Trump greift zu | Iran, Grönland, Venezuela, Mexiko, Kuba | Weltzugriff13.01.2026
Abschrift
Abschrift des Videos vom 13.01.202642 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Klardenker Uwe, hallo mein Guter.
Uwe
Ja, hallo Eli, hallo liebe Zuschauer, guten Abend. Ja, Trump, Iran und die ganze Welt, ja, du fragst jetzt mich, was ich von der ganzen Iran-Geschichte halte. Ja, also auf jeden Fall gebe ich dir in einem Punkt recht, es ist viel Propaganda von allen Seiten zugange und es gehört schon ein bisschen Klarsicht dazu, sich da durchzuwühlen. Ich habe das in den letzten Tagen auch immer Schritt für Schritt gemacht und mein Ergebnis ist ganz anders als das, was ich in unseren Zeitungen lese. Und das will ich mal kurz so darstellen. Also es hat zwar innerländische Einflüsse gegeben, die eben die Proteste ursprünglich initiiert haben. Eben der Währungsverfall des Rial und die hohe Inflation und dann gab es eben noch politische Maßnahmen gegen die Bazaarhändler und deswegen ging das dann von Teheran dort aus. Gut, soweit kann man das noch verstehen. Und dann scheinen sich irgendwie die Proteste so ein bisschen verselbstständig zu haben, ein bisschen organisierter, ein bisschen brutaler auch, so dass der Verdacht, dass dort eben ja nicht nur Händler und Bürger sind, sondern eben auch andere Kräfte mitwirken, sich durchaus ergibt. Unabhängig davon kann man sich die Frage stellen, wie groß waren denn die Demonstrationen? Wenn ich mir das in den internationalen Medien, das spärliche Bildmaterial, angucke, fällt eins ganz deutlich auf. Die Demonstrationen gegen die Mullahs zeigen immer nur relativ kleine Grüppchen von ein paar Dutzend, bestenfalls von ein paar hundert Leuten. Während die Demonstrationen für das Mullah-Regime zeigen Tausende, insbesondere in Teheran. Das heißt, wenn man dann nachforscht, was jetzt internationale Medien tatsächlich als valide belegen können, so ist eins gewiss, es gibt Mullahs. Harte Beweise nur für Anti-Regime-Demonstrationen an einigen Orten von mehr als 1000 Leuten, vielleicht ein paar Tausend. Im gesamten Land etwa 10.000 bis höchstens 20.000. So aber pro das Regime mindestens 10.000 alleine in Teheran. Das heißt, wir sehen, dass die Relation der Pro-Muller-Demonstranten etwa um den Faktor 5 bis 10 höher ist, als die gegen das Regime. Und wenn wir dann mal annehmen, jetzt unabhängig von den Behauptungen, wie viele dort tot sind, also da scheinen sich die internationalen Recherchen bei so 500, 600 etwa zu bewegen. So alles, was da drüber ist, kann noch nicht validiert werden. Es scheint sich dahin zu bewegen, dass man sagen muss, ja, es sind doch relativ wenig Leute, die dort demonstrieren. Und in Anbetracht dessen, dass der Iran ein relativ bevölkerungsreiches Land auf einer riesigen Fläche ist, muss man sagen, wenn ich jetzt so ein Muller wäre, da würde ich doch drüber lachen. Ja, wenn da hier mal ein paar hundert und da mal ein paar hundert demonstrieren, selbst an 20 Orten gleichzeitig. Ja, also ich denke mal an Deutschland. Was haben wir denn für Demonstrationen in der Corona-Zeit gehabt, wo wir angeblich 500.000 oder gar 1,3 Millionen Menschen in Berlin demonstriert haben? Hatte da unsere Regierung Angst, dass jetzt ihre Zeit vorbei ist?
Gast
Also ich bitte...
Uwe
die Zuschauer, mal ein bisschen die Relationen in Betracht zu ziehen. Ein Land mit mehreren Dutzend Millionen Einwohnern, ich weiß nicht genau, wie viele die haben, ich glaube 80, so ähnlich wie Deutschland. Und da demonstrieren noch nicht mal 100.000 Leute, also nach den validierten Zahlen bestenfalls 20.000 im ganzen Land. Und das soll jetzt zu einem Sturz eines Regimes führen?
Eli
Das sind auch keine Demonstranten, Uwe, keine klassischen Demonstranten. Das sind Antifa-Methoden, das sind Schläger, das sind Mobs, das sind kleine Grüppchen. Die sehen auch aus wie die Antifas, die wir uns hierzulande zu Recht angewöhnt haben zu hinterfragen. Die hier in dieser Aufnahme, man weiß es nicht genau, entweder einen Polizisten umbringen oder zumindest schwer vermöbeln. Und auch wenn das jetzt noch mehr aussieht als üblich, ist es trotzdem nichts im Vergleich zu den Massenszenen, die wir vorhin gesehen haben. Also weil du gerade von Demonstrationen sprichst. Das eine war eine Demonstration. Das, was wir dort haben, ist die Anfänge von irgendwie, ich will es nicht kleine Revolutionen nennen, sondern eigentlich so ein bisschen diffuse Gewaltausbrüche, die sich im Prinzip nicht gegen den Staat richten, sondern gegen seine Ordnungshüter. Die Polizisten, die nur Befehle ausführen. Die Mullahs, die leben in ihren Penthouses, die leben in ihren Villen, die leben vielleicht sogar im Exil. Gegen deren Palast ist noch niemand gestürmt. Sondern bestenfalls ein paar arme Polizisten müssten dran glauben. Vielleicht sind das die gleichen Sekretäre, die wir gesehen haben.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen muss man auch immer bedenken, zu einem Regime gehört ja mehr als nur die Exekutive. Es ist in Deutschland ja ähnlich. Also wenn irgendjemand sagen wollte, ich würde jetzt in Deutschland das Regime stürzen wollen, dann steht er gegen eine Phalanx von jeder Menge Staatsunterstützern schon von Amts wegen. Das heißt, da sind die gesamten Politiker, da ist die gesamte Polizei, da ist die gesamte Justiz und da sind die gesamten Gerichte. Und die alle, die stehen erstmal pro Staat. Und da muss man erstmal gegen antreten. Und das kann man nicht so ohne weiteres. Nicht nur, weil der Staat die Militärgewalt hat, sondern auch, weil er auch über sein Rechtssystem, wie er Urteile fällt, wenn irgendwas passiert. Also wenn jetzt zum Beispiel jemand bei der Demonstration verhaftet wird. Ja, wenn die Richter pro Staat sind, ist doch eins klar, dann wird der Demonstrant, kriegt eine Strafe und Feierabend. Dann wird er doch nicht dafür belohnt, dass er demonstriert hat. Insofern ist das doch nicht anders als in allen anderen Ländern auch. Der Staat ist mehr als die Regierung. Das ist ein riesiger Apparat, wo Hunderttausende, manchmal Millionen dran arbeiten. Und die haben alle ein sehr großes Interesse daran, dass dieses System weiter bestehen bleibt. Und wir sehen, dass der Staat hier so mächtig ist im Iran, dass er innerhalb von kurzer Zeit Großdemonstrationen hervorrufen kann pro Staat. Müller. Oh Müller. Also insofern, mein Fazit ist, diese Demonstrationen, die dort sind, gegen die Regierung, die sind sowas von minimal. Die werden von der westlichen Presse und von den westlichen Politikern aufgeblasen. für ihre eigenen Zwecke, die haben aber rein gar nichts mit einer Instabilität des Systems dort zu tun. Gut, es gibt Gründe, warum es überhaupt angefangen hat, aber dann haben sich die westlichen Länder, vermutlich angeführt von USA und wahrscheinlich auch von Israel, aus bestimmten Gründen, werden das aufgeblasen haben und dann haben die Europäer sich hinterhergesetzt. Aber für den Iran selbst würde ich sagen, null Chance, dass die in absehbarer Zeit ihren Posten verlassen müssen.
Eli
Wer ist die? Du musst dich ein bisschen konkreter ausdrücken.
Gast
Die Mullahs, genau, richtig.
Eli
Naja, es sei denn, die Intervention der CIA kommt. Die haben das schon mal geschafft, den Schah ins Exil zu stürzen und sein Sohn könnte ja jetzt wiederkommen.
Uwe
Ja, das glaube ich persönlich nicht, aber da sind wir bei einem anderen Thema, nämlich was denn überhaupt passiert. Wie in globalen Strategien, das Herrn Trump betrifft.
Eli
Darauf wollte ich auch jetzt überleiten. Lieber Uwe, genau dazu wollte ich auch überleiten. Ich wollte nur zeigen, liebe Freunde, das Kontrastprogramm, das ihr sonst seht, sind eigentlich immer diffuse Aufnahmen, die man nicht verifizieren kann, von wann sie sind, was sie überhaupt zeigen. Aber sie werden immer wieder verwendet, um auf die Tränenrüse zu drücken und zu zeigen, angeblich gibt es überhaupt keinen Rückhalt in der iranischen Bevölkerung für, wer auch immer also den iranischen Staatsapparat dort eben anführt. Und wir sehen mitnichten ist das so. Ich sage jetzt nicht, dass junge Leute ganz besonders irgendwie Koryphäen sind und die Politik verstehen, aber die haben Rückhalt. Die haben Rückhalt.
Uwe
Es wird ja behauptet, dass dieser Shah Reza Pahlavi Junior sozusagen, dass der ja nun quasi zurückkommen möchte, um dort zumindest als Übergangsmonarch dann eine neue Übergangsregierung zu bilden. Das ist aber eine Behauptung, die durch nichts gestützt ist. Denn die letzte Untersuchung dazu, wie die Iraner über diesen Menschen denken, stammt von 2018 oder 2019. Da gab es mal so etwas und da waren 17 Prozent dafür.
Eli
Ja, das habe ich auch gesagt. Die meisten Iraner kennen den nicht mal. Die kennen den nicht, kein Wunder. Der ist als Kind aufgrund dieser ganzen Verwerfungen, man hat ja damals Khomeini aus Paris geholt, das war alles eine konzertierte CIA-Aktion, hat man seinen Vater, seinen Vater hier, der war doch schade, dieser hier war nämlich nie schade, lieber Uwe. Hat man also aus dem abgefegt. Der war selber, sage ich mal, hatte seine eigenen Probleme. Manch einer nennt ihn Despot, manch einer sagt, unter dem Despoten ging es Iran besser. Weiß Gott, ja, also von Assad hat man auch gesagt, das ist ein Despot, aber Syrien ging es besser. Die waren westlicher, sie waren freier, sie waren ziviler, als mit den Islamisten, denen sie danach zum Fraß vorgeworfen worden sind. Wie dem auch sei, worauf ich hinaus möchte, die meisten Iraner kennen... Reza Pahlavi nicht mal. So wenig kennen die den, dass die jetzt rufen bei ihren Demonstrationen nicht etwa den Namen Pahlavi. Das stimmt nicht mal. Die rufen, der König muss her. Der König muss her. Die haben überhaupt keinen Oppositionsführer. Und wenn es überhaupt einen gäbe, wäre es garantiert nicht dieser Typ, der 95% seines Lebens außerhalb des Irans verbracht hat.
Gast
Lassen wir das.
Eli
Kommen wir zu unserem eigentlichen Thema, lieber Uwe, und darüber will ich gerne mit dir reden. Denn es ist alles kein wunderbarer Einzelfall. Wir sehen, dass schon allein der Iran hinterfragungswürdig ist aufgrund dieser Personalie, Donald Trump. Aber insbesondere wird das klar, dass es sich hier eben doch um ein Muster ergibt, ein sehr expansives Muster eines Mannes, der offensichtlich da irgendetwas ganz Kleines in seinem Leben kompensieren möchte. Mit seinen großen Ambitionen die ganze Welt zu vielleicht erobern oder zumindest die amerikanische Vorherrschaft irgendwie auszubauen. Das ist Donald Trump. Der hat nämlich nicht einfach nur den Iran im Blick, wie wir morgen vermutlich auch sehen werden, sondern auch andere Länder. Was wir mitbekommen haben, werdet, liebe Freunde, wenn ihr dem Kanal hier folgt, ist die spektakuläre Entführung von Maduro. Ich bin kein Freund der Linken. Ich bin kein Freund der Kommunisten. Genauso wenig, wie ich ein Freund bin, liebe Freunde, des Islams, sei es der politische oder der religiöse. Aber er hat den... Das Oberhaupt, das Regierungsoberhaupt eines souveränen Landes entführt. Und zu Recht haben sich auch andere Länder im Nachgang gefragt, wenn das geht und keine Konsequenzen nach sich zieht, ja warum sollte dann nicht zum Beispiel eben die EU Putin entführen oder umgekehrt? Geht das? Ja, es geht. Solange es alle Leute einfach nur schlucken. Das war ihm aber nicht genug. Jetzt hat er nicht einfach nur den Maduro entführt und wirft ihm jetzt also Drogenschmuggel vor, was lächerlich ist, weil alle Drogen in die USA, die kommen über Kolumbien und nicht über Venezuela, aber... Der Amerikaner, der kennt außer Amerika sowieso nichts, dem kannst du alles erzählen. Wie dem auch sei, er sieht sich jetzt schon inzwischen als der Nachfolger von Maduro. Er macht schon Witze darüber, so sehr demütig, der diesen Mann und dieses Land. Es gibt einen skurrilen Eintrag, der aufgetaucht ist, bei dem sich Donald Trump bereits als eben tatsächlich Präsident von Venezuela sieht. Jetzt schon, noch bevor die militärische Boots-on-the-Ground-Invasion oder eine wirtschaftliche Übernahme begonnen hat.
Gast
Wir bleiben noch einen Moment bei US-Präsident Donald Trump und stellen die Frage, ob er sich möglicherweise jetzt auch für den Präsidenten von Venezuela hält. Denn auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte Trump einen Screenshot im Stile des Online-Lexikons Wikipedia. Und darin wird er als amtierender Präsident von Venezuela beschrieben. Anfang Januar hatte das US-Militär ja in einer Kommandoaktion den venezolanischen Präsidenten Maduro festgenommen. Der muss sich wegen angeblicher Drogendelikte in den USA jetzt vor Gericht verantworten. Und Trump will sich demnächst mit der venezolanischen Oppositionsführerin treffen.
Eli
Tja, was glaubt ihr, wer sich da durchsetzt? Die Oppositionelle? Die hast du nicht gehört? Nobelpreisträgerin da, die er sich auserkoren hat? Oder der große Donald mit seiner Donald-Doktrin? Angriffe hat er angeordnet. War spektakulär, wie er da Militärbasen über Nacht angegriffen hat und eine Entführungsaktion von dem Regierungsoberhaupt dieses souveränen Landes gleich mit. Trump ließ Maduro festnehmen und so sah das dann am Ende eben aus. Und wir haben alle gesagt, naja, ist halt so, weil es ist der Donald Trump, es wurde uns irgendeine Geschichte erzählt von wegen Drogen, Drogen, Drogen, wird schon irgendwie halbwegs stimmen und jetzt warten wir also nun auf den Prozess. Während wir uns davon noch nicht erholt hatten, hat Donald Trump gesagt, hold my beer, jetzt möchte ich mir Grönland holen. Im Übrigen beides Länder, die sehr, sehr ressourcenreich sind. Und Donald Trump möchte sich ja, Achtung, energieunabhängig machen. Das, was Donald Trump darf, was wir aber nicht dürfen. Wir dürfen nicht günstiges Gas in Russland beziehen. Wir müssen uns verpflichten, für 800 Milliarden über die nächsten fünf Jahre bei den Amerikanern teures Fracking-Gas, das auch noch umweltschädlich ist, abzukaufen. Wir in Europa, in Deutschland, wir sollen nicht energieunabhängig werden. Das gilt nur für den Friedensstifter und Weltenretter Donald. Deshalb will er auch Grönland jetzt kaufen, zur Not, mit Gewalt. Wir werden Grönland haben, Zoff, um die sogenannte Trauminsel. Also ich habe noch nie jemanden von Grönland reden hören und das als Trauminsel beschrieben gehört. Aber nichtsdestotrotz, es geht also um Grönland. Wenn wir Grönland nicht nehmen, tun es China oder Russland. Weder China noch Russland hat das über die letzten Jahrzehnte getan. Aber angeblich ist das jetzt so. Frei nach dem Motto, trust me bro, wenn Trump das sagt, dann muss es ja so sein. Und garantiert hat er ja nur friedensstiftende Absichten. Um die Ressourcen geht es ihm ja gar nicht. Um Gottes Willen, wer würde so weit denken?
Gast
Bundesaußenminister Wadephul ist offen für einen größeren Beitrag Deutschlands zur Arktissicherheit. Die richtigen Antworten dafür müssten im NATO-Rahmen gefunden werden. Das sagte er in Island, wo er einen Zwischenstopp auf dem Weg in die USA eingelegt hat und reagiert damit auch auf die andauernden Drohungen von US-Präsident Trump, der sich die Arktisinsel Grönland einverleiben will. Wadephul wird sich in Washington mit seinem amerikanischen Amtskollegen Rubio treffen und auch dabei dürften die Drohungen Trumps gegen Grönland eine Rolle spielen. Wie lange noch weht die grönländische Flagge auf der größten Insel der Welt? Geht es nach dem US-Präsidenten dann nicht mehr lange. Fast täglich wiederholt er seinen Anspruch auf Grönland. Stets mit dem Argument, dass Russland oder China sich ansonsten die Insel schnappen. Auf dem Flug nach Washington wiederholt Trump. Wenn wir Grönland nicht nehmen, dann werden das China oder Russland tun. Und das lasse ich nicht zu. Ich würde gerne einen Deal machen, das wäre viel leichter. Aber auf die eine oder andere Art werden wir Grönland haben. Die Grönländer beharren aber auf ihre Souveränität. Über ihre Zugehörigkeit zu Dänemark sind sie offiziell NATO-Gebiet. Doch der US-Präsident behauptet, die NATO, deren Mitglied die USA sind, könnte Grönland nicht schützen. Der deutsche Außenminister will ihn vom Gegenteil überzeugen. Auf seinem Weg nach Washington macht Johann Wadephul Zwischenstopp in Island.
Eli
Wadephul, der nicht mal einen Drittklässler überzeugen könnte, möchte jetzt Donald Trump überzeugen.
Gast
Erläutern, dass die Europäer künftig ihre Militärpräsenz in der Arktis verstärken wollen und damit Grönland im NATO-Rahmen besser schützen. Deutschland ist immer bereit dazu, dies auch im Bündnis miteinander zu besprechen. Und wenn sich daraus neue Herausforderungen für uns ergeben werden, wir prüfen müssen, was möglich ist dazu. wird aber auch natürlich die Meinung meines Kollegen Boris Pistorius von entscheidender Bedeutung sein. Aber wir sind jemand, der im NATO-Rahmen derartige Fragen beantwortet. Dänemark und die Grönländer müssten bei Gebietsfragen das letzte Wort haben, so Wadephul. Noch heißt es, eine US-Militäraktion auf Grönland sei wenig wahrscheinlich. Ich glaube nicht an eine amerikanische Militärinvasion. Das ist, glaube ich, jetzt etwas, das wird von Stephen Miller im Weißen Haus sehr stark in den Raum gestellt. Und da kann man jetzt eine gewisse, wie soll man sagen, Hysterie haben. Aber wir können uns doch alle mal die Frage stellen, gibt es nicht irgendwie ein Arrangement, wo wir uns alle einigen können, mit dem wir alle zufrieden sein können? Doch bislang reichen Trump weder eine größere NATO-Präsenz in der Arktis noch das Go für mehr US-Militärbasen auf Grönland. Er will die größte Insel der Welt unbedingt haben. Vermutlich liegt es eben doch auch an deren Bodenschätzen.
Eli
Vermutlich. Ist wahrscheinlich nur eine Verschwörungstheorie. Gibt es da, hat er gerade gefragt, irgendein Arrangement, mit dem sich beide Seiten abfinden könnten? Da würde ich sagen, ja, das gibt es. Das ist das Arrangement, das wir bis zuletzt hatten. Das wir jetzt aktuell haben. Das da sagt, Grönland gehört ganz offiziell zu Dänemark. Dänemark ist ganz offiziell in der NATO. Und wenn die Amerikaner einen militärischen Schlag, one way or the other, wenn die sich eben nicht kaufen lassen, gegen Dänemark vollführen, Müsste theoretisch, Artikel, Uwe, wir hatten das vor kurzem erst, 38. Fünf. Fünf, der NATO. So, müsste theoretisch also wir, alle anderen, die wir noch in der NATO sind, Krieg gegen Amerika führen.
Uwe
Ja, Beistand leisten müssen wir auf jeden Fall. Den Krieg könnte Dänemark euch alleine führen. Aber wir würden dann Stahlhelme schicken.
Eli
Ja, wunderbar. Hat ja schon in der Ukraine so wunderbar funktioniert. Trump, weil es ja immer wieder so schön heißt, nein, Gottes Willen, im Iran wird es keine Militärinvasion geben. Vorhin haben wir uns schon angeguckt. Trump möchte. Wie hat er das vorhin formuliert? Ich möchte euch ja keine Fake News erzählen. Wie hat er das formuliert? Wo hatte ich das denn? 180 Quellen. Irgendwo muss ich es finden. Da ist es. Also, morgen entscheidet er, der Friedenspräsident, über einen Militärschlag im Iran. Aber das ist eine Ausnahme, Uwe. Das ist ein Einzelfall. Das würde er niemals machen im Falle des Irans. Und garantiert würde er das niemals machen im Falle von Grönland. Trump lässt Invasionsplan für Grönland ausarbeiten.
Gast
Ganz kurz, ganz kurz, du darfst sofort. Right now we are going to do something on Greenland, whether they like it or not. Because if we don't do it, Russia or China will take over Greenland. And we're not going to have Russia or China as a neighbor. Er wirkt sehr aggressiv, der Mann. Er wirkt, wie als wenn er irgendwie schon den Kriegsgott irgendwie jemanden geopfert hatte.
Eli
Uwe, was wolltest du sagen?
Uwe
Ja, also wir sind ja im Grunde genommen bei diesen ganzen Aktionen, die ja Trump macht, immer so ein bisschen auf die Einzelereignisse fixiert, nach dem Motto, wie kann er nur, wie kann er nur. Und da kann ich nur sagen, ja, das ist eigentlich überhaupt gar nicht verwunderlich. Man müsste sich nur mal richtig informieren. Denn er hat ja im November ein nationales Strategiepapier, Sicherheitsstrategiepapier rausgegeben, das ist über 30 Seiten lang. Und in diesem Strategiepapier ist eigentlich diese ganze Monroe-Doktrin in Trumpscher Interpretation wunderbar aufgelistet. Und da steht, ich sag mal, im weitesten Sinne drin, dass er ja Amerika first natürlich machen will, aber gemeint ist damit... quasi jetzt in unseren Worten, Amerika versteht, dass sie nicht mehr stark genug sind, die Weltherrschaft alleine zu haben. Aber dann wollen sie wenigstens die westliche Hemisphäre beherrschen. Zumindest das, was um ihr Heimatländle herum ist. Und das bedeutet, dass alles, was unmittelbar an die USA angrenzt und für die USA irgendwie von Relevanz sein könnte, Da maßen sie sich das Recht der Vorherrschaft an. Das heißt, alles, was in Südamerika passiert, ist sozusagen der Vorhof von USA. Da dürfen die nicht alleine entscheiden, sondern da bestimmt die USA, was da zu sein hat. Das Gleiche gilt natürlich auch für Kanada. Kanada grenzt ja auch an die USA an. Und Trump hatte ja schon, ich glaube, im letzten Jahr erklärt, dass er eigentlich wollte, dass Kanada doch mal der nächste Bundesstaat der USA wird. Da waren die aber nicht davon begeistert, die Kanadier. Und natürlich ist es dann im Nordosten so, dass jetzt mal abgesehen von den Bodenschätzen, die sowohl in Grönland sind, als auch durch die Anrainerflächen zur Arktis, die ja auch besonders bodenschatzreich ist, auch darum geht, dass Grönland geografisch quasi im Vorhof der USA liegt. Das heißt, diese ganzen Gebiete, die sind quasi schon definiert durch das Strategiepapier von November 25, dass das alles unter Kontrolle sein muss, weil die Amerikaner wollen sich quasi einmauern. Und jetzt ist es aber nicht so, dass sie das beherrschen wollen im Sinne von, wir sind Diktatoren, sondern es ist ganz klar in diesem Papier, dass sie eigentlich eine faire Partnerschaft haben wollen. Sie wollen ein Netzwerk aufbauen, ein wirtschaftliches Netzwerk, ein politisches Netzwerk, aber unter der Anführung und der Dominanz der USA. Und in diesem Rahmen muss man auch die Aktionen sehen, die der Trump jetzt im Nahen Osten macht. Es geht ganz klar in seiner Nahost-Doktrin hervor, dass man den Nahen Osten als Unruheherd sieht, insbesondere den Iran. Und dass man eine Unterstützung für Israel haben will. Aber eigentlich möchte man sich im Nahen Osten nicht exponieren. Das heißt, wenn man dort etwas tut, dann auf keinen Fall irgendein Regime-Change, sondern nur die Unruhe zu beseitigen. Mehr nicht. Auf keinen Fall werden dort Truppen dauerhaft stationiert. Das entspricht nicht dem, was in dieser Doktrin vorgesehen ist.
Eli
Uwe, jetzt muss ich aber reingrätschen, weil jetzt sprichst du über zu viele Länder gleichzeitig. Wir waren eigentlich gerade noch bei Grönland, davor hatte ich ja nur schon Venezuela und du antwortest mit Kanada und kommst jetzt mit dem Iran. Da blicken die Leute nicht mehr hinterher. Also, lass uns mal kurz bei Grönland.
Uwe
Das gehört doch zum selben Kreis, es geht aus der Doktrine hervor.
Eli
Richtig. Nee, ich bin ja noch bei dir. Mich hast du nicht überfordert. Ich befürchte, dass du vielleicht die Zuschauer überfordert hast. Lass uns erstmal kurz Grönland abfrühstücken. Du hast nämlich was Wichtiges gesagt. Ob Grönland möchte oder nicht, wird es also eingenommen. Und vermutlich geht es nicht nur darum, irgendwie eine amerikanische Brickszone einzuführen, die sie sich bei den Russen abgeguckt haben. Es geht in allererster Linie darum, Vormachtstellung, geografische Position nutzen, geografische Vorkommnisse natürlich ausbeuten. Fast so wertvoll wie Nvidia, immerhin also die teuerste Firma auf diesem Planeten. So viel müsste Trump für Grönland zahlen. Und du wirst es mitbekommen haben, es gab ja sogar eine Nachricht, dass er bereit ist, 100.000 Dollar pro Kopf zu bezahlen. Ja, bis zu. Ja, pro einen Einwohner von Grönland. Bis zu 100.000 Dollar pro Kopf möchten die USA den 56.836 Grönländern anbieten, wenn sie einem den zustimmen. Das wären rund 5,68 Milliarden Dollar. Das ist ja Portokasse. Viel wichtiger ist es, wie viel da, ja, Immobilienanalyse zu Grönland, lieber Immobilienanalyst, ja, wie viel also dort, die, ja, allein das Gebiet wert ist, geschweige denn, was unter den Gebieten liegt, also unter den, in den, wie sagt man das, in den Bodenschätzen.
Uwe
Ich glaube, drei Billionen waren das, ne? Das ist in der großen Ordnung.
Eli
Ich habe sowas ähnliches gelesen, das sind sogar 4, Moment, das sind noch die Milliarden. Rechnet man das über 50 Jahre, geht das hier irgendwie hoch, hoch, hoch, hoch, hoch. Ich habe auch irgendwo was mit Billionen gelesen. Lass mich mal kurz... Da ist es, ganz unten. Christoph Schenk zu Bild. Für bekannte Ressourcen, und das sind nur die bekannten Ressourcen, Venezuela war auch ein armes Land, das man vor 30 Jahren die größten weltweit Ölreserven der Welt gefunden hat. Vor 30 Jahren. Christoph von Schenk zu Bild. Für bekannte Ressourcen zu Marktpreisen wird eine Größenordnung von bis zu 3,76 Billionen Euro genannt. Das entspricht ungefähr dem siebenfachen Bundeshaushalt. Es wären mehr als der Börsenwert von Apple, knapp 3,3 Billionen Euro, aber weniger als der momentan wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt, 3,9 Billionen Euro, Nvidia. Unfassbare Summen, die im Raum stehen. Was sagst du denn als Immobilienbewerter dazu?
Uwe
Ja gut, das ist ja schwierig mit dem Bodenschätzen das zu schätzen, weil man kann zwar das mit entsprechenden Methoden, also Luftmessung, Bodenmessung kann man das schon ungefähr abschätzen, aber wie hoch die Explorationskosten dann tatsächlich sein werden, das weiß kein Mensch. Aber nichtsdestotrotz, irgendwer muss es schätzen und ich sage mal, das kann ich mir durchaus vorstellen. Diese Größenordnung wird natürlich eine Trump oder die USA nicht leisten können. Wenn wir daran denken, dass die fast 40 Billionen US-Dollar Staatsschulden haben und eigentlich sparen wollen, wie wollen sie jetzt Grönland für 4 Billionen US-Dollar kaufen? Also das können sie nicht. Sprich, sie werden in jedem Fall einen Deal mit Grönland machen müssen. Und Dänemark wird sich nicht mit den USA wirklich anlegen. Die anderen NATO-Länder auch nicht, weil ohne die USA ist die NATO nur ein Papiertiger und kann gar nichts machen. Und insofern wird man mal schauen, was der Trump dort für einen Deal machen wird. Eins ist gewiss. Er wird da für 57.000 Leute nicht ein einziges Schiff hinschicken, weil es ja nicht darum geht, das Land militärisch zu erobern, sondern es geht ja darum, die Verfügungsgewalt darüber zu haben. Und da werden die schon irgendetwas ausknubbeln.
Eli
40 Billionen. 80... Milliarden? Ja. 338 Millionen 863.003 US-Dollar. Ihr seht ja gar nicht die ganze Zahl, die passt gar nicht auf den Bildschirm. Hier, jetzt 40 Billionen. Das ist die Schulden der Amerikaner. Allein jetzt, geschweige denn nächstes Jahr. Vielleicht auch deshalb eine Art Deal, den er ja machen möchte, wenn er bei der Weltbank noch einmal... was war es vorhin, 5 Billionen zusätzliche Schulden machen kann, dann erhofft er sich, dass er eben darüber durch die Exploitation der Ressourcen einiges davon eben wird zurückbezahlen können. Mehr als die Schulden, die er aufgenommen hat und die Zinsen, die er darauf leisten will. Oder möchte. Wie dem auch sei, das möchten natürlich viele. Und Fakt ist, eigentlich ist er vollkommen blank, vollkommen pleite. Dieses Land ist, wie richtigerweise hier geschrieben wird, am Abgrund. Und gemeint ist in dem Fall die USA. Und wie weit die ihrem moralischen Abgrund entgegenkommen wollen, sieht man auch daran, dass das alles keine Einzelfälle sind. Wir haben es vorhin erwähnt, wir rekapitulieren. Eben gerade waren wir noch bei Grönland. Vorhin haben wir uns Venezuela angeguckt. Angefangen, liebe Freunde, hat alles mit dem Iran, auf den die ja auch schon Ansprüche stellen. Aber, liebe Freunde, wenn ihr denkt, das reicht Donald Trump, dann haltet euch vor Augen. Er droht jetzt auch noch Kuba. Marco Rubio, der ja spanische Wurzeln haben soll, der soll angeblich dort jetzt übernehmen. Das ist für den Moment natürlich nur ein Gerücht. Das ist so zum lächerlich machen, bla bla blub. Aber warum nicht eigentlich auch? Monroe-Doktrin macht's möglich. Kuba ist wirklich halt im Golf von Amerika. Er hat ihn ja extra darauf umbenannt. Und jetzt stellt er da eben Ansprüche. Die Kubaner sagen, die werden Irland bis zum letzten Tropfen Blut verteidigen. Aber das ist ihm ja egal. Und das ist alles kein Einzelfall, weil er droht jetzt auch noch Mexiko. Das ist alles diese Tage, liebe Freunde, alles parallel. Er droht Mexiko, weil er weiß ja, dass darüber tatsächlich die Drogen kommen in die USA und das ganze Fentanyl. Weshalb er aber unpraktischerweise gerade den venezolanischen Präsidenten inhaftiert hat, weil er dem dasselbe vorwirft wie Mexiko. Wie dem auch sei, und die sind natürlich ein großes Land, aber gegen Trump können sie vermutlich auch nicht anstinken. Mexiko-Präsidentin telefoniert mit Trump, in der Hoffnung zu deeskalieren. Kommt einem bekannt vor, habe ich irgendwie im Zusammenhang mit Iran schon mal gehört heute. Aber das Problem ist, sie lehnen sein Angebot ab. Das da ist, er kauft jetzt auch noch Mexiko ein, mit Geldern, die er nicht hat. Und das Problem ist jetzt, sie sagt zwar Mexikos Präsidentin, Sheinbaum heißt die Dame wohl, dass die für eine engere Sicherheitszusammenarbeit mit den USA bereit sind. Das ist es, dieses Friedensangebot, der Kompromiss, den auch der Iran jetzt gerade sucht. Aber der Donald, der hat sich das jetzt in den Kopf gesetzt und jetzt hat er also offensichtlich auch einen Blick geworfen auf Mexiko. Ach nee, Kanada. Kanada, Mexiko, Venezuela, Kuba, Iran, Grönland. Und es ist erst Januar.
Uwe
Ja Eli, das ist genau was ich sage. Es entspricht genau den Zielsetzungen des Strategiepapiers, eben Ordnung im eigenen Hinterhof zu machen. Und bei Venezuela ist der Hauptgrund natürlich einmal das Öl, jetzt rein von der wirtschaftlichen Seite. Und das andere ist aber eben, dass die Chinesen dort anfingen sich festzusetzen. Und er will China aus seinem Verwaltungsbereich raus haben. Und auch die Russen, die eben in Venezuela ja die militärische Ausrüstung geliefert haben. Und insofern war also der vorgeschobene Grund, den er erklärte mit dem Drogenhandel, der Drogenhandel in Venezuela hat ja keinen Exportweg oder Handelsweg in die USA, sondern vielmehr nach Europa. Das heißt, die Europäer, die hätten ja viel mehr Grund gehabt, eine Maßnahme zu machen als die USA. Für die USA ging es nach meiner Meinung eben um Bodenschätze, nämlich Öl. Wobei das Öl in Venezuela schwer zu bewerkstelligen ist. Das hat bestimmte geologische Gründe. Also so leicht ist das da nicht. Deswegen sind ja auch die Ölfirmen, die jetzt da freie Hand haben, gar nicht so begeistert dahin zu gehen, die amerikanischen. Aber die Chinesen und die Russen haben auch nichts unternommen. Also das muss man auch mal Jetzt mal so als Nebenbemerkung, Eli, diese ganze Kommandoaktion in Maduro zu entführen, das mag zwar alles militärisch präzise geplant sein, angeblich, aber wir wollen doch nicht im Ernst glauben, dass die Chinesen und Russen, die da in dem Land auch selber sitzen, dass die nicht dazu in der Lage gewesen wären, Ja, die Venezuelaner rechtzeitig zu warnen und entsprechend auszustatten und die Angriffstaketen und Hubschrauber zu bekämpfen. Das heißt, die haben ja auch nichts gemacht. Also die haben es auch geschehen lassen nach dem Motto, wir wollen da eigentlich nichts Größeres draus machen. So und das wiederum. Deutet darauf hin, dass wir hier in einer viel größeren Dimension denken müssen. Wir müssen mal wegkommen von diesem, oh die armen Iraner, oh die armen Venezuelaner, oh die armen Mexikaner. Sondern hier wird Geostrategie gemacht. Das ist meine Spekulation. Das ist so ein Deal, den der Trump vielleicht auch mit dem Putin ausgehandelt hat. Nach dem Motto, wir drehen das mal so, dass du... Mit der Ukraine so ein bisschen deine Vorteile hast, aber dafür musst du mir bitte Südamerika geben. Ja, da wo du drin bist, bitte raus und Feierabend. So, das heißt, die Dinge, die fügen sich schon zusammen, wenn man mal die Strategiepapiere beguckt, wenn man mal guckt, was für Übergabe. geordnete globale Interessen, die verschiedene Machtblöcke haben. Also Russland will sich nicht noch irgendwo anlegen. Russland will auch nicht noch irgendwo Truppen im Iran stationieren, um dort für Ruhe zu sorgen. Die haben andere Probleme. Das heißt, die haben da auch kein Interesse dran. Und insofern glaube ich, dass diese Vorgänge, die uns hier alle so verbluffen und die angeblich ja gegen das Völkerrecht verstoßen, was sie formal ja auch tun, dass die eigentlich machtstrategisch relativ logisch sind. Und da werden wir noch einige andere Sachen vorhersagen können, die dann insbesondere in Südamerika passieren werden.
Eli
Weil du es gerade ansprichst. Ein Journalist aus Südamerika, er heißt Pepe Escobar, hat geglänzt mit einer Recherche, die in dieselbe Kerbe schlägt wie auch dein Vortrag eben gerade. Er spricht nämlich von einem russischen und chinesischen Vorwissen zur Entführung von Maduro und sagt, dass dieses Vorwissen sehr, sehr plausibel ist. Zitat. Der Journalist Pepe Escobar ist bestens vernetzt mit den wichtigsten Regierungen der BRICS und des globalen Südens. Zuletzt habe ich ihn gesehen bei der... Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova. Der Journalist Pepe Escobar ist bestens vernetzt mit den wichtigsten Regierungen der BRICS und des globalen Südens. Escobar, der kommt aus der Gegend. Der Name ist Programm. Also nicht, weil er jetzt Verbindungen hat zu Pablo Escobar. Das ist einfach ein gängiger Name dort. So, er sagte am 12. Januar heute in einem Interview, es ist sehr, sehr plausibel, dass Russland und China es wissentlich zuließen, dass Trump einen gigantischen Fehler mit der Entführung macht. Naja, ob es ein gigantischer Fehler ist, weiß man noch nicht, das ist jetzt schon seine Interpretation, aber dass die eben Mitwissen hatten. Immer auf ein Interview, bla bla bla bla. Gut, der Rest ist Heiko Schöning, ist jetzt vollkommen egal. Aber Uwe, das ist genau der Punkt und andere machen den ebenfalls. Ich habe auch nicht daran gedacht, dass man so einen Power-Move, sei es eben im Iran oder sei es... In Venezuela, dass man das macht, ohne sich miteinander abgesprochen zu haben. Und genauso wie ich ja gestern auf den Trichter gekommen bin, dass da mehr im Busche sein muss, weil vor Iran sich der ukrainische Präsident und Bibi Netanyahu getroffen haben, habe ich mich gewundert, warum im Vorfeld von Venezuela Trump und Putin telefoniert haben. Man hätte ja meinen können, es ging um die Ukraine. Aber wenn man diesen Gedanken weiterdenkt, dass es nicht wirklich eben um die Ukraine ging, sondern eben um den Iran. Ja, warum soll es dann nicht auch bei diesen Telefonaten um ganz andere Dinge gehen, als das, was wir vordergründig gerade von den Medien im Prinzip als Politlandschaft ausgebreitet bekommen. Während wir alle in die Ukraine gucken, machen die im Hintergrund Venezuela klar. Und was du gerade beschreibst, macht vollkommen Sinn. Er sieht ja, der Donald Trump, die Bricks laufen mir hier so ein bisschen das Wasser ab, graben mir hier das Wasser ab, laufen mir den Rang ab, was auch immer das Sprichwort ist. Jetzt will er das selber haben. Er sagt, okay, kein Stress, Ihr habt eure Bricks schon. Kann ich jetzt nicht gegen anstinken. Was finden wir für eine Lösung? Ich bashe nicht zu doll rein in die Ukraine. Ich tue nur so. Gott sei Dank ist der Iran für Russland ja nur eine Ablenkung. Selenskyj ist damit gleichzeitig ruhig gestellt, meint, er habe jetzt also mein Ohr. Der Typ hat eh von nichts eine Ahnung. Soll er doch mit den Eiern schaukeln gehen? Das kann er gut als Schauspieler. Und gleichzeitig machst du also dein Ding in der Ukraine. Ich stehe dir nicht allzu doll im Weg. Du hast ja ohnehin schon deine Bricks. Bitte, bitte, bitte, dafür, dass ich da jetzt nicht noch mehr Milliarden reinbuttere und dich sinnlos nerve und nochmal 100.000 mehr Russen sterben müssen, auch 2026, haben wir einen Deal gemacht. Ich mutmaße jetzt, das ist hundertprozentige Spekulation, dass er zum Beispiel mit Putin und mit China ausgemacht haben wird. Sie geben ihm, also China und Russland geben Donald Trump Venezuela. Und erheben auch keine allzu großen Ansprüche, wenn er dann früher oder später nach Kanada möchte, vielleicht ja sogar bis hin zu nach Grönland. Weil er sagt, naja, die haben ja eh die Bricks, die haben eh die Potenten und die Reichweiten starken und die ressourcenreichen Ländereien. Soll doch der Amerikaner, wenn er uns schon entgegenkommt, auch ein bisschen irgendwie Großmacht spielen können. Wir sitzen ja eh am längeren Hebel.
Uwe
Ja, also auf jeden Fall hätten Russland und China nichts dagegen, wenn sich die NATO am Beispiel Grönland zerstreitet. Also das müssen wir mal ganz klar sehen, dass das für die überhaupt gar kein Problem ist. Beide Länder nicht, aber Russland hat ja selbst große Flächen in der Arktis. Also ob die jetzt darauf angewiesen sind, auf Grönland sei mal dahingestellt, die brauchen das glaube ich nicht. China ist andersrum orientiert. Und insofern ist Grönland für diese beiden Länder, glaube ich, nicht wirklich ein Thema, sondern ganz im Gegenteil. Russland kann alles nur lieb sein, wo die Europäer und die NATO-Länder sich untereinander zerstreiten und zerfleischen und sei es eben Grönland. Mit Kanada denke ich, das könnte... eher auch ein Schuss in den Ofen werden, wenn der Trump das zu gewaltsam durchzieht, weil es auch seinen Doktrinen widerspricht, die Dinge dauerhaft gewaltsam zu lösen. Er möchte ja eigentlich das auf eine partnerschaftliche Weise haben, aber zu seinem Vorteil, zu US-Amerikas Vorteil. Das kann aber nicht funktionieren, wenn er seine Partner systematisch unterdrückt und entrechtet. Also insofern kann er die Kanadier nicht wirklich zwingen, weil dann werden die eben nicht gehorchen. Und das wiederum macht dann für seine Doktrine einen schlechten Eindruck. Und darum wird er immer nur solche Nadelstich-Operationen machen, so wie wir es bei Maduro gesehen haben. Rein, raus. Und das wird er vielleicht bei anderen Ländern, wenn es dann in Kolumbien geht, die Drogenkartelle stillzulegen, wird er es ähnlich machen. Da werden dann vielleicht ein bisschen größere Aktionen gemacht werden. Und dann werden dann zwei, drei Kartelle verhaftet und hingerichtet oder sonst nicht was. Entweder direkt im Dschungel oder aber die werden dann auch in den USA ausgeflogen. Und irgendwann mal Schluss mit lustig. Und dann sind wir dann im Grunde genommen auch schon wieder beim Iran, weil da stellt sich ja die Frage, was soll denn da jetzt als nächstes passieren? Was wird denn Trump morgen verkünden? Ob wir das vielleicht sogar vorhersagen können?
Eli
Also Prognosen sind ja in der Regel schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. Aber vielleicht hast du ja das glückliche Händchen. Lass mich mal ganz kurz meine Präsentation zum Abschluss bringen. Ich habe nur noch drei Folien und dann können wir gerne zusammen spekulieren. Vielleicht ja auch im Bonusteil, falls wir falsch liegen sollten, kriegen es dann weniger Leute mit. Gut, zum Abschluss, liebe Freunde. Wir haben natürlich in dieser ganzen Sache, falls ihr euch fragt, wo bleibt denn eigentlich Deutschland bei dieser ganzen Sache? Überhaupt nichts zu melden. Falls das noch irgendjemanden überraschen sollte, Wadephul Deutschland. Klingbeil, der Kanzler von Deutschland und auch Friedrich Merz, der Kanzler-Darsteller von Deutschland, wir holen uns nur Befehle ab. Wir werden in dieser ganzen Rolle, in diesem Schauspiel bestenfalls die Rolle des Statisten übernehmen. Nicht etwa die Entscheider, so wie Modi, bei dem jetzt gerade eben der Friedrich Merz ist, oder eben Xi Jinping in China oder Putin, sondern wir werden eben bestenfalls Bittsteller sein. Das ist alles, wofür wir gut sind. Ach ja, und zum Bezahlen der Ukraine, weil wir blöd genug sind und es mit uns machen lassen. Vor Außenministertreffen klare Kante gegen Trumps Territorialansprüche. Sei es jetzt Grönland oder Kanada oder Kuba oder Mexiko oder Venezuela oder der Iran. Aber dann, und das ist das Allergeilste, Uwe, ich hoffe, du hältst die Schlüppi fest. Das ist ja mit wem er sich eigentlich getroffen hat, der Wadephul. Wir haben ja vorhin schon gehört, keiner hatte für ihn Zeit. Wartefuhl trifft den Weltbankpräsidenten. Weil Krieg in allererster Linie, liebe Freunde, ein Geschäft ist. Die Banken, liebe Freunde, sie haben nicht einmal auf diesem Planeten, sondern eigentlich könnte man fast sagen, fast jedes Mal, mindestens im 20. Jahrhundert, Kriege finanziert. Sind damit auch der entscheidende Faktor darüber, ob ein Land überhaupt Krieg führen kann. Werden als allererste konsultiert, bevor ein Krieg in Anführungszeichen in Auftrag gegeben wird. Und ja, die meisten Kriege werden in Auftrag gegeben, genauso wie die meisten Revolutionen. wenn das Volk sich erhebt. Und was soll ich euch sagen? Der Wadephul macht klare Kante gegen Rubio, kriegt eine halbe Stunde einen Termin, kriegt seine Stichpunkte vorgetragen, dann trifft er sich mit dem Weltbankpräsidenten oder vor dem Gespräch sogar noch mit Rubio. Da geht es um Grönland, Iran, Ukraine, Gazastreifen, Kuba, Mexiko. Die Liste lässt sich ewig fortsetzen. Der Hunger von Donald Trump, der scheint unstillbar. Und wir, wir sind dann damit ruhig gestellt. Wir haben nichts zu melden. Denn siehe da, nach diesem Gespräch, trotz Trumps Annexionsdrohungen, kennen wir auch schon gerade aus Mexiko oder eben aus dem Iran, trotz Trumps Annexionsdrohungen, Wadephul betont bei Grönland gemeinsame Interessen mit den USA. Man schwingt schon ein auf den Kurs von wegen, was auch der Friedrich Merz vorhin bei den Iran gemacht hat. Wir verurteilen das, sind aber größtenteils auf der Seite der Amerikaner. Wir haben da gar nichts zu melden. Wir haben da nichts zu entscheiden und von unseren Entrüstungsorgien werden die sich nicht beeindrucken lassen. Also könnt ihr alle stecken lassen, eure weltweiten Proteste im Punkto des Irans, mit denen wir heute begonnen haben. Weltweite Proteste, erinnert euch zurück. Solidarisierung, Eli, wie kannst du nur? Du hast keine Solidarität mit dem iranischen Volk. Leute, wenn ihr es bis jetzt echt immer noch nicht begriffen habt, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen. Das hier, liebe Freunde, ist eine Massenpsychose. Diese weltweiten Proteste erinnern schon an Black Lives Matter und den ganzen anderen Schwachsinn, den die politisch Indoktrinierten uns alle andrehen wollten. Genau dasselbe erleben wir jetzt gerade auch als eine Massenhysterie in puncto Iran. Und wer da nicht extrapoliert und sagt, während ihr euch noch über den Iran aufregt, holt er sich Kuba, holt er sich Mexiko, holt er sich Venezuela, macht er Kanada klar und am Ende auch noch Grönland, Der hat den Schuss nicht gehört. Und das Geilste ist, lieber Uwe, das muss man ihm aber wirklich zugute halten, aber bitte noch nicht alles jetzt gleich bei deinem Abschlussstatement verraten, weil das machen wir im Bonusteil. Du willst ja eine Prognose geben. Der Donald mit seiner Donald-Doktrin, fairerweise muss man sagen, Ehre wem Ehre gebührt, er macht das, ohne dass ein einziger Schuss fällt. Vielleicht hier und da eine Bombe. Aber noch kein Boots on the Ground. Also de facto ist er noch der sogenannte Friedenspräsident, aber langsam kaufe ich ihm den Scheiß nicht mehr ab.
Uwe
Ja, also ich stimme dir zu, dass der Donald schon eine ganz merkwürdige Stilblüte ist. Der es schafft, alle Konventionen zu brechen. Der den Eindruck eines Irren macht, als ob er nicht wüsste, was er tut. Und der aber doch eine ganz klare Strategie hat. Und die Strategie ist aber relativ simpel. Und wenn man das einmal begriffen hat, dann fällt es auch nicht so schwer, seine Verhaltensweisen zu verstehen. Ja, und insofern denke ich, man kann schon mit ihm gut umgehen. Man weiß, dass er ein Poltreißer, dass er ein Großkotz ist, dass er nur die Hälfte von dem macht, was er behauptet. Aber dass er im Hintergrund trotz aller scheinbaren Unzuverlässigkeiten, aller scheinbaren Lügen, und Falschaussagen hat er eine klare Strategie und die zieht er durch. Und zwar gegen jeglichen Widerstand. Warum? Weil er es kann. Weil er das tut und das öffentlich macht, was schon immer das Wesen von Politik war, nämlich Gewalt zu verwenden, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Nur früher hat man das gemacht mit einem Ja, ich sage mal mit Pfeil und Bogen und mit einem Hammer. Und heutzutage macht man das dann theoretisch mit Diplomatie. Naja, die Zeiten sind auch vorbei. Unsere Europäer brauchen ja auch keine Diplomatie mehr. Die kennen ja immer nur eine Antwort. Sanktionen. Und vergessen ganz dabei, dass sie, wo sie doch so rechtsstaatlich sind, dass Sanktionen völkerrechtswidrig sind. Das heißt also, diejenigen, die ständig völkerrechtswidrige Sanktionen rund um den Globus verteilen, werfen dann anderen vor, dass sie das Recht brechen. Das ist ja schon eine besondere humoristische Anekdote mit Dauerbrenner-Modus.
Eli
Uwe, dass er das jetzt auf diese Blitzart und Weise macht, dass es dieses Jahr wirklich so schnell zur Sache geht, deutet das darauf hin, dass der 2026 wirklich halt in Anführungszeichen für sich klar machen möchte und dass seine Präsidentschaft 2025 vielleicht genau der Vorbereitung von dieser Invasion, diesem Invasion-Blitzkrieg gewidmet war?
Uwe
Naja, also man muss ja eben begucken, dass die amerikanischen Präsidenten haben ja nach zwei Jahren eben die Midterms. Dann geht es ja schon wieder quasi in den Wahlkampf. Und die Beliebtheitsgrade sind ja in der ersten Zeit noch gut. Und ab den Midterms wird das meistens traditionell schlecht. Das heißt, er muss ja Erfolge vorlegen und er hat ja doch erheblichen Widerstand im eigenen Land. Er muss ja gegen den Deep State ankämpfen, er muss gegen die ganze Wokeness ankämpfen, oder zumindest will er das. Er muss gegen die Demokraten kämpfen. Mittlerweile gibt es ja auch schon wichtige Gerichtsurteile gegen ihn. Gegen die Notenbank. Er hatte also 1000 Fronten allein im Inland und er ist 79 Jahre alt und nicht ganz gesund. Das heißt, er weiß, seine Zeit ist bald abgelaufen und wahrscheinlich wird er die nächste Präsidentschaft gar nicht mehr erleben oder nicht mehr gesund genug sein, um da zu kandidieren. Also muss er, wenn er, ja ich sag mal, Sein Amt beendet. Will er was auf seiner Biografie stehen haben und sei es den Friedensnobelpreis und wenn er den schon nicht kriegt, dann mindestens, dass er Amerika wieder groß gemacht hat. Also insofern rein aus persönlichen Gründen steht er schon unter Zeitdruck. Die 40 Billionen Schulden, die glaube ich, sind nicht das Problem. Denn als es nur 5 Billionen waren, hat man auch schon vom Ruin von Amerika geredet. Und das redet man jedes Jahr aufs Neue. Da aber Amerika vorerst immer noch einer der größten Währungseinheiten der Welt ist, wird alles andere vorher untergehen, bevor Amerika untergeht.
Eli
Gut, insofern gibt es ja einen triftigen Grund zu spekulieren, dass er morgen da vermutlich durchgreift. Offensichtlich ist Geld ja für ihn kein Faktor und militärische Stärke hat er aus dem Arsch. Keiner traut sich ihm entgegenzutreten, zumindest wirkt das so von außen. Auf jeden Fall nicht Deutschland oder die EU. Wir haben da eben nichts mitzuerzählen. Und deshalb haben wir guten Grund, eben nach morgen zu blicken und deiner Prognose entgegen zu blicken, die du uns gleich im Kanalmitglieder-exklusiven Bereich mit auf den Weg gibst. Was, was um Himmels Willen der Donald Trump nun also vielleicht im Iran machen könnte. Und bei der Gelegenheit würde ich dich also auch befragen, was er nun mit Venezuela vorhat. Vielleicht hast du da ja auch eine gute Spekulation. Wir machen das mit den Kanalmitgliedern im Bonusteil. Liebe Freunde, das wird dann Kanalmitglieder-exklusiv. Und wenn ihr dazukommen wollt, dann müsst ihr bitte jetzt seine Kanalmitgliedschaft abonnieren. Abschließen.
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln, die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Trump greift zu | Iran, Grönland, Venezuela, Mexiko, Kuba | Weltzugriff“, Die Welt Klar Sehen, 13.01.2026.
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Gespräch zwischen Uwe Loose und Eli über die parallelen Machtvorstöße Donald Trumps in Iran, Grönland, Venezuela, Mexiko und Kuba und die dahinterliegende Monroe-Doktrin-Logik aus dem US-Sicherheitsstrategiepapier.
