Die meisten Waffen sind unauffindbar07.02.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 07.02.202411 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Diesmal soll es gehen um ein Thema Ukraine und wo bleiben die Waffen, die aus der NATO dorthin geliefert werden. Bei der Rechenschaftsbericht des amerikanischen Pentagon, also des Verteidigungsministeriums, stellte sich bei Stichproben heraus, dass erhebliche Mengen nicht nachweisbar waren. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Konkret geht es um diesen Bericht hier, nämlich vom Generalinspektor des US-Verteidigungsministeriums vom 10. Januar 2024. So heißt es Evaluation of the DoD's Enhanced End-Use Monitoring of Defense Articles Provided to Ukraine. Das liest sich jetzt erstmal ein bisschen merkwürdig. Schauen wir da doch einfach mal genauer rein.
Ja, der ganze Bericht des Generalinspektors ist 92 Seiten lang. Den werden wir uns natürlich jetzt nicht im Detail angucken, sondern nur die Seite 14 bzw. 15, weil dort das für dieses Video jetzt interessante Detail eben drinsteht. Und natürlich wie bei allen Berichten wird hier viel mit Abkürzungen im Militärischen gearbeitet. Und da kommen wir aber gleich noch drauf, soweit das für uns überhaupt wichtig ist. Also schauen wir mal rein. Und auf Seite 14 heißt es also, trotz der Änderungen in den EUM-Inventurprozessen, also EUM, das ist jetzt quasi eben diese Inventurprüfungsangelegenheiten für Länder, die im Krieg sind, und der Verbesserung der Verzugsraten, also sprich es geht hier um Melderaten, wann Termine sollten eingehalten werden und da gibt es eben Verzugrate, hat das DoD, also das Verteidigungsministerium, die Programmanforderungen für die Rechenschaftspflicht von Verteidigungsartikeln in einem feindlichen Umfeld nicht vollständig erfüllt. Das heißt, sie haben eine Rechenschaftspflicht, die können sie nur teilweise erfüllen.
Seit Beginn der vollständigen Invasion der Ukraine konnten die zuständigen Ukraine-Mitarbeiter keine Erstinventuren der Verteidigungsartikel in der Ukraine oder innerhalb von 90 Tagen nach Ankunft durchführen. Das heißt, hier ist die Standardanforderung nach Lieferung der Waffen innerhalb von 90 Tagen. Und offensichtlich haben wir hier Mitarbeiter, die in den USA sind und eben... auch welche, die in der Ukraine sind. Die Ukraine-Mitarbeiter haben zwischen Februar 22 und März 23 von 303 statistisch ausgewählten Verteidigungsartikeln nur einen Bruchteil inventarisiert. Das lag an personellen Einschränkungen und Bewegungsbeschränkungen. Das heißt, was wir hier jetzt haben, ist also eine Stichprobe aus 303 Artikeln, weil man eben a. nicht genügend Leute hatte und b. Bewegungseinschränkungen. Logisch, das ist ja Krieg. Da kann man ja nicht einfach überall hinfahren und sagen, wie sieht es denn da aus mit den Waffen.
Die Mitarbeiter haben zudem die Datenbank weder rechtzeitig aktualisiert, noch eine genaue Bestandsaufnahme aller Verteidigungsartikel gepflegt, bedingt durch fehlende interne Kontrollen der DSCA, was auch immer das jetzt ist, zur Überprüfung der Aktualisierung. Das heißt, hier haben wir also im Grunde genommen die Aussage, dass ein liederliches Verhalten da ist, keine genaue Bestandsaufnahme, das heißt, Die haben gar nicht kontrolliert, was reinkommt bzw. was wieder rausgeht, geschweige denn, dass sie in irgendeiner Weise die Daten dann weiter gepflegt hätten. Seite 15 heißt es, trotz der Bemühungen. waren bis Anfang, bis zum 1. April 2023 192 der Stichproben von den Verteidigungsartikeln überfällig. Das waren 63 Prozent. Das lag daran, dass das Verteidigungsministerium bis Dezember 2022 keine Richtlinie für die Durchführung von so einer Prüfung in einem feindlichen Umfeld hatte.
Das ist klar, weil in der Regel ist die USA ja nicht so, dass sie eben Länder in dem massiven Umfang unterstützt und deswegen da schon Ablaufprotokolle für hätte. Insofern kann man das nachvollziehen. Zudem setzte sich die ODC Ukraine nicht durch, dass die UAF Verlustberichte rechtzeitig und Ausgabenberichte nach Seriennummer vorlegt. Das heißt, die UAF ist also offensichtlich die Ukraine und ODC Ukraine ist offensichtlich eine Unterabteilung des Pentagonen. Sprich, die konnten sich nicht durchsetzen, dass die Ukraine die Berichte rechtzeitig macht und nach Seriennummern vorlegt. Das heißt, da gibt es gar kein geordnetes Vorgehen. Während sich die Verzugsraten bei den designierten Verteidigungsartikeln verbessert haben, besteht weiterhin erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Personal und Rechenschaftspflicht. Das heißt, sie erklären, warum sie es nicht machen können.
So, jetzt kommt es zum interessanten Punkt. Am 10. Februar 23 waren 87 Prozent der an die Ukraine gelieferten Artikel in der Datenbank überfällig. 87 Prozent, das ist ja schon sehr ordentlich. Das sind ja... Mehr als vier Fünftel, wenn man genau hinguckt. Bis zum 2. Juni 2023 verringerte sich diese Zahl auf 60 Prozent. Das heißt also, 40 Prozent sind verschollen. Das kann man ja nicht anders sagen. Und da ja keine vernünftige Buchführung dort gemacht wird, weiß gar keine Bestandshaltung, weiß man ja noch nicht einmal, ob die überhaupt angekommen sind. Also das ist doch vielleicht mal eine Frage, die mal auch mal geklärt werden sollte. Die überfälligen Seriennummern repräsentieren mehr als 1,005 Milliarden Dollar des Gesamtwerts von 1,699 Milliarden Dollar. Also weil es ja eben nur eine kleine Stichprobe war. Solange diese Herausforderungen bestehen, kann das DoD, also das Verteidigungsministerium, nicht vollständig Rechenschaft über alle designierten Artikel ablegen. Ja, und das ist es im Grunde. Das heißt, hier erklärt das Verteidigungsministerium, es kann seine Pflicht, also jedenfalls die Unterabteilung des Verteidigungsministeriums,
Generalprüfungsberichterstellers, die können ihren Bericht nicht machen, weil es ihnen schlichtweg an Personal und Informationen fehlt. Und irgendwer muss ja jetzt dafür gerade stehen, theoretisch, dass 40 Prozent fehlen. Die Frage ist jetzt, 40 Prozent von was? 40 Prozent von der Stichprobe. Aber es könnte ja auch sein, dass die Stichprobe repräsentativ ist und dann würden ja 40% vom Ganzen fehlen. Und das wäre natürlich doch bei den Milliarden, die die USA an Waffen und Gerätschaften geliefert hat, wäre das doch, ich sag mal, äußerst bedenklich. Dann gab es im Juni desselben Jahres in der NTV Mediathek ein Video mit dem Titel Verkauft ukrainische Mafia, die der Westen liefert. Ex obas bewertet Kriegslage. Dieses Video können wir uns leider nicht angucken, da ich nicht Abonnent der Mediathek bei NTV bin.
Aber wir haben dann schon im Juli 22 bei Express in Österreich heißt es, aufgedeckt, ukrainische Mafia verkauft 777 US-Haubitzen. Immer mehr schwere Waffen fordert Selenskyj für seinen Krieg unter Westenliefer. Doch viele Waffensysteme finden ihren Weg weiter. An die Front gar nicht erst, sondern werden von hochkorrupten Ukrainern im Internet verkauft. Sogar US-Haubitzen befinden sich bereits in den Online-Shops des Darknets. Ja, und dann ist es tatsächlich auch in Deutschland so, dass im Juli 2022 heißt es Europol warnt vor Waffenschmuggel aus der Ukraine. Es gibt Hinweise auf solchen, teils mit militärischen Gütern. Man befürchtet, dass sich Terroristen über diese Kanäle bewaffnen könnten und so weiter und so fort. Der Europol-Sprecher sprach von besorgniserregenden Risiken. So wurde nach seinen Worten beobachtet, dass Einzelpersonen die Ukraine mit Schusswaffen verließen.
So, Schmuggel mit militärischen Waffen gab es etwa auch nach dem Krieg im früheren Jugoslawien in den 1990er Jahren. So, und im Darknet wurde nach Angaben des Sprechers eine mobile US-Panzerabwehrrakete vom Typ Javelin angeboten. Allerdings müssen wir sehr genau prüfen, ob es sich auch um echte Angebote handele und so weiter. Das heißt also... Hier ist das... Europol sagt quasi, es ist nur Kleinkram, nur Handwaffen. Jetzt mal ganz im Ernst, wer soll denn sowas glauben? Also bei den USA fehlten von ihren 300 so und so viele Typen von Waffen. Insgesamt in der Stichprobe 40 Prozent. Und da waren jetzt nur Handwaffen drin. Nur einzelne Maschinengewehre von einzelnen Ukrainern, die sie dann im Darknet verkaufen. Also das halte ich persönlich für eine Märchengeschichte. Sondern ich denke, hier geht es um Multimilliarden.
Und da sind noch andere daran beteiligt, als nur einzelne Ukrainer, die nicht so gesetzestreu sind. Die zweite Frage, die sich hier für mich stellt, ist, gilt denn das nur für die Waffen aus den USA, dass da was verschollen geht, oder gilt das auch für die europäischen Waffen? Wie kontrollieren wir eigentlich, dass die Waffen dort ankommen, wenn doch die Ukrainer so ein liederliches Verwaltungs- und Ordnungssystem haben? Aus dem Bericht des Pentagon geht ja deutlich hervor, dass die... keine vernünftige Bestandshaltung haben, weder was den Bestand betrifft, noch was die Abgänge betrifft. Und die machen doch jetzt nicht extra für die USA eine schlechte Buchführung und für die Europäer eine gute. Das wäre ja ein bisschen unlogisch.
Also insofern ist doch dasselbe Chaos, was bei den USA-Waffen besteht, wird doch, das spekuliere ich jetzt mal ganz frei, bei den von den europäischen NATO-Ländern lieferten Waffen doch genauso sein. Und insofern handelt es sich doch hier... im Grunde genommen um eine Verschwendung von Steuergeldern, wenn unser Staat oder überhaupt europäische Staaten Steuergeld ausgeben für Waffenlieferungen oder eben Produkte, die schon mal mit Steuergeldern bezahlt wurden und dann der Verbleib und die Verwendung dieser Produkte nicht mehr vollständig kontrollierbar ist. Also ich denke, da steckt Ein Steuer-, Finanz- und Kontrollskandal hinter. Und der geht nicht nur um einzelne Handwaffen, die im Darknet gehandelt werden. Ich bin gespannt, ob wir da noch mehr hören werden. Vielleicht wissen Sie ja noch was, was mir nicht aufgefallen ist. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Die meisten Waffen sind unauffindbar“, Die Welt Klar Sehen, 07.02.2024.
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Auswertung des Berichts DODIG-2024-043 des US-Generalinspekteurs zur Endnutzerkontrolle der an die Ukraine gelieferten Rüstungsgüter. Uwe Loose zeigt, dass ein erheblicher Teil der Stichprobe nicht mehr nachweisbar war, und ordnet das als möglichen Kontroll- und Finanzskandal ein.
