Ein offizieller und ein persönlicher Grund25.02.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 25.02.202416 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Prof. Max Otte hat nun bei einem Interview mit Peter Weber von Hallo Deutschland seine zwei Gründe erklärt, warum er aus der Werteunion ausgetreten ist. Welche das genau sind, schauen wir uns das mal an. Klar sehen, clever denken, frei handeln. In diesem etwa 20-minütigen Interview erklärt Professor Max Otto ausführlich, was genau seine Beweggründe waren, was sein Hauptgrund war und was nach meiner Meinung der zweite Grund war, den er allerdings nicht ganz so deutlich beschreibt.
Und dann sprechen wir auch noch über viele andere Dinge. Ich möchte aber hier nur einen Zusammenschnitt machen von dem, was tatsächlich diese beiden Gründe betrifft. Ansonsten, dieses Interview ist sehr interessant, weil es auch einige strategische Überlegungen beinhaltet. Schauen Sie da auf jeden Fall unbedingt mal rein. Ja, und erst mal mit dem offensichtlichen Grund dann, nämlich der Brandmauer zur AfD, beziehungsweise die Öffnung der Tür nach hinten zum Premium-Partner CDU. Wie hat er das jetzt genau argumentiert?
Also wenn sich eine Union jetzt schon zu den Grünen bekennt, mehr oder weniger, dann ist aus meiner Sicht ganz klar angeraten, dass eine Werteunion, die auf der konservativen Seite ist, sich auch zu einem Bündnis, einer Koalition mit der AfD bekennt und so auch ein Grund oder der Grund, warum ich ausgetreten bin. Ich habe gesagt, ein klares Bekenntnis für die Politikwende heißt ein klares Bekenntnis zur AfD als Koalitionspartner. Das heißt, hier argumentiert er, dass das der Grund ist, warum er ausgetreten ist. Ob diese Aussage tatsächlich vollumfänglich so geltend gültig ist, das schauen wir uns mal später noch an.
Man kann ja immer noch weiter verhandeln, aber das gehört mal dahin, um die AfD überhaupt aus der Ecke mit herauszuholen. Das ist dann ein Beitrag, den die Werteunion über ihre eigene Existenz hinaus leisten könnte. Und könnte, so wie ich es ja schlagen müsste, die Werteunion jetzt auch machen, um überhaupt eine Kräftekonstellation hinzubekommen, die eine Politikwende machen könnte. Sonst mache ich nur Pöstchensicherung. Also wir sind jetzt in einer Situation, wo wir doch bitte etwas weiter denken müssen, auch für Deutschland denken müssen und nicht nur parteipolitisch denken müssen.
Ja, also das ist ganz eindeutig. Er sieht eben die strategische Betrachtung. Die Werteunion kann alleine nicht laufen. Wobei er in dem Video auch noch erklärt, dass es vielleicht auch einen Grund gibt für die Abgrenzung zur AfD hin, nach dem Motto, wenn eben die AfD demnächst verboten wird, dann bleibt ja bloß noch die Werteunion übrig. Das wäre natürlich ein heißes Pokerspiel, wenn also Herr Maaßen und meine Mitstreiter sagen, auch wenn die AfD jetzt 20, 30 Prozent irgendwo haben mag,
wenn sie verboten ist, hat sie gar nichts mehr. Und dann füllen wir den Platz und alle, die bei der AfD sind, die kommen dann zu uns hin. Und dann sind wir auf einmal die große Oppositionspartei. Dieser strategische Gedanke, finde ich, ist nicht von der Hand zu weisen. Hängt eben an der Voraussetzung, ob die AfD verboten wird oder nicht. Und da können wir ja sagen, nach dem, was wir aus der bundesdeutschen Geschichte kennen, ist das eher wenig wahrscheinlich. Das hat der Otte auch erklärt dann im weiteren Interview nach dem Motto, ja dann würden die in zehn Jahren Wiederkampfstand gestellten Vorkämpfer der AfD, würden eben eine neue Partei aufmachen und dann geht das Ganze von vorne los.
Also sprich, im Grunde genommen ist das dann doch nicht so wirklich das entscheidende Argument, sondern jetzt eben hat die Werteunion sich nicht korrekt verhalten, sie hat keine Zukunftsaussichten und das war es dann. Und wenn wir jetzt an der Stelle bleiben würden, dann bleibt aber doch gar nicht verständlich, warum er, das hatte ich ja in diesem Video kritisiert, dann auf einmal so einen polemischen, fast schon gehässigen Ausführungssatz macht und das begründet er hier und damit kommen wir dann jetzt auch zum zweiten Grund, den er allerdings gar nicht als Grund angeht.
Sie haben den Satz in den Raum gestellt, nur erstklassige Menschen holen sich erstklassige Menschen, weil sie keine Angst vor der Konkurrenz haben und Zweitklassige holen sich eben Dritt- und Viertklassige. Das ist eben kein netter Satz, das ist ein diffamierender Satz, der auch eine Form von verletzter Eitelkeit, von verletztem Ego beinhaltet, nämlich ich bin eine Erstklassige und die anderen sind die Zweit-, Dritt- und Viertklassigen. Das heißt, hier sehen wir also ganz klar, jemand ist verletzt und die Frage ist, ja, was genau ist jetzt die Ursache der Verletzung? Was ist die Hintergrundgeschichte dabei?
Wir haben eine andere Welt als noch vor zehn Jahren oder 15 Jahren und viele dieser Leute leben noch in der alten Bundesrepublik. Die kriegen wir so nicht zurück, auch wenn wir die Werte des Grundgesetzes und der alten Bundesrepublik vertreten. Und Herr Mitsch ist halt auch ein Taktierer. Wie gesagt, er hat die Werteunion nicht geführt. Und jetzt holt Herr Maaßen ihn wieder ins Boot, nachdem er zwischenzeitlich der Werteunion unter meinem Vorsitz doch auch immer mal wieder zugesetzt hat. Ja, wir sehen also, hier geht es um eine Rivalität um den Vorstandsvorsitz des Vereins Werteunion, wo dann eben der Dr. Otte dann Vorsitzender war und der andere konnte sich dann eben nicht durchsetzen.
Sprich, der wollte unbedingt, konnte aber nicht, wurde von dem Otte ausgebotet und genau der, der wird dann jetzt das einmal Vorstand in der Partei und Otte bleibt quasi weiter im Verein. Ja, und das ist natürlich schon eine Personalie. Und da muss man sagen, okay, der Ottesche macht ja hier auch einen sehr noblen, einen sehr ruhigen, einen sehr entspannten Eindruck, ist sehr rücksichtsvoll, auch keinen zu verletzen, keinen anzugreifen, keine interne auszugeben, also auch sehr diskret, also sprich sehr vorbildlich, muss ich hier ganz klipp und klar sagen.
Aber man sieht eben auch, er konnte es sich nicht verkneifen. Er konnte es sich nicht verkneifen, dass sein Kontrahent, den er mal besiegt hat, der jetzt ihn besiegt hat. Und deswegen musste er diesen bissigen Satz dort bei X unbedingt posten. Also das konnte er nicht auf sich sitzen lassen. In diesem Förderverein habe ich dann aus Loyalität natürlich auch weiter angehört, nachdem ich meinen Vorsitz niedergelegt habe im Zuge meiner Bundespräsidentschaftskandidatur, dass ich auf jeden Fall auch aus dem Förderverein austrete, wenn diese neue Partei eine Strategie verfolgt, die mir nicht erfolgsversprechend und vielleicht sogar destruktiv erscheint.
Und das ist der Fall und das habe ich leider auch schon erwartet vorher. Von daher habe ich ja diesen Austritt schon lange erwartet, aber ich bin halt so lange loyal bei der Stange geblieben. Er ist also lange loyal bei der Stange geblieben, wobei hier natürlich auch der Einwand gilt, warum bleibt man loyal bei der Stange für ein Projekt, was man eigentlich schon für gescheitert hält. Das ist dann zwar vielleicht loyal gegenüber den Führungskräften der Partei, aber doch eigentlich eine Täuschung, vielleicht nicht absichtlich, aber faktisch doch eine Täuschung der anderen Mitglieder der Partei, dass man denen eigentlich nicht kundtut.
Nee, also ich schätze das mal so ein, das Ganze ist ein Schuss in den Ofen und das möchte ich euch jetzt mal mitteilen. Das heißt, man lässt die doch eigentlich sozusagen im Dunkeln, man lässt sie quasi ins Messer laufen. Und insofern finde ich dieses Argument mit der Loyalität einerseits verständlich, andererseits ist es nicht wirklich ganz sauber. Und der andere Punkt ist, Elft sagt ja ganz deutlich, es war vorhersehbar. Genau das hatte ich ja gestern in meinem Video zu Dr. Krall auch gesagt, es war vorhersehbar. Und im Grunde genommen war es ja vielleicht sogar schon von Anfang an vorhersehbar. Das heißt, auch hier bei dem Professor Otte stellt sich die Frage, wieso kam er auf den Gedanken, dass es überhaupt jemals mit dem Maaßen zusammenklappen könnte.
Das heißt hier, auch wenn er ein bisschen pointierter und strategischer vorgeht, stellt sich die Frage, warum hat er das nicht erkennt? Warum hat er sich überhaupt darauf eingelassen? Das heißt, hier könnte ich auch doch den Berechtigten Verdacht haben, dass auch ihm es hier an der Menschenkenntnis ein wenig mangelt, sonst hätte er das Projekt gar nicht gemacht. Und dann hat er einfach da gesessen und gewartet und genauso wie der Krall gehofft, dass es vielleicht doch noch besser wird, mit besserem Wissen, dass es ja eigentlich gar nicht besser werden kann. Denn er hat ja Leute, das ist ja altes Denken, der Mitch hat altes Denken. Ach, der Maaßen, der hat neues Denken oder wie?
Also auch hier sehen wir zu viel Idealismus, zu viel Realitätsverkennung und das Ergebnis ist dann eben eine völlig notwendige Trennung, die nach meiner Meinung schon am Anfang völlig klar war. Das heißt, weder Dr. Krall noch Professor Otte hätten jemals mit der Werteunion irgendetwas spekulieren sollen. Das war eine Spekulation, die hatte niemals eine Chance aufzugehen. Insofern war das Scheitern und die Enttäuschung war vorprogrammiert.
Und hier gilt dasselbe Fazit. Ja, wenn er denn enttäuscht ist, auch dass zum Beispiel sein formaliger Konkurrent Mitch ihn dann jetzt ausbotet im Nachhinein. Ja, selber schuld, hätte man sich gar nicht erst einboten müssen. In diesem Sinne, steilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren mit. Bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Ein offizieller und ein persönlicher Grund“, Die Welt Klar Sehen, 25.02.2024.
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Analyse der zwei Gründe, mit denen Prof. Max Otte seinen Austritt aus dem Förderverein WerteUnion e.V. begründet: der offizielle strategische Grund (Brandmauer zur AfD) und ein vermuteter persönlicher Grund (Rivalität mit Alexander Mitsch um den Vereinsvorsitz).
