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ALICE WEIDEL | Strategin auf dem Weg zur Kanzlerschaft | Machtstrategin14.01.2025

MACHTMENSCHEN

Abschrift

Abschrift des Videos vom 14.01.202536 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Wer ist ein Dr. Alice Weidel? Eine Frage, die sich viele gar nicht stellen, weil sie ja wissen, sie ist eine Nazi-Schlampe oder die Retterin Deutschlands. Das mag alles sein, kann ich so nicht beurteilen, aber was ich mich heute ja frage ist, wer ist die Person, die wir aus dem öffentlichen Leben kennen? Sie hat eine Biografie, aber ganz wenige biografische Daten sind überhaupt bekannt. Ob sie alle stimmen, wissen wir noch nicht mal so hundertprozentig. Aber unter der Annahme, dass dem so ist, lässt sich aus diesen Eckdaten und den Transformationen von A nach B, das heißt durch ihre Lebensentfaltung, nach meiner Meinung recht gut erschließen, welche Personen sich innerhalb und hinterhalb der Fassade und der Maske, die sie nach außen darstellt, für die Welt, wer sie wirklich ist, welches ihre antreibenden Kräfte sind, was ihre Wünsche sind, wo ihre Ziele hingehen. Ich denke, das werden wir heute mal feststellen können. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen.

Als erstes verschaffen wir uns mal einen Überblick über ihre Biografie und dann schauen wir mal, was uns das gibt. Also, sie wurde geboren 1979 und dann hatte sie eben eine Ausbildungszeit als Kind und später eben auch als Schülerin. Dann ist sie auf ein Gymnasium gegangen, dann hat sie in Bayreuth ein Studium gemacht, dann war sie in Frankfurt bei einer großen internationalen Bank. Dann hat sie promoviert, dann war sie zwischenzeitlich noch in China, dann hat sie bei der Allianz gearbeitet, dann war sie selbstständige Unternehmensberaterin und zu guter Letzt, seit 2013, ist sie eben bei der AfD. So, und wenn wir uns jetzt mal die Frage stellen, woher kommt sie denn eigentlich? So, dann müssen wir sagen, okay, fragen wir mal ganz zum Anfang. Also, Was sind denn so ihre Vorfahren? Also da gibt es zum Beispiel eben den Großvater, der ist so Jahrgang 1900 und der ist nach dem, was man so lesen kann, war er Jurist gewesen, aber eben auch ein strammer Nazi-Funktionär später und ist sogar einer von Heeresrichtern gewesen, also sprich eben ein Hochbeamter.

rammiger Jurist so oder manche würden sagen ein strammer Nazi so über die Großmutter wissen wir nichts so wir wissen nur dass die ja wohl irgendwann mal aus Schlesien nach Deutschland gekommen oder geflohen sind so und die Eltern von denen wissen wir nur teilweise etwas nämlich vom Vater dass er Jahrgang 1939 geboren ist und vom Beruf eben Handelsvertreter war und ja eine Ja, wie sagt man das, eine Agentur Hier haben wir also einen kleinen Kaufmann, der Möbel vermittelt. Da sehen wir aber auch schon eine gewisse Business-Tendenz drin. Von der Mutter selber, da wissen wir jetzt eigentlich nicht so viel, außer dass sie in Gütersloh geboren ist. Was sie aber genau macht und was deren Großvater und Großmutter war, das wissen wir auch nicht.

So, fangen wir also einfach mal an bei Alice Weidel. Sie ist eben geboren in Gütersloh, aufgewachsen in Hasewinkel. Das ist dann beides im Nordrhein-Westfalen. Und wenn wir uns mal fragen, wo das da genau ist, dann gucken wir mal hier auf die Karte. Da sehen wir also, da gibt es eben im Nordrhein-Westfalen Das ist quasi Ostwestfalen, wenn man es genauer sagen wollte. Und das ist in der Gegend quasi von Gütersloh. Und was ist Gütersloh? Da ist eben Bertelsmann ist dort. Aber es war früher eben auch dort Miele. Das heißt, die sind da immer noch. Also wir haben im Grunde genommen zwei bundesweit bekannte Unternehmen, die dort sind und die eben unterstreichen das Gütersloh. ein Standort ist, der eben ein Wirtschaftsfaktor ist, sprich es ist eine Wirtschaftsstadt. Tatsächlich hat Weidel aber in Hasewinkel gewohnt und ist dort aufgewachsen und Hasewinkel, das hört sich wie Hasenwinkel an,

Er meint aber wohl Pferd und Winkel, das heißt, es ist quasi eine ländliche Gegend dort. Und wenn wir mal schauen, wo das ist, das ist quasi südwestlich von Bielefeld auf der Strecke Richtung Münster. Dann gibt es da im Süden eben die Reda-Wiedenbrück und im Norden gibt es Bad Rotenfelde. Für manch einen, der in der Gegend ist, der sagt das was, alle anderen, die kennen das natürlich nicht so sehr. So, aber wenn Sie mal daran denken, das Bistum Münster, was nicht weit weg ist, weist darauf hin, dass diese ganze Gegend ist seit Jahrhunderten streng katholisch. Die sind ja auch der Natur mit verbunden. Das heißt, dort gab es verschiedene Klostergründungen, Pilgerpfade, sodass eigentlich das ganze Areal dort seit Jahrhunderten ein Ort der Einkehr und Besinnung ist und des Umganges mit der Natur ist. Und da haben wir schon mal einen ersten Aspekt, den wir nachher noch feststellen, nämlich das christliche Umfeld, die christliche Prägung. Wir wissen, dass es noch zwei Geschwister gibt, die älter sind. Wir wissen aber nicht, wie viel die älter sind und welches Geschlecht sie haben. Aber eben, dass Alice Weidel die Jüngste war. Und jetzt frage ich sie mal, was sagt Ihnen das, wenn jemand das Nesthäkchen ist, die Jüngste?

Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem persönlichen Lebensbereich gemacht? Was das für ein Unterschied ist, ob man das älteste Kind ist oder das jüngste Kind oder das mittlere Kind? Schreiben Sie das einfach mal unten in die Kommentare rein. Nach meiner Erfahrung bedeutet es meistens, dass die die jüngsten Kinder besonders gehegt und gepflegt werden, besonders viel Liebe bekommen, während die Älteren oftmals ja noch bei der Erziehung der Jüngeren mithelfen müssen. So, und wenn wir mal schauen, was dann nach der Grundschule passierte, dort gingen sie dann zu einem Gymnasium in Versmold, wo sie dann später abschloss. So, nun kann man sagen, okay, das ist ja nichts ungewöhnliches in ein Gymnasium zu gehen. Schauen wir mal, wie sich das geografisch darstellt. Also hier unten sehen wir eben Hasewinkel und dann geht es eben nach Versmold. Das sind hier zwölf Kilometer ungefähr von Haustür zu Haustür sozusagen. So, das schafft man als junges Mädchen noch locker mit dem Fahrrad in einer halben Stunde. So, oder aber man kann auch mit dem Bus vielleicht fahren in der kalten Jahreszeit. So, also das sollte unproblematisch sein.

Interessanter für uns ist vielleicht, was die Schule ist. Da sehen Sie schon diesen christlichen Bezug, Christophorusschule, Gymnasium. Diese Christophorusschule, das ist nicht nur einfach irgendeine Schule gewesen, sondern das ist eine Einrichtung, die von einem Träger kommt. dargestellt wird oder geboten wird, nämlich dem Jugenddorfwerk Deutschland.ev. Das wurde 1949 gegründet, also quasi nach dem Krieg und der Gründer wollte jungen elternlosen Menschen ja eine ordentliche christliche Erziehung bieten und später hat sich das eben ausgedehnt in gewissem Maße und die Folge davon ist oder eine der Folgen, dass eben dort in Versmold eine solche Schule gegründet wurde. So, und was haben die dort? Als gemeinnütziger Verein, was ist das? Christlich orientiert sind sie, sie haben musische Bildung, Vielfalt der Angebote in der Orchesterschule, im Vokalbereich, also Singen und andere musische Bildungsangebote. Sie bieten aber auch verschiedene Betreuungsformen, stationär, teilstationär und ambulant an. Das heißt, man kann dort gegebenenfalls auch dauerhaft wohnen, wenn man eben von weiter weg kommt.

Was ist deren Grundmotto? Leben, Lernen, Erleben. Schauen wir uns mal ein bisschen konkreter an, was Leben, Lernen, Erleben bedeutet. Da haben wir natürlich einmal die Religionserziehung, Religionsunterricht, mit dem Sinn fragen, was ist der Sinn des eigenen Lebens. Dann eben die Körperertüchtigung, man möchte seinen Körper auch bedienen und benutzen. dann die musische Bildung, sein inneres Leben wahrzunehmen und die politische Bildung, nämlich, dass man mit anderen Menschen zusammenlebt und sich arrangieren muss. Das heißt, hier haben wir also schon mal einen ganz wesentlichen Punkt, dass eben die Frau Weide hier, ja ich sag mal, vielleicht nicht christlich fromm, davon haben wir aus ihren weiteren Tätigkeiten nicht so viel erfahren, aber doch christliche Werte, nämlich du bist ein Mitglied in der Gemeinschaft, du bist im Auftrag Gottes sozusagen unterwegs, sei Liebe deinem Nächsten, tue Gutes für die Welt, sei gerecht auch zu den Geringsten, also sprich, sei nicht arrogant,

Und insofern könnte man sagen, sie ist jetzt quasi von zu Hause aufgebrochen, aus dem kleinen Hasewinkel und fängt jetzt an, ihr Bewusstsein zu bilden, wo sie eigentlich hin will und die Werte zu erkennen, die sie vielleicht später in ihrem Leben noch dauerhaft begleiten werden. Irgendwann hat sie natürlich erfolgreich das Studium abgeschlossen und dann macht sie was, dann geht sie studieren. Das ist 1998 und fängt also an Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft zu studieren und ist nach sechs Jahren, schließt sie ab und ist Jahrgangsbeste. Also wenn wir jetzt mal schauen, wo sie herkommt. Und dann sind das also doch locker fünf Stunden Autofahrt bis nach Bayreuth. Das ist also für eine junge Frau doch ganz schön weit weg ein großer Umzug. Und im Grunde genommen ist es so, dass in Bayreuth damals eine aufstrebende Universitätsstadt war. Das ist da relativ exklusiv. Das heißt, im Grunde genommen haben die doch Exzellenzstudiengänge gehabt, so wie wir das heutzutage nennen würden. Die waren damals bekannt dafür.

dass sie ja tolle, kreative, neue Studienrichtungen gemacht haben und Weidel war dann eben bei Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft eingetragen und ist dann da auch erfolgreich herausgegangen. Das heißt, nachdem sie also auf dem Gymnasium ihre grundlegenden Werte entwickelt hat, fängt sie jetzt an, intellektuell sich zu reifen und sich entschieden für den wirtschaftlichen Bereich ihren Horizont dort zu vergrößern und sich zu spezialisieren, um später mal in ein bestimmtes Leben einzutreten. Wobei man natürlich sagen muss, wer eben so ein Studium dann absolviert und das an einer damals ja als gut erkannten und heute ist es sogar eine der Exzellenzuniversitäten, an einer solchen Uni, da kann man sagen, wenn man das Beste dort abschließt, dann deutet das darauf hin, dass man eigentlich ja vorbestimmt ist, eine Rolle im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich zu übernehmen, die über das Normale hinausgeht, nämlich entweder

als Anführerin oder Impulsgeberin. Das heißt, hier haben wir im Grunde genommen so eine Art Archetypus, dass man nach seinen Prüfungen, die man im Leben hat als Heldin sozusagen, irgendwann mal auf einen Führungsweg berufen wird, mit Fähigkeiten ausgestattet, die einen aus der Masse herausheben. Auch mit diesen tollen Fähigkeiten, die sie aus der Masse herausgehoben haben, ist sie auch erfolgreich bei einer der größten und internationalsten Hochfinanzbanken, bei Goldman Sachs in Frankfurt, gelandet und wurde Analystin in der Vermögensverwaltung in Frankfurt. Wenn wir da mal schauen, Also Frankfurt ist jetzt hier, ich sag mal, nicht allzu weit entfernt von Bayreuth. Gut, es ist wieder ein Umzug. Und es ist natürlich auch die große Stadt, die große Welt, in der man als Studentin jetzt zum ersten Mal sich bewähren kann und vielleicht auch bewähren muss.

Ja, konkret geht es natürlich eben um die Hochfinanz. Das heißt, es geht hier um Investmentbanking vorrangig. Es geht um Wertpapierhandel, also um das chaotische Tagesgeschäft, wo im Sekunden- und Minutentakt wichtige Entscheidungen gefällt werden müssen. Es geht um Vermögensmanagement, es geht um Privatvermögensverwaltung und natürlich auch um den Eigenhandel. Sprich, das ist schon ein sehr, sehr dynamisches Geschäft, mit dem man da zu tun hat. Und insbesondere ist es ja auch so, dass gerade speziell diese Bank, die nach Hochfinanz ist, die international und global vernetzt ist, die ist eben sehr bekannt, dass die Mitarbeiter gegeneinander in Konkurrenz gestellt werden und dass man nur die Besten der Besten nimmt. Und dort geht Weidel also hin. Das heißt, dass sie dort überhaupt genommen wird, zeigt also, dass sie von Goldman Sachs als Ausnahmetalent mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und auch Zielstrebigkeit anerkannt wird. Das ist quasi jetzt ihre Eintrittskarte in eine exklusive Welt, in der Leistung, Risikobereitschaft und Eigenverantwortung zählen. So, dort wird sie auf jeden Fall viele Dinge gelernt haben, die ihr auch für später nützen, nämlich sie lernt, wie man präzise Arbeitsprozesse durchführt und

klare Ziele setzt. Wie wichtig es ist, global vernetzt zu sein und sich auch mit internationalen anderen Märkten auszukennen. Wie wichtig es ist, Analysen detailliert zu machen und strategisch zu denken, um seine Ziele zu erreichen. Und jetzt sollte man ja meinen, dass sie eigentlich dort jetzt Karriere macht, dass sie Investmentbankerin wird, dass sie international aufsteigt. Das macht sie aber nicht. Und was macht sie? Sie geht nachher zurück nach Bayreuth. Aber warum tut sie das? Ich glaube, weil es ihr dort nicht gefallen hat. Einmal wegen des hohen Leistungsdrucks und dass man dort als Mitarbeiter eigentlich keinen Freiraum hat, sondern im Grunde genommen einerseits ein Sklave ist, der nichts zu tun hat und andererseits eben eine sehr hohe Konkurrenz ist, sprich das Mitmenschliche, das, was sie ja im Gymnasium von Mitmenschlichkeit und Christlichkeit gelernt hat, das gab es doch da gar nicht. Und genauso ist eben der Fokus auf die kurzfristige Renditeerzielung. Statt auf Nachhaltigkeit dürfte ihr auch widersprochen haben, das kann überhaupt gar nicht in ihrer Mentalität funktionieren.

so gut gewesen sein. Das heißt, aus diesen Erfahrungen, das muss für Sie, ich glaube, eher schockierend gewesen sein, faszinierend auf der einen Weise, diese Herausforderung überhaupt anzunehmen und sich zu beweisen und dann aber zu merken, dass es mit der Moralität nicht während sie doch eigentlich mit der christlichen Erziehung was Gutes für die Menschen tun möchte. Und dementsprechend glaube ich, dass sie ja eben nach was anderem gesucht hat. Sie wusste aber vielleicht noch nicht genau was und hat dann aber eben, ja ich sag mal, sich in die Klausur zurückgezogen, nämlich wieder zurück an die Universität, nach Bayreuth und hat mit ihrer Promotion angefangen. Und diesmal aber in eine völlig andere Richtung, das muss man sich mal vorstellen, nämlich Rentenpolitik. Rente ist ja, meint ja eben die Sicherung des Einkommens der älteren Bevölkerungsgruppe, der nicht arbeitenden Bevölkerung, was also in 30, 40, 50 Jahren ist. Das fing an, sie jetzt zu interessieren. So, das ist ja genau das Entgegengesetzte von dem amerikanischen Zack, zack, heute schnell noch Gewinne machen. Egal, koste es, was es wolle. So, und wo geht sie hin? Nach China. China, das absolute Gegenteil.

Ja, zu USA. China, ein Land, was darauf stolz ist, dass sie sagen, wir sind die älteste Kultur der Welt, 5000 Jahre alt, wir haben Geschichte, wir sind ein Kulturvolk. Wir planen langfristig, uns interessiert das schnell nicht. Das heißt, sie wechselt jetzt von dem schnelllebigen, heißen, egoistischen Goldman Sachs American Way of Life rüber nach China und zumindest in die chinesische Mentalität, in die Langfristigkeit. in die nachhaltige Planung und will wissen, wie das geht. Und nicht nur, dass sie das wissen will, sie geht ja sogar nach China, sie lernt die chinesische Sprache. Und wenn man die chinesische Sprache lernt, dann muss man sich auch mit der chinesischen Kultur beschäftigen, insbesondere natürlich mit dem, was typisch chinesisch ist. Und was ist typisch chinesisch? Natürlich nicht nur der Kaiserpalast, sondern es sind eben die chinesischen Denkarten. für sie mag vielleicht am Anfang erstmal die Frage gestellt haben ja wie hat sich China von einem Drittweltland ja zu einer Industrienation entwickelt und Weltmarktführer wie konnte das Land sich modernisieren oder ist zumindest auf dem Weg dahin so wie sind die Reformprozesse gelaufen ja so was ist ein autoritäres Staatsmodell was sind konfuzianische Werte und da sage ich jetzt mal

Ein wichtiger Wert im Konfuzianismus ist eben, das Kollektiv ist wichtiger als der Einzelne. Das Kollektiv muss geordnet sein, es darf da kein Chaos sein. Es muss eine Harmonie sein, jeder muss seinen Platz im Räderwerk haben. Jeder hat einen ganz genauen Platz. Die Anführer haben einen Platz und die Diener haben einen Platz und die Arbeiter haben einen Platz. Jeder hat eine ganz bestimmte Funktion und nur wenn jeder genau an dem Ort ist, der seiner Kompetenz entspricht und der zum Nutzen des Allgemeinwohls ist, dann ist alles in Ordnung. Das heißt, selbst wenn man nicht an Taoismus und Buddhismus denkt, die vielleicht für eine Wirtschafts- Fachfrau nicht so interessant gewesen wären, hat sie zumindest eben das konfuzianische Denken lernen müssen, weil sie eben die chinesische Sprache gelernt hat. Und das zeigt eben, dass dieser Weg jetzt von diesem egoistischen, ich will nur für meinen Investor oder für den Kapitaleigner eine Rendite machen bis hin, ich will

Die Sicherheit der Renten des Volkes in China, ja, also noch größer geht es ja gar nicht. Welches Volk hat denn noch mehr Rentner als China? Ja, Indien vielleicht nämlich. So, das heißt, wir sehen hier von diesem kleinen egoistischen, ich will und ich bin wichtig hin, zum Gemeinwohl im ganz großen Bereich. Das heißt, wir sehen, dass sie hier im Grunde genommen sich beschäftigt mit der Frage, wie kann man langfristig das maximale Wohl für ein Volk oder speziell für sein Volk erreichen. Und als sie dann fertig ist und promoviert hat, da kommt es dann eben auch dahin, dass sie wieder eine neue Anstellung aufnimmt, nämlich wieder geht sie nach Frankfurt zurück, also ihre zweite Frankfurter Lektion, Und geht zu Allianz Global Investors. Jetzt muss man sich die Frage stellen, warum macht sie das? Sie hat promoviert an einer guten Universität. Sie ist eine Fachfrau. Warum schlägt sie keinen akademischen Bildungsweg ein? Warum wird sie nicht Dozentin an einer Universität in Bayreuth oder sonst wo? Das heißt, wir sehen hier ganz klar, dass sie kein Interesse an einer Lehrtätigkeit hat. Sie ist zwar extrem intellektuell, extrem gebildet, extrem zielstrebig, aber sie will nicht lehren, sie will etwas tun, sie will etwas bewirken, sie will etwas verändern. Und das kann sie an der Universität in der Form nicht machen.

Also geht es jetzt um ihre Kenntnisse, die sie theoretisch durch ihre Promotion gewonnen hat, jetzt praktisch im Grunde genommen zu verifizieren zu einem Versicherungsunternehmen, zu Allianz Global Investors. Der ist quasi das Mittelglied zwischen dem geraubten Kapitalismus auf der einen Seite, Goldman Sachs und der chinesischen Rententheorie. Auf der anderen Seite sind wir jetzt auf einmal in Deutschland im Mittelglied zwischen Osten und Westen. Das heißt, sie hat beide Extreme kennengelernt und jetzt versucht sie den Mittelweg zu realisieren bei Allianz. Global Investors. Dort bleibt sie ja auch zwei Jahre im Bereich der strategischen Finanzberatung. Ja, und jetzt müsste man sagen, aber eigentlich war ja schon klar, bevor sie da reinging, dass das auf Dauerhaft nicht so wirklich was werden kann. Denn sie hat ja schon in China gelernt, dass sie eigentlich das große Rad drehen möchte, nämlich für das ganze Volk was tun. So, aber bei Global Investors macht sie ja was anderes. Da ist sie ja in einem Kerngeschäft der aktiven Vermögensverwaltung, wo es natürlich

schon um Investment geht, aber eben für sicheres Investment. Die Allianz ist ja eigentlich ein Versicherungsunternehmen. Da strebt man langfristige statt kurzfristige Profite an. Aber man muss auch sagen, selbst wenn da nicht so viel Stress ist, wie bei dem tagesaktuellen Geschäft bei Goldman Sachs, es ist dennoch ein Wirtschaftsunternehmen. Das heißt, es ist ja nicht die Volksgesundheit, die angegangen wird, sondern hier sind wir zwar in einem größeren Raum, nicht mehr der einzelne Investor, sondern eben die versicherten Gemeinschaft vielleicht und natürlich bestimmte Spezialkunden. Aber das ist ja nicht das, was sie eigentlich wirklich will. Das ist ja eigentlich zu klein. Und sie hätte jetzt sicherlich mit ihrer Kompetenz dort eine Karriere machen können, rein theoretisch. Sie tut es aber nicht, sondern sie steigt dort wieder aus. Und was sind die Gründe, die sie dazu bringen? Ich glaube, dass sie dann in diesen zwei Jahren gemerkt hat, dass die Allianz ja ein riesen Moloch ist und mit deutscher Bürokratie ja sehr langsame Entscheidungsprozesse sind, sodass dort eine viel zu hohe Hierarchie ist und ein Vorankommen gar nicht möglich ist und dass dort genauso ein Mobbing ist wie bei Deutschland.

wie bei dem Goldman Sachs, aber eben auf eine andere Art und Weise. Und vor allen Dingen, dass hier doch der Schwerpunkt auf der Rendite und nicht auf dem gesellschaftlichen Mehrwert liegt. Das heißt, Rendite ist immer noch das, und nicht die Gesellschaft. Das heißt, hier sehe ich also zwei Sachen. Einmal ist der Grundwert, dass das Volkswohl hier nicht drin ist. Und das andere ist, dass sie sich in ihrem Freiheitsdrang eingeschränkt fühlt. Denn schon zweimal im Leben hat sie die Topchancen ausgeschlagen, weil es ihren Werten nicht entsprach. Und jetzt macht sie das zum dritten Mal, schlägt also auch hier quasi die Brücken hinter sich ab oder reißt sie ab. Und was macht sie dann? Sie wird selbstständige Unternehmensberaterin. So, für internationale Kunden im Finanzbereich, gut, mit den Connections, die sie sich in diesen beiden Jobs erworben hat, sind diese Kunden natürlich jetzt nicht Einzelunternehmen, sondern Start-ups gewesen, wo man schon was Größeres machen will, wo ihre Expertise mit Asien da natürlich reinspielt.

können wir natürlich auch von vornherein sagen, für jemanden, der was Größeres will, der die Gesellschaft verbessern will, da kann diese Position überhaupt gar nicht dauerhaft sein. Das kann nur eine Übergangsposition sein. Denn jetzt ist sie zwar selbstständig und frei, aber sie bleibt doch beim Kleinen. Sie hilft doch nur einzelnen Unternehmen. Sie will doch nicht einzelnen Unternehmen helfen, damit die mehr Geld verdienen. Sie will doch die Welt verbessern. Sie will die Welt verbessern. in Ordnung bringen, dass sie harmonisch funktioniert, so wie es ihr christliche Erziehung ihr beigebracht hat und dass sie eben auch fürs Allgemeinwohl funktioniert, im Sinne, so wie sie es im Konfuzianismus gelernt hat. Das heißt, sie will eigentlich das gar nicht machen, muss es aber wahrscheinlich aus finanziellen Gründen. Und dann kommt eben der achte Abschnitt ihres Lebens, nämlich Ihre politische Karriere beginnt quasi zeitgleich mit dem, was sie jetzt dort an unternehmerischer Beratungstätigkeit macht. Und die Frage ist, wie kommt sie denn eigentlich dahin? Und da denke ich, ist es relativ deutlich, dass es ihr Professor und Doktorvater war, ihr Dozent in Bayreuth, der sie dort hingeführt hat. Wie das genau kam, vermutlich werde ich gleich erläutern.

Aber wer war jetzt dieser Herr Oberender? Herr Oberender ist Jahrgang 1941, der ist jetzt vor zehn Jahren etwa verstorben, war ein deutscher Volkswirt mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie. Also da sehen wir, der ist Fachmann für Krankenkassenwesen, Krankenkassenfinanzierung und hat den Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie gehabt an der Uni in Bayern. Er hat dann noch eine Zeitschrift mitgegründet, dann war er auch noch in einem wissenschaftlichen Rat Mitglied und und und. Also er hat eine ganze Menge gemacht, aber sein Schwerpunkt war eben die Volksgesundheit. Da kann man verstehen, wie er als Professor mit der Volksgesundheit die Weidel auch darauf gebracht hat, sich über die Volksaltertum, also über die Renten, Gedanken zu machen. Das passte quasi wie die Faust aufs Auge. So und da muss man aber auch sagen, da er offensichtlich nicht mit der Politik zufrieden war, war er selber einer der Mitinitiatoren wohl und Mitunterzeichner einer Wahlalternative 2013. Und diese Wahlalternative 2013 hatte was? Sie lehnte die damalige Politik ab, nämlich dass der Euro gerettet werden müsste. Sie war für mehr Marktwirtschaft,

Sie hatten nichts mit der alternativen Politik von Merkel im Sinne und sie waren eben gut vernetzt im wirtschaftsliberalen Bereich mit der Hayek-Gesellschaft und noch mit anderen Organisationen vermutlich. Weidel muss wohl auch der CDU damals nahe gestanden haben, denn ihr Stipendium wurde von einer Gesellschaft finanziert, das mit der CDU in Verbindung steht. Ich vermute, dass sie mit der CDU-Politik unzufrieden war. Und das dürfte für ihren Professor genauso gewesen sein. Das heißt, durch den Professor hat sie quasi jetzt die Tür geöffnet bekommen, sich mit Politik zu beschäftigen, was ja eigentlich für jemanden, der streng akademisch ist und erstmal nur wirtschaftlich denkt, überhaupt gar nicht selbstverständlich ist. Gerade wenn man so ein geistiger Überflieger ist und so schwierige Sachen und so intensiv macht, wie Frau Weidel es gemacht hat, dann ist natürlich die Frage, kann ich mit dem normalen Durchschnittsbürger, mit Otto Normalverbraucher, der eine simple, einfache Sprache spricht, der nur einfache Parolen hören und verstehen möchte, kann ich mit dem überhaupt klarkommen? Da denke ich, da hat ihr wiederum ihrer christlichen Ethik weitergeholfen, nämlich, dass man die Menschen nicht in irgendwelche Wertkategorien einteilen soll.

Das heißt, das dürfte für Sie kein Problem gewesen sein, zu sagen, auch wenn ich vermutlich intelligenter bin als alle anderen in meiner Partei oder zumindest die meisten, ich kann mich damit arrangieren, denn das ist die einzige Möglichkeit, die ich habe, wenn ich meine wirtschaftsliberalen Werte und meine Kritik an der Euro-Rettungspolitik umsetzen will und damit auch durch den Parteieintritt im Grunde genommen meinen politischen Widerstand gegen die etablierte Politik kundtun will. Und vor allen Dingen hat sie ja da die Möglichkeit gesehen, dass sie eben was tun kann. Politik ist ja Aktivität in der Gesellschaft. Und das ist ja eigentlich, was sie schon seit einigen Jahren umtrieb. Und so wurde sie dann folgerichtig auch Mitglied in ihrem Landesverband Baden-Württemberg. Und das ging ja doch durchaus sehr erfolgreich weiter. Denn schon 2015, also zwei Jahre später, war sie Mitglied im Landesvorstand. 2017 war sie mit Alexander Gauland Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017. Dann wurde sie Fraktionsvorsitzende im selben Jahr der AfD im Deutschen Bundestag. Sie war eine markante, prägnante Oppositionsrednerin in den Debatten zu Corona-Politik und Migration. Später, also im Jahr 2021,

gab es auch interne Probleme, die sie aber dann doch bereinigen konnte. Dann ist sie zur Kandidatin für die Kanzlerschaft nominiert worden und aktuell ist sie es dann ja auch geworden. Und hier sehen wir eben quasi ihren ersten großen Erfolg. wie sie eben mit Gauland für Spitzenkandidatin 2017 wird. Und wenige Jahre später ist sie dann Kanzlerkandidatin mit 100 Prozent Zustimmung, einstimmig. Das ist also schon recht, muss man sagen, die Krönung ihres bisherigen politischen Schaffens. Wenn wir uns jetzt mal fragen, Was können wir jetzt aus all dem sehen? Was für einen Charakter hat sie denn? So gibt es da natürlich verschiedene Merkmale. Also das eine ist, dass sie extrem höchst hoch, wenn nicht gar höchst gebildet ist, aber aufgrund eben ihrer Auswirkungen Ausrichtung auf Wirtschaftsthemen ist sie natürlich faktenorientiert und wirkt daher eher, ich sage mal unemotional, ein bisschen kühl. Sie hat sich schwere Ziele genommen und vorgelegt und auch alle erfolgreich bestanden. Das heißt, sie ist sehr ehrgeizig und sehr zielstrebig und das zeigt, dass sie sehr diszipliniert und leistungswillig ist.

Schon in ihrer Gymnasialzeit hat sie Prinzipientreue gelernt und das hat sie ja auch dreimal in ihrem Leben bewiesen. Dreimal hat sie ja eine gute Karriere, die vor ihr lag, ausgeschlagen, weil das nicht ihren Prinzipien entsprach, weil sie ja für sich was anderes wollte. So, und diese Prinzipientreue kann natürlich auf der anderen Seite auch in Starrsinn und Starrheit umschlagen und in Unflexibilität. So, und obwohl sie, ich sag mal, akademisch hochgebildet ist, hat sie doch eine provokante Rhetorik, die, wobei nicht ganz klar ist, ob das wirklich ihrer... ihre Art und Weise zu sprechen ist oder ob sie sich das einfach nur im Zuge des Politikbetriebes so angewöhnt hat. Grundsätzlich ist sie aber sehr selbstbewusst und nicht nur leidensfähig, sondern resilient. Das heißt, sie kann mit Anfeindungen umgehen, bleibt immer cool und entspannt. Das wirkt natürlich für manche Leute, die ein Heißblütiger sind, arrogant. Aber Arroganz ist eigentlich nicht das, was ihren Charakter

aus der Kindheit und Jugend entspricht und auch nicht das, was sie in China gelernt hat. Also insofern, sie für arrogant zu halten, halte ich persönlich für eine Fehlbeurteilung. Privat ist sie natürlich zurückhaltend, dazu sage ich gleich noch etwas. Wir können aber sagen, mit ihren Erfahrungen ist sie extrem strategisch orientiert und natürlich auch ein Kontrollfreak. Das heißt, sie weiß ja vieles besser als andere und auch wenn sie kooperativ wirken will, möchte sie natürlich dominant bleiben. Damit wird nicht jeder klarkommen. Das heißt für sie aber wiederum, wie kommt sie jetzt mit dieser ganzen Belastung klar? Ist sie nur ein Workaholic oder ist sie auch noch mehr? Für sie ist eben ideal wichtig, dass sie was Gutes für die Welt tut und etwas Sinnvolles, nämlich quasi das Volkswohl, was sie auch meist darunter verstehen mag, das zu bewirken. Und dazu braucht sie natürlich bei den ganzen Anfeindungen, die sie hat und den ganzen Stress, braucht sie einen Gegenpol, einen hohen Pol, mit dem sie sich ausruhen kann. Und das ist eben ihre Lebensgefährtin.

Die Sarah Bossart, das ist eine Frau, die ist ein paar Jahre jünger als sie, hat zwei Kinder mitgebracht in die gleichgeschlechtliche Beziehung und die ist gebürtig wohl aus Sri Lanka, aber lebt in der Schweiz und wurde wohl von Schweizer Eltern adoptiert. Diese Frau Bossart, die ist aber doch selbstständig und selber erfolgreich, denn sie ist ja eine Produktionsleiterin von Kino- und Dokumentarfilmen und TV-Filmen. Also sprich, sie ist im Grunde genommen eigentlich eine Mainstream. Mainstream-Künstlerin, Filmemacherin und macht das eben schon seit 15 Jahren. Und das wiederum bedeutet, dass wir jetzt zwei Beziehungen haben. Nämlich einmal die emotionale Beziehung. Was bedeutet Frau Bossart für Frau Weidel? Dadurch, dass sie Mutter von zwei Kindern ist und ein bisschen abseits eben im Schweizer Biel wohnt. Ich denke, das ist quasi für Frau Weidel, die ja jetzt eine sehr maskuline männliche Rolle in der Partei ausüben muss als Führungskraft, das ist quasi der Gegenpol, das Heim, die Ruhestätte, die Oase, wo sie sich emotional wieder aufladen kann.

Und da ist sie bei Frau Bossart mit Sicherheit an der richtigen Stelle, denn die ist ja kinderlieb, die hat zwei Kinder. Und sie ist natürlich als Filmemacherin auch emotional sensibel und kreativ. Das heißt, da gibt es also, ich sag mal, einmal eben den... Den emotionalen Rückimpuls und auch viele gemeinsame Interessen, weil Frau Weidel ist ja auch kreativ, die will ja auch ständig was Neues. Und gemeinsam können sie natürlich auch stehen für die Freiheit der Ehe, das heißt für die Freiheit der gleichgeschlechtlichen Ehe. Und rein von der beruflichen Seite her muss man sagen, ist Frau Bossart aber auch nützlich, rein ganz praktisch gesehen, denn Produktionsleiterin weiß sie, wie man komplizierte Projekte organisiert, wie man auch Kampagnen, Medienkampagnen plant und wie man in Krisen entsprechend umgeht. Und natürlich hat sie auch entsprechende Beziehungen zu Medien, wobei man sagen muss, wer mit der AfD verheiratet ist, für den schließen sich natürlich auch viele Türen. Das bedeutet,

dass wir also im Grunde genommen sagen können, ja, die Frau Bossart ist ein wichtiger Punkt, ein wichtiger Ankerpunkt im Leben von Frau Weidel und ist aber eben die Privatschiene. Und wenn wir uns jetzt also fragen, was ist denn jetzt mit der Frau Weidel, was ist denn jetzt wirklich ihre wichtigsten Charakterzüge, dann würde ich sagen, einmal ihre Fundamentale, Ihr fundiertes Wissen in wirtschaftlichen Angelegenheiten, also sie ist insofern extrem glaubwürdig, weil sie dort sehr hohe Kompetenz hat, so ihre ganze Biografie zeigt, dass sie, wenn sie sich Ziele nimmt, die eben erreicht, ja, und im politischen Leben sehen wir dann, dass sie teilweise auch ein bisschen kompromisslos ist, aber auch im Privaten dreimal Karrierechancen ausgeschlagen, ohne Not quasi, weil sie es wollte, weil ihre Werte nicht so waren in der Firma, wie sie es sich gewünscht hätte und dass sie eben langfristig plant. Also sie kann strategisch denken, sie tut das auch und sie plant offensichtlich auch ihre medialen Auftritte. Sie macht ihre Reden, sie macht ihre Gesten.

Aber was man sagen muss, das sage ich jetzt jedenfalls, das beobachte ich, weil sie so ein intellektueller Überflieger ist, passt dieses Volkstümliche, der Partei, in der sie ist, eigentlich überhaupt gar nicht zu ihr. Bei aller Christlichkeit, das ist nicht rund. Genauso wenig wie die Familienpolitik. Die AfD sagt, Familie ist Vater, Mutter mehrere Kinder. Sie lebt Mutter, Mutter mehrere Kinder. Das ist nicht das, was die AfD will. Und insofern gibt es da Widersprüche. Dieser Widerspruch zwischen hohen intellektuellen Ansprüchen und einfacheren Menschen, die einfachere Parolen auch hören möchten, da gibt es ein Problem. Und da muss man natürlich taktieren, um nicht ganz außen vor zu kommen. Und da sehen wir, glaube ich, dass sie glaubt. vielleicht auch durch ihre Lebensgefährtin motiviert, dass man eben große Gesten machen muss, mit der Faust hoch und ihr mit der Hand zeigen und all solche Sachen. Das macht sie auch. Aber wenn sie genau hingucken, dann merken sie, dass die Kraft, mit der sie diese Bewegungen macht, die kommen nicht aus dem Bauch. Das ist nicht ihr Gefühl, was sie wirklich anspricht. Das kommt aus dem Kopf. Das macht sie deswegen, weil die Regisseurin es so gesagt hat.

Und deswegen ist sie nicht ganz so glaubwürdig. Sprich, sie wird in der Form nach meiner Meinung nie ein Volkstribun werden. Jemand, der hingeht, sich auf die Bühne stellt und die Leute sind verzaubert. Das wird bei ihr nicht der Fall sein. Sondern sie tut so, als ob sie wütend ist, als ob sie böse ist, als ob sie zornig ist. Das ist aber überhaupt gar nicht ihrer Meinung. Das ist alles nur nach meiner Meinung geschauspielert. Nichtsdestotrotz wird sie das in Kauf nehmen, weil das aus ihrer strategischen Zielstrebigkeit heraus notwendig ist. Und man könnte sich die Frage stellen, was wird jetzt aus ihr werden? Wie sind ihre Zukunftschancen als Politikerin oder auch als Mensch? Natürlich sind wir jetzt erstmal in ihrer politischen Karriere. Wenn die jetzt erfolgreich wird, also im besten Fall, wenn sie ihre Visionen durchsetzt, Bundeskanzlerin zu werden, das wird ja in dieser Wahl nicht der Fall sein, sondern erst in einigen Jahren. Entweder bei regulärer Wahl vielleicht 2029 oder aber wenn die neue Ampel-Koalition oder große Koalition vorher auseinanderbricht, vielleicht auch vorher.

Das heißt, bis dahin ist sie ja noch in der Warteschleife und wird an ihrem Ziel Bundeskanzlerin zu werden, um Deutschland in eine bessere, gerechtere, harmonischere, nachhaltigere Zukunft zu führen. Daran wird sie weiter arbeiten. Ob es dann dahin kommt, denn sie hat ja viele Feinde, wird man noch sehen. Andererseits, jetzt kommt der negative Aspekt zu Zielstrebigkeit und Eigensinnigkeit, nämlich wenn sie es nicht schafft, innerhalb der Partei die entsprechenden Kompromisse zwischen ihren Werten und dem, was die Partei will, zu vereinbaren, dann kann sie sich unter Umständen isolieren. Nach dem Motto, die sind zu dumm, die wissen ja nicht, was ich will und die verstehen das nicht. Und wenn man dann anfängt, herrisch zu werden, im Sinne von dominant, dann kann es parteiinterne Differenzen geben und dann sieht das ganz schlecht aus mit dem Vertrauen innerhalb der Partei. Das heißt, wir dürfen aber davon ausgehen, weil sie bisher im Leben extrem strategisch vorgegangen ist, dass sie das auch hier weitermachen wird. Also realistisch wird es sein, dass sie eben

Ja, alles versucht unter einen Pott zu halten, ihre Ideale gleichzeitig ihren Parteimitgliedern gerecht zu werden und dann eben ja ihr Ziel zu erreichen, die Partei bundesweit führend zu machen, um in Deutschland Politik zu machen. Da muss man sagen, ja, okay, es kann aber sein. Wenn sie das Ziel erreichen würde, wird sie denn dann glücklich werden? Ja oder nein? Ich würde mal sagen, das kommt drauf an. Denn sie hat ja im Grunde genommen den Freiheitssinn, den Inuititätssinn, den verbunden mit dem Machtanspruch und dem Wunsch, dem Volk Gutes zu tun. Wenn sie aber erstmal in der Führungsposition ist als Bundeskanzlerin, rein hypothetisch gesehen, dann muss sie sehr viel Kompromisse machen mit ihren Parteimitgliedern. Da kann sie das machen, weil sie dort die Oberste ist, da kann sie führen, da kann sie entsprechend Personalpolitik betreiben und Leute, die ihr vielleicht nicht gefallen, davon überzeugen, aus der Partei auszutreten oder Bündnisse zu schmieden.

Das wird aber im internationalen Bereich anders. Da gibt es ganz andere Sachzwänge, vielleicht auch globale Sachzwänge, die dann auf einmal ihr womöglich die Erkenntnis bringen könnten, dass es als Bundeskanzlerin nicht viel anders ist als bei Global Investors, bei der Allianz. Nämlich man hat zwar eine Position, aber man kann doch nicht so, wie man will. Und sollte sie für sich zu dieser Erkenntnis kommen, dann würde ich sagen, dann wird sie wie schon dreimal vorher im Leben vertreten. das vierte Mal eine Tür hinter sich zu machen und sagen, weil ich nicht so meine Politik machen kann, wie ich mir das vorstelle, verlasse ich die Politik. Also insofern ist ihr Schicksal quasi ungewiss. Und sie hat eben noch die Hoffnung, dass sie was bewirken kann. Dafür arbeitet sie. Aber ich glaube, ihre Vorstellung, wie es denn ist, das Ziel erreicht zu haben, das ist noch nicht ganz ausgereift. Und wenn es dann kommt, könnte es zu merkwürdigen Überraschungen kommen. Aber das ist jetzt rein spekulativ von meiner Seite her. Insofern, sag ich mal, wollen wir einfach mal abwarten.

Ja, soweit meine kleine Exkursion und Interpretation über Alice Weidels Innenleben. Wenn Sie mehr darüber hören möchten, was ich als nächstes mache, da will ich nämlich mal mit Elon Musk ein ähnliches Projekt versuchen. Mal schauen, was ich über den herausfinde. Es wird aber noch ein Weilchen dauern. Wird wahrscheinlich erst Ende Januar oder Mitte Februar sein. Also auf jeden Fall nicht mehr vor der Inauguration von Trump. Bis dahin können Sie aber eine ähnliche Analyse, ein bisschen oberflächlicher, aber vielleicht mit einer anderen Seite her sehen, nämlich zu Sarah Wagenknecht, die ich vor ungefähr einem Dreivierteljahr oder vor einem Jahr gemacht habe. Die verlinke ich nachher und ansonsten schreiben Sie Ihre Kommentare unten wieder rein, abonnieren Sie den Kanal, klingeln Sie die Glocke und bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „ALICE WEIDEL | Strategin auf dem Weg zur Kanzlerschaft | Machtstrategin“, Die Welt Klar Sehen, 14.01.2025.

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