DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

Privat-Kfz sollen drastisch reduziert werden21.05.2024

GLOBALE NGOs

Abschrift

Abschrift des Videos vom 21.05.202411 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Sie sind umweltbewusst und möchten, dass Sie mit Ihrem Auto der Umwelt keinen Schaden zufügen und Sie erwägen, dass Sie Ihr Gas- oder Benzinbetriebenes Auto demnächst durch ein Elektroauto ersetzen. Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht übermorgen. Und damit denken Sie, dass Sie den Wünschen der Regierung und der Umwelt Genüge getan haben. Weit gefehlt, denn das Weltwirtschaftsforum hat völlig neue Pläne und möchte, dass sie viel, viel weniger Auto fahren. Ja, und dazu gibt es ein interessantes Experiment und Untersuchung, was man in Australien gemacht hat. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Mein Name ist Uwe Loose und heute möchte ich mal den Faden mit dem Weltwirtschaftsforum weiter spinnen. Dazu habe ich ja schon vor längerer Zeit mal ein Video gemacht, was auch durchaus sehenswert ist. Das werde ich am Ende nochmal verlinken. Da gucken Sie da mal rein, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

Wer der Klaus Schwab ist und was wir von ihm erwarten können und wo er herkommt. Jetzt aber zu den aktuellen Initiativen. Da hat es am 15. April das Weltwirtschaftsforum auf seiner Webseite einen entsprechenden Kurzbericht veröffentlicht. Den gucken wir uns gleich an. Aber die Frage ist, warum war das jetzt Australien bzw. was haben wir eigentlich mit Australien zu tun, das doch am anderen Ende der Welt sich befindet? Ja, dazu schauen wir einfach mal auf die Webseite des Weltwirtschaftsforums in dem Bereich, wo es quasi thematisch reingehört, nämlich in das Zentrum für Stadttransformation bzw. wie es auf der englischen Seite eigentlich heißt. Center for Urban Transformation. Und da heißt es, we drive global ambition through local action. Bleiben wir mal beim Deutschen. Wir treiben globale Ambitionen durch lokales Handeln voran. Und da sehen wir hier, das geht um 130 Städte und mehr, die engagiert sind. 185 Geschäftspartner und 60 und mehr staatliche Kooperationen.

Civil Society Collaborations, unsere Initiativen, Allianzen, Global, neue Mobility-Koalitionen, neue Baukultur mit Davos und so weiter und so fort, unsere Ressourcen und Werkzeuge, wie man eben Kohlendioxid in Städten reduziert, so wie man Fassaden oder Renovierungen preisgünstiger macht, wie man Smart Cities regiert und all solche Dinge werden dort behandelt. Und in diesem Kontext können wir also definitiv sagen, da spielt das hier rein. Und zwar geht es hier um den Artikel, der heißt One Less Car, How This Country is Encouraging Green Mobility. Das heißt, ein Auto weniger, wie dieses Land grüne Mobilität fördert. So, und dann wird dann jetzt hier in dem Bericht genau dargestellt, worum es geht. Da fasse ich mal das gleich kurz zusammen. So, und hier, the most smart and sustainable cities on the planet. Ja, da schauen wir doch einfach mal rein, welche die fünf smartesten City und nachhaltigsten Städte auf diesem Planeten sind. Bin ja gespannt, ob wir da was wiedererkennen.

So, es gibt hier also ein Städte-in-Bewegungs-Index von der spanischen Business School IESE, wer auch immer das jetzt sein soll. Guck an, Berlin auf Platz 5. Na, das nenne ich doch mal toll. Wenigstens in einer Sache ist Berlin fast ganz oben unter den Top 5 Playern. Weswegen eigentlich? Warum? Wegen seiner gerechten Regierung und seines sozialen Zusammenhaltes. Das finde ich doch super. Hat auch hart gearbeitet, seine Flüchtlingspopulation zu integrieren. Das finde ich auch sehr schön. Platz 4, Tokio. Wegen ökonomischer Stärke, technologischen Fortschritt und guten Ruf Paris. Wegen internationalen Einfluss, egofreundliche Stadtplanung und so weiter New York.

Wegen seiner ökonomischen Größe, wegen seines robusten Bruttosozialprodukt und wegen der Präsenz von großen Firmen. Und weil es Smart City Testbed Programms für neue städtische technische Innovationen so gut bewältigt hat. Und auf Platz 1 London. für das sechste Jahr in Folge wegen seiner technischen Systeme, seiner grünen Infrastruktur, seiner Technikenjobs, weil es bestens auf die Zukunft vorbereitet ist. Und die größte Nummer von Elektroautos und die meisten zertifizierten grünen Gebäude. Da gibt es aber noch weitere 183 Städte in 93 Ländern. So, und nach neun verschiedenen Kriterien wird dort die Sache angegangen. Ja, und dann gibt es auch noch Afrika und so weiter und so fort. Ich glaube, jetzt haben wir langsam genug gesehen und stellen also fest, ja, was in Australien passiert nach dem WEF, das kann nicht ohne Bedeutung für den Rest der Welt sein. Denn wir sind ja schon voll dabei. Ja, um was genau auf uns zukommen soll, ob es dann wird, wissen wir nicht. Das erzähle ich Ihnen jetzt.

Der Hintergrund der Untersuchung war eben, dass Australien ein Land der Autofahrer ist, wo eben 72 Prozent aller Fahrten mit dem Auto unternommen werden. Jetzt gab es dann eben die Initiative Ein Auto weniger und die zielt wie auch andere vergleichbare Initiativen darauf ab, diese Zahl zu reduzieren, indem nämlich alternative Verkehrsmittel gefördert werden. Die Frage ist nur, ist das der richtige Weg? Und ich glaube, das kann so sein, muss aber nicht so. So konkret wurde hier ein Experiment von dem Carsharing-Anbieter Uber Australien durchgeführt. Und zwar haben die was gemacht? Die haben 58 Australier aus verschiedenen Städten und Lebensphasen ausgewählt. um vier Wochen lang auf eines ihrer Autos zu verzichten. Dafür erhielten sie ersatzweise Transportgutschriften im Wert von 1.350 australischen Dollar für öffentliche Verkehrsmittel, E-Bikes und Uber-Dienste. So, das hört sich jetzt erstmal soweit ganz plausibel und durchdacht an. Doch die Frage ist, war das alles so einfach oder gab es da vielleicht unerwartete Herausforderungen und Nachteile?

Tatsächlich gab es doch merkwürdige Ergebnisse, denn obwohl die Anzahl der wöchentlichen Fahrten nur leicht von 21 auf 19 sank, mussten die Teilnehmer erhebliche Anpassungen vornehmen. Das heißt also, es ist mal gerade zehn Prozent weniger gefahren worden und die Teilnehmer mussten sich aber umstellen. Was waren ihre Probleme? Nämlich die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der alternativen Verkehrsmittel. Ein Teilnehmer bemerkte, ich genosse es Ubers, also eben diese Miettaxis zu benutzen, diese Gruppen Miettaxis, aber die Verfügbarkeit war nicht immer gegeben. Ein anderer sagte, es war schwierig, meinen Tagesablauf zu ändern und mich auf unzuverlässige Alternativen zu verlassen. Logisch, solche Sharing-Modelle können ja nur in Großstädten funktionieren, wo sehr viel Verkehr ist. Da mag das dann gehen, aber sobald Sie aus der Metropolregion raus sind, vielleicht schon in den Randzonen der Metropolregion, kann das da nicht funktionieren, weil das ja schlichtweg für die Autoanbieter gar nicht lukrativ ist.

So, was waren die drei wichtigsten Gründe? Nämlich in vielen Gegenden fehlen geeignete Alternativen zum Auto. Die Infrastruktur für öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder ist oft unzureichend. So, zweiter Punkt war eben schwankende Qualität und Zuverlässigkeit, nämlich keine, die Alternativen, sprich die öffentlichen Verkehrsmittel, sind oft verspätet oder überfüllt. Da kennen wir das natürlich aufs Der dritte Punkt war eben die hohen Kosten und der hohe Zeitaufwand. Denn eigentlich sollten ja Kosten eingesperrt werden, dadurch dass Alternativen verwendet werden. So, das wurde aber zunichte gemacht durch die höheren Zeitaufwände und die zusätzlichen Unannehmlichkeiten. So, ein Teilnehmer sagte, dass er durch den Wechsel auf alternative Verkehrsmittel mehr Zeit aufwenden musste, um dieselben Strecken zu bewältigen. Na logisch, wenn ich mich ins Auto setze hier in Hamburg und fahre einmal quer durch die Stadt, Dann bin ich da, wenn ich irgendwo hin muss, beruflich, innerhalb von 20 bis 40 Minuten, wenn ich da mit dem Bus hin will, dann muss ich ja unter Umständen ein-, zweimal umsteigen. Ich habe noch Umsteigezeiten, da komme ich ja nie dahin. Und wenn ich noch irgendwelche Arbeitssachen mitnehmen muss, dann geht das schon mal gar nicht. Also das ist ja im Grunde genommen Quatsch. Dann heißt es ja immer, dass die grüne Mobilität so besonders kostengünstig und umweltfreundlich sei. Das wird ja immer so dargestellt.

Jedoch die Realität sieht ganz anders aus. Erstens sind die Elektrofahrzeuge teurer in der Anschaffung und erfordern natürlich spezielle Ladegeräte und gesamte Ladeinfrastrukturen, die derzeit flächendeckend nicht verfügbar sind. Außerdem sind auch die Wartungskosten für Fahrzeuge mit viel mehr Elektronik und Elektrik entsprechend höher. Die öffentlichen Verkehrsmittel, die oft als Rückgrat der grünen Mobilität angesehen werden, sind in vielen Regionen unzuverlässig und unzureichend. Wartezeiten sind zu lang, Busse und Züge überfüllt, Fahrpläne stimmen selten mit den Bedürfnissen der Pendler überein. Das heißt, diese Initiative, ein Auto weniger, gemeint ist ja ein Auto weniger pro Familie. Am besten nur ein Auto überhaupt oder am allerbesten gar kein Auto. Das kann deswegen unproduktiv oder kontraproduktiv sein, weil eben diese Initiativen die realen Bedürfnisse und Herausforderungen der Menschen gar nicht berücksichtigen. Viele Menschen brauchen ihr Auto, um zur Arbeit zu kommen, die Kinder zur Schule zu bringen oder die Einkäufe zu erledigen. Die Alternativen, die angeboten werden, sind oft unpraktisch und unzureichend.

was zu Frustration und Widerstand führt. Das heißt also ganz klipp und klar, dieses Experiment in Australien, ein Auto weniger, zeigt ganz deutlich die Schwächen und Mängel der grünen Mobilität und eben speziell solcher Initiativen. Das heißt, die Abhängigkeit von privaten Autos, die hat ja ihre Gründe, weil es eben nützlich für den Verbraucher ist und die Alternativen sind eben schlichtweg keine praktikablen Lösungen. Das heißt also, wenn die Anbieter von solchen Konzepten uns als Bevölkerung weltweit verkaufen wollen, dann müssen sie natürlich realistische und durchführbare Ansätze finden, die die tatsächlichen Bedürfnisse und Herausforderungen der Menschen berücksichtigen. So, das ist bisher eben nicht der Fall. Und nichtsdestotrotz dürfen wir nicht vergessen, dass dahinter eben Diese Ideen des Weltwirtschaftsforums stehen hier. Das ist es, worum es geht. Sie wollen die Welt transformieren. Transformation ist einer der Hauptbegriffe. Hunderte von Städten sollen da mitmachen, am besten alle. Und die Frage ist, wollen wir das überhaupt? Wer hat uns eigentlich gefragt, ob wir das wollen? Ob wir 15-Minute-Städte wollen? Wollen Sie das? Schreiben Sie es unten in die Kommentare rein. Falls nicht, schreiben Sie es auch rein.

Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Privat-Kfz sollen drastisch reduziert werden“, Die Welt Klar Sehen, 21.05.2024.

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Uwe Loose analysiert die WEF-Initiative 'Ein Auto weniger' anhand eines australischen Experiments und zeigt auf, wie unrealistisch die Pläne zur Mobilitätsreduktion sind – die Infrastruktur fehlt, die Kosten steigen, der praktische Nutzen sinkt.

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