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Schließfach: Vertrag schlägt Stahl | Dein Notfall-Protokoll11.01.2026

Bankensicherheit

Abschrift

Abschrift des Videos vom 11.01.202659 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Zum Jahreswechsel 2025-2026 schockierte uns die deutsche Sparkassenlandschaft mit drei spektakulären Tresoraufbrüchen und Rauben. Da ging es um die 100 Millionen Euro in Gelsenkirchen und auch noch in Bonn und noch bei weiteren Stellen. In diesem Video zeige ich Ihnen, was die Knackpunkte bei Tresorschließfächern, bei Geldhäusern wie Sparkassen und Banken tatsächlich sind. wie Sie ja das optimal nutzen können und wie Sie völlig unnötige Risiken verhindern können

und Sie es in der Hand behalten und Sie nicht zum Dornröschen werden und auf irgendwen warten müssen. Klar sehen, clever denken, frei handeln, Die Welt Klar Sehen. Ja, wollen wir also mal schauen, wie wir an die Sache mal herangehen können. Und da ist das Wichtigste, sich erstmal die wichtigsten Fragen zu stellen, Nämlich, was ist überhaupt realistisch ersetzbar und wie kann ich als Sparkassenkunde überhaupt belegen, was im Fach war.

Und damit stellt sich natürlich die nächste Frage, ist diese Sicherheit, die man als Sparkassenkunde so spürt, wenn man so ein Schließfach hat, das gilt natürlich für jeden anderen Bankkunden auch, ist das eine reale Sicherheit oder ist die einfach nur eine gefühlte? Und deswegen möchte ich mal, dass wir uns über die realen Risiken unterhalten, die in so einem Bankschließfach, egal jetzt bei welchem Bankinstitut, Sparkasse, Geschäftsbank oder was auch immer, die da überhaupt sind.

Was ist mit Haftung, was ist mit Versicherung, was ist mit dem Nachweis und was ist davon relevant im Ernstfall? Ja, und natürlich, dass wir auch uns mal Gedanken machen über die Frage, wie nutzt man ein Schließfach so, dass man auch mehr Gewinn als Schaden davon hat. Fangen wir mal beim Anfang an. Was kann ein Schließfach überhaupt für einen Schutz bieten? Gegen welche Art von Zugriff?

Man nennt das, die Art, die wir eigentlich erwarten, ist der sogenannte Zugriffsschutz. Das heißt, sind ja die Safe-Wände, das ist Bankgebäude, da sind Sicherheitsmaßnahmen, all das ist da. So, das heißt, es kann nicht jeder so ohne weiteres rein. Das heißt aber nicht, dass man deswegen keinen Schaden haben könnte. Das heißt, ein Schließfach schützt lediglich vor einer bestimmten Art von Zugriff, aber es verhindert nicht, dass man Schaden haben könnte.

Und vor allen Dingen verhindert es schon mal gar nicht, dass wenn ein Schaden da ist, man sich nicht über den Ersatz streiten müsste. Und das bringt uns jetzt zu der Frage, was heißt denn Sicherheit? Was meinen wir denn damit? Es geht ja nicht nur als Ja oder Nein nach dem Motto, es ist sicher oder es ist nicht sicher. Sondern Sicherheit heißt, dass man, das ist der Gegenpol zu Risiko. Gibt es etwas, was völlig risikolos ist?

Ja, der Tod, der ist risikolos. Irgendwann mal kommt er. Aber dann ist es auch wieder ein unsicher nach welcher Weise. Und jetzt also anzunehmen, dass etwas von Menschen konstruiertes sicher sein könnte, und zwar objektiv, absolut, das ist natürlich Unsinn. Das heißt, wir reden also von einer Sicherheit, die ein Risiko bis zu einem bestimmten Maß reduzieren kann, und zwar am besten auf das Maß, dass der Schaden, den ich nachher haben könnte als Schließfachbesitzer,

als Tresorbesitzer oder Mieter, dass dieses Risiko beherrschbar ist. Das heißt, es könnte auch durchaus sein, dass es quasi Maßnahmen gibt, die zwar einerseits das Risiko reduzieren, an einer Stelle, aber gleichzeitig an einer anderen Stelle Risiken erhöhen. Nein. Und es gibt ja eben, ich sag mal jetzt die Frage, wovor schützt jetzt ein Schließfach? Wovor kann es überhaupt schützen? Und wofür kann es gar nicht schützen? Haben Sie sich die Frage schon mal gestellt?

So, also zunächst einmal soll es ja schützen vor dem physischen Zugriff, das heißt Einbruch, Raub, Gewalt. Das ist natürlich ein Schließfach um Klassen besser als das, was sie zu Hause in ihrem Wandsafe haben, den jeder, der ein bisschen Ahnung hat, mit wenig Gewalt raushebeln kann. So, andererseits sind ja da die Werte konzentriert in so Geldhäusern. Das heißt, wenn da mal eingebrochen wird, ist es ja gar nicht so selten, dass da auch größere Summen wegkommen, ist es sozusagen, weil eben so viele Leute dort sind.

Wenn wir davon mal absehen, was ist der Punkt 2? Sie vertrauen ihr Geld einem Institut an und das ist nicht nur dieses Schließfall, das ist nicht nur dieser Tresor, sondern sie vertrauen ja einem Sicherheitsprozess, einer Organisation und die kann natürlich Risiken haben, denn Sicherheit ist eben nicht nur der Stachel, der ihre Wertsachen umschließt, sondern auch der gesamte Sicherheitsprozess. Wer darf überhaupt rein? Also die Frage der Identifikation.

Wer ist berechtigt? Also ist der, der rein will, überhaupt der, der behauptet zu sein? Der, der behauptet zu sein, darf der überhaupt? Und wer dokumentiert das alles? Und wer verwaltet eigentlich die Schlüssel und wie sicher sind die Schlüssel? So, das sind Risiken, die innerhalb des Geldinstitutes laufen, wo man als Außenstehender, also als Bankkunde, als Sparkassenkunde, Lichtweg keinerlei Kontrolle darüber hat. Dann gibt es aber auch noch Risiken, die von Menschen unabhängig sind.

Die Elementar-Risiken, also Feuer, es könnte brennen aus irgendwelchen Gründen, Elektro-Kurzschluss, keine Ahnung was. Es könnte Wasser eindringen, weil zum Beispiel bauliche Schäden sind oder ein Flugzeug ins Dach reinfliegt, was auch immer. Feuchtigkeit, gut, das hängt wieder mit mit Wasser zusammen. Es ist dann aber vielleicht eher von innen gedacht. Und jetzt denken Sie mal dran, das Material kann ja empfindlich sein, was in einem solchen Schließfach drin ist.

Papiere, Dokumente, Fotos, elektronische Datenträger, das heißt, das, was da drauf ist, was Sie eigentlich schützen wollten, könnte also durch eine Naturgewalt quasi zerstört werden, sodass Sie es zwar noch haben, aber der Nutzwert ist gleich null. Und dann kommt viertens noch das sogenannte Verfügbarkeitsrisiko hinzu. Sie können ja nicht jederzeit ran an Ihr Schließfach. Jedenfalls nicht bei Banken und bei Sperrkassen.

Denn da sind Sie ja immer davon abhängig, dass Sie Öffnungszeiten haben. Und wenn dann jetzt irgendetwas Schlimmes passiert in einer Bank, könnte es sein, dass Sie da vielleicht tagelang, wochenlang nicht rein können. Aber auf jeden Fall können Sie nicht außerhalb der Öffnungszeiten rein. Es gibt aber private Hilfsanbieter, Besoranbieter, da können Sie 24 Stunden am Tag sein, 365 Tage im Jahr. Und was ist dann, wenn Sie selber gerade nicht können? Sie sind gerade im Krankenhaus oder in Urlaub. Wer kommt denn dann daran, wenn Sie ohnmächtig werden?

So, und Ihre ganzen Wertsachen sind im Schließfach. Wer außer Ihnen kann dann unter welchen Voraussetzungen an dieses Schließfach handhaben? Das schon mal überlegt? So, das heißt, das sind also die vier Grundrisiken, die man hat. Und wenn man sich jetzt in der Praxis fragt, was sind denn jetzt die realen Fakten? Das heißt, worauf muss ich eigentlich achten, wenn ich bei wem auch immer ein Tresor oder ein Schließfach miete? Das Erste ist, dass natürlich wir davon reden, was viele Leute glauben, die Einlagensicherung. Das heißt, es gibt tatsächlich Menschen, die glauben, weil sie ja gelesen haben, dass die Banken auf Girokonten nach bestimmten Gesetzen eben 100.000 Euro maximal zu erstatten hätten, dass das auch für Schließfächer gelten würde.

Die haben aber damit gar nichts zu tun. Schließfächer sind also insofern kein separates Konto. Es ist lediglich ein Lager, was sie anmieten. Es hat mit dem Konto sonst gar nichts zu tun. Die brauchen das Konto nur, um die Schließfachgebühren zu bezahlen. Aber es hat mit dem normalen Bankbetrieb nichts zu tun. Und wenn Sie sich mal überlegen, Banken haben ja auch gar nicht so ein großes Interesse an Schließfächern, außer neue Kunden zu gewinnen. Denn was verdienen die denn am Schließfach?

100 Euro im Jahr, damit kann der Bank nicht leben. Die muss jeden Tag Hunderttausende umsetzen. Das heißt, diese Tresore, diese Schließfächer sind für die Banken ein reines Geschäftsmodell, um neue Kunden anzuwerben. Damit sie sagen, oh, sie müssen ja hier so ein Referenzkonto haben. Und wenn sie schon da sind, dann können sie vielleicht auch nochmal überlegen, die wollen ja was dort unterbringen, also das denkt ja die Bank so. Die haben ja Vermögen, sonst bräuchten sie kein Schließfach. Da haben Sie bestimmt auch was zum Investieren, zum Anlegen, nicht wahr? Da hätten wir noch so einen Investmentfonds und eine Lebensversicherung, könnten wir Ihnen auch noch vermitteln und, und, und.

Wo wir gerade bei Versicherungen sind, ja, wie hoch ist denn das Schließfach jetzt versichert? Da müssen Sie mal Ihr Police lesen, nämlich wie hoch ist im Höchstfall der Schaden gedeckt? Und was ist davon an Wertgegenständen gar nicht versichert? Was dürfen Sie vielleicht aus gesetzlichen Gründen dort gar nicht lagern oder aus Gründen des Vertragsrechts? Zum Beispiel, dürfen Sie da überhaupt Lager? Dürfen Sie da überhaupt Edelmetalle lagern?

Gibt es irgendwelche Schadenarten, die vielleicht ausgeschlossen sind? Also zum Beispiel Rohrbruch und alles wird feucht und Ihre ganzen Urkunden sind weg. Nicht weg, sondern nur nicht mehr benutzt. Haben Sie das mal gelesen, was da drin steht? Also, und denn im Schadenfall kommt es ja nicht darauf an, was Sie denken, was Ihr Schutz ist, sondern nur, was schwarz auf weiß im Vertrag steht. Und dann sind wir bei dem Punkt des Nachweises. Wer soll denn das nachweisen?

Sie bieten ein Schließfach, damit außer Ihnen und vielleicht noch einer vertrauten Person niemand weiß, was drin ist. Und dann erwarten Sie, dass Ihnen irgendwer den Schaden ersetzt, nur weil Sie sagen, ich hatte da das und das drin? Nein, wenn es schon so geheim ist, nennt ja die Bank den Inhalt auch nicht. Oder Spass. Also liegt es an Ihnen, den Nachweis zu erbringen. Und zwar in plausibler Art und Weise. Sie müssen nachweisen, was war drin, welchen Wert es hatte,

wenn Sie das nicht können. Dann gibt es Streit. Sie stellen sich die Frage, wie kann ich das denn nachweisen? Mit Fotodokumentation, mit Zeugenaussagen, Mit Kaufbelegen, die Sie natürlich nicht dort im Schließfach drin haben sollten. Denn wenn das Schließfach aufgebrochen ist oder die Inhalte durch Feuchtigkeit oder Brand vernichtet sind, nützt es Ihnen nichts, wenn Sie ein Beleg dort hatten.

Ja, Sie sehen, das ist mal nicht so einfach. Und dann merken wir, dass eben Menschen, die Schließfächer mieten, oftmals gar nicht wissen, was sie für ein Ding dort gekauft haben. Ja, und da gibt es eben so Irrglauben, zum Beispiel, dass ein Schließfach anonym sei. Natürlich ist das nicht anonym, weil Sie mussten ja mit jemandem einen Vertrag machen. Sie müssen ja ein Referenzkonto haben. Sie haben bestimmte Identifikationszwänge. Sie müssen dorthin gehen, sich ausweisen oder Sie haben eine elektronische Zugangskarte.

Das heißt, wenn es hart auf hart kommt, also wenn Sie sagen, ich will was vor der Steuer verstocken, Das ist aber schließfach gar nicht so die optimale Wahl, denn die Steuerbehörde kann eben nach einem bestimmten Paragrafen des Steuerrechtes eben Auskunft verlangen, wer überhaupt schließfach Inhaber ist. Und es gibt sogar Fälle, wo dann die Steuerbehörde diese Fächer öffnen lässt. Das ist aber jetzt nicht der Standardfall. So, die zweite Illusion, der zweite Mythos ist, dass Menschen glauben, wenn etwas passiert, ist ja nicht mein Problem, dann haftet die Bank ja automatisch. Ob und in welchem Umfang die Bank, das hängt ja vom konkreten Einzelfall ab.

Hat die Bank irgendwelche Pflichten verletzt? Und vor allem, selbst wenn sie die verletzt hat, waren die ursächlich dafür, dass sie einen Schaden haben? Das heißt, das müssten sie ja beweisen. Denn wenn sie eine Schadenersatzforderung stellen, sind sie beweispflichtig. Nicht die Bank muss ihnen was beweisen, sie müssen der Bank was beweisen. Das heißt also, ganz konkret sich wie Dornröschen dahin zu stellen und zu sagen, oh, es wird schon nichts passieren und wenn was passiert, bin ich auf der sicheren Seite.

Nee, so ist es nicht. Sie müssen sich vorbereiten, Sie müssen sich die Frage stellen, wie viel das überhaupt versichert. Also wenn Sie wie in Gelsenkirchen die Standardversicherung von 10.300 Euro pro Schließfach haben und dann 100.000 reinpacken, ist eins klar, im günstigsten Fall werden Sie die 10.300 Euro kriegen. Aber alles, was da drüber ist, eben nicht. Und in der Zeitung gab es ja welche, die haben gesagt, sie hätten da 500.000 drin oder gar eine Million. Das heißt, so dusselig kann man ja eigentlich gar nicht sein.

Einfach, was nur für 10.300 versichert ist, mehr reinzutun, mehr als 10 Euro oder 100 Euro darüber. Das heißt, sich also da irgendwie zu empören, ist sachlich völlig unangemessen. Was sollte man denn jetzt nun eigentlich tun, wenn man den Ernstfall hat? Schauen wir uns das mal an. Erstens, wenn nur ihr Fach betroffen ist, den Zeitpunkt, wann sie das festgestellt haben, sofort dokumentieren.

Zweitens, die Bank schriftlich informieren, nicht hingehen zum Schalter, denn die Schalterbeamten, die sind vergesslich. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, wo mir mal in einem Bankstreitfall der Haupt-, der Filialleiter, stellvertretende Filialleiter und die Kontoführerin zugesichert haben. Mündlich, persönlich. Machen wir alles so. Und vier Wochen später war der Schadenfall eingetreten, der durch diese persönliche Vereinbarung verhindert werden sollte. Und ich bin vor Gericht gezogen und habe den Prozess verloren, weil der eine war angeblich dann nicht da, der zweite war auf der Feuerwehrübung und die dritte Person hatte ein so schlechtes Gedächtnis, sie konnte sich gar nicht erinnern, dass ich überhaupt jemals da gewesen wäre.

Also, Moral von der Geschichte, immer alle schriftlich, nichts mündlich. Dann, wenn ein Verdacht ist, schon nur der Verdacht, dann auch sofort die Polizei einschalten. Nicht wie Dornröschen warten, die Bank macht schon, die Sparkassen macht schon, die macht gar nichts. Die versucht ihr gutes Image zu wahren, die wird aber auf keinen Fall das Problem für sie lösen. Also, Polizei einschalten, Strafanzeige machen. machen. Dann, vierter Punkt, ist ein Inventar, das heißt eine Aufzeichnung, was war denn

drin? So, alles nachweisen, Fotos, Rechnungen, Zertifikate, Gutachten, Notizen und was da sein könnte. Dann unmittelbar den Versicherer kontaktieren, je nachdem, ob der Versicherer über die Hausratversicherung eine Zusatzversicherung gemacht hat oder aber, ob die Bank dann gleich eine solche Versicherungspolize an ihren Hauseigenen oder anderen Versicherer übermittelt hat, empfohlen hat. Egal wie, mit dem Versicherer Kontakt aufnehmen. Und dann bitte nicht anrufen. Nicht vor der Filiale stehen, mit der

Bank reden, ich möchte an meinen Schließfach ran oder so. Auch nicht bei der Versicherung anrufen. Schriftlich, schriftlich, schriftlich. Das ist die Master Disziplin. Und wenn Sie selber nicht richtig schreiben können, weil Sie Analphabet sind, suchen Sie sich einen, der das kann. Und sagen Sie dem, was er will. Suchen Sie sich einen Rechtsanwalt, wenn es um größere Beträge geht. Ja, und dann ist natürlich oftmals so, dass Dokumente drin waren, die wir in irgendeiner Weise brauchen.

Und dann müssen sie natürlich sofort in die Hufe kommen und sich Ersatzdokumente besorgen. Also zum Beispiel, nehmen wir mal an, die sind so ein Autohändler und haben dann so Gebrauchtwagenhändler, so kleine, da immer 10 oder 20 von diesen Kfz-Briefen drin. Da müssen Sie aber ordentlich sich sputen, dass Sie neue Kfz-Briefe bekommen, weil sonst ziehen Ihnen die Diebe oder Einbrecher womöglich die Autos unterm Hintern weg und Sie können da nichts gegen machen. Wenn Sie aber eine Strafanzeige machen und sich die Dokumente neu ausstellen lassen, dann erhalten Sie sich Ihre Handlungsfähigkeit.

Ja, Sie sehen also, es ist alles nicht ganz so einfach. Und insofern die Frage, was soll man denn jetzt konkret tun? Also was ist die Strategie, mit der man wirklich vorgehen kann? Dann habe ich für Sie mal hier einen, ich sage mal, achtpunkte Plan mal entworfen. Und als erstes also, checken Sie den Vertrag. Ist da überhaupt eine vernünftige Versicherung drin oder ist das gar unversichert?

Und wenn ja, wie hoch ist die Deckungssumme? Welche Dinge sind von dem Versicherungsschutz ausgeschlossen? Die dann also bitte nicht dort reinpacken. Dann auf jeden Fall das Inventar erstellen. Und zwar ganz genau. Und wenn man das zum Beispiel bei bestimmten Dingen nicht weiß, dann macht man aber trotzdem Fotos. Und nicht nur aus der Ferne. Man kann doch nicht sagen, das ist die Hochzeitsbrosche meiner Großmutter von 1900, was weiß ich nicht was. Da müssen Sie bitte vorher ein genaues Foto machen von allen Seiten, damit später Experten schätzen können, ob und wie viel das wert sein könnte.

Und die Belege zu diesen ganzen Wertgegenständen, wenn Sie zum Beispiel Edelmetalle oder ich weiß nicht was gekauft haben oder Aktien, bitte nicht im selben Fach aufbewahren, also in diesem Schließfach, sondern woanders aufbewahren. Denn sonst ist ja, wenn das Schließfach nicht mehr funktionsfähig ist, sprich zerstört, ausgeraubt, ausgebrannt, durch Wasser vernichtet, haben sie ihre Beweise auch vernichtet. So, dann bitte nicht alles in dieses Schließfach rein, sondern sich ganz klar darüber Gedanken machen, was sind Dinge, die man auf jeden Fall ersetzen kann, die nur gelagert wurden, weil man sie nicht braucht und einen gewissen Wert haben, aber man könnte sie wieder beschaffen und diejenigen Dinge, die man nicht wieder beschaffen kann.

Das heißt, da muss man sich Gedanken machen, dass man ein mehrstufiges Sicherheitssystem hat, dass man eben nicht die billigen Dinge und die teuren Dinge zusammenpackt, sondern dass man da eben sich eine vernünftige Sicherheitsstrategie macht, so wie man es ja zum Beispiel mit digitalen Daten auch machen sollte. Nächster Punkt ist, immer prüfen, ob die Versicherungssumme mit dem Wertinhalt stimmt. Denken Sie mal daran, wenn Sie jetzt Gold und Silber gekauft haben, das ist in den letzten ein Jahr Silber, in den letzten paar Monaten hat es sich verdoppelt.

Wenn Sie da zum Beispiel solche Edelmetalle drin hätten und Sie sagen, ich habe jetzt ein Schließfach mit einem Wert von 20.000 Euro, kann es sein, dass es nach drei Monaten der Wert 40.000 Euro ist. So ist es ja mit Silber jetzt gewesen in den letzten paar Monaten. Und wenn dann jetzt das gestohlen wird durch einen Raub wie in Gelsenkirchen, Bonn oder Herdecke oder wie es hieß, dann kriegen Sie eben nur, dass die 20.000 ersetzt und nicht den Wert von 40.000.

Also das muss man sich mal ganz klar machen. Man muss dann auch mal ein bisschen aufstocken, ein teureres Schließfach mieten oder vielleicht ein größeres. Und das ist jetzt ganz wichtig. Keine Konzentration, denn das ist der größte Risikofaktor. Nicht alles in einem Fach. Hört sich so simpel an, macht aber kaum jemand. Dabei ist das eine ganz normale Erkenntnis. Nicht alle Eier in einem Korb liegen.

Fällt dieser Korb runter, hat man keine funktionsfähigen Eier mehr. Also Risiko aufteilen auf verschiedene Stellen, an verschiedene Banken oder zum Beispiel seine unterschiedlichen Wertinhalte. Der kriegt die Aktien, der kriegt das Gold und der kriegt das Silber und da sind die Heiratsurkunden und ich weiß nicht was alles. Aber das auch nur teilweise so, dass wenn an einer Stelle ein Desaster passiert, man nur an einer Stelle was verliert. Also wenn man das zum Beispiel jetzt auf vier Stellen aufteilt, ist es ja sehr unwahrscheinlich, dass genau diese vier Stellen gleichzeitig oder zeitnah ausgeraubt werden oder die Schließfächer nicht mehr zugänglich sind oder zerstört sind.

Also das ist ganz normal. Das kostet natürlich ein paar Euro mehr. Aber was war das? Das war doch ein Tresor, ein Wertaufbewahrungsort. Und jetzt fängt man an, an Gebühren von 10, 20, 30 Euro im Monat zu sparen. Ist das denn rational? Ich meine nicht. So, und dann möchte ich darauf hinweisen, Punkt 7, wer darf denn überhaupt da hin? Und was machen Sie mit dem Schlüssel überhaupt? Wie, den Schlüssel direkt mit der Bankkarte zusammen ist ja genauso gut, als wenn Sie auf die Bankkarte hinten Ihre PIN draufschreiben, ne? Also das ist ja auch unheimlich clever.

Also auch hier gilt, das muss sinnvoll gemacht werden, es muss getrennt werden. Und wenn man Vollmachten hat, dann muss der Vollmachtgeber auch Zugang haben und nicht, dass die Vollmacht unvollständig ist nach dem Motto, ich sage ja, meine Frau kann das. Ja, aber wenn ich das sage, reicht das nicht aus. Die Vollmacht muss ja vorher von der Bank nach deren Richtlinien anerkannt sein. Sonst wird das nichts. So, und dann Punkt 8 ist noch, das hat auch so ein bisschen was zu tun mit der Art, was ich denn drin habe in diesem Schließfach.

Ist das etwas, wo ich auf jeden Fall im Notfall zugreifen muss oder etwas, was da auch Monat und Jahre lang rumliegen kann? Also zum Beispiel die Notfallreserve Geld, wenn mal mein Auto kaputt ist, dass ich mal eben schnell so und so viele tausend Euro aus meinem Stießfach holen kann. Andererseits, warum hat man es nicht auf dem Bankkonto, wo es noch Zinsen bringt? Aber vielleicht gilt das nur für Papiergeld. Was ist aber mit Wertgegenständen?

Da muss man mal drüber nachdenken, dass man eben vielleicht auch unterschiedliche Institute hat. Sodass man eben sagt, okay, für das, was ich jederzeit brauche, da reicht mir meine Sparkasse. Und dann für das, was ich mittelfristig brauche, das verteidigt dann auch verschiedene Sparkassen und verschiedene Banken. Oder aber, wenn ich sage, es gibt bestimmte Dinge, die brauche ich fast nie. vielleicht die vererben, Familienschmuck oder sonst nicht was, dann können die gegebenenfalls, wenn sie nie gebraucht werden, auch einem privaten Tresoranbieter hinterlegt werden

oder man deponiert sie irgendwo in einer Aufenthaltsbank, Lichtestein, Schweiz, wo auch immer. Aber da sind natürlich besondere Anforderungen bei solchen Instituten. Also nehmen wir mal jetzt als Beispiel, um das jetzt mal ein bisschen einzugrenzen, Denn Sicherheit und Bequemlichkeit schließt sich eigentlich aus. Was meine ich damit? Wenn Sie so diese Kino- und Spielfilme, wo dann irgendwelche geheimen Dinge hinter sieben Türen sind und jede Tür hat noch ein Schloss mehr, erst ein Schloss, dann zwei, dann drei und dann siebten Tür, sieben Schlösser.

So, wenn wir es einfacher haben wollen, dann ist auch das Risiko entsprechend größer. So, und wenn wir jetzt bei der Privatperson sind und fragen, okay, was hat die so üblicherweise? Ja, Familienschmock, irgendwelche Urkunden, Familienurkunden, auch Sachen vielleicht zu Wertgegenständen wie Autos, Kfz-Brief. Also dann meistens irgendwie so ein bisschen Bargeld, dass man im Falle des Falles, wenn der Russe kommt oder weiß nicht was, dass man dann sagt, ja vielleicht brauche ich mal 2000 Euro, da komme ich mal schnell dran, wenn die Bank gerade dann mir nichts geben will, weil ich nicht kreditwürdig bin, aber da habe ich wenigstens was.

Oder aber andere Dinge. Das heißt, man sollte also eben ein Verzeichnis machen, ein sogenanntes Inventar, das mit Fotos, eine Liste von jeder Urkunde, die man drin hat. Wobei aber nicht nur heißt, ich habe da diese Urkunde, sondern bitte die notariellen Daten, die wann erstellt, von wem unterschrieben, wer ist Vertragspartner und, und, und. Damit man das gegebenenfalls bei den zuständigen Stellen auch wieder beschaffen kann. Und die Kopien, die man hat von solchen Dokumenten, bitte nicht in dieses Fach, sondern an einer anderen Stelle. Und natürlich immer klären, darf ich überhaupt Bargeld dort lagern. Denn nicht jeder Versicherungsvertrag eines Schließfaches erlaubt das.

Das ist man aber jemand, der sagt, es geht mir nicht um familiäre Dinge, sondern um Kapitalanlage. Also sind wir bei den ganzen Silber- und Goldfüchsen und Platin und Palladium und Luxusuhren und Diamanten und ähnlichen Dingen. Kriminelle Dinge dürfen ja nicht gelagert werden, für die gibt es ja auch keinen Ersatz. Also keine Schusswaffen dort, das dürfte wahrscheinlich auch in den Versicherungsbedingungen ausgelöst sein, keine Drogen und ähnliches. Sowas ist mit Sicherheit nicht zulässig. Wird schon mal gar nicht ersetzt.

Also wenn Sie jetzt eben so ein Anleger sind, dann wird es ja mal Zeit, sich über ein sogenanntes Portfolio und Asset Management Gedanken zu machen. Nämlich wie verteilen Sie Ihre ganzen Kapitalanlagen so, dass der Aufwand, das zu verteilen, die Verteilung ständig zu kontrollieren, einigermaßen erträglich ist und Sie Ihr Gesamtrisiko aber moderat halten oder sogar senken. Ja, das muss man dann natürlich kontrollieren. Da müssen sie natürlich ihre verschiedenen Banken und Saves und was sie haben, müssen sie alle organisieren, die Belege darüber auch führen, denn nachher müssen sie gegebenenfalls auch der Steuerbehörde etwas kontrollieren.

Oh, Steuerbehörde. Im Fall Gelsenkirchen hatten ja manche vermutet, weil Gelsenkirchen die ärmste Stadt Deutschlands ist angeblich, aber dann doch der größte Goldraub seit 70 Jahren in Deutschland oder schließfach ein Bankraub, dass dort vielleicht kriminelle Gelder sein könnten. und dass vielleicht die Steuerfahndung jetzt mit einer Rasterabfrage einfach sagt, ich kontaktiere mal die Bank, die soll mir mal sagen, wen sie dort alles als Schließfachkunden haben

und dann gucke ich mal als Steuerbehörde, was haben denn die eigentlich in ihrer Steuererklärung angegeben. Also nach meiner Recherche, aber ich bin da jetzt kein Steuerfachanwalt, ist das nicht so, sondern nur in begründeten, konkreten Fällen. Das heißt, ein solcher Desaster wie in Gelsenkirchen oder auch bei anderen Schließfachaufbrüchen wie in Berlin und wo man es noch in den letzten Jahren hatte oder ich glaube Lübeck hatten wir auch was, in diesen Fällen darf die Steuerbehörde das nicht als Anlass nehmen, einmal so einen Rundumschlag zu machen und quasi alle im Vorwege zu verhaften oder unter Verdacht zu stellen.

Das darf die nicht. Und sie muss, wenn dann, konkrete, begründete Maßgaben haben. Gut, Faktum ist, natürlich kann das Finanzamt, wenn es denn einen Verdacht hat, schnell wissen, ob jemand ein Schließfach hat. Denn sie sind ja verpflichtet, Inlandskonten und eigentlich auch Auslandskonten dem Finanzamt anzugeben. Wenn sie das nicht machen, macht das dann ihr Steuerberater. Und wenn sie es nicht tun und der Steuerberater es auch nicht macht, weil der es vielleicht nicht weiß, dann ist das sogar das Risiko einer Steuerstraftat.

Insofern, wenn das Finanzamt weiß, wo Sie ein Konto haben und an dem Konto hängt das Schließfach dran, das ist also relativ einfach zu klären. Das heißt aber nicht, dass an der Stelle das Finanzamt einen unmittelbaren Zugriff hätte. Wie dem auch sei, Finanzamt, glaube ich, muss man nicht so große Angst haben, schon gar nicht, wenn man alles korrekt gemacht hat, wenn man alles korrekt belegen kann.

Ja, für uns jetzt, wenn wir so langsam mal den Potpourri nach hinten rum machen wollen, was müssen wir uns denn eigentlich merken? Ja, was sind die Dinge, auf die es wirklich ankommt? Also wir müssen uns drei Begriffe merken. Erstens die Deckung, das heißt, was ist mit meinem Versicherungsvertrag, wie viel ist überhaupt abgesichert und was davon ist überhaupt versichert und was nicht. Zweitens, Wie erbringe ich den Nachweis? Und drittens, nicht alles in einen Pott werfen,

sondern die Dinge auf verschiedene Schließfächer, verschiedene andere sichere Orte verteilen. Das ist der einzige Weg, wie es quasi überhaupt funktionieren kann. So, und als Schlussfolgerung würde ich sagen, kann man durchaus zu der Erkenntnis kommen, ein Schließfach macht Sinn, ja. Ja, aber nicht als absolute, endgültige und absolut sichere Lösung,

sondern nur als ein Baustein von vielen anderen oder zumindest von mehreren anderen. Wenn man das auch nicht naiv macht, sondern eben den Vertrag durchguckt, die Dokumentation, alles vernünftig aufteilt. Aber wenn man so naiv ist, was ja in Gelsenkirchen scheinbar viele waren, wenn man den Fernsehberichten folgte, wo die Leute vor der Filiale standen, von der Sparkasse und sagt, ich will ja rein, ich will ja rein, ich will ja rein. So dusselig kann man ja nicht sein. Das heißt, die Leute haben alle ihren Vertrag nicht gelesen.

Und das sind Leute, die haben offensichtlich gedacht, ich brauche alles rein, was wertvoll ist. Und dann wird das schon. Leider ist es denn so einfach eben nicht. Denn tatsächlich wissen wir ja, dass die Rechtslage eine andere ist. Und was Sie jetzt, als wenn Sie Schließfachbesitzer sind, jetzt sofort nach diesem Video am nächsten Geschäftstag machen sollten. Das ist meine ganz persönliche Empfehlung.

Gucken Sie, was in Ihrem Vertrag drin steht. Prüfen Sie die Deckungssumme. Machen Sie so bald als möglich Ihr Inventar. Denn Gelsenkirchen kann schon morgen sein und ohne Inventar sind Sie dann eben dumm dran. Moral von der Geschichte, es gibt keine absolute Sicherheit Und sich sicher zu fühlen, bedeutet gar nichts. Aber wichtig ist, sicher etwas nachweisen zu können. Und dann stehen Sie auf der sicheren Seite.

Ja, und wenn Sie mehr dazu sehen wollen, dann gucken Sie sich einfach mein Video an über den 100-Millionen-Ko. Dort habe ich zusammen mit meinem Kanalpartner Elia T. von eTVC, haben wir das ausführlich besprochen und diskutiert. Und da gibt es auch vielleicht Risiken von Seiten der Bank, nicht ohne Grund. Es ist ja so, dass die Gelsenkirchen der Sparkasse laut aktuellen Pressemitteilung vermutlich für einige Wochen komplett gesperrt ist.

Sprich, da gibt es Ermittlungen, da besteht Verdacht auf Insider, sprich die Einbrecher waren vermutlich mit irgendjemand in der Bank in Kontakt und deswegen kommen sie jetzt erstmal gar nicht an irgendetwas ran. Sie kommen nur in den Schalterraum ran. Das heißt, sie können noch nicht einmal wissen, was da los ist, weil jetzt sind die ganzen Ermittler dort und ein Notar notiert alles, 100 Kripobeamte sind da. Das heißt, es kann jetzt wochenwendig, gar Monate dauern, bevor ihre ganz persönliche Sachlage geklärt ist.

Ja, und dann sind sie nicht mehr handlungsfähig. Also in diesem Sinn, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt Klar Sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Schließfach: Vertrag schlägt Stahl | Dein Notfall-Protokoll“, Die Welt Klar Sehen, 11.01.2026.

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Welche Risiken ein Bankschließfach wirklich abdeckt und welche nicht, und welches praktische Setup aus gefühlter Sicherheit ein belastbares System macht. Aufhänger sind die Tresoraufbrüche zum Jahreswechsel 2025/2026 in Gelsenkirchen und weiteren Städten.

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