DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

Globale Propaganda im Sport | Olympia & LGBTQ+10.08.2024

MEDIENFRAMING

Abschrift

Abschrift des Videos vom 10.08.202439 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

Das ist Teil 4 aus dem zweieinhalbstündigen Livestream von Elijah Löwenherz und mir von gestern, in dem wir diesmal das Thema die klar und schockierende Präsentation bei Olympia reden. Was ist dran? Was soll man davon halten? Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Eli

Weil, liebe Freunde, die nächste Verarsche steht ja bereits ins Haus. Gut, soviel zum Monolog. Wir wollten ja eigentlich über Olympia reden. Bei Olympia gab es einen großen Aufreger und das ist, dass das Christentum weltweit wurde ja briskiert. Wegen einem Marsmännchen mit blauer Haut, die da aus irgendeiner... Auster herausgekrochen ist oder das aus einer Auster herausgekrochen ist, was im Prinzip ja in irgendeiner Form ja offensichtlich halt besonders, wie nenne ich das jetzt hier, diskriminatorisch sein soll. Und die ganze Welt hat geurteilt, man würde sich hier an dem berühmten Gebäude von Leonardo da Vinci hier orientieren und würde selbiges durch den Dreck ziehen, nämlich das letzte Abendmahl. Als Jesus in der Mitte umbringt von seinen zwölf Jüngern, entsprechend halt das letzte Mal zu Tisch gesessen hat. Und Uwe, der Klardenker, der er ist, hat gesagt, er beteiligt sich an diesen wilden Spekulationen gar nichts, denn seine Theorie diesbezüglich ist eine ganz andere.

Uwe

Ja, denn natürlich kann man darauf hin und sagen, ja, wenn man mal eben guckt, wie da so die Gestaltung ist, da hinterm Tisch, das ist ja ähnlich wie bei dem Abendmahl von Da Vinci, aber da muss man mal die Personen zählen, dann stimmt das schon mal von der Anzahl her nicht. Aber das sei mal vielleicht künstlerische Freiheit, sondern was viel interessanter ist, Der Jesus war nun mal kein blauer Mensch und er hatte wohl auch nicht so einen Bart.

Eli

Wobei Jesus, lieber Uwe, wäre ja die Dame im Hintergrund, die jetzt hier auch noch dieses Engelsgleiche, die Kringel da hat. Und nicht er hier.

Uwe

Ja, ja, ist völlig klar. Aber die Frage ist, wer ist das da vorne? Und deswegen hat mich gewundert, dass alle Leute, ja, auch in der ganzen alternativen Presse und auch im Mainstream Medien immer gesagt haben, ja, das Abendmahl, das Abendmahl. Ich sage, nee, das kann nur teilweise das Abendmahl sein, was da vorne ist. Das ist ganz eindeutig der griechische Gott Dionysos, derjenige Fruchtbarkeitsgott, der eben mit Früchten und mit Obst und all solchen Sachen dargestellt wird. Dionysos war zu einer Zeit, da war in Griechenland die Freizügigkeit, die Nacktheit war da ganz normal. Da hatten Männer auch Sex mit jungen Jungen. Das heißt also, Pädophilie, nennen wir das heutzutage, war dort an der Tagesordnung und überhaupt nicht strafbar, sondern das galt ganz schick. Selbst die berühmtesten Philosophen hatten ihre jungen Männer, die sie bedienten. Und insofern ist also diese sexuelle Freizügigkeit überhaupt gar nichts Besonderes gewesen. Und Tatsache ist, dass eben Ich lasse mich feststellen, was reden denn die Leute, was erzählen die ständig vom Abendmahl? Die kennen ja noch nicht einmal, also sie reklamieren, dass das Abendmahl geschändet wird, missbraucht wird, aber sie kennen ihre eigene Kulturgeschichte nicht.

Eli

Lass uns uns mal ganz kurz an einem Beispiel festmachen. Also das ist jetzt der Moment, als die Kamera da rausfährt und wir können ja einfach alle mal zusammenzählen. Also Jesus war umringt von zwölf Aposteln. Das heißt, die konnten in der Summe nur 13 Personen gewesen sein. Wie viele sind es denn eigentlich hier? Ich probiere das mal nachzuzählen. Man sieht hier drüben, also hinter dir, warte mal, ich muss dazu noch weiter rauszoomen, damit man wirklich alle sieht. Man sieht an dieser Festtafel hier, ist hier Person Nummer 1, das ist Nummer 2. Das ist Nummer drei. Das ist so geil. Das ist Nummer vier. Ich muss jetzt schon lachen. Hier sind zwei hintereinander. Das sind zwei, die da irgendwie zusammensitzen. Das ist fünf. Ich glaube, das hier ist der sechste, wenn mich das nicht täuscht. Hier. Aber wie gesagt, das ist irrelevant. Das sind eh zu viele. Sechs. Dann hier. Der hier ist der siebte. Der komische in gelb. Dann haben wir hier Nummer acht. Dann haben wir hier Nummer neun. Allein auf der linken Seite sind schon neune. Jetzt geht's weiter. Haha. Gesetz dem Fall, diese komische französische DJ, also der Jesus, wie sie sich selber gesehen hat. Hier sind zehn, das ist elf, das ist Person Nummer zwölf, das ist Person Nummer dreizehn und das ist Person Nummer vierzehn. Also vorne und hinten geht das schon mal allein numerisch nicht auf. Das ist hier sich um das letzte Abendmahlgemälde in irgendeiner Form handelt. handeln konnte.

Uwe

Und dann vor allen Dingen, es gibt ja eine sogenannte Ikonografie, also die Kunst der Kirchendarstellung von heiligen Szenen und Figuren. Und da hat er natürlich auch der Jesus immer irgendeine Form von Krone auf, zum Beispiel eine Dornenkrone oder irgendeine andere Form der Darstellung. Aber so etwas wie das hat es in der ganzen Kirchengeschichte noch nicht gegeben. Jedenfalls nicht nach meiner Kenntnis. Und ich habe viele Kirchen in meinem Leben gesehen und kenne viele Darstellungen. von Christus und von Jesus und von Jesus Christus. Ich sage das extra gedrehteilt. Also das ist mit Sicherheit keine christliche Darstellung. Und das geht also von der Person her nicht, von der Anzahl her nicht, von dem, wer im Vordergrund ist, her nicht. Und dass das überhaupt keinem aufgefallen ist und alle ein Alarmgeschrei machen in einer derartigen Lautstärke, da habe ich gedacht, und das ist jetzt die Antwort, eine weitere Antwort zu deiner Frage, was hat der Widerstand gelernt? In bestimmten Dingen hat er gar nichts gelernt, sondern da haben die Widerständler und die Mainstreamer in gleicher blöder, dummer Manier einer vom anderen abgeschrieben und erklärt, das ist das christliche Abendmahl, das ist eine Schändung und, und, und. Keiner hat sich auch nur die Mühe gemacht, mal genauer nachzudenken, was er überhaupt schreibt, was dieses Bild ja an Ähnlichkeit und Unterschieden hat, ob das wirklich stimmt, was dort behauptet wird. Das hat keiner gemacht, doch einer hat es gemacht, nämlich der Volksverpetzer.

Eli

Das ist es und deshalb machst du dich schon wieder so unbeliebt, lieber Uwe, weil ich habe es im Chat schon gelesen, die Leute schreiben, wie kann er es wagen, er liest hier direkt im Prinzip beim Feind. Das ist Dionysos, nicht das Abendmahl. In der Tat, also es sieht aus wie eben ein altes Gemälde von so einem Festmahl, bei dem Dionysos in der Tat so dargestellt worden ist. Das Einzige, was mich ein bisschen verwirrt hat, war, warum der Mann jetzt aus irgendwelchen Gründen blau angemalt werden musste. Aber in der Tat, es ist halt alles ein Wahnsinn. Dionysos ja auch dieser Gott, ja, oder gottgleiche, sag ich mal, Figur, die auch diesem Frönen, ja, der Lust und so weiter eben komplett verfallen ist und bis hin zu, dass dort halt eben bei den alten Griechen, wie du so schön sagst, wirklich alles ging. Also, ja. Homosexualität war an der Tagesordnung, Pädophilie war an der Tagesordnung, untereinander irgendwelche Orgien und so weiter und so fort waren an der Tagesordnung. Bis heute nennt man ja den Analverkehr griechisch und so weiter und so fort. Also auch Sodomie, Gang und Gebe dort. Ja, aber nichtsdestotrotz, ja, und wenn man sich das hier jetzt anguckt, dann sieht man genau so, ja, in eben dieseselbe Kerbe hat eben auch diese Darstellung gestanden. Weil wenn man das jetzt weiter, sage ich mal, rauszoomt, sieht man ja auch, es war ja ähnlich verrückt. Es gab ja dort diese Männer, ja, mit, also klar, Männer haben manchmal Bärte, aber dann eben in Frauenkostümen. Es waren Transsexuelle oder solche, die halt eben so aufgemacht waren, links und rechts von diesem Dionysos und dieser Jesusfigur. in irgendeiner Form positioniert. Also natürlich war alles entsprechend halt, wie soll ich das sagen, aus moralischer Sicht vielleicht sehr fragwürdig, aber eindeutig halt eben mehr mit Bezug auf, wie du sagst, diese moralischen Vorstellungen der antiken Griechen als eben die doch sehr harmlosen im Vergleich Darstellungen von zum Beispiel Jesus aus der Renaissance mit seinen zwölf Aposteln.

Uwe

Ja, und vor allen Dingen, wenn ich manchmal dem Einwand begegne nach dem Motto, das habe ich ja vom Volksverpetzer, nein, das ist nicht so. Ich habe eine Schulbildung und in meiner Schule habe ich manches über das Altertum gelernt. Und wenn es den Volksverpetzer nie gegeben hätte, hätte ich gewusst, dass das nicht eins zu eins das Abendmahl sein kann, sondern dass es eben Dionysos ist. Und dann hat er mich nur irritiert und verwundert, dass also die gesamte Presse in eine Kerbe reinschaut und offensichtlich noch nicht einmal über dieses Grundwissen verfügt, aber sich gleichzeitig darüber blockiert, dass ihre kulturellen Wurzeln angegriffen worden sind. Sie kennen ja ihre kulturellen Wurzeln gar nicht. Wenn Sie sie kennen, dann wüssten Sie, dass das Christentum und das Griechentum eine Symbiose miteinander eingegangen sind aus bestimmten Gründen. Und dass die griechische Kultur ganz maßgeblich für die Entwicklung des Christentums war. Und dementsprechend muss man sich auch mit dem Griechentum beschäftigen, wenn man das Christentum in seinen Anfängen verstehen will. Und offensichtlich reden also Leute davon, dass das Christentum befleckt ist. wussten aber gar nicht, dass es Griechen überhaupt je gegeben hatten, was die für eine Kultur hatten und welche Götter die vergöttert haben. Und das hat mich gewundert, dass also ich dann da sehe, dass also in diesen Dingen die journalistische Kompetenz gen null geht. Also gen null, etwas können sie ja nämlich einer vom anderen abschreiben, und zwar die Mainstream-Medien genauso gut wie die alternativen Medien. Und das fand ich erschreckend. Und weil ich das so erschreckend fand, dass nach vier Jahren der journalistischen Arbeit im alternativen und freien Medienbereich immer noch nur voneinander abgeschrieben wird und nicht recherchiert wird, habe ich mich auf die Suche gemacht, um zu gucken, ist das wirklich so gruselig, wie mein erster Eindruck war, dass das keiner recherchiert hat. Und nach einigen Recherchieren fand ich, dass es ganz wenige gab, die feststellten, dass es Dionysos war und dass es eine Seite gab, die das ausführlich recherchiert hat und das war dann ausgerechnet der Volksapetzer. Das fand ich ganz amüsant, dass dieses Propaganda-Blatt, Dieses Propaganda-Blatt hat quasi als einziges eine hinreichend umfassende und sachlich präzise Darstellung und Analyse dieses Fotos gegeben. Und alle anderen, die die große Klappe haben, die konnten das nicht und waren zu faul oder zu dumm dazu, auch nur den ersten Schritt für die Recherche zu machen.

Eli

Ich habe das natürlich auch mitbekommen, aber diejenigen, die mitbekommen haben, was ich so auf meinem Kanal auf Telegram publiziere, die werden mitbekommen haben, dass ich dazu nichts geschrieben habe. Ihr könnt das Wort Olympia in meinem gesamten Telegram-Kanal suchen und ihr werdet nichts dazu finden. Ich habe das eben entsprechend auch nicht kommentiert, nicht nur aus den Gründen, die du ins Feld führst, sondern auch aus strategischen anderen Gründen, über allem steht und, sag ich mal, beschreibt. Wie sagt man da? Towering im Englischen. Wie dem auch sei. Steht also der Fakt, dass ich dieser ganzen Programmierungsveranstaltung dort nicht noch mehr Energie zuführen möchte. Aber in der Tat, du hast recht, das ist ein wunderbares Beispiel dessen. Wir ziehen ja heute so ein bisschen Bilanz, wo unser Widerstand halt eben steht. Medial haben da zwar sich einige Kanäle entwickelt, aber ganz viel digitaler Müll wird halt im Prinzip immer noch in rasender Eile eben verbreitet, ohne irgendwas überprüft zu haben und vor allen Dingen ohne eines getan zu haben, nachzudenken. Das ist die einzige Sache, die ich die Leute immer wieder so ein bisschen ermahne zu tun am Ende meiner Streams, aber offensichtlich hat das noch nicht bei jedem Anklang gefunden. Das ist schade. Nichtsdestotrotz, den letzten Punkt, den du gebracht hast, möchte ich hier aufgreifen. Sind wir jetzt also nun doppelt, ohnehin die Kritiker hier, sind wir doppelt schuldig, in Anführungszeichen, wenn wir nicht nur kritisieren, womit wir zu Recht kämpfen. Recht haben, oder in dem Fall du jetzt, sondern sind wir jetzt komplett unten durch und die Nestbeschmutzer der Nestbeschmutzer, wenn man das so sagen kann und steigern kann, weil du unter anderem halt eben sagen kannst, du ziehst zu Rate für deine absolut richtige Argumentation den Volksverpetzer. Also müsste man dir jetzt die Freundschaft und das Abo kündigen, weil du auch noch gerade beim Feind abgeschrieben hast.

Uwe

Ja, also ich persönlich habe keinen Feind, weil ich ähnlich wie Michael Ballweg, ich gehöre nicht zum Widerstand. Mit einer solchen Korkentruppe möchte ich nichts zu tun haben. Insofern kann ich da nicht zugehören, sondern ich stehe für mich alleine und rede für mich alleine und mache mit dem einen oder anderen mal eine Kooperation, zum Beispiel mit dir. Und insofern habe ich da auch keine Feindbilder. Für mich gilt als rational denkender Mensch, was sind die Fakten? Und mir ist es völlig wurscht, wer die Fakten liefert. Und wenn jemand ein drogensüchtiger Frauenvergewaltiger ist und der sagt mir im besoffenen Kopf, E gleich M mal C Quadrat, dann mag es sein, dass ich seine Lebensanschauung, seine Moralität verachtenswert finde. Aber es ändert nichts daran, dass das, was er gesagt hat, eine Wahrheit ist. Und für mich ist wichtig, was Leute sagen, nicht in welcher Tonart sie reden, sondern ob das, was sie sagen, die Wahrheit ist, ob es den Fakten entspricht, ob sie plausible und logische Schlussfolgerungen gezogen haben oder nicht. Und nicht, ob sie nett säuseln und nicht, ob sie ein Label haben, ja, du bist aber vom Feind. Ich rede auch mit dem Feind, weil der Feind ist oftmals viel vernünftiger und viel rationaler, als der Freund. Denn der Freund, der säuselt einem in mein Ohr, alles toll, alles toll, ich bin deiner Meinung. Während der Feind, der gibt sich ganz klar und offen und sagt, ich bin dein Feind. Pass bloß auf, dass ich dir nicht nachts den Kopf abschlage. Und deswegen ist ein guter Feind immer um Klassen besser als ein schlechter Freund. Und dazu zählt auch im Medienbereich, sich zu informieren, was der sogenannte Feind, wobei, wie schon gesagt, ich habe keinen Feind. Ich lese alles. Ich gucke mir die ARD an, ich gucke mir Sport an, ich gucke mir Trash-TV an. Ich bin rundum informiert in bestimmten Dingen darüber, Weil alles gehört zur Welt dazu und ich spalte nicht die Welt in die gute Welt und in die böse Welt. Das mache ich nicht. Bestenfalls unterscheide ich Grauzonen zwischen mehr oder weniger vernünftig, zwischen Idiotie und Hochintelligenz und Schlauheit. Aber irgendwo dazwischen, da bewegt sich alles und das alles gehört zur Welt dazu. Genauso wie der Volksverpetzer, genauso wie dein Kanal und mein Kanal.

Eli

Also anders gesagt, wenn Sie recht haben, dann darf man sie, dann muss man sie natürlich zitieren. Aber lieber Uwe, wenn man sie zitiert, muss man sie auch richtig zitieren. Ich wünschte, du hättest dir nicht selber dieses Ei gelegt, aber es ist halt nun mal nicht E mal M gleich C Quadrat, sondern E ist gleich M mal C Quadrat. Also wenn schon... Recht hast du, wo du recht hast. Richtig, genau. Dazu gehört das eben auch, dass man unbequeme Wahrheiten weiter ansprechen kann und überhaupt ansprechen sollte. Weil was passiert, wenn man es nicht tut und aus ideologischen Gründen meint, das Wasser ist halt eben nun mal nicht nass oder es gibt 73 Geschlechter. Das können wir halt eben jetzt entsprechend beobachten. Um nichtsdestotrotz ein Stück weit, ja, vielleicht jetzt ein, wie sagt man da, ist das der Lorbeerkranz? Nein, irgendwie ein Olive, sagt man das nicht im Englischen, sagt man das so, Olive Branch. Also im Prinzip in irgendeiner Form halt wieder zu kitten, das Verhältnis zwischen dir und den Zuschauern, die jetzt sehr erzürnt auf dich sind. Teilst du nichtsdestotrotz die Meinung, dass im Prinzip Männer in Strapsen und Stöckelschuhen mit Bart und langen Haaren, die auch Frauen machen? Teilst du die Einschätzung, dass solche Figuren vielleicht nicht unbedingt zur Eröffnung einer Olympiade in irgendeiner Form beitragen? Gehst du da so weit mit, dass du sagst, okay, da kannst du verstehen, dass die Leute zu Recht entrüstet sind?

Uwe

Also es hatten ja die Veranstalter dieses komischen Festmahls mit dem Dionysos, sprich Abendmahl, die hatten das ja sogar in ihrer Ankündigung kundgetan. Das heißt, jeder, der die Ankündigung gelesen hat, der konnte wissen, was auf ihn kommt. Nun hat die aber keiner gelesen. Ich persönlich sehe jetzt also, abgesehen von dieser Fehlinterpretation der Medien, sehr wohl, dass man das natürlich bewusst und provokativ gemacht hat. Und da kann man dazu sagen, Provokation ist seit Jahrhunderten das Hauptstilmittel aller Kunstrichtungen gewesen. Jede geniale Musik hat etwas zur Musikgeschichte dazugebracht, was es vorher nicht gab, hat Töne produziert, die man vorher nicht kannte. Dasselbe galt für die Malerei und viele andere Kunstarten auch. Das heißt, Provokation, Empörung hervorzurufen, ist ein Stilmittel und insofern darf man sich darüber schon mal nicht aufregen, weil das ist ja gerade das, was gewollt ist, eine neue Blickrichtung zu gewinnen. So, aber jetzt muss man das Ganze natürlich im Gesamtkontext sehen, ja, im Gesamtkontext, dass man ja eben die Woke-Philosophie, ja, produziert, um die Menschen, das ist jetzt meine Interpretation, zu verwirren, um ihnen die Moral und die Normen zu nehmen, damit sie leichter beeinflussbar sind. Denn wenn man keine Normen mehr hat, wenn man nichts mehr für sicher hält, ja, wenn man alles für egal betrachtet als gleichwertig, ja, dann kann man auch zu allem Ja und Am sagen, ja. Und in diese Grundrichtung, da fällt nach meiner Meinung eine solche künstlerische Interpretation rein. Sprich, man muss unterscheiden zwischen der künstlerisch-stilistischen Analyse und der historischen Einordnung und dem Zweck dieser Veranstaltung. Und da stimme ich denjenigen zu, die sagen, das kann so nicht richtig sein, das ist Kultur zerstören. Es widerspricht ja unserem Jahrhunderttausende alten, ja, äh, äh, äh, dass wir zwei Geschlechter haben und nicht dreieinhalb oder 25 oder sonst nicht was. Das heißt, hier sehen wir eine politische Agenda am Werke, die eigentlich nach meiner Meinung geächtet werden sollte von der Weltengemeinschaft. Aber davon ist ja keine Spur zu sehen. Wir haben es ja dann nachher auch bei dieser Boxkampfgeschichte gesehen und bei dem Verhalten, wie das IOC sich dazu äußert. Also sprich, genau das ist ja gewollt. Und das ist destruktiv für das kulturelle Zusammenleben und das würde ich sagen, wenn ich zu entscheiden hätte, würde ich das als allererstes aus dem Programm rausstreichen, weil es einfach das Bewusstsein der Menschen in einer so destruktiven Weise versucht zu beeinflussen, dass alleine dieser Vorsatz, der ist meines Erachtens schon strafwürdig.

Eli

Gut, lass uns mal weiter bei dem Thema Olympia bleiben, aber in dieselbe Kerbe weiterschlagen. Schau mal hier, wir reden ja gerade darüber, wie sich unsere Gesellschaft verändert und ob wir sie überhaupt noch wiedererkennen und ob wir nicht bleichend alle Zeitzeugen werden, dessen wie unter unseren Füßen unsere, bei uns in Deutschland deutsche Kultur, bei den Franzosen die französische Kultur, bei den Niederländern die niederländische Kultur. Stück für Stück, ich will ja nicht sagen, ersetzt wird, aber sich in so einer rasenden Geschwindigkeit verändert, dass ich mich frage, wie blicken eigentlich die Leute darauf, die vielleicht ein etwas älteres Semester sind, so wie du. Ich habe jetzt hier ein Top-Thema aufgegriffen, zu dem es sogar eine Einwendung gab in der Tagesschau, dass eine Kugelstoßerin, und zwar, wie hier so steht, nee, es steht nicht dazu, das wird einfach mal vorausgesetzt, dass man das wissen müsste, also eine Kugelstoßerin gewinnt, ich bin ja schon froh, dass sie jetzt hier lassen wir das mit dem Gendern, wie dem auch sei, dass sie jetzt hier also schreiben, Kugelstoßerin gewinnt Olympiagold. Das ist jetzt eine Eilmeldung wert in einem Top-Thema. Könnte man sagen, okay, man freut sich darüber, dass Deutschland also sportlich irgendetwas reißt. Aber mich hat an dieser Eilmeldung, die ja doch recht dürftig und kurz ist, insbesondere dieser Aspekt fasziniert. Die Kugelstoßerin, sie heißt jetzt nun Jemisi Ogunleye, wenn ich das richtig ausgesprochen habe. Umisi Ogunleye. Und ich habe mich zuerst gefragt, warum bringt, weil ich habe hier, man sieht ja hier nirgendwo fast das Wort Deutsch, das kommt ja erst hier unten vor. Sie gewann also mit 20 Metern das erste deutsche Gold in dieser Leichtathletik- Disziplin. Da habe ich mich ja gefragt, auf die Art und Weise, wie das formuliert wird. Also bitte cancelt mich nicht sofort. Ich Das will ich nur meinen Gedankengang in irgendeiner Form hier nahe bringen. Warum schreibt die Deutsche Tagesschau darüber, dass irgendeine vermutlich also nicht deutsche Sportlerin jetzt für Deutschland Gold gewinnt? Also wie kann das zusammenpassen? Und mein Trugschluss war natürlich, liebe Freunde, dass ich vermessen gedacht habe, Jemisi Ogunleye ist jetzt nicht unbedingt gerade der Name, den man erwarten würde, wenn man eine Meldung bekommt, dass Deutschland irgendeine Medaille gewonnen hat, sei es jetzt in Frankreich oder sonst irgendwo. Worauf will ich hinaus? Also natürlich wird sie vermutlich also Passdeutsche sein und vielleicht wird sie auch geboren worden sein in Deutschland und so weiter und so fort. Aber du sprichst ja gerade an, wie unsere Kultur sich verändert. Wir sehen jetzt hier zu unseren Lebzeiten, zu meinen Lebzeiten, aber insbesondere auch zu deinen, lieber Uwe, dass wir solche Meldungen als gegeben hinnehmen müssen, dass wir Berichte bekommen von Olympia und uns gesagt wird, nicht etwa, was weiß denn ich, Manuela Müller hat Gold geholt für Deutschland, wo du sagen würdest, naja, klar, passt zusammen, Manuela Müller, Deutschland, sportliche Leistungen dieser wunderbaren Nation, die sind halt eben auch goldwürdig, irgendwie passt das eben alles zusammen. Nein, Wir werden jetzt bestimmt in eine rechte Ecke gestellt werden, dass wir allein hinterfragen, dass wir eben nicht hinterfragen sollen, dass eine Dame, die da heißt Jemisi Ogunleye, natürlich, wie konnte es anders sein, für Deutschland eine Medaille holen. Ich wage gar nicht, die Dame zu googeln, weil gesetzt im Fall, sie sei in irgendeiner Form halt vielleicht, sie habe afrikanische Wurzeln oder wo auch immer sie herkommt. müsste man sich ja schon fragen, okay, wer hat da jetzt eigentlich gewonnen, wer hat diese Medaille geholt, war das jetzt halt eben nur ihr eigentliches, vielleicht, sag ich mal, ethnisch gesprochenes Herkunftsland oder war das wirklich Deutschland? Frage an dich, gehört das, sag ich mal, zu Dingen, die es vielleicht auch über die letzten 60 Jahre schon gab, die ich einfach nicht mitbekommen habe, dass Menschen, die heißen Yemisi Ogunlehe, für Deutschland antreten und in Deutschland gewinnen und Deutsche das hinnehmen, als wäre das das Normalste der Welt, dass sie jetzt zunehmend international vertreten werden, Von Jemisis Ogunlehe über Uwe.

Uwe

Ja, ich glaube, das ist tatsächlich der Normalfall. Also es fing ja mal damit an, dass Frauen sogar Zigaretten rauchen durften oder das einfach gemacht haben, weil sie sein wollten wie Männer. Dann wollten die sogar noch arbeiten gehen. Und ich erinnere mich, was bei uns in Hamburg, im Hamburger Abendblatt, wochenlang drin stand, erste Hamburgerin fährt einen Gelenkbus. Da hatten wir uns alle gefragt, Eine Frau fährt einen Gelenkbus? Wie soll denn das gehen? Also auch ich habe mich das gefragt. Damals war ich noch nicht so liberal zu verstehen, dass Frauen genauso gut Auto fahren können wie Männer. Vielleicht bis auf das Einparken. In Anführungsstrichen. Ja, also diese Dinge hat es gegeben und die hat es ja schon sehr früh gegeben. Vielleicht nicht unbedingt bei deutschen Olympiasportern, aber guckt doch mal bei den deutschen Fußball-Nationalmeisterschaften, bei den Weltmeisterschaften. Wie viele von denen sind denn eigentlich gebürtige Deutsche oder haben einen deutschen Namen? Das heißt, da wurden doch die Leute zusammengekauft nach ihrem, ich sage mal, Angebot und Nachfragepreis, aus welchen Ländern auch immer, Hauptsache sie konnten gut Fußball spielen, dann traten sie dann an unter der Flagge für Deutschland. Das heißt, aus dem Fußball kennen wir das doch schon seit Jahrzehnten.

Eli

Ja gut, aber das ist natürlich jetzt Perlen vor die Säue, dass du mir vorwirfst, mich damit auszukennen, weil wenn einer weniger über Fußball weiß, als...

Uwe

Ich werfe dir das nicht vor, Elisabeth. Du schlafst ja nur. Du hast das einfach verschlafen, dass das schon seit Jahrzehnten der Fall ist.

Eli

Gut, Uwe, aber erst mal Butter bei die Fische. Da trieft natürlich die Ironie raus. Also einerseits müssen wir sagen, wir sind konservativ und ja, Frauen können ein Stück weit eben viele Dinge, die auch Männer können. Die Frage ist, können sie sie genauso gut? Also kann die Frau genauso gut. Die Busfahrer in diesem Bus halt eben fahren wie der durchschnittliche Mann. Gut, das steht auf einem einen Blatt. Aber auf einem anderen Blatt ist ja die Frage nicht etwa, dass wir sagen, welche Männer können was, welche Frauen können was, sondern gefragt war ja eigentlich dieses kunterbunte im Prinzip Spiel von wegen Nationen spielen gerade bei einer Olympiade, wo Nationen gegeneinander antreten sollen, inzwischen keine Rolle mehr. Weil genauso wie im Fußball beschreibst du einen Zustand, wo man sich einfach aus der ganzen Welt die Sportler zusammenzieht, die halt eben in dieser Disziplin am athletischsten sind. Und eigentlich der nationale Gedanke, der Olympia ursprünglich mal so geformt hat, vollkommen in den Hintergrund gerückt ist.

Uwe

Ja, das ist eben der Punkt. Und diese gute Frau hier, du hattest ja vermutet, dass sie irgendwie Afrikaner ist.

Eli

Allein der Name, es war doch klar. Wir machen uns was vor.

Uwe

Hat einen aus Nigeria stammenden Vater und eine deutsche Mutter. Also sprich eben Mischlingskind. Ich weiß nicht, ob man das Wort Mischling sagen darf, aber so nannte man das früher. Ja. Und ja, das funktioniert ja. Also denkt mal daran, in Amerika gab es ja auch mal so ein Ding, da ist sogar ein farbiger mal Präsident geworden. Das hätte ja auch keiner gedacht. Und möglicherweise wird ja sogar eine Frau Präsidentin. Also kann eine Frau ein Land regieren? Das sind ja alles Fragen, die konnten wir ja bisher noch gar nicht beantworten, jedenfalls nicht in den USA. Da müsste man erst mal gucken, was daraus wird.

Eli

Ja, Uwe, also ich weiß gar nicht, warum du mir hier ein Kontra gibst. Also natürlich kann auch eine Frau ein Land regieren, aber der Aspekt, den wir hier gerade debattieren, ist, ob im Prinzip Nationalitäten vermischt werden sollen, speziell im Kontext einer Olympiade, bei der es darauf ankommt, dass individuelle, abgetrennte Nationen eben gegeneinander antreten.

Uwe

Ja, natürlich, aber ich bestätige dich doch nur, Eli, also betrachte das nicht als persönlichen Angriff, ja.

Eli

Ich nehme es nicht persönlich. Ich denke nur, du argumentierst ein bisschen am Thema vorbei. Wir reden wiederum nicht darüber, wer Politik bracht in irgendeiner Form in den USA. Wir reden darüber, wie hier deutsche Athleten aufeinandertreffen. Und man sich inzwischen zunehmend fragt, die sind halt nun mal ethnisch.

Uwe

Darüber reden wir doch. Ich sage, dass dieser Prozess seit Jahrzehnten in Gang ist.

Eli

Bin ich ja bei dir, genau. Und die Frage ist halt, das war ja meine Frage an dich, kennst du dich, also ja, okay, du kommst mir jetzt hier mit Busfahrerinnen aus Chemnitz oder wo auch immer, ja, aber was, jetzt mal Butter bei die Fische, Uwe, wenn du jetzt im Prinzip diese Nachricht gelesen hättest und du würdest nicht wissen, dass die Frau also für Deutschland Gold geholt hat, würdest du sagen, genau, würdest du dann davon ausgehen, dass sie für Deutschland eben halt hier

Uwe

Nein, hätte ich nicht gedacht, weil vom Namensklang her hätte ich auch irgendwie was sehr, sehr Südländisches gedacht, aber nicht so sehr nach Osten, sondern wirklich nach Süden. Also ich hätte auch eher auf Afrika getippt. Welches Land hätte ich nicht sagen können, weil dafür kenne ich mich zu wenig in Afrika aus und von den Namensgebungen. Aber wäre ich nicht drauf gekommen. Also insofern, ich stimme dir zu, das ist dann gewöhnungsbedürftig. Allerdings im Gesamtkontext ist es nur ein Mosaikstein. Wie schon gesagt, das ist seit Jahrzehnten ist das in Europa in Gange. Und da gehören eben solche multikulturellen Sachen, die gehören einfach dazu. Ob das jetzt wünschenswert ist, was die Vor- und Nachteile sind, das ist ja noch eine ganz andere Frage.

Eli

Das ist richtig, aber es spielt halt alles, sage ich mal, unter derselben Überschrift hier von wegen, es wird ja alles normalisiert. Ob das wünschenswert ist, das wird ja das Volk gar nicht mehr gefragt. Wir haben keine Volksabstimmungen, wir haben keine Volksvertreter, die das Volk vertreten, die vertreten die Lobbyisten, die denen die Kohle zustecken in allererster Linie. Das heißt, ob es wünschenswert ist, wird der Großteil der Bevölkerung nicht gefragt. Denen wird einfach vorgesetzt, das ist jetzt hier die Interpretation von Dionysos, das ist die Interpretation von im Prinzip Antioch, So sehen jetzt also gesunde junge Frauen aus. Die werden vorgesetzt einem Milliardenpublikum. So sehen gesunde junge Männer aus. Also gut, dass es jetzt hier gerade verpixelt ist. Aber wird dem auch sein. Niemand wurde gefragt, ob man das überhaupt haben möchte. Man hat im Prinzip einfach zu akzeptieren, dass das jetzt im Prinzip dem gängigen Geschmack entspricht. Wenigstens also des Dramaturgen, des Regisseurs, der also gesagt hat, Milliarden Menschen sollen das jetzt im Zusammenhang von Olympia entsprechend halt in ihren Köpfen haben. Anstatt zu sagen, wir orientieren uns an dem, was wünschenswert ist für die breite Masse, wie es vielleicht in einer Demokratie auch üblich wäre. Und es wird eben normalisiert, dass gesagt wird, ihr habt nichts zu entscheiden. Es ist uns egal, ob ihr das für wünschenswert haltet, dass Jemisi Ogunleye Deutschland vertritt. Oder dass wir uns an einen Zustand gewöhnen müssen, wo wir zunehmend vom Namen nicht mehr Rückschlüsse darauf ziehen können, aus welchem Land eventuell eine Person kommt. Es ist einfach irrelevant geworden, was die Menschen eigentlich wirklich sich für ihr Leben in ihrem kleinen Bubble, wo auch immer sie unterwegs sind, wünschen. Man wird programmiert, man wird auf Linie gebracht, man wird auf Kurs gebracht. Und wenn man das nicht tut, dann ist man gleich der Böse, dann ist man der Rassist, dann ist man der Nazi, weil man wagt, das in irgendeiner Form auch nur auszusprechen. Ja, geschweige denn, ja, dass man das halt hier in irgendeiner Form hinterfragt, ob das wirklich wünschenswert ist. Mir war von vornherein klar, ohne dass ich die Frau jemals gegoogelt hätte, ja, vom Namen her, was ich da im Prinzip natürlich bildlich vor mir sehen würde. Man hat natürlich absolut das Recht, seinen Namen zu tragen und eben zu seiner Ethnie zu stehen. Ja, wir sind alle, wir haben einen. biologischen Hintergrund, wenn du einen nigerianischen Vater hast, dann sieht der halt in der Regel so aus, wie Nigerianer zumindest bis jetzt immer ausgesehen haben. Also im Jahr 2024 kann man sowas ja wahrscheinlich auch nicht mehr behaupten, aber früher waren die mal alle dominierend schwarz. Also früher mal, heutzutage sind die wahrscheinlich alle albino-weiß, wie dem auch sei. Aber allein der Fakt, dass wir das aussprechen und dass das im Rahmen von Olympia eben normalisiert wird, dass solche Namen in den Vordergrund gerückt werden. Fairerweise muss man sagen, natürlich hätte sie nicht Gold geholt, hätten wir auch nicht über Yemisi Ogunleye jemals gesprochen. Also sie hat dann natürlich auch sportlich ihre Bestleistung gesetzt, vollkommen klar. Aber dass normalisiert wird, dass hier im Prinzip jetzt zunehmend also immer weniger Nationen gegeneinander antreten, wohlgemerkt bei Olympia, wo so viele Nationen wie möglich gegeneinander antreten sollten. Das ist doch schon, sag ich mal, ein Zustand, der zumindest bewundernswert ist. Also man kann sich eben darüber wundern, dass dieser Zustand da ist und dann kann man sich fragen, entspricht dieser Zustand überhaupt dem, was vermutlich demokratisch die meisten, zum Beispiel Leute in Deutschland, sich überhaupt wünschen. Was würdest du denn sagen, wenn du jetzt spekulieren müsstest? Entspricht das dem, was Deutschland möchte? Ist Deutschland so woke, so bunt, so dynamisch? So tolerant, dass Sie sagen, das gefällt denen?

Uwe

Nein, das glaube ich nicht. Das ist natürlich eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die denkt so. Die ist auch dafür, dass man Nationalitäten abschafft, dass man Geschäfte abschafft, dass man Männer und Frauen gleich macht oder gleich sich annähern sollen in ihrem Verhalten, in ihrem Habitus. Aber die Masse der Menschen, würde ich sagen, die ist doch eher konservativ. Das ist das Thema Blut ist dicker als Wasser, also Familie, Arbeit, Sicherheit. Und dazu gehört unter anderem auch die kollektive Gruppe, das Dorf, in dem ich wohne, die Stadt, in der ich wohne. Mein Land, meine Nation, mein Volk. Das sind Sachen, die hat man früher gesagt. Es gibt andere Länder, die sagen das sogar heute noch. Also in Frankreich zum Beispiel redet man ja auch von einer Grande Nation. Da gibt es ja sogar eine... Die Académie Française, du weißt das ja besser als ich, die noch auf die Sprachreinheit achtet, bei uns gibt es ja nur den Duden, der hat aber eigentlich nichts zu sagen, der dokumentiert nur, wie die Sprache sich ändert, während die Académie Française ja noch öffentlich in den Medien diskutiert, wie welche Wörter zu betonen und zu schreiben sind. die französische Sprachkultur reinhalten, von fremden Einflüssen Anglizismen rauszupacken und durch französische Wörter zu ersetzen.

Eli

Nationalistisch, die Gedanken, die du da äußerst, ist ja der Wahnsinn. Kurzer Hinweis nur an dieser Stelle. Als ich in Frankreich gelebt habe, über sechs Jahre, liebe Freunde, Gab es zum Beispiel auch noch diese Regelung im Radio, dass ich glaube, ich weiß schon mal nicht mehr das Verhältnis, aber auf jeden Fall mehrheitlich bis zu zwei Drittel, vielleicht sogar 75 Prozent der Musik, die im Radio gespielt werden musste, sogar bei Privatsendern, dass die halt im Grunde eine staatliche Verordnung hatten zu sagen, das muss halt eben französischsprachige Musik sein. Ja, ihr könnt Rock'n'Roll machen, ihr könnt Heavy Metal machen, ihr könnt Pop machen, was auch immer ihr wollt, aber es soll halt eben französischsprachig sein. 75 Prozent oder halt meinetwegen zwei Drittel, auf jeden Fall mehrheitlich. Heutzutage in Deutschland natürlich überhaupt nicht auch nur daran zu denken, weil das wäre schon nationalistisch, wenn man sagt, man würde versuchen, hier in irgendeiner Form in seinem eigenen Land seine eigene Kultur sprachlich zum Beispiel hochzuhalten. Das ist undenkbar im Jahr 2028.

Uwe

Das ist wirklich eigenartig. Wir sehen jetzt zum Beispiel bei solchen Ereignissen wie damals vor ein paar Monaten, als bei irgendeinem internationalen Treffen dann Annalena Baerbock in dem Kirchengebäude dann das Kreuz von der Wand genommen hat. Nach dem Motto, was brauchen wir? Das Christentum. Wir reden dann in Europa von den Menschenrechten. Wenn man das mal historisch erfolgt, wo diese Menschenrechte herkommen, So lassen wir sich ganz klar und deutlich als eine Weiterentwicklung der europäischen Geisteskultur verstehen, die wiederum nur möglich ist mit dem Christentum als einem der vorderen Glieder. Das heißt, die gesamte europäische Kultur, was wir unter meinungsfreie Demokratie und so weiter denken, hat ist ohne Christentum quasi undenkbar, ist unmöglich gewesen, historisch gesehen. Und deswegen kann man moderne europäische Kulturen ohne Christentum weder verstehen noch überhaupt am Leben erhalten. Und in dem Moment, wo man anfängt, das Christliche zu negieren nach dem Motto, das ist Barbarei oder das ist Aberglauben oder sonst nicht was, dann fängt man an, die Axt an die Wurzeln seiner eigenen Kultur zu legen, Und dann schafft man eine Menschheit, eine kulturelle Nische, wo Menschen leben, die keine Vergangenheit mehr haben, die keine kulturelle Identität mehr haben. Und ich sage jetzt nicht, dass ich ein großer Christ bin, ich bin schon vor vielen Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten, aus verschiedensten Gründen, also Kirche und Christentum und Glauben und Spiritualität, das sind Dinge, die nicht unbedingt miteinander korrelieren. Aber dennoch ist das, was die christliche Lehre für die westliche Welt gebracht hat, ich rede jetzt nicht von katholischer Kirche und Hexenverbrennung und all solchen Sachen, sondern ich rede von dem, was dahinter steht, das ist unauslöschbar Bestandteil der europäischen Kultur. Ohne die hätte es keine Meinungsfreiheit, keine Menschenrechte und nichts dergleichen gegeben. Wer das anfängt auszulöschen, der will uns zu geschichtslosen Wesen machen. Deswegen sind alle Bestrebungen, die dahin streben, den Menschen ihre kulturelle Identität sowie Nationalität nehmen zu wollen, destruktiv und gegen die sollte man nach meiner Meinung mit aller Energie vorgehen.

Eli

Ja, aber was du jetzt schon gesagt hast, entspricht ja dem gesunden Menschenverstand und damit bist du ja quasi schon laut Alice Schwarzer, läufst du schon Gefahr, hier als rechts bezeichnet zu werden. Sie schreibt hier in einem aktuellen Interview, wenn der gesunde Menschenverstand schon als rechts gilt, dann dürfen wir uns nicht bezeichnen. Diese ganze Sache, sie treibt tatsächlich halt unfassbare Blüten und treibt auch mich rum. Die Positionierung rund um Olympia, was ja wirklich halt per Konzept etwas ist, wo Nationen gegeneinander antreten, ist halt ein Phänomen, bei dem wir diese Phänomene beobachten müssen. Also einerseits natürlich die Frau Yemisi Ogunleye, die sich halt für Deutschland stark macht und wahrscheinlich halt eben auch Besser als jeder Deutsche, ja, offensichtlich halt diese Werte in sich trägt, aber gleichermaßen in dieser globalisierten Welt auch andere sich da eben integrieren und meinen, sich für Deutschland halt stark zu machen, sogar weitere Goldmedaillen zu gewinnen, offensichtlich ein sehr ertragreicher Tag für Deutschland, denn eine weitere Frau, Eine weitere Frau mit Migrationshintergrund hat für Deutschland eine weitere Goldmedaille heute gewonnen. Und ich zeige euch erstmal den Moment, bevor ich euch zeige, was Markus Heinz dazu geschrieben hat. Einfach nur, um euch zu zeigen, liebe Freunde, in welchen Zeiten wir leben und wie wir uns im Prinzip halt wirklich in einer zunehmend komplexeren Welt über unfassbar komplexe Zusammenhänge auseinandersetzen. setzen müssen oder mit welchen wir uns auseinandersetzen müssen. Schaut mal hier, diese junge Frau, sie heißt Daria Varfolomeev. Wieder so ein wunderschöner deutscher Name. Sie hat halt für Deutschland Gold geholt in ihrer Disziplin der rhythmischen Gymnastik. Aber sie scheint deutsch durch und durch zu sein. Wart mal rein.

Gast

Die erste deutsche Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Spielen in der rhythmischen Sportgymnastik. Sie hat es geschafft. Daria Varfolomeev. Ladies and Gentlemen, if you can, please stand for the anthem of Germany. Amen.

Eli

Gut, bevor uns das jetzt hier wieder gecancelt wird, weil YouTube irgendwelche falschen Verständnisse von Copyright hat, möchte ich das hier noch mal ganz kurz zitiert haben. Es geht um das Nachfolgende. Also während das natürlich bei Yemisi Ogunleye inzwischen nur schon berichtet worden ist, dass sie also in Mannheim geboren ist und wahrscheinlich also komplett deutsch durchsozialisiert worden ist, ist das bei dieser Dame Daria Varfolomeev nämlich noch ganz anders. Markus Heinz hat zu ihr nicht recherchiert, sondern Annabel Schunke zitiert, auf jeden Fall auf seinem Kanal, deshalb erwähne ich seinen Namen. Er sagt, was Annabel Schunke zu dieser Dame auf X schreibt, ein deutscher Traum, Daria Varfolomeev, die gebürtige, haltet euch fest, Russin, kam erst im Alter von, haltet euch fest, zwölf Jahren nach Deutschland. Ihre Vorfahren sind deutsch, weshalb sie schon die deutsche Staatsangehörigkeit besaß, vielleicht also Volga-Deutsche, die vor mehreren Generationen in irgendeiner Form mal deutsch gewesen sind. Sie konnte kein Deutsch, sie war in einer fremden Umgebung und sie war ohne Eltern. In Russland sortierte man sie bei der rhythmischen Sportgymnastik aus, im Übrigen kurzer Seitenhieb, weil sie für Deutschland nur Gold holen kann, statistisch gesprochen, liebe Freunde, weil die Russen von der Olympiade dieses Jahr disqualifiziert sind. Das, was in Deutschland und offensichtlich halt ohne Russland weltweit bei der Olympiade aktuell Gold holen kann, kann statistisch gesprochen, liebe Freunde, nur Gold holen, weil Russland nicht dabei ist. So lohnenswert eventuell ihr Beitrag entsprechend sportlich auch gewesen sein mag für Deutschland und für die olympische Welt, in Russland wäre ihr Talent, das goldwürdig ist, aber halt eben nur ohne Russland, aussortiert. In Russland sortierte man sie bei der rhythmischen Sportgymnastik aus, nur um euch also auch mal zu zeigen, auf welchem Niveau die Russen ihre Sportgymnastik ernst nehmen. Heute ist sie 17 Jahre alt und hat bereits alles im Sport erreicht. Fünfmalige Weltmeisterin und nun auch noch Goldmeisterin. Medaillengewinnerin bei Olympia und schaut, wie dieses Mädchen nach gerade einmal fünf Jahren in diesem Land die deutsche Nationalhymne mitsingt. Das ist ja das, was ich euch gezeigt habe. Herzlichen Glückwunsch, Daria, zu dieser ausgewöhnlichen Leistung bei Olympia. Schreibt hier Annabel Schunke, macht hier drei Deutschland-Fahnen hinterher. Und wir haben das ja auch in dem Clip hier gesehen, dass sie in der Tat vollmundig das mitsingt, dass hier die deutsche Fahne zu sehen ist. Aber die Ironie an dieser ganzen Nummer ist wirklich halt an mir nicht verloren gegangen. dass diese junge Frau auf dem Podium steht, natürlich absolut zu Recht, obwohl sie sozialisiert geboren worden ist und man sieht auch mehrere Generationen, Physiognomie und so weiter inzwischen auch biologisch relativ vermischt worden ist, mehr einer Russin gleicht halt eben als einem Deutschen, dass diese Frau also für Deutschland antreten musste in einem Jahr, in dem ihr Heimatland, aus dem sie ursprünglich kommt, disqualifiziert worden ist. dass sie gar nicht erst aufgestellt hätte, weil sie für die Standards ihres Heimatlands zu schlecht ist, um Gold zu holen für eine Nation, in die sie mit zwölf Jahren erst gekommen ist und dass sie in diesen fünf Jahren offensichtlich diese Nation aber mehr ins Herz geschlossen hat als 90 Prozent wahrscheinlich der anderen Deutschen da draußen, die sich schämen würden, in irgendeiner Form zuzugeben, auch nur, dass sie wirklich deutsch sind. Also das ist wirklich halt Ironie on top of Ironie on top of Ironie. Aber nur um dir zu zeigen, das sind die Zeiten, in denen wir leben, lieber Uwe. Und Olympia macht das deutlich.

Uwe

Ja, aber das zeigt aber auch, dass solche Begriffe wie Deutschsein oder Nationalbewusstsein und Nationalstolz zu haben, gar nicht so sehr was zu tun hat. mit der genetischen Herkunft. Also es geht hier nicht um irgendwelche Rassen.

Eli

Es kann ja jeder deutsch sein, haben wir ja gesehen.

Uwe

Ja, es geht eigentlich um die Eingliederung und Adaption des deutschen Geistes, der deutschen Mentalität, dass man sich wie ein Deutscher fühlt, dass man, wenn man nach Frankreich geht und sich dort dann eben ansiedelt, aus welchen Gründen auch immer, dass man eben quasi ein Franzose wird, wie ein Franzose denkt und fühlt, französische Werte teilten, dasselbe eben in anderen Ländern. Und ich glaube, insofern gibt es sehr wohl einen Nationalismus. Aber man sollte den Begriff des Nationalen nicht zu sehr anknüpfen an Staatsangehörigkeit im formalen Sinne. und schon gar nicht an genetische Herkunft. Ich glaube, das ist zu eng, sondern richtiger ist es, wenn man sagt, man passt sich an die Gesellschaft, an die Normen der Gesellschaft, an die Werte der Gesellschaft an, die natürlich sehr komplex sind. Und dann, wenn man das tut, dann ist man quasi ein Deutscher. Wenn man in der Türkei geboren ist, zum Beispiel irgendwo in Hintertupfistan, also da, wo die Schafhirten sind, da habe ich nicht genug zu verdienen, ich wandere aus und gehe als Gastarbeiter nach Deutschland. So wie viele von diesen Gastarbeitern sind bessere Deutsche als die Deutschen selber. Denn Gastarbeiter sind fleißig häufig und arbeiten von morgens bis abends und schaffen etwas und schaffen Werte und akzeptieren die deutschen Gesetze, während viele Deutsche einfach nur auf der faulen Tasche rumliegen und die Hand aufhalten und sagen mehr, mehr, mehr.

Eli

Ja, aber du hast absolut recht, weil sie halt dann immer diese einst deutschen Werte, die sich ja historisch auch über Jahrhunderte, Jahrtausende entwickelt haben, dass die, die quasi verinnerlicht haben, mehr als die Deutschen, die im Prinzip einfach nur das Glück hatten oder das Unglück, biologisch reingeboren zu sein, in den geografischen Bereich, der aktuell in dieser Periode, in der sie das Privileg haben zu leben, als Deutschland im Prinzip konfiguriert wird. Wir wissen ja auch, was Deutschland war, rein einfach nur auf der Karte betrachtet, hat ja auch permanent variiert, je nachdem, ob Napoleon gerade über uns herzieht, ob die Preußen meinen, jetzt hier ihren Stempel aufdrücken zu müssen oder, wenn man noch weiter zurückgeht, ob die Germanen da im Prinzip halt versuchen, ganz Europa zu erobern oder nicht. Also dieses Konzept von Identität ist ein spannendes und es wird umso spannender in Zeiten, in denen halt nationale Interessen und Nationalstaaten gegeneinander antreten, zum Beispiel eben bei Olympia. Und ja, was soll ich dir sagen? Wir leben auf jeden Fall, für mich ist das alles ein Zeichen dessen, dass wir in sehr, sehr spannenden Zeiten leben. Also vor 60 Jahren, vor 70 Jahren, vielleicht sogar noch vor 30 Jahren, während viele der Dinge, die wir jetzt schon gar nicht mal mehr hinterfragen dürfen, ohne sofort als rechtsgelebt zu werden, man würde gar nicht mal darauf kommen. Dann würde niemand sagen, dass im Prinzip Yemisi Ogunleye natürlich für Deutschland irgendwo antritt. Der Name wäre gar nicht im Spektrum des Denkbaren. Inzwischen ist er gar nicht mehr davon wegzudenken. Und das alles hat sich in einer sehr, sehr kurzen Zeit so entwickelt.

Uwe

Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Globale Propaganda im Sport | Olympia & LGBTQ+“, Die Welt Klar Sehen, 10.08.2024.

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