Die Wahrheit ist selten brav oder nett!10.08.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 10.08.2024148 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Sind sie zu stark? Bist du zu schwach? Ist natürlich ein Werbeslogan, liebe Freunde, den viele von euch wahrscheinlich noch im Ohr haben, wenn sie ein etwas älteres Semester sind aus, ich glaube, Mitte der 90er Jahre. Wir haben uns das nicht ausgedacht, das waren die Freunde der Fischermänner. Aber wie dem auch sei... Wir haben uns das jetzt ein bisschen zu eigen gemacht. Wir, das ist mein Kanalkompanion, Klardenker Uwe und ich, die wir eine Neuauflage wagen von etwas, das wir 2020, 2021 begonnen haben, auch nicht nur alleine begonnen haben, sondern in unterschiedlicher Besetzung. fortgesetzt haben, aber danach mehrere Jahre haben schleifen lassen und damit also sträflich vernachlässigt haben, nämlich den sogenannten cleveren Widerstand. Einige von euch, einige von uns bezeichnen sich ja im Widerstand und für die haben wir quasi begleitend unsere Gedanken ins Internet gestellt, in der Hoffnung, dem einen oder anderen vielleicht eine Inspiration mit auf den Weg geben zu können. Und als eine Art Neuauflage von dem, was wir damals begonnen haben, verstehe ich zumindest unser heutiges Zusammentreffen hier mit Gladiker Uwe, den ich mir gleich in den Stream holen werde, bei dem wir uns keine Denkverbote geben und dieses Mal auch keine Schule des Widerstands hier eröffnen wollen, aber nichtsdestotrotz eben anknüpfen wollen an, ich sag mal so, die Methodik von damals, dass wir gesagt haben, systematisch Hoffentlich auch regelmäßig versuchen wir, die Leute dieses Mal eben also in diesem Format im Tandem zu erreichen, um ihnen vor Augen zu führen, wo wir stehen und wie vor allen Dingen wir alle noch dazulernen können und wie wir zusammen wachsen können. Das ist der Hintergrund dieser Sendung und damit ich das nicht ganz so alleine mache, sondern eben im Zusammenspiel mit meinem besten Kanalkompanion ever, hole ich mir jetzt hier direkt in den Stream den Klardenker Uwe vom Kanal Die Welt klar sehen, denn auf dem Kanal Die Welt klar sehen gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Hallo Eli, schön, dass wir uns mal wieder bei dir auf dem Kanal sehen.
Eli
Einwandfrei. Wie aus der Pistole geschossen kam das jetzt und ist auch eine super Steilvorlage für das, was ich vorhabe hier zu argumentieren. Denn mit dem Denken ist es genauso wie mit allen anderen Sachen, wenn man es nur oft genug macht, dann wird man in der Regel über die Zeit besser darin. Wir haben das oft geübt, bis das Sprüchlein eben gesetzt hat oder gesessen hat und jetzt kommt es eben wie aus der Pistole geschossen. Hallo lieber Uwe, wie geht es dir in Hamburg? Alles in Butter auf dem Kutter? Im Norn? Im Norn?
Uwe
Der Kutter ist zwar noch anderthalb Autostunden entfernt bis zwei, aber im Prinzip ist alles okay.
Eli
Was sind das schon? Ein bis zwei Autostunden, wenn wir hier in Lichtgeschwindigkeit uns fortbewegen, zumindest nachdenken. Also, ich habe die Leute gefragt zum Einstieg unserer Sendung, ob sie sich an den cleveren Widerstand überhaupt noch erinnern. Lass mich, bevor ich auflöse, was die Leute gesagt haben, dich fragen. Was hast du denn noch für Erinnerungen an den cleveren Widerstand von 2020 und 2021?
Uwe
Ach, das war eigentlich doch eine ganz bunte Sendung. Wir hatten hier immer mit zwei, drei Leuten gesessen. Manchmal waren ja noch ein paar andere dabei. und uns Gedanken darüber gemacht, was der Widerstand überhaupt ist, was er tun könnte, was er nicht tun könnte, was er nach unserer Meinung falsch macht. Das war eigentlich ganz informativ und wir haben allerdings auch über viele andere Sachen drum herum gesprochen. Also es ging jetzt nicht nur um reine Proteste oder Widerstandsthemen, sondern alles, was da irgendwie mit in Verbindung war. Also es hatte so ein bisschen was von, ich sage mal, nicht Wochenschau, sondern eher thematisch bedingtes Herrengespräch zu einem bestimmten Themenkreis.
Eli
Oh, jetzt hast du ja schon was Kontroverses gesagt. Das ist ein Herrengespräch, dass wir hier ganz sexistisch die Frauen außen vor gelassen hätten. Ich weiß gar nicht, aber fairerweise muss ich sagen, ich kann mich nicht erinnern, dass wir eine Frau dabei hatten. Aber es war nicht so, dass wir gesagt haben, die wollen wir nicht.
Uwe
Hat sich einfach nicht ergeben. Also ich habe ja nichts gegen Frauen, sonst wäre ich ja nicht 33 Jahre verheiratet. Also insofern, an mir hat es nicht gelegen, dass wir keine in unserer Sendung hatten.
Eli
Ja gut, was nicht ist, kann ja noch werden. Wir legen heute mal vor und vielleicht wird sich das im Laufe dieser Neuauflage dann auch irgendwann rumsprechen und die eine oder andere Frau aus dem Widerstand traut sich auch in unsere Mitte. Allerdings, mein Guter, wir sind ja nicht unbedingt sehr umgänglich. Wir sind ja verschrien im Internet als zwei bösartige Hetzer. Hast du schon bei dir auf dem Kanal geschrieben. Damals hatte ich noch meinen Bart, da sah ich noch viel gefährlicher aus. Na, wie dem auch sei. Und heute werden wir das also ein Stück weit eben vorsetzen oder fortsetzen. Diejenigen, die meinen, dass wir unseren Ruf weg haben, die sollten eventuell heute ein bisschen weghören. Weil eine Sache ist klar, sowohl beim klaren Widerstand, Entschuldigung, cleveren Widerstand von damals als auch heute gilt keine Denkverbote. Keine Tabus, klares Aussprechen von dem, was wir denken, solange wir die Meinungsfreiheit eben noch haben, solange uns keiner die Tür aufbricht oder sonst was da um 6 Uhr morgens bei uns eben vor der Türe steht. Und in dem Zusammenhang freue ich mich auf eine kontroverse, aber eben wahrheitsgemäße Sendung. Lass uns mit dem ersten Thema anfangen, das damit auch ein Stück weit zu tun hat. Und das ist, sag ich mal, das, was diese Woche in der Luft gelegen hat. Ich wollte das irgendwie offensichtlich unter die Leute bringen, Ich hatte da ein Bedürfnis. Ich habe eine Sendung gemacht, einen Kommentar zum Thema Am Meinung haben. Hast du getitelt. Stimmte natürlich nicht ganz. Es ging eigentlich vielmehr darum, wie ich die Protest- und Demobewegung nach vier Jahren einschätze. Aber ich habe es halt gemacht am Beispiel von wie scheinheilig die Leute Widerständler und auch widerständische sage ich mal, Motive und Einstellungen halt eben einerseits feiern, so nach dem Motto, klar heraussprechen, wofür man steht und dann eben im selben Atem zuzusagen, selbst im Widerstand, wer das eben tut, ist dann der Nestbeschmutzer und so weiter und so fort. Und du hast das dann aufgegriffen, dankenswerterweise bei dir auf dem Kanal? Du hast mir hier einen anderen Namen verpasst, aber hast dann zwar auch noch getitelt unbeugsamer Wahrheitskämpfer, aber im Grunde hast du ja über dasselbe gesprochen. Lass uns mal mit diesem Thema anfangen.
Uwe
Ja, also ich denke, das ist ein guter Einstieg. Ja, ich hatte deinen Stream gesehen. Natürlich hast du in deinem Stream nichts anderes gesagt, als wir beide in den vielen, vielen Streams, die wir zu Demos gemacht haben, schon vier Jahre lang gesagt haben. So, allerdings hast du es nach meiner Meinung doch sehr in konzentrierter Form gemacht, ja, und zwar nur schikos, wie das eben häufig dein Stil ist, so, aber an der Faktenlage fand ich, war das völlig korrekt und insbesondere hast du ja ein hohes Lied, ja, auf den, ja, ich sag mal, den Wahrheitskämpfer gesungen, nach dem Motto Wer die Wahrheit sagt, der steht eben alleine da. Und das hast du dich eben an dem Lied dort quasi als Einstieg genommen. Aber im Grunde genommen fiel mir so auf beim Zuschauen deines Streams, dass du selber auch ein guter Repräsentant dafür bist. So und deswegen dachte ich, jetzt wo er so viel Gegenwind dafür bekommt, obwohl er das sagt, was wir schon immer gesagt haben, aber jetzt geht es richtig runter, dass sogar andere Leute noch Sendungen machen und das dann kritisieren und das auf eine Art und Weise, wo ich nur beim Kopf schütteln kann, ob der Naivität, wie diese Sendungen da gelaufen sind. Da habe ich gesagt, das musst du mal ein bisschen supporten, musst du mal darstellen, dass Elijah Tee dort nicht alleine steht. Und da hatte ich mir überlegt, ja, wie kann ich das denn am besten charakterisieren, auch symbolisieren? Ja, und dann fiel mir eben ein, dass du eben ja nicht nur ein Kämpfer bist, schon immer gewesen, ein Aktivist, sondern dass du eben auch das Herz auf dem rechten Fleck hast, nach meiner Ansicht. Und deswegen habe ich gesagt, ja, das möchte ich mal machen. besonders herausstellen. Und darum habe ich ja nach einem Symbol gesucht. Und das Löwenherz, das denke ich, passt sehr gut zu dir. Ich habe dazu ja deinen Körper ein bisschen aufgepeppt, nur ein ganz klein wenig.
Eli
Was? Ich dachte, das ist mein Körper.
Uwe
Ja, das ist dein Körper. Ein klein bisschen aufgepeppt. Ich denke, das ist ein gutes Symbol. Und wie ich im Video auch gesagt habe, ich werde dich zukünftig Elijah Löwenherz nennen, so wie du mir damals den Namen Uwe Klardenker verpasst hast, verpasse ich dir jetzt das Löwenherz und da geht kein Weg dran vorbei. Und ich möchte denjenigen sehen, der bestreiten möchte, dass das ein passender Name ist.
Eli
Ach, die gibt es zuhauf und deshalb will ich gleich mal ansetzen, wie war denn jetzt die Resonanz auf dein Video? Viele Leute mögen mich ja nicht, aber insbesondere mögen sie nicht, wenn andere Leute mich mögen. Das heißt, wenn du jetzt also ein Video gemacht hast, in dem du sagst, naja, so schlimm kann der Eli ja schon nicht sein, insbesondere, weil er ja eigentlich mit allem, was er sagt, recht hat. Wie war denn dann also die Resonanz darauf, dass du dich für mich so stark gemacht hast?
Uwe
Ja, also ich sage mal so, zunächst einmal hat es den einen oder anderen ein bisschen verblüfft, dass ich mich emotionaler präsentiert habe, als ich das sonst mache. Aber ich denke, für ein Supporter-Video muss man ein bisschen Feuer, ein bisschen Begeisterung reinbringen. Das ist ja keine analytische Sache. Nach dem Motto, ich kreuze hier mal an, ich bin jetzt für den oder gegen den und das zu 80 Prozent. Also das wäre ein bisschen sehr sachlich neutral und deswegen habe ich eben um eben auch das Feuerige in deinem Symbol, dem Löwenherzen, eben anzufeuern, selber auch ein bisschen dynamischer geredet. Und das hat manche den einen oder anderen irritiert. Andererseits muss man sagen, auf meinem Kanal sind viele Leute, die mich eben gerade als analytischen Darsteller zu schätzen wissen und die irritiert sind, dass wir beiden überhaupt miteinander sprechen. Oft wurde mir gesagt, wieso mischen Sie überhaupt mit dem Rom und das ist doch ein AfD-Gesachse und der schimpft ja so über die Leute, was ist denn das für ein Polät und, und, und. So, aber hier bei diesem Stream oder bei dieser Sendung muss man doch sagen, war die Mehrzahl, ich möchte mal sagen, 90 Prozent der Kommentare waren positiv. Ja, also auch diejenigen, die sonst, ich sage mal, sich gegen deine Aktivität äußern, fanden es doch gut, dass du und auch ich eben Klartext reden und dass wir da keine Angst haben, uns zu alleine auf die Bühne zu stellen, so wie es eben in dem Lied, was Xavier Naidoo vorgetragen hat, eben auch thematisiert wird. Wer das Maul aufmacht, wer auf der Bühne steht, der steht am Ende alleine. Er kassiert alleine den Applaus, aber er kassiert auch alleine die Buchrufe. Das ist einfach so. Und dazu gehört nun mal Mut. Und das mag nicht jeder. Und viele sind auch, ich sage mal, so ein bisschen wohlstandsverwahrlos, so möchte ich das mal sagen. Da können jetzt gleich die Nächsten sich schon mal wieder beschweren, dass ich so ein Wort verwende zur Erklärung für meine Zuschauer und auch für deine. Ich habe, als ich jung war, habe ich viele Jahre lang Kampfsport gemacht. Und da geht man hart an die Sache ran. Da versetzt man dem anderen Ohrfeigen, kriegt selber Ohrfeigen, kriegt Tritte und all solche Sachen. Das heißt, ich bin es gewohnt, dass man auch mal hart zur Sache geht. In meinem Beruf als Selbstständiger war es auch oft schwer und da ging es noch viel härter zur Sache mit und gegen Juristen. Und wenn dann irgendwelche Leute anfangen zu heulen, weil man nicht die höfliche Ansprache redet, dann kann ich nur lachen. Ich kann zwar bestätigen, dass sicherlich Höflichkeit eine Zier ist und es besser immer geht mit ihr. Nicht umsonst gibt es Diplomatie. Aber die Diplomatie ist auch oftmals eine Vertäuschung und eine Vertuschung von nicht sagenden Floskeln. Und die Frage ist, was will man leben? Will man leben wie irgendeine Maske, nach dem Motto immer außen nett sein und innen drin Brodels? Oder will man mal Klartext reden? Und ich denke, wir sind hier im Internet, auf unseren Kanälen. Das müssen wir nicht tun. Das machen wir freiwillig. Das ist unsere Zeit und unser Geld, die wir hier investieren. Und wir müssen uns überhaupt nicht nach irgendwelchen Normen von irgendwelchen Weicheiern richten, die anfangen zu heulen, wenn man sie Idioten nennt. Wenn Sie der Meinung sind, dass das nicht stimmt, dann sollen Sie doch bitte eine einstweilige Verfügung schicken. Dann sollen Sie uns doch verklagen. Sollen Sie doch gerne machen. Das ist das Spannende, Uwe.
Eli
Das Spannende, Uwe, ist ja, dass sie nicht mal sagen, dass wir nicht recht haben, sondern da kommt immer wieder dieses alberne... Also ihr merkt, liebe Freunde, an welchem Level wir heute hier diskutieren. Wie gesagt, also haltet euch fern, wenn ihr meint, euch bluten jetzt schon die Ohren vor der ganzen Wahrheit. Das Spannende ist ja, dass sie nicht mal sagen, wir hätten Unrecht, sondern dass sie sagen, der Ton macht die Musik. Es geht halt weniger... Hier, guckt dir das mal an. 11 Uhr 211, vor drei Stunden war ich hier auf dem Kanal. Der Ton macht die Musik, weniger der Inhalt des Gesagten. Das ist ja das Lustige. Es geht nicht darum, dass wir recht haben. Wenn wir zu hart sagen, was stimmt, dann werden wir dafür offensichtlich ans Kreuz genagelt. Ich solle doch bitte an meinem Tonfall mit seinen Beleidigungen gegenüber anderen arbeiten, dann wird es besser. Obwohl er eigentlich hier gesagt hat, naja, im Inhalt hast du ja recht und insofern ist vielleicht auch eine Beleidigung ganz angebracht.
Uwe
Ja, vor allen Dingen sind solche Sachen, das ist ja echt Kasper-Kram. Ich habe darauf gar nicht geantwortet, weil es einfach viel zu albern ist, darauf zu antworten. Was sehen wir denn? Wir sehen, dass wir diese Art von Kommentierung, die hören wir immer dann, wenn wir irgendwelche Lichtgestalten kritisieren. Dann kommen die, ich sage mal, wie die Ratten aus den Löchern, die Fans, und erzählen uns, was wir alles nicht sagen dürften. Aber was sie überhaupt gar nicht bedenken, dass ihre eigenen Lichtgestalten interessiert das gar nicht, was wir sagen. Denn würde die das interessieren, dann würden die ihre Rechtsanwälte oder wenn sie gar selber sind, Rechtsanwälte sind, würden sie uns verklagen, sie würden uns Unterlassungserklärungen schicken. Das tun die alles nicht. Das heißt, denen ist das piepst wurscht egal. Aber deren Fans, die sind wie die Mimosen, stellen sich schützend vor ihren Helden, vor ihre Lichtfigur und merken gar nicht, dass die Lichtfigur gar keinen Bedarf hat, verteidigt zu werden, dass die das gar nicht will, dass sie das gar nicht braucht. Denn wenn sie das wollte, dann würde sie es doch selber tun. Das heißt, wovon wir reden, ist, dass die Leute in Wirklichkeit überhaupt gar nicht verstehen, dass was sie kritisieren, nicht die Kritik an den anderen ist, sondern dass sie selber viel zu weicheigig sind, viel zu zimperlich sind. Das begreifen sie nicht. Und insofern kann ich nur sagen, lass uns bitte so weitermachen, solange die Leute den Ton an der Musik hören. den Tonfall für wichtiger halten als die Aussage des Stücks, solange gehören die weder auf deinen Kanal noch auf meinen Kanal, dann sollen die bitte zum Kindergartenkino gehen, aber nicht da, wo Erwachsenen-TV ist.
Eli
Okay, alles klar. Also das hast du auch gut zum Ausdruck gebracht. Ich mag es ja, wenn du emotional ein bisschen über die Stränge schlägst, auch wenn ich dich ansonsten für deine analytische Reserviertheit schätze. Aber ich glaube, ab und an kann einem schon mal ein bisschen der Kragen platzen. Und ich glaube, das war so ein Moment. Das steht jetzt natürlich alles nicht ganz isoliert, sondern das steht natürlich im Rahmen der Kritik, die wir zwei geäußert haben. Ich habe vorgelegt, du hast nachgehauen. Von Berlin, der dritte Achte. Jetzt haben wir ja natürlich in einem Ensemble-Cast, also mit einer Traumbesetzung von, ich glaube, was hatten wir, sechs Mann im Stream, versucht dieses große Event zu analysieren, aber mit ein bisschen mehr Abstand. Jetzt sind wir alle runtergekommen, jetzt haben wir vielleicht auch mehr Informationen, was das alles gebracht hat. Wie bewertest du denn jetzt nun also Berlin, den dritten Achten, den großen Neuaufschlag von Michael Ballweg, von dem eigentlich niemand wusste, dass wir ihn so recht gebraucht haben?
Uwe
Naja, also es ist einfach ein richtiger, ich sage mal, Blindgänger. Und das will ich jetzt mal einfach nur in einer einfachen, quantitativen Zahl festmachen. Es hieß ja immer damals, beim magischen Moment waren wir 500.000 oder 1,2 Millionen. Seien wir mal bescheiden und sagen, es waren nur 500.000, obwohl ich ja der Meinung bin, es war noch viel, viel weniger. Aber nehmen wir das einfach mal so hin. So, und jetzt kommen nach vier Jahren nach bester C-Long höchstens 30.000 hin. Das heißt, knapp 95% sind weniger da. Und das bedeutet also, dass vier Jahre Widerstandsarbeit dazu geführt haben, dass 95 Prozent der Demo-Teilnehmer nicht teilnehmen. So was würde man im normalen Leben als ein absolutes Desaster bezeichnen, wenn 95 Prozent der Stammklientel nicht mehr kommt, wenn die weggehen. Was aber passiert, es wird ein Hurra geschrien. Hurra, wir haben eine Großdemo. Damals war eine Großdemo mit 500.000. Jetzt ist eine Großdemo, wenn da 12.000 oder 15.000 sind. Das ist doch einfach lachhaft. Da ist doch der Maßstab völlig verrutscht. Das heißt, man müsste eigentlich sagen, diese Demo ist jetzt ein Beweis dafür, dass die Zeit der Großdemos absolut vorbei ist. Wenn der große Meister der Massendemonstration, Michael Ballweg, wenn der es noch nicht einmal mehr schafft, Gerade mal 5% von früher auf die Straße zu kriegen, was soll denn dann bitte noch passieren? So damals mit angeblich 500.000 Leuten hat es keine politische Veränderung oder irgendeinen Einfluss gegeben. Aber jetzt mit 30.000 Leuten oder 12.000 bei Polizeizählung, da soll was passieren? Das ist doch einfach unlogischer Quatsch.
Eli
Ja, und im Mittelpunkt steht natürlich Mr. Ballweg hier. Der versucht halt im Prinzip für sich selbst eine Bühne zu bauen, auf der er dann entsprechend halt auch keine Konkurrenz zulässt. Sei es jetzt geladene Gäste, sei es von vornherein ausgeladene Gäste. Es ging im Prinzip nur darum, vielleicht nicht unbedingt so sehr ihn in den Vordergrund zu rücken, aber Themen, die ihm eben genehm waren. waren. Von Anfang an war das eine Esoterik-Shit-Show allererster Güte, die in meiner Lesart ja mit Widerstand sehr wenig zu tun hatte. Wie war denn deine Lesart von dem, was dort auf der Bühne geboten worden ist?
Uwe
Naja, also Widerstand, also ich habe den Begriff Widerstand, habe ich ja schon seit 2020 abgelegt. Also in unseren früheren Sendungen habe ich ja auch, also ich meine jetzt, was du vorhin erwähnt hast, was wir damals gemacht haben. Wie hieß das? Aktiver Widerstand?
Eli
Cleverer Widerstand.
Uwe
Cleverer Widerstand. Da haben wir ja auch schon festgestellt, dass etwas, was den Namen Widerstand verdient, in Deutschland eigentlich nicht existiert. Denn sonst hätten wir ja nicht da sitzen müssen, mit teilweise auch vier, fünf Leuten, um darüber zu reden, wie man etwas bewerkstelligen könnte, das auch nur irgendeine Auswirkung hat. Das heißt, schon damals war es so wie heute, egal was gemacht wurde, es war einfach nur, Quatsch mit Soße, nämlich ein Schuss in den Ofen, wo nichts rauskam. Das heißt, Widerstand ist so ein Wort, wo sich die Leute toll fühlen, aber sie widerstehen ja nicht, sondern sie rennen rum und lassen sich von denjenigen, denen sie widerstehen wollen, Anweisungen erteilen. Maske auf, Maske ab, Abstand so, Abstand so. Bitte stellen sich da hin, bitte stellen sich da hin. Sie dürfen nur dort demonstrieren und bitte nur von der Uhrzeit bis zu der Uhrzeit und bitte verlesen Sie Ihre Regeln. Das soll Widerstand sein? Das nenne ich Marionettentheater. Wenn man gegen denjenigen, gegen den man widersteht, dessen Anweisung Punkt für Punkt, Wort für Wort befolgt. Das ist eine Marionette, die macht so etwas. Widerstand heißt, dass ich etwas widerstehe, dass ich Wut im Bauch habe, dass ich meinen Willen zeigen will. dass ich über die Stränge schlage. So, was würde denn, jetzt mal ganz pragmatisch gesehen, nicht, dass ich dazu aufrufen würde, aber jetzt mal rein theoretisch, was würde denn gewesen sein, wenn bei irgendeiner Demo, wo 10.000 Leute sind und dann sagt auf einmal der Veranstalter, ja, gemäß der Veranstaltungsordnung müssen Sie aber die Abstände einhalten und Sie sollen bitte in die Ecke stellen oder in die Ecke stellen und bitte die Masken aufsetzen. Das würde keiner gemacht haben. Was würde denn dann passieren? Was würde dann passieren? Wie viele Polizisten wären nötig, um 10.000 Leute die persönlichen Daten aufzunehmen, die alle in die Wache einzuladen und und und. Das würde gar nichts passieren. So, das sehen wir in anderen Ländern auch, dass in dem Moment, wo die Bürgerinitiative zwar die Normen verletzt, aber in einem Maße vorgetragen wird, dass die Ordnungskräfte damit nicht mehr klarkommen, dann machen die Ordnungskräfte entweder die Waffengewalt, das gibt es ja in einigen Ländern, oder sie kapitulieren und sagen, ja, dann ist das eben so, Punkt. Und das haben wir auch in anderen Ländern, auch bei Demonstrationen in anderen Ländern gesehen, haben wir auch so analysiert. So, aber die Deutschen, die rennen rum wie im Marionettentheater, ja, als ob das Kleinkinderpuppen sind, ja, da kriegen sie eine Anweisung und die machen das, weil sie ja auf keinen Fall irgendwie eine Ordnungswidrigkeit haben wollen und sie wollen auch dieses nicht und sie wollen auch jenes nicht. Ja, und das soll Widerstand sein? Das ist gar nichts, ja, das ist ein Schattenspiel, ja, im Sturm, mehr ist das nicht.
Eli
Also Schattenspiel im Sturm habe ich noch nie gehört als Sprichwort, aber wenn du Sturm im Wasserglas meinst, stimme ich dir zu. Vor allen Dingen, wenn du dieses Glas meinst oder diese wunderbare Tasse. Lass uns da nochmal anstoßen. Die gibt es auch schon längere Zeit. Lass mich ganz kurz eine Sache auflösen, bevor wir hier weitermachen. Die Umfrage hat ergeben, nur gerade mal 19 Prozent kennen überhaupt noch cleverer Widerstand. Ich sehe das positiv. Weißt du warum? Weil das zeigt erstens, wie weit wir gekommen sind, also wie lange das jetzt nun ja nur schon her ist und vor allen Dingen, wie sehr der Kanal seither gewachsen ist. Da sind ja teilweise auch Dinge gelaufen auf einem Kanal, der ja dann mir im, wann wird es gewesen sein, November 2020 gelöscht worden ist. Da hat ja der clevere Widerstand angefangen. Dann haben wir auf einem Zweitkanal ausgewichen. Da habe ich sehr vieles gemacht und eigentlich ist das ja hier mehr oder weniger der Drittkanal auf dem cleverer Widerstand, der wirklich nur noch eine düstere Erinnerung ist. Also mich wundert es nicht, dass das jetzt so rauskommt, aber umso mehr sehen wir, dass das halt eben angebracht ist, wenn 81 Prozent der Menschen sagen, sie sind ja sowieso noch nie systematisch an den Widerstand rangegangen. Nächste Frage, lieber Uwe. Auf die Gefahr hin, ich will dich gar nicht so doll interviewen. Lass uns mal Stück für Stück in ein Gespräch kommen. Ja, kein Problem. Du sprichst die ganze Zeit von Marionetten und Marionetten haben ja einen Puppenspieler. Und jetzt sagen ja viele Leute, wir sind zu Unrecht so kritisch dem Widerstand gegenüber, aber insbesondere halt eben diesen Symbolfiguren des Widerständes. Weil können diese Augen lügen, wir seien zu kritisch mit Michael Ballweg. Ist in deinen Augen Michael Ballweg dieser Puppenspieler, den es braucht, damit die Marionetten eben nach diesem Gusto, wie du es beschrieben hast, tanzen?
Uwe
Ja, natürlich. Also ich denke mal, man kann oftmals Situationen von außen nicht abschließend beurteilen, weil man nicht alle Fakten hat. Man hat nur bestimmte Indizien, man hat einen bestimmten Eindruck von Personen. Aber man kann eben, ähnlich wie es im amerikanischen Krimi ist, so eine Art von Profiling machen. Das heißt, man kann gucken, was für Bewegungsmuster ergeben sich, was für Routinen werden durch eine Person dargestellt. Und wir stellen dann eben fest, dass also hier jemand aus dem Nichts auftaucht, der vorher in einem Bereich war, wo er nicht dafür bekannt war, dass er sich besonders viel für Massenveranstaltungen interessierte. So, dann erzählt er eine Geschichte. Er hätte quasi, ja, um... Deutschland zu retten, sein halbes Vermögen da reingesetzt. Und dann wird er auf einmal zum Demoveranstalter. Und das macht er dann sehr intensiv. Also alleine diese Story, die ist aus der Biografie von dem, was man von ihm weiß, überhaupt gar nicht glaubwürdig. Denn die meisten ITler sind Leute, die sind gar nicht so sehr... ja, ich sag mal, im Reden bewandert. Die sind auch nicht so menschenfreundlich. Und genau diese Unfähigkeiten der Kommunikation, das stellt doch Michael Ballweg auch heute nach vier Jahren immer noch da. Der kann immer noch nicht richtig reden. Der kann immer noch nicht richtig die Leute angucken. Er ist immer noch ein schüchterner Nerd sozusagen. Und dem soll man abkaufen, dass er auf einmal eine Massenveranstaltung macht. Also die Story habe ich von Anfang an für äußerst unplausibel gehalten. So, aber dann kann man sagen, okay, das ist dann eben meine Einschätzung, kann man natürlich auch grob mit falsch schlägen. So, andererseits muss man dann aber auch sagen, ja, was sind denn die Ergebnisse? Wir sehen, dass er es geschafft hat und das ist das Positive, er hat viele Menschen geschafft, auf die Straße zu bringen. Aber das, was er auf die Straße gebracht hat, hat zu keinen erkennbaren politischen Ergebnissen geführt. Ganz im Gegenteil, es hat dazu geführt, dass Leute, die sich dort versammeln, gerade aus der politischen Diskussion verschwunden sind. Und zwar nicht, weil der Mainstream negativ über sie berichtet, sondern weil sie eben nicht das gemacht haben, was in einer parlamentarischen Demokratie geschieht. eigentlich der normale Weg ist, Macht auszuüben, nämlich über das Parlament. Das heißt, da sind 500.000 Leute oder eine Million Leute, wie viel man auch immer jetzt im direkten oder weiteren Umfeld der sogenannten Protest- oder meinetwegen auch Demo-Bewegung sehen will. Und die alle haben eine fixe Idee nach dem Motto, wir müssen demonstrieren. Was wäre denn gewesen, wenn von dieser eine Million Leute 100.000 Leute in die Parteien gegangen wären? Was denn dann? Dann hätten sie von Anfang an, vom ersten Tag an, hätten sie politischen Einfluss auf kleiner Ebene, mittlerer Ebene und später auch auf großer Ebene ausüben können. Das heißt, wir sehen aus der Metabetrachtung, eine der Folgen dieser Gründung einer solchen Demo-Bewegung ist, dass eine nicht unbeträchtlich kleine Menschenmenge aus dem Politikbetrieb ferngehalten wurde. Und da muss man sich doch mal die Frage stellen, kann das der Sinn sein? Ist es der Sinn, einer Protestbewegung keine Politik zu machen? Und wenn dann eben der Begründer erzählt, er wolle die Leute nur stillhalten, um sie in die nächste bessere Gesellschaftsform einzuführen, was er ja auch mal gesagt hat, dann muss ich doch ernsthaft daran zweifeln, dass das, was er will und das, was die Leute glauben, was er will, dass das überhaupt deckungsgleich ist.
Eli
Und dann sehen wir diese Bilder, die wir ja zusammen zwischen analysiert haben. Ich glaube, mir sieht man hier drüben an, was ich davon halte. Du hast dich mit diesem Maharaja aus Krefeld, wie ich ihn nenne, ja nun auch weiter beschäftigt. Und alles, was man im Prinzip wirklich auf dieser Bühne, aber eben auch bei dem Umzug in irgendeiner Form mitbekommen hat, waren ja eigentlich wirklich nur Dinge zum Fremdschämen. Ich verliere mich immer wieder den Augen, Entschuldigung, den Augen. des Supermannes hier oben und in auch seinen Augen, ich habe keine Ahnung, das ist die Technik, die spinnt heute, liebe Freunde, natürlich in den Augen von hier Captain Future und auch in seinen Augen, die Technik, ich weiß da auch nicht, liebe Freunde. So, aber alles, was wir dort gesehen haben, hat halt nicht wirklich Widerstand geschrien, hat vor allen Dingen auch nach all der Zeit immer noch nicht geschrien, dass die Leute auch sich selbst ernst nehmen, geschweige denn, dass es ihnen in irgendeiner Form bewusst ist, dass sie ernst genommen werden sollten oder wie sie halt überhaupt wahrgenommen werden von außen, von den Medien, die sie ja zu Recht kritisieren. Glaubst du, das hat eventuell damit zu tun, dass die Leute sagen, naja, es ist uns eigentlich egal. Vielleicht hätten wir früher mal darauf geachtet, in irgendeiner Form, dass wir eine geeignete Freund zeigen und wie wir uns eben darstellen nach außen hin. weil es stand ja so viel auf dem Spiel, 2020 hat das alles begonnen mit den Lockdowns, gegen die musste man protestieren, 21 kam die Sumpfung und so weiter und so fort, da stand vieles auf dem Spiel, da war man bereit, mehr oder weniger, zumindest sich Anzeichen zu geben, dass man bereit wäre, diszipliniert zu denken, aber dass wir jetzt dieses ganze Sammelsurium an Wahnsinn sehen, Weil die Leute meinen, naja, es steht ja eh nichts mehr auf dem Spiel. Es ist ja eigentlich nur noch eine Feelgood-Veranstaltung, weil Corona ist ja weg und damit eigentlich das uns alle einende Element der Gefahr, das uns damals überhaupt auf die Straße getrieben hat.
Uwe
Ja, das ist ja eben auch eine dieser Absurditäten, die die meisten, soweit ich es mitgekriegt habe, überhaupt gar nicht realisieren. Sodass also gerade in der Protestbewegung immer gerufen wird, ja, wir müssen alle eins sein. Gemeinsam sind wir stark. Wir sind viele. So, aber eine Vielheit, die nicht geordnet ist, die nicht gerichtet ist, die ist gar nichts. Das heißt, auch ein Schwarm ist nur dann mächtig, wenn alle in Reihe und Glied stehen, aber nicht, wenn jeder kunterbunt durch die Gegend rennt. Das heißt, ein völliges Chaos, wie man an der Kleiderordnung auf so einer Demo sehen kann und an der Schilderordnung, was man da für Plakate dreht, zeigt, dass genau das Gegenteil von Einheit dort gemacht wird. Es wird nämlich die Vielfalt Es wird die Differenzierung zelebriert. Und jetzt glaubt man also, weil man das jetzt macht, das würde irgendeine Macht ausüben können. Aber das kann es nicht, weil eine Vielfalt kann nur dann stark sein, wenn sie sich in entsprechende Gruppen teilt und koordiniert handelt. Aber solange sie überhaupt keinen Handlungsstrang hat, keinen Rahmen hat, ist sie einfach nur ein Chaos, was vor sich hinrollt oder vor sich hinwandert. Da ist gar nichts. Und das wiederum bedeutet, in Verbindung auch mit der Tatsache, dass man sich selber aus dem Parlamentarismus ausgeschlossen hat, dass man genau an diesen zwei Stellen sieht, dass das, was Sie sagen, wir wollen Einheit haben, wir wollen keine Spaltung, das praktizieren Sie aber und zwar zu 100 Prozent. Jeder spaltet sich von dem anderen, weil er ein völlig individuelles Outfit hat, weil er auf keinen Fall eine Uniform tragen will. Weil er sein individuelles Ich darstellen will. Das ist eine absolute Spaltung in egomanische, individuelle Besonderheiten. Und dann spaltet man sich von dem Rest der Gesellschaft ab und sagt, wir wollen mit dem Parlamentarismus nichts zu tun haben. Wir sind eine außerparlamentarische Opposition. Das heißt, ein Anführer einer solchen Gruppierung ist genau dieser Spalter, den er angeblich meint zu bekämpfen. Denn würde er die Spaltung nicht haben wollen, dann würde er sagen, wir können nicht gegen die Gesellschaft sein, sondern wir müssen mit der Gesellschaft sein. Wir müssen die Mittel, die die Gesellschaft bietet, die müssen wir nutzen. Aber was macht er? Nein, wir machen eine Parallelgesellschaft. Das ist Spaltung. Und dann glaubt man ernsthaft, dass Michael Ballweg eben kein Spalter wäre. Er hat die Bewegung abgespalten von der Welt, von der normalen Gesellschaft. Er hat es mit Saalfeld erst recht geschafft, sie komplett in die rechte Ecke zu stellen. Und das fällt niemandem auf. Also da kann ich mich echt nur am Kopf fassen.
Eli
Naja, einigen wenigen fällt es halt auf, aber wenn man dann entsprechend halt sagt, du, hör ich mal, das ist mir aufgefallen und das ist mir nicht erst jetzt aufgefallen, sondern ich habe euch das zusammen mit Kladecker Uwe schon 2020 erzählt, ja, spätestens, also wirklich allerspätestens, wenn man alle Augen zudrückt, hätte man sagen können, okay, bei der Nummer am Bodensee hat er sich zwar endgültig blamiert, aber da heißt es ja, die hätten da nichts damit zu tun, so wie dem auch sei. aller, aller spätestens am 15. November 2020, die Nummer mit Saalfeld, hätte allen klar sein müssen, da stimmt was nicht, ja, und die ganzen Gerüchte, die sich damals schon um seine Person gerankt haben, die werden halt wahrscheinlich alle eben begründet gewesen sein. Und wenn man sich hinstellt, vier Jahre später, lieber Uwe, und sagt, horch mal, ich hab euch das alles schon gesagt vor vier Jahren, ich hab umso mehr Recht behalten, weil inzwischen türmen sich die Argumente, die das alles belegen, dann wird man natürlich weiterhin zerrissen, als bösartiger Hetzer dargestellt. Und dann müssen sich Leute wie du dann für mich stark machen, weil ausnahmsweise in einer Wahrheitsbewegung endlich mal einer den unbeugsamen Mut hatte, das Undenkbare zu tun, die Wahrheit zu sagen. Ja, also das ist ja auch so ein bisschen auch der, also symbolisch gesprochen ist das doch wirklich, sage ich mal, so ein Zeichen für, wo wir hingekommen sind, ja, wenn man halt diesen ganzen irgendwie Propheten da glaubt von wegen, nein, nein, glaubt mir mal, ja, mein Weg ist der richtige, benutzt mein Manifest, das ist ja auch schon fast wieder so ein Dogma, ne, so nach dem Motto, so wie Querdenken demonstriert, müssen jetzt alle demonstrieren, ja. So wie Querdenken denkt, müssen jetzt alle denken. Diese ganze Vielfalt, alles was du beschreibst, das müsste sich multipliziert so jetzt in irgendeiner Form dezentral irgendwie aber alt, auf jeden Fall dezentral zwar, aber in dieser Form halt eben widerspiegeln in der ganzen Demolandschaft für Deutschland. Und wenn man auf all das hinweist, wird man bis heute immer noch identifiziert. Immer noch, und das ist wirklich das Perplexe oder was mich perplex macht, wird man immer noch als Denunziant hingestellt, als Hetzer, als Nestbeschmutzer und so weiter und so fort. Wie gehst du persönlich mit den Attacken um? Jetzt auf ganz privater Ebene. Stehst du da drüber oder gehst du direkt einfach in die Argumentation? Weil man könnte ja sagen, fairerweise muss man das sagen, lieber Uwe, oder man muss fragen, bringt das überhaupt was, die Leute zu versuchen aufzuklären?
Uwe
Nein, definitiv nicht. Das ist meine persönliche psychologische Welterkenntnis und Weltanschauung zu diesem Punkt. Ich würde es mal so formulieren in einem alten Wort. Es gibt keinen Nürnberger Trichter. Damit meinte man, dass man Leuten Wissen eintrichtern kann. Trich deinen Kopf rein, Wissen oben reinschütten, die Bücher klein gemahlen und dann kommt da unten im Gehirn ein Ratter zum Rädchen und dann malt das auch nochmal und legt das alles ab und nachher kann ich zehn Sprachen sprechen, habe auch alles verstanden. So, das funktioniert leider nicht. Und wir sehen, dass das nicht funktioniert, auch bei den sogenannten Aufklärern, dass sie nach vier Jahren mittlerweile doch in eine Phase der Ernüchterung eingetreten sind, nach dem Motto, wir haben versucht, die Leute so aufzuklären, aber die meisten wollen gar nichts hören. Und wenn man jetzt mal darüber nachdenkt, warum ist das so, dann gibt es da verschiedene Erklärungen. Und ich möchte mal eine für mich psychologische nennen. Ich weiß nicht, ob sie medizinisch korrekt ist, aber so würde ich es in meinen Worten formulieren. Es gibt keine Information, die direkt zu einem Wissen wird, nur weil sie einem mitgeteilt wird, sondern das muss im Bewusstsein des Individuums, da muss das verankert werden. Und das geht nicht gegen dessen Willen. Egal, ob es eine positive oder eine negative Emotion ist oder ein Wissen. Zum Beispiel, du musst Angst haben vor einer Spritze oder vor einem Krieg oder so. Das ist ein Angebot, das ist ein Informationsangebot, was mir jemand macht und ich entscheide aber selbst. ob ich meine Aufmerksamkeit darauf richte und ob ich diese Information für so wichtig halte, dass ich sie in mein Bewusstsein, in mein Gedanken- und Gefühlssystem integriere. Und wenn sie mir wichtig erscheint, dann mache ich das. Wenn ich sage, oh, das ist ja ganz praktisch, Angst zu haben, ich muss mich dann nicht weiter darum kümmern, weil jemand anders sorgt ja für meinen Schutz, wunderbar, dann habe ich eben Angst. Und ein anderer sagt, ja, Die Information ist so wichtig, das möchte ich unbedingt wissen, damit ich verstehe, wie es geht. Aber es bedarf immer, und zwar in jedem einzelnen Fall, der Beteiligung des Individuums. Das heißt, es ist unmöglich, von außen jemandem Wissen einzutrichtern. Und dass das so ist, jetzt komme ich zum zweiten Beispiel. Das können wir sehen, wie das mit dem Spam ist. Oder früher nannte man das die Haustürklinkenputzer. Wenn irgendjemand an der Tür klingelt und sagt, ich bin mal da, ich wollte Ihnen mal was von Zeugen Jehovas erzählen und was Yahweh so alles gemacht hat, wollen Sie gerne mal dieses Buch kostenlos haben. Ich komme dann in einer Woche wieder, dann reden wir nochmal drüber. Das hört man sich ein-, zweimal an und beim nächsten Mal macht man die Tür nicht mehr auf, außer man ist ein Fan von diesem Angebot. So, und wenn jetzt aber jemand kommt und sagt, ah, wissen Sie, ich habe hier so tolle Geigen, die müssen Sie unbedingt kaufen und außerdem biete ich Ihnen noch dreimal die Woche Geigenunterricht an für 100 Euro die Stunde, das müssen Sie unbedingt machen. Dann sagen wir, oh, Geigenspiel, das ist interessant. Und dann machen Sie die Tür zu und der Nächste sagt, ach, jetzt möchte ich Ihnen aber zeigen, welche Urlaubsreisen für Sie gut sind. Und dann würden wir feststellen, es gibt so viele Angebote. dass wir gar nicht möchten, dass diese Angebote alle bei uns anklopfen. Wir wollen die gar nicht haben, das ist Spam. Sondern wir sagen, behalte deine scheiß Angebote für dich, mach gerne ein Werbeschild draus, aber belästige mich nicht damit. Wenn ich irgendetwas will, zum Beispiel wenn ich Geigen spielen will, oder lernen will, dann gucke ich im Internet, in der Zeitung, wo gibt es Geigenlehrer? Wo kriege ich eine günstige Geige? Und dann gehe ich dahin, dann gehe ich zum Lehrer und frage den, was muss ich tun, damit ich Geigen spielen kann? Das heißt, ich muss als Schüler, als Lernender, ich muss erst mal lernen wollen. Und dann gehe ich in eine Eigeninitiative, gehe dorthin, wo das Wissen ist, und suche mir den Lehrer, den ich haben will. Und gucke, ob ich die Anforderungen, die er an mich stellt, auch erfüllen will. Und wenn das alles gegeben ist, dann habe ich die Bereitschaft zu lernen. Und dann kommt der Lehrer und sagt, ja, das war ja nur die erste Stunde. Beim zweiten Mal kriegst du jetzt auch noch Hausaufgaben, du kriegst noch Pflichten. Es reicht nicht aus, dass du mir ein Stundengeld gibst und ich dich unterrichte. Du musst auch noch zusätzlich was tun. Das heißt, man lernt nur dann etwas, wenn man selber sucht, Und wenn man bereit ist, ständig neue Anforderungen, immer schwerere Aufgaben zu erfüllen, die einem der Lehrer auferlegt. Und derjenige, der gar nicht ersucht, der hat ja gar keinen Bedarf zum Lernen. Dem ist ja jedes Wissensangebot, was ihm vorgelegt wird, eine Belästigung. Ich habe das, als ich studiert habe, ich sage gleich, ich habe mein Studium nicht abgeschlossen, bin also ähnlich wie manche Politiker angefangen, aber kein Ende. Ich habe Philosophie angefangen. Und dann gab es im Philosophenturm in Hamburg, da gab es 10.000 Bücher. Und da waren nette Damen, so Bibliothekarinnen, so Hilfskräfte, die dann die Bücherkontrolle machten, welche Bücher ausgeliehen werden und welche zurückgebracht werden. Und wissen Sie, was die gemacht haben? Die saßen in einem Umfeld, wo die Weisheit der Welt war. und haben den ganzen Tag gestrickt, Kreuzworträtsel gemacht, sich die Lippen geschminkt, die Frauenzeitschriften gelesen. Das Angebot war da. Die hätten statt acht Stunden Kreuzworträtsel zu machen und zu stricken, hätten die vier Stunden lang sich einlesen können in die Fachliteratur. Und ich garantiere eins, Nach vier Jahren, nach acht Semestern, wären die mindestens halb so schlau gewesen wie die professionellen Studenten. Das Angebot war da, aber es bestand kein Interesse. Und wenn irgendjemand gesagt hätte von Studenten, ja, gute Frau, legen Sie doch mal Ihr Kreuzwort zur Seite, gucken Sie mal, lesen Sie doch mal diesen Philosophen, dann hätten die gesagt, hauen Sie bloß ab, ich bin hier gerade bei einem wichtigen Wort mit sechs Buchstaben.
Eli
Also ich glaube, in aller Kürze kann man das zusammenfassen, wenn der Bedarf, groß genug ist, dann wird das Angebot schon gefunden. Das regelt einfach Angebot und Nachfrage. Das uralte Prinzip. Aber wenn man zum Beispiel für eine Demo groß werben muss, in allen Kanälen, wenn man das irgendwie groß kommunizieren muss, wenn man sagen muss, ihr müsst das auch noch zusätzlich finanzieren, Also nicht etwa so nach dem Motto irgendwie, wir machen das jetzt, ich biete euch das eben an, so wie überall sonst eben in der Wirtschaft und ihr zahlt dann eben einen Preis, sondern das kann überhaupt, das Angebot, das ihr wollt, kann überhaupt erst entstehen, wenn ihr das jetzt aber schon quasi vorfinanziert und dann vor Ort noch einmal refinanziert und so weiter und so fort. Also wenn man sich von diesen klassischen marktwirtschaftlichen Prinzipien entfernt, die halt weltweit greifen in jeder einzelnen Unternehmung, dann merkt man, irgendetwas muss da schief gelaufen sein. Und vieles ist schiefgelaufen, glaube ich, das kann man sagen an dieser Stelle. Wo würdest du denn sagen, wo steht denn der Widerstand dieser Tage nach vier Jahren? Fairerweise muss man sagen, es ist ja nicht nur die Demos, du darfst nicht nur darauf gucken. Hat sich da etwas bewegt? Leute schreiben im Chat ganz kurz, Uwe, Leute schreiben im Chat, Eli, was bringen eure Wiederholungen? Haben unsere Wiederholungen etwas gebracht? Haben wir uns bewegt in den vier Jahren und wo stehen wir jetzt?
Uwe
Ja, wir haben uns bewegt und zwar durch Enttäuschung. Wir haben gelernt, dass bestimmte Dinge nicht funktionieren, bis auf die wenigen, die noch an Demos glauben. Aber das sind ja eben auch schon nur noch sehr wenige. Alle anderen haben ja festgestellt, dass es viel zu aufwendig ist und zu wenig daraus kommt. Sprich, es ist ein unwirtschaftliches Unterfangen. Und diejenigen, die dann eben auf andere Weise aktiv waren, dass sie im behördlichen Bereich versucht haben, Sand ins Getriebe zu streuen, haben ja auch festgestellt, dass die Behörden da extrem langsam sind, dass die Behörden Mühlen langsam mahlen und dass am Ende doch meistens die Behörde den Mahlwettbewerb, also den Zermahlwettbewerb, den Zermürbungswettbewerb gewinnt. Und dass wer die große Klappe aufreißt und viel Prozesse führt, am Ende gegen einen übermächtigen Staat wenig Chancen hat, weil der einfach dazu in der Lage ist, Prozesse rauszuzögern, einen mit irgendwelchen merkwürdigen Beschuldigungen zu konfrontieren.
Eli
Du verlierst dich in diesem einen Beispiel. Wir reden ja nicht nur juristisch. Was würdest du denn auf dem Meta-Level sagen? Also sind wir jetzt im Widerstand vorwärts gekommen? Und wenn ja, wo steht er denn jetzt? Du bist jetzt zu sehr im Juristischen. Es ist ja nicht nur das Juristische.
Uwe
Nein, das ist jetzt nicht nur der zweite Teil. Der erste Teil war ja Demo, der zweite ist juristische, der dritte ist eben Aufklärung. Ich denke, der Aufklärungsteil hat am meisten profitiert. Es hat sich so ein bisschen die Spreu vom Weizen getrennt. Also es gibt genügend Kanäle, die wirklich hochqualifizierte oder mehr oder minder hochqualifizierte Sendungen machen. Allerdings sind sie teilweise auch schon wieder so kommerzialisiert, dass sie sich schon nicht mehr so sehr unterscheiden vom Mainstream. Es mag vielleicht sein, dass das in der Natur der Sache liegt, dass ab einem gewissen Kommerzialisierungsgrad das Geschäfte machen dann schon wieder wichtiger wird als die Botschaft. Ich denke, es ist auf jeden Fall ein Erkenntnisstand, was geht und was nicht geht. Und dass eben eine Ernüchterung eingetreten ist, dass man doch ein bisschen kleinere Kuchen backen muss, dass man die Kirschen, die weiter oben hängen, einfach nicht so greifen kann. Man kann zwar darüber reden und lamentieren, aber so wirklich daran ändern kann man nichts.
Eli
Na gut, das ist schwierig. Du hast jetzt sehr wenig Konkretes gesagt, aber so etwas Vielschichtiges wie der Widerstand kann man auch nicht mal eben in drei Sätzen in deiner Form erklären. Aber ich würde gerne das Publikum befragen, was das angeht. Wenn ihr einfach mal auf euer Bauchgefühl hört, vielleicht könnt ihr es ja auch mit Fakten untermalen, würde mich mal interessieren und lass uns gerne mal diese Umfrage einfach mal machen, nur um eine Wasserstandsmeldung zu haben, wo die Leute denken, wo wir jetzt also stehen nach den letzten vier Jahren. Die Umfrage beginnt und ich stelle euch die Frage, Ist der Widerstand, ich mache es mal wirklich nur in Anführungszeichen, gemeint ist im Prinzip die Bewegung der Leute, die das gängige Narrativ hinterfragen und nicht nur in puncto Corona, sondern in puncto auch der Vielfalt der anderen Dinge, die vom Mainstream hier alle versemmelt werden, also sei es Migration, Gender Gaga, Finanzen, Kriegspolitik und so weiter und so fort, die Liste ist ja ewig lang. Aber ist also der Widerstand und damit die Masse der Menschen, die in Deutschland gegen diesen Mainstream ankämpfen, ist also der Widerstand in den letzten vier Jahren gewachsen oder auf der Stelle getreten? Und ihr könnt dann sagen, er ist gewachsen, in Klammern könnte ich noch dazu schreiben, auch stärker geworden. Also das ist jetzt, sage ich mal, eine Option für beides. Er kann numerisch, es können einfach mehr Leute geworden sein, aber er kann auch einfach cleverer geworden sein oder effektiver. Das ist alles eine Option. Oder aber, wir machen es ganz simpel, wir sagen einfach auch eine Option, er tritt auf der Stelle oder aber schrumpft sogar. Okay, schrumpft.
Uwe
Aber man muss das vielleicht noch differenzieren.
Eli
Nein, nein, nein, wir differenzieren gar nichts, weil sonst wird es zu kompliziert für die Leute. Glaub mir mal, ich habe genügend Umfragen gemacht. Wenn du jetzt anfängst zu differenzieren, dann verlieren sich die Leute in den Optionen. Ich will es wirklich nur auf der Meta-Ebene wissen. Ja, was glauben die Leute? Treten wir auf der Stelle? Sind wir rückläufig? Haben wir Erfolge zu verbuchen? Geht es nach vorne? Sind wir alles hier Miesmacher, die in irgendeiner Form alle nur zu Unrecht auf Michael Ballweg rumhacken? oder haben wir halt im Prinzip eine realistische Einschätzung. Würde mich tatsächlich interessieren, was die Leute denken, weil, wie gesagt, wir machen das ja auch nicht im luftleeren Vakuum. Auch wenn der Vorwurf immer wieder, sag ich mal, in der Luft hängt, dass die Leute sagen, Edi und Uwe, für wen macht ihr das überhaupt? Ja, irgendwo machen wir es für uns, das stimmt natürlich schon. Also das kann ich nicht von der Hand weisen. Ich habe da einfach dieses Mitteilungsbedürfnis, Uwe auch. Aber nichtsdestotrotz, es wird ja von euch auch angenommen. Wir sehen uns ja auch an deinem Kanal, lieber Uwe. Auch dein Kanal ist ja gewachsen in den letzten vier Jahren. Mein Kanal ist gewachsen. Und insofern ist da ja offensichtlich der Bedarf da. Und es wäre interessant zu wissen, bei denjenigen, die sich jetzt also auf diese Kanäle hierher verirrt haben, in diese Sendung, was glaubt ihr denn, wo stehen wir? Damit wir einfach auch wissen, okay, wie schätzt ihr die Sache ein und nicht einfach nur Uwe und ich. Gut, Uwe, lass uns während die Leute hier abstimmen, lass uns mal ganz kurz darüber reden, aber wirklich nur ein kurzes Segment, weil ich möchte das dann gleich wieder auflösen. Dass dein Kanal gewachsen ist, dass du, ja, unbekannter in Anführungszeichen Immobilienanalyst, jetzt vier Jahre später einen Kanal hast mit die Welt klar sehen, ja, der immerhin jetzt quasi 8800, glaube ich, Abonnenten hat.
Uwe
Noch knapp über 8000, ja.
Eli
Genau und wahrscheinlich schon bald tausende Videos später, dass du jetzt also diese neue, ich will nicht sagen Berufung entdeckt hast, aber dass du dich da doch so reingefuchst hast. Was zeigt dir das vielleicht auch ein bisschen über dich im Sinne von, dass sehr unbedarfte Charaktere, die vorher wenig damit zu tun hatten, mit zum Beispiel Medienverarbeitung oder eben Widerstand, dass die innerhalb dieser vier Jahre auf dein Level eben kommen können? Wie schätzt du das ein?
Uwe
Ja, also es ist überall im Leben das, was einen interessiert. Das macht man gerne und da engagiert man sich und da versucht man auch zu lernen. Ich selber bin immer als Zeit meines Lebens in den Kreisen, in denen ich war, ein Impulsgeber und Meinungsmacher gewesen. Das ist für mich nichts Neues. Und ich habe auch andere Projekte schon in meiner Vergangenheit gemacht, die eine gewisse bundesweite Popularität hatten. Und insofern war der Schritt jetzt in die Videos jetzt nicht so groß, auch wenn es natürlich technisch eine ganz andere Ausnummer war. Und ich auch eben als Vollberufstätiger nicht so viel Zeit hatte, mich jetzt um die ganzen Feinheiten etc. zu kümmern. So mittlerweile ist das auf einem halbwegs passablen Level, würde ich mal sagen, kann natürlich noch alles professionalisiert werden. Und da ich ja nun quasi jetzt schon im Rentenalter bin und auch zunehmend mich dorthin bewege, habe ich da auch ein bisschen mehr Ruhe und muss diese Dinge ja zu optimieren.
Eli
Okay, gut. Tolles Statement. Was ich gut finde an dieser Stelle ist, das zeigt auf, wie du da aufgestiegen bist, dass die Leute, die halt eben offensichtlich dieses Potenzial in sich nicht einfach nur wissen, sondern es halt wirklich realisieren, dass die in der Tat die Möglichkeit haben, auf dieses Level zu kommen. Manch einer wird sagen, was sind schon 8800 Abonnenten? Aber einige deiner Videos, die gehen teilweise mini-viral, kriegen da 100.000 Aufrufe und so weiter und so fort. Und du machst das als Sesselpuper, wie du ja selber so schön sagst, aus Hamburg heraus. Und deine Meinung hat zunehmend Gewicht. Und auf jeden Fall eine Sache ist klar, die Tendenz ist steigend. Es ist nicht so, auch wenn es mal wieder runtergeht ab und an, dass du jetzt mit Riesenverlusten zu kämpfen hättest, sondern du stehst jetzt besser da als je. Und wer hätte das denn gedacht, 2019, dass man eben aus dem Sessel heraus sowas hätte schaffen können?
Uwe
Das hätte man erstmal so nicht gedacht. Dazu muss man sich natürlich mit Social Media ein bisschen beschäftigen. So ein Faktum ist, dass, also ich möchte mal das eine Argument nehmen, ist jetzt 8000 viel oder wenig? So in Anbetracht dessen, was möglich ist, ist es wenig. In Anbetracht dessen, was früher möglich war, ist das viel. So, wie kann ich als unbekannte Person, als Selbstdarsteller auf einem Minikanal, theoretisch 8000 Leute ansprechen, von denen dann manchmal eben 10%, 20% Oder wenn du mal ein Video hast, das hat jetzt mittlerweile 85.000 Aufrufe. Wie geht das? Wie hätte ich denn vor Social Media jemals auch nur 100 Leute ansprechen können? Wie denn?
Eli
Du machst es mit einer Botschaft. Als ganz Privatperson, die jetzt auf die Straße geht, der Marktschreier von einst, wie könnte der mit einer Botschaft 85.000 Menschen erreichen? Das muss man sich mal vorstellen.
Uwe
Das heißt, das wäre früher gar nicht möglich gewesen. Da saßt man in der Kneipe, da hatte man seine Freunde, da hätte man vielleicht eine Veranstaltung buchen müssen, da wären 30 Leute gekommen. So 30 Leute, ja mein Gott, wenn ich heute das schlechteste Video, was ich mache, dann vielleicht 300 aufrufe. Aber das sind immerhin zehnmal mehr, als ich früher hätte, wenn ich einen Saal voll gehabt hätte, so ungefähr. Und insofern kann ich da überhaupt gar nicht unzufrieden sein. Andererseits zeigen viele Kanäle, auch in Deutschland, wenn man den Kanal so aufbaut und präsentiert, dass es dem Massengeschmack entspricht, ist es möglich, innerhalb von 12 Monaten 100.000 Abonnenten zu gewinnen. Das ist überhaupt gar kein Problem. Ich habe in Amerika Kanäle gesehen, die haben es geschafft, in drei Monaten 500.000 Abonnenten aufzubauen. Und selbst auch bei politischen Themen, das ist alles machbar. Das heißt, es gibt da eigentlich fast keine Grenzen. Und ich bin nun mit einem analytischen Kanal von Natur aus mit einem kleineren Publikum gesegnet, als wenn ich eben nur Bild-Zeitungsniveau hau ruck und hau drauf mache.
Eli
Ja, das ist grundsätzlich ja so, dass wir, sag ich mal, nicht die sexy Themen anpacken. Wir machen das nicht auf die sexy Art und Weise, auch wenn du mir da vieles voraus hast. Du machst zum Beispiel wirklich Clips, kürzere Dinge, die auch mehr jetzt auf die Sehgewohnheiten der neuen Generation und so weiter eingehen, während ich hier ausufernde Monologe halte. Aber wie dem auch sei, thematisch tun wir uns damit keinen Gefallen. Ja, auch, sage ich mal, von der technischen Verarbeitung her könnten wir beide wahrscheinlich noch vieles besser machen. Ich sage nur diese formalitärten Shorts, um die Aufmerksamkeitsspanne der Leute endgültig wirklich restlos zu zerstören. Aber nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, der Erfolg gibt dir recht. Gerade dieses Jahr hast du ja auch eine Offensive gestartet. Dein Kanal ist sprichwörtlich, ich will nicht sagen explodiert, aber für deine Verhältnisse...
Uwe
Ich habe ja Anfang Februar mein Kanalkonzept geändert und habe jetzt zum Ende des letzten Monats meine interne Statistik gemacht und habe also bezogen auf den Zeitpunkt der Kanaländerung vor sechs Monaten oder fünf, habe ich ein durchschnittliches Zuschauerwachstum, also nicht Zuschauer, sondern Abonnentenwachstum von 19,4 Prozent pro Monat.
Eli
Genau. Und ich glaube, dein Kanal hat sich auch verdoppelt allein dieses Jahr. Mehr als verdoppelt.
Uwe
Ich habe angefangen, bevor ich die Kanaländerung machte, das war quasi Anfang Februar, hatte ich 3.200 Abonnenten. Jetzt bin ich bei über 8.000. So, und das heißt, ich habe also mehr als 100% zugelegt, ja, so um das ja bei relativ trockenen Themen, wo man auch in einem Markt ist, es gibt ungefähr noch 30 andere Streamer, davon bin ich mit der kleinste, ja, die ähnliche Themen bearbeiten, zumindest sofern es die alltäglichen Geschichten von Bundespolitikern und welche Horror-Stories.
Eli
Und dann darfst du eine Sache auch noch nicht vergessen, lieber Uwe, dass wir zwei eigentlich, ich glaube, den Hut können wir uns inzwischen wirklich anziehen, das schreiben auch die Leute in den Kommentaren, das schreiben auch die Leute in den Chats, wir sind zusätzlich zu all, sag ich mal, den Steinen im Weg, die viele andere Leute eben teilen. So nach dem Motto, die Konkurrenz auf YouTube ist nun mal eben groß, sich da irgendwie ein Make-up-Tutorial reinzuziehen, sind wir bei diesen sogenannten Widerstandskanälen auch eigentlich die einzigen zwei Ausreißer, die mir jetzt bekannt sind, die wirklich nachhaltig bereit sind, sich unbeliebt zu machen, indem sie sagen, wir sagen halt eben nicht einfach nur, was die Klicks bringen, sondern wir sagen, was die Wahrheit ist, auch wenn das bedeutet, dass wir zum Beispiel entweder auf der Stelle treten oder vielleicht sogar Abonnenten einbüßen müssen. Cool. Kurze Fabel am Rande, liebe Freunde. Ich habe jetzt zum Beispiel, seit ich allein diese Episode mit Berlin betrachtet hatte, in dem ich am Tag zuvor gesagt habe, ich fahre da nicht hin, aus denen den Gründen, die Betrachtung selbst, die Analyse danach und vor allen Dingen halt natürlich auch dieses Am-Meinung-Haben, was ich vorhin euch eben gezeigt habe, dass ich gesagt habe, ihr könnt mal am Arsch vorbeigehen, ich stehe weiter für die Wahrheit ein, sag ich mal, dieses... Diese in sich geschlossene Reihe an Videos, die ich da auf den Weg gebracht habe, hat mich 300 Abonnenten gekostet. Aber es ist mehr oder weniger halt eben wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein, weil Gott sei Dank kann ich ja sagen, ich habe ja weiterhin 47.800 von euch, die zu mir halten. Sunflow Stream hält auch zu mir. Vielen herzlichen Dank für 15 Euro. Lieb von euch, dass ihr uns, im Übrigen, das ist der nächste Aspekt, lieber Uwe, dass ihr uns alternative Medienmacher auch finanziell unterstützt. Für dich ist das vielleicht nicht ganz so relevant, auch ich habe meinen Nebenberuf, aber machen wir uns nichts vor. Wenn wir uns angucken, wo zum Beispiel Alexander Raue vom Vermietertagebuch steht, der Typ, der irgendwie pro, glaube ich, sechs Monate 500.000 Euro mit seinen Videos verdient, kann man sagen, natürlich könnte man mit seinem Budget auch sehr viel mehr für den Widerstand leisten. Lass es mich auflösen. Ich habe die Leute gefragt, ist der Widerstand in den letzten vier Jahren gewachsen oder auf der Stelle getreten? Und hast du es dir schon angeguckt oder kann ich dich noch fragen, was du denkst, was die Leute getippt haben?
Uwe
Ich habe es mir noch nicht angeguckt.
Eli
Okay, dann tipp einfach mal. Was denkst du denn? Was ist das Verhältnis? Glauben die Leute, es ist gewachsen oder glauben die, es tritt auf der Stelle oder schrumpft?
Uwe
Ich glaube, es tritt auf der Stelle und schrumpft.
Eli
Du glaubst das selbst oder du glaubst, die Leute glauben das?
Uwe
Ich glaube, die Leute glauben das.
Eli
Okay, alles klar. Du bist halt der Klardenker, du hast zu 100 Prozent recht. Denn 73 Prozent der Leute, die hier reingeschaut haben und die auch an der Umfrage teilgenommen haben, 450 schauen allein auf YouTube zu, aber 176 sind mitdenkend genug, um überhaupt einmal kurz aufs Handy tippen zu können. Dankeschön für die, die mitmachen. Wie dem auch sei, 74% von euch sagen also, wir treten auf der Stelle oder schrumpfen sogar. Das sind nicht meine Worte, liebe Freunde, auch wenn Uwe und ich sie permanent natürlich auch euch hier vorhalten, sondern das ist eure Meinung. Ich habe niemanden gezwungen, auf diese Art und Weise abzustimmen. Es hätte ja auch gut und gerne umgekehrt sein können. Dankeschön für eure Teilnahme. Lass uns mal kurz bei diesem Thema Videos und Widerstand bleiben. Die Medien haben ja eine unglaubliche Sogkraft und ich glaube, die Leute konsumieren dieser Tage mehr denn je Videos. Jeden Morgen steht irgendeiner auf und möchte YouTuber werden oder jetzt TikToker, wie es so neuerdings heißt. Und das heißt, wir sind in einem zunehmend immer größeren Konkurrenzkampf. Dass trotz all dem wir uns jetzt doch unser Publikum halt in irgendeiner Form geschafft haben, Trotz dessen, dass wir so unbeliebte Meinungen in die Öffentlichkeit stellen. Wie bewertest du das? Gibt es also auch eine Nachfrage nach der Wahrheit im Internet?
Uwe
Ja, die wird es immer mehr geben. Also je künstlicher die Außenwelt wird, desto mehr wird der Bedarf nach echten Menschen entstehen. Einerseits ist es ein großer wichtiger kultureller Fortschritt gewesen durch die Arbeitsteilung, dann eben die Arbeit auch nach außen auf Maschinen zu verlegen und später eben auf Roboter und noch später eben auf EDV und dann heutzutage auf die KI. Aber es ist eben eine Form von Entmenschlichung. Und der Mensch ist nach meiner Meinung ein soziales Wesen. Das ist ja über Jahrhunderttausende gewesen. Und das wird jetzt nicht durch eine Generation EDV ausgelöscht. So spricht der Mensch, möchte hauptsächlich mit anderen Menschen zu tun haben. Das sieht man darin, was Leute für gesellschaftliche Aktivitäten machen. Dass sie lieber auf eine Demo gehen, wo sie ein gutes Gefühl haben, statt sich um den Effekt zu kümmern. Dass sie in ein Theater gehen und sich Märchengeschichten erzählen lassen. Nee, es heißt Opern, ja. Oder aber, dass sie Filme sich angucken, wo hauptsächlich Menschen spielen. Das heißt, Menschen interessieren sich hauptsächlich für andere Menschen. Da, wo echte Menschen sind, wo spannende Menschen sind, wo Menschen sind, über die man sich aufregen kann. Das ist immer noch besser als ein Mensch, der einen langweilt. Lieber regt man sich herzlich auf, als vor Langeweile einzuschlafen. Und insofern, ja, Menschen werden wichtig sein und Leute, die die Wahrheit sagen, ist gerade in den Zeiten, wo immer mehr Leute mitkriegen, dass die Lüge und die Illusionen allgegenwärtig sind, wird das auch immer wichtiger. Und Faktum ist, dass diese Unbeliebtheit, die uns immer vorgeworfen wird, die ist doch objektiv gar nicht da. Also ich möchte das mal abschließen. an einem Beispiel darstellen. Wenn du dir zum Beispiel hier mal anguckst, mein Video BALWIX Großdemo, was wird sie bewirken? Da hat es 1700 Aufrufe gegeben und netto hat ein Abonnent hat sich abgemeldet. Ich habe 8000 Abonnenten, einer hat sich abgemeldet. Da könnte man sagen, ja, Aber davon haben es ja 6.300 gar nicht gesehen. Aber von den 1.726 hat sich auch bloß einer abgemeldet. Netto. Hier sieht man, immer wenn die Linie nach unten geht, meldet sich einer ab. Wenn sie nach oben geht, meldet sich einer an. Das heißt, netto haben sich insgesamt ein paar dazu, ein paar ab, aber insgesamt nur einer. Wenn wir beim gestrigen Video gucken, die Elijah Löwenherz, da haben wir sogar fünf Leute, die es sehr gut fanden. Das muss man sich mal vorstellen. Von 1635 Leuten fanden es fünf so gut, dass sie den Kanal extra deswegen abonniert haben. Und so ist das bei den anderen Geschichten ganz genauso. Das heißt, ich kann das schlechteste Video, was ich je hatte, und das war eins, da ging es auch um Ballweg. Ich glaube, das war das drittletzte, was wir gemeinsam gemacht haben. Da hatte ich netto acht Abmeldungen. Acht Abmeldungen von wie viel? Von 8000? Das ist ein Promille, das ist nichts. Das heißt, selbst wenn man dann auf die Likes guckt, meine schlechtesten Like-Quoten, die ich je hatte, waren mal bei 75 Prozent, sonst liegen die zwischen 95 und 97 Prozent. Machen wir was über füll mich oder Ball weh ich, dann geht es da mal 85 bis 90 Prozent. Das heißt, es sind immer noch mehr als vier Fünftel der Leute, die das Video gut finden. Also diejenigen, die sagen, das ist alles Schrott und wir sind Hetzer und sonst nicht was, das ist eine absolute kleine Minderheit, die rein statistisch komplett zu vernachlässigen ist. Die hat gar keine Bedeutung. Das Einzige, was sie hat gegenüber allen anderen, sie schreit viel lauter rum. Das ist es. Und Aber mehr bedeutet es nicht. Selbst wenn bei dir 300 Leute sich abmelden auf deinem Kanal mit 48.000 Followern, wie viel ist denn das? Das ist ja mal gerade 0,8 Promille. Dann müsstest du ja 1000 Tage lang solche Videos machen, bevor du keine Abonnenten mehr hättest. Also es ist auch völlig lachhaft, sich darüber auch nur eine Sekunde einen Gedanken zu machen, Und für uns erst recht kein Grund, sich auf solche Minderheiten, die wirklich so klein sind, dass man sich vernachlässigen kann, da auch nur eine Sekunde drüber nachzudenken.
Eli
Gut, wir wollen auch nicht eine Sekunde weiter darüber nachdenken, weil wie gesagt, du und ich, wir stehen da drüber, aber die Zuschauer zunehmend auch, die haben jetzt nämlich gesagt, Themenwechsel. Und wir sollen jetzt hier wahrscheinlich das tatsächlich mal uns zu Herzen nehmen, weil wir wollen ja nichtsdestotrotz die Menschen erreichen. Ich habe einige Themen noch auf dem Schirm und ich hoffe, ich treffe da jetzt ein bisschen auch den Massengeschmack, weil, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, auch wenn ich weiß, wie du darüber denkst, öffentlich hast du dich zum Thema RKI-Leaks noch nicht so doll positioniert. Kann das sein, lieber Uwe?
Uwe
Ja, weil das Thema einfach zu langweilig ist. Also ich hatte ja schon im April, als das rauskam, hatte ich ein, zwei, drei Videos dazu gemacht. Und damit war für mich das Thema erledigt.
Eli
Uwe, lass uns mich konkretisieren. Es geht natürlich um den neuesten Ableger dieses RKI-Leaks von Aya Velazquez.
Uwe
Ja, ist klar. Darüber hatten wir ja nun auch schon gesprochen, was wir von Aya Velazquez halten und überhaupt drumherum. Aber ich persönlich bin der Meinung, solange die Validität, also die Echtheit dieser Dokumente nicht eindeutig geklärt ist, ist alles nur beliebige Spekulationen. Und all diejenigen sagen, oh, ist ja toll, dass sie da sind und ich glaube, dass sie echt sind. Ja, wir sind doch nicht in der Kirche, dass wir irgendwas zu glauben hätten, sondern wir sind doch hier jetzt in einer rein wissenschaftlichen und politischen Frage. Das heißt, es muss doch als allererstes, bevor auch nur irgendein Wort darüber gesagt wird, muss doch die Echtheit der Dokumente festgestellt werden. Wenn die nicht festgestellt ist, wenn nicht irgendjemand sagt, ich garantiere, dass die echt sind mit meinem wissenschaftlichen Ruf oder aufgrund von diesem oder von jenem, Dann reden wir von nichts. Das heißt, wir reden hier von einem Sturm im Wasserglas. Und ich beteilige mich an dieser Art von Spekulation im luftleeren Raum schon mal grundsätzlich gar nicht.
Eli
Aber ich glaube, man kann festhalten, du gehörst eher dem Camp der Leute an, die skeptisch sind, die jetzt sagen, sei es jetzt aus persönlichen Gründen oder auf Basis dessen, was wir jetzt von diesen Leaks wissen, überwiegt bei dir aktuell halt eben der Anteil, der meint, das ist mit Vorsicht zu genießen und vielleicht auch ein Stück weit zu schön, um wahr zu sein. Ist das richtig sozusagen?
Uwe
Ja, das ist völlig richtig. Also ich halte, bin der Meinung, dass diese ganze Story genauso unglaubwürdig ist wie Ballwegs Demo-Anfangsstory. Das kann ich überhaupt gar nicht nachvollziehen, warum irgendjemand einer Person, die weder journalistische Erfahrungen hat, geschweige denn den entsprechenden biografischen Background hat, warum die solche Dokumente kriegen sollte, warum das nicht an den Schreier gegangen ist, warum man sich nicht ein Konsortium von Reportern besorgt hat und, und, und, und. Das heißt, die Geschichte ist für mich, stinkt die von A bis Z. Die einzige Frage, die ich mir dabei stelle, ist, was ist an dieser angeblichen Aufdeckung eigentlich das, was dabei versteckt wird? Also mich interessiert nicht so sehr, was da drin steht, sondern mich interessiert, was hat man dadurch, dass man jetzt diesen Fisch den Leuten vor die Nase hält, was hat man denen eigentlich vor den Augen weggezogen? Um was geht es wirklich? Und ich glaube, das werden wir aber nicht mehr rausbekommen, weil kaum jemand sich für die Echtheit der Dokumente interessiert. Alle sind hell auf Begeisterung. Oh, die sind ja da, die sind ja da, die sind ja da. Und alleine schon diese Geisteshaltung sagt mir, oh, jemand, der so denkt, mit dem brauchst du kein Wort zu wechseln. Der glaubt ja auch, wenn ihm jemand eine Glasperle vorlegt und sagt, das ist ein Diamant, das ist ein Diamant.
Eli
Ich habe gestern eine Sendung gemacht zu diesem Thema, die ist auch hinter meinen Erwartungen ein bisschen zurückgeblieben, aber das lag nicht an den Beteiligten. Wir haben uns da große Mühe gegeben. Ich habe es mehr oder weniger zusammengefasst, indem ich gesagt habe, der Meilenstein, den Aya Velazquez da eben halt proklamiert, von wegen das sei so toll, wie die Aufarbeitung dieser Files jetzt medial voranginge, dass das halt lächerlich ist, weil wie gesagt zwei Artikel in zwei Wochen, das ist weiß Gott nicht etwas, worauf man stolz sein kann. Jetzt bilden sich viele Leute etwas darauf ein, dass der Kubicki den Lauterbach attackiert hat, aber gleich am nächsten Tag, liebe Freunde, also an dieser Stelle seht ihr mal wieder, dass wir halt alle Recht behalten haben. Wir Kritiker da draußen sieht man, Lauterbachs Ministerium hat einfach zurückgeschrieben, so nach dem Motto, die Corona-Maßnahmen waren alles mehr als begründet. Und damit ist der Sack auch zu. Niemand wirkt zurücktreten, schon gar nicht Lauterbach. Das ist ein viel zu großes Zeichen in einer ohnehin schon so brüchigen Koalition, jemanden ob so einer wichtigen Sache wie dem Corona-Management jetzt zurücktreten zu lassen. Das wird nicht passieren. Das könnte euch wirklich in die Haare schmieren. Viele Leute haben sich viel darauf eingebildet, dass dieses Pandemie der Ungeimpften in irgendeiner Form rausgekommen ist. Und fairerweise muss man sagen, das ist auch alles, worauf man das eindampfen und reduzieren kann. Und es ist ja auch nichts Besonderes. Also auch hier hat sich der Spahn einfach erklärt, hat gemeint, naja, aus fachlicher Sicht mag er da gelogen haben, ganz objektiv, aber er wollte moralisch ja eben auf den Drücker machen. Und von daher sei das jetzt im Hintergrund, also rückblickend in irgendeiner Form für ihn alles schon in Ordnung. Jetzt gibt es in der Tat den ein oder anderen zaghaften weiteren Artikel, den darf ich auch nicht außer Acht lassen, von wegen Aufarbeitung der Corona-Politik. Man hätte einiges besser wissen können, aber das ist ja weiß Gott nun auch keine neue Information. Das wussten wir auch schon vor den Leaks und vor allen Dingen, wenn ich sehe, dass das hier unter Kommentar läuft, so nach dem Motto, ja. Es ist ja gar nicht offiziell, das ist irgendein Autor von uns, den wir mal hier reden lassen. Nehmt den Artikel bei nicht ganz so ernst, weil das ist nur seine Meinung und so weiter und so fort. Da weiß ich schon, wir treten da, was das angeht, eben auf der Stelle. Und was dem Fass wirklich den Boden komplett ausschlägt, ist das hier, liebe Freunde. Ich habe nichts anderes erwartet. Er hat keinen Humor und ich habe offensichtlich keinen Takt. Keine Ahnung. Bastian Barocker, wer auch immer das ist, der beteiligt gewesen an diesem RKI-League bis heute, brüstet der sich damit kein Wunder. Man kennt ihn ja auch für nichts anderes, trotz seiner wunderschönen Haarpracht. Also der Mann hätte ja als Model, was hätte der alles machen können? Der hätte die Welt erobert. Mit dem auch sei, ja, ich habe ihm jetzt angeboten, er ist nach dem Leak ja erstmal erfolgreich in Urlaub gefahren, jetzt ist er zurück, hat auf den Nachdenkseiten ein schriftliches Interview veröffentlicht. Nachdenkseiten denken nicht allzu viel nach, ja, haben das unkritisch alles übernommen. Ich habe ihm angeboten, ja, wie wäre es, wir machen doch einfach mal ein kritisches Interview. Ich zeige euch gerne mal, wie ich das heute Morgen auf Twitter positioniert habe. Das hat er auch tatsächlich kommentiert, aber die Antwort kann ich schon nicht mehr lesen, weil das Resultat seht ihr ja jetzt nur schon vor euch. Ich bin ja bei ihm inzwischen unkritisch. Ich zeige euch mal ganz kurz, was ich heute Morgen noch versucht habe mit ihm zu besprechen diesbezüglich. Jetzt muss ich natürlich nur noch richtig speichern lernen, dann geht das aber auch. So, das ist jetzt woanders und das ist der Bastian. Jetzt speichere ich das nochmal ab. Doppelt hält besser. Wo ist Bastian? Da ist er. So, guckt mal hier. Heute Morgen hieß es noch, mit den Nachdenkseiten habe Bastian Barroka jetzt also ein ausführliches Interview geführt über einige bedeutsame Aspekte der RKI-Protokolle und die möglichen Implikationen dieser umfangreichen Enthüllung. Du kannst enthüllen, so viel du willst, solange keiner hinguckt. Interessiert das keine Sau. entstanden ist ein hoffentlich informatives Interview. Nee, informativ war es nicht, weil da wurde nur noch mehr euch Zucker in den Arsch geblasen, anstatt auch nur eine einzige kritische Frage zu stellen. Im Übrigen geht das oft so, wenn man so gut aussieht, dass man halt eben einfach nur belächelt wird, angehimmelt wird und so weiter und so fort, aber eben nicht kritisch hinterfragt wird. Deshalb ist der Hinweis auf seine Haarpracht nicht irrelevant, sondern Teil einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Protagonisten. Wie dem auch sei, ich habe dann also da drunter geschrieben, wunderbar, so viele Haare, da weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Wären Sie jetzt bitte schön an einem kritischen Interview interessiert. Ich hatte ja bereits auf YouTube vor zwei Wochen angeboten, mit Ihnen zu sprechen, aber da sind Sie ja natürlich, wie jeder Journalist das machen würde, in den Urlaub gefahren. Und wie gesagt, er hat mich daraufhin geblockt, aber wir haben tatsächlich die Antwort, hat mir jemand zukommen lassen. Also erst einmal hier, Resultat ist, ich bin bei ihm geblockt. Aber nicht, bevor er mir nicht offensichtlich halt eben das hier unter die Nase reiben wollte, wie wenig er von mir hält. Hier seht ihr also meinen Tweet, zugegebenermaßen ja, nicht sehr viel angezeigt worden, aber es liegt auch daran, dass keiner auf dem Kanal von Bastian Barucker guckt, also wie kann da jemand irgendeine Antwort von mir finden. Vier Stunden zuvor hatte ich die publiziert und in vier Stunden ist unter seinem neuesten Tweet gerade mal im Prinzip 97 Leute vorbeigekommen, um da in irgendeiner Form auch nur die Antwort gesehen haben zu können. Wie dem auch sei, er antwortet also eine Stunde später drauf und sagt, nein danke, ich bevorzuge Gesprächspartner, die an Sachfragen interessiert sind, statt wiederholt meine wunderschöne Haarpracht zu kommentieren. Letzteres tut eigentlich nur mein Friseur, der von der Fülle auch immer wieder beeindruckt ist. Worauf will ich hinaus, lieber Uwe? Diese Protagonisten, die scheinen sich in ihrem Elfenbeinturm zu verschanzen. Immer mehr Leute werden kritisch. Der Kreis der Leute, mit denen diese Aufklärer da reden können, wird immer kleiner. Aktuell ist da irgendwie ein Enthüllungsinterview entstanden bei den Nachdenkseiten. Notiz genommen hat davon keiner und es scheint so aus, wenn die Story jetzt zunehmend sterben würde. Weil es ja offensichtlich keine Aufarbeitung der Story geben kann, geschweige denn die Aufarbeitung eben der Corona-Zeit, weil die Gesichter der Story, ob mit oder ohne Haare, sich verschanzen, einbunkern und keiner kritischen Überprüfung standhalten wollen. Ist das nicht ein letztendlich wirklich halt... wirklich Anzeichen dafür, dass mit der Story irgendwas nicht stimmen kann? Würdest du so ein Verhalten erwarten, wenn Journalisten nichts zu verbergen hätten?
Uwe
Nein, natürlich nicht, sondern in dem Moment, wo jemand eine derart angeblich große Story hat, ja, hat der eigentlich nichts Besseres zu tun als, äh, sich riesengroße Trompeten zuzulegen und in alle vier Richtungen zu posaunen. Ich habe die Story, ich habe die Story, wer will sie hören? Ich erkläre alles dazu. Aber vielleicht passt das ja eben auch zu deren sogenanntes Narrativ oder wie ich es nenne, zu deren Märchengeschichte. Narrativ ist für mich kein deutsches Wort. Ich nenne es lieber Märchengeschichte. Und die Märchengeschichte ist ja dieselbe wie bei Ballweg, nämlich, Bloß nicht die Dinge konzentrieren, bloß nicht auf einen Haufen, sondern alles möglichst verteilen, sodass dann möglichst viel Spaltung der Informationen da ist und dann unterschiedlichste Meinungen da sind und niemand die Autorität über das Gesamtprojekt haben kann. Und damit es auch keine gesamtheitliche Interpretation geben kann. Da kann man sagen, das ist ja nur deine Meinung, das ist ganz falsch gesehen. Und dann streiten sich die Interpreten untereinander. Und man selber steht außen vor, hat einfach so einen Sack Perlen vor die Säue geworfen. Und dann sollen die sich doch einen Scheißkram kümmern. Das heißt, es ist genau dieses Spaltungsprinzip, Bloß nicht konzentrieren, sondern die Kraft, die man hat, zu zerstreuen in alle Winde, sodass am Ende nichts mehr übrig bleibt, außer eine Erinnerung.
Eli
Ja, liebe Freunde, ihr wisst, wo ihr gelandet seid. Falls ihr jetzt gerade erst reingeschaltet habt, wir haben ein neues Sendeformat, bei dem wir kein Blatt vor den Mund nehmen und sind unsere Argumente zu stark, dann seid ihr halt eben zu schwach dafür. Ich bin vollkommen bei dir und ich glaube, das erklärt auf der Meta-Ebene auch, weshalb man das hier mitten im Sommer noch so auf diese Art und Weise platziert hat. Praktischerweise genau in der Woche eben zwischen dem Finale der EM und dem Beginn von Olympia. Und Olympia nehmen wir uns jetzt direkt einfach mal vor als nächstes Thema, weil du hast ja auch mal wieder eine unbequeme Wahrheit herausgekramt. Fairerweise nicht selber drauf gekommen, aber halt eben herausgekramt.
Uwe
Doch, selber schon. Nur die Begründung, die genaue Begründung oder Erläuterung, die habe ich dann an anderer, an überraschender Stelle gefunden.
Eli
Okay, alles klar. Also da sieht man wieder, great minds think alike. Nicht nur du bist auf den Gedanken gekommen, sondern auch andere wunderbare Mitdenker im Internet. Lassen wir die RKI-Leaks hinter uns. Offensichtlich sind sie sowieso schon vergeben und vergessen. Vielleicht ein letzter Kommentar von mir in diese Richtung. Ihr bildet euch alle was drauf ein. Eigentlich müsste ich sagen, im Erwachsenenprogramm, ihr holt euch einen darauf runter. Aber ich habe es jetzt schon gesehen an den Einschaltquoten. Ich sehe es an der Art und Weise, wie ihr das kommentiert im Internet. Selbst bei Barhocker, wer auch immer das sein soll, Aja und Homburg sowieso, die Nummer ist durch. Ihr habt keinen Bock drauf. Ihr guckt jetzt im Prinzip nach Russland, ihr guckt in die Ukraine, ihr macht den Olympiascheiß mit. Ihr seid auf anderen Levels unterwegs. Jetzt ist das Flugzeug abgestürzt in Brasilien. Es kümmert euch einen Scheiß. Es kümmert euch einen feuchten Gericht, was da in irgendeiner Form aufgearbeitet wird. Und meine Meta-Level-Analyse dazu ist ja, liebe Freunde, weil wem machen wir uns irgendetwas vor? Wir hoffen, irgendeine Aufarbeitung kommt jetzt in Gang. Ich bitte euch. Welche Aufarbeitung? Wir wissen alle seit März, dass die gelogen haben. Seit März 2020 wissen wir. dass die gelogen haben. Die wissen, dass wir wissen, dass sie gelogen haben. Und liebe Freunde, wie das Sprichwort sagt, sie lügen einfach weiter. Solange es keinen Bewusstseinswechsel gibt, dass ihr sagt, bei der nächsten Pandemie, da machen wir das nicht mehr mit. Ja, solange wird es keine Veränderung geben. Ihr könnt hundertmal noch aufarbeiten, was in der Corona-Pandemie in irgendeiner Form schiefgelaufen ist. Als wenn wir das alle nicht wüssten. Ich freue mich ja über jeden Zuschauer, der bei Tom Lausen und mir einschaltet. Aber Leute, ja, hört doch auf, mir Zucker in den Arsch zu blasen. Ah! Das haben wir alle nicht gewusst, jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Und wen interessiert es, dass wir es schwarz auf weiß haben? Ich würde es genauso gut Rosa auf Burgunder nehmen, selbst wenn es überhaupt nicht zu lesen wäre. Wir wussten das alle, jeder wusste das. Alena Buyx wusste das, Karl Lauterbach wusste das, Olaf Scholz wusste das, Merkel wusste das. Wir sagen, die sind überall nach demselben Muster weltweit vorgegangen, dann wussten auch alle. alle weltweit genau, dass sie die Menschen belügen. Deshalb sind wir ja auf die Straße gegangen, weil die Dimension der Lüge so groß war, dass wir gesagt haben, wir brauchen nicht darauf zu warten, bis es vier Jahre später schwarz auf weiß praktischerweise geleakt wird von irgendeiner Ex-Prostituierten, die meint, sie sei jetzt eine freie Journalistin. Dass wir gesagt haben, im März 2020, noch bevor uns Aya Velazquez vier Jahre später erlaubt hat, dass jetzt die Aufarbeitung beginnen kann, sind wir auf die Straße gegangen, sind erstmal instinktiv und danach eben zu Recht dagegen angelaufen. Sturm gelaufen, würde manch einer sagen. Wir wissen, Alle. Alles. Und die wissen, dass wir alle alles wissen. Und ich würde sogar so weit gehen, dass sogar die Schlafschafe in Deutschland alle wissen, dass sie diesen Scheiß umsonst mitgemacht haben und dass man natürlich von vorne bis hinten belogen worden ist. Deshalb wird die Aufarbeitung nicht in Gang kommen. Deshalb wird die Aufarbeitung auch in keiner Form irgendjemanden hinterm Ofen hervorlocken. Selbst wenn jetzt, keine Ahnung, der Jesus nach Moskau kommen würde, wie ich immer wieder sage, und Tom Lausen jetzt beginnt, irgendeinen parlamentarischen Untersuchungsausschuss in irgendeiner Form anzuführen. Ja, die ersten paar Male würdet ihr reinklicken. Aber Freunde, nach zwei, drei Mal, das hätte sich verlaufen. Das ist doch kalter Kaffee, interessiert keinen mehr. Und noch dazu, wenn es so unsexy ist, wie dass man sich durch 45.000 Seiten bei irgendwelchen 10 Gigabyte durchforsten will. Wer will das denn machen? Was sollen wir denn dort in irgendeiner Form noch herausfinden, was wir nicht alle ohnehin schon wussten? Es ist alles erlogen gewesen. Alles. Von Anfang bis Ende. Es ist eine systematische Herangehensweise an eine bereits mehrfach bemühte Lüge. Erinnert euch zurück. Vogelgrippe, Schweinegrippe, BSE, AIDS, SARS. Alles zusammen, liebe Freunde. Immer wieder dasselbe. Panik, Panik, Panik. Praktischerweise kommt... eine Impfung um die Ecke, bis dahin das Einzige, was sie neu gemacht haben, sie haben in China gelernt, sie haben jetzt Lockdowns hinzugebracht und euch allen Masken aufgezogen. Aber wir wussten, dass alle, alles, Aufdeckung ist, jetzt sage ich es einfach mal, liebe Freunde, für einen Arsch. Trotz der Erlaubnis von Aya Velazquez, es wird keiner machen. Wisst ihr warum, liebe Freunde? Weil es schon alles gemacht worden ist. Wir haben Filme, Wir haben Filme darüber gemacht vor über zwei Jahren. Zu 500.000 habt ihr allein die deutsche Version geguckt, geschweige denn die englische, die den gesamten Planeten erobert hat. Alle wissen über alles Bescheid. Freunde, jetzt geht es an die Anwendung. Was haben wir gelernt? Welche neue Krise, welche aktuelle Krise können wir verhindern, können wir abmildern, indem wir sagen, was wir damals gelernt haben, wenden wir heute an. Kommt mir bitte nicht mit von wegen, ja, ja, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Es interessiert niemanden. Es interessiert niemanden. Es interessiert nur, was habt ihr gelernt, was könnt ihr umsetzen beim nächsten Mal. Weil, liebe Freunde, die nächste Verarsche steht ja bereits ins Haus. Gut, soviel zum Monolog. Wir wollten ja eigentlich über Olympia reden. Bei Olympia gab es einen großen Aufreger und das ist, dass das Christentum weltweit wurde ja briskiert. Wegen einem Marsmännchen mit blauer Haut, die da aus irgendeiner... Auster herausgekrochen ist oder das aus einer Auster herausgekrochen ist, was im Prinzip ja in irgendeiner Form ja offensichtlich halt besonders, wie nenne ich das jetzt hier, diskriminatorisch sein soll. Und die ganze Welt hat geurteilt, man würde sich hier an dem berühmten Gebäude von Leonardo da Vinci hier orientieren und würde selbiges durch den Dreck ziehen, nämlich das letzte Abendmahl. Als Jesus in der Mitte umbringt von seinen zwölf Jüngern entsprechend halt das letzte Mal zu Tisch gesessen hat. Und Uwe, der Klardenker, der er ist, hat gesagt, er beteiligt sich an diesen wilden Spekulationen gar nichts, denn seine Theorie diesbezüglich ist eine ganz andere.
Uwe
Ja, denn natürlich kann man darauf hin und sagen, ja, wenn man mal eben guckt, wie da so die Gestaltung ist, da hinterm Tisch, das ist ja ähnlich wie bei dem Abendmahl von Da Vinci, aber da muss man mal die Personen zählen, dann stimmt das schon mal von der Anzahl her nicht. Aber das war einmal vielleicht künstlerische Freiheit, sondern was viel interessanter ist, Der Jesus war nun mal kein blauer Mensch und er hatte wohl auch nicht so ein Bart.
Eli
Wobei Jesus, lieber Uwe, wäre ja die Dame im Hintergrund, die jetzt hier auch noch dieses engelsgleiche Kringel da hat. Und nicht er hier.
Uwe
Ja, ja, ist völlig klar. Aber die Frage ist, wer ist das da vorne? Und deswegen hatte mich gewundert, dass alle Leute, ja, also auch in der ganzen alternativen Presse und auch in Mainstream-Medien immer gesagt haben, ja, das Abendmahl, das Abendmahl. Nein, nein, das kann nur teilweise das Abendmahl sein, was da vorne ist. Das ist ganz eindeutig der griechische Gott Dionysos, derjenige Fruchtbarkeitsgott, der eben mit Früchten und mit Obst und all solchen Sachen dargestellt wird. Dionysos war zu einer Zeit, da war in Griechenland die Freizügigkeit, die Nacktheit war da ganz normal. Da hatten Männer auch Sex mit jungen Jungen, das heißt also Pädophilie nennen wir das heutzutage. war dort an der Tagesordnung und überhaupt nicht strafbar, sondern das galt ganz schick. Selbst die berühmtesten Philosophen hatten ihre jungen Männer, die sie bedienten. Und insofern ist also diese sexuelle Freizügigkeit ist überhaupt gar nichts Besonderes gewesen. Und Tatsache ist, dass eben Ich lasse dann feststellen, was reden denn die Leute? Was erzählen die ständig vom Abendmahl? Die kennen ja noch nicht einmal. Also sie reklamieren, dass das Abendmahl geschändet wird, missbraucht wird, aber sie kennen ihre eigene Kulturgeschichte nicht.
Eli
Lass uns mal ganz kurz an einem Beispiel festmachen. Also das ist jetzt der Moment, als die Kamera da rausfährt. Und wir können ja einfach alle mal zusammenzählen. Also Jesus war umringt von zwölf Aposteln. Das heißt, die konnten in der Summe nur 13 Personen gewesen sein. Wie viele sind es denn eigentlich hier? Ich probiere das mal nachzuzählen. Man sieht hier drüben, also hinter dir, warte mal, ich muss dazu noch weiter rauszoomen, damit man wirklich alle sieht. Man sieht an dieser Festtafel hier, ist hier Person Nummer 1, das ist Nummer 2. Das ist Nummer drei. Das ist so geil. Das ist Nummer vier. Ich muss jetzt schon lachen. Hier sind zwei hintereinander. Das sind zwei, die da irgendwie zusammensitzen. Das ist fünf. Ich glaube, das hier ist der sechste, wenn mich das nicht täuscht. Hier. Aber wie gesagt, das ist irrelevant. Das sind eh zu viele. Sechs. Dann hier. Der hier ist der siebte. Der komische in gelb. Dann haben wir hier Nummer acht. Dann haben wir hier Nummer neun. Allein auf der linken Seite sind schon neune. Jetzt geht's weiter. Haha. Gesetz dem Fall, ja, diese komische französische DJ, die sei also der Jesus, wie sie sich selber gesehen hat. Hier sind zehn, das ist elf, das ist Person Nummer zwölf, das ist Person Nummer dreizehn und das ist Person Nummer vierzehn. Also vorne und hinten geht das schon mal allein numerisch nicht auf. Das ist hier sich um das letzte Abendmahlgemälde in irgendeiner Form handelt. handeln konnte.
Uwe
Und dann vor allen Dingen, es gibt ja eine sogenannte Ikonografie. Das ist also die Kunst der Kirchendarstellung von heiligen Szenen und Figuren. Und da hat ja natürlich auch der Jesus immer irgendeine Form von Krone auf, zum Beispiel eine Dornenkrone oder irgendeine andere Form der Darstellung. Aber so etwas wie das hat es in der ganzen Kirchengeschichte noch nicht gegeben. Jedenfalls nicht nach meiner Kenntnis. Und ich habe viele Kirchen in meinem Leben gesehen und kenne viele Darstellungen, Von Christus und von Jesus und von Jesus Christus. Ich sage das extra gedrehteilt. Und das ist mit Sicherheit keine christliche Darstellung. Und das geht also von der Person her nicht, von der Anzahl her nicht, von dem, wer im Vordergrund ist, her nicht. Und dass das überhaupt keinem aufgefallen ist und alle ein Alarmgeschrei machen in einer derartigen Lautstärke, da habe ich gedacht, das ist jetzt die Antwort, eine weitere Antwort zu deiner Frage, was hat der Widerstand gelernt? In bestimmten Dingen hat er gar nichts gelernt. Sondern da haben die Widerständler und die Mainstreamer in gleicher blöder, dummer Manier einer vom anderen abgeschrieben und erklärt, das ist das christliche Abendmahl, das ist eine Schändung und, und, und. Keiner hat sich auch nur die Mühe gemacht, mal genauer nachzudenken, was er überhaupt schreibt, was dieses Bild ja an Ähnlichkeit und Unterschieden hat, ob das wirklich stimmt, was dort behauptet wird. Das hat keiner gemacht. Doch einer hat es gemacht, nämlich der Volksverpetzer.
Eli
Das ist es und deshalb machst du dich schon wieder so unbeliebt, lieber Uwe, weil ich habe es im Chat schon gelesen, die Leute schreiben, wie kann er es wagen, er liest hier direkt im Prinzip beim Feind. Das ist Dionysos, nicht das Abendmahl. In der Tat, also es sieht aus wie eben ein altes Gemälde von so einem Festmahl, bei dem Dionysos in der Tat so dargestellt worden ist. Das Einzige, was mich ein bisschen verwirrt hat, war, warum der Mann jetzt aus irgendwelchen Gründen blau angemalt werden musste. Aber in der Tat, es ist halt alles ein Wahnsinn. Dionysos ja auch dieser Gott oder gottgleiche, sag ich mal, Figur, die auch diesem Fröhnen, der Lust und so weiter eben komplett verfallen ist und bis hin zu, dass dort halt eben bei den alten Griechen, wie du so schön sagst, wirklich alles ging. Also es Homosexualität war an der Tagesordnung, Pädophilie war an der Tagesordnung, untereinander irgendwelche Orgien und so weiter und so fort waren an der Tagesordnung. Bis heute nennt man ja den Analverkehr griechisch und so weiter und so fort. Also auch Sodomie, Gang und Gebe dort geschah. Ja, aber nichtsdestotrotz, ja, und wenn man sich das hier jetzt anguckt, dann sieht man genau so, ja, in eben dieselbe Kerbe hat eben auch diese Darstellung gestanden. Weil wenn man das jetzt weiter, sage ich mal, rauszoomt, sieht man ja auch, es war ja ähnlich verrückt. Es gab ja dort diese Männer, ja, mit, also klar, Männer haben manchmal Bärte, aber dann eben in Frauenkostümen. Es waren Transsexuelle oder solche, die halt eben so aufgemacht waren, links und rechts von diesem Dionysos und dieser Jesusfigur. in irgendeiner Form positioniert. Also natürlich war alles entsprechend halt, wie soll ich das sagen, aus moralischer Sicht vielleicht sehr fragwürdig, aber eindeutig halt eben mehr mit Bezug auf, wie du sagst, diese moralischen Vorstellungen der antiken Griechen, als eben die doch sehr harmlosen im Vergleich Darstellungen von zum Beispiel Jesus aus der Renaissance mit seinen zwölf Aposteln.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen, ich möchte mal dem Einwand begegnen nach dem Motto, das habe ich ja vom Volksverpetscher. Nein, das ist nicht so. Ich habe eine Schulbildung und in meiner Schule habe ich manches über das Altertum gelernt. Und wenn es den Volksverpetscher nie gegeben hätte, hätte ich gewusst, dass das nicht eins zu eins das Abendmahl sein kann, sondern dass es eben Dionysos ist. Und dann hat er mich nur irritiert und verwundert, dass also die gesamte Presse in eine Kerbe reinschaut und offensichtlich noch nicht einmal über dieses Grundwissen verfügt, aber sich gleichzeitig darüber blockiert, dass ihre kulturellen Wurzeln angegriffen worden sind. Sie kennen ja ihre kulturellen Wurzeln gar nicht. Wenn Sie sie kennen, dann wüssten Sie, dass das Christentum und das Griechentum eine Symbiose miteinander eingegangen sind aus bestimmten Gründen. Und dass die griechische Kultur ganz maßgeblich für die Entwicklung des Christentums war. Und dementsprechend muss man sich auch mit dem Griechentum beschäftigen, wenn man das Christentum in seinen Anfängen verstehen will. Und offensichtlich reden also Leute davon, dass das Christentum befleckt ist, wussten aber gar nicht, dass es Griechen überhaupt je gegeben hatten, was die für eine Kultur hatten und welche Götter die vergöttert haben. Und das hat mich gewundert, dass also ich dann da sehe, dass also in diesen Dingen die journalistische Kompetenz gen Null geht. Also gen Null, etwas können sie ja nämlich einer vom anderen abschreiben und zwar die Mainstream-Medien genauso gut wie die alternativen Medien. Und das fand ich erschreckend. Und weil ich das so erschreckend fand, dass nach vier Jahren der journalistischen Arbeit im der alternativen und freien Medienbereich immer noch nur noch voneinander abgeschrieben wird und nicht recherchiert wird, habe ich mich auf die Suche gemacht, um zu gucken, ist das wirklich so gruselig, wie mein erster Eindruck war, dass das keiner recherchiert hat. Ja, und nach einigen Recherchieren fand ich, dass es ganz wenige gab, die feststellten, dass es Dionysos war. Und dass es eine Seite gab, die das ausführlich recherchiert hat. Und das war dann ausgerechnet der Volksapetzer. Und das fand ich ganz amüsant, dass dieses Propaganda-Blatt Dieses Propaganda-Blatt hat quasi als einziges eine hinreichend umfassende und sachlich präzise Darstellung und Analyse dieses Fotos gegeben. Und alle anderen, die die große Klappe haben, die konnten das nicht und waren zu faul oder zu dumm dazu, auch nur den ersten Schritt für die Recherche zu machen.
Eli
Ich habe das natürlich auch mitbekommen, aber diejenigen, die mitbekommen haben, was ich so auf meinem Kanal auf Telegram publiziere, die werden mitbekommen haben, dass ich dazu nichts geschrieben habe. Ihr könnt das Wort Olympia in meinem gesamten Telegram-Kanal suchen und ihr werdet nichts dazu finden. Ich habe das eben entsprechend auch nicht kommentiert. Nicht nur aus den Gründen, die du ins Feld führst, sondern auch aus strategischen anderen Gründen, über allem steht und, sag ich mal, beschreibt. Wie sagt man da? Towering im Englischen. Bidi Moch Sai steht also. Der Fakt, dass ich dieser ganzen... Programmierungsveranstaltung dort nicht noch mehr Energie zuführen möchte. Aber in der Tat, du hast recht, das ist ein wunderbares Beispiel dessen. Wir ziehen ja heute so ein bisschen Bilanz, wo unser Widerstand halt eben steht. Medial haben da zwar sich einige Kanäle entwickelt, aber ganz viel digitaler Müll wird halt im Prinzip immer noch in rasender Eile eben verbreitet, ohne irgendwas überprüft zu haben und vor allen Dingen ohne eines getan zu haben, nachzudenken. Das ist die einzige Sache, die die ich die Leute immer wieder so ein bisschen ermahne zu tun am Ende meiner Streams. Aber offensichtlich hat das noch nicht bei jedem Anklang gefunden. Das ist schade. Nichtsdestotrotz, den letzten Punkt, den du gebracht hast, möchte ich hier aufgreifen. Sind wir jetzt also nun doppelt, ohnehin die Kritiker hier, sind wir doppelt schuldig, in Anführungszeichen, wenn wir nicht nur kritisieren, womit wir zu Recht, Recht haben, oder in dem Fall du jetzt, sondern sind wir jetzt komplett unten durch und die Nestbeschmutzer der Nestbeschmutzer, wenn man das so sagen kann und steigern kann, weil du unter anderem halt eben sagen kannst, du ziehst zu Rate für deine absolut richtige Argumentation den Volksverpetzer. Also müsste man dir jetzt die Freundschaft und das Abo kündigen, weil du auch noch gerade beim Feind abgeschrieben hast.
Uwe
Ja, also ich persönlich habe keinen Feind, weil ich ähnlich wie Michael Ballwig, ich gehöre nicht zum Widerstand. Mit einer solchen Grockentruppe möchte ich nichts zu tun haben. Insofern kann ich da nicht zugehören, sondern ich stehe für mich alleine und rede für mich alleine und mache mit dem einen oder anderen mal eine Kooperation, zum Beispiel mit dir. Und insofern habe ich da auch keine Feindbilder. Für mich gilt als rational denkender Mensch, was sind die Fakten? Und mir ist es völlig wurscht, wer die Fakten liefert. Und wenn jemand ein drogensüchtiger Frauenvergewaltiger ist und der sagt mir im besoffenen Kopf, E gleich m mal c Quadrat, dann mag es sein, dass ich seine Lebensanschauung, seine Moralität verachtenswert finde. Aber es ändert nichts daran, dass das, was er gesagt hat, eine Wahrheit ist. Und für mich ist wichtig, was Leute sagen. Nicht in welcher Tonart sie reden, sondern ob das, was sie sagen, die Wahrheit ist, ob es den Fakten entspricht, ob sie plausible und logische Schlussfolgerungen gezogen haben oder nicht. Und nicht, ob sie nett säuseln und nicht, ob sie ein Label haben, ja, du bist aber vom Feind. Ich rede auch mit dem Feind, weil der Feind ist oftmals viel vernünftiger und viel rationaler als der Freund. Denn der Freund, der säuselt einem in mein Ohr, alles toll, alles toll, ich bin deiner Meinung. Während der Feind ergibt sich ganz klar und offen und sagt, ich bin dein Feind. Pass bloß auf, dass ich dir nicht nachts den Kopf abschlage. Und deswegen ist ein guter Feind immer um Klassen besser als ein schlechter Freund. Und dazu zählt auch im Medienbereich, sich zu informieren, was der sogenannte Feind, wobei, wie schon gesagt, ich habe keinen Feind. Ich lese alles. Ich gucke mir die ARD an, ich gucke mir Sport an, ich gucke mir Trash-TV an. Ich bin rundum informiert in bestimmten Dingen darüber, Weil alles gehört zur Welt dazu und ich spalte nicht die Welt in die gute Welt und in die böse Welt. Das mache ich nicht. Bestenfalls unterscheide ich Grauzonen zwischen mehr oder weniger vernünftig, zwischen Idiotie und Hochintelligenz und Schlauheit. Aber irgendwo dazwischen, da bewegt sich alles und das alles gehört zur Welt dazu. Genauso wie der Volksverpetzer, genauso wie dein Kanal und mein Kanal.
Eli
Also anders gesagt, wenn Sie recht haben, dann darf man sie, dann muss man sie natürlich zitieren. Aber lieber Uwe, wenn man sie zitiert, muss man sie auch richtig zitieren. Ich wünschte, du hättest dir nicht selber dieses Ei gelegt, aber es ist halt nun mal nicht E mal M gleich C Quadrat, sondern E ist gleich M mal C Quadrat.
Uwe
Recht hast du gesagt. Recht hast du, wo du recht hast.
Eli
Dann schon, dann denn schon. Richtig, genau. Dazu gehört das eben auch, dass man unbequeme Wahrheiten weiter ansprechen kann und überhaupt ansprechen sollte. Weil was passiert, wenn man es nicht tut und aus ideologischen Gründen meint, das Wasser ist halt eben nun mal nicht nass oder es gibt 73 Geschlechter. Das können wir halt eben jetzt entsprechend beobachten. Um nichtsdestotrotz ein Stück weit, ja, vielleicht jetzt ein, wie sagt man da, ist das der Lorbeerkranz? Nein, irgendwie ein Olive, sagt man das nicht im Englischen, sagt man das so, Olive Branch. Also im Prinzip in irgendeiner Form halt wieder zu kitten, das Verhältnis zwischen dir und den Zuschauern, die jetzt sehr erzürnt auf dich sind. Teilst du nichtsdestotrotz die Meinung, dass im Prinzip Männer in Strapsen und Stöckelschuhen mit Bart und langen Haaren, die auch Frauen machen? Teilst du die Einschätzung, dass solche Figuren vielleicht nicht unbedingt zur Eröffnung einer Olympiade in irgendeiner Form beitragen? Gehst du da so weit mit, dass du sagst, okay, da kannst du verstehen, dass die Leute zu Recht entrüstet sind?
Uwe
Ja, also es hatten ja die Veranstalter dieses komischen Festmahls mit dem Dionysos, sprich Abendmahl, die hatten das ja sogar in ihrer Ankündigung kundgetan. Das heißt, es ist Jeder, der die Ankündigung gelesen hatte, konnte wissen, was auf ihn kommt. Nun hat die aber keiner gelesen. Ich persönlich sehe jetzt, abgesehen von dieser Fehlinterpretation der Medien, sehr wohl, dass man das natürlich bewusst und provokativ gemacht hat. Und da kann man dazu sagen, Provokation ist seit Jahrhunderten das Hauptstilmittel aller Kunstrichtungen gewesen. Jede geniale Musik hat etwas zur Musikgeschichte dazugebracht, was es vorher nicht gab, hat Töne produziert, die man vorher nicht kannte. Dasselbe galt für die Malerei und viele andere Kunstarten auch. Das heißt, Provokation, Empörung hervorzurufen, ist ein Stilmittel und insofern darf man sich darüber schon mal nicht aufregen, weil das ist ja gerade das, was gewollt ist, eine neue Blickrichtung zu gewinnen. So, aber jetzt muss man das Ganze natürlich im Gesamtkontext sehen, ja, im Gesamtkontext, dass man ja eben die Woke-Philosophie, ja, produziert, um die Menschen, das ist jetzt meine Interpretation, zu verwirren, um ihnen die Moral und die Normen zu nehmen, damit sie leichter beeinflussbar sind. Denn wenn man keine Normen mehr hat, wenn man nichts mehr für sicher hält, ja, wenn man alles für egal betrachtet als gleichwertig, ja, dann kann man auch zu allem Ja und Am sagen, ja. Und in diese Grundrichtung, da fällt nach meiner Meinung eine solche künstlerische Interpretation rein. Sprich, man muss unterscheiden zwischen der künstlerisch-stilistischen Analyse und der historischen Einordnung und dem Zweck dieser Veranstaltung. Und da stimme ich denjenigen zu, die sagen, das kann so nicht richtig sein, das ist Kultur zerstören. Es widerspricht ja unserem Jahrhunderttausende alten, ja, äh, äh, erleben, dass wir zwei Geschlechter haben und nicht dreieinhalb oder 25 oder sonst nicht was. Das heißt, hier sehen wir eine politische Agenda am Werke, die eigentlich nach meiner Meinung geächtet werden sollte von der Weltengemeinschaft. Aber davon ist ja keine Spur zu sehen. Wir haben es ja dann nachher auch bei dieser Boxkampfgeschichte gesehen und bei dem Verhalten, wie das IOC sich dazu äußert. Also sprich, genau das ist ja gewollt. Und das ist destruktiv für das kulturelle Zusammenleben und das würde ich sagen, wenn ich zu entscheiden hätte, würde ich das als allererstes aus dem Programm rausstreichen, weil es einfach das Bewusstsein der Menschen in einer so destruktiven Weise versucht zu beeinflussen, dass alleine dieser Vorsatz, der ist meines Erachtens schon strafwürdig. Ja.
Eli
Gut, lass uns mal weiter bei dem Thema Olympia bleiben, aber in dieselbe Kerbe weiterschlagen. Schau mal hier, wir reden ja gerade darüber, wie sich unsere Gesellschaft verändert und ob wir sie überhaupt noch wiedererkennen und ob wir nicht bleichend alle Zeitzeugen werden dessen, wie unter unseren Füßen bei uns in Deutschland deutsche Kultur, bei den Franzosen die französische Kultur, bei den Niederländern die niederländische Kultur. Stück für Stück, ich will ja nicht sagen, ersetzt wird, aber sich in so einer rasenden Geschwindigkeit verändert, dass ich mich frage, wie blicken eigentlich die Leute darauf, die vielleicht ein etwas älteres Semester sind, so wie du. Ich habe jetzt hier ein Top-Thema aufgegriffen, zu dem es sogar eine Einwendung gab in der Tagesschau, dass eine Kugelstoßerin, und zwar, wie hier so steht, nee, es steht nicht dazu, das wird einfach mal vorausgesetzt, dass man das wissen müsste, also eine Kugelstoßerin gewinnt, ich bin ja schon froh, dass sie jetzt hier lassen wir das mit dem Gendern, wie dem auch sei, dass sie jetzt hier also schreiben, Kugelstoßerin gewinnt Olympiagold. Das ist jetzt eine Eilmeldung wert in einem Top-Thema. Könnte man sagen, okay, man freut sich darüber, dass Deutschland also sportlich irgendetwas reißt, aber mich hat an dieser Eilmeldung, die ja doch recht dürftig und kurz ist, insbesondere dieser Aspekt fasziniert. Die Kugelstoßerin, sie heißt jetzt nun Yemisi Ogunleye, wenn ich das richtig ausgesprochen habe. Und ich habe mich zuerst gefragt, warum bringt, weil ich habe hier, man sieht ja hier nirgendwo fast das Wort Deutsch, das kommt ja erst hier unten vor. Sie gewannen also mit 20 Metern das erste deutsche Gold in dieser Leichtathletik Disziplin. Da habe ich mich ja gefragt auf die Art und Weise, wie das formuliert wird. Also bitte cancelt mich nicht sofort. Jetzt will ich nur meinen Gedankengang in irgendeiner Form hier nahe bringen. Warum schreibt die Deutsche Tagesschau darüber, dass irgendeine vermutlich also nicht deutsche Sportlerin jetzt für Deutschland Gold gewinnt? Also wie kann das zusammenpassen? Und mein Trugschluss war natürlich, liebe Freunde, dass ich vermessen gedacht habe, je mies sie ogun lehe, ist jetzt nicht unbedingt gerade der Name, den man erwarten würde, wenn man eine Meldung bekommt, dass Deutschland irgendeine Medaille gewonnen hat, sei es jetzt in Frankreich oder sonst irgendwo. Worauf will ich hinaus? Also natürlich wird sie vermutlich also Passdeutsche sein, ja, und vielleicht wird sie auch gegründet. geboren worden sein in Deutschland und so weiter und so fort. Aber du sprichst ja gerade an, wie unsere Kultur sich verändert. Wir sehen jetzt hier zu unseren Lebzeiten, zu meinen Lebzeiten, aber insbesondere auch zu deinen, lieber Uwe, dass wir solche Meldungen als gegeben hinnehmen müssen, dass wir Berichte bekommen von Olympia und uns gesagt wird, nicht etwa, was weiß denn ich, ja, Manuela Müller, hat Gold geholt für Deutschland, wo du sagen würdest, naja, klar, passt zusammen, Manuela Müller, Deutschland, ja, sportliche Leistungen dieser wunderbaren Nation, ja, die sind halt eben auch goldwürdig, irgendwie passt das eben alles zusammen. Nein, wir werden jetzt bestimmt in eine rechte Ecke gestellt werden, dass wir allein hinterfragen, dass wir eben nicht hinterfragen sollen, dass eine Dame, die da heißt Jemisi Ogunleye, natürlich, Wie konnte es anders sein, für Deutschland eine Medaille holen? Ich wage gar nicht, die Dame zu googeln, weil gesetzt im Fall, sie sei in irgendeiner Form halt vielleicht, sie habe afrikanische Wurzeln oder wo auch immer sie herkommt, müsste man sich ja schon fragen, okay, wer hat da jetzt eigentlich gewonnen? Wer hat diese Medaille geholt? War das jetzt halt eben nur ihr eigentliches, vielleicht, sag ich mal, ethnisch gesprochenes Herkunftsland oder war das wirklich Deutschland? Frage an dich. Gehört das, sage ich mal, zu Dingen, die es vielleicht auch über die letzten 60 Jahre schon gab, die ich einfach nicht mitbekommen habe, dass Menschen, die heißen Yemisi Ogunleye, für Deutschland antreten und in Deutschland gewinnen und Deutsche das hinnehmen, als wäre das das Normalste der Welt, dass sie jetzt zunehmend international vertreten werden von Yemisis Ogunleye, lieber Uwe?
Uwe
Ja, ich glaube, das ist tatsächlich der Normalfall. Es fing ja mal damit an, dass Frauen sogar Zigaretten rauchen durften oder das einfach gemacht haben, weil sie sein wollten wie Männer. Dann wollten die sogar noch arbeiten gehen. Und ich erinnere mich, was bei uns in Hamburg im Hamburger Abendblatt wochenlang drin stand. Erste Hamburgerin fährt ein Gelenkbus. Da hatten wir uns alle gefragt. Eine Frau fährt einen Gelenkbus? Wie soll denn das gehen? Also auch ich habe mich das gefragt. Damals war ich noch nicht so liberal zu verstehen, dass Frauen genauso gut Auto fahren können wie Männer. Vielleicht bis auf das Einparken, in Anführungsstrichen. Ja, also diese Dinge hat es gegeben und die hat es ja schon sehr früh gegeben. Vielleicht nicht unbedingt bei deutschen Olympiasportern, aber guckt doch mal bei den deutschen Fußball-Nationalmeisterschaften, bei den Weltmeisterschaften. Wie viele von denen sind denn eigentlich gebürtige Deutsche oder haben einen deutschen Namen? Das heißt, da wurden doch die Leute zusammengekauft nach ihrem, ich sage mal, Angebot und Nachfragepreis, ja, aus welchen Ländern auch immer, Hauptsache sie konnten gut Fußball spielen, dann traten sie dann an unter der Flagge für Deutschland. Das heißt also, aus dem Fußball kennen wir das doch schon seit Jahrzehnten.
Eli
Ja gut, aber das ist natürlich jetzt perlenvoll die Säue, dass du mir vorwirfst, mich damit auszukennen, weil wenn einer weniger über Fußball weiß, ja, als
Uwe
Ich werfe dir das nicht vor, du hast das einfach verschlafen, dass das schon seit Jahrzehnten der Fall ist.
Eli
Gut Uwe, aber erst mal Butter bei die Fische, da trieft natürlich die Ironie raus. Also einerseits müssen wir sagen, wir sind konservativ und ja, Frauen können ein Stück weit eben viele Dinge, die auch Männer können. Die Frage ist, können sie sie genauso gut? Also kann die Frau genauso gut. Die Busfahrer in diesem Bus fahren wie der durchschnittliche Mann. Gut, das steht auf einem einen Blatt. Aber auf einem anderen Blatt ist ja die Frage nicht etwa, dass wir sagen, welche Männer können was, welche Frauen können was, sondern gefragt war ja eigentlich dieses kunterbunte Spiel von wegen Nationen spielen gerade bei einer Olympiade, wo Nationen gegeneinander antreten sollen, inzwischen keine Rolle mehr. Weil genauso wie im Fußball beschreibst du ja einen Zustand, wo man sich einfach aus der ganzen Welt die Sportler zusammenzieht, die halt eben in dieser Disziplin am athletischsten sind. Und eigentlich der nationale Gedanke, der Olympia ursprünglich mal, sage ich mal so, geformt hat, vollkommen in den Hintergrund gerückt ist.
Uwe
Ja, das ist eben der Punkt. Und diese gute Frau hier, du hattest ja vermutet, dass sie irgendwie Afrikaner ist.
Eli
Allein der Name, es war doch klar. Es war doch klar. Also wir machen uns was vor.
Uwe
Hat einen aus Nigeria stammenden Vater und eine deutsche Mutter. Also sprich eben Mischlingskind. Ich weiß nicht, ob man das Wort Mischling sagen darf, aber so nannte man das früher. Ja. Und ja, das funktioniert ja. Also denkt mal daran, in Amerika gab es ja auch mal so ein Ding, da ist sogar ein farbiger mal Präsident geworden. Das hätte ja auch keiner gedacht. Und möglicherweise wird ja sogar eine Frau Präsidentin. Also kann eine Frau ein Land regieren? Das sind ja alles Fragen, die konnten wir ja bisher noch gar nicht beantworten, jedenfalls nicht in den USA. Da müsste man erst mal gucken, was daraus wird.
Eli
Ja, Uwe, also ich weiß gar nicht, warum du mir hier ein Kontra gibst. Also natürlich kann auch eine Frau ein Land regieren, aber der Aspekt, den wir hier gerade debattieren, ist, ob im Prinzip Nationalitäten vermischt werden sollen, speziell im Kontext einer Olympiade, bei der es darauf ankommt, dass individuelle, abgetrennte Nationen eben gegeneinander antreten.
Uwe
Ja, natürlich, aber ich bestätige dich doch nur, Eli, also betrachte das nicht als persönlichen Angriff, ja.
Eli
Ich nehme es nicht persönlich. Ich denke nur, du argumentierst ein bisschen am Thema vorbei. Wir reden wiederum nicht darüber, wer Politik macht in irgendeiner Form in den USA. Wir reden darüber, wie hier deutsche Athleten aufeinandertreffen. Und man sich inzwischen zunehmend fragt, die sind halt nun mal ethnisch.
Uwe
Darüber reden wir doch. Ich sage, dass dieser Prozess seit Jahrzehnten in Gang ist.
Eli
Bin ich ja bei dir, genau. Und die Frage ist halt, das war ja meine Frage an dich, kennst du dich, also ja, okay, du kommst mir jetzt hier mit Busfahrerinnen aus Chemnitz oder wo auch immer, ja, aber was, jetzt mal Butter bei die Fische, Uwe, wenn du jetzt im Prinzip diese Nachricht gelesen hättest und du würdest nicht wissen, dass die Frau also für Deutschland Gold geholt hat, würdest du sagen, genau, würdest du dann davon ausgehen, dass sie für Deutschland eben halt hier,
Uwe
Nein, hätte ich nicht gedacht, weil vom Namensklang her hätte ich auch irgendwie was sehr, sehr Südländisches gedacht, aber nicht so sehr nach Osten, sondern wirklich nach Süden. Also ich hätte auch eher auf Afrika getippt. Welches Land hätte ich nicht sagen können, weil dafür kenne ich mich zu wenig in Afrika aus und von den Namensgebungen. Aber wäre ich nicht drauf gekommen. Also insofern, ich stimme dir zu, das ist dann gewöhnungsbedürftig. Allerdings im Gesamtkontext ist es nur ein Mosaikstein. Wie schon gesagt, das ist seit Jahrzehnten ist das in Europa in Gange. Und da gehören eben solche multikulturellen Sachen, die gehören einfach dazu. Ob das jetzt wünschenswert ist, was die Vor- und Nachteile sind, das ist ja noch eine ganz andere Frage.
Eli
Das ist richtig, aber es spielt halt alles, sag ich mal, unter derselben Überschrift hier von wegen, es wird ja alles normalisiert. Ob das wünschenswert ist, das wird ja das Volk gar nicht mehr gefragt. Wir haben keine Volksabstimmungen, wir haben keine Volksvertreter, die das Volk vertreten. die Lobbyisten, die denen die Kohle zustecken in allererster Linie. Das heißt, ob es wünschenswert ist, wird der Großteil der Bevölkerung nicht gefragt. Denen wird einfach vorgesetzt. Das ist jetzt hier die Interpretation von Dionysos. Das ist die Interpretation von im Prinzip, so sehen jetzt also gesunde junge Frauen aus. Die werden vorgesetzt einem Milliardenpublikum. So sehen gesunde junge Männer aus. Also gut, dass es jetzt hier gerade verpixelt ist. Aber wird dem auch sein, niemand wurde gefragt, ob man das überhaupt haben möchte. Man hat im Prinzip einfach zu akzeptieren, dass das jetzt im Prinzip dem gängigen Geschmack entspricht, wenigstens also des Dramaturgen, des Regisseurs, der also gesagt hat, Milliarden Menschen sollen das jetzt im Zusammenhang von Olympia entsprechend halt in ihren Köpfen haben. Anstatt zu sagen, wir orientieren uns an dem, was wünschenswert ist für die breite Masse, wie es vielleicht in einer Demokratie auch üblich wäre. Und es wird eben normalisiert, dass gesagt wird, ihr habt nichts zu entscheiden. Es ist uns egal, ob ihr das für wünschenswert haltet, dass Jemisi Ogunleye Deutschland vertritt. oder dass wir uns an einen Zustand gewöhnen müssen, wo wir zunehmend vom Namen nicht mehr Rückschlüsse darauf ziehen können, aus welchem Land eventuell eine Person kommt. Es ist einfach irrelevant geworden, was die Menschen eigentlich wirklich sich für ihr Leben in ihrem, sag ich mal, kleinen Bubble, wo auch immer sie unterwegs sind, halt eben wünschen. Man wird programmiert, man wird auf Linie gebracht, man wird auf Kurs gebracht und wenn man das nicht tut, dann ist man gleich der Böse, dann ist man der Rassist, dann ist man der Nazi, weil man wagt das in irgendeiner Form auch nur zu, sag ich mal, auszusprechen. Ja, geschweige denn, ja, dass man das halt hier in irgendeiner Form hinterfragt, ob das wirklich wünschenswert ist. Mir war von vornherein klar, ohne dass ich die Frau jemals gegoogelt hätte, ja, vom Namen her, was ich da im Prinzip natürlich bildlich vor mir sehen würde. Man hat natürlich absolut das Recht, seinen Namen zu tragen und eben zu seiner Ethnie zu stehen. Ja, wir sind alle, wir haben einen biologischen Hintergrund, wenn du einen nigerianischen Vater hast, dann sieht der halt in der Regel so aus, wie Nigerianer zumindest bis jetzt immer ausgesehen haben. Also im Jahr 2024 kann man sowas ja wahrscheinlich auch nicht mehr behaupten, aber früher waren die mal alle dominierend schwarz. Also früher mal, heutzutage sind die wahrscheinlich alle albino-weiß, wie dem auch sei. Aber allein der Fakt, dass wir das aussprechen und dass das im Rahmen von Olympia eben normalisiert wird, Dass solche Namen in den Vordergrund gerückt werden. Fairerweise muss man sagen, natürlich hätte sie nicht Gold geholt, hätten wir auch nicht über Yemisi Ogunleye jemals gesprochen. Also sie hat dann natürlich auch sportlich ihre Bestleistung gesetzt, vollkommen klar. Aber dass normalisiert wird, dass hier im Prinzip jetzt zunehmend also immer weniger Nationen gegeneinander antreten, wohlgemerkt bei Olympia, wo so viele Nationen wie möglich gegeneinander antreten sollten. Das ist doch schon, sag ich mal, ein Zustand, der zumindest bewundernswert ist. Also man kann sich eben darüber wundern, dass dieser Zustand da ist und dann kann man sich fragen, entspricht dieser Zustand überhaupt dem, was vermutlich demokratisch die meisten zum Beispiel Leute in Deutschland sich überhaupt wünschen. Was würdest du denn sagen, wenn du jetzt spekulieren müsstest? Entspricht das dem, was Deutschland möchte? Ist Deutschland so woke, so bunt, so dynamisch? So tolerant, dass Sie sagen, das gefällt denen?
Uwe
Nein, das glaube ich nicht. Das ist natürlich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die denkt so. Die ist auch dafür, dass man Nationalitäten abschafft, dass man Geschäfte abschafft, dass man Männer und Frauen gleich macht oder gleich sich annähern sollen in ihrem Verhalten, in ihrem Habitus. Aber die Masse der Menschen, würde ich sagen, die ist doch eher konservativ. Das ist das Thema Blut ist dicker als Wasser, also Familie, Arbeit, Sicherheit. Und dazu gehört unter anderem auch die kollektive Gruppe, das Dorf, in dem ich wohne, die Stadt, in der ich wohne. Mein Land, meine Nation, mein Volk. Das sind Sachen, die hat man früher gesagt. Es gibt andere Länder, die sagen das sogar heute noch. Also in Frankreich zum Beispiel redet man ja auch von einer Grande Nation. Da gibt es ja sogar die Académie Française, du weißt das ja besser als ich, die noch auf die Sprachreinheit achtet. Bei uns gibt es ja nur den Duden, der hat aber eigentlich nichts zu sagen. der dokumentiert nur, wie die Sprache sich ändert, während die Académie Française ja noch öffentlich in den Medien diskutiert, wie welche Wörter zu betonen und zu schreiben sind. Also die französische Sprachkultur reinhalten von fremden Einflüssen, Anglizismen rauszupacken und durch französische Wörter zu ersetzen.
Eli
Nationalistisch, die Gedanken, die du da äußerst, ist ja da wahnsinnig. Kurzer Hinweis nur an dieser Stelle, als ich in Frankreich gelebt habe, über sechs Jahre, liebe Freunde, gab es zum Beispiel auch noch diese Regelung im Radio, dass ich glaube, ich weiß schon mal nicht mehr, dass es zwei Hälften ist, aber auf jeden Fall mehrheitlich bis zu zwei Drittel, vielleicht sogar 75 Prozent der Musik, die im Radio gespielt werden musste, sogar bei Privatsendern. dass die halt im Prinzip eine staatliche Verordnung hatten, zu sagen, das muss halt eben französischsprachige Musik sein. Ja, ihr könnt Rock'n'Roll machen, ihr könnt Heavy Metal machen, ihr könnt Pop machen, was auch immer ihr wollt, aber es soll halt eben französischsprachig sein. 75 Prozent oder halt meinetwegen zwei Drittel, auf jeden Fall mehrheitlich. Heutzutage in Deutschland natürlich überhaupt nicht auch nur daran zu denken, weil das wäre schon nationalistisch, wenn man sagt, man würde versuchen, hier in irgendeiner Form in seinem eigenen Land seine eigene Kultur sprachlich zum Beispiel hochzuhalten. Das ist undenkbar.
Uwe
Das ist wirklich eigenartig. Wir sehen jetzt zum Beispiel bei solchen Ereignissen wie damals vor ein paar Monaten, als bei irgendeinem internationalen Treffen Annalena Baerbock dann in dem Kirchengebäude das Kreuz von der Wand genommen hat. Nach dem Motto, was brauchen wir? Das Christentum. So, wir reden dann in Europa von den Menschenrechten, sondern wenn man das mal historisch verfolgt, wo diese Menschenrechte herkommen, so lassen wir sich ganz klar und deutlich als eine Weiterentwicklung der europäischen Geisteskultur verstehen, die wiederum nur möglich ist mit dem Christentum als einem der vorderen Glieder. Das heißt, die gesamte europäische Kultur, was wir unter Meinungsfreiheit, Demokratie und so weiter denken, ist ohne Christentum quasi undenkbar, ist unmöglich gewesen, historisch gesehen. Und deswegen kann man moderne europäische Kulturen ohne Christentum weder verstehen noch überhaupt am Leben erhalten. Und in dem Moment, wo man anfängt, das Christliche zu negieren nach dem Motto, das ist Barbarei oder das ist Aberglauben oder sonst nicht was, dann fängt man an, die Axt an die Wurzeln seiner eigenen Kultur zu legen und dann schafft man eine, Menschheit, eine kulturelle Nische, wo Menschen leben, die keine Vergangenheit mehr haben, die keine kulturelle Identität mehr haben. Und ich sage jetzt nicht, dass ich ein großer Christ bin, ich bin schon vor vielen Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten, aus verschiedensten Gründen, also Kirche und Christentum und Glauben und Spiritualität, das sind Dinge, die nicht unbedingt miteinander korrelieren. Aber dennoch ist das, was die christliche Lehre für die westliche Welt gebracht hat, ich rede jetzt nicht von katholischer Kirche und Hexenverbrennung und all solchen Sachen, ich rede von dem, was dahinter steht, das ist unauslöschbar Bestandteil der europäischen Kultur. Ohne die hätte es keine Meinungsfreiheit, keine Menschenrechte und nichts dergleichen gegeben. Und wer das anfängt auszulöschen, der will uns zu geschichtslosen Wesen machen. Und deswegen sind alle Bestrebungen, die dahin streben, den Menschen ihre kulturelle Identität sowie Nationalität nehmen zu wollen, die sind destruktiv und gegen die sollte man nach meiner Meinung mit aller Energie vorgehen.
Eli
Ja, aber was du jetzt schon gesagt hast, entspricht ja dem gesunden Menschenverstand und damit bist du ja quasi schon laut Alice Schwarzer, läufst du schon Gefahr, hier als rechts bezeichnet zu werden. Sie schreibt hier in einem aktuellen Interview, wenn der gesunde Menschenverstand schon als rechts gilt, dann dürfen wir uns nicht bezeichnen. Diese ganze Sache, sie treibt tatsächlich halt unfassbare Blüten und treibt auch mich rum. Die Positionierung rund um auch Olympia, was ja wirklich halt per Konzept etwas ist, wo Nationen gegeneinander antreten, ist halt ein Phänomen, bei dem wir diese Phänomene beobachten müssen. Also einerseits natürlich die Frau Jemisi Ogunleye, die sich halt für Deutschland stark macht und wahrscheinlich halt eben auch besser als jeder Deutsche offensichtlich diese Werte in sich trägt, aber gleichermaßen in dieser globalisierten Welt auch andere sich da eben integrieren und meinen, sich für Deutschland stark zu machen, sogar weitere Goldmedaillen zu gewinnen. Offensichtlich ein sehr ertragreicher Tag für Deutschland, denn eine weitere Frau mit Migrationshintergrund hat für Deutschland eine weitere Goldmedaille heute gewonnen. Und ich zeige euch erstmal den Moment, bevor ich euch zeige, was Markus Heinz dazu geschrieben hat. Einfach nur, um euch zu zeigen, liebe Freunde, in welchen Zeiten wir leben und wie wir uns im Prinzip halt wirklich in einer zunehmend komplexeren Welt über unfassbar komplexe Zusammenhänge auseinandersetzen. setzen müssen oder mit welchen wir uns auseinandersetzen müssen. Schaut mal hier, diese junge Frau, sie heißt Daria Varfolomeev. Wieder so ein wunderschöner deutscher Name. Sie hat halt für Deutschland Gold geholt in ihrer Disziplin der rhythmischen Gymnastik. Aber sie scheint deutsch durch und durch zu sein. Hört mal rein.
Gast
Die erste deutsche Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Spielen in der rhythmischen Sportgymnastik. Sie hat es geschafft. Daria Varfolomeev. Ladies and Gentlemen, if you can, please stand for the anthem of Germany. Musik Musik Musik Musik
Eli
Gut, bevor uns das jetzt hier wieder gecancelt wird, weil YouTube irgendwelche falschen Verständnisse von Copyright hat, möchte ich das hier nochmal ganz kurz zitiert haben. Es geht um das Nachfolgende. Also während das natürlich bei Yemisi Ogundleye inzwischen nur schon berichtet worden ist, dass sie also in Mannheim geboren ist und wahrscheinlich also komplett deutsch durchsozialisiert worden ist, ist das bei dieser Dame Daria Varfolomeev nämlich noch ganz anders. Markus Heinz hat zu ihr nicht recherchiert, sondern Annabelle Schunke zitiert, auf jeden Fall auf seinem Kanal, deshalb erwähne ich seinen Namen. Er sagt, was Annabelle Schunke zu dieser Dame auf X schreibt, ein deutscher Traum Daria Varfolomiev, die gebürtige, haltet euch fest, Russin, kam erst im Alter von, haltet euch fest, Zwölf Jahre nach Deutschland. Ihre Vorfahren sind deutsch, weshalb sie schon die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Vielleicht also Volga-Deutsche, die vor mehreren Generationen in irgendeiner Form mal deutsch gewesen sind. Sie konnte kein Deutsch. Sie war in einer fremden Umgebung und sie war ohne Eltern. In Russland sortierte man sie bei der rhythmischen Sportgymnastik aus. Im Übrigen kurzer Seitenheb. weil sie für Deutschland nur Gold holen kann, statistisch gesprochen, liebe Freunde, weil die Russen von der Olympiade dieses Jahr disqualifiziert sind. Das, was in Deutschland und offensichtlich halt ohne Russland weltweit bei der Olympiade aktuell Gold holen kann, kann statistisch gesprochen, liebe Freunde, nur Gold holen, weil Russland nicht dabei ist. So lohnenswert eventuell ihr Beitrag entsprechend sportlich auch gewesen sein mag für Deutschland und für die olympische Welt, in Russland wäre ihr Talent, das goldwürdig ist, aber halt eben nur ohne Russland, aussortiert. oder wäre es aussortiert geworden. In Russland sortierte man sie bei der rhythmischen Sportgymnastik aus, nur um euch also auch mal zu zeigen, ja, auf welchem Niveau die Russen ihre Sportgymnastik ernst nehmen. Heute ist sie 17 Jahre alt und hat bereits alles im Sport erreicht. Fünfmalige Weltmeisterin und nun auch noch Goldmedaillengewinnerin bei Olympia und schaut, wie dieses Mädchen nach gerade einmal fünf Jahren in diesem Land die deutschen Nationalhymne mitsingt. Das ist ja das, was ich euch gezeigt habe. Herzlichen Glückwunsch, Daria, zu dieser ausgewöhnlichen Leistung bei Olympia. Schreibt hier Annabelle Schunke. Macht hier drei Deutschland-Fahnen hinterher und wir haben das ja auch in dem Clip hier gesehen, dass sie in der Tat vollmundig das mitsingt, dass hier die deutsche Fahne zu sehen ist. Aber die Ironie an dieser ganzen Nummer ist wirklich halt an mir nicht verloren gegangen, dass diese junge Frau auf dem Podium steht, natürlich absolut zu Recht. Obwohl sie sozialisiert geboren worden ist und man sieht auch mehrere Generationen, Physiognomie und so weiter, inzwischen auch biologisch relativ vermischt worden ist, mehr einer Russin gleicht halt eben als einem Deutschen, dass diese Frau also für Deutschland antreten musste in einem Jahr, in dem ihr Heimatland, aus dem sie ursprünglich kommt, disqualifiziert worden ist, dass sie gar nicht erst ausfällt. aufgestellt hätte, weil sie für die Standards ihres Heimatlands zu schlecht ist, um Gold zu holen für eine Nation, in die sie mit zwölf Jahren erst gekommen ist und dass sie in diesen fünf Jahren offensichtlich diese Nation aber mehr ins Herz geschossen hat, als 90 Prozent wahrscheinlich der anderen Deutschen da draußen, die sich schämen würden, in irgendeiner Form zuzugeben, auch nur, dass sie wirklich deutsch sind. Also das ist wirklich halt Ironie on top of Ironie on top of Ironie. Aber nur um dir zu zeigen, das sind die Zeiten, in denen wir leben, lieber Uwe. Und Olympia macht das deutlich.
Uwe
Ja, aber das zeigt aber auch, dass solche Begriffe wie Deutschsein oder Nationalbewusstsein und Nationalstolz zu haben, gar nicht so sehr was zu tun hat. mit der genetischen Herkunft. Also es geht hier nicht um irgendwelche Rassen.
Eli
Es kann ja jeder deutsch sein, haben wir ja gesehen.
Uwe
Ja, es geht eigentlich um die Eingliederung und Adaption des deutschen Geistes, der deutschen Mentalität, dass man sich wie ein Deutscher fühlt, dass man, wenn man nach Frankreich geht und sich dort dann eben ansiedelt, aus welchen Gründen auch immer, dass man eben quasi ein Franzose wird, wie ein Franzose denkt und fühlt, Französische Werte teilten dasselbe eben den anderen Ländern. Und ich glaube, insofern gibt es sehr wohl einen Nationalismus. Aber man sollte den Begriff des Nationalen nicht zu sehr anknüpfen an Staatsangehörigkeit im formalen Sinne. und schon gar nicht an genetische Herkunft. Ich glaube, das ist zu eng, sondern richtiger ist es, wenn man sagt, man passt sich an die Gesellschaft, an die Normen der Gesellschaft, an die Werte der Gesellschaft an, die natürlich sehr komplex sind. Und dann, wenn man das tut, dann ist man quasi ein Deutscher. Wenn man in der Türkei geboren ist, zum Beispiel irgendwo in Hintertupfistan, also da, wo die Schafhirten sind, da habe ich nicht genug Zu verdienen, ich wandere aus und gehe als Gastarbeiter nach Deutschland. So wie viele von diesen Gastarbeitern sind bessere Deutsche als die Deutschen selber. Denn Gastarbeiter sind fleißig häufig und arbeiten von morgens bis abends und schaffen etwas und schaffen Werte und akzeptieren die deutschen Gesetze, während viele Deutsche einfach nur auf der faulen Tasche rumliegen und die Hand aufhalten und sagen mehr, mehr, mehr.
Eli
Ja, aber du hast absolut recht, weil sie halt dann immer diese einst deutschen Werte, die sich ja historisch auch über Jahrhunderte, Jahrtausende entwickelt haben, dass die, die quasi verinnerlicht haben, mehr als die Deutschen, die im Prinzip einfach nur das Glück hatten oder das Unglück, biologisch reingeboren zu sein, in den geografischen Bereich, der aktuell in dieser Periode, in der sie das Privileg haben zu leben, als Deutschland im Prinzip konfiguriert wird. Wir wissen ja auch, was Deutschland war, rein einfach nur auf der Karte betrachtet, hat ja auch permanent variiert, je nachdem, ob Napoleon gerade über uns herzieht, ob die Preußen meinen, jetzt hier ihren Stempel aufdrücken zu müssen oder, wenn man noch weiter zurückgeht, ob die Germanen da im Prinzip halt versuchen, ganz Europa zu erobern oder nicht. Also dieses Konzept von Identität ist ein spannendes und es wird umso spannender in Zeiten, in denen halt nationale Interessen und Nationalstaaten gegeneinander antreten, zum Beispiel eben bei Olympia. Und ja, was soll ich dir sagen? Also wir leben auf jeden Fall, für mich ist das alles ein Zeichen dessen, dass wir in sehr, sehr spannenden Zeiten leben. Also vor 60 Jahren, vor 70 Jahren, vielleicht sogar noch vor 30 Jahren, während viele der Dinge, die wir jetzt schon gar nicht mal mehr hinterfragen dürfen, ohne sofort als rechtsgelebt zu werden, man würde gar nicht mal darauf kommen. Dann würde niemand sagen, dass im Prinzip Yamisi Ogunleye natürlich für Deutschland irgendwo antritt. Dann würde man halt eben gar nicht, der Name wäre gar nicht im Spektrum des Denkbaren. Inzwischen ist er gar nicht mehr davon wegzudenken. Und das alles hat sich in einer sehr, sehr kurzen Zeit so entwickelt. Gut, Stichwort Zeit. Hast du noch, willst du noch? Wollen wir noch ein Thema aufmachen oder wollen wir es dabei überlassen? Was sagst du?
Uwe
Also, das Wochenende naht. Ich bin noch topfit.
Eli
Lass uns mal die Zuschauer mit dazu holen. Liebe Freunde, ich hätte noch einige Themen im Angebot. Wir können über Russland, Ukraine reden. Wir können reden über die Landtagswahlen, die bevorstehen. Das sind noch zwei Themen, die ich so ein bisschen im Köcher hatte, ohne dass ich die jetzt unbedingt brauche. Wir können aber auch sehr gerne, ihr könnt uns gerne löchern, vielleicht über etwas reden, was euch eben auf dem Herzen gerade liegt. Und dazu werde ich mich einfach mal in den Chat orientieren.
Uwe
Ja, erklär du das mal, Eli. Ich muss mal kurz mir noch was zu trinken holen, weil bei mir ist so trockene Luft hier. Ich verdurste ja sonst.
Eli
Okay, mach das mal. Das passt in Ordnung. Das ist für mich in Ordnung. Gut, pass mal auf. Wir machen das jetzt mal auf die folgende Art und Weise. Und zwar, ich gehe einfach mal in meine Ansicht rein. Und zwar in diese da hier. Moment, das ist ja der Uwe. Das ist das. Nein, ihr seht keine Veränderung, aber ich sehe sie schon. Lasst mich mal gehen auf das hier. Da will ich hin. Liebe Freunde, mal gucken, ob das hinterher springt. Wenn ich das gleich mache, tut es das? Tut es das nicht? Nein, tut es nicht. Dabei wollte ich doch eigentlich nur hier hin. Jetzt klappt es. Naja, okay. Gut, wie dem auch sei. Also, ich gucke jetzt einfach mal in den Chat rein. Uwe ist auch gleich wieder zugegen. Ja, also, huch, ihr wisst, eigentlich ist das jetzt hier unser Programm gewesen. Wir wollten euch sagen, ja, dass wir so unglaublich stark sind und ihr zu schwach. Aber ihr seid überhaupt nicht zu schwach, liebe Freunde, denn wir freuen uns auf eure Fragen und an eure Teilnahme. Ja, ihr könnt das nächste Thema jetzt entsprechend halt hier gerne vorgeben. Wenn ihr wollt, ja, schreibt mir im Chat, dann kann ich das auch einblenden. Im... Schreibt mir im Chat. Ich muss jetzt hier gucken, dass ich das alles miteinander verbinde. Aber ich hoffe, das klappt. Achtung, Live-Einblendung, Chat. Schreibt mir im Chat. Einwandfrei. Seht ihr das? Ich kann also jetzt in den Chat gucken. Danke dir, liebe Katie, fürs Abonnieren auf dem Kanal. Und dann kann ich eure Frage entsprechend auch gleich anrufen. Also wer hat was auf dem Herzen? Ja, Uwe ist im Hintergrund noch nicht zurück, wird uns aber bestimmt gleich wieder beehren. Er braucht einfach nur ein Glas Wasser und dann werden wir zusammen in gewohnt konsequenter Manier sehr gerne diese Frage beantworten, die Frage, die ihr entsprechend habt. Habt Abstimmung, Russland weiterreden, sagt Emma Linz-Anstetten zum Beispiel. Verstehe ich jetzt nicht so ganz. Sie möchte, dass wir irgendwas abstimmen. Ich möchte es ja sogar noch einfacher machen, ohne dass wir abstimmen müssen. Aber das hat sie geschrieben. Abstimmung, Russland weiterreden. Russland ist ein sehr schwieriges Thema, liebe Freunde, weil aktuell da ja sehr viel gerade im Argen ist und man sehr wenig offizielle Informationen hat. Von daher, ich weiß, dass ich es euch gerade selber angekündigt habe, aber ich kann euch diesbezüglich eigentlich nur sagen, dass ich genauso wenig weiß wie alle anderen Beteiligten. Also niemand, weder die russische noch die ukrainische Seite, weder die pro-westlichen Journalisten noch die pro-russischen Journalisten, niemand weiß genau, was da unten gerade passiert. Aber es scheint wohl in der Tat... Naja, wie gesagt, es scheint so, als wenn die Ukraine da gewisse Geländegewinne gemacht hat, indem sie halt gesagt hat, sie versuchen mit 1000 mehr oder weniger Kamikaze-Ukrainern an einer Stelle gegen Russland vorzugehen, was wiederum heißt, dass diese selben 1000 Kamikaze-Ukrainern an anderer Stelle bei der Verteidigung ihres Heimatlandes fehlen. Weshalb wir in der spannenden Situation sind, dass einerseits halt jetzt hier die Weltöffentlichkeit sich konzentriert auf den kleinen Seien wir ehrlich, temporären Durchbruch der Ukrainer im Norden, während im Süden die Russen jeden Tag Zugewinne machen in derselben Dimension, wie die Ukraine das halt eben jetzt einmal geschafft hat. Ist ja auch kein Wunder, wenn du begrenzte Ressourcen hast und wir wissen, der Ukraine fehlen in allererster Linie halt wehrtüchtige Männer. Soldaten also, dann kannst du nicht auf einmal jetzt sagen, okay, du nimmst da eine Division, eine Garnison, was auch immer von denen raus und gehst jetzt halt eben Angriff machen im Norden, während du die im Süden für die Verteidigung brauchst. Also ja, natürlich, auch Russland hat das jetzt nicht erwartet und bestimmte Geländegewinne sind da jetzt offensichtlich gemacht worden. Aber nichtsdestotrotz, die Sache ist sehr intransparent. Wir wissen auch nicht, weil wir eben keine offiziellen Bilder von irgendwo haben, Ja, wer kämpft da eigentlich gegen wen? Sind das wirklich Russen, die sich dort irgendwo stellenweise eben ergeben haben? Manche russische Dörfer sollen wohl tatsächlich evakuiert worden sein. Aber an alle, die jetzt wirklich halt, wenn ich das mal so sagen kann, liebe Freunde, feiern, dass die Ukrainer jetzt also, wie manche schreiben, vorstoßen und maximal offensiv sind und so weiter und so fort. Man muss ja sagen, die Ukrainer versuchen jetzt hier etwas Unmögliches, was historisch gesehen noch nie jemandem gelungen ist. Weil nur sehr wenige verrückt genug gewesen sind, das überhaupt jemals zu probieren, nämlich Russland zu erobern. Und ich glaube, die Welt hat darüber geschrieben, ich versuche euch das mal zu zeigen, wenn ich das hier noch habe. Die Welt hat dazu geschrieben, schaut mal hier, guckt da mal rein, liebe Freunde. Weil ihr ja Russland haben wolltet, Uwe ist uns auch im Hintergrund wieder zugeschaltet. Man schreibt... Ich kann nicht anders als darüber lachen. Russland beginnt den Krieg zu verlieren durch den Vormarsch auf Kursk. Um die Oberhand zu gewinnen, rückt die Ukraine verstärkt auf russisches Territorium vor. Ist ja auch nur die halbe Wahrheit, weil während sie wie gesagt an einer Stelle die Oberhand gewinnen, haben die Russen Geländegewinne noch und nöcher in sehr viel größeren Dimensionen im Süden davon, weil die Ukraine natürlich jetzt im Norden gebunden ist. Zelenskys Sicherheitsberater, dem ist das alles egal, ist Podoljak, der sieht da einen Wendepunkt. Insbesondere ein Faktor könnte nun entscheidend für den Kriegsverlauf einwirken. Keine Ahnung, welcher das sein soll. Man schreibt hier also, warum der Vorstoß in Richtung Kursk Putin ins Mark trifft. Und wie gesagt, dieser Headline, wer das schreibt, gut, die haben den nur zitiert, aber man muss sich schon trauen, so einen Schwachsinn ins Internet zu stellen. Haltet euch vor Augen, liebe Freunde, nur sehr wenige Leute waren jemals vermessen genug zu sagen, sie wollen Russland attackieren, geschweige denn überhaupt einzunehmen. Was ihr hier vor euch seht, liebe Freunde. Uwe, lass mich mal ganz kurz zu Ende führen. Du bist gleich wieder dran. Was ihr hier vor euch seht, liebe Freunde, ist die Karte der Welt. Okay? Das ist so geil. Es wären 10 bis 15 Kilometer Geländegewinne gefeiert, als Russland hat begonnen, den Krieg zu verlieren. Ohne jetzt in irgendeiner Form irgendetwas jetzt hier schlecht reden zu wollen und zu sagen, ja hier, ich heiße irgendein Angriffskrieg oder irgendetwas. Schaut mal hier Freunde, das ist Kursk. Das ist diese Stadt entlang der im Prinzip oder in der Nähe der ukrainischen Grenze, die halt hier verläuft. Alles, was unterhalb von Kursk ist, auf ukrainischer Seite, ist längst schon seit eben eigentlich Mitte 2022 in russischer Hand und hat sich seither auch eben nicht bewegt. Wir reden also davon, dass es hier eine Entfernung gibt von, lass es mal vielleicht 10, vielleicht 15 Kilometern sein, die die Russen vorgedrungen sind, eben bis an Kursk heran. Die haben ja noch nicht mal Kurs eingenommen. Also in Wirklichkeit reden wir davon, dass jetzt also ein versprengter Haufen von vielleicht tausend Ukrainern, wie viele davon leben überhaupt noch? Man hört in den Nachrichten ganz viel davon, dass diese Grenzregion hier angegriffen worden ist. Die hier, die heißt Suzha. Das ist wirklich eine Grenzregion, liebe Freundin. Das ist unmittelbar hinter der Grenze, keine 100 Meter. Du bist da schon drin. Da sind in der Tat harte Kämpfe gelaufen. Da sind auch viele Russen überrannt worden. Da gibt es Lastwagen voller angeblich halt toter Russen, behaupten jetzt die Medien. Nichts davon ist verifiziert und man hat jetzt Angst, man heilt angeblich die Luft an, habe jetzt also in Kursk jetzt hier Sondermaßnahmen und den Ausnahmezustand ausgerufen, weil man meint, okay, man müsste sich vorbereiten auf den Angriff der Ukrainer, die jetzt schon sagen, Russland habe begonnen, den Krieg zu verlieren. Jetzt machen wir mal Was ich immer wieder sage an dieser Stelle, when in doubt, zoom out, sagt der Engländer. Also wenn du Zweifel hast, dann geh einen Schritt zurück und guck dir doch mal die Situation an. Also Freunde, das hier ist die Ukraine. Das ist ein Land, das ist so, ich würde mal sagen, Uwe, was würdest du sagen, 5, 6 war so groß wie Deutschland. Also weiß Gott, kein kleines Land. Das ist ein großes Land. Da passt Deutschland sechsmal rein. Und in diesem Land, liebe Freunde, das im Krieg herrscht, ist, da ist diese Region hier, diese Region, so dieser ganze Teil, seit zwei Jahren von Russland neu in diesem Krieg entsprechend besetzt. Diesen ganzen Teil, der auch schon so groß ist von der Fläche, wie ganz Deutschland. hält Russland in fester Hand seit zwei Jahren. Ob das jetzt nur zu Recht ist oder nicht, das wollen wir jetzt gar nicht debattieren. Wir analysieren einfach nur die Zahlen. Das ist ein Bereich so groß wie ganz Deutschland von den Quadratkilometerzahlen her. Und jetzt wird geschrieben von den westlichen Korrespondenten, dass es einen Vorstoß gegeben hat. Ich weiß, ich mache es lang, aber es ist wirklich einfach nur zum Schreien. Der halt hier zielt auf diese Stadt Kursk. von unserer Ukraine, die wir hier also gesehen haben. Und die Ukraine, ein letztes Mal, ist ein Land, das sechsmal so groß ist wie Deutschland. Und es wird gesagt, Russland habe angefangen, den Krieg zu verlieren. Die Ukraine ist im Begriff Russland zu erobern. Die Ukraine... Ich kann nicht mehr. Ist im Begriff, Russland zu erobern. Die Ukraine ist im Begriff, Russland zu erobern. Die Ukraine ist im Begriff, Russland zu erobern. Also ich bitte euch, liebe Freunde, wisst ihr, wo Kursk ist? Wisst ihr, wo Kursk ist?
Uwe
8000 Kilometer entfernt von Aachen.
Eli
Da ist Kurs, liebe Freunde. Das ist das hier. Das ist Rotz. Das ist Rotz. Und die Ukraine hat jetzt begonnen, Russland zu erobern. Liebe Ukraine, also ich bin bei euch, wir brauchen Frieden, wir brauchen Frieden, wir brauchen Frieden, wir brauchen keinen Krieg. Aber bei aller Liebe, also ihr habt nicht begonnen, Russland zu erobern. Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen. Uwe, entschuldige, jetzt du. Was wolltest du sagen?
Uwe
Nee, da kann ich eigentlich gar nichts besser machen. Ich wollte nur erwähnen, dass ich neulich gelesen hatte, dass irgend so ein amerikanischer Think Tank-Vordenker oder Politiker dann erklärt hatte, dass doch jetzt Russland quasi den Krieg schon verloren hätte und Russland nur so tut, als ob sie noch irgendwie rumstrampeln würden. So, und das fand ich auch ganz witzig, dass also Russland ist auf dem Vormarsch, macht einen Gebietsgewinn nach dem nächsten, aber Russland hat den Krieg verloren. Und Amerika müsste sich entsprechend darauf einstellen, dass dann Russland quasi so tut, als ob es den großen Max macht, aber in Wirklichkeit hat sie den Krieg verloren. Amerika könnte dann entsprechende Forderungen stellen. Ja, also wenn ich sowas lese, muss ich genauso laut lachen, wie wenn du eben zeigst, wie groß das Russland ist, ja, über wie viel Zeitzone geht das, über 6.000 oder 7.000, 8.000 Kilometer von Ost nach West und dann reden wir davon, dass mal jemand 10 Kilometer irgendwo eingedrungen ist, ja, und das aber auch nur vorläufig, ne. Also das ist ja schon wirklich derart von albern, ja. Dass man sagen kann, also nur jemand, der noch nie einen Globus gesehen hat oder eine Landkarte von der Welt, nur der kann ein solches Märchen glauben. Alle anderen müssen sagen, willst du mich für blöd verkaufen oder was willst du mir erzählen?
Eli
Ja, es ist zehn Kilometer in Russland. Das ist ein Tropfen im Ozean. Die haben jetzt alle ihre letzten Kräfte zusammengezogen, das ist zumindest meine Lesart, um die wahrscheinlichste Variante, wenn das überhaupt mal alles stimmt, weil wir haben ja nur Bilder und Berichte, es ist ja niemand vor Ort. Ja. Meine gängigste Lesart dieser ganzen neuerlichen Episode ist, dass man weiß, dass man verliert. Die Ukraine weiß, dass sie verliert. Zelensky hat ja schon angekündigt, dass er sagt, wenn das Referendum das ergibt, dass im Prinzip die Ukrainer mit Russland verhandeln wollen und Gebietszugeständnisse machen wollen. Dann würde er sich auf solche Gespräche einlassen und dass mit diesen Gesprächen quasi am Horizont man sich in eine bessere Verhandlungsposition bringen möchte, die vielleicht auch sehr unmittelbar eben eintreten muss, solange diese 1000 Ukrainer da diese 10 Kilometer in Russland tatsächlich noch halten. Weil wenn zum Beispiel Russland jetzt stärker zusammenzieht oder einfach nur sagt, ich scheiße. drauf ja also so schlimm es ist ja im krieg und im lied in der liebe ist alles erlaubt ja die schicken einfach da irgendwie was weiß denn ich ein paar raketen hin und bomben einfach diese zehn kilometer bomben da einfach alles kurz und klein inklusive natürlich der russen die deutschland vielleicht evakuiert sind aber auch der 1000 stationierten ukrainer die sagen so nach dem motto kurs war jetzt auch kein hauptgewinn baum war neu auf wird eh schöner sind eh alle dort raus Ja, dann ist auch diese Verhandlungsposition ohnehin dahin. Von daher hat im Prinzip Ukraine, sollte das überhaupt deren Absicht gewesen sein, nur einen sehr kurzen Zeitraum, solange die Russen sich halt eben nicht so offensiv entschieden haben zu sagen, jetzt gehen sie in diese Verhandlungen rein und jetzt nutzen sie das als irgendein Chip, weil sie sagen können, guckt mal, wir sind ja auf eurem Territorium. Das ist eine Lesart, aber lieber Uwe, es gibt so viele Ungereimtheiten, was diese ganze Story eingeht, so viele Mysterien, so wenig verifizierte Berichte. Ich würde mir schwer tun, in irgendeiner Form zu sagen, dass ich weiß, worum es da wirklich geht.
Uwe
Nein, also das können wir sicherlich nicht wissen, überhaupt bei dem gesamten Krieg. Wir haben ja nur sehr gefilterte Informationen und das, was wir bekommen, ist dann wiederum schon interpretiert von Militärstrategen oder Militärbloggern. Das ist also sehr dünne. Ich persönlich halte es, und das ist aber auch spekulativ, ich halte es einfach für eine Provokation. Ja, also man möchte einerseits natürlich den Europäern zeigen, jawohl, wir sind angriffsfähig, wir können so eine Art Partisanen-Vorstoßkollando machen, wir können die Russen empfindlich treffen, wir können ins Hinterland eindringen, wobei zehn Kilometer noch kein Hinterland ist. Und dadurch kann man den Europäern sagen, siehste, wir, unsere Armee schläft nicht, wir sind würdig, dass wir noch mehr Geld und Waffen bekommen. Das ist mal der eine Aspekt. Und der zweite Aspekt, deswegen sagte ich Provokation, ist, was lassen sich die Russen gefallen? Wenn die sich das gefallen lassen, dann ist der nächste Vorstoß statt 10 Kilometer 100 Kilometer. Wenn die sich das auch gefallen lassen, dann kommt der nächste Vorstoß bis nach Moskau. Oder wie geht es dann weiter? Das heißt, ich glaube, dass man hier einfach die Russen zu einer Überreaktion zwingen will, auf der einen Seite und andererseits in gutem Willen gegenüber den Europäern und Amerikanern darstellt. um eben überhaupt noch als Verhandlungspartner, als Waffenempfänger sich würdig zu erweisen.
Eli
Ja, ich glaube auch, das darf man wirklich auch nicht vergessen. Zelensky steht mit dem Rücken zur Wand. Immer mehr Länder fallen vom Glauben ab, dass die Ukraine das in irgendeiner Form gewinnen kann. Sie ist ohnehin schon längst bankrott. Jüngst erst haben viele der Privatgläubiger gesagt, okay, die sind bereit auf 20 Prozent ihrer bei der Ukraine gemachten Schulden, beziehungsweise der Ukraine bei ihnen gemachten Schulden so rum zu verzichten, aber auch nur Aufschub zu geben und so weiter und so fort. Und nur deshalb steht die Ukraine, jetzt wirtschaftlich gesprochen, überhaupt noch. Viele Ratingagenturen weltweit, auf deren Wort viel Gewicht gelegt wird, haben eigentlich schon gesagt, selective default, also im Sinne von, eigentlich ist das Ding bankrott, da ist nichts mehr da, überhaupt keine Substanz mehr. Worauf will ich hinaus? Die sind 100% angewiesen auf fremde Gelder, Es heißt dann so schön Kredite, aber woraus wollen die das jemals zurückbezahlen? Darüber hinaus haben sie keine Soldaten mehr. Sie haben natürlich nicht die Militärtechnik, die die Russen zuhauf eben nachproduzieren können und in einem Verhältnis von wahrscheinlich 100 zu 1 mehr besitzen. Und das zeichnet natürlich ein Bild von einem Selensky, der mit dem Rücken zur Wand steht. Insbesondere jetzt, da sich die Welten-Community G7, G8, G20, wer auch immer, zunehmend sagt, du, hör ich mal, wir haben unsere eigenen Probleme. Uns geht es auch nicht gerade prickeln. Ich meine, guck mal gerade nach Großbritannien. Ja, so und da muss er jetzt natürlich zeigen, wenn er jetzt irgendwie noch ein Jahr lang das verlängern will oder wie lange auch immer er sich erhofft, da im Prinzip noch im Sattel zu bleiben. Newsflash ist ja gar nicht mal mehr demokratisch legitimiert, weil es hätte demokratische Wahlen geben müssen, aber die hat er einfach mal praktischerweise wegen dem Krieg einfach mal ausgesetzt. So und weil er jetzt aber mit dem Rücken zur Wand steht und all diese Punkte offensichtlich im Raum stehen, muss er irgendeinen Befreiungsschlag versuchen. Irgendwas muss er machen. Anders kann ich mir das jetzt gerade nicht erklären. Das Einzige, was für mich eigentlich wirklich, ich will nicht sagen, feststeht, aber das scheint den Russen nicht zu gefallen, also worauf will ich hinaus? Ich glaube nicht, dass wir jetzt hier schon wieder irgendeine Meta-Analyse, Verschwörungszieher aufmachen müssen. Weißt du noch, wie damals bei Prigozhin oder Butschak, wo wir gesagt haben, da stimmt hinten und vorne alles nicht. Ich glaube, hier stimmt in der Tat einiges, auch wenn wir nicht alles wissen. Und Russland ist nicht involviert. Russland ist wirklich meiner Meinung nach, in meiner Lesart, wirklich authentisch überrascht und auch überrannt worden. Also es ist nicht so, als wenn Putin das alles von langer Hand geplant hätte, so wie zum Beispiel mit eben Prigozhin, Stichwort Flugzeugabsturz, haben wir ja alles besprochen. Oder weißt du noch, dieser lächerliche, die Meuterei, weißt du noch, als die Soldaten die Russischen angeblich da auf Moskau ziehen wollten, so wie dem auch sei, und dass die Ukrainer hier Geländegewinne gemacht haben. Aber ob das irgendetwas bringt, um halt die Ukraine in der Gunst ihrer Gläubiger oder Geldgeber halt wirklich besser darzustellen, das wird halt nur die Zeit zeigen. Und die Zeit, sie spielt gegen Zelensky und sie spielt nur für Putin. Weil egal wie er sich entscheidet, ob er jetzt die Sache diplomatisch löst oder einfach nur Rakete drauf, zack, gut ist. Russland gewinnt in dieser Konstellation.
Uwe
Also es sieht so aus, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass bei dieser Art von Kriegen es immer letztendlich nur um Zeit und um Geld geht. Also wer am längsten Waffen und Soldaten produzieren kann, der sitzt am längeren Hebel. Und eigentlich hatte die NATO gedacht, dass sie am längeren Hebel sitzt. Im Moment sieht es aber nicht so aus. Und insofern braucht man natürlich, wir sehen ja unsere kriegswilligen und kriegsbereiten deutschen und europäischen Politiker, dass die händeringend sich darauf vorbereiten, ab 2029, 2030 wird Russland Europa angreifen. Ich finde das ein bisschen aberwitzig. Russland braucht zwei Jahre, um, schafft noch nicht mal 20 Prozent von der Ukraine zu erobern. Und dann müssten sie, um Europa anzugreifen, ja, was müssten sie dann erst mal erobern? Polen, was hochgerüstet ist. Ja, dann müssten sie dann durch Deutschland und dann alle anderen bekämpfen oder erst die baltischen Länder. Also das ist ein solcher hirnverbrannter Blödsinn, dass man sich echt nur wundern kann. Also diese Gefahr, die da hochgespielt wird, die lässt sich nach meiner Meinung durch klares Hinschauen auf die Faktenlage in keiner Weise begründen, sondern es ist reine Panikmache. Aber Russland ist auch nicht so stark, wie man wie Russland sich selber darstellt, denn sonst hätten sie ihr Ziel schon lange erreicht und würden nicht zwei Jahre lang mit Hunderttausenden von Verlusten und Tausenden von Geräteschäden und Verlusten da quasi auf der Stelle rumtreten.
Eli
Ja, aber Uwe, da muss ich dir widersprechen, weil da hast du einen wichtigen Punkt natürlich nicht bedacht. Russland führt nicht Krieg gegen die Ukraine. Das ist natürlich nur vordergründig so. Russland kämpft hier gerade gegen den Rest der zivilisierten Welt. Ginge es wirklich nur darum, dass Russland Ukraine angreift, dann hätte Russland die Ukraine schon längst besetzt, hätte sie überrannt innerhalb von wahrscheinlich zwei Wochen und war ja auch schon auf dem Weg, eben in Kiew im Prinzip anzudocken und so weiter und so fort. nationale Solidarität und Leute, die diese Kriege haben, kommen sehen. Schon 2015 haben wir natürlich nicht nur Grund, Kolomoisky haben wir ja schon alles besprochen, die Marionette Zelensky dort hingesetzt, um dieses Land hochzurüsten, weil sie wussten, irgendwann greift Russland die Ukraine eben an, weil sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Weil sie halt eben auch sagen, bevor auch dieses Land in die NATO kommt, müssen wir jetzt irgendwie reagieren. Also kämpft hier ein Land gegen den Rest der Welt. Wenn du jetzt wirklich behauptest, Russland sei ohne diese Unterstützung der Ukraine da, nicht in der Lage gewesen, die Ukraine zu überfallen oder hier in irgendeiner Form in die Knie zu zwingen, dann muss ich dir sagen, in Russland ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber ja, sie hatten die militärische Stärke, das zu tun, wenn sie nicht gegen den gesamten Wertewesten gleichzeitig kämpfen würde.
Uwe
Ja, aber das tun sie im Grunde genommen. Wir machen jetzt den Stellvertreterkrieg. Und das ist natürlich die zweite Erklärung. Also die erste Erklärung ist eben, die ich gerade genannt habe, dass sie eben nicht so stark sind, wie sie sind. Und die zweite ist, sie wollen gar nicht so stark sein. Sie spielen genauso auf Zeit wie die NATO und sagen, wir glauben, dass wir am längeren Hebel sitzen. Wir haben mehr Rüstungskapazitäten auf Dauer. Wir halten das länger durch. Und wir sind nur ein Land unter einer Führung. und können konzentriert arbeiten, während ihr seid wie viele Länder und ihr habt zumindest zwei Abweichler drin und man weiß, wie viele noch dazu kommen. Das heißt, Russland könnte auch strategisch eben auf Zeit spielen und sagen, ich will ja gar nicht sofort die Ukraine erobern, weil dann würde sich die Situation vielleicht gar nicht so günstig für die, Russen darstellen, sondern Russland will vielleicht, das ist jetzt eine Spekulation, einfach die NATO ausbluten lassen, bis die einfach nichts mehr hat. Und dann können sie mit der Ukraine machen, was sie wollen. Und die NATO ist völlig ohne jegliche Gegenwehr. Sie könnten dann nur noch ihre Atomwaffen einsetzen, was sie aber eben nicht machen wollen, weil das Das will tatsächlich auch im Westen niemand, auch wenn manche Falken das so laut propagieren. Aber ich glaube, die Vernünftigeren, diejenigen, die an den Entscheidungshebeln sitzen, die wollen das nicht.
Eli
Spannend ist eine Sache und da bin ich gerade von mir selber ein bisschen wieder angetan, dass dieses Thema natürlich unfassbar eigentlich wirklich interessant ist. Also es ist natürlich tragisch, Kriege sind zu vermeiden, mit allen Kräften natürlich zu beenden, Frieden schaffen ohne Waffen und so weiter und so fort, bin ich bei euch, aber es ist einfach eine objektive Tatsache, dass wenn sie passieren, ob sie jetzt nur so in die Länge gezogen werden, wie sie jetzt hier passieren oder bei einem Blitzkrieg oder was auch immer, dass das natürlich historisch betrachtet unglaublich spannende Momente in der Menschheitsgeschichte sind. Wenn auf einmal ein Riesenreich wie Russland die Ukraine angreift, innerhalb von 14 Stunden, wie man da Chat schreibt, eigentlich schon in Kiew gewesen ist, aber nur deshalb im Prinzip zurückgehalten werden kann, weil der komplette Wertewesten des gesamten Planeten, außer Russland meint, die Ukraine jetzt verteidigen zu müssen. Das ist eine Situation, die hat es ja auch historisch gesehen, lieber Uwe, noch nie gegeben. Wann hat sich jemals ein kompletter Planet hinter die Verteidigung eines einzigen Landes am Arsch der Welt geklemmt? Ich meine, überleg mal, die Amerikaner, die jetzt hunderte Milliarden für die Ukraine schicken, das ist tausende Kilometer auf einem anderen Kontinent weit weg für die. Die meisten Amerikaner wissen außer Amerika nicht mal ein einziges Land auf dem Globus zu finden. Und die schicken da jetzt also wahrscheinlich mehr finanzielle und militärische Unterstützung als in jedem anderen Krieg, den sie für sich selbst geführt haben in den letzten zehn Jahren. Also man hat so etwas historisch überhaupt schon mal gegeben. Das ist natürlich unfassbar spannend. Und ich muss sagen, ich habe diese Reihe damals angefangen und ich glaube auch sechs Monate durchgehalten, als ich gesagt habe, ich mache hier dieses Kriegstagebuch. Der Krieg ist nicht zu Ende gegangen, da war irgendwie meine Durchhaltevermögen, war da irgendwie schneller erschöpft. Aber es ist natürlich unfassbar spannend. Es ist einfach nur historisch betrachtet spannend, ja, die unterschiedlichen halt Dinge, die dort passieren in diesem Krieg.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen bei aller Friedensliebe und Frieden schaffen ohne Waffen und so weiter. Man muss ja auch mal historisch gucken, dass Kriege ja eben zwei Seiten haben, wie alles überhaupt im Leben, mindestens zwei Seiten. Kriege sind zerstörend, aber da, wo Kriege sind, feucht nach dem Krieg auch irgendeine Form von Erneuerung, von Aufbau. Und man kennt das in vielen Gegenden. Und selbst in Deutschland haben wir das. Wir haben Religionskriege gehabt. Und diese Religionskriege, die haben dazu geführt, dass sich unsere europäische Kultur in eine Richtung entwickelt hat, die wir dann später als sehr lobenswert und vernünftig gesehen haben. Wir haben in anderen Gegenden, zum Beispiel im Nordosten von Indien, da gibt es Gebiete, die sind 400 Jahre lang immer von diesem und von jenem besetzt gewesen. Ständig war da Krieg, Vergewaltigung, Brandschatzung. Aber dadurch haben sich die Kulturen vermischt und heutzutage sind da die spirituellsten Gebiete auf dem ganzen Planeten. Da gehen jedes Jahr Millionen von Menschen hin und sagen, das ist ja so eine heilige Gegend, so spirituell. Das ist aber eine Folge von jahrhundertelanger Fremdbesatzung. Man sagt, Kriege sind schlimm. So ist das natürlich richtig, dass für diejenigen, die Opfer des jeweiligen Krieges sind, deren Vermögen, deren Familie, deren Leben vernichtet wird, ist das grausam. Aber wenn wir jetzt mal zwei, drei Ebenen höher in die Adlerperspektive gehen Wir gucken nicht in ein einzelnes Jahr, sondern auch nicht in ein einzelnes Jahrzehnt, sondern über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende, dann sehen wir, dass Kriege ja auch eine Entwicklungsfunktion haben, dass sie ja eine Herausforderung für die Kulturen sind, dass sie Neues bringen, zwar erst im lange Zeit danach. Das ist jetzt keine Rechtfertigung für Kriege, das sage ich damit nicht. Das ist schlichtweg eine historische Feststellung, dass Kriege eben auch Dinge mit sich bringen, die erst lange, lange Zeit danach sich als Auswirkung zeigen, die dann von den dann lebenden Leuten als positiv betrachtet wird. Also gucken wir zum Beispiel in Deutschland. Was wäre denn gewesen, wenn Deutschland nicht so zerbombt worden wäre im Zweiten Weltkrieg? Dann hätten wir heute noch irgendwelche großflächigen Gebiete, wo Häuser aus dem Anfang des Jahrhunderts gestanden hätten. Wir hätten einen alten Städtebestand. Stattdessen haben wir überwiegend einen neueren, moderneren Städtebestand. Ich sage nicht, dass das gut ist, ich stelle nur fest, das ist so. Das Land wurde niedergebombt, also musste es architektonisch wieder aufgebaut worden. Konnten sich die Städteplaner, die Architekten, konnten sich Gedanken machen, was machen wir mit neuen Städten? Wie bauen wir sie auf? Man konnte Experimente machen, man konnte lernen. wie man neue soziale Räume erschafft. Man hat Experimente gemacht, die erfolgreich waren und man hat Experimente gemacht, die gescheitert sind. Das alles konnte man aber nur machen, nur weil vorher alles in Schutt und Asche lag. Nicht, dass man gesagt hat, wir verbomben das Land, damit wir architektonische Experimente machen. So war es ja nicht. Das war eine Folgewirkung. Und das darf man eben nicht vergessen. Man muss auch mal ein bisschen größer denken. Das Leben ist so kurz, dass die meisten Leute noch keine 100 Jahre alt werden. Und dann ist ihre Zeit vorbei. Und in Anbetracht der Lebensdauer, wie ganze Kulturen leben, Jahrtausende, und die Menschheit Jahrzehntausende, Jahrhunderttausende, ist es relativ unwichtig, ob mal ein Land vernichtet wird oder aufgebaut wird. Oder gar ob eine Kultur untergeht oder ob sie nicht untergeht. Am Ende interessiert das niemanden mehr. Niemanden interessiert, wo die ganzen Reichtümer herkommen, die in China im Palast stehen, durch welche Kriege und welche Unterdrückungen die zustande gekommen sind. Niemand interessiert. wo der Reichtum der schönen Stadt Paris herkommt, aus welchen Kolonien wer da unterdrückt wurde, unterjocht wurde. Niemand interessiert die Besonderheiten, Schönheiten der Museen und Paläste in London, wie die durch den Kolonialismus ausgeraubt oder durch Räuberei und Erpressung zustande gekommen sind. Das interessiert niemand mehr. Und das sind aber die Kulturgüter, auf die wir heute stolz sind, wo wir als Touristen hinfahren und Fotos machen, Selfies. Guck, ich stehe vor Buckingham Palace. Guck mal, ich stehe hier vor... Bei der Champs-Élysées, ja, ich stehe vor dem Präsidentenpalast, ich stehe vor dem Kolosseum. Ja, da sind wir ganz stolz drauf, dass das alles mit Blut und Schweiß und Mord und Totschlag zu tun hatte. Das haben wir alles vergessen und das interessiert auch niemanden mehr.
Eli
Eine Sache ist klar, liebe Freunde, sind unsere Fakten zu stark, dann seid ihr zu schwach, weil wir haben heute hier nichts anderes getan, als einfach mal Tacheles zu reden. Gut, Uwe, wir haben den Leuten noch eine Bonusrunde versprochen und wir haben sie eingehalten. Wir haben, ich glaube, das schwierigste Thema gewählt in diesem Krieg und uns dazu ein Stück weit positioniert, obwohl wir keine Antworten haben und genauso wie ihr sehr viele Fragen. Aber nichtsdestotrotz, ich glaube, wir haben abgeliefert. Also mehr kann man von uns heute zumindest nicht verlangen. Das letzte, was ich gerne von den Leuten wissen möchte, und da freue ich mich auch gerne über deine Meinung, sei bitte ganz offen, ist, es ist ja nun ein sehr offenes Format. Ich starte hier rein mit ein paar Themen aus dem Alltag, die aber, wie ihr gemerkt habt, größtenteils rudimentär in meinem Kopf irgendwie zusammenliegen. Und auch bei dir, du wirst ja damit erst konfrontiert. wenn ich sie dir halt eben an den Latz knalle. Ist das jetzt, sage ich mal, ein produktives Format oder müssten wir zum Beispiel sagen, angesichts dessen, dass wir die Zeit der Leute ja auch nicht aufs Spiel setzen, geschweige denn verschwenden wollen, sollten wir uns darauf beschränken, die ausgearbeiteten Themen zu präsentieren. Die, bei denen wir sagen, horcht mal, das ist jetzt im Prinzip unser Fahrplan, wir haben hier alle Fakten vorliegen, wir machen das jetzt mal so anders gefragt, hat so ein offenes Format überhaupt Raum in unserem Debattenraum angesichts der Dringlichkeit, die wir ja immer wieder um uns herum verspüren? Was würdest du denn sagen?
Uwe
Also ich denke, Formate haben alle ihren Raum. Wir haben aber eine unterschiedliche Zielgruppe vielleicht. Und ein solches offenes Format finde ich persönlich doch ganz gut. Weil egal, ob wir jetzt nun zu zweit oder zu viert oder mit wie vielen Leuten noch reden würden, wir einfach auch mal aus dem Allgemeinen, ja, das Thema ist unbedingt so wichtig, das müssen wir jetzt ganz tief behandeln, dass wir da mal rauskommen aus dieser Fixierung, dass alles ganz schlimm ist und alles ganz wichtig. Manche Dinge sind auch zusätzlich noch existent. Es gibt nicht nur die Handvoll Probleme, mit denen wir uns immer beschäftigen. Und viel wichtiger ist vielleicht auch mal, die Gedanken mal frei fließen zu lassen. so mal wirklich auch zu assoziieren, auch mal ins Unreine reinzusprechen, auch mal zu spekulieren und mal einfach spontan auf Fragen zu antworten, deren Antwort man sich vorher noch nicht ausgedacht hat. Das regt das Denken meines Erachtens auch an. Und dass das so ist, das sehen wir, dass dafür auch ein Bedarf ist, das sehen wir doch im öffentlichen Rundfunk. Dass eben Talkshows und Gesprächsrunden, das sind Dinge, die die Leute interessieren. Da kommen wir zum Anfang zurück. Was die Leute interessiert, sind gar nicht so sehr die Fakten, sondern es sind die Menschen. Menschen interessieren sich, der Austausch von Menschen. Wenn zwei Menschen reden, so wie wir, und du mir meinetwegen Fragen stellst oder ich dann antworte und du dann dagegen redest oder einen Einwender hast, Das regt auch die Zuschauer an, sich ihre eigene Meinung zu bilden und lockert es vielleicht ein bisschen auf gegenüber der, ich sage mal, doch oftmals depressiven und deprimierenden Grundstimmung, die viele Menschen heutzutage haben.
Eli
Ja gut, das ist jetzt natürlich nur deine Meinung. Es kann natürlich auch sein, dass die Zuschauer einfach sagen, nee, für den Arsch. Bitte präsentiert uns einfach eure ausgeformulierten hier im Prinzip Gedanken und für was anderes werdet ihr hier auch nicht gebraucht. Von daher bin ich interessiert, was die Leute zu sagen haben. Und seid ruhig ganz ehrlich, liebe Freunde. Ich meine, es nützt ja nichts, wenn ihr uns jetzt alle Zucker in den Arsch blast und danach keiner das nächste Mal einschaltet.
Uwe
Es ist doch ganz einfach. Wer uns nicht zustimmt, den deabonnieren wir.
Eli
Naja, ich habe ja fast niemanden abonniert außer dir. Mein Abo beschränkt sich ja quasi nur auf.
Uwe
Achso, das ist natürlich der Nachteil. Ja, aber wir dürfen auch davon ausgehen, dass die meisten Menschen gar nicht so schlau sind, das zu verstehen. Die denken dann, sie hätten einen Nachteil, wenn sie uns jetzt nicht nach dem Munde reden.
Eli
Also auf jeden Fall haben jetzt 48, das ist das Ding, weißt du, also lässt du Demokratie zu, will niemand an ihr teilhaben. Das ist das Problem, was wir übrigens überall sehen. Alle sagen, hey, das muss demokratisch passieren und komm, komm, die Wahl, du hattest ja neulich dieses Gespräch mit einem deiner Kommentatoren, unter anderem in deiner YouTube-Videos. Gehen sie eben nicht zur Wahl und fragen sich dann, warum ihre Stimme entsprechend halt nicht gilt. Also wie dem auch sei, wir haben hier immerhin 51 der Leute dazu bekommen, hier zu antworten auf YouTube, obwohl immer noch 450 zugeschaltet sind. Aber da haben diejenigen, die abgestimmt haben, tatsächlich gesagt, 89% davon, offen ist gut und 11% sagen, nee, nee, du hör ich mal, ja, also Präsentationen sind besser. Das darf man übrigens auch in diesem Kontext nicht vergessen, liebe Freunde. Wir machen mal die nächste Umfrage, weil unsere Gespräche mit Uwe und seien wir ehrlich, auch meine Monologe sind ja in der Regel sehr fordernd, nicht nur, sondern sie sind ja auch sehr zeitintensiv. Deshalb machen wir jetzt einfach mal die nächste Umfrage und da frage ich sowohl Uwe als auch meine Zuschauer, was ist denn eigentlich besser? In der Kürze liegt die Würze oder halt eben lange Gespräche, die dann entsprechend auch so viel Zeit brauchen. Was würdest du sagen, Uwe?
Uwe
Also in der Kürze liegt die Würze, macht dann Sinn, wenn man wirklich strukturierte, feste Themen hat. Und wenn man dann eben systematisch durchgeht, ohne viel Brimborium, ohne viel unnötige Erläuterung oder Wiederholung, dann macht das Sinn. Zack, zack, zack. Aber bei offenen Themen muss man Zeit haben. Denken muss Ruhe haben. Denken kann nicht in Schnelligkeit geschehen.
Eli
Okay, also du legst dich fest. Ich warte mal ab, bis wahrscheinlich wieder nur 10% der Leute, die gerade zugeschaltet sind, abgestimmt haben. Aber mein Gott, so ist halt der demokratische Prozess bei uns. Liebe Deliver, liebe Rumbler, liebe Facebook-Freunde, liebe Menschen, die uns auf Twitch oder Twitter zugeschaltet seid, das ist nun mal YouTube-exklusiv. Ich sage auch nicht, dass alles Gold ist, was bei YouTube eben da glänzt, aber... Früher hatten wir mal ein Chatbot, der funktioniert hat über alle Plattformen hinweg. Der hat Pleite gemacht, weil zu wenig Leute den verwendet haben. Den konnte ich nicht alleine dort stemmen. Und seither gibt es keinen weiteren, der es mir erlauben würde, über sieben Plattformen gleichzeitig euch per Chat abstimmen zu lassen. Ansonsten würde ich das gerne tun. Deshalb muss ich gucken, dass ich das jetzt hier beschränke auf die YouTube-Plattform. Da sind uns auch die meisten Leute aktuell zugeschaltet. Aber vielleicht kristallisiert sich ja irgendwann eine ganz andere Dynamik heraus. Wir warten mal ab, bis wir 100 Stimmen haben. Wir sind gerade bei 72 und dann werden wir entsprechend halt auch Bilanz ziehen, um zu wissen, wo wir in dieser Sache stehen.
Uwe
72 hört sich doch schon mal ganz gut an. Ich denke, 10, 15 Prozent von den Zuschauern bei einem Voting reinzukriegen, ist doch ein gutes Ergebnis. Oder hast du da andere Erfahrungen gemacht?
Eli
Naja, was soll ich dir sagen? Also ich würde mir natürlich wünschen, dass wir halt wenigstens vielleicht die Hälfte der Leute in irgendeiner Form motivieren können. Ich meine, du musst dir vorstellen, was wir von denen verlangen. Das sind Leute, die uns teilweise über Stunden zuhören. Wenn die uns über Stunden zuhören, dann sitzen die also entweder vor einem Computer, würde ich mal hoffen, der irgendwo vor denen steht, oder aber die sind am Fernseher oder die haben ein Handy, wie auch immer, in irgendeiner Form geartet, sind die mit uns also im Austausch. Seit Stunden, lieber Uwe. Und dann bitten wir Sie einmal, vielleicht zweimal, vielleicht dreimal in einer Sendung, die stundenlang ist, zu sagen, also schön, was ihr da in den Chat tippt. Im Übrigen, viele sind ja auch sogar so interaktiv, dass sie sagen, sie können im Chat schreiben. Aber wir bitten Sie dann also in diesen drei Stunden mal zu sagen, hey, Also das ist ja der Aufwand, das musst du dir mal vorstellen. Tippt mal bitte auf den Bildschirm, vor dem ihr ohnehin gerade sitzt und bildet eure Meinung ab. Sie muss nicht richtig sein. Sie kann auch nicht falsch sein. Ich werde euch nicht belächeln oder belachen oder sonst was. Ich will einfach nur wissen, wie ihr denkt. Tipp. Dann ist es gemacht. Und wie wir sehen, 90% der Leute Gut, in dem Fall jetzt geht es gerade ein bisschen in die Höhe, aber in der Regel, 90% der Leute können nicht mal das. Sie fordern Volksabstimmungen, das gehört ja im Prinzip zu den unbequemen Wahrheiten dazu. Sie fordern Volksabstimmungen, aber es interessiert sie null, Gesetzestexte zu lesen. In irgendeiner Form sich auch nur durch die RKI-Files durchzuklicken. Sie hoffen, Tom Lausen würde das schon für sie tun. Und wenn man sie nur bittet, Tipp einmal auf das Gerät, von dem du ohnehin gerade stundenlang sitzt, sind teilweise 90% der Leute damit schon überfordert. Obwohl es keine falschen Antworten gibt. Es ist ja kein Test, wo ich sagen würde, ja hier, wer das klickt, der ist jetzt blöd oder was. Aber die Zustände sind so, dass die Leute zu apathisch sind, das zu schaffen.
Uwe
Ja, man muss einfach einen Preis aussetzen.
Eli
Ich kann die doch nicht belohnen dafür, dass die hier ihre Meinung abgeben. Das sollte für die Belohnung genug sein, dass irgendeiner überhaupt nach deren Meinung fragt.
Uwe
Doch, das kannst du. Das ist wie bei der Hundeerziehung. Du musst dem ersten ein Leckerchen anbieten und dann macht er das, weil er das Leckerchen kriegt. Oder wenn er es richtig macht, kriegt er ein Leckerchen. So ist ja die richtige Reihenfolge. Und dann macht er es immer wieder und nachher werden die Leckerchen immer weniger und nachher macht er es auch ohne Leckerchen. Also am Anfang erstmal üben nach dem Motto, wer als erster sich meldet oder wer die Nummer 100 ist bei den Votings, der kriegt 5 Euro und das macht man dann dreimal und beim nächsten Mal gibt es nur noch 4 Euro und nach dem 15. Mal gibt es keinen Euro mehr und dann haben sich alle daran gewöhnt, dass man einfach votet.
Eli
Ja, ich weiß, was du meinst, ja, das ist diese Konditionierung, das ist diese alte Story da mit den Affen und so weiter und so fort, ja, aber wie gesagt, das Anfangsbudget dafür haben weder du noch ich, um tausende Leute mit einem Euro hier in irgendeiner Form zur Umfrage zu bewegen, sei es auch nur am Anfang. Lass uns lieber auflösen, 100 Leute und damit immerhin 20% der Zuschauerschaft, danke schön dafür. Ja, das hört sich doch gut an. Genau, haben jetzt also hier ihre Umfrage repräsentativ oder ihre Stimme repräsentativ abgegeben an uns. Dankeschön dafür. Und sie sagen, ob du es glaubst oder nicht, 83 Prozent sagen, sie genießen das lange Format und 15 Prozent meinen, sie hätten es gerne etwas kürzer.
Uwe
Ja, aber das schätze ich nicht. Wir gucken dich doch nur, weil wir deinen Scheiß genießen, deine sinnfreie Schreierei, deine blödsinnige Selbstüberschätzung.
Eli
Wer hat das geschrieben?
Uwe
Schreib doch hier, Bellermann, 1904.
Eli
Jaja, Mann, überschätz dich nicht. Wir gucken dich, im Übrigen gucken wird mit G geschrieben, weil wir Scheiß genießen. Rechtschreibung. Deine sinnfreie Schreierei, tolles Wort. Deine blödsinnige Selbstbeschätzung, köstlich und armselig, einfach klasse, besser als RTL. Naja, Besser als RTL, Freunde, das ist ja eine sehr tief hängende Messlatte.
Uwe
Ja, aber das siehst du, das ist genau, was ich sage. Die Leute mögen Menschen. Menschen sind wichtiger als Sachen. Menschen, Emotionen, Meinungen sind wichtiger als Fakten. Also jetzt rein so vom Psychologischen her. Das meine ich in keiner Weise negativ, sondern dass eben die meisten Menschen jetzt so funktionieren. Und dementsprechend ist es klar, man guckt sich gerne Menschen an. Man guckt sich Menschen an, die sich streiten, Menschen, die begeistert sind, Menschen, die Ziele haben, auch Menschen, über die man sich ärgert, guckt man sich auch sehr gerne an. Zum Beispiel auch welche, die völlig andere Moralvorstellungen haben.
Eli
Das erklärt, warum Phoenix die Bundestagsdebatten überträgt, lieber Uwe. Man guckt sich Leute an, über die man sich ärgert. Die andere Moralvorstellungen haben als man selbst.
Uwe
Und wie viele Leute, von denen die Pazifisten sind, gucken sich wie viele Krimiserien pro Woche an?
Gast
Das stimmt.
Uwe
Und wie viele Gewaltfilme mit Krieg und Agententätigkeit und und und. Das heißt, wir sind pazifistisch auf der einen Seite, aber dadurch haben wir auch ein Defizit, unsere animalische Seite nicht mehr ausleben zu können. Und dann wird das dann eben mit Ersatzbefriedigung mit TV und mit Zuschauern geregelt. Das heißt, was wir haben, wir haben auf jeden Fall bei solchen Medien wie YouTube, haben wir ein Zuschauer-Syndrom. Das heißt, der Zuschauer möchte in einer geistigen Community sein, wo er mit den Probanden mit fürchtet, mit denkt, mit leidet, mit hasst. Er möchte dabei sein. Und es ist gar nicht so sehr wichtig, worum es da geht, sondern das Dabeisein. Das ist das Maßgebliche, das gemeinsame Sein, in der gemeinsamen Mentalität zu sein, gemeinsam zu hetzen, gemeinsam zu schreien, gemeinsam sich zu ärgern. Aber Hauptsache, man ist dabei. Und insofern ist für mich völlig klar, dass das so sein muss. Und ich weiß es deswegen, weil ich vor 24 Jahren mal ein Forum eröffnet habe, was damals nach relativ kurzer Zeit das größte Forum seiner Art in ganz Deutschland war, wo wir hunderte von Nachrichten pro Tag hatten, obwohl wir im besten Fall nur 1800 Leute waren. Und ich weiß, was 24 Stunden Community bedeutet. Ja, wie die Leute morgens aufstanden und geguckt haben, ob da schon ein Posting da ist, eine E-Mail. Damals gab es noch E-Mail-Forum. So wie wir angerufen wurden, wenn drei Stunden lang keine Nachricht kam, ist bei euch der Server kaputt. Was soll ich heute machen? Die Leute wollen dabei sein.
Eli
Die Leute wollen dabei sein. Lass uns das dabei auch wirklich belassen, weil die Leute wollen dabei sein, aber nicht ad infinitum. Und wir beenden das, wie wir es angefangen haben, mit einem Spruch aus der Werbebranche, sind Sie zu stark, bist du zu schwach. Und der Schlussspruch an dieser Stelle muss dann entsprechend sein, mittendrin statt nur dabei. Die Leute wollen halt mittendrin sein, statt nur dabei. Es reicht denen nicht, einfach nur am Bildschirm zu hängen. Das haben sie schon bei der Tagesschau. Sie wollen offensichtlich auch mit uns in die Interaktion treten, um uns zum Beispiel vorzugeben, über welche Themen wir sprechen. Und sie wollen in Echtzeit uns auch noch wissen lassen, was sie denken, wie wir diese Themen entsprechend aufarbeiten. Gut, das ist die Natur des Internets und die Natur der Dinge sagt, der Tag hat nur 24 Stunden, dieser neigt sich dem Ende entgegen, in 16 Minuten ist es soweit, dann ist auch dieser Tag Geschichte und spätestens dann will ich die Sendung abgeschlossen haben. Uwe, ich danke dir für deine Teilhabe. Wir haben unser Format neu geboren und ich hoffe, wir werden die Zuschauerschaft finden und das Durchhaltevermögen, das jetzt, ich sage nochmal öfter, ich sage jetzt nicht in welcher Frequenz, aber öfter, den Menschen wieder mit anzubieten und ich auf jeden Fall würde mich freuen, wenn sie mit dabei sind, genauso wie natürlich du ohne dich. Geht das nicht, ja, da kann man sich nicht ganz so gut austauschen. Und wer aber in der Zwischenzeit trotz allem mehr von dir haben möchte und wirklich nur dir, der muss halt gehen auf den Kanal Die Welt klar sehen. Denn auf dem Kanal Die Welt klar sehen gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Genau, wer mehr davon haben möchte, der muss den Link klicken, den ich gerade in alle Chats mit reinballere. Da gibt es mehr von Uwe und vielleicht hat er dann auch bald mehr als 8030 Abonnenten. Können wir ja mal das nächste Mal Bilanz ziehen, wenn du wieder hier bist, wie es bei dir nach vorne gegangen ist. Okay, lieber Uwe, danke dir für deine heutige Zeit. Wir sehen uns wieder und mach es gut. Bis dahin.
Uwe
Bis dahin.
Eli
Ciao Eli. Tschüss. So, da geht er hin, der Uwe. Unser altbewährtes Format, diesmal eben in einem neuen Gewand. Diejenigen von euch, die länger dabei sind, die werden wissen, wir haben das, wie gesagt, schon vor über drei Jahren mal aus der Taufe gehoben. Aber weiß Gott, es hat sich sehr vieles verändert hier auf dem Kanal. Alles sieht so ein bisschen anders aus. Nur die Herangehensweise ist immer noch genau dieselbe. Sind Sie zu stark, gemeint sind unsere Fakten, dann bist du halt eben zu schwach. Auch das ein Fakt, die man halt eben ins Auge blicken muss. Liebe Freunde, haut raus die Abos, genau unterstützt, wenn ihr könnt, sowohl beim Klarlenker Uwe als auch bei mir. Wer sich unterstützen zeigen möchte, über den freue ich mich, wenn er auch über das Abo hinaus vielleicht auch einen Euro oder eine Zitrone auf den Weg schickt. Das hat gemacht Frau B. Vielen herzlichen Dank für ihre Großzügigkeit vor ein paar Tagen. Und wer sich heute großzügig oder kleinzügig zeigen möchte, Der kann das tun auf etvc.de. Dort könnt ihr mich unterstützen und den alternativen Journalismus, den ich auf den Weg bringe. Und sei es nur ein Cent, wie der Wild Jack, es ist ein Cent mehr, als was die meisten gegeben haben werden. Die anderen, die sagen, naja, ein Cent, lieber Edi, was ist das schon, wie gewonnen, so zerronnen. Wir wollen ein bisschen mehr Wertschätzung auf dem Weg bringen. bringen oder geben, mitgeben auf den Weg. Die können gehen eben auf etvc.de. Danke. Man kommt dann hier an, liebe Freunde, auf dieser Webseite und könnt dann, weil immer wieder die Frage kommt, komplett ohne PayPal. Braucht keiner. PayPal braucht kein Mensch. Zumindest habe ich es nicht. könnt ihr dann unterstützen. Ihr wählt einfach aus den Betrag, den ihr mir zukommen lassen wollt. Ihr könnt auch nur einen einzigen Euro schicken und ihr könnt den schicken ganz normal von eurem Handy aus über dieses Google Pay, Apple Pay oder aber per Kreditkarte oder ganz normal per Lastschrift. Lastschrift wirklich hat jeder. Das ist eine ganz normale Abbuchung von eurem EC-Konto. Einfach die Nummern hier reinballern und dann geht das seinen Gang. Danke schön. Also, wenn ihr mich unterstützt, jeder auf seine Art und Weise. Keiner hat Grund, nicht zu abonnieren. Ja, weil wie gesagt, dann würdet ihr verpassen, dass wir als nächstes machen. Und ich habe es gestern schon angekündigt und möchte es heute noch bekräftigen. Ich weiß nicht, ob ich morgen wiederkomme. Könnte sein, dass ich tatsächlich mir mal einen freien Tag gönne. Aber Sonntagabend, anders spätestens, solltet ihr mit am Start sein, weil Sonntagabend gehe ich 20 Uhr auf Sendung mit Thorsten Schulte. Und das wird, liebe Freunde, ein Talk, den ihr nicht verpassen wollt. Auch dafür lohnt es sich zu liken, zu teilen, zu kommentieren, zu abonnieren und auch die Formalität der Glocke zu aktivieren, wenn ihr auf YouTube unterwegs seid. Okay, Dankeschön für den heutigen Abend. Ich hoffe, es hat euch wirklich gefallen und ihr habt nicht einfach nur so abgestimmt, um mir einen Gefallen zu tun. Es geht ja darum, dass ihr eben auf eure Kosten kommt, wenn ihr uns stundenlang zuhört. Und wenn euch das eben gefallen hat, liebe Freunde, dann tut mir doch bitte den Gefallen und macht nur eine einzige Sache. Denkt nach. Lasst es bitte das Nachdenken sein, diese eine einzige Sache, die ihr da tut. Weil wenn ihr diese Sache tut, die da heißt Nachdenken, wird das in der Regel eine produktive Angelegenheit für alle Beteiligten. In diesem Sinne, macht es gut, aber macht. Tschüss, bis allerspätestens Sonntag, dann mit Thorsten Schulte. Ich bin raus, euer Eli.
Gast
Musik Musik Musik Musik Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Die Wahrheit ist selten brav oder nett!“, Die Welt Klar Sehen, 10.08.2024.
iWas dabei übertragen wird
Erst der Klick startet das Video und baut dabei eine Verbindung zu YouTube auf. Bis dahin wird nichts von dort geladen — auch dieses Vorschaubild liegt auf dem Server von dieweltklarsehen.de. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung
Auch als Podcast: Spotify ·
Apple Podcasts ·
Amazon Music · Deezer ·
podcast.de · Podcast Index
Live-Stream von Uwe Loose mit Elijah Löwenherz (Kanal ETVC): Bilanz der Protest- und Aufklärungsbewegung nach vier Jahren, mit Kritik an Demo-Format, RKI-Leaks und der Olympia-Eröffnung.
