Wie stark sind AfD und BSW in den Kommunen?27.05.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 27.05.2024367 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Hallo und willkommen, liebe Freunde. Mein Name ist Elijah Tee. Es ist Sonntag, der 26. Mai 2024 und viele Leute haben sich den heutigen Tag eine lange Zeit bereits herbeigesehnt. Nicht einfach nur, weil wir eine weitere Sendung zusammen machen, nachdem ihr nicht genug von mir kriegen konntet über die letzten zwei Demo-Tage, die ich in Mühlhausen und dann Frankfurt am Main hatte. bisschen nach gestern verbracht habe, sondern natürlich, weil heute eine erste Bewährungsprobe für die politische Opposition ins Haus steht. Denn die Wahlen, auf die dieses Jahr offensichtlich alles hinzufiebern scheint, die haben begonnen. Und zwar, wie könnte es anders sein, in einem der stabilsten Bundesländer bei uns in Deutschland, und zwar in Thüringen. Es sind nicht die vielbeschworenen Europawahlen, wie einige sie nennen, die ja nicht Europawahlen sind, sondern die Wahlen des EU-Parlaments, das hat fast gar nichts mit Europa zu tun, liebe Freunde, sondern es sind wirklich halt Kommunalwahlen. Also auch nicht die Landtagswahlen, das möchte ich unmissverständlich vorneweg schicken, ist es nicht so, als wenn im Prinzip der neue Landtag jetzt abgestimmt und eben neu zusammengesetzt und vom Volk neu gewählt worden ist heute in Thüringen. Ihr wisst ja, dass das manchmal mit einem bestimmten zeitlichen Versatz eben passiert. So auch zum Beispiel am 1. September in Thüringen und Sachsen und danach erst am 29. September diesen Jahres in Brandenburg. Das ist das heute nicht, was wir besprechen, sondern wir besprechen ebenfalls Wahlen, aber eben Kommunalwahlen, was bedeutet so viel wie Oberbürgermeisterwahlen und vor allen Dingen sehr wichtig, vielleicht sogar noch wichtiger Landratswahlen. Und zwar nicht einfach nur irgendwo, sondern natürlich in ganz Thüringen, aber halt eben in auch Kommunen, in Gemeinden, die im Prinzip dadurch, dass sie in Anführungszeichen blaue Hand und damit AfD-geführte Hand fallen würden, dass eben diese Kommunen sich anschließen würden dem Landkreis von Herrn Robert Sesselmann, der ja letztes Jahr bereits in ein Landratsamt gewählt worden ist und Sensationen oder für Sensationen gesorgt hat, weil er als erster Landrat für die AfD eben halt dort seither in Thüringen in seinem Landkreis gute Politik machte. Ihr merkt also, es ist alles ein wenig zeitversetzt. In der Regel ist das so, aber dieses Jahr macht es das natürlich besonders schwierig, weil kaum einer, seien wir ehrlich, hat viel über die Kommunalwahlen gesprochen, insbesondere weil sie eben nicht in allen drei Bundesländern gleichzeitig stattfinden, sondern dieses Mal, wie gesagt, dieses Wochenende erstmal für Thüringen eingepinselt sind, terminiert sind und auch stattgefunden haben und dann erst nächste Woche, oder fast schon übernächste Woche, am 9. Juni halt eben, wenn alle Welt eigentlich nur auf die Ergebnisse des EU-Parlaments schauen wird, auch passieren werden für eben Brandenburg und Sachsen. Also maximale Verwirrung vorneweg, anstatt euch in irgendeiner Form zu erleichtern, kann ich es euch leider Gottes hier nicht wirklich einfach machen heute, denn... Ja, auch für mich ist die ganze Sache ein wenig intransparent, aber dafür haben wir dann heute auch nachher kräftige Unterstützung von meinem Kanal-Kompagnon, wie ich immer zu sagen pflege, Klardenker Uwe, er wird uns nachher zugeschaltet sein, aber damit wir alle ein bisschen runterkommen, ja, es ist 18.13 Uhr, die Zählung hat gerade erst begonnen, noch ist nichts ausgezählt, noch sind keine Ergebnisse in irgendeiner Form da, wollen wir uns wie gesagt hier noch einmal, ja, vor Augen führen, was denn also tatsächlich heute passiert und wie der demokratische Prozess entsprechend heute hier langsam aber sicher die Öfen vorheizt, eben wenn ich das mal so sagen darf, für entsprechend den 9. Juni, wenn wirklich halt aus allen Rohren, liebe Freunde, die Wahlergebnisse geschossen kommen. In diesem Sinne, ich freue mich, dass ihr da seid, teilt sehr gerne diesen Stream, teilt auch gerne Infos, wenn ihr welche habt, die ich in irgendeiner Form übersehe, gerne nachher mit mir im Chat, wenn ihr dann sagt, irgendwie, Eli, da ist schon was reingekommen, darüber musst du jetzt unbedingt reden, dann sehr gerne halt im Chat entsprechend mich darauf hinweisen. Vielen herzlichen Dank an alle, die hier neu abonnieren. Und stellt euch ein auf einen, ich weiß es gar nicht, durchschnittlich langen Abend mit Eli, weil ich eben nicht weiß, ob die Ergebnisse relativ schnell und aus allen Landkreisen eben gleichzeitig kommen werden oder ob wir im schlimmsten Fall auf die Ergebnisse aller Landkreise möglichst lange werden, lange eben warten müssen, weil es da vielleicht Kopf-an-Kopf-Rennen gibt oder was auch immer. Ich darf auch vorneweg schicken, liebe Freunde, dass es natürlich, sollte es da heute irgendwelche Paritäten geben, eine Stichwahl geben wird, wenn es eben dieser Bedarf und das kann dann natürlich am 9. Juni Aber was ist schon der 9. Juni? Heute ist der 26. Mai 2024. Lasst uns also beginnen mit unseren Beobachtungen zum Thema Kommunalwahlen in Thüringen. Wie hat Thüringen gewählt? Dieser Frage wollen wir alle zusammen nachgehen, liebe Freunde. Und ich freue mich, dass ihr eingeschaltet habt, um mit mir zusammen diesen Wahlabend hier live zu erleben. Liebe Freunde, es geht um Thüringen. Thüringen ist das Vorzeigebundesland, das heute im Prinzip zeigt, wohin der Weg gehen könnte, wohin auch andere Bundesländer dieses Jahr bereits schlittern könnten, um es mal zu sagen, in der Sprache der Medien. Denn, liebe Freunde, es steht ein kommunaler, nicht einfach nur Wahlsonntag, jetzt uns allen ins Haus, sondern ein kommunaler Superwahlsonntag. Wahlsonntag. Das ist wahrscheinlich auch euch nicht richtig bewusst gewesen, was da alles heute eben abgestimmt wird. Aber die Frage, die natürlich uns alle und vor allen Dingen natürlich die Medien und damit also das politische Establishment rumtreibt, die befasst sich sehr viel weniger damit, was die Thüringer eigentlich wollen, sondern sie wollen eigentlich nur eins und zwar, dass die Thüringer die AfD nicht wollen. Deshalb erwähnt man die AfD in jedem zweiten Nebensatz und auch dazwischen, jedes Komma ist blau angestrichen in den Medien dieser Tage. Die einzige Frage, die die Medien also rumtreibt, ist, erobert die AfD die Rathäuser? Und die ganze Sache ist natürlich relevant, weil dieses Thüringer Beispiel eventuell eben als Beispiel dienen könnte für andere Bundesländer, die dieses Jahr ebenfalls an die Warnurne gehen. Es handelt sich also um einen Testfall, der eventuell auch bereits seine Schatten vorauswerfen wird. für wenn wir alle zusammen, nicht nur die Thüringer, entsprechend dann halt bundesweit die Zusammensetzung des EU-Parlaments am 9. Juni werden entscheiden können. Die Medien fragen sich also alle und händeringend hoffen sie und beten sie, dass es nicht so kommt, ob eben eine blaue Welle der AfD über Thüringen also entsprechend schwappt. Und was soll ich euch sagen, in die Zukunft kann ich nicht gucken, aber in der Gegenwart werden wir es heute erfahren. Eine kleine Sensation, eine tragische und eine etwas, sag ich mal, weniger tragische, aber irgendwo auch interessante, hat sich bereits schon ergeben im Zusammenhang mit dieser Wahl. Und dass es offensichtlich so unspektakulär gelaufen ist im Verlauf des Tages dieser Wahlen, dass es wirklich gar nichts zu berichten gab. Man hat sogar gesagt, eine arme Wählerin, ja, Gott habe sie selig und sei ihrer Seele gnädig, ja. Sie ist also offensichtlich vor ihrer Stimmabgabe gestorben. Andere Gott sei Dank nicht. Ich glaube, sehr viele lebendige Thüringer sind aufgeweckt und sind heute in die Lokale gegangen und wir werden gucken, wie sie dann entsprechend abstimmen werden. Ihr seht im Übrigen hier auch schon mal eine kleine Information bei den Kommunalwahlen in Thüringen, dass es keine kleine Wahl treten. Also 19.000 Menschen eben ihre zukünftigen, also kandidieren und viele davon werden dann entsprechend natürlich auch abstimmen. ins Amt gewählt werden. Die zweite Sensation nach der armen Wählerin, die es leider eben nicht an die Urne geschafft hat, ist, dass die Brandmauer in Thüringen jetzt schon gefallen ist und sie ist zerschmettert worden, wenn ich das mal so sagen darf, von einem Bodyguard, der hat diese Brandmauer zur AfD offensichtlich in doppelter Hinsicht übers Knie gelegt. Und zwar nicht einfach nur, dass er sich als stabiler Gutmensch hier entschieden hat, für die AfD zu kandidieren. Nein, nein, er hat sogar kandidiert auf einer weiteren Liste und zwar für die CDU. Also da möchte jemand so sehr offensichtlich in sein Amt, dass er gesagt hat, doppelt hält besser. Wenn ich es bei der CDU nicht schaffe, mache ich es eben für die AfD und umgekehrt. Doch worum geht es bei diesen Wahlen, liebe Freunde? Da kann ich lange erzählen. In aller Kürze haben das hier für uns die sogenannten Vermächtnismedien zusammengefasst.
Gast
Am Sonntag finden in Thüringen Kommunalwahlen statt, wie hier in Altenburg, nahe der Grenze zu Sachsen. Im Fokus dürfte vor allem das Abschneiden der AfD stehen. Die rechtspopulistische Partei ist in den Kommunen zum Teil stark verankert. Die Kommunalwahl gilt daher auch als Stimmungstest für die Landtagswahl Anfang September. Wie entwickelt sich die AfD? Wie kann eine CDU sich dagegenstellen oder nicht? Und wie wird eine Regierungsbildung stattfinden? Das überschattet auch die Kommunalwahl. 2018 wurde bei den Kommunalwahlen im Land die CDU stärkste Partei. Die AfD kam auf gut 10 Prozent. Der Landesverband der Partei ist mittlerweile deutlich stärker aufgestellt. Bei der vergangenen Landtagswahl 2019 wurde die Alternative für Deutschland mit mehr als 23 Prozent zweitstärkste Kraft. In den Umfragen zur kommenden Wahl lag die Partei zuletzt bei Werten um die 30 Prozent. Der AfD-Landesverband unter ihrem Rechtsaußen Björn Höcke wird vom Verfassungsschutz Thüringen als gesichert rechtsextrem eingestuft. Viele Menschen machen sich Sorgen. Die Frau ist klasse.
Eli
Ich kenne schon das Interview. Hört ihr mal genau zu. Die haut da eine Perle raus, eine verbale. Das ist unfassbar.
Gast
Viele Menschen machen sich Sorgen. Die Bewegung, so wie wir sie jetzt erleben durch die rechten Parteien, allen voran die AfD, halte ich wirklich für eine Gefährdung der Demokratie und sehe eben unser Hauptaugenmerk darauf, dass wir die Demokratie erhalten, stärken und auch so umbauen, dass sie verständlich wird für die Menschen.
Eli
Wir sollen die Demokratie also erhalten, stärken, aber gleichzeitig umbauen. Ja, was denn nun? Erhalten, stärken oder umbauen und dann halt per Definition schon vielleicht ein wenig schwächen, weil man sie dann den Leuten eben umso mehr erklären muss, als du sie ohnehin schon den Leuten erklären würdest, die sich ohnehin schon verstanden haben und sich demokratisch für zum Beispiel eben die AfD entschieden haben oder im Begriff sind zu entscheiden oder in der Zukunft entscheiden werden. Was dir wiederum nicht passt, du lupenreine Demokratin, Weshalb du sagst, naja, also wenn jemand also demokratisch etwas abwählt oder eben anwählt, ja, dann ist das keine Demokratie. Demokratie sei das also nur, wenn wir bei den Altparteien unser Kreuz machen. Also ihr merkt's, liebe Freunde, wir sind hier von Koryphäen umgeben. Diese Dame da, die steht wirklich einem Analysten extraordinär in nichts nach. Ich würde ja sofort die unter Vertrag nehmen und zwar bei ARD, ZDF, NTV und RTL gleichzeitig. So super duper ist die.
Gast
Im Augenblick als Bedrohung wahrnehmen. Im Vorfeld der Kommunalwahlen sorgte die AfD wiederholt für Schlagzeilen. Kürzlich verurteilte das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt AfD-Landes- und Fraktionschef Höcke wegen des Verwendens einer verbotenen Nazi-Parole zu einer Geldstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Eli
Ja, hat natürlich überhaupt nichts in irgendeiner Form mit diesen Wahlen zu tun, aber man kann es sich ja natürlich nicht nehmen lassen, gegen die politische Opposition in wirklich jedem Beitrag zu schießen. Wenn die irgendwann mal irgendwelche Wetterphänomene beschreiben, was weiß der nicht, Polarlichter, die mal wieder irgendwie in Deutschland zu sehen sind, werden sie wahrscheinlich am Ende eines Beitrags über Polarlichter sagen, ach und im Übrigen, was wir vergessen haben zu erwähnen, Herr Höcke ist verurteilt worden. Herr Höcke, liebe Freunde, habe ich selber noch gesprochen und zwar in Mühlhausen. Der hat nämlich auch unterstützt und zwar den Oberbürgermeisterkandidat von Mühlhausen. Und da hat er mir das folgende zu sagen. Wir schauen mal ganz kurz rein.
Gast
Wir freuen uns, dass Sie es nach Mühlhausen geschafft haben.
Eli
Es war ja teilweise stürmisch und stürmisch war auch die letzte Woche für die AfD. Wir stehen kurz vor den Kommunalwahlen. Welche Gedanken wollen Sie den Leuten heute hier mit auf den Weg geben?
Gast
Ja, erstmal möchte ich Danke sagen allen fleißigen Wahlkämpfern. Die letzten Tage waren nicht einfach. Es gab Irritationen durch die Ereignisse auf der europäischen Ebene. Ich will das im Einzelnen nicht kommentieren, aber wir müssen jetzt durchhalten. Wir wissen, dass wir hart angegriffen werden und wir sind seit Anfang 2024 im Fokus des Establishments und werden mit Intrigen unterwandert und werden mit Attacken überzogen. Ich sage allen Wahlkämpfern an der Stelle herzlichen Dank fürs Standhalten, herzlichen Dank für euren Einsatz. Ich bin auch bis zur letzten Minute unterwegs. Heute bin ich in Mühlhausen, auch eine tolle Stimmung hier. Und die kommunale Ebene ist für uns ganz wichtig. Wir sind hier in Thüringen im Kommunalwahlkampf. Wir machen hier den entscheidenden Schritt in Richtung Landtagswahlkampf auch und Richtung Landtagswahl am 1. September 2024 wollen wir die politische Wende dann haben. Und die kommunale Ebene gehört uns schon zu weiten Teilen und sie muss für uns mehrheitlich gehören. Und das ist unser Anspruch, den wir haben. in diesen Kommunalwahlen. Deswegen jetzt die letzten zwei Tage nochmal maximal Wärmung machen, unterwegs sein für die gute Sache. Vielen herzlichen Dank.
Eli
Genau, also nochmal maximal unterwegs sein für die gute Sache. Herr Höcke spricht das gelassen aus, dieses Wort. Er ist da ja wirklich halt über Stock und Stein, durch teilweise Stürme, genauso wie ich eben gefahren, um angenommen zu werden, um sprechen zu können, um den Bürgermeisterkandidat, den wir auch nachher noch beleuchten werden, aus der Stadt Mühlhausen in Thüringen eben nochmal zu unterstützen mit einer fulminanten Rede. Über eine halbe Stunde ist er wunderbar, wirklich hat er dem Regen und dem Wetter und auch den Medien dort getrotzt. Und ich denke mal, wenn wir nur mal ganz, ganz kurz, liebe Freunde, hier in seinen Empfang reingucken, dann spricht der schon Bände, dass die AfD wirklich halt eine Volkspartei ist und dass man dort an der AfD, egal was heute passieren wird, parlamentarisch gesprochen, eben nicht mehr vorbeikommt.
Gast
Ab geht's vorne. Der Platz ist voll.
Eli
Ich kriege jetzt mal den Hintergrund. Dieser ganze Platz war dann im Hintergrund eben voll für Herrn Höcke und er hat dann über eine halbe Stunde lang eben entsprechend gesprochen. Das war natürlich schon sehr interessant, sehr beeindruckend, wie auch mit welcher Willenskraft dieser Mann da den Elementen trotzt, seien sie politischer Natur oder halt eben natürlicher. Auf jeden Fall bis zuletzt mitten im Wahlkampf, denn es steht ja in der Tat auch einiges auf dem Spiel. Um uns ein bisschen diese Sache hier heute zu erleichtern und zu erklären, worum es da eigentlich heute so geht, liebe Freunde, werden wir uns nicht nur auf Text verlassen, sondern auch auf meinen Mitkommentator. Ganz kurz aber, damit ihr es schon mal einfach nur in Textform gehört habt, es steht ja in der Tat einiges bevor und die Thüringer, wie wir gesagt haben, sie wählen also nicht nur Bürgermeister, sondern auch Landräte. diesen Sonntag oder haben das jetzt schon getan, ab 18 Uhr sind die Ohren versiegelt und dann beginnt eben die große Zählung. Und warum wir vorhin von einem Super-Wahl-Tag gesprochen haben, diesem Super-Wahl-Sonntag, wie hier NTV geschrieben hat, ja das hat uns erklärt hier die InSüdThüringen.de, denn es kommt nämlich nur alle 30 Jahre vor, wie hier eben geschrieben steht, dass die Kommunalwahlen in Thüringen so umfassend ausfallen. Grund sind die unterschiedlichen Amts- und Mandatszeiten. Und am 26. Mai, das war heute, wählen also die Thüringer 13 von 17 Landkreisen, die wählen dort ihre Landräte und für fünf kreisfreie Städte entsprechend auch die Oberbürgermeister. Gut, jetzt gibt es da noch weitere Details, aber in die will ich mich nicht mehr alleine vertiefen, sondern mit meinem Kompagnon. Er ist im Hintergrund freigeschaltet und ich freue mich, ihn in den Stream zu holen. Heute hier mit mir an meiner Seite. Sein Hintergrund ist blau und vielleicht wird das auch der strahlende Himmel über Thüringen in Zukunft. Klar, Denker Uwe. Du beobachtest für uns den ganzen Tag schon die Wahlen, während ich im Hintergrund unterwegs war. Was ist dir aufgefallen? Warum sind für dich diese Wahlen wegweisend, lieber Uwe?
Uwe
Ja, also erstmal schönen guten Abend, Eli. Ich habe heute natürlich schon mal ein bisschen reingeschaut, was es denn so alles gibt hier bei den Wahlen in Thüringen. Und im Grunde genommen muss man sagen, die deutschen Medien haben sich doch relativ bedeckt gehalten. Es hat so gut wie niemand irgendetwas berichtet. Niemand hat irgendwelche Streams gemacht. Und da habe ich mich schon gefragt, woran könnte das wohl liegen? Könnte es vielleicht daran liegen, dass voraussichtlich die AfD in diesen Gemeinden, Städten, Landkreisen, besonders stark sein könnte, möchte man denen keine zusätzliche Werbeplattform bieten. Also insofern, das war für mich das Auffälligste, quasi wie so etwas wie eine Art von Nachrichtensprache.
Eli
Ja, es gibt natürlich nicht wirklich eine Nachrichtensperre. Das wollen wir vorwegstecken. Das ist ein Vergleich. Es mutet so an, als gäbe es das. Vermutlich werden je nachdem, wie diese Ergebnisse ausfallen, diese Nachrichtensperren, diese Brandmauern sehr schnell überwunden werden. Wenn die AfD abschmiert, um mal im Volksmund zu sprechen, dann werden sie aber in die Tasten hauen, bis sie in die Finger glühen. Aber sollte in der Tat jetzt heute hier der Himmel sich ein wenig... Öffnen über Thüringen und der blaue, strahlende Himmel zu erkennen sein, dann denke ich mal, werden wir mit dieser Nachrichtensperre etwas länger leben müssen. Gut, du bist für uns in Hamburg, nicht in Thüringen, aber du hast im Prinzip mit Ja schon ein bisschen was vorbereitet. Du hast also auch zum Prozess der Wahlen dir ein bisschen was angeguckt. Du hast mir ein paar Artikel rübergeschickt, die werden wir Stück für Stück uns alle angucken. Gut, wie man wählt in der Kommunalwahl ist, denke ich mal, wie in Thüringen überall auch. Da gibt es vermutlich keine Besonderheiten. Man geht halt am Wahltag dahin und gibt seine Stimme entsprechend ab. Aber Thüringen ist doch ein, sag ich mal, komplexes und interessantes Land. Du hast mir hier eine eigene Zusammenstellung mit auf den Weg gegeben. Und wie gesagt, Oberbürgermeister werden gewählt. Stadträte, das hatte ich vergessen zu erwähnen, ja. Landräte, Gemeinderäte und wir haben es ja gesehen, also ganz, ganz viele neue Bürokraten freuen sich auf dicke, fette Pensionen über die nächsten Jahre. Ja, ich denke mal, was sind für dich die Highlights in dem, was uns heute erwartet? Wo erwartest du vielleicht ein spannendes Rennen oder in irgendeiner Form Highlights, auf die wir uns freuen sollten?
Uwe
Also ich denke mal, am wichtigsten werden vermutlich die fünf kreisfreien Städte sein, weil es da eben auch um Personen geht, die teilweise auch bekannt sind, um die Oberbürgermeisterwahlen. Und ich glaube, das sind dann auch so die Signalgeber. Denn von den Landkreisen, da gibt es ja 17 Stück in Thüringen, da wird aber nicht in allen gewählt, sondern eben nur in 13. Das hatte was damit zu tun, dass die vorherigen Landräte und Bürgermeister in einigen Gemeinden schon vorzeitig von ihrem Amt zurückgetreten waren, sodass sich eben der Wahlzyklus verschiebt. Wir haben da eben 13 kleinere Begrifflichkeiten, die wir so als Nicht-Thüringer kaum zuordnen können. Und insgesamt sind aber in Thüringen 1,7 Millionen, ich glaube, Wahlberechtigte. Und wer ist wahlberechtigt? Das sind alle, die mindestens 16 Jahre alt sind, die Deutsche sind oder Bürger der EU. Die müssen ihren Hauptwohnsitz mindestens seit drei Monaten im jeweiligen Wahlgebiet haben. Außerdem muss er auch noch in das kommunale Wählerverzeichnis eingetragen sein und einen Wahlschein von seiner Gemeinde oder Stadt erhalten haben. Und dann darf er wählen.
Eli
Uwe, das ist etwas, was ich übergangen habe. Da sieht man mal wieder, warum es sich lohnt, gute Analysten mit am Start zu haben. Ist es das erste Mal, dass 16-Jährige bereits hier an den Wahlen teilnehmen können? In Thüringen oder deutschlandweit vielleicht sogar? Ich weiß ja, dass das Wahlalter immer weiter herabgesenkt werden soll.
Uwe
Das weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht. Stellen wir mal die Frage zurück. Ich kläre das und werde dazu später eine Antwort geben.
Eli
Okay, gut in Ordnung. Da könnt ihr uns auch, liebe Freunde, im Chat natürlich diesbezüglich beraten. Uwe wird natürlich eure Antworten verifizieren. Aber wie gesagt, wenn Thüringen das erste Bundesland gewesen ist, in dem also entsprechend auf diese Art und Weise 16-Jährige bereits in die Politik mit eingreifen dürfen, was sie ja sollen. Sie sollen ja sensibilisiert werden und vielleicht sind sie ja auch sowieso alle schon stabil und wählen blau. Aber sollte dem so sein, dass das das erste Bundesland war, in dem das jetzt also quasi so praktiziert worden ist, könnt ihr uns das gerne im Chat wissen lassen. Okay, Uwe, wir wissen auf jeden Fall das Folgende und das ist, dass die Stimmauszählung begonnen hat und wir zwei, wir haben ja schon viele Wahlsendungen zusammen gemacht, also wenn alles, sag ich mal, nach Plan geht, worauf müssen wir uns denn jetzt einstellen? Jetzt wird wahrscheinlich also diese Urnen, die versiegelt waren, wieder entsiegelt und dann fängt eine Zählung an der Freiwilligen, die dort Wahlbeobachter waren und jetzt eben vermutlich Stimmauszähler, oder?
Uwe
Ja, natürlich. Das ist ja ganz normal. Einmal sind ja die Leute in den Wahllokalen, die ihre Stimme dort abgeben. Und dann gibt es eben die Brieffehler. Das muss alles ausgezählt werden. Und diese Stimmzettel sind natürlich wie bei allen anderen Wahlen sinngemäß auch. ob und wann jetzt die einzelnen Wahlergebnisse veröffentlicht werden. Das konnte ich der Presse nicht so entnehmen, außer dass spätestens ab 23 Uhr sollen ja wohl die Endergebnisse dann wohl komplett vorliegen. Aber ob jetzt vorher etwas und getan wird, das sei mal ungewiss. Wenn du aber fragst, Noch mal zu deiner Frage zurück. In welchen anderen Bundesländern kann man ab 16 wählen? Dann sind das doch schon zehn Bundesländer, die es insgesamt sind. Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Das heißt also, zumindest bei den kommunalen Wahlmöglichkeiten, Wahlen, das heißt also Stadt- oder Gemeinderatswahlen, so da ist das Wahlalter in diesen zehn Ländern auf 16 Jahre herabgesetzt.
Eli
Okay, vielen herzlichen Dank für diesen Nachtrag und liebe Freunde, ihr könnt uns natürlich auch sehr gerne Informationen zukommen lassen. Wenn ihr etwas wisst, was wir nicht wissen, könnt ihr uns sehr gerne das eben wissen lassen und wir sagen auch vorneweg, wir sind einfach nur zwei Privatpersonen, die mehr oder minder sich gut bewandert fühlen in der Politik, aber alles weiß niemand, perfekt ist keiner von uns, reicht uns das gerne nach, korrigiert uns, wenn wir irgendetwas heute hier vor allen Dingen bei den vorläufigen Ergebnissen entweder gar nicht zu Gesicht bekommen oder aus irgendwelchen Gründen falsch wiedergeben oder interpretieren. Stichwort Wahlergebnisse, weil natürlich alle Leute gespannt darauf warten. Wir sind auf der offiziellen Webseite des MDR. Du hattest mir noch etwas gesagt, in Punkte, wo wir diese Ergebnisse erwarten sollten. Dazu kannst du gleich ausführen, aber vorweg sei schon mal geschickt. Hier sind also sogenannte Tabs, also unterschiedliche Wahlen, die man eben anklickern kann, um sich dann nach Landkreis oder nach Wahlbezirk anzuschauen, wie da die Wahlen eben ausgefallen sind. Und aktuell ist das alles ein ganz neutrales Grau. Kein Blau, kein Rot, kein Schwarz, um Gottes Willen kein Grün, aber eben halt auch noch kein Blau, sondern alles ist Grau. Wir wissen noch gar nichts. Und wo dürfen wir also, lieber Uwe, du hattest mir da was gesagt, Ergebnisse erwarten? Wo, glaubst du, kriegen wir also die offiziellen Zahlen? Wer schreibt von wem ab heute Abend?
Uwe
Ja, also im Prinzip gibt es eigentlich zwei Quellen. Das ist einmal natürlich das Thüringische Landesamt für Statistik. Die haben eine entsprechende Auswertung, aber ich bezweifle, dass die heute, ich sag mal, vor Wahlschluss dort was machen. Da werden wir sicherlich erst morgen was von denen hören. Und ansonsten ist es der Live-Ticker beim MDR. Und die sind da ganz fleißig, die posten alle paar Stunden was. Und dort sehe ich auch gerade, dass die ersten Landratswahlen ausgezählt sind um 18.27 Uhr. Die ersten Thüringer Dörfer haben bereits die Stimmen der Landratswahlen ausgezählt, nämlich in Schmalkalden-Meiningen und in Saale-Holzlandkreis.
Eli
Richtig, aber die machen es spannend. Ich sehe die Nachricht ja auch gerade vor mir. Die haben nicht gesagt, wie sie ausgezählt sind. Die haben nur gesagt, dass sie ausgezählt haben. Und könnte ja auch schon ein erstes Indiz sein, dass man hier diese bewusste Nachrichtensperre so lange wie möglich aufrechterhält.
Uwe
Weil eventuell ja hier schon bereits die ersten AfDler in neue Ämter oder bestehende Ämter... Ja, aber wenn du jetzt mal weiter runter guckst, was wir um 18 Uhr schreiben, da ist es ganz klar, dass das Statistische Landesamt wohl doch... aktiv mitzählen will, finde ich erstaunlich, dass also da die Beamten doch am Sonntag arbeiten.
Eli
Naja, ausnahmsweise mal. Du weißt ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Um 18 Uhr schließen also die Wahllokale für die Kommunalwahlen in Thüringen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind die ersten Ergebnisse der Auszählung gegen 18.30 Uhr zu erwarten. Und ja, fast minutengenau haben sie das tatsächlich hinbekommen. Sie wissen natürlich, wie viele Wahlhelfer da sind, wie groß entsprechend das Wahlvolumen ist, also wie viele Stimmen überhaupt grundsätzlich abgegeben werden können. Und offensichtlich sind diese Gemeinden entweder sehr gut aufgestellt, Mal kalten Meiningen oder Saale Holzlandkreis oder sie haben da irgendwie keine Ahnung. Auf jeden Fall sind sie die ersten. Ich will jetzt noch keine Verschwörungstheorien hier an dieser Stelle verbreiten, aber wir warten ebenfalls natürlich auf Informationen, was denn da tatsächlich also gewählt worden ist. Uwe, ansonsten glaube ich, können wir uns die Zeit ein bisschen vertreiben, indem wir hier reinschauen. Sekunde, Moment, wo hatte ich das? Ich habe so viele Tabs von mir offen. Und zwar hier die Fragen, liebe Freunde. Wann gibt es die Kommunalwahlen? Nur das wissen wir nur inzwischen, das ist heute. Aber aus welchem Grund findet eine Stichwahl statt? Ich hatte das ja erwähnt, liebe Freunde. dass es eventuell heute nur vorläufige Ergebnisse gibt, wenn da etwas zu eng ausfällt. Die Stichwahl gibt es nur bei den Personenwahlen, also bei Landratswahlen, Oberbürgermeisterwahlen und Bürgermeisterwahlen. Macht ja auch Sinn, weil Parlamente könnte man ja zusammensetzen, aber bei Personen, die kann man nicht stückeln. Wenn im ersten Wahlgang am 26. Mai keiner der zur Wahl stehenden Kandidaten die absolute Mehrheit der Wähler bekommt, ist eine Stichwahl nötig. Und dann aber entsprechend nicht in allzu langer Zeit, in bereits zwei Wochen am 9. Juni wäre es dann soweit. Dann treten dort nur noch die beiden Kandidaten an, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen können.
Uwe
Ja, das bedeutet aber konkret, dass also einer, es gibt dann eine Stichwahl, wenn keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent hat. Wenn also jemand 50,01 Prozent hat, dann ist er quasi der Wahlsieger. So eine Stichwahl gibt es dann, wenn keiner mehr als 50 Prozent hat und dann werden die, die beiden am stärksten sind, die werden dann am 9. Juni quasi an demselben Tag, an dem die Europawahl stattfindet, dann erfolgt dort die Stichwahl.
Eli
Genau. Also in zwei Wochen spätestens wissen wir alle mehr, liebe Freunde. Was wir jetzt auf jeden Fall sehen, ist, dass Wahlen anstehen. Oberbürgermeister werden gewählt. Diese Personenwahlen, von denen wir gerade gesprochen haben, in den Städten Erfurt, Jena, Gera, Weimar und Suhl. Bis auf Suhl kenne ich die alle. Die Oberbürgermeister der kreisangehörigen Städte Eisenach, also kleinere Städte in Thüringen, Eisenach, Mühlhausen, Altenburg, Gotha und Ilmenau. Den Mühlhausener Kandidaten habe ich vor zwei Tagen noch selber interviewt. Das ist der Ronny Hermann Popner. Und ansonsten gibt es 13 Landratsbezirke, entsprechend zu vergeben. Da werden dann Landräte natürlich ebenfalls gewählt. Aber eben nicht in dem Landkreis von Robert Sesselmann. Weil der hat aus unerklärlichen mir Gründen schon vor einem Jahr sein Amt angetreten. Wissen wir inzwischen, warum er so zeitversetzt, also ein Jahr zuvor bereits ins Amt gekommen ist?
Uwe
Ja, weil immer dann, wenn jemand vorher sein Amt aufgibt oder zurücktritt oder sonst nicht was, dann müssen die ja neu wählen. Das heißt, die haben bestimmte Rhythmen. Also es ist bei den... Ich glaube, die haben dann einen 5- oder 6-Jahres-Rhythmus. Und wenn vorher das Amt verkannt wird, dann beginnt dann mit dessen Vakanz quasi. Und der Neuwahl des Nächsten beginnt der neue Rhythmus.
Eli
Aber bedeutet das jetzt, dass Herr Sesselmann also ein Jahr länger im Amt bleibt? Oder ist das jetzt für immer versetzt?
Uwe
Ich glaube, soweit ich es verstehe, ist es für immer versetzt.
Eli
Ah ja, okay, interessant. Also nicht, dass es dann ein...
Uwe
Also was ich zum Beispiel hier bei diesen Wahlen natürlich auch ganz interessant finde, ist eben, wir haben hier sehr differenzierte, ich sage mal, Tiefenschichten. Also das haben wir ja schon in meiner kleinen PDF gesehen, wie das dann strukturiert ist. Dann haben wir Landräte, Stadträte, Gemeinderäte, Ortschaftsräte und sogar Ortschaftsteilräte. Das heißt, wir haben alle fünf Stufen, also so tief ist das gegliedert. Und da wundert es einen natürlich nicht, dass da 19.000 Leute sind. Sprich, jeder, der irgendwo mal ein bisschen Geld verdienen will, geht in die Politik. So sage ich das jetzt mal ein bisschen plakativ. Irgendwo gibt es da schon ein Amt und sei es in einem Ortschaftsteilrat. Und dann ist aber doch eben ein Unterschied, ob man eben Ratsmitglied wird oder eben jetzt so eine führende Kommission. die Oberbürgermeister, Landratbürgermeister oder Ortsteilbürgermeister. Und das beginnt aber schon auch auf dem Wahlzettel. Die Wahlzettel für diese reinen Personenwahlen, die sehen ja anders aus als diejenigen, die für die... Für die Kreistage, die Stadträte und so weiter. Genau, genau. Wenn man jetzt zum Beispiel eine Partei wählt, dann kann man eine oder mehrere Kandidaten auswählen, weil man drei Stimmen hat. Man kann entweder dann eine Stimme vergeben oder man kann alle drei Stimmen vergeben. Oder man kann auch die unterschiedlichen Kandidaten von verschiedenen Parteien geben. Auch wenn man weniger als drei Stimmen angibt, ist das auch völlig in Ordnung. Wenn man aber jetzt bei den Oberbürgermeistern guckt oder bei diesen reinen Personenwahlen, dann geht es immer nur um eine Stimme. Da kann man jetzt nicht zwei oder drei nehmen. Das heißt im Grunde genommen zwei völlig verschiedene Wahlprinzipien.
Eli
Richtig, naja, weil halt so unterschiedliche Gremien gewählt werden. Also entweder Personen oder eben Kreistage oder Stadträte. Jeder hat seine eigenen Regeln. Entsprechend sieht der Wahlzettel überall anders aus. Was wir auf jeden Fall wissen, liebe Freunde, ist, dass die ersten Ergebnisse jetzt tatsächlich da sind, liebe Freunde. Die sind jetzt noch nicht blau, aber man weiß ja auch nicht, wer da Favorit war in den ganzen unterschiedlichen Kreisen und Gremien, die wir gerade angesprochen haben. Weder Uwe und ich kennen uns da jetzt nicht zu 100% aus. Was wir aber wie gesagt vor uns sehen, ist dieser Live-Ticker. Wir sehen, dass die Auszählung läuft. Wir werden also zu dieser Grafik, auch relativ oft heute Abend wahrscheinlich, Um 18.25 Uhr nachgereicht hat man gesagt, dass es also Schlangen gab vor dem Wahllokal unmittelbar in Mühlhausen. Da habe ich praktischerweise ein Interview, das ich euch gleich nachher dazu einspielen werde können. Da ist der Bürgermeister jetzt noch nicht gewählt, aber wie gesagt, die ersten Landratswahlen sind ausgezählt und vor allen Dingen steht uns jetzt ein, sogar namentlich, ja, Erster Bürgermeister von Thüringen hier quasi zur Verfügung und zwar in der Gemeinde Altenbeuten im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Es sind alle Stimmen ausgezählt und dort ist es sehr klar 75,5 Prozent entfallen auf Lothar Linke. Ja, das ist ja eine Klatsche für die Altparteien. Warum, liebe Freunde? Weil der Mann ist parteilos, ja. Ja, so sehr haben sich CDU, SPD, Grüne, FDP und wer auch immer da sonst noch kandidiert hat, eben es sich verspielt, dass man denen da halt seine Stimme nicht geben wollte. Das wirkt für mich wie ein Denkzettel, wenn man einem parteilosen Kandidaten 75,5 Prozent der Stimmen gibt. Aber fairerweise muss man sagen, manchmal verbrüdern sich ja die Altparteien im Hintergrund und unterstützen auch einen parteilosen. Auf jeden Fall kam Wolfram Henrik von der CDU in dieser Stadt, in Saalfeld-Ruderstadt, auf 24,5 Prozent und ist damit natürlich ganz, ganz weit abgeschlagen. Und offensichtlich gab es da auch überhaupt keinen AfD-Kandidaten, weil guck mal, die teilen ja untereinander schon die 100 Prozent auf. 75,5 und 24,5, da bleibt ja nichts mehr. So, also dann wissen wir noch etwas und zwar, dass ein Oberbürgermeister auf seine neue Amtszeit zusteuert und zwar neue Amtszeit, weil er die alte Amtszeit schon inne hatte. In Suhl scheint der Oberbürgermeister jetzt bestätigt zu werden, nachdem in Suhl bereits 18 von 40 Wahlbezirken ausgezählt sind. steuert André Knapp von der CDU auf eine neue Amtszeit als Oberbürgermeister mit 82,2 Prozent zu. Steffen Hartwig von der Linken landet vorläufig bei 17,8 Prozent. Uwe, unsere Arbeit heute Abend wird natürlich massiv dadurch erschwert, dass wir nicht wissen, ob es in all diesen Bezirken, die wir heute hier auflisten werden, überhaupt Kandidaten von der AfD gab. Weil das muss ja überhaupt nicht sein.
Uwe
Also zumindest wissen bei den fünf kreisfreien Städten, da wird uns schon dargestellt, wer die Herausforderer sind. Das heißt, hier können wir es auch in Suhl, waren eben insgesamt drei Kandidaten, eben der Amtsinhaber André Knapp, der von der CDU war. So, der Stefan Hartwig, ja, und das war es dann aber auch schon, die zwei Kandidaten. So, mehr gab es nicht. Und dann hat dann eben der Amtsinhaber, der hat dann eben gewonnen. Das persönlich finde ich jetzt auch gar nicht so überraschend, denn wir haben ja eigentlich im kommunalen Bereich in der Regel immer eine viel... dichtere Bindung der Politiker an das Volk sozusagen. Da ist man dichter dran. Und da gibt es natürlich auch so traditionelle Wahlverhältnisse nach dem Motto, wenn der Großvater die CDU gewählt hat, dann wählt natürlich auch der Vater die CDU. Ich wähle die CDU und mein Kind und mein Enkelkind wählt auch die CDU. Und vor allen Dingen kennt man oftmals die Leute persönlich, gerade in den kleineren Gemeinden. Da müssen natürlich Dichter ihre Politik auch mit den Gemeindemitgliedern abstimmen, weil sonst kriegen sie Probleme im Reitclub oder im Schwimmverein, werden die Kinder in die Ecke gestellt und all solche Sachen. Das ist in der Landes- und Bundespolitik was anderes, weil da die Distanz der Politiker zu den Wählern viel größer ist und es denen völlig wurscht sein kann, dass wenn sie irgendwo hingehen, ausgebucht werden, weil das interessiert die nicht, die kennen die Leute nicht. Aber in kleineren Orten und Gemeinden, da kennt man sich, da macht man Geschäfte miteinander, da gehen die Ehefrauen miteinander Kaffee trinken und in Fitnessclubs. Da möchte man solche Verhältnisse meistens nicht haben.
Eli
Auf jeden Fall müssen wir zugeben, dass die AfD natürlich durch ihre ganzen personellen Probleme es sich nicht einfach gemacht hat bei diesen Wahlen. Wer jetzt auf einen blauen Himmel hofft, der muss sich ein bisschen auf Wolken einstellen, zumindest bei den Kommunalwahlen. Schreiben die Medien, was das Zeug hält, um hier in irgendeiner Form halt den Aufstieg der Partei auch medial zu vermeiden. Umfrage Experten. Wir wissen ja, was wir von Experten zu halten haben. Spätestens seit 2020 sind die bei mir alle komplett unten durch. Sie enthüllen einen, wie hier geschrieben wird, brutalen AfD-Absturz. Das bemüht man sich hier nicht. ins Feld zu schicken. Die Skandale der AfD reißen nicht ab, das sei alles furchtbar und so weiter und so fort. Und das waren also quasi die Prognosen. Diese Wahlkreise würde die AfD gewinnen. Wobei, da geht es ja glaube ich überhaupt nicht um Thüringen, da geht es um bundesweite Ergebnisse sogar. Thüringen ist ja nur hier in der Mitte. Ich wollte das nur mal ganz kurz gezeigt haben, liebe Freunde, weil viele Leute auch sagen, ja, guck doch mal in die etablierten Medien. Ja, was erzählen wir nur hier die ganze Zeit etwas? Bestimmt sind die Journalisten vor Ort irgendwie sehr viel besser informiert. Das muss gar nicht sein, wenn der Uwe recht behält, dass alle sowieso nur abschreiben beim MDR Live-Ticker. Aber auf jeden Fall haben die Journalisten das Drama in Thüringen auch hier mitverfolgt. Eine Frau ist vor dem Wahllokal tot zusammengebrochen. Ja, keine Ahnung, vielleicht hat sie sich den Stimmzettel angeguckt und hat dort die ganzen Altparteien gesehen. Ich wünschte, es wäre nicht so ausgegangen, aber ich stelle hier natürlich nur Spekulationen in den Raum. Aber offensichtlich haben auch hier die Medien dieses Drama eben aufgegriffen. Ansonsten, Uwe, eine Frage an dich. Ich weiß gar nicht, wie tief du da im Thema bist, aber diese ganze Seifenoper, will ich es mal nennen, rund um die Alternative für den Landkreis versus Alternative für Deutschland, für die Herr Höcke jetzt hier geworben hat, ohne selber auf der Liste zu stehen. Glaubst du, das hat in irgendeiner Form eine Relevanz heute und was weißt du überhaupt über den Vorfall? Du bist gemutet, Uwe, du hast dich gemutet.
Uwe
Ich hatte selber auf meinem Kanal ja ein Video zu Höcke gemacht und dann noch ein, zwei andere Videos im Nachgang, was jetzt aktuelle AfD-Verhältnisse betrifft. Also ich persönlich halte diese Geschichte mit dem verbotenen Satz für, ich sage mal, ein bisschen peinlich im Sinne von, dass die Staatsanwaltschaft nichts Besseres zu finden wusste als so etwas Triviales. Denn das, was er gesagt hat, war in einem Kontext zu sehen und da spielte das nur eine untergeordnete Bedeutung. Also ihm daraus eine Nase zu drehen, ist nach meiner Meinung, das grenzt ja schon an Böswilligkeit. Aber ich bin ja nicht das Gericht und insofern ist meine Meinung ja irrelevant. Ich glaube aber nicht, dass das, was da rauskam und auch diese 13.000 Euro, die man ihm da jetzt verdient, angehängt hat, dass das für die Wähler in seinem Bereich, ich sage mal im Land Thüringen, von irgendeiner Bedeutung ist. Sondern man darf ja nicht vergessen, wir sind hier im, ich sage mal, ostzonalen Bereich. Und es ist ja nicht ohne Grund, warum eben diese rechtsorientierte oder populistische oder sonstige Partei, wie auch immer man sie jetzt schimpfen mag, warum die dort stärker ist als in anderen Bundesländern. Nur es hat ja was damit zu tun, dass in den neuen Bundesländern war ja mal 40 Jahre eine formale Diktatur und dort hatte man ja eben dieses Problem mit den falschen Nachrichten, mit der Gesinnungshaltung der Journalisten, mit dem, was man nicht sagen durfte und und und. Das heißt, die Menschen, zumindest die, die noch leben, die erwachsen sind oder die es ihren Kindern plausibel rübergebracht haben, die sind ja durchaus viel mehr darauf sensibilisiert, Nachrichten kritisch zu beobachten. Und das ist ja hier bei uns in Westdeutschland ja überhaupt gar nicht der Fall gewesen. Wir haben ja im Grunde genommen immer geglaubt, dass wir im Paradies leben und dass bei uns alles wunderbar in Ordnung ist. Und wenn man eben schaut, wie die aktuellen bundesweiten Wahlumfragen sind, sieht es ja eigentlich immer noch so aus. Es mag zwar sein, dass die Gelben raus sind, vielleicht nicht mehr in den Bundestag reinkommen. Es mag sein, dass die CSU rausfliegt, weil es ja keine 5-Prozent-Hürde mehr gibt. Es mag sein, dass die SPD schwächer ist. Es mag sein, dass die Grünen bei 12 oder nur 13 oder 15 Prozent bleiben. Aber es ist in der Summe doch, wenn wir mal gucken, die CDU liegt immer so bei um die 30 Prozent herum. So CDU 30 Prozent, ich sage mal Grüne 12 bis 15 Prozent, heißt so deutsch, wir haben quasi 45 Prozent, 40 bis 45 Prozent der Menschen in Deutschland sehen das alles nach wie vor nicht so dramatisch. Denn sonst würden die Wahlumfragen das ja so nicht sehen. Und da wir ja 20 bis 30 Prozent Nichtwähler haben, ist quasi die Gruppe, die gegen die Regierungspolitik ist im Grunde genommen von der Wahlstimmenseite her sogar noch kleiner als diejenigen, die dafür sind. Und das muss man sich doch mal bewusst machen, dass wir hier im Westen auf jeden Fall ganz andere Denkart haben als in diesen Ostländern. Und es mag natürlich sein, dass wenn die Ostländer jetzt ein Zeichen setzen, dadurch, dass sie sich nicht von der sechsmonatigen ich sage mal, Nazi- und Rechtspropaganda abschrecken lassen und tatsächlich die AfD wählen und die tatsächlich jetzt in diversen, ich sage mal, Positionen auch reinkommen. Denn wir reden ja von Personalwahlen. Das heißt, die kommen ja dann in Regierungsverantwortung in bestimmten Kreisen. So, das ist ja, wird auf jeden Fall ein Signal sein. Vielleicht ist nicht unbedingt für die Europawahl, aber zumindest für die Landtagswahl am 1.9.
Eli
Ja, und deshalb freue ich mich eigentlich darüber, dass die Leute das jetzt schon mal ein bisschen in ihrem Bewusstsein haben. Weil egal wie das heute ausgeht, liebe Uwe, ob das jetzt nur eine Klatsche wird für die AfD oder ob die meinetwegen jetzt eben schon mal vorlegen. Wir werden sehen, dass die Leute sich mit dem Thema Wahlen schon mal auseinandergesetzt haben. Oft ist es ja ganz so, dass man halt nur in sehr unregelmäßigen Abständen zur Wahl geht. Alle paar Jahre und manchmal überspringt man es und dann ist es so ein bisschen halt komplett aus dem Kopf raus. Aber in diesem Fall durch diesen Versatz ist das Thema Wahlen, woran sehr viele Leute jetzt, sag ich mal, hypothetisch sowieso schon vorbeigegangen sind, weil es hat sie ja nicht betroffen. Europa ist so weit weg. Das hatten die jetzt gar nicht so richtig vor Augen. Aber jetzt trifft es Thüringen und es wird medial, egal wie es ausgeht, sage ich mal, ausgeschlachtet werden. Sei es jetzt ein Sieg oder eine Niederlage für die AfD. Dann muss man sich damit befassen und muss merken, oha, das betrifft ja gar nicht nur die EU, die jetzt seit sechs Monaten rauf und runter genudelt wird, werbetechnisch gesprochen, sondern es betrifft uns. Das betrifft vielleicht sogar meine eigene Nachbarschaft. Und sie sind damit quasi vorsensibilisiert, eventuell dann eben am 9. Juni, sei es in einer Stichwahl oder wenn es um Europa geht oder die EU geht, ja vielleicht etwas, Geschulter, sag ich mal einfach, auf jeden Fall informierter in diesen ganzen Prozess zu gehen. Dass aber natürlich es ein Gefälle gibt zwischen Ost und West, ist vollkommen klar. Und ich denke mal, um euch nur mal ein Beispiel dafür zu nennen, liebe Freunde, was dieser Tage auch rauf und runter genadelt wird. Das ist natürlich Gigi D'Agostino, ja, La Mour Toujours. Ihr werdet es mitbekommen haben, das treibt die unfassbarsten Blüten. 70 Polizisten stürmen eine Nazi-Party in Weindorf, ja. Was ist da nur passiert? Ein Strafverfahren ist eingeleitet worden, Beweise sind gesichert worden, denn... Um Gottes Willen, bestimmt die nächsten Reichsbürger, die da irgendwie den Sturm auf den Bundestag geplant haben. Nee, nach Angaben der Beamten wurden sie wegen Ruhestörungen zu einer Gartenbahn an die Moselstraße gerufen und bekamen auch Hinweise auf möglicherweise verbotene Musik und verfassungsfeindliche Parolen. Ihr wisst schon. Det, det, det, det. Um es mal ganz langsam zu sagen, damit hier nicht sofort das Copyright anspringt. Die Satare, ja, überall. Jetzt kommt die fette Quittung für die Schnösel-Nazis, ja. Ihr könnt euch an sie erinnern, das sind die, die viel Geld haben, aber wenig Verstand. Aber nicht nur in Sylt, sondern offensichtlich halt auch jetzt hier beim Schützenfest in Niedersachsen immer mehr Menschen. Und im Übrigen wirklich über alle Klassen hinweg, ja, seien sie jetzt hier überbezahlt aus dem Trust-Fund von ihrem Papa. Oder seien es Menschen, sag ich mal, etwas geradlinigerer Natur, die eben in einem Partyzelt irgendwo draußen auf dem Land feiern. Alle singen sie dieses Lied und überall gibt es natürlich dann Skandale über angeblich rassistische Gesänge. Man spricht von Nazi-Skandalen und so weiter und so fort. Die Polizei ermittelt, der Staatsschutz hat sich eingeschaltet. Ihr habt das alle mitbekommen. War das rechtens, fragt man sich. Aber man sieht, auf jeden Fall ist die Stimmung angeheizt. Ich werde jetzt hier den Ton nicht dazu einschalten. Ihr müsst selber mal zu Hause mitsingen oder mitgrölen oder wie auch immer. Fingernägel kauen, je nachdem wie ihr dazu steht. Aber diese Parole, sie ist überall. Im Übrigen vielleicht genauso wie das Wort Remigration, dass die Medien selber mit in den Fokus gerückt haben. Und natürlich alles für DÖ. Was auch jetzt sehr popularisiert worden ist durch die Medien. Der erste Sylt-Schnösel hat sich hier entschuldigt. Ich wünschte, das hätte bei Herrn Höcke auch gereicht, dass er sich einfach nur entschuldigt, was er übrigens hat. Aber bei ihm gibt es ja eine Gesinnungsjustiz. Lieber Uwe, hast du im Hintergrund schon weitere Zahlen, irgendetwas über den Wahlkampf von heute?
Uwe
Nein, Zahlen noch nicht, sondern was wir haben, ist, dass mittlerweile schon wieder was ausge... Ja, es gibt 20.000 ehrenamtliche Helfer, wunderbar, das ist ja noch nicht so interessant. Na, das sind Zahlen. Aber jemand hat fast 72 Prozent Stimmen bekommen, obwohl er gar nicht auf dem Stimmzettel stand.
Eli
Was? Wie kann man 72 Prozent der Stimmzettel kriegen, obwohl man nicht auf dem Zettel steht?
Uwe
Was ist denn da passiert? Im Eichsfeldkreis in Fritterode gab es keinen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl, weil der ehrenamtliche Bürgermeister Mike Gunkel nicht wieder antreten wollte. Trotzdem schrieb die überwiegende Mehrheit der Wähler ihn auf den Stimmzettel. Er bekam 71,6 Prozent.
Eli
So kann man da nicht wählen, liebe Freunde. Man kann da nicht einfach rausschreiben, wenn man sich gerade wünscht, Ronald McDonald oder was. Und dann muss der auf einmal von den Toten auferstehen, um aus den USA hier in Deutschland zu regieren. Das ist ja spannend. Das musst du mir mal rüberschicken. Bitte den Link dazu. Das habe ich jetzt natürlich noch nicht vor mir.
Uwe
Den hast du im Live-Ticker beim MDR.
Eli
Okay, Live-Ticker beim MDR. Lass mich mal ganz kurz gucken. Ich glaub's dir, aber man hat ja schon Pferdekotzen sehen, aber es ist schon ein bisschen verrückt. 18.44. 18.44. Ich glaube, die Seite ist langsamer, aber sicher hier am auf gut Deutsch abnudeln, weil sie wird immer langsamer. Ja. Aber noch funktioniert sie. MDR Thüringen Journal ist also im Livestream. Mehr als 20.000 ehrenamtliche Wahlhelfer, das haben wir gesehen. Und hier die Besonderheit in Fretterode. Mensch, herrlich. In Fretterode im Eichsfeld, liebe Freunde. Es muss also stimmen, es steht auf dem MDR. Da gibt es also keinen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl und trotzdem schrieb die überwiegende Mehrheit der Wähler ihn auf den Stimmzettel. Der Mann will endlich raus aus der Nummer. Ich weiß jetzt gar nicht, welcher Partei der zugehörig ist oder ob der parteilos ist. Aber er sagt, lasst mich in Ruhe. In bester Manier nach dem Motto, macht euren Dreck alleine, wie der sächsische König mal gesagt haben soll, will der jetzt nicht mehr und wird trotzdem noch mal dazu gezwungen. Das ist ja auch spannend. Wir gucken mal kurz in den Livestream vom MDR, mal gucken, was die Kollegen dort zu sagen haben. Na? Ich habe es ja gesagt.
Uwe
Wenn du in den MDR reinguckst, also in Eichsfeld, ich gucke gerade hier an der anderen Quelle, da gibt es tatsächlich Kandidaten. Okay. Aber nur für die Landratsnachfolge, aber nicht für den Bürgermeister. Also für Landrat konnte gewählt werden, aber Bürgermeister nicht. Und den vorherigen wollten sie unbedingt dann eben haben. Das war ein ehrenamtlicher Parteilos. Also insofern, das sind ja dann quasi ungültige Wahlergebnisse. Und damit sagen sie, dass sie niemanden wählen wollen.
Eli
Ja, das ist spannend, dass offensichtlich im Übrigen auch eine Politikverdrossenheit auf beiden Seiten inzwischen also zu herrschen scheint. Da können wir auch eine gute Überleitung machen zu dem Herrn Ronny Hermann Poppner, den ich in Mühlhausen kennengelernt habe, weil er ist ja meiner Meinung nach der widerwilligste Bürgermeisterkandidat, den ich je kennengelernt habe. Also nicht nur wählen die Leute nur noch Zähneknirschen, die paar wenigen Politiker, die sich aufstellen lassen, sondern immer mehr Politiker sagen oder angehende Politiker, die vielleicht in die Politik gegangen wären, sagen, ihr könnt uns alle mal, interessiert uns nicht, wir wollen nicht und werden dann eben nur zähneknirschend. Und offensichtlich bleiben da vielleicht also sehr viele Plätze vakant. Ich habe von ihm gesprochen und ich möchte ihn hier selber zu Wort kommen lassen. Das ist er, der Ronny Hermann Poppner. Er ist ein Bürgermeisterkandidat und er geht für die AfD ins Rennen. Und hört euch mal selber an, wie er argumentiert hat, wie er gesprochen hat, als ich ihn gefragt habe zu seiner Kandidatur.
Gast
Die meisten in unserer Stadt sagen Ronny zu mir. Und ich bewerbe mich auf den Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Mühlhausen.
Eli
Okay, also Korrektur von mir. Wir nennen ihn ab heute Ronny, weil wir mögen ihn. Aber er wird tatsächlich eventuell heute zum Oberbürgermeister gewählt, weil Mühlhausen offensichtlich doch größer ist als mir zumindest bekannter. Okay, als Oberbürgermeister, was können Sie im Sinne der Mühlhausener verändern? Worauf können sich die Leute freuen?
Gast
Im Sinne der Mühlhäuser heißt das bei uns.
Eli
Okay, Mühlhauser, Entschuldigung. Ich bin Sachse, ich bin nicht von hier.
Gast
Alles gut. Wir haben ja kulturell einiges zu bieten. Im Laufe der Jahrhunderte, wir waren ja eine freie Reichsstadt, wir haben zum Beispiel viele Denkmäler und auch ein ganz besonderes Flächendenkmal. Wir haben einen kleinen Bachlauf, das ist die Breitschule, das ist künstlich angelegt. Der ist auf 5350 Meter lang und hat 180 Millimeter Gefälle. Das ist nicht mal ein Drittel Millimeter pro Meter. Das ist also mit dem Auge gar nicht sichtbar. Der verkommt seit dem Amtsantritt von Herrn Bruns, das möchte ich gerne wieder machen. Ich würde die Innenstadt wieder beleben. Es gab damals nach der Wende so ein Modellstadtprojekt und da haben sie viel Geld in viele sinnlose Sachen geschickt und haben uns den Steinweg, zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht, haben uns den Steinweg verschandelt. Das ist diese Innenstadt-Einkaufsstraße. Das würde ich gerne wieder ein bisschen so in die Richtung bringen, wie wir es vor diesem Umbau hatten. Dann würde ich die Sicherheit unserer Mitbürger versuchen zu heben, nicht nur das Gefühl zu heben, sondern generell die Sicherheit zu heben. Ich würde das Ordnungsamt der Stadt Mühlhausen etwas aufstocken, aber nicht um die parkenden Autos abzukassieren. freie Parkzeiten ermöglichen und würde aber das Ort insgesamt in den frühen Abendstunden und späten Abendstunden, also ab den frühen Abendstunden beginnend bis nachts, die Innenstadt und Problemviertel patrouillieren lassen.
Eli
Gibt es Problemviertel in Mühlhausen? Man hat das Gefühl, das ist so eine charmante Kleinstadt.
Gast
Ja, mit Sicherheit gibt es die. Die ganze Innenstadt ist abends ein Problem. Dann haben wir Wohnviertel, wo eben ein sehr hoher Anteil an Migranten ist und das muss eben bestreift werden. Die Stadt Mühlhausen gibt sich Mühe, damit das nicht so an die Öffentlichkeit gerät. Es werden Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaften angestellt, die dort die Dreckecken beseitigen müssen, die es tatsächlich gibt. Und es ist eben so, dass viele Menschen sich nicht mehr trauen, nachts, also unsere Bürger nachts nicht mehr durch die Stadt gehen. Einfach Angst haben.
Eli
Darf ich Sie fragen? Sie sprechen von Modellstadtprojekt. Wir haben natürlich im Rahmen der Tätigkeit von unter anderem Herrn Sesselmann, der heute auch hier gesprochen hat, mitbekommen, er engagiert sich als Landrat. Eine andere Landrätin, aber auch hier in Thüringen, ist ihm aber zuvor gekommen mit dem Projekt Bezahlkarte. Ist das etwas, was Sie im Stadtrat in irgendeiner Form in Mühlhausen nach vorne bringen können?
Gast
Nein, pass es auf. mit der Bezahlkarte. Es gibt viele Landkreise, die haben mittlerweile die Bezahlkarte, die gilt aber nur für abgelehnte Asylbewerber. Robert Sesselmann war der erste Landrat, der sich für alle Asylbewerber eingeführt hat. Zum ersten Mai hat etwas mehr gedauert, weil er alle erfassen musste, aber er war derjenige, der wirklich alle Asylbewerber...
Eli
Darf ich Sie kurz unterbrechen? Nur zum Verständnis. Im Landkreis von Herrn Robert Sesselmann Bekommen alle Asylanten, die diesen Status haben, ob abgelehnt oder angenommen, ab 1. Mai diese Bezahlkarte.
Gast
Das Nächste ist, ich kann natürlich als Oberbürgermeister nicht ins Asylverfahren eingreifen, weil das ist übertragener Wirkungsbereich, das macht der Landrat. Also kann ich das nicht. Aber ich kann Arbeitsangebote schaffen für diese 80-Cent-Geschichte pro Stunde. Und die müssen dann wahrgenommen werden. Und das werde ich ermöglichen, damit diesen Menschen, die hierher kommen, eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit geboten wird.
Eli
Ja, mit Arbeitserlaubnis und allem drum und dran. Natürlich muss man die zuerst integrieren. Sprachkurse, das ist ein riesen Roller. Nein, das müssen Sie nicht. Rattenschwanz?
Gast
Die 80 Cent, also der Rattenschwanz, muss nur die Arbeitsangebote schaffen und dann können die wahrgenommen werden.
Eli
Ja, vielleicht kann man ja was Schönes machen für die Innenstadt in Mühlhausen.
Gast
Wir könnten zum Beispiel beim Thema Breizülze bleiben. Beim Thema was? Beim Thema Breizülze bleiben. Breizülze? Ja, das habe ich ja gesagt.
Eli
Breizülze. Ich mag ja die Mühlhäuser, wie ich jetzt gelernt habe, wie man sie nennt. Aber der große Fluss, der durch Mühlhausen geht, heißt Breitsülze. Also das ist schon ein bisschen unfreiwillig komisch. Aber ich mag es, wie ernst er da seine Funktion nimmt. Und ihr seht es, im Übrigen, liebe Freunde, Landräte können wirklich was bewirken. Und Herr Sesselmann war also mehr Pionier als allen Leuten eventuell bekannt ist. Gut, zurück zur Breitsülze.
Gast
Dieses Flächendenkmal. Und da darf ich nämlich nicht mit Technik ran. Das muss per Hand gemacht werden.
Eli
Ah, okay. Sehen Sie?
Gast
Und schon haben wir was Sinnvolles.
Eli
Das neue Land in diesem Land verschönern.
Gast
Mühlhausen ist eine Kommune, die einen unwahrscheinlich großen Landbesitz hat. Wir haben auch einen der größten Kommunalwälder Deutschlands. Auch da gibt es einiges zu tun.
Eli
Okay, gut. Heute war Herr Höcke hier. Ja. Steht ja selbst in der Kritik, der Mann. Aber ich nehme an, auf Ihre Solidarität kann er zählen, oder?
Gast
Er ist mein gewählter Thüringer Parteivorsitzender und dementsprechend bin ich loyal.
Eli
Okay. Die Partei, auch in die Schusslinie geraten natürlich, in Asternien natürlich auf europäischer Ebene, jetzt gerade in dieser Woche, aber auch bundesweit regelmäßig unter Druck. Wie zeichnet sich das Bild hier in Thüringen oder bei Ihnen speziell in Mühlhausen? Stehen die Leute zur AfD oder fallen sie vom Glauben ab?
Gast
Nein, die stehen zur AfD und ich werde natürlich gefragt, was da los ist. Aber wollen wir ehrlich sein, ich bin ein kleiner Kreisvorsitzender. Ich bin quasi ein kleines Licht in der Hierarchie unserer Partei. Ich kümmere mich hier vor Ort um die Probleme unserer Leute und für die europäischen oder bundesweiten Probleme haben wir das entsprechende Personal.
Eli
Und jetzt schwenkt das Gespräch immer weiter auch in Richtung seiner Bürgermeisterkandidatur. Ihr merkt, ich gebe euch hier etwas mehr Raum für den Herrn Ronny, weil wir einfach alle im Hintergrund auf die Ergebnisse weiterhin warten. Aber ihr merkt, ich sag mal so, jetzt kein glühender Oberbürgermeisterkandidat, auch wenn er sinnvolle, natürlich sage ich mal, Intentionen hat und da vieles auch durchdacht hat und eben auch in Programme kleiden möchte. Aber man merkt, er geht so ein bisschen, war das sofort mein Gespür auf jeden Fall, widerwillig in die Politik. Und dazu steht er auch, auch wenn er nichtsdestotrotz sich wahrscheinlich über dieses Amt jetzt freuen würde. Da würde ich Ihnen mal das selber gerne sagen.
Gast
Aber Sie blicken in eine blaue, glückliche, strahlende Zukunft.
Eli
Was denken Sie? Sie wünschen Sie sich bestimmt, oder?
Gast
Also ich würde es Ihnen sagen, wenn die CDU sich nicht so gewandelt hätte, nicht so entkernt worden wäre von Angela Merkel, dann gäbe es keine AfD und ich wäre kein Mensch, der Politik betreiben müsste. Das ist nämlich nicht das Schönste.
Eli
Aber Sie freuen sich trotzdem auf Ihr Mandat, oder?
Gast
Nein. Nein? Interessant.
Eli
Wann hört man schon mal einen Politiker so ehrlich sein, dass er sagt, er freut sich nicht auf sein Mandat? Also das ist ja der Wahnsinn. Uwe, du musst dich mal in den Stumm schalten, wenn du dazukommen willst. Dann kann ich dich auch nochmal zeigen. Aber ich habe dich im Hintergrund lachen sehen. Und in der Tat, das ist so eine sensationelle, sage ich mal, einfach so eine Aussage. Die kriegt man selten zu hören. Also ich weiß nicht, weil ich das letzte Mal überhaupt einen Politiker so differenziert habe, Antworten hören. Wir hören das mal weiter rein, dann können wir das gerne kommentieren.
Gast
Trotzdem auf Ihr Mandat, oder? Nein.
Eli
Nein?
Gast
Interessant. Ich freue mich, wenn ich durch meine Arbeit in diesem Mandat etwas bewegen kann. Etwas in die richtige Richtung bewegen kann. Nochmal, ich würde lieber keine Politik machen. Würde das anderen überlassen.
Eli
Wenn unser Land in guten Händen wäre.
Gast
Ich hoffe, Sie schneiden das jetzt nicht so zurecht, weil ich gesagt habe, nein. Nein, nein, wir sind live.
Eli
Ich schneide gar nichts aus dem Kontext. Also ich...
Gast
Ich freue mich, wenn wir die Möglichkeit bekommen, das in die richtige Richtung zu lenken. Darüber würde ich mich sehr freuen.
Eli
Aber Sie hätten sich gewünscht, wenn ich das jetzt richtig interpretiere, dass dieser Kelch an Ihnen vorbeigegangen wäre. Richtig. Dass das Kind gar nicht in den Brunnen gefallen wäre, dass man es jetzt wieder retten muss. Richtig. Den Karin aus dem Dreck ziehen. Okay. Gut, mich freut... Also ihr merkt, liebe Freunde, ein sehr ehrlicher Zeitgenosse. Ich persönlich habe auch, glaube ich, gemerkt, ihm liegt wirklich etwas an seiner Stadt. Ich nehme mal an, er wird ein Privatleben gehabt haben, auch beruflich wahrscheinlich fest mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen gestanden haben. Deshalb hat er sich jetzt nicht gerissen um dieses Amt. Aber Uwe, daran merkt man auch mal wieder, in welchen Zeiten wir leben. Die Politiker sagen inzwischen, ich wünschte, ich müsste es nicht tun. Aber bei der Konkurrenz, die wir ansonsten da haben und dem wir das Feld überlassen würden, ist es besser, ich mache es zähneknirschend, als irgendjemand sonst von der Grünen Akademie von Klaus Schwab, so ein junger globaler Anführer, ihr wisst schon, besser als du selbst auf kommunaler Ebene ich mache es, als jemand anders. Hast du so in deinem Leben sowas schon mal erlebt? Solche Zustände im Land?
Uwe
Nein, also da kann ich mich eigentlich nicht dran erinnern. Die meisten Leute, die ich kenne und die politische Ämter anstreben. Die wollen zwar, ich sag mal, nach außen hin sagen, sie wollen das Beste für ihre Gemeinde oder so, aber Eigentlich ist so mein Eindruck oftmals, dass die das Beste für sich selbst wollen, nämlich einen Posten haben, Anerkennung haben. Dadurch bieten sich für viele Leute auch bessere Geschäftsmöglichkeiten an, weil man eben ein Renommee auch im Geschäftlichen verwerten kann sozusagen. Also da gibt es eine ganze Menge Motive. Ich will das jetzt nicht kleinreden. Ich will nicht sagen, dass es nicht viele Leute gibt, die auch wirklich Politik machen wollen. Allerdings ist ja immer die Frage, was ist denn Politik machen? Also die meisten Leute meinen ja, die richtige Politik ist, wenn ihre eigene Meinung auf alle anderen übertragen wird. Das wäre dann die wahre Politik. Und da vergessen wir natürlich, dass Parteipolitik ja so etwas nie sein kann, denn Partei heißt ja Teil. Also insofern... kann keine einzige Partei jemals das Ganze im Auge haben, weil sie ja eben nur ein Spektrum, eine Facette in diesem gesamten Spektrum überhaupt abbildet. Und alle anderen, die eben anders denken, fühlen und wollen, werden von dieser Partei eben nicht angesprochen. Das heißt also, jeder, der sagt, ja, ich muss jetzt aber dafür sorgen, dass meine Partei alles Dominierten regiert, der hat ja eigentlich schon mal gar nicht verstanden, dass es so etwas in einer Partei nicht geben kann, außer wenn es eine Einheitspartei ist.
Eli
Oder eine Blockpartei, da gibt es viele Namen dafür. Okay, liebe Freunde, wir haben die weiteren nächsten Zahlen. Vielen herzlichen Dank auch an alle, die mich im Chat darauf hingewiesen haben. Keine Sensationen, aber wir reden ja sowieso nicht davon, dass wir hier heute irgendwelche Ministerpräsidenten küren werden oder was auch immer, sondern wir haben stattdessen seit 18.52 Uhr Stimmen in Rauschwitz, wo auch immer das ist, die dort ausgezählt worden sind. Die ersten Bürgermeister bei den Thüringer Kommunalwahlen stehen jetzt aber eben fest. Und zwar in den Gemeinden Rauschwitz im Saale-Holzland-Kreis mit knapp 170 Wahlberechtigten. Also da seht ihr, wie klein das entsprechend ist. Und dort siegte ebenfalls kein CDUler, keiner von den Blockparteien, von den Einheitsparteien, sondern jemand, der parteilos ins Rennen gehen musste. Man weiß nicht, ob er nicht vielleicht trotzdem eine... sag ich mal, Hintergrund hat, der sehr CDU oder was auch immer affin ist, also behaltet das im Hintergrund, auch bei den Parteilosen, ist auch nicht immer alles Gold, was glänzt, ja, aber in diesem Fall also ein parteiloser Kandidat, der mit 60 Prozent der Stimmen ins Amt gekommen ist. Der bisherige Bürgermeister Andreas Menzel, ebenfalls schon parteilos, unterlag mit 40 Prozent der Stimmen, also gab es nur zwei Bewerber, gut, in so einem kleinen Ort, Ohnehin schon genügend. Klaus war bereits zum Jahr 2016 Bürgermeister von Rauschwitz. Nun hat er erneut kandidiert. Also keine Riesensensation. In einem kleinen Dörfchen gibt es einen neuen Bürgermeister. Steinach hat einen neuen Bürgermeister. Die Weltmetropole Steinach, von der ich ja nie gehört habe. Im Kreis Sonneberg aber interessant, weil Sonneberg kennen wir ja durch Herrn Robert Sesselmann. Und die hat einen neuen hauptamtlichen Bürgermeister. Da werden also wahrscheinlich auch... nebenberuflich irgendwie Bürgermeister gewählt. Und das ist in dem Fall der Udo Betz. Und auch wieder so ein Phänomen, lieber Uwe, von der Partei GSF.
Uwe
Ja, ich habe schon die ganze Zeit gesucht, was GSF ist. Also ich konnte es nicht finden. Das muss irgendeine Mini-Partei sein. Also da gibt es verschiedene Institute, die irgendwas mit GSF als Kürzel haben. Aber welches von denen das sein soll, kann ich jetzt nicht nachvollziehen auf die Schnelle.
Eli
Ja, also liebe Freunde, da könnt ihr vielleicht im Chat per Schwarmintelligenz sogar mehr rausfinden als wir. Offensichtlich wollen die Leute die Altparteien nicht mehr. Sie sind bereit, die Parteilosen zu wählen oder sogar jemanden den Vorrang zu geben von einer Partei, die wir zwei gestandene Männer, die sich in der Politik gut auskennen, eben nicht einmal zuordnen können, nicht einmal namentlich, geschweige denn, dass wir wüssten, wofür die GSF überhaupt steht. Könnte sein, die Gesellschaft für sozialen Fortschritt oder was weiß ich, was für ein Quatsch. Aber wir wissen es halt eben einfach nicht. Und Steinach wird jetzt also in Zukunft hauptamtlich, was den Posten des Bürgermeisters angeht, von diesem Udo Betz von der GSF also jetzt regiert. Peter Kleine, und jetzt geht es um Weimar, liebe Freunde. Das ist eine Stadt, die ist bundesweit natürlich relevant, hat da die Nase vorn. Da gibt es auch eine Oberbürgermeisterwahl. Nachdem 43 der 81 Stimmbezirke ausgezählt sind, liegt der Oberbürgermeisteramtsinhaber Peter Kleine von der CDU mit 72 Prozent vorn. Würde ich sagen, ist schon ein bisschen unentholbar. Ja, also mit 72 Prozent so weit vorne zu liegen.
Uwe
Und vor allen Dingen, das ist ja auch wieder ein Parteiloser. Und der hatte insgesamt eins, zwei, drei Herausforderer. Er hatte einen Link, einen von den Linken, einen von den Grünen und einen von der SPD. Mhm.
Eli
Seht jetzt mal wieder, liebe Freunde, die AfD zum Beispiel, wer jetzt die ganze Zeit auf die AfD-Kandidaten hofft, sie hat ja natürlich auch ein Personalproblem insofern, als dass die Partei wächst, kann nicht so schnell nachwachsen und so viele Kandidaten aufbauen und ins Rennen schicken und Wahlkampf machen lassen, wie sie Rückhalt bekommt im Land. Das heißt, in den Landtagswahlen, Uwe, das ist ein spannendes Phänomen, kann es sein, dass die blaue Welle tatsächlich dann im Prinzip die Altparteien hinwegschweppt. Aber der Landtag, dafür haben sie genügend Kandidaten. Aber wirklich jedes Kreisamt, jeden Stadtrat und jedes Bürgermeisterbüro zu besetzen, dafür fehlt wahrscheinlich der AfD aktuell wirklich schlicht die Manpower. Sonst würden wir hier mehr lesen von Kandidaten der AfD, die auch irgendwie Erwähnung finden würden. Böhme Bürgermeister in Hartmannsdorf. In Hartmannsdorf im Saale-Holzland-Kreis ist Andre Böhme ein neuer ehrenamtlicher Bürgermeister gewählt worden. Seht ihr das? Das ist das, wovon wir vorhin gesprochen haben. Es gibt die hauptamtlichen Bürgermeister und also auch ehrenamtliche. Er war dort für den örtlichen Heimatverein angetreten, erhielt 56 Prozent der Stimmen. Also bis jetzt keine großen Sensationen, bis auf vielleicht das in Weimar offensichtlich. Du hast gesagt parteiloser Kandidat, aber hier steht doch CDUler. eigentlich gewählt wird.
Uwe
Also ich gucke hier gerade mal in einer anderen Quelle nach.
Eli
Also bei mir steht hier Peter Kleine, CDU Weimarwerk.
Uwe
Nein, also hier heißt es vom 11. März, gucke ich mir was an, Kommunalwahl, diese Kandidaten wollen Oberbürgermeister werden, Peter Kleine parteilos, Amtsinhaber mit langer Verwaltungserfahrung.
Eli
Spannend. Ja, Freunde, da müsst ihr uns mal bitte gerne helfen im Chat, wenn ihr das irgendwie könnt. Und zwar, es geht um Peter Kleine von entweder der CDU oder parteilos, auf jeden Fall Kandidat in Weimar. Was sagt der Chat? Was sagt ihr, liebe Freunde? Ist der Mann jetzt nur von der CDU? Ist er auch parteilos? Wäre ja schon ein starkes Stück, ein starkes Zeichen, wenn Weimar, eine deutschlandweit relevante und bekannte Stadt, einen parteilosen Kandidaten nur noch wählen kann. Auch das ein wenig dann also vielleicht dann schattend, die vorausgeschickt werden zu den EU-Wahlen und den restlichen Landtagswahlen in diesem September, liebe Freunde. Also wir gucken gerne in den Chat rein, wenn ihr das entsprechend wisst. Ansonsten gibt es jetzt weitere Informationen, die kommen jetzt, ich will nicht sagen im Sekundentakt, aber im Minutentakt doch jetzt dazu. Den Herrn Böhme haben wir schon abgefrühstückt. Es gibt einen neuen Bürgermeister in Bad Klosterlausnitz. Ja, ich weiß, mal wieder so eine thüringische Metropole, nach der sich der Geist der Zeit... zu orientieren scheint. Aber auch in Bad Klauster-Lausenitz ist ausgezählt mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen entfallen auf Kevin Sternbrücker. Freunde, das ist spannend. Er ist von der Wählergruppe BKL. Freie Wählergruppe BKL. Also irre ich mich oder haben die Leute keinen Bock mehr auf Altparteien? Uwe, siehst du inzwischen ein Muster?
Uwe
Aus dem, was wir bisher haben, scheint sich das ja so ein bisschen herauszubilden. Allerdings haben wir noch nicht so sehr viel. Also wenn du dir eben überlegst, wie viele Stimmenbezirke es gibt und wie viele Wahlkreise. Selbst wenn wir jetzt das noch zehnmal hätten, wäre das wahrscheinlich nur ein Bruchteil von dem, was auszuzählen ist. Das heißt, da müssen wir noch ein bisschen weiter warten. Aber aus dem, was wir bisher haben, würde ich schon die Tendenz ableiten, entweder wird der alte Amtsinhaber gewählt, wenn er von einer Blockpartei, speziell eben der CDU, oder aber man wählt alles andere, aber bloß keine Blockpartei.
Eli
Richtig. Und es gibt sogar nochmal die Ausnahme von der Regel. Ich nehme euch hier nochmal mit. Auch von heute, 19.07. Mart, wo auch immer das ist, da gewinnt der Amtsinhaber. Du hast ja gerade gesagt, man wählt den Amtsinhaber, wenn er von der Altpartei ist. In diesem Fall ist er nicht mal von der Altpartei, aber... Er ist also quasi ein Parteiloser, das nennt man dann wohl offensichtlich Einzelbewerber. Und sein Gegenkandidat war also Roberto Senger von den Freien Wähler Mart. Also auch die Freien Wähler auch in Thüringen offensichtlich auf dem Vormarsch. Sie sind ja so eine lose Wählervereinigung, sie wollen nicht wirklich Partei genannt werden, auch wenn sie es natürlich sind. Und haben Ableger in vielen unterschiedlichen Städten. Und da haben sie nur knapp... möchte ich mal sagen, dieser kleinen Gemeinde in Marthe eben verloren, gegen einen Einzelbewerber, Peter Dreiling, von dem auch in puncto Parteizugehörigkeit nichts bekannt ist. Und wenn man nichts Genaues nicht weiß, dann muss man vermuten, dass der Mann wahrscheinlich parteilos ins Amt gegangen ist. So, was haben wir hier? Daniel Fischer zum neuen Bürgermeister von Oberhof gewählt. Auch, Uwe, guck dir das an. Uwe, Daniel Fischer, parteilos, wird neuer Bürgermeister von Oberhof. Die Leute haben keinen Bock mehr auf Altparteien. Er wurde mit 95, man hat sowas gegeben, mit 95,2% der Stimmen ins Amt gewählt. Also da gibt es ja wirklich niemanden.
Uwe
Ja, ich will nochmal zurück zu dem Weimar. Ich habe jetzt woanders was gefunden, allerdings ist das eine KI-Angabe, die ist insofern jetzt nicht ganz sicher. Da heißt es, Peter Kleine, der Oberbürgermeister von Weimar, ist parteilos. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2018 kandidierte er als unabhängiger Kandidat, wurde jedoch von der CDU unterstützt.
Eli
Naja, deshalb habe ich ja davor gewarnt, liebe Freunde. Also parteilos können einige sein, aber manchmal haben sie halt entsprechend die Altparteien im Rücken. Das macht auch die AfD manchmal diesen Trick, muss man fairerweise dazu sagen.
Uwe
Also ich gucke gerade, wo die Quelle herkommt. Das stammt aus einem Wikipedia-Eintrag.
Eli
Naja gut, Wikipedia, darauf kann man sich nicht wirklich beziehen.
Uwe
Ja, wobei aber bei solchen Sachen, ich sage mal jetzt Parteimitgliedschaften und so, da wird hier zum Beispiel auf einen Beitrag vom 16. April 2018 verwiesen, da heißt es, CDU stellt Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahlen in Weimar vor. Und auch in der Thüringer Allgemeine wurde es da erwähnt. Also insofern scheint mir das durchaus eine valide Information zu sein. Für uns wäre natürlich nur interessant, dass wir feststellen, okay, parteilos kann auch instrumentalisiert sein.
Eli
Richtig, genau. Also dass überhaupt parteilos gewählt wird oder Menschen sich nicht mehr trauen, mit dem Monika der Altpartei überhaupt ins Rennen zu gehen, das ist schon mal ein Zeichen für sich. Aber dass dahinter natürlich nicht alles Gold ist, was parteilos glänzt, liebe Freunde, muss eben auch allen klar sein. Wir haben hier noch mehr Zahlen, liebe Freunde, die jetzt langsam aber sicher eben durch den Ticker kommen. Und zwar, Mart haben wir gerade abgefrühstückt. Daniel Fischer, wir haben es eben gerade gesagt, eben parteilos, 95,2 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 Prozent. Stichwort Wahlbeteiligung, das wird auch heute ein Thema sein. Jetzt muss ich natürlich erst mal gezählt werden. Aber ja, die Demokratiemüdigkeit wird in Deutschland vielleicht in Bälde nur noch übertroffen werden von der Kriegsmüdigkeit. die Frau Strack-Zimmermann immer wieder zu bekämpfen versucht. Wir haben aber darüber hinaus erste Zahlen aus dem Kyffhäuser-Kreis. Bisher sind im Kyffhäuser-Kreis 67 von 119 Stimmbezirken ausgezählt. Antje Hochwenn-Schneider, die erste, glaube ich, Altparteienkandidatin hier von der SPD, liegt mit 44 Prozent vor Andreas Hartung-Schettler von der AfD. Und da sieht man mal, wie eng das inzwischen hier ist. Es ist mehr als die Hälfte ausgezählt, aber da könnte vielleicht noch was gehen. 44,2 SPD gegenüber 35,2 von der AfD. Der erste, der hier unser Osterheld werden könnte. Huch, Entschuldigung, ich habe den falschen Mann angeklickert. Nein, hier, Andreas Hartung-Schädler von der AfD hat 35,2%. Der Sven Osterheld von der CDU ist abgeschlagen mit 20,5% und wird definitiv nicht mehr aufs Treppchen kommen. Hier liegt die Wahlbeteiligung. Du, Uwe, schau dir das mal an. Also ich... Es ist mir unangenehm, immer wieder zu sagen, du lebst viel länger als ich, du bist so viel weiser als ich, ich formuliere es mal so, aber wie war es denn in deiner Zeit? 54,9 Prozent. Das kann sich doch nicht wirklich sehen lassen. Jeder Zweite hat keinen Bock mehr auf diese Politiker, geht nicht mal mehr zur Wahl.
Uwe
Die Wahlbeteiligung scheint ja auf allen Ebenen eher schwach zu sein, wobei manchmal, es gibt ja auch Statistiken dazu, ich kann ja gleich mal eine raussuchen, ob wir vielleicht was über Landkreise oder so sehen oder zumindest wenn wir was über Landtagswahl und Bundestagswahl sehen. Also in der Regel ist langfristig wohl ein Abwärtstrend in der Wahlbeteiligung, aber in einzelnen Fällen nicht. einzelnen Wahlen gibt es dann doch wieder mehr Wahlbeteiligung. Das scheint auch so ein bisschen davon abzuhängen, was gerade in dem Wahljahr für besonders heiße Themen sind. Und was jetzt hier in Thüringen sein wird, das wissen wir noch nicht. Da müssen wir einfach die Auszählung noch weiter abwarten. Mit 54 Prozent scheint mir wenig zu sein.
Eli
Ja, das scheint mir auch sehr wenig zu sein. Ich meine, bald ist es weniger als die Hälfte der Menschen, die überhaupt noch dieses Wahlangebot annehmen. Ich bin jetzt hier auf der Webseite vom MDR, liebe Freunde, Landratsoberbürgermeisterwahlen von Thüringen in 2024. Und hier liegen größtenteils eigentlich für ganz Thüringen fast schon inzwischen also Ergebnisse vor. Ich habe dazu noch nichts im Ticker gelesen, aber ich zeige euch, dass ich das hier auf jeden Fall sehe. Und da muss man also auch sagen, da hat sich die CDU und die SPD größtenteils eben durchgesetzt. In einem einzigen Wahlbezirk, was auch immer das hier ist, liebe Freunde, da scheint sich also die FDP mit hinein verirrt zu haben. Ansonsten gibt es nur auch ebenfalls einen einzigen Bezirk von der AfD, da springt sogar die ganze Karte mit. Ist ja verrückt, dass sowas überhaupt geht. Wusste ich gar nicht, dass man das so drehen kann. Ach doch, guckt mal hier, sogar in 3D. Wie bescheuert ist das denn? Wer braucht denn sowas? Naja, also wie dem auch sei, keine Ahnung, ob das stimmt. Ich habe es jetzt noch nicht in dem Ticker dazu gelesen, aber ihr wisst ja, Landräte können durchaus etwas entscheiden. Und Robert Sesselmann ist ein solcher Landrat und ich habe jetzt hier noch keine Bestätigung über den Live-Ticker dazu bekommen, aber diese Karte hat sich auf jeden Fall schon mal im Vergleich zu vorhin eingefärbt. Während bei den Oberbürgermeisterwahlen alles immer noch neutral grau ist, Kreistags-Stadtratswahl auch noch grau ist? Und Gemeinderatswahl ebenfalls grau, mit aber den allerersten blauen, ja, entsprechend, ähm, äh, Segmenten. Ja, huch, das ist sehr schwierig hier zu scrollen und gleichzeitig zu zoomen. Das scheint hier noch nicht so richtig programmiertechnisch ausgereift zu sein. Uwe, du hattest mir zwischendurch noch etwas anderes geschickt, und zwar das hier. Was kann ich denn damit anfangen? Das ist jetzt Stand 17.10 Uhr.
Uwe
Das ist im Grunde, ja, das ist jetzt die von der statistischen Das sind ja quasi eine Darstellung jetzt von den kreisfreien Städten und von den Landkreisen. Da haben wir aber, soweit ich das sehe, noch keine Zahlen hinterlegt. Also das ist eher jetzt nur zum Zeigen. Da müssen wir vielleicht mal gucken, vielleicht kommt da im Laufe des Abends noch was rein.
Eli
Okay, liebe Freunde, dann jetzt hier Hinweis an euch im Chat. Wenn ihr irgendwelche besseren Seiten habt, könnt ihr uns Links natürlich zukommen lassen. Auch Links zu irgendwelchen Nachrichten, wenn da irgendein Journalist in irgendeiner Form schon in die Tasten gehauen hat und irgendwas für uns alle eingeordnet hat, wie es so schön heißt. Das wäre schon interessant. Mich persönlich in diesem Zusammenhang interessiert hier diese Karte. Und zwar die Karte zur Landratswahl. Ihr seht, ich habe den Reiter Landratswahl hier angeklickt. Und da hat sich doch schon sehr vieles eben eingefärbt. Und ich bin mir nicht sicher, wo diese Ergebnisse herkommen. Auf jeden Fall sind sie eingetragen. Und sie haben teilweise auch schon Zeiten hier von 1914, Ergebnis Gotha, Landratswahl. Da sehen wir zum Beispiel, dass ein... Onno Eckert von der SPD, knapp gewonnen hat vor dem AfD-Kandidaten. Aber im Ticker ist es eben nur noch nicht gelaufen. Also insofern müssen wir da wirklich aufpassen. Gut, wir gucken uns aber diese Ergebnisse trotzdem mal an, weil die könnten ja vielleicht tatsächlich stimmen und sie könnten auch richtungsweisend sein. Also insofern, was sehen wir denn da? Also erstmal ein AfD-Kandidat hat gewonnen, ein Heiko Philipp. Und zwar im Altenburger Land. Das ist spannend, liebe Freunde, weil erinnert euch zurück, das Altenburger Land, man spricht ja von Altenburg so ein bisschen halt als, sag ich mal, fast wie eine Provinz, die quasi Sachsen zugeordnet wird. Und in Altenburger Land hat dieser André Neumann gesprochen in dem Beitrag, den wir vorhin gesehen haben. Denn wir rufen uns das noch einmal in Erinnerung. Mir persönlich ist ja Altenburg schon seit der Corona-Zeit als eine Widerstandshochburg bekannt. Und sollte sich das tatsächlich also... dass hier also nicht nur ein neuer AfD-Landrat in diesem Landkreis gewählt worden ist, sondern vielleicht auch Herr André Neumann bald schon politische Geschichte ist von der CDU, dann würde ich sagen, liebe Freunde, wenigstens ein Teilerfolg für die AfD, der sich bereits gelohnt hat. Also das war also Altenburg.
Gast
Am Sonntag finden in Thüringen Kommunalwahlen statt, wie hier in Altenburg, nahe der Grenze zu Sachsen. Im Fokus dürfte vor allem das Abschneiden der AfD stehen. Die rechtspopulistische Partei ist in den Kommunen zum Teil stark verankert. Die Kommunalwahl gilt daher auch als Stimmungstest für die Landtagswahl Anfang September. Wie entwickelt sich die AfD? Wie kann eine CDU sich dagegenstellen oder nicht? Und wie wird eine Regierungsbildung stattfinden? Das überschattet auch die Kommunalwahl. 2018 wurde bei den Kommunalwahlen im Land die CDU stärkste Partei. Die AfD kam auf gut 10 Prozent. Der Landesverband der Partei ist mittlerweile deutlich stärker aufgestellt. Bei der vergangenen Landtagswahl 2019 wurde die Alternative für Deutschland mit mehr als 23 Prozent zweitstärkste Kraft. In den Umfragen zur kommenden Wahl lag die Partei zuletzt bei Werten um die 30 Prozent. Der AfD-Landesverband unter ihrem Recht...
Eli
So, der AfD-Landesverband, die sind alle furchtbar, die sind Faschisten, die sind Rechtsextremen. Also der ganze hintere Teil, ihr seht das hier, die ganze Hälfte hier im Prinzip dieses Beitrags ansonsten ist nur noch Bashing gegen die AfD. Wie furchtbar die alle sind, hat schon gar nichts mehr mit den Wahlen zu tun. Weil die könnten ja im selben Atemzug erwähnen, dass zum Beispiel Korruptionsvorwürfe gegen die CDU, EU-Parlamentspräsidentin, Kommissionspräsidentin da im Raum stehen. Das könnten die ja zum Beispiel mal erwähnen, tun sie aber nicht. Die könnten erwähnen, dass ebenfalls die CDU von Wüst bis Reul, NRW-Ministerpräsident, dass die alle mithängen in diesem anderen Schleuser-Affären-Skandal, wo die Gelder bekommen haben von Schleusern. für Passierscheine für Chinesische, eben nicht Mitbürger, die jetzt sich in Deutschland das bequem gemacht haben, Klammer auf, die eventuell Spione sein könnten, Klammer zu. Das könnten die ja auch erwähnen im Zusammenhang mit den Wahlen, tun sie aber nicht, stattdessen ist das gesamte letzte Drittel, also dem Bashing der politischen Opposition gewidmet. Aber eigentlich haben wir ja von der Opposition eben in Altenburg gesprochen und die scheint sich also offensichtlich hier Stück für Stück durchzusetzen. Die Leute schreiben mir hier, dass das vorläufige Ergebnisse sind und ihr habt natürlich recht. Uwe, das müssen wir hier nochmal klarstellen. Diese Karte, die wir vorhin gesehen haben. Das ist auf Basis von teilweise eben vielleicht gerade mal der Hälfte der Stimmen, die ausgezählt sind. Da ist also noch nichts final, sondern das sind die aktuellen Stimmungen, die sich da eben bewegen. Und ich muss dazu sagen, die gesamte Webseite ist unglaublich langsam, ist natürlich entsprechend zu einem solchen Abend überlastet. Uwe, du hast mir im Hintergrund etwas geschickt, ich gucke mal rein. Was sehen wir denn hier vor uns?
Uwe
Ja, wir haben also, ich muss mal gucken, wir wollten ja über die Wahlbeteiligung kurz reden. Also es gibt nur was zum Thema Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen beziehungsweise bei Landtagswahlen. Und da sehen wir, wie eben historisch, seitdem wir eben die Bundesrepublik haben, die Wahlbeteiligung dann war. Und das heißt, sie war mal in den 70er Jahren hoch bei Wahlbeteiligung. Teilweise über 90 Prozent. Und seitdem geht es dann eigentlich, ich sage mal, im allgemeinen Trend eher abwärts. In den letzten ein, zwei Wahlen ging es wieder ein bisschen aufwärts. Aber die Gesamtrichtung scheint eher abwärts zu sein.
Eli
Ja, das sieht nicht gut aus. Das sieht aus wie, also wenn es eine Aktie gäbe der Bundesregierung, die würde wahrscheinlich so aussehen. Langsam, aber sicheres Abschmieren. So, und was haben wir hier? Wahlbeteiligung bei den jeweils letzten Landtagswahlen in Deutschland nach Bundesländern. Also hier sehen wir, wie die unterschiedlichen Bundesländer eben wählen, wenn es um ihre Landtage geht. Und ihr seht hier oben übrigens, Uwe, 2019 Thüringen an fünfter Stelle. Nach den Hessen, den Sachsen, wir können das sein, wir sind fast die stabilsten im ganzen Land, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, lag Thüringen, wie ihr hier erkennen könnt, mit 64,9 Prozent eben an fünfter Stelle.
Uwe
Ja, aber wir sehen aber auch andersrum, Edi, dass eben im Grunde genommen also im besten Land, wo 73 Prozent sind, heißt das sind 27 Prozent Nichtwähler. Und in Brandenburg mit 61 Prozent haben wir dann 39 Prozent Nichtwähler.
Eli
Ja, natürlich. Entsprechend eine Menge. In Nordrhein-Westfalen sogar fast 45 Prozent Wäder. Nicht Wäder, Entschuldigung. Das ist natürlich schon ganz schön heftig.
Uwe
Ja, ja, und da siehst du aber auch, dass gerade was so alternative Parteien, denk mal zum Beispiel als die Basis, die hat auch immer kundgetan, ja, es gibt ja ein großes Wählerpotenzial, nämlich die Nichtwähler. Nur die, selbst die Blockparteien, ich sag mal die traditionellen Parteien, schaffen es ja nicht, die Nichtwähler zu mobilisieren, sondern ganz im Gegenteil. zwischen 27 bis quasi 40 Prozent, holen sie nicht mehr aus der Ecke hervor. Und das mit dem Geld, was sie über die Wahlkampffinanzierung und über das Gesetz ja quasi erhalten und über ihre Mitglieder. Das heißt, wenn die das nicht können, wie sollen dann neue kleine Parteien tatsächlich erschaffen, dieses Potenzial zu aktivieren. Also ich glaube, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass eben der Bürger in der modernen Demokratie vielleicht nicht so sehr viel an Demokratie interessiert ist oder vielleicht nicht an diesen Wahlprozessen.
Eli
Ich glaube vor allen Dingen an den Beteiligten. An die AfD glaubt man noch nicht. Sie war ja noch nie in Regierungsverantwortung. Und man sagt irgendwie so ein bisschen, den Teufel, den man nicht kennt, den wählt man halt eben nicht. Stattdessen resigniert man entweder ganz oder wählt halt Block und Altpartei. Und das ist sehr schwierig, diese Schallmauer wiederum zu durchbrechen, dass die Leute einem das Vertrauen schenken, zu sagen, ihr habt zwar noch nie, weil ihr noch nie durftet und weil ihr bekämpft werdet, aber aus ironischen Gründen, genau deshalb wählt man die halt auch nicht. Also es ist alles sehr unangenehm. Smarter Home hat uns gerade drei Euro geschickt. Ich hoffe, ich habe mich nicht erkältet in Frankfurt am Main mit den ganzen Klimaanlagen. Mann, Eli, schau halt mal in den Links in den Chat, wenn du richtige Zahlen willst. Warum achtest du oder deine Mods nicht auf den Chat? Ganz einfach, wir haben sehr wenig Mods und ich habe sehr viele von euch und sehr viele von euch schreiben uns und ich habe keine Ahnung, wer du bist und ob du verlässlich bist und ich habe keinen einzigen von deinen Links gesehen und vielen lieben Dank an alle, die mir hier Gesundheit gewünscht haben. Weil, liebe Freunde, wir müssen ja auf jeden Fall alle gesund bleiben. So, aber Dankeschön für die 3 Euro. Wer sich dir anschließen möchte, würde mich sehr, sehr freuen, wenn noch einer so ein blaues Wölkchen in die Luft steigen lässt. Über etvc.de slash support könnt ihr das machen. Ihr seht, das funktioniert auch ganz öffentlich. Wer es anonym möchte, etvc.de slash danke. Das geht nämlich ebenfalls. im Hintergrund versuche also rauszufinden, was der gute Mann uns da also mitteilen wollte, möchte ich auf dieses Video hier verweisen. Man hat also einen ersten Beitrag beim MDR zusammengestellt zum Thema, wie die Wahlen gelaufen sind.
Gast
Über mangelnde Auswahl können sich die rund 52.000 Wahlberechtigten zur Kommunalwahl im Landkreis Hildburghausen nicht beklagen. Allein für den Posten des Landrats gibt es vier Bewerber. Und auf dem Wahlzettel für den Kreistag kann man schon mal die Übersicht verlieren. Hier im Masserberger Ortsteil Schnett stoßen sogar die Wahlkabinen an ihre Grenzen. Damit nichts schief geht, gibt es für jeden Wähler schnell noch eine Kurzanleitung. Lila ist eine Stimme und blau und gelb jeweils drei Stimmen, okay? Zu ihrem Einsatz im Wahllokal hat sich Kathleen Möschk gern bereit erklärt, denn diese Wahl heute sei wichtig, sagt sie. Weil es eine Personenwahl ist und weil man sich ja viele Personen aussuchen kann, die dann das Leben in der Gemeinde oder im Landkreis Hildburghausen mitbestimmen können. Der langjährige CDU-Landrat Thomas Müller ist aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Deshalb bekommt der Kreis Hildburghausen auf jeden Fall einen neuen Chef im Landratsamt. Die Erwartungen an ihn sind hoch. Meistens in die Gemeinden, dass sie nicht veröden, die Dörfer. Nicht bloß Städte, Städte, Städte. Und da erwarte ich mir was. Zum Feiern sind sie auch immer da und sollen auch mal gucken. Öffentlichen Verkehr vor allen Dingen, damit die Dörfer nicht abgeschnitten sind. Das ist ganz, ganz wichtig. Und was er anpacken soll, wie nennt man es so schön in der Baubranche, entkernen, das Landratsamt einmal ein bisschen entkernen. Da sind viel zu viele Leute drin, mit der Hälfte der Leute könnte man das Gleiche schaffen. In Eisfeld wird nicht nur ein neuer Landrat gewählt, sondern auch noch ein neuer Bürgermeister. Auch hier haben vier Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen.
Eli
Auch hier, liebe Freunde, an dieser Stelle, weil alle natürlich hier auf brennenden Kohlen sitzen und warten, ja, was sagen Sie mal was zur AfD, dass sie krachend gescheitert ist, verloren hätte oder eben halt auch gewonnen hat. Also wenn wir hier vier Bewerber sehen im Eichsfeld und kein einziger davon ist AfD, dann kann die AfD weder gewinnen noch verlieren. Da sehen wir das nächste Problem, weshalb vielleicht auch so viele inzwischen parteilose, auch hier, hier steht es ja auch überall, guck mal, ihr parteiloser Bürgermeisterkandidat, Christoph Bauer, Bürgermeisterkandidat für irgendwelche Ortsteile von der EFW, nach der kein Hahn jemals gekräht hat, irgendeine Wählervereinigung aus dem Eichsfeld. Also alle, die erwarten, dass die AfD gewinnt oder verliert, dass man sich über sie lustig machen kann, man kann weder gewinnen noch verlieren, wenn man gar nicht erst zur Wahl angetreten ist.
Gast
... ihren Hut in den Ring geworfen. Aber es ist ja gut, wenn viele zur Auswahl stehen. Dann hat man eben auch eine wirkliche Auswahl. Ich bin selber Lehrerin und mir ist es ganz wichtig, dass es auch für die Kinder und Jugendlichen Chancen gibt. Das ist unsere Zukunft, dass da etwas verbessert wird. Auch die Einwohner von Suhl haben die Wahl zwischen immerhin zwei Oberbürgermeisterkandidaten. Der alte OB hat das gut gemacht aus meiner Sicht. Ich würde mir wünschen, dass es so weitergeht. Aber ganz so wunschlos ist sie dann doch nicht. Vor allen Dingen auch, dass die Probleme oben in der Aufnahmestelle gelöst werden.
Eli
Oh shit, Aufnahmestelle. Das haben sie wahrscheinlich nur gesendet, weil sie eben nur verklausuliert Aufnahmestelle gesagt hat, anstatt Flüchtlingsaufnahmestelle. Mal gucken, ob die das wirklich hier aufgreifen. Ganz zum Schluss des Beitrags, wenn alle schon nicht mehr hinhören.
Gast
Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem Friedberg. Ein Prüfstein für den neuen Sula OB. Ja, ein Prüfstein.
Eli
Spannend, spannend. Uwe, haben wir neue Zahlen? Hast du was Neues für uns?
Uwe
Ja, wir haben in Obburg einen neuen Bürgermeister im Saale-Orle-Kreis, parteilos.
Eli
Mein Gott, du bist immer der Mann für das Relevante, für die dicken Bretter, die du bohrst. Ja, Freunde, man kann nur verkünden, was da wirklich passiert ist. Wir machen ja hier keine Fake News, wie bei den etablierten Medien. Obburg, vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag, lieber Uwe, hat einen neuen Bürgermeister, Daniel Eberitsch. Wir gratulieren. Auch hier bleibt zu sagen, der Mann ist parteilos. Es setzt sich der Trend immer weiter fort. Die Leute haben keinen Bock auf Blockparteien. Sie haben fairerweise auch keine Möglichkeit, die AfD zu wählen. Die AfD hat offensichtlich nicht mal die Kapazitäten, alle diese Kandidaturen zu besetzen, geschweige denn Wahlkampf zu machen. Man ist viel zu sehr mit dem EU-Parlament und vielleicht sich selbst beschäftigt. Aber in Abwesenheit von AfD-Stimmen stimmt man halt eben fürs geringste Übel. Und das scheinen dann die Parteilosen zu sein. Gut, naja, interessant. Bleibt natürlich so zu beobachten und bleibt abzuwarten, ob sich das ändert, wenn es dann halt eben am 9. Juni gleich den Stichwahlen geht. Okay, ansonsten sehe ich hier, Moment, wir haben neue Infos, wir haben neue Infos, haltet euch fest, ja, haltet eure Schlüpfer fest. Es gibt hier eine erste Stichwahl. Wir haben also wirklich eine Sensation an dieser Stelle, 19.27 Uhr. Ich wende es mal so ein. Keiner der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der Weltmetropole Ronneburg, Kreis Greiz. Das ist immer so toll. Die Leute können natürlich nicht ihre Medienansprache nach mir ausrichten, aber ab und zu machen sie mich danach noch verwirrter als vorher. Hier wird also im Prinzip ein bisschen präzisiert. Es geht um Ronneburg im Kreis Greiz und ich muss dann mich natürlich immer wieder outen und sagen, das macht es nicht besser. Im Gegenteil, ich weiß weder wo Kreiz ist noch Ronneburg. Also für die Bürgermeisterwahl in Ronneburg im Kreiskreis hat mehr als die Hälfte keiner erhalten. Und der parteilose, mal wieder parteilos, Einzelbewerber André Ruderisch liegt mit 40,2 Prozent vorne, gefolgt von Olaf Köhler mit 35 Prozent. Keiner von denen hat mehr als 50 Prozent und bei denen sieht also die Wahlordnung offensichtlich vor, dass die jetzt in eine erste Stichwahl müssen. In Ronneburg bleibt es also bis zum 9. Juni spannend. Uwe, was hältst du von dem Prinzip der Stichwahl? Ist das Quatsch? Ich meine, im Prinzip sehen wir jetzt hier, André Ruderitsch liegt mit 40,2 Prozent vorn. Könnte man nicht einfach sagen, der Mann, der am meisten hat, die Frau, wer auch immer, alles dazwischen, der gewinnt. Wozu braucht es überhaupt eine Stichwahl, deiner Meinung nach? Ist das demokratisch?
Uwe
Ja, was demokratisch ist, definiert die jeweilige Wahlordnung, so möchte ich das mal sagen. Guck mal, es könnte der Fall sein, wenn zum Beispiel vier Kandidaten antreten, dass sie alle gleich viel haben. Was dann?
Eli
Ja, hätte, könnte, wende, ja, Fahrradkette. Also das kommt wahrscheinlich einmal alle 20 Jahre vor.
Uwe
Aber guck mal, lass uns einfach mal rechnen. Also bei vier Kandidaten müsste ja jeder 25 Prozent haben. Und wenn jetzt zum Beispiel einer von denen drei Prozent mehr hat, der hat 28 Prozent und die anderen haben alle 24 Prozent. Heißt das dann, dass er tatsächlich eher der Beste war oder... würde sich da vielleicht was ganz anderes ergeben, wenn man mit den Vieren eine Stichwahl gemacht hätte, die 25 Prozent haben.
Eli
Ja, natürlich. Würdest du eine komplett neue Wahl mit einer komplett neuen Konstellation machen, würdest du ein komplett neues Ergebnis bekommen. Aber wir machen eine Wahl und bei dieser einen Wahl kriegst du ein Ergebnis raus und das sollte akzeptiert werden, meiner Meinung nach. Weil ansonsten sind wir nur einen Steinwurf entfernt von Mama Merkel, die aus Afrika anruft, um eine Thüringer Ministerpräsidentenwahl rückgängig zu machen, weil ihr die Wahl nicht gefallen hat. Also ich persönlich würde tatsächlich sagen, ich bin kein Fan von Stichwahlen.
Uwe
Ja, ich sehe die Vor- und Nachteile darin. Also natürlich, wenn man einmal wählt, kann man nur einmal eine Wahl fälschen oder manipulieren. Und wenn man zwei-, dreimal wählt, dann kann man das mehrfach machen. Aber es gibt ja, ich sage mal, weltweit, wenn du Wahlen bekommst, immer wieder dieses Phänomen, dass zwei- oder dreifach dann noch nachgewählt wird und, und, und. beziehungsweise eben Stichwahlen stattfinden und ähnliche Dinge. Also ich sehe jetzt nicht, dass, wenn man das jetzt kritisieren wollte, man da auf ernsthaftes Gehör stoßen würde. Ich persönlich meine auch, dass eine Wahl ausreichen sollte, so wie überall im Leben auch. Wer 50,01 Prozent hat, hat nun mal mehr als der, der 49,2. 99 Prozent hat und damit hat er gewonnen. Das heißt, hier weiß ich nicht, was der Sinn, was sich der Gesetzgeber dabei gedacht hat. Offensichtlich hält er es für besonders demokratisch und will dann quasi das Ergebnis noch mal plakativ machen im zweiten Durchgang. Ob das wirklich objektiv notwendig ist, ich weiß es nicht.
Eli
Ich glaube nicht, dass es notwendig ist. Aber je komplizierter der ganze Vorgang, umso verklausulierter kann man dann sagen, das verstehst du nicht. Das ist alles zu deinem Besten. Und man hat mehr Momente einzugreifen, sollte sich eben ein Erdbebenrutsch in irgendeine Richtung eben abzeichnen. Stichwahl. Die Stichwahl bezeichnet den entscheidenden letzten Wahlgang nach dem Mehrheitswahlrecht, wenn die Kandidaten oder Kandidatinnen in den vorangegangenen Wahlgängen nicht die erforderliche qualifizierte Mehrheit erreicht haben. So ist zum Beispiel für einen Sitz in der französischen Nationalversammlung im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erforderlich. Wird diese nicht erreicht, treten bei der Stichwahl im zweiten Wahlgang nur noch die beiden erfolgreichsten Bewerber gegeneinander an. Ja, wie gesagt, also ich bin kein Fan davon, aber ich bin ja von vielem kein Fan, was bei uns in Deutschland so als demokratisch, sag ich mal, geführt wird.
Uwe
Ja, also man kann natürlich auch versuchen, sich die Vor- und Nachteile eben von solchen Stichwahlen jetzt mal so ein bisschen systematisch Also zunächst einmal ist ja der wichtigste Vorteil, dass eben die Mehrheitsverhältnisse bei einer Stichwahl im Ergebnis dann klar rauskommen. Also dann kann man natürlich sagen, okay, wenn es keine Stichwahlen gäbe, dann würden eben mehrere Kandidaten, die eben wenige Stimmanteile haben, eben die Wahl fragmentieren, was dazu führen würde, dass quasi derjenige, der zwar die meisten Stimmen hat, aber doch auch relativ wenig, dass der auf einmal Sieger wird und dann auf einmal Anführer. Und dann würden vielleicht andere Leute sagen, ja, aber wie kann das sein? Er hat vielleicht nur 15 Prozent aller Stimmen gekriegt. Und dann ist der Anführer. Das heißt, hier denke ich, spielt das Argument rein, dass man durch eine Stichwahl eben die Legitimierung der Sieger besser darstellen kann. So, dann muss man natürlich auch sagen, dass die meistens ist ja ein Zeitverzögerung zwischen der Erstwahl und der Stichwahl. Und das bedeutet, dass die Kandidaten sich natürlich auch anders parteitaktisch und wahltaktisch darstellen, soweit es eben die Allianzen und Kooperationen und solche Dinge betrifft. Das heißt, wenn nachher klar ist, wer alles schon raus ist, dann kann man natürlich auch öffentlich ganz andere Statements machen. Und man kann natürlich versuchen, weil bei der Stichwahl ja eben dann die klareren Verhältnisse kommen, dass man denkt, dass man mehr Wähler motivieren kann, jetzt erst recht zur Wahl zu gehen, weil man hat ja bloß noch zwei zur Auswahl. Der Nachteil ist natürlich, dass man eben mehr organisatorischen Aufwand hat. Man hat ja eine zweite Wahlrunde. Man braucht mehr Geld, das kostet letztendlich den Steuerzahler. Und es ist natürlich, wenn die Wahl zeitnah ist, auch eine Belastung für den Wähler, weil der ja eben ein zweites Mal hingehen muss. Und wenn jetzt öfter solche Stichwahlen vorkommen, dann tritt bei dem natürlich die Wahlmüdigkeit ein. Und da hat er auch keinen Bock zu. Der dritte Aspekt ist, dass eben die politische Entscheidung oder Regierungsbildung, die verzögert sich ja auch. Das heißt, man weiß ja erst mal gar nicht, wer denn gewonnen hat, weil ja noch Wochen oder bestimmt noch längere Zeiträume dazwischen liegen. So wie eben vorher es einerseits ein Vorteil sein kann, dass man sich mit Allianzen und Kooperation versucht darzustellen, dass jetzt auf einmal ganz anders traktiert wird. Das heißt, dass quasi derselbe Politiker plötzlich unterschiedliche Aussagen macht. Und es kann aber auch sein, dass die Wahlen natürlich von denjenigen, die unterlegen sind, dass die wiederum ihre Mitglieder mobilisieren und dann versuchen, die Wahl, die zweite Wahl zu beeinflussen. Also sprich, es gibt doch ein paar Gründe für als auch gegen Stichwahlen. Und da müsste man vielleicht mal, ich sage mal, wissenschaftliche Untersuchungen zu konsultieren, um da zu einer abschließenden Beurteilung zu kommen.
Eli
Wollten wir ja heute eigentlich gar nicht, ja, aber danke dir für diesen Exkurs und wir sehen mal wieder, wer sich einen Analytiker in den Stream holt, der muss sich halt eben auf Analysen gefasst machen. Uwe ist ein sehr geselliger Zeitgenosse, nimmt sich manchmal die plakativen Themen raus, aber manchmal bohrt er halt eben auch die dicken Bretter, wem seine Art gefällt, auf die eine oder andere Art und Weise. Er hat für beide geholfen. Geschmäcker etwas, liebe Freunde. Der kann auch mehr von ihm finden unter Die Welt klar sehen. Unter seinem eigenen Kanal macht er nämlich Betrachtungen sowohl des politischen Lebens als auch des kulturellen Zeitgeistes, möchte ich mal nennen. Und jeder, der möchte, kann sich da gerne dort eine Breitseite von ihm nochmal abholen. Wir stattdessen, danke dir für den Exkurs, für den Moment, lieber Uwe, gucken stattdessen auf die Ergebnisse. Denn, Freunde, o Tempora, o Moris, o Zeit, o Sitten. Mein Leben ist komplett. Bart Berger im Weimarer Land ist fertig ausgezählt. Kommunalwahlen zu beobachten, war noch nie spannender. Bart Berka im Weimarer Land, jetzt müssen die nur noch Klammer aufmachen, Kreuz, Klammer zu, hat also gewählt, 65% der 6072 Wahlberechtigten, immerhin, das ist ja eine große Stadt im Vergleich zu was wir hier schon hatten im Stream heute. haben in Bad Berka ihre Stimme abgegeben und, ja, das ist das Spannende, 67,4% davon entscheiden sich für Michael Jahn von der CDU. Endlich mal ein CDUler, der es ins Amt schafft. Wir hatten ja nicht genügend davon über die letzten Jahrzehnte. Anja Geier von der Bürgerinitiative BB Senkung Kommunalabgaben. Das ist ja auch geil. Das ist ja so eine Ein-Themen-Partei. BB Bürgerinitiative, also Senkung der Kommunalabgaben. Da weißt du, was du kriegst. Da müsste bei der CDU eigentlich Kriegstreiberei draufstehen oder bei der FDP zum Beispiel Waffen, Waffen, nochmals Waffen. Ja, dann wäre das klarer, dann sollte man die Dichtungen verklausulieren und irgendwelche Namen. Na, wie dem auch sei, die bekamen also 32 Prozent. Ja, also offensichtlich auch hier, Freunde, wer immer noch auf die AfD wartet, es gab keinen AfD-Kandidaten in Bad Berghardt. Deshalb konnten da die 100 Prozent erreicht werden mit 67,4 Prozent für den CDUler. Und die Anja hat dann nochmal 32,6 hinterhergeballert. Da bist du schon bei 100. Da gab es keinen AfDler zu wählen, weit und breit. Müller-Deck. Neuer Bürgermeister von Lauscha. In Lauscha im Kreis Sonneberg, interessant, weil das im Prinzip im Landkreis ist von Herrn Sasselmann, ist mit Christian Müller-Deck von der Lauschner Liste ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt worden. Er erhielt 59 Prozent der Stimmen und wurde damit im ersten Wahlgang gewählt, weil er hier jetzt die absolute Mehrheit schon hat. Und es geht weiter, Schlag auf Schlag, 19.37 Uhr. Michael Trümper, Mehrstatus Quo, bleibt Bürgermeister von Hohen Gander. Michael Trümper bleibt dort also im Kreis Eichsfeld der Bürgermeister. Der auch hier parteilose Einzelbewerber wurde mit 91,7 Prozent der Stimmen gewählt. Also der muss offensichtlich seine Arbeit, zumindest im Wahlkampf, gut gemacht haben. Er wird ja schon vorher beliebt gewesen sein, weil er war ja schon vorher Bürgermeister. Weiter geht's, Schlag auf Schlag. Schwimmer ist ein neuer Bürgermeister in Schallkau. Ebenfalls im Kreis Sonnenberg. Und auch da, guck mal, Marc Schwemmer, parteilos, ist ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister. Er erhielt 53,2 Prozent der Stimmen. Jetzt die erste Sensation, Freunde. Da müssen wir natürlich den Atem anhalten, weil da gibt es einen AfD-Kandidaten. Man hat zur Hälfte ausgezählt. In Erfurt liegt Andreas Horn von der CDU. Luft sofort rausgelassen aus der Kiste. Mit 27,5% der bisher ausgezählten Stimmen vorne. Auf Platz 2 liegt Andreas Bausewein, SPD, als wenn es nicht schlimmer werden könnte, mit 22,2%. Gefolgt von Stefan Möller, immerhin, oder Möller, Entschuldigung, immerhin gibt es also einen Kandidaten mit nicht allzu weit abgeschlagenen 18,9%. Der kann also mindestens Platz 2 und bei einem Wunder vielleicht sogar noch Platz 1 bekommen. Matthias Niebuhr als Bürgermeister von Körner wiedergewählt. Der Einzelbewerber, ach hier, Matthias Niebuhr auch hier parteilos. Der Einzelbewerber und amtierende Bürgermeister trat erneut zur Wahl und bekam 87 Prozent der Stimmen. Wie geht das eigentlich? Uwe, wie funktioniert das? Der Mann ist der einzige Kandidat und bekommt nur 87 Prozent der Stimmen.
Uwe
Dann müssen die anderen ja ungültig gewählt haben.
Eli
Ja, das ist ja auch ein Zeichen. Das ist ein starkes Stück, oder? Wenn hier knapp 13 Prozent der Leute sagen, nee, lieber gar keinen als den. Und selbst wenn ich keine andere Wahl habe. Das ist schon heftig. 13 Prozent ungültige Stimmen. Das ist eine Menge. Also Stichwort auch hier Politikverdrüssenheit. Berichte aus dem Landratsamt für Statistik. Wir haben es vorhin noch erwähnt. Jetzt kriegen wir den Bericht nachgeliefert, auf Hochglanz produziert von dem MDR.
Uwe
Genau, jetzt sehen wir endlich mal jemanden, der als Beamter sogar am Sonntag arbeitet.
Eli
Ja, das stimmt. Los geht's.
Uwe
Für uns live im Thüringer Landesamt für Statistik immer noch Christian Müller. Und Christian, wie sieht es bei dir denn in der Zwischenzeit aus?
Eli
Christian, komm!
Gast
Ja, Steffen, hier rauchen die Köpfe, hier rauchen die Leitungen aus den 600 Kommunen und den vielen Landkreisen, kreisfreien Städten kommen so peu à peu die Ergebnisse rein. Und wir können natürlich im Moment nur Zwischenstände vermelden, das ist klar. Aber relativ weit fortgeschritten ist man schon in Suhl zum Beispiel, wo es ja auch um die Oberbürgermeisterwahl geht. Und da geht es gar nicht so knapp zu, wie der Name sagt von André Knapp, dem CDU-Amtsinhaber. Der liegt nämlich deutlich vorn in Suhl. wird wahrscheinlich schon im ersten Ritt sein Amt verteidigen in Suhl. Und ähnlich sieht es aus in Weimar für den parteilosen Amtsinhaber Peter Kleine. Auch da sind noch nicht alle Stimmen ausgezählt, aber Peter Kleine liegt weit vorn. Und da kann man schon sagen, der Trend geht auch bei ihm dahin, dass er wohl im Amt bleibt. Wir schauen mal mit Herrn Leuschner zusammen, hier Mitarbeiter vom Statistischen Landesamt auf...
Eli
Das ist Herr Leuschner. So sehen Männer im Jahr 2024 aus. Herr Leuschner, was für ein Bild von einem Mann. Den kann man ja nur ernst nehmen, Herr Leuschner.
Gast
Eine andere interessante Stadt. Wir schauen mal mit Herrn Leuschner zusammen, hier Mitarbeiter vom Statistischen Landesamt, auf eine andere interessante Stadt, nämlich Eisenach. Und da sehen wir hier drei Balken, das heißt drei Kandidaten, die hier... Ziemlich dicht beieinander sind um das Amt des Oberbürgermeisters in Eisenach. Wir wissen ja, dass Katja Wolf die Amtshinnahmerin nicht mehr antritt. Sie ist jetzt beim Bündnis Sahra Wagenknecht und will in den Landtag. Und ihr Nachfolgen im Amt des Oberbürgermeisters wollen Stefan Müller von der AfD, Christoph Ehring von der CDU und Johnny Kraft von der SPD im Moment führt. Christoph Ihling mit ungefähr 38,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Aber das könnte knapp werden. Also einer von den beiden, entweder Stefan Müller oder Johnny Kraft, werden wohl in die Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten kommen.
Eli
Das ist also das, was Oberbürgermeister... Ja, der Beitrag von Herrn Leuschner ist wahnsinnig. Also so gespannt auf den Bildschirm, wie der gebannt da geblickt hat, das kann wirklich nur ein Mann mit so einem wunderbaren Haar dort. Und im Übrigen alle, die im Internet oder auf YouTube gerade sagen, mein Bart würde mich nicht attraktiver machen, ihr habt doch alle keine Ahnung.
Gast
Meisterwahlen angeht, hier links rüber, komm doch mal bitte ran, Benni, wenn du kannst, wollen wir auch mal in die Landkreise schauen, da gibt es erstmal hier ein Ergebnis.
Eli
Welcher Mann, der was auf sich hält und Respekt einflößend sein möchte, nennt sich dieser Tage Benni? Klammer auf, Klammer zu. Mal eine Frage zum drüber nachdenken, während wir auf Ergebnisse warten.
Gast
ein Zwischenergebnis, muss ich immer wieder sagen, aus Greiz, wo ja Martina Schweinsburg nicht mehr angetreten ist.
Eli
Was ist einfach aus den Männern dieser Zeit geworden, Uwe? Ich meine, gab es Menschen, also ich reite permanent drauf rum, du bist ein bisschen älter als ich, ich muss irgendwie eine elegante Lösung finden, das zu erwähnen, ohne das immer wieder so zu betonen. Aber gab es zu deiner Zeit viele Männer, die Benni hießen oder Jimmy oder Johnny oder irgend so ein Schwachfug? Ja, was ist eigentlich aus den normalen, guten Namen geworden? Das Handfeste, ja, der Uwe, der Jürgen, der Matthias, ja, also das fehlt mir ein bisschen.
Uwe
Ja, also ich denke, das lässt sich schon beobachten, dass wir eine Verweichlichung im männlichen Geschlecht haben, dafür aber auch eine teilweise Vermännlichung im weiblichen Geschlecht. Wenn wir uns überlegen, solche Sachen wie Frauen werden Verteidigungsminister oder Außenminister, das gab es ja früher nicht so. Früher gab es auch keine Frauen, die Busfahrer waren. So, ich weiß noch, als bei uns in Hamburg, dann in der Hamburger Abendlust, dann erste Hamburgerin fährt einen großen Gelenkbus. Da fragte man sich ja so als Macho, kann die das überhaupt? Ja, als Frau, kann die überhaupt rückwärts einparken? Will die einen großen Bus fahren? Ja, so dachte man damals vor Jahrzehnten. Also nicht alle, aber doch einige. Und heutzutage sagt man, ja, die können das eigentlich genauso gut. Und in manchen Positionen, denke ich, sind die Frauen schon männlicher als manche Männer. Also wenn ich hier zum Beispiel an Frau Strack-Zimmermann denke. Oma Courage, genau. Da habe ich so manchmal meine Zweifel, ob die im richtigen Geschlecht ist, ob die nicht eigentlich so ein verkackter, ja, ich sage mal, Fremdenlegionär, Abkömmling ist oder so. Also auf jeden Fall gibt es also unheimlich aggressive, unheimlich dominante Frauen, von denen man sich als Mann ja nur noch fürchten kann, insbesondere wenn man dann so wie ich bartlos ist. Also du hältst ja noch dem Männlichsein die Stange. Du hast ja Gesichtsbehaarung. Nein, also ich trage dann lieber eine Maske, damit ich mich verbergen kann vor solchen starken Frauen.
Eli
Ja, vor solchen starken Frauen. Du sagst, sie ist eine Frau, aber erstens, ich muss dir widersprechen, sie wird nur weiblich gelesen. Und zweitens, du weißt ja nicht, ob sie nicht nächstes Jahr dank Selbstbestimmungsgesetz eventuell nicht ihrer wahren sexuellen Identität eben in die Männlichkeit folgt. Ja, weil per bloßem Sprechakt kann man sich ja dieser Tage eben das Gespräch Geschlecht, Entschuldigung, eben auswählen. Aber ja, danke dir für diesen Exkurs. Da seht ihr mal, liebe Freunde, eigentlich über Wahlen zu sprechen zwischen Uwe und mir. Was soll ich euch sagen, liebe Freunde? Ein bisschen Perlen vor die Säue. Ihr müsst mal regelmäßig einschalten, wenn wir hier philosophieren und die Leiden der Welt auseinandernehmen. Wahlen, das machen wir nebenbei im Vorbeigehen. Die wirklich großen Themen, die können wir halt an wirklich großen Tagen auseinandernehmen. Okay, gut, weiter. Und im Übrigen, ähm, äh, Bonuspunkte an, ähm, Moment, Moment, Moment, Moment. Und zwar, Ehre über Ehre gebührt, sage ich ja immer wieder, äh, eine Chat-Teilnehmerin, die uns vorhin etwas geschrieben hat. Und zwar, wo, ey, jetzt habt ihr so viel geschrieben, jetzt ist alles wieder weggeflogen. Aber es ging um Benni, der ja hier im Hintergrund erwähnt worden ist. Nein, Entschuldigung, um Herrn Leuschner, den ihr hier im Bild seht. Äh, ich glaube, gleich müsste ich es haben. Und zwar Tatjana Bongas hat etwas geschrieben. Hahaha. Das habe ich aus dem Augenwinkel gesehen. Ehre wie wäre gebührt, liebe Tatjana, zum Thema von Herrn Leuschner. Sein Beitrag war ja viel wert in diesem Beitrag eben. Da hat sie geschrieben, Herr Leuschner, der Traum meiner schlaflosen Nächte. Also liebe Tatjana Bongers, besser hätte ich es auch nicht auf den Punkt bringen können. Auch ich werde heute Nacht vom Dutt von Herrn Leuschner träumen. Darauf könnt ihr Gift nehmen, egal was hier heute Abend rauskommt.
Gast
dich mal gegen den CDU-Kandidaten kommt. Das ist also das, was Oberbürgermeisterwahlen angeht. Hier links rüber, komm nochmal bitte ran, Benni, wenn du kannst, wollen wir auch mal in die Landkreise schauen. Da gibt es erstmal hier ein Ergebnis.
Eli
Keine Ahnung, also wenn ich eine Frau wäre, ja, und da ist irgendwie ein Mann und ich finde ihn ganz super duper toll, attraktiv, ja, und dann frage ich ihn, hey, und, wie heißt du, wollen wir zu mir gehen oder zu dir? Und er sagt, Benni. Ja, da würde ich sagen, äh, äh. Nee, lass mal. Ja, ich habe den mal hinter dir gemeint. Du hast dich nur vorgedrängelt. Naja, also es ist nur meine Meinung, wenn man sich Benni öffentlich beim Weltpublikum des MDR hier benennen lässt.
Gast
Zwischenergebnis aus Greiz, wo Martina Schweinsburg nicht mehr angetreten ist. Ihr Nachfolgen möchte Uli Schäfer von der CDU, der aktuell auch in Führung liegt. Und Kerstin Müller von der AfD. Sie ist ziemlich nah dran. Man vermutet, dass es zwischen diesen beiden Kandidaten eine Stichwahl geben wird im Landkreis Greiz.
Eli
Im Landkreis Greiz, das ist der Landkreis, den ich wie alle anderen thüringischen Landkreise nicht zuordnen kann. Habt ihr das mitbekommen? Ich weiß, ihr seid abgelenkt von unserem Gequatsche hier. Aber da bahnt sich eine Doppelspitze eben nicht an, sondern eben ein Doppelkampf rund um die Spitze zwischen Kerstin Müller, eine Frau... Wir haben ja gerade davon gesprochen, von der AfD und Dr. Uli Schäfer von der CDU, die trennt dann nicht viel, 32,9 und 37,3 Prozent. Also auch da könnte bald vielleicht eine Dame dafür sorgen, dass der Himmel über Thüringen etwas blauer wird.
Gast
dass es zwischen diesen beiden Kandidaten eine Stichwahl geben wird im Landkreis Kreuz. Dankeschön erstmal Herr Leuschner. Und gerade kriege ich von meiner Kollegin noch die Information, dass im Altenburger Land wohl aktuell die AfD vorn liegt bei der Stimmauszählung, wenn es um das Landratsamt geht. In Altenburg ähnlich, auch in Südthüringen die Entwicklung, wo ein parteiloser Kandidat antritt. Und da werden wir sicherlich noch gespannt drauf schauen heute Abend auf die Ergebnisse. Das ist das, was ich zur Stunde hier aus dem Statistischen Landesamt weitergeben kann. Und damit zurück zu euch ins Studio.
Eli
Also ich freue mich ja über jeden Beitrag von Herrn Leuschner. Ich hoffe, seit Dutt werden wir heute noch mehr zu sehen bekommen. Ich finde, zusammen mit Benni sind das für mich wirklich die Highlights jetzt schon von dieser ganzen Berichterstattung. Okay, Stichwort Berichterstattung. Es ist 19.59 Uhr. Wir drücken auf Aktualisieren und das Knöpfchen sagt uns, Kerstin Bar... Kuss Barth-Suss, keine Ahnung, als Bürgermeisterin, wir waren ja gerade bei den Frauen, von Kaulsdorf wiedergewählt. Auch sie parteilos und auch sie bleibt die Bürgermeisterin der Herzen im Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie erhielt nämlich 94,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 69 Prozent und 94,6 Prozent, das ist so solide, wie es nur sein kann. Hier wird das gesagt, was wir alle zwischen den Zeilen schon befürchtet haben und hier auch entsprechend vernehmen. Kein AfD-Sieg, liebe Freunde, im ersten Anlauf bei Landratswahlen absehbar. Warum wird das erwähnt? Weil in der Vergangenheit es immer, also in den paar wenigen thüringischen Landratswahlen, die wir im letzten Jahr hatten, immer auf eine Stichwahl mit einem AfD-Landratskandidaten hinausgelaufen ist. Und hier... freut man sich und bemüht sich sofort zu betonen, dass es also offensichtlich niemanden gibt, der im ersten Anlauf direkt durch ins Bürgermeisteramt geflogen wäre oder halt eben ins Landratsbüro, sondern dass man stattdessen also, naja, dass der Kelch offensichtlich am Mainstream politisch gesprochen vorbeigegangen ist. Keine AfD-Sieg im ersten Anlauf bei Landratswahlen absehbar. Die AfD will Landratsämter und Rathäuser erobern und sich für die Landtagswahl in Stellung bringen. Nach den bisherigen Zwischenständen gelingt das nicht. Doch einige Kandidaten haben Chancen auf Stichwahlen. Im Übrigen Newsflash an euch super Reporter da draußen. Ihr nennt euch Journalisten. Nicht nur die AfD will Landratsämter und Rathäuser erobern und sich für die Landtagswahl in Stellung bringen. Das will, ungelogen, jeder einzelne Kandidat, der kandidiert, von jeder einzelnen Partei, die zur Wahl antritt.
Uwe
Und da sehe ich eben auch einen Punkt, den du angesprochen hast, aber den wir vielleicht durchaus noch ein bisschen weiter vertiefen können. Nämlich das, weil ja zum Beispiel in so einem Land, ich hatte es ja ganz am Anfang gesagt, das wird ja auf fünf Ebenen ist das da gestaffelt. Sprich, man braucht ja unheimlich viel. Mit Personal, um überhaupt alle Posten zu besetzen. Und da stellt sich natürlich die Frage, ob die großen Parteien überhaupt Lust haben, in so kleinen, kleineren Gemeinden überhaupt aktiv zu werden. Oder ob die da nicht sagen, überlass das doch den Parteilosen und den Minisplitter sonst nicht was Parteien, das interessiert uns überhaupt gar nicht. Also insofern glaube ich, dass dieses Problem mit der Ausdehnung der Parteiaktivität in die Fläche, dass das alle Parteien betrifft, und zwar umso mehr, je breiter es in der Hierarchie nach unten geht. Also bei den kreisfreien Städten, bei den großen Städten, bei den Landratsbereichen, in Stadträten, da mag das noch sein, aber Gemeinderäte, Ortschaftsräte, Ortschaftsteilräte, also ich bitte dich, Wie viele Leute soll man denn da brauchen, um diese Positionen alle mit seiner Partei besetzen zu können?
Eli
Naja, natürlich braucht man da in dem Sinne nicht viele, aber die AfD ist eine Partei, die im Aufbau begriffen ist. Es ist nicht so, als wenn sie auf eine langjährige Tradition zurückblicken kann, wo Erfahrung von Generation zu Generation wiedergegeben wird.
Uwe
Ja, rede ich. Ich rede ja nicht jetzt auf Defizite der AfD hin, sondern ich sage, dass die anderen Parteien genau dasselbe Problem haben und dass insofern die AfD in gar keine anderen im Verhältnis gesehen vielleicht noch in einer schlechteren Position ist, weil ja zum Beispiel einige Parteien ja ein paar Mitglieder mehr haben, rein nominal in ihren Parteien und die insofern in die Fläche schicken könnten. Aber so wie du ja auch das Interview da mit dem einen gemacht hast, der sagte ja, eigentlich will ich ja gar nicht, aber wenn ich es nicht mache, wer soll das sonst machen? Das heißt, da sehen wir doch schon, dass es in so kleinen Bereichen vielleicht gar nicht mehr so viele ernsthafte Leute gibt, die überhaupt noch Politik machen wollen. Weil meine Befürchtung oder meine Erfahrung, wobei die natürlich nicht repräsentativ ist, dass eben viele Leute nur deswegen politische Aktivitäten aktive Arbeit machen wollen, weil sie gerne ein Amt hätten, weil sie gerne wichtig sein möchten, weil sie anerkannt werden wollen, weil sie gerne als Rampensau im Licht stehen möchten. Das ist ja bei kleineren Einheiten schlichtweg ja nicht gegeben. Also in der Gemeinde, da geht man dann in die Partei. Und es gibt aber keine großen Veranstaltungen, weil wenn es da irgendwas ist, dann sitzt man in einem Gemeindehaus am Feierabend. Also insofern glaube ich, aber das ist spekulativ, weil ich wohne ja nun mal in der Großstadt, habe ich so die Befürchtung, das geht allen Parteien so. Und wenn man jetzt dann erklärt, ja, das ist aber ein Problem der AfD, dann stimmt das nur teilweise. Nämlich dahingehend, dass die AfD natürlich noch viel weniger die Möglichkeit hat, in die Fläche sich auszudehnen, weil sie gar nicht so viele Mitglieder hat.
Eli
Ja, da hast du natürlich absolut recht. Und es muss auch gesagt werden, Kommunalwahlen sind halt eben nicht so glamourös, weil man halt eben sich mit Lokalpolitik, mit Alltag beschäftigt. Das natürlich auch gemacht werden muss und im Übrigen auch sofort und unmittelbar vor der eigenen Haustüre spürbar ist dadurch. Aber halt eben auch dadurch ein bisschen leichter zu übersehen ist. Weil man sieht halt den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und alles, was du gesagt hast, kommt jetzt auch nochmal obendrein, dass natürlich die Politiker sich in erster Linie oder angehende Politiker sich auf Positionen bewerben wollen, wo sie auch das Gefühl haben, entsprechend gewürdigt zu sein, medial vertreten zu sein und so weiter und so fort. Und da bleibt halt eben in Anführungszeichen nur der sage ich mal, harte Kern, wirklich halt übrig, der sagt, okay, die sind bereit, quasi auch gegen sich selbst, gegen ihre eigenen inneren Überzeugungen zu sagen, ich mache das, weil ich opfere mich als eben Volksvertreter für die Allgemeinheit. Und da würde ich jetzt mal sagen, würde ich den Herrn bedanken. Popner, Ronny Herrmann von der AfD in Mühlhausen einordnen. Wir sehen ansonsten, dass wir weiterhin nicht sehr viel sehen. Die CDU ist hier einmarkiert worden bei der Oberbürgermeisterwahl, aber wie gesagt, das sind keine Gewinner, sondern das sind hier Auszählungsgrade, die uns gezeigt werden von 0% teilweise oder die Technik versagt hier gerade, ich weiß es gar nicht. Aber auf jeden Fall kann man sich auf diese Zahlen und auch damit diese Grafiken vielleicht nicht ganz so doll verlassen. In diesem Fall zum Beispiel zeigen sie uns Zahlen, aber ich weiß nicht, wie verlässlich die sind. Wir reden hier über die Landratswahl im Eichsfeld. Das ist, glaube ich, auch vorhin in dem MDR-Beitrag erwähnt worden, dass da eben eine CDU-Kandidatin in dem Fall vorne liegt. Aber auch hier die AfD ist den Altparteien auf den Fersen, weil wenn es nicht gerade die etablierte der Teufel, den man kennt, CDU-Kandidatin eben entsprechend ist, dann ist das schon an Position Nummer 2 der Marcel König von der AfD. Also die AfD, sie mag noch nicht in den ganzen Gremien drin sein, sie mag noch nicht alle ihre Vertreter in irgendwelchen Amten und Würden haben, aber auch hier selbes Bild. Sie sind entweder Platz 2 Oder aber wirklich sehr, sehr nah dran. Hier ist ein Uwe Krell unterwegs mit 34,5 Prozent für den Landkreis im Wartburgkreis. Und da hat man jetzt auch eine Menge schon ausgezählt, 161 von 223 Stimmen. Es wird um Gottes Willen kein Erdrutsch, das ist vollkommen klar. Aber die Muster, die liegen, glaube ich, wirklich auf der Hand. Und zwar weg von dem monotheistischen Altparteienkartell hin zu irgendetwas Neuem, wo sich auch aber die AfD ihren Platz wird suchen müssen. Das ist jetzt noch kein Selbstläufer, nicht mal im ansonsten so stabilen Thüringen. Alle diese Zahlen zeigen zumindest, dass die Leute zwar mit der AfD durchaus sympathisieren, aber sie nirgendwo vorne liegt. Und das ist ja auch das, was wir gehört haben. Hier in diesem Fall im Übrigen bedeutet das überall eine Stichwahl. Uwe, das müssen wir ja auch mal sagen. Da ist noch kein Kind in den Brunnen gefallen. Weil wenn das jetzt so bleibt bei diesen Verhältnissen, sehen wir ja, keiner der Beteiligten hat in irgendeiner Form die notwendige Mehrheit von 50 Prozent erreicht. Und dann gehen die zwei Kandidaten, die am nächsten dran sind, hier also die Schneider, Hochwindschneider von der SPD und der Andreas Hartung-Schädler, die gehen dann entsprechend in die Stichwahl. Und dann muss man wieder gucken, wie die ganze Nummer ausgeht. Also da ist noch nichts gewonnen, aber auch noch nichts verloren, liebe Freunde. Das muss man auch einfach ganz klar sehen. So sagen. Also was haben wir hier? Kreistags- und Stadtratswahlen. Hier im Übrigen Ergebnis Saale-Orla-Kreis, Stimmbezirk ausgezählt, Wahlbeteiligung 68%. Ich darf euch stolz verkünden, liebe Freunde, der erste blaue Kreis in Thüringen und zwar aber jetzt auf Ebene des Kreistags. Klammer auf, was macht überhaupt ein Kreistag? Klammer zu, ich bin da keine Experte. Aber es gibt einen ersten Kreistag, der jetzt hier die AfD offensichtlich vertreten wird. Die AfD hat mit 36,8 Prozent die CDU geschlagen im Saale-Oller-Kreis. Und überhaupt sehen wir hier, Uwe, schau mal hier, das ist ja auch ein interessantes Phänomen. Also wir haben noch keinen AfD-Landrat, viele von denen werden in die Stichwahl gehen müssen. Wir haben auch noch keinen AfD-Oberbürgermeister, aber auf Ebene weiter unten, der Kreistage, sehen wir hier aktuell schon einiges, was sich blau abzeichnet. Das bedeutet also, in den kommunalen Ebenen gibt es da teilweise doch Stärken, die die AfD ausbauen kann. Schau mal hier. Ilmkreis und 46,2%. Stimmbezirk ist ausgezählt. Nee, Moment, einer von 136. Also, haha, genau das Gegenteil. Ist noch nichts ausgezählt, aber für den Moment auf jeden Fall.
Uwe
Aber das, was ausgezählt ist, macht einen guten Eindruck, meinst du?
Eli
Das, was ausgezählt ist, macht auf jeden Fall einen Eindruck für die AfD, das stimmt. Hier auch erst drei von 167. Also auch hier, also Kirche im Dorf lassen, liebe Freunde. Aber offensichtlich könnte das schon sein, dass hier auf Kreisebene etwas sich bewegt und dann muss es halt eben wie bei der Graswurzelbewegung, Uwe, wie wir ganz oft sagen, von unten herauf entsprechend halt dann in die anderen Parlamente sich alles bewegen. Ich mache das hier übrigens nicht. Das ist so scheiße von denen programmiert, dass ich hier permanent aktualisieren muss, sonst fliegt mir hier alles um die Ohren. Gut, wir gehen nochmal zurück in den Live-Ticker. Uwe, was hast du auf dem Programm gerade? Ich sehe dich dort gerade gucken.
Uwe
Ja, ich mache mir gerade so Gedanken zu der Fragestellung, wie viele Politiker man eigentlich benötigen würde, um in ganz Deutschland... Um eine, um eine, um eine, wie heißt das?
Eli
Da gibt es doch diesen Witz mit den Blondinen. Wie viele Blondinen braucht es, um eine Lampe zu wechseln?
Uwe
Naja, fünf. Eine, die die Lampe hält und vier, die den Tisch drehen, auf der die fünfte steht.
Eli
Richtig, genau. Ich dachte, du willst in diese Richtung gerade.
Uwe
Nein, nein, in diese Richtung will ich nicht, sondern ich wollte mal darauf hin, dass wir hier in Thüringen ja eben 19.000 Positionen haben. Das heißt also, alleine fürs Land Thüringen müsste man ja, wenn jetzt eine Partei überall die Mehrheit haben wollte, also quasi mehr als 50 Prozent haben, dann könnte ja eben die Mehrheit dort sein. Nee, nee, brauchen wir ja im Grunde genommen 19.000 Leute. Dann würde man alle 19.000, könnten dann theoretisch Gewinner sein. Also sprich, die Frage ist, wie viele bräuchte man, wenn man jetzt die anderen 15 Bundesländer auch noch dazu nimmt. Ich gucke mir gerade mal so eine Einwohner-Tabelle an, wie viel Anteil jetzt zum Beispiel Thüringen an der Gesamtbevölkerung hat. Deutschland hat 100% Einwohner und da hat Thüringen 2,5% von.
Eli
Nicht sehr viel. Doch, das bevölkerungsreichste Bundesland ist NRW. Deshalb sagt man auch, da werden die Wahlen gewonnen. Könnte durchaus sein, dass da gar nicht so viele Leute da wohnen in Thüringen.
Uwe
So, also wir können uns das ja mal hier, ich schicke dir mal die Tabelle rüber, die ich mir gerade angucke.
Eli
Nee, Uwe, das ist sowieso eine zu große Metabetrachtung. Die müssen wir für nach den Ergebnissen sowieso, sage ich mal, ausklammern. Also aber ihr seht, liebe Freunde, Uwe bohrt die dicken Bretter. Du willst darauf hinaus, wie viele Leute braucht es überhaupt, wenn man jetzt theoretisch davon ausgehen würde, dass überhaupt die AfD jetzt wirklich jeden einzelnen dieser Posten besetzt. Und dass das wahrscheinlich hintendran ein riesen Rattenschwanz ist mit einem ausufernden bürokratischen Apparat, der immer schlimmer wird. Oder?
Uwe
Genau, also im Grunde genommen, das gilt natürlich für jede Partei, egal wie sie heißt, dass wenn sie dann nicht alle Posten besetzen wollte, ist die Frage, wie viele Leute müssten das sein? Das heißt, wie viele politische Posten gibt es überhaupt in Deutschland, die in der Summe, die man haben müsste, um jetzt absoluter Alleinherrscher zu sein. Und gibt es überhaupt so viele Parteimitglieder, zum Beispiel der größten Partei Deutschlands? Das heißt, ist das überhaupt möglich? Und das werde ich mal ergründen hier. Du kannst ja noch ein bisschen weitererzählen. Ich gucke mal, ob ich da irgendwas herausfinde.
Eli
Ja, ich weiß nicht, ob die Leute da so gespannt auf brennenden Kohlen sitzen, diese Antwort zu bekommen.
Uwe
Nein, nein, das geht mir nicht um die Zahlen.
Eli
Ich könnte mir durchaus vorstellen zum Beispiel, dass du das vielleicht ausklammerst, ja, als einen Sonderclip bei dir auf deinem Kanal. Ja, weil das ist ja eine Betrachtung, die ist nicht uninteressant, aber ich weiß nicht, ob wir die heute hier an diesem Wahlabend direkt auflösen müssen. Ja, und so bleibt es halt entspannt. Ist nicht so wichtig. Genau, wir haben aber weitere Ergebnisse, liebe Freunde. Und die sind interessant, weil an denen habe ich ja auch vielleicht ein Stück weit mit bewirkt oder teilgenommen. Weil schaut mal hier, liebe Freunde, 20.05 Uhr in Sömmerda steht eine Stichwahl bevor. Und die Leute, die meinen Kanal kennen, ich hoffe, das sind jetzt in Bälde noch ein paar Hunderte mehr. Ich erwarte heute mindestens 200 neue Abos. Also Eli abonnieren, Doppelpunkt, ab geht der Peter. Ähm, ich war in Sömmerda und viele von euch waren auch in Sömmerda mit mir mit, denn das war der erste Auftritt, Entschuldigung, von Herrn Höcke, ja, nach, ähm, ja, nach dem desaströsen Urteil, das er sich da abgeholt hat, ja, und, ähm, hier ist es, liebe Freunde, ja. 71.000 von euch waren allein in dem Livestream dabei und bei dem ausgeklammerten Teil waren, glaube ich, inzwischen bald eine Viertelmillion mit am Start. Ja, es waren eine Viertelmillion. Der Wahnsinn hier. Ich bin ja jüdischer Mitbürger und ich habe Herrn Höcke meine Loyalität und Solidarität ausgesprochen. Auch dazu gerne hier mal einen Link von mir an euch in den Chat. Bitte gerne weiter abonnieren und weiter teilen. Das Ding geht noch steil. Wir knacken hier noch die Siebenstelligkeit. Wie dem auch sei, ich war also in Sömmerda. Ihr könnt mich wahrscheinlich noch sagen hören, da sind wir da, in Sömmerda. Und das kann ich auch beweisen, denn das ist meine Aufnahme. Und er hier hat auch gesprochen. Steffen Schneider. Nein, Steffen Schröder. Entschuldigung. Und er hat sich beworben, ich meine, sagen zu können, als Landratskandidat für Sömmerda. Sie sind ja ein Mann von Format, so stattlich. Man ist hier von Stabidomat-Leuten umgeben. Herr Stefan Schröder, heute ist der 16. Mai 2024. Wir sind vor dem Volkshaus in Sömmerda. Sie kommen von hier und Sie wollen sich engagieren.
Gast
Ich bin aus dem Landkreis Sommerdar. Ich bin der Landratskandidat der AfD zur Kommunalwahl hier am 26. Mai. Und ja, wir hatten heute eine sehr schöne Veranstaltung mit dem Fraktionsvorsitzenden und Parteivorsitzenden Björn Höcke. Und ihr habt es ja wahrscheinlich schon mitgekriegt. Es war viele Fragen, es waren viele Leute da. Aber wir haben nicht nur Landesprobleme, Bundesprobleme, wir haben auch hier vor Ort Probleme. Wir haben gestern alleine mehrere hunderttausend Euro für Flüchtlinge ausgegeben, finanziert.
Eli
Also ich habe nicht wirklich verstanden, er hat gesagt, er engagiert sich vor Ort. Als welcher Kandidat er sich engagiert? Uwe, du hast mir im Hintergrund auch wieder die Auflösung deiner Frage mit auf den Weg gegeben, die keiner gestellt hat. behalte dir das doch bitte mal für deinen Kanal. Da kannst du die Leute dann heiß machen damit. Ich kann euch nur so viel sagen. Ich weiß also, wie viele Politiker man bräuchte, wenn man die komplette Alleinherrschaft in Deutschland auf allen Posten haben möchte. Und es ist eine so unglaublich schwindelerregend hohe Zahl, dass ich mir sage, armes Deutschland. Die Auflösung dazu, wie gesagt, beim Uwe bitte auf dem Kanal, die Welt klar sehen. Jetzt abonnieren, Glocke aktivieren und dann in den nächsten Tagen dort das Video erwarten. So, aber uns geht es um Summerdart, deshalb habe ich das gerade eben eingeblendet und da engagiert sich der Steffen Schröder, den ihr hier habt, gerade als Mann von Format eben referieren, hören, aber ich habe das heute keine Ahnung, als was er sich da eigentlich engagiert, wahrscheinlich habe ich es überhört. Zumindest wissen wir jetzt seit 20.05 Uhr, Vom MDR Live-Ticker, weil kein Bewerber mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat, kommt es in Sömmerda zur Stichwahl. Der amtierende Bürgermeister Ralf Haubold von den Linken kam auf 42% der Stimmen, ein Bastian Wulff von der CDU kam auf 28,7% der Stimmen, ein Michael Ballstedt, die Bellstedt, Entschuldigung, da wissen wir also schon mal, Herr Steffen Schröder hat nicht kandidiert als Bürgermeisterkandidat, sondern vermutlich eben als Landrat. Der kam also auf Platz 3 mit 23,3 Prozent der Stimmen weit davon abgeschlagen, das sind die drei Volksparteien dort vor Ort. Aus unerklärlichen Gründen die Linke, aus unerklärlichen Gründen die CDU und aus nachvollziehbaren Gründen die AfD. Und halt eben weit abgeschlagen irgendein, vielleicht sogar parteiloser Mario Steinberg. Also es steht eine Stichwahl bevor, aber die wird wahrscheinlich stattfinden zwischen den Linken und der CDU. Also wie so oft, liebe Freunde, eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber das hat noch nichts ausgesagt darüber, wer Landrat wird in Sömmerda. Vielleicht wird das weiterhin Herr Steffen Schröder. Wir wissen nur, dass wir wissen, dass... Niemand im ersten Gang sofort, also kein AfD-Landratskandidat im ersten Gang über 50 Prozent bekommen hat. Was noch nicht heißt, dass er nicht eventuell im zweiten Durchgang bei der Stichwahl dann entsprechend noch durchkommt.
Uwe
Es geht aber nicht um den Landrat, sondern um den Bürgermeister.
Eli
Ist richtig, aber über den Landrat ist eben noch nichts gesagt. Hier geht es um den Bürgermeister und das habe ich auch genau so. Wärst du nicht so abgelenkt mit deinen Tausenden von Politikern im Hintergrund, lieber Uwe, hättest du mich das sagen können. Aber vielleicht habe ich das auch ein bisschen verklausuliert rübergebracht. Also in Sömmerda eine Stichwahl vermutlich also zwischen dem Landrat mit Herrn Steffen Schröder könnte noch passieren und auf jeden Fall in puncto Bürgermeister. Und wie gesagt, ich habe ja auch einen persönlichen Bezug zu Sömmerda. Wir aktualisieren. Oh, guck mal hier, mein Gott, bestimmt russische Hacker. Internetseite des Landeswahlleiters gestört. Ich wusste nicht mal, dass der Landeswahlleiter eine Internetseite hat, aber gut zu wissen. Etwa mehr als 10 Minuten war die Webseite des Landeswahlleiters unter wahlen.thüringen.de nicht erreichbar. Also lieber Kollege, der mir das eben per E-Mail sogar vorhin geschrieben hat und auch im Chat natürlich. Ich kann natürlich versuchen, deinen Link aufzurufen, aber der ist ja auch von der Domain wahlen.thüringen.de. Also im Übrigen habe ich den angeklickt und habe da nichts gesehen. Also... Da hast du mir nicht wirklich weitergeholfen. Ob es ein technisches Problem gab oder einfach zu viele Zugriffe, ist derzeit nicht bekannt. Das kann ich für die auflösen, für diese Schlauberger. Natürlich sind es zu viele Zugriffe. Der kleine Server, den die dort aufgesetzt haben, der wird vermutlich einfach mit der ganzen Last überfordert gewesen sein. Vielleicht auch ein bisschen ein Sinnbild für unsere wunderschöne, regenbogen, ampelfarbene Bundesregierung. Marcel Grönke bleibt Bürgermeister von Pohnitz. Ich weiß, euch fällt ein Stein vom Herzen. In Polnitz im Altenburger Land bleibt Marcel Grönke. von der CDU Bürgermeister. Er wurde mit 96,4 Prozent wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent. Der Amtsinhaber, an alle, die warten, wann erwähnt haben, war die AfD. Wie kann ich die AfD erwähnen, wenn die AfD nicht zur Wahl antritt? Der Amtsinhaber war der einzige Kandidat. Also was auch immer, Uwe, das können wir jetzt den Leuten schon mit auf den Weg geben. Wer auch immer das jetzt also in den nächsten Stunden, Tagen, Wochen analysieren wird im Vorfeld zum 9. Juni. der muss den vollen Kontext mitgeben. Egal wie gut oder vermutlich also neutral, vielleicht sogar schlecht die AfD heute abschneidet, sie hätte besser abschneiden können, wenn sie mehr Kandidaten gehabt hätte. Vielleicht juckt es den Leuten in den Fingern, die AfD zu wählen, aber wenn du 90% der Gremien, wo du antrittst, keinen Kandidaten aufstellen kannst, kannst du auch nicht gewählt werden.
Uwe
Ja, und darauf wollte ich eben hinaus. Mir kommt es gar nicht auf die Zahlen im Einzelnen an, sondern eben, dass tatsächlich die Gemeinde- und Ortschaftsebene ist eine so große, breite Vernetzungsebene, da braucht man Hunderttausende von Politikern, Während auf Landes- und Kreisebene das zusammen, kommt man mit knapp 20.000, 22.000 aus. Das heißt, wenn man also eine politische Partei hat, die 30.000, 40.000, 50.000, 60.000 Mitglieder hat, dann kann man sagen, jawohl, nicht jeder unbedingt will jetzt für irgendwas kandidieren, aber man hat genügend Mitglieder. eingetragene Mitglieder, aus denen man eine Auswahl treffen kann, die man vielleicht in die 20.000 Wahlbezirke quasi schicken kann. So, aber in dem Moment, wo man in die Gemeinden und in die Orte hineingehen will, dann nimmt das eine völlig andere Dimension an. Und das kann schlichtweg sich eigentlich gar keiner leisten. Und das erklärt nach meiner Meinung auch, warum Auf dieser Ebene dann eben so viele Parteilose oder irgendwelche No-Name-Parteien Kandidaten aufstellen und die dann auch gewählt werden. Also im Grunde genommen wird der Fokus der Öffentlichkeit ja immer auf die größeren Einheiten gerichtet. Aber die Masse der Stimmen ist eigentlich in den Gemeinden und in den Ortschaften.
Eli
Ja, da ist die Masse der Stimmen, obwohl die halt eben nicht so viel zu bestimmen haben. Und wir brauchen, wie du es eben gesagt hast, man braucht in der Fläche unglaublich viele Leute. Fast hättest du es aufgelöst. Gott sei Dank hast du dir nochmal auf die Zunge gebissen. Umso mehr Grund habt ihr, liebe Freunde, beim Uwe reinzuschauen. Jetzt musst du es aber auch liefern, lieber Uwe, in den nächsten Tagen. Wie viele Tausende von Politikern man eben auf den unterschiedlichen Ebenen braucht, erfahrt ihr auf die Welt. Klar sehen. Gut, ich versuche mich hier durchzukämpfen durch diese Webseite. Die habe ich schon bei der letzten Kommunalwahl, glaube ich, nicht verstanden. Die ist aber von wahlen.thüringen.de. Das wird den einen Menschen freuen, der hier halb um den Verstand gekommen ist, als er mir das alles mehrfach geschickt hat. Ich blicke hier, muss ich ehrlich sagen, gar nicht durch. Wir sind hier, glaube ich, bei den Kreistagswahlen und Stadtratswahlen vom Ilmkreis, wo auch immer das ist. Ich wünschte, ich hätte nicht so viele Zahlen, sondern könnte das irgendwie jetzt hier einfacher verstehen. Es gibt dort in diesem Kreis 134 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung ist relativ hoch. Ich sehe einen großen blauen Balken. Ich nehme an, das ist gut. Und ich weiß, dass ich auf einer interaktiven Karte irgendwie viel rumklicken kann. Sonst weiß ich eigentlich nichts. Manchmal kann ich auch rumklicken und dann wird mir gezeigt, es ist noch kein Ergebnis vorhanden. Ich glaube, hier geht es um Kreistage, aber ich bin hier nicht der kompetente Ansprechpartner.
Uwe
Da steht ja oben links eigentlich, also ich kann das jetzt nicht sehen, weil da mein eigenes Konterfei vor ist, welche Karte du genau da aufstehst.
Eli
Ja, Kreistagswahl und Stadtratswahl in der kreisfreien Städte, ja.
Uwe
Ja, ich habe jetzt hier auch die Städte gerade. Also gut, der Server ist nun wirklich extrem langsam. Ich habe das auch schon ein paar Mal versucht. Man sieht da nicht so genau viel drin. Das muss man sich vielleicht später angucken, wenn es ein bisschen ruhiger geworden ist. Erster Wahlgang, vorläufiges Ergebnis sehe ich jetzt gerade hier. So Erfurt, Gera, Jena, Suhl, Weimar und dann die Landkreise entsprechend.
Eli
Da siehst du schon mehr als ich. Ich habe ja auch schon geklickt und es passiert einfach gar nichts auf der Webseite.
Uwe
Ich habe bei Landkreis Übersicht geguckt.
Eli
Gut, also die Internetseite des Landeswahlleiters ist gestört, nicht etwa einfach nur zehn Minuten lang, sondern immer noch, andauernd. Ja, es ist sehr vieles in Deutschland gestört und das ist ja einer der Gründe, weshalb heute halb Deutschland offensichtlich nach Thüringen blickt. Es gibt einen neuen Bürgermeister in Triptis, immerhin bei dem MDR hält immer noch der Server. In Triptis im Saale-Orla-Kreis mit Jan Wiskott, auch hier ein parteiloser, ist ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt worden. Er erhielt 81,4 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat Michael Horn, ebenfalls ein Parteiloser, bekam 18,6 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Peter Orosch war nicht wieder zur Wahl angetreten. Thomas Schubert, neuer Bürgermeister in Bad Blankenburg. In Bad Blankenburg gibt es mit Thomas Schubert einen neuen Bürgermeister, erholte 52,9 Prozent der Stimmen, löste damit den Amtsinhaber Mike George von den Freien Wähler ab. Also ein freier Wähler geht, ein CDUler kommt, ich übersetze frei vom Regen in die Traufe. Gut, ähm... Sonst wissen wir, dass wir nichts... Ach doch, es gibt eine kuriose Situation in Jena. Schau mal hier, Uwe, kurios ist immer gut. Zu dieser Stunde, 20.07 Uhr, beginnt ein Pressegespräch mit den Oberbürgermeisterkandidaten in Jena. Es gibt aber noch kein vorläufiges Endergebnis. Also worüber redet man dann eigentlich, wenn man nicht mal ein vorläufiges Ergebnis hat? Derzeit sind 34.000 von 82.000 Stimmen ausgezählt. Auch die 16.000 Briefwahlstimmen fehlen noch. Aktuell führt Amtsinhaber Thomas Nietzsche FDP. Auf Platz 2 liegt der AfD-Kandidat Danny Jankowski und Kathleen Lützgendorf-Grüne ist auf dem dritten Platz. Was ist daran jetzt eine kuriose Situation? Vermutlich, dass man also spricht, während man nichts zu sagen hat. Aber was ist daran wiederum kurios? Das ist doch, sag ich mal, die Berufsbezeichnung eines jeden Politikers. Das ist der Normalstand.
Uwe
Also das einzig Interessante, was man jetzt hätte sagen sollen, was denn jetzt die drei Kandidaten für Prozentzahlen haben, für Vorläufe, das steht da nun gerade nicht drin.
Eli
Das steht wiederum nicht da, aber die können die auch nicht auslesen, weil sie wahrscheinlich auf der Seite des Wahlleiters gucken und da ist die Seite ja überlastet. Also nichts Genaues weiß man nicht, nur nicht, man weiß auch nicht, wie man es an den Mann bringen soll. Aber lass uns darüber reden. Hier hat sich jemand die Finger wundgetippt vorhin, hat mich die ganze Zeit gefragt, was sagst du zum Skandal in Bayern, wo Briefwahlunterlagen aufgetaucht sind. Ich glaube, es war in Bayern. Und es muss ja dann für die EU-Wahl gewesen sein. Das sind wahrscheinlich also Wahlunterlagen von Leuten, die die angefordert haben für die Briefwahl. Und einige davon waren für die CDU angekreuzt, vorangekreuzt. Hast du das mitbekommen?
Uwe
Also nein, das habe ich nicht so genau mitbekommen. Also es geht hier um die Geschichte in Bad Reichenhall. Verdacht auf Wahlbetrug, Wahlfälschung, Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlunterlagen. Aber das ist ja bei Briefwahlen immer ein Risiko. Das haben wir auch bei den US-Wahlen gesehen. Das haben wir auch in Berlin gesehen bei den Briefwahlen. Wahlen, sprich diese Briefwahlgeschichte ist zwar einerseits für den Wähler bequem, andererseits bietet sie eben eine ganze Menge Missbrauchspotenzial, weil eben teilweise auch Leute wählen, die vielleicht gar nicht mehr so Herr ihrer Sinne sind. Also denk mal an Halbdemente, die irgendwo im Pflegeheim liegen, die kriegen einen Zettel vor die Nase gehalten und sollen da mal eine Unterschrift drunter machen. Also ob die das dann selber machen oder ob das jemand anders für sie macht, das alles weiß ja kein Mensch. Und insofern ist das mit den Briefwahlen tatsächlich ein Risiko, während du bei der persönlichen Wahl, da gehst du eben persönlich hin und du kannst dich nicht zweiteilen, du kannst nur alleine dahin gehen.
Eli
Ja, also ich sehe da sehr großes Angriffspotenzial und Manipulationspotenzial. Es ist ja nicht so, als wenn wir freie Wahlen hätten, wo auch im Vorfeld alle Bewerber dieselben Chancen eingeräumt bekommen. Nein, im Gegenteil. Ein kompletter verschworener Staatsapparat inklusive Medien und Justizkanonade schüttet alles, was er hat, an Methoden, über der politischen Opposition aus, also von welchen fairen und freien Wahlen sprechen wir dann überhaupt noch. Aber wenn man gleichzeitig jetzt also sieht, dass halt hier Stimmzettel gefunden werden im Vorfeld und vermutlich nicht nur bei den Dementen, die du beschreibst, sondern immer mehr junge Leute sagen einfach, die haben keinen Bock in der Schlange zu stehen, wählen halt eben die Briefwahl, weil es so wunderbar bequem ist und irgendwann wollen sie einfach nur noch per App abstimmen.
Uwe
Ja, also hier in Bad Reichenwall war es ja so, dass eben jemand seinen Wahlzettel zugeschickt bekam, seinen Briefwahlzettel und da war schon vorangekreuzt.
Eli
Genau, richtig. Und darauf will ich ja hinaus. Das war ja vielleicht keine demente Person, das war jetzt niemand, der in irgendeiner Form in einem Altenheim war, sondern das wird immer populärer, per Briefwahl abzustimmen, weil es eben so schön bequem ist, aber es ist auch so unfassbar angreifbar. Und gut, dass es in diesem Fall rausgekommen ist, was die Verschwörungstheoretiker seit Jahren sagen. Ich glaube, das... Wer das verkennt, den muss man einfach nur als politisch und persönlich naiv bezeichnen. Also ich kann es von mir aus einfach sagen, es ist jetzt komplett meine Meinung. Uwe, fühl dich frei, dich komplett von mir zu distanzieren. Aber natürlich wird Beschiss gemacht mit den Briefwahlen. 100 Prozent. Ich lege euch meine Hand für uns Feuer. Und warum, liebe Freunde? Weil das ein globalistisches Phänomen ist. Das sehen wir überall. Die Briefwahl ist nicht von ungefähr. Überall aktuell auf dem Vormarsch. Und wenn ihr euch erinnert noch an die US-Präsidentschaftswahlen, als man bei Herrn Biden ein bisschen, sag ich mal, ne? Auf YouTube darf man diese Sachen ja gar nicht so sagen. Ich mache einfach nur mal eine Bewegung und die sieht so aus. Und den Rest müsst ihr wahrscheinlich selber zusammen googeln. Ich kann nur so viel sagen, sehr wahrscheinlich hatte das auch etwas mit der Briefwahl zu tun. Und was in Amerika funktioniert, das wird dann übernommen im Rest der westlichen Wertewelt. Und warum sollte man also auch nicht deutschlandweit mit den Briefwahlen entsprechend nachhelfen können? Für den Fall der Fälle, dass man nicht anrufen kann aus Afrika, um zu sagen, legitime Wahlen werden sowieso einfach rückgängig gemacht. Gut, also wir müssen wahrscheinlich ansonsten über die Wahlzettel in Bayern uns mal separat unterhalten. Heute reden wir über Thüringen. Was interessiert uns Bayern? Was interessiert uns unser Geschwätz von gestern? Denn wir gucken wieder auf die Seite des MDR. Uwe, wir sehen hier einen sehr netten Mann. Ist das nicht der Altenburger Bürgermeister? Der vorherige, ich glaube, das ist er. Na, wie dem auch sei, Stichwahl auch in Gößnitz. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent. In Gößnitz im Altenburger Land wird es eine Stichwahl geben über den neuen hauptamtlichen Bürgermeister. Keiner der vier Kandidaten erzielte in der ersten Runde ein erforderliches Ergebnis. Also so gespalten ist auch das Land. Es gibt keine Volkspartei, vier Kandidaten, keiner kriegt es hin. Die meiste Stimme erhielt der parteilose Kandidat Patrick Albrecht. Sein Kontrahent ist in der Stichwahl André Becker von irgendeiner Bürgerinitiative 89. Er erhielt 29 Prozent. Mit 23 Jahren, Entschuldigung, das ist wahrscheinlich sein Geburtsjahr, Bürgerinitiative 89. Nee, kann ja gar nicht sein, würde ja nicht hinkommen mathematisch. Aber er ist sehr jung, mit 23 Jahren wäre Albrecht, falls er gewinnt, der jüngste hauptamtliche Bürgermeister Deutschlands. Gott bewahre dieser Stadt, Gott bewahre Gösnitz im Altenburger Land, wenn 23-Jährige mit TikTok-Accounts jetzt dort offensichtlich für Recht und Ordnung sorgen. Thomas Schubert, neuer Bürgermeister in Bad Blankenburg. Den haben wir, glaube ich, schon gelesen. Ansonsten sehen wir hier nichts Neues. Aber hier wird schon mal ganz subtil Werbung gemacht für den amtierenden André Neumann. Also ich wette, André Neumann ist der Bürgermeister, den wir vorhin gesehen haben aus dem Altenburger Land. Ja, das ist er natürlich. Oberbürgermeister von Altenburg. Ja, er sieht gut aus. Aber ob er beliebt ist im Land oder in seiner Stadt, das werden wir noch erfahren. Uwe, was hast du auf dem Schirm? Ich sehe dich doch schon wieder gucken.
Uwe
Ja, ich gucke hier, aber es ist nichts Interessantes dabei. Insofern sitzen wir hier und müssen einfach mal hoffen, dass die Thüringer mal in die Hufe kommen.
Eli
Ja, dass die Thüringer mal so ein bisschen was machen. Gut, dann machen wir was anderes. Und zwar, ich war auf Demo, lieber Uwe. Normalerweise sind wir zwei ja diejenigen, die immer so auswerten, was hat eine Demo gebracht, wie viele Leute waren dort. Und ja, was soll ich dir sagen? Ich frage dich immer zu Beginn, was hast du überhaupt mitbekommen von meinen ganzen Eskapaden? Was hast du also vom Demo-Wochenende mitbekommen? Ob ich jetzt nur dabei gewesen bin oder nicht?
Uwe
Ja, ich hatte dann doch auch mal reingeguckt, weil einerseits war ich an dieser Veranstaltung überhaupt gar nicht interessiert. Weil nach meiner Meinung das Thema...
Eli
Da sind wir schon zwei.
Uwe
Weil nach meiner Meinung, das hatte ich auch schon längere Zeit schon kundgetan, nicht erst im Jahr 2024. das Thema Demonstration in Deutschland eigentlich abgefahren ist. Sprich, das interessiert nach meiner Meinung keine Sau mehr. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ganz witzig, wenn dann immer irgendwer noch kommt und meint, jetzt kommt die größte Demo aller Zeiten. Und da frage ich mich, wo war das? Auf dem Opernplatz dort?
Eli
Ja, alte Oper, genau, richtig.
Uwe
Ja, alte Oper. Also da ist ja schon mal eins klar, der Opernplatz hat 7000 Quadratmeter Fläche. Und wenn jetzt auf jedem Quadratmeter einer stehen würde, dann wären es 7000 Leute. Dann wäre es aber schon relativ dicht. Wenn sie ganz dicht stehen würden, man kann ja maximal vier Leute auf den Quadratmeter packen, würden da 28.000 Leute hinlassen. Stehen die aber mit Abstand zueinander, wo nach dem Motto, nur die Paare stehen zusammen und zwischen zwei Paaren ist dann noch ein Meter Platz, dann sind wir ungefähr bei anderthalb bis zwei Meter pro eine Person. Sprich, ist ja schon mal eins klar, wenn ich so einen Platz auswähle, rechne ich eigentlich eher damit, weniger als 5.000 Leute dahin zu kommen. Und dann kommt noch die ganze Fläche, die ich für meine Bühne und so weiter brauche, die wird ja auch noch abgezogen und, und, und. Also sprich rein nur von den äußeren Maßen, ohne überhaupt dort hingeguckt zu haben, ist eins klar. Da können ja kaum 5000 Leute gewesen sein. Das ist jetzt erst mal so mein Eindruck oder wäre meine Erwartung gewesen. Und deswegen guck dich mal mit Interesse in deinen Stream rein. Und du fingst ja relativ schnell an, darum zu kritisieren. Wusste jetzt aber nicht, was ich an deiner Kritik hätte zu kritisieren sollen, weil sehe ich ganz genauso. Also was sie dort gemacht haben, das war ja völlig absurd. Und dann, als die Musik anfing zu spielen, da dachte ich, oh mein Gott, ich muss aber die Musik mal runterdrehen. Und als ich die Reden hörte, da dachte ich, ach, jetzt muss ich aber langsam mal irgendwie Kaffee trinken, bevor ich einschlafe. Und ganz besonders witzig fand ich, dass dann eben zwei der, ich sag mal, Top-Redner dann schön aus Mallorca oder wo sie waren, zugeredet haben. Und dann hatte ich ja selber noch, obwohl ich ja sonst nicht so viel live kommentiere, dann mal kommentiert, warum eigentlich nur die beiden? Warum sind nicht bei Demonstrationen alle Top-Redner zugeredet? Einfach zugeschaltet per Fernschalte. Und warum sind nicht auch alle Demonstranten zugeschaltet? Das würde doch die Demonstration viel preiswerter machen. Man könnte sie viel häufiger machen und es wären auch viel mehr Leute da. Und das Ergebnis wäre dasselbe.
Eli
Ja, das Ergebnis wäre vermutlich in der Tat dasselbe. Es ist sehr, sehr schade, aber in der Tat, es ist keine Lüge, was du erzählst. Markus Krall war nicht vor Ort. Ralf Ludwig war nicht vor Ort. Mr. Michael Billy B. Billy Boy Ballweg war auch nicht vor Ort. Und irgendwann habe ich dann auch aufgehört, so richtig zu zählen, weil die, die vor Ort waren, waren zwar vor Ort, aber ich... Ich muss ganz ehrlich sagen, sie haben halt die Leute nicht mehr so begeisternd mitgerissen. Der einzige, Uwe, du hast ja gesagt, du hast nur durchgeskippt, aber der einzige, wo ich sagen würde, der Mann braucht eigentlich seine ganze eigene Demo, weil der hat mal Tacheles gesprochen, war Ralf Bühler. Den habe ich nicht gehört.
Uwe
Also ich hatte irgendwann mal nach dem Schöning, glaube ich, aufgehört. Da habe ich gesagt, jetzt habe ich langsam die Schnauze voll. Das ist alles immer derselbe Sermon. Den muss ich mir nicht zum hundertsten Mal anhören. Und der bringt eh nichts. Also nicht, dass ich was gegen Herrn Schöning habe, sondern ich meine, der Sermon, den alle anderen immer erzählen. Also das ist sowas von öde, sowas von langweilig, dass da überhaupt jemand hingeht. Das ist mir echt ein Rätsel.
Eli
Ja, in der Tat. Naja, und dann war auch die Veranstaltung auch noch gestört durch wirklich 20 Hanseln. Ich kann es mal auflösen. Ich würde sagen, auf dem Platz dort, also da passen vielleicht 5.000 wirklich gut hin. Was gut war, ist der Durchlauf zur Zeit, bevor die Antifa gekommen ist. Hat man gesehen, das war so eine Art Campus-Stimmung dort. Man konnte in der Tat halt an unterschiedliche Stände rangehen. Man wurde beschallt von mehreren Seiten. An der Bühne gab es ein gutes Angebot. Es gab aber eben auch Stände im Hintergrund, wo man sich individuell informieren konnte. Und der Durchlauf, weil es so ein unglaublich populärer Ort in Frankfurt am Main ist, zusätzlich noch an einem Tag, wo nebenan die Pressgasse irgendwie so sein eigenes Festival gehabt hat, der war schon sehr, sehr hoch. Also wer wollte, konnte sich dann dort entsprechend aufhalten, solange bis nicht die Antifa-Störer gekommen sind. Also Ich würde mal sagen, in der Höhe waren es vielleicht 60, 70 Antifa-Störer, wenn überhaupt. Nachher hat sich das bei denen sogar verlaufen. Aber du kannst dir nicht vorstellen, mit was für einfachen Mitteln, wie sehr die genervt haben und wirklich halt dafür gesorgt haben, dass vielleicht nicht die gesamte Aufmerksamkeit, aber der Großteil der Aufmerksamkeit von der Bühne eben abgezogen war. Und diese Störenfriede entsprechend mit ihren widerwärtigen Trommeln Da seht ihr mal wieder, warum ich Trommeln hasse und zwar abgrundtief bei jeder politischen Veranstaltung. Also die haben dafür gesorgt, dass was auch immer an Restprominenz noch da war, dort entsprechend halt nicht zur Geltung kommen konnte. Ich persönlich habe dann meine Zeit damit vertrieben, alle möglichen Interviews mit spannenden Gesprächsteilnehmern im Hintergrund zu führen, wo man sich auch verstehen konnte. konnte, irgendwie. Aber auf der Bühne selbst, muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich jetzt keine großen Highlights erlebt. Insbesondere, weil Uwe, das war wirklich so zum Fremdschämen, einer nach dem anderen haben sie vom Zettel abgelesen. Nach vier Jahren wissen die immer noch nicht, was sie sagen wollen. Jeder Einzelne, ein Zettel länger als der andere, kleiner gedruckter als der andere. Selbst gute Redner wie Hermann Plopper, die am 29.08. noch frei reden konnten. Haben vier Jahre später offensichtlich nicht mehr die Kapazität dazu. Die Zettel sind omnipräsent. Ich bin hingefahren, weil ich mit guten Politikern dort reden konnte. Ich habe Interviews geführt mit Lars Hüne. Ich habe Interviews geführt mit Rechtsanwalt Christian Moser. Ich habe Interviews geführt mit der Nummer drei in der AfD, jetzt so ein bisschen, nachdem ja dort das Raster durchgerottet worden ist, Dr. Mark Jongen. Also viele spannende Gespräche, die ich dort geführt habe. Und dann kam es, wie es kommen musste. Die Antifa hat dazugelernt. Und hat einfach den Zug von, ich würde mal sagen, vielleicht 1500 Mann einfach blockiert. Einfach blockiert. Mit 20 Hanseln. Die Polizei hat mehrere reingestellt und hat gesagt, es wäre unverhältnismäßig, diese 20 Menschen dort wegzuräumen vom Platz. Und hat damit im Prinzip jegliche Aktionen, die dann im Hintergrund noch geplant waren, unterschiedlichen Zwischenkundgebungsstationen verunmöglicht. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber man hat mir zugesteckt, dass ein Kandidat der Grünen, beziehungsweise vielleicht sogar der, also ein grüner Top-Politiker wohl vorbeigekommen sein soll und denen dort die Hand gedrückt hat. Vor Ort gingen dann noch die Vermutungen um, Gerüchte, dass die Polizei mit der Antifa zusammengearbeitet hat. Es gab Jagdszenen, um das alles ein bisschen so zu verklausulieren, aber auf jeden Fall hat sich die Polizei eine komplette Blöße gegeben. Die hat nur einen Job, eine demokratisch angemeldete Veranstaltung zu sichern. Und hier das kleine bisschen Elend hier, die Jungen und Verstrahlten von Frankfurt haben das komplett verunmöglicht. Also lass es mal in der Höhe 30 Mann gewesen sein auf dieser Kreuzung, haben dann entsprechend 1500 Menschen sich in den Weg gesetzt und die Polizei war der willfährige Unterstützer und Helfer und hat die dann einfach gewähren lassen. Ein Schuss in den Ofen, muss ich erst mal sagen. Und danach wurde es noch schlimmer. Ich meine, Frankfurt ohnehin eine Kloake, sondersgleichen, wo man sich niemals wohlfühlt. Aber insbesondere hier an dieser Stelle dann kamen die dann auch noch, hat die Antifa begriffen, dass die Leute hinten raus nach über anderthalb Stunden keinen Bock mehr hatten, in einem Hexenkessel da irgendwie in einer Häuserschlucht zu warten und wollten zum nächsten Demonstrationspunkt eben dieser künstlerischen Aktion hier zum Eurozeichen aufschließen. Und das hat die Antifa dann irgendwann mitbekommen. Und dann kamen sie alle ganz schnell angerannt und wollten auch dort stumpf machen. Die Polizei hat es auch dort nicht hinbekommen, die in irgendeiner Form aufzuhalten. Die kamen dann immer näher, immer näher und haben sich über Recht und Gesetz hinweggesetzt. Ja, ein leider wirklich sehr ernüchternder, sag ich mal, Nachmittag dort, der sich über Stunden gezogen hat und nicht wirklich viel gebracht hat, auf jeden Fall die komplette Demo verunmöglicht hat vor Ort.
Uwe
Das war schon sehr... Ja, aber auf jeden Fall ist es ja keine Großdemo in dem Sinne, was wir vor ein paar Jahren noch unter einer Großdemo uns vorgestellt haben.
Eli
Naja. Naja, die Großdemos werden immer kleiner und auch die Volksparteien werden immer kleiner. Das Land ist gespalten und mit Demos hat man noch nie groß etwas bewegt. Im Gegenteil, viele von denen, nicht unbedingt diese hier, aber Ballweg hat das ja perfektioniert, hatte meiner Meinung nach in erster Linie kommerzielle Interessen mit den Demos. Und vom Wirkungsgrad her, Thema Wirkungsmächtigkeit, hat sich da offensichtlich von Frankfurt bis Berlin nicht viel sonderlich verändert. Soviel vielleicht in aller Kürze. Wenn ihr eine Sondersendung haben wollt zum Thema desaströse Demos, ob man will oder nicht, Jagdszene der Polizei mit Linksextremen, dann müsst ihr entweder halt in das Replay gucken oder die Sondersendung dazu abwarten. Uwe, du schickst mir Sachen, die werden immer kleinteiliger. Du musst lernen, plakativer zu arbeiten. Die Leute erkennen das doch nicht auf unserem kleinen Bildschirm. Die schauen das auf dem Handy.
Uwe
Ja, das ist ja die Seite, die brauchst du ja nicht darzustellen. Mir geht es nur darum, die wichtigste Zahl ist, dass im Moment bei den Landkreisen über 90 Prozent jetzt schon ausgezählt sind. Bei den Landkreisen? Ja.
Eli
Was heißt denn bei den Landkreisen? Meinst du für den Landrat also?
Uwe
Was heißt denn Landkreise? Die kreisfreie Städte und Landkreise. Und da gibt es 2.539 Stimmbezirke und davon sind 2.305 ausgezählt worden. Das heißt, das sind ja ziemlich genau 90 Prozent. Das heißt, das kann jetzt gar nicht mehr so lange dauern, bis wir also auf dieser Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise die politischen Ergebnisse haben. Das wollte ich einfach nur mal nebenbei einwerfen.
Eli
Genau, aber es geht um die Wahl der Landräte und Oberbürgermeister dieser kreisfreien Städte. Wir hatten ja vorhin die Übersicht. Wir haben ja gesehen, es ging also ganz vorne weg um Erfurt, Gera, Jena, Suhl und Weimar. Und wir sehen hier in der Tat also, wie viele vom Stand her aktuell ausgezählt sind. Fast alle hier 199 von 210 in Erfurt, 68 von 114 Gera hinkt noch hinterher. Ja, die Miteinanderstadt Jena ist bei 122 von 137, Suhl 37 von 40. Und da sehen wir, ja, sehr schwierig, alle diese Zahlen jetzt in irgendein Verhältnis zu setzen. Wir sehen, dass wir bald Ergebnisse bekommen.
Uwe
Ja, ich brauche nur zu eben sehen, es nimmt also auf der Ebene ist bald Schluss. Wobei den Land treten und also bei den im nächst kleineren Einheit, ja, da wird es natürlich wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern. Okay.
Eli
Stichwahl in Zollenroda-Triebes. Auch in Zollenroda-Triebes hat kein Kandidat mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten. AfD-Kandidat Andreas Stiller kam auf 20,1%. Also ist schon mal hier in diesem Fall offensichtlich eine Stichwahl, in der der AfD-Kandidat führt. Er wird als erster genannt und hat dort also offensichtlich 22,1% bekommen in der Weltstadt Zollenroda-Triebes. Ich weiß nicht mal, worum es hier geht. Ähm... Das ist nicht mal dazu geschrieben worden. Er ist einfach nur Kandidat und Stichwahl bedeutet wohl, es muss eine personelle Wahl gewesen sein. Also ich nehme an, hauptberuflicher oder freiwilliger Bürgermeister. Irgendetwas in diese Richtung. Es gibt also eine Stichwahl. Dieter Weinlich liegt mit 15 Prozent auf dem dritten Platz. Wer auch immer das ist und zu welcher Partei er gehört. Es gibt eine knappe Entscheidung. Kai Brückmann ist der neue Bürgermeister von Friedrichroda. In Friedrichroda im Kreis Gotha, Klammer auf wo, Fragezeichen, Klammer zu, wird Kai Brückmann von der... Ah, Uwe, schau mal. S, B, F. Ach nee, wir hatten vorhin S, G, F.
Uwe
Ja, GSF hatten wir vorhin. Also ich hatte das versucht zu recherchieren, aber es gibt verschiedene Sachen, die mit GSF kombinieren.
Eli
Na, es wird hier noch verrückter. Also Kai Brückmann ist nicht einfach nur von der GFS, der ist nämlich von der SGBWF. Und der wird da der neue Bürgermeister. Also die Leute verabscheuen offensichtlich die Altparteien so sehr, dass sie bereit sind, alle möglichen Buchstabenkombinationen in jeder möglichen Zusammensetzung zu wählen. Einfach nur, um nicht mehr die Buchstaben CDU, SPD oder FDP lesen zu müssen. Auf jeden Fall stimmt das hier bei der CDU, weil die CDU erzielte 48,4% der Stimmen Und ist damit also raus. In Helbe-Bündorf im Küffhäuser-Kreis ist der ehrenamtliche Bürgermeister Jörg Steinmetz von der CDU knapp, gibt also noch Hoffnung, liebe Freunde, wiedergewählt worden. Er erhielt 54,3% der Stimmen. Thomas Hausstein, nominiert von SPD und Linke, erhielt 45,7% der Stimmen. Genau. Ansonsten gibt es einen neuen Bürgermeister in der Gemeinde Seebach. Auch ein Parteiloser. Stichwahl in Berger-Wünschendorf. Ein Parteiloser gegen jemand von der CDU. Stichwahl in Gößnitz, hatten wir vorhin schon gelesen. So weit waren wir schon gekommen. Ihr merkt, das zieht sich alles. Uwe, es ist bald 21 Uhr. Und diese Kommunalwahlen sind noch nicht dabei, beendet zu werden.
Gast
Nee.
Eli
Das hätte ich besser nicht sagen können. Gut, dass du der Adalist bist von uns beiden.
Uwe
Ja, das hast du ganz hervorragend analysiert. Ich frage dich jetzt natürlich nur, wie du aufgrund welcher Erhebung zu diesem Ergebnis gekommen bist.
Eli
Naja, ich sehe einfach, es ist 21 Uhr und es sind noch nicht durch.
Uwe
Ich sehe schon, an dir ist ein Analytiker verloren gegangen.
Eli
Naja, ich hatte ein bestes Vorbild. Gut, ich habe ein Thema vorgegeben, das nichts mit dem Stream zu tun hatte. Während wir warten, dir gebührt es. Erklär mir bitte den Weltfrieden, lieber Uwe. Wie würdest du es anstellen? Nein, wähl einfach ein freies Thema. Wir haben ja über Demos gesprochen. Hast du gerade was anderes, was dich so umtreibt? Wir warten ja alle noch auf Ergebnisse.
Uwe
Nein, eigentlich, ja, ich hatte letztes Mal ein ganz interessantes Stream gesehen, da ging es darum, was eigentlich Nazis sind. Also wir hören ja seit Monaten immer Nazis raus und der AfD und Nazis. Und da hatte dann jemand eigentlich sehr schön dargestellt, dass also Nazis und Rechtsradikalen, dass das überhaupt gar nicht zueinander passt. Warum? Weil eben der Nazi ja die Abkürzung für Nationalsozialismus ist. Und die Sozialisten sind ja per Definition nicht rechts, sondern eben links.
Eli
Ja gut, aber die sind ja auch national. Und national ist per Definition mindestens konservativ, vielleicht aber eben rechts.
Uwe
Ja, aber in dem Video, also das gibt es noch auf YouTube irgendwo, da hat der Mensch, der das da ausgegraben hatte, also nicht nur, dass er die Wortbedeutung nochmal daran erinnerte, sondern er hat auch mal sich diverseste Gesetze rausgesucht, die in der Nazizeit gemacht wurden. Und was die Gesetze beinhalten.
Eli
Nur einen Hinweis, aber der ist technisch in der Tat und ich muss dich dazu unterbrechen. Je öfter du dieses Wort sagst, du weißt schon welches, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir hier nicht mehr monetarisiert sind.
Uwe
Es geht darum, dass eben diese Regierung, die damals war, die hat dann eben Gesetze gemacht, wenn man die sich anguckt, die sind sowas von sozialistisch, dass überhaupt gar kein Zweifel daran bestehen kann, Dass sie eben Linksradikale waren und keine Rechtsradikalen. Und insofern finde ich das schon eine ganz interessante Umdeutung, wenn man jetzt also sagt, dass die Rechtsradikalen eben Nazis seien und dass der Nationalismus etwas sei, was rechts sei, was nämlich definitiv damals nicht der Fall war. Das heißt eben, diese Form von Sozialismus ist eben links, nur sie bezieht sich eben auf die Nation, Punkt. Ja, die Nation steht im Vordergrund. Das ist so, wie wenn eben meinetwegen jemand sagt, America first, ja, dann ist auch die Nation im Vordergrund. So, aber das alleine ist noch kein Merkmal für rechts, sondern es kann rechts wie auch links sein, ja. Und das vergisst man eben. Und ich fand das ganz interessant, war ein Video, so eine halbe, dreiviertel Stunde oder so, und er hat ja diverseste Gesetze zitiert. Und wenn man sich die angeguckt hat, da hat man gesagt, es gibt überhaupt gar keinen Zweifel daran, dass diese Art von Politik mit Sicherheit nicht rechts ist, sondern ganz klar links. Und insofern, wenn man eben nach solchen sucht, deren Namen man nicht nennen darf, dann darf man sie nicht im rechten Spektrum suchen, sondern man muss sie im linken Spektrum suchen. Das ist die interessante Lektion, die ich daraus gelernt habe.
Eli
Gut, meine Lektion ist, wer sich einen Analysten und Mitdenker in den Stream holt, der darf nicht darauf bauen, dass ein Stream lange monetarisiert bleibt, weil YouTube mag ja nur werbefreundliche Inhalte. Und wer bei Uwe, ungeachtet dessen, ob da werbefreundlich es zugeht oder nicht, eben solche Fragen debattieren möchte, der muss gehen auf den Kanal, den ich gerade in den Stream geballert habe. Braucht so etwas Modenes wie Geld von Google nicht. Werbung ist für ihn irrelevant. Der Mann bohrt die dicken Bretter, ungeachtet dessen, wem er damit ans Bein pinkelt. Und davon kriegt er da eine ganze Kanonade, eine Breitseite voller 342 Videos und zu Recht folgen ihm dort 5680 Menschen. Okay, also, liebe Freunde, es gibt eine Stichwahl, das haben wir schon gesehen. Martin Müller wird der neue Bürgermeister in Ringleben. Also jetzt an dieser Stelle muss ich ganz ehrlich sagen, jetzt sieht man aber auch, vielleicht machen wir es so ein Stück weit interessant und kontrovers für die Zuschauer, dass die Leute ja immer wieder sagen, Demokratie ist sowas Tolles. Demokratie ist so unglaublich spannend. Aber Freunde, Demokratie ist halt eben nicht einfach nur, wenn der Präsident von Amerika gewählt wird und wir alle uns auf einmal als Demokraten fühlen, weil es halt spannend ist aufgrund der... die da in der Regel eben antreten und weil das so ein Mediengerummel gibt rundherum, sondern, Uwe, das muss man den Leuten auch erklären, das ist auch Demokratie. Dass wir bis in den kleinsten Gemeinderat irgendwelche Haste nicht gehört von »Pups mich tot«, Alle demokratisch wählen müssen, demokratisch uns Listen noch und nöcher angucken müssen, vergleichen müssen, durchzählen müssen, wählen müssen, abwählen müssen, neu verhandeln müssen, Stichwahlen machen müssen. Das ist auch Demokratie. Also jeder, der sagt, er ist lupenreiner Demokrat, hier aber sagt an dieser Stelle, boah, das ist mir jetzt zu müßig, drei Stunden, die kommen nicht zu Potte, wann kommt der Höcke? Ja, so, dem muss man sagen, das ist die Demokratie, die ihr gewählt habt. Und wenn ihr das nicht ganz so spannend findet und sagt, Mensch, da müsste es doch eine effizientere Methode geben, ja, dann müsst ihr entweder eine neue Partei in Deutschland gründen oder meinetwegen nach Saudi-Arabien auswandern. Weil die haben es dort nicht so mit der Demokratie. Und glaubt mir mal, wenn da der König, ob nackt oder nicht, der Kaiser, hätte ich sagen sollen, wenn der da quasi eine Parade entlang fährt auf seiner Allee, wo auch immer, ja, da kommen die Untertanen gerannt und jubeln. Ob sie wollen oder nicht, aber aufregend ist das auf jeden Fall im Vergleich zu einem demokratischen Abend, den wir hier auf kommunaler Ebene in Thüringen erleben. Uwe, oder? Das muss man den Leuten nochmal mit auf den Weg geben, dass diese Demokraten ein falsches Bild von Demokratie haben.
Uwe
Ja, also Demokratie ist ja auf jeden Fall immer ein... ein Wettbewerb der Meinung, der Kampf um die Ideen. So, und der soll theoretisch ja auf allen Ebenen geführt werden. Jetzt hier bei so einer Kommunalwahl sehen wir das eben, ja. So, dass es da 2500 Wahlkreise gibt, ja, so, und da muss überall ausgezählt werden. So, und wem das zu bequem ist, ja, der ist eben dann kein Demokrat. Aber zum Demokratischen gehört natürlich auch dazu, dass man miteinander redet, auch mit Parteien, die einem nicht gefallen, ne. Also, wenn ich jetzt zum Beispiel an diese ganze Argumentation gegen die AfD denke. Man muss gar nicht Freund oder Feind der AfD sein, sondern einfach nur rein von der juristischen Seite. Diese Leute wurden gewählt. Sie haben Wähler. Sie sind demokratisch gewählt. Sie haben sich nicht an irgendwelche Stellen geputscht oder so, sondern sie haben eben gemäß den deutschen geltenden Gesetzen eine Partei gegründet und haben Parteimitglieder, so wie eben die Werteunion beispielsweise oder Bündnis Sahra Wagenknecht. Und die stellen sich zur Wahl auf. Man kann sie wählen oder man kann sie nicht wählen. Aber selbst wenn sie dann eben in bestimmten Gremien sind, in Landtagen Oder im Bundestag. Wie kann man denn sagen, dass sie keine Demokraten sind? Sie sind doch demokratisch ins Amt gekommen. Und wenn dann irgendjemand sagt, ja, und so haben aber damals die vor x Jahrzehnten, die haben sich auch demokratisch eingeschlichen, dann auf einmal haben sie den Pott umgedreht. Ja, da muss man erst mal nachweisen, dass diese Befürchtung, die man vor 70 Jahren meinte, gelernt zu haben, heute auf diese Partei auch real umsetzbar ist. Also das sind ja so Spekulationen. Ich kann mich auch davor fürchten, dass der Winter besonders kalt wird und ich erfriere. So aber aus der Tatsache, dass ich mich befürchte, vor ich noch lange nicht, dass der Winter sich danach richtet. Das heißt, das sind ja alles bloße Spekulationen, das hat ja überhaupt gar keinen Sachinhalt. Und insofern meine ich, zum Demokraten gehört auch, Parteien zu akzeptieren, die einem nicht gefallen. Und nicht zu sagen, ja, ich muss die Partei verbieten. Ja, warum soll ich eine Partei verbieten, die demokratisch gewählt ist? Das ist auch absoluter Unsinn. Dieser Wunsch alleine, Das ist schon ein undemokratisches Verhalten. Also jeder, der sich weigert, mit einer demokratisch gewählten Partei zu reden, mit der zu verhandeln, der anfängt, sich die Ohren zu stopfen und zu pfeifen oder zu schimpfen, wenn der im Parlament redet. Das ist ein Mensch, der nicht dem Prinzip der Demokratie freucht. Denn Demokratie heißt nicht nur Wettbewerb der Ideen, es heißt auch Auseinandersetzung im politischen Wettstreit. Es heißt miteinander reden und nicht diejenigen, die an mich gefallen, totschweigen oder gar medial totschlagen. Das ist undemokratisch.
Eli
Richtig. Und bei der Gelegenheit erinnere ich an unsere wunderbare Gesprächsteilnehmerin aus dem Beitrag des, ich glaube, AFP, Agence France-Presse, vom Auftakt unserer Sendung, die Demokratie auf die folgende Art und Weise verstanden.
Gast
Die Bewegung, so wie wir sie jetzt erleben durch die rechten Parteien, allen voran die AfD, halte ich wirklich für eine Gefährdung der Demokratie und sehe eben unser Hauptaugenmerk darauf, dass wir die Demokratie erhalten, stärken und auch so umbauen, dass sie verständlich wird für die Menschen, die sie jetzt im Augenblick als Bedrohung wahrnehmen.
Eli
Wer nimmt nicht mal die AfD, nimmt die Demokratie als Bedrohung wahr. Die einzigen, die die Demokratie als Bedrohung wahrnehmen, sind die Altparteien. Weil wenn die AfD demokratisch an die Macht kommen würde oder kommt, liebe Freunde, das ist ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, dann empfinden die sogenannten Demokraten die Demokratie als Bedrohung. Aber garantiert nicht die AfD. Ja, muss man den Leuten auch aufregen.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen, was soll denn das bedeuten? Also es ist doch sprachlich und logisch ein absoluter Nonsens, was solche Leute behaupten. Also es ist doch nicht so, dass jetzt irgendwelche rechtsradikalen Fanatiker, die sagen, wir machen mal eine Partei, die nennen wir AfD. Und weil wir das jetzt machen, verhexen wir jetzt die Bevölkerung und dann wählt die uns. Nein, die Bevölkerung, die geht doch selber hin. Die Bevölkerung muss doch zur Wahl gehen. So wie heute in Thüringen. Die muss doch ihren Arsch vom... Wohnzimmersofa hochkriegen, ins Wahllokal gehen oder muss sich sein Briefwahl zuschicken lassen und dann eben eine Briefmarke draufkleben oder zumindest den Briefkasten reinwerfen. Das heißt, der Wähler muss doch selber aktiv werden. Das heißt, wenn jetzt also zum Beispiel eine bestimmte Partei 20, 30 oder meinetwegen auch 50 Prozent aller Stimmen enthält, dann erhält sie sie doch nicht deswegen, weil die Partei Propagandisten die Leute gezwungen haben, sie zu wählen, sondern weil die Wähler sie wählen wollten. Also wenn die AfD, die ja heutzutage eben die verhasste Partei ist, aus Sicht von den anderen Parteien, erstaunlicherweise, wenn das so ist, dann heißt das nur, dass diese Parteien nicht bereit sind, den Wählerwillen zu akzeptieren. Das heißt, die sind diejenigen, die sich undemokratisch verhalten. Sie respektieren nicht, was der Wähler will. Und das, finde ich, ist einer Demokratie eigentlich unwürdig. Also man müsste eigentlich sagen, Politiker, die sich so äußern, wenn die nicht Immunität hätten, die müssten alle ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren kriegen wegen antidemokratischen Verhaltens. Das ist meine persönliche Meinung.
Eli
Ja, da ist auf jeden Fall was dran, aber unsere Staatsanwälte und unsere Justiz, die ist ja jetzt schon überbelastet. Und zwar, die stürmen hier sogenannte Endpunkt-Partys in Weindorf. Warum? Weil dort möglicherweise verbotene Musik gespielt wird, die im Übrigen, Newsflash an euch alle, nicht mal verboten ist. Sondern bestenfalls, was die Leute dazu singen. Aber die Musik an sich ist nicht verboten, ungeachtet dessen, wie man die Leute halt eben sieht, einschätzt und so weiter und so fort. Aber damit, dass unsere Justiz beschäftigt, dass man das eben aufarbeitet, dass man sich dafür dann entschuldigt, dass man irgendwelche Skandale, rassistischen Gesänge und so weiter aufklärt, das wird alles gemacht. Aber nicht, wie du es beschreibst, lieber Uwe. Schade eigentlich, weil da gibt es ja sehr viele Punkte, wo man ansetzen könnte. Zurück zu unserem eigentlichen Titelthema heute. Wir sind wieder in Thüringen und ich aktualisiere die Seite des MDR. Ronny Röhmhild wird euch freuen zu hören. Liebe Freunde, bleibt Bürgermeister von Breitungen-Werra. Ein Ort, der so toll ist, dass er gleich zwei Namen hat. Breitungen-Werra im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Hier ist Ronny Röhmhild von den Bürgerfreunden Breitungen als Bürgermeister wiedergewählt worden. Er kam auf 81% der Stimmen zurück. Vielleicht gab es auch dort keinen Zweitbewerber. Könnte also sein, dass hier also 19% der Leute ansonsten ungültig gewesen sind.
Uwe
Doch, es gab welche weitere Person, 19%.
Eli
Steht da Personen?
Uwe
Steht hier weitere Personen?
Eli
Achso, weitere Personen, okay. Die sind so irrelevant, man erwähnt die nicht mal namentlich. Das ist das Ergebnis, naja, weitere Personen, du hast recht, ja, 19% weitere Personen, genau. Also offensichtlich, eventuell ist es verklausuliert ungültig, weil ich habe noch nicht gesehen, dass die jemals angezeigt hätten, dass es einen Balken gegeben hätte, wie viele ungültig wählen, Uwe. Kannst du dich erinnern an irgendein Balkendiagramm, wo stehen würde, wie viele ungültig gewählt haben? Ich nämlich nicht.
Uwe
Nein, aber wir hatten ja den Fall, wo nur einer war und der dann nur 80 Prozent bekam oder sowas.
Eli
Dann haben wir den Balkendiagramm nicht dazu gesehen. Vielleicht hätten die da auch weitere Personen geschrieben. Vielleicht ist weitere Personen, die Art und Weise, wie sie verklausuliert sagen, ungültig. Wissen wir nicht. Ich habe noch nie einen Balken gesehen, Freunde, da könnt ihr mich im Chat gerne korrigieren. Habt ihr jemals bei einer amtlichen Statistik einen Balken gesehen, wo man gesehen hat, so und so viel haben die Kandidaten bekommen und so und so viel in Prozent war ungültig?
Uwe
Nein, weil die Ungültigen, die werden ja rausgenommen.
Eli
Die werden rausgenommen, aber sie wurden ja nicht rausgenommen, weil sie, wenn sie gesagt haben, jemand, wo es nur einen Kandidaten gibt, kriegt nur 81 Prozent. Das geht ja auch nicht. Wir sind es ja nicht rausgenommen, weil sonst hätte er ja 100 Prozent bekommen. Uwe, da hast du dich gerade in deiner eigenen Argumentation verzettelt.
Uwe
Ja, das ist ein gutes Gegenargument.
Eli
Ich weiß, deshalb kriege ich hier... Im Englischen hätte ich gesagt, it's why I'm getting the big bucks. Aber kriege ich ja nicht. Stattdessen könnt ihr mich trotzdem mit ein paar Cent unterstützen, wenn ihr wollt, liebe Freunde. Also, Ronny Röhmhild, wir denken noch drüber nach, liebe Freunde, und lösen es irgendwann auf. Also mindestens einer von uns beiden muss ja recht haben, eventuell aber auch gar keiner. Jens Kramer bleibt Bürgermeister von Blankenhain im Kreis Weimarer Land. Der ist CDU, hauptamtlicher Bürgermeister. Der Amtsinhaber muss ja auch Blöde geben. Der Amtsinhaber holte 72,1 Prozent der Stimmen. Anja Hausburg von der BI, schon wieder so die Kleinstparteien, die kennst du nicht, bekam 27,9 Prozent der Stimmen. Udo Geltner ist neues Stadtsüberhaupt von Weida. In Weida im Kreis Greiz, Klammer auf wo, Fragezeichen, Klammer zu, ist mit Udo Geltner ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt worden. Der Kandidat von Pro Kommune FWG. Auch hier keine Altpartei, sondern der ist von der Stadtlichen Partei oder Wählervereinigung Pro Kommune FWG. Der bekam dort 51,3 Prozent der Stimmen. Geltner war bereits zweiter Beigeordneter des Bürgermeisters und Stadtratsvorsitzender in Weida. Der AfD-Kandidat Steffen Bromme erhielt immerhin auf Platz 2 26,5 Prozent der Widerstimmen. Und gefolgt ist der von dem noch weiter abgeschlagenen CDUler mit 22,3 Prozent. Grüße gehen raus an Gunnar Raffke. Ansonsten gewinnt die SPD Schmalkalden, aber das haben wir schon berichtet vor 17 Minuten, als es 20.45 Uhr aktuell war. Landkreis Altenburger Land geht in die Stichwahl. Ich nehme an, da geht es um den Landrat. Ich will ja eigentlich nur heute hören. Ich bin ja heute schon zufrieden, wenn ich höre, dass der Altenburger Bürgermeister abgewählt worden ist. Und dabei muss es mir nicht einmal so recht gemacht werden, dass es ein AfDler ist, der ihn da erlöst in Altenburg. Würde mir schon reichen, wenn einfach der für mich Corona-Hardliner, den wir eben kennengelernt haben in dem Video von Beginn unseres Beitrags heute, wenn er abgelöst würde, natürlich nicht er hier, nicht der Höcke, sondern der hier, wenn André Neumann von der CDU heute sein Amt quasi für die nächste Legislaturperiode verlieren würde, bin ich einfach ganz offen, bin ich parteiisch nach allem, was ich über den Mann weiß, würde ich mich freuen, würde ich schon sagen, das haben die Altenburger gut gemacht, ja, da freue ich mich darüber, dass dort die Demokratie auf diese Art und Weise sich durchgesetzt hat. Der ganze Rest, werden wir mal gucken, ja, aber für den Anfang wäre das schon mal ein Ziel, das ich mir gesteckt hätte. Hier geht es aber nicht um den Bürgermeister, sondern hier geht es um den Landrat. Neben dem amtierenden Landrat Uwe Melzer von der CDU waren vier Kandidaten zur Landratswahl im Altenburger Land angetreten. Weil keiner davon mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen bekommen hat, geht es auch hier am 9. Juni in die Stichwahl. Heiko Philipp, ja, Heiko Philipp, liebe Freunde, mit 33% auf dem zweiten Platz. Uwe Melzer, CDU, 32,2% der Stimmen. Beziehungsweise, nein, falsch. Ha, guck mal, das ist ja auch Framing, wie man das hier alles, sag ich mal, kolportiert. Landkreis Altenburger Land geht in die Stichwahl. Kann man schreiben. Was man auch hätte schreiben können ist, AfD-Kandidat Heiko Philipp dominiert Landkreis Altenburger Land. Stichwahl notwendig. Hätte man ja auch so formulieren können. Tut man aber nicht. Stattdessen vergräbt man den Namen von dem Bald-Landrat im Altenburger Land, Heiko Philipp, offensichtlich hier im unteren Drittel dieses Beitrags. Und dabei hat der Mann mehr bekommen als der CDUler Melzer mit 32,2. Also auch so, liebe Freunde, funktioniert Framing. Auch so kann man die Unliebsame vergleichen. Konversation unterdrücken.
Uwe
Das kannst du natürlich hier bei einigen anderen der Titelzeilen auch feststellen. Also immer da, wo dann Stichwahl ist, wird dann tatsächlich immer nur das Wort Stichwahl gesagt. Aber es wird nicht gesagt, jetzt in dem Titelzeile wäre jetzt da nicht automatisch, wenn es auch die AfD betrifft. Sondern da, sonst haben wir immer irgendwelche Namen oder Parteien. Aber bei diesen Stichwahlen, wo die AfD stark ist, da braucht der Name nicht auf. Also insofern Das ist, ich sage mal, eine rhetorische Listigkeit.
Eli
Eine Merkwürdigkeit auf jeden Fall.
Uwe
Das sind eben Zufälle, die man so aus Außenstehender beobachten kann. Und man fragt sich immer, wie sowas passieren kann.
Eli
Ja, ansonsten ist hier sehr viel Leerlauf gerade. Wir kriegen um 21 Uhr die Sondermeldung an, Wahl der neuen Kreistage in Thüringen, auch in den 22 Landkreisen, weil die Spallung ja noch nicht bis zum Bersten eben hier spürbar ist. Auch in den 22 Landkreisen und kreisfreien Städten in Thüringen wurden neue Kreistage und Stadträte gewählt. Auch dafür liegen die ersten Zahlen vor. Alle Ergebnisse, die neue Sitzverteilung sowie Gewinne und Verluste finden Sie hier. Gut, dann müssen wir uns jetzt von dieser Webseite da entfernen. Machen wir aber mal ausnahmsweise, um einen Blick zu regieren auf die neuen Kreistage in Thüringen. Uwe, was macht überhaupt ein Kreistag?
Uwe
Ja, ich gucke hier gerade. Also wir haben von den 2.539 Stimmbezirken sind jetzt 2.363. Das heißt, es sind weniger als 200, die noch ausgezählt werden müssen.
Eli
Für welches Gremium? Wovon sprichst du überhaupt?
Uwe
Sortierung nach Kreisen.
Eli
Landkreise. Also es geht um Kreistage oder Stadträte oder worum geht es da?
Uwe
Es geht hier um kreisfreie Städte und Landkreise.
Eli
Ja, aber in kreisfreien Städten zum Beispiel wären ja, das ist ja zum Beispiel Gera und Jena und so weiter, da werden ja zum Beispiel Oberbürgermeister und Stadträte gewählt. Also welches Gremium geht es da?
Uwe
Ja, aber das steht hier nicht. Insofern kann ich dir das nicht sagen. Sondern es ist einfach, das ist die Kategorisierung, wie das hier steht. Und dann muss man dann gegebenenfalls in die einzelne Gemeinde rein. Also hier wird im Grunde genommen, ist ja nur eine quantitative Darstellung, um festzustellen, wann die Wahl quasi zu Ende ist. Wir haben also die Stimmbezirke, die Wahlberechtigten und die Wahlbeteiligung und so weiter. Ich gucke jetzt mal hier zum Beispiel bei der Wahlbeteiligung, die ist ja in der Regel doch deutlich unter 70 Prozent. Es gibt einzelne Orte, die höher sind, aber meistens ist das eher zwischen 50 und 60 Prozent.
Eli
Ja, Uwe, was wir hier sehen, und das kann ich einordnen und meine Hand dafür ins Feuer legen, weil es kommt vom MDR, das muss stimmen, ist die Ergebnisse, die vorläufigen von den Kreistags- und Stadtratswahlen in Thüringen. Das Gremium ist Kreistags- und Stadtratswahlen. Also welche Kreistage werden in diesen Landkreisen entsprechend gewählt? Wer sitzt dort in diesen Kreisen, Landkreisen dort im Stadtrat? Das sind die Fragen. Und hier wissen wir, dass wir noch sehr, sehr wenig wissen. Es ist von Stand 20.51 Uhr. Ich glaube, das Ding wird heute nicht durchgekaut werden. Das ist so zäh, da werden wir noch dran kauen müssen. 20.51 Uhr sind 352 von 3048 Stimmbezirken erst ausgezählt. Die sind gerade mal bei etwas mehr als 10 Prozent.
Uwe
Ja, aber die Wahllokale werden ja geschlossen. Die sind schon geschlossen. Und für 23 Uhr war ja die Ergebnisbesprechung angekündigt.
Eli
Ja, das ist doch, erinnere dich an die Kuriosität in Jena, wo sie angesetzt haben, um Ergebnisse zu besprechen, die noch nicht mal vorläufig vorlagen. Also da können sie lange warten, wenn sie bis um 23 Uhr irgendwas machen wollen. Wir haben hier also die vorläufigen Ergebnisse und was ich hier auf jeden Fall erstmal schon mal sehe, ist, dass die AfD auf Kreistagsebene und in den Stadträten sehr gut dasteht. Aktuell nur 19 von 119 Stimmbezirken ausgezählt, aber man sieht, was man sieht. Hier ist auf jeden Fall die Handkarte sehr blau. Das denke ich, können wir so festhalten.
Uwe
Ja, und die andere Tabelle, die ich habe, ist ja Landräte und Oberbürgermeister. Das ist also dann quasi die oberste Ebene. Und die sind aber jetzt fast durch.
Eli
Bei den Landtreten wissen wir, dass es Stichwahlen geben wird. Auch hier zum Beispiel Stichwahl in Waltershausen. In Waltershausen im Kreis Gotha hat sich bei der Bürgermeisterwahl keiner der fünf Kandidaten durchgesetzt. Auch ein Zeichen dafür, wie gespalten unser Land ist. Am 9. Juni kommt es deshalb zur Stichwahl zwischen Leon Graupter, pauteilos, und Sven Wiesenthal, CDU. Auch hier könnt ihr die CDU eine Klatsche erleben. Des Weiteren kandidierten Bastian Möller von der AfD, Marco Wölk, SPD und Steffen Fuchs parteilos. Aber immerhin, es gab Kandidaten. Das gibt es ja auch nicht überall. Genau, Uwe. Wir warten, wir warten, wir warten auf Godot. Wir warten. Aber wir warten in bester Gesellschaft. Lass uns das mal jetzt so machen. Freunde, habt ihr Fragen an Uwe oder mich? Kann alles Mögliche sein. Pass auf, ich mach das jetzt auf, den Topf. Weil die Sache habt ihr ja gesehen. Wir sind bei gerade mal 12% ausgezählten Stimmen auf dem Kreistag. Das heißt, die Nummer kann noch ein bisschen warten. Erstmal löse ich auf. Wir haben eine Umfrage gemacht auf YouTube. Danke an alle, die sich beteiligt haben. Es waren 6.160 Stimmen. Uwe, es würde dich freuen zu hören. Wir hatten in der Spitze auf YouTube, als wir live gekommen sind, die Wahlen werden also doch sehr heiß erwartet, hatten wir... 3.500 Zuschauer. Guck an, wir zwei, wir machen uns ganz schön. Und jetzt sind wir ein bisschen abgesunken, aber auch Carsten Jahn und andere sind online gekommen. Jetzt haben die unser Thema auch entdeckt. Wir sind jetzt wieder hoch. Wir hatten ein kleines Tief, sind jetzt bei 1800. Wir danken allen, die hier sind. Abonniert bitte erst einmal und zwar in dieser Reihenfolge, weil ihr seid ja schon mal da auf eTVC. Das ist genau hier, wo ihr jetzt gerade guckt. Egal auf welcher dieser Plattform, findet den Abonnieren-Button und klickt ihn. Das wäre klasse. Und unmittelbar danach, ohne hier wegzugehen, Jetzt wird es kompliziert, Freunde. Geht ja bitte hier rüber. Auf die Welt klar sehen. Denn Achtung, Uwe, jetzt muss es kommen. Achtung, ich habe dir Vorlauf gegeben. Denn auf die Welt klar sehen gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Mensch, als hätten wir es einstudiert.
Uwe
Als hätte ich mein Logo irgendwo oder mein Motto nicht irgendwo mal ausgedacht.
Eli
Ja, genau, und zwar selber, anders als die Schreiberlinge.
Uwe
Ach so, überhaupt, das noch.
Eli
Genau, richtig. So, nee, aber wir sind hier gut dabei und deshalb haben uns 6193 Leute ihre Stimme gegeben mit auf dem Weg. Die Frage war, schaffen es heute AfD-Volksvertreter ins Amt? 87% von euch haben gesagt, auf jeden Fall. 8% von euch haben gesagt, sicher nicht. Und Achtung, die Scherzantwort kam am Ende. 5% haben geantwortet, kommt drauf an, was Maximilian Krasow macht. Das ist aber schon spannend, Uwe, oder? Ich meine, da kann man inzwischen nur noch drüber lachen, dass quasi um eine Personalie, ja, wirklich halt das gesamte Schicksal einer Partei festgemacht wird, oder? Was hältst du von Maximilian Krah und dieser ganzen Nummer mit dem China-Spion und dann dem Verfassungsschutz, der ihn dort installiert hat und jetzt also quasi, ja, die neue Kontroverse, aber bitte Obacht, so dass nicht uns der Stream hier demonetarisiert wird. Also du weißt schon, in Bezug auf diese beiden Buchstaben musst du dir dann was anderes überlegen.
Uwe
Ja, also auf jeden Fall ist es schon sehr eigenartig, dass diese Dinge gerade passend zu irgendwelchen Wahlen ausgegraben werden, obwohl sie eigentlich doch schon länger bekannt waren. Und das zeigt aber auch, dass man als Partei und auch als Politiker sehr genau gucken muss, wen man dann so als Mitarbeiter hat. Hier ging es um einen Mitarbeiter in der EU, weil er ja irgendwie auch EU-Politiker ist. Und Das heißt, man kann nicht einfach jeden nehmen. Man muss schon so ein bisschen Screening machen. Woher kommt jemand? Wie denkt jemand? Was will jemand? Und auch das, was man eigentlich professionell in der Wirtschaft auch machen würde, wenn man Mitarbeiter einstellt oder Geschäftspartner sich sucht, mit dem man länger was zu tun machen will. Hier habe ich so den Eindruck, dass oftmals in der Politik man ein bisschen leichtfertig ist, dass man froh ist, dass man überhaupt einen hat, der einem nach dem Munde redet. Ja, mache ich schon. und man sich aber nicht so klar ist, was das überhaupt für einer ist. Was ich dann auch interessant finde, ist, wie das dann großgespielt wird und wie dann die Verfehlung oder mögliche Verfehlung von einer Person dann auf die ganze Partei übertragen wird. Man kann sich natürlich auch die Frage stellen, ob nicht das Bundesamt für Verfassungsschutz da auch noch eine Rolle mitspielt und warum die nicht früher sich da geäußert haben. Also es sind Fragen über Fragen. Allerdings sehe ich auch, dass der gute Herr Krah hätte die Augen ein bisschen auch mehr offen halten können müssen. Und in dem Moment, wo es anfängt zu sehr mit Problemen um einen herum zu kriseln, dann ist meine Lebenserfahrung, wenn ich überall Probleme sehe, dann bedeutet das, ich bin im Zentrum der Probleme und im Zentrum ist immer das Wichtigste, sprich ich bin das Problem. Das heißt, dann muss ich irgendetwas an meiner Strategie ändern, damit die Außenverhältnisse sich auch ändern. Und wenn man diese Erkenntnis nicht rechtzeitig gewinnt, dass man entweder sein Verhalten ändert, um nach außen anders zu wirken oder besser geeignet ist, Angriffe abzuwehren, sondern einfach so weitermacht, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn dann irgendwann mal die Außenwelt übermächtig wird. Und sie wird immer übermächtig, weil die Außenwelt nun mal per Definition immer größer ist als man selbst. Da gibt es viel mehr Handlungsmöglichkeiten, viel mehr Energie, die auf einen wirken kann. Und deswegen muss man da, ich sage mal, ein bisschen intelligent sein. Man kann nicht immer denselben Stiebel führen. Du hattest in deinem Stream, den fand ich ganz aufschlussreich und interessant, du hattest ja ein bisschen deinen Eindruck von seinem Charakterprofil kundgetan und er scheint eben, ja doch ein Typus zu sein, der, ich sag mal, ein bisschen sehr in sich selbst verwurzelt ist. Sprich, wer sich selbst zu stark sieht, der hat dann Schwierigkeiten, die Außenwelt klar zu sehen. Und da muss das Gleichgewicht eben wieder hergestellt werden. Und wenn man nicht rechtzeitig das herstellt, dann wird es von außen hergestellt. Dann wird man eben entsprechend geschwächt.
Eli
Ja, aber Uwe, ganz kurz, um es jetzt mal abzukürzen. Ich weiß, ich hatte gefragt, aber ich hoffe, da kommen noch neue Fragen ein. Maximilian Krah wird zu Recht kritisiert, aber du und ich, wir sind Leute von Zahlen, Daten, Fakten. Die Analyse muss jetzt auch hier an dieser Stelle beinhalten, alles, was du über seine Charakterschwächen, die übrigens jeder hat, sagst, mag korrekt sein. Aktuell scheint es die Leute nicht zu interessieren. Trotzdem ist hier klar, so Maximilian Krah, AfD in Umfrage zur Europawahl, unverändert bei 17%.
Uwe
Ja, ja. Und das ist eben jetzt der andere Aspekt, den wir natürlich auch bei diesen Landtagswahlen im Osten haben. Ich hatte ja vorhin erwähnt, dass die ostdeutschen Bürger oder ehemals ostdeutschen Bürger ja eine andere Historie haben, eine andere Sensibilität für Landtagswahlen. für Propaganda und für geheimdienstliche Tätigkeiten und Aktionen und solche Sachen. Das heißt, wir wissen, dass eben jedes Schwert irgendwann mal stumpft wird. Wenn man immer den Leuten das selbe Argument vorhält, dann tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Und das ist jetzt nicht nur, politisch und das gilt überall. Du brauchst jemandem nur 30 Sekunden lang vor die Augen immer denselben Reiz halten und schon schaltet sich dein Sehnerv ab. Das hat man physiologisch festgestellt. Das heißt, wenn du den Leuten immer dasselbe erzählst, der ist böse, der ist böse, der ist böse, der ist böse, dann stumpfen die irgendwann mal ab. Die wollen das nicht mehr hören. Sie nehmen es nicht mehr zur Kenntnis. Und Dieser Weg, der geht eben bei solchen Verhetzungskampagnen, wie sie jetzt seit längerer Zeit in Deutschland gegen bestimmte politische Richtungen gemacht wird, der geht so, wird immer stärker und wird muss auch immer stärker werden, weil die Leute immer weniger das hören wollen. Das heißt, irgendwann mal ist dieses Schwert völlig stumpf, das wird dann keinen mehr interessieren. Und deswegen, wenn man dann noch weiter eben Druck ausüben will, muss man dann über die Hetzkampagnen hinausgehen und dann sind die nächste Stufe, sind dann eben physische Angriffe. Erinnere dich, was ich letztens gesagt habe, ja, mich würde es nicht wundern, wenn wir dann demnächst hier in Deutschland politische Attentate haben werden, ja, auch für speziell AfD-Politiker, ja, so, das wundert mich gar nicht, ja. So, denn Argumente gibt es keine, ja, ich hatte ja vorhin dargelegt, dass alles, was vorgetragen wird, ja, von diesen plakativen Argumenten ist eigentlich undemokratisches Gesundheitsrecht. Das ist eigentlich verfassungswidrige Aussagen. Die sind ja quasi antidemokratisch, anti Grundgesetz. Die müssten eigentlich per Strafanzeige verfolgt werden. Aber sie werden nicht verfolgt, weil sie ja von den führenden Politikern der Blockparteien kundgetan werden. Aber irgendwann mal ist Schluss. Irgendwann mal funktioniert das nicht mehr. Da kann man noch so viele Leute auf die Straße bringen, die dafür noch bezahlt werden oder gar nicht wissen, warum sie da hingehen. Und dann eben das verbotene N-Wort laut rufen. Irgendwann mal ist das nicht mehr von Bedeutung. Und wenn man dann noch weiter macht, dann muss man den Hammer rausholen.
Eli
Na bitte, Haber. Das machen Linksextremisten mit dem Hammer. Das hast du jetzt bitte nur sprichwörtlich gemeint.
Uwe
Genau.
Eli
Aber wir haben an dieser Stelle Fragen reinbekommen und die sind interessant. Zwei Fragen haben wir reinbekommen. Eine ist ernst gemeint, die andere finde ich interessant, kann ich dann auseinandernehmen. Vielleicht die erste vorneweg. Ist es gewollt durch die anderen Parteien, dass die AfD nach vorne sprintet? Jetzt weiß ich natürlich nicht ganz genau, wie diese Person das gemeint hat, weil sie hat sich nicht sehr klar ausgedrückt. Aber meine Frage diesbezüglich wäre, du weißt ja selbst, wie es ist mit diesem Parteiengefüge und der Parteienlandschaft. Gibt es in dir einen Teil, lieber Uwe, der nach allem, was wir über die AfD wissen, zum Beispiel immer noch denkt, Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Altparteien am Aufstieg der AfD mit einer Rolle haben oder spielen.
Uwe
Also ich sage mal, denkbar ist das alles. Also wir wissen, in der Politik passiert nichts aus Zufall. So Strategien werden sehr langfristig gemacht. Und in dem Moment, wo man anfängt, die Gesellschaft zu spalten, dadurch, dass die, ich sage mal, ursprünglich Zentrumsparteien nach links gerutscht sind, was eben speziell mit der CDU und später auch mit der SPD dann sogar noch weitergelaufen ist, dann ist klar, dann erzeugt man auf einmal eine andere Seite. Und gegen diese andere Seite, da kann man natürlich jetzt einer auf der einen Seite gegen vorgehen und sagt, okay, jetzt in diesem Kampf verbrauche ich jetzt die Aufmerksamkeit der Wähler und in Wirklichkeit mache ich aber noch ganz andere Sachen. Aber die Leute sind ja von diesem Kampf so fasziniert. Und gleichzeitig kann man natürlich sagen, ja, es könnte natürlich die Strategie sein, eine solche Partei dann doch mal vorankommen zu lassen. Entweder, dass sie dann ein hartes Regiment führt oder man selber, man benutzt eine solche Partei, um eben selber härtere Regimente, sprich also strengere Gesetze durchzuführen. Wenn man sagt, ja, wir sind immer gegen rechts, gegen rechts, gegen rechts. Weil die Rechten sich ja nicht unterkriegen lassen, weil die ja immer stärker werden, müssen wir ja immer repressivere Gesetze einführen. Also wenn ich jetzt nur an unsere Innenministerin denke, was die sich so alles ausdenkt, was sie als Demokratie verkauft, was eine teilweise Umkehrung aller demokratischen Prinzipien ist, was die Meinungsfreiheit und so weiter betrifft, da kann ich nur sagen, Ja, es kann durchaus sein, dass die AfD eben instrumentalisiert wird, dass man zwar einerseits sagt, wir haben Angst vor ihr, weil sie undemokratisch ist, aber gerade diese Angst führt dazu, dass man selber immer undemokratische Regierungsformen einführt. Insofern, daraus würde ich schon einen Schuh passend machen können.
Eli
Man braucht immer ein Feindbild, lieber Uwe. Das ist das Problem. Wenn man in Friedenszeiten lebt, aber seine Macht, seine Kontrollinstanzen immer weiter ausbauen möchte, auf dem Rücken der Väter, die Krieg ja noch erlebt haben, die gesagt haben, wir brauchen eine Gesellschaft, in der eigentlich mehr Demokratie herrscht anstatt Monopolismus. braucht man ein Feindbild. Und ohne ein Feindbild kann man halt eben nicht die ganzen Knebelverträge, die ganzen Knebelgesetzgebungen durchbringen. Selbst um einen Krieg zu führen, braucht man ein Feindbild. Und zur Not, wenn man keins hat, muss man es halt eben hochzüchten. Wie zum Beispiel geschehen im Fall von ISIS oder wie auch immer man das nennen möchte. Das ist ja auch eine hochgezüchtete, im Prinzip von der CIA, ins Feld geführte Organisation, die ganz viele Sympathisanten weltweit auf einmal über Nacht gewonnen und dann wieder verloren hat. Eine andere Frage ist weniger für uns, aber ich kann sie schamlos ausnutzen, um Werbung zu machen für Donnerstag. Denn hier fragt Steffen Hehn, ich grüße dich mein Guter, danke für die Unterstützung. Wie ist der Stand des WHO-Pandemievertrags? Irgendwo hieß es, das ist auf Eis. Das ist eine sehr gute Frage, dazu weiß ich nichts genaues, aber ich werde dieselbe Frage Tom Lausen stellen und der ist diesen Donnerstag, also kommenden Donnerstag, in nunmehr über vier Tagen bei uns um 20 Uhr auf dem Kanal. Da kannst du dich gerne wieder mit einklinken und da können wir darüber dann reden. Uwe, eine spannende Frage von Dörte Döner. Ich stelle sie immer ein bisschen anders, als sie hier geschrieben steht, aber sie ist ein bisschen lustig. Gefragt worden ist, wählt Uwe die Grünen? Ich würde es mal gerne erweitern. Hast du jemals in deinem Leben die Grünen gewählt, lieber Uwe?
Uwe
Also ich sage mal so, zunächst einmal ist das, was ich wähle, doch Privatsache. Wir haben ja ein Wahlgeheimnis und kein Wahlveröffentlichungs-Selbstdarstellungsprinzip. Insofern sage ich mal, Die Frage beantworte ich gar nicht. Ich kann aber was ganz anderes dazu sagen, nämlich ich bin durchaus der Meinung, dass es ein Problem gibt, dass wenn man das abschaffen würde, vieles besser werden würde. Und dieses Problem würde ich mal nennen, Parteien, Herrschaft der Parteien. Also ich glaube nicht, dass irgendetwas jemals besser wird, solange es Demokratie gibt, in denen Parteien sind. Dann kann man sagen, ja, könnte es denn auch Demokratie ohne Parteien geben? Ja, natürlich kann es das geben.
Eli
Schweizer Modell, Schweizer Vorbild, Volksabstimmungen zum Beispiel, ne?
Uwe
Ja, Volksabstimmung. Also vor allen Dingen bei den Parteien haben wir ja eben dieses interne Dominanzverhalten und Ordnungsverhalten, dass man eben Fraktionen bildet, dass man eben Meinungshoheiten hat. Dann gibt es also Leute, die was sagen. anzusagen haben und die anderen haben zu gehorchen. Und das ist eigentlich selber schon wieder undemokratisch. Also sprich, mit dem Instrument von Parteien führt man eigentlich, wenn man es genau betrachtet, das Prinzip der Demokratie ins Absurde. Und insofern ist für mich die Frage, wähle ich die Grünen oder die Schwarzen oder sonst wen? Das interessiert mich überhaupt gar nicht, weil ich überhaupt gar kein Fan von Wahlen bin.
Eli
Du bist kein Fan von Wahlen. Uwe, die Frage war doch einfach nur, ob du schon mal die Grünen gewählt hast. Danke dir. Ihr merkt, liebe Freunde, wenn man einem Analytiker eine Frage stellt, kriegt man eine analytische Antwort. Aber das müssen wir dann debattieren und vertiefen, entweder in einem Spezialabend bei mir oder hoffentlich in der Kürze, die ja eigentlich so viel... in der Regel eher dein Format ist, lieber Uwe, eben bei dir auf dem Kanal. Stichwort Wahl. Lass mich mal ganz kurz hier, du hast mir das selber heute geschickt. Lass mich mal das hier aufbringen. Ich dachte, du greifst das vielleicht sogar eher auf. Glaubst du, das verpufft jetzt alles? Also glaubst du, diese ganze Kampagne Anti-AfD wird sich in den Umfragen vielleicht tatsächlich... bemerkbar machen, aber sehr viel weniger in den Wahlen, wenn es dann darum geht, da zu wählen, wo auch wirklich auf jedem Wahlzettel ein AfD-Kandidat draufsteht. Weil ich meine, worüber reden wir denn jetzt eigentlich gerade? Wir reden darüber, dass Kreistage und Stadträte ohnehin schon immer durchsetzt waren von ganz, ganz vielen Kandidaten, inzwischen von nicht mehr den Altparteien. Da sucht man die AfD vergebens, egal ob man den von links nach rechts oder rechts nach links liest. Aber wenn es dann also an das EU-Parlament geht und die Zusammensetzung, dass wir dann erleben werden, dass auch Thüringen, auch die Thüringer entsprechend zu 30 Prozent die AfD ins EU-Parlament wählen werden. Glaubst du das? Ich meine, es gibt ja schon Anlass dazu.
Uwe
Naja, also ich sage mal so, im Grunde genommen ist es diese Art von Darstellung, ja. Für die Landtagswahl, die kann man natürlich so sehen, aber das hat mit der Europawahl ja herzlich wenig zu tun, weil in Europa, bei der Europawahl haben wir ja ganz andere Verhältnisse.
Eli
Ja, Uwe, aber das war jetzt keine klare Antwort von dir, weil natürlich haben wir andere Verhältnisse und das sind andere Kandidaten, aber da steht dann die AfD zur Wahl und sie wird vielleicht zu 30 Prozent gewählt werden. Wir sehen das also hier bei der Landtagswahl.
Uwe
Ja, aber in der Europawahl wird die AfD nicht gewählt.
Eli
Es werden doch AfD-Politiker gewählt, das steht doch in Klammern dahinter, die Parteizugehörigkeit.
Uwe
Ja, das ist richtig, aber das spielt insofern keine Rolle, weil die AfD in einem Bündnisblock drin ist. Ja, so, die besteht aus sechs Parteien, das sind da das Bündnis für Individualität und Freiheit.
Eli
Die sind aus der Fraktion schon rausgeflogen, die sind aus der ID-Fraktion rausgeflogen, die stehen dann wirklich als Individuelle.
Uwe
Die sind nicht rausgeflogen, sondern die sollen rausfliegen nach der Wahl. Das ist was anderes.
Eli
Ach, die sollen, Moment, die stehen also, das ist ja wirklich verwirrend. Gut, dass wir das ansprechen. Das heißt, die werden in der Fraktion gelistet werden, aus der sie am Tag der Wahl, wenn sie drin sind, rausgeschmissen werden.
Uwe
Ja, es ist ja so, dass diese Idee und Freiheit-Fraktion ist ja die kleinste. Die haben, ich glaube, 705 Abgeordnete im Europaparlament und davon sind ungefähr 80 oder so, gehören dazu. Und die Führenden sind die Italiener, ich glaube die Lega, dann ist jetzt zweitgrößte die Franzosen und die Dritten sind die Deutschen mit der AfD. Das heißt, man kann natürlich jetzt jemanden in die AfD wählen und sagen, Die Frage ist aber nicht so sehr, ob man die AfD wählt, sondern ob die gesamte Gruppe, ID und Freiheit oder wie sie heißen, welche Position die erlangt. Das heißt, diese Verhältnisse, die wir sehen, auch bei davum.de, die sagen das Ganze nur aus deutscher Sicht. Aber die deutsche Sicht ist doch nicht allein maßgeblich. Nein, natürlich nicht.
Eli
Aber die Frage war ja eigentlich vielmehr, wir kennen die Zahlen bei den Umfragen von zum Beispiel eben DAWUM, aber auch andere, Ipsos und wie sie alle heißen, wo auf Landtagsebene gefragt wird, wenn morgen Landtagswahl wäre, welche Partei würden sie wählen? Wir sehen, dass da ein großer Rückhalt ist bei der AfD in Thüringen. Das bedeutet, ganz simple Frage, wenn also am 9. Juni ein Stimmzettel oder ein Wahlzettel den Leuten von Latz geknallt wird, auf dem die AfD steht, glaubst du, es gibt Grund zur Annahme, dass ähnlich wie bei den Landtagsumfragen 30% der Menschen schon am 9. Juni die Kandidaten mit der AfD anwählen werden?
Uwe
Nein, wahrscheinlich nicht, weil die Landtagswahlen sind eine völlig andere Zielgruppe, eine andere Wählergruppe. Wir wählen in ein anderes Gremium rein. Und wir sehen ja hier bei diesen Kreiswahlen und Oberbürgermeisterwahlen, dass eben die ganzen, auch die Blockparteien quasi eine untergeordnete Rolle spielen. Und die AfD natürlich erst recht, sondern die ganzen Nebenparteien und Parteilosen, die sind quasi dominant. Europa, glaube ich, ist sofern, das interessiert die meisten Leute sowieso nicht. Insofern ist dieses Brimborium, scheint mir eher für ein übernationales politische Agenda von Bedeutung zu sein, aber doch nicht für den normalen Wähler. Also wenn man jetzt irgendjemand fragt, was erhoffst du dir eigentlich davon, dass die AfD für die Europawahl gewählt wird? Was wäre genau dein Vorteil? Was glaubst du, was dann anders wird? Ich glaube, diese Frage kann doch gar keiner beantworten.
Eli
Ja, aber fairerweise muss man auch sagen, was erhoffen sich die Leute, wenn sie einen CDUler wählen bei der EU-Wahl. Kann ja auch keiner beantworten.
Uwe
Die EU ist so abstrakt, das kann niemand in der Hand davon beantworten. Genau, deswegen sage ich, die EU-Wahl ist doch eine Wahl, mit der nach meiner Meinung die meisten Leute gar nichts anzufangen wissen.
Eli
Gut, wir machen die nächste Frage, weil ich kann jetzt mit dieser Antwort nichts mehr anzufangen wissen. Reicht mir jetzt auch. Wir wollen es jetzt hier nicht unnötig analytisch machen. Und zwar habe ich es vorhin schon angepinnt. Ich möchte kurz darauf antworten. Wie so oft haben wir auch hier Leute vom gegnerischen Lager. Ich grüße euch. Ich freue mich, dass ihr keine bessere Abendbeschäftigung habt, als bei uns euch mal was Sinnvolles hinter den Latz zu knallen. Vielleicht auch mal eine Abwechslung zum Tatort. Also schon mal gut, dass ihr hier seid. Die Frage kommt immer wieder. Wie viel Geld hat mir die AfD bezahlt dafür, dass ich durchgehend Werbung für sie mache? Also erstens, ich mache nicht durchgehend Werbung für die AfD, sondern ich schaue mir an, was für mich interessant ist in dieser Welt, aber auch in diesem Land, in dem ich lebe. Und aktuell interessiert mich, dass der Kurs unserer Bundesregierung meinem politischen Kurs nicht entspricht. Ich mag diese Leute nicht nur nicht, sondern ich bin auch mit fast gar nichts einverstanden, was die machen. Anders gesagt, ich finde fast alle... Alles, was die tun, falsch und vieles davon auch moralisch sehr, sehr fragwürdig. Ich glaube, wir brauchen einen Kurswechsel in diesem Land und ein echter politischer Kurswechsel ist nur mit einer echten politischen Opposition möglich. Gäbe es irgendeine andere politische Opposition neben der AfD, die, Klammer auf, nicht so viele zum Beispiel personelle Probleme hat, Klammer zu, würde ich mich freuen zu sagen, dass ich die unterstütze. Aber es gibt keine funktionsfähige andere in meinen Augen politische Alternative in diesem Land, um einen Politikwechsel herbeizuführen, noch zu meinen Lebzeiten, den ich aktuell auf dem Wahlzettel auch ankreuzen kann. Und deshalb interessiert mich die politische Opposition, weil ich mit dem politischen Establishment nicht zufrieden bin. Und ich bekomme keinen einzigen Cent von der AfD dafür, dass ich meine Meinung diesbezüglich frei äußere. und entsprechend halt sage, dass es in Anführungszeichen Zufall ist, dass es die AfD ist, die ich auf diese Art und Weise quasi beleuchte, manch einer könnte sagen hofiere, aber ich beleuchte nicht die AfD, sondern die einzig in meinen Augen wahre politische Opposition. Wäre es irgendeine andere Buchstaben-Salat-Kombination von FDA, HFD, GSW oder GFS oder was auch immer wir heute alles hatten und ich könnte mit Fug und Recht behaupten, das ist die politische Opposition im Land, die werden Dinge anders machen und sehen die Dinge anders und sind nicht Teil des Blockparteien-Kartells, dann würde ich mich für die stark machen. Aber das sehe ich nicht und vor allen Dingen ist das für mich auch keine monetäre Entscheidung. Weil selbst jetzt, da ich keinen einzigen Cent von der AfD bekomme, mache ich mich schon stark für die politische Opposition, obwohl es für mich Einbußen und Schwierigkeiten bedeutet. Also so viel zu deiner Frage, lieber Justin. Und schön, dass du es auf dem Kanal hier gut findest. Sind wir, was Migration angeht, schon beim Point of No Return? Die Frage gebe ich nach diesem Monolog an Uwe ab. Sind wir also über... Nein. Sind wir zu tief in den Brunnen gefallen?
Uwe
Nein, also ich habe gerade heute eine Nachricht gelesen, dass 1,2 Millionen Ukrainer jetzt insgesamt in Deutschland sind. Und das jetzt in welchem Bundesland, in Hessen oder so, soll jetzt als zweite Fremdsprache ukrainisch eingeführt werden. Und das werden wahrscheinlich dann ja andere Bundesländer nachmachen. Also jetzt nichts gegen die Ukrainer. Aber es gibt ja eben eine langfristige Agenda, schon seit 2012 oder 2013, wenn man mal eben diese ganzen Migration Reports bei der UNO, da gibt es eine Bevölkerungsabteilung, anguckt. Das ist also eigentlich schon seit den 70er, 80er Jahren passiert. denkt man darüber nach, wie Migration ist. Und ab den 90er-Jahren, 2000er-Jahren hat man ernsthaft angefangen, darüber nachzudenken, dass die Industriestaaten doch Bevölkerungszuwachs von außen benötigen, damit die Renten bezahlt werden können. Also das ist eigentlich so der offizielle Gedanke. Und das ist keine Verschwörungstheorie. Das kann man also ganz deutlich in den Dokumenten dieser Abteilung dort nachlesen, die äußerst aktiv sind, alles genau. zu begucken, wie viele Leute sind gerade auf der Flucht und, und, und. Also da dürfen wir davon ausgehen, dass es quasi in übernationalem Interesse liegt, dass noch viel, viel mehr Migration in die wohlhabenden Länder stattfinden wird, sodass manche sich dann besonders hervortun, wie Deutschland, die eben besonders Musterschüler in manchen Dingen sein wollen. Das ist eine individuelle Sache, aber der Point of No Return, der ist da noch nicht. Das geht noch weiter.
Eli
Naja, du hast die Frage leider falsch verstanden, auch wenn du eine gute Antwort gegeben hast. Der Point of No Return würde bedeuten, da ist schon so viel Migration ins Land gekommen, dass allein durch den Familiennachzug und den Fakt, dass Generationen hier aufwachsen als sogenannte Integrierte, dann mit Migrationshintergrund, dass wir uns quasi jetzt schon mal darauf einstellen sollten, Bio-Deutsche oder was auch immer, dass wir ohnehin schon auf dem untergehenden Schiff sind. Das war eigentlich die Frage. Weil was du ja beantwortet hast, war, ja, in der Tat, stellt euch darauf ein, dass noch mehr Migration kommt. Die Frage war aber, kann man das Ruder der ankommenden Migration noch rumreißen im Sinne der konservativen Kräfte in Deutschland?
Uwe
Ja, ich meine, das ist ja eine Sache der jeweils politischen Entscheidung. Und die Frage ist ja, wie viele von diesen, ich sag mal jetzt... Die vermutlich unerwünschten Migranten sind in politischen Entscheidungsfunktionen oder in Exekutivfunktionen.
Eli
Das müssen sie doch gar nicht sein, lieber Uwe. Sie machen doch einfach immer mehr Kinder, sie legen uns immer mehr auf der Tasche, wir müssen sie immer mehr kämpfen. Sie wählen die Altparteien und sie müssen gar nicht in die Gremien rein. Sie haben auch so schon enormen Einfluss.
Uwe
Ja, aber diejenigen, die die Entscheidung fällen, die müssen ja auch überlegen, dass ihre eigenen Positionen in Macht und in Geld und in Würden sichern. Und in dem Moment, wo diese Positionen dann nicht mehr sicher sind, werden wir eben andere Gesetze machen, andere Initiativen. Aber dieser Punkt ist eben noch nicht da. Im Moment kann man noch wunderbar damit punkten, wenn man es andersrum macht. Also alleine das sehe ich auch schon als Indikation. Es gibt viele Leute, die gesagt haben, wenn wir zu viel Migration haben, dann ändert sich die Kultur. Also selbst, ich glaube, der Bundeskanzler Schmidt oder Brandt oder was hat mal schon vor 30 Jahren gesagt, wir haben eine Million türkische Gastarbeiter, Deutschland geht zugrunde. Ich kann mich nicht erinnern, dass jetzt es bei den eine Millionen geblieben ist oder dass Deutschland zugrunde gegangen ist. Das heißt, hier unterschätzt man eben auch, dass es doch diese sogenannte Leitkultur gibt, sprich, dass also viele, die dann ins Land kommen, eben nicht nur auf der Tasche liegen wollen, sondern sehr wohl sich integrieren wollen und sehr wohl was machen wollen. So, ob das dann bei einzelnen Bevölkerungsgruppen, also die kommen oder Altersgruppen dann der Fall ist, sei mal dahingestellt. Aber solange, ich glaube nicht, dass man das so einseitig sehen kann, dass man wirklich sagen kann, ja, die meisten sind so. Denn ich kenne unheimlich viele Leute, die erst fünf Jahre in Deutschland sind, die perfekt Deutsch sprechen, die Bauunternehmer sind, die irgendwelche Geschäfte machen und die mir dann sagen, was sind das da für Leute? Wieso lässt man die rein? Wieso liegen die dem Sozialstaat aus der Tasche? Wieso gehen die nicht von alleine arbeiten? Also ich würde da mal vielleicht ein paar Untersuchungen haben wollen, wie hoch der Anteil ist von den Leuten, die auch tatsächlich was tun wollen. Jetzt nicht nur bezogen auf irgendwelche Leute, die aus Nordafrika kommen oder die aus der Ukraine kommen. Das sind nur die, die populistisch jetzt in den Medien immer dargestellt werden, sondern auch von allen anderen. Was ist mit denen? Wie viele Leute gehen zum Griechenessen, gehen beim Italieneressen, fahren japanische Autos und, und, und, und. Also es kann doch wohl nicht im Ernst sein, dass wir irgendein Problem mit Ausländern haben, die tatsächlich arbeitswillig und arbeitsfähig sind und für das Gemeinwohl da beitragen. So, die Frage ist, wie bringt man die dazu?
Eli
Es hat ja keiner ein Problem mit den Ausländern, die willig sind und fähig sind. Es haben die Leute ein Problem mit denen, die fähig wären und nicht willig sind.
Uwe
Ja, natürlich. Ja, natürlich. Aber ich sage nur... Deswegen kann es nicht eine Frage sein, Ausländer raus oder so. Dieser Spruch alleine, der ist gut.
Eli
Nein, das ist natürlich zu pauschal, das ist vollkommen klar. Aber wenn du dann so eine Abhandlung los machen würdest, wie du sie gerade abfeuerst, dann passt die nicht mal in einen Songtext rein.
Uwe
Nein, aber man sieht ja eben, wir haben ja schon 30 oder 40 Prozent der Wähler sind ja schon Migranten in der ersten, zweiten, dritten Generation. Und die meisten von denen haben aber sich an das System hier angepasst. Das heißt, die gehen ja wählen und die gehen arbeiten. Jetzt haben wir seit ein paar Jahren einen gewissen Schub von solchen Leuten, wo es allgemein der Eindruck vermittelt wird, dass sie nicht arbeiten wollen, sondern dem Sozialstaat auf der Tasche liegen wollen. Die Frage ist, ob diese Zahl tatsächlich genügend groß ist, um tatsächlich das System zum Wanken zu bringen. Und das sehe ich noch nicht so. Systeme sind unheimlich stabil.
Eli
Naja, dein Wort in Gottes Gehör. Ich habe leider Befürchtungen, die andere kluge Köpfe mit mir teilen. Ich habe sie mir bei denen abgeguckt. Thilo Sarrazin sei einer, den ich in diesem Zusammenhang erwähnen möchte. Auch Herr Höcke hat da Gedanken diesbezüglich. Aber eigentlich reden wir heute über die Kommunalwahl. Danke dir für deine Abhandlung. Wer mehr davon haben möchte, liebe Freunde, beim Klardenker Uwe. Und heute reiße ich ihn mal nicht in der Luft, einfach nur der Fairness halber und weil er so höflich war, mir hier zuzuarbeiten. Aber ich habe in der Tat meine Gedanken und die müssen wir aber in einer separaten Sendung diesbezüglich mal auseinandernehmen. Zum Thema Kommunalwahl in Thüringen wird hier gesagt, das schreibt uns die IT Online, dass ein Teil der AfD wohl ja offenbar immunisiert ist. Ich nehme mal an, die meinen das jetzt nicht im medizinischen Kontext, sondern anderweitig. Die Thüringer entscheiden am Sonntag über die Besetzung von Rathäusern, das wissen wir alles schon, aber kann das sich in irgendeiner Form, bringt sich die Höcke AfD schon für die Landtagswahl im September in Position? Das ist natürlich die Frage, die über all diesem hier schwebt. Kommunalwahlen bisher in Thüringen eine Domäne der CDU, doch vor der Entscheidung über 13 Landräte 94 Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie etliche Kommunalparlamente an diesem Sonntag. Ist es anders? Haben wir ja auch schon in den ersten Ergebnissen gesehen. Die CDU kann man da teilweise mit der Lupe suchen. Die CDU, die bei der Landtagswahl im September die Staatskanzlei von Bodo Ramelow zurückerobern will, ach auch hier schreiben sie auf einmal davon, sieht sich von einer in Umfragen starken AfD mit dem Frontmann Björn Höcke attackiert. Naja, attackiert, konfrontiert, aber siehst du schon immer dieses Vokabular, ne? Kann die Höcke-Partei, die vom Landesverfassungsverschutz als erwiesen rechtsextrem eingestuft ist, bei den Kommunalwahlen die Weichen für die Landtagswahl stellen? Diese Frage treibt die Wahlkämpfer aller anderen Parteien seit Wochen um. Der Erfurter Politikwissenschaftler André... Brodotsch sieht in den Kommunalwahlen, zu denen mehr als 1,7 Millionen Thüringerinnen und Thüringer aufgerufen sind, so viel zu deiner Frage, lieber Uwe, wie viele also dort wohnen, zunächst einen Stimmungstest. Ihr Ausgang kann mobilisierend oder demobilisierend für die einzelnen Parteien wirken. Mensch, mein Gott, was für ein Experte, der sollte bestimmt eine Gehaltserhöhung bekommen. Das ist mit Blick auf die Landtagswahl etwa drei Monate später nicht zu unterschätzen. Und Gewinnerparteien sind für viele weder attraktiver als Verliererparteien. Eine Prognose... Ja, so gespalten sind wir. Eine Prognose wagt aber niemand. Nicht mal der wahrscheinlich hochbezahlte Experte. Zudem könnte die AfD, wenn sie im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2018 und 2019 in Thüringen deutlich zulegt, erzählen, dass die Menschen hier vertrauten. Bis in den letzten Winkel Thüringens. Eine Prognose wagt allerdings niemand. Zu unterschiedlich sind die regionalen Bedingungen und Themen, sowie die Persönlichkeiten der Bewerber, bei denen auch SPD, Linke, FDP und parteilose Kandidaten Chancen anbieten. auf Oberbürgermeisterämter und Landräte haben. Immerhin hatte die AfD 2023 im thüringischen Sonnenberg ihr erstes Landratsamt mit Herrn Sesselmann erobert. Dass die Verurteilung von AfD-Rechtsaußen Höcke wegen Nutzung einer Parole in einer Rede Einfluss auf Wahlentscheidungen für oder gegen die AfD haben könnte, glaubt Prodotz nicht. Der AfD sei es offenbar gelungen, bei einem Teil ihrer Wähler in den vergangenen Jahren eine Parteibindung aufzubauen. Und mehr zu dem Urteil, falls Sie mehr Framing benötigen, finden Sie hier. Also im Vorfeld hat man sich da viele Fragen gestellt. Das Vorfeld ist jetzt nun vorbei und wir sind bei den nackten Tatsachen. Und die zeigen uns an dieser Stelle, liebe Freunde, neue Ergebnisse, auf die wahrscheinlich nicht mal die Thüringer gewartet haben. Ich weiß nicht, wer seinen Tag heute noch unterbrochen hat, um hier bei uns reinzuschauen. Dankeschön für die 2500 Zuschauer auf allen Kanälen immer noch. Also wir haben zwar die Hälfte verloren, aber die andere Hälfte gehört halt zum harten Kern. Ihr seid klasse. Wir wissen jetzt alle zusammen, ich weiß nicht, ob wir es wissen wollten, aber jetzt wissen wir es. Bauer ist neuer Bürgermeister in Eisfeld. Ich hoffe, das ist nicht seine Berufsbezeichnung, wobei, warum auch nicht mal ein Landwirt, sondern sein Name. Wie dem auch sei, in Eisfeld im Kreis Hildburgshausen ist Christoph Bauer, ja, das ist offensichtlich sein Nachname, Der ist auch von den Eisfelder Freien Wählern, also die Freien Wähler auch dort auf dem Vormarsch, als neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt worden. Er erhielt 55 Prozent der immerhin 4.200 Wählerstimmen. Also kein ganz, ganz kleines Kaff. Henry Pazeno als Bürgermeister von Ellrich ist wiedergewählt worden. Wir atmen alle erleichtert auf. Ich bin mir sicher, ihr schließt euch mir an in einem kollektiven Gott sei Dank. In Ellrich, Klammer auf wo, Fragezeichen, im Kreis Nordhausen, Klammer auf wo. Wo, Fragezeichen, Klammer zu, gewinnt der bisherige Bürgermeister Henry Pazeno von der CDU, Klammer auf, wer, Fragezeichen, Klammer zu. Also ein CDUler, wieder ernst bei der Sache, liebe Freunde, gewinnt also als Bürgermeister im Kreis Neuhausen in Ellrich. Und zwar ziemlich überzeugend mit 60,8 Prozent. Der Mann ist dort aber auch schon Amtsinhaber und seit 2018 eben im Amt. Kein Wort von der AfD. Nicht unwahrscheinlich, dass sie dort nicht mal einen Kandidaten hatten, den sie ins Rennen schicken konnten. Der Amtsinhaber gewinnt auch in Witterda, von Sömmerda nach Witterda, liebe Freunde. In Witterda im Kreis Sömmerda, seht das, die liegen in der Nähe, ist Amtsinhaber René Heinemann mit 95,9% der Stimmen wiedergewählt worden. Er war der einzige Bürgermeisterkandidat. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,4%. Auch hier, liebe Uwe, die Frage werden wir heute nicht abschließend beantworten können. Aber hier ist also der einzige Kandidat, der bekommt nur 95% der Stimmen. Und wenn man sich dazu, schau mal hier. Genau wie ich gesagt habe, wenn man sich dann dazu das Balkendiagramm anguckt, dann sind die ungültigen Stimmen verklausuliert als weitere Personen, obwohl es überhaupt keine weitere Person gab, die überhaupt zur Wahl stand. Also so werdet ihr übrigens auch.
Uwe
Also irgendwie ist es eigenartig, weil eigentlich die ungültigen Stimmen ja nicht dafür gezählt werden. Es müssten eigentlich immer 100 Prozent sein. Natürlich werden die insofern berücksichtigt, als sie die Wahlbeteiligung beeinflussen. Und man daraus natürlich ablesen kann, ob eben die Leute wahlmüde oder weniger wahlmüde sind. Aber eigentlich bei der Verteilung der Sitze und so, was man jetzt in den Parlamenten und so hat, da werden die doch nicht mitgezählt. Tja, beim MDR offensichtlich doch. Nur die gültigen Stimmen sind 100 Prozent und deswegen kann da eigentlich in der Summe nicht weniger als 100 Prozent bei rauskommen. Also da stimme ich dir zu. dass diese Zahlenangaben bei manchen dieser Darstellungen fragwürdig sind. Vielleicht verstehen wir das auch nicht.
Eli
Sie sind einfach grob falsch. Sie sind einfach nur falsch. Es gibt per Definition keine weiteren Personen, wenn es nur einen Kandidaten gibt. Da muss man halt eben schreiben, sonstiges oder was auch immer. Aber man kann nicht weitere Personen schreiben. Das passt dann einfach nicht. Das ist irreführend. Das ist genau das, weshalb die Leute Lügenpresse schreiben. Gut, weiter geht's im Text. Heiko Schilling bleibt Bürgermeister von Schleusegrund. In Schleusegrund im Kreis Hildbockhausen ist der bisherige Bürgermeister mit 94% wiedergewählt worden. Der parteilose Amtsinhaber Heiko Schilling, Freie Wähler, war der einzige Kandidat für das Amt. Die Wahlbeteiligung lag bei 65%. Ich bin mir sicher, selbst wenn wir ihn hier aufklicken, sehen wir genau dasselbe Bild. Einziger Kandidat und trotzdem werden wir hier belogen vom MDR, dass irgendwelche weiteren Personen, die gar nicht mehr existieren, 6% erhalten haben. Dafür zahlen wir dann 10 Milliarden Euro an Gebühren pro Jahr. Dann hier neo.n.a.z.i. Tommy Frank im Landkreis Hildburghausen ist in der Stichwahl. Also ob er wirklich das hier ist, liebe Freunde, oder ob er das nur genannt wird, weiß ich nicht. Weiß vielleicht nicht mal Tommy, aber gegen dieses Framing kämpft er. Im Landkreis Hildburghausen hat es Tommy Frank in die Stichwahl um den Landratsposten geschafft. Immerhin. Ja, Frenk erreichte mit 24,9 Prozent der Stimmen Platz 2. Er kam damit nur 0,2 Prozent, ne Moment, er kam 0,2 Prozentpunkte höher als der CDU-Kandidat Dirk Lindner. Mehr also als die CDU. Wer hat denn die meiste Stimmen bekommen? Die meiste Stimmen bekam Sven Gregor von den Freien Wählern. Der schaffte nämlich 42,4 Prozent. Das ist schon relativ eindeutig. Nichtsdestotrotz gehen beide jetzt in die Stichwahl. In der Landesübersicht steht die AfD momentan bei 20,6%. Allerdings sind noch nicht alle Landkreise ausgezählt. Amtsinhaber bleibt Bürgermeister von Neuhaus am Rennweg. Auch hier, nur kurz der Erwähnung halber oder Vollständigkeit halber, ein Herr aus dem Kreis Sonneberg, Uwe Scheler, auch er parteilos. Er erhielt 97% der Stimmen. Auch er war der einzige Kandidat und gäbe es hierzu einen Balkendiagramm, würde auch hier stehen weitere Personen. Stichwahl in Apolda. Bei der Bürgermeisterwahl in Apolda hat keiner der Kandidaten die notwendige Mehrheit erreicht. Einzelbewerber Olaf Müller kam auf 42% der Stimmen. Er erhielt damit deutlich mehr als der zweitplatzierte Simon Ehrenreich von der AfD, der auf 24% kam. Beide müssen nun aber in die Stichwahl, die Kandidaten auswählen. Einzelbewerber, Linke, SPD und FDP blieben weit hinter diesen Ergebnissen zurück. Gut, dass hier in diesem Zusammenhang überhaupt in diesem ganzen Artikel einmal wenigstens dieses Wort fällt, FDP, weil irre ich mich, lieber Uwe, oder haben wir von der FDP heute über den ganzen Abend hinweg noch gar nichts gehört und gar nichts gelesen?
Uwe
Doch, an einer Stelle war das. War das jetzt dieser, den du meintest?
Eli
Ich muss das jetzt selber nochmal so... Ja, Christian Schreiber, eben gerade, aber nur in der Erwähnung, dass Sie nichts gerissen haben.
Gast
Ja.
Uwe
Doch, 20.07 Uhr, Thomas Nitsche auf Platz 2.
Eli
Na gut, aber ins Amt gewählt oder in der Stichwahl oder nur Platz 2 und verloren?
Uwe
Das war also vorläufiges Ergebnis. 16.000 Stimmen fehlen noch in Jena. Aktuell führt Amtsinhaber Thomas Nitsche auf Platz zwei Kandidat Denny Jankowski. Und dann gab es noch früher Amtsinhaber Sieb... Ach nee, das war genau 1957 in Altenburg. Thomas Jeschke 22 Prozent, Erik Busse von der FDP 19 Prozent. Das heißt, wir haben also dreimal... FDP und das war's dann.
Eli
Gut, aber dreimal FDP und kein einziger davon in einer Stichwahl oder gewonnen.
Uwe
Mal gucken. Doch, Jena könnte sein. Jena hat er ja geführt. Ist noch nicht ausgezählt.
Eli
Ein FDPler hat geführt in Jena. Das halten wir fest.
Uwe
Also FDP, sonst nichts. Okay, gut.
Eli
Also die Partei ist politisch irrelevant und gefährlich für alle Beteiligten. Also ich distanziere mich von der FDP aufs Weiteste. CDU und Linke begrüßen die Zwischenergebnisse. Das ist ja auch spannend. 21.33 Uhr vor einer Viertelstunde, liebe Freunde. Die CDU und Linke in Thüringen haben die Zwischenergebnisse der Kommunalwahl begrüßt. CDU-Vorsitzender Mario Vogt, erinnert euch, das ist der Mitbrötchen oder Hackbrötchen, Kandidat von dem TV-Duell mit Herrn Björn Höcke. Dieser Mario Vogt sprach von einem guten Tag mit vernünftigen Entscheidungen für Thüringen. Die CDU werde stärkste Kraft im Land werden, zeigte er sich überzeugt. Nein, das werden wir sehen. Für die Linke erklärte Parteichefin Ulrike Gosse-Röting mit Blick auf ausgebliebene AfD-Erfolge Thüringen sei nicht mit einem Schlag blau geworden. Die Wählerinnen und Wähler hätten den braunen Griff nach der Macht. Wie ich denke, es ist der blaue Griff. Warum denn braun? Braun ist doch nur rot und grün und gelb zusammen. Die Wählerinnen und Wähler hätten also den braunen Griff nach der Macht im ersten Wahlgang bei Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen verhindert. Jaja, im ersten Wahlgang, aber jetzt kommt noch der Stichwahlgang, ihr lupenreinen Demokraten. Laut den Zwischenergebnissen belegte die AfD nur in einem Kreis bei der Landratswahl Platz 1. Muss aber in die Stichwahl. In einigen weiteren Kreisen kommen ihre Bewerber als Zweitplatzierte in die Stichwahl. Eben. Bei den Oberbürgermeisterwahlen der kreisfreien Städte Erfurt, Gera und Jena, das ist das, was du gerade gesagt hast, Uwe, scheiterten die AfD-Bewerber laut Zwischenstand. In Suhl und Weimar gab es nicht mal AfD-Kandidaten. So, Marco Schütz ist als Bürgermeister von Tambach-Dietharz wiedergewählt. Uns fällt allen ein Stein vom Herzen. Der Parteilose, der für die Freien Wähler antrat. Weißt du, diese Partei zu... Der Parteilose, der für die Freien Wähler antrat. Weißt du, hü oder hot? Kann man sich nicht mal entscheiden und sich ein paar Eier wachsen lassen? Bekam 62,8% der Stimmen. Christian Jäger pro Tambach-Dietharz erhielt 37%. So, und die ganz neuesten Infos, liebe Freunde... Unterwellenborn hat einen neuen Bürgermeister. André Görlitz bekam 59 Prozent der Stimmen und der Mann ist parteilos. Wie könnte es anders sein? Wie kann die CDU sich hinstellen und von einem guten Tag für die CDU sprechen? Denen schwimmen alle Fälle davon. Gefühlt würde ich jetzt mal sagen, zwei Drittel der Leute wählen inzwischen irgendwelche Neuparteien, Kleinstparteien oder parteilos. Die haben den Status einer Volkspartei vollkommen verspielt und Mario mit Brötchen Hackbrötchen fabuliert hier irgendwas von einem guten Tag für die CDU. Also keine Ahnung, in welchem Thüringen der lebt, aber in meinen Augen geben das die Wahlergebnisse nicht her.
Uwe
Ne, sehe ich auch so. Ich habe auch gerade mal geguckt, wie oft jetzt SPD hier irgendwo vorkommt. Die haben also auch relativ wenig, was da namentlich benannt wird. Also es bleibt im Grunde genommen das Grundprinzip in der Masse, also sprich in der Fläche des Landes haben die Parteien insgesamt, also die bekannten großen Bundesparteien haben insgesamt wenig Resonanz dort.
Eli
Weißt du, was spannend ist? Jetzt haben wir tatsächlich mal was Spannendes, liebe Freunde. Erinnere dich zurück an den widerwilligsten Oberbürgermeisterkandidaten der Geschichte, der nicht wirklich ins Amt will, aber ins Amt gehen würde, wenn er gewählt werden würde. Der Ronny Hermann Poppner, den wir ja noch aus Mühlhausen kennen, den ich ja auf der Bühne neben Herrn Björn Höcke habe stehen sehen und auch im Regen kämpfen sehen habe und der dort im Prinzip mir ein Interview gegeben hat. Der könnte es tatsächlich schaffen. Guck mal hier, Mühlhausens OB Bruns sagt, dass es so spannend wird, hätte ich nicht gedacht. Johannes Bruns, Oberbürgermeister von Mühlhausen, sagte am Sonntagabend nach seiner Wiederwahl, am Ende haben 112 Stimmen den Ausschlag gegeben, dass es so spannend wird, hätte ich nicht gedacht. Offensichtlich ist er doch gewählt worden, also der Herr, der widerwillig den Job nur angenommen hätte, der Herr Poppens, Poppers. An ihm ist der Kelch vorbeigegangen, aber ein SPDler ist nur ganz knapp ins Amt gekommen und zwar mit 112 Stimmen Vorsprung. Dass es so spannend wird, hätte er nicht gedacht. Das war heute spannender als ein Tatort. Naja, ich würde dazu sagen, wann war ein Tatort jemals spannend? Da ist ja Gras beim Wachsen zuzuschauen spannender als ein Tatort. Aber er ist stolz und dankbar und sieht das auch, das Ergebnis als Wählerauftrag. Der Typ wird hier mit knapp 112 Stimmen in einer doch relativ größeren thüringischen Stadt gewählt, erkennt das jetzt irgendwie als Wählerauftrag und findet das irgendwie spannend. Also sein Stuhl wackelt sowas von bedrohlich, der muss sich da wirklich dran festschnallen, um das nächste Mal nicht davon weggepustet zu werden, politisch gesprochen natürlich. Herrn Poppers, der ist es in Mühlhausen also offensichtlich laut diesem Live-Ticker schon mal nicht geworden. Es sei denn, er fechtet jetzt die Wahl an und da wird nochmal nachgezählt oder Gott weiß was. Das gehört nämlich Uwe, das ist auch das schmutzige Geheimnis. Das gehört zur Demokratie, dass man jetzt sagen kann, Wahlanfechtung, Ergebnisse nochmal überprüfen, unabhängige Kommission und hast du nicht gehört. Das machen andere Länder auf der Welt dann ganz anders. Gut. Soviel dazu. Hast du noch was Neues für uns?
Uwe
Nix Interessantes.
Eli
Ja, nichts interessantes. Dann machen wir weiter Fragerunde an mich und Uwe. Die Zuschauerzahlen gehen auch wieder nach oben. Ist ja eh mehr so unsere Zeit. Wir legen ja eh eigentlich um 1.21 Uhr los. So, jetzt ist einiges zusammengekommen. Wir haben hier so lange fabuliert, als wenn es hier irgendwie um Wahlen gehen würde oder sowas. Hast du mitbekommen, dass Wahlen sind in Thüringen? Wir sind doch eigentlich hier, um miteinander zu quatschen, oder? Ich meine, so habe ich das zumindest verstanden. So, naja, also wie dem auch sei. Uwe, nächste Frage an dich. Meinung zur Werteunion.
Uwe
Ja, die Werteunion, über die musste ich die letzten Tage auch nachdenken. Ich glaube, ich muss mal ein Video machen mit dem Titel Werteunion, gibt es die noch?
Eli
Das ist eine gute Frage, Uwe.
Uwe
Also ich habe ja, als ich meinen Kanal im Februar umgestellt hatte und jetzt eben ins politische Geschäft ein bisschen stärker eingestiegen bin mit eben Kurzvideos und Kurzstatements, teilweise auch ein bisschen plakativer, ein bisschen, ich sag mal, Bild-Zeitungsmäßiger, ein bisschen polemischer. Da fing es ja gleich gut an mit der Gründung der Werteunion und habe da sieben, acht Videos gemacht, die auch alle ganz gut liefen, jetzt für meine Kanalgröße. Und dann war auf einmal Schluss, weil ja in dieser Partei quasi schon mit dem Tag der Gründung der Wurm drin war. Und da musst du in die Playlist gucken, sonst wirst du das da nicht finden. Das ist schon wieder viel zu lange her.
Eli
Ja, aber so lange haben wir nichts mehr gehört von denen, so lange haben wir nichts mehr von denen gehört. Hier, letztes noch, hier, Klarstellung, was will die Werteunion von vor fast drei Monaten bald?
Uwe
Ja, und jetzt ist also hier der gute Chef der Werteunion, der macht ja immer noch irgendwelche Interviews, der Herr Maaßen. Aber was mich dann eben wunderte, in den ganzen Wahlprognosen, die wir jetzt bei DAWUM und von anderen auch sehen, da wird ja die Werteunion gar nicht namentlich aufgeführt. Also sprich, außer dass der Herr Maaßen jetzt Interviews führt auf mehreren Kanälen, hat ja diese Partei schlichtweg überhaupt noch gar keine Relevanz. Die wird ja noch unter Sonstige geführt. Und das finde ich insofern ganz interessant. Und da war jetzt für mich in den letzten Tagen die Überlegung, lohnt es zu dieser Partei, die noch unter Sonstige geführt wird, überhaupt irgendwas zu sagen? Sondern es kommen ja jede Woche drei, vier, fünf, sechs von diesen Wahlanalysen raus. Man kann ja nicht jedes besprechen, das würde ja alles viel zu langatmig werden. Aber wenn mal was Interessantes wäre, dann könnte man was dazu sagen. Jetzt warte ich mal auf den Tag, ich weiß nicht, ob ich den noch erleben werde, wo dann auch die Werteunion dort mal angeführt wird. Und ich glaube, an dem Tag, dann mache ich da mal ein Video und sage, hurra, die Werteunion, die gibt es noch. Was war das eigentlich? Und ich weiß gar nicht, wie viele Monate man dann zurückblättern muss und muss sagen, worum ging es da überhaupt noch? Während ja die andere Partei, Bündnis Sahra Wagenknecht, die glänzt ja überall und berichtet ja jeden Tag, wo sie überall neue Gruppierungen gründet. Die sind ja ganz fleißig und werden ja ganz hoch angesetzt.
Eli
Ja, in der Tat. Die sind sehr, sehr viel präsenter und werden auch in den Mainstream weiterhin hofiert und eingeladen. Und ich sehe auch deren Plakate überall hängen, während ich das eben bei der Werteunion nicht mehr sehe. Das ist leider Gottes hier eindeutig festzuhalten. Gut. Gut, ich habe hier gerade mit dem Internet im Hintergrund Probleme, deshalb kann ich das jetzt nicht neu einblenden, aber ich hoffe, wir kommen auch so durch und vor allen Dingen läuft ja der Stream und solange das läuft und wir vor allen Dingen die Ergebnisse haben und das überprüfe ich mal, weil das ist das Allerwichtigste hier, sind wir ja doch noch gut genug aufgestellt. So, der Live-Ticker tut noch sein Übriges, dann hoffen wir einfach, dass es da weitergeht und du hast die Frage ja beantwortet. Also wie gesagt, kein Krag rät mehr nach der Werteunion dieser Tage. So, was haben wir denn da noch für sinnvolle Fragen? 80% der Ukraine arbeiten nicht, laut aller Statistik, sogar im Mainstream. Insofern stimmt die Aussage von Uwe nicht. Da stimmt vieles nicht an der Aussage von Uwe, aber ich möchte, wie gesagt, nicht immer in die Parade fahren.
Uwe
Also, nee, das muss ich sagen, dann hat er meine Aussage nicht so verstanden, wie ich sie gemeint habe. Oder ich sage es mal positiv, dann habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich habe ja nicht gesagt, dass die 80 Prozent der Ukrainer tolle Staatsbürger sind. Davon habe ich ja kein einziges Wort gesagt. Ich habe auf einer höheren Ebene gesagt, wir haben 40 Prozent Migranten jetzt schon in Deutschland, in der ersten, zweiten und dritten Generation. Und grundsätzlich gibt es nichts gegen Migranten einzuwenden, wenn die dann eben sich in den Arbeitsprozess wie alle anderen auch eingliedern. So, dass es dann eben Wellen geben kann, wo eben ein Großteil von Leuten sagt, ich möchte mich lieber im sozialen Netz ausruhen. Das ist eine ganz andere Geschichte.
Eli
Naja, die beiden haben miteinander zu tun, weil wenn du Migration ins Land lässt, wegen der demografischen, meinetwegen Zeitbombe oder was auch immer, aber nicht überprüfst, wer kommt und siehst nachweislich, wie die Leute, die kommen, mehrheitlich sich verhalten, naja, dann muss man schon Schlüsse ziehen.
Uwe
Das ist ja nicht desoliert voneinander zu betrachten. Aber die Frage ist eben, wann das tatsächlich sich umsteuert. Da ging ja die Frage nach dem nach dem Point of No Return. Also ich sehe den noch nicht, der ist noch in der Zukunft und es wird irgendwann mal so unbequem werden, dass eben die Stimmen, also nicht ohne Grund ist es ja so, dass eben diese Geschichten da auf Sylt und mit irgendwelchen Jugendlichen, die dann Ausländer rausrufen, das ist ja nicht ohne Grund. Die Gemeinden, also ich komme ja aus dem Immobilienbereich und schon vor einem Jahr haben Der Deutsche Städtebund hat ja auch schon Anträge gestellt an die Regierung nach dem Motto, wir können nicht mehr so viele Migranten hier verarbeiten. Wir haben Gemeinden, wo bald mehr Migranten als Einheimische wohnen. Das Thema ist ja ganz heiß. Es wird aber in unserer derzeitigen Politik nicht behandelt. Aber solange es eben bezahlbar ist, solange ist es noch nicht, ich sage mal, systemrelevant. Wenn es aber systemrelevant wird und es wird dann systemrelevant, wenn eben die Bürger das nicht mehr so akzeptieren, dann muss die Politik umsteuern und dann wird sie das notgedrungen auch machen müssen. Wir haben noch in den letzten Wochen immer wieder auch die ersten, ich sage mal, zumindest Worthülsen gehört, zum Beispiel von unserem Kanzler. Und teilweise auch von der FDP nach dem Motto zum Thema, man wolle nicht jeden reinlassen oder die, die sowieso rückreisen müssten, die müsste man auch dann endlich raussetzen. So, das alles hing doch zusammen mit der angeblichen quasi Wannsee-Konferenz der AfD im November. Und genau dieses Wording wird dann mittlerweile von den anderen Parteien auch verwendet, ohne dass sie sich jetzt selbst als rechtsradikal bezeichnen. Und insofern, das Thema kommt jetzt langsam hoch und ich glaube, wenn die Wahlen durch sind und ein bisschen durchgemischt ist, also jetzt nicht nur die Thüringer Wahl, sondern wenn wir alle drei Landtagswahlen durch haben, Dann werden wir hier Klarheit haben in Deutschland, wohin es gehen wird. Und dann werden diese Fragen auch, glaube ich, entweder dauerhaft unter den Teppich gekehrt oder aber, also zumindest bis zur nächsten Bundestagswahl, oder aber es wird dann dort etwas passieren. Aber ein Point of No Return im Sinne von, Wir müssen jetzt alle mit dem Ruin des Staates rechnen, weil wir ein Migrationsproblem haben. Das sehe ich nicht so. Also man mag das nicht mögen. Da bin ich völlig d'accord. Also ich bin auch seit meines Lebens immer arbeiten gewesen. Ich bin selbstständig. Ich muss mir meine Rente selber verdienen. Ich habe überhaupt gar kein Verständnis für Leute, die irgendwo hingehen und auch nur staatliche Subventionen verlangen. Also ich habe halt überhaupt nichts von... irgendwelchen Geldern dafür, dass man etwas tut. Zum Beispiel zur Arbeit fährt, ein Kilometergeld bekommt oder zum Beispiel ein Kindergeld. Dafür ist man Kinderzeug. Wenn ich ein Kind haben will, dann kriege ich ein Kind. Aber nicht, weil ich dafür bezahlt werde. Und dementsprechend, ich sage das jetzt so drastisch, damit die Zuschauer ganz klar verstehen. Ich halte rein gar nichts von Leuten, die sich aushalten lassen. Das ist aber für mich völlig unabhängig davon, welche Nationalität die haben und ob die aus dem Inland oder aus dem Ausland stammen, ist für mich völlig egal.
Eli
Das ist eine sehr, sehr gute Präzisierung, lieber Uwe, weil wir haben auch Sozialschmarotzer, die Leute benutzen ja teilweise dieses Wort im Zusammenhang mit Menschen, die einen migrantischen Hintergrund haben, aber dieselben arbeitsfaulen Leute, die wirklich überhaupt keinen Beitrag leisten, nie geleistet haben und auf diese Art und Weise wirklich sehr asozial unterwegs sind, haben wir auch in Deutschland. Auch diese sogenannten Bio-Deutsche haben das. Lass mich an dieser Stelle hier einen Keil dazwischen treiben, weil sonst wird es hier zu abgefahren und dann verlieren wir ganz unser Thema aus dem Auge. Aber ich möchte noch mal ganz kurz nachreichen, dass es in der Tat den ein oder anderen Artikel immer noch gibt zum Thema Maaßen. Hier seht ihr etwas vom 17.04. Ich habe einfach mal gegoogelt. Maaßen ist jetzt nur auch schon über einen Monat her, also nicht tagtäglich in den Medien. Der Mann, obwohl er eine sehr stattliche Figur eigentlich immer gemacht hat, Und Uwe, am besten kann man das erkennen, dass das Thema größtenteils durch ist, am Interesse im zeitlichen Verlauf, wenn man Werteunion in Google Trends sich anguckt. Ja, weil hier sieht man innerhalb der letzten zwölf Monate, wie man nach der Werteunion eben gesucht hat online. Und man erkennt, was wir alle instinktiv eben auch schon gewusst haben, es gab eine Hochzeit rund um den Jahreswechsel, als die Werteunion tatsächlich halt als in irgendeiner Form konkurrenzfähige Alternative diskutiert worden ist mit dem Höhepunkt rund um so, ja, das wird die sechste, siebte, Achte Kalenderwoche dieses Jahres gewesen sein bis zum 24. Februar. Da war das Interesse am höchsten. Da sind wir hier an dieser Stelle, Uwe. Und danach ging es damit so schnell bergab wie mit den Zufriedenheitswerten der Bundesregierung. Und seither hat sich die Werteunion vom Interesse der Öffentlichkeit her eigentlich nicht wieder erholt.
Uwe
Ja, und das ist ja auch gar kein Wunder, denn im Grunde genommen gibt es ja einen gewissen Prozentsatz von Leuten, die mit der Regierungspolitik nicht einverstanden sind. Selbst in den Mainstream-Medien weiß es ja teilweise, 70 Prozent der Bürger sind nicht mehr einverstanden. Nichtsdestotrotz, sie sind nun mal in der Regierung und deswegen haben sie eben die Möglichkeit, so zu handeln, wie sie handeln. Und dass dann der Wähler nach Alternativen sucht, ist klar. Und da ja die AfD schon vorher in dem Freeming drin stand, rechtsradikal und sonst nicht was zu sein, war es klar, dass wenn jetzt neue Parteien kommen, wie Bündnis Sahra Wagenknecht oder die Werteunion, dass das womöglich Alternativen sein könnten. Und da hatte man sich natürlich entsprechende Hoffnungen gemacht. Und das verstehe ich sehr gut.
Eli
Jetzt bist du ja bei Hans-Georg Maaßen, den wollte ich doch auch nicht jetzt so lange debattieren. Also ich wollte dir doch nur einen Nachtrag geben, dass die Zahlen belegen, dass das Thema durch ist. Wer sich Wenn ich das alles angucken möchte, dann doch bitte in deinem eigenen Stream zum Thema, wenn du es mal aufgreifst. Ansonsten haben die Leute ja eben keinen Grund, bei dir zu abonnieren. Und das sollen sie doch, lieber Uwe. Also da muss ich in deinem Sinne dir manchmal hier über den Mund fahren.
Uwe
Ja, das kannst du gerne machen. Ich bin da ganz entspannt.
Eli
Gut, wir machen es stattdessen, aber jetzt muss ich es dir nochmal mit auf den Weg geben, sagen, noch eine Frage und die bezieht sich auch auf deine Aussagen in puncto Migration. Hier schreibt also jemand, aber bitte keine 5-Minuten-Abhandlung, sondern nur, was die Personen falsch verstanden haben. Keine Frage, sagt hier jemand, ich finde das unverschämt von Uwe, die Aussage, wie viel unser Sozialsystem aushält. Das sei unverschämt von dir. Das ist nämlich ein Schlag in die Fresse für alle, die arbeiten gehen. Dass du gesagt hast, da geht noch mehr, wir können noch mehr ins Land holen. Das System ist jetzt noch nicht in irgendeiner Form gefährdet. Macht euch mal keine Sorgen.
Uwe
Das ist dann daran unverschämt. Das ist eine Frage, eine rein sachliche Beurteilungsfrage, die sich eben dann ergibt, wenn das System auseinanderfällt am Tag X, dann weiß man, es war zu viel. Also wenn ich sage, eine Tasse kann 500 Milliliter fassen oder ich weiß nicht, wie groß sie fassen ist, sie ist aber irgendwann mal läuft sie über, jetzt läuft sie aber noch nicht über, ist das eine Feststellung? So das als unverschämt zu betrachten, muss ich ganz ehrlich sagen, äh. Wie können Sie aus einer neutralen Aussage irgendeine emotionale Wertung rausziehen? Da kann ich nur mal sagen, klar sehen heißt, gucken Sie auf die Fakten. Das Faktum ist, was ich gesagt habe. Und dann ziehen Sie die logischen Schlüsse draus. Und das, was Sie sagen, ist eine emotionale Bewertung und kein logischer Schluss.
Eli
Ja, aber daran siehst du, lieber Uwe, die ganze Diskussion ist sehr emotionalisiert. Auch der Fakt, dass Leute jetzt hier diese Songs anstimmen und daraus ein ganzes, sag ich mal, Buraha oder eine Sensation konstruiert wird, merkt man, wir sind in allen Debatten in Deutschland, nicht nur in Bezug auf die Migrationsdebatte, weit, weit von Sachlichkeit entfernt. Und die Leute sind emotional aufgeladen und ja, kurz vorm Koller hier. Kurz vor dem Kollabit auch ich, weil wir haben immer noch keine endgültigen Ergebnisse aus Thüringen. Alles, was wir bekommen, sind immer mal wieder, sage ich mal, Fetzen, die uns vor die Füße geworfen werden. Peter Kleine bleibt aber Oberbürgermeister von Weimar. Das ist insofern relevant, als dass Weimar doch eine deutschlandweit relevante Stadt ist, die man kennt. Und da hat dieser Peter Kleine, den hatten wir vorhin schon mal im Programm, CDU-Präsident. schrägstrich Weimar-Werk-Bürgerbündnis, also auch kein reiner CDUler, hat da also offensichtlich das Kunststück vollbracht, in der Stadt, in seiner Stadt wiedergewählt zu werden. Weimar, eine sehr linke Stadt, liebe Freunde, eine studentisch geprägte Stadt, leider Gottes weit von ihrem ursprünglich einstigen konservativen Gedanken von deutschen Vordenkern ihrer Zeit weit entfernt und nur noch ein Schatten seiner selbst. Kein Wunder, sie wählen die CDU. Er erhielt, der Peter Kleine, 72,7 Prozent der Stimmen der Linke. Ich sage das ja, wenn sie nicht CDU wählen, wählen sie links, landete auf Platz zwei mit 10,2 Prozent. Ich würde die Behauptung waren. Die AfD hat in Weimar nicht einmal einen Kandidaten aufgestellt, weil Weimar ist eine verlorene Stadt. So leid mir das tut. Auch vielleicht ein wenig vergleichbar mit Leipzig. Eine sehr geschichtsträchtige Stadt ja eigentlich ursprünglich.
Uwe
Also das kann ich dir genau sagen. In Weimar gab es eben den Peter Kleine, der die 72,7 Prozent hat. So die zweitstärkste mit 10,2 Prozent war Dr. Markus, Dr. Stefan Markus Giebel von der Linken. Und der dritte war Andreas Lips von den Grünen und dann gab es noch André Stör von der SPD mit 7,3 Prozent. Also es gab keine AfD da? Gab es keine AfD.
Eli
Richtig, das ist ja ein Potpourri der furchtbarsten Farben, die man politisch in Deutschland wählen kann.
Uwe
Aber was wir auch haben, also wir stellten ja schon fest, dass es mit den Blockparteien hier in den ländlichen Gebieten insgesamt ein bisschen dünner ist. Die Grünen sind überhaupt nirgendwo in erster oder zweiter Position. Das ist übrigens auch richtig.
Eli
Ja, wir haben das in Bezug auf die FDP gesehen, aber auch die Grünen will niemand wählen in Thüringen. Fairerweise muss man auch dazu sagen, die haben auch, glaube ich, historisch gesehen nie irgendwie einen Fuß in der Tür gehabt, dort politisch gesprochen. Aber nichtsdestotrotz auch die Linken, erinnere dich zurück, Bodo Ramelow, illegitim im Amt, es sollte längst Neuwahlen geben eigentlich, nie wirklich vom Volkssouverän legitimiert. Ein Linken-Politiker, der dort im Prinzip noch einsam das Ruder hält. Er wird in Grund und Boden gewählt werden, wenn er sich als Kandidat in der Landtagswahl als Ministerpräsident tatsächlich aufstellen lässt. Ich würde ihm davon abraten, weil die Schelte, die dieser Mann sich abholen wird, politisch gesprochen, die wird phänomenal sein. Da werden seine beiden Popobacken sehr, sehr blau sein. So blau wie der Himmel über Thüringen nach den Landtagswahlen. Ansonsten, liebe Freunde, SPD-Landrätin im Kyffhäuser-Kreis muss in die Stichwahl. Marco Bias bleibt Bürgermeister von Schleiz, wo auch immer das ist, aber in dem Fall also tatsächlich ein CDUler. In der Kreisstadt Saale-Orla-Kreis bleibt der bisherige Bürgermeister im Amt. Hier gab es einen Kandidaten, der AfD, der kam aber wirklich nur auf 18,7 Prozent. Also der Amtsinhaber hat seinen Bonus dort mehr als... in die nächste Wahlperiode gerettet. Eine SPD-Landrätin ist im Kyffhäuser Kreis angetreten und muss dort in die Stichwahl gegen wen, gegen wen, gegen wen? Hier, gegen ihren Herausforderer Andreas Hartung-Schädler. Der Mann kam auf 32,8% der Stimmen und wir werden sehen, wie sich die beiden also dann in der Stichwahl starten.
Uwe
Ja, von der AfD hast du jetzt aber nicht gesagt.
Eli
Doch, habe ich gesagt, er ist ein AfDler. Doch, ihr Herausforderer ist der AfD-Kandidat Andreas Hartung-Schädler. Also in der Tat, ein AfDler, da könnte noch was gehen. Peter Kleine bleibt Oberbürgermeister, das haben wir schon gewusst, das haben wir schon besprochen, Stichwahl um Landratsposten. Fast alle Landratsposten gehen offensichtlich in die Stichwahl, auch hier muss man das sagen. Und im Übrigen auch hier, Uwe, CDU-Kandidatin Marion Frant hat also den Durchmarsch knapp verpasst. Sie kam auf 46 Prozent der Stimmen, muss nun in eine Stichwahl gegen den AfD-Kandidaten Marcel König. Marcel König, Grüße gehen raus an dieser Stelle. Aber es ist natürlich hart auch für ihn, weil der hat nur 20,8 Prozent der Stimmen bekommen. Also die Dame geht mit einem Haushoden auf jeden Fall die Marion Vorsprung in diese Stichwahl. Aber auch der Fakt, dass sie jetzt in Stichwahlen um ihr politisches Leben rennen müssen, die Altparteienlegisten dort, zeigt, die AfD wird immer populärer im Volk. Was haben wir noch, was haben wir noch, was haben wir noch? Stichwahl um Landratsposten in Heidigenstadt, das haben wir ja gerade gesehen, das wird vermutlich die zweite von links bei ihrer Wahlparty die Marion sein. Der AfD-Kandidat hat dort nichts zu sehen, auch er muss in die Stichwahl. Bürgermeister von Frankenhausen, Bart Frankenhausen ist wiedergewählt worden, es ist ein SPDler. Also Amtsboni helfen immer, wenn man schon mal im Amt war, das ist ja vollkommen klar. Neuer Bürgermeister aber in Vogelsberg im Kreis Sömmerna. Da hat mal wieder ein Parteiloser gewonnen. Also so viel zu einem guten Tag für die CDU. Ein neuer ehrenamtlicher Bürgermeister ist dort gewählt worden. Unter Wellenborn hat auch einen neuen Bürgermeister. Auch dort einer von den neueren Parteien. Freie Wähler. Und überhaupt sieht man hier nur Freie Wähler. Weit und breit. Bei Mühlhausen waren wir schon mal. Also ich glaube das Neueste haben wir hier an dieser Stelle abgearbeitet.
Uwe
Ja, also weitere Fragen.
Eli
Weitere Fragen. Jetzt habe ich das zugemacht. Freunde, jetzt müsst ihr neue Fragen bitte stellen. Wie lange wollen wir heute noch machen, Uwe? Das ist vielleicht auch eine wichtige Frage für uns beide. Das Ding wird heute nicht so schnell gegessen sein.
Uwe
Das offizielle Ergebnis wird erst ab 11.23 Uhr verkündet.
Eli
Ja, aber das offizielle Ergebnis von welchem Gremium? Es gibt so viele unterschiedliche Gremien, Kreistage, Landkreise, Orte.
Uwe
Ja, das wissen wir nicht. Vor allen Dingen wissen wir ja nicht genau, wer es dann verkünden wird. Also es wird wahrscheinlich ja dann hier auch beim MDR der Fall sein und die werden dazu wahrscheinlich eine Sondersendung machen.
Eli
Ja, können sie ja machen, aber vielleicht erzählen sie wenig jener den hier. Wir wissen nur, dass wir nichts wissen.
Uwe
Das kann natürlich auch sein.
Eli
Habt ihr noch Fragen an Uwe und mich? Wir stehen euch zur Verfügung. Wir sind ein offenes Buch. Ich habe jetzt die Fragerunde zugemacht. Aber wenn ihr mögt, könnt ihr noch mal fragen. Vielleicht hat ja auch sonst wo jemand was geschrieben. Militiades sagt auf D-Live, Emotionen, Ideologie und einseitiges Denken hat noch nie zu etwas Guten geführt. Ja, das ist zwar grammatikalisch nicht korrekt, wie du das schreibst, weil der Dativ ist das Genitiv sein Tod. Aber ich weiß, was du meinst und du hast inhaltlich recht. Alexander Kahle sagt, mach Schluss, Deutschland ist verloren. Alexander Kahle, nein, Deutschland ist nicht verloren. Deutschland wird dank der AfD vielleicht nicht gerettet werden, aber ich bin mir fast sicher, es wird etwas weniger schnell schlecht. Etwas weniger schnell schlecht. Ich glaube, das ist das, worauf wir uns alle einigen müssen. Ähm... Warte mal noch, normal sind die Ergebnisse doch spätestens um 20 Uhr da. Merkwürdig, sagt Master Swinger. Wie war das Ergebnis in Nordhausen? Durchwachsen. Konstantin Große, aus den Wahlergebnissen der Kommunalwahl lassen sich nur bedingt Schlüsse auf die Landtagswahl ziehen. Ich würde sogar noch weiter gehen, Konstantin Große, aus den Wahlergebnissen der Kommunalwahlen lassen sich überhaupt keine Schlüsse auf die Landtagswahlen ziehen. Weil wir haben ja nur den Schluss, wie die Kreistage abgestimmt haben und die Bürgermeister. Wie die Landtagswahlen ausfallen werden, wissen wir noch überhaupt nicht. Da haben wir überhaupt keine Schlüsse, da könnten wir bestenfalls von Spekulationen sprechen.
Uwe
Ja, und man darf eben nicht vergessen, dass wir hier in diesen kleinteiligen Gebieten, das sind ja alles regionale Angelegenheiten. Das heißt, hier geht es ja darum, wie dort dann in der Gemeinde oder in der Stadt oder in dem Ortsteil, in der Ortschaft oder im Ortschaftsteil, wie dort regiert werden soll. Das heißt, dort haben wir doch genau diese simplen Themen. Brauchen wir hier jetzt noch einen zweiten Fahrradweg? Muss da eine Ampel an die Kreuzung hin? Welche Hunde, nein, das ist ja Landesebene, welche Hunde besonders gefährlich sind? Das sind ja alles ganz pragmatische Themengestalten. Ich habe beruflich immer mal wieder mit Bürgermeistern von kleinen Orten zu tun gehabt. Und die machen das ja alle nebenberuflich, weil sie damit ja kein Geld verdienen können. Das ist oftmals ehrenamtlich. Und was die alles da zu besprechen haben. Also das ist wirklich ganz, ganz lebensnah, ganz praktisch. Und daraus kann man überhaupt gar keine Schlussfolgerung ziehen, was der Wähler wählen würde, wenn es um die große politische Welt in seinem Bundesland oder gar in ganz Deutschland geht. Also das ist zumindest mein subjektiver Eindruck.
Eli
Ja, das sehe ich auch so. Also man darf wirklich nicht vergessen, auch zum Beispiel, warum gewinnen hier so viele Altparteienlegisten? Also in erster Linie, weil die Leute halt natürlich sehr träge sind, aber andererseits, liebe Freunde, man kann auch als Altparteiler auf Kommunalebene, als kleiner Stadtrat zum Beispiel, nicht ganz so viel falsch machen, wie man es halt eben auf Landtagsebene machen kann oder schlimmer noch auf Bundestagsebene oder halt auf Bundesregierungsebene. Also anders gesagt, die Brandmauer gegen die AfD ist ja auch in erster Linie in den Kreisen gefallen, wo es dann irgendwie hieß, erinnert euch zurück an die Schlagzeile, die grüne Ricarda hat noch irgendwie die Brandmauer beschworen, aber in einem der Landkreise hatte ihre Fraktion der Grünen bereits schon mit der AfD zusammengearbeitet. Warum? Weil es da eben um diese praktischen Themen geht, die Uwe jetzt hier gerade beschrieben hat. Und da kann es auch sein, dass, ich meine, das wird jetzt den Leuten nicht gefallen, dass ich das sage, aber da kann auch ein SPD- und ein CDUler mal eine vernünftige Entscheidung treffen, ob man die Straße halt eben jetzt nach, was weiß ich, nach Osten oder nach Westen verlegt. Ob man dann Bürgersteine fünf Zentimeter irgendwie erweitert oder eben nicht. Ob man halt eben, was weiß ich, mehr Parkplätze vor dem Supermarkt da irgendwie hinbaut oder eben nicht. Die Art von Entscheidung, die man halt eben auf dem Kreistagsebene trifft. Oder auch als Oberbürgermeister kann man halt ganz gute Entscheidungen im Sinne tatsächlich seiner Bürger treffen. Man heißt ja auch der Bürgermeister, man geht unter die Bürger. Man hat im Übrigen auch lieber Uwe, auch das ist wichtig, mehr zu verlieren, weil man in der eigenen Stadt wohnt, über die man in Anführungszeichen halt herrscht oder zu regieren hat, wie auch immer. dann möchte man natürlich auch selber sich dort wohlfühlen. Schon auf Landtagsebene gesprochen, gibt es Landtagsabgeordnete, die arbeiten mehr dann halt eben da, wo auch immer der Landtag ist in dem Land. Das muss nicht mal zwingend auch nur im Entferntesten in der Nähe des Ortes sein, wo sie wirklich eigentlich selber beheimatet sind. von dem Wahlbezirk mit den Leuten, die sie gewählt haben, um sie danach zum Beispiel eben in die Hauptstadt des Landes zu schicken. Und auf Bundesebene ist es ja noch viel krasser, liebe Freunde, wenn irgendwelche Bundestagsabgeordnete oder Regierende, wenn die dann halt entsprechend sagen, die entscheiden jetzt über die Geschicke von Menschen, die sie zwar gewählt haben, aber die sie nie sehen werden, weil sie niemals auch nur das Problemviertel betreten, wo Leute blöd genug waren, gegen ihre Interessen zu stimmen, um diese Regierungsbeteiligten
Uwe
Also je weiter der Politiker von seinem Wahlbezirk entfernt ist, desto weniger kann er Politik machen, die für den Wahlbezirk interessant ist. Ich hatte da mal so einen Schlüssel erlebt, das ist vor vielen Jahren, schon 20 Jahre her, da hatten wir in Hamburg eine Messe, Du und Deine Welt, und da konnte man an jedem Stand, wo man da vorbeiging, sich irgendwelche Muster geben lassen und Gutscheine und sonst nicht was. Und vier Wochen später kriegten wir auf einmal die Mitteilung, sie haben ein Preisausschreiben gewonnen und sie dürfen mit ihrem Bundestagsabgeordneten nach Berlin in den Bundestag fahren. Da wusste ich gar nicht, dass ich einen Bundestagsabgeordneten hatte, aber nun hatte ich ihn. Und dann wurden zwei Busse geteilt. von der CDU in einem Ortsteil in Jentfeld, ja, also nicht, dass wir da Parteimitglied gewesen wären oder die gewählt hätten, aber das war jetzt unser Bundestagsabgeordneter. Da wurden also 100 Leute in zwei Busse gepackt und dann fuhr man nach Berlin für zwei Tage mit gutem Hotel und Bundestagsbesichtigung, ja, um eben bei Debatten dabei sein. Und unter anderem waren wir da auch dann in dem Bundestagsabgeordnetenbüro von diesen Menschen. Und er sagte, ja, ich will Ihnen mal erzählen, wie so meine Arbeit ist. Und das Erste ist, Wenn ich, als ich hier nach Berlin kam, ich wusste ja gar nicht, was ich tun sollte, rannte völlig wie so ein verirrtes Reh durch die Gänge und sagte, ja, was soll ich denn machen? Das ist ja Ihr Problem, was fragen Sie mich so ungefähr? Und da muss man sich also eine Aufgabe suchen. Und dann stellte er fest, ja, das Beste ist, wenn man sich in irgendeinem Ausschuss beteiligt. Und dann beteiligte er sich in mehreren Ausschüssen und unter anderem war es, ging es dann um Wirtschaftsförderung in Osteuropa. Ja, und da fragte ich ihn dann, sagen Sie mal, Sie sind doch hier aus dem Hamburger Stadtteil, so und so. Und jetzt sind Sie ständig da zugange und reisen nach Osteuropa.
Eli
Uwe, ich höre dir gerne zu. Aber die Leute im Chat schreiben, Mann, Uwe, komm auf den Punkt.
Uwe
Moral von der Geschichte, der war gewählt worden für den Stadtteil und beschäftigte sich mit Osteuropa, mit Ländern, die seine Stadtteilbewohner noch nichtmals kannten. Das war seine bundespolitische Arbeit.
Eli
Genau, aber Uwe, das muss man auch wiederum sagen, nicht alle Altparteienpolitiker sind aber auch deshalb oder können oder sollten überhaupt als Teufel gezeichnet werden, die im Prinzip ihr Land verraten und ihre Bürger im Prinzip mit Füßen treten und gegen die eigenen Interessen regieren. Das geht in beide Richtungen. Also deine Regel stimmt, aber das bedeutet im selben Atemzug, dass ein CDUler zum Beispiel vor Ort auch gute Arbeit für seine Menschen, für seine Mitbürger eben tun kann. Auch an SPDler. Und sogar jetzt werden den Leuten wirklich hier die Köpfe explodieren und die Hälfte wird deabonnieren. Aber selbst ein Grüner kann vor Ort in irgendeinem Kreistag gute Arbeit machen. Vor Ort, wo eben Ideologie klein geschrieben wird, wo es keine Brandmauer gibt, wo die Leute sagen, hey Mensch, wir sitzen wirklich alle im selben kleinen Boot. Hier in unserem kleinen Boot, lass uns doch mal ein bisschen die Löcher stöpfen, die wir hier alle mit unseren eigenen offenen Augen sehen. Aber wenn man halt eben weit weg von diesem Boot irgendwo in dem Raumschiff Berlin hockt, Dann weiß man nicht mal, was ein Boot ist oder wer darin alles so Platz finden muss. Jetzt gibt es noch eine ganz neue Info. Was ist denn die neue Info?
Uwe
Bündnis Sahra Wagenknecht.
Eli
Nein. Die wurden gewählt? Das kann doch gar nicht sein. Wo denn? Wo hast du denn diese Info her?
Uwe
22.10 Uhr.
Eli
22.10 Uhr. Nein! Ich fasse es nicht, Freunde. Also das ist doch mal die interessanteste Nachricht des Tages jetzt. Genau, von den FDPlern, die irrelevant sind, zu den Grünen, die in Thüringen irrelevant sind. Zu, erinnert euch zurück, die Bündnis Sahra Wagenknecht möchte im Landtag dort, das ist ja ihr Heimatbundesland, möchte sie dort der AfD-Prozente abheimsen. Und wir lesen jetzt hier, Uwe, danke für den Hinweis, Nachfolge von Katja Wolf als OB von Eisenach vorerst nicht entschieden. Die Nachfolge der zum Bündnis Sahra Wagenknecht abgewanderten früheren linke Politikerin Katja Wolf im Oberbürgermeisteramt von Eisenach entscheidet sich erst in der Stichwahl zwischen den Bewerbern von CDU und SPD. Aber nicht mehr mit der Linken oder mit der PSW. Das heißt, die ist raus? Ja. Abgeräumt wie die Hans-Georg Maaßen. War schön, sie gekannt zu haben. Wie heißt die überhaupt? Werteunion. Ich will immer Maaßen-Partei sagen. Im ersten Wahlgang erhielt der CDU-Politiker Christoph Ealing 40,5%. Dankeschön, Roland Böttner. Mein Gott, bist du toll. Willkommen im Widerstand. Im ersten Wahlgang erhielt der CDU-Politiker Christoph Ealing 40,5%. der stimmen gefolgt von johnny die leute johnny kraft heißt der man ja naja wie dem auch sei 30 prozent aber weder die linken politikerin noch die bündnis sarah wagenknecht politikerin also ist ja alles dieselbe person aber egal wie sie jetzt nicht geschafft damit hat keiner der beiden die für einen wahlsieg notwendige mehrheit erreicht sie treten am 9 juni zur stichwahl an katja wolf war seit juli 2012 oberbürgermeisterin von eisenach das ist ja eine klatsche nach allem was wir gesagt haben haben das Amtsinhaber einen Bonus bekommen. Hat die Frau, die sich hier seit 2012 um Eisenach bemüht gemacht hat, von der BSW, wirklich komplett aus ihrem Amt geflogen, bis sie im Januar zum BSW wechselte und nunmehr den Thüringer Landesverband führt. Hast du nicht gehört? Quasi also die Fraktionsvorsitzende des Landesverbandes Thüringen der BSW. Die bekannteste, neben Sahra Wagenknecht, vermutlich thüringische BSW-Vertreterin, komplett demaskiert vorgeführt. Uwe, was sagst du?
Uwe
Ja, gut, meine Meinung zum BSW ist ja auch ein bisschen zwiespältig. Ich habe ja auch schon einige Kommentare dazu gemacht und auch Interviews mit anderen Leuten auf meinem Kanal. Und ich habe ja neulich mal gesagt, das ist vielleicht die gefährlichste Versuchung Deutschlands. Denn wenn man ein bisschen genauer hinguckt, versucht sie doch ein bisschen rumzueiern. Und ich habe so die Befürchtung, dass sie nur um gewählt zu werden, dann eben Allianzen eingehen wird, die letztendlich dazu führen werden, dass sie ihre eigenen Wahlversprechen nicht mehr halten kann. Sie kann ja nur Juniorpartner werden. Damit muss sie eigentlich ihre ganzen tollen Sprüche aufgeben oder sie ist dann eben nur so ein fünftes Rad am Wagen, so wie die FDP, die auch mal laut rummotzt, aber in Wirklichkeit nicht viel zu melden hat.
Eli
Ja, ich habe den Leuten jetzt gerade den Link zu deinem Video mit in den Chat gegeben. Wir zwei haben uns auch schon über sie unterhalten und wir kommen aber zu ähnlichen, sage ich mal, ernüchternden Ergebnissen, wenn wir uns über diese Dame unterhalten. Und ihre Katja Wolf, wie gesagt, ist ja sowieso eine Ein-Frau-Partei, die BSW, aber die Katja Wolf hat da offensichtlich als vermutlich auch eines der bekannteren Gesichter keine Siegesserie jetzt in irgendeiner Form für das BSW auslösen können. Aber das müssen wir auf der Meta-Ebene auch mal festhalten. Also offensichtlich Grüne, gar kein Land. FDP, gar kein Land, das sie da in irgendeiner Form sehen. Werteunion hat auch keiner erwartet, dass das in irgendeiner Form für die eine Bewährungspur würde. Aber bei der BSW lag es in der Luft. Da hieß es ja gerade in Thüringen, gute Chancen, richtungsweisend. Das wird jetzt zeigen, wohin auch der Landtag steuert. Und offensichtlich das allererste Mal, dass wir an diesem Abend überhaupt an Sahra Wagenknecht denken, oder?
Uwe
Ja, das ist so. Andererseits muss man natürlich sagen, es ist ja auch eine neue Partei. Und auch wenn sie fleißig ist, überall eben neue Abteilungen zu gründen, mit dem Gründen allein ist es ja nicht getan. Die muss ja ihre Leute sich auswählen. Das hatte sie ja schon bei ihrer Gründungsversammlung gesagt, dass sie nicht jeden nehmen, sondern nur ausgewähltes Personal sozusagen, die auch wirklich treu sind und nicht irgendwie von anderen unterwandert sind. Das heißt also, mag sein, dass die ja was gründen, aber eigentlich darf man von denen noch nicht wirklich was erwarten. So, ich weiß nicht, ob man schon zu den Landtagswahlen überhaupt was von denen erwarten kann. Also gut, sie marschiert durch alle Talkshows, macht ihren eigenen Kanal. Ja, das ist ja alles wunderbar. Aber ob das unten in der Basis überhaupt schon wahrgenommen wird, ja, als politische, reale Kraft, habe ich so meine Zweifel.
Eli
Wir können ja mal die Probe aufs Exempel machen. Die selben Trends, die wir vorhin bemüht haben, können wir ja auch hier mal verwenden. Und zwar können wir hier mal sagen, eigentlich ist es sinnlos, BSW zu machen. Man müsste Sahra Wagenknecht machen. Und dann gucken wir uns mal an, ob das Interesse zumindest digital an Sahra Wagenknecht überhaupt noch da ist. Sahra Wagenknecht, gebe ich gerade hier mal ein. Wir versuchen hier diesen Verlauf uns anzuschauen. Das ist jetzt nur der letzte Tag, das ist ein bisschen beschränkt. Wir machen dasselbe zwölf Monate. Und zwar guck mal hier, Uwe, es wird dich nicht überraschen zu sehen, ein ähnliches Muster wie bei der Werteunion. Das Einzige, was anders war bei der Werteunion, ist, die hatte nicht mal einen Zweiten. größeren Huckel, also ein zweites Aufbäumen. Die hatte nur ein Aufbäumen und das rund um im Prinzip den Jahreswechsel. Bei der Werteunion war das Interesse am größten zu ihrer, hier das war die Gründung, erinnere dich zurück, das war diese berühmte Pressekonferenz und dann ein bisschen zu Beginn dieses Jahres, als man im Prinzip die Gründung tatsächlich vollzogen hat. Also das war ja eigentlich erst die Gründung, das war die Ankündigung der Gründung. Ja, auf der linken Seite. Und seither ist ein bisschen Schweigen im Walde. Also sie sind zwar jetzt nicht vollkommen politisch irrelevant, aber sie sind nur noch bei 15% des Interesses, öffentlichen Interesses, im Vergleich zu 100%, die sie an dieser Stelle noch hatten. Tja. So viel dazu. Ein Papiertiger spricht man, glaube ich, davon. Im politischen Jargon. Gut, wir haben eine neue Sensationsmeldung, die für mich sensationell ist, weil ich immer noch nicht weiß, wo Greiz liegt. Aber in Greiz gibt es einen Bürgermeister und das ist genau derselbe, den es auch schon vorher gab. In Greiz ist der bisherige auch der neue Bürgermeister. Alexander Schulze von der CDU gemeinsam für Greiz schaffte die absolute Mehrheit ganz knapp, aber nur ganz knapp mit 50,6 Prozent. Er ist... Was? Alexander Schulze, das kann ich nicht mehr lesen oder nicht mehr denken. Alexander Schulze, hier steht es doch, Klammer auf, CDU gemeinsam für Greiz. Und jetzt wird hier gesagt im nächsten Satz, er ist parteilos. Ja was denn nun, ist er nur CDU, ist er gemeinsam für Greiz oder ist er parteilos? Er ist parteilos, wird aber von der Stadtratsfraktion CDU gemeinsam für Greiz unterstützt. Also ist er ja parteilos, also ist er kein CDUler. Meine Fresse. Der parteilose Thorsten Röder, ist der wirklich parteilos oder wird der auch von jemandem unterstützt? Der parteilose Thorsten Röder war Kandidat der AfD in Greiz und holte 24,8%. Auf 12% kam Ines Wartenberg von der SPD. Aktiv für Greiz. Die IWA Pro Region Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit schickte Philipp Wünsch ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Er vereinigte 10,4% der Stimmen auf sich. Als parteiloser Einzelkandidat bewarb sich Ralf König um den Bürgermeisterposten und schaffte am Ende 2%. Ja. Also ich denke mal, wenn wir heute so eine Word Cloud machen würden, so eine Art im Prinzip wirklich halt Matrix, wo wir uns angucken würden, welche Worte am meisten heute gefallen sind, dann würde ich sagen, sind das die Worte parteilos, oder? Das ist so ein bisschen der Eindruck.
Uwe
Ja, definitiv. Parteilos ist das am meisten gebrauchte Wort.
Eli
Ja, und das bedeutet ja etwas. Was ist denn deine Meta-Analyse hier auf halber Strecke, lieber Uwe?
Uwe
Ja, das, was wir eigentlich schon an verschiedenen Stellen gesagt haben, dass in der Fläche eben die ganzen Parteien, die groß sind, relativ wenig zu melden haben. Dass eben die kleinen Parteien oder Parteilosen, mit kleinen meine ich jetzt die unbekannten Parteien, dass die dort das Sagen haben. Vielleicht sind die unbekannten Parteien dann eben wiederum so klein, dass man sagt, ja, dann bin ich direkt einfach parteilos. Also im Grunde genommen braucht man dann keine Partei zu gründen, hat den ganzen Parteikram nicht, den ganzen Vereinskram nicht. Wenn man still sagt, ich bin parteilos, jetzt könnt ihr mich wählen, Feierabend. Das würde ich sagen, ist die Konsequenz oder Resonanz, die wir hier zumindest in den Thüringer Bereichen sehen.
Eli
Ich muss dazu sagen, wie gesagt, Parteizugehörigkeit ist umso irrelevanter, je kleiner das Gremium, je lokaler, je regionaler, entsprechend der Wirkungsbereich des Mandatierten. Und von daher ist es in Anführungszeichen auch nicht so schlimm, wenn dort, wie gesagt, ein Altparteienpolitiker oder eben auch ein parteiloser, selbst ein AfD-Politiker natürlich, wenn der dann entsprechend ins Amt gewählt wird oder eben auch nicht. Was ich aber sagen würde, noch auf der Metaebene hinzufügend, ist, dass offensichtlich das Image von Parteien, so nachhaltig von unseren Parteien beschädigt ist, dass die Leute jetzt mit einem Qualitätsprädikat, nämlich parteilos, in den Wahlkampf ziehen. Dass das inzwischen nicht etwa eine Art Handicap ist, wo man sagt, ich bin zwar in keiner Partei, ich habe also nicht den Rückhalt oder die Strukturen oder die Erfahrung. Aber ich probiere es trotzdem. Und die Leute sagen, okay, du bist der Underdog, wir unterstützen dich mal, weil irgendwie, wir müssen ja hier alle zusammenhalten. Das ist also quasi von einer Art Mitleidsnummer, wenn man parteilos war, jetzt inzwischen geworden ist. Nein, nein, im Gegenteil. Ich freue mich, mit stolz geschwälter Brust sagen zu können, ich bin parteilos und gerade deshalb solltet ihr mich wählen. Weil die Parteien auf gut Deutsch so doll ver... haben in Deutschland. Dass die Leute sich damit brüsten zu sagen, ich bin nicht wie die Altpolitiker, ich bin nicht einmal in einer Partei. Also ich glaube, das muss man schon denken, dass das eine Rolle gespielt hat, sonst würden nicht so viele Parteilose dieser Tage ins Feld ziehen.
Uwe
Ja, und das ist eben genau dieser Unterschied, diese Distanz. So, dass der Parteilose, der hat ja eben den Vorteil, dass er an keine Parteidisziplin gebunden ist. Das heißt, der kann ja noch sagen, ich mache Politik nach meinem Gewissen. Sobald man aber im Landtag oder im Bundestag ist, da gibt es nun mal die Parteidisziplin. Da muss man auch quasi dem Gruppengeist der eigenen Partei folgen, selbst bei Entscheidungen, die man gar nicht machen möchte. Das heißt, der Parteilose kann natürlich viel flexibler auf die Wünsche seiner Wähler eingehen. Und weil er eben an kein Parteiprogramm gebunden ist, können die natürlich auch viel kreativer ihre eigenen Ideen entwickeln und können Lösungen suchen. die weit über parteiideologische Ziele hinausgehen. Das heißt, so wie Edi vorhin schon sagte, man kann sich auf die Sachfragen konzentrieren. Und vor allen Dingen, man ist dichter am Wähler dran und repräsentiert dessen Willen viel besser. Und deswegen ist es an der Stelle tatsächlich im Grunde genommen gar nicht mehr so groß von Bedeutung, ob man eine Partei... Mitglied einer Partei ist, die auch im Landtag oder im Bundestag ist. Die Frage ist, ist man jemand, der das tut, was die Wähler gerne hätten? Allerdings muss man natürlich auch sagen, gibt es noch den nächsten Vorteil? Für solche kleinen Einheiten gibt es ja relativ wenig Fremdbeeinflussung. Wir wissen, dass im EU-Parlament heißt es, 80 Prozent der Leute werden von Lobbygruppen finanziert. Sprich, die kriegen noch extra Geld dafür, dass sie bestimmte politische Meinungen vertreten. Und was in Landtagen und Bundestagen ist, da wissen wir, dass es zum Beispiel Unmengen von Lobbygruppen gibt. Aber natürlich haben die parteilosen Nachteile keine vernünftige Struktur, keine Ressourcen, keine Organisation. Und dementsprechend ist ihr weitergehender politischer Einfluss natürlich kleiner. Ihnen fehlt es an Geld. Sie können... nicht ohne weiteres neue Gesetze in ihrem Bereich machen und haben entsprechend natürlich auch viel schwächere Netzwerke und Kontakte. Das sind beides seine Vor- und Nachteile. Also ich würde mal so sagen, der parteilose Politiker, der kann sich noch als freier Politiker, der nach seinem Gewissen handelt, fühlen, während das bei Landes- und Bundespolitikern zu einem Großteil, zumindest wenn wir nicht in der Führungsebene sind, wahrscheinlich nicht mehr der Fall sein dürfte.
Eli
Ja, gut gebrüllt, Löwe. Wir haben inzwischen eine grafische Übersicht der vorläufigen Ergebnisse. Einige davon sind auch schon endgültig, aber es ist jetzt benachrichtigend, einen Flickenteppich da jetzt wirklich rauszusuchen, welche genau das sind, ist sehr, sehr schwierig. Wir sind jetzt hier in den Bürgermeisterwahlen, die heute eben angestanden haben und wir sehen hier also ein Sammelsurium aus endgültigen und vorläufigen Ergebnissen. Teilweise sind hier 100% ausgezählt, habe ich ja schon gesagt, teilweise eben noch nicht. Teilweise sind hier Stichwahlen, die jetzt im Prinzip entsprechend noch passieren werden, teilweise eben auch nicht. Hier zum Beispiel ein Ergebnis, das auf Anhieb, sage ich mal, blau erscheint, aber noch nicht gesichert ist. Bei der Wahlbeteiligung von 67,9% gibt es ein vorläufiges Ergebnis, das bedeutet, alles ist ausgezählt. Und Oberbürgermeister oder Bürgermeister, je nachdem, in der Stadt Zäulenroder Triebes, Kann werden ein Andreas Stiller zum Beispiel von der AfD oder aber einer, der mir vollkommen unbekannt ist, nämlich Heike Bergmann von der IWA pro Region. Na gut, wenn sie pro Region ist, ist sie schon mal nicht pro irgendwie BlackRock Overlords, ja, also insofern vielleicht... Tatsächlich jemand, der sich für die Region dort eben stark macht, wenn sie sich schon mal pro Region nennen. Aber man sieht, dass man hier relativ wenig Blau eingefärbt sieht. Das ändert sich, sobald man dann Stück für Stück umschaltet auf eben die kleinere Ebene. Bei den Landräten ist es so, dass eben der Altenburger Kreis, das ist der hier drüben, liebe Freunde, ja. der, um den ich auch mitgekämpft und mitdemonstriert habe, dass der da aktuell die besten Chancen hat, einen AfD-Politiker als Landrat eben ins Rennen zu schicken bzw. eben für eine Legislaturperiode zu gewinnen. Ein Heiko Philipp von der AfD liegt vor einem Uwe Melzer von der CDU, aber die Sachlage ist sehr, sehr knapp. Also da ist auch noch nichts entschieden und die Stichwahl wird es erst bringen. Ansonsten sind da einige Landkreise, die an die SPD gegangen sind, einige, die an die CDU gegangen sind. Und witzigerweise ganz mittendrin, lieber Uwe, so viel also dazu, Jena, auch eine Studentenstadt, links versifft grün bis ins Knochenmark. Da hat auch nicht die Vernunft oder der Verstand gesiegt. sondern offensichtlich ein FDPler. Die Stimmbezirke sind fast vollständig ausgezählt, 135 von 137. Und dort hat also ein gewisser Dr. Thomas Nitsche, ja, Mit welchen Argumenten auch immer, viele hat die FDP ja nicht offensichtlich hierfür gesorgt, dass da also ein Landrat für den Bereich Jena bald, naja, nicht ins Parlament zieht, sondern eben seinen Job aufnimmt. Hier sieht die Karte und die Welt gleich ganz anders aus, Uwe, je lokaler man geht, ja. Umso mehr sind die Leute halt von der Basis überzeugt, nicht von der Partei, sondern halt von der Basis herauf, von dem Graswurzel heraus überzeugt und unterstützen hier mehrheitlich eigentlich entweder nur noch die CDU oder die AfD mit einer einzigen Ausnahme. Und es ist hier eine Sonstige von den Freien Wählern im Süden von Thüringen. Aber wie gesagt, auf Kreistags- und Stadtratsebenen, da wo sich Politik auch, im Unmittelbaren, im Allgemeinen, ja unmittelbar vor der eigenen Haustüre auch bemerkbar machen kann. Da scheint die AfD auf gutem Wege zu sein. Es ist eine unglaublich zähe Zählung. Wir sind immer noch bei 21 von 104 Bezirken, die ausgezählt sind. Da kann sich natürlich auch immer noch alles drehen und wenden und teilweise ist es auch noch sehr knapp. Hier sind zum Beispiel aber 93 von 171 schon mal ausgezählt, also es geht voran und es besteht vorsichtiger Grund zur Hoffnung, dass vielleicht einige dieser Bezirke, bis zur Briefwahl zumindest, noch in die AfD-Lager fallen könnten. Aber auch hier, überall wo die AfD führt, könnte auch eine Verschwörungstheorie sein. Da bemüht man sich nicht um eine schnelle Zählung oder Berichterstattung, sondern da steht man auch Stunden später immer noch bei 17 von 136 Stimmbezirken. Also wie gesagt, Effizienz geht auch anders. Und wie gesagt, wenn man hier durch die Bezirke klickt, es ist auch denkbar knapp. Es ist halt alles ein Kampf zwischen zwei Giganten vor Ort und das ist die CDU und die AfD. Gut, bei der Gemeinderatswahl ist es noch kleiner, alles zerstückelt. Wenn ich euch das hier mal zeige, liebe Freunde, muss ich ganz, ganz doll zoomen und an mich halten, um das in irgendeiner Form hier auch nur zu verstehen oder zu überblicken. Einige der Teile sind hier blau, alles fliegt hier so ein bisschen um die Ohren. Und vielleicht auch das ein gutes Sinnbild. für Deutschland, das aus den Fugen geraten scheint, dass eigentlich eine Lösung mehr oder weniger klar ist, nämlich zumindest ein Politikkurswechsel sollte her. Ein Politikkurswechsel wird nicht angestrebt von den Altparteien, aber Deutschland wie in einer Schockstarre, wie dieses Reh auf der Autobahn offensichtlich sich noch nicht traut, der politischen Realität ins Auge zu blicken. Uwe, wir machen jetzt das folgende, nämlich eine exekutive Entscheidung. Die Medien, die Altmedien können mir gestohlen bleiben. Ohnehin war unsere Sendung besser, als was auch immer die da zusammenkloppen können. Wir machen an der Stelle Schluss. Ich bitte dich um ein abschließendes Statement. Die finalen Ergebnisse können wir morgen auch nochmal kommentieren, wenn sie uns eben alle vorliegen. Wie war der heutige Abend für dich? Welches vorläufige Fazit auf Basis der vorläufigen Ergebnisse würdest du also ziehen?
Uwe
Ja, also ich denke, man sieht auf jeden Fall an diesen Ergebnissen in Thüringen, dass die großen Parteien relativ wenig Bedeutung haben. Ja, dass natürlich es einige Bereiche gibt, wo dann die CDU oder SPD dann, ich sage mal, den Sieger sozusagen darstellt. Andere Parteien spielen da keine Rolle, wenn außer der AfD, die dann gegebenenfalls in einigen Fällen dann bei Stichwahlen beteiligt ist. Insofern denke ich, in Anbetracht dessen, dass ja im letzten Jahr es Furore gemacht hat, dass an der einen oder anderen Stelle mal ein AfDler Bürgermeister oder Landrat oder sonst was wurde, Dieses Thema wird uns dann in den nächsten Wochen, sprich ab dem 9. Juni, möglicherweise weiter begleiten. Das bedeutet aber auch, dass wir davon ausgehen dürfen, dass bis zum 9. Juni die Agitation gegen die AfD noch ein Grad zulegen wird. Denn man wird natürlich verhindern wollen, dass die AfD solche Positionen bekommt. Das heißt, mich würde nicht wundern, wenn dann die unterlegenen Parteien dann eben bloß um der AfD eines auszuwischen, dann jeweils die andere Alternative dann wählen. Also das wird ganz interessant werden, ob die das tatsächlich tun oder ob die nicht vielleicht schon untereinander so zerstritten sind, dass sich doch mehr AfDler positionieren können, als es bisher der Fall war. Die anderen Alternativparteien spielen ja offensichtlich gar keine Rolle. Werteunion sagten wir, die gibt es ja noch gar nicht. Real und Bündnis Sahra Wagenknecht ist auch noch im Aufbauprozess, können wir alles vergessen. Insofern finde ich es ganz interessant. Es ist allerdings natürlich auch ein bisschen langatmig, wenn man eben so kleinteilige Wahlbezirke hat.
Eli
Ja, nichtsdestotrotz war es spannend und es war auch so ein bisschen halt auch für mich ein Test, dass man halt eben gesehen hat überhaupt, wie demokratiefreundlich ist dieses demokratische Deutschland überhaupt. Also inwieweit sind die Leute auf diese Ergebnisse gespannt, inwieweit akzeptiert auch Demokratie Deutschland demokratische Ergebnisse. Morgen wird es spannend und in den kommenden Wochen eben bleibt spannend zu sehen, wie auch die Medien reagieren werden. Ich freue mich über eine hitzige Diskussion über die Integrität der Wahlen, die zunehmend mit der Bedeutung der Briefwahlen korreliert und entsprechend halt relevanter wird. Und das alles ist noch nichts, Freunde. Also das war nur ein klitzekleiner Vorgeschmack. Auch das, was wir zu den EU-Wahlen in gerade mal zwei Wochen am 9. Juni erleben werden. Vergesst im Übrigen auch nicht, dass heute es nur um Thüringen ging, aber Kommunalwahlen auch in Brandenburg und auch in Sachsen am 9. Juni zusätzlich zu den Wahlen rund um das EU-Parlament stattfinden werden. Gleichzeitig. Und als solches wird dann natürlich sehr, sehr viel mehr auf dem Spiel stehen. Der regionale Bezug wird da sein, selbst wenn die EU-Wahl an sich ansonsten so abstrakt ist, dass die Leute sich darunter nichts vorstellen können. Klammer auf, sehr zu Recht, Ausrufezeichen, Klammer zu. Über den Sommer hinweg werden wir eine kurze Atempause erleben. Dann beginnt ein sehr, sehr, im wahrsten Sinne des Wortes, heißer Wahlkampf, weil der muss ja mitten in den August fallen. Zumindest also für die sächsischen Parlamentarier und dann auch die thüringischen. Und dann werden wir gucken, am 1. September, alle zusammen, wie die Sache ausgeht. Aber eine Sache ist definitiv klar, es wird und es bleibt spannend. Wer mehr von Uwe sehen möchte auf seinem eigenen Kanal, liebe Freunde, der muss ihm eben auf seinem Kanal folgen. Dort hat er so viele Videos, dass die alle aufzuzählen müßig wäre an dieser Stelle. Aber schon morgen und in den kommenden Tagen wird er nachlegen, denn er hat ja noch einige Sachen für euch im Gepäck und Pfeile für euch im Köcher. Folgt also gerne Uwe auf die Welt. Klar sehen, denn liebe Freunde, auf die Welt. Klar sehen gilt wie immer.
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Einwandfrei, lieber Uwe.
Eli
Wie aus der Pistole geschossen, da war ich noch nicht mal fertig mit der Anmoderation. Ich danke dir für den heutigen Abend. Wir haben unser Bestes gegeben. Jetzt muss es Deutschland wuppen. Und wir vertrauen bis zuletzt, dass es irgendwann gut wird. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es ja noch nicht das Ende. Danke, dass ich bei dir Gast war. Schönen Abend. Bis zum nächsten Mal.
Uwe
So, liebe Freunde. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wie stark sind AfD und BSW in den Kommunen?“, Die Welt Klar Sehen, 27.05.2024.
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Analyse der Thüringer Kommunalwahlen am 26. Mai 2024 mit Schwerpunkt auf AfD-Erfolge und die Fragmentierung des Parteiensystems auf lokaler Ebene.
