee, von der maximalsten Anzahl, die wir früher waren. Wäre ja eine Sache, wenn wir die minimalste gewesen wären.
Uwe
Nein, ich sage ja die 17.000, die die Presse damals kundgetan hat. Selbst wenn es die 17.000 waren... Dann sind ja die 4.500 mal gerade ein Drittel. Und wenn man sagt, es waren aber 500.000, da sind wir ja mal noch nicht mal bei einem Prozent. Das heißt also, die Leistung der Protestbewegung ist die, dass sie von ihrem Maximum... Uwe, ich muss dich ganz unhöflich an dieser Stelle unterbrechen.
Eli
Das ist ein super genialer Gedanke, den du mal einfach so gelassen nebenbei aussprichst, aber den die Leute hoffentlich nochmal mitnehmen. Alle da draußen, die argumentieren, wir waren 500.000, alle da draußen, die argumentieren, wir waren 1,2 Millionen oder vielleicht sogar noch viel mehr, alle, die da oben, also denen ins Gehirn geschissen worden ist, von der Polizei, von Querdenken und von wem auch immer, je größer die Zahl ist, für die ihr euch einsetzt, die ihr argumentiert, umso größer der Schwund zum heutigen Tag. Während wir nämlich tatsächlich in der Tat damals nur 17.000 gewesen oder wie ich und Uwe ja gesagt haben, vielleicht maximal 50.000 am 1.8., dann ist der Schwund nur 90% hin zu den 4.650, die wir heute erlebt haben. Wenn wir aber damals, liebe Freunde, über eine Million gewesen sind, dann könnt ihr euch das selber ausrechnen. Ich glaube, das ist bei ungefähr 2.000%, wie viel wir dann entsprechend halt weniger geworden sind. Also alle ihr da draußen... die ihr behauptet, wir waren 500.000 oder eine Million oder was auch immer, je höher eure Zahl, umso schlimmer das Abnehmen der Demo-Bewegung angesichts der Fakten, die wir heute auf der Straße sehen. Das ist nun mal so.
Uwe
Das ist quasi aus der Metabetrachtung die rein quantitative Ebene. Wenn man jetzt noch mal schaut, was ist denn das Potenzial der Protestbewegung? Jetzt hat ja zum Beispiel der Sven argumentiert ja auch immer so, man muss die Leute abholen, man muss mit denen reden, man muss die erreichen. Dieser Aussage ist zwar verständlich, aber sie widersteht diesen Trends, sondern es gibt mehrere Untersuchungen in den letzten Monaten, die ganz klar zeigen, dass im Mainstream, und wir reden jetzt nicht von der Protestbewegung, sondern von den normalen Bürgern außerhalb der Protestblase, der Trend sich zunehmend dahin entwickelt, dass die Leute sich um ihre eigenen Sachen kümmern, dass sie sich um ihre Familie kümmern, dass sie sich zurückziehen. Der Fachbegriff heißt, glaube ich, Korkuning, also sich quasi ein- einspinnen in seine eigene Welt und die Außenwelt draußen vorlassen. So, und jetzt ist natürlich die Frage, wenn das der Fall ist, nimmt ja auch das Potenzial der Leute, die man ansprechen könnte, kontinuierlich ab. Und was das Aberwitzige ist, gerade dadurch wird der Widerstand ja gestärkt. Denn die Leute, die sich ins Kokoning einspinnen, die nichts mehr mit der Außenwelt zu tun haben. Warum wollen sie denn nichts mit der Außenwelt zu tun haben? Weil ihnen die Propaganda zu viel ist, weil ihnen das, was sie dort erleben, zu viel ist. Die wollen ihre Ruhe haben, die wollen das alles nicht mehr hören. Das heißt, die werden auch dann, wenn sie sich in ihr Heim zurückziehen, den Fernseher ausschalten, die werden die Nachrichten nicht mehr so viel hören. So dadurch werden sie innerlich immer freier werden und immer weniger der Propaganda unterliegen. Und dann kommen wir auf Dauer dahin, Wie es früher in dem Spruch hieß, stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Damit war ja nicht gemeint, stell dir vor, es ist Krieg und du demonstrierst dagegen. Das ist ja was anderes. Denn dagegen zu demonstrieren ist nicht hingehen. Nicht hingehen heißt, ich mache einfach nicht mit. Und dieses Kokoning. ist quasi jetzt ein Ausdruck des kollektiven Volksbewusstseins, ich mache nicht mehr mit. Und die, die dann nicht mehr mitmachen, das sind keine Protestler, das sind immer mehr normale Bürger, die sagen, scheiß auf die Politik, die können doch machen, was sie wollen, ich kümmere mich um mein Leben, da kann ich versuchen, mich zu optimieren, da kann ich versuchen, meine Zeit zu genießen und alles andere erdulde ich und erleide ich. Aber es sind ja nicht nur die, die die das erdulden und erleiden. Es sind ja auch die Leistungsträger. Es sind die Soldaten, die Polizisten, die Feuerwehren, die Beamten, die gehören doch auch zum Volk. Auch die machen dieses Kokonin. Das heißt, in dem Moment, wo diese Ermüdungserscheinung, diese Rückzugserscheinung kollektiv sich verbreitet, ist das ganze Propagandasystem, wird auf immer dünnere und schwächere Beine gestellt. Es sind dann nur noch die Politiker und nur noch die Presse. Und alle anderen, jetzt mal hochgerechnet, machen nicht mehr mit. Dann sind wir in Zeiten wie bei der DDR, wo die sagen, lass die doch da reden. Es interessiert uns einfach nicht. Und die Frage ist, ist das ein Zeichen von Schwäche oder ist das ein Zeichen von Stärke? Und ich sage, es ist ein Zeichen einer anderen Form von Stärke. Denn die Protestler, die glauben, weil sie viel männliche Energie haben, der was tut, der ist stark. Aber wir vergessen ganz, dass der, der nichts tut, auch sehr stark ist. Und die stärkste Kraft, die nicht nach außen wird, sondern komplett aufsaugend ist, ist im Universum zum Beispiel ein schwarzes Loch. Nur mal als Beispiel. Das heißt, eine negative Energie kann unheimlich stark sein, aber der, der auf der männlichen Energie ist, der sagt, ich muss was tun, der versteht diese negative Energie nicht. So im Kampfsport kennt man das, ja im Aikido zum Beispiel, im Judo, da weiß man das, dass die weibliche Energie, Dinge geschehen zu lassen, Dinge aufzunehmen, Dinge ertragen zu können, das ist eine Stärke. So und was wir jetzt sehen bei diesem Kokuning, das ist nicht ein Wegrennen, sondern es ist ein Bedürfnis, sich zu konzentrieren, eine innere Stärke aufzubauen. Und weil dieser Trend seit Monaten da ist, und zwar in der Mainstream-Bevölkerung, wird die Protestbewegung überhaupt nichts mehr auf die Beine kriegen. Das heißt, alle, die jetzt noch Maßnahmen ergreifen und sagen, wir müssen jetzt mehr tun, die werden, das prognostiziere ich, ganz fürchterlich scheitern, weil sie gegen den unbewussten Kollektivtrend sich verhalten.
Eli
Ich glaube, da sprichst du noch ein wahres Wort noch gelassener aus. Und auch das muss ich noch einmal auf meine Art und Weise unterstreichen, auch wenn du das eigentlich schon gut formuliert hast. Weil im weitesten Sinne muss man ja dazu sagen, in der Tat sind das jetzt also globale Trends, die sich auf nationaler Ebene, zumindest in Deutschland, manifestieren, sodass wir sie beobachten können und analysieren können. Aber es ist ja nicht nur in Deutschland der Fall, sondern es ist ja ein globales Abfallen von diesem ganzen Demo-Aktionismus. Ja. Und so ist nun mal der Lauf der Zeit, so wie du mir das immer beigebracht hast in so vielen Folgen, die wir uns die Nächte um die Ohren geschlagen haben. Das Pendeln geht in eine Richtung und unweigerlich früher oder später geht es in die andere Richtung. Wo man zu viel autoritäre Staatsgewalt beobachtet, wird es wie in der DDR oder sei es jetzt zum Beispiel bei uns ein Gegenargument geben, das sich ganz natürlich früher oder später formiert und dann halt dementsprechend auflädt und dann aber auch wieder entlädt. Und genau das beobachten wir jetzt. Und jeder wiederum, ja, denselben Gedanken wie vorne aufgreifend, der jetzt meint, nein, nein, wir waren aber so viele, der arbeitet erstens gegen sich und gegen seinen Gedanken dieser sogenannten Bewegung, aber darüber hinaus, jeder, der das also jetzt beklagt, der jetzt sagt, er ist gegen den natürlichen Lauf der Dinge, Wie du es beschreibst, tut der Bewegung und sich selbst damit, wenn er sich dazu zählt, auch keinen Gefallen, weil in Anführungszeichen produktiver wäre es, er würde sich in sein Schicksal ein Stück weit zumindest fügen, weil wir jetzt wirklich halt auf dieser Meta-Ebene diese Tendenzen sehen und je mehr wir dagegen ankämpfen, ja, umso mehr werden wir uns wie im Hamsterrad, ja, wirklich verausgaben bis zum Gehtnichtmehr, um weiterhin auf der Stelle zu treten. Wir sind wie in einem drogensüchtigen, sag ich mal, Schuss, kurz vor dem goldenen Schuss, in dem wir denken, nur ein Quäntchen mehr Anstrengung, nur ein Quäntchen mehr Starpower, nur ein Quäntchen mehr was auch immer, Berlin, ja, oder Ballweg oder was auch immer, und dann wird es schon kommen. Aber nein, es wird nicht kommen, egal wie sehr ihr euch da jetzt an dieser Stelle eben gegen die Windmühlen stellt, weil die Windmühlen am Ende, sie werden gewinnen, weil es gibt eine Zeit, in der man kämpft, gegen die Windmühlen und das gibt es eine Zeit, in der man von den Windmühlen besiegt wird. Und in diesem ewigen Hin und Her, in diesem Ying und im Yang, in der weiblichen Energie und in der männlichen, ist das Einzige, was wirklich nachhaltig ist, liebe Freunde. Und das ist der Wandel. Und dieser Wandel, er kommt, ob ihr wollt oder nicht. Wenn ihr versucht, den zu forcieren, Und wenn ihr versucht, die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, dann könnt ihr das natürlich tun. Aber um Gottes willen erstens nicht mit den Methoden, die schon vor drei Jahren nicht funktioniert haben. Und zweitens wird euch das nicht nachhaltig passieren oder gelingen. Weil die Welt und der Lauf der Welt ist stärker und ist auch unnachgeblicher als ihr. Ja, lieber Uwe, schön, dass wir diese Sachen so wunderbar rausarbeiten. Du legst vor, weißt du, und ich hause dann rein. Also ganz ehrlich oder umgekehrt, keine Ahnung. Aber das macht auf jeden Fall Spaß, hier so zu tun, als wenn wir die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten.
Uwe
Die Weisheit ist ja ganz einfach zu fressen, nur die meisten Leute wollen sie ja nicht hören. Die meisten Leute wollen ja eben gerne kämpfen. Das heißt, sie fühlen sich dann lebendig, wenn sie Widerstand haben. Und dass aber der Widerstand dazu führt, dass die eigenen Kräfte verzerrt werden, wenn man gegen einen gleichstarken oder stärkeren Gegner antritt, ist natürlich vorhersehbar. Und da erinnere ich mal an das einfache Prinzip, was schon der Militärstratege Clausewitz vor 150 Jahren formuliert hat, das sinngemäß heißt, trete nie in eine Schlacht ein, wenn du nicht vorher weißt, dass du sie gewinnst.
Eli
Ja, ich weiß nicht, ob das Clausewitz war oder Sun Tzu, aber die Aussage bleibt auf jeden Fall richtig.
Uwe
Es war Clausewitz, weil Sun Tzu hat es natürlich auch noch anders formuliert. Und was wir immer haben hier bei den ganzen Protestbewegungen ist eben diese Hoffnungshypothek. So diese Hoffnungshypothek müsste man gar nicht haben, hätte man unsere Videos aus September 2020 gesehen, wo wir unter anderem... die drei Demo-Arten in Hongkong, in Frankreich und Amerika untersucht haben, wo Millionen von Leuten demonstrieren und was haben sie bewegt? Nichts. Also wenn schon Millionen von Leuten nichts bewegen, wie sollen denn dann 5.000 oder 10.000 oder 20.000 was bewegen? Das ist doch einfach logischer Unsinn.
Eli
Wir haben den amerikanischen Bürgerkrieg uns damals angeguckt, wir haben die Mutter aller Revolutionen, die französische Revolution uns angeguckt und natürlich auch damals die Aufstände in Hongkong. Also insofern, wer diese Videos wieder alle sehen möchte, sie sind auf meinem YouTube-Kanal damals, glaube ich, gelöscht worden, aber Uwe, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, ich glaube, die gibt es noch bei dir zu sehen, oder? Bei mir gibt es die, ja. Ja, genau, also wer möchte, der kann das trotzdem.
Uwe
In der Playlist, wo es dann um Proteste und Widerstand geht, da sind die relativ oben noch angesiedelt, weil es ja noch in 2020 war.
Eli
Genau, jetzt Marc-André. Marc, was hast du auf dem Herzen?
Gast
Demos, was verändern würden, wären sie verboten. Der Spruch, der müsste dir ja auch geläufig sein und deswegen sehe ich auch eigentlich gar nicht mehr die Demonstration als solches Mittel zu benutzen, sondern, naja, also... Wie wir schon gesehen haben, funktioniert der Widerstand am besten dezentral. Ihm fehlt eigentlich nur die Idee, genauso wie Philipp das angesprochen hat. Es fehlt eigentlich das Konzept, dass alle nachmachen können und dass die da oben in Angst und Schrecken versetzt. Die dachten halt tatsächlich, wir wären echt mega viele und deswegen haben sie wahrscheinlich auch die Impfpflicht gekippt. Auch gar kein Problem. Aber das wird kein zweites Mal funktionieren. Jetzt müssen wir viel, viel schlauer eigentlich agieren. Und manche werden es jetzt hassen, aber eigentlich hatte die Basis recht, eine wichtige Säule herzunehmen und zwar die Säule der Transparenz.
Eli
Das musst du mir jetzt mal erklären, weil die Basis hat nicht viel richtig gemacht, weder politisch noch im Widerstand, meiner Meinung nach.
Gast
Die Säule hat sich umgesetzt, hat in keiner Form und deswegen sind auch die Leute weggerannt, reihenweise. Deswegen muss man das von vornherein gleich clever angehen. Also, wie kann ich jetzt am besten mich dezentral organisieren, aber quasi auf einer unteren Ebene in diesem beschissenen Spiel mitspielen. Ich freue mich auf die Auflösung. Das Einfachste ist, lasst euch in den Stadtrat wählen. Ja, also ich weiß jetzt nicht, ob das in jeder Stadt gleich ist, aber du brauchst eine bestimmte Anzahl an Leuten, die sagt, hey, den Typen möchte ich im Stadtrat sehen und bam, hast du einen Sitz im Stadtrat.
Eli
Anstatt sich aus der Politik rauszuziehen, wie so viele das ja tun, die sich komplett im System verweigern wollen, das System von innen heraus zumindest ein Stück weit zu beeinflussen.
Gast
Geh in deinen Stadtrat, weil du kannst was in deiner Stadt verändern und du nimmst den Politikern damit auch Macht weg. Und davor haben die am meisten Schiss, weil Ich kann jetzt hier nicht so viel aus dem Nähkästchen plaudern, aber ich weiß, dass manche Stadtvereine, manche andere Stadtvereine finanzieren und die stehen dann am Straßenrand und schreien, wir sind bunt.
Eli
Ja, ich möchte an dieser Stelle nur darauf verweisen, dass auch eine AfD, die einige Leute jetzt aktuell für den Halsbringer halten, auch mal klein angefangen hat. Dass man auch in einen Bundestag oder zum Beispiel ins Europaparlament oder EU-Parlament, wie es ja richtigerweise heißen müsste, nur kommt, indem man halt eben mal klein angefangen hat. Und da hat sich schon mal jemand den Gedanken gemacht, wie man nachhaltig Wandel herbeiführen kann in unserer demokratischen Gesellschaft.
Gast
Richtig, aber was machst du jetzt gegen die ganzen großen Probleme, die du quasi von außen kriegst? Diffamierungen etc., PP, bla bla. Machst du wie Livestreamer. Stream deinen scheiß Arbeitsalltag live als Stadtrat. Bring die Politik einfach in die öffentlich nutzbaren Medien, in TikTok-Videos, scheißegal. Und veranstalte regelmäßig irgendwelche netten Veranstaltungen, auf denen du die Leute einlässt und mit ihnen teilnimmst. Oder weiß der Geier, was macht, ja? Also theoretisch kannst du jeden Aspekt, den wir jetzt innerhalb dieser drei Jahre kennengelernt haben, in klein nehmen, dezentral machen und mach halt Party mit deinen Leuten in deiner Stadt. Naja, vielleicht nicht unbedingt Party machen, aber auf jeden Fall...
Eli
Da sind wir wieder bei Bilden. Das ist ein wichtiges Schlagwort für dich heute, das du mit reingebracht hast in die Diskussion. Danke dafür. Es reicht nicht, dass wir sagen, Wissen ist eine hohe Schuld. Das ist dieser Spruch, da kommt mir das grüne Kotzen hoch. Freunde, Wissen ist eine hohe Schuld, natürlich, ein Stück weit. Aber irgendwann ist jemand auf euch zugekommen und hat euch ein gewisses Etwas mitgeteilt. Oder in euch gab es irgendetwas, was ihr auf der Suche war, dass ihr etwas finden könnt. was euch dann den letzten Rest gegeben hat, damit ihr gesagt habt, okay, jetzt tritt das die Kaskade in Gang, die euch dann geführt hat in den Kaninchenbau, bis ihr irgendetwas begriffen habt. Aber zu sagen zu jedem, Wissen ist eine hohe Schuld, wenn du keine Ahnung davon hast, wie die Sachen da laufen, ja, dann ist es dein Fehler, ja, und da kann ich dir nicht helfen, dann macht ihr komplett das Falsche, weil wem nützt es, auf gut Deutsch gesagt, wenn die 4.650 Leute heute in Berlin alles wissen, Über den Lauf der Welt und über die Dinge, wie sie gelaufen sind. Mit hier hat jemand in den Stream reingeschrieben, wer hat es in Getorex und hast es nicht gehört. Wenn dein Nachbar es nicht weiß. Der Nachbar ist es, um den du kämpfen musst. Nicht um dich selbst. Du gehörst schon zu denen, die aufgeweckt sind. Dich kann man von der Liste streichen. Du bist in Anführungszeichen fast, muss ich es so brutal formulieren, irrelevant. Ja, es geht darum, die Herzen und es geht darum, auch den Verstand irgendwo ein Stück weit zu inspirieren oder zu erreichen der Menschen, die nicht auf unserer Seite sind. Und das muss man halt eben wirklich auf eine Art und Weise aufziehen, die mit Demos nicht zu erreichen ist.
Gast
Aber Wissen kann definitiv keine hohe Schuld sein.
Eli
Ja, ich argumentiere auch nicht so. Genau, aber das wird ja immer wieder gesagt, genauso wie wir sind viele und hast du nicht gehört.
Gast
Und früher war das auch so, dass die älteren Leute die jüngeren ausgebildet haben. Mhm. Überlegt euch, wie es in einem kleinen Dorf zugehen muss. Ja, das stimmt. Da kann, wie gesagt, Wissen auch keine Hohlschuld sein. Ich weiß nicht, was du weißt.
Eli
Das Konzept des alten, weisen Stammeshäuptlings, das ist so alt wie die Zeit selbst. Und seine Aufgabe war es dann halt eben, seine Erfahrungen entsprechend zu teilen. Wenn er das nicht getan hat, dann hat er seine Bestimmung verfehlt. Und die Aufgabe im Prinzip der Menschen um ihn herum war es zu sagen, okay, ich höre zu, ich respektiere das Alter, ich respektiere deren Erfahrungen und ich versuche da etwas draus zu machen. Aber ich habe auch keine andere Wahl, weil eine Gesellschaft funktioniert nur am besten so, wenn man halt eben ein Stück weit von oben herab, vom Alter, von der Vernunft herab, entsprechend runter kommuniziert zu den Neugeborenen, die neu dazustoßen, die ja nicht anders können, als zu Anfang ungebildet zu sein. Es ist an sich nicht falsch, wenn man zum Beispiel auch die Kinder in die Schule schickt, solange ihnen das Richtige eben dort beigebracht wird. Es ist in der Natur des Menschen, lernen zu wollen. Und wenn man dann aber sagt, nein, nein, du darfst nur lernen, was du selbst gelernt hast, ja, Freunde, dann werden wir auch lange Zeit blöd bleiben, weil dann muss jeder auf denselben Rechen 180 Mal drauf treten, bis er irgendwann kapiert hat, okay, das tut dann irgendwann in der Fresse weh. Das könnte man auch einfacher haben, indem man entsprechend zu einem Lehrer geht, der einem dann sagt, du, pass mal auf, ich hab das schon 180.000 Mal durch, glaub mir, mach das mal so und dann können wir darauf aufbauen und irgendwann haben wir Mozart und dann, was weiß ich, die 5. Sinfonie von Beethoven. Ja, also wenn die alle von vornherein wieder alles neu lernen müssten und jeder das Rad neu erfinden müsste, ja, dann würden wir uns wiederum im Kreis drehen und dann sind wir wieder bei Ballweg. Gut, Marc, lass mich jetzt abschließend einen Rundumschlag machen bei allen Beteiligten. Uwe, du warst gerade schon mal dran. Ich mache jetzt mal zu Sven. Ist es safe, wenn ich jetzt mit dir... Noch mal kurz einen Plausch führe, weil du bist tödlich gelangweilt, wie du da aussiehst am Steuer. Ich bitte dich, deinen Ton einzuschalten. Ich hoffe, du kommst da ran. Okay, super. Also, lieber Sven, ich weiß, das wird dir nicht gefallen, was wir hier gesagt haben, weil viele von uns sind ja so ein bisschen der Meinung, der Lauf der Zeit, den muss man auch eben seinen Lauf lassen. Du bist ja einer, der in der männlichen Energie sehr verhaftet ist. Du willst etwas tun, du willst die Kinder retten. Ich kann es absolut nachvollziehen. Aber kannst du einsehen, dass wir vielleicht auch ein Stück weit Recht haben?
Gast
Ja, natürlich. Klar, wir machen es ja teilweise genauso. Also wir sind ja auch nicht mehr auf der Straße und kämpfen hier wöchentlich zwei, drei, vier Mal um Gottes Willen. Natürlich muss jeder auch sehen, was er selber macht. Und natürlich kann man den Lauf der Zeit nicht aufhalten. Und trotzdem muss man sehen, wie man da am besten durchkommt. Bin ich bei euch, natürlich. Aber bei einigen Dingen wird mir bei euch so ein bisschen das verallgemeinheit. Ich bleibe dabei, weil das ist mein Spruch, Wissen ist eine Hohlschuld. Ja, nicht bei allem, aber bei den grundlegenden, elementaren Dingen ist Wissen eine Hohlschuld. Also ein kleines Beispiel, jeder, der sich impfen lässt, sollte vorher wissen, auf was er sich einlässt. Wenn man dann Leute hört, ich weiß gar nicht ganz genau, aber der hat mir das gesagt, dass das gut ist. Ja, okay, dann ist er doof und bleibt doof. Alles gut. Das Verallgemeinern, das stört mich so ein bisschen dabei. Aber sonst, ja, natürlich, so sind wir auch, so sitzen wir auch da und sagen, hey, wir kümmern uns um uns. Wir müssen gucken, wie wir hier durchkommen, weil irgendwann stürzt das Kartenhaus zusammen und wir sind die Letzten, die das sinkende Schiff verlassen. Das wollen wir ja natürlich auch nicht. Aber zwischendurch, wenn mal wieder genug Kraft da ist oder mal so ein bisschen, wo wir sagen, ach komm, wir machen mal noch was. Weil wir doch noch den Glauben an die Menschen hier in unserem Land noch nicht ganz verloren haben. Da muss man halt was machen. Wir können nicht die ganze Zeit nur doof rumsitzen und gucken und schauen, was die Politik und was die Superreichen mit uns vorhaben. Das kann ich leider nicht. So bin ich nicht aufgewachsen und das möchte ich auch nicht. Aber natürlich gucken wir selber, wo wir bleiben. 100 Prozent. Da gebe ich euch recht.
Eli
Ja, naja, also es ist nicht so, dass sowohl Uwe als auch ich dazu argumentieren, dass man wirklich jetzt komplett jetzt apathisch nur noch in seinen Konkord leben sollte, aber man sollte halt auf jeden Fall, ich glaube, das ist wirklich die Kerne, was wir heute aussagen wollen, man sollte nicht permanent drei Jahre lang am Stück im Kreis rennen und in irgendeiner Form erwarten, dass sich dann irgendetwas ändert. Also mindestens soweit müssen uns doch die Leute mal ein bisschen entgegenkommen, dass wir sagen, okay, wir haben jetzt genügend Argumente vorgelegt, dass es mit den Methoden, die wir drei Jahre ausprobiert haben, nicht funktioniert. Und wenn Wissen eine Hohlschuld ist, wie du behauptest, dann hätten auch die ganzen Querdenker das langsam aber sicher mal begreifen sollen. Es sei denn, sie haben halt vielleicht eben ein anderes Interesse, das ihnen von anderer Stelle eingeflößt wird.
Gast
Dazu kommt, was Uwe die ganze Zeit gesagt hat, wie wir Deutschen gemacht worden sind. Wir sind hörig erzogen worden, wir machen alles, wir rennen Idolen hinterher. Und wenn irgendeiner, der irgendeinen Doktortitel hat, das ist A, dann muss das A sein und nicht B. Wir hinterfragen ja nicht mehr. Und dann hat das alles keinen Sinn mehr. Und da hast du vollkommen recht. Und wie oft sitzen wir da und sagen, ey, wenn sie das so wollen, dann müssen sie eben in ihr Verderben rennen. Und wir müssen zusehen, wie wir da am besten rumkommen. Das machst du, das macht ein Uwe, das machen alle, die hier drin sind. Das macht sehr ein Gordon, der im Hintergrund trotzdem hilft. Das machen wir auch. Wir sind im Hintergrund immer noch für die Menschen da. Und wer Hilfe will oder möchte, für den sind wir da. Oder der Wissen von uns haben möchte. Natürlich klären wir die auf. Aber eben nicht mehr so, wie wir es mal gemacht haben, weil wir sehen, dass das, was wir gemacht haben, nicht bringt. Aber wir haben gesehen und das sagen manche, mit denen wir zusammen gearbeitet haben, wir waren, wo wir noch so oft auf der Straße waren, den Querdenkern oder den Demos weit voraus. Und diesen Anschluss wollten die nicht mitmachen. Und das ist ein Problem gewesen. Wir haben es nicht geschafft, ein Konzept zu fahren, genau wie der Uwe sagt oder wie andere sagen oder wie der Gordon sagt. Natürlich, wir sind seit anderthalb Jahren dabei zu sagen, wir sind keine Friedensbewegung, verdammt. Wir haben ganz andere Probleme hier in unserem Land. Eine Friedensbewegung, eine Bürgerbewegung, die habe ich schon mal. Okay, wenn sie die haben möchten, dann sollen sie sich der anschließen. Aber ich werde nie eine Friedensbewegung sein. Werde ich nicht. Warum? Wir haben ganz andere Probleme und um die Probleme möchten wir uns kümmern.
Eli
Vor allem haben wir Frieden. Also jeder, der in irgendeiner Form argumentiert, dass wir jetzt im Krieg sind. Ja, der hat halt, wie gesagt, wie Uwe vorhin gesagt hat, nicht wirklich aufgepasst. Also sowohl nominal als auch per Definition, wie auch immer man das betrachten möchte. Gott sei Dank, muss man sagen, gibt es ja tatsächlich in Deutschland Frieden und wir haben andere Baustellen, an denen wir ansetzen sollten. Gut, lieber Sven, da danke ich dir auf jeden Fall auch dafür und es sei doch einmal betont, ja, von all uns hier Sesselpupern, wie wir hier in der Runde sitzen, bist du der Einzige zusammen mit... deinem Team und deiner ganzen Unterstützung im Rücken, der tatsächlich in Berlin mit am Start war. Und dafür gebührt euch Ehre. Ich sage immer, Ehre, wem Ehre gebührt. Du hast es heute einfacher gehabt als wir. Du kommst aus Berlin, aber nichtsdestotrotz allein der Fakt, dass du aus Berlin kommst, macht es ja wieder wett, wie schwer du es eigentlich hast in deinem restlichen Leben.
Gast
Ich wollte gerade schon sagen, es ist noch schwerer als ihr. Und ehrlich, stell dein Licht immer unter den Schatten. Wir sollten mal alle dreieinhalb Jahre zurückdenken, was wir alle schon gemeinsam, gemeinsam, gerade mit dem Uwe, gerade mit dem Thilo, ich habe es schon mal gesagt, was wir alle gemeinsam erreicht haben.
Eli
Cleverer Widerstand, ich kann mich immer noch erinnern.
Gast
Das sollten wir nicht vergessen, niemals sollten wir das vergessen. Vielleicht bleibt bei dem einen oder anderen davon was hängen. Dass wir zwar immer Kritik geübt haben, aber das sollte immer nur konstruktiv sein. Wir können nichts dafür, dass andere die nicht angenommen haben. Hätten die andere schneller angenommen, hätten andere nicht auf dieses Geld geguckt, nicht auf ihre Ego-Schienen weiterverfahren, wären wir vielleicht eventuell ein bisschen weiter. Aber wir sind es nicht. Und damit müssen wir uns auseinandersetzen. Da habt ihr recht.
Eli
Vollkommen recht. Die Leute schreiben hier gerade im Chat, der Sven ist geil, von dem möchte ich mehr hören. Sven ist super, schreibt jetzt hier auch Astrid H. Und in der Tat ist das ein regelmäßiges Feedback, was wir da bekommen.
Gast
Interessiert aber kein mehr.
Eli
Naja, sag das nicht. Weißt du, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber irgendwann ist die kritische Masse da. Wer mehr von dir hören möchte, freie Geister 4Gs und hilf mir nochmal auf die Sprünge, wie war der andere Spruch?
Gast
Wir zusammen.
Eli
Wir zusammen, genau. Früher mal Alexander Platz. Das gibt es auf Telegram, liebe Freunde. Wer dem Sven öfter mal lauschen möchte, schauen möchte, was er so macht, sehr gerne, freut er sich da auch über eure Unterstützung. Wobei das jetzt nicht als Spendenaufruf zu verstehen ist, sondern einfach nur als Aufruf, euch mal mit seiner Person auseinanderzusetzen.
Gast
Wir haben noch nie Spenden genommen, wir haben noch nie Spenden gesammelt und wenn, dann nur für ein paar Banner. Ja, das war auch alles. Aber ich hoffe, dass wir trotzdem alle, wie wir hier sitzen, habe ich davon gelernt und meine Partnerin genauso, die Silke, dass wir euch alle schätzen. Gerade dich, Ili, gerade dich, Thilo und den Gordon seit kurzem.
Eli
Ja, den Gordon schätze ich auch noch seit kurzem.
Gast
Mensch bleiben. Daran arbeiten wir ja alle, dass wir menschlich bleiben und empathisch bleiben. Und dann vielleicht können wir mit unserer Art, die wir eigentlich privat haben, viel, viel mehr erreichen wie auf der Straße.
Eli
Ja, als auf der Straße muss ich jetzt als Grammatikpapier hier noch einmal ankreiden, aber ansonsten hast du inhaltlich recht und witzigerweise nimmst du da ja auch einen Gedanken auf von einem anderen cleveren Mitdenker. Ich glaube, das ist Ralf Bühler zuzuordnen, der gesagt hat, was ist unser kleinster gemeinsamer Nenner? Wir sind alle Menschen und den hast du gerade hier gebraucht.
Gast
Einen lieben Gruß auch an den Ralf. Er fehlt hier heute in dieser Runde.
Eli
Ich habe ihn angeschrieben. Ich hatte gehofft, er würde dazukommen, aber naja, was nicht ist, kann ja noch werden. Gut, Sven, danke dir dafür. Und Gordon, du bist schon freigeschaltet. Gordon, die ganze Sache. Eine Frage hab ich noch. Ich weiß nicht, ob ich die dem Sven hätte stellen sollen stattdessen oder eher dir. Aber du bist ja auch ein erfahrener Demo-Gänger. Inwieweit ist der Faktor Berlin vielleicht ein Faktor gewesen beim Scheitern dieser Demo hier heute? Wir lieben es, über Berlin so ein bisschen herzuziehen, zu Recht. Eine der widerwärtigsten Städte in mindestens Deutschland, wenn nicht ganz Europa. hat vielleicht die ganze Sache nur nicht gezogen, weil es halt nach Berlin gerufen wurde. Weil von Anfang an, vom 1.8. wohlgemerkt 2020, nach Berlin gerufen worden ist und nicht etwa in irgendeiner anderen Stadt, wo es Spaß gemacht hätte, hinzukommen und zu demonstrieren.
Gast
Weiß ich nicht, das würde ich so nicht sehen. Also ich meine, ich bin oft genug nach Berlin gefahren, es ist ja immer weit aus Köln, aber das war ja so ein historisches Datum, das muss man ja in Berlin machen. Also dass es in der Stadt gelegen hat, glaube ich nicht. Die Polizei ist besonders hart in Berlin, klar, aber jetzt ja auch nicht mehr. Also ich glaube eher das, was auch Philipp gesagt hat, dass man es hat vermissen lassen, die Menschen mitzunehmen, die sich auch engagieren wollten. Das hat man gar nicht haben wollen. Man wollte mehr einen Personenkult aufbauen als eine Bürgerbewegung. Es gab halt keine vernünftige Orga, gibt es bis heute irgendwie nicht. Und ich glaube, da liegt das Problem. Ich weiß noch, damals als Querdenkende nach Köln gekommen sind, haben wir ja gefragt von unserer Demo hier in Köln, ob da ein paar Aktivisten von uns reden dürften. Und da wurde dann gesagt, ja, aber nur wenn Geld bezahlt wird. Ich meine, wo gibt es denn sowas? Wo gibt es denn sowas, dass man zum Beispiel auch eine Friedenstaube als Marke anmeldet? Das sind alles so Zeichen, dass das eher so ein Club war von Leuten, die eben auf den Personenkult gehen wollten, anstatt wirklich... gemeinsam, was Sven gesagt hat, da auch eine Bewegung aufzubauen. Und selbst die Leute, die sich angeboten haben, die wurden praktisch auch von Kopf gestoßen teilweise. Und die haben dann irgendwann auch die Lust daran verloren. Die wurden diffamiert, die wurden bis hin zu nach Mexiko. Nur noch ein Drittel.
Eli
Ja, erinnere dich zurück, der Mann in dem roten Shirt, Stefan, glaube ich, hieß der Mann, der sich da wirklich verausgabt hat, der nie einen Cent gesehen hat. Ich meine, er ist ein Beispiel von vielen, der in Mexiko da ein sehr, sehr trauriges Dasein fristen musste und das, obwohl er ursprünglich mal als Best Buddy von Michael Ballweg gestartet ist. Nur sobald man da irgendwie angeeckt ist und gesagt hat, okay, hör mal, so wie du den Laden hier führst, das ist weder dezentral noch effektiv, dann wurde man halt eben rausgekantet. Und dann hat der Druck dieser, sag ich mal, dieses ... dieses Gewichts von Querdenkensreputation so schwer gewogen, dass da Leute teilweise wirklich fluchtartig das Land verlassen haben.
Gast
Ja, ich habe auch interne Infos aus den inneren Querdenkenkreisen, wo mir die Leute erzählt haben, dass Ballweg das praktisch so wie eine Firma geführt hat. Das heißt, man konnte immer irgendwelche Vorschläge machen, aber angenommen wurde es nie, er hat auch nie was dazu gesagt. Er hat das einfach so an sich abperlen lassen und dann so sein Ding gemacht, genauso wie er das haben wollte. Und Vorschläge waren ihm praktisch wurscht. Und er ist schon anders als so, wie man ihn jetzt so als netten Bärchen wahrnimmt. Also er zieht sein Ding straight durch. Da ist er dann schon eher so Firmenchef, wie ich gehört habe. Und geht da eben nicht auf die Leute ein. Das mag jetzt so immer nett wirken, aber sagen lassen tut er sich nichts. Da ist er doch sehr stur. Also das ist, was ich so gehört habe aus.
Eli
Dann bist du nicht alleine, lieber Gordon.
Gast
Dann war es ja natürlich auch so, da hat er sich jetzt ja anders geäußert, dass man sagt, ja man muss auch mal die Leute bezahlen. Und so, ja, weil früher hieß es ja immer die Menschheitsfamilie. Das heißt, alle machen umsonst. Ich sammle die Spenden. Wir erinnern uns mit Ticket in der Hand. Wie viele Leute hatte er denn zu dem Zeitpunkt von dem ganzen Geld schon geholfen, was jetzt eingefroren ist? Also ich weiß es nicht. Ich sehe da keine. Und das haben auch die Leute mittlerweile auch begriffen und deswegen sind sie auch enttäuscht und deswegen war es auch falsch, heute einen Ludwig und heute einen Balwig einzuladen und nicht einfach straight was zu machen zu dem jetzt wichtigen Thema Frieden. Da hätte man mehr Leute erreicht, meiner Ansicht nach. Und am Standort Berlin würde ich das nicht festmachen, um deine Frage zu beantworten.
Eli
Also, ich würde das gar nicht mal so sehr ausschließen, weil man darf nicht vergessen, es ist nun mal kein Ort, der in irgendeiner Form zieht, auch wenn es das mythische Datum vom 1.8. bemüht. Die Leute haben inzwischen auch zugehört, lieber Gordon, dir, mir, Uwe, vielen anderen auch, die richtigerweise gesagt haben, okay, demonstrieren kann vielleicht ja sogar irgendwo funktionieren, aber um Gottes willen doch bitte nicht im Tierpark in Berlin auf der Rückseite vom Brandenburger Tor. Also spätestens da bin ich halt wirklich raus.
Gast
Ja, da bin ich aber anderer Meinung. Es ist halt so, ob so eine Demo wahrgenommen wird oder nicht, immer dieses Märchen von, am Wegesrand erreichen wir noch die Leute, das ist Unsinn. Wenn die Medien darüber berichten würden, dann würden wir wirklich viele Leute erreichen. Das hat nichts damit zu tun, wo wir da rumstreudern, dass der ein oder andere am Wegesrand noch was hört und sich dann anschließt. Ja, kann passieren. Aber das ist doch eher ein Nebeneffekt. Seien wir doch mal ehrlich, solange die Medien nicht berichten,
Eli
Aber mit alten Konzepten werden sie natürlich auch nicht berichten, wenn das ein altes Konzept ist. Wenn man im Prinzip denselben ausgelatschten Schuh jetzt zum dritten Jahr in Folge noch einmal immer wieder bemüht. Und mit den alten Leuten.
Gast
Und mit den alten Leuten vor allen Dingen. Ja, das ist richtig.
Eli
Stattdessen, wie gesagt, man könnte medialen Widerstand machen, man könnte politischen Widerstand machen, man könnte sogar, Achtung, Freunde, ökonomischen Widerstand machen. Ihr beklatscht das alle. Zum Beispiel, wenn ihr nach Amerika schaut, der Budweiser-Boykott, wo alle Leute wirklich reihenweise aufhören, das Bier einer bestimmten Marke zu trinken, weil man halt sagt, mit deren politischen Statements geht man nicht d'accord. Da könnte man ja auch mal gucken, okay, welche andere Marke produziert was, mit der ich nicht d'accord gehe, politisch gesprochen, in Deutschland. Und dann rufe ich zu einem politischen Boykott auf, der sich auf ökonomischer Ebene halt eben äußern könnte. Dann würde wieder darüber berichtet werden. Aber das ist nur einer Gedanke von so vielen, den man hier mal aus der Kalten anbringen könnte. Stattdessen hören wir weiterhin auf Michael Ballweg, der uns erzählt, dass er mal wieder keine Kohle hat. Und ich bin heute noch nicht mal dazu gekommen, ihm den Arsch aufzureißen, dass er ja arbeiten gehen soll wie alle anderen Leute. Warum hat der überhaupt das Vorrecht, sagen zu müssen, dass er für seine Arbeit nur Spenden zu kassieren hat, anstatt zu sagen, nee, nee, er muss sich in der freien Marktwirtschaft beweisen, so wie alle anderen. Das ist ein Konzept, das im Kreis bleibt.
Gast
gerne zu sagen, hat ja behauptet, er hätte die Hälfte von dem Geld in die Technik investiert. So, jetzt muss man ja wissen, Peertube ist ein Open Source Software, also das brauchst du ja gar nicht entwickeln, sondern da kaufst du dir einen Miet-Server, für 29 Euro spielst du das Ding auf. Und wie ich aus den internen Gruppen gehört habe, wollte er für das Setup, er wollte also, dass seine gesamten Ortsgruppen ein Setup bezahlen und dann eine monatliche Gebühr. Das sind teilweise arme Schweine, also selbst daraus wollte er tatsächlich noch ein ein Geschäftsmodell machen. Das muss man ja auch mal dazu wissen. Und die tollen Bots, die er da programmiert für Telegram, die waren ja so nur, dass er in den Gruppen vertreten war, dass er dort immer seine News posten konnte. Das war ja auch so das einzige Werbekonzept, was vorhanden war. Und dann kamen die Busse zu einem Ort und eine Stunde später nach der Demo waren sie wieder weg. Weil er nämlich in allen Gruppen das posten konnte. Und ich meine, dafür eine halbe Mio ausgeben, halte ich für komplett übertrieben, muss ich mal sagen. Ist auch nicht glaubwürdig in meinen Augen. Aber er wollte selbst mit der Technik sogar noch Geld verdienen. Das sollten die Leute ja auch mal dann dazu wissen. Und er behauptet, hier irgendwas aufzubauen, obwohl er eine Open Source Software benutzt, also eine Umsonstsoftware. Und dann verlangt er auch noch von Leuten, die nichts haben, dass sie ihnen das abkaufen und set up und als mögliche bezahlen. Und das andere Ding ist dann noch, wenn er sagt, wir müssen jetzt in diese versteckten Untersoftware-Dinger, Das führt nur dazu, dass du in der Blase bleibst. Ich bin jetzt auch kein großer Freund mehr von YouTube. Aber auf der anderen Seite, wenn man nur 4711 Media, wie das von Ralf Ludwig hieß, in der Blase sendet, dann bekommt es erst recht gar keiner mehr mit. Da könnte man schon sagen, das ist ja sowas von extremst kontraproduktiv. Anstatt gegen die Zensur zu kämpfen, fügt man sich dann der Zensur. Im besten Fall nicht durchgedacht, würde ich mal sagen.
Eli
Naja, was heißt nicht durchgedacht, also irgendwie so viel Dummheit, ja, das kann man sich wirklich auf einem Haufen schon gar nicht mehr leisten, ohne dass man sagt, das ist das System. Ich wollte es doch nett sagen, Elia. Ja, ja, aber mein Gott, in dieser Uhrzeit sind wir doch schon im Erwachsenenprogramm, also ich bitte dich, lieber Gordon, ja, ganz ehrlich. Und du hast da absolut richtig touchiert, ne, eine Open-Source-Software wollte der uns hier verkaufen, also irgendetwas, wovor er jetzt Aufbaugebühren oder Aufsatzgebühren im Prinzip fordern könnte und, ja.
Gast
den Leuten verkaufen, ich mache ein Setup und nehme dann jeden Monat einen Muni von euch. Oder Wikipedia zum Beispiel. Das ist ja so eine Internetsoftware für Webseiten. Also er hat dann ein Produkt, was völlig umsonst ist und erzählt uns, er hätte dafür eine halbe Mio ausgegeben von den Spenden. Also ich meine, ganz so dumm bin ich auch nicht umso mehr.
Eli
Dann behauptet er immer wieder, er hat sein eigenes Geld da hinein investiert. Am 17.02.2022 hat er behauptet, ich habe keine Kohle mehr, unterstützt mich mal bitte. Dann kommt raus, er hat 600.000 Euro zu diesem Zeitpunkt noch an Rohmetallen bei sich rumliegen. Er hat ein Auto, das mehr wert ist, als was die meisten Leute in einem Jahr verdienen. Er hat eine Kaffeemaschine, in der könnte man schlafen, so luxuriös ist die. Er hat ein ganzes Haus, von dem Uwe schon berechnet hat, das ist 2,2 Millionen Euro wert. Und das war alles noch nicht genug, ja, unmittelbar am Folgetag dieses Aufrufs. sollen mutmaßlich über 80.000 Euro allein dafür bei ihm eingegangen sein, dass er nur gefragt hat. Und auch dieses Geld, wohlgemerkt, sagt er ja, will er jetzt irgendwie den Widerstand zuführen. Nur im Widerstand kommt es nie an. Und wenn es dort ankommt, dann behauptet er, nee, nee, das ist wiederum euer Fehler, dass ihr das nicht begriffen habt, weil ihr habt es nur nicht gesehen.
Gast
Er hat ja auf der Bühne auch davon gesprochen, dass er das Geld ausgegeben hat. Das ist ja nicht wahr, sondern er hat das Spendengeld, was er bekommen hat, angeblich für diese Projekte ausgegeben. Ja, also und dann kommt noch die Willkürlichkeit dazu. Wir hatten auch noch das Thema weibliche Energie hier, was der Uwe reingebracht hat. Und da muss ich auch sagen, im Sinne dieses Zusammenhalts, was Philipp auch angesprochen hatte, ich glaube, wir waren deutlich mehr Frauen. Ich rechne mit so auf jeden Fall 60 Prozent Frauen waren auf der Straße, waren mehr als Männer, aber auf den Bühnen kamen die nie an. Haben wir ja auch heute wieder gesehen. Das ist, glaube ich, auch so ein Fehler, dass man da hätte mehr Frauen irgendwie auch mal die Möglichkeit geben müssen, zu sprechen im Sinne des Zusammenhalts. Das hat ja auch nicht stattgefunden, leider.
Eli
Man hat die Frauen halt wirklich nicht eingebunden. Also es war in der Tat keine von unten herauf irgendwie aufgebaute Partisanenbewegung, die es vielleicht irgendwie gebraucht hätte, um da wirklich nachhaltig was zu bewegen. Als man das getan hat, als die Leute einfach nur auf die Straße gehen mussten im Winter 2021, da waren die Frauen mit dabei und da hat das geholfen, dass man die Masse hatte. So einfach war die ganze, sag ich mal, Sache. Aber von allem, was da von oben aufoktroyiert worden ist, würde ich mal jetzt davon ausgehen, ohne das gelesen zu haben wiederum. Fallen Frauen nicht ins Gewicht oder treten sie in diesem Querdenken-Manifest, wie man Demos und Widerstand organisiert, eben nicht auf? Und da könnte man ja auch schon wiederum Vorwürfe machen, die der Michael hier Wuschelkopf erstmal zu entkräftigen hätte. Aber gut, der kann sich für ganz vieles anderes noch und nöcher.
Gast
Würde ich noch eine Sache gerne sagen. Ich fand die Moderatorin heute, bei allem, was auch negativ so gesagt worden ist, die fand ich wirklich sehr gut heute. Ich finde, die hat das sehr gut moderiert. Sehr angenehm. Ich fand sie gut.
Eli
Ja gut, aber das ist wie wenn du sagst, lieber Gordon, der Mann bei der Hinrichtung der Wahrheit, der hat das aber wirklich super toll moderiert.
Gast
Ich habe jetzt auch gesagt, die anderen, die da nicht für Spenden gestanden haben, die waren auch gut und nur weil Jebsen abgelesen hat ein bisschen, fand ich ihn jetzt auch nicht schlecht. Also du meinst tatsächlich, dass diese Dame, diese Neuauflage von Giovanna Winterfeld? Das kann man gut finden oder nicht. Wenn einer mit Musik irgendwie, jeder macht es auf seine Art. Wenn Captain Futurist mit Musik macht, Björn Bananes mit Musik macht, der Superman in dem Kostüm, aber er auch sein Projekt kostenlos praktische Zusammenarbeit macht. dann fand ich das alles in Ordnung, muss ich so sagen.
Eli
In Ordnung mag es ja durchaus sein, aber weißt du, wer Mario Buchner kennt, schon von 2020, der hat damals prophetisch richtigerweise gesagt, nichts ist in Ordnung mit diesem Land. Wir machen uns alle nur etwas vor und wir hoffen irgendwie auf irgendeinen Messias, während wir eigentlich die ganze Zeit im Kreis drehen. Und ich sage ja gar nicht, dass wir alles anders machen müssen. Ich will einfach nur, dass wir die offenkundig falsch gemachten Dinge der letzten drei Jahre endlich aufhören, immer wieder zu wiederholen, um mal neuen Konzepten Raum zu geben. Das ist alles, was ich an dieser Stelle, wenn man das so sagen kann, verlange. Gut, also lieber Gordon, danke dir auch für deinen Beitrag hier an dieser Stelle. Wir machen den Sack zu, indem wir uns nochmal den Philipp mit in die Runde hier reinholen. Gordon wird stumm geschaltet, Philipp wird gebeten, den Ton einzuschalten. Lieber Philipp, dir gebührt das letzte Wort. Du bist der Neue im Runde, du darfst dich hier noch einmal verausgaben. Was hast du jetzt noch an Gedanken, die du uns mit auf den Weg geben willst?
Gast
Ja, also wenn wir die junge Zielgruppe nicht erreichen, habe ich ja vorhin schon mal gesagt, aber ich glaube, ich kann es nicht oft genug sagen, dann sind wir einfach eine totgeweihte Bewegung. Es geht ja im Prinzip um die Kinder und um unsere Zukunft. Und ja, wenn wir die nicht erreichen, wir sind... Also wenn ich unsere Bewegungen angucke, wir sind halt komplett unsexy. Das ist irgendwie, wie gesagt, 45 plus. Sag das nicht. Also wenn das eine Macke wäre, das hat einfach, naja. Also wir haben was erreicht. Wir haben in den vergangenen Jahren, wir haben der Regierung die Stirn geboten. Wir haben Widerstand geleistet und wir haben es zumindest... gezeigt, dass es so nicht geht. Es ist ja nicht so, dass wir gar nicht irgendwie erreicht haben. Aber leider hat sich das jetzt irgendwie im Sande verlaufen, weil wir irgendwie keine konkreten Forderungen mehr gehabt haben, keine neuen Ideen. Und jetzt müssen wir einfach sagen, entweder wir ziehen uns jetzt geordnet zurück in unseren Korken oder wir müssen uns nochmal komplett was Neues einfallen lassen. Aber so geht es halt auf jeden Fall auf keinen Fall weiter.
Eli
Ich glaube übrigens auch, es ist gar nicht so aussichtslos, wie alle Leute immer wieder sagen, weil die Abwesenheit der ganzen Menschen auf den Demos signifiziert ja eigentlich gleichzeitig, dass sehr viele Leute eben in diesen Konkurs bereits angekommen sind. Und wenn es tatsächlich so ist, auch wenn ich das zähneknirschend nur zugebe, dass der Uwe die ganze Zeit recht hatte, dass er gesagt hat, ja, des Rätsels Lösung und die Auflösung dieser ganzen Geschichte wird von innen herauskommen, von den Menschen, die sich abkapseln und sagen, sie sind in ihrem inneren Frieden und sie lassen sich von dieser ganzen Scheiße nicht mehr beeinflussen oder aus der Bahn werfen. dann bedeutet das ja auch, dass wir auf einem richtigen Weg sind. Weil 4.650 Menschen gerade mal sind dem größten Aufruf in diesem Jahr gerade mal so noch irgendwie gefolgt. Und wer weiß, ob es jemals 2024 noch eine Großdemo im August geben wird. Vielleicht hat sich das dann wirklich endgültig totgelaufen. Und wir haben heute hier diesen Sargnagel gesehen. Auf jeden Fall wirkt das schon so wie eine Bewegung, die dem Absterben geweiht ist. Vielleicht ist das gut. Der König ist tot, es lebe der König. Damit etwas Neues entstehen kann, muss etwas Neues daherkommen. Wo ein Körper ist, kann kein anderer sein. Und dieser Widerstandskörper ist mehr oder weniger dem Untergang geweiht. Gut, Philipp, vielen herzlichen Dank, ja, auch für deinen Beitrag. Ich würde mich gerne mit dir mal auseinandersetzen. Du scheinst ein spannender, cleverer Kopf zu sein und ich habe auch überhaupt kein Problem, wenn du mir eine Kontra gibst. Wenn du das in irgendeiner Form argumentieren kannst, was auch immer du dir da zusammenfabulierst, dann bin ich da sehr gerne aufnahmefähig. Ich bin nicht jedermanns Geschmack und nicht jeder kann mit mir umgehen, aber wenn du dich auf dieses Parkett mit mir begeben willst, dann können wir gerne tanzen. Insofern lass uns gerne im E-Mail-Kontakt... Genau, lass uns da bleiben. Aber ich würde es auch verstehen, wenn du jetzt sagst, du hast jetzt genug von dieser kleinen Kostprobe, weil wie gesagt, auf den Geschmack muss man erstmal kommen. Alles klar, gut, in Ordnung. Also Jungs, ich nehme euch alle nochmal hier rein und sage euch aber nur kollektiv vielen herzlichen Dank. Denn das war in der Tat ein spannender Abend, auch wenn einigen von euch jetzt inzwischen anzusehen ist, dass ihr reif seid fürs Bettchen. In diesem Sinne, von oben nach unten, von links nach rechts, vielen herzlichen Dank, lieber Gordon Pankala. Abonniert ihn unter Pankala auf Telegram. Lieber Philipp, du bist noch freigeschaltet. Wo kann man dir was Gutes tun?
Gast
The Schnur reloaded.
Eli
The Schnur reloaded. Genau, mit Doppel-R und einem N. Nicht Schurr, sondern Schnurr. Mit S-C-H-N-U-R-R.
Gast
Bisschen kompliziert, ja. Wunderbar.
Eli
Alles klar. So, dann, lieber Uwe, du darfst auch noch einmal Tschüss sagen, aber bitte wirklich nur Tschüss. In den kürzesten Worten wie möglich.
Uwe
Ja, also Tschüss sag ich mal zur Protestbewegung. Die brauchen wir nicht mehr. Die hat sich erledigt und die kommt auch nicht wieder.
Eli
Ja, alles klar. Und dann bleibt mir nur noch der Marc-André. Ein wunderbares Wiedersehen nach langer Zeit. Hat sehr viel Freude gemacht. Lieber Marc, auch dein letztes Goodbye in die Runde. Ja. Ich glaube, es ist alles gesagt. Also, kann man dir noch was Gutes tun? Bist du noch auf Telegram oder auf YouTube irgendwo am Start? Nee, du bist schon in dem Kokon, von dem Uwe gesprochen hat.
Gast
ich bin schon weit dahinter, deswegen bin ich jetzt wieder in der Öffentlichkeit.
Eli
Ah ja, siehste, wunderbar, gut, dass das geklappt hat. Also, in diesem Sinne, schön, dass auch nichtsdestotrotz du mit dabei warst und es war eine illustre, spannende Runde mit euch und danke, dass ihr euch getraut habt, ja, mit mir zusammen heute hier mal die Wahrheit auszusprechen. Bringt ja nichts, ja, wenn es immer nur heißt, Eli würde das behaupten, wenn ich das, die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen kann, ja, dann wird die Sache schon mal ein bisschen wahrer, ja, also insofern, Dankeschön für eure Teilnahme hier. Tschüss Jungs, macht's gut, bye bye.
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Berlin - War da was? | kleine Groß-Demo | kritische Nachbesprechung mit 7 Personen“, Die Welt Klar Sehen, 06.08.2023.
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Kritische Nachbesprechung der Berliner Großdemo vom 5. August 2023 mit Moderator Eli und sechs Gästen, darunter Uwe Loose und Gordon Pankalla. Die Runde bewertet die Demo als wirkungsloses Auf-der-Stelle-Treten und sieht die Protestbewegung am Ende.
