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Maduro entführt | Venezuela: Was ist das echte Ziel? | Hinterhof der USA04.01.2026

IMPERIUM USA

Abschrift

Abschrift des Videos vom 04.01.202656 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

Ja, also erstmal schönen guten Abend. Auch für die Zuschauer auf meinem Kanal sind es ja nicht gewohnt, dass jemand anders dort auftaucht und das auch noch im Livestream. Aber es waren doch so einige, ein paar Dutzend, die da fleißig zugeguckt haben und auch ein bisschen kommentiert haben. Ja, ich habe das natürlich auf einem anderen Bildschirm alles mitverfolgt, was gesprochen wurde und es ist natürlich ganz interessant. Gott sei Dank hat ELI das schon so gut aufbereitet, dass wir uns tatsächlich auf das Wesentliche konzentrieren können. Ja, und insofern denke ich, lass uns einfach mal loslegen.

Eli

Gut, dann moderiere ich es nochmal an. Aber grundsätzlich, lieber Uwe, möchte ich einfach nur wissen, wie ist deine Lesart? Also du hörst ja hier, der Chat ist jetzt nun gespalten. Die Lesart ist sehr gespalten. Die einen feiern, dass der Sozialist und Diktator weg ist. Die anderen sagen, das alles war jetzt nur völkerrechtswidrig. Diese Don-Roe-Doktrin von Donald Trump, die wird immer mehr erkennbar. Und zwar, die ist nicht einfach nur America first, sondern vor allen Dingen auch die ganze andere Welt last. Welche Lesart teilst du denn?

Uwe

Also ich sage erst mal jetzt, bevor wir zu der komischen Doktrin kommen, grundsätzlich gilt ja nun mal das Völkerrecht und das schon seit einigen Jahrzehnten, zumindest rein theoretisch. Und danach gilt die nationale Integrität von Staaten. Es ist nicht die Aufgabe des Völkerrechts zu beurteilen, ob in irgendeinem Staat irgendeine Regierung ist, die vielleicht nicht irgendwie genehm ist. Also das ist da überhaupt gar nicht drin. Das heißt, niemand ist befugt, ohne dass er selbst angegriffen wurde, sich militärisch gegen ein anderes Land vorzugehen. Angriffskriege sind verboten. Das war jetzt zwar kein Angriffskrieg, sondern tatsächlich eine gezielte militärische Operation. Nichtsdestotrotz ist die auf jeden Fall 100 Prozent völkerrechtswidrig. Und was Eli mehrfach in der Sendung gesagt hat, wenn man eben den russischen Angriffskrieg, ich meine, welcher Krieg ist kein Angriffskrieg, wenn man den verurteilt, dann muss man diese Aktion auch verurteilen. Das heißt, dann müssen die Länder, die gegen irgendwelche kriegerischen Maßnahmen sind, da müssen die jetzt auch Donald Trump verurteilen, da müssen sie Sanktionen gegen ihn aussprechen, da müssen sie vielleicht ein Bündnis der Willigen einrichten, ihn vor weiteren Aktionen dieser Art zu schützen. Das ist also, wenn man das dann nicht macht, dann muss man sich fragen, wo ist die Mentalität? Und da, bevor ich die Frage noch in einer anderen Weise beantworte, dann müssen wir mal sagen, wer bitte reklamiert das denn? Wer reklamiert denn zum Beispiel den Angriffskrieg in Russland, zum Beispiel die europäischen Staaten, die NATO-Staaten? Und was machen sie? Sie antworten in ihrer Reaktion mit Sanktionen. Sanktionen dürfen aber nur ausgesprochen werden nach dem Völkerrecht, wenn sie von der UN-Generalversammlung ausdrücklich genehmigt sind. Bisher ist keine einzige genehmigt. Das heißt, diejenigen, die reklamieren, dass Russland einen Angriffskrieg führt, führen ja selber völkerrechtswidrige Sanktionen nicht nur gegen Russland, sondern auch noch gegen viele andere Länder durch. Das heißt, wir haben noch hier eine Bigotterie nach dem Motto, ja das darf nicht sein, das darf nicht sein. Wenn es der eine macht, ist es gut, wenn es der andere macht, ist es schlecht. Und wenn man es selber macht, ist es sowieso immer gut. Also da müssen wir nochmal sagen, wir können ganz klar feststellen, dass das Völkerrecht ist ein Papiertiger. Und offensichtlich hält sich niemand daran und schon gar nicht diejenigen, die im UN-Sicherheitsrat sind. Denn wer will denn den fünf Ländern, die da im Sicherheitsrat sind, ein Veto aussprechen können? Wer will denn gegen die vorgehen? Das heißt, es gibt ja gar keine Handhabe gegen ein Land wie die USA vorzugehen, völkerrechtlich. Und insofern kann die USA natürlich machen, was sie will. Und sie hat auch immer gemacht, was sie will. Und wenn hier diese Monroe-Doktrin herangezogen wird, ja, das ist ganz richtig erklärt worden. Es war im Zuge der Verselbstständigung, der Abnahmung der USA von Europa, dass man gesagt hat, wir wollen keine neue oder zusätzliche neue Kolonialisierung haben. So, und das war 1823, da hat der Monroe das proklamiert, das war quasi zum Selbstschutz der USA. Aber, und da hast du den Bericht von NTV vorhin gebracht, der hat ja etwas Wichtiges ausgelassen. Der hat gesagt, später dann im 20. Jahrhundert, da hat dann die USA ständig da in Süd- und Mittelamerika rumgefuhrwerkt. Aber sie hat nicht gesagt, warum. Denn das war ja in der Monroe-Doktrin gar nicht enthalten. Nur es wurde erst 1904 hinzugefügt und zwar von wem? Von Teddy Roosevelt. Das heißt, der amerikanische Präsident Roosevelt, der hat nämlich die Monroe-Doktrin neu interpretiert. Und das bedeutete dann so viel, dass jetzt Amerika sich, außer dass sie sich vor den Europäern schützen wollen, sich selber das Recht anmaßen, für Ruhe und Ordnung auf dem südamerikanischen Kontinent zu sorgen. Das heißt, wenn Amerika der Meinung ist, dass dort irgendetwas instabil ist aus Sicht der US-Amerikaner, dann dürfen sie dort eingreifen. Und das hat wer gemacht? Der große Friedensheld Roosevelt. Das heißt, hier muss man ganz klar sagen, dass also ab diesem Zeitpunkt eben die USA beschlossen haben, dominant zu sein, imperialistisch zu sein. Nicht mehr Selbstverteidigung, sondern jetzt bestimmen wir, was los ist in unserer Einflusssphäre. Richtig.

Eli

Also dieser Monroe, liebe Freunde, ist sehr, sehr zu hinterfragen und weil er hat den Grundstein gelegt für das Amerika, das wir heute eben sehen. Und Monroe selbst war noch harmlos gegenüber den Turbokapitalisten und dann den Globalisten, die gekommen sind und dann die Schatten, sage ich mal, Macher, hinter wiederum auch denen, die Amerika zu ihnen das verwandelt haben, was es heute ist. Auf jeden Fall also ein Land, das überall Moral predigt, aber hier sehen wir das auch noch einmal. Venezuela völkerrechtswidrig angegriffen hat, dasselbe eben bei Putin in der Ukraine verurteilt, aber ansonsten fleißig eben selber praktiziert. Lieber Uwe, einmal gefragt, auch wenn du natürlich jetzt kein großer Kenner von Maduro vermutlich bist, aber wie siehst du denn den Mann? Ist er jetzt nun ein lupenreiner Karibik-Diktator oder ist er einfach nur ein linker Sozialist, der aber demokratisch dort halt eben das Recht hätte?

Uwe

Ja, im Grunde genommen ist er ja der unmittelbare Nachfolger von dem Hugo Chávez, der ja dann angeblich an Krebs verstorben war und dann ist dann quasi der jetzt dran gekommen. Und da muss man sagen, der Chavez kam ja aus ärmlichen Verhältnissen und war immer Sozialist gewesen und hat das auch entsprechend in seiner Regierungszeit dann praktiziert. Und der Maduro hat das weiter fortgeführt. Nur da der Sozialismus ja das Problem hat, dass er nicht wirtschaften kann, sind dann die Maßnahmen, die der Maduro gemacht hat, auch immer stärker geworden. Das heißt, in der Zeit von Maduro ist also die Wirtschaftslage in Venezuela deutlich schlechter geworden. Die haben teilweise Hyperinflation mit mehreren hundert Prozent gehabt. Das heißt, das Land war am Arm. Allerdings muss man auch sagen, die USA ist ja nicht so ganz dran unschuldig.

Eli

Durch die Sanktionen von Barack Obama.

Uwe

Genau, diese Sanktionen. Aber warum kamen diese Sanktionen überhaupt? Man muss sich vorstellen, dass Anfang des 20. Jahrhunderts, also zwischen 1910 und 1940 etwa, da wurden diese großen Ölvorkommen in Venezuela entdeckt, die die größten weltweit sind. Zu dem Zeitpunkt jedenfalls, ja. Und dann hatten die aber kein Know-how und keine Ressourcen, um das zu heben. Und dann haben die Amerikaner, die waren bereit, das Know-how bereitzustellen, auch das Großmaterial, sprich die Industrie aufzubauen, und haben aber gleichzeitig auch die Lieferverträge gemacht und die ganzen Lizenzen und, und, und. Und über viele Jahre waren dann die Amerikaner auch die Hauptabnehmer des venezolanischen Öls. Und dann 1976 wurde dann die Und hat dann Venezuela quasi die Ölindustrie nationalisiert, sprich verstaatlicht. Und das wiederum bedeutete, dass also die amerikanischen Firmen ja plötzlich ihr Geld los waren. Und dann kann man verstehen, warum jetzt an der Stelle der Trump in seiner Rede gesagt hat, unser Öl wurde gestohlen. Sie wurden enteignet, aber die Frage ist, war das deren Öl? In gewisser Weise ja, die waren zwar nicht rechtlich Eigentümer, aber ohne die amerikanische Hilfe über Jahrzehnte hätten die Venezuelaner das nicht aufbauen können. So und im Zuge der Zeit zwischen 1976 und dann bis zum Beginn von Hugo Chávez, da gab es dann noch so eine Art Kooperation zwischen Venezuela und den USA bezüglich dieser ganzen Öllieferung. Das hat sich dann aber ab den 90er Jahren deutlich verschlechtert und dann ging das irgendwann mal mit den Sanktionen los. Das heißt, die Amerikaner hatten die Faxen dicke, dass die Venezuelaner nicht so wollten, wie sie sollten. So, und dann haben sie die Venezuelaner im Grunde genommen in mehrfacher Hinsicht blockiert und damit ihren Export teilweise behindert, das Know-how behindert und, und, und. Sprich, sie haben durchaus mit dazu beigetragen, dass die wirtschaftliche Situation in Venezuela schlechter wurde. Unabhängig davon, dass die beiden sozialistischen Präsidenten sowieso im Wirtschaften per se nicht so gut waren. Also insofern ist das eine komplexe Grundsituation, die jetzt ihren Höhepunkt gefunden hat, weil der Trump eben die Monroe-Doktrin, die dann verändert wurde von dem Roosevelt jetzt sich dann wieder zu eigen macht und im Grunde genommen das nochmal bestätigt, was Roosevelt eben schon vor über 100 Jahren gesagt hat, Südamerika muss uns gehorchen, basta.

Eli

Ist er jetzt nun ein Karibik-Diktator?

Uwe

Er ist insofern schon ein Karibik-Diktator, weil er sich letztendlich wie ein Diktator verhalten hat. Es gab also Verhaftungen, es gab Unterdrückung, es gab Demonstrationen gegen ihn und und und.

Eli

Aber Obert, das alles gibt es doch auch gegen Selenskyj in der Ukraine.

Uwe

Ja, das war aber nicht die Frage, ob der Selenskyj ein Karibikdiktator ist.

Eli

Aber ist Selenskyj ein Diktator?

Uwe

Aus meiner Sicht ist er auch ein Diktator, ja, ganz klarer Fall. Aber ich finde die Frage, ob Diktator ja oder nein, irrelevant für die Frage, ob man berechtigt ist, in ein Land einzumarschieren und dort den Staatspräsidenten zu entführen. und bestimmte Schlüsselindustrien zu zerstören, die eben für den logistischen Transport von Wirtschaftsgütern von zentraler Bedeutung sind.

Eli

Boris Reitschuster schreibt, der Sturz Maduros war überfällig.

Uwe

Wie siehst du das? Das kann man so sagen, wenn man der Meinung ist, dass man ihn nicht mag. Aber wer will denn beurteilen, was für ein Volk das Richtige und das Falsche ist, wenn nicht das Volk selber? Da haben doch andere eigentlich gar nichts dran zu suchen. Denn wenn wir so reden, dann können wir sagen, ja, wir sind ja auch dagegen, dass irgendwo Monarchien sind, wir sind ja Demokraten, also schaffen wir alle Länder ab, entführen wir alle Könige, die noch irgendwo existieren, zum Beispiel den König von Thailand oder so. Oder wir sind gegen irgendwelche Potentaten, die vielleicht das Frauenrecht nicht akzeptieren, wie in irgendwelchen islamischen Ländern, also marschieren wir da mal ein. Also das kann kein Argument sein.

Eli

Und nichtsdestotrotz ist es jetzt passiert. Donald Trump sagt, dass er, Moment, hier ist es, dass die USA die Menschen in Venezuela befreit hätten. Das ist ja, sage ich mal, dieselbe Rhetorik, die wir auch aus Russland in der Ukraine kennen. Und er sagt, relativ zwischen den Zeilen nur, aber das bleibt auf jeden Fall hängen, die USA wollen Venezuela vorerst selbst regieren. Ich sage dazu schon mal vorerst regieren. fällt unter nichts ist so permanent wie eine temporäre Maßnahme. Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte übernimmt US-Präsident Donald Trump vorerst die Kontrolle in dem Land. Er droht zudem mit einer anderen zweiten Angriffswelle, wenn die sich halt eben seiner Doktrin und seiner Kontrolle nicht beugen. Was erwartest du denn jetzt von ihm? Wird er jetzt das Land dort übernehmen?

Uwe

Also wird es unter Kontrolle behalten und dann eben dafür sorgen, dass irgendein Marionette dort direkt ins Amt kommt, die US-freundlich ist und dann ist ja alles wunderbar geregelt.

Eli

Wie wird das Militär reagieren? Es gibt ja durchaus einige, die sind jetzt in den Dschungel zurück und die melden sich jetzt inzwischen und sagen, die verurteilen das auf das Schärfste und wollen sich nicht ergeben.

Uwe

Ja, aber ich glaube, das spielt jetzt nicht so die große Rolle. Denn alleine diese Aktion zeigt ja, dass dieses Militär nichts kann. Dass die eben überhaupt gar nicht vorbereitet waren, dass sie überhaupt gar keine Fliegerabwehr hatten, gar nichts. Das heißt, das ist eine Schlafmützentruppe. Vermutlich eben ein, ich sag mal, sozialistischer Sauhaufen. Denn üblicherweise, also das Militär stand natürlich immer auf der Seite von dem Maduro. Und insofern haben die jetzt natürlich auch Machtkämpfe, die müssen auch um ihre Position bangen, aber ich glaube nicht, dass die in irgendeiner Weise ernsthaft als Gegner für die USA zu betrachten sind.

Eli

Also kann jetzt Amerika dort schalten und walten und kann jetzt quasi den 51. Bundesstaat ausrufen, mehr oder minder?

Uwe

Indirekt wird es das tun, ja.

Eli

Das bedeutet, du erwartest auch nicht, dass die Staatengemeinschaft, Weltencommunity, nennen Sie, wie sie möchte, die UN oder irgendjemand dazwischen geht und sagt, was auch NTV zum Beispiel gesagt hat, das ist völkerrechtswidrig und die Amerikaner hatten keine rechtliche Basis für diesen Angriff.

Uwe

Ja, man wird unter Umständen eine Resolution vielleicht machen, aber diese Resolution kann ja nicht durchgesetzt werden. Ja, weil Amerika sie nicht mitträgt. Genau. Und das war es dann.

Eli

Das heißt im Prinzip Völkerrecht, alles worauf wir uns so viel einbilden, inklusive dieser Demokratie. Die Amerikaner haben ja nicht demokratisch für diesen Krieg gestimmt. Das ist alles eine Illusion.

Uwe

Ja, natürlich. Also selbst die Europäer, die sich ja ständig auf den Rechtsstaat besinnen, die halten sich ja auch nicht ans Völkerrecht seit Jahrzehnten und verhängen ja ununterbrochen Sanktionen gegen alle möglichen Länder, nicht nur gegen Russland. Das heißt, sie selber sind ja seit Jahrzehnten ein systematischer und notorischer Rechtsbrecher des Völkerrechts. Also wie sollten die jetzt dann sagen, aber das, was der Trump gemacht hat, das ist jetzt aber nicht so toll.

Eli

Ich schließe einfach mal ein paar Fragen direkt an. Wie siehst du das hier, also dass man den Maduro... Ja, gefangen genommen hat, gefangen halten möchte, ihm jetzt diesen Drogenschmuggel vorwirft, von dem wir ja im Prinzip nur schon gehört haben, auch von deutschen Experten. Der Drogenhandel, den gibt es zwar natürlich, aber der kommt, wenn, dann auch aus Kolumbien und aus Mexiko eher.

Uwe

Ja, also es ist dieser Thema mit dem Narco-Deal, das gibt es seit einigen Jahrzehnten dort, das dem Land vorgehalten wird. Aber es ist eigentlich hauptsächlich ein Transitland, ein Transitland mit dem Transport eben nach Europa, gar nicht so sehr nach den USA. Das heißt, man kann natürlich sagen, okay, rein von der logistischen Seite, wenn ich jetzt so ein Transitland daran hinde, eben die Drogen zu transportieren, durchzuleiten, dann ist den Drogenhändlern ja schon mal ein Stein in den Weg gelegt. Aber wenn es tatsächlich nur um den Drogenhandel gehen würde, dann würde man auch sinnvollerweise an die Quelle gehen, sondern würde man... dorthin gehen, wo die Drogenlabore sind, in die Länder, wo die Drogen erzeugt werden und würde dort die Drogenhändler ja in die Luft sprengen. So wie man ja jetzt in den letzten paar Monaten immer wieder da Leute auf irgendwelchen Schiffen in die Luft gesprengt hat.

Eli

Aber dass man ihn jetzt mit seiner Frau zusammen einfach mal eingecashed hat und dass man ihm jetzt den Prozess machen möchte. Ich meine, ist das jetzt auch ein Präzedenzfall insofern, als dass man das jetzt in Zukunft für Friedrich Merz erwarten kann oder für Wladimir Putin?

Uwe

Ja, natürlich. Das wird man mit Sicherheit. Aus amerikanischer Sicht gibt es da wohl keine Probleme. Nach dem Motto, wen wir als Straftäter betrachten, den entführen wir einfach aus seinem Rechtsraum, führen ihn in unseren Rechtsraum USA ein und dort machen wir ihm dann den Prozess. Und Tatsache ist ja, dass diese Sanktionen, die speziell wegen dieser Drogenthematik waren, sind ja aus amerikanischer Sicht juristisch gerechtfertigt. Dazu gibt es Urteile.

Eli

Aus amerikanischer Sicht juristisch gerechtfertigt? Das Kidnapping von einem Staatspräsidenten?

Uwe

Nein, Kidnapping nicht, sondern erstmal die Sanktionen. Die sind gerechtfertigt. Und bei den Straftätern... Würde ich mal sagen, sehe ich es fast genauso, weil dass ein Straftäter sich in irgendein Ausland verflüchtigt, entlässt ihn ja nicht der Strafe. Das ist ja in Deutschland auch nicht anders. Unsere deutsche Justiz versucht ja auch, Straftäter aus dem Ausland heimzuholen mittels Hilfe von Interpol etc. Und dann werden sie hier abgeurteilt. Der einzige Unterschied dazu ist, dass jetzt die Amerika sich anmaßt, militärisch den Straftäter selber zu fangen, statt das jetzt der venezolanischen Justiz zum Beispiel zu überlassen. Das ist der Unterschied. Das heißt, was da passiert ist, ist ja nicht, dass ein Straftäter verurteilt wird, sondern dass ja überhaupt der Verurteilung zugeführt wird, dass diese Zuführung für einen Straftäter, anderem Rechtssystem widerspricht, nämlich dem nationalen Selbsterhaltungsrecht sozusagen. So, das ist der Punkt. Aber dass Straftäter in einem Land, wo man meint, dass sie anzuklagen wären, dann auch inhaftiert und verurteilt werden, das ist ja nichts Ungewöhnliches.

Eli

Da bin ich schon bei dir, aber in diesem Fall ist der Straftäter der Staatspräsident. Und mit seiner Frau, inwieweit ist die überhaupt schuldig, wurde er hier gekidnappt. und wird einem internationalen Gericht am anderen Ende der Welt, in Anführungszeichen, eben vorgeführt. Und das Land, das er verlässt, sein Land, hat da überhaupt kein Mitsprachrecht und muss also nun das Urteil von irgendeinem anderen Land, das irgendetwas behauptet, akzeptieren. Obwohl diese zwei nicht mal im Krieg waren und sich gegeneinander gar nicht so sehr versündigt haben, wie zum Beispiel das andere Beispiel, Deutschland mit den Nürnberger Prozessen. Also ich halte das für juristisch sehr, sehr schwammig. Ja, das stimmt.

Uwe

Also ich sehe das auch so, dass man das jetzt vom völkerrechtlichen her eigentlich nicht halten kann, weil insbesondere Politiker sowieso ja in den meisten Ländern haftungsfrei gestellt sind. Das gilt erst recht für Staatspräsidenten. Denn der Staatspräsident, der jetzt hier vielleicht nicht genügend, ich sag mal, gegen den Drogen... Kurierservice vorgegangen ist, der hat ja selbst gar keine Straftat begangen. Also insofern, was ist denn genau seine Straftat? Dass er nicht den Vorstellungen von Rechtssystemen entsprochen hat, wie die USA sich das vorstellt? Also insofern würde man noch aus unserer deutschen Denkweise sagen, er hat doch gar keine Straftat begangen. Er mag vielleicht ein korrupter, sozialistischer und machtbesessener Diktator gewesen sein und seine Frau war seine Top-Gehilfin. Das mag ja alles sein, aber reicht das aus? Ist das tatsächlich ein valider Grund, ihn für irgendwas anzuklagen? Was genau ist seine Straftat gewesen? Also ich halte das für sehr bedenklich, genauso wie du, Eli, dass man einfach Staatsoberhäupter entführt. Sondern dann wäre der korrekte Weg gewesen, denen, was weiß ich, beim Kriegsvölkerrecht vielleicht anzuzeigen, keine Ahnung, was es da jetzt für ein Rechtsinstitut gibt, wo man das hätte machen können. Aber so geht das eigentlich nicht. Also da treten wir ja in die Willkürherrschaft ein, also noch willkürlicher, als es ja eh schon weltweit ist.

Eli

Putschen, Anklage vorbereiten, ausliefern, exekutieren, wird gerade auf die Live geschrieben. Was hältst du vom Auftritt der US-Regierung im Hintergrund? Also ich bin jetzt wirklich so fahl, liebe Freunde, im Gesicht und so müde, weil die mich wirklich halt total müde gequatscht haben, muss ich ganz ehrlich sagen. Wie fandest du den Auftritt? Immerhin haben die ja jetzt hier einen riesengroßen, stolzen Sieg zu verkünden gehabt. Ich muss fairerweise sagen, in meiner Kurzanalyse richtig glücklich sahen die damit nicht aus.

Uwe

Nein, also sie haben natürlich schön geredet und der Außenminister, der hat natürlich von den tollen Erfolgen geredet und, und, und. Und Amerika hochgelobt und der General, der war ja noch langweiliger und hat dann quasi erzählt, wie toll die Soldaten sind, bla, bla, bla. Also das, denke ich mal, ist so ein bisschen Schönschreiberei. Und ich glaube, sie mussten das einfach durchziehen, weil der Trump das wollte und hatten einfach keine andere Wahl.

Eli

Trump hat gefühlt mindestens ein Drittel, wenn nicht zwei Drittel der ganzen Rede eigentlich über innenpolitische Themen gesprochen, wie er Washington aufgeräumt hat und jetzt also demnächst auch andere Räume in seinem Land, was überhaupt nichts mit Venezuela zu tun hatte.

Uwe

Ja, aber das ist ja sein typischer Stil, dass er relativ schnell den Faden verliert und dann von Höckschen auf Stöckschen kommt und überwiegend davon redet, wie toll seine Regierung ist.

Eli

Aber was zeigt das denn jetzt nur für ein Bild? Ist ihm jetzt wirklich vollkommen alles egal, nach ihm die Sintflut? Was ist denn jetzt zum Beispiel, wenn der Fall eintritt, dass sich die internationale Welten-Community zusammenrauft und sagt, wir verurteilen das aber und es ist jetzt auf einmal eine vollkommene Ungnade gefallen und fällt in Anführungszeichen international gesehen nochmal durch und kann nur noch durch Stärke, also als Despot auf der Weltenbühne auftreten? Das konterkariert ja seinen Friedenspräsidenten.

Uwe

Also ich glaube, dass Trump das relativ egal ist, denn die America-First-Position, so wie er sie vertritt, ist eigentlich ein isolationistisches Denken. Nach dem Motto, ich baue um mich herum eine Mauer und über diese Mauer kommt nur der, der meine Regeln erfüllt. Und alle anderen werden ja an der Mauer aufgehalten. Ob das nun die Mauer in Mexiko ist, die er vielleicht doch nochmal bauen will, ob es die Zollmauer ist, die dann er aufstellt. Das heißt, er macht ja genau diese Erpressungspolitik. Wenn du nicht willst, wie ich will, dann drücke ich dich so lange, bis du nicht mehr kannst. Also insofern, er hat eine Art von Politik, die nur auf das Ergebnis hin zielt und zwar auf das schnelle Ergebnis und er hat überhaupt gar keine diplomatischen Gründe. Kompetenzen. Jedenfalls zeigt er sie nicht. Das Einzige, worin er diplomatisch ist, ist alles, was er tut, schön zu reden.

Eli

Wie geht es jetzt nun weiter? Also erwartest du, dass die dort einreiten, dass das Militär irgendwie versucht, sei es zum Beispiel ein Punkt eines Guerilla-Dschungelkrieges oder wie auch immer, dort Widerstand zu leisten? Oder hat er jetzt eigentlich schon gewonnen beim Erstschlag?

Uwe

Also ich erwarte nicht, dass dort das venezolanische Militär viel machen wird. Man kann sagen, die sind wahrscheinlich gut ausgerüstet, weil Venezuela ist einer der, der hat als größten Waffenlieferanten Russland. Das heißt, die haben also schon eben russisches Gerät. Aber wir wissen auch, was das russische Gerät wert ist. Das alte, die haben ein T-72-Panzer und ich weiß nicht was alles, ja, von vor 50 Jahren. Die sind auch nicht gewohnt, größere Kriege zu führen und insofern mögen die da rumpupsen, die Generäle, aber ich glaube nicht, dass da viel passiert. Und sollten die tatsächlich dazu in der Lage sein, jetzt irgendwelche Revolutionsbewegungen zu machen gegen einen demnächst neu zu wählenden Präsidenten nach amerikanischer Machart, Ja, oder Wunsch, dann wird Amerika tatsächlich da nochmal eine Einsatzgruppe, Truppe hinschicken, das niederschlagen und dann ist Schluss mit lustig.

Eli

Lass uns mal schauen, wie die Reaktionen ausgefallen sind, insbesondere vielleicht eben von den Russen, die ja doch in Venezuela eigene Interessen hatten. Und natürlich auch der anderen BRICS-Länder soweit in irgendeiner Form bekannt. Ich gehe hier mal ein bisschen aus dem Bild, dann sehen wir mehr davon, was über die Lager also in Venezuela bekannt ist. Die USA haben Venezuela angegriffen und anscheinend den Präsidenten des Landes entführt. Ich hatte euch das schon mal angeboten, liebe Freunde, das ist von... dem Thomas Röper von Antispiegel. Auch ihn überfällt das natürlich. Auch er hat da jetzt keinen direkten Zugang zu Infos, die auch nur der russischen Regierung vorliegen würden, geschweige denn der amerikanischen. Aber er hat zumindest also eine Übersetzung und eine Kurzeinschätzung. Da die Lage um Venezuela derzeit noch sehr unübersichtlich ist, warte ich mit dem Versuch einer Analyse der Ergebnisse noch ab und übersetze hier eine Zusammenfassung der russischen Nachrichtenagentur TASS über die Ereignisse, um uns eben zu zeigen, wie die Russen darüber denken. Augenzeugen hörten, ich gehe mal ein bisschen näher ran. Moment, das war vielleicht ein bisschen zu nah. So, Augenzeugen hörten, wann kriegen wir uns da raus? Ganz geht's nicht. Naja. Augenzeugen hörten Explosionen und sahen Rauch über dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota und dem Militärstützpunkt Fuerte Tiuna aufsteigen. Nachdem Flugzeuge über die Stadt geflogen waren, erschütterte eine Reihe von Explosionen die venezuelische Hauptstadt Caracas. Die Behörden des Landes sprechen von einem militärischen Angriff und die USA riefen den Ausnahmezustand aus. Die TASS hat die wichtigsten Informationen zur Lage zusammengefasst. Explosionen. Mindestens sieben Explosionen ereigneten sich in Caracas. Ich scroll mal ein bisschen durch. Laut New York Times, das ist wirklich nur eine Zusammenfassung von allem, was da passiert ist. Ist da irgendeine Bewertung drin? Wartet mal. Reaktionen der Regierung. Venezuelas Außenminister Iván Gil Pinto erklärte, das Land sei einer militärischen Aggression durch die USA ausgesetzt gewesen. Präsident Nicolás Maduro unterzeichnete ein Dekret zur Verhängung des Ausnahmezustands. Die USA hätten zivile und militärische Ziele angegriffen, so der Außenminister. Die venezuelischen Streitkräfte seien im Einsatz, um die Souveränität des Landes zu verteidigen. Der Außenminister geht davon aus, dass die USA Venezuela angegriffen haben, um sich dessen strategische Ressourcen anzueignen. Venezuela behalte sich das Recht auf legitime Selbstverteidigung. Ach Gott, einmal geklickt. Wo will ich denn jetzt hin? Ah, die Technik, Freunde. Legitime, ich war bei legitime Selbstverteidigung. Legitime, da, probieren wir es noch einmal. Seine Webseite, das habe ich dem Thomas schon mehrfach gesagt, ist eine totale Katastrophe und sieht so beschissen aus wie die schlimmsten Webseiten 1990. Aber die Leute entscheiden es nicht zu stören. Venezuela behalte sich das Recht auf legitime, um Gottes Himmels Willen, wo sind wir denn schon wieder hin? Also Selbstverteidigung zum Schutz seiner Bevölkerung und seiner Unabhängigkeit vor, betonte er. Die venezolanische Regierung wird sich bezüglich der US-Militäraggression an die UNO und an andere internationale Organisationen wenden. Du sagst ja, das wird kein UN-Mandat geben, es wird nicht mal eine Resolution geben. Das Gebiet um den Präsidentenpalast... Gottverflucht. Man darf ja echt nicht reinklicken. Das Gebiet um den Präsidentenpalast Miraflores in Caracas steht unter dem Schutz des venezolanischen Militärs. Nur ist da niemand mehr zu schützen, weil das Präsidentenpaar ist schon weg. Die aktuellen Versuche der USA, einen kolonialistischen Krieg gegen Venezuela zu führen und einen Regime-Change herbeizuführen, würden wie frühere Versuche scheitern, erklärte das Außenministerium. Immerhin sprechen sie das Wort Regime-Change laut aus. Die Behörden sammeln Informationen über die Zahl der Opfer. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ist in Sicherheit. Die Behörden haben keine Informationen über den Aufenthalt des Präsidenten und fordern von den USA einen Beweis dafür, dass er lebt. Der venezuelanische Verteidigungsminister und der Parlamentspräsident sind in Sicherheit. Venezuela hat aufgrund der US-Aggression eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Vizepräsidentin Rodríguez rief die Bevölkerung dazu auf, die Souveränität und die Bodenschätze des Landes zu schützen. Generalstaatsanwalt Tarek William Saab forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Entführung von Präsident Nicolás Maduro und die US-Angriffe mit zivilen Opfern zu verurteilen. Gut, die Reaktion der USA haben wir jetzt natürlich inzwischen gesehen, New York Times hast du nicht gehört, auch die internationalen haben wir beleuchtet. Ich sag mal so, für mich klingt das so, wie als wenn man sich mit dem Status Quo einigermaßen anfreundet oder aber sagt, oh, man muss anerkennen, wenn die Amerikaner etwas machen, kann sich niemand trauen und das irgendwie groß verurteilen, weil offensichtlich die Fakten geschaffen haben am anderen Ende der Welt, wo man keinen Einfluss hat.

Uwe

Ja, weil das ist ja eben schon seit dem Beginn der Sanktionszeit so. Also die Venezuela hat sich nie komplett von Amerika oder von US-Amerika emanzipieren können. Selbst in der Sanktionszeit konnten sie nicht verhindern, dass sie sanktioniert werden. Aber ich möchte noch einen weiteren Aspekt reinbringen, der bisher noch in keiner dieser Berichte überhaupt erwähnt wurde, nämlich dass das Land China der größte Abnehmer von venezolanischem Öl ist.

Eli

Doch, ich habe es mehrfach erwähnt in dieser Sendung, weil du es mir gesagt hast.

Uwe

Ach so, dann war ich gerade da auf dem Klo, als du das gesagt hast. Also jetzt ist folgender Punkt dabei, dass eben die Lieferung nicht unbedingt direkt nach China ging, sondern eben, ich sage mal, in ein Netzwerk von verschiedensten Zulieferern zu China. Also so wie in Venezuela quasi eine Durchlaufstation für eben Drogen war, so ist es gleichzeitig eben da auch der Startpunkt für ein Netzwerk von Öllieferungen, die auf verschiedensten Wegen nach China laufen. So, und wenn wir uns mal daran erinnern, wie wichtig ja Trump es ist, sich darauf vorzubereiten, irgendwann mal gegen China anzutreten, deswegen wollte er ja unbedingt, so war ja einer seiner vielen Erklärungen, aus dem Ukraine-Krieg austreten, Nach dem Motto, wir können ja nicht zwei Fronten Krieg führen, wir müssen uns auf die Konfrontation mit China vorbereiten, sehen wir, dass also hier ein ganz wichtiger Teil der amerikanischen Langzeitstrategie unter Trump ja in den öffentlichen Medien komplett unterschlagen wird. Dass es eben nicht nur darum geht, Amerika vor irgendwelchen Drogen zu schützen. Es geht nicht nur darum, das amerikanische Rohöl aus Venezuela wieder zurückzuholen, sondern es geht auch darum, strategisch China zu schwächen. Und das sollte man nach meiner Meinung nicht aus dem Auge lassen.

Eli

Richtig. Darum geht es beim Angriff in Venezuela. Drogen, Öl und Macht. Also es sind immer wieder, liebe Freunde, einfach nur rein, sag ich mal, Sachwerte, rein strategische Interessen. Und sehr selten, in den seltensten Fällen, irgendwelche sozialen Interessen im Sinne von, wir bringen denen jetzt den Frieden oder die Demokratie. Okay, lieber Uwe, dann würde ich ja nochmal sagen, wenn du jetzt nichts anderes hast, ich sehe dich da hier mit dem Tablet hantieren.

Uwe

Ja, aber du hast schon sehr viel erzählt. Insofern glaube ich, wir können es ruhig an der Stelle beschließen, weil da wird jetzt nicht mehr viel passieren. Und das, was ich jetzt noch sagen könnte, bringt jetzt nicht so viel Neues, als dass wir darüber jetzt noch lange reden.

Eli

Vielleicht kannst du den Leuten ein wenig Sicherheit geben, auch wenn du, sage ich mal, immer der Pessimist bist. Aber wird das jetzt nun zum Dritten Weltkrieg führen oder nicht?

Uwe

Mit Sicherheit nicht. Ja, weil es einfach viel zu klein ist. Es ist einfach nur ein regionaler, interner Konflikt zwischen USA und Venezuela mit dem positiven Seiteneffekt, China noch einen Tritt gegen das Schienbein zu verpassen und das war es. Und das interessiert außer diesen beiden Ländern niemanden. Die Europäer werden es natürlich verurteilen, weil sie Trump-feindlich sind. Aber die sind ja völlig ohnmächtig, die können ja gar nichts machen. Die werden auch keine Sanktionen jetzt gegen USA aussprechen, wo sie gerade erst teure Lieferverträge aus USA abgeschlossen haben. Also die Europäer werden die Klappe halten, die werden nur in der UN vielleicht sagen, ja wir sind auf Sanktionen. Und das war es dann. Und Russland kann auch viel erzählen. Ja, Russland hat auch keine Mehrheit irgendwo. Das heißt, es gibt niemanden, der hier irgendwas machen wird.

Eli

Insofern, liebe Freunde, was auch immer ihr jetzt hört in den nächsten Stunden, vielleicht auch Tagen, das sind alles nur Papiertiger. Amerika hat halt eben dort Fakten geschaffen und ob Trump durfte oder nicht, damit wischt er sich den Arsch ab. Ganz einfach mal gemacht. Das ist diese Don Roe-Doktrin. Und Fakt ist, der eine ist weg und Trump ist jetzt da. Und wir werden sehen, wie lange das eben hält und ob er das lange unter Kontrolle wird kriegen erstmal. Also wie lange es dauert, Venezuela zu übernehmen, darauf will ich hinaus. Und wie lange es dauern wird, dass die sich dann wiederum vielleicht erneut von den Amerikanern loslösen. Sie haben sie einmal entmachtet, sie haben sie einmal dort enteignet. Sie könnten es wieder tun. Vielleicht wird auch Amerika an zu vielen Schauplätzen sich, sage ich mal, zu dünn aufstellen, dass sie nicht an allen Fronten überall alles beherrschen können. Aber sie versuchen es auf jeden Fall. Und ob sie dürfen oder nicht, sie machen es. Und das ist das, was Trump heute auch geleistet hat. Okay, lieber Uwe, dann gebührt dir, weil ich jetzt schon wirklich genügend geredet habe, über drei Stunden wieder her, das letzte Wort und damit beschließen wir es auch.

Uwe

Ja, also das neue Jahr fängt ja wirklich erstaunlich an und man wundert sich, drei Tage, drei Katastrophen so ungefähr, weitere 362 Tage stehen uns noch bevor, wenn es so weitergeht. Jeden Tag eine neue Katastrophe, da sind wir in einem Jahr bestens abgehärtet. Aber keine von diesen Katastrophen führt zum dritten Weltkrieg, weder Gelsenkirchen noch Halle und auch nicht Venezuela. Und dafür sind diese Dinge einfach viel zu klein. Und insofern sage ich, Kopf hoch, lasst euch nicht entmutigen, lasst euch nicht ins Boxhorn jagen. dass aus jedem Firlefanz, wo man gerade drei Hubschrauber landen und jemand entführt wird, dass daraus ein Weltkrieg wird. Weil für einen Weltkrieg braucht man mehr. Zum Beispiel braucht man dafür Hunderttausende von Soldaten, die erstmal monatelang aufmarschieren müssen und, und, und. Das heißt, solange keine größeren Truppenbewegungen von mindestens einer halben Million bis einer Million Soldaten irgendwo langmarschieren, braucht man überhaupt sich gar keine Sorgen zu machen.

Eli

Okay, insofern liebe Freunde, jetzt habt ihr es ja vom Meister persönlich, macht euch keine Sorgen und bleibt einfach mal ruhig. Das werdet ihr wahrscheinlich sowieso bleiben, weil in Berlin habt ihr keine andere Wahl, da ist riesengroßer Stromausfall, in Gelsenkirchen ist ohnehin schon alles leer geräumt, da kann man sich jetzt auch zur Ruhe setzen. Aber es gibt deutschlandbezogene Themen, darauf will ich hinaus. Auf die wartet ihr wahrscheinlich. Und ob wir die heute Abend noch einmal machen, das habe ich mit Uwe noch gar nicht besprochen. Es gäbe bestimmt einiges, was wir besprechen können. Ich weiß noch nicht, ob ich nochmal die Kraft aufbringen kann, in zwei Stunden nochmal für euch hier durchzustarten. Es ist ja schon 19 Uhr und unsere übliche Zeit ist ja 21, 21.30 Uhr. Deshalb will ich nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Aber allerspätestens morgen sollte es in irgendeiner Form weitergehen. Darauf könnt ihr euch definitiv verlassen. Dankeschön an alle Zuschauer auf die Welt klar sehen. Dankeschön an alle Zuschauer auf ETVC. Vielen herzlichen Dank auch für eure Geduld. Ihr seht, ich bin den dritten Tag in Folge immer noch bei Uwe unterwegs. Früher oder später wird auch das zu seinem Ende kommen. Und dann seht ihr mich auch wieder in gewohnter Umgebung. Ansonsten seht ihr auch gerne mehr von Uwe, von seinem Kanal, die Welt klar sehen. Denn auf die Welt klar sehen gilt...

Uwe

Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Eli

Richtig. Und Uwe kann noch mal ganz kurz, während ich euch den Link gebe, sagen, was es bei ihm zu entdecken gibt auf seinem Kanal.

Uwe

Ja, bei mir gibt es zu entdecken eben jede Menge kleinere und längere Analysen. Natürlich auch viele Videos mit Eli. Da gibt es eben... Dinge zu Tagesgeschehen, es gibt allgemeine Dinge, wie zum Beispiel, wir jetzt über Gelsenkirchen gesprochen haben, es gibt vieles in vier Säulen demnächst, nämlich einmal, was ist das grundlegende Prinzip der Strategie, was beherrscht wirklich die Welt, wovor muss man wirklich Angst haben, was ist eigentlich mit den Medien los, wie funktionieren die, wie funktioniert die Propaganda, So, was ist mit Deutschland, wer oder was ist Deutschland, wohin will Deutschland gehen, was ist überhaupt deutsch, ja, und natürlich, wie man sich von all dem mal frei machen kann, ja, wie man souverän werden kann, ja, wie man, ja, mental, finanziell und vielleicht auch spirituell sein eigener Herr werden kann, egal wo auf der Welt Krieg ist und egal wie es im eigenen Land aussieht. Das wird dann alles speziell noch ab demnächst losgehen in einem systematischen Ich sage mal, Kurssystem sozusagen, Lektionsweise. Und bis dahin können Sie sich bei den rund 480 Videos auf meinem Kanal mal in den Playlisten durchschauen. Da gibt es viele interessante Sachen. Also ich würde mich freuen, wenn Sie zumindest mal reingucken.

Eli

Alles klar. Dankeschön, lieber Uwe. Danke auch für den meta-analytischen Teil und Dankeschön an euch, liebe Zuschauer, dass ihr dazugekommen seid und mit uns zusammen auch diese neuerliche Katastrophe 2025, sag ich noch, 26 durchgestanden habt. Wenn das Jahr wirklich so weitergeht, wie es begonnen hat, holla, die Waldfee, dann steht uns einiges bevor. In diesem Sinne, macht es gut, aber macht, wir sehen uns bald

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Maduro entführt | Venezuela: Was ist das echte Ziel? | Hinterhof der USA“, Die Welt Klar Sehen, 04.01.2026.

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Uwe Loose und Löwenherz Elijah Tee (Eli, @ETVC) analysieren die US-Militäroperation in Venezuela und die Entführung des Präsidentenpaares Maduro als Machtfall: Völkerrecht, Monroe-Doktrin, Sanktionslogik, Ölhebel und die strategische Stoßrichtung gegen China.

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