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Wer gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen in Brandenburg?13.09.2024

Abschrift

Abschrift des Videos vom 13.09.202412 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

In einer Woche findet die dritte der spannenden Landtagswahlen in Deutschland statt, nämlich in Brandenburg. Es gibt dort zwei Kopf-an-Kopf-Favoriten, nämlich die SPD und die AfD. Was sagen die letzten Umfragen? Wer wird sich mit wem koalieren können, um letztendlich eine Regierungskoalition zu bilden? Werden dafür zwei oder drei Koalitionspartner benötigt? Das alles werden wir in diesem Video erkennen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Mein Name ist Uwe Loose und jetzt geht es auch unmittelbar los. Es hat jetzt gestern und heute zwei aktuelle Wahlumfragen gegeben, nämlich von dem Infratest dimap und von der Forschungsgruppe Wahlen, die beide antworten. relativ ähnlich sind, aber doch starke Unterschiede erweisen, wenn man mal genau hinguckt. So, also zunächst einmal haben wir hier eben die Wahlergebnisse, die vorher da waren. Das heißt, hier blau ist ja die AfD. Da war sie von 23% auf 27% bei Infratest dimap seit 2019 gestiegen.

Und hier bei der Forschungsgruppe Wahlen sind es aber statt 27% 29%. Bei der SPD, die ist in beiden Fällen aktuell mit 26% angegeben. CDU einmal mit 16% bei DIMAP und 15% bei Forschungsgruppe Wahlen. Dann haben wir BSW einmal mit 13% bei DIMAP und 14% bei Forschungsgruppe Wahlen. Dann haben wir noch die Grünen. Die sind entweder unterhalb der 5%-Grenze bei Infratest, DIMAP, beziehungsweise gerade an der 5%-Grenze bei Forschungsgruppe Wahlen. Und dann gibt es letztendlich noch als relevante Größenordnung die Linken, die aber dann auch unterhalb der 5%-Grenze sind, genauso wie auch die übrigen Parteien RSW, wie heißen sie hier, BVB-FW, also Freie Wähler. Ja, wollen wir aber mal genauer hinschauen, was uns das tatsächlich hier sagen will, wenn wir in die Wahlumfragen mal reingucken. Hier können wir das also in den Balken doch ein bisschen besser vergleichen. Also hier ist der Unterschied. Nun könnte man sagen, naja, die AfD hat hier 27 Prozent, da hat sie 29 Prozent. Ansonsten ist ja fast alles gleich. Das kann doch eigentlich nicht so viel ausmachen. Ja, zunächst einmal nicht. Außer, wenn wir jetzt mal von diesem Punkt mal absehen, stellen wir fest, es gibt eigentlich, obwohl es ja sieben Parteien hier gibt,

sind eigentlich nur vier überhaupt in relevanter Größenordnung, nämlich AfD, SPD, CDU und Bündnis Sarah Wagenknecht. Ja, und dann könnte man meinen, ähnlich wie in den beiden Bundesländern Sachsen und Thüringen, dass das BSW auch dort als Königsmacher auf jeden Fall mitspielen wird und gegebenenfalls eben gute Verhandlungspositionen haben könnte, mit in die Regierung zu kommen und ihre Interessen oder seine Interessen durchzusetzen. Ob das tatsächlich der Fall ist, das können wir sehen, wenn wir mal in die theoretische Sitzverteilung reingucken, weil sich das bei den beiden Umfragen doch im Detail erheblich unterscheidet. Also schauen wir mal in die Gemeinsamkeiten ein. Bei DIMAP haben wir 29 Sitze für die AfD, bei Forschungsgruppe Wahlen 28. So, SPD bei DIMAP 28 Sitze, Wahlen 26. Das heißt also, hier haben wir jetzt einen Unterschied. Im Grunde genommen, dass die Forschungsgruppe Wahlen zwei Sitze weniger angibt. So, und die müssen natürlich irgendwo hingehen. So, und wenn wir mal genau gucken, wo die hingehen, dann gehen die unter anderem eben jetzt hier, ja, fehlen die dann bei dem AfD-Sitz.

Ja, also hier ist natürlich ein AfD mehr und hier sind aber zwei bei der CDU weniger. Und gucke mal hier, was wir hier haben. Da sind auf einmal die Grünen noch mit drin. Das heißt also, wir haben im Grunde genommen den wesentlichen Unterschied, dass wir bei Infratest DIMAP haben wir theoretisch vier Parteien, die überhaupt Sitz im Parlament haben. So 88 Sitze gibt es ja insgesamt. Und um eine Regierungsmehrheit bilden zu können, wird also mehr als die Hälfte gesetzt. Also mehr als 44 Sitze, sprich 45 Sitze benötigt. Und in dem Moment, wo es eine Partei mehr da ist, dann ergibt sich natürlich vorhersehbar was anderes mit den Koalitionen. Und denken Sie mal dran, dieses Thema mit dem einen Sitz und wie man die jetzt auszählt, das hatten wir ja gerade in Dresden. Dazu hatte ich ja auch schon ein Video gemacht. Nach dem Motto, im Nachgang hat man festgestellt, man hat eben das falsche Sitz. Wahlsitzauszählungsprogramm gehabt, was ja ein unheimlicher Zufall und Pech für die AfD war, dass sie dann eben quasi doch aus dem Parlament rausgeflogen ist, zumindest soweit es eben die Sperrminorität von ein Drittel plus ein Sitz betrifft, also von mehr als ein Drittel.

Jetzt wollen wir aber mal gucken, wie sich das jetzt hier konkret in Brandenburg nach den derzeitigen Wahlprognosen darstellt. Wenn wir da jetzt mal sehen, genau dieser kleine Unterschied, dass also bei der Forschungsgruppe Wahlen, also hier auf der rechten Seite, die Grünen noch mit drin sind, führt dazu, dass sich auf einmal deutlich mehr Koalitionsmöglichkeiten ergeben. Bei Infratrace-DiMAP, da war es relativ simpel, um eine Mehrheit zu kriegen. So, und gehen wir mal zuerst darauf ein. So, da stellen wir dann fest, dass also im Grunde genommen es genau zwei Varianten gibt, nämlich entweder, ja eigentlich gibt es drei Varianten und zwar jeweils in zweier Kombination. Also die AfD könnte koalieren mit der SPD oder mit der CDU. So gemäß dem Wählerauftrag, also sprich das, was die meisten stimmen, die größte Vertretung der Wähler betrifft, müsste eigentlich die AfD dann mit der SPD koalieren, weil das ja immerhin 57 von 88 Sitzen, also das sind fast 65 Prozent der Sitze, also fast zwei Drittel der Wählerschaft repräsentiert. Die Alternative wäre, dass die AfD mit der CDU zusammengeht.

So, und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, dass Rot-Schwarz zusammengeht mit 51,1 Prozent. So, das heißt, wenn wir also hier mal danach gehen, wie es denn ja bisher mit der sogenannten Brandmauer geht und der Ausgrenzung der AfD, ist also eins klar, zwar gibt es für jede der drei beteiligten Parteien, für die AfD gibt es zwei Koalitionsmöglichkeiten, für die CDU gibt es zwei Koalitionsmöglichkeiten und auch zwei. Für die SPD gibt es zwei Koalitionsmöglichkeiten, aber politisch realistisch dürfte wahrscheinlich diejenige sein, die die schlechteste Repräsentanz der Wähler betrifft, nämlich nur mit 51 Prozent, das heißt die Koalition aus SPD mit dem etwas schwächeren Partner CDU. Darauf dürften wir uns wahrscheinlich jetzt schon einstellen, sofern nicht durch die tatsächliche Wahl etwas sich ganz grundlegend anderes darstellt. So, bei der Forschungsgruppe Wahlen, die haben ja gerade noch die fünf Prozent der Grünen mit drin, die ja dementsprechend auch noch ein paar Sitze kriegen. Hier, da sehen wir es ja, fünf Sitze kriegen die fünf Grünen mit ihren fünf Prozent, die sie dann natürlich woanders abgeknüpft haben. So, und dadurch ergeben sich andere Möglichkeiten. Hier sehen wir, dass die AfD diverse Möglichkeiten zur Koalition hat, nämlich grundsätzlich vier Stück. Entweder sie geht eine Zweierkoalition mit der SPD ein,

Oder eine von drei möglichen Dreierkoalitionen, nämlich entweder mit CDU und BSW oder CDU und Grünen oder BSW und Grüne. Wobei am stärksten eben die Dreierkoalition mit CDU und BSW wäre. Genauso viele Koalitionsmöglichkeiten, nämlich auch vier, hat die SPD. Die kann ja entweder in die Zweierkoalition mit der AfD gehen oder in... Zwei Varianten, wo sie entweder mit der CDU zusammenhängt oder mit dem BfW. Und in jeweils der einen Variante sind dann auch noch die Grünen mit dabei. Auch die CDU hat auch vier Möglichkeiten für Koalitionen. Die möchte ich jetzt aber hier im Detail gar nicht weiter beschreiben, weil die CDU ist ja eher der kleinere Partner. Und selbst die Grünen haben vier Möglichkeiten der Koalition. Und wenn wir uns jetzt alle fragen, was ist denn nach Forschungsgruppe Wahlen vermutlich das wahrscheinlichste Ergebnis und was ist das realistische Ergebnis? Also mathematisch wahrscheinlich.

Das wahrscheinlichste Ergebnis ist eben diese Kombination, die hier auf 64,8 Prozent der Sitze geht. Das sind 57 von 88 Sitzen. Das wäre ja eigentlich die Koalition aus drei Parteien, nämlich AfD, CDU und BSW. So, nun wissen wir aber, dass diese vier Varianten vermutlich alle ausfallen werden, weil ja alle Parteien Gegen die AfD sind. Und damit bleiben ja nur noch diese drei Varianten übrig. Und das Gemeinsame dieser drei Varianten ist also eine SPD-geführte Regierung mit zwei kleineren Partnern. Das ist dann entweder mit CDU als Juniorpartner oder mit BSW als Juniorpartner und dann gegebenenfalls noch die jeweils andere Partei dabei, sprich auch die Grünen könnten theoretisch mit dabei sein, wenn sie denn die 5%-Hürde schaffen. Ja, also auch hier sehen wir, dass vermutlich die Regierung in Brandenburg auch nach Forschungsgruppe Wahlen realpolitisch praktisch eine SPD-Regierung sein wird, die sich aber mit CDU zusammentun wird oder mit dem BSW. Und insofern wird das BSW hier doch tatsächlich wieder die Möglichkeit haben,

eine, ich sag mal, Königin, Macherrolle spielen zu können. Denn was mit den Grünen wird, das wird man sehen. Die sind die Kleinsten, die dürften am wenigsten zu melden haben. Das heißt, wenn alles nicht geht, dann wird man auch auf die Grünen noch sitzen können. Sprich, die Verhandlungen in Brandenburg dürften wahrscheinlich noch schwerer werden als in den anderen beiden Bundesländern. Und insofern, ja, auch hier gilt dann im Prinzip, AfD hat dann zwar bald 30 Prozent der Bevölkerung, aber es wird eben nicht ausreichen, um eine Regierung bilden zu können. Das heißt, hier haben wir das dritte Bundesland im Osten, wo die AfD sehr stark ist, aber vermutlich eben nicht regieren wird. Ob das wirklich demokratische Verhältnisse sind, ob der Wähler auf Dauer das akzeptieren wird, das wird man sehen. Andererseits der Wähler ist es ja, der ja genau diese Konstellation wählt. Ja, so, denn man würde man jetzt mal gucken, wie die SPD sich in den letzten Zeiten dargestellt hat. Dann ist das ja auch ganz informativ.

So, und dazu möchte ich mal auf eine bisschen ältere Umfrage gucken. Also älter ist sie noch nicht. Sie ist vom 5.9. Und da haben wir nämlich bei das Institut Wahlkreisprognose. So, und das hat auch eine Umfrage gemacht. Und wenn wir die uns mal anschauen, dann sehen wir, wie sich in den letzten Monaten eben die Parteien entwickelt haben. So, also hier unten sehen wir die kleine Partei Grünen im Grunde genommen seit Juni unverändert. vorher eigentlich mehr oder minder im Abwärtstrend schon begriffen. Die Gelben sind sowieso ohne Belang, also FDP. Aber dann gibt es hier noch diese regionalen BVB und Freie Wählerbündnisse, die sind auch so leicht abwärtstrendig. Interessant ist, dass also eben das BSW einen Aufwärtstrend hatte und sich dann hoch katapultiert hat. Das haben wir aber in den anderen beiden Bundesländern auch gesehen. Und was mit der CDU ist, das sehen wir hier, die ist im Grunde genommen leicht abwärts. Und jetzt schauen Sie mal hier, SPD seit Juni voll im Aufwärtstrend drin und in einem steileren Aufwärtstrend als die AfD. Das heißt, es ist ganz klar, dass also der Wähler...

Ja, offensichtlich, aus welchen Gründen auch immer, die SPD gestärkt hat seit quasi zweieinhalb Monaten. Und die ist in einem Aufholtrend drin. Der Wähler möchte SPD. Ich persönlich finde das ganz interessant, wenn wir also jetzt bundesweit sehen, was unsere SPD betrifft. Führungsfigur Olaf Scholz erzählt. Das ist ja eher traurig. So aber erscheint, dass im Regionalen man die Politik dort anders beurteilt von dem Herrn Wolf, wie heißt er, Dietmar Woidke. Und Herr Woidke, dazu werde ich vielleicht noch in einem anderen Video was sagen, wenn wir uns mal die Spitzenkandidaten angucken. Also summa summarum, vermutlich werden wir in Brandenburg eine SPD-geführte Regierung in einer Zweier- oder Dreierkoalition kommen. Wenn es für die SPD gut läuft, dann geht sie mit der CDU zusammen. Wenn es schlecht läuft, dann muss sie sich wohl entscheiden, ob mit CDU und mit AfD und vielleicht sogar noch die Grünen dabei als dritter Partner. Man wird sehen. In diesem Sinne, schreiben Sie bitte Ihre Kommentare unten wieder rein. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.

Klar sehen, clever denken, frei handeln, die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wer gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen in Brandenburg?“, Die Welt Klar Sehen, 13.09.2024.

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Analyse der letzten Wahlumfragen vor der Landtagswahl 2024 in Brandenburg und der daraus folgenden Koalitionsmöglichkeiten. Trotz starker AfD läuft es voraussichtlich auf eine SPD-geführte Regierung hinaus.

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