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Wagenknecht öffnet Tür zur AfD | Folgen für die Politik | Brandmauer weg28.02.2024

IRRLICHT BSW

Abschrift

Abschrift des Videos vom 28.02.20246 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Sahra Wagenknecht hatte nach der Gründung ihrer eigenen Partei Bündnis Sahra Wagenknecht im Grunde genommen ausgeschlossen, mit der AfD zu kooperieren. Zwischenzeitlich hat sie ihre Meinung doch in Teilen geändert. Warum und was sie genau sich darunter vorstellt, dazu gleich mehr. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Sahra Wagenknecht hatte sich bisher mal bedeckt zur möglichen Kooperation oder der Aufnahme von AfD-Mitgliedern in das Bündnis Sahra Wagenknecht geäußert. Hier zum Beispiel eine typische Aussage vom 21. Januar, die jetzt im Berliner Morgenpost dargestellt wurde. Ich schließe aus, dass wir Extremisten aufnehmen. Sie sind nicht willkommen, egal wo sie herkommen. Aber ich frage mich, weshalb Debatten in unserem Land ständig um die AfD kreisen. Merken sie nicht, welchen Gefallen sie Höcke und Co. damit tun? Und so weiter. Das heißt, damit wollen sie sich nicht identifizieren. So, und noch einmal, wir sollten die AfD nicht größer reden, als sie es das beste Mittel gegen AfD-Erfolge wäre, eine Politik, von der die Menschen sich nicht im Stich gelassen und vor den Kopf gestoßen fühlen. Natürlich wünsche ich mir, dass wir viele Wähler, auch solche der AfD, überzeugen können. Und so weiter. Ja, hier raus geht der Eindeutige vor, dass sie sich gegen die AfD positioniert, aber gerne von denen vielleicht Mitglieder haben wollte, sofern es dann keine Rechtsextremen sind.

So, diese strikte Abgrenzung, diese Brandmauer gegen die AfD, die ist jetzt seit zwei Tagen durchbrochen. So, denn sie hat am 27. oder am 26. hat sie ein Interview mit der FAZ Sonntagszeitung geführt. So, darüber berichtet wiederum die Frankfurter Rundschau. Das Originalinterview kann ich nicht sehen, weil ich dort kein Bezahlkunde bin. Und dann schauen wir uns mal an, was die wesentlichen Ausschnitte dort waren. So, und dann sagte die Wagenknecht... Ihre Partei werde nicht mit Recht mit Extremisten zusammenarbeiten. Okay, das war schon bekannt. So sei der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke ein Rechtsradikaler. Damit haben wir nichts zu tun. Hingegen vertrete die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel keine rechtsextremen Positionen. sondern konservativ-wirtschaftsliberale. Weidel hielt der aggressive Reden, aber eine völkische Ideologie, also die Annahme, dass sich Nationen nicht über Kultur, sondern über Gene und Blut konstituieren, könne Wagenknecht bei ihr nicht erkennen, bei Höcke schon, so Wagenknecht weiter.

Das ist doch nun eine ganz andere Form von Argumentation nach dem Motto, ja also mit moderaten Teilen der AfD, da können wir zusammenarbeiten, nur mit dem bösen Herrn Höcke. Damit natürlich nicht. Da stellt sich natürlich die Frage, aufgrund wessen jetzt die Frau Wagenknecht diese Türöffnung macht. Ich könnte mir zwei Gründe davor vorstellen. Einmal, dass sie vielleicht festgestellt hat, dass sie dem Wachstum ihrer Partei keinen Gefallen tut. wenn sie sich komplett gegen die AfD abgrenzt. Und zweitens, vielleicht hat sie auch aus den Vorfällen, den desaströsen Vorfällen rund um die Werteunion gelernt, dass es mit der absoluten Abgrenzung gegen die AfD nicht so toll sein kann. Also darüber möchte ich ja nicht mehr sagen, habe ich ja nun einige Videos zu gemacht. Also schauen wir mal, was sie dazu aber noch weiter zu verkünden hat. Allerdings sieht auch Wagenknecht rechtsradikale Tendenzen innerhalb der AfD. Der konservative Flügel der AfD wird ja immer schwächer, der rechtsradikale, zu dem auch der Europaspitzenkandidat Krah gehört, stärker. Frau Weidel hat einmal...

dafür gestimmt, dass Höcke aus der AfD ausgeschlossen wird. Jetzt macht sie für Höcke Wahlkampf. Aber viel wichtiger ist, die Wähler der AfD sind in ihrer übergroßen Mehrheit keine Rechtsradikalen, so Wagenknecht im Interview. Ja, das bedeutet, ich sag jetzt mal so ein bisschen spaßig, da steht doch die nächste Frauen-Power-Freundschaft direkt in der Tür. Also Frau Wagenknecht wird jetzt nicht mit dem Herrn Höcke ein Bier trinken gehen, aber vielleicht ein Cocktail demnächst mit Alice Weidel, weil die beiden Frauen ja doch liberal sind, rechtskonservativ die eine, die andere linksradikal oder linkskonservativ die andere. Also sprich zwei Frauen best friends steht da vielleicht im Raum. Und insofern... Spaß beiseite. Ich denke, das ist schon ganz interessant, dass jetzt eben wirklich diese Öffnung stattfindet. Es stellt sich natürlich die Frage, ob das jetzt nur ein reiner Marketing-Spruch ist oder ob sie es ernst meint. Tatsächlich macht sie auch noch eine ganz wichtige Aussage in diesem kurzen Interview zum Thema Brandmauer.

Ja, hören Sie den Satz nochmal. Das heißt, die Brandmauer soll es nicht geben, die kann weg. Auch die Wähler der AfD seien in ihrer übergroßen Mehrheit keine Rechtsradikalen, sondern zu Recht empört über abgehobene Politiker, fuhr Wagenknecht fort. Das ist doch ein ganz klares Öffnungsangebot, ein richtiger Türöffner, quasi ein potenzielles Kooperationsangebot an die AfD, sofern es eben um diejenigen Teile der AfD geht, die nicht rechtsradikal sind. Also nicht in Thüringen, nicht mit Herrn Höcke und vielleicht auch mit Herrn Krah nicht, aber mit anderen, insbesondere bundesweit,

mit Frau Weidel schon. Ansonsten hat sie nur noch ihre schon früher mal geäußerte Aussage, dass sie auch bereit wäre, mit der CDU zu kooperieren, hat sie wiederholt. Wobei, was die CDU davon hält, das ist jetzt noch vage. Da hatte mal eine sächsische Landtagsabgeordnete aktuell gesagt, ja wissen wir noch nicht, wir wissen noch nicht, wohin die Bündnis-Sahra-Wagenknecht-Partei hingeht. Also das ist erst mal noch offen. Ja, das ist eben die interessante Neuigkeit. stellt sich die Frage, ob dieses Angebot tatsächlich irgendeinen realen politischen Wert hat. Denn Wagenknecht ist ja doch ziemlich links und die AfD ist eher rechts, ist deutlich rechts von der Mitte. Kann es zwischen den beiden tatsächlich jemals eine funktionierende Kooperation, Koalition geben? Und in Anbetracht dessen, wie im Moment jetzt so die Mehrheitsverhältnisse sind, die Stimmverhältnisse, Ist zu erwarten, dass die AfD auf so ein Angebot jemals eingehen würde. Was meinen Sie? Schreiben Sie es in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wagenknecht öffnet Tür zur AfD | Folgen für die Politik | Brandmauer weg“, Die Welt Klar Sehen, 28.02.2024.

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Analyse der Kehrtwende von Sahra Wagenknecht, die Ende Februar 2024 die Brandmauer zur AfD infrage stellt und eine Zusammenarbeit mit moderaten Teilen um Alice Weidel in Aussicht stellt. Uwe Loose ordnet Motive, Chancen und Risiken dieser Öffnung für die Parteienlandschaft ein.

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