Olympia als Bühne | Von Paris 2024 zu Mailand 2026 | Wertekrieg 202607.02.2026
Abschrift
Abschrift des Videos vom 07.02.202630 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Und jetzt, lieber Uwe, sind wir, warte, einen Klick muss ich noch machen, ganz live. Und ich gehöre ganz dir. Es geht darum, was deine persönlichen Highlights gewesen sind. Es geht darum, was dein persönlicher Eindruck gewesen ist. Es geht darum, was kommuniziert worden ist. Und vielleicht bringst du es ja jetzt wenigstens im Nachgang, wenn du dein Resümee dein Großes ziehst, den Vergleich zu Olympia-Sommerspiele vor zwei Jahren in Paris. Ich weiß, du hast da ja ein bisschen was vorbereitet. Wenn du magst, kannst du es mir auch rüberschicken. Ansonsten kann ich dir auch die Kontrolle geben, ganz wie du willst. Ja, also ich fange erstmal hier an, bevor wir dann den Vergleich mit Paris machen, 2024. Also hier ist eben auffällig gewesen, dass die ganze Veranstaltung nicht nur winterspielmäßig kleiner ist als die Sommerspiele, das ist klar. sondern dass es ein bisschen improvisiert wirkte. Sowohl die Schaubühne, die wir die ganze Zeit gesehen haben, war relativ klein, auch die Halle mit 14.000 Gästen war relativ klein. Wir haben gehört, dass es mit den
Veranstaltungsorten so gewisse Probleme gegeben hat, obwohl die Hälfte schon stand, oder ein Teil jedenfalls in den Bergen, sind sie doch nur zur Hälfte fertig geworden. Also sprich, es ist so ein bisschen italienisches Patchwork, was die dort gemacht haben. Es hat schon ein bisschen was, ich sag mal, Charmantes an sich. So ein bisschen wie man sich die Italiener vorstellt, laut gestikulierend, ja, und dann aber beim gestikulieren vergessen noch was zu tun. Ja, das kann man sich schon gut vorstellen. Ich würde mal sagen, am Anfang fand ich die Mariah Carey, die fand ich ziemlich schwach. Die hat mir überhaupt gar nicht gefallen. Was sie insgesamt ja gut gemacht haben, ist, dass ständig mal irgendwer gesungen hat. Das fand ich dann teilweise ganz nett. Die Präsentationen fand ich am Anfang ein bisschen schwach. Da stimme ich deiner Einschätzung zu. Das wirkte irgendwie so ein bisschen zu neuzeitlich, zu digital, zu robotermäßig. Das finde ich persönlich nicht so gut.
Insgesamt waren die Präsentationen auch eher auf Sparflamme, also ein bisschen rumgetanzt. Das ist natürlich etwas, was jedes Ballett auch kann. Da braucht man nicht unbedingt Olympia für feiern, um Ballettkonfigurationen zu sehen. Also wir haben diese Problematik mit den weit verlegten Orten. Also hier zum Schluss hätte man jetzt gerne, weil ja zwei Flammen gleichzeitig entzündet werden sollten und und und, da hätte ich gerne beide Zeremonien auch gleichzeitig gesehen, zum Beispiel in einem Splitscreen, haben sie ja nicht gemacht. So, dann diese Comedy-Einlagen fand ich weitestgehend überflüssig, auch wenn sie natürlich insgesamt das ein bisschen aufgeheizt haben oder aufgelockert haben. Der Fünf-Ringe-Tanz war ein bisschen mysteriös. Ich springe jetzt noch ein bisschen, weil ich versuche mehrere Themen hier spontan zusammenzufassen. Ja, also auch die 100-Jahres-Rückschau war auch eher ein bisschen hemmsärmelig. Also das Ganze kam mir so ein bisschen vor wie Olympia für Arme. Wir haben es versucht, das Beste, was wir machen konnten, aber besser konnten wir es nicht. Nichtsdestotrotz habe ich für mich persönlich so den Eindruck, dass mir das eigentlich ganz gut gefallen hat. Bis auf die zu modernen, zu...
den digitalen Einheiten. Auch das Mysteriöse am Anfang, wo es mehr in der Finsternis war, wo man fragt, wo soll es hin? Wie schon gesagt, das kann ich als künstlerisch-dramaturgisch betrachten, nach dem Motto, wir haben hier eine Drei-Stunden-Sendung und dann soll es Schritt für Schritt ein bisschen heller, ein bisschen fröhlicher werden, von der Winterzeit in die glorreiche Zeit des olympischen Geistes. Das ist insofern für mich durchaus noch nachvollziehbar. Was ich ganz gut fand, war, dass hier keine, ich sag mal, großartigen Symboliken im politischen Bereich gemacht wurden, bis auf einiges, was in den Reden drin war, oder insbesondere auch in den Kommentaren des ARD. Aber ansonsten haben die sich doch sehr auf, ich sag mal, die italienische Sichtweise beschränkt. Und diese italienische Sichtweise, Harmonie, ist eben dann doch vielleicht etwas ganz Spezielles. Harmonie mit sich, der Innenwelt, der Außenwelt, mit der Natur, Stadt und Berge. Man kann sich das natürlich ein bisschen schön wünschen und schön reden, aber ich glaube, man muss dann auch bedenken, dass die Italiener eh da nicht ganz so strikt sind, wie wir Deutschen das oftmals denken. Also insofern hat das schon so ein bisschen auch einen sympathischen Aspekt.
Bei den Reden, um mal da hinzukommen, also der Einmarsch war natürlich monoton, das ist ja immer so, dass es eher ziemlich langweilig ist, dann stundenlang. Bei den Reden von dem italienischen Präsidenten, also dem NOC-Präsidenten, dem Nationalen Olympischen Komitee, da wurde das tatsächlich nochmal betont. Eben dieser Spirit Italiano, der italienische Geist, dass eben aus der Tradition Italiens und natürlich auch aus der Tradition Olympias dann eben die Flamme geboren werden soll. Solche Reden, Tradition, Vergangenheit, das wäre in Deutschland ja fast schon gar nicht denkbar, weil solche Begriffe sind bei uns ja schon völlig verbrämt, die gelten ja schon als radikal. Und in Italien sehen wir doch, dass selbst bei einem so globalen internationalen Ereignis immerhin doch ein Nationalismus oder Tradition dargestellt wird.
Also aus der Harmonie hatte ich gesagt, hat ja so zwei Seiten eben Ordnung und dann eben die Unterordnung auch. Und hier wurde es dann positiv konnotiert, nämlich die gemeinsamen Werte. Und welche gemeinsamen Werte das waren, hat ja dann die EOC-Präsidentin im Grunde genommen gesagt. Nämlich das, was ja jeder EOC-Präsident bei jeder Olympiade sagt. Wir beschwören den Geist Olympias und hier eben die Menschlichkeit des Menschen. Ja, das ist schon alles sehr nett, da kann man nicht anders meckern. Andererseits muss man sagen, es war auffällig, dass... so national und so traditionell sie waren, so wie sie auch den Gemeinschaftsgeheimnis angesprochen haben, die immer stillschweigend eben diese zwei Länder, Russland und Belarus, in ihrem Gedankengut quasi gar nicht drin hatten. Aber ich möchte denen das noch nicht einmal ankreiden, weil es ist ja jetzt die erste Olympiade, wo zumindest Russland dort auch mal mitmachen kann, wenn auch nicht unter eigener Flagge und nicht mit eigener Nationalhymne. Und das ist ja ein Teilerfolg. Also ich könnte das mir auch so interpretieren im Gesamtkontext.
dass Italien tatsächlich die Tür öffnet, oder nicht Italien, sondern überhaupt das IOC, eben doch wieder dem Sport mehr Priorität zu geben, als das vielleicht in den letzten Jahren der Fall gewesen ist. Das würde mich also gar nicht wundern, wenn dann bei der nächsten Olympiade Russland dann doch vielleicht nicht unbedingt mit voller Delegation, aber mit einer Teildelegation, vielleicht auch nicht mit vollen Rechten, aber mit Teilrechten oder höheren Rechten als jetzt, wieder mitmischen kann. Was mir natürlich sehr gut gefallen hat, war die Arie von Bocelli oder das Lied von Bocelli. Dann wurde es ein bisschen wieder, ich sag mal, war ja quasi der unterhalterische Höhepunkt für mich, der Bocelli. musikalisch war das wirklich ein Highlight. Und dann wurde es aber gleich rapide schlechter. Dann kam diese komische Menschenmasse, dann kam die Friedentaube, dann kam die Charlize Theron, die was vom Frieden erzählte, dann kamen die ganzen Friedensbotschafter. Also da haben wir auf einmal tatsächlich einen politischen Teil drin gehabt, der irgendwie darauf Wert legen musste, dass man ja allen Menschen, die irgendwo geflohen sind oder benachteiligt sind oder sonst etwas, auch noch Raum
geben musste. Das hätte man sich nach meiner Meinung sparen können, aber in Anbetracht der Gesamtlänge des Abends würde ich sagen, ist das von untergeordneter Bedeutung. Dann kam eben der Lang Lang und die Arie, die gesungen wurde. Und danach wurde ja der Olympische Eid geschworen. Das wurde dann bekräftigt mit der Ode an die Freude. Und dann kam eigentlich die weiterführende Idee, wie sich dann die Italiener die Harmonie vorstellen. Nicht nur die Harmonie im Lande, nicht nur die Harmonie auf dem Planeten, sondern die Harmonie im gesamten Sonnensystem. Und da, wo sie dann da getanzt haben, wo du sagst, wie sieht denn das aus? Also ich bin der Meinung, das ist meine Deutung, das waren die Sterne. Weil das passt zu der Dramaturgie der Geschichte. Das Mädchen steht vor dem Astrolabium, also vor dem Planetensystem und guckt dann in den Himmel. Und da formiert sich eben die Sterne, die glitzern und sich am Firmament drehen. Und dann soll sich quasi die Harmonie, die Italien ausstrahlt und die der Olympische Geist ausstrahlt, die soll sich ja über das gesamte Sonnensystem, über das ganze Universum verbreiten.
Und das finde ich ist eigentlich eine recht poetische, schöne Idee. Und war eigentlich ein schöner Ausflug in die Unendlichkeit des Daseins, also die Harmonie des Kosmos. Also wenn wir mal denken, die großen Astronomen. Zum Beispiel eben der Galilei, der hat ja die Harmonie des Kosmos entdeckt. Es gab viele verschiedene italienische Astronomen, die sich gerade mit diesen Sachen beschäftigt haben und die die Mathematik des Kosmos ja erst ergründet haben. Insofern ist auch das im Grunde genommen typisch italienisch, zumindest italienische Geschichte. Und dann kehrt man eben zurück, zurück zum Menschen und sagt, okay, das ist unser Ideal und damit dieses Ideal wachsen kann, dafür zünden wir jetzt die Flamme an. Und wenn die Flamme dann angezündet ist, der kleine Funke, dann kann daraus auch ein ganzes Feuerwerk werden. was die Welt in Freude sozusagen erhält. Also insofern, der letzte Teil, also nach dem Friedensbotschaften, fand ich dann schon wieder sehr schön gemacht. Zwar klein und bescheiden, aber doch mit einer stringenten,
Ja, ich sag mal Konzeption. Also insgesamt würde ich sagen, hat mir diese Veranstaltung doch mehr gefallen als nicht gefallen. Und sie hat viel weniger Polemik und viel weniger Repolitisierung gebracht, als ich befürchtet habe. Bring jetzt bitte noch den notwendigen Epilog im Vergleich zu Paris vor zwei Jahren. Das fehlt noch. Ja, dazu musste mir dann tatsächlich mal eine Freischaltung geben. Hast du? So, dann wollen wir mal gucken. Da haben wir eben diese schöne Bild im Grunde genommen gehabt, wo es sehr viel Aufregung gegeben hat. Wir beiden haben ja das auch in einem Video besprochen, glaube ich. Und die Frage war, was sehen wir denn da eigentlich? Und es wurde gesagt, das ist ja im Grunde genommen eine Verballhornung des Abendmahls von Da Vinci. So, und wenn wir da mal reinschauen, dann haben wir hier eine Szene, wo eben hier ein breiter Tisch ist, der von links nach rechts geht. Dann hinter dem Tisch sind alle Personen und in der Mitte ist eben Jesus und links sind 1, 2, 3, 4, 5, 7, 6 Schüler und rechts sind 7 und rechts links sind also 7 und rechts sind 6.
6 und 6 und 12 sind das, zusammen 13. Das ist das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci eben konzipiert, so mit einer Zentralperspektive eines der berühmtesten Gemälde der Welt und sozusagen auch für Christen von einer besonderen, ja nicht nur künstlerischen Ästhetik, sondern auch von einer besonderen Heiligkeit. Und dem gegenüber dann dieses hier. Und auf den ersten Blick sieht es dann tatsächlich so aus, als ob das das Abendmahl sei, nur jetzt eben ganz anders. Das Gemeinsame ist, dass hier auch etwas von links nach rechts verläuft, das ist hier aber dann ein Laufsteg, und dass die zentrale Figur ist nicht hinter dem Tisch, sondern vor dem Tisch. Und das sollte ja vermutlich wohl der Dionysos sein. Der Dionysos ist ein Gott aus dem archaischen alten Griechentum. Und der Dionysos-Kult, also ich sage mal, die dionysischen Kulte waren Ekstarik-Kulte. Das heißt, dort ging es darum, eben das sinnliche Leben frei zu genießen, alles zu erlauben, sich durch nichts begrenzen zu lassen und einfach den lieben Gott einen guten Mann zu sein.
Ja, das heißt hier ging es darum, also in diesen Kulten eben die Freizügigkeit als solche darzustellen. Aber die Ähnlichkeit mit dem Abendmahl ist schlichtweg Papieren. Nur wenn man genauer hinguckt und das genauer analysiert, sind es doch verschiedene Themen und man kann schon sagen, Es ist tatsächlich eher dionysisch als eine Verballhornung des Christentums. Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, warum das für eine Olympiade überhaupt ein Thema sein konnte. Denn Olympia ist ein Ort, wo Leistungswettbewerb getrieben wird und wo nicht der Wolllust und der Völlerei und der Nacktheit und Ähnlichem getrieben wird. Denn was wir ja damals kritisiert haben, und das sieht man hier teilweise auf dem Bild, das sind ja diese ganzen Kunstfiguren, auch wenn die teilweise eben so Anklänge an griechische mythologische Ursprünge haben, wie zum Beispiel die Krone hier. Das ist ja irgendwie so etwas, was dann die Zeus-Krone sein könnte, also quasi dem obersten Gott. Sprich, das könnte ja theoretisch dann der Jesus sein, auf einem anderen Bild so ungefähr.
Es gibt Anklänge, aber es ist verschieden. Nur wie die es hier gemacht haben, passt es nach meiner Meinung nicht in den Kontext von Olympia. Olympia ist keine Schauf für Leute, die sich verkleiden wollen, die halb nackt rumrennen wollen, die sich schminken wollen. Das alles hat doch mit Olympia nichts zu tun. Guck dir hier den Mann an mit Brüsten, Bart und langen Haaren auf der rechten Seite. Das alles hat mit Olympia nichts zu tun. Das ist eben diese moderne linksgerichtete Kultur, wo die Geschlechter vermischt werden sollen, wo man nicht mehr weiß, was richtig, was falsch ist, was links ist und was oben ist. Das heißt, es ist hier eine Provokation im Grunde genommen sowohl gegen das Christentum, weil diejenigen, die das konzipiert haben, die wussten ganz genau, wie ähnlich das zu dem Abendmahl ist. Das ist unverkennbar, dass da gewisse Ähnlichkeiten sind. Und es ist eine Provokation gegen den Wettbewerb und die Leistungsgewerkschaft, die in Olympia ist. Sprich, das passt da überhaupt gar nicht rein. Das ist eine reine Propaganda-Veranstaltung für diesen, ich sag mal, Wokismus, für alles, was mit dem Geschlechterwechsel und Gleichheit etc. zu tun hat. Das ist ein Fremdkörper, der nicht in diese Veranstaltung reingehört.
Die Franzosen haben sich aber eben dafür entschieden. Und die Frage stellt sich, was wollten die uns damit sagen? Wollten die den Geist von Olympia zerstören? Da ist das, was die Italiener gemacht haben, ist doch viel dichter am olympischen Geist. Der Leistungsgedanke, der Sport, die Gemeinschaft, die Harmonie, das Licht in die Welt hinaustragen und, und, und. Das ist etwas, was mit dem olympischen Gedanken, mit mehr Menschlichkeit zusammenhängt, aber doch nicht, was da in Paris gemacht wurde. Was ich spannend finde herauszuarbeiten und inzwischen hat sich ja der Staub gelegt, ich glaube es wird keiner mehr deabonnieren, wenn ich dich das so referieren lasse, dass es sich halt eben wirklich nicht um das Abendmahl gehandelt hat, sondern fast eins zu eins, wie gesagt hier erkennbar, eben eine Darstellung von einem Gemälde, das ähnlich anmutet, aber halt eben seinen ganz anderen Hintergrund hat. Und dieses wiederum ist wirklich fast eins zu eins eben nachempfunden worden in dieser olympischen Szene, die du halt eben beschrieben hast. Wenn man sich das hier anguckt auf diese Art und Weise,
Dann erkennt man die Parallelen schon eher. Der Dionysos, der da jetzt in diesem Fall noch zusätzlich blau ist, aber ansonsten natürlich dieser Mann ist, der da die Trauben eben ausdrückt. Ob er jetzt so behuft ist oder nicht, das ist nochmal eine andere Frage. Aber die Frau, da sind wir wieder bei diesem ganzen Gender-Gaga und natürliche Schönheitsideal, ist nicht der Jesus aus dem Abendmahl, sondern der in Anführungszeichen Erleuchtete hier im Hintergrund, der nichts mit Jesus zu tun hat. Und die Positionen auch der ganzen anderen, die im Hintergrund halt eben stehen, die sind halt mehr diesem Gemälde nachempfunden als dem letzten Abendmahl. Gleichwohl muss man sagen, natürlich waren die Leute einfach schockiert. Und ich glaube, sie waren schockiert, weil richtigerweise du rausgearbeitet hast, Uwe, diese Völlerei, ja, diese auch wirklich, dieser Sündenpfuhl ist genau das Gegenteil von der Disziplin, die es ja zum Beispiel eben braucht, um ein Olympionike zu werden. Man muss sich mal vorstellen in diesem Zusammenhang, ja, was diese Leute überhaupt eigentlich leisten. Also worauf will ich hinaus, Leute? Erstens, das ist beeindruckend, halten wir das einfach mal fest. Zweitens, ja, ich gebe zu, ich bin natürlich vollkommen neidisch. Drittens, ja, das sind Monstermaschinen, diese Leute. Das sind ja Sportler, das sind extrem Ausnahmetalente und die gehen ja wirklich halt bis zum Äußersten. Die kämpfen dort, liebe Freunde, nicht um jede Sekunde, nicht um jede Zehntel einer Sekunde. Die kämpfen um Hundertstel von Sekunden. Die stehen da oben und die müssen jeden inneren Schweinehund überwinden. Die stehen auf diesem Gipfel.
Und sind dort ganz alleine, mit dem Wind alleine und mit der Angst im Rücken, dass sie jetzt da eben runter müssen. Und dann stoßen die sich da ab und sie machen nicht etwa vorsichtig, vorsichtig, sondern sie rasen da runter, wie die Begasten, wie Uwe richtigerweise gesagt hat, bis zu 140, 150 Stundenkilometer. Und sie gehen ab. absolutes Risiko ein, indem sie genau das Gegenteil von dem machen, was dir normalerweise der rationale Verstand eigentlich die ganze Zeit eintrichtert. Nicht langsamer, langsamer, nicht mehr auf Sicherheit, sondern halt bis zum Exzess. Noch eine dreiviertel Sekunde länger eben in der Kurve geradeaus zu steuern, bevor du das Ruder rumreißt, damit du eben die hundertstel Sekunde am Ende im Finish schneller bist. Noch eine vielleicht wirklich super klitzekleine Mini-Momentaufnahme länger zu versuchen, in der Luft die Luft anzuhalten. Die kontrollieren ihre Atmung, um zu versuchen, da irgendwie einen halben Meter weiter zu fliegen. Nach einem 30-Meter-Flug über eine Klippe, wo jeder normale Mensch sich sagen würde, das würde ich mir nicht mal trauen zu laufen. Das fliegen die in dreieinhalb Sekunden Flugzeit, okay? Mit 140 Stundenkilometer von einem Berg runter.
Von einer Piste runter, von der du das Gefühl hast, dass besonders irgendwie sadistische Designer, die explizit genau so geformt haben, damit da irgendwo Blut fließt, damit da irgendeiner diese Kurve halt eben nicht kriegt, weil du im Prinzip nicht gegen die Konkurrenz kämpfst, nicht gegen den Letzten im Nacken, der da irgendwie gerade eine Zeit vor dir gefahren ist, sondern gegen dich selbst. Wenn der Wind dein einziger Begleiter ist und du in den Gedanken eigentlich die ganze Zeit dir nur eines zurufst, oh shit, oh shit, aber du bist in Fahrt und du kannst nicht anders. Das sind Athleten, das sind Monster, das sind Gladiatoren. Die gehen bis zum Äußersten und wenn sie den Rand gefunden haben, dann pushen sie für den Rekord, um nochmal weiterzugehen. Das ist das, was diese Leute machen. Und die haben nur eine Chance, das richtig zu machen. Das ist vollkommen egal, ob du gestern vielleicht doppelt so schnell gewesen bist, ob du übermorgen dreimal so schnell bist. In diesem einen Tag, in der Sekunde, in diesem Wettbewerb, da gilt es, da musst du Leistung bringen. Und wenn du es nicht bringst, brauchst du dich gar nicht, das aufzustellen. Das ist der ultimative Disziplin-Gedanke. Das ist das ultimative Opfer-Erbringen für diesen einen Moment. Der Zenit von wirklich absoluter Leistungsbereitschaft, die über alles hinweg geht, was sogar Leistungsträger zu leisten imstande sind. Und dem gegenüber stellst du der Bitch-Police die Völlerei von Dionysos und von Monsieur oder Madame Macron?
wahrscheinlich ja eher Monsieur in beiden Fällen, wie dem auch sei, dem stellst du gegenüber dieses Bild, was erstens gar nichts mit Frankreich zu tun hat, wenn überhaupt ist das also griechische Mythologie, und zweitens überhaupt nichts mit dem olympischen Gedanken der Disziplin, die ich gerade beschrieben habe. Was im Übrigen ja auch überhaupt nichts zu tun hat mit irgendeinem Gedanken, der in irgendeiner Sportart Anwendung findet, weil er überhaupt nicht sportlich ist, sondern genau das Gegenteil ist von Sport. Nämlich einfach nur Müßiggang, Freizügigkeit und vollkommene, sag ich mal, fast schon bis zum Erbrechen Hedonismus. Und das alles vor dem Hintergrund, dass das ja passiert, nicht irgendwo, meinetwegen in einem heidnischen, irgendwie hast du nicht gehört, dritte Weltland, sondern in der Wiege Europas fast, möchte man sagen, in der schönsten Stadt der Welt, in Paris, einem christlichen, immer noch Land, auch wenn es natürlich muslimisch inzwischen längst überrannt, übernommen und geprägt ist. Daher kam der Aufschrei. Daher kam der Aufschrei, weil es auf allen drei Fronten so gegen wirklich absolut alles gegangen ist, wofür ein christliches Land steht, wofür ein sportliches Event steht und wofür eine Leistungsträgergesellschaft halt eben zurecht gefeiert wird. Olympia, wenn es eine Sache ist, dann ist es vor allen Dingen unsere...
Die ureigenste Eigenschaft, wirklich auf den Gipfel stürmen zu wollen, der Schnellste zu sein, am höchsten zu fliegen, zu tun, was auch immer es braucht, um da oben immer anzukommen, um der Mann zu sein und die Frau, die sich auf Zeit bis der Nächste um die Ecke kommt, das noch besser macht, einzutragen in dieses Buch der Geschichte, um ein Gott zu werden. Olympia kommt von dem Ort, wo früher Götter gehaust haben, okay, auf den Wolken obendrauf. Du konntest nicht mal hinkommen. Es war wie Shambhala. Es ist der mystische Ort. Das ist das Deutschland, nach dem wir uns alle zurücksehen. Das ist Olympia. Das ist das, was wir hier versuchen in diesen Spielen als Symbol wieder zu erwecken. Wir versetzen Berge. Wir geben wie Russland 50 Milliarden dafür aus. Wir bauen neue Pisten, wir machen neue Schwimmbäder, wir machen alles auf neu, wir machen alles auf letzte Minute, wie auch immer, nur mit Spucke, es hält nicht, aber irgendwie, wir halten den Laden irgendwie zusammen. Dafür machen wir das. Um einmal wenigstens sagen zu können, wir sind dem Himmel dieses klitzekleine bisschen näher gekommen. Wir waren unsterblich. In diesem einen Moment, in dem du mit 140 km pro Stunde von einem Berg rauschst, alles in deinem Körper schreit, es ist vorbei. Du bist auf der Zinne, du bist auf dem Zenit, du bist an dem Moment, wo normalerweise jede Zelle in deinem Körper sagt, mit dir ist es vorbei. Und du sagst drauf geschissen. Und du lebst nicht nur weiter, sondern du baust den nächsten Horizont.
Und du erweiterst das, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Du kommst den Göttern in dem Olymp eine Viertelsekunde näher. Eine Hundertstel einer Sekunde. Und du stellst den neuen Rekord auf. Bis der Nächste kommt, der es noch mehr will als du. Das ist der olympische Gedanke. Das ist das olympische Feuer. Das ist das, was wir brauchen in Menschen. Und deshalb sollte das ein Fest sein. Ein dynamisches Fest der Lebensfreude und der Emotionen. Und stattdessen kriegst du diese dunkle, irgendwie düster in Dreck, braun bis grau bis schwarz Kacke, die wir uns zu Beginn anhören mussten. Dieses ganze Flüchtlingsgesocks von wegen, ja hier, der hat den gerettet und der opfert sich für den da auf und haben wir noch eine Runde Mitleid für hier und haste nicht gehört und überhaupt. Habt ihr den Schuss nicht gehört? Das passt nicht zu Olympia. Olympia ist Sportler-Mentalität. Olympia-Mentalität ist Beine breit, jetzt wird gefögelt. Das ist dieser Moment. Da gibt es keine Ausreden. Da gibt es keine, ja, aber meine Füße haben mir wehgetan. Ja, aber ich habe mir das gebrochen. Du bist verletzt, du gehst auf die Piste. Du hast Krebs, du gehst auf die Piste. Du kannst noch atmen, dann bis zum letzten Atemzug und sonst bist du eben einfach kein verdammter Athlet.
Und jetzt werdet ihr fragen, warum redet er sich so in Rage? Na, weil das eben genauso übertragbar ist, auch auf Gesellschaften. Die deutsche Gesellschaft, die für Exzellenz gestanden hat, die früher ihren eigenen Olymp aufgebaut hat. Freude schöner Götterfunken. Es ist die Hymne von ganz Europa, das sich nach einem von uns, nach Beethoven, umdreht. Hunderte Jahre, nachdem er tot ist. Diese Exzellenz, dieser Gipfel von allem, was wir geschafft haben, das uns immer noch erreicht, uns immer noch motiviert, uns immer noch zeigt, dass die Klassiker besser sind, als der gesamte moderne Scheiß zusammen. Was haben wir uns gemerkt? Bocelli, der was gesungen hat? Puccini, okay? Italienische Oper. Und im Übrigen, nein, es gibt keine englischen Opern. Das ist alles nur billiger Abklatsch. Navidimach sei. Und jetzt sehen wir das. Und natürlich sehen wir das Kontrastprogramm zu Paris. Sehen wir wie Paris, wie Frankreich, wie natürlich diese widerwärtigen Makrons, Mann oder Frau, vollkommen egal, wie sie darauf spucken, wie sie sich den Arsch abwischen mit der Leistungsträgergesellschaft, mit denen, die etwas reißen wollen, mit denen, die zum Mond und zurückfliegen wollen und die sagen, warum eigentlich nur bis zum Mond, ich möchte auf den Jupiter.
Aber einmal alle zwei Jahre versetzen wir Berge, um uns, wie gesagt, dieser Göttlichkeit nahe zu fühlen. Und die spucken darauf. Und die spicken auf christliche Werte. Und die spucken auf alles, was gut ist in der Welt, indem sie euch diesen ganzen Todeskult indoktrinieren. Und letztes Mal haben sie den Bogen überspannt. Und dieses Mal, na dieses Mal war es ein bisschen feinfühliger. Aber wenn ich dir ein bisschen widersprechen kann, lieber Uwe... Sie holen dich mit Bocelli und wenn sie wissen, dass sie den Höhepunkt haben, an dem es fast nicht besser werden kann, wo sie garantiert wahrscheinlich die beste Einschaltquote hatten, weil das objektiv einfach das allergeilste war in dieser dreieinhalb Stunden Show, auf die du alles hättest kürzen können und es wäre geiler geworden, dann kommen sie unmittelbar im Anschluss, wenn alle drin sind, wenn alle dran sind. Dann kommen sie und sie haben das genau so choreografiert, mit dieser ganzen Flüchtlingskacke, mit dieser ganzen Nummer von wegen, haben wir eine Runde Mitleid und trinken wir alle mal hier unser alles Hoffnungskulett von wegen, nur wenn ihr alle Opfer seid, dann wird das schon besser. Es ist immer noch eine Massenveranstaltung und es sind immer noch Linke und ja, leider Gottes sind es immer noch indoktrinierte Menschen, die also offensichtlich diesen Leistungsgedanken nicht in euch motivieren, nicht in euch installieren, nicht in euch inspirieren wollen.
Das Tolle an diesen Veranstaltungen ist, dass da Menschen zu Helden werden, ohne dass sie irgendjemand dazu gemacht hat. Ihr eigener Wille macht sie zu diesen Gipfelstürmern. Wenn du diese zehntel Sekunde schneller gewesen bist als die Konkurrenz, wenn du die hundertstel Sekunde schneller gewesen bist, damit du jetzt nicht einfach nur Olympioniker wirst, sondern Goldmedallist, damit du dann vielleicht der Weltrekordhalter bist, bis der nächste, wie gesagt, um die Ecke kommt, weil ja permanent diese Konkurrenz da ist. Ich möchte mich nicht wiederholen, aber lieber Zuschauer, Genau das muss normalerweise eben der Spirit von Olympia sein. Und man orientiert sich an diesen Helden, weil dann oben auf dem Berg hilft denen keiner. Kein politisches Mantra, keine Anschubkraft von irgendeinem Werbesponsor. Nein, entweder die überkommen ihren inneren Schweinehund oder sie bleiben auf der Strecke elendig liegen. Und es ist auch richtig so, dass die, die halt eben Pech gehabt haben, eben leider Gottes raus sind aus dieser Nummer. Du hattest Widrigkeiten mit dem Wind, du hattest zu kämpfen mit der Piste, dein Schuh hat gedrückt. Meinst du, das ging den anderen anders? Du pushst darüber, du gehst darüber hinweg oder du bist halt eben einfach nur zweitklassig. Zweite Wahl, wie Friedrich Merz und so viele andere bei uns in Deutschland.
Und wenn Olympia euch bei der Beobachtung von dem, was die dort leisten werden in den nächsten Wochen, in irgendeiner Form irgendetwas gibt, dann diesen Gedanken, dass wir nicht zweitklassig sein sollten, sondern dass wir immer zielen sollten, nicht uns mit der ersten Klasse zufrieden zu geben, sondern in der ersten Klasse sitzen, die wir uns verdient haben, zu sagen, wie können wir diese besser machen. Das ist der Gipfelsturm. Das ist Olympia. Und das gilt es zu feiern. Und das hätte man feiern können, Mit einer Feier, die meiner Meinung nach, wie gesagt, lieber Uwe, gekürzt hätte werden können auf Andrea Bocelli. Und dann wäre es geiler geworden, billiger geworden und vor allen Dingen mehr Leute hätten eingeschaltet. Aber viel billiger konnte es ja hier nicht gemacht werden. Das war ja schon die Sparversion. Ich habe mich jetzt so in Rage geredet, lieber Uwe, aber es braucht ein Kontrastprogramm zu deiner kühlen Analytik, weil ich habe das Gefühl, du verkennst auch so ein bisschen den Sinn, warum wir das überhaupt machen. Der physische Wettkampf, insbesondere in einer Zeit, in der Männer verweichlicht werden, verweiblicht werden und niemand mehr kämpft und keiner mehr erobert, bis auf der Islam.
Da brauchen wir sowas wie Olympia. Und das ist auch nicht nur 50, das ist 500 Milliarden wert. Ich würde es auch nicht permanent machen, dann verliert es natürlich seinen Charme. Aber ich finde es gut, dass es da draußen diese Kämpfer gibt, diese Athleten, diese Gladiatoren, von denen du nichts hörst. Vier Jahre lang. Und dann kommen sie aus dem Nix und müssen abrufen, was sie vier Jahre lang gepowert haben. In der Sekunde, in der es gilt. Und dann ist es in 10 Sekunden vorbei. Usain Bolt, der Blitz, der schwarze Typ aus Jamaika, der läuft die 100 Meter in unter 10 Sekunden. Weißt du, wie lange der trainieren muss, um 10 Sekunden zu laufen? Sein ganzes Leben. Sein ganzes Leben. Und entweder der bringt es in den 10 Sekunden, wenn die Pistole schießt, oder er kann auf der Stelle sitzen bleiben und sich sagen, dass er die ganze Jahre, sein ganzes Leben für umsonst trainiert hat. Und das ist die Leistungsträgergesellschaft. Und verdammt nochmal, wir müssen nicht alle so sein. Die Leute sind natürlich Gladiatoren, die sind der Mannschaft vollkommen klar. Aber das muss unser Leitstern sein. Und deshalb bin ich Olympia dankbar und den Nationen, die diesen Gedanken ernst nehmen, ohne ihn zu verwässern.
Ja, das hast du völlig recht. Olympia ist schon eine interessante Sache, auch wenn es ein Massensport ist. Aber dieser Massensport ist ja überwiegend ein Einzelsport. Es sind ja gar nicht so viele Teamsportarten dabei, gar nicht im Wintersport. Und insofern, dieser Leistungsgedanke, der ist ja bis auf Leistungssport mittlerweile fast überall verloren gegangen. Wenn wir in Deutschland gucken, wir haben ja nur noch diesen, meine Leistung besteht darin, irgendwo eine Subvention abzukassieren, um mich darum zu bemühen, bei welchem Amt muss ich mich anstellen, damit ich was kriege. Als Unternehmer, was muss ich tun, um eine Subvention vom Staat zu kriegen? Das heißt, wir haben überhaupt gar keinen Leistungsgedanken mehr. Ganz im Gegenteil, in den Bereichen, wo geleistet werden soll, heißt es ja, da müssen wir aber jetzt die Geschlechtergleichheit haben. Also wenn wir vier Vorstände in einer Firma haben oder vier Geschäftsführer, sollten davon zwei, sollten aber schon Frauen sein. Ja, ob die was leisten können oder nicht, spielt gar keine Rolle. Unsere ehemalige Außenministerin hat da gerade gestern auch wieder so einen vom Stapel gelassen, hat dann sinngemäß gesagt, wieso sollten Frauen bei politischen oder globalen Behörden und Ämtern irgendwelche Qualifikationen nachweisen, sind doch Frauen quasi. Also,
Wieso? Da gibt es doch gar keinen Grund für. Das heißt, solange wir so denken, ist eins klar, dass wir in allen Bereichen, wo Leistung Schritt für Schritt die Menschen und die Nationen voranbringen, wir immer mehr ins Hintertreffen geraten. Ja, es kann nicht anders sein. Selbst die langsamste Schnecke wird uns überholen, wenn wir uns nicht bewegen. Irgendwann mal werden wir selbst von denen überrollt werden. Wir haben es doch in China gesehen. Vor 40 Jahren war China ein vierter Weltland. Und jetzt sind sie der weltstärkste Nation, haben selbst der USA den Rang abgelaufen. sind technologisch in vielen Dingen Weltmarktführer. Warum? Weil sie es wollten, nicht weil sie da gesessen haben und gesagt haben, welches Land kann uns jetzt Subventionen geben, damit wir endlich mal vorankommen. Welches Land kann uns mal irgendwie helfen? Können wir irgendwo in der Inklusivklasse sitzen, damit es uns besser geht? Nee, die haben ihr Land umgekrempelt, die haben es mal angepackt.
Natürlich viele Umwälzungsprobleme, viele sind daran zugrunde gegangen, sind Opfer geworden. Aber an die Opfer denkt ja niemand. Am Ende zählt nur das Ergebnis der Überlebenden. Und was haben wir? Wir sitzen hier in Deutschland und diskutieren, was wir wohl tun könnten. Wir machen uns Sorgen über andere Länder, wir machen uns Sorgen über irgendwelche Feinde, wir machen uns Sorgen über irgendwelche Bedürftigen. Das alles machen wir, aber wir leisten nichts. Und das kann nicht gut gehen. Das kann in der Tat nicht gut gehen, oder? Aber es kann gut gehen für die Länder, die das eben ernst nehmen und wie China sich halt eben innerhalb von 40 Jahren aus dem Nichts hocharbeiten. Das ist absolut richtig, was du sagst. Ein total verrottertes, verlottertes, ehemaliges übrigens Kaiserreich, das mit dem Kommunismus geflirtet hat, ein bisschen zu heftig, abgestürzt ist und erst danach im Prinzip wieder seine Disziplin wiedererlangt und wiedergefunden hat. Das ist nicht alles Gold, was glänzt, aber einiges, was wir uns bei denen eben abgucken könnten. Und der Erfolg gibt denen recht.
Gut, also Fakt ist, die Show an sich war überlang und größtenteils meiner Meinung nach nicht notwendig. Sie ist dem Event angemessen, aber die Art und Weise, wie sie geführt worden ist, berührt meiner Meinung nach viel zu selten diesen Gedanken, den Leistungsgedanken vielmehr. Viel zu sehr ist über Inklusion gesprochen worden, viel zu sehr ist über diese Freundschaft gesprochen worden, die ja wirklich heuchlerisch ist. Wie oft mussten wir beide intervenieren und sagen, Russland und Weißrussland fehlen halt eben. Ich glaube in der Tat, die Athleten sind die Ersten, die sagen würden, es geht denen nicht einfach nur darum, eine Goldmedaille zu erringen, sondern zu wissen, dass sie die Besten sind. Und wenn du zum Beispiel die zweite oder drittbeste Nation ausschließt, die Russen, Dann ist deine Goldmedaille auch gleich nicht mehr ganz so viel wert, wie wenn du sie gegen einen Russen gewonnen hättest oder gegen wer auch immer in einem fairen Wettbewerb dabei gewesen wäre. Ich gebe dir recht, dass ich das Gefühl habe, dass das in Richtung Besserung geht. Die 13 Athleten, die Russischen plus die 7 Weißrussischen, die werden vielleicht sogar den ein oder anderen eben Titel holen können. Vielleicht werden sie irgendjemanden damit düpieren.
Es wird vermutlich auf kleiner Sparflamme laufen. Ich erwarte nicht, dass es da eine große Sensation diesbezüglich gibt. Es wäre eine zu große Bloßstellung für das EOC und die Weltengemeinschaft. Aber ja, das Pendel, es schwingt langsam aber sicher in die andere Richtung zurück. Und wir werden darüber auch reden müssen, über die Ukraine, die Zustände dort und Leben im Winter und in der Kälte. Wir hatten es heute für den Bonusteil vor, aber ich denke mal, für heute haben wir genügend gestreamt.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Olympia als Bühne | Von Paris 2024 zu Mailand 2026 | Wertekrieg 2026“, Die Welt Klar Sehen, 07.02.2026.
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Kommentar zur Eröffnungsfeier der Winterolympiade 2026 in Mailand/Cortina im Vergleich zu Paris 2024. Zerlegt die Bildsprache und mediale Rahmung beider Inszenierungen und arbeitet heraus, warum der Pariser Auftritt 2024 als Affront empfunden wurde.
