Grünes Urgestein tritt aus | 45 Jahre sind genug | Schnauze voll24.03.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 24.03.20247 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Mit den Grünen und der Sympathie geht es selbst innerhalb der eigenen Partei mittlerweile steil bergabwärts. Aktuell ist einer der Gründungsmitglieder, also seit 45 Jahren Mitglied in der Partei, wutentbrannt ausgetreten und hat sein Kündigungsschreiben online gestellt. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Mein Name ist Uwe Loose und ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind. Heute geht es ja um einen, ich sag mal, brisanten Text, nämlich von einem Mitglied, das heißt Dr. Ulfried Goiter. Davon haben Sie sicherlich noch nie gehört. Es handelt sich einem deutschen Psychologen und Psychotherapeuten aus Berlin und eben Hochschuldozenten. für Körperpsychotherapie an der Uni Marburg. Weitere Details entnehmen Sie einfach dem Wikipedia-Artikel beziehungsweise gehen Sie auf seine Homepage, dort finden Sie einiges zu ihm. Das ist aber für dieses Video im Grunde genommen uninteressant. Entscheidend ist eben sein Austrittsschreiben, das er nach 45 Jahren nun publiziert hat und zwar eben auf einem Blog und dieser Blog heißt Blog der Republik.
Ich verlinke das unten. Dort schreibt er in 15 bis 18 Minuten Lesezeit, so jedenfalls die Blognotiz, was seine Gründe waren, weshalb er jetzt nach 45 Jahren ausgetreten ist. Ich habe seine Gründe mal analysiert und fasse das mal kurz zusammen, sodass wir mal schauen können, was denn seine Kernpunkte sind. Der Tenor seines Austrittsschreibens ist, ich zitiere mal, Ich habe mir viele Gedanken gemacht und würde gerne dazu beitragen, dem Irrsinn in der gegenwärtigen deutschen Politik entgegenzusteuern und sei es mit dem winzigen Beitrag meiner Austrittsbegründung. An anderer Stelle zitiert der Antje Vollmer, wie sie in ihrem letzten Essay schrieb, haben die Grünen ihren friedens- und umweltpolitischen Ideale geopfert. für das bloße Ziel mitzuspielen beim großen geopolitischen Machtpoker. Daher trete ich aus. Ja, das ist also im Grunde genommen der Rahmen, in dem er jetzt sein Kündigungsschreiben festsetzt. Und er hat eigentlich vier verschiedene Themen. So, fangen wir mit dem ersten Thema an, nämlich was ist die historische Identität der Grünen?
Und wie er dann von der Veränderung dieser Identität enttäuscht ist. Also er reflektiert über die ursprünglichen Werte der Grünen, die in der Friedensbewegung wurzeln, wie wir ja alle wissen. Und seine Enttäuschung gründet darauf, dass er jetzt wahrnimmt, dass eben diese Friedensbewegung sich abkehrt von den Idealen hin zu einer Politik, die er als aggressiv und kriegsbefürwortend empfindet. So, dann betont er noch, eben auch schon ganz am Anfang, wie lange er eben Mitglied war und dass er stolz war, ein Teil der Grünen gewesen zu sein. Doch die aktuelle Politik der Partei steht für ihn im Widerspruch zu seinen persönlichen Überzeugungen, insbesondere im Hinblick auf die Friedenspolitik und militärische Zurückhaltung. So, dann als zweiten Hauptpunkt kritisiert er die aktuelle Außen- und Sicherheitspolitik der Grünen. Und zwar kritisiert er insbesondere die Führung, namentlich Anton Hofreiter und Annalena Baerbock, für deren Unterstützung von Waffenlieferungen an die Ukraine und die rhetorische Unterstützung eines militärischen Sieges über Russland.
Dann hebt er auch die Gefahr einer Eskalation des Konflikts hervor, insbesondere durch die Lieferung schwerer Waffen und warnt vor den potenziellen Folgen einschließlich eines möglichen Atomkriegs. Hier ist ein Zitat von besonderer Bedeutung, nämlich in den letzten Ausschlag gegeben hat die Attacke von Anton Hofreiter gegen die vernünftige Politik von Olaf Scholz keine Taurus-Raketen liefern zu wollen. Ja, da muss ich natürlich doch schon auch sagen, das ist zwar jetzt durchaus aktuell, aber wir haben doch jetzt schon seit zwei Jahren Kriegspolitik. Also der Herr Goiter war doch dann, sagen wir mal, doch sehr leidensfähig. So, und erst jetzt, wo er also quasi das Risiko eines Atomkrieges kommen sieht, wegen der Taurus-Politik, Lenkraketen, da erst wird er aktiv. Sein drittes Thema ist die moralische und strategische Bewertung der Grünen-Politik. Er wirft der Partei vor, moralische Imperative über strategische Überlegungen zu stellen. Er kritisiert eine Außenpolitik, die sich durch moralische Überlegenheit definiert, aber die komplexen Realitäten internationaler Beziehungen und die Notwendigkeit diplomatischer
Lösungen ignoriert. Ja, das kennen wir ja, dass also Frau Annalena Baerbock rumreist und allen erzählt, was sie tun sollten und tun müssten und auf keinen Fall tun dürfen, aber ansonsten erzählt sie nicht viel. So, dann ignoriert er oder kritisiert er die Geschichtsblindheit, nämlich die Ignoranz gegenüber historischen Lektionen und die Unfähigkeit, die Perspektive des Gegners zu verstehen, So, und das sieht er als zentrale Fehler der aktuellen Politik der Grünen. Ja, das kennen wir ja. Also man kann ja als Außenminister, sollte man ja immer diplomatisch vorgehen. Das ist ja das Wesen von Außenministern. Aber wenn man sich eben weigert, mit der anderen Seite, in dem Fall dem bösen Feind Putin, zu reden, dann erfüllt man eigentlich seine Diplomatenfunktion nicht mehr. Und Zitat also jetzt von Goethe, heute, wo Anton Hofreiter und Annalena Baerbock das Wort in der grünen Außen- und Sicherheitspolitik führen, kann ich es nicht mehr.
Ja, das heißt, das kann er also überhaupt nicht verstehen. Und in seinem vierten Hauptpunkt geht es eben um die Konsequenzen und Zukunftsperspektiven. Und da argumentiert er, dass die Politik der Grünen nicht nur die Parteiideale, sondern auch die Sicherheit Europas und der Welt gefährdet, indem sie die Eskalation des Konflikts riskiert. Und aufgrund dieser genannten Kritikpunkte und der Entfremdung von den aktuellen politischen Zielen der Partei sieht Goethe seinen Austritt als notwendigen Schritt, um seine Integrität und seine Überzeugung zu wahren. Das heißt, wenn wir das jetzt mal zusammenfassen, was hat er gemacht? In seiner Erklärung verbindet er seine persönliche Enttäuschung und seine politische Analyse zu einer umfassenden Kritik an der Entwicklung der Grünen. und erklärt mit seiner Austrittserklärung seine tiefe Sorge um die Grundwerte der Partei und die Folgen ihrer aktuellen Politik. So erwarnt vor der Gefahr, dass eine zu enge Ausrichtung an militärischen Lösungen und auch die Vernachlässigung diplomatischer Beziehungen nicht nur den Frieden gefährden, sondern auch die grundlegenden Prinzipien und Ziele, auf denen die Partei einst gegründet wurde.
Ja, also ich finde den Text ganz interessant. Schauen Sie unten in der Videobeschreibung, da habe ich den Link, da können Sie sich das ganze Dokument im Original mal genau durchlesen. Ja, was halten Sie nun von dem Herrn Goethe und seinen Gründen? Also nachdem Sie den Text gelesen haben, ich hatte ja nur die kurze Zusammenfassung gegeben, glauben Sie, dass das noch Verrohung machen könnte, dass auch andere, ja ich sag mal, bekennende Grüne irgendwann mal die Faxen dicker haben? Oder glauben Sie, dass die Partei Die Grünen mittlerweile in ihren Grundwerten so eben auf Militarismus und, ja, ich sag mal, Expansion eingestellt ist, wie es eben die Vortänzer, Hofreiter, Baerbock und noch manch andere in der Partei tun, dass es ja vielleicht eben einen völligen Gesinnungswechsel gegeben hat? Schreibt es einfach unten in die Kommentare. Wenn Ihnen das Video gefallen hat, dann bitte Daumen hoch, abonnieren bitte und natürlich die Glocke klingeln. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Grünes Urgestein tritt aus | 45 Jahre sind genug | Schnauze voll“, Die Welt Klar Sehen, 24.03.2024.
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Uwe Loose kommentiert die Austritts-Entscheidung eines Langzeit-Grünen-Politikers und ordnet sie in systemic Partei-Entfremdung und Vertrauensverlust ein.
