Unstimmigkeiten bei einfachen Fragen: Wo? und Wann?30.12.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 30.12.2024124 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Das Attentat von vor acht Jahren, 2016 in Berlin am Breitscheidplatz mit Anis Amri, der dort auf dem Weihnachtsmarkt zwölf Menschen tötete und 60 schwer Verletzte, ist auch nach acht Jahren immer noch aktuell. Vielleicht nicht, weil man den Fall noch nachträglich aufklären kann. Aber weil doch so viele Elemente da drin sind, die ja wie eine Art von Blaupause auch für andere Attentäter gedient haben, vielleicht auch für den von Magdeburg. Heute in einem zweiten Teil bin ich erneut Gast bei Elijah Tee, dem Löwenherz, auf seinem Kanal ETVC gewesen. Und wir haben zwei Aspekte besprochen, nämlich wie genau ist eigentlich der Attentäter zum Tatort gekommen? Welche Route ist da gefahren? Und da stellt sich heraus, da gibt es doch so einige Unstimmigkeiten in der öffentlichen Darstellung und in der amtlichen auch. Und auch die Frage, wann ist denn das Attentat überhaupt genau passiert? Wie lange hat es gedauert? Warum hat das überhaupt so lange gedauert, bis Rettungskräfte kamen und noch viel, viel länger, bis die Menschen in ihren Krankenhäusern waren? Das sind ganz interessante Fragen, wo man sich fragt, wie kann das eigentlich sein? Und diesen Fragen gehen Elijah Tee und ich nach. Wenn Sie sich die Frage stellen, was Behördenversagen tatsächlich bedeuten, ob es in dem Umfang überhaupt plausibel ist, dass es Behördenversagen geben kann, dann ist dieser Stream genau das Richtige für Sie. Also scheinen Sie einfach mal rein. Viel Spaß beim Zuschauen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen.
Eli
Lieber Klardenker Uwe, hoch, entschuldige, bleib uns erhalten. Vorhin hat noch alles geklappt, aber dann hatten wir leider den Absturz. Jetzt bist du zu sehen. Schön, dass du wieder an meiner Seite bist. Bevor wir anfangen, in aller Kürze zusammengefasst, was waren für dich die wichtigsten Erkenntnisse, die du mitgenommen hast aus dem Teil 1, dem Auftakt unserer Beobachtung zum Thema Breitscheidplatz?
Uwe
Ja, das wichtigste Erkenntnis ist, dass es mehr Fragen als Antworten gibt und insofern stellt sich die Frage, gibt es eine wirkliche, reale Wahrheit, die zu bestätigen ist oder bleibt alles immer im Nebel?
Eli
Ja, wie so oft wird es wahrscheinlich wieder nur eine Abstufung von Grau. Schwarz-Weiße Antworten erwarten wir nicht und werden wir wahrscheinlich auch nicht liefern können. Aber allein das Hinsehen macht ja schon Spaß und zu zweit ist man ein bisschen weniger allein. Du hattest Zeit über die letzten 48 Stunden, lieber Uwe, dich insbesondere mit diesem Buch auseinanderzusetzen. Bis heute eins der wenigen Werke eines Journalisten, in diesem Fall eines Bürgerjournalisten, der ja das Thema Breitscheidplatz auseinandergenommen hat. Irreführenderweise heißt das Buch der gelbe Bus, aber der Bus darin selbst kommt kaum vor. Dieses Buch ist auch nicht mehr wirklich ein Buch, zumindest gibt es das nicht mehr in gebundener Fassung. Das gab es früher mal, ist inzwischen aber nur inzwischen, ich glaube, in der zweiten Auflage endgültig vergriffen. Es gibt nur noch ein E-Book und auch das nur noch beim Kopf Verlag. Und es ist von diesem Autor, Elias Davidsson. Ein Mann, der dir nicht unähnlich aussieht, stelle ich gerade fest, lieber Uwe. Zumindest seid ihr beide helle Köpfchen und du hast in seinem Werk geblättert. Vielleicht bevor wir anfangen, wir wollen dieses Werk verwenden, um uns inhaltlich ein bisschen zu strukturieren, die vielen Aspekte dieser Frage rund um den Breitscheidplatz eben chronologisch abzuarbeiten. Ja, was für einen Gesamteindruck hat dieser Bürgerjournalist? Elias Davidsson hat auch sein Machwerk auf dich gemacht in dieser Recherche, lieber Uwe.
Uwe
Ja, ich möchte erst mal auf die Person eingehen. Also der ist in den 40er Jahren geboren in Israel, ist aber wohl ein Palästinenser. Letztendlich ist er dann nach Island ausgewandert oder ausgewandert worden. Und ja, also als Kind quasi und hat dann eine IT-Ausbildung gemacht. Später dann ist er als Musiklehrer tätig gewesen. Und ab den 70er, 80er Jahren hat er sich im Grunde genommen als politischer, kritischer Aktivist entwickelt. Grundgetan hat in mehreren Filmen Nebenrollen gespielt, zwei, drei und eben dann auch zwei, drei Bücher verfasst, insbesondere zu dem Terrorattentat mit den Zwillingstürmen in New York und dann eben sein Leben. Das Werk, was wir heute mal teilweise begucken wollen, ist eben der Gelbe Bus, der sich mit dem Breitscheidplatz beschäftigt. Das Buch ist ungefähr 180 Seiten lang, dann mehrere hundert Quellenverweise drin. Er hat es in neun verschiedene Hauptkapitel aufgeteilt, systematisch. Und ich würde mal so sagen, von der Machart her ist das schon sehr, sehr analytisch. Und er hat sich zumindest bemüht, alle möglichen Variationen und Perspektiven Perspektiven, die denkbar sind, anzugehen. Er hat versucht, mit den Beteiligten Kontakt aufzunehmen und schildert dann eben seine Erfahrungen, schildert auch seine Erkenntnisse. Und im letzten Teil, in den letzten zwei, drei Kapiteln geht es dann eher so um die Gesamtbewertung. Die ist natürlich, ich sag mal, vielleicht auch für ihn ist von seinem Genre her kritisch. Das heißt, Ich denke, man kann dieses Buch jetzt nicht als die Wahrheit betrachten, aber es ist doch eine sehr gute Anregung, viele, viele Punkte mal zu durchdenken und gegebenenfalls den Quellen mal nachzugehen und sich seine eigene Meinung zu bilden.
Eli
Gut, alles klar. Du hast das ganze Buch gelesen. Du hast dir auch so gut es geht ein paar der Quellen angeschaut, die er da tatsächlich in seinem sehr umfangreichen Verzeichnis hinten angehangen hat. Aber wir wollen heute nicht 100%ig das Buch wirklich Seite für Seite durcharbeiten, sondern wir wollen das eigentlich nur als Skript nutzen, um uns unsere eigenen Gedanken zu machen auf Basis von so vielen unterschiedlichen, auch eigenen Quellen. aber auch fremden Quellen und damit meine ich die Community, die mich über die letzten 48 Stunden im wahrsten Sinne des Wortes echt bombardiert hat mit zusätzlichen Informationen, Schnipseln, Links und so weiter und so fort. Offensichtlich liegt das Thema den Menschen immer noch unglaublich am Herzen und kein Wunder, es ist ja auf deutschem Boden ein bisschen wie die Mutter aller, sag ich mal, ich will nicht sagen Verschwörungstheorien, aber die Mutter aller Inszenierten, so wirkt es zumindest aus der Ferne, Terroranschläge, also ein wenig die deutsche Version von eben 9-11. Wir möchten uns angucken, wie der Mann, wie der Herr Elias Davidsson das aufgebaut hat, um seine Chronologie zu übernehmen, zumindest in Bezug auf die ersten fünf Kapitel in seinem Buch. Wir werden schauen, wie weit wir heute kommen, denn wir haben nicht nur diesen einen Stream heute vor, der ja ohnehin schon eine halbe Stunde Verspätung hat, sondern wir wollen nachher auch gerne einen Bonusteil hinten anhängen. Doch bevor wir zu dem kommen, Ja, vor der Kür kommt die Pflicht. Hier also das Pflichtprogramm, das wir versuchen werden durchzuarbeiten. Wir werden noch einmal auf die Basics gucken müssen, weil glaubt's oder nicht, liebe Freunde, auch nachdem wir das letzte Mal, Uwe, wie lange? Viereinhalb Stunden schon mit dem Thema verbracht haben, ist immer noch nicht endgültig klar, wo dieser LKW langgefahren ist, welche Route er denn nun genommen hat und wie viele unterschiedliche, ihr werdet es nicht glauben, Varianten es gibt. Das sind die Varianten, von denen Uwe immer wieder redet. Wie viele Routen es also gegeben haben kann, die eventuell dieser ominöse LKW eben gefahren ist. Derselbe, der, naja, in diesem Zustand uns auf jeden Fall nachher dann präsentiert worden ist. Nicht einmal die Route ist klar, genauso wenig, ob es denn, ja, wann er überhaupt gekommen ist und ob es überhaupt ankam. Ein LKW gewesen ist oder, liebe Freunde, zwei oder aber vielleicht sogar gar keiner. Ob wir zum mutmaßlichen Täter heute überhaupt kommen, dem Anis Amri, das steht nochmal auf einem anderen Blatt. Aber ja, wie in Bezug auf alle anderen Aspekte in dieser Story, muss man es ja nur fast schon nennen, ist auch hier eigentlich nur klar, dass nichts klar ist. Denn Anis Amri, auch wenn er einer der meist überwachtesten Männer war, 2016 und auch im Vorfeld und eigentlich keinen Schritt vor die Tür machen konnte, ohne von mehreren Geheimdiensten und Behörden untersucht und gefilmt zu werden, bleibt weiterhin ein Mysterium. Jetzt ist er natürlich tot, das ist vollkommen klar, aber was nicht klar ist, ist woher er gekommen ist, was er überhaupt getrieben hat und ob er überhaupt an dem Tatort gewesen ist an diesem Tag. Die Todesopfer sind ein Kapitel für sich und insbesondere dann auch die Verletzten, die Hinterbliebenen, die Menschen, die bis heute teilweise auf Aufarbeitung, genauso wie wir übrigens warten und die sich ähnliche Fragen stellen wie wir. Das wird auch nochmal sehr spannend, dass wir uns das alles zusammen angucken. Aber alles zu seiner Zeit. Beginnen wollen wir, lieber Uwe, mit tatsächlich dem Todesopfer. Wo? Und die Frage nach dem Wo ist keine irrelevante, weil wenn das Wo schon nicht stimmt, dann ist auch das Wann und das Wie und das Wer und das Was und vor allem das Warum besonders betrachtenswert. Du hast dich also, Elias Davidsson, folgend mit den unterschiedlichen Routen auseinandergesetzt, die dieser LKW genommen haben kann. Was ist dir dabei aufgefallen?
Uwe
Ja, also im Grunde genommen ist es so, dass wir ja eigentlich verschiedene Fassungen haben. Und vielleicht blende ich die einfach mal ein hier, dass die Fahrtrouten, die denkbar sind oder überhaupt in die Diskussion kamen, waren insgesamt... Hoppla, wo bin ich jetzt hier? Da. Es waren insgesamt...
Eli
Ja, du springst ein bisschen rum, oder?
Uwe
Meine Maus macht nicht das, was sie machen soll.
Eli
Ja, bei mir wurde vorhin der ganze Stream ausgeschaltet. Ich weiß, wie das ist, wenn der Computer nicht macht, was er soll.
Uwe
Also die erste Variante war, dass man eben von der Kantstraße aus kam. Und jetzt weiß ich nicht, ob alle das jetzt genauso im Blickfeld haben. Wir gucken da einfach mal rein, wie denn die Situation dort aussah.
Eli
Also wir werden ein wenig wiederholen müssen, was wir gestern schon gesagt haben, aber das, was wir jetzt sagen, haben wir dann erst bei Stunde zweieinhalb oder dreieinhalb im Stream vor 48 Stunden gesagt. Insofern werden das viele nicht mitbekommen haben und es ist die notwendige Basis für alle unsere Überlegungen heute.
Uwe
Genau, also wir müssen hier sehen wir jetzt, das ist der Breitscheidplatz. So, und der Breitscheidplatz liegt quasi jetzt innerhalb eines Karrees von Straßen. So, hier oben haben wir die Budapesterstraße, da haben wir die Hardenbergstraße, hier ist die Kantstraße. Die ursprüngliche Variante war, dass es hieß, der Lkw ist hier die Kantstraße langgefahren und dann hier reingefahren in... den Breitscheidplatz, weil hier oben, da jetzt, wo das Mahnmal ist, das ist quasi da, wo der Lkw nachher angehalten hat, jedenfalls auf der Höhe, sprich auf diesem Stück, das so 40 bis 50 Meter lang ist, da ist der Lkw reingefahren. Und wenn man sich jetzt vorstellt, wie hier jetzt die Situation ist, nur von der Straßenführung, unabhängig davon, was mit Laternen, Schildern und so weiter ist, dann sieht man, dass man hier einen rechten Winkel fahren müsste. So, und dieser rechte Winkel, der ist für einen 40-Tonner, und der war ja angeblich beladen mit 25 Tonnen, ich glaube, Stahlbeton oder sowas. Also auf jeden Fall voll beladen. Das heißt, wenn es dann heißt, der ist mit hoher Geschwindigkeit gefahren, wie soll ein so großes Auto eine rechtwinklige Kurve machen? Und das mit der Geschwindigkeit von 45 oder 60 oder gar 80 Stundenkilometern. Das heißt, das war die ursprüngliche Variante, die auch sogar von der Polizei bzw. Kripo angegeben worden war. So, und die ist dann aber später ersetzt worden durch andere Varianten. So, wenn wir jetzt aber mal gucken, ich muss jetzt mal mein Skript hier finden. Einen Moment mal. Ich habe hier verschiedene Dokumente offen. Also, das heißt hier, Variante 1 ist quasi nicht anfahrbar, weil die steile Kurve im Grunde genommen nicht zu befahren ist. Die andere Variante 2, das ist quasi die, die im Grunde genommen nachher auch in den beiden Untersuchungsausschüssen, die später erfolgten, und zwar Untersuchungsausschuss der Stadt Berlin als auch im Bundestag, Da ging man davon aus, dass die Anfahrt eben erfolgt ist über die Hardenbergstraße. Ich muss mal gucken, dass wir die nochmal aufschlagen.
Eli
Uwe, ich zeige es eigentlich schon ganz gut.
Uwe
Ich denke mal... Dann zeig du es mal. Dann gehe ich mal hier raus.
Eli
Du kämpfst gerade mit der Technik. Ich glaube, ich kann das hier schon ganz gut präsentieren. Freunde, wie gesagt, das ist relevant, weil man sich fragen muss, wenn es diesen LKW überhaupt gegeben hat, welche Route soll er denn überhaupt eben gefahren sein? Und die dominante Lesart war... Tatsächlich in den allerersten Stunden, dass er diese Route genommen hat, als er auf dem Weihnachtsmarkt schon mal drauf war. Kommend aber, und das ist eben die Frage, entweder aus der Kantstraße, die der Uwe gerade gezeigt hat, die diese Straße hier gewesen wäre, diese Straße hier, eine in Anführungszeichen Seitenstraße, die auf die große Hauptstraße geführt hätte. wo der LKW eben einen 90 Grad Winkel hätte fahren müssen, um da irgendwie drauf zu kommen. Oder aber, das ist Option Nummer zwei von vielen Optionen, Er wäre hier einen Schlängelkurs gefahren, um entsprechend da rauszukommen. Allein dieses Manöver hier, liebe Freunde an dieser Stelle, sagen uns Geübte und haben uns gesagt, geübter Lkw-Fahrer ist eigentlich ohnehin schon für einen Lkw schwierig zu fahren, zumindest nicht bei einer Geschwindigkeit von, wie der Abschlussbericht sagt, 49 Stundenkilometer. Allein nur, wie gesagt, im April 2017, fünf Monate nach der Tat, hieß es, er sei gar nicht 49 Stundenkilometer gefahren, sondern sei 15 Kilometer die Stunde geschlichen gefahren. nachdem er zuvor hier an dieser Stelle an einer roten Ampel zum Stehen gekommen ist. Das Problem wiederum an all diesen Theorien, es sind nur Theorien und die unterschiedlichen Sperrlichen, aber nichtsdestotrotz Videos, die es zu diesem Thema gibt, die belegen weder das eine noch das andere. Und deshalb stehen weiterhin Fragezeichen im Raum, Fragezeichen, die nicht erst seit unserer Nachbetrachtung im Raum stehen, sondern die schon damals, 2016, unmittelbar am Tag des Geschehens, schon die ersten Fragezeichen den Leuten auf die Ja, Stirn gezeichnet haben. Hier seht ihr witzigerweise einen Beitrag vom 19.12.2016 von einer regionalen Zeitung BZ, die Stimme Berlins, die auch schon die Route des Todes-LKWs versucht haben nachzuzeichnen. Uwe, du wirst uns nachher die komplette Route zeigen können, aber man sieht hier schon mal, dass dieser Mann natürlich, oder dieser LKW sich auch nicht irgendwie materialisiert hat auf einmal am Breitscheidplatz. sondern aus einem ganz anderen Viertel im Norden von Berlin gestartet, das Friedrich-Grause-Ufer. Entschuldigung, da ist man sich relativ sicher. Nur über den Rest, wie gesagt, den kompletten Tathergang, ist man sich nicht sicher. Wie dem auch sei, diese Route war also circa sechs Kilometer lang, ist auch mehrfach sowohl im BZ als auch in der BILD dargestellt worden. Und in aller Kürze zusammengefasst sieht man also hier, es gab mehrere Lesarten. Die eine, die dominiert hat, über Stunden zunächst, eigentlich über Tage, war die aus der Kantstraße. Darüber hinaus gab es aber auch welche, wie zum Beispiel von der Bild, die gemeint haben, nein, das kann schon mal damals nicht logisch gewesen sein und der LKW muss aus der Hardenbergstraße gekommen sein. Uwe, jetzt gibt es ja noch weitere Theorien. Vielleicht willst du mal ganz kurz dazu was sagen. Welche Straßen kann der noch gefahren haben?
Uwe
Ja, lass mich nochmal anzeigen. Also dann gibt es noch die Variante, dass er gar nicht direkt dahin gefahren ist, sondern erst mal dreimal den ganzen Platz umrundet hätte. Und zwar aufgrund von GPS-Daten. Das haben dann auch verschiedene Zeitungen so berichtet. Dann gibt es die Variante 4. Das heißt, er ist ganz langsam auf die Weihnachtsmarke gefahren mit ungefähr 15 Stundenkilometern. Und die Variante 5 ist, er ist rasend schnell gefahren nach der offiziellen Darstellung mit 50 bis 70 Stundenkilometern, was aber doch eher bedenklich ist. Dann ist die Frage, ob er nicht möglicherweise aus der Budapester Straße gekommen ist, das ist also die Hauptstraße, die direkt parallel zu dem Platz liegt, auf der Nordseite.
Eli
Also du meinst aus der gegenüberliegenden Richtung, als wie behauptet. Ursprünglich hieß es ja, er kommt von links, sei es jetzt die Kantstraße mit dem unmöglichen 90 Grad Winkel oder sei es die Hardenbergstraße mit dem unmöglichen Slalom, zumindest wenn er gerast sein soll. Und jetzt sagst du aber gar nicht von links, gar nicht, also quasi aus dem Norden, sondern eher stattdessen aus dem Osten die Budapester Straße entlang, hier lang.
Uwe
Ja, genau. Und dann hat man eben noch verschiedene Aussagen über den Startpunkt. Ob er dann tatsächlich am Kaiser-Friedrich-Ufer gestartet ist. Das ist irgendwo im Nordosten, nordöstlich des Platzes. Und die Frage ist, wie er von dort aus dann eben dorthin gefahren ist. Ja. Ich habe diese Karte eingeblendet, da sieht man da ganz oben, da ist dieses Kaiser Friedrich Ufer und ich bin jetzt dem nachgegangen, wie es in beiden Untersuchungsberichten in den Schlussstellungen haben dargestellt wurde. So habe ich die Route verstanden.
Eli
Blende dich mal wieder ein, Uwe, das bringt ja nichts, dass wir da die Tabelle nur sehen von dir. Entschuldigung.
Uwe
Da kann man sagen, okay, er hat eben ein paar Kilometer gefahren. Die Frage ist nur, ist er jetzt rechts rumgefahren oder ist er links rumgefahren? Denn das, was die Bild-Zeitung und was du da vorhin einzeichnest, war ja nur eine Route auf der anderen Seite. Aber laut den Berichten des Untersuchungsausschusses ist er durch einen Tiergartentunnel durchgefahren. Sprich, er muss, wie auch immer... Worauf ich eigentlich hinaus will, ist, dass selbst diese Frage, wie er dort hingekommen ist, ob er direkt dorthin gefahren ist, ob er mehrfach die Anlage umkreist hat, selbst das ist ja überhaupt gar nicht abschließend geklärt worden.
Eli
Es ist noch nicht mal geklärt worden, ob er diesen LKW gefahren ist, ob er alleine da drin war, ob neben ihm eine Leiche schon gelegen hat, der Person, die er da umgebracht haben soll oder ob er die in Schach gehalten hat mit einer Pistole, während er dieses Werk vollführt hat, dieser unmögliche, entweder die unmögliche Kurve oder der unmögliche Slalom. Man weiß also nicht, ob er von oben gekommen ist, von unten gekommen ist, ob er allein gekommen ist, mit welcher Absicht er gekommen ist und Man weiß nicht mal, in welche Richtung er dann richtig verschwunden ist. Es gab nämlich zwei Berichte über zwei Leute, die in unterschiedliche Richtungen danach auch entfleucht sind. Der eine eben in die eine, der andere in die andere Richtung. Das nur, um euch wie gesagt zu zeigen, dass es da sehr, sehr viele unterschiedliche Lesarten gibt. Aber das Schadensbild, das ist... Auch nicht eindeutig, weil, wie gesagt, es bestätigt weder die Einfahrt von der Hardenbergstraße, noch bestätigt es die Einfahrt von der Kantstraße. Die Kantstraße ist aber deshalb relevant, werte Freunde, weil sie, wie gesagt, das dominierende Narrativ gewesen ist. Und zwar so dominierend, dass es sogar Erwähnung gefunden hat. Und zwar, wenn meine Technik hier mir das erlaubt. Na, kriege ich es hin? Sekunde. Der Browser, der macht heute Probleme, Freunde. Wenn man den überlastet mit so vielen Sachen, dann muss man sich nicht wundern, wenn der irgendwann hier die Hufe hochreißt. Und das scheint er jetzt wieder getan zu haben. Einwandfrei. Immer im besten Moment, wenn man gerade was vorführen möchte, stürzt einem hier die ganze Nummer komplett um die Ohren. Jetzt habe ich wieder zumindest Zugriff. Jetzt wieder auch auf diese Geschichte. Ich arbeite mich vor, Freunde. Kriege ich den Reiter nochmal auf? Oder bleibt er geschlossen?
Gast
Meine Güte.
Eli
Ich weiß nicht, wer hier seine Finger mit im Spiel hat, aber ein Browser, der ansonsten gut funktioniert, spielt heute total verrückt und möchte einfach ums Verrecken nicht, dass wir hier auf unsere Gedanken kommen und die Präsentation irgendwie durchführen können. Worauf ich hinaus wollte, muss ich euch, naja gut, ich brauche einen Browser zum Präsentieren. Uwe, du musst mal übernehmen. Gib mir mal 90 Sekunden, um rauszufinden, ob ich hier die Sache nochmal in den Griff nehme.
Uwe
Also wir haben im Grunde genommen mehrere Einfahrtvarianten, mehrere Tempovarianten. So die Umrundungsvariante. Und dann haben wir aber auch noch die Frage, ist er denn sofort da gestartet am Kaiser Friedrich Ufer? Und laut GPS-Daten der polnischen Trucker-Firma gab es da also mehrere Starts, so im Abstand von einer halben Stunde. Und das ist für professionelle Trucker-Fahrer eigentlich unüblich, weil die wissen, wie ihr Fahrzeug funktioniert. Die müssen das nicht mehr verstarten. Und da ist der Wagen wohl ein paar Mal hin und her, also vorwärts, rückwärts. Das wirkt eher so, als ob da jemand versucht hat, sich mit einem Lkw vertraut zu machen und nicht so, wie ein professioneller Lkw-Fahrer den Wagen anlassen würde. Da gibt es noch weitere Punkte. Thematiken, die aber an dieser Stelle jetzt nicht zu erwähnen sind. Außer aber, dass eben auch der Zeitpunkt unklar ist. Da gibt's ja noch diesen gelben Bus, den wir ja auf dem... Na, jetzt spielst du vom Hundertsten ins Tausendste, Uwe.
Eli
Das tut mir leid. Ich weiß, ich habe dich gerade selber hängen lassen, aber mein Browser ist gerade wieder zurück. Bevor wir jetzt die Leute endgültig verwirren mit noch irgendeinem gelben Bus, ja, die wollten wir heute ein bisschen außen vor lassen, bis zum Bonustream. Lass uns mal lieber bei dieser Kantstraße bleiben. Du kannst dich wieder normal umschalten. Mein Browser hat sich wieder gefangen, Gott sei Dank. Mal schauen, wie lange das hält. Ich traue heute dem Braten nicht. Das ist immer so, wenn man schwierige Themen anschneidet, dann spielt die Technik, die ansonsten eingespielt ist, auf einmal verrückt. Wie dem auch sei, diese Kantstraße, die erwähnen wir nicht ohne Grund. Die ganze Konfusion rund um die Anfahrtsroute, sie ist bis heute geblieben. Kein Wunder, obwohl alles in Anführungszeichen dafür spricht, dass der LKW aus der Hardenbergstraße gekommen sein soll. Es gibt ja auch dann Tage später das Video, das veröffentlicht worden ist mit einem dunklen Schatten, der da an allem vorbeirauscht. Na, wie dem auch sei. gab es und zwar Monate später, wie ihr hier erkennen könnt, am 3. Juli 2017 tatsächlich eine Sitzung eines Ausschusses für Inneres, Sicherheit und Ordnung im Abgeordnetenhaus in Berlin, wie ihr hier oben erkennen könnt. Und da haben tatsächlich nicht nur der Vorsitzende, sondern auch der Bundesanwalt, der Thomas Beck hieß der Mann, haben wirklich sehr ausführlich ausgesagt. Auf Antrag aller Fraktionen haben die hier, ich glaube nicht vor den Medien, aber zumindest eben vor den unterschiedlichen Fraktionen den aktuellen Stand der Ermittlungen. Und das war schon ein ordentlicher Stand. Monate später haben die den quasi nochmal aufgelistet und hier geteilt in einem Dokument von 82 Seiten. Und das Spannende, also ich meine, alles davon ist wirklich spannend, aber für uns jetzt relevant ist diese Kantstraße. Weil wir haben ja gesagt, wir wollen mit dem Wo anfangen. Und ihr seht hier, die Kantstraße hat Erwähnung gefunden. Das war noch nicht der Abschlussbericht. Der Abschlussbericht sollte nochmal nach 2017 vier Jahre auf sich warten lassen. Aber nachdem über Monate alles schon entweder Fragezeichen gezeigt hat oder aber auf die Hardenbergstraße hingewiesen hat, hat sich doch tatsächlich der Bundesanwalt, Ja, hinreißen lassen zu einem Statement, das weiterhin auf die Kantstraße blickt. Der Stand im Verfahren wegen des Anschlags stellt sich zur Zeit wie folgt dar, schreibt er also im Juli 2017. Am 19. Dezember 2016 fuhr gegen 20 Uhr in Berlin ein Sattelschlepper Typ Scania, nebst Auflieger mit polnischem Kennzeichen, und hier ist das Wichtige, von der Kantstraße kommend, und jetzt das nächste Wichtige, Mit einer Geschwindigkeit von ca. 940 kmh in die Einfahrt des Weihnachtsmarktes an der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Nach ca. 60 bis 80 Metern, auch hier ein Fehler, weil wir haben das ausgebessen auf der Karte, von der Einfahrt zum Ort, wo er stehen geblieben ist, sind gerade mal 40 Meter. Mitnichten 80, das wäre ja das Doppelte, wie die Mossai, kam der Lastkraftwagen auf der Budapester Straße zum Stehen. Das Fahrzeug erfasste auf dem Weihnachtsmarkt zahlreiche Personen. Hierdurch wurden unmittelbar oder mittelbar über 60 Personen körperlich und, das wird auch noch eine Rolle spielen, seelisch verletzt sowie elf getötet. Darüber hinaus, das zwölfte Opfer, das zu beklagen ist, das ist dieser Lukas Robert Urban, der vom Halter des Sattelschleppers als Fahrer eingesetzt worden war. Der soll in der Fahrerkabine erschossen worden sein. Aber auch das eine von vielen Theorien, die sich auch nicht wirklich endgültig belegen lässt. Also wie dem auch sei, worauf ich hinaus wollte, am 3. Juli 2017 hieß es noch vom Bundesanwalt Thomas Beck persönlich, dieser Lkw sei aus der Kantstraße gekommen. Uwe, ist das realistisch?
Uwe
Also ich persönlich halte das für völlig unrealistisch, denn wir wissen, dass man, um eine rechtwinklige Kurve zu fahren, eben langsam fahren muss. Versuchen Sie doch mal mit einem Pkw auf der Straße, wo dann das Einfahrtor acht Meter breit ist, das hatten wir ja vorgestern ausgemessen mit Google Maps, da reinzufahren. Wenn Sie mit 50 Stundenkilometer fahren, das geht gar nicht. Und der LKW, der hat ja mit seinem Auflieger, ich weiß nicht, wie lang der ist, 15 Meter oder was, der muss sich entsprechend schwenken. Der hat dann ja noch seine 25 Tonnen Stahl hinten drin, sprich der ist über 40 Tonnen schwer und kommt ja aus einer Kurvensituation. Also wenn man sich die Kantstraße mal anguckt. Die macht doch erst eine Halblinkskurve und dann geht sie rechts hoch auf die Budapester Straße. Das heißt, der Lkw muss doch erstmal in dieser Kurve fahren. Und da fährt er jetzt mit 50 in die Kurve und dann macht er sofort einen Rechtsabbieger um 90 Grad. Das ist ja, ich sag mal, für mich völlig unlogisch.
Eli
Vor allen Dingen hätte er dann auch die Szenerie in Mitleidenschaft gerissen und das hat er nicht getan. Hier hat jemand mal dann in dem anderen Film, den wir uns schon mal angeguckt haben, die plausiblere Option, nämlich die Einfahrt von der Hardenbergstraße angeguckt. Die hat ihre eigenen Probleme, weil auch dort Buden stehen geblieben sind, aber Stichwort Buden, gerade hier in der Luftaufnahme sieht man ganz gut, Wenn der LKW aus der Kantstraße gekommen wäre, die hier drüben wirklich halt ein wenig gerade durch die Häuser verdeckt ist, dann hätte er eine sehr steile Kurve hier reinfahren müssen und hätte wahrscheinlich die Dekorationen, die ominösen Weihnachtsbäume, ob sie blinken nur oder nicht und auf jeden Fall auch diese Buden hier in der sehr viel engeren Einfahrt eben mitgerissen. Das hat er aber tatsächlich nicht getan. Egal, wie man sich das alles anschaut, den Tatort im Nachgang, da ist zu vieles heile geblieben, als dass da ein LKW Weder die eine oder die andere Einfahrt überhaupt hätte nutzen können. Uwe, jetzt steht noch im Raum, ist in dem Buch darauf eingegangen worden, die Theorie, die kam ja zumindest vor 48 Stunden auf, aufgrund dieses formaledeiten Pollers, dass der LKW rückwärts eingefahren sein soll. Das entspricht ja mehr oder minder der Theorie von der Budapester Straße, oder?
Uwe
Ja, also diese Theorie wurde da kurz angesprochen, aber im Grunde genommen nicht mit einer richtigen Lösung. Also sprich, das bleibt offen.
Eli
Also die Budapester Straße wird einfach nur genannt, aber weder erklärt noch aufgelöst.
Uwe
Ja, das müsste ich jetzt selber nochmal genau mir angucken, was mit der Budapester Straße war. Habe ich nicht gemacht, weil für mich war maßgeblich überhaupt festzustellen, dass es da mehrere Ansätze gibt, die Sache zu konstruieren oder zu rekonstruieren. Und dass es bis heute nicht möglich ist, das objektiv festzustellen. Wobei doch eigentlich das mit dem Fahrtenschreiber sehr genau möglich sein müsste. Das heißt, warum also haben sich die Behörden quasi bis zum Abschluss der der Untersuchungsausschüsse geweigert, diese Fahrtenschreiberdaten rauszugeben, denn die unterliegen ja nicht irgendeinem persönlichen Datenschutz. Das ist ja nur ein LKW, ein Firmenfahrzeug. Das heißt, es hätte doch überhaupt gar keinen objektiven Grund gegeben, diese Daten nicht der allgemeinen Öffentlichkeit, zumindest in irgendwelchen Prozessen oder Untersuchungsausschüssen, zu präsentieren, hat man aber nicht getan. Und das wiederum lässt ja die Frage aufkommen, warum nicht? Was ist an diesen Daten so unwünschenswert, dass sie nicht veröffentlicht werden sollen?
Eli
Naja, das Spannende ist für mich nicht mal so sehr, ob man das jetzt nur veröffentlicht hat oder nicht. Ich meine, selbst wenn du mir jetzt die GPS-Daten geben würdest, ich wüsste wahrscheinlich auf Anhieb erstmal gar nichts damit anzufangen. Also in welchem Format kriegt man die? Womit muss man das synchronisieren, damit das irgendwie lesbar wird? Ich habe auch keine Übung, GPS-Daten zu lesen, die im Nachgang erstellt worden sind von so einem Schreiber von einem LKW. Na, lange Rede, kurzer Sinn, auch wenn es jetzt also auf einem anderen Blatt steht, warum das nicht veröffentlicht worden ist. Wie erklärst du dir die Diskrepanz, dass alles... inklusive der gleichgeschalteten Medien über Monate bis zu diesem 3. Juli 2017 darauf hingedeutet hat, dass der Lkw halt eben aus der Hardenbergstraße gekommen sein muss, aber die Theorie sich weiterhin hartnäckig hält bis hin zu juristisch wirklich festgehalten wird daran, dass eben die Kantstraße das gewesen sein muss. Woher diese Diskrepanz? Wie kann es zu dieser Diskrepanz kommen?
Uwe
Ja, ich glaube, das liegt daran, dass eben dieses Dashcam-Video erst später veröffentlicht wurde.
Eli
Aber es waren ja nur drei Tage später. Wie kann das sein, dass die sechs Monate später immer noch auf der Kantstraße beharren?
Uwe
Ja, keine Ahnung. Also mit Vernunft ist das nicht zu erklären. Jedenfalls nicht mit offensichtlicher Vernunft.
Eli
Gibt es eine andere Vernunft als die offensichtliche?
Uwe
Die willkürliche Vernunft nach dem Motto, das ist das Vernünftige, was ich gerne als vernünftig erkläre. Und insofern werden eine bestimmte Meinung, eine bestimmte Geschichte, ein bestimmtes Narrativ durchsetzen möchte, der behauptet eben genau dieses, das sei die Wahrheit. Und alle anderen, die passen sich irgendwann mal dieser, ich sage mal, Auto oder dieser Suggestion an, sagen, der hat es ja gesagt. Und wenn eben der Bundesstaatsanwalt oder sonst wer das sagt, das ist eine Autorität, dann wird das schon so sein. Wer guckt denn schon genau auf die Straßenkarte und guckt, wie breit die Straßen sind, um zu überprüfen, ob das, was der sagt, überhaupt stimmt. Und man darf ja nicht vergessen, diese Abschlussberichte, die waren ja auch lang. Der eine war, glaube ich, 1200 Seiten oder 800 Seiten lang und der andere 1800 Seiten. Wer guckt sich das denn alles im Detail an?
Eli
Ja, genau. Allein hier, liebe Freunde, das ist das, was Uwe extrahiert hat aus dem Buch, ja, der gelbe Bus, geht es halt eben um die unterschiedlichen Variationen, die Kantstraße, die Hardenbergstraße, die mehrfache Umrundung des Breitscheidplatzes, was auch die GPS-Daten hergegeben haben. Das ist deshalb relevant, weil es halt eben die Frage im Raum steht, hat er mehrfach eben seinen Tatort nicht einfach nur auskundschaftet, sondern im LKW sitzend hat er ihn quasi schon anvisiert, Da ist er dann doch nochmal eine Ehrenrunde gefahren, rund um den Stern wiedergekommen, an der Ampel zum Stehen gekommen und ist dann mit 15 km die Stunde geschlichen, so wie das hier teilweise suggeriert wird in Option Nummer 4. Oder aber war es doch eine rasende Fahrt und wenn es eine rasende Fahrt ist, warum sollte er dann an einer roten Ampel gestoppt haben? Und das mit der roten Ampel ist deshalb relevant, weil im April 2017 die Zeit geschrieben hat, dass die diese GPS-Daten zugespielt bekommen hätten. Die Quelle wird nicht näher genannt, genauso übrigens wie auch bei dem Kontraste-Video, das Ende 2017 dann veröffentlicht worden ist. Und da behauptet zumindest also die reportable Zeitredaktion, die hätten diese GPS-Daten zwar zugespielt bekommen, aber analysiert und ausgewertet und hätten gesehen, der ist an einer roten Ampel zum Stehen gekommen und sollte nach eben 15 Kilometer schnell geschlichen sein. Mit 15 Kilometer kann man sowohl die Schlängeltour machen, als auch aus der Kantstraße kommen. Irgendwie wäre das für einen geübten LKW-Fahrer schon möglich. Das Problem ist nur, die unterschiedlichen Videos, sei es diese Luftperspektive von dem Hotel. Was war das für ein Hotel, Uwe?
Uwe
Das Europacenter ist das, glaube ich.
Eli
Das Europacenter, genau. Also sei es die Aufnahme vom Europacenter, die ja über ein Jahr gebraucht hat, um erstmal... gefunden zu werden, oder sei es zum Beispiel eben dieser drei Tage später aufgetauchte Miniclip, der ja auch geblurt worden ist und zeitlich versetzt worden ist, der bei Reuters, auch keine reputable Quelle, gestreut worden ist. Diese Videos, sowohl der von Reuters als auch der vom Europacenter, naja, die zeigen eben einen rasenden LKW, was wiederum eben nicht physikalisch möglich gewesen wäre für die Schlängelfahrt und schon gar nicht für die 90-Grad-Kurve aus der Kantstraße. Die Synchronisation mit dem gelben Bus ist für uns in Anführungszeichen jetzt irrelevant. Der gelbe Bus ist drei Minuten nach dem Anschlag dahin navigiert worden. Weshalb das so ist, das klären wir, wenn wir heute so weit kommen, nachher nochmal im Bonus-Stream. Aber ich denke mal, es bleibt festzuhalten, keiner weiß bis heute, welche Route dieser LKW tatsächlich genommen hat. Und das sieht man nicht einfach nur nicht auf Basis der GPS-Daten. Das kann man auch nicht erkennen auf Basis der Zeugenaussagen, die sich widersprechen. Das kann man nicht nachvollziehen auf Basis der Videos. die man eben sieht, das sieht man auch nicht auf Basis des Schadensbildes, das man sieht, bis hin zu, dass einige Leute ja behauptet haben, da sind einige Poller nicht umgenietet worden, sondern stünden tatsächlich weiterhin noch heile und ganz hinter dem LKW, wo er gerade drüber gerast sein soll. Also Fragen über Fragen und wir kommen zum nächsten Teil und das ist nämlich, ich glaube, der Zeitpunkt des Ereignisses, lieber Uwe. Was hast du dazu zu sagen aus dem Buch?
Uwe
Genau die Frage eben, wann ist es passiert? Und dieses Wann ist eben festzumachen an dem tatsächlichen Betreten des LKWs des Weihnachtsmarktes, sprich wann also die Katastrophe begann. Und dann heißt es dann, der erste Notruf ging um zwei Minuten nach acht ein. So, das sagen jetzt drei verschiedene Zeitungen. So, andere sagen, es war zwei Minuten später. Okay, nun könnte man sagen, die zwei Minuten, ja. So, dann sagt die Feuerwehr, sagte, nee, das war aber um sieben nach acht, ja. So, dann gibt es aber zwei andere Meldungen, die sagen, nein, der Lkw kam erst um vierte nach acht, um 20.14 Uhr. So, und dann gibt es Quellen, ja, wie die Taz, die sagen, nein, erst um 20.35 Uhr. Also, selbst diese einfache Frage, Wann ein Notruf eingeht, das muss doch eigentlich eine Polizei wissen. Haben wir fünf verschiedene Erklärungen, fünf verschiedene Zeitpunkte. Und es ist ja völlig unnachvollziehbar, warum eine solche Aussage nicht zu 100 Prozent sicher sein kann.
Eli
Ja, aber wie gesagt, es gibt ja viele Mysterien im Zusammenhang mit diesem furchtbaren Fall. An dieser Stelle möchte ich vielleicht das BZ bemühen, auch wenn wir heute weniger auf die Opfer eingehen wollen. Aber das BZ, die Stimme von Berlin, hat also ein Protokoll, ein Zeitprotokoll angefertigt, das die unmittelbar an dem Tag, dem 19. Dezember 2016, begonnen und auch eine lange Zeit bis in den Folgetag geführt haben. Ihr seht, das beginnt hier um 20.35 Uhr in einem Video, das die Morgenpost auf Facebook veröffentlichte, ist zu sehen, wie Menschen verletzt am Boden liegen. Der LKW fuhr mehrere Meter über den Weihnachtsmarkt und kam am Tannenbaum zum Stehen. 20.40 Uhr Augenzeugen berichten über soziale Netzwerke. Es habe einen großen Knall gegeben. Zur Ursache des Knalls ist nichts bekannt. Im Übrigen hat auch nachher niemals jemand nachgeforscht. Fast jeder zweite Zeuge sagt, die haben einen Knall gehört. Aber welcher Knall soll das dort gewesen sein? Was ist dort zerknallt? So richtig sieht man das nicht. Aber wie gesagt, der Frage ist auch keiner nachgegangen. 20.44 Uhr. Es handelt sich um einen schwarzen LKW mit polnischem Kennzeichnen. Über den Fahrer ist derzeit nichts bekannt. Der LKW hinterließ auf dem Weihnachtsmarkt diese Spur der Zerstörung, was auch hier aber bereits überall eigentlich fehlt. ist die Verletzten, eigentlich auch die Panik. Und irgendwie würde man auch meinen, dafür, dass es passiert sein soll, so gegen 20.02, 20.04, selbst 20.10, würde man meinen, sollte doch so gegen 20.45 mehr als genug Polizei und Rettungskräfte das alles schon blockiert haben. Aber das war ein aktuelles Bild von diesem Moment. Und noch spannender ist es, dass die Feuerwehr, die sehen ein bisschen lächerlich aus, aber die machen einen guten Job, dass die Feuerwehr 20.51 eingetreten ist aufgetreten ist. Es ist ja ein bisschen wie ein ganzes Schauspiel dort. Und dass die also im Zentrum von Berlin zwischen 20 Uhr 2 oder 20 Uhr 4, lass es sogar 20 Uhr 10, wobei wir haben eindeutige Videos, die wiederum sagen, es muss gegen 20 Uhr 2 gewesen sein, dass die also bis 20 Uhr 50 gebraucht haben, um überhaupt dort aufzutauchen, die ersten Rettungskräfte überhaupt vor Ort waren. Und dann haben sie also gesprochen von vielen Verletzten und mehreren Toten. Derzeit werden noch Menschen reanimiert. Es gab da noch einen Livestream von RT, der begonnen hat, so ungefähr auch um dieselbe Zeit, 20.45 Uhr. So ungefähr um diese Zeit gegen 20.45 Uhr ist dieser lustige Mann da also vor die Kameras getreten und hat auch noch keine großen Anzeichen von irgendeiner Hektik gezeigt.
Uwe
Ja, und was eben auch interessant ist, dass laut dem, was der Autor in dem Buch recherchiert hat, wären die ersten Patienten erst um 22 Uhr in Krankenhäuser eingeliefert worden.
Eli
Ja. Also wir bleiben immer noch beim Wann, liebe Freunde. Von daher ist die Uhrzeit relevant. Ihr seht hier also den Vorlauf zu diesem 20.45 Uhr circa gegebenen Statement. Man muss sich vor Augen halten, liebe Freunde, das ist genau der Moment, als dort alles drunter und drüber gegangen sein muss. Dass es sich dann im Nachgang über die Stunden dieser Rettungsaktion beruhigt haben wird, weil man die wichtigsten und schlimmsten Verletzten abtransportiert hat, war ja mehr oder minder zu erwarten. Aber da hätte die Sache wirklich am Kochen sein müssen. Und man sieht weder Großrettungswagen noch große Aktionen. Man hatte sogar Zeit, die Presse zu informieren. Ja. Alles sehr überschaubar noch zu diesem Moment. Es ist fast schon langweilig so, dass ich vorspulen muss, bis dieser Feuerwehrmann überhaupt eigentlich mal vor die Kameras tritt. Weil bis dahin alles ruhig bleibt. Zwei Minuten geht das Video nun schon. Man sieht inzwischen den gelben Bus.
Gast
Wir schauen gleich mal, was wir sofort frei haben.
Eli
Wir bringen immer noch keinen Rettungswagen, der irgendwie dort die Szenerie verletzt.
Gast
Vollgeladen mit irgendwelchen Verletzten, die ja genau zu dieser Zeit eigentlich gerettet werden müssten.
Eli
Immer noch alles ruhig. Einige stehen einfach rum. Das Rumstehen werden wir noch öfter sehen in dieser Angelegenheit. Auch diese Frau, die da durchläuft. Kein einziges Anzeichen von irgendeiner Dramatik oder irgendeiner Dringlichkeit.
Gast
Die positionieren sich. Der beste Sprecher der Feuerwehr ist immer noch nicht da. Jetzt kommt er.
Eli
Im Hintergrund hat man ganz kurz die Uhr gesehen. Ich versuche nochmal, diesen Moment hier einzufangen. Es ist halt sehr schwierig, weil da irgendjemand hochkant gefilmt hat. Na, hat man es gesehen? Ich kann da leider nicht pausieren. Da müsst ihr selber mal hoch auf den Turm der Gedächtniskirche gucken. Da sieht man, es ist 20.47 Uhr. Das heißt, das Video hat begonnen hier 20.42 Uhr circa, angesichts dessen, dass wir schon dreieinhalb Minuten geguckt haben. Das Video war von 20.42 Uhr.
Gast
Der gelbe Bus blinkt schon, aber wie gesagt, kein Wunder, der ist drei Minuten nach dem Vorfall da hingefahren worden. Warum, klären wir noch im Bonus-Stream.
Eli
Die Journalisten fragen untereinander, was hier passiert ist, weil das eben nicht erkennbar ist. Überhaupt keine Hektik, überhaupt keine Bewegung, niemand fährt raus, alle fahren nur ganz langsam ran. Die Journalisten sind unmittelbar dran, blockieren auch gar nichts. Man sieht eine fast vollkommen leere Straße im Hintergrund links. Und man muss sich an dieser Stelle vor Augen halten, gerade dort links auf dieser Hauptstraße, die, wie hast du sie vorhin genannt, mit B war die Straße, Budapester Straße, da ist der LKW zum Stehen gekommen, da sollten angeblich Leute eingeklemmt sein, nur ganz so eingeklemmt waren sie dann doch nicht, wie selbst dieser Sven nachher sagen würde, der Einsatzleiter von der der Stunden später noch weiterhin keine Angaben zu den Verletzungen machen wollte oder wo die Leute genau verletzt worden sind, wie sie mitgeschleift worden sind vom LKW oder auch nicht. Na, wie dem auch sei, ich erwähne das jetzt, weil diese Hauptstraße der direkte Zufahrtsweg zu den direkten Opfern gewesen wäre. Und man hat gesehen, wie viel man gesehen hat, wie viel Freiraum da war, wie wenig dort Rettungskräfte waren um 20.47 Uhr, obwohl sie unmittelbar dort hätten parken müssen, um die Leute abzuholen.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen, es sind ja sehr viele Leute gewesen, denn es hieß ja, dass es 60 Verletzte seien. Das heißt, um 60 Leute zu versorgen, da braucht man schon eine ganze Menge an Personal. Und da ja eben auch Schwerverletzte dort angeblich waren, ist eins klar, die müssen eine Erstversorgung dort vor Ort bekommen. Und dann werden die sofort zur Notoperation ins nächste oder übernächste Krankenhaus gefahren. Das heißt, da muss eigentlich eine unheimliche Bewegung sein bei so vielen Leuten. Wenn wir also 60 Verletzte haben, zehn Tote oder zwölf. Und es gibt eigentlich, selbst wenn die Leute nicht schwer verletzt sind, dann gibt es Stressopfer, die einfach nur rumschreien und rumheulen und wie wild rumrennen. Sodass die Profis, ich sage mal, die Sanitäter ruhig sind, das kann ich ja noch verstehen. Aber es müssten viel mehr doch davon da sein. Man müsste auch irgendwelches Geschrei hören von Leuten, die verletzt sind, die Schmerzen haben oder die einfach nur unter Angststress sind. Aber das sehen wir auf keinem der Videos, die ich je zu dem Thema gesehen habe, auch nur annäherungsweise.
Eli
Egal aus welcher Perspektive übrigens, liebe Freunde, egal ob man in das Material von RT guckt oder hier von BZ, die Stimme Berlin, überall sah man eigentlich nur rumstehende Rettungskräfte, die mal ihren Helm aufziehen, mal ihn wieder abziehen, bisschen was reinsagen, bisschen was irgendwie machen, bisschen was rumbewegen, dann wieder sich hinstellen, ins Auto setzen, rausgehen aus dem Auto, sich ins Auto reinsetzen, das Auto zwei Meter umparken. wieder stehen bleiben, wieder rausgehen. Ganz genau hat man jetzt gerade die Uhrzeit gesehen. Oben ist es 20.48 Uhr. Und das ist die Hochstoßzeit, als die ersten Rettungskräfte angekommen sind und dann erst nur wirklich ganz nach und nach eben weggefahren sind.
Gast
Ja, wunderbar. Hier kommt der Sven. Gut zu mir drehen, eindrehen, genau. Immer noch weiß.
Eli
Ihr habt doch gesehen, wie anspaziert der gekommen ist.
Gast
Du guckst jetzt da hin, hab ich so das Gefühl. Ich guck da hinten auf das Auto. Überhaupt keine Anspannung. Mein Name ist Sven Gerling aus der Presse-Stelle der Berliner Feuerwehr. Wir haben gegen 20 Uhr einen tragischen Unfall hier auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz erlebt. Ein polnischer Lkw ist hier durch die Menschenmenge gefahren. Wir haben momentan zahlreiche ... Zahlreiche verletzte Personen, zahlreiche davon sogar schwer verletzt und wir haben leider auch schon mehrere Tote zu beklagen. Wir sind momentan von Seiten der Feuerwehr mit zahlreichen Rettungskräften hier vor Ort. Wir sind immer noch dabei, uns einen Überblick zu verschaffen. Die Polizei ist auch zahlreich hier, hat eine große Absparung gehalten. sodass wir jetzt erstmal dabei sind, uns hier alle Verletzten anzuschauen, alle Personen, die leider hier verstorben sind, auch, sag ich mal, wenigstens den Tod richtig festzustellen und auch einige Reanimationen laufen noch, sodass wir hier versuchen, einigen wirklich noch das Leben zu retten. Momentan wissen wir leider noch nicht mehr. Ich hoffe auf Ihr Verständnis und wir werden dann in einer halben Stunde, denke ich, ein näheres Wissen und die nähere Information geben können. Ist der Fahrer bewusst vielleicht in die Menge gefahren? Dazu können wir überhaupt gar nichts sagen als Feuerwehr. Wir können nur was der Feuerwehrlage erzählen. Die Polizei ist hier. Die muss dann nachher auch ermitteln, wieso es zu dem Unfall gekommen ist und was mit dem Fahrer ist. Verlassen Sie jetzt bitte diese Spur.
Eli
So, verlassen Sie jetzt bitte diese Spur. Man hat gesehen, das war also die Situation von ca. 20.42 Uhr bis ca. 20.52 Uhr. Diese 10 Minuten haben wir uns jetzt angeguckt und dieses Statement, das sollte er dann später, ein paar Stunden später eben erweitern. Aber es ist ähnlich nichtssagend geblieben bzw. halt alles, was er zwischen den Zeilen ausgelassen hat, ja, das spricht halt leider Gottes eben Bände. Uwe, gibt es weitere Hinweise noch aus dem Buch, die du hast ziehen können, die den Tatzeitpunkt ein wenig in Frage stellen, wo bis heute eben nicht klar ist, wie man das zeitlich einzuordnen hat, wann dieser Vorfall dort passiert sein soll?
Uwe
Ja, also ich sage mal, wir haben ja die Tabelle gesehen mit den verschiedenen Varianten. So, da kann man sagen, okay, das kann Übermittlungsfehler sein und und und. Ich hatte ja schon erwähnt, es ist unwahrscheinlich, dass man das nicht feststellen kann. Man braucht bloß in die Polizei, Notrufzentrale gehen, die haben das doch alles dokumentiert. Warum ist das ein Geheimnis so ungefähr? Warum gibt es da immer noch verschiedene Variationen? Und vor allen Dingen ist die Frage, warum tauchen die ersten Patienten erst nach 22 Uhr im Krankenhaus auf? Also eine Notfallversorgung bei Schwerverletzten geht doch eigentlich, also ich sehe das doch, wenn bei uns in Hamburg mal irgendjemand einen Herzinfarkt hat, da kommen die aber ruckzuck an diesen Inhalt von acht Minuten.
Eli
Das musst du den Leuten ja erklären. Du hast das ganze Vorwissen, du hast es gerade mal so hingebuttert. Also liebe Freunde, nicht nur haben die 45 Minuten gebraucht, bis da die erste medizinische Verstärkung eingetroffen ist. Uwe sagt, aus dem Buch hat er herausgelesen, ich übersetze mal, dass die ersten, die abgeholt worden sind zwischen 20.45 Uhr und eben der folgenden Stunde, erst anderthalb Stunden später fast, in das benachbarte Krankenhaus in Berlin eingeliefert worden sind.
Uwe
Nicht nur M1, sondern angeblich sind es hier in 22 verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden. Und gut, das kann durchaus sein, wenn man sagt, das ist jetzt eben eine Attentatssituation, wo gleichzeitig viele Opfer sind. Da können vielleicht die Notfallstationen das nicht alle in einem Krankenhaus oder in zwei bearbeiten. Aber trotzdem werden Notfälle immer bevorzugt behandelt. Ich habe in meinem Leben schon mehrfach Fälle gehabt, wo ich in Notfallsituationen Begleiter war. und weiß, wie das da in Krankenhäusern, zumindest hier in Hamburg bei großen Krankenhausketten, abläuft. Dass man da warten muss, ist klar, aber zumindest tauchen die Leute dort sofort auf und die Notfälle werden bevorzugt behandelt. Die werden sofort mit ihren ganzen Beatmungsgeräten und Herz-Kreislauf-Geräten und was sie da alles haben, werden die sofort in die Notoperation geschoben, vor allen anderen. Und daher ist es für mich völlig unverständlich, wie dann angeblich 60 Leute verletzt oder schwer verletzt sein können, um man die anderthalb Stunden lang nicht schafft, die ins Krankenhaus zu bringen. Wie soll das gehen? Was soll das?
Eli
Ja, in den unterschiedlichen Livestreams, insbesondere RT, die wirklich zwei Stunden lang draufgehalten haben, sieht man, dass man wirklich nur mit sehr mäßiger Geschwindigkeit, wenn überhaupt hier und da alle 20 Minuten mal eine Trage mit einer Person da rausgeholt hat und nicht etwa, weil die so unfassbar eben unter den Rädern gewesen wären, man da irgendwie noch Haare und Körperteile und was auch immer, hätte vom Fußboden abschaben müssen oder von unter den Rädern hervorziehen müssen, sondern einfach, weil man sich eben Zeit gelassen hat. Wir gehen nochmal zurück zur Chronologie dieses ganzen Events. 20.51 Uhr, das war dieser Sven, den ihr gerade mitbekommen habt, der Sprecher der Feuerwehr. 20.54 Uhr soll es bis zu 50 Verletzte und mehrere Tote gegeben haben. Der Fahrer soll flüchtig sein. Gegen 20.56 Uhr ging man bereits von einem Anschlag aus. 21.12 Uhr hieß es laut Polizei neun Tote. Neun Tote. 21.13 Uhr, die Polizei hat dann die Terrorlage ausgerufen, weil das Schauspiel musste dann ein bisschen, sag ich mal, eskaliert werden. 21.20 Uhr, der Fahrer soll noch damals einen Beifahrer gehabt haben. Beide sollen, hier steht das, hat die Polizei gesagt, ja, beide sollen in unterschiedliche Richtungen geflogen sein, geflohen sein. Entschuldigung, aber das hat sich dann offensichtlich nicht erhärtet, zumindest wollte man das dann nicht weiter recherchieren. Anis Amri sollte ja auch ordentlich, naja, sag ich mal, beitragen. Vorzeit haben. Dankeschön, viele Unterstützer hier für die Kanal-Mitgliedschaften. Ihr könnt es nicht erwarten. Wir gehen heute definitiv in den Bonus-Stream, aber noch sind wir nicht da. Na, wie dem auch sei, die Polizei hat dann eine verdächtige Person 21.30 Uhr aufgegriffen. Es hat sich nachher herausgestellt, das ist der Falsche. Es war halt eben kein Pakistani. Oder war es doch? Zumindest war es nicht der Anis, dem man das ja in die Schuhe stecken wollte. Der Verdächtige war ja kurze Zeit eben weg. festgenommen wurde, dann aber einen Tag später wieder freigelassen. Der Beifahrer des Mannes soll tot aufgefunden worden sein. Uwe, wir werden uns nachher noch unterhalten, wo man den gefunden haben will, wann der gestorben sein soll und so weiter und so fort. Polnische Medien berichten, dass der Kontakt zum Fahrer des Transportunternehmens um 4 Uhr abgebrochen ist. Das wird nachher auch noch eine Rolle spielen. Sie spekulieren, dass der Fahrer überfallen worden ist. Der damalige Bürgermeister von Berlin, inzwischen ist es ja der Wegner, aber damals war es noch der Michael Müller, den kennen wir seit der Hohenzählzeit, Der ist da auch vor die Kameras getreten, hat nur von Dramatik gesprochen. Aber die Situation war tatsächlich unter Kontrolle. Es hätte kaum ruhiger sein können. Auch Thomas de Maizière, damals Innenminister, hat das alles noch einmal bekräftigt. Frau Merkel hat damals ebenfalls verlautbaren lassen. Sie hat ja über ein Jahr gebraucht, um sich mit den Opfern nachher in Verbindung zu setzen. Sie hat verlautbaren lassen, ja, man sei mit Hoffnungen und Gebeten und den ganzen Trauertaten sei man also vor Ort. Nur vor Ort war sie nicht, hat sie sich noch ein paar Tage Zeit gelassen. Wir sehen hier ein neues Bildmaterial. Was heißt neu? Das ist halt aus dem Archiv. Wie dem auch sei, es zeigt, die Bild hat damals auch getitelt oder zumindest hier gezeigt oder ist ausgegangen von einem entweder sehr steilen 90 Grad Winkel. Na, vielleicht nicht 90 Grad, je nachdem wie er gefahren sein soll, aber eben die sind ausgegangen von der Kantstraße. Blöd nur, Reuters hat drei Tage später einen weiteren Clip publiziert und der hat gezeigt, dass das Auto, dass der LKW eigentlich komplett die Budapester Straße entdeckt. lang gebraust ist. Und dabei wollte man doch laut Kontraste, aber man hat noch am Video gearbeitet, suggerieren, der soll hier von der Hardenbergstraße reingefahren sein, geschlängelt sein und dann erst hier zum Stehen gekommen sein. Da seht ihr aber nichtsdestotrotz das Material. Man hat das also damals schon erstellt und es sollte sich alles in Anführungszeichen nicht als richtig erweisen. Die Polizei berichtet, der Lastwagen sei mindestens 50 bis 80 Meter über den Weihnachtsmarkt gefahren. Wer nachmisst, wird sehen, es waren bestenfalls 40. Auch der Bundes-Frank-Walter Steinmeier war damals bestürzt. Das ist ja seine berufliche Qualifikation, bestürzt zu sein und zu ermahnen. Die Polizei ist davon ausgegangen, dass die Kennzeichen des LKW gefälscht sind. Für uns alles mehr oder minder irrelevant. Ich möchte eigentlich hochscrollen zum nächsten Mal, als der Sven, den wir schon kennengelernt haben, vor die Kameras tritt, um uns ein Update zu geben zu den vielen Verletzten. Und das war, wie ihr hier erkennen könnt, um 23.50 Uhr. Die Polizei... Ich würde noch ein Upload-Portal für Fotos und Videos bereitstellen. Bitte posten Sie die nicht einfach im Internet. Sie könnten ja eventuell die Wahrheit verbreiten. Das passt natürlich den Berliner Schauspielern gar nicht. Und die haben stattdessen jetzt also ein bisschen was zur Lage der Versorgung der medizinisch Angeschlagenen dort uns mit auf den Weg gegeben.
Gast
Die Todesopfer bei, die wir dann sehr schnell erkannt haben und uns dann um die Schwerverletzten gekümmert haben. Es dauert natürlich gerade in der Anfangsphase auch eine gewisse Zeit, um wirklich jedem die optimale Hilfe zukommen zu lassen. Wir müssen die Schwerverletzten erkennen und nicht unsere wenigen Kräfte, die wir in der Anfangsphase da haben, denn bei den Leichtverletzten zu kommen. Haben Sie eine Panik erlebt auf dem Platz? Davon wurde mir bei den Einsatzkräften nichts berichtet. Es ist immer schwierig natürlich, weil jeder rollt laut um Hilfe.
Eli
Von Panik wurde ihm nichts berichtet. Also achtet auch mal auf die Sachen, die er so erzählt. Das erste Mal, dass in Deutschland nach einer Welle von Terrorismus im benachbarten Frankreich Charlie Hebdo war passiert, Nizza war gerade eben passiert, dass dieser Terror seinen Weg nach Deutschland gefunden hat. Mitten in der Weihnachtszeit, wenn es wirklich niemand erwartet, sind dort also auch noch Touristen, die vielleicht also ortsunkundig sind und der Sprache nicht mächtig sind. Eine Israelin soll ja gestorben sein. Dann eine Frau, ich glaube aus Polen, ist dort angeblich unter die Räder geraten. Eine Mutter im Übrigen, die einen vierjährigen Sohn damals hinterlassen hat. Na, wie dem auch sei, keine Panik. Sagt nicht ich, sagt auch nicht der Schwurbler Uwe, sagt der Sven von damals, dieser Herr, der ja für die Feuerwehr gesprochen hat. Keine Panik auf der Titanic, so als wenn man das alles schon hundertmal durchkommt.
Gast
Es wurde mir bei den Einsatzkräften nichts berichtet. Es ist immer schwierig natürlich, weil jeder... Ich spule nochmal zurück. Haben Sie eine Panik erlebt auf dem Platz? Davon wurde mir bei den Einsatzkräften nichts berichtet. Keine Panik? Natürlich, weil jeder rollt laut um Hilfe, möchte, dass der Rettungsdienst sich möglichst schnell um einen selber kümmert.
Eli
Jeder heult laut um Hilfe, möchte, dass der Rettungsdienst sich um einen selber kümmert. Das Video, das wir vor zwei Tagen geguckt haben, lieber Uwe, hat gezeigt, niemand hat geheult. Weder laut noch leise. Es gab kaum jemanden, der überhaupt hätte heulen können.
Gast
Aber für uns ist es dann eben wirklich die Frage, den Profi zu erkennen und zu sagen nach dem Motto, wir kümmern uns... Für uns ist es die Frage, den Profi zu erkennen.
Eli
War das ein freundlicher Versprecher? Also zu erkennen, wer ist Schauspieler, wer ist echtes Opfer?
Uwe
Ja, ich glaube, er meint das so. Ich erinnere mich noch, als ich bei der Bundeswehr vor 40 Jahren war, bei den entsprechenden Übungen für Erste Hilfe etc., so hieß es auch immer im Gefecht, die, die am lautesten schreien, sind meistens die, die die geringsten Verletzungen haben, weil die, die schwere Verletzungen haben, die haben keine Kraft mehr zum Schreien. So ungefähr hieß es damals. Ob das nun stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich bin ja kein Mediziner und habe eben damit in der Praxis auch nie zu tun gehabt. Aber ich glaube, das erinnerte mich jetzt daran, wo er das sagt. Nach dem Motto, die Profis sind diejenigen, die wirklich Probleme haben und die anderen, die tun nur so als ob, weil sie eben schreien.
Eli
Überhaupt wirkt der Mann eben nicht so, wie als wenn er gerade einen schwierigen Einsatz hinter sich hat. Das ist ja das erste Mal, dass so ein Sven, dass eben Gerling, glaube ich, heißt er ja, so einen Einsatz in Deutschland führen muss. Er ist quasi Vorreiter. Noch nie zuvor gab es so einen Terroranschlag. Und er tut das so routiniert, wie als wenn es ein ganz normaler Dienstag wäre und er daran schon hundertmal geübt wäre.
Gast
Profi! zu erkennen und zu sagen nach dem Motto, wir kümmern uns erst um die Schwerverletzten und wenn wir dann genügend Einsatzkräfte da haben, dann auch um die leichter Verletzten. Jeder bekommt Hilfe, es dauert nur leider bei solchen Großlagen ein bisschen Zeit. Es ist die Rede von neun toten Menschen. Wie sind die Verletzungen der Verletzten? Achtung! Wie kann man die einordnen? Also die Toten, neun Stück, das ist leider die traurige Wahrheit. Wir haben neun Personen, die hier vor Ort verstorben sind. Wir haben zahlreiche Schwerverletzte. Die genaue Anzahl der Verletzungen oder das genaue Ausmaß ist gar nicht hier zu beschreiben. Das wird zur Anfangsphase nur vor Ort kurz gesichtet, stabilisiert. Man versucht, dass die Atmung, dass der Kreislauf erhalten bleibt. Und dann kommen die gleich zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus.
Eli
Soweit macht das ja noch Sinn. Nichtsdestotrotz, er kann wirklich gar keine Angaben dazu machen?
Gast
Er kann an der Einsatzstelle gar nicht viel mehr machen. Da geht es gerade bei innerlichen Verletzungen darum, möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen, damit die in den Operationssälen dann in weiterer Maßnahme bleiben können. Sind die Verletzungen denn dadurch entstanden, dass die Menschen unter den Lkw geraten sind?
Eli
Die Journalistin fragt, sind denn die Verletzungen deshalb entstanden, weil die Menschen unter den Lkw geraten sind? Und ihr habt ihn jetzt schon hören sagen, er sagt, das kann ich Ihnen auch nicht sagen. Er kann nicht mal sagen, ob die Verletzungen deshalb entstanden sind, weil Menschen unter dem Lkw geraten sind. Weil man nur sehr spärlich überhaupt welche gesehen hat, die man von unter dem Lkw hervorgezogen hat. Aber vielleicht hat man die auch vorher erstmal dort ein bisschen präpariert, um die dann medienwirksam für die Kameras rauszuziehen. Sind die Verletzungen entstanden?
Gast
Das kann ich Ihnen auch nicht sagen. Das muss jetzt alles die Ermittlungsarbeit der Polizei ergeben. Ob die alle durch den LKW verletzt wurden oder durch Menschenmengen, die umhergerannt sind, das muss jetzt alles erst die Ermittlungsarbeit der Polizei ergeben.
Eli
Menschenmengen, die umhergerannt sind. Wo sollen diese Menschenmengen hergekommen sein? Also was auch immer man sich anguckt, wo auch immer man es sich anguckt, man hat gesehen, dass man nichts gesehen hat. Überhaupt keine Menschenmengen, egal wo. Also allein dieses Video, wenn ich das hier nochmal ganz kurz einspiele, Uwe sagt, er hat sich das irgendwie mikroanalysiert oder macht durch Wissen soll das getan haben. Na gut, auf Uwes Urteil lege ich Mehrwert. Wie dem auch sei, der soll das jetzt also Frame für Frame sich angeschaut haben und der sagt, auch auf der Aufnahme, die man ein Jahr später präsentiert hat, sieht man kaum Leute. Welche Menschenmengen sollen da 60 andere Menschen so sehr verletzt haben, dass die dann also in Krankenhäuser eingeliefert werden sollen? Wo sind diese Menschen? Auf dieser Aufnahme sieht man die nicht. Nicht einmal auf der mutmaßlich gedokterten Aufnahme von ein Jahr später von Kontraste, die ja diese physikalisch unmögliche Fahrt zeigen soll, im Übrigen ganz eindeutig zeigt, dass der LKW aus der Hardenbergstraße kommt, ja. Nur dummerweise war zu diesem Zeitpunkt schon drei Monate, vier Monate, fünf Monate lang dokumentiert, dass der Bundesanwalt davon ausgegangen ist, dass der LKW aus der Kantstraße und zwar von hier gekommen sein soll. Wie dem auch sei, für diesen Sven Gerling von vorhin eine Option, dass die Menschen sich eventuell dadurch verletzt haben, dass die selber ineinander gelaufen sind, wie die Blöden, sind die gegeneinander gestoßen. Auf der Aufnahme ist davon nichts zu sehen, sind überhaupt keine Menschen zu sehen. Vielleicht der eine hier hinten, einer, der ein bisschen zur Seite geht, Vielleicht noch ein zweiter, den ihr ja gleich unten rechts sehen werdet. Da, ganz, ganz unten. Da, dieser schwarze Schatten ganz unten am mittleren Bildrand jetzt. Eine zweite Person vielleicht. Und ansonsten, das war es ja auch schon. Der war ja nur vier Sekunden lang überhaupt auf dieser Strecke.
Uwe
Also guck mal, wenn er auf der Strecke 60 Leute verletzt, auf diese 40 Meter, die er vom Eingang bis zum Ausgang dort fährt. Ich weiß nicht, wie breit dieser Weg dort ist. Der ist, glaube ich, 10 oder 15 Meter breit oder vielleicht noch breiter.
Eli
Welcher Weg? Dieser Weg?
Uwe
Unter der Lichtkette.
Eli
Unter der Lichtkette ist es keine 10 Meter breit. Das wird vielleicht 5 Meter breit gewesen sein. Also übertreibt man nicht 10 Meter, das ist viel zu viel. Was soll man denn auch mit 10 Meter? Das war ein enger Gang, das sieht man auch auf den anderen Videos.
Uwe
Naja, umso mehr. Das heißt also, wenn dort er quasi 70 Leute auf die Schaufel nimmt, wo sind die? Da muss man doch irgendwas von sehen. Wenn er die Plattwalz, ja so gut, man sind vielleicht keine Bewegung am Auto, weil der Wagen so schwer ist, aber die Leute müssen noch zur Seite springen. Da müssen noch irgendwelche Arme und Beine zu sehen sein unter den Lichterketten. Nichts ist da.
Eli
Ja, wir haben auch gesehen, mit Markus Wischi haben wir ja gesprochen vor 48 Stunden, der ist professioneller LKW-Fahrer, der sagt in erster Linie, wenn LKWs Menschen überrollen, dann ist das hier ungefähr 1,80 Meter, dann würde man erwarten, dass hier die Leute mit dem Kopf an eben diese Front des LKWs eben stoßen oder irgendwo an diesem LKW, der jetzt also Leute umgemäht haben soll, irgendwelche Spuren sind von eben Kontakt von Menschen mit dem LKW. Die gibt es aber nicht. Die Mutmaßung steht zumindest im Raum, dass dieser LKW dort vielleicht also irgendwie Mobiliar, vielleicht Deko umgefahren hat, aber eben kaum Leute. Also das gibt einfach das Videomaterial nicht her. Egal wie man es dreht und wendet, man sieht dort keine Menschen.
Uwe
Wir hatten es ja vorgestern bei dem Video ja auch von demjenigen, der über den Platz gerannt war mit dem Handyvideo. Das im Grunde genommen sah man so gut wie niemanden. Das war eine relativ dünn besuchte Veranstaltung dort. Alles war mehr oder minder ruhig. Da hatte man jetzt nicht den Eindruck, also ich bitte dich, das sind doch keine 60 Leute auf 40 Meter.
Eli
Ja, wo sind auch übrigens die Gaffer? Wo sind die Leute, die dazugekommen wären? Jetzt gerade, wo man retten muss. Und da kommt aber dieser Mann, dieser Reporter, der zufälligerweise am Start ist. Am Weihnachtsmarkt. Eben ist ein LKW auf den Weihnachtsmarkt gefahren. Rechts alles frei. Es ist alles vollkommen frei. Also welche Route soll der gefahren sein? Es wird immer schwieriger, das irgendwie zu glauben, weil rechts wird es nicht gewesen sein. Dann wäre diese Bude hier, die man ganz eindeutig erkennt. Diese Bude, die wäre jetzt hier weg. Er sagt zwar, er hat irgendwelche Buden zertrümmert, aber keine einzige Bude ist zertrümmert. Nicht einmal dieser Weihnachtsbaum, auf den sich dieser Macht durch Wissen fokussiert hat, der da angeblich flackert oder auch nicht, der ist auch stehen geblieben. Alles ist stehen geblieben. Die Audiospur dessen, was der Reporter kommentiert, deckt sich nicht mit dem, was er filmt.
Gast
Menschen verletzt. Man sieht keinen einzigen Verletzten. Also ich sehe hier im Moment...
Eli
Im Moment von den Leuten. 20.04 Uhr steht der Bus übrigens schon da, wird nachher noch eine Rolle spielen.
Gast
Keine Panik. Es liegen hier leider Verletzte rum.
Eli
Man sieht keine Verletzten.
Gast
Er ist hier durchgefahren. Wir wissen leider noch. Also hier rechts, da sitzen zwei. Das sind bis jetzt. Es ist links, aber nichtsdestotrotz. Die ersten, die wir hier sehen haben. Und der schwarze Pfeil ist die Perspektive eher mit seinem Smartphone. Und hier mal ein bisschen auf wie er hält. Und zwar ein paar Tage später dieses Video, damit man sich ein Bild machen kann. Und zwar aus dieser Perspektive. Dann machen wir mal weiter.
Eli
Ich würde sagen 5, 6 Meter maximal, weil du ja vorhin bei 10 Metern warst. Aber gut, vielleicht ist mein Augenmaß da auch falsch.
Uwe
Ja gut, das kann man vielleicht noch, wenn wir wollen, bei Google Maps ausmessen. Also der ganze Weg wird vielleicht 15 Meter breit sein oder so und dann muss man die Buden auf beiden Seiten natürlich abziehen und dann bleibt dann irgendwas zwischen 5 bis 7 Meter übrig oder so, also maximal.
Eli
Nichtsdestotrotz relativ eng beisammen. Es war auch genau die Stoßzeit gegen 20 Uhr, wenn man erwarten würde, dass so ein Weihnachtsmarkt vollkommen voll ist, um nicht zu sagen überfüllt. Und wo sind hier die 60 Menschen, die er hier mitgeschleift haben muss, zu den Seiten umgestoßen haben wird? Eine andere Zeugin, gucken wir uns gleich nachher an, spricht von Haut und Haaren und Körperteilen, die abgetrennt sind, die teilweise auf den Buden verteilt waren, an den Wänden geklebt waren. Es ist eine dunkle Aufnahme, aber man sieht nichts. ob es nur ein Unfall war oder ob vielleicht mehr dahinter steckt.
Gast
Es ist wirklich ein sehr grausames Bild. Also er sagt ein grausames Bild. Ich will hier auch gar nicht auf die Opfer halten.
Eli
Das ist schwierig, wenn es keine Opfer gibt.
Gast
Wir müssen jetzt erstmal klären, was hier passiert ist. Da sind viele Menschen geschockt. Ich sehe keinen Schock, ich sehe keine Panik. Viele liegen am Boden. Leute bewegen sich ganz normal, ruhig. Hier versucht man eine Bude aufzurichten. Hier will man eine Bude aufrichten und das drei Minuten nachdem der LKW kam, will man jetzt eine Bude aufrichten. Es handelt sich um dieses Plastikstück da.
Uwe
Aber das haben wir ja nur vorgestern alles gesehen.
Eli
Ja, ich wollte es den Leuten nur mal vor Augen geführt haben. Also wie gesagt, es gibt diese Aufnahme und die ist dummerweise halt für die Behörden sehr, sehr verräterisch. Egal wo man hinguckt, egal wie lange man diesem Mann da folgt, der ist da wirklich 16 Minuten lang um das ganze Ding drum herum geschlöchen. Man sieht keine Toten, man sieht keine Verletzten, man sieht zwei Leute, die vielleicht irgendwie am Boden liegen, aber die werden vielleicht getroffen worden sein, vielleicht aber auch nur vom Schock, innerlich, seelisch verletzt. Das ist übrigens die Perspektive in die Schneise, die der LKW gerade gefahren ist. Sieht nicht unbedingt aus wie eine Katastrophe, die er da hinter sich zieht oder gezogen hat. Und an dieser Stelle machen wir vielleicht auch den Absprung zurück zu unserem Sven Gerling, weil der sagt uns ja, der kann nicht mal sagen, ob die Leute also dadurch verwundet worden sind, dass sie unter die Räder geraten sind von diesem Lkw. Vermutlich, weil niemand unter die Räder geraten ist.
Gast
... der Polizei erwähnen, ob die alle durch den Lkw verletzt wurden oder durch Menschenmengen, die unter den Lkw erwähnen. Menschenmengen, mhm. Ob die alle durch den Lkw verletzt wurden oder durch... Das kann ich Ihnen auch nicht sagen. Das muss jetzt alles die Ermittlungsarbeit der Polizei ergeben. Ob die alle durch den LKW verletzt wurden oder durch Menschenmengen, die umhergerannt sind, das muss jetzt alles erst die Ermittlungsarbeit der Polizei ergeben. Und die Verletzten sind in die umliegenden Krankenhäusern? Genau so ist es. Wir haben die Verletzten in mehrere Krankenhäuser transportiert. Wir wollen einfach nicht, dass ein Krankenhaus alle bekommt. Die wären damit auch überlastet. Deshalb versuchen wir, alle Verletzten in unterschiedliche Krankenhäuser zu bringen, um das Ganze zu verteilen. Sehr gerne. Sehr gerne, ich bin die Bild ganz bestimmt. Können Sie einfach weiterreden, dann sage ich gut. Wie war die Einsatzbeschreibung, als Sie alarmiert wurden? Also in der Anfangsphase hieß es, die Feuerwehr wurde sieben Minuten nach 8 Uhr alarmiert. Da hieß es in der ersten Meldung, dass ein LKW über den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren ist. Die ersten Kräfte konnten das auch bestätigen. Man hat sofort weitere Kräfte nachalarmiert, weil man hier erkannt hat, dass wir zahlreiche Verletzte haben. Es hieß in der Anfangsphase so um die 50. Die Kräfte haben diese Zahl auch sehr schnell bestätigen können. Wir haben leider auch neuen Todesopfer darunter zu beklagen, wo wir zwar Menschen möglichstes getan haben, aber hier leider keinen Weg mehr retten konnten. Und wie viele Einsatzkräfte waren sich vor Ort? Wir waren insgesamt zu Spitzenzeiten mit rund 130 Einsatzkräften hier vor Ort. Wir hatten auch die Hilfe noch des Deutschen Roten Kreuzes da, die mit einer SEG vor Ort waren, um hier eben auch uns zu unterstützen, weil wir haben ja den Regelrettungsdienst in Berlin eben auch noch. und sind da dann sehr dankbar, dass es Hilfsorganisationen gibt, die eben in ihrer Freizeit uns da unterstützen und uns hier mit ihren Rettungsmitteln dann auch noch helfen.
Eli
Im Hintergrund null Bewegung. Wirklich überhaupt gar nichts. Der hat alle Zeit der Welt. Der sagt nicht irgendwie so, ich habe jetzt wie bei einem echten Einsatzuhr, wo ich das schon mehrfach gesehen habe und als Reporter selbst erlebt habe, horcht mal hier, ich kann euch ein bisschen was zuwerfen, macht damit, was ihr wollt, ich muss zurück, der Einsatz ruft. Sondern er beschreibt eine furchtbare Katastrophensituation, wo man die Krankenhäuser nicht überlasten möchte. Und ja, Dummerweise zeigen halt die unterschiedlichen Bilder, dass das eben nicht wirklich so hektisch zugegangen ist, sondern im Gegenteil, dass das alles sehr ruhig gewesen ist.
Uwe
Lass uns mal eine quantitative Aussage machen. Lass mich nochmal kurz mal darstellen. Also erstens die Frage war, wie breit ist der Weg? So, wenn wir da mal eine Entfernung messen und sagen, okay, hier ist ja die Kirche bis dahin, das sind elf Meter. Das heißt, elf Meter ist der Weg breit, denn es geht ja an der Kirche hier vorbei. Und dementsprechend musst du jetzt die Buden abziehen, die sind jeweils, was weiß ich, drei Meter, dann stehen die hier an der Seite noch vor dem Zaun, da ist ja auch noch ein bisschen was. Also es kann hier der Weg, der zwischen den Buden ist, kann wahrscheinlich nicht größer als vier Meter, fünf Meter sein, also von der Breite her. Insofern gebe ich dir recht. So, der nächste Aspekt ist, wenn jetzt da 130 Rettungskräfte sind, wo bitte wollen die jetzt stehen?
Eli
Ja, auch gute Frage.
Uwe
So, also hier auf der Straße ja sicherlich nicht, denn da sind ja die Buden, da ist ja gar kein Platz. Wenn da jetzt ein Auto reinfährt, ein Feuerwehrwagen, dann ist die Straße zu. So, also können die ja nur auf der Budapester Straße stehen. So, und wenn wir uns jetzt mal die Budapester Straße angucken, könnten wir sagen, okay, dann ist die meinetwegen hier gesperrt. Ja, so, dann haben wir die Straße, die hat eine Breite von, dann nehmen wir jetzt die Bürgersteige mal mit rein.
Eli
Also jetzt Uwe macht es sehr mathematisch. Uwe, ich nehme es mal vorweg. Du kannst im Hintergrund rechnen. Ich zeige einfach mal die Bilder dazu, weil es gibt ja Aufnahmen von RT. Das sind Journalisten, die da rangelassen worden sind. Nicht nur RT, aber RT hat es auch noch live gestreamt. Du kannst ruhig rechnen, Uwe. Nur, dass ich die Bilder nicht verliere während du tust.
Uwe
Ja, aber dann blende ich mich aber ein, solange ich rechne.
Eli
Achso, ja, das kannst du machen, genau. Na, wie dem auch sei, man sieht schon, Uwe, darauf willst du ja wahrscheinlich auch hinaus, dass da nicht ganz so viel Platz ist. Und die haben dann natürlich das enge versucht im Prinzip zuzuparken, aber nichtsdestotrotz 130 Kräfte, unterschiedliche Einsatzwagen... Freunde, weiß ich nicht. Immer mal wieder hat man tatsächlich gesehen, dass die irgendwo gearbeitet haben, die eine oder andere Person rausgeholt haben. Was man wirklich vergeblich gesucht hat, egal wie nah man rangegangen ist, wie viel das Zoom-Objektiv hergegeben hat, war Blut. Die Leute sind irgendwie sofort unter die Räder geraten, dass die alle nur innerliche oder seelische Verletzungen hatten. Ansonsten, naja, hier seht ihr das. Man kann da hin und her spazieren. Was macht diese Person, die jetzt gerade durchs Bild gelaufen ist? Warum ist er gerade jetzt durchs Bild gelaufen, nach rechts weg? Was macht diese Person? Was machen diese Gruppe? Was macht diese Gruppe? Was hat er oben auf seinem Auto zu suchen gehabt? Was gab es da jetzt oben auf dem Auto zu suchen? Die laufen weg vom Ort des Geschehens. Man würde ja erwarten, dass ganz viele Leute, unfassbar viele Leute unter die Räder geraten sind. Dummerweise ist da gar keiner. Hinten haben wir auch gesehen, das ist dieser ganze Teil, wo die Schneise gewesen ist. Da lag auch hier und da vielleicht mal einer und uns wird erzählt, 50 Verletzte, 9 Tote, später sollten es sogar noch 11 dort vor Ort werden. Und die Budapester Straße größtenteils leer, trotz dessen, dass Uwe sagt, selbst wenn die wölten, hätten die dort keine 130 Einsatzkräfte hingekriegt. Ab und an ist mal ein Auto weggefahren. Ab und an hat man mal ein bisschen was hingezogen. Ansonsten sieht man unter den Rädern da gar nichts. Ein bisschen Müll. Autos, die rumstehen. Eine Trage, dummerweise leer.
Uwe
So, also jetzt lass uns doch mal anders rechnen. Also ich will jetzt gar nicht auf die Straße hin, weil das ist ja dann ein mathematisches Exempel. Also in einem Notarzt, in einem Rettungswagen sind wie viele Personen? In der Regel zwei, manchmal auch drei. Das heißt, wenn er sagt, wir waren in der Bestzeit mit 130 Leuten da, da müssten jetzt von dieser Art von Autos, von diesen Notrettungswagen, müssten wie viele da stehen? Ungefähr 40 mindestens.
Eli
Ja, das stimmt. Wenn man die hier alle zusammenzählt auf der größten Straße. Ja, es standen noch ein paar ums Eck rein in die Kranzstraße, aber nichtsdestotrotz. Ja, wie viel sieht man hier, Uwe? Ein halbes Dutzend? Vielleicht sind es sechs oder was? Vielleicht waren es nochmal sechs, die geparkt waren ums Eck auf der Kranzstraße eben. Das ist ein Dutzend. Das sind mitnichten irgendwelche 40 oder was. Und man sieht, wie die Zeit hier vergeht. Inzwischen ist es schon 21.15 Uhr. Und wir wissen, die sind ja erst 20.45 Uhr vor einer halben Stunde angekommen. Also wenn man sagt, okay, vor einer halben Stunde waren noch nicht alle da, spätestens eine halbe Stunde später sollten alle da sein, weil vergegenwärtigt durch in 45 Minuten werden die ersten ja überhaupt erst eingeliefert werden in die Krankenhäuser, die unmittelbar dort einen Kilometer entfernt sind. Einen Kilometer entfernt, aber die muss man ja erstmal produzieren. Da ist einer, ausnahmsweise hat man mal jemanden gefunden, der da irgendwie verarbeitet wird. Auch keine große Hektik, wenn du mich fragst. Wer liegt da? Was liegt da? Ist das eine Person? Ist die verletzt? Ist die nicht verletzt? Eine, die musste man suchen. 18 Minuten hat das gedauert, bis endlich mal etwas Action im Bild ist. Ja, der wirkt auch nicht angespannt. Ja, was nun, Klaus-Dieter? Na ja, Manfred, pass auf. Also ich gehe da hin. Wir packen zusammen an. Nicht etwa jeder Handgriff sitzt. Nee, wir lernen das jetzt erst einmal. So, jetzt stellen wir den hin. So, ja gut, jetzt steht er halt. Ist nicht wie bei Emergency Room bei Hollywood, wo die dann hier in Sekunden wie beim Formel 1 rennen, wo man dann in Sekunden die Räder tauscht. So, jetzt ist er drinnen. Toll, das hat geklappt. Und dann normalerweise springen sie ja sofort raus, dann tappt man zweimal drauf, wie immer im Film, dann fährt das Ding weg. Nö, ja, nischt. Der Journalist ist so gelangweilt, der schwenkt weg von der einen Stelle, wo mal etwas passiert, um zu zeigen oder zu hoffen, zu erkennen, ob da irgendjemand in den Trümmern begraben liegt. Ich glaube, die hätten da drauf gehalten, wenn da jemand drin wäre. Und dann kommt durchs Bild getragen eine weitere Person. Wir sind inzwischen schon 22 Minuten weit in diesem Livestream. Mach mal die Tonspur mit an. Könnte ja vielleicht was Spannendes sein. Nö, eigentlich gar nichts. Das ist so ein... Was wurde dort jetzt getragen? Man hat's verpasst. Ach Mensch, da war mal ein Verletzter und die haben den verpasst. Extra hingeschickt. 22 Minuten. Zwei Verletzte. Im Übrigen auch niemand von den Toten, irgendwie keine Leichensäcke, die abtransportiert werden. Niemand, der abgedeckt auf dem Boden lag. Überhaupt keine Berichte darüber. Man ist unmittelbar dran. Dank so einem Mobil-Tief sieht man die komplette Länge von diesem LKW. Ich kann mal die Tonspur ausmachen, die bringt eh nichts. Ja und ansonsten ist das hier von sehr viel Ruhe gekennzeichnet. Die jungen Damen sind auch schon am Start. Ja, das ist jetzt hier ein Terrorort, wo man um jede Sekunde bangt und retten muss, was zu retten ist. Ja, gehe ich mit dir, Klaus-Dieter? Nee, Michael Uwe, du kommst mit mir. Nehme ich die Alexandra mit? Die hat Praktikum, die ist heute den ersten Tag da. Naja gut, wenn es sein muss, nimm sie halt mit. So, ja, gut, toller Einsatz, oder? Ja, machen wir gut so, machen wir gut, oder? So. Minutenlang, weil nichts passiert, das ist ein Kameramann. Kameramänner sind trainiert, aus dem Augenwinkel irgendeine Action zu sehen. Die sind auf 180. Der denkt, scheiße, ich habe jetzt eine Trage verpasst, die haben mich extra hingeschickt, ich will meine 400 Euro pro Tag abrechnen. Die werden mir sagen, mein Gott, du sollst uns die Blutenden, du sollst uns die Toten, du sollst uns die medizinischen Einsätze zeigen, du sollst diese Sekundenaufnahmen produzieren, damit wir sie 300 Mal am Tag abspielen können. Und der hat die schon verpasst. Nach 22 Minuten hatte der die erste Gelegenheit, aber auch die letzte Gelegenheit dazu. Und sonst hier, das ist die geilste Szene ever. Das ist die Rettungskräfte, von denen gesagt wurde, Uwe, was wurde gesagt? Wir sind mit 40 Rettungskräften vor Ort. Der holt jetzt also seine Hüte raus, seine Helme.
Uwe
Bis zu 130, hat er gesagt.
Eli
So, was macht der? Der hat die Helme aus dem Rettungswagen geholt. Jetzt packt er sie da rein. Einen Helm hat er seinem Kollegen gegeben. Ja, Helm ist wichtig. Helm ist ganz wichtig. Wo sind denn eigentlich die Verletzten, die man da rausholt? Macht er wieder zu, Helm ist am Start. Dann läuft einer hinten rum, der überhaupt nicht nach irgendwas aussieht. Ich weiß nicht, ob ihr das gerade gesehen habt. Gleich läuft einer mit schwarzem einfach nur Oberteil durchs Bild. Der ist überhaupt keine Rettungskraft. Ich würde mal sagen Geheimdienstler oder was. Irgendeiner, der da noch ein bisschen was... Ja, der macht ansonsten Büroarbeit koordiniert aus der Fahne. Was auch immer. Macht sich nicht die Finger schmutzig. Der muss nicht schauspielern. Der ist Besoldungsstufe 5. Oder was? Hier, guck dir den mal an. Siehst du den Typen? Hast du das gesehen? Läuft ein Typ mit ganz normalem Hoodie durchs Bild. Ach Hoodie, Poloshirt. Und das geht jetzt stundenlang so. Stundenlang. Stehen die jetzt hier rum. Stundenlang. In dem Film, dem zweiten Teil dieses Films, von dem wir uns vor 48 Stunden einmal angeguckt haben, gibt es eine Zusammenfassung von der Reaktion der Nachrichten.
Gast
Hört mal rein.
Eli
Hören wir einen ersten Lagebericht von RTL-Reporter Thomas Prickelt.
Gast
Eine Menge Verkehr mit den letzten Besuchern sicherlich auch dieses Weihnachtsmarkt ist in dieser Zeit. Und die mussten erstmal alle vom Platz runter bzw. die Polizei musste auch erstmal sortieren, wer gehört denn hier zu welcher Stelle, wer ist verletzt, wer kann den Platz hier verlassen. Und da wusste man auch nicht, was passiert hier noch an dieser Stelle. Man hat ja erst mal versuchen müssen, einen Überblick zu bekommen. Deswegen ist man da auch mit den Maschinengewehren hier auf den Platz gegangen, um die Situation abzusichern. Und dann hat man den Kreis der Absperrung immer weitergezogen, immer weitergezogen. Man hat die Menschen also vom Platz heruntergebracht, was wir jetzt von der Polizei wissen. Gehört haben ist, dass der Lastwagen, dass die Fahrerkabine wohl mit zwei Personen besetzt gewesen sein soll. Also der Fahrer hatte wohl auch einen Beifahrer und beide seien dann nach diesem Eindringen auf dem Weihnachtsmarkt, nachdem sie also hier in die Menschenlänge gefahren sind, ausgestiegen und wohl in unterschiedliche Richtungen geflohen.
Eli
Beifahrer, beide sind ausgestiegen, keiner gestorben, unterschiedliche Richtungen geflohen.
Gast
Das ist das, was wir bisher hier gehört haben von einer Festnahme eines Verdächtigen, ist uns hier jetzt vor Ort noch nichts bekannt.
Eli
Geht jetzt noch weiter, da schlendert einer, ganz zufrieden. Dann gibt es einen Moment hier.
Gast
Achtung. Große Wand aufgestellt wurde. Natürlich soll die Versorgung der Verletzten oder auch der Abtransport der Toten dann nicht beobachtet werden von der Öffentlichkeit, sondern die Rettungskräfte versuchen natürlich in Ruhe zu arbeiten. Und ehrlich gesagt, sieht man auch eine große Ruhe auf den Bildern.
Eli
Ehrlich gesagt sieht man auch eine große Ruhe auf den Bildern. Die Notärztin mit lila Mütze, die wird gleich noch interessant. Die läuft mehrfach hin und her.
Gast
Man vorbereitet auf Unfälle sowieso, weil auch die Passanten, die wir gesehen haben, die haben eine relative Ruhe ausgestrahlt. Also es scheint so zu sein, als wäre man vorbereitet auf Unfälle sowieso, weil Unfälle natürlich ständig passieren. Aber dass möglicherweise auch Polizei wie Rettungskräfte so ein Szenario natürlich auch in der Hauptstadt Berlin durchgespielt haben und sicherlich häufig.
Eli
durchgespielt haben. Das bedeutet, es gibt Momente, wo solche Szenarien durchgespielt werden, damit sie dann im Extremfall sitzen. Das war gut so. Das hat sie doch im Subtext gerade gesagt, dass das im Vorfeld schon mal in dem Ausmaß eskaliert ist und man das also in dieser Eskalationssimulation geübt hat, damit man jetzt nicht mehr eskalieren muss. Und diese relative Ruhe bzw. die Ruhe vor Ort, die beschreibt sie ja jetzt auch. Also hat sich doch die Simulation vorher gelohnt.
Gast
Man irgendwie damit rechnen musste, dass es irgendwann auch Berlin trifft, Alexander.
Eli
Ja. Die Moderatorin. Weiß auch nicht, was sie da sagen soll. Fahrstuhlmusik. Also alles von unfassbarer Ruhe geprägt. Und das ist das Schlimme. Das geht halt dort so wirklich halt über Stunden. Über Stunden. Uwe, wir hatten ja eigentlich mit dem Wo und dann mit dem Wann weitergemacht. Jetzt sind wir nur schon... bisschen reingerutscht in die Opfer und in die medizinische Versorgung. Was wäre dann eigentlich das dritte Kapitel gewesen? Vielleicht wollen wir das jetzt gleich mal angehen, solange wir noch da sind.
Uwe
Das nächste Kapitel wäre, das wäre gewesen zum Thema Bremssystem. Also ob der Wagen... Nee, das wollten wir auslassen. Genau, das wollen wir auslassen. Insofern würde ich sagen, das bringt uns auch nicht an der Stelle weiter, sondern für uns ist eher die Frage, was hat der Lkw nachmittags eigentlich gemacht? Also bevor der überhaupt zum Breitscheidplatz gefahren ist.
Eli
Okay, gut. Uwe, dann muss ich nochmal einhaken. Danke, aber dann ist das ein zu großes Thema. Ich habe gerade auf die Uhr geguckt. Wir wollen ja heute nicht wieder einen viereinhalb Stunden daraus machen. Wir machen dann lieber stattdessen die Bonus-Sendung, diesen gelben Bus. Den habe ich den Leuten versprochen. Ihr merkt aber, liebe Freunde, wir sind heute noch nicht so richtig weit gekommen. Weil wir uns im Prinzip natürlich verloren haben, wie zu erwarten gewesen ist, eben in den Quellen. Aber allein eben das, wo ist der überhaupt lang gefahren, wo ist der hergekommen, konnte diese Route also überhaupt realistisch sein, das haben wir in viereinhalb Stunden sowohl vor zwei Tagen als auch heute durchanalysiert. Und das Wann, das haben wir uns auch angeguckt, zugegebenermaßen vielleicht nicht unbedingt die spannendste Frage, aber spannend, warum es da Diskrepanzen gibt. Spannend auch, warum eben so lange für die medizinische Versorgung gebraucht worden ist, bis die überhaupt am Tatort eingetroffen sind. Warum die so unfassbar lange gebraucht haben, um die ersten Leute da rauszuholen. Kein Wunder, es waren ja zu wenig am Start. Scherbensammler, vielen herzlichen Dank. Ich glaube, das ist schon das zweite Mal, dass du heute was verschenkst. Wir kommen gleich zum Bonus-Stream. Aber ich möchte an dieser Stelle dem Uwe auch nochmal Gelegenheit geben, diese zwei Aspekte, die wir uns heute angeguckt haben, erstmal einzuordnen. Was bedeutet das denn für dich? Erstmal nur dieses Teilstück, das wir heute betrachtet haben.
Uwe
Es bedeutet, dass wir schon bei den einfachsten Grundinformationen keine wirklichen Antworten haben, sondern nur Fragezeichen im Kopf. Denn normalerweise sollte man bei einer ordentlichen Ermittlung erwarten, dass also sowohl das Wann und das Wo eindeutig zu klären sein sollten. Also die Tatsache, dass man noch nach Monaten erklärt, der kommt über die Kantstraße, was nach meiner Meinung physikalisch schon 40 Tonner schwierig sein dürfte mit 45 Stundenkilometern und 49, dass das überhaupt, die man sich traut, so etwas zu sagen und das dann noch in der Position, das finde ich erstaunlich, möchte ich mal kommentieren. Und insofern stellt sich die Frage, warum solche völlig unplausiblen Aussagen überhaupt auf den Markt kommen. Und warum man eben, selbst so eine einfache Frage, wann die Notrufe eingegangen sind, hatte ich ja schon mehrfach gesagt, das kann man sofort feststellen. Das dauert genau 30 Sekunden, das festzustellen, dass wir heute, aber quasi nach acht Jahren immer noch sieben verschiedene Varianten haben oder fünf verschiedene Varianten. Worauf sich dann in den Untersuchungsausschüssen, da einigt man sich natürlich auf etwas und sagt, das ist jetzt die offizielle Version. Sie sagen aber, die offizielle Version ist eine Konsensgeschichte, aus welchen Gründen auch immer. Das ist ja nicht unbedingt die Realität. Und insofern, denke ich, zeigen schon diese ersten beiden Fragesteller, dass an diesem Vorfall Breitscheidplatz, da kann das Gehirn in Wallung geraten. Und diese Fragen könnten beantwortet werden, wenn die Behörden die Antwort geben würden. Das haben sie damals nicht getan. Und es stellt sich dann die weitergehende Frage, und da kommen wir eben zu Magdeburg, was ist denn, wenn das bei den anderen Attentatsfällen ähnlich laufen würde? Ist das auszuschließen? Es ist auszuschließen, dass bei den anderen Attentatsfällen, die wir in der Zwischenzeit hatten, es dann auch mehrere Jahre dauern wird, bis ein Untersuchungsausschuss kommt. So ein Untersuchungsausschuss, der stellt dann eine Konsensmeinung fest, um wer dann genauer hinguckt und den Taktik so ein bisschen hochhebt, stellt schon beim ersten Satz, beim Wo und beim Wann fest, das ist nicht rund, gibt es mehrere Versionen, wieso eigentlich, wieso kriegt man keine vernünftige Antwort, wieso weigern sich die Behörden, präzise Angaben zu machen und, und, und. Das heißt also, Breitscheidplatz ist vielleicht gar nicht mal so wichtig, Und die Fakten dort aufzuklären, und viel wichtiger ist es, es vielleicht als ein, ich sag mal, Musterexemplar, als eine Blaupause zu sehen, wie der Staat mit solchen Krisen umgeht. Und dass das vielleicht typisch ist. Den Gedanken, den würde ich mal in den Raum stellen wollen. Und dann kann man sich die Frage stellen, wenn das so wäre, diese Spekulation, wenn die zutreffen würde, was sagt das über uns und über den Staat und über die Medien aus? Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Unstimmigkeiten bei einfachen Fragen: Wo? und Wann?“, Die Welt Klar Sehen, 30.12.2024.
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Teil 2 des Gesprächs zwischen Uwe Loose und Eli (Kanal ETVC) zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz 2016. Anhand des Buches der gelbe Bus von Elias Davidsson werden die beiden Basisfragen Wo (Anfahrtsroute des LKW) und Wann (Tatzeitpunkt, Notruf, Rettungsablauf) durchgegangen und als bis heute ungeklärt dargestellt.
