Provokante Live-Analyse zur US-Wahl 2024! | Wir denken selbst und reden frei!06.11.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 06.11.202468 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Die spannende US-Präsidentschaftswahl ist vorbei mit dem Ergebnis, das mittlerweile bekannt ist. Aber ich war gestern bei Elijah Tee zusammen in einer gemeinsamen Sendung im Vorabendprogramm sozusagen und haben eigentlich, die Zahlen gab es ja erst ab Mai. 1 Uhr morgens. Und wir haben aber vorher dreieinhalb Stunden konferiert und haben viele interessante Themen besprochen, die gar nichts mit den einzelnen Zahlen zu tun haben, sondern rund um die amerikanische Kultur, die Mentalität, das Wahlsystem und manches andere sich gehandelt haben. Hauptsächlich habe ich dort meine Meinung vertreten. Ich glaube, das sollten Sie sich ruhig mal angucken. vielleicht als Anregung für Ihren eigenen Denkprozess zu verwenden, wie Sie über Trump, die USA, das Wahlsystem und vielleicht auch die Demokratie und noch manches andere denken möchten. Und ich glaube, das lohnt sich einfach mal reinschauen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen.
Eli
Heute mit am Start mein Star-Analyst, extraordinär, Amerika-Kenner. Er war vor ein paar Wochen noch dort. Er spricht die Sprache, er kennt die Menschen, er war in dem Land. Wir sprechen heute mit Kladecker Uwe. Uwe, bist du schon im Wahlfieber? Wie geht es dir?
Uwe
Ja, aber hallo. Und ich habe mich natürlich auch schon entsprechend eingerüstet.
Eli
Super, ja, die Süßigkeiten sind am Start. Genau, Nervennahrung sagt man.
Uwe
Man kann ja aber trotz Abendessen immer noch was Kleines, Süßes im Nachhinein gebrauchen. Muss ja nicht gerade in diesem Moment sein.
Eli
Genau. Brauchen wir Nervennahrung? Glaubst du, das wird heute spannend? Was steht denn auf dem Spiel für dich heute?
Uwe
Ich sehe es ähnlich wie die meisten Menschen auf dieser Welt. Es wird wahrscheinlich doch entweder ein Weiter-so bedeuten für die Welt oder doch in Teilen etwas Neues. Das heißt, wenn Kamala Harris gewinnen wird, dann dürften wir davon ausgehen, dass die bisherige amerikanische globale Politik, soweit sie Deutschland und Europa betrifft, auf jeden Fall weitergeführt wird. Das heißt, das, was sich viele Deutsche wünschen, zum Beispiel Kriegsende und vielleicht auch energetische Probleme zu lösen, also Energieversorgung, das wird damit dann sicherlich kein Ende nehmen. Wenn Trump kommt, dann dürften die Karten neu gemischt werden. Aber wie, das könnten wir uns ja später noch überlegen.
Eli
Lass uns vielleicht damit mal einsteigen, um den Leuten eine Dimension dessen zu geben, was das jetzt nun oder warum das etwas auch für Deutschland bedeuten würde, wenn Trump oder Harris gewählt würde. In deinen eigenen Worten, lieber Uwe, warum glaubst du, hätte das Auswirkungen auf uns hier in good old Germany?
Uwe
Ja, also ich sage mal, zunächst einmal ist ja die gesamte US-Politik ja eher sowieso nationalistisch ausgerichtet, also zum Wohl der USA. Und das hat ja gerade Trump besonders verstärkt gemacht. Das hat er ja schon damals in seiner ersten Präsidentschaft gemacht. Und das bedeutet, dass er wahrscheinlich... um die USA zu stärken, die Handelsbeziehungen in Europa unter Beschuss stellen würde, zum Beispiel mit irgendwelchen Strafzöllen oder Handelsbarrieren. Dann geht es natürlich auch um die NATO- und Sicherheitspolitik, dass unter Umständen die USA dort mehr zurücknimmt und von den Europäern mehr Engagement erwartet, was wiederum bedeutet, dass auch Nationalstaaten wie Deutschland dann mehr einzuzahlen hätten. Und speziell für Deutschland gilt natürlich, dass Deutschland immer noch einer der größten Exporteure weltweit ist. Und in dem Moment, wo Handelsbeschränkungen gemacht werden, da werden wir als Deutsche dort besonders drunter leiden. Und genau so sind wir ja auch eben bisher völlig abhängig, was die NATO-Mitgliedschaft betrifft, von den Vorgaben aus den USA und befolgen die ja auch ständig willig. Das heißt, dort dürften wir ja mit erheblichen Mehrausgaben zu rechnen haben. Wenn Trump drankommt, ja. So, andererseits haben wir natürlich, weil er ja als Rechtspopulist gilt, wird das ein Signal für deutsche und europäische Rechtspopulisten sein, dass sie auf dem rechten Wege sind, sodass wir also unter Umständen auch mit verstärkten innenpolitischen Spannungen rechnen können.
Eli
Auch Kamala Harris ist ja kein unbeschriebenes Blatt. Hast du die ein bisschen unter die Lupe genommen? Könntest du dazu auch einen Kurzabriss geben?
Uwe
Naja, also bei Kamala Harris ist es ja eher so, dass sie in Wirklichkeit tatsächlich ein unbeschriebenes Blatt ist. Man fragt sich ja, wie sie überhaupt in diese Position als Vizepräsidentin gekommen ist. Sie scheint ja nach dem, was man zumindest auch in den letzten Wochen gesehen hat, nicht so die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Also sprich, wenn sie irgendetwas sagt, dann wirkt es so wie auswendig gelernt, es überhaupt rückte. So, und selbst bei einfachen Sachen kam sie ins Stottern. Und was mir besonders aufgefallen ist, dass sie in vielen Interviews, auch in vergangenen, kicherte wie so ein Teenager. Also sie scheint mental so ein bisschen zurückgeblieben zu sein. Das ist mein Eindruck. Also ich sage mal so ungefähr das Level wie bei unserer Bundesaußenministerin.
Gast
Ja, sehr gut.
Uwe
Die könnten nach meiner Meinung gut beim Kindermädchen Geburtstag zusammen um die Torte rumtanzen. Da würden sie sich wahrscheinlich nichts geben. Ja, in der Tat. So, und insofern ist für mich eins klar, dass Kamala Harris ist mit Sicherheit keine selbstständige, eigenständige Politikerin, die weiß, was sie will, sondern Kamala Harris ist für mich der Prototyp einer politischen Marionette, die von anderen gelenkt wird. So, bei Trump, der hat sicherlich auch seine, ich sag mal, Geldgeber, seine Interessengruppen, die ihn beeinflussen, aber er vermittelt auch klar und deutlich den Eindruck, dass er weiß, was er will und dass er dann eben versucht, das durchzusetzen in dem Rahmen, was ihm seine Möglichkeiten bieten. Während bei Kamala Harris habe ich den Eindruck, die weiß gar nicht, was sie will, außer dass sie gerne Open sein möchte und das toll findet.
Eli
Im Übrigen, also nicht, dass das relevant wäre, aber sie ist ja zum Beispiel auch nur 1,60 Meter groß und nicht 69. Sie stand neulich neben Big Mike, Michelle Obama, die ja natürlich eine Frau ist. Und die Michelle Obama, weil sie eine Frau ist, ist auch überdurchschnittlich groß, ich glaube 1,81 Meter oder was, und hat sie entsprechend sehr klein und alt aussehen lassen. Und ich sage das nicht von ungefähr, nicht weil ich jetzt irgendwelche Ressentiments führen möchte, sondern einfach, weil natürlich auch eine gewisse körperliche Statur Eindruck macht bei politischen Verhandlungen auf dem Niveau, wie sie das eben zu führen hätte, wenn sie tatsächlich das Schicksal der USA zu verantworten hätte. Also insofern wäre...
Uwe
Aber dazu gibt es aber einen Punkt zu sagen. Guck dir mal in Europa an, wie viele Staatspräsidenten kleine Wichtelmännchen von unter 1,70 Meter sind. Guck mal an den Franzosen. Die Franzosen haben, glaube ich, drei schon gehabt, die so klein waren, dass sie teilweise auf Bänkchen standen, damit sie beim Fotografieren nicht übergangen werden und dass sie überhaupt ans Mikrofon rankommen. Und ich habe das also immer wieder, gerade bei Männern, wenn die unterdurchschnittlich klein sind, ich sage mal mehr als 10 oder 15 Zentimeter von der Durchschnittsgröße abweichen, scheinen die, das ist jetzt meine Laien-Spekulation, scheinen die ein Minderwertigkeitskomplex zu haben, den sie dadurch ausgleichen wollen, dass sie sich in eine grobene politische Position bewegen, wo sie dann über den anderen herrschen und nach unten regieren können. Bei Frauen könnte es vielleicht auch so sein, aber das weiß ich nicht.
Gast
Ich habe schon gesagt, dass unser Favorit, wenn ich das so sagen kann, der funktionierende Präsident, Herr Biden, war. Ideologisch ist Putins Russland auf dem Weg in den Totalitarismus. Er wurde aus der Runde entfernt, aber er hat allen seinen Teilnehmern empfohlen, Harris zu unterstützen. Und wir werden auch so machen, wir werden sie unterstützen. Sie lacht so ausdrücklich und ausdrücklich, dass... Uwe, lass mich dir mal eine Frage stellen.
Eli
Ist die Frau behindert? Also mental? Ist die zurückgeblieben? Was glaubst du? Wir sind ja nur Laienpsychologen. Aber inkompetent ist sie ja sowieso. Aber glaubst du, sie ist behindert?
Uwe
Also sie hat auf jeden Fall ja mal ein Jurastudium geschafft und hat ja auch als Anwältin gearbeitet. Gut, nun weiß man nicht, wie gut sie in ihrem Job war, aber es ist ja doch immerhin eine akademische Ausbildung. Nichtsdestotrotz scheint sie mir irgendwie vielleicht doch gewisse Defizite zu haben, was man so erwartet von einer hochrangigen Staatsperson. Da möchte man noch Vertrauen haben und Seriosität und nicht irgendeine Kichererbse, die auf dem Teenie-Geburtstag hin und her tuschelt. Den Eindruck vermittelt sich auch hier in diesen Szenen, die du gezeigt hast. Die kann man noch nicht für voll nehmen.
Eli
Sind die Amerikaner, Uwe, bescheuert? Sind die überhaupt als Volk ernst zu nehmen oder sind das alles kranke Kinder? Du warst ja dort, du hast sie ja erlebt.
Uwe
Ja, ich habe sie erlebt, soweit man es als Tourist auf einer Touristentour erleben kann. Ich dachte mal, ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass sie alle bescheuert sind, aber sie sind sicherlich schon von einer anderen Mentalität als wir. Ich würde aber, um jetzt das Thema auf die Präsidentschaft wieder zurückzubringen, würde ich sagen, ja, guckt ihr doch mal die meisten Präsidenten seit dem Zweiten Weltkrieg an, die in den USA waren. Die allermeisten waren doch genauso wenig selbstständig denkende Persönlichkeiten und selbstständig Handelnde, sondern solche, die eben ins Amt gehievt wurden und teilweise auch nur vom Zettel abgelesen haben, zum Beispiel Ronald Reagan, ja. War auch ein Schauspieler. Auch ein Schauspieler, der wusste doch gar nichts. Der hatte noch nicht mal irgendwelches politisches Wissen. Das musste dem alles eingeflüstert werden. Sind da ein paar davon? Ja, sehen wir ein paar davon. Gut, Truman ist natürlich eine andere Geschichte. Die ganz Alten, da weiß ich nicht so genau, was die gemacht haben. Ford war ja Unternehmer. Lyndon B. Johnson war ja auch ein merkwürdiger Typus. Bei dem George Bush, dem Jüngeren, der war doch auch auf demselben Level, dass er eigentlich ein bisschen minder bemittelt war. Ja, genau. Und der Clinton hatte ja auch andere Interessen, als sich ernsthaft ums Präsidentenamt zu kümmern. Also insofern hat es doch gerade in Amerika eine besondere, schon lange Tradition, dass dort mindestens jeder zweite Präsident eigentlich völlig unfähig ist.
Eli
Gerade ein Land wie die USA muss ganz besondere, meiner Meinung nach, sollte ganz besondere Zugangsvoraussetzungen haben zu diesem höchsten Amt, weil die wäre dann Anführerin, die Kamala Harris, der noch angeblich stärksten Wirtschaftsnation und militärischen Nation der Welt. Und damit kommt halt eben eine sehr große Verantwortung. Also es ist nicht mal eben so, dass wir uns darüber unterhalten, dass natürlich Norwegen regiert werden kann von was auch immer, einem Fahrrad, wenn notwendig. In Norwegen steht halt nicht so viel auf dem Spiel. Aber wenn wir uns darüber unterhalten, dass das gefährlichste und eines der größten Länder dieser Welt regiert werden muss, und natürlich muss es das, glaube ich, sollte es zusätzliche Zugangsbeschränkungen geben, die verhindern, und zwar von vornherein, dass so etwas wie Kamala Harris überhaupt angeboten wird dem Wähler, was ich ja persönlich als Beleidigung empfinden würde. Wenn ich so eine Frau auf dem Wahlzettel stehen sehe, dann weiß ich, meine Partei, die mich da jetzt irgendwie vertritt oder was, nimmt mich nicht für voll. So eine Person hätte niemals auch nur in den Wahlkampf kommen müssen, geschweige denn jetzt wirklich zur Wahl stehen dürfen. Meine Meinung.
Uwe
Ja, das kann ich zustimmen, Eli. Denn es ist eben ein hochverantwortliches Amt. Da braucht man seriöse, ernsthaft und kompetente Leute. Und wenn wir dann eben sehen, dass die kaum, dass sie im Amt war, schon gleich am nächsten Tag 500 Millionen Dollar an Wahlkampfschmenden hat oder 100 Millionen, Also da sieht man, dass diese Demokratie dort in Amerika mit Demokratie nichts zu tun hat, sondern dass es hier darum geht, wer hat wie viel Geld in der Hinterhand und dann muss er wie in jedem normalen Geschäft, er muss seinen Geldgebern Rechnen schaffen. abliefern. Das heißt, er muss das tun, was die wollen. Und insofern kann man sich eigentlich die amerikanischen Präsidentschaftswahlen, vielleicht auch Gouverneurswahlen, im Grunde genommen sparen. Das ist ein Spiel, was die Reichen unter sich ausmachen. Und gegebenenfalls suchen sich irgendeinen Armen, der gerne gefördert werden möchte. Aber eigentlich sind alles nur Spielfiguren. Und das hat mit Demokratie nichts zu tun.
Eli
Man könnte ja, Uwe, ganz kurz, man könnte ja mit den Auszählungen einfach beginnen, wenn auch das letzte Wahllokal geschlossen hat.
Uwe
Das kann man deswegen nicht, weil das ja zwar eine Präsidentschaftswahl ist, aber es wird ja in den einzelnen Bundesstaaten gewählt und die haben ihre eigenen Wahlgesetze.
Eli
Ja, genau. Also anders gesagt, Amerika ist für den Arsch, die tun so demokratisch, aber in Wirklichkeit ist das schon eine Beeinflussung, eine Manipulation der restlichen 44 Staaten, die sich dann auch entlang dessen orientieren können, wie diese halt eben gewählt haben. Weil wenn die zum Beispiel hören, dass neun von zehn Leuten dort Kamala Harris gewählt haben, dann ist es zumindest wahrscheinlich, dass auch andere Schafe in den restlichen 44 Staaten genauso Kamala Harris ihre Stimme geben. Ist ja nicht ausgeschlossen zumindest diese Theorie.
Uwe
Ja, also es ist natürlich so, dass je nach Gegend die Bundesstaaten sowieso schon voreingestellt sind auf einen bestimmten Kandidaten. Das weiß ich. Also Kamala Harris ist meinetwegen stark jetzt in Kalifornien. Und das heißt, eigentlich kann die da gar nichts falsch machen. Sie wird eh gewählt. Und deswegen braucht sie in Kalifornien auch keinen Wahlkampf zu machen. Aber sie muss vielleicht da hingehen, wo sie eine Chance auf einen Wahlkampf hat. Und das macht Trump natürlich ganz genauso. Und nur bei diesen sogenannten sieben Swing States, bei diesen sieben Staaten, wo eben nicht von vornherein schon klar ist, wie es ausgeht, nur dort lohnt es sich überhaupt zusätzlich Wahlkampf zu machen. Und politische Beobachter in den USA, die sagen, ja, von den sieben Swing States ist aber nicht jeder gleich wichtig. Dann sind dann eben drei noch besonders wichtig. Und von diesen drei ist wieder einer noch besonders wichtig. Nach dem Motto, es kommt alles auf Pennsylvania an. Also wie auch man es sieht, ja, dieses System dort ist einerseits relativ komplex, ja, auch mit den Wahlmännern und mit den abgegebenen Stimmen und, und, und. Aber es sind eben auch 50 Bundesstaaten, das muss man nun mal sagen. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, ja, mit der Wahlmanipulation, die sind natürlich da, denn wir wissen ja schon von der letzten Wahl von vor vier Jahren, dass die veraltete Wahlautomaten haben und auch heute war schon, hatte ich in den Mainstream-Nachrichten irgendwo gesehen, mussten die Leute stundenlang anstehen, weil irgendwelche Wahlautomaten wieder ausgefallen waren. Das heißt also, nicht nur jetzt das System als solches ist vielleicht in die Jahre gekommen, sondern eben auch die Technik. Und da muss man sagen, Amerika gilt als das große Land der Technik. Aber ich habe ja in meinem Urlaub gesehen, das mag vielleicht für die IT-Branche gelten und für die Finanzbranche. Für viele andere Sachen gilt es aber nicht. Also wenn ich gucke, wie die Hotels ausgestattet sind, Und wenn ich gucke, wie manche Lokale ausgestattet sind, dann würde ich sagen, das ist jetzt für mich aber nicht oben drauf an erster Stelle, das ist eher bestenfalls Mittelfeld.
Eli
Insofern nein, natürlich sind nicht alle Amerikaner blöd, aber leider Gottes viel zu viele.
Uwe
Ja, aber ich stimme dir zu, Eli. Es ist der amerikanische Traum, eben vom Tellerwäscher zum Millionär, um jetzt mal eine andere Perspektive zu nehmen. Aber es müssen 100.000 Leute Tellerwäscher werden und nur einer wird Millionär. Das heißt also, im Grunde genommen ist es eine Illusion, Ja, wie wir bei uns in Deutschland ja auch haben. Viele junge Mädchen, Teenager wollen Model oder Sängerin oder ähnliches werden. Und wie viele werden es dann? Ja, so gut wie keine, nur ganz wenige. Und die Tatsache ist, dass eben gerade die USA durch ihre Fixierung auf das Kapital und auch auf das Militär erheblichen Einfluss ausüben konnten im Inland als auch international. Sprich, die Macht geht ja eigentlich eben von Washington aus, jetzt politisch und wirtschaftlich eben von der Ostküste und IT-mäßig von der Westküste. Aber es ist jetzt nicht so, dass in irgendwelchen einzelnen Counties oder so da irgendwer irgendwas zu melden hat. Sondern das, was Amerika groß macht, sind eigentlich ein paar Machtzentren. Und dort, wer ist denn in diesen Machtzentren? Da sind sehr reiche Leute und sehr mächtige Leute. Und nicht der durchschnittliche Bürger. Das heißt, da sind die Leute, die auch Präsidentschaftswahlkämpfer mit über 100 Millionen Dollar unterstützen können. Und da sind diejenigen, die tolle IT-Projekte machen und sagen, ich bin Milliardär und ich hätte gern. Aber der normale Bürger hat mit all dem eigentlich nichts zu tun. Und wenn man die Leute dann abzählt, dann sind das vielleicht ein paar Hundert oder ein paar Tausend. Aber Amerika hat, ich glaube, 240 Millionen Wahlberechtigte und 300 Millionen Bürger.
Eli
Richtig.
Uwe
Ja, also ich meine, hier ist ja jetzt, auch wenn man jetzt auf Deutschland guckt, wir haben ja seit Wochen im Grunde genommen eine Anti-Trump-Propaganda und Hetze und eine Pro-Harris-Hurra-Party. Also ich persönlich kann mir diese ganzen Tiraden im öffentlichen Fernsehen eigentlich schon gar nicht mehr angucken. Es ist derart primitiv, derart platt, dass ich denke, in der DDR waren sie noch freizügig mit ihren Nachrichten. Und bei weitem nicht so einseitig. Also das hat jetzt mit öffentlicher Meinungsbildung herzlich wenig zu tun. Aber warum erzähle ich das? Weil vor vielen Jahren, nämlich da hieß es doch mal, als der Obama zur Präsidentschaft stand, hieß die Propaganda eine negative. Nämlich wir haben Angst davor, dass sie viel schlechter wird, wenn der Trump dran kommt. Alle haben ihn dafür noch beklatscht. So und dann jetzt im heutigen, wo der Trump dämonisiert wird. Also wenn ich mir die deutsche Presse angucke, was sie ihn für Nazi halten und ich weiß nicht was alles. Und was hatte die Kamala Harris jetzt vor ein paar Tagen noch gesagt?
Eli
Sie hat ihn Hitler genannt. Sie hat ihn mit Hitler verglichen.
Uwe
Hitler genannt und und und. Also sprich, sie erzählt, sie wolle das Land vereinen, hat sie ja vorhin gesagt. Und dann schwingt sie solche Reden. Also ich bitte dich. Das heißt, die ist doch egal jetzt, ob sie Marionette ist oder nicht. Alleine das, was sie sagt, passt ja überhaupt gar nicht zu dem, was sie beansprucht. Sie beansprucht eine Einigung. Und redet aber eine völlig gewaltsame, harte Sprache. Und diffamiert ihren Gegner. Anstatt wie es vielleicht dem amerikanischen Sportgeist entsprechen würde, möge der Bessere gewinnen. Dieser Artikel verliert die Welt wirklich, wenn Trump gewinnt. Das ist zum Beispiel eine typische Propagandanachricht. Trump war schon vier Jahre Präsident. Wir wissen noch, was er gemacht hat. Wir wissen, was er von der Wirtschaftspolitik gemacht hat. Wir wissen, was er von der Außenpolitik gemacht hat. Was er von der Handlungspolitik gemacht hat. Und, und, und. Ja, so dass er jetzt acht Jahre später oder vier Jahre später jetzt ein bisschen anderes Programm haben wird, ist klar. Aber man kann doch nicht im Ernst sagen, dass er jetzt der Teufel in Person ist oder der Sohn von Adolf Hitler oder so, wenn er doch schon vier Jahre regiert hat, wenn er doch so böse gewesen wäre, wie man es ihm heute andichtet. Warum war er dann damals noch nicht so böse oder? Na ja, dann sagen wir es mal andersherum. Also die Frage war, die wir kurz vorher besprochen hatten, jetzt für unsere Zuschauer, wie wir beiden die Wahlchancen dort einschätzen. Und da sagte ich, na ja, also nach dem, was man bisher allgemein hört, soll es ja knapp werden. Und Eli meinte, ja, aber es gibt eben auch die andere Seite, die behauptet, dass Trump einen großen Vorsprung hätte. Und da habe ich gesagt, ja, das kann man, das sind jetzt eben beide Spekulationen. Und ich möchte jetzt zu diesem Punkt der Spekulation mal zwei Sätze sagen. Wenn also auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch beide Parteien gleich auf zu sein scheinen, wenn wir uns jetzt die verschiedenen Medienmeldungen angucken, dann ist doch das einerseits vielleicht wahr, das nehmen wir mal an, aber die Voraussetzungen waren doch eigentlich andere. Denn der Wahlkampfetat für die Kamala Harris war ja, ich glaube, fünf oder sechs Mal so hoch wie das, was der Trump hatte. Das heißt also, mit viel weniger Propagandaaufwand hat er dann quasi mindestens schon mal das Gleiche geschafft wie die Kamala Harris. Und das deutet darauf hin, dass womöglich er tatsächlich stärker ist und die Kamala Harris nur aufgrund der Propaganda stark ist, sprich stark geschrieben, stark gefilmt wurde. Und insofern könnte es ja wohl sein, dass dieser Gleichstand in Wirklichkeit nur ein oberflächlicher Gleichstand ist und in Wirklichkeit tatsächlich ein viel größerer Unterschied da ist. Aber das werden wir dann ja erst sehen, wenn die Wahlergebnisse ausgezählt sind und wenn sie dann auch korrekt sind.
Eli
Glaubst du, es könnte einen Erdrutschsieg geben?
Uwe
Ja, deswegen sage ich ja, wenn in der Gleichstellung nur aufgrund der Propaganda erzielt ist, und die Propaganda ist aber erstmal nur eine oberflächliche Medienmeinungsverteilung, das heißt nicht, dass die Wähler tatsächlich auch so wählen. Denn auch die amerikanischen Bürger, selbst wenn sie, um mit deinen Worten zu reden, Idioten sind, So geht es doch für sie um ihr persönliches Leben und haben ihre eigenen nützlichen Interessen. Und ob die alle wirklich so idiotisch sind und nicht merken, was Propaganda ist, wage ich mal zu bezweifeln. Also insofern denke ich, man sollte einen Erdschutzsieg nicht ausschließen. So, wir haben es ja in Brasilien gesehen. war ja quasi bis kurz vor Schluss, hat der erste eine Kandidat, der war im Vorteil und dann auf einmal zack, zack, innerhalb von zwei Stunden wendete sich das Blatt und dann war der andere Kandidat. Das heißt also, solche Bewegungen können durchaus sein, obwohl das bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, glaube ich, bisher noch nicht gewesen ist. Da waren eigentlich schon quasi im Moment, wo die Wahllokale alle geschlossen haben und die ersten Hochrechnungen kamen, waren die Ergebnisse, glaube ich, traditionell immer schon sehr gut. Also gut, dass du diese historische Tabelle oder Liste da mal einbesprochen hast, denn man kann daraus ja sehr schön sehen, dass im Grunde genommen diese Aufstellung von Kamala Harris ja eine Notlösung war, weil eben Biden quasi nicht mehr tragbar war. So, aber Biden war ja schon länger Zeit nicht mehr tragbar. Ja, die meisten, ich glaube über die Hälfte der Bevölkerung hielt ihn schon nicht mehr für regierungsfähig. Ich habe da im Frühjahr auch schon mal ein Video auf meinem Kanal zu gemacht, ja, dass die Leute ihn gar nicht haben wollten. So, aber die Regierung selber, also sprich jetzt alles, was rund um den Präsidenten ist, die wollten ihn unbedingt halten, ja. Und trotzdem ging das nicht mehr. Und jetzt hat man dann auf die Schnelle die Kamala Harris geholt, weil man keinen besseren hatte. Was bedeutet das jetzt aus Sicht der Wähler, der amerikanischen Wähler? Es gab keinen, der so stark war, dass er sich im Vorwege quasi die Beliebtheit des Volkes schon irgendwie hätte auf die Schultern packen können. War nicht der Fall, sondern man musste quasi jetzt auf die Schnelle irgendjemanden nehmen, weil keiner der qualifizierten Kandidaten zur Verfügung stand. Sprich, die hatten gar keinen. Und deswegen konnte man eben diese schwache Person nur noch mit der Propagandamaschine nach vorne schieben, jetzt in der medialen Aufmerksamkeit. Und da die ja... eben unbekannt war quasi für den Bürger, auch wenn sie Vizepräsidentin war und keinerlei eigene Leistung hat, gab es ja keinen Grund, ihr zu vertrauen. Das heißt, sie konnte ja gar nicht mit einem positiven Persönlichkeitsprofil arbeiten und auch nicht mit irgendeinem Leistungsprofil nach dem Motto, das und das habe ich schon geschafft. Das einzige Argument, was sie liefern kann, ist, dass sie das Volk davor schützt, dass Trump Präsident wird. Das heißt, mit der Dämonisierung des Herausforderers nur damit oder des Gegenkandidaten, nur damit kann sie ihren Wahlkampf führen. Für alles andere fehlen hier schlichtweg die Argumente. Da gibt es gar nichts. Genau das haben wir ja in Deutschland jetzt bei den letzten Wahlen auch gesehen. Hauptsache gegen die AfD. Wir selber haben zwar ein Programm, aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass auf keinen Fall die AfD irgendeinen Blumenpott gewinnt. Das sind für mich also antidemokratische Denkweisen, alleine sich schon so zu verhalten. Sollte nach meiner Meinung bei Politikern unter Strafe gestellt sein, weil das nach meiner Ansicht undemokratisch, nicht undemokratisch, das ist antidemokratisch. Es ist noch nicht einmal, dass man die Demokratie nicht gut findet, es ist gegen die demokratischen Prinzipien. Eine Demokratie ist Gespräch und Diskussion und nicht Verachtung und Ausgrenzung. Wer das macht, verhält sich antidemokratisch und der ist eigentlich ein Verfassungsfeind. Und in den USA ist es doch ganz genauso. In den USA Da haben sie die Redefreiheit, da haben sie noch viele andere Freiheiten, die sind ja in vielen Dingen viel freier als wir. Und dann reden aber die Präsidentschaftskandidaten jeweils über den anderen so, als ob er gar kein Mensch wäre. Also das geht anders.
Eli
The winner takes it all. Dieses Prinzip. Das ist ja gegen die Prinzipien einer Demokratie, weil das bedeutet, dass die Stimmen von bis zu drei Millionen Amerikanern bei Hillary Clinton offensichtlich komplett für die Tonne sind. Ich meine, wie muss man sich da fühlen, wenn man so übergangen wird?
Uwe
Das weiß ich nicht, wie man sich da fühlt, aber es ist historisch, als man ganz am Anfang zurückgeht, als sie das Wahlsystem eingeführt haben, wer es eingeführt hat. Es waren ja alles nur reiche Leute, die das gemacht haben und die haben es gemacht, um eben, ich sag mal, den... dem Widerstand dem Volk zu begegnen. Es waren damals schon Macht- und Geldbündelungen bei den Reichen und bei den Gouverneuren sozusagen. Man musste jetzt um dem Volk ein bisschen Genüge tun und hat dann eben etwas erfunden, was quasi den Eindruck erweckt, als ob das Volk mitbestimmen kann. Also insofern, es ist eigentlich von Anfang an nie konzipiert gewesen als ein Wahlsystem für das Volk. Es ist ein Wahlsystem, wo die Privilegierten, die Eliten es unter sich ausmachen, aber dem Volk den Eindruck vermitteln, als ob sie da was zu bestimmen hätten.
Eli
Ja, schon allein dieses Prinzip, ja, dieser Wahlmänner, das bedeutet ja auch, okay, deine individuelle Stimme, du Amerikaner, ja, Lieschen Müller, bist nichts wert, sondern stattdessen du wählst jemanden, der mündig ist, der an deiner Stadt, im Übrigen, das ist ja das Geilste, das haben die noch gar nicht gesagt in dem Beitrag, ja, der an deiner Stadt entscheidet, Und zwar nach seinem freien Gewissen. Der ist nicht verpflichtet, wen er denn wählen soll. Das bedeutet, es kann durchaus sein, dass du jetzt deinen Vertreter wählst, der dann heißt, was weiß ich nicht, Max Mustermann, und ihn mit auf den Weg gibst. Eigentlich, wenn ich wählen könnte selber, ich, Lieschen Müller, ich würde republikanisch wählen. Aber der Vertreter, den du gewählt hast, Max Mustermann, der dann das Mandat bekommt, für dich nach Washington zu reisen, um dort halt im Prinzip seinen County, also seinen Bezirk zu repräsentieren, Der muss nicht unbedingt, selbst wenn 100% der Leute, die ihn gewählt haben, wenn die sagen, wir sind eigentlich alle Republikaner, dann muss dieser Max Mustermann, wenn er in Washington angekommen ist, er muss nicht seine Stimme für einen Republikaner abgeben. Er kann sagen, meine freie Gewissensentscheidung ist, dass ich jetzt trotz dessen, dass ich eigentlich Volksvertreter sein sollte, einen Demokraten wähle, Und dann kommt eben raus, dass nicht einfach nur die Stimme dieser Leute übergangen ist durch das Winner-Takes-All-Prinzip, sondern dass die Wahlmänner, das kommt selten vor, aber nichtsdestotrotz eigentlich das Recht haben, gegen das Mandat zu entscheiden, das ihnen, sag ich mal, übertragen wird. Das ist ja unfassbar, oder? Ich glaube, keine einzige der Wahlen, die es jemals in Amerika gegeben hat, kann man wirklich mit Fug und Recht demokratisch im Sinne der alten Griechen bezeichnen. Sondern das ist alles eine Abwandlung.
Uwe
Ganz im Gegenteil, die haben ja, diejenigen, die damals die Demokratie in Amerika installiert haben, waren ja Gegner der griechischen Demokratien. Weil die griechischen Demokratien galten, also Demokratie galt ja, ich glaube, fast 1500 Jahre oder 2000 Jahre als ein Schimpfwort. Demokratie ist die Herrschaft des Pöbels. Keiner hat das je gewollt. Selbst die alten Griechen haben es eigentlich nicht gewollt, weil sie gesagt haben, das ist Käse. Es gibt bessere Regierungssysteme als die Demokratie. Und erst, ich glaube, im Zuge der Bewusstseinsbildung in Europa, die dann da hieß Aufklärung, so erst da hat man das wieder aus der Schublade hervorgeholt. Wo es eben darum ging, die Macht der Königshäuser, der Monarchen zu brechen. Und dann hat man eben die Herrschaft des Volkes stilisiert. Und heutzutage glauben wir, dass es das Beste aller Regierungssysteme ist. Und wir machen uns überhaupt gar keine Gedanken, dass also die meiste Zeit der menschlichen Geschichte, seitdem es die Demokratieerfindung in den alten Griechenland gab, die verachtet wurde.
Eli
Es ist wirklich die Wahl des geringeren Übels. Es ist unfassbar, aber eine Sache ist konstant, Amerikaner sind Idioten. Muss man einfach so unmissverständlich im Raum stehen lassen.
Uwe
Auf jeden Fall sind sie ja alle stolz. Ungefähr ein Drittel meint ja, dass sie aus Deutschland abstammen. Sie sind ja mal ganz froh, wenn sie irgendjemanden treffen, der Deutscher ist. Dann sagen sie, ja, ich kenne meinen Vater, meinen Onkel, meinen Großvater, kommen auch da und daher, können zwar keinen Satz Deutsch sagen, aber fühlen sich dann ein bisschen wie Deutsche. Und vor allen Dingen, Sie sind ja alle damals in die USA ausgewandert und hatten ja nichts. Ich sage mal, das waren entweder arme Leute, die Wirtschaftsflüchtlinge sozusagen waren oder die goldgierig waren und bei den Goldgräberrauschzeiten mitmischen wollten oder es waren einfach nur Kriminelle. die ja ihr neues Glück machen wollten. Also und die Folge davon ist, dass die ja alles zurückgelassen haben, ja, und im Grunde genommen haben sich dann ja verschiedene europäische Völker miteinander vermischt und dementsprechend versuchen die natürlich irgendwo ihre, ja ich sag mal, ihre nicht eigenständig entwickelte Kultur dann irgendwie nachzuahmen. Und ich weiß noch, als ich vor ein paar Jahren dann in Los Angeles war. Und ich habe mir da die Prachtstraßen angeguckt, wo die Leute da wohnten bzw. wo die tollen Geschäfte sind. Und dann sind meine Frau und ich da lang gefahren. Ich habe mir gesagt, was ist daran jetzt so prächtig? Da brauche ich bloß bei uns in Hamburg in ein großes Einkaufszentrum zu gehen. Da haben wir genau dieselben Geschäfte dort. Da muss ich nicht nach Los Angeles fahren. Oder in irgendwelchen Luxusvillen vor Ort, 50 Kilometer von L.A. entfernt, wo dann reiche Leute wohnen. Und warum ist das so ein Luxus? Nicht, weil die Grundstücke so schön sind, das natürlich auch, sondern weil man dort vernünftig essen gehen kann. Da gibt es einen Italiener, da gibt es einen Spanier, da gibt es einen Koreaner. Ja, das finden die gut. Das heißt, ich habe jetzt auf meinen zwei letzten Reisen in den USA festgestellt, das amerikanische Kochbuch ist eines der dünnsten Bücher der Welt. Sprich, die haben nicht viel, was sie dort anzubieten haben. Was sie gut können, sind Rippchen, also Spare Ribs. Die können natürlich auch Burger und die können Steaks. Und das war es dann aber eigentlich auch schon. Ja, vielleicht können sie noch Cola und Fanta, ja, und damit ist dann deren Küche eigentlich auch beendet. So, ich weiß, als ich auf der vorletzten Reise war, da hatten in einem Hotel hieß es, wir machen spanischen Abend, ne, mexikanischen Abend. Was war dann? Da stellten sie eine Schale auf mit irgendwie mexikanischen Zutaten und ansonsten war alles andere ganz normal amerikanisch. So, wenn du dir dann die Esskultur anguckst, dann hast du selbst den hochwertigen Hotels, hast du Pappteller, also wenn die jetzt nicht ausdrücklich 4- oder 5-Sterne-Hotels sind, hast du Pappteller und Plastikgabel und Plastiklöffel und Plastik sonst nicht was. Die Becher, die... Pappbecher sind einzeln in Folie eingepackt, also einzeln, nicht ein Stapel. Und das hat mich bei meiner vorletzten Reise mal verwundert. Und diesmal habe ich mal erkundet, wie das da ist. Und das liegt daran, dass Mittelklasse Hotels ja, wenn die ein vernünftiges Essen anbieten wollen, müssen sie eine Küchen Lizenz haben. Und wenn sie eine Küchen Lizenz haben, dann kostet das viel Geld und dann werden sie kontrolliert. So, und dann müssen sie auch einen Geschirrspüler haben. Und in dem Moment, wo sich diese Kosten sparen wollen und die behördliche Überwachung, dürfen die eben keine richtigen Küchengerichte anbieten, sondern nur irgendwelche Buffets. Und da sie ja dann keinen Geschirrspüler haben dürfen, Deswegen gibt es dann nur Pappteller und Pappbecher und Plastikgeschirr. Das muss man sich mal vorstellen. So ist deren Bürokratie und so essen die und leben die da. Und wenn du dann aber irgendwo hingehst und sagst, ich will jetzt hier einen Burger kaufen, dann kriegst du deine Cola oder deine Fanta dabei. Die kannst du unter Umständen unbegrenzt trinken. Das heißt, du kannst dich da mit irgendwelchen Mit irgendwelchen kohlehydratigen, ungesunden Getränken kannst du dich da totsaufen, aber vernünftige Essenskultur haben sie nicht. Ja, das ist die Macht des Geldes, Eli. Das hatten wir schon früher öfter mal gesprochen, dass es mit dem Bretton-Woods-System, also quasi nach dem Zweiten Weltkrieg, wo die Amerikaner dann eben die Weltwährungshoheit gewinnen konnten, sie dadurch eben beliebig viel Geld quasi produzieren können über die Zentralbank. Und wenn im Inland kein Nachfragebedarf dafür ist, ist das Geld sozusagen über. Und dann kann man sich woanders was Schönes kaufen. Es wäre im Kleinen quasi so, wenn ich zu Hause so eine kleine Gelddruckmaschine hätte, Ja, und ich würde mir jeden Tag 1000 Euro drucken, dann würde ich wahrscheinlich erstmal gar nicht so schnell, ja, es würde relativ schnell meine normalen Lebensbedürfnisse erfüllt bekommen und dann fange ich an zu sparen. Sag ich, jetzt kaufe ich mir mal ein Auto für 100.000 Euro, brauche ich ja bloß 100 Tage für Geld zu drucken. Und dann muss ich nochmal zwei Jahre drucken, dann kaufe ich mir ein schönes Haus und und und. Und damit das im Inland aber nicht auffällt, kaufe ich mir das Haus nicht im Inland und auch nicht das Auto im Inland, sondern ich kaufe es mir im Ausland. Ich mache ein armes Ausland, am besten da, wo die Währungsverhältnisse noch viel schwächer sind und kriege dann noch das 2, 3, 4, 5, 10-fache an Gegenwert für mein inflationiertes, künstlich geschaffenes Geld. Und genau das haben im Grunde genommen die Amerikaner, gemacht, dass sie die Welt aufgekauft haben mit ihrem wertlosen Geld.
Eli
Mit Geld, das sie nicht haben, Uwe. Es ist nicht so, als wenn die den Kapitalismus neu erfunden hätten und so viel besser seien als wir, die wir hier in Europa Kapitalismus spielen. Die werden jedes neue Jahr zehnmal pleite gegangen. Nicht, dass es in Europa so viel besser ist. Wir sind auch verschuldet in Deutschland. Aber so verschuldet wie die USA ist niemand.
Uwe
Ja, die Tabelle ist wirklich sehr schön, weil wenn man das jetzt mit anderen Staatsschulden vergleicht, ist es tatsächlich so, dass Amerika das ärmste Land der Welt ist. Aber wie es oftmals ist, die Dümmsten haben die größte Klappe und die Ärmsten haben manchmal die größten Ansprüche. Und wir wollen dann anderen erzählen, wo es lang geht. Und genau das tun sie auch. Denn wenn man sich mit viel Schulden auch noch viel Waffen kaufen kann, und auch viele Politiker und Leute unter Druck setzen kann, dann kann man politischen und militärischen und wirtschaftlichen Einfluss ausüben und plötzlich gilt man als wer. Aber genau so arbeiten auch alle Mafia-Strukturen, die sich ihr Geld irgendwo zusammenrauben und dann erklären, dass sie groß und mächtig sind und andere Leute bedrohen und sie zwingen, nach ihrer Pfeife zu tanzen. Also insofern ist dieses Amerika... basiert nur in seiner Kernwurzel auf dem Geldprinzip. Es basiert auf der Illusion der Geldgier, dass Geld gut ist. Und natürlich ist Geld gut. Ohne Geld kann ein soziales Wesen nicht existieren. Eine Gemeinschaft muss einen Güteraustausch haben. Es muss einen Wertausgleich geben. Es muss die Möglichkeit geben, unterschiedliche Güter und Dienstleistungen miteinander zu vergleichen. Dafür ist das Geld alles gut. Aber dafür muss es dann auch eben der entsprechende Fluss sein. In dem Moment, wo aber dann an bestimmten Stellschrauben so rumgedreht wird, dass einige Leute übermäßig viel davon haben, dann auf einmal haben sie das Bedürfnis, mit diesem Geld, ich sage mal in Anführungsstrichen, kreativ tätig zu werden. Sprich, wenn man möchte, eben die Welt regieren. So, und das hast du ja ganz schön mal in dem Video dargestellt, was ja auch völlig korrekt ist.
Eli
Aber ich würde mir auch, wenn ich das nicht wüsste, würde ich mir verarscht vorkommen. Dann frage ich mich, wofür haben wir dann jetzt die letzten 30 Jahre in die NATO 2% unseres Bruttoinlandsprodukts einbezahlt, jedes einzelne Jahr, wenn offensichtlich ein anderes Land, das weder in der EU ist, noch in der NATO ist, nicht einfach nur von der NATO, sondern von allen anderen Wertewestenländern, die nicht in der NATO sind, ebenfalls unterstützt wird. Und zwar nicht zu knapp. Das sind doch Mafiosi-Methoden.
Uwe
Ja, aber die Mafiosi-Methode fängt ja schon mit dem Begriff Wertewesten an, Eli. Es hat ja schon mancher einen ausländischen Staatsmann gegeben, der gesagt hat, leg mir doch mal eure Werteliste vor. Wo steht denn die eigentlich? Wenn ihr sagt, ihr seid der Wertewesten, dann gebt mir doch mal euer Buch, in dem das niedergeschrieben steht, was eure Werte sind und wie die anzuwenden sind. So etwas gibt es nicht. Was wir haben, ist nur eine völlig hohle Propagandaspruchblase, wir sind der Wertewesten. Und die Interpretation, was darunter zu verstehen ist, diese Hoheit liegt alleine bei den USA und bei Europa in Brüssel. Und alle anderen haben dann zu kuschen. Also wenn wir jetzt zum Beispiel nur in Europa gucken, da gibt es so ein paar abtrünnige Länder, was weiß ich, wie eben hier Ungarn. Und was ist das? Slowakei. die nicht so ganz auf der Spur sind. Dann wird ernsthaft darüber geredet in Brüssel, dass man diese Länder vielleicht am besten ausschließt, nur weil sie eine andere Meinung haben. Oder dass man denen ihre Guthaben oder Zinszahlungen nicht zurückzahlt oder so. All solche Sachen. Das heißt, das sind doch regelrechte Methoden, die ich eigentlich nur aus Krimis kenne, eben Mafia-Methoden, Die haben noch mit einer gerechten und sozialen und demokratischen politischen Denkweise rein gar nichts zu tun.
Eli
Selbst wenn nicht mehr in die Verteidigung investiert wird, drohe ein wirtschaftlicher Niedergang. Wer will dann noch in einem solchen Umfeld investieren? Uwe, hast du einen Niedergang, einen wirtschaftlichen erlebt in den vier Jahren, als Trump vor acht Jahren Präsident war? Oder kam der Niedergang für Deutschland mehr unter den Demokraten mit Joe Biden? Wie siehst du das?
Uwe
Naja, also ich denke mal, in Amerika hatte der Trump ja doch dafür gesorgt, dass die Konjunktur wieder besser annimmt. Er hat ja einige wirtschaftliche Veränderungen gemacht. Er hatte unter anderem auch die, was ja für die Amerikaner so eine kritische Sache ist, dieses Obamacare zurückgefahren, also diese Krankenversicherungsgeschichte. Er hat eben Steuerlasten reduziert in bestimmten Bereichen. Also insgesamt war das wirtschaftlich für die USA ganz gut. In Deutschland zu dem Zeitpunkt waren wir nicht irgendwie in einer Krise, aber in den letzten vier Jahren sieht das doch deutlich anders aus. Insbesondere in den letzten drei Jahren, wo Deutschland sich extrem stark nach dem Willen der USA ausrichtet. Man hat ja manchmal den Eindruck, Als wenn ein deutscher Spitzenpolitiker nach USA geht oder sich mit einem amerikanischen Spitzenpolitiker trifft, als ob er sich dort seine Anweisungen abholt. Der Eindruck ist für mich so markant, dass ich nicht mehr daran glauben kann, dass unsere Spitzenpolitiker noch autark arbeiten. Für mich sind die allesamt in der Regierung reine Marionetten. Egal was die sagen, die sagen nichts, was nicht entweder den Interessen der USA entspricht oder aber was ihrem eigenen Machterhalt entspricht. Das sind die zwei Positionen. Und alles andere ist für die völlig egal. Die haben das Volksinteresse jedenfalls nicht in ihrem Sinne. Ja, also auf jeden Fall mag man den Amerikanern denken, wie man will, über ihre Kulturlosigkeit. Was sie aber doch als Stärke haben gegenüber uns Deutschen, ist, dass sie ein Nationalbewusstsein haben. Also egal wie zerstritten sie sind, sie sind doch alle Amerikaner. Sie singen alle die Nationalhymne. Und als ich jetzt in den Südstaaten war, da war ich unter anderem beim Country-Western-Abend. Da haben dann nachher die Einheimischen zu irgendwelchen Country-Balladen dann mitgesingen nach dem Motto, wie toll Amerika ist. So was könnte man sich in Deutschland gar nicht vorstellen. In Amerika sind die Leute stolz auf ihr Land. Die rennen mit Fähnchen rum. I'm American. God bless the United States. Das machen die. Während bei uns gibt es Politiker, die reißen anderen Politikern die Deutschlandfahnen aus der Hand. Hat unsere Kanzlerin Merkel mal gemacht auf der Bühne. Es gibt Politiker, die reißen bei Tagungen die religiösen Symbole von der Wand und, und, und. Das heißt, wir haben ja in Deutschland eine Kultur von Politikern, die überhaupt gar keine Nationalbewusstsein mehr haben, die alles, was national ist, grundsätzlich als rechtsradikal und nazistisch betrachten. So, genau die Szene meine ich. Also guck dir das mal an. So, da sind die auf einer Veranstaltung. Jemand hat eine Deutschlandfahne und die Merkel rennt hin und nimmt ihm die Fahne weg. Genau. Das ist die Bundeskanzlerin gewesen. Ja, die höchste exekutive Politikerin in Deutschland. Also zu dem Zeitpunkt hätte doch jeder sagen müssen, hoppla, die Frau, die gehört aus dem Amt gejagt. Die kann doch nicht das höchste deutsche Symbol, die Fahne, quasi für unwürdig halten.
Eli
Ja, und im Übrigen standen da ja auch andere Kandidaten mit am Start, ja, wenn wir uns das Video hier mal angucken, liebe Freunde, das kommt um 5.42 Uhr im Morgenmagazin, man belächelt das so ein bisschen, ja, dass man nach irgendeinem Sieg, keine Ahnung, was sie da eingefahren hat, ja, offensichtlich sich mal traut, die Deutschlandfahne zu zeigen und er hat sie noch nicht einmal geschwungen. Noch nicht einmal geschwungen und übrigens, ja, Newsflash, Frau Merkel, da hätten Sie vielleicht einen besseren Job machen sollen, wie auch während Ihrer 16 Jahre. Gucken Sie mal, alle Fahnen haben Sie nicht erwischt. Ein mutiger Patriot aus CDU-Reihen, der hat im Hintergrund trotzdem die Deutschlandfahne geschwenkt. Aber Sie haben Ihrem eigenen Parteikollegen, nicht irgendeinem bösen Rechtsradikalen, einem CDUler, wer auch immer dieser Typ da gewesen sein mag. Sofort, noch bevor er sie auch nur schwingen konnte, die Fahne aus der Hand gerissen. Das Worst-Case-Szenario, also von schlimm über schlimmer hin zu Worst-Case, und das ist Kamala Harris, Unternehmen wandern ab, deutsche Arbeitsplätze geraten unter Druck. Aber, ganz im Kleingedruckten, Ökonom Krah erwartet unter Harris geringere Defizite, weniger Inflation und niedrigere Zinsen. Positiv für Hypotheken. Also im Sinne von, es wird alles... Genauso schlimm, nur nicht ganz so schnell. Gerade zu Bild, ein Handelskrieg bleibt uns mit Harris erspart. Kannst du diese Kommentatoren überhaupt noch ernst nehmen, lieber Uwe? Das ist eine rhetorische Frage.
Uwe
Nein, die kann man natürlich nicht ernst nehmen, weil es einfach schlichtweg ja Blödsinn ist, was er schreibt. Wenn wir das von ihr dasselbe zu erwarten haben wie von Trump, dann ist es völlig wurscht. Und dann braucht man schon gar nicht so eine Propagandamaschine laufen zu lassen. Es ist ja eh absurd. Ich erinnere mich noch, als Kamala Harris gerade nominiert worden war und dann schon drei Tage später einen Riesenpott an Wahlkampfgeldern hatte, da lief bei uns hier sofort die Maschine heiß. Die Werbemaschine.
Eli
Guck mal, Uwe, was die schreiben. Guck mal, was die schreiben. Nachdem sie uns gesagt haben, mit Kamala Harris kommt genau dasselbe. Gibt es aber keine Headline, in der sie sagen, mit Kamala Harris kommt genau dasselbe. Stattdessen schreiben sie 150.000 Jobs in Deutschland bedroht, wenn Trump gewinnt. Das ist doch scheinheilig.
Uwe
Scheinheilig. Natürlich ist es scheinheilig. Es ist ja auch ganz witzig, dass wir Deutschen, also ich hatte dann, es gab ja so in einigen Zeitschriften, gab es dann so Umfragen unter den Wählern nach dem Motto, was die Wähler glauben, nachdem sie dann so 14 Tage lang bombardiert wurden mit Anti-Trump und Pro-Harris-Werbung. Was sie glauben, wer gewinnt. Und dann war es dann so, dass es dann hieß, die meisten glauben, dass Kamala Harris gewinnt. Das ist so eine typische Geschichte. Das heißt, als ob es hier in Deutschland von irgendeiner Bedeutung wäre, was irgendein Deutscher denkt, wer in Amerika gewinnt. Ja.
Eli
72 Prozent der Leute haben vor zwei Wochen noch gesagt, Kamala Harris würde gewinnen. 72 Prozent. Halt dir vor Augen, Uwe, die unbekanntere Polit-Newcomerin, die man bis August in Deutschland nicht mal kannte, als Name. Das ist ja unfassbar.
Uwe
Ja, und da siehst du eben, dass der Deutsche, also du sagst, die Amerikaner sind Idioten. Dann würde ich sagen, die Deutschen sind aber voll Idioten. Ja. Denn so blöd kann man doch echt nicht sein. Also ich meine, wir hatten es schon bei den anderen Präsidentschaftswahlen in den letzten Jahrzehnten, dass in Deutschland zunehmend immer mehr Hype gemacht wurde. Weil in Amerika gewählt wurde. Aber der Präsident wird nicht von Deutschen gewählt, er wird von Amerikanern gewählt. Wir müssen nicht darüber abstimmen, ob wir für oder gegen den einen oder anderen Kandidaten. Unsere Meinung ist völlig unmaßgeblich. Das heißt, diese ganze Show, die da gemacht wird hier von unseren Medien, die ist ja sowas von gruselig. Dass man sich die Frage stellen muss, warum machen die das jetzt mal abgesehen vom Geldverdienen? Was ist der Zweck von solchen Maschinen, die einem Volk, was überhaupt gar nicht an der Wahl beteiligt ist, den Eindruck erweckt, als ob sie quasi jetzt entscheiden müssten, wer gewinnt. Und
Eli
Demokratiesimulation, das wird fortgeführt. Nicht nur sind wir also offensichtlich beteiligt daran, wer in Deutschland unsere Geschicke leitet, sondern die Deutschen dürfen qua Meinungsabgabe offiziell sich so fühlen, als hätten sie mitentschieden, wer in Amerika die Demokratiesimulation für die Amerikaner fortführt. Ich habe das Gefühl, das ist so dieses Köcheln auf kleiner Flamme.
Uwe
Ich glaube, das ist sogar ganz konkret. Das ist nicht nur rein theoretisch. War das nicht jetzt in der letzten Woche, wo irgendwie eine Einheit von der SPD oder von den Grünen sich aktiv in den Wahlkampf dort einmischen wollte in den USA? Hier geht es darum, dass auf einmal zwar nicht deutsche Politiker, sondern Europa-Grüne, Die wollen also, dass eine bestimmte Person im Wahlkampf in den USA möchte bitte sich aus dem Wahlkampf raushalten.
Eli
Moment, Moment, Moment. Präsidentschaftskandidatin der Schwesterpartei. Europas Grüne fordern Rückzug einer Amerikanerin Jill Stein im US-Wahlkampf. Europas Grüne fordern einen Rückzug von Jill Stein? Haben den Arsch offen. Das ist genau das, was die vorgeworfen haben, Donald Trump, dass der sich von einer fremdländischen Macht vorschreiben lässt, wie er zu regieren hat, indem er angeblich irgendeine Kollusion mit Russia hat. Dass denen die Russen da irgendwie sagen, was der zu tun hat. Und hier kommen die Grünen von Europa, um zu sagen, eine US-amerikanische Bürgerin und gewählte Volksvertreterin soll sich zurückziehen? Wie heuchlerisch kann es doch werden? Uwe, erzähl du weiter, mir platzt gerade der Arsch.
Uwe
Ja, da kann man nicht viel erzählen. Das ist im Grunde genommen ja die Hauptschlagzeile. Die Details sind gar nicht so maßgeblich. Nur alleine das Ansinnen, dass wir in Europa, in dem Fall jetzt die grüne Fraktion im Europaparlament, dass die der Meinung sind, dass sie irgendetwas mitzureden hätten von dem, was da in Amerika passiert. Also so eine Selbstüberschätzung, so eine Grenzüberschreitung, das ist wirklich gruselig, aber typisch eigentlich für die heutigen Politiker.
Eli
Im Kopf-an-Kopf-Rennen in den USA könnten Drittparteien entscheidende Wählerstimmen bilden. Die europäischen Grünen wenden sich daher mit einer ungewöhnlichen, keine Bitte, eine Forderung, Uwe, eine Forderung. Die wenden sich mit einer ungewöhnlichen Forderung an die grüne US-Präsidentschaftskandidatin. Insgesamt wurden von beiden Kampagnen 15,9 Milliarden Dollar gewählt. 14,55 Milliarden Euro aufgewendet, wie die gemeinnützige Organisation Open Secrets am Dienstag mitteilte. Die Ausgaben, die auch die gleichzeitig stattfindenden Kongresswahl einschließend übertreffen, die 15,1 Milliarden von 2020 gegenüber 2016 als nur 6,5 Milliarden ausgegeben wurden und gegenüber also 2016 hat sich der Betrag mehr als verdoppelt.
Uwe
Ja, das nenne ich ja mal wirklich demokratisch.
Eli
Wobei, Uwe, an der Stelle muss man sagen, es gewinnt nicht immer der, der am meisten Geld hat. Donald Trump hatte weniger Geld als Hillary Clinton, als er 2016 ins Amt gewählt worden ist. Also es ist halt ein sehr undemokratisches System, das sehr anfällig ist für Manipulationen.
Uwe
Genau, das meine ich, dass ein Wahlsystem ja letztendlich so stark vom Geld abhängig ist. Ich meine, gut, wir haben es in Deutschland auch, da gibt es ja auch Parteienfinanzierung und so, aber das sind doch irgendwie ganz andere Größenordnungen, also Milliarden. Ich glaube, wenn ich jetzt jeden Tag, ich sage mal, einen Euro ausgeben würde, wie viele hundert Jahre müsste ich dann das machen, um nur eine Milliarde zu machen?
Eli
Ja, Uwe, du hattest vorhin noch einen Gedanken?
Uwe
Ja, ich wollte nur den Gedanken nochmal sagen, also diese großen Geldsummen, die hier für den Wahlkampf aufgewendet werden, das mag jetzt nicht unbedingt wahlentscheidend sein. die du ganz richtig eingewendet hast. Aber es ist ja doch ein Zeichen dafür, dass der eigentliche Geist des demokratischen Wählens ja schon lange verweht ist. Denn wenn man also für einen Wahlkampf Milliarden benötigt, dann ist die Frage, warum ist das eigentlich so? Also im Grunde genommen sollten doch die besseren Argumente zählen. Es würde doch ausreichen, wenn man im Fernsehen und in Zeitungen die Kandidaten befragt und sie dann ihre Antworten geben. Dann verdienen meinetwegen die Fernsehsender und Zeitungen. Aber wieso muss man dafür Milliarden ausgeben? Insofern denke ich, eins zeigt Amerika, Demokratie ist bei denen nur noch eine Geldgeschichte, ein Geschäft, eine Show und hat nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken einer neutralen und sachlichen Volksabstimmung zu tun. Alleine schon die Shows, wie die da auftreten. Du sagtest vorhin, das hat was von Konzerten an sich. Ja, natürlich. Die lassen sich feiern wie Popstars, ja, und die sind in einer Ekstase, die Fans. Deswegen heißen sie auch Fanatiker, Fans eben. Und das hat doch nichts mit Politik zu tun. Das ist doch eine Demagogie, das ist reiner Fanatismus.
Eli
Uwe, nochmal zurück, das fand ich jetzt gerade spannend. Du sagst, wann hat es vier Tage gedauert? Setz nochmal an, bitte.
Uwe
Bei der Wahl 2020, da ist erst am frühen Morgen des 7. November, das war vier Tage nach dem Wahltag, wurde das Ergebnis verkündet. Der Grund dafür waren unklare Ergebnisse in Pennsylvania, also dem wichtigsten Swing-Staat. Und im Jahr 2000, das war der Wahlkampf von George W. Bush und Al Gore, Da wurde erst fünf Tage nach der Wahl das Ergebnis kundgetan. Zum Grund, da war ein knappes Rennen in Florida, das einen Rechtsstreit hatte und das dann der dortige Supreme Court beendete, indem er weitere Neuauszählungen verbot. Sprich, die haben also nachgezählt. So, aber es kann auch schneller gehen, zum Beispiel im Jahr 2016. wurde Donald Trump schon morgens um 3 Uhr nach New Yorker Zeit zum Gewinner ernannt. Das ist 9 Uhr deutscher Zeit. So und im Jahr 2012... Moment, Moment, Moment.
Eli
Warte, warte. Freunde, nicht falsch verstehen. Uwe, ganz kurz. 3 Uhr nachts amerikanischer Zeit bedeutet 9 Uhr deutscher Zeit. Also das war das Beispiel, was Uwe gerade gebracht hat, von als es schnell gegangen ist. ist Donald Trump 2016 um 9 Uhr morgens deutscher Zeit bestätigt worden. Das ist von jetzt an gerade noch läppische 10 Stunden entfernt. Also nur, dass ihr das mal im Hinterkopf habt. Okay, mach bitte weiter.
Uwe
Bei der Wahlsicht von Barack Obama, da ging es sogar noch vor Mitternacht des Wahlabends 2012, als er eben seine zweite Amtszeit gewonnen hatte.
Eli
Okay, aber auch nach amerikanischer Zeit. Das bedeutet ja auch für uns 6 Uhr, 7 Uhr morgens deutscher Zeit.
Uwe
Ja, und ab dieser Stelle haben wir dann erstmal Schluss gemacht und dann sind wir nachts um halb drei, beziehungsweise drei, nochmal aufgewesen und haben ja noch bis sieben Uhr weitergemacht. Jetzt allerdings nicht alleine, sondern mit Markus Heinz, dem Rechtsanwalt. Und haben uns dann intensiv um die Zahlen gekümmert. Das erspare ich Ihnen jetzt, dieses Warten und Rechnen und Spekulieren. Sondern das werden wir in einer eigenen Sendung nochmal behandeln, was das jetzt bedeutet, dass Trump gewonnen hat. Was bedeutet es für Deutschland? Was bedeutet es für Europa? Was bedeutet es für die Welt? Ja, und das werden wir wahrscheinlich heute Abend live machen. Das heißt, bei mir auf dem Kanal kriegen Sie dann den Zusammenschnitt, kriegen Sie dann morgen geliefert. Also da sollten Sie auf jeden Fall reinschauen. Ja, und heute erst mal. Ja, bis zum nächsten Mal. Die Weltklasse.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Provokante Live-Analyse zur US-Wahl 2024! | Wir denken selbst und reden frei!“, Die Welt Klar Sehen, 06.11.2024.
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Live-Gespräch von Uwe Loose und Co-Host Eli am Wahlabend der US-Präsidentschaftswahl 2024, einige Stunden vor Schluss der ersten Wahllokale. Diskutiert werden weniger die Zahlen als das US-Wahlsystem, die amerikanische Mentalität und die deutsche Medienberichterstattung zur Wahl.
