Sahra Wagenknecht's Lebensgeschichte | Eine Frau, die mehr Power hat als viele Männer28.04.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 28.04.202426 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Sahra Wagenknecht ist mit ihrer eigenen Partei jetzt auf dem Vormarsch in die deutsche Politik. Doch was ist die Frau für eine? Wo kommt sie her? Was will sie wirklich? Und wie ist sie geworden zu dem, was sie jetzt ist? Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Mein Name ist Uwe Loose und ich möchte mit Ihnen heute über diese interessante und faszinierende Persönlichkeit Sahra Wagenknecht reden und habe mir dazu Gedanken über ihren Werdegang gemacht und zwar nach rein öffentlichem Internet verfügbaren Quellen ohne die großartige Lektüre von Büchern und Biografien etc. nach dem, was Sie auch hätten finden können, so wie ich es gefunden habe. Und daraus versuche ich einen Charakter Profil zu erstellen, damit wir verstehen können, wer ist die Frau, was will sie und warum ist sie so, wie sie geworden ist. Also bleiben Sie dran und schauen Sie, ob Sie meinen Gedanken folgen können. Zuerst ein kleiner Überblick über Ihre Biografie. Da gibt es eben sieben Etappen Ihres Lebens. Die Vorschulzeit, die Schulzeit, Ihre Studienzeit, dann Ihre erste Ehe mit dem Herrn Niemeyer, die zweite Ehe mit dem Herrn Lafontaine, dann der Lösungsprozess und Streit von Ihrer Partei Die Linke und zum Schluss eben
Die Gründung ihrer eigenen Partei. Fangen wir also an mit der Geburt am 16.07.1969 in Jena der vormaligen DDR. Kind ihrer Eltern, nämlich dem Vater, der ein Iraner war und die Mutter eine Kunsthändlerin. Der Vater hat wohl die Familie bei Zeiten verlassen, beziehungsweise es heißt, er sei auf einer seiner Iranreisen verschollen. Die Mutter wohnte später in Berlin und das junge Mädchen wuchs bei den Großeltern in Jena auf. Und hier haben wir schon einen ersten ganz markanten, nach meiner Meinung psychologischen Faktor, den man bedenken sollte. Also ein Mädchen, was quasi ohne Eltern aufwächst, in der Fürsorge der Großeltern. Das heißt, Vater war weg, Mutter war im Grunde genommen auch weg. Das ist nach meiner Lebenserfahrung die typische Konstellation einer schwierigen Kindheit, wo jemand entweder daran zugrunde geht, weil er keine Bezugsperson hat, oder aber er...
muss sich eben selbst durchboxen und muss sich seine Normen später selber suchen. Sprich, das ist eine Konstellation für Leute, die scheitern oder für Leute, die große Individualisten werden. Insbesondere bei Mädchen ist dann hier das Thema, dass oftmals der fehlende Vater eine fehlende begriffliche und moralische Normierung bedeutet, sodass die oftmals entweder dem Vater hinterher weinen, hinterher weinen, Heulen nach dem Motto, wo ist mein Vater, mein Vater, mein Vater. Oder aber, dass sie sich andere Autoritäten suchen. So, das können sie bei den Eltern natürlich nicht, bei den Großeltern natürlich nicht bekommen. Aber man muss ja auch sagen, es gab ja schon Normierungen, nämlich eben die Weltanschauung in der DDR. So, dann mit der Einschulung, die etwa 1975 gewesen sein soll, das ist nicht ganz klar, aber normalerweise wurde man mit sechs Jahren eingeschult, ist sie umgezogen nach Ostberlin zur Mutter, die ja eben eine Kunsthändlerin war. Das heißt, wenn wir jetzt also überlegen, jetzt haben wir dann
eben eine Frauenwirtschaft sozusagen. Das bedeutet, dass also hier die weibliche Energie im Haus natürlich hoch ist, aber der Vater fehlt immer noch. Und wir wissen, dass Kunsthändler sind natürlich schon materiell orientiert, aber sie sind eben auch sehr künstlerisch orientiert, sehr feinsinnig. Das heißt, da ist also viel Emotion, aber nicht unbedingt sehr viel an gedanklicher Klarheit. Sie ist dann 1982, 83 irgendwann mal vermutlich Mitglied der Freien Deutschen Jugend geworden. Das ist also die politische Jugendorganisation und hat dann 1988 ihr Abitur an einer Oberschule gemacht, Albert Einstein. Also sprich, da ist Naturwissenschaft der Schwerpunkt gewesen. So weit, so gut. Das heißt, hier sehen wir also in dieser Zeit macht sie erste Erfahrungen eben mit gesellschaftlichen Normen im Teenageralter und zwar mit der freien deutschen Jugend. Diese Erfahrungen waren offensichtlich nicht gut, denn nach dem Schulschluss hätte sie jetzt eigentlich aufgrund ihres Abiturs ja studieren gehen können oder dürfen. So das durfte sie aber nicht, weil sie eben mit der vormilitärischen Ausbildung Probleme hatte.
Sie selber hat wohl mal erklärt, dass sie Essprobleme hätte. Ihre Lehrer haben das anders gesehen, nach dem Motto, sie war widersinnig und hat sich in den Hungerstreik begeben. Die Folge davon war, dass sie eben ein Studierverbot bekam und nicht an der Universität studieren durfte, sondern lediglich verpflichtet wurde, sekretarische Arbeiten an der Universität zu machen. So, dann kam jetzt aber, ja ich sage mal, ihr Eigenwille zum Vorschein. Nach zwei Monaten hat sie gekündigt und hat sich dann ja autodidaktisch selber weitergebildet. Insbesondere hat sie interessiert Philosophie und zwar speziell die idealistische Philosophie von dem deutschen berühmten Philosophen Hegel. So, und um sich zu finanzieren, hat sie Nachhilfestunden gegeben. So, das heißt, das war jetzt eine Übergangszeit, die mit dem Ende des Schulschlusses begann, 1988, und die ging bis 1989, wo sie dann in die SED eintrat und hat dann quasi schon durch ihre Hegel-Studien schon eigene Gedanken gebildet.
und wollte also den Sozialismus, der in der DDR war, umgestalten, weil sie der Meinung war, dass das nicht der wahre Sozialismus ist und dass man sich eben den Opportunisten entgegenzustellen hätte. Das heißt, hier haben wir ein ganz besonderes Thema, nämlich was genau hat sie eigentlich von Hegel gelernt? Das werden wir jetzt aber nicht in dieser Biografiebesprechung machen, sondern dazu mache ich noch ein ganz eigenes Video, nämlich zu dem Thema die vier Männer, die Sahra Wagenknechts Denken und Wollen beeinflusst haben. So, aber weiter zurück zum Thema Studium. 1990 wird sie dann weiter aktiv, nämlich sie wird Mitglied in der neuen Partei des demokratischen Sozialismus, PDS, die später dann in Die Linke mit aufgeht. Sie beteiligt sich aktiv an der Umgestaltung der Partei, insbesondere nach der deutschen Wiedervereinigung. Und sie beginnt eben zu studieren, und zwar Philosophie und neuere deutsche Literatur. Das heißt, hier sehen wir, dass sie eben ja eine Geisteswissenschaftlerin ist, die eben an Gedanken interessiert ist. Denn die Philosophie ist ja die Wissenschaft selbst.
und Kunst der verschiedenen Weltanschauung und des logischen Denkens. Und die neuere deutsche Literatur bezieht sich eben auf die moderne Literatur. In der Regel ist das die Nachkriegsliteratur. Dann bricht sie aber in die Sie macht das an zwei verschiedenen Universitäten, einmal in Berlin und einmal in Jena. So bricht die Philosophie aber ab, weil sie kein Verständnis mehr für ihr Forschungsziel fand. Und soweit ich es verstehe, war es nämlich ihr Forschungsziel, den Sozialismus zu erneuern. Und darüber wollte sie forschen. Und dafür war an der Universität im Westen im Grunde genommen kein Platz. Das interessierte niemanden. Also brach sie das dann eben ab. Und immatrikulierte dann in Groningen, also in den Niederlanden, und hat dann dort ihr Studium der Philosophie weitergeführt. Ein Jahr später ist sie dann im Parteivorstand der PDS, also man sieht hier den Gestaltungswillen, politisch aktiv zu werden.
Dort ist sie auch einige Jahre, aber nachher wird sie eben dort blockiert von Gregor Gysi, der dort Vorstandsvorsitzender ist. Warum? Wegen ihrer positiven Haltung zum Stalinismusmodell. Also sie hat dann durch ihre Studien sich eben auch mit dem... Kommunismus und Sozialismus intensiv beschäftigt und hat dann festgestellt, dass der Stalinismus, was die wirtschaftliche Entwicklung betraf, aus einem rückständigen Land doch eben ein fortschrittlicheres machte, auch wenn sie eben die harten Methoden und alles, was da diktatorisch war, das verurteilte. Aber offensichtlich war das schon der bloße Gedanke, dass irgendetwas am Stalinismus gut sein könnte, nichts, was in der PDS ein geeigneter Inhalt gewesen wäre. So, dann wurde sie, aber ging sie auch gleichzeitig noch bei der kommunistischen Plattform rein und hat dann eben eine Vorstandstätigkeit dort gehabt, in der sie neun Jahre geblieben ist von 1991 bis 2010. So in den 92 hat sie eben den Satz gesagt, beeindruckende Modernisierungspolitik Stalins. Ja, 1996 schließt sie dann also ihr Studium mit dem...
ME, also Magisteratium ab, nämlich die Hegel-Rezeption des jungen Karl Marx. Das heißt, hier haben wir also das Thema, was genau hat der Hegel gesagt, um was genau hat der Marx gesagt, um was von dem, was der Hegel gesagt hat, ist bei Marx eingeflossen und wie haben diese beiden philosophischen Denker, die Gedankenwelt von Sahra Wagenknecht beeinflusst. Doch nicht nur, dass sie sich eben für Philosophie und Sozialismus und Kommunismus interessiert hat, sondern sie hat eben auch an der Technischen Universität Chemnitz in Volkswirtschaft Lehre und eine Dissertation geschrieben mit dem Thema ökonomische Grenzen der Globalisierung und der freien Marktwirtschaft. Das heißt, auch hier sehen wir, dass sie eben an Wirtschaftsprozessen schon in jungen Jahren ein großes Interesse hat und klar an die Grenzen der freien Marktwirtschaft denkt, nämlich ökonomische Grenzen der Globalisierung. Das heißt, sie ist quasi
ein Globalisierungsgegner und ein Gegner der freien Marktwirtschaft. Das erkennen wir also hier schon 1996. Ja, aber nicht nur das erkennen wir, sondern wir erkennen auch, dass das, was Sie in Ihrer Vorschulphase, was ich dort interpretiert habe, nämlich die fehlende Vaterschaft und die fehlende Normgebung durch eine männliche Autorität, dass sie die eben sucht und die findet sie letztendlich, in ihren philosophischen Studien zuerst in dem großen Übervater Hegel, der also die ganze Welt in ein Schema reinbringt und alles geht einen gesetzmäßigen Gang und alles hat seine Regeln. Also das ist quasi der erste große Vater, den sie hat, aber der ist dann eben sehr ideell und sehr geistig. Und dann kommt der zweite Vater, nämlich der praktische Vater, der dichter an der Realität ist. nämlich der Karl Marx. Und letztendlich nimmt sie deren beider Informationen so gut auf und verschmilzt das mit ihren eigenen Gefühlen und Gedanken so, dass sie schon kurz danach selber Normgeber sein will, will selber schon die SED umformen und wird deswegen aktiv. Das heißt, hier haben wir also die Integration von Fremdnormen in das eigene Bewusstsein,
mit dem Gestaltungswillen die Außenwelt und damit auch das Bewusstsein der Menschen umwandeln, umformen zu wollen und zwar nach dem eigenen ideologischen Vorbild. Das heißt, hier ist ganz klar eine ideologische Komponente, die aus ideologischem Dogmatismus herausstammt. Ja und damit ist im Grunde genommen Phase 3 ihres Lebens abgeschlossen, Studium beendet. In der Politik ist sie ja schon tätig. Und nun kommt eben der nächste Schritt, dass sie ihre Erkenntnisse, was Marx und Hegel miteinander zu tun haben, in einem Buch veröffentlicht. Und nun hat sie auch die geistige Reife, sich auf einen echten Mann einzulassen und heiratet eben den Publizisten Ralf Thomas Niemeyer. Und diese Ehe läuft im Prinzip 16 Jahre, wobei aber Nur 14 Jahre davon haben sie zusammengelebt und danach waren sie schon getrennt. Und da möchte ich noch mal kurz auf den Ralf Thomas Niemeyer eingehen. Ja, hier sehen wir mal ein paar Bilder von Google Bildersuche, der Ralf T. Niemeyer alleine bzw. zusammen mit Sahra Wagenknecht oder anderen Menschen noch auf dem Bilde. Denn in seinem bloßen Wikipedia-Profil finden wir kein Foto.
Aber wir finden ein paar Eckdaten und da wollen wir jetzt nicht ins Detail reingehen. Also gerade weil er auch eine kritische Person ist, muss jetzt nicht alles, was da bei Wikipedia drin steht, richtig sein. Aber er ist ja jetzt nicht unser Hauptthema, sondern eben eine Randfigur. Also gleicher Jahrgang, 9. Oktober 1969, also ein bisschen jünger als Sahra Wagenknecht, deutscher Autor. Kandidierte dreimal erfolglos für den Bundestag, für die Linke, die SPD und die Basis. Seit 2022 vertritt er Position der Reichsbürgerbewegung und bezeichnet sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 als Vertreter einer deutschen Exilregierung, die mit Russland verbindet. Da will ich jetzt gar nicht weiter darauf eingehen, nur dass Sie jetzt mal eine Vorstellung haben, was das dann für einer ist. Aber diese Reichsbürger-Geschichte ist dann eben erst relativ frisch und vorher war er dann ja eben auch ein Politaktivist, so wie Sahra Wagenknecht spricht. Die beiden passten ja eigentlich ganz gut zusammen als politisch vorwiegend linksorientierte Denker. Und das hat sich dann aber aus welchen Gründen auch immer später geändert.
Ja, also auf jeden Fall hat die beiden, also Sahra Wagenknecht und Ralf T. Niemeyer doch starke Emotionen verbunden, denn sie haben ja nun 97 geheiratet und 96 war der Niemeyer ja gerade erst vom Landgericht Köln wegen Betruges in 46 Fällen zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden und hat ein fünfjähriges Berufsverbot erhalten. Und dann im Jahr 97 wurde dann die Verstrickung der Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt. Und geheiratet haben sie wann? Am 5. Mai, dem Geburtstag von Karl Marx. Das heißt also, hier sind zwei Marxisten sozusagen. Zwei Kommunisten oder Sozialisten, das ist vielleicht noch ein gewisser Unterschied, den wir aber hier jetzt in der Biografie nicht behandeln möchten. Da sehen wir also, die haben eine ideologische Einheit gehabt, waren quasi eine Art Kampfpaar für den Sozialismus. Wobei natürlich die Philosophin und Volkswirtschaftlerin vermutlich dem Verleger und Autor intellektuell an der Stelle überlegen gewesen sein dürften.
Ja, auch ihre politische Karriere ging quasi unmittelbar nach der Eheschließung mit Niemeyer erst richtig los, nämlich sie blühte dann quasi regelrecht auf und wurde direkt Kandidatin der PDS. Im Jahr danach, im Jahr 2000, ließ sie sich dann wieder in den Parteivorstand noch mal wählen, wurde auch erstmalig für die Kandidatur für den Deutschen Bundestag aufgestellt. Das funktionierte zwar nicht, erhöhte aber ihre Popularität. Und sie formulierte quasi für eine breitere Öffentlichkeit eben ihre politischen Ziele, als da waren die Überwindung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse, eine neue Gesellschaft, keine Rückkehr zum Sozialismus der DDR, Verstaatlichung der Grundversorger- und Schlüsselindustrie. Das heißt, was ihr eigentlich vorschwebte, war ein Sozialismus ohne Planwirtschaft und eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Das ist so etwa die Grundlosung, die man sich vorstellen kann. So, dann ließ sie sich 2004, expandierte sie politisch und ließ sich ins Europäische Parlament arbeiten, war dort in wirtschafts- und finanzpolitischen Ausschüssen und setzte sich als Sozialistin natürlich für soziale europäische Verhältnisse innerhalb der Union ein. 2005 hatte sie dann an den Protesten gegen die Hartz-IV-Gesetze demonstriert, die sie als ungerecht empfand und ist 2006 Mitbegründer einer antikapitalistischen Linken geworden.
Dann ist sie sieben Jahre lang Mitglied im Parteivorstand der Linken gewesen, davon die ersten drei Jahre auch Mitglied in der Programmkommission, was bei ihrer philosophisch-akademischen Vorbildung sicherlich sehr vorteilhaft war. Aber im Jahr 2008 wollte sie stellvertretende Parteivorsitzende werden, wurde aber ausgebremst von dem Parteivorsitzenden Lothar Bisky und dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi. die offensichtlich mit ihrer Vorstellung von Sozialismus nicht einverstanden waren. Und so konnte sie ihre Position erst mal nicht durchziehen. Und erst zwei Jahre später, da schaffte sie es dann, stellvertretende Parteivorsitzende zu werden. Und es gibt also einige Aussagen, sinngemäß noch wörtlich, die ungefähr heißen, dass die DDR das friedfertigste und menschenfreundlichste Gemeinwesen ist. dass sich die Deutschen im Gesamten ihrer Geschichte bisher geschaffen haben, sodass die Diktatur kein angemessener Begriff für die DDR ist und dass die DDR kein Unrechtsstaat war und nicht mit der NS-Diktatur zu vergleichen sei. So auch sei echte Demokratie im heutigen kapitalistischen System noch nicht möglich und die DDR war nur überzentralisiert.
Aber die politische Repression in der DDR stand in völligem Kontrast zu den sozialistischen Ideen. Das heißt, hier sieht man auch, dass sie eben eine ursprüngliche Form von dem wahren, echten Sozialismus hat, der dann in der DDR nur teilweise verwirklicht war und der quasi erneuert werden müsste. Und eben auch auf demokratischen Beinen quasi zu stehen hat, auch auf wirtschaftlichen, aber mit der Maßgabe, dass eben Schlüsselindustrie und Grundversorgung staatlich verstaatlicht oder zumindest zentralisiert werden sollen. 2009 zieht sie dann als Mitglied des Bundestages Als Mitglied der Linken in den Bundestag ein und fängt an, sich als Kritikerin der Bundesregierung zum Thema Sparpolitik in der EU zu profitieren. Und jetzt ändert sie ihren Namen schreibweise von Sarah zu Sarah. Also das... Ursprünglich war das H bei ihrem Vornamen hinten. Jetzt steht es in der Mitte und das ist die persische Schreibweise. Und hier sehen wir wieder diese Geschichte, die aus der Vorschuhzeit noch herstammt, die fehlende Vaterfigur. Wir sind im Jahr 2009. Da ist die Frau 38 Jahre alt. Und jetzt auf einmal ändert sie den Namen auf die Schreibweise, die es beim Vater üblich war.
Warum macht man das, wenn man nicht ein Vaterproblem hat? Das heißt also, selbst in dieser Altersklasse ist sie immer noch auf der Suche nach der väterlichen Autorität, obwohl sie selber doch Autorität ausüben will durch ihre politische Arbeit. 2010 schreibt sie ein Buch Freiheit statt Kapitalismus. Darin gibt es verschiedene kapitalismuskritische Thesen und plädiert für eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Kritisiert auch Israels Kriegspolitik. Und 2011 ist ihr die Arbeit im EU-Parlament einfach zu viel und sie will sich jetzt wieder nur noch um deutsche Innenpolitik kümmern. und wird dann stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion. Das hängt wohl direkt oder indirekt auch mit dem Eheleben zusammen, denn sie trennt sich räumlich von ihrem Ehemann Ralf Thomas Niemeyer und wendet sich dann der nächsten Lebensetappe zu. Das ist nämlich die Lebensetappe Politik und Ehe mit Lafontaine.
wo sie also schon 2012, da ist sie noch gar nicht von dem Niemeyer geschieden, mit Oskar Lafontaine zusammenzieht. Beide gründen das Netzwerk Sozialistische Linke, die eine Splittergruppe innerhalb der Partei Die Linke ist. Und was wollen sie? Sie wollen einen erneuerten sozialistischen Agenda fördern. Und gleichzeitig schreibt sie noch für eine Zeitung, für eine Linkszeitung, die Neues Deutschland heißt, eine Kolumne der Krisenstaaten. Ja, Oskar Lafontaine war scheinbar eine bessere Wahl für ihren jetzigen Lebensabschnitt als der Herr Niemeyer. Sie lässt sich 2013 von dem Niemeyer scheiden, macht mit Politik weiter, kommt in den Bundestag über die Landesliste NRW und schreibt jetzt ein Buch Freiheit statt Kapitalismus und beschreibt dort ihre Vorstellung eines kreativen Sozialismus, eben Marktwirtschaft ohne Kapitalismus, Sozialismus ohne Planwirtschaft, kein Kommunismus, also keine Abschaffung des Privateigentums. Und viele Ideen aus dem Ordo-Liberalismus, also nach dem Motto Handel und Wirtschaft soll durchaus sein. Und auch freier Bürgertum und Wahlen und solche Dinge. 2014 zum Jahresende hin heiratet sie den Oskar Lafontaine. Und da sind wir schon wieder bei der Vaterthematik aus jungen Jahren.
Ja und zwar warum? Weil Oskar Lafontaine ist Jahrgang 43, das heißt er ist 26 Jahre älter als Sahra Wagenknecht. Und insofern könnte er ja rein jetzt vom Alter her ihr Vater sein. Und Lafontaine ist ja zu dem Zeitpunkt schon in der Politik ja eine namhafte Figur. Ja, und ist ja eben auch ein Linker. Das heißt, die beiden führen jetzt quasi das, was sie vorher mit dem Niemeyer gemacht hat, auf einer höheren Ebene fort. So, und logischerweise, wenn jetzt ein junger Mensch mit einem älteren zusammenzieht, dann gibt es immer einen Kräfterausgleich. Der Jüngere profitiert entweder von dem Geld oder von dem Wissen. Ja. des Älteren und der Ältere profitiert von der Lebendigkeit, von der Vitalität des Jüngeren. Das heißt, der Jüngere ist so eine Art Lebenselixier für den Älteren und der Ältere ist für den Jüngeren ja eine Art von materieller Sicherheit und aber auch von intellektueller Geborgenheit. Und hier sehen wir also, diese Uralt-Thematik zieht sich immer noch durch ihr Leben.
Ja, und der parteiinterne Rivale, der Gysi, der sie bisher quasi ausgebremst hat, der erklärt dann 2015 im Sommer seinen Rücktritt zum Jahresende. Und zack wird sie jetzt also Co-Vorsitzende mit Dietmar Bartsch mit dem Ziel, die Partei als starke sozialistische Kraft in Deutschland zu etablieren. Die nächste Möglichkeit ergibt sich 2016 mit der Wiederwahl in den Bundestag. Da hat sie auch ein gutes Ergebnis und bekommt viel Aufmerksamkeit. Jetzt tritt sie ein für die Auflösung der NATO, eine neue Sicherheitsordnung mit Russland und erklärt eben, dass der Syrienkrieg Ergebnis eines gescheiterten Pipeline-Projekts sei. Ja, und 2017 hat sie nochmal ein Bundestagsmandat über die Landesliste bei NRW. So 2017 bis 2021 führt sie weiter die Linksfraktion an, verliert aber die Oppositionsführerschaft an die AfD. Das heißt, hier sehen wir, dass sie nicht so ganz gut auf die AfD zu sprechen ist, weil die ihr quasi die Butter vom Brot genommen hat. Vorher konnte sie die Aufmerksamkeit, die sie als...
Individuum ja unbedingt haben will. Als Individualist konnte sie auf sich alleine bündeln und plötzlich kommt eine völlig neue Kraft auf die AfD und zieht ihr quasi das Podium unter den Füßen weg. So, wie dem auch sei, jedenfalls ist sie weiterhin aktiv, macht noch Mitglied im Finanzausschuss, stellvertretend Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. So schreibt ein Buch Reichtum ohne Gier, in dem sie eben ihre bisherige Wirtschafts- und Soziallehre weiter ausführt und auch konkretische politische Maßnahmen vorstellt. So 2018 versucht sie dann jetzt quasi sich schon erstmalig von der linken Partei selber zu etablieren und einen größeren Rahmen, ein größeres Rad zu drehen. nämlich mit der Sammlungsbewegung Aufstehen, wo man quasi alle Linken untereinander versammeln wollte, unterstützt von ihrem Ehemann Oskar Lafontaine. Offensichtlich hat sie sich dann aber jetzt doch ein bisschen zu viel zugemutet, denn 2019 tritt sie vom Parteivorsitz zurück.
Weil sie ein Burnout hat und ihr Ziel ist, sich intensiver auf die Parlamentsarbeit zu konzentrieren. Das heißt nichts anderes, dass sie mit ihren Expansionsplänen gescheitert ist. Also so wie sie schon erst nach Europa expandiert und dort dann sagt, mache ich nicht mehr, ich will mich um Innenpolitik kümmern. So ist jetzt die Innenpolitik zu viel. Jetzt will sie sich konzentrieren auf die Parlamentsarbeit. Das heißt, wir sehen hier eine bestimmte Bewegungsrichtung vom Großen zum Kleinen hin. Also immer mehr weg von der Außenwelt hin zu ihrer eigenen Person im Zentrum ihres Denkens und Handelns. 2019 ist also dann, wenn sie zurücktritt, ihre Nachfolgerin Amira Mohamed Ali, die haben wir ja dann in ihrer neuen Partei nachher und sie macht dann ihren eigenen Kanal. Wagenknechts Wochenschau auf YouTube. Das heißt, hier sehen wir genau diesen Aspekt, dass sie nämlich sagt, alleine kann ich es doch eigentlich am besten. Wozu brauche ich denn eine Partei? Das heißt, wir haben also diese Enttäuschung, im großen Rahmen zu handeln. Ich muss alles alleine machen. Ich bin eine
Ich bin meine eigene Frau, mein eigener Mann sozusagen. Ich habe ja alles im Kopf. Ich bin ja viel schlauer als die anderen. Wenn ich es nicht kann und die Leute nicht so wollen, wie ich will, dann muss ich es eben alleine machen. Diese Tendenz, die setzt sich dann eben weiter fort. Zunächst einmal kritisiert sie eben die Regierung weiter, insbesondere die Corona-Maßnahmen. und erklärt eben, dass Impfung eine persönliche Entscheidung sei, sie ist gegen Impfpflicht, bestreitet, dass Long Covid eine Krankheit ist und dass die Überlastung der Krankenhäuser falsch deklariert wurde und dass da eigentlich ganz andere Gründe für zuständig wären. So, dieser Emanzipation auf eigenen gedanklichen Beinen noch öffentlich zu stehen, was sie durch den Zuspruch durch ihren YouTube-Kanal ja zunehmend hat, dass sie da in ihrem Selbstwert natürlich bestärkt wird, führt dann letztendlich zum Streit mit der Partei in 2021, als sie ihr Buch »Die Selbstgerechten« publiziert, in dem sie die Linken quasi kritisiert, dass die eben nicht zeitgemäß sind und dass sie sich darüber streiten, was nun wahres Linkssein sei, anstatt sich um echte Umverteilungspolitik zu kümmern. Und dass man sich doch bitte auf klassische sozialistische Werte zurückbesinnen möchte.
Das gefiel der Linken nicht und dementsprechend hat man ein Parteiausschlussverfahren gegen sie begonnen, weil das Buch der Partei eben schweren Schaden zugefügt hätte. Und sie hätte eben auch andere Bewegungen quasi verunglimpft, wie die Bewegung Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future, diese seien alle selbstgerecht. Und man hat diesen Antrag verfolgt, aber im Jahr 2022 sind die Anträge letztendlich gescheitert. Obwohl die Anträge geschwächt aus diesem innerparteilichen Streit hervorgegangen sind. Es gab also noch weitere Parteiaustritte und sie hatte sich dann wohl auch nicht so beliebt gemacht mit ihrer Position zu Russland. dass man gute Beziehung zu Russland bräuchte, dass Putin ein rational denkender Machtpolitiker sei, sodass sie sich getäuscht hat, dass Putin völkerrechtswidrig die Ukraine angreift, sodass die USA mitverantwortlich seien an Putins Verhalten wegen der NATO-Osterweiterung und dass man die Sanktionen gegen Russland beenden müsse. Die Folge waren also eben noch weitere Probleme innerhalb der Partei und das i-Tüpfelchen obendrauf war dann eben,
Im Frühjahr 2023, als sie mit Alice Schwarzer dann das Manifest für den Frieden machte und Stopp der Waffenlieferung, Diplomatie und Verhandlung, Allianz für Waffenstillstand und brach dann eben quasi... Mit dem Parteivorstand, weil der eben die Demo-Aufstand für den Frieden nicht unterstützen wollte. So, die Folge davon war, dass sie sagte, sie will für die Linke nicht mehr antreten. So, und die Partei wiederum forderte sie zur Mandatsniederlegung auf, weil sie ja offensichtlich schon mit dem Gedanken spielte, eine eigene Partei zu gründen und das eben parteischädliche Strukturen seien. Im Oktober gab es dann in der zweiten Woche einen Antrag auf Parteiausschluss und zehn Tage später oder 14 Tage später hat sie dann schon mal die Gründung ihres Bündnisses Sahra Wagenknecht vorgestellt. Und damit ist sie dann letztendlich im Alter von 55 Jahren politisch selbstständig geworden, nämlich am 08.01.2024, wo sie dann ihre Partei gegründet hat. Und die Frage ist, wie wird es weitergehen?
Das ist jetzt aber nicht ein Bestandteil dieser Biografie, sondern ich sage aus dem, was ich aus ihrer Biografie entnehme. Ihre Biografie zeigt zwei hauptsächliche Themen, nämlich erstens die fehlende Vaterfigur, die fehlende Autorität. Sie versucht, das immer bei anderen zu suchen, anstatt es bei sich selbst im Inneren zu finden. Sie versucht, die Außenwelt zu dominieren und ihre Dogmen dieser Außenwelt aufzuerlegen, anstatt erst mal mit sich selbst zu ihrem Individuationsprozess zu Ende zu kommen. Das heißt, alle ihre Projekte sind bisher im Grunde genommen gescheitert, weil sie eben dazu führen, dass sie sich mehr auf sich selbst konzentrieren muss. Und deswegen vermute ich, das ist eine freie Spekulation, dass am Ende das Projekt BSW auch scheitern wird oder zumindest sie nicht mit dem BSW zufrieden sein wird, noch dort wieder austreten wird, sei es wegen Burnout oder wegen interner Probleme und sich dann endgültig auf sich selbst besinnt. Ja, soweit meine Meinung. Wenn Sie... darüber mehr wissen wollen, wie die Denkart von Sahra Wagenknecht ist, dann sollten Sie dieses Video sich anschauen, was ich dem in Kürze veröffentlicht werde. Damit Sie das nicht verpassen, sollten Sie bitte auch auf die Glocke klingeln und damit Sie auch entsprechend informiert werden. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Sahra Wagenknecht's Lebensgeschichte | Eine Frau, die mehr Power hat als viele Männer“, Die Welt Klar Sehen, 28.04.2024.
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Uwe Loose analysiert die Biografie Sahra Wagenknechts unter dem Fokus ihrer psychologischen Entwicklung und ihres Aufstiegs zur Parteigründerin. Das Video folgt sieben Lebensetappen: von ihrer Kindheit in der DDR über philosophische und marxistische Studien bis zur Gründung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
