DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

Visionär🎭oder Größenwahn? | Wie Kai Stuht dieBasis für seine ungelösten Ego-Probleme benutzt08.01.2024

SPENDENABZOCKE

Abschrift

Abschrift des Videos vom 08.01.2024103 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Heute im neuen Jahr möchte ich mein drittes Video machen und zwar zum Thema Kai Stuht und die Basis. Ich hatte da ja schon vor Weihnachten ein Video gemacht mit meinem Gaste Gerhard Nadolny. Wie die Basis es mit Hilfe von Kai Stuht schaffen will, eine Million Mitglieder bis zur nächsten Bundestagswahl zu schaffen oder zumindest bis Ende des nächsten Jahres 150.000 und damit die größte Partei. oder die drittgrößte Partei Deutschlands zu werden. Danach hatte ich ja noch mal kurz untersucht, was der Kai Stuht in eigentlich so in seinem Kopf an Gedanken hat. Und da ergibt sich ja, dass doch ein nicht unbeträchtlicher Teil doch eine indische Prägung ist durch die Sekte Ananda Marga, also der Weg zur Glückseligkeit. Und das ist eigentlich eine Guru-Sekte, eine klassische indische Sekte, die Ja, aber eben auch politisch aktiv sein will und genau diesen Aktionismus verfolgt ja offensichtlich auch der Kai Stuht. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Ich möchte heute das Thema ein bisschen weiterführen, weil Kai Stuht am ersten Weihnachtstag ja sein Projekt umbenannt hat von One Million auf X Million. Und das möchte ich mit meinem Studiogast von damals, nämlich dem Gerhard Nadolny, mal diskutieren. Und da hole ich ihn direkt mal in den Streben rein. Hallo Gerhard, wie geht es dir?

Gast

Hallo Uwe. Ja, heute ist ja ein historischer Tag. Vor 500 Jahren gab es den letzten Bauernkrieg, der blutig endete. Und heute gibt es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ebenfalls einen Riesenaufstand. Und ich bin mal gespannt, ob der Wirkung zeigt.

Uwe

Ja, das ist natürlich ein anderes Thema. Das werde ich möglicherweise morgen, werde ich vielleicht selber Gast sein oder zumindest in den nächsten Tagen bei Elijah Tee. Und dann werden wir dort mal diskutieren, was unsere Meinung zu diesen Bauernaufständen, den neuen in Deutschland ist. Ich habe gerade hier von Besuchern, die in meinem Büro sind, erfahren, dass wir in Hamburg, hat man die Verkehrskameras ausgeschaltet. An den Stellen, wo die Traktoren sich bewegen, sodass der normale Verkehrskamera-Beobachter jetzt gar nicht mehr sehen kann, ob da überhaupt irgendetwas fährt oder wie viel. Gut, aber das ist ja heute nicht unser Thema. Sondern unser Thema ist eigentlich die Namensänderung, die Kai Stuht gemacht hat. Und zwar war das am ersten Weihnachtstag und da hatte er ein neues Video veröffentlicht. Und das heißt da eben X-Million Konzeptvorstellung. und ist dann seitdem 2200 aufrufe also jetzt für einen kanal der 109.000 abonnenten hat ist das eher ein bisschen wenig würde ich mal sagen aber nun gut er hat ja noch andere veröffentlichungs kanäle insofern kann man deshalb durchaus noch hinnehmen so und er hat in diesem video das geht jetzt doch ein weilchen über weit über eine stunde oder knapp eine Stunde und da hat er doch einiges Neues gemacht und bezieht sich aber im Grunde genommen auf dieses Konzept, was er auf einer eigenen Cloud dann zum Download angeboten hat, nämlich X-Million, oben drüber steht drauf, weiß nicht, ob man das lesen kann, Diskussionsunterlage, so und unten heißt es Kampagne für mehr Mitbestimmung. Dieses Konzept ist quasi eine Art PDF-Dokument von ungefähr 120 Seiten und Die wollen wir natürlich jetzt nicht im Detail besprechen, das wäre ja ein bisschen zu langatmig. Aber ich habe mir die Mühe gemacht, aus seinem Video, wo er X-Million vorstellt, die wichtigsten Passagen nach meiner Meinung mal rauszuschneiden. Und die würde ich gerne mit dir, Gerhard, zusammen besprechen und kommentieren. Bist du bereit? Gerne, schieß los! Ja, da fangen wir mal an.

Gast

Wenn wir etwas verändern wollen, dann sollten wir es einfach tun. Es reicht halt, und das wissen wir jetzt nach vier Jahren, es reicht nicht, auf die Straße zu gehen.

Uwe

Also hier wird ja bestätigt, was ich schon gemeinsam mit dir beim letzten Treffen besprochen hatte, dass er offensichtlich von Demonstrationen ja nicht so viel hält. Wenn er sagt, es ist nicht ausreichend, es reicht nicht aus. Wenn wir das tun wollen, dann müssen wir was tun. Wenn wir was wollen, dann müssen wir was tun. Ich erinnere mich... dass ich oftmals bei LRT gesessen habe und dann dafür scharf kritisiert wurde, dass ich gesagt habe, Demonstrationen müssen auch Ergebnisse bringen, sonst sind sie sinnlos. Und dafür wurde ich wirklich scharf angegriffen nach dem Motto, selber nicht zu Demos gehen und dann erklären, dass Demos sinnlos sind, das geht ja gar nicht. Wie denkst du darüber? Also jetzt nicht über meine Geisteshaltung, sondern über die Aussage von Kai Stuht.

Gast

Ja, zunächst mal möchte ich sagen, wenn er den Begriff wir benutzt, dann finde ich das jetzt nicht passend, weil jeder von uns muss was tun. Also sollte er sagen, ich muss was tun. Und er zeigt ja auch in seinem Video, dass dieses Projekt auf seinem in Anführungszeichen Mist gewachsen ist. Wobei grundsätzlich ist festzustellen, er spricht ja allerdings nicht als Privatperson Kai Stuht, sondern er ist dem Medienbeauftragte einer Partei die Basis, Und als solcher hat er ja auch die Funktion eines Pressesprechers, auch wenn die den nicht Pressesprecher nennen. Auf jeden Fall alles, was er hier nach außen kommuniziert, ist letztendlich eine Botschaft eines Bundesvorstandsmitgliedes an das Volk, an die potenziellen Wähler. Von daher gesehen muss man dieses X-Millionen-Projekt als sehr, sehr kritisch betrachten, weil ich habe mir mal Gedanken gemacht, wie ich das in einem Begriff zusammenfasse und ich denke, dieses Projekt ist gezeichnet durch hybride Inkompetenz und zwar deshalb hybrid, weil zum einen zeugt es von einer Selbstüberschätzung, weil auch in der Basis sagen die Mitglieder, das ist irrational, eine Million oder x Millionen Mitglieder zu gewinnen. Das ist das eine und zum anderen, wenn wir später mal tiefer jetzt einsteigen, dann stellen wir fest, er hat eklatante Fehler gemacht. Das heißt also, er beweist, dass er gar nicht die Satzung oder das Parteiengesetz kennt und sein Projekt ist, so wie es hier dargestellt hat, nicht umsetzbar und offensichtlich auch nicht mit dem Bundesvorstand der Basis abgestimmt. Sollte es abgestimmt sein, dann muss man dem Bundesvorstand den Vorwurf machen, dass er seinen Pressesprecher hier Dinge verkünden lässt, die einfach rechtswidrig sind. Und sollte es nicht abgestimmt sein, dann muss man dem Bundesvorstand auch Vorwürfe machen, dass er seinen Pressesprecher irgendwo auf Korsika sitzen hat und der haut dann Dinge raus, die absolut nicht okay sind.

Uwe

Das war ja aber schon mal ein gleicher Aufschlag mit Handgranaten-Selbstzündung, den du hier produziert hast, Gerhard. Das lässt ja noch einiges jetzt erwarten. Oder ist das Pulver schon verschossen? Na, wollen wir mal schauen. Also wir gucken einfach mal rein in das nächste Video-Zitat. Also hier steht drauf, sind Aufklärung der Corona-Krise und weltweiter Frieden ist nicht wert, dass sich alle Kritiker für dieses Projekt stark machen. Der Widerstand sich einigt. So, was liest er da jetzt vor?

Gast

... Systeme zum Kippen gebracht haben. Das haben wir in der DDR gesehen. Das haben wir aber auch in vielen anderen Zeiten gesehen. Also wenige können ein System sehr gut zum Kippen bringen. Und das liegt...

Uwe

Weniger können ein System sehr gut zum Kippen bringen. Auf der Straße hieß es mal, wir sind viele und es wurde das System nicht gekippt, geschweige denn irgendeine Regierungsänderung oder eine Maßnahmenänderung durchgeführt. Jetzt sagt er, die Geschichte hätte gezeigt, dass weniger ein System kippen können und er führt unter anderem jetzt eben die Befreiung der DDR an. Siehst du das auch so?

Gast

Gut, die DDR, die war eigentlich am Ende und brauchte nur noch einen ganz kleinen Impuls und diese Montagsdemonstrationen, ich glaube in Leipzig waren sie, waren der Impuls, aber da gab es ein System, was schon am Ende war und jetzt können wir natürlich philosophieren, ob das System, welches wir haben, also das Parteiensystem auch am Ende ist. Wenige, habe ich mal gegoogelt, es gibt also wissenschaftliche Untersuchungen, dreieinhalb Prozent einer Partei Grundgesamtheit können wirklich ein System zum Kippen bringen. Jetzt ist die Definition, was ist 100 Prozent? Sind das die 80 Millionen Bürger oder sind es die 60 Millionen Wahlberechtigte? Auf jeden Fall eine Million dürften nicht reichen, weil 3,5 Prozent sind wahrscheinlich ein paar mehr.

Uwe

Ja, vor allen Dingen diese Untersuchung mit den dreieinhalb Prozent, das ist ja von zwei Wissenschaftlern in Amerika gemacht worden. Ich habe mir das Paper mal angeguckt, hatte sogar mal vor gehabt, dazu ein Video zu machen. Es ist jetzt also nicht so, dass das irgendwie eine festgetackerte Zahl wäre. Das ist eine statistisch ermittelte Größenordnung, die sich aus wenigen Fällen, die man historisch nachweisen kann, ergeben hat. Es können aber auch mal 30 Prozent nötig sein oder im Einzelfall auch weniger. Das heißt, sogar die Beweisführung, wie sie zu den dreieinhalb Prozent kommen, ist aus meiner Sicht relativ dünn. Es hat sich aber vor ein, zwei Jahren, als dieses Thema in einigen Foren rundgetragen wurde, diese Zahl in den Gehirnen der Leute festgetackert, nach dem Motto, wir brauchen dreieinhalb Prozent und dann ist Der Umkehrpunkt erreicht. Das ist aber so nicht schematisch zu sehen. Das ist einzelfallabhängig. Gut, wie dem auch sei, der Punkt mit den DDR-Demonstrationen, da liegen mir noch andere Informationen vor. Das ist also sehr wohl beobachtet. eigentlich der Impuls von Gorbatschow ausging und dessen Impuls ging wiederum von George Bush aus. Also sprich vereinfacht gesagt, George Bush wollte, dass die DDR sich mit der BRD damals vereinigt und dann hatte Gorbatschow nichts anderes zu tun, als das auch umzusetzen. Die Montagsdemonstrationen waren natürlich auf ein marodes System getroffen, allerdings hätte es ohne die Stasi gar nicht funktioniert. Dazu gibt es sogar eine Zitataussage von dem damaligen Verfassungsschutzpräsidenten, der gesagt hat, sinngemäß jeder Vierte, der dort mitmarschierte, war Stasi-Agent. Sprich, ohne die Stasi hätte das gar nicht funktioniert. Worauf will ich hinaus? Nicht jetzt, was die historische Wahrheit ist, sondern dass Kai Stuht mir mit seinem Zitat an der Stelle ein bisschen klump daherkommt und einfach irgendwelche Plattitüden zitiert, aber nicht den Eindruck erweckt, als ob er überhaupt wüsste, wovon er wirklich redet. Gut, also insofern haben wir schon mal einen Punkt von Inkompetenz, wo du sagst, das ist hybride Inkompetenz. Schauen wir mal weiter an.

Gast

Auch daran, wie ich das vorhin gesagt habe, wenn etwas erfolgreich ist, dann sind auch viele Leute bereit, da mitzumachen.

Uwe

Ja, das ist ja genau der Clou. Wenn etwas erfolgreich ist, dann sind die Leute bereit, da mitzumachen. Das ist ein ganz bestimmtes wirtschaftliches Prinzip. Die meisten Leute sind nicht bereit, in die Projektentwicklung zu investieren. Das heißt, wenn man sagt, ich habe eine ganz tolle Idee und da musst du jetzt rein investieren und in fünf Jahren, wenn das Projekt oder Produkt vielleicht serienreif ist, dann kriegst du die Vorteile davon. Das macht der normale Bürger nicht. sondern der will das heutige Projekt haben, das heutige Produkt haben. Der will jetzt sofort, ist er bereit, sein Geld auszugeben, wenn es jetzt den Nutzen hat. Aber zu jetzt ist es ja noch gar nicht erfolgreich. Jetzt ist es ja erst in der Planung, jetzt ist es erst in der Vorbereitung. Und ich kann davon ein wahres Liedchen singen, denn ich habe mal vor einigen Jahren eine Genossenschaft gegründet, die war auch quasi so Mainstream gegnerisch gedacht. Nämlich damals gab es den Mainstream von großen Immobilienportalen. Und ich hatte das größte Forum in Deutschland für die Kommunikation von Immobilienfachleuten untereinander. Und da kam immer der Drang, insbesondere von den Maklern, die 70 Prozent der Teilnehmer ausmachten, können Sie nicht mal ein eigenes Portal aufbauen, ein eigenes Immobilienportal. Und dann haben wir das dann gemacht in Form einer Genossenschaft und dann stellte sich aber heraus, dass die Genossenschaftler selber das Prinzip Mitglieder werden Mitglieder, Das hat doch dazu geführt, dass nach zwei Jahren nicht ein einziges Mitglied auch nur ein einziges neues Genossenschaftsmitglied geworden hat. Und alle Leute, die wir angesprochen hatten, auch mit systematischen bundesweiten Mailings und persönlichen Gesprächen mit den Verbänden, haben gesagt, ja, ja, ist ja wunderbar, dass Sie... ein Portal auf Genossenschaftsbasis und Selbstkostenbasis machen wollen. Wenn Sie damit fertig sind und Sie uns sicherstellen können, dass Sie genauso viele Kundenanfragen kriegen können wie über Immonet und Immoscout und wie sie alle heißen, dann machen wir bei Ihnen mit. heißt, wenn sie fertig sind, dann machen wir mit. Aber am Anfang machen wir eben nicht mit. Und jetzt redet der Kai Stuht genauso, nämlich wenn es erfolgreich ist, dann machen sie mit. Ja, aber er muss doch erstmal die Voraussetzungen erfüllen, erfolgreich zu werden, oder?

Gast

Ja, wobei, wenn man sich jetzt die Basis anschaut, dann hat die einen Mitgliederschwund und in NRW sind zwischen 10 und 15 Stadtverbands- oder Kreisverbandsvorstände schon gescheitert. Das heißt also, die Mitglieder haben hingeschmissen. Also der Trend geht eigentlich in die andere Richtung, nämlich zu wenig Erfolg und nicht zu mehr Erfolg.

Uwe

Ja, dann wollen wir mal gucken, was er zu seinen weiteren Merkmalen noch zu melden hat.

Gast

Das sind jetzt mal so diese Alleinstellungsmerkmale der Basis.

Uwe

Die Alleinstellungsmerkmale der Basis sind also, da brauchen wir jetzt gar nicht gleich ins Detail reingehen, diese Alleinstellungsmerkmale sind natürlich eine vier Säulen, die Basisdemokratie und und und. Aber reicht ein Alleinstellungsmerkmal aus? Es muss doch auch ein Bedarf da sein.

Gast

Und auch der Grund, warum ich diese Partei halt ausgesucht habe,

Uwe

Ja, und das finde ich persönlich die interessante Sache.

Gast

Ja, dazu würde ich gerne was sagen. Also aus meiner Sicht reicht schon ein Alleinstellungsmerkmal aus, wenn die zeitreif ist. Die Grünen hatten das Alleinstellungsmerkmal Umweltschutz. Die AfD hat es am Anfang gehabt mit der Eurokrise und nachher haben sie zum Thema Flüchtlinge den Aufschwung gehabt. Aber die Basis hat ja gar kein Alleinstellungsmerkmal, weil direkte Demokratie steht, ich behaupte mal, in der zweiten Parteiverbung drin. Das steht auch jetzt bei der BSW, bei der Bündnis Sarah Wagenknecht im Manifest und auch bei der AfD und bei allen möglichen Parteien. Das heißt also, was wirklich allein übrig bleibt, sind diese vier Säulen, die wir beim letzten Mal besprochen haben. Wenn man sich das aber genau anschaut, dann ist das reines Marketing. Diese vier Säulen werden ins Schaufenster gestellt und wenn man aber sich mal hinter das Schaufenster begibt und sich auf die politische Bühne der Basis begibt, dann stellt man fest, Hauen, Stechen, Intrigen, Diffamierungen, da geht es also zu wie in jeder anderen Partei auch und teilweise schlimmer. Ein aktuelles Beispiel, wenn ich das sagen darf, Weil das fand ich jetzt ganz spannend. Vor einigen Wochen gab es im Dezember eine Aufstellungsversammlung in Nordmünster zur Europawahl. Und dann hat einer, was nicht unüblich ist, ein Rechtsanwalt aus Arnsberg die Angefochten vor dem Bundesschiedsgericht. Das Bundesschiedsgericht hat aber gesagt, ich gebe dem Vorstand grünes Licht, diese Liste einzureichen, weil das, was er da Das reicht wohl nicht aus. Die Liste wird nach Meinung des Präsidenten des Bundesschiedsgerichtes, dem Professor Martin Schwab, durchgehen. Gleichwohl hat der Bundesvorstand gestern beschlossen, am Sonntag eine zweite Aufstellungsversammlung zu machen, mit der Begründung, die Ansprüche des Bundesvorstandes an die Demokratie wären nicht erfüllt und deswegen müsste es einen eine neue Aufstellung geben. Und jetzt gibt es natürlich einen offenen Krieg zwischen den beiden Gruppen. Die eine Gruppe will natürlich die Spitzenkandidatin durchsetzen und die andere Gruppe will einen anderen Spitzenkandidat, der allgemein bekannt ist, das ist der David Sieber. Und der bezeichnet schon diejenigen, die eine andere Meinung haben als der Bundesvorstand, als Spalter, also als irgendwelche bösen Menschen. Da fällt mir nichts mehr anderes so ein, als das ist Parteipolitik vom Schlimmsten, hat mit den vier Säulen 0,0 zu tun. Aber das ist das, was gerade in der Basis aktuell stattfindet.

Uwe

Aber es fand doch schon immer statt. Ich meine, ich habe ja nur mittlerweile, ich weiß nicht was, 30 Videos zur Basis gemacht. Und bei vielen dieser Videos lagen mir ja Hintergrundinformationen vor, dass in dieser Partei, die eben so stolz auf ihre Achtsamkeit ist und die anderen drei Säulen und die Machtbegrenzung, Das war für mich wie in jedem anderen Verein und jeder anderen Partei auch. Kampf und Hauen und Stechen und Pöstchenjagerei und Diffamierung vom Feinsten. Alleine was ich nur in der letzten Woche gelesen habe, wer wen wie beschimpft, das gehört sich einfach nicht bei zivilisierten Menschen. So ist aber offensichtlich unter diesem Label, nach meiner Meinung, und ich mache jetzt seit zwei Jahren Videos zur Basis, Seit einem Jahr und ein halb ist das der Standard. Muss ich traurigerweise sagen, so sehr ich es begrüße, dass es alternative politische Konzepte gibt, aber ich sehe nicht, dass da überhaupt geeignete Menschen sind, die solche Konzepte realisieren könnten.

Gast

Man muss sich das wirklich mal vor Augen führen. Da begründet ein Bundesvorstand mit dem Begriff Unsere Ansprüche an die Demokratie wurden nicht erfüllt und deswegen reichen wir diese Liste nicht ein. Mit diesem Argument kann er eigentlich alles und jedes kaputt machen, weil wer definiert die Ansprüche des Bundesvorstandes? Das ist also keine Basisdemokratie mehr, das ist Vorstandsautokratie.

Uwe

Ja, diese Autokratie, deswegen hatte ich diesen Clip von dem Kai Stuht hier rausgenommen. Man sieht eben dieses autokratische, ich sag mal egoistische Verhalten. Deswegen habe ich die Partei ausgesucht. Also das muss man sich da mal vergegenwärtigen. Der ist kein Parteimitglied. Und dann hat er sein, ich sag mal, im weitesten Sinne doch gescheitert. Also ursprünglich kein Parteimitglied oder zumindest kein aktives. Und dann hat er sein gescheitertes One-Million-Projekt, was er seit Jahr und Tag vor sich hin dümpelt, hatten wir ja letztens besprochen. Und plötzlich kommt er auf den Gedanken, dass die Basispartei, das könnte das Richtige sein. Er hat sie ausgesucht, nicht die Partei hat ihn gebeten. Lieber Kai Stuht, bitte komm doch in unsere Partei und wir haben gesehen, dass du ein tolles Konzept hast. Geht das nicht irgendwie auf die Basis umzusetzen? Nein, sondern wir sehen, dass er im Grunde genommen immer noch im Kopf hat, ich möchte mein One Million, jetzt neuerdings X Million Konzept umsetzen. Und wie kann ich das tun? Das heißt, an der Stelle, schon mit der Aussage sieht man, dass Kai Stuht gar nicht ein Basista im engeren Sinne des Wortes ist. Den interessiert die Basisdemokratie gar nicht, sondern... Er sucht jemanden, mit dem er sein Projekt, das er immer noch nicht erfüllt hat, jetzt endlich mal umsetzen kann. Andersrum gesagt, er instrumentalisiert die Partei.

Gast

Du hast den Namen klar sehen und klar denken. Nein, klar denken heißt du, glaube ich, oder?

Uwe

Klar sehen. Eigentlich heißt die Welt klar sehen.

Gast

Die Welt klar sehen. Also du hast den richtigen Namen, du hast es begriffen. Er benutzt die Basis und die Basis merkt es noch nicht mal, weil sie wurde doch vor kurzem schon mal benutzt. Durch die Mitglieder eines Corona-Ausschusses, die haben ja auch nur politische Macht gesucht und eine politische Bühne und haben die Basis dafür benutzt. Und das Gleiche spiele ich jetzt allerdings auf einer etwas niedrigeren Ebene schon wieder festzustellen. Eine Partei, die die Spiritualität auch mit einbindet. Das ist auch ein ganz wichtiger Teil dieses Konzeptes. Das Konzept ist, dass man tatsächlich die Spiritualität, der einen wichtigen Platz gibt, um dieses Gleichgewicht zwischen rationalen und kreativen, spirituellen Denken und Handeln einfach ins Gleichgewicht bekommt.

Uwe

Ja, die Rationalität... Das spirituelle Denken ins Gleichgewicht zu bekommen. Also da muss ich sagen, und natürlich die Partei spirituell. Also das Spirituelle hatte ich ja neulich schon kritisiert. Da ist ja nichts Spirituelles, außer die Achtsamkeiten. Die ist, ich sag mal, Theravada-Buddhistische. Übernahme, okay, spricht ja nichts dagegen. Aber eine reine Spiritualität ist da in dem Sinne ja auch nicht drin. Wo auch man sagt, ja, wir haben ja die Dreigliederung von Rudolf Steiner. Ja, die Dreigliederung selbst ist ein politisch-soziales Konzept und ist in sich selbst erstmal nicht spirituell. Also insofern sehe ich diese Aussage da als gar nicht zutreffend an. Und jetzt kann man natürlich sagen, das Gleichgewicht. Und die Frage ist, was meint er eigentlich mit Gleichgewicht? Und ich glaube, er kommt da später nochmal zu und deswegen werde ich an der Stelle das noch nicht sagen, sondern nur sagen, sein Gleichgewichtsbegriff, der ist mangelhaft aus meiner Beurteilungssicht und ich werde nachher begründen, warum.

Gast

Ich glaube, deswegen ist es wahnsinnig wichtig, dass wir auch die Spiritualität im Auge behalten, aber gleichzeitig ins Handeln kommen. Und das ist übrigens auch das, was Motivationstrainer, die sagen immer, wieso...

Uwe

Ja, also, dass man nicht nur spirituell ist, sondern auch handelt, das greift ja jetzt als Ergänzung an, nicht nur demonstrieren, sondern auch handeln, wobei ja viele Demonstranten der Meinung sind, dass die Demonstration schon selbst ein Handeln ist, also nach dem Motto, wo denn jetzt bitte noch mehr handeln. Wir wissen, dass Kai Stuht eben meint, in der Politik findet das Handeln statt. Und jetzt will er also nicht nur spirituell sein, also nicht nur meditieren, sondern eben auch handeln. Ist das der richtige Weg?

Gast

Ja, Handeln ist auf jeden Fall der richtige Weg. Die Frage ist nur, wie setzt man das, was er vorhat, um? Also ich bin... Pragmatiker und ich kann mit Spiritualität in der Politik wenig anfangen und ich möchte mich eigentlich darauf reduzieren, das zu beurteilen, was er jetzt hier als Konzept vorgelegt hat und die Umsetzung. Ja, dann schauen wir mal, wie er es weiter macht. Aber es gibt natürlich auch die reale Welt und da gibt es Voraussetzungen, da gibt es Talente, all diese ganzen Geschichten. Und ja, ich glaube an das Visualisieren, aber man müsste den Menschen auch sagen, wie hart das ist, zum Beispiel auch so ein Konzept umzusetzen.

Uwe

Ja, also das ist ja nun absoluter Nonsens, was er sagt. Also er glaubt an das Visualisieren, aber dann gibt es aber auch Talente und dann ist es hart, eben die Konzepte umzusetzen. Sprich, das Visualisieren allein ist ja eine sehr weit verbreitete Technik im esoterischen Bereich, nach dem Motto positiv denken, Affirmationen machen. sich vorstellen, was man für Ziele erreichen möchte und und und. Da glaubt er dran, erzählt aber im selben Satz, dass das alleine ja nicht funktionieren kann, sondern dass man auch Talente haben muss, dass man auch arbeiten muss. Wenn der jetzt daran glaubt und das für spirituell hält, was ist denn nun wichtiger? Ist es nun das Wichtige, konkret was zu tun, konkrete Talente zu haben, konkret zu arbeiten, hart an seinem Konzept zu sein oder soll man eben auch an die Visualisierung glauben? Was ist deine Interpretation?

Gast

Also grundsätzlich weiß ich, dass visuelle Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist. Nicht umsonst arbeitet man in den Medien überwiegend mit Bildern, weil die prägen sich ein und die sprechen auch die Emotionen an, was man mit Worten nicht so erreicht. Man kann mit Visualisierung, ich sage jetzt mal, aus jedem zwei Sterne Hotel auch ein fünf Sterne Hotel machen, wenn man die entsprechenden Bilder produziert. Das ist zum einen. Zum anderen ist es aber so, dass wenn ich ein neues Produkt oder ein neues Projekt, wie in dem Fall sein x-Millionen-Projekt in den Markt bringen will, dass ich da im Wettbewerb stehe zu mehreren tausend Botschaften, die jeden Tag auf den Bürger einstrahlen. Ich glaube, es sind laut Forschung dreieinhalb bis viertausend Botschaften pro Tag. Das bedeutet, die Botschaft, die ich raussende, die muss sehr, sehr einprägsam sein, also ein Claim sein, wie mit dem zweiten sieht man besser, sich einprägt. Er muss x-fach wiederholt werden und vor allen Dingen, er muss kurz sein. Und was er jetzt hier kommuniziert, das ist über 100 Seiten lang und das kann ich keinem Menschen innerhalb von wenigen Minuten vermitteln. Also wenn er seine Botschaft gar nicht an den Mann bringen kann. Das ist meine Meinung. Und last but not least, das beste Marketingkonzept nichts, wenn ich kein Budget habe. Und wenn ich jetzt eine Million Mitglieder gewinnen will oder x Millionen, dann brauche ich im Hintergrund einige hunderttausend Euro Marketingbudget und die Basis ist aber im Moment gar nicht in der Lage, den Landesverbänden ihre Mitgliedsbeiträge zu überweisen, weil sie Angst hat vor der Strafe durch die Bundestagsverwaltung. Sie haben da ja eine schlechte Nein, eine schlechte, wie heißt das? Rechenschaftsbereich. Eine schlechte, fehlerhafte Bilanz abgegeben. Und ja, also die Landesverbände, zum Beispiel Baden-Württemberg, klagt darüber, dass sie noch nicht mal einen Kommunalwahlkampf vorbereiten können, geschweige denn Europawahlkampf. weil sie das Geld, was ihnen zusteht, aus der Bundeskasse noch nicht überwiesen bekommen haben. So viel zu dem Thema Umsetzung. Also es wird viele Gründe geben, ein paar hoffe ich jetzt genannt zu haben, dass dieses Projekt alleine an den knallhaften Fakten, die jeder Marketingprofi kennt, eigentlich scheitern wird.

Uwe

Ja, also wie ich jetzt gehört habe, wobei ich das jetzt nicht verifizieren kann, weil ich nicht die entsprechenden Dokumente dazu gesehen habe, bekommt Kai Stuht ja von der Basis ein gewisses Budget für seine vier- oder viereinhalbmonatige Bustour, die er machen will, um eben an hunderten von Standorten Mitglieder zu gewinnen. Und wie er ja im letzten Video erzählt hatte, dann sind ja die 150.000 Mitglieder erledigt am Ende des Jahres 2024, also sprich nach seiner Bustour. Und ich habe gehört, dass er 90.000 Euro dafür bekommen soll. Also wenn es jetzt viereinhalb Monate sind, dann reden wir also von 20.000 Euro pro Monat, die er dafür bekommt, dass er jetzt mit seinem Bus rumfährt. So macht er das ja nicht alleine und man könnte sagen, okay, er hat eben ja auch Betriebskosten, er hat seinen großen Drucker an Bord und er muss dies und jenes machen und er hat noch Mitarbeiter vielleicht. Ist jetzt 90.000 Euro für die Bezahlung eines Projektmanagers für eine Bustour ausreichend oder fällt das auch nach deiner Meinung in dem Bereich ist zu wenig, um Eindruck zu machen?

Gast

Das kann ich jetzt nicht abschließend beurteilen, aber ich denke, man wird mit so einer Bustour keine 10.000 Meter gewinnen, geschweige denn 100.000, aber das ist nur meine Meinung. Weil wenn es so einfach wäre, dann hätten das die großen Parteien schon längst umgesetzt, weil denen tun 90.000 Euro nicht weh. Also ich glaube nicht daran.

Uwe

Gut, wir werden das ja vielleicht noch weiter verfolgen, wenn es dann richtig losgeht mit der Tour. Jetzt schauen wir mal weiter, was er noch zu kommentieren hat oder zu sagen hat.

Gast

Auch alles, wenn man eine Veränderung will, bedeutet es mit einer starken Auseinandersetzung, mit viel Kraft, mit viel Energie, die man investieren muss, um diese Veränderung herbeizurufen.

Uwe

Gut, das hatten wir ja soweit besprochen. Also nur mit positiven Denken und Bildern alleine reicht es nicht. Man muss auch konkret hart arbeiten.

Gast

Wenn das Ganze tatsächlich funktioniert.

Uwe

Was wäre, wenn das Ganze funktioniert? Also das ist natürlich immer die große Motivationsschiene. Stellen Sie sich mal vor, Ihr Haus würde abbrennen und Sie hätten keine Brandversicherung. Gott sei Dank können Sie aber eine haben. Und hier kommt jetzt also die umgekehrte Formulierung. Stellen Sie sich mal vor, Sie könnten ohne Arbeit eine Million Euro verdienen und müssten nur jeden Tag drei Tasten drücken. Wäre das nicht toll? Und genau mit diesem Argument kommt er jetzt gut 150.000, eine Million Mitglieder. Keine Ahnung, wie wir da genau hinkommen, aber wir stellen uns mal vor, wenn es funktioniert, das wäre doch unterstützenswert, oder?

Gast

Also ich würde es nicht unterstützen, wenn ich der Bundesvorstand wäre, weil wenn er in einem Jahr 150.000 Mitglieder gewinnen will oder die Basis hat jetzt irgendwas mit 20.000 oder 25.000, wobei man da noch sehr genau hingucken muss, wer von den Mitgliedern überhaupt Beiträge zahlt und wer nicht, weil es gibt viele Mitglieder, die noch nie einen Beitrag gezahlt haben oder monatelang, da gibt es gar kein Mahnwesen und das sind ja eigentlich nur Karteileichen und keine Mitglieder. Also wie dem auch sei. Aber wenn ich jeden Monat 10.000 Mitglieder gewinnen will, dann muss ich fast jeden aufnehmen, der die Hand hebt. Und dann werde ich auch ganz viele Problemfälle aufnehmen. Und die können dann im Nachhinein am Ende des Tages die Partei unterwandern und so weiter und so fort. Deswegen überlegt sich jede neue Partei, Beispiel wieder Bündnis Sarah Wagenknecht, ganz genau, wen sie aufnimmt.

Uwe

Ja, das ist also nicht ganz so einfach.

Gast

Natürlich sind die Chancen, sag ich jetzt mal, aus meiner Sicht 50-50.

Uwe

Natürlich sind die Chancen aus meiner Sicht 50-50. Also erstens, was ist daran natürlich? Und zweitens, wieso ist es 50-50? Wie kommt er zu den 50-50? Warum sind es nicht 95 zu 5 oder 60 zu 40? Also das ist doch eine Zahl, die doch völlig ohne jeglichen Erläuterung in den Raum geschmissen wird.

Gast

Aber eine Chance, die 50-50, die so viel verändern könnte, die ein politisches System verändern könnte, das ist eine große Chance. Und dafür lohnt es sich, das einfach mal zu probieren.

Uwe

Also erst erfindet er jetzt aus dem freien Himmel, aus dem Nirwana, fällt ihm jetzt die 50-50 Chance hin und dann sagt er, aber 50-50 ist ja eine große Chance. Nein, 50-50 ist gerade die unterste Grenze, wo eine Chance überhaupt Sinn macht, sie zu verfolgen. Denn erst bei 51% oder 50,0001 bin ich ja auf der positiven Seite. Also 50-50 ist ja keine große Chance, denn wenn ich eine Münze werfe, kann es auch mal Kopf oder Zahl sein und in seltenen Fällen bleibt sie natürlich auch auf der Kante stehen. Und weil also 50-50 eine so große Chance ist, deswegen ist es doch wert, das zu unterstützen.

Gast

Ja, und den Begriff, ich will das politische System verändern, habe ich heute im Fernsehen von der Sarah Wagenknecht gehört. Die hatte nämlich eine Pressekonferenz. Aber die hat natürlich einen ganz anderen Backcount und eine ganz andere Reichweite. Und hier bin ich wieder bei meiner Selbstüberschätzung, dass jemand, der derzeit überwiegend sich auf Korsika befindet, der Meinung ist, er kann das politische System mit einem X-Millionen-Projekt verändern. Da fehlt mir der Glaube.

Uwe

Tut mir leid. Ja, mir fehlt eben das positive Denken. Du solltest zuerst daran glauben und dann kommt alles andere von alleine, außer die Arbeit, die man dann noch hat.

Gast

Für mich ist die Spiritualität deswegen so wichtig, weil dieser Akt, also sagen wir mal, wir schaffen diese 150.000 Menschen, dann sind das 150.000 Menschen, die ein individuelles Wachstum erlebt haben plus ein kollektives.

Uwe

Was ist denn das für eine gequirlte Scheiße? Also weil 150.000 Leute in eine Partei eintreten, haben sie deswegen irgendein spirituelles Wachstum erlangt als Individuen und hat das Kollektiv dadurch irgendein spirituelles Wachstum erlangt? Also was fantasiert der Mann da vor sich hin? Eine Partei eintritt, man kann jetzt auch zum Beispiel sagen, als Protestwähler, ich wähle die AfD, hat man deswegen jetzt ein rechtsradikales, spirituelles Wachstum gemacht? Nein, man hat einfach keinen Bock auf die anderen, deswegen wählt man die. Und manch einer sagt, ja, ich finde ja Basisdemokratie so toll, also wähle ich die Basis. Aber was hat denn das mit Spiritualität zu tun? Tun doch rein gar nichts.

Gast

Da darfst du mich nicht fragen, das kann ich dir nicht beantworten.

Uwe

Das war in dem Fall auch eine rhetorische Frage an Kai Stuht.

Gast

Entdecken plötzlich die Macht und sehen, was für eine Wirkung das hat, wenn man nämlich sich zusammentut und eine klare Strategie hat und auch eine klare Message hat.

Uwe

Das ist ja die allerneueste Erkenntnis von Kai Stuht, dass Menschen gemeinsam stärker sind. Man entdeckt die Macht, wenn man sich zusammentut. Seit wie vielen Jahren versuchen alternative Kräfte sich zusammenzutun? Und jetzt beim Spirituellen, da tun sie sich auf einmal zusammen. Also er hatte doch auf den ganzen Demos, wo er mit seinem Guru die Meditation gemacht hat, warum haben die Leute sich da nicht zusammengetan? Er hatte doch genügend Möglichkeiten, dieses Potenzial zu erwecken. Was ist aus den Leuten geworden? Sind die spirituell auf den Demos dann doch nicht so weit infiziert oder inspiriert worden, dass sie sich zusammentaten? Also dieser Satz ist nach meiner Meinung ein fürchterliches Wunschdenken, was ganz weit an der Realität vorbeiläuft.

Gast

Dass nur ein Prozent die ganze Welt manipulieren kann durch eine ständige Angst aus Krieg, Hunger und Ausbeutung. Dass wir das heute ändern können, indem wir nicht auf unser Egokopf hören, sondern auf unser Gefühl.

Uwe

Also wir müssen... Also, wir werden jetzt nochmal langsam interessant. Also wir hören nicht auf unseren Ego-Kopf, sondern auf unser Gefühl. Also das ist ja die klassische Lehre vieler spirituell oder sogenannt spirituell denkender Menschen, dass sie sagen, sei doch kein Ego-Kopf-Mensch. Also sei nicht so egoistisch und verlass dich nicht nur auf deinen Verstand. Zum Beispiel denke nicht... Mein Projekt One Million hat nicht funktioniert. Wer könnte mir helfen, dass es funktioniert? Gibt es da nicht irgendeine Partei, die ich mir aussuchen könnte? Das ist doch reines Ego-Kopfdenken. Aber das hat er doch gerade eben für unwünschenswert erklärt.

Gast

Wir müssen einfach da positiv denken. Wir haben Macht, bloß wir bündeln sie nicht und wir müssen diese Macht bündeln.

Uwe

Wir haben Macht und wir müssen sie bündeln. War nicht das basisdemokratische Prinzip andersrum, die Bündelung von Macht zu verhindern? So ist es.

Gast

keine Macht irgendwelchen Führungskräften, sondern das sind nur Dienstleister aus der Sicht der echten Basisdemokraten und der Schwarm, der soll die Macht haben. Aber das sieht Kai Stuth natürlich anders. Er will irgendwelche Influencer und irgendwelche Promis gewinnen, die dann sein Projekt bewerben. Das Problem ist nur, als Beispiel Europawahl, Ich hatte ein Gespräch mit einem Mitglied des Bundesvorstandes und habe ihn gefragt, ja, weshalb stellt ihr da eine unbekannte Spitzenkandidatin auf Platz 1 oder auch einen Kandidaten als Alternative? Weshalb sucht ihr nicht euch irgendeinen Promi, wer jetzt ein B-Promi ist oder in den eigenen Reihen gibt es auch gute Leute? Mir fällt zum Beispiel der Professor Sennissen ein. Antwort war, die haben wir natürlich gefragt, aber die wollen alle nicht. Und dann stellt sich die Frage, ja, warum wollen die nicht? Wahrscheinlich wollen sie nicht, weil sie keine Erfolgschancen sehen. Aber das ist jetzt meine Unterstellung.

Uwe

Ja gut, das ist natürlich spekulativ. Jeder hat seine Gründe. Aber die bloße Tatsache, dass eben Leute solche Risiken nicht eingehen wollen nach ihrer persönlichen Risikobeurteilung zeigt eben, dass es nicht ganz so einfach ist, mit dem wir sind viele und wir wollen eine Macht sein. Ich denke, hier bei der Kai-Stuht-Aussage ist wirklich ganz markant zu sehen, dass ja eigentlich in der Partei die Basis überhaupt gar nicht hingehört. Der hatte gar nicht verstanden, was Basisdemokratie ist. Ich hatte das ja schon in meinem Guru-Video schon befürchtet, weil die Guru-Lehre ist ja quasi die Herrschaft der Priester über die Welt. Und das ist ja nun auch nicht so basisdemokratisch, sondern man würde doch eher sagen, das ist totalitäres Denken. Und genau diese Art von reinem Machtdenken, wir müssen die Macht bündeln, das ist das, was Kai Stuht jetzt der Basis aufs Auge drücken will. Also normalerweise, wenn ich jetzt Basista wäre, würde ich mich bei meinem Vorstand beschweren und würde sagen, dieser Mann... Der versteht nicht, was Basisdemokratie ist. Der kann unmöglich für uns das Marketing machen, weil der genau das Gegenteil von dem vertritt, was Basisdemokratie eigentlich sein will.

Gast

Es gibt aber auch in der Basis andere Stimmen. Also eine habe ich gehört, die gesagt hat, ich könnte dir den Namen nennen, der kommt aus Solingen und war mal Bundestagskandidat. Endlich hat die Basis mal den starken Mann, den sie braucht. Also es gibt auch Leute, die ticken anders.

Uwe

Ja, der starke Mann, den sie braucht, natürlich, das ist klar. Wie er dann sich gegen das basisdemokratische Konsensieren behaupten will, ist dann eine andere Frage.

Gast

Worum geht es hier in diesem Konzept? So, das große Ziel scheint unerreichbar. Wir machen trotzdem den ersten Schritt.

Uwe

Das finde ich persönlich lobenswert. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Das sieht der ja auch. Eine 50-50-Chance ist ja schon ganz toll. Das ist ja eine große Chance. Ich würde sagen, es ist eine 50-50-Chance. Geld weg oder nicht. Genau das ist es.

Gast

Wir dürfen unseren Kopf nicht dominant über unser Gefühl entscheiden lassen. Ich habe das Gefühl gehabt, ich...

Uwe

Wir dürfen unseren Kopf nicht dominant über unser Gefühl entscheiden lassen. Also, das heißt doch nichts anderes, als das Gefühl soll über den entscheiden. Man soll ja nicht so egoköpfig sein. Und die Frage ist jetzt, was er mit Gefühl meint. Und ich interpretiere das mal so. Er meint eigentlich das, was er an anderen Stellen als Intuition bezeichnet. Er meint jetzt nicht das Gefühl, ich mag etwas oder ich mag etwas nicht. Und dass von innen heraus irgendwie so eine Ahnung kommt, das ist richtig, das ist falsch, da ist der richtige Weg. So, das meint er mit Gefühl. Die Frage ist nur, wie zuverlässig ist dieses Gefühl? Denn wenn ich nicht genau weiß, wo es herkommt, ich muss es doch erstmal interpretieren. Und diese Interpretation mache ich eigentlich womit? Mit dem Verstand. Denn wenn ich das nicht mache, habe ich doch nur ein emotionales Rauschen im Bewusstsein. Das kann ja nicht funktionieren. Das heißt also, dieses Gefühl muss ja in Worte gefasst werden. Und die Worte, die man dazu verwendet, sind die, die aus dem Ego-Verstand herauskommen. Und da sehe ich doch einen ganz erheblichen erkenntnistheoretischen Defizit bei Kai Stuht. Oder andersrum gesagt, ich glaube, der weiß nicht, wovon er redet.

Gast

Ich muss dieses Konzept einfach nochmal in die Welt bringen. Mein Gefühl sagt mir, ich muss das einfach nochmal probieren.

Uwe

Kai Stuht, der gerade erzählt hat. auch vorher in dem ganzen Video, wovon hier nur der Ausschnitt ist, wie wichtig die Intuition ist und dass man sich von seinem Ego-Kopfverstand lösen soll. Er erzählt jetzt an dieser Stelle, dass er ein zwanghafter Mensch ist, dass er einem Drang unterliegt, nämlich er muss das nochmal probieren, etwas machen zu müssen. um dann endlich für sich die Bestätigung zu haben, dass es funktioniert oder sich das absolute Scheitern einzugestehen, dass es doch nicht funktioniert. Das ist das, was ihn antreibt. Das steht jetzt nicht oder hat nicht gesagt, ich mache das deswegen, weil mir es so wichtig ist, dass nicht ein Prozent der Menschen die Welt regieren, sondern dass die Basisdemokratie endlich mal siegreich ist. Nein, er redet von sich, er redet wie ein Egomane, wie ein verkopfter Egomane, der in seinem Ego lebt und sagt, ich, ich, ich. Ich habe mein Projekt X Million oder damals One Million nicht durchgeführt. Das ist für mich unbefriedigend und deswegen kann ich damit nicht so richtig leben, denn ich bin ja ein Machertyp, ich bin ja erfolgsgewohnt, ich habe mein Geschäft schon mehrfach wieder neu aufgebaut und war immer wieder erfolgreich. Und gerade bei diesem, da soll es da nicht klappen, das kann doch gar nicht sein. Und das ist genau die Denkweise, wie Leute, die ein von sich selbst zu hohes Selbstwertgefühl haben und dann ihren Willen durchsetzen wollen, weil sie mit dem Scheitern nicht klarkommen. Das heißt, was ich hier interpretiere als Hobby- und Laienpsychologe, und das sage ich ganz klipp und klar, Dieser Herr Kai Stuht, der handelt nicht aus seiner Inspiration und Intuition, sondern der handelt aus einer verletzten Eitelkeit. Der handelt aus einem verletzten Stolz. Er möchte sein Projekt zum Erfolg bringen und braucht dafür irgendjemanden, der ihm dabei hilft. Aber er hat in keiner Weise die Basis als Partei in seinem Interesse, er hat in keiner Weise die Besserung der Welt im Interesse, er hat einzig und alleine seine egomanische Interesse, ich will dieses Projekt doch noch zum Erfolg führen, ich muss es noch mal probieren und erst dann, wenn ich es probiert habe mit 90.000 Euro von der Basis und dem ganzen personellen Unterstützung und es dann scheitert, ja dann kann ich mich zurücklegen und sagen, ich habe ja alles probiert, habe alles mögliche bewegt, aber die Welt wollte ja nicht. Das heißt, wir reden hier von einem Ego-Trop auf höchstem Level und das ist mit Sicherheit nicht das, was für die Basis entspricht.

Gast

Kennst du die Maslow'sche Bedürfnispyramide?

Uwe

Ja, kenne ich.

Gast

die man uns im Vertrieb ja auf vielen Seminaren beigebracht hat. Und das erinnert mich jetzt an diese Pyramide, weil er will sich wohl selbst verwirklichen und benutzt dafür halt dieses Projekt. Also es geht nicht um die Basis, bin ich bei dir, um seine Interessen, um seine Selbstverwirklichung.

Uwe

Ja, deswegen habe ich ja oben auch die Titelung gemacht, wie Kai Stuht die Basis für sich nutzt. Also, dass man sie gemeinsam nutzt, in Kooperation, nach dem Motto, er hat die tolle Idee und die Basis liefert personelle und finanzielle Ressourcen, finde ich ja alles völlig legitim. Aber es wird eben in diesem neuen Video, wo er das X-Million-Projekt ausführlich bespricht, Ganz deutlich klar für mich, dass er eigentlich ein Egomane ist, der eben gerade ein Defizit in seiner spirituellen Entwicklung hat, obwohl er mit seinem Guru rumgerannt ist, obwohl er in Indien war. Obwohl er das alles weiß, ist das Ergebnis, dass er nicht ein bescheidener, ruhiger Mensch geworden ist, der zielstrebig seine Ziele verfolgt, sondern er hat einen Knackpunkt in sich, er ist immer noch Egomane, Und hat jetzt aber ein aufgeblasenes Ego, das er alleine nicht bewerkstelligen kann und dafür sollen ihm andere helfen. Wie soll jemand mit dieser Geisteshaltung tatsächlich ein Vorbild sein für eine basisdemokratische Partei? Das ist mir ein absolutes Rätsel.

Gast

mag ungern Dinge in die Welt setzen, die dann nicht auch nochmal durchgekämpft werden.

Uwe

Genau, das ist der Punkt. Er mag das nicht, Dinge zu machen, also Projekte, die dann nicht durchgekämpft werden, die nicht realisiert werden. Verletzter Stolz, verletzte Eitelkeit. Ich, Kai Stuht, ich kann doch Projekte machen. Ich kann doch Dinge zum Ende bringen. Das muss doch hier jetzt auch irgendwie gelingen.

Gast

nämlich Erfolg und Misserfolg. Wir hatten jetzt hiermit eigentlich keinen Misserfolg, aber wir haben das Ziel noch nicht erreicht.

Uwe

Genau, wir haben das Ziel noch nicht erreicht. Das hat er seit drei Jahren versucht, das Ziel zu erreichen. Und es ist ihm drei Jahre lang nicht gelungen. Es ist kein Misserfolg, mein Ziel nicht erreicht. Logisch, aber man kann ja immer wieder einen neuen Anlauf nehmen.

Gast

Ja, aber wenn ich als Projektmanager in ein Unternehmen oder in einen Verein gehe und was verändern will, dann muss ich mich doch vorher mal mit den Gegebenheiten auseinandersetzen. Ich muss auch viele Interviews führen. Ich muss eine Aufnahme machen. Das hat er ja alles nicht getan. Sein Konzept beweist ja, dass er gar nicht tief... in diese Partei eingestiegen ist oder ins Parteiengesetz oder in die Satzung. Das heißt, er schwebt da mit seinem Projekt irgendwo im luftleeren Raum über der Partei. Ihm fehlt also die Erde aus meiner Sicht.

Uwe

Ja, das würde ich auch so sehen und das bestätigt er, glaube ich, jetzt auch noch mit den letzten Sätzen, die wir uns mal langsam anhören.

Gast

Und wir werden natürlich auch der Meditation und der Spiritualität auf diesen Events Platz geben. Es wird wahrscheinlich eine Yoga-Session geben, es wird wahrscheinlich eine Meditations-Session geben. Und hat dieses Konzept und die Arbeit an diesem Konzept im Moment eigentlich eher nur Nachteile? Es kostet und bindet natürlich unheimlich viel Energie. Und trotzdem glaube ich, ist es wahnsinnig wichtig, dass wir es einfach tun.

Uwe

Ja, also wir sehen im Grunde genommen, also ich wage jetzt gleich mal eine Prognose. mit dem Projekt eigentlich schon abgeschlossen. Er hat eigentlich 1 Million schon begraben gehabt und dann hat es ihn aber innerlich gewurmt, dass es ein unabgeschlossenes Projekt war. Dann hat er sich die Basis ausgesucht, hat die bequatscht, dass die das auch mitmachen. Aber dann stellt er fest, und das weiß er von Anfang an, es ist unheimlich viel Arbeit. Und wenn jemand so argumentiert, bei einem Projekt, was er jetzt erst anfängt, Und er schildert ja noch in seinem Video, welche Risiken er eingeht, wenn er sich auf die öffentliche Bühne stellt und wie er dann vielleicht geframed wird und vom Mainstream verfolgt wird und, und, und. Das heißt, er sieht so viele Nachteile und bewertet sie auch als Nachteile. Quasi nur notgedrungen nach dem Motto, ich habe mich ja selbst verpflichtet, deswegen muss ich es ja machen. Aber die Unternote, die B-Note in seiner Psyche, das sage ich jetzt als Hobby-Psychologe, die ist ganz eindeutig negativ. Das heißt, ich prognostiziere, Kai Stuht möchte scheitern. Er hat in Wirklichkeit gar keine Lust darauf, aber er empfiehlt die Selbsterkenntnis der Mut, sich das einzugestehen. Und deswegen macht er jetzt so eine Alibi-Funktion, anstatt die Sache jetzt ein für alle Mal zu begraben. sucht er sich einen Partner, den er bequatschen konnte, die Basis, wird jetzt fürchterlich rumstrampeln und dann scheitert er. Und er wird ja vorhersehbar scheitern, weil das Konzept ja auf nichts beruht, außer auf Luftblasen. Und dann kann er sagen, konnte ich ja nichts ändern. Doch, er konnte es ändern. Er ist wie jemand, der gute Vorsätze hat und sagt, ich müsste ja eigentlich mehr Sport machen und gleichzeitig noch einen Burger reinschiebt. Das heißt, er zeigt schon an seinem Verhalten, an seiner Sprache, dass er auf einer negativen Spirale sich befindet, aber in seinem Tagesbewusstsein, in seinem Ego ist das noch nicht angekommen. Daher meine Prognose, und dafür wette ich einen Euro. Dieses Projekt wird scheitern und Kai Stuht wird dann sagen, ich habe es ja probiert, alles gemacht, mich trifft keine Schuld. Aber in Wirklichkeit hat er es selber in die Grütze geritten, weil er in Wirklichkeit nicht dran glaubt. Ihm ist der Aufwand, der wird von ihm negativ bewertet und statt zu sagen, wenn er jetzt eine positive, innere Motivation hätte. Ich freue mich auf die Herausforderung. Ich freue mich darauf, 24 Stunden am Tag für die gute Sache zu kämpfen. Und das wird mir Kraft geben und ich bin sicher, das wird andere Leute motivieren. So redet er nicht. Es könnten Probleme auftreten und ich könnte verfolgt werden und meine Sicherheit, dann ist es auch noch, kostet auch noch viel Zeit. Was wollen Sie denn mit jemandem ein Projekt anfangen, der schon als Gründer, als Initiator so redet?

Gast

Ja, also ich würde keine 50 Cent dagegen halten. Nur wenn ich jetzt das vom Ende her betrachtet, dann schadet eher damit praktisch der Basis, weil wenn dieses Projekt scheitert, nachdem schon ein anderes Projekt gescheitert ist, dann kann man die Basis, die ja mal angetreten ist, um was zu bewirken, ja, dann kann man die ja wirklich als politische Kraft gänzlich in die Tonne kloppen.

Uwe

Ja, da muss man sagen, dann hat die Basis jetzt als Kollektiv versagt, weil sie nicht dazu in der Lage war, sich Führungskräfte oder Repräsentanten heranzuziehen, die wirklich den theoretischen Idealen vertreten. gemäß gehandelt haben, sondern sie hat immer nur Egomanen und Machtpolitiker gefunden und Geldgeier, die versucht haben, die Basis zu melken. Und wenn eine Gruppierung eben diese Selbstbereinigungsprozesse nicht durchführen kann, ja gut, dann stellt sich natürlich welthistorisch die Frage, wozu nützt sie dann? Dann ist es eben ein Seitenexperiment der politischen Evolution, was dann wie viele andere Parteien im Nirwana verschwindet. Und nach fünf Jahren kann sich kein Mensch mehr an den Namen erinnern.

Gast

Im Moment eigentlich eher nur Nachteile. Es kostet und bindet natürlich unheimlich viel Energie. Und trotzdem glaube ich, ist es wahnsinnig wichtig, dass wir es einfach tun. Danach kommt etwas anderes, das kann ich auch schon mal jetzt sagen.

Uwe

Danach kommt etwas anderes, das kann ich jetzt auch schon mal sagen. Wen redet er? Ich denke, er ist der Pressesprecher der Partei. Und jetzt redet er von seinem Projekt. Das heißt, wir sehen hier, er hat einen Plan. Und dieser Plan beinhaltet noch eine Stufe 2, die nach dem X-Million-Projekt durchgeführt werden soll. Da kann er zwar was zu sagen, aber in dem Video, wo er das... sagen könnte, sagt er nichts. Das heißt, die Frage ist doch, wie man sich jetzt stellen kann, was bitte ist denn das, was danach kommt? Und inwieweit ist das jetzt mit der Basis und den Basismitgliedern abgestimmt? Hier sieht man doch schon wieder einmal, dass er sich überhaupt nicht um die Parteiregularien kümmert, sondern sein eigenes Ding durchziehen will. Richtig.

Gast

Und als Pressesprecher oder Medienbeauftragter im Bundesvorstand ist er im falschen Film. Also da gehört er nach dem, was ich jetzt mit dir so gemeinsam herausgefunden habe, nicht hin. Also für mich hat dieses Konzept mehr Risiken als alles andere. Und trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass die Arbeit sich lohnen wird und dass ich es einfach machen muss.

Uwe

Ich muss es machen, sagt der Mann, der sich in ganz im Dunkeln und in Schwarz inszeniert und nur sein Kopf rauskommt. Dabei wollte er doch gar nicht so verkopft sein, so egokopfmäßig. Das Licht im Dunkeln, das Gesicht im Dunkeln, was das Licht bringt, wollte er doch eigentlich nicht. Nun tut er es trotzdem und wieder sagt er, er muss es machen. Also wie kann jemand, der so zwanghaft ist, in seiner Motivation ist, wie kann der irgendetwas von Spiritualität erzählen? Er ist doch gar nicht frei, er ist doch gebunden, er ist doch ein Sklave seiner eigenen, unerledigten persönlichen Probleme.

Gast

Wie gesagt, es ist nicht meine Kompetenz, in der Psyche eines Menschen jetzt herumzustöbern,

Uwe

Ich nehme das mal für mich als Bausteller an und möchte da noch mal was ganz anderes sagen, bevor wir dann in die rein juristischen Themen reingucken. Also er hatte ja erwähnt, dass es ihm doch auf die Harmonie zwischen der Intuition und dem Tagesverstand, also dem spirituellen und dem materiellen ankommt. Und die Frage ist mal, was die Harmonie ist. Und wie erwähnt in seinem Text und auch in anderen Videos, was von Yin-Yang-Symbol und mittlerer Weg, wobei der mittlere Weg ist ja eine buddhistische Analogie oder eine buddhistische Lehre und Yin-Yang ist eine chinesische Lehre, die gab es zwar auch in Europa. Und da haben wir dieses berühmte Symbol, diese Fische, die gegeneinander liegen. Und weiß ist eben das Yang, das Positive. Schwarz ist das Yin, das Negative. Und dieses Prinzip ist was ganz Dynamisches. Dynamisch im Sinne von, ein Prinzip wächst und wächst und wächst, bis es zu einem Maximum kommt. Und dann ist das andere Prinzip komplett vernichtet. So erscheint es. Und durch diese Pünktchen, die dort sind, wird dargestellt, dass das eben nur ein Schein ist. Und dann auf einmal ändert es sich wieder. Es ist so, wie wenn zum Beispiel eben die Nacht da ist und dann sagt man, oh, die Nacht wird ja immer finster, immer finster, jetzt wird es ja noch viel finsterer. Nein, irgendwann mal ist es vorbei mit der Finsternis und dann wird es wieder heller. Und mittags ist genau dasselbe. Irgendwann mal ist es vorbei mit der Helligkeit und dann wird es wieder finster. Und da frage ich mich, wenn der Kai Stuth was von Harmonie redet, wovon redet er eigentlich? redet er von diesem dynamischen Prinzip, dass Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Links und Rechts sich immer wieder abwechseln. Mal kommen die liberalen Kräfte in der Politik dran, mal kommen die totalitären Kräfte dran. Und irgendwann mal, wenn die einen Gradienhochpunkt erreicht haben, dann fangen sie an zu zerfallen. Und dann geht es wieder ins Gegenteil. Das heißt, wenn er eine solche Philosophie im Sinne hätte, obwohl er sie ja sogar im Video benennt mit Yin und Yang, dann ist völlig unverständlich, warum er dann Stellen hat, die er zitiert, dass man doch gegen den Transhumanismus sein müsste, weil der ja so gefährlich ist. Wie kann es gefährlich sein? Wenn doch irgendwann mal, wenn die Zeit des Transhumanismus da ist, dann würde der aufsteigen, würde siegreich sein. Und dann bräuchte man, ohne auch nur einen Fingerschnips zu machen, würde er genauso untergehen, wie die Nacht bei Zeiten wieder heller wird und wie der Tag bei Zeiten dunkler wird. Das heißt, dieses Kampfprinzip, dieses politische Prinzip, was er dort reinbringt, hat auf jeden Fall schon mal rein gar nichts mit Yin und Yang zu tun. Denn Yin und Yang sagt, die Dinge sind, wie sie sind, gut wechselt gegen schlecht und umgekehrt und wartet einfach ab, du musst gar nichts tun. Das ist die Lehre zum Beispiel im Taoismus, ja, du bist nur zur rechten Zeit am rechten Ort, aber kämpfen, sich engagieren, das musste da gar nicht. Das heißt, dieses Prinzip, das benennt er zwar, aber er will es doch gar nicht praktizieren. Und dann gibt es noch die andere Variante, das ist mehr die chinesische Variante, was Harmonie ist, nämlich da haben wir so einen Baum von Kräften, da gibt es eine Mittelachse und dann wie bei einer Waage, gibt es dann ein ausgleichendes Gewicht, eine ausgleichende Funktion. Und in der chinesischen Philosophie, wo es um diese Harmonie geht, meint man nicht das Schöne, sondern das Ausgewogensein der Kräfte. Und dann gibt es oben jemanden, Ein Gremium oder Einzelne, die dir genau sagen, damit das Gesamtsystem harmonisch ist, musst du Mensch genau an die und die Stille. Wir haben die große Weisheit und sagen dir, du musst da hin und dann drehst du ein Teil zur Harmonie bei. Das heißt, dieser Harmonie-Gedanke ist eine Art Räderwerk, eine Art Mechanismus, ein totes Ding, was von wenigen Lenkern oben gesteuert wird, die ganz klar sagen, wer wo seinen Platz hat. Und wir wissen, dass Kai Stuht ja... der Gurulehre des Ananda Marga folgt. Und dort haben wir oben die Priester, die dann den Politikern, den Kaufleutern und den Vermögenden und wie sie alle sind, sagen, jetzt ist eure Zeit zu regieren, nun regiert mal. Das heißt, wir merken hier, dass Kai Stuht eigentlich kein dynamisches Verständnis von der Realität und auch nicht vom Spirituellen hat, sondern ein mechanistisches, ein totalitaristisches. Er möchte, dass die Leute durch seine Tätigkeit zu spirituellen Ergebnissen kommen. Ich habe schon gesagt, Spiritualität ist ein innerer, subjektiver Prozess, der kann nicht von außen durch Werbung und Propaganda initiiert werden. Wäre das möglich, dann gäbe es die Nürnberger Trichter. Dann könnte man Menschen Wissen eintrichtern. Das geht aber nicht. Du kannst jemanden in eine Bibliothek setzen und ihm tausende der tollsten Bücher geben. Wenn er sie nicht liest und nicht verstehen will, dann nützen diese tausend Bücher gar nichts. Das heißt, was er hier macht, er vertritt nach meiner Meinung ein utileristisches Denken von Harmonie. Und das ist mechanisch, das ist statisch. Das heißt, er hat im Grunde genommen eine Lebensauffassung, die selber das Leben negiert. Denn würde er das Leben befürworten, dann würde er tatsächlich dem Yin-Yang-Prinzip folgen und hätte keine Angst vor den Transhumanisten. Denn er wüsste ganz genau, die Transhumanisten sind eine vorübergehende Sache in Anbetracht der Ewigkeit. Die kommen und die gehen, genauso wie alles andere auch. Da gibt es keinen Grund, Angst zu haben. Soweit also zu seinem, nach meiner Meinung, Unverständnis von spirituellen Grundprinzipien. Ich möchte aber jetzt das Thema wieder in die Realpolitik überleiten. Und da haben wir ein paar Punkte, wo er in seinem Skript etwas dargestellt hat, was aber nicht ausdrücklich im Video besprochen wurde. Und da möchte ich mal... Wir anfangen auf Seite 57. Da geht es um die Erkenntnis, nämlich evolutionär betrachtet geht es nicht um Zerstörung, sondern um Erneuerung. Die aktuelle, haben wir das nicht schon mal gehört, kreative Zerstörung? Ist das nicht auch das Prinzip der jetzt neuen Weltrevolution der Eliten? Es muss zerstört werden, damit neu aufgebaut werden kann. Die aktuelle politische Krise löst einen Erkenntnissprung aus und begleitet die Menschen durch ihre intuitive Erkenntnis. Naja, also wenn ich mir jetzt die Bauernproteste angucke, habe ich so meine Zweifel, dass die jetzt intuitive Erkenntnisse gewonnen haben. Die wollen eigentlich nur materielle Vorteile haben. Der evolutionäre Sprung wird eine Gesellschaft hervorbringen, die ihre schöpferische Kraft erkannt hat und einen Weg in eine friedliche Zukunft ebnet, in der sich die gesamte Menschheitsfamilie spirituell weiterentwickelt. Das hat ihm sicherlich der Blick in die Glaskugel gesagt. Denn woher will er denn wissen, dass dieser spirituelle Sprung tatsächlich stattfindet? Welche Quellen bringt er jetzt als Beleg? Eine über Jahrtausende alte Manipulation löst sich auf. Das rationale Bewusstsein wird mit dem energetisch-kreativen, intuitiven Bewusstsein ins Gleichgewicht gebracht. Jetzt die Frage, welches Gleichgewicht? Das statische Gleichgewicht der Chinesen, der Harmonie oder das dynamische Gleichgewicht im Yin-Yang-Symbol, wo alles mal die Position wechselt. Das ist die evolutionäre Weiterentwicklung und bildet damit die Möglichkeit, die Krise zu meistern. Das Gesetz aus Yin und Yang und dem mittleren Weg. Ja, was denn nun? Beides zusammen funktioniert nicht in der Form. Ja, also hier sehen wir nochmal meine These ein bisschen untermauert, dass er hier Kraut und Rüben Philosophie produziert. Aber ich habe noch mehr davon. Ja genau, wir müssen jetzt handeln und wir haben keine Zeit für weitere Jahre der Experimente. Die Schlinge des menschenverachtenden Transhumanismus wird immer enger. Ja wieso? Ist jemand, der meditiert, wieso hat der keine Zeit? Also alle Meditationslehren betonen, dass es nur eine Zeit gibt, nämlich die Gegenwart. Und hier hören wir also von jemandem, der in sein Programm reinschreibt, wir müssen uns Angst über die Zukunft machen und deswegen müssen wir jetzt handeln, damit die Zukunft besser wird. Das heißt, er hat doch seine Lehre selber gar nicht verstanden. So, nächster Punkt. Da sind wir jetzt wieder auf deinem Gebiet, nämlich die neuen Sicherheitsregeln. Das steht hier auf Seite 121 wieder so. Es soll P-Mitglieder und A-Mitglieder geben in der Partei. Passivmitglieder, also die P-Mitglieder, können kein Amt bekleiden, sind aber sonst Vollmitglieder. Aktivmitglieder müssen sich mindestens zwölf Monate aktiv in der Partei beteiligt haben. Das sorgt auch dafür, dass Unterwanderung nicht so leicht möglich ist. Jedes Mitglied ist anfangs ein Passivmitglied und wird von einem Unternehmen beteiligt. Automatisch verifiziert. Möchte das Mitglied A Mitglied werden, muss es sich zwölf Monate aktiv in der Partei beteiligt haben und einen Fragenkatalog von zehn Fragen beantworten. Und dann gibt es den Club der Influencer und Spirituellen. Also erst mal zum ersten.

Gast

Zwei Klassen Gesellschaft. Gut, die gibt es überall, aber es gibt in einer Partei ein Parteiengesetz und an das hat sich die Partei und damit auch die Basis zu halten. Und ich zitiere jetzt mal aus § 10 Absatz 2 des Parteiengesetzes. Die Mitglieder der Partei haben gleiches Stimmrecht. Ausübung kann von Beitragspflichtenabfüllung abhängig gemacht werden. Das heißt also, wenn jetzt zum Beispiel ein Parteitag stattfindet und ein Vorstand wird gewählt, dann hat jedes Mitglied, jedes ordentliche Mitglied Stimmrecht, sowohl als Kandidat als auch als als jemand, der einen Kandidaten wählt, also aktives und passives Stimmrecht. Und nur dann, wenn ich meine Beiträge nicht gezahlt habe oder Beitragsrückstände habe, dann kann ich von diesem Stimmrecht ausgeschlossen werden. Das ist gängige Praxis in allen deutschen Parteien. Ich habe mir daraufhin noch mal einige Satzungen angeschaut und es gibt Gastmitgliedschaften, zum Beispiel bei der CSU, die sind aber dann auch beitragsfrei gestellt. Es gibt aber nirgendwo eine Regelung, dass ich ordentliches Mitglied bin, aber nicht das Recht habe, für einen Vorstand zu kandidieren. Damit wird Erfolg in die Wand laufen und Damit dürfte auch jeder Parteitag, jede Mitgliederversammlung auf der Wahlen stattfinden, anfechtbar sein. Also das Ding ist absolut für die Tonne.

Uwe

Gut, das haben wir ja hier auch nochmal im Paragraf 8 in der Satzung von der Basis. So, was du gerade sagtest in Absatz 2, jedes Mitglied hat das Recht an der politischen Willensbildung und an Wahlen und Abstimmung im Rahmen der Satzung teilzunehmen. In Vorstandsposition der Partei dürfen nur Mitglieder der Partei gewählt werden und der entsprechenden Gliederung und so weiter. Gut.

Gast

Richtig. Und bevor jetzt er mit seinem Projekt an den Markt ging... Und das so kommuniziert und auf Mitgliedsanträge verteilt, müsste die Basis ja vorher ihre eigene Satzung ändern. Das heißt, es müsste ein Satzungsparteitag einberufen werden und zwei Drittel der Mitglieder müssten dafür stimmen, die Satzung zu ändern, unabhängig davon, ob sie jetzt mit dem Parteiengesetz konform geht oder nicht. Und solange das nicht der Fall ist, kann er das ja gar nicht so bewerben, weil es ist ersatzungswidrig. Er kann auch keine neuen Mitglieder aufnehmen, die auf der einen Seite die Satzung unterschreiben müssen und bestätigen müssen, dass sie die Satzung anerkennen und gleichzeitig was in den Aufnahmeantrag reinschreiben oder in die Werbung, was konträr zur Satzung und zum Parteiengesetz steht. Das meinte ich unter anderem mit Inkompetenz. Und da stelle ich mir wirklich auch die Frage, dieses Video würde in den offiziellen Kanälen der Partei beworben, von seiner Kollegin, einer Nathalie Sanchez-Friedrich, reingestellt. Die ist ebenfalls Medienbeauftragte und die kenne ich seit drei Jahren und normalerweise ist die sehr detailverliebt. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die hat das einfach eingestellt, ohne sich damit zu beschäftigen und das ist schon mal ein Zeichen von, das ist eine Fehlleistung oder weil ich ihr auch sehr viel Machtbewusstsein zuschreibe. Sie hat vielleicht sogar Spaß daran, dass er damit scheitert, weil sie musste sich sehr anstrengen um sich. Im ersten Anlauf hat sie es nicht geschafft, im zweiten auch nicht. Und erst nachdem er zurückgezogen hat, ist sie dann Medienbeauftragte geworden. Also ich kann mir vorstellen, dass es da eine Rivalität gibt. Aber das ist jetzt schon alles wiederum Parteiengeklügel. Jedenfalls ist es eine Fehlleistung des Bundesvorstandes, dass man so ein Video in den offiziellen Kanälen rausgibt.

Uwe

Ja, also ich denke auch, das ist eigentlich ein Armutszeugnis, dass sowas überhaupt publiziert werden konnte. Das hätte man von Seiten der Partei entsprechend redigieren müssen. Nun, wie dem auch sei, ich habe aber noch einen Klopper entdeckt. Und zwar eben auf der Seite, wo wir gerade waren, wo oben eben die A- und B-Mitglieder waren. Und jetzt geht es um den Club der Influencer und Spirituellen. Dieser außerparteiliche Club wird gegründet mit dem Ziel, dass alle, die in diesem Club sind, von außen schauen. dass die vier Säulen und beispielsweise die Friedensansätze, Corona-Aufklärung etc. nicht korrumpiert werden kann. Wer im Club ist, kann kein aktives Mitglied sein. Das soll garantieren, dass politische Positionskämpfe keine Rolle spielen. Also das muss man sich doch mal vorstellen. Er will jetzt quasi die Partei von außen mit Nicht-Mitgliedern einem Bewertungsgremium unterwerfen. Die sind nicht Mitglieder, gucken aber, dass die sich nach den vier Säulen und anderen Grundsätzen richtig verhalten. Also so etwas haben wir doch schon. Wir haben doch schon Oligarchen und Multimilliardäre, die von außen beurteilen, was Parteien machen und die dann durch ihre Lobbyisten dafür sorgen, dass die Parteien das auch richtig machen. Also genau das, was doch Kai Stuht eigentlich bekämpfen will, schlägt er jetzt vor. Wie findest du das?

Gast

Ja, unerhört. Und selbst wenn er sowas einrichten wollte, das wäre ja eine Art Aufsichtsrat, Beirat oder was auch immer, dann müsste er es ja zumindestens auch in die Satzung reinschreiben, weil die können ja nicht inoffiziell beraten, die müssten ja dann schon irgendwo bei irgendwelchen gemeinsamen Besprechungen ihren Einfluss wahrnehmen. Also auch das ist mit hundertprozentiger Sicherheit nicht mit der Basis abgestimmt und ein Alleingang der zum Scheitern verurteilt ist.

Uwe

Na schauen wir mal, wer denn diese Mitglieder, was die für Qualifikationen haben sollen. Außerdem entsteht durch den Club ein weiteres Organ, das durch die Außensicht professionelle Spiegelung ermöglicht, weil in diesem Club nur Influencer, Journalisten und spirituelle Menschen aufgenommen werden. Für die spirituellen Clubmitglieder gilt auch, dass sie kein Amt in der Partei annehmen können. Damit sind sie aber prädestiniert für eine Vermittlerrolle bei den Auseinandersetzungen in der Partei. Also das muss man sich doch mal vergegenwärtigen. Also drei Arten von Mitgliedern Influencer, das sind also die ganzen Journalisten, die irgendwelche Kanäle haben. Dann natürlich auch noch Journalisten, also quasi die Medien, sag ich jetzt mal, und die spirituellen Menschen, die zwischen dem, was die Journalisten und Influencer meinen, vermitteln sollen. Also Mediatoren, ja.

Gast

Und dann auch gleichzeitig noch ein Organ. Das heißt also, jetzt bleibe ich wieder bei meiner Satzung. So was müsste wirklich erst mal in die Satzung geschrieben werden. Und da würde ich nicht nur ein Euro, sondern ein ganzes Jahresgehalt eines Rentners wetten. Das kommt nie in die Satzung rein. Aber er geht damit auf Stimmenfang.

Uwe

Ja, und vor allen Dingen ist es ja genau eins zu eins, fast eins zu eins, das, was die Ananda Marga ja weltweit vorhat. Denn da hatten wir ja, das habe ich ja in meinem Guru-Video quasi dargestellt, die möchten ja eben eine Priesterherrschaft. Und die Priester, die bestimmen, wann Parteien oder Kaufleute oder sonst wer die Welt regiert werden. So, das heißt, dort ist ja auch eine Vermittlungstätigkeit. Die Priester selber regieren ja nicht, sondern sie stehen ja im Hintergrund. Sie vermitteln, jetzt ist deine Zeit dran, jetzt gehst du mal in die Politik. Jetzt ist deine Zeit mal dran, jetzt gehst du mal in die Politik. Das heißt, hier sehen wir ganz eindeutig und zwar unzweifelhaft, dass Kai Stuht die Lehre des Ananda Marga und zwar deren Herrschaftssystem versucht, in die Partei einzubringen und dafür Werbung macht mit seinem Projekt. Also noch unbasisdemokratischer kann es doch eigentlich gar nicht gehen.

Gast

Ja, es ist ja noch schlimmer. Er ist ja dann nicht nur inkompetent, sondern er ist ja sogar eine Art Trojaner, aus dem dann irgendwann mal der Guru aussteigt und die Partei übernehmen wird.

Uwe

Ja, und genau diese Spaltung ist ja auch sein Thema, was er dann auf Seite 153 kundtut. Denn unser größtes Problem, wobei jetzt die Frage ist, wer unser ist, dass wir das tun, was wenige wollen und dann denken, wir tun das Richtige. Also wir sind jetzt wir alle Bürger. Wir werden manipuliert von den wenigen, die ein Prozent, die die Medien und die Machtmittel kontrollieren. Und weil wir das freiwillig mitmachen, merken wir gar nicht, dass wir manipuliert werden. Wobei, zur Erinnerung, Marketing ist ja per se eine unterbewusste und bewusste Beeinflussung der Willensentscheidung. Also schon alleine der Denkansatz, wir machen jetzt mal eine politische Kampagne, heißt ja, wir wollen Leute manipulieren. So, und wenn man dann sagt, ich bin aber gegen Manipulation, insbesondere gegen Unbewusste, was hat er noch gesagt? Man sollte das Gefühl ansprechen, ja, im anderen Video, dass die Leute eine gute Stimmung haben. Ja, wenn ich eine gute Stimmung habe, dann kann das Argument, was vorgetragen wird, ja nur richtig sein. So, aber nicht wählen ist Spaltung. Neue Parteien zu gründen ist Spaltung. Angst zu haben, dass es nicht klappt, ist Spaltung. Dass die Partei unterwandert wird, ist Spaltung. Das Einzige, das nicht spaltet, ist sich einig zu sein, denn es verändert unser Mindset. Ja, dann würde ich doch Herrn Kai Stuht mal dringend empfehlen, mit sich selbst einig zu sein. Denn er ist doch gespalten. Er ist gespalten in sein Projekt, was er nicht realisiert hat. Und diese Spaltung würde er gerne jetzt mit dem X-Million-Projekt überwinden. Würde er mit sich eins sein, würde er Yin und Yang wirklich verstehen, dann würde er sagen, ich habe ein Projekt gemacht, es hat nicht geklappt, es war nicht die rechte Zeit da, Grabdeckel drauf, ist Geschichte, interessiert mich nicht. Nein, das ist er nicht. Er lebt in der Vergangenheit und will die Vergangenheit zur Zukunft machen. Er möchte keine Spaltung machen, hat aber Angst vor der Zukunft, vor den Transhumanisten. Wenn er ein wirklich spiritueller Mensch wäre, dann wüsste er, dass im Spirituellen, speziell im Indischen, man sagt, die Außenwelt ist ja Maya, das ist Illusion, das ist gar nicht wirklich so. Es ist zwar real, aber es ist nicht so real, wie man sich das vorstellt. Das sind Täuschungen, Selbsttäuschungen. In Wirklichkeit ist das alles Projektion meines eigenen Unterbewusstseins. Und nun... sind doch die Transhumanisten. Und all die bösen Politiker, gegen die ich kämpfe, sind doch Bestandteile meines Unterbewusstseins. Wenn ich anfange, gegen die zu agitieren, eine Partei zu gründen, eine Kampagne zu machen, Angst vor denen zu haben, spalte ich mein Bewusstsein. Also lieber Herr Kai Stuht, ich weiß nicht, was Sie bei Ihrem Guru gelernt haben. Möglicherweise hat er dasselbe Problem wie Sie, nämlich eine innere Spaltung, wo Sie selbst die guten, aufrechten Menschen sind. Und da draußen, da gibt es so böse Leute. Böse Leute, deren Werk muss man verhindern, damit die Welt nicht zugrunde geht. Und Sie wollen was erzählen von, wir wollen keine Spaltung. Und was ist Ihr Lösungsmittel? Dass wir uns einig sind. Dass wir alle eins sind, dass wir ein Club sind, eine Meinung haben, ein Willen haben, ist mal ein ganz anderes Argument. Wissen Sie, wie man in der Biologie Leben definiert? Durch Zellteilung, nicht durch Zellvereinigung. Dadurch, dass Zellen sich immer wieder neu teilen, das nennen wir in der Biologie Leben. Und derjenige, der die Zellteilung verhindert, die Spaltung von Zellen, das ist jemand, der Leben vernichtet. Zum Schluss bleibt da gar nichts mehr übrig. Und im Politischen nennen wir das Totalitarismus. Und Sie wollen Einigkeit, Einheit. Wir sind alle, wenn wir stark sind, wenn wir eins sind, sind wir stark. Wissen Sie eigentlich, was Sie für einen unsäglichen Unsinn reden? Naja, soweit das Wort zum Sonntag, beziehungsweise das Wort zu Kai Stuth. Mehr habe ich hier eigentlich auch nicht von ihm, weil 120 Seiten... In der Kampagne für mehr Mitbestimmung, da gibt es doch gar keine Mitbestimmung, da gibt es Herrn Kai Stuth, der sagt, was sein soll. Und wenn das dann alles funktioniert, gibt es dann den externen Klopp. Und der sagt dann, ob die Partei das auch alles richtig macht oder nicht. Und das ist dann Mitbestimmung.

Gast

Ja, also ich habe meine Meinung abgeschlossen. Ich glaube, es ist jetzt klar geworden. Und da bin ich dir dankbar. So klar war es mir vorher auch nicht, wo die Reise mit Kai Stuht hingeht. Aber inzwischen halte ich es sogar nicht nur für ein Projekt, was scheitern wird, sondern für ein Projekt, was gefährlich ist. Da muss man sich wirklich vorwarnen. dem man die Macht in die Hand zu geben.

Uwe

Ja, das befürchte ich eben auch. Ich meine, er wird nicht viel Unfug anrichten können, weil er eben ja nur nach seinen Emotionen geht. Und vielleicht werde ich mir, das ist jetzt aber nur optional, sein Projekt Vervea angucken, wo er ein sehr schönes, also filmisch sehr gutes Video gemacht hat über sein eigenes Leben. Was übrigens ja auch wundersam ist, wenn jemand, der noch keine 60 Jahre alt ist, seine eigene Biografie verfilmt. Was sagt das eigentlich über die Nicht-Ego-Haftigkeit des eigenen Denkens aus? Würde man nicht, wenn man meint, ich möchte doch was für die Welt hinterlassen oder mein Leben als Erfahrungsbeispiel publizieren, würde man nicht jemand anders beauftragen? Würde sagen, du Journalist, du Filmemacher, Ich vertraue dir, mach mal, wie du es für richtig hältst. Du kannst mich ja von außen neutraler sehen, als ich mich selber von innen. Das heißt, wer seine eigene Biografie schreibt, ist doch schon per Definition eigentlich ein Egomane. Also jetzt mal ganz ehrlich. Und vielleicht werde ich mir das mal noch vornehmen. Ich habe es mir schon mal angeguckt. Und wenn man das genauer analysiert... Dann stellen wir fest, zumindest ich stelle das fest, der Mann weiß nicht, wovon er redet. Der hat mit sich so große Probleme. Und die einzige Kunst, die er gemacht hat, ist sein Ego so aufzublasen, dass er es auf andere überträgt, in dem Fall die Basis. Und die sind auch noch so dusselig. Und um auf deinen Kernsatz zurückzukommen, ist da eine Gefahr? Ja, die Gefahr besteht jetzt nicht darin, dass Kai Stuht da Missbrauch treibt, sondern die Gefahr besteht darin, dass er dadurch, dass er das macht und die Partei mitzieht. die Partei diskreditiert wird. Wie du vorhin sagtest, zweimal innerhalb von kurzer Zeit solche Pleiten. Also wenn das jetzt auch in die Hose geht, und das prognostiziere ich, wenn es richtig in die Hose geht, dann ist die Partei sowas von tot, dann kann die eigentlich gleich den Sargdeckel über sich zuklappen und dann braucht die auch keinen dritten Anlauf mehr.

Gast

Dem ist zuzustimmen, wobei wir ja im Juni Europawahl haben und Die Partei ist fest davon überzeugt, dass sie die 0,7 oder 0,8 Prozent, um einen Sitz zu erhalten, erringen werden. Übrigens nicht im Sinne von Kai Stuht, weil der will ja noch in kein Parlament und der will auch noch keine Wahlkämpfe machen. Aber die Basis ist gerade dabei, sich warm zu laufen für den Europawahlkampf. Aber ich denke, wenn es am 6. Juli oder wann die Wahlen sind, nicht erreicht 0,7 Prozent zu gewinnen, dann kann man die Basis endgültig als Kraft auf der politischen Bühne abhaken.

Uwe

Ja, das liegt tatsächlich noch in den Sternen. Wir werden es sehen. Ich glaube, wir haben heute wirklich einen weiten Rundumschlag gemacht. Ich habe mich aus dem Fenster gehängt, was das Psychologische und Spirituelle betrifft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einiges an Verärgerung bei manchen Leuten hervorrufen wird. Aber ich stehe zu dem, was ich sage und sollte das unklar sein, was ich gemeint habe, bin ich gerne bereit, meine Interpretation oder meine Deutung näher zu erläutern und auch mit Fakten und Know-how zu begründen. Aber wichtiger ist hier zu sehen, Kai Stuht und die Basis, das passt eigentlich gar nicht. Und die Basis ist nur ein Instrument für den Kai Stuht, sein Projekt durchzuziehen. Damit hat sie eigentlich die Partei in die Nesseln gegriffen. Das haben wir ausgelotet. Mal schauen, wie die Reaktionen sind. Falls du noch ein Abschlusswort sagen willst...

Gast

Ich bedanke mich für die Einladung und wünsche uns allen noch einen schönen Bauernprotesttag.

Uwe

Ja, dann verabschiede ich dich schon mal und sage Tschüss Gerhard. Ja, und liebe Zuschauer, da geht er nun dahin, der Gerhard. Und ich habe heute mal ein bisschen mehr vom Leder gezogen als sonst. Ich glaube, das ist aber auch zur Klarstellung und zur Intensivierung, zur Fokussierung eigentlich... eigentlich notwendig. Und insofern schauen Sie mal rein, ob Sie mit meiner Meinung d'accord gehen oder ob Sie mich für genau so einen wahnwitzigen Spinner halten, wie ich den Kai Stuht. Also schreiben Sie es in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Visionär🎭oder Größenwahn? | Wie Kai Stuht dieBasis für seine ungelösten Ego-Probleme benutzt“, Die Welt Klar Sehen, 08.01.2024.

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Uwe Loose und Gast Gerhard Nadolny analysieren Kai Stuhts umbenanntes X-Million-Projekt (vormals One Million) bei der Partei dieBasis und stufen es als egogetriebenes, satzungs- und parteiengesetzwidriges Vorhaben ein. Kernthese: Stuht instrumentalisiert die Partei für unerledigte persönliche Ziele und bringt Elemente der Ananda-Marga-Gurulehre ein.

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