Exklusiv | Assad spricht über Syriens Zukunft05.08.2025
Abschrift
Abschrift des Videos vom 05.08.202565 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Gast
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal die Welt klar sehen. Heute geht es um Syrien und zwar um den verschollenen, im Exil verschwundenen Ex-Präsidenten Assad. Die ganze Welt redet über ihn, aber niemand redet mit ihm. Bis auf eine Person, nämlich mich. Ich habe nämlich meine Kanäle spielen lassen und mir ist es gelungen, einen Kommunikationsdraht in das geheime Asylversteck von Herrn Präsident Bashar al-Assad zu finden und ihn zu einem Interview zu überzeugen, was Sie gleich sich anschauen können. Und wir werden über die geostrategische Lage in Syrien reden, so wie er sie aus seiner Sicht sieht. Und wir werden vielleicht auch noch das eine oder andere da einbringen, um zu gucken, was er für ein Mensch ist, ob wir da vielleicht noch ein Gefühl für bekommen. Also könnte vielleicht ganz interessant werden. Bleiben Sie dran. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen. Herr Präsident, mein Name ist Uwe Loose und ich begrüße Sie auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, mit unserem fachkundigen Publikum über die geopolitische Bedeutung Syriens zu reden, die internationalen Entwicklungen und auch Ihre persönlichen Perspektiven.
Uwe
Danke Herr Loose für die Einladung. Es ist mir eine Freude, mit Ihnen und Ihrem Publikum über diese wichtigen Themen zu sprechen. Die geopolitische Lage Syriens und die internationalen Entwicklungen sind von großer Bedeutung.
Gast
Syrien liegt ja an einer geopolitischen Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika. Welche langfristigen Interessen verfolgen internationale Akteure alleine schon aufgrund dieser strategischen Lage?
Uwe
Syrien befindet sich tatsächlich an einer strategisch bedeutenden Position. Länder wie die USA, Russland und Iran haben jeweils eigene Interessen in der Region. Der Zugang zum Mittelmeer, Energiepipelines und politische Einflussnahme sind nur einige der Gründe, warum internationale Akteure involviert sind. Es ist ein komplexes Geflecht aus historischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren.
Gast
Wo Sie das gerade erwähnen, der Zugang zum Mittelmeer und die Kontrolle über die Energiepipelines sind ja zentrale Themen. Wie beurteilen Sie die Rolle Syriens im globalen Energiewettbewerb und mögliche Abhängigkeiten?
Uwe
Syrien spielt im globalen Energiewettbewerb eine bedeutende Rolle, vor allem aufgrund seiner geostrategischen Lage. Die Kontrolle über Pipelines, die Energie aus dem Nahen Osten nach Europa transportieren, hat direkte Auswirkungen auf die Energieversorgung und wirtschaftliche Abhängigkeiten. Diese Dynamik beeinflusst nicht nur die regionale Stabilität, sondern auch internationale Beziehungen und Allianzen.
Gast
Syrien besitzt aber außerdem noch ein reiches kulturelles und historisches Erbe. Wie könnte das genutzt werden, um das Land geopolitisch und wirtschaftlich wieder zu stärken?
Uwe
Das reiche kulturelle und historische Erbe Syriens kann als Brücke zu anderen Kulturen dienen und den Tourismus fördern, sobald Stabilität erreicht ist. Historische Städten wie Palmyra oder Aleppo können Touristen anziehen und wirtschaftliche Impulse geben. Zudem kann die Betonung der kulturellen Vielfalt Syriens zur Stärkung der nationalen Identität und des sozialen Zusammenhalts beitragen.
Gast
Lassen Sie uns ein bisschen über die internationalen Einflüsse und auch den Bürgerkrieg reden. Die Unterstützung Russlands und des Irans war ja entscheidend während des Bürgerkriegs. Welche langfristigen Interessen verfolgen diese beiden Länder und wie beeinflussen diese beiden Länder die Stabilität Syriens?
Uwe
Russland und Iran verfolgen langfristige strategische Interessen in Syrien. Russland sichert sich durch seine Präsenz einen wichtigen Einfluss im Nahen Osten und den Zugang zum Mittelmeer. Iran hingegen stärkt seine geopolitische Position, indem es eine verbündete Regierung unterstützt und den Einfluss in der Region ausweitet. Beide Länder tragen zur Stabilisierung der syrischen Regierung bei, was jedoch gleichzeitig Spannungen mit westlichen Ländern und regionalen Rivalen erzeugt.
Gast
Wo Sie gerade andere Länder erwähnen, die Türkei verfolgt ja eine aktive Agenda im Norden Syriens, einschließlich der Rückführung von Flüchtlingen. Welche politischen und humanitären Konsequenzen sehen Sie in diesen Plänen der Türken?
Uwe
Die Türkei verfolgt ihre Agenda im Norden Syriens aus verschiedenen Gründen. Einerseits strebt sie danach, ihre Sicherheitsinteressen zu schützen und die kurdischen Milizen zu schwächen, die sie als Bedrohung ansieht. Andererseits plant sie die Rückführung von Flüchtlingen, was potenziell zu Spannungen und humanitären Problemen führen könnte. Diese Pläne könnten die Demografie der Region verändern und zu neuen Konflikten führen, sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Es bleibt eine Herausforderung, diese Pläne im Einklang mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung umzusetzen.
Gast
Es gibt ja noch einen anderen wichtigen Player in der Gegend, nämlich Israel. Und da gibt es ja verschiedene militärische Aktionen, die oft von Israel mit der Eindämmung des iranischen Einflusses begründet werden. Was glauben Sie, sind die wahren strategischen Ziele Israels in dieser Gegend?
Uwe
Israel verfolgt in der Region vor allem sicherheitspolitische Ziele. Die Eindämmung des iranischen Einflusses in Syrien ist aus israelischer Sicht zentral, um eine direkte Bedrohung an seiner Nordgrenze zu verhindern. Die militärischen Aktionen sollen verhindern, dass der Iran dauerhafte militärische Stützpunkte in Syrien aufbaut und damit die regionale Machtbalance verändert. Israel strebt danach, seine Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Unterstützung der USA und anderer westlicher Länder zu sichern.
Gast
Sie haben ja noch im Norden ein Kurdengebiet, das von den USA unterstützt wird und ja international immer viel Aufmerksamkeit erregt. Welche Risiken sehen Sie in der Entwicklung für die territoriale Integrität von Syrien?
Uwe
Die Unterstützung der Kurden durch die USA im Norden Syriens wirkt erhebliche Risiken für die territoriale Integrität des Landes. Eine mögliche Autonomie oder gar Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete könnte die Spannungen mit der syrischen Regierung und anderen regionalen Akteuren wie der Türkei verstärken. Die territoriale Einheit Syriens steht dadurch vor großen Herausforderungen, die den Friedensprozess und die Wiederherstellung der staatlichen Souveränität beeinträchtigen könnten. Es erfordert diplomatische Anstrengungen, um eine ausgewogene Lösung zu finden, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.
Gast
Lassen Sie uns mal noch ein bisschen zurückgehen ins Jahr 2011. Also bevor Sie, nachdem Sie Präsident wurden und Wirtschaftsreformen in Ihrem Land und Infrastrukturreformen versucht haben umzusetzen, änderte sich alles ja in dem Jahr 2011, das quasi das Wendejahr Ihrer Präsidentschaft war. Welche Fehler wurden aus Ihrer Sicht damals gemacht und welche internen und externen Faktoren haben die Situation eskalieren lassen?
Uwe
Das Jahr 2011 war in der Tat ein Wendepunkt. Intern gab es sozioökonomische Unzufriedenheit und die Reformen konnten die Erwartungen nicht ausreichend erfüllen. Extern wirkten sich regionale Unruhen und die Einmischung verschiedener Akteure destabilisierend aus. Ein wesentlicher Fehler war vielleicht, dass die Reformen nicht schnell genug und nicht tiefgreifend genug umgesetzt wurden, was die Unzufriedenheit verstärkte. Die komplexe Mischung aus internen Spannungen und externen Einflüssen führte schließlich zur Eskalation der Situation.
Gast
Wer genau waren denn diese externen Kräfte, die sich dort eingemischt haben?
Uwe
Die externen Kräfte waren vielfältig. Westliche Länder wie die USA und einige europäische Staaten unterstützten oppositionelle Gruppen, während regionale Mächte wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar ebenfalls verschiedene Fraktionen unterstützten. Diese Unterstützung reichte von finanzieller Hilfe bis hin zu militärischer Ausrüstung und Training. Diese Einmischung von außen trug erheblich zur Verschärfung des Konflikts.
Gast
Kritiker werfen ihrer Regierung vor, dass sie damals mit übermäßiger Härte auf die Proteste reagiert haben. Was sagen Sie zu diesen Vorwürfen und wie sehen Sie die Rolle der Sicherheitskräfte damals?
Uwe
Die Sicherheit der Nation zu gewährleisten, ist eine schwierige Aufgabe, besonders in Zeiten großer Unruhen. Es gab sicherlich Situationen, in denen die Reaktionen der Sicherheitskräfte als übermäßig empfunden wurden. Unser Ziel war es jedoch immer, die Stabilität des Landes zu bewahren und die Bevölkerung zu schützen. In solch turbulenten Zeiten ist es eine große Herausforderung, den richtigen Weg zu finden, um Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten, ohne die legitimen Anliegen der Menschen zu ignorieren.
Gast
Syrien ist ja nicht alleine auf dem Globus und es gibt ja noch viele andere geostrategische Brennpunkte. So hat ja unter anderem der Ukraine-Krieg ja erheblich zu Machtverschiebungen geführt. Wie hat sich das auf Syrien ausgewirkt?
Uwe
Der Ukraine-Krieg hat die geopolitische Lage weltweit beeinflusst und auch Auswirkungen auf Syrien. Durch die verstärkte Aufmerksamkeit und Ressourcenbindung der internationalen Gemeinschaft in der Ukraine haben sich die Prioritäten vieler Länder verschoben. Dies könnte bedeuten, dass weniger internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung für Syrien zur Verfügung steht. Gleichzeitig könnten sich Allianzen und strategische Partnerschaften verschieben, da Länder wie Russland durch den Ukraine-Konflikt stärker gebunden sind und ihre Unterstützung für Syrien möglicherweise anpassen müssen.
Gast
Ja, es ist ja nicht nur das große Land Russland, sondern das noch genauso große oder vielleicht sogar mächtigere China ist ja auch beeinflusst und hat ja seine Präsenz auch im Nahen Osten ausgebaut. Welche Perspektiven sehen Sie für Syrien in einer strategischen Partnerschaft mit China zum Beispiel im Zusammenhang mit der Neuen Seidenstraße?
Uwe
Eine strategische Partnerschaft mit China könnte für Syrien viele Vorteile bringen. Chinas Projekt der neuen Seidenstraße zielt darauf ab, Handelsrouten zu diversifizieren und wirtschaftliche Kooperationen auszubauen. Für Syrien könnte dies Investitionen in Infrastruktur und Wiederaufbau bedeuten. Zudem könnte eine engere Zusammenarbeit mit China Syrien helfen, wirtschaftliche Alternativen zu westlichen Märkten zu erschließen. ZWEWE eine Möglichkeit, die wirtschaftlichen Grundlagen des Landes zu stärken und den Wiederaufbau voranzutreiben.
Gast
Wir haben ja auch noch die Thematik mit Saudi-Arabien und Iran. Die sind ja quasi regionale Nachbarländer bei Ihnen und könnten die diese Situation im Nahen Osten ändern? Könnte es zu einer neuen Kultur der regionalen Stabilität kommen und welche Rolle könnte Syrien in diesem Dreieck der Kräfte spielen?
Uwe
Eine Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Iran könnte tatsächlich eine neue Ära der regionalen Stabilität einleiten. Syrien könnte dabei eine wichtige Vermittlerrolle spielen, da es sowohl historische als auch strategische Beziehungen zu beiden Ländern hat. Eine solche Entwicklung könnte helfen, regionale Konflikte zu deeskalieren und eine gemeinsame Plattform für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu schaffen. Letztlich würde eine verbesserte Beziehung zwischen diesen beiden regionalen Mächten zu einer stabileren und friedlicheren Region führen, von der auch Syrien profitieren könnte.
Gast
Lassen Sie uns mal in die Gegend kommen, Herr Präsident. Sie mussten ja nun aus dem Land fliehen, nachdem die interne Opposition HTS ja quasi kampflos ihre Truppen zurückgedrängt hat. Sie sind nach Russland geflohen. Und meine Frage ist, wie kann es sein, wie erklären Sie sich das, dass die HTS, die hat sich ja ein Jahr lang vorbereitet, dass gerade jetzt dieser Zeitpunkt war und nicht vor zwei Monaten oder nicht in vier Monaten war, Könnte es vielleicht irgendwie mit der amerikanischen Präsidentschaftswahl zusammenhängen oder gibt es dafür andere Gründe?
Uwe
Die aktuelle Situation ist komplex. Die HTS hat sicherlich strategische Gründe für ihre Offensive. Der Zeitpunkt könnte tatsächlich mit der Unruhe und Unsicherheit vor den US-Präsidentschaftswahlen zusammenhängen, da solche globalen Ereignisse oft regionale Dynamiken beeinflussen. Es ist jedoch auch möglich, dass interne Faktoren wie militärische Vorbereitungen und die Dynamik innerhalb Syriens eine Rolle gespielt haben. Die Situation bleibt volatil und hängt von vielen variablen Faktoren ab.
Gast
Gut, das ist insofern noch Zukunftsmusik, aber nochmal zurück zu Ihrem Sturz. Warum haben sich Ihre Truppen nicht entsprechend verteidigt? Waren sie zu schwach oder warum hat Ihnen Iran oder Russland nicht geholfen?
Uwe
Die Situation ist komplex und viele Faktoren haben eine Rolle gespielt. Die syrischen Truppen waren durch jahrelange Kämpfe erschöpft und es gab möglicherweise auch logistische oder strategische Herausforderungen. Die Unterstützung durch Iran und Russland war da, aber sie haben ihre eigenen Interessen und Ressourcen zu berücksichtigen. Der Konflikt in Syrien ist vielschichtig und die Dynamiken können sich schnell ändern.
Gast
Jetzt sind Sie ja in Russland und im Exil, aber da kommen wir später noch drauf zurück. Mich interessiert an der Stelle die Frage, Russland hat ja mehrere wichtige militärische Stützpunkte in Syrien. Glauben Sie, dass Russland diese halten wird oder wird sich Russland ganz aus Syrien militärisch zurückziehen?
Uwe
Russland hat strategische Interessen in Syrien, insbesondere durch seine militärischen Stützpunkte wie den Marine-Stützpunkt in Tartus und den Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim. Es ist unwahrscheinlich, dass Russland sich vollständig zurückzieht, da diese Stützpunkte für seine militärische Präsenz im Mittelmeerraum von hoher Bedeutung sind. Russland wird wahrscheinlich versuchen, seine Position zu halten und seine Interessen in der Region weiterhin zu verfolgen.
Gast
Okay, das verstehe ich. Wenn wir jetzt nochmal so ein bisschen in die Vergangenheit gucken, also eigentlich fing ja Ihr Desaster im Jahr 2011 an und wenn Sie jetzt die Zeit zurückdrehen könnten, hätten Sie irgendetwas besser machen können?
Uwe
Rückblickend betrachtet gibt es sicherlich viele Aspekte, die man anders machen könnte. Es wäre wichtig gewesen, frühzeitig umfassendere Reformen durchzuführen und die legitimen Anliegen der Bevölkerung ernster zu nehmen. Eine stärkere Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen und ein offenerer Dialog hätten möglicherweise zu einer anderen Entwicklung geführt. Es ist immer leicht, im Nachhinein zu urteilen, aber letztendlich wäre mehr Fokus auf nationale Einheit und Reformen entscheidend gewesen.
Gast
Wenn wir schon dabei sind, dass wir reflektieren, was Sie vielleicht hätten ändern können. Die Vergangenheit ist erledigt, aber die Zukunft ist ja noch da. Welche Werte würden Sie Ihren Kindern und der nächsten Generation in Syrien vermitteln, gerade insbesondere der Herausforderungen der letzten Jahre?
Uwe
Für die Zukunft Syriens ist es entscheidend, Werte wie Einheit, Respekt und Toleranz zu vermitteln. Es ist wichtig, dass die nächste Generation lernt, aus der Geschichte zu schöpfen und gemeinsam an einer friedlichen und prosperierenden Zukunft zu arbeiten. Werte wie Bildung, Mitgefühl und Zusammenarbeit sollten im Mittelpunkt stehen, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Letztlich geht es darum, ein neues Kapitel des Wiederaufbaus und der Versöhnung zu schreiben, das auf den Lehren der Vergangenheit aufbaut.
Gast
Und wenn wir jetzt ganz persönlich Sie fragen, was haben Sie denn jetzt aus den Jahren des Bürgerkrieges und auch des Krieges für Macht, Verantwortung und Menschlichkeit für sich an Erkenntnisse gewonnen?
Uwe
Diese Jahre des Konflikts haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Macht mit Verantwortung und Menschlichkeit zu verbinden. Es ist entscheidend, immer das Wohl der Menschen im Blick zu behalten und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Macht bringt die Verantwortung mit sich, das Land zu einen und für den Frieden zu arbeiten. Menschlichkeit bedeutet, Mitgefühl und Verständnis zu zeigen, auch in schwierigen Zeiten. Diese Lektionen werde ich immer im Herzen tragen.
Gast
Die Wirren Ihres Landes sind ja viele Millionen Menschen Ihres Volkes weltweit verstreut, also eben die syrische Diaspora. Welche Rollen könnten Syrer, die jetzt im Ausland leben, beim Wiederaufbau und der geopolitischen Neupositionierung Syriens mitspielen?
Uwe
Die syrische Diaspora kann eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau und der geopolitischen Neupositionierung Syriens spielen. Mit ihrem Wissen, ihren Ressourcen und ihren internationalen Netzwerken können sie wertvolle Beiträge leisten. Durch wirtschaftliche Investitionen, Wissenstransfer und humanitäre Unterstützung können sie helfen, die Infrastruktur wieder aufzubauen und die Wirtschaft anzukurbeln. Ihre Erfahrungen und Perspektiven aus dem Ausland können zudem dazu beitragen, neue Impulse und Ideen für eine friedliche und stabile Zukunft Syriens zu entwickeln. Die Diaspora kann als Brücke zwischen Syrien und der internationalen Gemeinschaft fungieren.
Gast
Deutschland ist ja eines der großen Länder mit den meisten syrischen Flüchtlingen. Es gibt eine nicht unbeträchtliche Befürchtung von vielen Deutschen, dass sie sagen, dass die syrischen Flüchtlinge sich nicht hier integrieren und auch nicht wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Können Sie die Ängste und Befürchtungen der deutschen Bevölkerung nachvollziehen?
Uwe
Ja, ich kann die Ängste und Befürchtungen der deutschen Bevölkerung nachvollziehen. Integration ist ein komplexer Prozess, der sowohl von den Geflüchteten als auch von der Aufnahmegesellschaft Engagement und Offenheit verlangt. Viele syrische Flüchtlinge haben den Wunsch, in ihre Heimat zurückzukehren, sobald es die Umstände erlauben. Bis dahin ist es wichtig, die Integration zu unterstützen und eine Brücke zwischen den Kulturen zu bauen. Es ist auch wichtig zu betonen, dass viele Syrer dankbar sind für die Unterstützung und bereit sind, aktiv zur Gesellschaft beizutragen. Die gegenseitige Verständigung und der Dialog sind hierbei essentiell.
Gast
Und welche konkreten Schritte sollten das denn sein? Das ist ein Teil meiner Frage. Und der zweite Teil ist, die internationale Gemeinschaft redet ja immer von einer politischen Lösung. Wie sähe denn eine solche Lösung aus und welche Bedingungen wären für Sie eine rote Linie, ein No-Go, wo Sie sagen würden, das kann Syrien auf jeden Fall nicht akzeptieren?
Uwe
Konkrete Schritte zur Integration könnten Sprachkurse, Bildung und berufliche Qualifizierung umfassen, um den Geflüchteten zu helfen, sich in die Gesellschaft einzubringen. Gleichzeitig ist es wichtig, Plattformen für den kulturellen Austausch zu schaffen, um Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Eine politische Lösung für Syrien müsste die Souveränität des Landes wahren und die Rechte aller Bevölkerungsgruppen respektieren. Eine rote Linie wäre die Aufteilung des Landes oder eine Lösung, die den Willen der syrischen Bevölkerung ignoriert. Eine tragfähige Lösung sollte auf einem breiten Konsens basieren und die Einheit sowie den Frieden im Land fördern.
Gast
Die humanitäre Lage ist ja nach wie vor katastrophal in Syrien, sodass ja es nicht zu erwarten ist, dass viele Syrer jetzt nach Hause kehren werden. Was erwarten Sie von der internationalen Gemeinschaft, was sie tun sollte, um diese Krise zu bewältigen, zu helfen?
Uwe
Die internationale Gemeinschaft sollte weiterhin humanitäre Hilfe leisten, um den syrischen Menschen in Not zu helfen. Das umfasst nicht nur die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und Unterkünften, sondern auch Unterstützung beim Wiederaufbau der Infrastruktur und der Bildungssysteme. Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um nachhaltige Lösungen zu finden, die den Menschen vor Ort langfristig Perspektiven bieten, Dazu gehört auch, diplomatische Bemühungen zu intensivieren, um eine politische Lösung des Konflikts voranzutreiben und die Grundlagen für eine sichere Rückkehr zu schaffen.
Gast
Und wenn wir das mal realistisch betrachten, Herr Präsident, wo sehen Sie denn Ihr Land in 10 oder 15 Jahren?
Uwe
In 10 bis 15 Jahren hoffe ich, dass Syrien ein stabilisiertes und geeintes Land ist, das den Wiederaufbau vorantreibt und den Menschen eine Perspektive bietet. Ich wünsche mir, dass die Erfahrungen und Herausforderungen der letzten Jahre dazu führen, dass das Land gestärkt aus der Krise hervorgeht. Eine friedliche Koexistenz aller Bevölkerungsgruppen und eine funktionierende Wirtschaft, die den Menschen Wohlstand und Sicherheit bringt, sind zentrale Ziele. Ich hoffe, dass Syrien sich auch international als verlässlicher Partner etablieren kann und die Diaspora eine wichtige Brücke zu anderen Nationen bildet.
Gast
Lassen Sie uns doch nochmal auf Ihre persönliche aktuelle Situation kommen. Sie sind ja nun im Exil. Wie beeinflusst das Leben im Exil Ihre Perspektive, Ihre Sichtweise auf Ihr Heimatland, die geopolitische Situation dort und natürlich auch, wie ist Ihre persönliche Bindung davon betroffen?
Uwe
Das Leben im Exil hat meine Perspektive geschärft. Die Distanz ermöglicht es mir, die Situation in Syrien und die geopolitischen Dynamiken aus einer umfassenderen Sicht zu betrachten. Gleichzeitig bleibt die persönliche Bindung zu Syrien stark. Ich fühle mich weiterhin verantwortlich für das Wohl meines Landes und hoffe, aus der Ferne zur Verbesserung der Lage beitragen zu können. Exil bedeutet auch, neue Perspektiven und Erfahrungen zu sammeln, die für die Zukunft Syriens wertvoll sein können. Mein Engagement für eine bessere Zukunft bleibt ungebrochen, auch wenn ich physisch nicht vor Ort bin.
Gast
Ja, wäre es denn denkbar, dass Sie vielleicht doch eines Tages nach Syrien zurückkehren und vielleicht sogar wieder in Amt und Würden kommen? Oder ist das für Sie utopisch?
Uwe
Es ist schwer vorherzusehen, was die Zukunft bringt. Meine Priorität bleibt, einen positiven Beitrag für Syrien zu leisten, unabhängig von einer formalen Position. Wenn die Umstände es erlauben und es zum Wohl des Landes beiträgt, könnte eine Rückkehr in Betracht gezogen werden. Doch im Moment liegt der Fokus darauf, aus der Ferne bestmöglich zu unterstützen und die Entwicklungen im Land zu fördern. Die Zukunft wird zeigen, welche Wege sich eröffnen.
Gast
Ihre Familie ist ja schon einige Wochen vor Ihnen nach Russland geflohen. Wie kommen denn Ihre Frau und Ihre Kinder mit dieser Situation klar? Können Sie uns da mal etwas persönlich sagen?
Uwe
Die Situation im Exil ist für meine Familie eine Herausforderung. Meine Frau und meine Kinder mussten sich an ein neues Leben anpassen, weit weg von der Heimat. Trotzdem zeigen sie viel Stärke und Zusammenhalt. Wir versuchen, uns gegenseitig zu unterstützen und das Beste aus der Situation zu machen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Verbundenheit mit Syrien geben uns Kraft. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir erfahren und schauen hoffnungsvoll in die Zukunft.
Gast
Ich nehme an, dass Sie dann auch regelmäßig mit Präsident Putin in Verbindung stehen. Oder irre ich mich da an?
Uwe
Ich stehe nicht in direktem Kontakt mit Präsident Putin. Meine Kommunikation erfolgt hauptsächlich über diplomatische Kanäle und unsere jeweiligen Regierungsvertreter. Es ist wichtig, dass solche Gespräche auf offizieller Ebene geführt werden, um die diplomatischen Beziehungen zu wahren.
Gast
Wenn Sie doch jetzt so fern sind von Ihrem geliebten Heimatland, gibt es etwas, was Ihnen besonders Kraft gibt? Ja, ein Glaube oder haben Sie vielleicht bestimmte Erfahrungen in Ihrem Leben gemacht, aus denen Sie etwas Wichtiges gelernt haben, was Sie jetzt mit Energie versieht oder was ist Ihre Kraftquelle, dass Sie durchhalten können?
Uwe
Meine Kraftquelle ist die tiefe Verbundenheit zu Syrien und der Wunsch, einen positiven Beitrag für die Zukunft meines Landes zu leisten. Zudem schöpfe ich Kraft aus meiner Familie und dem Glauben an die Möglichkeit einer besseren Zukunft. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben mich gelehrt, dass es wichtig ist, Hoffnung und Durchhaltevermögen zu bewahren, selbst in schwierigen Zeiten. Diese Überzeugungen und die Unterstützung von Freunden und Unterstützern helfen mir, durchzuhalten und weiterzumachen.
Gast
Wenn wir dann uns die Frage stellen, Herr Präsident, was möchten Sie, dass zukünftige Generationen, wenn die mal über Sie sprechen und in den Geschichtsbüchern lesen, was sollen die über Sie und Ihre Zeit zu hören bekommen?
Uwe
Ich hoffe, zukünftige Generationen werden mich als jemanden sehen, der trotz großer Herausforderungen stets das Wohl seines Landes und seiner Bevölkerung im Auge hatte. Ich wünsche mir, dass sie erkennen, wie wichtig es war, in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und sich für Frieden und Einheit einzusetzen. Mein Wunsch ist, dass meine Bemühungen für ein besseres Syrien anerkannt werden und dass sie aus der Geschichte lernen, um eine friedliche und prosperierende Zukunft zu gestalten.
Gast
Dankeschön für dieses Interview, Herr Präsident. Vielleicht haben Sie noch ein paar abschließende Worte an die Zuschauer meines Kanals.
Uwe
Vielen Dank, Herr Loose, für dieses Gespräch. An Ihre Zuschauer möchte ich sagen, bleiben Sie offen für verschiedene Perspektiven und setzen Sie sich für Dialog und Verständigung ein. Jede Stimme zählt, wenn es darum geht, Brücken zu bauen und gemeinsam für eine bessere Welt zu arbeiten. Danke für Ihr Interesse und Ihre Zeit.
Gast
Vielen Dank, Herr Präsident. Ich verabschiede Sie hiermit jetzt und vielleicht bis auf ein weiteres Mal. Ja, da geht er hin, der Präsident Assad, in sein geheimes Exil, das er uns sicherlich nicht verraten würde. Aber das ist ja auch nicht anders zu erwarten. Sie sind sich natürlich schon bewusst, dass das kein echtes Interview war, sondern eben eine Simulation mit einer KI. Und ich habe mich bemüht, die KI so einige Rahmen zu Richtlinien zu geben, damit sie möglichst dicht an die originale Sprechweise und Denkweise des Präsidenten Assad herankommen kann. Schreiben Sie doch mal in die Kommentare, ob Sie glauben, dass das nachvollziehbar ist, ob das halbwegs realistisch ist oder ob das Ihnen zu synthetisch ist. Was Sie überhaupt von dem Interview halten. Da würde ich mich freuen, von Ihnen etwas zu hören. Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Exklusiv | Assad spricht über Syriens Zukunft“, Die Welt Klar Sehen, 05.08.2025.
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KI-simuliertes Exklusiv-Interview, in dem Uwe Loose eine an Bashar al-Assad angelehnte KI-Stimme zur geopolitischen Lage Syriens, zu Exil, Wiederaufbau und den Rollen von Russland, Iran, China, Türkei und Israel befragt. Am Ende wird offengelegt, dass das Gespräch eine Simulation und kein echtes Interview ist.
