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Max Otte | Werteunion ist unter seinem Niveau04.03.2024

ROHRKREPIERER - WERTEUNION

Abschrift

Abschrift des Videos vom 04.03.202423 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Prof. Max Otte hat in einem Interview bei Dominik Kettner ein längeres Gespräch geführt und unter anderem gab es da recht aufschlussreiche Äußerungen, warum er wirklich aus der Werteunion ausgetreten ist. Und das sind ganz andere Gründe als die, die er seinerzeit ja in seinen X-Post angegeben hat. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Ja, lassen wir doch mal Prof. Dr. Max Otte selber erzählen, wie es aus seiner Sicht eigentlich dazu kam.

Ich war auch Vorsitzender der Werte Union und es gab dann während meiner Bundespräsidentschaftskandidatur Meinungsverschiedenheiten. Ich habe meine Stellvertretenden vorinformiert, da waren auch Mehrheit und die Mehrheit hat es getragen, aber es waren einige, die unbedingt wollten, dass ich das nicht mache, beziehungsweise dann den Vorsitz niederlege, was ich dann auch gemacht habe, weil natürlich die Kandidatur um das Amt des Bundespräsidenten mal einen ganz anderen Stellenwert hat als der Vorsitz eines damals noch Vereins mit 3000 Mitgliedern, der zwar auch eine politische Kraft ist,

aber das andere hat natürlich eine andere Signalwirkung. Also habe ich natürlich den Vorsitz der Werte Union niedergelegt, bin loyal dem Verein geblieben, habe aber immer gesagt, dass ich bei der Umwandlung in die Parteien nicht in einer Partei mitmache. Als Bundespräsidentschaftskandidat, das habe ich damals auch der Welt gesagt, ist man raus aus der Parteipolitik. Dann kam ja auch irgendwann der Ausschluss aus der CDU und jetzt bin ich eine politische, auch öffentliche Persönlichkeit. Was heißt denn jetzt bin ich auch öffentliche Persönlichkeit?

Also das war zu dem Zeitpunkt, als er ja für das Amt des Bundespräsidenten kandidierte, doch sicherlich zutreffend. Aber nun hat er ja die Wahl nicht gewonnen. Das heißt, was ist er denn danach? Eine politische, öffentliche Persönlichkeit, die sich um ein Amt beworben hat und gescheitert ist? Also den Zusammenhang verstehe ich nicht. Oder habe ich das falsch verstanden? Ich würde sicherlich nicht bei einer Kleinpartei anfangen wieder oder für mich.

Und ich habe das ja auch durchaus öffentlich begründet, ist eben die Linie, die jetzt da eingeschlagen wird, wo man also zu allen auf Abstand geht und dann noch sagt, die CDU ist der bevorzugte Partner. Wobei, das ist ja auch die Wortwahl Premium Partner, da kann ich Waschmittel mit verkaufen oder sonst was. Wir sehen hier an der Stelle, dass es doch um einen programmatischen und dogmatischen Richtungsstreit in der Werteunion ging. Und das ist jetzt nicht einfach nur irgendwie so eine Bagatelle, sondern da ist eben auch eine Personal hier hinter.

So, denn wenn wir jetzt mal schauen, dass der jetzt gewählte Mitvorstand Alexander Mitsch hat noch vor gar nicht so langer Zeit eben wegen genau dieser Kandidatur von Otte die Auflösung der Werteunion verlangt. So sagte er am 26.01.2022 sinngemäß, dass also Otte sollte sein Amt entzogen werden. Warum? Max Otte hat mit der Kandidatur eine rote Linie überschritten. Die Kandidatur auf dem Ticket der AfD ist inakzeptabel. Herr Otte diskreditiert damit alles, wofür die Werteunion steht.

Die Kandidatur steht diametral gegen die in der Satzung im Gründungsmanifest und in der Frankfurter Erklärung festgehaltene Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD. Dass die Kandidatur ausgerechnet vom rechten AfD-Flügel unterstützt wird, macht alles noch viel schlimmer. Tatsächlich war eben diese Niederlage für den Alexander Mitsch so stark und sein Widerwille gegen die Neuausrichtung der Werteunion, dass er dann letztendlich aus der Partei ausgetreten ist.

Hier haben wir es ja, 5.7.21, Ex-Chef Mitsch tritt aus Protest gegen Max Otte aus. Und jetzt auf einmal kommen wir dann ein paar Jahre später dazu, dass dieser ausgetretene Herr Mitsch plötzlich Vorstand wird. Und das heißt, der Professor Max Otte muss jetzt also quasi seinem Konkurrenten, den er damals ausgebotet hat, Ja, der hat ihn jetzt nach drei Jahren überflügelt. Und das ist natürlich auch nicht so eine tolle Sache. Also ich sage mal jetzt fürs Ego, wie kann es sein, dass der einfach nicht aufgegeben hat und dass der einen jetzt quasi gegen das Bein tritt.

Aber das war jetzt wahrscheinlich unglücklich. Nur, ich kann nicht bei einer Partei, die mich quasi links und rechts georfeigt hat und immer gesagt hat, mit euch wollen wir nichts zu tun haben, sagen, das ist meine bevorzugte Partei. Und die CDU ist ja schon in Koalitionsaussagen quasi oder zumindest sehr deutliche Signale Richtung Grünen gesendet, damit die jetzige Politik auch weitergeht. Also für mich wäre es eine angemessene Rolle der Werteunion gewesen, Wenn sie gesagt hätte, wir sind eine weitere konservative Kraft, unser bevorzugter Partner ist natürlich die AfD, denn nur mit der kann es eine Politikwende geben, dann wäre ich vielleicht auch im Förderverein geblieben. Ich bin ja nicht aus der Partei ausgetreten, aber ich bin aus dem Förderverein ausgetreten, weil damals ja auch noch eine Parteigründung nicht absehbar war.

war, bin aus dem Förderverein ausgetreten, weil ich da jetzt nicht gebunden sein möchte und auch die jetzige Strategie für falsch halte. Oder für mich, für mich persönlich, das möchte ich nicht unterstützen, ich wäre nie in die Partei gegangen, weil ich einfach auf einer anderen Flughöhe unterwegs war. Ich war Vorsitzender des Vereins, ich war Bundespräsidentschaftskandidat. Ich war auf einer anderen Flughöhe, ich war Vorsitzender des Vereins, ich war Bundespräsidentschaftskandidat. Ich, ich, ich.

Und wissen Sie, woran mich das erinnert? Das erinnert mich daran, wie er seinen Austritt begründet hat. Erinnern Sie sich daran noch? Ja, so formulierte Professor Max Otte seinen Austritt am 21. Februar und begründete ihn eine allgemeine Maxime aus meinen 40 plus Jahren Berufserfahrung. Nur erstklassige Persönlichkeiten holen erstklassige Persönlichkeiten in ihr Unternehmen oder ihre Organisation, denn sie haben keine Angst, Zweitklassige holen Dritt- und Viertklassige, weil sie sich absichern wollen.

Ja, also jetzt nochmal kurz zur Erinnerung, wer ist denn jetzt der Zweit-, Dritt- und Viertklassige? Also der Zweitklassige ist ja offensichtlich der Dr. Hans-Georg Maaßen und die Dritt- und Viertklassige sind der Herr Mitsch und alle anderen. So, das heißt, wie kann man, jetzt wenn Sie das mal so auf sich wirken lassen, wenn das also zweit-, dritt- und viertklassig ist, wer ist denn dann erstklassig? Ja, erstklassig ist der Professor Max Otte, das ist derjenige, der eigentlich wirklich top ist, zumindest hält er sich ja für top.

Er ist ja auch eine Person des öffentlichen politischen Lebens, nachdem er erfolglos für die Bundespräsidentschaft kandidiert hat. Und da gibt es dann doch den Punkt, der mich so stutzig machte. Was sind das für Menschen, die andere niedermachen? Du bist zweit, du bist dritt, du bist viertklassig und sich selber dadurch erhöhen.

Wie nennt man die nochmal? Nennt man die nicht Narzissten, Egomanen, Arschlöcher? Wie nennt man die? Also ich sage jetzt nichts gegen die fachliche Kompetenz, aber da ist doch charakterlich, aus meiner Sicht, sind doch da erhebliche Defizite. Und wir sehen hier schon an diesen wenigen Szenen, dass der Professor Max Otte hat so ein, das ist mein Eindruck, ein Bedürfnis, er möchte bewundert werden.

Ich bin Vorstand, ich war Kandidat für den Bundespräsidenten, weil ich das war. Deswegen bin ich jetzt was Besonderes. Und mit so zwei Dritt- und Viertklassigen, mit denen gebe ich mich doch nicht ab. Und dann sagt doch dann der Dominik Kettner, ja und, Sie haben ja auch die zweitmeisten Stimmen bekommen. Ja, was er aber dabei verschwiegen hat, ist Folgendes. Ja, schauen wir uns einfach mal die Kandidaten an.

Nominiert waren also der bisherige Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier, dann kam von der Linken der parteilose Gerhard Trabert, dann der Max Otte, damals CDU, und dann von den Freien Wählern Stefanie Bauer. So weit, so gut. Zu vergeben waren 1472 Stimmen, von denen hat dann im ersten Durchgang der Frank-Walter Steinmeier 71% gesammelt und richtig ist, Max Otte hatte 140 Stimmen und damit mit 9,5% der zweite.

Jetzt muss man sich aber noch mal ernsthaft die Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Also 9,5 Prozent gegenüber 71 Prozent ist ja nun eine Relation, die, ich sag mal, schlichtweg lachhaft ist. Und nun hat er in dem Interview mit Kettner, hat er dann Otto noch erwähnt, ja, ja, aber der Steinmeier hat ja quasi nur gewonnen, weil ja die anderen Parteien alle ihn gewählt haben. Ja, so funktioniert ja Demokratie, dass irgendwer irgendwen wählt und insofern war doch eigentlich von vornherein klar,

weil es wurde ja auch schon vorher angekündigt, vor dieser Wahl, welche Parteien eben welche Kandidaturen unterstützen. Das heißt also schon bevor Sie angetreten sind, Professor Otte, war doch klar, dass der Steinmeier wiedergewählt wird. Sie hatten also niemals eine realistische Chance. Das heißt, was Sie dort gemacht haben, Sie haben an einer Scheinveranstaltung teilgenommen, wo man den Kandidaten, den man haben wollte, sowieso wiedergewählt hätte, egal ob sie da hingegangen wären oder nicht.

Das heißt, sich darauf jetzt irgendetwas einzubilden, die zweitmeisten Stimmen von was, von nix zu haben, das ist ja nun wirklich, ich sag mal, wirklich lachhaft. Und dass Sie da im Nachgang, das ist ja nun schon wieder ein Weilchen her, dem immer noch hinterher trauen nach dem Motto, ja Bundespräsident, das wäre ja mir quasi angemessen, das finde ich schon sehr bemerkenswert. Das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, da ist man dann raus aus der Parteipolitik, das ist das höchste Staatsamt, das ist eine ganz andere Flughöhe, als jetzt in einer kleinen Partei wieder anzufangen.

Haben Sie das wirklich genau zur Kenntnis genommen, was er dort sagt? Ich spiele Ihnen das nochmal vor. Ich war Vorsitzender des Vereins, ich war Bundespräsidentschaftskandidat. Ich habe für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. Da ist man dann raus aus der Parteipolitik. Das ist das höchste Staatsamt. Das ist eine ganz andere Flughöhe, als jetzt in einer kleinen Partei wieder anzufangen. Also, weil er einmal erfolglos für den Bundespräsidenten kandidiert hat, Deswegen ist er jetzt raus aus der Parteipolitik. Da hat man eine ganz andere Flughöhe, als dass man bei einer kleinen Partei nochmal von vorne anfängt.

Das heißt, hier sehen wir, dass Herr Professor Max Otte sich für ja nicht nur erstklassig hält, sondern für überklassig. Er ist ein richtiger Überflieger, der nachdem er einmal wie Daedalus und Icarus der Sonne zu nahe kam und dann abstürzte, nicht auf den Gedanken kommt, ganz klein unten wieder anzufangen und sich ein Flugapparat zu bauen, mit dem man wieder aufsteigt. Nein, er träumt von der Sonne und sagt, ich habe es ja versucht

und deswegen bin ich jetzt zu fein dafür, für die Parteiarbeit. Und das noch mit Leuten, die mir gar nicht gefallen, die mir Querschüsse gegeben haben. Nein, also doch mit mir nicht. Ja, die Frage ist jetzt unabhängig von deiner fachlichen Qualifikation, ist da nicht die Eitelkeit, der Wunsch oben zu stehen, Elite zu sein und die anderen nach unten zu drücken, auf die herabzuschauen,

Ist das die Charaktereigenschaft, die wir in unserer, ich sag mal, schwierigen Zeit von unseren politischen Vordenkern benötigen? Oder bräuchten wir nicht eher Menschen, die sagen, was ist gut fürs Volk und nicht, welcher Posten passt am besten zu mir? Ja, vielleicht sehen Sie das ja ganz anders, wenn Sie ein Professor-Otter-Fan sind und mich niedermachen wollen. Machen Sie es in den Kommentaren, aber bitte bleiben Sie höflich, denn sonst werden Sie gesperrt auf ewig. Und wenn Sie ein Otto Feind sind, bleiben Sie auch höflich. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Max Otte | Werteunion ist unter seinem Niveau“, Die Welt Klar Sehen, 04.03.2024.

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Prof. Max Otte erklärt in einem längeren Interview, warum er aus der Werteunion ausgetreten ist – echte Motive ganz anders als die offizielle Begründung.

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