Hamburgs Klimaplan | Zu welchem Preis? | Klimawahnsinn18.10.2025
Abschrift
Abschrift des Videos vom 18.10.2025105 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Aber Hamburg schafft sich auch im zweiten Teil unseres Themenabends weiter ab. Und damit wir diesen Abstieg weiter dokumentieren können, denn weiß Gott, da ist nichts mehr sensationell, bis auf diesen sensationellen Niedergang. Damit wir das besser machen können und vor allen Dingen zusammen kommt die eTVC-Gemeinde mit euch zusammen, damit wir noch eins draufsetzen können. Ihr dachtet, der vorherige Stream war gut? You ain't seen nothing yet. Denn jetzt kommt uns Uwe. Denn was ist schon ein Dresdner aus Ostdeutschland, der Hamburg aus der Ferne bewertet, Klammer auf, obwohl Uwe das beruflich macht, Ausrufezeichen, Klammer zu. Denn jetzt kommt der Hamburger Insider. Und strahlend frisch geduscht und herrlich duftend ist er bei uns. Uwe, wie geht es dir, du Ärmster?
Uwe
Ja. Hallo Eli, so lange schon nicht mehr gesehen, ne? Ich glaube seit vorgestern?
Eli
Richtig, genau. Ich habe schon ganz vergessen, wie du aussiehst. Dankeschön, dass du dich in Erinnerung rufst. Ja, was soll ich dir sagen? Wir reden heute über Hamburg und du hast natürlich die Misere mitbekommen, wahrscheinlich aus allererster Hand, denn du lebst ja dort. Insofern, bevor wir uns vertiefen, wie ist es so in Hamburg zu leben?
Uwe
Ja, also Hamburg ist eine schöne grüne Stadt. Das meine ich jetzt gar nicht mal so politisch, sondern sehr viele Bäume gibt es dort, sehr viele schöne Häuser. Ja, das ist eigentlich soweit ganz nett. Allerdings hat sich in den letzten 10, 15 Jahren die Politik doch sehr, ich sage mal, weit nach links verschoben, dass es mittlerweile weniger nett ist. Und man... kann also durchaus sich schon Gedanken machen, ob man in dieser Stadt noch ewig wohnen will oder ob man einfach aus der Ferne zusehen möchte, wie sie dann alleine in die Elbe runterrutscht bis hier zur Nordsee.
Eli
Richtig. Und leider Gottes ist das ja wirklich keine Übertreibung. Ja, also ich weiß ja von dir selbst, du hast deine Lebenssituation neuerdings auch neu überdacht. Und ich kann es dir auch nicht verdenken, viele Menschen fragen sich jetzt, wohin um Gottes Himmels Willen soll das alles noch führen? Und das allergeilste ist, das haben sie sich gedacht vor dem Volksentscheid. Und dann, dann kam der Volksentscheid. Und spätestens jetzt müsste eigentlich für jeden mit Restverstand alles klar sein. Aber wenn wir über die Hamburger eines wissen, dann, dass die nicht viel Verstand aufweisen können. Also, was ist dieser Volksentscheid? Wie hast du den erlebt aus der Ferne? Stimmt es, dass das überall plakatiert worden ist? Wie hast du das als Hamburger empfohlen?
Uwe
Ja, der Volksentscheid muss per Definition im Einfach öffentlich bekannt gemacht werden und das wurde auch bekannt gemacht. So, ich habe das auch am Rande zur Kenntnis genommen, aber ich habe dort nicht teilgenommen, weil ob man daran teilnimmt oder nicht, oder ob in Chicago eine Bratwurst platzt, solche Volksentscheide sind zwar durchaus politische Zeichen, aber auch ohne diese geht die Politik ihren Weg. Das heißt, das sind für mich alles nur so Alibi-Funktionen, an denen ich persönlich kein Interesse habe.
Eli
Sagst du, dass du befürchtest, dass diese Dinger politisch gesteuert sind und das ohnehin so gekommen wäre?
Uwe
Ich würde mal vermuten, dass wir aufgrund dessen, dass wir in Hamburg eine rot-grüne Regierungsmehrheit haben, es so oder so dahin gekommen wäre.
Eli
Also es war nur eine Frage der Zeit. Und ob das jetzt dieser Volksentscheid gewesen wäre oder der nächste, die haben ihren Untergang besiegelt.
Uwe
Ja, Hamburg ist ja eine Stadt, die auch zu den 40 15 Minuten Städten in Deutschland zählt und möchte dort ja unbedingt Vorreiter werden.
Eli
Gut, das Konzept der 15 Minuten Stadt ganz kurz für Leute, die vielleicht erst gestern aufgewacht sind.
Uwe
Ja, es ist eigentlich ein Konzept, was aus dem Weltwirtschaftsforum stammt. Ursprünglich, da geht es darum, dass man eigentlich keinen Autoverkehr mehr haben möchte. Man möchte die Städte so umbauen, dass die Menschen ohne Autoverkehr ja möglichst alles, was sie brauchen im Leben, erreichen können, innerhalb von 10, 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wobei ich sagen muss, in Hamburg in großen Teilen ist das schon so, auch ohne 15-Minuten-Stadt, weil wir sehr viele historisch bedingte Einzelortteile haben, die historisch gewachsen sind, wo überall Einkaufszentren und Einkaufsstraßen sind. Das heißt, da müssen wir uns nicht sehr viel anstrengen.
Eli
Gut, jetzt hast du natürlich die Frage beantwortet, aber das Relevanteste ausgelassen. Es ist nicht einfach nur praktikabel und so wunderbar bequem, dass man eben alles innerhalb von 15 Minuten erreichen kann, sondern eigentlich legt halt eben die Bedeutung von diesen 15-Minuten-Stätten in dem, was man nicht mehr machen können soll, nämlich dass man über 15 Minuten Radius quasi hinaus kann.
Uwe
Ja, das ist völlig richtig, Eli. Also auch wenn wir das im Prinzip schon haben, so haben wir dennoch die Freizügigkeit und können in jeden Stadtteil fahren, wie wir wollen. So im strengeren 15 Minuten Stadt zu Sinne ist es eigentlich, dass man sein Leben innerhalb dieses Radius verbringt und nur wer geschäftlich ist, der kommt dann auch woanders hin. Sprich, es ist theoretisch sogar denkbar, dass zwischen diesen Stadtteilen dann quasi Grenzen gezogen werden und durch Dinge gemacht werden und nur mit Passierschein kann man überhaupt irgendwo langfahren. Oder im Zeitalter der Digitalität und der digitalen Pässe kann es sein, dass das Auto dann einfach nicht über diese Grenze fährt. Punkt.
Eli
Richtig, dass es einfach aus der Ferne abgeschaltet wird oder grundsätzlich da irgendein Transmitter drin ist, der dir eben nur eine bestimmte Zone freigebt. Und das alles natürlich immer für die Sicherheit, dann nur zu deinen Besten. Und drittens natürlich für die Sicherheit, die man zunehmend eben opfert und mit seiner Freiheit bezahlt. Also das ist die 15-Minuten-Stadt. Gut, und jetzt sagst du also Frankfurt, Hamburg, dieser Volksentscheid, du hast den mehr oder minder eben kommen sehen. Wie kommentierst du erstmal, dass es so knapp gewesen ist?
Uwe
Also es ist so, dass 80% ja Briefwahl gewesen ist und das sagt mir eigentlich schon alles. Weil die Frage ist ja, wer war bei der Auszählung dabei, wie viele haben doppelt gezählt und und und und. Also insofern, auf solche Wahlergebnisse, da gebe ich kein Pfifferling.
Eli
Mhm. Du sagst also, auch hier haben diese antidemokratischen Methoden mit reingespielt, wie eben die Briefwahl, die man mal genauer unter die Lupe nehmen sollte. Spannend. Wie hoch war die Beteiligung per Briefwahl?
Uwe
Sag das nochmal. Soweit ich gesehen habe, 80 Prozent.
Eli
80 Prozent. Das ist heftig. Naja gut, immerhin sind die Leute noch zur Wahl gegangen. Nicht wie in Ludwigshafen, wo die Wahlbeteiligung inzwischen schon bei 20 und drunter Prozent liegt. Unfassbar. Ja, dann hast du jetzt natürlich in der Auftaktsendung gehört, was Bernd Baumann auf den Punkt gebracht hat, was aber inzwischen auch die Mainstream-Presse kolportiert. Vielleicht vorneweg, hast du auch den Eindruck gehabt in der Berichterstattung vorher, dass sich eigentlich im Stadtrat, dass es da keine Einigkeit gab, ob man dieses Projekt jetzt nun wirklich möchte oder nicht, also dass es eigentlich hoch umstritten gewesen ist?
Uwe
Bei uns ist es ja so, dass Hamburg nach wie vor eine Handelsstadt ist, Handel sowohl was den Hafen betrifft als auch Versicherungen und Banken. Dementsprechend haben die Kaufleute natürlich ein bisschen andere Vorstellungen davon, weil die eben befürchten, dass auf sie erhöhte Kosten zukommen. So, bei der Wohnungswirtschaft sieht es noch ein bisschen anders aus. Da haben wir ja eben die große Wohnungsbaugesellschaft und Wohnungsbesitzgesellschaft, die städtische, die Saga, die ich glaube 140.000 Wohnungen hat. So, und dann ungefähr noch mal 1400 Gewerbebetriebe, die auch dazu gehören. Für die ist es natürlich ein bisschen einfacher, auch von der Kalkulation her. Aber die Kaufleute, die sind da mit Sicherheit nicht für. Zumal wir in Hamburg ja auch noch eine Bewegung haben, die dann groß werden möchte, die sich dafür einsetzt, dass der Hamburger Hafen verkauft werden soll. Nach dem Motto, was wozu braucht Hamburg einen Hafen?
Eli
Ja, und zwar witzigerweise, weil man ja sich offensichtlich komplett veräußern möchte an die Chinesen. Stimmt das nicht, dass irgendein chinesisches Konglomerat zuletzt geboten hat?
Uwe
Das weiß ich nicht mehr genau. Das kann durchaus sein, dass China als Kaufinteressent in der Reihe steht. Aber ich denke, solche Vorhaben sind als solche schon wahnwitzig. So, Hamburg ist als Hafenstadt, als Seemacht groß geworden, ist Handelsstadt seit seiner Gründung gewesen. So, und sprich, das ist der Kern dieser Stadt, ja, und den möchten jetzt irgendwelche Wahnsinnigen ja reduzieren auf was, ja, auf, ich weiß nicht, was Hamburg dann noch hätte. Nur noch Versicherungen und Banken. Und was bitte sollen die versichern, ja, wenn der ganze Gewerbebereich wegfällt von den ganzen Wohnungen? Privatpersonen können in Banken und Versicherungen nicht leben. Mhm.
Eli
Ich erwähne noch einmal ganz kurz China. China ist ja nicht nur unser größter Konkurrent, weshalb wir ja eigentlich ein Wirtschaftswunder brauchen, um wiederum gegen den Markt der in China gebauten E-Autos irgendwie konkurrieren zu können. Also schon allein dort hirnrissig, wenn wir den Tür und Tor öffnen, sondern auch politisch wird das ja als Feind gezeichnet. Wenn ein chinesischer Spion bei Maximilian Krah vom Verfassungsschutz platziert wird, dann ist das ja eine politische Katastrophe, ein Skandal mindestens. Aber dann, wie gesagt, öffnet man denen wieder Tür und Tor, so weit wie ein Scheunentor, das Einfallstor nach Deutschland, um zu sagen, die sollen hier also schalten und walten und unsere wichtigste Industrie-Schlüsselstelle besetzen, der da ist, unser Hamburger Hafen. Also auf die Idee kann wirklich nur ein Linker kommen. Unfassbar. Gut, lass uns nochmal zurückkommen und zwar, gut, das Wichtigste. Wir tänzeln die ganze Zeit drumherum. Also ich konnte nicht mehr vor und an mich halten, als ich das gelesen habe. Bernd Baumann auch nicht. Der Rückbau des Gasnetzes in Hamburg. Was für eine Art von Projekt würde das werden? Was denkst du?
Uwe
Es würde ein sehr umfangreiches Projekt werden, weil je nachdem, wie man es gestaltet. Also zunächst einmal muss man sich unter dem Rückbau, hat man so ein bisschen falsche Vorstellung als Laie, denn es wird sehr viel immer rück- und neu gebaut. Was an Rohren und Leitungen ständig neu gelegt wird in so Städten, das kann man sich gar nicht vorstellen. Und grundsätzlich ist das durchaus ein technisch mögliches Unterfangen, was auch in einer gewissen Zeit möglich ist. Und es hängt eben davon ab, ob man die Fernwärme dann gleich mit abschalten will oder ob man sie nicht mit abschalten will. So, summa summarum wird sich das ganze Projekt vermutlich, ich sag mal, auf ungefähr 20 Milliarden Euro belaufen. Nicht mit 200, das ist absoluter Unsinn.
Eli
160 hat Tanja Skalje gesagt.
Uwe
160. Ja, aber was die KI sagt, man muss es auch mal durchdenken. Derjenige, der es ein bisschen besser weiß, ist zum Beispiel die Hamburger Saga, die ja was von 1,4 Milliarden gesagt hat.
Eli
Ja, aber nur für ihren Wohnungsbestand, nicht für die gesamte Industrie. Darf ich mal zu Ende reden?
Uwe
Also für Ihren Wohnungsbestand von 140.000 Wohnungen heißt das, das sind bei 1,4 Milliarden 10.000 Euro pro Wohnung. So wenn in der Wohnung durchschnittlich zwei Personen leben, reden wir von 5.000 Euro pro Person bezogen auf 15 Jahre. So, das ist also mit Sicherheit kein Betrag, der in irgendeiner Weise relevant ist. So, denn auch bei zwei Millionen Einwohnern, die wir haben, dann hätten wir theoretisch auch eine Million Wohnungen. Mal 10.000 Euro sind wir bei 10 Milliarden und dann kommt noch das Gewerbe dazu. Ist da auch wieder bei 20 Milliarden. Das heißt, das ist in Größenordnung.
Eli
Woher nimmst du diese Zahl, Uwe?
Uwe
Ich habe es gerade erklärt, dass die Saga das ja schon durchgerechnet hat.
Eli
Nein, aber die Saga ist eine Wohnungsbaugesellschaft. Du sagst gerade, nimmst du die Wirtschaft dazu? Was hat Wirtschaft mit Wohnungsbau zu tun? Das sind doch zwei unterschiedliche Sektoren.
Uwe
Ja, das sind unterschiedliche Sektoren, aber es gibt nicht so viele Leute in der Wirtschaft wie im Wohnungsbau. Du kannst ungefähr sagen, dass der Kostenaufwand in etwa derselbe sein wird. Ich habe vorher auch schon, als Sie die Umfrage machten, selber KI-Recherchen gemacht und kam auf Größenordnung zwischen 10 und 16 Milliarden Euro. Für beides zusammen. Und dementsprechend halte ich 20 Milliarden für eine Größenordnung, die machbar ist. Nur es geht schon mal gar nicht in 15 Jahren aus verschiedensten Gründen. Aber das ist ein anderes Thema. Das heißt, worauf ich hinaus will, ist, weder ist die Belastung pro Haushalt oder Person besonders hoch, denn wenn ich 10.000 Euro pro Person bezahle, in 15 Jahren habe, dann meinetwegen auch in 20 Jahren, wenn es langsamer geht, dann sind das wie viel? 500 Euro im Jahr, da ist ja eine Lachnummer. Und diejenigen, die es nicht zahlen können, die werden es vom Staat bekommen, das heißt, die, die mehr Geld haben, die werden das zahlen. Aber von der Finanzierungsseite ist das kein Problem, auch von Seiten des Staates, weil das bezogen Wenn man jetzt sagt, es würde eine lineare Kostensteigerung sein, nun mal praktisch betrachtet, dann reden wir davon, dass das, was der Hamburger Steuerzahler zahlen müsste, wäre vom Jahresbudget, also vom Haushaltsetat Hamburgs, ungefähr 3 bis 4 Prozent und das über die nächsten 15 Jahre.
Eli
Okay, Uwe, da muss ich mal reingrätschen, wie kommt das dann, dass du das so erstmal locker siehst und zweitens, dass sogar Tschentscher dir widerspricht, der ja hofft, dass das nicht kommt, weil er sagt, das Ganze steht ja im Gesetzestext, es soll sozialverträglich umsetzbar sein und das ist es nicht.
Uwe
Das ist ja eine andere Geschichte.
Eli
Und die Stadt kann sich das überhaupt nicht leisten. Tschentscher hält das für nicht finanzierbar, den Fakt, dass die Stadt zahlen soll, wenn sich jemand keine neue teure Wärmepumpe leisten kann.
Uwe
Ja, genau. Das ist jetzt der nächste Punkt. Wir reden ja von zwei verschiedenen Sachen. Wir reden von dem Rückbau des Netzes und der Rückbau des Netzes, das ist die Sache, die die Stadt bezahlt. Die Wärmepumpen, die muss der Bürger bezahlen. Die Wärmepumpen, das wird der Faktor, der am teuersten ist. Okay, ich habe verstanden, was du meinst. Das hat mit dem Netzverbau aber nichts zu tun.
Eli
Ja, ja, jetzt habe ich es verstanden. Du hast recht, es sind ja Unterschiede an alle Zuschauer an dieser Stelle, bevor Uwe jetzt weiterreferiert ohne Punkt und Komma. Es sind wirklich ja unterschiedliche Maßnahmen, von denen der Gasnetzrückbau nur einer ist und dieser, sagt Uwe, ist also mehr oder minder kalkulierbar und überschaubar. Nicht die 160 Milliarden, die ich fälschlicherweise aufgrund von Tanjas falscher KI angegeben habe, wobei ich habe ja gesagt, selbst wenn es nur ein Zehntel ist, ne? sondern es gibt weitere Maßnahmen. Und diese weiteren Maßnahmen, die werden dann unüberschaubar und vor allen Dingen vollkommen unbezahlbar. Aber die haben jetzt erst mal mit dem isolierten einfach nur Gasnetzrückbau wenig zu tun. Also anders gesagt, Hamburg kann sich eine dieser Maßnahmen, die billigste Maßnahme, vielleicht tatsächlich leisten, wo man die größte Erfahrung hat, nämlich weil man regelmäßig Rohre neu verlegt. Aber komplett überall E-Pumpen und Werbepumpen und so weiter reinzubauen, das wird unbezahlbar.
Uwe
Genau, das wird unbezahlbar, weil diese Wärmepumpen im Schnitt wenigstens 40.000 Euro kosten, manchmal auch 70.000 oder 100.000. Das heißt, wenn wir bei dem Gasnetzrückbau im Durchschnitt pro Haushalt von 10.000 Euro ausgehen, die Wärmepumpen mal 40.000 bis 70.000 kosten, dann erhöht sich natürlich die ganze Summe, die da entsteht. Staat aufbringen müsste. Das heißt, wenn wir jetzt zum Beispiel im Durchschnitt von 50.000 Euro ausgehen würden pro Haushalt, dann bedeutet das, dass der Staat plötzlich sechsmal so viel auszugeben hätte. Und dann ist er irgendwo bei 90 bis 120 Milliarden, vielleicht sogar noch mehr. Und insofern ist die Größenordnung, die dann Tanja vorhin meinte, dann schon durchaus nicht ganz fern. Aber man muss eben sagen, da sind die Werbepumpen auch komplett mit drin. Richtig.
Eli
Also das war eine Gesamtkalkulation vielleicht, die ich in der Schnelle der Zeit aus dem Chat nicht überflogen habe richtigerweise. Tanja, du wirst wieder rehabilitiert. Vielen herzlichen Dank.
Uwe
Genau. Und das bedeutet natürlich, dass wir dann, wenn der Staat das alles übernehmen wollte, oder die Stadt Hamburg, dass wir dann eben nicht von drei bis fünf Prozent pro Jahr ausgehen, sondern von dem vermutlich fünf- bis sechsfachen, Das heißt, das wäre eine Größenordnung, die dann locker schon mal bei 18 bis 30 Prozent des Stadthaushaltes liegt. Und das kann sich natürlich niemand leisten. Das ist so ähnlich wie mit den 5 Prozent Rüstungsetat, die wir vom Bundeshaushalt dann einzahlen sollen.
Eli
Für die NATO, genau, Sicherheitsgarantien und so weiter und so fort. Ja, was soll ich dir sagen? Ich bin nicht überrascht, aber ich bin überrascht, dass wenn die Sachlage so klar ist, dass sie in Anführungszeichen eine KI-Recherche entfernt ist, dass die also wirklich dieses Vorhaben mit dem Kopf durch die Wand, mit Kampagnengeld und Budget und so weiter und so fort, also mit Werbung trotzdem so forciert haben. Es müsste doch eigentlich jedem gesunden Menschenverstand klar sein, die Stadt Hamburg, egal wie grün sie sich zeichnet, kann sich das nicht leisten.
Uwe
Woher dann also diese Initiative? Man muss ja vielleicht politisch denken. Da Hamburg jetzt hier eine Vorbildrolle einnimmt, ist es durchaus sinnvoll, dieses Vorhaben anzugehen und dann relativ bald zu scheitern. Ich habe mir das auch genau durchdenken lassen und durchdiskutiert, wie die einzelnen Prozessphasen bei so einem Projekt sein müssten. Die sind ja ähnlich wie bei anderen städtebaulichen Maßnahmen. Das heißt, das erste, was passiert, sind auf jeden Fall erstmal Planungsphasen, die mehrere Jahre dauern. So, dann geht es um Materialbeschaffung, dann geht es um Arbeitskräftebeschaffung. Das heißt, vor Ablauf von zwei bis drei Jahren wird ja kein einziger Anschlag getan. Und bevor der Rückbau von irgendetwas passiert, muss ja erstmal der Aufbau des neuen Netzes stattfinden. Denn ich kann ja nicht die Gasnetze abbauen, wenn ich nicht schon die Stromnetze hingebaut habe. Das heißt, der Abbau der Gasnetze ist quasi der letzte Schritt und da wird nach den Kalkulierungen oder Kalkulationen, die ich hier gemacht habe, nicht vor 2030 überhaupt begonnen werden können. Und wird dann noch ungefähr mindestens zehn Jahre dauern. Es ist auch relativ unwahrscheinlich, dass das ganze Projekt in 2040 abgeschlossen werden kann, eher 2050 plus minus ein paar Jahre. Das heißt, was wir haben, ist im Grunde genommen eine Wette auf die Zukunft, dass a diese neuen Energien, mit denen man den Elektrostrom erzeugen will, überhaupt verfügbar sind. Wie man die erzeugen will, ist heute noch unbekannt. Zweitens fehlt es an den Baumaterialien. Drittens fehlt es an den Handwerkern. Das heißt, es ist eine Willenserklärung, ohne dass man überhaupt weder das Geld noch das Material noch das Personal dafür hat. Und das bedeutet, dass wahrscheinlich im Laufe von mehreren Planungsjahren man dann feststellen wird, dass man leider gar nicht anfangen kann, weil es an den Mindestvoraussetzungen fehlt. Und dann wird das Projekt sich Schritt für Schritt im Sande verlaufen.
Eli
Ja, das Problem ist, so ein Projekt hat ja oft ein Gesicht. Und Tschentscher hat das ja jetzt mehr oder minder zu verantworten, egal ob zähneknirschend oder nicht. Er ist jetzt an dieses Projekt gebunden. Der muss doch wissen, und Politiker sind ja Opportunisten, und vor allen Dingen aber eine Sache ist bei denen konstant, die wollen ja an ihrem Sitz kleben bleiben. Er muss doch wissen, dass wenn dieses Ding, wenn er das an die Wand fährt, nicht nur er, sondern seine komplette Partei, die kompletten Sozen, er ist ja von der SPD, dort auf gut Deutsch in Hamburg nie wieder um den Fuß in die Tür bekommen.
Uwe
Ja, also da kenne ich jetzt die einzelnen Verhältnisse in der Hamburger Senatspolitik nicht genau, wer mit wem da was genau macht. Also das kann durchaus sein, dass sich das noch beheben lässt. So ein Tschentscher hat ja schon quasi sich halb aus der Verantwortung zurückgezogen, indem er erklärt hat, dass er ja eigentlich sowieso dagegen war. Also insofern ist er ja schon mal nicht in der Verantwortung drin.
Eli
Ja gut, aber du hast den zweiten Teil nicht gehört. Er würde seine komplette Partei in Gefahr bringen. Die würden ihre Vorherrschaft in Hamburg eventuell in Gefahr bringen, wenn sie dieses Projekt angehen, von dem sie wissen, dass es nichts anderes ist als im Prinzip eine Sisyphus-Arbeit. Schlimmer noch, eventuell eben eine Hiobsbotschaft.
Uwe
Ja, aber da siehst du eben, wenn es ja um Parteiarbeit geht, da ist ja ein Volksentscheid ist ja keine abschließende Parteiverpflichtung, sondern es ist ja erstmal nur eine Anregung. So, ob man tatsächlich diesem Entscheid dann nachkommen wird, sei mal dahingestellt.
Eli
Nee, dem Volksentscheid müssen sie nachkommen, wenn es in irgendeiner Form finanzierbar ist. Die haben keine Möglichkeit davon abzurücken. Der Volksentscheid hat das jetzt verpflichtend gemacht.
Uwe
Völlig richtig, ja. Aber wenn es eben nicht finanzierbar ist, dann geht es eben nicht. Also wird die Kunst von Tschentscher darin bestehen, zu zeigen, dass sie es nicht bezahlen können. Damit ist das Thema erledigt.
Eli
Gut, aber nichtsdestotrotz muss er ja zeigen, dass es nicht bezahlbar ist, indem er Gelder ausgibt und sagt, tut mir leid, liebe Freunde, wir haben wirklich alles versucht, es hat halt einfach nicht gereicht.
Uwe
Das heißt, so oder so wird er etwas vorfinanzieren müssen. Nein, bevor irgendein Pfenniggeld ausgegeben wird, werden ja Projektplanungen gemacht. Und dann müssen ja Budgets für diese Projektplanungen beschlossen werden. Das ist anders als hier zum Beispiel bei der Elbphilharmonie, wie du vorhin erzählt hast. Die war natürlich viel zu billig, auch angesagt. Die Größenordnung, die nachher rauskam, war etwas über dem, was ich seinerzeit geschätzt hatte. Aber damals war klar, dass dieses Vorhaben nie genehmigt worden wäre, weil es ja ein Luxusvorhaben war, wenn man nicht den Null hinten weggestrichen hätte.
Eli
Okay, das bedeutet, man hat den Leuten einfach vorgelogen, wie viel das tatsächlich kosten würde, wie schnell das gehen würde und so weiter und so fort, wie stabil das sein würde, einfach nur um sich seinen Prestige-Border hinzubauen. Wird das jetzt hier also ähnlich passieren? Gehst du davon aus, dass die den Leuten eine falsche Werbung versprochen haben, also die Dimensionen gar nicht richtig gezeichnet haben, was das Hamburg kostet?
Uwe
Naja, also ich denke, sie werden im Prinzip für so ein paar Scheinplanungen machen, um den Bürger... Ich kann mich da nicht daran erinnern, da so die Zahlen gesehen zu haben. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mich auch nicht sonderlich dafür interessiert. Also da bin ich jetzt nicht kompetent, über die Details der Kampagnenführung zu antworten.
Eli
Mich würde tatsächlich nicht überraschen, wenn die einfach die Zahlen komplett verschwiegen haben, damit da nicht gesagt werden muss, was sie nicht sagen können oder nicht sagen wollen.
Uwe
Also vermutlich wird das so sein, denn im Grunde genommen ist es ja eine ideologische Anforderung. Nach dem Motto, wir wollen klimaneutral werden, wir wollen keinen Autoverkehr haben und und und. Am besten soll die Industrie auch noch grün werden. Das sind ja alles Dinge, die mehr als realitätsfern sind.
Eli
Ja, dieser Beschluss, der geht jetzt schon nach hinten los. Lass uns mal vielleicht Stück für Stück im Prinzip durchgehen. Die Fahrverbote für Hamburg und das Tempo 30. Fangen wir mal mit dem Tempo 30 an. Ich hatte dich ja vorhin gefragt, wie groß ist denn Hamburg? Ist Tempo 30 für eine Großstadt wie euch realistisch?
Uwe
Also wir haben 840 Quadratkilometer Fläche, davon ist ungefähr 40 Prozent, also knapp 350 Quadratkilometer Hafen und der Rest ist Stadtgebiet. 30, würde ich sagen, fährt man nirgends vor. Die meisten Leute fahren eigentlich eher so zwischen 50 und 60. So Stop-and-Go-Verkehr gibt es natürlich in den Arbeitszeiten hin und zurück in die Stadt, aber ansonsten fährt da niemand 30, außer in ausgewählten Zonen wie Zone 30 und vor Schulen. Und Altenheim und solchen gesonderten, geschützten Gebieten. Das heißt, Zone 30, würde ich sagen, ist unrealistisch, produziert ja auch mehr Abgas. Die Autos fahren ja doppelt so lange auf der Straße. Und insofern würde ich sagen, das ist für eine Großstadt... keine annehmbare Maßzahl, sondern es ist einfach dumm, sowas überhaupt zu fordern. Das können nur Leute machen, die Autofeinde sind und denen die Wirtschaft wurscht ist.
Eli
Uwe, ich zeige hier gerade eine Karte von Hamburg und ich habe zwei Kreuze eingezeichnet. Wenn jemand aus dem Außenbezirk, den ich dort eingetragen habe, im Norden ins Zentrum fahren möchte, wie lange braucht er aktuell mit dem Auto?
Uwe
Da kann der locker 40 Minuten verbrauchen.
Eli
40 Minuten und da sagst du, fahren die Leute schon 50 und 60. Das heißt, wenn die das einfach mal eben schnell halbieren, bedeutet das, man braucht zwei Stunden, um einfach nur zur Arbeit zu kommen mit dem Auto. Und die Alternative ist ja, naja, mach doch einfach grün, setz doch einfach mal auf die Bahn. Was kann schon schief gehen? Obwohl wir eigentlich gesehen haben, die Bahn ist ja ebenfalls nicht in der Lage, das wirklich abzufedern. Wie wir sehen, eine permanente Überforderung vom Hamburger Bahnhof. Bahnchaos in Hamburg und Köln. Also es gibt überhaupt keine Alternative. Und allein schon das Tempo 30 wäre eine Katastrophe. Gesetz im Fall, es kommt ein Fahrverbot. Das würde ja vermutlich für Wirtschaftsverkehr ebenfalls gelten, wie den Privatverkehr, oder?
Uwe
Nein, das glaube ich nicht, weil ohne Wirtschaftsverkehr gibt es ja kein Leben mehr in der Stadt. Hamburg ist ja nicht auf der grünen Wiese, sondern hat fast zwei Millionen Einwohner. Die müssen versorgt werden mit allen möglichen Gütern. Diese Güter kommen zum größten Teil über den Hafen, teilweise auch über den Flughafen. So der geringste Teil über den Landweg, weil Hamburg eben über den Hafen mit LKWs wiederum andere Bundesländer versorgt. Das heißt, hier ist ein großer Güterumschlag, der von Hamburg weggeht und eigentlich in den Hafen reinfließt, vom Meer her. Und in dem Moment, wo man keinen Autoverkehr hätte, keinen gewerblichen, dann würde ich sagen, hätte das nicht nur Auswirkungen auf Hamburg, sondern auch auf noch einige andere Bundesländer.
Eli
Ja, sogar aufs Ausland wurde ja vorhin gesagt, wenn es darum geht, im Prinzip Güter zu bewegen auf diese Schiffe hin, die aus der irgendwelchen deutschen Industrie in Hamburg erstmal verladen werden müssen, bevor sie dann eben weitertransportiert werden, wenn das dort eben nicht mehr geht oder doppelt so teuer wird, wie zum Beispiel im Nachbarshafen, dann werden eben Umwege notwendig und das ist natürlich ein riesengroßer Rattenschwanz. Gut, okay, also wir haben jetzt gesprochen über die Fahrverbot, wir haben gesprochen über Tempo 30, wir haben gesprochen über den Gasnetzrückbau, wir haben gesprochen über die Installation der Wärmepumpen. Gab es noch irgendeine Maßnahme, die ich vergessen habe? Ist da noch etwas dabei gewesen?
Uwe
Ne, ich glaube nicht. Also für den Ausbau und Umbau braucht man da nicht mehr...
Eli
Genau, viele Menschen, ich gehe nochmal selber die Liste durch. Firmenpleiten, genau, Firmenpleiten. Erwartest du, dass die Firmen also entsprechend umziehen oder dass die sich das Umziehen gar nicht mehr leisten können und einfach bankrott gehen?
Uwe
Naja, also ich sage mal so, die Firmen sind grundsätzlich immer starke Energieverbraucher. Und für die ist es natürlich wurscht, wo die Energie herkommt, solange sie sie nur kriegen und solange sie diese bezahlen können. Firmen sind grundsätzlich eigentlich keine Energie- und CO2-Einsparer, weil sie am CO2 nichts verdienen, außer sie würden staatlich subventioniert werden. Und insofern sind die Unternehmen natürlich davon nicht begeistert, weil es die Gewinne reduziert und Hamburg hat wie alle anderen Städte natürlich auch Personalprobleme, gute Mitarbeiter zu bekommen etc. Das heißt, von der wirtschaftlichen Seite her sind solche Projekte kontraproduktiv.
Eli
Uwe, da bist du noch nicht mal darauf eingegangen, was wir doch tatsächlich beide vergessen haben. Die Betriebe müssen Erdgas und weitere Brennstoffe, die Brennstoffe, damit sich das bewegen kann, was sich überhaupt noch bewegen darf, vollständig durch Wasserstoff oder E-Fuels ersetzen. Das bedeutet ja unter anderem auch, was soll man die für einen Kessel haben, wenn der jetzt aktuell eben durch Gas betrieben wird, muss der komplette Kessel ersetzt werden, damit er mit Wasserstoff betrieben werden kann oder diesen E-Fuels, die es noch nicht mal gibt.
Uwe
Ich sage mal, dass irgendwas ersetzt werden muss, das ist jetzt nicht unbedingt das Problem, weil solche Anlagen rein von ihrer Herstellungszeit her eh nur 20 oder 30 Jahre konzipiert sind. Das heißt, man versucht die natürlich länger zu halten und hier noch zu reparieren und da noch zu reparieren. Aber irgendwann kann natürlich auch mal ein Austausch anfallen.
Eli
Ja gut, aber das Problem hier, Uwe, okay, ich habe es schon verstanden, aber das Punkt hier ist, diese Fuels stehen ja gar nicht zur Verfügung.
Uwe
Also die sollen umbauen auf eine Ressource, die nicht zur Verfügung steht. Die Umbauthematik ist eher das Geringere, weil das ja auch steuerlich wieder abgesetzt werden kann. Sondern die Frage ist, macht der Umbau überhaupt Sinn? Niemand wird etwas umbauen, wenn er nicht die entsprechenden Kraftstoffe hat. Das sehen wir doch. Wie es in Hamburg zum Beispiel mit den Elektroautos ist. Da heißt es ja, wenn nicht genügend Ladestationen sind, kaufe ich mir kein Elektroauto. Und genauso wird es auch sein, wenn es keine E-Fuels gibt, wird niemand seine Heizung umstellen, denn dann wäre seine Firma pleite.
Eli
Richtig. Meine Güte. Naja, der Punkt ist jetzt natürlich, die Lobbys laufen Sturm. Und ist die ganze Nummer jetzt eigentlich nur eine PR-Luftnummer, die uns nur Werbekosten gekostet hat? Oder muss jetzt Tschentscher eigentlich, um gesichtsfahrend aus der Nummer rauszukommen, jetzt diese Planung trotzdem anstoßen, die, Klammer auf, wahrscheinlich ja trotzdem Millionen verschlingen wird? Ausrufzeichen, Klammer zu.
Uwe
Also es wird wahrscheinlich das Planungsverfahren machen und Gutachten beibringen und dann werden die Gutachten so geschrieben, dass sie eben beweisen, dass es zu teuer ist und dass es nicht so schnell gehen wird. Und dann wird man einen Kompromiss machen nach dem Motto, dann wird es statt 2040 eben 2060 werden oder erstmal 2045, dann 2050, dann 2060. Das heißt, man wird versuchen, die Sache zu strecken und vielleicht irgendwann mal auch begraben. Also da ist eben diese Politik, ich darf ja keinen Fehler zugeben, lieber produziere ich Kosten, schiebe es dann auf, bis dann nachher andere Themen wichtiger werden.
Eli
Also im Prinzip sagst du eine riesengroße Luftnummer, eine totale Non-Story, über die wir hier gestolpert sind und nichts davon wird jemals umgesetzt werden.
Uwe
Das würde ich mal annehmen. Nichtsdestotrotz verstehe ich sehr gut, dass man sich darüber mokieren kann und auch sollte, weil es eben zeigt, dass wir in einem Klima hier in Deutschland und auch in Hamburg leben, wo man über einen solchen Unsinn überhaupt öffentlich nachdenkt. Würden wir eine vernünftige Politik haben, würde man von vornherein sagen, so einen Mist machen wir gar nicht erst. Allerdings kann man ja nicht verhindern, gemäß den demokratischen Grundsätzen, dass eben Volksentscheide eingefordert werden. Dafür gibt es ja dieses Instrument. Und wenn die dann eben so ausgehen, wie man das nicht haben möchte, ja gut, das ist dann Pech für die Politik.
Eli
Gut, was bleibt, ist auf jeden Fall die Realität. Und in dieser Realität, das ist jetzt wirklich eine Neueskalationsstufe, reden die hin oder her, Volksentscheid hin oder her, ob das jetzt nun kommt, klimaneutral oder nicht, reden die jetzt schon über nicht nur Planwirtschaft, die offensichtlich an die Wand fährt, sondern auch Enteignungen, die nächste sozialistische Maßnahme. Was sagst du denn dazu? Ich spiele noch mal kurz den Beitrag ein, für die, die es vorher nicht mitbekommen haben. Ich spiele kurz den Beitrag ein, für die, die es vorher nicht mitbekommen haben.
Gast
Hamburger Feuerwehr öffnet eine leerstehende Tennishalle als Notunterkunft für Flüchtlinge, die mitten in der Nacht hier angekommen waren. Die Stadt hat bei der Unterbringung von Asylbewerbern massive Schwierigkeiten. In aller Eile wurde nun ein Gesetz zur Beschlagnahme von leerstehenden Immobilien vom rot-grünen Senat auf den Weg gebracht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es gerade bei Gewerbeimmobilien so ist, dass es Eigentümerinnen und Eigentümer gibt, die sagen, nein, das wollen wir nicht, das schadet dem Image des Grundstückes oder der Immobilie. Und wenn wir uns nicht handelseinig werden, dann müssen wir auch die Möglichkeit haben, gegen den Willen des Eigentümers Anspruch zu erheben. Bislang konnte Hamburg nur per Notverordnung auf leer stehende Immobilien zugreifen. Dabei stehen viele Gewerbeimmobilien auch langfristig leer. Auf sie zielt das neue Gesetz. Der Grundeigentümerverband fürchtet, dass auch Wohnungen beschlagnahmt werden. Wir haben Eigentumsrechte, die in der Verfassung letztlich verankert sind. Und hier wird in das Eigentumsrecht eingegriffen. Es ist ja nicht nur, wie die Stadt beteuert, dass es Gewerbeimmobilien sind, sondern es sind auch Wohnimmobilien. Auch Bremen plant die Beschlagnahme von Immobilien wie diesen ehemaligen Baumarkt. In Berlin und Hamburg wird nun diskutiert, ob tatsächlich auch Wohnungen für Flüchtlinge beschlagnahmt werden können.
Eli
Berlin und Hamburg, also es grassiert jetzt schon und es fängt gerade erst an. Was sagst du?
Uwe
Ja, also es ist völlig richtig, dass das Eigentum nun mal in unserem Grundgesetz besonders geschützt ist. Aber es ist kein absoluter Schutz, sondern er kann eben durch Gesetz auch eingegriffen werden. Insofern ist es zunächst einmal eine vom gesetzlichen Rahmen ermögliche Maßnahme. Allerdings ist diese eben, ich sag mal, sozialistischer Art und verbietet sich in einem freien Markt würde ich mal sagen oder auch in einem sozial freien Markt in das Argument dass ein Leerstand quasi unzulässig sei weil die Immobilie ja für was anderes genutzt werden könnte das ist eine sehr egoistische Betrachtungsweise ja denn es gibt immer wieder sogenannte Sanierungsgebiete wo dann irgendwann mal so viele Leerstände sind bis dann entweder die Stadt dort dann einen sogenannten Sanierungsplan ausschreibt und dann alles dadurch saniert, zumindest die Straßen und Anlagen und so weiter und sofort neue Bebauungspläne macht. Oder aber, dass private Investoren dann solche maroden Areale aufkaufen und die dann entsprechend aufwischen und da was ganz anderes hin machen. So, das heißt, hier wird also quasi in die Verfügungsgewalt der Marktteilnehmer eingegriffen, nach dem Motto, Leerstand ist böse. Ja, aber Leerstand muss sein, ansonsten kann ein freier Markt nicht funktionieren. So, und je mehr Leerstand ist, desto mehr wird sich der Markt dann auch verändern und dann werden dann eben von alleine die Immobilieninvestoren andere Nutzung machen, die lukrativer sind. So unbekanntlich sind Privatleute im Investieren, Kalkulieren und auch ja im ja, eben Rendite machen besser als der Staat, außer wenn sie Betrüger wie zum Beispiel der Benko sind.
Eli
Benko, ja. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, Uwe, du bist mir da zu rational, zu analytisch irgendwie in deiner ganzen Betrachtungsweise, weil du blickst das alles jetzt einfach nur wirtschaftlich an, ja, wie im Prinzip, als wenn das eine klitzekleine Affäre wäre in einer kleinen Hamburger Blase. Wir sagen ja jetzt schon, das grassiert in Bremen, das grassiert in Hamburg, droht auf Berlin überzugreifen und so weiter und so fort. Ich meine, worüber unterhalten wir uns eigentlich auf der Meta-Ebene, wenn das in Deutschland wieder Fuß fasst? Das sind doch nicht nur die kleinen wirtschaftlichen Maßnahmen, die du da gerade beschreibst.
Uwe
Ich habe ja gesagt, das ist eine sozialistische Maßnahme, die nicht in den Markt gehört. Die Anzeichen haben wir schon vorher in Berlin gehabt. Berlin wollte ja eine ganze Wohnungsgesellschaft oder größere Wohnungsgesellschaften enteignen. Hamburg schließt sich jetzt quasi diesen Gedanken an. Schon seit längerer Zeit wird in verschiedenen Großstädten diskutiert, Leerstände auch in Privatwohnungen dann zwangszu requirieren, um da Asylanten unterzubringen. Das heißt, wir haben hier Insgesamt eine sozialistische Denkart, die eben Interessen geleitet ist von dieser Denkart und die das Gesamtinteresse, und das ist eben wirtschaftliche Art, völlig vernachlässigt. Und deswegen ist deine Kritik nur teilweise richtig, weil wir eben nicht danach gehen, was einzelne Interessenverbände wollen, sondern was das Gesamtwohl eines Landes oder einer Stadt ist. Und das äußert sich eben im Geldverkehr und im Wirtschaftsverkehr, weil dort hat man die herausragenden Spitzenleistungen und die zeigen, was die Bürger tatsächlich wollen. Und in dem Moment, wo der Staat dort versucht steuern und repressiv einzugreifen, stört er den ganzen Betrieb und zerstört systematisch Im Grunde genommen den freien Willen der Bürger. Und deswegen sind solche Maßnahmen äußerst destruktiv. Aber der Grad der Destruktivität lässt sich vorrangig eben an den wirtschaftlichen Verhältnissen messen.
Eli
Ja, da bin ich ja vollkommen mit dir einer Meinung. Ja, aber das hast du wieder so runtergespult wie es, wenn es einfach nur Worte wären. Ja, natürlich hat eine Nation ein Interesse daran, insbesondere ein Industrieland wie Deutschland, früher mal Exportweltmeister, ein Interesse daran, dass seine Wirtschaft nicht einfach nur funktioniert, sondern boomt und vielleicht sogar für andere ein Vorbild ist. Und wenn das alles eingestellt wird, dann wird hier, ich meine, ich verstehe nicht, warum dir der Arsch nicht platzt, die Grundsubstanz für alles weg erodiert. womit auch du professionell dein Geld verdienst. Wenn keine Wirtschaft mehr da ist, will niemand mehr irgendetwas professionell bewerten lassen, weil nichts mehr da ist, was du bewerten lassen könntest. Und selbst wenn du es bewerten lässt, kann dir das niemand mehr abkaufen, weil das nicht mehr lohnt, irgendwas zu kaufen, weil dieses Land vollkommen im Arsch ist. Aber bin ich eigentlich der Einzige?
Uwe
Ja, du bist der Einzige. Man kann alles dramatisieren, man muss es aber nicht. Und wir werden diesen Trend, den wir nicht erst seit heute haben, sondern schon seit vielen Jahren, den werden wir nicht dadurch ändern, dass wir uns heute aufregen, sondern wir können es einfach noch konstatieren, dass eben die Politik in diesen Trend reingeht. Und das Leiden muss einfach größer werden, bevor die Bürger merken, was dort passiert. Und sobald es an diese Enteignungsmaßnahmen wirklich rangeht, da werden die ersten Leute merken, was das eigentlich bedeutet, wenn der Staat zu viel reglementiert. Aber solange der Staat es nicht macht oder eben nur die sogenannten großen Wohnungsgesellschaften, da sagen die meisten, die Wähler sind und eben keine Wähler. Die Immobilieneigentümer, ja die Großen, die verdienen es ja auch, die sind ja auch so reich. Das heißt, wir werden an diesen Krisen nicht vorbeischrammen, Eli, weil die meisten Bürger eben sich von diesen Krisen noch nicht betroffen fühlen. Das ist der Punkt. Und deswegen lohnt es sich nicht jetzt, sich darüber aufzuregen, weil außer dir und denjenigen, die es verstehen, sich sonst nämlich niemand darüber aufregt. Das ist der Punkt.
Eli
Deshalb rufe ich das ja auch hier und versuche das, bis es die Spatzen von den Dächern pfeifen, den Leuten mal ins Gewissen irgendwie einzutrichtern. Der Punkt ist ja, wir sind ja Multiplikatoren. Wenn uns der Arsch nicht platzt und wir die Leute nicht dazu aufrufen, zu sagen, Leute, redet darüber mit euren Kollegen, redet darüber mit euren Firmenchefs, redet darüber in der Familie, multipliziert das halt eben. Naja, dann wird es halt eben dazu kommen, dass zuerst das Kind in den Brunnen fallen muss, bevor du dann versuchst, das irgendwie wiederzubeleben. Aber manche Dinge, wenn sie einmal verloren sind, kriegst du nicht wieder irgendwie, Das ist der Punkt. Und von daher, ich verstehe deine Nonchalance gerade nicht, weil im Prinzip bist du drauf und dran. Gut, das kulturelle Erbe von Deutschland ist eine Sache, aber du bist Wirtschaftsanalytiker. Du bist dir quasi bereit, die Wirtschaft von Deutschland auf dem Silbertablett der grünen Ideologie zu opfern und dann zu sagen, ist halt so.
Uwe
Nee, ich bin zu gar nichts bereit. Ich bin nur nicht in der Lage, irgendwas daran zu ändern. Ich bin weder Herr Tschentscher, noch bin ich die Wohnungsgesellschaft, noch bin ich ein Industrieunternehmer, noch bin ich der Chef einer Handelskammer. Das heißt, ich bin ein Bürger und Beobachter und ich habe überhaupt gar keine Lust dazu, mir ein Herzkasper zu holen oder eine Nervenaufregung an Dingen, die ich persönlich nicht ändern kann. Überhaupt nicht. Deswegen, wer sich aufregen will, kann das gerne tun, aber ich werde es nicht tun, weil Dinge, die außerhalb meiner Kompetenz sind, die sind genauso, ja nicht genauso, aber ähnlich wie das Wetter. Da rege ich mich auch nicht drüber auf. Das Wetter kommt, dann geht das. Die Enteignungsmaßnahmen werden getroffen, dann werden einige Leute sich beschweren, dann werden sie wieder zurückgenommen. Wenn sich keiner beschwert, werden sie weitergemacht werden. Das sind alles Dinge, die kann man relativ leicht vorhersehen, ohne dass man sich deswegen auch nur eine Sekunde aufregen muss.
Eli
Also ich hätte mir gewünscht, dass wir ein bisschen eine geeinte Front hier bilden. Ich meine, du kannst natürlich deine Meinung haben und du kannst auch gerne querschießen, aber von nichts kommt halt eben nichts. Wenn eine Hälfte schon allein dieser Sendung, die ja versucht, kritisch zu sein und zu analysieren, sagt, ist halt so, es geht alles in den Arsch, aber ist halt so, und die andere Hälfte sagt, es geht alles in den Arsch und wir müssen was ändern, dann haben die Leute keine klare Handlungsinitiative. Die wissen ja gar nicht, was sie davon halten sollen. Ja, Eli.
Uwe
Nee, das müssen sie auch nicht. Die Leute brauchen doch keinen Vorbeter. Du bist doch nicht der Pastor, um den Leuten zu erzählen, was sie zu denken haben. Wenn du das bist, dann bist du ja genauso ein Propagandist wie alle anderen auch. Sondern ich möchte, dass die Leute selber denken. Die sollen selber denken. Die sollen die Möglichkeiten, die der Denkrahmen aufspannt, sehen, was passieren kann im besten Fall, was passieren kann im schlechtesten Fall. Und dann sollen sie selber ihre Entscheidung fällen. Wenn jemand zum richtigen und wahren Weg gezwungen wird, ist er genauso ein Schlafschaf wie derjenige, der zum falschen Weg gezwungen wird. Also Manipulation und Propaganda ist grundsätzlich schädlich, egal ob sie für gute Zwecke oder für schlechte Zwecke ist.
Eli
Ich manipuliere doch nichts und ich mache keine Propaganda, sondern ich interpretiere die Faktenlage so, dass es halt eben die Kacke am Dampfen ist, auf gut Deutsch. Du siehst die Kacke am Dampfen und sagst, naja, die dampft halt. Und ich sage, naja, vielleicht sollte man die mal wegräumen. Das ist der Unterschied. Das Resultat ändert sich. Wir sind ja analytisch in genau derselben Betrachtung, dass wir sagen, es geht bergab. Und du bist ja sogar noch tiefer im Thema, wie tief dann eben der Absturz wäre. Wir sind nur dann in der allerletzten Instanz, was unser Urteil sein sollte. Da sind wir verschieden. Und da verstehe ich nicht, wo der Dissens herkommt, weil du kannst ja unmöglich gut heißen, wenn was Deutschland sich aufgebaut hat, erst zerstört wird. Heißt du das gut? Das heißt ich auch nicht gut. Dann musst du das doch mal artikulieren, sonst ist es genau der Eindruck, du lehnst dich zurück und lässt die Eier schaukeln.
Uwe
Ja, also mein Gott, was die Leute für einen Eindruck haben, ist mir nur scheißegal. Also ich werde ja nur nicht bezahlt für meine Meinung, sondern ich sage sie so, wie ich sie denke. Und insofern, wenn jemand meint, dass man nur durch lautes Gerede überzeugt werden kann, dann ist das auch eine Meinung. Ich persönlich glaube das nicht. Ich denke, die Leute werden nur schlauer werden, wenn sie selber nachdenken. Das ist der eine Weg, das ist der schlaue Weg. Und der andere Weg ist, wenn sie leiden. Und die Masse der Leute ist leider nicht schlau, die müssen leiden. Und das ist eine gesellschaftliche Tatsache. Das haben wir doch in den letzten fünf Jahren gesehen. Das sehen wir in jedem Jahr aufs Neue. Und wenn die schlimmsten Sachen neu passieren, sagen 90 Prozent der Menschen, ja und? Die interessiert doch gar keine Wahrheit. Also kann ich doch immer nur auch in dieser Sinne, ich kann doch nur Leute ansprechen, die ansprechbar sind. Und die, die ansprechbar sind, die brauche ich nicht zu propagieren. Den kann ich auch mit klaren Worten sagen. Ich sehe da so und so und dann gibt es noch die drei Möglichkeiten. Was glaubst du, was das Wahrscheinlichste ist? Und dass bei einem Abbau von Gasnetzen so viele Unwägbarkeiten sind, dass das ein Risikoprojekt ersten Grades ist. Sodass kein rational vernünftiger Mensch so etwas machen würde, außer wenn er mit einem Holzhammer sein Gehirn in den Bein gehauen hätte, das versteht sich doch von selbst. Jeder, der nur ein bisschen nachdenkt, kann so ein Projekt nicht für gut heißen. Und wer das nicht versteht in drei Sätzen, dem ist doch eh nicht zu helfen.
Eli
Gut, es war eine schwere Geburt, aber die Leute hatten schon Angst, dass der Verfassungsschutz hinter dir steht und dir die Pistole im Prinzip an den Kopf hält.
Uwe
Der Verfassungsschutz hat auch nichts Besseres zu tun, als mich zu besuchen. Aber ich kann gerne kommen. Ich habe hier noch ein Mineralwasser.
Gast
Ja.
Eli
Ja, ich glaube, die sind angesichts dessen, was die so hören, nur den harten Stoff gewöhnt. Gut, naja, immerhin. Also du bist dir dessen bewusst, dass wenn das eben käme, dass das eine Katastrophe wäre für Deutschland, von der wir uns vermutlich nicht erholen würden. Immerhin, das ist ja schon mal eine Grundsubstanz, wo ich sagen kann, da haben wir also einen Konsens und darauf lässt sich eben aufbauen. Nichtsdestotrotz, Spekulation in die Zukunft. Also du gehst davon aus, dass Deutschland, keine kritische Debatte darüber geführt wird, dass das von vornherein so hirnverbrannt ist, wie du es gerade skizziert hast, sondern du denkst, dass Hamburg zuerst anfangen wird zu kalkulieren, um danach zu sagen, naja, die Idee war löblich, aber es gab irgendwie keine Nachfrage danach. Dass also im Prinzip diese Wahrheit mit uns steigen muss.
Uwe
Die Nachfrage wird schon geben, nur es wird eben nicht bezahlbar sein. Denn man darf ja nicht vergessen, dass die... Die Stadt muss einen Verwaltungsweg eingehen, einen bürokratischen Weg. Da gibt es eben entsprechende Sachverständigengutachten von sehr hochwertigen entsprechenden Büros. Und die werden das dann kalkulieren müssen. Die müssen eine Investitionsrechnung machen. Dann geht das dann in den Senat, durch die Ausschüsse, um dann irgendwann mal zu beschließen sein, Und wenn da Zahlen rauskommen, die dann eben zeigen, dass es nicht bezahlbar ist, dann ist das Thema erledigt. Außer aber, wenn diese Ausschüsse personell manipuliert werden und es heißt, alles kein Problem, alles kein Problem, wir müssen nur mehr Schulden machen, dann könnte es sein, dass es doch genehmigt wird und dann wird es aber wiederum an den nächsten Themen haken. Wo kommen die Materialien her? Wo kommen die E-Fuels her? Wo kommt das Personal her? Denn wir haben schon bei den Wärmepumpen gesehen, die der gute Herr Habeck flächendeckend einführen wollte, dass es erstens weder so viele Wärmepumpen gab, noch gab es genügend Handwerker, die die hätten einbauen können. Das heißt, hier sind also Dinge, die in die Zukunft hinein spekulieren mit einem relativ unkalkulierbaren Maß. Also es ist eine wirtschaftlich unvernünftige Denkweise, sowas überhaupt zu planen. So ein rational denkender Unternehmer würde das so nicht machen, weil ihm da viel zu viele Faktoren fehlen, insbesondere bei einer 15-Jahres-Planung, die dann noch auf Druck sein soll. Okay, alles klar.
Eli
Das war klar und das war eben der notwendige Klartext, den ich mir von Anfang an erhofft hätte. Alles gut. So, dann lass uns mal auf die Metaebene gehen. Das kommt ja alles nicht von ungefähr. Das kommt ja von den Grünen, das kommt von den Roten, das kommt von den Sozen. Das sind die, die sich immer wieder super sozial anstreichen, aber tatsächlich die einzigen sind, die meinen, das überhaupt zu wollen oder bezahlen zu können. Klammer auf, was sie auch nicht können. Ausrufzeichen, Klammer zu. Frage anschließend an dich. Ihr seid auch komplett gespalten, oder? In Hamburg? Also im Prinzip eine kleinere Minderheit beherrscht offensichtlich die große Mehrheit und die rufen in den grünen Untergang.
Uwe
Ja, ich sage mal, das ist vielleicht nicht anders als in anderen Großstädten, dass eben überall in Großstädten sind die Linken relativ stark, bei uns eben zusätzlich noch die Grünen, weil Hamburg eben so schön grün ist und eben als Stadtstaat noch bestimmte Besonderheiten hat. Ja, also ich denke mal, der Abstieg von Hamburg ist vorgeplant, das ist klar, aber es wird niemanden geben, der das vorerst aufhalten kann.
Eli
Spürst du das, dass da eine Tendenz ist, dass die Leute im Prinzip in Hamburg langsam aber sicher vom grünen Wahnsinn abweichen? Wie entwickeln sich die Umfragen bei euch? Wo steht da die AfD? Weißt du es zufällig?
Uwe
Die AfD ist irgendwo bei 10% oder 12%. Das ist also keine große relevante Größenordnung. Was man sieht, ist, dass immer mehr Läden zumachen. Das heißt, wenn man in Einkaufszentren geht, da sind dann in den Vorort-Einkaufszentren teilweise ein Drittel oder die Hälfte der Läden zu. Was eben zeigt, dass die Wirtschaftskraft eben abnimmt bzw. die Läden sich einfach nicht mehr halten können. Die Anzahl der Restaurants hat erheblich abgenommen. Was hatten wir vor Corona? Viele Restaurants. Und das ist alles nicht mehr.
Eli
Hier sehen wir das aktuelle Lagebild. Wahlergebnis vom 2. Mai 2025. Und die Grünen und die SPD haben zwar ein bisschen verloren, sind aber trotzdem in der Koalition miteinander. Und du sagst, dass die AfD bei 10 Prozent steht. Das ist tatsächlich immer noch so. Keine große Veränderung in diesem Wahltrend. Das letzte Mal ist erhoben worden. Es war aber auch im März 2025. Seither wissen wir einfach gar nicht, wie schlimm es eben um euch steht. Man sieht aber auch hier den Anstieg der Linken. Das ist das, naja, auch bundesweite Phänomen, was natürlich bei euch ganz besonders hart ist. Dass auf einmal diese totalen Politversager und Mauerschützen gerade jetzt eben mit ihrer Planwirtschaft durchstarten. Ja, und die AfD, muss man fairerweise so sagen, dümpelt vor sich hin in Hamburg. Also wirklich keine Bastion, keine Hochburg, sondern die hat da ordentlich zu kämpfen. Eine Fresse.
Uwe
Ja, das wird auch noch so bleiben, weil Hamburg hat ja einfach zu viele wohlhabende Leute, die sich eben diesen grünen Luxus leisten können. Ich habe das ja oft gemerkt in meinem Beruf, wenn ich in Wellengegenden dann irgendwelche Häuser zu bewerten hatte, dass sie dann ihre Schickimicki verkaufen. Regenwassernutzungsanlagen vorfüllten und glaubten, das sei eine tolle Sache und wenn ich denen erzählt habe, dass es ein Minusgeschäft ist, dann wollten sie das nicht glauben. So ist es mit vielen anderen Sachen auch. Das heißt, man muss ganz klar sagen, hier in Hamburg, zumindest ist das mein Eindruck, dass die grüne Philosophie wird hauptsächlich von einigen Wohlhabenden getragen und gar nicht so sehr von den Armen, denn die Armen Die brauchen nichts Grünes, denen reicht es, wenn sie wohnen können und ihr Leben führen können. Das heißt, die grüne Klimasekte, sag ich mal, ist eine Sekte von Wohlhabenden.
Eli
Richtig. Du hast gesagt, dass die Reichen das tragen. Das stimmt aber nicht. Die Reichen, die wollen es nur und die nutzen das.
Uwe
Ja, die tragen die Ideologie, so muss man es sagen.
Eli
Richtig, genau. Aber die Kosten, die tragen im Prinzip der kleine Mann. Derjenige, der mehr schuften muss, der Unternehmer, der die CO2-Abgabe leisten muss, die es im Nachbarland schon einfach nicht gibt, einfach nur einmal über die Grenze und so weiter und so fort. Derjenige, der sich an den Kopf greift, wenn er überhaupt noch an Deutschland denkt in der Nacht. Gut, Uwe. Na dann, haben wir es ja geschafft. War jetzt irgendwie kurz und schmerzlos. Ich hätte gedacht, wir würden hier noch in eine längere Debatte gehen, aber offensichtlich ist alles gesagt. Ich wusste nicht, wie viel man auch schätzt. Dann können wir die Sache heute hier aufbeschließen.
Uwe
Also mein abschließendes Statement ist, wir sollten uns nicht verwirren lassen von irgendwelchen Horrormeldungen. Und auch das ist eine Horrormeldung, die allerdings wahrscheinlich demnächst noch von anderen Städten kommen wird. Denn solange nicht objektiv sich zeigt für jedermann, dass diese wahnwitzigen Stadtumbauideen nicht bezahlbar sind und auch gar nichts bringen und auf nichts beruhen außer auf Ideologie, solange werden die noch weiter ihr Unfug treiben. Und insofern gebe ich Eli recht, wer eben sich dessen bewusst ist, dass das Unfug ist, der sollte das bitte in seinem Umfeld auch kundtun. Und den Leuten klar machen, warum das Unfug ist. Und ich möchte es nochmal kurz betonen. Erstens, es geht um Energien, die nachher benutzt werden sollen, die bis heute noch nicht existieren. Zweitens, die Umbaukosten sind so hoch, dass sich keine Stadt das leisten kann. Drittens, es fehlt an den Materialien, um solche ganzen Städte umzubauen. Und viertens, es fehlt am Personal. Also es fehlt im Grunde genommen an allem, was nötig ist, um ein solches Projekt durchzuführen. Und selbst wenn es durchführbar wäre, würde es ein schwerer Eingriff in die Freiheit der Bürger sein und schon alleine deswegen grundsätzlich ablehnenswert. Und dann kommt der allgemeine Punkt hinzu, ob nun Deutschland oder Hamburg oder München, ob wir nun CO2 mehr oder weniger in die Luft pupsen, ist völlig irrelevant in Anbetracht der Größe. den unser Landanteil an diesem CO2-Ausstoß hat. Es sind sämtliche Rüstungsindustrien sind überhaupt gar nicht in diesem Fußabdruck mit drin. Also sprich, wer an diese wahnwitzige Idee von CO2 und Klimagasen denkt, der hat den Schuss nicht ganz gehört und sollte echt mal zum Gehirndoktor gehen.
Eli
Puh, schwere Geburt mit dir heute, Uwe. Ich hatte kurzzeitig wirklich das Gefühl, wir zwei, wir kommen heute auf keinen Nenner. Aber es hat ja dann doch noch gepasst. Alles klar, gut, dein Wort in Gottes Gehör. Und das nächste Mal einfach direkt mit dieser Meta-Analyse einsteigen. Dann weiß ich, du bist noch mein alter Uwe. Im Sinne von, du bist nicht alt, aber der Uwe, den ich kenne. Bitte nicht falsch verstehen. Wer mehr von Uwe sehen möchte, es gibt mehr von dir unter die Welt klar sehen auf deinem eigenen Kanal. Ich bin mir sicher, die Leute freuen sich, mehr messerscharfe Analysen von dir zu bekommen, auch wenn man sich mal an dir stechen könnte, wie an so einer Rosendorne. Mach's gut, bis zum nächsten Mal.
Uwe
Alles klar, bis zum nächsten Mal.
Eli
Tschüssi. Ciao. So ist das, liebe Freunde, mit dem messerscharfen Verstand. Wenn man den halt eben mitbringt, dann muss man auch bereit sein, eventuell sich stechen zu lassen. Also, werte Zuschauer, das war der Uwe. Und was soll ich euch sagen? Immer wieder gut, wenn auch er mich einfängt und mir halt eben einfach mal wieder meine Grenzen oder soll ich eher sagen eure Grenzen oder wieder richtigerweise gesagt die Grenzen Deutschlands vor Augen führt. Weil er hat natürlich absolut recht. Die Deutschen sind unfassbar, unfassbar unfassbar träge. Der Deutsche Michel, der schläft halt eben und hat seine Schlafmütze immer noch an und offensichtlich muss er erst schlafend untergehen, bevor er dann irgendwie halbertrunken mit einer Lunge schon unter Wasser aufwacht, um zu sagen, um Gottes Willen, jetzt muss ich retten, was zu retten ist. Früher proaktiv in irgendeiner Form auf die Kritiker, auf die Warner zu hören, das scheint nicht seine Sache. Und Uwe zumindest hat sich also damit abgefunden. Ich persönlich, ich bin ja mehr der emotionalere Part. Und ja, jeder kommt hier auf seine Kosten, sowohl die einen als auch die anderen.
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln, die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Hamburgs Klimaplan | Zu welchem Preis? | Klimawahnsinn“, Die Welt Klar Sehen, 18.10.2025.
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Uwe Loose ist zu Gast bei Elijah Tee und diskutiert Hamburgs Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Im Zentrum stehen Kosten und Machbarkeit des Gasnetzrückbaus, Wärmepumpen, Tempo 30, Fahrverbote und drohende Enteignungen leerstehender Immobilien.
