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Atomkraft Pro & Contra | Was stimmt wirklich?18.08.2024

Deutschland allgemein

Abschrift

Abschrift des Videos vom 18.08.202411 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Vom Atomkraftwerk Grafenrheinfeld wurden die beiden Kühltürme gesprengt. Damit ist definitiv das Ende dieses Kernkraftwerkes eingeleitet. Und darüber möchte ich mit Gordon Pankalla reden, pro oder kontra Atomenergie. Aber schauen wir uns doch erst einmal an, was überhaupt dort gesprengt wurde. 55.000 Tonnen Stahl und Beton in 30 Sekunden verschwunden. Die beiden Kühltürme des ehemaligen Kernkraftwerks Grafenrheinfeld sind am Freitagabend in sich zusammengefallen. Verantwortlich für die kontrollierte Explosion war die Thüringer Sprengmeisterin Ulrike Mattes aus Kaulsberg. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Mein Name ist Uwe Loose und heute geht es um die Argumente pro und kontra Atomenergie. Ja, schauen Sie sich an, welche Argumente ich vortrage als Vertreter pro Atomenergie und welche Argumente Gordon Pankalla vortragen wird gegen die Atomenergie. Ja, also schauen Sie genau hin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Flatterstrom mit Bioenergien, wie soll das funktionieren? Da ist doch Atomstrom viel besser. Hier folgen jetzt meine zehn Argumente, warum es sinnvoll ist, Atomstrom zu nutzen. Argument pro Atomenergie Nummer 1, die hohe Energieeffizienz. Atomkraftwerke nutzen die in Uran enthaltene Energie äußerst effizient. Und eine kleine Menge Uran kann eine enorme Menge an Energie freisetzen, was die Effizienz von Atomkraft im Vergleich zu anderen Energiequellen wie fossilen Brennstoffen Argument Nummer zwei. Geringe CO2-Emissionen. Wer glaubt, dass CO2-Emissionen ein Problem sind, der hat dieses Problem viel weniger, wenn er auf Atomstrom setzt. Denn während des Betriebs setzen Atomkraftwerke nahezu keine Kohlendioxid-Emissionen frei. Im Vergleich zu Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken, die große CO2-Mengen freisetzen und damit maßgeblich zum angenommenen Klimawandel beitragen, stellt die Atomenergie im Vergleich eine klimafreundlichere Alternative dar.

Diese Eigenschaft macht sie zu einem wichtigen Baustein in der globalen Strategie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Bekämpfung des vermuteten Klimawandels. Argument Nr. 3 Zuverlässige Energiequelle Atomkraftwerke bieten eine stabile und kontinuierliche Energieversorgung unabhängig von äußeren Einflüssen wie Wetterbedingungen oder Tageszeit. Im Gegensatz zu erneuerbaren Energien, die von Wind, Sonne oder Wasser abhängig sind, können Atomkraftwerke konstant Strom liefern und so die Grundlast in einem Stromnetz decken. Das ist besonders in Zeiten hoher Nachfrage oder bei instabilen Wetterverhältnissen von großem Vorteil. Argument Pro Nummer 4. Geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Durch den Einsatz von Atomenergie kann die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas verringert werden. Viele Länder sind auf Importe dieser Rohstoffe angewiesen, was sie anfällig für Preisschwankungen und geopolitische Spannungen macht. Atomenergie hingegen bietet eine Möglichkeit, diese Abhängigkeit zu reduzieren und gleichzeitig die Energiesicherheit zu erhöhen.

Hohe Argument Nummer 5. Eine hohe Energiedichte. Die Energiedichte von Uran ist extrem hoch. Ein Kilogramm Uran kann so viel Energie liefern wie mehrere tausend Tonnen Kohle oder Öl. Das bedeutet, dass Atomkraftwerke mit vergleichsmäßig wenig Brennstoff auskommen und dennoch große Mengen an Energie erzeugen können. Diese hohe Energiedichte macht Atomkraft besonders in Ländern mit begrenztem Platz oder Ressourcen attraktiv. Argument Pro Nummer 6, Stabilisierung des Stromnetzes. Das Flatternetz mit den Bioenergien, das kennen wir ja. Atomkraftwerke aber tragen zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, indem sie kontinuierlich Strom produzieren und so Schwankungen ausgleichen, die durch andere, volatilere Energiequellen verursacht werden. In einem Energiemix, der zunehmend von erneuerbaren Energien dominiert wird, kann die konstante Leistung von Atomkraftwerken dazu beitragen, die Netzstabilität zu gewährleisten und Stromausfälle zu verhindern. Argument pro Atomenergie Nummer 7 – Fortschritt in der Technologie

Die Weiterentwicklung der Atomtechnologie einschließlich fortschrittlicher Reaktortypen wie Thorium oder schnelle Brüterreaktoren verspricht für die Zukunft sicherere und effizientere Nutzung der Atomenergie. Diese neuen Technologien könnten die Menge des erzeugten radioaktiven Abfalls reduzieren, die Sicherheit der Reaktoren erhöhen und die Ressourcenbasis für die Kernenergie reduzieren. Diese Innovationen könnten auch dazu beitragen, einige der derzeitigen Bedenken hinsichtlich der Atomkraft zu entschärfen. Durch die Nutzung von Atomenergie können Länder ihre Abhängigkeit von Energieimporten verringern und ihre Energiesouveränität stärken. Insbesondere Länder mit begrenzten fossilen Ressourcen oder unsicheren Energieimporten können durch Atomkraft unabhängiger werden und ihre eigene Energiepolitik autonomer gestalten. Dadurch wird die nationale Sicherheit erhöht und natürlich auch die wirtschaftliche Stabilität. Argument Nummer 9 pro Atomenergie Arbeitsplatzbeschaffung

Der Bau und Betrieb von Atomkraftwerken schafft zahlreiche Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen, von der Bauwirtschaft über Ingenieurwissenschaften bis hin zur Wartung und dem Betrieb der Anlagen. Darüber hinaus profitieren auch zahlreiche Zulieferindustrie und Forschungseinrichtungen von der Atomkraft, was insgesamt zur Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen und zur Förderung der technischen Entwicklung beiträgt. Und zu guter Letzt Argument Nummer 10 pro Atomenergie, geringe Betriebskosten nach Inbetriebnahme. Obwohl der Bau von Atomkraftwerken kostspielig ist, sind die laufenden Betriebskosten relativ gering. Die Brennstoffkosten machen nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten aus. Die Anlagen haben eine lange Lebensdauer, was sie über die Zeit zu einer wirtschaftlich attraktiveren Energiequelle macht. Diese geringeren Betriebskosten können sich langfristig positiv auf die Strompreise und die Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorgung auswirken. Das sind meine 10 Argumente, warum es Sinn macht, sich auf die Atomenergie zu stützen. Welche Meinung haben Sie? Schreiben Sie es einfach in die Kommentare.

Und nun kommen wir zum zweiten Teil der Argumentation, nämlich alle Argumente, die dagegen sprechen, vorgetragen von Rechtsanwalt Gordon Pankalla. Guten Tag, mein Name ist Gordon Pankalla. Ich bin gegen die Atomenergie. Wir sind in Deutschland aus dieser todbringenden Technik ausgestiegen. Und zwar mit einer ganz klaren Mehrheit der Bevölkerung. Nun wurden die Kühltürme gesprengt, was viele Atomfans auf die Palme gebracht haben. Ich denke, dass das eine richtige Entscheidung gewesen ist. Wir sind bereits zweimal an einer atomaren Katastrophe durch diese AKWs vorbeigeschlittert. Das war in Hiroshima, natürlich nicht in Fukushima und in Tschernobyl. Zudem gab es natürlich die Atombombenabwürfe in Nagasaki und Hiroshima. Wenn jetzt Leute sagen, dort leben ja auch wieder Menschen, zeigt das nur, dass diese Menschen keinerlei Ahnung haben, weil natürlich die nukleare Haltbarkeit der Strahlung ist natürlich bei einem Super-GAU eines AKWs viel, viel länger als bei einer Atombombe. Also erzählt bitte keinen Unsinn. Apropos Atombombe.

Natürlich wird in diesen Reaktoren auch Material hergestellt, was sich für Atombomben nutzen lässt und da hätten wir doch lieber in dieser Welt weniger als mehr. Damit fängt das ganze Dilemma aber schon an, weil wohin mit dem Dreck? Aber es fängt ja nicht erst bei der Lagerung an, für die bis heute keinerlei Lösung geschaffen worden ist. Es fängt schon bei dem Uranabbau an, beispielsweise im Niger, wo die Landschaften zerstört werden, viele Leute an Krebs erkranken und das dann wiederum geleugnet wird. Zum Schluss ist es so, dass bei einer Energiepolitik, wo wir auf regenerative Energien setzen, was ich befürworte, aber nicht zu 100 Prozent, weil dies nicht möglich ist, weil es keine Speichermöglichkeiten gibt, Atomenergie als ergänzende Energie zu Windrädern und Solaranlagen überhaupt keine Option, weil es nämlich Ewigkeiten braucht, solche Anlagen hochzufahren. Viel einfacher und viel besser ist es natürlich, da mit sauberem und sicherem Gas zu arbeiten, in sauberen und sicheren Gaskraftwerken. Das ist die Alternative zu dem, das war auch geplant vor diesem Krieg Ukraine-Russland und da müssten wir wieder hinkommen. Das wäre genau der richtige Weg gewesen. Leider ist das so nicht gemacht worden und ich denke, dass das auch was damit zu tun hat, dass uns die Amerikaner jetzt dreckiges LNG-Gas zum vielfachen Preis verkaufen wollen.

Trotzdem stellt die Atomenergie hier überhaupt keine Alternative dar. Sie ist auch nur etwas für friedliche Zeiten, in denen wir nicht leben. Zum Beispiel dadurch, die Gefahren, die jetzt bestehen im Krieg Ukraine-Russland durch die Atomanlagen, die dort stehen und die natürlich durch irgendwelche verrückten Generäle eigentlich dazu benutzt werden könnten, hier einen beispielsweise NATO-Fall dann letzten Endes auszurufen. Auf jeden Fall eine riesige Gefahr. Diese Technologie ist nur für eine friedvolle Welt, in der wir eben nicht leben. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit den sicheren Reaktoren, die es jetzt geben wird, Das sind ganz kleine Reaktoren, dann müsste es ganz, ganz viele geben. Auch hier besteht dann die Gefahr, dass nukleares Material in Hände von Terroristen gerät. Das ist also auch überhaupt keine Alternative. Es ändert auch nichts an dem Abbau und es ändert auch... Nichts daran, diesen Dreck irgendwo zu verscharren. Wir wissen ja auch nicht, bei den ganzen Fässern, die wir jetzt vergraben haben oder die beispielsweise einfach in der Barentssee verklappt worden sind, was dann in 200, 300 Jahren mit diesem Müll und dieser Strahlung wird. Ich bin froh, dass ich dann nicht mehr auf dieser Welt bin, wenn wir es mit dieser Strahlung zu tun haben. Und dagegen gibt es auch keine Impfung gegen die Strahlenkrankheit. Das ist furchtbar, liebe Freunde.

Zum Schluss muss man auch noch sagen, dass diese Energie auch keineswegs billig ist, wie immer behauptet wird, weil der Steuerzahler natürlich auf den ganzen Kosten sitzen bleibt, die zum Beispiel dann durch die Entlagerung entstehen. Das wird eben nicht abgedeckt durch den Strompreis, sondern wird dann einfach so über die Steuer umgelegt. Das müsste man dazu rechnen. Das heißt, dass Atomenergie in irgendeiner Weise billig ist, ist natürlich kompletter Unsinn. Und versicherbar ist es auch nicht. Du wirst keinen Versicherer finden, der bei möglichen Schäden durch einen GAU diese Schäden überhaupt noch ersetzen kann. Das zeigt sich, dass das marktwirtschaftliche Prinzip bei Atomenergie überhaupt nicht machbar ist. Die Japaner machen jetzt einfach so weiter, als wäre nichts gewesen in einem Erdbebengebiet und vielleicht haben wir zweimal Glück gehabt und beim dritten Mal ist es vorbei. Also, ich hoffe, dass viele unserem Weg folgen werden, da eher auf regenerative Energien setzen und auf Gas. Das ist meine Ansicht. Raus aus der Atomkraft. Ja, soweit die 13 Argumente von Gordon Pankalla, warum man auf jeden Fall sich nicht für die Atomenergie entscheiden sollte, sondern da eben raus muss auf biegen und brechen. Schreiben Sie auch hier Ihre Kommentierung dazu, was Sie zu diesen 13 Argumenten halten.

Ja, und diskutieren Sie doch mal jetzt das Für und Wider. Was glauben Sie? Wir haben jetzt zehn Argumente dafür, 13 Argumente dagegen. Wie ist Ihre Position? Was glauben Sie, was wir zukünftig als Gesellschaft in Deutschland und weltweit in dieser Hinsicht tun sollten? Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Atomkraft Pro & Contra | Was stimmt wirklich?“, Die Welt Klar Sehen, 18.08.2024.

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Uwe Loose stellt zehn Pro-Argumente für die Atomenergie vor, Rechtsanwalt Gordon Pankalla hält dreizehn Contra-Argumente dagegen. Anlass ist die Sprengung der Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks Grafenrheinfeld.

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