Überblick, wichtigste Parteien und Kandidaten – Europawahl 202409.06.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 09.06.2024101 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Hallo und willkommen, liebe Freunde. Mein Name ist Eliat T. Es ist Sonntag, der historische 9. Juni 2024 und ich danke euch und freue mich, dass ihr auch heute zu einer weiteren Sendung hier auf dem Kanal auf ETVC mit eingeschaltet habt. Es ist schön, dass ihr alle da seid, liebe Freunde, doch eigentlich würde ich mir wünschen, dass ihr überhaupt keine Zeit habt, hier reinzuschauen, weil eigentlich Würde ich mir wünschen, dass ihr alle Wähler seid, dass ihr alle euch irgendwie schon vorbereitet auf euren Wahlauftrag oder die Wahlbeobachtung oder eben die Wahlberichterstattung. Jeder Einzelne kann ja in seinem eigenen Umfeld sehr, sehr viel tun, was auf jeden Fall alle machen. machen sollten, liebe Freunde. Und das ist wirklich unumstößlich für alle, die das Wahlrecht in Deutschland genießen und eigentlich sogar in der EU. Für euch alle sollte gelten, geht heute wählen. Das will ich, das will auch mein Kanalkompanion Klardenker Uwe euch heute hier vermitteln. Und dafür ist diese Sondersendung hier gedacht. Ich möchte ihn gleich schon zu Beginn euch einmal vorstellen. Gewöhnt euch dran, den Regelmäßiger hier auf dem Kanal und heute also hier schon eben zu sehen. Von daher mit mir zusammen hier im Stream, Kanalkompanion, Analyst Extraordinaire und mein Adjutant an meiner Seite, Klardenker Uwe. Lieber Klardenker Uwe von Die Welt klar sehen, du bist uns zugeschaltet, live aus Hamburg. Vielen herzlichen Dank dafür. Wie empfindest du diesen historischen Wahlsonntag der EU-Wahlen 2024?
Uwe
Ja, ich denke, für die EU-Bürger ist das die wichtigste Wahl, die wir in diesem Jahr haben werden. Es sind ja auch unheimlich viele Leute, die zu wählen haben. Und insofern bin ich ganz gespannt, wie hoch die Wahlbeteiligung sein wird. Und natürlich auch, was wir dann heute Abend besprechen werden, was dabei rauskommt.
Eli
Ja, absolut richtig. Zusammengefasst, auf den Punkt gebracht, wie ich es von dir nicht anders gewohnt bin. Nach dem Wahl-O-Maten, liebe Freunde, den wir gestern schon gemacht haben, ist der heutige Tag ganz im Zeichen der Wahlen, die im Prinzip jetzt uns schon ins Haus stehen. Manch einer von euch wird vielleicht sogar schon gewählt haben. Die, die es nicht getan haben, die wollen wir jetzt an dieser Sendung und mit dieser Sendung erreichen. Und wir möchten das zweifach heute. zusammen eben im Doppelpack mit dem Doppelbums hier auf dem Kanal und auf dem Kanal von Klardenker Uwe. Die Mission bleibt dieselbe. Zuerst informieren wir und motivieren wir euch mit der Sendung, die ihr eben gerade schon schaut, live um 12 Uhr mit dem, sag ich mal, gewohnten akademischen Viertel Verspätung, dass ihr eben von mir und Uwe nicht anders gewohnt seid. Und danach aber hoffentlich pünktlich, 17 Uhr ebenfalls mit Klardenker Uwe und ebenfalls sowohl bei uns auf dem Kanal auf ETVC als auch auf Die Welt klar sehen, dann mit der Auszählung und den Analysen. Es steht einiges auf dem Spiel und ich möchte das ganz kurz anmoderieren, bevor Uwe und ich euch danach noch einmal ins Gewissen reden. Vielen Dank für den Moment, lieber Klardenker Uwe. Liebe Freunde, geht heute wählen, geht heute wählen, geht heute wählen. Wenn ihr euch auch nur eine einzige Nachricht aus diesem Stream in irgendeiner Form im Nachgang heute, hoffentlich im kurzen Nachgang nach der Sendung, in Erinnerung rufen könnt, dann sollte das die Message sein. Geht heute wählen. Nie stand so viel auf dem Spiel wie heute. Es ist nicht nur die Europawahl, liebe Freunde. Es ist in zwei Bundesländern, in Sachsen und in Brandenburg, auch noch Kommunalwahlen stattgefunden. Dort wird der Stadtrat neu zusammengesetzt und der Stadtbezirksbeirat. Also bis ins kleinste, friemelige Detail wird da geguckt, was man auf kommunaler Ebene in Sachsen nach Thüringen, was wir ja schon gesehen haben vor zwei Wochen, und in Brandenburg eben bewegen kann. Aber für die meisten, liebe Freunde, ist heute nur der Tag der Europawahl. Die Europawahl wird als solche betitelt, ist in der Tat eigentlich die Wahl in der Europäischen Union, weil Europa ist größer als nur die EU. Europa als Kontinent, je nachdem wie man es sehen möchte geografisch, manch einer sagt, streckt sich von Wladiwostok, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz liebe Freunde im Osten Russlands, bis hin... Zum äußersten Zipfel an Finistère, glaube ich, wie das heißt in Portugal. Aber, sag ich mal, geläufiger ist da im Prinzip nicht das Ende der Welt am Atlantischen Ozean, sondern man sagt von Wladiwostok bis Lissabon. Das wäre im Prinzip Europa. Aber heute wählt eben nicht Europa, sondern die Europäische Union. Und sei es wie es ist, liebe Freunde, trotz allem bleibt festzuhalten, es ist eine Mammutaufgabe, das hinzubekommen. Denn 350 Millionen Wahlberechtigte dürfen heute diese Mammutwahl begehen. Sie ist wirklich eine große Wahl, sie ist die zweitgrößte demokratische Wahl der Welt und ich glaube nach Indien, wenn ich mich richtig erinnere, liebe Freunde. Und als solches hat sie natürlich auch Auswirkungen für Europa. die Zukunft oder schon unsere unmittelbare Gegenwart, je nachdem, wie schnell die alles dort hinbekommen. Einige Leute, wisst ihr schon seit gestern, fürchten ihn, den Rechtsruck, hoffen allerdings insgeheim, dass er ausbleibt. Andere wiederum sind nicht ganz so optimistisch, haben gesehen, dass auf kommunaler Ebene die Brandmauer in Richtung rechts und konservativ längst schon gefallen ist und dass das jetzt also auch nun supranational auf Ebene von Brüssel zwischen den einzelnen Fraktionen passieren wird, feststeht, die EU ist und bleibt ein Monster, ein Bürokratiemonster, das eigentlich gezähmt gehört. Das werden wir heute nicht schaffen. Aber was wir schaffen werden und was ihr schaffen solltet, ist abzustimmen. Das ist ein Musterzettel, liebe Freunde, wie ich ihn heute vorgefunden habe. Und ihr seht, wie lang der ist. Ich glaube, es sind 32 oder 34 unterschiedliche Optionen, die ihr quasi zur Wahl habt. Und ihr dürft auch nur, die meisten von euch, die eben nicht in Sachsen und in Brandenburg wohnen, die dürfen heute auch nur eine Stimme eben abgeben. Der Zettel ist lang, die Optionen sind vielfältig, aber eigentlich ist die Sachlage ganz, ganz klar. In vereinfachter Form könnte man auch sagen, liebe Freunde, entweder ihr wählt die politische Opposition oder ihr wählt ein kollektives Weiter-so aller anderen Blockparteien oder Kleinstparteien. In diesem Sinne sollte die Wahl, denke ich mal, nicht nur mir, sondern auch euch, insbesondere nach unserer Sendung gestern, relativ einfach fallen. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen. Besser könnte ich es wahrscheinlich selber hier nicht ausdrücken. Wenn ihr in der Tat das Privileg habt, in Sachsen zu leben oder in Brandenburg, also gut, minus Brandenburg, aber in Sachsen auf jeden Fall, dann meine Hochachtung, wenn ihr Wahl Sachsen seid, ihr habt alles richtig gemacht, wenn ihr von hier kommt, dann sowieso. Wie dem auch sei, dann habt ihr das Privileg, eben heute auch noch die kommunalen Vertretungen, nämlich Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte und so weiter eben zu wählen. Dann habt ihr heute vier Stimmen. Wie dem auch sei, für alle anderen gilt, aufstehen, Kaffee trinken und dann, liebe Freunde, sei schlau, wähl. Wir haben es gestern so gut geübt. Sei schlau, wähl. Was schreibt ihr jetzt mir in den Chat? Würde mich immer interessieren, ob ihr die politische Opposition wählt, ob hier irgendeiner wagt, irgendetwas anderes reinzuschreiben, außer sei schlau, wähl. Und jetzt müsst ihr bitte vervollständigen. Ich lasse es einfach mal so lange offen, bis der ganze Chat wieder explodiert mit hoffentlich nur einem Wort und Herzen in einer einzigen Farbe. Dann kommt es schon rein. Wunderbar. Ihr habt euren Kaffee offensichtlich getrunken. Aufgestanden seid ihr auch. Und ich hoffe, dass ihr also entsprechend halt bereits entweder unterwegs seid oder vielleicht sogar eure Bürgerpflicht erfüllt habt und entsprechend als Mitdenker, die ihr seid, die politische Opposition gewählt habt. Die Sache könnte so einfach sein. Eigentlich tatsächlich ist sie leider Gottes etwas komplizierter. Zusammen mit meinem Kanal-Companion und klar, den KU, wollen wir euch nochmal ein bisschen mit auf den Weg geben, wie die EU-Wahlen funktionieren, wie dieses Parlament sich zusammensetzt, warum heute mehr denn je mehr auf dem Spiel steht denn je. Und als solches wollen wir euch einstimmen. mit der Berichterstattung der Welt, an denen das ja auch alles nicht vorbeigegangen ist.
Gast
Europäische Parlament gewählt. Laut Prognosen kommt das grün-sozialdemokratische Bündnis auf acht der 31 Mandate. Die PVV des Rechtspopulisten will das.
Eli
Da geht es um die Niederlanden, liebe Freunde. Ich spiele das nochmal von vorne ab. Denn die Wahlen zum EU-Parlament begehen über dieses ganze Wochenende hinweg. In einigen Ländern sind sie bereits gelaufen. Am Freitag in anderen Ländern haben sie gestern stattgefunden. Und heute... finden sie statt in der Mehrzahl der Länder, die wahlberechtigt sind. Deshalb liegen auch die ersten Wahlergebnisse vor, nach einer langen Nacht des Zählens, z.B. in den Niederlanden.
Gast
Als erstes Land haben die Niederlande ihre Abgeordneten für das Europäische Parlament gewählt. Laut Prognosen kommt das grün-sozialdemokratische Bündnis auf 8 der 31 Mandate. Die PVV des Rechtspopulisten Wilders erlangte danach 7 Sitze in den Umfragen. Da hatte sie noch vorne gelegen. Nach den Niederlanden öffnen heute die Wahllokale in Irland und Tschechien. Einzelne Länder haben auch den Samstag zur Stimmabgabe vorgesehen. Der Großteil der nationalen Wahlen für das Europäische Parlament findet dann aber am kommenden Sonntag statt. Dann sind auch in Deutschland 65 Millionen Wahlberechtigte zur Abstimmung aufgehoben. Und wie das genau funktioniert mit der Wahl zum Europäischen Parlament, das erklärt unser Kollege Marian Grunden noch einmal genauer. Der Countdown zur Europawahl läuft. Die Parteien werben um die letzten Stimmen der unentschlossenen Wähler. Und wir wollen uns genau anschauen, wie diese Wahl eigentlich abläuft. Die Europawahl, die läuft vom 6. bis zum 9. Juni. Heißt also, unsere Nachbarn im Nordwesten, die Niederländer, die haben bereits abgestimmt, während Deutschland dann am Sonntag wählen wird. Insgesamt sind 350 Millionen EU-Bürger wahlberechtigt, dürfen also abstimmen und wählen insgesamt 720 Abgeordnete. 96 Abgeordnete davon entsendet Deutschland, heißt also, ein Abgeordneter aus Deutschland repräsentiert ungefähr 875.000 Bundesbürger. Am Sonntag ist es dann aber auch bei uns soweit. Dann werden auch wir an die Wahlurne gerufen. Und dann dürfen 65 Millionen deutsche Bürger dann auch ihre Stimme abgeben. Das war 2019 noch niedriger. Da waren es nur 61,5 Millionen Bürger. Und der Grund dafür ist eben, dass das Wahlalter verschwindet. auf 16 Jahre gesenkt wurde. Heißt also, das erste Mal dürfen Minderjährige in Deutschland bei dieser Europawahl auch ihre Stimme abgeben und mitbestimmen, wie dieses Europäische Parlament dann aussehen wird. Und das Europäische Parlament, das schauen wir uns auch noch mal genauer an. Das ist nämlich das einzige von den EU-Bürgern direkt gewählte Organ der EU. Und das ist eben dieses Parlament, in dem dann 720 Abgeordnete ab 2024 sitzen werden. Wir wollen uns aber auch mal anschauen, wo in diesem EU-Kosmos sich das genau befindet. Und da ist der Europäische Rat angekommen. einmal, der so die allgemeine politische Richtung vorgibt mit den 27 Staats- und Regierungschefs, Ratspräsident und EU-Kommissionspräsidenten. Der Rat der EU, da sitzen die Fachminister drin, heißt deswegen eben auch Ministerrat und die EU-Kommission, wo die 27 unabhängigen Kommissare drin sitzen. Tatsächlich ist es so, dass die EU-Kommission Gesetze vorschlagen kann, und zwar dem Rat der EU und dem Europäischen Parlament. Diese Gesetze werden dann gemeinsam zusammen beschlossen und auch der EU-Aushalt wird in diesem Konsortium dann letztendlich beschlossen. Wichtig aber auch für die EU. Die haben tatsächlich die Chance, auch eigene Gesetzesinitiativen einzubringen. Und das eben über Bürgerbegehren, die sie an die EU-Kommission richten können. Also diese Wahl des Europäischen Parlaments ist enorm wichtig, wenn man mitgestalten wird. Und wir sind gespannt, wie das Ergebnis dann letztendlich für Deutschland aussehen wird.
Eli
Ja, da sind wir alle gespannt, liebe Freunde. Und ihr dürft an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass ja halt nicht nur in Deutschland gewählt wird, sondern eben in 26 anderen Staaten. Unter anderem wird uns ein Österreicher nachher noch spontan zugeschaltet sein. Auch in Österreich wird heute entsprechend gewählt. Und ich hoffe, ihr seid mindestens genauso gespannt wie wir und wie Klarenka Uwe. Uwe, es steht vieles auf dem Spiel. Wir wollen jetzt nicht technisch auseinandernehmen, wie konkret die EU funktioniert, welches Gremium dort ganz konkret welche Funktionen hat, sondern ich möchte dir eine andere Frage stellen. Und zwar ganz oft herrscht eine Verdrossenheit auf Basis dessen, dass die Leute nicht verstehen, was Brüssel zu entscheiden hat. Welche konkreten Auswirkungen die Entscheidungen von Brüssel für unser aller Leben zum Beispiel halt eben hier in Deutschland haben. Wie würdest du die Leute, was würdest du den Leuten sagen wollen, die behaupten, Die Entscheidungen von Brüssel haben keinerlei Auswirkungen auf deren direktes Leben hier in Deutschland.
Uwe
Ja, also das ist sicherlich nicht so, denn gerade das EU-Parlament ist im Grunde genommen ja eine direkte Vertretung der EU-Bürger. Und das EU-Parlament hat ja zwei Hauptaufgaben. Das ist einmal eben Gesetzesinitiativen oder Gesetze durchzusetzen. Und es ist eben die... EU-Kasse, also das EU-Budget zu kontrollieren. Das heißt, es gehen von der EU natürlich Gesetze in die Nationalstaaten rein. Und die Zusammensetzung des EU-Parlaments bestimmt eben, welche Gesetze überhaupt gemacht werden und auch, wer zum Beispiel Mitglied in der EU-Kommission wird. Und da in gewisser Weise auch, wer EU-Präsident oder Kommissionspräsident oder Präsidentin wird. Also sprich, da gibt es ganz erhebliche Auswirkungen auf das Leben in den europäischen Ländern und insofern sollte man den Einfluss der EU-Institutionen auf keinen Fall unterschätzen. Und wir reden jetzt nur von den politischen, vom Gerichtshof reden wir erstmal noch gar nicht, vom Rechnungshof nicht und wir reden ja auch nicht von der Zentralbank, die eben den Notenbankzins festsetzt und durch die Geldpolitik im Grunde genommen maßgeblich mitbestimmt, ob wir eher Inflation oder eher Deflation haben.
Eli
Aber das ist das Herzstück, sage ich mal, von Brüssel, dieses Europäische Parlament. Es hat sehr, sehr viele Vorkammern. Also wenn wir von Herzstück sprechen, sind das die Vorkammern des Herzens. Europäische Zentralbank, wie du gesagt hast, die Judikative mit seinem eigenen Gerichtshof und halt eben auch noch der Rechnungshof, der dann überprüft, was auch immer die Zentralbank dann hier eben in Umlauf bringt. Aber all das wird bestimmt durch im Prinzip eine Kommissionspräsidentin, die mehr oder weniger mit Zuckerbrot und Peitsche eben regiert. Und sie wird sehr undemokratisch teilweise gewählt und deshalb ist es sehr, sehr wichtig, wer auf diesen Positionen dort kommt. Uwe, kannst du schon ein Wort dazu sagen, ob es nach Ursula von der Leyen, also nach dieser Wahl heute, auch eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten geben wird? Steht der also auch aus, die Wahl dieser...
Uwe
Also das Prozedere mit der Präsidentenwahl ist ein bisschen komplizierter. Das ist im Grunde genommen ein mehrstufiges Verfahren. Das gilt übrigens auch für die Kommissionsmitglieder. Und insofern, das lässt sich jetzt noch nicht vorhersagen, sondern da muss man sagen, es hängt schlichtweg auch davon ab, wie eben nachher das Parlament zusammengesetzt ist, weil eben einige verschiedene Institutionen sind an dieser Wahl oder an der Auswahl der Mitgliedstaaten, Glieder der EU-Kommission und der Präsidentin beteiligt.
Eli
Ja, das ist richtig. Also es geht heute noch nicht darum, liebe Freunde, wenn ihr das euch irgendwie ausgemalt habt, Uschi von der Leyen abzuwählen. Das passiert dann im Hintergrund. Das kann demokratisch passieren, wenn andere Abgeordnete daran beteiligt sind. Das kann aber auch, wie gesagt, vorgesetzt passieren, wie das mit Uschi von der Leyen passiert ist, als sie auf diesen Posten gehiebt worden ist, weil sie natürlich politisch dort gewollt ist. Aber heute geht es nicht darum. Im Übrigen ganz spannend, eure Wahlzettel werden alle ein bisschen unterschiedlich aussehen. Wenn ich hier auf der Bild-Zeitung drauf gucke, dann ist hier direkt Titelthema, warum stehen gerade die verhassten, wirklich deutschlandweit verhassten Grünen, wir haben ja die Umfragen gesehen, ganz oben auf dem Wahlzettel. Das stimmt. Nicht mal, liebe Freunde. Also entweder das ist Fake News oder das ist vom Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich kann euch nur in Erinnerung rufen, wie zum Beispiel mein Wahlzettel ausgesehen hat, hier bei mir in Sachsen. Und da war das alles nicht alphabetisch, aber halt vor allen Dingen auch nicht irgendwie politisch korrekt geordnet oder was auch immer. Auf jeden Fall stand bei mir die AfD ganz, ganz offen. Ganz, ganz offen, Entschuldigung, ganz, ganz oben. Wenn wir gerade davon reden, viele Fake News sind im Umlauf. Eine der Fake News ist, dass die Grünen heute gut abschneiden werden. Ich glaube, da werden wir uns alle zusammen köstlich nachher drüber amüsieren können, um 18 Uhr, wenn die ersten Hochrechnungen da sind. Aber eine andere Fake News, und als solche muss man sie benennen, ist im Umlauf, die behauptet, man müsste sein Kreuz auf eine ganz spezielle Art und Weise machen, nur dann wäre die Stimme gültig. Und das ist natürlich totaler Kokolores. Und ich habe mich selber auch heute diesbezüglich informiert und auch mit einem Wahlleiter dort gesprochen, in einem der Wahlbüros, in dem ich halt eben war. Es gibt darüber zahlreiche auch inzwischen Aufklärungsvideos im Umlauf und ich kann euch alle beruhigen, solange der Wählerwille erkennbar ist, könnt ihr euer Kreuz machen, wie es euch gefällt.
Gast
Im Vorfeld der Europawahl lassen sich im Netz viele Mythen und Falschaussagen zu Stimmzetteln finden. Der AFP Faktencheck hat zwei dieser Fake News analysiert. In sozialen Netzwerken wird ein Bild geteilt, das dazu aufruft, sein Kreuz richtig zu setzen. Angeblich würde ein Wahlzettel ungültig, wenn das Kreuz über den dafür vorgesehenen Kreis hinausgehe. Völliger Quatsch. Also, ob Sie das Kreuz richtig mit dickem Pinselstrich, aber es muss ja klar sein, Es muss klar sein, welcher Wahlvorschlag angekreuzt ist. Ob ich das Kreuz jetzt in diesem Kreischen mache oder vorne bei der Kurzbezeichnung, ist im Prinzip egal. Es kommt darauf an, dass der Wählerwille eindeutig erkennbar ist. Wenn das der Fall ist, ist die Stimme gültig. Und wichtig ist nur ein Kreuz. Ein anderes Bild zeigt einen Stimmzettel mit Lochungen in der oberen rechten Ecke. Angeblich würden so Wahlbriefunterlagen vorab ungültig gemacht. Tatsächlich können Markierungen wie die abgeschnittene Ecke des Europawahlzettels Menschen mit Sehbehinderung dabei helfen, eine Schablone zum Ankreuzen anzulegen. Die Markierung, ob Loch oder Ecke, macht den Wahlzettel also nicht ungültig. Nein, also wenn es ein Loch irgendwo am Rand ist, spielt keine Rolle. Oder wenn das mal gefaltet ist, irgendwie eine Ecke fehlt, macht den Stimmzettel nicht ungültig. Was ungültig macht, sind irgendwelche Kommentare, Anmerkungen, wenn man was draufschreibt, von wegen finde ich blöd oder finde ich toll oder sonst irgendwas. Das kann den Stimmzettel ungültig machen. Außerdem muss der Wählerwille klar erkennbar sein. Uneindeutige Zeichen wie Smiley-Gesichter oder ähnliches sind nicht zulässig. Genauso wie Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Europawahl findet in Deutschland am 9. Juni statt. Bis zum 7. Juni kann auch Briefwahl beantragt werden.
Eli
Stichwort Briefwahl, das wird noch ein spannendes Titelthema wahrscheinlich heute Abend, da habe ich leider keine guten Nachrichten für euch, aber die habt ihr wahrscheinlich auch alle erwartet. 34 Positionen gibt es, hier eine V-Partei ganz ganz unten und je nachdem, wie gesagt, wie ihr gesagt habt im Chat, wo ihr wohnt, ist entsprechend halt bei euch entweder die AfD oder aber hier in dem Fall hier aus irgendwelchen Gründen die Grünen ganz oben. Also vielleicht ist das wirklich auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Sachsen auf jeden Fall auf Platz 1, wie auch mehr oder weniger zu erwarten ist, wie sie abschneiden werden. Die Parteien schneiden ganz oft unterschiedlich ab, auch auf Basis des Images, das sie im Vorfeld der Bevölkerung selbst in Umlauf bringen oder haben. Und diesbezüglich, muss man sagen, haben sich alle Parteien nochmal ins Zeug gelegt, die Menschen zu erreichen. Das wollen wir uns ganz kurz hier angucken, während wir euch ganz subtil, vollkommen neutral darüber informieren wollen, wo ihr euer Kreuz nachher noch zu setzen habt.
Gast
Ich kann mir einfach auch vorstellen, dass sie sich das gar nicht angucken, sie schalten einfach um.
Uwe
Ja, okay Leute, aber macht unter solchen Umständen ein Wahlwerbespot überhaupt Sinn? Nee, glaube ich nicht.
Gast
Schon 15 Sekunden. Warum zeigen wir den Leuten nicht einfach, wie wir wirklich sind? Exakt. Mein Name ist Mary Kahn. Ich habe deutsche und pakistanische Wurzeln. Ich komme aus Wiesbaden. Ich wohne in Steinbach. Aus São Paulo, also Brasil. Aus Erlensee. Ich bin in Frankfurt 40 Jahre Polizeibeamter. Selbstständig. Fitnesstrainer. Flugkapitän im Ruhestand. Mathematiker und IT-Softwareentwickler. Handschutzsachverständiger TÜV. Altenpflegerin. Geschäftsführer. Sachbearbeiterin. Chemikant. Bist du jetzt zur Phase? Finger weg! Ein Mikrofon. Ich bin Physiklehrer an einer Brennpunktschule, habe als Soldat meinem Land und als Polizeibeamter Hessen gedient. Verheiratet, fünf Kinder, elf Enkelkinder. Und ich bin Christ. Und ich bin in der AfD. Ich bin Jude und ich habe einen Migrationshintergrund. Das können wir nicht bringen. Nein, nein, nein, Moment, Moment, das ist wirklich so. Nein, das nimmt uns keiner ab. Ich bin Jude, ich habe einen Migrationshintergrund und ich bin in der AfD. Und ich bin in der AfD. Und ich bin ein Mitglied in der AfD. Und ich bin in der AfD. Ich bin jetzt in der AfD. Erstaunlich.
Eli
Ja, Hessen, aber sicher, in der Tat, liebe Freunde. Uwe, was glaubst du? Ich möchte dich nochmal mit ins Boot holen. Wie werden die Leute sich entscheiden, beziehungsweise auf Basis welches Titelthemas? Also oft ist es ja so, dass man sagt, man wählt Parteien, weil sie für eine bestimmte Stoßrichtung stehen und nicht nur eine bestimmte Stoßrichtung, sondern ein ganz bestimmtes Thema innerhalb dieser Stoßrichtung. Glaubst du, das Thema Migration wird die heutigen Wahlen entscheiden?
Uwe
Ja, das könnte durchaus sein. Also das Thema Migration ist überhaupt eines der Hauptthemen. Und jetzt gerade durch die Attentatssituation, die wir in den letzten 14 Tagen hatten, ist das ja nun besonders hochgekocht. Und insofern glaube ich, ja, das könnte durchaus wahlentscheidend werden.
Eli
In der Tat, wenn man sich vor Augen hält, wie die Situation wirklich bis zuletzt gewesen ist, ist die Frage innere Sicherheit, bei der Nancy Faeser von der SPD komplett versagt hat, eine sehr, sehr wichtige. Das sind keine Hashtag-Einzelfälle mehr. Seit Matthias Ecke gucken alle Leute verstärkt auch in diesem Wahlkampf darauf, dass Politiker angegriffen werden. Unmittelbar gestern sind zwei AfD-Stadträte bei einer Abschlussveranstaltung der AfD mit Baseballschlägern angegriffen worden. Einige davon sind festgesetzt worden von der Polizei, nur dank des beherzten Eingreifens von zufällig am Start dort anwesenden Security-Einheiten konnte man überhaupt Schlimmeres verhindern, weil die links-grün versiffte Gutmenschen-Toleranz-Zivilgesellschaft dort offensichtlich mit Gewalt versucht hat, politische Stimmung zu machen oder politische Einrichtungen. Davon lassen sich Menschen hier wie die Menschen aus der AfD nicht einschüchtern. Das wie gesagt nur als zwei, der hier ein drittes Mal nochmal hinterher eben ein paar der Beispiele, die zeigen, wie viel auf dem Spiel steht und dass innere Sicherheit in der Tat ein sehr, sehr wichtiges und auch sehr wichtiges Thema werden wird bei dieser Wahl. Gut, Uwe, lass uns jetzt nochmal darüber reden. Ich habe es ja jetzt nur schon ein bisschen hier eingeblendet. Dein oder andere wird sich schon fragen, was hat es mit dieser Rechnung auf sich? Viele Leute, nein, nicht viele Leute, aber gerade in unserer Blase gibt es doch sehr viele, und das ist das, sage ich mal, Ironische daran, die politisch sehr, sehr aufgeweckt sind. Sie sind so sehr informiert, dass sie eigentlich sogar wissen, wenn Wahlen etwas verändern würden, dann wären sie verboten. Und aus diesem Grund oder vielleicht aus irgendwelchen Querulanzbedürfnissen heraus, wie auch immer, sagen sich einige der Leute, die ganz besonders wissen, dass die politische Opposition eine Chance braucht, sie wollen nicht wählen gehen. Und zwar nicht etwa hupsidupsi, sie haben das verpasst, sondern ganz, ganz absichtlich. Wie ist das zu bewerten? Einmal, sage ich mal, aus der moralischen Perspektive, der intellektuellen vielleicht sogar und einmal aus der ganz schlicht neutral mathematischen in puncto Endergebnis dieser Wahl.
Uwe
Von der moralischen Seite her muss derjenige, der sagt, er geht nicht zum Wählen, der soll sich dann natürlich auch nicht beklagen. Denn er hatte ja die Möglichkeit, seine Meinung einzubringen. Wenn er der Meinung ist, dass das nicht nötig ist, dass das System eh korrupt ist oder sonst nicht, dann kann er zwar sich nachher beschweren, aber er sollte dann auch sich ganz klar sein, dass er zu einem gewissen kleinen Teil auch selbst mit daran schuld ist. Denn wer nicht wählen geht, unterstützt im Grunde genommen rein von den Zahlen her die Wahlverhältnisse so, wie sie sind. Und wenn man das mathematisch aufdröselt, du hattest das in einem Beispiel eben schön gezeigt, so dass eben... Je weniger Leute hingehen, desto stärker werden die Wahlergebnisse quasi gewichtet. Das heißt, Abstand nehmen von einer Wahl heißt im Grunde genommen genau, das Wahlsystem zu stärken und nicht das, was man moralisch denkt, es zu schwächen. Das heißt, wer also der Meinung ist, dass er gegen das Wahlsystem ist und das schwächen möchte, oder verhindern möchte, dass eben die für ihn unwünschenswerten Parteien stärker werden, der sollte sehr wohl zur Wahl gehen, aber er sollte dann ungültig wählen. Und das ist eben der Trick dabei. Also ungültig wählen ist in dem Sinne, wenn man überhaupt sich mit Wahlen beschäftigen will, die bessere Wahl als nicht zu wählen. Das muss man ganz klar sagen.
Eli
Und ungültig wählen funktioniert wie, lieber Uwe? Wir haben ja vorhin gerade noch den Einspieler gesehen, der uns geklärt hat.
Uwe
Ja, zum Beispiel, dass man Smiley drauf macht, dass man irgendwelche Anmerkungen drauf schreibt oder dass man Wahlzettel abgibt, wo nichts angekreuzt ist. Da gibt es ja tausend Möglichkeiten. Was man eben machen kann und dann wird eben der Wahlhelfer, der dann das da auszuzählen hat, nachher wird sagen, das ist ja ungültig. Und dadurch, dass er ungültig gewählt hat, ist quasi die Anzahl der Wahlbeteiligung höher, als wenn er nicht gewählt hätte. Dadurch wird auch ausgedrückt, wie viele Leute unzufrieden mit dem System sind. So und insofern ist das immer die vernünftigere Wahl, wenn man eben über, wenn man Wahlen überhaupt für kritikwürdig hält. Ja, wen Wahlen nicht interessieren und sagt, das ist mir alles scheißegal, der kann natürlich auch nicht wählen gehen, aber dann darf er sich auch nicht beklagen. Das muss man ganz klipp und klar sagen.
Eli
Richtig. Mathematisch gesprochen, liebe Freunde, wie gesagt, wenn ihr ungültig wählt, wird eure Stimme trotzdem gezählt. Jetzt werdet ihr sagen, wie kann denn das sein? Ich habe ja für niemanden abgestimmt. Ja, ihr habt für niemanden abgestimmt, aber das Verhältnis verändert sich halt. Also ganz grob gesagt, liebe Freunde, wenn nur noch drei Leute zur Wahl gehen und zwei davon wählen Grün, dann haben die Grünen nachher 66 Prozent im Parlament. 66 Prozent, zwei Drittel Grüne. weil zwei Drittel von den paar wenigen, die halt eben nur hingegangen sind, entsprechend halt entschieden haben, wie das Wahlverhältnis dann ausfällt. Uwe?
Uwe
Ja, man kann das sogar noch extremer sehen. Also ich bin ja ein Mensch, der immer sagt, wenn du in Gedanken denkst, versuch das mal, die Parameter, also die Eckgrenzen dieser Aussage einzugrenzen. So, was wäre, wenn von allen wahlberechtigten Bürgern bis auf unsere Parlamentarier niemand wählen gehen würde?
Eli
Also wenn die Parlamentarier quasi sich selber wählen würden?
Uwe
Wenn nur noch die Parlamentarier sich wählen würden, dann würden die für alle 84 Millionen Leute, absoluter Parlamentarier, würden sie eine völlig, ich sag mal, legitime Wahl durchführen und würden sich eben selber wählen und Punkt. Das heißt, dadurch, dass man eben nicht wählen geht, ändert sich gar nichts, jedenfalls nicht zum Besseren.
Eli
Ja, wenn überhaupt, dann bleibt einfach alles weiter so schlecht, wie es halt bis jetzt gewesen ist und garantiert wird gar nichts besser. Weil, liebe Freunde, ihr kennt ja den Spruch, es wird nicht alles besser, wenn es anders wird, aber es muss anders werden, damit es besser werden kann. Und, liebe Freunde, damit es anders wird oder werden kann, damit es auch besser werden kann, müsst ihr entsprechend dieses Mal anders abstimmen, als das die vielen anderen vielleicht in der Vergangenheit getan haben. Also mathematisch, glaube ich, haben wir den Leuten schon zur Genüge zu verstehen gegeben, warum das Verhältnis entsprechend so ist. Moralisch möchten wir hier niemanden belehren. Aber vielleicht ein ganz kurzer Kommentar von mir an dieser Stelle, weil Uwe, du hast ja deinen Sinn schon beigetragen. Wenn ihr wirklich zu den Leuten gehört, die da sagen, irgendwie sie haben hier... überragendes politisches Verständnis. Sie seien jetzt über jeden Zweifel erhaben und wirklich das Parteiensystem sei schuld und das Finanzsystem sei schuld, das Zinses-Zinssystem sei schuld. Und solange all das nicht perfekt und begradigt wäre, würden Wahlen überhaupt nichts bringen. Und deshalb geht ihr gerade deshalb nicht zur Wahl. Da muss ich sagen, liebe Freunde, dann habt ihr noch ganz, ganz viel nachzuhelfen, nachzulernen, liebe Freunde, um wirklich einfach mal freundlich zu bleiben. Ganz ehrlich, liebe Freunde, da platzt mir jetzt schon die Hutschnur. Die Leute, die sich für so intellektuell halten, Dass die nicht begreifen, dass wir nur Stück für Stück und eben halt durch diesen politischen Prozess und eben nicht mit Gewalt oder durch Abstinenz irgendetwas verändern können, das sollte halt gerade den Leuten bewusst sein, die sich so sehr mit diesem politischen Prozess auseinandergesetzt haben. Täter seid, dass ihr sagt, ihr seid so viel besser als alle anderen, ihr fordert, dass die Welt erst perfekt ist, bevor ihr wählen geht, dann habt ihr nicht verstanden, wozu Wahlen da sind und wie sie funktionieren. Weil in der Regel ist die Welt nie perfekt und ihr könnt durch euer demokratisches Abstimmungsverhalten dazu beitragen, dass sie auch nicht perfekt wird, aber ein bisschen besser werden kann. Und zuerst zu warten, bis irgendetwas perfekt ist, bevor man sich einschließt oder anschließt, zu versuchen, dann zu verändern, etwas nochmal zu verbessern, wenn es schon perfekt ist, ist halt ganz einfach sinnlos. Und ihr seid, ich kann es nicht anders sagen, Uwe distanziert sich von mir, dumm. Ihr seid dumm, wenn ihr in der Tat meint, ich gehe erst wählen, wenn alles perfekt ist, wenn die Parteien abgeschafft sind, das Finanzsystem anders ist, wenn das Fiat-Geld beseitigt ist und überhaupt keine Propaganda mehr die Leute in irgendeiner Form erreicht. Das wird es immer geben, liebe Freunde. Und damit es besser werden kann, müsst ihr jetzt etwas tun und wo ihr euer Kreuz wählen oder machen solltet, das sollte, denke ich mal, jedem Mitdenkenden tatsächlich in irgendeiner Form inzwischen langsam, aber sicher mal klar geworden sein. Falls ihr das immer noch nicht wisst, wollen wir euch hier noch ein letztes Mal abholen, Ganz neutral, wie wir hier sind, haben wir nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Von daher beherzt einfach mal bitte diesen Spruch hier. Bitte wählt so, dass die Grünen anschließend wieder einer geregelten Arbeit nachgehen müssen. Es gibt auch für Ungelernte genug zu tun in Zeiten von Fachkräftemangel. Dann gibt es noch etwas für alle, die unentschlossen sind, also alle unentschlossenen Wähler. Beziehungsweise eben alle Nichtwähler, die eventuell halt eben in der Vergangenheit entweder nicht wollten oder nicht wussten, wie sie wählen sollen. Also an all die, lauft doch einfach mal bitte vor dem Wahltermin abends durch einen öffentlichen Park oder durch die Fußgängerzone einer Großstadt. Das dürfte helfen. Insbesondere wenn ihr im goldenen Westen wohnt, Stichwort Mannheim, Stichwort Frankfurt, Stichwort Bottrop, Stichwort Dortmund und wie sie alle heißen, kennst du einen, kennst du alle, jede westliche Stadt gleicht wie ein Auge dem anderen, wie dem auch sei, ein Ei dem anderen, nicht ein Auge dem anderen. Wie dem auch sei, liebe Freunde, ich denke, das sollte euch Motivation genug geben, wirklich halt mal die Augen eben aufzumachen und angesichts wirklich der Gewaltwelle und allem, was hier auf dem Spiel steht, mitzudenken und hoffentlich eine, ja, nicht nur mathematisch, sondern auch intellektuell irgendwie vertretbare Wahl eben zu machen. Die Umfragen selbst, lieber Uwe, da möchte ich zurück zu dir kommen, sie, ich will gar nicht sagen, sie versprechen nichts Gutes, ja, aber sie versprechen natürlich jetzt keinen monumentalen Ruck Wir machen die Analyse ja erst um 17 Uhr, beziehungsweise da fangen wir an. Ab 18 Uhr haben wir die ersten Hochrechnungen. Was erwartest du dir denn angesichts der Umfragen, die aktuell im Umlauf sind? Was glaubst du, sind realistische Ergebnisse auf europäischer Ebene, die die Leute heute so gegen 18 Uhr erwarten können?
Uwe
Also zunächst einmal möchte ich mal was zu der Struktur dieser Darstellung sagen. Weil es gibt ja immer, jede Woche gibt es ja zwei, drei, vier Wahlumfragen von verschiedensten Instituten. Und die machen das in der Regel für Bundes- oder Landtagswahlen. Und wenn es jetzt für die Europawahl ist, dann ist das eigentlich genau dasselbe wie bei der Bundestagswahl. Weil wir immer nur die deutschen Wähler betrachten und nicht die französischen und sonst nicht wen. Aber es ist eben die 5%. Klausel rausgenommen. Und dadurch werden diejenigen, die weniger als 5% haben, werden auch mit aufgelistet. So, und jetzt hast du hier, das ist die Sonntagsfrage, Bundestagswahl. Es gibt aber auch eine für die Europawahl. Die hast du jetzt allerdings hier nicht da. Genau, da sieht man das jetzt.
Eli
Aber man sieht, dass es hier keine Sperrklausel gibt. Ansonsten gäbe es diesen berühmten roten Strich, der halt hier eben abwesend ist. Genau.
Uwe
So ist es. Also das ist im Grunde genommen der einzige Unterschied, dass ein paar von denen, die unter 5% sind und die sonst als sonstiger heißen, eben dargestellt werden. Und dadurch verändern sich natürlich die relativen Anteile. Was wir seit Monaten eben sehen, ist eben die Dominanz der Union in den... in den Bundestagswahlen und damit natürlich auch in der Europawahl. Und die nächsten drei Parteien sind, je nachdem, wer die Umfrage macht, in etwa gleich groß. Grüne, SPD, AfD. Das heißt, wenn wir also von dem empirischen Erfahrungswert ausgehen, dass Grüne, SPD, Linke und Union eigentlich ja als Blockparteien, als Einheitsparteien zu sehen sind, Auch wenn die Union sich als Opposition darstellt, ist eins klar, es geht darum, bei den Bundestagswahlen oder wichtigen Hochrechnungen zur Bundestagswahl, wer sind die Kooperationspartner der Union? Und natürlich jetzt bezogen auf die Europawahl, dass die dann natürlich auch die meisten Kandidaten nach Europa schicken werden. Das heißt also auch dort werden eben die traditionellen Parteien vermutlich die Mehrheit bilden. Aber da sind wir noch nicht, wer jetzt alles im Europaparlament vertreten ist.
Eli
Richtig. Wir dürfen eine Sache auch nicht vergessen, geantwortet wie ein wahrer Analytiker. Ich habe nichts verstanden, weiß nicht, wie deine Prognosen sind, aber das ist ja auch immer wieder schwierig, wenn Sie die Zukunft betreffen.
Uwe
Wir haben doch gerade gesagt, dass wir eben diese Verhältnisse im Grunde genommen beibehalten werden. Da ist nichts anderes zu erwarten.
Eli
Okay, gut. Dann nehme ich diese Kurzfassung. Das ist in Ordnung. Ich hatte ja gehofft, du würdest hier ein bisschen was prozentual auch ein bisschen einordnen. Also bei der Union zum Beispiel plus minus sonst was. Aber wenn du sagst, es wird wahrscheinlich wie bei den Umfragen, dann nehme ich das einfach auch. Ich möchte mich mal ganz kurz hier an dieser Stelle positionieren. Ich glaube, für die AfD ist mehr drin als die 14 Prozent. Persönlich glaube ich, bis zu 16 sind auf jeden Fall möglich. Wir haben es auch gesehen, die AfD hat bei... nicht nur Umfragen, sondern endgültigen wirklich Wahlergebnissen, da wo es sie gab, sei es in Thüringen oder sei es in Berlin bei der Wahl, die wiederholt werden musste von 2021, haben wir dieses Jahr schon gesehen, hat die AfD zugelegt, trotz der Skandale, die bereits im Umlauf waren, weil die Wahl war im Februar und da war ja der Skandal, die Lüge von Korrektiv gerade noch sehr frisch im Geiste der Gutmenschendeutschen und der Toleranzbesoffenen. Also nichtsdestotrotz hat die AfD zugelegt und ich glaube zwei, vielleicht sogar drei Prozent bis hin zu 17 Prozent, wenn man wirklich Höhenflüge ansteuern möchte, wären in der Tat hier drin. Und jetzt ist natürlich dann die Frage, ja wo nimmt sie sich diese drei extra Prozent weg? Nimmt sie sie zum Beispiel bei... bei der Union weg oder nimmst du die, und das ist mein zweiter Tipp für heute Abend, liebe Freunde, bei der BSW weg. Weil die wird zwar aus dem Stand auf 7% hier gerechnet, aber wie gesagt, gerechnet ist da gar nichts, sondern das allererste Mal steht sie überhaupt auf einem Wahlzettel und wer sich diesen Wahlzettel genau angeguckt hat, der wird ja auch gesehen haben, da steht sie ganz schön weit unten, die Bündnis Sarah Wagenknecht mit ihrem komplett unbeschriebenen Blatt Fabio De Masi. Ob die Leute soweit überhaupt falten, geschweige denn knicken, geschweige denn ankreuzen werden. Das werden wir entsprechend halt alle erst noch erleben müssen. Für den Moment sind die Umfragen, was sie sind. Und ich glaube, wie gesagt, für die AfD ist in der Tat mehr drin. Nicht einfach nur, weil ich mir das wünsche, sondern weil das einfach eine realistische Einschätzung ist auf Basis der Daten, die wir bei echten Wahlen gesehen haben in Deutschland über die letzten Monate hinweg. Nicht Umfragen, echte Wahlergebnisse, liebe Freunde. Und die Frage wird bleiben, wenn sie die tatsächlich dazu bekommt. Ich glaube, unter 14 Prozent wird sie nicht fallen. Das ist zumindest, sag ich mal, mein Tipp, was das angeht. Dann, wo wird sie die entsprechend hernehmen. Uwe, über ein was müssen wir noch reden, nämlich über Sachsen und über Brandenburg. Fangen wir mit Brandenburg an. Es sind auch Kommunalwahlen. Wir haben ja zusammen auch bereits mit 82.000 anderen Menschen, vielen herzlichen Dank für euer Interesse, liebe Freunde, analysiert, wie die Wahlen in Thüringen ausgegangen sind. Das waren ja auch Kreistagswahlen, Stadtbezirkswahlen, Oberbürgermeisterwahlen. Was steht also auf dem Spiel in Brandenburg und Sachsen zusätzlich heute?
Uwe
Ja, wir haben ja die Stichwahlen.
Eli
Es ging ja bei den Kommunalwahlen... Ah, Stichwahlen auch noch, genau. Thüringen Stichwahlen sind ja auch noch obendrein heute. Du hast absolut recht, genau.
Uwe
Ja, die sind ja überall da, wo eben die Landräte als Personen und die Oberbürgermeister eben nicht im ersten Wahlgang die... Mehrheit hatten, die absolute, also mehr als 50 Prozent hatten. Und es wurde ja in 13 von 17 Bereichen in Deutschland oder großen Wahlgruppierungen eben diese Position gewählt. Und da stellte sich heraus, dass bis auf, ich glaube, zwei oder drei war ja dort keine Einstimmigkeit. Das heißt, die meisten Positionen müssen ja erst noch jetzt in der Stichwahl dargestellt werden.
Eli
Du hast von Deutschland gesprochen, du meinst in Thüringen. In 13 von 19 Landkreisen in Thüringen musste eine Stichwahl noch her und die steht eben heute noch aus, weil du Deutschland gesagt hast. Ich wollte es nur kurz...
Uwe
Genau, Thüringen, ja. Und das ist natürlich insofern ganz interessant, weil wenn man das dann in der Tabelle mal ermittelt, dann ergeben sich im Grunde genommen... Wenn man sich also vorstellt, jeder, der jetzt dort Spitzenkandidat war, also derjenige, der jetzt noch zur Stichwahl steht, sind ja immer nur zwei. Wenn jetzt entweder der eine oder der andere, jetzt bezogen auf alle Wahlkreise, sich jeweils optimal durchsetzen würden, also von der Partei her, dann könnte die CDU, ich glaube, maximal elf Positionen erlangen, inklusive denen, die sich schon erlangt haben, und die AfD neun. Also sprich, das ist ja quasi dann ein Pari-Verhältnis. Und insofern wird man hier in der Zukunft mit der AfD in dem kommunalen Bereich zu rechnen haben. Also man kann sich jetzt nicht mehr an die Ecke drücken, an die Wand drücken und sagen, das sind nur irgendwelche Spinner, die werden nur von irgendwelchen Leuten, die mit N bezeichnet werden, vertreten. sondern sie vertreten offensichtlich eine genügend große Wahlbevölkerung, die dann eben auch im kommunalen Bereich ihren Willen zum Ausdruck bringen wird. Was da nun genau passieren wird, ob jetzt hauptsächlich dann eben alle zu dem CDU-Kandidaten gehen oder zum AfD-Kandidaten, das wird man dann sehen.
Eli
Die Wahllokale sind geöffnet, lieber Uwe. Du redest immer noch nur von Thüringen. Das ist ja quasi nur die Fortsetzung von dem, was wir schon vor zwei Wochen begonnen haben. Zu Brandenburg und Sachsen hast du ja noch kein einziges Wort gesagt. Aber wie die auch sein, liebe Freunde. Ihr denkt, es ist nur EU-Wahlen? Tatsächlich ist es nicht nur Uwe Anson und Brandenburg und Sachsen obendrein. Und zusätzlich keine Wiederholung, sondern einfach die Vollendung, soweit man das eben sagen kann, von dem, was vor zwei Wochen begonnen hat. Und Uwe, gleich Frage hinterher, kann es dann also auch sein, dass Stichwahlen notwendig werden bei den Kommunalwahlen in Sachsen und in Brandenburg? Oder ist bei den Stadtbezirksbeiräten und Stadträten, die heute gewählt werden, ein Format so, dass da keine Stichwahlen notwendig werden?
Uwe
Soweit ich weiß, gibt es das dort nicht, sondern da gibt es das normale, einfache Mehrheitssystem. Also die Stichwahlen sind im Grunde genommen nur bei den Personalwahlen.
Eli
Ja, alles klar. Gut, dann jetzt ein Wort bitte, mein Guter, zum Thema Brandenburg und zum Thema Sachsen. Was erwartest du dir und vor allen Dingen, was haben wir vielleicht gelernt aus Thüringen, was uns hoffen oder fürchten lässt für heute für Brandenburg und Sachsen?
Uwe
Ja, also ich fange mal mit Sachsen an. Also Sachsen ist ja sehr stark jetzt im AfD-Bereich groß geworden, im Grunde genommen ja führend. Und insofern erwarte ich, dass dort auch entsprechend sich viele AfD-Leute durchsetzen werden. Also ganz klarer Fall.
Eli
Ich glaube, die letzten Umfragen, die ich gesehen habe, haben die AfD in Sachsen bei 31 Prozent gesehen oder sogar 33. Ja, 33 Prozent.
Uwe
31 war die CDU und 33 war die AfD.
Eli
Okay, das können wir gleich mal hinterherliefern. Warte ganz kurz, das können wir gleich hinterherliefern. Ich bin einfach mal auf DaWum gegangen. Ihr kennt die Seite, ihr liebt sie zu hassen, je nachdem, welche Ergebnisse sie zeigt. Vom 3.4. wird mir hier das letzte angezeigt aus Sachsen. Mir war so, als wenn es da eine aktuelle Umfrage gäbe. Muss ich wahrscheinlich nochmal recherchieren.
Uwe
Ja, es gibt eine vom 6.4. Allerdings dort nicht, weil die nicht bei DAWUM gelistet ist. Die ist vom EPSOS, glaube ich, gemacht worden. Das ist eine ganz andere Webseite. EPSOS oder EPSOS?
Eli
Ja, dann suche ich die im Hintergrund raus und du erzählst uns in der Zwischenzeit etwas zu Brandenburg.
Uwe
Ja, bei Brandenburg ist es ja, da gibt es ja natürlich schon noch eine neuere Umfrage. Die ist vom 24.05. so und da ist die AfD ja auch mit 25 Prozent gelistet worden und die CDU mit 19. Das heißt, hier ist also der Abstand deutlich größer als in Sachsen. SPD ist allerdings auch stark in Brandenburg mit 19 Prozent. BSW wird auch hoch gewotet mit 13 Prozent. Grüne sind knapp vorm Aus mit 7% und die Linken auch knapp drüber. FDP ist drunter. Also sprich, hier haben wir es anders als in Sachsen, wo ja die Ampelparteien komplett rausgeflogen sind. Zumindest nach der letzten Umfrage von Ipsos oder wie sie hießen.
Eli
Ipsos, nicht Ipsos.
Uwe
Ja, bist du dir sicher, dass das Ipsos ist?
Eli
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Ipsos ist. Gut. Bleiben wir nochmal bei Ipsos, ich glaube, das geht.
Uwe
Genau, also ich habe es ja auf meinem Kanal selber noch in einem Video gemacht, allerdings merke ich mir jetzt nicht unbedingt... Ne, Seaway war das, glaube ich. Ne, Seaway war woanders.
Eli
Du bringst es auf deinem Kanal. Die Leute können dir sehr gerne trotzdem folgen. Ich würde es auch gerne einblenden. Nur das Problem ist, die Quellen, glaube ich, bringst du nicht auf deinem Kanal. Von daher kann ich da nicht so einfach nachklicken. Doch, natürlich.
Uwe
Ist doch in der Beschreibung drin. Achso, gut.
Eli
Dann gucke ich da gleich mal nach. Während ich das also suche, erzählst du einfach mal weiter, wie als hätte ich nichts gesagt. Ipsos. Ich glaube aber ziemlich sicher, dass es Ipsos heißt.
Uwe
Also insofern, man muss jetzt sagen, dass wir in Brandenburg eben ein bisschen andere Situationen haben als in Sachsen, weil in Brandenburg ist lediglich die FDP rausgeflogen und die BSW und die Linken sind eben noch drüber. Das heißt, da gibt es natürlich entsprechend mehr Koalitionsmöglichkeiten. Ja, und es bleibt aber dabei, dass Brandenburg derzeit eben AfD-dominiert ist. Und das wird sich natürlich hier auch bei der Kommunalwahl entsprechend wohl zum Ausdruck bringen. Das heißt, wir haben dann mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Bundesländer, wo also die AfD, ja, ich sage mal, zumindest ein Kopf-on-Kopf-Rennen mit den etablierten Parteien sich liefert.
Eli
Ja, um die Leute jetzt endgültig zu verwirren, weil ich es einfach jetzt noch nicht anders vor mir habe, zeige ich jetzt hier ganz kurz die Umfrageergebnisse der Tagswahl Sachsen. Die habe ich jetzt genau gefunden. Das ist Prognos-Umfragen. Prognos-Umfragen kann man, sage ich mal, vorsichtig und mit sehr viel Vorsicht nur genießen, weil die sind nicht unabhängig und keiner weiß, nach welcher Methode die arbeiten. Aber nichtsdestotrotz, du hast das ja auf deinem Kanal neulich resümiert. Nehmen wir noch mal ganz kurz eine Minute Zeit, wenn ich im Hintergrund Brandenburg suche, um zu erklären, warum... Das hier sensationell wäre.
Uwe
Ja, das ist deswegen sensationell, weil eben, wenn wir mal eben gucken, Grüne 4%, SPD 4%, FDP taucht gar nicht mehr auf. Die FDP steht rechts unter darunter, also unter andere 2%. Das heißt, die komplette Ampelkoalition ist... nach dieser Prognos-Umfrage für Sachsen raus. Und wenn wir dann eben schauen, auch die Linke ist ja raus. Es bleiben im Grunde genommen nur noch drei Parteien übrig, nämlich die CDU, die AfD und das BSW. Und da weder die CDU noch die AfD mehr als 50 Prozent haben, müssen sie quasi eine Koalition bilden. Und dann kann das Bündnis Sarah Wagenknecht sich seinen Koalitionspartner aussuchen. Also die stehen dann an einer sehr günstigen Position. Und da Wagenknecht sich jetzt mehrfach gegen rechts ausgesprochen hat, ist eines klar, dass wenn da koaliert wird, koaliert wird zwischen CDU und Bündnis Sarah Wagenknecht, zumindest nach diesem Stand der Daten. So, und die AfD, obwohl sie dann die stärkste Partei ist, hat dann bei der Landtagswahl, ich sag mal, doch wieder, ich sag mal, die Arschkarte gezogen.
Eli
Ja, bitte pass auf mit deinem Vokabular heute. Du weißt aus welchen Gründen, mein Guter. Sag lieber Allerwertester oder Hinterteil. Aber wie dem auch sei, in deiner Analyse stimme ich dir absolut zu. Stichwort Analyse. Ich habe jetzt hier noch einmal geguckt. Ich habe jetzt auch ad hoc nichts Aktuelleres finden können für Brandenburg als den 24.05. Das ist jetzt nur auch schon ein bisschen her. Nicht ganz frisch, aber auch nicht ganz alt. Nichtsdestotrotz, das zeigt uns also die Wahlverhältnisse oder die Umfrageergebnisse. Ja, so muss man es ja richtigerweise sagen, in Brandenburg. Und da ist die AfD weiterhin vorne. Da gilt vermutlich Ähnliches wie in Sachsen. Man darf nicht vergessen, diese berühmte Formalideite Brandmauer, die sind in den Köpfen der Politiker insbesondere noch ganz fest eingemeißelt und noch nicht am Bröckeln. Und selbst wenn die AfD zum Beispiel in Brandenburg heute Erfolge zum Beispiel dieser Art zu verzeichnen haben wird, heißt das noch nicht automatisch eben Regierungsbeteiligung, sondern deshalb, weil heute gar kein Landtag gewählt wird in Brandenburg. Ja. Also von Regierung ist schon mal überhaupt nicht zu sprechen. Aber auch wiederum maximal verwirrend, aber leider so. Wenn heute tatsächlich ein starkes AfD-Ergebnis sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg zu verzeichnen ist, nicht auf europäischer Ebene, sondern auf Kreistagsebene, in den Stadträten und so weiter und so fort, ja dann, liebe Freunde, sind das die beiden Vorzeigebundesländer neben Thüringen, in denen man am wenigsten von dieser nutzlosen Brandmauer hält und wo am ehesten sich also auch zeigen kann, dass man eben, zusammen kooperiert im Sinne der Menschen, die einen gewählt haben.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen, ich möchte noch mal auf deinen Satz von vorhin zurückkommen mit der BSW. Also die BSW ist ja nun schon vor ihrer Gründung hochgejubelt worden. Ja, kaum dass Sarah Wagenknecht sagte, ja, sie will vielleicht mal eine Partei gründen. Ja, da stand sie schon auf 17 oder 14 Prozent. Und jetzt, nachdem sie dann gegründet wurde, war sie dann bei 13, 14 Prozent in den Ländern und durchschnittlich bei sieben im Bund in den Prognosen. Ich muss mal sagen, auch wenn diese Wahlprognosen oftmals relativ richtig sind, bis auf ein, zwei Prozent Abweichung vielleicht, insofern muss man diesen Wahlforschungsinstituten doch zugestehen, dass die relativ gut ihre Stichproben auswählen. Ich bin mir nicht so sicher, ob das mit der BSW alles so rund ist. Von der AfD mal ganz abgesehen von dem ganzen Medienhype gegen die AfD, der natürlich die Prognosen runterschreibt. Aber bei der BSW habe ich den Eindruck, dass sie hochgeschrieben werden. Und das für eine Partei, die bisher noch nirgendwo angetreten ist, die selbst bei den Kommunalwahlen ja vor 14 Tagen lediglich einen Posten erlangen konnte, also völlig bedeutungslos war. Was jetzt nicht gegen die Partei spricht, weil sie ja erst frisch dabei ist. So, aber hier jetzt bei der Europawahl, da ist sie jetzt schon zum zweiten Mal dabei. Und dann werden wir mal schauen, wie sie dann hier abschließt. Das heißt, wir werden an der Europawahl einen Indikator sehen für a für die Stärke der AfD und b auch für die Stärke des BSW. Und das wird insofern sicherlich eine Signalwirkung haben auf die Landtagswahlen, die dann in einigen Monaten ja, sich anbahnen.
Eli
Ja, in der Tat, die Leute sind ja auch ganz oft Mitläufer. Also sie schließen sich ganz oft der Gruppe an, die ohnehin gerade eben schon im Gewinnen begriffen ist und wenden sich von einem Verlierer eben ab. Und medial wird das deshalb eben relevant, weil Gewinner in der Regel halt hochgejubelt werden, nach dem Motto, wir haben es ja immer gewusst, und Verlierer dann entsprechend halt, ja, bei Verlierern entsprechend leider Gottes maximal nochmal nachgetreten wird. Es ist, was es ist, aber wir müssen damit umgehen, klarkommen und vor allen Dingen auch uns dessen bewusst werden, dass wir das politische System weder umstürzen werden noch groß umrümpeln werden, sondern dass wir heute nur Teil dessen sind. Alexander, mein Guter, wenn du uns ein Bild von dir gibst, dann zeige ich der Welt auch gerne den bestaussehendsten Mann im Widerstand. Uns möchte sich nämlich noch einer anschließen und das ist der vielsagenumworbene und angekündigte Gast aus Europa. Ich freue mich, dass er mit am Start ist. Ich hole ihn gleich hier mit dazu. Da ist er. Vielen herzlichen Dank, dass du bei uns bist. Ich wusste gar nicht, dass du kommst. Deshalb muss ich dich ganz kurz nochmal hier... Ihr seid nicht beide Klardenker, aber es kann nur einen Klardenker geben. Werde ich dich jetzt gleich nochmal umbenennen. Schön, dass du da bist. Uns zugeschaltet aus irgendwo in Österreich. Alexander Ehrlich zu meiner... Hier seht ihr das zu meiner Rechten. Alexander, du bist Österreicher. Sind bei euch auch EU-Wahlen? Und wie ist die Stimmung im Land? Erzähl uns gerne mehr.
Gast
Ja, was für eine Frage. Natürlich sind in Österreich auch EU-Wahlen, noch sind wir hier in Europa und naja, weiß jetzt nicht, ob ich leider oder Gott sei Dank sagen soll, Mitglied der Europäischen Union, jedenfalls ist es so. Und bei uns wird fleißig gewählt und Wahlkampf betrieben. Wie ist die Stimmung? Nun, zunächst einmal bei uns treten sieben Parteien an. Das sind die fünf Parlamentsparteien plus neu dazu die Liste DNA und die KPÖ, die Kommunistische Partei Österreichs. Die Liste DNA ist aus der Straßenbewegung der Jahre 2020 bis 2024 hervorgegangen. Dr. Maria Hubmer-Mogg aus Graz tritt hier an mit einer Liste. Sie ist auch bekannt dafür, dass sie viele Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen organisiert hat. Was im Vorfeld ein Skandal war, ist, dass die meisten TV-Sender sich darauf beschränkt haben, bei den Debatten nur die fünf Parlamentsparteien einzuladen. Manche und auch manche Zeitungen haben dann zusätzlich noch die KPÖ eingeladen. Aber Maria Hubmer-Mogg wurde nur sehr, sehr wenig präsentiert. Sie durfte in einer Pressestunde sprechen im ORF. Sie durfte einmal im KRONE TV sich betteln mit Lena Schilling von den Grünen. Und sie war bei Servus TV natürlich und auch bei Puls24, aber wesentlich weniger vertreten als die Parlamentsparteien. Das heißt, das System ist einfach darauf ausgelegt, dass man es neuen Kräften schwer macht, sich zu etablieren, bekannt zu werden. Das ist nichts Neues. Die besondere Unfairheit besteht darin, dass die KPÖ wesentlich weniger Unterstützerunterschriften mitgebracht hat, um anzutreten zur Wahl, als das DNA und Maria gelungen ist. Und trotzdem wird die KPÖ vorgezogen. Und immer wieder wird auch wahrheitswidrig behauptet, es gäbe nur eine weibliche Spitzenkandidatin, nämlich die Lena Schilling von den Grünen. Was ja nicht wahr ist, weil es gibt eben auch die Maria von DNA. Ja, so sieht es aus. Aktuell wird berichtet... Wer aller schon gewählt hat, die Spitzenkandidaten haben ihre Stimme abgegeben von allen Parteien, jeder hat natürlich aufgerufen, die eigene Partei zu wählen, eh klar. Der Bundespräsident hat gewählt, er wurde befragt, wie ist denn das, ob er sich denn jetzt auf einen Rechtsruck in Europa einstellt und was er dazu sagt. Und er sagt, er stellt sich einfach auf geänderte Verhältnisse ein, gibt sich also hier sehr kryptisch. Fakt ist, es ist unausweichlich, die FPÖ wird in Österreich das beste Ergebnis ihrer bisherigen Geschichte einfahren, wird zweifellos an die 30 oder sogar über 30 Prozent erreichen. Das ist ja bis jetzt bei einer bundesweiten Wahl noch nie gelungen. Und zusätzlich gibt es eben noch zwei weitere Parteien, und ich zähle da jetzt auch die KPÖ mit, die gegen das Establishment stehen, also DNA und KPÖ. Und da wird es auch nochmal spannend, ob diese beiden noch zusätzlich eines oder jeder von ihnen eines der 20 österreichischen Mandate ergattern können. So ist die Gesamtlage mal in Österreich.
Eli
Gut, ordnet das mal. Das war jetzt sehr abstrakt, aber auch gleichzeitig sehr, sag ich mal, umfassend. Wenn wir uns jetzt einschießen auf die Oppositionsparteien, die erstens am beliebtesten sind und zweitens am, sag ich mal, am ehesten mit Signalwirkung, auch medientechnisch deshalb eben vielleicht bekämpft werden. dann ist natürlich auch hierzulande bei uns in Deutschland die FPÖ der Spitzenreiter. Du hast sie als solche auch bezeichnet und auch hier sieht man, dass unsere Medien sie als Zugpferd, Herbert Kickl als Zugpferd, sag ich mal hier bezeichnen. Aber inwieweit sind sie denn wirklich halt der Konkurrenz voraus? Kannst du das Verhältnis mal ein bisschen einordnen? Also sind die Längen voraus oder gerade nur um Haaresbreite?
Gast
Nein, nein, Längen voraus. Also so wie es jetzt aussieht nach den neuesten Umfragen, den letzten Umfragen, werden höchstwahrscheinlich 30% der Österreicherinnen und Österreicher für die FPÖ stimmen, jeweils 20% für SPÖ und ÖVP, also die Pendants zu SPD und CSU. Und der Rest wird sich auf die anderen aufteilen, wobei es sehr spannend ist, Wie wird es den Grünen gehen? Da gab es jetzt in den letzten drei Wochen vor der Wahl massive Skandale rund um ihre Spitzenkandidatin. Das hat extrem hohe Welten geschlagen. Die Grüne Partei hat darauf ausgesprochen, arrogant reagiert. Der Vizekanzler Kogler hat sich ins Fernsehen gestellt, hat gesagt, alle Kritik an Frau Schilling, das ist nur Gerülpse und Gefurze und interessiert ihn nicht. Also so viel ist ihm die Meinung seiner Wählerschaft wert. Und ich habe doch den Verdacht, dass das einige Stimmen kosten wird. Das kann man natürlich jetzt so noch nicht sagen. Wir werden es am Ende des Tages wissen.
Eli
Okay, gut. Am Ende des Tages heißt natürlich, dass auch bei euch ab 18 Uhr ausgezählt wird. Warst du schon wählen und willst du verraten, für wen du gestimmt hast, lieber Alex?
Gast
Selbstverständlich. Ich war schon wählen und ich habe für Maria Hubmer-Mogg gestimmt von der Liste DNA. Und zwar aus dem ganz einfachen Grund, Sie ist die einzige Partei, die den Namen Neutralität explizit im Namen trägt und das praktisch wie ein Aushängeschild vor sich her trägt und das ist mir persönlich das wichtigste Argument. Österreich soll aus meiner Sicht seine Neutralität beibehalten und keinen Militärbündnissen beitreten. Ein zweiter Grund ist, ich habe gestern den Test gemacht auf wahlrechner.at. Da kann man also 42 Fragen beantworten und die Parteien haben alle auch diese Fragen beantwortet. Und der Rechner vergleicht dann deine Antworten mit denen der Parteien. In Deutschland gibt es das auch. Das heißt Wahl-O-Mat.
Eli
Wahl-O-Mat, genau. Haben wir gestern gemacht, genau.
Gast
Da kam bei mir raus, also ich müsste auf jeden Fall in Österreich die DNA wählen, wenn sie nicht da wäre, die FPÖ oder die KPÖ. Und in Deutschland müsste ich die Partei Die Basis wählen, was mich überrascht hat, weil du weißt, ich bin ein glühender Fan von Sarah Wagenknecht und ich dachte, ich müsste sie wählen. Aber nein, in den Inhalten stimme ich offensichtlich weit mehr mit der Basis überein als mit dem Bündnis Sarah Wagenknecht.
Eli
Ja gut, ich sage immer wieder, sie ist ein trojanisches Pferd, sie sieht gut aus, aber sie ist eine politische Katastrophe und es freut mich, dass trotz aller deiner glühenden Überzeugungen du Mensch und Mitdenker genug bist zu sagen, du lässt dich von solchen Oberflächlichkeiten bei der Wagenknecht offensichtlich nicht aufs Glatteis führen. Gut, vielen lieben Dank für diese Einschätzung aus Österreich, lieber Alexander. 18 Uhr wisst ihr mehr, wissen wir mehr. Wir haben dazu in Sachsen und in Brandenburg auch noch Kommunalwahlen. Gibt es die bei euch auch oder wird heute nur das EU-Parlament gewählt in Österreich?
Gast
Soweit ich weiß, wird halt immer das EU-Parlament gewählt. Einen Augenblick, das müsste ich kurz nachschauen.
Eli
Naja, du warst ja wählen. Das hast du ja mitbekommen.
Gast
Hier bei mir jedenfalls nicht kommunal. Okay. Das heißt, dass es nicht in der einen oder anderen Gemeinde so sein könnte.
Uwe
Ja, aber ich möchte noch was zum Thema, wo gewählt wird, noch was sagen. Wir haben jetzt in Deutschland hier über drei... Bundesländer gesprochen in den neuen Bundesländern. Aber Faktum ist, dass die Kommunalwahlen noch in einigen anderen Bundesländern auch stattfinden. In Baden-Württemberg zum Beispiel. Heute? Ja, heute. Ich habe dir mal gerade was rübergeschickt. Da kannst du dir mal die Liste angucken.
Eli
Ich werde nicht mehr. Haben wir das komplett verpennt oder was? 9. Juni? Wusstet ihr das? Guckt mal hier, Sachsen-Anhalt, Saarland, gehören die noch zu Deutschland? Rheinland-Pfalz, wo ist denn das überhaupt? Mecklenburg-Vorpommern, gut, die kenne ich. Hamburg ist mir bekannt. Brandenburg, Baden-Württemberg. Nein, das wusste ich gar nicht.
Uwe
Nein, der Punkt ist einfach der, Eli, dass wir den Fokus natürlich hatten auf die wichtigen Geschichten mit den... Mit den Landräten und mit den Oberbürgermeistern. Ja, das war es genau in Thüringen. Aber es gibt eben noch mehr. Es gibt noch diese ganzen untergeordneten Ebenen und da wird eben heute auch noch gewählt.
Eli
Ah ja, hier seht ihr das, liebe Freunde. Da wird gewählt, Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, keine OBs mehr, keine Oberbürgermeister. Teilweise so klitzekleine Sachen wie Bezirksversammlungen in Hamburg zum Beispiel. Von daher, ja, das haben wir nicht auf dem Schirm. Alle gucken hier nur auf das dicke, fette, ganz oben, Europäische Parlament. Aber in der Tat, auf kommunaler Ebene kann man ja auch einiges bewegen. Gut, in Ordnung. Alexander, bei euch heute keine Kommunalwahlen. Es bleibt alles ruhig.
Gast
Ich habe jetzt nochmal nachgeprüft. Ich habe jetzt auf den ersten Blick überhaupt nichts Dahingehendes gefunden. Also bei uns ist es die Europawahl und möglicherweise, mag schon sein, ich kann es nicht ausschließen, dass ein, zwei Gemeinden mitwählen, aber ich finde davon nichts und ich glaube es eigentlich nicht.
Eli
Okay, alles klar. Gut, dann jetzt zum Abschied. Ja, deinen Ausblick hast du uns schon mit auf den Weg gegeben. Nichtsdestotrotz, was bedeutet diese EU-Wahl, lieber Alexander Ehrlich, für dich? Also egal, wie sie ausgeht, ist sie eine wichtige. Sollten Leute jetzt noch wählen gehen? Bis 18 Uhr haben sie ja die Möglichkeit dazu. Sowohl in Österreich als auch diesseits der Grenze. Ja, was sollten die Leute bis 18 Uhr machen? Warum sollten sie sich eventuell doch nochmal mobilisieren? wenn sie auch aus dem Nichtwählercamp sind, um zu sagen, sie nehmen die Beine in die Hand und sie gehen wählen, anstatt gehen zu wählen. Falls du weißt, was ich meine.
Gast
Ja, nun, ich habe schon sehr, sehr viele, die gesagt haben, was soll denn das, wozu sollen wir denn wählen, das ist doch nur ein Marionettentheater und die werden doch alle ferngesteuert von irgendwelchen Investoren und Lobbyisten, geantwortet, naja, das mag schon sein, aber sag mal, wäre es denn nicht gut, wenn wir auf der Marionettenbühne auch einige Marionetten hätten, die von uns aus der Straßenbewegung, unter Anführungszeichen gesteuert werden, sprich die uns repräsentieren.
Eli
Unsere Marionetten, unsere Marionetten, das wäre doch mal was.
Gast
Genau. Letztendlich ist natürlich die Politik, vor allem das Europäische Parlament, das nicht mal Gesetzesanträge einbringen darf, in vieler Hinsicht nichts anderes als ein Theater. Aber dieses Theater hat einen Zweck. Dieses Theater produziert Aussagen, Videos, Ausschnitte, die man dann herumschicken kann und die Teil der öffentlichen Meinungsbildung werden. Und abgesehen davon hat das Parlament noch ein wesentliches Recht und das ist das Informationsrecht. Das heißt, als EU-Parlamentarier kann man sich viel besser über verschiedene Dinge Klarheit verschaffen, als das der einfache Bürger kann. Und wenn da jetzt Menschen drinnen sitzen, die sagen, gut, erstens liefere ich tolle Showstücke ab zum Thema, das System ist faul und hier muss sich was ändern und zweitens besorge ich so viele Informationen, wie ich kann über die teilweise verschleierten Hintergrundvorgänge im Parlament und liefere sie der Bevölkerung, dann haben wir davon einen direkten Nutzen und alleine aus diesen beiden Gründen zahlt es sich aus, dort Volksvertreter hinzuschicken, Volksvertreterinnen, die sich einsetzen dafür, dass Transparenz einkehrt und dass der Lobbyismus zurückgedrängt wird.
Eli
Ja, das wäre doch schon mal was. Also insofern, es gibt mannigfaltige Gründe zur Wahl zu gehen. In einigen Ländern übrigens, das haben wir gar nicht erwähnt, lieber Uwe, ich weiß es gar nicht, ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber ich glaube drei der 27 Länder haben übrigens sogar eine Wahlpflicht. Die nehmen das nicht ganz so ernst. Ich glaube sogar Belgien gehört dazu, ich bin mir aber nicht ganz sicher, zitiert mich da nicht. Aber da sagen sie, sie nehmen es nicht ganz so ernst, wenn jemand diese Wahlpflicht nicht eben ausnutzt oder halt eben ihr folgt. Aber was soll ich sagen? Also manche Länder nehmen ihren demokratischen Prozess sehr ernst. Und ich würde mir wünschen, dass es hier bei uns, wo wir keine Wahlpflicht haben, eben Bürgerpflicht ist, die die Leute aus moralischen, aus Anstandsgründen oder einfach nur, weil sie mathematisch mitrechnen können, eben ernst nehmen. Gut, danke dir für deinen Ausblick, danke dir für deinen moralischen Appell. Lieber Alexander Ehrlich, immer noch der bestaussehendste Mann im Widerstand, nach mir und Uwe. Aber auf jeden Fall der bestaussehendste in Österreich im Widerstand. Insofern danke dir, dass du dich eingeschaltet hast. 18 Uhr bist du uns dann nicht mehr gewogen. Da musst du eigene Wege gehen. Aber ich bin mir sicher, du drückst uns allen die Daumen, bis sie blau werden. Insofern, danke dir.
Gast
Wie du richtig sagst, ich habe heute noch private, andere wichtige Termine und morgen eine ganz wichtige Gerichtsverhandlung, die auf mich zukommt. Drückt mir da bitte die Daumen und euch allen und uns allen für die Europawahl alles Gute. Bin gespannt, wie es ausgeht.
Eli
Ja, sind wir alle zusammen und danke dir für diese Einschätzung. Grüße nach Wien, beziehungsweise wo auch immer du bist. Grüße nach Österreich. Danke dir, dass du uns auch ein bisschen einen Einblick gewährt hast, wie die Situation vor Ort eben ausschaut. Gut, klingt nicht aus. Vielen herzlichen Dank. Und das war Alexander Ehrlich aus Österreich. Tschüss. So, da ist er raus. Uwe, wir sind wieder ganz unter uns. Moment, bleib da.
Uwe
Ich würde da gerne noch etwas ergänzen zu dem, was Alexander gerade gesagt hat. Er hat gesagt, das EU-Parlament könne ja keine Gesetzesinitiativen einbringen.
Eli
Das stimmt, da wollte ich auch einen haben.
Uwe
Das hat er so nicht ganz richtig gesagt. Also im Prinzip ist es so, dass mehrere Institutionen in der EU sehr wohl Gesetzesinitiativen einbringen können und die EU-Kommission, die hat im Grunde genommen das Hauptinitiativrecht, also die kann diese Gesetze einbringen, aber auch das Europäische Parlament kann das indirekt machen, nämlich es kann die Kommission auffordern, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, so die Kommission muss sich danach nicht richten, die ist also frei in ihrer Entscheidung, aber wenn sie es ablehnt, muss sie es begründen. Und genau dasselbe gilt eben auch sinngemäß für den Rat der Europäischen Union, da will ich jetzt nicht weiter darauf eingehen, und mögliche Bürgerinitiativen, aber auch noch bestimmte Ausschüsse aus den Regionen und der Europäische Wirtschaft- und Sozialausschuss. Also insofern vor allen Dingen hat ja das Europäische Parlament auch die Möglichkeit, an den Gesetzesvorschlägen der Kommission Änderungen vorzuschlagen und über diese Änderungen abzustimmen. Also insofern ist die Aussage, Sie hat ja kein Initiativrecht, nur teilweise richtig. Es hat ein indirektes Initiativrecht und es hat ein Änderungsrecht an dem, was die Kommission macht. Also insofern kann man nicht sagen, dass das Parlament quasi jetzt machtlos bezüglich solcher Gesetzesvorschläge wäre.
Eli
Ja, machtlos ist es nicht, aber wir müssen auch fairerweise die Kirche im Dorf lassen. Es ist auch nicht das mächtigste Parlament der Welt. Viele reden zu Recht davon, dass es ein riesengroßer bürokratischer Wasserkopf ist, den eben eine Präsidentin mehr oder weniger autokratisch regiert. Da ist auch schon was Wahres dran, aber wie gesagt... Allein das Argument, dass wir unsere eigenen Marionetten haben sollten, deren Puppenspieler dann entsprechend wir sind in diesem Parlament, das zeigt, man muss diesen Prozess halt eben kämpfen und man muss vor allen Dingen auch das System von innen heraus versuchen zu verändern und nicht von außen dagegen revoltieren.
Uwe
Und vor allen Dingen, was man ja auch nicht bedenkt. Wenn jetzt also ein neues Parlament gewählt wird, dann fangen die ja nicht bei Null an, sondern sie übernehmen ja eben Gesetzesinitiativen, die schon längst in Arbeit sind. Das heißt, die müssen ja weiter bearbeitet werden. Und das nächste EU-Parlament wird sich also mit bestimmten Dingen zu beschäftigen haben, die da insbesondere betreffen, die auswärtigen Angelegenheiten und die Verteidigung, den digitalen Wandel, Verbraucherschutz und Gesundheit, soziale und wirtschaftliche Erholung, den Grünen-Deal, Asyl und Migration, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das heißt, da könnte man natürlich weiter darauf einsteigen. Das werden wir hier jetzt natürlich nicht machen. Aber ich will sagen, es fängt nicht bei null an, sondern es geht nur weiter. Und das, was bisher schon in Arbeit ist, wird dann in einer anderen Art und Weise wieder vorangetrieben. Und etliche dieser Punkte entstammen natürlich auch der EU-Kommissionspräsidentin, weil wenn man eine solche wählt, dann muss die sich ja eben entsprechend bewerben und vorstellen, was sie für Gedanken und Konzepte hat. Quasi so eine Art Richtlinienplan und danach wird dann die Kommission ausgerichtet. Und wenn wir uns den richtigen Plan von damals angucken, was Ursula von der Leyen gemacht hat, dann muss man sagen, etliche von ihren Punkten sind jetzt auch in diesen Gesetzesinitiativen drin. Also insofern, es geht nicht tabula rasa, heute wird alles geändert und morgen ist alles neu. So ist es einfach nicht.
Eli
Genau. Und ob eine neue Präsidentin überhaupt gewählt werden muss, das entscheidet halt eben der Wähler heute. Je nachdem, wie er sich entscheidet, wird es da eventuell eine neue Zusammensetzung geben. Oder aber Frau Ursula von der Leyen wird einfach weiter regieren und bekommt eine neue Legislaturperiode und wird dann weiter ihre Initiativen umsetzen können. Das werden wir dann entsprechend sehen. Abschließend, lieber Uwe, lass es uns zu einem Abschluss bringen, denn ansonsten können wir hier nahtlos weitermachen und sind dann ohnehin schon 17 Uhr wieder auf Sendung. Die Wichtigkeit des Wählengehens ist nicht zu unterschätzen, insbesondere, liebe Freunde, da ich euch zum Abschluss eine Hiobsbotschaft mit auf den Weg geben muss. Fragt bitte nach, wenn ihr zu den Unentschlossenen gehört, die bis jetzt wirklich noch nicht wählen gegangen sind, fragt bitte nach, wie hoch der Briefwähleranteil in eurem Wahllokal gewesen ist. Ich sage vorneweg, dass in meinem Wahllokal der bei ungefähr 50% lag. Ich habe gedacht, ich hätte mich verhört. Früher lag der bei vielleicht zwei, drei, vier, fünf Prozent. Inzwischen zucken die Leute mit den Achseln, wenn sie sagen, 50 Prozent der Wähler würden bei der eindeutig am anfälligsten für Manipulation eben bei der Briefwahl entsprechend ihr Kreuzchen machen. Im Sinne von, dass die halt Wochen teilweise vielleicht schon vorher abgestimmt haben. Das heißt nicht, dass die notwendigerweise manipuliert sein muss. Die Briefwahl. Aber das heißt, dass sie wirklich am anfälligsten dafür ist. Und meine ganz persönliche Meinung, von der Uwe sich distanziert, ist, zu 100 Prozent ist die manipuliert. Wir wissen halt nur nicht, in welchem Umfang oder für welche Partei. So viel also dazu. Also das ist ein Appell an euch, wirklich zwei Dinge zu tun. Vielleicht drei Dinge zum Abschluss. Erstens, überhaupt wählen zu gehen. Das sollte jedem inzwischen klar geworden sein. Bis 18 Uhr habt ihr noch die Möglichkeit dazu. Zweitens nachzufragen, wie hoch der Briefwahlanteil ist. Und drittens, Uwe, ich weiß nicht, ob du das schon mal gemacht hast in deinem etwas längeren Leben als meins. Vielleicht hattest du mehr Zeit als ich. Ich werde mal nachher gucken, ob ich hier auch noch was dazu einblenden kann. Aber das Dritte, was die Leute tun könnten, ist ja eigentlich Wahlbeobachter zu machen. Weil Wahlbeobachter kann jeder machen. Und ab 18 Uhr, wenn ihr nichts Besseres zu tun habt, könntet ihr tatsächlich den demokratischen Prozess überwachen. Hast du das Gefühl, lieber Uwe, Das ist ein demokratisches Feigenblatt und ohnehin wird das dann in irgendeiner Schaltzentrale wieder schön gerechnet oder lohnt das deiner Meinung nach?
Uwe
Naja, also ich sag mal so, die Wahlen sollten natürlich immer kritisch beobachtet werden, ob denn auch alles ordentlich läuft. Wir haben in vielen Ländern immer wieder neue Wahlskandale in mehr oder minder großem Umfang. Das lässt sich vielleicht auch nicht vermeiden, weil eben sehr viele Menschen an der Auszählung und so weiter beteiligt sind. Und wer da eben seinen Anteil zu beitragen will, dass das besser läuft, der kann ja in das Wahllokal seines Wahlbezirks gehen und dort als Wahlbeobachter sich dort angucken, was dort läuft und gegebenenfalls dann auf irreguläres Verhalten hinweisen. Also insofern, ich halte das für eine wichtige Sache, aber ich glaube den meisten Leuten ist das nicht bewusst, dass das jeder machen kann.
Eli
ja deshalb machen wir diese sendung liebe freunde jeder von euch ja du und ja du wie meint er mich nein dich meine ich ja genau dich du kannst wahlbeobachter werden du brauchst gar nichts du musst einfach nur hingehen vielleicht brauchst du noch dein personalausweis bestenfalls dass die halt ein bisschen nachvollziehen können wen sie dort überhaupt in den raum lassen und ab 1 18 Uhr, sobald im Prinzip für Wähler die Wahllokale geschlossen werden, sind sie für Wahlbeobachter offen. Also es ist dann natürlich, sage ich mal, ein bisschen irreführend bezeichnet, weil da wird nicht mehr gewählt, sondern da wird nur noch ausgezählt. Eigentlich müsste es also heißen Auszählungsbeobachter und nicht Wahlbeobachter. Aber wie dem auch sei, ihr könnt Auszählungsbeobachter werden. Und das kann wirklich jeder tun. Gehen Sie zu der Auszählung ab 18 Uhr in Ihrem Wahllokal und schauen Sie den Wahlhelfern auf die Finger. Natürlich ohne sie bei der Arbeit zu behindern. Bitte notieren Sie sich unbedingt die Ergebnisse in Ihrem Wahllokal und melden Sie uns auch diese, auch wenn Ihnen keine Unregelmäßigkeit aufgefallen ist, über das Formular auf dieser Seite. afd.de slash Wahlbeobachtung ist eine der Anlaufstellen, die ihr dafür nutzen könnt. Und ich gebe euch das jetzt gerade in alle Chats mit. Wie gesagt, es gibt eigentlich nur eine Sache, die ihr aber vielleicht auch irgendwie kombinieren solltet, die euch halbwegs entschuldigen würde, keine Wahlbeobachtung zu machen. Und das ist, wenn ihr uns beiden zuguckt, nämlich Uwe und mir, denn wir sind ab 17 Uhr ja auch auf Sendung. Aber wenn ihr es irgendwie schafft, Wahlbeobachtung zu machen ab 18 Uhr, und parallel mit einem Auge immer wieder in den Chat zu schielen oder was auch immer, dann wäre das, glaube ich, eine ganz lohnenswerte Sache. Von daher, lass uns zum Abschluss, lieber Uwe, sagen, wir kommen ja wieder, wir bleiben den Leuten gewogen und erhalten und weiter geht's unter anderem eben auch auf deinem Kanal, wo du schon live gerade bist mit mir zusammen. Hier sehen wir das. Das ist unser Überblick, den wir gerade machen. Alles, was du wissen musst, live um 12 Uhr. Und dann ab 17 Uhr, liebe Freunde, Auszählung und Analysen. Sowohl auf dem Kanal von Uwe, die Welt klar sehen, als auch natürlich hier. Ich grüße übrigens alle Zuschauer von Uwe. Ihr erfahrt wahrscheinlich gerade alle aus allen Wolken. Uwe, irre ich mich oder ist es das erste Live bei dir auf deinem Kanal?
Uwe
Ich glaube, wir hatten schon mal vor zwei, drei Jahren ein oder zweimal was live gemacht. Da war der Kanal noch viel kleiner. Und hier sind, ich glaube, meine Kanal-Teilnehmer, die sind ja bestimmt ganz schockiert. Das kennen die ja gar nicht von mir. Die wissen ja gar nicht, was sie machen sollen. Insofern mein Tipp, einfach, wenn da steht live jetzt hier, dann einfach draufklicken und anschauen.
Eli
Richtig. Draufklicken und anschauen. Sehr gerne auch im Replay, liebe Freunde, wenn ihr wollt. Ich gebe euch einfach auch mal diese Adresse hier mit in den Chat. Wenn ihr erst zuletzt reingekommen seid, ein bisschen zu spät und die Highlights am Anfang verpasst habt, welche das sind, müsst ihr halt selber rausfinden. Dann, liebe Freunde, klickt gerne auf den Link, findet mehr heraus. Auf jeden Fall werden wir wiederkommen um 17 Uhr, liebe Freunde. Dann beginnt Auszählung, Analysen und Auswertung. Ausblick und je nachdem, wie es ausgeht, vielleicht auch Fernsehsorge, aber vielleicht auch eine kollektive blaue Sommerparty, wie es auf jeden Fall Europa verdient hätte. In diesem Sinne, liebe Freunde, das ist das, was wir den Leuten mit auf den Weg geben wollen. Und lieber Uwe, dir gebührt dein letztes Wort, bevor ich mein letztes Wort an die Menschen richte. Insofern, ich hoffe, du sprichst denen nochmal ins Gewissen und motivierst alle noch einmal in sich zu gehen und die richtige Entscheidung zu treffen. Aber bitte.
Uwe
Ja, also ich sage mal, was jemand zu wählen hat, muss er natürlich selbst entscheiden. Allerdings wer möchte, dass etwas ändert, der muss auch diejenigen Parteien wählen, die etwas ändern wollen. Ob sie es dann tatsächlich können, das wird man dann sehen, falls sie jemals dran kommen sollten. So, aber eins ist klar, wer das wählt, was bisher dran ist, kriegt auch nur das in der Zukunft, was bisher dran war. Und wer gar nicht hingeht, der kriegt gar nichts außer sein eigenes Gemecker. Und insofern Lieber hingehen und ungültig wählen oder aber etwas wählen, wovon man sich was erhofft, als gar nicht wählen.
Eli
Ja, gut, wunderbar. Da danke ich dir für deine Einschätzung, lieber Uwe. Das war schön, dass du dich hier schon zur Verfügung gestellt hast, um die Leute ein bisschen zu motivieren. Ich bin ja eigentlich mehr so der Typ fürs Engagement und du bist der Mensch, der das mit Zahlen, Daten und Fakten unterfüttert. Insofern, das Highlight steht noch für dich in Anführungszeichen aus. Du bist ja der Analyst, du wirst dann auf die Daten gucken, du wirst die mir dann zuspielen. Ich werde es eigentlich größtenteils nur vorlesen. Ich werde jetzt noch verrückterweise eine Mütze Schlaf nachholen, weil ich hatte eine sehr, sehr kurze Nacht. Aber spätestens 17 Uhr bin ich wieder dann mit dir auf Sendung und dann freue ich mich, dass wir hier nochmal in die Vollen schlagen. Im Übrigen, liebe Freunde, letzter Hinweis, bevor ich euch hier alle verabschiede, weil die Kommunalwahlen ja unter anderem eben in so vielen Bundesländern noch anstehen. Für Sachsen kann ich euch das Folgende sagen. Ich habe heute mal nachgefragt bei dem Wahlleiter in dem Lokal, wo ich war. Man erwartet die ersten Hochrechnungen für das EU-Parlament um 18 Uhr auf Basis von Exit-Polls. Die sind nicht verlässlich, die werden sich bis ca. 20 Uhr noch stabilisieren und finalisieren. Und dann aber, liebe Freunde, Stichwort Mütze schlafen und nachholen und so weiter und so fort, 23 Uhr erst erwartet man, weil man wird erst die Ergebnisse, die bundesweit relevant sind, die EU-Zahlen liefern, wird man also nach einer kurzen Pause, die arbeiten ja schon seit heute Morgen um 8 Uhr, Die Leute im Wahllokal. Wird man also ungefähr gegen 23 Uhr mit den Ergebnissen in puncto Stadtratswahl rechnen können. Und für die Nachteulen unter euch, ich weiß nicht mal, ob Uwe und ich das so lange heute schaffen, 2 bis 3 Uhr nachts hören wir es dann, wie gesagt, bis aufs letzte Müh in puncto Stadtbezirksbeirat. Aber das ist wahrscheinlich für die wenigsten von euch tatsächlich relevant. Insofern, EU muss jeder mitnehmen. Wir fangen 17 Uhr an, kriegen 18 Uhr die ersten Hochrechnungen und gratulieren uns oder... Ja, oder bemitleiden uns gegenseitig dann so gegen 20 Uhr, wenn wir wissen, wie das Ergebnis endgültig ausfällt. Uwe, bis dahin, alles Gute auf deinem Kanal. Und wir sehen uns wieder auf die Welt klar sehen, denn auf die Welt klar sehen gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Besser hätte ich es nicht sagen können. Insofern findet euren Weg zu Uwe oder ansonsten findet euren Weg zu uns zurück hierher um 17 Uhr. Mein Guter, wir sehen uns in nicht mal vier Stunden. Bis dann. So, liebe Freunde, da geht er hin, der Uwe. Das war spannend, mit ihm zusammen diese Sache hier zu machen. Und ja, was soll ich euch sagen? Also auch mein letzter Appell an euch, Freunde, es steht viel auf dem Spiel. Es steht mehr auf dem Spiel, als ihr in irgendeiner Form euch vorstellen könnt. Nur deshalb schlagen die Wellen so hoch. Nur deshalb werden AfD-Politiker links und rechts grün und blau geschlagen. Vermummte, und hast du nicht gehört, greifen hier in diesen Prozess ein und... Es steht, wie gesagt, ein moralischer Imperativ im Raum, wenn nicht ein mathematischer. So wie so wählen zu gehen, damit sich irgendetwas verbessern, irgendetwas verändern kann. Frau Beatrix von Storch von der AfD fasst es für euch noch einmal in 23 Sekunden kompetent und kompakt zusammen, warum ihr eigentlich euer Kreuz nur an einer Stelle machen könnt und ich lasse sie an dieser Stelle zu Wort kommen.
Gast
Was will die AfD? Das kann man in einem Satz zusammenfassen. Die AfD möchte, dass in Deutschland Politik im Interesse der deutschen Bürger und von Deutschland gemacht wird. Jede Stimme für die AfD ist eine Stimme für ein besseres Leben, für eine bessere Sicherheit und für die Zukunft für Deutschland. Vielen Dank.
Eli
Vielen Dank, liebe Freunde. Insofern, es ist gar nicht so kompliziert, wie es anmutet. Die Liste ist lang, doch die Entscheidung ist kurz. Eigentlich habt ihr die Wahl zwischen der politischen Opposition oder einem Einheitsbrei eines Einheitsbündnisses, das sich mit weiter so abkürzen lässt. Ihr müsst natürlich selber in letzter Instanz entscheiden, aber ich hoffe, eine Entscheidung habt ihr auf jeden Fall getroffen. Und das ist die Entscheidung, zur Wahl zu gehen. Das war unser Ansinnen zusammen mit Uwe, euch heute noch einmal ins Gewissen zu reden. Und ihr habt auf jeden Fall Zeit. Ihr verpasst gar nichts, weder von unserer Sendung noch überhaupt sonst irgendetwas. Ich glaube, es gibt kein anderes Großereignis heute. Kein Fußball wird heute gespielt. Und Fußball ist sowieso nur etwas für Leute, die viel von Brot und Spielen halten. Ich hoffe, ihr nehmt eine Sache mit und das ist, dass ihr zur Wahl gehen solltet. In diesem Sinne, liebe Freunde, wir sehen uns alle wieder um 17 Uhr. Bis dahin werde ich noch Sendung vorbereiten und eine Mütze Schlaf nachholen. Was ihr auch noch tun könnt, wenn ihr euch jetzt schon erkenntlich zeigen wollt, ist meine Arbeit zu unterstützen auf etvc.de. Danke, geht das? Und wer nicht mal das machen kann, liebe Freunde, dem ist entweder nicht mehr zu helfen oder aber der hat schon seinen Beitrag geleistet. Und der Beitrag, so könnt ihr es mir nämlich heute auch in Anführungszeichen heimzahlen. der wäre für mich schon, wenn ihr einfach nur konsequent und stabil alle so wählt, wie euer Herz es euch eben vorsagt. In diesem Sinne, wer nicht auf etvc.de slash danke es schafft, der schafft es wenigstens bis in unseren Chat. Denn lasst uns zum Ausklang noch einmal unser Spiel vom Anfang wiederholen. Ich lege vor und ihr haut rein, alle zusammen im Chat. Sei schlau, wähl! Ihr müsst es vollenden. Sei schlau, wähl. Wer schreibt es rein? Wer ist der Erste, der sich traut? Wer hat es auf Copy-Paste? Wer macht den ganzen Chat so blau wie der politische Hindern der Grünen nach der Wahl heute? Sei schlau, wähl. Ich will noch mehr sehen. Ich will hier kein anderes Wort drin stehen sehen. 1000 Leute, die uns noch zugeschaltet sind. Da muss noch mehr reingehen. Da passen noch mehr Blaus rein. Sei schlau, wähl blau. Also, liebe Freunde, blaue Herzchen, so weit das Auge reicht. Wer auch immer, immer noch nicht weiß, wo er sein Kreuz zu setzen hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Ihr könnt euch der politischen Opposition, ihr könnt euch den Widerspenstigen, ihr könnt euch den Widerstandsfähigen, ihr könnt euch den Stabilen anschließen oder ihr könnt einfach mal gar nichts tun und dann die nächsten fünf Jahre meckern, dass gar nichts besser geworden ist. Ich denke, jeder kann seine eigene Wahl treffen und wie gesagt, wessen Wahl es ist, mich zu unterstützen, weil er sagt, Eli, tolle Sendung, weiter so. Dann, liebe Freunde, macht es wie Matthias R., Aus Wiesbaden, lieber Matthias, vielen herzlichen Dank für deine Großzügigkeit. Gestern auf den Weg gebracht und hoffentlich bald tatsächlich auch bei mir angekommen. Ich danke dir für die Unterstützung. Max Mustermann hat auch nochmal 10 Cent reingeschickt. Ich habe vergessen zu sagen, das ist ab 1 Euro Spendenwert ein... mit dazu gibt. Also insofern, ihr habt zusätzlichen Anreiz, hier eventuell mit zu unterstützen. Wem so etwas wichtig ist, der kriegt hier ein musikalisches Bon mot hinten rein. Und was soll ich euch sagen, liebe Freunde, wenn wir dann 17 Uhr gleich nachher auf Sendung gehen werden, es ist ja gar nicht mehr so lange hin, dann werden wir auch nicht alleine sein. Der eine oder andere AfD-Politiker hat schon signalisiert, dass je nachdem, wie die Zeit es zulässt, er oder sie uns dann auch nachher zugeschaltet sein wird. Insbesondere bei den EU-Politikern wäre das nicht schlecht. Danke, lieber Max Mustermann. Du kriegst dein... Vielen herzlichen Dank. Das Döp-Döp-Döp gibt es auch nur ab 1 Euro Spendenwert, liebe Freunde. Seid froh, dass das noch so günstig ist. Eigentlich müsste ich das wahrscheinlich höher ansetzen. Na, wie dem auch sei, liebe Freunde, geht heute wählen. Das ist das Wichtigste, was ihr mitnehmen könnt. Kritzel, du hast dich schon mehrfach erkennlich gezeigt. Ich danke dir dafür. Es ist nicht vergeben, es ist nicht vergessen. Und ihr solltet weder mir vergeben, noch mich vergessen. Denn 17 Uhr, liebe Freunde, geht es ja entsprechend schon weiter. Bis dahin, liebe Freunde. In der Regel sage ich, wenn ihr eine einzige Sache nur noch tut, naja, Wenn ihr nur noch eine einzige Sache tut, bis wir uns das nächste Mal wiedersehen, sollte das das Nachdenken sein, aber in diesem Fall würde ich das erweitern. Das Nachdenken sowieso als Grundvoraussetzung natürlich ja, aber die zweite Sache, die ihr machen solltet, bis wir uns wiedersehen um 17 Uhr oder 18 Uhr ist, geht wählen, geht wählen, geht wählen, geht wählen und vor allen Dingen sei schlau, wähl, sei schlau, wähl, sei schlau, wähl, schreibt es mir doch mal in den Chat und wir sehen uns alle wieder hier auf dem Kanal um 17 Uhr. Insofern Bis bald, bis gleich, bis nachher und ein letztes Mal. Sei schlau, wähl. Wir sehen uns. Euer Eli um 17 Uhr hier auf dem Kanal. Sei schlau, wähl. Wer schreibt es in den Chat? Bis nachher, liebe Freunde.
Gast
Musik Musik Musik Untertitelung. BR 2018
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Überblick, wichtigste Parteien und Kandidaten – Europawahl 2024“, Die Welt Klar Sehen, 09.06.2024.
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Live-Überblick zur Europawahl 2024 am 9. Juni. Uwe Loose analysiert die Wahlmechanismen des EU-Parlaments, die Bedeutung der Wahl für nationale Politik, Umfragewerte in Deutschland, Sachsen, Brandenburg und Thüringen sowie die Situation in Österreich. Fokus auf Mobilisierung der Wählerschaft und Kritik an Nichtwählerabstinenz.
