Teile und Herrsche | Wagenknecht vs. AfD | Opposition im⚔️Kreuzfeuer | Interview mit Jörg Gastmann04.11.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 04.11.202364 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Gast
Vielen Dank.
Uwe
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Vor einigen Wochen saß ich ja mit einem interessanten Gesprächspartner, nämlich mit Jörg Gastmann, hier in meinem Video-Interview und hatte ihn befragt, was er denn von der zukünftigen möglichen Sarah-Wagenknecht-Partei halten würde und wie er die Chancen einschätzt. Das hat er ja auch fachkundig dort kundgetan. Und in der Zwischenzeit hat sich ja doch so einiges verändert, nämlich wir haben ja... Eben die Ankündigung, dass im Januar eine solche Partei begründet werden soll. Und darüber möchte ich heute mit Jörg Gastmann reden.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Uwe
Ja, da ist er auch schon in der Warteschleife und ich hole ihn doch direkt jetzt gleich mal an Bord. Hallo Jörg, wie geht es dir?
Gast
Hallo Uwe, alles Bestens. Dankeschön. Danke für die Einladung.
Uwe
Ja, also ich dachte mir, gerade bei diesem Thema, jetzt nachdem doch die Ankündigung, dass eine Partei gegründet werden soll, gelaufen ist und ja doch einige Kontroversen hervorgerufen hat, würde ich gerne mit jemandem, der sich ein bisschen mehr in das Thema rein vertieft hat, als ich es getan habe. mal drüber reden. Und dazu möchte ich aber zunächst einmal ein paar allgemeine Stimmungsbilder mal darstellen. Die gucken wir uns mal gemeinsam an. Also wenn wir zum Beispiel gucken, hier sind jetzt vor einigen Tagen solche typischen Twitter oder X-Posts, wo es dann darum geht, es bleibt eh alles beim selben Trott, es ändert nichts oder im schlimmsten Fall koalieren sie mit den Grünen. Oder andere sagen, Kommunisten würden sie gar nicht fehlen. Oder aber, ja, das ist eine Partei wie alle anderen auch. Oder sie rast auf 100% hoch und auf 100%. runter. Also nach dem Motto, was soll das Ganze? Oder aber es geht darum, dass die Partei überhaupt gar keine Chance hat und alleine wegen der Frau Mohamed Ali sei das also unproblematisch oder problematisch. Das sind jetzt zunächst einmal die Meinungen von Laien, von typischen Wählern und Wie schätzt du jetzt zum Beispiel solche Laienmeinungen ein? Also was die Profis, die Mainstream-Medien sagen, da möchte ich dann später zu kommen.
Gast
Ich arbeite gerade an einem Buch über das Thema, wie Manipulation funktioniert. Also mal so eine Zusammenfassung und Kurzfassung von allem, was man so kennt von Gustave Flambant bis heute. Und da sieht man es wieder, wie das funktioniert. Die Leute werden meinungsgebildet, also alle ganz viel Meinung, aber nicht wirklich viel Ahnung, weil sie sich nicht damit beschäftigt haben. Und was ich hier sehe, Das ist einerseits das Ergebnis eigenen oberflächlichen Denkens. Da sagt man, ich bin AfD-Fan und die AfD kann was ändern. Jetzt ist man eigentlich gegen die AfD, alles blöd. Und das Zweite ist, die alternativen Medien haben zum Großteil sehr scharf dagegen geschossen. In den Massenmedien wird gegen sie, sagen wir mal, geframed. Also es ist teilweise wohlwollend, aber teilweise auch schon, ich will nicht sagen vernichtend, aber angriffslustig, nennen wir es mal so. Und darauf reagieren die Menschen. Man sieht also, wie manipulierbar die Leute sind und dass sie sich nicht wirklich tief mit der Materie beschäftigen. Und das ist ja unser heutiges Thema.
Uwe
Ja, also das denke ich, kann man tatsächlich so wahrnehmen. Aber wenn wir uns jetzt mal so vorstellen, was denn jetzt eigentlich die Medien zu Sarah Wagenknechts Absicht bzw. Parteigründung gesagt haben, schauen wir mal so ein paar exemplarische Meldungen an. Also wir sehen hier, der Fokus tituliert hier, wer hat Angst vor Sarah Wagenknecht oder Sarah W. Also für einen vollen Namen hat es noch nicht gereicht. Wie bewertest du dieses Foto?
Gast
Das ist sehr manipulativ. Also ich sehe es positiv und negativ. Nach der alten Marketing-Devise, any publicity is good publicity. Das ist eine Titel-Story. Super. Der Spiegel hat ihr dieses Jahr auch einen Titelblatt gegeben, Titel-Story und mehrere weitere ausführliche Berichte. Größtenteils negativ. Aber die Leute werden neugierig und gucken mal genauer hin. So was sehen wir hier. Hier sehen wir auch wieder Manipulation. Da sehen wir zum Beispiel diese roten Linien dahinter, die so hypnotisch in Kurven verlaufen. Also geradezu wie so ein optisches Täuschungsbild. Dann ist alles in Hammer und Sichelrot. Und dann macht sie noch so das Gesicht so ein bisschen asymmetrisch. Sie verzieht so den Mund in die eine Richtung und sie guckt so ein bisschen, sagen wir mal, jugendlich naiv. Also kein vorteilhaftes Foto und dann dieses Hypnotische und dann Sarah, weh. Also das hört sich wirklich an wie gesuchte Verbrecherin oder sowas. Also das ist schon negativ beabsichtigt, aber Publicity. Insofern sehe ich es positiv und negativ auf alle Fälle sehr bemerkenswert.
Uwe
Ja, das ist natürlich tatsächlich ganz interessant, wie man eben mit so kleinen Hintergründen, die quasi gar nicht so sehr viel aussagen, doch eine ganze Menge transportieren kann. Das sehen wir ja auch zum Beispiel beim nächsten Foto oder beim nächsten Bericht bei Achgut. Die titulieren jetzt ganz anders, nämlich von der Stalinistin zur Hoffnungsträgerin. Ist sie denn noch eine Stalinistin und wie kommt man dazu?
Gast
Das sehen wir nachher noch auch bei der hochgeschätzten, das ebenso wie jetzt bei diesem Artikel bei Achgut, auf uralte Kamellen zurückgegriffen wurde. Die gehen teilweise bis 1992 zurück, als sie noch ein junges Mädchen war. Also wirklich ein Witz. Und das Neueste, was die dann hatten, oder die haben dann Bücher von 2011. Was man dazu braucht, das ist das hier. Reichtum ohne Gier. Damit muss man sich beschäftigen, wenn man das gelesen hat, so wie ich das gemacht habe hier, man sieht also die ganzen Anmerkungen, die ich dazu hatte, dann hat man sich mal mit dem letzten ökonomisch bezogenen Buch beschäftigt. das Sarah Wagenknecht geschrieben hat. Und nur dann, wenn man das berücksichtigt, dann kann man wirklich fundiert journalistisch das Ganze einschätzen. Ob es jetzt Vera Lengsfeld war oder dieser Autor, den ich jetzt nicht kenne bei Achgut, das ist einfach eine Kampagne von erklärten AfD-Anhängern. Und da machen die genau das, wo wir beim letzten Mal, beim letzten Video aufgehört haben, da war noch mein Schlusswort, AfD und Warnkriegspartei, hört auf, euch zu bekämpfen. Ihr habt die gleichen Ziele, ihr werdet wahrscheinlich zusammen für die gleichen Sachen abstimmen. Das ist ja das Thema des heutigen Tages, Tal und Herrscher, aber auf mich hört ja keiner.
Uwe
Nee, auf dich hört ja keiner. Du sagtest gerade Vera Lengsfeld, das gucken wir uns mal an, was Vera Lengsfeld hier produziert. Als Gastbeitrag bei Reitschuster, könntest du bitte mal gerne kommentieren.
Gast
Ja, da sieht man sehr schön ein Buch von 2011. Frau Lexfeld, Sie recherchieren doch gut, Sie analysieren doch gut, das machen Sie auch sonst so wunderbar. Ja, ob Sie jetzt bei Kontrafunk sind oder jetzt bei Achgutschreiben oder sonst wo, Sie machen immer hervorragende Artikel. Warum ausnahmsweise hier mal nicht? Das muss ich mal wirklich fragen. Wenn ich über jemanden schreibe, und das ist eine so prominente Persönlichkeit, die auch eine Bibliografie hat, sprich eine Bücherliste, dann gucke ich mir doch mal die gesamte Bücherliste an. Und um sie zu bewerten, dann gucke ich mir doch chronologisch rückwärts die neuesten Sachen an. Und das ist eben die Selbstgerechten, diese Abrechnung mit der Linken, wo es ja eher um das gesellschaftspolitische Thema geht. Und dann geht es eben um dieses Buch »Reichtum ohne Gier«. Das kommt hier alles nicht drin vor. Und damit ist das Ganze schon, ja man sagt modern Bias, aber das ist alles vollkommen subjektiv verzerrt und das ist also einer Journalistin unwürdig. Warum machen die das? Das sind alles AfD-Fans und die wollen nicht, dass die AfD ein paar Prozente verliert. Aber die AfD steckt jetzt seit einigen Monaten in diesem Zwischenhoch von rund 22 Prozent fest und kommt nicht mehr weiter.
Uwe
Man sieht ja eben, dass hier die Frau Lengsfeld im Grunde genommen sagt, das sind ja alles nur alte sozialistische Konzepte. Und in einem anderen Artikel sagt sie nicht nur, dass es alte sozialistische Konzepte sind, sondern es ist nichts anderes als Sozialismus, der bereits schon vielfach gescheitert ist. Das ist quasi die Aussage. Also sprich, Frau Lengsfeld hat ja im Grunde genommen noch eins drauf gesattelt.
Gast
Ja, also ich habe ja versucht, mit Sarah Wagenknecht zu sprechen. Ich habe ja also viele E-Mails geschickt an die Mailadressen, die sie öffentlich im Netz hat, also Wahlkreisbüro, Abgeordnetenbüro. Die wird ja überschüttet mit Mails, das hat sie wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. Ein guter Freund von mir, der ist zweimal zu ihr nach Hause gefahren, hat zweimal jeweils zehn Minuten mit Oskar Lafontaine geplauscht. Ich bin ihr auch einmal persönlich begegnet, habe ihr mal so einen Flyer in die Hand gedrückt, aber ich komme nicht mit ihr ins Gespräch. Aber wer Zugang hat zu ihr zum Beispiel, ist der Marc Friedrich. Und Marc Friedrich hat sie neulich im Interview gehabt und da hat er sie klipp und klar auf dieses Thema angesprochen. Und da hat sie klipp und klar gesagt, mein Thema ist Walter Eucken, Ordoliberalismus. Also ein Kapitalismus, der aber gewisse Regeln hat. Ja, genau das. Also wer sich dieses Video mal anguckt, der kann danach nicht mehr sagen, sie seien Kommunisten. Das ist völliger Blödsinn.
Uwe
Naja, also soweit ich das sehe, hat sie ja auch in ihrer Biografie tatsächlich sich geändert im Laufe der Zeit und ist dann spätestens ja, als sie den Lafontaine heiratete, doch offensichtlich überzeugt worden von der sozialen Marktwirtschaft, was auch immer sie jetzt unter Marktwirtschaft verstehen mag, aber zumindest ist eben noch das alte kommunistische Element dort raus. Ja, also Marc Friedrich, da sieht man, was sagt er, die Wagenknecht-Partei ist da und fragt im Grunde genommen in diesem Interview, ob jetzt die Planwirtschaft kommt. Und ja, natürlich kommt sie nicht, aber man muss auch sagen, andere Leute sehen das ja durchaus anders. Ich sage mal, vielleicht im positiven Sinne gab es ja hier bei Achgut noch so einen Bericht, wo es dann heißt, von der Stalinistin zur Hoffnungsträgerin. Das heißt, hier hat man ja doch schon diese Transformation, dass sie nicht nur Stalinistin ist und nicht nur mit ihren Jugendsünden zu identifizieren ist. Oder wie siehst du das?
Gast
Ich sehe ganz groß, das Größte an dieser Überschrift ist das Fragezeichen. Und das ist eine Frage, also da steht schon mal Genossin. Genossin ist kein Fragezeichen dahinter. Also die bezeichnen sie schon mal als Genossin, also als Sozialistin, Kommunistin. Und dass eine Frage gestellt wird, das wird im Anschluss daran mit Nein beantwortet. Sie ist keine Hoffnungsträgerin, weil sie immer noch Stalinistin ist. Das ist natürlich hanebüchener Unsinn. Das ist wirklich so. Ich würde nicht sagen, dass La Fontaine sie da irgendwo allzu sehr beeinflusst hat. Da ist sie von selbst raufgekommen. Es gibt diesen schönen Spruch, den kannte ich noch zu meiner Schulzeit, wer in seiner Jugend kein Sozialist ist, der hat kein Herz und wer in seinen reiferen Jahren immer noch Sozialist ist, der hat kein Hirn. Und das ist ähnlich und alle entwickeln sich. Ich entwickle mich, ich hatte andere Ansichten, als ich jung war, das war erheblich sozialistischer, damals kapitalistischer und dann habe ich sozusagen eine Synthese herausgebildet aus diesen beiden Oppositionen. Und alles ändert sich. Wenn man sich mal anguckt, wie haben die Grünen angefangen als Friedenspartei? Was sind sie heute? Eine reine Diktatur, eine Verbotspartei. Furchtbar, was draus geworden ist. Umweltzerstörung und, und, und. Dann sehen wir uns mal die FDP an. Das war mal die Partei der Freiheit. Das war mal eine wirtschaftsfreundliche Partei. Heute machen sie mit bei der Zerstörung der Wirtschaft. Dann sehen wir sich mal die Kurt-Schumacher-SPD an, die von Willy Brandt und was Gerhard Schröder draus gemacht hat und was heute unter Esken draus geworden ist. Das ändert sich ja alles. Nicht unbedingt zum Besseren. Und die CDU, da würde sich Helmut Kohl im Grab umdrehen und guckte mal die CSU an, wie sie unter Strauß war und wie sie jetzt unter dem Opportunisten Söder ist. Also alles ändert sich. Und bei Wagenknecht ist es so, die hat eine Entwicklung gemacht. Die war eine überzeugte Marxistin und ist heute eine überzeugte Kapitalistin im Rahmen des Ordoliberalismus. Walter Eucken, da ist sie zu Hause. Und wer das nicht sieht, hat sich nicht damit beschäftigt.
Uwe
Ja, also es ist natürlich so, dass diese Diffamierung im Sinne von sie ist ja nur eine Sozialistin oder gar Kommunistin oder gar Stalinistin. Die sind mal das eine, die beziehen sich auf die Vergangenheit. Man mag natürlich daran zweifeln, wie es eben achtet. Artikel auch der Fall ist, dass die Hoffnungen quasi nicht erfüllt sind. Die Frage ist aber natürlich, warum sind die Hoffnungen nicht erfüllt und welche Argumente werden von Mainstream-Medien vorgeführt? Und da haben wir natürlich einmal das Argument, wenn wir mal hier ganz unten rechts gucken, ein Problem der neuen Truppe, die Finanzen. Das heißt also, der Spiegel ist der Meinung, dass Frau Wagenknecht keine Ahnung von Finanzen hat. Und in ähnlicher Weise argumentiert dann letztendlich auch die Frankfurter Rundschau, die dann quasi erklärt, dass sie ja völlig gespalten sei, wirtschaftspolitisch links und gesellschaftspolitisch rechts. Also hier bezieht sie es ja hauptsächlich wohl auf die Migration. So nach dem Motto, was soll denn das für eine Politik sein? Man kann doch nicht gleichzeitig links und rechts sein. Wie siehst du das?
Gast
Eine Frage der Perspektive. Die Frankfurter Rundschau, ich war früher mal Mitglied der Facebook-Gruppe Rette die Frankfurter Rundschau, das ist auch schon ewig her, die ist also ins ganz linksextreme Lager abgedriftet. Die war ja immer schon weit links, aber die ist jetzt mittlerweile so linksradikal, dass alles in der Mitte von ihr aus gesehen rechtsradikal ist. Also das nächste Mal Zuwanderung ist überhaupt nicht links. Links ist Solidarität auch, aber auch mit den Schwachen auch im eigenen Land. Und es gibt niemanden, der so unter Migration leidet, wie die Finanzschwächsten, die man auch Sozialschwächste nennt, im eigenen Land. Beim Kampf um Wohnraum, bei der Explosion der Mieten, beim Kampf um Arbeitsplätze, beim Kampf um Kita-Plätze. Da lachen die reichen Grünen wieder nur drüber. Und es ist überhaupt nicht links, das ganze Land, jetzt hätte ich schon fast das Wort überfluten genannt, aber ich weiß nicht, welches andere Wort man nennen soll, also einer sehr, sehr hohen Migration auszusetzen, die man überhaupt nicht unterbringen kann. Anders als jetzt diese EKD-Chefin neulich gesagt hat, wir sind noch lange nicht am Limit, wir sind schon lange darüber hinaus. Also Zuwanderung ist nicht links und es gibt ja auch nicht diese Verknüpfung des ökonomischen und des gesellschaftlichen Rechts und Links. Das sind getrennte Themen, die darf man verschieden sehen und das macht ja gerade den Reiz einer Wahlkriegspartei aus. Dass sie also ökonomisch sich unterscheidet von der AfD, indem sie da sozialliberal ist, Richtung Ordoliberalismus, während die AfD eher libertär eingestellt ist, neoliberal. Und wer also eine, sagen wir mal, sozialdemokratische Partei, so Marke Richtung Willy Brandt sucht, der findet das in Wagenknecht. Wagenknecht ist im Grunde genommen Willy Brandt. Ja, sie ist also von ihrer politischen Position her da, wo die SPD Anfang der 70er Jahre war. Und da war Brandt der SPD-Chef. Das meine ich damit.
Uwe
Okay, habe ich soweit verstanden. Also im Grunde genommen ist ja der Punkt, wir sind noch dabei, welche Gründe und Argumente die Mainstream-Presse hat, um Sarah Wagenknecht irgendwie klein zu machen. Also entweder Kommunistin, Stalinistin, Sozialistin oder der hat keine Ahnung von Finanzen oder man befürchtet, dass sie die... die Planwirtschaft einführt, ohne dass sie eben gespalten ist in links und rechts zugleich. Und ein weiteres Argument ist jetzt, das geht natürlich wieder in die erste Richtung rein, nämlich Wagenknecht will zurück in die 50er Jahre, bezogen jetzt auf die Klimapolitik, Da heißt es ja mit russischen Gas, sauberen Verbrennermotoren und ominösen Zukunftstechnologien will das Bündnis der ehemaligen linken Politikerin eine seriöse Klimapolitik zu machen. Sogar für KI generierte Steinkohlekumpel ist es sich nicht zu schade.
Gast
Ja, also das nächste Mal zurück in die 50er Jahre, das muss nicht schlechtes sein, gerade beim Thema Energie. Und Klima, also nun wirklich, ich bin ja ein entschiedener Gegner des Klimaschwindels und CO2 ist irrelevant ab einem Bereich, in dem überhaupt Leben möglich ist. Also CO2 ist ein Klimagas, das sehr extrem wirkt, bis zu 18 Grad erwärmt das den Planeten im Vergleich von 0 ppm bis 200 ppm. Nur in dem Bereich ist gar keine Photosynthese möglich. Das heißt, sind wir alle tot. So, da wo wir jetzt sind, 400 ppm, ist CO2 unter 28 Klimafaktoren so ziemlich der irrelevanteste, den es gibt. Also die ganze Kohleverteufelung ist unter Klimagesichtspunkten Quatsch, ist sowieso eine ultimative Selbstüberschätzung, sprich Hybris von Menschen, die sagen, wir sind hier die Wettergötter. Wenn wir also hier als Menschen weniger CO2 produzieren, können wir das Klima steuern. Das ist völliger Blödsinn. Also wenn es die O2 wäre, das wird vor allen Dingen von der Natur, vor allen Dingen von den Ozeanen imitiert, da haben wir überhaupt keinen Einfluss drauf. Ich könnte so lange aussehen über Milankovic-Zyklen, das heißt also Schwankungen der Erdumlaufbahn. Also wenn ich da nochmal sehe, ist es kein Zufall, dass sich der Name dieser Autoren auf Vierlefants reimt, also das ist ein solch hanebüchener Unsinn. Aber das ist nun das Thema unseres Videos, Teile und Herrsche. Sie haben also erst die Wagenkriegspartei hochgeschrieben, möglich gemacht. Und wenn es jetzt ernst wird, dann sehen die dazu, dass die ja nicht zu stark wird. Wenn die einen großen Erfolg hätte und zusammen mit der AfD eine Mehrheit hat, dann haben die ihr Ziel verfehlt. Die wollen die Opposition spalten in Regierung und in Staatsmedien und in den Konzernmedien. Und den Fehler dürfen also AfD und Wahntätig machen, sich da Spalten zu lassen. Also keine offizielle Zusammenarbeit, sondern einfach, es wird von Fall zu Fall abgestimmt. Mal stimmen wir zusammen ab und mal stimmen wir gegeneinander ab. Nennt sich Demokratie. Aber zu sagen, ja keine Ahnung von Wirtschaft, man schaue sich mal den Habeck an. Ein erfolgloser Kinderbuchautor, der also... bei den Kinderbüchern seiner Frau ein bisschen mitgearbeitet hat, ansonsten Berufspolitiker ist, der gerade die Wirtschaft in einer erschütternden Ahnungslosigkeit versenkt. Wir haben einen Finanzminister, der hat auch nicht unbedingt Ahnung von Finanzen, seine Vorgänger auch nicht. Wir haben überhaupt ein Maß an Inkompetenz in diesem gesamten Kabinett, aber auch auf jeder Position, ja, ob man Özdemir nimmt oder Scholz selbst, die haben alle keine Ahnung und wo sie mal Ahnung haben, haben sie schlechte Absichten. Und das hat ja Wagenknecht auch gesagt, wir haben die inkompetenteste Regierung, die wir in Deutschland jemals hatten. Also das zu unterbieten ist gar nicht möglich und
Uwe
Ja, also so kann das natürlich gehen. Und ich möchte aber nochmal sehen, dass diese Mainstream-Medien mit ihrer Diffamierungskampagne, die ja ersichtlich ist, eigentlich immer noch eins obendrauf setzen. Also nicht nur, dass sie schädlich für das Parteiensystem ist, sondern die sind ja auch noch reiner Populismus. Das heißt also... Reiner Populismus ist quasi schon so gut wie illegitim, wie illegal. Und dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis sie eigentlich ja auch noch Verfassungsfeinde sind. Oder wie siehst du das?
Gast
Also das nächste Mal habe ich es gerade wieder gesehen aus der Spiegelnummer. Was war das? 1944. Das heißt sogar noch aus der Printausgabe. Super. Wieder, any publicity is good publicity. Und die machen sich ja nur lächerlich. Also das nächste Mal populistisch sind sie alle. Alle. Merkel war eine super Populistin, die hat immer ihr Fähnchen in den Wind gehängt. Söder ist der Prototyp eines Populisten. Das sind alles Populisten. Außer vielleicht die Ideologen und die sind eindeutig schlimmer. Populisten machen wenigstens was der Populus, was das Volk will. Das wäre ja noch schön, wenn es so wäre. Aber dann zu schreiben, sie gründen eine Partei, um der AfD zu schaden, das ist doch hanebüchener Unsinn. wird eine Partei gründen, um die Ampel in die Wüste zu schicken. Das ist der Grund. Und in diesem Fall der Spiegel beraubt sich nur seiner eigenen Glaubwürdigkeit. Also der Schuss geht nach hinten los, wie bei der Süddeutschen Zeitung, die ja den Aiwanger runterschreiben wollten. Was passiert hat, es hat die Freien wieder nach oben katapultiert. Wenn also die Leute sowas sehen, es schadet der Demokratie, wenn man neue Parteien gründet. Dann heißt das ja im Umkehrschluss, das Beste für die Demokratie ist, wenn wir am besten nur eine Einheitspartei haben oder so einen Parteienblock wie in der DDR. Alle sind sich einig und es gibt überhaupt keine Änderungen. Da sind wir da, wo, was Emma Goldman mal gesagt hatte, wenn Wahlen was ändern würden, dann wäre es schon längst verboten. Das ist ja absurd.
Uwe
Ja, also so kann man das natürlich sehen und im Grunde genommen haben wir jetzt quasi die ganze Klaviatur, wie der Mainstream seine Argumente Schritt für Schritt aufbaut. Es wird also immer schlimmer, bis sie quasi Demokratiefeindin ist. Am besten sollte sie gleich ihrer Partei, die noch gar nicht gegründet ist, gleich verboten werden, weil sie populistisch, rechtsradikal oder sonst nicht was sein sollte. Das heißt, wir haben jetzt eine ganze Menge Meinungen gehört, einmal von eben normalen Internet-Usern ganz am Anfang und dann eben verschiedene Pressemeinungen von unterschiedlichsten Medien, aber die eben durchaus auch relevant sind, wie zum Beispiel Spiegel oder Frankfurter Rundschau. Und da stellt sich natürlich die Frage, was ist denn tatsächlich von ihr zu erwarten? Und da würde ich gerne mal auf diese Abstimmungstabellen kommen, die wir ja auch schon letzte Woche oder vorletzte Woche für Amira Mohamed Ali gesehen haben. Sowas gibt es ja auch für Sarah Wagenknecht und da gucken wir einfach mal rein. Im Bundestag, da hat sie bei Corona-Maßnahmen Aussetzung der Schuldenbremse, da hat sie wie gestimmt nicht beteiligt. Bei Corona-Maßnahmen und Schutz der Bevölkerung hat sie wie gestimmt nicht beteiligt. Bei Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hat sie sich nicht beteiligt. Auch bei der zweiten Änderung des Infektionsschutzgesetzes nicht beteiligt. Epidemische Lage von nationaler Tragweite bleibt bestehen, nicht beteiligt. Änderung im Infektionsschutzgesetz nicht beteiligt. Und das gleiche Fortbestand der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, Änderung des Infektionsschutzgesetzes nicht enthalten und Änderung des Infektionsschutzgesetzes im März 2022 ebenfalls nicht beteiligt. Das heißt, was haben wir denn hier? Wir haben eine Person, die sitzt zwar im Parlament und bei wesentlichen, in dem Fall geht es jetzt ausschließlich um damals Corona-Angelegenheiten, da beteiligt die sich nicht. Wie interpretierst du das?
Gast
Oberflächlich betrachtet ist das natürlich ein Unding, ein No-Go. Man wird nicht ins Parlament gewählt, um dann immer zu schwänzen. Das wird ja vorgeworfen mit dem Zitat schwänzen. Aber man muss ja mal sich in diese Position reinversetzen. Man sagt ja einerseits, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, sprich am Abstimmungsverhalten. Andererseits gibt es ja noch den Fraktionszwang. Und dann gibt es noch die ganzen Leute um einen herum. Und die sind ja wirklich... Hass erfüllt. Also bei der Linken zu sitzen im Parlament, das ist fast so, als ob du als Jude bei der Hamas sitzt. So ungefähr ist das. Und ich erinnere mal daran, dass sie ja ein Burnout hatte. Und vielleicht nennt man es auch Depressionen. Auf alle Fälle war diese Stimmung, diese Hetze, dieser Hass gegen sie in der Linken unerträglich. Und dabei erinnere ich mal an das, was dem vorausgegangen ist. Das war der, ich nenne das immer, Parteitag aus der Hölle. Das war, ich glaube, in Dresden 2018. Und da gab es diese unsägliche, hasserfüllte Sozialsenatorin von Berlin damals, die Elke Breidenbach oder Breitenbach. Ja, da schauen wir mal rein, ob ich die jetzt hier so schnell finde. Genau, die hat eine Rede geleitet in die Wagenkirche und das waren dann die Fragen oder Rückmeldungen dazu. Ja, spiel mal ab, dann versteht man das besser. Sarah, ich teile deine Position nicht, Elke Breitenbach. Das ist sie. Du zerlegst gerade dadurch, dass du keine Debatten zulässt und seit Monaten nicht zulässt, diese Partei. Du ignorierst die Position der Mehrheit dieser Partei. Und du hast jetzt genau wieder nachgelegt. Und das ist unglaublich. Und ich bin nicht mehr bereit, das länger hinzunehmen. Und ich erwarte von dir, dass du die Position, die Mehrheitsposition dieser Partei achtest, so wie alle anderen auch. Und ich muss es auch machen. Und ich möchte wissen, was sind für dich Geflüchtete? Du redest von Kriegsflüchtlingen. Welche anderen Flüchtlinge gibt es denn für dich noch? Redest du von Wirtschaftsflüchtlingen? Jetzt noch.
Uwe
Ja, also hier ist ja nun ein schwerer Angriff von der Parteigenossin, muss man ja bei den Linken wohl sagen. Das war jetzt 2018 auf dem Parteitag nach ihrer Rede eben und ist ja nun nicht so schön für Wagenknecht, was hier da vorgeworfen wurde.
Gast
Ein paar Monate später ist sie dann zurückgetreten, hat nicht mehr kandidiert als Fraktionsvorsitzende, hat sich da zurückgezogen. Und das ist die Stimmung gegen Wagenknecht in der Linken. Die überwiegende Mehrheit der Linken steht so zu Wagenknecht wie diese Frau Breitenbach. Und da ist es ja kein Wunder, dass sie sagt, das macht ja was mit einem. Da gibt es ja dieses Walking in my shoes sozusagen. Lauf mal in meinen Schuhen. Stell dir mal vor, du bist jetzt Wagenknecht und alle hassen dich. Und nicht alle, aber sehr, sehr viele hassen dich wie Breitenbach. Und dann sitzt du da im Bundestag, bist umgeben von den ganzen Leuten und die giften dich die ganze Zeit an und du bist schon psychisch angeschlagen. Dann sagst du dir, ich melde mich krank. Und das hat sie gemacht in dieser Zeit. Fiel auch noch an die Zeit, als noch die Maskenpflicht war im Bundestag, also diese ganze Hysterie da war. Das Einzige, was man ihr vorwerfen kann, ist, dass sie sich bei dieser Einabstimmung, wo sie dabei war, zur Aufhebung der Hysterie enthalten hat. Das war Fraktionszwang. Die waren ja alle dafür von der Linken und sie hat gesagt, immerhin, ich enthalte mich. Aber was machst du? Was machst du als Sarah Warnknecht, wenn du das alles nicht willst und nicht mehr ertragen kannst? Dann meldest du dich krank. Und das war das, was hier passiert ist.
Uwe
Ja, und im Grunde genommen ist das ja quasi jetzt so symptomatisch für ihre Position in der Partei. Und irgendwann mal ist klar, ist dann Schluss mit lustig. Entweder wird sie quasi rausgemobbt, jetzt unabhängig davon, was das Parteienrecht jetzt an... juristischen Ausschlussmöglichkeiten bietet. Das hat ja alles nicht so funktioniert. Aber im Grunde genommen jetzt, wo sie ihre Partei ja nur neu gründen will, hat sie ja eben eine Erklärung, dass sie aus der Partei austreten wollte, abgegeben und die wurde ja dann auch veröffentlicht. Da brauchen wir jetzt ins Detail nicht so reingehen, aber wir sehen eben hier ganz unten, dass eben dort ihre verschiedenen neuen Mitstreiter alle namentlich benannt sind. Und was mich jetzt interessieren würde, wie bewertest du diese Mitstreiter als solche? War das für die jetzt ein mutiger Akt? Was für Risiken haben die, wenn die tatsächlich sich auf die neue Partei setzen, weil sie dort eben Funktionsträger sein werden? Oder aber gibt es irgendwann mal vielleicht, wenn die Sarah-Wagenknecht-Partei scheitern sollte, einen Rückweg für diese neuen Kollegen oder Genossen?
Gast
Also an diesem Ausschnitt fand ich zwei Dinge bemerkenswert. Oben stand noch wieder etwas gegen die AfD, das sie von sich aus gemacht hat. Hat den Stier bei den Hörnern gepackt, kommt sowieso das Thema AfD, dann mache ich direkt was gegen die AfD. Das fand ich verkehrt. Irgendwo da oben habe ich das gesehen. Stand AfD so in der dritten Zeile.
Uwe
Ja, da ist es hier in die Krisen unserer Zeit zu umgehen und die Verengung des akzeptierten Meinungskorridors haben die AfD nach oben gespült. Viele Menschen wissen schlicht nicht mehr, wie sie anders ihren Protest artikulieren sollen.
Gast
Ja, also das fand ich überflüssig. Und sie hat ja selber auch in der Pressekonferenz, die ja nach unserem letzten Video war, ja auch selber den Meinungskorridor verengt. Und macht ja selber Cancel Culture. Das werfen ja auch einige zu Recht vor. Kann man nicht machen. Also ich würde mich da nicht so von den Massenmedien und von der Politik manipulieren lassen. So wie der Thilo Jung das gemacht hat. Die grenzen sich ab von der AfD. Die sagen... Damit können Sie Zusammenarbeit ausschließen. Da hätte ich gesagt, ich schließe eine Zusammenarbeit zurzeit mit allen Parteien aus. Ich sehe überhaupt keine Schnittmengen. Da kommen wir gleich noch drauf, was Sie danach noch gesagt haben mit der Koalitionsmöglichkeit. Das war deine Frage, aber mit diesen anderen. Die sehen natürlich alle, die Linke geht den Bach runter. Und dadurch, dass sie jetzt Wagenknecht vergrault haben, sind die Chancen der Linken jetzt nicht gerade gestiegen auf einen Wiedereinzug in den Bundestag. Und die werden bei der nächsten Bundestagswahl wahrscheinlich 5 Prozent nicht schaffen. Direktmandat ist auch sehr fraglich. Also die sind raus. Damit ist das eh alles beendet. Und jetzt könnte man, ich kann ja nicht in ihre Köpfe gucken, jetzt könnte man sagen, oh, die machen das aus Karrieregründen, weil sie sagen, in einer Wagenknecht-Partei habe ich eine Zukunft, bei der Linken nicht. Oder die könnten auch sagen, oder eine Mischung wahrscheinlich aus beidem, dass sie denken, das ist die richtige Sache. Ja, Wagenknecht steht für eine Politik, hinter der ich stehe und die Linke macht eine Politik, hinter der ich nicht stehe. Und dann ziehen sie daraus die Konsequenz. Wie viel Prozent von diesen beiden Faktoren da jeweils anwendbar sind, kann auch von Person zu Person verschieden sein. Was mich überrascht hat, ist, dass der Dietmar Bartsch nicht dabei war. Mit dem hatte ich eigentlich gerechnet. Der hat aber dann auch Wagenknecht sehr scharf verurteilt. Das hat mich überrascht.
Uwe
Ja, wir haben da natürlich den Aspekt, dass wenn man jetzt tatsächlich diesen mutigen Schritt, der vielleicht auch überfällig war, durchführt, seine Heimatpartei zu verlassen, der sich natürlich seine Kampfgefährten suchen muss. Aber ob die Kampfgefährten jetzt wirklich so große Vorteile sind, Das ist ja schon auch in den Sendungen, die ich letzte Woche gemacht habe oder vorletzte Woche bei Eliathe und auch auf meinem eigenen Kanal. Das ist dann natürlich so eine Geschichte. Sprich, hat sie tatsächlich die richtigen Partner? Denn wenn wir uns eben anschauen, was ihre... Hauptperson, die Amira Mohamed Ali, was die für ein Abstimmungsverhalten hatte. Das brauchen wir jetzt im Detail da gar nicht so genau zu begucken, weil das schon in anderen Videos behandelt wurde. Aber man kann doch im Grundtenor sagen, dass eigentlich das, was die Amira Mohamed Ali beschließt und wofür die ist, das ist ja grundlegend stark abweichend von dem, was eben die Sarah Wagenknecht will. Das heißt, wie soll denn zwischen einer zukünftigen Partei, wie soll denn das funktionieren, wenn zum Beispiel Die eine Person dafür eine welche Form von geregelter Migration noch immer ist und die andere sagt, nein, auf jeden Fall, jeder darf hier rein. Das ist doch schon innerhalb des Vorstandes dann gar nicht mehr zu handhaben. Das heißt, kann eine solche Partei überhaupt sich zu einem einheitlichen Parteiprogramm durchringen? Können die überhaupt miteinander arbeiten oder sind die schon nach drei Monaten alle Spende vereint?
Gast
Da haben wir wieder das Beispiel, ich sehe hier die Oberfläche, aber ich weiß nicht, was darunter liegt. Amira Ali, jetzt muss ich noch mal überlegen, was war die? War die Fraktionschefin oder Geschäftsführerin?
Uwe
Geschäftsführerin, glaube ich. Also jetzt in der neuen Partei war sie, glaube ich, Geschäftsführerin.
Gast
Nein, nein, nein, bei der Linken. Das ist zurückgetreten als, war das Fraktionschefin? Ich meine Fraktionschefin. Wenn du also eine solch herausgehobene Funktion hast in der Partei, dann musst du natürlich gemäß Fraktionszwang hinter den Beschlüssen der Partei stehen. Wenn die Partei sagt, wir stimmen jetzt hier für grenzlose Zuwanderung und für Corona-Hysterie, dann kann sie gar nicht anders, als mit der gesamten Koalition oder mit der ganzen Fraktion gemeinsam zu stimmen. Das muss sie. Sonst ist sie den Job direkt los. Kann auch sein, dass sie dabei das Kotzen gekriegt hat und das gegen ihre eigene Überzeugung gemacht hat, dass es da in ihr schon gebrötelt hat. Wir wissen es nicht. Das wird sich aber zeigen. Denn das ist ein riesen Konfliktpotenzial, wenn man es oberflächlich betrachtet, was sie hier abgestimmt hat gegenüber dem, was Sarah Wagenknecht zum Thema Migration immer gesagt hat. Und wenn das so bleiben sollte, dann wird es krachen. Es kann aber auch sein, dass sie im Grunde nur dieses Spiel der Linken mitgespielt hat und dann gesagt hat, ich kann das nicht mehr tragen. Oder hat auch dann dazugelernt, wie so viele Leute sich entwickeln. Und ich nehme an, dass Wagenknecht die Frau Amira Ali deshalb gewählt hat, weil sie die Parteistruktur erstmal führen soll. Das heißt, die braucht ja erstmal jemanden, der die Verbände aufbaut, der die Satzung beaufsichtigt und und und. Und da ist wohl die Frau Amira Ali jemand, der Sarah Wagenknecht vertraut. Die kann das, die wird das wahrscheinlich hinkriegen. Das ist erstmal ihre Rolle. Und ansonsten gilt für die Wagenknecht-Partei wie für alle anderen Parteien, alle Parteien entwickeln sich. Die Parteien vom Goldesberger-Programm, vom Ahlener-Programm und so weiter, hier von den Ursprüngen von Union und SPD und FDP, die erkennt man ja gar nicht mehr wieder. Die SPD hatten wir, Thema Agenda 2010. Die Grünen haben sich total gewandelt. Also auch eine Wahrheitslichtpartei wird sich ändern. Und das ist auch vor allen Dingen gar nicht zu verhindern. Es werden Leute eintreten. Es werden Denkprozesse stattfinden innerhalb der Partei und dann wollen wir mal gucken, wohin die sich entwickelt. Das ist jetzt einfach zu früh zu sagen. Und es gibt ja Leute wie zum Beispiel Lanz, der hat gesagt, ja, ich habe mal in ihrem Programm gelesen und sagte, ach, das gibt es schon, wusste ich gar nicht. Ja, also das ist ja alles nur Kaffeesatzleserei. Ich kann ja nur sagen, das hier ist im Grunde genommen ihr Programm. Also wenn wir mal wissen, wo geht es ökonomisch hin, das ist die Sache. Und wo geht es gesellschaftlich hin? Das Buch die Selbstgerechten. Das besitze ich jetzt nicht. Und daraus kann man jetzt Dinge sehr stark vermuten. Wie gesagt, Educated Guests, ein wohlbegründetes Raten kann man machen. Mehr aber nicht. Im Januar wissen wir mehr. Dann wird sie ihr Programm vorstellen. Dann haben wir schriftlich Und dann kann auch ich mir erstmal eine wirkliche fundierte Meinung bilden und das, was hier Vera Lengsfeld und Co. schreiben, das ist einfach unseriös. Ja, also so sehr ich Vera Lengsfeld schätze und auch viele andere, die sie da geframed haben, aber das verstehe ich einfach nicht. Da ist zu viel Subjektivität in Richtung AfD-Unterstützung dabei.
Uwe
Damit stößt du auf das nächste Thema an. Auch wenn wir noch nicht wissen, was im neuen Parteiprogramm oder im ersten Parteiprogramm überhaupt stehen soll und ob deine Spekulation, dass Mohamed Ali tatsächlich sich bedeckt halten wird, im Sinne von, dass sie nur vorher Fraktionszwänge erfüllt hat, Das werden wir dann noch sehen müssen. Aber was ja heutzutage schon bekannt ist, ist ja, dass man eben ausschließt, mit der AfD eine Koalition zu machen. Und das ist doch sehr eigenartig, denn ich hatte auch in den anderen beiden Streams mit den Kollegen darüber diskutiert, mit wem sollen sie denn sonst eigentlich koalieren oder kooperieren?
Gast
Gar nicht. Überhaupt keine Koalition. Also erstmal ist so eine Partei reine Opposition. Mit wem willst du denn koalieren? Sie hat ja verschiedene Aussagen gemacht. Zum Beispiel möchte sie in Sachsen mit dem Herrn Kretschmer koalieren. Am Kretschmer gibt es auch viel zu kritisieren. Ist nicht alles schlecht, was der Kretschmer macht. Im Unterschied zum Kretschmann in Baden-Württemberg, da ist alles... Oder hier sehen wir zum Beispiel mal Boris Rhein von der Essen-CDU. Also wenn man das mal liest, ich beschreibe keinen Koalitionsvertrag mit Verboten, Befohlenung, Belastung, dann darf man nicht mit den Grünen koalieren. Die grüne Politik besteht ja aus nichts anderem und das hat er ja bisher gemacht. Da bin ich mal gespannt, was sich denn daran ändern soll in Hessen. Also Koalitionsverträge sind Schall und Rauch oder auch diese Versprechen sind alle Schall und Rauch. Also hinterher, dass zum Beispiel ein Friedrich Merz die CDU Koalitionsfeind macht für die Grünen. Das wäre früher unvorstellbar gewesen für die CDU. Aber wie gesagt, wie schon in unserem letzten Video sagte, ich sehe eher die Zukunft in Minderheitsregierungen, in Wechselmehrheitsparlamenten, dass man, gerade wenn die Parteienlandschaft sich noch weiter zersplittert, in noch eine weitere Partei, gar keine Dreierbündnisse mehr reichen werden. Dass da vielleicht sogar Viererbündnisse, eine ganze Querfront von Linkspartei bis CDU nötig wäre.
Uwe
Ja, aber da möchte ich gleich noch später hinkommen, Jörg. Also was mich jetzt nochmal interessiert, ist eben, einerseits will sie nichts mit der AfD zu tun haben, jedenfalls nach bisherigem Stand der Dinge. So, dann macht sie aber eben Avancen an CDU-Länder, auch wenn die jetzt einzeln womöglich da ganz andere Meinung haben. Und dabei bleibt es aber noch nicht einmal, sondern dann ist sie sogar noch, ich sag mal so, mutig oder vielleicht auch dreist, dass sie schlichtweg mit der Linken, also der Partei, die sie jetzt quasi in die Grütze reitet, in Probleme bringt, dass sie mit der auch noch koalieren sollte. Da kann ich schon verstehen, wenn dann eben Kritiker sagen, was will die denn? Sie will links koalieren, sie will rechts koalieren. Wofür steht denn die Frau überhaupt? Also Ihr speziell, ich kann doch nicht sagen, ich will mit der Bundes-CDU nichts zu tun haben, aber mit den Länder-CDUs, da möchte ich gerne mitmachen. Das ist doch unglaubwürdig und das ist auch nicht gerade ein Zeichen von Glaubwürdigkeit, wenn erst mal eine Partei austritt und sagt, ja, aber koalieren würde ich mit denen trotzdem.
Gast
Also es gibt einen schönen Satz von Plato, dem alten griechischen Philosophen, und der sagte mal, der sicherste Weg des Scheiterns ist zu versuchen, es allen recht zu machen. Und genau das versucht sie gerade. Sie macht es möglichst vielen recht. Ich finde ja eher klare Kante wäre besser. Ich fand es aber sehr lustig mit der Linken, wenn man nämlich mal genau hinguckt, das ist auch wieder so oberflächlich, Ist das ein Witz? Aber der Witz ist im Grunde, wenn man mal genau hinguckt, dann steht da im Grunde genommen, ja, ich würde mit der Linken koalieren, sobald die die gleiche Politik vertreten wie ich. Und er wird die Hölle zufrieren. Ja, als dass die Linke mal bei Migration vernünftig wird und dass die mal gemeinsam eine Sache machen können. Das ist gar nicht vorstellbar. Also insofern, das ist alles extrem hypothetisch und das wird nicht passieren.
Uwe
Aber warum wird es denn überhaupt gesagt? Was ist der Zweck von solchen Aktionen?
Gast
Sie möchte, da hat ja auch einer auf der Bundespressekonferenz gesagt, als dann jemand sagt, wir machen jetzt irgendwie so eine Infotour hier durch die ganzen Verbände, durch die ganzen Länder. Oh, sie wollen jetzt bei uns Mitglieder räubern. Ja, selbstverständlich will sie Mitglieder räubern. Ist doch normal. Die Linke ist zutiefst gespalten in Wagenknecht-Anhänger und Wagenknecht-Gegner. Und die Anhänger will sie mitnehmen. Was auch wieder ein Problem schafft, nämlich dass das die linke 2.0 wird und das ist dann schon wieder ein problematischer Schwerpunkt. Da sollte sie sich breiter aufstellen, also auch in der Auswahl ihrer Mitglieder.
Uwe
Ja, aber wenn sie doch eben auf der Jagd nach neuen Mitgliedern ist, dann ist ja die Frage, will sie jetzt tatsächlich die von beiden Seiten, also von links und von rechts einsammeln? Ist das eine erfolgversprechende Strategie? Also ich erinnere mich, dass die AfD selber, zumindest deren Vertreter, geäußert haben, dass sie keine Angst vor Wagenknecht haben.
Gast
Das ist Pfeifen im Walde. Aber warum sollen sie auch Angst haben? Die werden natürlich Prozentpunkte verlieren und zwar nicht zu knapp. Denn die Protestwähler, die sind sehr, sehr wankelmütig. Und wenn die sagen, an der AfD gefällt uns zwar viel, aber an der Warnkriegspartei gefällt uns noch mehr, dann sind die weg. Das hat man in der Thüringen-Umfrage gesehen, das hat man jetzt auf Bundesebene gesehen, wo dann die Warnkriegspartei jetzt auf 15 Prozent käme und davon kommen ungefähr, ich glaube, 8 Prozent oder so, 8 Prozentpunkte von der AfD oder 10 sogar. Und das heißt, natürlich macht die Wagenkriegspartei die AfD kleiner, aber insgesamt sind AfD plus Wagenkriegspartei größer als die AfD alleine. Insofern, ich verstehe aus reinem Selbsterhaltungstrieb, hier sehen wir mal das AfD-Programm, da sind also viele Programmpunkte, die scheinen durchweg gute Programmpunkte zu sein, die meisten sind es auch. Das sind aber auch Sachen, wie zum Beispiel, wenn man genauer wieder hinguckt, ins Neoliberale, dann steht da zum Beispiel, Mindestlohn beibehalten. Was heißt denn das? Das heißt, Mindestlohn nicht erhöhen. Der Mindestlohn ist lächerlich niedrig. Aus der AfD kommt eine wahnsinnige Kritik am Bürgergeld, das sei zu hoch. Also dann sollen sie mal versuchen, davon zu leben. Und zwar nicht nur für einen Monat, sondern mal ein paar Jahre. Und keine Rücklagen zu haben und nicht zu wissen, wovon soll ich die Waschmaschine oder irgendwas kaufen. Und nie Urlaub zu machen und sich kein Auto leisten zu können und völlig ausgeschlossen zu sein. Das ist überhaupt nicht lustig. Also die Bürgergeldsätze sind viel zu niedrig und die AfD zeigt ihr neoliberales Gesicht. Das hier ist eine sehr schön färberische Darstellung. Vieles davon ist richtig, da sind viele richtig gute Programmpunkte dabei, aber ein paar sind auch sehr problematisch. Und bei Wagenknecht ist das wiederum anders. Und das Rechtsradikale, das da vorgeworfen wird. Ich habe ja im letzten Video noch gesagt, schickt mir mal irgendwas Rechtsradikales. Ja, da ist es, genau. Dann hat mir jemand ja das hier geschickt. Und da sind also ein paar Sachen, die kannte ich, die betrachte ich nicht als rechtsradikal und da sind auch ein paar Sachen, da zieht es einen die Schuhe aus.
Uwe
Das fängt ja gleich schon mit dem ersten an, da heißt es hier ja, oder mit dem zweiten, Antifa ab ins KZ, also das sind natürlich Sprüche, die passen nun nicht in unsere moderne Welt oder politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Bescheidenheit bei der Entsorgung von Personen ist unangebracht. Also damit kann man doch nicht wirklich Leute überzeugen, außer Krawallmacher.
Gast
Also jetzt sehe ich hier, sehe ich zum Beispiel Andreas Gehlmann. Wer ist das? Kenne ich nicht. Antifa-Präsident Mirko Welsch, Mitglied des Landtags irgendwo ab ins Konzert. Solche Sprüche umgekehrt gibt es auch von den Grünen, da dreht sich keiner drüber auf. Da sagt also eine von den Grünen, die da auch eine maßgebliche Funktion hat, die sagt, ich weiß nicht, ob das die von der Grünen Jugend war, die Vorsitzende, die AfDler sollten alle ins KZ. Ja, also da tun die sich nichts. Dann gibt es dieses, das Gauland, Fliegenschiss der Geschichte mit dem Dritten Reich. Ja, das meinte er in Bezug auf zwölf Jahre im Verhältnis zu 50.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Aber die Qualität des Dritten Reichs, die war ja jenseits aller Diskussionswürdigkeit. Also zumindest ungeschickt. Dann hat der Höcke, ich habe was zum Höcke gesucht und da war was vom Höcke dabei. Ja, und dann gucken alle, oh Höcke, Höcke, was hat Höcke gesagt? Und Höcke hat ja auch irgendwas zu Hitler gesagt. Ich glaube, irgendwie nicht alles war schlecht an Hitler oder irgendwie sowas. Oder der wird immer so schwarz-weiß als das absolut Böse dargestellt. Gibt es sowas wie das absolut Böse? Sowas gibt es nicht. Also jemand soll mal beobachtet haben, wie Adolf Hitler seine Sekretärin einen schönen Feierabend wünschte. Also der hat wahrscheinlich auch zu Eva Braun mal nette Sachen gesagt und vielleicht hat er einen Hund gehabt, den er auch gut behandelt hat. Der war also monströs in vielen Dingen, aber war wahrscheinlich in anderen Dingen sehr umgänglicher Mensch. Was absolut Böse gibt es nicht. Ja, auch der Teufel ist nicht. Der ist noch nicht mal böse, der Teufel, sondern der hat ja einen Auftrag als Strafe Gottes sozusagen. Ja, als gefallener Engel. Und macht der das freiwillig? Ist der böse oder erfüllt der einen göttlichen Zweck? Also sag mir mal irgendjemand oder auch eine Figur, die absolut böse ist. Müstigkeit, vielleicht irgendein Dämon oder so. Hitler war sicherlich dämonisch, aber absolut böse, wenn man das mal so im psychologischen und historischen Kontext mal sieht. Sowas gibt es ja gar nicht. Auch Genghis Khan war vielleicht irgendwo freundlich zu irgendwem. Oder Mao oder Stalin, die noch mehr Leute... Ja gut, das ist natürlich sicherlich... Ist ein Diskussionspunkt. Und er ist ja, glaube ich, Geschichtslehrer. Und insofern muss man das mal im Kontext sehen und nicht aus dem Zusammenhang reißen. Das heißt ja nicht, dass er ihn gut findet. Und das ist der einzige Satz von Höcke, der sich rechtsradikal interpretieren lässt.
Uwe
Das sind natürlich die Fragen, was sind jetzt Fakten und wie sind die Interpretationen und ob es das Böse gibt oder nicht. Da gibt es Fachleute, die heißen Katholische Kirche. Die sind da der Meinung, dass es das schon gibt. Andererseits sind es auch diejenigen, die gerade sagen, durch ihre Bibelgeschichten, dass eben, so wie du ja auch korrekt siehst, quasi rezitierst, dass das Böse seine Funktion hat. Wir kennen es selbst in der Hochliteratur der deutschen Kultur. Da heißt es ja bei Goethe so schön, beim Zauberlehrling, ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft. Und da fragt man sich, was genau ist das Gute am Bösen? Und das Gute da am Bösen ist, das ist den Menschen, dem es Böses will, dem... der Mephistopheles oder der Teufel oder der Satan, der ihn verführen will, dass er ihn zwingt, sich für das Gute zu entscheiden. Das heißt, wenn das Gute von alleine da wäre, wenn der Mensch nicht die Wahl hätte, sich zwischen Gut und Böse, um es ganz plakativ zu sagen, zu entscheiden, dann wäre das Gute überhaupt gar nichts wert, weil es dann nur ein automatischer Daseinszustand wäre. Erst dann, wenn man ja auch eine Alternative hat, in dem Fall eine negative Alternative, dann ist man gefragt, will ich nun den Weg der Finsternis oder den Weg des Lichtes gehen oder irgendwo dazwischen. Also insofern all diejenigen Leute, die glauben, dass es das absolut Böse gibt, die sind selber Absolutisten, das heißt, das sind selber Demagogen, Ja, die etwas glauben, nämlich in dem Fall an das absolut Böse. Und die Frage ist, woher wollen die das jetzt so genau wissen? Gut, aber das wollen wir hier jetzt gar nicht so weiter vertiefen.
Gast
Ja, aber da waren ein paar Sachen weiter unten. Die waren also wirklich so krass rechtsradikal oder auch das hier mit dem KZ. Solche Leute sollten Parteiausschlussverfahren kriegen. Ich habe die jetzt nicht alle recherchiert, ob die es wirklich gesagt haben und Der Landesvorsitzende NRW, der AfD, ich weiß nicht, wie er heißt, der hat neulich im RTL-Interview gesagt, dass die alle ausgeschlossen werden aus der AfD. Wer solche rechtsradikalen Aussagen macht, der fliegt raus oder der kommt gar nicht erst rein. Also da müssen wir mal gucken, wie viel ist da Fakt von übrig. Mir schicken unheimlich viele Leute unheimlich viel Kram, der sich dann, wenn ich mal selber recherchiere, als falsch rausstellt. Deshalb hinter all dem ist erstmal ein Fragezeichen.
Uwe
Ja, gut, aber nichtsdestotrotz sind ja in unserer heutigen Kultur- und Politiklandschaft die Rechten grundsätzlich die Bösen, egal wie rechts sie sind. Und die Frage ist, wenn die... Wagenknecht-Partei, mit denen nicht koalieren will. Und sie vielleicht zwar mit den Schwarzen koalieren will, die aber mit ihr nicht, außer wenn es vielleicht absolute Notwendigkeit in irgendeinem Bundesland geben könnte. Sprich, wenn die schon mit der AfD nicht koalieren wollen, um aber an der Regierung zu bleiben, vielleicht mit einer entsprechend starken Wagenknecht-Partei, ist ja alles denkbar. Denn politische Meinungen haben ja eine geringe Halbwertszeit. Der Politiker strebt ja nach dem Amt und der Macht. und nicht nach der Wahrheit, ansonsten wäre er ja ein Philosoph oder Wahrheitstheoretiker geworden oder Logiker. Das heißt, da sind ja noch einige Türen, die noch nicht durchschritten sind, aber es gibt ja eben auch noch die andere Seite. Das heißt, kann jetzt zum Beispiel die Wagenknecht, die ja eigentlich antritt gegen die Ampel, Wenn der Spiegel ja geschrieben hat, wer muss mehr Angst haben, AfD oder SPD oder AfD. Wenn wir die AfD abgefrühstückt haben, ja was ist denn mit der SPD? Ist die SPD jetzt ein Angriffspunkt oder könnte man sich vorstellen, dass die Wagenknecht-Partei auch mit der SPD irgendwie koalieren würde? Also mit der FDP scheint mir das eher schwach zu sein und zu Grünen können wir ja später noch kommen.
Gast
Ja, die FDP könnte aus dem nächsten Bundestag auch rausfliegen. Da gibt es ja auch gerade einen Aufstand von unten, dass Leute sagen, wir müssen raus aus der Ampel, sonst gibt es uns bald nicht mehr. Aber der Lindner sagt ja, ich möchte lieber meine Pension haben und die kriege ich erst nach vier Jahren Ministerzeit. Ja, was die SPD betrifft, da sage ich nur Esken. Also unter Esken ist die SPD verloren und für eine vernünftige Partei nicht koalitionsfähig. Also alles, was sie raus hat, jede Position von ihr ist einfach nur verrückt. Klingbeil, der stolze Antifa-Aktivist ist auch indiskutabel. Also die SPD hat so viele Problembären an Bord. Ich sehe nicht wieder eine... Die Parteien müssen sich ganz neu erfinden. Oder ein Scholz. Ich sage nur Cum-Ex, Korruptionsverdacht. Und wenn man da was Konkretes sagt, dann macht man sich schon strafbar, weil man den nicht kritisieren darf. Das sagt ja schon alles. Also die SPD ist einfach eine völlig marode, kaputte Partei, weil wir mit der koalieren. Aber ich finde, das ist auch so ein bisschen zu klassisch gedacht, immer in Koalitionen zu denken. Also da bin ich wenn ich das mal so ausdrücken darf, darüber hinaus keine Koalition. Abstimmung von Fall zu Fall.
Uwe
Aber lass uns das mal weiter. Bevor wir dahin kommen, was vielleicht eine bessere Lösung wäre, als das, was im Moment ist, lass uns erstmal nochmal weitergucken. Also wenn nicht mit der SPD, so wäre es doch, bleibt dann ja noch theoretisch übrig mit den Grünen. Und dann wird man sagen, okay, die Grünen sind ja nun gerade... Ich sage mal, die einflussreichste Partei innerhalb der Ampel. Also eigentlich müssten die ja der natürliche Feind von Sarah Wagenknecht sein. Und ist es denkbar, dass sie mit denen zusammenarbeitet, kooperiert oder gar koaliert? Und da gibt es ja eben diesen schönen Artikel, der im Grunde genommen darum geht, dass jetzt behauptet wird, dass Robert Habeck im Hintergrund einen Plan schmiedet, und Bundeskanzler werden möchte demnächst und dafür womöglich die Sarah Wagenknecht gebrauchen könnte. Und das Argument ist, das jetzt an anderer Stelle noch vertreten wird, nämlich, dass Mal gucken, genau, das ist hier der Satz unten, den kann ich jetzt im Moment nicht richtig darstellen, weil es hier ein Foto ist und kein Scroll-Dokument, nämlich Habeck und Wagenknecht eint der Glaube an die staatlich gelenkte Wirtschaft. Ist dieser Glaube an die staatlich gelenkte Wirtschaft, könnte das tatsächlich nach deiner Ansicht, Jörg, ein Verbindungspunkt sein, sprich könnte die Spekulation, wenn sie denn wahr ist, von Robert Habeck aufgehen und dadurch durch die Oppositionspartei tatsächlich in der nächsten Legislaturperiode Bundeskanzler werden? Ist das vorstellbar?
Gast
Also da hat der Herr Reichelt von NIOS, oder Achtung, Reichelt, der es beschrieben hat, seine Hausaufgaben nicht gemacht. Also der Habeck, der nimmt von jedem die Stimme, die er zum Kanzler machen würde. Das ist ja gar keine Frage. Aber kriegt er die auch? Und die Grünen sind der Hauptgegner. Die sind der Grund, warum die Wagenknecht-Partei gegründet wurde, um die Grünen abzuservieren. Also eher friert buchstäblich die Hölle zu, als dass es eine Koalition gibt. Und wenn die Wagenknecht mit den Grünen koalieren würde, verliert sie sofort alle Wähler. Dann war es das. Das kann sie einmal machen und nicht wieder. Dann hat sie sich erledigt. Und ich kann immer nur sagen, Man möge mir zeigen, wo ist hier Planwirtschaft? Oder schaut euch das Video an von Marc Friedrich, das Interview mit Sarah Warnknecht. Ich sage nur, Ordoliberalismus, Walter Eucken, wo in aller Welt ist da Planwirtschaft? Das gibt es nicht. Die Zeitung, da sprachen wir letztes Mal drüber, wo sie auch darauf angesprochen wurde, ja genau, das ist die von Marc Friedrich. Was sie alles hier machen würde mit Staatskonzern, staatlicher Lenkung, Planwirtschaft und Preiskontrollen und so weiter. Das hat sie überhaupt nie gesagt. Das steht nirgends. Das ist völliger Quatsch. Also wer sowas behauptet, Warnkrieg, Partei, Planwirtschaft, der hat sich weder mit Warnkrieg noch mit der Partei, die es ja noch gar nicht gibt, beschäftigt. Der soll einfach mal abwarten, was im Januar im Programm steht. Und da wird, da bin ich mir sehr sicher, keine Planwirtschaft drinstehen. Da steht Ordoliberalismus drin. Es gibt keine Schnittmenge mit den Grünen.
Uwe
Wenn es die nicht gibt, das heißt, wenn ich jetzt mal deine Interpretation zusammenfasse, also mit der AfD hätte sie Schnittmengen, aber da würde es ja wahrscheinlich nicht zusammenfassen. Mit der CDU würde sie gerne, in Ländern, die wollen mit ihr, aber zumindest vorerst nicht. Mit der SPD lohnt nicht, weil die quasi zu oppositionell ist und das Gleiche für die Grünen. Und die Linke werden ihr Programm auch nicht ändern, das ist doch marginal. Die Gelben sind auch zu oppositionell zur Wagenknechtsansicht. Das heißt, dann bleibt sie doch nur als eine Oppositionspartei von mehreren, wenn sie denn überhaupt die 5%-Hürde schafft im Parlament. Was genau ist jetzt der Vorteil davon?
Gast
Guck dir mal Bodo Ramelow an in Thüringen. Der reagiert da munter mit einer Minderheitsregierung. Wo ist das Problem? Hannelore Kraft, NRW 2010, hat mit den Grünen zusammen eine Minderheitsregierung gemacht. Die haben so lange das Land regiert und das ist immerhin ein 18 Millionen Einwohner Land, in dem ich auch lebe. Hat alles funktioniert, bis letztendlich eine Haushaltsabstimmung kam und dann hat die CDU gesagt, wir boykottieren das Ganze und dann haben die von der CDU die Minderheitsregierung über die Klinge springen lassen. Denn ohne verabschiedeten Haushalt kann man nicht mehr weiter regieren. Dann gab es neue Wahlen. Aber grundsätzlich funktioniert eine Minderheitsregierung. So, und dann gibt es Themen wie den Mindestlohn. Ja, da würde also die Warnkriegspartei mit der SPD und wenn es sie noch gäbe mit der linken Stimmen. Vielleicht sogar mit den Grünen beim Thema Mindestlohn. Dann gibt es Themen wie Migration, da würde sie mit der AfD stimmen. Dann gibt es Themen wie Energiesicherheit, also Importe aus Russland, billiges Gas, billiges Öl, da würde sie auch mit der AfD stimmen, vielleicht sogar Teile der CDU dafür. Das ist dann von Fall zu Fall, da sehe ich überhaupt kein Problem.
Uwe
Gut, insofern bist du da ganz pragmatisch. Ich schätze, Frau Wagenknecht wird das da wohl auch sein. Wir werden natürlich jetzt ab Januar dann sehen, wie sie sich tatsächlich positionieren wird, ob eben die potenziellen Probleme innerhalb ihres neuen Vorstandes dann... nur, ich sag mal, äußerlicher Art sind oder doch struktureller Art. Auf jeden Fall muss sie sich ja beeilen, wenn sie bei den Landtagswahlen in 2024 mitmachen will. Das ist ja eine sehr sportliche Aufgabe, eben die ganzen organisatorischen Strukturen dort zu erzeugen. Glaubst du, dass sie das schaffen kann oder ist das zu ambitioniert?
Gast
Das ist easy. Das ist wirklich ganz einfach. Die muss ja nur die Landesverbände gründen. Landesverband gründet man an einem Tag. Ich habe in meinem Leben schon ungefähr ein Dutzend Landesverbände gegründet in verschiedenen Parteien. Das ist überhaupt, das ist gar nichts. Und dann muss man noch die Unterschriften sammeln. Da gibt es diese Anlage 14b. Das ist ja dieses Unterstützungsunterschrittsformular, in dem dann Bürger sagen, ich möchte, dass diese Partei auf dem Wahlzettel erscheint. Die heißt überall 14b. Ob das Bundestagswahl, das Landtagswahl, die heißt immer 14b. So, und dann wird also geguckt, aha, hat diese Person das Wahlrecht oder nicht entsprechend für diese Wahl. Ist das zum Beispiel ein Thüringer Bürger, dann darf der bei der Landtagswahl in Thüringen. Ist das jetzt einer aus Sachsen, der darf es dann nicht. Hat der vielleicht schon eine andere Partei unterstützt, das ist auch wieder sehr fragwürdig verboten. Sondern dann werden die also ihre Unterschriften sammeln. Das wird dann im Bereich liegen von irgendwo 1.000 bis 2.000 Stück. Die kriegt die in zwei Wochen zusammen. Da gibt es natürlich noch Fristen. Und die erste Wahl wird die Europawahl sein. Die ist schon im Mai. Da muss man rückwärts rechnen, das sind etwa so sechs, sieben Wochen rückwärts gerechnet vom Wahltermin, müssen die bei der Europawahl sind es 4000 Unterstützungsunterschriften eingegangen sein. Dann brauchen wir noch ein bisschen Puffer, weil einige immer ungültig sind. Also sagen wir mal 4.500 müssen eingegangen sein. Und das schafft sie. Dazu hat sie genug Zugkraft. Dann sagt sie, wir brauchen die Schlüsselunterschriften. Und dann schicken die Leute die per Post. Dann hat sie die. Dann muss sie damit noch mit ihren Leuten zu den Wahlämtern. Die Dinger müssen ja auch noch beglaubigt werden. Dann muss sie also... Leute vor Ort haben, die sagen dann, ich wohne hier in Köln, ich gehe zum Wahlamt in Köln am Athena Ring, oben in Chorweiler, lass das ganze Ding abstempeln. Oder hier in Bergisch Gladbach, dann gehe ich hier also zum Konrad-Adenauer-Platz und lass das Ganze da im Städtehaus abstempeln. Da brauchst du Leute, die es vor Ort machen, aber das ist für sie sehr einfach, was für kleine Parteien eine fast unüberwindliche Hürde ist. Das kann sie Probleme schaffen.
Uwe
So ganz überzeugt mich das nicht, Jörg. Denn ich meine, das Organisatorische, also sprich die Organisation auf die Beine zu stellen, das kann ich nachvollziehen. Aber es reicht doch nicht, die Organisation zu haben. Es muss doch auch die politische Arbeit jeweils vor Ort gemacht werden, um die Wähler auch zu überzeugen. Das heißt, da braucht man doch auch entsprechend große Anzahl von Wahlkampfhelfern, die auf der Straße stehen, den Leuten die Zettel in die Hand drücken und und und. Das kann ich doch nicht machen. Also das funktioniert doch nicht, wenn ich nur die Organisation gegründet habe. Da gehört doch ein bisschen mehr dazu.
Gast
Nö. Nee, ehrlich gesagt finden Wahlen im Fernsehen statt oder in den Medien. Das entscheidet sich alles in den Medien und du kannst also, wir haben das ja auch gemacht hier, ich habe ja auch die Erfahrung mit kleinen Parteien, wo wir zum Beispiel uns voll auf Köln konzentriert haben oder mal Düsseldorf und haben da mal gesehen, wie ist der Unterschied. Wir haben also da Plakate aufgehängt, wir hatten Wahlkampfstände, wir hatten viele, viele Tausende von Gesprächen und da haben wir mal geguckt, gibt es denn einen Unterschied, nennenswerten zu, sagen wir mal Gütersloh, wo uns keiner kennt. Und im Endeffekt war der Unterschied vernachlässigbar gering. Und letztendlich geht es darum, ich kenne die Warenkirche aus dem Fernsehen oder habe die bei Marc Friedrich oder sonst irgendwo in alternativen Medien mal gesehen oder beim Kanal von der Bild-Zeitung auf YouTube und so weiter oder in irgendeinem Artikel, in irgendeinem Blog. Oder ich habe direkt ihren eigenen Kanal aufgerufen. Guck mir Warenkirchen ins Wochen schauen, wie die alle heißen an. Oder die hat ihre Partei-Website und da fällt die Entscheidung. Also jetzt einfach irgendwo einen Stand hinzustellen und versuchen Leute umzustimmen, das funktioniert praktisch überhaupt nicht. Oder ob ich da Luftballons und Rosen und Kugelschreiber verschenke oder irgendwelche Plakate aufhänge, das ist irrelevant. Das ist mehr Folklore. Aber da werden keine Wahlen entschieden. Wahlen werden in den Medien entschieden, beziehungsweise schrägstrich heutzutage auch alternative Medien und sozialen Medien.
Uwe
Gut, also das denke ich, damit kann ich leben mit der Argumentation. Das kann ich nachvollziehen. Was die Zukunft tatsächlich bringen wird, wird die Zukunft natürlich zeigen. Ich möchte mal auf unser Thema zurückkommen zum Abschluss. Teile und Herrsche. Das heißt... Wo genau siehst du jetzt die Interessenlage derjenigen, die eben Imperator sind, Herrscher und die eben die Wir-Wagenknecht-Partei gegen die AfD positioniert sehen möchten am liebsten medial? Ja, das heißt lieber zwei kleine Oppositionsparteien als eine große oder was stellst du dir jetzt konkret unter Teile und Herrscher vor?
Gast
Ja, das haben ja schon die alten Römer gemacht, damals schon, die alten Senatoren in der Antike, die Wiede et Impera haben sie da beobachtet oder erfunden. Und das passiert heute genauso. Und wenn die Wagenknecht von sich aus nicht gekommen wäre, dann müsste man sie erfinden. Also die da oben, die lachen sich kaputt. Also einem Merz, einem Scholz, Habeck und Baerbock und Lange, wie sie alle heißen, ist das sehr recht faszinierend. dass sie sich gerade kloppen. Also die Wagenknecht-Partei und ihre Leute, die verschrecken gerade viele AfD-Wähler und die AfD verschreckt also viele potenzielle Wähler für die Wagenknecht-Partei und unterm Strich schaden sich gegenseitig. Würden die beiden zusammen sich einfach mal wohlwollend distanziert gegenüberstehen, dann können die in relativ kurzer Zeit locker 45 Prozent kriegen. Wenn sie sich bekämpfen, landen die beide zusammen bei unter 30 Prozent. Und solange das so ist, ist das den Herrschenden sehr recht. Und deshalb Teile und Herrsche wird von den Medien vor allen Dingen vorangetrieben, die auf beide eindreschen, die sie auch gegeneinander aufhetzen. Und jemand wie zum Beispiel Vera Lengsfeld gießt da Öl ans Feuer. Und Vera Lengsfeld, ich schätze sie sehr, ich finde sie super, bin großer Fan von ihr. Aber was sie da macht, das schadet der Opposition und den Menschen in Deutschland.
Uwe
Aber dann ist es doch umso unverständlicher, dass Wagenknecht und ihre Amira Mohamed Ali so strikt die Brandmauer zur AfD aufrechterhalten. Also darüber müssen die beiden Frauen sich doch im Klaren sein, sprich die neue Partei. Dass sie im Grunde genommen, wenn sie diese Brandmauer aufrechterhalten, noch genau das tun, was die Teile und Herrschermächte wollen. Also warum... Was soll das?
Gast
Das gehört heutzutage zum guten Ton. Ich kann ja nur wieder spekulieren, da ich keinen Kontakt mit Frau Wagenknecht habe. Ich kann nur spekulieren, dass sie sich die Massenmedien warm halten will. Denn die Massenmedien sind immer noch sehr viel wirkmächtiger als die attraktiven Medien, die sie ja auch nicht mögen. Das heißt, gerade nachdem die alternativen Medien, siehe Achgut und andere alternative Medien, Reitschuster, die gegen sie schießen. Wer bleibt ihr denn? Da bleiben ihr nur noch Bild, Zeitung und Co. Und die muss sie sich gewogen halten. Und die erwarten von ihr, dass sie beim Thema AfD eine Brandmauer irgendwie formuliert. Die erwarten von ihr, dass sie beim Thema Klima irgendwie mitschwimmt. Wobei sie, das hatten wir auch vorhin noch, sagt, ja, wir müssen dann irgendwelche Zukunftstechnologien erforschen, ganz furchtbar, furchtbar dringend. Das ist ja auch wieder, er friert die Hölle zu. Das wird ja nicht passieren. Das ist ja warten auf Godot. Ja, diese Massenenergie sind nicht speicherbar. Das ist physikalisch gar nicht absehbar, dass das irgendwie mal gehen würde. Da hat sie aber irgendwie gesagt, ja, ich spiele dieses Klimaspiel mal mit. Oder wenn sie sagt, Klimaleugner nehmen wir nicht auf. Was ist denn ein Klimaleugner? Greta Thunberg ist ein Klimaleugner, weil sie leugnet, was das Klima wirklich steuert. Und die will sich einfach die Medien warm halten und deshalb steigt sie auf das AfD-Bashing und die AfD-Brandmauer ein. Ich sehe das eher als Taktik für ihre Wahlkampfstrategie.
Uwe
Also der Meinung kann ich mich durchaus sympathisch anschließen, denn das habe ich selber schon im Stream vertreten neulich, dass es vielleicht eine strategische Maßnahme ist, um nämlich nicht von vornherein vom Mainstream-Medien ausgebremst zu werden. Nur erstmal den Eindruck erwecken, nein, mit AfD haben wir überhaupt gar nichts zu tun. Und dann, wenn man stark genug ist, dann auf einmal... koaliert oder kooperiert man vielleicht doch miteinander. Das wäre natürlich eine Sensation. Aber bis dahin müsste das natürlich streng geheim bleiben, diese eventuelle Kooperations- oder Koalitionsbereitschaft beider Seiten. Man wird sehen, was die Zukunft bringt. Ich denke, wir haben heute doch einen umfassenden Potpourri geschafft. Was eben die Beurteilung von Sarah Wagenknecht betrifft, dass sie sich geändert hat, sodass sie, obwohl sie sich geändert hat, mit der Vergangenheit verbunden wird, sodass man ihre Aussagen, die sie in ihren eigenen Büchern macht, quasi gar nicht berücksichtigt, sondern sie einfach nur klassifiziert, sie dämonisiert in weitester Weise. Und das... Es ist unklar, was mit der Parteigründung wird. Du siehst es eher positiv, hat das ja auch schon seinerzeit vor einigen Wochen kundgetan. Ja, und ich sage mal, warten wir mal ab. Im Januar, Februar werden wir ja mehr wissen. Und bei der nächsten Wahl, ich glaube, das ist ja im Mai 2024, werden wir noch mehr wissen. Ja, ich möchte dich mal bitten... nochmal dein abschließendes Statement für unsere Zuschauer zu geben und mal gucken, zu welchem Gesamtfazit du jetzt kommst.
Gast
Ja, da fällt mir auch so ein alter Spruch ein von Donald Sutherland aus dem Film Stoßtrupp Gold. Da war einer, der meckerte immer, ja, was ist, wenn dies, wenn das? Man sagte, sendest du schon wieder negative Wellen? Ich bitte also um einen Vertrag, also ich persönlich gebe der Wagenkriegspartei einen Vertrauensvorschuss. Sarah Warnke hat bei mir Kredit. Den müsste sie erst verspielen. So lange hat sie den Kredit. Im Januar wissen wir mehr. Und ich kann nur an alle appellieren, bleibt sachlich. Informiert euch. Guckt mal, was sie wirklich gesagt und geschrieben hat. Guckt euch Marc Friedrich an, das Interview. Stichwort Ordoliberalismus. Und lasst euch nicht von den Spaltern spalten. Vielen Dank.
Uwe
Danke für dein Fazit, Jörg, und dass du bereit warst, auf meinen Fragen mal wieder Rede und Antwort zu stehen und deine persönliche Meinung uns allen zum Nachdenken mitzugeben. Ja, ich möchte dich dann hier aus der Sendung schon mal entlassen und sage Tschüss. Und ja, liebes Publikum, Sie haben dann wieder mal die Meinung von Jörg Gastmann von Economy for Mankind gehört. Der hat ja auch eine ganze Menge interessante Ideen. Schauen Sie mal auf seine Webseite economyformankind.org. Da gibt es... Interessante Denkansätze politischer und wirtschaftlicher Art. Das ist sicherlich seine Hauptleistung, so etwas mal in umfangreicher Weise vollbracht zu haben. Zumindest kann es für sie doch auch eine Anregung sein, dass es mehr gibt als nur drei oder vier Parteien Konzepte zu lesen. Und vielleicht geben Sie auch mal in Ihren Kommentaren bereit, was Ihre Meinung ist, ob Sie glauben, dass die Wagenknecht-Partei ja eine realistische Chance hatte, ob sie hat, haben wird oder ob sie mit der AfD doch koalieren sollte oder ob sie nur in der Opposition verbleiben sollte, um eben, ich sag mal, der herrschenden Regierung jeweils das Leben etwas schwerer zu machen. Ich bedanke mich für Ihre Geduld, dieser Sendung zuzuschauen und sage bis zum nächsten Mal, die Welt klar sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Teile und Herrsche | Wagenknecht vs. AfD | Opposition im⚔️Kreuzfeuer | Interview mit Jörg Gastmann“, Die Welt Klar Sehen, 04.11.2023.
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Interview mit Jörg Gastmann über die angekündigte Gründung der Wagenknecht-Partei und das Framing in Medien und alternativen Medien. Kernthese: Nach dem Muster Teile und Herrsche werden Wagenknecht-Bündnis und AfD gegeneinander ausgespielt, statt ihre Schnittmengen zu nutzen.
