DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

TRUMP interessiert sich nicht für MERZ06.06.2025

IMPERIUM USA

Abschrift

Abschrift des Videos vom 06.06.202571 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

Unser Bundeskanzler Friedrich Merz war in Washington, hat Donald Trump besucht im Oval Office oder zumindest einen der dort dafür vorgesehenen Räume. Ja, und man hat einiges besprochen unter der Anwesenheit von internationalen Journalisten. Viele deutsche Medien haben darüber berichtet, aber ist das wirklich so richtig in die Perspektive, die wir in unseren Zeitungen lesen und die wir im Fernsehen sehen? ich habe da so meine zweifel deswegen war ich gast bei ETVC und habe mit löwenherz elia t darüber gesprochen wie wir beiden vielleicht ein bisschen alternative sicht zu diesem besuch haben wir haben nicht nur über die gier geopolitischen, internationalen Folgen, die sich aus diesem Gespräch vielleicht ergeben und die vielleicht auch motivierend gewesen sein mögen, für diesen Besuch gesprochen, sondern wir haben auch darüber gesprochen, was lernen wir daraus über den Charakter der beiden Personen, was können wir von Friedrich Merz noch erhoffen und erwarten und noch manches andere. Schauen Sie einfach mal rein, das könnte ganz interessant werden. Allerdings, wie immer, weil es ja eben ein Stream auf ETVC war, so die ersten 20 Minuten oder so, ist erstmal eine Einführung in das Thema, also quasi ein Pressespiegel. Für diejenigen, die das nicht live mitverfolgt haben, was da so passiert ist, da ist es ganz interessant. Für diejenigen, die das schon gesehen haben, spuren Sie einfach vor, bis ich da mit ins Bild komme und dann haben Sie noch einige Zeit. darüber sich ihre eigene Meinung zu bilden, was wir beiden dann dort besprechen. Also viel Spaß beim Zuschauen und wir sehen uns weiter auf diesem Kanal. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.

Eli

Hallo und willkommen, liebe Zuschauer, mein Name ist Lea T. Es ist immer noch Donnerstag, der historische 5. Juni 2025 und ich freue mich und danke euch, ihr merkt, ich muss schon lachen, ich freue mich und danke euch, dass ihr auch heute Abend hier auf dem Kanal, hier auf eTVC zu einer weiteren spannenden Sendung, diesmal eine Analysesendung, mit eingeschaltet habt. Werte Zuschauer, Friedrich Merz war in Washington DC, ist es noch und nichtsdestotrotz ist es so, als wäre er nie da gewesen. Eigentlich sollte es werden, das Aufeinandertreffen von zwei Giganten, der eine im wahrsten Sinne des Wortes, der andere nur physisch. Aber es ist eine Pressekonferenz geworden von Donald Trump, bei der Friedrich Merz wie ein kleiner Praktikant in der Ecke sitzen durfte, um größtenteils zuzuhören und einmal ein kleines auswendig gelerntes Statement abzuspulen. Redeanteil vielleicht 5%. Wichtigkeit, komplette Fehleranzeige, Lächerlichkeitslevel 100%. Merz, der unsichtbare Kanzler, hat uns mal wieder international blamiert und das beim mächtigsten Mann der Welt. Deutschland nimmt keiner ernst und ich muss diesen Fakt ernst nehmen, weshalb ich ihm heute eine Analysesendung hinterher schiebe. Ich möchte darüber reden mit meinem Kanal-Kompagnon, den ich bitte im Hintergrund den Ton einzuschalten, damit ich ihn direkt schon mal in die Sendung hier ein bisschen einbauen kann. Uns heute zugeschaltet, um dieses ganze Debakel durchzuanalysieren und zwar bis zum absoluten geht nicht mehr. Mein Kanal-Kompagnon, euer Fan-Favorite, Klarenka Uwe. Hallo lieber Uwe, Grüße nach Hamburg.

Uwe

Ja, hallo Eli. Wie sieht es aus im schönen Dresden, der zweitschönsten Stadt Deutschlands?

Eli

Ja, sag mir nicht, dass Hamburg die schönste sein soll, sonst kündige ich dir sofort die Freundschaft.

Uwe

Da kannst du noch überlegen, welches wohl die schönste sein könnte.

Eli

Lassen wir es offen. Alles gut, solange Dresden immerhin in der Top 5 ist. So, wir reden heute über Donald Trump und über Friedrich Merz. Der eine, der wahre Gigant, du kannst dir vorstellen, so erkenne ich zumindest den Donald. Und der andere, unser Bundesfriedrich, der Mann, der hier so komisch reinschaut. Wie es wenn... Ach, ich will es gar nicht analysieren, dafür bist du nachher zuständig. Auf jeden Fall... Hast du natürlich ebenfalls mit reingeguckt. Du weißt also, worüber wir reden und ich freue mich, dass du da bist, um das mit mir heute zu Tode zu analysieren. Erstmal in der öffentlichen Hauptsendung und danach sehen wir uns ja auch wieder und bleiben einander erhalten im Nachschlag. Wir haben dann noch ein spannendes, kontroverses Thema, das ich sehr gerne mit der eTVC ZAMUnity besprechen möchte und zu der gehörst du ja auch. Gut, lieber Uwe, schön, dass du da bist. Lass uns direkt mal loslegen mit einem kleinen Einsteiger. Ich gebe ein bisschen den Kontext mit, der wichtig ist, um die Leute so ein bisschen in Wallung zu bringen. Und wenn es dann daran geht, die kühle Hamburger Nüchternheit wieder reinzubringen, dann bist du sehr gerne wieder der Mann an meiner Seite. Du bleibst uns aber natürlich jetzt gleich schon erhalten. Schön, dass du da bist. Ich wollte dich nur schon mal vorstellen. So, werte Zuschauer, ihr merkt, der Uwe ist am Start und wir können loslegen. Uff, gerade so nochmal Glück gehabt, schreibt hier sogar der Spiegel. Friedrich Merz war bei Donald Trump und der große Eklat ist zumindest augenscheinlich für den Moment ausgeblieben. Noch ist er ja in Washington. Und noch kann da etwas passieren, irgendwie vielleicht auch hinter den Kulissen, aber auf der größten Bühne ist zumindest für den Moment alles von Freundlichkeit und Schmeicheleien getragen, mehr oder minder glimpflich über die Bühne gegangen. Das war definitiv ein denkwürdiges Ereignis, von daher verwundert es nicht, dass die Medien sich im Nachgang dieses Trends, Treffens, das kein Treffen gewesen ist, überschlagen mit Nachrichten über eben diese Begegnung, die größtenteils einseitig war. Donald Trump im Weißen Haus allein mit seinem Ego und seinen amerikanischen Journalisten und Themen. Ihr seht hier von Welt über Bild bis hin zur Tagesschau ist man sich mehr oder minder einig, dass man also diesem Fakt dieser Begegnung mehrere Meldungen eben widmen muss. Es war aber unisono beschreiben das alle so ein freundliches, aber doch sehr einseitiges Treffen. Merz besucht, die Süddeutsche Zeitung schreibt, im Weißen Haus beginnt mit Schmeicheleien und dann redet vor allem Trump. Und ja, Friedrich Merz, der saß größtenteils die ganze Zeit daneben, wie eben der Praktikant, der einfach mal dazugelassen worden ist, damit er auch mal was lernt, aber Hauptsache in der Ecke sitzt, die Klappe hält. und die Ohren spitzt. Am Anfang setzt Trump eine Spitze gegen Merkel, dann gerät Merz zur Nebensache. Frei nach dem Muster, schwach anfangen, aber dann stark nachlassen. So kennen wir ihn, unseren Friedrich. Merz kommt im Oval Office also kaum zu Wort und selbst bei dem ikonischen Bild, das hätte ikonisch werden sollen, nämlich der Handschlag zwischen dem Präsidenten und unserem Kanzler, steht zwischen den beiden die Rückseite von irgendeinem Bild, irgendeinem Rahmen, in dem ironischerweise eine Geburtsurkunde ist. Nicht etwa von Friedrich Merz, der war vollkommen nebensächlich, sondern vom Urgroßvater von Donald Trump. Der war ja ursprünglich mal Deutscher. Und ja, sogar also bei diesem Geschenk, das der Friedrich Merz mitgebracht hat, spielt Deutschland eigentlich nur eine nebensächliche Rolle. Und da geht es auch nur um Donald Trump. Trump, der hat sich natürlich... Ja, jovial gezeigt, freundlich, ein Gentleman, höflich. Der große Eklat ist eben ausgeblieben. Er hat Merz den großartigen Kanzler genannt, aber nichtsdestotrotz, für den ist ja alles great, weil es nicht bei zwei auf den Bäumen ist und lobt also natürlich die Verteidigungsausgaben. Warum? Weil das in allererster Linie eben die America-first-Politik von ihm hier, Donald Trump, ist. beflügelt und schmeichelt. Ansonsten schreibt auch der Fokus, als Merz endlich zu Wort kommt, macht der Trump sofort eine Ansage zum Ukraine-Krieg und das ist dieselbe, die wir auch hier schon zitiert gehört haben, dass man also auch weiterhin Verteidigungsausgaben in Höhe von bis zu fünf Prozent eben des Bruttoinlandsproduktes auf den Weg bringen möchte, um den ewigen Konflikt am Laufen zu halten. Eine Kolumnistin für den Spiegel hat etwas Verräterisches geschrieben, was ich euch zu Beginn nicht vorenthalten möchte. Der Eklat bleibt wohl aus, das ist auch ihr nicht entgangen, aber, lest mal hier das Kleingedruckte, dass sich die US-Journalisten kaum für Merz und Deutschland zu interessieren scheinen, muss für den Kanzler nichts Schlechtes bedeuten. Ja, man muss schon Maria Fiedler, stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros beim Spiegel sein, um so einen bescheuerten Satz von sich zu geben. Natürlich bedeutet das gerade auf der Internetseite. internationalen Bühne. Alles, wo man einfach irgendwo angesiedelt ist zwischen der Wand und der Tapete und in puncto Bedeutsamkeit eben, naja, rangiert so zwischen, ich würde mal sagen, irgendwie einer Telenovela, permanent aninteressiert, keine Sau, und dem Wetterbericht, von dem es ja sowieso mehrere gibt an einem einzigen Tag. Da ist Deutschland außenpolitisch offensichtlich angekommen, aber für den Spiegel ist das kein Problem, solange der Rubel rollt und man halt eben sich in seinem Gutmenschentum bestätigt sieht. Stichwort Gutmenschentum. Er macht jetzt auf Gutmensch. Unser Bundesfriedrich, nicht mein Bundeskanzler, aber aktuell noch der Bundeskanzler von Deutschland, solange bis seine Koalition ihm um die Ohren fliegt. Es kann sich nur noch um, ich würde mal sagen, Monaten, bestenfalls Jahre handeln. Er schreibt hier und tut so, als sei er ziemlich beste Freunde mit Donald Trump. Die USA und Deutschland haben die gleiche DNA. Wir sind Partner, Freunde und buchstäblich Familie. Viele Bürger in den USA haben deutsche Vorfahren. Ich habe dem POTUS eine Kopie der Geburtsurkunde seines Großvaters geschenkt. Er wurde 1869 im deutschen Kallstadt geboren und dann zeigt man dieses Bild, wie er vor versammeltem Gremium entsprechend dieses Geschenk überreicht hat. Haltet euch vor Augen, er hat ihn gerade Donald Trump eine Familie genannt. Er versucht jetzt natürlich höflich zu sein und so zu tun, wie es, wenn die immer perfekte Gentlemen gewesen sind. Dabei klang das vor vier Jahren am 8. Januar 2021 noch ganz anders als damals noch nicht Bundesfriedrich Friedrich Merz. Ja, quasi durch die Blume den Herrn Donald Trump zu einem Diktator und eigentlich zu einem Zivilisationsfeind erklärt hatte.

Gast

Das ist einfach mit Worten kaum zu beschreiben. Wahrscheinlich ist das richtig, was Joe Biden gesagt hat. Es ist ein terroristischer Anschlag aus dem Inneren des eigenen Landes heraus. Ja, und das ist die Saat, die jetzt aufgeht von vier Jahren Hasspredigen, von vier Jahren Verächtlichung, Verachtung der Institutionen, Aufhetzen der Menschen gegen die Politik des Gegners. Und so enden Auseinandersetzungen auch in Demokratien, wenn dort an der Spitze eines Staates jemand steht, der die Regeln nicht einhält, der die Institutionen nicht akzeptiert. der die Entscheidungen der Gerichte nicht akzeptiert. Ich muss sagen, es ist eine dramatische Entwicklung. Es ist eine traumatische Entwicklung in Amerika. Und diese Bilder, die wir da jetzt vorgestern und gestern gesehen haben, das sind die Bilder, die nicht nur wir im Kopf behalten werden. Das werden Bilder sein, die die amerikanische Geschichte der nächsten Jahre prägen werden. Es ist einfach nur furchtbar.

Eli

Es ist einfach nur furchtbar. Er setzt sich also angeblich über Gerichtsurteile hinweg, obwohl dieselben Gerichte, die korrupten Gerichte, wohlgemerkt aufgestachelt von wer auch immer Donald Trump verhindern wollte, eigentlich gegen ihn unfaire Prozesse geführt haben. Nichtsdestotrotz hat er auch deren Gerichtsurteile immer akzeptiert. Hat er sich nie über irgendetwas hinweggesetzt, auch wenn er das eine oder andere behauptet hat, hat er niemals, sag ich mal, seine Niederlage zu Joe Biden, ja klar, Trump hat zu Joe Biden verloren, akzeptiert, Zähne knirschend, aber nichtsdestotrotz. Und jetzt steht er also hier und macht, ja, gute Miene zu bösem Spiel, obwohl er eigentlich, wie gesagt, vor vier Jahren Donald Trump durch die Blume fast schon die Menschlichkeit ein bisschen abgesprochen hat. Ironisch angesichts dessen, dass dieser Mann selber wie ein Roboter nicht einfach nur spricht, sondern auch aussieht. Und jetzt, jetzt ist man ziemlich beste Freunde. Trump nimmt die Einladung nach Deutschland an, sagt Merz. Aber ich würde mal sagen, der Kontext dazu ist, er hat nicht sich festgelegt, wann er nach Deutschland kommt. Nach Deutschland wird er sicher kommen, aber vielleicht erst, wenn Friedrich Merz nicht mehr der Bundesfriedrich ist, was, so wie der sich gerade auch in Deutschland aufführt, vielleicht keine vier Jahre dauern wird. Seine Koalition der Schande und der Schulden ist ja so brüchig, liebe Freunde, wie eine Porzellantasse im Porzellanladen. Und so saß er also da im Weißen Haus und hat dort Bella Figura gemacht, wenn man das also in irgendeiner Form eine Bella Figura nennen kann. Er sieht aus für mich von außen betrachtet wie ein sechsjähriger Junge, der irgendwie gerade, was weiß ich nicht, Zeichentrickfilme sieht vor dem Fernseher und dabei Eiscreme frisst. Keine Ahnung, auf jeden Fall kein ernstzunehmender Kanzler, auf jeden Fall kein Staatsoberhaupt und kein Staatsmann. Irgendwie sah es ja eben ein bisschen aus wie eben ein Schuljunge, bestenfalls eben ein Praktikant, wenn man ihn also mal befördern möchte. Und was so schlecht angefangen hat, endete noch schlimmer. Hier steht er da, der einsame Tor und ist so klug als wie zuvor. Unser Bundesfriedrich irgendwo auf irgendeinem Rasen in Washington DC an diesem... Monument dort im Hintergrund, diesem Obelisken und möchte da noch irgendetwas verkünden, damit er auch mal ein bisschen zu Wort kommt, weil weiß Gott, während der Pressekonferenz von Trump, was eigentlich ein Gespräch sein sollte, konnte er ja fast kein einziges Wort sagen. Ich frage mich, ob das der WDR erwähnt in ihrem Beitrag, die ja dazu bereits schon uns ein wenig etwas mit auf den Weg geben wollen. Uwe, für dich im Hintergrund, wenn ich mit den Beiträgen durch bin, maximal noch fünf Minuten, dann kannst du auch gerne mit analysieren. Aber das ist so der ganze notwendige Kontext für alle, die sich eventuell den vorherigen Teil, die vorherigen 90 Minuten, den Livestream, den wir ja vorhin schon hatten, die den eben nicht gesehen haben. Also ich möchte nicht despektierlich sein, sondern einfach alle abholen, inklusive eben Uwe, der aber vermutlich natürlich viel dieser Informationen schon hat.

Gast

Los geht's. Kurz nach halb sechs deutscher Zeit der erste Kontakt. Die Begrüßung sachlich bis freundlich, wenn auch nicht kumpelhaft. Bundeskanzler Merz lächelt und wirkt doch recht angespannt. Kein Wunder, was ihn hinter den Türen des Weißen Hauses erwartet, bei Donald Trump nicht vorherzusagen. Für den Verhandlungsberater Matthias Schranner ist klar, bei so einem ersten Treffen geht es weniger um harte Ergebnisse. Es gilt, eine gemeinsame Basis zu schaffen. Man spricht in der Verhandlungsführung davon, dass man erst ein Sicherheitsnetz knüpfen muss, bevor man aufs Seil steigt. Das bedeutet ganz konkret, dass man zu Beginn sehr viele Gemeinsamkeiten betont. Also der gemeinsame Wille zu einer friedlichen Lösung in Europa, dieser gemeinsame Wille, dass beide Wirtschaften in Europa, in Amerika voneinander profitieren können. Für die gemeinsame Basis bringt Friedrich Merz zunächst ein Gastgeschenk mit. Die Original-Geburtsurkunde von Donald Trumps Großvater, geboren in Bad Dürkheim. Sein Vorname war Friedrich. Ein seriöser Name. Ja, ein seriöser deutscher Name. Auch ernst. Aber ich möchte dir danken für das da. Das ist sehr schön. Ein Geschenk mit etwas Gold kann sicher nicht schaden. Dass sich der amerikanische Präsident ausschließlich mit freundlichen Worten bedankt, darf man allerdings nicht erwarten. Ich denke, er ist ein schwieriger Mensch. Das darf ich doch sagen. Du würdest es doch nicht wollen, dass ich sage, du bist einfach. Er ist ein großartiger Repräsentant für Deutschland. Wir wollen einfach eine gute Beziehung haben, der Rest kommt dann schon. Und wir wollen einen großartigen Wirtschaftsstil erreichen. Ich schätze, das müssen wir vor allem mit der EU verhandeln, aber Deutschland ist ein wichtiger Teil. mit Trump Deals machen. Darum wird es am Ende gehen. Und hier könnte die Erfahrung von Friedrich Merz beim amerikanischen Finanzdienstleister BlackRock hilfreich sein.

Eli

Aha, da kommen wir der Sache schon näher. Aus meiner Sicht, deine Sicht interessiert keinen. Wir haben unsere eigenen Analysten. Aber ihr merkt, der WDR hat sich hier Mühe gegeben, nur die, sag ich mal, angenehmen, Situationen und Momente dieser Begegnung eben in den Vordergrund zu stellen, den Eindruck zu erwecken in diesem Bericht, als wenn es wirklich ein Gespräch gegeben hätte, irgendwie ein Back and Forth, wie der Engländer sagt, also ein Hin und Her, ein Pingpong quasi zwischen zwei Parteien gesprochen hat zu 90 Prozent, da bin ich noch großzügig dem Fritze gegenüber, Donald Trump und Friedrich Merz, der konnte einfach nur im Hintergrund rumsitzen und eben zuhören. Damit er nichtsdestotrotz wenigstens irgendwie zu Wort kommt, ist er geflogen mit seiner eigenen Delegation. Das ist wohl tatsächlich der Usus so, dass die Staatsoberhäupter der unterschiedlichen Länder ihre eigene journalistischen Hofberichterstatter eben mitbringen. Man kann natürlich auch nicht erwarten, dass die amerikanischen Journalisten ein übergroßes Interesse an Deutschland eben zeigen, aber dass sie ihn so komplett wegignorieren, wie das passiert ist bei dieser Begegnung, das war schon sehr bezeichnend. Nichtsdestotrotz, obwohl er komplett wegignoriert worden ist, so wie es, wenn er gar nicht da gewesen wäre, sagt also unser Bundesfriedrich, der Kanzler, ich bin sehr zufrieden und steht jetzt also alleine und wie gesagt, Mutterseelen allein war er ja auch irgendwie auf diesem Sessel neben Donald Trump, auf diesem grünen Rasen dort und wird von deutschen Reportern fürs ZDF eben noch einmal interviewt, damit es wenigstens so wirken kann, als wenn er irgendetwas dort sinnvolles gesagt haben könnte.

Gast

Als ursprünglich geplant aus dem Weißen Haus, weil wir doch noch länger zusammen waren als geplant. Aber es war insgesamt ein gutes. Wir sind mitbekommen in der Diskussion, die wir im Oval Office hatten. Wir haben danach ein sehr gutes Mittagessen gehabt im kleinen Kreis. Ich kann aus meiner Sicht zwei Dinge festhalten. Erstens, wir verstehen uns auf der persönlichen Ebene gut. Da gibt es eine Gesprächsebene, die ist offen, die ist sehr kollegial. Und wir werden darauf aufbauend auch sicherlich in weiterer Zukunft sehr gute Gespräche haben und auch eine sehr kurze Verbindung miteinander haben. Das zweite ist, wir haben über die Themen gesprochen, insbesondere wir haben über den Krieg in der Ukraine gegen die Ukraine gesprochen. Sie haben mein Statement mitbekommen. Ich habe das sehr klar und sehr deutlich gesagt. Das liegt jetzt ganz besonders in der Hand der amerikanischen Regierung, in der Hand des amerikanischen Präsidenten. dazu beizutragen, dass dieser Krieg beendet wird. Das Ziel ist klar. Wir wollen so schnell wie möglich ein Ende dieses Krieges. Nach meiner persönlichen Überzeugung, die ich auch zum Ausdruck gebracht habe, geht es nur über Stärke und auch über Verteidigungsbereitschaft der Ukraine, die wir weiter unterstützen wollen und müssen. Es gibt eine Initiative im amerikanischen Senat. Ich werde gleich noch mit einigen der Senatoren auch persönlich sprechen, die jetzt ein größeres Sanktionspaket auch noch einmal im Senat beschließen wollen. Der amerikanische Präsident hat sich noch nicht entschieden, in welcher Weise er daran teilnimmt und ob er dies auch unterstützt. Aber da ist einiges in den letzten Tagen in Bewegung gekommen. Wie weit das dann auch am Ende zu einer Beschlussfassung führt, die in Kraft tritt, das ist offen geblieben. Das musste heute offen bleiben. Das wird natürlich nicht in meiner Gegenwart entschieden. Aber ich glaube, ich konnte einige Argumente zusätzlich auch vermitteln, die einfach jetzt die amerikanische Verantwortung noch einmal deutlich machen, die diese Regierung und die vor allem der Präsident hat. Ich habe nicht ohne Grund ein historisches Datum genannt, das sich morgen jährt im Juni 1944 hat die amerikanische Regierung mit den Briten zusammen, aber vor allem die Amerikaner, eben diesen sogenannten D-Day gehabt, der Tag, an dem über Frankreich die Invasion nach Deutschland begonnen hat. Das war eine Entscheidung, die genau da getroffen worden ist, wo wir uns heute getroffen haben, nämlich im Oval Office des Weißen Hauses. die Entscheidung zu treffen, zu intervenieren und diesen Krieg in Europa zu beenden. Das wird jetzt nicht mit militärischen Mitteln stattfinden, aber die politische Verantwortung, die dahinter steht, die haben die Amerikaner eben 1944 wahrgenommen. Und ich habe genau an diese politische Verantwortung auch noch einmal erinnert. Ich glaube, dass wir da auch in der Beurteilung der historischen Zusammenhänge übereinstimmen. Wir haben natürlich auch über Zölle und über Handelspolitik gesprochen.

Eli

Ganz kurzer historischer Exkurs, das hat auch Trump erwähnt an dieser Stelle, wie das ausgegangen ist für Deutschland, als damals die Amerikaner ihre historische Verantwortung angenommen haben, das sollte Ihnen bekannt sein. Oder Herr Merz? Ich frage für einen Freund.

Gast

Wir haben verabredet, dass es eine enge wirtschaftspolitische, handelspolitische Kooperation zwischen dem Weißen Haus und dem Kanzleramt gibt. Wir haben bereits die Personen benannt, die diese...

Eli

Im Hintergrund laufen irgendwelche Touristen lang. Keine Sau interessiert sich dafür, dass der deutsche Bundeskanzler, der Bundesfriedrich, gerade ein Interview gibt für die deutschen Leitmedien. Es interessiert keine Sau.

Gast

Gespräche in unser beider Auftrag in Zukunft führen, werden noch weiter intensiviert, als ohnehin sie schon in der Vergangenheit einmal stattgefunden haben. Wir nehmen das wieder auf und intensivieren diese Gespräche. Ich kann das nur noch mal zusammenfassend sagen, ich bin mit dem Besuch außerordentlich zufrieden. Die Tatsache, dass die amerikanische Regierung, der amerikanische Präsident persönlich mich eingeladen hat, in seinem Gästehaus zu übernachten, ist auch ein Beispiel dafür gewesen, dass er ein gutes Gespräch haben wollte und es ist ein gutes Gespräch geworden. Herzlichen Dank.

Eli

Keine Nachfragen, kein gar nichts. Ihr seid meine Hofberichterstatter. Ihr übernehmt das jetzt ungefragt und ihr sendet das und kein Wort wird gekürzt. Und stattdessen, wie gesagt, einfach nur amplifizieren in der hauseigenen Echo-Kammer. Dabei gibt es einiges, worüber man reden könnte. Es ist eine Blamage, es ist eine Demütigung und es ist eine Unterwerfungsgeste nach der nächsten gewesen. Soweit zumindest also auf der Metaebene gesprochen. Meine Kurzanalyse. Trump hat einen Schenkelklopfer. Vorher war hier noch ein anderes Bild, liebe Freunde, von eben diesem Moment. Guck mal, ob ich euch das gerade zeigen kann. Ich denke, ich habe das abgespeichert. Guckt mal da, genau. Trumps Schenkelklopfer, das war diese Headline ursprünglich mit diesem Bild, aber das hat den Bundesfriedrich zu lächerlich aussehen lassen. Er hat sich natürlich selber so lächerlich gemacht, indem er sich halt Trump an den Hals geworfen hat und so etwas eben auch mit sich hat machen lassen. Aber nichtsdestotrotz, wofür hat man seine Leitmedien? Man kann das eben schnell entweder wegignorieren, das hat Donald Trump mit Merz gemacht, oder aber man verändert eben dann die Geschichte. und schreibt über Trumps Schenkelklopfer, aber mit einem anderen Bild, in dem der Kanzler dann besser aussieht, als die Figur, die er tatsächlich abgegeben hat. Und das war eine Figur, liebe Freunde, der Lächerlichkeit, eine Figur, die an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist. Und bevor wir zu Uwe kommen, abschließend eine Kurzanalyse von mir, die ihr eventuell aus dem vorherigen Stream bereits mitbekommen habt. Wenn ihr das in Gänze sehen wollt, dieses ganze Massaker an der deutschen Kultur, Dann guckt euch bitte den Stream davor an, aber in aller Kürze sei für euch zusammengefasst. Hat das überhaupt eine Begegnung von Merz trifft Trump? Oder war das eher Merz guckt Trump beim Reden zu? Wie viel Redeanteil hatte überhaupt der Merz? Die Leute haben geschrieben, 20% Redeanteil. Bitch, please, habt ihr den Arsch offen? Wenn der auch nur 3% Redeanteil hatte, dann ist das schon großzügig. Die ganze Zeit kein einziger Reporter wollte irgendetwas von ihm wissen. Die ersten 5 Fragen am Stück, das war doch eine ganze Beleidigung. Niemand hat sich für irgendetwas interessiert, was der Friedrich Merz zu bieten hatte. Da kommt er extra ins Weiße Haus, kommt extra in diesen goldenen Raum, sitzt dort in diesem Rondell und wird vollkommen wegignoriert. Wird einfach komplett gestraft mit Ignoranz, wo er hingehört. Da sieht man mal wieder, Größe ist eben nicht alles. Großartig muss man sein. Die Größe, leider Gottes, ganz oft überbewertet. Meine Fresse, 1,98 Meter und trotzdem zu klein für diese Welt. So, liebe Freunde, so viel von mir und jetzt freue ich mich auf die Meta-Analyse von meinem Kanal-Kompagnon Uwe. Lieber Uwe, du hast mich das alles sagen hören, du hast dir diese Begegnung, kann man es ja kaum nennen, die Pressekonferenz von Donald Trump angehört. Wie ist denn dein Eindruck von der Performance von unserem Bundeskanzler? Hat er uns würdig vertreten in den USA? Klammer auf, ich frage für einen Freund.

Uwe

Ja, also würdig im Sinne von für unsere deutsche Politikerklasse, die unfähig bis zum Gehtnichtmehr ist, hat er sie würdig vertreten und hat seine Unwichtigkeit aufgeblasen bis zum Sonstnichtwas und die deutschen Medien haben ja versucht, das irgendwie schön zu biegen. Also von Gott sei Dank ist es nicht so schlimm gegangen, wie bei den letzten beiden Präsidenten, die bei Trump zu Besuch waren und die er dann blamiert hat. Das ist Gott sei Dank nicht passiert. Also so bescheiden ist man schon, dass man froh ist, wenn man nicht blamiert wird, also von dem Gastgeber. Und insofern kann ich schon verstehen, dass Herr Merz sich auch gefreut hat, dass ihm so freundlich begegnet wurde. So allerdings hatte er ja nun wirklich nicht viel zu sagen. Also normalerweise sollte Bei einem solchen Gespräch, das ja nun schon nach gewissen Vortelefonaten erfolgt ist, sollten ja wichtige Sachen besprochen werden. Und es sind aber nur Dinge besprochen worden, die eigentlich ja Bagatellen waren. Man hat über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik gesprochen. Und dass Deutschland eben signalisiert hat, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Und dadurch hat Deutschland natürlich dargestellt, wir möchten eine stärkere Rolle in der NATO übernehmen. So wofür, wissen wir ja. Und umgekehrt ist das natürlich für die Amerikaner entspricht das deren Zielvorstellung, denn die möchten ja gerne, dass ganz NATO-Land 5% des Bruttosozialproduktes, Bruttoinlandsproduktes eben in die Rüstung reinsteckt. So was das für Deutschland bedeuten würde, dass wir über 40% unseres Jahreshaushalts in die Rüstung stecken würden, also in eine Kriegswirtschaft. So das, was wir den Russen vorwerfen, die jetzt auch schon 40% haben angeblich, Dass also wir dann quasi unseren Wirtschaftswachstum mit Kriegswirtschaft machen und in der Rüstungsindustrie aufstocken, das ist jetzt das, was unser Herr Merz dort quasi vorschlägt.

Eli

Das Einzige, wofür er gelobt worden ist, neben seinem seriösen Namen.

Uwe

Genau. Und dann eben ist ja das andere, ein bisschen unangenehmere Thema gewesen mit den Zöllen. So, dass eben gerade Deutschland mit seiner Autoexportindustrie von diesen Zöllen besonders betroffen ist, gerade im Autobereich. Und wir wissen, dass die Deutschen das überhaupt gar nicht mögen, zumal die Autos eh schon, ich sag mal... übermäßige Absatzprobleme haben. Und da muss natürlich Deutschland vorsichtig sein. Wir wissen das ja im Hintergrund. Das heißt ja, wir wollen von der EU-Seite selber Zölle, Strafzölle gegen die USA machen. Das kann natürlich nicht viel bringen, wenn sich alle gegenseitig in einer Zollstrafspirale hochrüsten. Mit der Wirtschaft ist ja eigentlich eher ein bisschen dünner. Da muss ja der gute Herr Merz sehr aufpassen, dass er nicht ins Fettnäpfchen tritt. Dann ist natürlich der Punkt, dass er sich hier durchaus dem unterworfen hat, was jetzt unter Trump die neue amerikanische Außenpolitik ist, nämlich mit den Ländern einzeln zu verhandeln und nicht mit irgendwelchen multinationalen Organisationen. Das heißt, dadurch, dass er jetzt dort hingegangen ist, hat er eigentlich akzeptiert, dass jetzt ein neuer Wind in der Welt weht, in der Außenpolitik. So und natürlich muss man von der Position runterkommen, den Trump nur als Feind zu sehen, weil dann kann man überhaupt nicht mehr politisch und diplomatisch Einfluss nehmen. Insofern denke ich, war es schon richtig, dass jetzt der Merz zum Trump gefahren ist. Allerdings war es überhaupt nicht richtig, das erst zu machen, nachdem er mit anderen Staatschefs nach Kiew und so weiter gefahren ist. Also traditionell sind ja Deutschland und USA so stark verbunden. dass im Grunde genommen der erste Besuch eines Kanzlers im Ausland immer in Washington war, um eben die deutsch-amerikanische Freundschaft, was auch immer darunter zu verstehen sein mag, zu besiegeln. Hier aber erst kommt Amerika ganz weit hinten. Das heißt, diplomatisch gesehen ist das natürlich eine Beleidigung Amerikas, dass man sagt, Moment mal, wir sind nicht mehr der wichtigste Partner Deutschlands. So, und da stellt sich natürlich die Frage, warum sollte jetzt Amerika davon begeistert sein, von Deutschland so verabgewürdigt zu werden? Und da kann man natürlich sagen, okay, bis auf die Zusammenarbeit in der NATO, die vielleicht jetzt ein bisschen andere Aufgabenverteilung hat, ist aber doch nicht viel bei diesen Gesprächen rausgekommen. Denn mit der Zollpolitik wird man sich vorher sicherlich nicht so ohne weiteres einigen. Und durch diese Autonomiebestrebung im Sinne von, wir machen immer Deals mit anderen, das widerspricht ja völlig den Vorstellungen der Brüsseler Zentralbürokratie, wonach ja eben alles am besten nur von einem Gremium, nämlich aus Brüssel, gesteuert werden soll. Und die einzelnen Länder bitte alleine nicht zu entscheiden haben. Das heißt, auch hier gibt es ja eigentlich gar keine Berührungspunkte. Also es wurde auch ja gesprochen über Ukraine und den Krieg im Konkreten. Und dass beide ja der Meinung sind, der Krieg soll beendet werden. Ja, aber wie soll er denn beendet werden? So, Herr Trump hat ja quasi jetzt im weitesten Sinne schon aufgegeben, weil er gemerkt hat, Gesprächen mit Zelensky und Putin, dass er eigentlich da gar keine Optionen hat, um da wirklich Einfluss zu nehmen, auch wenn bei ihm im Kongress ja schon oder im Senat Leute sind, die eben deutlich härtere Sanktionen gegen Russland fordern und die auch den Herrn Trump auffordern, dort eine härtere Gangart gegenüber Putin einzunehmen. Also das wird der Trump aber nicht machen, weil er möchte ja unbedingt den Friedensnobelpreis gewinnen. Also wird er lieber versuchen, dort einen Frieden zu machen, auch zu Lasten der Ukraine. Was aber für den Herrn Merz, der ja auch für Frieden ist, aber eben Frieden aus Stärke, was zu deutsch heißt, die Ukraine muss den Krieg gewinnen. Da sind ja völlig entgegengesetzte Positionen. Also was haben wir denn?

Eli

Kann ich dich mal unterbrechen, lieber Uwe? Kaufst du dem Merz überhaupt ab, dass er für den Frieden ist? Weil das war ja mein Hauptaugenmerk in meinem Stream, wo mir ja fast der Arsch geplatzt ist, dass ich mir... Also er hat ja fast gar nichts gesagt, aber was er gesagt hat, war ja mindestens entweder eine Lüge oder eine Halbwahrheit. Ich glaube nicht mal, dass er wirklich Frieden in der Ukraine will. Warum? Weil er ist ein BlackRock-Vertreter und er möchte weiterhin Waffen dorthin exportieren.

Uwe

Ja, aber er versteht ja unter Frieden nicht das, was du und ich unter Frieden verstehen. Er versteht ja unter Frieden, so wie die europäische Wortdefinition ist, nämlich Frieden heißt, die Vorstellung der Ukraine durchzusetzen. Russland komplett zurückzuziehen, Russland zu besiegen und und und. Das ist Frieden. Aber Frieden heißt nicht, wir setzen uns diplomatisch an einen Tisch, nehmen den Status quo und machen das Beste draus.

Eli

Also du sagst, Frieden ist in der Definition von Friedrich Merz ein militärischer Endsieg. Also quasi kein Frieden, sondern permanenter Krieg bis das größte Land, das größte Flächenland der Erde besiegt ist, nämlich Russland.

Uwe

Ja, natürlich.

Eli

Das muss man ja schon ein bisschen für die Leute vielleicht identifizieren.

Uwe

Genau, das muss man differenzieren. Im Grunde genommen reden die von zwei völlig verschiedenen Dingen. Trump redet von Frieden aus zwei Gründen. Erstens, weil er Friedensnobelpreisträger werden will. Es wäre schön für ihn, wenn er sagen könnte, ich habe es geschafft, den Ukraine-Krieg zu beenden. Das Zweite ist, er möchte natürlich die seltenen Erden aus der Ukraine holen. Die Verträge sind ja schon vorhanden. Aber man kann dort ja nicht die Bodenschätze abbauen, solange da noch militärische Kampfgebiete in der näheren Umgebung sind. Das heißt, da bestehen ja quasi unternehmerische Risiken, die ja kein Unternehmen eingehen wird. Also gibt es zwei ganz handfeste Gründe. Und der dritte ist natürlich, dass die Amerikaner eh Geldprobleme haben mit ihrem Staatshaushalt. Und da noch Geld reinzupumpen, wo sie nichts mehr rausholen können, das bringt überhaupt gar nichts. Also ist klar, sie wollen sich rausziehen und werden alles machen und denen kann es eigentlich wurscht sein, was da passiert, solange sie nur ihre Lieferverträge für die seltenen Erden und andere Rohstoffe umgesetzt bekommen.

Eli

Aber dafür brauchen sie Frieden, Uwe, dafür brauchen sie Frieden.

Uwe

Dafür brauchen sie Frieden. Das heißt, hier kann man sagen, die USA haben ein ökonomisches und in diesem Präsidenten ein persönliches Interesse am Ende des Krieges. Das ist aber bei unserem Herrn Friedrich Merz ganz anders. Der ist ja nicht nur, weil er eben als Präsident Bote der Blackrock-Organisation dort aktiv ist, sondern weil er eben genauso ein Kriegspropagandist ist wie die meisten Führungspolitiker des Mainstreams in Europa. Sie haben einfach eine Vorstellung, dass sie die wirtschaftliche Schwäche Europas dadurch übertünchen können. Dass sie ein Feindbild haben und dann alle Länder in die Kriegswirtschaft treiben. Und dann haben alle Länder, haben auch immer Bruttosozialprodukt. Das wird aber dadurch geschaffen, dass man eben in Rüstungsgüter investiert oder die produziert. Und die haben ja noch den guten Vorteil, dass wenn Krieg geschieht, gemacht wird, sie sich auch noch verbrauchen. Das heißt, der ewige Krieg führt auch zu einer ewigen Produktion. Das bedeutet nicht nur für Blackrock und für Rheinmetallgewinne, es bedeutet auch für alle Hunderttausende von Beschäftigten, die sonst keinen Job hätten, Und jetzt irgendwo in der Rüstungsindustrie direkt oder bei Zulieferbetrieben arbeiten, die sind ja alle dankbar und sagen, Herr Merz hat uns wunderbar einen Arbeitsplatz beschafft. Dass dieser Arbeitsplatz damit bezahlt wird, dass 1000 oder 2000 Kilometer weiter 10.000, 100.000 von Menschen ihr Leben verlieren, das interessiert ja hier keinen.

Eli

Okay, Uwe. Aber fairerweise muss man auch dazu sagen, das ist ja ein Dauerzustand in der europäischen Politik. Das hat ja fast gar nichts mit dieser Begegnung zu tun im Weißen Haus. Denn was singulär ist an dieser Begegnung im Weißen Haus, ist, dass diese zwei Männer sich eben begegnet sind. Lass uns mal zurückgehen von der Metaebene des Inhaltlichen auf die Metaebene des Oberflächlichen. Die Art und Weise, wie also quasi man mit diesem Gast, es sollte ja ein Ehrengast sein, eigentlich umgegangen ist. Was zeigt das eigentlich über den Stellenwert von Deutschland?

Uwe

Ja, du hast eines zumindest hier nicht eingeblendet gehabt, schon als er aus dem Flugzeug ausstieg, war ja ähnlich, wie wir das bei Baerbock und anderen schon kannten, es war ja kaum jemand da. Es waren nur unwichtige Personen dort. Das heißt, damit hat man schon dem mächtigsten Mann Deutschlands gezeigt, wie unwichtig er ist. Nach dem Motto, komm mal ruhig an, wir haben jetzt aber eigentlich Wichtigeres zu tun. Keine nennenswert markante gehobene Person ist da. Wir haben es zum Schluss eben auch bei dem Interview gesehen. Normalerweise hat man für solche Interviews eigentlich spezielle Interviewsäle und Räume, wo Leute interviewt werden können von der internationalen Presse. So, und da steht er da quasi alleine im Garten, ja, und du hast das ganz richtig erkannt, und dann rennen dann irgendwelche Zivilisten da rum, ja. So, sprich, das ist irgendwo so eine Hinterhof-Ecke, ja, in der freien Pampa, aber noch nicht einmal, ja, quasi im Gebäude selbst, ja. Also, man hat ihn da raus expediert, ja, so, und es haben sich jetzt nicht 20 internationale Journalisten um ihn gescharrt, ja, und ihre Mikrofone in die Kamera gehalten, ja, Merz, ja, Merz, ja, Merz. Kein Schwein hat sich für ihn interessiert. Und genau so hat er ja auch reagiert. Er hat schneller geredet, als er denken konnte. Es hat nur Worthülsen gegeben, mehrfache Wiederholungen in dem, was er in seinem Garteninterview gesagt hat. Und dann hat er einfach abrupt sich abgewendet und ist gegangen. Also noch nicht mal irgendein Wort zu den Journalisten gesagt. Also er wusste ganz genau, wie schwach seine Position dort ist.

Eli

Das ist richtig und das nächste war ein Hinweis aus dem Chat, der ist auch, sag ich mal, pertinent, was das angeht. Wenn der amerikanische Präsident, irgendein Präsident, nehmen wir zum Beispiel mal Zelensky, nach Berlin kommt, das hatten wir erst letzte Woche, als er sich 5 Milliarden in unmarkierten Euroscheinen abgeholt hat, um sie in der Ukraine zu verbrennen oder in die eigene Tasche zu stecken. Als Zelensky, der ukrainische Präsident von einem Land im Krieg in Deutschland war, da gab es militärische Ehren, da gab es eine ganze Zeremonie, da gab es wie gesagt internationale Presse, da gab es eine große Pressekonferenz der beiden Staatsoberhäupter mit Dolmetscher und hast du nicht gehört, mit internationaler Beobachtung und so weiter und so fort. Im Übrigen Berlin hat geglichen einer Hochsicherheitszone geglichen. Man durfte da nirgendwo, auch nur in der Nähe des Bundeskanzleramtes, alles war abgesperrt, alles hat nur so gewimmelt von Polizei. Und bei Friedrich Merz, er steht irgendwo mitten im Nirgendwo vor diesem Monument, also diesem Obelisken, und im Hintergrund überhaupt keine Sperrzone. Es laufen irgendwelche Touristen durchs Bild, wie als wenn es niemanden interessieren würde, dass er eben gerade da ist. Warum? Weil, meine Kurzanalyse, es hat niemand interessiert, ob er da ist. Dieser Mann hat nichts zu entscheiden, das war irgendwie ein, ja... Förmlichkeitsbesuch, so frei nach dem Motto, frühere neue Bundeskanzler haben das eben auch so gemacht, aber so richtig irgendetwas zu entscheiden, was man nur in einem Vier-Augen-Gespräch eben direkt in Washington unter großen Staatsoberhäuptern eben machen könnte, unter größeren Staatsmännern, ich glaube, das ist nicht mal im Privaten im Hinterzimmer irgendwo besprochen worden. Ich glaube ganz ehrlich, lieber Uwe, und sag mal, ob ich falsch liege, Donald Trump, die komplette US-Regierung, die nimmt Friedrich Merz einfach nicht ernst, sonst hätten die den nicht so despektierlich behandelt. Man muss sich das mal vorstellen, der Ehrengast kommt, er wird weder mit Ehren empfangen, und dann, wenn er da ist, im goldenen Saal, wo er der Ehrengast ist, sitzt er da, wie bestellt und nicht abgeholt, Und muss auf Deutsch einen Blog einbauen für die deutsche Presse, was sich ansonsten von den Journalisten sowohl drinnen wie draußen keine Sau dafür interessiert, dass er überhaupt da ist.

Uwe

Das ist eben das Problem, dass man hier an dem Fehlen dieser äußeren Zeremonien eben, das ist ja diplomatische Kurzsprache, je nachdem, wer gerade kommt, was er für einen Dienstgrad hat, ob der rote Teppich da ist oder ob er nicht da ist, ob er zwei Meter breit ist oder drei Meter breit, das alles bedeutet etwas. Das ist alles ganz fein distinguiert, differenziert in diesem Kodex der internationalen Diplomatie. Ob du mit der gepanscherten Limousine abgeholt wirst und noch eine Motorrad-Escorte vorne und hinten hast oder keine. Das sind alles Unterschiede, die dem Gast schon signalisieren, wo sein Stellenwert ist. Und hier ist ganz klar aus der Sicht von Donald Trump hat Deutschland keinen nennenswerten Stellenwert. Es ist zwar in gewisser Weise schon das wichtigste Land Europas, Aber es ist eben trotzdem ohne wesentlichen Einfluss aus Sicht des amerikanischen Denkens.

Eli

Entschuldige, ich muss dich ganz kurz unterbrechen. Achte mal auf die für dir ausrechte Schulter von Merz. Achte mal da drauf. Siehst du das? Da scootert irgendeiner, da rollert irgendeiner am Bundeskanzler von Deutschland vorbei. Interessiert den kein bisschen, dass da irgendjemand steht und irgendein Interview gibt. Unfassbar. Kleines Detail am Rand, das ist mir gerade aufgefallen.

Uwe

Entschuldige, sprich ruhig weiter. Ne, ist schon richtig. Man sieht eben hier, wie das bagatellisiert ist. Und man darf eben nicht vergessen, dass diese Quotes von extremer Bedeutung sind. Würde Deutschland jetzt aus Sicht von Amerika irgendeine Rolle spielen, dann hätte man das ganz anders inszeniert. Andererseits muss man sagen, der Trump hat natürlich auch viel Kritik dafür erhalten, wie er mit seinen vorherigen beiden Staatsgästen umgegangen ist. Und deswegen haben die sich jetzt ein bisschen mehr zurückgehalten. J.D. Vance war ja nun extrem zurückhaltend und da der ja zum Beispiel eben das Thema Meinungsfreiheit in Deutschland ja stark kritisiert hatte, hätte das hier natürlich auch zur Sprache kommen können, aber es ist ja quasi nicht thematisiert worden, sondern es wurde ja allenfalls ein bisschen über Migration geredet, dass eben der Trump gesagt hat, ja, er findet das gut, dass der dass der Merz jetzt da härtere Zügel ansetzt. Aber wir wissen ja, dass an diesen härteren Zügeln ja überhaupt nichts dran ist, spätestens seitdem wir das neue Gerichtsurteil haben.

Eli

Das fand ich so ein verschenktes Potenzial. Du hast mich ja eventuell irgendwie so ein bisschen napsen hören, als ich den JD Vance gesehen habe, nachdem es ja im Vorfeld hieß, er würde überhaupt nicht dazustoßen im Doppelpack mit Marco Rubio. Die hätten da Bad Cop und Even Worse Cop spielen können, aber tatsächlich haben sie offensichtlich nicht mal ausgeholt. Und ich muss das persönlich so bewerten, lieber Uwe, das ist denen überhaupt nicht wert. ihr Munition, ihr Pulver zu verschießen an Friedrich Merz. Friedrich Merz ist kein Gegner. Friedrich Merz muss gar nicht ernst genommen werden. Solange er dort ist, hat Deutschland eigentlich nur eine Funktion. Und zwar die Dummen zu sein, die in der EU die ganzen Flüchtlinge aufnehmen und die ganzen Maßnahmen bezahlen. Und solange die Dummen eben das nicht bemerken, wie sie eben ausgenutzt werden von allen anderen in der gesamten Weltengemeinschaft, Naja, so lange sollte man die eben auch nicht provozieren, irgendwie herausfordern, irgendwie einen klar, eh klar, Entschuldigung, vom Zaun brechen. Weil wenn da jemand ist, der so dumm ist, alle amerikanischen Waren, Gas und so weiter und so fort abzukaufen, während die eigene deutsche Industrie abwandert nach Amerika, das passiert ja im selben Atemzug, müsste man eigentlich sagen, na gut ist, gut ist, ja, hier, bring den mal schön unter im Gästezimmer, wo es die fluffigen Betten gibt und so weiter und so fort, ja, aber ansonsten, Ja, auseinandernehmen ist es mir nicht wert, weil dann müsste ich mich ja anstrengen und so viel ist mir der März nicht wert. So sehe ich das zumindest. Aber schade, J.D. Vance hätte es natürlich ordentlich knallen lassen können.

Uwe

Ja, aber er hätte, also der Merz hätte ja, man hat das vorhin ja korrekt erwähnt, die geringen Redeanteile von dem Merz. Also wenn der Merz tatsächlich, er hat ja in Deutschland erklärt, wie er es auftrumpfen wollte, auftrumpfen bei Trump. So, dann hätte er doch, wo er sonst mal so eine große Klappe hat im Bundestag, er hätte ja doch mal auch den Trump unterbrechen können. Er hätte mal sagen können, nee, äh. Das sehe ich aber ganz anders und wir Deutschen wollen aber das und das und außerdem haben wir doch am Telefon das und das besprochen und und und. Aber er hat gar nichts gemacht, sondern er war ja im Grunde genommen froh, dass ihm nicht der Kopf abgeschlagen wurde. Deswegen war er so glücklich und happy, sodass er überhaupt da sein durfte, sodass er überhaupt... dabei sein durfte, dass Trump ihn nicht komplett ablehnt. Und ich glaube, da ist der Merz vielleicht noch nicht so genügend eingedrungen in die Mentalität von dem Trump, denn der Trump hat ja kein Gewissen in dem Sinne, sondern er hat ja bestimmte, ich sage mal, egomanische und egozentrische Ziele und die setzt er auf seine Weise durch und er ändert ja auch seine Meinung dann, wenn es gerade praktisch ist. Und dafür kennt er ja auch keine Freunde. Das sehen wir jetzt aktuell auch an dem sich scheinbar darzustellenden Zerwürfnis mit Herrn Musk. So, dass sie erst ein Ei und ein Kuchen waren und keine drei Monate später wirft der eine dem anderen was vor und der andere sagt, ich bin aber schwer enttäuscht. So schnell können Männerfreundschaften dann auch wieder enden. Aber die können auch nächste Woche schon wieder neu anfangen, wenn es ein neues gemeinsames Projekt gibt. Und diese amoralische Geisteshaltung, du bist so lange mein Freund, solange du dieselben Ziele hast wie ich, das ist, glaube ich, dem Herrn Merz nicht so wirklich eingegangen. Der glaubt, wenn er da einmal ein Bückling macht, dass er dann jetzt auf ewig die Beziehung zwischen Amerika und und USA geheilt hat oder auf dem Weg dorthin ist. Das wird aber nicht sein. Es kann sein, dass morgen schon Herr Trump seine Meinung ändert und sagt, mit so einem Weichling wie Herrn Merz will er überhaupt nichts zu tun haben. Er möchte doch bitte erst mal das und das machen. Dann kann er wieder mit ihm reden. Dann wird Herr Merz auf einmal beleidigt sein. Aber das interessiert ja keinen, weil er hat ja nichts zu melden außerhalb von Europa.

Eli

Richtig. Von daher, lass uns mal jetzt darüber reden. Ich blende es noch einmal auf zwei Arten und Weisen ein, so wie es die deutschen Medien inzwischen versuchen zu verstecken und zu verklären und so wie es tatsächlich passiert ist. Dieser Schenkelklopfer, überbewerte ich das jetzt, dass der so etwas mit sich machen lässt? Ich meine, für mich persönlich, was sagst du denn? Ist das nicht eine Unterwerfungsgeste, wenn der deutsche Bundeskanzler sich mal eben so schnippisch vom amerikanischen Präsidenten ans Knie schlagen lassen muss? Würde Trump das machen mit zum Beispiel Putin? Glaubst du, der würde sowas mit Putin machen?

Uwe

Sicherlich nicht, weil Putin ja eine ganz andere Autoritätsperson ist. Aber es ist eben hier auch eine Machtdemonstration von Herrn Trump, dass er eben sagt, ich kann das eben machen. Nach außen wirkt es erstmal freundschaftlich und kollegial, aber es geht eben nur von Amerika nach Deutschland und nicht umgekehrt. Also in dem Moment, wo der Herr Merz das machen würde, dann würde das doch als Beleidigung betrachtet werden müssen von Seiten der Amerikaner.

Eli

Genau. Ich persönlich, ich muss ganz ehrlich sagen, allein die komplette Körpersprache, der eine, man sagt ja immer wieder, Trump ist der Bully. Aber politisch gesprochen ist der Bully halt eben der Mächtigere. Der Typ, der am längeren Hebel sitzt. Und man sieht ganz eindeutig, wie die Machtverhältnisse zwischen diesen beiden Männern sitzen. Der eine, der muss sich alles gefallen lassen und nicht nur muss er sich das gefallen lassen, aber Zähne knirschen und irgendwie, ah, irgendwann werde ich dir das schon heimzahlen. Nein, der muss auch noch gute Mienen zu bösem Spiel machen. Sitzt hier und tut so, wie als man das irgendwie weglächeln könnte. Und das Ironische ist, damit macht er sich ja lächerlich und macht uns Deutsche alle gleich mit lächerlich. Weil er ist ja unser Repräsentant. Er ist ja unser Botschafter dort.

Uwe

Ja, und du kannst das eben auch, ich dachte ja vorhin was von diplomatischem Code, dazu gehört natürlich auch Kleidercode dazu. Guck dir mal die beiden Krawatten an. Die Krawatten sind so ein Symbol des Mannes. Frauen tragen sie ja ursprünglich nicht. Die wurden ja im Laufe der Geschichte immer länger. Das heißt, je länger die Krawatte, desto stärker der Mann und die Farbe und das Muster der Krawatte sagen auch was über den Mann aus. Also wenn ich da jetzt eine Mickey Maus drauf habe, wirkt das irgendwie anders, als wenn ich da einen Totenkopf drauf habe. So rot ist die Farbe des Kampfes und des Krieges und der Männlichkeit. Das heißt, der Herr Trump zeigt klipp und klar, ich bin hier der Mann im Haus. Und was haben wir bei Herrn Merz? Herr Merz hat passend zum blauen Anzug ein blau gemustertes, kleinkariertes... Was ist denn das überhaupt?

Eli

Das sieht aus wie irgendeine optische Illusion. Was soll denn das überhaupt sein?

Uwe

Es ist eines von unendlich vielen Krawattenmustern. Aber es zeigt eben, das ist dezent. Also ich halte mich zurück. Blau ist ja eben kühl. Wir haben es ja oft auch im Bankerbereich. Je höher eine Position, desto dunkler wird das Blau, bis es nachher vom Schwarz fast gar nicht zu unterscheiden ist. Das heißt also, Blau ist schon die Farbe der Diplomatie und der Macht. Und er versucht das aber hier eben auf die dezente Art und Weise zu machen. Nur hier in diesem Kontrast mit dem glänzenden Rot und dem blassen Blau, da muss man sagen, da wirkt das Rot stark und kräftig. Das zieht den Blick an, während das Blau mit diesen kleinen Mustern wirkt, kleinkariert.

Eli

Ja, und das, obwohl der Mann 1,98 Meter groß ist, aber er kommt halt aus dem Sauerland.

Uwe

Wir können es auch noch anders sehen. Mach nochmal ein bisschen die Lupe zurück, damit wir mal sehen, wie die die Jackett haben. Er hat das Jackett offen, er ist zugeknöpft.

Eli

Richtig. Uwe, was sagen dir die Gesichtsausdrücke? Ich muss ganz ehrlich sagen, er muss doch wissen, dass das alles jetzt mikroanalysiert wird. Er hat gerade diese allererste Begegnung, und das ist ja das, wo die zwei sich das erste Mal überhaupt begegnet sind, dass das im Prinzip natürlich um die Welt gehen wird, diese Bilder.

Gast

Friedrich Merz fährt vor Donald Trump, begrüßt den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz zum allerersten Mal. Ein Handshake und noch ein bisschen am Arm getätschelt. Durch Merz macht sich die Jacke zu. Donald Trump traditionell mit offenem Jackett und einer roten Krawatte. Normalerweise ist die mal ein bisschen zu lang gebunden. Heute geht's, ne? Ja, heute geht's. Und das war's auch schon. Da verschwinden die beiden im Weißen Haus.

Eli

So, jetzt bitte noch einmal. Wir haben dich nicht gehört. Sag nochmal.

Uwe

Ja, macht nix. Also hier ist genau dasselbe. Trump tätschelt ihn. Das heißt, er tritt in die Privatzone, in die... in die Intimzone des Körpers ein, mit dem Schultertätscheln und macht das einfach mal so, während der Herr Merz eben schüchtern dasteht und lächelt und es aber jetzt nicht so macht, dass er zum Beispiel auf den Trump zugeht und Jetzt ihn genauso an der Schulter tätschelt oder auf ihn zugeht und ihn umarmt. Wir kennen es ja auch bei Starship, dass sie sich dann auf die Wange küssen oder so. Manchmal sogar mehrfach, dass man denkt, oh, was wollen die jetzt heiraten? Das haben die vorher. Also das ist hier nicht so gut. Können wir sagen, der Merz ist ja emotional nicht so ausdrucksstark. Aber er ist doch theoretisch, sollte er als Bundeskanzler doch über diplomatischen Feinheiten informiert sein. Und wenn ihm jemand so kommt, dass er schon im ersten Moment quasi in den persönlichen Bereich eingreift, dann müsste er eigentlich auf dieselbe Ebene gehen und das bei ihm auch so machen. Ja, Donald, toll, dass wir uns jetzt treffen. Nice to meet you. und so weiter. Das aber macht er nicht, sondern er lässt sich das gefallen, ist vielleicht sogar, so wie seine Reaktion war, ein bisschen, ich sag mal, persönlich nicht so begeistert davon. Er zeigte jetzt nicht, dass er das so toll fand, sondern dass es ihm eher ein bisschen unangenehm war. Aber er hat es sich gefallen lassen und er hätte eigentlich dann aus strategischer Sicht sich auf dieselbe Ebene heben müssen. Das hat er aber an der Stelle schon nicht gemacht.

Eli

Das ist richtig. Ich habe so viele Beiträge heute diesbezüglich gezeigt. Vielleicht ist am spannendsten in diesem Zusammenhang der, dass es ja auch anders geht. Ich glaube, das war der aus dem ZDF und ich glaube, das wird der gewinnen. Ja, der zeigt, wie der ansonsten umgeht mit Staatschefs, mit denen er sich eben auf einer Stufe sieht.

Gast

Ob zu Emmanuel Macron nach Paris oder zu Donald Tusk nach Warschau, einige Antrittsbesucher... Hast du gesehen, wer wem die Hand getätschelt hat?

Eli

Siehst du das?

Uwe

Genau, genau. ...Missionen selbstbewusst vertreten.

Eli

Genau, ich mach mal den Ton aus. Man sieht das hier, wie die sich zusammen zeigen, lächeln, Freundlichkeit haben, aber jetzt nicht so aufgesetzt, sondern das wirkt halt natürlicher. Zwischen diesen Stabschefs, während das, was wir gesehen haben mit Donald Trump, das war natürlich eine ganz andere Nummer.

Uwe

Und wie war das mit Zelensky? Den hat er doch noch richtig umarmt. Entschuldige.

Eli

Genau, du hast absolut recht. Ich suche mal im Hintergrund den Beitrag raus. Und um das auch nochmal zu zeigen, weil wir ja heute ganz viel über Unterwerfungsgesten eben offensichtlich zu sprechen müssen. Das war, als er ihn besucht hat, ne? Genau. Gib mir eine Sekunde, ich such das mal im Hintergrund. Ich weiß, dass ich das gezeigt habe. Wann wird das gewesen sein? Mein Gott, ich mach drei Sendungen am Tag, ja? Da geht das schon mal unter alles. Selenskyj, Selenskyj, Selenskyj. Ich weiß, das war aber ein sehr toller Moment, der das... nochmal gezeigt hat. Social Media oder irgendwas hatte ich den genannt. Gib mir einen Moment. Merz Social Media, das war das Ding.

Gast

Guck mal hier. Schau mal hier. Also hier wird ja komplett vereinnahmt.

Eli

Genau. Siehst du das?

Uwe

Ich nehme dich unter meine Fittiche. Ich beschütze dich.

Eli

Genau. Also insofern, weißt du, weil im Internet ja auch manchmal so diese Meinung grassiert, von wegen Staatsoberhäupter würden miteinander eben keine Emotionen zeigen. Nein, nein, das sind auch nur Menschen. Aber halt, die zeigen die Emotionen entsprechend ihrem Status. Entsprechend der politischen Wichtigkeit einer bestimmten Person. Und ich hatte es ja vorhin angesprochen, guckt euch mal an, mit was für einem Aufwand Selenskyj in Berlin empfangen worden ist. Nichts davon! Für Friedrich Merz, im Übrigen der Typ, der die ganze Zeit nach unten guckt, ich kann den nicht ernst nehmen. der da also offensichtlich nicht ernst genommen wird in den Vereinigten Staaten. In Europa vielleicht, aber auch nur, weil Deutschland eben so dumm ist, die ganzen Migranten aufzunehmen, die unsere Partnerländer, unsere Nachbarländer eben nicht wollen. Ist das, jetzt Uwe, jetzt mal auf der Metaebene gesprochen, ist das Anführerpotenzial oder Material, Was hast du für ein persönliches Bild von Friedrich Merz? Jetzt mal abseits von dem Desaster, dieser Blamage heute in Washington. Was ist das für ein Typ?

Uwe

Also Friedrich Merz ist ja, wir sehen es ja eigentlich in seiner Karriere, bevor er Bundeskanzler wurde, er hat das Streben zur Macht gehabt, aber er ist im Grunde genommen immer wieder gescheitert worden. Also er möchte groß sein, war aber nie groß genug. Er möchte stark sein, war aber nie stark genug. Es gab immer... Immer andere, die ihn daran gehindert haben, seine Ziele zu erreichen. Und jetzt ist der Bundeskanzler geworden und auch das nicht aus eigener Kraft, sondern nur aufgrund von dem Verrat eigener Parteiideen. zu Lasten der Partei. Das heißt, er ist also jemand, der den Willen zur Macht hat, der den Willen zur Herrschaft hat, in dem aber eigentlich es offensichtlich einer politischen Kompetenz fehlt. Sprich, alleine kann er es nicht, sondern er muss eine Koalition mit anderen Schwachen eingehen, um überhaupt dahin zu kommen. So wäre uns zum Beispiel ein Herr Trump Der geht ja nur alleine und hat hinter sich eine Koalition von Starken, nämlich von anderen Milliardären. Wie viele Milliardäre hat Herr Merz hinter sich stehen? Herr Merz hat vielleicht auch direkt oder indirekt Leute, die... seine Partei und ihn persönlich fördern, so möchte ich das mal nennen. Aber er hat eben nicht diese Art von direkter Stärke, die dem Trump zuteil wurde. Also der Trump ist ja auch vom Charakter her, von einem ganzen Habitus her, eben jemand, der sagt, hier bin ich und ich will jetzt das, was ich will und das mache ich und ich bin bereit, gegen jeden Widerstand zu gehen. Und bin auch bereit, unbeliebt zu sein. Und gut, das hat er gemeinsam mit dem Merz. Also Merz ist auch gewohnt, dass er beschimpft und ungeliebt ist. Aber Merz hat einfach nicht diese Kraft. Er hat nicht diese Durchsetzungsstärke. Er ist kein Showmaker. Das liegt vielleicht daran, dass der Merz ist ja, glaube ich, ursprünglich Rechtsanwalt gewesen. Während der Trump ist ja eben Unternehmer gewesen. Und zwar in Amerika. Und ist ja auch mal pleite gegangen. Das heißt, er hat ja diese amerikanische Ja, Mentalität, ja, ich fange immer bei null an und durch viel Arbeit komme ich dann irgendwann mal nach oben und mit viel Tricks herein. So, während der Merz ist ja seit vielen Jahren eigentlich nur ein Bürokrat gewesen, ein Politbürokrat, der nur diese sozialpolitischen Tricks innerhalb des Politikbetriebes kennengelernt hat. Der musste ja nicht sich wirklich bewähren. Und insofern fehlt es ihm einfach an, außerparlamentarischen Kompetenzen. Insofern halte ich ihn nicht für eine Führungsperson. Es fängt schon damit an, mit dieser gesenkten Kopfhaltung. Natürlich, jemand, der so groß ist wie er, ist gewohnt, den Kopf nach unten zu senken, weil andere Leute, die meisten, viel kleiner sind als er. Gerade beim Lesen wirkt es dann sehr unpassend, weil man fast 90 Grad nach unten guckt. Aber nun ist er doch der wichtigste Mann in Deutschland. Da sollte es doch wohl möglich sein, dass wenn er spricht, ein Rednerpult aufzubauen und immer mitzunehmen in seinem Flugzeug oder mit einem extra LKW oder sonst nicht was, das für seine Körpergröße angemessen ist.

Eli

Das Problem ist, wenn er hochguckt, lieber Uwe, sieht es ja auch nicht wirklich besser aus. Und das Ding ist ja auch, weil eben alles Politisches bei diesen Staatsbesuchen, wenn sein Rednerpult größer wäre als das von diesem hier Schauspieler Selenskyj, dann wäre das ja der nächste politische Eklat. Deshalb nimmt er das in Kauf. Auch hier eine Unterwerfungsgeste. Warum? weil es jetzt halt offensichtlich diktiert worden ist, von wer auch immer ihm die Marschbefehle gibt, dass er jetzt sich der Ukraine zum Fraß vorzuwerfen hat. Dummerweise macht er das halt eben mit Deutschland. Und das nächste ist, guck dir das mal an. So sieht der Mann aus, wenn er jetzt also normal schaut. Das ist sein normales Gesicht. Das ist das, weshalb er Training gebraucht hat, damit er im Wahlkampf nicht komplett untergeht. So sieht er immer aus. Das ist seine ganz normale, sag ich mal, Ausdrucksweise. Und stattdessen hat er sich dieses Mal gezeigt, vollkommen unnatürlich. Dieses dümmliche, kindische Grinsen erinnert mich an diesen Auftritt, den er auch schon mal gehabt hatte, als er mitten im Wahlkampf hundertprozentig mit irgendeinem Gesichtscoach gearbeitet hat, der ihm einfach mal gesagt hat, Horchmar, du siehst halt eben aus, wie du aussiehst, schlimm genug, dass, sag ich mal, dich deine Familie so ertragen muss, aber wenn du Kanzler werden willst, dann musst du halt eben einfach lernen zu lächeln. Und das hat er dann eben gelernt, aber es war aufgesetzt, es war unauthentisch, Und dieses unauthentische eben Lächeln eines dummen Schuljungens, das Lächeln passt gar nicht zu seinem Gesicht oder zu seiner Körpergröße, das hat er mitgebracht nach Washington. Weißt du, wie kannst du so jemanden ernst nehmen, um den auch nur auseinandernehmen zu wollen? Der Typ ist lächerlich auf allen Ebenen, die man sich nur ausdenken kann und sieht aus wie jemand, den kannst du nicht mal mehr als Klassenclown ernst nehmen.

Uwe

Ja, und vor allem, wenn du den jetzt im Vergleich zum Trump nimmst, hat Trump nicht Wert darauf, immer zu lächeln. Trump hat eine kämpferische Energie in sich, die durchaus eben mit aggressiver Mimik auch vorgetragen wird und ein bisschen zornig wirkt mit seinen buschigen Augenbrauen. Das heißt, es ist gar nicht nötig, schon gar nicht in solchen Positionen, dass man irgendwie gut aussehen müsste, jetzt rein von seiner Physiognomik her, oder dass man nett sein müsste. Das alles ist gar nicht nötig. Man muss Charakter haben und dann kann man mit allem Möglichen durchkommen. Natürlich muss man die diplomatischen Gepflogenheiten können und kennen und den Code und die Feinheiten. Das ist alles erforderlich. Aber das ändere nichts daran, dass die eigentliche Stärke liegt in dem Charakter der Person. Herr Merz zeigt an vielen, vielen Stellen, egal wo man ihn beguckt, ob da jetzt in Washington oder ob er es in Kiew oder in sonst nicht wo ist oder im Bundestag, er zeigt immer wieder, dass er körperlich irgendwie unsicher ist. Also er ist sich seiner selbst nicht so wirklich gewiss. Und selbst wenn er die Klappe aufmacht und irgendwas erzählt, es wirkt nicht so wirklich überzeugend. Man hat den Eindruck, ob er erzählt, wir wollen Frieden oder wir wollen die stärkste Armee werden und dieses und jenes. Ich kann es ihm gar nicht abkaufen. Selbst wenn ich ganz neutral wäre und würde sagen, es ist mir jetzt völlig wurscht, um welches Thema es geht, sondern mir geht es dann an der Stelle darum, wie sagt er es eigentlich, wie glaubwürdig ist das, was er sagt. Und ist das, was er sagt, was er mit seiner Körpersprache unbewusst zum Ausdruck bringt und was er halbbewusst mit seiner Mimik zum Ausdruck bringt, ist das überhaupt kongruent mit dem, wie er redet? Nun, es ist in vielen Fällen nicht kongruent. Sprich, der Mann, der ruht nicht in sich selbst, der ist nicht mit sich selbst einig, der ist mit sich selbst nach meiner Meinung eher unzufrieden. Und diese Unzufriedenheit äußert sich eben unter anderem in unsicherem, auch linkischen Verhalten. Also linkisch mache ich jetzt nicht linkspolitisch, sondern eben, ja, es gibt so gewisse Bewegungen, Kopfbewegungen und auch Armbewegungen, wo man sagen muss, ja, was soll das jetzt bedeuten, außer dass es jetzt eine unbewusste Reaktion auf eine Stressbewegung, Das war eine Katastrophe, oder? Ohne Punkt und Komma geredet und es war inhaltsleer.

Eli

Er hat nichts gesagt, überhaupt nichts. Im Hintergrund die Touristengruppen, keine Sau interessiert sich dafür, dass das emanzipiert der deutsche Bundeskanzler. Ich kann euch eine Sache sagen, wenn Putin dort wäre, dann wäre erstens der Rasen sauber und würde nicht irgendein Hundekot oder was auch immer auf dem Gras dort liegen. Zweitens, das ganze Ding wäre getrimmt. Drittens, man würde auch eine Kamera... Mit entsprechenden Filtern und allem möglichen sonst wie digital eben versorgend, dass man im Hintergrund auch überhaupt das Monument sieht, weshalb man sich überhaupt auf diesen Rasen gestellt hat. Und, und, und. Allein dann die Position, die Perspektive der Kamera wird von oben herab gefilmt, okay? Wenn du jemandem mächtig erscheinen möchtest, dann filmst du von unten. Okay, dann ist er im Prinzip die Größe. Er guckt auf dich herab, was gerade bei einem 1,98 m Mann ja ohnehin mehr oder minder öfter vorkommt. Nein, aber er wird sogar von den eigenen Leuten, vom ZDF, kleiner gemacht, als er tatsächlich ist. Er steht dort wirklich wie bestellt und nicht abgeholt. Ein Schluck Wasser ist imposanter als dieser Typ. Es ist kein Wunder, dass den keiner ernst nimmt. Und dann steht er also auch nach einem Land vor, das offensichtlich alles mit sich machen lässt. Wenn ich Trump wäre... Ich weiß nicht, ich hätte es wahrscheinlich genauso gemacht, wie er es heute getan hat. Weil ganz ehrlich, lieber Uwe, der Fakt, dass egal wo ich in diesem Gespräch hinspringe, permanent nur Trump zu sehen war, alle Journalisten nur Fragen hatten an Donald Trump. Das zeigt ja ganz eindeutig, der hat den dort vorgeführt. Ich meine, übertreibe ich, wenn ich sage, das war eine Demütigung. Der lässt den fliegen, neun Stunden aus Frankfurt am Main, jetzt wieder zurück. Und lässt den kaum zu Wort kommen und der spielt nicht nur die zweite Geige, der spielt die 13. Geige irgendwo angesiedelt zwischen Wand und Tapete. Das war doch, ich meine, in meinen Augen war das eine Demütigung. Was war das für dich?

Uwe

Ja, natürlich war es das, weil hier gilt ja auch wieder der diplomatische Codewert, wie viel Redezeit, ne?

Eli

Absolut. Wer redet, führt, sagt man auch. Und er hat gar nicht geredet.

Uwe

Also selbst wenn zum Beispiel die Journalisten von alleine keine Fragen stellen, so könnte der Gastgeber, der jetzt wohlwollend ist, sagen, okay, alle von meiner Seite aus habe ich jetzt alles gesagt. Und jetzt mal, Herr Merz ist ja nicht so häufig hier in Washington zum ersten Mal. Und liebe Journalisten, was haben Sie denn für Fragen noch an Herrn Merz? Wir haben noch zehn Minuten, stellen Sie die mal her. Das hätte er ja sagen können. Dann hätte Herr Merz entsprechende Aufmerksamkeit bekommen. Aber auch so höflich war weder der Trump, noch hat der Merz sich in den Vordergrund gespielt.

Eli

Nein, Uwe, da muss ich dich berichtigen. Tatsächlich hat... Trump genau das gemacht, aber ironischerweise erst gegen Ende des Interviews. Du siehst, wo wir gerade sind, auf der Zeitachse dieser Begegnung. Hier, bei den letzten 10%, da hat er gesagt, okay, wir haben noch Zeit für zwei Fragen, vielleicht haben Sie etwas für den Kanzler. Und die erste Frage der letzten zwei Fragen ging wieder an Donald Trump. Weil sogar nach dem Hinweis von Donald Trump, man möge doch bitte den Kanzler ins Gespräch mit einbeziehen, die Journalisten sich gesagt haben, der kann uns mal, interessiert uns null, dass der jetzt gerade angeflogen gekommen ist. Also da muss ich den Trump in Schutz nehmen, er hat es tatsächlich versucht, aber an der Langweiligkeit von Friedrich Merz führt halt eben leider Gottes kein Weg vorbei. Der Typ ist so ein unfassbarer Langweiler und im Übrigen, liebe Freunde, nicht falsch verstehen, Putin ist jetzt auch nicht der, weiß Gott, emotionalste Mensch der Erde, okay? Aber das Schweigen von Wladimir Putin ist imposanter, beeindruckender, interessanter, spannender als das Gesappel von Friedrich Merz. Ich bitte euch. Ich meine, guckt ihn euch an. In seiner vollen Überlebensgröße. 1,98 Meter und trotzdem so klein mit Hut. Ich fasse es nicht. Okay, Uwe.

Uwe

Der Kanzler, den wir verdient haben.

Eli

Ja, der Kanzler, den wir verdient haben. Genau. Lass uns jetzt mal abschließend, weil wir machen jetzt gleich unseren Nachschlag noch. Es geht ja noch weiter. Wir bleiben uns beiden noch erhalten. Mach mal bitte ein Bändchen drum. Was war das für eine Bewegung, Begegnung? Was hat das jetzt nun gebracht? War das alles inszeniert? War das alles sinnvoll? War das sinnfrei? Wie geht es weiter? Was ist dein Wort an die Menschen für heute Abend in dieser Sache?

Uwe

Ja, es war auf jeden Fall ein notwendiger Besuch. Denn Deutschland kann nicht vier Jahre lang Trump aussitzen. Das geht nicht, selbst wenn man gegen Trump-Politik ist. Denn niemand weiß, ob Trump nicht doch entweder selber noch weitermacht oder aber ein entsprechend gleicher rechtspopulistischer Nachfolger kommt. Das heißt, die Hoffnung, die Trump-Ära geht bald vorbei, kann völlig unbegründet sein und bis dahin ist lange Zeit. So, dann ist natürlich klar, Deutschland alleine wird den Ukraine-Krieg nicht gewinnen können, mit wie vielen Milliarden noch immer. Amerika sollte da schon mitspielen. Insofern bestand auch ein deutsches Interesse darin, Amerika irgendwie mit ins Boot zu holen. Ja, und das war es dann auch schon. Und vielleicht, ich sage mal, dafür zu werben, weniger Strafzölle auf deutsche Exportartikel zu legen. Nach dem Motto, bitte, bitte, wir wollen doch irgendwie gerne Freunde bleiben, auch wenn wir in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung sind. Aber dafür ist das Gewicht Deutschlands einfach zu schwach. Also ich denke, richtig war es, dass der Merz da war, dass er seine Anliegen auch vorgetragen hat. Aber ich glaube, bei einem Präsidenten Trump spielt das keine Rolle mehr. Der hat das einfach nur gemacht, weil es seine Pflicht war, Deutschland eben als wichtigsten europäischen Partner auch mal an Bord zu haben. Aber ansonsten wird das in der Trumpschen Außenpolitik nach meiner Meinung keinerlei große Rolle spielen. Das heißt, es wird hier aus dieser Begegnung, für meinen Geschmack, kein wesentlicher Effekt herauskommen. Das ist einfach nur ein Höflichkeitsbesuch gewesen, ohne nennenswertes Ergebnis und das war's.

Eli

Richtig. Das hätte man mit einer Videokonferenz oder einfach einem Telefonat klären können. Im Übrigen, das war ja das Spannendste. Als die zwei aus dem Auto gestiegen sind, war doch wirklich O-Ton die allererste Frage der Journalisten. Mr. Trump, Mr. Trump, wie war Ihr Telefonat mit dem Präsidenten von China, Xi? Das war die allererste Frage. Nicht etwa hier von wegen Deutschland und hast du nicht gehört, sondern Xi.

Uwe

Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „TRUMP interessiert sich nicht für MERZ“, Die Welt Klar Sehen, 06.06.2025.

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Uwe Loose analysiert gemeinsam mit Eli (Löwenherz) bei ETVC den Antrittsbesuch von Friedrich Merz bei Donald Trump im Weißen Haus. Tenor: Merz kam kaum zu Wort, Deutschland spielte keine Rolle, das Treffen war ein Höflichkeitsbesuch ohne nennenswertes Ergebnis.

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