DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

dieBasis | Ziel 2025 = 1 Million 📈 Parteimitglieder | Neu-Vorstandsmitglied Kai Stuht weist den Weg18.12.2023

SPENDENABZOCKE

Abschrift

Abschrift des Videos vom 18.12.2023171 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Heute möchte ich ja mit einem Studiogast ein interessantes Thema besprechen. Und wer ist mein Studiogast? Das ist der Gerhard Nadolny, der vor einigen Wochen mit mir zusammen darüber gesprochen hat, dass doch im 2021 ein Wahlskandal in der Basis war, wo er ja Wahlkampfleiter war und dort für Rechten und Ordnung sorgen sollte. Heute geht es aber um was anderes, nämlich um die Frage, wie kann die Basis bis 2025 eine Million Parteimitglieder haben? Und darüber werden wir gleich sprechen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Ja, und dann möchte ich doch mal den Gerhard Nadolny mal hier begrüßen. Da ist er ja schon. Hallo Gerhard, wie geht es dir?

Gast

Hallo Uwe, ja mir geht es immer noch gut. Wie du siehst, habe ich etwas Farbe bekommen. Ich bin durch die Sonne an der Algarve etwas braun geworden. Es ist aber nur äußerlich. Innerlich habe ich mich nicht verändert hier.

Uwe

Ja, das ist ja sehr schön. Du bist ja in Algarve mit der Sonne doch mehr gesegnet als ich hier im Norden von Deutschland. Aber darüber wollen wir heute nicht reden, sondern wir wollen heute reden über die Partei Die Basis. Und zwar hat die ja bei der letzten Vorstandswahl oder Nachwahl, das war ja im 8. bis 10. September 2023, wurde unter anderem ein Beauftragter für Medien und Kommunikation gewählt, nämlich der Kai Stutt. Er ist jetzt also Mitglied des Bundesvorstandes und der hat also dann erklärt, dass er sich dafür stark machen will, dass die Basis innerhalb von zwei Jahren die größte Partei Deutschlands wird, mitgliedermäßig und vielleicht sogar eine Million Mitglieder haben wird, Parteimitglieder. Für diejenigen, die es noch nicht wissen, wer Kai Stuth ist, einfach mal auf dessen Webseite gehen, die heißt kai-stuth.com und in dem Bereich über uns, da schildert er ja, mein Name ist Kai Stuth, ich bin der Art Director unseres jungen Teams, mein Lebenslauf wird im Trailer des Projekt VW erzielt und so weiter und so fort. Das heißt, da gucken Sie mal in den Trailer rein und und werden sich informieren. Aber ich denke, alle, die bei der Basis sind, die wissen, wer Kai Stutes ist. Und damit wir hier den richtigen Einstieg finden, verweise ich mal auf ein Video auf der bei YouTube, was die Partei die Basis veröffentlicht hat, nämlich Kai Stuth auf dem Bundesparteitag 2023 in Bonn. Dort hat er etwa 13 Minuten gesprochen und Fragen beantwortet. Das wollen wir uns nicht insgesamt anhören, aber wir wollen uns doch vielleicht mal Teile davon anhören und deswegen legen wir einfach mal aus den Schnitten, die ich gemacht habe, mal los.

Gast

Was wollen wir alle? Wir wollen, glaube ich, alle Frieden. Ich glaube, das ist mal ein Ziel, wo sich alle darauf einigen können. Es gibt noch ein paar andere Ziele, auf die man sich einigen könnte. Kommunikation ist ein Ziel zu haben und mit einem Ziel Erfolg zu haben.

Uwe

Kommunikation ist ein Ziel zu haben und mit einem Ziel Erfolg zu haben. Also ich hatte das Wort Kommunikation eigentlich immer so als Zweibahnstraße in der Unterhaltung von Menschen verstanden und er sieht das jetzt offensichtlich doch irgendwie so zweckorientiert. Siehst du das auch so oder wie verstehst du Kommunikation?

Gast

Also Kommunikation in einer Partei verstehe ich in erster Linie mal als Diskurs oder wenn du willst auch als Streit um den richtigen Weg. Was er jetzt mit Kommunikation meint, könnte natürlich sein, dass er damit die Kommunikation nach außen hin meint, also Reichweite, Bekanntheit.

Uwe

Ja, ganz gut. Also ich würde das jetzt auch so verstehen, wollte mich nur mal vergewissern, ob man das genauso sieht. Schauen wir einfach mal weiter rein, was er weiter erzählt.

Gast

Das ist mein Job, den ich seit 30 Jahren mache. Damit habe ich als Fotograf Erfolg gehabt. Ich habe als Agenturbesitzer Erfolg damit gehabt. Wir haben große Firmen wie hier in Bonn, T-Mobile, aber auch Audi, BMW, für viele haben wir gearbeitet. Ich weiß also, wie Kommunikation funktioniert. Kommunikation ist vor allen Dingen eine Vision zu haben, eine Vision, die dann im Grunde genommen den alles anderen nach sich zieht. Ich habe vor anderthalb Jahren One Million... Okay, jetzt ist klar, er meint damit visuelle Kommunikation nach außen hin also.

Uwe

Ja, also eindeutig nach außen nennen und vor allen Dingen, was ja hier jetzt ganz interessant ist, dass er davon redet, dass Kommunikation bedeutet, eine Vision zu haben. Ja, eine Vision... Zu kommunizieren, ich weiß es nicht, das hört sich für mich jetzt so nach einer Marketingdenkweise an. Kommunizieren heißt doch normalerweise eigentlich der Informationsaustausch. Hier ist aber doch offensichtlich nur eine Einbahnstraße gemeint.

Gast

Also die Basis hat ja als Vision Basis Demokratie und aus meiner Sicht, und ich war ja da beteiligt, hat die Basis ist in den letzten drei Jahren, sie existiert ja wirklich schon drei Jahre und ist jetzt nicht mehr so ganz neu im Geschäft, ist versäumt, überhaupt diesen Begriff zu definieren. Der Sven als Vorsitzender redet jetzt von Mitmachpartei, die anderen sprechen von direkter Demokratie, aber in der Satzung steht halt Basisdemokratie. Und dieser Begriff ist bis heute noch nicht klar definiert. Und es gibt auch noch keine Tools, weil sowas funktioniert ja nur mit entsprechender Software im Hintergrund. Und es gibt auch noch keine formulierte Vision, In der Fachsprache heißt das Elevator Pitch, wie man es den Wählern innerhalb von wenigen Sätzen vermitteln kann. Also hier ist eines der ganz größten Defizite aus meiner Sicht der Basis, dass die es noch nicht geschafft hat, ihr Alleinstellungsmerkmal so zu formulieren, zu definieren, dass man es auch den potenziellen Wählern vermitteln und verkaufen kann.

Uwe

Okay, also ich meine, da wäre es natürlich ganz gut, wenn jetzt jemand wie der Kai Stuth, der ja behauptet, eben viel Erfahrung zu haben und der ja offensichtlich doch eben gewisse Erfolge in seinem Leben ja vorweisen kann, wenn er dort dann die Basis unterstützt. Aber schauen wir mal, was er dort weiter erzählt.

Gast

Wie bitte?

Uwe

Es muss sich endlich der Widerstand einigen. Also ich meine, wir haben jetzt wie viele Jahre Widerstand? Dreieinhalb Jahre. Und in dreieinhalb Jahren hat es der Widerstand nicht geschafft, sich zu einigen. Und jetzt wird also Herr Kai Stuth als Beauftragter des Bundesvorstandes der Basis, der wird das jetzt angehen. Was denkst du darüber?

Gast

Dummes Geschwätz denke ich darüber. Also wenn ich in die Vergangenheit schaue, die Basis ist aus der Widerstandsbewegung geboren worden, die erste Die erste Partei war Widerstand 2020, gegründet von Ralf Ludwig und Bodo Schiffmann. Das waren die beiden Ersten, die den Widerstand gespaltet haben. Und beide sind zurzeit noch aktiv, aber mehr als Spendensammler. Der eine sitzt auf Malle und lässt es sich gut gehen, der andere in Tansania. Also das sind für mich nicht nur Spendensammler, sondern auch Spalter. Und der Nächste, der die Basis gespalten hat, das war dieser Guru aus Göttingen, so ein Großmaul, das jetzt die siebte Luft atmet. Und letztendlich ging es dem auch nur um eigene Interessen. Ja, und zu dem Zeitpunkt gab es einen Höhepunkt in der Basis. Die Basis hat über 30.000 Mitglieder, aber sie war auch tief gespalten in einem Fanclub von diesem Guru und den Leuten, die ihn kritisch gesehen haben.

Uwe

Also du meinst jetzt, dass der Kai Stuth dann quasi jetzt der nächste im Bunde ist, der irgendwie Märchen erzählt?

Gast

Ich sehe es immer als sehr kritisch, wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich bin jetzt irgendwie, ich sage jetzt mal ein Guru und als Guru führe ich euch auf den Weg zu einer Million Mitglieder, unabhängig von der Frage, ob das überhaupt Sinn macht und auch ganz unabhängig von der Frage, ob es einer Partei, die sich die Basisdemokratie auf die Fahnen geschrieben hat, nicht erstmal konsensiert werden müsste. Die Basis hat ja aus meiner Sicht auch, ich bin jetzt sehr kritisch, ein Spielzeug, ein Tool, das nennt sich systemische Konsensierung. Es funktioniert allerdings auch in der Basis nicht. Die Piraten sind mit etwas Ähnlichem gescheitert, aber zumindest müsste man darüber mal eine Debatte eröffnen, ob das überhaupt ein Ziel ist, hinter dem eine Mehrheit steht oder ob es jetzt nur ein Ziel von einem Kaifdut ist, Und wenn das so ist, dann müsste man gleich fragen, hat er da noch irgendwelche Hintergedanken? Will er die Basis auf irgendeinen Weg führen, der ein anderer Weg ist, als der, der in der Satzung steht?

Uwe

Gut, da schauen wir mal rein. Er ist ja hier noch in seinem Vorstellungsgespräch oder Bewerbungsgespräch für die Vorstandswahl.

Gast

Ich habe viele meiner Kollegen angesprochen. Leider war es so, dass alle eigentlich immer gesagt haben, eine Partei ist nicht wichtig.

Uwe

Moment mal, also hier ist doch ein Widerspruch. Er hat doch vorhin erzählt, dass er so ein erfahrener Kommunikator ist. Nun hat er viele seiner Kollegen angesprochen, aber die hören alle nicht auf ihn. Das heißt also, die Aussage, er ist ein erfahrener und genialer Kommunikator, das interpretiere ich jetzt mal, genialer Kommunikator, kann ja so nicht vollständig richtig sein. Denn zu seinen Kollegen hat er doch, ich sag mal, die besten Beziehungen. Und die kann er schon nicht überzeugen?

Gast

Naja, aber es geht ja weiter. Das hier war eine Bewerbungsrede auf dem Bundesparteitag in Bonn. Dort hat der Kandidat für den Posten des Medienbeauftragten seine Gegenkandidatin, eine meiner besten Parteifreundinnen in dicken Anführungszeichen. Und er sind dann zweimal in die Stichwahl gegangen. Keiner von den beiden hat also eine Mehrheit hinter sich vereinigen können. Und nur nachdem er gemerkt hat, er hat keine Mehrheit, hat er das Rennen um diesen Posten aufgegeben und ist dann am zweiten Tag des Parteitages zu dem zweiten Posten. Es gibt also zwei Medienbeauftragte wieder angetreten. Und da wurde dann natürlich die Zeit dazwischen genutzt, um entsprechend für ihn noch mal ein bisschen Stimmen zu sammeln. Und dann ist er dann durchmarschiert. Aber im ersten Anlauf konnte er... den Parteitag nicht von seinem Projekt überzeugen. Und dann frage ich mich, wenn er noch nicht mal 300, 400 Leute, die im Saal sitzen, überzeugen kann, wie will er dann 40 Millionen Wähler überzeugen?

Uwe

Ja, das werden wir ja gleich noch sehen. Du warst ja da beim Bundesparteitag, ich nicht. Die ganzen Zuschauer waren auch nicht da. Mal gucken, was er noch für Argumente liefert.

Gast

Man kann da nicht mehr viel verändern. Ich glaube genau das Gegenteil. Ich glaube, die Partei ist das Einzige, weil man nämlich direkt unter denselben Voraussetzungen arbeitet wie alle anderen Parteien halt auch. Das schützt einen und das gibt einem eine große Chance, etwas verändern zu können.

Uwe

Also hier bekennt er sich ja eben zum demokratischen Parteiensystem. Nach dem Motto, man kann nur innerhalb von dem Parteiensystem was ändern und nicht als amorpher Widerstand auf der Straße. Aber schauen wir mal weiter.

Gast

Ich habe damals organisiert, wir haben 10.000 Anmeldungen gehabt. Ich weiß nicht, wie viele Leute sich konkret bei der Basis angemeldet haben.

Uwe

Wir haben 10.000 Anmeldungen gehabt. Jawohl, was bei seinem Projekt One Million, wo haben die sich angemeldet? Und er weiß aber nicht, was bei der Basis passiert ist. Das heißt also, er hat zwar Anmeldungen, aber die sind doch offensichtlich gar nicht in irgendeiner Weise qualifiziert worden. Sprich, er hat doch gar keine Kontrolle darüber gehabt, was mit seinen 10.000 Anmeldungen war, ob die überhaupt ernst gemeint waren oder einfach nur oberflächliches Interesse.

Gast

Ich verstehe das so, dass er auf seiner Homepage 10.000 Newsletter-Abonnenten hat und das ist aber jetzt eine ganz andere Baustelle.

Uwe

Gut, dann wollen wir da auch nicht weiter reingehen.

Gast

Einige, vielleicht sogar einige tausend Mitglieder. Und ich sehe jetzt, dass die Basis extrem an Mitgliedern verliert. Und das ist auch ganz, ganz entscheidend, da die Kommunikation einfach nicht stimmt. Und für mich ist das klare Ziel One Million, dass wir eine Million Mitglieder haben. Weil stellen wir uns einfach mal vor, es wäre so, dass wir morgen 200 oder 300.000 Mitglieder haben. dann würden alle anderen Parteien sich in das Chaos stürzen, was hier nämlich hier den ganzen Tag und auch den Tag davor passiert ist. Dann wären wir nämlich wirklich auf der Straße, dass wir nämlich uns wirklich organisieren können und endlich den Frieden und einfach auch die Freiheit, die uns nämlich zusteht, in einer Demokratie durchsetzen können.

Uwe

Also das scheint mir so ein bisschen argumentativ widert zu sein. Erst dann, wenn wir 200.000 oder 300.000 Leute sind, was wir uns mal so vorstellen, dann könnten wir auf die Straße gehen. Aber es sind doch Hunderttausende schon auf die Straße gegangen. Dann beschimpft er im Grunde genommen das Chaos in der Partei und will aber gleichzeitig den Grund tun, dass er also nicht nur die eine Million Leute irgendwie... beschaffen will, sondern auch noch das Chaos in der Partei beseitigen. Ist das nicht ein bisschen hochgegriffen?

Gast

Ja, es ist für mich alles Kraut und Rüben, weil umgekehrt wird der Entschuldigung daraus. Die Basis ist aus einer Protestbewegung entstanden und die Mitglieder fühlen sich in weiten Teilen immer noch als Mitglied einer Bewegung, nämlich einer Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen etc. Als Parteimitglieder fühlen sich viele nicht. Und das ist ja auch eines der Probleme einer Protestbewegung.

Uwe

Gut, dann gucken wir mal.

Gast

Durch zwei Kraftanstrengungen. Ich gebe noch mal kurz ein Beispiel. Sagen wir mal ganz einfach, jeder Einzelne, der hier sitzt, wirbt zehn Mitglieder. Und das bei 27.000 Mitgliedern. Dann wären wir bei 270.000. Das hat...

Uwe

Ich war ja früher mal im Finanzdienstleistungsbereich. Bevor ich Immobilienmakler wurde, das war ja noch bevor ich Sachverständiger wurde, war ich eben in Finanzvertrieben tätig und dort gab es das sogenannte Multilevel Marketing. Und da ging es immer so, da hieß es, sie brauchen ja nur zwei, vier, acht oder zehn Leute bewerben und dann geht das alles von ganz alleine. Sprich, das, was er erzählt, ist doch nur, jetzt aus meiner Wahrnehmung, reines Strukturprinzip, was man im Marketing kennt. Aber Faktum ist, dass diese ganzen Strukturen ja nicht wirklich funktionieren, sondern die Leute müssen quasi dahin geprügelt werden, So, und die allermeisten schaffen es ja noch nicht einmal, so viele Leute aufzutreiben. Und ich meine, er ist doch nicht der Erste. Er ist doch nicht der Erste, der Mitgliederwerbung... Also Mitglieder werden Mitglieder. Auf den Gedanken sind doch schon andere Parteien gekommen.

Gast

Absolut. Also Multilevel-Marketing hat ein gewisser Herr Dr. Jörg Middelsenscheid erfunden. Das ist nämlich der Mensch von Vorwerk, der dann auch ganz viele Millionen verdient hat mit seinen Staubsaugervertretern. Das war klassisches Multilevel-Marketing. Und heute ist es kaum noch erfolgreich, weil es vor allen Dingen in den Vertrieben zu oft missbraucht wurde. Aus meiner Sicht.

Uwe

Gucken wir mal.

Gast

Das heißt also, wir geben der Gesellschaft die Macht zurück durch zwei Schritte. Nämlich dann wären das nur noch fünf Mitglieder, die 270.000 Menschen werben müssten.

Uwe

Hä, was ist denn das für eine Rechnung? Dadurch geben wir der Gesellschaft die Macht zurück und es wären nur noch fünf Mitglieder, die 270.000 werben müssen. Also den Satz habe ich mir mehrfach angehört, ich verstehe den überhaupt gar nicht.

Gast

Ist das nicht die Kraft, Anstrengung wert, dann für Frieden auch das durchsetzen zu können, weil die Medien und alle anderen nämlich darüber berichten würden? Ich glaube ja.

Uwe

Also er argumentiert ja ganz am Anfang mit dem Frieden und hier sagt er wieder, ist es wert, das für den Frieden durchzusetzen. Aber will denn die Basispartei ausschließlich eine Friedenspartei sein oder wollen die auch Wirtschaftspolitik machen, wollen die auch Sozialpolitik machen? Also das finde ich doch ein bisschen sehr eigenartig, den Frieden als einziges Argument hier zu liefern. Ich meine, haben wir denn nicht, also ich meine, Frieden wo? In Deutschland haben wir Frieden. Und jetzt wollen wir uns für Frieden in der Welt einsetzen. Ist das jetzt die Aufgabe der deutschen Politik?

Gast

Gut, das ist aber auch nicht der Kern der Basis. Die Basis ist ja nicht aus der Friedensbewegung entstanden. Die gab es schon, als ich ein junger Mann war. Also ich kann mich erinnern, als ich gegen den NATO-Doppelbeschluss 1983, glaube ich, war, das demonstriert habe, da war die Friedensbewegung stark und da sind die Grünen auch so langsam entstanden. Aber die Basis ist entstanden als Widerstandsbewegung gegen die Covid-19-Maßnahmen. Das ist der Kern der Basis.

Uwe

Ja, gut, also er möchte sich jetzt lieber Frieden machen.

Gast

Ich glaube, die One-Million-Geschichte stand für sich. Wir haben eine eigene Website aufgestellt, die ich finanziert habe. Wir haben mehrere Monate an dieser Kampagne gearbeitet. Wir haben damit viel erreicht.

Uwe

Was haben wir denn damit viel erreicht?

Gast

mich darauf, Mitglieder hier in diese Partei zu bekommen. Und zwar im ersten Schritt mehr als alle anderen kleinen Parteien. Also die FDP, die könnten wir noch in den nächsten sechs Monaten überholen. Da bin ich mir ganz, ganz fest sicher. Und das sollte uns einfach klar sein. Und habe immer sozusagen meine Ziele und meine Visionen umgesetzt. Also ich weiß auch, wie man Visionen hat und wie man sie dann auch umsetzen kann.

Uwe

Ich weiß, wie man Visionen hat.

Gast

Also er will dann jeden Monat mindestens 5.000 Mitglieder gewinnen, wenn er die FDP in sechs Monaten überholen will. Weil dazu fehlen ihm irgendwas mit 40.000 Mitgliedern.

Uwe

Ja, da muss er natürlich ordentlich gucken. Wir werden später vielleicht nochmal in die ganze Faktenlage reingucken. Jetzt wollen wir erstmal nur hören, was er vorträgt.

Gast

... erscheint, sie ist möglich. Wie will ich dieses Ziel erreichen? Das allererste ist ganz einfach eine ganz klare, saubere Kampagne für dieses One-Million-Ziel. Wir sind in etwa acht bis zehn Millionen Kritiker in Deutschland. Das heißt, wir brauchen nicht von außen Leute heranzuholen und zu überzeugen, sondern wir müssen unsere Kritikerfreunde überzeugen. Alle, die wollen ja auch alle dasselbe. Die wollen eine Corona-Aufklärung, die wollen Frieden. Und das heißt also, wir können aus einem Potenzial, was schon kritisch ist, nämlich unsere Ideen realisieren. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall vier...

Uwe

Er will die Kritiker heranziehen, die 8 bis 10 Millionen. Da sage ich mal, die 8 bis 10 Millionen waren ja, nehmen wir mal an, die Zahl stimmt. Wie viele waren dann immer auf der Straße zu den besten Zeiten? Ich habe das damals zu Hochzeiten im 2021 oder so mit Elia T. analysiert. Wir haben alle Demo-Info-Kanäle studiert. Ich habe da Zahlen ausgewertet. Bestenfalls mal höchstens eine Million auf der Straße. An allen möglichen Standorten an einem Wochenende. Wenn überhaupt. Und das heißt, wenn jetzt acht bis zehn Millionen tatsächlich Kritiker wären, sehen wir also schon, dass selbst wenn so viele da sind, doch sich zu aktivieren allenfalls mal zehn Prozent sind. Und das ist nachweislich, dass also 10 Prozent von denjenigen überhaupt nur auf die Straße gegangen sind. Und die Frage ist, warum sollten die anderen 90 Prozent jetzt auf einmal in Aktivität verfallen und zum Beispiel Parteimitglied der Basis werden?

Gast

Ja, ich sehe das ja noch etwas kritischer, weil... Er sagte, er sei ein guter Verkäufer und als guter Verkäufer müsste er wissen, dass man seine potenziellen Kunden, in dem Fall potenzielle Mitglieder, erstmal qualifizieren muss, ob man sie überhaupt gewinnen kann. Und von diesen, von dieser einen Million, von der du eben geredet hast, sind aus meiner Sicht weit über 50 Prozent überhaupt nicht bereit, Mitglied einer Partei zu werden, sondern die möchten sich nicht festlegen, sodass das Potenzial der Mitglieder der Teich, in dem er fischen kann, wesentlich geringer ist als eine Million. Vielleicht ist er 100.000, vielleicht ist er 200.000, aber mit Sicherheit keine Million Menschen. Also hier redet er davon, dass er mit seinem Bus durch die Gegend touren will und eben Werbemaßnahmen machen will.

Uwe

Also wir haben ja schon mal so eine Bustour gehabt mit Bodo Schiffmann, Samuel Eckert und wer war der da noch? Es waren ja drei Leute, glaube ich, und die sind ja auch rumgerannt und haben, ich sage jetzt mal, Volksreden gehalten. Und das haben die wochenlang oder monatelang gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, dass das jetzt den großen Durchbruch gebracht hat. Also auch das ist ja keine neue Erfindung. Also in Amerika, wo man ja noch ein bisschen ganz anders Wahlkampf macht, da gibt es ja auch solche Buswahlkampftouren. Aber ich weiß nicht, ob das in Deutschland hier verfängt wird.

Gast

darauf zu und nehme Leute mit, indem ich nämlich dieses Ziel erreiche. Ich glaube, gute Zeit investiert, indem man einfach ein Ziel definiert und dann einfach auch sich ein Team zusammenstellt, was mit einem zusammen das Ziel realisiert, ist viel entscheidender, als viel Zeit zu verplempern, so wie ich das jetzt hier die letzten zwei Tage gemacht habe. Sorry.

Uwe

Schon wieder beleidigt er die Partei. Er hat seine Zeit die letzten zwei Tage verplempert. Wir sehen noch zum zweiten Mal innerhalb dieser 13-minütigen Selbstpräsentation, dass er von der Partei gar nichts hält.

Gast

So ist es. Und ein Parteitag, der ganz viel Geld kostet, hat nun mal als vornehmste Aufgabe den Disput, weil da sitzt man zusammen, da spürt man die Energie, da fließt jede Menge Energie, man kann den Leuten ins Gesicht schauen und da wird diskutiert, da wird gestritten und das muss auch so sein. Und wenn er das als verschwendete Zeit betrachtet, dann tut es mir leid, dann hat er keine Politik und keine Partei im Blut. Dann ist er, da ist er im falschen Film. Du willst jetzt eine konkrete Zahl haben, die kann ich natürlich nicht geben. Ich denke, ich vertraue darauf, dass die Leute das Gespür haben, dass ich, wenn ich etwas sage, auch das einhalte. Und wie ich das mache, das kann ich so euch nicht sagen. Das wird aus der Situation entstehen und ich werde mein Ziel erreichen, da bin ich sicher.

Uwe

Was wollen wir? Er hat keinen konkreten Plan. Er macht das dann alles aus der Situation, aber er ist sich sicher, dass er sein Ziel erreicht.

Gast

Wenn ich mich jetzt mal in die Situation eines Geschäftsführers, was ich in meinem Leben war, versetze und ich habe dann einen Vertriebschef, der mir sagt, na Dolly, passen Sie mal auf, ich bringe dir deine Millionen Kunden. Lass mich mal machen, aber wie ich das mache und welche Mittel ich einsetze, das geht dich nichts an. Aber hallo. Der ist ja doch hier am Markt und vertritt hier die Farben der Basis und das Image der Basis. Das heißt also, das Ganze muss er doch nun wirklich abstimmen mit der Partei. Und da muss er sich auch den Segen der Partei für einholen. Das heißt also, er müsste erst mal, ich sage es mal salopp, ein Marketingkonzept auf den Tisch legen. Und darüber muss eine Partei diskutiert werden. Und das würde natürlich dann auch von vielen Leuten zerrissen werden. Aber da muss er durch. Er kann doch nicht einfach... kommen und sagen, ich mache jetzt mal und wie ich es mache,

Uwe

Er sagt ja, man soll ihm einfach glauben. Einfach nur glauben. Und ich denke, in einer Partei, da geht es doch eigentlich um bewusste Kommunikation. Nicht im Sinne von, ich habe eine Idee, eine Vision und da arbeiten wir hin. Sondern man muss doch auch die Methode erklären. Und zwar so präzise, dass sie kalkulierbar ist. Ansonsten ist es doch Blindgläubigkeit. Dann reden wir doch nur noch. Ja, von, ich sag mal, von Religion. Da ist jemand, der sagt, ich kann das alles mir nach. Das hat doch mit Parteileben nichts mehr zu tun.

Gast

Ja gut, auch in Parteien gibt es Führer, die sagen, glaubt mir mal, auf die Basis hat sich diese Erfahrung gesammelt, aber das ist ja in die Hose gegangen.

Uwe

Ja, also das war jetzt im Grunde genommen jetzt so sein Bewerbungsgespräch. Da haben wir doch schon so einiges hier dran rumzuknuddeln gehabt. Und dann gab es aber eben, das möchte ich mal kurz darstellen, ja noch ein Promo-Video. Das ist im Grunde genommen so eine Art Reportage, die bei ApoLoot gelaufen ist oder dort präsentiert wurde. Ist auch erst im... glaube ich im November gewesen. Und da gibt es eben eine Sprecherin und dann wird er interviewt und dann wird noch jemand von der Basis interviewt, der auch seine Meinung dazu äußert. Und ich habe aber jetzt mal nur das, was er gesagt hat, mal ein bisschen zusammengeschnitten und das ist ein bisschen länger, da können wir drüber kommentieren. Und diese Gedanken, die er jetzt schon auf dem Bundesparteitag damals geäußert hat, da hat er jetzt Zeit gehabt, die ja noch auszuarbeiten, zu präzisieren. So, dann wollen wir mal gucken, zu was er da eigentlich hinkommt.

Gast

Der Fotograf und Friedensaktivist Kai Stuth ist schon von Anfang an dabei und möchte eine komplette Umgestaltung der deutschen Demokratie mit aufbauen, die dem Volk wieder mehr Rechte eingesteht.

Uwe

Also vielleicht noch für die Zuschauer, diese Untertitel, die sind nicht in dem Video drin, sondern die habe ich jetzt nachträglich dort eingefügt. Also nicht, dass Sie denken, dass er das selber dort gemacht hätte oder das Team von Apollut, sondern die stammen sämtlich von mir. Also er will jetzt quasi, so jedenfalls die Interpretation der Redakteurin dort, er will die gesamte Bundesrepublik transformieren.

Gast

Medienbeauftragter der Partei Die Basis hat er dafür das Projekt One Million ins Leben gerufen.

Uwe

Das stimmt ja nicht. Er hat das ja nicht dafür ins Leben gerufen. Zuerst war ja eben das Projekt One Million da und dann hat er es jetzt der Basis-Partei angetragen.

Gast

Ich habe eine Wanderung gemacht mit Mönchen durch Deutschland 2021 und habe überlegt, was kann man machen, damit man nicht nur darüber redet, sondern tatsächlich etwas verändert. Also den Widerstand mir war klar.

Uwe

Also bevor wir gucken, was er verändern will, da bin ich doch, als ich das gehört habe, in Stutzen gekommen. Also er hat eine Wanderung mit Mönchen gemacht und als Ergebnis dieser Wanderung kommt heraus, dass er jetzt die Basis Demokratie bundesweit einführen will. Wie oft bist du schon mit Mönchen gewandert und welche weltumstürzlerischen Ideen sind dir dabei dann gekommen?

Gast

Ja gut, ich habe mir den Mönch, mit dem er da gewandert ist, mal angeschaut. Ich glaube, er heißt Mönch Dada und er kommt da aus einem Ashram, Ananda, Maga oder so ähnlich. Und das Ziel ist da wohl, eine politische Bewegung in Gang zu setzen und den Menschen auf den Weg zum ewigen oder unendlichen Glück zu begleiten. Also letztendlich sind das für mich irgendwelche Guru-Regionen, mit denen ich im politischen Leben nichts anfangen kann. Weil bei Gurus bin ich immer sehr vorsichtig.

Uwe

Ja, aber dem braucht man ja auch nur blind zu glauben. Also hier sehen wir, dass er da an mehreren Demonstrationen immer dabei ist.

Gast

Wobei die Methoden, die da angesprochen werden, also ich war auf zwei Ayurveda-Kuren vor kurzem, erst mal auf einer mit einem indischen Professor, der die geleitet hat. Und da haben wir jeden Morgen Yoga-Übungen gemacht und wir haben auch jeden Morgen meditiert. Und das sind alles sehr positive Dinge. Also ich will das auf keinen Fall verunglimpfen. Aber in der Politik geht es um was anderes, als um den Weg zum Glücklichsein.

Uwe

Ja, ich möchte dazu mal sagen, also ich finde es eben eigenartig, dass hier quasi seine große Idee der Transformation der deutschen Demokratie als Resultat einer Wanderung mit Mönchen, offensichtlich eben diese Yoga-Mönche sind, der indischen Gruppierung oder Sekte Ananda Marga. Dazu werde ich ein eigenes Video machen und dann schauen wir mal, was denn diese Ananda Marga Leute und speziell der Dada, der Dada Madhu Vidyananda, was das eigentlich für einer ist und was der eigentlich so denkt oder zumindest was er beabsichtigt. Aber das soll jetzt nicht Bestandteil dieses Videos sein. Insofern lasst uns mal weiter gucken.

Gast

Und da gehe ich so ein bisschen nach dieser sinngemäßen Aussage von Albert Einstein, der mal gesagt hat, das Problem des Machtmissbrauchs sind nicht die Eliten, sondern eine Gesellschaft, die das zulässt. Das heißt, im Umkehrschluss müssen wir einfach den Widerstand einigen, um dann einfach auch Ziele erreichen zu können.

Uwe

Also wir müssen den Widerstand einigen. Also du hattest ja vorhin erwähnt, Gerhard, dass ja die Basis als Basis demokratische Partei ja mit Sicherheit nicht in solchen Gedanken jetzt von einer einzelnen Person, wir müssen den Widerstand einigen. Wer ist denn eigentlich wir? Und die Frage ist ja, will der Widerstand überhaupt geeinigt werden? Ja. Was ist mit all denjenigen Leuten, die im Widerstand sind und die gar nicht basisdemokratisch denken? Die wollen doch auch nicht geeinigt werden. Also insofern sehen wir doch hier, dass das Denken, was Kai Stuth vertritt, mit den Grundprämissen der Basis doch eigentlich gar nichts zu tun hat.

Gast

War es klar, auch wenn viele in ganz anderer Meinung sind, wir müssen einfach, wenn wir reflektieren, zurückgucken, dann sehen wir einfach, wir haben 70 Jahre doch mehr oder weniger friedlicher gelebt, als wir es viele Jahrzehnte davor getan haben. guten und allen schlechten Dingen, die dazugehören. Aber es hat einfach doch, finde ich, auch etwas Gutes, dieses demokratische System.

Uwe

Auch wenn es nach meiner Zeit doch etwas Gutes, dieses demokratische System.

Gast

Das ist alles sehr unscharf. Also wir leben in einer repräsentativen Demokratie und er selbst spricht von sich als jemand, der links verordnet ist. Er will also was anderes als eine repräsentative Demokratie. Und wie soll die Demokratie, die sich im Laufe der letzten Jahre zu einem Parteienkartell entwickelt hat oder zu einer Elitenpartei, Oder zu einem Elitenparteisystem, weil letztendlich entscheidet ja auch die Legislative kaum noch was, sondern die Exekutive hat das Sagen. Das haben wir bei Corona gesehen. Das sehen wir aber auch täglich daran, dass Größenordnung von 70 Prozent der Gesetze, die dem Bundestag passieren, werden nur noch durchgewogen, weil sie kommen von Brüssel. Und in Brüssel, die Jungs, die die Politik dort gestalten, die sind nicht demokratisch gewählt. Das sind Kommissare, die ernannt werden, also mit anderen Worten, das, was wir hier als Demokratie erleben, das ist aus meiner Sicht nicht gut. Und das hat selbst Willy Brandt 1970 schon formuliert, als er sagte, wir wollen mehr Demokratie wagen. Und leider ist es nicht gelungen, sondern es wurde halt immer mehr in Richtung Demokratie. Und letztendlich haben diejenigen, die gewählt sind, das hat mal ein Politiker gesagt, die haben ja gar nicht das Sagen, sondern andere Leute.

Uwe

Da gucken wir mal rein. Also der Meinung ist ja offensichtlich der Kai Stuth auch.

Gast

Sicht nicht wirklich demokratisch ist, auch wenn sehr viel Korruption das immer undemokratischer gemacht hat. Also vor allen Dingen die Macht von oben wird genutzt, um unten den Leuten die Möglichkeiten der Macht zu nehmen. Und ich glaube aber, dass trotzdem dieses System, wenn man reingeht in dieses System, dann ist man auch unter den Regeln dieses Systemes protektiert. Dann muss man reingehen in dieses System. Nicht nur alleine. Ich glaube, es ist auch wichtig, von außen viele Dinge zu machen, auch zu demonstrieren. Das alles schließt sich nicht aus. Aber der Weg in das System rein ist, glaube ich, der schlauste, der pfiffigste. Und ich kenne das aus der Werbung. Guerillamarketing ist das, wo keiner mit rechnet, plötzlich um die Ecke zu kommen.

Uwe

Bevor er sein Gerät im Marketing erklärt, wir sehen hier, dass er von Politik keine Ahnung hat. Er war offensichtlich bisher nicht in irgendeiner Partei, weil die Demokratie ja nicht so ist, wie sie sein sollte, obwohl sie doch etwas Gutes hat.

Gast

Ich glaube, ich muss nicht unterbrechen, er war Mitglied der Piraten.

Uwe

Ja, dann korrigiere ich meine Aussage. Danke für den Hinweis. Das heißt, im Grunde genommen hält er ja nicht so viel von den demokratischen Strukturen, hat sich aber doch dafür entschieden, diesen Weg zu gehen. Nur aber gerade, wenn er doch eigentlich über nicht hinreichend genügend politische Erfahrung verfügt, ist doch seine Aussage, dass dann irgendwann mal, und zwar in absehbarer Zeit, die Basis die größte Partei sein wird, die ist doch eigentlich reines Hirngespinst. Da ist doch gar keine wirkliche Sachkenntnis hinter, wenn er selber keine nennenswerte politische Erfahrung hat.

Gast

Dem kann ich nur zustimmen. Und am Ende des Tages schadet er damit der Partei, weil wer solche Visionen an die Wand malt, der muss sich ja spätestens im Jahre 2025 dann der Realität stellen. Und wie heißt das so schön? Die Realität wird ihn dann umzingeln. So wie der Robert Habeck inzwischen auch umzingelt ist von der Realität, so wird ihn dann auch die Mitgliederzahl, die dann vielleicht bei 60.000 ist und nicht bei 600.000 umzingeln. Dann habe ich dieses Konzept One Million auf die Beine gestellt, habe auch einen ersten Anlauf gemacht und habe mit Sicherheit so zwischen 1.000 und 3.000, 4.000 Leute...

Uwe

Mit Sicherheit, aber das vermutet er jetzt mit Sicherheit.

Gast

Die Basis gebracht mit diesem Konzept. Die Idee war ganz einfach, den Leuten klar zu machen, warum es so wichtig ist, in die Basis einzutreten. Und dann bin ich immer mit dem Marketing da in Verbindung gewesen. Ich habe gesagt, sag mal, kennt ihr eigentlich meine Kampagne One Million? Und dann sagt er, nee, die kennen wir nicht.

Uwe

Also er hat eineinhalb Jahre Kampagne gemacht und die Basis, die bundesweit aufgestellt ist, die kannte sie nicht.

Gast

Da meinte ich so, aber das kann doch nicht sein. Ich meine, es haben sich 10.000 Leute auf meiner Website angemeldet und da müssten mit Sicherheit 1, 2, 3, 4.000 Menschen sich bei euch angemeldet haben. Ja, wir haben ja schon eine Flut gemerkt und so weiter. Das hatte er dann auch gesagt und bin dann... Das erste Mal zu einem Bundestreffen gegangen und habe mich aufstellen lassen und habe dann auch im ersten Wahlgang eigentlich schon so viele Leute gehabt, dass ich gewählt worden wäre.

Uwe

Das ist aber anders, als du vorhin geschildert hast.

Gast

Ich bin auf die Bühne gegangen und habe gesagt, nee, das ist mir zu wenig, um dieses Projekt umzusetzen. Ich stehe nur für dieses Projekt und ich will nur dieses Projekt umsetzen und danach trete ich wieder zurück.

Uwe

Die Aussage halte ich für nicht glaubwürdig. Also wenn ich mir jetzt mal vorstelle, er würde mit seinem Projekt tatsächlich Erfolg haben und jetzt eben eine Million Leute oder wie viel auch immer innerhalb der nächsten zwei Jahre für die Basis akquirieren und die alle dort eintreten. dann würde doch die Basis, musst du doch sagen, super, das ist der Mann, der hat uns nicht nur gerettet, der hat uns zur größten Partei Deutschlands gemacht, zu derjenigen Partei, die vielleicht möglicherweise ganz allein regieren könnte bei der nächsten Bundestagswahl oder nach der nächsten Bundestagswahl. Also einen solchen Menschen dann einfach wieder in die freie Wildbahn zu entlassen, das würde man doch nicht machen. Dann würde man doch sagen, der Kai Stutt, das ist unser Heiland, das ist unser Retter, den hätten wir doch jetzt gerne als nächsten Bundesvorstandsvorsitzenden, oder nicht?

Gast

Ich gehe noch einen Schritt weiter, weil wenn er jetzt wirklich... eine Million oder auch nur die Hälfte von Mitgliedern gewinnt, dann hat er eine Basis, die ist so kraftvoll und die könnte ihn in jedes Amt hineintragen, in das er hineingetragen werden möchte. Das heißt also, der könnte dann vielleicht am Ende des Tages in die Politik gehen und Bundeskanzler werden, weil mit einer Million Mitgliedern im Hintergrund, die einen unterstützen, er hätte ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Also es ist für mich alles ein ganz großes Hirn gespitzt. Wenn das erfüllt ist. Und dann gab es einen zweiten Wahlgang für einen ähnlichen Posten. Und da wurde ich dann mit einer großen Mehrheit gewählt. Das ging sofort los. Wir haben sofort das Konzept erarbeitet. Wir haben sechs Wochen an dem Konzept gearbeitet. Da haben wirklich sich sofort Leute bereitgestellt. Und das war wirklich sehr beeindruckend. Aber wieso gerade eine Million? Wenn wir einfach mal die Demokratie beobachten, die letzten 70 Jahre geht es immer nur um Wahlen. Wahlen haben einen riesengroßen Nachteil. Man braucht sehr viel Geld, das wissen wir zum Beispiel in Amerika. Man braucht sehr viel Medienkraft, um das auf die Straße zu bringen. Und man hat nur einen einzigen Tag, an dem sich alles entscheidet. Dazu kommt, dass mir aufgefallen ist, dass die großen Parteien jedes Jahr eigentlich so 10.000 Mitglieder verlieren. Wir werden von Parteien regiert, die zusammen noch nicht mal eine Million Menschen binden. Das heißt, ich glaube, die SPD hat so 380.000, CDU 370.000, kann auch umgekehrt sein, FDP 75 und die Grünen 120. Das heißt, wir reden von weniger als einer Million Menschen, die in Parteien organisiert sind. Da sieht man eigentlich schon das wirklich Undemokratische und auch das Frustrierende.

Uwe

Was ist daran undemokratisch? Was ist daran undemokratisch, dass in einer Partei nur eine Million oder auch nur zehn Leute drin sind? Das habe ich jetzt nicht verstanden.

Gast

undemokratisch, wenn wenige Leute an der Entscheidungsfindung mitwirken. Und da sind wir wieder bei der Frage, welche Rolle hat ein Parteimitglied? In der CDU zum Beispiel ist man als Parteimitglied Mitglied eines Wahlvereins und unter Merkel hatten die Parteimitglieder da überhaupt nichts zu sagen. Und in anderen Parteien ist es nicht viel besser. Das heißt also, als einfaches Mitglied einer Partei hat man sowieso keinen Einfluss, abgesehen davon, dass einem die Informationen fehlen, um mitzureden, weil es gibt ja dann immer diejenigen, die wissen, es macht, auch in einer Partei. Und die Leute, die in irgendwelchen Gremien sitzen oder im Parlament sitzen, die haben per se natürlich einen riesen Informationsvorsprung. Also man kann es eigentlich vergessen, solange nicht Demokratie funktioniert, aus meiner Sicht nur dann, wenn alle Mitglieder einer Gemeinschaft, die Stimmrecht haben, alle relevanten Informationen haben. Und das ist in unserer Demokratie noch nie da gewesen. Also hast du gar keine Chance, weil in einer Diskussion kann mir dann irgendjemand sagen, das ist aber so und so. Und wenn ich dann keine Informationen habe, kann ich dem nicht entgegenhalten.

Uwe

Aber andererseits ist es doch so, warum sollte jetzt gerade die Vorstellung der Basisdemokratie der richtige Begriff der Demokratie sein? Wir haben ja doch per Grundgesetz eine bestimmte Definition, was eben... Wie Demokratie dort implementiert wurde. So und selbst wenn jetzt zum Beispiel eben so und so viele Menschen in der Basispartei wären, die so denken würden, darauf folgt doch noch lange nicht, dass alle anderen, die zum Beispiel jetzt andere Parteien wählen, genauso denken würden, dass die... Also insofern verstehe ich diesen Ansatz nicht, zu sagen, ja, wenn das so ist, dann ist das undemokratisch. Nein, das ist doch nicht objektiv undemokratisch, das ist nur aus Sicht einer bestimmten basisdemokratischen Perspektive undemokratisch. Alle anderen sehen es ja nicht als undemokratisch. So ist es.

Gast

Er verkürzt damit auch den Debattenraum und öffnet ihn nicht. Parteien hatten mal fast eine Million jeweils. Das heißt, sie haben zwei Drittel ihrer Mitglieder verloren, weil sie so schlechte Politik machen, dass sie im Grunde genommen, obwohl sie die Mediengewalt haben, die Justiz, die Polizei, also die gesamte Hierarchie beherrschen.

Uwe

Ja, hier sehen wir das mal, wie die Statistikzahlen sind. Also er hat recht, hier gab es mal 940.000 im der SPD und 713.000 in der CDU und 750.000 oder sogar 97.000, also irgendwann meinte die SPD 1990 so um die 900.000. Heutzutage sind wir also hier in dem Bereich, das heißt bis 2021, bitte die Tabelle, da hat sich also alle Parteien, die großen Parteien, haben sich quasi mehr als halbiert.

Gast

Und wenn wir jetzt mal die... Naja, das Ruherecht in Bezug auf die beiden großen Volksparteien. Wenn du dir die kleinen Parteien anschaust, die Grünen haben sogar einen Zuwachs, die FDP ist auch relativ stabil, die AfD ebenfalls, also die Linke hat verloren, aber eigentlich trifft es nur auf die beiden großen Volksparteien zu. Das heißt, hier hat sich die Parteienlandschaft verändert. Auch zum Beispiel durch die Spaltung der SPD.

Uwe

Mhm. Gut, also ich sage mal, grundsätzlich können wir aber erstmal seiner, ich sage mal, Denkweise, dass er sagt, ja die Parteien verlieren, er meint wohl, die großen Parteien verlieren.

Gast

Wenn du in die alten Muster reingehst, wo die anderen ja wesentlich stärker sind, Stände machen, Plakate aufhängen, diese ganzen Geschichten, da ist gar nicht das Budget da. Du kriegst die Message gar nicht rüber. Aber es reichen 150.000 Menschen, um einen Kipppunkt zu erreichen, nämlich mit 150.000 Menschen ist man die drittgrößte Partei in Deutschland. Nur mit 150.000 Menschen, das muss man sich mal vorstellen, ist man einer der drei Volksparteien. Das ist kommunikativ einfach ein Golden Goal für Werber. Also das ist sozusagen, das kannst du nicht wegzaubern. Drittgrößter ist sozusagen auf dem Podium der Medaillengewinner, wenn man das jetzt so im Sport sehen würde.

Uwe

Also das mag ja sein, dass man mit 150.000 der Drittgrößte ist. Das geben die Zahlen ja auch durchaus her. Wenn man jetzt eben die CSU als eigene Partei sieht und nicht die Kooperation zwischen CDU und CSU, dann sind sie über 500.000. Also insofern... Woher nimmt er jetzt die Gewissheit, dass das ein Kipppunkt wäre? Also historisch kann er das doch nicht herleiten. Das heißt, das ist doch eine völlig blinde und freie Spekulation im luftleeren Raum. Richtig.

Gast

Und außerdem ist seine Definition größte Partei natürlich sehr zu hinterfragen. Eine Partei wird deshalb gegründet, um zu Wahlen anzutreten und in Parlamente zu gehen. Und eine Partei, die 150.000 Mitglieder hat, aber in keinem Parlament vertreten ist, weder im Bundestag noch in einem Landtag, die kann nie für sich in Anspruch nehmen, dass sie die drittgrößte Partei ist, weil sie kann überhaupt nichts bewirken. außerparlamentarisch wirkt.

Uwe

Gut, also wir sehen ja hier zum Beispiel mal wie viele Wahlberechtigte es gab 2021 ungefähr 61 Millionen und die Wahlbeteiligung, die ist mal in den letzten Jahrzehnten gestiegen, dann gefallen und seit 2009 wieder gestiegen und wenn wir aber gucken wie sich dann heutzutage die Wahl das Wahlinteresse darstellt so dann sehen wir wenn jetzt am nächsten Sonntag die Wahl wäre wobei wir hier den letzten Stand haben 1.12. bis 6.12. diesen Jahres beziehungsweise bis zum 12.12., je nachdem wer hier gefragt hat, so dann sehen wir, dass also im Prinzip die CDU, CSU so über 30% liegt, die SPD ungefähr bei 14, 15%, die Grünen bei 12 bis 15%, die FDP schwankt so um die 5% herum, die Linken sind ganz raus, AfD, je nachdem zwischen 19 und 23, Freie Wähler 3% oder 2, sonstige weniger. Das heißt, was lernen wir aus solchen Zahlen? Was meinst du?

Gast

Also es gibt keine Korrelation zwischen der Mitgliederzahl und diesen Ergebnissen bei der Bundestagswahl, zumindest bezogen auf die Umfrage. Beispiel die AfD hat irgendwas in der Größenordnung von 30.000 Mitglieder und die tun sich schwer, bei Landtagswahlen überhaupt genug Kandidaten zu finden, weil sie einfach in der Fläche zu wenig aktive Mitglieder hat und hat aber als 30.000 Mitgliederpartei, im Moment bei Umfragen 22 Prozent. Die FDP hat über 70.000 Mitglieder und kratzt an der 5-Prozent-Hürde. Daran kannst du erkennen, die SPD hat 300 und x-tausend Mitglieder und hat deutlich weniger Stimmen bei der Bundestagswahl als die AfD mit rund 30.000 Mitgliedern. Daraus kann man wirklich klar erkennen, es gibt keine Korrelation zwischen politischem Erfolg und Mitgliederzahl.

Uwe

Ja, das bedeutet, dass der Grundansatz, von dem Kai Stuth redet, das nach jedem Mal einfach kompletter Blödsinn ist. Wenn es diese Korrelation gäbe, dann würde sich das ja entsprechend darstellen. Und er glaubt jetzt aber, man braucht quasi nur die Mitglieder zu haben. Ja, aber was ist, wenn die Mitglieder zwar alle da sind, und vor allen Dingen, er hatte ja vorhin erwähnt, das sollten dann so aus den 8 bis 10 Millionen Protestlern, davon sollten die sich generieren. Wenn jetzt diese 8 bis 10 Millionen sich auf eine Million Wähler reduzieren, die tatsächlich in die Partei eintreten, was würden die denn für Wahlprogramme beschließen, basisdemokratisch? Doch nur solche, die dieser bestenfalls 8 bis 10 Millionen interessieren, die würden das dann vielleicht wählen, aber alle anderen 50 Millionen oder 53 Millionen Wähler, die wären doch gar nicht ansprechbar dafür. Das heißt, was hätte man da? Man hätte quasi eine Gesinnungs- Partei, die viele Mitglieder hat und sagt, wir sind stark, weil wir viele Mitglieder haben, aber die nach außen hin noch gar nicht die Interessen der anderen Wähler überhaupt vertreten kann. Denn wer sollte sie denn vertreten?

Gast

Richtig, weil die große Frage, die ich mir bei der Basis immer stelle oder gestellt habe, ist, Wo ist die Partei im politischen Spektrum zu verorten? Man unterscheidet eigentlich nur zwischen links und rechts. Die sogenannte Mitte, wo sie alle sein wollen, ist eigentlich eine leere Kategorie, weil entweder ich vertrete eine Politik, die konservativ ist, oder ich vertrete eine ökosozialistische Politik. Aber die Mitte gibt es in dem Sinne nicht mehr. Das ist aus meiner Sicht nur ein Trick. um die Leute einzuschläfern.

Uwe

Das hat die Frau Merkel mal erfunden. Das sieht Kai Stuth ja offensichtlich ganz anders.

Gast

So sieht das auch der Rainer Mausfeld. Den kennst du wahrscheinlich. Ein Professor, der sich sehr mit dem Thema beschäftigt. Man will seine Stimme auch denjenigen geben, die eine Chance haben, etwas zu verändern. Und wenn man das über die Mitglieder macht, entsteht aus meiner Sicht bei 150.000 Mitgliedern folgender Effekt. Die großen Parteien werden in Schlingern kommen. Die werden in chaotische Diskussionen enden, weil sie nämlich plötzlich merken, da kommt jemand um die Ecke, den sie gar nicht auf dem Zettel hatten. Plötzlich bricht deren Konstrukt zusammen, nämlich ihr mediales Konstrukt, die anderen fertig zu machen, indem man sie in bestimmte Ecken oder verleumdet und ähnliches. Und dadurch entsteht sozusagen ein Effekt der Kommunikation. Also auf der einen Seite der Negativkommunikation der großen Parteien. Wir werden dann sehen, wie nämlich große Parteien ihre Struktur verlieren. Und plötzlich Köpfe rollen in den Parteien, Vorwürfe gemacht werden. Also alles das, wo jemand mit zu tun hat, wenn er Misserfolg hat.

Uwe

Also ich finde einen ja schon ganz schwindelig von dem, was er erzählt. Also die AfD-Mitglieder haben gerade mal 30.000 Mitglieder, aber 32% nicht. Die Wahlzustimmung, sag ich jetzt mal, und jetzt haben sie doch gerade neulich erst einen Oberbürgermeister irgendwo gewonnen. Haben da jetzt die großen Parteien ihre Struktur verloren? Mussten da Köpfe rollen? Also in welcher Realität lebt der Herr Stuth eigentlich?

Gast

So schnell verliert zum Beispiel eine SPD ihre Strukturen nicht. Ihr sollte sich mal anschauen, was die SPD auf dem Feld des Unternehmertums alles macht. Die besitzt etliche Firmen, die besitzt ganz viele Zeitungen. Das heißt also, sie hat Vorfeldorganisationen. So einfach ist es nicht, die SPD da kaputt zu kriegen. Allerdings der Trend der großen Volkspartei geht natürlich klar Richtung Süden. Da stimme ich ihm zu. Und die anderen, die abgehängt worden sind, die Grünen und so weiter, für die ist das natürlich noch viel schlimmer. Das heißt also, auch die werden natürlich dann umschwenken müssen, weil in dem Moment entsteht sozusagen ein Schneeball-Effekt. Du kriegst es kommuniziert in den kleinen...

Uwe

Woher weiß er das alles? Also hat er jetzt soziopolitische Soziologie studiert? Hat er eine Glaskugel? Hat ihm das sein Guru Dada erzählt? Also woher kommt er zu solchen abenteuerlichen Prognosen?

Gast

Plötzlich kommt Corona, muss kommuniziert werden. Also wir können plötzlich die Fragen stellen. Wir können plötzlich Frieden fordern. Wir können plötzlich Dinge in den öffentlichen Raum bringen, der nicht mehr verschwiegen werden kann. Du kannst eine drittgrößte Partei nicht totschweigen. Fällt mir jetzt ein Beispiel ein. Ich habe mir gestern ein Video von dem Professor Dr. Sönnichsen angeschaut und er hat in einer Stunde das ganze Thema Corona sehr, sehr großartig mit allen Fakten basierend auf wirklich belastbaren Daten dargestellt und hat Aufklärung betrieben. Und Sönnichsen ist Mitglied der Partei der Basis in Bayern. Aber es interessiert auch keinen Menschen. Das heißt also... Da reicht eigentlich auch ein Mitglied, der die Aufklärung betreibt und trotzdem interessiert es keinen. Weil die Medien, die in der Hand bestimmter Kräfte sind, haben andere Ziele und unterdrücken halt diese Dinge.

Uwe

Ja, die Medien, die haben natürlich so einige Verflechtungen. Und immer mal wieder kommen ja Leute damit auf und versuchen diese Verflechtung eben darzustellen. Und zeigen dann eben, dass dort doch immer Verbindungen zu Atlantikbrücke und sonst nicht wohin sind und auch zu anderen Instituten sind. Da mag man sicherlich darüber streiten, wie man das jetzt bewerten soll. Aber eins ist auf jeden Fall gewiss, dass die Medien eben nicht unabhängig im engeren Sinne des Wortes sind. Und dass die dann, selbst wenn jetzt politische Veränderungen stattfinden, auch ihr eigenes Süppchen kochen. Ich glaube, davon sind wir doch mittlerweile weitestgehend überzeugt.

Gast

Das hören die Leute in der Basis auch manchmal nicht so gerne. Ich sage es trotzdem, weil es ganz, ganz wichtig ist. Es geht nicht unbedingt um das Konstrukt der Partei. Es geht hier um was viel, viel Wichtigeres, nämlich jeder Mensch hat in sich eine individuelle Kraft. die kaputt geredet wird, die durch unsere Gesellschaft auch kaputt gemacht wird systematisch. Und diese Kraft, wenn man die entdeckt und die sozusagen im Kollektiv entdeckt, ich glaube, dass das Kollektive plötzlich auch eine Kraft in den individuellen Menschen auslöst.

Uwe

Ja, und da muss ich ihm aber ganz streckt widersprechen. Also hier sehen wir, dass er ja spirituell argumentiert. Also Parteipolitik interessiert ihn gar nicht, obwohl er ja vorher noch Grund getan hat, wie wichtig es ist, in das System einzudringen. Aber in Wirklichkeit hält er von Parteien nichts, sondern er möchte jetzt das Spirituelle. Und da frage ich mich, was er auf seinen Wanderungen mit den Yoga-Mönchen dort über Spiritualität gelernt hat. Denn wenn er jetzt argumentiert, dass quasi diese tiefe Kraft im Menschen erweckt werden könne, durch äußere, durch kollektive Aktivitäten, quasi durch Propaganda, durch Beeinflussung. Wenn das so wäre, dann hätten die Weltreligionen und die spirituellen Traditionen schon längst alle Menschen davon überzeugt. Seit Jahrtausenden versuchen die das und es gelingt ihnen nicht. Das heißt, es ist nicht möglich, spirituelle Energie, die im Individuum, im Inneren eines Individuums ist, von außen zu aktivieren. Denn das ist genau die Definition von Individualität, dass es unabhängig von anderen ist. Das heißt, hier muss ich ganz ernsthaft zweifeln an dem Verständnis von Kai Stutz' Spiritualität und dem, was er sich darunter vorstellt. Also wenn er glaubt, dass es möglich sei, Menschen mit ihrem inneren Kraftzentrum zu verbinden, indem man sie von außen anstößt, dann hat er, das konstatiere ich ganz klipp und klar, null Ahnung wovon er redet. Und sollte das sein Yogameister ihm so beigebracht haben, dann sage ich mal, Gute Nacht Marie. Aber darauf will ich jetzt gar nicht weiter hinaus. Ich möchte nur sagen, was wir hier sehen, ist ganz klar ein nicht basisdemokratischer Ansatz. Nämlich von außen bringen wir die Leute, dass sie ihr Innenleben ändern. Ja genau das haben wir doch gerade. Wir machen den Leuten Angst und dann sollen die das und das machen. Wir versprechen ihnen irgendwelche Steuersubventionen und dann machen sie das und das. Und jetzt kommt also Herr Kai Stuth und will denen jetzt was anderes versprechen und dann machen sie das und das. Das heißt, er ist doch genauso ein Manipulator, der die Menschen in seine Richtung schieben will, die er für sich als vernünftig erdacht hat, ohne dass die Leute da gefragt werden.

Gast

Ja, so sehe ich das auch. Und er will die Menschen auf irgendeinen Weg mitnehmen, in irgendeine Richtung bewegen. Aber es ist unklar, wie der Weg aussieht und was es als Ziel gibt, weil die Basis hat noch nicht mal ein verabschiedetes Parteiprogramm nach drei Jahren. Das heißt also als potenzieller... Wähler oder als potenzielles Mitglied kann ich noch nicht mal mir ein verabschiedetes Parteiprogramm angucken und weiß gar nicht, wollen die jetzt einen liberalen Staat oder wollen die den Sozialismus, wollen die eine CO2-Steuer, wollen sie keine CO2-Steuer und so weiter. Also man weiß bis heute noch nicht mal, wo man die Basis zu verorten hat.

Uwe

Wir wissen, wo wir Kai Stuth zu verorten haben. Er denkt ja auch sozialistisch, im Sinne von, das Kollektiv bestimmt, was für die Einzelnen richtig ist. So wie es bestimmt er, dass es unheimlich wichtig ist, dass jeder mit seiner inneren Kraftquelle Kontakt aufnimmt und dann wird von außen das unternommen. So nach dem Motto, jetzt machen wir 24 Stunden rundum Beschallung. Früher hieß es, du musst dich impfen lassen und die Maske aufsetzen und dann kommt der Kai Stuth und erzählt, du musst jetzt meditieren. Also wo ist denn da der Unterschied? Das heißt, das ist natürlich überspitzt gesagt, aber es zeigt doch ganz eindeutig, dass es eine streng sozialistische Denkweise, die er dort hat, eine Denkweise, die im Grunde genommen den Marsch durch die Parteieninstitutionen nur vorschiebt und er gleichzeitig sagt, es kommt ja gar nicht auf die Parteien an, es kommt auf die Menschen an, aber die will er dann von oben herab nach seinen ideologischen Vorstellungen, möchte er die dann umprägen, transformieren. Und was ist, wenn einer gar nicht transformiert werden will?

Gast

Erreichen die 150.000 Menschen, um dieser Kraft sozusagen auszulösen? Ist die einmal in dieser Gesellschaft drin, dann ist es völlig egal, in welchem Konstrukt sie sich sozusagen wiederfindet. Sie ist immer vorhanden. Es ist sozusagen eine Dynamik, die Leute ansteckt und Leute zum Mitmachen auffordert.

Uwe

Das ist aber nicht das, was Spiritualität ist, dass man sich eher in einem Massengeist hingibt, weil viele Leute etwas gut finden, deswegen lässt man sich anstecken. Das ist ja eine extrem manipulative Denkweise, die vielleicht seiner Berufserfahrung geschuldet ist. die ja aus dem Marketing kommt, wo man Produkte auf solche Arten und Weisen verkauft. Aber hier geht es doch um Weltanschauung. Und ich glaube, da ist ein ganz ernstes Problem mit seiner Betrachtungsweise, nämlich, dass er gar nicht sieht, Dass er hier nicht mit Produkten arbeitet, sondern mit Menschen und dass Menschen einen individuellen Willen haben und dass die es eigentlich überhaupt nicht mögen, dass ihnen von oben irgendwelche Ideologien aufs Auge gedrückt werden, wo sie dann nur noch mitmachen sollen.

Gast

Ich glaube, wir werden sehen, die 150.000 werden die schwierigste Hürde sein, weil wir da natürlich auch sehr viel Gegenwind bekommen. Ab da wird das ein Selbstläufer. Ich bin mir ganz sicher, bis zu den Wahlen 2025, also 2024, 150.000 Menschen zusammenbekommen. 2025 werden wir die großen Parteien schon überholt haben. Da wird die Basis schon die größte Partei in Deutschland sein. Und das ist eigentlich so das Ziel. Wir gehen jetzt seit drei Jahren zu Millionen auf die Straße.

Uwe

Das stimmt ja so nicht. Ich hatte ja schon dargestellt, dass ich ja mit Eliathe da monatelang die Zahlen analysiert habe. Es sind vielleicht Millionen, wenn man sie über die Wochen und Monate addiert, so aber nicht an einzelnen Tagen. Das ist schlichtweg eine falsche Aussage.

Gast

... großen Städten demonstriert haben. Das ist eigentlich die größte Demonstrationswelle, die es in Deutschland jemals gab. Die hält bis heute an. Wir erzürnen uns, wir meckern uns.

Uwe

Die hält bis heute an. Also wo hält die denn an? Auf den letzten Demonstrationen hatten wir dann hier zum Beispiel in Karlsruhe wie viele? 500.000? 50.000? Ne, laut Veranstaltern 20.000, laut Beobachtern wie mir waren es noch deutlich weniger.

Gast

Aber gut, er meint das so. Aber wir kommen nicht konstruktiv auf Lösungen. Und die Lösung kann eigentlich nur sein, dass wir nämlich den Widerstand sozusagen einigen und mit diesem Widerstand einfach die Kraft des Souveräns einfach auch in diesem demokratischen Konstrukt zeigen.

Uwe

Das heißt also, hier erklärt der Klipp und klar, dass er ein Kritiker von Demonstrationen ist. Ja, weil dort ja keine Struktur drin ist, weil es ja außerparlamentarisch ist. Also wenn du vorhin sagtest, die Basis kommt ja eigentlich aus dem Widerstand heraus, so erklärt er ja im Grunde genommen, dass er von dieser Art von Widerstand gar nichts hält.

Gast

Das halte ich also auch wieder für ausgemachter Unsinn. Ich will es an einem Beispiel festmachen. Es gibt eine... Bundesinnenministerin, die heißt Faeser, und die lässt die Innenminister der Länder, die AfD, abhören. Und ob es jetzt der Politiker Brandner ist oder der Chrupalla oder wer immer, deren Telefon wird abgehört, die Faxe, die im Parlament rein und raus geht der AfD, werden mitgelesen und die ganzen Informationen landen dann beim politischen Gegner der AfD, nämlich der SPD. Zum Beispiel in Thüringen ist der Innenminister ein SPD-Mann, der auch noch Spitzenkandidat ist. Und der Höcke hat also dann letztendlich das Problem, dass er als Kandidat alles, was er sagt, im Vorfeld seiner gesamten Strategien beim politischen Gegner auf dem Schreibtisch liegen hat. Mit anderen Worten, Hier wird keine Macht begrenzt, im Gegenteil. Der politische Gegner nutzt seine Macht, um in dem Fall die AfD auszuspionieren. Und das ist eine große Partei. Das nennt sich dann auch Demokratie.

Uwe

Aber da sehen wir dann eben, dass auch hier der Kai Stuth offensichtlich von konkreten politischen Abläufen nicht so wirklich Ahnung hat.

Gast

Macht verlagert sich zu einem neuen Konstrukt, wo der Souverän sagt, wir sind uns einig und wollen was anderes.

Uwe

Ja, also hier muss ich noch mal kurz reinspringen. Also die Polizei wird gespalten. Ich hatte so, wenn ich mir die Corona-Demonstrationen aus 2020 und 2021 angucke, hatte ich nicht den Eindruck, dass die Polizei sich für irgendetwas dergleichen interessiert. Also ich möchte es mal anders sagen, der Polizist ist eigentlich ein geborener Diener, der möchte seinem Staat dienen, aber er möchte nicht selber denken, was er zu tun oder zu lassen hätte, sondern er möchte Befehle haben. Sage mir, was ich tun soll und dann tue ich das. Mein Auftrag ist zu schützen, zu bewahren und zu dienen. Aber mein Auftrag ist nicht, als Polizist selber zu denken, was richtig und was falsch ist. Also...

Gast

Es gibt im Bundesbeamtengesetz, ich war Bundesbeamter, eine Demonstrationspflicht. Das heißt also, er ist sogar per Grundgesetz beauftragt zu demonstrieren. Nur wehe, er tut es, dann ist er natürlich auf der Liste. Und als Beamter hat man immer das Problem, dass man nicht nur wie der Kommissar Fritsch oder so in den Knast gehen kann, sondern man kann auch seine Pensionsansprüche verlieren oder zurückgestuft werden. Das heißt also, jeder Polizist oder jeder Beamter wird es sich tausendmal überlegen, ob er sich mit

Uwe

Genau das meine ich. Also ich bin ja selber früher Zeitsoldat bei der Bundeswehr gewesen, bin auch nur für kurze Zeit. Und dort war ich natürlich auch mit diesem Pflichtenkatalog, soweit er Soldaten betrifft, betraut oder bekannt. Und natürlich hat man auch dort eine Pflicht, illegitime Befehle zu verweigern. Aber die Praxis ist doch, dass das so gut wie nie jemand macht. Das heißt, das ist doch eigentlich so ein Papierparagraf, der zwar irgendwo steht und der an den edlen Beamten appelliert, aber wer von tausend ist dieser edle Beamte, denn der, der es dann macht, der rennt daneben. in die Spießrute rein und wird von allen Seiten niedergeknüppelt. Das heißt, im Grunde genommen bleibt es dabei, auch wenn meine Aussage formal juristisch nicht korrekt ist, der Beamte reagiert auf seine Anweisungen, auf seine Vorschriften, aber er ist nicht derjenige, der ernsthaft bereit ist, die zu hinterfragen. Zumal er ja oftmals auch gar nicht die Kompetenz dazu hat. Also was soll denn zum Beispiel ein Polizist, der bei der Schutzpolizei ist und mit Ausrüstung auf der Straße rumrennt, ist der dazu qualifiziert, sich Gedanken über das Demonstrationsrecht zu machen? Welche Arten von Demonstrationen zulässig sind und welche nicht? Nein, das ist doch gar nicht seine Stellenbeschreibung. Hier denke ich, auch dort spintisierte der gute Kai Stuth einfach nur wild vor sich hin, ohne irgendein näheres Verständnis von solchen Berufsbildern zu haben. So, aber nun macht er doch den Bogen zur Partei.

Gast

Der große Unterschied bei der Basis ist, die Basis möchte ein demokratisches System, mehr vom Bürger, mehr Bürgerbeteiligung in jegliche Abstimmung, also direkte Demokratie, aber sogar hin bis Bürgerparlament. Die Basis möchte auch in diesem System arbeiten. einfach auch wichtige spirituelle Werte mit einbringen. Also es gibt ja die vier Säulen, Achtsamkeit, Machtbegrenzung, die einfach ein ganz wichtiges...

Uwe

Und wie hießen die anderen beiden doch gleich?

Gast

Freiheit und Schwarmintelligenz.

Uwe

Ja, aber das hat er ja nicht gesagt. Also ich habe mir die Stelle mehrfach angeguckt. Es gibt ja die vier Säulen bei der Basis, dann nennt er zwei und die anderen beiden, die konnte er gar nicht erinnern. Und das finde ich doch ganz interessant. Also er tritt jetzt als Kommunikator, als Spezialbeauftragter für die Partei auf. Im Abgesehen davon, dass er von Parteien eigentlich nicht wirklich was hält, außer wenn es unumgänglich notwendig ist, dann hat er sechs Wochen lang an Konzepten gearbeitet mit der Marketingabteilung und kann nach diesen sechs Wochen die vier Säulen nicht auswendig sagen. Das nenne ich mal ein Armutszeugnis mit Goldsternen. Oder hat er nur, ich sag mal, eine Erinnerungslücke gehabt in diesem Promo-Video?

Gast

Faktor, einfach auch in dieser Partei sind, also Spiritualität, das ist für mich ein ganz, ganz entscheidender Faktor, weil dadurch entsteht ein Gleichgewicht aus totaler Rationalität und Intuition. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, weil dadurch bringen wir nämlich auch empathische Werte mit da rein. Und dann kommen noch ein paar ganz wichtige Faktoren.

Uwe

Die Partei ist als Corona... Also, du kennst ja die vier Säulen. Wie hießen die nochmal? Namenintelligenz.

Gast

Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. Innerparteilich wurden sie als Keulen bezeichnet, weil den innerpolitischen Gegner hat man sie dann um die Ohren gehauen. Wenn er was anderes wollte, als man selbst wollte, dann ist es halt, du bist unachtsam oder du... Sammelt zu viel Macht.

Uwe

Aber welche von den vier Säulen ist denn jetzt so typisch spirituell? Also Machtbegrenzung ist für mich überhaupt nicht spirituell.

Gast

Nein, die Machtbegrenzung ist gut.

Uwe

Gut ist das zwar, aber es ist doch nicht das, was man unter spirituell versteht. Spirituell ist doch, wenn wir uns mit unserer inneren Kraft verbinden, werden wir zu Gott Verbindung aufnehmen, was auch immer. Aber das ist doch nicht, was die Machtbegrenzung ist. Freiheit ist doch auch ein politischer Begriff zunächst einmal. Was haben wir noch? Dann haben wir Achtsamkeit. Ja, Achtsamkeit gibt es. Da gibt es so bestimmte buddhistische Richtungen, die in den letzten Jahren... in den westlichen Ländern propagiert wurden, wo eben die Achtsamkeit, was ich so tue, mit meinem Körper und mit meiner Sprache und Gedanken und Gefühle von besonderer Bedeutung ist. So, und was war das vierte noch gleich? Freiheit, Achtsamkeit. Schwarmintelligenz. Schwarmintelligenz. Also Schwarmintelligenz ist ja nun ein soziologisches Phänomen, wie auch immer man es bewerten mag, aber mit Spiritualität hat das doch nichts zu tun. Das heißt, hier sehen wir, dass der gute Herr Kai Stuth offensichtlich völlig... Wenn er von den vier Prinzipien, von denen er nur zwei überhaupt auswendig sagen kann, wenn er die als Synonym für die Spiritualität der Basispartei zitiert, wo allenfalls bei genauerer Betrachtung vielleicht die Achtsamkeit da noch reinzählen könnte. Drei von vier sind nicht nach klassischer Definition irgendwie spirituell.

Gast

Wenn, dann hätte er schon auf Rudolf Steiner zurückgreifen müssen, weil in der Satzung oder auch in den Leitlinien steht was von sozialer Dreigliederung und von wir sind alle eine große Menschheitsfamilie und von Gemeinwohlwirtschaft. Das würde schon eher in diese Richtung passen. Tja. ... Kritikerpartei entstanden. Wir müssen diese Corona-Korruption auf den Tisch bringen. Wir wollen einfach auch so ein paar Grundregeln, die man nicht stürzen kann.

Uwe

Das heißt also... Grundregeln, die man nicht stürzen kann. Haben wir die nicht schon? Die heißen doch Grundgesetz. Und jetzt will er noch andere Grundregeln haben.

Gast

Wir wollen sogar so weit gehen, dass sich die Partei auflösen muss, wenn zum Beispiel Waffen in Krisenherde geschickt werden oder wenn das deutsche Militär irgendwo mit einmarschieren müsste oder wenn die Corona-Krise nicht aufgelöst werden. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, um den Leuten auch das Vertrauen zu geben, dass man für das steht, was man sagt. Und dass das nicht unterwandert werden kann und dass es erst langwierige Gerichtsprozesse, interne Gerichtsprozesse geben muss, um das wegzukriegen. Das haben, glaube ich, zum Beispiel die Grünen wahrscheinlich verkehrt gemacht, die ja ähnliche friedliche Absichten hatten und plötzlich in einer ... Kriegstreiberpartei gelandet sind. Und ich glaube, das ist das Spezielle an der Basis. Und da unterscheidet sich die Basis extrem von der AfD. Jetzt noch ein ganz wichtiger Punkt. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, die AfD sind diejenigen, die konservativ denken, die einfach auch so alles bewahren wollen und ja, nichts Neues, sondern alles wieder zurück zu dem, wie es mal gut war. Aus meiner Sicht ist die Basis eine Partei, die innovativ denkt, die einfach denkt, wir müssen lieber alles nochmal neu denken und alles überdenken und da, wo es Sinn macht, die Stellschrauben verändern.

Uwe

Das ist nicht konservativ, war auch so, dass Sie von Zeit zu Zeit eine Revision machen, Ihr Parteiprogramm überdenken und sagen, was hat sich bewährt, was hat sich nicht bewährt oder meint er damit was ganz anderes?

Gast

Ja, er will wohl da schon auf dieses Rechts-Links-Thema eingehen und er sagt, die Linken sind nun mal die Innovativen und die Rechten, das sind die Konservativen. Bissenweit ist dran, aber nur ein bisschen. Weil wenn die Basis innovativ wäre, hätte sie schon längst das Thema Basisdemokratie weiterentwickelt und hätte Lösungen gebracht. Weil für mich heißt innovativ sein, auch Lösungen zu bringen. Und die Basis hat noch auf keinem Feld irgendwo eine klare Lösung gebracht. Zum Thema, die Partei muss sich auflösen. Also in dem Fall ist mir der Herbert Wehner eingefallen. Der hat mal den Begriff gequirlte Scheiße verwendet. Ich würde mir nie erlauben, den jetzt hier zu verwenden. Aber wenn ich so was höre wie, wenn wir Waffen ins Ausland liefern, muss ich die Basis auflösen. Oder wenn im Falle des Artikel 5 NATO-Beistandspakt, also wenn wir dann wirklich in irgendeinen Krieg ziehen müssten, dann müsste sich die Basis auflösen. Das hat er alles gerade gesagt. Was soll der Unsinn? Das wäre sogar ein Grund, sich nicht aufzulösen als Friedenspartei, um dann dagegen zu halten. Sichtweise. Und da fühle ich mich zu Hause. Ich komme aus dem linken Milieu und habe mit konservativen Werten eigentlich nicht so viel zu tun. Ich glaube, es gibt auch ein paar Werte, die wichtig sind. Aber ich glaube, wir sollten das immer abwägen. Was ist sinnvoll? Wo ist Kultur wichtig, dass es einfach auch erhalten bleibt? Und wo ist es sinnvoll, vielleicht auch mit der Zeit zu gehen? Und ich glaube, da ist die Basis viel besser aufgestellt. Also erstmal ist es sehr, sehr einfach, das Ziel zu erreichen. Ich glaube, kurzes Rechnen, ca. 20% der Gesellschaft haben sich nicht impfen lassen. Ich würde jetzt mal sagen, 15 Millionen. Ein einziges Prozent der Leute, die sowieso schon skeptisch dieser Politik gegenüber sind, Kein einziger derjenigen, die sich impfen lassen haben oder die wir überzeugen müssen, sondern wir brauchen nur diejenigen zu überzeugen, die sowieso schon auf die Straße gehen, die sowieso schon kritisch sind. Der Weg ist natürlich über die wichtigen Influencer, die es gibt, die journalistischen Influencer, die dann teilnehmen.

Uwe

Er hat doch schon anderthalb Jahre lang für sein Projekt Werbung gemacht. Er hat mit seinen Kumpels geredet und die sagen, nee, Parteipolitik interessiert uns nicht. Aber dann hätten die ja doch zumindest bei seinem Projekt One Million in irgendeiner anderen Weise mitmachen können. Das heißt, wovon redet er? Wo soll denn der Erfolg herkommen?

Gast

Einen Aspekt hat er gar nicht angesprochen und er könnte da zum Beispiel mal den Herrn Gauland fragen, der davon gesprochen hat, dass die AfD eine ganz gärige Gruppe ist oder der Konrad Adam hat gesagt, wir haben uns jede Menge Beifang eingesammelt. Also im Klartext heißt das, Wenn ich eine Million Mitglieder oder auch nur 100.000 Mitglieder aufnehme, dann bin ich gut beraten, mir diese Mitglieder sehr genau anzuschauen. Das heißt also, ein Aufnahmeverfahren zu machen, die zu befragen, in welchen Parteien warst du vorher, hast du ein sauberes, sauberen Lebenslauf oder kommst du vielleicht gerade aus irgendwelchen Situationen heraus, die nicht so prickelnd sind. Also all diese Dinge sollte man, wenn man sich nicht zu viel Problemfälle an Land ziehen will, klären. Aber wenn ich 100.000 Mitglieder in wenigen Monaten aufnehmen will, dann muss ich jeden aufnehmen, der die Hand hebt. Und das bedeutet am Ende des Tages ganz viel Stress innerhalb der Partei. Und wer einmal Parteimitglied ist, den wird man kaum noch los. 50, 60, 100.000 Menschen binden, manche sogar 300.000 oder 500.000 Menschen.

Uwe

Ja, und dabei hat er aber auch nicht überlegt, wie groß die Doppelbuchungen sind. Also wie viele von denen, die jetzt auf einem 100.000-Zuschauer-Kanal sind, sind gleichzeitig aber noch bei zehn anderen Kanälen auch Abonnenten. Also ich zum Beispiel abonniere ungefähr 80 Kanäle auf verschiedenen sozialen Medien. Ich bin aber doch nur einer. Und wenn jetzt die 80 Kanäle ihre Abonnenten zusammenzählen, tauche ich aber auf einmal 80 mal auf. Also insofern, das ist doch eine Milchmädchenrechnung.

Gast

Mit denen bin ich im Gespräch. Da sind viele interessiert. Und das ist jetzt mal der erste Schritt.

Uwe

Mit denen ist er interessiert. Warum hat er das die letzten 100 Jahre nicht gemacht? Er ist doch ein so erfolgreicher Kommunikator. Wieso braucht er jetzt die Basispartei, um sein One Million Projekt durchzuziehen? Das hatte er doch schon vorher gehabt, bevor er mit der Basis Kontakt aufnahm. Also insofern ist doch die Basis... gar nicht primär seine Interesse gewesen, sondern primär war es ja sein One Million Projekt, was er alleine gemacht hat, wo er ja 10.000 Anmeldungen hatte. Und anderthalb Jahre lang macht er was und schafft was. Er weiß noch nicht mal, wie viele Leute dann von diesen 10.000 zur Basis gegangen sind. Das heißt, er weiß nichts über die 10.000. Warum hat er die ganzen großen Influencer nicht angesprochen?

Gast

Und wir sollten die Basis auch nicht als das sehen, als ein politisches Konstrukt, sondern es ist eine Bürgerbewegung. Nein, es ist eine politische Partei. Punkt. woraus sich politisch vielleicht auch dann etwas entwickeln kann. Muss aber nicht unbedingt, wenn sie nicht für das steht und für das, wo wir sie sozusagen ermächtigt haben. Das heißt also, unsere Kraft, die wir haben, als die 150 oder irgendwann mal die Millionen, das ist eine Einigkeit, die wir jederzeit auch neu sozusagen lenken können.

Uwe

Wer genau lenkt denn die eigentlich?

Gast

Und wer ermächtigt die Basis zu was? Also der hat wirklich keine Ahnung. Es gibt eine Satzung und die Partei kann sich auflösen, aber dazu brauche ich eine Dreiviertelmehrheit und einen Parteitag. Und wir können die Basis ermächtigen. Ich weiß gar nicht, was er damit meint. Wer ist wir? Die Summe aller Mitglieder, ja. Wenn die Leute erstmal die Kraft entdeckt haben, ist es völlig egal. Dann geht es um die Ziele und wir haben das erste Mal gezeigt, dass wir Spaltungen überwinden können. Deswegen sind die Journalisten natürlich ein ganz, ganz wichtiger Faktor. Wir müssen einfach da natürlich jetzt auch die Leute verbinden und einfach diese Chance nutzen.

Uwe

Wir müssen die Leute verbinden. Das ist daran basisdemokratisch. Die müssen sich doch selbst verbinden.

Gast

Wir haben natürlich auch intern ein Konzept entwickelt, wie jedes Parteimitglied einfach auch aktiv werden soll. Ich nenne das...

Uwe

Ein Parteimitglied soll aktiv werden, warum will es nicht aktiv werden?

Gast

Ja, interessant ist ja, man muss wissen, vielleicht weißt du es nicht, deswegen sage ich es jetzt hier, die Basis hat in den letzten Monaten ungefähr ein Drittel ihrer Mitglieder verloren. Das hat ja Gründe. Also normalerweise müsste man erst mal diese Gründe analysieren, bevor man jetzt neue Mitglieder akquiriert.

Uwe

Aber er hat ja erklärt, dass er ja ein Visionär ist und dass die Vision alleine, die muss kommuniziert werden und alles ergibt sich dann von ganz alleine daraus.

Gast

an Treffen, die wir einfach organisieren wollen. Und dann wollen wir das im Großen so machen, dass wir mit dem Doppeldecker-Bus nächstes Jahr, ich habe ja einen Doppeldecker-Bus mit DJ-Cancel und Fotoshooting, ein ganz, ganz tolles Fotoshooting entwickelt. Wir haben ein ganz, ganz tolles Konzept für One Million Voices, wo Menschen einen Song singen können. Und dieser Bus wird dann durch ganz Deutschland fahren, vielleicht auch Österreich und Schweiz. um dann zu den großen Treffen zu fahren, Kreisverbänden, Landesverbände, wo sich Leute treffen, mindestens 300 bis 600 Leute. Und wo wir dann einfach Podiumsdiskussionen machen wollen, die Filme zeigen wollen, wo man Leute aber auch kennenlernen kann und auch die Basis kennenlernen kann. Wir wollen das ganz anders machen als alle anderen Parteien. Und da möchte ich halt nächstes Jahr vier Monate richtig intensiv Kraft reinstecken. Und danach, bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, haben wir die 150.000 Leute zusammen.

Uwe

Ja, super.

Gast

Klar, wir können uns da drin sonnen, dass wir jedes Mal über die Leute lästern, die da oben uns gängeln und die uns in Ecken schieben, in die wir gar nicht reingehören und uns das Leben schwer machen. Oder wir können jetzt endlich aktiv werden. Und um aktiv zu werden, habe ich deswegen das auch so einfach aufgebaut, also 150.000 Leute zusammenzubringen. Das ist, glaube ich, wirklich möglich. Das ist nicht ein Hexenwerk. Wir können ja zum Beispiel, und das ist einfach auch so der Vorschlag, dass wir einfach diesen Versuch starten. Geht doch einfach mal zwei Jahre in diese Partei rein, guckt mal einfach, was passiert. Und wenn wir die 150.000 erreicht haben, ihr könnt ja jederzeit wieder austreten. Das heißt, gebt doch einfach uns mal diese Chance, dieses Ziel zu erreichen. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, etwas verändern zu können und womöglich tatsächlich über Frieden und Corona-Aufklärung reden zu können. Also warum nutzen wir das nicht? Ich meine, wir können immer dagegen reden, aber... Wir sollten auch mal ins Machen kommen und sonst drehen wir uns nämlich auch im Hamsterrad und werden irgendwann dann merken, dass wir ja in diesem Hamsterrad auch gefangen sind. Also ich glaube, dass auch eine Portion Spiritualität notwendig ist, diese Krise zu überwinden. Nämlich, dass wir uns selber erkennen, unsere Kraft in uns selber. Wir sind so viel stärker, als wir das einfach glauben. Ich bin da sehr optimistisch.

Uwe

Ja, soweit sein Optimismus. Also Spiritualität muss natürlich sein. Die 150.000 sind kein Problem. Vorhin hörten wir, die eine Million ist wahrscheinlich auch kein Problem. Wenn ab 150.000 ist ja der große Kipppunkt da. Also das hört sich alles sehr gut an. Es ist ja auch sehr einfach. Man muss nur loslegen. Man muss ihm glauben. Ja, es hört sich für mich an wie die Werbesprüche von manch anderen, die in dieser Protestbewegung schon gesagt haben, man müsste mir nur glauben. Und je größer das Ziel ist, desto faszinierter waren ja die Leute. Zum Beispiel, dass man mit einer Demo oder zwei in Berlin eine... Druck auf die Politik ausübt, oder dass man mit einer Billionen-Klage alle, selbst die WHO, in die Knie zwingt. Und je größer das Ziel war, desto größer war die Zustimmung, desto mehr waren die Leute begeistert. Und es scheint mir, dass bei der Basis, zumindest haben ja einige Leute dort geklatscht, da stellt sich für mich die Frage, ist die Basis Nur ein Verein, dem man jedes Märchen erzählen kann und man sagt, hurra, da mache ich mit? Oder ist das nur Zufall?

Gast

Also die Basis ist schon ein Verein, um in dieser Sprache zu bleiben, eine Partei ist ein Verein, der einen Traum hat. Soweit geht das in Ordnung, aber sie träumt nun wirklich und auch Kai Stuth zum Beispiel, wenn er sagt, er sei Marketingprofi, müsste mal den Markt ein bisschen analysieren, eine Wettbewerbsanalyse zu machen und dann müsste er überlegen, welche Wähler, welches Milieu, so heißt das von der Fachsprache, kann ich überhaupt ansprechen und wenn er dann auch noch beachtet, dass im Januar zwei neue Parteien gegründet werden, nämlich eine sozialistische von Bündnis Sahra Wagenknecht und eine liberal-konservative von einem Dr. Markus Krall, dann müsste er sich vor allem die Frage stellen, wie soll ich denn bei diesen neuen Wettbewerbern überhaupt dieses Ziel erreichen und mit welchen Argumenten und bis jetzt höre ich keine Argumente.

Uwe

Ja, also er lebt ja im Grunde genommen vom bloßen Wunschdenken. Das hat er ja von seiner Wahlrede schon erklärt, seiner Nominierungsrede, eben man muss nur eine Vision haben und der versuchen die umzusetzen und dann ergibt sich alles weitere nicht. alleine im sinne von dann reagiert man auf die entsprechenden umstände man muss nur die leute aktivieren von außen man muss noch methoden suchen wie sie aktiviert werden und dann machen die das so und schon hat man ja seine 27.000 mitglieder aktiviert da muss man nur mit dem bus rumfahren und noch zweimal zwei Monaten hat man dann 150.000 und dann ist ja der Kipppunkt da und dann geht es sowieso ja quasi wie mit dem Zauberstab von alleine. Und da stellt sich natürlich die Frage, ob dann jetzt, wenn jetzt nächste Woche eben Bundestagswahl wäre, Ja, und man würde jetzt zum Beispiel so ein Konzept, wie der Kai Stuth das jetzt vorlegt und sagt, okay, das könnte man jetzt nicht nur den Mitgliedern vorlegen, weil da kommt es ja nur darauf an, viele Mitglieder zu haben. Ich persönlich glaube, es kommt eher darauf an, viele Wähler zu haben. So, und würde man das jetzt dem Wahlvolk vorlegen, und dann müsste jetzt links irgendwo in der Spalte dann noch die Basis stehen, äh, Würde da überhaupt irgendjemand drauf reagieren?

Gast

Ja, also er würde bestimmt 0,0 Prozent bekommen und irgendwas hinter 0,0. Aber er würde nie in die Nähe der 5-Prozent-Hürde kommen, weil er beachtet eins nicht. In der Politik geht es um Interessen. Und die einen wollen einen sicheren Arbeitsplatz, die anderen wollen weniger Steuern zahlen, die Dritten wollen eine bessere Bildung, die Vierten wollen weniger Migration. Und diese Probleme, die muss er ansprechen und Lösungen vorstellen. Und alle anderen Parteien machen das. Die Glaubwürdigkeit ist da eine zweite Geschichte. Aber wie soll ich einer Basis vertrauen, dass sie meine Probleme löst, wenn sie gar nicht mir gegenüber die Kompetenz nachweist, dass sie ein Problemlöser ist?

Uwe

Also wir haben ja eine ähnliche Situation im Grunde genommen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht. Die hatte ja im Oktober oder wann es war, genau am 24. Oktober, da hieß es, 12% könnte sie vielleicht kriegen, wenn sie denn eine Partei gründet. Das ist natürlich ganz interessant. 12% ist ja schon eine ordentliche Größenordnung aus dem Stand. Aber wenn wir jetzt mal aktuell gucken, nämlich letzte Novemberwoche, da sieht das dann schon ganz anders aus. Da sehen wir hier unten, Bündnis Sahra Wagenknecht 6% und schon Ende Oktober waren es auch nur noch 7%. Das heißt, wo auch immer die Gründe liegen, warum das von 12% plötzlich auf 6% oder 7% runtergegangen ist, das zeigt doch, dass der Wählerwille durchaus eben konkret angesprochen werden wird. Insofern erschließt sich für mich dieser Grundansatz von Kai Stuhl, es käme ja nur darauf an, viele Mitglieder zu haben, überhaupt nicht.

Gast

So ist es. Auch die Sahra Wagenknecht hat sehr genau betont, dass sie nicht jeden aufnehmen will, sondern dass sie sehr vorsichtig ist und nicht schnell wachsen will. Die wollen sich also auch ihre Mitglieder genau anschauen. Aber was mir aufgefallen ist in den letzten Wochen, Wochen oder Monaten. Sahra Wagenknecht wird in den Medien gefördert und immer wieder präsentiert. Jetzt vor kurzem beim Jahresrückblick von Markus Lanz wurde sie einem Millionenpublikum vorgestellt und sie konnte ihre Parteigründung präsentieren. Welche andere von den vielen, vielen kleinen Parteien bekommt so eine Chance? Das heißt, die Leute, die die Medien machen, die müssen ein Interesse haben. diese Partei in den Bundestag zu bringen. Und eines der Interesse kann ja wohl sein, dass sie damit die AfD kleiner machen wollen und das vorhandene Parteienkartell, bestehend aus Schwarz, Rot, Gelb, Grün, die Parteien sind ja die sogenannten Altparteien, die das Kartell bilden, damit zu stärken. Also meines Erachtens könnte die Sahra Wagenknecht dazu beitragen, diejenigen zu stärken, die sie eigentlich bekämpfen will. Weil solange es eine Brandmauer zur AfD gibt, kommen keine anderen Koalitionen in Frage als irgendwelche Koalitionen zwischen Schwarz-Rot, Grün und Gelb.

Uwe

Ich persönlich halte von solchen Begriffen wie Brandmauer gar nichts. Ich halte das für etwas undemokratisch. Eine Partei, die demokratisch gewählt ist und im Bundestag ist, mit der nicht zu reden, mit der keine Koalition zu machen, die zu dämonisieren, halte ich für einen Ausdruck von extrem großem Maß an undemokratischen und unfreiheitlichen Begriffen. Gedanken gut. Aber nun gut, das ist die Realität heutzutage. Faktum ist, die Parteien müssen sich sehr wohl um die Wähler kümmern. Das ist bei Kai Stutt ja in keiner Weise der Fall. Der will sich ja nur um Mitglieder kümmern.

Gast

Ja, und das ist für mich auch keine Vision. Also eine Vision ist, wir haben es jetzt schon oft genug angesprochen, zum Beispiel, dass ich Basisdemokratie umsetzen will und Gesetze machen will, die mehr direkte Demokratie am Ende des Tages bringen. Aber eine Million Mitglieder ist für mich keine Vision, weil mit einer Million Mitglieder kann ich dann auch so etwas veranstalten wie der Josef Köppels, dass bei uns ein Mensch aus Mönchengladbach veranstaltet hat, als er die Leute gefragt hat, wollt ihr Butter oder Kanonen? Also die Passe ist für mich keine Vision. Es geht ja um Inhalte in der Politik.

Uwe

Ich denke, wir haben das doch jetzt in den zwei Videos, wo er seine Kernaussagen gemacht hat, hinreichend besprochen. Ich würde gerne von dir nochmal ein zusammenfassendes Statement hören, was du von diesem Projekt hältst, was du von Kai Stuth hältst und drittens, was du glaubst, ob die Basis sich ernsthaft darauf einlassen sollte oder ob du dazu eine andere Meinung hast.

Gast

Also ob die Basis sich darauf einlässt, kann ich nicht beurteilen, weil dazu bin ich jetzt nicht mehr intern vernetzt genug. Ich kann mir schon vorstellen, dass er den Versuch machen darf. Allerdings wird er Widerstände bekommen. Das war bei jedem Projekt, was in der Basis bis jetzt vorgestellt wurde, so dass es von vielen Leuten bekämpft wurde. Und zum Schluss ist es dann wieder in den Schubladen. in der Schublade gelandet. Markus Bönig kann davon Lied singen, um nur einen Namen zu nennen. Persönlich bin ich mit dem Kai Stuth zum ersten Mal in Kontakt gekommen, als er den Film können 100 Ärzte lügen, so heißt er glaube ich, veröffentlicht hat. Und das war für mich ein sehr, sehr guter Film und da hat er bei mir ein hohes Ansehen gewonnen. Und er war ja auch mal ein hochprofessioneller Fotograf und hat glaube ich auf Auf globaler Ebene hätte ich fast gesagt, also auf Weltebene gearbeitet. Aber was er im Moment vorhat, ist für mich Mist, um das mal salopp zu formulieren.

Uwe

Okay, gut. Ich denke, damit haben wir das soweit. Ich bedanke mich, dass du bereit warst, diesen langen Kommentarweg zu gehen. Aber ich glaube, wir haben es auch wirklich von allen Seiten rundherum besprochen. Im Grunde genommen kommen wir nicht anders dahin, als festzustellen, dass es einfach Blödsinn ist. Und es ist erstaunlich, dass... es überhaupt Leute gibt, die sich auf einen solchen Blödsinn einlassen, weil es völlig unsubstanziert ist, was er sagt. Es ist nur eine Parole, die er in den Raum stellt und alles andere ist völlig im Wagen. Gut, ich... Ich möchte mich noch mal bedanken, dass du da warst und verabschiede dich. Bis zum nächsten Mal, sage ich jetzt mal, Gerhard. Und dann mache ich hier noch die Abmoderation und mal gucken, was uns in dem neuen Jahr vielleicht noch für ein Thema bewerkstelligt. Also, ich sage schon mal Tschüss, Gerhard.

Gast

Vielen Dank für die Einladung und frohes Fest und guten Rutsch, falls uns nicht mehr... Hören bis dahin.

Uwe

Jawohl, Dankeschön. Ja, liebe Zuschauer, da geht er hin, der Gerhard. Es war doch wieder ganz amüsant mit uns beiden hier, das mal ein bisschen kritisch zu betrachten. Ich persönlich habe ja nichts gegen Kai Stuth. Ich habe ihn ja auch mal indirekt kennengelernt, nämlich bei meiner zweiten Rede, die ich mal gehalten habe. Das war am 2. Juli, Wochenende 2020 in Hamburg. So, da stand er mit seinem Bus dort. Dort war ich dann ein Redner. Es war ein chaotischer Sauhaufen, der dort die Organisation gemacht hat. Während ich redete, kümmerte sich keiner um die Kamera. Es rannten Leute in den Bus rein und raus. Der Ton war sauschlecht. Da habe ich zu mir gedacht, mein Gott, und das ist ein Starrfotograf. Gute Nacht, Marie. Naja, wie auch immer, das ist lange her. Damals hatte er natürlich auch seinen... seinen Dada mit dabei, der ja auch damals schon dabei war, als ich meine Rede gehalten habe, Anfang Juli 2020. Aber ich kam nicht in näheren Kontakt. Aber dieses Thema möchte ich ja, das hatte ich ja schon erwähnt, das werde ich nochmal vertiefen. und dazu ein eigenes Video machen, damit wir uns mal Gedanken darüber machen, was der Kai Stuth eigentlich auf seiner Wanderschaft mit den Mönchen für Geistesgut entwickelt hat. Wo kommt das eigentlich her? Wie viel davon ist eigentlich sein eigenes und wie viel ist eigentlich von den Mönchen? Das also beim nächsten Mal. Bis dahin. Schreiben Sie einfach mal in die Kommentare, was Sie von diesem Projekt One Million halten. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „dieBasis | Ziel 2025 = 1 Million 📈 Parteimitglieder | Neu-Vorstandsmitglied Kai Stuht weist den Weg“, Die Welt Klar Sehen, 18.12.2023.

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Uwe Loose und Gast Gerhard Nadolny, vormaliger Bundeswahlleiter von dieBasis, zerlegen das One-Million-Projekt des neu gewählten Medienbeauftragten Kai Stuht. Kernfrage: Lässt sich eine Partei allein über Mitgliederzahlen statt über Inhalte und Wähler aufbauen?

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