Elon Musk & Alice Weidel im Fokus | Kommentar10.01.2025
Abschrift
Abschrift des Videos vom 10.01.202573 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Das spannendste Gespräch des Jahres 2025 und das schon am neunten Tag des neuen Jahres. Also die anderen 355 Tage, die brauchen wir jetzt nicht mehr. Das ist jetzt vorbei. Die EU hatte große Maßnahmen ergriffen und allen gedroht, die irgendwie Werbung für dieses Gespräch machen. War es denn tatsächlich so toll, was Alice Weidel von der AfD und Elon Musk, der reichste Mann der Welt und Hightech-Unternehmer und Marseroberer in spe, was die miteinander gesprochen haben? Das haben Eli und ich bei ETVC mal versucht zu analysieren und haben unsere Meinung dort rund getan. Die sind durchaus in einigen Punkten sehr verschieden. Schauen Sie einfach mal rein und schreiben Sie Ihre Kommentare unten rein.
Gast
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.
Uwe
Ja, hallo Eli, schönen Gruß aus Hamburg nach Dresden, unserer Partnerstadt an der Elbe, ein bisschen weiter aufwärts, wir sind weiter abwärts. Ja, mir geht's gut, ich habe ja auch die Sendung verfolgt, die du gemacht hast und da bin ich mal gespannt, was wir jetzt gleich besprechen werden.
Eli
Wir werden nichts anderes besprechen als den Fortbestand der Menschheit. Es ging ja, wie ich gesagt habe, nicht nur um Politik, es ging ja um so vieles mehr. Und wir haben uns mit Uwe auch schon abgesprochen, während er noch einmal rekapituliert für die Zuschauer, die eventuell vorher noch keine Zuschauer gewesen sind und sich diesen Talk noch nicht geben haben können. Ist ja auch ein längerer geworden. Ich glaube, über eine Stunde haben die zwei miteinander gesprochen. Während ich also im Hintergrund eine kleine Medienrundschau zusammenstelle, wie haben denn die Altmedien darauf jetzt nur reagiert, dass dieser Talk über die Runde gegangen ist, möchte ich mit Uwes Hilfe eine Zusammenfassung euch anbieten. die eben zusammenfasst, worüber die zwei gesprochen haben, die die wichtigsten inhaltlichen Punkte noch einmal rekapituliert, bevor wir zum eigentlichen Hauptteil dieses Streams dann kommen, nämlich einmal, wie gesagt, der medialen Reaktion und vor allen Dingen unserer Meta-Level-Analyse, was das alles denn nun bedeutet.
Uwe
Uwe, willst du übernehmen oder... Ja, warte mal einen Moment, ja, jetzt können wir loslegen.
Eli
Wir können loslegen. Du hast dein Skript vor dir, brauchst du... Ich hab mein...
Uwe
Alles gut. Nein, das machen wir so. Ist nichts, was man viel zeigen muss. Insofern können wir da einfach mal starten.
Eli
Ich darf mich bedanken bei Art Raiders. Vielen herzlichen Dank. Er wünscht mir hier Ruhm und Ehre. Und die Ruhm und die Ehre, die gebührt ganz euch, beziehungsweise meinem Gast jetzt. Der hat jetzt nämlich die Ehre, euch durch den nächsten Teil dieses Programms zu führen. Also Uwe, was ist denn nun gesagt worden zwischen Alice Weidel und Elon Musk bei diesem legendären Zusammentreffen? Leg einfach mal los.
Uwe
Ja, wir haben ja erstmal ein Weilchen gesprochen. Also man wusste ja vorher nicht so genau, wie lange überhaupt die Veranstaltung dauern wird. Und insofern war das ja erstmal ein Überraschungszeitraum. Wir wussten auch nicht, ob sie nur zu zweit sind oder vielleicht mehrere noch da sind. Das Format war nicht genau bekannt. Eli hatte ja vorher eine Sendung dazu gemacht, gestern. Aber das war natürlich spekulativ größtenteils. Und ich würde mal sagen, ich habe mir das Gespräch, was Eli übersetzt hat, angeguckt und festgestellt, im Grunde genommen haben sie über mehrere Themenblocks gesprochen. Ich habe mir da insgesamt sieben notiert. Das ging teilweise ein bisschen durcheinander, teilweise war es auch systematisch. Also um es mal aufzuzählen, Sie haben gesprochen über Energiepolitik, Sie haben über Infrastruktur gesprochen, Sie haben über Bürokratie und Gesetzgebung gesprochen. Sie haben über Steuern und soziale Abgaben gesprochen. Sie haben über Gesellschaftspolitik und Kriminalität gesprochen. Wir haben über Migration und Asylpolitik gesprochen, über Medien und Meinungsfreiheit, Verteidigungs- und Außenpolitik und auch Wirtschaften, Unternehmertum und Raumfahrt und Menschheitsperspektiven und zu guter Letzt auch über Glauben und philosophische Gedanken über den Sinn des Daseins. In der Summe würde ich sagen, war das Gespräch, ja was hätte man davon erwarten können, also was haben Sie jetzt persönlich für Erwartungen dran gehabt?
Eli
Uwe, du bist schon in der Meta-Level-Analyse, mach mal nachher, bitte mal inhaltlich ein Stück weit stichpunktartig zusammenfassen. Du hast viele Kategorien aufgezählt, vielleicht nur den wichtigsten Kerninhalt aus allen Kategorien, weil die Themen kennen wir jetzt, aber es waren die Hauptaussagen.
Uwe
Ja, also fangen wir einfach mal an bei Energiepolitik und Infrastruktur. Da ging es vorrangig eigentlich darum, ja, eben grüne Energie oder eben andere Energie. Hier wurde vorwiegend über Atomkraft geredet, nämlich dass die Atomkraft eben weniger Flächenverbrauch hat, dass die Windenergie eben viel zu viel Flächenverbrauch hat, dass wir abhängig sind vom russischen Gas. Also sprich, eigentlich waren das die Themen, die wir hier aus Deutschland speziell von der AfD kennen. Sprich, im Grunde genommen waren es ja reine AfD-Themen, die hier besprochen wurden, reine AfD-Energiepolitik, die aber von Musk insofern unterstützt wurde, als er sagte, dass er eben dafür ist, mehr mit Atomkraft zu machen. So, der zweite Hauptpunkt Bürokratie und Gesetzgebung, ja, da wurde eben von Weidel eben kritisiert, dass die Bürokratie unheimlich langsam ist und dass es so viel Verordnung und Gesetze gibt. Und auch, dass die Parteien in Deutschland ja viel versprechen, es zu bessern und sogar Gesetze dafür schreiben, aber die Gesetze werden dann eben nicht umgesetzt. Und dem hat der Musk im Grunde genommen zugestimmt und konnte das eben dadurch bestätigen, dass er ja selber hier ein Werk in Deutschland für seine Teslas Autos gebaut hat oder bauen wollte und erklärte dann, dass es so viele Regeln und so viele Gesetze gibt, da mussten sie 25.000 Seiten quasi an Dokumentation machen. Da kann ich aus meinem Beruf bestätigen, ja, bei solchen großen Werken, da kommen dann mal mehrere hundert, wenn nicht sogar tausend Ordner zusammen, die eben für Genehmigung und alles, was da drum und dran ist, gemacht werden müssen. Und an der Stelle spiegelt sich natürlich auch der Widerspruch zwischen der amerikanischen Bürokratie und der deutschen. Aber da wollen wir jetzt vielleicht nicht drauf eingehen, sondern wir sind ja erst mal beim Überblick, was Sie besprochen haben. Ja, dann ging es relativ kurz um die Steuern und soziale Abgaben. Und da hat vorwiegend jetzt Weidel sich positioniert und eben erklärt, dass Deutschland eben höchste Steuersätze hat. Und zusammen mit den Abgaben ja im Grunde genommen weltweit die höchste Belastung für den Bürger ist und dass wir quasi über mehr als 50 Prozent vom Bruttoeinkommen haben. an Steuer- und Abgabenlast haben und das im Grunde genommen ja nicht sozial ist. Sprich, dass es eben da was geändert werden muss. Bei der Gesellschaftspolitik und der Kriminalität ging es hauptsächlich eben darum, dass Weidel argumentiert hat, der Staat ist quasi gleichgültig gegenüber bestimmten Problemstellungen und sei es eben einmal die Kriminalität, womit sie natürlich hauptsächlich die migrationsbedingte Kriminalität meinte, aber eben auch die Bildung. Und damit meinte sie speziell eben, Die schulische Bildung insbesondere, bezog sie sich da auch auf die schlechten Ergebnisse der deutschen Schüler beim PISA-Test. Und dass statt einer vernünftigen Bildung eben der Wurkismus und das Gendern hier bevorzugt würde oder eben in den Vordergrund gestellt würde. Stattdessen sollte man im Grunde genommen mehr leistungsorientiert arbeiten, nach dem Motto, die Schule soll Bildung verschaffen und nicht irgendwelche Ideologien. Das konnte Herr Musk sehr gut unterstützen und zeigte an einem Beispiel, dass speziell in Kalifornien bestimmte Gesetze schon so sind, dass ein normaler Bürger sie früher gar nicht für möglich gehalten hätte. nämlich dass Diebstahl unter 1.000 Dollar Diebstahlsumme noch nicht einmal mehr anzeigefähig waren, beziehungsweise nicht mehr juristisch verfolgt wurden, dass sie quasi eine Legalität schon bekamen nach dem Motto, man kann in einen Laden gehen und wenn man was klaut, was weniger als 1.000 Dollar in der Summe ist, dann kümmert sich kein Schwein drum. Und wenn aber der Inhaber oder der Bestohle eine Anzeige macht, dann wird der noch vom Staat verfolgt, weil er überhaupt eine Anzeige gemacht hat. Da stellte sich natürlich im Grunde genommen schon implizit die Frage, wie kann sowas sein? Und da verwies der Musk eben darauf, dass es eben Gesetzgeber gibt, unter anderem eben auch impliziert oder vorangetrieben von anderen reichen Leuten wie Herrn George Soros. Und der quasi sinngemäß gesagt hätte, man müsse entweder die Gesetze stoppen, wenn man seine Ziele erreichen will, oder zumindest dafür sorgen, dass die Gesetze nicht umsetzbar sind. Also genau das, was die Weidel ja vorher für den deutschen Politikern ankreidete, nämlich sie machen zwar Gesetze, aber sie setzen sie nicht um. Ja, dann ging es in Punkt 5 um die Migration- und Asylpolitik. Und da erwähnte eben Weidel, dass wir seit 2015 sieben Millionen Migranten hätten und kritisierte, dass eben die Passkontrollen mangelhaft seien und dass eben nach ihrer Ansicht 50 bis 60 Prozent der Migranten quasi vor der Grenze ihre Pässe wegwerfen. Und dann kommen sie quasi identifikationslos hier rein und niemand weiß, wo sie herkommen und niemand kann sie abschieben und niemand will sie abschieben. Ja, ein anderer wichtiger Punkt. Ach so, das hatte dann der Trump, äh Trump sei schon der Musk, im Grunde genommen für die Thematik Mexiko und deren Einwanderung auch dargestellt. Und es hatte es sinngemäß so dargestellt, als ob die quasi jetzt Amerika ausrauben oder bestehlen wollten und sich keiner darum kümmern würde. Ein anderer Punkt, da ging es dann um Medien- und Meinungsfreiheit und Weidel hatte insbesondere die EU-Regelung vom Digital Services Act in DSA erwähnt, dass der eben zur Kontrolle der Medien führen könnte. und die freie Meinungsäußerung abgeschafft werden könnte und das wiederum eine Zensur darstellen könnte und das wiederum die Gefahr der Überleitung der Gesellschaft in eine Form von Diktatur, ähnlich wie wir sie in Deutschland schon einmal hatten. Also da hatte sie dann einige Sätze zugesagt, dass quasi sie im Grunde genommen befürchtet, dass wir Zustände bekommen wie im Dritten Reich und dass die Medien quasi gesteuert werden und Zensur eben dominant ist, freie Meinungsäußerung nicht mehr existiert. Der Musk hatte das entsprechend, ja, ich sag mal bestätigt, aber dazu jetzt von Seiten der USA keine eigene Story zu erzählen und keinen eigenen Einwand gegeben. Und dann sprach man dann über den nächsten Hauptblock, nämlich Verteidigungs- und Außenpolitik. Insbesondere wurde von Weidel kritisiert, dass die Bundeswehr nicht einsatzfähig sei. Und dann wurde darüber gesprochen, wie denn der Ukraine-Krieg zu beenden sei. Und Weidel meinte nur, der Musk und Trump könnten den Krieg beenden. Der Musk wiederum hat da aber dann ein bisschen abgewiegelt, hat gesagt, das könne er jetzt nicht für Trump entscheiden, weil Trump ist derjenige, der das Sagen hat. So sprich, er ist nur Berater bestenfalls, aber eben nicht Mitentscheider. Hier kam dann auch der Rückbezug von Musk wiederum zum Thema Kommunikation und Digital Service Act in Europa. Er betonte also mehrfach, wie wichtig es ist, dass kritische Kommunikation überhaupt erlaubt ist.
Eli
Und wir wissen ja, er hat ja vor ein paar Jahren... Ja, Meta-Level, Meta-Level, weitermachen, sonst kommst du nicht zum Punkt. Okay, alles gut. Einfach nur eine Aufzählung, Uwe.
Uwe
Und dass eben die kritische Kommunikation eben da auch dazu führt, dass eben kritisches Feedback, also Rückmeldungen da sind und dass das wichtig ist für ihn als Unternehmer und natürlich sei es auch wichtig, wenn es um solche zentralen Fragen wie Kriegsführung und insbesondere Kriegsbeendigung geht. So, Weidel hatte dann ihn gefragt, wie er denn eigentlich zu dem Gaza-Konflikt steht, was er davon hält. Und er hat also sich klar positioniert, dass er eben sagt, das Existenzrecht Israels ist zu verteidigen. Aber insgesamt hält er den Nahostkonflikt doch für äußerst komplex. und hatte sich so ein bisschen bedeckt gehalten, wie das ausgehen könnte, weil das eben so komplex ist. Dennoch hatte er Vorschläge gemacht, was man verbessern könnte, nämlich zum Beispiel in Palästina müsste man die Regierungsstruktur optimieren, man müsste das Bildungssystem optimieren und natürlich auch dafür sorgen, dass dort eine wirtschaftliche Entwicklung stattfinden sollte. Warum das jetzt nun unbedingt dazu führen sollte, dass das eine Verbesserung ist, hat sich mir jetzt nicht so erschlossen. Habe ich nicht ganz verstanden, aber das können wir vielleicht später noch klären. Und dann, was ich ganz interessant fand, war, dass er dann auf einmal aber christlich argumentierte, nämlich dass er sagte, dass man eben nicht Auge um Auge, Zahn um Zahn machen solle, sondern dass Vergebung besser sei als Vergeltung und dass nur dadurch der Weg zu einer Beendigung der Gewalt überhaupt angefangen werden könnte. Also nicht den ewigen Hass weiterführen, sondern eben mal aufführen, mal die Sache beiseite lassen. Der nächste Punkt war Wirtschaft und Unternehmertum. Da kamen wir auch noch mal zum Thema zurück Meinungsfreiheit, wie wichtig für Weidel die Meinungsfreiheit ist und dass eine gute Ausbildung wichtig ist und dass sie sich wünscht, dass man ein möglichst freies Unternehmertum hat und dass der Staat eben die wirtschaftliche Freiheit fördern sollte und nicht behindern sollte. Da stieß sie eigentlich auf Zustimmung von Musk, aber der hat sich dazu nicht im Detail jetzt irgendwie noch anders geäußert. Dann ging es um ein Thema, was hauptsächlich in den Bereich Musk reinfiel, nämlich warum den Mars besiedeln will, was eigentlich seine Zielsetzung ist. Und da hat er doch ganz interessante Ideen von sich gegeben. Nämlich, dass er sagt, im ganzen Universum gibt es nach seiner Meinung ausschließlich auf dem Planeten Erde Intelligenz. Und es gebe keine stichhaltigen Beweise für irgendwelche Aliens. Er ist auch der Meinung, dass die menschliche Zivilisation, wenn man alles zusammenguckt und rechnet, eigentlich nur 5000 Jahre alt ist und dass das in Anbetracht der viereinhalb Milliarden Jahre, die die Erde schon existiert, doch relativ wenig ist. Ja, und er befürchtet eben, weil ja schon mehrfach Artenauslöschungen hier auf dem Planeten stattgefunden haben, dass irgendetwas passieren könnte, wodurch die Menschheit dann eben vernichtet wird oder die Erde zerstört werden könnte. Und deswegen möchte er dafür sorgen, dass eben die Menschheit multiplanetar wird. Das heißt, dass sie auf mehr als einem Planeten wohnt, falls ein Planet mal kaputt geht, dass sie dann auf einem anderen leben können. Und der nächste Planet, den wir jetzt besiedeln könnten, wäre eben der Mars. Und da kann man eben aufgrund der... Ja, ich sag mal, der astronomischen Verhältnis, also alle zwei Jahre könnte man da eine Transportrakete hinschicken mit Material und wenn genügend Material da ist, dann kann man da auch eine Kolonie aufbauen. Und dementsprechend könnte man im Laufe von Jahrzehnten also dort eine größere Kolonie aufbauen und die könnte dann irgendwann mal vermutlich auch andere Planeten besiedeln oder sogar außerhalb des Sonnensystems in einen kosmischen Planeten. Raum expandieren. So und dort würde man vielleicht dann auf die Überreste von uralten Zivilisationen treffen, die vielleicht eine Million Jahre alt sind. Ja, und also das wäre so sein Ziel, dass die Menschheit sich von der Erde aus in den Kosmos ausbreitet. Zu guter Letzt ging es dann noch darum, warum eigentlich die Welt so ist, wie sie ist, ob sie durch Zufall so komisch ist und so durcheinandergewürfelt und so viel Kriege und so viel Unheil oder ob das vielleicht ein Gesetz ist oder Gottes Wille. Soweit ich den Musk verstanden habe, hat er sich dahin geäußert, dass er eigentlich nicht so an Gott glaubt, sondern eher sich als pragmatischen Menschen sieht. und sich vorstellt, dass es doch irgendwie gesetzmäßig ist und dass der Mensch quasi sein Schicksal in seinen eigenen Händen haben kann. Und ich weiß, dass er schon mal woanders gesagt hat, wir könnten vielleicht auch in einer Simulation leben. Und was denn der Sinn des Ganzen ist, das konnte er jetzt nicht so beantworten und hat dann eines seiner von ihm oft zitierten Lieblingsbücher per Anhalter durch die Galaxis zitiert. Wo es dann heißt, was ist der Sinn allen Daseins? Die Zahl 42. Und warum gerade die 42? Ist eigentlich nicht die 42, sondern auf die Frage kommt es an. Also wichtig ist eben nicht, die Antwort schon vorher zu wissen und alles nach der Antwort auszurichten, sondern wichtig ist es, die richtigen Fragen zu stellen. Und damit endete dann eigentlich der beiden Dialog.
Eli
Wow, super Uwe. Das hast du sehr gut zusammengefasst. Man merkt, die haben lange gesprochen, die haben viele Themen angesprochen und das jetzt in der Kürze der Zeit so zusammenzufassen, ist eine Kunst für sich. Auch mir liegt die manchmal fremd. Ich musste dich ein bisschen zügeln das eine oder andere Mal, wenn du schon in der Wertung warst, in dem Kontext, zusätzlich in der Vergangenheit irgendwie auf bestimmte Punkte, in deren Biografien referieren wolltest. Dazu haben wir jetzt noch Zeit und die Leute sollten erstmal einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie im Prinzip die Themenliste dieses Gesprächs eben ausgesehen hat. Wer die noch einmal schriftlich nachlesen will, der kann das sehr gerne tun. Und zwar, genau wie Rainer Maria Müller, braucht ihr mir einfach nur zu folgen, zu abonnieren. Nein, Quatsch, kriegt ihr auch so jetzt direkt über den Bildschirm, aber danke dir fürs Abo. Ihr seht hier, Uwe hat das ganz gut gegliedert. Energie und Infrastruktur, Bürokratie, Steuern, Gesellschaft, Migration, Medien, Verteidigung, Wirtschaft, Raumfahrt, Glaube und Philosophie. Also man muss sagen, wer auch immer diese Themen sich da ausgedacht hat, das hatte eine ganz gute Dramaturgie auch. Und lass uns vielleicht mal so in die Nachbesprechung einsteigen. Wenn wir jetzt also wissen, was inhaltlich besprochen worden ist, wie fandest du es denn jetzt vom Gefühl her? Was für einen Eindruck hat das Gespräch gemacht? War es ein Hickhack? Wirkte es improvisiert? Wirkte es sehr diszipliniert, also durchchoreografiert? Wirkte das angenehm, locker, flockig? Was hat das für einen Eindruck gemacht auf der emotionalen Ebene, wie sich diese zwei begegnet sind? Das erste Mal, die haben sich ja vorher vielleicht nur am Telefon gesprochen, aber sonst nie einen öffentlichen Auftritt gemeinsam gehabt.
Uwe
Also für mich war das eigentlich ein mehr oder minder lockeres Plaudergespräch. Nach dem Motto, lass uns mal über irgendwas sprechen. Und man hat zuerst eben über die Sachen gesprochen, die eben unmittelbar jetzt die größten Berührungspunkte sind. So, weil wir wissen ja, dass eben der Musk die AfD nun befürwortet. Und dementsprechend waren die deutschen politischen Themen dort erst da. Und dann ging es dann später immer mehr in den amerikanischen Bereich und zum Schluss eben in den rein muskischen Gedankenbereich. Und insofern denke ich, das war ein nettes Gespräch unter Menschen, die sich selber wohl sympathisch oder zumindest nützlich empfinden. Und es waren jetzt nicht die großen Knaller drin. Aber ich fand es eigentlich ganz nett.
Eli
A. Ganz nett. Okay, gut. Also ich finde es gut, dass du das so lapidar rüberbringst, weil ich muss fairerweise sagen, das war ja auch meine Erwartung im Vorfeld. Vielleicht müssen wir jetzt darüber sprechen, bevor wir dann auf die Medienrundschau kommen, die die Leute wahrscheinlich mit Sehnsucht erwarten. Bist du denn mit Erwartungen reingegangen? Also ich meine, ich frage natürlich vor dem Hintergrund, dass es unfassbar gehypt worden ist. Die Leute haben ja gedacht, da kommt ja was weiß ich, Jesus mit dem Messias zusammen nach Moskau. Hast du gedacht, die würden da jetzt irgendwie die Welt verändern oder hast du erwartet, dass die jetzt nur Politwahlkampfpropaganda machen? Mit welchen Erwartungen bist du reingegangen und inwieweit sind die also erfüllt oder enttäuscht worden?
Uwe
Naja, also du weißt ja, dass ich so ein bisschen strategisch und auch psychologisch immer denke. Und dann ist immer meine Frage, wer sind die Leute? Was kann ich von denen erwarten? Und was können die überhaupt sagen? Was Alice Weidel sagen würde, war klar. Wir haben genug Reden von ihr gehört. Wir kennen das Parteiprogramm der AfD. Insofern ist alles von dem, was sie gesagt hat, konnte gar nicht anders gesagt werden. Und bei dem Musk, den kennen wir jetzt als Deutsche vielleicht im Detail nicht so sehr, aber es war klar, dass er dann eben seine Agenda vorträgt. Das heißt, es war überhaupt nicht zu erwarten für mich, dass jetzt irgendwas Weltbewegendes rauskommen würde. Das Einzige, was mich überrascht hätte, wäre, Wenn Herr Musk gesagt hätte, ich habe ja den Wahlkampf von Herrn Trump mit 15 Millionen Dollar pro Monat gesponsert und jetzt sponsere ich 5 Millionen Dollar pro Monat der AfD. Das wäre für mich eine Überraschung gewesen. Aber alles andere, wo es also nicht um eine aktive Unterstützung geht für die AfD, und das war ja quasi der Sinn dieser Veranstaltung, dass eben die AfD von Seiten USA jetzt promotet wird, hätte ich jetzt nicht erwartet, dass da irgendetwas an neuer Information kommt. Und insofern waren für mich diese ganzen Medien-Hypes, die auf vielen Kanälen kundgetan wurden, nach dem Motto, das wird das wichtigste Gespräch des Jahres 2025. Und das schon gleich in den ersten zehn Tagen. Da können wir uns die anderen 360 Tage ja schon sparen, so ungefähr. Das habe ich also nicht erwartet. Also ich habe gedacht, naja, wollen wir mal gucken, was die bringen wollen. Alleine die Tatsache, dass wir es eben nur als Radiosendung machen, zeigt ja schon, dass sie ein bisschen Understatement machen, dass sie nicht wirklich den großen Knaller liefern wollen.
Eli
Ja, richtig. Ich habe auch das Gefühl, die wollten den Ball flach halten. Es sollte eine erste Annäherung sein. Es ging mehr darum, dass ein Gespräch überhaupt möglich ist zwischen diesen zwei Parteien, die so verschrien sind, und weniger darum, was eigentlich der Inhalt ist. Nicht, dass der Inhalt jetzt vollkommen irrelevant war, aber sagen wir, wie es ist. Der Inhalt war bis auf den Teil vielleicht zum Glauben die Philosophie am Ende. Das ist immer eine Unterhaltung wert. Und meiner Meinung nach spannenderweise seine Visionen, fast ein wenig dystopischer Natur zum Thema Mars, war für mich da eigentlich... Kein Neuigkeitswert wirklich mit drin. Wer sich mit der AfD beschäftigt, kennt diese Themen. Wer versteht, warum sich Elon Musk auf die AfD eingelassen hat, insofern, als dass er gesagt hat, er lässt da ein offenes Gespräch zu, weiß, da müssen Überschneidungen da sein. Insofern, die hätten da heute wahrscheinlich eben weder das Heilmittel für Krebs noch in irgendeiner Form irgendwie, was weiß ich nicht, das Viagg im Quadrat neu erfunden oder das Rad, wie man so schön sagt. Sondern es war halt einfach nur ein Gespräch auf Augenhöhe über Themen, in denen beide sich gut auskennen, in denen sie ihre Zuseherschaft, ihre Zuhörer, ihre teilweise politischen Wähler, Aktionäre oder wem auch immer seit Jahren mit eingebunden haben. Insofern niemand hat erwartet, dass Elon Musk jetzt auf einmal aus der Haut fährt und etwas Rollen-Untypisches macht und bei Frau Weidel erst recht nicht, weil Frau Weidel ist nicht die reichste Frau der Welt und Frau Weidel ist gerade im Wahlkampf. Das heißt, sie muss ganz besonders natürlich aufpassen, was sie sagt. Insofern war das Spannende, das in Anführungszeichen Spektakel drumherum. Und man hat gesehen, wie viele Augen da wirklich halt darauf gerichtet waren. T-Online hat heute Morgen schon geschrieben, ist das jetzt nur ein Verstoß gegen EU-Recht, der da droht, dass zwei Leute sich auf Augenhöhe live in Echtzeit eben unterhalten. Bis zu 150 Bürokraten sollten jetzt diesen Musk-Live-Tort tatsächlich überwachen. Sie haben es getan und wir wissen noch nicht, wie der Bundestag endgültig entscheiden wird, aber zumindest hat die entschieden. EU erstmal abgenickt und gesagt, horcht mal Leute, also wenn ein Sack Reis irgendwie im Wald umfällt, das ist vielleicht spannender. Dabei haben das in der Tat nicht wenig Menschen gehört. Das ist dank der Reichweite von Elon Musk natürlich auch zu erwarten gewesen. Allein dieser Live Space, wie man neudeutsch Radio sagt, also es war ja wirklich wie Radio aus dem Jahre 1998. 20 oder was, ja, wie dem auch sei, das haben jetzt also 2,4 Millionen Menschen zumindest einmal reingeklickt, wie viele Leute tatsächlich drin geblieben sind, ist eine andere Frage, aber eine Stunde 24 inklusive Vorgedudel der Fahrstuhlmusik hat das alles jetzt nun gedauert und das wird jetzt natürlich entsprechend Und da sind wir jetzt also nun schon auch in dem wichtigen Punkt der Betrachtung der medialen Resonanz. Wir sehen jetzt hier also Gespräch, wen haben wir hier? Deutschlandfunk, also Regierungssprech, Gespräch zwischen Musk und Weidel auf X, Lobby Control, irgend so eine angeblich unabhängige Organisation, sieht Anhaltspunkte für mögliche illegale Parteispende an die AfD. Gut, das wird sich jetzt wie gesagt noch über die nächsten Wochen oder Tage wahrscheinlich noch klären lassen, aber bis dahin ist die Wahl schon durch und die AfD hat davon schon profitiert. Das ist noch bevor man in Berufung und Revision gehen kann. Wie dem auch sei, die EU, wie eben gerade erwähnt, beobachtet den ganzen Spaß hier gelassen. Politische Einmischung Musks, nee, um Gottes Himmels Willen. Einfach nur zwei Leute, die sich gerade unterhalten, aber auch hier, ihr seht es, Tagesschau versucht natürlich zu framen, was das Zeug hält. X-Chef Musk nutzt den Einfluss, den die Plattform bietet und greift auch Regierungen in Europa an. In Deutschland wirbt er für die AfD, verletzt, dass EU-Gesetze die Manipulation im Netz verhindern sollen. Ich wünschte, wir könnten diesen Wahnsinn im Netz verhindern, der sich da irgendwie Tagesschundpropaganda... Aber wie dem auch sei, bei den Privaten ist es vielleicht nicht auch unbedingt sehr viel besser. Ein wenig zurückhaltender, ein wenig faktischer, aber nichtsdestotrotz nationalistisch ist auch die Welt unterwegs, ihre Gebühr. Sie nehmen sich sofort das einzige Wort in den Mund, was ansonsten alle anderen Medien seither bemühen, sondern sie reden auch über die anderen. als Aussage, sondern stattdessen eigentlich eine relativ inzwischen schon abgemühte, möchte ich fast schon sagen, Floskel ist, mit der zumindest die AfD-Wähler in Deutschland, die das Programm und das Wirken von Frau Weidel kennen, längst vertraut sind. Spannender ist es dann wieder hier und hier beginnt es, das Crescendo des Nationalsozialismus. Die Deutschen haben ja irgendwie offensichtlich einen Fetisch mit ihrer Vergangenheit, wie zu erwarten war. Von daher weiß ich nicht, warum sie sich selbst diese Falle gestellt und aufgemacht hat. Sie hat über Hitler gesprochen, die Frau Weidel, und das ist alles, was auch nach diesem Gespräch meiner Meinung nach leider Gottes hängen bleiben wird. Es ging um Atomkraft, das ist richtig, es ging um Meinungsfreiheit, aber alle anderen Medien schießen sich ein jetzt auf die Betrachtung der Nationalsozialisten und dieses bösen H-Worts. Es gab sogar einen Live-Ticker bei der Springer-Presse zu diesem Gespräch. Die haben also wirklich so gut es ging im Ping-Pong diesen ganzen Austausch sich halt eben angeguckt. Und wie gesagt, hängen geblieben ist größtenteils eigentlich nur zwei Sachen. Und das ist ansonsten das unisono die gleichgeschaltete Presse. Wie zeige ich euch das am blödsten? Warte mal, Uwe, ich muss dich auf die Seite mitnehmen. Dann sieht man das auch, dass die jetzt also quasi das als eine bloße Plauderei abtun. Ja. Es war zwar Wahlkampf, aber in der Tat, es kam jetzt, sage ich mal, sehr sympathisch rüber. War es wirklich nur eine Plauderei oder war es mehr? Aber Sie lesen das hier als eine große, peinliche Ranschmeiße an Elon Musk. Elon Musk wird das vermutlich gar nicht mal mitbekommen haben, dass sich da irgendjemand an ihn ran geschmissen haben will, aber das ist die eine Lesart und ansonsten, ja. Brillieren die gleichgeschalteten Medien alle mit derselben Betrachtungsweise, wie ich gesagt habe, desselben Vokabulars und auch derselben Thematiken, die hängenbleiben werden in der Nachbetrachtung, zumindest im Mainstream. Das ist einmal Hitler und dann dieser Exkurs auf den Mars, von dem man auch halten mögen kann, was man will. Aber ansonsten sieht man das überall, auch beim linksextremen Tagesspiegel, wollen die natürlich die Wahrheit verkennen und verblenden. Hitler war ein Kommunist, ist das Zitat, mit dem die jetzt hier in ihre Nachbetrachtung reingehen. Weidel verlöre sich angeblich bei X in einem bizarren Exkurs. Musk kritisiert deutsche Bürokratie. NTV ebenfalls hat einen Artikel, dachte ich, dazu geschrieben. Tatsächlich ist es einfach nur ein Absatz. Das war denen offensichtlich noch nicht sehr viel mehr wert. Aber auch hier die Überschrift bleibt hängen. Weidel zu Musk. Hitler war ein Kommunist. Im Übrigen benutzen die absichtlich hier die Übersetzung Kommunist, weil eigentlich hat sie ja gesagt, Hitler war ein Sozialist und ein Linker. Und weil die aber Sozialisten und Linke sind, verklären die das jetzt und schreiben überall nur davon, als wenn die hier von Kommunisten gesprochen haben. Tatsächlich nutzen sie also jede Gelegenheit und wirklich sind sie für nichts zu schade, um abzulenken davon, dass diese zwei Giganten sich jetzt heute begegnet sind und was soll ich sagen, sogar die Kuchen- oder Torten- oder Schaumattacke, was auch immer es gewesen ist, auf Lindner ist in den Ring geworfen worden, um abzulenken, damit ja die Leute eben abgelenkt sind und hoffentlich eben nicht hinhören, wenn diese zwei sich heute eben nicht mehr verlieben. Gut Uwe, soweit also die mediale Rundschau, die ich auf die Schnelle zusammenschmeißen konnte, während du den Inhalt zusammengefasst hast. Bist du überrascht davon, dass unsere Medien sich jetzt also auf diese zwei bizarren Exkurse, wie sie ja getitelt haben, einschießen? Und das ist einmal der Mars-Exkurs und zweitens das Thema Hitler. Lass uns mal mit dem Thema Hitler einsteigen. War das zu erwarten? War das ein Fettnäpfchen, das Frau Weidel selbst getreten ist?
Uwe
Da ist sie selbst reingetreten, ja, das hätte sie nicht erwähnen brauchen, aber ich glaube, man hätte es trotzdem in irgendeiner Weise dann auf den rechtsradikalen Bereich gebracht. Also was wir im Grunde genommen haben, diese zwei Themen sind einmal das K.O.-Hämmerchen für Frau Weidel, nämlich dass damit beweist sie, dass sie quasi jetzt eine rechtsextreme Nazi-Frau ist. Man nannte sie ja, glaube ich, auch schon mal Nazi-Schlampe, habe ich gehört. Und Bei dem Musk, ja, den betrachtet man mit seiner Mars-Expedition als einen Spinner. Also die Nazi-Schlampe und der Spinner, so könnte man zusammenfassen, ist das, was der Mainstream dazu sagt.
Eli
Uwe, überrascht dich das, dass der Mainstream auf diese Art und Weise dieses doch längere Gespräch eben auf nur diese zwei Punkte reduziert?
Uwe
Nein, das überrascht mich gar nicht, weil der Mainstream hat ja die Eigenschaft, dass er ja überhaupt gar nicht mehr auf Argumente eingeht, sondern einfach nur irgendwelche Ausgrenzungen macht. Und dann wählt er jeweils das Schlimmste. Das heißt, die einzige Argumentation der Mainstream-Politik in solchen Sachen ist, den anderen einfach zu diffamieren. Und aus dem, was er sagt, sich irgendein Fragment rauszusuchen und das dann aber ganz groß aufzublasen. Also wenn wir jetzt nur nehmen zum Thema Nazi und Kommunismus. Es wird ja immer nur Nazi gesagt, aber dass Nazi Nationalsozialismus heißt. Warum war Hitler ein Nationalsozialist? Warum hat er das so genannt? Warum hat er es nicht Nationalsozialismus? Nationalismus genannt oder sowas. Und wenn man sich die Gesetze auch anguckt, die gemacht wurden, die waren alle sozialistischer Art. Von der Preisstoppverordnung über tausend andere Sachen. Und insofern muss man klipp und klar sagen, Dass also diese Konnotation oder dieses Narrativ, dass die Nazis recht waren, bezieht sich auf einen Teil, nämlich auf das Nationalbewusstsein und auf manche Dinge, die man dem rechten Flügel in der Politik zuordnet. Aber alles andere, die Wirtschaftspolitik war rein links. Die Gesellschaftspolitik war rein links. Und das möchte man natürlich nicht kundtun. Und dann, wenn man selber ein Linker ist, dann sagt man, das waren ja Kommunisten. Das Wort Kommunismus ist in diesem ganzen Gespräch überhaupt gar nicht gefallen zwischen den beiden. Ja, das heißt, da sehen wir schon, wie man von sich selber ablenkt, wie man ein Wort, das schon im Namen Sozialismus drin hat, als rechtsradikal beschimpft, obwohl es von der Wortbedeutung her links ist. Also wie blöd kann man sein, dass irgendwer überhaupt auf sowas reinfällt? Da wissen wir nicht, wofür das Wort NAZI steht.
Eli
Ja, das ist richtig. Aber Uwe, ich kann trotzdem nicht umhin, als leichte und lautstarke Kritik gleichzeitig zu üben. Also ich weiß, sie ist im Wahlkampf. Ich weiß, sie will Aufmerksamkeit. Frau Weidel, ich weiß, es geht darum... die Konversation bestimmen zu können. Also auch die nationale Konversation, die jetzt im Prinzip jetzt in der Deutungshoheit der Talkmaster in den nächsten Tagen vermutlich zerrieben wird. Aber wie die Marseille, angesichts dessen, dass sie weiß, dass sie im Wahlkampf ist, dass sie punkten muss, aber dass sie unter so einer extremen Beobachtung steht. Warum dieser Exkurs? Warum dieser wirklich halt, ich meine, es ist ja ohnehin schon eine Kontroverse, dass die überhaupt miteinander reden. Warum dann dieser im Tennis sagt man unforced error? Sie war nicht mit dem Rücken zur Wand, sie hatte sich unter Druck gesagt, sondern es war einfach, sage ich mal, ihre reguläre Rhetorik zwar. Sie hat das nicht jedes Mal gesagt, wenn sie vor dem Mikrofon stand, aber schon öfter mal erwähnt. Aber warum jetzt an diesem Moment, wo wirklich alle Augen darauf gerichtet sind, wo sie hätte erwarten müssen, dass die Medien daraus dann so eine riesengroße Nummer machen? Warum jetzt?
Uwe
Ja, weil es einfach unbedacht war. Also ich sage mal, sie ist zwar eigentlich eine gute Strategin, aber um diesen Kampf, den sie aus ihrer Sicht führen zu können, muss man auch eine gewisse emotionale Fixierung haben. Man muss an etwas glauben. Ich sage jetzt nicht, dass das, woran sie glaubt, richtig ist, sondern nur jetzt rein psychologisch. Man kann das nicht machen, wenn man nicht fest an seine Ideale glaubt. So, und da ist bei ihr eben offensichtlich der Glaube, dass das, was der Mainstream macht, mehr mit dem Dritten Reich zu tun hat als mit Demokratie. So, und das ärgert sie wohl so sehr, dass ihr das vorgehalten wird, anstatt dass der Mainstream sich das selber vorhält. So, dass sie dann eben, der ist nicht, ja, da juckt es sie quasi unter den Fingernägeln, das muss irgendwie gesagt werden. So, und dieser Drang, das sagen zu wollen, ist aber dann an der Stelle, wie du ganz richtig nach meiner Meinung interpretierst, ein Eigentor. Weil die andere Seite hat die stärkere mediale Macht und wird dir genau das, was ja wirklich nur ein Bruchteil des ganzen Gesprächs war, dann als Hauptnegativum vorhalten.
Eli
Ja, und wie gesagt, ich kann nachvollziehen, dass man Fehler macht. Ich kann nachvollziehen, dass niemand perfekt ist. Aber man kann mir nicht erzählen, liebe Frau Weidel, bitte erschießen Sie mich nicht, wenn Sie mich am Samstag dann sehen und diesen Teil hier sich angeschaut haben werden. Weil ich bin ja ein Riese am Samstag, da werde ich hier diese Frage vielleicht in irgendeiner Form auch irgendwie... Na, wie dem auch sei. Es kann mir ja niemand sagen, dass sie jetzt wirklich so in die Ecke gedrängt war, dass sie das unter Druck gemacht hat. Sie war nicht unter Druck. Sie hat sich ja sogar an einer Stelle bedankt dafür, dass sie endlich mal ununterbrochen, ohne permanent geframed zu werden, ihre Gedanken eben antikulieren kann. Vielleicht in einer Fremdsprache für sie, aber nichtsdestotrotz einigermaßen eben frei. Also sie war nicht unter Druck und vor allen Dingen eine andere Sache kannst du mir auch nicht erzählen, dass sie nicht vorbereitet gewesen ist. Dieses Gespräch hat wahrscheinlich ein Team von nicht einfach nur Anwälten, sondern auch politischen Beratern im Vorfeld geplant und mit ihr zumindest durchexerziert. Sie wird eine Liste von stichpunktartigen Themen vor sich gehabt haben, ein paar wichtige Vokabeln, die sie braucht, damit sie im Englischen eloquenter wirken kann und und und. Sie wird also minutiös eventuell dieses ganze Gespräch im Kopf durchexerziert haben und dann sich so einen Fauxpas zu leisten, der ja wirklich ein, das ist ja nicht nur ein Fauxpas, man muss fairerweise sagen, so einen eklatanten Fehltritt zu leisten, das ist einfach schade. Die Welt wird darüber nicht untergehen, ist natürlich vollkommen klar, die AfD, die hat ihre Stammwählerschaft, die ist jetzt dadurch nicht kleiner geworden. Aber das Potenzial, aus dem Establishment Mainstream noch mehr Leute wachzurütteln, weil die sich sagen würden, hey, Mensch, die AfD hat ja nun wirklich überhaupt nichts mit rechts zu tun. Wovon reden die denn alle da? Vielleicht gucke ich mir deren Programmatik in Zukunft mal ein bisschen genauer an. Dieses Potenzial hätte größer ausfallen können. Weil das Problem ist, im Nachgang dieses Streams, dieses Talks, dieses X-Space oder wie auch immer man das jetzt auf Englisch bezeichnen möchte, Werden ja jetzt Leute auf die Berichterstattung warten. Werden sie vielleicht auch nicht reingehört haben, weil es war ja auf Englisch und es war auf Twitter. Aber sie warten ab. Hey, was sagt Markus Lanz darüber? Was sagt Karin Miosga darüber? Was sagt jetzt irgendwie Anne Will oder Tagesschau oder hast du nicht gehört darüber? Und wenn da was Spannendes rüber käme, was jetzt keine Red Flags, keine roten, sag ich mal, abstoßenden Zeichen von sich geben würde, dann würden die da tatsächlich eventuell irgendwie mal reingucken. Dann würden sie da reinhören. Aber jetzt wird das Einzige, was sie sofort anspringen wird in dieser retrospektiven Berichterstattung natürlich der Mars. Mensch, wie du gesagt hast, der verrückte Spinner, der zum Mars möchte und eben Hitler sein. Und das wird wiederum bestätigen, die zwei Vorurteile, die man gegenüber Musk hat, das ist ein Spinner, der mit seinem Mars immer wieder irgendwelche weltbremsenden Ideen pusht, zu seinem eigenen Zweck, weil er mehr Geld als Verstand hat. Und wie du gesagt hast, Frau Weidel ist eine Nazi-Schlampe, wieder AfD, wieder Rechtsextrem, wieder Hitler, die kommen von diesem Narrativ nicht weg. Und schon wieder also quasi ein Grund mal zu sagen, ich habe es doch schon immer gewusst, Musk hin oder her, auch jetzt werde ich der AfD keine neue Chance geben. Und das finde ich, muss ich ehrlich sagen, eine fatale, entschuldige, ich komme zum Schluss, Uwe, du kannst sofort, das finde ich eine fatale Chance und mich juckt an dieser Sache, dass das wirklich halt nicht hätte sein müssen. Es hätte überhaupt nicht sein müssen. Und das Ding ist, sie hat es ja nicht nur einmal nonchalant en passant wiederum, also im Vorbeigehen mal erwähnt, als kleiner Kommentar am Rande. Nein, sie hat das mehrfach erwähnt. Sie hat das aufgebaut. Sie hat das ausgebaut. Und genau das ist hängen geblieben. Und das muss ich ehrlich sagen, das finde ich unglaublich schade. Bei allem Positiven, über das wir uns jetzt gleich noch unterhalten werden, das ist leider eine fatale Chance. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, Das überrascht mich. Das hätte ich so nicht erwartet.
Uwe
Ja, also erst mal stimme ich dir zu, dass es insgesamt eine negative Außenwirkung hat. Und das war eigentlich vorhersehbar, wenn man das plant. Und davon müssen wir ausgehen, dass ein so international erwartetes und propagiertes Gespräch stattfindet, dass da eigentlich die Themen festgegeben sind und auch wie jeder sich positionieren wird. Ich persönlich halte es tatsächlich auch für eine, ich sag mal, methodische oder charakterliche Schwäche bei Vidal an der Stelle, weil solange man nicht der Stärkere im Spiel ist, So lange darf man sich keine Schwäche leisten und keine Schwäche zeigen. Und hier hat sie völlig unnötig, wie du vorhin sagtest in dem Wortspiel, sie stand ja nicht mit dem Rücken zur Wand. Nein, es war ein lockeres Kaffeegespräch um 19 Uhr sozusagen. Der eine zündet sich seine große Zigarre an und schlägt die Cowboystiefel von links nach rechts über das Knie so ungefähr und die andere sitzt bequem in ihrem Büro. Da gab es überhaupt gar keinen Grund, so eine riskante Show zu fahren. So, und warum Angriffsfläche bieten, wo es überhaupt nicht nötig ist? Also ich meine, wenn man medial gegen einen viel stärkeren Gegner antritt, egal ob es die AfD gegen den Mainstream ist oder David gegen Goliath oder sonst nicht, der Schwächere, der muss einfach seine Rüstung so zumachen, dass er unangreifbar wird. Ansonsten schafft er sich selber Probleme, die er gar nicht hätte haben brauchen.
Eli
Richtig. Im Chat wird geschrieben, das ganze Ding war komplett durchgeschriptet. Teilst du diese Meinung? Hast du das Gefühl, das war choreografiert? Hast du das Gefühl, die haben einfach nur Punkte abgearbeitet? Gab es da Anhaltspunkte für dich dafür?
Uwe
Nein, also ganz im Gegenteil. Ich glaube, das Script war eher so locker, dass man nur gesagt hat, wir sprechen über bestimmte Themen, aber schon die detaillierten Punkte waren nicht abgesprochen. Das merkte man daran, wie die miteinander kommuniziert haben, dass sie gar nicht richtig Pingpong gespielt haben. Mal hat der eine ein bisschen länger geredet, mal der andere. Es war überhaupt gar nicht direkt harmonisiert, ausgeglichen. Da gab es kein Skript, sondern es gab nur ein paar Themenpunkte. Und wie die dann ausgefaltet wurden, das lag an jedem selbst. Beide hielten sich für genügend. versiert als Redner, dass Sie gesagt haben, da brauche ich kein Skript, das mache ich im Vorbeigehen. Ja, aber im Vorbeigehen passieren dann eben auch solche Sachen, die dann nachher vielleicht als bedauernswert zu betrachten sind.
Eli
Genau. Uwe, jetzt lass uns mal angucken, die Resonanz bzw. die Rezeption dieser ganzen Sache. Über Resonanz haben wir jetzt schon gesprochen. Wenn ich diese Seite noch einmal aktualisiere, um den wirklich aktuellsten Stand zu haben, dann sehen wir, wie oft das angezeigt wird. Hier wird zwar gesagt, 2,4 Millionen haben zugehört, aber ich bezweifle, dass Elon Musk da mit offenen Karten spielt. Diese Impressions werden oft eben verwechselt mit den Views. Ich nehme mal an, dass es auf Twitter so, was die eigenen Beiträge angeht oder eigentlichen Beiträge angeht und wahrscheinlich genauso eben auch was die Twitterspace-Zuhörer angeht. Was ich damit meine ist, angezeigt heißt nicht gleichzeitig angehört. Hier wird zwar gezeigt, 2,4 Millionen haben zugehört. Ich persönlich gehe eher davon aus, dass 2,4 Millionen mal das vielleicht angezeigt worden ist. Hier steht zwar 17,6 Millionen Mal angezeigt, aber wie gesagt, ich weiß nicht, wie transparent der Maskler ist mit der Art und Weise, wie sein Algorithmus die unterschiedlichen Interaktionen da eben zählt. Gesetzt im Fall, es ist tatsächlich so, wie er hier behauptet, dann haben 2,4 Millionen Leute zumindest reingehört, zumindest also das angeklickt. Und hier wiederum sehen wir dann aber eine andere Zahl und die muss man ja auch ins Verhältnis setzen. 17,6 Millionen Mal wurde das angezeigt. Das bedeutet ja quasi, dass trotz dessen, dass das so einen riesengroßen Hype hatte und auf dem größten Kanal im Internet gezeigt worden ist, knapp, was ist es jetzt, also nur 10%, mehr als 10%, 12% der Leute...
Uwe
Genau, ungefähr 10 bis 12%.
Eli
zehn bis zwölf Prozent der Leute, denen das angezeigt worden ist, überhaupt reingeklickt haben. Und wie viel davon sich Leute wiederum nur in Gänze angehört haben, das werden wir wahrscheinlich niemals wissen. So viel also erstmal zur Rezeption auf Twitter selbst. Vielen herzlichen Dank, Green Phantom, für den einen Euro. Sehr, sehr lieb von dir. Wer sich auch erkennlich zeigen möchte, gerne über etvc.de. Danke. So, aber jetzt kommen die harten Bretter. Und das ist natürlich die Rezeption, wo es sehr stark erwartet worden ist. Ich hatte Flashbacks zu dem ersten Interview von Tucker Carlson mit Wladimir Putin, als die Leute bei mir zu 10.000 in den Stream gesprengt haben. Millionenfach ist das angehört worden. Ich weiß schon gar nicht mehr, ich glaube, ich war bei 50 Millionen dann irgendwann das Zählen aufgegeben. Lange Rede, kurzer Sinn, der Tusk-Putin-Moment vom Anfang letzten Jahres, das schien der Moment zu sein, Musk... Ja, witzigerweise, ja, ich habe vorhin TASS gesagt, Tucker Carlson, also Carlson-Putin-Moment vom letzten Jahr, war der Musk-Weidel-Moment von heute. So, und heute war das natürlich langersehnt, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Und da muss man sagen, Ehre wem Ehre gebührt, Kompakt hat da die Werbetrommel gerührt, haben sich zwei Simultandolmetscher geleistet und 1,2 Millionen Menschen haben auf diesem inzwischen nicht mehr so kleinen Kanal, Von Kompakt, 448.000 Abonnenten, ein Vielfaches ihrer Abonnenten, haben jetzt also da offensichtlich reingeguckt. Die Leute haben mir geschrieben, dass zeitweise, ich glaube bis zu 135.000 Leute, wurde mir gesagt, das also live auf YouTube verfolgt haben. Während auf Twitter selbst, witzigerweise auch, in Anführungszeichen, nur... 200.000 Leute live zu jedem Zeitpunkt reingehört haben im Maximum. Die zweiten, von denen ich weiß, wo das gebracht worden ist, ist Kettner Edelmetalle. Die hatten bis zuletzt noch ihre eigene Sendung, haben ebenfalls 402.000 Abonnenten. Also ähnliche Größenordnung, würde ich mal sagen, wie Kompakt auch. Die sind jetzt auch offline gegangen nach drei Stunden, inklusive einer Stunde dieses Gesprächs. Und wenn ich das jetzt pausiere und runterscrolle, sehe ich auch hier, nichtsdestotrotz, stabile, Moment, jetzt siehst du es auch, Uwe, 376.456 Aufrufe. Ich glaube, das sind die zwei größten Kanäle, neben vielleicht noch Kontrafunk, die das eben gebracht haben im deutschsprachigen Raum. Wenn du das jetzt also nun siehst, 1,2 Millionen kompakt, 350.000 hier. Und vielleicht nochmal 350.000 bei irgendeinem anderen, mir jetzt aktuell noch nicht bekannten Kanal. Was würdest du sagen, hat die AfD damit die große Reichweite zumindest gekriegt, auf die sie gehofft hatte?
Uwe
Naja, also ich sage mal so, wir müssen natürlich jetzt mal den internationalen Bereich trennen von der deutschen Perspektive. Insofern ist der Vergleich Tucker Carlson mit Putin und Musk mit Weidel schief. Denn Putin ist eine weltweit bekannte Person, schon alleine wegen des Krieges und weil er der Herr von Russland sozusagen ist. Während Weidel ist lediglich eine Oppositionsführerin aus dem kleinen, wenn auch früher mal wichtigen Deutschland. Und insofern ist klar, dass das Interesse international entsprechend geringer ist. Selbst wenn wir sagen, in Deutschland wären zwei Millionen Aufrufe, ja, wir wissen doch, was Aufrufe bedeutet. Ich weiß nicht, wie es auf deinem Kanal ist, aber bei meinen Videos ist es eigentlich so, dass ungefähr... Die Leute im Schnitt nur 20 Prozent des Videos gucken oder 25 Prozent. Bei guten vielleicht 30, 35 Prozent. Das heißt, die meisten Leute seppen da rein oder seppen sich durch und haben sich ihre Meinung gebildet und fertig. Es gibt quasi kaum Leute, die sich solche Sachen komplett angucken. Oder die, die komplett angucken, dem gibt es aber einen, der nach zehn Sekunden aufhört.
Eli
Uwe, die Frage war ja nicht etwa, wie das statistisch bei mir oder dir aussieht, sondern ob die AfD mit dem Reichweitenzugewinn jetzt zufrieden sein kann.
Uwe
Ja, aber genau darauf will ich ja hinaus, Eli. So, denn wenn ich jetzt also zwei Millionen Aufrufe habe, heißt das im Grunde genommen, ja, bei 20 Prozent Watchtime, dass eigentlich nur 400.000 Leute tatsächlich erreicht worden sind, ja, die da intensiver reingeguckt haben, ja. So, und das bei 60 Millionen WLAN, würde ich sagen, naja.
Eli
Du sagst, naja, du sagst also, das ist noch ein bisschen schwach auf der Brust. Ich meine, es kann ja noch mehr werden. Frau Weidel hat eben gerade, ich habe ja gesagt, eine Kamera lief eigentlich die ganze Zeit mit, aber X erlaubt halt nicht, dass man darüber, sage ich mal, nativ in die Plattform integriert, direkt ein live gestreamtes Gespräch eben mit Video-Ebene veröffentlicht. Sie hat 243.000 Abonnenten. Ihr seht hier gerade die Klickzahlen nach oben gehen. Vor einer Stunde, also nachdem die sich ausgeklingt haben, die beiden, ja, hat das Social Media Team von Alice Weidel die die ganze Zeit mitgelaufene Kamera und die Aufnahme dazu eben hochgeladen auf YouTube und jetzt kann man sich das in voller Länge, ich glaube aber in englischer Sprache, genau, Also auf Englisch eben dort angucken. Und du sagst, die AfD wäre auch so organisch an diesem Donnerstag zu ihren 2,5 Millionen Aufrufen gekommen und hätte internationale Beachtung gefunden.
Uwe
Nein, nein, nein, das sage ich nicht. Also ich sage mal, worauf ich hinaus will, wir haben zwei Perspektiven. Wir müssen einmal gucken, Was ist brutto bundesweit? Der wird erreicht. Und dann muss man sagen, was ist im Rahmen der AfD üblicherweise der Fall? Und wie unterscheidet sich jetzt dieses Interview von dem, was Sie üblicherweise machen? Also gegenüber dem, was Sie üblicherweise machen, haben Sie hier natürlich einen erheblichen Vorteil. Das heißt, es wird sich für die AfD interessieren. von der reichweiten Ausdehnung her auf jeden Fall gelohnt haben. Da habe ich gar keinen Zweifel dran. Nichtsdestotrotz ist trotz dieser reichweiten Ausdehnung immer noch ein Bruchteil der Gesamtgesellschaft, die überhaupt davon was mitkriegt.
Eli
Ja gut, aber das gilt ja für alle. Also da kann ja auch genauso gut auch jeder andere große Influencer daherkommen, der erreicht ja auch in Anführungszeichen nur einen Bruchteil. Also es wäre ja vermessen zu erwarten, dass jetzt alle alles stehen und liegen lassen, um diesem Gespräch insbesondere, jetzt kommen wir zum nächsten Thema, in englischer Sprache beizuwohnen. Wäre dieses Gespräch in Deutsch geführt worden und angeboten worden unmittelbar auf dem Kanal der AfD mit einer entweder kompetenten, simultanen Deutschübersetzung oder originär in deutscher Sprache, in dem wie bei Politikern üblich, Frau Weidel, deutsche Politikerin, vielleicht bald deutsche Kanzlerin, hätte sie also auf Deutsch, geantwortet. Und sie hat ja einen beachtlichen Redeanteil. Glaubst du, das hätte eine sehr viel größere Resonanz gehabt, wenn das, sag ich mal, mehr fürs deutsche Publikum zugeschnitten gewesen wäre?
Uwe
Ja, auf jeden Fall. Also der Deutsche ist, obwohl er ja eigentlich die meisten Englischen der Schule haben, doch relativ bescheiden in seinen Englischkenntnissen. Man kann das vielleicht verwenden, um im Urlaub was zu machen und manche, die auch beruflich damit zu tun haben, aber die allermeisten sind doch relativ unsicher. Und das heißt, ich glaube, dass man, wenn die Sache in deutscher Sprache gesendet worden wäre, spekuliere ich, das ist jetzt Bauchgefühl, dass man vier bis fünf Mal so viel Reichweite erlangt hätte.
Eli
Das glaube ich auch. Also das hat natürlich die ganze Sache sehr, sehr schwierig gemacht. Der Fakt, dass es überhaupt übersetzt werden musste, lag natürlich daran, dass Elon Musk eigentlich jetzt mit nicht diesem riesengroßen Wahlkampf für die AfD per se machen möchte, sich jetzt diesem Thema verschreibt und, und, und. Sondern einfach nur sich gesagt hat, er hat seine wirtschaftlichen Interessen, die hat er irgendwie zu überwachen oder vielleicht irgendwie... anzugehen in Deutschland. Aber Deutschland ist nicht sein Hauptaugenmerk. Er ist einfach nur so unglaublich reich, intelligent und neugierig, dass er sich leisten kann, zu sagen, hey Mensch, da ist eine Partei, die wäre nicht schlecht für die Welt, die wäre gut für Deutschland, das wäre wiederum auch gut für sein Werk hier in Deutschland. Er hat es ja sogar angesprochen. Und dann kann er sich an einem Nachmittag, bei ihm war ja Nachmittag, Stichwort Kaffeegespräch, er ist ja in den USA, sieben Stunden zurück oder was, Hat er sich also einfach nur mal gemütlich im Chefsessel bequem gemacht, um einfach nur eine Podcast-Folge aufzunehmen. Für ihn war das nicht der riesengroße Hype, den wir daraus gemacht haben. Für ihn war es einfach nur ein Gespräch, um sich zu promoten, seine Firma und natürlich sein Twitter-Space. Deshalb musste diese altbackene Plattform daherhalten, die er noch nicht genügend Zeit hatte, offensichtlich auf Vordermann zu bringen. Also ja, das hätte natürlich sehr viel größere Resonanz haben können. Schön, dass wir da eine Meinung teilen. Wäre das für den deutschen Markt erstmal zugeschnitten gewesen und zweitens wäre es in einem modernen Format ausgeliefert worden. Vielleicht in deinen eigenen Worten, lieber Uwe, der Fakt, dass die uns hier ins Jahr 1927 zurückteleportiert haben und wir uns dieses Gespräch jetzt hier anhören mussten, wie als wenn wir irgendwie blöd wären und keine Augen im Kopf. Hat das vielleicht auch dazu geführt, dass die Leute gesagt haben, Musk toll, Weidel super, aber Radio, das ist so 2024.
Uwe
Ja, ich bin da so ein bisschen ambivalent. Also ich sage mal, das Positive daran ist, dass wir einfach mal wieder darauf bezogen werden, dass die Information, die in Worten ist, nicht unbedingt noch mit Bildern und anderen möglichen Märchengeschichten untermalt werden muss. Also wir sind schon so ein bisschen auf so einem infantilen Niveau, wenn uns nicht was mit Bildern und mit Schriften und sonst nicht was gezeigt wird, dann verstehen wir es nicht mehr, weil wir zu blöde sind, das sage ich jetzt ganz plakativ, Gedanken in klarer und ruhiger Gedanken zu folgen. Wir brauchen immer noch irgendwas Bildliches dazu, irgendwas Emotionales dazu. So richtig logisch klar denken können wir nicht, das ist uns irgendwann mal abhanden gekommen. Anderer Aspekt ist der, wenn jemand ein Tech-Genie ist, wie der Elon Musk, und dann eine der größten Social-Media-Plattformen hat, die im Steinzeitniveau arbeitet, das spricht auch nicht so wirklich für ihn. Also da müsste man doch eigentlich erwarten, wenn er so genial ist, dass er Raketen, die landen können oder wieder landen können, bauen kann, dass er tolle Elektroautos bauen kann, dass er den Mars besiedeln will. Aber ein Social Media System mal auf den aktuellen Stand zu bringen und auch dort innovativ zu sein, das kann er nicht oder will er das nicht.
Eli
Naja, gut, ich meine, der hat viele Firmen zu managen. Er hat ja unter anderem eine der wertvollsten Firmen der Welt. Ich glaube, in der Reihenfolge jetzt Nvidia, Apple und dann kommt irgendwo Tesla. Na, wie dem auch sei, er hat viele Baustellen, darauf will ich hinaus. Er muss ja Raketen, wie du gesagt hast, richtigerweise eben um die Welt schicken. Er hat seine Starlink-Satelliten, er hat seine komische Boring Company, die Hyperloops hat er noch gehabt und, und, und. Also der hat sehr viele Baustellen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das sei ihm in Anführungszeichen verziehen. Aber fairerweise muss man auch sagen, ja eben, Wenn du dich Tech-Genie nennst und 43 Milliarden Dollar für Twitter ausgibst, gut, okay, er hat da natürlich schon einiges bewirkt. Aber ich glaube, mit einem Bruchteil davon hätte man eine gängige Video-Livestream-Funktion einbetten können, die man ja optional hätte verwenden können, wenn man eben möchte. Das gibt es auf Telegram, das gibt es auf YouTube, das gibt es auf Rumble, das gibt es überall. Im Prinzip die Anzahl der Plattformen, auf denen es das nicht gibt, ist inzwischen kleiner als die, wo es das gibt. Also ich finde auch da leider Gottes verschenktes Potenzial. Du monierst zu Recht, die Leute sind verblödet. Die brauchen immer halt bildliches Material dazu, aber Uwe, das ist nun mal die Gesellschaft, in der wir leben. Mit Bildern bleibt es halt besser im Kopf und ich glaube, es geht ja auch beiden darum, lass uns jetzt an diese Frage gehen, dass die halt ihre Argumente an den Mann bringen wollen. Was glaubst du, ich habe meine Meinung ja schon vorhin so ein bisschen mit den Zeilen, zwischen den Zeilen, so rum durchblicken lassen. Was glaubst du, was war eigentlich das Ziel von Frau Weidel und was war das Ziel von Musk bei diesem Gespräch?
Uwe
Also ich denke, das Ziel von Frau Weidel war eben darzustellen, dass die AfD nicht nur irgendeine rechtsextreme Splitterpartei ist, sondern internationale Anerkennung oder Unterstützung auch bekommen kann. Und da ist Herr Musk durchaus sehr interessant, denn er ist immerhin eine Person, die weltweit bekannt ist. der eben als reichster Mensch der Welt gilt und insofern auch als einer der einflussreichsten Menschen der Welt. Das heißt, mit diesem Gespräch kann sie natürlich auch darauf hoffen, für ihre Partei auf die eine oder andere Weise vielleicht Support von Musk zu kriegen. Das muss ja nicht unbedingt in Parteispenden sein, sondern es kann ja auch in anderer Hilfe sein, zum Beispiel in technischer Hilfe oder sonst nicht was. Ja, oder Unternehmensberatung, wie man eben sich finanziell und wirtschaftlich besser aufstellt etc. So, für Herrn Musk denke ich, Herr Musk, ich hatte das schon bei dir in der Vorkommentierung gestern auch gesehen. Ich glaube, da liegst du falsch, wenn du Herrn Musk nur auf wirtschaftliche Prozesse reduzierst. Also ich selber werde demnächst ein Video machen zum Thema Biografie und tiefenpsychologische Analyse. Was ist da für ein Charakter? Nur so viel vorab. Und ich möchte sagen, Herr Musk ist kein geldorientierter Mensch, sondern das ist jemand, der möchte ein utopisches Ideal erreichen.
Eli
Uwe, mir geht es nicht darum, was der grundsätzlich findet in seinem Leben. Wir müssen ein bisschen auf Linie bleiben. Was wollte Musk mit diesem Gespräch erreichen? Nicht grundsätzlich in seinem Leben, nicht mit seinem Wirken, nicht auf dem Mars, sondern mit diesem Gespräch erst mal.
Uwe
Ja, Herr Musk will einfach im Spiel bleiben. Herr Musk möchte für seine Vision mehr Mitstreiter bekommen. Er möchte seine wirtschaftlichen Interessen zwar auch voranbringen, aber im Moment ist sein Hauptinteresse eben, die Meinung der Welt zu ändern. Das heißt, für seine Ziele, für seine Ideale, die er hat, braucht er eine andere Welt. Und er ist eben da in den USA, da kann er damit mit dem Trump einiges machen in seiner Richtung. Und wenn er jetzt anfängt, in Europa auch sich, ich sag mal, Meinungsgefährten zu suchen, dann ist das hier sein Einstieg quasi in die europäische Welt, um hier das Meinungsbild in seinem Sinne umzuformen.
Eli
Okay, die Leute schreiben im Chat, Mann, oh, jetzt wurde es gerade spannend. Ich weiß, dass es spannend ist. Die Thematik Elon Musk ist eine spannende. Aber liebe Freunde, wir müssen halt gucken, dass wir bei diesem Gespräch darauf eingehen, ja, wie dieser Talk gelaufen ist. Das ist eine Nachbesprechung dieses Talks und nicht grundsätzlich der Eskapaden eines Elon Musks. Ich werde nichtsdestotrotz, lieber Uwe, lass uns jetzt darauf kommen, ja. denen, die sagen, Mensch, das war aber spannend, Weltraum und überhaupt, jetzt die Überleitung machen, damit wir einen Block, einen Themenblock einbauen, aber nicht die komplette Sendung jetzt mask-unterordnen. Der Fakt, dass die zwei Exkurse gemacht haben, den haben wir ja schon besprochen. Der eine ist Hitler. Den haben wir resümiert, das war ein Fehler, aber das hat sich irgendwie reingeschlichen. Der Fakt, dass jetzt also der Mars besprochen worden ist, war das eine Werbe-Blog-Plattform-Maßnahme, die Weidel absichtlich Herrn Musk quasi zugespielt hat? Oder war sie genuin, also authentisch interessiert daran, zu wissen, was der für Pläne hat mit dem Mars? Ich meine, sie muss ja erstmal in Deutschland in die Regierung kommen, bevor sie den Mars erobert.
Uwe
Ich glaube, das war einfach der Höflichkeit geschuldet, weil sie hat ja teilweise noch mehr geredet als der Musk. Und insofern hat sie ihm jetzt mal so ein bisschen den Bart gepinselt, dass er mal seine Lieblingsthemen auch mal auf den Tisch bringen kann.
Eli
Okay, siehst du, ich bin nämlich ganz anderer Meinung. Ich glaube, die wussten beide, dass es um Werbung ging bei diesem Gespräch und eigentlich um nichts anderes. Und Elon Musk sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Ich glaube, die haben einen Zettel gehabt, den die vor sich gehabt haben. Ich habe da auch Anzeichen dafür durchhören können. Und wenn ich mir jetzt in die Aufzeichnung... bei der ein Videokamera mitlief, von dieser ganzen Sache bei Frau Weidel reinschaue, dann glaube ich das erst recht. Sie guckt nicht einfach nur auf dem Laptop, auf dem gar nichts steht, weil es war ja einfach nur ein Audio. Es war kein Video von Musk einzublenden, sondern sie hat natürlich ihre Notizen vor sich. Und meine persönliche Meinung ist, dass da wie gesagt einige Dinge halt im Ping-Pong-Style zu unterschiedlichen Zeitpunkten in diesem Gespräch abgearbeitet worden sind. Und Musk fragt auch an einer Stelle, ob es da noch etwas gibt, worüber man sich halt unterhalten hat, was man jetzt im Prinzip noch anschneiden könnte, was zu kurz gekommen ist. Und überhaupt die ganze Dramaturgie, der Aufbau dieses Gesprächs wirkt so auf mich. Ich könnte mich gerne steinigen, aber das ist meine Meinung. Und wer mehr von meiner Meinung hören möchte, der muss aber bitte noch ein bisschen durchhalten. Denn dazu kommen wir noch. Weder das, noch das, noch das. Mein Gott, wie viele Sendungen zu dem Thema habe ich denn gemacht? Sondern etwas ganz anderes. Wo habe ich es? Ich verliere den Überblick, liebe Freunde. Es wird langsam Zeit. Hier, das ist nämlich das. Meine Meinung, da reden wir nachher drüber. Gut, aber nochmal zurück zum Mars. Das hatte ich ja den Leuten versprochen. Darüber möchte ich mich mit dir unterhalten. Ungeachtet dessen, ob es ein Werbeblock war oder ob das jetzt, sage ich mal, sich organisch so ergeben hat, einfach nur, weil Frau Weidel ein authentisches Interesse daran hat. Hat das der Konversation gut getan, dass die die politische Sphäre komplett verlassen haben und damit extraterrestrisch geworden sind, fast schon philosophisch geworden sind, im Hinblick auf die Zukunft und die Bedeutung, was es eigentlich heißt, Mensch und Zivilisation zu sein? Hat das nicht den Rahmen gesprengt einer ansonsten relativ routinierten politischen Veranstaltung?
Uwe
Ja, auf jeden Fall hat es den Rahmen gesprengt. Und ich persönlich fand das zwar ganz witzig und habe da sicherlich auch meine eigene Meinung zu, aber ich finde, es hätte hier nicht reingehört. Weil genau das, was der Mainstream dann auch schon einen Ruckzug draus gemacht hat, nämlich den Musk als Spinner zu diskreditieren, die Gefahr bestand da. Das heißt, hier ist genau der Punkt, wie vorhin bei Alice Weidel mit dem Rückgriff aufs Dritte Reich. Das hätte nicht sein müssen. Das hat mit dem Thema eigentlich nichts zu tun. sondern hier im Grunde genommen ist das ganze Gespräch ja geführt worden, zumindest von der oberflächlichen Intention, politische Veränderungen herbeizuführen. Und die politischen Veränderungen, die finden im Hier und Jetzt statt. Und irgendwelche Besiedlungen des Mars, die finden in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten statt. Das heißt, das hat mit dem, wie wir hier leben, rein gar nichts zu tun. Und das hätte hier nach meiner Meinung auch nicht ins Gespräch reingehört, wenn man eben sich Gedanken gemacht hätte, was eigentlich die Mission dieses Gesprächs sein soll.
Eli
Ich glaube, die haben sich diese Fragen tatsächlich gestellt. Aber erstens, es war für Musk nicht so eine große Priorität, wie es für Weidel war. Musk war auch daher nicht so sehr greifbar für das komplette Team von der AfD und eben Frau Weidel, um dieses Gespräch eben so komplett durchzukoreografieren und sich auch abzustimmen, dass beide in Anführungszeichen auf ihre Kosten kommen. Das hat man... schon geschafft, aber es ist nicht so, als wenn die jetzt ein routiniertes, eingespieltes Team wären, dass das jeden Dienstag so macht. Nichtsdestotrotz, ich persönlich finde, Der komplette Exkurs in Richtung Mars hat dieses Gespräch erst relevant gemacht. Ich möchte das mal ganz kurz als Vorschau auf den Bonusteil hier den Leuten schon mit auf den Weg geben. Ein politisches Gespräch, liebe Freunde, haben alle erwartet. Ein Gespräch, in dem es auch im Pingpong zwischen Deutschland und USA hin und her gehen würde, haben alle erwartet. Aber alle haben dort gesessen auf glühenden Kohlen und darauf gewartet, was sie nicht erwarten konnten. Den Hammer, den Burner, der Moment, wo sie mal über etwas sprechen, was etwas Neues ist, eine neue Dimension, eine Vision, wie Frau Weidel richtigerweise eben gesagt hat. Und der Raum für diese Art von Maßstab von Gespräch hat sich eben im letzten Teil erst eröffnet, dadurch, dass die gesagt haben, sie reden über die Marsbesiedlung und sich dann auch im weitesten Sinne dann die Frage stellen, ob es einen Gott gibt und ob Elon Musk daran glaubt. Das wäre überhaupt nicht möglich gewesen, wenn die routiniert nur im Politikersprech ihre Talking Points einfach nur abgearbeitet hätten und danach gesagt hätten, so, das war's. Das hätte auch die Welt sehr viel weniger berührt und auch sehr viel weniger interessiert. Aber dadurch, dass man das irgendwo im Hinterkopf gehofft hatte, es könnte so ein Thema, so ein Funke überspringen, deshalb sind so viele Leute, die, die reingeklickt haben, tatsächlich auch drin geblieben. Und ich würde argumentieren, das war wahrscheinlich der spannendste Moment für alle Beteiligten. Weil politisch gesprochen haben wir von Elon Musk nichts gehört, was wir nicht vorher schon kannten. Das Programm von Frau Weidel können insbesondere Leute hier auf dem Kanal und die Menschen, die in erster Linie da reingeklickt haben, werden wahrscheinlich aus dem FF rezitieren. Aber das, der Mars und die Frage nach Gott. Das habe ich nicht kommen sehen. Das habe ich nicht erwartet. Und da muss ich wiederum sagen, Frau Weidel, Chapeau. Und zwar motherfucking Chapeau. Das hat Würde wieder sehr, sehr vieles rausgerissen. Weil das hat mir, das weiß ich jetzt schon, eine schlaflose Nacht beschert. Ich werde da heute wach liegen und ich werde darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn wir als Zivilisation auf dem Mars leben. Ob es einen Gott gibt, ob die Zivilisation nur 5000 Jahre alt ist, ob diese fünf Massenvernichtungs-Events, die es gegeben hat, ob die tatsächlich halt nur auf irgendwelche Asteroiden zurückzuführen sind und unser Leben hier auf diesem Planeten also sehr viel zerbrechlicher ist oder wie Frau Weidel sagen würde, fragiler ist, als ich vielleicht dachte und und und. Das wird mir wirklich Grund geben und Substanz geben, mich in diese Sache nochmal zu vertiefen und das wird auch die Substanz sein, weshalb dieses Gespräch nachwirken wird. Und eine ganz neue Dimension eben parallel auf einer ganz anderen Ebene hat, die ich persönlich und ich glaube auch viele andere Menschen eigentlich wertschätzen. Die sind zwar erst gegen Ende so weit gekommen, dass die warm genug waren, sich auch zu trauen, solche Fragen zu stellen. Aber ich würde argumentieren, nur weil es diesen Teil gibt, den letzten Teil eben gegeben hat, war dieses komplette Gespräch überhaupt relevant. Weil Werbewerbung hin oder her, kann man sich alles erkaufen. Aber das, das war ein magischer Moment, den kannst du mit Geld nicht kaufen, das war wirklich...
Uwe
Ja, gut, also ich persönlich habe es jetzt nicht so empfunden, aber es lief vielleicht auch daran, Eli, dass ich mich in diesen Themen um 40 Jahre mit beschäftige. Für mich ist das kalter Kaffee und die Theorien, die ihr maskervertritt, sind für mich Kinderkram. Aber ich will nicht in Abrede stellen, dass die meisten Leute finden das einfach faszinierend. Die finden es faszinierend, diese utopischen technischen Visionen, wie es ist, in anderen Welten zu sein, ob es Außerirdische gibt. ob sie uns schon mal besucht haben und, und, und. So was der Sinn des Lebens ist, ob das die 43 ist oder vielleicht auch die 44. 42, Uwe, 42. Es war die 42. Du siehst, du weißt es besser als ich. In mir persönlich kam es mehr auf die richtige Frage anstatt auf die richtige Antwort. Aber ich verahne die 42. Also ich gebe dir recht, Eli, man kann das positiv werten. Und ich glaube, das haben auch viele getan. Aber die Frage ist, ob damit irgendwas gewonnen ist. Also für den Einzelnen vielleicht schon, dass er sagt, ich nehme dieses Gespräch, um mal über die grundlegenden Fragen des Daseins nachzudenken. Allerdings ist dieses nicht unbedingt jetzt etwas, was mit dem praktischen Leben so viel zu tun hat. Denn in der Regel dauern die Antworten, um solche Fragen für sich persönlich zu klären, Monate, Jahre, Jahrzehnte. Und was wir aber heutzutage haben wollen, sind schnelle Lösungen, am besten von fünf Minuten nach dem Motto, schlucken Sie diese Tablette und Ihre Frau wird Sie die nächsten 30 Jahre lieben und Sie müssen nichts tun. Trinken Sie diesen Tee, Sie werden ewig gesund sein. Schauen Sie dieses Video und Sie verstehen alles. Das heißt, unser Instant-Sofort-Mentalität, nichts tun, einen Euro zahlen, aber 100 Euro Gegenwert bekommen, steht dem völlig entgegen. Und wenn wir jetzt in eine ferne Zukunft, in ein fernes Planetensystem oder sonst was abdriften, dann ist das zwar einerseits eine schöne emotionale und auch intellektuelle Erfahrung, die einen erhebt, die einen heraushebt aus dem Alltäglichen. Allerdings hilft sie überhaupt nicht weiter, wie ich morgen mein Butterbrot verdiene, mein Auto startklar kriege und irgendwelche anderen Probleme löse. Oder wenn ich vielleicht mit meiner Regierung nicht zufrieden bin, eine andere zu bekommen. Und insofern weiß ich nicht, ob dieser, ich sage mal, dieser Magnetismus, also dieses magnetische Element dieser letzten zwei Phasen, ob das tatsächlich dem Gespräch so hilft. Es mag vielleicht dazu helfen, zu sagen, ja, der Elon Musk, der ist irgendwie doch vielleicht ein Heilsbringer, der will was Gutes. Und Alice Weidel, die steht dem sympathisch gegenüber, die will vielleicht auch was Gutes. Das mag also auf der Ebene, kann es sein, dass es eine positive Konnotation hat. Aber ob das wirklich der große Hattrick ist, ich weiß nicht. Also ich glaube nicht. Das scheint mir eher so ein bisschen individuell überdeutet zu werden.
Eli
Uwe, ich habe nie gesagt, dass es der große Hattrick ist. Und ich habe ja auch nie gesagt, ob ich mit Elon Musk den Mars kolonisieren möchte. Ich habe einfach nur gesagt, das waren die zwei Blöcke, die für mich aus einem relativ passablen, kannst du knicken Gespräch, eben etwas gemacht haben, das doch etwas mehr Bedeutung hat. Während du gesprochen hast, ich wollte dich nicht unterbrechen, hat sich Beachlover gemeldet, 15 Euro geschickt. Du Wahnwitziger, ich danke dir. Und er hat gesagt, indem er mit Frau Weidel im Plauderton gesprochen hat, er meint Elon Musk, hat er ihr dabei geholfen, sympathisch und menschlich rüberzukommen. Die internationalen Zuhörer haben den Eindruck bekommen, dass sie eine höfliche und konservative Frau ist. Das hilft dem Image der AfD sehr. Sprach's? Und liegt damit meiner Meinung nach zu 100 Prozent falsch. Weil erstens, der Plauderton von Elon Musk, der hilft ja der Frau Weidel nicht irgendwie besser rüberzukommen, sondern der hilft Elon Musk besser rüberzukommen. Also ich danke dir für dein Geld. Ich hoffe, du forderst das jetzt nicht zurück. Aber ich finde das einfach Schwachsinn, was du geschrieben hast. Und zweitens, sympathisch und menschlich rüberzukommen in einem Gespräch, wo du technisch, politisch brillieren musst. Ist vielleicht gerade auch ein wenig abwegig, das würde ich gerade da eigentlich unterlassen, sondern versuchen faktisch korrekt, analytisch zu sein. Das ist das, was eventuell da mehr hilft, mehr als sympathisch und menschlich. Und vor allen Dingen der allerletzte Punkt, das soll den internationalen Zuhörern den Eindruck vermittelt haben, dass sie, also Frau Weidel, eine höfliche und konservative Frau ist, was dem Image der AfD sehr hilft. Was interessiert das die internationale Community, was für ein Image die AfD hat? Also erstens das und zweitens, was hilft es der AfD, wenn die ganze Welt außer Deutschland von der AfD hält, das sind irgendwelche großen Heilsbringer, aber dummerweise Deutschland oder die deutschen Wähler halt eben verblödet werden durch Zwangsbeiträge, GEZ und Tagesschau, um entsprechend dann halt... trotz allem bei den Wahlen eben gegen die AfD und gegen ihre eigenen Interessen zustimmen. Also ich würde all diesen Punkten vollkommen widersprechen und ich würde sagen, es ist einen feuchten Kehricht wert, ob international die Menschen die AfD mögen oder nicht. Und ich kann das auch belegen, weil nenn mir eine ausländische Partei irgendeines anderen Landes, außer die Republikaner und die Demokraten, in den USA, weil das sind keine Parteien, das sind Blocks, nennen wir irgendeine Partei eines Landes, bei dem es europäische, in Anführungszeichen, normale Verhältnisse gibt, wo du mehrere Parteien hast, multipolar, in einem Parlament, in dem auch mehr als nur zwei Parteien sind, die ausländisch sind, für die du dich verbürgen könntest, wo du sagst, das ist dir als Wähler in Deutschland wichtig, wie toll das Image dieser Partei im Ausland ist. Feuchtenkehrig, Absolut wertlos, interessiert niemanden. Es ging hierbei ausschließlich darum, entweder den deutschen Markt für die Deutschen zu bespielen oder Elon Musk und seine wirtschaftlichen Interessen natürlich international, aber auch speziell mit Fokus auf die USA zu bestärken. Und das ist meine ehrliche Meinung, liebe Freunde. Da könnt ihr mich an die Wand stellen, aber ich glaube, ich kann das argumentieren. Und ich danke dir trotzdem für die Unterstützung. Ich bin halt nur komplett anderer Meinung. Uwe. Ich muss zu einem nächsten Punkt kommen und das ist dieser hier. Schau mal hier. Im Rückspiegel betrachtet... Kommt jetzt nun schon, okay, es ist der linksextreme Tagesspiegel, aber nichtsdestotrotz kommen jetzt also nun die Faktenchecker aus ihren Löchern gekrochen. Und sie versuchen das Narrativ jetzt zu spinnen, dass diese zwei eben Spinner sind. Das waren die fünf schrägsten Aussagen, wird hier gesagt. Und wenn man sich die anguckt, dann finde ich daran eigentlich gar nichts schräg. Nur Deutschland ist aus der Atomenergie ausgestiegen. Zuerst zwei Absätze darüber, was behauptet worden ist. Und danach drei Absätze sogar, ganz kurz die Widerrede, frei nach dem Motto, nein, nein, es war ja nicht nur Deutschland, sondern es war noch, wusstest du das überhaupt, auch Litauen stieg 2009 aus der Atomenergie aus. Zudem entschied Österreich 1978 in einer Volksabstimmung, das fertig gebaute Kernkraftwerk Zwentendorf, ein Atomkraftwerk, nicht ans Netz zu lassen. Ist das jetzt die Entkräftigung von der Behauptung von Frau Weidel, nur Deutschland ist aus der Atomenergie ausgestiegen?
Uwe
Uwe? Ja, ich bin noch da. Achso, war das jetzt eine Frage für mich, oder wie?
Eli
Ja, das war die Frage an dich, genau.
Uwe
Ja, das habe ich jetzt nicht so verstanden. Ich dachte, du wolltest da noch weiter was erzählen.
Eli
Nein, nein, nein, ich wollte von dir jetzt die Einschätzung dazu. Also ich meine Litauen, die kommen hier mit Litauen, um Frau Weidels Argument zu entkräftigen. Litauen und ein Atomkraftwerk in Österreich.
Uwe
Also ich sage mal so, Litauen zu erwähnen, ist natürlich ein bisschen sehr dünn, weil Litauen ist ein ganz kleines Land von Bevölkerung und Fläche etc. Das kann man nicht mit einem Wirtschaftsgiganten wie Deutschland vergleichen. Österreich ist tatsächlich so, dass es mal ein Atomkraftwerk eben hätte geben sollen oder gebaut wurde, eben das Zwentendorf. Und eben aufgrund dieser Volksabstimmung kam es nicht dazu. Seitdem haben die eben... die eindeutige Anti-Atom-Politik. Aber die sind ja deswegen natürlich auch von anderen Energieformen abhängig. Das heißt, wir wissen ja, dass die auch von dem russischen Gas sehr abhängig waren. Allerdings muss man auch sagen, ihre Anti-Atom-Politik ist ja auch gegen die Atomenergie-Kraftwerke ihrer Nachbarländer, also gegen deren Atom-Politik auch gerecht. Insofern muss man schon sagen, ja, Österreich ist Anti-Atom, aber auch Österreich ist ein Land mit wie vielen Einwohnern? Was haben die? 5 Millionen, 8 Millionen Einwohner, also nur ein Zehntel von dem, was Deutschland hat, ja noch nicht einmal. Also insofern halte ich das auch für einen völlig schiefen Vergleich, sondern wenn Da müsste man zum Beispiel ein Land vergleichen, das annähernd so groß ist, plus, minus 20, 30 Prozent wie Deutschland. Sondern es wäre in Europa zum Beispiel Frankreich.
Eli
Und vor allen Dingen eine Industrienation mit Stahlwerken und Automobilherstellern und, und, und. Und was haben wir nicht alles? Die Infineons, die Halbleiterindustrie und, und, und. Du musst ja wirklich Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht Äpfel mit Birnen.
Uwe
Insofern ein ganz klares Votum. Diese Vergleiche sind einfach völlig schief. Die zeigen nur, dass es hier um Diffamierung geht und nicht um eine sachgerechte Beurteilung.
Eli
Richtig. Wir bringen hier ein Bild von hinter den Kulissen, wie es da ausgesehen hat, wie ich gesagt habe, sie saß vor diesem Laptop, sie hatte im Hintergrund ihre Zettel, sie hatte da auch ihre Berater. Also sie war sehr gut vorbereitet auf dieses Thema und das muss man hier lassen. Gut, die EU zensiert die Meinungsfreiheit. Das wird jetzt als eine schräge Äußerung, die bei dieser Konversation rüberkam, gewertet. Siehst du das auch so? Ist das schräg, das zu behaupten? Oder gibt es da schon Belege für?
Uwe
Also ich würde mal so sagen, wir haben noch gerade das europäische, den Digital Service Act, ja, also wir haben noch gerade speziell für dieses Interview dieses große Tohuwabohu gehabt, dass doch die EU quasi allen Beteiligten gedroht hat, ja, Maßnahmen zu ergreifen, ja, wenn dafür dieses Interview geworben wird. So nicht ohne Grund hat ja die AfD auf Videoaufzeichnungen et cetera verzichtet, ja, um sich nicht irgendwie juristisch angreifbar zu machen. So, genau, das hat es ja vorhin auch eingebildet. Also wenn irgendjemand ein Musterbeispiel ist für Zensuritis, also den Wunsch und den Willen, ja, zu zensieren, dann ist das mit Sicherheit die EU.
Eli
Ja, richtig. Und von daher ist es lächerlich, da zu sagen, das sei nicht so der Fall, dass erst quasi durch den Druck der Öffentlichkeit überhaupt, ich will nicht sagen, sichergestellt werden kann, weil sicher ist ja nichts dieser Tage, aber dass die überhaupt dieses Gespräch führen können, in Anführungszeichen, wie normale Menschen, fast unbeobachtet. So, also auch das ein Quatschpunkt, den die hier bringen und dann das hier. Bill Gates steckt hinter Corona. Ha! Hat Frau Weidel explizit überhaupt gesagt, dass Bill Gates hinter Corona steckt? Meiner Meinung nach hat sie das gar nicht, sondern das ist nur erwähnt worden im Kontext von Wahlmanipulation, beziehungsweise nicht Wahlmanipulation, sondern eben Einmischung fremder Mächte in die Souveränität von eben ansonsten autonomen Staaten.
Uwe
Völlig richtig. Das hatte ich in meiner Zusammenfassung vorhin nicht erwähnt. Das ging eben um die Meinungsfreiheit, dass eben äußere Mächte sich in Länder einmischen. Und wir wissen ja, dass Herr Friedrich Merz hat ja sich auch ausdrücklich ein-, zweimal zu anderen Ländern geäußert, dass man doch den wählen oder nicht wählen möchte. Und gleichzeitig jammert darum, wenn jetzt aber aus einem anderen Land jemand sich bei uns für oder gegen Politiker entscheidet. Also wenn ich nur mal daran denke, dass es ja deutsche Politiker gab, die beim amerikanischen Wahlkampf vorher rumrannten, in amerikanischen Städten und Zettel verteilt haben an den Haustüren in den Wohnungsgebieten, sie möchten doch bitte Kamala Harris wählen. Also das muss man sich mal vorstellen. Deutsche Politiker verteilen Wahlempfehlungszettel in Amerika. Das ist aber keine politische Einmischung.
Eli
Tja, Wahnsinn, oder? Der nächste Punkt, den fand ich auch spannend. Ich meine, man muss schon wirklich ein blinder Idiot sein, um an diesem Punkt zu sagen, nein, da hat Frau Weidel Unrecht. Sie hat gesagt, die Europäer überlassen die Ukraine-Politik ganz den USA. Was kann man daran jetzt bitte schön noch kritisieren? Na, selbstverständlich. Die USA sind diejenigen, die von Anfang an gesagt haben, Marschbefehle, die USA sind diejenigen, die Boris Johnson geschickt haben aus Großbritannien, damals schon im, was war es, Februar, März 2022, nach Kiew geschickt haben, um ja, die diplomatischen Verhandlungen, die zu einem Frieden schon damals hätten herbeiführen können, ja, je zu unterbinden und untergraben, weil BlackRock und andere irgendwie noch Waffenhersteller noch groß verdienen wollten an diesem permanenten Krieg, ja. Also insofern, die AfD haben, äh, die AfD, Entschuldigung, die Amerika und die USA haben natürlich die Marschbefehle dort permanent gegeben. Und die Europäer haben gezeigt, kollektiv im Übrigen, wie unsouverän sie sind, weil sie ja alle gleichgeschaltet in dasselbe Kriegshorn geblasen haben. Sei es die Franzosen mit Macron, sei es mit diesem komischen Sanchez, ja, auch entsprechend die Spanier und, und, und. Die haben sich alle vollkommen blamiert und kein Wunder, dass Frau Weidel es richtigerweise anspricht. Ich meine, guck mal hier, das ist er. Pedro Sánchez, der spanische Premierminister, der hier sagt, der reichste Mensch des Planeten, greift ganz offen unsere Institutionen an und ruft zu Hass auf und unterstützt und zwar ganz offen die Erben des Nationalsozialismus in Deutschland. Das sagt der spanische Premierminister über dieses Gespräch mit Elon Musk. Die sind alle gleichgeschaltet, die Europäer, und sind über dasselbe Stöckchen gesprungen, auch in der Frage natürlich Unterstützung der Ukraine. Also warum und vor allen Dingen was, bitteschön, an dieser Aussage ist jetzt also nun schräg, lieber Uwe. Hilf mir mal, das zu verstehen.
Uwe
Ja, also man muss ja schlichtweg sagen, man hat ja schon im Vorwege gesehen, dass allein dieser ganze Hype, dass dieses Gespräch nicht stattfinden sollte und dass man ja alle bedroht, wer dafür Werbung macht und und und. Das zeigt ja, was für eine Übersensibilität, Überängstlichkeit da besteht. Also wir wissen doch, ja. Wenn jemand im Recht ist, dann können die anderen noch so viel Lügen erzählen. Das Recht wird dadurch nicht zur Lüge. Und wenn man jetzt also dann daraus jetzt da einen Strick drehen will, das ist völlig unverständlich. Es hat überhaupt gar keine Logik. Das heißt, das ist die Hassrede. Das ist die Rede, die sie anderen vorwerfen. Sie praktizieren die selbst. Das ist völlig undemokratisches Verhalten.
Eli
Richtig. Und der letzte Punkt, den hat man natürlich auf Meilen im Voraus kommen sehen, auch hier Punkt Nummer 5, der schrägsten Aussagen, die der Tagesspiegel gefunden haben will in dieser Konversation zwischen Weidel eben und Musk ist, wie erwartet, Adolf Hitler war ein Kommunist. Ich glaube, das wird trenden morgen. Ich glaube, das ist genau das, worauf dieses Gespräch leider Gottes reduziert werden wird. Selbst der starke Block mit der Philosophie am Ende und dem Mars wird das nicht rausreißen können. Unsere gleichgeschalteten Medien werden sich morgen nur über Hitler und Frau Weidel unterhalten. Sie werden natürlich im selben Abwasch auch Elon Musk als Teufel und damit eben als Faschisten und so weiter zeichnen. Das ist schade. Das ist leider Gottes ein unforced error, also ein unnotwendigerweise begangener Fehler. Ohne Druck. Und ich will nicht sagen, da wird die AfD teuer zu stehen kommen. Weil die AfD führt ja natürlich, sie hat gerade einen großen Lauf, alle Umfragen zeigen das. Aber man hätte halt einfach wirklich noch mehr da rausholen können. Zum Abschluss einfach nur, um den Leuten zu sagen, es geht weiter. Dieses Gespräch ist nicht das Nonplusultra. Die meisten Leute werden davon ohnehin keine Notiz genommen haben. Die AfD steht bei 21,5 Prozent, liebe Freunde. Also die politische Opposition, sie hat einen Lauf und weder ein Elon Musk kann das jetzt groß beflügeln, noch eben auf seine etwas schräge Art und Weise eben noch aufhalten. Ihr seht hier die Sprünge von Woche zu Woche von 1,5 oder bis hin zu 2 Prozent. Das ist relativ klar, das ist inzwischen auch kein Einzelfall. Die AfD hat sich überall bei mindestens 20 Prozent eingepegelt, egal ob ihr jetzt nur bei YouGov, Infratest, Dimap oder eben Insa unterwegs seid. Und das zeigt, dieser Wahlkampf ist jetzt damit wirklich fulminant eindeutig eröffnet. Und im Übrigen, liebe Freunde, was soll eine AfD auch machen, wenn sie nicht eingeladen wird? Bei Lanz, bei Miosga, bei Hard Aber Fair und so weiter und so fort. Da muss man sich halt eben andere Allianzen, andere Freunde, andere Unterstützer suchen und auch andere Formate. Und die Resonanz dieses Formats, ich glaube, darauf können wir uns einigen, lieber Uwe, die wird noch groß sein. Abschließendes Wort gerne von dir. Beurteilung gerne Meta-Level-Analyse. Was müssen die Leute jetzt noch wissen über dieses Gespräch, dieses Aufeinandertreffen von Giganten, bevor wir uns in den Bonus-Stream mit meiner Meinung verabschieden.
Uwe
Ja, also was müssen Sie wissen? Das weiß ich nicht, was Sie wissen müssen. Ich kann nur meine Meinung dazu sagen. Also ich denke, man kann sehen hier an verschiedenen Aussagen auch von Herrn Musk, er ist auch nicht ein Genie in allen Dingen. Also wer behauptet, dass die menschliche Zivilisation erst seit 5000 Jahren existiert, der sollte mal ein paar archäologische Zeichen, geschichtliche Bücher lesen, dann wüsste er es besser. Wer glaubt, dass der Sinn der ganzen menschlichen Existenz darin besteht, vor der Zerstörung des Planeten zu fliehen, ist offensichtlich von der Angst getrieben und nicht wirklich in sich selbst drohend. Wer glaubt, dass er technisch nur die Welt erobern muss, das Universum und damit alles besser, hat offensichtlich kein Verständnis für Esoterik und Spiritualität und wirklich Religiosität, sondern ist ein reiner Materialist. Summa summarum, Elon Musk ist kein... Ja, ich sage mal, kein weißer Ritter für mich, der ist keiner, der die Welt retten wird, sondern ist jemand, der versucht, sich selbst zu retten. Und mit der Macht, die er hat und die er zukünftig noch sich erarbeiten wird, laufen wir Gefahr, mit seinen richtigen Entscheidungen große Erfolge zu erzielen und mit seinen falschen Entscheidungen große Niederlagen und Verluste zu erleiden. Das heißt, er ist ein ambivalenter Typus, von dem wir nicht allzu viel erhoffen sollten. Und als Heilsbringer ist er nach meiner Meinung nicht geeignet. Er ist so in Art nah ein Schattenspieler zwischen hell und dunkel. Und Weidel, denke ich, hat versucht, ihre Position aufzubauen. Gut, da gibt es diesen Hitler-Geschichte, der hätte sie bleiben lassen können. Aber insgesamt, denke ich, ist es trotzdem ein Vorteil für die AfD gewesen. Man sieht aber in diesem Gespräch, es wurde nicht die Welt bewegt, sondern es ist lediglich ein Anfang gemacht worden. Und dass dieser Anfang gemacht worden wurde, das ist eigentlich das Wesentliche. Eben hier gezeigt wurde, die AfD ist nicht nur ein irrer rechtsfanatischer Club, sondern die haben den mächtigsten Mann der Welt, den reichsten Mann der Welt als Sympathisanten. Und das kann nicht jeder von sich sagen. Egal, ob man den Musk für toll hält oder ob man die AfD für toll oder nicht für toll hält, alleine diese Connection zu haben, die ist Geld wert, die ist Gold wert. Und insofern war es für die AfD auf jeden Fall von Vorteil. Und wir Zuschauer sollten aber das nicht überbewerten und sagen, die Welt wird dadurch nicht besser, nur weil die beiden jetzt mal ein Käffchen miteinander trinken.
Eli
Oh, ich dachte, du holst noch mal aus. Okay, alles klar, gut. Na gut, in der Kürze liegt die Würze. Ich danke dir, lieber Uwe, für deine Zusammenfassung, die ich in einigen Teilen teile, in anderen wiederum nicht. Wer wissen möchte, in welchen nicht, der muss sich jetzt gerne in den Bonusteil begeben. Aber du hast deinen Teil auf jeden Fall bravourös bestanden, lieber Uwe. Vielen lieben Dank für die gute Zusammenfassung, die du uns eingangs mit auf den Weg gegeben hast, die mir Zeit gegeben hat. die mediale Resonanz ein wenig hier zu filtern. Und vor allen Dingen vielen lieben Dank, dass du dich traust, die Wahrheit offen auszusprechen. Und es wird ja auch bald mehr davon geben, denn du siehst Musk ja in der Tat ein wenig kontrovers, wie du hast durchblicken lassen. Und wer mehr davon im Prinzip haben möchte, der muss sich natürlich auf deinen Kanal verirren, nenne ich es mal. Denn auf die Welt klar sehen, so heißt dein Kanal, gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Genau. Wer das also machen möchte, der kann das sehr gerne machen mit Uwe auf seinem eigenen YouTube-Kanal. Aber Uwe, ich hoffe doch, wenn dann das Elon-Musk-Video kommt, also ich hoffe, ich stelle dich jetzt nicht bloß, aber ich hoffe, das ist doch dann ein Referat von dir oder kommt da ein KI-gesteuerter Musk zum Einsatz?
Uwe
Also dazu möchte ich vielleicht mal, das ist jetzt quasi off-topic sozusagen. Ja. Ich möchte mal kurz erwähnen, also ich habe ja vor einigen Zeiten angefangen, so ein paar KI-Interviews zu machen. Und das hat erwartungsgemäß, also das war für mich jetzt als Klardenker und Vordenker vorhersehbar, natürlich zu erheblichen Irritationen geführt und ich sage mal auch Einwendungen. Und ich möchte mal klarstellen für diejenigen, die jetzt dafür oder dagegen sind, was ich eigentlich damit bezwecke und warum das auch nur begrenzte Nützlichkeit hat. Also diese KI-Geschichten sind nur geeignet für Themen, die wirklich für Menschen nicht geeignet sind. Also zum Beispiel die Frage, ob Deutschland... ob es dort eben gesteuerte Attentate und ähnliche Sachen gibt. So, das heißt, solche Fragen, die kann man durch eine KI beantworten, weil von der erwartet man, dass sie ja systemisch vorprogrammiert ist und dass sie eigentlich solche Antworten negativ gibt. So, wenn ich sagen würde, dass es zum Beispiel eben Staatsterror in Deutschland gibt, dann würde man sagen, ja, Herr Loose, aber das ist doch nur Ihre persönliche Meinung, außerdem sind Sie mit Sicherheit Verschwörungstheoretiker, sonst würden sie das Wort Staatsterrorismus gar nicht kennen. Aber eine KI, von der es heißt, dass sie ja eigentlich ein Instrument, ein Agent des Mainstreams ist, des Transhumanismus, die uns alle in Maschinen verwandeln will, die dürfte auf eine solche Frage eigentlich nur eine negative Antwort geben oder gar keine. Wenn die mir dann aber sagt, ja, es gibt so etwas wie Staatsterrorismus in Europa und in Deutschland könnte es möglicherweise sein, da gibt es Fälle, die dem durchaus nahe kommen, dann ist das eine ganz erstaunliche Antwort. Und alleine, dass die KI das sagt, das ist schon besonders.
Eli
Okay Uwe, aber die Frage war ja eigentlich, ob wenn dieses Referat, das Videoreferat von dir zum Thema Musk kommt, ob sich dann die Zuschauer darauf einstellen sollen, dass da ein KI-Musk zum Einsatz kommt oder eben nicht. Das ist ja alles, was ich wissen wollte.
Uwe
Nein, das kommt nicht, weil eine solche psychologische Analyse kann nur ein Mensch machen. Dafür brauchen wir keine KI. Die KI ist für andere Themen vorgesehen. Für Themen, die für den Menschen nicht geeignet sind.
Eli
Alles klar. Siehst du, das wollte ich doch nur wissen, mein Guter. Von daher, wer also mehr von Uwe und seinem definitiv nicht KI-gesteuerten Verstand haben möchte, seinem eigenen brillanten Verstand, der kann nämlich sehr gerne sich Gedanken machen mit Uwe zusammen und zumindest seinen Gedankenfolgen auf die Welt klar sehen. Vielen herzlichen Dank für deinen heutigen Einsprung. Und wie gesagt, wir bleiben ja in Verbindung. Und ich gucke auch mal bei dir rein, was du zu Elon Musk sozusagen hast. Vielleicht machen wir auch hier nochmal eine Sondersendung, nachdem das bei dir gut gelaufen ist. Mach's gut.
Uwe
Tschüssi.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Elon Musk & Alice Weidel im Fokus | Kommentar“, Die Welt Klar Sehen, 10.01.2025.
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Uwe Loose und sein Gast Eli analysieren bei ETVC das vielbeachtete X-Space-Gespraech zwischen Elon Musk und AfD-Chefin Alice Weidel vom 9. Januar 2025. Im Zentrum stehen die inhaltlichen Themenbloecke des Talks und die mediale Reaktion darauf (Saeule 3 Staat & Alltag).
