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LIVE Nationalratswahl 2024 in Österreich | Wahlergebnisse, Interviews und mehr...29.09.2024

Abschrift

Abschrift des Videos vom 29.09.2024327 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Eli

Hallo und willkommen, liebe Freunde. Mein Name ist Ilja T. Es ist ein historischer Sonntag, der 29. September 2024 und ich danke euch und freue mich, dass ihr auch heute Abend zu dieser Sendung, einer Sondersendung hier auf eTVC mit eingeschaltet habt. Liebe Freunde, es sind Schicksalstage für ganz Europa, für Deutschland nächstes Jahr, doch für Österreich schon heute. Denn was die Bundestagswahlen in Deutschland sind, erst am 28. September kommenden Jahres, ist heute schon am 29.09.2024 für Österreich. Und die Österreicher, liebe Freunde, sie haben genauso wie in Deutschland eigentlich nur zwei Wahlen. Entweder, liebe Freunde, sie entscheiden sich für die Freiheit, sie entscheiden sich für die Wahrheit und sie entscheiden sich für die politische Opposition und damit die FPÖ von Herbert Kickl. Oder aber sie entscheiden sich für eine Koalition von allen Verlierern zusammen, die alle nur eines im Sinn haben, nämlich erstens weiter so und zweitens alle zusammen gegen die FPÖ und damit eben gegen die parlamentarische Opposition. Es steht also in der Tat viel auf dem Spiel in Österreich und auch wenn wir weiß Gott in Deutschland viele eigene Themen haben, ich sage nur Stichwort Essen, was wir heute Abend um 21 Uhr besprechen werden, möchte ich jetzt diese Sendung Österreich widmen, wenn wir alle zusammen ab 17 Uhr erfahren werden, wie es entsprechend in dem Land in den Alpen weitergeht. Ich werde das heute nicht alleine machen, sondern zu unterschiedlichen Korrespondenten schalten. Einmal Kanal-Kompanion Uwe, den ihr bereits von Die Weltklarsehen kennt und in ein paar wenigen Minuten und in unregelmäßigen Abständen auch zu Florian Machl von Report24, weil er ist im Parlament in Wien und wird von dort aus, vom Handy aus versuchen zu berichten, was er vor Ort eben mitbekommt. wir uns aber alle auf dieses Event einstimmen. Und ich begrüße im Übrigen auch die Zuschauerschaft auf Die Welt klar sehen. Das ist der Kanal von Kanalkompanion Uwe. Möchte ich in aller Kürze, bevor ich dann auch Uwe später nachher noch dazu holen werde, nach Florian Machl, euch mit auf den Weg geben, worum es eben geht und warum auch wir als Deutsche nach Österreich blicken sollten. Und vor allen Dingen vielleicht auch ein bisschen, wie der Wahlkampf dort läuft, damit ihr seht, wie viele Parallelen zu Deutschland auch die Österreicher durchmachen müssen.

Gast

Hallo Stephansplatz, hallo Wien, hallo Österreich. Ihr seid großartig, ihr seid spitze. Ich bin unglaublich stolz auf euch und gemeinsam werden wir am Sonntag etwas erreichen, was es in diesem Land noch nie gegeben hat. Eine freiheitliche Nummer 1 und daraufhin einen freiheitlichen Kanzler für die eigene Bevölkerung. Wir stehen heute da am Stephansplatz, weil vor 25 Jahren hier Jörg Haider am Stephansplatz gestanden ist mit seiner Schlusskundgebung. Und ich denke mir oft, was wäre diesem Land erspart geblieben, wenn wir einen Bundeskanzler Jörg Haider gehabt hätten, anstatt all derer, die dieses Land danach Schritt für Schritt nach unten geführt haben. Ich habe ja einen ganz, ganz einfachen Grundsatz in der Politik. Und der heißt Österreich zuerst. Mir geht es darum, das Beste für unser Land herauszuholen. Ich will, dass unser Österreich geschützt wird in einer ganz, ganz schwierigen Lage. Dass ihr alle möglichst wenig Schaden nehmt, dass die Bevölkerung geschützt wird, so gut es irgendwie möglich ist. Dieses Mal, dieses Mal werden wir die Nummer eins bei dieser Wahl werden. Dieses Mal wird es uns gelingen und wir werden mit diesem ersten Platz den Traum und das Vermächtnis von Jörg Haider verwirklichen. Wir werden mit einem Erfolg bei dieser Wahl den Weg freimachen ins Bundeskanzleramt, damit dann dort jemand die Geschicke in die Hand nimmt, der für das eigene Volk arbeitet und nicht mehr einer, der gegen das eigene Volk regiert. Das wird der entscheidende Unterschied sein. Also, wir Freiheitlichen sind bereit. Ich bin bereit, liebe Freunde. Und ich glaube, nein, ich weiß, ihr seid's bereit. Gehen wir's an. Fünf gute Jahre für Österreich.

Eli

Soweit, liebe Freunde, das Versprechen des Gemeinsam-Kanzlers Herbert Kickl, auf dem ganz, ganz viele Hoffnungen ruhen dieser Tage und für eine etwas neutralere Einordnung dessen, was heute in Wien eben einsteht, vor allen Dingen mit einem ersten Kurzüberblick über eben auch die Parteienlandschaft in unserem Nachbarland, hier ein Beitrag der Tagesschau.

Gast

Wahlkampfabschluss der rechtsnationalen FPÖ. Die Kulisse ist bewusst gewählt. Der Stephansdom mitten in Wien. Sollte die FPÖ gewinnen, will Spitzenkandidat Herbert Kickl Volkskanzler sein. Er verspricht einen radikalen Kurswechsel. Österreich soll eine Festung gegen Migranten werden. brauchen wir abschließend Remigration. Ich weiß gar nicht, was an diesem Wort so böse sein soll. Die regierende österreichische Volkspartei hat in den vergangenen Tagen aufgeholt. Bundeskanzler Karl Nehammer wird mit einem Österreich-Clan, will den Erwerb von Wohneigentum erleichtern oder die Wirtschaft ankurbeln. Eine Koalition mit Herbert Kickl lehnt er ab. Wir leben nicht von den Problemen, sondern wir lösen sie. Sein derzeitiger Koalitionspartner, die Grünen, hofft auf einen Stimmungsumschwung durch das jüngste Hochwasser. Und es braucht uns Grüne bei den Lösungen. Weil ja, wir brauchen Klimaschutz, damit wir unsere Heimat schützen können.

Eli

Ja, und vor allen Dingen brauchen sie Naturkatastrophen, damit sie politisch relevant werden. Das muss man sich auch mal vorstellen.

Gast

Wird nach der Wahl eine Dreierkoalition nötig, könnten die bürgerlich-liberalen Neos Königsmacher sein. Sie fordern ein Sparprogramm. Es muss auch ausgabenseitig was passieren. Die Wirtschaft liegt am Boden. Die Menschen brauchen Entlastung und wieder Zuversicht und Optimismus. SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Babler verspricht mehr soziale Gerechtigkeit. Dazu gehört auch die Einführung einer Vermögensteuer. Ich mag keine Neuersteuerheit für die Masse. Ich mag einen gerechten Beitrag der Superreichsten mit ihren zig Millionen Vermögen. Das ist immer richtig am Kennern. Nach 17 Uhr werden die ersten Zahlen vorliegen.

Eli

Also, nach 17 Uhr werden die ersten Zahlen vorliegen. Doch schon jetzt liegt auf der Hand die Zahlen. Sie sind vielversprechend für eine blaue Welle in Österreich. Zum ersten Mal, liebe Freunde, lag die FPÖ bereits als stärkste Kraft vorne. Und zwar diesen Juni bei der Europawahl. Da hatten sie allen Grund bereits zu feiern und sind wirklich allen anderen, insbesondere den Zweitplatzierten, davon gerannt. Man sieht die Parallele, wohin man blickt. Nicht einfach nur in puncto der Programmatik, sondern auch in puncto der unterschiedlichen Die Protagonisten zwar, aber vollkommen identischen Berichterstattung. Wir sehen diesbezüglich auch zum Beispiel die Propagandamaschinerie, die gegen die AfD geschossen ist, als bei derselben Europawahl entsprechend zwar publiziert worden ist, dass die AfD abgeräumt hat, aber immer mit einem ganz, ganz großen Aber. Österreich hat ganz besondere Vorzeichen. Unter anderem kann man bei denen auch eine Partei wählen, die da heißt Griechenland. Keine von denen. Die seht ihr tatsächlich hier auf dem Zettel. Und das ist so wahnwitzig, dass es vermutlich nur die Österreicher wirklich verstehen können. Deshalb hole ich mir jetzt hier in den Stream meine beiden Kommentatoren, von denen ich mit dem zweiten zuerst anfange und danach mehr den Uwe zu Wort kommen lasse. Denn wir schalten jetzt live nach Wien, wenn die Technik hält, in das Objekt, wie man mir gesagt hat. Ich nehme mal an, das Parlament ist gemeint zu unserem heutigen Korrespondenten Florian Machl. Florian, Siehst du uns schon? Hörst du uns schon? Kannst du uns erkennen?

Gast

Servus, ich sehe dich. Ich habe aber keine Ahnung, ob meine Kamera funktioniert.

Eli

Ja, ich wollte selbiges gerade zurück sagen, weil ich sehe euch beide gerade auch nicht. Lass mich mal gucken, wo ihr hin seid. Ich hoffe, da seid ihr wieder. Ja, das ist immer so bei diesen Live-Schalten. Nein, deine Kamera ist aus, aber wenn du sie anmachst, sehen wir sie. Einwandfrei. Da bist du. Gut, das sollte doch klappen. Ich mache euch ganz kurz bekannt zu meiner linken Kanalkompanion Uwe, der mein Analyst für länger sein wird und du bist der Kurzkommentator, auf dessen Feedback wir uns natürlich auch freuen. Du bist der Chefredakteur von Report24, du bist Österreicher, du bist Wiener, du hast dieses unnachahmliche Schmäh und du hast den Blick von vor Ort. In diesem Sinne, lieber Florian, wo bist du, in welchem Objekt bist du und wie ist dort die Stimmung?

Gast

Servus Eli, ich bin hier vor Ort im Parlament, obwohl ich vom Geheimdienst Hausverbot bekommen habe, aber das ist dem Parlament egal. Parlament lässt die freien Medien trotzdem herein. Darum bin ich hier in den heiligen Hallen und wir warten eigentlich auf die ersten Hochrechnungen. Sonst kann ich stimmungsmäßig nicht viel sagen. Es laufen hoffenweise Kamerateams herum und fühlen sich fürchterlich wichtig, aber es tut sich nicht viel. Tut sich nicht viel drinnen. Vor Ort gespanntes Warten, würde ich sagen.

Eli

Okay, vor Ort gespanntes Warten, auch in Deutschland gespanntes Warten. Wir gucken auf die Nachrichtenlage. Wir sehen, es gibt einen Wahlkrimi, der sich abzeichnet. Was kannst du uns sagen zu den letzten Umfragen? Wie haben die die beiden Parteien, wo haben die die beiden Parteien gesehen? Und vor allem, welche zwei Parteien kämpfen denn hier um die Vormachtstellung in Österreich?

Gast

Es ist immer die Frage, welche Umfragen man sich natürlich ansieht, beziehungsweise ob man interne Zahlen kennt. Veröffentlicht werden ja dann immer irgendwelche Hochrechnungen und irgendwelche Vermutungen, dass sich manche Menschen nicht zu einer Partei bekennen. Es kämpft die österreichische Volkspartei mit unserem Herrn Karl Nehammer gegen die Freiheitlichen mit dem Herrn Herbert Kickl. An sich auf allen Umfragen, die man intern so kennt, sind die Freiheitlichen weit vorne. sollten die ÖVP überholen. Allerdings befürchten wir natürlich, dass sich mit Wahlkarten wieder das eine oder andere tun wird. Es sind über 1,4 Millionen Wahlkarten ausgegeben worden. Ich glaube, es gibt irgendwas 5,5 Millionen, habe ich jetzt Milliarden gesagt, natürlich 1,4 Millionen Wahlkarten ausgegeben für etwa 5 Millionen Wahlberechtigte, wenn ich richtig informiert bin. Das heißt, eine sehr, sehr große Zahl. Und bei den letzten Wahlen haben wir auch gesehen, Das eine oder andere noch ganz überraschend verändern, darauf warten wir.

Eli

Und die Wahlkarten, das ist österreichisch für Briefwahl, oder? Das bedeutet, 20 Prozent der Wählerstimmen werden per Briefwahl entsprechend in Österreich stattfinden. Also wir sagen natürlich nichts, befürchten aber alle zusammen alles, dass da unglaubliches Schindluder betrieben werden kann. Aber das sieht man ja auch schon auf Anhieb, wenn man sich den Verlauf der Umfragen eben hier anguckt. Und zwar sehen wir hier die Kurve der FPÖ, der Freiheitlichen Partei Österreichs, die über die Jahre seit 2020 nach oben tendiert ist. Während gleichsam die Kurve der ÖVP, das Äquivalent ist ja wohl die deutsche CDU, glaube ich, bei uns, von ehemals ganz oben eigentlich nach unten tendiert ist, nur genauso wie wir es in Brandenburg gesehen haben, genauso wie wir es gesehen haben am Wahlabend, als Joe Biden natürlich vollkommen legitim in Amerika gewonnen hat, ging es unmittelbar in den letzten Monaten hier nach oben. Und die Frage ist jetzt natürlich nur, wo sich diese beiden ansammeln werden. Du sagst, die Stimmung ist gespannt. Würdest du sagen, es gibt eine realistische Chance, dass die FPÖ das jetzt ins Ziel retten kann? Oder sollten wir alle gleich von Anfang an im Prinzip jegliche Hoffnung fahren lassen und sagen, mit Briefwahl, mit öffentlicher Meinungsmache, mit den üblichen Tricks ist hier nichts mehr zu holen für die Freiheitlichen?

Gast

Also wenn ordentlich gezählt wird, sind die Freiheitlichen auf Platz 1, wobei man natürlich auch im Hintergrund strategische Überlegungen stellen muss. Die Frage ist ja, ob das unbedingt immer so gut ist, wenn man auf Platz 1 ist. Das hat man auch in Deutschland gesehen, wenn da diese Brandmauer gemacht wird, wenn man abgelehnt wird, wenn es keine möglichen Koalitionen mit anderen Parteien gibt. Was bringt einen an der Platz 1? Aber es gibt verschiedene Überlegungen und natürlich Herbert Kickl hat gekämpft wie ein Löwe und hat absolut verdient diesen Platz 1. Sie haben auch tatsächlich, wenn wir jetzt unsere Seher ansprechen, sie haben bis zuletzt gekämpft für die Aufklärung der Corona-Zeit und das sehr fair und ehrlich. Es hat Sucharit Bhakdi erst am vergangenen Dienstag in Wien gesprochen bei einer Veranstaltung der freiheitlichen 600 Personen anwesend bis zum letzten Platz voll. Also was Aufklärung betrifft, sind Sie glaubwürdig, sind Sie ehrlich, haben Sie vor, einen Untersuchungsausschuss zu machen. Und das ist für mich persönlich auch das wichtigste Ziel dieser Wahl, dass die Freiheitlichen über 25 Prozent der Stimmen kommen. Mit diesen 25 Prozent können Sie ohne irgendjemand anderen einen Untersuchungsausschuss einberufen haben. Und das wäre jetzt einmal aus der Sicht der Aufklärer das Wichtigste. Wenn sie natürlich mehr Stimmen haben, ist es schön für sie. Und besonders schön wäre eine Sperrminorität, die ist aber in weiter Ferne, die ist nicht realistisch.

Eli

Die ist nicht realistisch. Beide Kontrahenten hoffen nichtsdestotrotz auf Platz 1 und Kicke sieht sich bereits als Volkskanzler. Er hat schon gesagt, dass selbst wenn alle anderen Parteien zusammen versuchen, was in Thüringen, was in Sachsen, was in Brandenburg passiert, nämlich die FPÖ von der Regierung abzuhalten, dass er noch nicht davon absieht zu sagen, dass er nicht Kanzler werden möchte. Immerhin hat das Volk der Souverän also gesprochen. Ganz zuletzt hat auch er gesprochen. Aber eine Sache ist klar, diese Aufholjagd der ÖVP, die wirkt unfassbar unorganisch auf mich. Wenn man sich hier den Verlauf der Sonntagsumfragen bei euch in Österreich anguckt, dann sieht man, die letzte vor einer Woche, die hat die FPÖ und die ÖVP bei 27, 25 Prozent gesehen. Aber wenn man zurückgeht, schau mal hier, und zwar gerade mal vor vier Wochen, vor einem Monat, Sehen wir einen Abstand, der könnte größer fast schon nicht sein. Da lag die ÖVP komfortabel mit 10 Punkten Abstand auf Platz 2. Und jetzt reden wir von möglichen Chancen, die sich Nehammer auszeichnet oder abzeichnet oder ausmalt eben für Platz 1. Ob es mit rechten Dingen zugeht, das wissen wir natürlich beide nicht. Aber wie verläuft der Wahlabend historisch gesehen? Was können wir um 17 Uhr erwarten? Und wird das eventuell so eng, dass wir über 17 Uhr hinaus noch lange warten werden müssen?

Gast

Ja, vielleicht noch kurz. Also ich glaube auch, dass das künstlich hochgeschrieben ist. Ich glaube nicht, dass die ÖVP so viele Stimmen hat. In Wahrheit hasst jeder die ÖVP, außer diejenigen, die von der Korruption dieser Partei begünstigt sind. Und man kann sich das auch selbst ansehen, zum Beispiel auf Facebook und auf X. Wenn immer die ÖVP oder der Spitzenkandidat irgendein Posting machen wird, dann gibt es einen Shitstorm und es gibt kaum irgendwelche Likes. Also ich... Ich kenne eigentlich keinen Beitrag, der über 200 Likes hinausgeht. Die Menschen hassen diese Herrschaften wirklich und sie kommentieren auch dementsprechend. Das kann sich, wie gesagt, jeder selbst ansehen. Das haben wir nicht erfunden. Und dementsprechend ist die Stimmung in diesem Land und wenn jemand behauptet, die ÖVP wäre über 20 Prozent, dann kann man irgendwie nur lachen. Aber zum Glück gibt es ja die Briefwahlstimmen. Ja, wie soll das heute weitergehen? Also im Grunde genommen, ServusTV hat versprochen, die sind hier auch zwei Räume weiter, dass sie mit Exit Polls die Stimmung in etwa nachzeichnen. Wir haben aber auch schon bei vergangenen Wahlen gesehen, Das ist auch sehr interessant. Die Exit-Polls entsprechen dann meistens der tatsächlich gemessenen Stimmung in der Bevölkerung. Aber wenn die Briefwahlstimmen eintreffen, wird sich alles wieder drehen und alles wieder verändern. Ist aber trotzdem interessant, was Servus da veröffentlichen möchte. Und die ersten Hochrechnungen kommen dann... Um 17 Uhr hattest du geschrieben. Um 17 Uhr, ja, wenn ich das geschrieben habe, ist es die Wahrheit. Sonst kommen sie meistens erst um... 18 Uhr und sehr interessant ist auch, dass das Endergebnis erst am Donnerstag feststehen soll, wenn eben die letzte Briefwahlkarte gezählt ist.

Eli

Ja, und es ist dieses Mal wirklich in ganz anderen Dimensionen unterwegs. Also nicht nur hat fast jeder Fünfte sich eben für die Briefwahl entschieden, sondern weil das Volumen eben der auszuzählenden Briefwahlstimmen noch so hoch ist, hat man das im Vorfeld nicht geschafft, sondern weiß jetzt schon, dass man das über den Wahlabend, habe ich der Berichterstattung entnommen, nicht wird schaffen können und mindestens 200 Stimmen heute also liegen bleiben, was immerhin einem Volumen von 0,4 Prozent entspricht. Also sollte es tatsächlich zu einem Kopfrennen kommen, dann hat die Gegenseite, dann hat das politische Establishment, dann hat der Ihr wisst schon welcher, liebe Freunde. Die Möglichkeit, entsprechend 0,4% noch kreativ einzusetzen. Gut, also wie verläuft dein Abend? Wo können die Leute mehr von dir, von Report24 sehen? Welche Berichterstattung hast du heute Abend vor?

Gast

Ja, wir hatten das Glück als Freie Medien, dass sich zwei Sender akkreditieren konnten, auch gegen den Willen der ÖVP-geführten Geheimdienste. Es ist RTV hier, dieser Regionalsender aus Steyr, der in der Corona-Zeit internationale Bedeutung erlangt hat. Und es ist Auf1, das wahrscheinlich jeder kennt, ebenso mit einem großen Stand hier. Hier wird eine Live-Sendung stattfinden, soweit ich weiß, ab halb fünf. Es werden ständig Studiogäste befragt werden. Es werden auch natürlich eigene Prognosen und was halt bekannt ist, berichtet werden. Und das ist auch eine große Neuerung und eine Neuheit, dass ein alternativer Sender direkt aus dem Parlament live berichten wird. Und wir haben auch gesehen, dass die etablierten Sender sauer sind deshalb. Also die haben tatsächlich, wenn man auf die Seite von der Standard.at zum Beispiel schaut, haben sich beschwert, dass sie dieselbe Luft atmen müssen wie die freien Medien. Und das wird auf jeden Fall recht lustig.

Eli

Der Standard.at, ist das ein anderes Angebot als der Standard.de? Ja, wird wahrscheinlich was anderes.

Gast

Genau, das sind dieselben Herausgeber, soweit ich weiß, ja, genau.

Eli

Dieselben Herausgeber, okay, gut, also das ist soweit die österreichische Mainstream-Presse, genau, in die werden wir jetzt nicht reingucken müssen, wir haben ja dich vor Ort, ja, aber spannend ist auch, dass natürlich, das werde ich dann nachher mit meinem anderen Analysten Uwe hier weiter ausführen, dass Themen zum Beispiel für Migration auch bei euch trennten, selbst wenn bei uns in Deutschland, in Essen, ne, die wunderschönen migrantischen Nachbarn, die ja jetzt hier zu Bürgern gemacht werden, randalieren, dann hört auch ihr das in Österreich und es wirft seine Schatten eventuell sogar auf den Wahlkampf voraus. Letzte Frage an dich, inwieweit glaubst du, werden die Überschwemmungen, die ihr jetzt in Österreich ja stark erlebt habt, Niederösterreich, tatsächlich auf den letzten Metern die Wahlentscheidung der Menschen beeinflusst haben?

Gast

Das ist außerordentlich schwer zu sagen. Wir hatten vor etwa zehn Jahren die letzten großen Überschwemmungen, die der ÖVP aber sehr geschadet haben. Die Problematik ist, dass da auch sehr viel Korruption im Hintergrund ist. Es werden Landstriche im Grunde genommen für die Bebauung freigegeben, die man nicht freigeben dürfte, weil dort mit Hochwasser zu rechnen ist. Teilweise wird extrem geschlampt mit Wasser. den Hochwasserschutzvorkehrungen, dass die nicht gebaut werden. Und zumindest in Oberösterreich war es damals so, dass sogar der Landeshauptmann gewechselt hat, weil er so stark angefeindet wurde. Also ob die ÖVP davon profitieren kann, wage ich zu bezweifeln. Vor allem auch, weil man in Brüssel sich abspeisen ließ mit Almosen. Ich glaube, 500 Millionen Euro sind da irgendwo als Soforthilfe vorgesehen. Ob die überhaupt irgendwo ankommen, Sei dahingestellt, ich glaube mit allen Förderungen und Hilfen, die es gibt, wird man nur auf 50 Prozent der Schadenssumme kommen. Das heißt, dass die Menschen jetzt sagen, die Regierung ist so großartig und hilft uns, glaube ich nicht. Okay, gut.

Eli

Also es ist verrückt. Wir sind in der Situation, dass die Leute sich von der Regierung im Stich gelassen fühlen müssen, damit die FPÖ bessere Chancen hat. Aber weiß Gott, die politischen Umstände haben schon immer, wer auch immer dann am Ende gewonnen hat, in irgendeiner Form halt zu gewissen Erfolgen eben verholfen. Warum sollte es bei der FPÖ nicht anders sein? Die Politik lebt von Opportunität im Sinne von Möglichkeiten, die man halt eben zur... richtigen oder falschen Zeit, wie auch immer, dann halt eben flexibel nutzen muss. Und es sei auf jeden Fall der FPÖ zu gönnen, wenn sie das dieses Mal schafft aufs Treppchen. Sie war ja sogar schon einmal in einer Regierungsbeteiligung, aber leider konnte zum Beispiel auch ein Innenminister Kickl nicht verhindern, was auch über Österreich geschwappt ist. Und das ist eine andere Welle, nicht die Welle, die Niederösterreich vor zwei Wochen erreicht hat. Gut, also vielen herzlichen Dank für den Moment, lieber Florian. Wann auch immer du Zeit hast, der Link bleibt offen. Melde dich einfach gerne wieder an, komm einfach rein. Wenn ich das sehe, blinkt das bei mir auf und dann freue ich mich über Updates von dir.

Gast

Alles klar, lieber Illy. Servus, liebe Grüße.

Eli

Gut, bis dahin. Tschüss und viel Erfolg und hoffentlich hält die Verbindung. Bye, bye. Gut, da geht der eine hin und der andere bleibt. Und zwar der Uwe. Klardenker Uwe, du hast jetzt den Florian gehört aus Österreich und du hast dir vor allen Dingen selber eigene Gedanken gemacht. Was steht denn auf dem Spiel in Österreich deiner Meinung nach?

Uwe

Ja, die große Frage ist eben, ob in Österreich jetzt die FPÖ tatsächlich die Mehrheit erlangen wird. Und wenn sie es erlangt, wird sie koalieren können, wird sie womöglich auch den Bundeskanzler stellen können. Das sind also ähnliche Fragen, die wir hier in Deutschland ja in unseren Landesparlamenten ja teilweise auch hatten. Sprich, das Thema ist dasselbe, nur das Land ist ein anderes.

Eli

In der Tat entscheidet sich sehr viel an ähnlichen Persönlichkeiten, ähnlichen Konstellationen. Aber nichtsdestotrotz, die Kontrahenten, sie könnten rein optisch zumindest nicht unterschiedlicher sein. Ich möchte dich mal ganz kurz hier mitnehmen. Und zwar, das ist Herbert Kickl, den ihr auch schon im Einspieler-Video gesehen habt. Herbert Kickl ist nicht irgendwer, sondern eben der Mann, der bereits schon in einer Regierung war in Österreich. Seither gilt er bereits schon als ein harter Ideologe. Er ist zwar kein Verführer, sei aber im Prinzip ein programmatischer Luchs, möchte ich mal sagen, der nicht von seinen Ansichten und seinen Positionen abrücken möchte. Er ist der rechte Österreicher, wie hier getitelt wird. Er scheint wirklich omnipräsent zu sein in diesem Wahlkampf. Und er hat auch zuletzt die Leute zur Wahl aufgerufen. Und dann der Gegenentwurf zu Herrn Nehammer, der ja bereits, ich glaube, schon über zwei Jahren die Geschicke von Österreich leitet, nach Sebastian Kurz, an den wir uns alle noch zwar sehr ungern, aber nichtsdestotrotz dunkel erinnern, der wegen einer Korruptionsaffäre aus dem Amt geschieden ist. Danach Kurz, Van der Bellen, den er hier witzigerweise ja als viel zu alt betitelt, zu Recht, ja. Wandelnde Mumie hat er, glaube ich, Van der Bellen genannt, seinen Vorgänger in Österreich. Und danach hat der Nehammer übernommen. Aber bevor wir, wie gesagt, uns in all diesen drei hoffentlich bald irrelevanten Persönlichkeiten verlieren, hier vielleicht der nächste Kanzler von Österreich mit seiner eigenen Ansprache, Herbert Kickl.

Gast

Am kommenden Sonntag bist du aufgerufen, deine Wählerstimme abzugeben. Doch bevor du das tust, nimm dir bitte noch einen Moment Zeit und frag dich selbst. Geht es dir heute besser als vor fünf Jahren? Kannst du dir fürs tägliche Leben gleich viel leisten wie vor fünf Jahren? Fühlst du dich sicherer als vor fünf Jahren? Denk an die Kinder. Musst du dir weniger Sorgen um deren Zukunft machen als vor fünf Jahren? Und kannst du noch darauf vertrauen, dass ihnen nichts Schlimmes zustößt? Erinnere dich zurück, was in den letzten fünf Jahren passiert ist. War es richtig, einen Corona-Impfzwang einzuführen? War es richtig, die EU-Sanktionen zu unterstützen und im Gegenzug explodierende Kosten fürs Heizen im Winter für Strom und für Energie in Kauf zu nehmen? War es richtig, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen und darauf zu verzichten, straffällige Asylwerber sofort abzuschieben? Und war es richtig, bereit dafür zu sein, die Neutralität aufzugeben, um am NATO-Raketenprogramm Skyshield teilzunehmen? Wenn du all diese Fragen mit Ja beantwortest, wenn du der Meinung bist, es ist alles in Ordnung in Österreich und soll so weitergehen wie bisher, dann ist wohl Karl Nehammer deine Wahl. Wenn du aber nicht alle Fragen mit Ja beantworten kannst, wenn du nicht derselben Meinung bist, sondern sagst, die Dinge müssen sich ändern in diesem Land, wenn du jemanden willst, der endlich wieder für das Volk arbeitet, anstatt gegen das Volk zu regieren, dann bin ich der einzig Richtige für dich. Denn ihr seid der Kanzler und ich bin euer Werkzeug. Und gemeinsam schaffen wir fünf gute Jahre.

Eli

Finde ich erfrischend, dass auf einmal im Prinzip ein Kanzlerkandidat gar nicht so sehr sich selbst in den Vordergrund rückt, überhaupt ja von der Persönlichkeit her ja mehr so mit Understatement quasi werben kann, für sich, sein Anliegen und seine Partei nicht überlebensgroß ist, sondern halt eben sagt, er ist nur das Werkzeug und der eigentliche Souverän ist halt eben Kanzler. Der Wähler. Dem gegenüber steht der Gegenentwurf, ja, des stabilen, starken Mannes, den man halt im Prinzip ins Rennen geschickt hat. Auch er hat seine, sag ich mal, Gönner und ist ein Günstling, der, ich will nicht sagen, ein Young Global Leader ist, aber auch nicht weit davon entfernt. Und er ist natürlich, sag ich mal, ja, der komplette Gegenentwurf. Also mehr breit offensichtlich als hoch, also auf jeden Fall sehr muskulös, sehr stark, steht da irgendwie so über allem gefühlt und kolportiert überall halt im Prinzip seine Überlegenheit, an die er sich natürlich gewöhnt hat als jemand. der vom Mainstream hochgepäppelt worden ist und natürlich als CDU-Verschnittkanzler, so ein bisschen das Äquivalent von Friedrich Merz in Deutschland, natürlich seit jeher die Gunst der Medien genießt.

Gast

Er wurde für die Nationalratswahl abgegeben. Er wählte, begleitet von seiner Ehefrau, in einem Pensionistenwohnhaus in seinem Wohnbezirk Hietzing. Heute ist ein spannender Tag. Heute ist der Tag der Richtungsentscheidung. Es geht tatsächlich um viel. Meine Bitte ist an alle, die uns auch dann noch zuhören. Jede Stimme zählt tatsächlich. Dann wählt auch jede Stimme. Und da geht es um die Auftragsvergabe. Genau darum geht es in den nächsten fünf Jahren. Wie haben Sie den Wahlkampf, wie haben Sie die letzte Zeit erlebt? Wie ist die Stimmung im Land? Es war tatsächlich eine sehr bewegte Zeit, weil natürlich die letzten Jahre auch nicht einfach waren für die Menschen. Und zusätzlich war der Wahlkampf auch noch davon geprägt, dass wir schwere Umwetterkatastrophen hatten, den Wahlkampf unterbrochen haben. Das heißt, es gab sehr viele menschliche Begegnungen, auch mit vielen Schicksalen verbunden. Das, was ich gespürt habe, ist, dass jetzt nach diesen schwierigen Jahren die Zuversicht trotz allem wieder zunimmt. Und das ist wichtig, denn die Probleme kann man mit Zuversicht viel besser lösen als mit Angst. Ja, so wie die Themenanlage sich für alle darstellt. Natürlich ist die Teuerung für die Menschen noch immer auch ein Thema. Es geht um die Frage der Zukunft, wie entwickelt sich Europa, was passiert mit dem Krieg, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, jetzt die Eskalation im Nahen Osten. Die Menschen haben viele Sorgen, deswegen ist es aus meiner Sicht wichtig, die Stabilität als politisch Verantwortlicher zu geben und eben auch die politische Mitte, damit eben nicht die Radikalen zum Zug kommen.

Eli

Ja, also jetzt schon lächerlich, wenn ich das allein so höre. Der zählt die Probleme auf und faselt irgendwas von Stabilität. Stabilität würde ja in dem Zusammenhang bedeuten, dass alles genauso schlecht bleibt, wie es geworden ist. Unter Nehammer, unter davor Van der Bellen, unter davor Kurz. Aber wie gesagt, mit sehr viel Gehirn scheint er mal nicht gesegnet zu sein. Das ist ja offensichtlich da bei ihm in andere Areale gegangen. Gut, Uwe, das ist jetzt die richtige Überleitung für dich. Möchtest du einblenden oder soll ich das übernehmen? Es geht um die Kurzvorstellung der Parteien, damit die Leute wissen, wer in Österreich überhaupt zur Wahl steht.

Uwe

Du kannst ruhig einblenden. Ich habe es dir ja rübergegeben. Insofern werde ich ein bisschen dann von meiner Seite noch zusätzlich kommentieren. Also im Grunde genommen geht es ja... Du bist zu laut.

Eli

Du bist die ganze Zeit zu laut. Das hatten wir schon bei der letzten Sendung. Wenn du dich irgendwie mal 10% runterregeln könntest, weil ansonsten muss ich dich hier immer überbrüllen. Und das habe ich jetzt sofort gesehen, dass das einfach zu gut ist. Uwe regelt. Uwe pegelt.

Uwe

So, wie sieht es jetzt aus? 1, 2, 1, 2.

Eli

Nee, ist nicht besser geworden. Ich glaube auch nicht, dass du was verändert hast. Hört sich genauso an. Kannst du einfach direkt im OBS am Mikro. Oder vielleicht am Mikro selbst. Manchmal hat man da auch so einen kleinen Gain.

Uwe

1, 2, 1, 2.

Eli

Ja, jetzt ist besser. Okay, gut. Leute, ihr habt das auch gemerkt, dass das Sinn gemacht hat, dass der Uwe jetzt ein bisschen leiser ist. Also insofern, gut. Leg einfach mal los.

Uwe

Ja, also im Grunde genommen geht es erstmal darum, mit wem haben wir es denn überhaupt zu tun. Und es sind eigentlich nur fünf Parteien wirklich von Relevanz, die jetzt quasi über die Mindestausschlussklausel hinauskommen. Das ist also einmal natürlich die FPÖ, dann ist es dann die ÖVP. Die ÖVP, die dann eben Volkspartei sich nennt. Dann ist es als nächstes die SPÖ, das ist quasi die sozialdemokratische Partei. Dann haben wir dann die Grünen und wir haben noch Neos, das sind quasi die Liberalen. Wenn wir mal ein bisschen reinschauen, zu FPÖ haben wir den Kickl gesehen als Bundesparteiobmann, so heißt es dort bei denen. Die sind im Grunde genommen so etwas wie die AfD bei uns in Deutschland, nur dass die Partei wesentlich älter ist. Die gibt es schon ein Weilchen dort. Sie vertreten eben das nationale Gedankengut und eben deutschnationales im Sinne von österreichisch-deutsch. und sind eben auch dafür, dass eben die Länder selber sich quasi europäisch ein bisschen ihre Identität selber erhalten und nicht eben sich vereuropäisieren lassen. Das heißt, sie sind dementsprechend europaskeptisch und haben aber durchaus auch eine negative Seite, nämlich sie sind dagegen, dass die EU beitritt. Das hat vermutlich eben was mit dem islamischen Hintergrund der Türkei zu tun. Migrationspolitisch sind sie natürlich ähnlich aufgestellt, wie wir das hier in der AfD in Deutschland kennen, nämlich strengere Einwanderungspolitik, sofortige Abschiebung von kriminellen Ausländern, Und sie sehen sich überhaupt nicht als Einwanderungsland. Das ist ein Unterschied zu uns deutschen Politikern, die durchaus der Meinung sind, dass Deutschland sehr wohl ein Einwanderungsland ist. Aber die FPÖ sieht das ganz anders. Dann sind sie natürlich auch familienorientiert, wie das eben für rechtspopulistische Parteien, so nennt man sie heutzutage, üblich ist. Das heißt, es gibt da kein Gendern, sondern es gibt nur wenige Geschlechter, Mann, Frau, Kind. Und gleichgeschlechtliche Ehe lehnen Sie ab und Ländern lehnen Sie auch ab. Zur Umwelt haben Sie wohl ursprünglich mal sich kritisch gegenüber dem Klimawandel positioniert. Mittlerweile hat sich das wohl geändert. dass sie nämlich den Klimawandel wohl doch akzeptieren. Inwieweit sie da tatsächlich jetzt der Klimagenda folgen, sei mal dahingestellt. Anders als die AfD in Deutschland war sie, FPÖ, aber tatsächlich auch mal Teil der österreichischen Bundesregierung, zumindest einer kurzen Zeit, zwei Jahre lang, und das ist dann aber im Zuge einer Affäre zerbrochen. Und hat sich aber mittlerweile, und das sehen wir ja, hast du ja vorhin gezeigt, als die stärkste Kraft quasi jetzt in den aktuellen Wahlumfragen dargestellt.

Eli

Das sieht man hier. Aber man sieht auch die Entwicklung, wie knapp das ist. Und knapp wird, glaube ich, auch das Stichwort des heutigen Abends. Lieber Uwe, auch du musst es bitte knapp erhalten. Bitte halb so lang wie die Darstellung der FPÖ für die restlichen Parteien. Ohnehin, Hintergrund ist einfach nicht, dass es nicht spannend wäre, aber die sind ja eh irrelevant. Also vielleicht bitte nochmal so lang für die Volkspartei und alle anderen nur noch in der Hälfte.

Uwe

Ja, das ist auch meine Zielsetzung. Also die beiden wichtigsten Parteien müssen wir schon ein bisschen, ich sage mal, zwei Sätze mehr zu sagen. Die anderen sind weniger wichtig. Wobei der ÖVP, der österreichischen Volkspartei, das sind quasi die Konservativen, was bei uns der CDU quasi gemäß ist. Die sind eben traditionell Christdemokraten und natürlich wirtschaftsorientiert. Sie sind Pro-Europäer und sehen das als ganz normal an, meinen natürlich, dass sie föderalistisch sind und auch die Marktwirtschaft eben als soziale betrachten, aber auch eben ihre ökologischen Aspekte drin haben. Die sind wie ähnlich bei uns die CDU schon des öfteren Mal in Regierungsverantwortung gewesen, waren in 15 von 32 Bundesregierung und haben dort auch den Bundeskanzler gestellt. Das ist schon eine große Nummer. Und insofern ist das quasi die wichtigste Position. Und dann kommen wir eigentlich auch schon zur dritten Partei, nämlich der SPÖ, die Sozialdemokratische Partei Österreichs. Das ist quasi das, was eben bei uns die SPD ist. Und die sind vertreten natürlich sozialdemokratische Ideen, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, gleiche Einkommensverteilung, Vollbeschäftigung, Ausbau des Sozialstaates. Sie sind natürlich für die Integration von Zuwanderern und gegen jede Form der Diskriminierung, kennen wir alles aus Deutschland. Natürlich sind sie auch pro Europa und sehen es als wichtig an, dass sich Österreich in die EU integriert und betrachten das als einen Beitrag zum Frieden. Auch die haben schon mehrfach den Bundeskanzler gestellt in Österreich und sind aber seit 2017 in der Opposition. während sie also in einigen Bundesländern durchaus immer noch in der Landesregierung drin sind.

Eli

Okay, gut. Ansonsten haben wir dann jetzt noch die Appendix-Parteien, nenne ich es jetzt mal an dieser Stelle, ohne die man auch ganz gut überleben könnte, die es aber natürlich weiterhin gibt. Das sind zum Beispiel hier die Grünen, die Neos. Also die Grünen kann man sich herleiten, die Neos sind dann nochmal interessanter, wer das sein soll im deutschen Äquivalent. Aber vielleicht ganz kurz zwei Worte zu Werner Kogler und den Grünen. Was sind denn das für Leute?

Uwe

Ja, die Grünen sind eben genau Grüne. Die kommen eben auch aus der Umwelt- und Atompolitik der Zeit, so wie das bei uns in Deutschland auch. Nur dass eben die, dass hier der Werner Kogler ist ja nicht nur Bundessprecher seiner Partei, der ist ja auch Vizepräsident. Also der ist ja in der Regierung in Österreich derzeit.

Eli

Weil jetzt gerade Schwarz-Grün regiert, ne? Das hättest du auch dazu sagen können. Genau.

Uwe

Und die vertreten natürlich die atomfreie und genfreie Politik, ähnlich wie bei uns in Deutschland. Sie sind für die Rechte von Minderheiten zu stärken und gegen soziale Ungerechtigkeit, sowohl Bildungsgerechtigkeit und sind natürlich auch an der europäischen Integration interessiert. Also insofern, die Grünen sind genau wie unsere Grünen. Und NEOS, das ist im Grunde genommen jetzt quasi die jüngste Partei, haben im Grunde genommen Dort auch die jüngste Vorsitzende und die sind eben die Liberalen, quasi die Gelben bei uns. Hier sind sie aber heißen eben Neos, sind liberal im Sinne von wirtschaftlich liberal und europäische politisch liberal. So wollen wir alles reformieren in Bildung, wollen das europäische Denken reformieren und auch die Demokratie. Sie wollen, dass es europäische Bundesstaaten gibt und wollen die EU stärken. Das heißt also, anders als manche liberale Denker bei uns, sind die im Grunde genommen doch Europa-Befürworter. Die Bildungspolitik wollen sie, ich sage mal, autonom erstellen und in der Sozialpolitik natürlich Steuererleichterung schaffen. Was hier noch ganz witzig ist, sie sind für die Legalisierung des von Cannabis und möchten öffentliche Unternehmen in der Wirtschaftspolitik privatisieren. Die warnen einmal konnten, also bei der letzten Nationalratswahl konnten sie auch Mandate sich sichern und jetzt wollen sie natürlich auch wieder dabei sein und ob sie es dann schaffen, werden wir sehen.

Gast

Okay, gut.

Eli

Danke dir für diese Kurzzusammenfassung. Wir merken auf jeden Fall ganz, ganz viele Parallelen, die wir entsprechend halt auch aus Deutschland kennen und bevor wir zu den ersten Hochrechnungen kommen, beziehungsweise Exit-Polls, die jetzt schon verheißungsvoll zu sein scheinen, sieht man, dass eben ähnliche Konstellationen zu ähnlichen Reaktionen geführt haben, auch in Österreich. Alle sind gegen die FPÖ, titelt hier auch die Welt. Man hätte so eine Art Ampel dort, wenn eben alle gegen die FPÖ wären, alle sich zusammenschließen müssten, um die FPÖ eben in Österreich zu verhindern. Und sollte die FPÖ aber allerdings trotzdem auf Platz 1 eben ins Ziel kommen, dann sagt Herr Kickl, er sieht sich als der Kanzlerkandidat, der Volkskanzler, der entsprechend nicht bereit ist, sofort im Prinzip auf eine Kanzlerschaft zu verzichten, nur wenn die anderen im Prinzip seine Partei und damit also die FPÖ erpressen würden, so frei nach dem Motto, wir gehen mit euch in eine Koalition, aber nur ohne Herbert Kickl. der im Prinzip ja das alles angestoßen hat, das alles möglich gemacht hat. Ich will nicht sagen, die die Massen begeistert hat, weil er ist ja eine sehr, sage ich mal, reservierte Person. Aber nichtsdestotrotz, der bundesweit bekannt ist, der auch sehr gut vernetzt ist zur AfD in Deutschland. Alice Weidel hat ihm alles Gute gewünscht in diesem Wahlkampf. Und wenn man quasi ihn reitet, in Anführungszeichen, bis in die Ziellinie und nach der Ziellinie quasi schlachtet, politisch gesprochen, dann ist das ein sehr unnobler Zug, der vielleicht einmal für eine Regierungsbeteiligung reichen würde. Aber wer einen Pakt mit dem Teufel macht, liebe Freunde, der sollte wissen, dass spätestens beim zweiten Mal das Ding dann entsprechend nach hinten losgeht.

Gast

Uwe, du musst deinen Ton ausmachen. Uwe, hörst du mich?

Eli

Jetzt hast du dein Mikrofon ausgemacht. Du hast im Hintergrund irgendein Video angemacht und wir haben das alles mitbekommen. Gut, ja, also, dann lass uns jetzt hier übergehen zu den gerade reingekommenen Exit Polls, liebe Freunde. Und die sind, was das angeht, entsprechend spannend. Lasst mich hier das alles mal ablegen in so einer Art Live-Ticker, den ich, glaube ich, hier hatte. Ja, die Wahl, sie ist jetzt also in vollem Gang. Die haben etwas unglaublich Undemokratisches in Österreich und das ist nämlich, dass man Exit Polls veröffentlicht. Ich weiß nicht, warum. Jedem, der auch nur zwei Zitronen im Kopf hat, sollte klar sein, dass man so etwas natürlich nicht veröffentlichen kann, solange bis die letzten Wahllokale nicht auch geschlossen sind. Aber bei denen macht man eben Exit-Befragungen im Sinne von, für wen haben sie denn nur gestimmt in den Wahllokalen, wo die Leute vorher im Prinzip schon reingegangen sind und veröffentlicht die ersten Hochrechnungen auf Basis dieser Exit-Polls, nicht auf Basis von ausgezählten Wahlzetteln, sondern auf Basis von im Prinzip Befragungen an den Wahlstationen, nachdem die Leute gewählt haben, schon um 16 Uhr. Ja. beziehungsweise je nachdem, wie es halt eben gerade so reinkommt. Und offensichtlich ist es jetzt dieses Mal 16.30 Uhr geworden. Und da sehen wir ein Bild, das sich eben abzeichnet, dass auch die Live-Ticker in Kürze sich bemühen werden, eben abzubilden. Die Hochrechnung auf Basis eben dieser Exit Pulse, die etwas genauere, sie ist halt schon für 17 Uhr oder damit jetzt in 15 Minuten eben angekündigt. Aber für den Moment haben wir bereits etwas, worüber wir uns unterhalten und worauf wir uns stützen können. Und das ist das momentnachfolgende. Ich versuche es mal reinzuziehen in den Browser. Da ist es, Uwe. Das ist die erste Hochrechnung. Eine Trendprognose zur Nationalratswahl. Das ist das Äquivalent, hätte ich vielleicht sagen müssen, zu unserem Bundestag und unserer Bundestagswahl. Und wir sehen hier, dass es genauso knapp geworden ist, wie wir schon gesehen haben. Und ich bin auf Anhieb sofort enttäuscht, weil dieses selbe Bild, Haben wir bereits auch schon in Brandenburg, in Sachsen und in Thüringen vielleicht nicht. Da war der Abstand sehr viel größer. Ja, aber in Sachsen und Brandenburg halt eben gesehen. Und ich garantiere euch jetzt schon, dass innerhalb der nächsten paar Stunden bereits dieser Abstand der ÖVP aktuell noch 25,5 und damit zweiter Platz zur erstplatzierten FPÖ 27,5 schrumpfen wird. Stück für Stück, Scheibchenweise, Salami für Salami, werden sie von dem blauen Balken noch abschneiden und werden den hier drauflegen bei der ÖVP, solange bis es die Briefwahlen vermutlich werden entscheiden müssen. Wir wissen vom Volumen her, dass es ungefähr eben 0,4 Prozent der Stimmen ausmacht. Aber wenn das allein jetzt die Trendprognose ist mit einer gewissen Unschärfe, muss ich jetzt schon sagen, das sieht nicht gut aus für die FPÖ. Mögt er sagen, dass ich da ein bisschen, sag ich mal, vorbelastet bin, dass ich die Sachen zu pessimistisch sehe, aber lieber vom Schlimmsten ausgehen und sich dann positiv über eine Überraschung freuen, als gegenteilig zu hoffen und wild hier durch die Gegend zu hupen, um zu meinen, die FPÖ hat's gemacht, hat's gemacht, hat's gemacht und danach natürlich niederschmetternd enttäuscht zu sein. Soweit die erste Trendprognose. Nichtsdestotrotz sieht man hier ein relativ klares Bild. Und das ist, dass die ÖVP trotz des kompletten medialen Hypes, den sie hier erlebt hat, abgestürzt ist. Im Vorfeld hatte man gesagt, die eine Partei würde 13 Prozentpunkte verlieren. Damit war gemeint die ÖVP und damit die deutsche CDU. Und dazu gewonnen hat die österreichische AfD dieselben 13 Prozentpunkte, die die ÖVP eben verloren hat. Ansonsten, was ebenfalls interessant ist, die SPÖ ist immerhin... Hier mit 21 Prozent gar nicht so weit weg, gar nicht so weit entfernt, eigentlich vom zweiten Platz, also mitnichten irgendwie weit abgeschlagen. Und wir sehen auch hier ein spannendes Bild, und zwar das nachfolgende hier. Die NEOS haben sich im Vorfeld schon mal küren lassen, die FDP in Österreich, als sogenannte Königsmacher, weil sie dachten, sie würden sehr viel stärker als die Grünen eben entwickeln. ins Ziel kommen und würden dann entsprechend halt hinzugenommen werden, zu was auch immer für einer Regierungskoalition, um die AfD und damit also die FPÖ in Österreich zu vermeiden oder zu verhindern. Und es sieht so aus, als wenn es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gäbe um die Position des Königsmachers. Weil vermutlich, sagen wir wie es ist, kurze Analyse, ja, der Überschwemmung sei Dank, So makaber das ist, haben die Grünen entsprechend in den letzten zwei Wochen massiv aufholen können und sind jetzt nicht, wie alle erwartet haben, auf einem weit, weit abgeschlagenen fünften Platz, sondern kämpfen hier im Prinzip um die vierte Position und um die Königsmacher-Position mit den FDP und damit der liberalen Neopartei. Ansonsten spannend, ich weiß nicht, ob das ein Gag ist oder nicht, aber die haben eine Partei, die heißt Bier. Uwe, was ist denn das für ein Quatsch?

Uwe

Ja, das ist eine satirische Partei. Also die ist nur zum Spaß nach dem Motto, lass das Leben lustig sein, mach mal ein Bier auf. Also die meinen es nicht ernst, aber offensichtlich haben die doch so einige Follower gefunden.

Eli

Ja, okay. Ich verabscheue die ganzen Österreicher jetzt schon. Das ist unfassbar. Das ist ja wie, als wenn 2,5 Prozent der Deutschen die Partei gewählt hätten. Oder die Piraten. So nach dem Motto, es steht ja nichts auf dem Spiel, wir können doch alle lachend in unseren Untergang tanzen. Also wie gesagt, wir gewonnen sozusagen und ich hatte gerade Respekt vor denen. Wie dem auch sei. Aber Gott sei Dank kann man sagen, die nimmt ja keiner ernst und sie werden auch in keiner Koalition in irgendeiner Form landen. Gut, Uwe, soweit meine Kurzbetrachtung. Jetzt bitte von dir. Du siehst dieselben Zahlen. Das sind jetzt erstmal nur Prognosen, aber die Erfahrung zeigt, die könnten sich bestätigen. Wie siehst du das?

Uwe

Ja, also es ist natürlich so, dass die, den Vergleich, den du sagst, ja, das hatten wir doch schon irgendwie gesehen, zuletzt in Brandenburg, das bietet sich tatsächlich an, denn der Abstand ist ja relativ gering. Also 25 Prozent gegen 27 Prozent oder 25,5 gegen 27,5 sind zwei Prozent. So, wir wissen, dass die Wahlprognosen, je nachdem, was für ein Institut die veranstaltet, immer, ich sag mal, so ein bis zwei Prozent in der Regel von dem tatsächlichen Ergebnis entfernt liegen. Und wir haben teilweise eben an diesen Wahlabenden, wir haben ja schon so einige von diesen Wahlsendungen gemacht, festgestellt, dass es dann doch mal ganz locker für die eine Partei um ein Prozent nach oben gehen kann oder anderthalb und für die andere nach unten. Das heißt, dieses jetzt Ergebnis, was wir im Moment hier sehen, ist im Grunde genommen eine Patt-Situation. Man wird also erst im weiteren Vorgang Fortgang des Abends dann sehen, ob sich daran irgendwas ändert. So der Einwand mit den Briefwahlergebnissen, der ist natürlich sicherlich berechtigt, denn das haben wir ja nun schon des Öfteren gehabt, dass die Briefwahl eben so gut sie ursprünglich mal gemeint war, doch in den letzten Wahlen in verschiedensten Ländern dann, ja ich sag mal, zu Irritationen geführt hat, wenn nicht gar zur Veränderung des tatsächlichen Wählerverhaltens oder zumindest der Wahlstimmen. Und insofern, wir werden mal schauen, wie sich das entwickelt. Also im Moment sehe ich da jetzt noch nicht, dass die FPÖ tatsächlich der Sieger ist, sondern da müssen wir noch ein Stündchen oder zwei abwarten. Ich schätze mal so gegen acht oder so. Dann wird wahrscheinlich das Ergebnis sich wie bei den anderen nationalen Wahlen nur noch marginal ändern, außer wenn der Wahlleiter sich verzählt hat.

Eli

Softwarefehler, Uwe, Softwarefehler. Das falsche Rechensystem angewandt. Das kann alles passieren. Gut, danke dir für den Moment. Es ist spannend. Also eigentlich sind die Vorzeichen unglaublich gut gesetzt für eben einen Wahlkrimi, liebe Freunde. Normalerweise müsste man sagen, boah, die FPÖ ist vorne, sie werden es schaffen, sie werden zittern, sie werden kämpfen, sie werden bibbern bis zuletzt, aber vergesst nicht. Alle sind gegen sie eingestellt und sie haben nicht die Deutungshoheit über die Vermeldung der Stimmen. Das ist alles, was es braucht. Es braucht nicht mal irgendwelche Fälschungen in den Wahlbüros selbst, liebe Freunde, es braucht einfach nur die Behauptung. Die Behauptung auf einem großen Kanal laut genug, oft genug propagiert, kann schon das Wahlverhalten vielleicht nicht, aber kann schon das Ergebnis eben beeinflussen. Nicht, dass ich sage, dass so etwas passieren wird. Aber dass wir so etwas schon in natürlich anderen Ländern, liebe Freunde, niemals zum Beispiel in der USA, niemals in Deutschland gesehen haben, das ist natürlich jedem, der das beobachtet, klar. Eine Sache ist ebenfalls klar und das ist, wenn man sich die Zahlen in den Kommas hier anguckt, lieber Uwe, die ÖVP und damit also die CDU. Das sollte der CDU zu denken geben, hat massiv verloren beim Wähler. Von 37,5 eine wahre Volkspartei abgestürzt auf den zweiten Platz für den Moment und muss jetzt vermutlich mit unlauteren Mitteln eben sich den ersten Platz wieder zurückholen. Verlieren hier also 12 Prozent oder Prozentpunkte. Das ist nicht wenig.

Uwe

12 Prozentpunkte ist hier aber im Grunde genommen ein Drittel.

Eli

Das ist ein Drittel Ihrer Wähler, genau, richtig. Das ist ein Drittel Ihrer Wähler, haben Sie verloren.

Uwe

Das ist eben viel markanter, den relativen Wert zu sehen, statt die zwölf Punkte. Ein Drittel ist ein Drittel und das zeigt, dass die also noch etwas ganz grundlegend falsch gemacht haben.

Eli

Richtig, genau. Es ging, das ist ein auf der Stelle getreten für die SPÖ, denn davon kann die SPD in Deutschland nur träumen, dass die auf der Stelle treten würden, weil die laufen ja im Sprint rückwärts, bei uns in Deutschland zumindest. Aber in der Tat haben sie ihr Ergebnis also von vor fünf Jahren gehalten. Der Wahlturnus ist dort offensichtlich fünf Jahre, deshalb spricht auch Herr Kickl davon, dass er sich gute fünf Jahre für Österreich jetzt wünscht. Und die österreichische SPD, sie tritt halt also offensichtlich auf der Stelle von 21,2 auf 21,0. Die FPÖ, der große Wahlgewinner jetzt schon von 16,2 vor fünf Jahren, was damals wahrscheinlich schon spektakulär war. Überleg mal, bundesweit hat die AfD vor fünf Jahren keine 16 Prozent gehabt, sondern hat bei den letzten Wahlen 2021, das war gerade mal vor drei Jahren, was hat sie gekriegt? 10 Prozent. Und die FPÖ, die Alternative für Österreich, stand da schon bei 16 Prozent. Das ist ja mehr oder minder der realistische Wert, von dem die AfD vielleicht träumen kann 2025, bei der kommenden Bundestagswahl eben in einem Jahr. Auch da hat die FPÖ auf jeden Fall mindestens einen Wahlzyklus, Österreich einen Wahlzyklus, offensichtlich Deutschland eben voraus, wenn die jetzt schon mit Traumwerten von 27,5 aktuell zumindest ins Rennen gehen, weil von Ziel war ich nicht zu sprechen.

Uwe

Im Grunde genommen, Eli, sind die ja noch viel länger voraus. Die Partei ist ja schon, die hatten eben viel mehr Zeit, sich aufzubauen. Und sie waren ja eben auch schon mal in Regierungsverantwortung drin. Also insofern, man kann das nicht eins zu eins vergleichen.

Eli

Ja, nee, du hast absolut recht, liebe Freunde, das muss euch auch klar sein. Uwe, bitte expandier nochmal. Also seit wann gibt es die FPÖ und wann waren sie schon in Regierungsbeteiligung?

Uwe

Die FPÖ, die gibt es seit, das muss ich jetzt mal selber gucken, seit...

Eli

Ja, Uwe hat auch keine Ahnung.

Uwe

Früher sogar. Naja, also ich bitte dich, ich muss jetzt nicht unbedingt wissen, wann eine Partei gegründet wurde. Also auf jeden Fall ist die mindestens schon 50 Jahre alt.

Eli

50 Jahre! Das ist heftig. Okay, man darf nicht vergessen, die Republik der Österreicher, die existiert auch seit dem Zweiten Weltkrieg in der Art, wie sie halt eben jetzt besteht. Und da hat die FPÖ, das habe ich auf anderen Kanälen gehört, schon immer zur Widerstandspartei eben gehört. Insofern sind 50 Jahre nicht unrealistisch. Und wenn sie aber jetzt erst in den letzten Legislaturen mal im Prinzip in der Regierung gewesen ist, dann zeugt das davon, dass normalerweise eine Widerstandspartei eben länger braucht, bis sie in die Regierung kommt oder vielleicht sogar die stärkste Kraft wird in einer Regierung. Insofern, Deutschland ist nicht Österreich, ist vollkommen klar. Die AfD ist auch für Deutschland eine Ausnahmepartei. Danke im Übrigen an alle Kanalmitglieder, lieber Herr Gesangsverein, hohe Wahr für die Unterstützung. Die AfD, würde ihr das gelingen, auf 27 Prozent jemals zu steigen? Hoffe ich nicht, dass sie 50, 60 Jahre dafür braucht. Aber sollte sie das schneller schaffen, würde das ebenfalls unterstreichen, was für eine Sonderstellung als Partei sie eben einnimmt, dass sie in Deutschland schneller zum Ziel kommt.

Uwe

Das muss man noch präzisieren. Also gegründet wurde sie 1955. 1955, das bedeutet. Und sie hat eben, war schon insgesamt fünfmal in einer Bundesregierung mit drin.

Eli

Okay, das muss man sich mal vorstellen. Also 70 Jahre alt die Partei fast schon. Und entsprechend genügend Zeit auch gehabt, Kinderkrankheiten loszuwerden. Aber eine Sache ist sie nicht losgeworden und das ist die Dämonisierung der Mainstreampresse. Kaum ist man einmal in der Opposition, ist man quasi immer in der Opposition, ist man 70 Jahre lang der Buhmann. Die Themen ändern sich, aber die Behandlung in den Mainstreammedien... Die bleibt immer wieder gleich. Nichtsdestotrotz Gratulation für den Moment. Es ist ja nur ein Trend. In vier Minuten wissen wir mehr. Das ist auf Basis der Exit-Polls, auf Basis der Wählerstimmen werden wir es halt bald erfahren. Aber auch hier, Uwe, bitte ganz kurz, dass die Grünen so stark abgeschnitten haben. Stimmst du mir zu, dass das einzig und allein den Überschwemmungen zu verdanken sein kann?

Uwe

Ja, das kann durchaus sein, weil solche Ereignisse sind natürlich Wasser auf die Mühlen für grüne Parteien, weil man kann natürlich immer sehr kurzsichtig eben Ursache und Wirkung miteinander in Verbindung bringen nach dem Motto, siehst du, weil wir ja Klima als Problem behaupten, ist jedes Problem, das auftaucht, auch ein Klimaproblem. Und dabei bedenkt man oftmals nicht, dass es schon immer in flussnahen Gebieten Überschwemmungen gegeben hat und das eben durch Ja, die Nicht-Berücksichtigung solcher Überschwemmungszonen, ja eben städtische Ansiedlungen gebaut wurden in Bereichen, die früher für Überschwemmung freigehalten wurden. Also man kann nicht in einem Überflutungsgebiet Häuser bauen und sich nachher beschweren, dass man überschwemmt wird und dann sagen, dass der Klimawandel entschuldet. Wenn man die historischen Aufzeichnungen in den verschiedenen Ländern nachverfolgt, dann merkt man, dass es oftmals Fluten gegeben hat, die auch schon x Meter über normal waren. Das hat aber damals niemanden gestört, weil da keiner wohnte. Aber heutzutage stehen da Häuser und dann sehen wir die Katastrophenbilder im Fernsehen. Aber was hat das mit dem Klima zu tun? Das hat was mit den Städten überhaupt zu tun.

Eli

Ja, alles klar. Gut, ganz kurz, OE24 ist in Österreich das, was Bild in Deutschland ist und die haben auch diese Zahlen, die wir uns gerade angeguckt haben, eingeordnet. Bevor es 17 Uhr heißt, jetzt wissen wir mehr, ganz kurz in einer Minute 42, wie die diese Zahlen einordnen.

Gast

exklusiv auf OE24 TV, eine Wahltrendprognose. Und hier ist sie. Jetzt bitte festhalten, das ist die Wahltrendprognose für heute. Und da gibt es einen Sieger. Das ist kein Unentschieden mehr. Das ist ein Sieger. Das ist auch nicht ganz so knapp, wie man erwartet hat. Der Sieger des heutigen Wahlsonntags heißt nach dieser Wahltrendprognose mit aller Vorsichtigkeit, ist eine Umfrage, ist kein Ergebnis. Was weiß man, es haben schon Könige geirrt. Allerdings, nach dieser Prognose wird die FPÖ zwischen 26 und 28 Prozent landen. Der Mittelwert wäre in etwa 27 Prozent. Das wäre das Ergebnis der FPÖ und das würde heißen, Wahlsieg für die SPÖ am heutigen Sonntag. Auf Platz 2 und tatsächlich nur auf Platz 2, eher mit geringen Chancen, da noch auf Platz 1 zu kommen, ist die ÖVP mit einer Breite von 24 bis 26 Prozent. Das heißt, theoretisch könnten die zwei noch Kopf an Kopf liegen mit 26 zu 26. Wahrscheinlich ist aber eher, dass es in die Richtung 27 FPÖ, 25 ÖVP geht.

Eli

Wenn es tatsächlich so ist, dass die gleichwertig verlieren und gewinnen, Dann ist es tatsächlich so, dass diese 2% ins Ziel gerettet werden können, ungeachtet dessen, was jetzt die Briefwahlen noch ausmachen. Wenn aber eben die FPÖ 2% Punkte verliert und die ÖVP alle 2% Punkte dazu gewinnt, dann sind wir bei 26, 26 und da wird es entsprechend so knapp, wie die hier alle sagen. Nur die Richtung, die hast du vorgekriegt.

Gast

Unter der SPÖ 20 bis 22 Prozent. Also nix da mit über 23 Prozent und nix damit die Säule wird nach oben schießen auf Platz 1. Das wird sich nicht mehr ganz ausgehen und auch ganz spannend am Schluss. Die NEOS ganz knapp vor den Grünen. NEOS Bandbreite 9 bis 11 Prozent, Grüne Bandbreite 8 bis 10 Prozent.

Eli

Ja, also es wird unglaublich, also es ist jetzt verrückt, das zu sagen, aber es wird in der Tat spannend, ja, und OE24 wird jetzt die Sache für uns wahrscheinlich jetzt direkt um 18 Uhr, 17 Uhr, Entschuldigung, auch einordnen, wie es denn eben halt ausgeht.

Uwe

Uwe, was wolltest du noch sagen, ganz kurz, bevor wir hier über... Ja, ich wollte nur sagen, also dieser, ja, ich sag mal so einseitigen Bewertung können wir beiden unterschiedlich nicht anschließen, aus den vorhin schon genannten Gründen, ja, also zwei Prozent... Oh, oh, Uwe, Uwe, Uwe, okay, okay, okay, warte mal, hier, wir hören rein.

Gast

Es gibt einen klaren Wahlsieger, da ist nichts mehr zu rütteln. Die FPÖ gewinnt diese Nationalratswahl relativ deutlich mit 27 bis 28 Prozent. Im Prinzip 3 Prozent Vorsprung auf die ÖVP, die 24 bis 25 Prozent einfahren wird. Deutlich abgeschlagen, man muss fast sagen schwer geschlagen. Die SPÖ mit nur 20 bis 21 Prozent wird wohl unter ihrem bisherigen Wahlergebnis liegen. Das sind die Exemplars. Mit 9 bis 10 Prozent. Die NEOS auch mit 9 bis 10 Prozent. Aber knapp vor den Grünen um ein paar Zehntel Prozent wahrscheinlich. Alle anderen schwergeschlagen. KPÖ, Bier nur noch 2 bis 3 Prozent. Keine Chance auf einen Nationalratseinzug. Herr Professor, sensationelles Ergebnis für die FPÖ, oder? Also dieses aktuelle Ergebnis bedeutet ein politisches Erdbeben in Österreich. Es bleibt kein Stein auf dem anderen. Und die Deltas, die Unterschiede, die Niveauunterschiede sind so interessant. Der Vorsprung der FPÖ dürfte circa drei Prozentpunkte ausmachen. Das ist ein veritabler Vorsprung. Ungläubige Vereinigt euch! Auch der Vorsprung der ÖVP auf die Nummer 3 macht 5 Prozentpunkte aus. Oder circa 5 Prozentpunkte. Auch das ist ein veritabler Vorsprung. Das heißt, wir haben drei Plätze ganz klar abgegrenzt. Nummer 1 eher bei 28 Prozent vermutlich von der Tendenz her als bei 27. Ich fasse es nicht. Leute, was sagt ihr? Wir haben eine ÖVP, die dort liegt, wo wir sie wochenlang eigentlich prognostiziert haben. So irgendwo bei 25. Gleich kommt der Softwarefehler. Und eine SPÖ, die auch dort liegt. Gänsehaut! Das hat damals, wenn man so zurück... Uwe, Uwe, anstoßen! Anstoßen, Uwe! Anstoßen! Platz 3 und eigentlich ein Platz 3, wo er zittern muss, dass er im Vergleich zur letzten Nationalratswahl 2019 nicht doch ein zartes Minus einfährt. Also sagen wir jetzt nochmal die Bandbreite, die wir sicherheitshalber aufgeschrieben haben, wo wir eigentlich das erwarten. Wir erwarten das Ergebnis der FPÖ eher bei 28 Prozent. Also ein klarer, ein fast totaler Beispiel für die FPÖ. 28 Prozent, das ist an der oberen Reichweite aller Umfragen. Aber eben genau diese Umfragen, auch wir haben die FPÖ ja oft so zwischen 26 und 28 Prozent. gehabt. FPÖ Nummer 1, FPÖ-Wahlsieger mit 28 Prozent. Unsere Bandbreite lautet noch 27 bis 28 Prozent. Die ÖVP 24 bis 25 Prozent, wahrscheinlich eher an der unteren Bandbreite, wahrscheinlich eher 24 Prozent. Aber das kann man noch nicht genau sagen. Irgendwo zwischen 24 und 25 Prozent. Aber an einer krachenden Niederlage mit minus 3 Prozent gegenüber der FPÖ. Minus 3 Prozent gegenüber der FPÖ. Die ÖVP wird nur Zweiter werden und die SPÖ wahrscheinlich auch eher an der unteren Kante dieser 20 bis 21 Prozent unserer Bandbreite. Eine krachende Niederlage auch für Andreas Babler. Natürlich interessant auch, was passiert mit den Grünen und mit den Neos. Nahezu gleich auf. Es könnte sein, dass die Neos die Nase vorne haben und auch zweistellig werden. Das ist derzeit in den Daten nicht ganz ersichtlich. Nicht drin sind die ganz Kleinen. Aber insgesamt muss man sagen, ein recht klares Ergebnis. Ein Ergebnis, das natürlich jetzt eine Fülle von politischen Konsequenzen... Erzeugen wird und da wird es turbulent weitergehen und ich freue mich schon auf die nächsten Messungen, die wir nächste Woche bereits wieder fortsetzen. Denn das ist natürlich ein wesentlicher Input in die politische Welt. Nächste Messung nächste Woche, was? Bitte, Denise, wenn du uns die Zahlen der APA-Hochrechnung bitte sagen kannst. Bitte, Denise. Die APA-Hochrechnung schaut folgendermaßen aus. FPÖ 29,1 Prozent, ÖVP 26,2 Prozent, SPÖ 20,4 Prozent. Was hat sie gesagt? 29? Die Grünen kommen auf 8,6 Prozent, die Neos auf 8,8 Prozent. Das ist die Hochrechnung inklusiver Wahlkartenprognosen. Ja, also spannend, das ist jetzt die APA-Hochrechnung, die wir bekommen haben. Wir fassen noch einmal zusammen. Das ist jetzt die Hochrechnung. Sie ist noch etwas extremer ausgefallen als unser Exit-Poll. Also noch etwas, würde ich sagen, radikaler. Noch mehr Erdbeben. FPÖ und ÖVP. 3%. Oh, ich fall vom Stuhl. Wir bieten in der APA-Hochrechnung FPÖ und ÖVP etwas höher als bei uns. Schauen wir noch einmal die Zahlen genauer an. Da sehen Sie jetzt die APA-Hochrechnung. Bitte, Denise. Also FPÖ 29,1%, ÖVP 26,2%, SPÖ 20,4%, die Neos 8,8%, die Grünen 8,6%, alle anderen Parteien bzw. Listen schaffen den Einzug in den Nationalrat nicht, scheitert an der 4%-Hürde. Sagst du uns bitte noch das Plus und Minus zur letzten Wahl? Die haben eine 4%-Hürde, sehr gut. Bei der FPÖ gibt es ein Plus von 12,9%. 13% zugelegt. Bei der ÖVP gibt es ein Minus von 11,3%. 11% verloren. Bei der SPÖ gibt es ein Minus von 0,8%. Bei den Neos ein Plus von 0,7%. Bei den Grünen ein Minus von 5,3%. So, und jetzt schalten wir gleich in die Parteizentralen. Jetzt wollen wir wissen, wie es da zugeht. Feiert die FPÖ schon? Lieber Mike Vogelger, wir schalten zuerst zu den Grünen. Sehen wir also bitte zuerst die Grünen. Na gut, die sind im Parlament, die freuen sich. Das ist jetzt Markus Binder, macht sich gerade bereit. Bitte, Markus, schnell die Stimmung der Grünen. Schnell, schnell, Markus. Weil die Grünen, die kümmern sich einer. Es hat tatsächlich Jubel gegeben, ob der 8%, die hier in der Hochrechnung vom ORF dargeboten worden sind. Und ja, die Frage ist, worüber da genau gejubelt wird, weil das bedeutet ja ein Minus von etwa 5%. Genau, na gut, die freuen sich, dass sie überhaupt noch am Leben sind. Große Abreise sehe ich hier noch nicht. Ich bin gespannt, was hier heute noch gefeiert wird. Gehen wir gleich zu Maik Vogel, denn dort muss es wirklich Jubel geben. Wie schaut's aus bei der FPÖ? Jubelt die FPÖ, Maik Vogel? Wie schaut's dort aus? Na, die sehen gepasst aus, die können es auch noch nicht glauben. Ja, die FPÖ hat jetzt gerade kurz gejubelt bei den Ergebnissen, aber jetzt warten alle, bis Christian Hafenecker bzw. Michael Schnedlitz irgendetwas dazu sagt. Aber das dauert noch, denn sie warten, so wie es momentan ausschaut, auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bis der beginnen kann. Vorher, so wie es ausschaut, tut sich da nichts. Aber, wie gesagt, momentan ist Warten angesagt. Und die tun das. Wir gehen zur ÖVP, zu David Hermann-Menck. Dort ist die Stimmung jetzt gedrückt. Jetzt weiß man, dass man diese Wahl verloren hat. Ja, es sind lange Gesichter bei der ÖVP. Es ist die höchste Wahlniederlage, die es überhaupt gegeben hat. Der höchste Absturz, der von 1990 wurde übertroffen. Über 11 Prozent sind es aktuell. Und man hat dieses Match gegen die ÖVP, gegen die FPÖ ganz klar verloren. Lange Gesichter bei allen, beim neuen EU-Kommissar. sagt der Mainstream in Österreich bei Wolfgang Sobotka, dem scheinenden Nationalratspräsidenten, auch bei Christian Stocker. Es ist eine verheerende Niederlage für die ÖVP, so muss man es sagen. Unter Karl Nehammer hat die ÖVP jetzt außer der Kärntner Landtagswahl jede Wahl deutlich verloren, die meisten zweistellig und das ist ein Ergebnis, das man sicherlich noch lange analysieren muss. Es wird ein langer Abend hier für die ÖVP mit langen Gesichtern. So, noch einmal die APA-Hochrechnung. 29,5 Prozent für die FPÖ, aber nur 26,7 Prozent für die ÖVP. Und desaströse 20,0 Prozent mittlerweile bereits für die SPÖ. Die haben noch mehr verloren. Die waren vorher noch höher. Das ist aber eine fürchterliche SPÖ-Niederlage. Wie ist denn dort die Stimmung im Museum Maybrit? Man muss sagen, tatsächlich gab es da überhaupt keine Reaktion aktuell drauf. Es gab weder einen Murm durch den Saal, noch gab es Jubelschreie natürlich. Die sind hier nicht mehr gesehen bei der SPÖ. Ich glaube, es ist eher so, dass man fast nicht fassen kann, dass es tatsächlich das historisch schlechteste Ergebnis ist und tatsächlich sogar ein schlechteres Ergebnis, als man 2019 mit Pamela Rendi-Wagner hier eingefahren hat. Ich glaube, man ist hier mehr als nur sprachlos. Dementsprechend hält sich hier eben auch dieser Stimmungseinfang in Grenzen. Sehr, sehr wenige Reaktionen, auch sehr, sehr wenige Spitzenpolitiker tatsächlich hier vor Ort. Also Klaus Seltenheim ist dabei, Julia Herr soll sich hier auch irgendwo tummeln, aber ansonsten halten sich die SPÖ-Kranten hier aktuell noch in Grenzen. Ja, vielen Dank an unsere Live-Reporterin May-Britt Ecker. Was ist das heute für ein Abend? Ja, ein spannender Abend, denn es ist ein FPÖ-Abend, es ist ein blauer Abend, Herr Professor. Ein großer Wahlerfolg für die ÖVP. Wir haben ja schon gesagt, bei uns an der oberen Grenze dieser 27 bis 28 Prozent, also sie haben 28 Prozent vorhergesagt. Die APA- und ORF-Hochrechnung geht jetzt noch höher hinauf. Die geht jetzt über 29 Prozent. Möglicherweise wird die FPÖ sogar auf 30 Prozent kommen. Das wäre dann ein Erdrutsch. Also wir haben eine Denkzettelwahl heute. Und das Thema liegt natürlich auch in der Stimmung. Die Performance der Regierung war grottenschlecht. Schlechte Stimmungsdaten, schlechter Optimismus. All das führt natürlich dazu, dass die Bevölkerung Rache nimmt. Und das sehen wir heute in den Erzgegnissen. Also ein blaues Wunder würden Sie sagen? Das ist ein blaues Wunder, aber wie gesagt, dieses blaue Wunder wurde durch Leistungen verursacht, die unzufriedenstellend waren. Also da gibt es tiefe Enttäuschung und wir haben seit Wochen diagnostiziert, der Optimismuspegel liegt im Keller, die Lebenszufriedenheit. Das Zeugnis, dass der Regierungspolitik ausgestellt wurde, war desaströs und das ist die Rechnung für dieses desaströse politische Arbeiten. Die Rechnung vom Volk. dass viele versäumt wurden. Man hat die Teuerung nicht entsprechend abgefangen. Offenkundig ist das eine massive Aufarbeitung der Versäumnisse. Uwe, weißt du, was ich so krass finde?

Eli

Da ist Österreich wirklich halt unseren Medienmachern voraus im Mainstream. Die versuchen gar nicht erst, das zu beschönigen. Die nehmen das neutral zur Kenntnis, schreiten sofort zur Analyse und kommen gar nicht erst mit irgendwie, naja, wartet mal ab, da kommt noch, hast du nicht gehört, Briefwahl und Verzählt und Softwarefehler und überhaupt nicht, sondern so ist es. Der Souverän hat abgestimmt, es könnte sogar noch besser werden für die Opposition und wir sind dabei, ohne jetzt mit langen Gesichtern das sofort zu verteufeln. Ich habe das Gefühl, nicht, dass die sich freuen, vielleicht innerlich, aber auf jeden Fall sind sie so neutral, wie neutrale Berichterstatter sein sollten. Wie siehst du das? Uwe, jetzt sag doch mal was, warum sagst du dann nichts?

Uwe

Also ich will ja nicht reden, solange du hier die Videos abspielst. Also ich habe zwischenzeitlich noch in ein paar andere Livestreams reingeschaut und als die hier noch bei 27 waren, hatte ich da aber schon von 29,5 Prozent gelesen, weil ja, wie wir das in Deutschland auch kennen, eben auch unterschiedliche Sender unterschiedliche Hochrechnungen machen. So entscheidend ist vielmehr, finde ich, dass eben hier der Abstand nicht nur bei zwei Prozent wohl liegen wird, sondern wohl eher bei drei. Und damit ist eben das Risiko, was wir vorhin angesprochen hatten am Anfang, dass wenn der Abstand zu klein ist und dann eben noch nachträglich Änderungen kommen, dass sich dann alles drehen kann. Das heißt, wenn drei Prozent jetzt netto übrig bleiben sollten, dann wird es schwierig. Und insofern denke ich, das wird auf jeden Fall. Ich hatte ja auch bei mir auf dem Kanal getitelt Schicksalswahl in Österreich.

Eli

Das hatte ich getitelt, nicht du.

Uwe

Ja, aber es ist ja egal. Ich hasse ja kein Copyright drauf. Und insofern, ich habe also... Du Schlängel! Ich hatte schon vor einigen Wochen eine andere Wahl mit Schicksalswahl betitelt. Insofern, erst machst du es mir nach und dann willst du es mir vorschreiben.

Eli

Richtig, genau.

Uwe

Wie auch immer, jedenfalls, ich denke, es ist hier tatsächlich eine Schicksalswahl, weil es eben... Guck dir die Linken an, Uwe, guck dir... Ja, die sind völlig konsterniert dort. Also man sieht tatsächlich, dass die Österreicher etwas können, was wir in Deutschland nicht können. So sei es von der medialen Aufbereitung. Ich habe hier vier verschiedene Livestreams. Das ist doch geil.

Eli

Das ist so geil, das sind die Linken, das sieht man an der ganzen Aufmachung, an den Optik, die Brille, die Frisuren, alles, die langen Gesichter. Ich kenne nicht mal den Kanal, ich sage es dir auch jetzt, auf 10 Meilen gegen den Wind, da sind irgendwelche Linken, die dort ihren Verstand verlieren. Die fragen, wie kann das sein, dass das Volk abgestimmt hat und jetzt nicht hier nochmal in letzter Minute irgendwie antidemokratisch nachgebessert worden ist. Alter Verwalter, entschuldige, zurück zu dir, ich wollte es nur einordnen.

Uwe

Alter! Ja, das sehe ich ganz genauso, Eli. Also insofern, das ist jetzt hier tatsächlich eine ganz interessante Nachricht, weil wir hier jetzt sehen, dass eben rechtsorientierte Parteien sehr wohl auch erfolgreich sein können. Interessant wird jetzt aber immer noch die Frage der ganzen Regierungszusammensetzung, aber das Thema kennen wir auch schon.

Eli

Das ist... Ich kann mir nicht helfen. Guck sie dir an. Guck sie dir an. Diese wohlstandsverwahrlosten Kinder in ihrem Leben, nie gearbeitet, irgendwelche Dauerstudenten, ja. 25 Jahre alt, wenn es Männer wären, würde ich sagen, keine Haare am Sack, ja. Und dann... Alter Schwede, sitzen sie dort rum und schwabulieren und schwadronieren und ach, warum hat das jetzt nicht, warum hat das jetzt nicht, ne? Die großen Experten, die eine 15 Jahre alt, die andere 25, gut, die könnte ein bisschen älter sein, aber wie dem auch sei, meine Fresse. Hier nochmal zurück zu, wo hatten wir ihn? Wo hatten wir ihn? Den Livestream. Was sagen denn die gestandenen Landsleute hier? Die Österreicher. Wir sind heute alle Österreicher. Je suis Österreich. Wie sagt man da?

Gast

Autriche auf Französisch. Aber jeder, der Demokratie versteht, so wie sich der Wähler versteht, der versteht auch das heutige Votum. Und da bin ich guter Dinge.

Eli

Im Übrigen, der Chat hat mich berichtigt, ja, OE24, oh hier, die feiern, OE24 ist nicht der Mainstream, OE24, was ist denn dein OE24, ist das sowas wie auf 1 oder was? Ich dachte auf 1 ist auf 1, was ist denn nur OE24?

Uwe

Das ist irgendein Regionalsender. Die haben ja dafür jedes Bundesland ihre eigenen Sender. Das staatliche Programm ist auf dem ORF live. Habe ich dir gerade einen Link rüber geschickt.

Eli

Ja, ORF, ich wollte gerade fragen, was ist denn bei den Staatsfernsehen richtig, richtig, richtig? Was sagt denn das Staatsfernsehen? Ja, die... Ich muss mich ja anmelden, Uwe, ich kann nicht. Was ist das für ein Quatsch? Willkommen bei ORF. Achso, ich habe einfach geschlossen gedrückt. Die Volkspartei... Warte, vielleicht kommt ja was. Läuft das bei dir, die Seite?

Uwe

Ja, es stauert aber im Moment.

Eli

Hier sind wir, hier sind wir.

Gast

Ja, es stottert. ...Bundesparteiobmann und Bundeskanzler. Und er hat ganz klar gesagt, dass er und damit auch die Volkspartei mit Herbert Kickl keine Koalition bilden wird. Das war gestern so und das ist heute so und morgen wird es noch immer so sein. Mist, ich kann euch das nicht zeigen, Freunde. Das heißt, die ÖVP wird auf jeden Fall als Juniorpartner in eine solche Zweierkoalition gehen. Wir haben das vorher gesagt.

Eli

Ja, ja, zeig du uns das, Uwe, zeig uns das mal.

Gast

Man kann immer was besser machen und man muss sich ansehen, wo und an welchen Schrauben noch zu drehen gewesen wäre. Das gehört dazu. Aber heute, an diesem Tag, glaube ich, unter dem Eindruck, das wir in den letzten Tagen und Stunden gesehen haben, auch des Ergebnisses, ist einmal... Nicht auf 11, in dem Player, in dem Player, da. Das werden wir in den nächsten Tagen machen und dann werden wir auch sehen, wo und was allenfalls für die Zukunft zu verändern ist. Vielen Dank, Herr Generalsekretär. Das war Parteimanager und Wahlkampfmanager Christian Stocker. Eine ÖVP-Mitarbeiterin hat vor kurzem gesagt, ein Wahlkampf ist wie ein Überraschungsei. Man weiß nicht genau, was drinnen ist und was die ÖVP aus diesem Überraschungsei heute herausbekommen hat. Das ist etwas, was ihr nicht wirklich... Okay, Uwe, Pause, Pause, Pause, mach Pause.

Eli

Geben wir da nochmal ein normales Ansicht. Ich übernehme wieder. Hier, die reden hier gerade bei OE24 über die Regierungsbildung.

Gast

Das heißt, es deutet derzeit viel auf eine Koalition zwischen den Türkisen und der SPÖ hin. Schauen wir mal, das wäre noch einmal Türkise und SPÖ. Alter Verwalter. Na, zu früh gefreut. Bitte sehr. Das ist klar, dass sie noch stärker wären, aber das machen sie ja nicht, die Säcke. Das wäre eine lockere Mehrheit und darauf wird es dann vielleicht hinauslaufen, weil wir wissen, die ÖVP hätte gern eine Zweier-Koalition aus Türkis und Rot, die wird es nicht spielen. Also wird man wahrscheinlich dann letztendlich zu einer Zweier-Koalition aus Blau und Türkis greifen. Aber lassen wir uns überraschen.

Eli

Aber hat nicht gerade der ÖVP-Mann da gesagt, die wollen nicht mit der FPÖ? Habe ich das falsch verstanden, Uwe?

Uwe

Ja, also gut, das, was sie jetzt wollen und was sie dann tatsächlich tun, sind immer noch zwei verschiedene Sachen.

Eli

Na gut, aber sie haben ja auch schon gesagt, die könnten mit der SPD, diese ÖVP könnte ja auch mit der SPÖ. Das haben sie ja auch, haben sie ja auch ihre 92 Mandate. Die könnten ja komplett jetzt die FPÖ ausschließen, weil sie halt einfach auf eine andere Mehrheit kommen, die Säcke. Ich kann es jetzt schon nicht fassen.

Gast

Am Spitzenkandidaten Herbert Kickl, der wirklich es geschafft hat, den Menschen das Vertrauen zurückzugeben, das sie auch suchen. Es ist die alte Koalition abgewählt worden, schwarz und grün sind abgestraft worden.

Eli

Aber Uwe, wenn die SPÖ noch ein paar Sitze verliert und sie braucht nur noch einen einzigen Sitz zu verlieren, dann haben die diese 92 nicht mehr, die sie brauchen für ihren Prinzip, ihre Regierungsmehrheit. Und dann müssen sie entweder jemanden Neuen noch ins Boot holen, also eine Dreierkoalition, zum Beispiel den Grünen oder den Neos, wovon wir ja wissen, dass sie genauso brüchig sein wird wie die Ampel. Oder aber sie sagen, nee, okay, wir machen mal ganz was Verrücktes und setzen den Wählerauftrag um und machen es doch mit der FPÖ. Dazu müssten nur die SPÖs noch einmal einen Sitz verlieren. Und das ist ja noch im Rahmen des Möglichen.

Gast

geschickt. Der Herr Bundespräsident sollte sich an diese Außen der Vergangenheit halten. Das ist in der Regel immer so gewesen, dass die stärkste Partei den Regierungsbildungsauftrag bekommen hat und davon gehen wir auch aus. Schauen wir uns einmal an, was der Herr Nehammer in Zukunft beruflich machen wird. Ich weiß nicht, ob er ÖVP-Obmann bleiben kann mit diesem Ergebnis. Sie haben jetzt gesagt, Sie wissen nicht, ob Karl Nehammer ÖVP-Obmann bleiben kann mit diesem Ergebnis. Glauben Sie, dass er Konsequenzen ziehen wird? Das ist in erster Linie der ÖVP vorbehalten. Die werden auch ihre Gremien jetzt einberufen. Die werden wohl diese Wahlniederlage analysieren müssen und was dann die ÖVP am Ende des Tages daraus macht, werden wir sehen. Was würden Sie machen, wenn Sie so ein Ergebnis haben? Ja, ich würde an der Stelle von Karl Nehammer zurücktreten. Was kommt danach und wie geht es jetzt weiter? Jetzt wird einmal fertig ausgezählt, dann wird das Ergebnis analysiert und im Laufe der nächsten Woche sehen wir dann die nächsten Schritte. Was glauben Sie, waren wirklich die Pluspunkte, dass so viele Leute in Österreich jetzt die FPÖ gewählt haben? Schwarz und Grün haben dieses Land wirklich an die Wand gefahren. Wir sehen die Wirtschaftsdaten. die Steuerungsproblematik, wir sehen viele, viele andere Probleme, Migration zum Beispiel. Und unser Herbert Kickl hat ja einfach das bessere Angebot gehabt. Und genau das war der Grund dafür, warum wir heute ein blaues Wunder erleben und in weiterer Folge dann auch die entsprechende Verantwortung übernehmen wollen. Glauben Sie, dass Sie einen Regierungsbildungsauftrag bekommen und dass das Sinn macht, wenn ja niemand mit der Kickl-FPÖ will? Der Herr Bundespräsident sollte das heutige Wahlergebnis gehört haben und dann entsprechend agieren. Danke vielmals, alles Gute. Ja, das war also der große Wahlsieger, der geheime Wahlsieger im Hintergrund dieses FPÖ-Triums, Christian Hafenecker, der Generalsekretär dieser Partei, der für diesen Wahlkampf zuständig war. Jetzt bekommen wir das erste Statement von den Neos. Vizebürgermeister Wiederkehr mit dem Statement aus dem Neos-Wahlfest. Laut der ersten Hochrechnung konnten die Neos etwas zulegen. Wie geht es Ihnen jetzt? Es sieht nach dem besten Ergebnis aus, das wir je bei einer Nationalratswahl hatten. Wir sind die erste Partei seit langem, die bei jeder nationalen Wahl dazugewonnen hat. Es gibt jetzt zwei Gewinner. Das sind die Freiheitlichen mit einem rückschrittlichen Weltbild und das sind wir Neos, die eine klare Reformagenda im Wahlkampf auch auf den Tisch gelegt haben. Ich bin froh, dass es von den Wählerinnen und Wählern auch unterstützt worden ist und dafür ein Dankeschön. Was sagen Sie dazu, dass die FPÖ jetzt doch wesentlich deutlicher vorne liegt als in den Umfragen zuletzt? Es war davon auszugehen, dass sie freiheitlich nur vorne sein werden. Relevant ist jetzt, in welche Richtung geht unser Land. Nämlich gibt es eine neue Ibiza 2.0 Koalition mit Kickl und der FPÖ oder eine Alternative mit Neos. Wir haben immer gesagt, wir stehen bereit. Wir müssen allerdings Politik anders angehen. Wir müssen Reformen in unserem Land voranbringen.

Eli

Im Prinzip, wenn ihr alles verändert, was eure Partei ausmacht, dann würde es tatsächlich Österreich gut gehen. Ich habe es mal für euch übersetzt, ihr Liberalen da draußen. Okay, gut, Uwe. Also eine Sache ist sicher. Den Wahlsieg können Sie natürlich der FPÖ nicht mehr nehmen. Aber mit dem Wahlsieg kannst du ja den Allerwertesten abwischen. Wenn du nicht in die Regierung kommst, dann war das ja alles, ich meine, Wasser wie dein Wein kippen. Dann war das ja alles quasi für den Katz, weil der Abstand im Prinzip zu den Verlierern ist nicht groß genug. Alle Verlierer können sich weiterhin zusammenschließen, um mal wieder die FPÖ zu verhindern. Oder bin ich jetzt schon zu pessimistisch geworden?

Uwe

Nein, davon müssen wir einfach rausgehen. Solange die Sitzzahlen für die Koalition noch nicht feststehen, solange kann ja noch spekuliert werden, dass der eine oder andere raussteht, beziehungsweise bestimmte Koalitionen möglich sind oder sich als unmöglich erweisen. Und insofern müssen wir einfach noch ein bisschen stabilere, ich sage mal, Wahlergebnisse haben. Denn wir sind ja jetzt, was haben wir, 17.23 Uhr. Also um 17 Uhr sollte ja die Auszählung quasi beginnen. Also ob wir tatsächlich schon 20 Minuten nach 17 Uhr das endgültige Ergebnis haben oder ob nicht doch noch hier die einen oder anderen ein bis zwei Prozent darauf oder runtergegangen werden, das würde ich doch wirklich mal abwarten. Also ich persönlich halte mich mit meiner abschließenden Prognose Mit Sicherheit noch bis 19 oder 20 Uhr zurück. Also das ist mir noch zu früh, um zu jubeln. Also ich denke nur in Deutschland, da hatten ja bei der letzten Wahl dann ja auch die Grünen gejubelt, dass sie über die 5 Prozent sind. Und eine halbe Stunde später waren sie auf einmal drunter und dann blieben sie auch da. Also insofern, man sollte sich da nicht freuen.

Eli

Ja, natürlich, ich wollte gar nicht unterbrechen, ich wollte nur sagen, in Deutschland war es in Brandenburg, nicht in Thüringen, nicht in Sachsen, sondern zuletzt haben wir das eben in Brandenburg gesehen. Gut, es gibt jetzt hier mehrere Live-Ticker, die alle irgendwie meinen Rechner überlasten, aber ich versuche das irgendwie mal für euch hinzubekommen. Wir sehen jetzt hier also noch einmal dieselben Zahlen, anders eingefärbt, anders eingeblendet von der Nationalratswahl. Spannend, auch hier an dieser Stelle, der Auszählungsstand ist aktuell 31,3%. Also Kirche im Dorf lassen und so weiter und so fort, Stüppi wieder anziehen. Es ist 1391 von 2093 Gemeinden ausgezählt. Die Schwankungsbreite ist weiterhin 2%. Die Wahlbeteiligung ist unfassbar hoch, 78%, Uwe.

Uwe

Das war die aber auch schon vorher. Also wenn du dir auf der statistischen Seite das anguckst, die ich dir heute Morgen rübergegeben hatte, die haben immer Wahlbeteiligung deutlich über 70% gehabt in den letzten Wahlen. Und insofern, das ist nichts Ungewöhnliches für Österreich.

Eli

Okay, gut. Dann sind das eben stabile Demokraten, die ihre Wählerpflicht ernst nehmen und das ist auch gut so. Und nichtsdestotrotz ist der Auszählungsstand aktuell 31,3 Prozent. Also da kann sich natürlich noch etwas bewegen. Der Vorteil ist aber, da kann sich natürlich für beide Seiten nach oben oder unten beträgen. Und wir sehen hier auf jeden Fall auch die Zugewinne. von plus 13% aktuell für die FPÖ. Das muss man sich auch mal vorstellen, Uwe. Das bedeutet ja, die hatten davor minus 13, also summa summarum 16% gehabt und jetzt legen sie nochmal 13 drauf. Das ist ja für die, du hast es ja vorhin richtigerweise proportional betrachtet, hast du gesagt, die haben nochmal die Hälfte ihrer Wähler nochmal oben drauf gekriegt. Ja, wir haben plus 50 Prozent für sich geholt.

Uwe

Für solche Fälle muss man das wirklich in den Proportionen sehen, weil man dann eben sehen kann, wie sich die Partei zu ihrem eigenen Potenzial verändert hat, im Guten wie im Schlechten. auf 29 kommen, habe ich 50% obendrauf. Und das muss man erstmal können. Genauso wie eben die ÖVP quasi ein Drittel verloren hatte. Das heißt, dieses Drittel geht irgendwo hin und die Hälfte, die die FPÖ gewinnt, die 13%, die müssen ja auch irgendwo herkommen.

Eli

Richtig, die Neos, die bilden sich hier jetzt groß was drauf ein, dass sie was zugelegt haben und das mögen sie rein rechnerisch, aber da ist auch noch Luft nach unten, vielleicht verlieren sie auch noch, wie alle anderen Parteien aktuell, hauchdünn im Gewinn in der Plus 0,7 und wie gesagt, also jeglicher Respekt, den ich für die Österreicher haben kann, für die Demokraten dort geht mir schon wieder so ein bisschen flöten, wenn ich sehe, 2,1 von denen haben gesagt, ah. so ganz nihilistisch, ist mir vollkommen eh alles egal, ich will nur noch irgendeine Bierpartei, mit der wird es auf jeden Fall alles besser. Naja, und selbst die keinen sind von 0,6% hier gewählt worden. Gut, also, nichtsdestotrotz, 50% also rauf für die eine Partei, minus 33% für die andere Partei, und zwar die ÖVP. Und für uns heißt es jetzt auch, zurück, und zwar zurück zu OE24. Was sagen die denn?

Gast

... des Kanzlers und Parteihauptmannes, und dem ist auch nichts hinzufügen. Es gibt... Ja, das war also die Stellungnahme von der ÖVP, von Wolfgang Sobotka als Erster. Die anderen folgen gleich. Jetzt zur SPÖ live zu Weibrit Egger. Die hat Julia Herr als Interviewgast bei sich.

Eli

Bitte, Weibrit.

Gast

Genau, wir haben Julia Herr bei uns, Vize-Club-Chefin der SPÖ. Frau Herr, das Ergebnis ist ernüchternd. Wie kann man denn da überhaupt darauf reagieren? Ja, ich glaube, das Wichtigste ist trotzdem, den Wählern und Wählerinnen Danke zu sagen. Alle, die der SPÖ ihr Vertrauen geschenkt haben. Auch den tausenden ehrenamtlichen Mitgliedern, die wirklich mit Herz und Hirn gelaufen sind die letzten Wochen und Monaten für ein besseres Österreich.

Eli

Mit Herz und Hirn gelaufen? Jetzt ist das Ergebnis da.

Gast

Es ist natürlich ein schwarzer Tag für die österreichische Demokratie. Wir haben vor der Wahl gesagt, wir halten eine schwarz-blaue Mehrheit für gefährlich für die Demokratie, für den Rechtsstaat, aber auch für unseren Sozialstaat.

Eli

Ihr kriegt doch jetzt einen Rechtsstaat. Einen Rechtsstaat. Get it? Rechtsstaat. Der kommt jetzt. Du wolltest Rechtsstaat? Du kriegst Rechtsstaat, Baby.

Gast

Die Bundesregierung wurde deutlich abgewählt. ÖVP und Grüne haben stark an Stimmen verloren. Sozusagen wird es einen weiter so nicht geben. Nächster Punkt, wie wird es jetzt weitergehen? Für uns ist natürlich auch ein dritter Platz nicht erfreulich, das muss man klar sagen, da gibt es nichts zu beschönigen. Wir haben jetzt noch eine Schwankungsbreite von ca. 2%, also wir werden noch abwarten, was das Endergebnis dann tatsächlich ist. Die großen Städte sind ja noch nicht ausgezählt, aber klar ist, Platz 3 stimmt uns nicht zufrieden.

Eli

Im Übrigen habe ich auch gehört, irgendwo in der Berichterstattung, ich lasse mal hier mal laufen, ich mache nur den Ton aus, dass tatsächlich die großen Städte das entscheiden werden. Die großen Städte brauchen am längsten, um ausgezählt zu werden. Da wohnen die meisten Leute und wenn die zuletzt eben reinhauen und dann noch die Briefwahl on top kommt und was auch immer vielleicht noch an Manipulation im Hintertürchen in irgendeiner Form offen ist, da könnte es doch mal knapp werden. Das Ding ist halt einfach nur, kann man wirklich drei Prozent weg manipulieren oder weg zu spät abrechnen? Oder bleibt das jetzt halt eben so, dass das Verhältnis wenigstens so ist, wie es ist?

Uwe

Ja, also ich habe gerade beim ORF mal reingeschaut, die haben ja auch ihre Live-Sendung und die blenden unten den Auszählungsgrad ein und die sind schon bei über 40 Prozent. Also das liegt natürlich vielleicht daran, dass Österreich ein deutlich kleineres Land als Deutschland ist. Und da geht natürlich die Auszählung theoretisch erst mal schneller, wobei wir natürlich wissen, dass in allen Ländern das Endergebnis ja meistens erst spät am Abend, also das vorläufige Endergebnis, Wenn nicht gar erst am nächsten Tag gemacht wird und es dann unter Umständen noch mehrere Tage dauern kann, bis dann die Briefwahlen ausgezählt sind und, und, und. Bis dann der zuständige Wahlleiter das amtliche Ergebnis verkündet. Aber hier ist eben angabegemäß schon 40 Prozent. Das heißt, wenn die 40 Prozent in einer halben Stunde schaffen, dann haben wir ja locker um Viertel nach sechs sind wir dann ja bei 100 Prozent.

Eli

Naja gut, also ich glaube nicht, dass sie dieses Tempo so beibehalten können. So optimistisch wäre ich jetzt einfach mal nicht. Aber eine Sache ist klar, die Katze ist ein bisschen aus dem Sack. Magdola Gugliase-Törjek hat auch gerade abonniert, weil sie es nicht fassen kann. Das blaue Beben ist jetzt eine Headline. FPÖ auf Platz 1. Ich meine, selbst die, was hatte ich vorhin eingeblendet, ich glaube ZDF oder was auch immer, haben schon darüber gesprochen, vom Endspurt bei der Nationalratswahl hin zu im Prinzip ZDF. Ähm, die blaue Welle ist da irgendwie geschwappt und hast du nicht gehört. Ähm, wo hatte ich das denn? Äh, Eilmeldung. Ich glaube, das ist in der Eilmeldung sogar. Ja, es sei denn, es ist wieder irgend so ein Syrer, der in Essen randaliert. Ähm, ich klicke mal auf Eilmeldung. Wahl in Österreich. Seht ihr das hier? Genau. Wahl in Österreich. FPÖ laut Hochrechnung vorn. Ja. Sagt jetzt also auch die Tagesschau. Und was die Tagesschau sagt, ist ja immer die Wahrheit. Die können sich ja nie irren. Und überhaupt sind das ja die Allerbesten, weil wir müssen sie ja auch alle mit unseren Gebühren bezahlen. Auf 1 hat das auch noch einmal zementiert hier und zwar um 17.30 Uhr. 17.30 Uhr. Ich datiere mir das einfach immer mal. Die sagen zwar Stand 17 Uhr, aber 17.30 Uhr habe ich es bekommen. Und das ist das hier. Gut, darüber haben wir auch schon gesprochen, lieber Uwe. Das ist im Prinzip die Zugewinne. Während ich im Hintergrund noch sammle, kommentiere das jetzt mal irgendwie.

Uwe

Naja, also wir sehen eben, dass von den 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 Parteien gibt es eben 4 Gewinner und 3 Verlierer. So am meisten verloren hat eben die ÖVP mit 11%. Entschuldigung, ich wollte mir keine Langspielplatte mehr kaufen. Also mit über 11% Verlusten, das ist quasi, ich sage mal zumindest nominal und sogar noch mehr bei der FBE reingeschossen. Die Grünen haben auch erheblich verloren und bei den anderen hält es sich so in Grenzen. Die großen Zugewinne bei NEOS, da muss man sagen, die waren ja vorher klein, wenn sie dann 2,1% dazugewinnen. ist das für ihre Kleinheit natürlich schon ganz ordentlich.

Eli

Prozentpunkte, Prozentpunkte dazu gewinnen.

Uwe

Genau.

Eli

Aber du sprichst von 2,1, das ist die Bierpartei. Ich weiß, den Fehler macht man, weil bei uns die FDP gelb ist, aber das ist die Bierpartei. Die Bierpartei ist aus dem Stand von 0 auf 2,1. Die Neos haben nur 0,7 Prozentpunkte hinzugelegt.

Uwe

Also das ist aufmerksam, dass du mich darauf hingewiesen hast. Tatsächlich, ich gucke hier auf einen kleineren Bildschirm und sehe nicht, was da unten drunter steht und hätte hier gelb NEOS assoziiert. Das ist natürlich verkehrt. NEOS ist plus 0,7%. Gut, also insofern sehen wir, dass im Grunde genommen das Rennen sich zwischen den zwei Hauptkonkurrenten tatsächlich darstellt. Aber was eben auch ganz interessant ist, dass die Grünen jetzt abgeschwächt sind. Und wir hatten ja in der letzten Regierung eben die Grünen mit drin. Das heißt, ob die jetzt also es dann nochmal schaffen, ist ja wohl mehr als fraglich.

Eli

Naja, was heißt mehr als fraglich? Es kommt halt alles darauf an, was die für eine Regierung eben bilden wollen. Und wenn man sich das anguckt, die Optionen, die da jetzt drin sind, das ist jetzt erstmal die Sitzverteilung. 92 müssen sie zusammenkriegen, um irgendwie ihre Mehrheit zu haben. Ganz klar, Wählerauftrag ist, konservative Parteien sollten es machen. Aber was ist schon der Wählerauftrag? Was ist schon der Wähler? Ja, was ist schon der Souverän? Normalerweise FPÖ, ÖVP mit FPÖ wirklich halt dem Seniorpartner, müsste es normalerweise im Prinzip halt reißen. Aber stattdessen werden die vermutlich wirklich älter. Alles zusammenkratzen, was sie haben, bis zu im Prinzip vier Parteien in der Koalition, alle zusammen, um in irgendeiner Form hierher auf das zu kommen, was sie brauchen. Gut, vier Parteien ist übertrieben, so weit müssen sie ja gar nicht gehen, weil die brauchen ja nur 92 und ÖVP und SPÖ zusammen. Also eine konservative Partei mit einer linken Partei, muss man sich mal vorstellen. Die hätten jetzt die 92. Komm rein, passt super, passt super. Florian Machl, der Chefredakteur von Report24 aus Österreich, meldet sich im Hintergrund gerade wieder an. Der kommt bald also auch mit rein. Spannend ist aber wie gesagt das hier, dass ÖVP und SPÖ entsprechend das Ding trotzdem machen könnten, jeglichem Sieg der FPÖ zum Trotz. Dasselbe haben wir ja, dass so etwas möglich ist, eben gerade in Thüringen noch nicht ganz erlebt, weil da ist ja die Regierungsbildung noch nicht vollendet. Aber dass man dieselben Absichten hat, das ist, denke ich mal, auf jeden Fall klar. Gut, gut, gut, gut, gut. Während wir auf Florian Machl warten, hören wir weiter rein bei OE24.

Gast

Vor der Landtagswahl einen wahren blauen Erdrutscher leben. Dürfen wir sehen, welche Ergebnisse noch da sind. Also Deutsch-Landsberg schon einmal ein Sensationsergebnis für die FPÖ. Und dann sehen wir, die Steuermark wird immer blauer und blauer und blauer. Schauen wir uns einmal Leibnitz an. Hier das Ergebnis aus Leibnitz. Wir sehen, die FPÖ erreicht hier 39,73%. Die ÖVP 29,98%. Die SPÖ 14,7%. Die NEO 6,14%. Das sind jetzt die unterschiedlichen Regionen, die Bundesländer. Die FPÖ in der Steiermark, wir haben auch schon das Murtal und auch das Murtal ist blau. Die FPÖ wird also in der Steiermark regelrecht abgewatscht und auch die SPÖ erleidet eine Wahlschlappe. Wie schaut es im Murtal aus, bitte? Für die FPÖ gibt es 34,86 Prozent, für die ÖVP 25,63 Prozent, die SPÖ erreicht 22,66 Prozent. Das heißt, ein Riesenerfolg zeichnet sich ab für die FPÖ in der Steiermark.

Eli

Steiermark im Übrigen ist das Bundesland in Österreich, das im Prinzip äquivalent ist zu Sachsen. Aber das würde uns auch ein wahrer Österreicher jetzt gleich nochmal erklären können, nämlich Florian Machl. Der schaltet sich im Hintergrund gerade ein. Und dann hoffe ich, ihn auch gleich hier im Stream begrüßen zu können. Wir sehen schon mal, dass die Verbindung versucht, sich aufzubauen. Das ist immer ein guter Anfang. Und dann passiert das. Ach, immer so ein Generve hier. Moment, warte, ihr seid nicht weg, ihr seid nur woanders, wie Habeck sagen würde. Und zwar da, zurück zum Meeting. So, da seid ihr beide. Also, Florian, mein Gott, du bist so gefasst. Ich raste hier aus und ich bin nicht mal der Österreicher. Aber gut, du bist ja ganz anders drauf als ich. Also insofern, hallo und willkommen zurück auf dem Kanal. Okay, jetzt schieß einfach mal los. Wie sind deine ersten Gedanken als Österreicher? Was ist denn da gerade bei euch passiert? Die Medien sprechen von blauer Welle.

Gast

Hoffen, dass ich halbwegs zu hören bin. Ich muss da leise sein, weil ich da mitten im Medienzentrum bin, wo natürlich alle drei Meter irgendwelche Interviews geführt werden. Alles super. Darum kann ich jetzt auch nicht euphorisch schreien. Warten wir mal ab. Die Ergebnisse sind sehr interessant. Die Frage ist, wie viel sich noch dreht. Wir haben das vorher schon besprochen. Mit den Wahlkarten hat sich in Österreich schon einige Male einiges gedreht. Vor allem bei der Bundespräsidentenwahl Norbert Hofer von der FPÖ gegen Van der Bellen von den Grünen. Damals ging es auch alle gegen einen. Und auf den letzten Metern hat sich da noch einiges getan. Also die Zahlen sind sehr interessant, die wir jetzt sehen. Ich würde aber sagen, es ist nicht aller Tage Abend. Warten wir mal ab. Ich würde sagen, sehr relevant wird sein, was gegen 20 Uhr veröffentlicht wird. Es wird dennoch sehr schwierig sein, glaube ich, dass die Freiheitlichen vom Platz 1 zu vertreiben sind. Das glaube ich schon. Ich glaube aber, es wird sich noch ein wenig was verändern. Man muss aber auch dazu sagen, die ÖVP hat von Wahlkarten, die letzten, seit 2007 gibt es diese Möglichkeit der Briefwahl, hat sie nie profitiert. Das waren immer andere Parteien. Hier würde ich mir erwarten, dass die Grünen wahrscheinlich noch einmal nicht zulegen, wahrscheinlich die Neos doch wieder überholen. Wofür es die Neos zum Beispiel gibt, verstehe ich persönlich überhaupt nicht. Die Partei ist vollkommen sinnfrei, ähnlich wie die FDP in Deutschland, aber das ist meine private Meinung. Ich weiß auch nicht, wieso die überhaupt Stimmen haben. Ich kann mir das nicht erklären, aber es wird schon irgendwelche Gründe dafür geben. Momentan ist natürlich bei vielen Menschen die Stimmung... tatsächlich gut und es war lustig, weil ich bin da in den dritten Stock gefahren im Parlament, da ist die Kantine. Und das Personal dort ist hellauf begeistert. Es sind hauptsächlich Ausländer. Also die Dame, die sich vorgestellt hat, war aus Georgien, die uns bedient hat. Und die sind alle total happy. Die sind wirklich fröhlich und finden das Wahlergebnis gut. Das ist aber normal in Wien. Du brauchst dich da nicht wundern. Wir haben viele anständige Ausländer in Österreich, speziell in Wien, wo auch kein Konservativer sagen würde, die stören uns. Die arbeiten ja, die sind ja in Ordnung. Und es gibt sehr viele Türken zum Beispiel auch in Österreich, die sagen, ja, es ist an der Zeit, dass die Freiheitlichen da dazugewinnen. Die Jugoslawen beispielsweise auch. Also Serben haben traditionell eine sehr enge Bindung an die Freiheitlichen. Aber wie gesagt, jeder Ausländer, der gerne arbeitet, der anständig ist, der hat auch keine Lust auf Massenmigration und weiß, dass ein Staat zugrunde gehen würde, wenn man Hunderttausende ständig durchalimentiert. Also dieses Stimmungsbild kann ich dir wirklich mitgeben. Da waren einige fremdländische Herrschaften dort im Service und die waren alle sehr begeistert.

Eli

Okay, lass mich dich Folgendes fragen. Ein bisschen Wasser in den Wein kippen. Also rein rechnerisch ist bei euch ja die magische Zahl 92, um eine Regierung zu stellen auf Basis der Sitze, weil Prozente sind ja irrelevant. Wichtig ist, wer will mit wem und wie viele Sitze kriegt man dann im Parlament? Und wenn man sich das anguckt, auch wenn es jetzt noch diese Unschärfe gibt, dass da halt im Prinzip das noch vielleicht plus 2% hoch oder runter gehen könnte, sollten die Verhältnisse so bleiben, wie sie aktuell sind, hätte die ÖVP und damit also die österreichische CDU mit der österreichischen SPD, ich übersetze einfach mal für unser Publikum hier in Deutschland, die Möglichkeit, diese 92 hauchdünn, aber nichtsdestotrotz eben zusammenzukratzen und zur Not sich halt eben hier und daran erkennst du, wofür es die Neos gibt. Sie sind halt Königsmacher, sie sind halt im Prinzip der hinzunehmende Part, den man im Prinzip immer möglichst halt flexibel einsetzen kann, wie man ihn braucht. Also man könnte im Prinzip eine Koalition der Verlierer gegen die FPÖ tatsächlich auf den Weg bringen. Würde Österreich, würde das Volk, würden auch vielleicht die Parlamentarier dort das mitmachen, so eine bunte Nichts-Nutz-Koalition gegen die FPÖ, den klaren Wahlsieger mit dem klaren Wahlauftrag?

Gast

Das ist aus jetziger Sicht sehr schwer einzuschätzen. Man hat natürlich vorher taktiert und gesagt, aus taktischen Gründen mit der FPÖ würde man nie zusammenarbeiten. Nach dem Wahltag sieht das immer ganz anders aus. Da wird man herausfinden, welches Parteiprogramm dann doch am meisten umsetzbar ist, mit welchen Partnern, welche Kompromisse man schließt. Und man muss natürlich auch dazu sagen, morgen kann alles anders sein, was jetzt die Führungspersonen betrifft. Das ist ganz wichtig. Wer mir zum Beispiel den Chef der Sozialisten, diesen unsäglichen Babler, Und wir haben hier einen Chef der ÖVP, der quer durch die Corona-Pandemie, den zweiten Teil, der Karl Nehammer.

Eli

Ah ne, der Nehammer meinst du?

Gast

Okay, ja. Und speziell diese beiden Herrschaften von ÖVP und SPÖ, deren Sitz wird wahrscheinlich wackeln. Babler wird es wahrscheinlich schaffen, dass er plus minus null aussteigt, was bei einer schwachen Persönlichkeit wie ihm natürlich sehr spannend ist. Also das kann man wirklich schon fast als Erfolg werten. Nehammer wird sich natürlich der Misserfolg kaum verstecken lassen. Also das ist der große Loser dieser Wahl und dementsprechend gehe ich mal davon aus, dass man ihn entfernen wird. Und dann ist die ÖVP auch nicht mehr an diese Versprechungen gebunden. Weil der Karl Nehammer hat sich wirklich in den letzten Wochen sehr stark festgelegt, dass er mit Herbert Kickl keine Koalition machen will. Wenn es keinen Nehammer mehr gibt, kann die nächste Person in der ÖVP sagen, was sie will und koaliert mit wem sie will. Ich glaube, dass dieses Land mit einer Zweierkoalition natürlich viel stabiler zu regieren ist. Meine persönliche Präferenz ist interessanterweise aber nicht ÖVP, FPÖ, sondern Sozialisten und FPÖ. SPÖ und FPÖ? Ja, man muss es umgekehrt sagen, der Sieger bestimmt, die Freiheitlichen und die Sozialisten. Warum ist das so? Weil die ÖVP die korrupteste Partei dieses Landes ist und die Regierungen ja durchgehen. Die waren, glaube ich, nie nicht in einer Regierung vertreten, vielleicht zur Zeit, des Sonnenkönigs Kreisky, aber seither sind die immer dabei, haben immer die wichtigsten Ministerien kontrolliert und haben dort ein Korruptionssystem aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Wenn man jetzt die ÖVP aus allen Ämtern hinaustreiben könnte, dann könnte man in diesem Land einmal aufräumen, man könnte einmal die Menschen einsperren, die man einsperren sollte, man könnte ohne Probleme und ohne Koalitionsrisiken wirklich einmal forschen, wo Was ist eigentlich passiert in den letzten Jahrzehnten hier? Wer ist der Schuldige an so vielen Dingen, die schief gehen? Es mag jetzt ein wenig kontroversiell sein, aber das wäre wirklich meine persönliche Präferenz. Blau, Rot.

Eli

Na gut, also das ist natürlich sehr kontrovers, weil da müsste ja eine sehr konservative Partei, wirklich konservative Partei, nicht einfach nur eine Partei, die im Namen konservativ ist, wie die ÖVP, ja, mit einer linken Partei, mit einer Sozenpartei zusammengehen, wie ich jetzt mal überspitzt, sag ich mal, ähm, Jetzt nur satirisch natürlich an dieser Stelle, liebe Freunde, ein bisschen halt eben darstelle. Du hast recht, rechnerisch würde das aufgehen. Man hätte 92 Sitze und damit also genügend, um die Mehrheit hier eben stellen zu können. Aber es wäre in der Tat halt eine Konstellation, die, sag ich mal, unorthodox ist. Gut, wie geht es denn jetzt weiter? Also wir haben jetzt die Hochrechnungen erlebt. Wir haben jetzt erlebt, dass ich glaube der Auszählungsstand vorhin bei ORF bei 40 Prozent angegeben worden ist. Zählen da jetzt schon diese Briefwahlstimmen, diese Formulateiten mit rein oder kommen die noch? Wie sieht es denn da aus bei euch? Wie wird das gehandelt?

Gast

Naja, es wurde etwas geändert im Wahlsystem. Der Großteil der Briefwahlstimmen wird vermengt mit den Präsenzwahlstimmen, wird angeliefert an die Wahlsprengel, wird dort ausgezählt. Angeblich ist die Wahl dadurch sicherer geworden, ist sie meiner Meinung nach nicht, weil man so noch viel weniger die Verschiebungen feststellen kann. Der Vorteil für uns ist am Wahltag natürlich, dass der Großteil der Briefwahlstimmen schon mit ausgezählt wurde. Ich glaube, dass nur ein Rest von circa 20 Prozent bleibt. der dann vielleicht ein Prozent im Ergebnis hin und her verschieben könnte. Aber im Grunde genommen, möglicherweise sehen wir es uns an, möglicherweise nicht mehr so viel passieren kann. Was aber nicht heißt, dass mit den bestehenden Briefwahlstimmen, und es sind ja insgesamt 1,4 Millionen ausgegeben worden, dass man mit denen nicht massiven Schindluder treiben kann. Und niemand kann das mehr nachvollziehen, niemand auseinanderrechnen, weil es in den normalen Wahlsprengen ausgezählt wird. Lass mich noch schnell zu vorher was anschließen, was die Deutschen sehr vielleicht nicht wissen, weil das ein Österreich- Spezifikum ist. Die Sozialisten sind nicht homogen. Es gibt einen linksextremen Flügel, einen marxistischen Flügel, wo der jetzige Vorsitzende Babler im Grunde genommen die Spitze ist. Er ist aber völlig unrechtmäßig zum Chef dieser Partei gewählt worden. Das war diese berühmte Excel-Affäre. Sie haben sich da völlig verrechnet, sind nach der Wahl draufgekommen, er wäre gar nicht der Vorsitzende der Partei, haben ihn aber dort belassen, was für sich schon ein Wahnsinn ist. Bei den Sozialisten werden alle paar Jahre mal die Vorsitzenden durch interne Intrigen abgesägt. Das ist halt so. Aber es gibt dort auch einen konservativen Flügel. Bei uns gibt es zum Beispiel den Herrn Doskozil, den Landeshauptmann im Burgenland. Das ist ein kleines Bundesland in Österreich. Aber das ist ein Realist, der ist viel konservativer, der ist zugänglich verschiedenen... anderen Lösungen, was jetzt Migration zum Beispiel betrifft. Sehr interessanter Mann, der mit den Freiheitlichen auch zusammenarbeiten würde, meiner Meinung nach. Der hat sich auch nie so extrem festgelegt, dass er das nicht tun würde. Und dementsprechend gäbe es die Möglichkeit, wenn Babler fällt, wenn die SPÖ enthauptet wird, der regiert diese, der leitet diese Partei ja völlig unrechtmäßig. Das muss man wissen. Und wenn der entfernt wird, weil man mit dem Wahlerfolg unter Anführungszeichen nicht zufrieden ist, dann gibt es diese Option, von der ich gesprochen habe.

Eli

Gut, also leider Gottes können wir hier in Deutschland auch ein trauriges Liedchen davon singen. Wir haben ja dieses Bundesland Thüringen, von dem du vielleicht gehört haben wirst. Da regiert ja auch der Linke, ist es auch ein Sozialist, fast schon Kommunist eben, der Herr Bodo Ramelow. Manch einer würde vielleicht sogar sagen politischer Extremist. Na, wie dem auch sei, er regiert, obwohl er überhaupt kein Mandat hat. Er ist eigentlich nicht gewählt worden und dann hieß es drei Jahre lang, man würde Neuwahlen machen, würde ihn dann pro forma, kommissarisch bis dahin mal im Prinzip als Ministerpräsident eben die Geschicke seines Bundeslands leiten lassen. Und inzwischen ist aus diesen drei Jahren inzwischen eben drei Jahre geworden aus diesem pro forma und auch bei denen. Offensichtlich halt dieselben linken Verhältnisse wie das, was du beschreibst in Österreich. Gut, keine Ahnung, ob man mit solchen Leuten in eine Koalition gehen kann. Das ist dann immer wieder das Nächste, wenn du dich nicht auf deinen Partner verlassen kannst, weil die halt immer wieder, was weißt du, die für Intrigen vielleicht aus dem Hut zaubern. Aber für den Moment überwiegt offensichtlich halt eben zumindest bei mir, du bist ja immer noch die Ruhe selbst, ein gewisser vorsichtiger Optimismus. Und ich würde mal sagen, wir bleiben an der Sache weiter dran. Und wenn du vielleicht in noch mal einem Stündchen weitere Updates hast, dann freue ich mich, dich noch mal ins Programm zu nehmen.

Gast

Alles klar. Liebe Grüße nach Deutschland.

Eli

Gut, alles klar. Tschüss. Mach's gut. Danke dir. Das, liebe Freunde, ist der Florian Machl gewesen von Report24 und jetzt zurückgeblieben, aber nur im besten Sinne des Wortes, liebe Freunde. Der Uwe, der ist nicht zurückgeblieben, sondern der ist einfach nur da, der ist am Start. Lieber Uwe, was hast du mir für einen Schund da geschickt? Ich weiß überhaupt nichts damit anzufangen.

Uwe

Ja, das ist insofern ganz interessant. Auf einem der regionalen Live-Blogs aus einer anderen Provinz, sag ich jetzt mal, da wurde zitiert, dass die FPÖ, nicht die FPÖ, sondern die ÖVP quasi selber schon eingestanden hat, dass sie verloren haben. So, und das finde ich ja ganz interessant, weil wir sind es ja in Deutschland gewohnt, dass unsere Politiker Ja, eigentlich immer erzählen, wie gut sie gekämpft haben und, und, und. Und hier sieht es dann doch eben ein bisschen anders aus. Also wenn du jetzt den zweiten Absatz mal reinguckst.

Eli

Dann lese ich es mal vor. Ich lese es mal vor. ÖVP Stocker. Also Stocker ist der Name, ÖVP ist die Partei. Fürs Überholen, Zitat, leider nicht gereicht. Ernüchterung hat nach der ersten Hochrechnung der Nationalratswahlergebnisse, tolles Wort, bei der Wahlparty der ÖVP geherrscht. Es ist kein Geheimnis, dass wir Platz 1 erreichen wollten, sagt der Generalsekretär Christian Stocker. Jetzt wissen wir auch, wer das ist. Das ist also halt, wie der Linnemann heißt der bei uns bei der CDU. Der Generalsekretär der CDU, also wäre das deutsche Äquivalent. Hier ist es halt so ein Christian Stocker in Österreich. Und das hat er gesagt im prall gefüllten Festzelt gegenüber dem ORF, dem Hauptnachrichtensender, vermute ich auch bei denen, gebührenfinanziert. Und der ÖVP werden 26,2% und Platz 2 hinter der FPÖ, 29,1 prognostiziert. Aufgrund der Schwankungsbreite von 2 Prozentpunkten kann sich die Regierung, kann sich die Reihung, Entschuldigung, theoretisch noch ändern. Für das Auf- und Überholen sowie das erhoffte Fotofinish hat es aber leider nicht gereicht, so Stocker. Das Wahlergebnis sei nicht mit vorherigen vergleichbar. Später werde man sich ansehen müssen, an welchen Schrauben man drehen müsse. Die Volkspartei stehe jedenfalls einzig hinter Kanzler und Spitzenkandidat Karl Nehammer. Na gut, die Volkspartei steht natürlich hinter ihrem Kandidaten, ist ja klar. Aber eben nicht das Volk. So viel zum Thema Volkspartei. Eine Koalition mit FPÖ-Chef Herbert Kickl werde die ÖVP, wie Nehammer immer wieder betont hatte, nicht eingehen. Tja, Uwe, und was hast du jetzt noch geschickt?

Uwe

Ja, wie wichtig es ist, also welchen Einfluss die einzelnen Führungspersonen auf die Wahlentscheidung hatten.

Eli

Okay, gut. Na, wenn du es vor dir hast, hättest du es auch einblenden können, ansonsten musst du mich hier immer machen lassen. Aber gut, jetzt ist es schon auf dem Bildschirm. Was ist denn das nun?

Uwe

Ja, also das war hier gerade live gekommen bei Puls24. Wir haben hier die wichtigsten Spitzenkandidaten und der Wähler hat gewählt und wir wissen ja, der Wähler wählt ja nicht nur die Partei, sondern eben auch die Person. Und die beiden wichtigsten sind eben der Nehammer und der Kickl und da sehen wir, dass die relativ gleich wichtig waren, aber eben auch der Babler von der SPÖ. Und Beate Meinl-Reisinger, das ist ja die von den, wie heißt sie da? Neos, die Neos. Genau, von Neos. Und insofern sehen wir, dass die Personen offensichtlich hier in Österreich doch von einem recht hohen Einfluss sind. Also man muss schon als Politiker einen guten Eindruck machen, sympathisch rüberkommen oder stark wirken, damit man auch gewählt wird. Solche Tabellen haben wir in Deutschland auch, aber wir hatten sie in den letzten Wahlen ja nicht mitbesprochen. Und hier finde ich es mal ganz nett, das mal eben zu sehen, wie wichtig eben die Personen doch sind.

Eli

Ja, hier machen wir was ganz Verrücktes, und zwar wir reacten auf ein Reaction-Video von den Linken, die sich ORF angucken. Also wir gucken uns an, wie sich die Linken ORF angucken. Und ORF ist halt im Prinzip der Nachrichtensender von Österreich. Und ja, die blicken auf dieselben Zahlen wie wir. Ich habe eben gerade schon aus dem Augenwinkel gesehen, ja, noch keine weiteren Entwicklungen. Immer noch dieselben Zahlen, die weiterhin im Prinzip propagiert werden. 29 Prozent, naja gut, vielleicht kann man sagen, okay, 0,2 Prozentpunkte eben verloren für die FPÖ. Hoffentlich verheißt das nichts Böses. Also wenn es einmal purzelt, dann purzelt es richtig. Und die SPÖ. Im Prinzip, im Prinzip, im Prinzip, lieber Uwe, wenn man jetzt, sage ich mal, optimistisch sein möchte, muss man sagen, dass diese 3% so groß sind, dass sie auf jeden Fall eines garantieren und zwar den Wahlsieg der FPÖ. Gut, damit kannst du dir politisch gesprochen den Allerwertesten abwischen. Das ist überhaupt nichts wert. Das ist im Prinzip für die Großmutter. Spannend ist aber, ob die SPÖ, also ob das Verhältnis nochmal der Sitze so verändert werden kann, dass die SPÖ, hier wird es gerade eingeblendet, dass die SPÖ halt eben noch ein paar Prozentpunkte verliert, um nicht mehr eine mögliche Regierungsbeteiligung herstellen zu können. Dass die halt eben nicht mehr auf diese 92 Sitze kommen.

Uwe

Das ist eigentlich jetzt der neue Wahlkrimi. Genau, das wäre natürlich eine Sensation, wenn die rausfallen würde. Aber das kann ich mir fast gar nicht vorstellen.

Eli

Naja, was heißt, du kannst es dir nicht vorstellen? Also die Sozialisten sind unbeliebt. Also da sage ich dir bestimmt nichts Neues. Und wahrscheinlich auch in Österreich. Also möglich wäre es.

Uwe

Ja, es ist ja eben nicht so fern. Aber man soll ja auch nicht zu viel in die gewünschte Richtung spekulieren, sondern wir müssen einfach noch ein bisschen warten. Da geht kein Weg dran vorbei. Also ungeduld.

Eli

Guck mal, die haben eine Illustration dafür. Schau mal hier, das ist genau dieses eine Mandat. Dieses eine Mandat, das im Prinzip denen die Mehrheit ermöglichen würde. Und praktischerweise für das Establishment, für das System, ist natürlich dieses eine Mandat aktuell noch in Griffweite. Ja, mal gucken, wie das ausgeht. Die Leute feiern schon. Eleonore Müller hat gerade auf D-Live abonniert. Das heißt, das ist ein gutes Zeichen für die FPÖ. Ansonsten hätte sie es nicht getan, denke ich mal. Und die haben hier alle möglichen digitalen irgendwie super duper Illustrationen, die das alles hier zeigen, die unterschiedlichen Koalitionsmöglichkeiten. Nur ist ja egal, was möglich ist. Die Frage ist, was wahrscheinlich ist und vor allen Dingen, was realistisch gemacht wird. Und der Wählerauftrag scheint ja nicht wirklich relevant zu sein in Österreich. Also auch da will die ÖVP ja offensichtlich nicht mit der FPÖ, ungeachtet dessen, dass die Wählerschaft offensichtlich möchte, dass die zusammen wollen sollen. Krass, krasse, krasse Umstände. Ich habe heute noch eine sehr gute Doku gesehen, aber da musst du mal übernehmen, lieber Uwe. Ich gebe dir mal die Kontrolle, Uwe übernehmen Sie und ich suche mal im Hintergrund, was ich eigentlich meine.

Uwe

Ja, das ist natürlich ganz schön, dass du mir jetzt die Kontrolle übergibst.

Eli

Na, du kannst auch einfach in die Kamera quatschen. Erzähl doch einfach was. Ich meine, hast du heute Morgen gefrühstückt? Wie geht es deiner Frau? Was macht die Frau Mutter? Ist doch egal. Ich sage, ich suche einfach was.

Uwe

Aber wir sind ja jetzt eigentlich in Österreich und nicht in Hamburg. Und insofern, nein, ich glaube, wir müssen wirklich hier bei dieser österreichischen Wahl, die ist zwar sicherlich jetzt noch nicht ganz abgeschlossen, das ist klar, aber wir sehen doch, das kann ein Zeichen bedeuten. Es kann ein Zeichen bedeuten, dass eben Parteien, die eben mehr in dem rechten Spektrum sind und die von allen, ich sage mal, als Koalitionspartner, eher weniger wünschenswert sind, dass die doch ja eben dominant werden können. Das wird wiederum als eine Folge haben, dass andere, ich sage mal Mitte-Rechts-Parteien oder gar noch weiter Rechtsaußen-Parteien, In Europa werden das aufmerksam verfolgen. Das heißt, auch in anderen Ländern wird man hier sehen, ja, es ist möglich. Es ist möglich, sich gegen die etablierten Parteien durchzusetzen, sogar zu dominieren. Gut, es mag vielleicht nicht zu einer Regierung kommen, Beteiligung reichen, aber es geht eben voran. Also ähnlich wie wir es gestern hatten mit, wie heißt das Bundesland hier, Thüringen, dass eben die AfD die anderen Parteien vor sich hertreibt und das eben nicht nur in dem Bundesland, sondern auch noch in einigen anderen. so wird es zunehmend in den europäischen Nachbarstaaten ähnlich sein. Also die etablierten Parteien müssen sich zunehmend warm anziehen. Und das haben sie ja auch schon geahnt. Also nicht ohne Grund ist ja schon zum Jahresbeginn von verschiedenen internationalen Organisationen ausgegeben worden, dass nichts schlimmer ist als eben eine falsche Meinung. Der Kampf gegen die fehl- und falsche Information. Und das ist also noch schlimmer als Terrorismus, weil der Terrorist, der tötet nur einen oder zwei, aber der, der falsche Meinungen in die Köpfe von Leuten bringt, der tötet Jahrhunderte oder Tausende.

Eli

Du hast gerade die Monetarisierung dieses Streams getötet, aber was soll's? Du hast natürlich nicht Unrecht, nur jetzt schweifen wir ab, wenn man jetzt schon im Prinzip bei öffentlicher, naja, weil du diese bösen Worte gesagt hast. Manche Dinge kannst du für Werbefreundlichkeit halt eben einfach nicht in den Mund nehmen. Also ich mache dir da überhaupt keinen Vorwurf, wir machen eine politische Sendung, ist ein bisschen verrückt da, natürlich um die Eierschalen herumzutanzen, aber... Was soll's? Ich wollte einfach nur sagen, wir sind jetzt nicht bei freier Meinungsäußerung. Das ist jetzt schon ein bisschen zu weit gegriffen, wenn wir uns heute hier eigentlich die Wahlen in Österreich angucken. Eine Sache ist klar, auch wenn natürlich alles mit allem zu tun hat, es hat sich abgezeichnet. Und ich habe heute diese Doku gesehen von Zeit Online, ein historisch gesprochen sehr linkes Blatt. Danke, Uwe. Das war gut. Es war halt nur ein bisschen dann irgendwann zu abwegig. Und die haben einen Beitrag gemacht, bei dem sie gehofft hatten, noch in irgendeiner Form halt die linken Kräfte in Österreich zu mobilisieren oder zumindest Sympathien aufzubauen in Deutschland für die österreichischen linken Kräfte, weil Zeit erscheint ja nur in Deutschland. Und sind dort im Prinzip ein bisschen durchs Land gereist und sie haben einen typischen FPÖ-Wähler sich gefunden und die haben es wirklich nicht geschafft, trotz... Notstandsmeldungen von Überschwemmungen und hast du nicht gehört, dem auszureden, dass er die FPÖ wählen soll. Das zum Thema Zeitgeist, zum Thema politisches Klima, das definitiv, wie Uwe richtigerweise sagt, im Begriff ist, sich zu wandeln.

Gast

Anpacken, harte Arbeit, Lohn wertschätzen, das gehört zu den Dingen, die sich Josef Binder von der nächsten Regierung in Österreich wünscht. Der 57-jährige Tischler aus Wien fühlt sich von den Parteien, die derzeit das Sagen haben, nicht gut vertreten. Unter anderem machen ihm Nachwuchssorgen, im Betrieb zu schaffen. Er bekomme einfach kein junges Personal mehr, sagt er. Es will sich eigentlich niemand mehr wirklich plagen oder arbeiten. Es gibt kaum Interesse mehr für den Beruf. Ich stehe aber da nicht alleine da. Das ist komplett branchenübergreifend. Sie können da überall fragen. Wir haben überall dasselbe Phänomen. Und ich wünsche mir, und da gibt es jetzt auch von der FPÖ ein neues Wirtschaftsprogramm, dass Leistung wieder mehr zählt, dass das belohnt wird, dass sich die Arbeitenden nicht als die Dummen immer fühlen müssen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag will Binder für die FPÖ und ihren Spitzenkandidaten Herbert Kickl stimmen. Die Rechtspopulisten könnten erstmals stärkste Kraft in Österreich werden. eine Person ist und darum fürchtet man sich vielleicht auch ein bisschen von ihm, der sich nicht von seinen Plänen abbringen lässt. Ich glaube, das ist ein äußerst integrer Mann, einen, den man nicht kaufen kann und der zu seinem Wort steht und ich bin da wirklich davon überzeugt. Kickl, von 2017 bis 2019 österreichischer Innenminister, kann bei Wählern auch mit dem Thema Migration punkten. Die Zahl der Asylanträge will er auf Null herunterfahren und Sozialleistungen an die Staatsbürgerschaft koppeln. Grenzabschnitte sollen mit Zäunen gesichert werden.

Eli

Wisst ihr, warum er die Zahl der Asylanträge sehr realistisch auf Null senken kann? Ganz einfach. Einfachster Trick, liebe Freunde, im Kochbuch eines FPÖ-Politikers. Würde ich auch machen an seiner Stelle, weil er einfach alle durchreicht. Er reicht einfach alle durch nach Deutschland. Deutschland ist ja so blöd, seine Grenzen nicht zu kontrollieren. Fünf von sechs Grenzübergängen werden während der Zeit, in der uns Nancy Faeser erklärt, wir hätten doch Grenzkontrollen nicht kontrolliert. Leute sind hingefahren und haben kontrolliert, ob Grenzkontrollen stattfindet. In fünf von sechs Fällen finden sie nicht statt. Wenn du in deinem Land nichts kontrollierst und jeden aufnimmst, den Österreich einfach durchreicht, dann kann Kickl sehr wohl sein Wahlversprechen halten, indem er einfach nur sagt, willkommen in Österreich, da ist die Tür nach Deutschland. Also mitnichten ist es so, dass er da irgendwie als Lügner sich bezeichnen lassen muss. Solange er Deutschland hat als sein Nachbarland, kann er das ganz realistisch schaffen.

Gast

Die schwere Unwetterschaft koppeln. Grenzabschnitte sollen mit Zäunen gesichert werden. Die schwere Unwetterkatastrophe zwei Wochen vor der Wahl in Österreich hatte das Thema Migration zuletzt aber etwas in den Hintergrund treten lassen.

Eli

Und jetzt merkt ihr, liebe Freunde, dass es eine linke Publikation ist, weil jetzt kommen sie gleich mit der Propaganda, wie toll alle Flüchtlinge sind.

Gast

ging es um den Klimawandel, ein zentrales Thema der Grünen. Und eines, das Josef Binder nicht überzeugt. Klimawandel hat es schon immer gegeben, jahrmillionenlang. Ich weiß nicht, ob der Mensch dort wirklich so viel Einfluss hat davon. Wenn man auch in die Geschichte zurückgeht, hat es immer Naturkatastrophen gegeben. Es wird halt jetzt mehr aufgebauscht, sage ich jetzt einmal. Es wird mehr in das Bewusstsein der Menschen getragen. Sehr stark im Bewusstsein ist das Thema dieser Tage im Ort Kritzendorf. Die Donau, die nach tagelangen Regenfällen vor zwei Wochen über die Ufer getreten war, hat hier Schlamm und Schäden hinterlassen. Nun schaufeln sich Helfer durch das Chaos, darunter auch eine Gruppe Geflüchteter aus Syrien. Wir haben ein schlimmes Erlebnis und wir wissen, wie es ist, wenn man alles verliert. Und die Menschen hier sind arm. Sie brauchen Hilfe. Und das geht um Menschlichkeit, Solidarität. Bei einem Einsatz in Melk seien sie auch schon auf FPÖ-Wähler gestoßen, sagt Al-Shater. Am ersten Tag herrschte Skepsis unter den Bewohnern. Kalt. Der zweite Tag war besser. Der dritte Tag war noch besser. Und der vierte Tag Freundschaft. Das Engagement stößt auch bei den Menschen in Kritzendorf auf Dankbarkeit und Respekt. Ich sehe außer dieser Gemeinde und dem Roten Kreuz und dem Team Österreich hier, also von irgendwelchen Parteien, die besonders gern auf Menschen aus dem Ausland schimpfen, niemand, der hilft.

Eli

Ja, und was ist mit Team Österreich? Das ist eine, im Namen schon, eine nationalistische Gruppierung. Eine Gruppierung von Patrioten, die in ihrem Österreich mit anpackt. Der hätte sich gewünscht, dass Leute jetzt auch noch mit einer FPÖ-Fahne da irgendwie auf dem Rücken offensichtlich dort aufräumen oder was. Ja, ein bisschen mal die Kuh im Dorf lassen. Oder die Kirche im Dorf lassen oder was auch immer. Die sind im Wahlkampf. Hast du es mitbekommen, Digga? Ich meine, tut mir leid. Was sollen die machen? Soll Kickl jetzt irgendwie die Gummistiefel anziehen und jetzt irgendwie stattdessen Schlammschaufeln gehen? Ich bitte dich. Der Mann hat Prioritäten. Der hat ja einen Landwalt zu regieren.

Gast

die kommen her und helfen, bekommen kein Geld dafür, nehmen sogar ihr eigenes Essen mit und bekommen kein Geld dafür?

Eli

Die haben deine Steuern, deine Steuern haben die über Jahre. Ja, was denkst du, wer den Sprachkurs bezahlt hat von dem einen Vorzeige-Syrer, den sie da medienwirksam vor die Kamera gezerrt haben, der sich wahrscheinlich gerade mal so ein bisschen die Hände schmutzig gemacht hat, damit es für die Kamera besser wirkt. Die wollen kein Geld, die wollen kein Geld. Wenn sie alle kein Geld wollten... Dann wären sie zu Hause geblieben. Da haben sie nämlich schon, wovon sie träumen, kein Geld. Stattdessen kommen sie nach Österreich, kriegen kein Geld und du Volldepp stellst dich dahin und sagst, die wollen kein Geld. Eins und eins zusammenzählen.

Gast

Und ich finde, das sollte jeder wissen und jeder auch sehen. Ich erwarte mir einfach, dass die Problematik von den Immigranten bzw. von den Ausländern einfach anders gehandhabt wird. Wer hier ist und arbeiten kann und will, der soll Arbeit bekommen und soll hierbleiben können. Und wer das nicht will, der soll dort wieder zurückgehen, wo er hergekommen ist. Das ist meine Meinung. Einen Kanzlerkickel brauche sie nicht, sagt Stürz. Ob es dafür reichen würde, selbst wenn die FPÖ am Sonntag stärkste Kraft wird, gilt ohnehin als unsicher. Fast alle Parteien haben ein Bündnis mit der islam- und EU-kritischen Partei ausgeschlossen.

Eli

Naja, ich sag mal so, sagt niemals nie, da kann alles immer wieder passieren, aber man sieht die Propagandamaschinerie, sie tobt und sie schießt wirklich aus allen Rohren. Auch die Linken, sie senden weiter und wir senden zurück. Was soll ich sagen? Uwe, hast du was Neues gehört? Oh, Nehammer spricht. Warte mal, Nehammer spricht gerade.

Gast

... die genauso in mir wohnt, genauso aber wie das Wissen darum, dass wir uns zurückgekämpft haben. Dass wir weg sind von dort, wo uns schon manche gesehen haben, nämlich in der Bedeutungslosigkeit der politischen Auseinandersetzung. Liebe Freundinnen und Freunde, ich kann euch nicht die Enttäuschung nehmen, aber das, was ich euch geben will, ist die Zuversicht, dass es richtig ist, für seine Werte einzustehen, zu kämpfen, zu überzeugen. Jetzt geht es darum, dass wir weiter kämpfen. Genau zu dem stehen, was wir vor der Wahl versprochen haben, gilt auch nach der Wahl. Das ist Haltung. Was kommt jetzt? Haltung? Und wisst ihr, was besonders ist? Auf der einen Seite ist heute tatsächlich das Wahlergebnis auf den Kopf gestellt. Und auf der anderen Seite habt ihr heute eine alte Binsenweisheit ad absurdum geführt. Denn grundsätzlich heißt es, der Sieg hat viele Väter. Aber wenn man sein Ziel nicht erreicht, dann sind nur mehr wenige da. Ja, du bist schuld. Wir beweisen das Gegenteil. Wir stehen zusammen, wir sind die Volkspartei, wir stehen zu unseren Werten, zu unseren Inhalten und wir kämpfen weiter für die Interessen der Menschen in unserem Land. Ja, mal gucken, ob er in zwei Wochen überhaupt noch der Hauptmann seiner Partei ist. Ja, ja.

Uwe

Genau das haben wir doch gestern gehabt. Genau wie Sie es gewünscht. Keinerlei Einsicht. Wir stehen zu unseren Werten. Aber die Werte, die haben doch jetzt dazu geführt, dass das Ergebnis schlecht ist. Man hat verloren. Also wie kann der Mann, der redet zwar wie ein Volkstribun, das sei ihm ja auch zugestanden, aber er redet einfach nur Unsinn. Genau diese uneinsichtige Haltung, anstatt zu sagen, wir haben verloren, wir haben was falsch gemacht, wir gehen in uns, wir schauen, was wir demnächst besser machen. Nein, wir machen so weiter wie bisher. Und dann wundern sie sich, dass sie verlieren. Also wie blöd kann man eigentlich sein?

Eli

Er hat ein Drittel seiner Wähler verloren. Er alleine. Er alleine. Weil er so ein Unsympath ist. Ich meine, das muss man mal hinbekommen. Ganz ehrlich, Uwe. Was ist denn das für eine Mumie? Also ich bitte dich. Hallo? Also die wissen schon, dass Fernsehen auch ein optisches Medium ist. Alter Verwalter. Lebt der noch? Junge, Junge, Junge, der muss ja einen mobilen Sarg dabei haben. Jede Sekunde kann es passieren. Scheibenkleister. Keine Ahnung, wer das ist. Vielleicht ist ja auch super clever. Aber irgendwie, wie gesagt, irgendeiner sollte denen sagen, dass man im Fernsehen die Leute auch sieht. Was wollte ich sagen? Nee, Hammer. Ist natürlich unsympathisch und so weiter und so fort. Aber ist natürlich so ein Bild von einem Mann, so ein Berg, weißt du, durchtrainiert und hast du nicht gehört, könnte wahrscheinlich den Kickel irgendwie zum Nachtisch verspeisen, mit einem kleinen Finger hochheben und hast du nicht gehört. Und was ist das auch für ein Zeichen? Jetzt einfach mal so jetzt auf der Meta-Ebene gesprochen. Das ist der klitzekleine Kickel. Der Mann ist 1,57 groß. Der wiegt wahrscheinlich 57 Kilo oder was. Ist so ein klitzekleiner... hier bin ich, hallo, habt mich bitte alle lieb, dass der da herkommen kann und diesen Giganten, David gegen Goliath, dass er den im Prinzip, diesen Nehammer, da vom Thron gestoßen hat. Ich meine, der wird ja hier wahrscheinlich noch gepolstert, der hat ganz dünne Ärmchen. Ja, also das ist ja hier, das wird hier noch ein bisschen schön gemacht. Ja, und die kämpfen halt mit allen Mitteln. Es ist halt Politik. Politik ist ein dreckiges Geschäft. Was soll ich euch sagen, liebe Freunde? Ja, wenn man hier reinguckt in seine Rede. Für die eigene Bevölkerung. Wir stehen heute da.

Gast

So ein bisschen auch so eingefallenes Gesicht und so. Freiheitliche Nummer eins und daraufhin einen freiheitlichen Kanzler.

Eli

Guck dir das doch mal an. Siehst du das? Siehst du, wie das Hemd so hängt und so? Da ist kaum mehr Hamchen drin. Und dieser Mann, nicht Kraft irgendwie seiner Volkstribunen-Ausstrahlung oder was auch immer, nicht Kraft dessen, dass er überlebensgroß ist, nicht Kraft dessen, dass er irgendwie aufgepampert wird von den Medien oder hast du nicht gehört, sondern im Gegenteil, als Widersacher der Medien. hat dieses kleine Männlein, ja, dieser David, den Goliath, den Goliath besiegt, ja, den Nehammer, den Typen, der aussieht, als wenn er sich für zu geil für diese Welt hält. Zugegebenermaßen sieht der ja auch geil aus, ja, aber ich meine, das ist halt eben nicht alles. Und was zeigt das, lieber Uwe? Warum reite ich so sehr darauf rum? Das zeigt halt eben, die Zeit der sinnlosen Optik ist halt vorbei. Irgendwann, und ich bin froh, dass wir jetzt langsam da reinkommen in dieses Zeitalter, geht es halt eben um Inhalte. Wir haben uns genügend verleiten lassen von Leuten, die schick aussehen und toll reden können, weil du mir daherkommst mit Volkstribunen und so weiter und so fort. Die Leute wollen keinen Volkstribunen mehr. Sie wollen so ein kleines Häufchen elend, wie Herbert Kickl es ist. Ich meine, bei aller Liebe, wenn ich neben dem Mann, wenn Uwe neben dem Mann steht, der ist ja noch ein paar Zentimeter kleiner als ich, ja, dann wirkt Uwe schon wie hier Hulk Hogan. Ja, Terry, hast du nicht gehört, der sich immer wieder hier bei jeder Gelegenheit irgendwie das T-Shirt vom Leibe reißt. Und das ist einfach so, das nimmt natürlich nichts weg von Herbert Kickl, weil der Mann hat einfach Recht, es hilft einfach Recht zu haben. Und langsam aber sicher ist die Zeit der Lüge, der optischen Täuschung, der Illusion vorbei. Diese ganzen da Möchtegern, Young Global Leaders, die nicht young sind, nicht global und schon gar nicht jemanden anführen können, sondern da kommt einer daher, dieses kleine Männchen, dieser kleine David und ballert den Goliath weg Und der stellt sich noch hin und sagt, nachdem er weggeballert worden ist, ja, wichtig ist, dass wir jetzt alle in der Niederlage zusammenhalten. Nee, nee, nee, nee. Lies dir mal die Bibel durch, Baby. Der Goliath, der war dann weg vom Fenster. Kein Hahn hat nach ihm mehr gekriegt. Die haben den alle aufgepampert. Die haben den gefüttert von morgens bis abends. Die haben den... in alle möglichen, ich meine, guck dir das doch mal an, guck dir das doch mal an, ich meine, bei aller Liebe zu Herbert Kickl, guck dir doch mal die Hosen an, ja, weißt du noch, als wir uns den Syrer vorgenommen haben, den hier Hassan Al-Haste nicht gehört, da haben wir doch auch schon gesagt, ja, da ist doch mehr Hose als Bein drin, also ich wollte jetzt hier der Intimregion von Herrn Kickl heute gar nicht so nahe kommen, aber was wird denn der Typ wiegen, 60 Kilo mit 5 Augen zugedrückt, 1,60 Meter groß, und kommt daher und ballert den Nehammer weg und der Typ, der ist das doch nicht gewohnt, der ist das doch nicht gewohnt zu verlieren, schon gar nicht zu jemandem wie Herbert Kicke. Der wird zu Hause in der Depri liegen, der wird jetzt da nicht mehr rauskommen, der hat jetzt eine Sinnkrise bis zu seinem Lebensende, ich hoffe, der macht nichts Furchtbares. Meine Güte, also Nehammer, du bist weg vom Fenster, genauso wie Goliath weg vom Fenster war, weil politisch, mein Guter, wie im Berufsleben gilt nur eines, Du musst liefern, Baby. Du musst liefern. Wie liefern du?

Uwe

Wenn du nicht mehr lieferst, kann gar nichts mehr.

Eli

Was ist denn da los bei OE24?

Uwe

Ja, da werden gerade die Sitze hier verteilt.

Eli

Werbung wird da gezeigt. Ich sehe Werbung bei OE24.

Uwe

Hey, Puls24.

Eli

Was denn Puls24? Ich gucke da nicht Puls24.

Uwe

Ja, soll das aber.

Eli

Uwe, du bist mir gerade in die Parade gefahren. Ich war gerade so gut drauf.

Uwe

Ja, wir müssen doch mal bei den wesentlichen Sachen bleiben.

Eli

Jetzt warten wir hier ab bei OE24. Ja, so viel Zeit muss sein. Meine Güte. Aber Freunde, könnt ihr nachvollziehen, was das für eine Schmach ist, was das für eine Schande ist für den Nehammer? Der kann sich doch politisch nicht mehr davon erholen. Der ist gegen Kickl, ist der nicht angekommen. Obwohl er so viel Unterstützung hatte. Obwohl er sich die ganze Zeit gesagt hat, wir werden hier auf Platz 1 kommen und hast du nicht gehört. Jetzt landet der auf Platz 2 mit allen Augen zugedrückt. Das ist schon heftig, das muss man schon sagen. Roland Portmann sieht das auch so. Sonst hätte er hier gerade nicht abonniert. Ja, was sitzt denn da nur auf Puls24? Ich bin zu faul, um umzuschalten.

Uwe

Ja, dann gucke ich mal, ob ich hier mal das einblenden kann.

Eli

Genau, warum hast du es denn nicht gemacht? Ich gucke mir hier irgendwelche Omas an.

Gast

Vielen Dank, Thomas Mohr. Das Ergebnis sorgt auf jeden Fall für Jubel bei der FPÖ. Lange Gesichter bei fast allen anderen Parteien.

Eli

Geh mal ein bisschen zurück, wenn da irgendwas war.

Uwe

Dazu schalten wir jetzt wieder live zu unseren PULS24-Reporterinnen und Reportern. Die sind direkt bei den Wahlpartys, sofern man diese... Nee, können wir nicht.

Eli

Wieso geht das nicht? Einfach nur da reinklicken.

Uwe

Ja, das funktioniert aber nicht.

Eli

Da ist doch die Zeitleiste. Ach, Uwe. Ja, die zeigen immer noch Werbung auf OE24.

Gast

Die wirklich überraschend sind.

Eli

Alexandra Nindl bei der FPÖ. Gib uns dein erstes Update. Ja, Uwe, jetzt, jetzt blende es ein, das Update bei der FPÖ.

Gast

Ja, hier sind natürlich alle mehr als nur begeistert, wie das Wahlergebnis derzeit ausschaut.

Eli

Sie schaut auch gut aus.

Gast

Ich bin auch begeistert. Und das mit Herbert Kickl. Das im Vorhinein, also bevor heute gewählt worden ist, dass es da immer geheißen hat, mit Herbert Kickl eine Koalition nicht zu machen, davon will hier heute natürlich absolut niemand etwas hören. Es wird hier natürlich betont, der Wählerwille ist das gewesen und der Wählerwille soll auch dementsprechend respektiert werden. Und von Seiten des Generalsekretärs Christian Hafenecker hat es da auch schon geheißen, wenn es dann weitergeht, also in den nächsten Tagen dann mit den ersten Gesprächen sozusagen. Erstens einmal erwartet sich die FPÖ fix den Regierungsauftrag vom Bundespräsidenten von Alexander Van der Bellen. Und zweitens erwarten Sie sich auch, dass möglicherweise sich die Gesprächspartner bei den anderen Parteien noch ändern. Also da ist man sich nicht ganz sicher, ob da alle Parteichefs weiterhin fix im Sessel sitzen.

Eli

Was heißt denn jetzt nur fix? Heißt fix schnell oder heißt fix stabil?

Gast

Ich verstehe das nicht im Österreichischen. Auch dieses historische Wahlergebnis der FPÖ und da hören wir kurz rein. Ich will mich ganz, ganz herzlich bei den Wählern bedanken, die heute ein Machtwort gesprochen haben, die auch gezeigt haben, dass wir hier in Österreich eine politische Veränderung brauchen. Das ist wirklich ein großartiges Ergebnis, wahrscheinlich das historisch Beste, das wir Freiheitliche erreichen konnten. Und mit dieser Kraft werden wir natürlich jetzt auch entsprechend umgehen. Es war eine fulminante Wahlbewegung der Freiheitlichen Partei. Sie haben die besten Spitzenkandidaten, die beste Kampagne und das beste Programm. Der klingt wie Florian Machl.

Uwe

Ich glaube, dass es für Österreich ein sehr guter Weg werden kann, wenn die FPÖ, egal in welcher Funktion oder was, mit... dabei ist.

Gast

Ich glaube auch, dass man den Wählerwille auch akzeptieren muss. Heute ist halt ein Tag, wo man auch der Demokratie Folge leisten muss und nicht einfach sagen, ohne die schlimmen Freiheitlichen gehen wir nicht oder mit den schlimmen Freiheitlichen und das ist nicht gut. Ich würde es eher so formulieren, dass wir mit uns reden lassen. Wir sind auf die ÖVP nicht angewiesen. Soweit also die ersten Reaktionen von Seiten der FPÖ. Die Partei steht momentan bei 29,1 Prozent der Stimmen.

Eli

Die ÖVP verliert massiv an Stimmen. Mach mal Pause bei dir im Hintergrund, sonst quatschen die uns alle rein. Und geh mal wieder in deine Uber-Ansicht. Hier, wir haben eine weitere, eine neue Ansicht und zwar von OE24. Die sind aus der gefühlt stundenlangen Werbung zurückgekommen und haben jetzt neue, geupdatete Zahlen.

Gast

Die Neos auf Platz 4 gewinnen also das Duell gegen die Grünen 9,1%. Und die Grünen auf Platz 4 dementsprechend, beziehungsweise 5, 8,7%. Die Kleinstparteien, ebenfalls schwer geschlagen, schaffen den Einzug in den Nationalrat nicht, scheitern allesamt klar an der 4%-Hürde. Wir sehen, die KPÖ liegt bei 2,3%, die Bierpartei bei 2,1%, die Liste Keine bei 0,6%, außerdem die MFG bei 0,4%, 0,2% die Liste Gaza. So, und das bedeutet, dass die Türkisen und die Roten, also ÖVP, SPÖ, jetzt die potenzielle Mandatsmehrheit verloren haben. Schauen wir uns das kurz an. Die hatten ja vorher genau 92 von den 92 zum Regieren notwendigen Mandaten. Und da ist jetzt ein Mandat futsch und damit sind es nur noch 91 Mandate und damit ist auch die Regierungsmöglichkeit futsch.

Uwe

Genau das kann man nur sagen.

Gast

Eine Zweierkoalition, ÖVP, SPÖ, wird es vermutlich nicht mehr geben, wenn da nicht noch eine Überraschung am Schluss passiert. Bei den anderen Mandaten natürlich. Haben wir welche Mandatsverteilung jetzt genau, bitte? Also wir schauen es uns jetzt genau an. 50,2 Prozent sind ausgezählt. FPÖ 57 Mandate, ÖVP 51 Mandate, SPÖ 40 Mandate, NEOS 18 Mandate und die Grünen erreichen 17 Mandate. Also nur mehr 91 Prozent für ÖVP, SPÖ, damit keine Mehrheit mehr. Damit gibt es jetzt nur mehr zwei Möglichkeiten. Entweder, wie gerade angezeigt, die sogenannte Ampel. Und zwar, wenn wir uns einmal anschauen, genau, die Ampel, die österreichische Ampel. Neos, die haben eine klare Mehrheit. Wie wir hier sehen, wie viele Mandate für die Neos, Denise? Für die Neos gibt es 18 Mandate, für die SPÖ 40 und für die ÖVP 51 Mandate. Ja, und das heißt, es ginge sich entweder die Ampel aus oder es geht sich natürlich Schwarz-Blau aus und Schwarz-Blau hätte eine komfortable Mehrheit und das wäre eigentlich jetzt die logische Koalition. Schauen wir uns das noch an. Schwarz und Blau haben gemeinsam wie viele Mandate? Die haben gemeinsam 108 Mandate, FPÖ 57, ÖVP 51. Spannend. Und jetzt kommen wir zu den Ergebnissen. Da kommt jetzt ein Ergebnis nach dem anderen rein. Wir haben Ihnen die Ergebnisse versprochen. Wir sind auch der einzige Sender, der Ihnen die detaillierten Ergebnisse aus den Bezirken zeigt. Ja, die sind wirklich gut. Und da sehen wir jetzt, da haben wir schon Ergebnisse aus Tirol, wenn wir dort einmal kurz hinschauen. Und zwar haben wir da welche geschickt. Da haben wir jetzt Reute. Wie sieht es da im Moment aus? Da bleibt die ÖVP klar die stimmenstärkste Partei in diesem Bezirk. Im Außerfern 36,02 Prozent. Die FPÖ erreicht 27,83 Prozent. Es gibt also auch Bezirke, wo die ÖVP führt. Die SPÖ 12,65 Prozent, die Neos 10,39 Prozent und die Grünen 6,35 Prozent.

Uwe

Vorhin in einem Land reingekommen, da hatte die ÖVP, ich glaube, 89 Prozent.

Eli

Was? Das muss Wien gewesen sein oder was? Irgendein Bezirk von Wien oder was?

Uwe

Nee, das war ein kleiner Bezirk. Die hatten dort nur 27 Abgeordnete oder so.

Eli

Okay, gut. Nee, du meinst 27 Stimmen. Abgeordnete? 27 Abgeordnete für ein Bezirk? Das ist doch gar nicht so wenig bei 110, bei 92, die man überhaupt für eine Regierung braucht.

Uwe

Ja, da waren wohl nur 27 Stimmen auf jeden Fall. Die hatten dort... Stimmen, eben, Stimmen.

Eli

Ja, ja, ja. Okay, Elia ist unmöglich, sagt Hauxis. Hauxis, willkommen auf dem Kanal. Du scheinst mich nicht zu kennen, Baby. Im Überschwank bin ich so. Wir haben so selten Gelegenheit, mal ein bisschen Freude zu versprühen. Und bevor ich heute Abend um 21 Uhr über den Syrer in Essen rede und wieder meinen Verstand verliere, lass mir doch ein bisschen die Freude, die wir hier haben, bevor die FPÖ wahrscheinlich wieder nicht mehr in Regierungsverantwortung kommt. Gut, naja, vorläufiges Ergebnis. Zell am See und so weiter und so fort. Das heißt bei denen offensichtlich Bezirke, nicht Bundesländer. Und die kommen jetzt Stück für Stück rein. Und da gibt es auch Kopf-an-Kopf-Duelle. 30,4 zu 34,9 und so weiter und so fort. Gut, das ist jetzt nicht ganz Kopf-an-Kopf, aber nur um das der Vorständigkeit halber zu erwähnen. Offensichtlich trotz dessen, dass die ÖVP also Rückhalt hat in dem einen oder anderen rückständigen österreichischen Bezirk, scheint es offensichtlich in Summe eben nicht gereicht zu haben. Blaues Beben, FPÖ immer noch auf Platz 1, immerhin um 18.20 Uhr.

Gast

Gratulation zum Wahlergebnis. Wie fällt das Statement, die Bilanz aus? Ich denke, es hätte gar nicht besser laufen können, oder? Ja, das Allerwichtigste ist, dass ich unglaublich dankbar bin. Danke, danke, danke an die vielen Wählerinnen und Wähler, die uns dieses Ergebnis beschert haben. die uns unterstützt haben, auch in schwierigen Zeiten, die Mut gehabt haben, das muss man ja auch sagen, sich diesem ganzen Gegenwind auch einmal entgegenzustellen, die diesem Modell des betreuten Denkens und betreuten Wellens eine klare Absage erteilt haben. Ihnen gilt mein größter Dank und Ihnen gegenüber bin ich jetzt auch in großer Demut und wir werden versuchen, das Beste aus diesem Ergebnis zu machen für unsere Heimat, damit aus dem blauen Wunder ein rot-weiß-rotes Wunder wird. Danke sehr. Gerne. Das war also das erste Statement von Herbert Kickl aus der Wahlzentrale im Parlament, wo wir mit mehreren Reportern vertreten sind. Und jetzt schalten wir ins Hauptquartier der NEOS im MAK, im Museum für Angewandte Kunst am Stubenring. Und dort ist der Gewinner der EU-Wahl, nämlich in Prozenten natürlich nur, Helmut Brandstätter, vor dem Mikrofon. Da hat sich der jetzt ein bisschen gelegt nach der ersten Hochrechnung. Ich habe den Schweiß schon im Wahlkampf auf der Stirn gehabt, weil ich war auch in diesem Wahlkampf unterwegs, habe viele wichtige Gespräche geführt. Es ist sehr heiß hier.

Eli

Gut, und so weiter und so fort. Es ist auch bei uns sehr heiß. Da musst du durch, Baby. Ja, also auf jeden Fall ist Bewegung in der Nummer drin. Und trotz dessen, dass man jetzt also 50 Prozent der Stimmen ausgezählt hat, aktuell, Uwe, immer noch stabil. Meinst du, die retten das jetzt noch über die Ziellinie? Was denkst du, was ist dein aktuelles Gefühl?

Uwe

Ja, also ich sag mal so, wir haben jetzt mehrfach schon eben gesehen, dass die schwarze Partei eben klipp und klar gesagt hat, dass sie verloren hat.

Eli

ÖVP heißen die, genau.

Uwe

Das heißt, dass jetzt da im Nachhinein sich noch was Wesentliches ändern sollte, sodass sie dann doch noch gewinnen, das wäre natürlich ein richtiger Marketing-Gag. Da glaube ich aber persönlich so nicht dran. Dann würde eigentlich, ich sage mal, hätte der Nehammer sich doch anders geäußert. Er hat im Grunde genommen seinen Verlust ja eingestanden und Und gut, wir machen weiter so, wir sind stabil und und und. Aber er hat jetzt keine Hoffnung gemacht, dass sich heute Abend noch etwas ändert. Und insofern glaube ich, da wird sich jetzt auch nicht mehr viel ändern.

Eli

Gut. Was sich ändert, ist das mediale, sag ich mal, die mediale Hoheit. Denn offenkundig hat trotz vieler Ankündigungen auf eines irgendwie zu diesem Stand geschafft. Und zwar ein Stand, von dem ich nicht weiß, wo sie den aufbauen konnten, weil aus dem Parlament sind sie ja geflogen. Daraus haben sie ja eine ganze Sondersendung gemacht. Und ich blende die jetzt nicht ohne Grund ein, sondern erstens, um den Kollegen dort in Österreich zu gratulieren. Das ist natürlich auch deren Sternstunde. Die haben bestimmt ihren Beitrag dazu geleistet, die Österreicher aufzuklären. Und dann, liebe Freunde, kam der Moment, kam der Herr Kickl zu denen zu auf eins ins Studio, wo auch immer die das aufgebaut haben.

Gast

Die linken Parteien, Grünen, Neos, SPÖ können sich nicht einhängen, das genügt nicht. Aber ÖVP und SPÖ kratzen gerade, sie kämen ganz exakt nach dem aktuellen Ausrechnungsstand. Hier geht es tatsächlich um wenige Komma gegen klarem Abstand vorne und wir erwarten jetzt jeden Moment Herbert Kuhke. Werte Zuseher, bleiben Sie dran. Jetzt wird gleich Herbert Kickl exklusiv bei Auf1 und RTV das erste Live-Interview nach seiner erfolgreichen Wahl geben. Und Nico, ich würde vorschlagen, du stellst ihm gleich die Frage, ob er den Kanzleranspruch anmelden und auch durchsetzen wird. Das wird definitiv die erste Frage sein, weil es ist spannend. So gut, jetzt reden wir über Ihre Fragen. Aber da ist er. Hallo, schönen guten Abend. Herr Kickl, guten Abend.

Eli

Das müsst ihr mal einordnen, liebe Freunde. Stefan Magnet ist schon so eine, ich will nicht sagen eine halbe Portion, aber ist jetzt kein großgewachsener Mann. Der Typ zu seiner ganz linken, der ist nochmal fünf Zentimeter kleiner. Und mindestens genauso klein, wenn nicht nochmal fünf Zentimeter kürzer, ist dann auch noch der Herbert Kickl. Und der hat jetzt quasi gerade den Nehammer, den 2,50 Meter Mann bezwungen und wahrscheinlich 250 Kilo schwer. 200 davon Muskelmasse.

Gast

Herr Schott darf die erste Frage stellen. Herr Kickl, werden Sie jetzt den Kanzleranspruch stellen nach diesem grandiosen Ergebnis heute Abend? Jetzt muss ich mal ein bisschen durchschnaufen, das alles einmal sacken lassen. Aber natürlich wird sich an unserer Position nichts ändern. Wir haben vor der Wahl gesagt, dass es eigentlich eine demokratische Gepflogenheit und Selbstverständlichkeit sein sollte, dass die stimmenstärkste Partei einen Regierungsbildungsauftrag bekommt. Manche haben da vielleicht noch ein bisschen drüber gelacht von Seiten unserer politischen Mitbewerber. Jetzt ist genau dieser Punkt eingetreten und jetzt wird sich zeigen, wer in diesem Land wirklich ein Demokrat ist und wer mitunter nur so tut, als ob einer wäre. Hat sich die FPÖ mit diesem Ergebnis ganz klar als Volkspartei herausgestellt?

Eli

Das ist das allergeilste, diese alternativen Medien. Jetzt bei aller Liebe inhaltlich viele Überschneidungspunkte und so weiter und so fort. Aber da kommt der Kanzler des Landes, in dem du lebst, zu dir ins Interview und du hast keine Kamera, um den Typen mal im Prinzip hier ordentlich ins Profil zu nehmen. interessiert sich keine Sau dafür, wie Stefan Magnet von hinten da irgendwie dem Typen eine ans Bein lächelt. Und wer der Typ auf der linken Seite ist, das kann mir sowieso vollkommen gestohlen bleiben. Einmal im Leben hast du hier, das ist das Equivalent davon, wäre jetzt Alice Weidel frisch gekürt als neue Kanzlerin von Deutschland, in deinem Studio, das du dir aufgebaut hast und hast leisten müssen auch, das offensichtlich nicht wenig gekostet hat, und du hast keine Kamera, um mal auf Kickel zu schalten? Also ich bitte euch!

Gast

Ja, man muss ein bisschen aufpassen, weil dieser Begriff durch die anderen Parteien ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber wir sind sicherlich die Partei der österreichischen Bevölkerung, die Österreicher-Partei, würde ich sagen, die Partei der Familie Österreich. Und das hat auch das heutige Ergebnis ganz klar zum Ausdruck gebracht. Und ich bin unglaublich froh und möchte mich bei allen bedanken, die uns heute unterstützt haben mit ihrer Stimme. Für diesen Optimismus und für diese Zuversicht und ich sage auch für den Mut, den die Menschen ja unter Beweis gestellt haben, weil es ist ja nicht einfach, gegen diesen Gegenwind dann auch noch sozusagen Position zu beziehen für die Freiheitliche Partei. Und ich bin unglaublich dankbar, wie sehr uns die Leute getragen haben bis zum heutigen Tag. Und es taugt mir, wenn ich daran denke, dass sich viele jetzt auch zu Hause freuen werden und mit uns quasi heute Abend jubeln. Ich darf weitergeben an Stefan Magnet. Ich denke, es wird viele Leute, wie Sie gesagt haben, freuen, denn der Gegenwind war ja beachtlich. Denken Sie, dass ein Zugehen von Ihnen auf die ÖVP am Ende des Tages von Erfolg gekrönt sein könnte? Denn das wäre jetzt die größtmögliche Koalitionsmöglichkeit, wenn man sich die entsprechenden Prozente ansieht. Also ich will mich da heute gar nicht irgendwo darauf festlegen, wer ein möglicher Koalitionspartner sein könnte. Wichtig ist, dass wir unser Ziel erreicht haben, dass wir die Nummer eins jetzt geworden sind. Sie haben eine Kamera für Kickl! Und jetzt glaube ich, sind die anderen einmal gefordert, nach einem ersten Moment des Schocks, den merkt man ja in den ersten Stellungnahmen, dann vielleicht zwei, dreimal drüber zu schlafen und dann daran zu denken, dass wir in einer Demokratie leben. Und dann kommen vielleicht Dinge in Bewegung und dann schauen wir weiter. Sie haben das Demokratiethema angesprochen. Das ist auch unsere letzte Frage. Wir wollen Sie ja nicht zu lange aufhalten, bis Sie auch zu den anderen Sendern kommen können. Das ist sehr gut. Dann kann ich noch einen Nachsetzer machen. Wir haben, als das Ergebnis durchgegeben wurde, war es plötzlich hier im Medienzentrum völlig ruhig. Nur mehr uns beide hat man sprechen gehört. Es war sozusagen Schockstarre. Es war ja bis zuletzt ein Kampf, dass wir heute hier aus dem Hohen Haus senden dürfen, obwohl wir uns schon vor Monaten akkreditiert haben. Warum lassen Sie sich nicht abschrecken, von den entsprechenden Berichterstattungen des Standards oder den Zurufen der Grünen, dass sie jetzt zu RTV und Auf1 gekommen sind? Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit. Ich meine, alle reden von Medienfreiheit, alle nehmen für sich in Anspruch, diese Medienfreiheit sogar verteidigen zu wollen. Und das scheitert dann halt manchmal an der Praxis und da muss man dann ein mutiges Gegenstatement setzen. Ich bin viel, viel toleranter als die selbsternannten Toleranten und stelle das auch hier wieder unter Beweis. Wenn Sie von einer Politwende sprechen, und es war ja ein wahres Erdbeben, als man die Balken heute nach oben gesehen hat, oben wurde geraunt oder geschwiegen, aber im Großen und Ganzen hat es vermutlich viele Leute am falschen Fuß erwischt, die das noch belächelt haben, wie Sie gesagt haben. Wie wird sich denn dieser Politwechsel im Wesentlichen in groben Zügen abzeichnen? Denken Sie, was ist jetzt die Trendwende in der Gesinnung grundsätzlich einmal? Ich habe mir ja jetzt die ersten Reaktionen auch der Vertreter der anderen Parteien angesehen und ich will ja keine Ratschläge geben, aber ich würde durchaus ein wenig überlegen, ob es angebracht ist, weiter einen Kurs zu fahren, wo man eigentlich die Menschen für blöd verkaufen will. Denn das ist das, was wir jetzt in den letzten Jahren erlebt haben, das ist heute abgestraft worden und wenn jetzt Parteien hergehen und die größten Niederlagen, die sie jemals erlitten haben, dann auch noch in irgendeiner Form schönreden und sich die Fakten zum Ziel ausrufen, Hauptsache wir sind stabil. Dass sie die Lektion nicht verstanden haben und dann wird es die nächsten Wahlen geben in obsehbarer Zeit. Es dauert ja nicht mehr lang. Dann wählt Vorarlberg und dann werden die Steirer wählen. Und ich glaube, die Menschen schauen da jetzt sehr, sehr genau zu, wie auch die Verlierer mit dieser Niederlage umgehen. In Österreich haben wir glücklicherweise nicht diese unsägliche Tradition einer künstlich errichteten Brandmauer. Die Grünen wollten das jetzt nachträglich noch einziehen. Wenn wir beobachtet haben, was im Thüringer Landtag in den letzten Tagen abgegangen ist, dann spottet das ja jeder Beschreibung hohen. Hier wurde die Demokratie mit Füßen getreten. Denken Sie, dass sich die Altparteien noch einmal einhängen werden, um alles in Bewegung zu setzen, um einen Kanzlerkickel zu verhindern? Oder sind Sie guter Dinge, dass man das trotz allem jetzt irgendwo anerkennen wird? Ich bin ja ein Optimist und ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch lernfähig ist. Und jetzt haben diese Herrschaften auch die Chance, diese Lernfähigkeit unter Beweis zu stellen. Der Wähler hat Ihnen heute gesagt, wohin die Reise gehen soll. Ich glaube, das ist eine Beratungsresistenz. Der Wähler hat gesagt, wir wollen einen Kurs haben, der uns in Wahrheit fünf gute Jahre bringt. Lernfähig. Der Wähler hat gesagt, wir sind mit dem nicht zufrieden, was die Einheitspartei dort abgeliefert hat. Wenn man das dann auch noch nicht interpretieren kann, dann wird die Teilfahrt...

Eli

Wenn die lernfähig werden, dann werden sie jetzt nicht so tief im Allerwertesten, wie sie das politisch gesprochen sind. Lernfähig.

Gast

Ich kann den Herrschaften dann aber auch nicht helfen.

Eli

Freunde, Hashtag lernfähig in den Chat bitte, wenn ihr auch glaubt, die Altparteien sind lernfähig.

Gast

Auf Dauer wird die Freiheitliche Partei nicht zu verhindern sein in Regierungsverantwortung. Herr Kickl, letzte Frage noch. Rechnen Sie vor Weihnachten noch mit einer Regierung? An mir liegt es nicht. Ich werde zwar morgen den blauen Montag machen, aber dann bin ich jederzeit gesprächsbereit. Und wer mich kennt, weiß, dass meine Hand ausgestreckt war vor der Wahl und sie ist auch jetzt ausgestreckt.

Eli

Ja, weißt du warum? Für eine Ohrfolge, Baby. Eine Ohrfolge. Dafür ist deine Hand ausgestreckt, Kicker. Die Hand ist ordentlich ausgestreckt. Und zwar ganz, ganz weit. Ich glaube, das heißt Watschen auf Österreichisch. Du hast die alle abgewatscht mit deiner offenen, ausgestreckten Hand, Baby. Meine Hand ist auch ausgestreckt, Uwe. Wir gucken noch zu Ende.

Uwe

Ich frage in welche Richtung, mit welchem Impuls.

Gast

Ja, ja, richtig. Deswegen müssen sich aber jetzt die anderen, die sich eingebunkert haben, hinter ihrer Brandmauer. Ich danke, dass Sie sich Zeit genommen haben und zu uns als erstes gekommen sind. Danke sehr. Danke vielmals. Jetzt müssen auch die Leute auf der Live-Sendung noch kurz warten, bis unser bekannter Fotograf Alois Endl noch ein Foto macht.

Uwe

Ich kann kaum auf ORF live.

Eli

Ja, du musst da umschalten. Ich kann ORF da nicht zeigen. Das hatten wir doch schon mal. Du musst umschalten auf ORF. Ich muss da umschalten.

Uwe

Na, dann schauen wir mal. Uwe, übernehmen Sie.

Gast

Ton, Ton, Ton, Ton, Ton, Ton. sondern von 37 Prozent kommt, das wollen wir ja nicht vergessen, das ist die letzte offizielle Messung, dann glaube ich, ist es wirklich nicht angebracht, dieses Ereignis dann auch noch irgendwie schön zu reden und als Bestätigung für sich zu interpretieren. Und ich denke, das, was dieses Land in Wahrheit braucht, ist, und da ist der heutige Wahltag ein sehr, sehr guter Impuls dafür, eine Rückankoppelung an die Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerung. Und wenn ich jetzt da höre... wie man das teilweise versucht zu interpretieren, umzuinterpretieren, zu verdrehen und in einen ganz anderen Konnex zu stellen, dann fürchte ich, dass diese Lektion noch nicht gelernt wurde. Aber wir wählen ja in einer Woche in Vorarlberg und dann wählen wir bald auch in der Steiermark. Und die Menschen hören, glaube ich, sehr, sehr genau zu, wie auch die Reaktion auf dieses Ergebnis ist. Unsere Hand ist ausgestreckt in alle Richtungen. Ich bin für die Redezeit jeder und jeden von Ihnen bereit. Wichtig wird jetzt auch sein, was der Bundespräsident macht. Er wird davon aus, dass er sich die Ergebnisse sehr, sehr genau anschauen wird, nicht nur das Gesamtergebnis, sondern auch im Detail. Und wenn die Schönheit der Verfassung etwas ist, was ihm tatsächlich etwas bedeutet, dann wird er zugestehen müssen, dass diese Verfassung nicht etwas ist, was auf das Prinzip Willkür setzt, sondern auf Stärkeverhältnisse und die Stärkeverhältnisse werden bei einer Wahl festgestellt. Gut, er kann eigentlich... Wir werden sehen, diese Woche wird er sicher auch mit Ihnen Gespräche führen. Herr Kickl, Sie haben die anderen Parteien eigentlich in der vergangenen Legislaturperiode immer recht verächtlich als Einheitspartei bezeichnet. Rächt sich das jetzt? Immerhin will jetzt niemand mit Ihnen sprechen. Das ist eine Zustandsbeschreibung, die Sie ja teilweise jetzt auch wieder erleben. Da ist ja nichts falsch dran. Und wenn man sich alles ansieht, weil ich dann immer höre, dass die Krisen dafür verantwortlich sind, dass die Ergebnisse von etablierten Parteien so schlecht sind, dann muss man halt auch nur dazu sagen, dass diese Krisen ja von irgendwoher kommen und nicht vom Himmel fallen, dass es politische Verantwortung dafür gibt. Und in vielen, vielen wesentlichen Weichenstellungen sind diese Parteien gemeinsam vorgegangen. Deswegen sind sie eigentlich auch in Wahrheit gemeinsam jetzt vom Wähler auf eine ganz besondere Art und Weise belohnt worden mit diesem Wahlergebnis. Und ich denke, es wäre jetzt wirklich an der Zeit, darüber nachzudenken, ob man... wirklich weiter damit fortfahren will, zu sagen, nein, wir haben Recht, wir haben Recht, wir haben Recht und was die Wähler wollen, das interessiert uns nicht. Ich glaube, da wird noch Bewegung in die Sache hineinkommen. Und ein Wort noch.

Eli

Ich höre dich nicht. Ich habe keine Ahnung, was du gesagt hast. Du musst Pause machen. ... explizit geregelt sind, aber trotzdem... Nee, der Kicker redet ja rein. Du kannst ja nicht über den Mann drüber reden.

Gast

Das ist ja quasi die Grundintention... Uwe, was machst denn du? Das wissen ja die Menschen auch ganz genau, dass es in der Vergangenheit immer so gewesen ist. Uwe?

Eli

Jetzt hören wir den Kickl, aber wir sehen dich nicht. Der Nächste. Was machen wir, wenn es fertig ist?

Gast

Der Nächste versucht, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen und eine totale Ausnahme von einer... Mach doch mal Pause!

Eli

Kickl redet die ganze Zeit, du wolltest doch irgendwas sagen.

Uwe

Nein, nein, es ist ja nicht so schlimm. Ich wollte nur sagen, das kommt mir doch alles so bekannt vor, was er erzählt. Ich dachte jetzt, er redet von Deutschland, aber er redet doch von Österreich.

Eli

Ja, die Verhältnisse sind absolut ähnlich. Genau richtig.

Gast

Lass mal weiterlaufen. Ich habe es schon gesagt. Gehen Sie davon aus, dass Sie vielleicht mit dem Herrn Nehammer in Sondierungsgespräche gehen?

Eli

Fragt Sie den Verlierer.

Gast

Ich bin es ja gewohnt, wie man weiß, dass ich auch in nicht leichten Situationen die Verantwortung wahrnehme. Der Babler mit dem roten Kopf. Wie ich mich damals entschlossen habe, auch zu kandidieren und den SPÖ-Vorsitz anzustreben, war ja eine tiefgespaltene und eine schwierige Situation in unserer Partei. Es bleibt weiterhin eine schwierige Situation. Für das bin ich bekannt, dass ich auch in schwierigen Situationen stehen bleiben will, sondern am Beginn einer Reise Wir sind nicht dort angelangt, nach diesen eineinhalb Jahren, wo ich schon gern wäre mit dieser SPÖ. Und natürlich ist die Hand ausgestreckt. Wir werden schon auch persönliche Gespräche führen. Unsere Hand heißt, Verantwortung zu übernehmen. Ich hätte gerne noch ein stärkeres Wählerinnen- und Wählermandat dazu, um unsere Forderungen auch in Verhandlungen durchzuführen. durchsetzen zu können. Aber natürlich geht es mir darum, dass man auch stabile Verhältnisse in dem Land hat, zu dem Stereo einfach. Und deswegen ist die Hand ausgestreckt zu all denen, die hier, hier, hier und hier stehen, um auch weiterzugehen. Und wir führen Sortierungsgespräche. So ein widerwärtiger Typ. Ich werde darauf herangehen. Herr Nehammer, können Sie eigentlich mit dem Herrn Babler, weil bei Ihrem Duell hatte man ja eigentlich das Gefühl, dass Sie einander eher nicht ausstehen können. Vielleicht noch ganz kurz, was Herbert Kickl gesagt hat. Das Wählerergebnis ernst nehmen, Herr Kickl, heißt die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen, die Sie tatsächlich abgeholt haben, auch in dem Wahlergebnis. Aber was eben nicht geht, ist, den politischen Zugang zu tolerieren, den Sie führen. Mit Verhandlungslisten schreiben, nach oben treten. Und wieder guckt. Mit internationalen Organisationen, also mit Verschwörungsorganisationen zu bezeichnen. Da geht es nicht um diese Frage. Die Wählerinnen und Wähler nehme ich sehr ernst. Und ich nehme auch sie sehr ernst, was sie gesagt haben. Ja, das solltest du aber. Und was das für die Zukunft unseres Landes bedeutet. Und das habe ich vor der Wahl gesagt. Und das sage ich auch nach der Wahl. Die Sorgen. Eieiei. Die Menschen finden, dass Sie der bessere Ansprechpartner sind, wenn Sie jetzt Nummer 1 sind. Die nehmen mich tatsächlich ernst und sehr ernst. Ah, Gerald, Gerald, Gerald, Uwe, Uwe, Uwe, Uwe, ich übernehme.

Eli

Uwe, Uwe, machen wir Pause, machen wir Pause. Gerald Grosz ist bei OE24.

Gast

Richten, den Antifaschismus bemühen, den Opfern des Faschismus aus ihrer parteiideologischen Dummheit ein zweites Mal in das Grab spucken und die Probleme der Menschen nicht lösen. Sie quaken Antifaschismus und die Leute haben nichts zum Fressen, weil die Inflation auf 10% steigt. Sie quaken Antifaschismus und irgendein Syrer gurgelt eine Frau ab, nachdem er es vorher vergewaltigt hat. Sie quaken Antifaschismus und irgendeiner wird auf der Regierungsbank korrupt. Sie quaken Antifaschismus und der Bürger Schmauswabalerni, Schmauswabalkali verlieren den Arbeitsplatz in dem Land. Ja, haben Sie denn nicht die Botschaft des heutigen Tages verstanden, dass Ihre ganze Gequaglerei von Antifaschismus etc. sowas von retro und jenseitig ist? Dass nicht einmal der toteste Hund hinterm totesten Tal in dieser Republik hervorgekommen ist und die Brandmauer, die sich am Babler bauen wollte, soll Ihnen das bablerische Ergebnis buchstabieren? Hätten Sie es gern, dass ich Ihnen die gesamte Mathematik buchstabiere? Knapp 30% der Österreicherinnen und Österreicher, und nehmen Sie das bitte einmal zur Kenntnis, das ist fast ein Drittel der Wählerinnen in dem Land, haben heute die freiheitliche Partei gewählt. 86% haben die Sozialdemokratie nicht gewählt. 86% haben die österreichische Volkspartei nicht gewählt. Nur damit wir mal wissen, wo wir sind. 76% im Übrigen. Und heute hat die Freiheitliche Partei, weil sie das Volk vertritt, weil sie die richtigen Themen anspricht, weil sie eine Mischung aus richtigen Themen und richtigen Personen hat, richtige Standpunkte, stringent in ihrer Linie ist, den größten Wahlerfolg in ihrer Geschichte eingefahren. Wenn Sie jetzt als Antwort auf dieses Debakel des etablierten Parteiensystems wieder Antifaschismus quaken, Er hat sich verrechnet, der hat 81 Prozent gesagt, der Linke vorhin. Das sind nur 71. Dicker, du kannst nicht mal rechnen. Na und, dann wäre der nächste... Ich sage Ihnen mal, für eine Mehrheit, hören Sie zu, für eine Mehrheit braucht es eine Mehrheit. Der Herbert Kickl mag heute 29 Prozent bekommen, das muss man anerkennen. Ich finde auch, da muss man Ableitungen daraus treffen. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt unsere Moral über Bord schmeißen. Das heißt nicht, dass wir jemanden... Ich wusste gar nicht, dass Sie eine Moral haben. Ah, Mann! Sie quaken von Moral und Hamkamp. Sie wissen ganz genau, dass 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung nicht möchte, dass Herbert Kickl regiert. Nein, das kann man nicht. 80 bis 90 Prozent wollen nicht, dass der Nehammer regiert, Digger. Dass sie ihn stärken wollten im Parlament, das ist ohne Zweifel. Und 29 Prozent ist beeindruckend. Aber bleiben wir am Boden. Als 1999 die SPÖ über 34 Prozent hatte, 1999 war 1999, Digga! Das ist vorbei! Tschüss, aus, Düsi, Düsi! Und das Gleiche heißt Folgendes. Wenn der Herbert Kickl in seiner ganzen Radikalität es nicht schafft, einen Partner zu finden, weil die meisten Menschen und die meisten im Parlament vertretenen Leute sagen, wir wollen nicht mit einer Partei zu tun haben, bei der sich auch nachweislich Rechtsextreme tummeln, dann müssen wir uns auch zur Kenntnis nehmen. Deswegen ist meine Prognose, entweder sie demontieren, Herr Dr. Bornmänner, Herbert Kickl ist als sogenannter Volkskanzler in dieser Wahlbewegung angetreten. Sie haben den Begriff Volkskanzler von Bruno Kreisky gekannt. der von Bruno Kreisky kommt und dann Alfred Gusenbauer kommt, mehrmals kritisiert. Jetzt zu sagen, der freiheitliche Wöller hat nicht gewusst, dass er in die Regierung will, das ist verlogen. Nehmen Sie heute zur Kenntnis, dass jene Partei, die Sie vertreten haben, Andreas Babler, heute verloren hat. Das ist durchaus schlecht, das Ergebnis der Geschichte der Sozialdemokratie. Ja, das kann ja eh nichts dafür, wenn Sie ein Streifenhörnchen der österreichischen Politik sind. Sie sind in Wahrheit ein Wandel der Rennbogenfahne. Dass die österreichische Volkspartei im Übrigen heute den größten historischen Wahlmisserfolg eingefahren hat in der Geschichte der Zweiten Republik und es auf der anderen Seite ein ganz manifestiertes Denken der Österreicherinnen und Österreicher gibt, eine Wende in dem Land herbeizuführen und die Freiheitliche Partei auf den Platz 1 zu schieben. 29,2% Tendenz im Übrigen steigend, knapp zu 30% hin. Das darfst du ja nicht wegleugnen. Und die Freiheitliche Partei den demokratischen und den moralischen Anspruch hat, eine Regierung zu bilden und den Kanzler zu erstellen. Welche Regierung kommt jetzt, Gerald? Schau, es wird jetzt Folgendes passieren. Ich bin ja ruhig und vollkommen wertvoll. Sie sind überhaupt nicht ruhig. Sie unterbrechen, sie beleidigen, sie schreien. Welche Regierung? Jetzt fahren einmal mehrere Bestattungswahlen bei der ÖVP und bei der SPÖ vor. Die SPÖ und die ÖVP müssen sich heute überlegen, mit welchen falschen Themen und falschen Persönlichkeiten sie ins Rennen gegangen sind. Stichwort Nehammer, Stocker, Stichwort Babler, Strobl, Bornmänner, wie die alle geheißen haben. Der Radikalisierte von der Antifa. Und dann werden sie sich überlegen müssen, was haben wir falsch gemacht. Jetzt würde ich einmal der SPÖ oder der ÖVP empfehlen, einfach sich einmal hinzusetzen und zu sagen, na lieber Gott, waren wir böse und dann wird der liebe Gott sagen, Freunde, ihr habt alle 10% der Wörter verloren, euch hat man rausgekickt, jetzt überlegt einmal, was ihr falsch gemacht habt. Und wenn dieser Überlegungsprozess abgeschlossen ist, Und ich würde empfehlen, nach so einem Wahlergebnis, das sagt die demokratische Hygiene, ich rede nur von der demokratiepolitischen Hygiene, den Herrn Nehammer und den Herrn Babler einen anderen Job zu besorgen. Ich meine, vielleicht die S-Beraterin von der Unikada Lang oder irgendwas, da bietet es ihr mehr an. So, wenn man das abgeschlossen hat, dann wird die Freiheit der Partei von der Bundespartei... Präsidenten den Regierungsbildungsauftrag bekommen, dann wird er zum Zweitstärksten gehen und dann wird er den Zweitstärksten fragen, die ÖVP, na, können wir uns auf ein Regierungsprogramm einigen? Das, was nicht geht, das möchte ich bei der Gelegenheit sagen, SPÖ und ÖVP alleine können keine Regierung bilden. Der Herr Babler hat die letzten Wochen alles daran getan, dass die österreichische Volkspartei mit ihm auch nicht kann. Und dass die NEOS nun mit den Sozialdemokraten könnten, das glauben nicht einmal Sie, Herr Dr. Bornmänner, und Sie sind wirklich vielgläubig, würde ich sagen. Ja, lieber Sebastian, Ist eine Ampelkoalition, ÖVP, SPÖ, Neos überhaupt denkbar nach dem, was sich da in den letzten Tagen an inhaltlichen Divergenzen abgespielt hat? Oder geht das gar nicht mehr? Oder quatschen Sie nur! Schau, wir sehen in der aktualisierten Hochrechnung, dass die SPÖ jetzt schon fast keine Stimmenverluste mehr abzeichnen muss. Nein, nein. Da ist noch Luft nach unten. Eines ist vollkommen klar. Wir haben jetzt die Entscheidung in diesem Land, werden wir den Weg der Integration der FPÖ als eine Reaktion auf Wählerwut verstärken? Weil das ist das, was in den letzten Jahren passiert ist. Die FPÖ wurde nicht ausgegrenzt. Sie regiert in Oberösterreich, sie regiert in Niederösterreich und sie regiert in Salzburg. Und das zeigt eines vollkommen klar. Wann immer die FPÖ integriert wurde, wird sie stärker. Wann immer die ÖVP Themen von der EFE übernommen hat, wird die FPÖ stärker. Das Einzige, was man jetzt machen kann, ist das, was man in anderen Ländern auch macht, sehr erfolgreich, wie in Frankreich, endlich einmal eine Brandmauer errichten. Und ich meine das ernst. Na klar, weil die Brandmauern so gut funktionieren. Ich falle von fern! Was für ein Idiot! Was für ein politischer Idiot! Ich gebe Ihnen nur einen guten Tipp. Ich gebe Ihnen nur einen guten Tipp. Nein, niemand weiß, welche Regierung wird kommen. Es wird eine ÖVP, SPÖ, NEOS Regierung geben. Bist du dir sicher? Eine alte Regierung in Österreich, wie lange soll die halten? Was kann man da überhaupt machen? Eine Koalition der Verlierer? Eine Koalition von Linken mit der Konservativen. Aber es ist eine Koalition der Demokraten. Und meiner Meinung nach sind wir jetzt an einem Wendepunkt. Und zwar, man muss das Ganze über die österreichischen Grenzen hinaus sehen. Wir haben den Orban hier auf der einen Seite. Wir haben die AfD, Ante Portas in Deutschland. Wir haben in Italien die Faschisten und in Frankreich auch. Also... Der das Teil dir zu denken gibt, du Soze, du rote Socke, du! ... Demokratiepolitische Verantwortung übernimmt, der muss sich jetzt die Befindlichkeiten überwinden und sagen, bevor wir Herbert Kickl und seine Recken an die Macht lassen, wo sie uns schon zweimal bewiesen haben, was sie dann machen werden. Sie waren nicht an der Macht, Sie waren nur in der Regierung. Da fräst man lieber die Krote und einigen uns auf ein 1-Jähriges. Herr Dr. Bornmänner, also, ja ja, erstens, die Faschisten fühlen sich in den Armen der Tiroler Sozialdemokraten sehr wohl, das möchte ich Ihnen sagen. Das ist nur zum, wissen Sie, Schorschiturnau. So, Feuerschere, Licht, mag der kleine Basti nicht. Also wenn Sie glauben, dass Sie eine sogenannte Brandmauer bauen, passen Sie auf, dass Sie Ihre Pfotter dabei nicht verbrennen. Das kann ganz weh tun. Die Pfotter? Au, au. Heute hat so viel Au gemacht. Schauen Sie sich einmal die ganze Statistik an, wie so viel Au das gemacht hat. Jaul, jaul, jaul. Das gesamte Establishment hat sich die letzten fünf Wochen eingehängt, um die FPÖ zu verhindern, um die FPÖ zu vernichten und Brandmauern zu bauen. Das Ergebnis der Brandmauer ist, dass die sogenannte Brandmauer heute, die niemals existiert hat, zusammengeschossen worden ist. So, und Faktum ist, Der Wähler will eine Wende, der Wähler soll die Wende bekommen und ich empfehle allen Demokraten in dem Land das Wort Demokratie nicht nur sonntags beim Bockhändler in den Mund zu nehmen, sondern Demokratie auch zu leben. Und ich habe mich immer dazu bekannt, in 30 Jahren meiner politischen Tätigkeit, der Wähler hat immer Recht und der Wähler hat heute gesprochen und will sich eine bessere Zukunft als Corona, Einzelwahl, Terror und Rezession. Meine Herren, es wird spannend. Um 22 Uhr kommen die beiden dann zu einem wirklich ausführlichen Duell. Da fliegen dann die Fetzen. Ja, Uwe, da müssen wir eigentlich gucken. 22 Uhr. Pass mal auf, dass es keine Tätlichkeiten gibt. So, das war die Runde. Wir gehen in eine kurze Werbepause. Dann kommen wir mit einer ganz neuen Hochrechnung zurück. Spannend, es ist wieder eine Koalition ÖVP-SPÖ möglich. Das sagen wir Ihnen gleich nach der Werbepause.

Eli

ÖVP, SPÖ ist wieder möglich um 18.48 Uhr.

Uwe

Also auf jeden Fall, das war ja wieder eine ganz wehrreiche, typische Situation, finde ich. Man hat gesehen, was eben die Blockparteien für schlechte Verlierer sind. Also dass sie außer Hass und Hetze, wie schlimm der Wahlsieger ist, eigentlich gar nichts an Argumenten haben. Also sowas von dünner Argumentation, das ist wirklich gruselig. Ja, die Grafik habe ich immer rübergeschickt, weil wir eben schon bei 62% Auszählung sind. Also es geht auch ein bisschen langsamer, als Sie vorhin frei spekuliert haben.

Eli

Ich verstehe die Grafik gerade nicht. Wieso hat die FPÖ 10,7%? Was soll denn das sein? Wie kann die FPÖ 10,7% haben? Die war gerade bei 29%.

Uwe

Naja, also das weiß ich auch nicht. Also das insofern, das kann man jetzt so nicht interpretieren, weil das heißt die inklusive Wahlkartenprognose. Für uns ist eher interessant eben, dass wir jetzt schon eben eine Auszählung hier unten links gucken. 63 Prozent. Insofern blende das mal wieder aus. Das hilft uns jetzt sonst mit den Zahlen hier nicht weiter, weil die Erklärung ist jetzt hier nicht so nicht gegeben, dann müssten wir da in den Livestream reingucken beim ORF.

Eli

Na, dann du musst in den ORF-Livestream schalten. Ich kann den nicht bringen, Uwe. Das habe ich dir schon mal gesagt. Der will sich bei mir, der hängt sich hier auf, der zeigt nicht.

Uwe

Ja, ich muss mal eben gucken hier. Die machen aber, glaube ich, jetzt gerade Werbung.

Eli

Na hier, OE24 macht auch gerade Werbung. OE24 ist die beste Wahl. Also Gerald Grosz, Gerald Grosz, meine Fresse, ja, also was ein Typ, ja, was für ein, der ist ja wirklich der österreichische Eli, also wenn man das so überhaupt so sagen kann, aber er ist ja, mein Gott ist der drauf, ja, also der ist so, der ist so beinhart, ja, der ist so, boah, der lässt keiner im Leben, der rastet mich alle ab.

Gast

Und Österreich rechnet am kommenden Sonntag, dem 29. September, ab. Mit einer Politik, die beginnend mit 2015 die Unterwanderung... Das ist ja noch Werbung, Uwe.

Eli

Mach mal die Werbung aus. Mit einer Politik, die zwar nicht selbst das... Uwe, du kannst doch nicht über den Gerald drüber quatschen. Da ist doch gerade noch Werbung. Mach die Werbung leise, solange da Werbung ist. Dann gibst du mir Bescheid, wenn die Werbung vorbei ist. So, Gerald Grosz hat im Vorfeld der Wahlen diesen Monolog ins Internet gestellt.

Gast

Österreich wählt. Und Österreich rechnet am kommenden Sonntag... dem 29. September ab. Mit einer Politik, die beginnend mit 2015 die Unterwanderung Österreichs zugelassen, ja beschleunigt hat. Mit einer Politik, die zwar nicht selbst das Messer führt, aber dafür verantwortlich ist, dass Leonie ihr Leben lassen muss, der unschuldige Menschen, dem Terror von Wien zum Opfer fielen, die Femizide explodierten Frauenrechte missachtet werden, der Einzelfall eine blutige Spur durch die Großstädte Österreichs führt. Wir rechnen damit ab, dass uns die scheinkonservativen Heuchler mit ihren Lügen in Sicherheit wogen Und die Linken ihre Ideologie des Multikulturalismus ungehindert betrieben haben. Wir rechnen damit ab, dass uns mit 2020 beginnen die Grund- und Freiheitsrechte geraubt wurden, die Verfassung gebrochen wurde, wir mit der Impfpflicht erpresst wurden. Wir rechnen mit diesen Lügen, mit dieser Angstabressung, mit diesem Betrug ab. Wir rechnen damit ab, dass Österreichs Regierung und Parteien im Chor der Wölfe 13 EU-Sanktionspakete verabschiedeten, 3 Milliarden Euro Steuergeld nach Kiew überwiesen haben und die Horrorinflation und die darauffolgende Rezession uns das Einkommen zum Auskommen raubt, wir den Banken und ihren Zinsen ausgeliefert wurden, unsere Arbeitsplätze vernichtet werden. Wir rechnen damit ab, dass die Neutralität in Österreich mit Füßen getreten wird und eine Regierung uns still und heimlich an die NATO verkaufen will. Wir rechnen damit ab, dass ÖVP, SPÖ und Grüne Spitäler reihenweise geschlossen haben, unser Pflegepersonal und die Ärzte verjagten und Menschen heute bis zu 80 Wochen auf eine lebensnotwendige Operation warten müssen. Wir rechnen damit ab, dass die Regierung still und heimlich die Geschlechter abschaffte und dem woken Zeitgeist, dem Gender-Irrsinn, der Zeitgeistprostitution einer geschlechtslosen, identitätslosen und freiheitslosen Gesellschaft freund. Wir rechnen damit ab, dass ein Kanzlerarm an Menschen Alkohol oder Psychopharmaka oder den Gang zu McDonalds empfohlen hat. Und wir wählen am 29. September auch eine neue Zukunft, eine bessere Zukunft, eine politisch verantwortungsvolle Zukunft aus Persönlichkeiten, die sich eben nicht am Geld, der Geduld, der Freiheit der Österreicher vergangen haben. Wir wählen eine Zukunft und nehmen diese selbst in die Hand, denn unser Land ist in guten Händen. In den Händen jener, die am 29. September das politische Chaos beenden und für eine gute Zukunft sorgen.

Eli

Also der Wahnsinn, der Mann, er hat sich kein einziges Mal versprochen. Ich weiß nicht, ob er das ad hoc macht, ob er nur Stichpunkte hat, ob er das freigesprochen hat oder nicht, aber es ist doch, es ist zum Niederknien. Also da kann ja selbst ich noch viel lernen. Wow, da hat sogar Ernesto Gautama 5,99 Euro per Superchat geschickt und sagt, Ja, bitte um 22 Uhr Born, Mena vs. Gross schauen. Ja, okay, gut. Ich wollte eigentlich gerade in den Kommentar hier reingucken und dann habe ich Oliver Flash gesehen und mir ist sofort alles vergangen. Also ich glaube, ich habe jetzt permanente, wie nennt man das, Erektile Dysfunktion, nachdem ich den Typen hier gesehen habe. Und stattdessen wollte ich doch eigentlich nur Gerald Grosz, ja? Sie ködern einen mit der Kommentar von Gerald Grosz und dann geben Sie einem Oliver Flash. Unfassbar. Gut, ich versuche den jetzt mal auszublenden auf die beste Art und Weise und lasse Gerald mal zu Wort kommen. Uwe, geht es da bei dem Hintergrund weiter bei ORF oder warten wir doch?

Uwe

Wir warten noch. Es ist immer noch Werbung.

Eli

Immer noch Werbung. Okay, gut. Dann lasse ich Gerald Grosz jetzt mal zu Wort kommen.

Gast

Ansatzanspruch der Regierungsbildungsauftrag ganz klar bei der Freiheitlichen Partei und bei Herbert Kickl.

Eli

Wenn wir ganz schnell vorlesen, die aktuellste Hochrechnung, die mir vorliegt, da hat die... Ich kann Oliver Flash nicht leiden, mir vergeht alles, was gut und heilig ist im Körper. Dabei, oder Herr Grosz?

Gast

Da sind mittlerweile alle Bundesländer mit eingepreist und eingerechnet. Es handelt sich um eine Hochrechnung auf Basis eines Auszählungsstands von 40 oder 50 Prozent. Wir haben eine Schwankungsbreite von 2 Prozent. Der erste Platz ist der Freiheitlichen Partei nicht mehr zu nehmen. Bei einer Schwankungsbreite von 2 Prozent müsste jede einzelne ausgezählte Stimme bis zum Wahlamt die Österreichische Volkspartei bekommen und jede andere ausgezählte Stimme die Freiheitliche Partei verlieren. Das ist mathematisch selbst bei unseren schleißigen Umfrageinstituten nicht möglich. Das heißt, der erste Platz ist historisch. Die Freiheitliche Partei hat gesiegt. Die Freiheitliche Partei hat einen Regierungsbildungsauftrag aus meiner Sicht. Und Herbert Kickl hat die demokratische und moralische Legitimation, den Kanzleranspruch zu stellen.

Eli

Regierungsbildungsauftrag, das ist ein wichtiges... So, ich kann diesen Typen, der seine Lippen nicht richtig bewegen kann, kann ich mir nicht anhören.

Gast

...am Wahlsieger vorbeibilden. Das wäre aber nicht demokratisch. Zweitens würde es nicht lange funktionieren. Dann hätten wir in einem Jahr das gleiche Theater wie in Deutschland, eine vorgezogene Neuwahl, einen Bruch der Regierung. Dann hat die Freiheitliche Partei 45 Prozent. Ich weiß nicht, ob es das für das Parteienestablishment der Sozialdemokratie und Christlichsozialen und Konservativen leichter machen würde. Das weiß auch die österreichische Volkspartei. Ich habe immer gesagt, wenn der Abstand groß genug ist, dann wird an Herbert Kickl kein Weg vorbeiführen. Der Abstand ist groß genug. Der Wähler hat ihn gestärkt. Der Wähler hat ihn historisch zum ersten knapp 30 Prozent gemacht. Und wir dürfen nicht vergessen, die Situation in Deutschland und Österreich ist nicht vergleichbar. Und die Freiheitliche Partei ist keine Brandmauer gebaut worden, außer Versuche vielleicht durch die Sozialdemokratie. Die Freiheitliche Partei wird vom Verfassungsschutz nicht kontrolliert. Warum? weil die Freiheitliche Partei auch keinen Anlass dafür bietet. Die Freiheitliche Partei ist in drei Bundesländern in der Regierung mit stellvertretenden Ministerpräsidenten. Und die Freiheitliche Partei hat sich in diesem Wahlkampf höchst diszipliniert an einem Strang ziehend und höchst professionell benommen. Und das wäre in Wahrheit ein Modellprojekt für viele andere konservative Rechtsparteien in Europa auch. Herr Kraus, letzte Frage. Ich weiß, Sie sind im Stress, Sie müssen zurück in die Links...

Eli

Wer bin ich? Wer bin ich? Der Typ kann nicht reden, ohne seinen Körper stillzuhalten. Und was da rauskommt, ist auch nicht sehr wertvoll. Meine Fresse. Ich überspringe mal die ganze Frage. Glaubt mir mal, liebe Freunde, das haben wir mehr davon.

Gast

Und weil unser Lager kein parteipolitisches Lager ist, sondern Österreich, ist die Freiheitliche Partei heute Volkspartei geworden. Natürlich kann man sich mit den Lagerdiskussionen immer bei 15% selbst einplafonnieren. Natürlich kann man glauben, der Köder muss dem Fisch schmecken, aber nicht dem Fischer. Oder umgekehrt, eher dem Fischer und nicht dem Fisch. Natürlich kann man in Eleganz und Ideologie und Schönheit sterben bei 15, 16, 17%. Oder man versucht mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam eine Wende herbeizurufen. Die Freiheitliche Partei hat einen Wahlkampf geführt, der darauf abzielte, die größtmögliche Mehrheit für die Österreicherinnen und Österreicher darzustellen und nicht ein eigenes Lager zu befriedigen. Das hat Jörg Haider auch nie gemacht. Und diesmal ist es Herbert Kickl genauso gelungen, auch in den Spuren eines Jörg Haider, einfach über den eigenen Tellerrand ein wenig hinauszudenken. Und dann plötzlich ergeben sich solche Wahlergebnisse wie heute. Das würde ich im Übrigen den Freunden in allen anderen europäischen Ländern auch ein wenig empfehlen. Weniger das eigene Gift jeden Tag fressen und mehr dafür zu sorgen, dass die Menschen in dem Land einen wählen, einem vertrauen und dass man dann wirklich etwas verbessern kann. Ich traue Herbert Kickl zu, weil er stringent ist, weil er seine Strandpunkte nicht verrät und nicht verlässt, dass all das, was er im Wahlkampf versprochen hat, auch in einer Regierung umzusetzen. Eine Regierung ist aber, und das sage ich auch bei der Gelegenheit, bei 29,1 Prozent. Kein Einzelkur, kein Sopranistenverein, sondern eine Koalition mit einem anderen Partner. Möglicherweise ergibt sich eine Koalition mit der österreichischen Volkspartei. Und spätestens dann ist eine Regierung ein Kompromiss. Wenn die Regierung so gut läuft im Kompromiss wie in Niederösterreich oder in Salzburg oder in Oberösterreich, wo die Freiheitliche Partei den Zweiten stellt, aber größtmöglich umsetzt und heute in den drei Bundesländern gezeigt hat, was sie wirklich kann, dann kann das auch funktionieren und dann bleiben auch die Wählerinnen und Wähler bei der Stange.

Eli

Okay, alles klar. Gut. Ja, Uwe, so viel von Gerald Grotz. Ich würde vieles von dem unterstreichen, was er gesagt hat oder unterschreiben von dem, was er gesagt hat, wie er es gesagt hat. Sowieso phänomenal. Wie sieht es denn aus im Hintergrund mit dem ORF? Es sollte da irgendwie eine neue Hochrechnung geben.

Uwe

Es ist immer noch Werbung.

Eli

Es ist seit zehn Minuten Werbung? Ja. Hast du mal aktualisiert? Kann das sein?

Uwe

Ja, ja, ich bin hier live.

Eli

Okay, dann gehen wir mal zu OE24, weil die haben ja gesagt, es gibt irgendwie eine neue Möglichkeit für eine Koalition zwischen ÖVP und SPÖ und ich mutmaße, aber das wird wahrscheinlich sein auf Basis dieser Zahlen hier, die sie rechts einblenden. ÖVP Hoch um 0,1% auf 26,3% und SPÖ hat nochmal 0,8% hinzugelegt, die waren schon mal bei 20,2% und sind jetzt bei 21,0%. Soweit also der neueste Stand, die FPÖ, soweit die guten Nachrichten, steht stabil bei 29,1%. Die Grünen weiterhin abgestürzt, Neos weiterhin auf Platz 3%.

Gast

Stefan, was heißt Hochrechnung ist auf der Webseite?

Eli

Im Internet gibt es ungefähr 3,5 Milliarden Webseiten. Welche meinst du auf YouTube, lieber Stefan? Hochrechnung ist auf der Webseite. Von welcher Webseite redest du?

Gast

... die einzige Partei, die wirklich was zu feiern hat, als die ersten Hochrechnungen hier verkündet wurden. Es ging schon ein Raunen durch die Menge. Man sieht sich nach der FPÖ oder neben der FPÖ hier als Planwahlsieger heute. Das Ergebnis der ÖVP und SPÖ sieht man wirklich in die Richtung, dass man sagt, die Menschen haben hier der aktuellen Regierung eine Absage erteilt. Wir ziehen natürlich auch die Grünen mit ein. Alle NEOS-Vertreter und Vertreterinnen sind auch schon hier und jetzt wartet alles auf Beate Meinl-Reisinger, die auch hier sicher dann später mit guter Stimmung noch lange feiern wird. Und jetzt zu den wahren Wahlsiegern, zu den Party-Tigern. Und da hat jetzt unsere Party-Reporterin Bianca Speck das Kommando übernommen, unsere Society-Reporterin. Bianca, das ist eine Party nach deinem Geschmack. Wird da ordentlich gefeiert? Absolut, lieber Wolfgang, liebe Zuseherinnen und Zuseher, man muss wirklich sagen, da wird gefeiert. Und Sie glauben ja gar nicht, wie man hier aufgeschrien hat, wie man hier gejubelt hat, als wir ja eigentlich alle sprachlos waren, wie die vorläufigen Ergebnisse ausgesehen haben. Da stand gerade Herr Hafenecker auf der Bühne, unter anderem mit Herrn Schnedlitz, und auf einmal hat man darauf gewartet, fast schon auf eine Art Countdown. Und in dem Moment, lieber Wolfgang, als auch ihr die Zahlen hattet, hatten die sie auch. Und dann wurde mal aufgeschrien, also da war natürlich hell auf Begeisterung spürbar. Aber warum das Ganze? Naja, man wurde ja wirklich eigentlich bis zum Schluss bekämpft. Man erinnert nur an die Taschentücher von Karl Nehammer, die er da verteilt hat bei seinem letzten Wahlkampfabschluss. Dann noch am Wochenende, wo es heißt, wenn Kickl Kanzler wird, dann brauchen sie diese Taschentücher. Und natürlich, ich glaube schon, da freut es natürlich den einen oder anderen, dass dann die ÖVP, die ja so fest davon überzeugt war, hier doch wieder Nummer 1 zu werden, es eben nicht geschafft hat. Und jetzt ist natürlich das ganze große Thema hier auch, wenn man diskutiert, na gut, man hofft aber, dass man auf den Wählerwillen hört, weil es heißt immer, na gut, es wäre nicht demokratisch oder wenig. Was sagst du? Die Grünen erreichen 8,3 Prozent, müssen auch deutliche Verluste hinnehmen, minus 5,6 Prozentpunkte. Neos kommen auf 9 Prozent der Stimmen, ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Sie überholen hier die Grünen. Die sonstigen Parteien, Bier, KPÖ, Liste, Madeleine Petrovic und Keine, erreichen den Einzug in den Nationalrat demnach nicht. In Niederösterreich gibt es derzeit noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1 zwischen ÖVP und FPÖ. Schauen wir uns das genauer an, die Hochrechnung inklusive Wahlkartenprognose für Niederösterreich.

Eli

Okay, mach mal lautlos, mach mal lautlos, Uwe. Ich verstehe, wie die das wieder zusammenbekommen, ihre komische Ampelkoalition. Das kommt natürlich daher, dass wenn natürlich die Neos jetzt noch stärker werden, dass meinetwegen bei der SPÖ sich nichts verändert, aber die Neos gleichzeitig stärker werden und einen Sitz dazu gewinnen, dann kann man natürlich wieder auf diese 92 da kommen, die sie halt dann eben gewinnen, nicht über die ÖVP, nicht über die SPÖ, sondern über die NEOS. Die NEOS waren ja vorhin bei 8,2, jetzt stehen sie bei 9, werden vermutlich einen Sitz dazu gewonnen haben und haben jetzt wieder also dieser Ampelkoalition, dieser Widerwärtigen da offensichtlich Tür und Tor geöffnet.

Gast

Bei einem Auszählungsgrad von 68,8%. Wir schauen jetzt direkt ins Landhaus. Dort ist Chefredakteur Benedikt Fuchs und er hat die Landesparteichefinnen und Chefs zu sich geladen. Na, da man taugt. Ja, schönen guten Abend hier aus dem Landtagsschiff. Ich begrüße ganz herzlich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesparteiobfrau der ÖVP, Udo Landbauer, Landesparteichef der FPÖ. Von der SPÖ ist gekommen Wolfgang Zwander in Vertretung von Sven Hergowich, der Landesgeschäftsführer der SPÖ ist heute hier da. Ich begrüße Indra Collini, die Landessprecherin der NEOS und Helga Krismer, Klubobfrau und Parteichefin der Grünen in Niederösterreich. Ich möchte die Interviewrunde bei Ihnen beginnen, Herr Landbauer, denn bundesweit führt die FPÖ diese Hochrechnungen an und es scheint sehr unwahrscheinlich, dass sich hier noch einmal etwas umdreht. Dennoch ein bisschen die Frage in die Perspektive. Jetzt schließen alle anderen Parteien auch schon, wenn man diesen Wahlabend verfolgt, eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen aus. Was tut man denn nun als FPÖ? Mit wem will man regieren? Zuallererst stehe ich hier mit breiter Prost, aber vor allem viel Dankbarkeit und Demut, denn die Österreicherinnen und Österreicher haben heute ein sehr deutliches Votum abgegeben, ein deutlicheres als im Vorfeld vielleicht von manchen vermutet wurde. Und das ist für mich das Wesentliche. Hier wurden Themen, Inhalte, Lösungsvorschläge gewählt in einer demokratischen Wahl. Und das ist zu respektieren. Und ich lasse mich heute auch nicht auf irgendwelche Spekulationen ein, in welcher Form eine Koalition in Zukunft funktionieren könnte. Jetzt gilt es einmal, das Endergebnis abzuwarten, das endgültige. Und dann werden die Parteien für sich beraten und dann ihre Wege festlegen, wie sie in den nächsten Tagen und Wochen weiter verfahren werden. Sie sind in Niederösterreich sehr, sehr knapp momentan. Wir haben es gehört, ein Kopf-an-Kopf-Rennen knapp hinter der ÖVP noch. Worauf führen Sie denn diese Gewinne speziell im Bundesland zurück? Ich glaube, wir liegen hier sehr gut im Bundestrend. Und das ist für mich einzig und allein einerseits die Bestätigung der Linie der letzten Jahren, die wir bundesweit verfolgt haben. Aber zum Zweiten natürlich auch eine Bestätigung der Arbeit im Bundesland. Und das freut mich. Das macht mich stolz. Den Dank dafür möchte ich einerseits an die Wähler weitergeben, aber auch ganz speziell an alle Funktionäre, ohne die ein solcher Erfolg niemals möglich gewesen wäre. Ganz kurze Frage noch. Würden Sie für ein Ministeramt zur Verfügung stehen bei einer FPÖ-Regierung? Ich glaube, ich habe diese Frage in der Vergangenheit vor der Wahl schon sehr deutlich beantwortet. Also ich fühle mich wohl in Niederösterreich und möchte auch hier bleiben. Und wie gesagt, es wird heute auch keine Spekulation geben, in welcher Art und Weise wer auch immer dann in dieser Republik dann Verantwortung übernehmen wird. Vielen Dank, Herr Landbauer. Frau Landeshauptfrau, in den letzten Tagen war oft von einer Aufholjagd die Rede in Richtung FPÖ, dass es knapp werden könnte. Fotofinnisch hat man da oft gehört in den Wortlauten. Es ist sich dann doch nicht ausgegangen relativ deutlich. Warum fahrt denn die Volkspartei bei einer Wahl wieder einmal so starke Verluste ein? Zuerst einmal möchte ich mich bei all jenen bedanken, die es überhaupt möglich gemacht haben, dass diese Wahl stattfindet und abgewickelt werden konnte. Denn Niederösterreich ist seit zwei Wochen vom Hochwasser betroffen. Dieses Hochwasser hat sehr viel Leid über Niederösterreich und unsere niederösterreichischen Landsleute gebracht. Daher ein ganz großes und herzliches Dankeschön an all unsere Funktionärinnen und Funktionäre und vor allem auch an alle Wahlbeisitzerinnen und Wahlbeisitzer und vor allem auch an alle Wählerinnen und Wähler, die trotz dieser schwierigen Situation zur Wahl geschritten sind. Und was Ihre Frage betrifft, ich denke, vor Monaten hätte man uns den Wert von 26 Prozent nicht zugetraut. Aber ja, so ehrlich muss man sein, wir haben unser Ziel nicht erreicht. Apropos Ziele ausgegeben in Niederösterreich erster zu sein, das ist momentan relativ knapp der Fall. 2019 lagen 25 Prozentpunkte zwischen ÖVP und FPÖ. Gibt es da einen Trugschluss vielleicht, dass man sagen kann von dieser schwarz-blauen Regierung in Niederösterreich? profitiert die FPÖ mehr als die Volkspartei?

Eli

Uwe, ich kann denen nicht mehr zuhören. Das langweilt mich. Die sind zu blöde zum aufs Klo gehen. Also das ist dieses permanente Lamentieren und dann faseln sie irgendwas von dem Hochwasser und hast dich gehört. Das kannst du die ganze andere Zeit erzählen, aber nicht am Wahlabend. Am Wahlabend hast du entweder gewonnen oder du hast verloren. Entweder du bist relevant oder du bist halt einfach ein irrelevanter Sesselpuper. Und dann interessiert mich der ganze Rest wirklich auch nicht.

Uwe

Ich stimme dir dazu, aber es ist immer ein bisschen dünner, was die Leute da erzählen.

Eli

Spannender ist, wie gesagt, was sich jetzt hier abzeichnet. Ist ja im Prinzip wirklich auf der Meta-Ebene gesprochen schon ein kleines Beben. Erstmalig in Westeuropa hat nach Italien, muss man sagen, ein Land, das wirklich etwas zu melden hat, weil Italien lebt ja nur von österreichischen und deutschen Krediten, ein Land, das ein Stück weit ein bisschen was zu melden hat. Hat halt im Prinzip jetzt eine Rechtskonservatiere zumindest Wahlsieger. Noch keine Regierung, aber immerhin ein Wahlsieger. Ist das jetzt nun schon ein Tabubruch? Ist das jetzt schon der Anfang vom Ende für die Altparteien und ihr Kartell? Oder ist das erstmal nur ein weiterer Schritt auf einer sehr, sehr langen Leiter?

Uwe

Ja, also ich denke, das ist eine sehr, sehr lange Leiter, denn Politik geht eigentlich nicht so wirklich schnell, sondern es geht alles über Monate und Jahre, manchmal über Jahrzehnte hinweg. Und insofern sollte man für politische Prozesse Geduld haben. Also ich sehe nicht... dass man hier irgendwie mehr reininterpretieren sollte, als drin ist. Es ist einfach nur ein Baustein mehr in einem Trend, der langsam anfängt, zu Lasten der Systemparteien sich abzuschwächen. Das ist aber noch nicht der Umkehrpunkt. Den Umkehrpunkt haben wir noch nicht erreicht.

Eli

Ja, und vor allen Dingen ist es auch nicht linear. Also es mag auch durchaus sein, es kann auch sein, dass es so eine Wellenbewegung gibt, dass du mal im Prinzip halt so ein bisschen Flut hast und gerade mal einen kleinen Sieg einfahren kannst. Das bedeutet aber nicht, dass es geradlinig weiter nach oben geht. Das kann auch bedeuten, dass du im nächsten Schritt wieder eine Niederlage einfährst. Wichtig ist natürlich, dass du dann sagst, when in doubt, zoom out. Wohin geht denn die allgemeine Tendenz? Verlierst du mehr auf lange Zeit gesehen oder gewinnst du mehr auf lange Zeit gesehen? Und wenn die Tendenz steigend ist, was wir aktuell sehen, dann ist das natürlich zu begrüßen für Leute, die was von Wahrheit und Freiheit und Ehrlichkeit und überhaupt moralischen Werten halten. Aber auch alle anderen, auch für die. Also die mögen eine Schlacht verloren haben, aber in der nächsten Schlacht kann es schon wieder anders aussehen. Eine Sache ist klar, Waffengleichheit ist ja mitnichten gegeben. Die werden jetzt über Wochen, über Monate rumheulen, wie die Heulsuse, die wir gerade gesehen haben, die du da eingeblendet hast, die ich nicht mehr ausgehalten habe. Alle unisono werden sie erzählen, um Gottes Himmels Willen, die böse AfD, die böse AfD, die böse AfD. Ich habe bewusste AfD gesagt, liebe Freunde. Ja, weil es ist doch genau dasselbe wie mit der AfD in Deutschland. Selbst wenn wir das hätten, meint ihr, die AfD würde ihres Glückes froh werden, wenn sie tatsächlich in so einer Situation wäre. Stärkste Kraft zwar wie in Thüringen, aber alle anderen verschmieden sich, ja, im Prinzip gegen sie, verbünden sich, um sie zu verhindern. Ja, was machst du denn dann? Da bist du ja auch between a rock and a hard place. Im Sinne von, da bist du ja in einem Dilemma, aus dem du nicht mehr rauskommst. Ja, und was machst du denn? Du stellst dann irgendeinen Kanzleranspruch. Ja gut, den kannst du stellen, bis du lustig bist. Frage ist, kriegst du den auch?

Uwe

Vor allen Dingen ist das ja eine schwache Argumentation. Also es ist ja eine schlechte Verlierer-Mentalität. Erstens, sich seine eigenen Fehler nicht einzugestehen, sondern nach irgendwelchen Ausreden zu suchen. Und zweitens, den Sieger dann zu dämonisieren nach dem Motto, der ist ja böse. Er hat zwar die meisten Stimmen, aber... so wie der dann handeln will, das ist ja alles ganz schlimm. Anstatt dann zu sagen, okay, wir haben nun mal verloren und es ist in der Macht des Siegers dann eben seine Macht, die er dann sich womöglich erkämpft, zu nutzen, dann wird der Wähler doch sehen, was er davon hat. Sollte es tatsächlich jetzt zu einer Regierungsbeteiligung dann kommen mit der FPÖ, dann wird man doch sehen, was sie tun und danach und während sie regieren, während und danach kann man doch sehen, was sie denn mit ihrem Wähler Mandat eigentlich machen, ob sie das im Sinne der Wähler verwenden oder nicht. Aber das schon bevor sie auch nur den ersten Pups gemacht haben, schon zu dämonisieren, zeigt einfach, welche negative Gesinnung auf der Seite der Verlierer ist. Das sind Leute, die sind nicht mehr demokratisch orientiert, sondern die sind quasi von Angst und von Hass durchsetzt. Und sind nicht dazu in der Lage, das demokratische Spiel, mal gewinnt man, mal verliert man, das wirklich sauber zu spielen. Und das finde ich moralisch bedürftig. Es ist ein Niedergang der politischen Moral für mich.

Eli

Ja gut, aber wenn jemand der König des Niedergangs ist, dann ja wohl diese Altparteien. Die suhlen sich ja in dem Niedergang, die haben ja ihre komplette Daseinsberechtigung in diesem Niedergang und mit Moral brauchst du diesen Leuten gar nicht zu kommen. Die wären gar nicht an ihrer Position, wenn sie auch noch ein Fünkchen von Moral hätten. Also insofern ist das glaube ich müßig darüber zu reden. Wir werden jetzt noch einmal den Florian Machl dazuschalten aus von Report24. Er braucht noch ein paar Minuten, bis er soweit ist, aber langsam, aber sicher, liebe Freunde, wollen wir das hier abwiegeln. Ich will euch nicht verheimlichen, dass ich im Hintergrund die Fühler ausgestreckt habe zu, Achtung, Gerald Grosz. Und vielleicht kommt er noch in die Sendung. Aber das ist ein großes vielleicht, weil natürlich könnt ihr euch vorstellen, dass der Mann jetzt ausgetaktet ist oder durchgetaktete Interviews halt eben hat und ich sehr spontan im Prinzip versuche, da gerade rein zu grätschen. Wenn er für mich Zeit hat, für uns Zeit hat, dann ist es gut. Ansonsten begnügen wir uns mit einem anderen Österreicher, der auch stabil ist und das ist Florian Machl. Gut, der eine ist mehr Understatement, der andere ist so ein bisschen flamboyant, wie man so schön sagt. Aber wie dem auch sei, alle beide haben halt ihre Vorteile. Gut, lieber Uwe. Hast du noch irgendwas im ORF? Läuft da irgendwas Sinnvolles? Weil bei OE, da kommt auch nur irgendwie die Runde der Generalsekretäre.

Uwe

Ja, also die sind jetzt hier immer noch in ihrer allgemeinen Runde. Das heißt, das scheint mir jetzt nicht so sonderlich interessant zu sein. Natürlich wird jetzt hier jeder mal befragt in der Elefantenrunde, aber im Grunde genommen sehe ich jetzt hier, also von dem, was ich hier höre, sind das jetzt keine großen interessanten Neuigkeiten.

Eli

Uwe, ich habe nie verstanden, warum das Elefantenrunde heißt. Was hat das mit Elefanten zu tun?

Uwe

Ja, weil das die großen Oberhäupter sind. Ja, die großen Oberhäupter. Der Elefant ist der König des Dschungels sozusagen.

Eli

Ist er doch gar nicht. Ich dachte, das ist der König der Löwen. Der Löwe ist doch der König der Savanne oder was auch immer.

Uwe

Aber das ist aber nur im Märchen so. In der Realität ist es der Elefant. Und naja, also das ist jetzt nicht unbedingt so unser Kulturkreis, aber irgendwie hat man das übernommen, dass wenn eben die Obersten zusammenkommen und interviewt werden oder sich treffen, dass es eine Elefantenrunde ist.

Eli

Aber das kannst du doch schon gar nicht bringen, weil das ja schon im Prinzip Bodyshaming ist. Stell dir mal vor, Helmut Kohl, 1994, CDU ist Volkspartei, 58 Prozent, der kommt da hin, macht sich breit im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann redest du von Elefantenrunde, der Typ war ja 118 Kilo schwer. Also, wenn das mal reicht. Ich weiß es nicht. Da kannst du doch nicht von Elefantenrunde reden.

Uwe

Naja, gut, also auch Herr Kickl könnte ein Elefant sein im Geiste.

Eli

Ich wollte gerade sagen, guckt dir den Herrn Kickl mal an. Das sieht doch nicht aus wie ein Elefant. Bei aller Liebe, Herr Kickl. Das ist doch, was ist denn das hier? Ein Erdmännchen. Timon und Pumba. Das ist der Timon. Also das ist doch hier kein Elefant. Also ich weiß ja nicht, was der für einen langen Rüssel hat. Ein Babyfangen. Freunde. Elefantenrunde? Bitte, was? Ich könnte... Ich wäre auch auf die Erklärung von Gerald Grosz gespannt, wie der das nochmal hier erklären würde. Okay, gut. Also, mit der Elefantenrunde kommen wir heute nicht weiter. Das ist schade. Aber ich wollte noch ein was zeigen. Und zwar, ich hatte vorhin noch einer... Ich suche was und du sprichst bitte, Uwe. Uwe, übernehmen Sie.

Uwe

Ja, also, ich übernehme. Also ich würde mal sagen, ich möchte nochmal zu deinem Beispiel zurückkommen, wo du ausführlich geschildert hast, dass ja der Kickl so eine halbe Portion ist und dass der Nehammer so groß ist. Du hast es ja selber erwähnt, das ist quasi ein... David gegen Goliath. David gegen Goliath. Und wenn man sich das mal beguckt, also die Geschichte da im Alten Testament, Das ist ja eigentlich die Geschichte des körperlich Starken, der der Platzhirsch ist, gegen den körperlich Schwachen, der aber, weil er kleiner ist, eben wendiger ist und der dann oftmals auch intelligenter ist. Der körperlich Starke ist eben besonders robust, aber der Intelligente, der hat dann Mittel, wie er gegen die körperliche Stärke kämpft. doch erfolgreich sein kann. Und das war ja in dem Fall die Steinschleuder. Und das hat sich ja über die ganze Geschichte der Menschheit dargestellt, dass die Menschen ja alle wilden Tiere gezähmt haben und auch dabei sind, die Natur zumindest teilweise zu zähmen. Dadurch, weil sie eben denken können, weil sie intelligent sind. Das heißt, Man darf tatsächlich nicht nach dem Äußeren gehen, sondern muss gucken, welche Kräfte dominant sind. So, und der Kickl scheint eben jemand zu sein, der seinen Schwerpunkt eben im Intellektuellen hat. So, und jetzt könnte man natürlich sich Gedanken machen, Kickl, Nehammer und andere in Österreich, was haben die für ein Charakterprofil? So, das haben wir jetzt nicht gemacht, weil Österreich für uns jetzt, ich sag mal, jetzt nicht so im Altersleben von besonderer Bedeutung ist, außer wenn jetzt so eine Nationalratswahl ist. So, aber das wäre ganz interessant, eben solche Charakterprofile mal zu erstellen und zu gucken, was kann man von einer solchen Person erwarten. Und wenn wir uns den Nehammer angucken mit seinem starken männlichen Kinn, mit seiner Ausstrahlung, er hat ja schon so eine Art raumgreifende Ausstrahlung, ein starkes Selbstbewusstsein und ein ist in sich quasi so gefestigt. Also es ist eine ganz andere Hausnummer als der Kickl, der da quasi so zerbrechlich steht und eigentlich nur seine Stimme und seinen Verstand hat.

Eli

Richtig. Und liebe Freunde, bevor ich zu Florian überleite, der uns jetzt gerade wieder zugeschaltet ist im Hintergrund, wisst ihr, was Goliath getötet hat? Die Einfältigen unter euch, die werden sagen David. Aber diejenigen, die mitdenken, die werden wissen, Hochmut.

Gast

Hochmut hat Goliath umgebracht, liebe Freunde.

Eli

So, und damit zu jemand anderem, der für uns, für sich selbst in erster Linie, aber nichtsdestotrotz auch dankenswerterweise für uns zur Verfügung steht, um mit uns zu reden über das, was in Österreich gerade passiert, hin also zu Florian Machl. Florian, was passiert in Österreich?

Gast

Hallo Leute, ich bin immer noch im Parlament, obwohl der österreichische Geheimdienst das verboten hat, mit mittlerweile drei Akkreditierungen. Das ist einmal der erste Punkt. Die Stimmung hier ist interessant, wie auf einem Friedhof, außer natürlich bei den Freiheitlichen. Alle anderen wissen nicht wirklich viel zu feiern und nicht viel zu sagen. Andererseits habe ich mir gerade die Startseite von unserem Startsender ORF angesehen. Dort gibt es lauter Einzelinterviews mit den Spitzenkandidaten der Parteien und die sind alle interessanterweise Sieger. Die Sozialisten erwarten noch große Änderungen, aber sind alle Sieger. Das ist sehr interessant, selbst die Kleinparteien, die nicht hineingekommen sind.

Eli

Ja gut, Sie reden sich halt eben die Niederlage schön. Das ist das, was wir von außen so ein bisschen beobachten können. Dass das denen egal ist, allen, sag ich mal, auch realistischen Zahlen zum Trotz, ist das denen egal, dass sie verloren haben? Sie munkeln und raunen ja jetzt schon über eine mögliche Koalition der Verlierer. Glaubst du, Sie werden das tatsächlich durchdrücken? Ich meine, welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang überhaupt noch der Wähler? Würde sich das österreichische Volk so etwas gefallen lassen, eine Koalition der Verlierer?

Gast

Naja, gefallen lassen. Im Endeffekt kann das Volk ja eh nichts anderes tun als zuschauen. Sie könnten dann wenig herumdemonstrieren. Aber warten wir jetzt einmal ab, wie die ÖVP, die österreichische Volkspartei, umgeht mit dieser Wahlniederlage. Also wie ich gerade gesagt habe, auf ORF präsentieren sie sich noch als Sieger. Was interessant ist, bei diesem historischen Verlust, also der Kanzler Nehammer ist ja der Loser des Tages. Das muss man so sagen und so festigen. Und die Frage ist, ob die verschiedenen Gremien der österreichischen Volkspartei wirklich sich das gefallen lassen und sagen, ja, mit diesem Loser machen wir weiter. Also sie hatten vorher ja ihren Jungspund, ihren Herrn Kurz, der als Schwiegersonder Nation natürlich mit seiner interessanten Ausstrahlung wirklich viele Stimmen geholt hat. Aber diese Zeiten sind vorbei. in Österreich. Ich weiß nicht, ob man das in Deutschland überhaupt mitbekommt, aber das ist ja der denkbar schlechteste Kandidat gewesen, hat gezeigt, dass die Personal, dass sie eigentlich kein Personal haben bei der ÖVP, dass sie überhaupt nicht wissen, wen sie da an die Spitze stellen sollen. Wir waren alle überrascht in Österreich, dass man diesen Nehammer vorgeschickt hat und wir haben gedacht, nur nach ein paar Wochen ist der Spuk vorbei. Mittlerweile sind Jahre vergangen und er hält sich da immer noch als Kanzler und ÖVP-Chef Aber das war das erste Mal, dass er sich einer Wahl stellen musste. Und es ist passiert, was wir auch natürlich alle gesehen und erwartet haben. Er hat diese Wahl fulminant verloren und er würde jede Wahl verlieren, wo er sich zur Wahl stellt. Er hat kein Charisma, er ist nirgendswo wirklich kompetent, er ist kein guter Redner. Also warum man an diesem Mann festhält, war bis jetzt völlig unklar. Ich persönlich glaube, dass es ihn morgen vielleicht schon nicht mehr gibt.

Eli

Das wäre sehr, sehr schnell, aber das ist vielleicht auch ein bisschen zu optimistisch, weil zwischen ihm oder sage ich mal der Verwirklichung deines Wunsches und der Realität steht ja unter anderem zum Beispiel das politische Establishment. Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Van der Bellen, eurer Interims zwischendurch mal eben Schnellkanzler, der im Prinzip blink all you miss it, nur für fünf Tage gefühlt irgendwie an der Regierungsspitze stand. Er muss ja jetzt den Wählerauftrag oder Wählerauftrag in irgendeiner Form ablesen, Zumindest habe ich Kickl in Interviews sagen hören, es muss zum Bundespräsidenten, damit irgendeine Koalition gemanagt werden kann.

Gast

Ja, also ich habe dich jetzt vielleicht nicht ganz verstanden, aber Van der Bellen war natürlich nie Kanzler. Van der Bellen ist der grüne Bundespräsident aus einer Wahl heraus, wo auch alle gegen die FPÖ angetreten sind. Damals war Norbert Hofer der Kandidat der FPÖ und es gab ganz seltsame Bewegungen. Das stimmen dann auf den letzten Sekunden. Und dieser Grüne wurde dann Bundespräsident. Der Bundespräsident ist sehr mächtig in Österreich von der Verfassung her. Er ist ja auch der Oberbefehlshaber des Bundesheeres. Und muss im Grunde genommen eine Regierung bestätigen, der kann einzelne Minister entlassen, kann aber auch die ganze Bundesregierung entlassen. Und Van der Bellen, dieser Grüne, der sein Amt eigentlich unparteiisch führen sollte, war immer ein Hardcore-Grüner, witzigerweise ein absolut NATO-höriger Hardcore-Grüner übrigens. Und Van der Bellen hat gesagt, er würde Kickl nicht als Kanzler angeloben, was ja auch eigentlich völlig gegen die Verfassung ist. Das steht ihm überhaupt nicht zu, sich über den Wählerwillen zu stehen. Wir wissen aber, dass Grünen das vollkommen egal ist. Die haben überhaupt kein Interesse am Wählerwillen. Die sind daran interessiert, was sie selbst wollen, was die Linke, was die politische Linke will. Und dementsprechend muss man sich ansehen, wie weit sich dieser alte Mann es wirklich noch herablässt, das Falsche zu tun. Das möchte ich schon so sagen. Für ihn wird es wahrscheinlich egal sein. Er kann keine weitere Amtszeit mehr anstreben. Das heißt, im Grunde genommen mit dieser Amtszeit wird es vorbei sein mit seiner politischen Karriere. Und damit wird wahrscheinlich auch kalkuliert, sowohl von den Grünen als auch von ihm selbst. Er kann tun, was er will. Es wird wahrscheinlich ihm nicht schaden. Es gibt eine Möglichkeit, einen Bundespräsidenten abzuwählen. Sie ist allerdings total dramatisch in Österreich, wenn man sich das Statut ansieht. Es würde zwingend zu einer Volksabstimmung kommen und wenn er nicht abgewählt wird, dann wird er automatisch fünf oder sechs weitere Jahre im Amt bestätigt. Das ist völlig irre. Also das wird spannend, es wird interessant. Ich persönlich glaube jetzt, aber es ist nicht Allertageabend. Man wird mal sehen, gibt es diesen Nehammer morgen noch und wenn die ÖVP eine andere Spitze, eine andere Führung hat, wäre durchaus denkbar, dass es sich um eine neue FPÖ-ÖVP-Koalition drehen könnte. Weil auf der anderen Seite muss man sagen, die österreichische Volkspartei, die so tut, als ob sie konservativ wäre, die müsste mit zwei oder drei anderen Parteien verlieren, die eine völlig andere Linie haben. Also wenn sie eine Ampel anstreben, das wäre nicht einfach. Und kein Kommentator geht davon aus, dass so eine Koalition lange halten könnte.

Eli

Richtig. Mir wird im Hintergrund gerade geschrieben im Chat, dass Fellner, kennst du ja, von OE24 bereits jetzt auch schon spekuliert auf einen Rücktritt oder im Prinzip ein Gegangenwerden von Nehammer. Er hat sich gerade noch in der Elefantenrunde sehr siegessicher gezeigt. Er hat gemeint, der Wählerauftrag wäre, dass man stabil bei seinen Werten bleiben sollte. Das haben jetzt im Prinzip diese Wahlergebnisse gezeigt, obwohl die Wahlergebnisse gezeigt haben, dass seine Partei 33 Prozent ihrer Wähler verloren hat. Aber wie dem auch sei, du sagst ja gleichermaßen, wenn er gegangen würde oder selber zurücktritt, dann bräuchten die ja Ersatz. Aber sie haben ja niemanden Besseren als den Nehammer. Das ist schon in der Auslese der Schlechten, die es in die ÖVP geschafft hat, die Auswahl zwischen Pest und Cholera. Da ist keiner, der in irgendeiner Form dem das Wasser reichen müsste oder könnte, so schlecht er eben auch ist. Also ist das überhaupt realistisch, dass er zurücktritt? Weil wer soll denn sonst danach kommen?

Gast

Ja gut, das ist eine wilde Vermutung und Parteien zaubern schnell einmal jemanden aus dem Hut. Man darf nicht vergessen, wie viele Menschen bei der ÖVP im Grunde genommen auf der Geheimsliste stehen. Also die können sich schon bedienen aus der Wirtschaft. haben da einige Personen, die wir vielleicht noch gar nicht kennen. Es wäre durchaus auch möglich, dass sie diesen obersten Freimaurer wieder aktivieren, den Schallenberg, der auch schon mal Kurzkanzler war.

Eli

Ah, Schallenberg, ja, ja, ja, das war der, mit dem ich, den ich verwechselt habe. Schallenberg, Van der Bellen, weißt du, da ist das irgendwie mit drin und vom Ton her. Du hast absolut recht, entschuldige. Ja, ja.

Gast

Also das wäre durchaus möglich, dass man irgendjemanden aus der zweiten Reihe wieder aktiviert, weil die Wahrheit ist, ich habe es vorher schon gesagt, dass Nehammer überhaupt Kanzler wurde und sich so lange halten konnte, dass damit hat keiner gerechnet. Und im Endeffekt glaube ich, dass die kleinen Funktionäre der ÖVP, die teilweise sogar anständig sind in den Orten, die vernünftige Politik für die Menschen dort machen, gibt es auch, dass die alle darauf hoffen, dass das endlich ein Ende findet.

Eli

Ja, musst du da ans Handy rangehen oder können wir noch weiterreden? Eine Frage hätte ich nämlich noch.

Gast

Hörst du das? Oh je, ich kann das jetzt nicht wegschalten, aber ich bin da für dir.

Eli

Ja, wir merken die Verbindung, die gibt gerade nicht mehr so viel her. Aber ich versuche eine letzte Frage noch anzusetzen, weil die österreichische Politpräminenz so überschaubar sie ist. Sie hat natürlich einen Namen, den man auch in Deutschland kennt und das ist er hier. Könnte der irgendwie ein politisches Comeback feiern, nachdem alle anderen sich wirklich restlos blamiert haben und man sich so ein bisschen zurückerinnert? Trotz Korruptionsvorwürfe, die bei ihm ja immer noch im Raum stehen, die im Übrigen auch nie geklärt worden sind, endgültig vor Gericht, meines Wissens nach, könnte man ihn jetzt zurück aktivieren, um zu sagen, naja, könnt ihr euch erinnern, der hat es doch mal so schön gemacht und vielleicht bringen wir den jetzt, um die Leute endgültig zu verwirren.

Gast

Ja, also unser Sebastian Kurz, der Corona-Kanzler, der wäre wahrscheinlich sogar eine Möglichkeit, dass die ÖVP tatsächlich dazu gewinnt, weil viele Wähler sich erstens nicht so lange erinnern und zweitens sich auch blenden lassen. Also für mich war Sebastian Kurz auch der Blender unter den Kanzlern und im Grunde genommen mit dem Image des besten Schwiegersohns der Welt. Ich glaube, dass er da auch unter den älteren Damen sehr gut gepunktet hat mit diesem Image. Ganz kurz, ich lese kurz vor.

Eli

Es geschehen Zeichen und Wunder. Nehammer hat alle Termine im Privatfernsehen abgesagt. Erste Demo in Wien. Erste Demo in Wien. Was stand da gerade? Erste Demo in Wien gegen FPÖ aktuell vor irgendeinem Gebäude. Also es geht schon los.

Gast

Ich glaube, das ist wie vor dem Parlament. Ja, die Linken wütend, ein linker Mob ist da draußen. Und das ist übrigens total lustig, weil ich habe seit Tagen und damit auch vor sehr, sehr großem Publikum gesagt, dass mit der Briefwahl mit 1,4 Millionen Briefwahlstimmen, das ist seltsam. Alle haben gesagt, dieser rechtsradikale Schwurbler, was passiert jetzt nach der Wahl? Die Linksradikalen stehen vor dem Parlament und demonstrieren wegen angeblichem Wahlbetrug. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Bis vor wenigen Stunden war ich da böse, weil ich das gesagt habe und jetzt sagen die Linken, es gab Wahlbetrug. Also das ist wirklich faszinierend. Ja, nochmal zurück zum Kurz, zum besten Spieger so einer Nation. Also der gute Herr Kurz, der dürfte im Hintergrund durchaus noch Strippen ziehen. Er hat beste internationale Verbindungen, er taucht immer wieder auf großen Veranstaltungen, globalistischen Veranstaltungen auf, neben Menschen, die viel Geld haben, die viel Macht haben auf dieser Welt. Und interessanterweise gab es in Österreich auch Gerüchte, dass er eventuell vielleicht sogar zu dieser Wahl, die jetzt gerade passiert ist, antreten möchte mit einer eigenen Liste. Das ist nicht passiert, aber mit seinen ehemaligen Kompanions von der Regierung, wo er damals eben sehr viel Unheil angerichtet hat, hat er ein Büro gemietet an einer sehr zentralen Stelle in Wien. Was dort passiert, weiß keiner, aber es ist durchaus möglich, dass er an einem politischen Comeback arbeitet.

Eli

Naja, was soll er auch sonst machen? Diese Leute, sie sind halt Berufspolitiker. Auch er müsste ja sich zurückziehen, würde ja natürlich der Politik in irgendeiner Kompetenz erhalten bleiben. Und wenn er auch mal kurz, sage ich mal, in die Privatindustrie geht, um dort irgendwelche Beraterverträge anzunehmen, die sind ja, sage ich mal, ansonsten... inhaltlich leer, diese Menschen. Da ist ja nicht viel Substanz, wo man sagen könnte, der geht zurück in einen ordentlichen Handwerksberuf. Ohnehin sind die ja dann ruhmverwöhnt und es schickt sich nicht. Also insofern, wer weiß. Man hat schon Pferdekotzen sehen und vielleicht könnte auch Kurz nochmal wiederkommen. Weiß Gott, er ist ja noch jung genug. Die Leute vergessen schnell genug. Und vielleicht Früher, als uns allen lieb ist, als euch lieb ist, könnte es wieder heißen, der klopft wieder an eure Tür. Gut, für den Moment hat sich inzwischen ein gewisser Optimismus bei dir eingestellt. Ich meine, die Ergebnisse scheinen zu halten und das jetzt immerhin schon zweieinhalb Stunden. Oder siehst du immer noch Raum für irgendwelche Wahlmanipulationen oder ein Comeback von hinten?

Gast

Die Manipulation wäre sowieso früher schon stattgefunden. Also ob sich wieder mal zwei Prozent hier oder dorthin verschoben haben, wissen wir nicht. Es wäre durchaus möglich, dass zum Beispiel die FPÖ 31 Prozent der Stimmen gehabt hätte mit den Wahlmanipulationen, die wir errechnet haben, die möglich sind mit dieser Briefwahl und die ersatzlos gestrichen und abgeschafft werden muss. Ich glaube jetzt mittlerweile aber, dass wir keine großen Verschiebungen mehr feststellen werden. Was noch passieren kann und was auch sehr spannend ist, ist mit welcher Mandatsmehrheit man eine Koalition bilden kann, ob es theoretisch möglich wäre, wir haben vorher darüber gesprochen, dass die Sozialisten mit den Freiheitlichen zusammengehen könnten. Das wäre wirklich interessant, wenn sich das rechnerisch ausgeht. Auf der anderen Seite rechnerisch sehr gut geht sich natürlich aus die ÖVP mit der FPÖ, was verschiedene Probleme auch mit sich bringen würde und auf jeden Fall einen Obmannwechsel, einen Führungswechsel bei der ÖVP bedeuten müsste. Und dann gibt es natürlich verschiedene verderbliche Dreier- oder Vierer-Koalitionen zwischen irgendwelchen seltsamen Parteien, die vom Wähler überhaupt nicht an der Spitze gesehen sind.

Eli

Florian, wenn ich jetzt diese Zahlen richtig interpretiere, dann ist das leider Gottes der perfekte Sturm von allen Möglichkeiten, die eben alle gleichzeitig möglich sind. Also es ist möglich, wenn ich das jetzt so richtig interpretiere, dass die ÖVP zusammen mit der SPÖ und zusammen mit den NEOS eine unheilige Ampelkoalition in Österreich macht. Es ist gleichsam zum Beispiel möglich, dass sie natürlich dem Wählerwillen folgend ÖVP mit FPÖ macht. Aber seien wir realistisch, das ist leider Gottes aktuell das Unwahrscheinlichste. Es ist ebenfalls möglich, dass die hier sagen, so wie du sagst, FPÖ macht etwas mit den Sozialisten. Ich glaube, von den Zahlen her sollte das von den Sitzen her tatsächlich möglich sein, weil die sind von 20,2 auf 21 Prozent wieder in Anführungszeichen hochgeschossen. Und es ist halt eben immer noch möglich, dass die eine Koalition aus allen möglichen Verlierern machen. Trotz dessen, dass sie, glaube ich, sogar schon mit der... Nee, das kann nicht sein. SPÖ, ÖVP, reicht das vielleicht sogar auch schon inzwischen? Ich habe die letzten Zahlen der Sitze nicht gesehen, aber ich glaube, das mit dem wäre auch schon 92, wenn ich mich nicht irre.

Gast

Das wäre auch schon widerlich, ja.

Eli

Ja, und widerlich sowieso, das ist ja vollkommen klar. Und dann könnten die zum Beispiel sagen, um es ergänzlich abzusichern, nehmen sie halt hier entweder die Ampeln mit rein, die Neos, oder lassen die komplett außen vor, machen es nur zu zweit. lassen auch hier den Wählerauftrag, den Elefanten im Raum, in Anführungszeichen, die FPÖ natürlich komplett stehen. Und alles ist möglich. Mit diesem Ergebnis, rechnerisch, wenn er so hält, wie es aktuell ist, mit einer starken SPÖ, ja, ist das in Anführungszeichen, leider muss man das auch so sagen, der Albtraum aller FPÖ-Anhänger. Und da sind wir noch nicht mal bei der Kanzlerfrage. Ja, das ist jetzt erstmal nur Regierungsbildung und ob da in irgendeiner Form halt eben Herr Kickl noch mit reinspielen kann, der Kanzler wird oder das dann zur Bedingung gestellt wird für irgendeine etwaige Regierungsbeteiligung, das weiß ich nicht. Aber letzte Frage, wirklich letzte, du machst das einfach nur so gut, deshalb will ich es wissen. Glaubst du, Die FPÖ wäre wirklich so vermessen, den Mann, der sie über die Ziellinie als Sieger gebracht hat, Kickl, abzusägen, wenn man denen von irgendeiner linken Partei in Aussicht stellt, die könnten dann in eine Regierungsbeteiligung kommen. Glaubst du, die FPÖ würde so weit gehen?

Gast

Auch diese Theorie gibt es. Ich habe hochrangige Vertreter der FPÖ selbst befragt dazu, ob das möglich ist, ob das denkbar ist. Und sie haben mir zumindest vor der Wahl gesagt, nein, das ist völlig undenkbar, das wird nicht passieren. Darauf muss ich mich verlassen. Ich glaube auch nicht, dass die FPÖ das machen würde, weil Herbert Kickl ihnen wirklich einen fulminanten Wahlsieg eingebracht hat und die eigenen Wähler überhaupt kein Verständnis dafür hätten.

Eli

Das ist richtig, weil die nächsten Wahlen kommen ja ebenfalls.

Gast

Ich wollte gerade einblenden. Wenn ich da kurz einhaken darf, wenn du gerade einblendest, das ist sehr interessant. Herbert Kickl hat den freien Medien zuerst das allererste Interview gegeben und ist erst dann zu den etablierten Medien gegangen. Ich war da dabei, habe das auch mitgefilmt, fotografiert. Also das war ein großartiges Signal an dieses etablierte System, dass es so nicht weitergeht, auch mit diesen ganzen Medienmanipulationen, mit der ganzen Propaganda.

Eli

Ja, das ist richtig. Gut, deine Verbindung im Hintergrund gibt endgültig den Geist auf. Vielen lieben Dank für jedes kleine Bit und Byte, das du uns hast schicken können. Halte durch in Österreich. Es sieht aus, als wenn die Zeichen auf politischen Aufschwung zumindest stehen. Noch ist es nicht über die Ziellinie, aber ihr seid auf jeden Fall der Vorreiter mit der FPÖ. Gut, ich danke dir. Mehr von dir gibt es unter Report24, wo eure Berichterstattung wahrscheinlich auch noch weiterlaufen wird. Wer also die nächsten Tage wissen will, was in Österreich passiert, der sollte bei Report24 bei Florian Machl und seinen Leuten vorbeigucken. Danke dir, lieber Florian.

Gast

Danke dir, servus.

Uwe

Tschüss. Ich kann dir jetzt neue Koalitionsvarianten beim ORF anbieten. Bist du bereit?

Gast

Ja, du hast schon übernommen. sich vereinen. Die Volkspartei schließt diese Variante zwar nicht grundsätzlich aus, mit Herbert Kickl will man aber keinesfalls koalieren. Möglich wäre auch eine Koalition aus ÖVP und SPÖ. Die beiden Parteien kommen auf 93 Mandate, aber nur das ist eine äußerst knappe, wackelige Mehrheit. Komfortabler wäre da schon eine Dreier-Koalition. Da bieten sich ja etwa die Neos schon länger als Partnerin an. Und auch eine Dreier-Variante aus ÖVP, SPÖ und Grünen würde für eine deutlich stabilere Mehrheit im Nationalrat sorgen. Was da herauskommt, das muss die Zeit zeigen. Heute ist auf den Wahlpartys jedenfalls einmal alles.

Uwe

Ja, soweit eben das, was wir hier gesehen haben. Das heißt, im Grunde genommen sind tatsächlich eben drei bis vier Koalitionen möglich. Und die stärkste ist eben nach wie vor eben ÖVP und FPÖ. Und die mit den Roten ist dann eben immer noch riskant. Und eine Dreierkoalition, das wissen wir, Dreierkoalitionen sind ja eh wegen der internen Problematiken in solchen Koalitionen nicht so wirklich sauber. Das ist eigentlich immer die schlechteste Form der Politik.

Eli

Vor allen Dingen, egal was passiert, es wäre im Prinzip eine konservative Partei, die ÖVP, die halt entweder mit den Sozialisten, mit der SPÖ oder halt eben mit Sozialisten und zusätzlich neuen Sozialisten oder solchen, die komplett inhaltsleer sind, nämlich die Neos, die einfach nur als Strohpuppe dazugenommen werden. müssten die quasi ein noch brüchigeres Bündnis in irgendeiner Form bilden. Und all das am Wählerwillen vorbei. Weil natürlich, das gilt ebenfalls, was für die FPÖ gilt, wenn sie es wagen, den Kanzler Kickel zu opfern. für eine Regierungsbeteiligung, das gilt natürlich auch für die anderen Parteien. Weil wenn die das machen, am Wählerwillen vorbei, dann hat Kickl schon richtigerweise in seinem Interview gesagt, naja, dann kriegen sie die Quittung dafür bei der nächsten Bezirkswahl. Weil die haben auch in ihren Bundesländern, in ihren Bezirken, jetzt in einer Woche und zwei Wochen, glaube ich, hat er gesagt, die nächsten Wahlen, das kommt schon dieses Jahr sehr bald in einigen Wochen und dann kriegen sie halt noch größere Klatschen. Dann verlieren sie halt auf kommunaler Ebene immer mehr Rückhalt. Weil die Leute natürlich einfach merken, okay, Auf die ist nicht zu bauen. Da ist kein Vertrauen da. Also im Prinzip sollten die sich das ganz genau überlegen, ob die tatsächlich halt bereit sind, ihre Ideale über Bord zu werfen. So wie ich sie kenne, linke Parteien haben die keine Ideale und sind vollkommen moralbefreit. Aber was soll's? Früher oder später wird das vom Wähler schon quittiert werden. Uwe, hast du eine letzte Hochrechnung oder hast du nur die Sitzverteilung? Also hast du auch die Prozente dazu? Nee, dein Mikrofon ist wieder gemutet. Ich verstehe nicht, warum du dich permanent mutest.

Uwe

Ja, weil ich mir noch andere Sachen nebenbei anhöre und die möchtest du ja nicht mithören. Ja, also neueste Hochrechnung habe ich nicht, sondern mein aktueller Stand ist nach wie vor unverändert von 19 Uhr. Ja, 38, okay. Das ist jetzt neu, aber das hast du auch. Das ist bei PULS 24. Da werden die Zahlen unten nochmal eingeblendet. Aber das bringt uns jetzt, glaube ich, nicht wirklich weiter.

Eli

.at, .tv, .was?

Uwe

Ja, sonst zeige ich es nochmal hier.

Eli

Mal gucken. Naja, du kannst einfach nur sagen AT oder dann finde ich es ja.

Uwe

AT.

Eli

Genau, das ist alles, was ich wissen wollte. Okay, gut. Also hier ARGE und Foresight sind zwei Meinungsforschungsinstitute dort oder halt Zählinstitute oder was auch immer. Und die zeigen offensichtlich diese Zahlen. Es geht schon wieder munter weiter. Die FPÖ ist auf unter 29% gestürzt. Also wie wir immer wieder gesagt haben, freut euch nicht zu früh, das wird noch ein harter Kampf. Aber verloren scheint auch die ÖVP zu haben. Die hat auch nur noch 26,01%. Hält sich gerade so, irgendwie mit den Zähnen noch an den 26%, könnte aber noch weiter runtergehen für die. Und stattdessen dazu gewonnen hat hier die SPÖ und die Neos. Die Neos sind jetzt sogar bei 9,2% und selbst die Grünen von 8,2% haben auf 8,38% im Prinzip zugelegt, wenn man das halt eben so sagen kann. Foresight, eine andere offensichtlich Zählvariante, die sieht die FPÖ noch, aber nur noch super knapp bei 29 Prozent. Auch hier 0,2 Prozent Verlust. 26,3 für die ÖVP, 21 ähnlich, also stark für die Sozialisten und auch hier Neos und Grüne im in Anführungszeichen grünen Bereich. Und das verändert natürlich dann halt alle Koalitionsmöglichkeiten. Man wird noch abwarten müssen, was da entsprechend rauskommt. Die Schwankung ist 0,9%, aber auch das ist wichtig, 69,3% sind inzwischen ausgezählt. Ich denke mal, eine Sache ist klar, der rechnerische Sieg in Prozenten ist der FPÖ nicht zu nehmen, kann man was wolle. Aber alles in allem vielleicht noch kein Grund, wirklich sich im Überschwang komplett zu verlieren, weil wir merken, sehr schwierige Kanzlerverhandlungen, sehr schwierige Regierungsverhandlungen stehen bevor. Und egal, in welche Konstellation man dann nach vorne geht, selbst, liebe Freunde, im besten Fall einer FPÖ-ÖVP-Regierung, muss das nicht unbedingt gute Nachrichten für Österreich bedeuten. Weil, liebe Freunde, der tiefe Staat heißt halt eben tiefer Staat, weil ihm eigentlich egal ist, wer regiert. Weil die ihre Mittel und Wege finden, ihre Tentakel wirklich halt in alles wirklich reinzufinden, um auf jeglicher Ebene zu sabotieren, zu verlangsamen oder zu verunmöglichen. Das heißt, das ist noch nicht gegessen. Das ist bei weitem noch nicht durch. Und während wir also gerade diese Zahlen zeigen, kommen gerade neue bei Auf1 rein, aber die müssten die ja gerade eben erst erstellt haben in einer neuen Grafik. Insofern werden die vermutlich nicht aktuell sein. Aber nichtsdestotrotz, oder wie die anderen sagen, nichtsdestotrotz. Will ich sie euch mal kurz zeigen. 26,2 ÖVP. Wie gesagt, es sind die alten Zahlen von 18.48 Uhr, also die inzwischen keine Relevanz mehr haben. Ich weiß gar nicht, warum ich sie einblende. Auf 1 hat die gerade eben in dieser Sekunde gepostet. Aber ihr seht, es hat sich ein bisschen was verändert. 26 statt 26,2 und 29,2 auch nicht mehr, sondern 28,9 oder was auch immer für die FPÖ. Und jeder Prozentpunkt ist an dieser Stelle wichtig, weil die sich natürlich damit brüsten und weil die halt eben sagen, okay, guckt mal, was wir für ein tolles Volksparteienergebnis eben eingefahren haben. Während die Neos im Vergleich zu eben vor einer Stunde 0,3% zugelegt haben. Die stehen aktuell laut den anderen Hochrechnungen bei 9,2%. Gut, so viel so dazu. Uwe, lass uns uns für heute beenden. Dein abschließendes Statement, wie hast du den Abend erlebt und was sollen die Leute auf der Meta-Ebene von dieser ganzen Sache mitnehmen?

Uwe

Ja, also zunächst einmal fand ich es ganz interessant, dass das, was hier am Anfang rauskam, sich dann letztendlich dann doch zu bestätigen scheint, nämlich dass die FPÖ der große Sieger des Abends ist. Interessant fand ich besonders, wie schnell und wie frühzeitig sich der Hauptverteidiger, nämlich die ÖVP, sowohl in Interviews als eben auch in Live-Aussagen dazu geäußert hat, dass sie die Wahl verloren haben. Und ich bleibe dabei, das ist ein Baustein mehr in dem in der Änderung des weltenpolitischen Zeitklimas, zumindest hier für Europa, sodass eben Österreich, Deutschland zeigt, ja, Mitte-Rechts-Parteien oder Rechtsaußen-Parteien können tatsächlich stark sein. Und ja, nicht nur die, auch die Neos sind ja relativ stark, wenn man das mal im Vergleich zu unserer FDP sieht. Da können die sich ja noch zwei Scheiben... Und abschneiden. Auch interessant ist, dass die Grünen hier genauso renitent, volksfremd sind wie bei uns. Wie ja gerade der Florian Machl ja wunderbar ausgeführt hat, die interessierten nur ihren Dogma und nicht der Wähler. Und das ist in abgeschwächter Form bei den, ich sage mal, übrigen Altparteien natürlich auch der Fall. Also insofern ja, es ist ähnlich wie in Deutschland, aber nicht gleich. Es bleibt weiter spannend und es ist aber eben noch nicht die Zeitenwende, die manche sich erhoffen, sondern eben nur ein Schritt, nicht mehr und nicht weniger.

Eli

Richtig, aber nichtsdestotrotz, jede Reise beginnt mit dem allerersten Schritt und dieser erste Schritt, der ist heute auf jeden Fall gegangen worden. Lieber Uwe, vielen herzlichen Dank für deine Teilnahme. Es gibt mehr von dir auf dem Kanal Die Welt klar sehen, denn auf Die Welt klar sehen gilt...

Uwe

Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Eli

Richtig. Und wenn ihr zu den Leuten gehören wollt, die sich im Prinzip eine breitseite Uwe und ausschließlich Uwe ohne meine Beteiligung halt eben gerne gönnen wollen, dann geht auf seinen YouTube-Kanal. Wir haben dort auch gerade gestreamt. Liebe Zuschauer auf dem Kanal von Die Welt klar sehen. Entschuldigt bitte meine überschwängliche Art. Ich bin jetzt ein bisschen von der emotionalen. Schieflage her, die Antithese zu Uwe, den ihr ansonsten auf dem Kanal von Die Weltklar Sehen eben gewohnt seid. Aber ich glaube, alles in allem sind wir doch ein ganz gutes Team und hoffen euch heute hier ein wenig informiert, vielleicht ja sogar, mag ich vermessen behaupten, unterhalten zu haben. Also in diesem Sinne, ihr kriegt natürlich in Zukunft wieder mehr, mehr Uwe, Uwe, Uwe. Und wer uns aber in Doppelpack erleben möchte, der kann sehr gerne auch bei mir abonnieren, weil vielleicht habe ich ja auch den einen oder anderen angesprochen. und eben auch inhaltlich überzeugt. Alle Links zu Uwes Kanal, der auch ein bisschen Zuwachs bekommen hat, Uwe, seit unserer gestrigen Sendung, die kriegt ihr gerade in den Chat. Ihr werdet also in guter Gesellschaft.

Uwe

Ein gestriger Zusammenschnitt von unserem gestrigen Stream hatte sich auch ganz gut getan, wo ja also meine ganzen Monologe fast alle mehr oder weniger zusammengegangen haben.

Eli

Aha, guck mal hier. Sehr gut.

Uwe

Naja, und das ist nur die Bruttozahl, die man auf dem normalen Display sieht. Wir sind schon faktisch bei weit über 8000.

Eli

Sehr gut. Na, irgendwann werden es auch mal 80.000. Dann hast du mich überholt. Wie die Woche sei. Es sei dir zu wünschen und gegönnt. Danke dir für deine Teilnahme heute. Mach es gut und wir sehen uns bald wieder. Offensichtlich gehen uns die Themen so schnell nicht aus. Und dann sehen wir uns auch in Bälde auf deinem Kanal, auf meinem Kanal oder irgendwo dazwischen. Ciao, ciao.

Uwe

Ciao, bis dann. Tschüssi.

Eli

So, liebe Freunde, da geht er hin, der Uwe. Und ich möchte auch meinen abschließenden Senf zu dieser ganzen Sache hier beitragen. Und mein abschließender Senf, der sieht so aus. Dies war ein erster und ein wichtiger Schritt aufgrund der medialen Resonanz. Ihr kennt mich als Medienmacher und ich muss es euch... wahrscheinlich oft noch wiederholen, aber vielleicht auch irgendwann nicht mehr, die mediale Reaktion und der mediale Effekt dessen, was heute hier passiert ist, ist nicht zu unterschätzen. Weil diese Headlines, die wir alle gesehen haben im Verlauf dieses Streams, die sind jetzt um die Welt gegangen. Und Österreich ist nicht so weit weg von Deutschland. Langsam aber sicher nähert sich der sogenannte Rechtsruck eben an Deutschland heran. Bei Italien haben sie noch gelächelt. Bei Spanien fragen sie, was soll das überhaupt sein? Die Dänen, die nehmen sie nicht ernst, weil die sind wirtschaftlich zu klein, zu irrelevant und so weiter und so fort. Bei Geert Wilders aus den Niederlanden, da sagen sie umso eher, kann keiner ernst nehmen, die essen nur Käse. Aber Stück für Stück merkt ihr, Deutschland ist umzingelt von Nationen, die konservativ sind, konservativ wählen und sich auch konservativ aufstellen möchten. Der Rechtsruck. Und das will nicht ich so, sondern das will das Volk offensichtlich so. Der kommt. Der kommt auch in Deutschland. Und nächstes Jahr, liebe Freunde, 2025, ist auch Zahltag bei uns in Deutschland. Denn Wahltag, liebe Freunde, ist Zahltag. Und dann wird sich zeigen, ob Deutschland inzwischen so weit ist, um österreichische Verhältnisse herzustellen. Spoiler Alert, natürlich ist es das noch nicht. Deutschland ist ein größeres Land, es ist ein trägeres Schiff, es kann nicht so schnell agieren, wie es in Österreich passiert hat, aber liebe Freunde, in Österreich hat es auch 70 Jahre gedauert. Und noch ist es ja auch in Österreich nicht geschafft, sondern nur der erste Schritt ist geschafft und das ist der, dass man jetzt potenziell irgendwelche Ansprüche stellt, die jetzt eben mit der Realität konfrontiert werden müssen. Aber, liebe Freunde, when in doubt, zoom out. Wenn man das aus der Ferne betrachtet, dann geht die Tendenz auf jeden Fall in die richtige Richtung. Immer mehr konservative Regierungen in immer linksgrün versifteren Ländern, die bis zuletzt noch von Gestalten wie Sebastian Kurz regiert worden sind, die alles mitgemacht haben während der hohen C-Zeit und so weiter und so fort. Alle diese Marionetten, alle diese Young Global Leaders von Nehammer über Schallenberg bis hin zu im Prinzip der Sebastian Kurz, sie alle sind längst im Rückspiegel der Geschichte vergessen worden. Und die Zukunft, und das ist das Verrückte, sie gehört der Wahrheit. Auch wenn sie vielleicht gerade mal 55 Kilo schwer ist, auch wenn sie eben kein ansonsten politisches Schwergewicht ist, sie hat nur die Wahrheit und damit die Menschen hinter sich. Aber sie ist im Kommen und ob er es tatsächlich auf den Kanzlerschulstaff oder nicht, liebe Freunde, wird fast schon irrelevant sein, weil er steht ja für eine Bewegung. Und diese Bewegung, liebe Freunde, sie ist im Begriff, in Bewegung zu kommen. Wer sich bewegt, kann etwas bewegen, liebe Freunde. Und wenn euch gefällt die Analyse, die Uwe und ich heute hier rausgeballert haben, dann unterstützt gerne unseren Kanal mit einer kleinen Spende. Auf etvc.de slash danke könnt ihr das tun, weil dieses Programm war für euch vollkommen kostenfrei, aber hoffentlich eben nicht wertlos. Hoffentlich hat der eine oder andere gesagt, Mensch, das war ja spannend.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „LIVE Nationalratswahl 2024 in Österreich | Wahlergebnisse, Interviews und mehr...“, Die Welt Klar Sehen, 29.09.2024.

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Live-Sondersendung in Kooperation mit dem Kanal ETVC zur österreichischen Nationalratswahl am 29. September 2024. Uwe Loose ordnet gemeinsam mit Moderator Eli und dem Wiener Report24-Chefredakteur Florian Machl die Parteienlandschaft, die Hochrechnungen und den FPÖ-Wahlsieg ein.

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