Was will Michael Ballweg wirklich? | Analyse der Großdemo in Berlin vom 03.08.202404.08.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 04.08.202432 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Michael Ballweg, der vormalige und immer noch Kopfanführer und Vordenker der Querdenken-Bewegung, hat erneut zur großen Demo nach Berlin aufgerufen. Und am Sonntag, den 3.8.2024, war es soweit, was daraus geworden ist, wie die Veranstaltung überhaupt war. Diskutieren vier, fünf feste Gäste bei Elijah Tee in der Sendung und noch zwei, drei externe in der Zuschaltung und das war interessant, teilweise auch kontrovers. In einem Stream, der drei, ein Viertelstunde ging, im folgenden finden Sie die Redeanteile von mir ungeschnitten oder eben zusammengeschnitten. Und natürlich mit ein paar Szenen aus der Demo, sodass Sie sich einen hinreichenden Eindruck machen können. Und für alles weitere gehen Sie bitte zum Original-Stream, den ich unten verlinken werde. Also viel Spaß beim Kurs. Nur noch einen Satz vorweg, bevor Sie meine Statements zu dieser Demo hören. Hier gibt es erstmal einen kurzen allgemeinen Überblick von Elijah Tee, damit Sie auch ungefähr eine Vorstellung haben,
was da los war, wie viele Leute da waren und die wichtigsten Rahmenbedingungen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Liebe Freunde, dieser Tag wird in die Geschichte eingehen, denn nicht nur ist es der Tag des wahrscheinlich geilsten Streams ever hier auf dem Kanal, es ist natürlich auch der Tag von Berlin. Berlin, nicht einfach nur irgendeine Demo in Berlin hat stattgefunden, sondern die wahrscheinlich Ebenfalls historischste Demo, die wir je das Privileg haben werden, erlebt zu haben. Die einen von uns aus der Ferne, die anderen vielleicht von mittendrin. Und jeder hat so seine eigenen Gedanken, wie er diese Demo nun entsprechend fand. ein erstes Zwischenfazit mit einer Meta-Analyse, die sich gewaschen hat, mit einem All-Star-Line-Up, also mit einer Besetzung, die ihresgleichen sucht. Und dafür freue ich mich, ganz, ganz viele wunderbare Leute heute im Laufe des Abends hier im Stream begrüßen zu
zu können. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles schaffen soll. Mein Layout ist für das nicht vorbereitet, mein Gehirn sogar noch weniger und die Beteiligten wahrscheinlich selbst erst recht nicht. Von daher, wir wissen alle nicht, worauf wir uns eingelassen haben. Es steht nur eine Sache fest, wir tun das jetzt hier alle zusammen. Ich bitte mal im Hintergrund, einfach mal um totales Chaos zu schaffen, alle gleichzeitig ihren Ton einzuschalten und sich langsam aber sicher darauf einzustellen, dass wir diesen Abend... nie wieder vergessen werden. Denn, liebe Freunde, heute mit am Start hier auf dem Kanal auf ETVC ist eine ganze Reihe an wunderbaren Leuten, die ich mich freue, euch allen hier irgendwie präsentieren zu können. Sie werden angeschnitten, abgeschnitten, aufgeschnitten, irgendetwas gleichzeitig sein. Und mit dabei sind oben links Annika, oben rechts Klardenker Uwe, von ihm sieht man ja nur das rote Vielleicht sollte ich mich auf den Bauch legen. Alles gut, Uwe. Wir kriegen das nachher mit der Sprecheransicht schon hin. Wir haben Gordon Pankalla mit am Start. Er hat uns einen Doppelpack versprochen. Er wird wahrscheinlich den Philipp vertreten. Wir haben Sven, den ihr vorhin noch im Stream gesehen habt, auch mit am Start aus Berlin. Und sobald das formaledeite Banner wieder weg ist, seht ihr unten links ist Sabine mit am Start.
Frisch zugeschaltet aus dem Zug. Hallo Sabine, schön, dass du da bist. Und direkt neben mir ein weiterer Uwe. Wir haben heute von allem zwei. Noch ein Uwe hier unten rechts neben mir. Uwe, der Beobachter, auch mit am Start. Super, dass auch du da bist. War das jetzt eine Demo? War das jetzt eine Spaßveranstaltung? War das irgendwie auf der Meta-Ebene? War das irgendwie schon Kunst oder kann das weg? Auf jeden Fall war es mal wieder irgendwie Ballweg-esk, wenn ich das mal so sagen kann. Und wir haben dank der Mitarbeit fleißiger Filmemacher im Hintergrund wunderbares Material. Das möchte ich euch zu Beginn gleich erstmal einspielen. Nicht, dass es dann irgendwie Fragen gibt, die wir dann über Jahre erstmal irgendwann lange klären müssen. Wie viele waren denn da? Wie sah es denn überhaupt aus? Schaut mal hier, wir haben Bilder von oben aus der Luft von dieser... Ja, ihr Berliner, ruft es mal in den Raum. Was ist das für eine Straße? Hofjägerallee. Super, Hofjägerallee, genau. Noch nie hat sie so schön ausgesehen, die Hofjägerallee. Naja, fahren sonst nur Autos. Bitte? Da fahren ja sonst nur Autos. Ach so, ja genau, vielleicht deshalb. Richtig. Ansonsten, wir haben jetzt schon das Mysterium geklärt, ob nicht vielleicht Tausende weiterhin im Tiergarten in irgendeiner Form kampiert haben. Sieht man von hier oben relativ gut. Ein paar wenige sind da tatsächlich versprenkelt.
Aber ansonsten relativ leer. Das meiste hat sich in der Tat also abgespielt auf diesem kleinen Raum, den wir hier also noch einmal uns angucken können. Also an alle, die gemeint haben, dass es 1,2 Millionen waren. Sieht das für euch nach 1,2 Millionen aus? Frage in den Raum. Gordon nickt. Im Übrigen, also ich glaube nach so einem Tag ist trinken erlaubt. Also ich stoße einfach mal hier virtuell mit allen an. Da seht ihr mal wieder, das ist wichtig, dass man eben eine andere Perspektive hat von oben. Und jetzt mache ich mich gleich noch unbeliebter, weil jetzt machen wir gleich eine Einschätzung der Polizei. Es ist so, dass der Aufzug, der vom Hardenbergplatz loslief, in der Spitze 9000 Teilnehmende hatte, die dann hier auch angekommen sind. auf der Kundgebungsfläche, der Kundgebung, die hier seit 15.30 Uhr stattfindet. Die hatte in der Spitze 12.000 Teilnehmende. In der Zwischenzeit hat schon Abstrom eingesetzt. Das heißt, die Menschen, die hier waren, sind in Teilen schon gegangen, sodass jetzt noch ca. 7.000 vor Ort sind. Und wir haben keine besonderen Vorkommnisse. Es verläuft friedlich im Rahmen dessen, was vom Versammlungsrecht zulässig ist und gedeckt ist.
Es gab vereinzelt Verstöße gegen das Vereinsgesetz, weil das verbotene Magazin kompakt gezeigt wurde, entsprechende Fahnen und Plakate gezeigt wurden. Das sind dann versammlungsrechtliche Beschränkungen auch gewesen. Wir haben also von vornherein gesagt, das ist nicht zulässig, sodass also Personen, die dagegen verstoßen haben, zum einen eben gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz verstoßen haben und zum anderen gegen das Vereinsgesetz. Es gab Gegendemonstrationen, die haben sich am Rande der Wegstrecke des Aufzugs zum einen befunden und zum anderen sehen wir im Hintergrund auch eine Gegenversammlung und all das läuft unproblematisch bisher. Also kostenlos Wasser anzubieten ist natürlich nicht verboten. Was hier gesagt wurde, ist, dass wir untersagt hätten, dass Hydranten angezapft werden dürfen durch die Versammlungsleitung. Dazu muss man sagen, für die Hydranten sind die Berliner Wasserbetriebe zuständig. Das können wir als Polizei gar nicht genehmigen. Und insofern hat man der Versammlungsleitung im Vorfeld gesagt,
Wenn Sie das wollen, dann wenden Sie sich bitte an die Wasserbetriebe und holen Sie sich da die Genehmigung und vereinbaren Sie dann entsprechend die Nutzung dieser Hydranten. Die Anfrage war... Die Frage des Reporters im Hintergrund war, gab es an Sie eine Anfrage, ob man kostenlos Wasser verteilen sollte oder könnte? Die Polizei, die Hydranten freigeben, und das können wir natürlich nicht, denn dafür sind wir nicht zuständig. Eine weitere Beschränkung, die auch Bestand hatte vor dem Verwaltungsgericht, war, dass es keine Verkaufsstände für Speisen und Getränke geben darf, solange keine Sondernutzungsgenehmigung des zuständigen Bezirks vorliegt. Und auch diese hätte sich die Versammlungsleitung holen können und dann entsprechend die Stände hier einrichten können. Ja, okay, gut, also soviel erstmal dazu und vielleicht nochmal, während ich im Hintergrund dann das einfach nur laufen lasse und jetzt meine Gäste gleich zu Wort kommen lasse, das jetzt hier auch, ich verschnelle es mal auf die schnellste mir zur Verfügung stehende Geschwindigkeit und zwar bin ich gleich bei fünffach und dann irgendwann bei sechsfach und dann irgendwann auch bei zehnfach. Hier also quasi ein Mitschnitt von Max Kithan von Matschmedia, der sich die Arbeit gemacht hat und es muss Arbeit gewesen sein, vielleicht mit physischen Schmerzen verbunden, ich weiß es nicht.
sich das eben dort an diesem Ort anzugucken. Immobil, ja, Komma son abitüde, gut, es ist Perlen vor die Säue, lassen wir es wie dem auch sei. Das ist im Prinzip dieser Aufzug gewesen. Klardenker Uwe, du bist der Nächste. Was hast du denn im Prinzip gesehen? Ich weiß, du hast ja eigentlich tagsüber zu tun. Also was hast du gesehen und wie ist dein Gesamteindruck aus der Ferne? Also ich habe mehr gehört als gesehen, aber einiges eben auch gesehen. Und ja, mein Gesamteindruck war, dass ich mir nicht so erschlossen hatte, was nun das Große an dieser Demo sein soll. Revival war klar, weil es ja eben von Michael Ballweg aufgerufen war, aber dass man eben die angeblichen 500.000 oder 1,2 Millionen oder auch nur die Hälfte davon jetzt noch auftreiben würde, selbst wenn das Wetter gut war, war natürlich im Vorhinein klar, so politische Message, da kann ich Anika nur zustimmen, also für mich war das eine Tanzparty, so wie all die anderen Demos, die wir in 60 Videos besprochen haben, im Grunde genommen kalter Kaffee ohne irgendeine
Eine voraussehbare Nachwirkung. Uwe, sag mal was, dann wirst du gleich eingeblendet. Die Methodik an sich ist ja keine falsche, die haben wir ja auch schon mal bemüht. Ja, man sollte die Stichproben... Irgendwie muss man es ja machen. Ja, also das Grundprinzip, was sie gemacht hat, ist sicherlich richtig. Aber man muss dann bei so einem langen Zug, der eine Stunde läuft, braucht man mehrere Stichproben. Weil natürlich der Zug auch immer mal irgendwelche Lücken zwischendurch hat. Wir sehen es ja hier zum Beispiel, da ist der Wagen. Da ist ja dann so gut wie nichts. Ja, deshalb habe ich halt noch runtergerechnet. Aber das war das, was ich insgesamt hatte bemerkt. Also ich sage mal so, bei so einem Zug ist es immer ganz gut, wenn man dann nicht nur eine Messung macht, sondern man nimmt ganz vorne und ganz hinten die Strecke mal ganz raus und nimmt man dann aus dem Mittelteil dann drei, vier, fünf Messungen. Eine Minute reicht völlig aus oder zwei und dann hochrechnen. Das heißt, du hast jetzt eine Messung gemacht, das ist wunderbar, dass du es gemacht hast, aber es ist eben eine Unschärfe drin. Und die Unschärfe kann immer locker plus minus 20 Prozent sein. Und da kommst du natürlich dann auch in diese Größenordnung, die andere Zahlen dann genannt haben. Also im Prinzip finde ich, ist das in Ordnung, aber du hättest eben noch zwei Messungen wenigstens mehr machen sollen. Dann würde dein Ergebnis präziser werden.
Ja, Uwe, du hast recht, aber ich muss ganz ehrlich sagen, nichtsdestotrotz sind das ja zwei unterschiedliche Messungen auf Basis derselben Perspektive. Während hier, wenn man sich das mal anguckt, und Sabine, ich muss dich nochmal stumm schalten, weil sonst quatscht da immer der Bahnmeister im Hintergrund. Während wenn man hier jetzt sich mal eine ganz andere Perspektive einnimmt, dann kommt man auf einmal schon zu ganz anderen Ergebnissen, die man vielleicht halt eben ansonsten auch nicht... ja, so erkennen würde. Weil, muss ich ganz ehrlich sagen, wenn ich mir das jetzt hier so angucke, sieht das für mich weder nach 20, noch nach 10.000, noch sogar nach 9.000 aus. Und von Max von Matschmedia weiß ich, diese Aufnahme ist so circa gegen 17.30 Uhr entstanden. Also gut zwei Stunden natürlich nach Beginn der Demo-Veranstaltung, wie sie ja heute auch genannt worden ist. Und da sieht man gleich auf den ersten Blick, dass Perspektiven wirklich halt alles verändern können. Man sieht hier unter anderem auch wichtige Details. Ganz kurz, lieber Uwe, man sieht, wie das hier wirklich abgesperrt ist, dass dahinter wirklich überhaupt niemand mehr war. Man sieht, wie wenig Leute eben ansonsten, im Übrigen auch komplett Unbeteiligte, eben in dem Tiergarten rundherum eigentlich nur gechillt haben, anstatt in irgendeiner Form von der Demo jetzt Notiz zu nehmen. Hier, Entschuldigung, das wollte ich noch zeigen.
Würde ich fast sagen, die gehören fast gar nicht mehr dazu. Danke für die ganze Unterstützung, liebe Freunde. Und ansonsten sieht man hier natürlich, sag ich mal, einen kleinen Ameisenhaufen, der je flacher die Perspektive ist, umso dichter gedrängt aussieht. Aber von oben sieht es halt eben schon sehr, sehr viel lockerer aus. Und wie so oft, je weiter nach hinten man geht, umso lichter wird es dann auch. Naja, und das ist eben der Punkt, dass an den Enden oftmals da es sich auflockert. So hier die Straße, wenn man das eben ausmisst, die hat jetzt rein Straßenpflaster mit Bürgersteigen oder so ist das 30 Meter. Und jetzt kann man sich überlegen, der durchschnittliche Mensch hat eine Schulterbreite von ungefähr 75 Zentimetern. so jetzt im Durchschnitt, egal ob Mann oder Frau, so dann hat der natürlich einen Abstand zum Nächsten, das heißt so auf zwei Meter stehen maximal anderthalb Personen, das heißt auf 30 Meter Straßenbreite kriegst du, wenn die Leute sich nicht aneinander anstoßen wollen, sondern so, dass sie sich nicht körperlich angegriffen fühlen, kriegst du 15 bis 20 Leute unter. Dann haben die noch einen Abstand nach vorne und nach hinten und mit dem marschieren die dann. Und das Tempo, mit dem sie marschieren, ist in der Regel eben ein langsames. Das heißt, das ist ungefähr bei vier Stundenkilometern. Das heißt, du kannst also dann
Wenn die Straße immer gleich breit ist und du machst jetzt deine Standardmessung, kannst du sagen, okay, die marschieren mit vier Stundenkilometern. Das heißt, wie viel legen die denn eigentlich in einer Minute zurück? Und dann ist man in der Messung, wie die Sabine das gemacht hat. Man zählt eine Minute, guckt, wie viel man gezählt hat, macht dann meinetwegen, so wie ich es empfohlen habe, mehrere Stichproben. Und dann sagt man, okay, in einer Minute ist das wie viel von 4000 Metern, die ich in der Stunde zurücklege, weil der Zug ja eine Stunde gelaufen ist. Und dann kommst du auf ein relativ präzises Ergebnis. So haben wir das ja früher bei den anderen Demos auch gemacht. Wenn wir dann eine Luftaufnahme machen, dann sieht man, dass manchmal eben gerade wenn es Plätze sind, eben so Ballungen sind, wo auf einmal irgendwo die Leute auf dem Haufen stehen, aber schon 20 Meter weiter sind da riesengroße Lücken und nach 50 Metern steht da so gut wie gar keiner mehr. So gezeigt wird aber dann immer nur was um die Bühne rum ist, dass da die Leute sich kringeln sozusagen, aber 50 Meter weiter ist nichts mehr. Und das ist bei den Luftperspektiven dann eben leider immer ernüchternd.
Ja, und das finde ich ist ein ganz wichtiges Argument. Denn gerade bei so langen Veranstaltungen und wenn das Wetter sehr gut oder sehr schlecht ist, dann ist ganz klar, am Anfang sind die meisten da und je länger es dauert, umso weniger werden es. Das heißt, man müsste eigentlich solche Zählungen auch im Zeitablauf immer wiederholen. Das heißt, wir waren ja so und so viele, wäre die korrekte Frage, um wie viel Uhr wart ihr das? Uwe, provokante Frage an dich, angesichts dessen, was da so rumgesprungen ist, haben vielleicht die Mainstream-Medien auch den Veranstaltern, Uwe, sag mal was, da wirst du eingeblendet, Super, genau. Meinst du, die Mastermedien haben vielleicht den Organisatoren auch einen kleinen Gefallen getan, indem sie das totgeschwiegen haben? Und ansonsten hätten sie sich ja wahrscheinlich, sage ich mal, auf die Randfiguren ein wenig gestürzt, von denen ja einige dort am Start waren. Also ich erinnere nur an diesen Baba Yeti, diesen orangefarbenen Maharaja aus Krefeld, der so tut, als sei er aus Indien. Und ihn hier, in dessen Augen ich mich regelmäßig verliere. Ach ja, die sind ja hier oben, der Kerl.
Ja, also sicherlich ist natürlich die Außenwirkung immer von besonderer Bedeutung. Nicht nur gegenüber den Medien, sondern auch gegenüber dem Publikum, dem zivilen Publikum, sag ich jetzt mal, den Bürgern. Und der Bürger, was soll der jetzt mit irgendeinem Superman oder anderen merkwürdigen, ich sage mal in Anführungsstrichen, Figuren anfangen? Das führt doch eher dazu, dass man sagt, was sind denn das für Spinner dort? Und insofern halte ich es für ein Stichwort. Taktisches, ja eigentlich sogar für einen strategischen Fehler, da nicht drauf zu achten, welchen Eindruck man nach außen hin überhaupt erweckt. Und ich möchte noch was zu den beiden Vorrednern sagen. Die Frage ist doch tatsächlich, was ist eigentlich der Zweck einer Demonstration? In der Wortbedeutung heißt es ja, man zeigt etwas. Aber die Frage ist doch, wem will ich denn etwas zeigen? Ist der Sinn einer Demonstration, mir selbst und meinen Gleichgesinnten was zu zeigen, nach dem Motto, wir sind ja alle eins, wir glauben dasselbe, wir denken dasselbe und schön, dass wir uns mal wieder treffen. Das wäre Variante A. Variante B ist, ja, ich möchte das den Bürgern zeigen. Deswegen muss ich die Demonstration in Bürger-
nahen Bereichen machen, damit die aufmerksam werden. Oder aber möchte ich eigentlich, oder warum will ich denen das eigentlich zeigen? Doch eigentlich will ich doch eine politische Veränderung haben. Also wenn ich jetzt meinen Bürgern das zeige, dann sagen die, ja wunderbar, Frieden, Freiheit, alles klar. Ja und, ändert sich was an der Politik? Nein. Nein, das heißt, das kann nicht das Ziel einer Demonstration sein, den Bürgern etwas zu zeigen. Es kann nicht das Ziel sein, eine Selbstbeweihräucherung zu machen. Wir sind toll, weil wir alle nach Berlin gekommen sind. Das Ziel muss doch sein, eben die Politik zu ändern. Das heißt, die Zielgruppe, auf die meine Demonstration sich richtet, muss nach meinem Verständnis, muss die Politik sein. Ich muss Druck auf die Politik ausüben, dass sie eine Veranlassung hat, ihre derzeitige Politik zu verändern. So und da kann ich jetzt nicht an dieser Art von Demonstrationskultur, denn das haben wir ja schon oft genug gesehen, erkennen, dass da auch nur eine Mikrosekunde, ein Gramm an Information zu Lasten der Politiker angeht. Gar nichts. Kein Druckelement. Nichts.
Das heißt, ich verstehe nicht den Sinn, den Zweck dieser Demonstration, weil ich verstehe unter Demonstration, dass man politisch etwas ändern will und nicht, dass man sich in Gruppenextase bewegen will, nicht, dass man Party machen will, auch nicht, dass man seine Nachbarn beeindrucken will, sondern dass man etwas bewegen will. Das wäre für mich eine Demonstration. Das heißt, ich bin ja nicht ohne Grund zu keinen Demonstrationen mehr gegangen, weil ich eben Das, was ich unter Demonstrationen mir vorstelle in Deutschland, bis auf die Bürger, die dann unkontrolliert gegangen sind, noch nie eine Demonstration gesehen habe. Ich hatte mich mit dem Guru mal beschäftigt, weil ich auf meinem Kanal mal mehrere Videos zu Kai Stutt gemacht hatte, der ja auch oft mit diesem Guru unterwegs ist. Und ich habe das mal genauer recherchiert. Also es ist so, dass dieser Guru aus einer indischen Sekte entstammt. Er ist also jetzt quasi ein, selber ein Meister, aber eben Zwar ein Europäer, aber eben indisch ausgebildet. Und diese Sekte hat eine Besonderheit, nämlich sie möchte politisch aktiv sein. Und sie möchte, das ist quasi ihr Ziel, die Welt beherrschen und möchte selber bestimmen, welche Parteien wann welche Länder regieren. Aber sie möchte das indirekt machen. Das heißt, die Politiker, die dürfen natürlich weiterhin Politik
aber die Sekte, die möchte erklären, wann welche Partei an die Macht kommt. Das heißt, was die vorhaben im Idealfall ist eben quasi eine Herrschaft der Priester, eine Priesterkaste, die die Welt beherrscht. Das ist das, was deren eigentliches Ziel ist. Und dieser Typ hier in Deutschland, der ist da auch schon seit etlichen Jahren in Gange, hat aber nur eine ganz kleine Truppe. Er ist auch selber von seiner medialen Präsentation eher ein Langweiler. Er spricht so langsam, dass wenn man ihm zuhört, fast einschläft. Er ist also kein Medientypus, auch wenn er auch ständig auf der Bühne dabei ist. Und Uwe, nur eine kurze Nachfrage, weil du gesagt hast, er ist Europäer. Also der Typ ist ja selbst kein Inder. Du sagst ja, er ist indisch ausgebildet, aber er ist Europäer. Und ich sage ja, er ist der Maharaja aus Krefeld. Der Typ ist doch aus Deutschland. Ich habe das jetzt nicht mehr genau in Erinnerung, was er für eine Nation ist. Deswegen sagte ich nur Europäer. Ich weiß nicht mehr, ob er Deutscher oder Schweizer oder Österreicher ist. Ich würde meine fünf Eier drauf verwetten, dass das irgendwie aus dem deutschsprachigen Raum der Typ ist. So wie der Deutsch spricht, kein Akzent, kein Dialekt, kein gar nichts. Sein Indisch ist wahrscheinlich schlechter als sein Hochdeutsch. Also ich bitte nicht. Ja, davon darf man sicherlich ausgehen. Aber ich wollte nur sagen, dass eben hier geht es nicht um Meditation per se, sondern sein großer Guru.
der allerdings schon verstorben ist, der ist eben tatsächlich ein Politaktivist gewesen. Der hat auch eine entsprechende Weltanschauungslehre begründet. Die habe ich mal kurz besprochen. Und wenn man das mal sich dann anguckt, kann man auf meinem Kanal, wenn man nicht selber recherchieren will, das dann eben finden, dann wird man feststellen, was die vorhaben, ist eigentlich ein totalitäres Priesterkastensystem einzuführen. Gott sei Dank sind sie so klein. Selbst für Indien sind sie klein. Die haben nur ein paar Millionen Anhänger, soweit man weiß. Und es gibt dort Sekten, die haben 50 oder 100 Millionen Anhänger. Wenn da jemand sagt, er hat 2 Millionen, dann ist das für die so, als wenn man sagt, die Weltklarsehen hat 7000 Follower. Da lachen doch andere nur drüber. Ja, verstehe ich schon. Uwe, alles gut. Wir machen ja jetzt keine Sendung über den Guru. Ich sage ja nur, da waren ja nur fragwürdige Gestalten unterwegs und die haben teilweise eben die Veranstaltung eröffnet. Eine Sache, wo ich jetzt mal ein bisschen gespannt bin auf euer Feedback, liebe Zuschauer hier, Entschuldigung, liebe Gäste, ist hier, das habe ich noch nie gesehen bei einer Querdenken-Veranstaltung, die Sache hier musikalisch untermalt worden ist von, ich meine, horcht mal rein.
Moment. Freiheit für das deutsche... Also es ist wie Nägel an der Tafel, da sind wir uns alle einig, aber nichtsdestotrotz, das soll wohl eine Interpretation der deutschen Nationalhymne sein. ... Vaterland... Danach lasst uns alle streben, Brüderlich. Okay, also ich mach mal Schluss hier. Was ist das für ein Winkelzug von Ballweg? Warum auf einmal jetzt diese patriotischen, sag ich mal, Anmutungen? Was hat er damit strategisch bewirken wollen? Das passt ja Das passt ja nicht zusammen. Das ist ja wie Öl und Feuer oder Öl und Wasser. Naja, eigentlich nicht. Also ich sag mal, jede gute Bewegung muss natürlich auch ein Lied haben. Das haben wir ja früher auch schon mal besprochen, Eli. Protestbewegungen müssen Protestliede haben. Ich bin ja bei dir, aber Uwe, ohne dich jetzt unterbrechen zu wollen und es trotzdem jetzt zu tun. Also wer kauft dem das denn ab? Der Typ wollte eine Weltreise, der wollte eine Weltreise angehen. Ja, aber das darauf, Illy, das ist ja, nur wenn man genau hinguckt, wir reden ja jetzt von den Emotionen. Und ich sage mal, dieses Lied hat nun mal das Potenzial einer Vereinigungskraft. Das heißt, wenn man jemanden,
dort auf die Bühne holt, um dieses Lied zu singen, dann möchte man eigentlich das als Bindemittel nehmen, um die Leute zusammenzuschweißen. So, das Lied als solches vom Text und von seiner Melodie her, kann das eigentlich? So, die Präsentation fand ich persönlich extrem dürftig. Also ich habe nach der Hälfte ausgeschaltet, weil mir das einfach zu dünne war. Da habe ich mich gefragt, was soll denn dieser Schrott, das war meine Assoziation, auf einer Bühne, wen will man denn damit ansprechen? Nein, er ist ein Pseudoneuroimmunologe. Pseudoneuroimmunologe? Also der ist nicht wirklich ein Immunologe, der tut nur so? Universitätsprofessor an der Universitätsklinik für medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Okay, gut, keine Ahnung. Wer ist Alexander? Okay, aber das ist ja kein Hashtag Einzelfall. Wer war Alexandra Eduardowna? Mentor, Retreatveranstalterin. Ja, na klar, so sieht es ja auch aus. Divine Expression Event. Ein Tag mit spirituellen Erfahrungen, Heilung und Bewusstseinserweiterung, während du dich mit dir selbst und anderen Menschen verbindest. Lass dich von einem einzigartigen Programm inspirieren, das darauf abzielt, dein inneres Potenzial zu entfalten und dein Leben nachhaltig zu bereichern. Nicht zuletzt bekommst du die Möglichkeit, Alexandra und Damir persönlich kennenzulernen und direkt mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Das hat einen gewissen Rahmen. Das habe ich komplett vermisst. Also es war wirklich so, als ob sich jetzt alle im Grunde umarmen sollen und mit der Liebe, mit der Menschheitsfamilie werden wir jetzt dieses Problem, was wir gesellschaftlich haben, lösen. Das ist Bullshit. Das ist für mich Bullshit. Das tut mir leid. Ja, Uwe Namensvetter, sag ich jetzt mal. Das Thema haben, Edi hat das mal ergründet, ohne es seinerzeit zu merken. Er hat mal ein Interview geführt mit dem Michael Ballweg, ich weiß nicht, auf welcher Demo das war. Und da haben die beiden dann zehn Minuten miteinander gesprochen. Unter anderem hat er Michael Ballweg erklärt, was eigentlich seine Motivation ist, was er mit seinen Demonstrationen erreichen will. Und da hat er fast wortwörtlich, ich zitiere jetzt aber sinngemäß gesagt, er möchte die Leute ruhig stellen, damit sie in Ruhe und Frieden in die nächste Phase der gesellschaftlichen Entwicklung eintreten können. Eine Demonstration ist eigentlich immer ein Mittel, um etwas dagegen auszudrücken. Ja, aber genau das ist der Punkt. Das will er nie. Er sagt immer wieder, wir demonstrieren nicht gegen etwas, wir demonstrieren für etwas. Und dann kommt er mit Frieden, Freiheit und Eierkuchen.
Das heißt, was wir hier haben, ist ja eine individuelle Verwendung der Deutung des Begriffes Demonstration. Die meisten Menschen verstehen Demonstration als gegen etwas oder für etwas im Sinne von konkreten Forderungen. Das ist aber bei Michael Ballweg nicht der Fall, sondern Michael Ballweg demonstriert für Ruhe und Frieden. Im Herzen sozusagen, bist du im Herzen, ist alles gut. Das ist das, was er will. So, jetzt kann man darüber streiten, ob diese Strategie, die ja eine esoterische ist, ob die sinnvoll ist oder ob sie nicht sinnvoll ist. Das ist eine ganz andere Frage. Aber was maßgeblich ist, er hat einen anderen Demonstrationsbegriff. Ob er das jetzt kommerzialisiert, das ist wiederum noch eine andere Frage. Das heißt, wenn wir jetzt so wie ich ja auch einen konservativen Demonstrationsbegriff haben nach dem Motto, das soll ja politisch was bewirken, das ist ja gar nicht seine Zielsetzung. Er kommt aus dem Knast raus und erzählt, er hat sich noch nie als Widerständler betrachtet. Wenn er nie ein Widerständler war und auch keinen Widerstand anführen will, was denn kann dann eine Demonstration sein?
Eine verfassungsklärende Versammlung auf den Weg bringen. Mit einerseits sagt er, wir haben ein Grundgesetz, das ist keine Verfassung. Dann sagt er, die Verfassung wird zum Grundgesetz gemacht oder umgekehrt. Dann sagt er, ein Pool von zufällig ausgewählten Deutschen soll jetzt über die Verfassung abstimmen. Nein, das würde ich nicht so dramatisch sehen. Auch wenn ich persönlich den... diesen Vortrag nicht gehört habe, aber dass man zufällige Leute auswählt für wichtige staatliche Institutionen, kennen wir im geschworenen Gerichten in verschiedenen Ländern. Ja, aber Uwe, weißt du, wo wir das auch kennen? Lieber Uwe, weißt du, wo wir das auch kennen? Bei den ganzen Bürgerdialogen. Bei den rein zufällig immer irgendwelchen Vertretern der SPD, der Grünen, der FDP oder der CDU, die zufällig ausgewählten Bürger sind, die dem Kanzler oder Annalena Baerbock irgendwelche Fragen stellen können. Das ist aber eine Frage, wie man eben sicherstellen kann, dass eben solche Auswahlen auch in qualifizierter Weise erfolgen und nicht manipuliert werden. Also insofern, das ist ein Nebeneinwand. Und die Frage ist, ist es überhaupt grundsätzlich möglich, eben mit Laien über solche Sachen zu reden? Und das kann man sehr wohl, denn man sieht es speziell in Amerika bei diesen Strafprozessen, wo sie geschworene Gerichte haben, dass selbst die einfachsten Leute mit einer ganz niedrigen Schulbildung, wenn sie denn mit anderen zusammensitzen,
tagelang, bis sie dann ihre Entscheidung fällen, dass sie dann zu relativ vernünftigen Ergebnissen kommen. Dass natürlich Außenstehende versuchen, solche Gremien zu manipulieren, das ist aber ein anderes Thema. Okay, der nächste im Bunde. Ich hätte gerne von allen ein Statement zu Michael Ballweg. Er ist ja der Mann der Stunde. Also wer möchte? Ja, ich hatte mich ja schon geäußert, dass ich der Meinung bin, dass Ballweg überhaupt gar kein Anführer ist, sondern wenn, dann ist er der Anführer, wie er sich ja selbst nennt, der die Menschen beruhigt in die neue Zeit führen soll. Sprich, er ist ein Vermittler, ein Kurier, der anderen Leuten den Weg zeigt. Und insofern hat er mit Demonstrationen eigentlich gar nichts im Sinn. Also insofern ist er eigentlich eine Fehlbesetzung, weil sein Ziel ein ganz anderes ist. Ja, also ich finde, im Grunde genommen hat er das für seine Fans ja gut gemacht. Ich persönlich hatte ja schon immer gesagt, dass ich eben seine Zielrichtung nicht in Ordnung finde, seine Methodik nicht in Ordnung. Aber das eben unter der Maßgabe, dass ich ihm eben auch was anderes von der Demo vorstelle. Und für das, was er will, macht er das ja perfekt. Er ist ja genau der Prototypus, der Archetypus für genau das, was er verkündet. Immer ruhig, immer nett, immer freundlich.
So genau die Werte, die er den anderen seinen Fans beibringen möchte, die verkörpert er ja zumindest äußerlich. Wobei diejenigen, die ja eben Backstage sind, ja durchaus andere Sachen berichten. Nach dem Motto, es gibt da noch ein zweites Gesicht von Michael Ballweg. Aber davon reden wir jetzt nicht. Wir reden davon, was sein Bühnengesicht ist. Und insofern denke ich, er macht das gut. Und insofern ist ja auch seine Präsentation völlig angemessen. Das ist das, was die Leute von ihm erwarten. Hallo Berlin! Hallo Deutschland! Hallo Menschheitsfamilie! Wir sind alle Freunde! Die Russen sind doch unsere Freunde! Genauso wie die Ukrainer und die Palästinenser und die Israelis, die den Frieden lieben! Wir lassen uns nicht in den nächsten Krieg treiben! Immerhin emotional.
Ich bin Arzt und ich bin Arzt geworden, weil mir die Gesundheit der Menschen am Herzen liegt. Und Gesundheit ohne Frieden und Freiheit geht nicht. Diese Rede hatte ich mir nur ganz kurz den Anfang angeguckt und dann hatte mir das auch gereicht. Natürlich ist es ja emotional und redet durchaus ansprechend. Aber das sind dann eben diese typischen Traumtänzerreden, jetzt für meinen Geschmack. So wie die Szene, die du dir jetzt eingespielt hast, nach dem Motto, wir sind mit allen Freund, ja, das mag sein, dass wir das sind. Die Frage ist, ob die anderen auch unsere Freunde sind. Dass wir alle friedlich sind, mag ja sein, aber es gibt genügend Leute, die sind gar nicht friedlich, denn sonst würden Kriege nicht funktionieren. Es gibt manche Leute, die möchten unbedingt Krieg führen und das sind nicht nur Waffenlieferanten und irgendwelche Und sonstigen Geldgeber, das sind auch ganz normale Menschen, die einfach schlichtweg gerne kämpfen möchten und die ihren Feind besiegen möchten. Also insofern, diese Art von Darstellung, das ist für mich nachvollziehbar. Ich finde es auch gar nicht schlecht, aber es ist eben eine sehr, sehr einseitige Realitätswahrnehmung.
Die Frage war ja nicht, wenn ich das richtig verstehe, ob die Veranstaltung gut war, sondern ob wir nun Angst haben, ob wir nun selber schlechte Kritiken bekommen. Und dazu möchte ich mal sagen, ich habe ja nun auch einen Kanal, das ist zwar kleiner, aber einigermaßen aktiv. Und ich habe die Erfahrung gemacht, es spielt eigentlich gar keine Rolle, ob man jemanden harsch oder auch nur ein bisschen kritisiert. Entscheidend ist, wen man kritisiert. Denn in dem Moment, wenn man zum Beispiel sagt, Lena Baerbock ist dumm, dann ist das auch eine Kritik. Und dann stellt sich aber heraus, man findet kaum jemanden, der das bestreiten will. Alle finden das ganz toll, dass man das gesagt hat. Aber wenn man sagt, Herr Ballweg ist ein V-Mann als Beispiel oder er hätte doch die Demo sinnvoller machen können, dass sie ein bisschen politische Wirksamkeit hätte. Dann kommt sofort ein Alarmgeschrei, als ob man mit religiösen Fanatikern zu tun hätte.
Ich habe seit viereinhalb Jahren, Eli und ich, wir haben verschiedenste Leute mal ein bisschen genauer beguckt. Und jedes Mal ist es dasselbe. Es ist ein quasi religiöses Schutzverhalten für den Jüngern, das noch viel aggressiver ist als die Betroffenen selbst. Da heißt es immer, macht es doch besser. Redet nicht über die Leute, redet mit den Leuten. Wie oft haben wir die Leute angeschrieben, kontaktiert? Die wollen nicht mit uns reden. Warum? weil es für sie von Nachteil wäre. Wir haben kleine Kanäle und wenn sie auf unserem kleinen Kanal was reden würden, ja, klein im Verhältnis zu deren Kanälen, so muss man das sehen, ja. Noch, lieber Uwe, noch. Ja, noch, aber wir reden jetzt von der Vergangenheit, Eli. So, in dem Moment, wo ein Mensch, der einen großen Kanal hat, kritisiert wird und auf die Kritik eingeht und zu einem kleinen Kanal als Gast geht oder auf seinen großen Kanal sich der Kritik stellen würde, würde er einen schweren strategischen Fehler machen. Er würde nämlich plötzlich einer größeren Menge seiner Fans dieses Thema überhaupt bewusst machen. Und das möchte der gar nicht. Das heißt, die perfekte Strategie muss sein, für einen größeren Kanal niemals auf die Kritik eines kleineren Kanals zu reagieren. Weil damit würde man sich eine Schwäche geben, die man sich nicht geben möchte.
Und deswegen reagieren die auch nicht. Da kommen keine Strafanzeigen, da kommen keine sonstigen Rechtsmittel nach dem Motto, du hast aber das und das gesagt. Das machen die nicht, weil die ganz genau wissen, wenn sie das machen würden, würden wir es publik machen und dann würden sie... sich rechtfertigen müssen gegenüber ihren eigenen Fans. Das heißt, was wir dort haben, ist ein Schutzverhalten von deren Fans, die quasi sich für wichtiger halten als ihre eigenen Lichtgestalten. Denn die eigenen Lichtgestalten, die reagieren ja gar nicht, die beschweren sich ja gar nicht, die sagen kein Wort, die schicken keinen Rechtsanwalt, die machen gar nichts. Aber die Fans... Die fangen an, uns verbal und sonst wie zu bedrohen, weil sie meinen, dass sie ihren Gott besser schützen könnten, als der sich überhaupt selber schützen möchte. Und das finde ich schon sehr erstaunlich. Und das ist für mich ein Zeichen, dass solche Leute nicht klar im Kopf sind. Das sind keine Klardenker, sondern das sind einfach nur Fanatiker, die sich einen gottgleichen Guru gesucht haben und dem rennen sie blind hinterher. Und sobald man irgendetwas sagt,
dessen Angesicht auch nur ein Schatten drauf werfen könnte, reagieren die äußerst allergisch. Liebe Freunde, das ist ein bisschen eine rhetorische Frage, aber würdet ihr den Bären jetzt sticheln, indem ihr als der große Staatskritiker jetzt, unmittelbar einen Monat bevor quasi dem Beginn seines Prozesses, jetzt noch einmal dem Staat in Erinnerung ruft, ja, ja, hallo, ich war das, der Michael Ballweg von damals, ihr mögt mich vergessen haben, Ich bin im Gefängnis eines Besseren belehrt worden und zeige jetzt Reue. Nein, er macht genau das Gegenteil. Einen Monat vor seinem Gerichtsprozess stellt er sich in die Öffentlichkeit, macht nochmal eine staatskritische Demonstration. War das jetzt strategisch sinnvoll, sich genau so zu platzieren für ihn an dieser Stelle? Also ich sehe es genauso. Also Ballweg ist ja ein Unternehmer, der kann eigentlich klar und logisch denken, insbesondere wenn man aus dem IT-Bereich kommt, da kann man sehr präzise denken. Und er weiß ganz genau, wo seine Chancen und Risiken sind. Und er wird sich nicht sein Image versauen und noch irgendwelche Risiken eingehen vor seinem Prozess. Er muss seine Weste weiß halten. Und insofern war von vornherein klar,
jetzt unabhängig von allem anderen, dass er auf dieser Demo nichts machen kann oder zulassen kann, was in irgendeiner Weise seinen Prozess gefährden könnte. Ja, lass es uns einfach auf eine einfache Art und Weise beenden. Und das ist mit einer einfachen Frage. Was nu? Also ich meine, jetzt haben wir ja den großen Erlöser-Ballweg erlebt in Berlin. Viele Leute haben sehr viele Hoffnungen in ihn gesetzt. Ich weiß nicht, welche Art, aber auf die eine oder andere Art und Weise wird der Mittel und Wege gefunden haben, diese zu enttäuschen. Und wir sind alle zurückgeblieben und sind kein Deut cleverer und fragen uns, was nu? Ja, also ich würde sagen, die Veranstaltung hat ihr Ziel erfüllt. Das, was gewollt war. Man wollte zeigen, dass man friedlich ist. Man wollte sich treffen. Man hat eine Party für sich selbst gemacht. Politischen Impetus gab es nicht, war auch nicht beabsichtigt. Und ich stimme Markus zu, das wird eben ein Geschäftsmodell sein, das sich jedes Jahr wiederholen wird. Auf das Geld muss man nicht verzichten, wenn man es so leicht kriegen kann.
Und für diejenigen, die genau das wünschen, ist das ja auch wunderbar. Das ist ein Community-Gefühl und kann man so machen. Da gibt es überhaupt nichts gegen einzuwenden. Und für diejenigen, die sich erhoffen, dass solche Demonstrationen irgendetwas bewegen würden, würde ich sagen, die Hoffnung würde ich mir einfach mal abschminken. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Was will Michael Ballweg wirklich? | Analyse der Großdemo in Berlin vom 03.08.2024“, Die Welt Klar Sehen, 04.08.2024.
iWas dabei übertragen wird
Erst der Klick startet das Video und baut dabei eine Verbindung zu YouTube auf. Bis dahin wird nichts von dort geladen — auch dieses Vorschaubild liegt auf dem Server von dieweltklarsehen.de. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung
Auch als Podcast: Spotify ·
Apple Podcasts ·
Amazon Music · Deezer ·
podcast.de · Podcast Index
Analyse der von Michael Ballweg organisierten Großdemo in Berlin am 03.08.2024: Teilnehmerzahlen, Zweck einer Demonstration und Ballwegs Strategie kurz vor seinem Prozess.
