Sahra Wagenknecht fordert: 'Rüstungswahnsinn stoppen!'⏳ | Friedensdemo Analyse05.12.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 05.12.202377 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Am vorletzten Wochenende war ja die große Friedensdemo, wo auch Sahra Wagenknecht gesprochen hat und noch einige andere. Ich möchte aber über die einigen anderen gar nicht sprechen und auch nicht, wie viele Leute da waren. Das ist jetzt für dieses Video uninteressant. Die Frage ist vielmehr, ja, Was hat sie denn überhaupt gesagt? Da möchte ich mit meinem Gast Jörg Gastmann heute konkret mal drüber sprechen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Hallo Jörg, wie geht es dir?
Gast
Hallo Uwe, generell ganz gut, gesundheitlich momentan nicht so. Ja, ich bin ja scheinbar hier der offizielle Wagenknecht-Spezialist des Kanals.
Uwe
Naja, dazu hast du dich ja irgendwie selber gemacht. Ja, Wagenknecht ist ja ein interessantes Thema. Wir hatten es ja schon mal besprochen. Du bist ja eigentlich ein großer Wagenknecht-Fan. Und jetzt mal so ganz kurz vorab, nachdem du ihre Rede dort gehört hast, bist du das immer noch oder eingeschränkt?
Gast
Ich werde oft gefragt, wie stehe ich zu Wagenknecht? Also Fan würde ich es nicht sagen. Ich würde sagen, wohlwollend skeptisch. Ich glaube, das trifft es genau. Und was diese Wagenknecht-Rede angeht, da muss man immer das Setting berücksichtigen. Sie hat also einerseits... Ich weiß nicht, du bist ja der Spezialist im Einschätzen von... von Publikumsgrößen, wie viele Leute waren das? 3000 ungefähr. Die hat also dann eine Erwartungshaltung zu erfüllen von diesem Publikum vor Ort und dann gucken das ja ein paar hunderttausend später. Und da muss ich auch überlegen, wie mache ich es möglichst allen recht? Dann hat natürlich Platon das schon in der Antike so formuliert, der sicherste Weg des Scheiterns ist zu versuchen, es allen recht zu machen. Und ich meine, das macht sie gerade. Sie versucht es allen recht zu machen und zeigt da nicht wirklich eine klare Linie.
Uwe
Ja, also ob das tatsächlich dann so ist, ist natürlich mal die Frage. Gut, 3000 oder was sagt das, sollen da gewesen sein? Laut Angaben der Veranstalter sollen das 20.000 gewesen sein. Nach meinem überschlägigen Expertenblick, ich habe ja schon oft alleine beziehungsweise mit Eliathin zusammen eben Teilnehmer geschätzt. Ich habe viermal drauf verzichtet, aber wir waren ja schon öfters mal an dem Standort, Also 20.000 waren es mit Sicherheit nicht. Aber das ist jetzt wie schon gesagt irrelevant. Ich würde sagen, wir fangen einfach mal an, gucken uns diese Rede an, alle anderen Reden lassen wir außen vor und schauen mal, was sich dann daraus ergibt.
Gast
Liebe Freundinnen und Freunde, ich freue mich auch, dass ich hier eingeladen wurde. Ich freue mich, dass die Initiatoren die Initiative für diese Friedenskundgebung ergriffen haben. Und ich freue mich vor allem, dass ihr alle hier seid, um heute mit uns gemeinsam für Frieden und gegen Krieg zu demonstrieren. Ich denke, in der Welt von heute ist das wirklich unglaublich wichtig. Danke, dass ihr gekommen seid.
Uwe
Naja, das ist ja schon mal ganz nett von ihr soweit. Also ich glaube, bis zu der Stelle haben wir keine Kommentierung, oder?
Gast
Da kann man nicht viel falsch machen.
Uwe
Na, schauen wir mal weiter.
Gast
Ich muss sagen, ich bin eigentlich nur noch entsetzt, wenn ich höre, was die Vertreter der Ampelkoalition zur Frage von Krieg und Frieden so zum Besten geben. Da haben wir einen Verteidigungsminister, das wurde ja eben schon angesprochen, der allen Ernstes sagt, er will unser Land wieder kriegstüchtig machen. Er sagt nicht verteidigungsfähig, er sagt kriegstüchtig. Und er hat das sogar noch erläutert im Fernsehen, was er darunter versteht. Er hat gesagt, Tüchtigkeit, wörtlich, sei eine besondere Form der Tauglichkeit im Sinne von etwas beherrschen zu können. Das heißt, er will, dass Deutschland das Handwerk des Krieges wieder beherrscht. Gibt es in dieser erbärmlichen Ampelregierung wirklich niemanden, der den Mann mal darauf hinweist, wie es jedes Mal ausgegangen ist, wenn Deutschland das Handwerk des Krieges beherrscht hat. Das ist doch der blanke Wahnsinn. Ich finde das entsetzlich.
Uwe
Ja, soweit Ihre Aussage zu unserem Verteidigungsminister. Wie kommentierst du das?
Gast
Unser Verteidigungsminister hat gebärbockt. Der hat also einen unglücklichen, aber dennoch... fachlich korrekten Terminus benutzt, kriegstüchtig. Sie konstruiert daraus jetzt einen Angriffskrieg. Er meinte natürlich verteidigungstüchtig oder verteidigungsfähig. Und was sie hier macht, ist im Grunde genommen Haare spalten und sich daran aufzuhängen. Und sie sagt ja selber, er hat erklärt, tüchtig im Sinne von etwas beherrschen. Das ist die Aufgabe der Bundeswehr. Kunst des Krieges zu beherrschen, aber nicht um andere Länder anzugreifen, sondern um sich zu verteidigen, wenn Deutschland dann mal angegriffen werden würde. Und das ist ja nun mal, wie wir alle wissen, überhaupt nicht der Fall. Die Bundeswehr ist ja nicht mehr als ein Pfadfinderverein. Abgesehen davon, dass Die Munition ungefähr für ein bis zwei Tage reicht, aber da klappt ja nichts, da funktioniert nichts. Also die Bundeswehr ist am Ende und die ist ja nicht verteidigungsfähig. Da hat also der Pistorius was Richtiges angesprochen. Er hat sich nur unglücklich ausgedrückt, ich würde sagen gebärbockt. Und daraus jetzt eine Angriffskriegsfähigkeit zu konstruieren, kann ich nicht so richtig mitgehen.
Uwe
Also hältst du ein bisschen für übertrieben diese Interpretation von Sahra Wagenknecht und meint, das ist mehr populistisch als sachgemäß, ja?
Gast
Ja, kann man so sagen. Also die will sich natürlich Applaus abholen. Die hat jetzt 3000 Leute vor sich stehen und möchte gerne Applaus haben. Aber achte mal darauf, wie dünn der Applaus die ganze Zeit ist. Also so richtig die Massen, die da toben, sehe ich da nicht. Man muss immer das Setting sehen. Spricht sie da allein in ihrem Kanal oder adressiert sie da Millionen Leute oder 3000 Leute? Und das beeinflusst natürlich immer die Wahl der Themen und wie man sowas rüberbringt. Aber hier hat sie sich wirklich etwas aufgehängt, das meines Erachtens, sie hatte aus einer Mücke einen Elefanten gemacht.
Uwe
Schauen wir einfach mal weiter.
Gast
Kamera ist sehr weit unten. Und ich finde auch schlimm, dass dieser Kurs von einem SPD-Kanzler und von diesen traurigen Figuren, die sich da SPD-Vorsitzende nennen, mitgetragen wird. Was ist nur aus dieser Partei Willy Brandts geworden, dass sie so einen Kurs heute durchsetzt? Und im Grunde noch schlimmer sind ja die sogenannten Grünen.
Uwe
Erstmal sind wir bei den Roten. Was ist aus der Partei Willy Brandts geworden? Was denn genau? Sie hat es ja eigentlich nicht gesagt.
Gast
Nee, sie musste erst mal, und noch schlimmer, und da musste sie erst mal gucken, hm, wer mache ich? Ach so, ja, die Grünen. Das fand ich schon lustig. Ja, aber was ist draus geworden? Aber ich denke jetzt auch mal an die Zeit der Wiedervereinigung 1990. Da hatten wir zum Beispiel 5000 Leopard-Panzer, die einsatzfähig waren. Heute sind wir aber knapp über 100. Und da haben also, also Schmidt hatte sicherlich als letzter SPD-Kanzler vor dieser Zeit nicht dazu beigetragen, die Bundeswehr kaputt zu sparen. Wohl dann auch nicht. Und das fing dann an unter Schröder, das große Sparen bei der Bundeswehr. Und das wurde unter Merkel dann richtig brutal. Merkel hat im Grunde genommen das Ganze kaputt gespart. Und da muss man schon mal sagen, ja, wollen wir es der Bundeswehr haben oder nicht? Und später wird es ja noch so ab Minute vier auf diese 90 Milliarden. Ja, da kommen wir später. Da kommen wir gleich nochmal drauf zu. Also die Bundeswehr ist hier noch ein Thema. Das wird gleich nochmal kommen.
Uwe
Gut, also jetzt wollen wir mal gucken, was Frau Wagenknecht zu den Grünen zu sagen hat.
Gast
Also ehrlich gesagt, man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass die Grünen mal aus der Friedensbewegung hervorgegangen sind, wenn man so hört, was dieser kriegsbesoffene Haufen heute so von sich gibt, von Petra Kelly. Zu Annalena Baerbock und Anton Hofreiter. Was für ein Abstieg. Das ist doch wirklich ein einziges Trauerspiel. Und bemerkenswert finde ich auch, was in der öffentlichen Debatte in Deutschland... Ja gut, also jetzt kommen wir zu der öffentlichen Debatte.
Uwe
Zu den Grünen macht sie jetzt aber auch nur Andeutungen, ohne sich detailliert oder konkreter zu äußern.
Gast
Ist ja allgemein bekannt. Also was sie über die Grünen gesagt hat, das kann man nur unterschreiben. Also kann das noch weiter sinken. Ich habe letztens noch jemanden gesehen, ich weiß nicht mehr, wer war das noch, der sagte, das war bei Marc Friedrich, da ging es also darum, dass neue Parteien erstmal sehr viele schräge Vögel und auch Verrückte anziehen und das würde dann sozusagen, ich glaube der Maaßen hat das gesagt, Hans-Georg Maaßen, Und das halt würde dann also zehn Jahre dauern, bis man die ganzen Verrückten los wird. Bei den Grünen ist es ja umgekehrt. Bei den Grünen sammelt sich ja immer mehr vollkommen, ja was darf ich jetzt sagen, ohne jetzt eine Anzeige wegen Manisthetsbeleidigung zu kriegen, dieser Paragraph, was ist das, 188 Strafgesetzbuch oder welcher ist das, 186? Also da sage ich lieber nichts zu, ich versiere das nicht mit Adjektiven, aber es wird immer schlimmer im Laufe der Zeit bei den Grünen. Also das, was da an Spitzenpersonal ist oder die grüne Jugend, auch der ganze Mittelbau, erschreckend, erschreckend. Also wirklich, was ist aus den Grünen geworden, da hat Wagenknecht vollkommen recht.
Uwe
Gut, dann schauen wir mal, was...
Gast
Und dass ein Kampfjet in einer Stunde mehr Treibstoff verbraucht als ein normaler Autofahrer in sieben Jahren, komischerweise findet das in der Debatte nicht statt. Ich frage mich, wann die Klimakleber sich mal in Rammstein ankleben. Da würden sie auch was Gutes tun, wenn sie das täten.
Uwe
Ja, das Militär und sein CO2-Verbrauch. Also ich persönlich hatte mich auch schon immer gewundert, ich glaube, in die ganzen Umweltbilanzen fallen die Belastungen, die auf den Militärbetrieb kommen, rechnerisch gar nicht rein. Kann das sein?
Gast
Ja, das ist sowas irrelevant. Also wir fallen hier wieder zwei Dinge auf. Zunächst mal hatte ich ja erwähnt, sie muss ja an zwei Zielgruppen denken. Die, die vor ihr steht und die, die es später auch guckt. All die Leute, die vielleicht eine Wagenknecht-Partei wählen möchten. Darauf werden wir später noch kommen, also auf Umfragen und so weiter und auf Landtagswahlen. Und die Zielgruppe, die sie hat, die lehnt größtenteils diesen Klimaschwindel ab. CO2 ist nun mal nachweislich irrelevant bei 420 ppm für das Klima. zur zweiten Relevanz in einem Bereich, in dem es schon kein Leben mehr gibt, also bei 0 bis 100 parts per million. Und sie reitet jetzt auf dem Thema rum, wie das praktisch alle machen, die das Wort CO2 in den Mund nehmen, die instrumentalisieren das alles. Und sie instrumentalisiert das jetzt zum Thema Abrüstung. Wir müssen also weniger Abgase von Kampfflugzeugen und Panzern haben. Da gehe ich nicht mit. Also wirklich, ich hoffe sehr, dass sich Frau Wagenknecht mal in einer ruhigen Stunde mit dem Thema Klima ernsthaft auseinandersetzt, dass sie sich davon verabschiedet. Und sie hat ja auch auf dieser Pressekonferenz bei der Vereinsgründung gesagt, wir nehmen keine Klimaleugner auf. Also viele Leute, die ich kenne, haben nur noch mit dem Kopf geschüttelt, um Gottes willen, was ist denn das jetzt? Jetzt geht die bei dem Klimanarrativ mit. Und die meisten Leute, die sie wählen möchten, der überwiegende Teil der potenziellen Wähler, will diesen Klimaschwindel bitte beenden. Also da hat sie ein Eigentor geschossen. Dann hat sie sich noch einen billigen Applaus geholt beim Thema Rammstein. Viele sind gegen Rammstein. Klimakleber vor Rammstein, ja, nette Idee, kann man machen. Aber so richtig geglänzt hat das nichts.
Uwe
Ja, also das hatten wir schon letztens besprochen, als wir über die Vorankündigung der neuen Partei sprachen, warum sie eben sich nicht von der Klimathematik löst und dass es dafür vielleicht auch Gründe gibt, dass vielleicht eben doch dann zu wenig Zuspruch sein würde. Aber das brauchen wir an der Stelle jetzt nicht weiter diskutieren, schauen wir mal weiter rein.
Gast
Oder alle reden übers Sparen, ganz besonders seit das Verfassungsgericht die Schattenhaushalte der Ampel gekippt hat. Aber worüber wird da diskutiert? Sofort geht es wieder vor allem um Kürzungen bei denen, die sich am wenigsten wehren können. Arme Kinder, Arbeitslose und Rentnerinnen und Rentner. Aber dass die Bundesrepublik den größten Rüstungshaushalt aller Zeiten im nächsten Jahr haben wird, dass Schecks in Höhe von 90 Milliarden Euro im nächsten Jahr allein in einem Jahr an die Waffenhersteller übergeben werden sollen, während in diesem Land tausende Lehrer fehlen, Krankenhäuser geschlossen werden und die Infrastruktur vergammelt. Diese 90 Milliarden, warum redet da nicht einer darum? Das kann man sich doch sparen. Das ist doch wirklich super. Da haben wir doch die Milliarden, die wir brauchen. Da kann das Geld weggehen. Das würde sogar noch in unser aller Sinne sein.
Uwe
Keine 90 Milliarden in die Rüstung, sondern alles den Bedürftigen.
Gast
Ja, also da Kopfschütteln bei mir. Auch noch eine Anmerkung zur Kameraposition. Sehr, sehr tief, damit man nicht sieht, wie klein diese Veranstaltung ist. Ja, aber was sagt sie denn im Grunde genommen, dass wir gar kein Geld mehr für Rüstung ausgeben? Dann können wir die Bundeswehr abschaffen. Da sind wir komplett verteidigungsunfähig. Ist das das Ziel? Das kann doch nicht sein. Also eine ernstzunehmende Partei muss doch dafür sorgen, dass ein Land, jedes Land muss dafür sorgen, dass es verteidigungsfähig bleibt. Also dann zu sagen, wir geben kein Geld mehr für Rüstung aus, ist doch Quatsch. Jetzt hat die Bundeswehr in den letzten Jahrzehnten ja wahnsinnig viel Geld verpulvert, viel wegverwaltet. viel mit irgendwelchen Mauscheleien, Klüngeleien, mit Korruption verschwendet, mit Beraterverträgen und was weiß ich. Also richtig viel Geld angekommen bei der Truppe ist da nicht. Aber es ist nun mal so, dass die Materialausstattung in einem absolut beklagenswerten Zustand ist und du musst da einfach richtig große Mengen reinstecken, damit die Bundeswehr mal eine ernsthafte Verteidigungsfähigkeit hat. Von der Munition angefangen bis zu Drohnen und Panzern, da muss also so viel aufgebaut werden, Und das will sie offenbar nicht. Also das war wirklich unglücklich, was sie da gesagt hat.
Uwe
Ja, vielleicht wird es ja noch besser.
Gast
Die armen Kinder. Aber nein! Nein, einen Tag vor dem Verfassungsgerichtsurteil hat die tolle Ampel noch kurz beschlossen, die Mittel für Waffenlieferungen an die Ukraine um ganze 4 Milliarden aufzustocken, das heißt kurzerhand zu verdoppeln. Doppelt so viele Waffen. Und doppelt so viele Milliarden für einen Krieg, bei dem selbst die ukrainischen Generäle nicht mehr an den Sieg glauben. Was ist das für eine absurde Politik? Die Menschen in der Ukraine, die brauchen doch nicht immer mehr Waffen. Die brauchen endlich Frieden und dafür braucht es Verhandlungen und Friedensgespräche und Kompromissbereitschaft. Und auch um das zu fordern, sind wir heute hier.
Uwe
Keine Waffen in die Ukraine.
Gast
Also hier in der Passage hat sie 100 Prozent recht. Jetzt haben wir gerade dieses Verfassungsgerichtsurteil von mehrheitlichen CDU-Richtern, die jetzt gegen die Ampel-Parteien entschieden haben. Also wäre die Merkel noch Kanzlerin, hätte es dieses Urteil wahrscheinlich gegeben, das mal ganz am Rande. Ja, aber was sagt sie im Grunde genommen? Die Regierung hat kein Geld, muss sparen, wo es nur geht. Die hat diese 4 Milliarden nicht. Und wir sagen, wir haben die 4 Milliarden nicht, auch verdoppeln wir das einfach mal auf 8. Also vollkommen irre. Und sie hat auch vollkommen recht, gar keine Waffen, gar kein Geld mehr an die Ukraine. Wir können das auch sofort beenden. Das hat man, glaube ich, schon letztes Mal, dass die Friedensverhandlungen von damals Israels Premierminister Naftali Bennett ja schon zum Erfolg geführt haben, unterstützt von Erdogan. Der hat ja mit Putin und mit Zelenskyj einen Deal gemacht und da war der Krieg nach einem Monat schon vorbei. Dann haben Biden und Boris Johnson gesagt, kommt gar nicht in Frage, ihr kämpft hier bis zum letzten Ukrainer und diesen Kurs führt die Ampel weiter. Dass die bis zum letzten Ukrainer alle verheizt werden und da hat Wagenknecht vollkommen recht, das muss sofort aufhören.
Uwe
Ja, dann wollen wir mal gucken, was sie sonst noch für Munition in ihrer Rede hat.
Gast
In Gaza schweigen jetzt zum Glück wenigstens für einige Tage die Waffen. Wäre es nach unserer tollen Außenministerin gegangen, wäre wahrscheinlich noch nicht mal das möglich gewesen. Diese Frau hat ja kürzlich in einem äußerst kryptischen Interview der Weltöffentlichkeit mitgeteilt, dass tatsächlich offenbar humanitäre Hilfe am besten funktioniert, wenn Bombardierungen weitergehen. Und vor allem hat sie gesagt, es sei nicht Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Waffen schweigen. Da war ich nun echt perplex. Nicht Aufgabe der Politik? Ja, wessen Aufgabe denn sonst? Die der Militärs und der Rüstungsindustrie? So eine Absurdität. Es ist doch gut, dass man dort miteinander geredet hat und jetzt zumindest für einige der Geiseln dieser furchtbare Terror und dieser furchtbare Horror der letzten Wochen beendet werden konnte. Und es ist auch gut, dass endlich die Waffen schweigen, auch wenn es erstmal nur für wenige Tage ist. Was ist das für eine absurde Politik, die hier in Deutschland gemacht wird? Ja, auch hier wieder 100% Zustimmung. Ja, also da hat die Baerbock gebaerbockt. Was ist das für ein Satz? Es ist nicht Aufgabe der Politik, dass die Waffen schweigen. Doch, das ist genau die Aufgabe der Politik, dass die Waffen schweigen. Also Baerbock ist, wie ja Richard David Precht und ich glaube auch Helmut Schmidt mal sagten, ist ja eine Person, die hätte unter normalen Umständen nicht mal ein Praktikum im Auswärtigen Amt gekriegt und die ist Außenministerin. Setzt sich da in Szene, haut da also die beklopptesten Sprüche raus. Also wie Also Historiker werden sagen, das war der größte Betriebsunfall, den ein Außenministerium wahrscheinlich jemals hatte, dass die Frau Außenministerin geworden ist. Und was müsste eine Außenministerin sagen? Eine Außenministerin müsste sagen, es gibt zum Beispiel kein Geld mehr aus Deutschland und von der EU für Gaza, und zwar kein Cent und rein gar nichts, bis alle Geiseln frei sind. So was sollte eine Frau Baerbock sagen. Aber zu sagen, es ist nicht unsere Aufgabe, dass die Waffen schweigen, ist ja wirklich lächerlich. Also dazu vollkommen recht.
Uwe
Ja, also ich habe ja mal ein Video gemacht, da ging es auch um das Thema eines berühmten Militärstrategen, der die Militärwissenschaft quasi erfunden hat und der sagt klipp und klar, ein Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Also insofern, Krieg ist Politik, nur eben ein anderes Instrument der Politik. Und Politik dient ja immer dazu, insbesondere wenn es Außenpolitik ist, ja möglichst jemand anders seinem Willen aufs Auge zu drücken, notfalls eben auch mit Gewalt. Und diese Gewalt ist eben dann in Form des Krieges.
Gast
War das Clausewitz oder wer war das? Ja. Der Krieg in Gaza, der wird leider durch den Waffenstillstand oder durch die Feuerpause nicht beendet sein. Und es ist auch damit zu rechnen, dass die Bombardements in wenigen Tagen in unverminderte Härte weitergehen. Ich denke, ich kann für alle hier auf dem Platz sprechen. Wir alle waren am 7. Oktober entsetzt und schockiert über die furchtbaren Massaker der islamistischen Hamas, über die Morde an unschuldigen Zivilisten, an Frauen und an Kindern. Das waren Bilder, die uns alle zutiefst erschüttert haben. Und es muss klar sein, nichts, kein Unrecht dieser Welt rechtfertigt solche Verbrechen. Aber ich finde, wir sollten genauso schockiert sein und genauso entsetzt sein über die rücksichtslosen Bombardements im Gazastreifen. Wir müssen genauso schockiert und entsetzt sein über getötete palästinensische Frauen und Kinder. Es kann doch hier nicht zwei Maßstäbe geben, wenn Menschen sterben. Wenn unschuldige Menschen sterben, dann ist das ein Verbrechen und es muss beendet werden. Dieser Krieg muss aufhören. Das ist doch ganz, ganz wichtig in alle Richtungen.
Uwe
Ja, es gibt keine gute Gewalt und keine schlechte Gewalt.
Gast
Ganz heißes Eisen, ganz schwer sich dazu zu äußern, ohne sich jede Menge Feinde zu machen, weil man gerade sieht, dass unheimlich viele Leute auf die PR der Palästinenser reinfallen. Die PR, da muss man sagen, sind die Palästinenser viel besser. Die produzieren so dermaßen viele Bilder. Und der Hamas sind die eigenen Leute vollkommen gleichgültig. Die schicken also mit Freude ihre Landsleute in den Tod, um die dann zu feiern als Märtyrer. Und die Israelis machen meines Erachtens einen riesen Fehler, zum Beispiel diese ganzen Bodycam-Aufnahmen von den Hamas-Terroristen einfach nicht zu veröffentlichen, damit man mal sieht, was sind das eigentlich für Leute. Und man hat so viele Zustimmungen gesehen, gerade von Palästinensern außerhalb des Gazastreifens. Am nächsten Tag in Sydney, Gas the Jews hieß es da ganz laut. 300.000 Leute marschieren durch London. Und dann sagt die Polizei, wir können nichts machen. Die sagten wortwörtlich, we are outnumbered. Wir sind zahlenmäßig unterlegen, wir können nichts machen. Das ist ja nicht eine Demonstration, sondern eine Machtdemonstration. Ob wir jetzt in Berlin sind, in Essen, in Sydney oder in London oder wo auch immer, überall Riesenmassen mobilisierter Palästinenser und ihre Unterstützer. Ja, auch gerne College Kids und solche Grünlinge von der Uni. Der Urlaub ist dahin wegen... Und dann ist so die Frage, wie führt man denn einen rücksichtsvollen Krieg? Also ich kann das nicht beurteilen. Ich habe also jede Menge Fake News schon gesehen. Fingen wir mal an bei diesem einen Krankenhaus, wo angeblich dann 500 Tote waren. Da stellte sich heraus, Da ist eine Rakete von den eigenen Leuten vom Kurs abgekommen, ist dann auf einem Krankenhausparkplatz gelandet, hat dann ein paar Autos zerstört. Es gab keinen einzigen Toten. Dann hat man immer hier 15.000 Tote mittlerweile in Gaza. Nach Angaben der Hamas gibt es, abgesehen von Karl Lauterbach, noch unzuverlässigere Quelle als die Hamas. Also wüsste ich nicht. Also da möchte ich mal gerne sehen, hat das mal jemand überprüft? Stimmt das überhaupt? Dann habe ich gesehen, dass sie mehrere Jahre alte Bilder von einem Gebäude, das zerstört wird, in Gazastadt jetzt gebracht haben. Aber das ist ein uraltes Bild. Das Gebäude gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Und ob das wirklich nötig ist, was Netanyahu da macht, das weiß ich nicht. Kann ich nicht beurteilen. Ganz heißes Eisen. Also wie macht man es da allen recht? Kann man nicht.
Uwe
Ich habe hier mal ein paar Bildchen eingeblendet, letztens, wo eben größere Demos in London waren, also pro Hamas oder pro Palästinenser und Anti-Israel.
Gast
Guck dir das an, diese Masse. Das ist eine Machtdemonstration.
Uwe
Wir brauchen uns jetzt den Ton nicht anzuhören, es geht ja hauptsächlich um die Bilder.
Gast
Ja. Was die Leute da rufen, from the river to the sea, Palestine should be free oder so ähnlich, dann fragt jemand, wovon ist denn da die Rede? Welcher River, welches Sea? Das heißt also vom Jordan bis zum Mittelmeer und dazwischen liegt Israel. Das heißt im Grunde genommen, komplette Vernichtung Israels, das ist das, was die da fordern. Viele wissen das gar nicht oder unterstützen das, finde ich erschreckend.
Uwe
Naja, also der Hamas-Chef hat ja schon 2017 erklärt, es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen.
Gast
Ja, da kommen wir ja gleich noch zu. Es gibt ja dann so ab 1027 etwa, da sagt sie dann, wir müssen ja auch die Interessen der Palästinenser berücksichtigen. Das hier, das sind die Interessen der Palästinenser, Israel auslöschen und jeden Juden töten. Sie sagt da wörtlich bei 1048, der Weg zum Frieden führt über Diplomatie und Interessensausgleich. Da soll sie mal mit diesen Hamas-Führern, da gibt es ja drei, die sich alle sehr ähnlich sehen. Wenn man in Wikipedia mal auf Hamas geht und sich die mal anguckt, die Führer, ich dachte erst, das wäre immer derselbe mit anderem Namen, aber die sehen sich sehr ähnlich. Das ist das, was die wollen. Die wollen Israel komplett auslöschen und jeden Juden möglichst auf der ganzen Welt töten. Das ist die Mission und da sind die zu keinem Kompromiss bereit. Und wie sie da eine diplomatische Lösung finden will, das möchte ich gerne mal sehen. Das ist eine Herausforderung. Also sich da auf eine Bühne zu stellen, das zu fordern, das finde ich wirklich Wohlfall. Das kann man nicht machen. Da muss man also wirklich mal ein bisschen Realismus einziehen lassen und mal fragen, was ist denn da überhaupt möglich? Und vielleicht ist das gar nicht machbar. Es gab ja mal einen neulichen Besuch von Elon Musk in Israel. Dann haben die ihm auch dieses 47-Minuten-Video, Zusammenschnitte aus den Bodycams mit den ganzen Gräueltaten gezeigt. Der war in den Tatorten und so weiter und hat dann hinterher gesagt, es gibt im Grunde genommen nur drei Schritte, die man da gehen muss. Man muss erstmal wirklich alle 20.000 Hamas-Terroristen killen, hat er soweit nicht gesagt. Das zweite ist, und das ist eine Generationenaufgabe, den Hass mal da rauskriegen. Das heißt also auch im Bildungssystem, dass die Kinder nicht zum Hass erzogen werden. Und das dritte ist, man muss für Wohlstand in Gaza sorgen. Das heißt im Grunde eine Treuhandverwaltung. Denn die eigenen Leute, die bauen immer nur Waffen. Die zweigen das ab. Guck dir mal an, was für Vermögen die Hamas-Chefs haben, die in Katar sitzen. Die haben Milliarden auf ihren eigenen Konten. Und bei den Leuten kommt nichts an. Es gibt auch übrigens... Ein schönes Video, das habe ich neulich mal auf Twitter geteilt. Da sieht man mal, wie Gaza vor der Bombardierung, also bis zum 6.10. diesen Jahres aussah. Das sieht aus wie ein Urlaubsresort. Also das zu nennen, dann ein Freiluftgefängnis, ist ein Witz. Das sieht aus wirklich wie ein, da denkst du, das kann nicht wahr sein, dass das Gaza ist. Aber es gibt in Gaza, gerade in Gazastadt, am Meer, da gibt es sehr, sehr schöne Bereiche, aber es gibt auch bittere Armut, weil da gibt es ja auch Videos zu, habe ich, glaube ich, auch mal geschickt, wo dann die einfachen Leute sagen, Bitte befreit uns von der Hamas. Ja, die ganzen Chefs und Funktionäre und deren Söhne, die leben hier in Saus und Braus und wir haben nichts. Wir leben hier in Hütten, die haben nur Erdboden. Die haben noch nicht mal einen Estrich oder irgendwas. Gar nichts. Also leben in bitterster Armut. Die haben kein Fahrzeug, sondern Eselkarren. Und die anderen haben also die teuersten Autos und leben da in purem Luxus. Also du kannst Gaza in dem Zustand, in dem es jetzt ist, kannst du nicht sich selbst verwalten lassen. Wir haben keine Scheußchen. Well, there's empty areas around. They could go out to the fields. But they will be like in the front of the fire. Yeah, they'll be killed. Yeah. So we instantly have to shoot from point that we can live. But okay, so you live, let's say you live somewhere around here. If your neighbor started firing rockets, wouldn't you get mad at them? No. No? It's our, yeah, it's our... But they're going to get you killed. I would be mad.
Uwe
Gut, wir wollen jetzt nicht das ganze Kurzvideo anschauen, aber im Grunde genommen geht es ja darum, dass die Frau offensichtlich bestätigt, dass sie es gut findet, dass eben von zivilen Räumen aus Krieg geführt wird.
Gast
Ja, da geht es um das Thema menschliche Schutzschilde und dann haben die gefragt, ist das okay, wenn sie menschliche Schutzschilde sind und die haben ganz klar gesagt, ja. Die nutzen also Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser als militärische Stellung, als Abschussorte von ihren Raketen. Und dann sagen die, ja, ist doch völlig klar, wir müssen unser Land verteidigen. Ja, aber wenn die Israelis zurückschießen, da wäre ich aber sauer. Das ist interessant. Da höre ich jetzt den Ton nicht. Wir sind hier in Gaza. Sie werden uns nicht finden. Sie werden uns nicht finden.
Uwe
Naja, das ist im Grunde genommen der Aufruf zum Gotteskrieg, der gerechte Krieg und Tod und Kampf. Also das, was wir ja auch von anderen militanten Gruppen immer mal wieder hören. Mal gucken, was wir noch für schöne Sachen haben.
Gast
Ja, aber interessant an diesem Video war ja was anderes, fand ich. Nämlich, dass hier mal andere Stimmen zu Wort kommen, die sagen, befreit uns von der Hamas. Wir sind nicht damit einverstanden. Es ist nämlich nicht so, dass alle Palästinenser die Hamas unterstützen. Es gibt also Leute, gerade in Gaza, die trauen sich den Mund aufzumachen, weil sie sonst umgebracht werden. Hier diese Frau zum Beispiel. Die Söhne der Hamas-Chefs, die haben alles, was sie brauchen. Die haben Jeeps und das weiß ich nicht. Und wir haben gar nichts. Und die bringen uns nur Tod und Verderben und es wird niemals Frieden geben. Befreit uns von diesen Hammers. Ja, hier steht Dogs. Befreit uns von denen. Das ist mal interessant. Und bemerkenswert finde ich auch, sowas hörst du von Leuten in Gaza, die damit leben müssen. Aber von den Leuten in Berlin, in London, in Sydney hörst du sowas nicht. Die sind alle total gewaltsaffin. Die unterstützen Hass. Die Jugend. Schlimm. Was soll denn bei einer solchen Erziehung entstehen? Das ist das, was Elon Musk meinte. Du musst an der Jugend ansetzen und die EU zum Beispiel finanziert ja Schulbücher, in denen zum Mord an Israelis aufgerufen wird. Das geht so nicht weiter. Wir finanzieren Hass. Und das ist das, was kommt. Denn es geht ja nicht nur gegen Juden, es geht ja nicht nur gegen Israel, es geht ja gegen uns, gegen alle Ungläubigen. Ja, also wir sind die Nächsten.
Uwe
Ja, wir sind die Nächsten, möglicherweise.
Gast
Das ist das Allerbeste. Queers for Palestine, das ist wie Hühner für Kentucky Fried Chicken. Völlig verrückt, völlig verrückt. Ich habe gestern auch ein Video gesehen, sehr erschütternd, wie Homosexuelle von Hochhäusern beworfen werden. Also grauenhaft. Und dann Queers for Palestine, also die haben doch wirklich eine Meise.
Uwe
Ja, also ein Themenbereich, der ja auch damit reinfällt, ist eben diese ethnische Angelegenheit, Überfremdung mit einer anderen Kultur. Diese Grafik hier oder diese Bildchen zeigt ja jetzt nun da, wie es mal in Afghanistan, Iran, in Europa war und wie es dann später, einige Jahrzehnte danach, ausgesehen hat in Afghanistan und Iran. Was die Frauenbekleidung betraf, ob es dann in Europa 2050 auch so sein wird, ist natürlich sicherlich fraglich.
Gast
Da musst du nur die Entwicklung extrapolieren in die Zukunft. Wenn du also die Demografie siehst, die Demografie der Anhänger einer gewissen Religion, die nicht kritisiert werden darf, wie die läuft, guck dir mal die Geburtenrate im Gazastreifen an. 4,5 Kinder pro Frau, das heißt, die verdoppeln sich alle 18 Jahre. Und deutsche Frauen haben eine Geburtenrate, oder deutsche Paare haben eine Geburtenrate von 1,4.
Uwe
Also gerade in Israel haben wir das Thema auch. Da haben die orthodoxen Juden nämlich eine Reproduktionsrate von 8 bis 10 Kindern. Und die haben auch irgendwann mal gesagt, soweit ich mich erinnere, dass sie eben bevölkerungsmäßig die Mehrheit werden wollen, um dadurch eben im Parlament, in der Knesset, eben alle Beschlüsse zu fällen, die sie gerne hätten. Und ich glaube mittlerweile... Es ist ja auch so, dass parteipolitisch etwa 40 Prozent der Knesset-Mitglieder eben auch in diese Richtung hinein wohl beeinflusst sind. Jetzt nicht ausschließlich, aber eben doch der Einfluss klar erkennbar ist. Gut, ich denke, wir schauen mal weiter bei Sahra Wagenknecht rein. Mal gucken, was sie noch zu melden hat.
Gast
Und wir haben die Verantwortung, das Existenzrecht Israels ohne Wenn und Aber zu verteidigen. Aber diese Verantwortung verpflichtet uns nicht, die rücksichtslose Kriegsführung der Regierung Netanjahu als Selbstverteidigung schönzureden und zu unterstützen. Das ist nicht unsere Pflicht, denn diese Eskalation des Krieges, die schützt nicht jüdisches Leben. Sie gefährdet jüdisches Leben, weil je mehr dieser Konflikt eskaliert, desto mehr nährt er auch den islamistischen Terror. Es ist doch absurd zu glauben, dass Bomben den islamistischen Terror schwächen. Sie stärken ihn. Das ist doch die Logik, die dahinter steht. Haben wir denn aus den ganzen Kriegen der vergangenen Jahre gehört, Überhaupt nichts gelernt? Ich erinnere an den Krieg in Afghanistan. Da wurde uns erzählt, er muss jetzt geführt werden, um die islamistischen Taliban zu vernichten. Und mit jedem Tag dieses Krieges, mit jedem getöteten Kind, mit jeder getöteten Frau, wurden die Taliban stärker. Und heute regieren sie wieder in Kabul.
Uwe
Naja, erstmal zu der Grundidee, dass Druck Gegendruck erzeugt und mehr Druck noch mehr Druck. Ist das so nach deiner Meinung?
Gast
Nein, nein, überhaupt nicht. Das kann man nicht verallgemeinern. Also nehmen wir zum Beispiel mal meine Mutter, geboren. im Krieg, da war sie drei Jahre alt. Und mein Urgroßvater, es kommt aus Breslau, jetzt wurden die alle vertrieben. Fordere ich das zurück? Natürlich nicht. Alle, die in Ostpreußen, Posen, Schlesien, Pommern vertrieben wurden, die haben das alles akzeptiert. Wir haben diesen Krieg verloren, wir sind dann geflohen und haben uns damit arrangiert. Palästinenser machen das nicht. Die sagen nicht, wir akzeptieren das. Deshalb ist das nicht allgemeingültig. Die Palästinenser haben von Anfang an gesagt, wir reagieren mit Terror. Wir erinnern uns an München 1972. Wir erinnern uns an die ganzen Flugzeugentführungen in den 70er Jahren. Das war immer der Weg der PLO von Arafat und Co. Dann später Fatah, Hamas. Das war immer der Weg der Gewalt. Und was ist denn die Alternative, Frau Wagenknecht? Das würde ich gerne mal wissen. Gar nichts tun? Wie soll man denn reagieren? Wie macht man das? Und jetzt ist natürlich, wie du gerade gesagt hattest, der Netanyahu oder jeder, der Israel regiert, in einer Zwickmühle. Wenn er nicht reagiert, machen die immer weiter und wenn er reagiert, ist es auch wieder falsch. Dazu kommt noch, dass alle Juden auf der ganzen Welt praktisch eine Zielscheibe auf der Stirn haben. Ob die jetzt in New York sind oder in Seattle oder in Haifa, die haben alle eine Zielscheibe auf der Stirn. Das sind alles potenzielle Terroropfer von Islamisten in aller Welt. Und je härter er jetzt da in Gaza reagiert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Juden in aller Welt umgebracht werden. Was macht man denn da? Und jetzt hast du ja angesprochen die große Geburtenrate der Orthodoxen. Und im Moment hat der Netanyahu ja einen Koalitionspartner oder mehrere Koalitionspartner von den religiösen Fundamentalisten, von den jüdischen Fundamentalisten mit der hohen Geburtenrate und das Problem wird hier immer größer. Und wer mir da so leid tut und untergeht, das sind die liberalen Juden in Israel, die den ganzen Staat aufgebaut haben und die orthodoxen Herrschaften, wenn sie mal Herrschaften. Ja, wofür jetzt der Richard David Prechter medial gelünscht wurde. Die verweigern ja sogar den Dienst an der Waffe. Die sind noch nicht mal bereit, sich selber zu verteidigen und lassen die anderen dann für sich kämpfen und sterben, weil die Herrschaften dann den Talmud oder die Tora studieren müssen. Das ist ja super wichtig. Also Israel hat eine ganz, ganz schwere Zukunft und ich sehe da auch keine Lösung. Aber sich da auf so einen Platz zu stellen und dann einfach ins Mikrofon reinzurufen, das geht so nicht, da hätte ich gar nicht gewusst, wie geht es denn sonst. Und wir haben ja gerade die Hamas-Führer gesehen mit ihren ganzen Aussagen. Oder guckt ihr mal das Gründungsdekret der Hamas an, da steht ganz klar drin, wir wollen Israel zerstören, das ganze Land wollen wir gefertigt haben. Das Ding haben die Briten bei der Gründung vermurkst. Die hätten also die Palästinenser woanders positionieren sollen, irgendwo in Ostjordanien wahrscheinlich. Es gab ja damals dieses Transjordanien. Und dann kamen die auf die Schnapsidee, die beide direkt als Nachbarn, als Todfeinde direkt als Nachbarn zu positionieren. Und seitdem ist das Kind in den Brunnen gefallen. Und eine einfache und schöne Lösung gibt es nicht. Eine schnelle Lösung gibt es auch nicht. Das einzig Schöne an dem Problem ist, dass es nicht mein Problem ist, könnte man sagen, aber mal ernst gesprochen, das kannst du wahrscheinlich so schnell gar nicht lösen. Und uns fehlen einfach viele Informationen, weil die Israelis zu viele Informationen zurückhalten. Wir wissen gar nicht wirklich, wie ist die Situation da im Gazastreifen. Sitzen da wirklich, wenn ein Hochhaus beschossen wird, wenn ein Hochhaus wirklich dem Erdboden gleichgemacht wird? Sind dann alle vorher evakuiert worden und gewarnt worden oder nicht? Waren da Terroristen drin oder nicht? Wir haben zu wenig Informationen, um das zu beurteilen.
Uwe
Ja, also eine Lösung des Konfliktes sehe ich eigentlich schon, nämlich eben die Zwei-Staaten-Lösung. Man mag darüber streiten, dass es historisch eben unklug war, den israelischen Staat in einem Gebiet zu begründen, wo andere schon wohnten. Aber das ist nur viele Jahre her. Und die Frage ist, warum ist man nicht dazu in der Lage, sich gütlich zu einigen, das Land entsprechend so aufzuteilen, dass jeder damit leben kann. Aber es scheint, dass im Grunde genommen beide Seiten eigentlich einen Alleinanspruch auf das ganze Areal haben wollen. Also ich bin mal vor einigen Jahren als Tourist in Israel gewesen und dann auch, hab mir das angeguckt, was die da für eine Grenzmauer stehen haben, wie schwer das da alles bewaffnet ist. Und war in Bethlehem, das ist ja alles so gruselig. Also ich hatte das Gefühl, in ein Gefängnis einzutreten. Und da dachte ich mir also... Von einer gewissen Weise kann ich das sehr wohl verstehen, dass Leute unter diesen Bedingungen nicht leben wollen. Und wenn ich mir dann noch angucke, dass zur israelischen Siedlungspolitik die UN ja mehrfach Resolutionen gemacht hat, dass die nicht in bestimmten Gebieten siedeln dürfen und sie es trotzdem tun und die UN es nicht verhindert, dann ist für mich sehr wohl nachvollziehbar, dass auf Seiten der Palästinenser da eine Unzufriedenheit herrscht.
Gast
Also die UN ist eine höchst korrupte und antisemitische Veranstaltung. Wenn man alleine mal bedenkt, dass es mehr UN-Resolutionen gegen Israel gibt, als gegen alle anderen Länder der Welt gemeinsam. Also mehr als gegen Iran und Nordkorea und Venezuela und China und was weiß ich, gegen alle anderen Länder zusammen. Dann ist klar, es gibt also eine Mehrheit von muslimischen Ländern, die immer gegen Israel stimmt. Dann kriegst du natürlich immer eine Mehrheit von UN-Resolutionen und schon steht Israel doof da. So, natürlich ist das falsch, dass sie da im Westjordanland siedeln. Das ist ein ganz schwerer Fehler, hätten die nicht machen sollen. Aber es ist auch so, dass die Palästinenser... die Zwei-Staaten-Lösung keinen Tag akzeptiert haben. Niemals. Es gibt keine Zwei-Staaten-Lösung. Die Palästinenser wollen alles haben. Vom Jordan bis zum Mittelmeer. Und die gönnen den Juden keinen einzigen Quadratmeter. Und die Israelis haben ja scheinbar den besseren Deal gemacht. Die haben ja bis auf Gaza und das Jordanland alles gekriegt. Wie ich vorhin schon mal sagte, es gibt auf der ganzen Welt kein sicheres Land für Juden. Hier sind überall potenzielle Terroropfer. Die Juden brauchen einen eigenen Staat. Nun lag es nahe, praktisch zu ihrer Herkunft zu gehen. Das heißt, wo die schon seit tausenden Jahren siedeln, nämlich in Israel. Und Israel hat lediglich die Größe von Hessen. Alle Juden der Welt haben einen einzigen Staat und der hat die Größe von Hessen. Das ist winzig. Das ist ungefähr 0,3 Prozent. Prozent von der ganzen arabischen Welt. 0,3 Prozent. Das ist doch nichts. Da können die Palästinenser nicht woanders leben. Jordanien will sie um Gottes Willen nicht haben. Kein arabisches Land will die Palästinenser haben. Sondern dann ist das ja kein Gefängnis. Es geht ja nicht darum, dass die nicht raus können, sondern es geht darum, dass die nach Israel nicht reinkommen. Das sind Verteidigungsanlagen, damit die das Land nicht stürmen. Und der 7. Oktober hat ja gezeigt, was passieren würde, wenn es diese Mauer nicht gäbe. Ich frage dich mal, Uwe, was glaubst du wird passieren, wenn die morgen sofort alle Grenzhindernisse da abbauen? Was passiert denn da?
Uwe
Ja, das weiß keiner, aber spekulieren kann man natürlich drüber, dass das große Chaos und Geschlachte beginnt. Aber wir wollen uns jetzt nicht in Spekulationen verlieren. Wir gucken mal, was Sahra Wagenknecht sagt. Genau, da wollen wir ja eigentlich hin. Schauen wir nochmal an.
Gast
zum ergebnis gehabt ja nicht zuletzt die entstehung des islamistischen staates und da erzählen uns einige heute wieder im ernst krieg und bomben seien ein mittel gegen islamistischen terror nein krieg und bomben sind ein mittel islamistischen terror zu stärken weil krieg und bomben nähren den hass und Und Hass ist der Boden, auf dem die Islamisten stark geworden sind und weiter stark werden. Und deswegen ist das keine Lösung dieses Konflikts. Und letztlich gilt doch für den Nahen Osten das gleiche wie für die Ukraine. Frieden kann es nur geben, wenn die Interessen beider Seiten, das heißt auch die Interessen der Palästinenserinnen und Palästinenser im Nahostkonflikt, wenn die Interessen beider Seiten ernst genommen und berücksichtigt werden. Der Weg zum Frieden führt über Diplomatie und Interessenausgleich und nicht über Waffen, Bomben und Brutalität. Und so wie der Krieg die Lüge braucht, so wie der Krieg die Lüge braucht, so führt der Weg zum Frieden über den Mut, die Wahrheit auszusprechen. Wer Frieden will, wer Frieden will, muss über die Hintergründe und die Profiteure von Kriegen reden und darf das nicht im Nebel moralisierender Empörungsrituale verdecken. Wir wollen und müssen über die Hintergründe, über die Vorgeschichte und über die Profiteure von Kriegen reden. Und deshalb möchte ich zum Schluss den bekanntesten politischen Gefangenen des Westens zitieren.
Uwe
Ja, bevor wir den zitieren, kommen wir mal zurück. Einen Moment mal, hier kommen wir zurück. Ja, also auf jeden Fall Diplomatie. Man ist ja, so wie eben der Krieg ein Mittel der Politik ist, nach Clausewitz geflogen. Weil eben die Politiker entscheiden, was die Militärs eigentlich tun sollen. Die sind ja Auftragnehmer im weitesten Sinne, die sind ja Diener des Volkes. Dann kann man natürlich sagen, ja, dann muss doch verhandelt werden. Du hast vorhin gesagt, eigentlich kann man mit denen nicht verhandeln, mit den Hamas-Leuten, weil sie eben eine totale Lösung wollen. Dem würde ich einwenden, ja, in der Geschichte hat es aber noch schon viele Kriege gegeben und ganz grausame und blutige und trotzdem war am Ende dann doch irgendwie eine Verhandlung und sei es zulasten eines militärisch zuvor Besiegten.
Gast
Ja, im Abendland ist das so. Im Morgenland eher nicht. Das sehe ich nicht. Oder selbst im Iran-Irak-Krieg, da haben die sich irgendwann einmal geeinigt, weil sie gesehen haben, außer dass hier unsere eigenen Leute in Massen sterben, passiert hier gar nichts. Aber bei der Hamas, wie willst du denn mit der Hamas, die ja auch undemokratisch und illegitim die Palästinenser vertritt, weil die 2007 mal in einer fragwürdigen Wahl gewählt wurden und seitdem gibt es keine Wahlen mehr, also die haben kein Mandat, der Abbas ist völlig illegitim. Was willst du denn da machen? Da muss die UN ran. Die UN muss Blauhelmsoldaten da reinschicken. Und zwar massenhaft. Die muss da mal 100.000 Blauhelmsoldaten reinschicken, mindestens. Und die müssen dann die Hamas entwaffnen. Warum macht das die UN denn nicht? Weil die wissen, dass das ein Gemetzel wird. Die UN-Blauhelmsoldaten, die werden dann alle abgeschlachtet. Mit denen kannst du nicht verhandeln. Es gibt keine schlimmere Leute als religiöse Irre. Was willst du mit denen verhandeln? Das ist nicht so, als ob jetzt, was weiß ich, nach dem Ironischen Kriege oder nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, ob jetzt die Alliierten mit Deutschland und den Italienern verhandeln. Das sind, ich weiß gar nicht, wie weit ich da gehen darf, um sowas zu sagen, was ich denke, weil ich dann Personenschutz brauche. Ja, also, ihr wirklich, also über solche Leute kannst du nicht offen sprechen, du brauchst dann Personenschutz. Ich will es mal nur zusammenfassen, du kannst mit denen nicht verhandeln und wenn die Frau Wagenknecht meint, sie sagt ja, was sagt sie hier wörtlich, wir müssen auch die Interessen der Palästinenser berücksichtigen. Das haben die klar gemacht, wir wollen alles und weniger als 99,9 Prozent akzeptieren wir nicht, nein weniger als 100 Prozent, akzeptieren wir einfach nicht.
Uwe
Ja, aber Wagenknecht...
Gast
Hören wir nicht auf.
Uwe
Die geht doch noch einen Schritt weiter. Sie sagt doch die Hintergründe des Krieges. Damit öffnet sie doch die Tür zu dem Gedanken, dass die Kriegsparteien oder die Völker als solche vielleicht gar nicht so kriegslüstern sind, sondern dass sie angestiftet werden. Worauf will sie hinaus? Das wissen wir jetzt nicht. Auf Rüstungskonzerne, auf globale strategische Interessen anderer Länder. Ja. Das mag alles sein, aber wenn jetzt dieser Gedankengang wahr wäre, dass es eben dahinter Interessen gibt, dann ist ja auch vielleicht das Interesse der blutrünstigen Hammers ein solches. Das heißt, sind die wirklich so oder werden die von Hintermännern dazu gemacht, so zu sein? Und würden die sich dann ändern, wenn vielleicht mit den Hintermännern andere Abreden gesprochen werden?
Gast
Also die Hamas lässt, glaube ich, durch ihre Worte und Taten keinen Zweifel daran, dass die wirklich so sind. Zusätzlich stecken dann noch Iran und Katar und einige andere dahinter, die das Ganze befeuern und finanzieren. Denn ohne Geld geht gar nichts. Also wo kommen die ganzen Waffen her? Wo kommt das ganze Geld her, mit dem die überhaupt agieren können? Das kommt alles von Iran und Katar. Und dann ist Wagenknechts Lieblingsgegner oft zu Recht natürlich auch den militärisch-industriellen Komplex, die großen Rüstungskonzerne, die alle ihre Geschäfte machen wollen, ist alles richtig. Aber selbst wenn das nicht der Fall wäre, das ist ja nicht das Problem. Das Problem sind die Radikal-Islamisten, das sind die Anti-Zionisten, die den Staat Israel komplett vernichten wollen, der ja wie gesagt mal die Größe von Hessen hat und in ganz Nahost also wirklich winzig ist. Und ich sehe da ehrlich gesagt überhaupt keine Möglichkeit für Wagenknecht für eine diplomatische Lösung. Das soll sie mal sagen. Sie sagt immer nur, was nicht geht. Aber was geht denn? Was ist denn ihre Lösung? Das hier, das symbolisiert im Grunde genommen mal ihre Hausaufgaben. Das ist die Hausaufgabe für Frau Wagenknecht, diesen Herrn zu überreden, eine Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren und endlich mal Frieden zu geben. Viel Spaß. Und da geht es weiter. Das sehen wir hier. Das ist erst der Anfang. Wir befinden uns in einem kulturellen Weltkrieg. Wir befinden uns in einem religiösen Weltkrieg. Das haben manche noch nicht mitbekommen, wollen es nicht wahrhaben, aber wir stecken bereits drin. Und mit der sich verschiedenen Demografien in westlichen Ländern wird das immer konkreter.
Uwe
Wir schauen mal, was Frau Wagenknecht jetzt in ihren letzten zwei Minuten oder anderthalb Minuten noch zu sagen hat.
Gast
Der für einen Journalismus steht, der sich gegen den Krieg wendet, indem er die Ursachen und die Akteure benennt. Ein Journalismus, den es heute leider viel zu wenig gibt. Ich möchte Julian Assange zitieren, der für seine Aufdeckung von Kriegsverbrechen statt jahrelanger Haft eigentlich die Ehrenbürgerwürde dieser Stadt Berlin und vieler anderer Städte verdient hätte. Und Julian Assange hat einmal gesagt, die Bevölkerung möchte eigentlich keine Kriege und muss daher in den Krieg hineingelogen werden. Und liebe Freundinnen und Freunde, lassen wir uns nicht länger in die Kriege hineinlügen, sondern stehen wir auf für Frieden und gegen Krieg. Ich danke euch.
Uwe
Ja, die Lügen des Krieges. Das ist ja nun altbekannt, dass die Lüge gewinnt, sobald der Krieg beginnt. Aber was soll jetzt Julian Assange uns hier wirklich helfen?
Gast
Ja, zunächst mal das Erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Das ist auch hier in Gaza so. Also ich weiß nicht, was da wirklich wahr ist. Ich kriege so Bruchstücke mit. Jeder, der sich ein bisschen dafür interessiert, kriegt ein paar Bruchstücke mit. Aber mir fehlt einfach zu viel Info, um da wirklich jetzt eine treffende Entscheidungsgrundlage zu haben. Und ich bin ja auch nicht derjenige, der da irgendwas entscheiden muss, zum Glück. Lustig fand ich Julien. Julio. Julio Asango. Als ob ich es ein bisschen ausgesprochen habe. Ist das jetzt in Spanien? Julien? Ja, also das, was Julian Assange da gesagt hat, das stimmt ja vollkommen. Sagen wir mal Irakkrieg mit den Massenvernichtungswaffen. Das war ja alles erstunken und erlogen. Da hat ja Joschka Fischer zu Recht gesagt, ich bin nicht überzeugt, Herr Verteidigungsminister der USA, damals Donald Rumsfeld. Und da sind die nicht mitgegangen. Das war gelogen. Oder was hier in der Ukraine alles läuft, da sind so viele Lügen drin. Aber was in Gaza ist, die müssen nicht dazu gezogen werden. Und was ich so bemerkenswert finde, das sind die ganzen Interviews mit Palästinensern außerhalb von Gaza. Ich habe zum Beispiel bei Sky News Australia vor ein paar Tagen noch ein Video gesehen, dass so eine junge, sehr hübsche Frau, Palästinenserin, in Sydney gesagt hat, ach, das war so schön. Ich könnte mir das immer wieder angucken. Ich würde mir wünschen, dass der 7. Oktober morgen wieder ist. Und übermorgen wieder und wieder und wieder und wieder. Das wäre das Allerschönste. Jeden Tag, wenn also da tausende Terroristen durch Israel streifen und alles niedermähen bis zum letzten Baby, das wäre so schön. Und solche Sachen... Erzählen sehr, sehr, sehr viele Leute und ich habe noch nichts anderes gehört von Leuten außerhalb von Gaza. Also das hat jetzt nichts mit Assange zu tun.
Uwe
Gut, also das bringt uns natürlich auch einen Schritt wieder rückwärts, weil die Frage war ja vorhin, die ich gestellt habe, sind es denn nur die externen Kräfte, die Interessenkräfte am Krieg? Ich persönlich, das ist eine subjektive Meinung, habe den Eindruck, ja, das mag sein, dass es in Kriegen immer solche Kräfte gibt oder in vielen Kriegen. Aber ich sehe auch persönlich, wenn ich so in Geschichtsbücher gucke, die Kriegslust der Bevölkerung. Sei es, weil Krieg ein Handwerk war zu vielen Zeiten, man konnte also seinen Lebensunterhalt damit verdienen. Soldat zu sein, sei es, weil einfach man aus religiösen oder anderen Gründen der Meinung war, der andere, der verdient es eben, weggeputzt zu werden. Also, dass die Bevölkerung nur ein Opfer von irgendwelchen politischen und strategischen Interessen Dritter ist, das halte ich nicht für logisch und auch nicht für historisch belegbar, sondern ich denke, Wenn der Bürger wirklich pazifistisch wäre, dann würde er auf so eine Propaganda gar nicht ansprechen. So nach dem Motto, stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Also ich meine, wer zum Beispiel nicht drogensüchtig ist und dafür auch keine Neigung hat, dem können auch noch so viele Drogen auf der Straße angeboten werden zum Discountpreis. Da sagt er doch nicht, oh danke, ein Gramm Heroin zum super Discountpreis, dann nehme ich das. Nein, der sagt, brauche ich nicht, will ich nicht. Und genau so, das ist meine subjektive Spekulation, würde es auch mit den Völkern sein, wenn die Völker in sich friedfertig wären, dann könnten deren eigene Politiker noch so viele Kriegsaufrufe machen, dann würden die sagen, ja, ist ja ganz nett, dass du Kriegs führen willst, interessiert mich jetzt aber nicht so sehr. Und such dir jemanden anders, mit dem du Krieg spielen kannst, aber nicht mit mir. Das heißt, ich sehe noch nicht, ja, dass die Völker so friedfertig sind. Ich glaube, die haben ein latentes Aggressionspotenzial und das kann immer wieder durch Kriegspropaganda aktiviert werden. Und vielleicht so ältere Völker, reifere Völker, wie jetzt meinetwegen so Europäer, die dann lieber andere kämpfen lassen, lieber Geld geben, statt selber zu kämpfen. Das ist dann schon wieder eine ganz andere Hausnummer. Ja, wir haben jetzt also gesehen, dass Frau Wagenknecht doch so einige Thesen vertritt, die durchaus diskutabel sind. Und eigentlich haben wir ja mit dieser Kommentierung ihrer Rede, wollen wir doch eigentlich dahin, was wird denn von ihr politisch zukünftig zu erwarten sein. So, nachdem wir ja vor einigen Wochen Ihre Grundsatzrede oder hier Eröffnungsrede, wir wollen eine Partei gründen, gehört haben, jetzt also die Friedensrede. So, was wird also jetzt zukünftig aus dieser Partei werden? Wie ist deine Einschätzung aus der noch zu gründenden Partei?
Gast
Ja, immer noch reine Spekulation. Für den nächsten Monat hat sie ja die Gründung der Partei angekündigt. Dann wird es eine Website geben, dann wird es ein Programm geben. Und vorher ist alles Spekulationen. Wir haben ja jetzt mittlerweile schon Umfragen für die Landtagswahl in Thüringen oder Brandenburg, das haben wir hier, genau. Finde ich auch sehr bemerkenswert. Erstens hohes Potenzial, 11 Prozent würden sie wählen, wenn sie auf dem Wahlzettel stünde. Bemerkenswert finde ich ja auch, dass sie der AfD bloß 1 Prozent abgeknabbert hat. Der Linken natürlich 4, aber nur 1 Prozent bei der AfD. Wenn ich das aber mal hier sehe, dann sehe ich hier SPD plus CDU plus Grüne nach wie vor Regierungsmehrheit. Also da ändert sich genau gar nichts. Ich halte nach wie vor die große Masse der Menschen für unmündig. Das größte Problem der Welt sind unmündige Wähler. Bei jedem Problem sind es immer unmündige Wähler. Und das sehen wir hier wieder dokumentiert. Die Wagenknecht könnte viel mehr machen, wenn sie denn ein Knallerprogramm hätte. Da muss ich natürlich wieder als Zwinker-Smiley sagen, Economy for Mankind, wir haben da was zu bieten. Zum Beispiel aus Deutschland eine Steueroase machen, keine Steuern mehr zahlen, nur noch Steuer auf Umsätze und sonst nichts mehr. Das wäre schon mehr Geld als heute im Bundeshaushalt ist und Länderhaushalt und kommunale Haushalte und, und, und. Also das könnte sie wirklich voranbringen. Die muss was draus machen, denn das kann nur der Anfang sein. Und letztendlich ist die Zukunft, da kann ich mich noch wiederholen vom letzten Video, Minderheitsregierung und Wechselmehrheitsparlamente, dass du von Fall zu Fall einfach immer wieder andere Partner hast, die dafür stimmen. Im sozialen Bereich stimmen die dann zusammen mit der SPD und den Grünen und der Linken und wenn es dann also um Auslandseinsätze der Bundeswehr geht, dann stimmen sie mit den und den Parteien an oder wenn es darum geht russisches Gas zu kaufen, stimmen sie mit der AfD und der CDU zusammen ab. Und dann von Fall zu Fall. Aber dieses Konstrukt Koalition, das funktioniert heutzutage einfach nicht mehr. Da brauchst du also Parteien, die sich bei sehr unterschiedlichen Themen dermaßen einig sind. Das geht überhaupt nicht mehr. Da sind die Sollbruchstellen ja schon im Koalitionsvertrag drin. Das geht nicht mehr. Aber es wird interessant. Also ich bin, wie gesagt, wohlwollend skeptisch und schau mal, was sie dann im Januar veröffentlicht.
Uwe
Ja, das werden wir dann tatsächlich sehen. Ich denke, wir haben da doch das hinreichend gut genug und rund genug gesprochen. Oder siehst du doch irgendwelche inhaltlichen Lücken, die wir nachtragen müssten?
Gast
Ich könnte jetzt noch ganz viel ausführen zum Thema Juden und Israel, aber es gehört nicht her, wir kommen vom Thema ab. Das eigentliche Thema ist die Wagenknechts Rede. Das war also eine Bierzelt-Rede und letztendlich muss Wagenknecht wirklich, also was mich richtig gestört hat daran, das war das Thema Klima. Völlig ohne Not ist sie dann wieder auf den Klimazug aufgesprungen. Und damit verschreckt sie also auch viele potenzielle Wähler. Wagenknecht muss sich mal klar werden, wer ist meine Zielgruppe, wer würde mich wählen, was will meine Zielgruppe? Und die Zielgruppe will ganz sicher keinen Klimaschwindel, keine CO2 steuern. Und der Zielgruppe ist es vollkommen wurscht, wie viel CO2 ein Militärflugzeug ausstößt. Das muss ihr mal klar werden. Also von diesem Klimaschwindel würde ich mich an ihrer Stelle mal verabschieden. Das geht ganz einfach, indem sie sich mal wirklich mit dem Thema beschäftigt. Da habe ich also viel anzubieten an Quellen.
Uwe
Gut, damit danke ich mich für dein Schlusswort, Jörg. Wir werden uns vielleicht mal zu einem späteren Zeitpunkt, sprich im neuen Jahr, mit dem Klima auch ein bisschen näher beschäftigen, aber eben nicht heute. Ja, ich sage also Tschüss, bis zum nächsten Mal. Da geht er nun hin, der Jörg. Und der liebe Zuschauer, was denken Sie? Jörg Gastmann hat nun hier seine Meinung kundgetan, dass er glaubt, dass es eine Utopie ist, mit der Hamas verhandeln zu können. Sehen Sie das genauso? Kann man mit solchen Leuten verhandeln? Niemals verhandeln? Muss man mit denen so umgehen, wie Elon Musk das erklärt hat? Quasi ernichten, ausrotten, also militärisch operieren? Oder aber gibt es doch noch eine Hoffnung auf irgendeine Weise, entweder auf dem Verhandlungsweg oder vielleicht über ein Druckmittel auf die Hintermänner hinzuweisen? insofern es diese gibt, auszuüben und dann dadurch Verhandlungen zu erzwingen. Was meinen Sie? Schreiben es einfach in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Sahra Wagenknecht fordert: 'Rüstungswahnsinn stoppen!'⏳ | Friedensdemo Analyse“, Die Welt Klar Sehen, 05.12.2023.
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Uwe Loose und sein Gast Jörg Gastmann analysieren Satz für Satz die Friedensrede von Sahra Wagenknecht auf der Berliner Friedensdemo Ende November 2023. Es geht um Rüstungsausgaben, Waffenlieferungen an die Ukraine, den Gaza-Krieg und die Frage, ob Wagenknechts Forderungen realistisch sind.
